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Full text: Bildung und Forschung in Zahlen Issue 2012

½ ZAB, 7 pt

Bildung und Forschung in
Zahlen 2012
Ausgewählte Fakten aus dem Daten-Portal des BMBF
www.datenportal.bmbf.de

HIGHTECH-STRATEGIE

½ ZAB, 7 pt

Bildung und Forschung in
Zahlen 2012
Ausgewählte Fakten aus dem Daten-Portal des BMBF
www.datenportal.bmbf.de

HIGHTECH-STRATEGIE

VORWORT

1

Vorbemerkung
Bildung und Qualifizierung sind der
Schlüssel für die Zukunft Deutschlands.
Durch eine gute Bildung und Qualifizierung wird einerseits der Grundstein
für die gesellschaftliche Teilhabe des
Einzelnen gelegt. Andererseits können
nur so die individuellen Begabungen
junger Menschen ausgeschöpft werden,
damit diese sich besser in die Entwicklung Deutschlands einbringen können.
Sie schaffen die Voraussetzung für eine
ausreichende Anzahl der dringend benötigten Fachkräfte und dafür, durch
Forschung und Innovation Technologiegüter zu entwickeln und damit die
Wirtschaftskraft sowie das ökonomische
Wachstum in Deutschland zu sichern
und zu vergrößern. International wettbewerbsfähige Forschungseinrichtungen und exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stärken den
Wissenschaftsstandort Deutschlands.
Die Bundesregierung setzt deshalb ihre
Prioritäten auf Bildung und Forschung
und stellt in dieser Legislaturperiode
hierfür zusätzlich 12 Mrd. Euro zur
Verfügung. Um die Politik in Bildung,
Forschung und Innovation sachgerecht
führen zu können, ist ein Gerüst verlässlicher Daten und Informationen notwendig. Hierzu zählen neben konkreten
Informationen zu den unterschiedlichen

Bildungs- und Forschungsbereichen
auch Angaben zu den Ausgaben von
Bund und den Ländern. Die in dieser Broschüre zusammengestellten Daten und
Fakten aus Bildung und Forschung weisen bildungs- und forschungspolitische
Basisinformationen für einen schnellen
Überblick aus.
Das Internet ermöglicht darüber hinaus,
detailliertere Daten mit langen Zeitreihen auszuweisen. Auf den Webseiten
des Bundesministeriums für Bildung
und Forschung sind diese unter
www.datenportal.bmbf.de
aktuell zur Verfügung gestellt. Auf einfache Weise kann durch Eingabe von
Schlagwörtern oder durch die vorhandenen Navigationshilfen recherchiert
werden. Verschiedene Ausgabeformate
werden hierbei angeboten.

INHALTSVERZEICHNIS

1

Inhaltsverzeichnis
0 Gesamtübersichten und Strukturdaten .........................................................................2

1 Forschung und Innovation.................................................................................................................. 7

2 Bildung.........................................................................................................................................................................26

2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7

Bildungsfinanzen..................................................................................................................................... 28
	
Elementarbereich.................................................................................................................................... 32
	
Schulen................................................................................................................................................................. 33
	
Berufliche Schulen.................................................................................................................................. 41

Hochschulen.................................................................................................................................................. 49

Ausbildungsförderung (BAföG), Aufstiegsförderung (AFBG) ............... 65
	
Weiterbildung............................................................................................................................................. 67
	

3 Internationaler Vergleich................................................................................................................. 73

3.1
3.2

Forschung und Innovation ............................................................................................................74
	
Bildung.................................................................................................................................................................. 77
	

4 Glossar ......................................................................................................................................................................... 84


2

GESAmTüBERSICHTEN uNd STRukTuRdATEN

0 Gesamtübersichten und Strukturdaten
	
Zur besseren Einschätzung und zum
besseren Verständnis der in den Kapiteln Forschung und Innovation sowie
Bildung im Detail aufgeführten Tabellen
und Grafiken werden dieser Broschüre
drei übergreifende Tabellen vorangestellt. In diesen Strukturdaten sind
allgemeine Informationen zur Bevölke-

rungsentwicklung für ganz Deutschland
sowie differenziert nach den 16 Ländern
aufgeführt. Das Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft liefert einen
allgemeinen Überblick über die nationalen Ausgaben in diesen Bereichen.

GESAmTüBERSICHTEN uNd STRukTuRdATEN

Bild 1

3

Strukturdaten für Deutschland (2006-2010)

Bevölkerung
Erwerbstätige1
Arbeitslose

in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
q

2006

2007

2008

2009

2010

82.315

82.218

82.002

81.802

81.752

51,0 %
37.343
45,2 %
4.487
10,8 %

51,0 %
38.163
45,3 %
3.760
9,0 %

51,0 %
38.734
43,5 %
3.258
7,8 %

51,0 %
38.662
45,8 %
3.415
8,1 %

50,9 %
38.938
45,9 %
3.238
7,7 %

davon2
1.804

1.534

1.337

1.453

m

ohne abgeschlossene
Berufsausbildung

in Tsd.

mit betrieblicher/
schulischer Ausbildung3

in Tsd.
q

8,5 %

7,0 %

6,0 %

6,6 %

m

mit Fachhochschul­
abschluss

in Tsd.

76

62

56

75

m

q

3,3 %

2,6 %

2,1 %

2,8 %

m

mit Universitäts­
abschluss

in Tsd.

148

131

119

105

m

3,6 %

3,1 %

2,7 %

2,3 %

Schüler/-innen4
Auszubildende
Studierende
Bruttoinlandsprodukt
(in Milliarden Euro)

q

q
in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w

24,0 %
2.209

12.138
48,2 %
1.571
39,5 %
1.979
47,8 %
2.325

22,1 %
1.817

11.987
48,2 %
1.594
39,2 %
1.941
47,7 %
2.429

20,1 %
1.569

11.830
48,2 %
1.613
39,6 %
2.025
47,8 %
2.474

21,9 %
1.714

11.675
48,2 %
1.571
39,9 %
2.121
47,9 %
2.375

m
m

m
11.485
48,1 %
1.508
39,8 %
2.217
47,8 %
2.477

Erläuterung der Abkürzungen: Tsd. = Tausend; w = Anteil weiblich; q = Arbeitslosenquote; m = Daten nicht verfügbar.

1) Ergebnis des Mikrozensus.

2) Nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aufgrund der Verwendung anderer Basis-

werte bestehen Abweichungen von der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit.

3) Betriebliche Berufsausbildung und Berufsfachschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung an Fach-, Techniker
und Meisterschulen.

4) Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Statistisches Jahrbuch, Fachserie 1: Reihe 4.1.1, Fachserie 11: Reihen 1, 2, 3, 4.1, Fach
serie 18: Reihe 1.4), Bundesagentur für Arbeit (Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf und Berechnungen des Instituts für Arbeits­
markt- und Berufsforschung)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-1
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/0.1

4

GESAmTüBERSICHTEN uNd STRukTuRdATEN

Bild 2

Strukturdaten der Länder (2010) – [1/2]
BW

Bevölkerung
Erwerbstätige1
Arbeitslose

BY

in Tsd. 10.754 12.539
w
in Tsd.
w
in Tsd.
q

HB

BE

BB

3.461

2.503

661

HH

HE

MV

1.786

6.067

1.642

50,8 % 50,9 % 51,0 % 50,4 % 51,3 % 51,1 % 50,9 % 50,5 %
5.357

6.358

1.569

1.239

294

884

2.902

780

45,9 % 45,7 % 47,7 % 47,1 % 48,0 % 47,1 % 45,9 % 46,8 %
273
4,9 %

299
4,5 %

231

149

39

13,6 % 11,1 % 12,0 %

75
8,2 %

198
6,4 %

110
12,7 %

davon2
ohne abgeschlossene
Berufsausbildung

in Tsd.

mit betrieblicher/schu­
lischer Ausbildung3

in Tsd.

mit Fachhochschul­
abschluss

in Tsd.

mit Universitäts­
abschluss

in Tsd.

Schüler/-innen4
Auszubildende
Studierende
Bruttoinlandsprodukt
(in Milliarden Euro)

w
w
w
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w

120

122

111

25

23

40

68

22

48,5 % 48,4 % 43,1 % 45,3 % 45,1 % 43,2 % 46,8 % 42,9 %
122

152

96

84

13

28

63

78

45,2 % 44,6 % 41,5 % 45,2 % 40,7 % 42,6 % 44,0 % 43,7 %
7

7

7

4

1

2

4

3

39,2 % 39,5 % 45,5 % 45,9 % 44,2 % 46,6 % 38,4 % 47,7 %
10

12

15

3

2

5

7

2

50,5 % 50,4 % 51,4 % 48,9 % 52,8 % 51,3 % 49,1 % 50,9 %
1.643

1.780

417

272

95

240

857

174

47,9 % 47,9 % 49,1 % 48,3 % 47,9 % 48,5 % 48,0 % 48,4 %
205

257

49

39

16

35

106

29

40,5 % 40,2 % 45,3 % 37,4 % 43,5 % 43,9 % 40,6 % 40,0 %
290

287

147

51

32

80

197

40

47,1 % 48,9 % 49,3 % 50,9 % 47,7 % 47,7 % 46,6 % 50,5 %
362

442

95

56

28

88

225

36

Erläuterung der Abkürzungen: Tsd. = Tausend; w = Anteil weiblich; q = Arbeitslosenquote; Länderabkürzungen siehe
Glossar.
1) Ergebnis des Mikrozensus.
2) Nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aufgrund der Verwendung anderer Basiswerte bestehen Abweichungen von der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit.
3) Betriebliche Berufsausbildung und Berufsfachschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung an Fach-, Technikerund Meisterschulen.
4) Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Statistisches Jahrbuch, Fachserie 1: Reihe 4.1.1, Fachserie 11: Reihen 1, 2, 3, 4.1),
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Internet-Angebot:
www.vgrdl.de), Bundesagentur für Arbeit (Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf und Berechnungen des Instituts für Arbeits­
markt- und Berufsforschung)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-2
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/0.2

GESAmTüBERSICHTEN uNd STRukTuRdATEN

Bild 2

5

Strukturdaten der Länder (2010) – [2/2]
NI

Bevölkerung
Erwerbstätige1
Arbeitslose

in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
q

NW

7.918 17.845

RP

SL

SN

ST

SH

TH

4.004

1.018

4.149

2.335

2.834

2.235

50,8 % 51,2 % 50,9 % 51,3 % 51,0 % 51,0 % 51,0 % 50,6 %
3.676

8.045

1.921

455

1.940

1.090

1.329

1.100

45,6 % 45,2 % 45,4 % 45,5 % 46,8 % 46,7 % 46,4 % 46,3 %
299
7,5 %

779
8,7 %

120
5,7 %

38
7,5 %

253

151

11,8 % 12,5 %

107
7,5 %

117
9,8 %

davon2
ohne abgeschlossene
Berufsausbildung

in Tsd.

mit betrieblicher/schu­
lischer Ausbildung3

in Tsd.

mit Fachhochschul­
abschluss

in Tsd.

mit Universitäts­
abschluss

in Tsd.

Schüler/-innen4
Auszubildende
Studierende
Bruttoinlandsprodukt
(in Milliarden Euro)

w
w
w
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w

118

394

58

19

42

30

43

19

46,5 % 46,5 % 48,6 % 48,1 % 41,9 % 44,0 % 44,9 % 43,7 %
126

288

55

16

165

102

50

86

44,1 % 43,2 % 43,3 % 42,5 % 46,6 % 46,5 % 44,2 % 47,7 %
5

13

2

1

7

4

2

3

41,1 % 40,0 % 39,5 % 33,7 % 48,1 % 47,7 % 39,0 % 46,0 %
8

20

3

1

8

3

3

3

52,2 % 48,5 % 49,1 % 48,0 % 49,5 % 48,5 % 51,4 % 49,3 %
1.210

2.754

580

136

436

236

417

238

48,2 % 48,1 % 47,7 % 48,0 % 49,3 % 48,1 % 48,1 % 48,6 %
151

332

76

21

63

40

54

36

39,7 % 39,0 % 38,3 % 39,5 % 37,8 % 36,1 % 40,5 % 35,7 %
150

535

113

25

110

55

52

54

48,3 % 46,5 % 50,8 % 49,2 % 45,7 % 49,3 % 47,2 % 49,0 %
214

543

108

30

95

52

76

50

Erläuterung der Abkürzungen: Tsd. = Tausend; w = Anteil weiblich; q = Arbeitslosenquote; Länderabkürzungen siehe
Glossar.
1) Ergebnis des Mikrozensus.
2) Nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aufgrund der Verwendung anderer Basiswerte bestehen Abweichungen von der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit.
3) Betriebliche Berufsausbildung und Berufsfachschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung an Fach-, Technikerund Meisterschulen.
4) Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Statistisches Jahrbuch, Fachserie 1: Reihe 4.1.1, Fachserie 11: Reihen 1, 2, 3, 4.1),
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Internet-Angebot:
www.vgrdl.de), Bundesagentur für Arbeit (Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf und Berechnungen des Instituts für Arbeits­
markt- und Berufsforschung)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-2
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/0.2

6

GESAmTüBERSICHTEN uNd STRukTuRdATEN

Bild 3	

Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft1 nach
Bereichen in Milliarden Euro und in Relation zum BIP
(1995/2008-2010)

Bereich
A+B

C

D

Bildungsbudget insgesamt2

Mrd.
Euro

Forschung und Entwicklung

3

Sonstige Bildungs- und
Wissenschaftsinfrastruktur

2008

2009

2010

125,4

153,9

164,6

172,3

Anteil
am BIP

6,8 %

6,2 %

6,9 %

7,0 %

Mrd.
Euro

40,5

66,5

67,0

69,9

Anteil
am BIP

2,2 %

2,7 %

2,8 %

2,8 %

4,0

4,9

5,1

4,9

0,2 %

0,2 %

0,2 %

0,2 %

Mrd.
Euro
Anteil
am BIP

A+B+ Budget für Bildung,
C+D
Forschung und Wissenschaft4

1995

Mrd.
Euro
Anteil
am BIP

162,5
8,8 %

214,2
8,6 %

224,8
9,5 %

234,5
9,5 %

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt.

1) Durchführungsrechnung, Abgrenzung nach dem Konzept 2009, Werte 2010 vorläufige Berechnungen.

2) Für eine differenzierte Ansicht der Bildungsbereiche siehe Bild 19.

3) Berechnet nach den Methoden der Forschungs- und Entwicklungsstatistik (gemäß OECD-Meldung/Frascati-

Handbuch).

4) Das Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft wurde konsolidiert um die Ausgaben für „Forschung und

Entwicklung an Hochschulen“, da diese Position sowohl in A als auch in C enthalten ist.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-3
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.9.1

FORSCHuNG uNd INNOVATION

7

1 Forschung und Innovation
	
Forschung, Entwicklung und Innovation
sind Grundlagen der Wirtschaftskraft
Deutschlands. Ein Fünftel der Wirtschaftsleistung unseres Landes wird
durch den Export von Technologiegütern erbracht. Globale Herausforderungen auf den Feldern Klima/Energie,
Gesundheit, Sicherheit, Mobilität und
Kommunikation können ohne Fortschritte in Wissenschaft und Technik
nicht gelöst werden. Die Ausgaben
für Forschung und Entwicklung in
Deutschland haben nach der Finanzund Wirtschaftskrise wieder deutlich
zugenommen. Die Unternehmen
tragen mit ca. zwei Dritteln der Aufwendungen wesentlich zu Forschung
und Entwicklung bei. 2010 betrug der
Anteil der Aufwendungen Deutschlands am Bruttoinlandsprodukt nach
Berechnungen des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung circa 2,8 %.
Deutschland gehört damit erneut zu
einer Spitzengruppe von Ländern mit
einer sehr hohen Intensität in Forschung
und Entwicklung.

Diese Ausgaben zahlen sich aus: Der
Anteil forschungsintensiver Produkte
und Dienstleistungen an der Wertschöpfung sind in Deutschland besonders
hoch. Um den guten Platz Deutschlands im internationalen Vergleich zu
verteidigen, hat die Bundesregierung
beschlossen, die strukturellen Reformen
im Forschungs- und Innovationssystem, wie z. B. den Pakt für Forschung
und Innovation, auszubauen und die
Exzellenzinitiative fortzuführen. Mit
der Hightech-Strategie für Deutschland
und der Internationalisierungsstrategie
werden richtige Weichenstellungen vorgenommen.
Weitere Informationen:
Publikationen:
- Bundesbericht Forschung und 

Innovation 2012 

(www.bmbf.de/de/12210.php )
	
- Hightech-Strategie 2020 

(www.hightech-strategie.de)
	

8

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Bild 4 	 Bruttoinlandsausgaben für Forschung und Entwicklung
(BAFE) nach finanzierenden Sektoren in Milliarden Euro
(Durchführungsbetrachtung) und Anteil der BAFE am
Bruttoinlandsprodukt (2001-2010)
45
40
35
30
25
20

2003
Staat

44,3
19,9
0,2
2,6

2001
Wirtschaft

41,9
16,9
0,2
2,5

0

36,1
17,0
0,2
1,2

5

34,1
16,4
0,2
1,3

10

37,7
15,8
0,2
2,1

15

2005

2007

2009

Private Institutionen ohne Erwerbszweck

Ausland

BAFE in % des BIP

3,0

2,82

2,82

2009

20101

2,8
2,6

2,47

2,54

2,51

2,53

2003

2005

2007

2,4
2,2
2,0
2001

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt.
1) Daten für 2010 lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Der dargestellte Anteil der BAFE am BIP ist eine
Schätzung.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 1 bzw. Abb. 2; Daten: Stifterverband Wissenschafts­
statistik, Statistisches Bundesamt, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-4
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.1

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Der weitere Ausbau von Forschung und Innovation ist die Voraussetzung für die
Zukunft des Standorts Deutschland. Die Bundesregierung hat konsequent die
Prioritäten auf Bildung, Forschung und Innovation gelegt. Von 2005 bis 2009 sind
die Ausgaben um 11,3 Mrd. € gestiegen.

9

10

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Bild 5

FuE-Ausgaben der Bundesrepublik Deutschland und ihre
Finanzierung in Millionen Euro (1981-2009)

70.000
Private Institutionen ohne Erwerbszweck
60.000

Bund und Länder

50.000

Wirtschaft

40.000
30.000
20.000
10.000
0
'81

'83

'85

'87

'89

'91

'93

'95

'97

'99

'01

'03

'05

'07

'09

Anteil der Finanzierung durch Bund und Länder in % des öffentlichen
Gesamthaushalts
3,2

'81

3,2

'83

3,4

'85

3,3

'87

3,3

'89

3,2

'91

2,7

2,6

2,7

2,8

2,8

2,7

2,8

2,9

2,6

'93

'95

'97

'99

'01

'03

'05

'07

'09

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 2; Daten: Statistisches Bundesamt, Stifterverband
Wissenschaftsstatistik, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-5
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.2

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Bild 6	

11

Regionale Aufteilung der FuE-Ausgaben der
Bundesrepublik Deutschland insgesamt
(Durchführung von FuE) in Millionen Euro (2009)
Saarland

359

Mecklenburg-Vorpommern

617

Bremen

660

Sachsen-Anhalt

666

Brandenburg

748

Schleswig-Holstein

922

Thüringen

985

Hamburg

1.929

Rheinland-Pfalz

2.153

Sachsen
Berlin
Niedersachsen
Hessen
Nordrhein-Westfalen
Bayern

2.482
3.345
5.534
6.510
10.642
13.037

Baden-Württemberg

16.351

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 3; Daten: Statistisches Bundesamt, Stifterverband
Wissenschaftsstatistik, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-6
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.3

12

Bild 7

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Regionale Ausgaben für Forschung und Entwicklung
(2009)
SH
1,25 0,29

MV
HH

1,75 0,47

HB 2,28 0,48
2,47 0,49

BE

NI
2,69 0,39

ST

3,64 0,69
BB

1,32 0,54

1,38 0,33

NW

SN

2,04 0,35
HE

TH

2,68 0,58

2,05 0,50
RP

3,02 0,30

2,11 0,34
1,26 0,32
SL
BW

BY
3,08 0,35

4,79 0,40

Ausgaben für FuE
Gesamtausgaben in % am BIP des Landes
(Durchführung)
Ausgaben der Länder in % am BIP des Landes
(Finanzierung)

Gesamtausgaben im Land
(Durchführung)
< 500 Millionen Euro
500-1.000 Millionen Euro
> 1.000 Millionen Euro

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; BIP = Bruttoinlandsprodukt; Länderabkürzungen

siehe Glossar.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Abb. 24; Daten: Stifterverband Wissenschaftsstatistik, 

Statistisches Bundesamt, Berechnungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-7
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.1.11

FORSCHuNG uNd INNOVATION

13

Neben den Aktivitäten der Bundesregierung führen die Länder eine Vielzahl an
landesspezifischen forschungs-, technologie- und innovationspolitischen Fördermaßnahmen durch. Dabei werden spezifische Stärken der einzelnen Regionen
hinsichtlich Technologie-, Wirtschafts- und Innovationskompetenz sowie bestehende räumliche Strukturen und Besonderheiten aufgegriffen. Diese regionalen Unterschiede tragen entscheidend dazu bei, das deutsche Forschungs- und
Innovationssystem in seiner Gesamtheit zu stärken.

Bild 8 	 Ausgaben des Bundes für Forschung und Entwicklung
nach Ressorts in Milliarden Euro1 (Reg.-Entw. 20122)
2,81
0,17

0,98

0,09

0,18

0,53

0,20
1,96

0,27
8,07
Bundesministerium für
Bildung und Forschung
Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie
Bundesministerium der
Verteidigung
Übrige Ressorts

0,52
Bundesministerium für
Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktor­
sicherheit
Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung

Auswärtiges Amt
Bundesministerium für
Gesundheit
Bundeskanzleramt (einschließlich
Beauftragter der Bundesregierung
für Kultur und Medien)
Summe der übrigen nicht einzeln
ausgewiesenen Ressorts

Erläuterung der Abkürzungen: Reg.-Entw. = Regierungsentwurf.
1) Aufgrund der Rundung von Milliardenbeträgen können Differenzen in der Addition entstehen.

2) Stand Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 12.08.2011.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 4 bzw. Abb. 11; Daten: Bundesministerium für Bildung

und Forschung

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-8
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.4

14

Bild 9

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Ausgaben des Bundes für Wissenschaft, Forschung und
Entwicklung nach Förderbereichen in Millionen Euro
(2011/2012)

Förderbereich1

2011 (SOLL)2
i

FuE

2012 (Reg.-Entw.)2,3
i

FuE

Gesundheitsforschung und Medizintechnik
1.038,7
872,3 1.287,0 1.100,3
253,8
Biotechnologie
390,9
390,8
253,9
86,3
83,3
91,4
Zivile Sicherheitsforschung
88,2
550,9
545,9
652,2
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
645,2
824,2
772,6 1.181,0
Energieforschung und Energietechnologien
1.138,7
858,4
802,0 1.042,8
Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit
980,3
600,3
604,1
574,3
Informations- und Kommunikationstechnologien
632,1
Fahrzeug- und Verkehrstechnologien einschließlich
555,4
603,1
528,6
642,9
H
maritimer Technologien
1.273,5 1.271,6 1.308,5 1.306,3
Luft- und Raumfahrt
I
Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der
75,1
84,1
39,5
118,0
J
Arbeitsbedingungen und im Dienstleistungssektor
187,3
213,3
216,2
Nanotechnologien und Werkstofftechnologien
240,9
K
117,5
108,7
121,7
Optische Technologien
112,4
L
91,0
74,6
92,9
Produktionstechnologien
76,3
M
69,9
54,5
73,7
Raumordnung und Stadtentwicklung; Bauforschung
58,1
N
448,3
954,0
474,1
Innovationen in der Bildung
859,8
O
Geisteswissenschaften; Wirtschafts- und Sozial­
660,8
980,2
708,5
910,4
P
wissenschaften
1.367,2 1.356,1 1.016,9 1.007,5
Q
Innovationsförderung des Mittelstandes
Innovationsrelevante Rahmenbedingungen und
90,4
129,6
94,4
R
123,6
übrige Querschnittsaktivitäten
Förderorganisationen, Umstrukturierung der For­
schung im Beitrittsgebiet; Hochschulbau und über­
4.390,8 2.974,1 5.044,0 3.084,9
T
wiegend hochschulbezogene Sonderprogramme
Großgeräte der Grundlagenforschung
935,2
U
935,0 1.091,9 1.091,6
Globale Minderausgabe; Planungsreserve
-155,9
Z
-183,6
-155,9
-183,6
15.867,7 12.729,4 16.645,6 12.865,7
A-Z Zivile Förderbereiche zusammen
S
950,7 1.019,4
952,5
Wehrwissenschaftliche Forschung
1.016,2
16.883,9 13.680,1 17.665,0 13.818,2
Ausgaben insgesamt4
A
B
C
D
E
F
G

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; FuE = darunter Forschung und Entwicklung; Reg.-Entw. = Regierungs­
entwurf.
1) Entsprechend der Leistungsplansystematik des Bundes 2009.
2) Einschließlich Investitions- und Tilgungsfonds ohne Länderzuweisungen (Konjunkturpaket II) und einschließlich
Energie- und Klimafonds (ab 2012 einschließlich Elektromobilität). Aufteilung auf Förderbereiche teilweise geschätzt.
3) Stand: Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 12.08.2011.
4) Geringfügige Abweichungen gegenüber früheren Veröffentlichungen durch nachträgliche Änderungen der
Zuordnung zu den Förderbereichen und zum Haushaltsentwurf 2011.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 5; Daten: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-9
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.5

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Die Aktivitäten der Bundesregierung machen einen Großteil der öffentlichen
Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation aus. Schwerpunkt ist die
2006 verabschiedete Hightech-Strategie und ihre Weiterentwicklung (HightechStrategie 2020) mit den Themenfeldern Klima/Energie, Gesundheit/Ernährung,
Mobilität, Sicherheit und Kommunikation. Daneben werden insbesondere gesellschaftlich bedeutende Aktivitäten wie die Bildungsforschung oder die Forschung
in den Geisteswissenschaften gefördert. Die hier angewandte Systematik weist
die FuE-Ausgaben des Bundes unabhängig vom finanzierenden Ressort unter
forschungsthematischen Gesichtspunkten aus.

15

16

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Bild 10	 Ausgaben des BMBF für Wissenschaft, Forschung und
Entwicklung nach Förderbereichen und Förderschwer­
punkten in Millionen Euro (2011/2012)
Förderbereich1
Förderschwerpunkt1
A
B
C
E
F
G
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
T
TA
U
Z

Gesundheitsforschung und Medizintechnik
Biotechnologie
Zivile Sicherheitsforschung
Energieforschung und Energietechnologien
Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit
Informations- und Kommunikationstechnologien
Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der
Arbeitsbedingungen und im Dienstleistungssektor
Nanotechnologien und Werkstofftechnologien
Optische Technologien
Produktionstechnologien
Raumordnung und Stadtentwicklung; Bauforschung
Innovationen in der Bildung
Geisteswissenschaften; Wirtschafts- und Sozial­
wissenschaften
Innovationsförderung des Mittelstandes
Innovationsrelevante Rahmenbedingungen und
übrige Querschnittsaktivitäten
Förderorganisationen, Umstrukturierung der Forschung im Beitrittsgebiet; Hochschulbau und über­
wiegend hochschulbezogene Sonderprogramme
Grundfinanzierung von Forschungseinrichtungen4
Großgeräte der Grundlagenforschung
Globale Minderausgabe; Planungsreserve

Ausgaben insgesamt5

2011 (SOLL)2
i

2012 (Reg.-Entw.)2,3

FuE

684,0
390,7
58,0
580,9
623,2
533,5

684,0
390,7
58,0
347,9
623,2
523,2

FuE

i
897,0
253,7
59,9
592,9
680,0
519,0

897,0
253,7
59,9
383,4
680,0
507,1

40,6

40,6

0,0

0,0

184,3
104,1
70,0
0,0
647,0

184,3
104,1
70,0
0,0
308,1

155,9
112,3
85,6
0,0
741,3

155,9
112,3
85,6
0,0
334,2

450,5

418,2

485,0

449,8

131,3

131,3

147,5

147,5

37,0

37,0

40,7

40,7

4.253,2

2.950,4

4.895,6

3.059,2

2.023,2
934,7
-155,9

2.023,2
934,7
-155,9

2.442,4
1.091,3
-183,6

2.442,4
1.091,3
-183,6

9.567,3

7.649,8 10.574,1

8.074,0

Erläuterung der Abkürzungen: BMBF = Bundesministerium für Bildung und Forschung; i = insgesamt; FuE = darunter

Forschung und Entwicklung; Reg.-Entw. = Regierungsentwurf.

1) Entsprechend der Leistungsplansystematik des Bundes 2009. 

2) Einschließlich Investitions- und Tilgungsfonds ohne Länderzuweisungen (Konjunkturpaket II) und einschließlich

Energie- und Klimafonds (ab 2012 einschließlich Elektromobilität). Aufteilung auf Förderbereiche und Förderschwer­
punkte teilweise geschätzt.

3) Stand: Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 12.08.2011.

4) Grundfinanzierung der Forschungseinrichtungen Max-Planck-Gesellschaft (MPG), Deutsche Forschungsgemeinschaft

(DFG) und Fraunhofer-Gesellschaft (FhG).

5) Geringfügige Abweichungen gegenüber früheren Veröffentlichungen durch nachträgliche Änderungen der 

Zuordnung zu den Förderbereichen/Förderschwerpunkten und zum Haushaltsentwurf 2011.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 6; Daten: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-10
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.6

FORSCHuNG uNd INNOVATION

17

Bild 11	 Ausgaben des Bundes für Wissenschaft, Forschung und
Entwicklung nach Empfängergruppen in Millionen Euro
(2009/2010)
Empfängergruppe

2009 (IST)1

2010 (IST)1

i

i

FuE

FuE

1.

Gebietskörperschaften	

4.084,0

2.240,6

4.322,9

2.323,1

1.1

Bund	

1.871,5

926,2

1.929,6

925,3

1.631,2

869,1

1.680,3

866,2

240,3

57,2

249,4

59,1

2.212,5

1.314,4

2.393,2

1.397,8

1.1.1 Bundeseigene Forschungseinrichtungen
1.1.2 Sonstige Einrichtungen der Bundesverwaltung
1.2

Länder und Gemeinden

1.2.1 Forschungseinrichtungen der Länder

103,0

98,6

109,6

104,3

1.2.2 Hochschulen und Hochschulkliniken

2.043,5

1.156,5

2.195,6

1.224,2

1.2.3 Sonstige Einrichtungen der Länder	

36,3

32,8

49,8

40,2

1.2.4 Gemeinden, Gemeinde- und Zweckverbände

29,6

26,5

38,3

29,2

2.

Organisationen ohne Erwerbszweck

6.858,8

6.344,2

7.192,6

6.665,8

2.1

Forschungs- und Wissenschaftsförderorganisationen
(z. B. MPG, FhG, DFG)

3.315,1

3.147,8

3.591,1

3.395,4

2.2

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungs­
zentren (HGF)

2.504,1

2.333,0

2.503,4

2.343,0

2.3

Sonstige wissenschaftliche Einrichtungen ohne
Erwerbszweck

946,1

788,0

985,4

840,2

2.4

Übrige Organisationen ohne Erwerbszweck

93,5

75,4

112,7

87,2

3.

Gesellschaften und Unternehmen der Wirtschaft

2.338,6

2.296,3

2.667,3

2.618,7

3.1

Gesellschaften und Unternehmen der Wirtschaft

1.617,4

1.595,7

1.862,3

1.840,7

721,2

700,7

804,9

777,9

1.188,8

1.138,3

1.235,1

1.182,7

150,6

146,9

154,5

149,1

1.038,2

991,4

1.080,6

1.033,6

3,5

2,5

4,0

2,2

Dienstleistungen, soweit von Unternehmen und
3.2	
freien Berufen erbracht
4.

Ausland	

4.1	

Zahlungen an Gesellschaften und Unternehmen der
Wirtschaft im Ausland

4.2	

Beiträge an internationale Organisationen und
übrige Zahlungen an das Ausland

5.

Empfängergruppenübergreifende Positionen

Ausgaben insgesamt	

14.473,7 12.022,0 15.421,8 12.792,5

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; FuE = darunter Forschung und Entwicklung; MPG = Max-Planck-Gesell­
schaft; FhG = Fraunhofer-Gesellschaft; DFG = Deutsche Forschungsgemeinschaft.

1) Einschließlich Investitions- und Tilgungsfonds ohne Länderzuweisungen (Konjunkturpaket II).

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 8; Daten: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-11
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.1.8

18

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Bild 12	 FuE-Ausgaben des Bundes und der Länder nach
Forschungszielen, Haushaltssoll in Millionen Euro
(2007-2011)
Forschungsziel1
1.	
2.
3.
4.

Erforschung und Nutzung der
irdischen Umwelt
Umweltschutz
Erforschung und Nutzung des
Weltraums
Transport, Telekommunikation und
andere Infrastrukturmaßnahmen

589,6

597,6

637,6

635,6

636,6

902,6

966,4

1.061,1

1.086,4

1.128,0

367,8

362,9

318,2

883,1

1.022,9

2.262,4

2.330,1

2.646,7

3.326,8

3.733,6

882,4

857,1

1.002,5

997,4

1.044,3

Landwirtschaft	

489,2

559,8

634,2

770,7

687,6

Bildung

189,7

185,9

193,5

238,6

230,8

212,0

214,5

222,8

316,8

339,4

311,7

347,2

398,5

403,8

348,1

713,4

747,6

814,8

959,2

918,3

7.448,2

7.680,0

7.789,8

8.874,0

8.894,0

3.074,0

3.446,6

3.568,0

3.723,7

3.855,9

-116,0

-115,1

-127,4

-142,6

-155,9

17.570,2

18.619,8

19.651,2

21.862,0

22.499,7

Gesundheit

8.
9.

Kultur, Freizeit, Religion und
Massenmedien
Politische und soziale Systeme,
Strukturen und Prozesse
Bildung, Kultur, Freizeit, Religion,
Massenmedien sowie politische und
soziale Strukturen und Prozesse 

zusammen

Allgemeine
Hochschulforschungsmittel
Allgemeine nicht zielorientierte
Forschung

Nicht aufteilbare Mittel3
Zivile FuE-Ausgaben zusammen
14.

416,3

871,4

7.

13.

384,8

20112

328,8

Industrielle Produktivität und
Technologie

12.

384,6

2010

727,4

6.

9.-11.	

378,4

2009

341,8

Energie

11.

320,5

2008

662,1

5.

10.

2007

Verteidigung	

Insgesamt	

1.131,0

1.187,0

1.181,4

1.153,6

937,2

18.701,2

19.806,8

20.832,6

23.015,6

23.436,9

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.

1) Entsprechend der Systematik zur Analyse und zum Vergleich der wissenschaftlichen Programme und Haushalte

(NABS) – Fassung 2007. 2009 revidiert. 2009-2011 einschließlich Investitions- und Tilgungsfonds (Konjunkturpaket II),

2011 seitens des Bundes einschließlich Energie- und Klimafonds.

2) Angaben vorläufig.

3) Globale Minderausgabe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die erst im IST den einzelnen 

Forschungszielen 1 bis 13 zugerechnet werden kann, sowie WGL-Wettbewerbsmittel Bund und Länder.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 13; Daten: Bundesministerium für Bildung und Forschung,

Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-12
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.2.3

FORSCHuNG uNd INNOVATION

19

Bild 13 Beschäftigte, Umsatz und interne FuE-Aufwendungen der
Unternehmen1 nach der Wirtschaftsgliederung
(2009)
Wirtschaftsgliederung2

Be­
schäf­
tigte3

Umsatz3

Interne FuE-Aufwend.
insge­
samt

Tsd.
Mio. €
Mio. €
A 01-03 Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
5
1.030
131
B 05-09 Bergbau, Steine und Erden
31
15.284
13
C 10-33 Verarbeitendes Gewerbe
3.147
903.031 38.711
10-12 Nahrungs- und Genussmittel
120
48.784
318
13-15 Textilien, Bekleidung, Leder
29
5.914
126
16-18 Holzwaren, Papier, Druckerzeugnisse
56
15.074
176
19
Kokerei, Mineralölverarbeitung
9
38.975
93
20
Chemische Industrie
246
84.595
3.198
114
42.812
21
Pharmazeutische Industrie
3.896
22
Gummi- und Kunststoffwaren
144
29.690
847
23
Glas, Keramik, Steine und Erden
68
13.021
288
152
52.279
24
Metallerzeugung und -bearbeitung
495
25
Metallerzeugnisse
712
187
34.266
DV-Geräte, elektronische und optische
26
5.815
382
75.357
Erzeugnisse
27
Elektrische Ausrüstungen
161
33.294
1.333
28
Maschinenbau
551
116.632
4.499
718
263.035 13.821
29
Kraftwagen und Kraftwagenteile
104
26.741
2.056
30
Sonstiger Fahrzeugbau
105
22.562
1.039
31-33 Sonstige Herstellung von Waren
D,
Energieversorgung;
148
139.235
216
35-39
E
Wasserversorgung, Entsorgung
71
13.124
69
F 41-43 Baugewerbe
229
50.241
2.564
J 58-63 Information und Kommunikation
72
57.671
335
K 64-66 Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
Freiberufliche, wissenschaftliche und
196
27.224
2.629
M 69-75
technische Dienstleistungen
Restliche Abschnitte
160
72.022
313
Insgesamt
4.058 1.278.862 44.983

je Be­
Anteil
schäf­
am
tigten Umsatz
Tsd. €
26,2
0,4
12,3
2,7
4,3
3,1
10,3
13,0
34,2
5,9
4,2
3,3
3,8

in %
12,7
0,1
4,3
0,7
2,1
1,2
0,2
3,8
9,1
2,9
2,2
0,9
2,1

15,2

7,7

8,3
8,2
19,2
19,8
9,9

4,0
3,9
5,3
7,7
4,6

1,5

0,2

1,0
11,2
4,7

0,5
5,1
0,6

13,4

9,7

2,0
11,1

0,4
3,5

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; Tsd. = Tausend; Mio. = Millionen.
1) Ohne Institutionen für Gemeinschaftsforschung und experimentelle Entwicklung.
2) Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008.
3) Beschäftigte und Umsatz der Unternehmen mit (internen und/oder externen) FuE-Aufwendungen.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 23; Daten: Stifterverband Wissenschaftsstatistik
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-13
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.5.2

20

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Bild 14 Ausgaben der wissenschaftlichen Einrichtungen außer­
halb der Hochschulen nach Wissenschaftszweigen (2009)
Gesamtausgaben: 12.695 Millionen Euro
Agrarwissenschaften
(768 Mio. Euro)
Medizin
(1.081 Mio. Euro)

6,0 %
8,5 %

Naturwissenschaften
(5.395 Mio. Euro)

Ausgaben der wissenschaftlichen Einrichtungen außerhalb
Geistesund Sozial­
der Hochschulen
(2009)
wissenschaften
42,5 %
(2.052 Mio. Euro)
16,2 %
Insgesamt
42,5 %
5395
Naturwissenschaften
Ingenieurwissenschaften
26,8 %
3398
Geistes- u. Sozialwissen­
16,2 %
2052
schaften
Medizin
8,5
%
1081
26,8 %
Agrarwissenschaften
6,0 %
768

Ingesamt

Summe:
12695
12694
Ingenieurwissenschaften
(3.398 Mio. Euro)

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 29; Daten: Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-14
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.6.5

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Neben den FuE-Ausgaben ist das FuE-Personal der wichtigste Indikator für die
Ressourcen im Bereich Forschung und Entwicklung. Deutlich mehr als eine halbe
Million Menschen arbeiten in Deutschland in diesem Bereich – in der Wirtschaft,
in Forschungseinrichtungen und an Hochschulen. Der starke Aufwuchs des FuEPersonals seit 2005 verdeutlicht, dass der Stellenwert von FuE stark zugenommen
hat. Insgesamt standen 2009 knapp 60.000 Vollzeitstellen mehr in FuE als 2005
zur Verfügung. In den hier aufgeführten Zahlen sind neben Personen, die unmittelbar Forschungstätigkeiten ausüben, auch Personengruppen enthalten, die
technische oder sonstige Unterstützungsaufgaben wahrnehmen.

21

22

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Bild 15	 FuE-Personal (in Vollzeitäquivalenten) nach
Personalgruppen und Sektoren (2005/2007/2009)
550.000
Sonstige

500.000

Technisches Personal
2005
Forscher/-innen
2007 Insgesamt
2009

450.000
400.000

Wirtschaftssektor
350.000
300.000

2005
2007 Wirtschaftssektor
2009
2005
2007 Staatssektor
2009

250.000
200.000

Hochschulsektor
150.000

2005
2007 Hochschulsektor
2009

100.000
50.000
0

'05 '07 '09
Insgesamt

'05 '07 '09
Wirtschaftssektor

'05 '07 '09
Staatssektor1

'05 '07 '09
Hochschulsektor2

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.

1) Staatliche Einrichtungen sowie überwiegend vom Staat finanzierte private wissenschaftliche Institutionen ohne

Erwerbszweck.

2) Angaben zum Hochschulsektor auf der Basis des hauptberuflichen Personals der privaten und staatlichen 

Hochschulen (IST) berechnet nach dem zwischen der Kultusministerkonferenz, dem Wissenschaftsrat, dem 

Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Statistischen Bundesamt vereinbarten Verfahren.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 31; Daten: Stifterverband Wissenschaftsstatistik, 

Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-15

Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.7.1


FORSCHuNG uNd INNOVATION

23

Bild 16 FuE-Personal (in Vollzeitäquivalenten) in regionaler
Aufteilung (2005/2007/2009)
130.000
120.000

2005

2007

2009

110.000
100.000
90.000
80.000
70.000
60.000
50.000
40.000
30.000
20.000
10.000
0

BW BY BE BB HB HH HE MV NI NW RP SL SN ST SH TH
Länder

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; Länderabkürzungen siehe Glossar.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 33; Daten: Statistisches Bundesamt,
Stifterverband Wissenschaftsstatistik, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-16
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.7.3

24

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Bild 17 Ausgaben der Hochschulen für Lehre und Forschung nach
Hochschularten in Millionen Euro (2007-2009)
Ausgaben1
für

Jahr Hochschulen
(IST)
insgesamt

2007
2008
2009
2007
Naturwissen­
2008
schaften
2009
2007
Ingenieur­
2008
wissenschaften
2009
2007
Medizin, Ge­
sundheitswis­
2008
senschaften4
2009
2007
Agrarwissen­
2008
schaften
2009
2007
Geistes- und
2008
Sozialwissen­
schaften
2009
2007
2008
Insgesamt
2009
Zentrale
Einrichtungen

6.524,1
6.929,0
7.754,1
3.711,7
4.140,4
4.256,3
2.912,6
3.157,4
3.374,1
4.537,0
4.614,1
4.628,9
546,9
613,7
463,3
4.631,1
4.871,7
4.988,9
22.863,4
24.326,1
25.465,5

Universitä­
ten2, Pädag.-,
Theol.- und
Kunsthoch­
schulen
5.128,7
5.498,1
6.039,0
3.473,4
3.876,5
4.004,2
1.992,0
2.171,7
2.353,0
0,5
0,4
0,8
474,6
523,4
372,6
3.566,3
3.771,1
3.928,3
14.635,5
15.841,1
16.697,9

Medizinische
Einrich­
tungen3

Fach- und
Verwaltungs­
fachhochschulen

4.524,8
4.597,9
4.603,4
4.524,8
4.597,9
4.603,4

1.395,4
1.430,9
1.715,1
238,4
263,9
252,1
920,6
985,7
1.021,0
11,6
15,8
24,7
72,3
90,3
90,7
1.064,8
1.100,6
1.060,6
3.703,1
3.887,1
4.164,2

Erläuterung der Abkürzungen: - = Daten nicht vorhanden.
1) Ausgaben der Hochschulen, bereinigt um Einnahmen für Nicht-Lehr- und Forschungstätigkeiten (z. B. für Kranken­
behandlung in Hochschulkliniken), berechnet auf der Basis der Hochschulfinanzstatistik.
2) Einschließlich Gesamthochschulen (ohne medizinische Einrichtungen).
3) Hochschulkliniken einschließlich Fächergruppe Humanmedizin der Universitäten und Gesamthochschulen.
4) Einschließlich zentrale Einrichtungen der Hochschulkliniken.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 25; Daten: Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-17
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.6.1

25

FORSCHuNG uNd INNOVATION

Bild 18 Produkt- und Prozessinnovatoren (2001-2010)

Anteil an allen Unternehmen des Sektors in %
60
50
40
30
20
10
0
2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

Jahr1
Prozessinnovatoren
Produktinnovatoren
Bergbau und verarbeitendes Gewerbe
Unternehmensnahe Dienstleistungen (wissensintensiv)
Unternehmensnahe Dienstleistungen (sonstige)
1) Bruch in der Zeitreihe durch Änderung in der Erhebungsmethodik bzw. der Definition der Grundgesamtheit. 

Werte für 2010 vorläufig.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Abb. 40; Daten: Zentrum für Europäische Wirtschafts­
forschung (Indikatorenbericht zur deutschen Innovationserhebung)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-18
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.8.1
www.datenportal.bmbf.de/1.8.2

Wichtige Typen von Innovationen sind Produkt- und Prozessinnovationen. Die Abbildung verdeutlicht, dass im verarbeitenden Gewerbe die höchsten Produkt- und
Prozessinnovationsquoten zu verzeichnen sind: 40-50 % der Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe haben von 2006 bis 2010 mindestens eine Marktneuheit oder
ein für das Unternehmen neues Produkt innerhalb eines zurückliegenden Dreijahreszeitraums eingeführt. 30-40 % der Unternehmen haben ebenfalls innerhalb
eines zurückliegenden Dreijahreszeitraums eine Prozessinnovation eingeführt.

26

BILduNG

2 Bildung
Der Zugang zu Bildungschancen ist
entscheidend für den persönlichen
Lebensweg jedes Einzelnen sowie für die
Zukunft und den Wohlstand unserer Gesellschaft. Aus diesem Grund engagiert
sich die Bundesregierung – gemeinsam
mit den Ländern – im Rahmen der Qualifizierungsinitiative für Deutschland, in
der erstmals die Aktivitäten von Bund
und Länder abgestimmt gebündelt sind,
für mehr Bildungsgerechtigkeit, größere
Leistungsfähigkeit und verbesserte
Durchlässigkeit im Bildungssystem.

Zu den gemeinsamen Initiativen, die
Bund und Länder vereinbart haben,
zählen u. a. die Weiterentwicklung des
BAföG, das Deutschland-Stipendium, die
dritte Säule des Hochschulpaktes, der
Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung:
Offene Hochschulen“, die Förderung der
frühkindlichen Bildung, die Initiative
„Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“
und schließlich die Anerkennung von
im Ausland erworbenen beruflichen
Qualifikationen. Die Zusammenarbeit

BILduNG

von Bund und Ländern in der Qualifizierungsinitiative wird durch die „Allianz
für Bildung“, einem Zusammenschluss
von Bundesregierung und zivilgesellschaftlichen Organisationen, sinnvoll
ergänzt.
Die Anstrengungen der Bildungspolitik
tragen Früchte:
• Das Betreuungsangebot für Kinder
unter drei Jahren ist deutlich gestiegen.
• Die Schüler-Lehrer-Relation ist gesunken.
• Das Bildungsniveau ist gestiegen: der
Anteil der Schülerinnen und Schüler mit
Hochschulzugangsberechtigung steigt,

27

der Anteil derjenigen ohne Hauptschulabschluss sinkt.
• Etwa jede/r Zweite eines Jahrgangs
beginnt ein Studium.
• Die Bildungsausgaben sind von rd. 154
Mrd. Euro im Jahr 2008 auf rd. 172 Mrd.
Euro im Jahr 2010 gestiegen.
• Die Ausbildungsmarktsituation hat
sich verbessert, die Zahl der Jugendlichen im Übergangssystem (z. B. Bildungsgänge, die eine berufliche Grundbildung vermitteln, sowie berufsvorbereitende Maßnahmen) ist rückläufig.

Weitere Informationen:
Web-Portal:
- Der deutsche Bildungsserver – der zentrale Wegweiser zu Bildungsinformationen im Internet (www.bildungsserver.de) 

Publikationen: 

- Bildung in Deutschland 2010 / Ein indikatorengestützter Bericht mit einer vertiefenden Analyse zu Bildung im demographischen Wandel
	
(www.bildungsbericht.de) 

- Berufsbildungsbericht 2012 (www.bmbf.de/de/berufsbildungsbericht.php) 

- Datenreport des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Berufsbildungsbericht 

2012 (http://datenreport.bibb.de) 

- Bildungsfinanzbericht 2011 (www.destatis.de)
	

28

BILduNG

Bild 19 Bildungsbudget nach Bereichen in Milliarden Euro
(1995/2008-2010)
Bereich
A

A30

A31
A32

A33
A34
A40/
A50
B

B10
B20
B30
A+B

Bildungsbudget1 in internationaler
Abgrenzung gemäß ISCED 97-Gliederung
- Anteil am BIP
Ausgaben für Bildungseinrichtungen in
öffentlicher und privater Trägerschaft
- Anteil am BIP
ISCED 0 – Elementarbereich
ISCED 1-4 – Schulen und schulnaher Bereich
darunter: Allgemeinbildende Bildungsgänge
Berufliche Bildungsgänge
Betriebliche Ausbildung im Dualen
System
ISCED 5/6 – Tertiärbereich
darunter: FuE an Hochschulen
Sonstige (keiner ISCED-Stufe zugeordnet)
Übrige Ausgaben in internationaler
Abgrenzung
- Anteil am BIP
Zusätzliche bildungsrelevante Ausgaben in
nationaler Abgrenzung
- Anteil am BIP
Betriebliche Weiterbildung
Ausgaben für weitere Bildungsangebote
Förderung von Teilnehmenden an
Weiterbildung
Bildungsbudget insgesamt
- Anteil am BIP

1995

2008

2009

2010

103,9

136,3

145,0

152,6

5,6 %

5,5 %

6,1 %

6,2 %

94,8

119,1

126,4

133,1

5,1 %
9,1
63,2
45,9
5,4

4,8 %
13,4
74,1
53,5
7,6

5,3 %
15,0
78,5
57,5
8,0

5,4 %
b
b
b
b

10,4

11,1

10,9

b

20,5
7,4
1,9

29,1
11,1
2,5

30,3
11,8
2,5

b
b
b

9,2

17,2

18,6

19,5

0,5 %

0,7 %

0,8 %

0,8 %

21,5

17,6

19,5

19,7

1,2 %
8,9
7,3

0,7 %
8,5
8,2

0,8 %
8,5
9,7

0,8 %
8,6
10,0

5,3

0,9

1,4

1,1

125,4
6,8 %

153,9
6,2 %

164,6
6,9 %

172,3
7,0 %

Erläuterung der Abkürzungen: ISCED = International Standard Classification for Education (siehe auch Glossar);
BIP = Bruttoinlandsprodukt; FuE = Forschung und Entwicklung; b = keine Angaben, da vorläufige Berechnungen.
1) Durchführungsrechnung, Abgrenzung nach dem Konzept 2009, Werte 2010 vorläufige Berechnungen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-19
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.9.1

BILduNG

29

Bild 20 Bildungsbudget für alle Bildungsbereiche nach finanzierenden Sektoren in Prozent der Gesamtausgaben1 (2009)
Gesamtausgaben: 164,6 Milliarden Euro
Ausland
0,3 %

Bund

Privater Bereich2
20,8 %

Gemeinden

12,1 %

14,4 %
52,4 %

Länder

1) Finanzierungsrechnung (Mittelgeber), mit Berücksichtigung des Zahlungsverkehrs zwischen den Gebietskörper­
schaften (Initial Funds), Abgrenzung nach dem Konzept 2009. Das Konzept der Initial Funds knüpft an den direkten
Bildungsausgaben der Gebietskörperschaft an, dabei werden jedoch Transfers an andere öffentliche Haushalte
berücksichtigt. Der Finanzierungsbeitrag des Bundes (Initial Funds) setzt sich damit aus den direkten Ausgaben des
Bundes zuzüglich seiner Nettotransfers an die Landes- und Gemeindeebene zusammen.
2) Privathaushalte, Unternehmen, private Organisationen ohne Erwerbszweck.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-20
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.9.2

30

BILduNG

Bild 21 Entwicklung der öffentlichen Bildungsausgaben
in Milliarden Euro (1995-2011)

75,9

79,3

3,3

3,0

92,4

93,7

7,2

5,1

64,4

66,1

68,2

86,7
4,3

56,4

59,6

16,2

16,7

18,0

19,1

20,4

1995

2000

2005

2007

2008

Gemeinden und Zweckverbände

103,0

103,5

105,5

5,3

5,6

6,3

72,0

75,7

75,9

76,9

21,7

22,0

22,0

22,4

2010
SOLL

2011
SOLL

99,3
5,6

2009
2010
vorl. IST vorl. IST
Länder

Bund1

1) Sondervermögen Kinderbetreuungsausbau (2,15 Milliarden Euro) in 2007.
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2011, Tab. 3.0-1 bzw. Abb. 3.0-1 (aktuelle Berechnungen des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung); Daten: Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-21
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.13

Seit 1995 kam es zu einem stetigen Aufwuchs der öffentlichen Bildungsausgaben
(von 75,9 Mrd. € in 1995 auf 105,5 Mrd. € in 2011). Der überproportionale Anstieg
der Bildungsausgaben des Bundes im Jahr 2007 ist durch die Einrichtung des
Sondervermögens für den Ausbau der Betreuungsplätze für unter 3-Jährige zu
erklären. Nach aktuellen Berechnungen des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung betragen in 2012 die Grundmittel des Bundes fast 7,5 Mrd. Euro. Seit
2005 hat eine Steigerung um 70% stattgefunden. Dieser starke Anstieg ist unter
anderem auf das 12-Milliarden-Euro-Paket für Bildung und Forschung der Bundesregierung sowie die Verstärkung des Hochschulpakts und des Qualitätspakts
Lehre zurückzuführen.

BILduNG

31

Bild 22 Ausgaben für öffentliche Schulen je Schüler/-in nach
Schularten in Euro (2008)
Schulen mit mehreren
Bildungsgängen1


7.000

Hauptschule


6.300

Integrierte
Gesamtschule


6.000

Gymnasium


5.800

Realschule
Grundschule

4.800
4.400

2

Berufliche Schule
(Duales System)3

Durchschnitt aller
Schularten: 5.100 Euro

2.200
0

2.000

4.000

6.000

8.000

1) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.

2) Berlin und Brandenburg ohne 5. und 6. Jahrgangsstufen.

3) Teilzeitunterricht.

Quelle: Bildungsfinanzbericht 2011, Tab. 4.2.4-1, 4.2.4-2 bzw. Abb. 4.2.4-1; Daten: Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-22
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.14

Die hier ausgewiesenen Ausgaben sind ein Maß dafür, in welcher Höhe Mittel
jährlich im Durchschnitt für die Ausbildung einer Schülerin bzw. eines Schülers
aufgewendet werden. Zwischen den einzelnen Schularten bestehen große Unterschiede. Der geringe Betrag bei den beruflichen Schulen im Dualen System ist
im Wesentlichen auf den Teilzeitunterricht zurückzuführen. Die betrieblichen
Ausgaben für die Ausbildung im Dualen System sind in dieser Aufstellung nicht
erfasst.

32

BILduNG

Bild 23 Tageseinrichtungen, Personal, Anzahl der Kinder und
Anzahl der genehmigten Plätze (zum 01.03.2011)
Tageseinrichtungen
Anzahl: 51.484

Personal1 in Tageseinrichtungen
Anzahl: 419.563

33,2 %

33,8 %
66,2 %

66,8 %

Kinder in Tageseinrichtungen
Anzahl: 3.122.700

Genehmigte Plätze in Tages­
einrichtungen; Anzahl: 3.401.046

36,7 %

35,9 %
64,1 %

63,3 %

öffentliche Träger

freie Träger

1) Pädagogisches Personal (ohne freigestellte Einrichtungsleitung, Verwaltung, Hauswirtschaft, Technik).
Quelle: Statistisches Bundesamt, Kinder- und Jugendhilfestatistik
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-23
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.2.1

Anders als beispielsweise bei den allgemeinbildenden Schulen und den Hochschulen überwiegen bei den Kindertageseinrichtungen die Angebote nicht-staatlicher Einrichtungen in freier Trägerschaft (z. B. Kirchen, Wohlfahrtsverbände,
Elternvereine).

BILduNG

33

Bild 24 Einschulungen, Schüler/-innen und Schulabgänger/-innen
an allgemeinbildenden Schulen (2006-2010)
2006

An allgemeinbildenden
Schulen
Einschulungen
Schüler/-innen
an Grundschulen
einschließlich
Orientierungsstufen

2007

2008

2009

2010

707.458
793.227
772.819
735.316
726.384
i
48,5 %
48,5 %
48,5 %
48,4 %
48,4 %
w
i 9.355.857 9.183.811 9.023.572 8.905.800 8.796.894
49,1 %
49,2 %
49,1 %
49,2 %
49,2 %
w
i
w

3.256.069 3.184.063 3.101.626 3.026.018 2.948.936
49,1 %

49,0 %

49,1 %

49,1 %

49,0 %

703.525
i
825.730
767.258
953.401
889.132
an Hauptschulen
43,9 %
44,0 %
43,9 %
43,8 %
44,0 %
w
370.852
302.269
329.827
311.987
299.919
an Schularten mit meh- i
reren Bildungsgängen1 w
46,8 %
46,8 %
46,8 %
46,5 %
46,7 %
i 1.300.537 1.278.092 1.262.545 1.221.053 1.166.509
an Realschulen
49,3 %
49,5 %
49,4 %
49,9 %
49,7 %
w
an integrierten
665.613
582.794
610.947
585.848
578.624
i
Gesamtschulen und
50,1 %
50,1 %
49,9 %
50,1 %
49,9 %
freien Waldorfschulen w
i 2.449.752 2.466.041 2.468.949 2.475.371 2.475.174
53,1 %
52,9 %
53,5 %
53,3 %
w
52,7 %
929.531
893.561
969.598
965.044
i
865.316
Schulabgänger/-innen
49,3 %
48,9 %
49,4 %
49,6 %
49,1 %
w
64.918
75.897
70.547
i
53.058
58.354
ohne
Hauptschulabschluss
36,9 %
37,3 %
w
39,0 %
38,6 %
39,2 %
237.247
228.616
i
179.753
210.381
191.957
mit
Hauptschulabschluss
42,2 %
42,3 %
42,6 %
42,7 %
42,7 %
w
350.856
373.503
361.380
398.176
392.637
i
mit Realschulabschluss
49,7 %
50,0 %
50,2 %
50,6 %
50,2 %
w
13.455
14.179
13.312
14.260
14.068
i
mit Fachhochschulreife
52,4 %
53,9 %
52,1 %
53,2 %
53,4 %
w
268.194
266.550
268.558
244.018
259.176
i
mit allgemeiner
Hochschulreife
55,6 %
56,0 %
55,7 %
56,1 %
56,3 %
w
an Gymnasien

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich.
1) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-24
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.30

34

BILduNG

Die Schülerzahlen in Deutschland sind demografisch bedingt insgesamt rückläufig. Bezogen auf die Schularten sinkt die Anzahl der Schülerinnen und Schüler
besonders stark an Haupt- und Realschulen, während sie im gymnasialen Bereich
mit rd. 2,4 Mio. Schülerinnen und Schülern nahezu konstant ist (Bild 24). Die
Schüler-Lehrer-Relation (Bild 25) hat sich in dem aufgeführten Zeitraum über alle
Schularten verbessert.

BILduNG

35

Bild 25 Schüler-Lehrer-Relation1 an allgemeinbildenden Schulen
(2006-2010)
Schularten

2006

2007

2008

2009

2010

Grundschule

19,4

19,0

18,5

17,8

17,4

Schulartunabhängige
Orientierungsstufe2

14,2

14,3

14,2

14,1

13,9

Hauptschule

13,5

13,1

12,9

12,4

12,1

Schularten mit mehreren
Bildungsgängen3

12,0

11,5

11,5

11,7

11,8

Realschule

18,9

18,7

18,6

18,0

17,6

Sekundarbereich I

17,8

17,5

17,3

16,7

16,2

Sekundarbereich II

13,5

13,5

13,7

13,4

13,2

Primarbereich

17,1

16,1

15,6

16,4

15,2

Sekundarbereich I

14,7

14,5

14,6

14,2

13,9

Sekundarbereich II

13,0

13,1

12,8

13,4

12,8

Primarbereich

19,0

18,6

19,0

19,0

18,3

Sekundarbereich I

13,7

13,7

13,8

13,4

13,3

Sekundarbereich II

11,8

12,2

13,2

12,8

13,2

6,4

6,2

6,1

5,8

5,7

Abendhauptschule

18,0

15,1

17,1

16,3

16,9

Abendrealschule

23,7

22,0

21,8

22,6

22,0

Abendgymnasium

15,6

14,8

14,9

16,4

16,3

Kolleg

12,2

12,1

11,9

12,6

12,2

Insgesamt

15,7

15,4

15,1

14,6

14,3

Gymnasium

Integrierte Gesamtschule

Freie Waldorfschule

Förderschule

Erläuterung der Abkürzungen: KMK = Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der 

Bundesrepublik Deutschland / Kultusministerkonferenz.


1) Die Schüler-Lehrer-Relation bezieht sich auf die Gesamtzahl der Schüler/-innen und die Gesamtzahl der Lehrer/-innen,

also auf die klassenübergreifend Unterrichtenden, z. B. Musik- oder Sportlehrer/-innen. Dieses Verhältnis ist nicht gleich­
zusetzen mit der jeweiligen durchschnittlichen Klassenstärke, denn häufig betreuen mehrere Lehrer/-innen eine 

Klasse.

2) Schulartunabhängige Orientierungsstufen sind schulartübergreifende Einrichtungen der Klassenstufen 5 und 6. 

Soweit die Orientierungsstufen aus organisatorischen Gründen bei einzelnen Schularten integriert sind, werden 

sie – ohne die Möglichkeit einer Trennung – bei diesen nachgewiesen.

3) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.

Quelle: KMK, Dokumentation Nr. 195, Tab. 6.1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-25
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.25

36

BILduNG

Bild 26 Allgemeinbildende Schulen nach Schularten
(2006-2010)
Schularten
Vorklasse
Schulkindergarten
Grundschule

2006

2007

2008

2009

2010

259

264

267

273

280

1.468

1.334

1.341

1.295

1.247

16.743

16.649

16.391

16.305

16.290

Schulartunabhängige
Orientierungsstufe1

1.080

1.062

1.059

1.063

1.083

Hauptschule

4.812

4.578

4.283

4.042

3.730

Schularten mit mehreren
Bildungsgängen2

1.322

1.288

1.363

1.438

1.483

Realschule

2.939

2.775

2.625

2.509

2.440

Gymnasium

3.097

3.078

3.070

3.094

3.099

692

670

705

793

1.019

Integrierte
Gesamtschule
Freie Waldorfschule
Förderschule
Abendschule und Kolleg
Insgesamt

192

199

204

206

207

3.395

3.360

3.302

3.306

3.283

306

309

307

318

325

36.305

35.566

34.917

34.642

34.486

1) Schulartunabhängige Orientierungsstufen sind schulartübergreifende Einrichtungen der Klassenstufen 5 und 6. 

Soweit die Orientierungsstufen aus organisatorischen Gründen bei einzelnen Schularten integriert sind, werden 

sie – ohne die Möglichkeit einer Trennung – bei diesen nachgewiesen.

2) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-26
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.3.1

Der demografisch bedingte Rückgang bei den Schülerzahlen führt zu einer Verringerung der Anzahl der allgemeinbildenden Schulen um knapp 2.000 Schulen
im Zeitraum von 2006 bis 2010. Lediglich die Zahl der Gymnasien ist mit rd. 3.100
konstant geblieben.

BILduNG

37

Bild 27 Schüler/-innen im 8. Schuljahr nach Schularten in %
(1952-2010)
15 16 17
19
7

9 11

23

15

26 27 28
30
3

21
24

78 74
72

4

28

5

29

7

29

31 31 33 35
36 37 38

10 10 10

27 26 27

Gymnasium

10 10
10 10

Integrierte Gesamtschule,
freie Waldorfschule2

28 28
27 26

Realschule

66
7 10 7

56
47

41 38

7

6

7

8

34
25 23 24
21 20 18
17

'52 '55 '60 '65 '70 '75 '80 '85 '90
Jahr1

Schularten mit mehreren
Bildungsgängen3
Volks-/Hauptschule

'95 '00 '05 '07 '08 '09 '10

1) Ohne Förderschule. Ab 1995 einschließlich neue Länder.
2) Ab 1975 separat in der amtlichen Statistik aufgeführt.
3) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-27
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.34

Während der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die Hauptschulen besuchen,
in den letzten knapp sechzig Jahren stetig abnahm, hat sich die Bildungsbeteiligung an den Gymnasien deutlich erhöht. Seit den 90er Jahren besucht mehr als
ein Drittel der Schülerinnen und Schüler diesen Schultyp.

38

BILduNG

Bild 28 Anteil der ausländischen Schüler/-innen an allgemein­
bildenden Schulen nach ausgewählten Schularten (2010)
Grundschule

Hauptschule

7,6 %

19,4 %

80,6 %

92,4 %

Gymnasium

Realschule

4,4 %

8,3 %

91,7 %

95,6 %

Ausländer/-innen1

Deutsche

1) Schüler/-innen mit ausländischem Pass.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-28
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.32

BILduNG	

39

81

82

82

79

47

46

49

33

37

36

1996

2002

2005

Schulabschluss des Vaters

2

Hauptschule
Realschule

HS-Reife

47
34

2007

Bildungsbeteiligungsquote

Bildungsbeteiligungsquote

Bild 29	 Beteiligung der 17- bis 18-Jährigen an der Sekundarstufe II
nach Bildungsabschluss und beruflicher Stellung des
Vaters in % (1996-2007)1
77

74

73

60

60

62

63

55

58

61

59

34

36

33

2002

2005

72	

30

1996

2007

Berufliche Stellung des Vaters

2

Arbeiter

Selbstständiger

Angestellter

Beamter

Erläuterung der Abkürzungen: HS-Reife = Hochschulreife.
1) Beteiligung an der gymnasialen Oberstufe der allgemeinbildenden Schulen.
2) Für die Schätzung sozialgruppenspezifischer Beteiligungsquoten wird aus methodischen Gründen daran
festgehalten, die entsprechenden Merkmale der Familienbezugsperson als Indikatoren für den sozialen Status der
Herkunftsfamilie heranzuziehen. Die Familienbezugsperson ist in der Regel der Vater. Bei Ein-Eltern-Familien ist sie
der alleinerziehende Elternteil.
Quelle: 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, Bilder 3.3 und 3.4; Daten: Statistisches Bundesamt, Son­
derauswertung verschiedener Jahre des Mikrozensus
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-29
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.33

Die Bildungsbeteiligung der Jugendlichen in der Sekundarstufe II weist einen
Zusammenhang mit dem Bildungsstand des Vaters auf. Während 79 % der Jugendlichen, deren Väter die Hochschulreife erworben haben, im Jahr 2007 in die Sekundarstufe II gehen, sind dies nur gut ein Drittel derjenigen Jugendlichen, deren
Väter die Hauptschule abgeschlossen haben.

40	

BILduNG

Bild 30 	 Anteil1 der Studienberechtigten an der 18- bis 20-jährigen
Bevölkerung (Studienberechtigtenquote) nach Art der
Hochschulreife in % (1970-2010)
Fachhochschulreife
Allgemeine Hochschulreife
36
28
20
11
1
11
'70

6

22

66

31

43

43

44

45

46

14

13

13

14

14

37

17

'75

'80

15

9

10

28

28

29

30

30

31

32

33

'95

'00

'05

'06

'07

'08

'09

'10

9

55

15

49

22

23

'85

'90

Jahr2
1) In Ländern mit 12 Schuljahren bezieht sich der Anteil der Studienberechtigten auf den Durchschnitt der 17- bis
unter 20-jährigen Wohnbevölkerung am 31. Dezember des jeweiligen Vorjahres. In Ländern mit 13 Schuljahren wird
der Durchschnitt der 18- bis unter 21-jährigen Wohnbevölkerung zugrunde gelegt. Ab 2007 wird einheitlich verfah­
ren und der Durchschnitt der 18- bis unter 21-jährigen Wohnbevölkerung zugrunde gelegt. Abweichungen in den
Summen möglich aufgrund von Rundungsdifferenzen.
2) Ab 1995 einschließlich neue Länder. Ab 2007 um die doppelten Abiturjahrgänge bereinigte Werte.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.3.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-30
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.85

BILduNG

41

Bild 31 Schüler/-innen an beruflichen Schulen nach Schularten
(2006-2010)

Schularten
Teilzeit-Berufsschule1
Berufsvorbereitungsjahr
Berufsgrundbildungsjahr
in vollzeitschulischer Form
Berufsaufbauschule
Berufsfachschule
Fachoberschule
Fachgymnasium
Berufsoberschule/
Technische Oberschule
Fachschule
Fachakademie
Insgesamt

2006
i

2007

2008

2009

2010

1.669.362 1.709.936 1.726.703 1.681.641 1.613.579

w

39,5 %

39,5 %

39,8 %

40,0 %

39,8 %

i

71.907

62.077

55.302

54.716

51.811

w

39,1 %

38,9 %

39,6 %

39,8 %

40,0 %

i

47.937

46.031

44.358

34.328

32.478

w

29,1 %

30,3 %

31,9 %

36,7 %

37,2 %

i

630

551

493

596

533

w

25,4 %

27,2 %

26,8 %

25,2 %

26,8 %

i

566.219

530.272

510.855

499.524

478.426

w

58,5 %

58,8 %

58,9 %

58,0 %

57,6 %

i

130.253

129.802

134.303

140.228

139.808

w

52,2 %

52,8 %

53,1 %

52,2 %

52,1 %

i

124.085

151.854

154.074

158.876

163.294

w

50,3 %

50,7 %

50,8 %

50,9 %

51,2 %

i

19.372

19.252

20.385

23.662

24.666

w

41,9 %

41,6 %

40,9 %

41,4 %

42,0 %

i

144.507

145.473

152.268

167.554

175.569

w

51,0 %

50,7 %

49,7 %

49,8 %

49,9 %

i

7.603

7.528

7.199

7.646

7.810

w

82,6 %

82,8 %

84,5 %

83,8 %

83,4 %

i
w

2.781.875 2.802.776 2.805.940 2.768.771 2.687.974
45,0 %

44,9 %

45,0 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich.
1) Jugendliche in dualer Ausbildung, die eine Berufsschule besuchen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 2
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-31
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.4
www.datenportal.bmbf.de/2.4.6

45,2 %

45,1 %

42

BILduNG

Bild 32	 Übergang von der Schule in den nachschulischen Werde­
gang – Entwicklung von Anfängerinnen/Anfängern in
ausgewählten iABE Sektoren und Studienanfängerinnen/
-anfängern in % (2005-2011)
170

Basis der Entwicklung
2005=100

160
150

Studienanfänger/
-innen1

140
130
120
110

Berufsausbildung

100
90

15- bis 19-Jährige2

80

Übergangsbereich3

70
60
2005

2006

2007

2008
Jahr

2009

2010

2011

Erläuterung der Abkürzungen: iABE = integrierte Ausbildungsberichterstattung (siehe auch Glossar).

1) Ab 2007 um die doppelten Abiturjahrgänge bereinigte Werte. Für 2011 vorläufige, um die doppelten Abiturjahr­
gänge nicht bereinigte Ergebnisse aus der Fachserie 11, Reihe 4.1 – Vorbericht.

2) Für 2011 geschätzte Daten der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes.

3) Integration in Ausbildung.

Quelle: Berufsbildungsbericht 2011, Schaubild 12; Schnellmeldung Integrierte Ausbildungsberichterstattung; Fach­
serie 1, Reihe 1.3; Fachserie 11, Reihe 4.3.1; Daten: Bundesinstitut für Berufsbildung auf Basis einer Sonderauswertung

der statistischen Ämter des Bundes und der Länder und der Bundesagentur für Arbeit; Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-32

Daten-Portal des BMBF: Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.43


BILduNG

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Bildungswege junger Menschen im Zeitvergleich. Bezogen auf das Basisjahr 2005 wird deutlich, dass die Einmündung
Jugendlicher in den Übergangsbereich bis 2011 um rd. 30 % abgenommen hat,
während im Bereich der Berufsausbildung in 2011 der gleiche Stand wie 2005
erreicht wurde. Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger nahm
gegenüber dem Vorjahr in 2011 um rd. 15 % zu.

43

44

BILduNG

Bild 33 Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge (2001-2011)

Männer und Frauen
Anteile in %

Ausbildungsverträge1
in Tausend
609,6

56,9

43,1

2001

57,1

42,9

2002

568,1

58,1

41,9

2003

564,5

58,5

41,5

2004

572,0

58,5

41,5

2005

559,1

58,9

41,1

2006

581,2

58,7

41,3

2007

623,9

58,1

41,9

2008

607,6

57,4

42,6

2009

561,2

58,2

41,8

2010

559,0

59,4

40,6

20112

565,9

Männer

Frauen

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt.
2) Vorläufige Ergebnisse.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-33
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.34

BILduNG

45


Bild 34 Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge nach
schulischer Vorbildung (2010)
Männer
Ausland1
0,6 %
Hochschul-/
Fachhochschulreife

ohne Hauptschulabschluss
3,6 %

16,8 %
Hauptschulabschluss

37,6 %
41,3 %
Realschul- oder
vergleichbarer Abschluss

Frauen
Ausland1
0,8 %
Hochschul-/
Fachhochschulreife

ohne Hauptschulabschluss
2,3 %

26,5 %

Hauptschulabschluss
25,8 %

44,5 %

Realschul- oder vergleichbarer Abschluss
1) Im Ausland erworbener Schulabschluss, der nicht zuordenbar ist.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-34
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.36

46

BILduNG

Bild 35 Männliche Auszubildende in den 20 am stärksten
besetzten Ausbildungsberufen nach Neuabschlüssen (2011)
19.836

Kraftfahrzeugmechatroniker
13.451

Industriemechaniker

13.185

Kaufmann im Einzelhandel

11.560

Elektroniker

10.967

Verkäufer
Anlagenmechaniker f. Sanitär-,
Heizungs- und Klimatechnik

10.290

Koch

9.757

Fachkraft für Lagerlogistik

9.570

Kaufmann im Groß- und
Außenhandel

9.451

Fachinformatiker

9.249
8.185

Industriekaufmann
Tischler

7.448

Maler und Lackierer

7.327

Metallbauer

7.299

Mechatroniker

7.241

Bankkaufmann

6.660

Zerspanungsmechaniker

6.475

Elektroniker für
Betriebstechnik

5.895

Bürokaufmann

5.814

Fachlagerist

5.447

Anmerkung: 54,8 % der männlichen Auszubildenden mit Neuabschlüssen befinden sich in diesen 20 Berufen.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Erhebung zum 30. September 2011
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-35
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.4.38

BILduNG

47


Bild 36 Weibliche Auszubildende in den 20 am stärksten
besetzten Ausbildungsberufen nach Neuabschlüssen (2011)
Verkäuferin

16.730

Kauffrau im Einzelhandel

16.616
15.361

Bürokauffrau

14.314

Medizinische Fachangestellte

12.125

Industriekauffrau
Zahnmedizinische
Fachangestellte

11.825
11.157

Friseurin
Kauffrau für
Bürokommunikation
Fachverkäuferin im
Lebensmittelhandwerk

9.759
9.597
8.196

Hotelfachfrau

7.237

Bankkauffrau
Kauffrau im Groß- und
Außenhandel
Steuerfachangestellte
Rechtsanwaltsfachangestellte
Verwaltungsfachangestellte

6.696
4.683
4.130
3.628

Restaurantfachfrau

3.194

Köchin

2.991

Kauffrau für Versicherungen
und Finanzen 2.823
Kauffrau für Spedition und
2.469
Logistikdienstleistungen
Mediengestalterin
2.226
Digital und Print
Anmerkung: 71,4 % der weiblichen Auszubildenden mit Neuabschlüssen befinden sich in diesen 20 Berufen.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Erhebung zum 30. September 2011
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-36
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.4.39

48

BILduNG

Bild 37 Bestandene Abschlussprüfungen nach Geschlecht und
Ausbildungsbereichen (2008-2010)
Anzahl
Insgesamt1

Männer

Frauen

162.593
167.506
172.737

277.644
290.057
300.363

115.051
122.551
127.626

86.106
87.542
85.149

114.007
116.411
114.945

27.901
28.869
29.799

Landwirtschaft 2009
2010

9.309
9.359
9.813

11.893
12.111
12.684

2.584
2.752
2.871

Öffentlicher 2008
2009
Dienst3 2010

4.330
4.297
4.227

12.019
12.121
11.901

7.689
7.824
7.674

2008

1.701
1.633
1.746

36.060
35.067
35.970

34.359
33.434
34.221

3.229
3.084
3.168

2.985
2.834
2.928

Industrie und 2008
2009
Handel2 2010
2008

Handwerk 2009
2010
2008

Freie Berufe3 2009
2010

244
250
240

2008

Hauswirtschaft 2009
2010
2008

Insgesamt 2009
2010

darunter von 2008
Ausländerinnen/ 2009
Ausländern 2010
0

264.283
270.587
273.915

454.852
468.851
479.031

190.569
198.264
205.116

9.406
10.188
10.842

18.060
19.290
20.556

8.654
9.102
9.711

25

50

75

100

Anteil nach Geschlecht in %
Männer

Frauen

1) Abweichungen in den Summen möglich aufgrund des Rundungsverfahrens zur Sicherstellung der Geheimhaltung
in der Berufsbildungsstatistik. Für weitere Informationen siehe Quelle.
2) Einschließlich Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe.
3) Ohne Ausbildungsverträge, die nach dem Berufsbildungsgesetz bei anderen zuständigen Stellen (Kammern)
außerhalb dieses Ausbildungsbereichs registriert werden.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-37
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.4.31
www.datenportal.bmbf.de/2.4.32
www.datenportal.bmbf.de/2.4.37

BILduNG

49

Bild 38 Hochschulen1 nach Hochschularten und Ländern (2010)

14
5 9

SH
HH
HB

20
7 13

MV

3 5 8

13 13

26

15 22

ST

69

15 17

32

HE
8 11

5 6 11

BB

14
4 10

40

NW

RP

37

BE

NI

29

3 5 8

TH

13 14

13
5 8

27

SN

19

242

3 3 6

421

179

49

SL

23 26
68
28

BY

40

Insgesamt

BW

Hochschulen insgesamt
Universitäten (inklusive Pädagogische, Theologische und Kunsthochschulen)
Fachhochschulen (inklusive Verwaltungsfachhochschulen)
Erläuterung der Abkürzungen: Länderabkürzungen siehe Glossar.

1) Inklusive private Hochschulen.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-38
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.1

50	

BILduNG

Bild 39	
 Studienanfänger/-innen und Studienanfängerquoten
nach Geschlecht (1995-2011)
Anzahl der Studienanfänger/-innen
Insgesamt

Studienanfängerquote1

42,7 %

44,9 %

421.465

441.911

2005

2009 2

20102

33,4 %

37,1 %

42,0 %

44,4 %

159.715

182.132

211.174

223.240

276.140

136.567
1995

2000

2005

20092

20102

20113

33,6 %

36,9 %

43,5 %

45,5 %

124.860

154.824

173.829

210.291

218.672

240.750

1995

2000

2005

20092

20102

20113

33,5 %

37,0 %

261.427

314.539

355.961

1995

2000

26,8 %

Männer
26,6 %

Frauen
27,0 %

516.890

20113

1) Anteil der Studienanfänger/-innen im 1. Hochschulsemester (gemäß nationaler Definition) an der alters-

spezifischen Bevölkerung.

2) Um die doppelten Abiturjahrgänge bereinigte Werte.

3) Vorläufige, um die doppelten Abiturjahrgänge nicht bereinigte Ergebnisse aus Fachserie 11, Reihe 4.1 – Vorbericht.

Eine bereinigte Studienanfängerquote liegt erst im Herbst 2012 vor.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.3.1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-39
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.73

BILduNG

51

Bild 40 Studienanfängerquote1 nach Land des Erwerbs der
Hochschulzugangsberechtigung (2010)
Mecklenburg-Vorpommern
Sachsen-Anhalt
Sachsen
Thüringen

26,4 %
27,1 %
28,4 %
33,4 %

Brandenburg

35,0 %

Schleswig-Holstein

35,2 %

Bayern

36,9 %

Niedersachsen

37,9 %

Rheinland-Pfalz

37,9 %

Hamburg

37,9 %

Berlin

39,1 %

Bremen

39,9 %

Nordrhein-Westfalen

39,9 %

Saarland
Baden-Württemberg
Hessen
1) Anteil der Studienanfänger/-innen im 1. Hochschulsemester (gemäß nationaler Definition) an der
altersspezifischen Bevölkerung. Um die doppelten Abiturjahrgänge bereinigte Werte.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.3.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-40
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.73

40,7 %
42,6 %
44,2 %

52	

BILduNG

Bild 41 	 Bandbreite der Studierquote nach Geschlecht ein halbes
Jahr nach Schulabgang in % (2002-2010)
Studienaufnahme wahrscheinlich/alternativ geplant (Maximalquote)
Studienaufnahme sicher geplant (Brutto-Studierquote1)
Studienaufnahme bereits erfolgt
79

Insgesamt

77	

74

78

78

71

68

72

72

38

41

44

43

2004

2006
Jahrgang

2008

2010

80

78

84

82

75

72

78

77

31

37

41

41

2004

2006
Jahrgang

2008

2010

74

71

73

75

71

67

64

66

68

47

44

44

46

46

2002

2004

2006
Jahrgang

2008

2010

73
35
2002

81

Männer

75
21
2002
77

Frauen

Anmerkung: Für Begriffserläuterungen der Studierquoten siehe Glossar.
1) Studienaufnahme ohne Verwaltungsfachhochschulen, Hochschulen der Bundeswehr und Berufsakademien; seit
2008 einschließlich Berufsakademien bzw. Duale Hochschule Baden-Württemberg.
Quelle: Hochschul-Informations-System GmbH, HIS Forum Hochschule 5/2012, Studienberechtigte 2010 ein halbes
Jahr nach Schulabgang, Tab. A4.2
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-41
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.74

BILduNG

53

Bild 42 Übergang zur Hochschule – Entwicklung grundlegender
Kennzahlen in % (2005-2011)
160
Studienanfänger/-innen1,2
Entwicklung 2005=100

140
120

Studienberechtigte1,3
Entwicklung 2005=100

100
18- bis 19-Jährige4
Entwicklung 2005=100

80
60

Studienberechtigtenquote1,3

40

Studienanfängerquote1,5

20
0
2005

2006

2007

2008
Jahr

2009

2010

2011

1) Ab 2007 um die doppelten Abiturjahrgänge bereinigte Werte.

2) Für 2011 vorläufige, um die doppelten Abiturjahrgänge nicht bereinigte Ergebnisse aus der Fachserie 11, Reihe 4.1. –

Vorbericht.

3) Für 2011 liegen noch keine Daten vor.

4) Für 2011 geschätzte Daten der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes.

5) Für 2011 liegt noch keine bereinigte Quote vor.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 1, Reihe 1.3; Fachserie 11, Reihe 4.3.1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-42
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.75

54	

BILduNG

Bild 43	 Deutsche Studienanfänger/-innen mit abgeschlossener
betrieblicher Berufsausbildung an Hochschulen und
Fachhochschulen nach Geschlecht in %
(Wintersemester 1994/1995-2009/2010)
Abgeschlossene betriebliche Berufsausbildung
nach Erwerb der
vor/bei Erwerb der
Hochschulreife
Hochschulreife
37
29

16

20
8

13

12

'94/
'95

'00/
'01

19
11

21

10

'05/
'06

'09/
'10

25

24

26

16

15

19
13

11

8

Insgesamt

22

15

12

'94/
'95

'00/
'01

15
7

8

10

12

'05/
'06

'09/
'10

'94/
'95

Männer

12

4

5

15
6

11

8

10

'00/
'01

'05/
'06

'09/
'10

Frauen

Anmerkung: Abweichungen in den Summen möglich aufgrund von Rundungsdifferenzen.
Quelle: Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2009, Übersicht A5.4.2-3; Datenreport zum Berufsbildungsbericht
2011, Tab. A4.6.3-4; Daten: Hochschul-Informations-System GmbH, Studienberechtigtenbefragungen, Berechnun­
gen des Bundesinstituts für Berufsbildung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-43
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.5.76

Der Anteil der Studienanfänger und Studienanfängerinnen, die vor ihrem Studium eine betriebliche Berufsausbildung abgeschlossen haben, ist erstmals seit
1995 in 2009/2010 sowohl bei Frauen als auch bei Männern leicht gestiegen.

1950/51
129

'55/'56

'60/'61

1960/61
247

'65/'66

'70/'71

1970/71
422

'75/'76

'85/'86

Wintersemester

'80/'81

1980/81
1.036

'90/'91

1

1990/91
1.713

'95/'96

'00/'01

'05/'06

männlich

weiblich

2000/01
1.799

'10/'11

2011/122
2.377

Die demografische Entwicklung sowie die Bildungsexpansion in den 60er Jahren führten zu einem starken Anstieg der Studierendenzahl. Hiervon profitierten insbesondere die Frauen. Der Frauenanteil lag im
Wintersemester 1950/1951 bei 19,7 % und wuchs bis zum Wintersemester 2011/2012 auf 47,3 % an (vorläufiges
Ergebnis).

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-44
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.23
www.datenportal.bmbf.de/2.5.24

1) Ab 1990 einschließlich neue Länder und Berlin-Ost.
2) Vorläufige Ergebnisse der Hochschulstatistik (Vorbericht).
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.1 und Sonderauswertung

0
'47/'48 '50/'51

250

500

750

1.000

1.250

1.500

1.750

2.000

2.250

2.500

Bild 44 Studierende nach Geschlecht in Tausend (Wintersemester 1947/1948 bis 2011/2012)



BILduNG
55

56

BILduNG

Bild 45 Bildungstrichter: Schematische Darstellung sozialer
Selektion – Bildungsbeteiligung von Kindern nach
Hochschulabschluss des Vaters1 (2007)
Kinder von Akademikern

Kinder von Nicht-Akademikern

100 Kinder

100 Kinder

Übergangsquote

Übergangsquote

81 %

45 %

81 Kinder

Übergangsquote

Schwelle
Sekundarstufe
II
Übergang in
die gymnasiale
Oberstufe

45 Kinder

Übergangsquote

53 %

88 %

Schwelle
Hochschulzugang
71 Kinder

Übergang ins
Studium

24 Kinder

1) Für die Schätzung sozialgruppenspezifischer Beteiligungsquoten wird aus methodischen Gründen daran festge­
halten, die entsprechenden Merkmale der Familienbezugsperson als Indikatoren für den sozialen Status der
Herkunftsfamilie heranzuziehen. Die Familienbezugsperson ist in der Regel der Vater. Bei Ein-Eltern-Familien ist sie
der alleinerziehende Elternteil.
Quelle: 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, Bild 3.17; Daten: Statistisches Bundesamt,
Sonderauswertungen Mikrozensus 2003/2007; Hochschul-Informations-System GmbH, Studienanfängerbefragung
2007/2008
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-45
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.3.35

BILduNG

57

Anhand dieser schematischen Darstellung wird die soziale Selektion im Verlauf
des Bildungsweges bis zum Studium veranschaulicht. Die Jugendlichen werden
nach dem Bildungsstand des Vaters unterschieden. Die Bildungschancen für Kinder von Nicht-Akademikern sind sowohl beim Übergang in eine weiterführende
Schule (1. Schwelle) als auch beim Übergang in eine Hochschule (2. Schwelle) deutlich geringer. Insgesamt betrachtet nehmen lediglich 24 % der Kinder von NichtAkademikern ein Studium auf, während es bei Akademiker-Kindern 71 % sind.

58	

BILduNG

Bild 46	 Studierende nach Hochschulart, Fächergruppen und
Geschlecht, Anteil ausländischer Studierender
(Wintersemester 2011/2012)1
Fächergruppen

Sprach- und Kulturwissenschaften
Sport
Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Mathematik, Naturwissenschaften
Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften
Veterinärmedizin
Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften
Ingenieurwissenschaften
Kunst, Kunstwissenschaften
Insgesamt5

Hochschulart

i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a

Ins­
gesamt2

Uni­
versität3

454.727
70,2 %
10,3 %
27.294
37,3 %
4,1 %
726.518
50,8 %
9,8 %
420.880
36,6 %
10,7 %
130.832
64,4 %
9,7 %
8.179
84,0 %
6,7 %
45.594
54,6 %
8,8 %
470.510
20,7 %
13,9 %
85.629
62,9 %
17,0 %
2.377.034
47,3 %
11,1 %

437.184
70,0 %
10,4 %
26.989
37,5 %
4,1 %
388.802
48,3 %
11,3 %
333.933
40,3 %
10,8 %
105.205
62,1 %
11,1 %
8.179
84,0 %
6,7 %
25.658
57,7 %
12,1 %
206.125
22,0 %
17,3 %
62.770
64,5 %
19,9 %
1.601.230
50,9 %
12,0 %

Fach­
hoch­
schule4
17.543
74,1 %
8,4 %
305
24,3 %
2,6 %
306.275
54,1 %
8,9 %
86.768
22,4 %
10,6 %
25.627
73,7 %
3,8 %
19.936
50,6 %
4,5 %
264.385
19,7 %
11,3 %
22.859
58,8 %
9,2 %
744.150
39,4 %
9,7 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich; a = Anteil ausländisch; - = Daten nicht vorhanden.

1) Vorläufiges Ergebnis.

2) Alle Hochschulen einschließlich Verwaltungsfachhochschule.

3) Einschließlich Pädagogische-, Theologische- und Kunsthochschule. 

4) Ohne Verwaltungsfachhochschule.

5) Einschließlich sonstige Fächer und ungeklärt. 

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.1 (Vorbericht)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-46
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.77

BILduNG

59

Bild 47 Hochschulabsolventinnen/-absolventen nach Prüfungs­
arten und Geschlecht, Anteil ausländischer
Absolventinnen/Absolventen (2006-2010)
Prüfungsarten
Bachelor-Abschluss1

Master-Abschluss1

Universitärer Abschluss1,2,3

Fachhochschulabschluss2

Lehramtsprüfung4

Promotion

Abschlüsse insgesamt

Habilitation

2006

2007

2008

2009

2010

i

15.050

23.358

39.753

71.989

112.108

w

54,9 %

53,9 %

54,0 %

51,7 %

51,1 %

a

10,2 %

9,9 %

8,5 %

7,2 %

6,9 %

i

11.268

14.219

17.206

20.802

26.722

w

39,7 %

40,7 %

42,6 %

43,8 %

45,7 %

a

42,1 %

37,4 %

34,8 %

31,8 %

28,3 %

i

106.409

112.607

111.834

111.853

103.413

w

51,9 %

52,2 %

52,9 %

52,3 %

52,3 %

a

10,5 %

11,0 %

11,2 %

10,9 %

11,0 %

i

82.239

83.505

82.802

72.808

56.248

w

43,7 %

43,4 %

42,4 %

41,4 %

41,1 %

a

5,8 %

6,6 %

6,9 %

7,5 %

7,6 %

i

26.451

28.859

32.579

36.120

37.577

w

76,5 %

75,9 %

75,3 %

73,8 %

73,7 %

a

1,8 %

1,7 %

1,7 %

1,8 %

1,8 %

i

24.287

23.843

25.190

25.084

25.629

w

40,9 %

42,2 %

41,9 %

44,1 %

44,1 %

a

13,4 %

14,7 %

14,5 %

14,5 %

14,9 %

i

265.704
50,5 %

286.391
50,8 %

309.364
51,1 %

338.656
51,0 %

361.697
51,4 %

a

9,8 %

10,3 %

10,3 %

10,0 %

9,8 %

i

1.993

1.881

1.800

1.820

1.755

w

22,2 %

24,3 %

23,4 %

23,8 %

24,9 %

a

-

-

-

-

-

w

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich; a = Anteil ausländisch; - = Daten nicht vorhanden.
1) Ohne Lehramtsprüfungen.
2) Ohne Bachelor- und Masterabschlüsse.
3) Einschließlich der Prüfungsgruppen „Künstlerischer Abschluss“ und „Sonstiger Abschluss“.
4) Einschließlich Lehramt-Bachelor und Lehramt-Master.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihen 4.2, 4.4
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-47
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.45
www.datenportal.bmbf.de/2.5.81

60	

BILduNG

Bild 48 	 Studienabbruchquoten nach Abschlussarten in %
(Absolventinnen/Absolventen 2006/2008/2010)1
35

30

30
25

26

25

20
15
10

28

27

23
11

10
7

5
0

Absolventinnen/
Absolventen 2006
Bachelor

Absolventinnen/
Absolventen 2008

Absolventinnen/
Absolventen 2010

Diplom/Master

Staatsexamen

1) Die Studienabbrecher/-innen in den nach Abschlussart differenzierten Studiengängen beziehen sich jeweils auf

unterschiedliche Studienanfängerjahrgänge.

Quelle: Hochschul-Informations-System GmbH, HIS Forum Hochschule 3/2012, Studienabbruchuntersuchung 2012,

Abb. 2 und 3

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-48
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.5.90

Bild 49	 Durchschnittliche Fachstudiendauer bis zum Studienabbruch nach Hochschularten und Abschlussarten
(2000/2008)
Hochschularten

Mittelwerte der Fachsemester

Universität

2000
2008

Fachhochschule

2000
2008

6,5

5,7
4,3

5,7

Abschlussarten
Bachelor

2008

Herkömmliche
Abschlüsse

2000
2008

2,3
6,3

Quelle: Hochschul-Informations-System GmbH, Studienabbruchuntersuchungen
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-49
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.5.79

7,3

BILduNG

61

Bild 50 Studiendauer bei bestandener Prüfung nach
Prüfungsarten und Geschlecht in Semestern (2006-2010)
2006

Prüfungsarten

BachelorAbschluss1

Master-Abschluss

Universitärer
Abschluss1,2,3

Fachhochschulabschluss3

1

2008

2009

2010

HS

FS

HS

FS

HS

FS

HS

FS

HS

FS

Männer

8,8

7,4

8,6

7,3

8,4

7,2

8,0

7,0

8,0

7,1

Frauen

8,0

7,0

7,9

6,9

7,7

6,8

7,5

6,8

7,5

6,8

Insgesamt

8,3

7,2

8,2

7,1

8,0

7,0

7,7

6,9

7,7

6,9

Männer

10,3

4,7

10,8

4,9

10,8

4,8

10,9

4,8

11,2

4,8

Frauen

10,3

4,6

10,7

4,7

10,7

4,6

10,9

4,7

10,8

4,7

Insgesamt 10,3

4,7

10,7

4,8

10,8

4,7

10,9

4,7

11,0

4,8

Männer

13,5

12,2

13,4

12,1

13,4

12,1

13,4

12,1

13,6

12,3

Frauen

13,3

11,8

13,1

11,7

13,3

11,8

13,2

11,8

13,4

12,0

Insgesamt 13,4

12,0

13,2

11,9

13,3

11,9

13,3

12,0

13,5

12,2

Männer

10,3

9,3

10,3

9,4

10,1

8,7

10,6

9,6

10,7

9,8

Frauen

9,2

9,7

8,9

9,8

9,0

9,4

8,4

9,9

9,1

10,0

Insgesamt 10,0

9,1

10,1

9,2

9,8

8,6

10,3

9,4

10,4

9,6

Männer

14,0

10,9

13,6

10,6

13,3

10,3

13,0

10,0

13,0

9,9

Lehramtsprüfung4 Frauen

Insgesamt

2007

11,6

9,5

11,6

9,5

11,5

9,3

11,3

8,9

11,3

8,6

Insgesamt 12,1

9,8

12,1

9,8

11,9

9,5

11,7

9,2

11,7

8,9

Männer

11,9

10,0

11,7

9,9

11,5

9,6

11,2

9,4

10,9

9,0

Frauen

11,6

9,8

11,5

9,7

11,3

9,4

10,9

9,1

10,5

8,7

Insgesamt 11,7

9,9

11,6

9,8

11,4

9,5

11,1

9,2

10,7

8,8

Erläuterung der Abkürzungen: HS = Studiendauer nach Hochschulsemestern; FS = Studiendauer nach Fachsemestern.

1) Ohne Lehramtsprüfungen.

2) Einschließlich der Prüfungsgruppen „Künstlerischer Abschluss“ und „Sonstiger Abschluss“.

3) Ohne Bachelor- und Masterabschlüsse.

4) Einschließlich Lehramt-Bachelor und Lehramt-Master.

Quelle: Auswertung aus der ICE-Datenbank des BMBF; Daten: Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-50
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.80

62

BILduNG

Bild 51 Promotionen und Habilitationen nach Fächergruppen
und Geschlecht (2010)
Fächergruppen

Promotionen
Anzahl
insg.

Sprach- und
Kulturwissenschaften

Anteil
weiblich

Habilitationen
Anzahl
insg.

Anteil
weiblich

2.760

54,5 %

318

36,8 %

115

42,6 %

14

28,6 %

Rechts-, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften

3.534

36,8 %

139

26,6 %

Mathematik,
Naturwissenschaften

8.092

39,3 %

295

19,7 %

Humanmedizin/Gesund­
heitswissenschaften

7.287

55,8 %

867

21,7 %

Veterinärmedizin

481

77,8 %

22

40,9 %

Agrar-, Forst- und Ernäh­
rungswissenschaften

538

48,5 %

22

31,8 %

2.561

15,4 %

57

14,0 %

261

65,5 %

21

42,9 %

25.629

44,1 %

1.755

24,9 %

Sport

Ingenieurwissen­
schaften
Kunst,
Kunstwissenschaften
Insgesamt1

1) Promotionen einschließlich Studienfächer außerhalb der Studienbereichsgliederung.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihen 4.2, 4.4
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-51
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.81

BILduNG

63

Bild 52 Hochschulpersonal nach Fächergruppen und Geschlecht
(2010)

Fächergruppen

Personal
insgesamt

WissenschaftVerwaltungs-,
liches und künst­ technisches und
lerisches Personal sonst. Personal

Sprach- und
Kulturwissenschaften

i
w

49.038
55,2 %

43.784
51,6 %

5.254
85,2 %

Sport

i
w

3.496
41,3 %

2.965
37,8 %

531
60,8 %

Rechts-, Wirtschafts- und i
Sozialwissenschaften
w

67.529
37,9 %

60.134
33,2 %

7.395
76,1 %

Mathematik,
Naturwissenschaften

i
w

81.228
34,7 %

62.087
26,9 %

19.141
60,1 %

Humanmedizin/Gesund­
heitswissenschaften

i
w

162.537
70,4 %

58.189
44,5 %

104.348
84,8 %

Veterinärmedizin

i
w

2.760
67,5 %

1.596
63,0 %

1.164
73,5 %

Agrar-, Forst- und Ernäh- i
rungswissenschaften
w

9.507
48,5 %

6.151
40,2 %

3.356
63,6 %

Ingenieurwissenschaften

i
w

66.117
22,9 %

50.222
18,1 %

15.895
38,2 %

Kunst,
Kunstwissenschaften

i
w

18.393
39,6 %

17.165
38,2 %

1.228
58,6 %

Zentrale Einrichtungen1

i
w

95.820
57,0 %

21.134
48,2 %

74.686
59,6 %

Zentrale Einrichtungen
der Hochschulkliniken2

i
w

45.257
67,5 %

940
52,8 %

44.317
67,9 %

Insgesamt

i
w

601.682
51,7 %

324.367
35,8 %

277.315
70,2 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich.

1) Ohne klinikspezifische Einrichtungen.

2) Nur Humanmedizin.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.4

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-52
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.82

64	

BILduNG

Bild 53 	 Anteil von Männern und Frauen an verschiedenen Statusund Abschlussgruppen im Hochschulbereich in % (2010)
100
Männer

75

Frauen


50

25

1) Im 1. Hochschulsemester.

2) Im Wintersemester 2010/2011.

3) Ohne Promotionen.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihen 4.1, 4.2, 4.4

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-53
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.5.83

Professuren

Habilitationen

Wissenschaftliche
und künstlerische
Mitarbeiter/-innen

Promotionen

Bestandene
Abschlussprüfungen3

Studienanfänger/
-innen1,2

0

BILduNG	

65

Bild 54 BAföG – Anzahl der Empfänger/-innen sowie finanzieller
Aufwand nach Umfang und Art der Förderung (2006-2010)
Geförderte1
Finanzieller Aufwand

2006

2007

2008

2009

2010

Geförderte
Insgesamt
817.546 806.085 822.323 873.082 916.295
mit Vollförderung
387.352 389.978 429.179 441.535 447.787
Anteil (in %)
48,9
47,4
48,4
52,2
50,6
mit Teilförderung
430.194 416.107 393.144 431.547 468.507
Anteil (in %)
51,1
52,6
51,6
47,8
49,4
durchschnittlicher Monatsbestand2 540.329 524.490 525.003 559.395 584.850
Finanzieller Aufwand
Insgesamt (in Tausend Euro)
2.256.143 2.188.065 2.331.918 2.702.569 2.873.065
Zuschuss (in %)
66,5
66,7
67,0
66,3
65,9
Darlehen (in %)
33,5
33,3
33,0
33,7
34,1
Durchschnittlicher Förderungs­
betrag pro Person3
348
348
370
403
409
(in Euro pro Monat)
Erläuterung der Abkürzungen: BAföG = Bundesausbildungsförderungsgesetz.

1) Einschließlich Geförderte an Fernunterrichtsinstituten.

2) Arithmetisches Mittel der zwölf Monatsbestände eines Jahres.

3) Bezogen auf den durchschnittlichen Monatsbestand.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 7

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-54
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.6.11

Bild 55	 BAföG – Anteil der Geförderten unter den Studierenden in
den ersten sechs Hochschulsemestern (2000-2009)
30,4 %

34,0 %

32,7 %

32,9 %

2000

2003

2006

2009

Sommersemester1
Erläuterung der Abkürzungen: BAföG = Bundesausbildungsförderungsgesetz.

Anmerkung: Alle Zahlen geben den Jahresdurchschnitt an.

1) Bis 2003 nur deutsche Studierende, ab 2006 einschließlich Bildungsinländer/-innen.

Quelle: 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, Bild 8.1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-55
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.6.12

66

BILduNG

Bild 56 AFBG ("Meister-BAföG")

Geförderte nach Fortbildungsstätten (2010)

Geförderte insgesamt: 166.3951
Fernlehrgang an
öffentlichen Instituten
1,1 %

Fernlehrgang an
privaten Instituten
Öffentliche Schulen

6,2 %
Lehrgang an
privaten Instituten

25,2 %
25,4 %

8,4 %
Private Schulen

33,7 %

Lehrgang an öffentlichen Instituten
Erläuterung der Abkürzungen: AFBG = Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz; BAföG = Bundesausbildungs­
förderungsgesetz.
1) Inklusive Auslandsfall (AFBG §5 Absatz 2): 9 Geförderte.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 8
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-56
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.6.8
www.datenportal.bmbf.de/2.6.9

BILduNG

67

Bild 57 Fortbildungs-/Meisterprüfungen nach Geschlecht in
Tausend (1994-2010)1
Frauenanteil an Prüfungen insgesamt in %
32,3

33,2

34,3

36,7

36,3

35,4

35,7
35,6

164
35

153
30

142
29

131

128

125

24

120

22

24

24

106
22

129

1994

123

1996

114

1998

107

106

101

97

2000

2002

2004

2006

bestandene Prüfungen

35,7

110
17

84

93

2009

2010

nicht bestandene Prüfungen

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt. Daten über Fortbildungs-/Meisterprüfungen wurden für 2007 und 2008 nicht ver­
öffentlicht.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-57
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.7.13

Folgende zwei Aspekte führen insbesondere zu dem starken Rückgang bei den
Meisterprüfungen: Einerseits ist die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Zeitraum 1999 bis 2009 um rd. 80.000 (allein im Handwerk um
rd. 55.000) zurückgegangen. Hierdurch wird das Potenzial möglicher Meisterschüler/-innen reduziert. Andererseits wurde im Rahmen der Handwerksordnungsreform Anfang 2004 festgelegt, dass für mehr als die Hälfte der Handwerke
der bisherige Meisterzwang bei der Führung von Betrieben aufgehoben wurde.
Für 2010 ist im Vergleich zu 2009 ein kleiner Anstieg zu verzeichnen.

68

BILduNG

Bild 58 Fortbildungs-/Meisterprüfungen nach Ausbildungs­
bereichen in Tausend (1992/2000/2010)1
81

1992

81
65

56

2000

2010

56

45


3
Industrie
und
Handel

2

2

4

3

2

1

5

5

1

1

0

Handwerk Öffentlicher
LandFreie Berufe
Haus­
Dienst
wirtschaft
wirtschaft

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-58
Daten-Portal des BMBF: Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.7.13

BILduNG	

69

Bild 59 	 Bestandene Meisterprüfungen nach
Ausbildungsbereichen (2000-2010)1
50.000

42.600

41.757
38.704

40.000

37.541
34.829

33.473

32.125
30.232

29.925
30.000 29.734

31.203

26.674 26.107
23.242

21.930

21.111

20.000

10.480
10.000

0


2000

9.329

9.368

8.852

9.173

9.407

8.913

2001

2002

2003

2004

2005

2006

Alle Ausbildungsbereiche

Handwerk

19.085 19.659

9.671

9.678

2009

2010


Industrie und Handel

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der Um­
stellung eingeschränkt. Daten über Fortbildungs-/Meisterprüfungen wurden für 2007 und 2008 nicht veröffentlicht.
Quelle: Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2009, Übersicht B5.2-4 (aktualisiert)
Daten: Statistisches Bundesamt (Fachserie 11, Reihe 3), Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-59
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.7.14

70

BILduNG

Bild 60 Allgemeine und berufliche Weiterbildungsbeteiligung
nach Altersgruppen in % (2010)
18
17
14

Männer
42

25

43

22

37

43

9

28

11
11

25-34

9

32

44

18-24

6

11

39

49

14

16
16
13

7

9
12

Insgesamt

23

7

39

27

16
17

45-54

55-64

38

12
14

35-44

8
10

Frauen

44

29

50

13
18
14
13

32

23

41

Nicht berufsbezogene Weiterbildung

Betriebliche Weiterbildung

Individuelle berufsbezogene Weiterbildung

Weiterbildung insgesamt

Quelle: TNS Infratest, Adult Education Survey 2010
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-60
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.7.11

BILduNG

71

Bild 61 Weiterbildung von Erwerbspersonen nach Altersgruppen
und allgemeiner Schulbildung (2010)
Gegenstand der Nachweisung

Teilnehmer/-innen an
betrieblicher
Weiterbildung
i

individueller
berufsbezogener
Weiterbildung

w

i

nicht
berufsbezogener
Weiterbildung

w

i

w

nach Altersgruppen
Alter von ... bis unter ... Jahren
18 - 25

907

47,2 %

1.142

47,7 %

1.149

46,3 %

25 - 30

1.029

50,5 %

669

41,7 %

536

49,8 %

30 - 35

1.303

44,5 %

554

48,9 %

445

63,6 %

35 - 40

1.825

38,1 %

804

45,8 %

440

64,8 %

40 - 45

2.376

41,3 %

766

66,3 %

721

64,6 %

45 - 50

2.176

45,7 %

908

63,0 %

858

66,1 %

50 - 55

1.713

48,1 %

776

65,5 %

577

72,8 %

55 und mehr

1.918

44,9 %

805

39,3 %

1.010

63,3 %

nach allgemeinen Schulabschlüssen
Volksschulabschluss/
Hauptschulabschluss

2.427

29,0 %

1.108

31,1 %

866

46,1 %

Realschul- oder
gleichwertiger Abschluss

4.876

52,5 %

2.152

60,5 %

1.692

70,7 %

Fachhochschulreife

1.365

41,2 %

463

42,8 %

479

60,1 %

Hochschulreife

4.390

46,0 %

2.397

58,4 %

2.156

58,9 %

Ohne Angabe zur Art
des Abschlusses
Kein allgemeiner Schulabschluss

-

-

36

22,2 %

133

48,9 %

196

24,0 %

194

38,7 %

234

62,4 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt in Tausend; w = Anteil weiblich; - = keine Daten vorhanden.
Quelle: TNS Infratest, Adult Education Survey 2010
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-61
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.7.15

Die anteilig höchste Weiterbildungsbeteiligung ist im Alter von 40 bis 45 Jahren
und bei Personen mit einem Realschul- oder gleichwertigem Abschluss gegeben.

72

BILduNG

Bild 62 Nutzung und Intensität betrieblicher Weiterbildung in

Unternehmen nach Wirtschaftsbereich (2005)

Teilnahmequoten1 (in %)

Wirtschaftsbereich

Beschäf­ Frauen­
tigte
anteil
ins­
gesamt
C

Bergbau u. Gewinnung von Steinen u. Erden

Teilnah­
me je
Teilneh­
menden
Unter 25 25 bis 54 55 Jahre (in Stun­
Jahren
Jahre
und
den)
älter
Nach Altersgruppen

48,1

40,6

51,8

49,5

22,8

D 15-16 Ernährungsgewerbe und Tabakverarbeitung

36,7

40,5

39,4

38,0

24,6

19

D 17-19 Textil- u. Bekleidungsgewerbe; Ledergewerbe

28,0

30,3

25,1

30,0

19,0

29

D 21-22 Papier-, Verlags- und Druckgewerbe

29,1

28,8

32,6

31,6

12,6

29

49,6

46,8

66,8

51,2

28,9

36

35,8

42,7

32,7

37,9

23,8

29

35,0

29,7

29,8

36,4

28,6

40

62,1

53,7

62,5

61,9

63,3

19

E

Kokerei, Mineralölverarbeitung, Herstellung
von Brutstoffen; Herstellung von chemischen
Erzeugnissen, Gummi- und Kunststoffwaren;
Glasgewerbe, Herstellung von Keramik,
Verarbeitung von Steinen und Erden
Metallerzeugung und -bearbeitung,
Herstellung von Metallerzeugnissen
Maschinenbau; Herstellung von Büromaschinen, DV-Geräten und -Einrichtungen;
Elektrotechnik, usw.
Fahrzeugbau
Holzgewerbe; Herstellung von Möbeln,
Schmuck, Musikinstrumenten usw.;
Recycling
Energie- und Wasserversorgung

F
G 50

D 23-26

D 27-28
D 29-33
D 34-35
D 20,
36-39

33

29,3

25,9

33,6

30,4

16,8

22

58,4

48,9

45,8

62,7

30,7

26

Baugewerbe

34,7

38,9

40,0

35,6

25,9

23

Kfz-Handel; Instandhaltung und Reparatur
von Kfz; Tankstellen

54,6

45,6

40,3

61,9

24,5

29

G 51

Handelsvermittlung und Großhandel (o. Kfz)

37,5

34,1

27,0

41,0

21,8

24

G 52

Einzelhandel, Reparatur v. Gebrauchsgütern

20,0

18,7

16,2

21,3

16,8

21

H

Gastgewerbe

29,7

28,3

30,0

32,1

16,6

25

I 60-63

Verkehr

35,4

31,5

24,5

38,0

23,6

20

I 64

Nachrichtenübermittlung

21,8

19,8

11,5

22,9

15,6

59

J 65-66

Kredit- und Versicherungsgewerbe

54,9

52,4

68,2

56,2

35,8

41

J 67

Kredit- und Versicherungshilfsgewerbe

67,6

64,2

75,4

68,3

43,6

50

K+O

Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung beweglicher Sachen usw., Erbringung
sonstiger öffentlicher und persönlicher
Dienstleistungen

38,9

41,3

32,4

41,4

26,1

31

38,8

35,3

33,5

41,0

27,3

30

Insgesamt

1) In Unternehmen mit Lehrveranstaltungen.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Dritte Europäische Erhebung über die berufliche Weiterbildung in Unternehmen

2005 (CVTS3)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-62
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.7.12

INTERNATIONALER VERGLEICH

73

3 Internationaler Vergleich
	
Der internationale Vergleich liefert
eine Orientierungshilfe, um den Stand
Deutschlands im Bildungsbereich sowie
bei Forschung und Innovation einordnen zu können. Die Ergebnisse zeigen:
Auch im internationalen Vergleich kann
sich Deutschland sehen lassen!
Gerade bei der Entwicklung neuer weltmarktrelevanter Patente wird deutlich,
dass Deutschland weit vor dem Durchschnitt der europäischen Staaten, sogar
vor Japan und den Vereinigten Staaten
liegt. Der Export von Technologiegütern
aus diesen Patenten trägt erheblich zur
Wirtschaftsleistung Deutschlands bei.
In der Bildung weist Deutschland ähnliche Entwicklungen wie die übrigen
OECD-Staaten auf: der Anteil der Personen, die ein Studium im Tertiärbereich
A (Universitäten und Fachhochschulen,
ohne Verwaltungsfachhochschulen,
weitere Informationen siehe Glossar)

aufnehmen, ist gestiegen. Der Anteil
junger Menschen, die einen Abschluss in
diesem Bereich erwerben, ist in Deutschland ebenfalls wie in allen OECD-Staaten gewachsen. In Deutschland ist die
Absolventenquote der Hochschulen von
14 % eines Altersjahrgangs 1995 auf 26 %
im Jahr 2009 gestiegen.
Die Strategie der Bundesregierung zur
Internationalisierung der Wissenschaft,
Forschung und Entwicklung ist die
Antwort auf die Herausforderung des
globalen Wettbewerbs. Sie identifiziert
im kontinuierlichen internationalen
Vergleich das beste Wissen, die optimalen Strukturen und die zielführenden
Prozesse und macht sie für den Wissenschaftsstandort Deutschland nutzbar.
Die Kooperation aller Akteure des deutschen Wissenschafts- und Innovationssystems wird hiermit gefordert.

Weitere Informationen:
Web-Portale:
- Deutscher Bildungsserver
(www.bildungsserver.de/innovationsportal/bildungplus.html?artid=801)
- Eurydice – Das Informationsnetz zum Bildungswesen in Europa
(www.eurydice.org)
- Publikation: Bildung auf einen Blick 2011 / OECD-Indikatoren (www.oecd.org)

74

INTERNATIONALER VERGLEICH

Bild 63 	 Anteil der Bruttoinlandsausgaben für Forschung und
Entwicklung (BAFE) am Bruttoinlandsprodukt
ausgewählter Staaten in % (1991-2010)1
4,5
4,0
3,5
3,0
2,5
2,0
1,5
1991 1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2010
Schweden

Japan2

Frankreich

Vereinigte Staaten2

Finnland

Korea

Deutschland

Vereinigtes Königreich

1) Werte sind teilweise vorläufig oder geschätzt bzw. in der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren eingeschränkt (siehe

Originalveröffentlichung „Main Science and Technology Indicators“).

2) Für das Jahr 2010: Daten nicht verfügbar.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 16 (aktualisiert) bzw. Abb. 44; Daten: OECD („Main 

Science and Technology Indicators 2011/2“)

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-63
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/1.3.1

Der hier dargestellte Indikator für ausgewählte Staaten zeigt unterschiedliche
Dynamiken: Finnland und Schweden sind weiterhin die europäischen Spitzenländer. Deutschland und die Vereinigten Staaten zeigen in den letzten Jahren eine
positive Entwicklung. Korea liegt seit Mitte der Dekade über Deutschland und den
Vereinigten Staaten und hat bereits die Spitzengruppe um Finnland, Schweden
und Japan erreicht.

75

INTERNATIONALER VERGLEICH

Bild 64 	 FuE-Personal (in Vollzeitäquivalenten) in ausgewählten
OECD-Staaten je Tausend Erwerbspersonen
(1995, 2004-2009)1
24
22
20
18
16
14
12
10
8
6
4
2
0
1995

2004

2005

2006

2007

2008

2009

Finnland

Japan

Kanada

Vereinigtes Königreich

Schweden

Frankreich2

Deutschland

Italien

2

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; OECD = Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Werte sind teilweise revidiert und vorläufig oder geschätzt bzw. in der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren einge­
schränkt (siehe Originalveröffentlichung „Main Science and Technologie Indicators“).
2) Für das Jahr 2009: Erhebung wird nicht durchgeführt bzw. ist noch nicht abgeschlossen oder nicht mehr möglich.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 41; Daten: OECD („Main Science and Technology
Indicators 2011/1“) und Berechnungen des Bundesminsteriums für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-64
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.7.11

76

INTERNATIONALER VERGLEICH

Bild 65 Weltmarktrelevante Patente: Deutschland, Europäische

Union, Japan und Vereinigte Staaten (1995-2009)

Weltmarktpatente1
pro Million Einwohner
400
350
300
250
200
150
100
50
0
1995

1997

Deutschland

1999

2001
EU

2003

2005

Japan

2007

2009

Vereinigte Staaten

Erläuterung der Abkürzungen: EU = Europäische Union.

1) Erfindungen, die in Europa oder bei der World Intellectual Property Organization (WIPO) angemeldet sind.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012, Tab. 45; Daten: EPAPAT, WOPATENT, OECD und Berechnun­
gen des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-65
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/1.8.4

Als weltmarktrelevante Patente werden Erfindungen bezeichnet, die in Europa
oder bei der World Intellectual Property Organization angemeldet worden sind.
Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind solche Patente von besonderer
Bedeutung, weil sie den Schutz der Erfindung auch jenseits des Heimatmarktes
betreffen. Hinsichtlich dieses Indikators sind für Deutschland hohe Zuwachsraten
zu verzeichnen. Der Zuwachs an Patenten pro eine Mio. Einwohner betrug von
2001 bis 2009 rd. 13 %. Im selben Zeitraum vergrößerte sich der Abstand Deutschlands zum EU-Durchschnitt geringfügig. Im Vergleich zu den Vereinigten Staaten
weist Deutschland etwa doppelt so viel Patente pro eine Mio. Einwohner auf, im
Vergleich zu Japan zeigt sich eine um ungefähr die Hälfte höhere Patentintensität.

INTERNATIONALER VERGLEICH

Bild 66 Bildungsstand der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren
in ausgewählten OECD-Staaten in % (2009)
100
90
80
70
60
50
40
30
20
10
Kanada
Japan
Vereinigte Staaten
Korea
Finnland
Vereinigtes Königreich
Australien
Irland
Luxemburg
Schweiz
Dänemark
Belgien
Schweden
Niederlande
Spanien
OECD-Durchschnitt
Frankreich
EU21-Durchschnitt
Deutschland
Griechenland
Österreich
Tschechien
Italien
Türkei

0

Abschluss im Tertiärbereich (ISCED 5A/5B/6)
Abschluss im Sekundarbereich II/Post-sekundaren, nicht-tertiären Bereich
(ISCED 3A/3B/3C lang/4)
Ausbildung unterhalb Sekundarbereich II (ISCED 1/2/3C kurz)
Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung;

ISCED = International Standard Classification of Education (siehe auch Glossar).

Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2011, Tab. A1.1a

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-66
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/0.23

Die Grafik zeigt, dass Deutschland eine Spitzenposition im Sekundarbereich II
innehat. Dies ist vor allem auf das gut ausgebaute Berufsbildungssystem und die
duale Berufsausbildung zurückzuführen.

77

78

INTERNATIONALER VERGLEICH

Bild 67 Abschlussquoten1 im Tertiärbereich A in ausgewählten
OECD-Staaten in % (1995/2000/2009)

60

2009

2000

1995

50
40
30
20
10

Slowakei
Polen
Australien2
Vereinigtes Königreich
Dänemark
Irland
Finnland
Niederlande
Norwegen
Japan
Portugal
EU21-Durchschnitt
Tschechien
OECD-Durchschnitt
Vereinigte Staaten
Israel
Schweden
Italien
Schweiz
Österreich
Deutschland3
Spanien4
Türkei
Griechenland5

0

Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

1) Erstabschluss.

2) Referenzjahr 2008 statt 2009.

3) Unterbrechung in der Zeitreihe zwischen 2008 und 2009 aufgrund einer teilweisen Neueinstufung berufsbilden­
der Bildungsgänge in ISCED 2 und ISCED 5B.

4) Unterbrechung der Zeitreihe im Jahr 2008 aufgrund von Veränderungen in der Methodik.

5) Referenzjahr 2007 statt 2009.

Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2011, Tabelle A3.2

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-67
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.datenportal.bmbf.de/2.5.84

INTERNATIONALER VERGLEICH

79

Bild 68 	 Jährliche Ausgaben für Bildungseinrichtungen je
Schüler/-in bzw. Studierende/-n vom Primar- bis zum
Tertiärbereich in US-Dollar (2008)1
EU21-Durchschnitt
(8.702)
Schweiz2
Vereinigte Staaten
Norwegen
Österreich
Dänemark
Schweden
Niederlande
Belgien
2
Irland
Vereinigtes Königreich
Island
Japan
Frankreich
Spanien
Finnland
Italien2
Deutschland
Deutschland
Australien
Slowenien
Korea
Neuseeland
Portugal2
Estland
Tschechien
Ungarn2
Polen2
Slowakei
0

OECD-Durchschnitt
(8.831)
14.977
14.923

13.285
11.852
11.788
11.162
10.704
10.589
10.082
10.051
9.873
9.673
9.562
9.499
9.463
9.149
9.115
9.056
8.719
7.434
7.218
7.005
5.982
5.895
5.135
5.135
4.446

4.000

8.000

12.000

16.000

Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Kaufkraftbereinigt mittels Kaufkraftparitäts-Umrechnungskursen (KKP) für das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
(basierend auf Vollzeitäquivalenten). Der Umrechnungsfaktor 2008 für Deutschland zwischen US-Dollar (Kaufkraft­
parität) und Euro betrug 1,230.
2) Nur öffentliche Bildungseinrichtungen (für Italien außer im Tertiärbereich).
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2011, Tab. 5.1-1 bzw. Abb. 5.1.1-1; Daten: OECD
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-68
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.7

80

INTERNATIONALER VERGLEICH

Bild 69	 Jährliche Ausgaben für Bildungseinrichtungen je
Schüler/-in bzw. Studierende/-n nach Bildungsbereichen
in US-Dollar (2008)1
6.887
6.210
6.397

Elementarbereich
(für 3-Jährige und Ältere)

5.929
7.153
7.257

Primarbereich

7.509
8.498
8.950

Sekundarbereich I

10.597
9.396
9.283

Sekundarbereich II
Post-sekundarer, nicht­
tertiärer Bereich

4.780
6.026

Tertiärbereich insgesamt
(einschl. Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten)
Tertiärbereich insgesamt
(ohne
Forschungsund Ent(ohne
Forschungsund
wicklungsaktivitäten)
Entwicklungsaktivitäten)

15.390
13.717
12.958
9.504
9.349
8.315
9.115
8.831
8.702

Primar- bis Tertiärbereich
0
Deutschland

8.495

4.000

8.000

OECD-Durchschnitt

12.000

16.000

EU21-Durchschnitt

Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Kaufkraftbereinigt mittels Kaufkraftparitäts-Umrechnungskurse (KKP) für das Bruttoinlandsprodukt (basierend
auf Vollzeitäquivalenten). Der Umrechnungsfaktor 2008 für Deutschland zwischen US-Dollar (Kaufkraftparität) und
Euro betrug 1,230.
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2011, Tab. 5.1.1-1 bzw. Abb. 5.1.1-2; Daten: OECD
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-69
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.7

INTERNATIONALER VERGLEICH

Die Ausgaben für Bildungseinrichtungen je Schüler/-in bzw. je Studierende/-n
sind ein Indikator für die Ausstattung der Bildungseinrichtung mit personellen
und finanziellen Ressourcen. Der Blick auf die einzelnen Bildungsbereiche zeigt
einerseits unterschiedliche Höhen der Ausgaben, andererseits auch die Stellung
Deutschlands im Vergleich des OECD- bzw. EU21-Durchschnitts. Nur im Primarund Sekundarbereich I liegt Deutschland unterhalb der ausgewiesenen Durchschnittswerte.

81

82

INTERNATIONALER VERGLEICH

Bild 70 	 Ausgaben für Bildungseinrichtungen als Prozentsatz des
BIP nach Bildungsbereichen in ausgewählten OECDStaaten mit Mitteln aus öffentlichen und privaten Quellen
(1995/2000/2008)
Primar-, Sekundar- und Post-sekundarer, nicht-tertiärer Bildungsbereich
2008

5,0

2000

1995

OECD-Durchschnitt 2008

4,0
3,0
2,0

Slowakei1


Tschechien


Japan1


Deutschland

Italien


Spanien


Australien


Österreich


Kanada1,3


Niederlande


Finnland


Schweden


Frankreich


Irland


Korea


Israel


Ver. Königreich


Schweiz2


Belgien

4,0

Dänemark1


0,0

Vereinigte Staaten


1,0

3,0
OECD-Durchschnitt 2008

2,0
1,0
0,0

Tertiärbereich

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt; OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammen­
arbeit und Entwicklung.

1) Einige Bildungsbereiche sind in anderen Bildungsbereichen enthalten.

2) Im Tertiärbereich nur öffentliche Ausgaben.

3) Referenzjahr 2007 statt 2008.

Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2011, Tab. B2.1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-70
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.12

INTERNATIONALER VERGLEICH

83

Bild 71 	 Ausgaben für Bildungseinrichtungen als Prozentsatz
des BIP aller Bildungsbereiche in ausgewählten
OECD-Staaten mit Mitteln aus öffentlichen und
privaten Quellen (1995/2000/2008)
2000

2008

8,0

1995

OECD insgesamt 2008

6,0

4,0

1

Slowakei

Tschechien

Italien

Deutschland

Japan1

Spanien

Australien

Irland

Österreich

Niederlande

Vereinigtes Königreich

3

Schweiz

Finnland

Frankreich

Kanada

Belgien

Schweden

Dänemark1

Israel

Vereinigte Staaten

Korea

0,0

1,2

2,0

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt; OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammen­
arbeit und Entwicklung.

1) Einige Bildungsbereiche sind in anderen Bildungsbereichen enthalten.

2) Referenzjahr 2007 statt 2008.

3) Im Tertiärbereich nur öffentliche Ausgaben.

Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2011, Tab. B2.1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.datenportal.bmbf.de/bild-71
Weiterführende Daten: www.datenportal.bmbf.de/2.1.12

84

GLOSSAR

4 Glossar
AFBG – Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz: Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, seit 23.04.1996
in Kraft, (auch Meister-BAföG genannt)
unterstützt mit finanziellen Mitteln die
berufliche Aufstiegsfortbildung von
Handwerkern sowie anderen Fachkräften, um die Höherqualifizierung über
alle Altersgruppen hinweg zu fördern,
dem Fachkräftemangel in Deutschland
zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu sichern. Das
Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung in
allen Berufsbereichen.

ten Erwerbspersonen, seit Januar 2009
auf alle zivilen Erwerbspersonen. Die
Arbeitslosenquote wird häufig auch als
„nationale Arbeitslosenquote“ bezeichnet, im Unterschied zur ILO-Erwerbslosenquote, die vorrangig auf die internationale Vergleichbarkeit zielt.
Aufwendungen der Wirtschaft
für Forschung und Entwicklung
(FuE): Aufwendungen der Unternehmen und der Institutionen für industrielle Gemeinschaftsforschung und
experimentelle Gemeinschaftsentwicklung (IfG) für FuE.

Arbeitslose: Arbeitslose sind Arbeitsuchende, die vorübergehend nicht in
einem Beschäftigungsverhältnis stehen
oder nur eine weniger als 15 Stunden
wöchentlich umfassende Beschäftigung
ausüben, eine versicherungspflichtige,
mindestens 15 Stunden wöchentlich
umfassende Beschäftigung suchen und
dabei den Vermittlungsbemühungen
der Arbeitsagentur oder des kommunalen Trägers zur Verfügung stehen, also
arbeitsfähig und -bereit sind.

Ausbildungsbereich: Die amtliche
Statistik unterscheidet in der betrieblichen Berufsausbildung folgende Ausbildungsbereiche: Industrie und Handel,
Handwerk, Landwirtschaft, Öffentlicher
Dienst, Hauswirtschaft, Freie Berufe
(z. B. Rechtsanwältinnen/-anwälte und
Notarinnen/Notare, Patentanwältinnen/-anwälte, Steuerberater/-innen,
Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüfer/-innen, Ärztinnen/Ärzte, Zahnärztinnen/-ärzte, Tierärztinnen/-ärzte,
Apotheker/-innen) und Seeschifffahrt.

Arbeitslosenquote: Die Zahl der
Arbeitslosen wird in Bezug gesetzt zur
Zahl der zivilen abhängig beschäftig-

Ausbildungsberuf: Ausbildungsberufe sind in Deutschland die beruflichen
Tätigkeiten, die im Rahmen eines Aus-

GLOSSAR

bildungsverhältnisses im Dualen System
erlernt werden können. Jugendliche
dürfen nur in anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden. Ausbildungsberufe werden in Ausbildungsordnungen nach dem Berufsbildungsgesetz
(BBiG) oder der Handwerksordnung
(HwO) staatlich anerkannt. Die durch die
Ausbildung zu erwerbenden Befähigungen werden durch das Berufsbildungsgesetz und die Ausbildungsordnung
festgelegt.
Ausbildungsvertrag: Der Ausbildungsvertrag wird zwischen dem Ausbildenden (Unternehmen) und der/dem
Auszubildenden auf der Grundlage des
Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung abgeschlossen. Der Ausbildungsinhalt sowie die Ausbildungsdauer und die Prüfungsanforderungen
sind in Rechtsverordnungen des Bundes
(Ausbildungsordnungen) geregelt. Die
Ausbildungsdauer liegt zwischen zwei
und drei Jahren, in der Regel dauert die
Ausbildung drei Jahre.
Auszubildende: Auszubildende sind
Personen, die aufgrund eines Ausbildungsvertrages nach dem Berufsbildungsgesetz eine duale Berufsausbildung in einem anerkannten
Ausbildungsberuf durchlaufen. Ihre
Ausbildung erfolgt durch das unmittelbare Lernen am Arbeitsplatz oder in den

85

betrieblichen bzw. überbetrieblichen
Ausbildungswerkstätten in Verbindung
mit dem gleichzeitigen Besuch einer Berufsschule mit Teilzeitunterricht (Duales
Ausbildungssystem).
Bachelor: Der Bachelor ist der erste
akademische Grad, der von Hochschulen
nach Abschluss einer wissenschaftlichen
Ausbildung vergeben wird. In Deutschland ist diese Bezeichnung im Rahmen
des Bologna-Prozesses eingeführt
worden. Ein Bachelor-Studiengang hat
meist eine Regelstudienzeit von sechs
Semestern, kann aber auch sieben oder
acht Semester (also drei bis vier Jahre)
dauern. Daran anschließen kann sich
ein vertiefender Master-Studiengang, in
Ausnahmefällen bereits die Promotion.
BAföG – Bundesausbildungsförderungsgesetz: Das Gesetz regelt die
staatliche Unterstützung für die Ausbildung von Schülerinnen sowie Schülern
und Studierenden in Deutschland.
Hauptziele des BAföG sind die Erhöhung
der Chancengleichheit im Bildungswesen sowie die Mobilisierung von
Bildungsreserven in den einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten.
Berufliche Weiterbildung: Die berufliche Weiterbildung dient einerseits
dem Ziel, aufbauend auf der Ausbildung,
einer Erwerbsperson neue Qualifika-

86

GLOSSAR

tionen zu vermitteln oder bestehende
zu erhalten bzw. aufzufrischen, um so
nachhaltig die Beschäftigungschancen
sicherzustellen und ein selbständiges
Agieren auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Andererseits zielt sie auf
die Sicherstellung des qualitativen und
quantitativen Arbeitskräftebedarfs der
Betriebe und der gesamten Volkswirtschaft.
Berufsschule: Die Berufsschule ist
eine Schulform im Bereich der berufsbildenden Schulen. Die Berufsschule
vermittelt den Auszubildenden während
ihrer dualen Berufsausbildung die durch
den Rahmenlehrplan bzw. den Lehrplan
bestimmten Inhalte insbesondere der
Allgemeinbildung.
Bildungsabschlüsse:
Bildungsbereiche:

siehe ISCED 97
siehe ISCED 97

Bildungsbeteiligungsquote: Die
Bildungsbeteiligungsquote ist der Anteil
der Personen eines Bildungsbereichs
(z. B. Studium oder duale Berufsausbildung) an der altersgleichen Bevölkerung.
Bildungsbudget: Das Bildungsbudget
umfasst Personalausgaben, Sachaufwand, Investitionsausgaben und Versorgungsausgaben für im Bildungsbereich

aktive Beamte nach dem Konzept der
Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für den gesamten Bildungsbereich
(Elementarbereich, außerschulische
Jugendbildung, Schul- und Hochschulbereich, Weiterbildung). Nicht enthalten sind z. B. Abschreibungen, Finanzierungskosten, Personalausfallkosten
von Weiterbildungsteilnehmenden und
Ausbildungsvergütungen sowie Versorgungszahlungen für im Ruhestand
befindliche ehemalige Beschäftigte
des Bildungsbereichs. Im Rahmen der
Bildungsförderung werden öffentliche
Ausgaben für BAföG, Umschulungen,
Schülerbeförderung u. a. nachgewiesen.
Die Finanzierungsbeiträge der einzelnen
Gebietskörperschaften (Bund, Länder
und Kommunen) für das Bildungsbudget
können auf zwei verschiedenen Weisen
betrachtet werden, nach dem Konzept
der „Initial Funds“ und der „Final Funds“.
Bei dem Konzept der „Initial Funds“
wird der Zahlungsverkehr zwischen
den einzelnen Gebietskörperschaften
berücksichtigt. Das Konzept der „Final
Funds“ sieht keine Berücksichtigung des
Zahlungsverkehrs zwischen den Gebietskörperschaften vor. Die Unterscheidung
von „Initial Funds“ und „Final Funds“ hat
keinen Einfluss auf das Gesamtvolumen
der öffentlichen Mittel für den Bildungsbereich. Auch die Finanzierungsbeiträge
des privaten Bereichs, des Auslands und
die Höhe des Bildungsbudgets ins-

GLOSSAR

gesamt werden vom Zahlungsverkehr
zwischen den öffentlichen Haushalten
nicht beeinflusst.
BIP – Bruttoinlandsprodukt: Das
Bruttoinlandsprodukt ist ein Maß für die
wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum.
Es misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen
(Wertschöpfung), soweit diese nicht
als Vorleistungen für die Produktion
anderer Waren und Dienstleistungen
verwendet werden.
BAFE – Bruttoinlandsausgaben für
FuE: Alle zur Durchführung von
Forschung und Entwicklung im Inland
verwendeten Mittel, ungeachtet der
Finanzierungsquellen; eingeschlossen
sind also auch die Mittel des Auslands
und internationaler Organisationen für
im Inland durchgeführte Forschungsarbeiten. Hier nicht erfasst sind dagegen
die Mittel für FuE, die von internationalen Organisationen mit Sitz im Inland
im Ausland durchgeführt werden, bzw.
Mittel an das Ausland (vgl. FrascatiHandbuch 2002, § 423).
Erwerbspersonen: Erwerbspersonen
sind die Gesamtheit aller abhängig
beschäftigten zivilen Erwerbspersonen,
Selbstständigen und mithelfenden
Familienangehörigen. Dazu gehören

87

sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Auszubildende, geringfügig
Beschäftigte, Beamtinnen/Beamte (ohne
Soldatinnen/Soldaten), Arbeitslose,
Selbstständige und mithelfende Familienangehörige.
EU – Europäische Union:
EU19 bezeichnet alle 15 Mitgliedsstaaten
der Europäischen Union vor der Erweiterung am 1. Mai 2004 (EU15) plus die vier
osteuropäischen OECD-Staaten Polen,
Slowakei, Tschechien und Ungarn.
EU21 bezeichnet diejenigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die
auch Mitglied der OECD sind.
EU27 bezeichnet die derzeitig 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
Fachhochschulen: Fachhochschulen
bieten eine stärker anwendungsbezogene Ausbildung in Studiengängen
insbesondere für Ingenieure und für andere Berufe, vor allem in den Bereichen
Wirtschaft, Sozialwesen, Gestaltung und
Informatik.
Förderschulen: Förderschulen dienen
der Förderung und Betreuung körperlich, geistig und seelisch benachteiligter
sowie sozial gefährdeter Kinder, die
nicht oder nicht mit ausreichendem
Erfolg in normalen Schulen unterrichtet
werden können. Sie haben in der Regel
den gleichen Bildungsauftrag wie die

88

GLOSSAR

übrigen allgemeinbildenden Schulen.
Fortbildungs-/Meisterprüfungen:
Fortbildungs-/Meisterprüfungen werden
zum Nachweis von Kenntnissen und
Fertigkeiten durchgeführt, die durch
Maßnahmen der beruflichen Fortbildung erworben wurden. Sie haben den
besonderen Erfordernissen beruflicher
Erwachsenenbildung zu entsprechen.
FuE:

Forschung und Entwicklung

FuE-Ausgaben: Forschung und
experimentelle Entwicklung ist die
systematische, schöpferische Arbeit zur
Erweiterung des vorhandenen Wissens
einschließlich des Wissens über den
Menschen, die Kultur und die Gesellschaft sowie die Verwendung dieses
Wissens mit dem Ziel, neue Anwendungsmöglichkeiten zu finden (vgl.
Frascati-Handbuch 2002, § 63). Die im
Zusammenhang mit dieser Arbeit anfallenden Ausgaben sind Ausgaben für
Forschung und Entwicklung. Es wird
unterschieden zwischen internen und
extern FuE-Ausgaben. Alle zur Durchführung von Forschung und Entwicklung
im Inland oder innerhalb eines bestimmten Sektors einer Volkswirtschaft oder
innerhalb eines anderen Teilbereichs
(Berichtseinheit) verwendeten Mittel,
ungeachtet der Finanzierungsquellen,
werden als interne Ausgaben ausge-

wiesen (vgl. Frascati-Handbuch 2002,
§§ 358 f.). Unter externe Ausgaben
werden Ausgaben für FuE verstanden,
die im Ausland, in internationalen
Organisationen oder außerhalb eines
bestimmten Sektors oder eines anderen
Teilbereichs einer Volkswirtschaft (Berichtseinheit) durchführt werden (vgl.
Frascati-Handbuch 2002, § 408). Hierbei
handelt es sich z. B. um Ausgaben für
FuE-Leistungen, welche außerhalb von
Unternehmen für diese erbracht werden
(z. B. Vergabe von Forschungsaufträgen
an andere Unternehmen, an Forschungsinstitute oder Universitäten).
FuE-Personal: Alle direkt in FuE beschäftigten Arbeitskräfte ungeachtet
ihrer Position. Dazu zählen Forscherinnen und Forscher, technisches und
vergleichbares Personal sowie sonstiges
Personal (vgl. Frascati-Handbuch 2002,
§§ 294 ff.).
Habilitationen: Die Habilitation dient
dem Nachweis der wissenschaftlichen
Lehrbefähigung. Das Habilitationsverfahren wird als akademisches Examen
durchgeführt und umfasst neben der
Habilitationsschrift ein wissenschaftliches Gespräch („Kolloquium“) und eine
öffentliche Vorlesung.
Hochschulabschlüsse: In Deutschland gibt es folgende akademische

GLOSSAR

Grade nach einer bestandenen Hochschulprüfung: Bachelor, Staatsexamen,
Diplom und Magister (beides auslaufend), Master sowie Promotion.
Hochschulen: Hochschule ist ein
Oberbegriff für verschiedene wissenschaftliche, wissenschaftlich-anwendungsorientierte, künstlerischwissenschaftliche oder künstlerische
Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs zur beruflichen Ausbildung,
Pflege der Wissenschaften und Künste
durch Forschung und Lehre. Zu den
Hochschulen zählen Universitäten,
Kunsthochschulen, Fachhochschulen
sowie Verwaltungsfachhochschulen.
Hochschulreife: siehe Hochschulzugangsberechtigung
Hochschulzugangsberechtigung:
Die Zulassung zum Studium an einer
deutschen Hochschule setzt eine
Studien- oder Hochschulzugangsberechtigung voraus. Voraussetzung
für ein Studium an wissenschaftlichen
Hochschulen ist die allgemeine bzw. die
fachgebundene Hochschulreife oder
eine erfolgreich bestandene Begabtenbzw. Eignungsprüfung. Die beiden zuletzt genannten Berechtigungsformen,
in der amtlichen Hochschulstatistik als
„Studienberechtigungen ohne formale Hochschulzugangsberechtigung“

89

bezeichnet, sind besonders häufig bei
Studierenden an Kunst- und Musikhochschulen anzutreffen. Ein Studium an
Fachhochschulen setzt die allgemeine
Hochschulreife bzw. die Fachhochschulreife oder Begabten- bzw. Eignungsprüfungen voraus.
iABE – Integrierte Ausbildungsberichterstattung: Die integrierte
Ausbildungsberichterstattung führt verschiedene amtliche Daten zusammen,
um einen Überblick über den Verbleib
der jungen Menschen sowie die Nutzung
der beruflich qualifizierenden Bildungsangebote nach dem Verlassen der allgemeinbildenden Schule zu erhalten.
Ein umfassendes System von (Bildungs-)
Sektoren und Konten (Qualifizierungswege) beschreibt die Qualifizierungsangebote nach der Sekundarstufe I. Dem
Ausbildungsgeschehen werden vier
(Bildungs-)Sektoren zugeordnet:
- „Berufsausbildung“ (Ziel: Vollqualifizierender Berufsabschluss): Mit einer
abgeschlossenen Berufsausbildung
wird ein entscheidender Grundstein für
die Einmündung und den Verbleib in
Beschäftigung sowie deren Gestaltung
gelegt.
- „Integration in Berufsausbildung (Übergangsbereich)“ (Ziel: Berufsausbildung):
Integrationsmaßnahmen dienen der
Vorbereitung und Hinführung von
Jugendlichen zur Berufsausbildung.

90

Dazu wird ein breites Spektrum an Programmen und Maßnahmen angeboten,
welches meist aus öffentlichen Mitteln
finanziert ist.
- „Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung“ (Ziel: Hochschulzugangsberechtigung – HZB): Mit dem Erwerb der
HZB wird die Möglichkeit geschaffen,
ein Studium oder eine Berufsausbildung
aufzunehmen.
- „Studiengänge“ (Ziel: Hochschulabschluss): Mit dem Erwerb eines Hochschulabschlusses wird das Fundament
für eine hoch qualifizierte berufliche
Tätigkeit gelegt.
ICE – Information, Controlling, Entscheidung: ICE ist ein webgestütztes
Informationssystem, das umfangreiche
Datenbestände insbesondere aus den
Themenbereichen Studienberechtigte,
Studienanfänger/-innen und Studierende, Prüfungen und Absolventinnen/
Absolventen sowie zur Hochschulfinanzierung zur Verfügung stellt.
Innovationen: Innovationen sind
neue oder merklich verbesserte Produkte oder Dienstleistungen, die auf
dem Markt eingeführt worden sind
(Produktinnovationen), sowie neue oder
verbesserte Verfahren, die neu eingesetzt werden (Prozessinnovationen) (vgl.
Oslo-Handbuch 2005, §§ 156 und 163).

GLOSSAR

ISCED 97 – International Standard
Classification of Education (in etwa:
Internationale Standard-Klassifizierung für Bildungssysteme): ISCED
wurde Anfang der 70er von der UNESCO
mit dem Ziel entwickelt, einen einheitlichen Rahmen für die Sammlung und
Darstellung von Bildungsstatistiken zur
Verfügung zu stellen und damit Vergleiche sowohl auf internationaler als
auch auf nationaler Ebene zu erleichtern
bzw. überhaupt erst zu ermöglichen. Die
Klassifikation von 1975 wurde 1997 überarbeitet (ISCED 97) und bildet seitdem
alle organisierten Lernprozesse ab (siehe
Tabelle ab der nächsten Seite).
Länderkürzel (Bundesländer):
BW = Baden-Württemberg
BY = Bayern
BE = Berlin
BB = Brandenburg
HB = Bremen
HH = Hamburg
HE = Hessen
MV = Mecklenburg-Vorpommern
NI = Niedersachsen
NW = Nordrhein-Westfalen
RP = Rheinland-Pfalz
SL = Saarland
SN = Sachsen
ST = Sachsen-Anhalt
SH = Schleswig-Holstein
TH = Thüringen

GLOSSAR

91

Zuordnung nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 – [1/4] 1
ISCED-Stufe

Bildungsgänge

0 Elementarbereich

- Kindergärten
- Vorklassen
- Schulkindergärten

1 Primarbereich

- Grundschulen
- Integrierte Gesamtschulen (1.-4. Klasse)
- Freie Waldorfschulen (1.-4. Klasse)
- Förderschulen (1.-4. Klasse)

2 Sekundarbereich I
2A Programme, die Zugang zu
ISCED 3A oder 3B vermitteln
- allgemeinbildend

- Hauptschulen
- Schulartunabhängige Orientierungsstufen
- Realschulen
- Förderschulen (5.-10. Klasse)
- Schularten mit mehreren Bildungsgängen
- Gymnasien (5.-9./10. Klasse)2
- Integrierte Gesamtschulen (5.-9./10. Klasse)2
- Freie Waldorfschulen (5.-10. Klasse)
- Abendhauptschulen
- Abendrealschulen
- Berufsaufbauschulen
- Allgemeinbildende Programme an Berufsfach­
schulen bzw. Schüler/-innen an Berufsschulen
ohne Ausbildungsvertrag zur Erfüllung der
Schulpflicht bzw. zum Erwerb von Abschlüssen
der Sekundarstufe I

2B Berufsvorbereitende/berufliche Berufsvorbereitende Programme (an Berufsfach­
Programme
schulen, Berufsvorbereitungsjahr bzw. Schüler/-in­
- berufsvorbereitend
nen an Berufsschulen ohne Ausbildungsvertrag)
- berufliche Programme, die
Zugang zu ISCED 3B vermitteln
2C Programme, die keinen Zugang zu ISCED 3 vermitteln, die auf
den direkten Eintritt in den
Arbeitsmarkt vorbereiten
1) Stand: Schuljahr 2008/2009.

2) Für G8-Programme an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen beginnt die dreijährige Oberstufe in der 10. Klasse

(Einführungsstufe). 

3) Ab 2008/2009 einschließlich der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (früher: Berufsakademien, die in ISCED 5B

nachgewiesen wurden).

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2011, Anhang A3


92

GLOSSAR

Zuordnung1 nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 – [2/4] 1
ISCED-Stufe

Bildungsgänge

3 Sekundarbereich II
3A Programme, die Zugang zu
ISCED 5A vermitteln
- allgemeinbildend

- Gymnasien (Oberstufe)2
- Integrierte Gesamtschulen (Oberstufe)2
- Freie Waldorfschulen (11.-13. Klasse)
- Förderschulen (11.-13. Klasse)
- Fachoberschulen – 2-jährig
- Fachgymnasien
- Berufsfachschulen, die eine Studienberechtigung
vermitteln

3B Programme, die Zugang zu
ISCED 5B vermitteln
- beruflich

- Berufsgrundbildende Programme mit Anrech­
nung auf das erste Lehrjahr (an Berufsfach­
schulen, Berufsgrundbildungsjahr)
- Berufsschulen (Duales System)
- Berufsfachschulen, die einen voll qualifizieren­
den Berufsabschluss vermitteln (ohne: Gesund­
heits- und Sozialberufe, Erzieherausbildung)
- Einjährige Programme in Gesundheitsberufen
(an Berufsfachschulen bzw. Schulen des Gesund­
heitswesens)

3C Programme, die keinen Zugang
zu ISCED 5 vermitteln, die auf
den direkten Eintritt in den Ar­
beitsmarkt oder auf Programme
in ISCED 3 und 4 vorbereiten

- Beamtenanwärter/-innen im mittleren Dienst

1) Stand: Schuljahr 2008/2009.

2) Für G8-Programme an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen beginnt die dreijährige Oberstufe in der 10. Klasse

(Einführungsstufe). 

3) Ab 2008/2009 einschließlich der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (früher: Berufsakademien, die in ISCED 5B

nachgewiesen wurden).

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2011, Anhang A3


GLOSSAR

93

Zuordnung nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 – [3/4] 1
ISCED-Stufe

Bildungsgänge

4 Post-sekundarer, nicht-tertiärer
Bereich
4A Programme, die Zugang zu
ISCED 5A vermitteln

- Abendgymnasien
- Kollegs
- Fachoberschulen – 1-jährig
- Berufs-/Technische Oberschulen
- Kombination aus einem allgemeinbildenden
Programm (ISCED 3A) und einem berufs­
bildenden Programm (ISCED 3B)
- Studienberechtigung, dann Berufsschulen
(Duales System)
- Studienberechtigung, dann Berufsfach­
schulen, die einen Berufsabschluss vermitteln
- Berufsschulen (Duales System), dann Studien­
berechtigung
- Berufsfachschulen, die einen Berufsabschluss
vermitteln, dann Studienberechtigung
- Gleichzeitiger Erwerb von Studienberech­
tigung und Berufsabschluss (an Berufsfach­
schulen und teilweise an Fachgymnasien)

4B Programme, die Zugang zu
ISCED 5B vermitteln

- Kombination aus zwei berufsbildenden
Programmen in ISCED 3B
- Berufsschulen (Duales System), dann Berufs­
fachschulen, die einen Berufsabschluss ver­
mitteln
- Berufsfachschulen, die einen Berufsabschluss
vermitteln, dann Berufsschulen
(Duales System)
- Zwei Berufsausbildungen im Dualen System
nacheinander
- Umschüler an Berufsschulen (Duales System)

4C Programme, die keinen Zugang zu ISCED 5 vermitteln, die auf
den direkten Eintritt in den
Arbeitsmarkt vorbereiten
1) Stand: Schuljahr 2008/2009.

2) Für G8-Programme an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen beginnt die dreijährige Oberstufe in der 10. Klasse

(Einführungsstufe). 

3) Ab 2008/2009 einschließlich der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (früher: Berufsakademien, die in ISCED 5B

nachgewiesen wurden).

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2011, Anhang A3


94

GLOSSAR

Zuordnung nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 – [4/4] 1
ISCED-Stufe

Bildungsgänge

5 Tertiärbereich
5A

- Universitäten
- Pädagogische Hochschulen
- Theologische Hochschulen
- Gesamthochschulen
- Kunsthochschulen
- Fachhochschulen3

5B

- Fachschulen
- Fachakademien (Bayern)
- Berufsakademien
- Verwaltungsfachhochschulen
- Zwei- oder dreijährige Programme in Gesund­
heits- und Sozialberufen bzw. Erziehungsaus­
bildung (an Berufsfachschulen bzw. Schulen des
Gesundheitswesens)

6 Weiterführende Forschungsprogramme

- Promotionsstudium

Programme, die keinem Level
zugeordnet werden können

Überwiegend geistig behinderte Schüler/-innen
an Förderschulen, die keinem Bildungsbereich
zugeordnet werden können

1) Stand: Schuljahr 2008/2009.

2) Für G8-Programme an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen beginnt die dreijährige Oberstufe in der 10. Klasse

(Einführungsstufe). 

3) Ab 2008/2009 einschließlich der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (früher: Berufsakademien, die in ISCED 5B

nachgewiesen wurden).

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2011, Anhang A3


GLOSSAR

Master: Der Master ist der zweite
akademische Grad, den Studierende
an Hochschulen als Abschluss einer
wissenschaftlichen Ausbildung erlangen können. Er wird nach einem ein- bis
zweijährigen Vollzeit- oder berufsbegleitenden Studium verliehen. Studienvoraussetzung ist ein Bachelor- oder
der Abschluss in einem traditionellen,
einstufigen Studiengang (Magister,
Diplom, Erstes Staatsexamen in Rechtswissenschaften oder Lehramtsstudium;
Abschluss in Medizin). Je nach Ausrichtung kann ein Masterstudiengang der
wissenschaftlichen Vertiefung des vorherigen Studiums oder der Erschließung
neuer Wissensgebiete dienen.
Meisterprüfungen: siehe Fortbildungs-/Meisterprüfungen
OECD – Organisation for Economic Cooperation and Development (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung): Die OECD
ist ein Forum, in dem die Regierungen
von 34 Staaten, überwiegend Industriestaaten, zusammenarbeiten, um den
mit der Globalisierung der Weltwirtschaft verbundenen Herausforderungen
im Wirtschafts-, Sozial-, Umwelt- und
Governance-Bereich zu begegnen bzw.
deren Chancen zu nutzen. Satzungsgemäße Ziele der OECD sind es, zu einer
optimalen Wirtschaftsentwicklung und

95

einem steigenden Lebensstandard in
ihren Mitgliedstaaten beizutragen, in
ihren Mitgliedstaaten und den Entwicklungsländern das Wirtschaftswachstum
zu fördern und eine Ausweitung des
Welthandels zu begünstigen.
PNP-Sektor – Private Institutionen
ohne Erwerbszweck: Für die nationale Berichterstattung umfasst dieser
Sektor die überwiegend vom Staat
finanzierten Organisationen ohne
Erwerbszweck (z. B. Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren
(HGF), Max-Planck-Gesellschaft (MPG)
oder Fraunhofer-Gesellschaft (FhG))
und die privaten Organisationen ohne
Erwerbszweck, die weder überwiegend
vom Staat noch überwiegend von der
Wirtschaft finanziert werden bzw. nicht
vornehmlich Dienstleistungen für Unternehmen der Wirtschaft erbringen.
Staatlich finanzierte FuE-Ausgaben:
Alle von Bund und Ländern finanzierten
FuE-Ausgaben, unabhängig davon, in
welchem Sektor die Forschung und Entwicklung durchgeführt wird.
Studienanfänger/-innen: Studienanfänger/-innen sind Studierende im
ersten Hochschulsemester (Erstimmatrikulierte) oder im ersten Semester
eines bestimmten Studiengangs (Fachsemester).

96

Studienanfängerquote: Sie ist der
Anteil der Studienanfänger/-innen im
ersten Hochschulsemester an dem Jahrgang der Wohnbevölkerung. Die Quote
ist ein wichtiger Indikator für die Hochschulplanung.
Studienberechtigtenquote: Der
Anteil der Studienberechtigten an der
gleichaltrigen Bevölkerung basiert
auf dem Durchschnitt der 17- bis unter
20-jährigen (Länder mit 12 Schuljahren)
bzw. der 18- bis unter 21-jährigen (Länder
mit 13 Schuljahren) deutschen und ausländischen Wohnbevölkerung.
Studierquote: Die Studierquote ist
der Anteil der Schulabgänger/-innen
eines Abschlussjahrgangs, der bereits
ein Studium aufgenommen hat oder
fest entschlossen ist, es noch aufzunehmen. Die Berechnung basiert auf der
jeweiligen repräsentativen Erhebung
der Hochschul-Informations-System
GmbH. Ergänzend zu dieser (Brutto-)
Studierquote (sichere Aufnahme eines
Studiums) kann auch die Gruppe derjenigen berücksichtigt werden, die sich
bezüglich einer Studienaufnahme noch
unsicher sind oder ein Studium als Alternative in Erwägung ziehen. Hierdurch
wird dann die Maximalquote berechnet.
Vollzeitäquivalent: Bemessungseinheit für die Vollzeitbeschäftigung

GLOSSAR

einer Arbeitskraft in einem bestimmten
Zeitraum. Diese Einheit dient z. B. dazu,
die Arbeitszeit der nur teilweise in FuE
Beschäftigten (einschließlich der Teilzeitbeschäftigten) auf die Arbeitszeit
einer voll in FuE beschäftigten Person
umzurechnen (vgl. Frascati-Handbuch
2002, §§ 331 ff.).
Wissenschaftliches und künstlerisches
Personal: Zu dieser Personalgruppe
an Hochschulen gehören vor allem Akademische Rätinnen/Räte, Oberrätinnen/
Oberräte und Direktorinnen/Direktoren,
wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter/-innen im Angestelltenverhältnis sowie Ärztinnen/Ärzte im Praktikum.
Wissenschaftsausgaben: Ausgaben
für Forschung und Entwicklung (FuE)
sowie Ausgaben für wissenschaftliche
Lehre und Ausbildung und sonstige verwandte wissenschaftliche und technologische Tätigkeiten insgesamt werden als
Wissenschaftsausgaben bezeichnet. Zu
Letzteren gehören z. B. wissenschaftliche
und technische Informationsdienste,
Datensammlung für allgemeine Zwecke,
Untersuchungen über die Durchführbarkeit technischer Projekte (demgegenüber sind Durchführbarkeitsstudien
von Forschungsvorhaben jedoch Teil
von FuE), Erarbeiten von Grundlagen
für Entscheidungshilfen für Politik und
Wirtschaft.

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Stand: August 2012
Druck
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Bildnachweis
Titelbild, Seiten 2, 9, 21, 26, 34, 43, 81: Thinkstock; Seite 15:
Royalty-Free/Corbis; Seite 57: BananaStock Ltd; Seite 68: Image
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