Path:
Periodical volume

Full text: Höhe Issue 2016,1

Das Infoblatt der Wohnungsbaugenossenschaft
„Bremer Höhe“ eG

1/16

Sportliches Wochenende
Bundesverfassungsgericht gibt uns Recht
Im Gefahrengebiet

Inhalt
3	

Abwasserbescheide rechtswidrig

5	

Sanierung in Hobrechtsfelde geht weiter

6	

Hofgestaltung – die Dritte

9	

Flüchtlingspolitik der kleinen Schritte

10 	

Nachrichten aus dem Gefahrengebiet

12	

Das 1. Gneiststraßenfest

13	

Gewerbe vorgestellt

14	
	

Neue Mitgliedschaften der WBG
„Bremer Höhe“ eG

16	Basketball-Kiezcamp

2

17	

Wie wohne ich richtig?

18	

Nähstube für Flüchtlinge

19	

Kino der Begegnung

20	

Termine, Verwaltung, Impressum

Es gibt noch Richter in Karlsruhe Abwasserbescheide rechtswidrig
Eine mehr als 10 Jahre währende Auseinandersetzung um die Wirksamkeit von Beitragsbescheiden für
sog. „Altanschließer“ (Grundstückseigentümer in den ostdeutschen Ländern, die schon vor 1989 einen
Abwasseranschluss an das Entsorgungsnetz hatten) wurde Anfang dieses Jahres durch eine Entscheidung
des Bundesverfassungsgerichts geklärt. Bemerkenswert daran ist, dass es erst die letzte Gerichtsinstanz
der Bundesrepublik war, die feststellte, dass ein Kern unserer Rechtsordnung das Rückwirkungsverbot von
Rechtsvorschriften, die jemanden finanziell oder strafrechtlich belasten können, ist.
Unsere Genossenschaft ist unmittelbar von diesem Urteil betroffen, denn, wie wir zuletzt im Heft 4/2013,
S. 7 berichteten, wurden auch wir für unsere überwiegend 1907 (!) hergestellten Abwasseranschlüsse in
Hobrechtsfelde vom Kommunalen Eigenbetrieb Panketal mit 203.000 € zur Kasse gebeten. Wir sind in
Widerspruch gegangen, mussten aber den Betrag zunächst zahlen. Eine gerichtliche Auseinandersetzung
wurde uns durch die Karlsruher Richter erspart.
In einem Gespräch mit der Leitung des Eigenbetriebs Mitte Februar machten wir deutlich, dass wir selbstverständlich den Betrag unverzüglich zurückfordern, ansonsten weitere Kosten für Anwalt und Gericht
entstünden. Das wollte die Leitung des Eigenbetriebes doch nicht riskieren. Anfang März konnten wir den
Zahlungseingang des oben genannten Betrags auf unserem Konto vermerken. Allerdings haben wir einen
Anspruch auf eine 5%ige Verzinsung seit Dezember 2013. Der Eigenbetrieb ist der Auffassung, uns weder
diese Zinsen noch unsere Rechtskosten zahlen zu müssen. Da es sich um mehr als 30.000 € handelt,
werden wir auf unsere Ansprüche natürlich nicht verzichten und nun diesen Betrag gerichtlich einfordern.
Dass die Kolleginnen und Kollegen des Eigenbetriebs über Überlastung klagen, ist kein Wunder, wenn sie
sich selbst so viel unsinnigen Arbeitsaufwand bereiten.
 Ulf Heitmann

_
Nachdem eine erneute Choleraepidemie viele Opfer in Berlin forderte, kam der jahrzehntelange Wutbürgerprotest gegen eine moderne Abwasserentsorgung endlich zur Ruhe. Dieses System ist bis heute Grundlage unserer Stadthygiene.

3

4

Die Sanierung in Hobrechtsfelde
geht weiter
Nach der umfassenden und anspruchsvollen Instandsetzung des ältesten Gebäudes, des Oberverwalterhauses im letzten Jahr werden wir nach Ostern 2016 mit der Sanierung des letzten noch maroden Gebäudes,
das nach 1945 errichtet wurde, beginnen, mit der Dorfstraße 5. Die Fertigstellung ist für den September
dieses Jahres geplant.
Das Haus mit 4 Wohnungen wurde zeitgleich mit den Nummern 6 und 38 in den Jahren 1954/55 gebaut
und verfügt über die Besonderheit eines Betonsparrendaches, das nicht mehr instandsetzungsfähig ist und
komplett durch einen Holzdachstuhl ersetzt werden muss. Außerdem erhält das Gebäude eine den Ansprüchen der Energieeinsparungsverordnung genügende Wärmedämmung, eine zentrale Brennwertheizung mit
Warmwasserbereitung und die Außenanlagen werden ansprechend gestaltet.
Die einzigen Mieter im Haus wollen während der Bauzeit im Haus bleiben, sie ziehen lediglich von der
einen Erdgeschosswohnung in die andere. Die andere Wohnung im EG ist für ein Hobrechtsfelder Mitglied
reserviert. Die beiden Wohnungen im Obergeschoss sind noch frei. Bevor wir unsere externe Bewerberliste
abfragen, geht wie stets das Angebot an alle Mitglieder. Wer möchte künftig Nutzer einer der beiden Wohnungen sein?
Ulf Heitmann

_
Deutlich zu erkennen ist die unzureichende Dämmung im Dachbereich. Der Schnee im letzten echten Winter 2010
schmolz trotz Außentemperaturen von ca. -5°C. Die Heizungskosten lagen monatlich bei ca. 3,50 €/m²!
_
Im Obergeschoss der Dorfstraße 5 werden eine 2- und eine 4-Raumwohnung mit 42,50 m² und 71,5 m² Wohnfläche
entstehen. Die Bruttomiete wird für die kleinere Wohnung 361,25 € und für die größere 607,75 € betragen. Wer hier
wohnen möchte, schicke uns bitte eine E-Mail.

5

Hofgestaltung – die Dritte
Am Sonnabend, dem 05.03.2016, fand der dritte Workshop zur Gestaltung des neuen großen Gartens in
den Schönhauser Höfen statt. Nachdem beim ersten Workshop Ideen für die Nutzung des Platzes und ein
grobes Konzept für die Aufteilung der Fläche entwickelt worden waren, hatte sich der zweite Workshop im
Oktober 2015 ausschließlich um offenbar notwendig gewordene Regeln für die Nutzung gedreht (Thema
Ruhezeiten!).
Nun sollte der dritte Workshop die Maßnahmen der Gestaltung konkret festlegen, also wo was gepflanzt
werden soll, ob und welche Spielgeräte noch aufgestellt und welche „Gartenmöbel“ bereitgestellt werden
sollen.
Dann aber drehte sich die Diskussion auch auf diesem Workshop erst wieder ausschließlich um die Regeln
und deren Nichteinhaltung. Erneut prallten die Argumente für Ruhe und pflegliche Nutzung einerseits, für
die Rechte der Kinder auf Spiel und Bewegung andererseits scheinbar unversöhnlich gegeneinander.
Zwar waren sich alle Anwesenden einig, dass die Mindestforderung nach Einhaltung der üblichen Ruhezeiten zwischen 13:00 und 15:00 Uhr, 22:00 und 7:00 Uhr, und am Wochenende auch vor 10:00 Uhr morgens
nicht zu viel verlangt sei. Aber wie (und ob) die Einhaltung durchzusetzen sei, darüber gab es verschiedene
Meinungen.
Nach einigem fruchtlosen Hin und Her wurden sich die Anwesenden schließlich einig, dass man versuchen
wollte, durch die stärkere Gestaltung des Gartens Respekt füreinander zu erreichen. Die Idee war, durch die
Herausarbeitung und Besetzung von Bereichen des Gartens für Pflanzen, Blumen, Beerensträucher, aber
auch Liegewiese und Kletterbereich, mehr Nutzungen möglich zu machen und Alle dazu zu bewegen, sich
gegenseitig zu achten.
So wurden schließlich sehr konstruktiv die Flächen des Hofes näher bestimmt und über eine weitere „Möblierung“ abgestimmt (siehe Zeichnung): Die vorhandenen Obstbäume werden zu einer Obstwiese ergänzt,
eine geschwungene Hecke in der Mitte soll die große Fläche stärker einfassen, auf der sonnigen Seite im
Norden des Gartens werden großzügig Pflanzflächen angelegt.
Ein Klettergerüst, das auch als Teppichklopfstange genutzt werden kann (oder umgekehrt?) wird neben dem
größten Mauerdurchbruch angelegt. Das Ganze wird garniert mit mobilen Gartenmöbeln: Den vorhandenen Bänken, ein paar Stühlen, Liegen und einem Tisch, welche sich die Nutzer dorthin stellen können, wo
sie gerne sitzen oder liegen möchten.
Eine Arbeitsgruppe Garten wird sich in Zukunft um die Pflanzbereiche, deren Gestaltung und Pflege kümmern. Sie wird die Art der Pflanzungen bestimmen, die Arbeiten selber organisieren und regelmäßig zu
Pflegeeinsätzen aufrufen. Für die neuen Obstbäume haben sich bereits ein paar PatInnen gefunden, die sich
um deren Pflege (und Schutz) kümmern wollen. Weitere Interessenten können sich gerne melden.
Bei einem großen gemeinsamen Arbeitseinsatz am 09.04.2016 ab 11:00 Uhr sollen erst einmal die Grundlagen geschaffen werden: Die vorhandenen Rasensteine im Bereich der zukünftigen Obstplantage entfernen,
den Pflanzbereich auf der Nordseite vorbereiten und mit vorhandenen Steinen einfassen, Sand wegkarren,
Erde aufbringen und was sonst noch so anfällt. Andere Arbeiten, wie das Aufstellen der Ballfanganlage und
des Klettergerüsts, lassen wir durch eine Gartenbaufirma erledigen.
Dennoch wird die Umsetzung der geplanten Gestaltung eine Weile dauern, nicht alles wird auf Anhieb in
diesem Frühjahr erreicht werden. Aber es können die ersten wichtigen Schritte unternommen werden.
So gilt es zu hoffen, dass der Garten wieder neu ergrünt und für alle Nachbarn zum attraktiven Ort wird. Je
mehr sich daran beteiligen, desto besser gelingt es und desto leichter lassen sich die Regeln der gegenseitigen Rücksichtnahme etablieren.
Barbara König

6

Aufruf zur Gründung einer Garten-AG
An die passionierten GärtnerInnen der Schönhauser Höfe (und jene, die es werden wollen): Am
05.04. um 19:00 Uhr wird die Garten-AG für den Schönhauser Garten gegründet (in der Bremer
Höhle, Buchholzer Straße 16). Alle Anwohner, die Interesse haben, an der Neugestaltung und
Begrünung des großen Gartens mitzuwirken, sind herzlich eingeladen.
Die AG soll eigenständig bestimmen, was gepflanzt wird, und die Umsetzung und Pflege organisieren. Dabei wird sie logistisch und finanziell von der Genossenschaft unterstützt.
Wer zu dem Termin nicht kann, aber trotzdem gerne mitmachen würde, kann eine kurze Nachricht an info@bremer-hoehe.de oder in einen der Briefkästen geben. Wir leiten dies dann weiter
an die AG.

BK

7

_
Beratung Füchtlingshilfeabend

Notiz zu angeblicher Flüchtlingskriminalität
Der Tagesspiegel vom 25.02.2016 zitiert den Vizepräsident des Bundeskriminalamtes, Michael Kretschmer:
>> Angesichts der hohen Zuwanderungszahlen sei der Anstieg der von Flüchtlingen verübten Straftaten
moderat, sagte er. Der Anteil schwerer Straftaten sei gering. So machten sexuelle Übergriffe lediglich 0,1
Prozent dieser Taten aus. Den weitaus größten Anteil hätten Delikte wie Schwarzfahren. Die Täter seien
zumeist Migranten, die schon länger in Deutschland lebten. „Von den Flüchtlingen, die jetzt kommen, fallen
nur wenige auf.“<<
Tagesspiegel vom 25.02.2016, Seite 2: Angriffe auf Flüchtlinge in Deutschland Verfassungsschutz: Grenzen zwischen Wutbürgern und Rechtsradikalen verwischen. Von Ulrike Scheffer

8

Flüchtlingspolitik der kleinen Schritte
worden, die bereits gut genutzt wird. Den Link dazu
haben wir mit unserem Newsletter im Februar verschickt, auf Nachfrage schicken wir ihn gerne auch
noch mal zu.
Bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema
„Hilfen für Flüchtlinge in genossenschaftlichen
Nachbarschaften“ am 9. Februar zeigte sich übrigens, dass die „Bremer Höhe“ eG unter den Berliner Genossenschaften einer der Vorreiter bezüglich
der Vergabe von Wohnungen an Flüchtlinge ist.

Zwischen dem Schreiben dieses Textes und dem
Zeitpunkt, in dem Sie ihn lesen, dürften etwas mehr
als drei Wochen liegen. Ein überschaubarer Zeitraum, der einem aber bei allen gesellschaftlichen
und politischen Fragen rund um die Flüchtlingsthematik wie eine gefühlte Ewigkeit vorkommt. Wie
wird – Stand Ende März – die Situation an der mazedonisch-griechischen Grenze sein? Wohin fließt
der Strom, wenn die Balkan-Route gesperrt wird wie
eine kaputte Autobahn? Was bringt der brüchige
Waffenstillstand in Syrien? Kann Frau Merkel ihre
Politik gegen Obergrenzen für Flüchtlinge durchhalten? Und was bedeuten die starken Zugewinne für
die AfD bei den Landtagswahlen für die BRD?

Nach einem ersten Treffen am 22. Januar hat sich
innerhalb der Genossenschaft eine FlüchtlingsUnterstützergruppe gegründet, die sich nach einem
zweiten Treffen am 4. März konsolidiert und verschiedene Initiativen angeschoben hat, die in den
nächsten Wochen umgesetzt werden.

Je überhitzter, überspannter sich die Dynamik des
politischen Geschehens - lokal, national, global entwickelt und die damit einhergehenden Diskussionen verlaufen, desto gefühlt größer wird der Widerspruch zur eigenen Politik der kleinen Schritte, um
zu helfen, wo wir helfen können. Aber das ist ein
Widerspruch, der ausgehalten werden muss, sonst
bleibt nur Kopfschütteln und Resignation.

Ab 1. April gibt es regelmäßig einmal im Monat
(von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr) in der Bremer Höhle
eine Nähstube als Angebot für Flüchtlinge in Notunterkünften, um dort Kleidungsstücke und/oder
Textilien ändern, flicken oder ausbessern zu lassen.
(mehr dazu S. 18). Hierfür werden noch HelferInnen gesucht, ein extra Aufruf dazu folgt noch.

Umso wichtiger ist da das Vermelden der kleinen
Schritte, die unsere Genossenschaft für die Unterbringung der zu uns Geflüchteten unternimmt.
Unsere Gremien haben sich entschieden, dass eine
Verteilung der Flüchtlinge gesellschaftlich erstrebenswert ist und dass wir daran mitwirken wollen.

Zwei weitere Mitglieder haben ein „Kino der Begegnung“ (mehr dazu S.19) ins Leben gerufen, das
erstmals am Freitag, dem 8. April stattfinden und
in Zusammenarbeit mit der Notunterkunft in der
Wichertstraße organisiert wird.
Zu den offenen Kinoabenden werden Flüchtlinge
aus der Wichertstraße in die Bremer Höhle eingeladen und es werden Filme aus dem arabisch-persischen Sprachraum in der Originalfassung gezeigt.

Wir denken, wenn zwei von hundert unserer Wohnungen von Flüchtlingen bewohnt werden, ist das
angesichts (ganz grob gerechnet) einem Prozent
Flüchtlinge in der Bevölkerung angemessen und
akzeptabel. Die sehr positive Resonanz unter
unseren Mitgliedern gibt uns Recht. Unsere Genossenschaft hat in sieben Wohnungen bisher ca.
25 Personen mit Flüchtlingsstatus untergebracht.
Im soziokulturellen Jugendwohnprojekt in Kreuzberg leben aktuell weitere 10 Flüchtlinge. Ab Mai
2016 stellen wir zwei weitere Wohnungen für neue
Flüchtlings-Haushalte zur Verfügung, eine Wohnung im Bestand Prenzlauer Berg, eine Wohnung
im Bestand der Bornitzstraße.
Da die Flüchtlinge direkt ohne Hab und Gut aus
den Notunterkünften zu uns kommen werden,
benötigen sie jede nur erdenkliche Sachspende für
ihren Haushalt, vom Bett bis hin zum Handtuch.
Dafür ist online eine Spendenliste eingerichtet

Es gibt weitere Ideen, z.B. auch Vorhaben von
Patenschaften für Flüchtlinge weiter zu entwickeln.
Der Unterstützerkreis für Flüchtlinge trifft sich das
nächste Mal am 22. April 2016 um 19.30 Uhr in
der Bremer Höhle und ist weiterhin für alle offen.
All das mögen nur kleine Schritte sein, durch die
sich aber die kulturelle Vielfalt unserer Gesellschaft
erleben lässt.
AD

9

Nachrichten aus dem Gefahrengebiet – Wir trinken unseren Kaffee lieber
ohne Henkel
Zur Einstimmung eine bunte Mischung Polizeieinsätze der letzten Wochen rund um das „Gefahrengebiet“ Rigaer Straße in Friedrichshain, mitten drin
die genossenschaftlichen Bestände Liebig15 und
Wagenburg „convoi construcion“.
3. Februar 2016: Nach einem Elternabend in der
Kita „Rock‘n‘Roll Zwerge“ in der Rigaer Straße 14
müssen sich sowohl die ErzieherInnen als auch
einige Eltern der Kita einer langen Personenkontrolle unterziehen, es kommt zu rassistischen Beleidigungen gegenüber einer Mitarbeiterin der Kita, die
indischer Abstammung ist.

eingestuft wurde. Durch das Erscheinen vor Ort
von Klaus Mindrup als Bundestagsabgeordneten
und Aufsichtsratsmitglied der „Bremer Höhe“ eG
wird die Situation deeskaliert. Trotzdem bekommt
nachträglich Anfang März eine Hausbewohnerin
eine Anzeige durch die Polizei wegen angeblicher
Nötigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.
Die Liste derartiger Polizeieinsätze wird nahezu
täglich länger. Mit einem lakonischen „Jetzt ist
schon wieder was passiert!“ grüßt das Murmeltier
seit dem 13. Januar 2016 fast jeden Morgen seine
Friedrichshainer Nordkiez-BewohnerInnnen zwischen der Rigaer Straße (vom Bersarinplatz an)
und der Samariterstraße.

2. Februar 2016: Nach Ende einer Kiezversammlung
in der Galiläakirche (zu DDR-Zeiten eine Kirche des
Jugendwiderstands in Friedrichshain) in der Rigaer
Straße 13 zum Thema „Solidarische Strukturen
- Gefahrengebiet Rigaer Straße“ preschen zwei Polizeiwannen vor das Kirchenportal, die Polizeibeamten springen raus und nehmen bei den 10 letzten
Teilnehmern, die aus der Kirche kommen und als
„Rädelsführer“ eingestuft werden, eine besonders
ausgedehnte Feststellung der Personalien vor.

Wie konnte das alles nur passieren und was geht
hier wirklich vor? Im Oktober 2015 erklärt Innensenator Henkel dieses Gebiet zum „Kriminalitätsbelasteten Ort“ (KBO), was juristisch eine höchst
umstrittene Konstruktion als „Gefährlicher Ort“
bzw. „Gefahrengebiet“ bedeutet. Gemäß PolizeiDefinition werden an solchen Orten „Straftaten von
erheblicher Bedeutung“ verabredet, vorbereitet oder
verübt. Dazu zählen sogenannte Rohheitsdelikte
wie Mord, Totschlag, Körperverletzung, Raub und
Vergewaltigung, aber auch Drogenhandel und Prostitution. Personen, die sich dort aufhalten, dürfen
ohne Anlass kontrolliert und durchsucht werden.

21. Februar 2016: In der Hausprojekt-Kneipe „Abstand“ in der Rigaer Straße 78 wird ein Gast, der
durch rechte Sprüche und Belästigungen gegenüber Frauen provoziert, unsanft an die frische Luft
befördert. Der als rechter Straftäter bereits aktenkundige Mann ruft die Polizei, die kurz darauf mit
Hundertschaften die Umgebung absichert und das
„Abstand“ stürmt.

So weit, so gut, so diskussionswürdig. Der Nordkiez zwischen Rigaer und Samariter aber ist ein spezieller Fall, inzwischen so etwas wie ein persönlicher Feind des Innensenators. Hausprojekte wie die
Liebig 34 und das Hinterhaus in der Rigaer 94 sind
ihm schon seit langem ein Dorn im Auge, auch die
vielen weiteren, sich seit den 1990er-Jahren selbstverwaltenden Hausprojekte in der Rigaer Straße
passen nicht ins Weltbild. Besetzt ist übrigens von
diesen Häusern, wie es mitunter in den Medien
kolportiert wird, schon lange keines mehr, selbst die
umstrittene Rigaer 94 ist ein überwiegend normales
Mietshaus, nur im Hinterhaus gibt es Streit über
die Mietverhältnisse. Ein renitenter Flecken Berlin
ist dieses Stück Nordkiez schon, es gab auch in der
Vergangenheit zweifelhafte Aktionen gegen Neubauprojekte und Autos und auch kriminelle, weil
lebensgefährdende Aktionen wie den Beschuss mit

4. März 2016: In mehreren Szene-Kneipen Rigaer
Straße/Samariterstraße kommt es zu einer Großrazzia wegen „gewerbe-und gaststättenrechtlicher
Kontrollen“, offiziell geht es angeblich um Hygienevorschriften und Konzessionsüberprüfungen.
16. Januar 2016: Zehn Polizeibeamte verschaffen
sich illegal Zutritt zur Liebigstraße 15, besetzen
stundenlang den Hausflur, den Dachboden und das
Dach, mit der Begründung, angebliches Gefahrengut auf den umliegenden Dächern der Liebigstraße
und Rigaer Straße müsse zur „Gefahrenabwehr“
abtransportiert werden.
Es handelt sich um dasselbe „Gefahrengut“, dass
zwei Tage zuvor bei einer bereits erfolgten Polizeikontrolle auf den Dächern als unbedenklich

10

_
Im Gefahrengebiet

Stahlkugeln auf ein Wohnhaus. Viele Auseinandersetzungen mit der Polizei waren auch überflüssig,
aber vom Alltag eines „rechtsfreien Raums“, der
gerne als Schreckgespenst an die Wand gemalt
wird, kann nicht die Rede sein. Taschendiebstähle,
Einbrüche, Raubüberfälle, sexuelle Übergriffe und
Vergewaltigungen, Drogenhandel auf der Straße
und Prostitution sind statistisch mit Sicherheit unterdurchschnittlich im Vergleich zum Rest Berlins.
Das Sicherheitsgefühl nachts auf der Straße ist so
hoch wie in kaum einem anderen Kiez der Stadt.

auf unterstem Niveau erfolgt: Beurteilt und kontrolliert wird nach Aussehen und Erscheinungsbild,
bunte Haare, Tätowierungen, schwarze Klamotten,
Kapuzenpullis, Punk-Accessoires, Badges und Aufnäher auf Rucksäcken, egal ob minderjährig oder
nicht. Hinsichtlich ihrer eigenen Rechte werden
die BewohnerInnen durch die Polizei nur noch wie
Bürger 2. Klasse behandelt.
Das mögliche Kalkül, die Bewohner des Kiezes gegeneinander auszuspielen, in vermeintlich gute und
böse Nachbarn zu spalten, ist bisher jedoch nach
hinten losgegangen. Selten war der Zusammenhalt,
das gemeinsame Wir-Gefühl so groß wie in diesen
letzten Wochen, neue Bündnisse, Initiativen und
Strukturen in der Nachbarschaft entwickeln sich.
Weitere Neuigkeiten aus dem Gefahrengebiet sind
auch in Zukunft zu erwarten.
Andreas Döhler (Liebig15)

Was aber seit dem 13. Januar, seit einer „Begehung“
der Rigaer 94 (Anlass war eine Rangelei mit einem
Verkehrspolizisten auf der Straße), mit 550 PolizeibeamtInnen im Einsatz, mit SEK und Hubschrauber, hier durch den Innensenator und die Polizei
losgetreten worden ist, kann nur noch als Schikane
eines ganzen Kiezes und seiner Bewohner bezeichnet werden. Eine Vorgehensweise, die längst jeden
Ver-stand und jede Verhältnismäßigkeit verloren
hat. Die respektlose Stigmatisierung einer ganzen
Kiez-Bewohnerschaft billigend in Kauf nehmend, ist
hier durch Herrn Henkel vorzeitig der Wahlkampf
eröffnet worden. Es ist eine Stigmatisierung, die
z.B. bei den Personenkontrollen durch die Polizei

11

Das 1. Gneiststraßenfest am 4. Juni 2016

_
Die erste Verkehrsberuhigungsdemo der Genossenschaft in der Gneiststraße fand bereits 2005 statt

Straßenkünstler, Musik, Essen und Trinken, Gummi
Hopsen, Tanzen und Reden, Federball- und Fußballspiele.

Der letzte Workshop in der Bremer Höhle zur
Hofgestaltung des ehemaligen Bundeswehrhofes
machte wieder deutlich, dass unser Kiez zu wenig
Platz für die steigende Einwohnerzahl bietet. Die
Höfe sind oft zu laut, der Helmholtzplatz ist überfüllt, das Cantianstadion durch den gefährlichen
Übergang über die Schönhauser Allee für kleinere
Kinder fast unerreichbar… Was tun? Die AG Verkehr
hat eine (temporäre) Lösung: die Straße.

Es ist noch viel zu tun, und es wäre toll, wenn viele
Leute Lust hätten, das Gneiststraßenfest mit ihren
Ideen zu bereichern. Auch Straßenkünstler und Musiker, die auftreten wollen, sind herzlich eingeladen
und melden sich bitte bei patriziaflores@gmx.de.
Natürlich gehen wir auch weiterhin ernsthaften Themen nach: Eine Kamera wird in den nächsten Tagen
aufgestellt, um eine Zählung der durchfahrenden
Fahrzeuge zu ermöglichen.
Eine Geschwindigkeitsmesspistole kommt zum Einsatz, damit man die Überschreitung der 30 - km/h
- Grenze belegen kann. Das Ordnungsamt wird auf
die prekäre Situation hingewiesen. Unsere Treffen
sind immer sehr nett und lustig, wer kommen mag,
ist herzlich eingeladen.

Am 4. Juni möchten wir in der Gneiststraße ein
Straßenfest auf die Beine stellen; die von Bäumen
umsäumte kleine Straße von einer anderen Seite
sehen. Ohne Autos.
Wie die letzte Umfrage, die im Rahmen der Masterarbeit von Thomas Stein von der TU Berlin durchgeführt wurde, ergab, besitzen 90 % der Anwohner
ein Fahrrad und nur 34 % ein Auto. (http://www.
ivp.tu-berlin.de/menue/discussion_paper/). Und
mehr als 2/3 der Autofahrer bewegen ihren PKW
weniger als 1 Mal in der Woche. 100 % müssen aber
Tag und Nacht den Autolärm und Gestank ertragen.
Mit einem Straßenfest wollen wir die Gneiststraße
und ihre Bewohner in den Fokus stellen, unser Bedürfnis nach einer verkehrsberuhigten Straße zum
Ausdruck bringen, Platz schaffen. Einen kleinen
Anwohnerflohmarktmarkt wird es geben, aber auch

Wir freuen uns: Babette, Oliver, Silvia, Ingolf, Gordon, Bernd, Jörg, Marco, Henriette, Ulf und Patrizia.
Bis bald!
Patrizia Flores

12

Gewerbe-Mieter vorgestellt: fairr.de

Im August 2015 ist ein Vertreter der quirligen Berliner Start-up-Szene in die Schönhauser Allee 59 eingezogen: Das junge Unternehmen fairr.de entwickelt verbraucherfreundliche Lösungen für die staatlich geförderte Altersvorsorge.
Wer sich mit der Riester-Rente beschäftigt, muss weder alt noch ein Langeweiler sein. Das beweisen Jens
Jennissen, Alexander Kihm und Ambros Gleißner, die mit ihrer Fairr.de GmbH den deutschen Altersvorsorge-Markt aufmischen. Seit der Internet-Auftritt www.fairr.de live ist, haben Bankberater und Versicherungsvertreter ein Problem: Sie müssen den Kunden erklären, warum ihre Altersvorsorge-Produkte die Verbraucher nur vielleicht, die Vermittler aber sehr wahrscheinlich reich machen.
Der Grund für dieses Missverhältnis: Provisionen und Kosten schmälern die Erträge und lassen das Vermögen der Vorsorgesparer nicht ausreichend wachsen. Hier haben die Gründer von fairr.de angesetzt und bieten seit 2014 ihren Fondssparplan fairriester an, bei dem keine Abschlusskosten und nur geringe Gebühren
fällig werden. Das Produkt wurde speziell für die Riester-Rente entwickelt, die mit Zulagen und Steuervorteilen gefördert wird. Das Ergebnis der Arbeit des Berliner Trios kann sich sehen lassen: Die Kundenzahl steigt
stetig – nicht zuletzt, weil Verbraucherschützer wie beispielsweise die Stiftung Warentest der VerbraucherInformationsdienst finanztip.de, den fairriester empfohlen haben.
Mit dem Erfolg stieg die Zahl der Angestellten – und damit der Platzbedarf. Geschäftsführer Jens Jennissen
blickt zurück: „Unser Firmensitz war ein kleines Zweizimmer-Apartment in Friedrichshain. Bereits Anfang
2015 war abzusehen, dass dies nicht mehr lange ausreichen würde.“ Umso froher waren die AltersvorsorgeSpezialisten, als sie im Spätsommer endlich bei der Bremer Höhe neue Büroräume beziehen konnten. Dort
fühlen die Chefs und ihre neuen Mitarbeiter sich sichtlich wohl. „Nach dem Umzug in die Schönhauser
Allee konnten wir richtig durchstarten und ein neues Produkt für die ebenfalls staatlich geförderte RürupRente entwickeln“, sagt Jennissen.
Das honorieren nicht nur die Kunden: Im Dezember wurde fairr.de als „Website des Jahres 2015“ im Bereich
Versicherungen ausgezeichnet. Auf diesen Lorbeeren wollen sich die fairr.de-Gründer aber nicht ausruhen:
In Kürze werden sie eine neuartige Lösung für Betriebsrenten vorstellen.
Winfried Rauter

13

Neue Mitgliedschaften der WBG „Bremer Höhe“ eG:
Der Förderverein Helmholtzplatz e.V.

_
Nachbarschaftshaus

nen Bewohnergruppen der umliegenden Straßen
genutzt, ob um Kinder toben zu lassen, Hunde
auszuführen, Sport zu machen, in der Sonne zu
liegen, Tischtennis zu spielen oder auch nur herum
zu hängen.
2002 schlossen sich mehrere Anwohner, soziokulturelle Vereine und Gewerbetreibenden zum Förderverein Helmholtzplatz e.V. zusammen, um das
ehemalige „Bedürfnishaus“, ein kleines Häuschen
auf der Südseite des Platzes, als offenes Nachbarschaftshaus zu betreiben.
Der Verein selber beschreibt seinen Sinn und Zweck
so: „Das gemeinsame Ziel war und ist, einen Ort
zu schaffen und zu erhalten, der allen Anwohnern
zugänglich ist, an dem Veranstaltungen und ein
nachbarschaftlicher Austausch stattfinden können,

Auf der Jahresversammlung im Juni 2015 beschlossen
die Mitglieder unserer Genossenschaft auf den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat hin, dass die
„Bremer Höhe“ eG Mitglied in zwei weiteren Vereinen
werden soll: im wohnbund e.V. und im Förderverein
Helmholtzplatz e.V. Diese beiden sehr verschiedenen
Vereine wollen wir in dieser und in der nächsten Ausgabe des Infoblatts vorstellen:
Die Bremer Höhe mit ihren 460 Wohnungen liegt
im so genannten Helmholtz-Kiez. Seinen Namen
bezieht das Quartier zwischen Schönhauser Allee
im Westen, S-Bahn-Ring im Norden, Prenzlauer
Allee im Osten und Danziger Straße im Süden vom
zentral darin gelegenen Helmholtzplatz. Eigentlich
ein Park mit Spiel- und Bolzplatz, Wiese und Café,
wird der Helmholtzplatz von vielen verschiede-

14

Initiativen einen Treffpunkt haben, und einen Raum
anzubieten, an dem auch privat gefeiert werden
kann – Familienfeiern, Kindergeburtstage, Partys für
Jung und Alt“.
Die meisten Bewohner des Kiezes haben seither
an einer der vielen Veranstaltungen, von Puppentheater über Klassikkonzerte, mit Lehm bauen und
Keramikatelier bis zum jährlichen „Lieder lauschen“
-Musikfestival teilgenommen. Auch für private Feiern, Klassentreffen oder Kindergeburtstage wird
das Haus gerne angemietet.
Allein, nach über zehn Jahren ehrenamtlicher Arbeit
schlief das Engagement der InitiatorInnen ein wenig
ein. Auch die Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt
verlief nicht ganz reibungsfrei, die Instandhaltung
des Hauses wurde vernachlässigt. Vor allem die
Erwartung mancher im Bezirksamt, dass der Verein
auch die soziale Betreuung der sehr präsenten Trinkergruppe auf dem Platz übernehmen könne, führte
zu Konflikten.
Diesen dachte der zuständige Stadtrat Jens-Holger
Kirchner schließlich auf einfachem Wege zu lösen,
indem er im Herbst 2014 dem Förderverein den
Nutzungsvertrag über das Platzhaus ohne Vorwarnung kündigte.

Vereins. Der Bezirk hat die Kündigung nicht weiter
verfolgt, stattdessen hat Stadtrat Kirchner zugesagt,
bei der anstehenden Sanierung des Platzes kooperativ mit dem Verein zusammenarbeiten zu wollen.
So kann man hoffen, dass durch den unglücklich
rüden Verwaltungsakt der Kündigung und durch die
hohe Bürgerbeteiligung an der dadurch ausgelösten
Diskussion letztlich eine Stärkung des nachbarschaftlichen Engagements auf dem Helmholtzplatz
erreicht wurde.

Für den Verein bedeutete dies jedoch einen Weckruf; er mobilisierte sehr schnell eine breite Unterstützung unter den Anwohnern, die gegenüber dem
Bezirksamt forderten, dass über die Zukunft des
Platzhauses und des Platzes gemeinsam mit den
Bewohnern diskutiert werden müsse. Es folgten
über das gesamte Jahr 2015 hinweg mehrere „Ratschläge“ und „Workshops“ mit den Kiez-Bewohnern
und den Vertretern des Bezirksamts, in denen es
darum ging, wie der Helmholtzplatz umzugestalten
sei. Die Forderung war, die Nutzung durch so viele
verschiedene Bewohnergruppen noch zu verbessern
und das offene nachbarschaftliche Angebot des
Platzhauses zu erhalten.

Die Aktivitäten im Platzhaus können über die Seite
www.platzhaus-helmholtzplatz.de eingesehen, das
Haus kann auch angemietet werden, z. B. wenn
unsere Bremer Höhle belegt ist.
Barbara König

Parallel unterzog sich der Förderverein einer
Frischzellenkur: das Angebot wurde ausgemistet,
erweitert und aktualisiert, der Vorstand wurde neu
aufgestellt und die Struktur des Vereins den Vorgaben der Gemeinnützigkeit angepasst. Der Verein
nahm mehrere neue Mitglieder auf und setzte sich
das Ziel, die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren,
noch stärker die Akteure des Kiezes einzubinden
und Fördermitglieder zu werben. Auf dieser Grundlage wurde nun auch die WBG „Bremer Höhe“ eG
mit einem Jahresbeitrag von 200 € Mitglied des

15

Ein tolles Wochenende im
Basketballcamp

Lauf den Hobrecht - Zepernicklauf

Bereits zum 20. Mal werden sich viele Sportler
wieder in einer herrlichen Umgebung einfinden und
den Lauf genießen. Wie in vielen Jahren zuvor werden wir wieder durch Sponsoren unterstützt. Wer
eine weitere finanzielle Hilfe geben möchte, ist gern
willkommen, einfach bei uns melden.
Ort: 16341 Panketal OT Hobrechtsfelde
(am Speicher)
Startzeiten: 10:00 Uhr Laufstrecken 0,8 und 2 km
10:20 Uhr Laufstrecken 5,5 und 10 km
Startgelder: Kinder und Jugendliche 3,00 €
Erwachsene: 6,00 €
Meldeschluss/Anmeldung: 22.06.2016 online/FaxAnmeldung (Name, Vorname, Geburtsjahr, Verein
bzw. Schule, Strecke) Nachmeldungen sind am
14.06.2015 vor Ort bis 09:30 Uhr möglich. Startgeld + 2,00 € Nachmeldegebühr – außer Kinder &
Jugendliche.
Auszeichnungen: Pokale für Platz 1 – 3 bei allen
Läufen laut Altersklassen. Teilnahmeurkunden für
alle anderen Teilnehmer.
Strecken/Altersklassen einsehbar: http://www.
sg-niederbarnim.de/index.php/termine-mainmenu-110/volkslaeufe/details/124-20-lauf-den-hobrecht

_
Basketball-Kiezcamp

Am letzten Winterferienwochenende vom 5. bis 7.
Februar 2016 fand das vom Basketballförderteam
ALBA und der Berliner Energieagentur organisierte
und unserer Genossenschaft „promotete“ Basketball-Kiezcamp in der Sporthalle an der Knaackstraße statt.
Die Kinder und Jugendlichen der Bremer Höhe und
aus der Bornitz-/Ruschestraße hatten die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung, die Grundregeln der Ballführung, des Dribblings und des
Korbwurfs zu erlernen oder, wer schon über Grundkenntnisse verfügte, diese zu vertiefen. Insgesamt
nahmen 14 Bremer-Höhe-Kids, die von den Kosten
befreit waren, am Camp teil.
Die Trainer stellten nach Größe, Fähigkeiten und
Geschlecht gut gemixte Mannschaften zusammen,
die drei volle Tage von 9 bis 16 Uhr engagiert und
mit viel Spaß dabei waren. Über die vielen ausgesprochen positiven Echos der Mitmacher und ihrer
Eltern haben wir uns sehr gefreut. Voraussichtlich
werden wir die Aktion – wenn unsere Partner das
wollen – in einem Jahr wiederholen.
UH

Die Hüpfburg ist wieder dabei, Spiele und Gespräche sind geplant.
Lutz Sachse,
Vorsitzender SG Empor Niederbarnim e.V.

16

Wie wohne ich richtig?

Notiz Gästewohnung

Unsere Gästewohnung in der Buchholzer Straße
22a gibt es nun schon seit siebeneinhalb Jahren
und sie erfreut sich stets großer Beliebtheit.
Im Februar wurde sie grunderneuert: Auf dem
neuen Linoleumboden stehen ein neues (breiteres)
Bett und ein neues Schlafsofa. Wir hoffen, dass es
sich darin noch besser nächtigen lässt.
BK

Umsicht – Hofsicht – aus jeder Sicht
Wir wünschen uns ein harmonisches Zusammenleben, ein fröhliches aber auch ruhiges und schönes
Wohnumfeld, nette Nachbarn …
Aber gehen wir selbst mit entsprechender Einstellung in den Tag? Auf wen verlassen wir uns bei
unseren Erwartungen? Wer sorgt für all dies?
Jeder Einzelne mit vielen Kleinigkeiten! Wertschätzung, Respekt, Höflichkeit, Ordnung, …
Knigge, Duden, …? Zur Erinnerung:
• Geht nach Hause auf die Toilette!
• Hebt auf, was herunter fällt!
• Hinterlasst alles so, wie Ihr es wiedersehen wollt.
• Bewegt Euch leise durchs Treppenhaus und seid 		
freundlich und rücksichtsvoll!			
• Schließt die Haus- und Hoftüren!			
• Achtet eigene und fremde Sachen und Leistungen!
• Haltet die Wege frei!
• Lasst Raum für andere!
Nun wünsche ich allen einen „für´s Gemüt“ sonnigen Frühling!
Uta Mademann

Wussten Sie schon …
dass bei Verstopfungen der Verursacher
zahlt?
Feuchttücher, Watte, Windeln, Hygieneartikel,
Katzenstreu, Bratenreste sind alles wunderbare Verstopfer. Sie gehören niemals in die
Toilette, sondern in den Restmüll! Auch verhärtetes Fett im Spülabfluss verstopft. Dem
kann man leicht vorbeugen.
Übrigens finden sich viele WC-Reiniger im
Haushalt, die mit einiger Einwirkzeit, z.B.
über Nacht, die Kalkränder und Urinsteinreste beseitigen. Dazu gehören abgestandene
Cola, Zahnprothesenreiniger, Backpulver oder
auch Essig. Einfach wirken lassen, bürsten,
sauber.
Uta Mademann

17

Frühlingsfrische
Am Sonnabend, dem 09.April 2016 ab 11:00 Uhr
soll der große Garten an der Schönhauser Allee
gemeinsam für die weitere Gestaltung und Bepflanzung vorbereitet werden. Unter anderem sollen an
manchen Stellen Pflastersteine abgebrochen und
stattdessen Erde verteilt, sowie die zukünftigen
Beete mit Steinen eingefasst werden. Hier wären
besonders viele Helfer vonnöten. Nähere Informationen hierzu sind im Artikel auf Seite 7.
Alle Bewohner der anderen Höfe können am Sonnabend darauf, am 16. April 2016 ab 11:00 mithelfen,
die Höfe frühlingsfrisch zu machen. Es gilt, liegen
gebliebenes Laub in die Beete einzuarbeiten, ein
paar Frühlingsblüher zu pflanzen und allgemein
aufzuräumen.
Geräte und Materialien stellen die Hausmeister
zur Verfügung. Genaue Angaben werden noch über
Aushänge bekannt gegeben.
BK

Nähstube für Flüchtlinge in der Bremer Höhle
Mitglieder der „Bremer Höhe“ eG werden die Bremer Höhle ab April einmal im Monat dafür nutzen,
Flüchtlingen aus den Notunterkünften der Umgebung eine „Nähstube“ anzubieten. Dabei wollen sie
den Geflüchteten mit ihren privaten Nähmaschinen die Möglichkeit geben, Textilien zu flicken, zu
ändern oder ggf. auch einfache Dinge wie Beutel, Kissenbezüge, schlichte Röcke oder ähnliches zu
nähen. Außerdem können z.B. Knöpfe angenäht, Gummis eingezogen und Löcher gestopft werden.
Parallel gibt es ein bisschen Getränke, Kekse und Kuchen, und die Kinder werden in einer Bastelecke
beschäftigt.
Der erste Termin wird Freitag, der 01.04.2016 (und dann jeder erste Freitagnachmittag des Monats)
von 14:30 bis 17:30 Uhr sein.
HelferInnen gesucht:
Für diese Nähstuben werden noch HelferInnen gesucht: wir brauchen Freiwillige, die bereit sind, mit
ihren privaten Nähmaschinen drei Stunden lang für die Geflüchteten zu nähen. Außerdem können
wir noch Hilfe bei der Kinderbetreuung gebrauchen. Kuchenspenden sind auch sehr willkommen.
InteressentInnen melden sich bitte bei barbara.koenig@bremer-hoehe.de oder telefonisch über die
Geschäftsstelle.
Margarete Fuchs, Annekatrin Pischelt, Julia Witt, Barbara König

18

Einladung zum Kino der Begegnung

Kleine Bombe - Großes Glück

Wir zeigen den unterhaltsamen Film „Das Schwein
von Gaza“ in arabischer Sprache mit deutschen
Untertiteln (2011, 98 Min., Regie und Drehbuch:
Sylvain Estibal) und essen gemeinsam warme
Suppe.

Am 7. März 2016 staunte der mit Erdarbeiten am
Rauchhaus beschäftige Mitarbeiter der Fa. Paul
Rathmann nicht schlecht, was er in etwa 1,40 m Tiefe zu Tage förderte: Etwa ein Meter von der Fassade
entfernt lag eine 30-kg-Bombe aus dem 2. Weltkrieg. Die Firma informierte sofort die Bewohnerinnen und Bewohner des Gebäudes sowie die Polizei.
Das Haus wurde evakuiert.
Schon nach knapp einer Stunde traf das Entschärfungsteam ein, beseitigte innerhalb kurzer Zeit den
Zünder und nahm die Bombe in Gewahr. Zur Verdeutlichung: Wir sind im Jahr 71 nach Beendigung
des 2. Weltkriegs!
UH

Datum: Freitag 8.4.2016
Ort: „Bremer Höhle“ in der Buchholzer Straße 16
Uhrzeit: 19:00 warme Suppe,
	
20:00 beginnt der Film
Eingeladen sind erwachsene Bewohner der WBG
„Bremer Höhe“ eG und arabisch sprachige Erwachsene aus der Notunterkunft in der Wichertstrasse.
Eintritt und Essen sind kostenlos. Wir planen in den
nächsten Monaten weitere Filmabende mit Flüchtlingen.
Bianca Denfeld/Gesa Birkmann

_
Bombenfund am Rauchhaus

Ankündigung Sommerfest 2016
der WBG „Bremer Höhe“ eG
Der Termin für das 16. Sommerfest 2016 der
WBG „Bremer Höhe“ eG steht, es wird noch
vor den großen Sommerferien am Sonnabend, dem 02. Juli 2016 mal wieder in den
großen, schönen Höfen des Bestandes in der
Bornitzstraße in Lichtenberg stattfinden.
AD

19

Termine

Sprechzeiten der Verwaltung

Bremer Höhe-Nähstube für Flüchtlinge

Montag telefonisch
13.00-16.00 Uhr
Dienstag Sprechstunde in den Geschäftsräumen
9.00-12.00 Uhr und 13.00-18.00 Uhr
Mittwoch telefonisch
14.00-16.00 Uhr
Donnerstag telefonisch
13.00-16.00 Uhr

Freitag, 1. April 2016 von 14.30 bis 17.00 Uhr in der
Bremer Höhle (Buchholzer Straße 16)

„Kino der Begegnung“, Kino für Flüchtlinge
und die BewohnerInnen der Bremer Höhe
Freitag, 8. April 2016 um 19.00 Uhr in der Bremer
Höhle

* Für behindertengerechten Zugang bitte vorher
anmelden.

Großer Garten-Arbeitseinsatz im Hof
Schönhauser Allee 59

Außerhalb der Sprechzeiten ist der Anrufbeantworter geschaltet. Für Mängelanzeigen im Bestand
Prenzlauer Berg kann der Hausmeisterbriefkasten
in der Greifenhagener Straße 65 bzw. für den
Lichtenberger Bestand in der Bornitzstraße 29
genutzt werden.

Samstag, 9. April ab 11.00 Uhr und

Frühjahrsputz auf den anderen Höfen der
Bremer Höhe
Samstag, 16. April ab 11.00 Uhr
Gartengeräte und Materialien werden an beiden
Terminen zur Verfügung gestellt

In dringenden Fällen bitte die auf den Aushängen
oder der Website aufgelisteten Notdienste
kontaktieren.

Ordentliche Mitgliederversammlung
Mittwoch, 29. Juni 2016 um 19.00 Uhr im Saal der
ev.-freikirchlichen ZOAR-Gemeinde,
Cantianstraße 9, 10437 Berlin

Servicenummer Hobrechtsfelde
Elektro: Elektroanlagen Zepernick,
Tel.: 0173 610 50 60

Sommerfest der Genossenschaft

Impressum

Sonnabend, 2. Juli 2016 ab 15.00 Uhr in den Höfen
der Bornitzstraße

Infoblatt der Wohnungsbaugenossenschaft
„Bremer Höhe“ eG, Schönhauser Allee 59,
10437 Berlin, Telefon 44 67 76 - 0, Fax 44 67 76 - 20,
info@bremer-hoehe.de, www.bremer-hoehe.de

Redaktionsschluss Infoblatt 2/2016
Freitag, 27. Mai 2016, Redaktionsschluss für das
neue genossenschaftliche Infoblatt. Genossenschaftsrelevante Beiträge von Mitgliedern sind
willkommen!

Redaktion: Barbara König (V.i.S.d.P.),
Ulf Heitmann, Andreas Döhler
Satz: Kerstin Bechtle

Ständig aktualisierte Termine
finden Sie auf www.bremer-hoehe.de

Druck: CC-Digital-Druck
Bildnachweise:
Titelseite: BEA/camera 4
S. 3: 100 Jahre Hobrechtsfelde/Ein Dorf für das
Berliner Wasser (Festschrift, 2 006)
S. 4 (oben): B. Jaguste, (unten): SKP
S. 8,16: Ulf Heitmann
S. 7,17,18: Barbara König
S. 11: Tim Lüddemann
S. 12: Uwe Fechner
S. 13: fairr.de
S. 14,15: Peter Troch
S. 19: Thomas Czauderna

Newsletter WBG „Bremer Höhe“ eG
Bitte E-mail an newsletter@bremer-hoehe.de
um Aufhnahme in den Verteiler senden, erscheint
monatlich mit aktuellen Informationen und
Angeboten, nur für Genossenschaftsmitglieder der
WBG „Bremer Höhe“ eG.

20
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.