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Full text: Bildung und Forschung in Zahlen Issue 2014

Bildung und Forschung in
Zahlen 2014
Ausgewählte Fakten aus dem Daten-Portal des BMBF
www.datenportal.bmbf.de

HIGHTECH-STRATEGIE

Bildung und Forschung in
Zahlen 2014
Ausgewählte Fakten aus dem Daten-Portal des BMBF
www.datenportal.bmbf.de

HIGHTECH-STRATEGIE

VorBeMerkung

Vorbemerkung
Exzellente Bildung, Qualifizierung, Wissenschaft und Forschung sind Grundvor­
aussetzungen für den bisherigen, aber auch zukünftigen Erfolg Deutschlands im
internationalen Wettbewerb. Bildung und Qualifizierung sind der Schlüssel für
gesellschaftliche Teilhabe und Integration jeder und jedes Einzelnen. Zugleich
sind sie die beste Vorsorge gegen den Fachkräftemangel. Ohne gut ausgebildete
Fachkräfte sowie exzellente Forscherinnen und Forscher, Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler ist eine hohe Innovationskraft nicht denkbar.
Die Qualität des Bildungssystems sowie des Wissenschafts-, Forschungs- und
Innovationssystems hat wesentlich dazu beigetragen, dass Deutschland die
Wirtschafts- und Finanzkrise so erfolgreich und ohne Einbruch am Arbeitsmarkt
meistern konnte. Die Bundesregierung setzt deshalb auch weiterhin ihre Priori­
täten auf Bildung, Wissenschaft und Forschung. Sie stellt in der 18. Legislaturperiode hierfür zusätzlich 9 Milliarden Euro zur Verfügung.
Um die Politik in Bildung, Forschung und Innovation sachgerecht führen zu
können, ist ein Gerüst verlässlicher Daten und Informationen notwendig. Hierzu
zählen neben konkreten Informationen zu den unterschiedlichen Bildungs- und
Forschungsbereichen auch Angaben zu den Ausgaben des Bundes und der Län­
der. Die in dieser Broschüre zusammengestellten Daten und Fakten aus Bildung
und Forschung weisen bildungs- und forschungspolitische Basisinformationen
für einen schnellen Überblick aus. Das Internet ermöglicht darüber hinaus,
detailliertere Daten mit langen Zeitreihen auszuweisen. Auf den Webseiten des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung sind diese unter
www.datenportal.bmbf.de
aktuell zur Verfügung gestellt. Die Eingabe von Schlagwörtern sowie die vorhan­
denen Navigationshilfen erleichtern die Recherche. Es kann zwischen verschie­
denen Ausgabeformaten gewählt werden.

InhAltsVerzeIchnIs

1

Inhaltsverzeichnis
0 Gesamtübersichten und Strukturdaten .................................................................................................... 2

1 Forschung und Innovation ................................................................................................................................................ 7

2 Bildung ................................................................................................................................................................................................................26

2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7

Bildungsfinanzen ..............................................................................................................................................................................28
	
Elementarbereich .............................................................................................................................................................................32

Schulen ..............................................................................................................................................................................................................33

Berufliche Schulen ..........................................................................................................................................................................41

Hochschulen .............................................................................................................................................................................................49
	
Ausbildungsförderung (BAföG), Aufstiegsförderung (AFBG)....................................65
	
Weiterbildung .........................................................................................................................................................................................67
	

3 Internationaler Vergleich .................................................................................................................................................73

3.1
3.2

Forschung und Innovation ...............................................................................................................................................75
	
Bildung ...............................................................................................................................................................................................................78
	

4 Glossar ..................................................................................................................................................................................................................84


2

gesAMtüBersIchten unD strukturDAten

0 Gesamtübersichten und Strukturdaten
	
Zur besseren Einschätzung und zum besseren Verständnis der in den Kapiteln
Forschung und Innovation sowie Bildung im Detail aufgeführten Tabellen und
Grafiken werden dieser Broschüre drei übergreifende Tabellen vorangestellt. In
diesen Strukturdaten sind allgemeine Informationen zur Bevölkerungsentwick­
lung für ganz Deutschland sowie differenziert nach den 16 Ländern aufgeführt.
Das Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft liefert einen allgemeinen
Überblick über die nationalen Ausgaben in diesen Bereichen.

3

gesAMtüBersIchten unD strukturDAten

Bild 1

Strukturdaten für Deutschland (2008-2012)



Bevölkerung1
Erwerbstätige2
Arbeitslose
darunter
ohne abgeschlossene
Berufsausbildung
mit betrieblicher/
schulischer Ausbildung3
mit Fachhochschul­
abschluss
mit Universitäts­
abschluss
Schüler/-innen6
Auszubildende
Studierende
Bruttoinlandsprodukt
(in Milliarden Euro)

2008

2009

2010

2011

2012

in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
q

82.002
51,0 %
38.734
45,3 %
3.258
7,8 %

81.802
51,0 %
38.662
45,8 %
3.415
8,1 %

81.752
50,9 %
38.938
45,9 %
3.238
7,7 %

80.328
51,2 %
39.869
46,1 %
2.976
7,1 %

80.524
51,1 %
40.161
46,0 %
2.897
6,8 %

in Tsd.4
q5
in Tsd.4
q5
in Tsd.4
q5
in Tsd.4
q5
in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w

1.337
20,1 %
1.569
6,0 %
56
2,1 %
119
2,7 %
11.830
48,2 %
1.613
39,6 %
2.026
47,8 %

1.429
21,9 %
1.688
6,6 %
67
2,8 %
97
2,3 %
11.675
48,2 %
1.571
39,9 %
2.121
47,8 %

1.333
20,7 %
1.611
5,8 %
73
2,7 %
103
2,3 %
11.485
48,2 %
1.508
39,8 %
2.218
47,8 %

1.274
19,6 %
1.432
5,1 %
67
2,5 %
100
2,2 %
11.291
48,1 %
1.461
39,3 %
2.381
47,3 %

1.213
19,0 %
1.320
5,0 %
66
2,5 %
104
2,4 %
11.114
48,0 %
1.430
39,0 %
2.499
47,4 %

2.474

2.374

2.495

2.610

2.666

Erläuterung der Abkürzungen: Tsd. = Tausend; w = Anteil weiblich; q = Arbeitslosenquote.

1) Ab 2011 vorläufige Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011.

2) Ergebnis des Mikrozensus.

3) Betriebliche Berufsausbildung und Berufsfachschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung an Fach-, Techniker-

und Meisterschulen.

4) Bruch in der Zeitreihe zwischen 2008 und 2009. Die Daten für 2008 stammen vom Institut für Arbeitsmarkt- und

Berufsforschung, ab 2009 stammen sie von der Bundesagentur für Arbeit. Siehe auch Fußnote 5.

5) Nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aufgrund der Verwendung anderer 

Basiswerte bestehen Abweichungen von der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit.

6) Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 1 Reihe 4.1.1; Fachserie 11 Reihen 1, 2, 3, 4.1; Fachserie 18 Reihe 1.1;

GENESIS-Online Datenbank, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes); Bundesagentur für Arbeit (Arbeitslosigkeit

im Zeitverlauf, Sonderauswertung und Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-1
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/0.1

4

gesAMtüBersIchten unD strukturDAten

Bild 2

Strukturdaten der Länder (2012) – [1/2]


BW

Bevölkerung1
Erwerbstätige2
Arbeitslose
darunter
ohne abgeschlossene
Berufsausbildung

in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
q

in Tsd.
w
mit betrieblicher/schu- in Tsd.
lischer Ausbildung3
w
in Tsd.
mit Fachhochschulabschluss
w
in Tsd.
mit Universitätsabschluss
w
in
Tsd.
Schüler/-innen4
w
in Tsd.
Auszubildende
w
in Tsd.
Studierende
w
Bruttoinlandsprodukt
(in Milliarden Euro)

BY

10.569 12.520

BE

BB

HB

3.375

2.450

655

HH

HE

MV

1.734

6.016

1.600

50,9 % 50,9 % 51,3 % 50,8 % 51,3 % 51,5 % 51,1 % 50,8 %
5.568

6.606

1.661

1.234

303

913

3.026

764

46,0 % 45,8 % 47,4 % 47,0 % 46,5 % 47,2 % 46,0 % 46,9 %
222
3,9 %
95

37

70

3,7 % 12,3 % 10,2 % 11,2 %

249

7,5 %

104

215

107

136

32

22

38

178

102

5,7 % 12,0 %
83

22

50,4 % 49,4 % 43,4 % 44,4 % 46,3 % 44,1 % 48,6 % 42,9 %
90

120

82

86

11

25

65

69

47,3 % 46,0 % 41,9 % 45,6 % 43,4 % 43,4 % 44,7 % 44,6 %
6

6

7

4

1

2

4

2

42,9 % 42,9 % 47,4 % 47,6 % 47,9 % 48,4 % 40,8 % 47,7 %
9

12

16

3

2

5

7

2

51,1 % 51,7 % 52,1 % 49,2 % 51,3 % 53,0 % 48,8 % 52,9 %
1.576

1.693

413

267

92

240

841

171

47,8 % 47,7 % 48,9 % 48,3 % 47,6 % 48,3 % 47,9 % 48,5 %
199

250

45

30

15

34

103

22

39,7 % 39,7 % 44,3 % 36,1 % 43,2 % 43,4 % 39,2 % 38,0 %
333

333

160

52

35

91

215

40

46,5 % 48,3 % 49,1 % 50,6 % 46,6 % 48,6 % 46,4 % 49,3 %
396

474

105

57

28

95

228

37

Erläuterung der Abkürzungen: Tsd. = Tausend; w = Anteil weiblich; q = Arbeitslosenquote; Länderabkürzungen siehe

Glossar.

1) Vorläufige Ergebnisse des Zensus 2011.

2) Ergebnis des Mikrozensus.

3) Betriebliche Berufsausbildung und Berufsfachschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung an Fach-, Techniker-

und Meisterschulen.

4) Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 1 Reihe 4.1.1; Fachserie 11 Reihen 1, 2, 3, 4.1; GENESIS-Online Datenbank,

Fortschreibung des Bevölkerungsstandes); Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Volkswirtschaftliche

Gesamtrechnungen, Internet-Angebot: www.vgrdl.de); Bundesagentur für Arbeit (Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf und

Sonderauswertung)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-2
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/0.2

5

gesAMtüBersIchten unD strukturDAten

Bild 2

Strukturdaten der Länder (2012) – [2/2]


NI

Bevölkerung1
Erwerbstätige2
Arbeitslose
darunter
ohne abgeschlossene
Berufsausbildung

in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
q

in Tsd.
w
mit betrieblicher/schu- in Tsd.
lischer Ausbildung3
w
in Tsd.
mit Fachhochschulabschluss
w
in Tsd.
mit Universitätsabschluss
w
in
Tsd.
Schüler/-innen4
w
in Tsd.
Auszubildende
w
in Tsd.
Studierende
w
Bruttoinlandsprodukt
(in Milliarden Euro)

NW

7.779 17.554

RP

SL

3.990

994

SN

ST

SH

TH

4.050

2.259

2.807

2.170

51,0 % 51,3 % 51,0 % 51,4 % 51,1 % 51,1 % 51,3 % 50,8 %
3.820

8.322

1.970

469

1.944

1.082

1.379

1.098

45,7 % 45,6 % 45,8 % 44,8 % 46,5 % 46,9 % 46,3 % 46,2 %
265

733

111

34

6,6 %

8,1 %

5,3 %

6,7 %

120

383

54

18

137

100

99

9,8 % 11,5 %

208

6,9 %

8,5 %

45

18

42

30

47,7 % 47,4 % 49,1 % 48,3 % 42,5 % 44,0 % 45,5 % 44,4 %
112

255

48

14

140

89

47

69

46,5 % 44,4 % 44,6 % 44,2 % 46,7 % 47,2 % 45,1 % 47,7 %
5

12

2

1

6

3

2

3

43,5 % 42,4 % 42,5 % 36,4 % 48,5 % 49,3 % 41,4 % 46,9 %
8

20

3

1

7

3

3

3

51,8 % 48,9 % 51,5 % 48,6 % 50,6 % 49,4 % 51,8 % 49,2 %
1.163

2.665

558

130

436

230

407

234

48,0 % 48,0 % 47,7 % 47,8 % 49,4 % 48,4 % 48,0 % 48,8 %
152

326

73

19

51

32

52

29

38,5 % 38,1 % 37,5 % 38,3 % 37,3 % 35,9 % 39,8 % 35,4 %
170

645

121

28

113

56

55

53

47,6 % 46,5 % 50,3 % 48,7 % 44,9 % 49,3 % 46,9 % 48,4 %
234

587

119

32

97

53

77

50

Erläuterung der Abkürzungen: Tsd. = Tausend; w = Anteil weiblich; q = Arbeitslosenquote; Länderabkürzungen siehe

Glossar.

1) Vorläufige Ergebnisse des Zensus 2011.

2) Ergebnis des Mikrozensus.

3) Betriebliche Berufsausbildung und Berufsfachschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung an Fach-, Techniker-

und Meisterschulen.

4) Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 1 Reihe 4.1.1; Fachserie 11 Reihen 1, 2, 3, 4.1; GENESIS-Online Datenbank,

Fortschreibung des Bevölkerungsstandes); Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Volkswirtschaftliche 

Gesamtrechnungen, Internet-Angebot: www.vgrdl.de); Bundesagentur für Arbeit (Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf und

Sonderauswertung)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-2
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/0.2

6

Bild 3

gesAMtüBersIchten unD strukturDAten

Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft1 nach Bereichen
in Milliarden Euro und in Relation zum BIP (2008-2012)

Bereich

A+B

C

D

A+B+
C+D

20082

2009

2010

2011

2012

Mrd.
153,9 164,6 173,1 175,7 177,0
Euro
Bildungsbudget insgesamt
Anteil
6,2 % 6,9 % 6,9 % 6,7 % 6,6 %
am BIP
Mrd.
66,5
67,0
69,9
75,5
79,5
Euro
Forschung und Entwicklung4
Anteil
2,7 % 2,8 % 2,8 % 2,9 % 3,0 %
am BIP
Mrd.
4,9
5,1
5,0
5,1
5,1
Euro
Sonstige Bildungs- und
Wissenschaftsinfrastruktur
Anteil
0,2 % 0,2 % 0,2 % 0,2 % 0,2 %
am BIP
Mrd.
214,2 224,8 235,4 242,8 247,4
Euro
Budget für Bildung,
Forschung und Wissenschaft5 Anteil
8,6 % 9,5 % 9,4 % 9,3 % 9,3 %
am BIP
3

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt; Mrd. = Milliarden.

1) Durchführungsrechnung, Abgrenzung nach dem Konzept 2009, Werte 2012 vorläufige Berechnungen.

2) Abgrenzung nach dem Konzept 2008, daher eingeschränkte Vergleichbarkeit.

3) Für eine differenzierte Ansicht der Bildungsbereiche siehe Bild 19.

4) Berechnet nach den Methoden der Forschungs- und Entwicklungsstatistik (gemäß OECD-Meldung/Frascati-

Handbuch).

5) Das Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft wurde konsolidiert um die Ausgaben für „Forschung und

Entwicklung an Hochschulen“, da diese Position sowohl in A als auch in C enthalten ist.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Bildungsfinanzbericht 2013, Tabelle 2.2-1 und 2.3-1; Budget für Bildung, Forschung

und Wissenschaft 2008/2009, 2009/2010 und 2011/2012) 

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-3
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.9.1

Forschung unD InnoVAtIon

7

1 Forschung und Innovation
Forschung, Entwicklung und Innovation sind die Grundlagen für Deutschlands
Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit. Zukunftsfähige Lösungen für umwelt­
freundliche Energie, leistungsfähige Gesundheitsversorgung, nachhaltige Mobili­
tät, sichere Kommunikation und einen sicheren Produktionsstandort Deutsch­
land können ohne Fortschritte in Wissenschaft und Technik nicht entwickelt
werden. Die Herausforderungen, vor denen Deutschland steht, betreffen auch
andere Länder in Europa und der ganzen Welt.
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland sind seit
2008 signifikant gestiegen, dabei werden circa zwei Drittel der Aufwendungen
von der Wirtschaft getragen. Staat und Wirtschaft haben ihre Ausgaben im Jahr
2012 auf insgesamt 79,4 Milliarden Euro erhöht. Dies entspricht einem Anteil am
Bruttoinlandsprodukt von 2,98 %, d. h. das 3 %-Ziel der Strategie Europa 2020
wurde praktisch erreicht. Deutschland gehört damit zu einer Spitzengruppe von
Ländern mit einer sehr hohen Intensität in Forschung und Entwicklung, nur
Schweden, Finnland, Japan, Israel und Korea investieren mehr.
Diese Ausgaben zahlen sich aus: Beispielsweise gehört Deutschland beim Export
von forschungsintensiven Gütern mit einem Anteil von rund 12 % am Welthan­
delsvolumen zu den Spitzenreitern. Von den zehn forschungsstärksten Unter­
nehmen Europas kommen fünf aus Deutschland. Die FuE- und Innovations­
beteiligung der deutschen Unternehmen gehört zu den stärksten in Europa. Der
Anteil der Unternehmen im Jahr 2010, die neue Produkte oder Dienstleistungen
eingeführt haben, ist mit 42 % höher als in allen anderen EU-Mitgliedstaaten.
Damit Deutschland auch in Zukunft ein hoch attraktiver Wissenschafts-, For­
schungs- und Innovationsstandort bleibt, wird die Bundesregierung strukturell
nachhaltige Maßnahmen wie z. B. den Pakt für Forschung und Innovation, die
Exzellenzinitiative oder den Hochschulpakt fortführen. Mit der Weiterentwick­
lung der Hightech-Strategie für Deutschland und der Internationalisierungsstra­
tegie werden weitere wichtige Weichenstellungen für Deutschlands Zukunft
vorgenommen.

8

Forschung unD InnoVAtIon

Weitere Informationen
Web-Portal:
• Hightech-Strategie (www.hightech-strategie.de)
Publikation:
• Bundesbericht Forschung und Innovation 2014 (www.bmbf.de/de/22744.php)

Der weitere Ausbau von Forschung und Innovation ist die Voraussetzung für
die Zukunft des Standorts Deutschland. Die Bundesregierung hat konsequent
die Prioritäten auf Forschung und Entwicklung gelegt. Von 2005 bis zum Jahr
2013 hat sie ihre Ausgaben in diesem Bereich um über 50 % auf knapp 14,5
Milliarden Euro (Soll 2013) gesteigert.

9

Forschung unD InnoVAtIon

37,7
15,8
0,2
2,1

41,9
16,9
0,2
2,5

44,3
19,9
0,2
2,6

49,6
22,5
0,3
3,2

50
45
40
35
30
25
20
15
10
5
0

Bruttoinlandsausgaben für Forschung und Entwicklung (BAFE)
nach finanzierenden Sektoren in Milliarden Euro (Durchführungsbetrachtung) und Anteil der BAFE am Bruttoinlandsprodukt
(2003-2012)

36,1
17,0
0,2
1,2

Bild 4

2003

2005

2007

2009

2011

Wirtschaft

Staat

Private Institutionen ohne Erwerbszweck

BAFE in % des BIP
3,0
2,8
2,6

2,82
2,54

2,51

2,53

2003

2005

2007

2,89

2012
Ausland

2,98

2,4
2,2
2,0

2009

2011

20121

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt.
1) Schätzung.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 1 bzw. Abb. 1 und 2; Daten: Stifterverband Wissenschaftsstatistik; Statistisches Bundesamt; Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-4
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.1

10

Forschung unD InnoVAtIon

Bild 5

FuE-Ausgaben der Bundesrepublik Deutschland und ihre
Finanzierung in Millionen Euro (1983-2011)

80.000

Private Institutionen ohne Erwerbszweck
Bund und Länder
Wirtschaft

70.000
60.000
50.000
40.000
30.000
20.000
10.000
0
'83

'85

'87

'89

'91

'93

'95

'97

'99

'01

'03

'05

'07

'09

'11

Anteil der Finanzierung durch Bund und Länder in % des öffentlichen
Gesamthaushalts
3,4
3,2

3,3

3,3

3,2
2,7

'83

'85

'87

'89

'91

'93

2,6

2,6

'95

'97

2,7

'99

2,8

2,8

'01

'03

2,7

'05

3,0

3,0

'09

'11

2,8

'07

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 2; Daten: Statistisches Bundesamt; Stifterverband
Wissenschaftsstatistik; Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-5
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.2

11

Forschung unD InnoVAtIon

Bild 6

Regionale Aufteilung der FuE-Ausgaben der Bundesrepublik
Deutschland insgesamt (Durchführung von FuE) in Millionen Euro
(2011)
Saarland

471

Mecklenburg-Vorpommern

741

Bremen

751

Sachsen-Anhalt

769

Brandenburg

954

Schleswig-Holstein

1.078

Thüringen

1.081

Hamburg
Rheinland-Pfalz
Sachsen
Berlin
Niedersachsen
Hessen
Nordrhein-Westfalen
Bayern

2.098
2.384
2.785
3.606
6.463
6.827
11.543
14.403

Baden-Württemberg

19.462

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 3; Daten: Statistisches Bundesamt, Stifterverband
Wissenschaftsstatistik, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-6
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.3

12

Bild 7


Forschung unD InnoVAtIon

Regionale Ausgaben für Forschung und Entwicklung (2011)
SH
MV

1,43 0,33
HH
HB

2,09 0,60

2,24 0,37
BE

2,79 0,46

NI
ST

2,88 0,39

1,49 0,53

NW
2,02 0,35

BB
1,69 0,36
SN

HE

TH
2,92 0,55

2,23 0,59
RP

3,56 0,57

3,02 0,32

2,07 0,40
1,49 0,39
SL

BY
BW
3,16 0,37
5,08 0,38

Ausgaben für FuE

Gesamtausgaben im Land
(Durchführung)
Gesamtausgaben in % am BIP des Landes
< 500 Millionen Euro
(Durchführung)
500-1.000 Millionen Euro
Ausgaben der Länder in % am BIP des Landes
(Finanzierung)
> 1.000 Millionen Euro

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; BIP = Bruttoinlandsprodukt; Länder­
abkürzungen siehe Glossar.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Abb. 29; Daten: Stifterverband Wissenschaftsstatistik; Statis­
tisches Bundesamt; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-7
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.1.11

13

Forschung unD InnoVAtIon

Neben den Aktivitäten der Bundesregierung führen die Länder eine Vielzahl
an landesspezifischen forschungs-, technologie- und innovationspolitischen
Fördermaßnahmen durch. Dabei werden spezifische Stärken der einzelnen
Regionen hinsichtlich Technologie-, Wirtschafts- und Innovationskompetenz
sowie bestehende räumliche Strukturen und Besonderheiten aufgegriffen.
Diese regionalen Unterschiede tragen entscheidend dazu bei, das deutsche
Forschungs- und Innovationssystem in seiner Gesamtheit zu stärken.

Bild 8 	

Ausgaben des Bundes für Forschung und Entwicklung nach Ressorts
in Milliarden Euro1 (SOLL 2014)2
2,97
0,16 0,10

0,87
0,16

0,58

0,24
2,12
0,29
0,58

8,44
Bundesministerium für
Bildung und Forschung
Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie
Bundesministerium der
Verteidigung
Übrige Ressorts

Bundesministerium für
Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit
Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung

Auswärtiges Amt
Bundesministerium für
Gesundheit
Bundeskanzleramt (einschließlich
Beauftragter der Bundesregierung
für Kultur und Medien)
Summe der übrigen nicht einzeln
ausgewiesenen Ressorts

1) Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition entstehen.
2) Stand: Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 26.06.2013. Die Ressortzuschnitte und Ressortbezeichnungen
entsprechen der organisatorischen Aufteilung der Bundesregierung der 17. Legislaturperiode.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 4 bzw. Abb. 10; Daten: Bundesministerium für
Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-8
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.4

14

Bild 9

Forschung unD InnoVAtIon

Ausgaben des Bundes für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
nach Förderbereichen in Millionen Euro (2013/2014)

Förderbereich1

2013 (SOLL)2

2014 (Reg.-Entw.)2,3

i
FuE
i
FuE
Gesundheitsforschung und Gesundheitswirtschaft
2.116,4
1.928,1
2.176,1
1.984,9
Bioökonomie
277,6
277,6
281,2
281,1
98,4
100,5
102,8
Zivile Sicherheitsforschung
104,5
682,6
662,9
792,5
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
762,0
1.239,1
1.230,0
1.566,5
Energieforschung und Energietechnologien
1.562,1
1.220,0
1.191,7
1.416,1
Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit
1.381,8
771,5
821,9
796,9
Informations- und Kommunikationstechnologien
852,7
Fahrzeug- und Verkehrstechnologien einschließlich
312,3
346,8
391,1
424,2
H
maritimer Technologien
1.458,8
1.434,8
1.459,1
1.435,1
I Luft- und Raumfahrt
Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der
87,1
87,2
136,4
137,2
J
Arbeitsbedingungen und im Dienstleistungssektor
523,0
542,1
546,9
565,1
K Nanotechnologien und Werkstofftechnologien
187,5
177,7
188,1
178,2
L Optische Technologien
216,6
216,4
216,9
216,7
M Produktionstechnologien
89,1
81,9
92,2
84,8
N Raumordnung und Stadtentwicklung; Bauforschung
465,0
448,1
801,5
779,8
O Innovationen in der Bildung
Geisteswissenschaften; Wirtschafts- und Sozial­
977,3
957,8
1.231,4
1.213,0
P
wissenschaften
1.093,3
1.128,3
1.107,7
1.143,1
Q Innovationsförderung des Mittelstandes
Innovationsrelevante Rahmenbedingungen und
410,7
399,4
490,7
475,7
R
übrige Querschnittsaktivitäten
Förderorganisationen, Umstrukturierung der Forschung
689,0
586,6
3.545,8
3.469,0
T im Beitrittsgebiet; Hochschulbau und überwiegend
hochschulbezogene Sonderprogramme
1.117,7
1.122,2
1.117,7
1.122,2
U Großgeräte der Grundlagenforschung
-347,1
-239,2
-347,1
-239,2
Z Globale Minderausgabe; Planungsreserve
18.062,0 13.502,8 18.110,4 13.558,0
Zivile Förderbereiche zusammen
955,7
906,6
846,0
S Wehrwissenschaftliche Forschung
1.017,2
Ausgaben insgesamt
19.079,2 14.458,5 19.017,0 14.404,0

A
B
C
D
E
F
G

Erläuterung der Abkürzungen: Reg.-Entw. = Regierungsentwurf; i = insgesamt; FuE = darunter Forschung und Ent­
wicklung; DFG = Deutsche Forschungsgemeinschaft; FhG = Fraunhofer-Gesellschaft; MPG = Max-Planck-Gesellschaft.
1) Entsprechend der endgültigen Leistungsplansystematik des Bundes 2009. Ausgaben wurden auf die endgültige Leis­
tungsplansystematik 2009 umgesetzt. Ausgaben der außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind auf einzelne
Förderbereiche und Förderschwerpunkte verteilt. Für DFG, FhG und MPG erfolgt dies erstmalig.
2) Aufteilung der Förderbereiche teilweise geschätzt bzw. extrapoliert. Einschließlich Energie- und Klimafonds. Finan­
zierung der Forschungsförderung auf dem Gebiet der Elektromobilität erfolgt aus dem Energie- und Klimafonds.
3) Stand: Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 26.06.2013.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 5; Daten: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-9
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.5

Forschung unD InnoVAtIon

Die Aktivitäten der Bundesregierung machen einen Großteil der öffentlichen
Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation aus. Schwerpunkt
ist die 2006 verabschiedete Hightech-Strategie und ihre Weiterentwicklung
(Hightech-Strategie 2020) mit den Themenfeldern Klima/Energie, Gesund­
heit/Ernährung, Mobilität, Sicherheit und Kommunikation. Daneben werden
insbesondere gesellschaftlich bedeutende Aktivitäten wie die Bildungsfor­
schung oder die Forschung in den Geisteswissenschaften gefördert. Die hier
angewandte Systematik weist die FuE-Ausgaben des Bundes unabhängig vom
finanzierenden Ressort unter forschungsthematischen Gesichtspunkten aus.

15

16

Bild 10

Forschung unD InnoVAtIon

Ausgaben des BMBF für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
nach Förderbereichen in Millionen Euro (2013/2014)

Förderbereich1

2013 (SOLL)2

i
Gesundheitsforschung und Gesundheitswirtschaft
1.729,2
Bioökonomie
277,4
Zivile Sicherheitsforschung
69,5
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
48,3
Energieforschung und Energietechnologien
718,9
Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit
1.005,6
Informations- und Kommunikationstechnologien
661,9
Fahrzeug- und Verkehrstechnologie einschließlich
H
21,6
maritimer Technologie
I Luft- und Raumfahrt
88,2
Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der
J
43,4
Arbeitsbedingungen und im Dienstleistungssektor
K Nanotechnologien und Werkstofftechnologien
432,5
L Optische Technologien
168,3
M Produktionstechnologien
195,7
N Raumordnung und Stadtentwicklung; Bauforschung
16,1
O Innovationen in der Bildung
557,7
Geisteswissenschaften; Wirtschafts- und Sozial­
P
713,7
wissenschaften
Q Innovationsförderung des Mittelstandes
212,7
Innovationsrelevante Rahmenbedingungen und
R
361,1
übrige Querschnittsaktivitäten
Förderorganisationen, Umstrukturierung der Forschung
T im Beitrittsgebiet; Hochschulbau und überwiegend
3.308,0
hochschulbezogene Sonderprogramme
U Großgeräte der Grundlagenforschung
1.121,6
Z Globale Minderausgabe; Planungsreserve
-239,2
Ausgaben insgesamt
11.512,1
A
B
C
D
E
F
G

2014 (Reg.-Entw.)2,3

FuE
1.729,2
277,4
69,5
48,3
542,4
1.005,6
645,6

i
1.788,8
280,9
69,0
51,0
749,5
1.028,4
663,4

FuE
1.788,8
280,9
69,0
51,0
572,7
1.028,4
651,5

21,6

22,5

22,5

88,2

92,3

92,3

43,4

43,8

43,8

432,5
168,3
195,7
16,1
299,3

447,2
178,1
204,2
17,1
590,0

447,2
178,1
204,2
17,1
326,9

713,7

734,7

734,7

212,7

181,5

181,5

312,3

372,4

322,0

558,5

3.379,6

659,8

1.121,6
1.117,0
-239,2
-347,1
8.262,7 11.664,5

1.117,0
-347,1
8.442,4

Erläuterung der Abkürzungen: BMBF = Bundesministerium für Bildung und Forschung; Reg.-Entw. = Regierungs­
entwurf; i = insgesamt; FuE = darunter Forschung und Entwicklung; DFG = Deutsche Forschungsgemeinschaft; 

FhG = Fraunhofer-Gesellschaft; MPG = Max-Planck-Gesellschaft.

1) Entsprechend der endgültigen Leistungsplansystematik des Bundes 2009. Ausgaben wurden auf die endgültige Leis­
tungsplansystematik 2009 umgesetzt. Ausgaben der außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind auf einzelne

Förderbereiche und Förderschwerpunkte verteilt. Für DFG, FhG und MPG erfolgt dies erstmalig.

2) Aufteilung der Förderbereiche teilweise geschätzt bzw. extrapoliert. Einschließlich Energie- und Klimafonds. Finan­
zierung der Forschungsförderung auf dem Gebiet der Elektromobilität erfolgt aus dem Energie- und Klimafonds.

3) Stand: Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 26.06.2013.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 6; Daten: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-10
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.6

17

Forschung unD InnoVAtIon

Bild 11

Ausgaben des Bundes für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
nach Empfängergruppen in Millionen Euro (2011/2012)

Empfängergruppe
Gebietskörperschaften
Bund
Bundeseigene Forschungseinrichtungen
Sonstige Einrichtungen der Bundesverwaltung
Länder und Gemeinden
Forschungseinrichtungen der Länder
Hochschulen und Hochschulkliniken
Sonstige Einrichtungen der Länder
Gemeinden, Gemeinde- und Zweckverbände
Organisationen ohne Erwerbszweck
Forschungs- und Wissenschaftsförderorganisationen
2.1
(z. B. MPG, FhG, DFG)
Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher
2.2
Forschungszentren (HGF)
Sonstige wissenschaftliche Einrichtungen ohne
2.3
Erwerbszweck
2.4 Übrige Organisationen ohne Erwerbszweck
3.
Gesellschaften und Unternehmen der Wirtschaft
3.1 Gesellschaften und Unternehmen der Wirtschaft
Dienstleistungen, soweit von Unternehmen und
3.2
freien Berufen erbracht
4.
Ausland
Zahlungen an Gesellschaften und Unternehmen der
4.1
Wirtschaft im Ausland
Beiträge an internationale Organisationen und
4.2
übrige Zahlungen an das Ausland
5.
Empfängergruppenübergreifende Positionen
Ausgaben insgesamt2
1.
1.1
1.1.1
1.1.2
1.2
1.2.1
1.2.2
1.2.3
1.2.4
2.

2011 (IST)1
i

FuE

2012 (IST)1
i

FuE

4.954,6
1.985,8
1.746,1
239,7
2.968,8
121,9
2.058,3
742,0
46,7
7.283,1

2.513,7
934,7
868,8
65,9
1.579,0
116,4
1.390,1
36,9
35,5
6.854,6

5.956,7
2.168,0
1.886,5
281,5
3.788,7
126,9
2.879,5
736,4
45,8
7.662,4

2.825,6
1.087,9
995,2
92,8
1.737,7
121,1
1.542,2
38,0
36,4
7.180,0

3.536,5

3.363,5

3.721,3

3.524,2

2.603,2

2.529,0

2.722,6

2.624,7

1.032,6

878,4

1.095,0

945,3

110,7
2.937,2
2.108,1

83,7
2.759,0
1.957,4

123,5
2.446,6
1.731,9

85,7
2.271,7
1.584,4

829,1

801,6

714,6

687,4

1.211,4

1.157,1

1.253,3

1.196,8

128,9

122,8

104,9

96,8

1.082,4

1.034,3

1.148,3

1.099,9

2,3
1,4
6,4
0,8
16.388,6 13.285,8 17.325,3 13.474,8

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; FuE = darunter Forschung und Entwicklung; MPG = Max-PlanckGesellschaft; FhG = Fraunhofer-Gesellschaft; DFG = Deutsche Forschungsgemeinschaft.
1) 2011 einschließlich Investitions- und Tilgungsfonds ohne Länderzuweisungen (Konjunkturpaket II), ab 2011 ein­
schließlich Energie- und Klimafonds. Die Forschungsförderung auf dem Gebiet der Elektromobilität wird ab 2012 aus
dem Energie- und Klimafonds finanziert.
2) Geringfügige Abweichungen gegenüber früheren Veröffentlichungen durch Nacherhebung von Daten bzw. nach­
trägliche Änderungen der Zuordnung zu den Empfängergruppen.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 9; Daten: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-11
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.8

18

Forschung unD InnoVAtIon

Bild 12

FuE-Ausgaben des Bundes und der Länder nach Forschungszielen,
Haushaltssoll in Millionen Euro (2009-2013)

Forschungsziel1
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.

Erforschung und Nutzung der irdischen
Umwelt
Umweltschutz
Erforschung und Nutzung
des Weltraums
Transport, Telekommunikation und
andere Infrastrukturmaßnahmen
Energie
Industrielle Produktivität und
Technologie
Gesundheit
Landwirtschaft
Bildung
Kultur, Freizeit, Religion und
Massenmedien
Politische und soziale Systeme,
Strukturen und Prozesse

Bildung, Kultur, Freizeit, Religion, Mas­
9.-11. senmedien sowie politische und soziale
Strukturen und Prozesse zusammen
Allgemeine
Hochschulforschungsmittel
Allgemeine nicht zielorientierte
13.
Forschung
Nicht aufteilbare Mittel3
Zivile FuE-Ausgaben zusammen
14. Verteidigung
Insgesamt

12.

2009

2010

2011

2012

20132

387,7

384,8

418,4

397,0

444,1

627,5

635,6

642,1

693,0

721,6

1.069,9

1.086,4

1.096,7

1.143,3

1.185,5

372,9

362,9

338,2

358,5

375,6

877,5

883,1

906,4

1.081,8

1.308,8

2.765,6

3.326,8

3.626,0

3.038,2

3.211,5

1.001,1
662,9
190,8

997,4
770,7
238,6

1.093,3
743,4
186,7

1.268,9
704,0
204,2

1.269,7
733,0
236,3

251,2

316,8

300,7

309,4

285,6

398,1

403,8

381,0

400,2

458,3

840,1

959,2

868,4

913,9

980,2

8.493,2

8.874,0

9.384,5

9.534,7

9.876,0

3.557,9

3.723,7

3.844,5

4.143,9

4.303,2

-127,2
20.529,1
1.181,4
21.710,5

-142,6
21.862,0
1.153,6
23.015,6

-155,9
22.806,2
937,3
23.743,5

-169,1
23.108,0
926,8
24.034,8

-239,2
24.170,0
944,9
25.144,8

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; WGL = Leibniz-Gemeinschaft.

1) Entsprechend der Systematik zur Analyse und zum Vergleich der wissenschaftlichen Programme und Haushalte

(NABS) – Fassung 2007. 2009 revidiert. 2009-2011 einschließlich Investitions- und Tilgungsfonds (Konjunkturpaket II),

ab 2011 seitens des Bundes einschließlich Energie- und Klimafonds.

2) Angaben vorläufig.

3) Globale Minderausgabe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die erst im IST den einzelnen 

Forschungszielen 1 bis 13 zugerechnet werden kann, sowie WGL-Wettbewerbsmittel Bund und Länder.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 16; Daten: Bundesministerium für Bildung und Forschung;

Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-12
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.2.3

19

Forschung unD InnoVAtIon

Bild 13

Beschäftigte, Umsatz und interne FuE-Aufwendungen der
Unternehmen1 nach der Wirtschaftsgliederung (2011)

Wirtschaftsgliederung2

A 01-03 Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
B 05-09 Bergbau, Steine und Erden
C 10-33 Verarbeitendes Gewerbe
10-12 Nahrungs- und Genussmittel
13-15 Textilien, Bekleidung, Leder
16-18 Holzwaren, Papier, Druckerzeugnisse
19
Kokerei, Mineralölverarbeitung
20
Chemische Industrie
21
Pharmazeutische Industrie
22
Gummi- und Kunststoffwaren
23
Glas, Keramik, Steine und Erden
24
Metallerzeugung und -bearbeitung
25
Metallerzeugnisse
Datenverarbeitungsgeräte, elektronische
26
und optische Erzeugnisse
27
Elektrische Ausrüstungen
28
Maschinenbau
29
Kraftwagen und Kraftwagenteile
30
Sonstiger Fahrzeugbau
31-33 Sonstige Herstellung von Waren
D
Energieversorgung;
35-39
E
Wasserversorgung, Entsorgung
F 41-43 Baugewerbe
J 58-63 Information und Kommunikation
K 64-66 Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
Freiberufliche, wissenschaftliche und
M 69-75
technische Dienstleistungen
Restliche Abschnitte
Insgesamt

Be­
schäf­ Umsatz3
tigte3

Interne FuE-Aufwendungen
Insge­
samt

Je Be­
Anteil
schäf­
am
tigte/-n Umsatz

Tsd.
Mio. €
Mio. €
5
856
126
25
4.506
10
3.240 1.169.180 43.733
102
46.797
308
29
6.752
119
54
15.894
183
9
39.956
94
245 102.038
3.297
120
39.754
4.070
146
33.529
943
73
14.693
281
166 177.282
516
726
186
36.433

Tsd. €
26,6
0,4
13,5
3,0
4,1
3,4
10,7
13,5
34,0
6,5
3,8
3,1
3,9

in %
14,7
0,2
3,7
0,7
1,8
1,2
0,2
3,2
10,2
2,8
1,9
0,3
2,0

375

90.481

6.563

17,5

7,3

173
562
777
104
121

37.031
139.006
331.415
28.813
29.307

1.602
4.902
16.312
2.602
1.214

9,3
8,7
21,0
25,0
10,1

4,3
3,5
4,9
9,0
4,1

161

193.720

197

1,2

0,1

67
250
86

14.111
60.421
259.361

66
2.990
261

1,0
12,0
3,0

0,5
5,0
0,1

225

41.659

2.989

13,3

7,2

444 143.630
4.501 1.887.444

432
50.804

1,0
11,3

0,3
2,7

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; Tsd. = Tausend; Mio. = Millionen.

1) Ohne Institutionen für Gemeinschaftsforschung und experimentelle Entwicklung.

2) Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008.

3) Beschäftigte und Umsatz der Unternehmen mit (internen und/oder externen) FuE-Aufwendungen.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 24; Daten: Stifterverband Wissenschaftsstatistik

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-13
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.5.2

20

Bild 14

Forschung unD InnoVAtIon

Ausgaben der wissenschaftlichen Einrichtungen außerhalb der
Hochschulen nach Wissenschaftszweigen (2011)
Gesamtausgaben: 13.697 Millionen Euro
Agrarwissenschaften
(716 Mio. Euro)
Medizin
(1.156 Mio. Euro)
8,4 %

Geistes- und Sozial­
wissenschaften
(2.191 Mio. Euro)

5,2 %

16,0 %

44,4 %

Natur­
wissenschaften
(6.084 Mio. Euro)

25,9 %

Ingenieurwissenschaften
(3.549 Mio. Euro)
Anmerkung: Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition entstehen.
Erläuterung der Abkürzungen: Mio. = Millionen.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 29; Daten: Statistisches Bundesamt; Berechnungen
des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-14
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.6.5

Forschung unD InnoVAtIon

Neben den FuE-Ausgaben ist das FuE-Personal der wichtigste Indikator für
die Ressourcen im Bereich Forschung und Entwicklung. Deutlich mehr als
eine halbe Million Menschen arbeiten in Deutschland in diesem Bereich – in
der Wirtschaft, in Forschungseinrichtungen und an Hochschulen. Der starke
Aufwuchs des FuE-Personals seit 2007 verdeutlicht, dass der Stellenwert von
FuE stark zugenommen hat. Insgesamt standen 2011 rund 70.000 Vollzeit­
stellen mehr in FuE als 2007 zur Verfügung. In den hier aufgeführten Zahlen
sind neben Personen, die unmittelbar Forschungstätigkeiten ausüben, auch
Personengruppen enthalten, die technische oder sonstige Unterstützungsauf­
gaben wahrnehmen.

21

22

Forschung unD InnoVAtIon

Bild 15	
 FuE-Personal (in Vollzeitäquivalenten) nach Personalgruppen und
Sektoren (2007/2009/2011)
600.000

Sonstige
Technisches Personal
Forscher/-innen

550.000
500.000
450.000
400.000
350.000
300.000
250.000
200.000
150.000
100.000
50.000
0

'07 '09 '11
Insgesamt

'07 '09 '11
Wirtschaftssektor

'07 '09 '11
Staatssektor1

'07 '09 '11
Hochschulsektor2

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.

1) Staatliche Einrichtungen sowie überwiegend vom Staat finanzierte private wissenschaftliche Institutionen ohne

Erwerbszweck.

2) Angaben zum Hochschulsektor auf der Basis des hauptberuflichen Personals der privaten und staatlichen Hoch­
schulen (IST) berechnet nach dem zwischen der Kultusministerkonferenz, dem Wissenschaftsrat, dem Bundes­
ministerium für Bildung und Forschung und dem Statistischen Bundesamt vereinbarten Verfahren.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 31; Daten: Stifterverband Wissenschaftsstatistik;

Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-15
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.7.1

23

Forschung unD InnoVAtIon

Bild 16	 FuE-Personal (in Vollzeitäquivalenten) in regionaler Aufteilung
(2007/2009/2011)
140.000

2007


2009

2011

130.000
120.000
110.000
100.000
90.000
80.000
70.000
60.000
50.000
40.000
30.000
20.000
10.000

0


BW BY BE BB HB HH HE MV NI NW RP SL SN ST SH TH
Länder

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; Länderabkürzungen siehe Glossar.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 33; Daten: Statistisches Bundesamt; Stifterverband
Wissenschaftsstatistik; Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-16
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.7.3

24

Bild 17

Forschung unD InnoVAtIon

Ausgaben der Hochschulen für Lehre und Forschung nach
Hochschularten in Millionen Euro (2009-2011)

Ausgaben1
für

Jahr
(IST)

2009
2010
2011
2009
Naturwissen­
2010
schaften
2011
2009
Ingenieur­
2010
wissenschaften
2011
2009
Medizin, Ge­
sundheitswis­
2010
senschaften6
2011
2009
Agrarwissen­
2010
schaften
2011
2009
Geistes- und
2010
Sozialwissen­
schaften
2011
2009
2010
Insgesamt
2011
Zentrale
Einrichtungen

Universitäten3,
Pädagogische-, Medizinische
Hochschulen
Theologische- Einrichtun­
2
insgesamt
und Kunst­
gen4,5
hochschulen
7.754,1
8.098,8
8.899,1
4.256,3
4.583,9
5.139,7
3.374,1
3.688,7
4.221,7
4.648,9
4.585,8
5.267,7
463,3
500,9
527,4
4.990,2
5.429,2
6.016,0
25.486,8
26.887,3
30.071,5

6.039,0
6.271,7
6.909,6
4.004,2
4.294,2
4.771,2
2.353,0
2.557,5
2.820,6
0,8
0,8
1,6
372,6
400,9
395,5
3.929,6
4.243,1
4.721,2
16.699,2
17.768,2
19.619,7

4.623,4
4.552,7
5.217,2
4.623,4
4.552,7
5.217,2

Fach- und
Verwaltungs­
fachhoch­
schulen
1.715,1
1.827,1
1.989,5
252,1
289,7
368,5
1.021,0
1.131,2
1.401,1
24,7
32,3
48,9
90,7
100,0
131,9
1.060,6
1.186,1
1.294,8
4.164,2
4.566,4
5.234,6

Erläuterung der Abkürzungen: - = Daten nicht vorhanden.

1) Ausgaben der Hochschulen, bereinigt um Einnahmen für Nicht-Lehr- und Forschungstätigkeiten (z. B. für Kran­
kenbehandlung in Hochschulkliniken), berechnet auf der Basis der Hochschulfinanzstatistik.

2) Ohne Zuschläge für Beamtenversorgung, Stipendienmittel für die (Post-) Graduiertenförderung und nicht erfasste

Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

3) Ohne medizinische Einrichtungen.

4) Hochschulkliniken einschließlich Fächergruppe Humanmedizin der Universitäten und Gesamthochschulen.

5) Brüche in Zeitreihen aufgrund von Umstrukturierungen und der Umstellung von kameralistischem auf das kauf­
männische Rechnungswesen.

6) Einschließlich zentrale Einrichtungen der Hochschulkliniken.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 26; Daten: Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-17
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.6.1

25

Forschung unD InnoVAtIon

Bild 18

Produkt- und Prozessinnovatoren (2002-2012)

Anteil an allen Unternehmen des Sektors in %
60
50
40
30
20
10
2002

2003

2004

2005

2006

2007
Jahr1

2008

2009

2010

2011

2012

Produktinnovatoren
Prozessinnovatoren
Bergbau und verarbeitendes Gewerbe
Unternehmensnahe Dienstleistungen (wissensintensiv)
Unternehmensnahe Dienstleistungen (sonstige)
1) Bruch in der Zeitreihe durch Änderung in der Erhebungsmethodik bzw. der Definition der Grundgesamtheit. 

Werte für 2012 vorläufig.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Abb. 54; Daten: Zentrum für Europäische Wirtschafts­
forschung (Indikatorenbericht zur deutschen Innovationserhebung)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-18
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.8.1
www.datenportal.bmbf.de/1.8.2

Wichtige Typen von Innovationen sind Produkt- und Prozessinnovationen.
Die Abbildung verdeutlicht, dass im verarbeitenden Gewerbe die höchsten
Produkt- und Prozessinnovationsquoten zu verzeichnen sind. Die Innova­
torenquoten bei den wissensintensiven Dienstleistungen liegen auf einem
ähnlichen Niveau. Die sonstigen Dienstleistungen haben deutlich niedrigere
Innovatorenquoten.

26

BIlDung

2 Bildung
Bildung schafft Perspektiven – für den persönlichen Lebensweg jeder und jedes
Einzelnen, aber auch für die Zukunft und den Wohlstand unserer Gesellschaft.
Die Herausforderungen des demografischen Wandels und eines drohenden
Fachkräftemangels können nur bewältigt werden, wenn alle Menschen in
Deutschland die Chance auf gute Bildung und die bestmögliche Unterstützung
bei der Entfaltung ihrer Talente erhalten – unabhängig von ihrer Herkunft und
ihren materiellen Ressourcen. Hierzu ist ein Zusammenwirken aller Verantwort­
lichen erforderlich. Seit 2008 engagiert sich die Bundesregierung gemeinsam mit
den Ländern im Rahmen der Qualifizierungsinitiative für Deutschland für mehr
Bildungsgerechtigkeit, größere Leistungsfähigkeit und verbesserte Durchlässig­
keit im Bildungssystem.
Die gemeinsamen Anstrengungen tragen Früchte, wie folgende Beispiele zeigen:
Das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren ist deutlich gestiegen. Seit
2008 steigt die Anzahl der Schulabsolventinnen und -absolventen mit allgemei­
ner Hochschulreife, während die Anzahl derjenigen ohne Hauptschulabschluss
sinkt. Etwa jede/jeder Zweite eines Jahrgangs beginnt ein Studium. Die Weiterbildungsbeteiligung erreichte 2012 mit 49 % Rekordniveau. Die Bildungsaus­
gaben sind von rund 154 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf rund 176 Milliarden
Euro im Jahr 2011 gestiegen.
Das Bildungssystem ist in den vergangenen Jahren leistungsfähiger und ge­
rechter geworden. Doch es gibt weiterhin viel zu tun. Bildungsgerechtigkeit wird
dabei ein Schwerpunkt dieser Legislaturperiode sein. Die Bundesregierung wird
die Berufs- und Bildungsorientierung für Schüler/-innen und Auszubildende
weiter ausbauen und die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer
Bildung verbessern. Sie wird Menschen ohne Berufsabschluss neue Chancen er­
möglichen, indem ihre informell erworbenen Qualifikationen besser anerkannt
werden. Der Ausbildungspakt wird zu einer „Allianz für Aus- und Weiterbildung“
ausgebaut. Darüber hinaus sollen das BAföG strukturell weiterentwickelt und die
Stipendienkultur gestärkt werden.

BIlDung

Weitere Informationen
Web-Portal:
• Der deutsche Bildungsserver – der zentrale Wegweiser zu Bildungsinformationen im Internet (www.bildungsserver.de)
Publikationen:
• Bildung in Deutschland 2014 / Ein indikatorengestützter Bericht mit einer
vertiefenden Analyse zu Bildung im demografischen Wandel
(www.bildungsbericht.de)
• Berufsbildungsbericht 2014 (www.bmbf.de/de/berufsbildungsbericht.php)
• Datenreport des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Berufsbildungsbericht 2014 (http://datenreport.bibb.de)
• Bildungsfinanzbericht 2013 (www.destatis.de)

27

28

Bild 19

BIlDung

Bildungsbudget1 nach Bereichen in Milliarden Euro
(2008-2012)

Bereich
A

Bildungsbudget in internationaler
Abgrenzung gemäß ISCED 97-Gliederung
- Anteil am BIP
A30 Ausgaben für Bildungseinrichtungen in
öffentlicher und privater Trägerschaft
- Anteil am BIP
A31 ISCED 0 – Elementarbereich
A32 ISCED 1-4 – Schulen und schulnaher Bereich
darunter: Allgemeinbildende Bildungsgänge
Berufliche Bildungsgänge
Betriebliche Ausbildung im
Dualen System
A33 ISCED 5/6 – Tertiärbereich
darunter: FuE an Hochschulen
A34 Sonstige (keiner ISCED-Stufe zugeordnet)
A40/ Übrige Ausgaben in internationaler
A50 Abgrenzung
- Anteil am BIP
B
Zusätzliche bildungsrelevante Ausgaben in
nationaler Abgrenzung
- Anteil am BIP
B10 Betriebliche Weiterbildung
B20 Ausgaben für weitere Bildungsangebote
B30 Förderung von Teilnehmenden an
Weiterbildung
A+B Bildungsbudget insgesamt
- Anteil am BIP

20082

2009

2010

2011

2012

136,3

145,0

151,5

154,3

155,3

5,5 %

6,1 %

6,1 %

5,9 %

5,8 %

119,1

126,4

131,6

133,9

134,9

4,8 %
13,4
74,1
53,5
7,6

5,3 %
15,0
78,5
57,5
8,0

5,3 %
15,1
81,7
60,2
8,6

5,1 %
15,3
82,1
61,0
8,5

5,1 %
b
b
b
b

11,1

10,9

10,6

10,3

b

29,1
11,1
2,5

30,3
11,8
2,5

32,6
12,7
2,2

34,3
13,4
2,2

b
b
b

17,2

18,6

19,9

20,4

20,3

0,7 %

0,8 %

0,8 %

0,8 %

0,8 %

17,6

19,5

21,7

21,5

21,7

0,7 %
8,5
8,2

0,8 %
8,5
9,7

0,9 %
10,0
10,6

0,8 %
10,2
10,5

0,8 %
10,4
10,5

0,9

1,4

1,1

0,8

0,7

153,9
6,2 %

164,6
6,9 %

173,1
6,9 %

175,7
6,7 %

177,0
6,6 %

Anmerkung: Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition enstehen.

Erläuterung der Abkürzungen: ISCED = International Standard Classification for Education (siehe auch Glossar); 

BIP = Bruttoinlandsprodukt; FuE = Forschung und Entwicklung; b = keine Angaben, da Zahlenwert nicht sicher genug.

1) Durchführungsrechnung, Abgrenzung nach dem Konzept 2009, Werte 2012 vorläufige Berechnungen.

2) Abgrenzung nach dem Konzept 2008, daher eingeschränkte Vergleichbarkeit.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Bildungsfinanzbericht 2013, Tabelle 2.2-1 und 2.3-1; Budget für Bildung, Forschung

und Wissenschaft 2008/2009, 2009/2010 und 2011/2012)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-19
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.9.1

29

BIlDung

Bild 20

Bildungsbudget
Bildungsbudget
für alle
fürBildungsbereiche
alle Bildungsbereiche
nachnach
finanzierenden
1
Sektoren in Prozent der Gesamtausgaben1 (2011)
(2011
Gesamtausgaben: 175,7 Milliarden Euro
Ausland
0,3 %
Privater Bereich

19,6 %

Gemeinden

Bund

2

12,6 %

14,7 %

52,9 %
Länder
Anmerkung: Aufgrund von Rundungen kann die Summe aller Prozentangaben von 100 abweichen.
1) Finanzierungsrechnung (Mittelgeber), mit Berücksichtigung des Zahlungsverkehrs zwischen den Gebietskörper­
schaften (Initial Funds), Abgrenzung nach dem Konzept 2009. Das Konzept der Initial Funds knüpft an den direk­
ten Bildungsausgaben der Gebietskörperschaft an, dabei werden jedoch Transfers an andere öffentliche Haushalte
berücksichtigt. Der Finanzierungsbeitrag des Bundes (Initial Funds) setzt sich damit aus den direkten Ausgaben des
Bundes zuzüglich seiner Nettotransfers an die Landes- und Gemeindeebene zusammen.
2) Privathaushalte, Unternehmen, private Organisationen ohne Erwerbszweck.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft 2011/12; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-20
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.9.2

Der Bund steigerte seinen Anteil am Bildungsbudget um 0,5 % von 19,9 Milliarden Euro in 2009 auf 22,1 Milliarden Euro in 2011.

30

BIlDung

Bild 21

Entwicklung der öffentlichen Bildungsausgaben in Milliarden Euro1
(1995-2013)
110,0

112,1

112,1

7,8

9,1

7,9

7,4

71,9

75,1

77,7

80,5

81,1

23,2

100,0
75,9
3,3

79,3
3,0

86,7

6,2

106,3

116,6
8,0

4,3

64,4

56,4

59,6

16,2

16,7

18,0

21,8

23,4

1995

2000

2005

2009

2010

6
23,

6
23,

2011
2012
2012
vorl. IST vorl. IST SOLL

Gemeinden und Zweckverbände

Länder

84,1

24,6

2013
SOLL

Bund

1) Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition entstehen.
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2013, Tab. 3.0-1 bzw. Abb. 3.0-1; Daten: Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-21
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.13

Seit 1995 kam es zu einem stetigen Aufwuchs der öffentlichen Bildungsausgaben (von 75,9 Milliarden Euro in 1995 auf 116,6 Milliarden Euro in 2013).
Alleine seit 2005 stiegen die öffentlichen Bildungsausgaben um 29,9 Milliarden Euro, davon die Bundesausgaben um 3,7 Milliarden Euro. Nach Berechnungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung betragen in 2013
die Grundmittel des Bundes knapp 8 Milliarden Euro.

31

BIlDung

Bild 22

Ausgaben für öffentliche Schulen je Schüler/-in nach Schularten
in Euro (2010)

Schulen mit mehreren
Bildungsgängen1

8.000
7.100

Hauptschule
Integrierte
Gesamtschule

6.600

Gymnasium

6.600
5.300

Realschule

5.200

Grundschule2
Berufliche Schule
(Duales System)3

2.500
0

2.000

4.000

Durchschnitt aller
Schularten: 5.800 Euro

6.000

8.000

1) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.
2) Berlin und Brandenburg ohne 5. und 6. Jahrgangsstufen.
3) Teilzeitunterricht.
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2013, Tab. 4.2.4-1, 4.2.4-2 bzw. Abb. 4.2.4-1; Daten: Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-22
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.14

Die hier ausgewiesenen Ausgaben sind ein Maß dafür, in welcher Höhe jähr­
lich Mittel im Durchschnitt für die Ausbildung einer Schülerin bzw. eines
Schülers aufgewendet werden. Zwischen den einzelnen Schularten bestehen
große Unterschiede. Der geringe Betrag bei den beruflichen Schulen im
Dualen System ist im Wesentlichen auf den Teilzeitunterricht zurückzufüh­
ren. Die betrieblichen Ausgaben für die Ausbildung im Dualen System sind in
dieser Aufstellung nicht erfasst.

32

BIlDung

Bild 23

Tageseinrichtungen, Personal, Anzahl der Kinder und Anzahl der
genehmigten Plätze (zum 01.03.2013)
Tageseinrichtungen

Personal1 in Tageseinrichtungen

Anzahl: 52.484

Anzahl: 472.353

32,8 %

33,5 %
66,5 %

67,2 %

Kinder in Tageseinrichtungen
Anzahl: 3.213.165

Genehmigte Plätze in Tageseinrichtungen Anzahl: 3.505.967

35,7 %
64,3 %

36,3 %
63,7 %

freie Träger

öffentliche Träger

1) Pädagogisches Personal (ohne freigestellte Einrichtungsleitung, Verwaltung, Hauswirtschaft, Technik).
Quelle: Statistisches Bundesamt, Kinder- und Jugendhilfestatistik; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-23
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.2.1

Anders als beispielsweise bei den allgemeinbildenden Schulen und den Hoch­
schulen überwiegen bei den Kindertageseinrichtungen die Angebote nichtstaatlicher Einrichtungen in freier Trägerschaft (z. B. Kirchen, Wohlfahrtsver­
bände, Elternvereine).

33

BIlDung

Bild 24

Einschulungen, Schüler/-innen, Absolventinnen/Absolventen und
Abgänger/-innen an allgemeinbildenden Schulen (2008-2012)

An allgemeinbildenden
Schulen

2009

2010

2011

2012

i
735.316
w
48,5 %
i 9.023.572
w
49,2 %
i 3.101.626

726.384
48,5 %
8.905.800
49,1 %
3.026.018

707.458
48,5 %
8.796.894
49,1 %
2.948.936

711.040
48,5 %
8.678.196
49,0 %
2.891.273

687.795
48,6 %
8.556.879
49,0 %
2.843.715

49,1 %
w
825.730
i
an Hauptschulen
w
44,0 %
302.269
an Schularten mit mehre- i
ren Bildungsgängen1
w
46,8 %
i 1.262.545
an Realschulen
w
49,5 %
an integrierten
i
582.794
Gesamtschulen und
w
50,1 %
freien Waldorfschulen
i 2.468.949
an Gymnasien
w
53,1 %
929.531
Absolventinnen/Absolven­ i
ten und Abgänger/-innen w
49,3 %
i
64.918
ohne Hauptschulabschluss
w
38,6 %
i
210.381
mit Hauptschulabschluss
w
42,7 %
i
373.503
mit Realschulabschluss
w
50,0 %
i
14.179
mit Fachhochschulreife
w
53,9 %
i
266.550
mit allgemeiner
Hochschulreife
w
56,0 %

49,1 %
767.258
43,9 %
329.827
46,8 %
1.221.053
49,4 %
610.947

49,0 %
703.525
43,9 %
370.852
46,8 %
1.166.509
49,3 %
665.613

49,1 %
656.754
43,8 %
399.899
46,6 %
1.130.004
49,3 %
714.250

49,1 %
607.878
43,6 %
433.637
46,5 %
1.080.598
49,2 %
763.556

50,1 %
2.475.371
52,9 %
893.561
49,6 %
58.354
39,2 %
191.957
42,7 %
361.380
50,2 %
13.312
52,1 %
268.558
55,7 %

49,9 %
2.475.174
52,7 %
865.316
49,4 %
53.058
39,0 %
179.753
42,2 %
350.856
49,7 %
13.455
52,4 %
268.194
55,6 %

49,7 %
2.433.128
52,6 %
882.913
49,6 %
49.560
39,7 %
168.660
42,1 %
339.758
49,4 %
13.769
52,6 %
311.166
55,3 %

49,4 %
2.387.590
52,5 %
868.790
49,4 %
47.648
39,7 %
157.498
41,8 %
344.527
49,5 %
13.945
52,3 %
305.172
54,7 %

Einschulungen
Schüler/-innen
an Grundschulen
einschließlich
Orientierungsstufen

2008

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich.

1) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 1; Berechnungen des BMBF

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-24
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.30

34

BIlDung

Die Schülerzahlen in Deutschland sind im aufgezeigten Zeitraum demo­
grafisch bedingt insgesamt rückläufig. Der kontinuierliche Rückgang der Ein­
schulungen wirkt sich zeitlich versetzt auf die Anzahl der Schülerinnen und
Schüler an Grundschulen und den weiterführenden Schulen aus, wobei sie
im gymnasialen Bereich mit rund 2,4 Millionen Schülerinnen und Schülern
nahezu konstant ist (Bild 24). Die Schüler-Lehrer-Relation (Bild 25) hat sich in
dem aufgeführten Zeitraum mit wenigen Ausnahmen wie z. B. in Schularten
mit mehreren Bildungsgängen verbessert.

35

BIlDung

Bild 25

Schüler-Lehrer-Relation1 an allgemeinbildenden Schulen
(2008-2012)

Schulart

2008

2009

2010

2011

2012

Grundschule
Schulartunabhängige
Orientierungsstufe2
Hauptschule
Schularten mit mehreren
Bildungsgängen3
Realschule
Gymnasium
Sekundarbereich I
Sekundarbereich II
Integrierte Gesamtschule
Primarbereich
Sekundarbereich I
Sekundarbereich II
Freie Waldorfschule
Primarbereich
Sekundarbereich I
Sekundarbereich II
Förderschule
Abendhauptschule
Abendrealschule
Abendgymnasium
Kolleg
Insgesamt

18,5

17,8

17,4

17,0

16,6

14,2

14,1

13,9

13,2

13,2

12,8

12,4

12,1

11,8

11,6

11,5

11,7

11,8

12,2

12,3

18,6

18,0

17,6

17,3

16,8

17,3
13,7

16,7
13,4

16,2
13,2

15,7
12,9

15,3
12,6

15,6
14,6
12,8

16,4
14,2
13,4

15,2
13,9
12,8

16,2
13,6
12,9

15,8
13,3
12,7

19,0
13,8
13,2
6,1
17,1
21,8
14,9
11,9
15,1

19,0
13,4
12,7
5,8
16,3
22,6
16,4
12,6
14,7

18,2
13,3
13,1
5,7
16,9
22,0
16,3
12,2
14,3

18,2
12,9
12,7
5,6
14,5
21,0
16,1
12,1
14,1

17,6
12,7
12,7
5,5
19,3
20,2
15,3
11,4
13,8

Erläuterung der Abkürzungen: KMK = Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der 

Bundesrepublik Deutschland / Kultusministerkonferenz.

1) Die Schüler-Lehrer-Relation bezieht sich auf die Gesamtzahl der Schüler/-innen und die Gesamtzahl der Lehrer/

-innen. Dieses Verhältnis ist nicht gleichzusetzen mit der jeweiligen durchschnittlichen Klassenstärke, denn häufig

betreuen mehrere Lehrer/-innen eine Klasse.

2) Schulartunabhängige Orientierungsstufen sind schulartübergreifende Einrichtungen der Klassenstufen 5 und 6. 

Soweit die Orientierungsstufen aus organisatorischen Gründen bei einzelnen Schularten integriert sind, werden

sie – ohne die Möglichkeit einer Trennung – bei diesen nachgewiesen.

3) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.

Quelle: KMK, Dokumentation Nr. 204, Zusammenfassende Übersichten 6.1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-25
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.25

36

Bild 26

BIlDung

Allgemeinbildende Schulen nach Schularten (2008-2012)

Schulart
Vorklasse

2008

2009

2010

2011

2012

267

273

280

277

282

1.341

1.295

1.247

1.123

1.081

16.392

16.305

16.290

16.103

15.971

Schulartunabhängige
Orientierungsstufe1

1.059

1.063

1.083

1.073

1.046

Hauptschule

4.283

4.042

3.730

3.606

3.416

Schularten mit mehreren
Bildungsgängen2

1.363

1.438

1.483

1.756

1.957

Realschule

2.625

2.509

2.440

2.530

2.525

Gymnasium

3.070

3.094

3.099

3.124

3.122

Integrierte
Gesamtschule

705

793

1.019

1.118

1.175

Freie Waldorfschule

204

206

207

211

215

3.302

3.306

3.283

3.282

3.258

307

318

325

325

320

34.918

34.642

34.486

34.528

34.368

Schulkindergarten
Grundschule

Förderschule
Abendschule und Kolleg
Insgesamt

1) Schulartunabhängige Orientierungsstufen sind schulartübergreifende Einrichtungen der Klassenstufen 5 und 6. 

Soweit die Orientierungsstufen aus organisatorischen Gründen bei einzelnen Schularten integriert sind, werden 

sie – ohne die Möglichkeit einer Trennung – bei diesen nachgewiesen.

2) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-26
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.3.1

Der demografisch bedingte Rückgang bei den Schülerzahlen führt zu einer
Verringerung der Anzahl der allgemeinbildenden Schulen um 550 Schulen
im Zeitraum von 2008 bis 2012. Besonders starke Rückgänge der Anzahl der
Schulen sind bei den Schulformen Grund- und Hauptschulen zu verzeichnen.
Dem gegenüber stehen deutliche Zuwächse bei den Schularten mit mehreren
Bildungsgängen und der Integrierten Gesamtschule.

37

BIlDung

Bild 27

Schüler/-innen im 8. Schuljahr nach Schularten in % (1952-2012)



15 16 17 19
7

9 11

23 26 27
28 30

15

3
21
24

78 74
72

4

28

5

29

7

29

31 31 33

10 10 10

37 38 38 38 Gymnasium

10 10 13
Integrierte Gesamtschule,
14
2

freie Waldorfschule

27 26 27
27 26
25 24 Realschule

66
56

47

7 10 7
41 38
34

'52 '55 '60 '65 '70 '75 '80 '85 '90

7
25 23 24

8

9

9

Schularten mit mehreren
Bildungsgängen3

18 17 16 15 Volks-/Hauptschule

'95 '00 '05 '09 '10 '11 '12

Jahr1
Anmerkung: Aufgrund von Rundungen kann die Summe aller Prozentangaben eines Jahres von 100 abweichen.
1) Ohne Förderschule. Ab 1995 einschließlich ostdeutsche Länder.
2) Ab 1975 separat in der amtlichen Statistik aufgeführt.
3) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen, die nach der Wiedervereinigung zunächst in den ost­
deutschen Ländern entstanden.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 1; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-27
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.34

Während der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die Hauptschulen besu­
chen, in den letzten sechzig Jahren stetig von 78 % auf 15 % in 2012 abnahm,
hat sich die Bildungsbeteiligung an den Gymnasien deutlich erhöht. Seit den
90er Jahren besucht mehr als ein Drittel der Schülerinnen und Schüler diesen
Schultyp.

38

BIlDung

Bild 28

Anteil der ausländischen Schüler/-innen an allgemeinbildenden
Schulen nach ausgewählten Schularten (2012)
Grundschule

Hauptschule

Anzahl Schüler/-innen: 2.746.379

Anzahl Schüler/-innen: 607.878

6,4 %

18,5 %

93,6 %

Schularten mit mehreren Bildungsgängen1 Anzahl Schüler/-innen: 433.637

81,5 %

Realschule
Anzahl Schüler/-innen: 1.080.598

4,4 %

7,6 %

95,6 %

92,4 %

Integrierte Gesamtschule

Gymnasium

Anzahl Schüler/-innen: 681.493

Anzahl Schüler/-innen: 2.387.590
4,2 %

11,2 %

88,8 %

Ausländer/-innen2

95,8 %
Deutsche

1) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.
2) Schüler/-innen mit ausländischem Pass oder ungeklärter Staatsangehörigkeit.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 1; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-28
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.32

39

BIlDung

Bild 29 	 Verteilung von Schüler/-innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf Förderschulen und allgemeine Schulen in %
(2000/2005-2012)

85,5

84,3

82,5

81,6

80,2

77,7

75,0

71,8

86,0

14,5

15,7

17,5

18,4

19,8

22,3

25,0

28,2

14,0
2000

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Förderschule

Allgemeine Schule

1

Erläuterung der Abkürzungen: KMK = Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der
Bundesrepublik Deutschland / Kultusministerkonferenz.
1) Allgemeine Schulen sind alle allgemeinbildenden Schulen ohne Förderschulen.
Quelle: KMK, Dokumentation Nr. 177, 196 und 202, Tabelle A1.1.4.2
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-29
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.13

Der Anteil der Integrationsschülerinnen und Integrationsschüler, das sind
Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die keine
Förderschule, sondern eine allgemeine Schule besuchen, steigt seit dem Jahr
2000 kontinuierlich an. Seit dem Berichtsjahr 2010 sind besonders starke Zu­
wachsraten zu verzeichnen.

40

BIlDung

Bild 30 	 Anteil1 der Studienberechtigten an der altersspezifischen Bevölke­
rung (Studienberechtigtenquote) nach Art der Hochschulreife in %
(1980-2012)
Fachhochschulreife
Allgemeine Hochschulreife2
43
36
28
22

6

31

37
14

'80

46

14

14

15

52
16

54
16

9

10

29

32

33

36

28

31

37

28

'95

'00
'05
Jahr3

'08

'09

'10

'11

'12

9

5
17

45

49

22

23

'85

'90

1) Bis 2005 Anteil der Studienberechtigten am Durchschnitt der Bevölkerung von 18 bis unter 21 Jahren. Von 2006
bis 2008 Anteil der Studienberechtigten an der Bevölkerung des entsprechenden Alters. Es werden Quoten für ein­
zelne Altersjahrgänge berechnet und anschließend aufsummiert (Quotensummenverfahren). Ab 2009 Anteil der
Studienberechtigten an der Bevölkerung der entsprechenden Geburtsjahre (Quotensummenverfahren). Bevölke­
rung auf Basis früherer Zählungen, Zensus 2011 nicht berücksichtigt. Ab 2008 um die doppelten Abiturjahrgänge
bereinigte Werte. Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition entstehen.
2) Einschließlich fachgebundener Hochschulreife.
3) Ab 1995 einschließlich ostdeutsche Länder.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihen 4.3, 4.3.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-30
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.85

41

BIlDung

Bild 31

Schüler/-innen an beruflichen Schulen nach Schularten
(2008-2012)

Schulart
Teilzeit-Berufsschule1
Berufsvorbereitungsjahr
Berufsgrundbildungsjahr in
vollzeitschulischer Form
Berufsaufbauschule
Berufsfachschule
Berufsoberschule/
Technische Oberschule
Fachgymnasium
Fachoberschule
Fachschule
Fachakademie/
Berufsakademie
Insgesamt

2008
i

2009

2010

2011

2012

1.726.703 1.681.641 1.613.579 1.558.964 1.519.244

w

39,8 %

40,0 %

39,8 %

39,4 %

39,1 %

i

55.302

54.716

51.811

48.941

48.810

w

39,6 %

39,8 %

40,0 %

40,0 %

39,1 %

i

44.358

34.328

32.478

29.622

28.217

w

31,9 %

36,7 %

37,2 %

36,1 %

36,8 %

i

493

596

533

481

427

w

26,8 %

25,2 %

26,8 %

27,0 %

26,7 %

i

510.855

499.524

478.426

455.212

436.948

w

58,9 %

58,0 %

57,6 %

57,4 %

57,5 %

i

20.385

23.662

24.666

24.768

23.196

w

40,9 %

41,4 %

42,0 %

41,0 %

40,5 %

i

154.074

158.876

163.294

168.359

172.879

w

50,8 %

50,9 %

51,2 %

51,5 %

51,9 %

i

134.303

140.228

139.808

137.447

134.151

w

53,1 %

52,2 %

52,1 %

51,9 %

52,2 %

i

152.268

167.554

175.569

180.612

185.202

w

49,7 %

49,8 %

49,9 %

50,9 %

51,1 %

i

7.199

7.646

7.810

8.077

8.324

84,5 %

83,8 %

83,4 %

83,9 %

84,1 %

w
i
w

2.805.940 2.768.771 2.687.974 2.612.483 2.557.398
45,0 %

45,2 %

45,1 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich.
1) Jugendliche in dualer Ausbildung, die eine Berufsschule besuchen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 2
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-31
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.4
www.datenportal.bmbf.de/2.4.6

44,9 %

44,8 %

42

BIlDung

Bild 32	 Übergang von der Schule in den nachschulischen Werdegang –
Entwicklung von Anfängerinnen/Anfängern in ausgewählten
iABE Sektoren und Studienanfängerinnen/-anfängern in %
(2005-2013)
160


Basis der Entwicklung
2005=100

150


Studienanfänger/

-innen1


140

130

120

110

100


Berufsausbildung


90

15- bis 19-Jährige2


80

70


Übergangsbereich3


60

2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013

Jahr

Erläuterung der Abkürzungen: iABE = integrierte Ausbildungsberichterstattung (siehe auch Glossar).
1) Sommer- und folgendes Wintersemester (z. B. 2005 = SS 2005 und WS 2005/2006). Für 2013 vorläufige Ergebnisse
aus Fachserie 11 Reihe 4.1 Vorbericht.
2) Ab 2011 vorläufige Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011. Für 2013 geschätzte Daten der 12. koordinierten
Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes.
3) Integration in Ausbildung.
Quelle: Berufsbildungsbericht 2014, Übersicht 10; Fachserie 11 Reihe 4.1; GENESIS-Online Datenbank, Fortschrei­
bung des Bevölkerungsstandes; Daten: Bundesinstitut für Berufsbildung; Statistisches Bundesamt; Berechnungen
des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-32
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.43

BIlDung

43

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Bildungswege junger Menschen im Zeit­
vergleich. Bezogen auf das Basisjahr 2005 wird deutlich, dass die Einmündung
Jugendlicher in den Übergangsbereich bis 2012 um rund 35 % abgenommen
hat, während im Bereich der Berufsausbildung in 2012 annähernd der gleiche
Stand wie 2005 erreicht wurde. Die Zahl der Studienanfängerinnen und Stu­
dienanfänger nahm bis 2011 stetig zu und erreicht mittlerweile eine Studien­
anfängerquote von über 50 Prozent. Der teilweise starke Anstieg in den Jahren
2010 und 2011 ist auf die Einführung des 12-jährigen Abiturs zurückzuführen,
die in den Ländern in unterschiedlichen Jahren vollzogen worden ist.

44

BIlDung

Bild 33

Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge (2001-2012)

Männer und Frauen
Anteile in %

Ausbildungsverträge1
in Tausend

56,9

43,1

2001

57,1

42,9

2002

568,1

58,1

41,9

2003

564,5

58,5

41,5

2004

572,0

58,5

41,5

2005

559,1

58,9

41,1

2006

581,2

58,7

41,3

2007

624,2

58,1

41,9

2008

607,6

57,4

42,6

2009

561,2

58,2

41,8

2010

559,0

59,4

40,6

2011

565,8

59,4

40,6

2012

549,0

Männer

609,6

Frauen

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 3; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-33
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.34

45

BIlDung

Bild 34

Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge nach schulischer
Vorbildung (2012)
Männer

Anzahl: 326.253
Ausland1 0,6 % ohne Hauptschulabschluss
Hochschul-/
Fachhochschulreife
3,3 %
20,0 %
Hauptschulabschluss

34,8 %

Realschul- oder
vergleichbarer Abschluss

41,4 %

Frauen

Anzahl: 222.753
Ausland1 0,7 % ohne Hauptschulabschluss
Hochschul-/
Fachhochschulreife

2,2 %

Hauptschulabschluss

24,5 %

29,5 %

43,1 %

Realschul- oder vergleichbarer Abschluss
1) Im Ausland erworbener Schulabschluss, der nicht zuordenbar ist.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 3; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-34
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.34

46

BIlDung

Bild 35

Männliche Auszubildende1 in den 20 am stärksten besetzten 

Ausbildungsberufen nach Neuabschlüssen (2013)

18.594

Kraftfahrzeugmechatroniker
12.729

Industriemechaniker

12.369

Kaufmann im Einzelhandel
Elektroniker

11.688

Anlagenmechaniker f. Sanitär-,
Heizungs- und Klimatechnik
Verkäufer

10.881
10.413
9.843

Fachinformatiker
Fachkraft für Lagerlogistik

8.796

Kaufmann im Groß- und
Außenhandel
Koch

8.775
7.953
7.566

Industriekaufmann
Mechatroniker

7.068

Tischler

7.011

Metallbauer

6.249

Bankkaufmann

6.225

Maler und Lackierer

6.189

Elektroniker für
Betriebstechnik
Zerspanungsmechaniker

5.946
5.898

Bürokaufmann

5.205

Fachlagerist

5.073

Anmerkung: 55,2 % der männlichen Auszubildenden mit Neuabschlüssen befinden sich in diesen 20 Berufen.
1) Zur Sicherstellung der Geheimhaltung in der Berufsbildungsstatistik (siehe Quelle) sind die Werte gerundet.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Erhebung zum 30. September 2013
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-35
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.4.38

47

BIlDung

Bild 36

Weibliche Auszubildende1 in den 20 am stärksten besetzten 

Ausbildungsberufen nach Neuabschlüssen (2013)

15.456

Verkäuferin

14.637

Kauffrau im Einzelhandel
Bürokauffrau

13.854

Medizinische Fachangestellte

13.692

Zahnmedizinische
Fachangestellte

12.000
11.385

Industriekauffrau
Friseurin
Kauffrau für
Bürokommunikation
Fachverkäuferin im
Lebensmittelhandwerk

10.008
8.727
7.680
7.386

Hotelfachfrau
Bankkauffrau

7.038

Kauffrau im Groß- und
Außenhandel
Steuerfachangestellte

6.192
4.782

Verwaltungsfachangestellte

3.837

Rechtsanwaltsfachangestellte

3.834

Kauffrau für Versicherungen
und Finanzen

2.583

Köchin 2.442
Restaurantfachfrau 2.325
Kauffrau für Spedition und 2.250
Logistikdienstleistung
Sozialversicherungs­ 2.166
fachangestellte
Anmerkung: 70,9 % der weiblichen Auszubildenden mit Neuabschlüssen befinden sich in diesen 20 Berufen.
1) Zur Sicherstellung der Geheimhaltung in der Berufsbildungsstatistik (siehe Quelle) sind die Werte gerundet.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Erhebung zum 30. September 2013
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-36
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.4.39

48

BIlDung

Bild 37

Bestandene Abschlussprüfungen nach Geschlecht und
Ausbildungsbereichen (2010-2012)
Anzahl
Insgesamt1

Männer

Frauen

Industrie und
Handel2

2010
2011
2012

172.737
172.437
162.627

300.363
297.933
277.371

127.626
125.496
114.744

Handwerk

2010
2011
2012

85.149
87.822
81.378

114.945
117.093
108.216

29.799
29.271
26.838

Landwirtschaft

2010
2011
2012

9.813
9.072
8.583

12.684
11.844
11.184

2.871
2.772
2.604

Öffentlicher
Dienst3

2010
2011
2012

4.227
3.966
4.002

11.901
11.625
12.249

7.674
7.662
8.247

Freie Berufe3

2010
2011
2012

1.746
1.737
1.851

35.970
35.154
33.618

34.221
33.417
31.767

Hauswirtschaft

2010
2011
2012

240
219
189

3.168
2.931
2.805

2.928
2.712
2.616

Insgesamt

2010
2011
2012

273.915
275.253
258.630

479.031
476.580
445.443

205.116
201.330
186.813

darunter von
Ausländerinnen/
Ausländern

2010
2011
2012

10.842
11.910
11.637

20.556
22.395
21.750

9.711
10.485
10.116

0

25

50

75

100

Anteil nach Geschlecht in %
Männer

Frauen

1) Abweichungen in den Summen möglich aufgrund des Rundungsverfahrens zur Sicherstellung der Geheimhaltung in der Berufsbildungsstatistik. Für weitere Informationen siehe Quelle.
2) Einschließlich Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe.
3) Ohne Ausbildungsverträge, die nach dem Berufsbildungsgesetz bei anderen zuständigen Stellen (Kammern)
außerhalb dieses Ausbildungsbereichs registriert werden.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-37
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.31
www.datenportal.bmbf.de/2.4.32
www.datenportal.bmbf.de/2.4.37

49

BIlDung

Bild 38

Hochschulen1 nach Hochschularten und Ländern (WS 2012/2013)

5 8 13

SH

3 5 8

20
8 12

MV

HH

3 5 8

HB
13 16

29

NI

BE

5 5 10

69
29

4 9 13

ST

40

NW

32

16 16

42

17 25

BB
13 13

5 8 13

26

SN

TH

HE

19
8 11

RP

245

3 3 6

428

183

49

SL

71
28

43

23 26

BY

Insgesamt

BW

Hochschulen insgesamt
Universitäten (inklusive Pädagogische, Theologische und Kunsthochschulen)
Fachhochschulen (inklusive Verwaltungsfachhochschulen)
Erläuterung der Abkürzungen: Länderabkürzungen siehe Glossar; WS = Wintersemester.
1) Inklusive private Hochschulen. Hochschulen mit mehreren Standorten werden nur einmal gezählt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 4.1; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-38
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.1

50

BIlDung

Bild 9
3 	
 Studienanfänger/-innen und Studienanfängerquoten nach
Geschlecht (2000-2013)
Anzahl der Studienanfänger/-innen

Insgesamt
33,3 %

37,1 %

314.539

355.961

2000

2005

Männer	


45,7 %
444.608

2010
45,0 %

Studienanfängerquote 1
52,4 %

51,4 %

518.748	

495.088

507.124

2011

2012

20132

54,8 %

50,7 %

276.925

250.175

254.678

20132

33,2 %

37,2 %

159.715

182.132

224.519

2000

2005

2010

2011

2012

46,5 %

49,9 %

52,2 %

Frauen	

33,5 %

37,0 %

154.824

173.829

220.089

241.823

244.913

252.446

2000

2005

2010

2011

2012

20132

1) Anteil der Studienanfänger/-innen im 1. Hochschulsemester an der Bevölkerung des entsprechenden Geburts­
jahres (Quotensummenverfahren). Bevölkerung auf Basis früherer Zählungen, Zensus 2011 nicht berücksichtigt.

Die Werte ab 2010 sind um die doppelten Abiturjahrgänge bereinigt. Revidierte Werte für 2000 bis 2011.

2) Vorläufige Ergebnisse der Hochschulstatistik (Vorbericht).

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 4.3.1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-39
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.73

51

BIlDung

Bild 04

Studienanfängerquote1 nach Land des Erwerbs der Hochschulzugangsberechtigung (2012)

Sachsen-Anhalt

33,8 %

Mecklenburg-Vorpommern

34,1 %

Sachsen

35,6 %

Brandenburg

36,5 %

Schleswig-Holstein

36,7 %

Bayern

37,7 %

Thüringen

39,3 %

Niedersachsen

39,4 %

Rheinland-Pfalz
Baden-Württemberg
Saarland
Bremen
Hamburg
Nordrhein-Westfalen
Hessen
Berlin

41,6 %
42,2 %
44,8 %
45,4 %
47,6 %
48,9 %
49,9 %
53,1 %

1) Anteil der Studienanfänger/-innen im 1. Hochschulsemester (gemäß nationaler Definition) an der altersspezi­
fischen Bevölkerung. Bevölkerung auf Basis früherer Zählungen, Zensus 2011 nicht berücksichtigt. Um die doppel­
ten Abiturjahrgänge bereinigte Werte.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 4.3.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-40
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.73

52

BIlDung

Bild 41

Bandbreite der Studierquote nach Geschlecht ein halbes Jahr nach 

Schulabgang in % (2002-2012)
Studienaufnahme wahrscheinlich/alternativ geplant (Maximalquote)
Studienaufnahme sicher geplant (Brutto-Studierquote)1
Studienaufnahme bereits erfolgt

79 Insgesamt 77

74

78

78

80

73

71

68

72

72

73

35

38

41

44

43

2002

2004

2006

2008

2010

2012

52

Jahrgang
81 Männer

80

78

84

82

83

75

75

72

78

77

78

31

37

41

41

2004

2006

2008

2010

2012

21
2002

59

Jahrgang
77

Frauen

74

71

73

75

76

71

67

64

66

68

69

47

44

44

46

46

45

2002

2004

2006

2008

2010

2012

Jahrgang
Anmerkung: Für Begriffserläuterungen der Studierquoten siehe Glossar.
1) Studienaufnahme ohne Verwaltungsfachhochschulen, Hochschulen der Bundeswehr und Berufsakademien; seit
2008 einschließlich Berufsakademien bzw. Duale Hochschule Baden-Württemberg.
Quelle: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, Forum Hochschule 6/2014, Studien­
berechtigte 2012 ein halbes Jahr vor und ein halbes Jahr nach Schulabgang, Tab. A5.8
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-41
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.74

53

BIlDung

Bild 42

Übergang zur Hochschule – Entwicklung grundlegender Kennzahlen
in % (2005-2012)

160
140

Studienanfänger/-innen
Entwicklung 2005=100

120

Studienberechtigte
Entwicklung 2005=100

100
80

18- bis 19-Jährige1,2
Entwicklung 2005=100

60

Studienberechtigtenquote1,3
Studienanfängerquote1,3

40
20
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012
Jahr

1) Bevölkerung auf Basis früherer Zählungen, Zensus 2011 nicht berücksichtigt.

2) Für 2012 geschätzte Daten der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes.

3) Ab 2007 um die doppelten Abiturjahrgänge bereinigte Werte.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 11 Reihe 4.3.1; GENESIS-Online Datenbank, Fortschreibung des 

Bevölkerungsstandes); Berechnungen des BMBF

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-42
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.5.75

54

BIlDung

Bild 43	
 Deutsche Studienanfänger/-innen mit abgeschlossener betrieblicher
Berufsausbildung an Hochschulen und Fachhochschulen
nach Geschlecht in % (Wintersemester 2005/2006-2011/2012)
Abgeschlossene betriebliche Berufsausbildung
nach Erwerb der
vor/bei Erwerb der
Hochschulreife
Hochschulreife
26

24
21

19

17

16
11

8

21
16

11
9

9
7

10

8

2005/ 2007/ 2009/ 2011/
2006 2008 2010 2012

Insgesamt

19
15

15
13

11

12
5

8

8

10

8

2005/ 2007/ 2009/ 2011/
2006 2008 2010 2012

Männer

8

11

6

4
7

10

14
6
8

2005/ 2007/ 2009/ 2011/
2006 2008 2010 2012

Frauen

Anmerkung: Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition entstehen.
Quelle: Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2009, Übersicht A5.4.2-3; Datenreport zum Berufsbildungsbericht
2011 und 2013, Tab. A4.6.3-4; Daten: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, Studien­
berechtigtenbefragungen; Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-43
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.5.76

Der Anteil der Studienanfänger und Studienanfängerinnen, die vor ihrem
Studium eine betriebliche Berufsausbildung abgeschlossen haben, ist erstmals
seit 1995 in 2009/2010 sowohl bei Frauen als auch bei Männern leicht gestie­
gen. In 2011/2012 ist der Anteil bei Männern und Frauen wieder gesunken.

1950/51
129

'60/'61

'65/'66

'70/'71

1970/71
422

'75/'76

'85/'86

Wintersemester

'80/'81

'90/'91

'95/'96

'00/'01

'10/'11

Die demografische Entwicklung sowie die Bildungsexpansion in den 60er Jahren führten zu einem
starken Anstieg der Studierendenzahl. Hiervon profitierten insbesondere die Frauen. Der Frauenanteil
lag im Wintersemester 1950/1951 bei 19,7 % und wuchs bis zum Wintersemester 2013/2014 auf 47,6 %
an (vorläufiges Ergebnis).

'05/'06

männlich

weiblich

2000/01
1.799

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-44
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.23 www.datenportal.bmbf.de/2.5.24

1) Ab 1990 einschließlich ostdeutsche Länder und Berlin-Ost.
2) Vorläufige Berechnungen der Hochschulstatistik (Vorbericht).
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 4.1 und Sonderauswertung

'55/'56

1960/61
247

1980/81
1.036

1

1990/91
1.713

2013/142
2.613
2010/11
2.218

Studierende nach Geschlecht in Tausend (Wintersemester 1947/1948-2013/2014)



0
'47/'48 '50/'51

250

500

750

1.000

1.250

1.500

1.750

2.000

2.250

2.500

2.750

Bild 44

BIlDung
55

56

BIlDung

Bild 45 	 Bildungstrichter: Schematische Darstellung sozialer Selektion –
Bildungsbeteiligung von Kindern nach Bildungsstatus im
Elternhaus (2009)
Kinder von Akademikerinnen/
Akademikern

Kinder von NichtAkademikerinnen/Akademikern

100 Kinder	

100 Kinder

Berufl.
Schule1
21 Kinder
52 %

Gymnasiale Oberstufe2
79 Kinder
Übergangsquote

11
Kinder

66
Kinder

77 Kinder	

Sek. II

Berufliche Schule1
57 Kinder

Gymnasiale
Oberstufe2
43 Kinder

12 % Übergangsquote 37 %

84 %

Hochschul­
zugang

7 16
Kinder

23 Kinder

Erläuterung der Abkürzungen: Sek. II = Sekundarstufe II.

1) Fachoberschule, Berufsoberschule/Technische Oberschule, Berufsschule, Berufsfachschule, Fachakademie (Bay­
ern), Berufsakademie, Schule des Gesundheitswesens, Berufsvorbereitungsjahr, Berufsgrundbildungsjahr.

2) Allgemeinbildendes Gymnasium, Gesamtschule, Fachgymnasium.

Quelle: 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, Bild 3.27; Daten: Statistisches Bundesamt, Sonderaus­
wertung des Mikrozensus 1999 und 2009; Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, 

Studienanfängerbefragung 2009

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-45
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.3.31

BIlDung

57

Bild 45 vergleicht die Chance auf Bildungsbeteiligung von Kindern. Diese
werden nach dem Bildungsstatus ihrer Eltern unterschieden. Anders als bei
der bisherigen Darstellung des Bildungstrichters wird die Bildungsherkunft
der Kinder anhand der Bildung beider Elternteile und nicht nur der des
Vaters bestimmt. Zudem wird die Bildungsbeteiligung an der Sekundarstufe II
nunmehr nach gymnasialer Oberstufe und beruflicher Schule differenziert.
Kinder aus einem akademischen Elternhaus haben sowohl größere Chancen
die gymnasiale Oberstufe einer weiterführenden Schule zu besuchen als auch
ein Hochschulstudium aufzunehmen. In 2009 beginnen 77 % der Kinder einer
akademischen Herkunftsfamilie ein Studium, dieser Anteil ist mehr als drei­
mal so hoch wie der von Kindern von Nicht-Akademikerinnen/Akademikern,
der bei 23 % liegt.

58

Bild 46

BIlDung

Studierende nach Hochschularten, Fächergruppen und Geschlecht,
Anteil ausländischer Studierender (Wintersemester 2012/2013)
Hochschulart

Fächergruppe

Sprach- und Kulturwissenschaften
Sport
Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Mathematik, Naturwissenschaften
Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften
Veterinärmedizin
Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften
Ingenieurwissenschaften
Kunst, Kunstwissenschaften
Insgesamt4

i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a

Ins­
gesamt1

Uni­
versität2

476.958
70,3 %
10,3 %
27.367
38,1 %
4,1 %
759.610
51,2 %
9,9 %
449.758
36,8 %
11,0 %
139.422
64,4 %
9,8 %
8.230
84,3 %
6,8 %
47.766
54,1 %
9,4 %
499.419
21,2 %
14,4 %
88.329
62,8 %
17,3 %
2.499.409
47,4 %
11,3 %

455.861
70,1 %
10,4 %
26.991
38,2 %
4,1 %
404.832
48,7 %
11,3 %
356.531
40,3 %
11,1 %
108.452
61,9 %
11,4 %
8.230
84,3 %
6,8 %
26.952
57,1 %
12,7 %
218.878
22,7 %
18,3 %
64.493
64,1 %
20,3 %
1.673.675
50,9 %
12,2 %

Fach­
hoch­
schule3
21.097
75,0 %
7,2 %
376
25,8 %
2,7 %
322.084
54,4 %
9,2 %
93.026
23,3 %
10,9 %
30.970
73,3 %
4,1 %
20.814
50,2 %
5,2 %
280.541
20,1 %
11,4 %
23.836
59,4 %
9,4 %
792.837
39,9 %
9,8 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich; a = Anteil ausländisch; - = Daten nicht vorhanden.

1) Alle Hochschularten einschließlich Verwaltungsfachhochschule.

2) Einschließlich Pädagogische, Theologische und Kunsthochschule. 

3) Ohne Verwaltungsfachhochschule.

4) Einschließlich sonstige Fächer und ungeklärt. 

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 4.1; Berechnungen des BMBF

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-46
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.77

59

BIlDung

Bild 47	 Hochschulabsolventinnen/-absolventen nach Prüfungsarten und
Geschlecht, Anteil ausländischer Absolventinnen/Absolventen
(2008-2012)
Prüfungsart
Bachelor1

Master1

Universitärer Abschluss1,2,3

Fachhochschulabschluss2

Lehramtsprüfung4

Promotion

Abschlüsse insgesamt

Habilitation

i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a

2008

2009

2010

2011

2012

39.753
54,0 %
8,5 %
17.206
42,6 %
34,8 %
111.834
52,9 %
11,2 %
82.802
42,4 %
6,9 %
32.579
75,3 %
1,7 %
25.190
41,9 %
14,5 %
309.364
51,1 %
10,3 %
1.800
23,4 %
5,3 %

71.989
51,7 %
7,2 %
20.802
43,8 %
31,8 %
111.853
52,3 %
10,9 %
72.808
41,4 %
7,5 %
36.120
73,8 %
1,8 %
25.084
44,1 %
14,5 %
338.656
51,0 %
10,0 %
1.820
23,8 %
6,7 %

112.108
51,1 %
6,9 %
26.722
45,7 %
28,3 %
103.413
52,3 %
11,0 %
56.248
41,1 %
7,6 %
37.577
73,7 %
1,8 %
25.629
44,1 %
14,9 %
361.697
51,4 %
9,8 %
1.755
24,9 %
7,0 %

152.484
50,0 %
6,9 %
41.292
44,2 %
23,2 %
94.018
51,5 %
10,8 %
38.638
39,9 %
8,4 %
38.758
73,1 %
1,9 %
26.981
44,9 %
15,1 %
392.171
50,7 %
9,8 %
1.563
25,5 %
8,1 %

183.169
49,3 %
6,6 %
58.560
45,7 %
20,1 %
80.290
51,9 %
10,7 %
25.804
39,6 %
8,6 %
38.708
73,5 %
1,9 %
26.807
45,4 %
15,4 %
413.338
50,7 %
9,6 %
1.646
27,0 %
8,9 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich; a = Anteil ausländisch.

1) Ohne Lehramtsprüfungen.

2) Ohne Bachelor und Master.

3) Einschließlich der Prüfungsgruppen „Künstlerischer Abschluss“ und „Sonstiger Abschluss“.

4) Einschließlich Lehramt-Bachelor und Lehramt-Master.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihen 4.2, 4.4; Berechnungen des BMBF

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-47
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.45
www.datenportal.bmbf.de/2.5.102

60

BIlDung

Bild 48

Studienabbruchquoten für deutsche Studierende nach Abschlussund Hochschularten in % (Absolventenjahrgänge 2006/2010/2012)1

40
30

35 33

39
29

25
19

20

23

24

27

21 21 22
11

10
0

Uni

Bachelor

FH

Uni
FH
Diplom/Magister2
Absolventenjahrgang 2010

Absolventenjahrgang 2006

7

Uni FH
Master
Absolventen­
jahrgang 2012

Erläuterung der Abkürzungen: FH = Fachhochschule; Uni = Universität.

1) Die Studienabbrecher/-innen in den nach Abschlussart differenzierten Studiengängen beziehen sich jeweils auf

unterschiedliche Studienanfängerjahrgänge.

2) Aufgrund der Umstellung der Studienstrukturen sind die Studienabbruchquoten in den Diplom- und Magister­
studiengängen der verschiedenen Absolventenjahrgänge sowohl untereinander als auch mit den Studienabbruch­
quoten der anderen Studiengänge nur sehr eingeschränkt vergleichbar. Für weitere Informationen siehe Quelle.

Quelle: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (Forum Hochschule 3/2012, Abb. 3;

Forum Hochschule 4/2014, Abb. 2, 5, 6, 8 und 9)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-48

Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.5.90


Bild 49 	 Entwicklung der Studienabbruchquoten für deutsche Studierende
in den Staatsexamensstudiengängen in %
(Absolventenjahrgänge 2006-2012)
20
10

7

10

11

13

0
2006	

2008
2010
Absolventenjahrgang

2012

Quelle: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, Forum Hochschule 4/2014, Abb. 2
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-49
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.5.90

61

BIlDung

Bild 50

Studiendauer bei bestandener Prüfung nach Prüfungsarten und
Geschlecht in Semestern (2008-2012)
2008

Prüfungsart

1

Bachelor

1

Master

2009

2010

2011

2012

HS

FS

HS

FS

HS

FS

HS

FS

HS

FS

Männer

8,4

7,2

8,0

7,0

8,0

7,1

8,1

7,3

8,4

7,5

Frauen

7,7

6,8

7,5

6,8

7,5

6,8

7,6

6,9

7,8

7,1

Insgesamt

8,0

7,0

7,7

6,9

7,7

6,9

7,9

7,1

8,1

7,3

Männer

10,8

4,8

10,9

4,8

11,2

4,8

11,1

4,7

11,5

4,8

Frauen

10,7

4,6

10,9

4,7

10,8

4,7

11,0

4,7

11,1

4,8

Insgesamt 10,8

4,7

10,9

4,7

11,0

4,8

11,1

4,7

11,3

4,8

Männer

13,4

12,1

13,4

12,1

13,6

12,3

14,0

12,7

14,4

13,2

Frauen

13,3

11,8

13,2

11,8

13,4

12,0

13,6

12,3

14,0

12,6

Insgesamt 13,3

11,9

13,3

12,0

13,5

12,2

13,8

12,5

14,2

12,9

Männer
10,1
FachhochschulFrauen
9,4
abschluss2
Insgesamt 9,8

8,7

10,6

9,6

10,7

9,8

11,1

10,1

11,4

10,3

8,4

9,9

9,1

10,0

9,2

10,3

9,4

10,5

9,5

8,6

10,3

9,4

10,4

9,6

10,8

9,8

11,0

10,0

Universitärer
Abschluss1,2

Lehramts­
prüfung3

Insgesamt

Männer

13,3

10,3

13,0

10,0

13,0

9,9

13,0

9,7

13,0

9,3

Frauen

11,5

9,3

11,3

8,9

11,3

8,6

11,3

8,5

11,3

8,1

Insgesamt 11,9

9,5

11,7

9,2

11,7

8,9

11,8

8,8

11,7

8,4

Männer

11,5

9,6

11,2

9,4

10,9

9,0

10,8

8,7

10,7

8,4

Frauen

11,3

9,4

10,9

9,1

10,5

8,7

10,4

8,4

10,3

8,1

Insgesamt 11,4

9,5

11,1

9,2

10,7

8,8

10,6

8,5

10,5

8,2

Erläuterung der Abkürzungen: HS = Studiendauer nach Hochschulsemestern; FS = Studiendauer nach Fachsemestern.

1) Ohne Lehramtsprüfungen.

2) Ohne Bachelor und Master.

3) Einschließlich Lehramt-Bachelor und Lehramt-Master.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Sonderauswertung

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-50
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.80

62

Bild 51

BIlDung

Promotionen und Habilitationen nach Fächergruppen und
Geschlecht (2012)
Promotionen

Fächergruppe
Sprach- und
Kulturwissenschaften

Anzahl
insgesamt

Anteil
weiblich

Habilitationen
Anzahl
insgesamt

Anteil
weiblich

2.890

56,1 %

288

39,6 %

129

38,0 %

8

37,5 %

Rechts-, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften

3.509

36,3 %

126

24,6 %

Mathematik,
Naturwissenschaften

8.718

40,9 %

259

18,5 %

Humanmedizin/Gesund­
heitswissenschaften

7.350

58,2 %

847

25,5 %

Veterinärmedizin

492

82,7 %

18

61,1 %

Agrar-, Forst- und
Ernährungswissenschaften

573

52,4 %

29

20,7 %

2.860

17,7 %

58

12,1 %

256

66,8 %

13

61,5 %

26.807

45,4 %

1.646

27,0 %

Sport

Ingenieurwissenschaften
Kunst,
Kunstwissenschaften
Insgesamt1

1) Promotionen einschließlich Studienfächer außerhalb der Studienbereichsgliederung.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihen 4.2, 4.4; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-51
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.81

63

BIlDung

Bild 52

Hochschulpersonal nach Fächergruppen und Geschlecht (2012)



Personal
insgesamt

Fächergruppe

Wissenschaft­
Verwaltungs-,
liches und künst­ technisches und
lerisches Personal sonst. Personal

Sprach- und
Kulturwissenschaften

i
w

52.449
56,4 %

47.188
53,2 %

5.261

85,2 %



Sport

i
w

3.642
42,1 %

3.110
39,0 %

532
60,3 %

Rechts-, Wirtschafts- und i
Sozialwissenschaften
w

73.025
39,2 %

65.821
34,9 %

7.204

78,1 %



Mathematik,
Naturwissenschaften

i
w

86.232
34,9 %

67.516
27,6 %

18.716

61,0 %



Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften

i
w

166.724
70,2 %

61.798
45,9 %

104.926
84,5 %

Veterinärmedizin

i
w

2.910
68,5 %

1.746
65,2 %

1.164
73,4 %

Agrar-, Forst- und Ernäh- i
rungswissenschaften
w

10.006
49,9 %

6.545
42,1 %

3.461
64,6 %

Ingenieurwissenschaften

i
w

71.854
23,3 %

55.865
18,7 %

15.989
39,5 %

Kunst,
Kunstwissenschaften

i
w

19.182
40,2 %

17.977
38,9 %

1.205

59,3 %



Zentrale Einrichtungen1

i
w

105.967
58,0 %

24.977
50,6 %

80.990
60,2 %

Zentrale Einrichtungen
der Hochschulkliniken2

i
w

48.030
67,7 %

1.147
55,4 %

46.883
68,0 %

Insgesamt

i
w

640.021
51,9 %

353.690
37,0 %

286.331
70,3 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich.

1) Ohne klinikspezifische Einrichtungen.

2) Nur Humanmedizin.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 4.4; Berechnungen des BMBF

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-52
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.82

64

BIlDung

Bild 53

Anteil von Männern und Frauen an verschiedenen Status- und
Abschlussgruppen im Hochschulbereich in % (1993/2003/2012)

100

1993

2003

Männer

2012

75

50

25

Frauen

en

n
Wi
u ssen
Mi nd kü scha
tar
f
be nstle tlich
ite
r
i
r/- sch e
inn e
en
Ha
bil
ita
tio
ne
n

sur

ne

Pro

fes

tio
mo
Pro

B
ssp estan
rüf de
un ne
gen 3
hlu
Ab
sc

Stu

die
na

nfä
-in nger
ne /
n 1,2

0

1) Im 1. Hochschulsemester.

2) Daten des Wintersemesters (z. B. 2012 = WS 2012/2013).

3) Ohne Promotionen.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihen 4.1, 4.2, 4.4; Berechnungen des BMBF

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-53
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.83

65

BIlDung

Bild 54	 BAföG – Anzahl der Empfänger/-innen sowie finanzieller Aufwand
nach Umfang und Art der Förderung (2008-2012)
Geförderte/
2008
2009
2010
2011
2012
Finanzieller Aufwand
Geförderte
Insgesamt	
822.323 873.082 916.295 962.834 979.347
429.179 441.535 447.787 458.185 457.349
mit Vollförderung
52,2 %
50,6 %
48,9 %
47,6 %
46,7 %
Anteil
393.144 431.547 468.507 504.649 521.998
mit Teilförderung	
Anteil	
47,8 %
49,4 %
51,1 %
52,4 %
53,3 %
durchschnittlicher Monatsbestand1 525.003 559.395 584.850 615.368 630.164
Finanzieller Aufwand
2.331.918 2.702.569 2.873.065 3.180.046 3.277.975
Insgesamt (in Tausend Euro)
Zuschuss	
67,0 %
66,3 %
65,9 %
65,3 %
64,9 %
Darlehen	
33,0 %
33,7 %
34,1 %
34,7 %
35,1 %
Durchschnittlicher Förderungs­
betrag pro Person2
370
403
409
431
433
(in Euro pro Monat)
Erläuterung der Abkürzungen: BAföG = Bundesausbildungsförderungsgesetz.

1) Arithmetisches Mittel der zwölf Monatsbestände eines Jahres.

2) Bezogen auf den durchschnittlichen Monatsbestand.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 7

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-54
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.6.11

Bild 55	 BAföG – Anteil der Geförderten unter den Studierenden der
zentralen Hochschulsemester (2000-2012)1
30 %

34 %

2000

2003

33 %

2006
Sommersemester2

33 %

32 %

2009

2012

Erläuterung der Abkürzungen: BAföG = Bundesausbildungsförderungsgesetz.
1) Studierende im 1.-6. Hochschulsemester, ab 2009 inklusive Master-Studierende bis 10. Hochschulsemester, ab
2012 nur Studierende im Vollzeitstudium. Bis 2003 nur Deutsche, ab 2006 inklusive Bildungsinländer/-innen.
2) Die BAföG-Quoten der Sozialerhebung sind als Momentaufnahmen zu interpretieren. Folglich ist eine
Vergleichbarkeit mit Quoten, die auf der amtlichen BAföG-Statistik basieren, nicht gegeben.
Quelle: 19. und 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, Bild 8.1; Daten: Deutsches Zentrum für Hoch­
schul- und Wissenschaftsforschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-55
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.6.12

66

BIlDung

Bild 56

AFBG ("Meister-BAföG") – Geförderte nach Fortbildungsstätten
(2012)
Geförderte insgesamt1: 168.284
Fernlehrgang an
Fernlehrgang an
privaten Instituten
öffentlichen Instituten
1,1 %
Öffentliche Schulen

5,4 %

Lehrgang an
privaten Instituten

24,1 %
27,7 %

9,2 %

Private Schulen

32,5 %

Lehrgang an öffentlichen Instituten
Erläuterung der Abkürzungen: AFBG = Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz; BAföG = Bundesausbildungs­
förderungsgesetz.
1) Inklusive Auslandsfall (AFBG §5 Absatz 2): 6 Geförderte.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 8
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-56
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.6.8
www.datenportal.bmbf.de/2.6.9

67

BIlDung

Bild 57

Fortbildungs-/Meisterprüfungen nach Geschlecht in Tausend
(1998-2012)1

34,3
36,7

142
29

Frauenanteil an Prüfungen insgesamt in %
36,3

35,4

35,7

131

128

125

24

120

22

24

24

35,6

35,7

106

110

22
114

1998

107

106

101

97

2000

2002

2004

2006

bestandene Prüfungen

17

35,0

34,1

118

118

16

16

84

93

102

103

2009

2010

2011

2012

nicht bestandene Prüfungen

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt. Daten über Fortbildungs-/Meisterprüfungen wurden für 2007 und 2008 nicht ver­
öffentlicht. Aufgrund von Rundungen können Differenzen in der Addition entstehen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 3; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-57
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.7.13

Folgende zwei Aspekte führten bis 2009 zu dem starken Rückgang bei den
Meisterprüfungen: Einerseits ist die Anzahl der neu abgeschlossenen Aus­
bildungsverträge im Zeitraum 1999 bis 2009 um rund 74.000 (allein im
Handwerk um rund 62.000) zurückgegangen. Hierdurch wird das Potenzial
möglicher Meisterschüler/-innen reduziert. Andererseits wurde im Rahmen
der Handwerksordnungsreform Anfang 2004 festgelegt, dass für mehr als die
Hälfte der Handwerke der bisherige Meisterzwang bei der Führung von Be­
trieben aufgehoben wurde. Nach dem Tiefstand im Jahr 2009 ist ein Anstieg,
insbesondere bei den bestandenen Prüfungen, zu verzeichnen.

68

BIlDung

Bild 58

Fortbildungs-/Meisterprüfungen nach Ausbildungsbereichen in
Tausend (2005/2010-2012)1
2005

67

56 60 59

2011

2012

48 45 49 50

3
Industrie
und
Handel

2010

Handwerk

2 2 2

Öffentlicher
Dienst

2

2 2 2

Landwirtschaft

5

5 5 5

Freie Berufe

1

0 0 0

Hauswirtschaft

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-58
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.7.13

69

BIlDung

Bild 59 	 Bestandene Meisterprüfungen nach Ausbildungsbereichen
(2002-2012)1
50.000

40.000 38.704

37.541
34.829

33.473

35.250
32.125
30.232

30.000

26.674

21.930

21.111

20.000

10.000

0

2002

31.203

26.107
23.242

9.368

36.777

19.085

19.659

9.678

2010

8.852

9.173

9.407

8.913

9.671

2003

2004

2005

2006

2009

Alle Ausbildungsbereiche

Handwerk

22.236

22.674

11.325

12.015

2011

2012

Industrie und Handel

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt. Daten über Fortbildungs-/Meisterprüfungen wurden für 2007 und 2008 nicht veröf­
fentlicht.
Quelle: Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2009, Übersicht B5.2-4 (aktualisiert);
Daten: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11 Reihe 3; Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung und
des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-59
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.7.14

70

BIlDung

Bild 60

Allgemeine und berufliche Weiterbildungsbeteiligung nach
Altersgruppen in % (2012)
21

Männer

23

49

53

44

10
38

51

39

28
10
8

6

8

50

31

15
34

13
11

45-54
Jahre

55-64
Jahre

22

47

35-44
Jahre

7
7

Frauen

23

14
11

25-34
Jahre

8
9

45

55

14

18-24
Jahre

9
9

46

56

11

6

49

37

50

14
25

38

15
Insgesamt

10

31

47

Nicht berufsbezogene Weiterbildung

Betriebliche Weiterbildung

Individuelle berufsbezogene Weiterbildung

Weiterbildung insgesamt

Anmerkung: Aufgrund von Methodikänderungen ist ein direkter Trendvergleich mit den Ergebnissen vorheriger
Ausgaben nicht möglich.
Quelle: TNS Infratest, Adult Education Survey 2012
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-60
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.7.11

71

BIlDung

Bild 61

Weiterbildung von Erwerbspersonen nach Altersgruppen und
allgemeiner Schulbildung (2012)

Gegenstand der Nachweisung

Alter von ... bis unter ... Jahren
18 - 25
25 - 30
30 - 35
35 - 40
40 - 45
45 - 50
50 - 55
55 und mehr
Volksschulabschluss/
Hauptschulabschluss
Realschul- oder
gleichwertiger Abschluss
Fachhochschulreife
Hochschulreife
Ohne Angabe zur Art
des Abschlusses
Kein allgemeiner Schulabschluss

Teilnehmer/-innen an
Individueller
Nicht
berufsbezogener
berufsbezogener
Weiterbildung
Weiterbildung
i
w
i
w
i
w
Nach Altersgruppen
Betrieblicher
Weiterbildung

1.535
47,6 %
817
54,7 %
1.765
42,7 %
411
51,6 %
1.989
36,7 %
539
55,1 %
1.860
44,8 %
433
44,1 %
2.729
40,7 %
578
50,0 %
3.003
44,2 %
728
63,2 %
2.385
45,1 %
484
56,0 %
2.682
47,1 %
606
51,7 %
Nach allgemeinen Schulabschlüssen

1.495
724
416
546
776
734
622
1.213

51,6 %
64,4 %
51,4 %
62,3 %
64,3 %
60,6 %
66,9 %
59,2 %

3.617

34,5 %

643

34,8 %

1.155

48,7 %

6.984

46,6 %

1.387

55,2 %

1.991

68,4 %

1.520
5.509

37,5 %
48,0 %

392
1.912

48,0 %
60,1 %

490
2.384

64,9 %
59,4 %

24

20,8 %

29

79,3 %

139

64,7 %

300

35,0 %

167

62,9 %

152

26,3 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt in Tausend; w = Anteil weiblich.

Anmerkung: Aufgrund von Methodikänderungen ist ein direkter Trendvergleich mit den Ergebnissen vorheriger

Ausgaben nicht möglich.

Quelle: TNS Infratest, Adult Education Survey 2012

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-61
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.7.15

Im Jahr 2012 wurde mit 49 % die bisher höchste Teilnahmequote an Weiter­
bildung (ohne formale Weiterbildung wie z. B. Meisterausbildung) seit 1979
gemessen. Damit wird der Zielwert 50 % Weiterbildungsbeteiligung in 2015
bereits 2012 nahezu erreicht.

72

BIlDung

Bild 62	
 Nutzung, Zeitaufwand und Kosten betrieblicher Weiterbildung in
Unternehmen mit Lehrveranstaltungen nach Wirtschaftsbereichen
(2010)
Teilnahmequoten (in %)

Wirtschaftsbereich1

Bergbau u. Gewinnung von Steinen u. Erden
B 5-9
C 10-12 Ernährungsgewerbe und Tabakverarbeitung
und Bekleidungsgewerbe;
C 13-15 TextilLedergewerbe
C 17-18 Papier- und Druckgewerbe, Vervielfältigung
Kokerei u. Mineralölverarbeitung, Herstel­
von chem. u. pharmazeut. Erzeugnis­
C 19-23 lung
sen, Gummi- u. Kunststoffwaren; Glasgewer­
be, Keramik, Verarbeitung v. Steinen u. Erden
und -bearbeitung,
C 24-25 Metallerzeugung
Herstellung von Metallerzeugnissen
C 26-28, Herst. v. DV-Geräten, elektr. u. optischen Er­
zeugnissen; Maschinenbau; Reparatur u. In­
33
standhaltung v. Maschinen u. Ausrüstungen
C 29-30 Fahrzeugbau
Holzgewerbe; Herstellung von Möbeln;
C 16,
sonstige Waren
31-32
Energieversorgung, Wasserversorgung,
D+
Entsorgung,
Beseitigung von Umweltver­
E 35-39 schmutzungen
F 41-43 Baugewerbe
Kfz-Handel; Instandhaltung und Reparatur
G 45
von Kfz
Großhandel (ohne Kfz-Handel)
G 46
Einzelhandel (ohne Kfz-Handel)
G 47
H 49-53 Verkehr und Lagerei
I 55-56 Gastgewerbe
J 58-63 Information und Kommunikation
von Finanz- und Versicherungs­
K 64-65 Erbringung
dienstleistungen
Mit Finanz- und Versicherungsdiensten
K 66
verbundene Tätigkeiten
Grundstücks- und Wohnungswesen; frei­
berufliche, wissenschaftliche und technische
L+ M
Dienstleistungen
Insgesamt

Teilnahme
Kosten für
LehrveranNach
Geschlecht
Je
BeJe Teil- staltungen
Beschäf­
schäftig­ nehmer/ je Beschäf­
tigte
ins­ Männer Frauen te/-n (in -in (in
tigte/-n
gesamt
Stunden) Stunden) (in Euro)
52,0
45,7

53,3
46,8

46,8
44,4

10
7

20
16

676
u

45,7

49,2

41,4

10

21

u

45,9

49,6

35,9

9

20

(454)

48,2

48,5

47,5

10

21

(718)

38,8

39,3

36,4

8

22

(542)

58,6

60,1

52,7

14

24

u

45,2

44,9

46,8

11

24

801

37,4

35,8

41,2

6

15

(351)

56,6

58,5

50,6

14

25

(1.040)

42,7

44,2

30,3

7

17

370

56,4

58,2

49,5

14

26

(847)

39,9
45,5
49,3
42,3
57,1

43,7
57,1
51,8
43,6
58,5

33,8
39,5
41,3
41,5
53,8

6
9
10
5
20

15
21
20
12
36

u
u
u
(228)
u

55,8

55,0

56,4

17

31

(1.426)

26,1

22,6

29,9

12

45

u

39,8

39,4

40,3

8

19

u

47,0

49,0

43,2

11

23

734

Erläuterung der Abkürzungen: u = kein Aussagewert, da der Zahlenwert statistisch unsicher ist; () = Aussagewert ein­
geschränkt, da der Zahlenwert statistisch relativ unsicher ist.

1) Einteilung der Wirtschaftsbereiche gemäß der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Vierte Europäische Erhebung über die berufliche Weiterbildung in Unternehmen

2010 (CVTS4)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-62
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.7.22

InternAtIonAler VergleIch

73

3 Internationaler Vergleich
Die Globalisierung ist heute Realität. Es geht nicht mehr nur darum, ob wir glo­
bal handeln, sondern wie gut wir hierbei sind. Der internationale Vergleich liefert
dafür eine Orientierungshilfe. Die Ergebnisse bestätigen: Deutschland steht aus­
gezeichnet da!
Die meisten internationalen Vergleiche sehen Deutschland bei der Innovati­
ons- und Wettbewerbsfähigkeit weit vorn: unter den ersten zehn Nationen,
wenn nicht gar auf einem der ersten fünf Plätze. Im Innovationsindex 2014
der Europäischen Kommission gehört Deutschland auf Platz drei zur Spitzen­
gruppe. Deutschland liegt bezogen auf transnationale Patentanmeldungen in
den forschungsintensiven Industrien weltweit an dritter Stelle hinter den USA
und Japan (2011). 7,2 % der weltweit veröffentlichten wissenschaftlichen Publi­
kationen stammen aus Deutschland (2012). Damit liegt Deutschland hinter den
USA, China und Großbritannien auf Platz vier. Auch im Bildungsbereich kann
Deutschland mithalten: Die Ergebnisse von PISA 2012 zeigen, dass Deutschland
nun in allen drei Domänen (Mathematik: 514 Punkte, Lesen: 508 Punkte, Natur­
wissenschaften: 524 Punkte) signifikant über dem OECD-Durchschnitt (Mathe­
matik: 494 Punkte, Lesen: 496 Punkte, Naturwissenschaften: 501 Punkte) liegt. Im
Vergleich zur ersten PISA-Erhebung im Jahr 2000 hat sich Deutschland in allen
drei Test-Domänen stetig verbessert.
Internationalisierung ist ein Schwerpunkt der Bundesregierung in dieser Legis­
laturperiode. Ziel der Bundesregierung ist es dabei, Potenziale und Chancen, die
in der internationalen Kooperation liegen, noch stärker auszuschöpfen. Gleich­
zeitig wird sich Deutschland seiner globalen Verantwortung stellen: Wegwei­
sende Antworten auf die Herausforderungen der Globalisierung zu finden und
Lösungen mitzugestalten – beispielsweise zur noch nachhaltigeren Wirtschaft
und Energiewende oder den Fragen nach Fachkräften, Migration und beruflicher
Mobilität. Außerdem bieten internationale Kooperationen die Chance, in den
zusammenwachsenden Wirtschafts-, Wissenschafts- und Bildungsräumen die
Rolle Deutschlands noch deutlicher zu definieren und die Präsenz der deutschen
Wissenschaft und Forschung im Ausland noch effizienter zu gestalten. Europa ist
dabei ein zentraler Pfeiler des internationalen Engagements Deutschlands.

74

InternAtIonAler VergleIch

Weitere Informationen
Web-Portale:
• OECD-Datenbank: (http://stats.oecd.org/)
• Eurostat-Datenbank: (http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/
science_technology_innovation/data/database)
• Deutscher Bildungsserver (www.bildungsserver.de/innovationsportal/
bildungplus.html?artid=880)
• Eurydice – Das Informationsnetz zum Bildungswesen in Europa
(www.eurydice.org)
Publikation:
• Bildung auf einen Blick 2013 / OECD-Indikatoren
(www.oecd.org/berlin/publikationen/bildung-auf-einen-blick.htm)

75

InternAtIonAler VergleIch

Bild 63 	 Anteil der Bruttoinlandsausgaben für Forschung und Entwicklung
(BAFE) am Bruttoinlandsprodukt ausgewählter Staaten in %
(2002-2012)1
4,5
4,0
3,5
3,0
2,5
2,0
1,5
1,0

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

Schweden2

Japan

Frankreich

Vereinigte Staaten

Finnland

Korea

Deutschland

Vereinigtes Königreich

2012

China3

1) Werte sind teilweise vorläufig oder geschätzt bzw. in der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren eingeschränkt 

(siehe Originalveröffentlichung „Main Science and Technology Indicators“).

2) 2002: keine Daten verfügbar.

3) Ohne Hongkong.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 19 bzw. Abb. 57; Daten: OECD („Main Science and

Technology Indicators 2013/2“)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-63
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.3.1

Der hier dargestellte Indikator für ausgewählte Staaten zeigt unterschiedliche
Dynamiken: Hinter Korea gehören Finnland, Schweden und Japan zu den
Spitzenländern. Deutschland befindet sich seit 2008 in einem Aufwärtstrend
und liegt seit 2010 knapp vor den Vereinigten Staaten.

76

InternAtIonAler VergleIch

Bild 64

FuE-Personal (in Vollzeitäquivalenten) in ausgewählten OECDStaaten je Tausend Erwerbspersonen (1995/2006-2012)1

22
20
18
16
14
12
10
8
6
4
2
0
1995

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Finnland

Japan2

Kanada2

Vereinigtes Königreich

Schweden

Frankreich2

Deutschland

Italien

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; OECD = Organisation für wirtschaftliche 

Zusammenarbeit und Entwicklung.

1) Werte sind teilweise revidiert und vorläufig oder geschätzt bzw. in der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren 

eingeschränkt (siehe Originalveröffentlichung „Main Science and Technology Indicators“).

2) 2012: Erhebung wird nicht durchgeführt bzw. ist noch nicht abgeschlossen oder nicht mehr möglich.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 37; Daten: OECD („Main Science and Technology

Indicators 2013/2“)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-64
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.7.11

77

InternAtIonAler VergleIch

Bild 65	
 Weltmarktrelevante Patente: Deutschland, Europäische Union,
Japan und Vereinigte Staaten (1995-2011)
Weltmarktpatente1 

pro Million Einwohner

400
350
300
250
200
150
100
50
0
1995

1997

Deutschland

1999

2001
EU

2003

2005
Japan

2007

2009

2011

Vereinigte Staaten

Erläuterung der Abkürzungen: EU = Europäische Union.

1) Erfindungen, die am Europäischen Patentamt oder bei der World Intellectual Property Organization (WIPO) 

angemeldet sind.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2014, Tab. 41; Daten: EPA -PATSTAT, EPAPAT, WOPATENT,

OECD, Eurostat, Weltbank; Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-65
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.8.4

Als weltmarktrelevante Patente werden Erfindungen bezeichnet, die in Euro­
pa oder bei der World Intellectual Property Organization angemeldet worden
sind. Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind solche Patente von
besonderer Bedeutung, weil sie den Schutz der Erfindung auch jenseits des
Heimatmarktes betreffen. Hinsichtlich dieses Indikators sind für Deutsch­
land hohe Zuwachsraten zu verzeichnen. Der Zuwachs an Patenten pro eine
Million Einwohner betrug von 2001 bis 2011 rund 16 %. Im selben Zeitraum
vergrößerte sich der Abstand Deutschlands zum EU-Durchschnitt. 2011 weist
Deutschland im Vergleich mit den Vereinigten Staaten rund doppelt so viele
Patente pro eine Million Einwohner auf. Japans Patentintensität erfuhr einen
starken Anstieg, die Differenz zu Deutschland verringerte sich.

78

InternAtIonAler VergleIch

Bild 66	 Bildungsstand der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren in aus­
gewählten OECD-Staaten in % (2011)
100
90
80
70
60
50
40
30
20
10
Kanada
Japan
Vereinigte Staaten
Korea
Vereinigtes Königreich
Finnland
Australien
Norwegen
Irland
Luxemburg
Schweiz
Schweden
Belgien
Dänemark
Spanien
Niederlande
OECD-Durchschnitt
Frankreich
EU21-Durchschnitt
Deutschland
Griechenland
Österreich
Tschechien
Italien
Türkei

0

Abschluss im Tertiärbereich (ISCED 5A/5B/6)
Abschluss im Sekundarbereich II/Post-sekundaren, nicht-tertiären Bereich
(ISCED 3A/3B/3C lang/4)
Ausbildung unterhalb Sekundarbereich II (ISCED 1/2/3C kurz)
Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung;
ISCED = International Standard Classification of Education (siehe auch Glossar).
Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2013, Tab. A1.1a; Berechnungen des BMBF
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-66
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/0.23

Die Grafik zeigt, dass Deutschland eine Spitzenposition im Sekundarbereich II
innehat. Dies ist vor allem auf das gut ausgebaute Berufsbildungssystem und
die duale Berufsausbildung zurückzuführen.

79

InternAtIonAler VergleIch

Bild 67

60

Abschlussquoten1 im Tertiärbereich A in ausgewählten OECDStaaten in % (2000/2005/2011)
2011
2011

2005
2005

2000
2000

50
40
30
20

0

Polen
Vereinigtes Königreich
Dänemark
Australien3
Australien2
Australien2
Finnland
Slowakei
Japan
Norwegen
Irland
Niederlande
Schweden
4
3
EU21-Durchschnitt
EU21-Durchschnitt3
EU21-Durchschnitt
Tschechien
Israel
OECD-Durchschnitt
Portugal
OECD-Durchschnitt
OECD-Durchschnitt
Vereinigte Staaten
Österreich
Schweiz
Italien
Deutschland5
Spanien4
Spanien4
Deutschland5
Deutschland5
Türkei
Mexiko

10

Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung;
ISCED = International Standard Classification of Education (siehe auch Glossar).
1) Erstabschluss. Die Abschlussquoten bezeichnen das Verhältnis von Absolventinnen/Absolventen zur Bevölkerung im vergleichbaren Alter. Für weitere Informationen siehe Quelle.
2) Referenzjahr 2010 statt 2011.
3) 2000 und 2005: EU19-Durchschnitt.
4) Unterbrechung der Zeitreihe im Jahr 2008 aufgrund von Veränderungen in der Methodik.
5) Unterbrechung in der Zeitreihe zwischen 2008 und 2009 aufgrund einer teilweisen Neueinstufung berufsbildender Bildungsgänge in ISCED 2 und ISCED 5B.
Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2013, Tabelle A3.2a
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-67
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.5.84

80

InternAtIonAler VergleIch

Bild 68 	 Jährliche Ausgaben für Bildungseinrichtungen je Schüler/-in bzw.
Studierende/-n vom Primar- bis zum Tertiärbereich in ausgewählten
OECD-Staaten in US-Dollar (2010)1
EU21-Durchschnitt
(9.208)

Vereinigte Staaten
Schweiz2
Norwegen
Dänemark
Österreich
Schweden
Niederlande
Belgien
Vereinigtes Königreich
Australien
Irland2
Japan
Deutschland
Frankreich
Finnland
Spanien
Slowenien
Italien2
Island
Korea
Neuseeland
Portugal2
Polen2
Estland
Tschechien
Slowakei
Ungarn2

OECD-Durchschnitt

(9.313)

15.171
14.922
14.081
12.848
12.507
11.734
11.439
11.028
10.878
10.825
10.685
10.596
10.228
10.182
10.157
9.484
8.933
8.690
8.619
8.198
8.192
8.009
6.321
6.126
6.037
5.400
5.285

0

4.000

8.000

12.000

16.000

Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

1) Kaufkraftbereinigt mittels Kaufkraftparitäts-Umrechnungskursen (KKP) für das Bruttoinlandsprodukt (BIP)

(basierend auf Vollzeitäquivalenten). Der Umrechnungsfaktor 2010 für Deutschland zwischen US-Dollar (Kauf­
kraftparität) und Euro betrug 1,233.

2) Nur öffentliche Bildungseinrichtungen (für Italien außer im Tertiärbereich).

Quelle: Bildungsfinanzbericht 2013, Tab. 5.1.1-1 bzw. Abb. 5.1.1-1; Daten: OECD

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-68
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.7

81

InternAtIonAler VergleIch

Bild 69

Jährliche Ausgaben für Bildungseinrichtungen je Schüler/-in bzw.
Studierende/-n nach Bildungsbereichen in US-Dollar (2010)1

7.896
6.762
7.085
7.079
7.974
8.277
8.747
8.893
9.459

Elementarbereich
(für 3-Jährige
3-jährige und Ältere)
(für
Primarbereich
Sekundarbereich I
Sekundarbereich II
Post-sekundarer, nichttertiärer Bereich
Tertiärbereich insgesamt
(einschl. Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten)
Entwicklungsaktivitäten)
Tertiärbereich
Tertiärbereich insgesamt
insgesamt
(ohne Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten)
Primar- bis Tertiärbereich

4.413
5.336

9.322
9.451
9.008

Deutschland
OECD-Durchschnitt
EU21-Durchschnitt

11.229

13.528
12.856

16.043

9.813
9.274
8.334
10.228
9.313
9.208

Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Kaufkraftbereinigt mittels Kaufkraftparitäts-Umrechnungskurse (KKP) für das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
(basierend auf Vollzeitäquivalenten). Der Umrechnungsfaktor 2010 für Deutschland zwischen US-Dollar
(Kaufkraftparität) und Euro betrug 1,233.
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2013, Tab. 5.1.1-1 bzw. Abb. 5.1.1-2; Daten: OECD
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-69
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.7

Die Ausgaben für Bildungseinrichtungen je Schüler/-in bzw. je Studierende/-n
sind ein Indikator für die Ausstattung der Bildungseinrichtung mit personel­
len und finanziellen Ressourcen. Der Blick auf die einzelnen Bildungsbereiche
zeigt einerseits unterschiedliche Höhen der Ausgaben, andererseits auch die
Stellung Deutschlands im Vergleich des OECD- bzw. EU21-Durchschnitts. Nur
im Primar- und Sekundarbereich I liegt Deutschland unterhalb der ausgewie­
senen Durchschnittswerte.

82

InternAtIonAler VergleIch

Bild 70

Ausgaben für Bildungseinrichtungen als Prozentsatz des BIP nach
Bildungsbereichen in ausgewählten OECD-Staaten mit Mitteln aus
öffentlichen und privaten Quellen (2000/2005/2010)
Primar-, Sekundar- und Post-sekundarer, nicht-tertiärer Bildungsbereich
2010

5,0

2005

2000

OECD-Durchschnitt 2010

4,0
3,0
2,0
1,0

Tschechien

Japan1

Italien

Slowakei1

Spanien

Deutschland4

Österreich

Kanada1,3

Schweden

Vereinigte Staaten

Schweiz2

Frankreich

Niederlande

Korea

Finnland

Israel

Australien

Irland

Belgien

Ver. Königreich

Dänemark1

0,0

4,0
3,0
2,0

OECD-Durchschnitt 2010

1,0
0,0
Tertiärbereich
Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt; OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Einige Bildungsbereiche sind in anderen Bildungsbereichen enthalten.
2) Im Tertiärbereich nur öffentliche Ausgaben.
3) Referenzjahr 2009 statt 2010.
4) Referenzjahr 2010: Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, ohne Berücksichtigung beim OECDDurchschnitt.
Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2013, Tab. B2.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-70
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.12

83

InternAtIonAler VergleIch

Bild 71

Ausgaben für Bildungseinrichtungen als Prozentsatz des BIP aller
Bildungsbereiche in ausgewählten OECD-Staaten mit Mitteln aus
öffentlichen und privaten Quellen (2000/2005/2010)
2010

2005

2000

8,0

OECD-Durchschnitt 2010

6,0

4,0

2,0

Italien

Slowakei1
Slowakei

Japan1
Japan
Tschechien

Spanien

Schweiz3
Schweiz
Deutschland4
Deutschland

Australien

Österreich

Frankreich

Niederlande

Irland

Schweden

Vereinigtes Königreich

Finnland

1,2
Kanada
Kanada

Belgien

Israel

Vereinigte Staaten

Korea

Dänemark1
Dänemark

0,0

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt; OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Einige Bildungsbereiche sind in anderen Bildungsbereichen enthalten.
2) Referenzjahr 2009 statt 2010.
3) Im Tertiärbereich nur öffentliche Ausgaben.
4) Referenzjahr 2010: Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, ohne Berücksichtigung beim OECDDurchschnitt.
Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2013, Tab. B2.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-71
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.12

84

glossAr

4 Glossar
	
AFBG – Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz: Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (auch Meister-BAföG genannt), seit 23.04.1996 in Kraft, unter­
stützt mit finanziellen Mitteln die berufliche Aufstiegsfortbildung von Handwer­
kerinnen/Handwerkern sowie anderen Fachkräften, um die Höherqualifizierung
über alle Altersgruppen hinweg zu fördern, dem Fachkräftemangel in Deutsch­
land zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern. Das
Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung in
allen Berufsbereichen.
Arbeitslose: Arbeitslose sind Arbeitsuchende, die vorübergehend nicht in
einem Beschäftigungsverhältnis stehen oder nur eine weniger als 15 Stunden
wöchentlich umfassende Beschäftigung ausüben, eine versicherungspflichtige,
mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung suchen und
dabei den Vermittlungsbemühungen der Arbeitsagentur oder des kommunalen
Trägers zur Verfügung stehen, also arbeitsfähig und -bereit sind.
Arbeitslosenquote: Die Zahl der Arbeitslosen wird in Bezug gesetzt zur Zahl
der zivilen abhängig beschäftigten Erwerbspersonen, seit Januar 2009 auf alle
zivilen Erwerbspersonen. Die Arbeitslosenquote wird häufig auch als „nationale
Arbeitslosenquote“ bezeichnet, im Unterschied zur ILO-Erwerbslosenquote, die
vorrangig auf die internationale Vergleichbarkeit zielt.
Aufwendungen der Wirtschaft für Forschung und Entwicklung (FuE): Auf­
wendungen der Unternehmen und der Institutionen für industrielle Gemein­
schaftsforschung und experimentelle Gemeinschaftsentwicklung (IfG) für FuE.
Ausbildungsbereich: Die amtliche Statistik unterscheidet in der betrieblichen
Berufsausbildung folgende Ausbildungsbereiche: Industrie und Handel, Hand­
werk, Landwirtschaft, Öffentlicher Dienst, Hauswirtschaft, Freie Berufe (z. B.
Rechtsanwältinnen/-anwälte und Notarinnen/Notare, Patentanwältinnen/-an­
wälte, Steuerberater/-innen, Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüfer/-innen,
Ärztinnen/Ärzte, Zahnärztinnen/-ärzte, Tierärztinnen/-ärzte, Apotheker/-innen)
und Seeschifffahrt.

glossAr

85

Ausbildungsberuf: Ausbildungsberufe sind in Deutschland die beruflichen
Tätigkeiten, die im Rahmen eines Ausbildungsverhältnisses im Dualen System
erlernt werden können. Jugendliche dürfen nur in anerkannten Ausbildungs­
berufen ausgebildet werden. Ausbildungsberufe werden in Ausbildungsordnun­
gen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO)
staatlich anerkannt. Die durch die Ausbildung zu erwerbenden Befähigungen
werden durch das Berufsbildungsgesetz und die Ausbildungsordnung festgelegt.
Ausbildungsvertrag: Der Ausbildungsvertrag wird zwischen dem Ausbil­
denden (Unternehmen) und der/dem Auszubildenden auf der Grundlage des
Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung abgeschlossen. Der Aus­
bildungsinhalt sowie die Ausbildungsdauer und die Prüfungsanforderungen
sind in Rechtsverordnungen des Bundes (Ausbildungsordnungen) geregelt. Die
Ausbildungsdauer liegt zwischen zwei und drei Jahren, in der Regel dauert die
Ausbildung drei Jahre.
Auszubildende: Auszubildende sind Personen, die aufgrund eines Ausbil­
dungsvertrages nach dem Berufsbildungsgesetz eine duale Berufsausbildung
in einem anerkannten Ausbildungsberuf durchlaufen. Ihre Ausbildung erfolgt
durch das unmittelbare Lernen am Arbeitsplatz oder in den betrieblichen bzw.
überbetrieblichen Ausbildungswerkstätten in Verbindung mit dem gleichzeiti­
gen Besuch einer Berufsschule mit Teilzeitunterricht (Duales Ausbildungssystem).
Bachelor: Der Bachelor ist der erste akademische Grad, der von Hochschulen
nach Abschluss einer wissenschaftlichen Ausbildung vergeben wird. In Deutsch­
land ist diese Bezeichnung im Rahmen des Bologna-Prozesses eingeführt
worden. Ein Bachelor-Studiengang hat meist eine Regelstudienzeit von sechs
Semestern, kann aber auch sieben oder acht Semester (also drei bis vier Jahre)
dauern. Daran anschließen kann sich ein vertiefender Master-Studiengang, in
Ausnahmefällen bereits die Promotion.
BAFE – Bruttoinlandsausgaben für FuE: Alle zur Durchführung von For­
schung und Entwicklung im Inland verwendeten Mittel, ungeachtet der

86

glossAr

Finanzierungsquellen; eingeschlossen sind also auch die Mittel des Auslands und
internationaler Organisationen für im Inland durchgeführte Forschungsarbei­
ten. Hier nicht erfasst sind dagegen die Mittel für FuE, die von internationalen
Organisationen mit Sitz im Inland im Ausland durchgeführt werden, bzw. Mittel
an das Ausland (vgl. Frascati-Handbuch 2002, § 423).
BAföG – Bundesausbildungsförderungsgesetz: Das Gesetz regelt die staatliche
Unterstützung für die Ausbildung von Schülerinnen sowie Schülern und Studie­
renden in Deutschland. Hauptziele des BAföG sind die Erhöhung der Chancen­
gleichheit im Bildungswesen sowie die Mobilisierung von Bildungsreserven in
den einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten.
BAföG-Quote der Studierenden zentraler Hochschulsemester: Diese Quote
zeigt den Anteil der BAföG-Empfänger/-innen unter denjenigen Studierenden,
die potenziell anspruchsberechtigt sind. Dazu zählen neben den Studierenden
der ersten sechs Hochschulsemester auch Master-Studierende bis zum zehn­
ten Hochschulsemester. Ab dem Berichtsjahr 2012 werden nur Studierende im
Vollzeitstudium berücksichtigt. Die Quote wurde in der 20. Sozialerhebung des
Deutschen Studentenwerks unter Durchführung des Deutschen Zentrums für
Hochschul- und Wissenschaftsforschung (ehemals HIS-Institut für Hochschul­
forschung) eingeführt. Für weitere Informationen siehe www.sozialerhebung.de.
Berufliche Weiterbildung: Die berufliche Weiterbildung dient einerseits dem
Ziel, aufbauend auf der Ausbildung, einer Erwerbsperson neue Qualifikationen
zu vermitteln oder bestehende zu erhalten bzw. aufzufrischen, um so nachhaltig
die Beschäftigungschancen sicherzustellen und ein selbstständiges Agieren auf
dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Andererseits zielt sie auf die Deckung des
qualitativen und quantitativen Arbeitskräftebedarfs der Betriebe und der gesam­
ten Volkswirtschaft.
Berufsschule: Die Berufsschule ist eine Schulform im Bereich der berufsbil­
denden Schulen. Die Berufsschule vermittelt den Auszubildenden während ihrer
dualen Berufsausbildung die durch den Rahmenlehrplan bzw. den Lehrplan
bestimmten Inhalte insbesondere der Allgemeinbildung.

87

glossAr

Bildungsabschlüsse:
Bildungsbereiche:

siehe ISCED 97
siehe ISCED 97

Bildungsbeteiligungsquote: Die Bildungsbeteiligungsquote ist der Anteil der
Personen eines Bildungsbereichs (z. B. Studium oder duale Berufsausbildung) an
der altersgleichen Bevölkerung.
Bildungsbudget: Das Bildungsbudget bildet alle öffentlichen und privaten
Ausgaben für Bildung ab. Es umfasst Personalausgaben, Sachaufwand und
Investitionsausgaben für den gesamten Bildungsbereich (Elementarbereich,
außerschulische Jugendbildung, Schul- und Hochschulbereich, Weiterbildung).
Nicht enthalten sind z. B. Abschreibungen, Finanzierungskosten, Personalausfall­
kosten von Weiterbildungsteilnehmenden und Ausbildungsvergütungen sowie
Versorgungszahlungen für im Ruhestand befindliche ehemalige Beschäftigte des
Bildungsbereichs. Im Rahmen der Bildungsförderung werden öffentliche Aus­
gaben für BAföG, Umschulungen, Schülerbeförderung u. a. nachgewiesen. Die
Finanzierungsbeiträge der einzelnen Gebietskörperschaften (Bund, Länder und
Kommunen) für das Bildungsbudget können auf zwei verschiedene Weisen be­
trachtet werden, nach dem Konzept der „Initial Funds“ und der „Final Funds“. Bei
dem Konzept der „Initial Funds“ wird der Zahlungsverkehr zwischen den einzel­
nen Gebietskörperschaften berücksichtigt. Das Konzept der „Final Funds“ sieht
keine Berücksichtigung des Zahlungsverkehrs zwischen den Gebietskörperschaf­
ten vor. Die Unterscheidung von „Initial Funds“ und „Final Funds“ hat keinen
Einfluss auf das Gesamtvolumen der öffentlichen Mittel für den Bildungsbereich.
Auch die Finanzierungsbeiträge des privaten Bereichs, des Auslands und die
Höhe des Bildungsbudgets insgesamt werden vom Zahlungsverkehr zwischen
den öffentlichen Haushalten nicht beeinflusst.
BIP – Bruttoinlandsprodukt: Das Bruttoinlandsprodukt ist ein Maß für die
wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum.
Es misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen
(Wertschöpfung), soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer
Waren und Dienstleistungen verwendet werden.

88

glossAr

Doppelter Abiturjahrgang / G8: Seit 2007 wird die Verkürzung der Schulzeit
bis zum Abitur von bisher dreizehn auf zwölf Jahre (G8) sukzessive in den Län­
dern, bis auf Rheinland-Pfalz, eingeführt. In den Jahren 2011-2013 sind Nieder­
sachsen, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen von
den doppelten Abiturjahrgängen betroffen. Um eine Vergleichbarkeit mit den
Vorjahren zu erreichen, gibt es z. B. bei den Quotenberechnungen diesbezüglich
Bereinigungen.
Erwerbspersonen: Erwerbspersonen sind die Gesamtheit aller abhängig be­
schäftigten zivilen Erwerbspersonen, Selbstständigen und mithelfenden Fami­
lienangehörigen. Dazu gehören sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Aus­
zubildende, geringfügig Beschäftigte, Beamtinnen/Beamte (ohne Soldatinnen/
Soldaten), Arbeitslose, Selbstständige und mithelfende Familienangehörige.
EU – Europäische Union: Die EU besteht aus den folgenden 28 Mitgliedstaaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frank­
reich, Griechenland, Italien, Irland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg,
Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei,
Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.
EU19 bezeichnet die 15 Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor der Er­
weiterung am 1. Mai 2004 plus die vier osteuropäischen OECD-Staaten Polen,
Slowakei, Tschechien und Ungarn.
EU21 bezeichnet alle EU-Länder, die gleichzeitig auch Mitglied der OECD sind.
Nicht dazu gehören Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Rumänien und
Zypern.
Fachhochschulen: Fachhochschulen bieten eine stärker anwendungsbezogene
Ausbildung in Studiengängen, insbesondere für Ingenieurinnen und Ingenieure
und für andere Berufe, vor allem in den Bereichen Wirtschaft, Sozialwesen, Ge­
staltung und Informatik.

glossAr

89

Förderschulen: Förderschulen dienen der Förderung und Betreuung körper­
lich, geistig und seelisch benachteiligter sowie sozial gefährdeter Kinder, die
nicht oder nicht mit ausreichendem Erfolg in allgemeinen Schulen unterrichtet
werden können. Sie haben in der Regel den gleichen Bildungsauftrag wie die
übrigen allgemeinbildenden Schulen.
Fortbildungs-/Meisterprüfungen: Fortbildungs-/Meisterprüfungen werden
zum Nachweis von Kenntnissen und Fertigkeiten durchgeführt, die durch Maß­
nahmen der beruflichen Fortbildung erworben wurden. Sie haben den besonde­
ren Erfordernissen beruflicher Erwachsenenbildung zu entsprechen.
FuE:

Forschung und Entwicklung

FuE-Ausgaben: Forschung und experimentelle Entwicklung ist die systemati­
sche, schöpferische Arbeit zur Erweiterung des vorhandenen Wissens einschließ­
lich des Wissens über den Menschen, die Kultur und die Gesellschaft sowie die
Verwendung dieses Wissens mit dem Ziel, neue Anwendungsmöglichkeiten zu
finden (vgl. Frascati-Handbuch 2002, § 63). Die im Zusammenhang mit dieser
Arbeit anfallenden Ausgaben sind Ausgaben für Forschung und Entwicklung.
Es wird unterschieden zwischen internen und externen FuE-Ausgaben. Alle zur
Durchführung von Forschung und Entwicklung im Inland oder innerhalb eines
bestimmten Sektors einer Volkswirtschaft oder innerhalb eines anderen Teil­
bereichs (Berichtseinheit) verwendeten Mittel, ungeachtet der Finanzierungs­
quellen, werden als interne Ausgaben ausgewiesen (vgl. Frascati-Handbuch 2002,
§§ 358 f.). Unter externe Ausgaben werden Ausgaben für FuE verstanden, die im
Ausland, in internationalen Organisationen oder außerhalb eines bestimmten
Sektors oder eines anderen Teilbereichs einer Volkswirtschaft (Berichtseinheit)
durchgeführt werden (vgl. Frascati-Handbuch 2002, § 408). Hierbei handelt es
sich z. B. um Ausgaben für FuE-Leistungen, welche außerhalb von Unternehmen
für diese erbracht werden (z. B. Vergabe von Forschungsaufträgen an andere
Unternehmen, an Forschungsinstitute oder Universitäten).
FuE-Personal: Alle direkt in FuE beschäftigten Arbeitskräfte ungeachtet ihrer
Position. Dazu zählen Forscherinnen und Forscher, technisches und vergleichba­
res Personal sowie sonstiges Personal (vgl. Frascati-Handbuch 2002, §§ 294 ff.).

90

glossAr

Habilitationen: Die Habilitation dient dem Nachweis der wissenschaftlichen
Lehrbefähigung. Das Habilitationsverfahren wird als akademisches Examen
durchgeführt und umfasst neben der Habilitationsschrift ein wissenschaftliches
Gespräch („Kolloquium“) und eine öffentliche Vorlesung.
Hochschulabschlüsse: In Deutschland gibt es folgende akademische Grade
nach einer bestandenen Hochschulprüfung: Bachelor, Staatsexamen, Diplom
und Magister (beides auslaufend), Master sowie Promotion.
Hochschulen: Hochschule ist ein Oberbegriff für verschiedene wissenschaft­
liche, wissenschaftlich-anwendungsorientierte, künstlerisch-wissenschaftliche
oder künstlerische Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs zur beruflichen
Ausbildung, Pflege der Wissenschaften und Künste durch Forschung und Lehre.
Zu den Hochschulen zählen Universitäten, Kunsthochschulen, Pädagogische
Hochschulen, Theologische Hochschulen, Gesamthochschulen, Fachhochschu­
len sowie Verwaltungsfachhochschulen.
Hochschulreife: siehe Hochschulzugangsberechtigung
Hochschulzugangsberechtigung: Die Zulassung zum Studium an einer
deutschen Hochschule setzt eine Studien- oder Hochschulzugangsberechtigung
voraus. Voraussetzung für ein Studium an wissenschaftlichen Hochschulen ist
die allgemeine bzw. die fachgebundene Hochschulreife oder eine erfolgreich
bestandene Begabten- bzw. Eignungsprüfung. Die beiden zuletzt genannten
Berechtigungsformen, in der amtlichen Hochschulstatistik als „Studienberechti­
gungen ohne formale Hochschulzugangsberechtigung“ bezeichnet, sind be­
sonders häufig bei Studierenden an Kunst- und Musikhochschulen anzutreffen.
Ein Studium an Fachhochschulen setzt die allgemeine Hochschulreife bzw. die
Fachhochschulreife oder Begabten- bzw. Eignungsprüfungen voraus.
iABE – Integrierte Ausbildungsberichterstattung: Die integrierte Ausbil­
dungsberichterstattung führt verschiedene amtliche Daten zusammen, um
einen Überblick über den Verbleib der jungen Menschen sowie die Nutzung der
beruflich qualifizierenden Bildungsangebote nach dem Verlassen der allgemein­
bildenden Schule zu erhalten.

glossAr

91

Ein umfassendes System von (Bildungs-)Sektoren und Konten (Qualifizierungs­
wege) beschreibt die Qualifizierungsangebote nach der Sekundarstufe I. Dem
Ausbildungsgeschehen werden vier (Bildungs-)Sektoren zugeordnet:
„Berufsausbildung“ (Ziel: Vollqualifizierender Berufsabschluss): Mit einer abge­
schlossenen Berufsausbildung wird ein entscheidender Grundstein für die Ein­
mündung und den Verbleib in Beschäftigung sowie deren Gestaltung gelegt.
„Integration in Berufsausbildung (Übergangsbereich)“ (Ziel: Berufsausbildung): In­
tegrationsmaßnahmen dienen der Vorbereitung und Hinführung von Jugendli­
chen zur Berufsausbildung. Dazu wird ein breites Spektrum an Programmen und
Maßnahmen angeboten, welches meist aus öffentlichen Mitteln finanziert ist.
„Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung“ (Ziel: Hochschulzugangsberechtigung
– HZB): Mit dem Erwerb der HZB wird die Möglichkeit geschaffen, ein Studium
oder eine Berufsausbildung aufzunehmen.
„Studiengänge“ (Ziel: Hochschulabschluss): Mit dem Erwerb eines Hochschul­
abschlusses wird das Fundament für eine hoch qualifizierte berufliche Tätigkeit
gelegt.
Innovationen: Innovationen sind neue oder merklich verbesserte Produkte
oder Dienstleistungen, die auf dem Markt eingeführt worden sind (Produktin­
novationen) sowie neue oder verbesserte Verfahren, die neu eingesetzt werden
(Prozessinnovationen) (vgl. Oslo-Handbuch 2005, §§ 156 und 163).
ISCED 97 – International Standard Classification of Education (Internationale
Standardklassifikation des Bildungswesens): ISCED wurde Anfang der 1970er
von der UNESCO mit dem Ziel entwickelt, einen einheitlichen Rahmen für die
Sammlung und Darstellung von Bildungsstatistiken zur Verfügung zu stellen
und damit Vergleiche sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene
zu erleichtern bzw. überhaupt erst zu ermöglichen. Die Klassifikation von 1975
wurde 1997 überarbeitet (ISCED 97) und bildet seitdem alle organisierten Lern­
prozesse ab (siehe Tabelle ab der nächsten Seite). Diese Klassifikation wurde 2011
erneut überarbeitet (ISCED 2011), Daten stehen aber erst ab 2015 zur Verfügung.

92

glossAr

Zuordnung nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 – [1/4]1
ISCED-Stufe

Bildungsgänge

0 Elementarbereich

- Kindergärten
- Vorklassen
- Schulkindergärten

1 Primarbereich

- Grundschulen
- Integrierte Gesamtschulen (1.-4. Klasse)
- Freie Waldorfschulen (1.-4. Klasse)
- Förderschulen (1.-4. Klasse)

2 Sekundarbereich I
2A Programme, die Zugang zu
ISCED 3A oder 3B vermitteln
- allgemeinbildend

- Hauptschulen
- Schulartunabhängige Orientierungsstufen
- Realschulen
- Förderschulen (5.-10. Klasse)
- Schularten mit mehreren Bildungsgängen
- Gymnasien (5.-9./10. Klasse)2
- Integrierte Gesamtschulen (5.-9./10. Klasse)2
- Freie Waldorfschulen (5.-10. Klasse)
- Abendhauptschulen
- Abendrealschulen
- Berufsaufbauschulen
- Allgemeinbildende Programme an Berufsfachschulen
bzw. Schüler/-innen an Berufsschulen ohne Ausbil­
dungsvertrag zur Erfüllung der Schulpflicht bzw. zum
Erwerb von Abschlüssen der Sekundarstufe I

2B Berufsvorbereitende/berufliche Berufsvorbereitende Programme (an Berufsfachschu­
Programme
len, Berufsvorbereitungsjahr bzw. Schüler/-innen an
Berufsschulen ohne Ausbildungsvertrag)
- berufsvorbereitend
- berufliche Programme, die
Zugang zu ISCED 3B vermitteln
2C Programme, die keinen Zugang
zu ISCED 3 vermitteln, die auf
den direkten Eintritt in den
Arbeitsmarkt vorbereiten

-

1) Stand: Schuljahr 2008/2009. 

2) Für G8-Programme an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen beginnt die dreijährige Oberstufe in der 

10. Klasse (Einführungsstufe). 

3) Ab 2008/2009 einschließlich der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (früher: Berufsakademien, die in 

ISCED 5B nachgewiesen wurden).

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2013, Anhang A3


93

glossAr

Zuordnung nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 – [2/4]1
ISCED-Stufe

Bildungsgänge

3 Sekundarbereich II
3A Programme, die Zugang zu
ISCED 5A vermitteln
- allgemeinbildend

- Gymnasien (Oberstufe)2
- Integrierte Gesamtschulen (Oberstufe)2
- Freie Waldorfschulen (11.-13. Klasse)
- Förderschulen (11.-13. Klasse)
- Fachoberschulen – zweijährig
- Fachgymnasien
- Berufsfachschulen, die eine Studienberechtigung
vermitteln

3B Programme, die Zugang zu
ISCED 5B vermitteln
- beruflich

- Berufsgrundbildende Programme mit Anrechnung
auf das erste Lehrjahr (an Berufsfachschulen, Berufs­
grundbildungsjahr)
- Berufsschulen (Duales System)
- Berufsfachschulen, die einen voll qualifizierenden
Berufsabschluss vermitteln (ohne: Gesundheits- und
Sozialberufe, Erzieherausbildung)
- Einjährige Programme in Gesundheitsberufen (an
Berufsfachschulen bzw. Schulen des Gesundheits­
wesens)

3C Programme, die keinen Zugang
zu ISCED 5 vermitteln, die auf
den direkten Eintritt in den Ar­
beitsmarkt oder auf Programme
in ISCED 3 und 4 vorbereiten

- Beamtenanwärter/-innen im mittleren Dienst

1) Stand: Schuljahr 2008/2009. 

2) Für G8-Programme an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen beginnt die dreijährige Oberstufe in der 

10. Klasse (Einführungsstufe). 

3) Ab 2008/2009 einschließlich der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (früher: Berufsakademien, die in 

ISCED 5B nachgewiesen wurden).

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2013, Anhang A3


94

glossAr

Zuordnung nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 – [3/4]1
ISCED-Stufe

Bildungsgänge

4 Post-sekundarer, nicht-tertiärer
Bereich
4A Programme, die Zugang zu
ISCED 5A vermitteln

- Abendgymnasien
- Kollegs
- Fachoberschulen – einjährig
- Berufs-/Technische Oberschulen
- Kombination aus einem allgemeinbildenden
Programm (ISCED 3A) und einem berufsbildenden
Programm (ISCED 3B)
- Studienberechtigung, dann Berufsschulen
(Duales System)
- Studienberechtigung, dann Berufsfachschulen, die
einen Berufsabschluss vermitteln
- Berufsschulen (Duales System), dann Studien­
berechtigung
- Berufsfachschulen, die einen Berufsabschluss
vermitteln, dann Studienberechtigung
- Gleichzeitiger Erwerb von Studienberechtigung
und Berufsabschluss (an Berufsfachschulen und
teilweise an Fachgymnasien)

4B Programme, die Zugang zu
ISCED 5B vermitteln

- Kombination aus zwei berufsbildenden Programmen
in ISCED 3B
- Berufsschulen (Duales System), dann Berufsfach­
schulen, die einen Berufsabschluss vermitteln
- Berufsfachschulen, die einen Berufsabschluss
vermitteln, dann Berufsschulen (Duales System)
- Zwei Berufsausbildungen im Dualen System nach­
einander
- Umschüler/-innen an Berufsschulen
(Duales System)

4C Programme, die keinen Zugang
zu ISCED 5 vermitteln, die auf
den direkten Eintritt in den
Arbeitsmarkt vorbereiten

-

1) Stand: Schuljahr 2008/2009. 

2) Für G8-Programme an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen beginnt die dreijährige Oberstufe in der 

10. Klasse (Einführungsstufe). 

3) Ab 2008/2009 einschließlich der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (früher: Berufsakademien, die in 

ISCED 5B nachgewiesen wurden).

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2013, Anhang A3


95

glossAr

Zuordnung nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 – [4/4]1
ISCED-Stufe

Bildungsgänge

5 Tertiärbereich
5A

- Universitäten
- Pädagogische Hochschulen
- Theologische Hochschulen
- Gesamthochschulen
- Kunsthochschulen
- Fachhochschulen3

5B

- Fachschulen
- Fachakademien (Bayern)
- Berufsakademien
- Verwaltungsfachhochschulen
- Zwei- oder dreijährige Programme in Gesundheitsund Sozialberufen bzw. Erziehungsausbildung (an
Berufsfachschulen bzw. Schulen des Gesundheits­
wesens)

6 Weiterführende Forschungsprogramme

- Promotionsstudium

Programme, die keinem Level
zugeordnet werden können

Überwiegend geistig behinderte Schüler/-innen an
Förderschulen, die keinem Bildungsbereich zugeordnet
werden können

1) Stand: Schuljahr 2008/2009. 

2) Für G8-Programme an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen beginnt die dreijährige Oberstufe in der 

10. Klasse (Einführungsstufe). 

3) Ab 2008/2009 einschließlich der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (früher: Berufsakademien, die in 

ISCED 5B nachgewiesen wurden).

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2013, Anhang A3


96

glossAr

Länderkürzel (Bundesländer):
BW = Baden-Württemberg
BY = Bayern
BE = Berlin
BB = Brandenburg
HB = Bremen
HH = Hamburg
HE = Hessen
MV = Mecklenburg-Vorpommern

NI = Niedersachsen
NW = Nordrhein-Westfalen
RP = Rheinland-Pfalz
SL = Saarland
SN = Sachsen
ST = Sachsen-Anhalt
SH = Schleswig-Holstein
TH = Thüringen

Master: Der Master ist der zweite akademische Grad, den Studierende an
Hochschulen als Abschluss einer wissenschaftlichen Ausbildung erlangen kön­
nen. Er wird nach einem ein- bis zweijährigen Vollzeit- oder berufsbegleitenden
Studium verliehen. Studienvoraussetzung ist ein Bachelor- oder der Abschluss in
einem traditionellen, einstufigen Studiengang (Magister, Diplom, Erstes Staats­
examen in Rechtswissenschaften oder Lehramtsstudium; Abschluss in Medizin).
Je nach Ausrichtung kann ein Masterstudiengang der wissenschaftlichen Ver­
tiefung des vorherigen Studiums oder der Erschließung neuer Wissensgebiete
dienen.
Meisterprüfungen:

siehe Fortbildungs-/Meisterprüfungen

OECD – Organisation for Economic Co-operation and Development (Organisa­
tion für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung): Die OECD ist ein
Forum, in dem die Regierungen von 34 Staaten, überwiegend Industriestaaten,
zusammenarbeiten, um den mit der Globalisierung der Weltwirtschaft verbun­
denen Herausforderungen im Wirtschafts-, Sozial-, Umwelt- und GovernanceBereich zu begegnen bzw. deren Chancen zu nutzen. Satzungsgemäße Ziele der
OECD sind es, zu einer optimalen Wirtschaftsentwicklung und einem steigenden
Lebensstandard in ihren Mitgliedstaaten beizutragen, in ihren Mitgliedstaaten
und den Entwicklungsländern das Wirtschaftswachstum zu fördern und eine
Ausweitung des Welthandels zu begünstigen.

glossAr

97

PNP-Sektor – Private Institutionen ohne Erwerbszweck: Für die nationale
Berichterstattung umfasst dieser Sektor die überwiegend vom Staat finanzierten
Organisationen ohne Erwerbszweck (z. B. Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher
Forschungszentren (HGF), Max-Planck-Gesellschaft (MPG) oder Fraunhofer-Ge­
sellschaft (FhG)) und die privaten Organisationen ohne Erwerbszweck, die weder
überwiegend vom Staat noch überwiegend von der Wirtschaft finanziert werden
bzw. nicht vornehmlich Dienstleistungen für Unternehmen der Wirtschaft er­
bringen.
Staatlich finanzierte FuE-Ausgaben: Alle von Bund und Ländern finanzierten
FuE-Ausgaben, unabhängig davon, in welchem Sektor die Forschung und Ent­
wicklung durchgeführt wird.
Studienanfänger/-innen: Studienanfänger/-innen sind Studierende im ersten
Hochschulsemester (Erstimmatrikulierte) oder im ersten Semester eines be­
stimmten Studiengangs (Fachsemester).
Studienanfängerquote: Sie ist der Anteil der Studienanfänger/-innen im
ersten Hochschulsemester an der Bevölkerung des entsprechenden Alters. Die
Quote ist ein wichtiger Indikator für die Hochschulplanung.
Studienberechtigtenquote: Der Anteil der studienberechtigten Schulabgän­
ger/-innen an der altersspezifischen Bevölkerung. Zu den studienberechtigten
Schulabgängerinnen/-abgängern zählen Schulentlassene des allgemeinen und
beruflichen Schulwesens mit allgemeiner Hochschulreife (einschließlich der
fachgebundenen Hochschulreife).
Studierquote: Die Studierquote ist der Anteil der Schulabgänger/-innen eines
Abschlussjahrgangs, der bereits ein Studium aufgenommen hat oder fest ent­
schlossen ist, es noch aufzunehmen. Die Berechnung basiert auf der jeweiligen
repräsentativen Erhebung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissen­
schaftsforschung (ehemals HIS-Institut für Hochschulforschung). Ergänzend zu
dieser (Brutto-)Studierquote (sichere Aufnahme eines Studiums) kann auch die
Gruppe derjenigen berücksichtigt werden, die sich bezüglich einer Studienauf­

98

glossAr

nahme noch unsicher sind oder ein Studium als Alternative in Erwägung ziehen.
Hierdurch wird dann die Maximalquote berechnet.
Vollzeitäquivalent: Bemessungseinheit für die Vollzeitbeschäftigung einer
Arbeitskraft in einem bestimmten Zeitraum. Diese Einheit dient z. B. dazu, die
Arbeitszeit der nur teilweise in FuE Beschäftigten (einschließlich der Teilzeitbe­
schäftigten) auf die Arbeitszeit einer voll in FuE beschäftigten Person umzurech­
nen (vgl. Frascati-Handbuch 2002, §§ 331 ff.).
Wissenschaftliches und künstlerisches Personal: Zu dieser Personalgruppe
an Hochschulen gehören vor allem Akademische Rätinnen/Räte, Oberrätinnen/
Oberräte und Direktorinnen/Direktoren sowie wissenschaftliche und künstleri­
sche Mitarbeiter/-innen im Angestelltenverhältnis.
Wissenschaftsausgaben: Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE)
sowie Ausgaben für wissenschaftliche Lehre und Ausbildung und sonstige ver­
wandte wissenschaftliche und technologische Tätigkeiten insgesamt werden als
Wissenschaftsausgaben bezeichnet. Zu Letzteren gehören z. B. wissenschaftliche
und technische Informationsdienste, Datensammlung für allgemeine Zwecke,
Untersuchungen über die Durchführbarkeit technischer Projekte (demgegen­
über sind Durchführbarkeitsstudien von Forschungsvorhaben jedoch Teil von
FuE) und Erarbeiten von Grundlagen für Entscheidungshilfen für Politik und
Wirtschaft.

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für Bildung und Forschung (BMBF)
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Stand
Mai 2014
Druck
BMBF
Redaktion, Gestaltung
Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, Hannover (www.dzhw.eu)
Bildnachweis
Titelbild, Seiten 2, 8, 21, 27, 34, 43, 74: Thinkstock; Seite 15: Royalty-Free/Corbis;
Seite 57: BananaStock Ltd; Seite 68: Image Source Pink/Getty Images

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