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Periodical volume

Full text: Höhe Issue 2018,3

Das Infoblatt der Wohnungsbaugenossenschaft
„Bremer Höhe“ eG

3 |18

Straße frei zum Feiern
Bauen oder nicht bauen ?
Jahresabschluss 2017

Inhalt
3

Bauen oder nicht bauen ?

19

Kurz vorgestellt: Mike Ziomek

5

Jahresabschluss 2017

20

11

Rückblick Sommerfest 2018

Was wurde eigentlich …
– aus den Mitgliedsdarlehen ?

14

Die erste Million –
die Solaranlage in Lichtenberg

21

15

Steckbrief AufsichtsrätInnen:
Mandy Cyriax

Fotos für den
Kalender 2019 gesucht &
Herbsteinsatz auf den Höfen

22

16

Neues Spielhaus im Gneisthof –
eine Bilder-Hofgeschichte

Wie wohne ich richtig ? &
Sommer vorm Balkon

23

18

KlamottenSelberMachen &
Höhlenmarkt

Effiziente Wärmeversorgung –
die neuen BHKWs

24

Termine, Verwaltung und
Impressum

–
Zum Titelbild: Sommerfest 2018 ! –
Ein Gruppenportrait vom „Freakomat“

Bauen oder nicht bauen?
Auf unserer Mitgliederversammlung am 27. Juni ging es zwischenzeitlich hoch her. Die Beschlussvorlage
von Vorstand und Aufsichtsrat, welche die Beteiligung unserer Genossenschaft an GmbHs zum Zweck des
Erwerbs von Bauland und der Errichtung von Wohnungen ermöglichen sollte, erzeugte großen Diskussionsbedarf.
Zur Erinnerung: Wie im letzten Info-Blatt geschildert, benötigt es eines Beschlusses der
Mitgliederversammlung, wenn unsere Genossenschaft sich an einer Gesellschaft beteiligen
will. Der Anlass ist das berichtete Vorhaben, mit
vier weiteren jungen Genossenschaften auf einer
aufgegebenen Friedhofsfläche in Weißensee ein
ganzes Genossenschaftsquartier zu errichten. Ca.
200 Wohnungen sowie 200 Wohnplätze für Studierende wollen die beteiligten Genossenschaften
hier schaffen. Da der Verkäufer, der evangelische
Friedhofsverband, aber nur einen Vertragspartner haben möchte, ist der Zusammenschluss in
einer GmbH notwendig, um das Grundstück zu
erwerben.
Um eine solche Beteiligung ggf. auch für weitere Projekte dieser Art möglich zu machen, war
der Beschlussvorschlag recht pauschal formuliert – und wurde dementsprechend kontrovers
–
diskutiert. Einige Mitglieder befürchteten, dass die
Ziele, die mit dem Kooperationsprojekt in Weißensee umgesetzt
Beteiligung an einer GmbH zu wenig durch die
werden sollen. Ob daraus jemals
Mitglieder bzw. den Aufsichtsrat kontrollierbar sei.
etwas wird, ist ungewiss.
Andere wollten gerne den Gesellschaftervertrag einer
solchen GmbH prüfen, bevor sie dem Beschlussvorschlag zustimmen könnten. Auch der Wunsch, die
Bewilligung nur befristet zu geben, wurde geäußert. Mehrere Änderungsanträge wurden eingereicht und
abgestimmt. Schließlich fand folgender Beschluss eine große Mehrheit der Stimmen:
Beschluss 4-2018 über die Beteiligung der WBG „Bremer Höhe“ eG an Gesellschaften für den Erwerb von
Baulandflächen:
• Die Mitgliederversammlung beschließt gemäß § 32 Absatz g der Satzung, dass sich die WBG „Bremer Höhe“
eG an Gesellschaften mit beschränkter Haftung beteiligen darf, die den Haupt-Zweck haben, gemeinsam
mit anderen Unternehmen Bauland für die Errichtung und den Betrieb von Immobilien im Sinne des
Satzungszwecks gemäß § 2 der Satzung der WBG „Bremer Höhe“ eG zu erwerben. Für die Beteiligung an
einer konkreten Gesellschaft, die den Voraussetzungen nach Satz 1 entspricht, reicht fortan ein gemeinsamer
Beschluss von Aufsichtsrat und Vorstand.
• Der Gesellschaftsvertrag der jeweiligen GmbH hat zu sichern, dass der Aufsichtsrat an allen Gesellschafterversammlungen der GmbH beratend teilnehmen darf.
• Der Vorstand berichtet der Mitgliederversammlung jährlich über die Beteiligungen der Genossenschaft. Die
Ermächtigung aus Beschluss 4-2018 endet, wenn die Mitgliederversammlung den Beschluss nicht innerhalb
von 2 Jahren erneuert.

3

Dass es schnell zur Gründung einer solchen GmbH
kommen wird, ist jedoch gerade wieder recht
unwahrscheinlich geworden. Der Friedhofsverband
hüllt sich seit Monaten in Schweigen, während die
Preise für Bauland ungebremst in die Höhe steigen.
Als die Verhandlungen vor ca. drei Jahren begannen,
lagen die dortigen Bodenrichtwerte bei 260 € pro
Quadratmeter. Inzwischen liegen sie bereits bei
800 € und steigen weiter. Ob das Grundstück, wenn
es jemals zu einem Kaufvertragsentwurf kommen
sollte, überhaupt noch bezahlbar ist, ist fraglich.
Unter den aktuellen Konditionen auf dem Immobilienmarkt in Berlin wird die Realisierung von Bauprojekten, die bezahlbare Wohnungen zum Ziel haben,
immer unwahrscheinlicher.

Anders sieht es glücklicherweise in Hobrechtsfelde
aus, wo wir über das Grundstück unseres Bauvorhabens Gemeinschaftshaus schon verfügen, und
die Beteiligten in der Gemeinde und im Landkreis
das Vorhaben grundsätzlich gutheißen. Die Bauanträge für die beiden Bauteile, die Sanierung des
Altbaus und die Errichtung von drei Neubauten,
sind gestellt und alle Fragen des Denkmal- und des
Brandschutzes, der Löschwasserversorgung, des
Umweltschutzes und vieles mehr konnten ohne viel
Umstände mit den Behörden geklärt werden. Nun
warten wir täglich darauf, dass die Genehmigungen
eintrudeln, und gehen davon aus, noch im Herbst
mit den Baumaßnahmen beginnen zu können.


Barbara König

–
Der Altbau und die drei
Neubauten werden einen
großen gemeinschaftlichen Hof bilden

4

Jahresabschluss 2017
Wie üblich veröffentlichen wir im 3. Heft des Jahres den Abschluss des Vorjahres, also hier den von 2017,
welcher auf der Mitgliederversammlung am 27. Juni 2018 beschlossen wurde.
Zusammengefasste Daten und Fakten zum 31.12.2017:
− Mitgliederentwicklung im Laufe des Jahre 2017 von 702 auf 712.
− Der Bestand lag unverändert bei 665 Wohnungen und 32 Gewerbeeinheiten.
− Der wirtschaftliche Jahresüberschuss betrug 316.458 €.
− 2017 standen dem Kapitaldienst von ca. 2,16 Mio. € etwa 3,48 Mio. € Einnahmen aus Kaltmieten gegenüber.
− Die Summe der Mitgliedsdarlehen zum 31.12.2017 betrug 1.062.300 €.
Die Eigenkapitalquote ist 2017 auf 21 % angestiegen. Die Vermietungsquote lag im Schnitt erneut über 99 %.
Die wirtschaftliche Lage der Genossenschaft ist gut, ihre Aussichten sind sehr positiv, weshalb es auch
keinerlei Schwierigkeiten gab, für das Bauvorhaben Gemeinschaftshaus in Hobrechtsfelde trotz in den letzten Jahren stark gestiegener Baukosten eine Finanzierung zu bekommen. Die Dauernutzungsentgelte der
vorhandenen Mitglieder werden davon nicht tangiert.
Der Jahresabschluss, der erläuternde Bericht dazu sowie der Lagebericht des Vorstands und der Prüfbericht
des Verbandes sind auch auf unserer Webseite unter www.bremer-hoehe.de unter “Veröffentlichungen/Jahresabschlüsse“ einsehbar.
BK

Vorbemerkungen und
Bescheinigung
Die Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang wurde aufgrund der vorgelegten Buchführung
und Unterlagen sowie der erteilten Auskünfte unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften aufgestellt.
Die Prüfung der Buchhaltung erfolgte durch geeignete Stichproben, die Prüfung der Wertansätze des Sachanlagevermögens war nicht Gegenstand des Auftrages. Die als Anlage beigefügten allgemeinen Auftragsbedingungen für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften sind Gegenstand
der vertraglichen Vereinbarung zwischen der Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ e.G. und
Dipl.-Kfm. / Finanzwirt (grad.) Roland Schubert, Steuerberater.

Berlin, den 28. Februar 2018
Dipl.-Kfm. / Finanzwirt (grad.) Roland Schubert, Steuerberater

5

Wohnungsbaugenossenschaft “Bremer Höhe“ e.G. – Bilanz zum 31. Dezember 2017
Aktiva
A. Anlagevermögen

Euro

Euro

Euro

TEuro Vorjahr

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software

419,00

1
419,00

1

II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
mit Wohnbauten

38.157.525,92

38.362

2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
andere Bauten

4.342.714,17

4.427

3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
ohne Bauten

281.534,24

282

4. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung

49.420,89

72

10.013,29

594

430,78

0

5. Anlagen im Bau
6. geleistete Anzahlungen

42.841.639,29

43.737

III. Finanzanlagen
1. andere Finanzanlagen

13,950,00

14
13.950,00

14
42.856.008,29

43.752

B. Umlaufvermögen
I. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke
und andere Vorräte
1. Unfertige Leistungen

1.296.399,31

1.289
1.296.399,31

1.289

II. F
 orderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Vermietung
2. Sonstige Vermögensgegenstände

35.647,18

18

21.669,03

38
57.316,21

56

III. Flüssige Mittel
1. Portoguthaben, Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten

1.907.805,09

1.479
1.907.805,09

C. Rechnungsabgrenzungsposten

6

1.479
3.261.520,61

2.824

238,00

0

46.117.766,90

46.576

Wohnungsbaugenossenschaft “Bremer Höhe“ e.G. – Bilanz zum 31. Dezember 2017
Passiva
A. Eigenkapital

Euro

Euro

Euro

TEuro Vorjahr

I. Geschäftsguthaben
– der mit Ablauf des Geschäftsjahres ausgeschiedenen Mitglieder
– der verbleibenden Mitglieder
– aus gekündigten Geschäftsanteilen

29.997,38

25

3.571.084,20

3.641

109.035,89

17

– Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile Euro 130.144,11
II. Kapitalrücklage

3.710.117,47

3.683

125.789,25

120

III. Ergebnisrücklagen
1. gesetzliche Rücklage
2. andere Ergebnisrücklagen

3.923.601,69

3.711

26.403,51

52
3.950.005,20

3.763

IV. Bilanzgewinn
1. Gewinn-/Verlustvortrag
2. Jahresüberschuss
3. Einstellung in die gesetzliche Rücklage
4. Entnahme aus anderen Ergebnisrücklagen

1.805.613,84

1.861

316.457,85

123

./. 212.207,17

./. 198

25.037,38

20
1.934.901,90

Summe Eigenkapital

1.806
9.720.813,82

9.372

B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen

27.880,97

29

2. Steuerrückstellungen

28.598,99

21
56.479,96

50
56.479,96

50

C. Verbindlichkeiten
32.420.560,71

33.147

2. Verbindlichkeiten gegenüber anderen
Kreditgebern

1.634.740,32

1.678

3. erhaltene Anzahlungen

1.420.097,53

1.408

107.936,91

102

75.317,36

144

650.156,58

631

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

4. Verbindlichkeiten aus Vermietung
5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
6. Sonstige Verbindlichkeiten

36.308.809,41

D. Rechnungsabgrenzungsposten

7

37.110
36.308.809,41

37.110

31.663,71

44

46.117.766,90

46.576

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017
2017
Euro

2016
Euro

4.829.437,35

4.729.898,66

7.013,60

44.898,00

0,00

23.244,98

54.420,61

71.624,66

4.890.871,56

4.869.666,30

./. 1.538.751,39

./. 1.738.841,51

./. 221.931,02
./. 43.934,35

./. 231.725,70
./. 46.364,64

./. 1.242.652,47

./. 1.217.778,18

./. 82.739,98

./. 104.663,20

763,48

1.108,32

./. 1.385.249,06

./. 1.384.764,99

./. 59.918,92

./. 23.609,93

13. Ergebnis nach Steuern

316.457,85

123.026,47

14. Jahresüberschuss

316.457,85

123.026,47

15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr

1.805.613,84

1.861.398,27

16. Einstellung in die gesetzliche Rücklage

./. 212.207,17

./. 198.442,47

25.037,38

19.631,57

1.934.901,90

1.805.613,84

1. Umsatzerlöse und Aufwendungszuschüsse
2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen
3. andere aktivierte Eigenleistungen
4. Sonstige betriebliche Erträge
5. Gesamtleistung
6. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
9. sonstige betriebliche Aufwendungen
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
12. Steuer vom Einkommen und vom Ertrag

17. Entnahme aus anderen Ergebnisrücklagen

18. Bilanzgewinn

8

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

4. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

I. Allgemeine Angaben zum
Jahresabschluss

Die Verbindlichkeiten
haben folgende
Fristigkeiten:

Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Berlin und
wird unter der Registernummer 569B beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg geführt.

bis 1 Jahr

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften
des HGB, der Satzung und der Verordnung über
Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses für Wohnungsunternehmen aufgestellt.
Aufwendungen für Grundsteuer und Übernachtungssteuer wurden wie im Vorjahr unter der Position „Aufwendungen für bezogene Lieferungen und
Leistungen“ ausgewiesen.

Euro

2.833.099,42
(Vorjahr: 2.830.530,04)

über 1 Jahr

33.475.709,99
(Vorjahr: 34.279.791,64)

davon über 5 Jahre

28.124.293,83
(Vorjahr: 29.330.200,63)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
in Höhe von Euro 32.420.560,71 sind durch Grundschulden sowie teilweise auch durch Abtretungen
von Mieten besichert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Erläuterungen zur Bilanz

Die Fristigkeiten der einzelnen Posten der Verbindlichkeiten sind aus dem als Anlage I beigefügten
Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich.

1. Die immateriellen Vermögensgegenstände und
die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten vermindert um planmäßige
lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer festgesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden gemäß § 8 Abs. 1 KStG in Verbindung
mit § 6 Abs. 2 a EStG im Jahr der Anschaffung
und den folgenden vier Jahren zu jeweils 20 %
abgeschrieben. Im Wirtschaftsjahr 2017 sind keine
Sonderabschreibungen in Anspruch genommen
worden.

Verbindlichkeiten aus Steuern belaufen sich zum
Bilanzstichtag auf Euro 2.714,08 (Vorjahr: Euro
3.506,29).
5. Für die im Geschäftsjahr gezahlten Wohnungsund sonstigen Mieten, die einen Zeitraum nach
dem 31. Dezember 2017 betreffen, wurde ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.
6. Am Bilanzstichtag bestanden nach Angaben des
Vorstands keine aus der Bilanz nicht ersichtlichen
Haftungsverhältnisse.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.
2. Die in den unfertigen Leistungen ausgewiesenen
Beträge betreffen die noch nicht abgerechneten Betriebskosten für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit Nennbeträgen angesetzt, die Laufzeiten
betragen weniger als ein Jahr.
3. In den Rückstellungen sind alle im Zeitpunkt der
Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag
berücksichtigt, wie sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

9

III. Sonstige Angaben

4. Der Vorstand bestand aus folgenden Mitgliedern:
Herr Ulf Heitmann (Dipl.-Jurist)
Frau Dr. Barbara König (Dipl.-Ing. arch., Dr. phil.)
Herr Joachim Frank (Dipl.-Sportwissenschaftler)

1. Die Zahl der in 2017 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug 1 Vollzeitbeschäftigte
und 5 Teilzeitbeschäftigte in der Verwaltung sowie
1 Vollzeitbeschäftigter in der Haustechnik. Darüber hinaus bestanden 5 geringfügig beschäftigte
Arbeitsverhältnisse.

5. Mitglieder des Aufsichtsrats sind:
Herr Andreas Bachmann (Dipl.-Ing. Stadtund Regionalplanung), (Vorsitzender des
Aufsichtsrats)
Herr Dr. Andreas Bossmann (Theaterwissenschaftler), (stellvertretender Vorsitzender)
Herr Klaus Mindrup (Diplom-Biologe, MdB)
Frau Ute Zeckei (Kauffrau der Grundstücks- und
Wohnungswirtschaft)
Frau Marion Gießke (Diplom-Agrar Ing.)
Frau Mandy Cyriax (Wirtschaftsingenieurin)
Herr Uwe Harberts (Spieltechniker)
Herr Stefan Tschöpe (Dipl.-Geograf)
Herr Robin Jahnke (Autor)

2. Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder hat sich
im Geschäftsjahr 2017 wie folgt entwickelt:

Mitglieder

Geschäftsguthaben (€)

Stand 1.1.2017

702

Zugang 2017

25

3.641.110,67

Übertragungen

−6

Mitglieder zum
31.12.2017

721

3.710.117,47

davon Abgänge
zum 31.12.2017

−9

139.033,27

verbleibende
Mitglieder zum
31.12.2017

712

3.571.084,20

6. Am Bilanzstichtag waren keine Forderungen
gegenüber Mitgliedern des Vorstandes und des
Aufsichtsrates zu verzeichnen.
Berlin, den 28. Februar 2018
Vorstand

Von den Mitgliedern zum 31.12.2017 wurden
insgesamt Euro 3.710.117,47 auf die Genossenschaftsanteile eingezahlt. Damit haben sich die
Geschäftsguthaben gegenüber dem Vorjahr um
Euro 27.038,22 erhöht. Zusammen mit den auf der
Grundlage von Ratenzahlungsvereinbarungen noch
nicht fälligen Geschäftsanteilen in Höhe von Euro
130.144,11 beliefen sich die gezeichneten Geschäftsanteile der Genossenschaft auf insgesamt Euro
3.840.261,58. Die Nachschusspflicht ist ausgeschlossen.
In den Abgängen sind Geschäftsguthaben verstorbener Mitglieder in Höhe von Euro 6.135,90
enthalten.
3. Der für die Jahresabschlussprüfung zuständige
Prüfungsverband ist der:
Prüfungsverband der kleinen und mittelständischen
Genossenschaften e.V.
Boxhagener Str. 76/78, 10245 Berlin

10

Rückblick Sommerfest 2018
Auch in diesem Jahr fand das große Sommerfest unserer Genossenschaft am 25. August wieder als öffentliches Straßenfest statt, um zu zeigen, dass die Straße ein Ort der vielfältigen Begegnungen, Aktivitäten und
des Feierns sein kann – wenn sie autofrei ist.
„Festmeile“ war erneut die Gneiststraße zwischen Schönhauser Allee und Pappelallee, in der Einmündung
Greifenhagener Straße wurde die Bühne für das musikalische Live-Programm aufgebaut. Die Gneiststraße
zur Pappelallee hin bot Platz für den lebendigen Flohmarkt mit vielen Ständen (ein großer Dank dafür geht
wieder an Katja Weinhold für die Vorbereitungsarbeit und Koordination des Flohmarkts), der bis in den
frühen Abend hinein gut besucht war.
Die Gneiststraße zur Schönhauser Allee hingegen funktionierte wieder wunderbar als Tobe-und Spielplatz
für die Kinder. Dabei reichen ein paar Fixpunkte wie die von Klax auf die Straße gestellten Staffeleien zum
Malen, ein von Kindern selbst organisierter Stand mit Wasserbomben, ein mobiles Fußballtor, ein „Hafenbecken“ von den „Spielwagen“-Leuten mitgebracht und die immer beliebte Wurf bude der „Berliner
Energieagentur“: schon wird die Freifläche für viele Stunden zum totalen Kinderparadies. Allein sich daran
zu erfreuen, mit welch einer Eigendynamik und Selbstverständlichkeit die Kinder die Straße okkupieren, ist
schon den ganzen Aufwand eines Straßenfestes wert.

11

Für das leibliche Wohl waren der Getränkewagen
von „braumeister e.V.“ und der Grillwagen von
„Tannenwälder“ mit thüringischen Wurstspezialitäten zuständig. Auf der Bühne sorgte besonders die
Balkan Brass-Band „Ticvaniu Mare“ mit ihren Beats
für beste und tanzbare Unterhaltung, eingerahmt
von den eher ruhigen Klängen der Songwriterinnen
Vickie Paxton und Jula davor und danach.
Das heimliche Highlight des Festes darf hier aber
nicht unerwähnt bleiben: Das war der „Freakomat“
von Katalin Pöge, eine Box wie ein Fotoautomat,
vor der man Platz nahm und nach ein paar Minuten
ein gemaltes Schnellportrait herausbekam. Schöner
lassen sich Kunst und Spaß kaum kombinieren.

–
Die Straße als Feier-Pflaster:
Impressionen von unserem Sommerfest 2018 in der Gneiststraße.

12

Im nächsten Jahr wird unser Sommerfest wahrscheinlich in einem unserer anderen genossenschaftlichen Bestände stattfinden. 2020 aber, zum
20-jährigen Bestehen unserer Genossenschaft, wird
es wahrscheinlich wieder ein großes Straßenfest
geben. 
Andreas Döhler

13

Die erste Million
Ich gebe zu: Die Überschrift führt ein wenig in die
Irre, es geht nicht um die erste Million auf dem
Konto, die ja bekanntlich die schwerste sein soll.
Es geht um dieses Foto, dass ich am späten Nachmittag des 12.8.2018 in der Lichtenberger Bornitzstraße aufgenommen habe (Foto unten). Seit mehreren Tagen hatte ich auf diesen Moment gewartet,
jetzt war es endlich soweit: Die Photovoltaik-Anlage
auf dem Dach der Lichtenberger Wohnanlage hat
seit ihrer Inbetriebnahme 2009 mehr als eine Million Kilowattstunden Strom produziert.
Zu erkennen ist das an der Zahl unten links:
1000,11 MWh. 1000 Megawattstunden mal 1000 =
macht 1 Million Kilowattstunden. Die erste Million
ist da – und ich freue mich darüber. Vielen Dank an
den Vorstand der Bremer Höhe für diesen ökonomisch und ökologisch klugen Deal vor rund zehn
Jahren! Die Bremer Höhe vermietet einen Teil der
Lichtenberger Dachflächen für 20 Jahre an die Energieagentur, die finanziert die Photovoltaik-Anlage
– und überweist jährlich einen vierstelligen Betrag
an die Genossenschaft. Das ist modernes Umweltmanagement.

über Gott und die Welt reden. Umweltschutz, der
easy ist, weil er uns nichts abverlangt.
Wesentlich komplizierter ist aktiver Umweltschutz,
der uns meint. Jeden Einzelnen von uns. Nicht nur
einmal im Jahr, sondern täglich. Viel zu oft sehe ich
Personen im Hof unserer Wohnanlage, die – schwer
beladen – mit großen blauen Säcken zum Müllplatz
laufen. Ein Sack für alles, was in der Wohnung
nichts zu suchen hat. In den grauen Tonnen für
den Restmüll liegen regelmäßig größere Mengen
Kunststoff, Papier, Glas und andere recycelbaren
Wertstoffe. Das ist ärgerlich, weil alle Mieter – auch
die, die sich die Mühe machen zu sortieren – die
BSR-Rechnung für den Hausmüll bezahlen müssen.
Ich möchte nicht, dass ich unfreiwillig zur Kasse gebeten werde. Ich bin es gewohnt, nur Rechnungen
zu bezahlen, die ich selbst verursacht habe.

Sind 1.000.000 Kilowattstunden viel? Ja, natürlich!
Für mich würde diese Menge ausreichen, um weitere 1400 Jahre auf gleichem Strom-Niveau wie heute
zu leben. Wahnsinn, oder?
Eine Solaranlage auf dem Dach ist eine praktische Sache. Sie wird ans Netz angeschlossen und
beginnt mit ihrer Arbeit, wir – die Mieterinnen und
Mieter – müssen uns nicht um sie kümmern, sie
sammelt die Sonnenstrahlen auch dann ein, während wir im Urlaub sind oder im Hof grillen oder

Der heiße und extrem trockene Sommer hat die
Diskussion wieder entfacht, ob das, was wir in den
vergangenen Monaten erlebt haben, vom Klimawandel verursacht wurde oder nicht. So wichtig
wie dieser Streit auch ist, er lenkt oft von den ganz
alltäglichen Fragen ab: Was hindert mich daran,
sparsamer mit unseren Ressourcen umzugehen?
Was kann ich dafür tun, dass meine Öko-Bilanz
besser wird? Warum alles unsortiert in einen blauen
Sack, wenn es vernünftige Alternativen gibt, die
auch noch den eigenen Geldbeutel schonen?
Das sind Fragen, die uns alle beschäftigen sollten,
während die Solaranlage auf dem Lichtenberger
Dach die nächsten 1000 MWh in Angriff nimmt!


14

Heino Giermann

Steckbrief AufsichtsrätInnen
Name:		
Mandy Cyriax
Jahrgang:
1978
Wohnquartier:	Hobrechtsfelde
Mitglied seit:
2009
Beruf: 		Technische Einkäuferin

Wie ich zur Genossenschaft kam:
Im Jahr 2006 wurde bekannt, dass die GESOBAU
AG ihren Wohnhausbestand in Hobrechtsfelde
verkaufen möchte. Daraufhin beabsichtigten einige
Einwohner eine Genossenschaft zu gründen und
ihr „eigenes Dorf“ zu kaufen. Da ich seit 1989 in
Hobrechtsfelde wohne und mir mein Dorf sehr am
Herzen liegt, gehörte ich zu diesen Gründungsmitgliedern. Aus verschiedenen Gründen scheiterte das
Projekt einer eigenen Genossenschaft. Durch den
persönlichen Einsatz von einigen Gründern konnte die WBG „Bremer Höhe“ eG für dieses Projekt
gewonnen werden. Zum 1. Januar 2010 übernahm
sie die Hobrechtsfelder Wohnungsbestände von der
GESOBAU. So kam ich zur Genossenschaft.

Meine Aufgaben im Aufsichtsrat sind …
sehr abwechslungsreich. Seit 2010 bin ich ehrenamtliches Mitglied des Aufsichtsrats. Das heißt,
ich nehme an den Aufsichtsratssitzungen teil, lese
und diskutiere Beschlussvorlagen und stimme über
diese ab.

Zum Wohlfühlen in meiner Wohnumgebung
brauche ich:

Gemeinsam mit meinen acht Aufsichtsratskollegen
überwachen wir die Tätigkeit des Vorstandes und
beraten gemeinsam mit dem Vorstand über die
Geschicke der Genossenschaft. Als Vertreter des
Aufsichtsrates nehme ich an den Sitzungen des
Initiativenfonds teil.

Etwas Grün um mich herum. Es ist schön, nach
einem Arbeitstag den Großstadttrubel hinter
sich zu lassen und nach Hause ins beschauliche
Hobrechtsfelde zu kommen und jederzeit einen
Parkplatz „vor der eigenen Haustür“ zu finden.
Als kleine Familie legen wir Wert auf bezahlbaren
Wohnraum und ein kleines Stück „Eigenes Grün“.

Aus meinem Beruf bringe ich mit:
Erfahrungen im Umgang mit Zahlen. Als technische
Einkäuferin und Controllerin beschäftige ich mich
täglich mit wirtschaftlichen Daten und werte diese
aus. Als Teil eines kleinen mittelständischen Unternehmens bin ich mit der Planung und Durchführung von Projekten unterschiedlichster Art betraut.

Ich bin im Aufsichtsrat, weil …
ich mich für die Belange der „Hobianer“ in der
Genossenschaft einsetzen möchte. Mich interessiert die Zukunft unseres Dorfes. Welche Projekte,
egal ob Neubau oder Sanierung, sollen in Angriff
genommen werden? Wie kann der dörfliche Charakter von Hobrechtsfelde erhalten bleiben? Welche
Auswirkungen könnte eine rapide Zunahme der Einwohner in unserem Dorf haben? Wie viel Tourismus
verträgt Hobi?

Ich wünsche mir für die Genossenschaft:
dass sie noch viele Jahre eine preiswerte Alternative
gegen den Mietwucher in Berlin und dem Umland
ist. Sie soll ein Zuhause für viele verschiedene
Menschen und Altersgruppen sein und werden. Ich
hoffe dass die Genossenschaft durch viele neue
und aufregende Projekte noch viele Mitglieder gewinnen kann, denn nur eine große Gemeinschaft ist
eine starke Gemeinschaft.

Natürlich setze ich mich auch für die Interessen der
anderen Genossenschaftsmitglieder und Bestände
ein. Wir können die Zukunft unserer Genossenschaft nur gemeinsam gestalten.

15

16

17

Klamotten SelberMachen
geht ins dritte Jahr

fierte Werke von Mitgliedern und Bewohner*innen
der Genossenschaft zum Verkauf angeboten.

Die Genossenschaftsinitiative KlamottenSelberMachen ist ins dritte Jahr gestartet und findet wieder
jeden ersten Freitag im Monat von 15.00 bis 18.00
Uhr statt, ab 14.30 Uhr wird der Raum vorbereitet.

Während des Marktes ist auch wieder das HöhlenMarkt-Café geöffnet und bietet selbst gebackenen
Kuchen, Kaffee, Tee und Kinderpunsch an, Live-Musik wird für eine gemütliche Stimmung sorgen.

Teilnehmer können den ganzen Nachmittag über
dazu kommen, um zu nähen, zu stricken und zu
häkeln oder einfach nur um die gemeinschaftliche,
gemütliche und kreative Atmosphäre bei Live-Musik
von Ralph, Kaffee und selbstgemachtem Kuchen zu
genießen.

Der Höhlenmarkt ist von 13.00 bis 18.00 Uhr
geöffnet und wir freuen uns auf alle Nachbarn, die
stöbern und kaufen oder nur auf einen Plausch
vorbeikommen möchten.
Der gemeinsame Aufbau beginnt um 11.00 Uhr, ab
18.00 Uhr ist Abbau der Stände und Reinigung der
Räume. Die Bremer Höhle bietet Platz für 8 – 10
Verkäufer. Anmeldungen sind ab sofort möglich
bei Annekatrin Pischelt (annkatelt @gmail.com).
Dabei bitte angeben: Welcher Termin ist gewünscht,
Name, Adresse, Telefonnummer und kurze Angabe
was verkauft werden soll.

Für die Näharbeiten steht eine Nähmaschine zur
Verfügung, aber die eigene Nähmaschine mitzubringen erspart Wartezeit. Jede/r kann hier seine
eigenen Ideen und Projekte verwirklichen, aber
die „alten KlamottenSelberMachen-Hasen“ geben
gerne hilfreiche Tipps.

Teilnahmebedingungen:
• Teilnahme von Beginn an (mit Aufbau des Marktes) bis Ende (mit Abbau des Marktes)
• Schriftliche Anmeldebestätigung
• Ein selbst gebackener Kuchen für das HöhlenMarkt-Café
• Grundregeln: Wir helfen uns gegenseitig und
gehen achtsam miteinander um

In unserem gemütlichen Ambiente gibt es auch
immer Zeit und Muße nach Näh-oder Strickanleitungen zu fragen oder gemeinsame Ideen wie z. B.
selbstgemachte Weihnachtsgeschenke für einen der
kommenden HöhlenKunstMärkte auszutüfteln.
Bei Fragen zu KlamottenSelberMachen:
Annekatrin Pischelt / annkatelt @gmail.com


Annekatrin Pischelt

Es wäre schön für das Café wieder jemanden zu
finden, der/die es während der gesamten Öffnungszeit betreut. Vergangenes Jahr hat das wunderbar
geklappt. Wer sich dafür interessiert, spreche mich
bitte an oder schreibe mir (annkatelt @gmail.com).

Bald ist wieder HöhlenMarkt
Die herbstlich-winterliche HöhlenMarkt-Saison
2018 wird am 4. November mit einem vorweihnachtlichen Kunst-und Kreativmarkt in der Bremer
Höhle eröffnet, der klassische Weihnachtsmarkt
folgt am 2. Dezember.

Der Erlös des Cafés wird unter den Marktverkäufern
und der Café-Betreuung aufgeteilt.


Auf beiden Märkten werden selbst gemachte, gebastelte, gestrickte, genähte, gemalte und fotogra-

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Annekatrin Pischelt

Ein paar Fragen an ...
Mike Ziomek, der ab 1. September die Gartenpflege
nicht mehr nur im Schönhauser Hof, sondern auch
im Pappelhof und im Hof der Gneiststraße der
„Bremer Höhe“ übernimmt.
Herr Ziomek, seit wann wohnen Sie in der „Bremer Höhe“?
Genau genommen seit 1981. Ich war sechs Jahre alt,
als ich damals mit meiner Familie in die Schönhauser Allee 59a gezogen bin. Ich bin hier im Kiez
aufgewachsen, zur Schule gegangen und ich denke
mal, ich werde wohl für den Rest meines Lebens
hier wohnen bleiben. Als sich 2000 die Genossenschaft gegründet hat, bin ich auch schnell Mitglied
geworden, ich bin also ein Gründungsmitglied, Mitgliedsnummer 39. Mir ging es damals um Wohnsicherheit und die bietet die „Bremer Höhe“.
Haben Sie Gartenpfleger gelernt oder ist das Hobby zum Beruf geworden?
Ich bin gelernter Gartenlandschaftsbauer, 1996
habe ich ausgelernt. In dem Beruf zu arbeiten, war
aber zu der Zeit nicht leicht, es gab immer nur
befristete Arbeitsverträge mit schlechter Bezahlung, das war schon frustrierend. Deshalb bin ich
dann zum Dach-und Innenausbau gewechselt. Jetzt
bin ich also quasi wieder bei meinen beruflichen
Wurzeln.

Sie sind nun für alle drei Höfe in der „Bremer
Höhe“ zuständig? Was genau umfasst Ihr Aufgabenbereich?
In erster Linie geht es darum den Überblick zu
bewahren. Die Gärten in unseren Beständen sind
ja gut angelegt, da gibt es nicht mehr zu viel zu
gestalten. Ich behalte die Wucherungen im Auge,
beschneide den Wildwuchs und entferne Unkräuter.
Sich um die Rasenflächen zu kümmern, ist eine Herausforderung, sie sind teils wieder aufzupäppeln.
Ansonsten normale Tätigkeiten wie Rasen mähen,
gießen, viel gießen in diesem Sommer. Und eine
meiner Aufgaben ist es jetzt, die nachbarschaftlichen Frühjahrs-und Winterfestmach-Einsätze auf
den Höfen zu organisieren.
Sind Sie auch Ansprechpartner, wenn die Nachbarn mal Tipps für die Gartenpflege brauchen?

KlamottenSelberMachen
• Wo ?
In der Bremer Höhle, Buchholzer Straße 16
• Wann?
Jeden ersten Freitag im Monat von 15.00 bis
18.00 Uhr (bis Juni 2019)
• Material und Arbeitsmittel bitte selbst mitbringen (1 Nähmaschine, Stoffreste und einige
Nadeln sind vorhanden)

Sehr gerne, wenn ich auch nicht weiß, ob ich da
alle Fragen beantworten kann. Unterstützung von
den Nachbarn beim Garten ist auf jeden Fall immer
willkommen und ich unterstütze auch gerne. Es
macht auch Vergnügen, mit Nachbarn, die sich viel
um ihre Gärten kümmern wie Frau Hanusch im
Schönhauser Hof und Herrn Preussler im Pappelhof, zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen.

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Was wurde eigentlich …
– aus den Mitgliedsdarlehen ?

hörte, ca. 225.000 € einsammeln. Dem Aufruf zum
Zeichnen von „Sonderdarlehen“ folgten damals
47 Mitglieder (darunter 19 Mitglieder, die gar nicht
selbst im betroffenen Wohnblock leben).

Im Jahr 2009 hatten sich Vorstand und Aufsichtsrat
Gedanken gemacht, wie wir bei kleineren Investitionen unabhängiger von Kreditinstituten werden
können. Bei der Suche nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten prüften wir u. a. die Inhaberschuldverschreibungen, Genussscheine und das
Mitgliedsdarlehen. Dabei waren viele rechtliche
Fragen zu klären, aber auch kaufmännische Risiken
abzuwägen.

Eine kurze Periode der Verunsicherung mussten
wir vor etwa 3 Jahren durchstehen: Die o. g. Prokon-Pleite bewog den Gesetzgeber, alle Anlagemöglichkeiten außerhalb des Bankgeschäfts zu prüfen.
Fast alle Formen des Crowdfundings unterliegen
seither der Bundesfinanzaufsicht und der Prospekthaftung, was einen sehr aufwendigen und teuren
Verwaltungsaufwand erforderlich macht. Zum
Glück wurden Geldanlagemöglichkeit innerhalb von
Genossenschaften von diesen Regelungen ausgenommen, da der Gesetzgeber zurecht einschätzt,
dass die wirtschaftlichen Verhältnisse innerhalb
einer Genossenschaft für deren Mitglieder sehr
transparent sind und die wirtschaftlich handelnden
Personen durch interne (Aufsichtsrat, Mitgliederversammlung) und externe (Prüfungsverband)
Mechanismen ständiger Kontrolle unterliegen.

In unserer Genossenschaft entschieden wir uns für
die Einführung einer maßvollen Möglichkeit, die
Mitglieder an der Finanzierung weiterer Projekte
zu beteiligen: Das Mitgliedsdarlehen. Vorstand
und Aufsichtsrat ging es dabei nicht um das Geld
Einsammeln um jeden Preis. Wir wollten keine
Großprojekte finanzieren, sondern dachten in
erster Linie daran, die Sanierung der Gebäude in
Hobrechtsfelde mit etwas weniger Bank- und mehr
Eigenkapital ermöglichen zu können. Die den Darlehensgebern versprochenen Zinsen lagen deshalb
leicht unter jenen, die wir ansonsten an die Bank
gezahlt hätten – aber immer noch über denen, die
man auf einem konventionellen Sparbuch bekam.

Wir hoffen, dass sich an dieser Rechtslage auch
in Zukunft nichts zu unseren Ungunsten ändert.
Anlass zur Sorge besteht durchaus, haben sich
doch leider mehrere Genossenschaften allein zum
Zwecke des betrügerischen Geldsammelns und
Verbrauchs für den Konsum weniger Menschen
(Vorstände, Berater) gegründet und sind inzwischen insolvent. 
UH

Im Mitteilungsblatt 4-2009 stellten wir den Zweck
und die Regeln für das Mitgliedsdarlehen vor: Die
Genossenschaft setzt das Geld für Investitionen in
neue Bauvorhaben oder größere Instandhaltungsmaßnahmen ein. Die Genossenschaft erhält privates Kapital ihrer Mitglieder zu einem günstigeren
Kapitaldienst als von Banken. Der Nutzen kommt
den Mitgliedern in Form der Zinsen, und der Genossenschaft und damit allen Mitgliedern in Form
ersparter Kosten zugute. Eine echte Win-Win-Situation.

Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ eG
Schönhauser Allee 59 10437 Berlin
Telefon 030 446 776 - 0 Fax 030 446 776 - 20
Registernummer: 94 GnR 569 Nz

Die einzige Sicherheit, die die Darlehensgeber haben, ist das Vertrauen in die Organe der Genossenschaft, weiterhin wirtschaftlich vernünftig zu handeln. Dass dieses Vertrauen sehr hoch ist, freut uns
sehr. Inzwischen haben ca. 130 Mitglieder unserer
Genossenschaft etwa 1,25 Mio. € bei uns angelegt.
Das Geld reichte in Kombination mit den verbilligten Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau in
etwa für die Sanierung von 3 Landarbeiterhäusern
in Hobrechtsfelde mit jeweils 4 Wohnungen aus.
Außerdem konnten wir, wie sicher viele noch gut in
Erinnerung haben, für den Erwerb der Schönhauser
Allee 59, das bis 2015 dem Bundeswehrverband ge-

Mitgliedsdarlehen
der Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ eG

20

Fotos für den
Kalender 2019 gesucht
Für den mittlerweile 12. Jahreskalender der
„Bremer Höhe“ eG suchen wir in diesem Herbst
wieder Fotos. Wir freuen uns über viele neue
schöne Bilder unserer Mitglieder mit Bezug auf
unsere Genossenschaft, unser nachbarschaftliches Leben und unsere Wohnungsbestände.
Die Fotos sollten möglichst im Querformat und
in hoher Auflösung aufgenommen sein. Sie
können per E-Mail an geschichtswerkstatt@
bremer-hoehe.de oder an info@bremer-hoehe.
de geschickt werden.
Einsendeschluss ist der 2. November 2018.
Wie üblich können die Mitglieder am Tag des
Laub-Fege-Einsatzes (siehe weiter unten), am
10. November zwischen 12.00 und 15.00 Uhr,
bei Kaffee und Tee in unserem Büro in der
Schönhauser Allee 59 über die Fotos abstimmen.
Alternativ werden Mitglieder, die den Newsletter erhalten, ihre Stimmen für die besten Fotos
auch über das Internet abgeben können (zur
Aufnahme in den Verteiler bitte eine E-Mail an
sozialesleben@bremer-hoehe.de schicken. Nur
für Mitglieder!).
AD

Herbsteinsatz auf den Höfen
Am Samstag, dem 10. November ab 11 Uhr findet
der diesjährige Herbsteinsatz auf den Höfen statt
gemäß dem alljährlichen Motto: Winterfest machen
und gut fegen! Bitte kommt und helft mit! Auch
Spenden von Blumenzwiebeln sind wieder herzlich
willkommen, um sie für das nächste Garten-Jahr
einzupflanzen.
Und als lieb gewonnene Tradition gibt es wieder
das Angebot, sich bei Kaffee und Tee aufzuwärmen
und dabei die besten Fotos für die Kalenderauswahl
2019 anzuschauen und auszuwählen. Das wird wie
im letzten Jahr in unserem genossenschaftlichen
Büro in der Schönhauser Allee 59 sein, in der Zeit
von 12 bis 15 Uhr.
AD

21

Wie wohne ich richtig ?
Rattenbefall

Ratten folgen den kleinsten Duftresten, wenn sie
denken, da könnte eventuell was zu verspeisen sein.
In diesem Jahr mussten wir z. B. einen Rattenkadaver aus dem Abfluss einer Badewanne im 4. OG in
der Buchholzer Straße entfernen lassen. Vermutlich
hat dort jemand mit Kokos- oder Maracujaessenz
geduscht. Wer seine Bratenreste ab und an durch
die Toilette spült, muss sich nicht wundern, wenn
Ratten dieser Fährte folgen.

Besonders die Nutzer der Pappelhöfe sind seit
einigen Wochen sehr aufmerksam und auch etwas
in Sorge. Das verstärkte Auftreten von Ratten auf
dem Hof und in den Häusern hat uns veranlasst,
mit Extra-Aushängen auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Die einzige Möglichkeit, die nicht
von allen Menschen als possierlich bewerteten
Kleinnager zu beseitigen, ist ihre Bekämpfung mit
Giftködern. Alle anderen Jagdmethoden haben sich
als nicht wirksam herausgestellt.

Um aber auch etwas zu beruhigen: Ratten kommen
dem Menschen von sich aus nur sehr selten nah.
Sie sind scheu, haben ausgeprägte Fluchtreflexe
und meiden das Tageslicht. Irritierte Tiere, die
womöglich auf der Stelle verharren, gehören zu
denen, die bereits Rattengift genascht haben und
sich im Delirium befinden. Die Rattenbekämpfung
steht jedoch immer wieder vor dem Problem, dass
die Tiere schnell lernen und aufgrund ihrer raschen
Populationsfolge und -größe innerhalb weniger Generationen auch Resistenzen entwickeln, weswegen
die Zusammensetzung der Giftköder andauernd
geändert werden muss.

Ratten gehören in allen größeren menschlichen
Siedlungen zu den am häufigsten in Symbiose mit
dem Homo sapiens lebenden Tieren. Als Allesfresser teilen sie unsere Essgewohnheiten und kommen
wunderbar mit unseren Abfällen zurecht. Vor allem
in Metropolen ist Ihre Tafel stets bestens gedeckt.
Um unsere Anziehungskraft für sie zu verringern,
hilft nur dies: Keine Lebensmittelreste liegen lassen
und die Biotonne immer geschlossen halten.

Das Fazit ist, dass es uns nicht gelingen wird, egal
was und wieviel wir unternehmen, Ratten vollkommen und auf Dauer aus unseren Wohnbeständen
fernzuhalten. Aber wir können uns so verhalten,
dass wir keine bevorzugte Adresse für sie werden.
Dazu gehört auch, dass wir beim Kiezspaziergang
keine Pizza- oder Dönerreste einfach fallenlassen
und die Joghurtbecher am besten kurz ausspülen,
bevor sie in die Tonne kommen.
UH

Sommer vorm Balkon
Der Sommer ist immer noch nicht vorbei und die
Höfe und Balkone laden weiterhin ein, um diese zu
nutzen. So manche/r Bewohner/in hat zur Verschönerung der Höfe bzw. seines/ihres Balkons beigetragen und möchte am Tisch nun diesen genießen. Das
kann man aber nur, wenn von oben kein Gießwasser
(einschl. Blumenerde und Blumenreste) tropft, Zigarettenkippen, Hygieneartikel, leere Flaschen o. ä. auf
dem Balkon landen oder auf dem Hof.
Gegenseitige Rücksichtnahme und Achtung vor der
Arbeit anderer sollte eine Grundlage des Zusammenlebens in unserer Genossenschaft sein. Umso
trauriger ist es, wenn man sich immer wieder in der
–
Essensreste gehören nicht auf den Kompost

22

Sprechstunde über diese Themen mit Erwachsenen
auseinandersetzen muss.
Warum gestehe ich dem Nachbarn nicht zu, was ich
selbst für mich einfordere? Nämlich Ordnung und
Sauberkeit in meiner Wohnung herstellen, aber an
der Wohnungstür außen bzw. außerhalb des Fensters oder auf dem Balkon geht mich nichts mehr an
bzw. mache ich mir keine Gedanken.
Es liegt also an uns selbst, ob wir uns in unserem
Umfeld wohl fühlen.
B. Bock

Effizientere Wärmeerzeugung
Die Temperaturen im August übertrafen noch die
Erwartungen: es war wirklich sehr heiß. Der beste
Zeitpunkt, um die Anlagen zur Wärmeerzeugung
zu erneuern. So dürfte es kaum jemanden gestört
haben, dass in jedem Block der Bremer Höhe für
ein paar Tage die Heizung und das warme Wasser
ausfielen. Nur der große Kran, der die schweren
Bauteile von oben in die Dach-Heizzentralen hievte,
war nicht zu übersehen.

–
Glückwunsch an unser Team vom
„FC Bremer Höhe“:
Gewinner der Herzen beim
Brot & Spiele Cup am 23.6. 2018

Wie berichtet hat die WBG „Bremer Höhe“ eG Ende
2017 neue Verträge zur Wärme- und zur Stromversorgung der Prenzlauer Berger Bestände mit
der Berliner Energieagentur GmbH (BEA) abgeschlossen. Auf dieser Grundlage tauschte die BEA
die Geräte aller drei Heizungszentralen vollständig aus. Die neuen Blockheizkraftwerke (BHKW)
sind wesentlich effizienter als ihre Vorgänger. Die
„Kraftwerke“ erzeugen Strom, den die BEA an die
Mieter verkauft. Die Abwärme dieser Stromerzeugung wird zur Beheizung und zur Warmwassererzeugung direkt vor Ort genutzt. Das Prinzip ist das
gleiche wie bei Fernwärme, nur dass in einem so
genannten „Nahwärmenetz“ die Leitungsverluste
minimiert werden können. Es kommt also viel mehr
der Wärme in der Wohnung an, weshalb für die
Beheizung insgesamt viel weniger Gas verbraucht
werden muss.
Die drei Anlagen zusammen erzeugen fortan eine
Wärmeleistung von 1.952 kW (1.649 kW Erdgaskessel, 303 kW BHKW, 48 kWh/m²). Damit wird der
Anteil der Wärme, der durch die BHKWs produziert
wird (während die Spitzenlasten konventionell
durch Erdgaskessel abgedeckt werden), noch einmal deutlich erhöht – und dadurch noch umweltfreundlicher. 
BK

23

Termine
KlamottenSelberMachen
5. Oktober / 2. November / 7. Dezember von
15.00 – 18.00 Uhr in der Bremer Höhle
(Buchholzer Straße 16)

HöhlenMarkt
4. November/2. Dezember von 13.00 – 18.00 Uhr
in der Bremer Höhle (Buchholzer Straße 16)

Laubfegeeinsatz auf den Höfen
Samstag, 10. November ab 11.00 Uhr:
Laub fegen und Höfe winterfest machen
in den Höfen Gneist, Pappel & Schönhauser

Fotowettbewerb für
Bremer-Höhe-Kalender 2019
Parallel zum Arbeitseinsatz auf den Höfen am
Samstag, 10. November, können die Mitglieder
der Bremer Höhe bei Kaffee und Tee zwischen
12.00 und 15.00 Uhr im Büro der „Bremer Höhe“
(Schönhauser Allee 59) ihre Foto-Favoriten
für den Fotokalender 2019 wählen. Der Einsendeschluss für den Fotokalender ist der 2. November.

Redaktionsschluss Infoblatt 4/2018
Freitag 16.11.2018, Redaktionsschluss für das neue
genossenschaftliche Infoblatt. Genossenschaftsrelevante Beiträge von Mitgliedern sind willkommen!

Ständig aktualisierte Termine
finden sich auf www.bremer-hoehe.de.

Sprechzeiten der Verwaltung
Montag telefonisch
13.00 – 16.00 Uhr
Dienstag Sprechstunde in den Geschäftsräumen
9.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 18.00 Uhr
Mittwoch telefonisch
14.00 – 16.00 Uhr
Donnerstag telefonisch
13.00 – 16.00 Uhr
* Für behindertengerechten Zugang bitte vorher
anmelden.
Außerhalb der Sprechzeiten ist der Anrufbeantworter geschaltet. Für Mängelanzeigen im Bestand
Prenzlauer Berg kann der Hausmeisterbriefkasten
in der Greifenhagener Straße 65 bzw. für den Lichtenberger Bestand in der Bornitzstraße 29 genutzt
werden. In dringenden Fällen bitte die auf den Aushängen oder der Website aufgelisteten Notdienste
kontaktieren.

Servicenummer
Gas/Wasser/Elektro/Heizung/Sanitär: Fa. Universal
Tel.: 030 68  40  84 - 0

Servicenummer Hobrechtsfelde
nur für Elektro: Elektroanlagen Zepernick,
Tel.: 0173 610  50  60

Impressum
Infoblatt der Wohnungsbaugenossenschaft
„Bremer Höhe“ eG, Schönhauser Allee 59,
10437 Berlin, Telefon 44 67 76 - 0, Fax 44 67 76 - 20,
info@bremer-hoehe.de, www.bremer-hoehe.de
Redaktion: Barbara König (V.i.S.d.P.),
Ulf Heitmann, Andreas Döhler
Satz: Jörg Metze, atelier f:50 berlin
Druck: CC-Digitaldruck

Newsletter WBG „Bremer Höhe“ eG
Bitte E-Mail an newsletter@bremer-hoehe.de
um Aufnahme in den Verteiler senden, erscheint
monatlich mit aktuellen Informationen und
Angeboten, nur für Genossenschaftsmitglieder
der WBG „Bremer Höhe“ eG.

Bildnachweise:
Titel: Katalin Pöge; S. 3, S. 12 (oben), S. 13 (oben rechts,
unten), S. 19, S. 21, S. 23 (unten): Barbara König; S. 4:
SKP Architekten; S. 11, S. 12 (unten), S. 13 (oben links):
Andreas Bachmann; S. 14: Heino Giermann; S. 15:
Christian von Steffelin; S. 16/17: Katalin Pöge/Simone Klawitter; S. 18: Annekatrin Pischelt; S. 22: Ulf
Heitmann; S. 23 (oben): Tobias Wagner
        
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