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Full text: Materialien für die interne Evaluation zum Berliner Bildungsprogramm für Kitas und Kindertagespflege

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm
für Kitas und Kindertagespflege

Impressum
entwickelt im Auftrag der
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin
von
Internationale Akademie Berlin
für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA)

Autorenteam:
Sabine Beyersdorff
Stefani Boldaz-Hahn
Dr. Elke Heller
Milena Hiller
Ulla Lindemann
Katrin Macha
Michael Priebe
Christiane Schweitzer
Björn Sturm
Dr. Christa Preissing

unter Leitung von:
Dr. Christa Preissing
Layout:
Ilse Neufeldt-Brasche
Endredaktion:
Annette Hautumm-Grünberg
Henriette Heimgaertner
Milena Hiller
Gesamtherstellung
Wolfgang Ziebart

Druck
Ruksaldruck GmbH und Co. KG
Lankwitzer Straße 35, 12107 Berlin
www.ruksaldruck.de
Auflage
1. Auflage 4000
Berlin, Juni 2015

Zitierhinweis:
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (Hg.) 2015
Materialien für die interne Evaluation zum Berliner Bildungsprogramm
für Kitas und Kindertagespflege. Berlin
Vervielfältigungen sind erlaubt.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
Einführung ............................................................................................................................................................... 5
Zur Struktur der Evaluationsmaterialien ................................................................................................................. 7
Methoden und Instrumente der internen Evaluation im Überblick ....................................................................... 8
Schritte der internen Evaluation ........................................................................................................................... 11
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien ........................................................................................................... 17
Aufgabenbereich A1 .............................................................................................................................................. 39
Das pädagogische Handeln basiert auf einem Bildungsverständnis, das allen Kindern
die gleichen Rechte auf Bildung und jedem Kind die Entfaltung seiner Potentiale gewährleistet.
Aufgabenbereich A2 .............................................................................................................................................. 53
Pädagoginnen und Pädagogen vertiefen ihr Verständnis für die Ziele des pädagogischen Handelns.
Aufgabenbereich A3 .............................................................................................................................................. 59
Pädagoginnen und Pädagogen setzen sich mit Erkenntnissen zur Unterstützung
frühkindlicher Bildungsprozesse auseinander.
Aufgabenbereich B1 .............................................................................................................................................. 65
Pädagoginnen und Pädagogen beobachten und dokumentieren
kindliche Bildungs- und Entwicklungsprozesse.
Aufgabenbereich B2 .............................................................................................................................................. 75
Die Gestaltung des alltäglichen Lebens ermöglicht Kindern vielseitige Lernerfahrungen.
Aufgabenbereich B3 .............................................................................................................................................. 91
Pädagoginnen und Pädagogen unterstützen alle Mädchen und Jungen,
ihre Phantasie und ihre schöpferischen Kräfte im Spiel zu entfalten.
Aufgabenbereich B4 ............................................................................................................................................ 109
Pädagoginnen und Pädagogen eröffnen Kindern durch Projekte neue Zugänge zu Erfahrungen und Wissen.
Aufgabenbereich B5 ............................................................................................................................................ 121
Räume und ihre Gestaltung bieten vielseitige Bildungsmöglichkeiten.
Aufgabenbereich B6 ............................................................................................................................................ 133
Pädagoginnen und Pädagogen integrieren Kinder mit Behinderung und kooperieren mit der Frühförderung.
Aufgabenbereich B7 ............................................................................................................................................ 143
Pädagoginnen und Pädagogen gestalten Übergänge mit den Kindern.
Aufgabenbereich C1 ............................................................................................................................................ 161
Pädagoginnen und Pädagogen gestalten eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern.
Aufgabenbereich C2 ............................................................................................................................................ 175
Pädagoginnen und Pädagogen sowie die Leitung gestalten die Zusammenarbeit und
Kommunikation im Team nach demokratischen Grundprinzipien.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Einführung

Einführung
Durch die seit 2006 geltende Qualitätsvereinbarung Tageseinrichtungen (QVTAG) ist das Berliner
Bildungsprogramm (BBP) in seiner je geltenden Fassung verbindliche Arbeitsgrundlage für alle
Berliner Kindertageseinrichtungen. Laut QVTAG gehört hierzu die kontinuierliche interne Evaluation
der pädagogischen Arbeit im Team. 2008 hat die Senatsverwaltung entsprechende Materialien für
die interne Evaluation zum Berliner Bildungsprogramm, den „roten Ordner“, herausgegeben.
Es besteht keine Verpflichtung, diese Materialien zu nutzen. Dennoch wird ihre Anwendung
empfohlen. Die interne Evaluation kann so unmittelbar entlang der Qualitätskriterien des BBP
erfolgen. Das unterstützt die Vergleichbarkeit und den fachlichen Dialog zwischen den Kitas.
Verschiedene Träger und Verbände haben eigene Qualitätsentwicklungsverfahren – und damit
eigene interne Evaluationsverfahren – in ihren Kitas eingeführt. Grundsätzlich ist es möglich, dass
diese Verfahren und die dazu eingeführten Instrumente auch für die interne Evaluation der Arbeit
nach dem BBP genutzt werden.
Allerdings müssen hierfür zwei Voraussetzungen gegeben sein:
 Die den angewandten Verfahren zugrundeliegenden Qualitätskriterienkataloge müssen die
wesentlichen Qualitätskriterien zur Arbeit mit dem BBP enthalten. Nur so ist – wie von der
QVTAG gefordert – eine Evaluation anhand der Kriterien des Bildungsprogramms möglich.
 Die angewandten Instrumente müssen alle in der Kita tätigen Pädagoginnen und Pädagogen zu
Wort kommen lassen. Dadurch wird eine gemeinsame fachliche Entwicklung des Gesamtteams
erreicht.
Sofern ein Träger ein anderes als das durch die Materialien beschriebene Qualitätsentwicklungsverfahren nutzt, muss er die für dieses Verfahren geltenden Qualitätskriterien daraufhin prüfen, ob
und inwieweit sie denen für die Arbeit mit dem Bildungsprogramm entsprechen. Gegebenenfalls
sollten sie ergänzt oder korrigiert werden. Diese Überprüfung empfiehlt sich auch in Hinblick auf die
externe Evaluation, da sich diese gleichfalls an den Qualitätsansprüchen zum Bildungsprogramm
orientiert.
Seit Juli 2014 liegt die aktualisierte Neuauflage des BBP vor. Mit dem Erscheinen der ersten Auflage
2004 haben sich Pädagoginnen und Pädagogen in den Kindertagesstätten mit den Zielen,
Bildungsinhalten und pädagogisch-methodischen Aufgaben auseinandergesetzt und konnten
vielseitige Erfahrungen in der ideenreichen Gestaltung ihrer Praxis sammeln. Maßgebliche
Unterstützung erhielten die Teams durch die Verfahren und Instrumente der internen Evaluation und
durch dafür speziell qualifizierte Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren.
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen zur frühkindlichen Entwicklung und Bildung,
veränderte bildungspolitische Ansprüche und Rahmenbedingungen sowie die Entwicklungen der
Berliner Praxis in den letzten 10 Jahren erforderten eine umfassende Aktualisierung des BBP. Viele
junge, gut ausgebildete Kolleginnen und Kollegen aus den pädagogischen Fach- und Hochschulen
sowie aus verschiedenen Bundesländern, anderen Staaten und Kontinenten kommen neu in die
Berliner Kitas und bereichern die Arbeit mit ihren Erfahrungen. Daher ist es erforderlich, dass sich die
Teams erneut mit den grundlegenden Ansprüchen des BBP auseinandersetzen und sich verständigen,
was gemeinsam zu durchdenken ist und worin weiterer Entwicklungsbedarf besteht.

5

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Einführung

Die jetzt vorliegenden Materialien sind entsprechend der aktualisierten Fassung des BBP neu
bearbeitet. Da die Methoden und Instrumente der internen Evaluation sich grundsätzlich bewährt
haben, werden sie im Wesentlichen beibehalten, mit einigen inhaltlichen und strukturellen
Neuerungen:
 Um den engen Bezug der internen Evaluation zum BBP deutlich zu machen, sind die
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien nun auch im BBP enthalten.
 Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien zur Orientierungsqualität sollen Teams unterstützen,
sich die Grundlagen ihres pädagogischen Handelns bewusst zu machen und professionell zu
vertreten.
 Die einfühlsame Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder bis zu drei Jahren ist durchgängig
in alle Abschnitte des BBP integriert und findet somit auch ganz konkreten Ausdruck in den
formulierten Qualitätsansprüchen und Qualitätskriterien einiger Aufgabenbereiche.
 Für die Arbeit mit Kindern mit Behinderungen gibt es im aktualisierten BBP ein eigenes Kapitel. Es
enthält ebenfalls Qualitätsansprüche und -kriterien für die interne Evaluation.
 Der Aufgabenbereich „Übergänge“ bündelt die Übergänge der Kinder von der Familie in die Kita,
Übergänge innerhalb der Kita und zwischen Kitas/Kindertagespflege und Kita sowie den
Übergang in die Grundschule.
 Der Aufgabenbereich „Demokratische Teilhabe“ wurde neu gefasst und durch
Qualitätsansprüche an Leitungsaufgaben erweitert.
 Durchgängig wird der Begriff „Pädagoginnen und Pädagogen“ verwendet, um alle pädagogischen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen Ausbildungen in den Kitas
gleichermaßen anzusprechen.
Für die interne Evaluation sind die Aufgabenbereiche zur besseren Übersicht in drei
Evaluationsbereiche gegliedert:
 Teil A: Orientierungsqualität – Bildungsverständnis, Ziele pädagogischen Handelns,
professionelles Selbstverständnis
 Teil B: Handlungsqualität – Pädagogisch-methodische Aufgaben: Beobachten und
Dokumentieren, Gestaltung des alltäglichen Lebens, Spielanregung, Projektgestaltung, Raumund Materialangebot, Integration von Kindern mit Behinderung, Gestaltung von Übergängen
 Teil C: Kooperationsqualität – Zusammenarbeit mit Eltern, Zusammenarbeit im Team und
Leitungsverantwortung
Die Teams haben in den vergangenen Jahren unterschiedliche Erfahrungen mit der internen
Evaluation gesammelt. Die erreichten Ergebnisse und die noch zu bearbeitenden Herausforderungen
in den Kitas sowie deren Ursachen sind sehr verschieden. Deshalb sollten die Leitungskräfte mit ihren
Teams selbst entscheiden, mit welchen Qualitätsansprüchen der Orientierungsqualität, der
Handlungsqualität oder Kooperationsqualität sie sich in der nächsten Phase der internen Evaluation
tiefer gehend auseinandersetzen wollen.
In jedem Fall geht es darum, Pädagoginnen und Pädagogen anzuregen, sich mit den
weiterentwickelten Ansprüchen des BBP auseinanderzusetzen, ihre professionellen Kompetenzen zu
vertiefen und sich offensiv für eine qualitativ hochwertige Arbeit in den Berliner Kitas einzusetzen.
Dabei wünschen wir Ihnen Spaß und viel Erfolg.
Das Autorenteam
6

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Zur Struktur der Evaluationsmaterialien

Zur Struktur der Evaluationsmaterialien
Die vorliegenden Materialen zur internen Evaluation sind in drei Evaluationsbereiche gegliedert:
Teil A:

Orientierungsqualität - Bildungsverständnis, Ziele pädagogischen
Handelns, professionelles Selbstverständnis

Teil B:

Handlungsqualität - Pädagogisch-methodische Aufgaben

Teil C:

Kooperationsqualität - Zusammenarbeit mit Eltern, Zusammenarbeit
im Team und Leitungsverantwortung

Jeder dieser drei Evaluationsbereiche umfasst Aufgabenbereiche, die die im BBP für Kitas und
Kindertagespflege beschriebenen Aufgaben von Pädagoginnen und Pädagogen beinhalten.
Qualitätsansprüche gliedern die Aufgabenbereiche inhaltlich. Die Qualitätskriterien konkretisieren
die Qualitätsansprüche. An den Kriterien zeigt sich, ob und wie die Qualitätsansprüche des BBP
konkret erfüllt werden. In den Instrumenten finden sich also folgende Qualitätsebenen:
 Aufgabenbereich (beschreibt Aufgaben innerhalb der Evaluationsbereiche Orientierungs-,
Handlungs- bzw. Kooperationsqualität)
 Qualitätsansprüche (entsprechen den Evaluationsfragen)
 Qualitätskriterien (sind den jeweiligen Qualitätsansprüchen zugeordnet)
Die Inhalte des BBP und die Aufgabenbereiche in den Materialien zur internen Evaluation
Berliner
Bildungsprogramm

Inhalte

Materialien
zur internen Evaluation

Kapitel 1

Zum Bildungsverständnis

Aufgabenbereich A1

Kapitel 2

Ziele pädagogischen Handelns

Aufgabenbereich A2

Kapitel 3

Zur Gestaltung von Bildungsprozessen:
•
•
•
•
•
•

Professionelles Selbstverständnis
Beobachten und Dokumentieren
Gestaltung
des
alltäglichen
Lebens
Spielanregung
Projektgestaltung
Raum- und Materialangebot

Aufgabenbereich A3
Aufgabenbereich B1
Aufgabenbereich B2
Aufgabenbereich B3
Aufgabenbereich B4
Aufgabenbereich B5

Kapitel 4

Integration von Kindern mit Behinderung/ Aufgabenbereich B6
Frühförderung

Kapitel 5

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Aufgabenbereich C1
Eltern

Kapitel 6

Gestaltung von Übergängen

Aufgabenbereich B7

Kapitel 8

Demokratische Teilhabe:

Aufgabenbereich C2

•
•

Zusammenarbeit im Team
Aufgaben und Verantwortung der
Kita-Leitung
7

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Methoden und Instrumente der internen Evaluation im Überblick

Methoden und Instrumente der internen Evaluation im Überblick
Strukturierte Selbsteinschätzung
Bei der strukturierten Selbsteinschätzung reflektiert und bewertet zunächst jede Pädagogin und
jeder Pädagoge selbst die eigene Arbeit zu einem ausgewählten Aufgabenbereich. Das erfordert, die
eigene Arbeit entlang der Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien kritisch zu beleuchten,
Erreichtes anhand von Beispielen zu belegen und das Niveau der Qualitätsentwicklung anhand der
Evaluationsfrage auf einer vorgegebenen Werteskala einzuschätzen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem technischen Bereich der Kindertagesstätte sind herzlich
eingeladen, auch ihr fachliches Handeln zu hinterfragen, zu bewerten und in die Diskussion um
Qualitätsentwicklung einzubringen.
Hinweis für das Kita-Team: Achten Sie bei der Selbsteinschätzung auf folgende Prinzipien (IDAKS):


Individuell:



Diskret:





Aktuell:
Konkret:
Subjektiv:

Jede Pädagogin und jeder Pädagoge füllt die Selbsteinschätzungsbögen alleine
aus.
Der ausgefüllte Selbsteinschätzungsbogen gehört Ihnen und verbleibt in Ihrem
Besitz.
Wählen Sie Beispiele aus Ihrer aktuellen täglichen Praxis.
Nennen Sie konkrete Beispiele aus Ihrer Praxis.
Schätzen Sie Ihre Arbeit aus Ihrer persönlichen Sichtweise ein.

Hinweis für die Kita-Leitung: Reflektieren Sie als Leitung die Qualitätsansprüche und
Qualitätskriterien aus der Leitungsperspektive: Wie schätze ich die Arbeit des Teams ein und was tue
ich in meiner Leitungsverantwortung dafür, dass der Qualitätsanspruch erfüllt werden kann?
Abschließend trifft jede Pädagogin und jeder Pädagoge eine zusammenfassende Einschätzung zu der
Evaluationsfrage anhand der vierstufigen Werteskala:
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Die Einzeleinschätzungen werden anschließend anonym auf einem Plakat zusammengetragen. So
wird ein Qualitätsprofil des Teams sichtbar, das Grundlage der sich anschließenden
Gruppendiskussion werden kann.

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Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Methoden und Instrumente der internen Evaluation im Überblick

Strukturierte Gruppendiskussion
In der strukturierten Gruppendiskussion werden die gleichen Qualitätsansprüche, Kriterien und
Evaluationsfragen wie in der Selbsteinschätzung zugrunde gelegt. Hier haben sie die Funktion eines
Gesprächsleitfadens, an dem entlang die Einstellungen und fachlichen Einschätzungen des Teams
diskutiert werden. Es geht um einen Austausch der subjektiven Perspektiven und Deutungen der
einzelnen Pädagoginnen und Pädagogen sowie ggf. der weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Abschließend wird das erreichte Qualitätsniveau im jeweiligen Aufgabenbereich in der
Kindertagesstätte zusammenfassend eingeschätzt.
In größeren Teams empfiehlt sich ein arbeitsteiliges Vorgehen: Kleingruppen diskutieren die
Einschätzung der erreichten Ergebnisse zu den Evaluationsfragen und finden zu einer
Gruppeneinschätzung. Diese stellen die Kleingruppen im Gesamtteam zur Diskussion.
Die in der Gruppendiskussion erzielten Einschätzungen des Teams zu den Evaluationsfragen werden
auf demselben Plakat markiert wie die individuellen Einschätzungen. Dafür sollte eine andere Farbe
verwendet werden.
Dabei ist relevant, ob das Team einen gemeinsamen Standpunkt in der Bewertung der
Evaluationsfragen und des individuellen Handelns hat oder ob es unterschiedliche Einschätzungen
auf der Werteskala gibt. Über unterschiedliche oder gar gegensätzliche Einschätzungen sollte nicht
hinweggegangen, sondern diese als Anlass für fachliche Auseinandersetzungen betrachtet werden.
In der Verständigung über die Standpunkte zur Bewertung der Evaluationsfragen liegt der größte
Gewinn der Gruppendiskussion.
Diese Auseinandersetzungen bleiben nicht unverbindlich. Sie werden mit dem Anliegen geführt, sich
auf eine Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus zu den Evaluationsfragen zu einigen und vor
allem Ziele und Schritte für die Weiterentwicklung zu beraten.
Zu dieser Diskussion können auch interessierte Eltern oder Trägervertreterinnen bzw.
-vertreter eingeladen werden.

Leitfragen für die Gruppendiskussion:
 Welche praktischen individuellen Beispiele haben die einzelnen Pädagoginnen und Pädagogen
sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Qualitätsansprüchen?
 Gibt es Unterschiede in den Selbsteinschätzungen und den individuellen Praktiken? Wenn ja,
worin bestehen die Unterschiede? Wie erklären Sie sich diese Unterschiede? Wie gehen Sie
künftig mit diesen Unterschieden um?
 Was gelingt Ihnen mit Blick auf die gesamte Kita bei der Realisierung der Qualitätsansprüche in
der Praxis gut?
 Was gelingt noch nicht so gut?
 Wie schätzen Sie die pädagogische Arbeit der gesamten Kita zu den Qualitätsansprüchen und im
gesamten Aufgabenbereich ein?
 Welche Ziele und welche Aufgaben zur Qualitätsentwicklung nehmen Sie sich in diesem
Aufgabenbereich vor?
Halten Sie in einem Maßnahmenplan fest, was wer mit wem bis wann bearbeitet und wer
nachfragt.
9

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Methoden und Instrumente der internen Evaluation im Überblick

Dieses Vorgehen bei der internen Evaluation ist in allen Aufgabenbereichen gleich angelegt. Bei drei
Aufgabenbereichen werden die Evaluationsinstrumente ergänzt:
Im Aufgabenbereich B3 „Spielanregung“ wird die strukturierte kollegiale Beobachtung in
die Einschätzung und Wertung einbezogen. Dabei wählt sich die Pädagogin/der
Pädagoge eine Kollegin/einen Kollegen des Vertrauens, die/der sie an einem Tag in
mehreren Intervallen zu ausgewählten Kriterien beobachtet. In einem
anschließenden Gespräch ist Zeit für einen Austausch über das Beobachtete und die
getroffenen Einschätzungen auf der Werteskala. Die Ergebnisse der kollegialen
Beobachtung werden nicht veröffentlicht. Die/der Beobachtete entscheidet selbst,
welche Beispiele sie/er in die Gruppendiskussion einbringen möchte.
Der dem Aufgabenbereich C1 „Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern“
beigefügte Elternfragebogen beinhaltet ausgewählte Fragen zur Einschätzung der
Eltern bezüglich der Zusammenarbeit mit den pädagogischen Fachkräften,
Möglichkeiten ihrer Beteiligung und zur Transparenz der pädagogischen Arbeit.
Interessant ist der Vergleich der Einschätzung der Eltern mit der Einschätzung der
Fachkräfte bzw. des Teams. Die Perspektiven der Eltern werden so zu einem
wesentlichen Bestandteil der Gesamteinschätzung und zur Grundlage für weitere
qualitätsfördernde Veränderungen. Der Elternfragebogen wird auf der Webseite
des Berliner Kita-Instituts für Qualitätsentwicklung (BeKi) in mehreren Sprachen
zum Download zur Verfügung gestellt (www.beki-qualitaet.de).
Im Aufgabenbereich C2 „Demokratische Teilhabe“ sind zwei Instrumente zur
Selbsteinschätzung vorgesehen: eines für Pädagoginnen und Pädagogen und eines
für die Leitungskräfte.
Es liegt in der Verantwortung eines jeden Teams zu entscheiden, auf welche Aufgabenbereiche bzw.
welche Qualitätsansprüche es sich in einer Evaluationsphase schwerpunktmäßig konzentriert.
Laut den Befragungen des BeKi zu den Praxiserfahrungen mit der internen Evaluation 1 hat es sich
bewährt, dass Kita-Teams sich bei der internen Evaluation von ausgebildeten Multiplikatorinnen bzw.
Multiplikatoren begleiten lassen. Besonders im Aufgabenbereich C2 „Demokratische Teilhabe“, in
dem neben der Teamkultur auch das Leitungshandeln im Fokus der internen Evaluation steht,
empfiehlt es sich, dass die Begleitung der internen Evaluation nicht durch die Leitung selbst, sondern
durch eine erfahrene Fachkraft „von außen“ erfolgt.
Im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit sollen die Eltern über Evaluationsergebnisse und
über die Perspektiven für die Weiterentwicklung der Arbeit informiert werden.

1

http://www.beki-qualitaet.de/images/beki/downloads/BeKiBericht_Praxiserfahrungen_mit_der_internen_Evaluation_zum_BBP_2012_Kurzfassung.pdf

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Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Schritte der internen Evaluation

Schritte der internen Evaluation
Im Folgenden sind die Schritte der internen Evaluation und deren jeweilige Ziele kurz beschrieben.
Nähere Erläuterungen sowie Praxiserfahrungen können in der „Werkzeugkiste Interne Evaluation“ 2
im Kapitel „Schritte der Begleitung der internen Evaluation“ nachgelesen werden. Hier sind auch
Anregungen zu finden, wie die interne Evaluation kreativ und variantenreich gestaltet werden kann.
Schritt 1: Erkunden
Ziele:
 Die aktuelle Situation im Team (Arbeitsbedingungen, besondere inhaltliche Schwerpunkte,
...) wird deutlich.
 Die Rollen der Beteiligten, insbesondere von Leitung und externer Begleitung im Prozess der
internen Evaluation werden geklärt.
Hinweis für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren: Die Erkundung der Situation im Team ist vor
allem bedeutend, wenn Sie ein Ihnen unbekanntes Team begleiten. Dann empfiehlt es sich mit der
Kitaleitung zu klären, welches Anliegen sie mit der internen Evaluation verfolgt und ob schon ein
Evaluations- und Aufgabenbereich ausgewählt wurde.
Hinweis für die Kita-Leitung: Bei der Begleitung des eigenen Teams vergewissern Sie sich während
der Erkundung, ob alle Teammitglieder bereits Erfahrungen mit den nun anstehenden Schritten
haben oder noch Informationen brauchen. Spüren Sie nach, wie die Stimmung im Team ist, und
thematisieren Sie Ihre Doppelrolle als Leiterin/Leiter bzw. Pädagogin/Pädagoge und als
Begleiterin/Begleiter der internen Evaluation.
Schritt 2: Evaluations- und Aufgabenbereich auswählen
Ziele:
 Das Team wählt den Evaluations- und Aufgabenbereich für die interne Evaluation aus, der in
Verbindung zu den aktuellen Themen der Kita steht.
 Die Leitung entscheidet, ob sie selbst die interne Evaluation begleitet oder eine
Multiplikatorin/ein Multiplikator von außen diese Aufgabe übernimmt.
Das Team wählt einen Bereich aus, mit dem es sich gerade oder schon länger thematisch beschäftigt.
Wenn ein Team das erste Mal eine interne Evaluation durchführt, bietet es sich an, einen Bereich zu
wählen, in dem sich das Team stark fühlt.
Hierzu können z.B. alle Aufgabenbereiche auf einem Flipchart aufgelistet werden. Jedes
Teammitglied setzt seine Priorität und begründet diese. Anschließend entscheidet sich das Team für
einen Bereich.
Hinweis für die Kita-Leitung: Entscheiden Sie nach der Wahl des Bereiches, ob Sie die interne
Evaluation selbst begleiten wollen oder eine externe Begleitung wünschen, wie es sich insbesondere
für den Aufgabenbereich „Demokratische Teilhabe“ empfiehlt.
2

vgl. Werkzeugkiste Interne Evaluation. Handbuch zur Begleitung interner Evaluationen zum Berliner Bildungsprogramm
für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen bis zu ihrem Schuleintritt.
Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung. verlag das netz. Berlin. 2010

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Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Schritte der internen Evaluation

Schritt 3: In den ausgewählten Aufgabenbereich einführen
Ziel:
 Alle Pädagoginnen und Pädagogen sowie weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
entwickeln ein gemeinsames Verständnis für die Inhalte der Qualitätsansprüche und
Qualitätskriterien des ausgewählten Aufgabenbereiches.
Hier geht es darum, das Team thematisch in den Aufgabenbereich einzustimmen und es mit den
Qualitätsansprüchen und -kriterien vertraut zu machen.
Für die Einführung in den gewählten Aufgabenbereich können unterschiedliche Methoden genutzt
werden, z.B. aus der „Werkzeugkiste“ 3. Das Team macht sich so mit dessen Inhalten vertraut. Bei der
gemeinsamen Sichtung der Qualitätsansprüche bzw. -kriterien werden Fragen und die verwendeten
Begriffe geklärt.
Schritt 4: Strukturierte Selbsteinschätzung
Ziel:
 Pädagoginnen und Pädagogen sowie weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reflektieren
ihr fachliches Handeln und schätzen die eigene Arbeit anhand von Qualitätsansprüchen und kriterien ein.
Hier ist jede einzelne Pädagogin und jeder einzelne Pädagoge dazu aufgefordert, ihr bzw. sein
eigenes fachliches Handeln selbst zu reflektieren und zu bewerten. Siehe hierzu die Erläuterung zur
strukturierten Selbsteinschätzung auf Seite 7.
Schritt 5: Ergebnisse der Selbsteinschätzungen darstellen
Ziel:
 Die individuellen Selbsteinschätzungen werden sichtbar.
Die individuellen Selbsteinschätzungen werden zusammen geführt. Die dafür vorgesehene
Dokumentationshilfe sollte auf ein großes Plakat übertragen werden, auf der anonym die
individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen markiert werden können.
Sind alle Einschätzungen übertragen, wird zu erkennen sein, bei welchen Qualitätsansprüchen die
Einschätzungen übereinstimmen und wo sie weit auseinanderliegen. So wird ein erstes
Qualitätsprofil des Teams sichtbar, das Grundlage der sich anschließenden Gruppendiskussion sein
wird.

3

vgl. Werkzeugkiste Interne Evaluation. Handbuch zur Begleitung interner Evaluationen zum Berliner Bildungsprogramm
für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen bis zu ihrem Schuleintritt.
Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung. verlag das netz. Berlin. 2010

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Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Schritte der internen Evaluation

Schritt 6: Strukturierte Gruppendiskussion
Ziele:
 Individuelle Beispiele zur Realisierung der Qualitätsansprüche werden im Team vorgestellt.
 Eine zusammenfassende Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus bei der Realisierung
des Aufgabenbereiches in der Kindertageseinrichtung wird erarbeitet.
 Ziele und Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung werden beraten und beschlossen.
In der strukturierten Gruppendiskussion werden dieselben Qualitätsansprüche, Qualitätskriterien
und Evaluationsfragen wie in der Selbsteinschätzung zu Grunde gelegt.
Siehe hierzu die Erläuterung zur strukturierten Gruppendiskussion auf Seite 8.
Nun hat das Team eine Arbeitsplanung für das weitere Vorgehen.
Schritt 7: Prozesse dokumentieren und reflektieren
Ziele:
 Der Prozess und die Ergebnisse der internen Evaluation werden für das Team, Kinder, Eltern
und Träger dokumentiert.
 Die Weiterarbeit am Aufgabenbereich erfolgt anhand eines Maßnahmenplans.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollten gesichert und der Evaluationsprozess dokumentiert werden.
Ziele und die konkreten Vorhaben sollten für Kinder, Eltern und den Träger sichtbar gemacht werden.
Schritt 8: Ziele überprüfen und die Konzeption weiterentwickeln
Ziele:
 Der Stand der Zielerreichung wird überprüft.
 Maßnahmen zur Zielerreichung werden ggf. angepasst und sind in praktischer Umsetzung.
 Durch die interne Evaluation neu gewonnene Handlungsweisen werden in der Konzeption
verbindlich festgeschrieben.
Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Umsetzung der Handlungsschritte und das Erreichen der
Ziele überprüft. Die Ergebnisse der internen Evaluation werden in die Konzeption aufgenommen und
veränderte Einstellungen, Handlungsweisen und gegebenenfalls auch Ziele benannt.

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Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Allgemeine Empfehlungen für die interne Evaluation zum BBP

Allgemeine Empfehlungen für die interne Evaluation zum BBP
Die hier dargestellten allgemeinen Empfehlungen für die interne Evaluation zum BBP leiten sich aus
den Ergebnissen der vom BeKi durchgeführten Untersuchungen zu den praktischen Erfahrungen mit
der internen Evaluation ab. Sie richten sich an alle öffentlich geförderten Kitas und ihre Träger im
Land Berlin.
Empfehlungen für Kitas
1.

Für die interne Evaluation der pädagogischen Arbeit der Einrichtung können verschiedene
Verfahren und Materialien verwendet werden. Wichtig ist, dass sie fachlich fundiert sind und
sich nachweislich auf das Bildungsverständnis, die Ziele sowie auf die Aufgaben- und
Bildungsbereiche des BBP beziehen.

2.

Ziel der internen Evaluation ist es, die eigene pädagogische Arbeit konstruktiv-kritisch zu
reflektieren und gemeinsam „nächste Schritte“ für die Weiterentwicklung der pädagogischen
Arbeit mit den Kindern und ihren Familien im Team zu vereinbaren und umzusetzen. Erleichtert
wird die Umsetzung, wenn a) die Ziele eindeutig und realistisch formuliert sind, b) festgehalten
wird, wer für die Umsetzung die Verantwortung übernimmt, c) bis wann die Ziele erreicht
werden sollen und d) wie das gesamte Team über die Fortschritte und Hemmnisse informiert
wird.

3.

Die interne Evaluation löst Veränderungen in der Planung und Gestaltung des pädagogischen
Alltags in der Kita aus. Es ist erforderlich, solche und andere Veränderungen regelmäßig
(jährlich) in die Konzeption der Kita einzuarbeiten und dabei alle Pädagoginnen und Pädagogen
sowie weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beteiligen.

4.

Verwendet eine Kita die in diesem Ordner vorliegenden „Materialien für die interne Evaluation
zum BBP“ (roter Ordner) wird empfohlen, nicht mehr als zwei Aufgabenbereiche pro Jahr zu
evaluieren. Die intensive Auseinandersetzung mit einem Aufgabenbereich und die Umsetzung
von vereinbarten Qualitätsentwicklungsprozessen erfordern die Aufmerksamkeit aller
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit entsprechende Zeiten für die Er- oder Bearbeitung
im Team.

5.

Die gezielte Reflexion der pädagogischen Arbeit mit den Kindern und ihren Familien erfordert
Zeit. Die interne Evaluation zum BBP ist dadurch gekennzeichnet, dass sich jede einzelne
Pädagogin und jeder einzelne Pädagoge mit der eigenen Arbeit kritisch-konstruktiv
auseinandersetzt und das gesamte Team der Einrichtung eine vertiefte fachliche Diskussion
über den eigenen pädagogischen Anspruch, seine Ziele und die eigenen Erfolge und
Herausforderungen führt. Für diesen Austausch sollte sich das Team ein bis zwei Schließtage im
Jahr Zeit nehmen.

6.

Allen Kitas steht seit Anfang 2011 das von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und
Forschung herausgegebene Handbuch: „Werkzeugkiste Interne Evaluation“ 4 zur weiteren
Unterstützung zur Verfügung. Hier finden sich zahlreiche kurze Texte und methodische
Bearbeitungsvorschläge für die Arbeit im Team.

4

vgl. Werkzeugkiste Interne Evaluation. Handbuch zur Begleitung interner Evaluationen zum Berliner Bildungsprogramm
für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen bis zu ihrem Schuleintritt.
Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung. verlag das netz. Berlin. 2010

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Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Allgemeine Empfehlungen für die interne Evaluation zum BBP

7.

Die Vorbereitung und Durchführung der internen Evaluationsphasen wird erleichtert, wenn die
Kitaleitung diese in Absprache mit dem Träger frühzeitig plant (z.B. feste Jahresplanung). Eltern
können über eventuelle Schließtage rechtzeitig informiert werden und die Kolleginnen und
Kollegen sind eher in der Lage, sich auf die Evaluation des ausgewählten Aufgabenbereichs
einzustellen. Eine Planung „nach Bedarf“ oder „nach der Personalsituation“ in der Kita wird den
Ansprüchen und Zielen der internen Evaluation, wie in der QVTAG festgelegt, nicht gerecht.

8.

Um Ziele erreichen und Veränderungen umsetzen zu können, benötigt das Kita-Team die
Unterstützung des Trägers. Es empfiehlt sich daher, den Träger in den gesamten Prozess der
Qualitätsentwicklung miteinzubeziehen und dessen Unterstützung, soweit erforderlich, konkret
einzufordern (z.B. Fachberatung, Fort- und Weiterbildung, Zeit für interne Evaluation,
finanzielle Ressourcen).

9.

Die Kita sollte die Eltern über den Prozess der internen Evaluation informieren. Dies beinhaltet,
die Eltern in die im Team beschlossenen Vereinbarungen und Maßnahmen zur
Qualitätsentwicklung einzubeziehen und die Ergebnisse der internen Evaluation in geeigneter
Form allen Eltern mitzuteilen (z.B. Elternabend, Schreiben an die Eltern, Aushang in der Kita).

Empfehlungen für Träger
1.

Der Träger hat die Gesamtverantwortung für die Qualitätsentwicklung in seinen Kitas und ist
über die QVTAG zur regelmäßigen Durchführung interner Evaluationen in seinen
Kindertagesstätten verpflichtet. Er sollte alle Maßnahmen zur Weiterentwicklung der
pädagogischen Arbeit (u.a. Kita-Konzeption, interne und externe Evaluation, Fachberatung,
Fort- und Weiterbildung) in einer eigenen Strategie zur Qualitätsentwicklung festhalten und
diese Strategie gegenüber den eigenen Kitas veranschaulichen.

2.

Träger, deren Einrichtungen mit den von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und
Wissenschaft (SenBJW) herausgegebenen „Materialien zur internen Evaluation zum BBP“ (roter
Ordner) arbeiten, sollten ihre Einrichtungen dahingehend beraten, nicht mehr als zwei
Aufgabenbereiche pro Jahr intern zu evaluieren.

3.

Die interne Evaluation zum BBP führt am ehesten zur Qualitätsentwicklung in einer Kita, wenn
die Pädagoginnen und Pädagogen genügend Zeit haben, um sich mit zentralen Aufgaben ihrer
pädagogischen Arbeit auseinander zu setzen. Für die Bearbeitung eines Aufgabenbereichs
werden daher ein bis zwei Tage empfohlen, in denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in
Klausur gehen und zeitgleich keine Kinder in der Kita betreut werden.

4.

Die Begleitung der internen Evaluation durch eine externe Fachkraft (u.a. Multiplikatorinnen
und Multiplikatoren, Referentinnen und Referenten, Fachberatung) bietet viele Vorteile und
entlastet das Team und insbesondere die Leitung einer Kita deutlich. Externe Fachkräfte sind
qualifiziert, das Team einer Kita strukturiert in die Aufgaben- und Bildungsbereiche des BBP
einzuführen und unterstützen es u.a. in der fachlichen Auseinandersetzung mit der eigenen
pädagogischen Praxis. Der Einsatz von qualifizierten externen Fachkräften wird daher sehr
empfohlen.

5.

Die aktive Unterstützung der Evaluationsprozesse durch den Träger ist von hoher Bedeutung
für den Qualitätsentwicklungsprozess einer Kita. Diese Unterstützung kann die Bereitstellung
von materiellen und zeitlichen Ressourcen (Zeit, Geld für nötige Anschaffungen, Begleitung
durch externe Fachkräfte), die gemeinsame Planung und Festlegung von Maßnahmen zur
Qualitätsentwicklung sowie die Beratung und Unterstützung bei deren Realisierung beinhalten.
15

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Weitere Anregungen zur Gestaltung der internen Evaluation

Weitere Anregungen zur Gestaltung der internen Evaluation
Verwenden Sie vielfältige Methoden im Ablauf der internen Evaluation
Lassen Sie sich bei der Einführung in den Aufgabenbereich (Schritt 3 der internen Evaluation) von
den in der „Werkzeugkiste Interne Evaluation“ beschriebenen, spielerisch-bewegten, biografischen
und „Köpfchen“-Methoden anregen. Entwickeln Sie neue Methoden, die zu Ihnen, zu Ihrem Team
und zum Ziel dieses Schrittes passen und ein gemeinsames Verständnis der Inhalte des
Aufgabenbereiches bei den Beteiligten ermöglichen.
Gestalten Sie die Gruppendiskussion (Schritt 6 der internen Evaluation) methodisch
abwechslungsreich. Machen Sie sich mit den Zielen für den Schritt 6 – Gruppendiskussion – vertraut
und entwickeln Sie kreative Vorgehensweisen, um die Ziele der Gruppendiskussion zu erreichen. Eine
Möglichkeit der Dokumentation der Gruppendiskussion finden Sie mit dem „Kitabaum“ in der
„Werkzeugkiste Interne Evaluation“ im Kapitel „Schritte der Begleitung der internen Evaluation“.

Setzen Sie Schwerpunkte
Wählen Sie für die interne Evaluation z.B. Qualitätsansprüche und/oder Aufgabenbereiche aus, bei
denen das BBP inhaltlich weiter entwickelt wurde und zu denen erstmals Qualitätsansprüche und
-kriterien formuliert sind. Diese sind u.a.:
 Der Teil A des Evaluationsmaterials: Orientierungsqualität – Bildungsverständnis, Ziele des
pädagogischen Handelns, professionelles Selbstverständnis
 die Qualitätsansprüche für die Arbeit mit den Jüngsten (Qualitätsansprüche B2.4; B3.4 und
B5.3)
 der Aufgabenbereich B6 „Integration von Kindern mit Behinderung und Frühförderung“
 der Aufgabenbereich C2 „ Demokratische Teilhabe“, in dem die inhaltliche Ausrichtung nun
auf der demokratischen Teamkultur und dem Leitungshandeln liegt.
Literatur
Lassen Sie sich bei den einzelnen Schritten der internen Evaluation methodisch von folgender
Literatur anregen und unterstützen:
 Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung (Hrsg.) (2010). Werkzeugkiste
Interne Evaluation. Handbuch zur Begleitung interner Evaluationen zum Berliner
Bildungsprogramm für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in
Tageseinrichtungen bis zu ihrem Schuleintritt. verlag das netz. Weimar.
 Preissing, Christa; Boldaz-Hahn, Stefani (Hrsg.) (2009). Offensive Bildung: Qualität von
Anfang an. Cornelsen Scriptor GmbH & Co. KG, Berlin, Düsseldorf.

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Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

Evaluationsbereich A: Orientierungsqualität
Bildungsverständnis, Ziele, professionelles Selbstverständnis

A1

Das pädagogische Handeln basiert auf einem Bildungsverständnis, das allen
Kindern die gleichen Rechte auf Bildung und jedem Kind die Entfaltung seiner
Potentiale gewährleistet.

A1.1

Pädagoginnen und Pädagogen verstehen Bildung als Aneignungstätigkeit, mit der sich der
Mensch ein/sein Bild von der Welt macht und sie verantwortlich mitgestaltet.

A1.1.1

Sie orientieren sich in ihrem pädagogischen Handeln an einem Bild vom Kind, das von sich
aus neugierig und mit allen Sinnen bestrebt ist, sich eigenständig die Welt zu erschließen
und sie aktiv mitzugestalten.

A1.1.2

Sie machen sich die drei Dimensionen des Bildungsverständnisses: „das Kind in seiner
Welt“, „das Kind in der Kindergemeinschaft“, „Welt erleben und erkunden“ bewusst und
verstehen sie als Grundstruktur der Bildungsbereiche des Berliner Bildungsprogramms.

A1.1.3

Sie wissen, dass emotional verlässliche Beziehungen unabdingbare Voraussetzung für
erfolgreiche Bildungsprozesse jedes Kindes sind.

A1.1.4

Sie machen sich bewusst, dass ein feinfühliger Dialog und zugewandte sprachliche
Kommunikation die Grundlagen ganzheitlicher Bildungsprozesse sind.

A1.1.5

Sie verständigen sich darüber, dass jedes Kind mit seinen psychischen, physischen, sozialen,
ökonomischen, kulturellen, geschlechterbezogenen, religiösen, ethnischen und
sprachlichen Merkmalen und weiteren individuellen Voraussetzungen vielseitige
Erfahrungen, Kenntnisse und Fähigkeiten in den gemeinsamen Prozess einbringen kann,
unterschiedliche Lernwege geht und vielseitige Anregungen braucht.

A1.2

Pädagoginnen und Pädagogen überprüfen ihr Verständnis und ihre Haltung, Kinder an der
Gestaltung des Alltags in der Kita gleichberechtigt und verantwortlich zu beteiligen.

A1.2.1

Sie verständigen sich im Team über die gesetzlich verankerten Beteiligungsrechte von
Kindern und reflektieren, wie diese Rechte in der Kita beachtet und umgesetzt werden.

A1.2.2

Sie machen sich bewusst, dass Kinder von sich aus bestrebt sind, sich zunehmend an den
Herausforderungen des Lebens verantwortlich zu beteiligen, einen Beitrag für die
Gemeinschaft zu erbringen und sich dadurch als selbstwirksam zu erleben.

A1.2.3

Sie reflektieren ihre Haltung und ihr Handeln darauf hin, inwieweit sie - auch den jüngsten Kindern Fähigkeiten zur Partizipation zutrauen und bereit sind, Kinder gleichberechtigt an
den Angelegenheiten ihres Lebens zu beteiligen.

A1.2.4

Sie erweitern ihre Kenntnisse über angemessene Möglichkeiten und Methoden, die eine
Beteiligung von jüngeren und älteren Kindern ermöglichen.

18

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

A1.3

Pädagoginnen und Pädagogen orientieren sich an den Anforderungen und Chancen einer
inklusiven Bildung.

A1.3.1

Sie begreifen die vorhandene Heterogenität in der Kindergemeinschaft als Chance für
vielseitige Bildungsprozesse und entwickeln eine offene und wertschätzende Haltung für
die Unterschiedlichkeit und Vielfalt kindlicher Entwicklungsprozesse.

A1.3.2

Sie wissen um ihre Verantwortung, Bildungsprozesse so zu gestalten, dass alle Kinder bei
unterschiedlichen Voraussetzungen gleiche Bildungschancen und ein Recht auf aktive
Beteiligung haben.

A1.3.3

Sie setzen sich mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über kindliche
Identitätsentwicklung, einschließlich soziokultureller und geschlechtsbezogener Aspekte,
auseinander.

A1.3.4

Sie analysieren, wie gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen das Aufwachsen von
Kindern beeinflussen. Sie beachten dabei, welche Rolle die soziale Herkunft und
Geschlechtszugehörigkeit der Kinder spielen.

A1.3.5

Sie sind aufmerksam dafür, wie soziale, ethnisch-kulturelle, geschlechtsbezogene und
individuelle Unterschiede zu ungleichen Bildungschancen führen können.

A1.3.6

Sie sind wachsam gegenüber Vorurteilen und Diskriminierung und achten darauf,
Abwertung und Ausgrenzung aktiv entgegen zu treten.

A1.3.7

Sie reflektieren eigene Vorurteile und machen sich gegenseitig darauf aufmerksam.

A1.3.8

Sie machen sich bewusst, dass Kinder sehr wohl Unterschiede und Vorurteile im alltäglichen
Leben wahrnehmen und erleben und auch selbst zum Ausdruck bringen.

A1.4

Pädagoginnen und Pädagogen verfolgen die Fachdiskussion zu ausgewählten aktuellen
Fragen der frühkindlichen Bildung.

A1.4.1

Sie erweitern ihre Erfahrungen, wie Kinder im Lebensalltag in ihrem Selbstvertrauen und
ihrer Selbstwirksamkeit, ihrer psychischen und physischen Widerstandkraft (Resilienz)
gestärkt werden können.

A1.4.2

Sie verständigen sich über Grundwerte eines demokratischen verfassten Zusammenlebens
in einer globalisierten und zukunftsfähigen Welt.

A1.4.3

Sie reflektieren die Wertvorstellungen und Normen, an denen sich ihr Handeln und
Verhalten im Team und gegenüber den Kindern orientieren. Sie sind sich ihrer
Vorbildwirkung bewusst.

A1.4.4

Sie setzen sich damit auseinander, wie sie die Kinder bewegende Fragen über Werte des
sozialen Miteinanders, den Umgang mit der Vielfalt des Lebens und den Ressourcen in der
Natur einfühlsam aufgreifen und verständlich machen können.

19

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

A2

Pädagoginnen und Pädagogen vertiefen ihr Verständnis für die Ziele des
pädagogischen Handelns.

A2.1

Sie verständigen sich über die im BBP formulierten Ziele der Persönlichkeitsentwicklung als
zu stärkende Ich-, Sozial-, Sach- und Lernmethodische Kompetenzen der Kinder.

A2.2

Sie machen sich bewusst, dass die Kompetenzen im Unterschied zu „Lernzielen“ als
„Richtungsziele“ pädagogischen Handelns zu verstehen sind.

A2.3

Sie analysieren, wie sie die vielfältigen Gelegenheiten im Tagesverlauf gezielt nutzen
können, um Kinder anzuregen und herauszufordern, ihre Kompetenzen einzubringen und
zu erweitern.

A3

Pädagoginnen und Pädagogen setzen sich mit Erkenntnissen zur Unterstützung
frühkindlicher Bildungsprozesse auseinander.

A3.1

Sie wissen darum, dass Bildungsanregungen eng mit dem unmittelbaren Erleben und den
Erfahrungen der Kinder zu verbinden sind und für deren Handeln subjektiv bedeutsam sein
müssen.

A3.2

Sie machen sich bewusst, dass die Herausforderungen des Lebens in der
Kindergemeinschaft und die verschiedenen Tätigkeiten im Tagesablauf selbst vielseitige
Bildungsanlässe und -inhalte bieten.

A3.3

Sie vertiefen ihr Verständnis für die Wirksamkeit der Bildungspotentiale der
Kindergemeinschaft, für die Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Kindes.

A3.4

Sie erweitern ihre Erfahrungen darüber, wie sie entwicklungsgerechte, und für Kinder
bedeutsame Zugänge zu den verschiedenen Bildungsbereichen übergreifend erschließen
können.

A3.5

Sie grenzen sich ab von vorgedachten, vorgeplanten aus dem Sinnzusammenhang
gerissenen Beschäftigungsangeboten, bei denen der Ablauf und das Ergebnis schon vorher
feststehen.

20

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

Evaluationsbereich B: Handlungsqualität
Pädagogisch-methodische Aufgaben

B1

Pädagoginnen und Pädagogen beobachten und dokumentieren kindliche
Bildungs- und Entwicklungsprozesse.

B1.1

Die Pädagoginnen und Pädagogen beobachten regelmäßig und zielgerichtet die
individuelle Entwicklung eines jeden Kindes.

B1.1.1

Sie nutzen das Sprachlerntagebuch für die längerfristige Beobachtung und Dokumentation
der individuellen Sprach- und Kommunikationsentwicklung jedes Kindes.

B1.1.2

Sie verständigen sich im Team auf weitere geeignete stärkenorientierte Beobachtungsverfahren und -instrumente und qualifizieren sich hierzu.

B1.1.3

Sie bringen Eltern das Anliegen von Beobachtungen und Dokumentationen mit dem
Sprachlerntagebuch und der weiteren Beobachtungsverfahren nahe und erläutern deren
Bedeutung für die Entwicklung und Förderung ihres Kindes.

B1.1.4

Sie gewährleisten, dass jedes Kind mindestens einmal jährlich in unterschiedlichen
Situationen möglichst von mehreren Personen zielgerichtet beobachtet wird.

B1.1.5

Sie beziehen die Erkundungsfragen der Bildungsbereiche in die Beobachtung ein.

B1.2

Pädagogen und Pädagoginnen dokumentieren ihre Beobachtungen.

B1.2.1

Sie halten ihre Beobachtungen über die Entwicklungsfortschritte, auch mit Erzeugnissen
von Kindern in geeigneter Weise fest, z.B. Notizen, Fotos, Filme und nutzen und integrieren
diese in das Sprachlerntagebuch.

B1.2.2

Sie nutzen die verschiedenen Beobachtungssequenzen für eine zusammenfassende
kompetenzorientierte Bildungsdokumentation bzw. Lerngeschichte.

B1.2.3

Sie beziehen jedes Kind in die Gestaltung seines Sprachlerntagebuches und weiterer
Bildungsdokumentationen ein.

B1.2.4

Sie sichern deren Zugänglichkeit
Datenschutzbestimmungen.

B1.2.5

Sie gestalten anschauliche Dokumentationen zu ausgewählten
Kindergemeinschaften, in die sie Kinder und Eltern einbeziehen.

B1.3

Pädagoginnen und Pädagogen tauschen sich über ihre Beobachtungen aus und leiten
Konsequenzen für ihr pädagogisches Handeln ab.

B1.3.1

Sie tauschen sich mit jedem Kind über die Beobachtungen aus und halten die Kommentare
des Kindes fest.

B1.3.2

Sie reflektieren im regelmäßigen fachlichen Austausch sowohl die spontanen als auch die
systematischen Beobachtungen und machen sich eigene Gefühle und Bewertungen bei der
Reflexion von kindlichen Aktivitäten und Verhaltensweisen bewusst.

21

für

jedes

Kind

unter

Beachtung

von

Aktivitäten

von

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

B1.3.3

Sie haben die Entwicklungspotentiale jedes Kindes im Blick und leiten daraus nächste
pädagogische Anregungen für die Kindergemeinschaft und gegebenenfalls gezielte
Fördermaßnahmen für das einzelne Kind ab.

B1.3.4

Sie bieten den Eltern auf der Grundlage der schriftlichen Beobachtungen und
Dokumentationen regelmäßig – mindestens einmal jährlich – individuelle
Entwicklungsgespräche zu ihrem Kind an. Sie verdeutlichen ihnen die nächsten
Herausforderungen für eine bestmögliche Entwicklung ihres Kindes.

B2

Die Gestaltung des
Lernerfahrungen.

B2.1

Pädagoginnen und Pädagogen nehmen unterschiedliche Bedürfnisse der Kinder wahr und
unterstützen sie in ihrer individuellen Entwicklung.

B2.1.1

Sie sind aufmerksam für die Anliegen und Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle der Kinder
und gehen achtsam darauf ein. Sie berücksichtigen dabei ihre soziokulturellen
Lebenssituationen.

B2.1.2

Sie geben den Kindern als vertraute und verlässliche Bezugspersonen emotionale Zuwendung, Schutz und Geborgenheit.

B2.1.3

Sie sorgen für Bedingungen im Tagesablauf, die den unterschiedlichen physischen und
psychischen Entwicklungsbedürfnissen der Jungen und Mädchen entsprechen.

B2.1.4

Sie entwickeln Rituale und Strukturen, die das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder
stärken und ihnen Orientierung und Sicherheit im Tagesablauf bieten.

B2.1.5

Sie achten darauf, dass die verschiedenen Sprachen und Dialekte der Kinder im Alltag zur
Geltung kommen.

B2.1.6

Sie nutzen die täglich wiederkehrenden Situationen wie Begrüßung und Verabschiedung,
Mahlzeiten, Körperpflege, Spiel bewusst für die alltagsintegrierte sprachliche Bildung in der
deutschen Sprache.

B2.1.7

Sie erweitern den Erfahrungshorizont von Jungen und Mädchen, indem sie einseitige
Vorstellungen über Geschlechterrollen, Lebensformen, ethnische Herkunft und individuelle
Merkmale hinterfragen.

B2.1.8

Sie unterstützen die Kinder in ihrer geschlechtlichen Identitätsentwicklung.

B2.1.9

Sie sorgen im Tagesablauf für den Wechsel von Anspannung und Erholung, von Ruhe und
Bewegung.

alltäglichen

Lebens

ermöglicht

Kindern

vielseitige

B2.1.10 Sie unterstützen den Spaß und die Freude an körperlicher Bewegung und fördern
körperliche Fähigkeiten und Bewegungsfertigkeiten der Mädchen und Jungen
gleichermaßen.
B2.1.11 Sie thematisieren und bestärken gesundheitsfördernde Ernährungsgewohnheiten und
bieten Kindern täglich frisches Obst und Gemüse an.
B2.1.12 Sie gewährleisten eine ausreichende Versorgung mit Wasser oder ungesüßte Tees während
des gesamten Tagesablaufs.
B2.1.13 Sie berücksichtigen spezifische kulturelle Speisegebote und medizinisch erforderliche
Einschränkungen für einzelne Kinder.
22

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

B2.2

Pädagoginnen und Pädagogen beteiligen alle Kinder entsprechend ihrer entwicklungsgemäßen Möglichkeiten an der Gestaltung ihres Lebens in der Kita.

B2.2.1

Sie beteiligen Kinder – auch die jüngsten – an der Planung und Gestaltung des
Zusammenlebens. Sie schaffen einen strukturierten Rahmen, in dem alle ihre Wünsche
äußern sowie ihre Einfälle und Ideen einbringen können.

B2.2.2

Sie nehmen auch nonverbale Anliegen und Beschwerden der Kinder wahr und suchen
gemeinsam mit ihnen nach Möglichkeiten, das Wohlbefinden der Kinder zu sichern.

B2.2.3

Sie achten darauf, dass Kinder mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen am Alltag in der
Gemeinschaft gleichberechtigt teilhaben.

B2.2.4

Sie achten und unterstützen jedes Mädchen und jeden Jungen in seinem Streben nach
Selbstbestimmung und Beteiligung.

B2.2.5

Sie regen Kinder an, Alltagssituationen selbst zu gestalten, für und in der Gemeinschaft tätig
zu sein und Verantwortung zu übernehmen.

B2.2.6

Sie beachten die unterschiedlichen Ausdrucksformen und -möglichkeiten der Kinder,
insbesondere der Kinder im vorsprachlichen Alter, und kommunizieren in vielfältiger Weise
mit den Kindern.

B2.2.7

Sie nutzen vielfältige methodische Möglichkeiten, um Kinder darin zu unterstützen, sich
über unterschiedliche Erwartungen zu verständigen und Kompromisse auszuhandeln.

B2.2.8

Sie regen Jungen und Mädchen gleichermaßen an, sich gegenseitig zu helfen, etwas zu
zeigen, etwas vorzumachen oder nachzuahmen, Hilfe zu suchen und anzunehmen.

B2.3

Pädagoginnen und Pädagogen halten die kindliche Neugierde und die Lust am Lernen
wach.

B2.3.1

Sie bieten Raum für selbständiges Erkunden, Experimentieren und Gestalten.

B2.3.2

Sie geben Kindern die Zeit, die sie brauchen, um lernen zu können und achten darauf,
individuelle Bildungsprozesse nicht zu unterbrechen.

B2.3.3

Sie sorgen dafür, dass Kindern im Alltag Erfahrungen zu Inhalten aller Bildungsbereiche
ermöglicht werden.

B2.3.4

Sie unterstützen Kinder darin, ihre eigenen Lern- und Lösungswege zu finden, an einer
Sache beharrlich weiter zu arbeiten und eigene Fragen weiter zu verfolgen.

B2.3.5

Sie unterstützen Kinder darin, das nähere Umfeld selbstbestimmt zu erkunden.

B2.3.6

Sie erkunden gemeinsam mit Mädchen und Jungen, welche Lernmöglichkeiten der
Sozialraum eröffnet.

23

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

B2.4

Pädagoginnen und Pädagogen gestalten Betreuungssituationen aller Kinder,
insbesondere der jüngsten, individuell, zugewandt und respektieren ihre körperliche
Selbstbestimmung.

B2.4.1

Sie sind in jeder Pflegesituation aufmerksam für die Bedürfnisse, Anliegen und Wünsche der
einzelnen Kinder und gehen vor jedem Körperkontakt in einen Dialog mit dem Kind.

B2.4.2

Sie gestalten mit dem Kind eine anregende und kommunikative Pflegesituation, in der sich
das Kind wohlfühlen kann. Sie sorgen in der Wickelsituation dafür, dass die Intimsphäre
geschützt und gleichzeitig Kontakt mit anderen Kindern möglich ist.

B2.4.3

Sie begleiten die Mädchen und Jungen verständnisvoll in ihrem Bemühen, selbständig auf
die Toilette zu gehen. Sie orientieren sich dabei an den Bedürfnissen und den Fähigkeiten
der Kinder.

B2.4.4

Sie berücksichtigen die Essgewohnheiten der Kinder und geben Zeit für eine genussvolle
Essenssituation. Sie begleiten die Kinder einfühlsam beim Essen, unterstützen die
selbständige Nahrungsaufnahme und gewährleisten dabei die Bewegungsfreiheit der
Kinder.

B2.4.5

Sie halten beim gemeinsamen Essen Blickkontakt und achten auf Signale, ob Kinder weiter
essen möchten oder nicht.

B2.4.6

Sie nehmen die unterschiedlichen Ruhebedürfnisse der Kinder wahr und stellen sicher, dass
Kinder sich zurückziehen, entspannen und schlafen können, wenn sie es möchten.

B2.4.7

Sie entwickeln mit den Kindern Rituale, die das Schlafen zu einer vertrauensvollen und
angenehmen Situation werden lassen.

B3

Pädagoginnen und Pädagogen unterstützen alle Mädchen und Jungen, ihre
Phantasie und ihre schöpferischen Kräfte im Spiel zu entfalten.

B3.1

Pädagoginnen und Pädagogen schaffen anregende Bedingungen für vielfältige Spiele.

B3.1.1

Sie gestalten mit den Kindern eine anregende Umgebung mit Anreizen und Freiräumen zu
vielfältigem Spiel.

B3.1.2

Sie ermöglichen Kindern elementare Erfahrungen mit Feuer, Wasser, Erde und Luft.

B3.1.3

Sie stellen vielseitig verwendbares Spielzeug, Gegenstände des täglichen Lebens und
verschiedene Naturmaterialien zur Verfügung.

B3.1.4

Sie sorgen dafür, dass Kindern vielfältige Spielformen erschlossen werden.

B3.1.5

Sie stellen vielfältige Materialien für Rollenspiele zur Verfügung.

B3.1.6

Sie bieten Jungen oder Mädchen, die fast ausschließlich geschlechtertypische Spiele
spielen, attraktive geschlechteruntypische Spiele an.

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Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

B3.2

Pädagoginnen und Pädagogen unterstützen Jungen und Mädchen bei der Verwirklichung
ihrer Spielideen und der Erweiterung ihrer Spielfähigkeiten.

B3.2.1

Sie unterstützen die Kinder, selbst zu entscheiden, was, wann, wie lange und mit wem sie
spielen möchten.

B3.2.2

Sie ermuntern Kinder, eigene Spielideen zu entwickeln und stehen als Ansprechpartnerin
und Ratgeber zur Verfügung.

B3.2.3

Sie geben Impulse, um Spiele variantenreich und interessant zu gestalten, ohne die
Spielideen zu dominieren.

B3.2.4

Sie unterstützen die Kinder – falls erforderlich – beim Aushandeln von Regeln und helfen
ihnen, bei Konflikten und Streitigkeiten darauf zurückzugreifen.

B3.2.5

Sie unterstützen Kinder darin, Gesehenes, Erlebtes, Erfahrenes phantasievoll auszuleben.

B3.2.6

Sie setzen keine Tabus, verabreden aber mit den Kindern Grenzen und Regeln.

B3.3

Pädagoginnen und Pädagogen erkennen Ausgrenzung von Kindern und greifen ein.

B3.3.1

Sie beobachten, ob Kinder andere Kinder unter ausdrücklichem Hinweis auf einen Aspekt
ihrer Identität hänseln oder nicht mitspielen lassen, z.B. wegen ihrer Hautfarbe, Sprache,
sozial-kulturellen Herkunft, Familienkultur, Behinderung oder wegen ihres Geschlechtsrollenverhaltens oder Alters.

B3.3.2

Sie schützen und trösten das ausgegrenzte Kind.

B3.3.3

Sie gehen sachlich mit ausgrenzenden Kindern um.

B3.3.4

Sie machen Kindern deutlich, dass es unfair ist, andere Mädchen oder Jungen aufgrund von
stereotypen Zuschreibungen von bestimmten Spielen auszuschließen.

B3.4

Pädagoginnen und Pädagogen kennen die spezifischen Spielbedürfnisse der Kinder bis
drei Jahren und ermöglichen ein vielfältiges Spiel.

B3.4.1

Sie geben Jungen und Mädchen ausreichend Möglichkeit, ihren eigenen Körper zu erfahren,
die Körperteile zu erkunden und ihre Funktion zu erforschen.

B3.4.2

Sie bieten verschiedenste Materialien und Gegenstände an, damit Kinder diese
untersuchen und erkunden können.

B3.4.3

Sie achten auf die Sicherheit der Kinder, ohne ihre Explorationslust unangemessen
einzuschränken.

B3.4.4

Sie beobachten die unterschiedlichen Spielschemata der einzelnen Kinder und unterstützen
diese durch entsprechende Anregungen.

B3.4.5

Sie achten darauf, die Kinder in den verschiedenen Spielsituationen sprachlich zu begleiten.

B3.4.6

Sie verfügen über ein vielfältiges Repertoire von Liedern und Kleinkindspielen, die sie
situationsangemessen einsetzen.

B3.4.7

Sie ermöglichen gemeinsame Spielsituationen mit älteren Mädchen und Jungen und achten
darauf, dass die jüngsten Kinder dabei respektvoll behandelt werden.

B3.4.8

Sie verständigen sich mit den Eltern über den hohen Wert des Spiels für die frühkindliche
Entwicklung und Bildung.

25

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

B4

Pädagoginnen und Pädagogen eröffnen Kindern durch Projekte neue Zugänge zu
Erfahrungen und Wissen.

B4.1

Pädagoginnen und Pädagogen erkunden die Lebensrealität der Mädchen und Jungen und
wählen ein Projektthema aus.

B4.1.1

Sie verfolgen gesellschaftliche Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das
Aufwachsen von Kindern.

B4.1.2

Sie erfassen durch systematische Beobachtungen, welche Interessen und Bedürfnisse,
welche Fragen und Probleme Jungen und Mädchen haben und welches aktuelle
„Lebensthema“ sie beschäftigt.

B4.1.3

Sie greifen Initiativen von Kindern auf.

B4.1.4

Sie entwickeln mit den Kindern aus konkreten Anlässen Projektideen, in denen die
Neigungen und Interessen der Kinder zum Ausdruck kommen.

B4.1.5

Sie wecken das Interesse und die Neugier der Kinder für Themen, die für ihr Aufwachsen in
der Gesellschaft wichtig ist.

B4.1.6

Sie entscheiden mit Beteiligung von Kindern, welches Thema im Rahmen eines Projektes
erschlossen werden soll.

B4.1.7

Sie analysieren mit den Kindern, mit den Eltern, mit den Kolleginnen und Kollegen, wie sich
das Thema aus deren jeweiliger Sicht darstellt und welche Erfahrungen diese einbringen
können.

B4.1.8

Sie wählen für die Arbeit mit den jüngsten Kindern Themen aus, in denen diese sich
längerfristig mit sich selbst, mit den Anforderungen des Lebens in der Kindergemeinschaft
und ihrem Umfeld auseinandersetzen können.

B4.2

Pädagoginnen und Pädagogen entwickeln konkrete Ziele des pädagogischen Handelns.

B4.2.1

Sie übertragen die allgemeinen Ziele des Berliner Bildungsprogramms auf das Projektthema
und beziehen sie auf die Kompetenzen, welche die Kinder bereits mitbringen.

B4.2.2

Sie entscheiden, welche Erfahrungen sie ermöglichen und welche Kompetenzen sie fördern
und unterstützen wollen.

B4.2.3

Sie differenzieren die Ziele entsprechend den anstehenden Entwicklungsaufgaben bei
jüngeren und älteren Kindern bzw. bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen.

B4.3

Pädagoginnen und Pädagogen überlegen und planen die Gestaltung des Vorhabens
gemeinsam mit den Kindern.

B4.3.1

Sie planen und unterstützen differenzierte Tätigkeiten und Aktivitäten einzelner Jungen und
Mädchen, für Klein- und Großgruppen bis hin zur gesamten Kita.

B4.3.2

Sie knüpfen mit den Kindern Kontakte zu Expertinnen und Experten aus dem Umfeld und
nutzen diese für die Realisierung ihres Vorhabens.

B4.3.3

Sie erschließen passend zum Thema Lernorte außerhalb der Kita.

B4.3.4

Sie stehen den Kindern als Ansprechpartner zur Verfügung und unterstützen sie bei ihrem
geplanten Vorhaben.

B4.3.5

Sie beziehen Inhalte aus Bildungsbereichen in die Bearbeitung des Themas ein.
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Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

B4.4

Pädagoginnen und Pädagogen werten die Erfahrungen gemeinsam mit allen Beteiligten
aus.

B4.4.1

Sie reflektieren mit den Kindern, wie aktiv sich die Mädchen und Jungen beteiligt haben
und worin diese einen Erfolg für sich sehen.

B4.4.2

Sie werten im Team aus, welche Ziele erreicht wurden und planen nächste Schritte.

B4.4.3

Sie dokumentieren den gesamten Verlauf des Projekts mit den Kindern, so dass der Prozess
für Kinder und Eltern erkennbar und nachvollziehbar ist. Sie nutzen dazu unterschiedliche
Medien.

B5

Räume und ihre Gestaltung bieten vielseitige Bildungsmöglichkeiten.

B5.1

Pädagoginnen und Pädagogen gestalten mit Kindern Räume, die das eigenaktive und
kreative Tätigsein aller Jungen und Mädchen ermöglichen.

B5.1.1

Sie entwickeln mit Mädchen und Jungen Ideen zur Gestaltung der Räume und des
Außengeländes, so dass sich alle damit identifizieren und wohl fühlen können.

B5.1.2

Sie beobachten wie Mädchen und Jungen die Räume nutzen und achten darauf, dass
raumgreifende und kleinflächige Tätigkeiten für alle gleichermaßen und störungsfrei
möglich sind.

B5.1.3

Sie erleichtern Kindern die Orientierung bei der Auswahl ihrer Tätigkeiten und Spiele durch
Übersichtlichkeit und frei zugängliches Material.

B5.1.4

Sie gestalten Räume und wählen Material, so dass Kinder zum Experimentieren und
Forschen, zum eigenständigen Ausprobieren und Gestalten angeregt werden.

B5.2

Die Gestaltung der Räume und das Material ermöglichen allen Mädchen und Jungen
vielseitige Erfahrungen.

B5.2.1

Pädagoginnen und Pädagogen achten darauf, dass die Räume spezifische Elemente des
Sozialraumes sowie unterschiedliche Geschlechterbilder, Kulturen und Traditionen
widerspiegeln.

B5.2.2

Sie regen durch Raumgestaltung und Materialauswahl an, dass Jungen und Mädchen
einseitiges Verhalten überwinden und ein breites Interessenspektrum entwickeln.

B5.2.3

Sie gestalten und benennen Räume so, dass Geschlechterstereotype vermieden werden
und sich die verschiedenen Mädchen und Jungen identifizieren und ausprobieren können.

B5.2.4

Sie beteiligen Kinder bei der Gestaltung von Möglichkeiten zum individuellen Rückzug und
zum Spielen, Erkunden und Arbeiten in großen und kleinen Gruppen.

B5.2.5

Sie regen durch die Anordnung der Spielbereiche und deren Ausstattung mit vielfältigem
Material die gleichberechtigte Kooperation zwischen Jungen und Mädchen an.

B5.2.6

Sie fördern durch die Raumgestaltung und Materialauswahl das ästhetische Empfinden der
Kinder.

B5.2.7

Sie ermöglichen Gegenerfahrungen zur Reizüberflutung und Konsumorientierung.

B5.2.8

Sie ermöglichen Kindern Erfahrungen mit der Pflege von Pflanzen sowie der artgerechten
Haltung und Versorgung von Tieren.
27

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

B5.2.9

Sie ermöglichen Mädchen und Jungen gleichermaßen Grunderfahrungen mit vielfältigen
Materialien, den Umgang mit Werkzeugen, technischen Geräten und Musikinstrumenten
sowie die Nutzung verschiedener Medien.

B5.2.10 Sie bieten Jungen und Mädchen Gelegenheiten für vielseitige Bewegungserfahrungen.
B5.2.11 Sie gestalten das Außengelände mit Kindern zum Zweck vielseitiger Bewegung und
Rückzug/Ruhe sowie zur Naturbegegnung.
B5.2.12 Sie achten darauf, dass auch für Kinder mit schweren oder Mehrfachbehinderungen
fördernde Materialien, Geräte, Medien vorhanden sind, die dem Interesse der Kinder
entsprechen und ihre Eigentätigkeit herausfordern.
B5.3

Pädagoginnen und Pädagogen ermöglichen durch einen flexiblen und anregend
gestalteten Raum den jüngsten Kindern vielseitige Sinneserfahrungen.

B5.3.1

Die Raumgestaltung bietet geschützte Spielbereiche, die selbständig genutzt werden
können, die den jüngsten Kindern Sicherheit und Schutz bieten und dennoch Kontakt zu
älteren Kindern ermöglichen.

B5.3.2

Der Schlafbereich ist so gestaltet, dass die Kinder eine vertraute und sichere Umgebung
vorfinden.

B5.3.3

Sie unterstützen die Bewegungsaktivität durch eine ausreichende Anzahl anregender
Materialien zum Schieben, Fahren und Klettern. Sie regen Kinder zu vielseitigen
Bewegungsaktivitäten an.

B5.3.4

Die Materialien sind übersichtlich angeordnet, so dass die Kinder jederzeit selbständig tätig
sein können.

B5.3.5

Sie ermöglichen den Kindern freien Zugang zu ihren persönlichen Gegenständen wie
Schnullern und Kuscheltieren.

B5.3.6

Sie ermöglichen in den Bädern vielfältige Erkundungen und Kommunikation.

B5.3.7

Es sind Toiletten und Waschbecken vorhanden, die für die Altersgruppe selbständig nutzbar
sind bzw. es sind entsprechende Hilfsmittel zum Erreichen derselben verfügbar.

B5.3.8

Sie gestalten den Wickelbereich so, dass sie sich dem einzelnen Kind aufmerksam
zuwenden können und zugleich Kontakt zu anderen Kindern haben können.

B5.3.9

Sie schaffen Möglichkeiten, dass der Wickeltisch von den Kindern selbständig erreicht
werden kann.

B5.3.10 Das Außengelände ist so gestaltet, dass auch die jüngsten Kinder vielfältige und anregende
Bewegungsmöglichkeiten vorfinden und nutzen können.

28

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

B6

Pädagoginnen und Pädagogen integrieren Kinder mit Behinderung und
kooperieren mit der Frühförderung. 5

B6.1

Alle Fachkräfte entwickeln ein Grundverständnis für die Würde eines jeden Kindes sowie
eine offene Haltung für die individuelle Lebenslage des Kindes und seiner Familie.

B6.1.1

Sie unterstützen die Bildungsprozesse der Kinder mit ihren verschiedenen Voraussetzungen
wirkungsvoll und beachten die Bedürfnisse des einzelnen Kindes.

B6.1.2

Sie fördern jedes Kind ganzheitlich und orientieren sich dabei an den Interessen und
Fähigkeiten des Kindes.

B6.1.3

Sie unterstützen jedes Kind darin, seine Stärken zu erkennen.

B6.1.4

Sie unterstützen die soziale Integration des Kindes im Kita-Alltag und in die
Kindergemeinschaft.

B6.1.5

Sie gestalten den Kita-Alltag, die Räumlichkeiten sowie Projekte derart, dass sich alle Kinder
entsprechend ihrer Fähigkeiten einbringen und teilhaben können.

B6.1.6

Sie beziehen die Kinder und ihre Eltern in die Förderung und deren Planung ein und
übernehmen dabei eine beratende und begleitende Funktion.

B6.1.7

Sie integrieren die individuelle Förderung nach Möglichkeit in den Kita-Alltag.

B6.1.8

Sie entwickeln einen offenen Umgang mit Differenzen und Vielfalt und sehen diese als
Impuls für die Reflexion und kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Arbeit.

B6.2

Alle an der Förderung beteiligten Fachkräfte arbeiten eng zusammen und reflektieren
gemeinsam ihre Beobachtungen und verständigen sich gemeinsam über die nächsten
Ziele.

B6.2.1

Sie gewährleisten die Kooperation und den fachlichen Austausch untereinander sowie mit
externen Fachdiensten.

B6.2.2

Sie erstellen den Förderplan gemeinsam mit den beteiligten Fachkräften der Kita und ggf.
der KJA/SPZ 6 und stimmen ihn mit den Eltern ab.

B6.2.3

Sie führen verbindlich regelmäßige entwicklungsbegleitende Beobachtungen
Überprüfung der Förderziele durch und passen ggf. den Förderplan an.

zur

B6.2.4

Sie führen mindestens zweimal jährlich - bei Bedarf auch
Entwicklungsgespräch mit den Eltern auf der Basis des Förderplans.

ein

B6.2.5

Sie führen mindestens einmal jährlich bzw. bei Bedarf auch häufiger ein Gespräch mit den
Therapeuten der KJA/SPZ, sofern diese das Kind in der Kita therapeutisch begleiten.

B6.2.6

Sie unterstützen den Übergang des Kindes in die Schule.

5
6

häufiger

-

Zu diesem Aufgabenbereich evaluieren sich Pädagoginnen und Pädagogen aus Einrichtungen, die auch von Kindern mit
Behinderung besucht werden.
KJA = Kinder- und Jugendambulanz; SPZ = Sozialpädiatrisches Zentrum

29

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

B7

Pädagoginnen und Pädagogen gestalten Übergänge mit den Kindern.

B7.1

Pädagoginnen und Pädagogen gestalten eine sanfte Eingewöhnung des Kindes in die
Kindertageseinrichtung. 7

B7.1.1

Die Pädagoginnen und Pädagogen in der Kita sind sich der entwicklungspsychologischen
Bedeutung der Eingewöhnungsphase bewusst und verfügen über ein schriftliches Konzept
zur Eingewöhnung der Kinder.

B7.1.2

Die Leitung und/oder die Pädagoginnen und Pädagogen der Kita informieren alle Eltern, die
ihr Kind in der Kita anmelden wollen, über das Eingewöhnungskonzept und empfehlen im
Sinne einer sanften Eingewöhnung, dass das Kind bei seinem Übergang von Vater, Mutter
oder einer anderen vertrauten Bindungsperson begleitet wird.

B7.1.3

Sie beraten die Eltern hinsichtlich des geeigneten Aufnahmetermins und der Begleitung des
Kindes durch eine vertraute Bezugsperson – insbesondere dann, wenn die Eltern die
Begleitung nicht selbst übernehmen können.

B7.1.4

Die für die Eingewöhnung des Kindes zuständigen Pädagoginnen und Pädagogen begleiten
einfühlsam den Eingewöhnungsprozess des Kindes und stehen als verlässliche
Bindungspersonen für das Kind zur Verfügung.

B7.1.5

Sie gestalten die täglichen Übergangssituationen sowie alle Pflegesituationen gemeinsam
mit den Kindern und in enger Absprache mit den Eltern.

B7.1.6

Sie unterstützen die Eltern sensibel im Loslösungsprozess und bestärken sie in der
Entscheidung, ihr Kind in die Kita zu bringen.

B7.1.7

Sie bestärken die Eltern darin, dass sie auch weiterhin die wichtigsten Bezugspersonen für
ihr Kind sind und suchen zu vermeiden, dass zwischen ihnen und den Eltern
Konkurrenzgefühle entstehen.

B7.1.8

Sie beobachten aufmerksam, wie das Kind seine Umgebung erkundet und wie sich die
Beziehung zwischen dem Kind und ihnen entwickelt.

B7.1.9

Dabei geben sie dem Kind aktiv Beziehungsangebote und lassen es nach Möglichkeit selbst
bestimmen, wie und in welchem Umfang es diese Angebote annimmt.

B7.1.10 Sie beachten, dass jedes Kind individuell verschieden auf die Beziehungsangebote eingeht
und dass Kinder unterschiedlich lange brauchen, bis sie eingewöhnt sind.
B7.1.11 Sie beziehen die anderen Kinder von Anfang an aktiv in die Eingewöhnung ein.

7

Zu diesen Kriterien vgl.: Laewen/Andres/Hédervári-Heller (2011):03 Die ersten Tage – ein Modell zur Eingewöhnung in
Krippe und Tagespflege. Berlin: Cornelsen

30

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

B7.2

Pädagoginnen und Pädagogen gestalten Übergänge zwischen und innerhalb von Kitas
einfühlsam

B7.2.1

Die Leitung und/oder die Bezugserzieherinnen bzw. -erzieher des Kindes führen mit den
Eltern ein ausführliches Gespräch über den Verlauf des ersten Eingewöhnungsprozesses.

B7.2.2

Die Pädagoginnen und Pädagogen informieren sich über die Abläufe und Gepflogenheiten,
die dem Kind aus seiner vorhergegangenen Betreuungssituation vertraut und wichtig sind.

B7.2.3

Sie greifen die positiven Erfahrungen auf und überlegen gemeinsam mit den Eltern, wie sie
diese in der neuen Situation weiterführen können.

B7.2.4

Beim Wechsel aus einer Tageseinrichtung bzw. Tagespflegestelle wird die Anwesenheit
einer Bindungsperson beim Übergang gesichert, wenn auch für kürzere Zeit als bei der
ersten Eingewöhnung.

B7.2.5

Die Pädagoginnen und Pädagogen der aufnehmenden Kita nehmen, sofern möglich und
unter Zustimmung der Eltern, Kontakt mit dem/der bisherigen Bezugserzieher/in bzw.
Kindertagespflegeperson des Kindes auf und tauschen sich kollegial über die bisherigen
Entwicklungs- und Bildungsprozesse des Kindes aus.

B7.2.6

Sie lassen das Kind in der neuen Kindergemeinschaft von seinen bisherigen Erfahrungen
„berichten“, indem sie z.B. Fotos oder andere Dokumente zu den vorangegangenen
Erfahrungen des Kindes gemeinsam betrachten und besprechen.

B7.3

Pädagoginnen und Pädagogen unterstützen die Kinder in ihrer Vorbereitung auf den
Schulstart.

B7.3.1

Sie erkunden, welche Gefühle der bevorstehende Schulanfang bei den Kindern auslöst und
entwickeln mit den Kindern Strategien, die sie in ihrer Vorfreude stärken und ihnen helfen,
mit Unsicherheiten und Ängsten zurechtzukommen.

B7.3.2

Sie unterstützen die künftigen Schulanfänger dabei, Informationen auf für sie wichtige
Fragen zu erhalten und planen mit ihnen Aktivitäten zum Kennenlernen des Schulalltages.

B7.3.3

Sie ermutigen Kinder dazu, ihre Wünsche der Gruppe mitzuteilen, ihre Fragen zu stellen,
anderen zuzuhören und Kritik zu äußern.

B7.3.4

Sie lassen Kinder erleben, wie wichtig die Achtung jedes Einzelnen für das eigene
Wohlbefinden und für das Zusammenleben in der Gemeinschaft ist.

B7.4

Pädagoginnen und Pädagogen besprechen mit Eltern Fragen des Übergangs.

B7.4.1

Sie nehmen die Erwartungen und Befürchtungen der Eltern beim Übergang ihres Kindes in
die Schule ernst.

B7.4.2

Sie bieten Eltern Gespräche darüber an, welche Kompetenzen ihre Kinder erworben haben,
um sich neuen Lerninhalten öffnen zu können.

B7.4.3

Sie unterstützen Eltern bei der Wahl der Schule und der Gestaltung des Übergangs.

B7.4.4

Sie erläutern den Eltern die wichtige Funktion der Entwicklungsdokumentationen und des
Sprachlerntagebuches für die Förderung ihres Kindes in der Schule.

B7.4.5

Sie besprechen mit Eltern die Möglichkeit, sich mit der Lehrerin/dem Lehrer ihres Kindes
über die Entwicklungsdokumentation auszutauschen.

31

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

B7.5

Pädagoginnen und Pädagogen kooperieren mit Grundschulen im Umfeld der Kita

B7.5.1

Sie bemühen sich aktiv um die Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern. Wo möglich
schließen sie Vereinbarungen oder Verträge, in denen die Gestaltung des Übergangs
beschrieben und verankert wird und machen ihre Maßnahmen transparent.

B7.5.2

Sie bieten gemeinsame Aktivitäten von Kindertageseinrichtung und Grundschule an.

B7.5.3

Sie laden Grundschullehrerinnen und -lehrer und Eltern zu Gesprächsrunden ein, um
allgemeine Fragen der Eltern rund um die Schule zu beantworten.

B7.5.4

Sie werten die Einschulungszeit der einzelnen Kinder nach einigen Wochen zusammen mit
Grundschullehrerinnen bzw. -lehrern aus und identifizieren gelungene und weniger
gelungene Übergangssituationen.

B7.6

Pädagoginnen und Pädagogen kennen die Qualität ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit.
Sie sind sich bewusst, welchen Stellwert diese für die Bildungsbiografie jedes einzelnen
Kinds hat.

B7.6.1

Sie tragen durch regelmäßige Auswertungen mit Kindern (z.B. der Portfolios, des
Sprachlerntagebuches) dazu bei, dass diese sich bewusst werden, wie viel Wissen und
Fähigkeiten sie bereits erworben haben und wo ihre jeweiligen Stärken liegen.

B7.6.2

Sie unterstützen die Kinder dabei, sich konzertiert und zunehmend länger einer
selbstgestellten Frage oder Aufgabe zu widmen.

B7.6.3

Sie verfügen über ein alltagsintegriertes Sprachbildungskonzept.

B7.6.4

Sie beobachten systematisch die sprachliche Entwicklung aller Kinder – auch mit Hilfe des
Sprachlerntagebuches – und berücksichtigen und sensibilisieren auch für andere
nichtsprachliche Ausdrucksformen.

B7.6.5

Sie nehmen Bedenken oder Befürchtungen der Eltern ernst und versuchen, mit den Eltern
Lösungen zu finden.

32

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

Evaluationsbereich C: Kooperationsqualität
Zusammenarbeit mit Eltern, Zusammenarbeit im Team und Leitungsverantwortung

C1

Pädagoginnen
und
Pädagogen
Erziehungspartnerschaft mit Eltern.

C1.1

Pädagoginnen und Pädagogen streben aktiv die Erziehungspartnerschaft mit Müttern und
Vätern in wechselseitiger Anerkennung an.

C1.1.1

Sie entwickeln eine vertrauensvolle und wertschätzende Haltung gegenüber allen Eltern.

C1.1.2

Sie setzen sich mit Erwartungen von Eltern an die Erziehung, Bildung und Betreuung ihrer
Kinder auseinander. Sie berücksichtigen dabei die unterschiedlichen Familienkulturen.

C1.1.3

Sie verständigen sich mit den Vätern und Müttern über ihre eigenen und die
Erziehungsvorstellungen in den Familien.

C1.1.4

Sie suchen bei Sprachbarrieren aktiv nach Möglichkeiten der Sprachmittlung, z.B. durch
andere Eltern, Dolmetscherdienste …

C1.1.5

Beginnend mit dem Aufnahmegespräch führen sie mit Eltern regelmäßige Gespräche über
die Entwicklung ihres Kindes und verständigen sich mit ihnen über unterschiedliche
Wahrnehmungen. Die Bildungsbiografien sind Grundlage dieser Gespräche. Sie sollten dem
Kind und seinen Eltern jederzeit zugänglich sein. Sie gehören ihnen.

C1.2

Pädagoginnen und Pädagogen machen ihre Arbeit transparent.

C1.2.1

Sie verschaffen den Eltern schon vor Aufnahme des Kindes die Möglichkeit, sich über das
Leben in der Einrichtung und über die pädagogische Konzeption zu informieren.

C1.2.2

Durch ansprechende Dokumentation und persönliches Erleben ermöglichen sie den Vätern
und Müttern, den Alltag in der Kindertagesstätte kennen zu lernen.

C1.3

Pädagoginnen und Pädagogen beteiligen Eltern an Entscheidungen in wesentlichen
Angelegenheiten der Kindertageseinrichtung.

C1.3.1

Sie ermutigen Eltern, Vorschläge, Kritik und Wünsche einzubringen und lassen sie erleben,
dass ihre Meinung wichtig ist und ihre Anregungen Berücksichtigung finden.

C1.3.2

Sie interessieren sich für die besonderen Fähigkeiten, Kenntnisse und Interessen von
Müttern und Vätern. Sie ermutigen sie, diese in die Arbeit mit den Kindern einzubringen.

C1.3.3

Sie gehen mit Informationen, die sie von Eltern erhalten, professionell um und behandeln
persönliche Belange von Eltern vertraulich.

C1.3.4

Sie beziehen Eltern bei der Entwicklung und Fortschreibung der Konzeption sowie der
Planung und Gestaltung der inhaltlichen Arbeit ein.

C1.3.5

Sie sorgen gemeinsam mit der Leitung und dem Träger dafür, dass es klare Regelungen für
ein Beschwerdemanagement gibt und informieren die Eltern darüber.

C1.3.6

Sie informieren Eltern über die Möglichkeiten der institutionellen Elternarbeit innerhalb der
Kita (Gruppen-Elternvertretung, Elternausschuss und Kita-Ausschuss) und vermitteln
33

gestalten

eine

Bildungs-

und

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

Kontakt zu Eltern-Gremien
Landeselternausschuss Kita).

C2

außerhalb

der

Kita

(Elternbeirat,

Bezirks-

und

Pädagoginnen und Pädagogen sowie die Leitung gestalten die Zusammenarbeit
und Kommunikation im Team nach demokratischen Grundprinzipien.

Qualitätsansprüche an die Zusammenarbeit im Team
C2.1

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen gemeinsam Verantwortung für die
Qualitätsentwicklung zum BBP.

C2.1.1

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kita verstehen sich als Teil eines Teams, in
dem jede/r spezifische Aufgaben übernimmt und sich mitverantwortlich fühlt für das
Ganze.

C2.1.2

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirken aktiv an der internen Evaluation zum Berliner
Bildungsprogramm mit.

C2.1.3

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlicher Meinung und Erfahrung werden im
Team wertgeschätzt.

C2.1.4

Das Team vereinbart mit der Leitung Zeiten, um die institutionellen und organisatorischen
Gegebenheiten selbst zu reflektieren und gegebenenfalls Veränderungen zu verabreden.

C2.1.5

Das Team setzt sich mit den Ergebnissen und Empfehlungen aus der externen Evaluation
auseinander und zieht daraus Schlüsse für die Weiterentwicklung seiner Arbeit.

C2.1.6

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen die im Team abgestimmten Veränderungen als
Chance und setzen sie gemeinsam um.

C2.2

Die Kommunikation und Verständigung im Team respektiert Unterschiede und baut auf
gemeinsamen Zielen auf.

C2.2.1

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter greifen Ideen von Kolleginnen und Kollegen auf und
beteiligen sich an deren Realisierung.

C2.2.2

Sie sprechen Meinungsverschiedenheiten offen und respektvoll an mit dem Ziel, eine für
alle Beteiligten geeignete Lösung zu finden.

C2.2.3

Sie verständigen sich im Team über Ziele für Veränderungen und machen sich die Gründe
bewusst.

C2.2.4

Sie setzen zur Reflexion der pädagogischen Arbeit Methoden wie kollegiale Beratung und
Feedback ein, die der gemeinsamen professionellen Weiterentwicklung im Team dienen.

C2.3

Pädagoginnen und Pädagogen sind Lehrende und Lernende zugleich.

C2.3.1

Sie verstehen den Alltag mit Kindern als wertvolles Erfahrungsfeld für sich selbst.

C2.3.2

Sie zeigen Kindern, dass auch Erwachsene lernen, dass Lernen und Entwicklung nie
aufhören.

C2.3.3

Sie lassen Kinder an eigenen Lernprozessen teilhaben. Sie zeigen so, wie Lernen gelingen
kann.
34

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

C2.3.4

Sie verfolgen die aktuellen Fachdiskussionen und eignen sich neue Kenntnisse über die
kindlichen Bildungsprozesse an.

C2.3.5

Sie beteiligen sich aktiv an der jährlichen Fortbildungsplanung.

C2.4

Das Team tauscht sich regelmäßig über die Organisation der Arbeit, die pädagogische
Arbeit mit den Kindern und über die Zusammenarbeit mit den Eltern aus.

C2.4.1

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achten darauf, dass Absprachen für das pädagogische
Handeln und zur Organisation der Arbeit für alle transparent und eindeutig sind.

C2.4.2

Das Team tauscht sich regelmäßig im Gesamtteam und bei größeren Einrichtungen auch in
Kleinteams aus.

C2.4.3

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Reflexion der eigenen Arbeit und
der Festlegung pädagogischer Ziele bei Teambesprechungen mehr Zeit eingeräumt wird als
organisatorischen Absprachen.

C2.4.4

Das Team vereinbart gemeinsame Aufgaben und Abläufe klar und eindeutig.

C2.4.5

Das Team bespricht Erkenntnisse und Erfahrungen aus Fort- und Weiterbildungen einzelner
Kolleginnen innerhalb von Teambesprechungen und wertet diese aus.

C2.4.6

Das Team vereinbart, wer bei der Einarbeitung neuer Kolleginnen oder Kollegen bzw. bei
der Anleitung von Praktikantinnen oder Praktikanten welche Aufgaben übernimmt.

C2.5

Die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein
gemeinsames Anliegen des Kita-Teams.

C2.5.1

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrachten die Gesundheit und das Wohlbefinden aller
als gemeinsames Anliegen, welches in Teambesprechungen thematisiert wird.

C2.5.2

Sie sind achtsam gegenüber ihren eigenen Bedürfnissen und Wünschen in ihrer Arbeit.

C2.5.3

Sie sprechen besondere Arbeitsbelastungen offen bei der Kitaleitung bzw. beim Träger an.

C2.5.4

Sie beteiligen sich an Maßnahmen, die auf den Erhalt der Gesundheit und den
Zusammenhalt im Team gerichtet sind (Gesundheitsprävention, Teamaktivitäten).

35

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

Qualitätsansprüche an die Leitung
C2.6

Die Kita-Leitung entwickelt mit dem Team das pädagogische Profil und die Konzeption der
Kita weiter.

C2.6.1

Sie orientiert sich am Leitbild des Trägers sowie am Berliner Bildungsprogramm und trägt
dafür Sorge, dass die Weiterentwicklung der Konzeption von der Analyse des Umfeldes, den
Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien sowie des Teampotentials ausgeht.

C2.6.2

Sie setzt Impulse, koordiniert, hält Entwicklungsprozesse in Gang und bietet fachliche
Reflektion an.

C2.6.3

Sie übernimmt Verantwortung für die Planung und Umsetzung der gemeinsamen Ziele.

C2.6.4

Sie informiert die Eltern über das pädagogische Profil der Einrichtung und bezieht deren
Vorschläge zur Weiterentwicklung ein.

C2.6.5

Sie vermittelt im Bedarfsfall bei Konflikten zwischen Eltern und Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern.

C2.6.6

Sie vernetzt die Kita mit anderen Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe im Sozialraum und
gewährleistet die Kooperation mit Grundschulen, Fachkräften der Kindertagespflege und
Familienzentren in der näheren Umgebung.

C2.6.7

Sie sorgt dafür, dass die Ergebnisse der internen und externen Evaluation in die
Konzeptionsentwicklung eingehen.

C2.7

Die Kita-Leitung gestaltet Arbeitsabläufe klar, transparent und wertschätzend.

C2.7.1

Die Kita-Leitung gibt alle für die Arbeit wesentlichen Informationen zeitnah an das Team
weiter. Damit unterstützt sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre Aufgaben
eigenverantwortlich wahrzunehmen.

C2.7.2

Sie steht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beratend zur Seite und regt den
Erfahrungsaustausch im Team an.

C2.7.3

Sie bezieht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in alle wesentlichen Fragen ein, die die
pädagogische Arbeit in der Kita betreffen.

C2.7.4

Sie fördert und beachtet die Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern und Familien und tritt für
eine partnerschaftliche Zusammenarbeit ein.

C2.7.5

Sie gestaltet eine verbindliche Besprechungsstruktur, in der die pädagogische Arbeit
systematisch geplant und reflektiert wird und verschafft sich Einblick in die aktuellen
Diskussionen.

C2.7.6

Sie trägt dafür Sorge, dass auftretende Konflikte konstruktiv bearbeitet werden.

36

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien

C2.8

Die
Kita-Leitung
befördert
und
Qualitätsentwicklungsprozess in der Kita.

C2.8.1

Sie beachtet und überprüft die Einhaltung getroffener Vereinbarungen.

C2.8.2

Sie achtet auf die regelmäßige Weiterbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
entwickelt mit dem Team eine inhaltlich begründete Fortbildungsplanung zu vereinbarten
thematischen Schwerpunkten.

C2.8.3

Sie verantwortet die regelmäßige Durchführung der internen Evaluation – ggf. mit
Unterstützung durch qualifizierte Multiplikatorinnen oder Multiplikatoren – und sorgt für
die Dokumentation der Ergebnisse.

C2.8.4

Sie bereitet in Abstimmung mit dem Träger und unter Beteiligung des Teams die externe
Evaluation vor und verantwortet die gemeinsame Bewertung der Ergebnisse und die
Auseinandersetzung mit den Empfehlungen.

C2.8.5

Sie plant und organisiert unter Einbeziehung aller Beteiligten Teamfortbildungstage für die
Qualitätsentwicklung der pädagogischen Arbeit.

C2.8.6

Sie ist verantwortlich für das Beschwerdemanagement, nimmt Beschwerden als Anstoß zur
Reflexion wahr und motiviert ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich damit konstruktiv
auseinanderzusetzen.

C2.9

Die Kita-Leitung ist für die Personalführung und Teamentwicklung verantwortlich.

C2.9.1

Die Kita-Leitung setzt sich für ein partnerschaftliches Arbeitsklima sowie für gegenseitige
Unterstützung ein.

C2.9.2

Sie führt regelmäßig und verbindlich Jahres- bzw. Personalentwicklungsgespräche, die auf
den Stärken und Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufbauen.

C2.9.3

Die Kita-Leitung spricht Weiterentwicklungsbedarf offen an und zielt im Gespräch auf klare
Vereinbarungen.

C2.9.4

Sie führt im Rahmen der Einarbeitungs- und Probezeit von neuen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern regelmäßige Feedbackgespräche.

C2.9.5

Sie trägt die Verantwortung für alle Praktikantinnen bzw. Praktikanten und für
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der berufsbegleitenden Ausbildung und stellt deren
qualifizierte Anleitung sicher.

C2.9.6

Sie setzt sich dafür ein, Arbeitsbelastungen zu reduzieren und den Arbeitsschutz zu
verbessern.

C2.9.7

Sie organisiert die Dienst- und Urlaubsplanung nach transparenten Kriterien in
Übereinstimmung mit den pädagogischen Erfordernissen.

C2.9.8

Sie unterstützt die Pädagoginnen und Pädagogen in allen Fragen des Kinderschutzes und
bezieht gegebenenfalls eine „insofern erfahrene Fachkraft“ ein. Jeder Fall eines Verdachtes
wird zunächst mit dem Träger besprochen, bevor Kontakt mit dem bezirklichen Jugendamt
aufgenommen wird.

37

verantwortet

den

fortlaufenden

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm

Aufgabenbereich A1

Das pädagogische Handeln basiert auf einem Bildungsverständnis, das
allen Kindern die gleichen Rechte auf Bildung und jedem Kind die
Entfaltung seiner Potentiale gewährleistet.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Selbsteinschätzung

Leitfaden für die Selbsteinschätzung
A1.1

Ich verstehe Bildung als Aneignungstätigkeit, mit der sich der Mensch ein/sein Bild
von der Welt macht und sie verantwortlich mitgestaltet.

A1.1.1
Ich orientiere mich in meinem pädagogischen Handeln an einem Bild vom Kind, das von sich aus
neugierig und mit allen Sinnen bestrebt ist, sich eigenständig die Welt zu erschließen und sie aktiv
mitzugestalten.
A1.1.2
Ich mache mir die drei Dimensionen des Bildungsverständnisses: „das Kind in seiner Welt“, „das Kind
in der Kindergemeinschaft“, „Welt erleben und erkunden“ bewusst und verstehe sie als
Grundstruktur der Bildungsbereiche des Berliner Bildungsprogramms.
A1.1.3
Ich weiß, dass emotional verlässliche Beziehungen unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiche
Bildungsprozesse jedes Kindes sind.
A1.1.4
Ich mache mir bewusst, dass ein feinfühliger Dialog und zugewandte sprachliche Kommunikation die
Grundlagen ganzheitlicher Bildungsprozesse sind.
A1.1.5
Ich verständige mich darüber, dass jedes Kind mit seinen psychischen, physischen, sozialen,
ökonomischen, kulturellen, geschlechterbezogenen, religiösen, ethnischen und sprachlichen
Merkmalen und weiteren individuellen Voraussetzungen vielseitige Erfahrungen, Kenntnisse und
Fähigkeiten in den gemeinsamen Prozess einbringen kann, unterschiedliche Lernwege geht und
vielseitige Anregungen braucht.

40

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Selbsteinschätzung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage A1.1

Verstehen Sie Bildung als Aneignungstätigkeit, mit der sich der Mensch ein/sein Bild von
der Welt macht und sie verantwortlich mitgestaltet?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

41

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Selbsteinschätzung

A1.2

Ich überprüfe mein Verständnis und meine Haltung, Kinder an der Gestaltung des
Alltags in der Kita gleichberechtigt und verantwortlich zu beteiligen.

A1.2.1
Ich verständige mich im Team über die gesetzlich verankerten Beteiligungsrechte von Kindern und
reflektiere, wie diese Rechte in der Kita beachtet und umgesetzt werden.
A1.2.2
Ich mache mir bewusst, dass Kinder von sich aus bestrebt sind, sich zunehmend an den
Herausforderungen des Lebens verantwortlich zu beteiligen, einen Beitrag für die Gemeinschaft zu
erbringen und sich dadurch als selbstwirksam zu erleben.
A1.2.3
Ich reflektiere meine Haltung und mein Handeln darauf hin, inwieweit ich – auch den jüngsten –
Kindern Fähigkeiten zur Partizipation zutraue und bereit bin, Kinder gleichberechtigt an den
Angelegenheiten ihres Lebens zu beteiligen.
A1.2.4
Ich erweitere meine Kenntnisse über angemessene Möglichkeiten und Methoden, die eine
Beteiligung von jüngeren und älteren Kindern ermöglichen.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage A1.2

Überprüfen Sie Ihr Verständnis und Ihre Haltung, Kinder an der Gestaltung des Alltags in
der Kita gleichberechtigt und verantwortlich zu beteiligen?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

42

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Selbsteinschätzung

A1.3

Ich orientiere mich an den Anforderungen und Chancen einer inklusiven Bildung.

A1.3.1
Ich begreife die vorhandene Heterogenität in der Kindergemeinschaft als Chance für vielseitige
Bildungsprozesse und entwickele eine offene und wertschätzende Haltung für die Unterschiedlichkeit
und Vielfalt kindlicher Entwicklungsprozesse.
A1.3.2
Ich weiß um meine Verantwortung, Bildungsprozesse so zu gestalten, dass alle Kinder bei
unterschiedlichen Voraussetzungen gleiche Bildungschancen und ein Recht auf aktive Beteiligung
haben.
A1.3.3
Ich setze mich mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über kindliche Identitätsentwicklung,
einschließlich soziokultureller und geschlechtsbezogener Aspekte, auseinander.
A1.3.4
Ich analysiere, wie gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen das Aufwachsen von Kindern
beeinflussen. Ich beachte dabei, welche Rolle die soziale Herkunft und Geschlechtszugehörigkeit der
Kinder spielen.
A1.3.5
Ich bin aufmerksam dafür, wie soziale, ethnisch-kulturelle, geschlechtsbezogene und individuelle
Unterschiede zu ungleichen Bildungschancen führen können.
A1.3.6
Ich bin wachsam gegenüber Vorurteilen und Diskriminierung und achte darauf, Abwertung und
Ausgrenzung aktiv entgegen zu treten.
A1.3.7
Ich reflektiere eigene Vorurteile und mache andere darauf aufmerksam.
A1.3.8
Ich mache mir bewusst, dass Kinder sehr wohl Unterschiede und Vorurteile im alltäglichen Leben
wahrnehmen und erleben und auch selbst zum Ausdruck bringen.

43

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Selbsteinschätzung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage A1.3

Orientieren Sie sich an den Anforderungen und Chancen einer inklusiven Bildung?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

44

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Selbsteinschätzung

A1.4

Ich verfolge die Fachdiskussion zu ausgewählten aktuellen Fragen der
frühkindlichen Bildung.

A1.4.1
Ich erweitere meine Erfahrungen, wie Kinder im Lebensalltag in ihrem Selbstvertrauen und ihrer
Selbstwirksamkeit, ihrer psychischen und physischen Widerstandskraft (Resilienz) gestärkt werden
können.
A1.4.2
Ich verständige mich über Grundwerte eines demokratischen verfassten Zusammenlebens in einer
globalisierten und zukunftsfähigen Welt.
A1.4.3
Ich reflektiere die Wertvorstellungen und Normen an denen ich mein Handeln und Verhalten im
Team und gegenüber den Kindern orientiere. Ich bin mir meiner Vorbildwirkung bewusst.
A1.4.4
Ich setze mich damit auseinander, wie ich bewegende Fragen über Werte des sozialen Miteinanders,
den Umgang mit der Vielfalt des Lebens und den Ressourcen in der Natur einfühlsam aufgreifen und
Kindern verständlich machen kann.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage A1.4

Verfolgen Sie die Fachdiskussion zu ausgewählten aktuellen Fragen
der frühkindlichen Bildung?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

45

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Selbsteinschätzung

Der nachfolgende Auswertungsbogen sollte auf eine große Wandzeitung übertragen werden. Bitte
markieren Sie die individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen anonym auf dem
Auswertungsbogen. So wird ein erstes Qualitätsprofil des Teams sichtbar.

Sichtbarmachen der individuellen
Einschätzungen und der Teameinschätzung
(Anzahl der Nennungen auf der Werteskala)

A1.1

Verstehen Sie Bildung als Aneignungstätigkeit, mit der sich der Mensch ein/sein Bild von
der Welt macht und sie verantwortlich mitgestaltet?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

A1.2

Überprüfen Sie Ihr Verständnis und Ihre Haltung, Kinder an der Gestaltung des Alltags in
der Kita gleichberechtigt und verantwortlich zu beteiligen?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

A1.3

Orientieren Sie sich an den Anforderungen und Chancen einer inklusiven Bildung?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

A1.4

Verfolgen Sie die Fachdiskussion zu ausgewählten aktuellen Fragen der frühkindlichen
Bildung?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

46

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Gruppendiskussion

Gesprächsleitfaden für die Gruppendiskussion
Evaluationsfrage A1.1

Verstehen Sie Bildung als Aneignungstätigkeit, mit der sich der Mensch
ein/sein Bild von der Welt macht und sie verantwortlich mitgestaltet?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

A1.1.1
Wir orientieren uns in unserem pädagogischen Handeln an einem Bild vom Kind, das von sich aus
neugierig und mit allen Sinnen bestrebt ist, sich eigenständig die Welt zu erschließen und sie aktiv
mitzugestalten.
A1.1.2
Wir machen uns die drei Dimensionen des Bildungsverständnisses: „das Kind in seiner Welt“, „das
Kind in der Kindergemeinschaft“, „Welt erleben und erkunden“ bewusst und verstehen sie als
Grundstruktur der Bildungsbereiche des Berliner Bildungsprogramms.
A1.1.3
Wir wissen, dass emotional verlässliche Beziehungen unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiche
Bildungsprozesse jedes Kindes sind.
A1.1.4
Wir machen uns bewusst, dass ein feinfühliger Dialog und zugewandte sprachliche Kommunikation
die Grundlagen ganzheitlicher Bildungsprozesse sind.
A1.1.5
Wir verständigen uns darüber, dass jedes Kind mit seinen psychischen, physischen, sozialen,
ökonomischen, kulturellen, geschlechterbezogenen, religiösen, ethnischen und sprachlichen
Merkmalen und weiteren individuellen Voraussetzungen vielseitige Erfahrungen, Kenntnisse und
Fähigkeiten in den gemeinsamen Prozess einbringen kann, unterschiedliche Lernwege geht und
vielseitige Anregungen braucht.
Einschätzung des Teams:

Wir verstehen Bildung als Aneignungstätigkeit, mit der sich der Mensch
ein/sein Bild von der Welt macht und sie verantwortlich mitgestaltet.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

47

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage A1.2

Überprüfen Sie Ihr Verständnis und Ihre Haltung, Kinder an der Gestaltung des Alltags
in der Kita gleichberechtigt und verantwortlich zu beteiligen?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

A1.2.1
Wir verständigen uns im Team über die gesetzlich verankerten Beteiligungsrechte von Kindern und
reflektieren, wie diese Rechte in der Kita beachtet und umgesetzt werden.
A1.2.2
Wir machen uns bewusst, dass Kinder von sich aus bestrebt sind, sich zunehmend an den
Herausforderungen des Lebens verantwortlich zu beteiligen, einen Beitrag für die Gemeinschaft zu
erbringen und sich dadurch als selbstwirksam zu erleben.
A1.2.3
Wir reflektieren unsere Haltung und unser Handeln darauf hin, inwieweit wir – auch den jüngsten –
Kindern Fähigkeiten zur Partizipation zutrauen und bereit sind, Kinder gleichberechtigt an den
Angelegenheiten ihres Lebens zu beteiligen.
A1.2.4
Wir erweitern unsere Kenntnisse über angemessene Möglichkeiten und Methoden, die eine
Beteiligung von jüngeren und älteren Kindern ermöglichen.
Einschätzung des Teams:

Wir überprüfen unser Verständnis und unsere Haltung, Kinder an der Gestaltung des
Alltags in der Kita gleichberechtigt und verantwortlich zu beteiligen.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

48

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage A1.3

Orientieren Sie sich an den Anforderungen und Chancen einer inklusiven Bildung?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

A1.3.1
Wir begreifen die vorhandene Heterogenität in der Kindergemeinschaft als Chance für vielseitige
Bildungsprozesse und entwickeln eine offene und wertschätzende Haltung für die
Unterschiedlichkeit und Vielfalt kindlicher Entwicklungsprozesse.
A1.3.2
Wir wissen um unsere Verantwortung, Bildungsprozesse so zu gestalten, dass alle Kinder bei
unterschiedlichen Voraussetzungen gleiche Bildungschancen und ein Recht auf aktive Beteiligung
haben.
A1.3.3
Wir setzen uns mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über kindliche Identitätsentwicklung,
einschließlich soziokultureller und geschlechtsbezogener Aspekte, auseinander.
A1.3.4
Wir analysieren, wie gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen das Aufwachsen von Kindern
beeinflussen. Wir beachten dabei, welche Rolle die soziale Herkunft und Geschlechtszugehörigkeit
der Kinder spielen.
A1.3.5
Wir sind aufmerksam dafür, wie soziale, ethnisch-kulturelle, geschlechtsbezogene und individuelle
Unterschiede zu ungleichen Bildungschancen führen können.
A1.3.6
Wir sind wachsam gegenüber Vorurteilen und Diskriminierung und achten darauf, Abwertung und
Ausgrenzung aktiv entgegen zu treten.
A1.3.7
Wir reflektieren eigene Vorurteile und machen uns gegenseitig darauf aufmerksam.
A1.3.8
Wir machen uns bewusst, dass Kinder sehr wohl Unterschiede und Vorurteile im alltäglichen Leben
wahrnehmen und erleben und auch selbst zum Ausdruck bringen.
Einschätzung des Teams:

Wir orientieren uns an den Anforderungen und Chancen einer inklusiven Bildung.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

49

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage A1.4

Verfolgen Sie die Fachdiskussion zu ausgewählten aktuellen Fragen der frühkindlichen
Bildung?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

A1.4.1
Wir erweitern unsere Erfahrungen, wie Kinder im Lebensalltag in ihrem Selbstvertrauen und ihrer
Selbstwirksamkeit ihrer psychischen und physischen Widerstandskraft (Resilienz) gestärkt werden
können.
A1.4.2
Wir verständigen uns über Grundwerte eines demokratischen verfassten Zusammenlebens in einer
globalisierten und zukunftsfähigen Welt.
A1.4.3
Wir reflektieren die Wertvorstellungen und Normen an denen sich unser Handeln und Verhalten im
Team und gegenüber den Kindern orientieren. Wir sind uns unserer Vorbildwirkung bewusst.
A1.4.4
Wir setzen uns damit auseinander, wie wir die bewegenden Fragen der Kinder über Werte des
sozialen Miteinanders, den Umgang mit der Vielfalt des Lebens und den Ressourcen in der Natur
einfühlsam aufgreifen und ihnen mögliche Antworten verständlich machen können.
Einschätzung des Teams:

Wir verfolgen die Fachdiskussion zu ausgewählten aktuellen Fragen der frühkindlichen
Bildung.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

50

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Gruppendiskussion

Im nächsten Schritt geht es um eine begründete Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus in
diesem Aufgabenbereich des Berliner Bildungsprogramms und darum, konkrete Ziele für die weitere
Entwicklung Ihrer Arbeit zu beraten und festzulegen.
Bitte überlegen Sie, wie Sie in geeigneter Form die Eltern mit Ihren Ergebnissen bekannt machen
können.
Zusammenfassende Einschätzung und Perspektiven
für die Weiterentwicklung der Arbeit zum Aufgabenbereich A1
Was gelingt uns gut?

Was gelingt uns nicht so gut?

Das pädagogische Handeln basiert auf einem Bildungsverständnis, das allen Kindern die
gleichen Rechte auf Bildung und jedem Kind die Entfaltung seiner Potentiale gewährleistet.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Welche Ziele für die Qualitätsentwicklung beschließen wir?

Nun geht es um konkrete Schritte zur Realisierung der Ziele und Aufgaben. Überlegen Sie, wie Sie
Ihre Rahmenbedingungen effektiv nutzen können. Denken Sie darüber nach, was Sie organisatorisch
verändern können, um Ihre Vorhaben umzusetzen.
Dazu gehört zum Beispiel:
 Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Besprechungszeiten?
 Können Sie arbeitsteilig vorgehen?
 Wo können Sie sich Unterstützung holen?

51

WAS

macht WER

mit WEM

bis WANN

WER fragt nach?

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A1: Bildungsverständnis – Gruppendiskussion

52

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm

Aufgabenbereich A2

Pädagoginnen und Pädagogen vertiefen ihr Verständnis
für die Ziele des pädagogischen Handelns.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A2: Ziele pädagogischen Handelns – Selbsteinschätzung

Leitfaden für die Selbsteinschätzung
A2

Ich vertiefe mein Verständnis für die Ziele pädagogischen Handelns.

A2.1.
Ich verständige mich über die im BBP formulierten Ziele der Persönlichkeitsentwicklung als zu
stärkende Ich-, Sozial-, Sach- und Lernmethodische Kompetenzen der Kinder.
A2.2
Ich mache mir bewusst, dass die Kompetenzen im Unterschied zu „Lernzielen“ als „Richtungsziele“
pädagogischen Handelns zu verstehen sind.
A2.3
Ich analysiere, wie ich die vielfältigen Gelegenheiten im Tagesverlauf gezielt nutzen kann, um Kinder
anzuregen und herauszufordern, ihre Kompetenzen einzubringen und zu erweitern.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage A2

Vertiefen Sie ihr Verständnis für die Ziele pädagogischen Handelns?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
54

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A2: Ziele pädagogischen Handelns – Selbsteinschätzung

Der nachfolgende Auswertungsbogen sollte auf eine große Wandzeitung übertragen werden. Bitte
markieren Sie die individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen anonym auf dem
Auswertungsbogen. So wird ein erstes Qualitätsprofil des Teams sichtbar.

Sichtbarmachen der individuellen
Einschätzungen und der Teameinschätzung
(Anzahl der Nennungen auf der Werteskala)

A2

Vertiefen Sie Ihr Verständnis für die Ziele pädagogischen Handelns?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

55

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A2: Ziele pädagogischen Handelns – Gruppendiskussion

Gesprächsleitfaden für die Gruppendiskussion
Evaluationsfrage A2

Vertiefen Sie Ihr Verständnis zu Zielen pädagogischen Handelns?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

A2.1
Wir verständigen uns über die im BBP formulierten Ziele der Persönlichkeitsentwicklung als zu
stärkende Ich-, Sozial-, Sach- und Lernmethodische Kompetenzen der Kinder.
A2.2
Wir machen uns bewusst, dass die Kompetenzen im Unterschied zu „Lernzielen“ als „Richtungsziele“
pädagogischen Handelns zu verstehen sind.
A2.3
Wir analysieren, wie wir die vielfältigen Gelegenheiten im Tagesverlauf gezielt nutzen können, um
Kinder anzuregen und herauszufordern, ihre Kompetenzen einzubringen und zu erweitern.
Einschätzung des Teams:

Wir vertiefen unser Verständnis zu Zielen pädagogischen Handelns.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

56

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A2: Ziele pädagogischen Handelns – Gruppendiskussion

Im nächsten Schritt geht es um eine begründete Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus in
diesem Aufgabenbereich des Berliner Bildungsprogramms und darum, konkrete Ziele für die weitere
Entwicklung Ihrer Arbeit zu beraten und festzulegen.
Bitte überlegen Sie, wie Sie in geeigneter Form die Eltern mit Ihren Ergebnissen bekannt machen
können.
Zusammenfassende Einschätzung und Perspektiven
für die Weiterentwicklung der Arbeit zum Aufgabenbereich A2
Was gelingt uns gut?

Was gelingt uns nicht so gut?

Pädagoginnen und Pädagogen vertiefen ihr Verständnis
für die Ziele des pädagogischen Handelns.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Welche Ziele für die Qualitätsentwicklung beschließen wir?

Nun geht es um konkrete Schritte zur Realisierung der Ziele und Aufgaben.
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Rahmenbedingungen effektiv nutzen können. Denken Sie darüber nach,
was Sie organisatorisch verändern können, um Ihre Vorhaben umzusetzen.
Dazu gehört zum Beispiel:
 Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Besprechungszeiten?
 Können Sie arbeitsteilig vorgehen?
 Wo können Sie sich Unterstützung holen?

57

WAS

macht WER

mit WEM

bis WANN

WER fragt nach?

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A2: Ziele pädagogischen Handelns – Gruppendiskussion

58

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm

Aufgabenbereich A3

Pädagoginnen und Pädagogen setzen sich mit Erkenntnissen
zur Unterstützung frühkindlicher Bildungsprozesse auseinander.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A3: pädagogisches Selbstverständnis– Selbsteinschätzung

Leitfaden für die Selbsteinschätzung
A3

Ich setze mich mit den Erkenntnissen zur Unterstützung frühkindlicher
Bildungsprozesse auseinander.

A3.1.
Ich weiß darum, dass Bildungsanregungen eng mit dem unmittelbaren Erleben und den Erfahrungen
der Kinder zu verbinden sind und für deren Handeln subjektiv bedeutsam sein müssen.
A3.2
Ich mache mir bewusst, dass die Herausforderungen des Lebens in der Kindergemeinschaft und die
verschiedenen Tätigkeiten im Tagesablauf selbst vielseitige Bildungsanlässe und -inhalte bieten.
A3.3
Ich vertiefe mein Verständnis für die Wirksamkeit der Bildungspotentiale der Kindergemeinschaft, für
die Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Kindes.
A3.4
Ich erweitere meine Erfahrungen darüber, wie ich entwicklungsgerechte, und für Kinder bedeutsame
Zugänge zu den verschiedenen Bildungsbereichen übergreifend erschließen kann.
A3.5
Ich grenze mich ab von vorgedachten, vorgeplanten aus dem Sinnzusammenhang gerissenen
Beschäftigungsangeboten, bei denen der Ablauf und das Ergebnis schon vorher feststehen.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage A3

Setzen Sie sich mit Erkenntnissen zur Unterstützung frühkindlicher Bildungsprozesse auseinander?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
60

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A3: pädagogisches Selbstverständnis– Selbsteinschätzung

Der nachfolgende Auswertungsbogen sollte auf eine große Wandzeitung übertragen werden. Bitte
markieren Sie die individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen anonym auf dem
Auswertungsbogen. So wird ein erstes Qualitätsprofil des Teams sichtbar.

Sichtbarmachen der individuellen
Einschätzungen und der Teameinschätzung
(Anzahl der Nennungen auf der Werteskala)

A3

Setzen Sie sich mit Erkenntnissen zur Unterstützung
frühkindlicher Bildungsprozesse auseinander?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

61

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A3: pädagogisches Selbstverständnis – Gruppendiskussion

Gesprächsleitfaden für die Gruppendiskussion
Evaluationsfrage A3

Setzen Sie sich mit Erkenntnissen zur Unterstützung frühkindlicher Bildungsprozesse
auseinander?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

A3.1
Wir wissen darum, dass Bildungsanregungen eng mit dem unmittelbaren Erleben und den
Erfahrungen der Kinder zu verbinden sind und für deren Handeln subjektiv bedeutsam sein müssen.
A3.2
Wir machen uns bewusst, dass die Herausforderungen des Lebens in der Kindergemeinschaft und die
verschiedenen Tätigkeiten im Tagesablauf selbst vielseitige Bildungsanlässe und -inhalte bieten.
A3.3
Wir vertiefen unser Verständnis für die Wirksamkeit der Bildungspotentiale der Kindergemeinschaft,
für die Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Kindes.
A3.4
Wir erweitern unsere Erfahrungen darüber, wie wir entwicklungsgerechte, und für Kinder
bedeutsame Zugänge zu den verschiedenen Bildungsbereichen übergreifend erschließen können.
A3.5
Wir grenzen uns ab von vorgedachten, vorgeplanten aus dem Sinnzusammenhang gerissenen
Beschäftigungsangeboten, bei denen der Ablauf und das Ergebnis schon vorher feststehen.
Einschätzung des Teams:

Wir setzen uns mit Erkenntnissen
zur Unterstützung frühkindlicher Bildungsprozesse auseinander.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

62

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A3: pädagogisches Selbstverständnis – Gruppendiskussion

Im nächsten Schritt geht es um eine begründete Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus in
diesem Aufgabenbereich des Berliner Bildungsprogramms und darum, konkrete Ziele für die weitere
Entwicklung Ihrer Arbeit zu beraten und festzulegen.
Bitte überlegen Sie, wie Sie in geeigneter Form die Eltern mit Ihren Ergebnissen bekannt machen
können.
Zusammenfassende Einschätzung und Perspektiven
für die Weiterentwicklung der Arbeit zum Aufgabenbereich A3
Was gelingt uns gut?

Was gelingt uns nicht so gut?

Pädagoginnen und Pädagogen setzen sich mit Erkenntnissen
zur Unterstützung frühkindlicher Bildungsprozesse auseinander.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Welche Ziele für die Qualitätsentwicklung beschließen wir?

Nun geht es um konkrete Schritte zur Realisierung der Ziele und Aufgaben.
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Rahmenbedingungen effektiv nutzen können. Denken Sie darüber nach,
was Sie organisatorisch verändern können, um Ihre Vorhaben umzusetzen.
Dazu gehört zum Beispiel:
 Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Besprechungszeiten?
 Können Sie arbeitsteilig vorgehen?
 Wo können Sie sich Unterstützung holen?

63

WAS

macht WER

mit WEM

bis WANN

WER fragt nach?

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB A3: pädagogisches Selbstverständnis – Gruppendiskussion

64

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm

Aufgabenbereich B1

Pädagoginnen und Pädagogen beobachten und dokumentieren
kindliche Bildungs- und Entwicklungsprozesse.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B1: Beobachten und Dokumentieren – Selbsteinschätzung

Leitfaden für die Selbsteinschätzung
B1.1

Ich beobachte regelmäßig und zielgerichtet die individuelle Entwicklung
eines jeden Kindes.

B1.1.1
Ich nutze das Sprachlerntagebuch für die längerfristige Beobachtung und Dokumentation der
individuellen Sprach- und Kommunikationsentwicklung jedes Kindes.
B1.1.2
Ich verständige mich im Team auf weitere geeignete stärkenorientierte Beobachtungsverfahren und instrumente und qualifiziere mich hierzu.
B1.1.3
Ich bringe Eltern das Anliegen von Beobachtungen und Dokumentationen mit dem
Sprachlerntagebuch und der weiteren Beobachtungsverfahren nahe und erläutere deren Bedeutung
für die Entwicklung und Förderung ihres Kindes.
B1.1.4
Ich gewährleiste, dass jedes Kind mindestens einmal jährlich in unterschiedlichen Situationen
möglichst von mehreren Personen zielgerichtet beobachtet wird.
B1.1.5
Ich beziehe die Erkundungsfragen der Bildungsbereiche in die Beobachtung ein.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B1.1

Beobachten Sie regelmäßig und zielgerichtet die individuelle Entwicklung
eines jeden Kindes?
trifft voll zu  trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
66

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B1: Beobachten und Dokumentieren – Selbsteinschätzung

B1.2

Ich dokumentiere meine Beobachtungen.

B1.2.1
Ich halte meine Beobachtungen über die Entwicklungsfortschritte, auch mit Erzeugnissen von
Kindern in geeigneter Weise fest, z.B. Notizen, Fotos, Filme und nutze und integriere diese in das
Sprachlerntagebuch.
B1.2.2
Ich nutze die verschiedenen Beobachtungssequenzen für eine zusammenfassende kompetenzorientierte Bildungsdokumentation bzw. Lerngeschichte.
B1.2.3
Ich beziehe jedes Kind in die Gestaltung seines Sprachlerntagebuches und weiterer Bildungsdokumentationen ein.
B1.2.4
Ich sichere deren Zugänglichkeit für jedes Kind unter Beachtung von Datenschutzbestimmungen.
B1.2.5
Ich gestalte anschauliche Dokumentationen zu ausgewählten Aktivitäten von Kindergemeinschaften,
in die ich Kinder und Eltern einbeziehe.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B1.2

Dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

67

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B1: Beobachten und Dokumentieren – Selbsteinschätzung

B1.3

Ich tausche mich über meine Beobachtungen aus und leite Konsequenzen für mein
pädagogisches Handeln ab.

B1.3.1
Ich tausche mich mit jedem Kind über die Beobachtungen aus und halte die Kommentare des Kindes
fest.
B1.3.2
Ich reflektiere im regelmäßigen fachlichen Austausch sowohl die spontanen als auch die
systematischen Beobachtungen und mache mir eigene Gefühle und Bewertungen bei der Reflexion
von kindlichen Aktivitäten und Verhaltensweisen bewusst.
B1.3.3
Ich habe die Entwicklungspotentiale jedes Kindes im Blick und leite daraus nächste pädagogische
Anregungen für die Kindergemeinschaft und gegebenenfalls gezielte Fördermaßnahmen für das
einzelne Kind ab.
B1.3.4
Ich biete den Eltern auf der Grundlage der schriftlichen Beobachtungen und Dokumentationen
regelmäßig – mindestens einmal jährlich – individuelle Entwicklungsgespräche zu ihrem Kind an. Ich
verdeutliche ihnen die nächsten Herausforderungen für eine bestmögliche Entwicklung ihres Kindes.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B1.3

Tauschen Sie sich über Ihre Beobachtungen aus und leiten Konsequenzen für Ihr
pädagogisches Handeln ab?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
68

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B1: Beobachten und Dokumentieren – Selbsteinschätzung

Der nachfolgende Auswertungsbogen sollte auf eine große Wandzeitung übertragen werden. Bitte
markieren Sie die individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen anonym auf dem
Auswertungsbogen. So wird ein erstes Qualitätsprofil des Teams sichtbar.

Sichtbarmachen der individuellen
Einschätzungen und der Teameinschätzung
(Anzahl der Nennungen auf der Werteskala)

B1.1

Beobachten Sie regelmäßig und zielgerichtet die individuelle Entwicklung eines jeden
Kindes?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B1.2

Dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B1.3

Tauschen Sie sich über Ihre Beobachtungen aus
und leiten Konsequenzen für Ihr pädagogisches Handeln ab?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

69

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B1: Beobachten und Dokumentieren – Gruppendiskussion

Gesprächsleitfaden für die Gruppendiskussion
Evaluationsfrage B1.1

Beobachten Sie regelmäßig und zielgerichtet die individuelle Entwicklung
eines jeden Kindes?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B1.1.1
Wir nutzen das Sprachlerntagebuch für die längerfristige Beobachtung und Dokumentation der
individuellen Sprach- und Kommunikationsentwicklung jedes Kindes.
B1.1.2
Wir verständigen uns im Team auf weitere geeignete stärkenorientierte Beobachtungsverfahren und
-instrumente und qualifizieren uns hierzu.
B1.1.3
Wir bringen Eltern das Anliegen von Beobachtungen und Dokumentationen mit dem
Sprachlerntagebuch und der weiteren Beobachtungsverfahren nahe und erläutern deren Bedeutung
für die Entwicklung und Förderung ihres Kindes.
B1.1.4
Wir gewährleisten, dass jedes Kind mindestens einmal jährlich in unterschiedlichen Situationen
möglichst von mehreren Personen zielgerichtet beobachtet wird.
B1.1.5
Wir beziehen die Erkundungsfragen der Bildungsbereiche in die Beobachtung ein.
Einschätzung des Teams:

Wir beobachten regelmäßig und zielgerichtet die individuelle Entwicklung
eines jeden Kindes.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

70

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B1: Beobachten und Dokumentieren – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B1.2

Dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen?

Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B1.2.1
Wir halten unsere Beobachtungen über die Entwicklungsfortschritte, auch mit Erzeugnissen von
Kindern in geeigneter Weise fest, z.B. Notizen, Fotos, Filme und nutzen und integrieren diese in das
Sprachlerntagebuch.
B1.2.2
Wir nutzen die verschiedenen Beobachtungssequenzen für
kompetenzorientierte Bildungsdokumentation bzw. Lerngeschichte.

eine

zusammenfassende

B1.2.3
Wir beziehen jedes Kind in die Gestaltung seines Sprachlerntagebuches und weiterer
Bildungsdokumentationen ein.
B1.2.4
Wir sichern deren Zugänglichkeit für jedes Kind unter Beachtung von Datenschutzbestimmungen.
B1.2.5
Wir
gestalten
anschauliche
Dokumentationen
zu
ausgewählten
Kindergemeinschaften, in die sie Kinder und Eltern einbeziehen.

Aktivitäten

Einschätzung des Teams:

Wir dokumentieren unsere Beobachtungen.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

71

trifft nicht zu 

von

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B1: Beobachten und Dokumentieren – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B1.3

Tauschen Sie sich über Ihre Beobachtungen aus und leiten Konsequenzen für Ihr
pädagogisches Handeln ab?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B1.3.1
Wir tauschen uns mit jedem Kind über die Beobachtungen aus und halten die Kommentare des
Kindes fest.
B1.3.2
Wir reflektieren im regelmäßigen fachlichen Austausch sowohl die spontanen als auch die
systematischen Beobachtungen und machen uns eigene Gefühle und Bewertungen bei der Reflexion
von kindlichen Aktivitäten und Verhaltensweisen bewusst.
B1.3.3
Wir haben die Entwicklungspotentiale jedes Kindes im Blick und leiten daraus nächste pädagogische
Anregungen für die Kindergemeinschaft und gegebenenfalls gezielte Fördermaßnahmen für das
einzelne Kind ab.
B1.3.4
Wir bieten den Eltern auf der Grundlage der schriftlichen Beobachtungen und Dokumentationen
regelmäßig – mindestens einmal jährlich – individuelle Entwicklungsgespräche zu ihrem Kind an. Wir
verdeutlichen ihnen die nächsten Herausforderungen für eine bestmögliche Entwicklung ihres
Kindes.
Einschätzung des Teams:

Wir tauschen uns über unsere Beobachtungen aus
und leiten Konsequenzen für unser pädagogisches Handeln ab.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

72

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B1: Beobachten und Dokumentieren – Gruppendiskussion

Im nächsten Schritt geht es um eine begründete Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus in
diesem Aufgabenbereich des Berliner Bildungsprogramms und darum, konkrete Ziele für die weitere
Entwicklung Ihrer Arbeit zu beraten und festzulegen.
Bitte überlegen Sie, wie Sie in geeigneter Form die Eltern mit Ihren Ergebnissen bekannt machen
können.
Zusammenfassende Einschätzung und Perspektiven
für die Weiterentwicklung der Arbeit zum Aufgabenbereich B1
Was gelingt uns gut?

Was gelingt uns nicht so gut?

Pädagoginnen und Pädagogen beobachten und dokumentieren
kindliche Bildungs- und Entwicklungsprozesse.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Welche Ziele für die Qualitätsentwicklung beschließen wir?

Nun geht es um konkrete Schritte zur Realisierung der Ziele und Aufgaben.
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Rahmenbedingungen effektiv nutzen können. Denken Sie darüber nach,
was Sie organisatorisch verändern können, um Ihre Vorhaben umzusetzen.
Dazu gehört zum Beispiel:
 Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Besprechungszeiten?
 Können Sie arbeitsteilig vorgehen?
 Wo können Sie sich Unterstützung holen?
73

WAS

macht WER

mit WEM

bis WANN

WER fragt nach?

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B1: Beobachten und Dokumentieren – Gruppendiskussion

74

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm

Aufgabenbereich B2

Die Gestaltung des alltäglichen Lebens ermöglicht Kindern
vielseitige Lernerfahrungen.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Selbsteinschätzung

Leitfaden für die Selbsteinschätzung
B2.1

Ich nehme unterschiedliche Bedürfnisse der Kinder wahr und unterstütze sie in
ihrer individuellen Entwicklung.

B2.1.1
Ich bin aufmerksam für die Anliegen und Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle der Kinder und gehe
achtsam darauf ein. Ich berücksichtige dabei ihre soziokulturellen Lebenssituationen.
B2.1.2
Ich gebe den Kindern als vertraute und verlässliche Bezugsperson emotionale Zuwendung, Schutz
und Geborgenheit.
B2.1.3
Ich sorge für Bedingungen im Tagesablauf, die den unterschiedlichen physischen und psychischen
Entwicklungsbedürfnissen der Jungen und Mädchen entsprechen.
B2.1.4
Ich entwickele Rituale und Strukturen, die das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder stärken und
ihnen Orientierung und Sicherheit im Tagesablauf bieten.
B2.1.5
Ich achte darauf, dass die verschiedenen Sprachen und Dialekte der Kinder im Alltag zur Geltung
kommen.
B2.1.6
Ich nutze die täglich wiederkehrenden Situationen wie Begrüßung und Verabschiedung, Mahlzeiten,
Körperpflege, Spiel bewusst für die alltagsintegrierte sprachliche Bildung in der deutschen Sprache.
B2.1.7
Ich erweitere den Erfahrungshorizont von Jungen und Mädchen, indem ich einseitige Vorstellungen
über Geschlechterrollen, Lebensformen, ethnische Herkunft und individuelle Merkmale hinterfrage.
B2.1.8
Ich unterstütze die Kinder in ihrer geschlechtlichen Identitätsentwicklung.
B2.1.9
Ich sorge im Tagesablauf für den Wechsel von Anspannung und Erholung, von Ruhe und Bewegung.
B2.1.10
Ich unterstütze den Spaß und die Freude an körperlicher Bewegung und fördere körperliche
Fähigkeiten und Bewegungsfertigkeiten der Mädchen und Jungen gleichermaßen.
B2.1.11
Ich thematisiere und bestärke gesundheitsfördernde Ernährungsgewohnheiten und biete Kindern
täglich frisches Obst und Gemüse an.

76

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Selbsteinschätzung

B2.1.12
Ich gewährleiste eine ausreichende Versorgung mit Wasser oder ungesüßten Tees während des
gesamten Tagesablaufs.
B2.1.13
Ich berücksichtige spezifische kulturelle Speisegebote und medizinisch erforderliche Einschränkungen
für einzelne Kinder.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B2.1

Nehmen Sie unterschiedliche Bedürfnisse der Kinder wahr und unterstützen sie in ihrer
individuellen Entwicklung?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
77

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Selbsteinschätzung

B2.2

Ich beteilige alle Kinder entsprechend ihrer entwicklungsgemäßen Möglichkeiten
an der Gestaltung ihres Lebens in der Kita.

B2.2.1
Ich beteilige Kinder – auch die jüngsten – an der Planung und Gestaltung des Zusammenlebens. Ich
schaffe einen strukturierten Rahmen, in dem alle ihre Wünsche äußern sowie ihre Einfälle und Ideen
einbringen können.
B2.2.2
Ich nehme auch nonverbale Anliegen und Beschwerden der Kinder wahr und suche gemeinsam mit
ihnen nach Möglichkeiten, das Wohlbefinden der Kinder zu sichern.
B2.2.3
Ich achte darauf, dass Kinder mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen am Alltag in der
Gemeinschaft gleichberechtigt teilhaben.
B2.2.4
Ich achte und unterstütze jedes Mädchen und jeden Jungen in seinem Streben nach
Selbstbestimmung und Beteiligung.
B2.2.5
Ich rege Kinder an, Alltagssituationen selbst zu gestalten, für und in der Gemeinschaft tätig zu sein
und Verantwortung zu übernehmen.
B2.2.6
Ich beachte die unterschiedlichen Ausdrucksformen und -möglichkeiten der Kinder, insbesondere der
Kinder im vorsprachlichen Alter, und kommuniziere in vielfältiger Weise mit den Kindern.
B2.2.7
Ich nutze vielfältige methodische Möglichkeiten, um Kinder darin zu unterstützen, sich über
unterschiedliche Erwartungen zu verständigen und Kompromisse auszuhandeln.
B2.2.8
Ich rege Jungen und Mädchen gleichermaßen an, sich gegenseitig zu helfen, etwas zu zeigen, etwas
vorzumachen oder nachzuahmen, Hilfe zu suchen und anzunehmen.

78

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Selbsteinschätzung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B2.2

Beteiligen Sie alle Kinder entsprechend ihrer entwicklungsgemäßen Möglichkeiten
an der Gestaltung ihres Lebens in der Kita?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
79

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Selbsteinschätzung

B2.3

Ich halte die kindliche Neugierde und die Lust am Lernen wach.

B2.3.1
Ich biete Raum für selbständiges Erkunden, Experimentieren und Gestalten.
B2.3.2
Ich gebe Kindern die Zeit, die sie brauchen, um lernen zu können und achte darauf, individuelle
Bildungsprozesse nicht zu unterbrechen.
B2.3.3
Ich sorge dafür, dass Kindern im Alltag Erfahrungen zu Inhalten aller Bildungsbereiche ermöglicht
werden.
B2.3.4
Ich unterstütze Kinder darin, ihre eigenen Lern- und Lösungswege zu finden, an einer Sache
beharrlich weiter zu arbeiten und eigene Fragen weiter zu verfolgen.
B2.3.5
Ich unterstütze Kinder darin, das nähere Umfeld selbstbestimmt zu erkunden.
B2.3.6
Ich erkunde gemeinsam mit Mädchen und Jungen, welche Lernmöglichkeiten der Sozialraum
eröffnet.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B2.3

Halten Sie die kindliche Neugierde und die Lust am Lernen wach?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
80

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Selbsteinschätzung

B2.4

Ich gestalte Betreuungssituationen aller Kinder, insbesondere der jüngsten,
individuell, zugewandt und respektiere ihre körperliche Selbstbestimmung.

B2.4.1
Ich bin in jeder Pflegesituation aufmerksam für die Bedürfnisse, Anliegen und Wünsche der einzelnen
Kinder und gehe vor jedem Körperkontakt in einen Dialog mit dem Kind.
B2.4.2
Ich gestalte mit dem Kind eine anregende und kommunikative Pflegesituation, in der sich das Kind
wohlfühlen kann. Ich sorge in der Wickelsituation dafür, dass die Intimsphäre geschützt und
gleichzeitig Kontakt mit anderen Kindern möglich ist.
B2.4.3
Ich begleite die Mädchen und Jungen verständnisvoll in ihrem Bemühen, selbständig auf die Toilette
zu gehen. Ich orientiere mich dabei an den Bedürfnissen und den Fähigkeiten der Kinder.
B2.4.4
Ich berücksichtige die Essgewohnheiten der Kinder und gebe Zeit für eine genussvolle
Essenssituation. Ich begleite die Kinder einfühlsam beim Essen, unterstütze die selbständige
Nahrungsaufnahme und gewährleiste dabei die Bewegungsfreiheit der Kinder.
B2.4.5
Ich halte beim gemeinsamen Essen Blickkontakt und achte auf Signale, ob Kinder weiter essen
möchten oder nicht.
B2.4.6
Ich nehme die unterschiedlichen Ruhebedürfnisse der Kinder wahr und stelle sicher, dass Kinder sich
zurückziehen, entspannen und schlafen können, wenn sie es möchten.
B2.4.7
Ich entwickele mit den Kindern Rituale, die das Schlafen zu einer vertrauensvollen und angenehmen
Situation werden lassen.

81

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Selbsteinschätzung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B2.4

Gestalten Sie Betreuungssituationen aller Kinder, insbesondere der jüngsten,
individuell, zugewandt und respektieren Sie ihre körperliche Selbstbestimmung?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
82

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Selbsteinschätzung

Der nachfolgende Auswertungsbogen sollte auf eine große Wandzeitung übertragen werden. Bitte
markieren Sie die individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen anonym auf dem
Auswertungsbogen. So wird ein erstes Qualitätsprofil des Teams sichtbar.

Sichtbarmachen der individuellen
Einschätzungen und der Teameinschätzung
(Anzahl der Nennungen auf der Werteskala)

B2.1

Nehmen Sie unterschiedliche Bedürfnisse der Kinder wahr und unterstützen Sie
sie in ihrer individuellen Entwicklung?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B2.2

Beteiligen Sie alle Kinder entsprechend ihrer entwicklungsgemäßen Möglichkeiten an der
Gestaltung ihres Lebens in der Kita?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B2.3

Halten Sie die kindliche Neugierde und die Lust am Lernen wach?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B2.4

Gestalten Sie Betreuungssituationen aller Kinder, insbesondere der jüngsten,
individuell, zugewandt und respektieren Sie ihre körperliche Selbstbestimmung?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

83

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Gruppendiskussion

Gesprächsleitfaden für die Gruppendiskussion
Evaluationsfrage B2.1

Nehmen Sie unterschiedliche Bedürfnisse der Kinder wahr
und unterstützen Sie sie in ihrer individuellen Entwicklung?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B2.1.1
Wir sind aufmerksam für die Anliegen und Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle der Kinder und gehen
achtsam darauf ein. Wir berücksichtigen dabei ihre soziokulturellen Lebenssituationen
B 2.1.2
Wir geben den Kindern als vertraute und verlässliche Bezugspersonen emotionale Zuwendung,
Schutz und Geborgenheit.
B2.1.3
Wir sorgen für Bedingungen im Tagesablauf, die den unterschiedlichen physischen und psychischen
Entwicklungsbedürfnissen der Jungen und Mädchen entsprechen.
B2.1.4
Wir entwickeln Rituale und Strukturen, die das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder stärken und
ihnen Orientierung und Sicherheit im Tagesablauf bieten.
B2.1.5
Wir achten darauf, dass die verschiedenen Sprachen und Dialekte der Kinder im Alltag zur Geltung
kommen.
B2.1.6
Wir nutzen die täglich wiederkehrenden Situationen wie Begrüßung und Verabschiedung,
Mahlzeiten, Körperpflege, Spiel bewusst für die alltagsintegrierte sprachliche Bildung in der
deutschen Sprache.
B2.1.7
Wir erweitern den Erfahrungshorizont von Jungen und Mädchen, indem sie einseitige Vorstellungen
über Geschlechterrollen, Lebensformen, ethnische Herkunft und individuelle Merkmale hinterfragen.
B2.1.8
Wir unterstützen die Kinder in ihrer geschlechtlichen Identitätsentwicklung.
B2.1.9
Wir sorgen im Tagesablauf für den Wechsel von Anspannung und Erholung, von Ruhe und Bewegung.
B2.1.10
Wir unterstützen den Spaß und die Freude an körperlicher Bewegung und fördern körperliche
Fähigkeiten und Bewegungsfertigkeiten der Mädchen und Jungen gleichermaßen.

84

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Gruppendiskussion

B2.1.11
Wir thematisieren und bestärken gesundheitsfördernde Ernährungsgewohnheiten und bieten
Kindern täglich frisches Obst und Gemüse an.
B2.1.12
Wir gewährleisten eine ausreichende Versorgung mit Wasser oder ungesüßten Tees während des
gesamten Tagesablaufs.
B2.1.13
Wir berücksichtigen spezifische kulturelle
Einschränkungen für einzelne Kinder.

Speisegebote

und

medizinisch

erforderliche

Einschätzung des Teams:

Wir nehmen unterschiedliche Bedürfnisse der Kinder wahr
und unterstützen sie in ihrer individuellen Entwicklung.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

85

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B2.2

Beteiligen Sie alle Kinder entsprechend ihrer entwicklungsgemäßen Möglichkeiten
an der Gestaltung ihres Lebens in der Kita?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B2.2.1
Wir beteiligen Kinder – auch die jüngsten – an der Planung und Gestaltung des Zusammenlebens. Wir
schaffen einen strukturierten Rahmen, in dem alle ihre Wünsche äußern sowie ihre Einfälle und
Ideen einbringen können.
B2.2.2
Wir nehmen auch nonverbale Anliegen und Beschwerden der Kinder wahr und suchen gemeinsam
mit ihnen nach Möglichkeiten, das Wohlbefinden der Kinder zu sichern.
B2.2.3
Wir achten darauf, dass Kinder mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen am Alltag in der
Gemeinschaft gleichberechtigt teilhaben.
B2.2.4
Wir achten und unterstützen jedes Mädchen und jeden Jungen in seinem Streben nach
Selbstbestimmung und Beteiligung.
B2.2.5
Wir regen Kinder an, Alltagssituationen selbst zu gestalten, für und in der Gemeinschaft tätig zu sein
und Verantwortung zu übernehmen.
B2.2.6
Wir beachten die unterschiedlichen Ausdrucksformen und -möglichkeiten der Kinder, insbesondere
der Kinder im vorsprachlichen Alter, und kommunizieren in vielfältiger Weise mit den Kindern.
B2.2.7
Wir nutzen vielfältige methodische Möglichkeiten, um Kinder darin zu unterstützen, sich über
unterschiedliche Erwartungen zu verständigen und Kompromisse auszuhandeln.
B2.2.8
Wir regen Jungen und Mädchen gleichermaßen an, sich gegenseitig zu helfen, etwas zu zeigen, etwas
vorzumachen oder nachzuahmen, Hilfe zu suchen und anzunehmen.
Einschätzung des Teams:

Wir beteiligen alle Kinder entsprechend ihrer entwicklungsgemäßen Möglichkeiten
an der Gestaltung ihres Lebens in der Kita.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

86

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B2.3

Halten Sie die kindliche Neugierde und die Lust am Lernen wach?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B2.3.1
Wir bieten Raum für selbständiges Erkunden, Experimentieren und Gestalten.
B2.3.2
Wir geben Kindern die Zeit, die sie brauchen, um lernen zu können und achten darauf, individuelle
Bildungsprozesse nicht zu unterbrechen.
B2.3.3
Wir sorgen dafür, dass Kindern im Alltag Erfahrungen zu Inhalten aller Bildungsbereiche ermöglicht
werden.
B2.3.4
Wir unterstützen Kinder darin, ihre eigenen Lern- und Lösungswege zu finden, an einer Sache
beharrlich weiter zu arbeiten und eigene Fragen weiter zu verfolgen.
B2.3.5
Wir unterstützen Kinder darin, das nähere Umfeld selbstbestimmt zu erkunden.
B2.3.6
Wir erkunden gemeinsam mit Mädchen und Jungen, welche Lernmöglichkeiten der Sozialraum
eröffnet.
Einschätzung des Teams:

Wir halten die kindliche Neugierde und die Lust am Lernen wach.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

87

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B2.4

Gestalten Sie Betreuungssituationen aller Kinder, insbesondere der jüngsten, individuell,
zugewandt und respektieren Sie ihre körperliche Selbstbestimmung?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B2.4.1
Wir sind in jeder Pflegesituation aufmerksam für die Bedürfnisse, Anliegen und Wünsche der
einzelnen Kinder und gehen vor jedem Körperkontakt in einen Dialog mit dem Kind.
B2.4.2
Wir gestalten mit dem Kind eine anregende und kommunikative Pflegesituation, in der sich das Kind
wohlfühlen kann. Sie sorgen in der Wickelsituation dafür, dass die Intimsphäre geschützt und
gleichzeitig Kontakt mit anderen Kindern möglich ist.
B2.4.3
Wir begleiten die Mädchen und Jungen verständnisvoll in ihrem Bemühen, selbständig auf die
Toilette zu gehen. Wir orientieren uns dabei an den Bedürfnissen und den Fähigkeiten der Kinder.
B2.4.4
Wir berücksichtigen die Essgewohnheiten der Kinder und geben Zeit für eine genussvolle
Essenssituation. Wir begleiten die Kinder einfühlsam beim Essen, unterstützen die selbständige
Nahrungsaufnahme und gewährleisten dabei die Bewegungsfreiheit der Kinder.
B2.4.5
Wir halten beim gemeinsamen Essen Blickkontakt und achten auf Signale, ob Kinder weiter essen
möchten oder nicht.
B2.4.6
Wir nehmen die unterschiedlichen Ruhebedürfnisse der Kinder wahr und stellen sicher, dass Kinder
sich zurückziehen, entspannen und schlafen können, wenn sie es möchten.
B2.4.7
Wir entwickeln mit den Kindern Rituale, die das Schlafen zu einer vertrauensvollen und angenehmen
Situation werden lassen.
Einschätzung des Teams:

Wir gestalten Betreuungssituationen aller Kinder, insbesondere der jüngsten,
individuell, zugewandt und respektieren ihre körperliche Selbstbestimmung.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

88

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Gruppendiskussion

Im nächsten Schritt geht es um eine begründete Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus in
diesem Aufgabenbereich des Berliner Bildungsprogramms und darum, konkrete Ziele für die weitere
Entwicklung Ihrer Arbeit zu beraten und festzulegen.
Bitte überlegen Sie, wie Sie in geeigneter Form die Eltern mit Ihren Ergebnissen bekannt machen
können.
Zusammenfassende Einschätzung und Perspektiven
für die Weiterentwicklung der Arbeit zum Aufgabenbereich B2
Was gelingt uns gut?

Was gelingt uns nicht so gut?

Die Gestaltung des alltäglichen Lebens ermöglicht Kindern vielseitige Lernerfahrungen.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Welche Ziele für die Qualitätsentwicklung beschließen wir?

Nun geht es um konkrete Schritte zur Realisierung der Ziele und Aufgaben.
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Rahmenbedingungen effektiv nutzen können. Denken Sie darüber nach,
was Sie organisatorisch verändern können, um Ihre Vorhaben umzusetzen.
Dazu gehört zum Beispiel:
 Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Besprechungszeiten?
 Können Sie arbeitsteilig vorgehen?
 Wo können Sie sich Unterstützung holen?

89

WAS

macht WER

mit WEM

bis WANN

WER fragt nach?

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B2: Gestaltung des alltäglichen Lebens – Gruppendiskussion

90

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm

Aufgabenbereich B3

Pädagoginnen und Pädagogen unterstützen alle Mädchen und Jungen,
ihre Phantasie und ihre schöpferischen Kräfte im Spiel zu entfalten.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Selbsteinschätzung

Leitfaden für die Selbsteinschätzung
B3.1

Ich schaffe anregende Bedingungen für vielfältige Spiele.

B3.1.1
Ich gestalte mit den Kindern eine anregende Umgebung mit Anreizen und Freiräumen zu vielfältigem
Spiel.
B3.1.2
Ich ermögliche Kindern elementare Erfahrungen mit Feuer, Wasser, Erde und Luft.
B3.1.3
Ich stelle vielseitig verwendbares Spielzeug, Gegenstände des täglichen Lebens und verschiedene
Naturmaterialien zur Verfügung.
B3.1.4
Ich sorge dafür, dass Kindern vielfältige Spielformen erschlossen werden.
B3.1.5
Ich stelle vielfältige Materialien für Rollenspiele zur Verfügung.
B3.1.6
Ich biete Jungen oder Mädchen, die fast ausschließlich geschlechtertypische Spiele spielen, attraktive
geschlechteruntypische Spiele an.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B3.1

Schaffen Sie anregende Bedingungen für vielfältige Spiele?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

92

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Selbsteinschätzung

B3.2

Ich unterstütze Jungen und Mädchen bei der Verwirklichung ihrer Spielideen und
der Erweiterung ihrer Spielfähigkeiten.

B3.2.1
Ich unterstütze die Kinder, selbst zu entscheiden, was, wann, wie lange und mit wem sie spielen
möchten.
B3.2.2
Ich ermuntere Kinder, eigene Spielideen zu entwickeln und stehe als Ansprechpartnerin und
Ratgeber zur Verfügung.
B3.2.3
Ich gebe Impulse, um Spiele variantenreich und interessant zu gestalten, ohne die Spielideen zu
dominieren.
B3.2.4
Ich unterstütze die Kinder – falls erforderlich – beim Aushandeln von Regeln und helfe ihnen, bei
Konflikten und Streitigkeiten darauf zurückzugreifen.
B3.2.5
Ich unterstütze Kinder darin, Gesehenes, Erlebtes, Erfahrenes phantasievoll auszuleben.
B3.2.6
Ich setze keine Tabus, verabrede aber mit den Kindern Grenzen und Regeln.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B3.2

Unterstützen Sie Jungen und Mädchen bei der Verwirklichung ihrer Spielideen
und der Erweiterung ihrer Spielfähigkeiten?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
93

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Selbsteinschätzung

B3.3

Ich erkenne Ausgrenzung von Kindern und greife ein.

B3.3.1
Ich beobachte, ob Kinder andere Kinder unter ausdrücklichem Hinweis auf einen Aspekt ihrer
Identität hänseln oder nicht mitspielen lassen, z.B. wegen ihrer Hautfarbe, Sprache, sozial-kulturellen
Herkunft, Familienkultur, Behinderung oder wegen ihres Geschlechtsrollenverhaltens oder Alters.
B3.3.2
Ich schütze und tröste das ausgegrenzte Kind.
B3.3.3
Ich gehe sachlich mit ausgrenzenden Kindern um.
B3.3.4
Ich mache Kindern deutlich, dass es unfair ist, andere Mädchen oder Jungen aufgrund von
stereotypen Zuschreibungen von bestimmten Spielen auszuschließen.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B3.3

Erkennen Sie Ausgrenzung von Kindern und greifen ein?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
94

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Selbsteinschätzung

B3.4

Ich kenne die spezifischen Spielbedürfnisse der Kinder bis drei Jahren und
ermögliche ein vielfältiges Spiel.

B3.4.1
Ich gebe Jungen und Mädchen ausreichend Möglichkeit, ihren eigenen Körper zu erfahren, die
Körperteile zu erkunden und ihre Funktion zu erforschen.
B3.4.2
Ich biete verschiedenste Materialien und Gegenstände an, damit Kinder diese untersuchen und
erkunden können.
B3.4.3
Ich achte auf die Sicherheit der Kinder, ohne ihre Explorationslust unangemessen einzuschränken.
B3.4.4
Ich beobachte die unterschiedlichen Spielschemata der einzelnen Kinder und unterstütze diese durch
entsprechende Anregungen.
B3.4.5
Ich achte darauf, die Kinder in den verschiedenen Spielsituationen sprachlich zu begleiten.
B3.4.6
Ich verfüge über ein vielfältiges Repertoire von Liedern und Kleinkindspielen, die ich
situationsangemessen einsetze.
B3.4.7
Ich ermögliche gemeinsame Spielsituationen mit älteren Mädchen und Jungen und achte darauf,
dass die jüngsten Kinder dabei respektvoll behandelt werden.
B3.4.8
Ich verständige mich mit den Eltern über den hohen Wert des Spiels für die frühkindliche Entwicklung
und Bildung.

95

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Selbsteinschätzung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B3.4

Kennen Sie die spezifischen Spielbedürfnisse der Kinder bis drei Jahren
und ermöglichen ein vielfältiges Spiel?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
96

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Selbsteinschätzung

Der nachfolgende Auswertungsbogen sollte auf eine große Wandzeitung übertragen werden. Bitte
markieren Sie die individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen anonym auf dem
Auswertungsbogen. So wird ein erstes Qualitätsprofil des Teams sichtbar.

Sichtbarmachen der individuellen
Einschätzungen und der Teameinschätzung
(Anzahl der Nennungen auf der Werteskala)

B3.1

Schaffen Sie anregende Bedingungen für vielfältige Spiele?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B3.2

Unterstützen Sie Kinder bei der Verwirklichung ihrer Spielideen und der Erweiterung ihrer
Spielfähigkeiten?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B3.3

Erkennen Sie Ausgrenzung von Kindern und greifen ein?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B3.4

Kennen Sie die spezifischen Spielbedürfnisse der Kinder bis drei Jahren und ermöglichen
ein vielfältiges Spiel?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

97

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Kollegiale Beobachtung

Kollegiale Beobachtung
Systematische Beobachtungen sind wichtige Quellen, um zuverlässige Informationen über das
professionelle Handeln von Pädagoginnen und Pädagogen zu erhalten. Deshalb empfehlen wir Ihnen,
sich durch die kollegiale Beobachtung zusätzlich vertiefende Einsichten in die pädagogische Arbeit zu
verschaffen. Ein Beobachtungsleitfaden gibt vor, worauf während der Beobachtung zu achten ist.
Bei der kollegialen Beobachtung handelt es sich um eine Einschätzung des pädagogischen Handelns
durch eine Kollegin/einen Kollegen, mit einem anschließenden Feedbackgespräch.
Die kollegiale Beobachtung erfordert ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen. Das betrifft sowohl
die Ehrlichkeit der Rückmeldung über das Beobachtete, als auch die Bereitschaft zur Aufnahme
solcher Rückmeldungen. Die kollegiale Beobachtung fördert die Entwicklung einer Kultur der
gegenseitigen Unterstützung und eines offenen und konstruktiv-kritischen Klimas im Team.

Schritte der kollegialen Beobachtung
 Wählen Sie eine Kollegin/einen Kollegen Ihres Vertrauens, die/der Sie beobachtet.
 Organisieren Sie einen Tag, an dem die kollegiale Beobachtung und ein anschließendes
Feedbackgespräch stattfinden können. Die Beobachtung einschließlich Feedbackgespräch sollte
an einem Tag stattfinden. Denken Sie an eine eventuell notwendige Vertretungsregelung.
 Die/der beobachtende Pädagogin/Pädagoge nimmt nicht am Gruppengeschehen teil und
konzentriert sich auf das pädagogische Handeln der/des zu beobachtenden Kollegin/Kollegen.
Grundlage dafür sind die Fragen und Kriterien des Beobachtungsleitfadens.
 Die zu beobachtenden Kriterien sind vier Evaluationsfragen zugeordnet. Die/der beobachtende
Kollegin/Kollege sollte sich ca. eine Stunde Zeit für die Beobachtung nehmen.
 Unmittelbar nach der Beobachtung sollte sie/er sich aus dem Geschehen zurückziehen, um ihre
Beobachtungsergebnisse zu protokollieren.
 Nach der Beobachtung sollte Zeit sein für den Austausch über das Beobachtete. Meinungen
der/des beobachteten Kollegin/Kollegen zu den Beobachtungsergebnissen sollen auf dem
gleichen Bogen protokolliert werden.

Beachten Sie die folgenden Regeln zum Feedback
 Achten Sie darauf, dass Sie die Rückmeldung in einer ungestörten Atmosphäre geben können.
 Beschreiben Sie zunächst nur, was Sie beobachtet haben und vermeiden Sie Bewertungen und
Interpretationen.
 Beziehen Sie Ihr Feedback konkret auf das in der Situation Beobachtete, damit es nachvollziehbar
ist und Ihre Kollegin/ihr Kollege etwas damit anfangen kann.
 Verwenden Sie „Ich-Botschaften“.
 Geben Sie zuerst die positiven Rückmeldungen, bevor Sie sich den kritischen Anmerkungen
zuwenden.
 Formulieren Sie die Rückmeldung klar und deutlich, d. h. verständlich. Prüfen Sie im Zweifelsfall
nach, ob Ihre Kollegin/ihr Kollege die Rückmeldung verstanden hat, indem Sie sie/ihn bitten, die
gegebene Information mit eigenen Worten zu wiederholen.
 Geben Sie Ihrer Kollegin/Ihrem Kollegen die Möglichkeit, Hintergründe für ihr/sein Verhalten zu
schildern und Anmerkungen zu Ihrem Feedback zu machen.
Durch solche kollegialen Beobachtungen im Team werden die Einsichten in den tatsächlichen Stand
der praktischen Arbeit zu diesen Qualitätskriterien vertieft. Wesentliche Ergebnisse der

98

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Kollegiale Beobachtung

Beobachtungen sollten deshalb in die Gruppendiskussion einfließen, soweit die beobachtete Person
damit einverstanden ist.

Beobachtungsleitfaden:
Evaluationsfrage B3.1

Schafft die Pädagogin/der Pädagoge anregende Bedingungen für vielfältige Spiele?
Kriterien für die Beobachtung:
B3.1.3
Sie/er stellt vielseitig verwendbares Spielzeug, Gegenstände des täglichen Lebens und verschiedene
Naturmaterialien zur Verfügung.
B3.1.4
Sie/er sorgt dafür, dass Kindern vielfältige Spielformen erschlossen werden.
B3.1.5
Sie/er stellt vielfältige Materialien für Rollenspiele zur Verfügung.
B3.1.6
Sie/er bietet Jungen oder Mädchen, die fast ausschließlich geschlechtertypische Spiele spielen,
attraktive geschlechteruntypische Spiele an.
Einschätzung:

Die Pädagogin/der Pädagoge schafft anregende Bedingungen für vielfältige Spiele.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

Für Ihre Notizen:

99

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Kollegiale Beobachtung

Evaluationsfrage B3.2

Unterstützt die Pädagogin/der Pädagoge Jungen und Mädchen
bei der Verwirklichung ihrer Spielideen und der Erweiterung ihrer Spielfähigkeiten?
Kriterien für die Beobachtung:
B3.2.1
Sie/er unterstützt die Kinder selbst zu entscheiden, was, wann, wie lange und mit wem sie/er spielen
möchten.
B3.2.2
Sie/er ermuntert Kinder, eigene Spielideen zu entwickeln und steht als Ansprechpartnerin und
Ratgeberin zur Verfügung.
B3.2.3
Sie/er gibt Impulse, um Spiele variantenreicher und interessant zu gestalten, ohne die Spielideen zu
dominieren.
B3.2.4
Sie/er unterstützt die Kinder – falls erforderlich – beim Aushandeln von Regeln und hilft ihnen, bei
Konflikten und Streitigkeiten darauf zurückzugreifen.
B3.2.6
Sie/er setzt keine Tabus, verabredet aber mit den Kindern Grenzen und Regeln.
Einschätzung:

Die Pädagogin/der Pädagoge unterstützt Jungen und Mädchen
bei der Verwirklichung ihrer Spielideen und der Erweiterung ihrer Spielfähigkeiten.
trifft voll zu  trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

Für Ihre Notizen:

100

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Kollegiale Beobachtung

Evaluationsfrage B3.3

Erkennt die Pädagogin/der Pädagoge Ausgrenzung von Kindern und greift ein?
Kriterien für die Beobachtung:
B3.3.1
Sie/er beobachtet, ob Kinder andere Kinder unter ausdrücklichem Hinweis auf einen Aspekt ihrer
Identität hänseln oder nicht mitspielen lassen, z.B. wegen ihrer Hautfarbe oder wegen ihres
Geschlechtsrollenverhaltens oder Alters.
B3.3.2
Sie/er schützt und tröstet das ausgegrenzte Kind.
B3.3.3
Sie/er geht sachlich mit ausgrenzenden Kindern um.
B3.3.4
Sie/er macht Kindern deutlich, dass es unfair ist, andere Mädchen oder Jungen aufgrund von
stereotypen Zuschreibungen von bestimmten Spielen auszuschließen.
Einschätzung:

Die Pädagogin/der Pädagoge erkennt Ausgrenzung von Kindern und greift ein.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

Für Ihre Notizen:

101

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Kollegiale Beobachtung

Evaluationsfrage B3.4

Kennt die Pädagogin/der Pädagoge die spezifischen Spielbedürfnisse
der Kinder bis drei Jahren und ermöglicht ein vielfältiges Spiel? 8
Kriterien für die Beobachtung:
B3.4.1
Sie/er gibt Jungen und Mädchen ausreichend Möglichkeit, ihren eigenen Körper zu erfahren, die
Körperteile zu erkunden und ihre Funktion zu erforschen.
B3.4.2
Sie/er bietet verschiedenste Materialien und Gegenstände an, damit Kinder diese untersuchen und
erkunden können.
B3.4.3
Sie/er achtet auf die Sicherheit der Kinder, ohne ihre Explorationslust unangemessen
einzuschränken.
B3.4.6
Sie/er verfügt über ein vielfältiges Repertoire von Liedern und Kleinkindspielen, die sie/er
situationsangemessen einsetzt.
B3.4.7
Sie/er ermöglicht gemeinsame Spielsituationen mit älteren Mädchen und Jungen und achtet darauf,
dass die jüngsten Kinder dabei respektvoll behandelt werden.
Einschätzung:

Die Pädagogin/der Pädagoge kennt die spezifischen Spielbedürfnisse
der Kinder bis drei Jahren und ermöglicht ein vielfältiges Spiel.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Für Ihre Notizen:

8

Der Qualitätsanspruch B3.4 bezieht sich auf die Arbeit mit Kindern bis 3 Jahren. Wenn die beobachtete Person keine
Kinder bis 3 Jahren betreut, sollte sich die Beobachtung auf die Qualitätsansprüche B3.1-B3.3 beziehen. Wenn die
beobachtete Person überwiegend Kinder bis 3 Jahren betreut, sollte dieser Anspruch den Schwerpunkt der
Beobachtung bilden.

102

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Gruppendiskussion

Gesprächsleitfaden für die Gruppendiskussion
Evaluationsfrage B3.1

Schaffen Sie anregende Bedingungen für vielfältige Spiele?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B3.1.1
Wir gestalten mit den Kindern eine anregende Umgebung mit Anreizen und Freiräumen zu
vielfältigem Spiel.
B3.1.2
Wir ermöglichen Kindern elementare Erfahrungen mit Feuer, Wasser, Erde und Luft.
B3.1.3
Wir stellen vielseitig verwendbares Spielzeug, Gegenstände des täglichen Lebens und verschiedene
Naturmaterialien zur Verfügung.
B3.1.4
Wir sorgen dafür, dass Kindern vielfältige Spielformen erschlossen werden.
B3.1.5
Wir stellen vielfältige Materialien für Rollenspiele zur Verfügung.
B3.1.6
Wir bieten Jungen oder Mädchen, die fast ausschließlich geschlechtertypische Spiele spielen,
attraktive geschlechteruntypische Spiele an.
Einschätzung des Teams:

Wir schaffen anregende Bedingungen für vielfältige Spiele.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

103

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B3.2

Unterstützen Sie Jungen und Mädchen bei der Verwirklichung ihrer Spielideen
und der Erweiterung ihrer Spielfähigkeiten?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B3.2.1
Wir unterstützen die Kinder, selbst zu entscheiden, was, wann, wie lange und mit wem sie spielen
möchten.
B3.2.2
Wir ermuntern Kinder, eigene Spielideen zu entwickeln und stehen als Ansprechpartnerinnen und
Ratgeber zur Verfügung.
B3.2.3
Wir geben Impulse, um Spiele variantenreich und interessant zu gestalten, ohne die Spielideen zu
dominieren.
B3.2.4
Wir unterstützen die Kinder – falls erforderlich – beim Aushandeln von Regeln und helfen ihnen, bei
Konflikten und Streitigkeiten darauf zurückzugreifen.
B3.2.5
Wir unterstützen Kinder darin, Gesehenes, Erlebtes, Erfahrenes phantasievoll auszuleben.
B3.2.6
Wir setzen keine Tabus, verabreden aber mit den Kindern Grenzen und Regeln.
Einschätzung des Teams:

Wir unterstützen Jungen und Mädchen bei der Verwirklichung
ihrer Spielideen und der Erweiterung ihrer Spielfähigkeiten.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

104

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B3.3

Erkennen Sie Ausgrenzung von Kindern und greifen ein?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B3.3.1
Wir beobachten, ob Kinder andere Kinder unter ausdrücklichem Hinweis auf einen Aspekt ihrer
Identität hänseln oder nicht mitspielen lassen, z.B. wegen ihrer Hautfarbe, Sprache, sozial-kulturellen
Herkunft, Familienkultur, Behinderung oder wegen ihres Geschlechtsrollenverhaltens oder Alters.
B3.3.2
Wir schützen und trösten das ausgegrenzte Kind.
B3.3.3
Wir gehen sachlich mit ausgrenzenden Kindern um.
B3.3.4
Wir machen Kindern deutlich, dass es unfair ist, andere Mädchen oder Jungen aufgrund von
stereotypen Zuschreibungen von bestimmten Spielen auszuschließen.
Einschätzung des Teams:

Wir erkennen Ausgrenzung von Kindern und greifen ein.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

105

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B3.4

Kennen Sie die spezifischen Spielbedürfnisse der Kinder bis drei Jahren
und ermöglichen ein vielfältiges Spiel?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B3.4.1
Wir geben Jungen und Mädchen ausreichend Möglichkeit, ihren eigenen Körper zu erfahren, die
Körperteile zu erkunden und ihre Funktion zu erforschen.
B3.4.2
Wir bieten verschiedenste Materialien und Gegenstände an, damit Kinder diese untersuchen und
erkunden können.
B3.4.3
Wir achten auf die Sicherheit der Kinder, ohne ihre Explorationslust unangemessen einzuschränken.
B3.4.4
Wir beobachten die unterschiedlichen Spielschemata der einzelnen Kinder und unterstützen diese
durch entsprechende Anregungen.
B3.4.5
Wir achten darauf, die Kinder in den verschiedenen Spielsituationen sprachlich zu begleiten.
B3.4.6
Wir verfügen über ein vielfältiges Repertoire von Liedern und Kleinkindspielen, die wir
situationsangemessen einsetzen.
B3.4.7
Wir ermöglichen gemeinsame Spielsituationen mit älteren Mädchen und Jungen und achten darauf,
dass die jüngsten Kinder dabei respektvoll behandelt werden.
B3.4.8
Wir verständigen uns mit den Eltern über den hohen Wert des Spiels für die frühkindliche
Entwicklung und Bildung.
Einschätzung des Teams:

Wir kennen die spezifischen Spielbedürfnisse der Kinder bis drei Jahren
und ermöglichen ein vielfältiges Spiel.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

106

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Gruppendiskussion

Im nächsten Schritt geht es um eine begründete Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus in
diesem Aufgabenbereich des Berliner Bildungsprogramms und darum, konkrete Ziele für die weitere
Entwicklung Ihrer Arbeit zu beraten und festzulegen.
Bitte überlegen Sie, wie Sie in geeigneter Form die Eltern mit Ihren Ergebnissen bekannt machen
können.
Zusammenfassende Einschätzung und Perspektiven
für die Weiterentwicklung der Arbeit zum Aufgabenbereich B3
Was gelingt uns gut?

Was gelingt uns nicht so gut?

Pädagoginnen und Pädagogen unterstützen alle Mädchen und Jungen,
ihre Phantasie und ihre schöpferischen Kräfte im Spiel zu entfalten.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Welche Ziele für die Qualitätsentwicklung beschließen wir?

Nun geht es um konkrete Schritte zur Realisierung der Ziele und Aufgaben.
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Rahmenbedingungen effektiv nutzen können. Denken Sie darüber nach,
was Sie organisatorisch verändern können, um Ihre Vorhaben umzusetzen.
Dazu gehört zum Beispiel:
 Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Besprechungszeiten?
 Können Sie arbeitsteilig vorgehen?
 Wo können Sie sich Unterstützung holen?

107

WAS

macht WER

mit WEM

bis WANN

WER fragt nach?

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B3: Spielanregung – Gruppendiskussion

108

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm

Aufgabenbereich B4

Pädagoginnen und Pädagogen eröffnen Kindern durch Projekte
neue Zugänge zu Erfahrungen und Wissen.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B4: Projektgestaltung – Selbsteinschätzung

Leitfaden für die Selbsteinschätzung
B4.1

Ich erkunde die Lebensrealität der Mädchen und Jungen und wähle ein
Projektthema aus.

B4.1.1
Ich verfolge gesellschaftliche Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von
Kindern.
B4.1.2
Ich erfasse durch systematische Beobachtungen, welche Interessen und Bedürfnisse, welche Fragen
und Probleme Jungen und Mädchen haben und welches aktuelle „Lebensthema“ sie beschäftigt.
B4.1.3
Ich greife Initiativen von Kindern auf.
B4.1.4
Ich entwickele mit den Kindern aus konkreten Anlässen Projektideen, in denen die Neigungen und
Interessen der Kinder zum Ausdruck kommen.
B4.1.5
Ich wecke das Interesse und die Neugier der Kinder für Themen, die für ihr Aufwachsen in der
Gesellschaft wichtig sind.
B4.1.6
Ich entscheide mit Beteiligung von Kindern, welches Thema im Rahmen eines Projektes erschlossen
werden soll.
B4.1.7
Ich analysiere mit den Kindern, mit den Eltern, mit den Kolleginnen und Kollegen, wie sich das Thema
aus deren jeweiliger Sicht darstellt und welche Erfahrungen diese einbringen können.
B4.1.8
Ich wähle für die Arbeit mit den jüngsten Kindern Themen aus, in denen diese sich längerfristig mit
sich selbst, mit den Anforderungen des Lebens in der Kindergemeinschaft und ihrem Umfeld
auseinandersetzen können.

110

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B4: Projektgestaltung – Selbsteinschätzung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B4.1

Erkunden Sie die Lebensrealität der Mädchen und Jungen
und wählen ein Projektthema aus?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
111

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B4: Projektgestaltung – Selbsteinschätzung

B4.2

Ich entwickele konkrete Ziele des pädagogischen Handelns.

B4.2.1
Ich übertrage die allgemeinen Ziele des Berliner Bildungsprogramms auf das Projektthema und
beziehe sie auf die Kompetenzen, welche die Kinder bereits mitbringen.
B4.2.2
Ich entscheide, welche Erfahrungen ich ermöglichen und welche Kompetenzen ich fördern und
unterstützen will.
B4.2.3
Ich differenziere die Ziele entsprechend den anstehenden Entwicklungsaufgaben bei jüngeren und
älteren Kindern bzw. bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B4.2

Entwickeln Sie konkrete Ziele des pädagogischen Handelns?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
112

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B4: Projektgestaltung – Selbsteinschätzung

B4.3

Ich überlege und plane die Gestaltung des Vorhabens gemeinsam mit den Kindern.

B4.3.1
Ich plane und unterstütze differenzierte Tätigkeiten und Aktivitäten einzelner Jungen und Mädchen,
für Klein- und Großgruppen bis hin zur gesamten Kita.
B4.3.2
Ich knüpfe mit den Kindern Kontakte zu Expertinnen und Experten aus dem Umfeld und nutze diese
für die Realisierung ihres Vorhabens.
B4.3.3
Ich erschließe passend zum Thema Lernorte außerhalb der Kita.
B4.3.4
Ich stehe den Kindern als Ansprechpartner zur Verfügung und unterstütze sie bei ihrem geplanten
Vorhaben.
B4.3.5
Ich beziehe Inhalte aus Bildungsbereichen in die Bearbeitung des Themas ein.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B4.3

Überlegen und planen Sie die Gestaltung des Vorhabens gemeinsam mit den Kindern?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
113

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B4: Projektgestaltung – Selbsteinschätzung

B4.4

Ich werte die Erfahrungen gemeinsam mit allen Beteiligten aus.

B4.4.1
Ich reflektiere mit den Kindern, wie aktiv sich die Mädchen und Jungen beteiligt haben und worin
diese einen Erfolg für sich sehen.
B4.4.2
Ich werte im Team aus, welche Ziele erreicht wurden und plane nächste Schritte.
B4.4.3
Ich dokumentiere den gesamten Verlauf des Projekts mit den Kindern, so dass der Prozess für Kinder
und Eltern erkennbar und nachvollziehbar ist. Ich nutze dazu unterschiedliche Medien.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B4.4

Werten Sie die Erfahrungen gemeinsam mit allen Beteiligten aus?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
114

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B4: Projektgestaltung – Selbsteinschätzung

Der nachfolgende Auswertungsbogen sollte auf eine große Wandzeitung übertragen werden. Bitte
markieren Sie die individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen anonym auf dem
Auswertungsbogen. So wird ein erstes Qualitätsprofil des Teams sichtbar.

Sichtbarmachen der individuellen
Einschätzungen und der Teameinschätzung
(Anzahl der Nennungen auf der Werteskala)

B4.1

Erkunden Sie die Lebensrealität der Mädchen und Jungen
und wählen ein Projektthema aus?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B4.2

Entwickeln Sie konkrete Ziele des pädagogischen Handelns?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B4.3

Überlegen und planen Sie die Gestaltung des Vorhabens gemeinsam mit den Kindern?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B4.4

Werten Sie die Erfahrungen gemeinsam mit allen Beteiligten aus?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

115

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B4: Projektgestaltung – Gruppendiskussion

Gesprächsleitfaden für die Gruppendiskussion
Evaluationsfrage B4.1

Erkunden Sie die Lebensrealität der Mädchen und Jungen
und wählen ein Projektthema aus?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B4.1.1
Wir verfolgen gesellschaftliche Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen
von Kindern.
B4.1.2
Wir erfassen durch systematische Beobachtungen, welche Interessen und Bedürfnisse, welche
Fragen und Probleme Jungen und Mädchen haben und welches aktuelle „Lebensthema“ sie
beschäftigt.
B4.1.3
Wir greifen Initiativen von Kindern auf.
B4.1.4
Wir entwickeln mit den Kindern aus konkreten Anlässen Projektideen, in denen die Neigungen und
Interessen der Kinder zum Ausdruck kommen.
B4.1.5
Wir wecken das Interesse und die Neugier der Kinder für Themen, die für ihr Aufwachsen in der
Gesellschaft wichtig sind.
B4.1.6
Wir entscheiden mit Beteiligung von Kindern, welches Thema im Rahmen eines Projektes erschlossen
werden soll.
B 4.1.7
Wir analysieren mit den Kindern, mit den Eltern, mit den Kolleginnen und Kollegen, wie sich das
Thema aus deren jeweiliger Sicht darstellt und welche Erfahrungen diese einbringen können.
B4.1.8
Wir wählen für die Arbeit mit den jüngsten Kindern Themen aus, in denen diese sich längerfristig mit
sich selbst, mit den Anforderungen des Lebens in der Kindergemeinschaft und ihrem Umfeld
auseinandersetzen können.
Einschätzung des Teams:

Wir erkunden die Lebensrealität der Mädchen und Jungen
und wählen ein Projektthema aus.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

116

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B4: Projektgestaltung – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B4.2

Entwickeln Sie konkrete Ziele des pädagogischen Handelns?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B4.2.1
Wir übertragen die allgemeinen Ziele des Berliner Bildungsprogramms auf das Projektthema und
beziehen uns auf die Kompetenzen, welche die Kinder bereits mitbringen.
B4.2.2
Wir entscheiden, welche Erfahrungen wir ermöglichen und welche Kompetenzen wir fördern und
unterstützen wollen.
B4.2.3
Wir differenzieren die Ziele entsprechend den anstehenden Entwicklungsaufgaben bei jüngeren und
älteren Kindern bzw. bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen.
Einschätzung des Teams:

Wir entwickeln konkrete Ziele des pädagogischen Handelns.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Evaluationsfrage B4.3

Überlegen und planen Sie die Gestaltung des Vorhabens gemeinsam mit den Kindern?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B4.3.1
Wir planen und unterstützen differenzierte Tätigkeiten und Aktivitäten einzelner Jungen und
Mädchen, für Klein- und Großgruppen bis hin zur gesamten Kita.
B4.3.2
Wir knüpfen mit den Kindern Kontakte zu Expertinnen und Experten aus dem Umfeld und nutzen
diese für die Realisierung unseres Vorhabens.
B4.3.3
Wir erschließen passend zum Thema Lernorte außerhalb der Kita.
B4.3.4
Wir stehen den Kindern als Ansprechpartner zur Verfügung und unterstützen sie bei ihrem geplanten
Vorhaben.
B4.3.5
Wir beziehen Inhalte aus Bildungsbereichen in die Bearbeitung des Themas ein.
Einschätzung des Teams:

Wir überlegen und planen die Gestaltung des Vorhabens gemeinsam mit den Kindern.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
117

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B4: Projektgestaltung – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B4.4

Werten Sie die Erfahrungen gemeinsam mit allen Beteiligten aus?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B4.4.1
Wir reflektieren mit den Kindern, wie aktiv sich die Mädchen und Jungen beteiligt haben und worin
diese einen Erfolg für sich sehen.
B4.4.2
Wir werten im Team aus, welche Ziele erreicht wurden und planen nächste Schritte.
B4.4.3
Wir dokumentieren den gesamten Verlauf des Projekts mit den Kindern, so dass der Prozess für
Kinder und Eltern erkennbar und nachvollziehbar ist. Wir nutzen dazu unterschiedliche Medien.
Einschätzung des Teams:

Wir werten die Erfahrungen gemeinsam mit allen Beteiligten aus.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

118

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B4: Projektgestaltung – Gruppendiskussion

Im nächsten Schritt geht es um eine begründete Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus in
diesem Aufgabenbereich des Berliner Bildungsprogramms und darum, konkrete Ziele für die weitere
Entwicklung Ihrer Arbeit zu beraten und festzulegen.
Bitte überlegen Sie, wie Sie in geeigneter Form die Eltern mit Ihren Ergebnissen bekannt machen
können.
Zusammenfassende Einschätzung und Perspektiven
für die Weiterentwicklung der Arbeit zum Aufgabenbereich B4
Was gelingt uns gut?

Was gelingt uns nicht so gut?

Pädagoginnen und Pädagogen eröffnen Kindern durch Projekte
neue Zugänge zu Erfahrungen und Wissen
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Nun geht es um konkrete Schritte zur Realisierung der Ziele und Aufgaben.
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Rahmenbedingungen effektiv nutzen können. Denken Sie darüber nach,
was Sie organisatorisch verändern können, um Ihre Vorhaben umzusetzen.
Dazu gehört zum Beispiel:
 Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Besprechungszeiten?
 Können Sie arbeitsteilig vorgehen?
 Wo können Sie sich Unterstützung holen?

119

WAS

macht WER

mit WEM

bis WANN

WER fragt nach?

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B4: Projektgestaltung – Gruppendiskussion

120

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm

Aufgabenbereich B5

Räume und ihre Gestaltung bieten vielseitige Bildungsmöglichkeiten.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B5: Raum- und Materialangebot – Selbsteinschätzung

Leitfaden für die Selbsteinschätzung
B5.1

Ich gestalte mit Kindern Räume, die das eigenaktive und kreative Tätigsein
aller Jungen und Mädchen ermöglichen.

B5.1.1
Ich entwickele mit Mädchen und Jungen Ideen zur Gestaltung der Räume und des Außengeländes, so
dass sich alle damit identifizieren und wohl fühlen können.
B5.1.2
Ich beobachte wie Mädchen und Jungen die Räume nutzen und achte darauf, dass raumgreifende
und kleinflächige Tätigkeiten für alle gleichermaßen und störungsfrei möglich sind.
B5.1.3
Ich erleichtere Kindern die Orientierung bei der Auswahl ihrer Tätigkeiten und Spiele durch
Übersichtlichkeit und frei zugängliches Material.
B5.1.4
Ich gestalte Räume und wähle Material, so dass Kinder zum Experimentieren und Forschen, zum
eigenständigen Ausprobieren und Gestalten angeregt werden.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B5.1

Gestalten Sie mit Kindern Räume, die das eigenaktive und
kreative Tätigsein der Kinder ermöglichen?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
122

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B5: Raum- und Materialangebot – Selbsteinschätzung

B5.2

Die Gestaltung der Räume und das Material ermöglichen allen Mädchen und
Jungen vielseitige Erfahrungen.

B5.2.1
Ich achte darauf, dass die Räume spezifische Elemente des Sozialraumes sowie unterschiedliche
Geschlechterbilder, Kulturen und Traditionen widerspiegeln.
B5.2.2
Ich rege durch Raumgestaltung und Materialauswahl an, dass Jungen und Mädchen einseitiges
Verhalten überwinden und ein breites Interessenspektrum entwickeln.
B5.2.3
Ich gestalte und benenne Räume so, dass Geschlechterstereotype vermieden werden und sich die
verschiedenen Mädchen und Jungen identifizieren und ausprobieren können.
B5.2.4
Ich beteilige Kinder bei der Gestaltung von Möglichkeiten zum individuellen Rückzug und zum
Spielen, Erkunden und Arbeiten in großen und kleinen Gruppen.
B5.2.5
Ich rege durch die Anordnung der Spielbereiche und deren Ausstattung mit vielfältigem Material die
gleichberechtigte Kooperation zwischen Jungen und Mädchen an.
B5.2.6
Ich fördere durch die Raumgestaltung und Materialauswahl das ästhetische Empfinden der Kinder.
B5.2.7
Ich ermögliche Gegenerfahrungen zur Reizüberflutung und Konsumorientierung.
B5.2.8
Ich ermögliche Kindern Erfahrungen mit der Pflege von Pflanzen sowie der artgerechten Haltung und
Versorgung von Tieren.
B5.2.9
Ich ermögliche Mädchen und Jungen gleichermaßen Grunderfahrungen mit vielfältigen Materialien,
den Umgang mit Werkzeugen, technischen Geräten und Musikinstrumenten sowie die Nutzung
verschiedener Medien.
B5.2.10
Ich biete Jungen und Mädchen Gelegenheiten für vielseitige Bewegungserfahrungen.
B5.2.11
Ich gestalte das Außengelände mit Kindern zum Zweck vielseitiger Bewegung und Rückzug/Ruhe
sowie zur Naturbegegnung.
B5.2.12
Ich achte darauf, dass auch für Kinder mit schwerer oder Mehrfachbehinderung fördernde
Materialien, Geräte, Medien vorhanden sind, die dem Interesse der Kinder entsprechen und ihre
Eigentätigkeit herausfordern.

123

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B5: Raum- und Materialangebot – Selbsteinschätzung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B5.2

Ermöglichen die Gestaltung der Räume und das Material
allen Mädchen und Jungen vielseitige Erfahrungen?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

124

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B5: Raum- und Materialangebot – Selbsteinschätzung

B5.3

Ich ermögliche durch einen flexiblen und anregend gestalteten Raum den jüngsten
Kindern vielseitige Sinneserfahrungen.

B5.3.1
Die Raumgestaltung bietet geschützte Spielbereiche, die selbständig genutzt werden können, die den
jüngsten Kindern Sicherheit und Schutz bieten und dennoch Kontakt zu älteren Kindern ermöglichen.
B5.3.2
Der Schlafbereich ist so gestaltet, dass die Kinder eine vertraute und sichere Umgebung vorfinden.
B5.3.3
Ich unterstütze die Bewegungsaktivität durch eine ausreichende Anzahl anregender Materialien zum
Schieben, Fahren und Klettern. Ich rege Kinder zu vielseitigen Bewegungsaktivitäten an.
B5.3.4
Die Materialien sind übersichtlich angeordnet, so dass die Kinder jederzeit selbständig tätig sein
können.
B5.3.5
Ich ermögliche den Kindern freien Zugang zu ihren persönlichen Gegenständen wie Schnullern und
Kuscheltieren.
B5.3.6
Ich ermögliche in den Bädern vielfältige Erkundungen und Kommunikation.
B5.3.7
Es sind Toiletten und Waschbecken vorhanden, die für die Altersgruppe selbständig nutzbar sind
bzw. es sind entsprechende Hilfsmittel zum Erreichen derselben verfügbar.
B5.3.8
Ich gestalte den Wickelbereich so, dass ich mich dem einzelnen Kind aufmerksam zuwenden und
zugleich Kontakt zu anderen Kindern haben kann.
B5.3.9
Ich schaffe Möglichkeiten, dass der Wickeltisch von den Kindern selbständig erreicht werden kann.
B5.3.10
Das Außengelände ist so gestaltet, dass auch die jüngsten Kinder vielfältige und anregende
Bewegungsmöglichkeiten vorfinden und nutzen können.

125

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B5: Raum- und Materialangebot – Selbsteinschätzung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B5.3

Ermöglichen Sie durch einen flexiblen und anregend gestalteten Raum
den jüngsten Kindern vielseitige Sinneserfahrungen?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

126

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B5: Raum- und Materialangebot – Selbsteinschätzung

Der nachfolgende Auswertungsbogen sollte auf eine große Wandzeitung übertragen werden. Bitte
markieren Sie die individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen anonym auf dem
Auswertungsbogen. So wird ein erstes Qualitätsprofil des Teams sichtbar.

Sichtbarmachen der individuellen
Einschätzungen und der Teameinschätzung
(Anzahl der Nennungen auf der Werteskala)

B5.1

Gestalten Sie mit Kindern Räume, die das eigenaktive und
kreative Tätigsein der Kinder ermöglichen?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B.5.2

Ermöglichen die Gestaltung der Räume und das Material
allen Mädchen und Jungen vielseitige Erfahrungen?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B.5.3

Ermöglichen Sie durch einen flexiblen und anregend gestalteten Raum
den jüngsten Kindern vielseitige Sinneserfahrungen?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

127

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B5: Raum- und Materialangebot – Gruppendiskussion

Gesprächsleitfaden für die Gruppendiskussion
Evaluationsfrage B5.1

Gestalten Sie mit Kindern Räume, die das eigenaktive und kreative Tätigsein
aller Jungen und Mädchen ermöglichen?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B5.1.1
Wir entwickeln mit Mädchen und Jungen Ideen zur Gestaltung der Räume und des Außengeländes,
so dass sich alle damit identifizieren und wohl fühlen können.
B5.1.2
Wir beobachten wie Mädchen und Jungen die Räume nutzen und achten darauf, dass raumgreifende
und kleinflächige Tätigkeiten für alle gleichermaßen und störungsfrei möglich sind.
B5.1.3
Wir erleichtern Kindern die Orientierung bei der Auswahl ihrer Tätigkeiten und Spiele durch
Übersichtlichkeit und frei zugängliches Material.
B5.1.4
Wir gestalten Räume und wählen Material so, dass Kinder zum Experimentieren und Forschen, zum
eigenständigen Ausprobieren und Gestalten angeregt werden.
Einschätzung des Teams:

Wir gestalten mit Kindern Räume, die das eigenaktive und kreative Tätigsein
aller Jungen und Mädchen ermöglichen.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Evaluationsfrage B5.2

Ermöglichen die Gestaltung der Räume und das Material
allen Mädchen und Jungen vielseitige Erfahrungen?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B5.2.1
Wir achten darauf, dass die Räume spezifische Elemente des Sozialraumes sowie unterschiedliche
Geschlechterbilder, Kulturen und Traditionen widerspiegeln.
B5.2.2
Wir regen durch Raumgestaltung und Materialauswahl an, dass Jungen und Mädchen einseitiges
Verhalten überwinden und ein breites Interessenspektrum entwickeln.
B5.2.3
Wir gestalten und benennen Räume so, dass Geschlechterstereotype vermieden werden und sich die
verschiedenen Mädchen und Jungen identifizieren und ausprobieren können.
128

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B5: Raum- und Materialangebot – Gruppendiskussion

B5.2.4
Wir beteiligen Kinder bei der Gestaltung von Möglichkeiten zum individuellen Rückzug und zum
Spielen, Erkunden und Arbeiten in großen und kleinen Gruppen.
B5.2.5
Wir regen durch die Anordnung der Spielbereiche und deren Ausstattung mit vielfältigem Material
die gleichberechtigte Kooperation zwischen Jungen und Mädchen an.
B5.2.6
Wir fördern durch die Raumgestaltung und Materialauswahl das ästhetische Empfinden der Kinder.
B5.2.7
Wir ermöglichen Gegenerfahrungen zur Reizüberflutung und Konsumorientierung.
B5.2.8
Wir ermöglichen Kindern Erfahrungen mit der Pflege von Pflanzen sowie der artgerechten Haltung
und Versorgung von Tieren.
B5.2.9
Wir ermöglichen Mädchen und Jungen gleichermaßen Grunderfahrungen mit vielfältigen
Materialien, den Umgang mit Werkzeugen, technischen Geräten und Musikinstrumenten sowie die
Nutzung verschiedener Medien.
B5.2.10
Wir bieten Jungen und Mädchen Gelegenheiten für vielseitige Bewegungserfahrungen.
B5.2.11
Wir gestalten das Außengelände mit Kindern zum Zweck vielseitiger Bewegung und Rückzug/Ruhe
sowie zur Naturbegegnung.
B5.2.12
Wir achten darauf, dass auch für Kinder mit schweren oder Mehrfachbehinderungen fördernde
Materialien, Geräte, Medien vorhanden sind, die dem Interesse der Kinder entsprechen und ihre
Eigentätigkeit herausfordern.
Einschätzung des Teams:

Die Gestaltung der Räume und das Material ermöglichen allen Mädchen und Jungen
vielseitige Erfahrungen.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

129

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B5: Raum- und Materialangebot – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B5.3

Ermöglichen Sie durch einen flexiblen und anregend gestalteten Raum den jüngsten
Kindern vielseitige Sinneserfahrungen?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B5.3.1
Die Raumgestaltung bietet geschützte Spielbereiche, die selbständig genutzt werden können, die den
jüngsten Kindern Sicherheit und Schutz bieten und dennoch Kontakt zu älteren Kindern ermöglichen.
B5.3.2
Der Schlafbereich ist so gestaltet, dass die Kinder eine vertraute und sichere Umgebung vorfinden.
B5.3.3
Wir unterstützen die Bewegungsaktivität durch eine ausreichende Anzahl anregender Materialien
zum Schieben, Fahren und Klettern. Wir regen Kinder zu vielseitigen Bewegungsaktivitäten an.
B5.3.4
Die Materialien sind übersichtlich angeordnet, so dass die Kinder jederzeit selbständig tätig sein
können.
B5.3.5
Wir ermöglichen den Kindern freien Zugang zu ihren persönlichen Gegenständen wie Schnullern und
Kuscheltieren.
B5.3.6
Wir ermöglichen in den Bädern vielfältige Erkundungen und Kommunikation.
B5.3.7
Es sind Toiletten und Waschbecken vorhanden, die für die Altersgruppe selbständig nutzbar sind
bzw. es sind entsprechende Hilfsmittel zum Erreichen derselben verfügbar.
B5.3.8
Wir gestalten den Wickelbereich so, dass wir uns dem einzelnen Kind aufmerksam zuwenden können
und zugleich Kontakt zu anderen Kindern haben können.
B5.3.9
Wir schaffen Möglichkeiten, dass der Wickeltisch von den Kindern selbständig erreicht werden kann.
B5.3.10
Das Außengelände ist so gestaltet, dass auch die jüngsten Kinder vielfältige und anregende
Bewegungsmöglichkeiten vorfinden und nutzen können.
Einschätzung des Teams:

Wir ermöglichen durch einen flexiblen und anregend gestalteten Raum
den jüngsten Kindern vielseitige Sinneserfahrungen.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

130

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B5: Raum- und Materialangebot – Gruppendiskussion

Im nächsten Schritt geht es um eine begründete Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus in
diesem Aufgabenbereich des Berliner Bildungsprogramms und darum, konkrete Ziele für die weitere
Entwicklung Ihrer Arbeit zu beraten und festzulegen.
Bitte überlegen Sie, wie Sie in geeigneter Form die Eltern mit Ihren Ergebnissen bekannt machen
können.
Zusammenfassende Einschätzung und Perspektiven
für die Weiterentwicklung der Arbeit zum Aufgabenbereich B5
Was gelingt uns gut?

Was gelingt uns nicht so gut?

Räume und ihre Gestaltung bieten vielseitige Bildungsmöglichkeiten.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Welche Ziele für die Qualitätsentwicklung beschließen wir?

Nun geht es um konkrete Schritte zur Realisierung der Ziele und Aufgaben.
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Rahmenbedingungen effektiv nutzen können. Denken Sie darüber nach,
was Sie organisatorisch verändern können, um Ihre Vorhaben umzusetzen.
Dazu gehört zum Beispiel:
 Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Besprechungszeiten?
 Können Sie arbeitsteilig vorgehen?
 Wo können Sie sich Unterstützung holen?

131

WAS

macht WER

mit WEM

bis WANN

WER fragt nach?

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B5: Raum- und Materialangebot – Gruppendiskussion

132

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm

Aufgabenbereich B6

Pädagoginnen und Pädagogen integrieren Kinder mit Behinderung
und kooperieren mit der Frühförderung.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B6: Integration von Kindern mit Behinderung – Selbsteinschätzung

Leitfaden für die Selbsteinschätzung
B6.1

Ich entwickele ein Grundverständnis für die Würde eines jeden Kindes sowie eine
offene Haltung für die individuelle Lebenslage des Kindes und seiner Familie.

B6.1.1
Ich unterstütze die Bildungsprozesse der Kinder mit ihren verschiedenen Voraussetzungen
wirkungsvoll und beachte die Bedürfnisse des einzelnen Kindes.
B6.1.2
Ich fördere jedes Kind ganzheitlich und orientiere mich dabei an den Interessen und Fähigkeiten des
Kindes.
B6.1.3
Ich unterstütze jedes Kind darin, seine Stärken zu erkennen.
B6.1.4
Ich unterstütze die soziale Integration des Kindes im Kita-Alltag und in die Kindergemeinschaft.
B6.1.5
Ich gestalte den Kita-Alltag, die Räumlichkeiten sowie Projekte derart, dass sich alle Kinder
entsprechend ihrer Fähigkeiten einbringen und teilhaben können.
B6.1.6
Ich beziehe die Kinder und ihre Eltern in die Förderung und deren Planung ein und übernehme dabei
eine beratende und begleitende Funktion.
B6.1.7
Ich integriere die individuelle Förderung nach Möglichkeit in den Kita-Alltag.
B6.1.8
Ich entwickele einen offenen Umgang mit Differenzen und Vielfalt und sehe diese als Impuls für die
Reflexion und kontinuierliche Weiterentwicklung meiner pädagogischen Arbeit.

134

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B6: Integration von Kindern mit Behinderung – Selbsteinschätzung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B6.1

Entwickeln Sie ein Grundverständnis für die Würde eines jeden Kindes
sowie eine offene Haltung für die individuelle Lebenslage des Kindes und seiner Familie?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
135

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B6: Integration von Kindern mit Behinderung – Selbsteinschätzung

B6.2

Ich arbeite eng mit allen an der Förderung beteiligten Fachkräften zusammen und
reflektiere mit ihnen meine Beobachtungen und verständige mich gemeinsam mit
ihnen über die nächsten Ziele.

B6.2.1
Ich gewährleiste die Kooperation und den fachlichen Austausch untereinander sowie mit externen
Fachdiensten.
B6.2.2
Ich erstelle den Förderplan gemeinsam mit den beteiligten Fachkräften der Kita und ggf. der KJA/SPZ 9
und stimme ihn mit den Eltern ab.
B6.2.3
Ich führe verbindlich regelmäßige entwicklungsbegleitende Beobachtungen zur Überprüfung der
Förderziele durch und passe ggf. den Förderplan an.
B6.2.4
Ich führe mindestens zweimal jährlich - bei Bedarf auch häufiger - ein Entwicklungsgespräch mit den
Eltern auf der Basis des Förderplans.
B6.2.5
Ich führe mindestens einmal jährlich bzw. bei Bedarf auch häufiger ein Gespräch mit den
Therapeuten der KJA/SPZ, sofern diese das Kind in der Kita therapeutisch begleiten.
B6.2.6
Ich unterstütze den Übergang des Kindes in die Schule.

99

KJA = Kinder- und Jugendambulanz; SPZ = Sozialpädiatrisches Zentrum

136

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B6: Integration von Kindern mit Behinderung – Selbsteinschätzung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B6.2

Arbeiten Sie eng mit allen an der Förderung beteiligten Fachkräften zusammen
und reflektieren mit ihnen ihre Beobachtungen und verständigen sich
gemeinsam mit ihnen über die nächsten Ziele?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
137

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B6: Integration von Kindern mit Behinderung – Selbsteinschätzung

Der nachfolgende Auswertungsbogen sollte auf eine große Wandzeitung übertragen werden. Bitte
markieren Sie die individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen anonym auf dem
Auswertungsbogen. So wird ein erstes Qualitätsprofil des Teams sichtbar.

Sichtbarmachen der individuellen
Einschätzungen und der Teameinschätzung
(Anzahl der Nennungen auf der Werteskala)

B6.1

Entwickeln Sie ein Grundverständnis für die Würde eines jeden Kindes
sowie eine offene Haltung für die individuelle Lebenslage des Kindes und seiner Familie?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B6.2

Arbeiten Sie eng mit allen an der Förderung beteiligten Fachkräften zusammen
und reflektieren mit ihnen ihre Beobachtungen
und verständigen sich gemeinsam mit ihnen über die nächsten Ziele?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

138

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B6: Integration von Kindern mit Behinderung – Gruppendiskussion

Gesprächsleitfaden für die Gruppendiskussion
Evaluationsfrage B6.1

Entwickeln Sie ein Grundverständnis für die Würde eines jeden Kindes
sowie eine offene Haltung für die individuelle Lebenslage des Kindes und seiner Familie?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B6.1.1
Wir unterstützen die Bildungsprozesse der Kinder mit ihren verschiedenen Voraussetzungen
wirkungsvoll und beachten die Bedürfnisse des einzelnen Kindes.
B6.1.2
Wir fördern jedes Kind ganzheitlich und orientieren uns dabei an den Interessen und Fähigkeiten des
Kindes.
B6.1.3
Wir unterstützen jedes Kind darin, seine Stärken zu erkennen.
B6.1.4
Wir unterstützen die soziale Integration des Kindes im Kita-Alltag und in die Kindergemeinschaft.
B6.1.5
Wir gestalten den Kita-Alltag, die Räumlichkeiten sowie Projekte derart, dass sich alle Kinder
entsprechend ihrer Fähigkeiten einbringen und teilhaben können.
B6.1.6
Wir beziehen die Kinder und ihre Eltern in die Förderung und deren Planung ein und übernehmen
dabei eine beratende und begleitende Funktion.
B6.1.7
Wir integrieren die individuelle Förderung nach Möglichkeit in den Kita-Alltag.
B6.1.8
Wir entwickeln einen offenen Umgang mit Differenzen und Vielfalt und sehen diese als Impuls für die
Reflexion und kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Arbeit.
Einschätzung des Teams:

Wir entwickeln ein Grundverständnis für die Würde eines jeden Kindes
sowie eine offene Haltung für die individuelle Lebenslage des Kindes und seiner Familie.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

139

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B6: Integration von Kindern mit Behinderung – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B6.2

Arbeiten Sie eng mit allen an der Förderung beteiligten Fachkräften zusammen
und reflektieren mit ihnen ihre Beobachtungen
und verständigen sich gemeinsam über die nächsten Ziele?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B6.2.1
Wir gewährleisten die Kooperation und den fachlichen Austausch untereinander sowie mit externen
Fachdiensten.
B6.2.2
Wir erstellen den Förderplan gemeinsam mit den beteiligten Fachkräften der Kita und ggf. der
KJA/SPZ und stimmen ihn mit den Eltern ab.
B6.2.3
Wir führen verbindlich regelmäßige entwicklungsbegleitende Beobachtungen zur Überprüfung der
Förderziele durch und passen ggf. den Förderplan an.
B6.2.4
Wir führen mindestens zweimal jährlich - bei Bedarf auch häufiger - ein Entwicklungsgespräch mit
den Eltern auf der Basis des Förderplans.
B6.2.5
Wir führen mindestens einmal jährlich bzw. bei Bedarf auch häufiger ein Gespräch mit den
Therapeuten der KJA/SPZ, sofern diese das Kind in der Kita therapeutisch begleiten.
B6.2.6
Wir unterstützen den Übergang des Kindes in die Schule.
Einschätzung des Teams:

Wir arbeiten eng mit allen an der Förderung beteiligten Fachkräften zusammen
und reflektieren mit ihnen unsere Beobachtungen
und verständigen uns gemeinsam über die nächsten Ziele.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

140

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B6: Integration von Kindern mit Behinderung – Gruppendiskussion

Im nächsten Schritt geht es um eine begründete Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus in
diesem Aufgabenbereich des Berliner Bildungsprogramms und darum, konkrete Ziele für die weitere
Entwicklung Ihrer Arbeit zu beraten und festzulegen.
Bitte überlegen Sie, wie Sie in geeigneter Form die Eltern mit Ihren Ergebnissen bekannt machen
können.
Zusammenfassende Einschätzung und Perspektiven
für die Weiterentwicklung der Arbeit zum Aufgabenbereich B6
Was gelingt uns gut?

Was gelingt uns nicht so gut?

Pädagoginnen und Pädagogen integrieren Kinder mit Behinderung
und kooperieren mit der Frühförderung.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Welche Ziele für die Qualitätsentwicklung beschließen wir?

Nun geht es um konkrete Schritte zur Realisierung der Ziele und Aufgaben.
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Rahmenbedingungen effektiv nutzen können. Denken Sie darüber nach,
was Sie organisatorisch verändern können, um Ihre Vorhaben umzusetzen.
Dazu gehört zum Beispiel:
 Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Besprechungszeiten?
 Können Sie arbeitsteilig vorgehen?
 Wo können Sie sich Unterstützung holen?

141

WAS

macht WER

mit WEM

bis WANN

WER fragt nach?

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B6: Integration von Kindern mit Behinderung – Gruppendiskussion

142

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm

Aufgabenbereich B7

Pädagoginnen und Pädagogen gestalten Übergänge mit den Kindern.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Selbsteinschätzung

Leitfaden für die Selbsteinschätzung
B7.1

Ich gestalte eine sanfte Eingewöhnung des Kindes in die Kindertageseinrichtung

B7.1.1
Ich bin mir der entwicklungspsychologischen Bedeutung der Eingewöhnungsphase bewusst und
verfüge über ein schriftliches Konzept zur Eingewöhnung der Kinder.
B7.1.2
Die Leitung und/oder ich informieren alle Eltern, die ihr Kind in der Kita anmelden wollen, über das
Eingewöhnungskonzept und empfehlen im Sinne einer sanften Eingewöhnung, dass das Kind bei
seinem Übergang von Vater, Mutter oder einer anderen vertrauten Bindungsperson begleitet wird.
B7.1.3
Ich berate die Eltern hinsichtlich des geeigneten Aufnahmetermins und der Begleitung des Kindes
durch eine vertraute Bezugsperson – insbesondere dann, wenn die Eltern die Begleitung nicht selbst
übernehmen können.
B7.1.4
Ich begleite einfühlsam den Eingewöhnungsprozess der mir anvertrauten Kinder und stehe als
verlässliche Bindungspersonen für das Kind zur Verfügung.
B7.1.5
Ich gestalte die täglichen Übergangssituationen sowie alle Pflegesituationen gemeinsam mit den
Kindern und in enger Absprache mit den Eltern.
B7.1.6
Ich unterstütze die Eltern sensibel im Loslösungsprozess und bestärke sie in der Entscheidung, ihr
Kind in die Kita zu bringen.
B7.1.7
Ich bestärke die Eltern darin, dass sie auch weiterhin die wichtigsten Bezugspersonen für ihr Kind
sind und suche zu vermeiden, dass zwischen mir und den Eltern Konkurrenzgefühle entstehen.
B7.1.8
Ich beobachte aufmerksam, wie das Kind seine Umgebung erkundet und wie sich die Beziehung
zwischen dem Kind und mir entwickelt.
B7.1.9
Dabei gebe ich dem Kind aktiv Beziehungsangebote und lasse es nach Möglichkeit selbst bestimmen,
wie und in welchem Umfang es diese Angebote annimmt.
B7.1.10
Ich beachte, dass jedes Kind individuell verschieden auf die Beziehungsangebote eingeht und dass
Kinder unterschiedlich lange brauchen, bis sie eingewöhnt sind.
B7.1.11
Ich beziehe die anderen Kinder von Anfang an aktiv in die Eingewöhnung ein. 10

10

Zu diesen Kriterien vgl.: Laewen/Andres/Hédervári-Heller (2011): Die ersten Tage – ein Modell zur Eingewöhnung in
Krippe und Tagespflege. Berlin: Cornelsen

144

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Selbsteinschätzung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B7.1

Gestalten Sie eine sanfte Eingewöhnung des Kindes in die Kindertageseinrichtung?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

145

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Selbsteinschätzung

B7.2

Ich gestalte Übergänge zwischen und innerhalb von Kitas bzw. aus der
Kindertagespflegestelle in die Kita einfühlsam.

B7.2.1
Die Leitung und/oder ich führen mit den Eltern ein ausführliches Gespräch über den Verlauf des
ersten Eingewöhnungsprozesses.
B7.2.2
Ich informiere mich über die Abläufe und Gepflogenheiten, die dem Kind aus seiner
vorhergegangenen Betreuungssituation vertraut und wichtig sind.
B7.2.3
Ich greife die positiven Erfahrungen auf und überlegen gemeinsam mit den Eltern, wie sie diese in
der neuen Situation weiterführen können.
B7.2.4
Beim Wechsel aus einer Tageseinrichtung bzw. Tagespflegestelle wird die Anwesenheit einer
Bindungsperson beim Übergang gesichert, wenn auch für kürzere Zeit als bei der ersten
Eingewöhnung.
B7.2.5
Ich nehme, sofern möglich und unter Zustimmung der Eltern, Kontakt mit dem/der bisherigen
Bezugserzieher/in bzw. Kindertagespflegeperson des Kindes auf und tausche mich kollegial über die
bisherigen Entwicklungs- und Bildungsprozesse des Kindes aus.
B7.2.6
Ich lasse das Kind in der neuen Kindergemeinschaft von seinen bisherigen Erfahrungen „berichten“,
indem wir z.B. Fotos oder andere Dokumente zu den vorangegangenen Erfahrungen des Kindes
gemeinsam betrachten und besprechen.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B7.2

Gestalten Sie Übergänge zwischen und innerhalb von Kitas einfühlsam?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
146

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Selbsteinschätzung

B7.3

Ich unterstütze die Kinder in ihrer Vorbereitung auf den Schulstart.

B7.3.1
Ich erkunde, welche Gefühle der bevorstehende Schulanfang bei den Kindern auslöst und entwickele
mit den Kindern Strategien, die sie in ihrer Vorfreude stärken und ihnen helfen, mit Unsicherheiten
und Ängsten zurechtzukommen.
B7.3.2
Ich unterstütze die künftigen Schulanfänger dabei, Informationen auf für sie wichtige Fragen zu
erhalten und plane mit ihnen Aktivitäten zum Kennenlernen des Schulalltages.
B7.3.3
Ich ermutige Kinder dazu, ihre Wünsche der Gruppe mitzuteilen, ihre Fragen zu stellen, anderen
zuzuhören und Kritik zu äußern.
B7.3.4
Ich lasse Kinder erleben, wie wichtig die Achtung jedes Einzelnen für das eigene Wohlbefinden und
für das Zusammenleben in der Gemeinschaft ist.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B.7.3

Unterstützen Sie die Kinder in ihrer Vorbereitung auf den Schulstart?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
147

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Selbsteinschätzung

B7.4

Ich bespreche mit Eltern Fragen des Übergangs.

B7.4.1
Ich nehme die Erwartungen und Befürchtungen der Eltern beim Übergang ihres Kindes in die Schule
ernst.
B7.4.2
Ich biete Eltern Gespräche darüber an, welche Kompetenzen ihre Kinder erworben haben, um sich
neuen Lerninhalten öffnen zu können.
B7.4.3
Ich unterstütze Eltern bei der Wahl der Schule und der Gestaltung des Übergangs.
B7.4.4
Ich erläutere den Eltern die wichtige Funktion der Entwicklungsdokumentationen und des
Sprachlerntagebuches für die Förderung ihres Kindes in der Schule.
B7.4.5
Ich bespreche mit Eltern die Möglichkeit, sich mit der Lehrerin/dem Lehrer ihres Kindes über die
Entwicklungsdokumentation auszutauschen.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B7.4

Besprechen Sie mit Eltern Fragen des Übergangs?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

148

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Selbsteinschätzung

B7.5

Ich kooperiere mit Grundschulen im Umfeld der Kita.

B7.5.1
Ich gehe die Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern aktiv an. Wo möglich schließe ich
Vereinbarungen oder Verträge, in denen die Gestaltung des Übergangs beschrieben und verankert
wird und mache meine Maßnahmen transparent.
B7.5.2
Ich biete gemeinsame Aktivitäten von Kindertageseinrichtung und Grundschule an.
B7.5.3
Ich lade Grundschullehrerinnen und -lehrer und Eltern zu Gesprächsrunden ein, um allgemeine
Fragen der Eltern rund um die Schule zu beantworten.
B7.5.4
Ich werte die Einschulungszeit der einzelnen Kinder nach einigen Wochen zusammen mit
Grundschullehrerinnen bzw. -lehrern aus und identifiziere gelungene und weniger gelungene
Übergangssituationen.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B7.5

Kooperieren Sie mit Grundschulen im Umfeld der Kita?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
149

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Selbsteinschätzung

B7.6

Ich kenne die Qualität meiner Bildungs- und Erziehungsarbeit. Ich bin mir bewusst,
welchen Stellenwert diese für die Bildungsbiografie jedes einzelnen Kindes hat.

B7.6.1
Ich trage durch regelmäßige Auswertungen mit Kindern (z.B. der Portfolios, des
Sprachlerntagebuches) dazu bei, dass diese sich bewusst werden, wie viel Wissen und Fähigkeiten sie
bereits erworben haben und wo ihre jeweiligen Stärken liegen.
B7.6.2
Ich unterstütze die Kinder dabei, sich konzertiert und zunehmend länger einer selbstgestellten Frage
oder Aufgabe zu widmen.
B7.6.3
Wir verfügen über ein alltagsintegriertes Sprachbildungskonzept.
B7.6.4
Ich beobachte systematisch die sprachliche Entwicklung aller Kinder – auch mit Hilfe des
Sprachlerntagebuches – und berücksichtige und sensibilisiere auch für andere nichtsprachliche
Ausdrucksformen.
B7.6.5
Ich nehme Bedenken oder Befürchtungen der Eltern ernst und versuche, mit den Eltern Lösungen zu
finden.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage B7.6

Kennen Sie die Qualität Ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit?
Sind sie sich bewusst, welchen Stellwert diese für die Bildungsbiografie
jedes einzelnen Kinds hat?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
150

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Selbsteinschätzung

Der nachfolgende Auswertungsbogen sollte auf eine große Wandzeitung übertragen werden. Bitte
markieren Sie die individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen anonym auf dem
Auswertungsbogen. So wird ein erstes Qualitätsprofil des Teams sichtbar.

Sichtbarmachen der individuellen
Einschätzungen und der Teameinschätzung
(Anzahl der Nennungen auf der Werteskala)

B7.1

Gestalten Sie eine sanfte Eingewöhnung des Kindes in die Kindertageseinrichtung?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B7.2

Gestalten Sie Übergänge zwischen und innerhalb von Kitas bzw. aus der
Kindertagespflegestelle in die Kita einfühlsam?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

151

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Selbsteinschätzung

B7.3

Unterstützen Sie die Kinder in ihrer Vorbereitung auf den Schulstart?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B7.4

Besprechen Sie mit Eltern Fragen des Übergangs?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B7.5

Kooperieren Sie mit Grundschulen im Umfeld der Kita?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

B7.6

Kennen Sie die Qualität Ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit? Sind sie sich bewusst,
welchen Stellwert diese für die Bildungsbiografie jedes einzelnen Kinds hat?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

152

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Gruppendiskussion

Gesprächsleitfaden für die Gruppendiskussion
Evaluationsfrage B7.1

Gestalten Sie eine sanfte Eingewöhnung des Kindes in die Kindertageseinrichtung?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B7.1.1
Wir sind uns der entwicklungspsychologischen Bedeutung der Eingewöhnungsphase bewusst und
verfügen über ein schriftliches Konzept zur Eingewöhnung der Kinder.
B7.1.2
Wir und/oder die Leitung der Kita informieren alle Eltern, die ihr Kind in der Kita anmelden wollen,
über das Eingewöhnungskonzept und empfehlen im Sinne einer sanften Eingewöhnung, dass das
Kind bei seinem Übergang von Vater, Mutter oder einer anderen vertrauten Bindungsperson
begleitet wird.
B7.1.3
Wir beraten die Eltern hinsichtlich des geeigneten Aufnahmetermins und der Begleitung des Kindes
durch eine vertraute Bezugsperson – insbesondere dann, wenn die Eltern die Begleitung nicht selbst
übernehmen können.
B7.1.4
Wir begleiten einfühlsam den Eingewöhnungsprozess des Kindes und stehen als verlässliche
Bindungspersonen für das Kind zur Verfügung.
B7.1.5
Wir gestalten die täglichen Übergangssituationen sowie alle Pflegesituationen gemeinsam mit den
Kindern und in enger Absprache mit den Eltern.
B7.1.6
Wir unterstützen die Eltern sensibel im Loslösungsprozess und bestärken sie in der Entscheidung, ihr
Kind in die Kita zu bringen.
B7.1.7
Wir bestärken die Eltern darin, dass sie auch weiterhin die wichtigsten Bezugspersonen für ihr Kind
sind und suchen zu vermeiden, dass zwischen uns und den Eltern Konkurrenzgefühle entstehen.
B7.1.8
Wir beobachten aufmerksam, wie das Kind seine Umgebung erkundet und wie sich die Beziehung
zwischen dem Kind und uns entwickelt.
B7.1.9
Dabei geben wir dem Kind aktiv Beziehungsangebote und lassen es nach Möglichkeit selbst
bestimmen, wie und in welchem Umfang es diese Angebote annimmt.
B7.1.10
Wir beachten, dass jedes Kind individuell verschieden auf die Beziehungsangebote eingeht und dass
Kinder unterschiedlich lange brauchen, bis sie eingewöhnt sind.

153

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Gruppendiskussion

B7.1.11
Wir beziehen die anderen Kinder von Anfang an aktiv in die Eingewöhnung ein.
Einschätzung des Teams:

Wir gestalten eine sanfte Eingewöhnung des Kindes in die Kindertageseinrichtung.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Evaluationsfrage B7.2

Gestalten Sie Übergänge zwischen und innerhalb von Kitas bzw. aus der
Kindertagespflegestelle in die Kita einfühlsam?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B7.2.1
Die Leitung und/oder die Bezugserzieherinnen bzw. –erzieher des Kindes in der aufnehmenden Kita
führen mit den Eltern ein ausführliches Gespräch über den Verlauf des ersten
Eingewöhnungsprozesses.
B7.2.2
Wir informieren uns über die Abläufe und Gepflogenheiten, die dem Kind aus seiner
vorhergegangenen Betreuungssituation vertraut und wichtig sind.
B7.2.3
Wir greifen die positiven Erfahrungen auf und überlegen gemeinsam mit den Eltern, wie sie diese in
der neuen Situation weiterführen können.
B7.2.4
Beim Wechsel aus einer Tageseinrichtung bzw. Tagespflegestelle wird die Anwesenheit einer
Bindungsperson beim Übergang gesichert, wenn auch für kürzere Zeit als bei der ersten
Eingewöhnung.
B7.2.5
Wir nehmen, sofern möglich und unter Zustimmung der Eltern, Kontakt mit dem/der bisherigen
Bezugserzieher/in bzw. Kindertagespflegeperson des Kindes auf und tauschen uns kollegial über die
bisherigen Entwicklungs- und Bildungsprozesse des Kindes aus.
B7.2.6
Wir lassen das Kind in der neuen Kindergemeinschaft von seinen bisherigen Erfahrungen „berichten“,
indem wir z.B. Fotos oder andere Dokumente zu den vorangegangenen Erfahrungen des Kindes
gemeinsam betrachten und besprechen.
Einschätzung des Teams:

Wir gestalten Übergänge zwischen und innerhalb von Kitas einfühlsam.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
154

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B7.3

Unterstützen Sie die Kinder in ihrer Vorbereitung auf den Schulstart?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B7.3.1
Wir erkunden, welche Gefühle der bevorstehende Schulanfang bei den Kindern auslöst und
entwickeln mit den Kindern Strategien, die sie in ihrer Vorfreude stärken und ihnen helfen, mit
Unsicherheiten und Ängsten zurechtzukommen.
B7.3.2
Wir unterstützen die künftigen Schulanfänger dabei, Informationen auf für sie wichtige Fragen zu
erhalten und planen mit ihnen Aktivitäten zum Kennenlernen des Schulalltages.
B7.3.3
Wir ermutigen Kinder dazu, ihre Wünsche der Gruppe mitzuteilen, ihre Fragen zu stellen, anderen
zuzuhören und Kritik zu äußern.
B7.3.4
Wir lassen Kinder erleben, wie wichtig die Achtung jedes Einzelnen für das eigene Wohlbefinden und
für das Zusammenleben in der Gemeinschaft ist.
Einschätzung des Teams:

Wir unterstützen die Kinder in ihrer Vorbereitung auf den Schulstart.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

155

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B7.4

Besprechen Sie mit Eltern Fragen des Übergangs?

Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B7.4.1
Wir nehmen die Erwartungen und Befürchtungen der Eltern beim Übergang ihres Kindes in die
Schule ernst.
B7.4.2
Wir bieten Eltern Gespräche darüber an, welche Kompetenzen ihre Kinder erworben haben, um sich
neuen Lerninhalten öffnen zu können.
B7.4.3
Wir unterstützen Eltern bei der Wahl der Schule und der Gestaltung des Übergangs.
B7.4.4
Wir erläutern den Eltern die wichtige Funktion der Entwicklungsdokumentationen und des
Sprachlerntagebuches für die Förderung ihres Kindes in der Schule.
B7.4.5
Wir besprechen mit Eltern die Möglichkeit, sich mit der Lehrerin/dem Lehrer ihres Kindes über die
Entwicklungsdokumentation auszutauschen.
Einschätzung des Teams:

Wir besprechen mit Eltern Fragen des Übergangs.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

156

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B7.5

Kooperieren Sie mit Grundschulen im Umfeld der Kita?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B7.5.1
Wir gehen die Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern aktiv an. Wo möglich schließen wir
Vereinbarungen oder Verträge, in denen die Gestaltung des Übergangs beschrieben und verankert
wird und machen unsere Maßnahmen transparent.
B7.5.2
Wir bieten gemeinsame Aktivitäten von Kindertageseinrichtung und Grundschule an.
B7.5.3
Wir laden Grundschullehrerinnen und -lehrer und Eltern zu Gesprächsrunden ein, um allgemeine
Fragen der Eltern rund um die Schule zu beantworten.
B7.5.4
Wir werten die Einschulungszeit der einzelnen Kinder nach einigen Wochen zusammen mit
Grundschullehrerinnen bzw. -lehrern aus und identifizieren gelungene und weniger gelungene
Übergangssituationen.
Einschätzung des Teams:

Wir kooperieren mit Grundschulen im Umfeld der Kita.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

157

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage B7.6

Kennen Sie die Qualität Ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit?
Sind sie sich bewusst, welchen Stellenwert diese für die Bildungsbiografie
jedes einzelnen Kindes hat?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

B7.6.1
Wir tragen durch regelmäßige Auswertungen mit Kindern (z.B. der Portfolios, des
Sprachlerntagebuches) dazu bei, dass diese sich bewusst werden, wie viel Wissen und Fähigkeiten sie
bereits erworben haben und wo ihre jeweiligen Stärken liegen.
B7.6.2
Wir unterstützen die Kinder dabei, sich konzertiert und zunehmend länger einer selbstgestellten
Frage oder Aufgabe zu widmen.
B7.6.3
Wir verfügen über ein alltagsintegriertes Sprachbildungskonzept.
B7.6.4
Wir beobachten systematisch die sprachliche Entwicklung aller Kinder – auch mit Hilfe des
Sprachlerntagebuches – und berücksichtigen und sensibilisieren auch für andere nichtsprachliche
Ausdrucksformen.
B7.6.5
Wir nehmen Bedenken oder Befürchtungen der Eltern ernst und versuchen, mit den Eltern Lösungen
zu finden.
Einschätzung des Teams:

Wir kennen die Qualität unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit.
Wir sind uns bewusst, welchen Stellenwert diese für die Bildungsbiografie
jedes einzelnen Kindes hat.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

158

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Gruppendiskussion

Im nächsten Schritt geht es um eine begründete Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus in
diesem Aufgabenbereich des Berliner Bildungsprogramms und darum, konkrete Ziele für die weitere
Entwicklung Ihrer Arbeit zu beraten und festzulegen.
Bitte überlegen Sie, wie Sie in geeigneter Form die Eltern mit Ihren Ergebnissen bekannt machen
können.
Zusammenfassende Einschätzung und Perspektiven
für die Weiterentwicklung der Arbeit zum Aufgabenbereich B7
Was gelingt uns gut?

Was gelingt uns nicht so gut?

Pädagoginnen und Pädagogen gestalten Übergänge mit den Kindern.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Welche Ziele für die Qualitätsentwicklung beschließen wir?

Nun geht es um konkrete Schritte zur Realisierung der Ziele und Aufgaben.
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Rahmenbedingungen effektiv nutzen können. Denken Sie darüber nach,
was Sie organisatorisch verändern können, um Ihre Vorhaben umzusetzen.
Dazu gehört zum Beispiel:
 Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Besprechungszeiten?
 Können Sie arbeitsteilig vorgehen?
 Wo können Sie sich Unterstützung holen?

159

WAS

macht WER

mit WEM

bis WANN

WER fragt nach?

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB B7: Gestaltung von Übergängen – Gruppendiskussion

160

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm

Aufgabenbereich C1

Pädagoginnen und Pädagogen gestalten
eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern – Selbsteinschätzung

Leitfaden für die Selbsteinschätzung
C1.1

Ich strebe aktiv die Erziehungspartnerschaft mit Müttern und Vätern in wechselseitiger
Anerkennung an.

C1.1.1
Ich entwickele eine vertrauensvolle und wertschätzende Haltung gegenüber allen Eltern.
C1.1.2
Ich setze mich mit Erwartungen von Eltern an die Erziehung, Bildung und Betreuung ihrer Kinder
auseinander. Ich berücksichtige dabei die unterschiedlichen Familienkulturen.
C1.1.3
Ich verständige mich mit den Vätern und Müttern über ihre eigenen und die Erziehungsvorstellungen
in den Familien.
C1.1.4
Ich suche bei Sprachbarrieren aktiv nach Möglichkeiten der Sprachmittlung, z.B. durch andere Eltern,
Dolmetscherdienste …. .
C1.1.5
Beginnend mit dem Aufnahmegespräch führe ich mit Eltern regelmäßige Gespräche über die
Entwicklung ihres Kindes und verständige mich mit ihnen über unterschiedliche Wahrnehmungen.
Die Bildungsbiografien sind Grundlage dieser Gespräche. Sie sollten dem Kind und seinen Eltern
jederzeit zugänglich sein. Sie gehören ihnen.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C1.1

Streben Sie aktiv die Erziehungspartnerschaft mit Müttern und Vätern
in wechselseitiger Anerkennung an?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
162

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern – Selbsteinschätzung

C1.2

Ich mache meine Arbeit transparent.

C1.2.1
Ich verschaffe den Eltern schon vor Aufnahme des Kindes die Möglichkeit, sich über das Leben in der
Einrichtung und über die pädagogische Konzeption zu informieren.
C1.2.2
Durch ansprechende Dokumentation und persönliches Erleben ermögliche ich den Vätern und
Müttern, den Alltag in der Kindertagesstätte kennen zu lernen.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C1.2

Machen Sie Ihre Arbeit transparent?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
163

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern – Selbsteinschätzung

C1.3

Ich beteilige Eltern an Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der
Kindertageseinrichtung.

C1.3.1
Ich ermutige Eltern, Vorschläge, Kritik und Wünsche einzubringen und lasse sie erleben, dass ihre
Meinung wichtig ist und ihre Anregungen Berücksichtigung finden.
C1.3.2
Ich interessiere mich für die besonderen Fähigkeiten, Kenntnisse und Interessen von Müttern und
Vätern. Ich ermutige sie, diese in die Arbeit mit den Kindern einzubringen.
C1.3.3
Ich gehe mit Informationen, die ich von Eltern erhalte, professionell um und behandele persönliche
Belange von Eltern vertraulich.
C1.3.4
Ich beziehe Eltern bei der Entwicklung und Fortschreibung der Konzeption sowie der Planung und
Gestaltung der inhaltlichen Arbeit ein.
C1.3.5
Ich sorge gemeinsam mit der Leitung und dem Träger dafür, dass es klare Regelungen für ein
Beschwerdemanagement gibt und informiere die Eltern darüber.
C1.3.6
Ich informiere Eltern über die Möglichkeiten der institutionellen Elternarbeit innerhalb der Kita
(Gruppen-Elternvertretung, Elternausschuss und Kita-Ausschuss) und vermittele Kontakt zu ElternGremien außerhalb der Kita (Elternbeirat, Bezirks- und Landeselternausschuss Kita).
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C1.3

Beteiligen Sie Eltern an Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten
der Kindertageseinrichtung?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
164

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern – Selbsteinschätzung

Der nachfolgende Auswertungsbogen sollte auf eine große Wandzeitung übertragen werden. Bitte
markieren Sie die individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen anonym auf dem
Auswertungsbogen. So wird ein erstes Qualitätsprofil des Teams sichtbar.

Sichtbarmachen der individuellen
Einschätzungen und der Teameinschätzung
(Anzahl der Nennungen auf der Werteskala)

C1.1

Streben Sie aktiv die Erziehungspartnerschaft mit Müttern und Vätern
in wechselseitiger Anerkennung an?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

C1.2

Machen Sie Ihre Arbeit transparent?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

C1.3

Beteiligen Sie Eltern an Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten
der Kindertageseinrichtung?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

165

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern – Elternbefragung

Elternbefragung
Die (strukturierte) Elternbefragung ist eine Möglichkeit, die Sicht der Eltern mit der des Teams in
Verbindung zu bringen. Der Vergleich der Perspektiven kann helfen, zu einer fundierten Einschätzung
zum erreichten Stand der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zu kommen.
Der Fragebogen für die Eltern wird in ausreichender Zahl kopiert und an alle Eltern gegeben. Möglich
ist auch, die Elternbefragung im Rahmen einer Veranstaltung in der Kindertageseinrichtung
(Elternabend, Elternnachmittag) durchzuführen. Auf jeden Fall muss eine ausreichende Zeitspanne
für den Rücklauf eingeplant werden.
Die Elternbefragung sollte ausgewertet werden, bevor die Gruppendiskussion zu diesem
Aufgabenbereich geführt wird.
Die Antworten zur Frage nach den Erfahrungen der Eltern mit der Eingewöhnung (Frage 2) können
Ihnen Anregungen für die Bearbeitung des Aufgabenbereiches B7 („Gestaltung von Übergängen“)
geben.
Interessierte Eltern können eingeladen werden, an der Diskussion teilzunehmen. Darüber hinaus
sollten alle Eltern über die Ergebnisse der Befragung informiert werden.

166

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern – Elternbefragung

Elternfragebogen
Liebe Eltern,
wir bemühen uns darum, die Qualität der Arbeit in unserer Kita ständig weiter zu entwickeln. Dabei
ist uns die Zusammenarbeit mit Ihnen besonders wichtig.
Sie sind eingeladen, sich an allen wesentlichen Angelegenheiten der Kita zu beteiligen. Wir sind
interessiert an Ihren Anregungen.
Mit diesem Fragebogen wollen wir mehr darüber erfahren, wie Sie die Zusammenarbeit unseres
Teams mit Ihnen einschätzen. Die Auswertung Ihrer Sichtweise soll dazu beitragen, die
Zusammenarbeit mit den Familien weiter zu verbessern und noch vertrauensvoller zu gestalten.
Bitte kreuzen Sie den Grad Ihrer Zustimmung oder Ablehnung zu den folgenden Fragen an.
Selbstverständlich bleibt Ihre Einschätzung auf den Fragebögen anonym. Über die Ergebnisse der
Befragung werden wir Sie informieren.
Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank
Ihr Kita-Team

1.

Fühlen Sie sich über die Arbeit in unserer Kita gut informiert?

Konnten Sie die Kita schon vor Aufnahme Ihres Kindes kennen
lernen?
Gibt es für Sie ausreichende Möglichkeiten zu erfahren, was Ihr
Kind in unserer Kita erlebt und lernt (z. B.: durch Wandzeitungen,
Elternbriefe, Kita-Zeitungen, zeitweise Teilnahme am Gruppenleben…)?
2.

trifft
nicht
zu

keine
Angabe













trifft
voll zu

⇔

⇔









Hat die Kita Ihrem Kind eine sanfte Eingewöhnung in Begleitung einer vertrauten Person
ermöglicht?
trifft
nicht
zu

keine
Angabe

























Konnte Ihr Kind sich gut eingewöhnen und fühlt es sich wohl in
der Kindergemeinschaft?











Konnten Sie sich mit uns über die Erfahrungen bei der Eingewöhnung Ihres Kindes ausreichend austauschen?











trifft
voll zu

⇔

⇔





Hat sich die zuständige Erzieherin/der Erzieher nach den
Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen Ihres Kindes erkundigt?



Hatten Sie den Eindruck, dass wir die Bedürfnisse Ihres Kindes
wahrgenommen haben und behutsam darauf eingegangen sind?

Konnten Sie sich mit der zuständigen Erzieherin/dem Erzieher gut
über die einzelnen Schritte der Eingewöhnung verständigen?

167

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern – Elternbefragung

3.

Erleben Sie, dass wir mit Ihnen eng zusammenarbeiten?

Haben Sie das Gefühl, dass wir Ihnen mit einer vertrauensvollen
und wertschätzenden Haltung begegnen?
Können Sie sich mit uns gut darüber verständigen, was für die
Bildung und Entwicklung Ihres Kindes wichtig ist?
Kennen Sie unsere Aufzeichnungen über die Entwicklungswege
Ihres Kindes und sind Ihnen diese jederzeit zugänglich?
4.

trifft
nicht
zu

keine
Angabe























trifft
nicht
zu

keine
Angabe

trifft
voll zu

⇔

⇔








Können Sie sich als Eltern an der Arbeit in der Kindertageseinrichtung beteiligen?

Erleben Sie, dass die Mitwirkung von Eltern in unserer Kita
erwünscht ist?
Können Sie Vorschläge, Wünsche und auch Kritik einbringen?
Erleben Sie, dass die Anregungen oder auch Beschwerden von
Eltern berücksichtigt werden?

trifft
voll zu

⇔

⇔































Für die Zusammenarbeit von Kita und Familien habe ich folgende Wünsche und Anregungen:

168

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern – Gruppendiskussion

Gesprächsleitfaden für die Gruppendiskussion
Evaluationsfrage C1.1

Streben Sie aktiv die Erziehungspartnerschaft mit Müttern und Vätern
in wechselseitiger Anerkennung an?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

C1.1.1
Wir entwickeln eine vertrauensvolle und wertschätzende Haltung gegenüber allen Eltern.
C1.1.2
Wir setzen uns mit Erwartungen von Eltern an die Erziehung, Bildung und Betreuung ihrer Kinder
auseinander. Wir berücksichtigen dabei die unterschiedlichen Familienkulturen.
C1.1.3
Wir verständigen uns mit den Vätern
Erziehungsvorstellungen in den Familien.

und

Müttern

über

ihre

eigenen

und

die

C1.1.4
Wir suchen bei Sprachbarrieren aktiv nach Möglichkeiten der Sprachmittlung, z.B. durch andere
Eltern, Dolmetscherdienste … .
C1.1.5
Beginnend mit dem Aufnahmegespräch führen wir mit Eltern regelmäßige Gespräche über die
Entwicklung ihres Kindes und verständigen uns mit ihnen über unterschiedliche Wahrnehmungen.
Die Bildungsbiografien sind Grundlage dieser Gespräche. Sie sollten dem Kind und seinen Eltern
jederzeit zugänglich sein. Sie gehören ihnen.
Einschätzung des Teams:

Wir streben aktiv die Erziehungspartnerschaft
mit Müttern und Vätern in wechselseitiger Anerkennung an.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

169

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage C1.2

Machen Sie Ihre Arbeit transparent?

Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

C1.2.1
Wir verschaffen den Eltern schon vor Aufnahme des Kindes die Möglichkeit, sich über das Leben in
der Einrichtung und über die pädagogische Konzeption zu informieren.
C1.2.2
Durch ansprechende Dokumentation und persönliches Erleben ermöglichen wir den Vätern und
Müttern, den Alltag in der Kindertagesstätte kennen zu lernen.
Einschätzung des Teams:

Wir machen unsere Arbeit transparent.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

170

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage C1.3

Beteiligen Sie Eltern an Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten
der Kindertageseinrichtung?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

C1.3.1
Wir ermutigen Eltern, Vorschläge, Kritik und Wünsche einzubringen und lassen sie erleben, dass ihre
Meinung wichtig ist und ihre Anregungen Berücksichtigung finden.
C1.3.2
Wir interessieren uns für die besonderen Fähigkeiten, Kenntnisse und Interessen von Müttern und
Vätern. Wir ermutigen sie, diese in die Arbeit mit den Kindern einzubringen.
C1.3.3
Wir gehen mit Informationen, die wir von Eltern erhalten, professionell um und behandeln
persönliche Belange von Eltern vertraulich.
C1.3.4
Wir beziehen Eltern bei der Entwicklung und Fortschreibung der Konzeption sowie der Planung und
Gestaltung der inhaltlichen Arbeit ein.
C1.3.5
Wir sorgen gemeinsam mit der Leitung und dem Träger dafür, dass es klare Regelungen für ein
Beschwerdemanagement gibt und informieren die Eltern darüber.
C1.3.6
Wir informieren Eltern über die Möglichkeiten der institutionellen Elternarbeit innerhalb der Kita
(Gruppen-Elternvertretung, Elternausschuss und Kita-Ausschuss) und vermitteln Kontakt zu ElternGremien außerhalb der Kita (Elternbeirat, Bezirks- und Landeselternausschuss Kita).
Einschätzung des Teams:

Wir beteiligen Eltern an Entscheidungen
in wesentlichen Angelegenheiten der Kindertageseinrichtung.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

171

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern – Gruppendiskussion

Im nächsten Schritt geht es um eine begründete Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus in
diesem Aufgabenbereich des Berliner Bildungsprogramms und darum, konkrete Ziele für die weitere
Entwicklung Ihrer Arbeit zu beraten und festzulegen.
Bitte überlegen Sie, wie Sie in geeigneter Form die Eltern mit Ihren Ergebnissen bekannt machen
können.
Zusammenfassende Einschätzung und Perspektiven
für die Weiterentwicklung der Arbeit zum Aufgabenbereich C1
Was gelingt uns gut?

Was gelingt uns nicht so gut?

Pädagoginnen und Pädagogen gestalten eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
mit Eltern.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Welche Ziele für die Qualitätsentwicklung beschließen wir?

Nun geht es um konkrete Schritte zur Realisierung der Ziele und Aufgaben.
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Rahmenbedingungen effektiv nutzen können. Denken Sie darüber nach,
was Sie organisatorisch verändern können, um Ihre Vorhaben umzusetzen.
Dazu gehört zum Beispiel:
 Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Besprechungszeiten?
 Können Sie arbeitsteilig vorgehen?
 Wo können Sie sich Unterstützung holen?

172

WAS

macht WER

mit WEM

bis WANN

WER fragt nach?

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern – Gruppendiskussion

173

Materialien für die interne Evaluation
zum Berliner Bildungsprogramm

Aufgabenbereich C2

Pädagoginnen und Pädagogen sowie die Leitung
gestalten die Zusammenarbeit und Kommunikation im Team
nach demokratischen Grundprinzipien.

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Pädagoginnen und Pädagogen

Selbsteinschätzung der Pädagoginnen und Pädagogen
Zu diesem Aufgabenbereich gibt es zwei Instrumente für die Selbsteinschätzung. Das eine wendet
sich an die Pädagoginnen und Pädagogen, das andere an die Kita-Leitung. Beide sind in den
Qualitätsansprüchen und Qualitätskriterien identisch. Die Selbsteinschätzung erfolgt jedoch aus
unterschiedlichen Perspektiven.
Bei der strukturierten Selbsteinschätzung der Pädagoginnen und Pädagogen reflektiert und bewertet
jeder Pädagoge und jede Pädagogin in den Qualitätsansprüchen C2.1 bis C2.5 den eigenen Anteil an
der Gestaltung einer demokratischen Teamkultur.
In den Qualitätsansprüchen C2.6 bis C2.9 überlegen die Pädagoginnen und Pädagogen, an welchen
Beispielen die Ansprüche an das Leitungshandeln in der Kita deutlich werden und machen sich
bewusst, welchen eigenen Anteil sie/er daran hat.
Das erfordert, die Entwicklung im Team und die Leitungstätigkeit entlang der Qualitätsansprüche und
Qualitätskriterien kritisch zu beleuchten, sich auf wesentliche Fragen einzulassen und das erreichte
Niveau der Qualitätsentwicklung im Team hinsichtlich der Arbeit mit dem Berliner Bildungsprogramm
einzuschätzen.

176

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Pädagoginnen und Pädagogen

C2.1

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen gemeinsam Verantwortung für
die Qualitätsentwicklung zum BBP.

C2.1.1
Ich verstehe mich als Teil eines Teams, in dem jede/r spezifische Aufgaben übernimmt und sich
mitverantwortlich fühlt für das Ganze.
C2.1.2
Ich wirke aktiv an der internen Evaluation zum Berliner Bildungsprogramm mit.
C2.1.3
Ich schätze meine Kolleginnen und Kollegen mit ihren unterschiedlicher Meinungen und Erfahrungen
wert.
C2.1.4
Wir vereinbaren mit der Leitung Zeiten, um die institutionellen und organisatorischen Gegebenheiten selbst zu reflektieren und gegebenenfalls Veränderungen zu verabreden.
C2.1.5
Ich setze mich im Team mit den Ergebnissen und Empfehlungen aus der externen Evaluation
auseinander und ziehe daraus Schlüsse für die Weiterentwicklung unserer Arbeit.
C2.1.6
Ich sehe die im Team abgestimmten Veränderungen als Chance und setze sie gemeinsam mit meinen
Kolleginnen und Kollegen um.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.1

Übernehmen Sie gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen Verantwortung
für die Qualitätsentwicklung zum BBP?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
177

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Pädagoginnen und Pädagogen

C2.2

Die Kommunikation und Verständigung im Team respektiert Unterschiede und baut
auf gemeinsamen Zielen auf.

C2.2.1
Ich greife Ideen von Kolleginnen und Kollegen auf und beteilige mich an deren Realisierung.
C2.2.2
Ich spreche Meinungsverschiedenheiten offen und respektvoll an mit dem Ziel, eine für alle
Beteiligten geeignete Lösung zu finden.
C2.2.3
Ich verständige mich im Team über Ziele für Veränderungen und mache mir die Gründe bewusst.
C2.2.4
Wir setzen zur Reflexion der pädagogischen Arbeit Methoden wie kollegiale Beratung und Feedback
ein, die der gemeinsamen professionellen Weiterentwicklung im Team dienen.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.2

Bauen Sie die Kommunikation und Verständigung im Team auf gemeinsamen Zielen auf
und respektieren Sie dabei Unterschiede?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
178

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Pädagoginnen und Pädagogen

C2.3

Pädagoginnen und Pädagogen verstehen sich als Lehrende und Lernende zugleich.

C2.3.1
Ich verstehe den Alltag mit Kindern als wertvolles Erfahrungsfeld für mich selbst.
C2.3.2
Ich zeige Kindern, dass auch Erwachsene lernen, dass Lernen und Entwicklung nie aufhören.
C2.3.3
Ich lasse Kinder an eigenen Lernprozessen teilhaben. Ich zeige so, wie Lernen gelingen kann.
C2.3.4
Ich verfolge die aktuellen Fachdiskussionen und eigne mir neue Kenntnisse über die kindlichen
Bildungsprozesse an.
C2.3.5
Ich beteilige mich aktiv an der jährlichen Fortbildungsplanung.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.3

Verstehen Sie sich als Lehrende und Lernende bzw. Lehrender und Lernender zugleich?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

179

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Pädagoginnen und Pädagogen

C2.4

Das Team tauscht sich regelmäßig über die Organisation der Arbeit, die
pädagogische Arbeit mit den Kindern und über die Zusammenarbeit mit den Eltern
aus.

C2.4.1
Wir achten darauf, dass Absprachen für das pädagogische Handeln und zur Organisation der Arbeit
für alle transparent und eindeutig sind.
C2.4.2
Wir tauschen uns regelmäßig im Gesamtteam und bei größeren Einrichtungen auch in Kleinteams
aus.
C2.4.3
Wir sorgen dafür, dass der Reflexion der eigenen Arbeit und der Festlegung pädagogischer Ziele bei
Teambesprechungen mehr Zeit eingeräumt wird als organisatorischen Absprachen.
C2.4.4
Wir vereinbaren gemeinsame Aufgaben und Abläufe klar und eindeutig.
C2.4.5
Wir besprechen Erkenntnisse und Erfahrungen aus Fort- und Weiterbildungen einzelner Kolleginnen
innerhalb von Teambesprechungen und werten diese aus.
C2.4.6
Wir vereinbaren, wer bei der Einarbeitung neuer Kolleginnen oder Kollegen bzw. bei der Anleitung
von Praktikantinnen oder Praktikanten welche Aufgaben übernimmt.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.4

Tauschen Sie sich regelmäßig über die Organisation der Arbeit, die pädagogische Arbeit
mit den Kindern und über die Zusammenarbeit mit den Eltern aus?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

180

trifft weniger zu  trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Pädagoginnen und Pädagogen

C2.5

Die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Kolleginnen und Kollegen sind ein
gemeinsames Anliegen des Kita-Teams.

C2.5.1
Ich betrachte die Gesundheit und das Wohlbefinden aller als gemeinsames Anliegen, welches in
Teambesprechungen thematisiert wird.
C2.5.2
Ich bin achtsam gegenüber meinen eigenen Bedürfnissen und Wünschen in meiner Arbeit.
C2.5.3
Ich spreche besondere Arbeitsbelastungen offen bei der Kitaleitung bzw. beim Träger an.
C2.5.4
Ich beteilige mich an Maßnahmen, die auf den Erhalt der Gesundheit und den Zusammenhalt im
Team gerichtet sind (Gesundheitsprävention, Teamaktivitäten).
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.5

Sind Ihnen Gesundheit und Wohlbefinden aller Kolleginnen und Kollegen ein Anliegen?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

181

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Pädagoginnen und Pädagogen

In den Qualitätsansprüchen C2.6 bis C2.9 überlegen die Pädagoginnen und Pädagogen, an welchen
Beispielen die Realisierung der Ansprüche an das Leitungshandeln in der Kita deutlich wird und
machen sich bewusst, welchen eigenen Anteil sie/er daran hat.

C2.6

Die Kita-Leitung entwickelt mit dem Team das pädagogische Profil und die
Konzeption der Kita weiter.

C2.6.1
Sie orientiert sich am Leitbild des Trägers sowie am Berliner Bildungsprogramm und trägt dafür
Sorge, dass die Weiterentwicklung der Konzeption von der Analyse des Umfeldes, den Bedürfnissen
der Kinder und ihrer Familien sowie des Teampotentials ausgeht.
C2.6.2
Sie setzt Impulse, koordiniert, hält Entwicklungsprozesse in Gang und bietet fachliche Reflektion an.
C2.6.3
Sie übernimmt Verantwortung für die Planung und Umsetzung der gemeinsamen Ziele.
C2.6.4
Sie informiert die Eltern über das pädagogische Profil der Einrichtung und bezieht deren Vorschläge
zur Weiterentwicklung ein.
C2.6.5
Sie vermittelt im Bedarfsfall bei Konflikten zwischen Eltern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
C2.6.6
Sie vernetzt die Kita mit anderen Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe im Sozialraum und
gewährleistet die Kooperation mit Grundschulen, Fachkräften der Kindertagespflege und
Familienzentren in der näheren Umgebung.
C2.6.7
Sie sorgt dafür, dass die Ergebnisse der internen und externen Evaluation in die
Konzeptionsentwicklung eingehen.
Beispiele aus der Praxis:

182

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Pädagoginnen und Pädagogen

C2.7

Die Kitaleitung gestaltet Arbeitsabläufe klar, transparent und wertschätzend.

C2.7.1
Sie gibt alle für die Arbeit wesentlichen Informationen zeitnah an das Team weiter. Damit unterstützt
sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre Aufgaben eigenverantwortlich wahrzunehmen.
C2.7.2
Sie steht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beratend zur Seite und regt den
Erfahrungsaustausch im Team an.
C2.7.3
Sie bezieht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in alle wesentlichen Fragen ein, die die
pädagogische Arbeit in der Kita betreffen.
C2.7.4
Sie fördert und beachtet die Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern und Familien und tritt für eine
partnerschaftliche Zusammenarbeit ein.
C2.7.5
Sie gestaltet eine verbindliche Besprechungsstruktur, in der die pädagogische Arbeit systematisch
geplant und reflektiert wird und verschafft sich Einblick in die aktuellen Diskussionen.
C2.7.6
Sie trägt dafür Sorge, dass auftretende Konflikte konstruktiv bearbeitet werden.
Beispiele aus der Praxis:

183

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Pädagoginnen und Pädagogen

C2.8

Die Kita-Leitung befördert und verantwortet
den fortlaufenden Qualitätsentwicklungsprozess in der Kita.

C2.8.1
Sie beachtet und überprüft die Einhaltung getroffener Vereinbarungen.
C2.8.2
Sie achtet auf die regelmäßige Weiterbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und entwickelt
mit dem Team eine inhaltlich begründete Fortbildungsplanung zu vereinbarten thematischen
Schwerpunkten.
C2.8.3
Sie verantwortet die regelmäßige Durchführung der internen Evaluation – ggf. mit Unterstützung
durch qualifizierte Multiplikatorinnen oder Multiplikatoren – und sorgt für die Dokumentation der
Ergebnisse.
C2.8.4
Sie bereitet in Abstimmung mit dem Träger und unter Beteiligung des Teams die externe Evaluation
vor und verantwortet die gemeinsame Bewertung der Ergebnisse und die Auseinandersetzung mit
den Empfehlungen.
C2.8.5
Sie plant und organsiert unter Einbeziehung aller Beteiligten Teamfortbildungstage für die
Qualitätsentwicklung der pädagogischen Arbeit.
C2.8.6
Sie ist verantwortlich für das Beschwerdemanagement, nimmt Beschwerden als Anstoß zur Reflexion
wahr und motiviert ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich damit konstruktiv
auseinanderzusetzen.
Beispiele aus der Praxis:

184

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Pädagoginnen und Pädagogen

C2.9

Die Kita-Leitung ist für die Personalführung und Teamentwicklung
verantwortlich.

C2.9.1
Sie setzt sich für ein partnerschaftliches Arbeitsklima sowie für gegenseitige Unterstützung ein.
C2.9.2
Sie führt regelmäßig und verbindlich Jahres- bzw. Personalentwicklungsgespräche, die auf den
Stärken und Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufbauen.
C2.9.3
Sie spricht Weiterentwicklungsbedarf offen an und zielt im Gespräch auf klare Vereinbarungen.
C2.9.4
Sie führt im Rahmen der Einarbeitungs- und Probezeit von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
regelmäßige Feedbackgespräche.
C2.9.5
Sie trägt die Verantwortung für alle Praktikantinnen bzw. Praktikanten und für Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in der berufsbegleitenden Ausbildung und stellt deren qualifizierte Anleitung sicher.
C2.9.6
Sie setzt sich dafür ein, Arbeitsbelastungen zu reduzieren und den Arbeitsschutz zu verbessern.
C2.9.7
Sie organisiert die Dienst- und Urlaubsplanung nach transparenten Kriterien in Übereinstimmung mit
den pädagogischen Erfordernissen.
C2.9.8
Sie unterstützt die Pädagoginnen und Pädagogen in allen Fragen des Kinderschutzes und bezieht
gegebenenfalls eine „insofern erfahrene Fachkraft“ ein. Jeder Fall eines Verdachtes wird zunächst mit
dem Träger besprochen, bevor Kontakt mit dem bezirklichen Jugendamt aufgenommen wird.
Beispiele aus der Praxis:

185

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Kitaleitung

Selbsteinschätzung der Kitaleitung
Zu diesem Aufgabenbereich gibt es zwei Instrumente für die Selbsteinschätzung. Das eine wendet
sich an die Pädagoginnen und Pädagogen, das andere an die Kita-Leitung. Beide sind in den
Qualitätsansprüchen und Qualitätskriterien identisch. Die Selbsteinschätzung erfolgt jedoch aus
unterschiedlichen Perspektiven.
Bei der strukturierten Selbsteinschätzung der Kitaleitung reflektiert und bewertet die Kitaleitung in
den Qualitätsansprüchen C2.1. bis C2.5 zunächst das Niveau der Zusammenarbeit und
Kommunikation im Team und macht sich ihren Anteil an dem erreichten Qualitätsniveau bewusst.
Im zweiten Teil überprüft sie mit den Qualitätsansprüchen C2.6 bis C2.9 ihr Leitungshandeln.
Das erfordert, die Entwicklung im Team und die eigene Leitungstätigkeit entlang der
Qualitätsansprüche und Qualitätskriterien kritisch zu beleuchten, sich auf wesentliche Fragen
einzulassen und das erreichte Niveau der Qualitätsentwicklung im Team bei der Arbeit mit dem
Berliner Bildungsprogramms einzuschätzen.

186

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Kitaleitung

C2.1

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen gemeinsam Verantwortung für
die Qualitätsentwicklung zum BBP.

C2.1.1
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kita verstehen sich als Teil eines Teams, in dem jede/r
spezifische Aufgaben übernimmt und sich mitverantwortlich fühlt für das Ganze.
C2.1.2
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirken aktiv an der internen Evaluation zum Berliner
Bildungsprogramm mit.
C2.1.3
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlicher Meinung und Erfahrung werden im Team
wertgeschätzt.
C2.1.4
Das Team vereinbart mit mir Zeiten, um die institutionellen und organisatorischen Gegebenheiten zu
reflektieren und gegebenenfalls Veränderungen zu verabreden.
C2.1.5
Das Team setzt sich mit den Ergebnissen und Empfehlungen aus der externen Evaluation auseinander
und zieht daraus Schlüsse für die Weiterentwicklung seiner Arbeit.
C2.1.6
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen die im Team abgestimmten Veränderungen als Chance
und setzen sie gemeinsam um.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.1

Übernehmen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam Verantwortung
für die Qualitätsentwicklung zum BBP?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

187

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Kitaleitung

C2.2

Die Kommunikation und Verständigung im Team respektiert Unterschiede und baut
auf gemeinsamen Zielen auf.

C2.2.1
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter greifen Ideen von Kolleginnen und Kollegen auf und beteiligen sich
an deren Realisierung.
C2.2.2
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprechen Meinungsverschiedenheiten offen und respektvoll an mit
dem Ziel, eine für alle Beteiligten geeignete Lösung zu finden.
C2.2.3
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verständigen sich im Team über Ziele für Veränderungen und
machen sich die Gründe bewusst.
C2.2.4
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen zur Reflexion der pädagogischen Arbeit Methoden wie
kollegiale Beratung und Feedback ein, die der gemeinsamen professionellen Weiterentwicklung im
Team dienen.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.2

Baut die Kommunikation und Verständigung im Team auf gemeinsamen Zielen auf
und respektiert dabei Unterschiede?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
188

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Kitaleitung

C2.3

Pädagoginnen und Pädagogen verstehen sich als Lehrende und Lernende zugleich.

C2.3.1
Sie verstehen den Alltag mit Kindern als wertvolles Erfahrungsfeld für sich selbst.
C2.3.2
Sie zeigen Kindern, dass auch Erwachsene lernen, dass Lernen und Entwicklung nie aufhören.
C2.3.3
Sie lassen Kinder an eigenen Lernprozessen teilhaben. Sie zeigen so, wie Lernen gelingen kann.
C2.3.4
Sie verfolgen die aktuellen Fachdiskussionen und eignen sich neue Kenntnisse über die kindlichen
Bildungsprozesse an.
C2.3.5
Sie beteiligen sich aktiv an der jährlichen Fortbildungsplanung.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.3

Verstehen sich Pädagoginnen und Pädagogen als Lehrende und Lernende zugleich?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

189

trifft weniger zu  trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Kitaleitung

C2.4

Das Team tauscht sich regelmäßig über die Organisation der Arbeit, die
pädagogische Arbeit mit den Kindern und über die Zusammenarbeit mit den Eltern
aus.

C2.4.1
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achten darauf, dass Absprachen für das pädagogische Handeln und
zur Organisation der Arbeit für alle transparent und eindeutig sind.
C2.4.2
Das Team tauscht sich regelmäßig im Gesamtteam und bei größeren Einrichtungen auch in
Kleinteams aus.
C2.4.3
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Reflexion der eigenen Arbeit und der
Festlegung pädagogischer Ziele bei Teambesprechungen mehr Zeit eingeräumt wird als
organisatorischen Absprachen.
C2.4.4
Das Team vereinbart gemeinsame Aufgaben und Abläufe klar und eindeutig.
C2.4.5
Das Team bespricht Erkenntnisse und Erfahrungen aus Fort- und Weiterbildungen einzelner
Kolleginnen innerhalb von Teambesprechungen und wertet diese aus.
C2.4.6
Das Team vereinbart, wer bei der Einarbeitung neuer Kolleginnen oder Kollegen bzw. bei der
Anleitung von Praktikantinnen oder Praktikanten welche Aufgaben übernimmt.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.4

Tauscht sich das Team regelmäßig über die Organisation der Arbeit sowie über die Arbeit
mit den Kindern und die Zusammenarbeit mit Eltern aus?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

190

trifft weniger zu  trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Kitaleitung

C2.5

Die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind
ein gemeinsames Anliegen des Kita-Teams.

C2.5.1
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beachten die Gesundheit und das Wohlbefinden aller als
gemeinsames Anliegen, welches in Teambesprechungen thematisiert wird.
C2.5.2
Sie sind achtsam gegenüber ihren eigenen Bedürfnissen und Wünschen in ihrer Arbeit.
C2.5.3
Sie sprechen besondere Arbeitsbelastungen offen bei mir bzw. beim Träger an.
C2.5.4
Sie beteiligen sich an Maßnahmen, die auf den Erhalt der Gesundheit und den Zusammenhalt im
Team gerichtet sind (Gesundheitsprävention, Teamaktivitäten).
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.5

Sind Gesundheit und Wohlbefinden aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
gemeinsames Anliegen des Kita-Teams?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
191

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Kitaleitung

Im zweiten Teil überprüfen Sie
mit den Qualitätsansprüchen C2.6 bis C2.9 Ihr Leitungshandeln.
C2.6

Ich entwickele mit dem Team das pädagogische Profil und die Konzeption der Kita
weiter.

C2.6.1
Ich orientierte mich am Leitbild des Trägers sowie am Berliner Bildungsprogramm und trage dafür
Sorge, dass die Weiterentwicklung der Konzeption von der Analyse des Umfeldes, den Bedürfnissen
der Kinder und ihrer Familien sowie des Teampotentials ausgeht.
C2.6.2
Ich setze Impulse, koordiniere, halte Entwicklungsprozesse in Gang und biete fachliche Reflektion an.
C2.6.3
Ich übernehme Verantwortung für die Planung und Umsetzung der gemeinsamen Ziele.
C2.6.4
Ich informiere die Eltern über das pädagogische Profil der Einrichtung und beziehe deren Vorschläge
zur Weiterentwicklung ein.
C2.6.5
Ich vermittele im Bedarfsfall bei Konflikten zwischen Eltern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
C2.6.6
Ich vernetze die Kita mit anderen Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe im Sozialraum und
gewährleiste die Kooperation mit Grundschulen, Fachkräften der Kindertagespflege und
Familienzentren in der näheren Umgebung.
C2.6.7
Ich sorge dafür, dass die Ergebnisse der internen und externen Evaluation in die
Konzeptionsentwicklung eingehen.

192

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Kitaleitung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.6

Entwickeln Sie mit dem Team das pädagogische Profil und die Konzeption der Kita weiter?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
193

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Kitaleitung

C2.7

Ich gestalte Arbeitsabläufe klar, transparent und wertschätzend.

C2.7.1
Ich gebe alle für die Arbeit wesentlichen Informationen zeitnah an das Team weiter. Damit
unterstütze ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre Aufgaben eigenverantwortlich
wahrzunehmen.
C2.7.2
Ich stehe den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beratend zur Seite und rege den
Erfahrungsaustausch im Team an.
C2.7.3
Ich beziehe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in alle wesentlichen Fragen ein, die die
pädagogische Arbeit in der Kita betreffen.
C2.7.4
Ich fördere und beachte die Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern und Familien und trete für eine
partnerschaftliche Zusammenarbeit ein.
C2.7.5
Ich gestalte eine verbindliche Besprechungsstruktur, in der die pädagogische Arbeit systematisch
geplant und reflektiert wird und verschaffe mir Einblick in die aktuellen Diskussionen.
C2.7.6
Ich trage dafür Sorge, dass auftretende Konflikte konstruktiv bearbeitet werden.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.7

Gestalten Sie Arbeitsabläufe klar, transparent und wertschätzend?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
194

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Kitaleitung

C2.8

Ich befördere und verantworte den fortlaufenden Qualitätsentwicklungsprozess
in der Kita.

C2.8.1
Ich beachte und überprüfe die Einhaltung getroffener Vereinbarungen.
C2.8.2
Ich achte auf die regelmäßige Weiterbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und entwickele
mit dem Team eine inhaltlich begründete Fortbildungsplanung zu vereinbarten thematischen
Schwerpunkten.
C2.8.3
Ich verantworte die regelmäßige Durchführung der internen Evaluation – ggf. mit Unterstützung
durch qualifizierte Multiplikatorinnen oder Multiplikatoren – und sorge für die Dokumentation der
Ergebnisse.
C2.8.4
Ich bereite in Abstimmung mit dem Träger und unter Beteiligung des Teams die externe Evaluation
vor und verantworte die gemeinsame Bewertung der Ergebnisse und die Auseinandersetzung mit
den Empfehlungen.
C2.8.5
Ich plane und organisiere unter Einbeziehung aller Beteiligter Teamfortbildungstage für die
Qualitätsentwicklung der pädagogischen Arbeit.
C2.8.6
Ich bin verantwortlich für das Beschwerdemanagement, nehme Beschwerden als Anstoß zur
Reflexion wahr und motiviere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich damit konstruktiv
auseinanderzusetzen.
Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.8

Befördern und verantworten Sie den fortlaufenden Qualitätsentwicklungsprozess
in der Kita?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

195

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Kitaleitung

C2.9

Ich bin für die Personalführung und Teamentwicklung verantwortlich.

C2.9.1
Ich setze mich für ein partnerschaftliches Arbeitsklima sowie für gegenseitige Unterstützung ein.
C2.9.2
Ich führe regelmäßig und verbindlich Jahres- bzw. Personalentwicklungsgespräche, die auf den
Stärken und Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufbauen.
C2.9.3
Ich spreche Weiterentwicklungsbedarf offen an und ziele im Gespräch auf klare Vereinbarungen.
C2.9.4
Ich führe im Rahmen der Einarbeitungs- und Probezeit von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
regelmäßige Feedbackgespräche.
C2.9.5
Ich trage die Verantwortung für alle Praktikantinnen bzw. Praktikanten und für Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in der berufsbegleitenden Ausbildung und stelle deren qualifizierte Anleitung sicher.
C2.9.6
Ich setze mich dafür ein, Arbeitsbelastungen zu reduzieren und den Arbeitsschutz zu verbessern.
C2.9.7
Ich organisiere die Dienst- und Urlaubsplanung nach transparenten Kriterien in Übereinstimmung mit
pädagogischen Erfordernissen.
C2.9.8
Ich unterstütze die Pädagoginnen und Pädagogen in allen Fragen des Kinderschutzes und beziehe
gegebenenfalls eine „insofern erfahrene Fachkraft“ ein. Jeden Fall eines Verdachtes bespreche ich
zunächst mit dem Träger, bevor ich Kontakt mit dem bezirklichen Jugendamt aufnehme.

196

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung der Kitaleitung

Beispiele aus der Praxis:

Evaluationsfrage C2.9

Übernehmen Sie die Verantwortung für Personalführung und Teamentwicklung?
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
197

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung

Der nachfolgende Auswertungsbogen sollte auf eine große Wandzeitung übertragen werden. Bitte
markieren Sie die individuellen Einschätzungen zu den Evaluationsfragen anonym auf dem
Auswertungsbogen. So wird ein erstes Qualitätsprofil des Teams sichtbar.

Sichtbarmachen der individuellen
Einschätzungen und der Teameinschätzung
(Anzahl der Nennungen auf der Werteskala)

C2.1

Übernehmen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam Verantwortung
für die Qualitätsentwicklung zum BBP?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

C2.2

Baut die Kommunikation und Verständigung im Team auf gemeinsamen Zielen auf
und respektiert dabei Unterschiede?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

C2.3

Verstehen sich Pädagoginnen und Pädagogen als Lehrende und Lernende
bzw. Lehrender und Lernender zugleich?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

C2.4

Tauscht sich das Team regelmäßig über die Organisation der Arbeit sowie über die Arbeit
mit den Kindern und die Zusammenarbeit mit Eltern aus?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

198

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Selbsteinschätzung

C2.5

Sind Gesundheit und Wohlbefinden aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
gemeinsames Anliegen des Kita-Teams?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

C2.6

Entwickeln Sie mit dem Team das pädagogische Profil und die Konzeption der Kita weiter?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

C2.7

Gestalten Sie Arbeitsabläufe klar, transparent und wertschätzend?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

C2.8

Befördern und verantworten Sie den fortlaufenden Qualitätsentwicklungsprozess
in der Kita?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

trifft nicht zu

C2.9

Übernehmen Sie die Verantwortung für Personalführung und Teamentwicklung?
trifft voll zu

trifft überwiegend zu

trifft weniger zu

199

trifft nicht zu

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Gruppendiskussion

Gesprächsleitfaden für die Gruppendiskussion
Evaluationsfrage C2.1

Übernehmen Sie gemeinsam Verantwortung für die Qualitätsentwicklung zum BBP?
Orientieren Sie sich in der Diskussion an folgenden Kriterien:

C2.1.1
Wir verstehen uns als Team, in dem jede/r spezifische Aufgaben übernimmt und sich
mitverantwortlich fühlt für das Ganze.
C2.1.2
Wir wirken aktiv an der internen Evaluation zum Berliner Bildungsprogramm mit.
C2.1.3
Wir schätzen uns wechselseitig mit unseren unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen wert.
C2.1.4
Wir vereinbaren mit der Leitung Zeiten, um die institutionellen und organisatorischen
Gegebenheiten selbst zu reflektieren und gegebenenfalls Veränderungen zu verabreden.
C2.1.5
Wir setzen uns im Team mit den Ergebnissen und Empfehlungen aus der externen Evaluation
auseinander und ziehen daraus Schlüsse für die Weiterentwicklung unserer Arbeit.
C2.1.6
Wir sehen die im Team abgestimmten Veränderungen als Chance und setzen sie gemeinsam um.
Einschätzung des Teams:

Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung für die Qualitätsentwicklung zum BBP.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

200

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage C2.2

Bauen Sie die Kommunikation und Verständigung im Team
auf gemeinsamen Zielen auf und respektieren Sie dabei Unterschiede?
C2.2.1
Wir greifen Ideen von Kolleginnen und Kollegen auf und beteiligen uns an deren Realisierung.
C2.2.2
Wir sprechen Meinungsverschiedenheiten offen und respektvoll an mit dem Ziel, eine für alle
Beteiligten geeignete Lösung zu finden.
C2.2.3
Wir verständigen uns im Team über Ziele für Veränderungen und machen uns die Gründe bewusst.
C2.2.4
Wir setzen zur Reflexion der pädagogischen Arbeit Methoden wie kollegiale Beratung und Feedback
ein, die der gemeinsamen professionellen Weiterentwicklung im Team dienen.
Einschätzung des Teams:

Wir bauen die Kommunikation und Verständigung im Team
auf gemeinsamen Zielen auf und respektieren dabei Unterschiede.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Evaluationsfrage C2.3

Verstehen Sie sich als Lehrende und Lernende bzw. als Lehrender und Lernender zugleich?
C2.3.1
Wir verstehen den Alltag mit Kindern als wertvolles Erfahrungsfeld für uns selbst.
C2.3.2
Wir zeigen Kindern, dass auch Erwachsene lernen, dass Lernen und Entwicklung nie aufhören.
C2.3.3
Wir lassen Kinder an eigenen Lernprozessen teilhaben. Wir zeigen so, wie Lernen gelingen kann.
C2.3.4
Wir verfolgen die aktuellen Fachdiskussionen und eignen uns neue Kenntnisse über die kindlichen
Bildungsprozesse an.
C2.3.5
Wir beteiligen uns aktiv an der jährlichen Fortbildungsplanung.
Einschätzung des Teams:

Wir verstehen uns als Lehrende und Lernende bzw. als Lehrender und Lernender zugleich.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 
201

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage C2.4

Tauschen Sie sich im Team regelmäßig über die Organisation der Arbeit, die pädagogische
Arbeit mit den Kindern und über die Zusammenarbeit mit den Eltern aus?
C2.4.1
Wir achten darauf, dass Absprachen für das pädagogische Handeln und zur Organisation der Arbeit
für alle transparent und eindeutig sind.
C2.4.2
Wir tauschen uns regelmäßig im Gesamtteam und bei größeren Einrichtungen auch in Kleinteams
aus.
C2.4.3
Wir sorgen dafür, dass der Reflexion der eigenen Arbeit und der Festlegung pädagogischer Ziele bei
Teambesprechungen mehr Zeit eingeräumt wird als organisatorischen Absprachen.
C2.4.4
Wir vereinbaren gemeinsame Aufgaben und Abläufe klar und eindeutig.
C2.4.5
Wir besprechen Erkenntnisse und Erfahrungen aus Fort- und Weiterbildungen einzelner Kolleginnen
innerhalb von Teambesprechungen und werten diese aus.
C2.4.6
Wir vereinbaren, wer bei der Einarbeitung neuer Kolleginnen oder Kollegen bzw. bei der Anleitung
von Praktikantinnen oder Praktikanten welche Aufgaben übernimmt.
Einschätzung des Teams:

Wir tauschen uns im Team regelmäßig über die Organisation der Arbeit, die pädagogische
Arbeit mit den Kindern und über die Zusammenarbeit mit den Eltern aus.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

202

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage C2.5

Sind die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Kolleginnen und Kollegen
ein gemeinsames Anliegen des Kita-Teams?
C2.5.1
Wir betrachten die Gesundheit und das Wohlbefinden aller als gemeinsames Anliegen, welches in
Teambesprechungen thematisiert wird.
C2.5.2
Wir sind achtsam gegenüber unseren eigenen Bedürfnissen und Wünschen in unserer Arbeit.
C2.5.3
Wir sprechen besondere Arbeitsbelastungen offen bei der Kitaleitung bzw. beim Träger an.
C2.5.4
Wir beteiligen uns an Maßnahmen, die auf den Erhalt der Gesundheit und den Zusammenhalt im
Team gerichtet sind (Gesundheitsprävention, Teamaktivitäten).
Einschätzung des Teams:

Uns ist die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Kolleginnen und Kollegen
ein gemeinsames Anliegen.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

203

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Gruppendiskussion

In den Qualitätsansprüchen C2.6 bis C2.9 überlegen die Pädagoginnen und Pädagogen, an welchen
Beispielen die Realisierung der Ansprüche an das Leitungshandeln in der Kita deutlich wird und
machen sich bewusst, welchen eigenen Anteil sie/er daran hat.
Evaluationsfrage C2.6

Entwickelt die Kita-Leitung mit dem Team das pädagogische Profil
und die Konzeption der Kita weiter?
C2.6.1
Sie orientiert sich am Leitbild des Trägers sowie am Berliner Bildungsprogramm und trägt dafür
Sorge, dass die Weiterentwicklung der Konzeption von der Analyse des Umfeldes, den Bedürfnissen
der Kinder und ihrer Familien sowie des Teampotentials ausgeht.
C2.6.2
Sie setzt Impulse, koordiniert, hält Entwicklungsprozesse in Gang und bietet fachliche Reflektion an.
C2.6.3
Sie übernimmt Verantwortung für die Planung und Umsetzung der gemeinsamen Ziele.
C2.6.4
Sie informiert die Eltern über das pädagogische Profil der Einrichtung und bezieht deren Vorschläge
zur Weiterentwicklung ein.
C2.6.5
Sie vermittelt im Bedarfsfall bei Konflikten zwischen Eltern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
C2.6.6
Sie vernetzt die Kita mit anderen Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe im Sozialraum und
gewährleistet die Kooperation mit Grundschulen, Fachkräften der Kindertagespflege und
Familienzentren in der näheren Umgebung.
C2.6.7
Sie sorgt dafür, dass die Ergebnisse der internen und externen Evaluation in die Konzeptionsentwicklung eingehen.
Einschätzung des Teams:

Die Kita-Leitung entwickelt mit dem Team das pädagogische Profil
und die Konzeption der Kita weiter.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

204

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage C2.7

Gestaltet die Kitaleitung Arbeitsabläufe klar, transparent und wertschätzend?
C2.7.1
Sie gibt alle für die Arbeit wesentlichen Informationen zeitnah an das Team weiter. Damit unterstützt
sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre Aufgaben eigenverantwortlich wahrzunehmen.
C2.7.2
Sie steht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beratend zur Seite und regt den
Erfahrungsaustausch im Team an.
C2.7.3
Sie bezieht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in alle wesentlichen Fragen ein, die die
pädagogische Arbeit in der Kita betreffen.
C2.7.4
Sie fördert und beachtet die Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern und Familien und tritt für eine
partnerschaftliche Zusammenarbeit ein.
C2.7.5
Sie gestaltet eine verbindliche Besprechungsstruktur, in der die pädagogische Arbeit systematisch
geplant und reflektiert wird und verschafft sich Einblick in die aktuellen Diskussionen.
C2.7.6
Sie trägt dafür Sorge, dass auftretende Konflikte konstruktiv bearbeitet werden.
Einschätzung des Teams:

Die Kitaleitung gestaltet Arbeitsabläufe klar, transparent und wertschätzend.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

205

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage C2.8

Befördert und verantwortet die Kita-Leitung
den fortlaufenden Qualitätsentwicklungsprozess in der Kita?
C2.8.1
Sie beachtet und überprüft die Einhaltung getroffener Vereinbarungen.
C2.8.2
Sie achtet auf die regelmäßige Weiterbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und entwickelt
mit dem Team eine inhaltlich begründete Fortbildungsplanung zu vereinbarten thematischen
Schwerpunkten.
C2.8.3
Sie verantwortet die regelmäßige Durchführung der internen Evaluation – ggf. mit Unterstützung
durch qualifizierte Multiplikatorinnen oder Multiplikatoren – und sorgt für die Dokumentation der
Ergebnisse.
C2.8.4
Sie bereitet in Abstimmung mit dem Träger und unter Beteiligung des Teams die externe Evaluation
vor und verantwortet die gemeinsame Bewertung der Ergebnisse und die Auseinandersetzung mit
den Empfehlungen.
C2.8.5
Sie plant und organsiert unter Einbeziehung aller Beteiligten Teamfortbildungstage für die
Qualitätsentwicklung der pädagogischen Arbeit.
C2.8.6
Sie ist verantwortlich für das Beschwerdemanagement, nimmt Beschwerden als Anstoß zur
Reflexion wahr und motiviert ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich damit konstruktiv
auseinanderzusetzen.
Einschätzung des Teams:

Die Kita-Leitung befördert und verantwortet
den fortlaufenden Qualitätsentwicklungsprozess in der Kita.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

206

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Gruppendiskussion

Evaluationsfrage C2.9

Nimmt die Kita-Leitung ihre Verantwortung
für die Personalführung und Teamentwicklung wahr?
C2.9.1
Sie setzt sich für ein partnerschaftliches Arbeitsklima sowie für gegenseitige Unterstützung ein.
C2.9.2
Sie führt regelmäßig und verbindlich Jahres- bzw. Personalentwicklungsgespräche, die auf den
Stärken und Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufbauen.
C2.9.3
Sie spricht Weiterentwicklungsbedarf offen an und zielt im Gespräch auf klare Vereinbarungen.
C2.9.4
Sie führt im Rahmen der Einarbeitungs- und Probezeit von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
regelmäßige Feedbackgespräche.
C2.9.5
Sie trägt die Verantwortung für alle Praktikantinnen bzw. Praktikanten und für Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in der berufsbegleitenden Ausbildung und stellt deren qualifizierte Anleitung sicher.
C2.9.6
Sie setzt sich dafür ein, Arbeitsbelastungen zu reduzieren und den Arbeitsschutz zu verbessern.
C2.9.7
Sie organisiert die Dienst- und Urlaubsplanung nach transparenten Kriterien in Übereinstimmung mit
den pädagogischen Erfordernissen.
C2.9.8
Sie unterstützt die Pädagoginnen und Pädagogen in allen Fragen des Kinderschutzes und bezieht
gegebenenfalls eine „insofern erfahrene Fachkraft“ ein. Jeder Fall eines Verdachtes wird zunächst mit
dem Träger besprochen, bevor Kontakt mit dem bezirklichen Jugendamt aufgenommen wird.
Einschätzung des Teams:

Die Kita-Leitung nimmt ihre Verantwortung
für die Personalführung und Teamentwicklung wahr.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

207

trifft nicht zu 

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Gruppendiskussion

Im nächsten Schritt geht es um eine begründete Einschätzung des erreichten Qualitätsniveaus in
diesem Aufgabenbereich des Berliner Bildungsprogramms und darum, konkrete Ziele für die weitere
Entwicklung Ihrer Arbeit zu beraten und festzulegen.
Bitte überlegen Sie, wie Sie in geeigneter Form die Eltern mit Ihren Ergebnissen bekannt machen
können.
Zusammenfassende Einschätzung und Perspektiven
für die Weiterentwicklung der Arbeit zum Aufgabenbereich C2
Was gelingt uns gut?

Was gelingt uns nicht so gut?

Pädagoginnen und Pädagogen sowie die Leitung
gestalten die Zusammenarbeit und Kommunikation im Team
nach demokratischen Grundprinzipien.
trifft voll zu 

trifft überwiegend zu 

trifft weniger zu 

trifft nicht zu 

Welche Ziele für die Qualitätsentwicklung beschließen wir?

Nun geht es um konkrete Schritte zur Realisierung der Ziele und Aufgaben.
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Rahmenbedingungen effektiv nutzen können. Denken Sie darüber nach,
was Sie organisatorisch verändern können, um Ihre Vorhaben umzusetzen.
Dazu gehört zum Beispiel:
 Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Besprechungszeiten?
 Können Sie arbeitsteilig vorgehen?
 Wo können Sie sich Unterstützung holen?

208

WAS

macht WER

mit WEM

bis WANN

WER fragt nach?

Berliner Bildungsprogramm – Interne Evaluation
AB C2: Demokratische Teilhabe – Gruppendiskussion

209
        
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