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Full text: Bildung und Forschung in Zahlen Issue 2011

Bildung und Forschung in Zahlen 2011
	
Ausgewählte Fakten aus dem Daten-Portal des BMBF

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Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
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Redaktion, Gestaltung
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ICE-Gruppe, Projekt StaGuS
Hans Dicken, Marc Friese, Peter Müßig-Trapp, Heike Naumann
Layout: Peter Juzak, Petra Nölle
Druckerei
Silber Druck oHG, Niestetal
Bonn, Berlin 2011
Bildnachweis
Titelbild, Seiten 2, 9, 21, 26, 34, 43, 81:Thinkstock; Seite 15: Royalty-Free/Corbis; Seite
57: BananaStock Ltd; Seite 68: Image Source Pink / Getty Images
Barrierefreiheit
Barrierefreie Versionen der Daten finden Sie unter
www.bmbf.de/daten-portal in der Tabellenauswahl.

Diese Druckschrift wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
unentgeltlich abgegeben. Sie ist nicht zum gewerblichen
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Wahlhelfern während eines Wahlkampfes zum Zwecke der
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einer bevorstehenden Wahl nicht in einer Weise verwendet werden, die als Parteinahme der Bundesregierung
zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte.

Bildung und Forschung in Zahlen 2011
	
Ausgewählte Fakten aus dem Daten-Portal des BMBF

VORWORT

1

Vorbemerkung
Bildung und Qualifizierung sind der
Schlüssel für die Zukunft Deutschlands.
Durch eine gute Bildung und Qualifizierung wird einerseits der Grundstein
für die gesellschaftliche Teilhabe des
Einzelnen gelegt. Andererseits können
nur so die individuellen Begabungen
junger Menschen ausgeschöpft werden,
damit diese sich besser in die Entwicklung Deutschlands einbringen können.
Sie schaffen die Voraussetzung für eine
ausreichende Anzahl der dringend benötigten Fachkräfte und dafür, durch
Forschung und Innovation Technologiegüter zu entwickeln und damit die
Wirtschaftskraft sowie das ökonomische
Wachstum in Deutschland zu sichern
und zu vergrößern. International wettbewerbsfähige Forschungseinrichtungen und exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stärken den
Wissenschaftsstandort Deutschlands.
Die Bundesregierung setzt deshalb ihre
Prioritäten auf Bildung und Forschung
und stellt in dieser Legislaturperiode
hierfür zusätzlich 12 Mrd. Euro zur
Verfügung. Um die Politik in Bildung,
Forschung und Innovation sachgerecht
führen zu können, ist ein Gerüst verlässlicher Daten und Informationen notwendig. Hierzu zählen neben konkreten
Informationen zu den unterschiedlichen

Bildungs- und Forschungsbereichen
auch Angaben zu den Ausgaben von
Bund und den Ländern. Die in dieser Broschüre zusammengestellten Daten und
Fakten aus Bildung und Forschung weisen bildungs- und forschungspolitische
Basisinformationen für einen schnellen
Überblick aus.
Das Internet ermöglicht darüber hinaus,
detailliertere Daten mit langen Zeitreihen auszuweisen. Auf den Webseiten
des Bundesministeriums für Bildung
und Forschung sind diese unter
www.bmbf.de/daten-portal
aktuell zur Verfügung gestellt. Auf einfache Weise kann durch Eingabe von
Schlagwörtern oder durch die vorhandenen Navigationshilfen recherchiert
werden. Verschiedene Ausgabeformate
werden hierbei angeboten.

INHALTSVERZEICHNIS

1

Inhaltsverzeichnis
0 Gesamtübersichten und Strukturdaten .........................................................................2

1 Forschung und Innovation.................................................................................................................. 7

2 Bildung.........................................................................................................................................................................26

2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7

Bildungsfinanzen..................................................................................................................................... 28
	
Elementarbereich.................................................................................................................................... 32
	
Schulen................................................................................................................................................................. 33
	
Berufliche Bildung .................................................................................................................................. 41

Hochschulen.................................................................................................................................................. 49

Ausbildungsförderung (BAföG), Aufstiegsförderung (AFBG) ............... 65
	
Weiterbildung............................................................................................................................................. 67
	

3 Internationaler Vergleich................................................................................................................. 73

3.1
3.2

Forschung und Innovation ............................................................................................................74
	
Bildung.................................................................................................................................................................. 77
	

4 Glossar ......................................................................................................................................................................... 84


2

GESAMTüBERSICHTEN uND STRukTuRDATEN

0 Gesamtübersichten und Strukturdaten
	
Zur besseren Einschätzung und zum
besseren Verständnis der in den Kapiteln Forschung und Innovation sowie
Bildung im Detail aufgeführten Tabellen
und Grafiken werden dieser Broschüre
drei übergreifende Tabellen vorangestellt. In diesen Strukturdaten sind
allgemeine Informationen zur Bevölke-

rungsentwicklung für ganz Deutschland
sowie differenziert nach den 16 Ländern
aufgeführt. Das Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft liefert einen
allgemeinen Überblick über die nationalen Ausgaben in diesen Bereichen.

Gesamtübersichten und strukturdaten

Bild 1

3

Strukturdaten für Deutschland (2005-09)

Bevölkerung
Erwerbstätige
insgesamt
Arbeitslose insgesamt

in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
q

2005

2006

2007

2008

2009

82.465

82.369

82.257

82.002

81.842

51,1 %
36.566
44,9 %
4.646
11,8 %

51,1 %
37.343

51,0 %
38.163

45,2 %

45,3 %

4.238

3.544

10,6 %

8,9 %

51,0 %
38.734
43,5 %
3.081
7,7 %

51,0 %
38.662
45,8 %
3.347
8,4 %

davon
ohne abgeschlossene
Berufsausbildung

in Tsd.
q

1.872
26,0 %

in Tsd.
mit betrieblicher/
schulischer Ausbildung1
q

2.517

mit Fachhochschulabschluss

in Tsd.

88

mit Universitätsabschluss

in Tsd.

Schüler/-innen2
Auszubildende
Studierende
Bruttoinlandsprodukt
(in Mrd. Euro)

q
q
in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w

9,7 %
3,8 %
169
4,3 %
12.276
48,2 %
1.553
39,7 %
1.986
47,8 %
2.242

1.804

1.534

1.337

24,0 %

22,1 %

20,1 %

2.209

1.817

1.569

8,5 %

7,0 %

6,0 %

76

62

56

3,3 %

2,6 %

2,1 %

148

131

119

3,6 %
12.138

3,1 %
11.987

48,2 %
1.571
39,5 %
1.979
47,8 %
2.327

48,2 %
1.594
39,2 %
1.941
47,7 %
2.432

2,7 %
11.830
48,2 %
1.613
39,6 %
2.025
47,8 %
2.481

1.453
21,9 %
1.714
6,6 %
75
2,8 %
105
2,3 %
11.675
48,2 %
1.572
39,9 %
2.121
47,8 %
2.397

Erläuterung der Abkürzungen: in Tsd. = in Tausend; w = Anteil weiblich; q = Arbeitslosenquote.
1) Betriebliche Berufsausbildung und Berufsfachschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung an Fach-, Technikerund Meisterschulen.
2) Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.
Quelle: Statistisches Bundesamt; Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-1
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/0.1

4

GESAMTüBERSICHTEN uND STRukTuRDATEN

Bild 2

Strukturdaten der Länder (2009) – [1/2]
BW

Bevölkerung
Erwerbstätige
insgesamt
Arbeitslose insgesamt

BY

in Tsd. 10.751 12.510
w
in Tsd.
w
in Tsd.
q

BE

BB

3.437

2.517

HB
661

HH

HE

MV

1.780

6.062

1.657

50,8 % 51,0 % 51,0 % 50,5 % 51,4 % 51,1 % 51,0 % 50,5 %
5.332

6.276

1.555

1.231

285

880

2.882

777

45,9 % 45,4 % 47,7 % 46,6 % 47,9 % 46,8 % 45,8 % 46,5 %
273
5,1 %

315
4,8 %

237

129

38

14,1 % 12,3 % 11,8 %

79
8,6 %

154
6,8 %

113
13,6 %

davon
ohne abgeschlossene
Berufsausbildung

in Tsd.
w

131

135

118

29

23

44

77

24

46,9 % 47,2 % 43,0 % 43,8 % 44,6 % 43,2 % 45,6 % 43,8 %

125
161
97
94
13
28
67
83
mit betrieblicher/ schu­ in Tsd.
lischer Ausbildung1
w
44,4 % 44,0 % 41,6 % 45,2 % 41,2 % 42,3 % 42,9 % 44,2 %

mit Fachhochschul­
abschluss

in Tsd.

mit Universitäts­
abschluss

in Tsd.

Schüler/-innen2
Auszubildende
Studierende
Bruttoinlandsprodukt
(in Mrd. Euro)

w

w
in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w

6

7

6

3

1

2

3

2

40,2 % 40,4 % 45,5 % 46,7 % 45,1 % 47,6 % 39,3 % 46,5 %
10

11

14

3

2

4

6

2

50,2 % 50,0 % 51,3 % 49,9 % 53,5 % 53,3 % 50,0 % 50,8 %
1.670

1.758

420

280

97

244

867

179

48,0 % 46,4 % 49,0 % 48,3 % 48,0 % 48,8 % 48,1 % 48,3 %
212

265

52

43

16

35

108

34

40,6 % 40,7 % 45,7 % 37,1 % 42,7 % 44,2 % 40,7 % 40,1 %
277

273

140

50

31

76

186

39

47,0 % 48,9 % 49,3 % 50,7 % 47,5 % 47,4 % 47,0 % 50,9 %
344

430

90

54

27

86

217

35

Erläuterung der Abkürzungen: in Tsd. = in Tausend; w = Anteil weiblich; q = Arbeitslosenquote; Länderabkürzungen

siehe Glossar.

1) Betriebliche Berufsausbildung und Berufsfachschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung an Fach-, Techniker-

und Meisterschulen.

2) Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Quelle: Statistisches Bundesamt; Bundesagentur für Arbeit

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-2
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/0.2

GESAMTüBERSICHTEN uND STRukTuRDATEN

Bild 2

5

Strukturdaten der Länder (2009) – [2/2]
NI

Bevölkerung
Erwerbstätige
insgesamt
Arbeitslose insgesamt

in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
q

NW

7.939 17.904

RP

SL

SN

ST

SH

TH

4.021

1.030

4.179

2.369

2.833

2.258

50,9 % 51,2 % 50,9 % 51,4 % 51,1 % 51,1 % 51,0 % 50,7 %
3.637

8.047

1.900

452

1.926

1.082

1.323

1.077

45,2 % 45,1 % 45,0 % 44,7 % 46,8 % 47,4 % 45,7 % 46,4 %
265
7,8 %

741
8,9 %

125
6,1 %

38
7,7 %

246

154

12,9 % 13,6 %

102
7,8 %

131
11,4 %

davon
ohne abgeschlossene
Berufsausbildung

in Tsd.
w

125

420

63

20

47

35

46

23

45,9 % 46,0 % 47,6 % 47,0 % 42,0 % 44,5 % 44,8 % 44,7 %

127
289
57
16
183
113
51
101
mit betrieblicher/ schu­ in Tsd.
lischer Ausbildung1
w
43,9 % 42,9 % 42,7 % 42,4 % 46,7 % 46,7 % 43,9 % 48,4 %

mit Fachhochschul­
abschluss

in Tsd.

mit Universitäts­
abschluss

in Tsd.

Schüler/-innen2
Auszubildende
Studierende
Bruttoinlandsprodukt
(in Mrd. Euro)

w

w
in Tsd.
w
in Tsd.
w
in Tsd.
w

4

11

2

0

6

3

2

3

42,1 % 41,4 % 39,2 % 36,9 % 47,9 % 47,9 % 40,0 % 46,6 %
7

19

3

1

8

3

2

3

52,6 % 49,3 % 50,4 % 47,4 % 49,7 % 48,3 % 51,3 % 51,2 %
1.226

2.799

592

139

441

242

423

244

48,3 % 48,2 % 47,8 % 48,0 % 49,1 % 48,1 % 48,2 % 48,4 %
154

338

79

22

72

45

55

41

40,1 % 39,2 % 38,7 % 39,3 % 37,4 % 36,2 % 40,8 % 35,6 %
144

509

110

23

109

53

50

53

48,6 % 46,4 % 50,6 % 49,8 % 46,2 % 50,2 % 47,1 % 49,4 %
206

522

103

29

93

51

73

49

Erläuterung der Abkürzungen: in Tsd. = in Tausend; w = Anteil weiblich; q = Arbeitslosenquote; Länderabkürzungen

siehe Glossar.

1) Betriebliche Berufsausbildung und Berufsfachschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung an Fach-, Techniker-

und Meisterschulen.

2) Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Quelle: Statistisches Bundesamt; Bundesagentur für Arbeit

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-2
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/0.2

6

GESAMTüBERSICHTEN uND STRukTuRDATEN

Bild 3	

Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft1 nach
Bereichen in Mrd. Euro und in Relation zum BIP
(1995/2006/07/08)

Bereich
A+B

C

D

Bildungsbudget insgesamt

2

Forschung und Entwicklung3

Sonstige Bildungs- und
Wissenschaftsinfrastruktur

Mrd.
Euro

2006

2007

2008

125,4

144,8

147,8

155,0

Anteil
am BIP

6,8 %

6,2 %

6,1 %

6,2 %

Mrd.
Euro

40,5

58,8

61,5

66,5

Anteil
am BIP

2,2 %

2,5 %

2,5 %

2,7 %

4,0

4,4

4,8

4,9

0,2 %

0,2 %

0,2 %

0,2 %

Mrd.
Euro
Anteil
am BIP

A+B+ Budget für Bildung,
C+D
Forschung und Wissenschaft4

1995

Mrd.
Euro
Anteil
am BIP

162,5
8,8 %

198,5
8,5 %

204,1
8,4 %

215,3
8,6 %

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt.

1) Durchführungsrechnung, Abgrenzung nach dem Konzept 2007, Werte 2008 überwiegend geschätzt, frühere Werte

konzeptionell an 2007 angepasst.

2) Für eine differenzierte Ansicht der Bildungsbereiche siehe Bild 19.

3) Berechnet nach den Methoden der Forschungs- und Entwicklungs-Statistik (gemäß OECD-Meldung/Frascati-

Handbuch).

4) Das Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft wurde konsolidiert um die Ausgaben für "Forschung und

Entwicklung an Hochschulen", da diese Position sowohl in A als auch in C enthalten ist.

Quelle: Bildungsfinanzbericht 2009 und 2010, Tab. 2.2-1 und 2.3-1; Daten: Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-3
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/1.9.1

FORSCHuNG uND INNOVATION

7

1 Forschung und Innovation
	
Forschung, Entwicklung und Innovation
sind Grundlagen der Wirtschaftskraft
Deutschlands. Ein Fünftel der Wirtschaftsleistung unseres Landes wird
durch den Export von Technologiegütern erbracht. Globale Herausforderungen auf den Feldern Klima/Energie,
Gesundheit, Sicherheit, Mobilität und
Kommunikation können ohne Fortschritte in Wissenschaft und Technik
nicht gelöst werden. Die Investitionen in
Forschung und Entwicklung in Deutschland haben in den letzten Jahren trotz
der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich zugenommen. Dies gilt sowohl für
die Ausgaben der öffentlichen Hand als
auch für Ausgaben der Wirtschaft. Die
Unternehmen tragen mit zwei Dritteln
der Aufwendungen wesentlich zu
Forschung und Entwicklung bei. 2009
betrug der Anteil der Aufwendungen
Deutschlands am Bruttoinlandsprodukt
nach vorläufigen Berechnungen des
Bundesministeriums für Bildung und
Forschung circa 2,8 %. Deutschland
gehört damit erneut zu einer Spitzengruppe von Staaten mit einer sehr hohen
Intensität in Forschung und Entwicklung.

Diese Investitionen zahlen sich aus: Der
Anteil forschungsintensiver Produkte
und Dienstleistungen an der Wertschöpfung ist mit mehr als 45 % in
keinem anderen Industrieland höher
als in Deutschland. Um den guten Platz
Deutschlands im internationalen Vergleich zu verteidigen, hat die Bundesregierung beschlossen, die strukturellen
Reformen im Forschungs- und Innovationssystem, wie z. B. den Pakt für
Forschung und Innovation, auszubauen
und die Exzellenzinitiative fortzuführen.
Mit der Hightech-Strategie für Deutschland und der Internationalisierungsstrategie werden richtige Weichenstellungen vorgenommen.
Weitere Informationen:
Publikationen:
- Bundesbericht Forschung und 

Innovation 2010 

(www.bmbf.de/de/12210.php)
	
- Hightech-Strategie 2020 

(www.hightech-strategie.de)
	

FORSCHuNG uND INNOVATION

8

Bild 4

Bruttoinlandsausgaben für Forschung und Entwicklung
(BAFE) nach finanzierenden Sektoren in Mrd. Euro
(Durchführungsbetrachtung) und Anteil der BAFE am
Bruttoinlandsprodukt (2001-08)

45
40
35
30
25
20

2001
Wirtschaft

2003
Staat

2005

2,7

0,2

18,9

44,8

2007

20081

Private Institutionen ohne Erwerbszweck

Ausland

BAFE in % des BIP

3,0
2,8
2,6

2,5

0,2

16,9

41,9

0,2

15,8

37,7

1,2

0,2

17,0

1,3

0,2

36,1

0

16,4

5

34,1

10

2,1

15

2,68
2,46

2,52

2,49

2,53

2003

2005

2007

2,4
2,2
2,0
2001

20081

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt.
1) Schätzung.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 1 (aktualisiert); Daten: Stifterverband Wissenschafts­
statistik, Statistisches Bundesamt, Berechnungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-4
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.1.1

FORSCHuNG uND INNOVATION

Der weitere Ausbau von Forschung und Innovation ist die Voraussetzung für die
Zukunft des Standorts Deutschland. Die Bundesregierung hat konsequent die
Prioritäten auf Bildung, Forschung und Innovation gelegt. Von 2005 bis 2008 sind
die Ausgaben des Bundes für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung um 18,3 %
gestiegen.

9

10

Forschung und InnovatIon

Bild
Bild55 FuE-Ausgaben
FuE-Ausgabender
derBundesrepublik
BundesrepublikDeutschland
Deutschlandund
undihre
ihre
Finanzierung
in
Mio.
Euro
(1981-2008)
Finanzierung (1981-2008)
70.000
Private Institutionen ohne Erwerbszweck
60.000

Bund und Länder

50.000

Wirtschaft

40.000
30.000
20.000
10.000
0
'81 '83 '85 '87 '89 '91 '93 '95 '97 '99 '01 '03 '05 '07 '08
Anteil der Finanzierung durch Bund und Länder in % des öffentlichen
Gesamthaushalts
3,2

3,2

3,4

3,3

3,3

3,2
2,7

'81

'83

'85

'87

'89

'91

'93

2,6

2,6

'95

'97

2,7
'99

2,8

2,8

'01

'03

2,7
'05

2,8

'07

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 2 (aktualisiert); Daten: Statistisches Bundesamt,
Stifterverband Wissenschaftsstatistik, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-5
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.1.2

2,9

'08

FORSCHuNG uND INNOVATION

11

Bild
Aufteilung
der FuE-Ausgaben
Bild66 Regionale
FuE-Ausgaben
der Länder
in Mio. € (2008)insgesamt
(Durchführung von FuE) in Mio. Euro (2008)
Saarland

350

Mecklenburg-Vorpommern

520

Sachsen-Anhalt

607

Bremen

657

Brandenburg

721

Schleswig-Holstein

904

Thüringen

961

Hamburg
Rheinland-Pfalz
Sachsen
Berlin
Niedersachsen
Hessen
Nordrhein-Westfalen
Bayern

1.822
2.090
2.622
3.130
5.613
6.198
10.214
13.197

Baden-Württemberg

16.854

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 3 (aktualisiert); Daten: Statistisches Bundesamt, 

Stifterverband Wissenschaftsstatistik, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-6
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.1.3

12

Bild 7

FORSCHuNG uND INNOVATION

Aufwendungen der Länder für Forschung und Entwicklung
(2008)

SH
1,22 0,32

MV

HH

1,46 0,48

HB 2,08 0,37
2,40 0,42

BE

NI
2,63 0,37

3,53 0,68

ST

BB

1,13 0,44

1,33 0,35

NW
1,87 0,31

SN
TH
HE

2,76 0,57

1,91 0,48
RP

2,80 0,29

1,96 0,31
1,13 0,29
SL

BY
BW
2,97 0,32
4,62 0,35

Ausgaben für FuE
Gesamtausgaben in % am BIP des Landes
Staatliche Ausgaben in % am BIP des Landes

Gesamtausgaben im Land
< 500 Mio. €
500-1.000 Mio. €
> 1.000 Mio. €

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; BIP = Bruttoinlandsprodukt; Länderabkürzungen

siehe Glossar.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Abb. 22 (aktualisiert); Daten: Statistisches Bundesamt, 

Berechnungen des Bundesministerium für Bildung und Forschung

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-7
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/1.1.11

FORSCHuNG uND INNOVATION

13

Neben den Aktivitäten der Bundesregierung führen die Länder eine Vielzahl an
landesspezifischen forschungs-, technologie- und innovationspolitischen Fördermaßnahmen durch. Dabei werden spezifische Stärken der einzelnen Regionen
hinsichtlich Technologie-, Wirtschafts- und Innovationskompetenz sowie bestehende räumliche Strukturen und Besonderheiten aufgegriffen. Diese regionalen Unterschiede tragen entscheidend dazu bei, das deutsche Forschungs- und
Innovationssystem in seiner Gesamtheit zu stärken.

Bild 8 	 Ausgaben des Bundes für Forschung und Entwicklung
nach Ressorts in Mrd. Euro1 (2011 SOLL2)
2,63
0,99

0,18

0,23

0,16
1,61

0,25

0,09
0,19

7,62

0,52

Bundesministerium für
Bildung und Forschung

Auswärtiges Amt

Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie

Bundesministerium für
Gesundheit

Bundesministerium der
Verteidigung

Bundeskanzleramt (einschießlich
Beauftragter der Bundesregierung
für Kultur und Medien)

Übrige Ressorts

Bundesministerium für
Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz
Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit
Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung

Summe der übrigen nicht einzeln
ausgewiesenen Ressorts

1) Aufgrund von Rundungen von Milliardenbeträgen können Differenzen in der Addition entstehen.

2) SOLL 2011: Stand Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 13.08.2010.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 4. bzw. Abb. 10 (aktualisiert); Daten: Bundesministerium

für Bildung und Forschung

Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-8
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.1.4

FORSCHuNG uND INNOVATION

14

Bild 9

Ausgaben des Bundes für Wissenschaft, Forschung und
Entwicklung nach Förderbereichen in Mio. Euro (2010/11)

Förderbereich1

2010 (SOLL)2
i

FuE

2011 (SOLL)2,3
i

FuE

Trägerorganisationen; Hochschulbau und
3.861,6 2.818,3 4.390,4 2.973,8
A
überwiegend hochschulbezogene Sonderprogramme
Großgeräte der Grundlagenforschung
914,7
B
914,7
934,7
934,7
247,2
225,7
277,7
Meeres- und Polarforschung; Meerestechnik
255,7
C
974,6 1.002,9 1.002,9
Weltraumforschung und Weltraumtechnik
974,6
D
697,0
670,8 1.054,2
Energieforschung und Energietechnologie
1.010,4
E
514,4
535,4
653,2
Umweltgerechte, nachhaltige Entwicklung
671,5
F
803,5 1.028,3
861,3
957,9
Gesundheit und Medizin
G
Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der
103,4
101,7
101,7
103,4
H
Arbeitsbedingungen
Informationstechnik (einschließlich Multimedia und
649,4
680,2
656,2
673,6
I
Fertigungstechnik)
382,2
390,7
390,7
Biotechnologie
382,2
K
Materialforschung; physikalische und chemische
456,3
L
403,9
446,4
393,9
Technologien
Luftfahrtforschung und Hyperschalltechnologie
235,2
M
235,2
258,1
258,1
N
181,6
274,7
213,3
Forschung und Technologie für Mobilität und Verkehr
244,5
O
93,0
120,0
103,8
Geowissenschaften und Rohstoffsicherung
108,9
46,1
58,4
57,6
Raumordnung und Städtebau; Bauforschung
46,9
P
61,8
128,4
65,2
Forschung und Entwicklung im Ernährungsbereich
119,3
Q
Forschung und Entwicklung in der Land- und
532,4
502,5
488,2
458,5
R
Forstwirtschaft sowie der Fischerei
Bildungsforschung
268,8
147,3
369,4
S
127,5
888,5
Innovation und verbesserte Rahmenbedingungen
T
831,0
960,7
903,0
Geisteswissenschaften; Wirtschafts-, Finanz- und
682,1
V
445,8
695,4
474,2
Sozialwissenschaften
W
Übrige Querschnittsaktivitäten
728,5
487,0
665,8
457,6
A-W Zivile Förderbereiche zusammen
14.117,0 11.513,2 14.979,5 11.892,6
X
Wehrforschung und -technik
1.198,8 1.157,9
998,1
957,3
15.315,8 12.671,1 15.977,6 12.849,9
Ausgaben insgesamt4
Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; FuE = darunter Forschung und Entwicklung.

1) Entsprechend der Leistungsplansystematik des Bundes 2005 zugeordnet.

2) Ohne Mittel aus dem „Investitions- und Tilgungsfonds (ITF)“ (Konjunkturpaket II). Aufteilung auf Förderbereiche/För­
derschwerpunkte teilweise geschätzt.

3) Stand: Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 13.08.2010.

4) Geringfügige Abweichungen gegenüber früheren Veröffentlichungen durch nachträgliche Änderung der 

Zuordnung zu den Förderbereichen und zum Haushaltsentwurf 2010.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 5 (aktualisiert); Daten: Bundesministerium für Bildung

und Forschung

AnmerDaten-Portal
des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-9
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.1.5

FORSCHuNG uND INNOVATION

Die Aktivitäten der Bundesregierung machen einen Großteil der öffentlichen
Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation aus. Schwerpunkt ist die
2006 verabschiedete Hightech-Strategie und ihre Weiterentwicklung (HightechStrategie 2020) mit den Themenfeldern Klima/Energie, Gesundheit/Ernährung,
Mobilität, Sicherheit und Kommunikation. Daneben werden insbesondere gesellschaftlich bedeutende Aktivitäten wie die Bildungsforschung oder die Forschung
in den Geisteswissenschaften gefördert. Die hier angewandte Systematik weist
die FuE-Ausgaben des Bundes unabhängig vom finanzierenden Ressort unter
forschungsthematischen Gesichtspunkten aus.

15

16

Forschung und InnovatIon

Bild 10 Ausgaben des BMBF für Wissenschaft, Forschung und
Entwicklung nach Förderbereichen und
Förderschwerpunkten in Mio. Euro (2010/11)
Förderbereich1
Förderschwerpunkt1
Trägerorganisationen; Hochschulbau und
A
überwiegend hochschulbezogene Sonderprogramme
A1 Grundfinanzierung MPG
A2 Grundfinanzierung DFG
A3 Grundfinanzierung FhG
A5 Aus- und Neubau von Hochschulen
Überwiegend hochschulbezogene SonderA6
programme
A7 Förderung von Spitzenuniversitäten
B
Großgeräte der Grundlagenforschung
C
Meeres- und Polarforschung; Meerestechnik
E
Energieforschung und Energietechnologie
F
Umweltgerechte, nachhaltige Entwicklung
G
Gesundheit und Medizin
Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der
H
Arbeitsbedingungen
Informationstechnik (einschließlich Multimedia und
I
Fertigungstechnik)
Biotechnologie
K
Materialforschung; physikalische und chemische
L
Technologien
O
Geowissenschaften und Rohstoffsicherung
Raumordnung und Städtebau; Bauforschung
P
Bildungsforschung
S
Innovation und verbesserte Rahmenbedingungen
T
Geisteswissenschaften; Wirtschafts-, Finanz- und
V
Sozialwissenschaften
W Übrige Querschnittsaktivitäten
Ausgaben insgesamt4

2010 (SOLL)2
i

FuE

2011 (SOLL)2,3
i

FuE

3.724,5

2.794,9

4.253,2

2.950,4

616,0
891,2
419,8
993,3

616,0
891,2
419,8
298,0

646,7
935,8
440,8
993,3

646,7
935,8
440,8
298,0

508,8

274,5

910,2

302,7

295,4
914,7
185,7
548,5
352,0
652,7

295,4
914,7
185,7
331,5
352,0
652,7

326,5
934,7
206,6
580,9
325,8
684,0

326,5
934,7
206,6
347,5
325,8
684,0

40,6

40,6

40,6

40,6

607,3

597,9

613,5

603,2

382,2

382,2

390,7

390,7

298,6

298,6

288,3

288,3

78,9
0,0
267,8
93,0

78,9
0,0
146,3
93,0

90,9
0,0
368,9
131,3

90,9
0,0
127,0
131,3

184,8

184,8

216,3

216,3

471,5
8.802,8

312,2
7.366,0

408,6
9.534,4

282,6
7.619,9

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; FuE = darunter Forschung und Entwicklung; MPG = Max-Planck-Gesellschaft; DFG = Deutsche Forschungsgemeinschaft; FhG = Fraunhofer-Gesellschaft.
1) Entsprechend der Leistungsplansystematik des Bundes 2005 zugeordnet.
2) Ohne Mittel aus dem „Investitions- und Tilgungsfonds (ITF)“ (Konjunkturpaket II). Aufteilung auf Förderbereiche/Förderschwerpunkte teilweise geschätzt.
3) Stand: Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 13.08.2010.
4) Geringfügige Abweichungen gegenüber früheren Veröffentlichungen durch nachträgliche Änderung der Zuordnung zu den Förderbereichen/Förderschwerpunkten und zum Haushaltsentwurf 2010.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab.6 (aktualisiert); Daten: Bundesministerium für Bildung und
Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-10
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.1.6

FORSCHuNG uND INNOVATION

17

Bild 11	 Ausgaben des Bundes für Wissenschaft, Forschung und
Entwicklung nach Empfängergruppen in Mio. Euro
(2008/09)
Empfängergruppe

2008
i

2009
FuE

i

FuE

1.

Gebietskörperschaften	

3.623,0

1.857,7

4.070,3

2.233,2

1.1

Bund	

1.697,2

745,9

1.863,2

924,0

1.418,1

684,9

1.627,4

866,9

279,0

60,9

235,8

57,1

1.925,8

1.111,8

2.207,1

1.309,1

1.1.1 Bundeseigene Forschungseinrichtungen
1.1.2 Sonstige Einrichtungen der Bundesverwaltung
1.2

Länder und Gemeinden

1.2.1 Forschungseinrichtungen der Länder

65,7

61,8

103,1

98,6

1.2.2 Hochschulen und Hochschulkliniken

1.798,5

991,8

2.038,1

1.151,2

1.2.3 Sonstige Einrichtungen der Länder	

35,4

32,9

36,3

32,8

1.2.4 Gemeinden, Gemeinde- und Zweckverbände

26,2

25,3

29,6

26,5

6.348,9

5.922,0

6.837,3

6.322,7

3.021,2

2.912,7

3.306,7

3.139,4

2.183,5

2.021,9

2.492,7

2.321,7

1.071,3

926,3

944,3

786,2

2.
2.1
2.2
2.3

Organisationen ohne Erwerbszweck
Forschungs- und Wissenschaftsförderorganisationen
(z. B. MPG, FhG, DFG)
Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszen­
tren (HGF)
Sonstige wissenschaftliche Einrichtungen ohne
Erwerbszweck

2.4

Übrige Organisationen ohne Erwerbszweck

73,0

61,2

93,5

75,4

3.

Gesellschaften und Unternehmen der Wirtschaft

2.190,8

2.151,5

2.288,5

2.246,5

3.1

Gesellschaften und Unternehmen der Wirtschaft

1.459,0

1.433,8

1.581,9

1.560,2

3.2	

Dienstleistungen, soweit von Unternehmen und
freien Berufen erbracht

731,8

717,7

706,6

686,3

1.029,0

1.001,4

1.188,8

1.138,3

99,9

99,9

150,6

146,9

929,1

901,5

1.038,2

991,4

0,0

0,0

3,5

2,5

4.

Ausland	

4.1	

Zahlungen an Gesellschaften und Unternehmen der
Wirtschaft im Ausland

4.2

Beiträge an internationale Organisationen und
übrige Zahlungen an das Ausland

5.

Empfängergruppenübergreifende Positionen

Ausgaben insgesamt

13.191,8 10.932,6 14.388,3 11.943,2

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; FuE = darunter Forschung und Entwicklung; MPG = Max-Planck-Gesell­
schaft; FhG = Fraunhofer-Gesellschaft; DFG = Deutsche Forschungsgemeinschaft.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 8 (aktualisiert); Daten: Bundesministerium für Bildung
und Forschung
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-11
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.1.8

FORSCHuNG uND INNOVATION

18

Bild 12 FuE-Ausgaben des Bundes und der Länder nach
Forschungszielen, Haushaltssoll in Mio. Euro (2006-10)
Forschungsziel1

2007

2006

2008

2009

20102

1.	

Erforschung und Nutzung der
irdischen Umwelt

322,6

320,5

378,4

384,6

385,1

2.

Umweltschutz	

548,7

589,6

597,6

637,6

653,0

3.	

Erforschung und Nutzung des
Weltraums

863,3

902,6

966,4

1.061,1

1.068,6

4.	

Transport, Telekommunikation und
andere Infrastrukturmaßnahmen

311,1

341,8

328,8

367,8

377,6

5.

Energie

514,7

662,1

727,4

871,4

906,2

6.

Industrielle Produktivität und
Technologie

2.223,2

2.262,4

2.330,1

2.646,7

2.837,1

7.

Gesundheit

791,7

882,4

857,1

1.002,5

1.048,4

8.

Landwirtschaft	

397,2

489,2

559,8

634,2

779,6

9.

Bildung	

m

189,7

185,9

193,5

238,5

10.	

Kultur, Freizeit, Religion und
Massenmedien

m

212,0

214,5

222,8

294,0

m

311,7

347,2

398,5

419,9

615,0

713,4

747,6

814,8

952,4

6.904,9

7.448,2

7.680,0

7.789,8

8.808,3

3.087,5

3.074,0

3.446,6

3.568,0

3.735,4

-113,4

-116,0

-115,1

-127,4

-142,6

16.466,5

17.570,2

18.619,8

19.651,2

21.409,1

Politische und soziale Systeme,
Strukturen und Prozesse
Bildung, Kultur, Freizeit, Religion, Mas­
9.-11.	 senmedien sowie politische und soziale Strukturen und Prozesse zusammen
Allgemeine
12.
Hochschulforschungsmittel
Allgemeine nicht zielorientierte
13.
Forschung3

11.	

Nicht aufteilbare Mittel4
Zivile FuE-Ausgaben zusammen
14.

Verteidigung

Insgesamt

1.141,1

1.131,0

1.187,0

1.181,4

1.156,6

17.607,6

18.701,2

19.806,8

20.832,6

22.565,8

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; m = Daten nicht verfügbar.

1) Entsprechend der Systematik zur Analyse und zum Vergleich der wissenschaftlichen Programme und Haushalte

(NABS) – Fassung 2007. Für Vergleichszwecke wurden die Ausgaben bis 2006 der NABS in der Fassung 2007 zugeordnet.

2) Angaben vorläufig.

3) Bis 2006 einschließlich sonstige zivile Forschung.

4) Globale Minderausgabe des BMBF, die erst im IST den einzelnen Forschungszielen 1 bis 13 zugerechnet werden kann

sowie WGL-Wettbewerbsmittel Bund und Länder.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 13 (aktualisiert); Daten: Bundesministerium für Bildung

und Forschung, Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-12
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/1.2.3

FORSCHuNG uND INNOVATION

19

Bild 13 Beschäftigte, Umsatz und interne FuE-Aufwendungen der
Unternehmen1 nach der Wirtschaftsgliederung (2007)
Wirtschaftsgliederung2

Be­
schäf­
tigte3
Tsd.

Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
Verarbeitendes Gewerbe
H.v. Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken
CA
und Tabakerzeugnissen
H.v. Textilien, Bekleidung, Leder, Lederwaren
CB
und Schuhen
CC H.v. Holzwaren, Papier, Pappe und Druckerzeugn.
CD Kokerei und Mineralölverarbeitung
CE H.v. chemischen Erzeugnissen
CF H.v. pharmazeutischen Erzeugnissen
H.v. Gummi und Kunststoffwaren sowie
CG
Glaswaren und Keramik
Metallerzeugung und -bearbeitung,
CH
H.v. Metallerzeugnissen
CI H.v. DV-Geräten, elektron. u. opt. Erzeugnissen
CJ H.v. elektrischen Ausrüstungen
CK Maschinenbau
CL Fahrzeugbau
- darunter H.v. Kraftwagen u. -teilen
Sonstige H.v. Waren, Reparatur und Installation
CM
von Maschinen und Ausrüstungen
Energie- und Wasserversorgung, AbwasserD, E
und Abfallentsorgung
F
Baugewerbe/Bau
J
Information und Kommunikation
K
Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
M
Freiberufl., wissens. u. techn. Dienstleistungen
- darunter wissens. Forschung und Entwickl.
Restliche Abschnitte
Insgesamt
A
B
C

Umsatz3

Interne FuE-Aufwend.
insge­
samt

je Be­
Anteil
schäf­
am
tigten Umsatz

Mio. €
Mio. €
94
732
28
23.114
1.023.496 37.934

Tsd. €
21,7
0,6
11,7

in %
12,9
0,1
3,7

68.234

317

2,7

0,5

37

6.767

133

3,6

2,0

55
9
238
115

14.804
38.991
95.204
40.302

181
88
3.143
3.312

3,3
9,8
13,2
28,8

1,2
0,2
3,3
8,2

222

47.075

1.118

5,0

2,4

338

96.892

1.081

3,2

1,1

392
169
563
864
755

96.722
35.994
124.697
334.619
306.523

6.079
1.405
4.414
15.759
13.673

15,5
8,3
7,8
18,2
18,1

6,3
3,9
3,5
4,7
4,5

110

23.197

905

8,2

3,9

142

109.772

124

0,9

0,1

58
12.829
1.846
50.029
210
46.170
2.039
19.046
1.137
7.487
425
76.834
1.362.021 42.759

0,9
8,3
3,7
15,8
18,3
2,7
10,6

0,5
3,7
0,5
10,7
15,2
0,6
3,1

4
45
3.231
118

64
222
56
129
62
155
4.050

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; H. v. = Herstellung von.

1) Ohne Institutionen für Gemeinschaftsforschung und experimentelle Entwicklung.

2) Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008. Erstmalige Darstellung; im Portal wird aufgrund der Zeitreihen­
darstellung noch die WZ 2003 verwendet.

3) Beschäftigte und Umsatz der Unternehmen mit (internen und externen) FuE-Aufwendungen.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 23 (aktualisiert); Daten: Stifterverband Wissenschaftsstatistik

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-13
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.5.2

FORSCHuNG uND INNOVATION

20

Bild 14 Ausgaben der wissenschaftlichen Einrichtungen außer­
halb der Hochschulen nach Wissenschaftszweigen (2008)
Agrarwissenschaften
(635 Mio. Euro)
Medizin
(836 Mio. Euro)
7,0 %

5,3 %

Naturwissenschaften
(5.351 Mio. Euro)

Ausgaben der wissenschaftlichen Einrichtungen außerhalb
Geistesund Sozial­
der Hochschulen
(2008)
wissenschaften
17,2 %
(2.057 Mio. Euro)
44,8 %
Insgesamt
Naturwissenschaften
Ingenieurwissenschaften
Geistes- u. Sozialwissenschaften
Medizin
Agrarwissenschaften

Ingesamt

44,8 %
25,7 %

5351
3074

17,2 %

2057

25 ,7 7,0
% %
5,3 %

836
635

11953
Ingenieurwissenschaften
(3.074 Mio. Euro)

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 29 (aktualisiert); Daten: Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-14
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.6.5

FORSCHuNG uND INNOVATION

Neben den FuE-Ausgaben ist das FuE-Personal der wichtigste Indikator für die
Ressourcen im Bereich Forschung und Entwicklung. Deutlich mehr als eine halbe
Million Menschen arbeiten in Deutschland in diesem Bereich – in der Wirtschaft,
in Forschungseinrichtungen und an Hochschulen. Der starke Aufwuchs des FuEPersonals in den Jahren 2003 bis 2008 verdeutlicht, dass der Stellenwert von FuE
stark zugenommen hat. Insgesamt waren 2008 rd. 35.000 Personen mehr in FuE
beschäftigt als 2003. Die Zahl der FuE-Beschäftigten in der Wirtschaft war dabei
mit rd. 333.000 so hoch wie noch nie seit der Wiedervereinigung. In den hier aufgeführten Zahlen sind neben Personen, die unmittelbar Forschungstätigkeiten
ausüben, auch Personengruppen enthalten, die technische oder sonstige Unterstützungsaufgaben wahrnehmen.

21

FORSCHuNG uND INNOVATION

22

Bild 15	 FuE-Personal nach Personalgruppen und Sektoren –
Vollzeitäquivalent (2003/05/08)
550.000

Sektoren
500.000

Insg
Sonstige
2003
Technisches Personal
2005 Insgesamt
2008
Forscher

Insgesamt
450.000
400.000

Wirtschaftssektor
350.000
300.000

Staatssektor
250.000
200.000

Hochschulsektor
150.000

2003
2005 Wirtschaftssektor1)
2008
2003
2005 Staatssektor2)
2008
2003
2005 Hochschulsektor³)
2008

100.000
50.000
0

'03 '05 '08
Insgesamt

'03 '05 '08
Wirtschaftssektor1

'03 '05 '08
'03 '05 '08
Staatssektor2 Hochschulsektor3

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung.

1) Die Werte für 2008 sind geschätzt.

2) Staatliche Einrichtungen sowie überwiegend vom Staat finanzierte private wissenschaftliche Institutionen ohne

Erwerbszweck. Im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen wurde der PNP-Sektor in den Staatssektor einbezogen.

Bis 2008 IST.

3) Angaben zum Hochschulsektor auf der Basis des hauptberuflichen Personals der privaten und staatlichen

Hochschulen (IST) berechnet nach dem zwischen der Kultusministerkonferenz, dem Wissenschaftsrat, dem

Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Statistischen Bundesamt vereinbarten Verfahren. 

Bis 2008 IST.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 31 (aktualisiert); Daten: Stifterverband Wissenschafts­
statistik, Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-15
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.7.1

FORSCHuNG uND INNOVATION

23

Bild 16 FuE-Personal in regionaler Aufteilung – Vollzeitäquivalent
(2005/07/08)
120.000
110.000

2005

2007

2008

100.000
90.000
80.000
70.000
60.000
50.000
40.000
30.000
20.000
10.000
0

BW BY BE BB HB HH HE MV NI NW RP SL SN ST SH TH
Länder

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; Länderabkürzungen siehe Glossar.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 33 (aktualisiert); Daten: Statistisches Bundesamt,
Stifterverband Wissenschaftsstatistik, Berechnungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-16
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.7.3

FORSCHuNG uND INNOVATION

24

Bild 17 Ausgaben der Hochschulen für Lehre und Forschung nach
Hochschularten in Mio. Euro (2006-08)
Ausgaben1 für

Jahr Hochschulen
(IST)
insgesamt

2006
2007
2008
2006
Naturwissen­
2007
schaften
2008
2006
Ingenieur­
2007
wissenschaften
2008
2006
Medizin, Ge­
sundheitswis­
2007
senschaften5
2008
2006
Agrarwissen­
2007
schaften
2008
2006
Geistes- und
2007
Sozialwissen­
schaften
2008
2006
2007
Insgesamt
2008
Zentrale
Einrichtungen

5.769,5
6.524,1
6.928,9
3.443,4
3.711,7
4.140,3
2.629,8
2.912,6
3.157,5
4.866,3
4.537,0
4.847,3
419,4
546,9
613,6
3.667,6
4.631,1
4.871,7
20.796,1
22.863,4
24.559,3

Universitä­
ten2, Pädag.-,
Theol.- und
Kunsthoch­
schulen
4.644,6
5.128,7
5.498,1
3.236,6
3.473,4
3.876,5
1.835,5
1.992,0
2.171,7
0,5
0,5
0,4
356,7
474,6
523,4
2.962,2
3.566,3
3.771,1
13.036,1
14.635,5
15.841,1

Medizinische
Einrich­
tungen3,4

Fach- und
Verwaltungs­
fachhoch­
schulen

4.856,2
4.524,8
4.831,1
4.856,2
4.524,8
4.831,1

1.124,9
1.395,4
1.430,9
206,8
238,4
263,9
794,3
920,6
985,7
9,6
11,6
15,8
62,7
72,3
90,3
705,4
1.064,8
1.100,6
2.903,8
3.703,1
3.887,1

Erläuterung der Abkürzungen: - = keine Daten vorhanden.

1) Ausgaben der Hochschulen, bereinigt um Einnahmen für Nicht-, Lehr- und Forschungstätigkeiten (z. B. für Kranken­
behandlung in Hochschulkliniken), berechnet auf der Basis der Hochschulfinanzstatistik.

2) Einschließlich Gesamthochschulen (ohne medizinische Einrichtungen).

3) Hochschulkliniken einschließlich Fächergruppe Humanmedizin der Universitäten und Gesamthochschulen.

4) Brüche in Zeitreihen aufgrund von Umstrukturierungen und der Umstellung von kameralistischem auf das kauf­
männische Rechnungswesen.

5) Einschließlich zentrale Einrichtungen der Hochschulkliniken.

Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 25 (aktualisiert); Daten: Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-17
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.6.1

FORSCHuNG uND INNOVATION

25

Bild 18 Produkt- und Prozessinnovatoren, Anteil an allen

Unternehmen des Sektors in % (2001-09)1

60
50
40
30
20
10
0
2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

Prozessinnovatoren
Produktinnovatoren
Bergbau und verarbeitendes Gewerbe
Unternehmensnahe Dienstleistungen (wissensintensiv)
Unternehmensnahe Dienstleistungen (sonstige)
1) Bruch in der Zeitreihe durch Änderung in der Erhebungsmethodik bzw. der Definition der Grundgesamtheit.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 42 und 43 (aktualisiert); Daten: Zentrum für
Europäische Wirtschaftsforschung (Indikatorenbericht zur deutschen Innovationserhebung)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-18
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.8.1
www.bmbf.de/daten-portal/1.8.2

Wichtige Typen von Innovationen sind Produkt- und Prozessinnovationen. Die
Abbildung verdeutlicht, dass im verarbeitenden Gewerbe die höchsten Produktund Prozessinnovationsquoten zu verzeichnen sind: 40-50 % der Unternehmen im
verarbeitenden Gewerbe haben von 2001 bis 2009 mindestens eine Marktneuheit
oder ein für das Unternehmen neues Produkt innerhalb eines zurückliegenden
Dreijahreszeitraums eingeführt. 30-40 % der Unternehmen haben ebenfalls innerhalb eines zurückliegenden Dreijahreszeitraums eine Prozessinnovation eingeführt.

26

BILDuNG

2 Bildung
Der Zugang zu Bildungschancen ist
entscheidend für den persönlichen
Lebensweg jedes Einzelnen sowie für die
Zukunft und den Wohlstand unserer Gesellschaft. Aus diesem Grund engagiert
sich die Bundesregierung – gemeinsam
mit den Ländern – im Rahmen der Qualifizierungsinitiative für Deutschland, in
der erstmals die Aktivitäten von Bund
und Länder abgestimmt gebündelt sind,
für mehr Bildungsgerechtigkeit, größere
Leistungsfähigkeit und verbesserte
Durchlässigkeit im Bildungssystem.

Zu den gemeinsamen Initiativen, die
Bund und Länder vereinbart haben,
zählen u. a. die Weiterentwicklung des
BAföG, das Deutschland-Stipendium, die
dritte Säule des Hochschulpaktes, der
Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung:
Offene Hochschulen“, die Förderung der
frühkindlichen Bildung, die Initiative
„Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“
und schließlich die Anerkennung von
im Ausland erworbenen beruflichen
Qualifikationen. Die Zusammenarbeit

BILDuNG

von Bund und Ländern in der Qualifizierungsinitiative wird durch die „Allianz
für Bildung“, einem Zusammenschluss
von Bundesregierung und zivilgesellschaftlichen Organisationen, sinnvoll
ergänzt.
Die Anstrengungen der Bildungspolitik
tragen Früchte:
• Das Betreuungsangebot für Kinder
unter drei Jahren ist deutlich gestiegen.
• Die Schüler-Lehrer-Relation ist gesunken.
• Das Bildungsniveau ist gestiegen: der
Anteil der Schülerinnen und Schüler mit 

Hochschulzugangsberechtigung steigt, 


27

der Anteil derjenigen ohne Hauptschulabschluss sinkt.
	
• Die Zahl der Studienanfängerinnen 

und -anfänger liegt deutlich über der 

Zielmarke von 40 %.
	
• Die Bildungsausgaben sind von rd. 

148 Mrd. Euro im Jahr 2007 auf rd.
155 Mrd. Euro im Jahr 2008 gestiegen.
• Die Ausbildungsmarktsituation hat
sich verbessert, die Zahl der Jugendlichen im Übergangssystem (z. B. Bildungsgänge, die eine berufliche Grundbildung vermitteln, sowie berufsvorbereitende Maßnahmen) ist rückläufig.
	

Weitere Informationen:
Web-Portal:
- Der deutsche Bildungsserver – der zentrale Wegweiser zu Bildungsinformationen im Internet (www.bildungsserver.de) 

Publikationen: 

- Bildung in Deutschland 2010 / Ein indikatorengestützter Bericht mit einer vertiefenden Analyse zu Bildung im demographischen Wandel 

(www.bildungsbericht.de) 

- Berufsbildungsbericht 2011 (www.bmbf.de/berufsbildungsbericht.php)
- Datenreport des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Berufsbildungsbericht
2011 (http://datenreport.bibb.de)
- Bildungsfinanzbericht 2010 (www.destatis.de)

28

BILDuNG

Bild 19 Budget für Bildung nach Bereichen in Mrd. Euro
(1995/2006/07/08)
Bereich
A

A30

A31
A32

A33
A34
A40/
A50
B

B10
B20
B30
A+B

1995

Bildungsbudget in internationaler Abgren­
zung gemäß ISCED 97-Gliederung
- Anteil am BIP
Ausgaben für Bildungseinrichtungen in
öffentlicher und privater Trägerschaft
- Anteil am BIP
ISCED 0 – Elementarbereich
ISCED 1-4 – Schulen und schulnaher Bereich
darunter: Allgemeinbildende Bildungsgänge
Berufliche Bildungsgänge
Betriebliche Ausbildung im Dualen
System
ISCED 5/6 – Tertiärbereich
darunter: FuE an Hochschulen
Sonstige (keiner ISCED-Stufe zugeordnet)
Übrige Ausgaben in internationaler
Abgrenzung
- Anteil am BIP
Zusätzliche bildungsrelevante Ausgaben in
nationaler Abgrenzung
- Anteil am BIP
Betriebliche Weiterbildung
Ausgaben für weitere Bildungsangebote
Förderung von Teilnehmenden an
Weiterbildung
Bildungsbudget insgesamt
- Anteil am BIP
1

2006

2007

2008

103,9

129,0

131,3

137,9

5,6 %

5,6 %

5,4 %

5,5 %

94,8

111,9

114,2

120,5

5,1 %
9,1
63,2
45,9
5,4

4,8 %
12,2
72,6
50,8
9,5

4,7 %
12,6
73,3
52,0
8,7

4,8 %
13,4
76,4
m
m

10,4

10,6

10,8

m

20,5
7,4
1,9

24,8
9,5
2,2

25,9
9,9
2,4

28,3
11,1
2,4

9,2

17,1

17,1

17,4

0,5 %

0,7 %

0,7 %

0,7 %

21,5

15,8

16,5

17,1

1,2 %
8,9
7,3

0,7 %
8,0
6,9

0,7 %
8,3
7,4

0,7 %
8,3
8,0

5,3

0,9

0,8

0,8

125,4
6,8 %

144,8
6,2 %

147,8
6, 1 %

155,0
6,2 %

Erläuterung der Abkürzungen: ISCED = International Standard Classification for Education (siehe auch Glossar); 

BIP = Bruttoinlandsprodukt; FuE = Forschung und Entwicklung; m = Daten nicht verfügbar.

1) Durchführungsrechnung, Abgrenzung nach dem Konzept 2007, Werte 2008 überwiegend geschätzt, frühere Werte

konzeptionell an 2007 angepasst.

Quelle: Bildungsfinanzbericht 2009 und 2010, Tab. 2.2-1 und 2.3-1; Daten: Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-19
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.9.1

BILDuNG

29

Bild 20 Bildungsbudget für alle Bildungsbereiche nach finanzie­
renden Sektoren in Prozent der Gesamtausgaben1 (2007)
Gesamtausgaben: 147,8 Mrd. Euro
Ausland
0,3 %
Privater Bereich2

20,6 %

Gemeinden

10,9 %

15,5 %
52,8 %

Länder

1) Finanzierungsrechnung (Mittelgeber), mit Berücksichtigung des Zahlungsverkehrs zwischen Gebietskörper­
schaften (Initial Funds), Abgrenzung nach dem Konzept 2007. Das Konzept der Initial Funds knüpft an den direkten
Bildungsausgaben der Gebietskörperschaft an, dabei werden jedoch Transfers an andere öffentliche Haushalte
berücksichtigt. Der Finanzierungsbeitrag des Bundes (Initial Funds) setzt sich damit aus den direkten Ausgaben des
Bundes zuzüglich seiner Nettotransfers an die Landes- und Gemeindeebene zusammen.
2) Privathaushalte, Unternehmen, private Organisationen ohne Erwerbszweck.
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2010, Tab. 2.4-1b; Daten: Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-20
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.9.2

30

BILDuNG

Bild 21 Entwicklung der öffentlichen Bildungsausgaben in Mrd.
Euro (1995-2010)

86,7

89,2

92,4

93,4

4,3

4,6

7,2

5,1

102,8

98,9

98,3

5,6

5,2

5,6

75,9

79,3

3,3

3,0

65,9

66,1

68,2

71,9

75,5

59,6

64,4

72,0

56,4

16,2

16,7

18,0

18,7

19,1

20,0

21,3

21,3

21,7

1995

2000

2003

2006

2007

2009
SOLL

2010
SOLL

Gemeinden und Zweckverbände

2008
2009
vorl. IST vorl. IST
Länder

Bund1

1) Sondervermögen Kinderbetreuungsausbau (2,15 Mrd. Euro) in 2007.
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2010, Tab. 3.0-1; Daten: Statistisches Bundesamt
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-21
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.1.13

Seit 1995 kam es zu einem stetigen Aufwuchs der öffentlichen Bildungsausgaben
(von 75,9 Mrd. € auf 102,8 Mrd. € in 2010). Der überproportionale Anstieg der Bildungsausgaben des Bundes im Jahr 2007 ist durch die Einrichtung des Sondervermögens für den Ausbau der Betreuungsplätze für unter 3-Jährige zu erklären.

BILDuNG

31

Bild 22 Ausgaben für öffentliche Schulen je Schüler/-in nach
Schularten in Euro (2007)
Förderschulen

13.100

Integrierte
Gesamtschulen
Schulen mit mehreren
Bildungsgängen1

Hauptschulen


5.800
6.200
6.000

Gymnasien

5.600

Realschulen
Grundschulen

4.600

2

4.200

Berufliche Schulen
(Duales System)3

2.200
0

2.000

4.000

Durchschnitt aller Schularten
5.000 Euro

6.000

8.000 10.000 12.000 14.000

1) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.

2) Berlin und Brandenburg ohne 5. und 6. Jahrgangsstufen.

3) Teilzeitunterricht.

Quelle: Bildungsfinanzbericht 2010, Tab. 4.2.4-1, 4.2.4-2; Daten: Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-22
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.1.14

Die hier ausgewiesenen Ausgaben sind ein Maß dafür, in welcher Höhe Mittel
jährlich im Durchschnitt für die Ausbildung einer Schülerin bzw. eines Schülers
aufgewendet werden. Zwischen den einzelnen Schularten bestehen große Unterschiede. Der geringe Betrag bei den beruflichen Schulen im Dualen System ist
im Wesentlichen auf den Teilzeitunterricht zurückzuführen. Die betrieblichen
Ausgaben für die Ausbildung im dualen System sind in dieser Aufstellung nicht
erfasst.

32

BILDuNG

Bild 23 Tageseinrichtungen, Personal, Anzahl der Kinder und
Anzahl der genehmigten Plätze (zum 01.03.2010)
Tageseinrichtungen
Anzahl: 50.849

Personal1 in Tageseinrichtungen
Anzahl: 404.691

33,8 %

34,3 %
65,7 %

66,2 %

Kinder in Tageseinrichtungen
Anzahl: 3.078.901

Genehmigte Plätze in Tages­
einrichtungen; Anzahl: 3.348.245

37,2 %

36,4 %
63,6 %

62,8 %

öffentliche Träger

freie Träger

1) Pädagogisches Personal (ohne freigestellte Einrichtungsleitung, Verwaltung, Hauswirtschaft, Technik).
Quelle: Statistisches Bundesamt, Kinder- und Jugendhilfestatistik, T1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-23
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.2.1

Anders als beispielsweise bei den allgemeinbildenden Schulen und den Hochschulen überwiegen bei den Kindertageseinrichtungen die Angebote nicht-staatlicher Einrichtungen in freier Trägerschaft (z. B. Kirchen, Wohlfahrtsverbände,
Elternvereine).

BILDuNG

33

Bild 24 Einschulungen, Schüler/-innen und Schulabgänger/-innen
an allgemeinbildenden Schulen (2005-09)
2005

An allgemeinbildenden
Schulen
Einschulungen
Schüler/-innen
an Grundschulen
einschließlich
Orientierungsstufen

2006

2007

2008

2009

726.574
822.316
793.227
772.819
735.316
i
48,5 %
48,4 %
48,5 %
48,4 %
48,4 %
w
i 9.505.241 9.355.857 9.183.811 9.023.572 8.905.800
49,1 %
49,2 %
49,2 %
49,2 %
49,2 %
w
i
w

3.278.725 3.256.069 3.184.063 3.101.626 3.026.018
49,1 %

49,1 %

49,0 %

49,1 %

49,1 %

767.258
i 1.023.838
889.132
825.730
953.401
an Hauptschulen
43,9 %
44,0 %
44,0 %
43,8 %
43,8 %
w
329.827
299.919
302.269
340.188
311.987
an Schularten mit meh- i
reren Bildungsgängen1 w
46,8 %
46,7 %
46,8 %
46,3 %
46,5 %
i 1.324.683 1.300.537 1.278.092 1.262.545 1.221.053
an Realschulen
49,4 %
49,7 %
49,5 %
50,1 %
49,9 %
w
an integrierten
610.947
578.624
582.794
597.719
585.848
i
Gesamtschulen und
50,1
%
50,1
%
49,7
%
49,9
%
w
50,1 %
freien Waldorfschulen
i 2.431.329 2.449.752 2.466.041 2.468.949 2.475.371
an Gymnasien
53,3 %
53,1 %
53,7 %
53,5 %
w
52,9 %
965.044
929.454
958.485
969.598
i
893.560
Schulabgänger/-innen
49,1 %
49,0 %
49,6 %
49,3 %
48,9 %
w
70.547
78.152
75.897
i
58.354
64.918
ohne Hauptschulabschluss
36,3 %
36,9 %
w
39,2 %
37,3 %
38,6 %
237.712
237.247
i
191.956
228.616
210.307
mit Hauptschulabschluss
42,7 %
42,5 %
42,3 %
42,6 %
42,7 %
w
361.380
392.637
373.500
398.749
398.176
i
mit Realschulabschluss
50,2 %
50,2 %
50,0 %
50,9 %
50,6 %
w
13.312
14.068
14.179
12.407
14.260
i
mit Fachhochschulreife
52,1 %
53,4 %
53,9 %
52,5 %
53,2 %
w
268.558
259.176
266.550
231.465
244.018
i
mit allgemeiner
Hochschulreife
55,7 %
56,3 %
56,0 %
56,8 %
56,1 %
w
Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich.
1) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-24
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.3.30

34

BILDuNG

Die Schülerzahlen in Deutschland sind demografisch bedingt insgesamt rückläufig. Bezogen auf die Schularten sinkt die Anzahl der Schülerinnen und Schüler
besonders stark an Haupt- und Realschulen, während sie in den anderen Schularten nahezu konstant ist (siehe Bild 24). Die Schüler-Lehrer-Relation hat sich in dem
aufgeführten Zeitraum verbessert.

BILDuNG

35

Bild 25 Schüler-Lehrer-Relation1 an allgemeinbildenden Schulen
(2005-09)
Schularten

2005

2006

2007

2008

2009

Grundschulen

19,9

19,4

19,0

18,5

17,8

Schulartunabhängige
Orientierungsstufen2

14,3

14,2

14,3

14,2

14,1

Hauptschulen

14,2

13,5

13,1

12,8

12,4

Schularten mit mehreren
Bildungsgängen3

12,4

12,0

11,5

11,5

11,7

Realschulen

19,2

18,9

18,7

18,6

18,0

Gymnasien
Sekundarbereich I

18,0

17,8

17,5

17,3

16,7

Sekundarbereich II

13,4

13,5

13,5

13,7

13,4

Integrierte Gesamtschulen
Primarbereich

16,4

17,1

16,1

15,6

16,4

Sekundarbereich I

14,7

14,7

14,5

14,6

14,2

Sekundarbereich II

13,1

13,0

13,1

12,8

13,4

Primarbereich

18,9

19,0

18,6

19,0

19,0

Sekundarbereich I

13,9

13,7

13,7

13,8

13,4

Sekundarbereich II

11,7

11,8

12,2

13,2

12,8

6,5

6,4

6,2

6,1

5,8

Abendhauptschulen

19,4

18,0

15,1

17,1

16,3

Freie Waldorfschulen

Förderschulen
Abendrealschulen

24,8

23,7

22,0

21,8

22,6

Abendgymnasien

16,0

15,6

14,8

14,9

16,4

Kollegs

13,1

12,2

12,1

11,9

12,6

Insgesamt

15,9

15,7

15,4

15,1

14,7

1) Die Schüler-Lehrer-Relation bezieht sich auf die Gesamtzahl der Schüler und die Gesamtzahl der Lehrer, also auf die

klassenübergreifend Unterrichtenden, z. B. Musik- oder Sportlehrer. Dieses Verhältnis ist nicht gleichzusetzen mit den

jeweiligen durchschnittlichen Klassenstärken, denn häufig betreuen mehrere Lehrer eine Klasse.

2) Schulartunabhängige Orientierungsstufen sind schulartübergreifende Einrichtungen der Klassenstufen 5 und 6. 

Soweit die Orientierungsstufen aus organisatorischen Gründen bei einzelnen Schularten integriert sind, werden 

sie – ohne die Möglichkeit einer Trennung – bei diesen nachgewiesen.

3) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.

Quelle: Kultusministerkonferenz, Dokumentation Nr. 190

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-25
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.3.25

36

BILDuNG

Bild 26 Allgemeinbildende Schulen nach Schularten (2005-09)
Schularten
Vorklassen
Schulkindergärten

2005

2006

2007

2008

2009

262

259

264

267

273

1.546

1.468

1.334

1.341

1.295

16.814

16.743

16.649

16.391

16.305

Schulartunabhängige
Orientierungsstufen1

1.115

1.080

1.062

1.059

1.063

Hauptschulen

5.005

4.812

4.578

4.283

4.042

Schularten mit mehreren
Bildungsgängen2

1.403

1.322

1.288

1.363

1.438

Realschulen

2.976

2.939

2.775

2.625

2.509

Gymnasien

3.096

3.097

3.078

3.070

3.094

Integrierte
Gesamtschulen

717

692

670

705

793

Freie Waldorfschulen

181

192

199

204

206

3.468

3.395

3.360

3.302

3.306

305

306

309

307

318

36.888

36.305

35.566

34.917

34.642

Grundschulen

Förderschulen
Abendschulen und Kollegs
Insgesamt

1) Schulartunabhängige Orientierungsstufen sind schulartübergreifende Einrichtungen der Klassenstufen 5 und 6. 

Soweit die Orientierungsstufen aus organisatorischen Gründen bei einzelnen Schularten integriert sind, werden 

sie – ohne die Möglichkeit einer Trennung – bei diesen nachgewiesen.

2) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 1

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-26
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/2.3.1

Der demografisch bedingte Rückgang bei den Schülerzahlen führt zu einer Verringerung der Anzahl der allgemeinbildenden Schulen. Dies trifft insbesondere
auf Grund-, Haupt- und Realschulen zu, während die Zahl der Gymnasien fast
konstant bleibt.

BILDuNG

37

Bild 27 Schüler/-innen im 8. Schuljahr nach Schularten in %
(1952-2009)
15 16 17
19
7

9 11

23

15

26 27 28
30
3

4

21
24

78 74
72

28

5

29

7

29

31 31 33 33 35
36 37

10 10 10 9
10 10
10
27 26 27
27

Gymnasien

Integrierte Gesamtschu­
len, freie Waldorfschulen2

28 28
27

Realschulen

7

Schularten mit mehreren
Bildungsgängen3

66
7 10 7

56
47

41 38

7

6

7

34
25 23 24 23
21 20 18

'52 '55 '60 '65 '70 '75 '80 '85 '90
Jahr1

Volks-/Hauptschulen

'95 '00 '05 '06 '07 '08 '09

1) Ab 1995 einschließlich neue Länder; ohne Förderschulen.
2) Ab 1975 separat in der amtlichen Statistik aufgeführt.
3) Integrierte Klassen für Haupt- und Realschüler/-innen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-27
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.3.34

Während der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die Hauptschulen besuchen,
in den letzten rund fünfzig Jahren stetig abnahm, hat sich die Bildungsbeteiligung an den Gymnasien deutlich erhöht. Mehr als ein Drittel der Schülerinnen
und Schüler besucht 2009 ein Gymnasium.

38

BILDuNG

Bild 28 Anteil der ausländischen Schüler/-innen an allgemein­
bildenden Schulen nach ausgewählten Schularten (2009)
Grundschulen

Hauptschulen

8,0 %

19,6 %

80,4 %

92,0 %

Gymnasien

Realschulen

4,4 %

8,4 %

91,6 %

95,6 %

Ausländer/-innen1
1) Schüler/-innen mit ausländischem Pass.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-28
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.3.32

Deutsche

BILDuNG	

39

81

82	

82

79

47

46

49

47

33

37

36

34

1996

2002

2005

2007

Schulabschluss des Vaters1
Hauptschule
Realschule

HS-Reife

Bildungsbeteiligungsquote

Bildungsbeteiligungsquote

Bild 29	
 Beteiligung der 17- bis 18-Jährigen an der Sekundarstufe II
nach Bildungsabschluss und beruflicher Stellung des
Vaters in % (1996-2007)
77

74

73

60

62

63

58

61

59

34

36

33

2002

2005

2007

72	
60
55
30

1996

Berufliche Stellung des Vaters1
Arbeiter

Selbstständige

Angestellte

Beamte

1) Für die Schätzung sozialgruppenspezifischer Beteiligungsquoten wird aus methodischen Gründen daran festge­
halten, die entsprechenden Merkmale der Familienbezugsperson als Indikatoren für den sozialen Status der Her­
kunftsfamilie heranzuziehen. Die Familienbezugsperson ist in der Regel der Vater. Bei Ein-Eltern-Familien ist sie der
alleinerziehende Elternteil.
Quelle: 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks 2010, Bilder 3.3 und 3.4; Daten: Statistisches Bundesamt,
Sonderauswertung verschiedener Jahre des Mikrozensus
Daten-Portal des BMBF:	
Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-29
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.3.33

Die Bildungsbeteiligung der Jugendlichen in der Sekundarstufe II weist einen
Zusammenhang mit dem Bildungsstand des Vaters auf. Während 79 % der Jugendlichen, deren Väter die Hochschulreife erworben haben, im Jahr 2007 in die Sekundarstufe II gehen, sind dies nur gut ein Drittel derjenigen Jugendlichen, deren
Väter die Hauptschule abgeschlossen haben.

40	

BILDuNG

Bild 30 	 Anteil1 der Studienberechtigten an der 18- bis 20-jährigen
Bevölkerung (Studienberechtigtenquote) nach Art der
Hochschulreife in % (1970-2009)
Fachhochschulreife
Allgemeine Hochschulreife

28
20
11
1
11
'70

6

22

6

45

45

46

14

14

13

14

43

43

14

36

37

9

10

27

28

29

30

31

32

32

'95

'00

'05

'06

'07

'08

'09

32
9

5

15

17

'75

'80

22

23

'85

'90

Jahr
1) In Ländern mit 12 Schuljahren bezieht sich der Anteil der Studienberechtigten auf den Durchschnitt der 17- bis
unter 20-jährigen Wohnbevölkerung am 31. Dezember des jeweiligen Vorjahres. In Ländern mit 13 Schuljahren wird
der Durchschnitt der 18- bis unter 21-jährigen Wohnbevölkerung zugrunde gelegt. Ab 2007 wird einheitlich verfah­
ren und der Durchschnitt der 18- bis unter 21-jährigen Wohnbevölkerung zugrunde gelegt. Ab 1991 einschließlich
neue Länder. Rundungsdifferenzen sind möglich.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.3.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-30
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.85

Bildung

41

Bild 31 Schüler/-innen an beruflichen Schulen nach Schularten
(2005-09)
Schulart
Teilzeit-Berufsschulen1
Berufsvorbereitungsjahr
Berufsgrundbildungsjahr
in vollzeitschulischer Form
Berufsaufbauschulen
Berufsfachschulen
Fachoberschulen
Fachgymnasien
Berufsoberschulen/
Technische Oberschulen
Fachschulen
Fachakademien
Insgesamt

2005
i

2006

2007

2008

2009

1.656.343 1.669.362 1.709.936 1.726.703 1.681.641

w

39,6 %

39,5 %

39,5 %

39,8 %

40,0 %

i

77.667

71.907

62.077

55.302

54.716

w

38,7 %

39,1 %

38,9 %

39,6 %

39,8 %

i

50.137

47.937

46.031

44.358

34.328

w

28,7 %

29,1 %

30,3 %

31,9 %

36,7 %

i

684

630

551

493

596

w

24,1 %

25,4 %

27,2 %

26,8 %

25,2 %

i

560.656

566.219

530.272

510.855

499.524

w

58,6 %

58,5 %

58,8 %

58,9 %

58,0 %

i

125.957

130.253

129.802

134.303

140.228

w

51,2 %

52,2 %

52,8 %

53,1 %

52,2 %

i

121.189

124.085

151.854

154.074

158.876

w

50,0 %

50,3 %

50,7 %

50,8 %

50,9 %

i

19.015

19.372

19.252

20.385

23.662

w

40,8 %

41,9 %

41,6 %

40,9 %

41,4 %

i

151.734

144.507

145.473

152.268

167.554

w

51,1 %

51,0 %

50,7 %

49,7 %

49,8 %

i

7.431

7.603

7.528

7.199

7.646

w

83,3 %

82,6 %

82,8 %

84,5 %

83,8 %

i
w

2.770.813 2.781.875 2.802.776 2.805.940 2.768.771
45,0 %

45,0 %

44,9 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich.
1) Jugendliche in dualer Ausbildung, die eine Berufsschule besuchen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 2
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-31
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.4.4
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.4.6

45,0 %

45,2 %

42

BILDuNG

Bild 32 Übergänge nach der Schule (1992-2009)
in %
100


90


80
70
60
50
40
30
20
10
0
'92 '93 '94 '95 '96 '97 '98 '99 '00 '01 '02 '03 '04 '05 '06 '07 '08 '09
Duales Berufsbildungssystem1

Studienanfängerquote

Bildungsgänge, die eine berufliche
Grundbildung vermitteln,
Berufsvorbereitende Maßnahmen,
EQ, BVJ, BGJ, berufsfachschulische
Grundbildung1

Bildungsgänge, die auf
schulischem Wege zu einem
Berufsabschluss führen1

Studienberechtigtenquote

Arbeitslosenquote der unter
20-jährigen Jugendlichen

Erläuterung der Abkürzungen: EQ = Einstiegsqualifizierung; BVJ = schulisches Berufsvorbereitungsjahr; 

BGJ = schulisches Berufsgrundbildungsjahr.

1) Basis der Quotenberechnung ist die Zahl der Schulabgänger/-innen aus allgemeinbildenden Schulen.

Quelle: Berufsbildungsbericht 2010, Schaubild 7 (erweitert); Daten: Statistisches Bundesamt; Bundesagentur für 

Arbeit und Bundesinstitut für Berufsbildung

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-32
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.3.37

BILDuNG

43

Diese Grafik zeigt die Übergänge Jugendlicher aus der allgemeinbildenden Schule in verschiedene nachschulische Bildungsgänge. Die Zeitreihe dokumentiert
die Veränderungen dieser Übergangsquoten von 1992 bis 2009. Die Übergänge in
das duale Berufsbildungssystem nahmen – mit einigen Schwankungen – bis 2005
ab, danach traten anteilig wieder mehr Jugendliche in die duale Ausbildung ein.
Korrespondierend damit sanken ab 2005 die Übergangsquoten in das „Übergangssystem“, das keine vollqualifizierende Berufsausbildung vermittelt. Auch
der Anteil der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen sank seit 2005. Die Studienanfängerquote stieg kontinuierlich an, ebenso die Quoten der Übergänge in die
vollzeitschulische Berufsausbildung.
Bei dieser Darstellung ist zu berücksichtigen, dass die Jugendlichen mehrere
Bildungsprogramme durchlaufen können und dass jeweils unterschiedliche Jahrgänge ausgewiesen werden, so dass Doppelzählungen vorliegen können.

44

BILDuNG

Bild 33 Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge (2001-09)
Männer und Frauen
Anteile in %

Ausbildungsverträge1
in Tausend

56,9

43,1

2001

57,1

42,9

2002

568,1

58,1

41,9

2003

564,5

58,5

41,5

2004

572,0

58,5

41,5

2005

559,1

58,9

41,1

2006

581,2

58,7

41,3

2007

623,9

58,1

41,9

2008

607,6

57,4

42,6

2009

Männer

609,6

561,2

Frauen

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-33
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.4.34

BILDuNG

45


Bild 34 Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge nach
schulischer Vorbildung (2009)
Männer
Ausland1
1,9 %
Hochschul-/
Fachhochschulreife

ohne Hauptschulabschluss
4,2 %

15,8 %

Hauptschulabschluss
37,4 %

40,7 %

Realschul- oder
vergleichbarer Abschluss

Frauen
Ausland1
2,0 % ohne Hauptschulabschluss
2,5 %
Hochschul-/
Fachhochschulreife

25,5 %

25,9 %

Hauptschulabschluss

44,1 %

Realschul- oder vergleichbarer Abschluss
1) Im Ausland erworbener Schulabschluss, der nicht zuordenbar ist.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-34
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.4.36

46

BILDuNG

Bild 35 Männliche Auszubildende in den 20 am stärksten
besetzten Ausbildungsberufen nach Neuabschlüssen (2009)
17.597

Kraftfahrzeugmechatroniker
13.524

Kaufmann im Einzelhandel

13.136

Industriemechaniker

11.724

Koch

10.406

Elektroniker
Anlagenmechaniker f. Sanitär-,
Heizungs- u. Klimatechnik

10.085
9.490

Verkäufer
Maler und Lackierer

8.112

Fachinformatiker

8.030

Tischler

7.789

Metallbauer

7.702

Kaufmann im Groß- und
Außenhandel

7.508
7.294

Fachkraft für Logistik
Mechatroniker
Industriekaufmann

6.657
6.444

Bürokaufmann

5.699

Bankkaufmann

5.675

Zerspannungsmechaniker

5.638

Fachlagerist

5.517

Elektroniker für
Betriebstechnik

5.500

Anmerkung: 53,7 % der männlichen Auszubildenden mit Neuabschlüssen befinden sich in diesen Berufen.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Erhebung zum 30. September 2009
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-35
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/2.4.38

BILDuNG

47


Bild 36 Weibliche Auszubildende in den 20 am stärksten 

besetzten Ausbildungsberufen nach Neuabschlüssen (2009)

17.733

Kauffrau im Einzelhandel

16.989

Verkäuferin

15.345

Bürokauffrau

14.121

Medizinische Fachangestellte

13.775

Friseurin
Zahnmedizinische
Fachangestellte
Fachverkäuferin
Fachverkäuferin im
im
Lebensmittelhandwerk
Lebensmittelhandwerk

11.175
11.071
11.003

Industriekauffrau
Kauffrau für
Bürokommunikation

10.319
9.051

Hotelfachfrau

7.776

Bankkauffrau
Kauffrau im Groß- und
Außenhandel

5.989
4.853

Steuerfachangestellte
Rechtsanwaltsfachangestellte

4.598

Restaurantfachfrau

4.493

Verwaltungsfachangestellte
Köchin
Kauffrau für Versicherungen
und Finanzen
Fachkraft im Gastgewerbe

4.049
3.805
3.033
2.607

Hauswirtschafterin 2.157
Anmerkung: 71,7 % der weiblichen Auszubildenden mit Neuabschlüssen befinden sich in diesen Berufen.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Erhebung zum 30. September 2009
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-36
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/2.4.39

48

BILDuNG

Bild 37 Bestandene Abschlussprüfungen nach Geschlecht und
Ausbildungsbereichen (2006-09)
Anzahl
Männer

Anzahl
Frauen

166.455
162.593
167.506

117.894
115.051
122.551

92.164
86.106
87.542

29.401
27.901
28.869

Landwirtschaft 2008
2009

9.797
9.309
9.359

3.319
2.584
2.752

Öffentlicher 2006
2008
Dienst2 2009

5.101
4.330
4.297

8.720
7.689
7.824

Freie 2006
2008
Berufe2 2009

1.967
1.701
1.633

37.873
34.359
33.434

Industrie und 2006
2008
Handel1 2009
2006

Handwerk 2008
2009
2006

Hauswirt­ 2006
schaft 2008
2009

375
244
250

2006

6.449
2.985
2.834
203.658
190.569
198.264

275.917
264.283
270.587

Insgesamt3 2008
2009

darunter von 2006
2008
Ausländern4 2009

9.406
10.188

0

8.654
9.102

25

50

75

100

Anteil nach Geschlecht in %
Männer

Frauen

Anmerkung: Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und
nach der Umstellung eingeschränkt.
1) Einschließlich Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe.
2) Ohne Ausbildungsverträge, die nach dem Berufsbildungsgesetz bei anderen zuständigen Stellen (Kammern)
außerhalb dieses Ausbildungsbereichs registriert werden.
3) Bis 2007 einschließlich Teilnahmen an Abschlussprüfungen im Ausbildungsbereich Seeschifffahrt.
4) Für 2006 keine Daten vorhanden.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-37
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.4.31
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.4.32

BILDuNG

49

Bild 38 Hochschulen1 nach Hochschulart und Ländern in
Deutschland (2009)

14
5 9

SH
HH
HB

17
7 10

MV

3 5 8

3 4 7
13 13

26

NI

13

21

34

BE
67
29

ST

5 6 11

BB

14
4 10

38

NW
15 17

32

TH

13 13

13
5 8

26

SN

HE

RP

8 11

19

235
SL

3 3 6

412

177

49
23 26
69
28

41

BY

Insgesamt

BW

Hochschulen insgesamt
Universitäten (inkl. Pädagogische, Theologische und Kunsthochschulen)
Fachhochschulen (inkl. Verwaltungsfachhochschulen)
Erläuterung der Abkürzungen: Länderabkürzungen siehe Glossar.
1) Inklusive private Hochschulen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.1, Tab. 1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-38
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.1

50	

BILDuNG

Bild 39	
 Studienanfänger/-innen und Sudienanfängerquoten nach
Geschlecht (1995-2010)
Anzahl
Quote Studienanfängerquote1
Anzahl der Studienanfänger/-innen
insgesamt

26,8 %
261.427

1995

33,5 %

37,0 %

40,3 %

43,0 %

46,0 %

355.961

396.610

424.273

441.779

314.539

2000

2005

2008

2009

2010

39,9 %

42,2 %

45,0 %

37,1 %

männlich

26,6 %

33,4 %

2

136.567

159.715

182.132

199.694

212.553

222.285

1995

2000

2005

2008

2009

2010

40,8 %

43,8 %

weiblich

27,0 %

33,6 %

36,9 %

2

47,1 %

124.860

154.824

173.829

196.916

211.720

219.494

1995

2000

2005

2008

2009

2010

1) Anteil der Studienanfänger/-innen im 1. Hochschulsemester (gemäß nationaler Definition) an der

altersspezifischen Bevölkerung.

2) Erste vorläufige Ergebnisse der Hochschulstatistik (Schnellmeldungen).

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.3.1

Daten-Portal des BMBF:	
Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-39
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.73

2

BILDuNG

51

Bild 40 Studienanfängerquote1 nach Land des Erwerbs der
Hochschulzugangsberechtigung (2009)
Sachsen-Anhalt
Sachsen
Mecklenburg-Vorpommern
Schleswig-Holstein

29,7
30,3
31,5
32,6

Bayern

33,1

Niedersachsen

33,5

Thüringen

33,8

Rheinland-Pfalz

35,4

Brandenburg

35,7

Berlin
Bremen

37,4
38,1

Nordrhein-Westfalen
Hamburg
Baden-Württemberg
Hessen

38,8
39,7
41,2
42,0

Saarland
1) Anteil der Studienanfänger/-innen im 1. Hochschulsemester (gemäß nationaler Definition) an der
altersspezifischen Bevölkerung.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.3.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-40
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.73

50,4

52	

BILDuNG

Bild 41 	 Bandbreite der Studierquote nach Geschlecht ein halbes
Jahr nach Schulabschluss (2002-08)
Studienaufnahme wahrscheinlich/alternativ geplant (Maximalquote)
Studienaufnahme sicher geplant (Brutto-Studierquote1)
Studienaufnahme bereits erfolgt
insgesamt
79

77	

74

78

73

71

68

72

38

41

44

2006

2008

35
2002

2004

Jahrgang

männlich
81	

80

78

84

75

75

72

78

31

37

41

2006

2008

21
2002

2004

Jahrgang

weiblich
77

74

71	

73

71

67

64

66

47

44

44

46

2002

2004

2006

2008

Jahrgang

Anmerkung: Für Begriffserläuterungen siehe Glossar.

1) Studienaufnahme ohne Verwaltungsfachhochschulen, Hochschulen der Bundeswehr und Berufsakademien; seit

2008 einschließlich Berufsakademien bzw. Duale Hochschule Baden-Württemberg.

Quelle: HIS Forum Hochschule 03/2010, Studienberechtigte 2008 ein halbes Jahr nach Schulabschluss; 

Daten: Hochschul-Informations-System GmbH, Studienberechtigtenbefragungen

Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-41
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.74

BILDuNG	

53

Bild 42 	 Übergang zur Hochschule – Entwicklung grundlegender
Kennzahlen in % (2000-09)
140

Studienberechtigte,
Entwicklung 2000=100

120

Studienanfänger/-innen,
Entwicklung 2000=100

100

18- bis 19-Jährige,
Entwicklung 2000=100

80
60

Studienberechtigten­
quote

40

Studienanfängerquote

20
0
'00 '01 '02 '03 '04 '05 '06 '07 '08 ´09
Jahr
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 1, Reihe 1.3; Fachserie 11, Reihe 4.3.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-42
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.75

54

BILDuNG

Bild 43	 Deutsche Studienanfänger/-innen mit abgeschlossener
betrieblicher Berufsausbildung an Hochschulen und
Fachhochschulen, jeweils Wintersemester, nach Ge­
schlecht und Art der Hochschulreife in % (1994/95-2007/08)
abgeschlossene betriebliche Berufsausbildung

nach Erwerb der

vor/beim Erwerb der

Hochschulreife

Hochschulreife
37
29

16

20
8

13

12

'94/
'95

'00/
'01

19
11

22
16
9

8

7

'05/
'06

'07/
'08

Insgesamt

25
13

15
'94/
'95

12
'00/
'01

24

16

21

15
13

8

8

'05/
'06

'07/
'08

Männer	

19
7

4

12

11

5

4

12

11

8

7

'94/
'95

'00/
'01

'05/
'06

'07/
'08

Frauen

Anmerkung: Abweichungen durch gerundete Werte möglich.
Quelle: Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2009, Übersicht A5.4.2-3; Daten: Hochschul-Informations-System
GmbH, Studienberechtigtenbefragungen, Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung
Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-43
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.76

Der Anteil der Studienanfänger und Studienanfängerinnen, die vor ihrem
Studium eine betriebliche Berufsausbildung abgeschlossen haben, ist seit 1995
erheblich zurückgegangen (von 29 % auf 16 %). Dabei wird das unterschiedliche
Verhalten von Frauen und Männern besonders deutlich.

1950/51
129

'55/'56

'60/'61

1960/61
247

'65/'66

'70/'71

1970/71
422

'80/'81

Wintersemester

'75/'76

1980/81
1.036

'85/'86

'90/'91

1

1990/91
1.713

'95/'96

'00/'01

'05/'06

männlich

weiblich

2000/01
1.799

'10/'11

Die demografische Entwicklung sowie die Bildungsexpansion in den 60er Jahren führten zu einem starken
Anstieg der Studierendenzahl. Hiervon profitierten insbesondere die Frauen. Der Frauenanteil lag im Wintersemester 1950/51 bei 19,7 % und wuchs bis zum Wintersemester 2009/10 kontinuierlich auf 47,8 % an.

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-44
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.23
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.24

1) Ab 1990 einschließlich neue Länder und Berlin-Ost.
2) Vorläufiges Ergebnis.
Quelle: Auswertung aus der ICE-Datenbank des BMBF; Daten: Statistisches Bundesamt

'47/'48 '50/'51

0

250

500

750

1.000

1.250

1.500

1.750

2.000

2010/112
2.214




2.250

Bild 44 Studierende nach Geschlecht in Tausend (Wintersemester 1947/48 bis 2010/11)


BILDuNG
55

56	

BILDuNG

Bild 45 Bildungstrichter: Schematische Darstellung sozialer
Selektion – Bildungsbeteiligung von Kindern nach
Hochschulabschluss des Vaters1 (2007)
Kinder von Akademikern

Kinder von Nicht-Akademikern

100 Kinder

100 Kinder

Übergangsquote

Übergangsquote

81 %

45 %

81 Kinder

Schwelle
Sekundarstufe
II

45 Kinder

Übergangsquote

Übergangsquote

88 %

53 %

71 Kinder	

Schwelle
Hochschulzugang

24 Kinder

1) Für die Schätzung sozialgruppenspezifischer Beteiligungsquoten wird aus methodischen Gründen daran festge­
halten, die entsprechenden Merkmale der Familienbezugsperson als Indikatoren für den sozialen Status der Her­
kunftsfamilie heranzuziehen. Die Familienbezugsperson ist in der Regel der Vater. Bei Ein-Eltern-Familien ist sie der
alleinerziehende Elternteil.
Quelle: 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, Bild 3.17; Daten: Statistisches Bundesamt, Sonderaus­
wertungen Mikrozensus 2003/07; Hochschul-Informations-System GmbH, Studienanfängerbefragung 2007/08
Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-45
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.3.35

BILDuNG

Anhand dieser schematischen Darstellung wird die soziale Selektion im Verlauf
des Bildungsweges bis zum Studium veranschaulicht. Die Jugendlichen werden
nach dem Bildungsstand des Vaters unterschieden. Die Bildungschancen für
Kinder von Nicht-Akademikern sind bereits beim Besuch einer weiterführenden
Schule deutlich reduziert. Auch beim Übergang in die Hochschule nimmt ihr
Anteil ab.

57

58

BILDuNG

Bild 46 Studierende nach Hochschulart, Fächergruppen und 

Geschlecht, ausländische Studierende (2009)

Fächergruppen

Sprach- und Kulturwissenschaften
Sport
Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Mathematik, Naturwissenschaften
Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften
Veterinärmedizin
Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften
Ingenieurwissenschaften
Kunst, Kunstwissenschaften
Insgesamt4

Hochschulart

i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a
i
w
a

Insge­
samt1

Universi­
täten2

412.477
70,4 %
10,8 %
26.677
37,7 %
4,3 %
668.398
50,2 %
10,4 %
375.842
37,2 %
11,2 %
119.228
63,6 %
10,3 %
8.130
84,6 %
6,8 %
42.294
55,6 %
8,9 %
383.931
20,5 %
14,5 %
81.463
63,6 %
16,8 %
2.121.178
47,8 %
11,5 %

400.229
70,3 %
10,9 %
26.524
37,8 %
4,3 %
364.470
48,0 %
12,0 %
299.455
41,2 %
11,3 %
100.243
61,8 %
11,0 %
8.130
84,6 %
6,8 %
23.960
59,0 %
12,2 %
162.081
22,3 %
18,2 %
60.908
65,2 %
19,6 %
1.448.616
51,8 %
12,4 %

Fach­
hoch­
schulen3
12.248
73,6 %
9,0 %
153
21,6 %
3,9 %
276.392
53,3 %
9,3 %
76.182
21,7 %
11,0 %
18.985
72,9 %
6,7 %
18.334
51,0 %
4,7 %
221.850
19,2 %
11,8 %
20.555
58,9 %
8,6 %
644.766
38,9 %
10,1 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich; a = Anteil ausländisch; - = keine Daten vorhanden.
1) Alle Hochschulen inklusive Verwaltungsfachhochschulen.
2) Inklusive Pädagogische-, Theologische- und Kunsthochschulen.
3) Ohne Verwaltungsfachhochschulen.
4) Einschließlich sonstige Fächer und ungeklärt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-46
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.77

BILDuNG	

59

Bild 47	 Hochschulabsolventinnen/-absolventen nach Prüfungsart
und Geschlecht, Anteil ausländischer Absolventinnen/Ab­
solventen (2005-09)
Prüfungsarten

Bachelor-Abschluss1

Master-Abschluss1

Universitärer Abschluss1,2,3

Fachhochschulabschluss2

Lehramtsprüfung4

Promotion

Abschlüsse insgesamt

Habilitation

2005

2006

2007

2008

2009

i

9.848

15.050

23.358

39.753

71.989

w

50,3 %

54,9 %

53,9 %

54,0 %

51,7 %

a

11,4 %

10,2 %

9,9 %

8,5 %

7,2 %

i

9.158

11.268

14.219

17.206

20.802

w

40,7 %

39,7 %

40,7 %

42,6 %

43,8 %

a

43,3 %

42,1 %

37,4 %

34,8 %

31,8 %

i

101.755

106.409

112.607

111.834

111.853

w

50,9 %

51,9 %

52,2 %

52,9 %

52,3 %

a

10,1 %

10,5 %

11,0 %

11,2 %

10,9 %

i

81.483

82.239

83.505

82.802

72.808

w

43,9 %

43,7 %

43,4 %

42,4 %

41,4 %

a

5,4 %

5,8 %

6,6 %

6,9 %

7,5 %

i

24.286

26.451

28.859

32.579

36.120

w

76,2 %

76,5 %

75,9 %

75,3 %

73,8 %

a

1,8 %

1,8 %

1,7 %

1,7 %

1,8 %

i

25.952

24.287

23.843

25.190

25.084

w

39,6 %

40,9 %

42,2 %

41,9 %

44,1 %

a

13,7 %

13,4 %

14,7 %

14,5 %

14,5 %

i
w

252.482
49,5 %

265.704
50,5 %

286.391
50,8 %

309.364
51,1 %

338.656
51,0 %

a

9,4 %

9,8 %

10,3 %

10,3 %

10,0 %

i

2.001

1.993

1.881

1.800

1.820

w

23,0 %

22,2 %

24,3 %

23,4 %

23,8 %

a

-

-

-

­

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich, a = Anteil ausländisch; - = keine Daten vorhanden.

1) Ohne Lehramtsprüfungen.

2) Ohne Bachelor- und Masterabschlüsse.

3) Einschließlich der Prüfungsgruppen „Künstlerischer Abschluss“ und „Sonstiger Abschluss“.

4) Einschließlich Lehramt-Bachelor und Lehramt-Master.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihen 4.2, 4.4

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-47
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.45
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.81

60	

BILDuNG

Bild 48 	 Studienabbruchquoten an Universitäten und
Fachhochschulen in % (1999-2008)
26
25

24

24
25
24

22
23
22

22

21

20
20

20

17
15
Studienanfänger/
-innen 1992-1994
(Absolventinnen/
Absolventen: 1999)

Studienanfänger/
-innen 1995-1997
(Absolventinnen/
Absolventen: 2002)

Insgesamt

Studienanfänger/
-innen 1997-1999
(Absolventinnen/
Absolventen: 2004)
Universitäten

Studienanfänger/
-innen 1999-2001
(Absolventinnen/
Absolventen: 2006)

Studienanfänger/
-innen 2001-2003
(Absolventinnen/
Absolventen: 2008)1

Fachhochschulen

1) Auf Basis des Absolventenjahrgangs 2008 wurden keine getrennten Studienabbruchquoten für Universitäten und
Fachhochschulen berechnet.
Quelle: Hochschul-Informations-System GmbH, Studienabbruchuntersuchungen
Daten-Portal des BMBF:	
Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-48


Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.78



Bild 49	 Durchschnittliche Fachstudiendauer bis zum Studienabbruch nach Hochschulart und Abschlussart (2000/08)
Hochschulart	

Mittelwerte der Fachsemester

Universität

2000
2008

Fachhochschule

2000
2008

6,5
5,7
5,7
4,3

Abschlussart
Bachelor

2008

Herkömmliche
Abschlüsse

2000
2008

2,3
6,3

Quelle: Hochschul-Informations-System GmbH, Studienabbruchuntersuchungen
Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-49
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.79

7,3

BILDuNG

61

Bild 50 Studiendauer bei bestandener Prüfung nach Prüfungsart
und Geschlecht in Semestern (2005-09)
2005

Prüfungsarten

Bachelor­
Abschluss1

Master-Abschluss1

Universitärer
Abschluss1,2,3

Fachhochschul­
abschluss3

2007

2008

2009

HS

FS

HS

FS

HS

FS

HS

FS

HS

FS

Männer

8,7

7,3

8,8

7,4

8,6

7,3

8,4

7,2

8,0

7,0

Frauen

7,9

7,1

8,0

7,0

7,9

6,9

7,7

6,8

7,5

6,8

Insgesamt

8,3

7,2

8,3

7,2

8,2

7,1

8,0

7,0

7,7

6,9

Männer

10,0

4,6

10,3

4,7

10,8

4,9

10,8

4,8

10,9

4,8

Frauen

10,2

4,4

10,3

4,6

10,7

4,7

10,7

4,6

10,9

4,7

Insgesamt

10,1

4,5

10,3

4,7

10,7

4,8

10,8

4,7

10,9

4,7

Männer

13,9

11,5

13,7

11,4

13,5

11,3

12,7

10,3

12,4

10,1

Frauen

13,1

11,0

13,0

10,8

12,8

10,8

12,1

9,9

11,8

9,6

Insgesamt

13,5

11,3

13,3

11,1

13,2

11,0

12,4

10,1

12,0

9,8

Männer

10,2

9,4

10,3

9,3

10,3

9,4

10,1

8,7

9,7

8,4

Frauen

9,6

8,9

9,7

8,9

9,8

9,0

9,4

8,4

9,0

8,0

Insgesamt

10,0

9,2

10,0

9,1

10,1

9,2

9,8

8,6

9,4

8,3

Männer

14,3

11,0

14,0

10,9

13,6

10,6

13,3

10,3

13,0

10,0

11,7

9,7

11,6

9,5

11,6

9,5

11,5

9,3

11,3

8,9

Lehramtsprüfung4 Frauen

Insgesamt

2006

Insgesamt

12,3

10,0

12,1

9,8

12,1

9,8

11,9

9,5

11,7

9,2

Männer

12,0

10,2

11,9

10,0

11,7

9,9

11,5

9,6

11,2

9,4

Frauen

11,7

10,0

11,6

9,8

11,5

9,7

11,3

9,4

10,9

9,1

Insgesamt 11,9

10,1

11,7

9,9

11,6

9,8

11,4

9,5

11,1

9,2

Anmerkung: HS = Studiendauer nach Hochschulsemestern; FS = Studiendauer nach Fachsemestern.

1) Ohne Lehramtsprüfungen.

2) Einschließlich der Prüfungsgruppen „Künstlerischer Abschluss“ und „Sonstiger Abschluss“. Ohne Bachelor- und 

Masterabschlüsse.

3) Ohne Bachelor- und Masterabschlüsse.

4) Einschließlich Lehramt-Bachelor und Lehramt-Master.

Quelle: Auswertung aus der ICE-Datenbank des BMBF; Daten: Statistisches Bundesamt

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-50
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.80

62

BILDuNG

Bild 51 Promotionen und Habilitationen nach Fächergruppen
und Geschlecht (2009)
Fächergruppen

Promotionen
Anzahl
insg.

Sprach- und
Kulturwissenschaften

Anteil
weiblich

Habilitationen
Anzahl
insg.

Anteil
weiblich

2.625

54,1 %

349

41,0 %

101

41,6 %

4

75,0 %

Rechts-, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften

3.549

35,2 %

182

20,9 %

Mathematik,
Naturwissenschaften

7.425

39,3 %

337

13,9 %

Humanmedizin/Gesund­
heitswissenschaften

7.700

54,9 %

816

20,2 %

Veterinärmedizin

510

78,4 %

20

45,0 %

Agrar-, Forst- und Ernäh­
rungswissenschaften

484

47,5 %

21

9,5 %

2.340

17,1 %

66

15,2 %

258

62,0 %

25

64,0 %

25.084

44,1 %

1.820

23,8 %

Sport

Ingenieurwissen­
schaften
Kunst,
Kunstwissenschaften
Insgesamt1

1) Promotionen einschließlich Studienfächer außerhalb der Studienbereichsgliederung.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihen 4.2, 4.4
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-51
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.81

BILDuNG

63

Bild 52 Hochschulpersonal nach Fächergruppen und Geschlecht
(2009)

Fächergruppen

Personal
insgesamt

Wissenschaftli­
Verwaltungs-,
ches und künst­
technisches und
lerisches Personal sonst. Personal

Sprach- und
Kulturwissenschaften

i
w

46.651
54,6 %

41.101
50,5 %

5.550
85,3 %

Sport

i
w

3.354
39,7 %

2.812
36,2 %

542
58,3 %

Rechts-, Wirtschafts- und i
Sozialwissenschaften
w

61.348
38,3 %

54.273
32,9 %

7.075
79,2 %

Mathematik,
Naturwissenschaften

i
w

77.963
34,9 %

58.028
26,4 %

19.935
59,8 %

Humanmedizin/Gesund­
heitswissenschaften

i
w

159.534
70,2 %

55.576
43,1 %

103.958
84,7 %

Veterinärmedizin

i
w

3.108
68,2 %

1.540
61,8 %

1.568
74,4 %

Agrar-, Forst- und Ernäh­
rungswissenschaften

i
w

9.033
47,8 %

5.800
39,6 %

3.233
62,6 %

Ingenieurwissen­
schaften

i
w

60.698
23,0 %

44.919
17,6 %

15.779
38,3 %

Kunst,
Kunstwissenschaften

i
w

18.025
38,8 %

16.801
37,4 %

1.224
59,1 %

Zentrale Einrichtungen1

i
w

89.822
56,1 %

18.984
47,2 %

70.838
58,5 %

Zentrale Einrichtungen
der Hochschulkliniken2

i
w

43.828
67,2 %

1.208
50,7 %

42.620
67,7 %

Insgesamt

i
w

573.364
51,8 %

301.042
35,2 %

272.322
70,1 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt; w = Anteil weiblich.
1) Ohne klinikspezifische Einrichtungen.
2) Nur Humanmedizin.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.4
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-52
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.82

64

BILDuNG

Bild 53 Anteil von Männern und Frauen an verschiedenen Statusund Abschlussgruppen im Hochschulbereich in % (2009)
100
Männer
75

Frauen

50

25

1) Im 1. Hochschulsemester.
2) Im Wintersemester 2009/2010.
3) Ohne Promotionen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihen 4.1, 4.2, 4.3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-53
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.83

Professuren

Habilitationen

Wissenschaftliche
und künstlerische
Mitarbeiter/-innen

Promotionen

Bestandene
Abschlussprüfungen3
Abschlussprüfungen

Studienanfänger/
-innen1,2
-innen1,2

0

BILDuNG	

65

Bild 54 BAföG – Anzahl der Empfänger/-innen sowie finanzieller
Aufwand nach Umfang und Art der Förderung (2005-09)
Geförderte1
Finanzieller Aufwand

2005

2006

2007

2008

2009

Geförderte
Insgesamt
828.330 817.543 806.085 822.323 873.082
mit Vollförderung
393.252 387.351 389.978 429.179 441.535
Anteil (in %)
50,6
47,5
47,4
48,4
52,2
mit Teilförderung
435.078 430.192 416.107 393.144 431.547
Anteil (in %)
49,4
51,6
47,8
52,5
52,6
durchschnittlicher Monatsbestand2
544.068 540.329 524.490 525.003 559.395
Finanzieller Aufwand
Insgesamt (in 1000 Euro)
2.280.477 2.256.143 2.188.065 2.331.918 2.702.569
Zuschuss (in %)
66,5
66,5
66,7
67,0
66,3
Darlehen (in %)
33,5
33,5
33,3
33,0
33,7
Durschschnittlicher Förderungs­
349
348
348
370
403
betrag pro Person3
(in Euro pro Monat)
Erläuterung der Abkürzungen: BAföG = Bundesausbildungsförderungsgesetz.

1) Einschließlich Geförderte an Fernunterrichtsinstituten.

2) Arithmetisches Mittel der zwölf Monatsbestände eines Jahres.

3) Bezogen auf den durchschnittlichen Monatsbestand.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 7

Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-54
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.6.11

Bild 55	 BAföG – Anteil der Geförderten unter den Studierenden in
den ersten sechs Hochschulsemestern (2000-09)
30,4

34,0

32,7

32,9

2000

2003

2006

2009

Sommersemester

1

Erläuterung der Abkürzungen: BAföG = Bundesausbildungsförderungsgesetz.

Anmerkung: Alle Zahlen geben den Jahresdurchschnitt an.

1) Bis 2003 nur deutsche Studierende, ab 2006 einschließlich Bildungsinländer/-innen.

Quelle: 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, Bild 8.1

Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-55
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.6.12

66

BILDuNG

Bild 56 AFBG ("Meister-BAföG")

Geförderte nach Fortbildungsstätten (2009)

Geförderte insgesamt: 157.543
Fernlehrgang an
öffentlichen Instituten
1,2 %

Fernlehrgang an
privaten Instituten
Öffentliche Schulen

6,4 %
Lehrgang an
privaten Instituten

24,8 %
25,0 %

8,7 %
Private Schulen
33,9 %

Lehrgang an öffentlichen Instituten
Erläuterung der Abkürzungen: AFBG = Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz; BAföG = Bundesausbildungs­
förderungsgesetz.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 8, Tabellenteil 1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-56
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.6.8
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.6.9

BILDuNG

67

Bild 57 Fortbildungs-/Meisterprüfungen nach Geschlecht in
Tausend (1992-2009)1

35,2

171
39

Frauenanteil an Prüfungen insgesamt in %
32,3

33,2

34,3

36,7

36,3

35,4

35,7
35,6

164
35

153
30

142
29

131

128

125

24

120

22

24

24

106
22

132

1992

129

1994

123

1996

114

1998

bestandene Prüfungen

107

106

101

97

2000

2002

2004

2006

84

2009

nicht bestandene Prüfungen

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt. Daten über Fortbildungs-/Meisterprüfungen wurden für 2007 und 2008 nicht ver­
öffentlicht.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe3
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-57
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/2.7.13

Folgende zwei Aspekte führen insbesondere zu dem starken Rückgang bei den
Meisterprüfungen: Einerseits ist die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Zeitraum 1999 bis 2009 um rd. 80.000 (allein im Handwerk um
rd. 55.000) zurückgegangen. Hierdurch wird das Potenzial möglicher Meisterschüler/-innen reduziert. Andererseits wurde im Rahmen der Handwerksordnungsreform Anfang 2004 festgelegt, dass für mehr als die Hälfte der Handwerke
der bisherige Meisterzwang bei der Führung von Betrieben aufgehoben wurde.

68	

BILDuNG

Bild 58 Fortbildungs-/Meisterprüfungen nach Ausbildungs­
bereichen in Tausend (1992/2009)1
81

1992

81

2009

62
36

3
Industrie
und
Handel

2

4

2

1

5

1

0

Handwerk Öffentlicher Landwirt- Freie Berufe HauswirtDienst
schaft
schaft

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der
Umstellung eingeschränkt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 3
Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-58
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/2.7.13

BILDuNG	

69

Bild 59 	 Bestandene Meisterprüfungen nach
Ausbildungsbereichen (1999-2009)1
50.000
46.272
42.600

41.757
38.704

40.000

37.541
34.829

33.618

33.473

32.125
30.232

29.734 29.925

30.000

26.674 26.107
23.242

21.930

21.111
19.085

20.000

10.088 10.480
10.000

0


1999

2000

9.329

9.368

8.852

9.173

9.407

8.913

2001

2002

2003

2004

2005

2006

Alle Ausbildungsbereiche

Handwerk

9.671

2009


Industrie und Handel

1) Durch die Neukonzeption der Statistik im Jahr 2007 ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der Um­
stellung eingeschränkt. Daten über Fortbildungs-/Meisterprüfungen wurden für 2007 und 2008 nicht veröffentlicht.
Quelle: Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2009, Übersicht B5.2-4 (aktualisiert);
Daten: Statistisches Bundesamt, Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung
Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-59
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/2.7.14

70

BILDuNG

Bild 60 Allgemeine und berufliche Weiterbildungsbeteiligung
nach Altersgruppen in % (2009)
18
17
14

Männer
42

25

43

22

37

43

28

11
11

25-34

9

32

44

9

6

11

39

49

14

16
16
13

18-24

7

9
12

Insgesamt

23

7

39

27

16
17

45-54

55-64

38

12
14

35-44

8
10

Frauen

44

29

50

13
18
14
13

32

23

41

Nicht berufsbezogene Weiterbildung

Betriebliche Weiterbildung

Individuelle berufsbezogene Weiterbildung

Weiterbildung insgesamt

Quelle: TNS Infratest, Adult Education Survey 2010
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-60
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.7.11

BILDuNG

71

Bild 61 Weiterbildung von Erwerbspersonen nach Altersgruppen
und allgemeiner Schulbildung (2009)
Gegenstand der Nachweisung

Teilnehmer/-innen an
betrieblicher
Weiterbildung
i

individueller
berufsbezogener
Weiterbildung

w

i

nicht
berufsbezogener
Weiterbildung

w

i

w

nach Altersgruppen
Alter von ... bis unter ... Jahren
18 - 25

907

47,2 %

1.142

47,7 %

1.149

46,3 %

25 - 30

1.029

50,5 %

669

41,7 %

536

49,8 %

30 - 35

1.303

44,5 %

554

48,9 %

445

63,6 %

35 - 40

1.825

38,1 %

804

45,8 %

440

64,8 %

40 - 45

2.376

41,3 %

766

66,3 %

721

64,6 %

45 - 50

2.176

45,7 %

908

63,0 %

858

66,1 %

50 - 55

1.713

48,1 %

776

65,5 %

577

72,8 %

55 und mehr

1.918

44,9 %

805

39,3 %

1.010

63,3 %

nach allgemeinem Schulabschluss
Volksschulabschluss/
Hauptschulabschluss

29,0 %

1.108

31,1 %

866

46,1 %

4.876

52,5 %

2.152

60,5 %

1.692

70,7 %

1.365

41,2 %

463

42,8 %

479

60,1 %

46,0 %

2.397

58,4 %

2.156

58,9 %

2.427

Realschul- oder
gleichwertiger Abschluss
Fachhochschulreife
Hochschulreife

4.390

Ohne Angabe zur Art
des Abschlusses
Kein allgemeiner Schulabschluss

-

-

36

22,2 %

133

48,9 %

196

24,0 %

194

38,7 %

234

62,4 %

Erläuterung der Abkürzungen: i = insgesamt in Tausend; w = Anteil weiblich; - = keine Daten vorhanden.
Quelle: TNS Infratest, Adult Education Survey 2010
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-61
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.7.15

Die anteilig höchste Weiterbildungsbeteiligung ist im Alter von 40 bis 45 Jahren
und bei Personen mit Hochschulreife zu verzeichnen.

72

Bildung

Bild 62 Nutzung und Intensität betrieblicher Weiterbildung in
Unternehmen nach Wirtschaftsbereich (2005)
Wirtschaftsbereich

C

Bergbau u. Gewinnung von Steinen u. Erden

Teilnahmequoten1 (in %)

Teilnahme je
Beschäf- FrauenNach Altersgruppen
Teilnehtigte
anteil
menden
Unter 25 25 bis 54 55 Jahre (in StuninsJahren
Jahre
und
gesamt
den)
älter
48,1

40,6

51,8

49,5

22,8

33

D 15-16 Ernährungsgewerbe und Tabakverarbeitung

36,7

40,5

39,4

38,0

24,6

19

D 17-19 Textil- u. Bekleidungsgewerbe; Ledergewerbe

28,0

30,3

25,1

30,0

19,0

29

D 21-22 Papier-, Verlags- und Druckgewerbe

29,1

28,8

32,6

31,6

12,6

29

49,6

46,8

66,8

51,2

28,9

36

35,8

42,7

32,7

37,9

23,8

29

35,0

29,7

29,8

36,4

28,6

40

62,1

53,7

62,5

61,9

63,3

19

29,3

25,9

33,6

30,4

16,8

22

Kokerei, Mineralölverarbeitung, Herstellung
von Brutstoffen; Herstellung von chemischen
D 23-26 Erzeugnissen, Gummi- und Kunststoffwaren;
Glasgewerbe, Herstellung von Keramik,
Verarbeitung von Steinen und Erden
Metallerzeugung und -bearbeitung,
D27-28
Herstellung von Metallerzeugnissen
Maschinenbau; Herstellung von BüroD 29-33 maschinen, DV-Geräten und -Einrichtungen;
Elektrotechnik, usw.
D 34-35 Fahrzeugbau
Holzgewerbe; Herstellung von Möbeln,
D20,
Schmuck, Musikinstrumenten usw.;
36-39
Recycling
E
Energie- und Wasserversorgung

58,4

48,9

45,8

62,7

30,7

26

F

Baugewerbe

34,7

38,9

40,0

35,6

25,9

23

G 50

Kfz-Handel; Instandhaltung und Reparatur
von Kfz; Tankstellen

54,6

45,6

40,3

61,9

24,5

29

G 51

Handelsvermittlung und Großhandel (o. Kfz)

37,5

34,1

27,0

41,0

21,8

24

G 52

Einzelhandel, Reparatur v. Gebrauchsgütern

20,0

18,7

16,2

21,3

16,8

21

H

Gastgewerbe

29,7

28,3

30,0

32,1

16,6

25

I 60-63

Verkehr

35,4

31,5

24,5

38,0

23,6

20

I 64

Nachrichtenübermittlung

21,8

19,8

11,5

22,9

15,6

59

I 65-66

Kredit- und Versicherungsgewerbe

54,9

52,4

68,2

56,2

35,8

41

J 67

Kredit- und Versicherungshilfsgewerbe

67,6

64,2

75,4

68,3

43,6

50

K+O

Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung beweglicher Sachen u.s.w., Erbringung
sonstiger öffentlicher und persönlicher
Dienstleistungen

38,9

41,3

32,4

41,4

26,1

31

38,8

35,3

33,5

41,0

27,3

30

Insgesamt

1) In Unternehmen mit Lehrveranstaltungen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Dritte Europäische Erhebung über die berufliche Weiterbildung in Unternehmen
2005 (CVTS3)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-62
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.7.12

INTERNATIONALER VERGLEICH

73

3 Internationaler Vergleich
	
Der internationale Vergleich liefert
eine Orientierungshilfe, um den Stand
Deutschlands im Bildungsbereich sowie
bei Forschung und Innovation einordnen zu können. Die Ergebnisse zeigen:
Auch im internationalen Vergleich kann
sich Deutschland sehen lassen!
Gerade bei der Entwicklung neuer weltmarktrelevanter Patente wird deutlich,
dass Deutschland weit vor dem Durchschnitt der europäischen Staaten, sogar
vor Japan und den USA liegt. Der Export
von Technologiegütern aus diesen Patenten trägt erheblich zur Wirtschaftsleistung Deutschlands bei.
In der Bildung weist Deutschland ähnliche Entwicklungen wie die übrigen
OECD-Staaten auf: der Anteil der Personen, die ein Studium im Tertiärbereich A
(Universitäten und Fachhochschulen,
ohne Verwaltungsfachhochschulen,
weitere Informationen siehe Glossar)

aufnehmen, ist gestiegen. Der Anteil
junger Menschen, die einen Abschluss in
diesem Bereich erwerben, ist in Deutschland ebenfalls wie in allen OECD-Staaten
gewachsen. In Deutschland ist die Absolventenquote der Hochschulen von
14 % eines Altersjahrgangs 1995 auf 25 %
im Jahr 2008 gestiegen.
Die Strategie der Bundesregierung zur
Internationalisierung der Wissenschaft,
Forschung und Entwicklung ist die
Antwort auf die Herausforderung des
globalen Wettbewerbs. Sie identifiziert
im kontinuierlichen internationalen
Vergleich das beste Wissen, die optimalen Strukturen und die zielführenden
Prozesse und macht sie für den Wissenschaftsstandort Deutschland nutzbar.
Die Kooperation aller Akteure des deutschen Wissenschafts- und Innovationssystems wird hiermit gefordert.

Weitere Informationen:
Web-Portale:
- Deutscher Bildungsserver
(www.bildungsserver.de/innovationsportal/bildungplus.html?artid=755)
- Eurydice – Das Informationsnetz zum Bildungswesen in Europa
(www.eurydice.org)
- Publikation: Bildung auf einen Blick 2010 / OECD-Indikatoren (www.oecd.org)

74

INTERNATIONALER VERGLEICH

Bild 63 Anteil der Bruttoinlandsausgaben für Forschung und
Entwicklung (BAFE) am Bruttoinlandsprodukt
ausgewählter Staaten in % (1991-2008)1
4,5
4,0
3,5
3,0
2,5
2,0
1,5
1991

1993

1995

1997

1999

2001

2003

2005

2007

2008

Schweden

Japan

USA

Frankreich

Finnland

Korea

Deutschland

Großbritannien und Nordirland

1) Werte sind teilweise vorläufig oder geschätzt bzw. in der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren eingeschränkt (siehe
Originalveröffentlichung „Main Science and Technology Indicators 2010/1“).
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 16 (aktualisiert); Daten: OECD („Main Science and
Technology Indicators 2010/1“)
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-63
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/1.3.1

Der hier dargestellte Indikator für ausgewählte Staaten zeigt unterschiedliche
Dynamiken: Die europäischen Spitzenländer Schweden und Finnland stagnieren
auf hohem Niveau. Deutschland und die USA zeigen in den letzten Jahren eine
positive Tendenz, Korea liegt seit Mitte der Dekade mit zunehmendem Abstand
über Deutschland und den USA.

INTERNATIONALER VERGLEICH

75

Bild 64 FuE-Personal in ausgewählten OECD-Staaten je 1.000
Erwerbspersonen (1995, 2003-08)1
26
24
22
20
18
16
14
12
10
8
6
4
2
0
1995

2003

2004

2005

2006

2007

2008

Finnland

Japan

Kanada2

Großbritannien und Nordirland

Schweden

Frankreich2

Deutschland

Italien

Erläuterung der Abkürzungen: FuE = Forschung und Entwicklung; OECD = Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Werte sind teilweise vorläufig oder geschätzt bzw. in der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren eingeschränkt (siehe
Originalveröffentlichung „Main Science and Technologie Indicators 2010/1“).
2) Für das Jahr 2008: Erhebung wird nicht durchgeführt bzw. ist noch nicht abgeschlossen oder nicht mehr möglich.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 41 (aktualisiert); Daten: OECD („Main Science and
Technology Indicators 2010/1“) und Berechnungen des Bundesminsteriums für Bildung und Forschung
Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-64
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/1.7.11

INTERNATIONALER VERGLEICH

76

Bild 65	 Weltmarktrelevante Patente: Deutschland, EU-27, Japan
und USA (1995-2008)
Weltmarktpatente1

pro Mio. Einwohner

400
350
300
250
200
150
100
50
0
1995

1997

1999

Deutschland

2001
EU-27

2003

2005
Japan

2007

2008

USA

Erläuterung der Abkürzungen: WIPO = World Intellectual Property Organization.
1) Erfindungen, die in Europa oder bei der WIPO angemeldet sind.
Quelle: Bundesbericht Forschung und Innovation 2010, Tab. 45 (aktualisiert); Daten: EPAPAT, WOPATENT, OECD und
Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung
Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-65
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/1.8.4

Als weltmarktrelevante Patente werden Erfindungen bezeichnet, die in Europa
oder bei der World Intellectual Property Organization angemeldet worden sind.
Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind solche Patente von besonderer
Bedeutung, weil sie den Schutz der Erfindung auch jenseits des Heimatmarktes
betreffen. Im Zeitraum von 2001 bis 2007 ist für Deutschland im internationalen
Vergleich ein hoher Zuwachs zu verzeichnen. Lediglich in 2008 kam es überall zu
einem Rückgang, in Deutschland um 7,6 % im Vergleich zu 2007.

INTERNATIONALER VERGLEICH

Bild 66 Bildungsstand der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren
in ausgewählten OECD-Staaten in % (2008)
100
1
90
0,9
80
0,8
0,7
70
0,6
60
50
0,5
0,4
40
0,3
30
0,2
20
0,1
10
Kanada
Japan
Vereinigte Staaten
Finnland
Korea
Australien
Irland
Schweiz
Vereinigtes Königreich
Dänemark
Belgien
Niederlande
Schweden
Spanien
Luxemburg
Frankreich
OECD Durchschnitt
OECD-Durchschnitt
Deutschland
Deutschland
EU19-Durchschnitt
EU19 Durchschnitt
Griechenland
Österreich
Tschechische Republik
Italien
Türkei

0

Abschluss im Tertiärbereich (ISCED 5A/5B/6)
Abschluss im Sekundarbereich II/Post-sekundaren nicht-tertiären Bereich
(ISCED 3A/3B/3C lang/4)
Ausbildung unterhalb Sekundarbereich II (ISCED 1/2/3C kurz)
Erläuterung der Abkürzungen: ISCED = International Standard Classifaction of Education (siehe auch Glossar).
Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2010, Tab. A1.1a
Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-66
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/0.23

Die Grafik zeigt, dass Deutschland eine Spitzenposition im Sekundarbereich II
innehat. Dies ist vor allem auf das gut ausgebaute Berufsbildungssystem und die
duale Berufsausbildung zurückzuführen.

77

Internationaler Vergleich

78

Bild 67 Abschlussquote1 im Tertiärbereich A in ausgewählten
OECD-Staaten in % (1995/2000/08)
2008
2008

2000

1995

60

50

40

30

20

10

Österreich

Griechenland2
Griechenland

Deutschland
Deutschland

Italien

Schweiz

Spanien

Vereinigtes Königreich3

Israel

Tschechische Republik

Vereinigte Staaten

OECD-Durchschnitt
OECD-Durchschnitt

Japan

EU19-Durchschnitt
EU19-Durchschnitt

Schweden

Irland

Niederlande

Dänemark

Finnland

Australien2

0

Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Erstabschluss.
2) Referenzjahr 2007 anstelle 2008.
3) Unterbrechung der Zeitreihe in 2008 aufgrund Veränderungen bei der angewandten Methodik.
Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2010, Tabelle A3.2
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-67
Weiterführende Daten und Erläuterungen: www.bmbf.de/daten-portal/2.5.84

INTERNATIONALER VERGLEICH

79

Bild 68 	 Jährliche Ausgaben für Bildungseinrichtungen je
Schüler/-in bzw. Studierende/-n vom Primar- bis zum
Tertiärbereich in US-Dollar (2007)1
(8.013) EU19-Durchschnitt

OECD-Durchschnitt (8.216)

14.269
13.031
11.967
10.974
10.759
10.262
9.883
9.600
9.312
9.162
9.015
8.932
8.786
8.628
8.618
8.440
8.270
7.948
7.325
6.677
6.226
5.426
4.811
4.134
3.694
3.088
2.598

Vereinigte Staaten
2
Schweiz
Norwegen
Österreich
Dänemark
Schweden
Niederlande
Vereinigtes Königreich
Japan
Belgien
Island
Frankreich
Australien
Irland
Spanien
Finnland
Deutschland
Deutschland
2
Italien
Korea
2
Portugal
Neuseeland
Tschechische Republik
Ungarn2
Polen2
Slowakische Republik
Chile3
Mexiko
0

2.000

4.000

6.000

8.000 10.000 12.000 14.000

Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Kaufkraftbereinigt mittels Kaufkraftparitäts-Umrechnungskurse für das Bruttoinlandsprodukt, (basierend auf
Vollzeitäquivalenten). Der Umrechnungsfaktor 2007 für Deutschland zwischen US-Dollar (Kaufkraftparität) und Euro
betrug 1,175.
2) Nur öffentliche Einrichtungen.
3) Referenzjahr 2008 statt 2007.
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2010, Tab. 5.1-1; Daten: OECD
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-68
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.1.7

INTERNATIONALER VERGLEICH

80

Bild 69	 Jährliche Ausgaben für Bildungseinrichtungen je
Schüler/-in bzw. Studierende/-n nach Bildungsbereichen
in US-Dollar (2007)1
Elementarbereich
(für 3-Jährige und Ältere)
Primarbereich

Sekundarbereich I

Sekundarbereich II
Post-sekundarer nicht­
tertiärer Bereich
Tertiärbereich insgesamt
(einschl. Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten)
Tertiärbereich insgesamt
(ohne Forschungs- und Ent­
wicklungsaktivitäten)
Primar- bis Tertiärbereich
0
Deutschland

2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000
OECD-Durchschnitt

EU19-Durchschnitt

Erläuterung der Abkürzungen: OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Kaufkraftbereinigt mittels Kaufkraftparitäts-Umrechnungskurse (KKP) für das BIP, (basierend auf Vollzeitäquiva­
lenten). Der Umrechnungsfaktor 2007 für Deutschland zwischen US-Dollar (Kaufkraftparität) und Euro betrug 1,175.
Quelle: Bildungsfinanzbericht 2010, Abb. 5.1-2; Daten: OECD
Daten-Portal des BMBF:	 Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-69
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.1.7

INTERNATIONALER VERGLEICH

81

Die Ausgaben für Bildungseinrichtungen je Schüler/je Schülerin bzw. je Studierenden sind ein Indikator für die Ausstattung der Bildungseinrichtung mit personellen und finanziellen Ressourcen. Der Blick auf die einzelnen Bildungsbereiche
zeigt einerseits unterschiedliche Höhen der Ausgaben, andererseits auch die
Stellung Deutschlands im Vergleich des OECD- bzw. EU19-Durchschnitts. Nur im
Primar- und Sekundarbereich I liegt Deutschland unterhalb der ausgewiesenen
Durchschnittswerte.

Internationaler Vergleich

82

Bild 70 Ausgaben für Bildungseinrichtungen als Prozentsatz des
BIP nach Bildungsbereich in ausgewählten OECD-Staaten
mit Mitteln aus öffentlichen und privaten Quellen
(1995/2000/07)
Primar-, Sekundar- und Post-sekundarer nicht-tertiärer Bildungsbereich1
2007
2007

5,0

2000

1995

OECD Durchschnitt 2007

4,0
3,0
2,0

Griechenland1,4

Japan1

Spanien

Italien

Deutschland

Kanada1,3

Irland

Australien

Österreich

Finnland

Frankreich

Niederlande

Korea

Schweiz2

Schweden

Israel

Belgien

Tschech. Republik

4,0

Ver. Königreich

Dänemark1

0,0

Vereinigte Staaten

1,0

3,0
OECD Durchschnitt 2007

2,0
1,0
0,0

Tertiärbereich

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt; OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Einige Bildungsbereiche sind in anderen Bildungsbereichen enthalten.
2) Im Tertiärbereich nur öffentliche Ausgaben.
3) Referenzjahr 2006 anstatt 2007.
4) Referenzjahr 2005 anstatt 2007.
Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2010, Tab. B2.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-70
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.1.12

Internationaler Vergleich

83

Bild 71 Ausgaben für Bildungseinrichtungen als Prozentsatz
des BIP aller Bildungsbereiche in ausgewählten
OECD-Staaten (1995/2000/07)

2007

8,0

2000

6,0

1995

OECD insgesamt 2007

4,0

1,4

Griechenland

Italien

Irland

Tschechische Republik

Spanien

Deutschland
Deutschland

1

Japan

Australien

Österreich

3

Schweiz

Niederlande

Finnland

Frankreich

Vereinigtes Königreich

Belgien

Kanada

Schweden

Korea

Israel

Dänemark

Vereinigte Staaten

1

0,0

1,2

2,0

Erläuterung der Abkürzungen: BIP = Bruttoinlandsprodukt; OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1) Einige Bildungsbereiche sind in anderen Bildungsbereichen enthalten.
2) Referenzjahr 2006 anstatt 2007.
3) Im Tertiärbereich nur öffentliche Ausgaben.
4) Referenzjahr 2005 anstatt 2007.
Quelle: OECD, Bildung auf einen Blick 2010, Tab. B2.1
Daten-Portal des BMBF: Abbildungs-Link: www.bmbf.de/daten-portal/bild-71
Weiterführende Daten: www.bmbf.de/daten-portal/2.1.12

84

GLOSSAR

4 Glossar
AFBG: Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, seit 23.04.1996 in Kraft,
(auch Meister-BAföG genannt) unterstützt mit finanziellen Mitteln die berufliche Aufstiegsfortbildung von Handwerkern sowie anderen Fachkräften,
um die Höherqualifizierung über alle
Altersgruppen hinweg zu fördern, dem
Fachkräftemangel in Deutschlang zu
begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu sichern. Das
Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung in
allen Berufsbereichen.
Arbeitslose: Arbeitslose sind Arbeitsuchende, die vorübergehend nicht in
einem Beschäftigungsverhältnis stehen
oder nur eine weniger als 15 Stunden
wöchentlich umfassende Beschäftigung
ausüben, eine versicherungspflichtige,
mindestens 15 Stunden wöchentlich
umfassende Beschäftigung suchen und
dabei den Vermittlungsbemühungen
der Arbeitsagentur oder des kommunalen Trägers zur Verfügung stehen, also
arbeitsfähig und -bereit sind.
Arbeitslosenquote: Die Zahl der
Arbeitslosen wird in Bezug gesetzt zur
Zahl der zivilen abhängig beschäftigten

Erwerbspersonen, seit Jan. 2009 auf alle
zivilen Erwerbspersonen. Die Arbeitslosenquote wird häufig auch als „nationale Arbeitslosenquote“ bezeichnet, im
Unterschied zur ILO-Erwerbslosenquote,
die vorrangig auf die internationale
Vergleichbarkeit zielt.
Aufwendungen der Wirtschaft für
FuE: Aufwendungen der Unternehmen und der Institutionen für industrielle Gemeinschaftsforschung und
experimentelle Gemeinschaftsentwicklung (IfG) für FuE.
Ausbildungsbereich: Die amtliche
Statistik unterscheidet in der betrieblichen Berufsausbildung folgende Ausbildungsbereiche: Industrie und Handel,
Handwerk, Landwirtschaft, Öffentlicher
Dienst, Hauswirtschaft, Freie Berufe
(z. B. Rechtsanwälte und Notare, Patentanwälte, Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüfer, Ärzte,
Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker) und
Seeschifffahrt.
Ausbildungsberuf: Ausbildungsberufe sind in Deutschland die beruflichen
Tätigkeiten, die im Rahmen eines Ausbildungsverhältnisses im dualen System
erlernt werden können. Jugendliche

GLOSSAR

dürfen nur in anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden. Ausbildungsberufe werden in Ausbildungsordnungen nach dem Berufsbildungsgesetz
(BBiG) oder der Handwerksordnung
(HwO) staatlich anerkannt. Die durch die
Ausbildung zu erwerbenden Befähigungen werden durch das Berufsbildungsgesetz und die Ausbildungsordnung
festgelegt.
Ausbildungsvertrag: Der Ausbildungsvertrag wird zwischen dem Ausbildenden (Unternehmen) und dem
Auszubildenden auf der Grundlage des
Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung abgeschlossen. Der Ausbildungsinhalt sowie die Ausbildungsdauer und die Prüfungsanforderungen
sind in Rechtsverordnungen des Bundes
(Ausbildungsordnungen) geregelt. Die
Ausbildungsdauer liegt zwischen 2 und
3 Jahren, in der Regel dauert die Ausbildung 3 Jahre.
Auszubildende: Auszubildende sind
Personen, die aufgrund eines Ausbildungsvertrages nach dem Berufsbildungsgesetz eine duale Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf durchlaufen. Ihre Ausbildung erfolgt durch das unmittelbare
Lernen am Arbeitsplatz oder in den
betrieblichen bzw. überbetrieblichen
Ausbildungswerkstätten in Verbindung

85

mit dem gleichzeitigen Besuch einer Berufsschule mit Teilzeitunterricht (Duales
Ausbildungssystem).
Bachelor: Der Bachelor ist der erste
akademische Grad, der von Hochschulen
nach Abschluss einer wissenschaftlichen
Ausbildung vergeben wird. In Deutschland ist diese Bezeichnung im Rahmen
des Bologna-Prozesses eingeführt
worden. Ein Bachelor-Studiengang hat
meist eine Regelstudienzeit von sechs
Semestern, kann aber auch sieben oder
acht Semester (also drei bis vier Jahre)
dauern. Daran anschließen kann sich
ein vertiefender Master-Studiengang, in
Ausnahmefällen bereits die Promotion.
BAföG: Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (kurz: BAföG) regelt die
staatliche Unterstützung für die Ausbildung von Schülerinnen sowie Schülern
und Studierenden in Deutschland.
Hauptziele des BAföG sind die Erhöhung
der Chancengleichheit im Bildungswesen sowie die Mobilisierung von
Bildungsreserven in den einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten.
Berufliche Weiterbildung: Die berufliche Weiterbildung dient einerseits
dem Ziel, aufbauend auf der Ausbildung,
einer Erwerbsperson neue Qualifikationen zu vermitteln oder bestehende
zu erhalten bzw. aufzufrischen, um so

86

GLOSSAR

nachhaltig die Beschäftigungschancen
sicherzustellen und ein selbständiges
Agieren auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Andererseits zielt sie auf
die Sicherstellung des qualitativen und
quantitativen Arbeitskräftebedarfs der
Betriebe oder der gesamten Volkswirtschaft.
Berufsschule: Die Berufsschule ist
eine Schulform im Bereich der berufsbildenden Schulen. Die Berufsschule
vermittelt den Auszubildenden während
ihrer dualen Berufsausbildung die durch
den Rahmenlehrplan bzw. den Lehrplan
bestimmten Inhalte insbesondere der
Allgemeinbildung.
Bildungsabschlüsse:
Bildungsbereiche:

siehe ISCED 97
siehe ISCED 97

Bildungsbeteiligungsquote: Die
Bildungsbeteiligungsquote ist der Anteil
der Personen eines Bildungsbereichs
(z. B. Studium oder duale Berufsausbildung) an der altersgleichen Bevölkerung.
Bildungsbudget: Das Bildungsbudget
umfasst Personalausgaben, Sachaufwand, Investitionsausgaben und Versorgungsausgaben für im Bildungsbereich

aktive Beamte nach dem Konzept der
Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für den gesamten Bildungsbereich
(Elementarbereich, außerschulische
Jugendbildung, Schul- und Hochschulbereich, Weiterbildung). Nicht enthalten sind z. B. Abschreibungen, Finanzierungskosten, Personalausfallkosten
von Weiterbildungsteilnehmenden und
Ausbildungsvergütungen sowie Versorgungszahlungen für im Ruhestand
befindliche ehemalige Beschäftigte
des Bildungsbereichs. Im Rahmen der
Bildungsförderung werden öffentliche
Ausgaben für BAföG, Umschulungen,
Schülerbeförderung u. a. nachgewiesen.
Die Finanzierungsbeiträge der einzelnen
Gebietskörperschaften (Bund, Länder
und Kommunen) für das Bildungsbudget
können auf zwei verschiedenen Weisen
betrachtet werden, nach dem Konzept
der „Initial Funds“ und der „Final Funds“.
Bei dem Konzept der „Initial Funds“
wird der Zahlungsverkehr zwischen
den einzelnen Gebietskörperschaften
berücksichtigt. Das Konzept der „Final
Funds“ sieht keine Berücksichtigung des
Zahlungsverkehrs zwischen den Gebietskörperschaften vor. Die Unterscheidung
von „Initial Funds“ und „Final Funds“ hat
keinen Einfluss auf das Gesamtvolumen
der öffentlichen Mittel für den Bildungsbereich. Auch die Finanzierungsbeiträge

GLOSSAR

des privaten Bereichs, des Auslands und
die Höhe des Bildungsbudgets insgesamt werden vom Zahlungsverkehr
zwischen den öffentlichen Haushalten
nicht beeinflusst.
BIP: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist
ein Maß für die wirtschaftliche Leistung
einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum. Es misst den Wert der im
Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen (Wertschöpfung), soweit
diese nicht als Vorleistungen für die
Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden.
Bruttoinlandsausgaben für FuE
(BAFE): Alle zur Durchführung von
Forschung und Entwicklung im Inland
verwendeten Mittel, ungeachtet der
Finanzierungsquellen; eingeschlossen
sind also auch die Mittel des Auslands
und internationaler Organisationen für
im Inland durchgeführte Forschungsarbeiten. Hier nicht erfasst sind dagegen
die Mittel für FuE, die von internationalen Organisationen mit Sitz im Inland
im Ausland durchgeführt werden, bzw.
Mittel an das Ausland (vgl. FrascatiHandbuch 2002, § 423).
Erwerbspersonen: Erwerbspersonen
sind die Gesamtheit aller abhängig
beschäftigten zivilen Erwerbspersonen,

87

Selbstständigen und mithelfenden
Familienangehörigen. Dazu gehören sozialversicherungspflichtig Beschäftigte,
Auszubildende, geringfügig Beschäftigte, Beamte (ohne Soldaten), Arbeitslose, Selbstständige und mithelfende
Familienangehörige.
Fachhochschulen: Fachhochschulen
bieten eine stärker anwendungsbezogene Ausbildung in Studiengängen insb.
für Ingenieure und für andere Berufe,
vor allem in den Bereichen Wirtschaft,
Sozialwesen, Gestaltung und Informatik.
Das Studium ist kürzer als an wissenschaftlichen Hochschulen.
Förderschulen: Förderschulen dienen
der Förderung und Betreuung körperlich, geistig und seelisch benachteiligter
sowie sozial gefährdeter Kinder, die
nicht oder nicht mit ausreichendem
Erfolg in normalen Schulen unterrichtet
werden können. Sie haben in der Regel
den gleichen Bildungsauftrag wie die
übrigen allgemeinbildenden Schulen.
Fortbildungs-/Meisterprüfungen:
Fortbildungs-/Meisterprüfungen werden zum Nachweis von Kenntnissen und
Fertigkeiten durchgeführt, die durch
Maßnahmen der beruflichen Fortbildung erworben wurden. Sie haben den
besonderen Erfordernissen beruflicher

88

Erwachsenenbildung zu entsprechen.
(Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 3, 2009)
FuE: Forschung und Entwicklung
FuE-Ausgaben: Forschung und
experimentelle Entwicklung (FuE) ist
die systematische, schöpferische Arbeit
zur Erweiterung des vorhandenen
Wissens einschließlich des Wissens
über den Menschen, die Kultur und die
Gesellschaft sowie die Verwendung
dieses Wissens mit dem Ziel, neue
Anwendungsmöglichkeiten zu finden
(vgl. Frascati-Handbuch 2002, § 63). Die
im Zusammenhang mit dieser Arbeit
anfallenden Ausgaben sind Ausgaben
für Forschung und Entwicklung. Es wird
unterschieden zwischen internen und
extern FuE-Ausgaben. Alle zur Durchführung von Forschung und Entwicklung
im Inland oder innerhalb eines bestimmten Sektors einer Volkswirtschaft oder
innerhalb eines anderen Teilbereichs
(Berichtseinheit) verwendeten Mittel,
ungeachtet der Finanzierungsquellen
werden als interne Ausgaben ausgewiesen. (vgl. Frascati-Handbuch 2002,
§§ 358 f.). Unter externen Ausgaben
werden Ausgaben für FuE verstanden,
die im Ausland, in internationalen
Organisationen oder außerhalb eines

GLOSSAR

bestimmten Sektors oder eines anderen
Teilbereichs einer Volkswirtschaft (Berichtseinheit) durchführt werden (vgl.
Frascati-Handbuch 2002, § 408). Hierbei
handelt es sich z. B. um Ausgaben für
FuE-Leistungen, welche außerhalb von
Unternehmen für diese erbracht werden
(z. B. Vergabe von Forschungsaufträgen
an andere Unternehmen, an Forschungsinstitute oder Universitäten).
FuE-Personal: Alle direkt in FuE beschäftigten Arbeitskräfte ungeachtet
ihrer Position. Dazu zählen Forscherinnen und Forscher, technisches und
vergleichbares Personal sowie sonstiges
Personal (vgl. Frascati-Handbuch 2002,
§§ 294 ff.).
Habilitationen: Die Habilitation dient
dem Nachweis der wissenschaftlichen
Lehrbefähigung. Das Habilitationsverfahren wird als akademisches Examen
durchgeführt und umfasst neben der
Habilitationsschrift ein wissenschaftliches Gespräch („Kolloquium“) und eine
öffentliche Vorlesung.
Hochschulabschlüsse: In Deutschland gibt es folgende akademische
Grade nach einer bestandenen Hochschulprüfung: Bachelor, Staatsexamen,
Diplom und Magister (beides auslaufend), Master sowie Promotion.

GLOSSAR

Hochschulen : Hochschule ist ein
Oberbegriff für verschiedene wissenschaftliche, wissenschaftlich-anwendungsorientierte, künstlerisch-wissenschaftliche oder künstlerische Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs
zur beruflichen Ausbildung, Pflege der
Wissenschaften und Künste durch Forschung und Lehre. Zu den Hochschulen
zählen Universitäten, Kunsthochschulen, Fachhochschulen sowie Verwaltungshochschulen.
Hochschulreife: Siehe Hochschulzugangsberechtigung
Hochschulzugangsberechtigung:
Die Zulassung zum Studium an einer
deutschen Hochschule setzt eine
Studien- oder Hochschulzugangsberechtigung voraus. Voraussetzung
für ein Studium an wissenschaftlichen
Hochschulen ist die allgemeine bzw. die
fachgebundene Hochschulreife oder
eine erfolgreich bestandene Begabtenbzw. Eignungsprüfung. Die beiden zuletzt genannten Berechtigungsformen,
in der amtlichen Hochschulstatistik als
„Studienberechtigungen ohne formale Hochschulzugangsberechtigung“
bezeichnet, sind besonders häufig bei
Studierenden an Kunst- und Musikhochschulen anzutreffen. Ein Studium an
Fachhochschulen setzt die allgemeine

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Hochschulreife bzw. die Fachhochschulreife oder Begabten- bzw. Eignungsprüfungen voraus.
ICE: ICE (Information, Controlling,
Entscheidung) ist ein webgestütztes
Informationssystem, das umfangreiche
Datenbestände insbesondere aus den
Themenbereichen Studienberechtigte, Studienanfänger und Studierende,
Prüfungen und Absolventen sowie zur
Hochschulfinanzierung zur Verfügung
stellt.
Innovationen: Innovationen sind
neue oder merklich verbesserte Produkte oder Dienstleistungen, die auf
dem Markt eingeführt worden sind
(Produktinnovationen), sowie neue oder
verbesserte Verfahren, die neu eingesetzt werden (Prozessinnovationen) (vgl.
Oslo-Handbuch 2005, §§ 156 und 163).
Innovationsaufwendungen: Aufwendungen für laufende, abgeschlossene und abgebrochene Projekte, die
die Entwicklung und Einführung neuer
Produkte, Prozesse etc. zum Ziel haben.
Dazu zählen Aufwendungen für FuE,
innovationsbezogene Aufwendungen
für Maschinen, Anlagen, Software und
externes Wissen (z. B. Patente und Lizenzen), für Mitarbeiterschulung und Weiterbildung sowie für Markteinführung,

90

Produktgestaltung, Dienstleistungskonzeption und andere Vorbereitungen
für die Produktion und den Vertrieb von
Innovationen (siehe Oslo-Handbuch
2005, §§ 149 ff., S. 47).
ISCED 97: Die Abkürzung ISCED steht
für International Standard Classification
of Education (in etwa: Internationale
Standard-Klassifizierung für Bildungssysteme). ISCED wurde Anfang der 70er
von der UNESCO mit dem Ziel entwickelt, einen einheitlichen Rahmen für
die Sammlung und Darstellung von
Bildungsstatistiken zur Verfügung zu
stellen und damit Vergleiche sowohl auf
internationaler als auch auf nationaler
Ebene zu erleichtern bzw. überhaupt
erst zu ermöglichen. Die Klassifikation
von 1975 wurde 1997 überarbeitet
(ISCED 97) und bildet seitdem alle organisierten Lernprozesse ab (siehe Tabelle
nächste Seite).
Länderkürzel (Bundesländer):
BW = Baden-Württemberg; 

BY = Bayern; 

BE = Berlin; 

BB = Brandenburg; 

HB = Bremen; 

HH = Hamburg; 


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HE = Hessen; 

MV = Mecklenburg-Vorpommern; 

NI = Niedersachsen;
	
NW = Nordrhein-Westfalen; 

RP = Rheinland-Pfalz; 

SL = Saarland; 

SN = Sachsen; 

ST = Sachsen-Anhalt; 

SH = Schleswig-Holstein; 

TH = Thüringen.
	
Master: Der Master ist der zweite 

akademische Grad, den Studierende 

an Hochschulen als Abschluss einer 

wissenschaftlichen Ausbildung erlangen können. Er wird nach einem ein- bis 

zweijährigen Vollzeit- oder berufsbegleitenden Studium verliehen. Studienvoraussetzung ist ein Bachelor- oder 

der Abschluss in einem traditionellen, 

einstufigen Studiengang (Magister, 

Diplom, Erstes Staatsexamen in Rechtswissenschaften oder Lehramtsstudium; 

Abschluss in Medizin). Je nach Ausrichtung kann ein Masterstudiengang der 

wissenschaftlichen Vertiefung des vorherigen Studiums oder der Erschließung 

neuer Wissensgebiete dienen.
	
Meisterprüfungen: siehe Fortbildungs-/Meisterprüfungen
	

GLOSSAR

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Zuordnung1 nationaler Bildungsgänge und -einrichtungen zur
ISCED 97
Stufen der „International Standard
Classification of Education“ (ISCED 97)
ISCED 0: Elementarbereich
ISCED 1: Primarbereich

ISCED 2: Sekundarbereich I
2A Programme, die den Zugang zu 3A
oder 3B ermöglichen
- allgemeinbildend

- berufsvorbereitend
2B Programme, die den Zugang zu 3B
ermöglichen
2C Programme, die nicht den Zugang
zu 3 ermöglichen, sondern auf den
direkten Übergang in den Arbeits­
markt vorbereiten
ISCED 3: Sekundarbereich II
3A Programme, die Zugang zu 5A
ermöglichen
- allgemeinbildend

3B Programme, die den Zugang zu 5B
ermöglichen
- berufsbildend

Bildungsgänge und -einrichtungen
in Deutschland („Bildungsprogramme“)
Kindergärten, Vorklassen, Schulkindergärten,
Förderschulen im Elementarbereich
Grundschulen, Integrierte Gesamtschulen
(Jg. 1-4), Freie Waldorfschulen (Jg. 1-4),
Förderschulen (Jg. 1-4)
Hauptschulen, Schulartunabhängige Orien­
tierungsstufe, Realschulen, Förderschulen
(Jg. 5-10), Schularten mit mehreren Bildungs­
gängen, Gymnasien (Jg. 5-10), Integrierte
Gesamtschulen (Jg. 5-10), Freie Waldorfschulen
(Jg. 5-10), Abendhaupt-, Abendrealschulen,
Berufsaufbauschulen
Berufsvorbereitungsjahr
-

Gymnasien (Jg. 11-13), Integrierte Gesamt­
schulen (Jg. 11-13), Freie Waldorfschulen
(Jg. 11-13), Förderschulen (Jg. 11-13), Fachober­
schulen (2-jährig), Fachgymnasien, Berufs­
fachschulen (- die eine Studienberechtigung
vermitteln)
Berufsgrundbildungsjahr, Berufsschulen
(Duales System), Berufsfachschulen (- die einen
Berufsabschluss vermitteln, -die berufliche
Grundkenntnisse vermitteln), Schulen des
Gesundheitswesens (1-jährig)

3C Programme, die nicht den Zugang zu Beamtenausbildung für den mittleren Dienst
5 ermöglichen, sondern auf den
direkten Übergang in den Arbeits­
markt oder Bildungsprogramme in 3
oder 4 vorbereiten

92

GLOSSAR

Stufen der „International Standard
Classification of Education“ (ISCED 97)
ISCED 4: Post-sekundarer
nicht-tertiärer Bereich
4A Programme, die den Zugang zu 5A
ermöglichen

4B Programme, die den Zugang zu 5B
ermöglichen
4C Programme, die nicht den Zugang
zu 5 ermöglichen, sondern auf den
direkten Übergang in den Arbeits­
markt vorbereiten
ISCED 5: Tertiärbereich I
5A

5B

Bildungsgänge und -einrichtungen
in Deutschland („Bildungsprogramme“)

Abendgymnasien, Kollegs, Fachoberschulen
(1-jährig), Berufs-/Technische Oberschulen,
Kombination aus einem allgemeinbildenden
Programm (3A) und einem berufsbildenden
Programm (3B)
Kombination aus zwei berufsbildenden
Programmen in 3B
-

Universitäten, Pädagogische Hochschulen,
Theologische Hochschulen, Gesamthoch­
schulen, Kunsthochschulen, Fachhochschulen
Fachschulen/Fachakademien (Bayern), Berufs­
akademien, Verwaltungsfachhochschulen,
Schulen des Gesundheitswesens (2- bis 3-jährig)

ISCED 6: Weiterführende Forschungs- Promotionsstudium
programme
1) Stand Berichtsjahr 2007/08; ab dem Berichtsjahr 2008/09 (Internationale Bildungsdatenlieferung an UNESCO, OECD
und Eurostat 2010) ergeben sich Veränderungen aufgrund der partiellen Neuzuordnung der beruflichen Bildungsgänge
der Länder sowie der Berücksichtigung der Einführungsphase von G8 in ISCED 3.
Quelle: Konsortium Bildungsberichterstattung, Bildung in Deutschland 2010, Tab. 1A

OECD: Organisation for Economic
Co-operation and Development (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Die OECD ist
ein Forum, in dem die Regierungen von
34 Staaten, überwiegend in Industriestaaten, zusammenarbeiten, um den
mit der Globalisierung der Weltwirtschaft verbundenen Herausforderungen
im Wirtschafts-, Sozial-, Umwelt- und

Governance-Bereich zu begegnen bzw.
deren Chancen zu nutzen. Satzungsgemäße Ziele der OECD sind es, zu einer
optimalen Wirtschaftsentwicklung und
einem steigenden Lebensstandard in
ihren Mitgliedstaaten beizutragen, in
ihren Mitgliedstaaten und den Entwicklungsländern das Wirtschaftswachstum
zu fördern und eine Ausweitung des
Welthandels zu begünstigen.

GLOSSAR

Private Institutionen ohne Erwerbszweck (PNP-Sektor): Für die nationale
Berichterstattung umfasst dieser Sektor
die überwiegend vom Staat finanzierten
Organisationen ohne Erwerbszweck
(z. B. Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF), MaxPlanck-Gesellschaft (MPG) oder Fraunhofer-Gesellschaft (FhG)) und die privaten
Organisationen ohne Erwerbszweck,
die weder überwiegend vom Staat noch
überwiegend von der Wirtschaft finanziert werden bzw. nicht vornehmlich
Dienstleistungen für Unternehmen der
Wirtschaft erbringen.
Staatlich finanzierte FuE-Ausgaben:
Alle von Bund und Ländern finanzierten
FuE-Ausgaben, unabhängig davon, in
welchem Sektor die Forschung und Entwicklung durchgeführt wird.
Studienanfänger/-innen: Studienanfänger/-innen sind Studierende im
ersten Hochschulsemester (Erstimmatrikulierte) oder im ersten Semester eines
bestimmten Studiengangs (Fachsemester).
Studienanfängerquote: Sie ist der
Anteil der Studienanfänger/-innen im
ersten Hochschulsemester an dem Jahrgang der Wohnbevölkerung. Die Quote
ist ein wichtiger Indikator für die Hochschulplanung.

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Studienberechtigtenquote: Der
Anteil der Studienberechtigten an der
gleichaltrigen Bevölkerung basiert
auf dem Durchschnitt der 17- bis unter
20-jährigen (Länder mit 12 Schuljahren)
bzw. der 18- bis unter 21-jährigen (Länder
mit 13 Schuljahren) deutschen und ausländischen Wohnbevölkerung.
Studierquote: Die Studierquote ist
der Anteil der Schulabgänger/-innen
eines Abschlussjahrgangs, der bereits
ein Studium aufgenommen hat oder
fest entschlossen ist, es noch aufzunehmen. Die Berechnung basiert auf der
jeweiligen repräsentativen Erhebung
der Hochschul-Informations-System
GmbH. Ergänzend zu dieser (Brutto-)
Studierquote (sichere Aufnahme eines
Studiums) kann auch die Gruppe derjenigen berücksichtigt werden, die sich bzgl.
einer Studienaufnahme noch unsicher
sind oder ein Studium als Alternative in
Erwägung ziehen. Hierdurch wird dann
die Maximalquote berechnet.
Vollzeitäquivalent: Bemessungseinheit für die Vollzeitbeschäftigung
einer Arbeitskraft in einem bestimmten
Zeitraum. Diese Einheit dient z. B. dazu,
die Arbeitszeit der nur teilweise in FuE
Beschäftigten (einschließlich der Teilzeitbeschäftigten) auf die Arbeitszeit
einer voll in FuE beschäftigten Person
umzurechnen (vgl. Frascati-Handbuch
2002, §§ 331 ff.).

94

Wissenschaftliches und künstlerisches Personal: Zu der Gruppe des
wissenschaftlichen und künstlerischen
Personals an Hochschulen gehören
vor allem Akademische Rätinnen/Räte,
Oberrätinnen/Oberräte und Direktorinnen/Direktoren, wissenschaftliche
und künstlerische Mitarbeiter/-innen im
Angestelltenverhältnis sowie Ärztinnen/
Ärzte im Praktikum.
Wissenschaftsausgaben: Ausgaben
für Forschung und Entwicklung (FuE)
sowie Ausgaben für wissenschaftliche
Lehre und Ausbildung und sonstige verwandte wissenschaftliche und technologische Tätigkeiten insgesamt werden als
Wissenschaftsausgaben bezeichnet. Zu
Letzteren gehören z. B. wissenschaftliche
und technische Informationsdienste,
Datensammlung für allgemeine Zwecke,
Untersuchungen über die Durchführbarkeit technischer Projekte (demgegenüber sind Durchführbarkeitsstudien
von Forschungsvorhaben jedoch Teil
von FuE), Erarbeiten von Grundlagen
für Entscheidungshilfen für Politik und
Wirtschaft.

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57: BananaStock Ltd; Seite 68: Image Source Pink / Getty Images

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