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Periodical volume Nr. 24, 10. April 1947, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1947

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Meine Damen und H e r r e n ! Wir kommen damit zu dem folgenden Punkt
d e r 23. Tagesordnung. Den Punkt 5 hatten wir in der letzten Sitzung erledigt.
Punkt 6 i s t auch erledigt, Punkt 7 ist zurückgezogen. E s kommt jetzt der
Punkt 8, Drucksache 151, Antrag der F r a k t i o n der CDU, b e t r . Staatliche
Porzellanmanufaktur.
Dazu liegen m i r Eingaben vor, von denen eine b e r e i t s in einer früh e r e n Sitzung bekanntgegeben wurde. Ich darf sie noch einmal v e r l e s e n . E s
handelt sich u m eine Entschließung der B e t r i e b s v e r s a m m l u n g der Belegschaft der Staatlichen Porzellanmanufaktur, die folgenden Wortlaut hat:
Mit Rücksicht auf das Gesetz Nr. 46 der Alliierten Kontrollbehörde
vom 25. F e b r u a r 1947 über die Auflösung P r e u ß e n s ersucht die
Belegschaft d e r Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin zur weiter e n Erhaltung des Bestandes, zur F ö r d e r u n g des Neuaufbaues der
Manufaktur und zur Sicherung des B e r l i n e r A r b e i t s p l a t z e s der gesamten Manufakturbelegschaft Direktion und B e t r i e b s r a t , unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen in die Wege zu leiten, damit die
dem ehemaligen P r e u ß i s c h e n Staat gehörende Staatliche P o r z e l l a n manufaktur B e r l i n von der Stadt B e r l i n mit allen Rechten und
Pflichten übernommen wird.
Außerdem ist eine Eingabe der Industriegewerkschaft Chemie, P a p i e r ,
Steine und E r d e n im FDGB G r o ß - B e r l i n eingegangen. In d i e s e r Eingabe
heißtes:
?~

Mit Schreiben vom 7. März 1947 wurde dem Magistrat der
Stadt Berlin zu Händen des O b e r b ü r g e r m e i s t e r s von der Belegschaft und der Direktion ein Antrag u n t e r b r e i t e t , der bezwecken
soll, die Ungewißheit über das Schicksal der früheren Staätl. P o r zellanmanufaktur zu k l ä r e n . Als gewerkschaftliche Organisation
der fast 100%ig o r g a n i s i e r t e n Belegschaft schließen wir uns dem
Schritt der B e t r i e b s v e r t r e t u n g an und bitten bei notwendigen B e sprechungen ebenfalls um Unterweisung an die hiesige Stelle.
Wir b e m e r k e n noch, daß b e r e i t s im J a h r e 1946 mit dem früh e r e n S t a d t k ä m m e r e r Dr. Siebert Verhandlungen stattgefunden
haben.
Diese beiden Eingaben stehen mit zur Debatte. Das Wort hat der H e r r
Stadtv. Landsberg-r
Stadtv. L A N D S B E R G (CDU) : Meine Damen und H e r r e n !
E s hieße Eulen nach Athen tragen, wenn man in B e r l i n über die Bedeutung der früheren Königlichen, s p ä t e r e n Staatlichen Porzellanmanufaktur
auch nur ein Wort sagen wollte. Wir wissen und sind alle davon ü b e r zeugt, welche große Rolle gerade diese Porzellanmanufaktur in der Gestaltung des deutschen P o r z e l l a n g e s c h e h e n s gespielt hat. Auf Grund der
B e s c h l ü s s e , die wir am letzten Donnerstag in d e r F r a g e der Stellung
Berlins nach der Auflösung P r e u ß e n s gefaßt haben, i s t es eine Selbstverständlichkeit, daß auch d i e s e s bedeutsame preußische Unternehmen
        
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