Path:
Periodical volume

Full text: Bildung und Forschung in Zahlen Issue 2015

Bildung und Forschung in
Zahlen 2015
Ausgewählte Fakten aus dem Daten-Portal des BMBF
www.datenportal.bmbf.de

1

Inhaltsverzeichnis
Vorwort

2

0

Gesamtübersichten und Strukturdaten

4


1

Forschung und Innovation

9


2

Bildung
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7

3

Bildungsfinanzen
Elementarbereich
Schulen
Berufliche Schulen
Hochschulen
Ausbildungsförderung (BAföG), Aufstiegsförderung (AFBG)
Weiterbildung

Internationaler Vergleich
3.1 Forschung und Innovation
3.2 Bildung

4

Glossar

28

30

34

35

43

51

67

69


75

77

80


86


2

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

Vorwort
Bildung, Wissenschaft und Forschung sind der Schlüssel zu gesellschaftlichem Fort­
schritt und internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Sie sind sowohl Grundlage für die
gesellschaftliche Teilhabe der Einzelnen als auch für wirtschaftlichen Erfolg. Nur mit
exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie gut ausgebildeten
Fachkräften können wir die Zukunftsfähigkeit unseres Landes sichern.
Deshalb setzt die Bundesregierung ihre Prioritäten auf Bildung, Wissenschaft und
Forschung. Wir stellen dafür in der 18. Legislaturperiode zusätzlich 9 Milliarden Euro
bereit. Damit führen wir unsere Politik der letzten Jahre zugunsten von Bildung und
Forschung konsequent fort: Zwischen 2005 und 2015 hat der Bund seine Ausgaben
für Forschung und Entwicklung (FuE) um 65 Prozent erhöht, die FuE-Ausgaben des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung stiegen um 72 Prozent. Die enor­
men Aufwüchse sorgen dafür, dass Deutschland heute zu den Technologie- und
Innovationsführern Europas gehört.
Mit der Qualifizierungsinitiative haben wir außerdem die Aufwendungen für Bildung
und Forschung deutlich gesteigert und wichtige Fortschritte für ein gerechtes, leis­
tungsfähiges und durchlässiges Bildungssystem gemacht.
Wir wollen weiter auf diesem Erfolgskurs bleiben und noch besser werden. Für
sachgerechte Entscheidungen in der Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik
benötigen wir insbesondere verlässliche Daten und Informationen.

VorWort

3

In der vorliegenden Broschüre sind die wesentlichen Basisdaten zu Bildung und
Forschung zusammengefasst. Dazu zählen neben vielfältigen Informationen zu den
unterschiedlichen Bildungs- und Forschungsfeldern auch Angaben zu den Ausgaben
des Bundes und der Länder. Längere Zeitreihen, die über die Informationen in dieser
Broschüre hinausgehen, sind im Internet unter www.datenportal.bmbf.de hinterlegt.
Diese Daten und Fakten sind ein wichtiger Beleg für den hohen Stellenwert von Bil­
dung und Forschung in unserer Gesellschaft. Sie sind gleichzeitig auch ein Ansporn,
diesen Weg in Zukunft konsequent weiterzugehen.

Prof. Dr. Johanna Wanka
Bundesministerin für Bildung und Forschung

4

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

0 Gesamtübersichten und Strukturdaten
Zur besseren Einschätzung und zum besseren Verständnis der in den Kapiteln
Forschung und Innovation sowie Bildung im Detail aufgeführten Tabellen und
Grafiken werden dieser Broschüre drei übergreifende Tabellen vorangestellt. In diesen
Strukturdaten sind allgemeine Informationen zur Bevölkerungsentwicklung für ganz
Deutschland sowie differenziert nach den 16 Ländern aufgeführt. Das Budget für
Bildung, Forschung und Wissenschaft liefert einen allgemeinen Überblick über die
nationalen Ausgaben in diesen Bereichen.

GESAmtüBErSIcHtEn und StrukturdAtEn

Bild 1

5

Strukturdaten für Deutschland (2009-2013)

Bevölkerung1
Erwerbstätige2
Arbeitslose

2009

2010

2011

2012

2013

in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.4
q

81.802
51,0 %
38.662
45,8 %
3.415
8,1 %

81.752
50,9 %
38.938
45,9 %
3.239
7,7 %

80.328
51,2 %
38.916
46,3 %
2.976
7,1 %

80.524
51,1 %
39.206
46,3 %
2.897
6,8 %

80.767
51,0 %
39.618
46,5 %
2.950
6,9 %

in Tsd.4
q1,5
in Tsd.4
q1,5
in Tsd.4
q1,5
in Tsd.4
q1,5
in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w

1.430
21,9 %
1.688
6,6 %
67
2,8 %
97
2,3 %
11.675
48,2 %
1.571
39,9 %
2.121
47,8 %

1.340
20,7 %
1.575
5,8 %
74
2,7 %
104
2,3 %
11.485
48,2 %
1.508
39,8 %
2.218
47,8 %

1.282
19,8 %
1.389
5,1 %
68
2,6 %
101
2,3 %
11.291
48,1 %
1.461
39,3 %
2.381
47,3 %

1.215
19,7 %
1.307
5,0 %
66
2,6 %
104
2,5 %
11.114
48,0 %
1.430
39,0 %
2.499
47,4 %

1.284
20,0 %
1.359
5,1 %
72
2,6 %
119
2,4 %
10.951
48,0 %
1.392
38,6 %
2.617
47,6 %

2.374

2.495

2.610

2.666

2.738

darunter
ohne abgeschlossene
Berufsausbildung
mit betrieblicher/
schulischer Ausbildung3
mit Fachhochschulabschluss
mit Universitätsabschluss
Schüler/-innen6
Auszubildende
Studierende
Bruttoinlandsprodukt
(in Milliarden Euro)

Erläuterung der Abkürzungen: Tsd. = Tausend; w = Anteil weiblich; q = Arbeitslosenquote.
1) Ab 2011: Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011.
2) Ab 2011 erfolgt die Hochrechnung anhand der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011, die
Ergebnisse sind mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar.
3) Betriebliche Berufsausbildung und Berufsfachschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung an Fach-,
Techniker- und Meisterschulen.
4) Werte sind teilweise revidiert.
5) Nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aufgrund der Verwendung anderer
Basiswerte bestehen Abweichungen von der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit.
6) Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 1 Reihe 4.1.1; Fachserie 11 Reihen 1, 2, 3, 4.1; GENESIS-Online Datenbank,
Fortschreibung des Bevölkerungsstandes); Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Volkswirtschaftliche
Gesamtrechnungen, Internetangebot: www.vgrdl.de); Bundesagentur für Arbeit (Sonderauswertung und Berechnungen
des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-1
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/0.1

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

6

Bild 2

Strukturdaten der Länder (2013) – [1/2]
BW

Bevölkerung
Erwerbstätige
Arbeitslose

BY

in Tsd. 10.631 12.604
w
in Tsd.
w
in Tsd.
q

BE

BB

HB

3.422

2.449

657

HH

HE

MV

1.746

6.045

1.597

50,8 % 50,8 % 51,2 % 50,8 % 51,1 % 51,5 % 51,0 % 50,7 %
5.513

6.590

1.605

1.201

299

886

3.007

743

46,4 % 46,2 % 47,9 % 47,6 % 47,2 % 48,3 % 46,6 % 47,4 %
234
4,1 %

265

210

3,8 % 11,7 %

132

37

72

9,9 % 11,1 %

7,4 %

22

38

186

99

5,8 % 11,7 %

darunter
ohne abgeschlossene
Berufsausbildung

in Tsd.
w

105

108

103

33

93

24

49,3 % 48,1 % 43,7 % 44,0 % 45,9 % 44,3 % 48,3 % 42,4 %

in Tsd.
12
25
70
64
99
128
77
86
mit betrieblicher/
schulischer Ausbildung1
w
45,7 % 45,1 % 41,7 % 44,5 % 43,2 % 43,1 % 44,0 % 43,7 %

mit Fachhochschulabschluss

in Tsd.

mit Universitätsabschluss

in Tsd.

Schüler/-innen2
Auszubildende
Studierende
Bruttoinlandsprodukt
(in Milliarden Euro)

w
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w

7

7

8

4

1

3

4

2

42,5 % 42,6 % 47,6 % 46,7 % 47,0 % 48,7 % 40,5 % 47,2 %
11

14

18

3

2

6

9

2

49,9 % 51,6 % 52,2 % 48,5 % 49,4 % 53,5 % 48,3 % 50,6 %
1.559

1.672

416

268

91

241

825

171

47,8 % 47,6 % 49,1 % 48,4 % 47,5 % 48,3 % 47,9 % 48,7 %
196

247

42

27

15

33

101

20

39,2 % 39,4 % 44,2 % 35,0 % 42,9 % 43,3 % 38,9 % 37,6 %
347

356

166

50

35

94

228

39

46,7 % 48,3 % 49,3 % 50,7 % 46,7 % 49,3 % 46,7 % 48,7 %
407

488

109

59

29

98

236

37

Erläuterung der Abkürzungen: Tsd. = Tausend; w = Anteil weiblich; q = Arbeitslosenquote; Länderabkürzungen siehe
Glossar.
1) Betriebliche Berufsausbildung und Berufsfachschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung an Fach-,
Techniker- und Meisterschulen.
2) Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Saarland: weiblicher Anteil an beruflichen
Schulen geschätzt.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 1 Reihe 4.1.1; Fachserie 11 Reihen 1, 2, 3, 4.1; GENESIS-Online
Datenbank, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes); Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Internetangebot: www.vgrdl.de); Bundesagentur für Arbeit (Sonderauswertung)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-2
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/0.2

GESAmtüBErSIcHtEn und StrukturdAtEn

Bild 2

7

Strukturdaten der Länder (2013) – [2/2]
NI

Bevölkerung
Erwerbstätige
Arbeitslose

in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
q

NW

7.791 17.572

RP

SL

3.994

991

SN

ST

SH

TH

4.046

2.245

2.816

2.161

50,9 % 51,3 % 51,0 % 51,3 % 51,1 % 51,1 % 51,3 % 50,8 %
3.779

8.196

1.966

465

1.908

1.050

1.339

1.071

46,4 % 46,1 % 46,0 % 45,4 % 47,0 % 46,8 % 46,8 % 46,5 %
269

763

116

37

6,6 %

8,3 %

5,5 %

7,3 %

127

414

57

20

132

102

96

9,4 % 11,2 %

201

6,9 %

8,2 %

46

19

darunter
ohne abgeschlossene
Berufsausbildung

in Tsd.
w

44

32

47,3 % 47,1 % 48,5 % 47,8 % 42,5 % 43,8 % 45,0 % 43,9 %

in Tsd.
117
275
51
15
137
88
47
68
mit betrieblicher/
schulischer Ausbildung1
w
45,5 % 43,7 % 44,0 % 43,3 % 45,8 % 46,5 % 44,8 % 46,9 %

mit Fachhochschulabschluss

in Tsd.

mit Universitätsabschluss

in Tsd.

Schüler/-innen2
Auszubildende
Studierende
Bruttoinlandsprodukt
(in Milliarden Euro)

w
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w

5

13

2

1

6

3

2

3

43,1 % 42,1 % 41,2 % 36,0 % 48,2 % 49,4 % 40,8 % 46,3 %
9

24

4

1

8

3

3

3

51,2 % 48,8 % 51,3 % 49,4 % 49,8 % 48,4 % 51,9 % 50,0 %
1.144

2.583

548

127

439

231

401

234

47,9 % 47,8 % 47,7 % 47,8 % 49,3 % 48,4 % 47,9 % 48,8 %
149

318

70

19

48

30

50

27

38,2 % 38,0 % 37,0 % 38,2 % 36,7 % 35,1 % 39,4 % 34,6 %
178

695

123

29

113

56

56

52

47,7 % 46,9 % 50,2 % 48,6 % 44,7 % 49,1 % 47,2 % 48,5 %
239

600

122

32

100

53

79

51

Erläuterung der Abkürzungen: Tsd. = Tausend; w = Anteil weiblich; q = Arbeitslosenquote; Länderabkürzungen siehe
Glossar.
1) Betriebliche Berufsausbildung und Berufsfachschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung an Fach-,
Techniker- und Meisterschulen.
2) Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Saarland: weiblicher Anteil an beruflichen
Schulen geschätzt.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 1 Reihe 4.1.1; Fachserie 11 Reihen 1, 2, 3, 4.1; GENESIS-Online
Datenbank, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes); Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Internetangebot: www.vgrdl.de); Bundesagentur für Arbeit (Sonderauswertung)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-2
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/0.2

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

8

Bild 3

Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft1 nach Bereichen
in Milliarden Euro und in Relation zum BIP (2008-2012)

Bereich

A+B

C

D

A+B+
C+D

Bildungsbudget insgesamt

4

Forschung und Entwicklung

5

Sonstige Bildungs- und
Wissenschaftsinfrastruktur

20082

2009

2010

20113

20123

Mrd.
Euro

153,9

164,6

173,1

178,0

178,4

Anteil
am BIP

6,2 %

6,9 %

6,9 %

6,6 %

6,5 %

66,5

67,0

69,9

75,6

79,2

2,7 %

2,8 %

2,8 %

2,8 %

2,9 %

4,9

5,1

5,0

5,1

5,1

0,2 %

0,2 %

0,2 %

0,2 %

0,2 %

214,2

224,8

235,4

245,1

248,9

8,6 %

9,5 %

9,4 %

9,1 %

9,0 %

Mrd.
Euro
Anteil
am BIP
Mrd.
Euro
Anteil
am BIP

Mrd.
Euro
Budget für Bildung,
Forschung und Wissenschaft6 Anteil
am BIP

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt; Mrd. = Milliarden.
1) Durchführungsrechnung, Abgrenzung nach dem Konzept 2009, Werte 2012 vorläufige Berechnungen.
2) Daten auf Basis abweichender Abgrenzungskonzepte, daher eingeschränkte Vergleichbarkeit.
3) Berechnungsstand: 01.09.2014; die Berechnungen wurden an die revidierte Methodik der Volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnungen zur Berechnung der unterstellten Sozialbeiträge für die Altersversorgung der verbeamteten
Lehrkräfte angepasst.
4) Für eine differenzierte Ansicht der Bildungsbereiche siehe Bild 19.
5) Berechnet nach den Methoden der Forschungs- und Entwicklungsstatistik (gemäß OECD-Meldung/
Frascati-Handbuch).
6) Das Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft wurde konsolidiert um die Ausgaben für „Forschung und
Entwicklung an Hochschulen“, da diese Position sowohl in A als auch in C enthalten ist.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Bildungsfinanzbericht 2013 und 2014, Tabelle 2.2-1 und 2.3-1; Budget für Bildung,
Forschung und Wissenschaft 2008/2009 und 2009/2010)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-3
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.9.1

ForScHunG und InnoVAtIon

9

1 Forschung und Innovation
Forschung, Entwicklung und Innovation sind die Grundlagen für Deutschlands
Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit. Zukunftsfähige Lösungen für umwelt­
freundliche Energie, leistungsfähige Gesundheitsversorgung, nachhaltige Mobilität,
sichere Kommunikation und einen sicheren Produktionsstandort Deutschland
können ohne Fortschritte in Wissenschaft und Technik nicht entwickelt werden. Die
Herausforderungen, vor denen Deutschland steht, betreffen auch andere Länder in
Europa und der ganzen Welt.
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland sind seit 2008
signifikant gestiegen, dabei werden circa zwei Drittel der Aufwendungen von der
Wirtschaft getragen. Staat und Wirtschaft haben ihre Ausgaben im Jahr 2012 auf
insgesamt 79,1 Milliarden Euro erhöht. Dies entspricht einem Anteil am Brutto­
inlandsprodukt von 2,88 %, das heißt, das 3 %-Ziel der Strategie Europa 2020 wurde
beinahe erreicht. Deutschland gehört damit zu einer Spitzengruppe von Ländern mit
einer sehr hohen Intensität in Forschung und Entwicklung, nur Schweden, Finnland,
Japan, Israel, Korea, Dänemark und die Schweiz investieren mehr.
Diese Ausgaben zahlen sich aus: Beispielsweise gehört Deutschland beim Export
von forschungsintensiven Gütern mit einem Anteil von rund 12 % am Welthandels­
volumen zu den Spitzenreitern. Von den zehn forschungsstärksten Unternehmen
Europas kommen fünf aus Deutschland. Die FuE- und Innovationsbeteiligung der
deutschen Unternehmen gehört zu den stärksten in Europa. Der Anteil der Unter­
nehmen im Jahr 2012, die neue Produkte oder Dienstleistungen eingeführt haben, ist
mit 41 % höher als in allen anderen EU-Mitgliedstaaten.
Damit Deutschland auch in Zukunft ein hoch attraktiver Wissenschafts-, Forschungs­
und Innovationsstandort bleibt, wird die Bundesregierung strukturell nachhaltige
Maßnahmen wie zum Beispiel den Pakt für Forschung und Innovation, die
Exzellenzinitiative oder den Hochschulpakt fortführen. Mit der Weiterentwicklung
der Hightech-Strategie für Deutschland und der Internationalisierungsstrategie wer­
den weitere wichtige Weichenstellungen für Deutschlands Zukunft vorgenommen.

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

10

Weitere Informationen
Internetportal:
∙ Hightech-Strategie (www.hightech-strategie.de)
Publikation:
∙ Bundesbericht Forschung und Innovation 2014 (www.bmbf.de/de/22744.php)

Der weitere Ausbau von Forschung und Innovation ist die Voraussetzung für die
Zukunft des Standorts Deutschland. Die Bundesregierung hat konsequent die
Prioritäten auf Forschung und Entwicklung gelegt. Von 2005 bis zum Jahr 2015
hat sie ihre Ausgaben in diesem Bereich um über 50 % auf 14,9 Milliarden Euro
(Soll 2015) gesteigert.

ForScHunG und InnoVAtIon

11

Bild 4 	 Bruttoinlandsausgaben für Forschung und Entwicklung (BAFE) nach
finanzierenden Sektoren (Durchführungsbetrachtung) und Anteil der
BAFE am Bruttoinlandsprodukt (2005-2013)
55
50
40
35
30
25
20

2005

2007

Wirtschaft

Staat

52,3
23,1
0,3
3,4

0

41,8
17,0
0,2
2,5

5

37,7
16,0
0,2
2,1

10

49,6
22,6
0,3
3,2

15
44,3
20,0
0,2
2,6

in Milliarden Euro

45

2009

2011

20121

Private Institutionen ohne Erwerbszweck

Ausland

BAFE in % des BIP2
3,2
in % des BIP

3,0

2,73

2,8
2,6

2,43

2,45

2005

2007

2,80

2,88

2,85

2012

20133

2,4
2,2
2,0

2009

2011

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt.
1) Schätzung.
2) Revisionsstand: Februar 2015.
3) Vorläufig.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 1 bzw. Abb. 1 und 2 (aktualisiert);
Daten: Stifterverband Wissenschaftsstatistik; Statistisches Bundesamt; Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-4
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.1

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

12

Bild 5

FuE-Ausgaben der Bundesrepublik Deutschland und ihre Finanzierung
(1985-2012)

80.000

Private Institutionen ohne Erwerbszweck
Bund und Länder
Wirtschaft

70.000

in Millionen Euro

60.000
50.000
40.000
30.000
20.000
10.000
0
'85

'87

'89

'91

'93

'95

'97

'99

'01

'03

'05

'07

'09

'11

'12

Anteil der Finanzierung durch Bund und Länder in % des öffentlichen
Gesamthaushalts
3,3

3,3

3,2

in %

3,4

2,7

'85

'87

'89

'91

'93

2,6

2,6

'95

'97

2,7

'99

2,8

2,8

'01

'03

2,7

'05

3,0

3,0

3,0

'09

'11

'12

2,8

'07

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 2 (aktualisiert); Daten: Statistisches Bundesamt;
Stifterverband Wissenschaftsstatistik; Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-5
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.1.2

ForScHunG und InnoVAtIon

Bild 6

13

Regionale Aufteilung der FuE-Ausgaben der Bundesrepublik Deutschland
insgesamt (Durchführung von FuE) in Millionen Euro (2012)

Saarland

470

Bremen

755

Sachsen-Anhalt

758

Mecklenburg-Vorpommern

770

Brandenburg

975

Thüringen

1.130

Schleswig-Holstein

1.140

Hamburg
Rheinland-Pfalz
Sachsen
Berlin
Niedersachsen
Hessen
Nordrhein-Westfalen
Bayern

2.198
2.465
2.838
3.774
6.746
7.174
12.189
15.306

Baden-Württemberg

20.335

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.
�
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 3 (aktualisiert); Daten: Statistisches Bundesamt; 

Stifterverband Wissenschaftsstatistik; Bundesministerium für Bildung und Forschung
�
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-6
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.3

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

14

Bild 7

Regionale Ausgaben für Forschung und Entwicklung (2012)

SH

HB

1,48 0,32

MV

HH

2,10 0,66

2,32 0,38

2,71 0,45

BE

NI
2,89 0,37

ST

3,59 0,56

1,44 0,48

NW

1,70 0,37

2,08 0,35
HE
RP

SN

TH

2,92 0,54

2,27 0,57
3,15 0,32

2,07 0,37
1,48 0,40
SL

BB

BY
BW

3,23 0,34

5,14 0,37

Ausgaben für FuE
Gesamtausgaben in % am BIP des Landes
(Durchführung)
Ausgaben der Länder in % am BIP des Landes
(Finanzierung)

Gesamtausgaben im Land
(Durchführung)
< 500 Millionen Euro
500-1.000 Millionen Euro
> 1.000 Millionen Euro

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; BIP = Bruttoinlandsprodukt; Länderabkürzungen
siehe Glossar.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Abb. 29 (aktualisiert); Daten: Stifterverband Wissenschaftsstatistik; Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“; Statistisches Bundesamt; Berechnungen
des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-7
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.1.11

ForScHunG und InnoVAtIon

15

Neben den Aktivitäten der Bundesregierung führen die Länder eine Vielzahl
an landesspezifischen forschungs-, technologie- und innovationspolitischen
Fördermaßnahmen durch. Dabei werden spezifische Stärken der einzelnen
Regionen hinsichtlich Technologie-, Wirtschafts- und Innovationskompetenz
sowie bestehende räumliche Strukturen und Besonderheiten aufgegriffen. Diese
regionalen Unterschiede tragen entscheidend dazu bei, das deutsche Forschungsund Innovationssystem in seiner Gesamtheit zu stärken.

Bild 8

Ausgaben des Bundes für Forschung und Entwicklung nach Ressorts
(SOLL 2015)
3,19

in Milliarden Euro1
0,17 0,10
Anmerkung:
Die Etiketten der Grafik sind automatisiert, also
mit den Zellen der jeweiligen Daten verbunden.
0,86
0,18
(Yvonne, 30.04.2015):
0,58
RINGDIAGRAMME:
0,22
-neuer Container mit Kreis/Füllung M-Blau-152,04
über die Kreisdiagramme gelegt.
-weißer Rand: 0,5 pt
LEGENDE:
0,19
-weißer Rand: ausserplanmäßig, sonst sieht man manche Legendenfarben
leider nicht auf dem hellen
0,60

8,82

Bundesministerium für
Bildung und Forschung

Bundesministerium für
Ernährung und Landwirtschaft

Bundesministerium für
Gesundheit

Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie

Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz, Bau und
Reaktorsicherheit

Bundeskanzleramt (einschließlich
Beauftragter der Bundesregierung
für Kultur und Medien)

Bundesministerium für Verkehr
und digitale Infrastruktur

Summe der übrigen nicht einzeln
ausgewiesenen Ressorts

Bundesministerium der
Verteidigung
Übrige Ressorts

Auswärtiges Amt

1) Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition entstehen.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 4 bzw. Abb. 10 (aktualisiert);
Daten: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-8
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.1.4

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

16

Bild 9

Ausgaben des Bundes für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
nach Förderbereichen in Millionen Euro (2014/2015)

Förderbereich1
A
B
C
D
E
F
G

Gesundheitsforschung und Gesundheitswirtschaft
Bioökonomie
Zivile Sicherheitsforschung
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Energieforschung und Energietechnologien
Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit
Informations- und Kommunikationstechnologien
Fahrzeug- und Verkehrstechnologien einschließlich
H
maritimer Technologien
I Luft- und Raumfahrt
Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der
J
Arbeitsbedingungen und im Dienstleistungssektor
K Nanotechnologien und Werkstofftechnologien
L Optische Technologien
M Produktionstechnologien
N Raumordnung und Stadtentwicklung; Bauforschung
O Innovationen in der Bildung
Geisteswissenschaften;
P
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Q Innovationsförderung des Mittelstandes
Innovationsrelevante Rahmenbedingungen und
R
übrige Querschnittsaktivitäten
Förderorganisationen, Umstrukturierung der
T Forschung im Beitrittsgebiet; Hochschulbau und
überwiegend hochschulbezogene Sonderprogramme
U Großgeräte der Grundlagenforschung
Z Globale Minderausgabe; Planungsreserve
Zivile Förderbereiche zusammen
S Wehrwissenschaftliche Forschung
Ausgaben insgesamt

2014 (SOLL)2
i
FuE
2.190,7
281,3
103,2
804,0
1.658,1
1.429,3
795,4

1.990,6
281,3
98,8
695,7
1.252,4
1.233,5
769,8

2015 (SOLL)2
i
FuE
2.276,6
290,1
103,4
827,0
1.720,4
1.474,0
816,0

2.071,6
290,1
98,9
709,3
1.251,4
1.263,6
790,5

390,8

311,9

438,9

340,5

1.448,5

1.448,1

1.480,1

1.479,6

140,3

90,9

150,5

98,4

549,1
185,9
219,0
100,7
809,5

525,2
185,1
218,6
98,1
520,3

562,1
187,5
220,9
103,6
912,6

536,1
186,7
220,5
100,5
558,1

1.236,3

982,5

1.281,5

1.003,3

1.101,7

1.087,3

1.129,8

1.125,1

527,0

445,3

543,7

456,7

3.549,4

689,7

3.532,7

694,4

1.080,7
-346,3
18.254,6
1.042,7
19.297,2

1.080,7
-346,3
13.659,5
980,1
14.639,6

1.200,5
-404,2
18.847,9
892,6
19.740,5

1.200,5
-404,2
14.071,5
829,5
14.901,0

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; FuE = darunter Forschung und Entwicklung.
1) Entsprechend der endgültigen Leistungsplansystematik des Bundes 2009. Ausgaben wurden auf die endgültige
Leistungsplansystematik 2009 umgesetzt. Ausgaben der außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind auf
einzelne Förderbereiche und Förderschwerpunkte verteilt.
2) Aufteilung der Förderbereiche teilweise geschätzt bzw. extrapoliert. Einschließlich Energie- und Klimafonds.
Finanzierung der Forschungsförderung auf dem Gebiet der Elektromobilität erfolgt aus dem Energie- und
Klimafonds.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 5 (aktualisiert); Daten: Bundesministerium für Bildung
und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-9
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.1.5

ForScHunG und InnoVAtIon

Die Aktivitäten der Bundesregierung machen einen Großteil der öffentlichen
Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation aus. Schwerpunkt
ist die 2006 verabschiedete Hightech-Strategie und ihre Weiterentwicklung
(Hightech-Strategie – Innovationen für Deutschland) mit den prioritären
Zukunftsaufgaben: Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Nachhaltiges Wirtschaf­
ten und Energie, Innovative Arbeitswelt, Gesundes Leben, Intelligente Mobilität
und Zivile Sicherheit. Daneben werden insbesondere gesellschaftlich bedeutende
Aktivitäten wie die Bildungsforschung oder die Forschung in den Geisteswissen­
schaften gefördert. Die hier angewandte Systematik weist die FuE-Ausgaben des
Bundes unabhängig vom finanzierenden Ressort unter forschungsthematischen
Gesichtspunkten aus.

17

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

18

Bild 10 Ausgaben des BMBF für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
nach Förderbereichen in Millionen Euro (2014/2015)
Förderbereich1
A
B
C
D
E
F
G

Gesundheitsforschung und Gesundheitswirtschaft
Bioökonomie
Zivile Sicherheitsforschung
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Energieforschung und Energietechnologien
Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit
Informations- und Kommunikationstechnologien
Fahrzeug- und Verkehrstechnologien einschließlich
H
maritimer Technologien
I Luft- und Raumfahrt
Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der
J
Arbeitsbedingungen und im Dienstleistungssektor
K Nanotechnologien und Werkstofftechnologien
L Optische Technologien
M Produktionstechnologien
N Raumordnung und Stadtentwicklung; Bauforschung
O Innovationen in der Bildung
Geisteswissenschaften;
P
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Q Innovationsförderung des Mittelstandes
Innovationsrelevante Rahmenbedingungen und
R
übrige Querschnittsaktivitäten
Förderorganisationen, Umstrukturierung der
T Forschung im Beitrittsgebiet; Hochschulbau und
überwiegend hochschulbezogene Sonderprogramme
U Großgeräte der Grundlagenforschung
Z Globale Minderausgabe; Planungsreserve
Ausgaben insgesamt

2014 (SOLL)2

2015 (SOLL)2

i
1.789,6
281,1
69,1
51,1
837,5
1.024,3
646,9

FuE
1.789,6
281,1
69,1
51,1
581,7
1.024,3
634,9

i
1.874,5
289,9
69,8
52,4
934,2
1.051,2
674,9

FuE
1.874,5
289,9
69,8
52,4
617,3
1.051,2
663,1

22,7

22,7

23,8

23,8
96,5

81,7

81,7

96,5

46,9

46,9

53,3

53,3

442,3
175,7
204,5
17,1
588,3

442,3
175,7
204,5
17,1
367,2

465,1
177,0
207,6
17,3
683,9

465,1
177,0
207,6
17,3
399,9

738,5

738,5

753,3

753,3

177,4

177,4

183,7

183,7

405,9

354,4

416,0

361,5

3.379,6

659,8

3.370,8

666,1

1.080,0 1.199,8
-346,3
-404,2
8.453,8 12.190,8

1.199,8
-404,2
8.818,8

1.080,0
-346,3
11.714,0

Erläuterung der Abkürzungen: BMBF = Bundesministerium für Bildung und Forschung; i = insgesamt;
FuE = darunter Forschung und Entwicklung.
1) Entsprechend der endgültigen Leistungsplansystematik des Bundes 2009. Ausgaben wurden auf die endgültige
Leistungsplansystematik 2009 umgesetzt. Ausgaben der außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind auf
einzelne Förderbereiche und Förderschwerpunkte verteilt.
2) Aufteilung der Förderbereiche teilweise geschätzt bzw. extrapoliert. Einschließlich Energie- und Klimafonds.
Finanzierung der Forschungsförderung auf dem Gebiet der Elektromobilität erfolgt aus dem Energie- und
Klimafonds.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 6 (aktualisiert); Daten: Bundesministerium für Bildung
und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-10
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.1.6

ForScHunG und InnoVAtIon

19

Bild 11 Ausgaben des Bundes für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
nach Empfängergruppen in Millionen Euro (2012/2013)
Empfängergruppe
1.
1.1
1.1.1
1.1.2
1.2
1.2.1
1.2.2
1.2.3
1.2.4
2.

Gebietskörperschaften
Bund
Bundeseigene Forschungseinrichtungen
Sonstige Einrichtungen der Bundesverwaltung
Länder und Gemeinden
Forschungseinrichtungen der Länder
Hochschulen und Hochschulkliniken
Sonstige Einrichtungen der Länder
Gemeinden, Gemeinde- und Zweckverbände
Organisationen ohne Erwerbszweck
Forschungs- und Wissenschaftsförder2.1
organisationen (z. B. MPG, FhG, DFG)
Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft
2.2
Deutscher Forschungszentren (HGF)
Sonstige wissenschaftliche Einrichtungen ohne
2.3
Erwerbszweck
2.4 Übrige Organisationen ohne Erwerbszweck
3.
Gesellschaften und Unternehmen der Wirtschaft
3.1 Gesellschaften und Unternehmen der Wirtschaft
Dienstleistungen, soweit von Unternehmen und
3.2
freien Berufen erbracht
4.
Ausland
Zahlungen an Gesellschaften und Unternehmen
4.1
der Wirtschaft im Ausland
Beiträge an internationale Organisationen und
4.2
übrige Zahlungen an das Ausland
5.
Empfängergruppenübergreifende Positionen
Ausgaben insgesamt2

2012 (IST)1

2013 (IST)1

i
5.956,7
2.168,0
1.886,5
281,5
3.788,7
126,9
2.879,5
736,4
45,8
7.662,6

FuE
2.825,6
1.087,9
995,2
92,8
1.737,7
121,1
1.542,2
38,0
36,4
7.180,1

i
6.876,3
2.243,4
1.891,9
351,5
4.632,9
145,0
3.706,2
735,6
46,1
8.031,5

FuE
2.985,5
1.171,7
1.023,2
148,5
1.813,9
138,6
1.603,1
36,7
35,5
7.578,6

3.721,4

3.524,4

3.923,3

3.736,7

2.722,6

2.624,7

2.863,3

2.791,7

1.100,1

947,7

1.101,9

947,5

118,4
2.446,6
1.731,9

83,3
2.271,7
1.584,4

143,0
2.629,0
1.854,9

102,7
2.450,4
1.712,9

714,6

687,4

774,0

737,5

1.254,4

1.196,8

1.397,3

1.332,8

104,9

96,8

107,9

98,3

1.149,5

1.099,9

1.289,4

1.234,6

6,4
0,8
5,4
2,8
17.326,7 13.475,0 18.939,4 14.350,2

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; FuE = darunter Forschung und Entwicklung;
MPG = Max-Planck-Gesellschaft; FhG = Fraunhofer-Gesellschaft; DFG = Deutsche Forschungsgemeinschaft.
1) Einschließlich Energie- und Klimafonds. Die Forschungsförderung auf dem Gebiet der Elektromobilität wird ab
2012 aus dem Energie- und Klimafonds finanziert.
2) Geringfügige Abweichungen gegenüber früheren Veröffentlichungen durch Nacherhebung von Daten bzw.
nachträgliche Änderung der Zuordnung zu den Empfängergruppen.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 9 (aktualisiert); Daten: Bundesministerium für Bildung
und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-11
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.8

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

20

Bild 12 FuE-Ausgaben des Bundes und der Länder nach Forschungszielen,
Haushaltssoll in Millionen Euro (2010-2014)
Forschungsziel1
Erforschung und Nutzung der
irdischen Umwelt
2.
Umweltschutz
Erforschung und Nutzung
3.
des Weltraums
Transport, Telekommunikation und
4.
andere Infrastrukturmaßnahmen
5.
Energie
Industrielle Produktivität und
6.
Technologie
7.
Gesundheit
8.
Landwirtschaft
9.
Bildung
Kultur, Freizeit, Religion und
10.
Massenmedien
Politische und soziale Systeme,
11.
Strukturen und Prozesse
Bildung, Kultur, Freizeit, Religion,
Massenmedien sowie politische und
9.-11.
soziale Strukturen und Prozesse
zusammen
Allgemeine
12.
Hochschulforschungsmittel
Allgemeine nicht zielorientierte
13.
Forschung
Nicht aufteilbare Mittel3
Zivile FuE-Ausgaben zusammen
14.
Verteidigung
Insgesamt
1.

2010
384,8

2011

2012

418,4

380,3

2013
426,5

20142
440,0

635,6

642,1

687,5

705,6

723,4

1.086,4

1.096,7

1.132,3

1.173,3

1.194,0

362,9

338,2

358,1

374,4

372,3

883,1

906,4

1.062,8

1.313,3

1.321,9

3.326,8

3.626,0

3.046,1

3.190,5

3.017,7

997,4
770,7
238,6

1.093,3
743,4
186,7

1.266,1
691,2
230,5

1.272,4
719,1
266,9

1.331,2
740,6
313,5

316,8

300,7

301,2

299,9

280,5

403,8

381,0

396,9

454,7

481,8

959,2

868,4

928,7

1.021,6

1.075,8

8.874,0

9.384,5

9.609,1

10.137,5

10.474,4

3.723,7

3.844,5

4.150,4

4.331,2

4.391,9

-142,6
21.862,0
1.153,6
23.015,6

-155,9
22.806,2
937,3
23.743,5

-169,1
23.143,4
926,8
24.070,2

-239,2
24.426,1
944,9
25.371,0

-346,3
24.736,9
970,3
25.707,3

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; WGL = Leibniz-Gemeinschaft.
1) Entsprechend der Systematik zur Analyse und zum Vergleich der wissenschaftlichen Programme und Haushalte
(NABS) – Fassung 2007. 2010-2011 einschließlich Investitions- und Tilgungsfonds (Konjunkturpaket II), ab 2011
seitens des Bundes einschließlich Energie- und Klimafonds.
2) Angaben vorläufig.
3) Globale Minderausgabe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die erst im IST den einzelnen
Forschungszielen 1 bis 13 zugerechnet werden kann, sowie WGL-Wettbewerbsmittel Bund und Länder.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 16 (aktualisiert); Daten: Bundesministerium für Bildung
und Forschung; Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-12
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.2.3

ForScHunG und InnoVAtIon

21

Bild 13 Beschäftigte, Umsatz und interne FuE-Aufwendungen der
Unternehmen1 nach der Wirtschaftsgliederung (2013)

Wirtschaftsgliederung2

Beschäf- Umsatz3
tigte3
Tsd.

A 01-03 Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
B 05-09 Bergbau, Steine und Erden
C 10-33 Verarbeitendes Gewerbe
10-12 Nahrungs- und Genussmittel
13-15 Textilien, Bekleidung, Leder
16-18 Holzwaren, Papier, Druckerzeugnisse
19
Kokerei, Mineralölverarbeitung
20
Chemische Industrie
Pharmazeutische Industrie
21
Gummi- und Kunststoffwaren
22
Glas, Keramik, Steine und Erden
23
Metallerzeugung und -bearbeitung
24
Metallerzeugnisse
25
Datenverarbeitungsgeräte, elektronische
26
und optische Erzeugnisse
27
Elektrische Ausrüstungen
28
Maschinenbau
Kraftwagen und Kraftwagenteile
29
Sonstiger Fahrzeugbau
30
31-33 Sonstige Herstellung von Waren
Energieversorgung;
D
35-39
Wasserversorgung, Entsorgung
E
F 41-43 Baugewerbe
J 58-63 Information und Kommunikation
Finanz- und
K 64-66
Versicherungsdienstleistungen
Freiberufliche, wissenschaftliche und
M 69-75
technische Dienstleistungen
Restliche Abschnitte
Insgesamt

56

Mio. €

Interne FuE-Aufwendungen
Je BeAnteil
Insgeschäfam
samt
tigte/-n Umsatz
Mio. €
Tsd. €
in %

1.903
4.187
21
3.255 1.097.832
112
45.153
6.532
28
15.559
53
38.373
7
115.466
239
43.302
117
33.748
146
15.183
72
75.017
160
37.328
186

144
15
46.049
315
113
227
94
3.347
4.075
970
292
530
743

25,3
0,7
14,2
2,8
4,0
4,3
14,0
6,3
34,9
6,6
4,1
3,3
4,0

7,6
0,4
4,2
0,7
1,7
1,5
0,2
14,0
9,4
2,9
1,9
0,7
2,0

378

86.346

7.342

19,5

8,5

203
611
733
87
124

44.370
147.779
335.826
28.005
29.845

2.130
5.388
17.187
2.018
1.279

10,5
8,8
23,5
23,1
10,3

4,8
3,7
5,1
7,2
4,3

151

231.366

209

1,4

0,1

69
251

14.935
54.603

80
3.170

1,2
12,6

0,5
5,8

83

231.208

290

3,5

0,1

234

64.636

2.931

12,5

4,5

954
268.126
5.025 1.968.795

408
53.296

0,4
10,6

0,2
2,7

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; Tsd. = Tausend; Mio. = Millionen.
1) Ohne Institutionen für Gemeinschaftsforschung und experimentelle Entwicklung.
2) Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008.
3) Beschäftigte und Umsatz der Unternehmen mit (internen und/oder externen) FuE-Aufwendungen.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 24 (aktualisiert)
Daten: Stifterverband Wissenschaftsstatistik
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-13
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.5.2

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

22

Bild 14 Ausgaben der wissenschaftlichen Einrichtungen außerhalb der
Hochschulen nach Wissenschaftszweigen (2012)
Agrarwissenschaften
(762 Mio. Euro)
Medizin
(1.306 Mio. Euro)

5,4 %
9,2 %

Naturwissenschaften
(6.325 Mio. Euro)

Geistes- und
Sozialwissenschaften
(2.239 Mio. Euro)
15,8 %

Gesamtausgaben
14.209 Millionen Euro

44,5 %

25,2 %
Ingenieurwissenschaften
(3.579 Mio. Euro)
Anmerkung: Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition entstehen.
Erläuterung der Abkürzungen: Mio. = Millionen.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 29 (aktualisiert); Daten: Statistisches Bundesamt;
Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-14
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.6.5

ForScHunG und InnoVAtIon

Neben den FuE-Ausgaben ist das FuE-Personal der wichtigste Indikator für die
Ressourcen im Bereich Forschung und Entwicklung. Deutlich mehr als eine hal­
be Million Menschen arbeiten in Deutschland in diesem Bereich – in der Wirt­
schaft, in Forschungseinrichtungen und an Hochschulen. Der starke Aufwuchs
des FuE-Personals seit 2007 verdeutlicht, dass der Stellenwert von FuE bedeutend
zugenommen hat. Insgesamt standen 2012 rund 85.000 Vollzeitstellen mehr in
FuE als 2007 zur Verfügung. In den hier aufgeführten Zahlen sind neben Per­
sonen, die unmittelbar Forschungstätigkeiten ausüben, auch Personengruppen
enthalten, die technische oder sonstige Unterstützungsaufgaben wahrnehmen.

23

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

24

Bild 15 FuE-Personal (in Vollzeitäquivalenten) nach Personalgruppen und
Sektoren (2009/2011/2012)
600.000

Sonstige
Technisches Personal
Forscher/-innen

550.000
500.000
450.000

Vollzeitäquivalente

400.000
350.000
300.000
250.000
200.000
150.000
100.000
50.000
0

'09

'11

'12

Insgesamt

'09

'11

'12

Wirtschaftssektor1

'09

'11

'12

Staatssektor2

'09

'11

'12

Hochschulsektor3

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.
1) 2012: Techniker und sonstiges FuE-Personal geschätzt.
2) Staatliche Einrichtungen sowie überwiegend vom Staat finanzierte private wissenschaftliche Institutionen ohne
Erwerbszweck.
3) Angaben zum Hochschulsektor auf der Basis des hauptberuflichen Personals der privaten und staatlichen
Hochschulen (IST) berechnet nach dem zwischen der Kultusministerkonferenz, dem Wissenschaftsrat, dem
Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Statistischen Bundesamt vereinbarten Verfahren.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 31 (aktualisiert); Daten: Stifterverband Wissenschaftsstatistik; Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-15
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.7.1

ForScHunG und InnoVAtIon

25

Bild 16 FuE-Personal (in Vollzeitäquivalenten) in regionaler Aufteilung
(2009/2011/2012)
140.000
2009

2011

20121

130.000
120.000
110.000
100.000

Vollzeitäquivalente

90.000
80.000
70.000
60.000
50.000
40.000
30.000
20.000
10.000
0

BW BY

BE

BB

HB HH HE MV NI NW RP
Länder

SL

SN

ST

SH

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; Länderabkürzungen siehe Glossar.
1) FuE-Personal des Wirtschaftssektors nach regionaler Aufteilung von 2011.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 33 (aktualisiert); Daten: Statistisches Bundesamt;
Stifterverband Wissenschaftsstatistik
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-16
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.7.3

TH

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

26

Bild 17 Ausgaben der Hochschulen für Lehre und Forschung nach
Hochschularten in Millionen Euro (2010-2012)

Ausgaben
für

1

Zentrale
Einrichtungen

Naturwissenschaften

Ingenieurwissenschaften
Medizin,
Gesundheitswissenschaften6
Agrarwissenschaften

Geistes- und
Sozialwissenschaften

Insgesamt

Jahr
(IST)

Hochschulen
insgesamt2

Universitäten3,
Pädagogische-,
Theologischeund Kunsthochschulen

2010

8.508,4

6.544,7

-

1.963,7

2011

8.839,2

6.897,0

-

1.942,2

2012
2010
2011
2012
2010

9.084,5
4.792,5
5.139,6
5.276,0
3.884,6

7.048,3
4.481,2
4.786,7
4.891,7
2.668,8

-

2.036,2
311,4
352,9
384,3
1.215,8

Medizinische
Einrichtungen4,5

Fach- und
Verwaltungsfachhochschulen

2011

4.164,7

2.822,7

-

1.342,0

2012

4.305,3

2.884,6

-

1.420,7

2010

5.033,9

0,8

4.998,3

34,7

2011

5.289,8

1,6

5.242,2

46,0

2012

5.262,1

1,6

5.206,2

2010
2011
2012
2010

525,8
522,0
531,0
5.702,6

418,4
396,4
405,1
4.427,8

-

107,5
125,6
125,9
1.274,8

2011

6.268,2

4.762,4

-

1.505,8

2012
2010
2011
2012

6.477,3
28.447,8
30.226,1
30.938,8

4.866,8
18.541,7
19.669,5
20.100,8

4.998,3
5.242,2
5.206,2

54,3

1.610,5
4.907,7
5.314,5
5.631,8

Erläuterung der Abkürzungen: - = Daten nicht vorhanden.
1) Ausgaben der Hochschulen, bereinigt um Einnahmen für Nicht-Lehr- und Forschungstätigkeiten (z. B. für
Krankenbehandlung in Hochschulkliniken), berechnet auf der Basis der Hochschulfinanzstatistik.
2) Ohne Zuschläge für Beamtenversorgung, Stipendienmittel für die (Post-) Graduiertenförderung und nicht erfasste
Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
3) Ohne medizinische Einrichtungen.
4) Hochschulkliniken einschließlich Fächergruppe Humanmedizin der Universitäten.
5) Brüche in Zeitreihen aufgrund von Umstrukturierungen und der Umstellung von kameralistischem auf das
kaufmännische Rechnungswesen.
6) Einschließlich zentrale Einrichtungen der Hochschulkliniken.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 26 (aktualisiert); Daten: Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-17
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.6.1

ForScHunG und InnoVAtIon

27

Bild 18 Produkt- und Prozessinnovatoren (2003-2013)
Anteil an allen Unternehmen des Sektors in %
60
50
40
30
20
10
2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Jahr1
Produktinnovatoren

Prozessinnovatoren

Bergbau und verarbeitendes Gewerbe
Unternehmensnahe Dienstleistungen (wissensintensiv)
Unternehmensnahe Dienstleistungen (sonstige)
1) Bruch in der Zeitreihe durch Änderung in der Erhebungsmethodik bzw. der Definition der Grundgesamtheit.
Werte für 2013 vorläufig.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Abb. 54 (aktualisiert);
Daten: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (Indikatorenbericht zur deutschen Innovationserhebung)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-18
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.8.1
www.datenportal.bmbf.de/1.8.2

Wichtige Typen von Innovationen sind Produkt- und Prozessinnovationen. Die
Abbildung illustriert, dass im verarbeitenden Gewerbe die höchsten Produktund Prozessinnovationsquoten zu verzeichnen sind. Die Innovatorenquoten bei
den wissensintensiven Dienstleistungen liegen auf einem ähnlichen Niveau. Die
sonstigen Dienstleistungen haben deutlich niedrigere Innovatorenquoten.

28

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

2 Bildung
Bildung schafft Perspektiven – für den persönlichen Lebensweg jeder und jedes
Einzelnen, aber auch für die Zukunft und den Wohlstand unserer Gesellschaft. Die
Herausforderungen des demografischen Wandels und eines drohenden Fachkräfte­
mangels können nur bewältigt werden, wenn alle Menschen in Deutschland die
Chance auf gute Bildung und die bestmögliche Unterstützung bei der Entfaltung
ihrer Talente erhalten – unabhängig von ihrer Herkunft und ihren materiellen
Ressourcen. Hierzu ist ein Zusammenwirken aller Verantwortlichen erforderlich. Seit
2008 engagiert sich die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern im Rahmen
der Qualifizierungsinitiative für Deutschland für mehr Bildungsgerechtigkeit,
größere Leistungsfähigkeit und verbesserte Durchlässigkeit im Bildungssystem.
Die gemeinsamen Anstrengungen tragen Früchte, wie folgende Beispiele zeigen: Das
Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren ist deutlich gestiegen. Seit 2008 steigt
die Anzahl der Schulabsolventinnen und -absolventen mit allgemeiner Hochschul­
reife, während die Anzahl derjenigen ohne Hauptschulabschluss sinkt.

BIldunG

29

Etwa jede/jeder Zweite eines Jahrgangs beginnt ein Studium. Die Weiterbildungs­
beteiligung erreichte 2014 mit 51 % Rekordniveau. Die Bildungsausgaben sind von
rund 154 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf rund 178 Milliarden Euro im Jahr 2012
gestiegen.
Das Bildungssystem ist in den vergangenen Jahren leistungsfähiger und gerechter
geworden. Doch es gibt weiterhin viel zu tun. Bildungsgerechtigkeit wird dabei ein
Schwerpunkt dieser Legislaturperiode sein. Die Bundesregierung wird die Berufsund Bildungsorientierung für Schüler/-innen und Auszubildende weiter ausbauen
und die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung verbessern.
Sie wird Menschen ohne Berufsabschluss neue Chancen ermöglichen, indem ihre
informell erworbenen Qualifikationen besser anerkannt werden. Der Ausbildungs­
pakt wird zu einer „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ ausgebaut. Darüber hinaus
sollen das BAföG strukturell weiterentwickelt und die Stipendienkultur gestärkt
werden.

Weitere Informationen
Internetportal:
∙	 Der deutsche Bildungsserver – der zentrale Wegweiser zu Bildungsinformationen
im Internet (www.bildungsserver.de) 

Publikationen: 

∙	 Bildung in Deutschland 2014 / Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse
zur Bildung von Menschen mit Behinderung (www.bildungsbericht.de)
∙	 Berufsbildungsbericht 2015 (www.bmbf.de/de/berufsbildungsbericht.php)
∙	 Datenreport des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Berufsbildungsbericht 

2015 (http://datenreport.bibb.de)

∙	 Bildungsfinanzbericht 2014 (www.destatis.de)

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

30

Bild 19 Bildungsbudget1 nach Bereichen in Milliarden Euro (2008-2012)
Bereich
A

Bildungsbudget in internationaler
Abgrenzung gemäß ISCED 97-Gliederung
- Anteil am BIP

20082

2009

2010

20113

20123

136,3

145,0

151,5

156,6

156,8

5,5 %

6,1 %

6,1 %

5,8 %

5,7 %

A30 Ausgaben für Bildungseinrichtungen in
öffentlicher und privater Trägerschaft

119,1

126,4

131,6

136,2

136,4

- Anteil am BIP
A31 ISCED 0 – Elementarbereich
A32 ISCED 1-4 – Schulen und schulnaher Bereich
darunter: Allgemeinbildende Bildungsgänge
Berufliche Bildungsgänge

4,8 %
13,4
74,1
53,5
7,6

5,3 %
15,0
78,5
57,5
8,0

5,3 %
15,1
81,7
60,2
8,6

5,0 %
15,4
84,0
62,7
8,7

5,0 %
b
b
b
b

11,1

10,9

10,6

10,3

b

A33 ISCED 5/6 – Tertiärbereich
darunter: FuE an Hochschulen
A34 Sonstige (keiner ISCED-Stufe zugeordnet)

29,1
11,1
2,5

30,3
11,8
2,5

32,6
12,7
2,2

34,6
13,5
2,2

b
b
b

A40/ Übrige Ausgaben in internationaler
A50 Abgrenzung

17,2

18,6

19,9

20,4

20,3

0,7 %

0,8 %

0,8 %

0,8 %

0,7 %

17,6

19,5

21,7

21,5

21,7

0,7 %
8,5
8,2

0,8 %
8,5
9,7

0,9 %
10,0
10,6

0,8 %
10,2
10,5

0,8 %
10,4
10,5

0,9

1,4

1,1

0,8

0,7

153,9
6,2 %

164,6
6,9 %

173,1
6,9 %

178,0
6,6 %

178,4
6,5 %

Betriebliche Ausbildung im Dualen
System

- Anteil am BIP
B

Zusätzliche bildungsrelevante Ausgaben in
nationaler Abgrenzung

- Anteil am BIP
B10 Betriebliche Weiterbildung
B20 Ausgaben für weitere Bildungsangebote
B30 Förderung von Teilnehmenden an
Weiterbildung
A+B Bildungsbudget insgesamt
- Anteil am BIP

Anmerkung: Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition enstehen.
Erläuterung der Abkürzungen: ISCED = International Standard Classification of Education (siehe auch Glossar);
BIP = Bruttoinlandsprodukt; FuE = Forschung und Entwicklung; b = keine Angaben, da Zahlenwert nicht sicher genug.
1) Durchführungsrechnung, Abgrenzung nach dem Konzept 2009, Werte 2012 vorläufige Berechnungen.
2) Daten auf Basis abweichender Abgrenzungskonzepte, daher eingeschränkte Vergleichbarkeit.
3) Berechnungsstand: 01.09.2014; die Berechnungen wurden an die revidierte Methodik der Volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnungen zur Berechnung der unterstellten Sozialbeiträge für die Altersversorgung der verbeamteten
Lehrkräfte angepasst. Werte sind mit den Vorjahren nicht vergleichbar.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Bildungsfinanzbericht 2013 und 2014, Tabelle 2.2-1 und 2.3-1; Budget für Bildung,
Forschung und Wissenschaft 2008/2009 und 2009/2010)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-19
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.9.1

BIldunG

31

Bild 20
Bildungsbudget für alle Bildungsbereiche nach finan
Sektoren in Prozent
der Gesamtausgaben
Bild 20 Bildungsbudget
für alle Bildungsbereiche
nach(2011)
finanzierenden
Sektoren in Prozent der Gesamtausgaben1 (2011)2
Bund
11,9

Länder
Gemeinden
Ausland
53,9 0,3 % 14,2

Privater Bereich3

Privater Bereic
19,8
Bund

11,9 %
19,8 %

Gemeinden

14,2 %

Gesamtausgaben
178,0 Milliarden Euro

53,9 %
Länder

Anmerkung: Aufgrund von Rundungen kann die Summe aller Prozentangaben von 100 abweichen.
1) Finanzierungsrechnung (Mittelgeber), mit Berücksichtigung des Zahlungsverkehrs zwischen den
Gebietskörperschaften (Initial Funds), Abgrenzung nach dem Konzept 2009. Das Konzept der Initial Funds knüpft an
den direkten Bildungsausgaben der Gebietskörperschaft an, dabei werden jedoch Transfers an andere öffentliche
Haushalte berücksichtigt. Der Finanzierungsbeitrag des Bundes (Initial Funds) setzt sich damit aus den direkten
Ausgaben des Bundes zuzüglich seiner Nettotransfers an die Landes- und Gemeindeebene zusammen.
2) Berechnungsstand: 01.09.2014; die Berechnungen wurden an die revidierte Methodik der Volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnungen zur Berechnung der unterstellten Sozialbeiträge für die Altersversorgung der verbeamteten
Lehrkräfte angepasst.
3) Privathaushalte, Unternehmen, private Organisationen ohne Erwerbszweck.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2014, Tabelle/Abbildung 2.4-1; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-20
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.9.2

Der Bund steigerte seinen Anteil am Bildungsbudget um 0,5 % von 19,9 Milliarden Euro 2009 auf 22,1 Milliarden Euro 2011.

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

32

Bild 21 Entwicklung der öffentlichen Bildungsausgaben (1995-2014)

106,2
7,8

110,0
9,1

112,1

116,3

117,0

8,1

8,0

7,9

120,6
8,2

in Milliarden Euro1

86,7
75,9
3,3

79,3

4,3

3,0
77,7

80,6

83,7

84,6

86,9

75,0

23,4

23,2

23,6

24,5

24,5

25,5

2010

2011

2012
vorl. IST

2013
vorl. IST

2013
SOLL

2014
SOLL

64,4

56,4

59,6

16,2

16,7

18,0

1995

2000

2005

Gemeinden und Zweckverbände

Länder

Bund

1) Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition entstehen.
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2014, Tabelle/Abbildung 3.0-1; Daten: Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-21
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.13

Seit 1995 kam es zu einem stetigen Aufwuchs der öffentlichen Bildungsausgaben
(von 75,9 Milliarden Euro in 1995 auf 120,6 Milliarden Euro in 2014). Allein seit
2005 stiegen die öffentlichen Bildungsausgaben um 33,9 Milliarden Euro, davon
die Bundesausgaben um 3,9 Milliarden Euro. Nach Berechnungen des Bundesbildungsministeriums betragen 2014 die Grundmittel des Bundes etwas über
8 Milliarden Euro.

BIldunG

33

Bild 22 Ausgaben für öffentliche Schulen je Schüler/-in nach Schularten (2011)1
Schulen mit mehreren
Bildungsgängen2

8.000

Hauptschule

7.300

Integrierte
Gesamtschule

7.100

Gymnasium

7.100

Realschule

5.600

Grundschule

Durchschnitt
aller Schularten:
6.200 Euro

5.500

3

Berufliche Schule
(ohne Duales System)

7.000

Berufliche Schule
(Duales System)4

2.700
0

2.000

4.000

6.000

8.000

in Euro
1) Berechnungsstand: 01.09.2014; die Berechnungen wurden an die revidierte Methodik der Volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnungen zur Berechnung der unterstellten Sozialbeiträge für die Altersversorgung der verbeamteten
Lehrkräfte angepasst.
2) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.
3) Berlin und Brandenburg ohne 5. und 6. Jahrgangsstufe.
4) Teilzeitunterricht.
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2014, Tabelle 4.2.4-1, 4.2.4-2 bzw. Abbildung 4.2.4-1; Daten: Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-22
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.14

Die hier ausgewiesenen Ausgaben sind ein Maß dafür, in welcher Höhe jährlich
Mittel im Durchschnitt für die Ausbildung einer Schülerin bzw. eines Schülers
aufgewendet werden. Zwischen den einzelnen Schularten bestehen große Unterschiede. Der geringe Betrag bei den beruflichen Schulen im Dualen System ist
im Wesentlichen auf den Teilzeitunterricht zurückzuführen. Die betrieblichen
Ausgaben für die Ausbildung im Dualen System sind in dieser Aufstellung nicht
erfasst.

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

34

Bild 23 Tageseinrichtungen, Personal, Anzahl der Kinder und Anzahl der
genehmigten Plätze (zum 01.03.2014)
Tageseinrichtungen
Anzahl: 53.415

Personal1 in Tageseinrichtungen
Anzahl: 502.611

33,1 %

34,0 %
66,0 %

66,9 %

Kinder in Tageseinrichtungen
Anzahl: 3.285.126

Genehmigte Plätze in Tageseinrichtungen Anzahl: 3.593.836

36,2 %
63,8 %

36,7 %
63,3 %

freie Träger

öffentliche Träger

1) Pädagogisches Personal (ohne freigestellte Einrichtungsleitung, Verwaltung, Hauswirtschaft, Technik).
Quelle: Statistisches Bundesamt, Kinder- und Jugendhilfestatistik; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-23
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.2.1

Anders als beispielsweise bei den allgemeinbildenden Schulen und den
Hochschulen überwiegen bei den Kindertageseinrichtungen die Angebote
nicht-staatlicher Einrichtungen in freier Trägerschaft (z. B. Kirchen, Wohlfahrts­
verbände, Elternvereine).

BIldunG

35

Bild 24 Einschulungen, Schüler/-innen, Absolventinnen/Absolventen und
Abgänger/-innen an allgemeinbildenden Schulen (2009-2013)
An allgemeinbildenden
Schulen
i
w
i
Schüler/-innen
w
i
an Grundschulen einschließlich Orientierungsstufen
w
i
an Hauptschulen
w
i
an Schularten mit mehreren
Bildungsgängen1
w
i
an Realschulen
w
an integrierten Gesamtschulen i
und freien Waldorfschulen
w
i
an Gymnasien
w
Absolventinnen/ Absolventen i
und Abgänger/-innen
w
i
ohne Hauptschulabschluss
w
i
mit Hauptschulabschluss
w
i
mit mittlerem Schulabschluss2
w
i
mit Fachhochschulreife2
w
i
mit allgemeiner
Hochschulreife
w
Einschulungen

2009

2010

2011

2012

2013

726.384
48,5 %
8.905.800
49,1 %
3.026.018
49,1 %
767.258
43,9 %
329.827
46,8 %
1.221.053
49,4 %
610.947
50,1 %
2.475.371
52,9 %
893.561
49,6 %
58.354
39,2 %
191.957
42,7 %
361.380
50,2 %
13.312
52,1 %
268.558
55,7 %

707.458
48,5 %
8.796.894
49,1 %
2.948.936
49,0 %
703.525
43,9 %
370.852
46,8 %
1.166.509
49,3 %
665.613
49,9 %
2.475.174
52,7 %
865.316
49,4 %
53.058
39,0 %
179.753
42,2 %
350.856
49,7 %
13.455
52,4 %
268.194
55,6 %

711.040
48,5 %
8.678.196
49,0 %
2.891.273
49,1 %
656.754
43,8 %
399.899
46,6 %
1.130.004
49,3 %
714.250
49,7 %
2.433.128
52,6 %
882.913
49,6 %
49.560
39,7 %
168.660
42,1 %
339.758
49,4 %
13.769
52,6 %
311.166
55,3 %

687.795
48,6 %
8.556.879
49,0 %
2.843.715
49,1 %
607.878
43,6 %
433.637
46,5 %
1.080.598
49,2 %
763.556
49,4 %
2.387.590
52,5 %
868.790
49,4 %
47.648
39,7 %
157.498
41,8 %
344.527
49,5 %
13.945
52,3 %
305.172
54,7 %

689.736
48,5 %
8.420.111
48,9 %
2.806.056
49,1 %
553.653
43,5 %
453.930
46,3 %
1.015.160
49,2 %
835.227
49,1 %
2.329.990
52,5 %
895.334
49,5 %
46.295
39,9 %
151.314
41,7 %
377.364
49,4 %
1.068
47,6 %
319.293
54,6 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich.
�
1) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.
�
2) Bruch in der Zeitreihe zwischen 2012 und 2013. Ab 2013 erfolgt der Nachweis des schulischen Teils der
�
Fachhochschulreife unter mittlerem Schulabschluss.
�
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 1; Berechnungen des BMBF
�
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-24
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.30

36

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

Die Schülerzahlen in Deutschland sind im aufgezeigten Zeitraum demografisch
bedingt insgesamt rückläufig. Der kontinuierliche Rückgang der Einschulun­
gen wirkt sich zeitlich versetzt auf die Anzahl der Schülerinnen und Schüler an
Grundschulen und den weiterführenden Schulen aus (Bild 24).
Die Schüler-Lehrer-Relation (Bild 25) hat sich in dem aufgeführten Zeitraum mit
wenigen Ausnahmen wie zum Beispiel in Schularten mit mehreren Bildungs­
gängen verbessert.

BIldunG

37

Bild 25 Schüler-Lehrer-Relation1 an allgemeinbildenden Schulen (2009-2013)
Schulart

2009

2010

2011

2012

2013

Grundschule

17,8

17,4

17,0

16,6

16,4

Schulartunabhängige
Orientierungsstufe2

14,1

13,9

13,2

13,2

13,2

Hauptschule

12,4

12,1

11,8

11,6

11,4

Schularten mit mehreren
Bildungsgängen3

11,7

11,8

12,2

12,3

12,3

Realschule

18,0

17,6

17,3

16,8

16,5

Gymnasium
Sekundarbereich I

16,7

16,2

15,7

15,3

15,0

Sekundarbereich II

13,4

13,2

12,9

12,6

12,3

Integrierte Gesamtschule
Primarbereich

16,4

15,2

16,2

15,8

16,2

Sekundarbereich I

14,2

13,9

13,6

13,3

13,1

Sekundarbereich II

13,4

12,8

12,9

12,7

12,5

Freie Waldorfschule
Primarbereich

19,0

18,2

18,2

17,6

17,3

Sekundarbereich I

13,4

13,3

12,9

12,7

12,4

Sekundarbereich II

12,7

13,1

12,7

12,7

13,2

5,8

5,7

5,6

5,5

5,4

16,3

16,9

14,5

19,3

20,1
19,9

Förderschule
Abendhauptschule
Abendrealschule

22,6

22,0

21,0

20,2

Abendgymnasium

16,4

16,3

16,1

15,3

14,9

Kolleg

12,6

12,2

12,1

11,4

11,7

Insgesamt

14,7

14,3

14,1

13,8

13,6

Erläuterung der Abkürzungen: KMK = Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der 

Bundesrepublik Deutschland / Kultusministerkonferenz.
�
1) Die Schüler-Lehrer-Relation bezieht sich auf die Gesamtzahl der Schüler/-innen und die Gesamtzahl der Lehrer/
�
-innen. Dieses Verhältnis ist nicht gleichzusetzen mit der jeweiligen durchschnittlichen Klassenstärke, denn häufig
�
betreuen mehrere Lehrer/-innen eine Klasse.
�
2) Schulartunabhängige Orientierungsstufen sind schulartübergreifende Einrichtungen der Klassenstufen 5 und 6. 

Soweit die Orientierungsstufen aus organisatorischen Gründen bei einzelnen Schularten integriert sind, werden
�
sie – ohne die Möglichkeit einer Trennung – bei diesen nachgewiesen.
�
3) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.
�
Quelle: KMK, Dokumentation Nr. 206, Zusammenfassende Übersichten 6.1
�
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-25
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.25

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

38

Bild 26 Allgemeinbildende Schulen nach Schularten (2009-2013)
Schulart
Vorklasse

2009

2010

2011

2012

2013

273

280

277

282

283

1.295

1.247

1.123

1.081

1.046

16.431

16.290

16.103

15.971

15.749

Schulartunabhängige
Orientierungsstufe1

1.063

1.083

1.073

1.046

1.055

Hauptschule

4.181

3.883

3.606

3.416

3.193

Schularten mit mehreren
Bildungsgängen2

1.442

1.489

1.648

1.828

1.782

Schulkindergarten
Grundschule

Realschule

2.673

2.593

2.530

2.525

2.399

Gymnasium

3.096

3.101

3.124

3.122

3.124

Integrierte Gesamtschule

793

1.019

1.118

1.175

1.452

Freie Waldorfschule

206

207

211

215

214

3.337

3.320

3.282

3.258

3.191

318

325

325

320

322

35.072

34.837

34.420

34.239

33.810

Förderschule
Abendschule und Kolleg
Insgesamt

1) Schulartunabhängige Orientierungsstufen sind schulartübergreifende Einrichtungen der Klassenstufen 5 und 6. 

Soweit die Orientierungsstufen aus organisatorischen Gründen bei einzelnen Schularten integriert sind, werden 

sie – ohne die Möglichkeit einer Trennung – bei diesen nachgewiesen.

2) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-26
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.1

Der demografisch bedingte Rückgang bei den Schülerzahlen führt zu einer
Verringerung der Anzahl der allgemeinbildenden Schulen um 1.262 Schulen im
Zeitraum von 2009 bis 2013. Besonders starke Rückgänge der Anzahl der Schulen
sind bei den Schulformen Grund- und Hauptschulen zu verzeichnen. Dem
gegenüber stehen ausgeprägte Zuwächse bei der Integrierten Gesamtschule.

BIldunG

39

Bild 27 Schüler/-innen im 8. Schuljahr nach Schularten (1952-2013)

15 16 17 19
23 26 27
28 30
7
9 11
15
3 4
5
21
7
in %1

24

78 74
72

28

29

29

31 31 33

10 10 10

38 38 38 38 Gymnasium

10 13 14 14 Integrierte Gesamtschule,
Freie Waldorfschule2

27 26 27
26 25
24 24 Realschule

66
56

47

7 10 7
41 38
34

'52 '55 '60 '65 '70 '75 '80 '85 '90
Jahr

8
25 23 24

9

9

9

Schularten mit mehreren
Bildungsgängen3

17 16 15 14 Volks-/Hauptschule

'95 '00 '05 '10 '11 '12 '13

Anmerkung: Aufgrund von Rundungen kann die Summe aller Prozentangaben eines Jahres von 100 abweichen.
1) Ohne Förderschule. Ab 1995 einschließlich ostdeutsche Länder.
2) Ab 1975 separat in der amtlichen Statistik aufgeführt.
3) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen, die nach der Wiedervereinigung zunächst in den
neuen Ländern entstanden.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 1; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-27
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.34

Während der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die Hauptschulen besuchen,
in den letzten sechzig Jahren stetig von 78 % auf 14 % in 2013 abnahm, hat sich
die Bildungsbeteiligung an den Gymnasien deutlich erhöht. Seit den 1990er Jahren besucht mehr als ein Drittel der Schülerinnen und Schüler diesen Schultyp.

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

40

Bild 28 Anteil der ausländischen Schüler/-innen an allgemeinbildenden
Schulen nach ausgewählten Schularten (2013)
Grundschule
Anzahl Schüler/-innen: 2.708.400
6,6 %

Hauptschule
Anzahl Schüler/-innen: 553.653
18,5 %

93,4 %

81,5 %

Schularten mit mehreren Bildungsgängen1
Anzahl Schüler/-innen: 453.930

Realschule
Anzahl Schüler/-innen: 1.015.160

4,4 %

7,4 %

95,6 %

92,6 %

Integrierte Gesamtschule
Anzahl Schüler/-innen: 753.231

Gymnasium
Anzahl Schüler/-innen: 2.329.990
4,1 %

10,4 %

89,6 %

95,9 %

Ausländer/-innen2

Deutsche

1) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.
2) Schüler/-innen mit ausländischem Pass oder ungeklärter Staatsangehörigkeit.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 1; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-28
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.32

BIldunG

41

Bild 29 Verteilung von Schüler/-innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf
auf Förderschulen und allgemeine Schulen (2000/2005-2013)

75,0

85,5

80,2

77,7

68,6

82,5

81,6

71,8

84,3

14,5

25,0

14,0

19,8

22,3

31,4

17,5

18,4

28,2

15,7

2000

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

in %

86,0

Förderschule

Allgemeine Schule1

Erläuterung der Abkürzungen: KMK = Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der
Bundesrepublik Deutschland / Kultusministerkonferenz.
1) Allgemeine Schulen sind alle allgemeinbildenden Schulen ohne Förderschulen.
Quelle: KMK (Dokumentation Nr. 177, 196 und 202, Tabelle A1.1.4.2; Datensammlung Sonderpädagogische
Förderung 2013/2014)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-29
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.13

Der Anteil der Integrationsschülerinnen und Integrationsschüler, das sind
Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die keine
Förderschule, sondern eine allgemeine Schule besuchen, steigt seit dem Jahr 2000
kontinuierlich an. Seit dem Berichtsjahr 2010 sind besonders starke Zuwachsraten zu verzeichnen.

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

42

Bild 30 Anteil1 der Studienberechtigten an der altersspezifischen Bevölkerung
(Studienberechtigtenquote) nach Art der Hochschulreife (1980-2013)
Fachhochschulreife2
Allgemeine Hochschulreife3

46

49

43
36
in %

31
28
22

6

9

37
10

14

'80

16

54

52

16

12

14

9
33

36

37

40

32

'09

'10

'11

'12

'132

5

17

15

52

22

23

'85

'90

28

28

29

'95

'00

'05
Jahr4

1) Bis 2005 Anteil der Studienberechtigten am Durchschnitt der Bevölkerung von 18 bis unter 21 Jahren. Von 2006
bis 2008 Anteil der Studienberechtigten an der Bevölkerung des entsprechenden Alters. Es werden Quoten für
einzelne Altersjahrgänge berechnet und anschließend aufsummiert (Quotensummenverfahren). Ab 2009 Anteil der
Studienberechtigten an der Bevölkerung der entsprechenden Geburtsjahre (Quotensummenverfahren). Bevölkerung
auf Basis früherer Zählungen, Zensus 2011 nicht berücksichtigt. Ab 2009 um die doppelten Abiturjahrgänge
bereinigte Werte. Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition entstehen.
2) Ab 2013 ohne schulischen Teil der Fachhochschulreife.
3) Einschließlich fachgebundener Hochschulreife.
4) Ab 1995 einschließlich ostdeutsche Länder.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihen 4.3, 4.3.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-30
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.85

BIldunG

43

Bild 31 Schüler/-innen an beruflichen Schulen nach Schularten (2009-2013)
2009

2010

2011

2012

2013

i

1.681.641

1.613.579

1.558.964

1.519.244

1.482.022

w

40,0 %

39,8 %

39,4 %

39,1 %

38,7 %

Schulart
Teilzeit-Berufsschule1

Berufsvorbereitungsjahr
Berufsgrundbildungsjahr in
vollzeitschulischer Form
Berufsaufbauschule

Berufsfachschule
Berufsoberschule/
Technische Oberschule
Fachgymnasium

Fachoberschule

Fachschule
Fachakademie/
Berufsakademie
Insgesamt

i

54.716

51.811

48.941

48.810

49.230

w

39,8 %

40,0 %

40,0 %

39,1 %

38,9 %

i

34.328

32.478

29.622

28.217

28.748

w

36,7 %

37,2 %

36,1 %

36,8 %

37,0 %

i

596

533

481

427

360

w

25,2 %

26,8 %

27,0 %

26,7 %

29,4 %

i

499.524

478.426

455.212

436.948

431.200

w

58,0 %

57,6 %

57,4 %

57,5 %

57,5 %

i

23.662

24.666

24.768

23.196

22.033

w

41,4 %

42,0 %

41,0 %

40,5 %

41,7 %

i

158.876

163.294

168.359

172.879

180.712

w

50,9 %

51,2 %

51,5 %

51,9 %

52,3 %

i

140.228

139.808

137.447

134.151

136.658

w

52,2 %

52,1 %

51,9 %

52,2 %

52,3 %

i

167.554

175.569

180.612

185.202

190.965

w

49,8 %

49,9 %

50,9 %

51,1 %

51,7 %

i

7.646

7.810

8.077

8.324

8.658

w

83,8 %

83,4 %

83,9 %

84,1 %

83,7 %

i

2.768.771

2.687.974

2.612.483

2.557.398

2.530.586

w

45,2 %

45,1 %

44,9 %

44,8 %

44,8 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich.
1) Jugendliche in dualer Ausbildung, die eine Berufsschule besuchen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 2
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-31
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.4
www.datenportal.bmbf.de/2.4.6

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

44

Bild 32	� Übergang von der Schule in den nachschulischen Werdegang –
Entwicklung von Anfängerinnen/Anfängern in ausgewählten
iABE-Sektoren und Studienanfängerinnen/-anfängern (2005-2014)
160

Basis der Entwicklung
2005=100

150
Studienanfänger/
-innen1

140
130

in %

120
110
100
Berufsausbildung
90
15- bis 19-Jährige2

80
70

Übergangsbereich3

60
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Jahr

Erläuterung der Abkürzungen: iABE = integrierte Ausbildungsberichterstattung (siehe auch Glossar).
�
1) Sommer- und folgendes Wintersemester (z. B. 2005 = SS 2005 und WS 2005/2006).
�
2) Ab 2011 Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011. Für 2014 Ergebnis der 12. koordinierten 

Bevölkerungsvorausberechnung (Basis 31.12.2008).
�
3) Integration in Ausbildung.
�
Quelle: Berufsbildungsbericht 2015, Übersicht 10; Fachserie 11 Reihe 4.1; GENESIS-Online Datenbank,
�
Fortschreibung des Bevölkerungsstandes; Daten: Bundesinstitut für Berufsbildung; Statistisches Bundesamt;
�
Berechnungen des BMBF
�
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-32
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.43

BIldunG

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Bildungswege junger Menschen im Zeit­
vergleich. Bezogen auf das Basisjahr 2005 wird ersichtlich, dass die Einmündung
Jugendlicher in den Übergangsbereich bis 2012 um rund 35 % abgenommen hat
und seitdem konstant ist, während der Bereich der Berufsausbildung 2014 nur
leicht unter dem Stand von 2005 liegt. Die Zahl der Studienanfängerinnen und
Studienanfänger nahm bis 2011 stetig zu. Der teilweise starke Anstieg in den
Jahren 2010 und 2011 ist auf die Einführung des 12-jährigen Abiturs und den
Wegfall der Wehrpflicht im Jahr 2011 zurückzuführen, die in den Ländern in
unterschiedlichen Jahren vollzogen worden ist.

45

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

46

Bild 33 Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge (2001-2013)

Männer und Frauen
Anteile in %

Ausbildungsverträge1
in Tausend

56,9

43,1

2001

57,1

42,9

2002

568,1

58,1

41,9

2003

564,5

58,5

41,5

2004

572,0

58,5

41,5

2005

559,1

58,9

41,1

2006

58,7

41,3

2007

624,2

58,1

41,9

2008

607,6

57,4

42,6

2009

561,2

58,2

41,8

2010

559,0

59,4

40,6

2011

565,8

59,4

40,6

2012

549,0

59,7

40,3

2013

Männer

609,6

581,2

525,9

Frauen

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 3; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-33
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.34

BIldunG

47

Bild 34 Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge nach schulischer Vorbildung
(2013)
Ausland1 0,6 %
Hochschul-/
Fachhochschulreife

ohne Hauptschulabschluss
3,3 %

21,1 %
33,4 %

Hauptschulabschluss

Männer

Anzahl: 313.803

41,6 %
Realschul- oder
vergleichbarer Abschluss

Ausland1 0,8 %

ohne Hauptschulabschluss
2,3 %

Hochschul-/
Fachhochschulreife

23,2 %

30,9 %

Hauptschulabschluss

Frauen

Anzahl: 212.094

42,7 %
Realschul- oder vergleichbarer Abschluss
1) Im Ausland erworbener Schulabschluss, der nicht zuordenbar ist.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 3; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-34
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.34

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

48

Bild 35 Männliche Auszubildende in den 20 am stärksten besetzten
Ausbildungsberufen nach Neuabschlüssen (2014)
19.272

Kraftfahrzeugmechatroniker
Industriemechaniker

12.480

Kaufmann im Einzelhandel

12.249
11.838

Elektroniker
Anlagenmechaniker für Sanitär-,
Heizungs- und Klimatechnik

11.154
10.413

Verkäufer

9.942

Fachinformatiker
Fachkraft für Lagerlogistik

8.985

Kaufmann im Groß- und
Außenhandel

8.745

1

7.455

Koch

7.425

Industriekaufmann

7.275

Mechatroniker

7.059

Kaufmann für Büromanagement

Tischler

6.792

Metallbauer

5.979

Maler und Lackierer

5.901

Bankkaufmann

5.874

Zerspanungsmechaniker

5.868

Elektroniker für Betriebstechnik

5.781

Fachlagerist

5.040

Anmerkung: 56,1 % der männlichen Auszubildenden mit Neuabschlüssen befinden sich in diesen 20 Berufen.
1) Kaufmann für Büromanagement inklusive Vorgänger: Bürokaufmann, Fachangestellter für Bürokommunikation,
Kaufmann für Bürokommunikation.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Erhebung zum 30. September 2014
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-35
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.38

BIldunG

49

Bild 36 Weibliche Auszubildende in den 20 am stärksten besetzten
Ausbildungsberufen nach Neuabschlüssen (2014)
21.681

Kauffrau für Büromanagement1
14.796

Verkäuferin

14.265

Kauffrau im Einzelhandel

13.875

Medizinische Fachangestellte
Zahnmedizinische
Fachangestellte

11.838
11.046

Industriekauffrau
Friseurin

9.699

Fachverkäuferin im
Lebensmittelhandwerk

6.909

Hotelfachfrau

6.813

Bankkauffrau

6.621

Kauffrau im Groß- und
Außenhandel

6.147
4.905

Steuerfachangestellte
Verwaltungsfachangestellte
Rechtsanwaltsfachangestellte

4.119
3.612

Kauffrau für Versicherungen
und Finanzen

2.526

Köchin

2.370

Kauffrau für Spedition und
Logistikdienstleistung

2.166

Restaurantfachfrau

2.088

Tiermedizinische Fachangestellte

1.980

Sozialversicherungsfachangestellte

1.932

Anmerkung: 71,3 % der weiblichen Auszubildenden mit Neuabschlüssen befinden sich in diesen 20 Berufen.
1) Kauffrau für Büromanagement inklusive Vorgänger: Bürokauffrau, Fachangestellte für Bürokommunikation,
Kauffrau für Bürokommunikation.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Erhebung zum 30. September 2014
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-36
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.39

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

50

Bild 37 Bestandene Abschlussprüfungen nach Geschlecht und
Ausbildungsbereichen (2011-2013)

Männer

Anzahl
Insgesamt1

Frauen

Industrie und
Handel2

2011
2012
2013

172.437
162.627
157.953

297.933
277.371
269.397

125.496
114.744
111.444

Handwerk

2011
2012
2013

87.822
81.378
77.178

117.093
108.216
102.375

29.271
26.838
25.197

Landwirtschaft

2011
2012
2013

9.072
8.583
8.340

11.844
11.184
10.746

2.772
2.604
2.406

Öffentlicher
Dienst3

2011
2012
2013

3.966
4.002
4.137

11.625
12.249
12.123

7.662
8.247
7.983

Freie Berufe3

2011
2012
2013

1.737
1.851
1.866

35.154
33.618
33.174

33.417
31.767
31.311

Hauswirtschaft

2011
2012
2013

219
189
198

2.931
2.805
2.460

2.712
2.616
2.262

Insgesamt

2011
2012
2013

275.253
258.630
249.672

476.580
445.443
430.275

201.330
186.813
180.603

darunter von
Ausländerinnen/
Ausländern

2011
2012
2013

11.910
11.637
11.739

22.395
21.750
21.717

10.485
10.116
9.978

0

25

50

75

100

Anteil nach Geschlecht in %
Männer

Frauen

1) Abweichungen in den Summen möglich aufgrund des Rundungsverfahrens zur Sicherstellung der Geheimhaltung
in der Berufsbildungsstatistik. Für weitere Informationen siehe Quelle.
2) Einschließlich Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe.
3) Ohne Ausbildungsverträge, die nach dem Berufsbildungsgesetz bei anderen zuständigen Stellen (Kammern)
außerhalb dieses Ausbildungsbereichs registriert werden.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-37
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.31
www.datenportal.bmbf.de/2.4.32
www.datenportal.bmbf.de/2.4.37

BIldunG

51

Bild 38 Hochschulen1 nach Hochschularten und Ländern (WS 2013/2014)

5 8 13
3 5 8

SH
19
8 11

HB
13 16

17 25

29

NI

5 5 10

71
30

MV

HH

3 5 8

41

BE
4 8 12
BB

ST

NW
16 17
19
8 11

33

42

12 13

5 6 11

25

SN

TH

HE

RP

241

3 3 6

423

182

48

SL

69
27

42

23 25
BY

Insgesamt

BW

Hochschulen insgesamt
Universitäten (inklusive Pädagogische, Theologische und Kunsthochschulen)
Fachhochschulen (inklusive Verwaltungsfachhochschulen)
Erläuterung der Abkürzungen: Länderabkürzungen siehe Glossar; WS = Wintersemester.
1) Inklusive private Hochschulen. Hochschulen mit mehreren Standorten werden nur einmal gezählt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 4.1; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-38
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.1

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

52

Bild 39 Studienanfänger/-innen und Studienanfängerquoten nach Geschlecht
(2000-2014)

Studienanfängerquote1

Anzahl der Studienanfänger/-innen
Insgesamt

33,3 %

37,1 %

314.539

355.961

2000

2005

51,4 %

53,1 %

444.608

495.088

508.621

500.666

2010

2012

2013

20142

50,7 %

52,1 %

45,7 %

Männer

45,0 %

33,2 %

37,2 %

159.715

182.132

224.519

250.175

255.262

250.001

2000

2005

2010

2012

2013

20142

52,2 %

54,3 %

Frauen

46,5 %

33,5 %

37,0 %

154.824

173.829

220.089

244.913

253.359

250.665

2000

2005

2010

2012

2013

20142

1) Anteil der Studienanfänger/-innen im 1. Hochschulsemester an der Bevölkerung des entsprechenden
Geburtsjahres (Quotensummenverfahren). Bevölkerung auf Basis früherer Zählungen, Zensus 2011 nicht
berücksichtigt. Die Werte ab 2010 sind um die doppelten Abiturjahrgänge bereinigt.
2) Vorläufige Ergebnisse der Hochschulstatistik (Vorbericht).
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 4.3.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-39
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.73

BIldunG

53

Bild 40 Studienanfängerquote1 nach Land des Erwerbs der
Hochschulzugangsberechtigung (2013)

Sachsen-Anhalt
Mecklenburg-Vorpommern
Sachsen
Schleswig-Holstein

33,7 %
36,0 %
37,8 %
38,6 %

Brandenburg

39,6 %

Thüringen

39,9 %

Bayern
Niedersachsen

40,8 %
41,6 %

Rheinland-Pfalz

43,3 %

Nordrhein-Westfalen

43,8 %

Baden-Württemberg

44,2 %

Saarland
Bremen
Hamburg
Berlin
Hessen

45,9 %
46,6 %
48,8 %
51,3 %
56,4 %

1) Anteil der Studienanfänger/-innen im 1. Hochschulsemester (gemäß nationaler Definition) an der
altersspezifischen Bevölkerung. Bevölkerung auf Basis früherer Zählungen, Zensus 2011 nicht berücksichtigt. Um die
doppelten Abiturjahrgänge bereinigte Werte. Für Berlin und Hessen keine Bereinigung möglich.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 4.3.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-40
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.73

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

54

Bild 41 Bandbreite der Studierquote nach Geschlecht ein halbes Jahr nach
Schulabgang (2002-2012)
Studienaufnahme wahrscheinlich/alternativ geplant (Maximalquote)
Studienaufnahme sicher geplant (Brutto-Studierquote)1
Studienaufnahme bereits erfolgt

in %

Insgesamt

77

74

78

78

80

73

71

68

72

72

73

35

38

41

44

43

2002

2004

2006

2008

2010

2012

79

52

Jahrgang
81

Männer

78

84

82

83

75

72

78

77

78

31

37

41

41

2004

2006

2008

2010

2012

in %

75

80

21
2002

59

Jahrgang
77
in %

71

Frauen

74

71

73

75

76

67

64

66

68

69

46

46

45

2008

2010

2012

47

44

44

2002

2004

2006
Jahrgang

Anmerkung: Für Begriffserläuterungen der Studierquoten siehe Glossar.
1) Studienaufnahme ohne Verwaltungsfachhochschulen, Hochschulen der Bundeswehr und Berufsakademien; seit
2008 einschließlich Berufsakademien bzw. Duale Hochschule Baden-Württemberg.
Quelle: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, Forum Hochschule 6/2014, Studienberechtigte 2012 ein halbes Jahr vor und ein halbes Jahr nach Schulabgang, Tab. A5.8
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-41
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.74

BIldunG

55

Bild 42 Übergang zur Hochschule – Entwicklung grundlegender Kennzahlen
(2005-2013)
160

140

Studienanfänger/-innen
Entwicklung 2005=100

120

Studienberechtigte
Entwicklung 2005=100

in %

100
18- bis 19-Jährige1
Entwicklung 2005=100

80

60

Studienanfängerquote2
Studienberechtigtenquote2

40

20

0
2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Jahr
1) Ab 2011: Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011.
2) Ab 2007 um die doppelten Abiturjahrgänge bereinigte Werte. Bevölkerung auf Basis früherer Zählungen. Zensus
2011 nicht berücksichtigt.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 11 Reihe 4.3.1; GENESIS-Online Datenbank, Fortschreibung des
Bevölkerungsstandes); Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-42
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.75

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

56

Bild 43 Deutsche Studienanfänger/-innen mit abgeschlossener betrieblicher
Berufsausbildung an Hochschulen und Fachhochschulen nach Geschlecht
(Wintersemester 2005/2006-2011/2012)
Abgeschlossene betriebliche Berufsausbildung
nach Erwerb der
vor/bei Erwerb der
Hochschulreife
Hochschulreife
26

24
21

19

in %

16
11

8

21
17
16

11
9

9

7

10

8

19
15

15
13

11

12
5

8

8

10

8

8

11

6

4
7

10

14
6
8

2005/ 2007/ 2009/ 2011/
2006 2008 2010 2012

2005/ 2007/ 2009/ 2011/
2006 2008 2010 2012

2005/ 2007/ 2009/ 2011/
2006 2008 2010 2012

Insgesamt

Männer

Frauen

Anmerkung: Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition entstehen.
Quelle: Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2009, Übersicht A5.4.2-3; Datenreport zum Berufsbildungsbericht
2011 und 2013, Tab. A4.6.3-4; Daten: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung,
Studienberechtigtenbefragungen; Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-43
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.76

Der Anteil der Studienanfänger und Studienanfängerinnen, die vor ihrem
Studium eine betriebliche Berufsausbildung abgeschlossen haben, ist 2009/2010
sowohl bei Frauen als auch bei Männern leicht gestiegen. 2011/2012 ist der Anteil
wieder gesunken.

1950/'51
129

0
'47/'48 '50/'51

250

500

750

1.000

1.250

1.500

1.750

2.000

2.250

2.500

2.750

'55/'56

'60/'61

1960/'61
247

'65/'66

'70/'71

1970/'71
422

'75/'76

'80/'81

1980/'81
1.036

'85/'86

Wintersemester

'90/'91

1

1990/'91
1.713

'95/'96

'00/'01

2000/'01
1.799

'05/'06

männlich

weiblich

'10/'11

2010/'11
2.218

2014/'152
2.695

Die demografische Entwicklung sowie die Bildungsexpansion in den 1960er Jahren führten zu einem starken
Anstieg der Studierendenzahl. Hiervon profitierten insbesondere die Frauen. Der Frauenanteil lag im Winterse­
mester 1950/1951 bei 19,7 % und wuchs bis zum Wintersemester 2014/2015 auf 47,8 % an (vorläufiges Ergebnis).

Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-44
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.23 www.datenportal.bmbf.de/2.5.24

1) Ab 1990 einschließlich ostdeutsche Länder und Berlin-Ost.
2) Vorläufige Ergebnisse der Hochschulstatistik (Vorbericht).
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 4.1 und Sonderauswertung

in Tausend

Bild 44 Studierende nach Geschlecht (Wintersemester 1947/1948-2014/2015)

BIldunG
57

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

58

Bild 45 Bildungstrichter: Schematische Darstellung sozialer Selektion –
Bildungsbeteiligung von Kindern nach Bildungsstatus im Elternhaus
(2009)
Kinder von
Akademikerinnen/Akademikern

Kinder von NichtAkademikerinnen/Akademikern

100 Kinder

100 Kinder

Berufl.
Schule1
21 Kinder
52 %

11
Kinder

Gymnasiale Oberstufe2
79 Kinder
Übergangsquote

66
Kinder

Sek. II

Berufliche Schule1
57 Kinder

Gymnasiale
Oberstufe2
43 Kinder

12 % Übergangsquote 37 %

84 %

Hochschulzugang

77 Kinder

7 16
Kinder
23 Kinder

Erläuterung der Abkürzungen: Sek. II = Sekundarstufe II.
1) Fachoberschule, Berufsoberschule/Technische Oberschule, Berufsschule, Berufsfachschule, Fachakademie
(Bayern), Berufsakademie, Schule des Gesundheitswesens, Berufsvorbereitungsjahr, Berufsgrundbildungsjahr.
2) Allgemeinbildendes Gymnasium, Gesamtschule, Fachgymnasium.
Quelle: 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, Bild 3.27;
Daten: Statistisches Bundesamt, Sonderauswertung des Mikrozensus 1999 und 2009; Deutsches Zentrum für
Hochschul- und Wissenschaftsforschung, Studienanfängerbefragung 2009
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-45
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.31

BIldunG

Bild 45 vergleicht die Chance auf Bildungsbeteiligung von Kindern. Diese werden
nach dem Bildungsstatus ihrer Eltern unterschieden. Anders als bei der bishe­
rigen Darstellung des Bildungstrichters wird die Bildungsherkunft der Kinder
anhand der Bildung beider Elternteile und nicht nur der des Vaters bestimmt.
Zudem wird die Bildungsbeteiligung an der Sekundarstufe II nunmehr nach
gymnasialer Oberstufe und beruflicher Schule differenziert. Kinder aus einem
akademischen Elternhaus haben sowohl größere Chancen die gymnasiale Ober­
stufe einer weiterführenden Schule zu besuchen als auch ein Hochschulstudium
aufzunehmen. 2009 haben 77 % der Kinder einer akademischen Herkunfts­
familie ein Studium begonnen. Dieser Anteil ist mehr als dreimal so hoch wie der
von Kindern von Nicht-Akademikerinnen/Akademikern, der bei 23 % liegt.

59

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

60

Bild 46 Studierende nach Hochschularten, Fächergruppen und Geschlecht,
Anteil ausländischer Studierender (Wintersemester 2014/2015)1
Hochschulart
Fächergruppe

Sprach- und Kulturwissenschaften
Sport
Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Mathematik, Naturwissenschaften
Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften
Veterinärmedizin
Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften
Ingenieurwissenschaften
Kunst, Kunstwissenschaften
Insgesamt5

i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a

Insgesamt2

Universität3

497.357
70,6 %
10,3 %
27.966
38,4 %
4,2 %
824.598
52,0 %
10,1 %
487.931
36,8 %
11,7 %
155.553
65,0 %
9,9 %
8.101
84,1 %
7,2 %
53.075
54,2 %
10,1 %
542.048
22,3 %
15,9 %
91.783
62,6 %
18,1 %
2.694.579
47,8 %
11,8 %

468.180
70,4 %
10,5 %
27.495
38,5 %
4,2 %
427.181
49,4 %
11,5 %
383.978
40,2 %
11,7 %
115.128
62,2 %
11,9 %
8.101
84,1 %
7,2 %
29.879
57,5 %
13,4 %
235.626
23,8 %
20,7 %
64.945
63,7 %
21,4 %
1.764.795
51,0 %
12,9 %

Fachhochschule4
29.177
73,7 %
7,0 %
471
32,5 %
2,5 %
363.496
55,1 %
9,4 %
103.794
24,5 %
11,6 %
40.425
73,3 %
4,2 %
23.196
49,9 %
5,9 %
306.422
21,1 %
12,3 %
26.838
59,9 %
10,1 %
895.701
41,3 %
10,3 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich; a = Anteil ausländisch; - = Daten nicht vorhanden.
1) Vorläufiges Ergebnis des Vorberichts.
2) Alle Hochschularten einschließlich Verwaltungsfachhochschule.
3) Einschließlich Pädagogische, Theologische und Kunsthochschule.
4) Ohne Verwaltungsfachhochschule.
5) Einschließlich sonstige Fächer und ungeklärt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 4.1; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-46
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.77

BIldunG

61

Bild 47 Hochschulabsolventinnen/-absolventen nach Prüfungsarten und
Geschlecht, Anteil ausländischer Absolventinnen/Absolventen
(2009-2013)
Prüfungsart
Bachelor1

Master1

Universitärer Abschluss1,2,3

Fachhochschulabschluss2

Lehramtsprüfung4

Promotion

Abschlüsse insgesamt

Habilitation

2009

2010

2011

2012

2013

i

71.989

112.108

152.484

183.169

207.401

w

51,7 %

51,1 %

50,0 %

49,3 %

49,5 %

a

7,2 %

6,9 %

6,9 %

6,6 %

6,6 %

i

20.802

26.722

41.292

58.560

78.358

w

43,8 %

45,7 %

44,2 %

45,7 %

46,2 %

a

31,8 %

28,3 %

23,2 %

20,1 %

18,5 %

i

111.853

103.413

94.018

80.290

64.054

w

52,3 %

52,3 %

51,5 %

51,9 %

52,1 %

a

10,9 %

11,0 %

10,8 %

10,7 %

10,2 %

i

72.808

56.248

38.638

25.804

17.381

w

41,4 %

41,1 %

39,9 %

39,6 %

39,5 %

a

7,5 %

7,6 %

8,4 %

8,6 %

8,2 %

i

36.120

37.577

38.758

38.708

41.519

w

73,8 %

73,7 %

73,1 %

73,5 %

73,1 %

a

1,8 %

1,8 %

1,9 %

1,9 %

2,1 %

i

25.084

25.629

26.981

26.807

27.707

w

44,1 %

44,1 %

44,9 %

45,4 %

44,2 %

a

14,5 %

14,9 %

15,1 %

15,4 %

15,7 %

i

338.656

361.697

392.171

413.338

436.420

w

51,0 %

51,4 %

50,7 %

50,7 %

50,8 %

a

10,0 %

9,8 %

9,8 %

9,6 %

9,5 %

i

1.820

1.755

1.563

1.646

1.567

w

23,8 %

24,9 %

25,5 %

27,0 %

27,4 %

a

6,7 %

7,0 %

8,1 %

8,9 %

8,3 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich; a = Anteil ausländisch.
1) Ohne Lehramtsprüfungen.
2) Ohne Bachelor und Master.
3) Einschließlich der Prüfungsgruppen „Künstlerischer Abschluss“ und „Sonstiger Abschluss“.
4) Einschließlich Lehramt-Bachelor und Lehramt-Master.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihen 4.2, 4.4; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-47
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.45
www.datenportal.bmbf.de/2.5.102

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

62

Bild 48 Studienabbruchquoten für deutsche Studierende nach Abschlussund Hochschularten (Absolventenjahrgänge 2006/2010/2012)1
40

in %

30

39

35

33

29

25
19

20

24

23

27
21

21

22
11

10

7

0
Uni

FH
Bachelor
Absolventenjahrgang 2006

Uni
FH
Uni FH
Master
Diplom/Magister2
AbsolventenAbsolventenjahrgang 2010
jahrgang 2012

Erläuterung der Abkürzungen: FH = Fachhochschule; Uni = Universität.
1) Die Studienabbrecher/-innen in den nach Abschlussart differenzierten Studiengängen beziehen sich jeweils auf
unterschiedliche Studienanfängerjahrgänge.
2) Aufgrund der Umstellung der Studienstrukturen sind die Studienabbruchquoten in den Diplom- und Magisterstudiengängen der verschiedenen Absolventenjahrgänge sowohl untereinander als auch mit den Studienabbruchquoten der anderen Studiengänge nur sehr eingeschränkt vergleichbar. Für weitere Informationen siehe Quelle.
Quelle: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (Forum Hochschule 3/2012, Abb. 3;
Forum Hochschule 4/2014, Abb. 2, 5, 6, 8 und 9)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-48
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.90

Bild 49 Entwicklung der Studienabbruchquoten für deutsche Studierende in den
Staatsexamensstudiengängen (Absolventenjahrgänge 2006-2012)

in %

20
10

7

10

11

13

0
2006

2008
2010
Absolventenjahrgang

2012

Quelle: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, Forum Hochschule 4/2014, Abb. 2
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-49
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.90

BIldunG

63

Bild 50 Studiendauer bei bestandener Prüfung nach Prüfungsarten und
Geschlecht in Semestern (2009-2013)
2009

Prüfungsart

Bachelor1

Master

1

HS

Lehramtsprüfung3

Insgesamt

FS

HS

2011

FS

HS

2012

FS

HS

2013

FS

HS

FS

Männer

8,0

7,0

8,0

7,1

8,1

7,3

8,4

7,5

8,6

7,6

Frauen

7,5

6,8

7,5

6,8

7,6

6,9

7,8

7,1

8,0

7,2

Insgesamt

7,7

6,9

7,7

6,9

7,9

7,1

8,1

7,3

8,3

7,4

Männer

10,9

4,8

11,2

4,8

11,1

4,7

11,5

4,8

11,6

4,9

Frauen

10,9

4,7

10,8

4,7

11,0

4,7

11,1

4,8

11,4

4,9

Insgesamt

10,9

4,7

11,0

4,8

11,1

4,7

11,3

4,8

11,5

4,9

Männer

13,4

12,1

13,6

12,3

14,0

12,7

14,4

13,2

15,1

13,8

13,2

11,8

13,4

12,0

13,6

12,3

14,0

12,6

14,4

13,0

Insgesamt

13,3

12,0

13,5

12,2

13,8

12,5

14,2

12,9

14,7

13,4

Männer

10,6

9,6

10,7

9,8

11,1

10,1

11,4

10,3

10,7

9,8

Frauen

9,9

9,1

10,0

9,2

10,3

9,4

10,5

9,5

9,7

8,9

Insgesamt

10,3

9,4

10,4

9,6

10,8

9,8

11,0

10,0

10,3

9,4

Männer

13,0

10,0

13,0

9,9

13,0

9,7

13,0

9,3

13,0

9,0

Frauen

11,3

8,9

11,3

8,6

11,3

8,5

11,3

8,1

11,3

7,9

Insgesamt

11,7

9,2

11,7

8,9

11,8

8,8

11,7

8,4

11,7

8,2

Männer

11,2

9,4

10,9

9,0

10,8

8,7

10,7

8,4

10,7

8,0

Frauen

10,9

9,1

10,5

8,7

10,4

8,4

10,3

8,1

10,2

7,8

Insgesamt

11,1

9,2

10,7

8,8

10,6

8,5

10,5

8,2

10,5

7,9

Universitärer
Frauen
Abschluss1,2

Fachhochschulabschluss2

2010

Erläuterung der Abkürzungen: HS = Studiendauer nach Hochschulsemestern; FS = Studiendauer nach Fachsemestern.
1) Ohne Lehramtsprüfungen.
2) Ohne Bachelor und Master.
3) Einschließlich Lehramt-Bachelor und Lehramt-Master.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Sonderauswertung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-50
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.80

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

64

Bild 51 Promotionen und Habilitationen nach Fächergruppen und Geschlecht
(2013)
Promotionen
Fächergruppe

Sprach- und
Kulturwissenschaften

Anzahl
insgesamt

Anteil
weiblich

Habilitationen
Anzahl
insgesamt

Anteil
weiblich

2.997

54,0 %

269

40,5 %

128

45,3 %

7

42,9 %

Rechts-, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften

3.746

36,1 %

140

27,1 %

Mathematik,
Naturwissenschaften

9.560

39,4 %

243

17,3 %

Humanmedizin/
Gesundheitswissenschaften

7.003

59,0 %

789

25,1 %

Veterinärmedizin

415

77,6 %

15

33,3 %

Agrar-, Forst- und
Ernährungswissenschaften

482

50,4 %

24

54,2 %

3.119

19,3 %

68

19,1 %

255

64,7 %

12

66,7 %

27.707

44,2 %

1.567

27,4 %

Sport

Ingenieurwissenschaften

Kunst,
Kunstwissenschaften

Insgesamt1

1) Promotionen einschließlich Studienfächer außerhalb der Studienbereichsgliederung.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihen 4.2, 4.4; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-51
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.81

BIldunG

65

Bild 52 Hochschulpersonal nach Fächergruppen und Geschlecht (2013)
Personal
insgesamt

Wissenschaftliches und künstlerisches Personal

Verwaltungs-,
technisches und
sonst. Personal

i

54.911

49.586

5.325

w

57,0 %

54,0 %

85,3 %

i

3.795

3.240

555

w

42,3 %

39,3 %

60,0 %

Fächergruppe

Sprach- und
Kulturwissenschaften
Sport
Rechts-, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften

i

76.476

69.121

7.355

w

39,7 %

35,6 %

78,5 %

Mathematik,
Naturwissenschaften

i

88.617

69.839

18.778

w

35,1 %

28,1 %

61,2 %

i

167.403

64.218

103.185

w

70,2 %

47,0 %

84,7 %

i

2.929

1.758

1.171

w

68,6 %

64,6 %

74,6 %

i

10.227

6.797

3.430

w

50,3 %

42,9 %

65,0 %

i

75.025

58.824

16.201
39,8 %

Humanmedizin/
Gesundheitswissenschaften
Veterinärmedizin
Agrar-, Forst- und
Ernährungswissenschaften
Ingenieurwissenschaften
Kunst,
Kunstwissenschaften
Zentrale Einrichtungen1
Zentrale Einrichtungen der
Hochschulkliniken2
Insgesamt

w

23,5 %

19,1 %

i

20.139

18.905

1.234

w

41,4 %

40,3 %

58,7 %

i

110.251

26.362

83.889

w

58,2 %

51,4 %

60,3 %
51.106

i

52.303

1.197

w

68,3 %

57,2 %

68,5 %

i

662.076

369.847

292.229

w

52,1 %

37,7 %

70,3 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich.
�
1) Ohne klinikspezifische Einrichtungen.
�
2) Nur Humanmedizin.
�
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 4.4; Berechnungen des BMBF
�
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-52
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.82

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

66

Bild 53 Anteil von Männern und Frauen an verschiedenen Status- und
Abschlussgruppen im Hochschulbereich (1993/2003/2013)
100
1993

2003

Männer

2013

in %

75

50

25
Frauen

1) Im 1. Hochschulsemester.

2) Daten des Wintersemesters (z. B. 2013 = WS 2013/2014).

3) Ohne Promotionen.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihen 4.1, 4.2, 4.4; Berechnungen des BMBF

Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-53
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.83

Pro

fes

sur

en

n
ne
tio
ita
bil
Ha

Wi
s
un sens
d
ch
tar küns aftli
bei tle che
ter risc
/-i
h
nn e
en
Mi

en
on
oti
Pro
m

uss Besta
prü nd
fun ene
gen 3
sch
l
Ab

Stu
die

nan

fä
-in nger/
ne 1
n ,2

0

BIldunG

67

Bild 54 BAföG – Anzahl der Empfänger/-innen sowie finanzieller Aufwand
nach Umfang und Art der Förderung (2009-2013)
Geförderte/Finanzieller Aufwand
Geförderte
Schüler/-innen1
Studierende
Insgesamt
mit Vollförderung
mit Teilförderung
Durchschnittlicher Monatsbestand2
Finanzieller Aufwand
Insgesamt (in Tausend Euro)
Zuschuss
Darlehen
Durchschnittlicher Förderungsbetrag
pro Person3 (in Euro pro Monat)

2009

2010

2011

2012

2013

322.663
550.369
873.082
50,6 %
49,4 %
559.395

323.808
592.430
916.295
48,9 %
51,1 %
584.850

319.206
643.578
962.834
47,6 %
52,4 %
615.368

308.288
671.059
979.347
46,7 %
53,3 %
630.164

292.815
665.928
958.743
46,5 %
53,5 %
619.620

2.702.569
66,3 %
33,7 %

2.873.065
65,9 %
34,1 %

3.180.046
65,3 %
34,7 %

3.277.975
64,9 %
35,1 %

3.240.623
64,8 %
35,2 %

403

409

431

433

436

Erläuterung der Abkürzungen: BAföG = Bundesausbildungsförderungsgesetz.
1) Bis 2011 sind Geförderte an Fernunterrichtsinstituten nur im Insgesamt enthalten, ab 2012 werden sie der Gruppe
der Schüler/-innen zugeordnet. 2) Arithmetisches Mittel der zwölf Monatsbestände eines Jahres. 3) Bezogen auf den
durchschnittlichen Monatsbestand.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 7
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-54
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.6.11

Bild 55 BAföG – Anteil der Geförderten unter den Studierenden der zentralen
Hochschulsemester (2000-2012)1
30 %

34 %

2000

2003

33 %

2006
Sommersemester2

33 %

32 %

2009

2012

Erläuterung der Abkürzungen: BAföG = Bundesausbildungsförderungsgesetz.
1) Studierende im 1.-6. Hochschulsemester, ab 2009 inklusive Master-Studierende bis 10. Hochschulsemester, ab
2012 nur Studierende im Vollzeitstudium. Bis 2003 nur Deutsche, ab 2006 inklusive Bildungsinländer/-innen.
2) Die BAföG-Quoten der Sozialerhebung sind als Momentaufnahmen zu interpretieren. Folglich ist eine
Vergleichbarkeit mit Quoten, die auf der amtlichen BAföG-Statistik basieren, nicht gegeben.
Quelle: 19. und 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, Bild 8.1; Daten: Deutsches Zentrum für
Hochschul- und Wissenschaftsforschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-55
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.6.12

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

68

Bild 56 AFBG („Meister-BAföG“) – Geförderte nach Fortbildungsstätten (2014)

Fernlehrgang an
öffentlichen Instituten

Fernlehrgang an
privaten Instituten

1,0 %

Öffentliche Schulen

5,1 %
24,0 %

Lehrgang an
privaten Instituten

29,0 %
Geförderte insgesamt1
171.815
9,8 %

Private Schulen

31,1 %

Lehrgang an öffentlichen Instituten
Erläuterung der Abkürzungen: AFBG = Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz; BAföG = Bundesausbildungsförderungsgesetz.
�
1) Inklusive Auslandsfall (AFBG §5 Absatz 2): 5 Geförderte.
�
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 8
�
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-56
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.6.8
www.datenportal.bmbf.de/2.6.9

BIldunG

69

Bild 57 Fortbildungs-/Meisterprüfungen nach Geschlecht (2000-2013)1

36,3

Frauenanteil an Prüfungen insgesamt
35,4
35,7
35,7
35,6

131

128

125

24

120

22

24

24

in Tausend

in %

36,7

106
22

107

106

2000

2002

101

97

2004

2006

bestandene Prüfungen

110
17

35,0

34,1

35,0

118

118

116

16

16

15

84

93

102

103

101

2009

2010

2011

2012

2013

nicht bestandene Prüfungen

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt. Daten über Fortbildungs-/Meisterprüfungen wurden für 2007 und 2008 nicht
veröffentlicht. Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition entstehen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 3; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-57
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.7.13

Folgende zwei Aspekte führten bis 2009 zu dem starken Rückgang bei
den Meisterprüfungen: Einerseits ist die Anzahl der neu abgeschlossenen
Ausbildungsverträge im Zeitraum 1999 bis 2009 um rund 74.000 (allein im
Handwerk um rund 62.000) zurückgegangen. Hierdurch wird das Potenzial
möglicher Meisterschüler/-innen reduziert. Andererseits wurde im Rahmen der
Handwerksordnungsreform Anfang 2004 festgelegt, dass für mehr als die Hälfte
der Handwerke der bisherige Meisterzwang bei der Führung von Betrieben aufgehoben wurde. Nach dem Tiefstand 2009 ist bis 2012 ein Anstieg, insbesondere
bei den bestandenen Prüfungen, zu verzeichnen, während die Zahlen für 2013
leicht rückläufig sind.

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

70

Bild 58 Fortbildungs-/Meisterprüfungen nach Ausbildungsbereichen
(2005/2011-2013)1

67

2005

2011

2012

2013

60 59 58

in Tausend

48 49 50 48

3
Industrie
und Handel

Handwerk

2 2 2

2

2 2 2

5

5 5 5

1

0 0 0

Öffentlicher Landwirtschaft Freie Berufe Hauswirtschaft
Dienst

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-58
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.7.13

BIldunG

71

Bild 59 Bestandene Meisterprüfungen nach Ausbildungsbereichen
(2003-2013)1
50.000

40.000

37.541
34.829

36.777

36.591

22.236

22.674

22.749

11.325

12.015

11.853

2011

2012

2013

35.250
33.473

32.125
30.232

31.203

30.000
26.107
23.242

21.930

21.111

20.000

10.000

8.852

9.173

9.407

8.913

2003

2004

2005

2006

19.085

19.659

9.671

9.678

2009

2010

0
Alle Ausbildungsbereiche

Handwerk

Industrie und Handel

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt. Daten über Fortbildungs-/Meisterprüfungen wurden für 2007 und 2008 nicht
veröffentlicht.
Quelle: Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2009, Übersicht B5.2-4 (aktualisiert);
Daten: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 3; Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung und des
BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-59
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.7.14

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

72

Bild 60 Weiterbildungsbeteiligung nach Weiterbildungssegmenten,
Altersgruppen und Geschlecht (2014)
Männer

Frauen

Alter von ... bis unter ... Jahren

in %

in %
21

27
9

18-25

29

10
25
51

50
13
17

13
12

25-35

47

33
49

65
8
6
48

35-45

12
11
41
53

54
5
6
46

15
9

45-55

39
53

52
9
8
24

14
55-65

7
26

36

43
10
9

40

15
Insgesamt

10
34

52

50

Nicht-berufsbezogene Weiterbildung

Betriebliche Weiterbildung

Individuelle berufsbezogene Weiterbildung

Weiterbildung insgesamt

Quelle: TNS Infratest Sozialforschung, Adult Education Survey 2014
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-60
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.7.11

BIldunG

73

Bild 61 Weiterbildung von Erwerbspersonen nach Altersgruppen und höchsten
schulischen Bildungsabschlüssen (2014)1

Gegenstand der Nachweisung

Betrieblicher
Weiterbildung
i
w
Nach Altersgruppen

Teilnehmer/-innen an
Individueller
Nichtberufsbezogener
berufsbezogener
Weiterbildung
Weiterbildung
i
w
i
w

Alter von ... bis unter ... Jahren
18 - 25

1.767

44,6 %

613

52,5 %

1.539

55,4 %

25 - 35

4.092

40,4 %

1.436

40,8 %

1.278

48,7 %

35 - 45

4.823

45,5 %

930

64,9 %

1.073

61,6 %

45 - 55

5.830

44,8 %

1.001

59,6 %

1.344

74,7 %

55 - 65
Insgesamt

2.715

52,4 %

820

49,0 %

1.235

61,3 %

19.227

45,1 %

4.800

52,3 %

6.469

60,3 %

Nach höchsten schulischen Bildungsabschlüssen2
4.398

32,6 %

Mittlerer Abschluss

7.284

49,5 %

1.585

60,1 %

1.872

69,8 %

Fachabitur oder darüber

7.443

48,3 %

2.187

54,1 %

3.036

54,2 %

102

32,4 %

103

31,1 %

242

63,2 %

Hauptschulabschluss oder darunter

Rest / Keine Angabe

925

37,1 %

1.319

60,2 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt in Tausend; w = Anteil weiblich.
1) Zielpersonen: Wohnbevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren.
2) Die hier vorgestellten Gruppen nach höchstem schulischen Abschluss wurden aus dem sehr differenzierten
AES-Fragenprogramm zusammengefasst. Aufgrund der geringen Basis werden die beiden Gruppen, die (a) den
Schulabschluss nicht nannten und (b) noch keinen Schulabschluss erworben haben, weil sie derzeit in schulischer
Bildung sind, hier nicht aufgeführt.
Quelle: TNS Infratest Sozialforschung, Adult Education Survey 2014
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-61
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.7.15

Im Jahr 2014 haben 51 % der 18- bis 64-Jährigen an Weiterbildung teilgenommen.
Dieser Wert bestätigt den seit dem Jahr 2012 beobachteten Trend einer steigen­
den Weiterbildungsbeteiligung. Zwischen Ost- und Westdeutschland liegt kein
nennenswerter Unterschied in den Teilnahmequoten vor.

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

74

Bild 62 Nutzung, Zeitaufwand und Kosten betrieblicher Weiterbildung in
Unternehmen mit Lehrveranstaltungen nach Wirtschaftsbereichen (2010)
Teilnahme
Je BeBeJe Teilschäfschäfnehmer/
tigte/-n
tigte Männer Frauen
-in (in
(in
insg.
Stunden)
Stunden)
52,0
53,3
46,8
10
20
45,7
46,8
44,4
7
16
Teilnahmequoten (in %)

Wirtschaftsbereich1

B 5-9 Bergbau u. Gewinnung von Steinen u. Erden
C 10-12 Ernährungsgewerbe u. Tabakverarbeitung
Textil- und Bekleidungsgewerbe;
C 13-15
Ledergewerbe
C 17-18 Papier- u. Druckgewerbe, Vervielfältigung
Kokerei u. Mineralölverarbeitung, Herstellung v. chem. u. pharmazeut. Erzeugnissen,
C 19-23 Gummi- u. Kunststoffwaren; Glasgewerbe,
Keramik, Verarbeitung v. Steinen u. Erden
Metallerzeugung und -bearbeitung,
C 24-25
Herstellung von Metallerzeugnissen
Herst. v. DV-Geräten, elektr. u. optischen
C 26-28,
Erzeugnissen; Maschinenbau; Reparatur u.
33
Instandhalt. v. Maschinen u. Ausrüstungen
C 29-30 Fahrzeugbau
Holzgewerbe; Herstellung von Möbeln;
C 16,
31-32 sonstige Waren
Energieversorgung, Wasserversorgung,
D+
Entsorgung, Beseitigung von UmweltE 35-39
verschmutzungen
F 41-43 Baugewerbe
Kfz-Handel; Instandhaltung und Reparatur
G 45
von Kfz
Großhandel (ohne Kfz-Handel)
G 46
Einzelhandel (ohne Kfz-Handel)
G 47
H 49-53 Verkehr und Lagerei
I 55-56 Gastgewerbe
J 58-63 Information und Kommunikation
Erbringung von Finanz- und
K 64-65
Versicherungsdienstleistungen
Mit Finanz- und Versicherungsdiensten
K 66
verbundene Tätigkeiten
Grundstücks- und Wohnungswesen;
freiberufliche, wissenschaftliche und
L+M
technische Dienstleistungen
Insgesamt

Nach Geschlecht

Kosten für
Lehrveranstaltungen
je Beschäftigte/-n
(in Euro)
676
u

45,7

49,2

41,4

10

21

u

45,9

49,6

35,9

9

20

(454)

48,2

48,5

47,5

10

21

(718)

38,8

39,3

36,4

8

22

(542)

58,6

60,1

52,7

14

24

u

45,2

44,9

46,8

11

24

801

37,4

35,8

41,2

6

15

(351)

56,6

58,5

50,6

14

25

(1.040)

42,7

44,2

30,3

7

17

370

56,4

58,2

49,5

14

26

(847)

39,9
45,5
49,3
42,3
57,1

43,7
57,1
51,8
43,6
58,5

33,8
39,5
41,3
41,5
53,8

6
9
10
5
20

15
21
20
12
36

u
u
u
(228)
u

55,8

55,0

56,4

17

31

(1.426)

26,1

22,6

29,9

12

45

u

39,8

39,4

40,3

8

19

u

47,0

49,0

43,2

11

23

734

Erläuterung der Abkürzungen: u = kein Aussagewert, da der Zahlenwert statistisch unsicher ist; () = Aussagewert
eingeschränkt, da der Zahlenwert statistisch relativ unsicher ist.
1) Einteilung der Wirtschaftsbereiche gemäß der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Vierte Europäische Erhebung über die berufliche Weiterbildung in Unternehmen
2010 (CVTS4)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-62
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.7.22

IntErnAtIonAlEr VErGlEIcH

75

3 Internationaler Vergleich 

Die Globalisierung ist heute Realität. Es geht nicht mehr nur darum, ob wir global
handeln, sondern wie gut wir hierbei sind. Der internationale Vergleich liefert
dafür eine Orientierungshilfe. Die Ergebnisse bestätigen: Deutschland steht ausge­
zeichnet da!
Die meisten internationalen Vergleiche sehen Deutschland bei der Innovations- und
Wettbewerbsfähigkeit weit vorn: unter den ersten zehn Nationen, wenn nicht gar auf
einem der ersten fünf Plätze. Im Innovationsindex 2015 der Europäischen Kommis­
sion gehört Deutschland auf Platz vier zur Spitzengruppe. Deutschland liegt bezogen
auf transnationale Patentanmeldungen in den forschungsintensiven Industrien
weltweit an dritter Stelle hinter den USA und Japan (2012). Circa 5 % der weltweit
veröffentlichten wissenschaftlichen Publikationen stammen aus Deutschland (2013).
Damit liegt Deutschland hinter den USA, China und Großbritannien auf Platz vier.
Auch im Bildungsbereich kann Deutschland mithalten: Die Ergebnisse von PISA 2012
zeigen, dass Deutschland nun in allen drei Domänen (Mathematik: 514 Punkte, Lesen:
508 Punkte, Naturwissenschaften: 524 Punkte) signifikant über dem OECD-Durch­
schnitt (Mathematik: 494 Punkte, Lesen: 496 Punkte, Naturwissenschaften: 501 Punkte)
liegt. Im Vergleich zur ersten PISA-Erhebung im Jahr 2000 hat sich Deutschland in
allen drei Test-Domänen stetig verbessert.
Internationalisierung ist ein Schwerpunkt der Bundesregierung in dieser Legislatur­
periode. Ziel der Bundesregierung ist es dabei, Potenziale und Chancen, die in der
internationalen Kooperation liegen, noch stärker auszuschöpfen. Gleichzeitig wird
sich Deutschland seiner globalen Verantwortung stellen: wegweisende Antworten
auf die Herausforderungen der Globalisierung zu finden und Lösungen mitzuge­
stalten – beispielsweise zur noch nachhaltigeren Wirtschaft, Energiewende oder den
Fragen nach Fachkräften, Migration und beruflicher Mobilität. Außerdem bieten
internationale Kooperationen die Chance, in den zusammenwachsenden Wirtschafts-,
Wissenschafts- und Bildungsräumen die Rolle Deutschlands noch deutlicher zu
definieren und die Präsenz der deutschen Wissenschaft und Forschung im Ausland
noch effizienter zu gestalten. Europa ist dabei ein zentraler Pfeiler des internationalen
Engagements Deutschlands.

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

76

Weitere Informationen
Internetportale:
∙ OECD-Datenbank: (http://stats.oecd.org/)
∙ Eurostat-Datenbank: (http://ec.europa.eu/eurostat/data/database/)
∙ Deutscher Bildungsserver (www.bildungsserver.de/innovationsportal/)
∙ Eurydice – Das Informationsnetz zum Bildungswesen in Europa (www.eurydice.org)
Publikation:
∙ Bildung auf einen Blick 2014 / OECD-Indikatoren
(www.oecd.org/berlin/publikationen/bildung-auf-einen-blick.htm)

IntErnAtIonAlEr VErGlEIcH

77

Bild 63 Anteil der Bruttoinlandsausgaben für Forschung und Entwicklung (BAFE)
am Bruttoinlandsprodukt ausgewählter Staaten (2003-2013)1
4,5%
in
4,0
3,5
3,0
2,5
2,0
1,5
1,0
2003
2004
Schweden
Finnland

2005
2006
Japan
Korea

2007
2008
Frankreich
Deutschland

2009
2010
2011
2012
2013
Vereinigte Staaten2
China3
Vereinigtes Königreich

1) Werte sind teilweise vorläufig oder geschätzt bzw. in der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren eingeschränkt (siehe
Originalveröffentlichung „Main Science and Technology Indicators“).
2) 2013: keine Daten verfügbar.
3) Ohne Hongkong.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 19 bzw. Abb. 57 (aktualisiert); Daten: OECD („Main
Science and Technology Indicators 2014/2“)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-63
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.3.1

Der hier dargestellte Indikator für ausgewählte Staaten zeigt unterschiedliche
Dynamiken: Hinter Korea gehören Finnland, Schweden und Japan zu den
Spitzenländern. Deutschland befindet sich seit 2008 in einem Aufwärtstrend und
liegt seit 2010 knapp vor den Vereinigten Staaten.

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

78

Bild 64 FuE-Personal (in Vollzeitäquivalenten) in ausgewählten OECD-Staaten
(1995/2007-2013)1
22

Vollzeitäquivalente je Tausend Erwerbspersonen

20
18
16
14
12
10
8
6
4
2
0
1995

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Finnland

Frankreich

Japan

Vereinigtes Königreich

Schweden

Deutschland

Kanada2

Italien

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; OECD = Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Werte sind teilweise revidiert und vorläufig oder geschätzt bzw. in der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren
eingeschränkt (siehe Originalveröffentlichung „Main Science and Technology Indicators“).
2) 2013: Daten nicht verfügbar.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 37 (aktualisiert); Daten: OECD („Main Science and
Technology Indicators 2014/2“)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-64
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.7.11

IntErnAtIonAlEr VErGlEIcH

79

Bild 65 Weltmarktrelevante Patente: Deutschland, Europäische Union, Japan
und Vereinigte Staaten (1995-2012)
Weltmarktpatente1
pro Million Einwohner/-innen
400
350
300
250
200
150
100
50
0
1995

2000

Deutschland

2002

2004

Europäische Union

2006

2008
Japan

2010

2012

Vereinigte Staaten

1) Erfindungen, die am Europäischen Patentamt oder bei der World Intellectual Property Organization (WIPO) 

angemeldet sind.
�
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 41 (aktualisiert); Daten: EPA -PATSTAT, EPAPAT,
�
WOPATENT, OECD, Eurostat, Weltbank; Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung
�
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-65
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.8.4

Als weltmarktrelevante Patente werden Erfindungen bezeichnet, die in Europa
oder bei der World Intellectual Property Organization angemeldet worden sind.
Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind solche Patente von beson­
derer Bedeutung, weil sie den Schutz der Erfindung auch jenseits des Heimat­
marktes betreffen. Hinsichtlich dieses Indikators sind für Deutschland hohe
Zuwachsraten zu verzeichnen. Der Zuwachs an Patenten pro eine Million Ein­
wohner betrug von 2000 bis 2012 rund 11 %. Im selben Zeitraum vergrößerte sich
der Abstand Deutschlands zum EU-Durchschnitt. 2012 weist Deutschland im
Vergleich mit den Vereinigten Staaten nicht mehr ganz doppelt so viele Patente
pro eine Million Einwohner auf. Japans Patentintensität erfuhr einen starken
Anstieg und liegt leicht vor der Deutschlands.

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

80

Bild 66 Bildungsstand der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren in
ausgewählten OECD-Staaten (2012)
in %
100
90
80
70
60
50
40
30
20
10
Türkei

Italien

Spanien

Belgien

Griechenland

Frankreich

Irland

Niederlande

Australien

OECD-Durchschnitt

Dänemark

EU21-Durchschnitt

Luxemburg

Vereinigtes Königreich

Korea

Norwegen

Finnland

Österreich

Schweiz

Deutschland

Kanada

Schweden

Vereinigte Staaten

Japan

Tschechien

0

Abschluss im Tertiärbereich (ISCED 5A/5B/6)
�
Abschluss im Sekundarbereich II/Post-sekundaren, nicht-tertiären Bereich
�
(ISCED 3A/3B/3C lang/4)
�
Ausbildung unterhalb Sekundarbereich II (ISCED 1/2/3C kurz)
�
Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung;
�
ISCED = International Standard Classification of Education (siehe auch Glossar).
�
Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2014, Tab. A1.1a; Berechnungen des BMBF
�
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-66
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/0.23

Die Grafik zeigt, dass Deutschlands Bildungsstand der Bevölkerung im Alter von
25-64 Jahren im internationalen Vergleich gut aufgestellt ist, rund 86 % haben
mindestens einen Abschluss im Sekundarbereich II. Dies ist vor allem auf das gut
ausgebaute Berufsbildungssystem und die duale Berufsausbildung zurückzu­
führen.

IntErnAtIonAlEr VErGlEIcH

81

Bild 67 Abschlussquoten1 im Tertiärbereich A in ausgewählten OECD-Staaten
(2000/2005/2012)
in %

2012

60

2005

2000

50

40

30

20

10

Mexiko

Türkei

Italien

Schweiz

Spanien5

Deutschland4

OECD-Durchschnitt

EU-21-Durchschnitt3

Schweden

Vereinigte Staaten

Österreich

Israel

Tschechien

Portugal

Norwegen

Japan

Slowakei

Irland

Niederlande

Finnland

Dänemark

Polen

Australien2

Vereinigtes Königreich2

0

Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung;
ISCED = International Standard Classification of Education (siehe auch Glossar).
1) Erstabschluss. Die Abschlussquoten bezeichnen das Verhältnis von Absolventinnen/Absolventen zur Bevölkerung
im vergleichbaren Alter. Für weitere Informationen siehe Quelle.
2) Referenzjahr 2011 statt 2012.
3) 2000 und 2005: EU19-Durchschnitt.
4) Unterbrechung der Zeitreihe zwischen 2008 und 2009 aufgrund einer teilweisen Neueinstufung berufsbildender
Bildungsgänge in ISCED 2 und ISCED 5B.
5) Unterbrechung der Zeitreihe im Jahr 2008 aufgrund von Veränderungen in der Methodik.
Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2014, Tabelle A3.2a
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-67
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.84

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

82

Bild 68 Jährliche Ausgaben für Bildungseinrichtungen je Schüler/-in bzw.
Studierende/-n vom Primar- bis zum Tertiärbereich in ausgewählten
OECD-Staaten (2011)1
OECD-Durchschnitt (9.487)

EU21-Durchschnitt (9.531)
16.090
15.345
14.288
13.116
12.426
12.136
11.701
11.585
10.905
10.904
10.857
10.711
10.646
10.454
10.412
9.454
9.233
9.180
9.163
8.790
8.382
7.741
6.931
6.796
6.563
5.667
5.410

Schweiz2
Vereinigte Staaten
Norwegen
Österreich
Schweden
Dänemark
Niederlande
Belgien
Finnland
Deutschland
Irland2
Australien
Japan
Frankreich
Vereinigtes Königreich
Spanien
Slowenien
Island
Neuseeland
Italien2
Korea
Portugal2
Tschechien
Polen2
Estland
Slowakei
Ungarn2
Türkei

3.240
0

4.000

8.000
US-Dollar

12.000

Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Kaufkraftbereinigt mittels Kaufkraftparitäts-Umrechnungskursen (KKP) für das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
(basierend auf Vollzeitäquivalenten). Der Umrechnungsfaktor 2011 für Deutschland zwischen US-Dollar
(Kaufkraftparität) und Euro betrug 1,284.
2) Nur öffentliche Bildungseinrichtungen (für Italien außer im Tertiärbereich).
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2014, Tabelle/Abbildung 5.1.1-1; Daten: OECD
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-68
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.7

16.000

IntErnAtIonAlEr VErGlEIcH

83

Bild 69 Jährliche Ausgaben für Bildungseinrichtungen je Schüler/-in bzw.
Studierende/-n nach Bildungsbereichen (2011)1
8.351
7.428
7.933
7.579
8.296
8.482
9.247
9.377
9.795

Elementarbereich
(für 3-Jährige und Ältere)
Primarbereich
Sekundarbereich I
Sekundarbereich II
Post-sekundarer,
nicht-tertiärer Bereich
Tertiärbereich insgesamt
(einschl. Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten)
Tertiärbereich insgesamt
(ohne Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten)
Primar- bis Tertiärbereich

4.811

9.506
9.457
9.694

Deutschland
OECD-Durchschnitt
EU21-Durchschnitt

12.022

6.103
13.958
13.572

16.723

10.164
9.635
8.741
10.904
9.487
9.531
US-Dollar

Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Kaufkraftbereinigt mittels Kaufkraftparitäts-Umrechnungskurse (KKP) für das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
(basierend auf Vollzeitäquivalenten). Der Umrechnungsfaktor 2011 für Deutschland zwischen US-Dollar
(Kaufkraftparität) und Euro betrug 1,284.
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2014, Tabelle 5.1.1-1 bzw. Abbildung 5.1.1-2; Daten: OECD
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-69
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.7

Die Ausgaben für Bildungseinrichtungen je Schüler/-in bzw. je Studierende/-n
sind ein Indikator für die Ausstattung der Bildungseinrichtung mit personellen
und finanziellen Ressourcen. Der Blick auf die einzelnen Bildungsbereiche zeigt
einerseits unterschiedliche Höhen der Ausgaben, andererseits auch die Stellung
Deutschlands im Vergleich des OECD- bzw. EU21-Durchschnitts. Nur im Primarund Sekundarbereich I liegt Deutschland unterhalb der ausgewiesenen Durchschnittswerte.

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

84

Bild 70	� Ausgaben für Bildungseinrichtungen als Prozentsatz des BIP nach
Bildungsbereichen in ausgewählten OECD-Staaten mit Mitteln aus
öffentlichen und privaten Quellen (2000/2005/2011)
2011

2005

2000

Primar-, Sekundar- und Post-sekundarer, nicht-tertiärer Bildungsbereich
5,0
OECD-Durchschnitt 2011

in % des BIP

4,0
3,0
2,0
1,0

Slowakei1
�

Tschechien


Japan1


Italien


Spanien


Deutschland

Österreich


Vereinigte Staaten


Schweden


Frankreich


Kanada1,3


Niederlande


Finnland


Schweiz2


Korea


Australien


Israel


Belgien


Dänemark1
�

Irland


Ver. Königreich


0,0

in % des BIP

4,0
3,0
OECD-Durchschnitt 2011

2,0
1,0
0,0
Tertiärbereich

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt; OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
�
1) Einige Bildungsbereiche sind in anderen Bildungsbereichen enthalten.
�
2) Im Tertiärbereich nur öffentliche Ausgaben.
�
3) Referenzjahr 2010 statt 2011.
�
Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2014, Tab. B2.2
�
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-70
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.12

IntErnAtIonAlEr VErGlEIcH

85

Bild 71	� Ausgaben für Bildungseinrichtungen als Prozentsatz des BIP aller
Bildungsbereiche in ausgewählten OECD-Staaten mit Mitteln aus
öffentlichen und privaten Quellen (2000/2005/2011)

2011

2005

2000

8,0

OECD-Durchschnitt 2011

in % des BIP

6,0

4,0

Italien

Slowakei

Tschechien

Japan

Deutschland

Spanien

Schweiz2

Australien

Österreich

Irland

Frankreich

Schweden

Niederlande

Vereinigtes Königreich

Belgien


Kanada1


Israel

Vereinigte Staaten

Korea

Dänemark

0,0

Finnland


2,0

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt; OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
�
1) Referenzjahr 2010 statt 2011.
�
2) Im Tertiärbereich nur öffentliche Ausgaben.
�
Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2014, Tab. B2.2
�
Daten-Portal des BMBF: Abbildungslink: www.datenportal.bmbf.de/bild-71
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.12

86

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

4 Glossar
AFBG – Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz
Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (auch Meister-BAföG genannt), seit
23.04.1996 in Kraft, unterstützt mit finanziellen Mitteln die berufliche Aufstiegsfort­
bildung von Handwerkerinnen/Handwerkern sowie anderen Fachkräften, um die
Höherqualifizierung über alle Altersgruppen hinweg zu fördern, dem Fachkräfte­
mangel in Deutschland zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu
sichern. Das Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbil­
dung in allen Berufsbereichen.
Arbeitslose
Arbeitslose sind Arbeitsuchende, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungs­
verhältnis stehen oder nur eine weniger als 15 Stunden wöchentlich umfassende
Beschäftigung ausüben, eine versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden
wöchentlich umfassende Beschäftigung suchen und dabei den Vermittlungsbemü­
hungen der Arbeitsagentur oder des kommunalen Trägers zur Verfügung stehen, also
arbeitsfähig und -bereit sind.
Arbeitslosenquote
Die Zahl der Arbeitslosen wird in Bezug gesetzt zur Zahl der zivilen abhängig
beschäftigten Erwerbspersonen, seit Januar 2009 auf alle zivilen Erwerbspersonen.
Die Arbeitslosenquote wird häufig auch als „nationale Arbeitslosenquote“ bezeichnet,
im Unterschied zur ILO-Erwerbslosenquote, die vorrangig auf die internationale
Vergleichbarkeit zielt.
Aufwendungen der Wirtschaft für Forschung und Entwicklung (FuE)
Aufwendungen der Unternehmen und der Institutionen für industrielle Gemein­
schaftsforschung und experimentelle Gemeinschaftsentwicklung (IfG) für FuE.
Ausbildungsbereich
Die amtliche Statistik unterscheidet in der betrieblichen Berufsausbildung folgende
Ausbildungsbereiche: Industrie und Handel, Handwerk, Landwirtschaft, Öffentlicher
Dienst, Hauswirtschaft, Freie Berufe (zum Beispiel Rechtsanwältinnen/-anwälte und
Notarinnen/Notare, Patentanwältinnen/-anwälte, Steuerberater/-innen, Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüfer/-innen, Ärztinnen/Ärzte, Zahnärztinnen/-ärzte,
Tierärztinnen/-ärzte, Apotheker/-innen) und Seeschifffahrt.

GloSSAr

87

Ausbildungsberuf
Ausbildungsberufe sind in Deutschland die beruflichen Tätigkeiten, die im Rahmen
eines Ausbildungsverhältnisses im Dualen System erlernt werden können. Jugend­
liche dürfen nur in anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden. Aus­
bildungsberufe werden in Ausbildungsordnungen nach dem Berufsbildungsgesetz
(BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) staatlich anerkannt. Die durch die Aus­
bildung zu erwerbenden Befähigungen werden durch das Berufsbildungsgesetz und
die Ausbildungsordnung festgelegt.
Ausbildungsvertrag
Der Ausbildungsvertrag wird zwischen dem Ausbildenden (Unternehmen) und der/
dem Auszubildenden auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes oder der Hand­
werksordnung abgeschlossen. Der Ausbildungsinhalt sowie die Ausbildungsdauer
und die Prüfungsanforderungen sind in Rechtsverordnungen des Bundes (Aus­
bildungsordnungen) geregelt. Die Ausbildungsdauer liegt zwischen zwei und drei
Jahren, in der Regel dauert die Ausbildung drei Jahre.
Auszubildende
Auszubildende sind Personen, die aufgrund eines Ausbildungsvertrages nach dem
Berufsbildungsgesetz eine duale Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbil­
dungsberuf durchlaufen. Ihre Ausbildung erfolgt durch das unmittelbare Lernen am
Arbeitsplatz oder in den betrieblichen bzw. überbetrieblichen Ausbildungswerkstät­
ten in Verbindung mit dem gleichzeitigen Besuch einer Berufsschule mit Teilzeit­
unterricht (Duales Ausbildungssystem).
Bachelor
Der Bachelor ist der erste akademische Grad, der von Hochschulen nach Abschluss
einer wissenschaftlichen Ausbildung vergeben wird. In Deutschland ist diese
Bezeichnung im Rahmen des Bologna-Prozesses eingeführt worden. Ein BachelorStudiengang hat meist eine Regelstudienzeit von sechs Semestern, kann aber auch
sieben oder acht Semester (also drei bis vier Jahre) dauern. Daran anschließen kann
sich ein vertiefender Master-Studiengang, in Ausnahmefällen bereits die Promotion.
BAFE – Bruttoinlandsausgaben für FuE
Alle zur Durchführung von Forschung und Entwicklung im Inland verwendeten
Mittel, ungeachtet der Finanzierungsquellen; eingeschlossen sind also auch die

88

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

Mittel des Auslands und internationaler Organisationen für im Inland durchgeführte
Forschungsarbeiten. Hier nicht erfasst sind dagegen die Mittel für FuE, die von inter­
nationalen Organisationen mit Sitz im Inland im Ausland durchgeführt werden, bzw.
Mittel an das Ausland (vgl. Frascati-Handbuch 2002, § 423).
BAföG – Bundesausbildungsförderungsgesetz
Das Gesetz regelt die staatliche Unterstützung für die Ausbildung von Schülerinnen
sowie Schülern und Studierenden in Deutschland. Hauptziele des BAföG sind die
Erhöhung der Chancengleichheit im Bildungswesen sowie die Mobilisierung von
Bildungsreserven in den einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten.
BAföG-Quote der Studierenden zentraler Hochschulsemester
Diese Quote zeigt den Anteil der BAföG-Empfänger/-innen unter denjenigen Studie­
renden, die potenziell anspruchsberechtigt sind. Dazu zählen neben den Studieren­
den der ersten sechs Hochschulsemester auch Master-Studierende bis zum zehnten
Hochschulsemester. Ab dem Berichtsjahr 2012 werden nur Studierende im Vollzeit­
studium berücksichtigt. Die Quote wurde in der 20. Sozialerhebung des Deutschen
Studentenwerks unter Durchführung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und
Wissenschaftsforschung (ehemals HIS-Institut für Hochschulforschung) eingeführt.
Für weitere Informationen siehe www.sozialerhebung.de.
Berufliche Weiterbildung
Die berufliche Weiterbildung dient einerseits dem Ziel, aufbauend auf der Ausbil­
dung, einer Erwerbsperson neue Qualifikationen zu vermitteln oder bestehende zu
erhalten bzw. aufzufrischen, um so nachhaltig die Beschäftigungschancen sicher­
zustellen und ein selbstständiges Agieren auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Andererseits zielt sie auf die Deckung des qualitativen und quantitativen Arbeits­
kräftebedarfs der Betriebe und der gesamten Volkswirtschaft.
Berufsschule
Die Berufsschule ist eine Schulform im Bereich der berufsbildenden Schulen. Die
Berufsschule vermittelt den Auszubildenden während ihrer dualen Berufsausbildung
die durch den Rahmenlehrplan bzw. den Lehrplan bestimmten Inhalte insbesondere
der Allgemeinbildung.
Bildungsabschlüsse
siehe ISCED 97

GloSSAr

89

Bildungsbereiche
siehe ISCED 97
Bildungsbeteiligungsquote
Die Bildungsbeteiligungsquote ist der Anteil der Personen eines Bildungsbereichs
(zum Beispiel Studium oder duale Berufsausbildung) an der altersgleichen Bevöl­
kerung.
Bildungsbudget
Das Bildungsbudget bildet alle öffentlichen und privaten Ausgaben für Bildung
ab. Es umfasst Personalausgaben, Sachaufwand und Investitionsausgaben für den
gesamten Bildungsbereich (Elementarbereich, außerschulische Jugendbildung,
Schul- und Hochschulbereich, Weiterbildung). Nicht enthalten sind zum Beispiel
Abschreibungen, Finanzierungskosten, Personalausfallkosten von Weiterbildungs­
teilnehmenden und Ausbildungsvergütungen sowie Versorgungszahlungen für im
Ruhestand befindliche ehemalige Beschäftigte des Bildungsbereichs. Im Rahmen der
Bildungsförderung werden öffentliche Ausgaben für BAföG, Umschulungen, Schüler­
beförderung u. a. nachgewiesen. Die Finanzierungsbeiträge der einzelnen Gebietskör­
perschaften (Bund, Länder und Kommunen) für das Bildungsbudget können auf zwei
verschiedene Weisen betrachtet werden, nach dem Konzept der „Initial Funds“ und
der „Final Funds“. Bei dem Konzept der „Initial Funds“ wird der Zahlungsverkehr zwi­
schen den einzelnen Gebietskörperschaften berücksichtigt. Das Konzept der „Final
Funds“ sieht keine Berücksichtigung des Zahlungsverkehrs zwischen den Gebietskör­
perschaften vor. Die Unterscheidung von „Initial Funds“ und „Final Funds“ hat keinen
Einfluss auf das Gesamtvolumen der öffentlichen Mittel für den Bildungsbereich.
Auch die Finanzierungsbeiträge des privaten Bereichs, des Auslands und die Höhe des
Bildungsbudgets insgesamt werden vom Zahlungsverkehr zwischen den öffentlichen
Haushalten nicht beeinflusst.
BIP – Bruttoinlandsprodukt
Das Bruttoinlandsprodukt ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volks­
wirtschaft in einem bestimmten Zeitraum. Es misst den Wert der im Inland herge­
stellten Waren und Dienstleistungen (Wertschöpfung), soweit diese nicht als Vorleis­
tungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden.
Seit der Umstellung auf das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamt­
rechnungen 2010 (ESVG 2010) im September 2014 werden auch die Ausgaben
für Forschung und Entwicklung (FuE) größtenteils als Investitionen gezählt und

90

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

nicht mehr als Vorleistungen gewertet. Diese neue Behandlung der FuE-Ausgaben
innerhalb der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen führte zu einer Erhöhung
des BIP um etwa 3 %.
Doppelter Abiturjahrgang / G8
Seit 2007 wird die Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur von bisher dreizehn auf
zwölf Jahre (G8) sukzessive in den Ländern, bis auf Rheinland-Pfalz, eingeführt. In
den Jahren 2011-2013 sind Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und
Nordrhein-Westfalen von den doppelten Abiturjahrgängen betroffen. Um eine Ver­
gleichbarkeit mit den Vorjahren zu erreichen, gibt es zum Beispiel bei den Quoten­
berechnungen diesbezüglich Bereinigungen.
Erwerbspersonen
Erwerbspersonen sind die Gesamtheit aller abhängig beschäftigten zivilen Erwerbs­
personen, Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen. Dazu gehören
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Auszubildende, geringfügig Beschäftigte,
Beamtinnen/Beamte (ohne Soldatinnen/Soldaten), Arbeitslose, Selbstständige und
mithelfende Familienangehörige.
EU – Europäische Union
Die EU besteht aus den folgenden 28 Mitgliedstaaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark,

Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Irland, Kroa­
tien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal,

Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes 

Königreich und Zypern.

EU19 bezeichnet die 15 Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor der Erweiterung 

am 1. Mai 2004 plus die vier osteuropäischen OECD-Staaten Polen, Slowakei, Tsche­
chien und Ungarn.

EU21 bezeichnet alle EU-Länder, die gleichzeitig auch Mitglied der OECD sind. Nicht 

dazu gehören Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Rumänien und Zypern.

Fachhochschulen
Fachhochschulen bieten eine stärker anwendungsbezogene Ausbildung in Studien­
gängen, insbesondere für Ingenieurinnen und Ingenieure und für andere Berufe, vor
allem in den Bereichen Wirtschaft, Sozialwesen, Gestaltung und Informatik.

GloSSAr

91

Förderschulen
Förderschulen dienen der Förderung und Betreuung körperlich, geistig und seelisch
benachteiligter sowie sozial gefährdeter Kinder, die nicht oder nicht mit ausreichen­
dem Erfolg in allgemeinen Schulen unterrichtet werden können. Sie haben in der
Regel den gleichen Bildungsauftrag wie die übrigen allgemeinbildenden Schulen.
Fortbildungs-/Meisterprüfungen
Fortbildungs-/Meisterprüfungen werden zum Nachweis von Kenntnissen und Fertig­
keiten durchgeführt, die durch Maßnahmen der beruflichen Fortbildung erworben
wurden. Sie haben den besonderen Erfordernissen beruflicher Erwachsenenbildung
zu entsprechen.
FuE
Forschung und Entwicklung
FuE-Ausgaben
Forschung und experimentelle Entwicklung ist die systematische, schöpferische
Arbeit zur Erweiterung des vorhandenen Wissens einschließlich des Wissens über
den Menschen, die Kultur und die Gesellschaft sowie die Verwendung dieses Wissens
mit dem Ziel, neue Anwendungsmöglichkeiten zu finden (vgl. Frascati-Handbuch
2002, § 63). Die im Zusammenhang mit dieser Arbeit anfallenden Ausgaben sind
Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Es wird unterschieden zwischen internen
und externen FuE-Ausgaben. Alle zur Durchführung von Forschung und Entwick­
lung im Inland oder innerhalb eines bestimmten Sektors einer Volkswirtschaft oder
innerhalb eines anderen Teilbereichs (Berichtseinheit) verwendeten Mittel, un­
geachtet der Finanzierungsquellen, werden als interne Ausgaben ausgewiesen (vgl.
Frascati-Handbuch 2002, §§ 358 f.). Unter externen FuE-Ausgaben werden Ausgaben
für FuE-Leistungen verstanden, die außerhalb einer Berichtseinheit (Unternehmen,
Universität, Forschungseinrichtung etc.) für diese erbracht werden (vgl. FrascatiHandbuch 2002, § 408). Hierbei handelt es sich meist um die Vergabe von Forschungs­
aufträgen an andere Unternehmen, Universitäten oder staatliche Forschungsinstitu­
tionen.
FuE-Personal
Alle direkt in FuE beschäftigten Arbeitskräfte ungeachtet ihrer Position. Dazu zählen
Forscherinnen und Forscher, technisches und vergleichbares Personal sowie sonstiges
Personal (vgl. Frascati-Handbuch 2002, §§ 294 ff.).

92

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

Habilitationen
Die Habilitation dient dem Nachweis der wissenschaftlichen Lehrbefähigung. Das
Habilitationsverfahren wird als akademisches Examen durchgeführt und umfasst
neben der Habilitationsschrift ein wissenschaftliches Gespräch („Kolloquium“) und
eine öffentliche Vorlesung.
Hochschulabschlüsse
In Deutschland gibt es folgende akademische Grade nach einer bestandenen Hoch­
schulprüfung: Bachelor, Staatsexamen, Diplom und Magister (beides auslaufend),
Master sowie Promotion.
Hochschulen
Hochschule ist ein Oberbegriff für verschiedene wissenschaftliche, wissenschaft­
lich-anwendungsorientierte, künstlerisch-wissenschaftliche oder künstlerische
Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs zur beruflichen Ausbildung, Pflege der
Wissenschaften und Künste durch Forschung und Lehre. Zu den Hochschulen zählen
Universitäten, Kunsthochschulen, Pädagogische Hochschulen, Theologische Hoch­
schulen, Gesamthochschulen, Fachhochschulen sowie Verwaltungsfachhochschulen.
Hochschulreife
siehe Hochschulzugangsberechtigung
Hochschulzugangsberechtigung
Die Zulassung zum Studium an einer deutschen Hochschule setzt eine Studien- oder
Hochschulzugangsberechtigung voraus. Voraussetzung für ein Studium an wissen­
schaftlichen Hochschulen ist die allgemeine bzw. die fachgebundene Hochschulreife
oder eine erfolgreich bestandene Begabten- bzw. Eignungsprüfung. Die beiden zuletzt
genannten Berechtigungsformen, in der amtlichen Hochschulstatistik als „Studien­
berechtigungen ohne formale Hochschulzugangsberechtigung“ bezeichnet, sind
besonders häufig bei Studierenden an Kunst- und Musikhochschulen anzutreffen. Ein
Studium an Fachhochschulen setzt die allgemeine Hochschulreife bzw. die Fachhoch­
schulreife oder Begabten- bzw. Eignungsprüfungen voraus.
iABE – Integrierte Ausbildungsberichterstattung
Die integrierte Ausbildungsberichterstattung führt verschiedene amtliche Daten
zusammen, um einen Überblick über den Verbleib der jungen Menschen sowie die

GloSSAr

93

Nutzung der beruflich qualifizierenden Bildungsangebote nach dem Verlassen der 

allgemeinbildenden Schule zu erhalten.

Ein umfassendes System von (Bildungs-)Sektoren und Konten (Qualifizierungswege) 

beschreibt die Qualifizierungsangebote nach der Sekundarstufe I. Dem Ausbildungs­
geschehen werden vier (Bildungs-)Sektoren zugeordnet:

„Berufsausbildung“ (Ziel: Vollqualifizierender Berufsabschluss): Mit einer abgeschlosse­
nen Berufsausbildung wird ein entscheidender Grundstein für die Einmündung und 

den Verbleib in Beschäftigung sowie deren Gestaltung gelegt.

„Integration in Berufsausbildung (Übergangsbereich)“ (Ziel: Berufsausbildung): Inte­
grationsmaßnahmen dienen der Vorbereitung und Hinführung von Jugendlichen zur 

Berufsausbildung. Dazu wird ein breites Spektrum an Programmen und Maßnahmen 

angeboten, welches meist aus öffentlichen Mitteln finanziert ist.

„Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung“ (Ziel: Hochschulzugangsberechtigung –

HZB): Mit dem Erwerb der HZB wird die Möglichkeit geschaffen, ein Studium oder 

eine Berufsausbildung aufzunehmen.

„Studiengänge“ (Ziel: Hochschulabschluss): Mit dem Erwerb eines Hochschulab­
schlusses wird das Fundament für eine hoch qualifizierte berufliche Tätigkeit gelegt.

Innovationen
Innovationen sind neue oder merklich verbesserte Produkte oder Dienstleistungen,
die auf dem Markt eingeführt worden sind (Produktinnovationen) sowie neue oder
verbesserte Verfahren, die neu eingesetzt werden (Prozessinnovationen) (vgl. OsloHandbuch 2005, §§ 156 und 163).
ISCED 97 – International Standard Classification of Education (Internationale Stan­
dardklassifikation des Bildungswesens)
ISCED wurde Anfang der 1970er von der UNESCO mit dem Ziel entwickelt, einen
einheitlichen Rahmen für die Sammlung und Darstellung von Bildungsstatisti­
ken zur Verfügung zu stellen und damit Vergleiche sowohl auf internationaler als
auch auf nationaler Ebene zu erleichtern bzw. überhaupt erst zu ermöglichen. Die
Klassifikation von 1975 wurde 1997 überarbeitet (ISCED 97) und bildet seitdem alle
organisierten Lernprozesse ab (siehe Tabelle am Ende des Glossars). Diese Klassifi­
kation wurde 2011 erneut überarbeitet (ISCED 2011), Daten stehen aber erst ab 2015
zur Verfügung.

94

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

Länderkürzel (Bundesländer):
BW = Baden-Württemberg
BY = Bayern
BE = Berlin
BB = Brandenburg
HB = Bremen
HH = Hamburg
HE = Hessen
MV = Mecklenburg-Vorpommern

NI = Niedersachsen
NW = Nordrhein-Westfalen
RP = Rheinland-Pfalz
SL = Saarland
SN = Sachsen
ST = Sachsen-Anhalt
SH = Schleswig-Holstein
TH = Thüringen

Master
Der Master ist der zweite akademische Grad, den Studierende an Hochschulen als
Abschluss einer wissenschaftlichen Ausbildung erlangen können. Er wird nach
einem ein- bis zweijährigen Vollzeit- oder berufsbegleitenden Studium verliehen.
Studienvoraussetzung ist ein Bachelor- oder der Abschluss in einem traditionellen,
einstufigen Studiengang (Magister, Diplom, Erstes Staatsexamen in Rechtswissen­
schaften oder Lehramtsstudium; Abschluss in Medizin). Je nach Ausrichtung kann ein
Masterstudiengang der wissenschaftlichen Vertiefung des vorherigen Studiums oder
der Erschließung neuer Wissensgebiete dienen.
Meisterprüfungen
siehe Fortbildungs-/Meisterprüfungen
OECD – Organisation for Economic Co-operation and Development (Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
Die OECD ist ein Forum, in dem die Regierungen von 34 Staaten, überwiegend
Industriestaaten, zusammenarbeiten, um den mit der Globalisierung der Weltwirt­
schaft verbundenen Herausforderungen im Wirtschafts-, Sozial-, Umwelt- und
Governance-Bereich zu begegnen bzw. deren Chancen zu nutzen. Satzungsgemäße
Ziele der OECD sind es, zu einer optimalen Wirtschaftsentwicklung und einem
steigenden Lebensstandard in ihren Mitgliedstaaten beizutragen, in ihren Mitglied­
staaten und den Entwicklungsländern das Wirtschaftswachstum zu fördern und eine
Ausweitung des Welthandels zu begünstigen.
Staatlich finanzierte FuE-Ausgaben
Alle von Bund und Ländern finanzierten FuE-Ausgaben, unabhängig davon, in wel­
chem Sektor die Forschung und Entwicklung durchgeführt wird.

GloSSAr

95

Studienanfänger/-innen
Studienanfänger/-innen sind Studierende im ersten Hochschulsemester (Erstimma­
trikulierte) oder im ersten Semester eines bestimmten Studiengangs (Fachsemester).
Studienanfängerquote
Sie ist der Anteil der Studienanfänger/-innen im ersten Hochschulsemester an der
Bevölkerung des entsprechenden Alters. Die Quote ist ein wichtiger Indikator für die
Hochschulplanung.
Studienberechtigtenquote
Der Anteil der studienberechtigten Schulabgänger/-innen an der altersspezifischen
Bevölkerung. Zu den studienberechtigten Schulabgängerinnen/-abgängern zählen
Schulentlassene des allgemeinen und beruflichen Schulwesens mit allgemeiner
Hochschulreife (einschließlich der fachgebundenen Hochschulreife).
Studierquote
Die Studierquote ist der Anteil der Schulabgänger/-innen eines Abschlussjahrgangs,
der bereits ein Studium aufgenommen hat oder fest entschlossen ist, es noch aufzu­
nehmen. Die Berechnung basiert auf der jeweiligen repräsentativen Erhebung des
Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (ehemals HISInstitut für Hochschulforschung). Ergänzend zu dieser (Brutto-)Studierquote (sichere
Aufnahme eines Studiums) kann auch die Gruppe derjenigen berücksichtigt werden,
die sich bezüglich einer Studienaufnahme noch unsicher sind oder ein Studium als
Alternative in Erwägung ziehen. Hierdurch wird dann die Maximalquote berechnet.
Vollzeitäquivalent
Bemessungseinheit für die Vollzeitbeschäftigung einer Arbeitskraft in einem
bestimmten Zeitraum. Diese Einheit dient zum Beispiel dazu, die Arbeitszeit der
nur teilweise in FuE Beschäftigten (einschließlich der Teilzeitbeschäftigten) auf
die Arbeitszeit einer voll in FuE beschäftigten Person umzurechnen (vgl. FrascatiHandbuch 2002, §§ 331 ff.).
Wissenschaftliches und künstlerisches Personal
Zu dieser Personalgruppe an Hochschulen gehören vor allem Akademische Rätin­
nen/Räte, Oberrätinnen/Oberräte und Direktorinnen/Direktoren sowie wissen­
schaftliche und künstlerische Mitarbeiter/-innen im Angestelltenverhältnis.

96

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

Wissenschaftsausgaben
Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) sowie Ausgaben für wissenschaft­
liche Lehre und Ausbildung und sonstige verwandte wissenschaftliche und techno­
logische Tätigkeiten insgesamt werden als Wissenschaftsausgaben bezeichnet. Zu
Letzteren gehören zum Beispiel wissenschaftliche und technische Informations­
dienste, Datensammlung für allgemeine Zwecke, Untersuchungen über die Durch­
führbarkeit technischer Projekte (demgegenüber sind Durchführbarkeitsstudien von
Forschungsvorhaben jedoch Teil von FuE) und das Erarbeiten von Grundlagen für
Entscheidungshilfen für Politik und Wirtschaft.

GloSSAr

97

Zuordnung nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 – [1/4]1
ISCED-Stufe

Bildungsgänge

0 Elementarbereich

- Kindergärten
- Vorklassen
- Schulkindergärten

1 Primarbereich

- Grundschulen
- Integrierte Gesamtschulen (1.-4. Klasse)
- Freie Waldorfschulen (1.-4. Klasse)
- Förderschulen (1.-4. Klasse)

2 Sekundarbereich I
2A Programme, die Zugang zu ISCED
3A oder 3B vermitteln
- allgemeinbildend

- Hauptschulen
- Schulartunabhängige Orientierungsstufen
- Realschulen
- Förderschulen (5.-10. Klasse)
- Schularten mit mehreren Bildungsgängen
- Gymnasien (5.-9./10. Klasse)2
- Integrierte Gesamtschulen (5.-9./10. Klasse)2
- Freie Waldorfschulen (5.-10. Klasse)
- Abendhauptschulen
- Abendrealschulen
- Berufsaufbauschulen
- Allgemeinbildende Programme an
Berufsfachschulen bzw. Schüler/-innen an
Berufsschulen ohne Ausbildungsvertrag zur Erfüllung
der Schulpflicht zum Erwerb von Abschlüssen der
Sekundarstufe I

2B Berufsvorbereitende/berufliche
Programme
- berufsvorbereitend
- berufliche Programme, die
Zugang zu ISCED 3B vermitteln

Berufsvorbereitende Programme (an Berufsfachschulen,
Berufsvorbereitungsjahr bzw. Schüler/-innen an
Berufsschulen ohne Ausbildungsvertrag)

2C Programme, die keinen Zugang zu
ISCED 3 vermitteln, die auf den
direkten Eintritt in den
Arbeitsmarkt vorbereiten

-

1) Stand: Schuljahr 2008/2009.
2) Für G8-Programme an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen beginnt die dreijährige Oberstufe in der
10. Klasse (Einführungsstufe).
3) Ab 2008/2009 einschließlich der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (früher: Berufsakademien, die in
ISCED 5B nachgewiesen wurden).
Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2014, Anhang A3

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

98

Zuordnung nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 – [2/4]1
ISCED-Stufe

Bildungsgänge

3 Sekundarbereich II
3A Programme, die Zugang zu ISCED
5A vermitteln
- allgemeinbildend

- Gymnasien (Oberstufe)2
- Integrierte Gesamtschulen (Oberstufe)2
- Freie Waldorfschulen (11.-13. Klasse)
- Förderschulen (11.-13. Klasse)
- Fachoberschulen – zweijährig
- Fachgymnasien
- Berufsfachschulen, die eine Studienberechtigung
vermitteln

3B Programme, die Zugang zu ISCED
5B vermitteln
- beruflich

- Berufsgrundbildende Programme mit Anrechnung
auf das erste Lehrjahr (an Berufsfachschulen,
Berufsgrundbildungsjahr)
- Berufsschulen (Duales System)
- Berufsfachschulen, die einen voll qualifizierenden
Berufsabschluss vermitteln (ohne: Gesundheits- und
Sozialberufe, Erzieherausbildung)
- Einjährige Programme in Gesundheitsberufen (an
Berufsfachschulen bzw. Schulen des
Gesundheitswesens)

3C Programme, die keinen Zugang zu
ISCED 5 vermitteln, die auf den
direkten Eintritt in den Arbeitsmarkt
oder auf Programme in ISCED 3 und
4 vorbereiten

- Beamtenanwärter/-innen im mittleren Dienst

1) Stand: Schuljahr 2008/2009.
2) Für G8-Programme an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen beginnt die dreijährige Oberstufe in der
10. Klasse (Einführungsstufe).
3) Ab 2008/2009 einschließlich der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (früher: Berufsakademien, die in
ISCED 5B nachgewiesen wurden).
Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2014, Anhang A3

GloSSAr

99

Zuordnung nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 – [3/4]1
ISCED-Stufe

Bildungsgänge

4 Post-sekundarer, nicht-tertiärer
Bereich
4A Programme, die Zugang zu ISCED
5A vermitteln

- Abendgymnasien
- Kollegs
- Fachoberschulen – einjährig
- Berufs-/Technische Oberschulen
- Kombination aus einem allgemeinbildenden
Programm (ISCED 3A) und einem berufsbildenden
Programm (ISCED 3B)
- Studienberechtigung, dann Berufsschulen
(Duales System)
- Studienberechtigung, dann Berufsfachschulen, die
einen Berufsabschluss vermitteln
- Berufsschulen (Duales System), dann
Studienberechtigung
- Berufsfachschulen, die einen Berufsabschluss
vermitteln, dann Studienberechtigung
- Gleichzeitiger Erwerb von Studienberechtigung
und Berufsabschluss (an Berufsfachschulen und
teilweise an Fachgymnasien)

4B Programme, die Zugang zu ISCED
5B vermitteln

- Kombination aus zwei berufsbildenden Programmen
in ISCED 3B
- Berufsschulen (Duales System), dann
Berufsfachschulen, die einen Berufsabschluss
vermitteln
- Berufsfachschulen, die einen Berufsabschluss
vermitteln, dann Berufsschulen (Duales System)
- Zwei Berufsausbildungen im Dualen System nacheinander
- Umschüler/-innen an Berufsschulen (Duales System)

4C Programme, die keinen Zugang zu
ISCED 5 vermitteln, die auf den
direkten Eintritt in den Arbeitsmarkt
vorbereiten

-

1) Stand: Schuljahr 2008/2009.
2) Für G8-Programme an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen beginnt die dreijährige Oberstufe in der
10. Klasse (Einführungsstufe).
3) Ab 2008/2009 einschließlich der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (früher: Berufsakademien, die in
ISCED 5B nachgewiesen wurden).
Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2014, Anhang A3

BIldunG und ForScHunG In ZAHlEn 2015

100

Zuordnung nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 – [4/4]1
ISCED-Stufe

Bildungsgänge

5 Tertiärbereich
5A

- Universitäten
- Pädagogische Hochschulen
- Theologische Hochschulen
- Gesamthochschulen
- Kunsthochschulen
- Fachhochschulen3

5B

- Fachschulen
- Fachakademien (Bayern)
- Berufsakademien
- Verwaltungsfachhochschulen
- Zwei- oder dreijährige Programme in Gesundheitsund Sozialberufen bzw. Erziehungsausbildung (an
Berufsfachschulen bzw. Schulen des
Gesundheitswesens)

6 Weiterführende
Forschungsprogramme

- Promotionsstudium

Programme, die keinem Level
zugeordnet werden können

Überwiegend geistig behinderte Schüler/-innen an
Förderschulen, die keinem Bildungsbereich zugeordnet
werden können

1) Stand: Schuljahr 2008/2009.
2) Für G8-Programme an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen beginnt die dreijährige Oberstufe in der
10. Klasse (Einführungsstufe).
3) Ab 2008/2009 einschließlich der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (früher: Berufsakademien, die in
ISCED 5B nachgewiesen wurden).
Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2014, Anhang A3

Impressum
Herausgeber
Bundesministerium
für Bildung und Forschung (BMBF)
Referat Statistik, Internationale
Vergleichsanalysen
­
53170 Bonn / 11055 Berlin
Bestellungen
schriftlich an
Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09
18132 Rostock
E-Mail: publikationen@bundesregierung.de
Internet: http://www.bmbf.de
oder per
Tel.: 030 18 272 272 1
Fax: 030 18 10 272 272 1
Stand
Juni 2015
Druck
BMBF
Redaktion, Gestaltung
Deutsches Zentrum für Hochschul- und
Wissenschaftsforschung, Hannover
(www.dzhw.eu)
Bildnachweis
Titelbild, Seiten 4, 10, 23, 28, 36, 45, 76: Thinkstock; Seite 2: Presse- und Informationsamt
der Bundesregierung, Steffen Kugler ; Seite 17:
Royalty-Free/Corbis; Seite 59: BananaStock
Ltd; Seite 70: Image Source Pink/Getty Images
Text
BMBF

QR-Code zum Daten-Portal
www.datenportal.bmbf.de

Diese Druckschrift wird im Rahmen
der Öffentlichkeitsarbeit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
unentgeltlich abgegeben. Sie ist nicht zum
gewerblichen Vertrieb bestimmt. Sie darf
weder von Parteien noch von Wahlwerberinnen/Wahlwerbern oder Wahlhelferinnen/Wahlhelfern während eines Wahlkampfes zum Zwecke der Wahlwerbung
verwendet werden. Dies gilt für Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen
sowie für Wahlen zum Europäischen Parlament. Missbräuchlich sind insbesondere
die Verteilung auf Wahlveranstaltungen
und an Informationsständen der Parteien
sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen oder
Werbemittel. Untersagt ist gleichfalls die
Weitergabe an Dritte zum Zwecke der Wahlwerbung. Unabhängig davon, wann, auf
welchem Weg und in welcher Anzahl diese
Schrift der Empfängerin/dem Empfänger
zugegangen ist, darf sie auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl
nicht in einer Weise verwendet werden,
die als Parteinahme der Bundesregierung
zugunsten einzelner politischer Gruppen
verstanden werden könnte.

www.bmbf.de
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.