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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Wettbewerb

Neues Wohnen an der Briesestraße
Berlin Neukölln
Ergebnisprotokoll

Nichtoffener Realisierungswettbewerb
für Architekten als Generalplaner oder für Bewerber-/ Bietergemeinschaften aus Architekten mit Fachplanern für Tragwerksplanung, Technische
Gebäudeausrüstung und Landschaftsarchitekten
Neues Wohnen an der Briesestraße
Berlin Neukölln
Ergebnisprotokoll

Berlin im Dezember 2015

Gesamtkoordination
Lars Brink
M.A. Historische Urbanistik
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Abteilung Städtebau und Projekte
Referat II D – Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Koordination der Vorprüfung
Ulrike Lickert, Architektin
Vorprüfung
Architektur / Städtebau
Ulrike Lickert, Architektin
Birgit Dietsch, Architektin
Ulrike Kurz, Architektin
Energieeffizienz
sol id ar Architekten und Ingenieure
Dr. Günther Ludewig
Kosten
WohnWertPlan GmbH
Otmar Gerono
Matthias Gwodz
Mitarbeiterinnen der Vorprüfung
Beatrice Nowak
Lisa Ulbrich
Modellfotos
Hans-Joachim Wuthenow
Druck
A & W Druck
Titelbild
EM2N Architekten AG, Zürich

Inhaltsverzeichnis

1.	

Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung

	

vom 08.12.2015...........................................................................7

1.1	

Begrüßung der Teilnehmer / Anwesenheit ..................................7

1.2	

Konstituierung des Preisgerichts..................................................7

1.3	

Eröffnung der Preisgerichtssitzung..............................................8

1.4	

Bericht der Vorprüfung.................................................................8

1.5 	

Informationsrundgang..................................................................9

1.6 	

Kriteriendiskussion.......................................................................9

1.7 	

Erster Wertungsrundgang............................................................9

1.8 	

Zweiter Wertungsrundgang........................................................10

1.9 	

Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der Engeren Wahl............ 11

1.10	

Festlegung der Rangfolge, der Preise und Anerkennungen........15

1.11 	

Empfehlung des Preisgerichts an den Auslober............................ 16

1.12 	

Öffnen der Verfasserumschläge.................................................16

1.13 	

Abschluss der Sitzung................................................................16

1.14	Protokollfreigabe........................................................................18
1.15	Anwesenheitsliste......................................................................19
1.16	

Teilnehmer des Wettbewerbs.....................................................24

2. 	

Bericht der Vorprüfung............................................................33

2.1	Vorlauf........................................................................................33
2.2	

Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten.......................................33

2.3	Anonymisierung.........................................................................34
2.4	

Vollständigkeit der Arbeiten........................................................34

2.5	Vorprüfung..................................................................................35
2.6	Balkendiagramme......................................................................40
2.7	

Zusammenstellung der Kenndaten............................................42

2.8	

Einzelberichte 1111 - 1130.........................................................47

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

1.	
	

Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung
vom 08.12.2015

in den Räumen der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Württembergische Straße 6, 10707 Berlin, Raum 560, Alte Kantine
9.00 Uhr – 18.00 Uhr

1.1	

Begrüßung der Teilnehmer / Anwesenheit

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher begrüßt die Sitzungsteilnehmer im
Namen der Ausloberin und stellt die Anwesenheit (siehe Anwesenheitsliste) und die Vollzähligkeit des Preisgerichts fest.

1.2	

Konstituierung des Preisgerichts

Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter und
Preisrichterinnen wird Herr Torsten Krüger bei Stimmenthaltung von Herrn
Krüger einstimmig zum Vorsitzenden gewählt.
Ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichter sind Anja Buchholz
und Jens Metz.
Das Preisgericht hat demnach folgende Zusammensetzung:
Stimmberechtigte Fachpreisrichter/innen
Christian Huber
Architekt, Berlin						
Rainer Hofmann
Architekt, München					
Torsten Krüger
Architekt, Berlin	
Muck Petzet							
Architekt, München / Berlin	
Inga Hahn
Landschaftsarchitektin, Berlin
		
Stimmberechtigte Sachpreisrichter/innen
Regula Lüscher
Senatsbaudirektorin					
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin	
Ingo Malter
Geschäftsführer
STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH, Berlin	

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Thomas Blesing
Bezirksstadtrat für Bauen, Natur und Bürgerdienste	
Bezirk Neukölln von Berlin	
Dr. Jochen Lang
Abteilung Wohnungswesen, Wohnungsneubau,
Stadterneuerung, Soziale Stadt		
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
Umwelt Berlin

Ingo Malter verlässt die Sitzung nach dem Informationsrundgang um 11.45
Uhr und wird bis zum Ende der Sitzung vertreten durch:
Sabine Rickmann, STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH,
Berlin

1.3	

Eröffnung der Preisgerichtssitzung

Der Vorsitzende übernimmt die Leitung der Sitzung und bedankt sich für
das entgegengebrachte Vertrauen.
Er lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass
-	 sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die
Aufgabe und deren Lösung geführt haben und während der Dauer der
Preisgerichtssitzung führen werden,
-	 sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von Wettbewerbsarbeiten
erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständige an
der Vorprüfung teilgenommen haben,
-	 sie die Beratung des Preisgerichts vertraulich behandeln werden ,
-	 die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist,
-	 sie es unterlassen werden, Vermutungen über den Verfasser einer
Wettbewerbsarbeit zu äußern.
Der Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrichter und Preisrichterinnen gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin. Er bittet darum, die große Leistung aller Teilnehmer durch entsprechend intensive und konzentrierte Bewertung aller
vorhandenen Arbeiten zu honorieren.

1.4	

Bericht der Vorprüfung

Die Vorprüfung hat einen schriftlichen Bericht verfasst, der dem Preisgericht vorliegt.
Lars Brink, Gesamtkoordinator des Verfahrens, fasst den Verfahrensablauf zusammen und erläutert den allgemeinen Bericht der Vorprüfung (s.
Teil 2, Bericht der Vorprüfung). Er berichtet über die Einhaltung der Verfahrensregeln und den Ablauf der Vorprüfung.
Ulrike Lickert, Koordinatorin der Vorprüfung, erläutert die Gegebenheiten
des Grundstücks und die Grundzüge des Wettbewerbsprogramms.

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

1.5 	

Informationsrundgang

Ab 9.30 Uhr stellen die Vorprüferinnen für Architektur die Wettbewerbsbeiträge in der Reihenfolge der Tarnzahlen anhand der jeweiligen Pläne
und der Prüfbemerkungen aller weiteren Vorprüfer (Kosten und Energieeffizienz) ausführlich und wertungsfrei vor. Die Jury und die Beteiligten informieren sich anhand von Nachfragen über die wesentlichen Merkmale und
Zielstellungen der Arbeiten.
Der Informationsrundgang endet um 11.45 Uhr.
Das Preisgericht beschließt einstimmig, alle eingegangenen 20 Wettbewerbsarbeiten zur Beurteilung zuzulassen.

1.6 	

Kriteriendiskussion

Bevor mit der Diskussion an den Beiträgen begonnen wird, fordert Herr
Krüger die Bauherrin STADT UND LAND auf ihre Anforderungen an den
Neubau zu benennen. Folgende Zielvorstellungen werden hierbei formuliert:
-	 Optimale Verdichtung unter Berücksichtigung des stadträumlichen
Kontextes.
-	 Hohe Gesamt-Wohnfläche mit guten Wohnqualitäten.
-	 Kostengünstige Herstellung und durchschnittliche Betriebskosten.
-	 Berücksichtigung der standortspezifischen Anforderungen hinsichtlich
der Ausbildung halböffentlicher geschützter Bereiche und einer
übersichtlichen und ausreichenden äußeren und inneren Erschließung.
-	 Gute Architektur und ein gelungener Beitrag zur baukulturellen
Diskussion.
Martin Kalinowski, Pfarrer der Kirche St. Clara, formuliert die nachbarschaftlichen Belange der Kirchengemeinde:
-	 Eine Grenzbebauung wird aus nachbarschaftlicher Sicht grundsätzlich
begrüßt, wenn eine Brandwand nach Osten ausgebildet wird.
Eine Überschreitung der Wandhöhe im Vergleich zur bisherigen
Parkhaushöhe ist ggf. hinsichtlich der Besonnung des Pfarrhofes zu
untersuchen, aufzuzeigen und nachbarschaftlich zu klären.
-	 Es wird auf die zum Teil lärmintensive Nutzung des Pfarrhofes
(Außenbereich der angrenzenden Kita / Veranstaltungen an den
Wochenenden) hingewiesen, die bei einem offenen Hof berücksichtigt
werden sollte.
Vor dem ersten Wertungsrundgang findet eine Kaffeepause von 12.00 Uhr
bis 12.15 Uhr statt.

1.7 	

Erster Wertungsrundgang

Ab 12.15 Uhr findet der erste Wertungsrundgang statt.
Nach Diskussion jeder Arbeit wird über den Verbleib im Verfahren jeweils
im Anschluss an die Besprechung der einzelnen Arbeit entschieden.
Der Vorsitzende weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang die
Arbeiten nur einstimmig ausgeschieden werden können. Stimmenthaltungen sind nicht zugelassen.

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

10

Die folgenden 6 Arbeiten werden wegen gestalterischer und funktionaler
Mängel einstimmig ausgeschieden. Die Jury sieht in ihnen keinen maßgeblichen Lösungsansatz für die weitere Bearbeitung der Entwurfsaufgabe.
Arbeit 1114	

Arbeit 1115	

Arbeit 1125	

Arbeit 1127

Arbeit 1116	

Arbeit 1118	

Somit verbleiben 14 Arbeiten im weiteren Verfahren.
Der erste Wertungsrundgang endet um 13.00 Uhr.
Es folgt eine Mittagspause bis 13.30 Uhr.

1.8 	

Zweiter Wertungsrundgang

Der 2. Wertungsrundgang beginnt ab 13.35 Uhr.
Die im Verfahren gebliebenen 14 Arbeiten werden einer weiteren ausführlichen und kritischen Betrachtung unterzogen. Die stimmberechtigten
Preisrichter/Preisrichterinnen entscheiden unter Anlegen der Beurteilungskriterien der Auslobung nach intensiver Erörterung und Diskussion über
den Verbleib im Verfahren jeweils im Anschluss an die Besprechung jeder
einzelnen Arbeit.
Im zweiten Wertungsrundgang werden folgende 9 Arbeiten von der
weiteren Beurteilung ausgeschlossen. (Stimmenverhältnis für Verbleib :
gegen Verbleib im Verfahren)
Arbeit 1111		

4 : 5

Arbeit 1113		

0 : 9

Arbeit 1117		

0 : 9

Arbeit 1119		

2 : 7

Arbeit 1121		

2 : 7

Arbeit 1123		

2 : 7		

Arbeit 1124		

0 : 9		

Arbeit 1126		

2 : 7		

Arbeit 1129		

3 : 6

Somit verbleiben folgende 5 Arbeiten im Verfahren und bilden die Engere
Wahl:
Arbeit 1112	

Arbeit 1120	

Arbeit 1122	

Arbeit 1128	

Der zweite Wertungsrundgang endet um 16.00 Uhr.

Arbeit 1130

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

1.9 	

Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der
Engeren Wahl

Vor der abschließenden Bewertung der Entwürfe und der Festlegung der
Rangfolge wird auf der Grundlage der Beurteilungskriterien der Auslobung
von den Preisrichtern/innen eine schriftliche Beurteilung der Arbeiten der
Engeren Wahl erstellt. Die Texte fassen die Ergebnisse der bisherigen
Besprechung zusammen.
Ab 16.10 Uhr werden die Beurteilungen geschrieben und ab 16.50 Uhr
verlesen, diskutiert und in der nachfolgenden Fassung verabschiedet.

Arbeit 1112
Die Arbeit löst die komplexe städtebauliche Situation mit überraschend
einfachen Mitteln:
Auf eine blockrandbildende Sockelzone mit den Atelierwohnungen, die
den Straßenraum beleben, sind 3 Einzelbaukörper aufgesetzt, die die
Ecken des Blocks bilden und jeweils auch die Anschlüsse an die Nachbarbebauung herstellen.
Das Innere des Blocks ist als großzügige Grünfläche komplett freigehalten.
Lediglich zum Hof des Gemeindehauses ist mit einem Flügel des Ateliersockels, ein maßstabsgerechter Abschluss geschaffen.
Diese städtebauliche Figur ermöglicht in den Obergeschoßen über die
Freistellung der drei Baukörper gute Belichtungsmöglichkeiten des Ensembles.
Die Erschließung der Häuser erfolgt teilweise vom Hof, teilweise von
der Straße. Diese etwas indifferente Erschließung und die offensichtlich
geplante Durchwegung des Innenhofs sind problematisch. Auch ist es
schade, dass die wichtige Nordwest-Ecke auf Grund des Geländeverlaufs
nicht die sonst vorhandene Belebung durch eine Ateliernutzung erfährt,
sondern mit Fahrradparken belegt ist. Generell wirkt der Sockel für die
Sondernutzung auch im Westen und Süden zu niedrig. Die Abstandsflächen an der Westseite und vor allem der Südwest-Ecke sind nicht eingehalten. Die Situation ist zu eng. Der Bruch zur Nachbarbebauung des
Gemeindehauses mit Brandwand wirkt abrupt.
Trotz der lockeren Bebauung ist eine hohe Ausnutzung des Grundstücks
mit einer hohen Wohnqualität erreicht worden. Die Erschließung erfolgt
konsequent von Innen als Einzelhaus-Mehrspänner mit umliegenden
nach allen Seiten orientierten Wohnungen. Es gibt wenige reine Nordwohnungen. Die Positionierung und Ausrichtung der Gemeinschaftswohnungen zum Innenhof ist konsequent. Zusätzlich werden für die Hausgemeinschaft auf dem Dach Sozialräume mit großen Terrassen angeboten.
Die Grundrissgrößen sind angemessen, es werden großzügige Freibereiche angeboten. Die Möblierungsmöglichkeiten der Wohnungen ist
durch die durchgehende raumhohe Glasfassade eingeschränkt. Der hohe
Glasanteil der Fassaden führt durch die notwendige hochwertige Ausführung im Rahmen der ENEV zu vergleichsweise hohen Investitionskosten.
	

11

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Arbeit 1120
Die Verfasser greifen mit ihrem Entwurf den Blockrand auf und schaffen
einen kleinen halböffentlichen Platz an der Mündung des Grünzuges
Lessinghöhe. Dort befindet sich ein öffentliches Café mit nach Süden
orientierten Terrassen.
Der Übergang des Entwurfs zum Gemeindehaus an der Briesestraße
überzeugt nicht.
Die Höhenentwicklung des Geländes wird durch ein überhöhtes, sich an
die Außenhöhen anpassendes EG kompensiert. Es entsteht im Inneren
ein Hof der von Ateliers umschlossen ist und verschiedene Freizeitaktivitäten beinhaltet. Auf die komplexe Bespielung der Brandwand im Hof
könnte aus Sicht der Jury verzichtet werden.
Alle Treppenhäuser sind konsequent vom Straßenraum aus erschlossen.
Nicht alle Treppenhäuser haben direkte Zugänge zum Hof, auch das Treppenhaus im Anschluss an die Brandwand an der Kienitzer Straße ist im EG
wenig wirtschaftlich als Schlauch ausgeformt.
In den Obergeschossen ergeben sich konventionelle Treppenhauserschließungen mit 4-5-Spännern. Die Treppenhäuser bieten eine wirtschaftliche Erschließung ohne gemeinschaftsfördernde Elemente.
Die Ateliers sind konsequent an der öffentlichen Fuge positioniert.
Die Verfasser schlagen einen Massivbau mit unterschiedlichen Fassaden
vor. Die Gebäudeteile im Norden bestehen aus verputztem Mauerwerk.
Im Süden, zum Park hin, werden die Fassaden mit vorgehängten Betonfertigteilen verkleidet, welche an Gestaltungsprinzipien von Bürobauten
erinnern. Insgesamt entstehen dadurch verschiedene optische Adressen.
Der Gesamteindruck des nach Süden gerichteten Bauteils erzeugt kein
wohnungsaffines Bild.
Die konsequente Wiederholung derselben Fassadenelemente lässt eine
Standardisierung in der Fassaden-Ausführung zu.
Das Gemeindezentrum wird durch die Planung gering beeinträchtigt.
Die 28 Stellplätze sind nachgewiesen.
Die Planung zeigt eine durchschnittliche Wirtschaftlichkeit mit wahrscheinlich günstigen Instandhaltungskosten.
Der Entwurf bietet auf Basis einer klassischen Treppenhauserschließung
gut strukturierte und wirtschaftliche und gut belichtete Wohnungen.

Arbeit 1122
Städtebaulich wird begrüßt, dass die Arbeit durch die abgetreppte Geometrie der Wohnungsanordnung eine großzügige Öffnung der Passage von
der Lessinghöhe anbietet. Die Höhenentwicklung staffelt sich von der
6-geschoßigen Blockrandhöhe der gründerzeitlichen Bebauung im Süden
hoch bis zu der 8-geschossigen Höhe der angrenzenden Bebauung der
1970er Jahre. Die Höhe an der Briesestraße wird kritisch beurteilt.
Entlang der Briesestraße versuchen die Verfasser eine Abtreppung in
Richtung der angrenzenden Bebauung der Kirchengemeinde, gleichwohl
verbleibt ein zu deutlicher Sprung in der Höhenentwicklung.

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Die Fassadengliederung entlang der Briesestraße überzeugt durch die
Fuge zum Gemeinschaftshaus nicht.
Thematisch gliedert sich das Projekt in eine serielle Anordnung kleinteiliger Wohnungen entlang der Passage und ein um ein innen liegendes
Treppenhaus angeordnetes Gemeinschaftshaus. Es gelingt den Verfassern dadurch, bei allen Wohnungen eine Nordausrichtung zu vermeiden,
die Balkone haben eine Süd- oder Westausrichtung. Im Gemeinschaftshaus werden die Gemeinschaftsräume nach Norden zur Straße ausgerichtet, die Wohnungen gewinnen dadurch eine Südausrichtung zum
ruhigen Innenhof.
Der charakteristische Schwung in der Abfolge der versetzt angeordneten
Balkone erzeugt eine eindeutige Identifikation für die Bewohner und bereichert die Qualität des Quartiers. Mit dem wiederkehrenden Schwung der
Balkone gelingt eine gelungene Antwort auf die Architektursprache des
gegenüberliegenden Wohnungsbaus der 1970er Jahre. Die Formulierung
der Endpunkte gelingt in der Fassade besser als in den Grundrissen.
Die Anordnung von kleinen, privaten Vorgärten vor den Atelierwohnungen
im EG wird kontrovers diskutiert. Die wünschenswerte öffentliche Verknüpfung der Ateliers zum Stadtraum wird dadurch eingeschränkt.
Entsprechend der innerstädtischen Lage des Standortes soll hier der
urbane Charakter eines offenen Quartiers gegenüber dem Siedlungscharakter gestärkt werden.
Der Umgang mit der Höhenentwicklung zwischen Briesestraße und
Kienitzer Straße wird nicht ausformuliert.
Die Gestaltung und Funktionalität der mit 2 Treppenhäusern angedienten
Laubengangerschließung bleibt vor allem im Bereich der großen Flächenanteile an der Brandwand unklar in Bezug auf Belichtung und Abgrenzung der Außenhülle. Die trichterförmige Zuspitzung am Südende stellt
dort die Aufenthaltsqualität in Frage. Die beiden zum Innenhof liegenden
Kleinwohnungen wirken neben der Abfolge der gereihten Wohnungen zur
Passage sehr vereinzelt.
Der geforderte Wohnungsschlüssel kann umgesetzt werden. Die Kosten
der Baukonstruktion liegen im durchschnittlichen Bereich, Die geschwungenen Betonbrüstungen können durch Fertigteilbauweise wirtschaftlich
dargestellt werden.

Arbeit 1128	
Eine Herausforderung ist ein spannender Start in ein neues Projekt.
Der Entwurf betont die Herausbildung und Weiterentwicklung von Gemeinschaft und sozialer Kommunikation und setzt dieses Thema konsequent in
den Mittelpunkt.
Das Konzept schließt mit einer Anordnung aus 4 Baukörpern an den
Bestand an. Ein kleiner Stadtplatz öffnet das Quartier zur Mündung des
Grünzuges der Lessinghöhe an der Kienitzer Strasse. Die entstehende
hybride Struktur einer aus Teilen zusammengesetzten Figur vermittelt
zwischen der gründerzeitlichen Blockstruktur und den mäandrierenden
Gebäuden der Spätmoderne aus den 70iger Jahren.

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Der entstehende gemeinschaftlich genutzte Hof ist der Mittelpunkt der
Wohnanlage. Die Erschließung aller Gebäudeteile und Wohnungen erfolgt
über drei Treppenhäuser, die über einen zum Innenhof vorgelagerten
Balkon erschlossen werden. Die Balkonfläche ist vor der Fassade in Teilen
ausgeschnitten, so dass Tageslicht einfällt und die Balkonebenen zusätzlich optisch miteinander verbunden werden. Der Typus des Laubenganghauses wird über die Doppelnutzung als Balkon und Erschließungsfläche
zu einem kommunikativen, integrativen Element transformiert. Dadurch
entsteht Potential für soziale Kommunikation und räumliche Qualität.
Die Balkone ziehen sich aus dem Hof kommend nach außen zum Stadtplatz, so dass das Motiv sowohl im Stadtraum als auch im Innenhof
erlebbar wird. Das Haus am Stadtplatz für Wohngruppen mit einem Café
im Erdgeschoss zeigt programmatisch das Gesamtkonzept des Hauses.
Die Fassade aus hinterlüfteten Aluminiumelementen ist in ihrer Struktur
und Typologie bewusst experimentell angelegt und spielt mit einer Ästhetik
des Unfertigen, Rohen. Analogien aus der Industriearchitektur werden
spürbar. Das Konzept bietet Potential für eine Weiterentwicklung und
Aneignung dieser Formen und Materialien für neue Wohnarchitektur.
Die Wohnungsgrundrisse sind klar und flexibel angelegt und im Wesentlichen beidseitig belichtet. Die Wohnräume sind zum Hof und den vorgelagerten Balkonen orientiert. Die Schlafräume sowie Bäder sind zum Stadtraum orientiert. Der Ateliercharakter der Wohnungen sowie die Geschosshöhen im Erdgeschoss sind noch nicht überzeugend ausformuliert.
Das 6. Geschoss der östlichen Hofbebauung zur benachbarten St. Clara
Gemeinde wird kritisch gesehen.
Der Entwurf lässt eine wirtschaftliche Umsetzung erwarten.

Arbeit 1130
Städtebauliche Einbindung:
Der Entwurf folgt einer klassischen Block-Rand-Bebauung mit privatem
Innenhof, der von zwei Passagen von der Westseite aus erschlossen
wird. Dabei ist der südliche Bauteil zur Brandwand hin zurück versetzt und
bildet einen attraktiven kleinen Platz vis-à-vis zur Lessinghöhe aus. Dort ist
folgerichtig auch das Café verortet.
Erschließung:
Auffällig bei der Arbeit sind die sehr großen Baukörpertiefen von ca. 19 m,
die von der Jury kritisch diskutiert werden. Dadurch ergibt sich eine rationale Erschließung mit insgesamt 4 innenliegenden doppelten Treppenhäusern, die folgerichtig aus den Brandschutzanforderungen abgeleitet
sind. Aus der Gebäudekonfiguration ergeben sich geringe Abstände zur
Brandwand an der Kienitzer Strasse, durch die die Wohnungen im mittleren Baublock unzureichend belichtet sind. Die Erschließung der Treppenhäuser erfolgt zum Teil aus den Durchgängen in den Hof und aus dem
Hof selbst. Einzig der Baublock an der Kienitzer Straße hat eine eindeutig
auffindbare Adresse.

14

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

15

Konstruktion:
Die Außenwände sind als tragende Konstruktion aus gedämmten Hohlziegeln mit einem einheitlichen Fensterraster vorgeschlagen. In den oberen
Geschossen sind diese teilweise verdreht. Dies erscheint nicht nachvollziehbar und widerspricht dem Anspruch der Wirtschaftlichkeit.
Barrierefreiheit:
Grundsätzlich sind alle Wohnungen mit Ausnahme der Atelierwohnungen
barrierefrei geplant.
Wohnungsgrößen:
Durch die große Tiefe ergeben sich einige Wohnungen mit reiner Nordorientierung sowie extrem tiefe und schmale 2-Zimmer-Wohnungen.
Die Gemeinschaftswohnungen liegen als Ein-Zimmer-Appartements mit
Gemeinschaftsraum an einem schmalen Mittelflur im südlichen Bauteil. Im
Hof befinden sich einige Atelierräume, dadurch wird die Chance vertan,
den öffentlichen Raum auch auf der Westseite aufzuwerten.
Stellplätze:
Die Tiefgaragenzufahrt erfolgt von der Briesestraße, das komplette Grundstück ist mit einer Tiefgarage und zahlreichen Abstellräumen unterkellert.
Wirtschaftlichkeit:
Die hohe Ausnutzung mit entsprechender Wohnfläche lässt eine wirtschaftliche Umsetzung erwarten.
Architektonische Haltung / Identität / Fazit:
Mit den Mitteln eines klassischen Städtebaus mit Lochfassade hat die
Arbeit es geschafft, wirtschaftlich viel Wohn- und Abstellfläche zu generieren und damit einen anerkennungswürdigen Beitrag zur Diskussion
geleistet. In ihrer bescheidenen Haltung bleibt die Arbeit jedoch hinter
anderen Ansätzen zurück.

1.10	

Festlegung der Rangfolge, Verteilung der
Preise und Anerkennungen

Nach ausführlicher, vergleichender und teilweise kontroverser Diskussion
der 5 Arbeiten der Engeren Wahl entscheidet das Preisgericht über die
Rangfolge und die Verteilung der Preise und Anerkennungen.
Es wird der Antrag gestellt, den Arbeiten 1112 und 1130 je eine gleichwertige Anerkennung zuzusprechen.
Über den Antrag wird wie folgt abgestimmt:
Anerkennung - Arbeiten 1112 und 1130 	

9 : 0 (für : gegen)

Es wird der Antrag gestellt, der Arbeit 1120 den 3. Preis zuzusprechen
Über den Antrag wird wie folgt abgestimmt.
3. Preis - Arbeit 1120 	

8 : 1 (für : gegen)

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Somit erhält die Arbeit 1120 den 3. Preis.
Daraufhin wird ein Antrag gestellt, die Arbeit 1122 mit dem 2. Preis und
die Arbeit 1128 mit dem 1. Preis auszuzeichnen und wie folgt abgestimmt:
2. Preis 	
1. Preis	

Arbeit 1122 und
Arbeit 1128	

8 : 1 (für : gegen)

Somit erhält die Arbeit 1122 den 2. Preis und die Arbeit 1128 den 1. Preis.
Zusammenfassend wird damit folgende Preisverteilung festgelegt:
1. Preis	

Arbeit 1128	

28.000 Euro

2. Preis	

Arbeit 1122	

23.000 Euro

3. Preis	

Arbeit 1120	

14.000 Euro

Anerkennung	

Arbeit 1112	

5.500 Euro

Anerkennung	

Arbeit 1130	

5.500 Euro

1.11 	 Empfehlung des Preisgerichts an den Auslober
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober mit einem Stimmenverhältnis
von 8 : 1, den 1. Preis mit der Realisierung zu beauftragen. Hierbei sind
folgende Empfehlungen zu berücksichtigen:
-	 der 6-geschossige Baukörper zum benachbarten Gemeindehof ist im
Dialog mit dem Nachbarn hinsichtlich der Besonnung des Nachbarhofes
zu untersuchen und abzustimmen, ggf. ist eine Absenkung der
Gebäudehöhe vorzusehen.
-	 die Detaillierung der Fassaden und vorgeschlagenen Materialien ist
weiterzuentwickeln, eine Banalisierung des Konzeptes ist durch eine
sorgsame Planung zu vermeiden.
-	 der Ateliercharakter der Wohnungen im Erdgeschoss ist zu stärken,
ggf. sind die Geschosshöhen anzuheben.
-	 die Qualität der öffentlichen Durchwegung im Westen ist aufzuwerten,
die Wertigkeit des Innenhofes ist auszuformulieren.

1.12 	 Öffnen der Verfasserumschläge
Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden zum Abschluss der
Sitzung geöffnet. Die Namen der Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen
(siehe 1. 17 Teilnehmer des Wettbewerbs).

1.13 	 Abschluss der Sitzung
Der Vorsitzende schließt die Sitzung um 18.00 Uhr und bedankt sich bei
allen Beteiligten für die engagierte und konstruktive Zusammenarbeit. Die
Vorprüfung wird mit Dank an die gute Arbeit entlastet.

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Herr Kühne bedankt sich für die engagierte Mitarbeit und konzentrierten
Diskussionen des Preisgerichts und bringt den besonderen Dank für die
Arbeit des Vorsitzenden zum Ausdruck.
Das Protokoll wurde von dem Vorsitzenden des Preisgerichts durchgesehen und genehmigt.
Protokoll: Ulrike Lickert.
Ausstellung
Die Wettbewerbsarbeiten werden Ende Januar ausgestellt. Ort und Zeit
der Ausstellung werden rechtzeitig bekanntgegeben.

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

1.14	Protokollfreigabe

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

1.15	Anwesenheitsliste
Nichtoffener Wettbewerb
Neues Wohnen an der Briesestraße, Berlin
Preisgerichtssitzung
Dienstag, 08.12.2015, ab 9.00 Uhr
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Württembergische Straße 6, 10707 Berlin, Raum 560

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

1.16	

Teilnehmer des Wettbewerbs

Preise und Anerkennungen
Arbeit 1128	

1. Preis

Architektur: 	
(Generalplaner)	

EM2N Mathias Müller Daniel Niggli
Architekten AG ETH SIA BSA, Zürich

Verfasser: 	
	
	
Mitarbeit:	
	
	
	

Mathias Müller
Daniel Niggli
Fabian Hörmann
Baptiste Blot, Mathias Kampmann,
Jonas Rindlisbacher, Antonio Mesquita,
Ines Nunes, Caroline Vogel,
Leonard Wertgen

Arbeit 1122	

2. Preis

Architektur: 	
(Generalplaner)	

AllesWirdGut Architektur ZT GmbH,
Wien / München

Mitarbeit:	

Ondrej Stehlik, Michal Stehlik

Arbeit 1120	

3. Preis

Architektur:	
	

Spengler-Wiescholek Architekten
und Stadtplaner, Hamburg

Verfasser: 	
	
Mitarbeit:	

Ingrid Spengler
Manfred Wiescholek
Maren Kupferschmidt, Kai Yang

Landschaftsarchitektur:	

el:ch landschaftsarchitekten, Berlin

Verfasser:	
Mitarbeit:	

Elisabeth Lesche
Olivia Giorgi, Sophia Krause

Tragwerksplanung:	

Ingenieurbüro Dr. Binnewies, Hamburg

Verfasser:	

Werner Nagel

Technische Ausrüstung:	

IG Tech, Hamburg

Verfasser:	

Hans Carsten Behnke

Sonderfachleute / Berater: 	

Visualisierung: Moka Studio, Hamburg

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Arbeit 1112	

Anerkennung

Architektur:	
(Generalplaner)	

raumzeit Gesellschaft von Architekten
mbH, Berlin

Verfasser:	
	
	

Jan Läufer
Gunnar Tausch
Friedrich Tuczek

Arbeit 1130	

Anerkennung

Architektur:	
(Generalplaner)

Axthelm Rolvien GmbH & CoKG, Potsdam

Verfasser: 	
	
Mitarbeit:	
	
	

Annette Axthelm
Henner Rolvien
Daniela Hofmann, Elena Cenci,
Stefan Anders, Dennis Fonteiner,
Niels Henning

Landschaftsarchitektur:	

Holzwarth Landschaftsarchitektur, Berlin

Verfasser:	
Mitarbeit: 	

Gerd Holzwarth
Phillipp Rösner, Dominikus Littel

Tragwerksplanung:	

LHT Bauingenieure GmbH, Berlin

Verfasser:	
Mitarbeit:	

Rens Lichtenau
Herr Grinko, Herr Nitschke, Herr Westfeld

Technische Ausrüstung:	

RWplan GbR, Potsdam

Verfasser:	
Mitarbeit:	

Holm Rose
Evgenij Ivcenko

2. Wertungsrundgang
Arbeit 1111	

2. Rundgang

Architektur:	
(Generalplaner)	

Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten,
Frankfurt am Main

Verfasser: 	
	
Mitarbeit:	
	

Martin Gruber
Helmut Kleine-Kraneburg
Marcel Wagner, Martin Schmidt,
Konrad Lubej

Landschaftsarchitektur:	
	

WEWER LANDSCHAFTSARCHITEKTUR,
Frankfurt am Main

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Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Verfasser:	
Mitarbeit: 	

Anja Wewer
Felix Raschke

Tragwerksplanung:	
	

Reichmann + Partner Ingenieurgesell	schaft
mbH + Co. KG, Ehringshausen

Verfasser:	
Mitarbeit:	

Carsten Reichmann
Bernhard Reiß

Technische Ausrüstung:	
HPI Himmen Ingenieurgesellschaft mbH, 		
	Köln
Verfasser:	
Mitarbeit:	
	

Jürgen Drolshagen
Matthias Tiede, Heiko Strößenreuther,
Stefan Marx

Arbeit 1113	

2. Rundgang

Architektur :	
(Generalplaner)

AFF Architekten, Berlin

Verfasser: 	
Mitarbeit:	
	

Sven Fröhlich
Monic Frahn, Mari Proll Lien,
Ursina Ziörjen, Sascha Schulz

Landschaftsarchitektur:	
Stefan Bernard Landschaftsarchitekten,
	Berlin
Verfasser:	
Mitarbeit: 	

Stefan Bernard
Fabian Lux

Tragwerksplanung:	
Mathes Beratende Ingenieure GmbH, 		
	Chemnitz
	
Verfasser:	
Donald Mathes
Technische Ausrüstung:	
	

GNEISE Planungs- und Beratungsgesellschaft GmbH, Berlin

Verfasser:	
Mitarbeit:	
	

Benjamin Knörk
Lutz Probst, Alexander Carstens,
Dennis Hausschild

Arbeit 1117	

2. Rundgang

Architektur:	

Büro Jo Coenen Studio Berlin, Berlin

Verfasser: 	
	
Mitarbeit:	
	

Jo Coenen
Ralf Sträter
Elisabeth Florian, Christoph Goldschmitt,
Frans Dikmans

26

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Landschaftsarchitektur:	

Locodrom Landschaftsarchitekten, Berlin

Verfasser:	
Mitarbeit: 	
	

Julia Lösse
Oliver Haag, Dörthe Mikoleit-Ritter,
Hilke Anders

Tragwerksplanung:	
	
Verfasser:	
Mitarbeit:	

S&S Ingenieure + Ingenieurbüro für Statik, 	
Baukonstruktion Bauphysik, Berlin
Marcus Seewald
Jochen Stritzel, Denis Klose, Lothar Zietz

Technische Ausrüstung:	
	

SCHWEDLER HAUSTECHNIK +
Ingenieurbetrieb GmbH, Brandenburg

Verfasser:	

Martin Schwedler

Sonderfachleute / Berater:	
	

S&S Ingenieure + Ingenieurbüro für
Bauphysik, Jochen Stritzel

Arbeit 1119	

2. Rundgang

Architektur:	
(Generalplaner)

HOLODECK architects ZTGmbH, Wien

Verfasser: 	
Mitarbeit:	
	

Marlies Breuss, Michael Ogertschnig
Johannes Müller, Jana Chlupová,
Richard Szilvassy, Vidosava Petrovic

Arbeit 1121	

2. Rundgang

Architektur:	
	

COBE BERLIN / MAFEU Architektur
Consulting, c/o COBE, Berlin

Verfasser:	
	
Mitarbeit:	
	
	

Vanessa Miriam Carlow
Ines Dobosic
Malte Schoemaker, Anna Plückbaum,
Friedemann Hack, Hana Lassova,
Dusan Tasic, Filothei Zisopoulou

Landschaftsarchitektur:	
	

ANNABAU Architektur und Landschaft
GmbH, Berlin	

Mitarbeit:	

Sofia Petersson	

Tragwerksplanung: 	

Knippers Helbig GmbH, Berlin	

Mitarbeit: 	

Boris Peter, Florian Scheible, Thomas Müller

Technische Ausrüstung:	
Winter Beratende Ingenieure für Gebäude	
technik Berlin GmbH, Berlin
	
Mitarbeit:	
Jordan Kornfeld, Dana Hübner,
	
Daniel Manske

27

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Sonderfachleute / Berater:	
	
	

Immobilienökonom/ Architekturconsulting:
MAFEU Architektur Consulting, Berlin
Marc Feustel

Arbeit 1123	

2. Rundgang

Architektur:	
(Generalplaner)

PPAG architects ztgmbh, Wien

Verfasser: 	
	
Mitarbeit:	
	
	
	

Anna Popelka
Georg Poduschka
Felix Zankel, Jakub Dvorak,
Christian Wegerer, Ida Justic,
Arjan van Toorenburg, Katrin Lehner,
Natascha Peinsipp

Landschaftsarchitektur:	

EGKK Landschaftsarchitektur, Wien

Verfasser:	

Martin Enzinger

Tragwerksplanung:	

WTM Engineers Berlin GmbH, Berlin

Verfasser:	

Markus Schoppe

Technische Ausrüstung:	

Bauklimatik GmbH, Wien

Verfasser:	

Ernst Kainmüller

Arbeit 1124	

2. Rundgang

Architektur:	
(Generalplaner)	
	

Drexler Guinand Jauslin Architekten
GmbH & Stefan Forster Architekten GmbH,
Frankfurt am Main

Verfasser: 	
	
Mitarbeit:	
	

Hans Drexler
Stefan Forster
Klaus Dömer, Luisa Matz,
Simona Magliocchetti

Landschaftsarchitektur:	

DGJ Architects & Landscapes, Den Haag

Verfasser:	
Mitarbeit: 	

Daniel Jauslin
Frédérique Huijgen, Ward Maaswinkel

Tragwerksplanung:	

Stroh + Ernst AG, Frankfurt am Main

Verfasser:	

Stefan Malsi

Technische Ausrüstung:	
	

EGS-plan Ingenieurgesellschaft für 	Energie-,
Gebäude- und Solartechnik mbH, 	Stuttgart

Verfasser:	

Boris Mahler, Tobias Nusser

28

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Arbeit 1126	

2. Rundgang

Architektur :	
Lauber + Zottmann Architekten GmbH,
	München
Verfasser: 	
Mitarbeit:	
	

Peter Zottmann
Burkhard Franke, Stefania Nobile,
Ivona Feuchtinger, Paola Matteucci

Landschaftsarchitektur:	
	

Valentien + Valentien Landschaftsarchitekten, München

Verfasser:	
Mitarbeit: 	

Christoph Valentien
Christoph Hagenacker

Tragwerksplanung:	
	

Henke Rapolder Frühe Ingenieurgesellschaft, München

Verfasser:	
Mitarbeit:	

Dr. Peter Henke
Dr. Markus Rapolder

Technische Ausrüstung:	
Josef und Thomas Bauer Ingenieurbüro, 		
	Unterschleissheim
Verfasser:	

Thomas Bauer

Sonderfachleute / Berater:	
	
	

Brandschutz: TÜV Süd, Stefan Kilmer
Bauphysik: Mueller BBM,
Alexander Schroeter

Arbeit 1129	

2. Rundgang

Architektur:	
(Generalplaner)

augustinundfrankarchitekten, Berlin

Verfasser: 	
	
Mitarbeit:	
	

Georg Augustin
Ute Frank
Neele Müller, Tobias Schrammek,
Steffen Winkler

1. Wertungsrundgang
Arbeit 1114	

1. Rundgang

Architektur:	
	
	

CITYFÖRSTER PartG mbB Architekten,
Berlin, (	 vertreten durch Anne Niehüser und
Mark Niehüser)

Verfasser: 	
	
Mitarbeit:	
	

Arne Hansen
Oliver Seidel
Nils Nolting, Tim Mohr,
Carina Paulsen, Nicolas Conrad, 	Lisa Freke

29

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Landschaftsarchitektur:	

MAN MADE LAND, Berlin

Verfasser:	
Mitarbeit: 	
	

Alexandre Mellier
Christian Bohne, Anna Lundqvist,
Maria Zaghi

Tragwerksplanung:	

Bollinger und Grohmann GmbH, Berlin

Verfasser:	

Dr.-Ing. Holger Alpermann

Technische Ausrüstung:	
	

Olaf Heineke, Beratender Ingenieur für
Haustechnik, Berlin

Verfasser:	
	

Olaf Heineke

Arbeit 1115	

1. Rundgang

Architektur:	
(Generalplaner)

welter+welter architekten BDA, Berlin

Verfasser: 	
	
Mitarbeit:	
	

Phillip Welter
Birgitt Welter
Adrien Paris, Julia Schmidt,
Tobias Ziehl

Landschaftsarchitektur:	
capattistaubach Landschaftsarchitekten,
	Berlin
Verfasser:	
	
Mitarbeit: 	

Tancredi Capatti
Matthias Staubach
Anna Rohde

Tragwerksplanung:	

Ingenieurbüro A.+ S. Motmaen, Berlin

Verfasser:	
Mitarbeit:	

Ali Motmean
Christian Wendorf

Technische Ausrüstung:	

RCI GmbH, Berlin

Verfasser:	

Christian Freyny

Arbeit 1116	

1. Rundgang

Architektur:	

LH Architekten, Hamburg

Verfasser: 	
	
Mitarbeit:	
	
	

Jo Landwehr
Helmut Henke
Heike Hillebrand, Lukas Melk,
Lisa Gäding, Mario Schack,
Udo Schaumburg

30

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Landschaftsarchitektur:	

GTL Landschaftsarchitekten, Düsseldorf

Verfasser:	
Mitarbeit: 	

Markus Gnüchtel
Jens Gabe

Tragwerksplanung:	
Verfasser:	
	
Technische Ausrüstung:	
Verfasser:	

Nai Nagaraj Ingenieure, Hamburg
N.C.P. Nagarj

Arbeit 1118	

1. Rundgang

Architektur:	

BeL Sozietät für Architektur, Köln

Verfasser: 	
	
Mitarbeit:	
	
	

Anne-Julchen Bernhardt
Jörg Leeser
Matthias Hoffmann, Christiane Schmidt,
Wolfgang Zeh, Leonard Palm,
Gina Rauschtenberg, Michel Kleinbrahm

Landschaftsarchitektur:	

atelier le balto, Berlin

Verfasser:	

Marc Pouzol, Véronique Faucheur

Tragwerksplanung:	

Studio c, Berlin	

Verfasser:	
Mitarbeit:	

Nicole Zahner
Katrin Tanneberger, Johannes Richter

Technische Ausrüstung:	

Ingenieurbüro N. Lüttgens, Berlin

Verfasser:	

N. Lüttgens

Sonderfachleute/ Berater:	
	

Brandschutz: Brandkontrolle, Berlin
Andreas Flock

Arbeit 1125	

1. Rundgang

Architektur:	
(Generalplaner)

NÄGELIARCHITEKTEN, Berlin

Verfasser: 	
	
Mitarbeit:	
	

Gudrun Sack
Walter Nägeli
Eduardo Vieira, Thomas Hauser,
Christian Behrendt, David Marton

Landschaftsarchitektur:	

TOPOS Landschaftsarchitekten, Berlin

Verfasser:	

Stephan Buddatsch

ZWP Ingenieur-AG, Hamburg
Hendrik Naefe

31

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Tragwerksplanung:	

Pichler Ingenieure, Berlin

Verfasser:	

Robert Hartfiel	

Technische Ausrüstung:	

BLS Energieplan

Verfasser:	

Jens Krause

Arbeit 1127	

1. Rundgang

Architektur:	
	

Arge AHM Architekten GmbH /
AV1 Architekten, Berlin

Verfasser: 	
Mitarbeit:	

Rolf Mattmüller
Judith Henrichfreise

Landschaftsarchitektur:	
	

k1 Landschaftsarchitekten Kuhn Klapka
GmbH, Berlin

Verfasser:	
Mitarbeit: 	

Catherine Kuhn
Peter Young

Tragwerksplanung:	
	

Saradshow Fischedick Berlin Bauingenieure 	
GmbH, Berlin

Verfasser:	

Björn Fischedick

Technische Ausrüstung:	
	

IGZ Ingenieurgesellschaft Zimmermann für
Gebäude- und Labortechnik mbH, Berlin

Verfasser:	

Heiderose Schülzky

32

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

2.	

Bericht der Vorprüfung

Bericht der Vorprüfung zur Preisgerichtssitzung am 8. Dezember 2015.

2.1	Vorlauf
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im
EU-Amtsblatt vom 22.07.2015 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium aus insgesamt 86 Bewerbungen
20 Architekten als Generalplaner bzw. Bewerber- / Bietergemeinschaften
aus Architekten mit Fachplanern für Tragwerksplanung, für Technische
Gebäudeausrüstung und Landschaftsarchitekten ausgewählt.
Die Auslobungsunterlagen standen den Teilnehmern ab dem 07. September 2015 auf dem Server der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
Umwelt zum Download zur Verfügung. Die Auslobungsbroschüre wurde im
Anschluss auf dem Postweg versandt. Rückfragen zur Auslobung konnten
bis zum 22. September 2015 schriftlich gestellt werden. Die Beantwortung
der eingereichten Rückfragen erfolgte in Abstimmung mit dem Preisgericht. Das Protokoll mit der Zusammenstellung aller eingereichten Fragen
und deren Beantwortung wurde am 29. September an die Teilnehmer versandt und ist zusammen mit dem ebenfalls zu diesem Zeitpunkt verschickten zusätzlichen Unterlagen (Fotos sowie CAD-Datei des Umgebungsmodells, Skizze zu den Abstandsflächen) Teil der Auslobung. Die Modelleinsatzplatte wurde mit gesonderter Post zeitgleich versandt.

2.2	

Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten

Bis spätestens 02.11.2015, 17:00 Uhr gingen 20 Arbeiten termingerecht
bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Referat II D,
Brückenstraße 6, 10179 Berlin, ein. Sie wurden entgegengenommen, quittiert und Datum, Uhrzeit sowie Art und Umfang der Unterlagen in einer
Sammelliste erfasst. Die 20 Modelle wurden am 09.11.2015 ebenfalls fristgerecht bis spätestens 17:00 Uhr abgegeben.
Die Wettbewerbsbeiträge und Modelle wurden ungeöffnet in die Räume
der Vorprüfung in der Württembergischen Straße 6, 10707 Berlin, Raum
560, transportiert und dort ausgepackt.
Die Modelle der Arbeiten 1111, 1113, 1114, 1118 waren beschädigt bzw.
passten nicht in die Modelleinsatzplatte. Die Modelle wurden durch einen
vom Auslober beauftragten Modellbaubauer in den Räumen der Vorprüfung bestmöglich repariert.

2.3	Anonymisierung
Die eingegangenen Arbeiten wurden in allen Teilen nach dem Zufallsprinzip mit einer 4-stelligen Tarnnummer von 1111 - 1130 gekennzeichnet. Die
Verfasserumschläge wurden unter Verschluss genommen.
Verstöße gegen die geforderte Anonymität wurden nicht festgestellt.

33

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

2.4	

34

Vollständigkeit der Arbeiten

Die Vollständigkeit der Wettbewerbsbeiträge wurde gemäß Punkt 1.10 der
Wettbewerbsausschreibung überprüft.

Verfassererklärung

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1124

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CD
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Berechnungen
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Prüfpläne
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Modell

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Baubeschreibung

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Erläuterungsbericht

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Fassadenschnitt 1:20

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2 räumliche Darstellungen

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Schnitte 1:200

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Ansichten 1:200

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Grundrisse 1:200

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Lageplan 1:500

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Tarnzahl

Verzeichnis der Unterlagen

Bitte die Tabelle mit den geforderten Leistungen einfügen.

X1 = Fassadenausschnitt lediglich im M 1:50
X2 = UG lediglich im M 1:500	
X3 = 8 kleine Isometrien zusätzlich
X4 = 6 kleine Isometrien zusätzlich
X5 = 1 kleine Perspektive zusätzlich 						
							
Alle Arbeiten waren in den wesentlichen Teilen vollständig und prüfbar.

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

2.5	Vorprüfung
Die Vorprüfung wurde in der Zeit vom 04.11.2015 bis zum 06.12.2015 in
den Räumen der Vorprüfung, Württembergischen Straße 6, 10707 Berlin,
Raum 560 durchgeführt.
Geprüft wurde durch 3 Architektinnen, 2 Kostenprüfer, 1 Energiesachverständigen und 2 studentische Hilfkräfte.
Grundlage der Vorprüfung war der nachstehende Kriterienkatalog, der auf
den in der Ausschreibung benannten Beurteilungskriterien des Preisgerichts aufbaut und die Vorgaben und Ziele der Wettbewerbsaufgabe im
Einzelnen berücksichtigt. Die Ergebnisse der Vorprüfung sind in den zu
jeder Arbeit vorliegenden Einzelberichten zusammengefasst.
Prüfung der qualitativen Daten
Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet
und finden sich entsprechend als Gliederungspunkte in den Einzelberichten wieder:
Städtebau
- 	 Städtebauliche Einbindung
-	 Gestaltung im städtebaulichen Kontext
-	 Erschließung / Eingänge
-	 Freiflächengestaltung
Gestaltung
-	 Baukörpergestaltung, Ablesbarkeit
-	 Konstruktion, Material
-	Fassadengestaltung
-	 Architektonische Gestaltung der Innenräume
-	 Gestaltung der Erdgeschosseinheiten
Funktion
-	 Erschließung (außen und innen)
-	 Gestaltung der Erdgeschosseinheiten
-	Gebäudeorganisation,
	 Grundrisstypologien, - vielfalt
-	 Grundrissqualitäten
-	 Räumliche Qualität der Wohnräume / Raumzuschnitte
-	 Belichtung, Belüftung
-	 Funktionale Zuordnung
-	 Berücksichtigung der Nebenflächen
Energieeffizienz
-	 Energiekonzept, Wärmeschutz, A/V-Verhältnis
-	 Natürliche Lüftung/ mechanische Entlüftung
-	 Materialien / Nachhaltigkeit
-	 Tageslichtversorgung/ Sonnenschutz.
Realisierbarkeit
- 	 Programmerfüllung
- 	 Barrierefreiheit
-	Genehmigungsfähigkeit

35

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

-	 Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb
-	 Einhaltung des Kostenrahmens
Für die Ergebnisse der qualitativen Vorprüfung stehen pro Wettbewerbsbeitrag zwei Seiten zur Verfügung. Zur Verdeutlichung des Entwurfs sind
ein Modellfoto (Blick von Nordwesten) ein genordeter Lageplan, die Perspektive von der Briesestraße, ein Ausschnitt des EG-Grundrisses und ein
Grundriss des Regelgeschosses dargestellt.
Prüfung der quantitativen Daten
Die in der Ausschreibung geforderten quantitativen Daten wurden im Rahmen der Vorprüfung nachgeprüft und als Grundlage für die Kostenprüfung
aufbereitet.
Folgende Werte wurden überprüft:
-	 Wohnfläche 1- bis 4-Zimmerwohnungen
-	 Anzahl 1- bis 4-Zimmerwohnungen Gesamt
-	 Anteil 1-Zi / 2-Zi / 3-Zi / 4-Zi-Wohnungen
-	 Wohnfläche Atelierwohnungen
-	 Anzahl Atelierwohnungen
-	 Wohnfläche Wohngruppen
-	 Anzahl Wohngruppen
-	 Wohnfläche gesamt
-	 Café Nutzfläche
-	 Bruttogrundfläche BGFa,b,c (einschl. UG)
-	 Bruttorauminhalt BRI a,b,c (einschl. UG)
-	 WFL / BGFa,b,c (einschl. UG)
-	 Hüllfläche
-	 A / V
-	 Grundfläche (GF), GRZ und GFZ
-	 KG 300-500 / WFL und KG 300-500 / BGFa,b,c
Die Grundfläche von Balkonen und Loggien wurde bei der Berechnung der
Wohnfläche durchgängig mit 50% angesetzt.
Prüfung Energieeffizienz und Tageslicht
1. 	Primärenergie / Energiekonzept
Die überwiegende Zahl der Arbeiten nimmt das Angebot der Fernwärmeversorgung wahr und wird so die EnEV-/ KfW-Obergrenze bezüglich des
Primärenergiebedarfs einhalten.
2. Wärmeschutzstandard / A/V-Verhältnis
Alle Aussagen in den Vorprüfberichten zum KfW-Standard beziehen sich
auf die EnEV 2014, Anforderungen ab 1.1.2016.
Das Hüllflächen-Volumen-Verhältnis (A/V) wurde überschläglich für die
Wohn-gebäude bestimmt und mit den anderen Arbeiten vergleichend dargestellt.
3. Natürliche Lüftung / mechanische Entlüftung
Die vorgeschlagenen technischen Lüftungssysteme entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und sind mit der EnEV 2104 vereinbar. Technische Innovationen wurden nicht vorgeschlagen

36

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

4. Materialien / Ökologische Auswirkungen / Nachhaltigkeit
Nicht alle Arbeiten sind so detailliert durchgearbeitet, dass eine belastbare
Feststellung der ökologischen Auswirkungen und der Nachhaltigkeit möglich
ist. Insofern müssen sich die Berichte auf die Benennung der verwendeten
Materialien beschränken.
5. Tageslichtversorgung / Sonnenschutz
Keine Arbeit schafft es aufgrund der Verschattung durch die Nachbarbebauung befriedigende Besonnungs- und Tageslichtverhältnisse (insb. nicht in den
unteren beiden Etagen und in nordorientierten Wohnungen) für jede einzelne
der dargestellten Wohnungen zu bieten. Jedoch unterscheiden sich in diesem
Punkt die Arbeiten deutlich. Die Vorprüfung hat zur Feststellung der Besonnungsverhältnisse nach DIN 5034 exemplarisch solargeometrische Analysen
gefertigt.
In DIN 5034-1; 2011-07, Pkt 4.4 wird konstatiert, dass „vor allem für Wohnräume die Besonnbarkeit ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist, da eine ausreichende Besonnung zur Gesundheit und zum Wohlbefinden beiträgt. Deshalb
sollte die mögliche Besonnungsdauer in mindestens einem Aufenthaltsraum
einer Wohnung zur Tag- und Nachtgleiche 4h betragen. Soll eine ausreichende
Besonnung in den Wintermonaten sicher gestellt sein, sollte die mögliche Besonnungsdauer am 17. Januar mindestens 1 h betragen. Als Nachweisort gilt
die Fenstermitte in der Fassadenebene“
Die Praktikabilität der vorgeschlagenen Sonnenschutzsysteme wurde geprüft
– sofern die Bearbeitungstiefe dieses zulässt.
Kostenschätzung
Von der Kostenermittlung wurden die Flächen der zu errichtenden Bauteile
ermittelt.
Um die Gebäude vollständig zu erfassen, wurden die Flächen bzw. Räume
folgender Bauteile bestimmt: Baugrube, Basisfläche, Horizontalflächen, Dachfläche, Außen- und Innenwände – unterteilt in Tragend und Nichttragend.
Zur Ermittlung der Kosten wurden die aktuellsten statistischen Kostenkennwerte des Baukosteninformationszentrums (Stuttgart, 2015) herangezogen.
Grundlage der Kostenermittlung waren die Pläne und die Baubeschreibungen
der Wettbewerbsteilnehmer. Während die Kosten der KG 300 in aller Regel
über die erwähnten, aufgenommenen Flächen/Räume der Bauteile errechnet
wurden, wurden für die Kosten der KG 400 die Bruttogeschossflächen und die
anzuwendenden prozentualen statistischen Kennwerte für einen einfachen
bis mittleren Standard zugrunde gelegt. Die Berechnung der Kosten der KG
500 basiert auf dem Wert der nicht bebauten Grundstücksfläche.
Kostenansätze für Unterfangungen und den Verbau sind enthalten.
Da die Entwürfe bezüglich der Nutzflächen und der Bruttogeschossflächen
sehr unterschiedlich ausfallen, sind die Aussagen zur prozentualen Überschreitung des Gesamtbudgets nicht vollständig aussagefähig. Vielmehr müssen die Kosten pro m²-Nutz- bzw. Wohnfläche und m²-Bruttogeschossfläche
betrachtet werden. Anhand dieser Kenndaten lassen sich Rückschlüsse auf
die geplanten Qualitäten (insbesondere bei der Fassadengestaltung) und die
hieraus resultierenden Kosten ziehen.

37

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Die quantitativen Daten sind auszugsweise in den Einzelberichten in einer
Tabelle auf der jeweils ersten Seite dargestellt. Zwei vergleichende tabellarische Zusammenstellungen der quantitativen Daten und der Kostenkennwerte wurden den Einzelberichten vorangestellt.
Zusätzlich wurden die Kenndaten zur besseren Vergleichbarkeit in Balkendiagrammen dargestellt:
-	
-	
-	
-	

Wohnfläche gesamt
Bruttogrundfläche BGFa,b,c
Bruttorauminhalt BRI a,b,c
KG 300-500 / WFL und KG 300-500 / BGF

Die Balkendiagramme wurden mit den entsprechenden Soll-Werten bzw.
mit dem Mittelwert aller Wettbewerbsbeiträge im Vergleich dargestellt.
Sachverständige
Zu den einzelnen Prüfkriterien haben Sachverständige schriftliche oder
mündliche Stellungnahmen abgegeben, die in die Einzelberichte mit eingeflossen sind.
Als Sachverständige wirkten mit:
Ute Sprickmann-Kerkerinck, Alexander Stolzenberg, Christian Daller,
Cornelia Würz, Thomas Straßberg, Roy Gäbert, Jens Rieser,
Norma Prange, Horst Evertz

Berlin, 03. Dezember 2015

38

14.000

13.000

12.000

0

9.000

8.000

7.000

6.000

5.000

4.000

3.000

2.000

1.000

1130

1129

1128

1127

1126

1125

1124

1123

1122

1121

1120

1119

1118

11.486

15.158

13.367

16.991

16.163

14.959

13.394

14.172

14.501

14.063

13.237

12.975

1130

1129

1128

1127

1126

1125

1124

1123

1122

1121

1120

1119

1118

1117

13.241

1117

1115

1114

1113

1112

1116

15.162

18.000

13.384

Bruttogrundfläche a,b,c in m²

1116

12.824

10.000

1115

11.000
13.022

16.000

1114

11.224

17.000

15.488

8.116

8.296

6.789

7.645

7.568

8.818

8.091

7.472

7.523

7.519

7.559

7.329

6.740

8.876

8.276

7.585

7.442
6.620

6.071

7.000

1113

15.000

7.756

10.000

1112

0

1111

8.000

12.888

9.000

1111

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll
40

2.6	Balkendiagramme

Wohnfläche in m²

Wohnfläche

Soll

7.700 m²

6.000

5.000

4.000

3.000

2.000

1.000

Mittelwert

13.885 m²

0

1130

1129

1128

1127

1126

1125

826

829

814

914

850

827

1.001

1.200

1124

1.513

1.632

1.592

1.618

1.488

1.605

1.528

2.007

2.000

888

1.726
1.647

1.530

1.394

1.748

2.200

1123

885

834

819

873

1.366

1.697

1.539

1130

1129

1128

1127

1126

1125

1124

1123

1122

1121

1120

1119

1118

1117

1116

1115

1114

1113

43.582
41.906

41.415

37.328

33.527

50.237

50.768

48.386
44.807

42.565

38.728

36.751

45.677

41.982
39.345

36.284

33.522

37.464

55.000

1122

1121

962

908

854

795

1.451

1.674

39.825

39.345

50.000

1120

1119

1118

1117

1116

1115

829

905

1112

35.000

1114

800
1.530

1.800

1113

1.000

877

1.600

1112

1.400

1111

0

1.296

40.000

780

45.000

1111

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll
41

Bruttorauminhalt m³

Mittelwert

41.172 m³

30.000

25.000

20.000

15.000

10.000

5.000

Kosten 300 - 500 / Wohnfläche, Kosten 300 - 500 / Bruttogrundfläche in €/m²

600

400

200
Soll

1.623 €/m²

Mittelwert

863 €/m²

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

2.7	

42

Zusammenstellung der Kenndaten

1111

Wettbewerbsarbeit

1112

1113

1114

1115

Flächen und Rauminhalte
Wohnfläche 1- bis 4-Zimmerwhg.

m²

3.937

5.571

4.201

5.356

4.655

Anzahl 1- bis 4-Zimmerwhg. Gesamt WE

58

96

79

99

89

Anteil 1-Zi / 2-Zi / 3-Zi / 4-Zi-Whg.

%

15/64/7/14

Wohnfläche Atelierwohnungen.

m²

990

1.481

554

408

586

Anzahl Atelierwohnungen

WE

10

19

8

7

10

Wohnfläche Wohngruppen

m²

2.829

1.824

1.316

1.678

1.379

Anzahl Wohngruppen

WE

7

6

4

6

5

Wohnfläche Gesamt

m²

7.756

8.876

6.071

7.442

6.620

Café Nutzfläche

m²

95

78

89

89

105

Bruttogrundfläche BGFa,b,c

m²

12.888

15.488

11.224

13.022

12.824

Bruttorauminhalt BRIa,b,c

m³

39.345

39.825

37.464

33.522

36.284

0,60

0,57

0,54

0,57

0,52

10.367

12.506

11.260

11.501

10.839

0,26

0,31

0,30

0,34

0,30

2.480

2.185

2.649

2.219

1.621

0,67

0,59

0,72

0,60

0,44

9.902.456

13.388.185

10.041.476

10.611.561

9.916.364

145.497

189.750

120.225

184.613

274.313

WFL / BGFa,b,c
Hüllfläche

m²

A/V
Grundfläche (GF)

m²

GRZ (GF / Grundstücksfläche)

23/60/10/7 19/61/10/10

22/62/7/9 21/51/10/18

Kosten brutto
KG 300 + 400

€

KG 500
KG 300 - 500 Ist

€

10.047.953

13.577.935

10.161.701

10.796.174

10.190.677

KG 300 - 500 Soll

€

12.500.000

12.500.000

12.500.000

12.500.000

12.500.000

Kostenkennzahlen KG 300 - 500 brutto
KG 300 -500 / Wohnfläche

€/m²

1.296

1.530

1.674

1.451

1.539

KG 300 - 500 / BGF

€/m²

780

877

905

829

795

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

43

1116

Wettbewerbsarbeit

1117

1118

1119

1120

Flächen und Rauminhalte
Wohnfläche 1- bis 4-Zimmerwhg.

m²

4.449

5.694

4.574

5.157

4.207

Anzahl 1- bis 4-Zimmerwhg. Gesamt WE

71

109

91

83

70

Anteil 1-Zi / 2-Zi / 3-Zi / 4-Zi-Whg.

%

Wohnfläche Atelierwohnungen.

m²

986

724

941

972

1.331

Anzahl Atelierwohnungen

WE

15

8

16

14

19

Wohnfläche Wohngruppen

m²

2.150

1.858

1.225

2.167

2.578

Anzahl Wohngruppen

WE

5

6

5

6

9

Wohnfläche Gesamt

m²

7.585

8.276

6.740

8.296

8.116

Café Nutzfläche

m²

89

97

102

83

87

Bruttogrundfläche BGFa,b,c

m²

13.384

13.241

12.975

13.237

15.162

Bruttorauminhalt BRIa,b,c

m³

41.982

39.345

36.751

38.728

45.677

0,57

0,63

0,52

0,63

0,54

12.705

11.595

13.439

13.729

11.762

0,30

0,29

0,37

0,35

0,26

2.380

1.902

2.250

2.851

2.539

0,64

0,51

0,61

0,77

0,69

12.709.561

11.075.588

11.603.469

11.471.691

12.283.988

160.448

232.178

179.963

89.925

136.650

WFL / BGFa,b,c
Hüllfläche

m²

A/V
Grundfläche (GF)

m²

GRZ (GF / Grundstücksfläche)

17/62/11/10 23/55/11/11

27/60/7/6 20/58/12/10 14/53/23/10

Kosten brutto
KG 300 + 400

€

KG 500
KG 300 - 500 Ist

€

12.870.009

11.307.766

11.783.432

11.561.616

12.420.638

KG 300 - 500 Soll

€

12.500.000

12.500.000

12.500.000

12.500.000

12.500.000

Kostenkennzahlen KG 300 - 500 brutto
KG 300 -500 / Wohnfläche

€/m²

1.697

1.366

1.748

1.394

1.530

KG 300 - 500 / BGF

€/m²

962

854

908

873

819

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

44

1121

Wettbewerbsarbeit

1122

1123

1124

1125

Flächen und Rauminhalte
Wohnfläche 1- bis 4-Zimmerwhg.

m²

3.783

4.785

4.269

5.003

4.742

Anzahl 1- bis 4-Zimmerwhg. Gesamt WE

67

89

73

76

90

20/62/9/9 19/ 60/11/10 21/53/16/10

24/ 57/11/8

Anteil 1-Zi / 2-Zi / 3-Zi / 4-Zi-Whg.

% 20/ 58/10/12

Wohnfläche Atelierwohnungen.

m²

1.631

752

1.132

749

869

Anzahl Atelierwohnungen

WE

25

13

17

12

11

Wohnfläche Wohngruppen

m²

1.915

2.022

2.118

1.771

1.861

Anzahl Wohngruppen

WE

5

6

6

5

5

Wohnfläche Gesamt

m²

7.329

7.559

7.519

7.523

7.472

Café Nutzfläche

m²

86

76

78

82

114

Bruttogrundfläche BGFa,b,c

m²

15.158

14.063

16.991

11.486

14.501

Bruttorauminhalt BRIa,b,c

m³

42.565

48.386

44.807

33.527

43.582

0,48

0,54

0,44

0,65

0,52

12.384

12.466

14.698

12.184

12.908

0,29

0,26

0,33

0,36

0,30

2.092

2.080

2.306

1.507

2.757

0,57

0,56

0,62

0,41

0,75

12.444.967

12.242.698

14.920.894

11.205.043

11.887.159

203.753

205.463

171.600

291.525

103.988

WFL / BGFa,b,c
Hüllfläche

m²

A/V
Grundfläche (GF)

m²

GRZ (GF / Grundstücksfläche)
Kosten brutto
KG 300 + 400

€

KG 500
KG 300 - 500 Ist

€

12.648.720

12.448.160

15.092.494

11.496.568

11.991.147

KG 300 - 500 Soll

€

12.500.000

12.500.000

12.500.000

12.500.000

12.500.000

Kostenkennzahlen KG 300 - 500 brutto
KG 300 -500 / Wohnfläche

€/m²

1.726

1.647

2.007

1.528

1.605

KG 300 - 500 / BGF

€/m²

834

885

888

1.001

827

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

45

1126

Wettbewerbsarbeit

1127

1128

1129

1130

Flächen und Rauminhalte
Wohnfläche 1- bis 4-Zimmerwhg.

m²

4.842

4.806

4.345

3.265

5.924

Anzahl 1- bis 4-Zimmerwhg. Gesamt WE

81

82

75

57

104

17/68/10/5 18/61/11/10

24/56/12/8

Anteil 1-Zi / 2-Zi / 3-Zi / 4-Zi-Whg.

%

Wohnfläche Atelierwohnungen.

m²

1.055

834

1.118

1.247

1.269

Anzahl Atelierwohnungen

WE

12

18

18

15

21

Wohnfläche Wohngruppen

m²

2.194

1.928

2.182

2.277

1.625

Anzahl Wohngruppen

WE

6

5

7

7

5

Wohnfläche Gesamt

m²

8.091

7.563

7.645

6.789

8.818

Café Nutzfläche

m²

114

95

127

90

85

Bruttogrundfläche BGFa,b,c

m²

14.172

13.394

14.959

13.367

16.163

Bruttorauminhalt BRIa,b,c

m³

41.906

37.328

50.768

41.415

50.237

0,57

0,57

0,51

0,51

0,55

12.282

12.664

12.643

9.304

12.064

0,29

0,34

0,25

0,22

0,24

2.263

2.525

2.484

1.827

2.752

0,61

0,68

0,67

0,49

0,74

11.864.141

12.106.172

12.029.619

10.837.248

13.239.280

178.125

138.825

144.975

243.413

104.738

WFL / BGFa,b,c
Hüllfläche

m²

A/V
Grundfläche (GF)

m²

GRZ (GF / Grundstücksfläche)

21/60/11/8 24/55/10/11

Kosten brutto
KG 300 + 400

€

KG 500
KG 300 - 500 Ist

€

12.042.266

12.244.997

12.174.594

11.080.661

13.344.017

KG 300 - 500 Soll

€

12.500.000

12.500.000

12.500.000

12.500.000

12.500.000

Kostenkennzahlen KG 300 - 500 brutto
KG 300 -500 / Wohnfläche

€/m²

1.488

1.618

1.592

1.632

1.513

KG 300 - 500 / BGF

€/m²

850

914

814

829

826

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

2.8	

Einzelberichte 1111 - 1130

47

1111

Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten, Frankfurt am Main | 2. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll
20/60/10/10

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

Ist
15/64/7/14
3.937

WFL Atelier [m²]

990

WFL Wohngruppen [m²]

2.829

Wohnfläche Gesamt [m²]

7.756

BGFa,b,c [m²]

12.888

BRIa,b,c [m³]

39.345

A/V

0,26

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,60

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 10.047.953
1.623

1.296

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- 	 Ringförmige, 5- bis 6-geschossige kantige Baukörperanordnung, im Süden abgewinkelt als geschlossene
Blockstruktur mit Innenhof, zum Pfarrhof offen
-	 Aufnahme der Bauflucht im Nordwesten, Anbindung
im Osten in Tiefe des Gemeindehauses, im Südosten
in Tiefe der Brandwand
-	 Ausbildung einer „Passage“ im Westen mit Aufweitung im Süden als kleiner Quartiersplatz, schmale
straßenseitige Stirn an der Kienitzer Straße, Erhalt
der Baumreihen
-	 Gebäudehöhe ca. 19 m, Staffelung auf ca. 16,40 m im
Osten zum Gemeindehaus
-	 Gebäudetiefen 19 m mit Ost-West-Orientierung und
16,50m in Nord-Süd-Orientierung, 12m an der südlichen Brandwand
-	 Durchlaufender horizontaler Rücksprung und Ausbildung einer langen Balkonzone ab 3. OG mit Ausnahme der Eckkubatur
-	 Hauseingänge (3 Stk.) von der Briesestraße und dem
Quartiersplatz im Süden (2 Stk.)
-	 Breiter Durchgang an der Briesestraße in Innenhof,
lediglich ein Hauseingang direkt an Hof angebunden
-	 Privater Innenhof, schematische Darstellung der Außenraumnutzungen
Gestaltung / Konstruktion
-	 3-geschossiger Sockel sowie das betonte Eckvolumen als durchgängig profilierte, rötlich eingefärbte
Putzfassade, horizontale Gliederung durch zurücktretende Obergeschosse mit schlichter, weißer Putzfassade (WDVS), graue Fensterfaschen
-	 Tiefe Einschnitte für Loggien in alle Richtungen
-	Stehende Fensterformate, Holz, raumhoch, helle
massive Brüstungen der Loggien, außenliegende Geländer aus Flachstahl 	
-	 EG-Zone im Außenraum mit kaskadenartiger Abtreppung im N, W und im Hof entlang der Fassaden, Ausgleich der Höhenniveaus durch Geschosshöhen im
EG und abgesenktem OKFB Ecke Briesestraße
-	 Massive Konstruktion in Stahlbeton und Mauerwerk
Funktion
-	Eingangszonierung in Vorraum, Abstellräume für
Fahrrad-/Kinderwagen-/Rollator, Aufzug und Treppenräume
-	 Treppenräume innenliegend mit Luftraum und Oberlicht, einläufig angelagerte Treppen, „Kommunikationsflächen“ vor den Wohnungseingängen, 3- bis
4-Spänner
-	 Wohnungsgrößen durchmischt auf den Etagen, vielfältige Grundrisse
-	 Ateliers im EG, mittlere Einheit ohne Anbindung an
Treppenhaus, Orientierung zur Straße bzw. Passage, Wohn-/Schlafräume i. d. Regel zum Innenhof mit
Außensitzbereich; Split-Level mit 3 Stufen zwischen
Wohnen und Arbeiten, ggf. auch „getrennte Nutzung“
möglich, zum Teil innenliegende Küchen

1111
-	1-Zimmer-Wohnungen mit einseitiger Orientierung
nach N, O und W
-	 Alle 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen mehrfachorientiert
-	 Je Wohnung eine Loggia, im 2. OG vorgelagerte Terrassenschiene durch Rückstaffelung nach Norden
und Westen
-	 Innenliegende Nasszellen, normiert, rollatorengerecht
-	 Großteils innenliegende Küchen, offen zu den Wohnräumen
-	 Abstellräume in den Wohnungen bzw. auf den Geschossen in den Erschließungsbereichen
-	 Orientierung Wohn-, Essräume und Loggien zum Innenhof
-	 Wohngruppen mit großen zentralen Gemeinschafträumen direkt am Treppenhaus und Loggia zum Innenhof, Anordnung auf allen OGs, zum Teil 2-geschossige Gemeinschaftsräume mit Galerien
-	 Geschosshöhen EG von 2,80m bis 4,70m, OG 2,80m
-	 Café am Quartiersplatz im Süden
-	 Zufahrt TG von der Kienitzer Str. an Brandwand, 31
STP, Anbindung an ein Treppenhaus
-	 Teil-UG im Süden mit 31 m² Technikfläche und 38 m²
Fahrradabstellraum
-	 Zusätzl. große Abstellflächen an den Hauseingängen
-	 Müllbereich als Pergola-Schiene entlang Brandwand
-	 Gemeinschaftliche Abstellräume an den Treppenhäusern in den unterschiedlichen Geschossen
Energieeffizienz
-	 FW-Anschluß genutzt
-	 A/V durch Baukörper gut, bodentiefe Fenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 mit hochwertigen
Fenstern möglich, Wärmeschutzlinie realisierbar,
Nachbesserung Rollladen-Überzug erforderlich
-	 Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton/ Werksteinarbeiten/ WDVS/ Holzfenster
-	 Reine Nord- und Ostlagen sind ungenügend besonnt.
Westlagen Zur Tag- und Nachtgleiche ab dem 3.OG/
4.OG (=~3/5) ausreichend besonnt, Staffelung ab
3.OG. wirkt sich günstig aus.
-	 Dezentrale Lüftungsanlagen mit WRG, Ph-Zertifikat
Realisierbarkeit
- 	 1-Zi-Whg: 40 - 61m²; 2-Zi-Whg: 54 - 81m²; 3-Zi-Whg:
73 - 80m²; 4-Zi-Whg: 89 - 110m², Atelierwohnungen:
73 - 118m²; Wohngruppen: 397 - 507m²; teilweise
große Terrassen
-	 Abweichender Wohnungschlüssel mit hohem Anteil 2und 4-Zimmer-Wohnungen
- 	 Barrierefreiheit in Atelierwohnungen nicht gegeben
-	Innenliegende Treppenhäuser mit gebäudehohen
großen Treppenaugen
-	 Abstandsfläche durch Baukörperrücksprung im 3.OG
eingehalten
-	 Normale Nutzfläche, gute Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.296 € (sehr gut); Kosten/m²-BGF:
780 € (gut)
-	 Normale Nutzungskosten

1112

raumzeit Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin | Anerkennung

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll
20/60/10/10

Ist
23/60/10/7

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

5.571

WFL Atelier [m²]

1.481

WFL Wohngruppen [m²]

1.824

Wohnfläche Gesamt [m²]

8.876

BGFa,b,c [m²]

15.488

BRIa,b,c [m³]

39.825

A/V

0,31

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,57

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 13.577.935
1.623

1.530

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

1112

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
-	 Drei rechtwinklig zueinanderstehende Baukörper mit
Zwischenabstand von ca. 9,5m bzw. 13m in den Obergeschossen, zusätzlich zurückspringendes, oberstes
Staffelgeschoss, bilden in den unteren beiden Ebenen durchgehenden Sockel aus, um Randbebauung
zu erzeugen
-	 Baukörper fassen L-förmigen Hof mit Bäumen
-	 Nordwestl. 8-gesch. Baukörper wird von östl. Hofseite
erschlossen. Gebäudehöhe max. ca. 23m
-	 Nordöstl. 7-gesch. Baukörper (Höhe max. ca. 22m)
mit Zugang von Briesestr., ergänzt über 2-gesch.,
hofseitigen Anbau entlang östl. Grundstücksgrenze
mit Brandwand zum Pfarrhof
-	 Südwestl. 5-gesch. Baukörper mit Zugang von Kienitzer Str. Gebäudehöhe max. ca. 17,5m
-	 Gebäudetiefen ca. 17,2m
-	 TG Zufahrt von Kienitzer Str. entlang Brandwand
-	 Ausgleich des Straßengefälles durch nordwestl. eingegrabene Fahrradabstellräume mit Hofzugang und
höhenvermittelndem Innenhof, der über Rampen erschlossen wird, die in den Zufahrten zwischen den
Baukörpern platziert sind
Gestaltung / Konstruktion
-	 Einheitliche, umlaufende Balkonbrüstungen schaffen
klare Baukörperkanten, dahinterliegende Außenwände springen unterschiedlich tief zurück und bilden Balkone aus
-	Stahlbetonskelettbauweise, Außenfassaden Wechsel von opak gedämmten Paneelen mit lasierter,
hölzerner Deckschicht und geschosshohen Verglasungen mit Holzrahmen. Textile Markisen an vorderer
Balkonkante als Sonnenschutz, innenliegende Vorhänge als Blendschutz. Extensives Gründach
Funktion
-	 Drei innenliegende, einläufige Treppen und eine zweiläufige Treppe in Kombination mit einem Aufzug
-	 Nordwestl. Baukörper 1.-6.OG, 6-Spänner. 2 Zi-Whgen mit Balkon, über Eck mit zweiseitiger Belichtung.
1-Zi-Whgen einseitig nach West oder Ost orientiert
mit geschosshohen Fenstertüren vor Brüstung
-	 Nordostbaukörper 2.-5.OG je Geschoss eine Wohngruppe mit vier 1-Zi-Whgen, drei 2-Zi-Whgen und
hofseitiger Gemeinschaftsfläche nach Südwesten
-	 Südwestl. Baukörper 1. u. 4.OG 5 Spänner für 2-5 ZiWhgen mit Balkon, 2. u. 3.OG für je eine Wohngruppe
-	 Staffelgeschosse mit Außenterrassen u. je einem Sozialraum und weiteren 2-, 3- u. 4-Zi-Whgen
-	 Atelierwohnungen als Maisonetteeinheiten im EG und
1.OG entlang Briesestr., zweigesch. Innenhofbebauung (einseitig belichtet, Wohnungstiefe ca. 10,5m),
im nordwestl. Baukörper mit Öffnungen zum Innenhof
und 1-gesch. Ateliers im EG des südöstl. Baukörpers
-	 Großteil der Wohnungen mit Balkon, 1-Zi-Whgen vorwiegend mit geschosshohen Fenstertüren
-	 Bäder innenliegend in OGs übereinanderliegend

-	
-	
-	
-	

Offene Wohnküchen zu Wohnräumen
Café im EG öffnet zur Kienitzer Straße
Geschosshöhen OG ca. 3m
Abstellfläche im 1.OG (78,75 m²), Wohnungen ohne
eigene Abstellräume
-	 Fahrradabstell- und Haustechnikräume entlang Weg,
halb eingegraben mit östl. Zufahrt über Hof durch
Treppenhauskerne, weiterer Fahrradabstellraum im
nordöstl. EG mit Hofzugang. Müllräume flankieren
Hauseingänge
-	 28 PKW-Stellplätze unter südwestl. Baukörper und
Teilen des Hofs, Anbindung an Treppenhäuser. Weitere UG Nutzung ohne Kennzeichnung
Energieeffizienz
-	 FW-Anschluss nicht genutzt, Gaszentrale (primärenergetisch ungünstiger) oder Holzpellets (primärenerg.
günstiger, jedoch kleinere Betriebssicherheit)
-	 A/V durch Baukörper gut, bodentiefe Fenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 mit hochwertigen
Fenstern möglich, Wärmeschutzlinie realisierbar
-	 Niedrigerer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton/ nichttragende Dämmpaneele/ WDVS
-	 Nur wenige reine Nordlagen, die ungenügend besonnt
sind. Über-Eck-Lagen günstig. Ost- und Westlagen
zur Tag- und Nachtgleiche ~2/5 ausreichend besonnt.
Auskragende Deckenstreifen: Belichtungstechnisch
nachteilhaft
-	 Fensterlüftung, keine WRG. Innenliegende Bäder Abluftanlagen
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 32 - 35m²; 2-Zi-Whg: 50 - 87m²; 3-Zi-Whg:
67 - 129m²; 4-Zi-Whg: 81 - 120m²; Atelierwohnungen
54 - 99m²; Wohngruppen: 308 m²
-	 12 große 2-Zimmerwhgen zwischen 66m² und 87m².
7 große 3-Zimmerwhgen zwischen 80m² und 129m².
5-Zimmerwhg mit 135m² im 1.OG. 3 große 4-Zimmerwhgen zwischen 107 m² und 120m². Insgesamt hohe
Gesamtwohnfläche
-	 Wohnungsschlüssel nahezu im Soll
-	 Kinderwagen- u. Rollatorstellplätze nicht ausgewiesen
- 	Zusätzliche Sozialräume in Staffelgeschossen 5., 6.
und 7.OG insg. 225m²
-	 Innenliegende Treppenhäuser
-	 Maisonetteatelierwohnungen nicht barrierefrei
-	 Maisonettewohnungen nördl. u. östl. des Innenhofs
im OG ohne Anbindung an Treppenhaus
-	 Abstandsflächen nördl. Riegel partiell um ca. 1,8m
unterschritten, südl. Riegel partiell bis zu 5,8 m unterschritten
-	 Sehr hohe Nutzfläche, gute Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.530 € (mittel); Kosten/m²-BGF: 877
€ (mittel)
-	 Hoher Fensteranteil
-	 Normale Nutzungskosten

1113

AFF Architekten, Berlin | 2. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll

Ist

20/60/10/10 19/61/10/10

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

4.201

WFL Atelier [m²]

554

WFL Wohngruppen [m²]

1.316

Wohnfläche Gesamt [m²]

6.071

BGFa,b,c [m²]

11.224

BRIa,b,c [m³]

37.464

A/V

0,30

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,54

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 10.161.701
1.623

1.674

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

1113

Städtebau
-	 Ensemble aus vier verschiedenen Gebäudeteilen um
einen rechteckigen Innenhof (28 x 20,5 m) gruppiert
-	 Kompakter orthogonaler Baukörper springt im Norden
leicht vor Bestandsbebauung vor
-	 Höhenentwicklung greift Höhen der Nachbargebäude
auf und vermittelt zwischen der umgebenden Bebauung
-	 Rhythmisierte Staffelung von 4-7 Geschossen
-	 Betonung der Nordwestecke durch 7-geschossiges
Gebäudeteil
-	 Höhenentwicklung von ca. 15 – 22 m
-	 Gebäudetiefe 9-10m bzw. 15 und 17m
-	 Straßenverlauf abgetreppt an Briesestraße; an Kienitzer Str. nivelliert mit Sitzmauer
-	Oberirdische Garage mit Zufahrt an nordöstlicher
Grundstücksecke bildet erhöhten Innenhofbereich
aus
-	 Erdgeschoss mit dezentralen Zugängen zu Ateliers
und drei Hauseingangsbereichen an Nord-, Westund Südseite
-	 Zwei einläufige Treppen als Zugang zu Innenhof
-	 Großzügige N-S-Verbindung mit Ausbildung eines
Quartiersplatzes an Kienitzer Str.
-	 Zugang zu nivelliertem Quartiersplatz von Westen
bzw. über Stufen im Osten
-	 Gepflasterte Durchwegung mit vielfältigen Angeboten
wie Ateliergärten und Spielinseln als Tenneflächen
-	 Innenhof mit urban gardening-Flächen und quadratischer Spiel- und Liegewiese

cke. Zugang über Innenhof bzw. ab 2. OG über über
Gang an Brandwand
-	OGs mit linearen, mittigen Flurbereichen als 57-Spänner
-	Wohnungen fast ausschließlich einseitig orientiert,
auch mit reiner Nordlage
-	 In den Eckbereichen zweiseitige Orientierung
-	 Offene Wohnküchen an Wohnräumen
-	 Bäder großteils innenliegend bzw. an Loggia
-	 Abstellräume am Wohnungseingang (t=0,8 m) und
teilweise zentral auf den Etagen
-	 Im 5. und 6. OG Sondertypen als 2-4-Spänner mit
mehrseitig ausgerichteten Wohnungen
-	 Im südlichen Gebäudewinkel bis einschl. 4. OG 4 Gemeinschaftswohnungen mit 6 Individualwohnungen
(373m²) mit Balkon
-	Gemeinschaftlicher Wohnraum zum Innenhof und
Balkon zum Quartierssplatz
-	 Im EG 8 Ateliers mit Orientierung nach Norden und
Westen; Atelierbereich mind. 22 m²
-	 Ateliers auf einer Ebene; Serviceschiene mit Küche/
Bad im rückwärtigen Bereich
-	 Café im Südosten mit Orientierung zu Durchwegung
bzw. Quartiersplatz
-	 Geschosshöhe EG: 3,8 m; OGs: 2,95 m
-	 Fahrradstellfläche: 517 m²
-	 Anbindung Garage an südliches Treppenhaus; sonstige Treppenhäuser nicht erschlossen
-	 26 Kfz-Stellplätze; 1 behindertengerechter Kfz-Stellplatz

Gestaltung / Konstruktion
-	 Einheitliche Gestaltungsansatz für den Baukörper mit
Rasterstruktur aus Betonfertigteilen und großflächiger
Verglasung
-	 Erhöhtes Erdgeschoss mit teilweise zurückgesetzten
Eingangsbereichen
-	 Betonen der Bauteilvolumina durch unterschiedliche
Betonrezepturen mit Rotpigmenten
-	 Bodentiefe Fenster mit Schiebeelementen an den
Balkonen sowie Einschnitte für Loggien
-	 Vorspringende Balkone mit senkrechten Metallstäben
-	 Stahlbetonskelett mit aussteifenden Treppenhauskernen, hochwärmegedämmte Außenfassade aus Betonfertigteilen
-	 EG mit Alu-Profilen, OG mit Kunststofffenster; 3-fachVerglasung
-	 Außenliegender, textiler Sonnenschutz
-	 Extensive Dachbegrünung

Energieeffizienz
-	 A/V durch Baukörper gut, bodentiefe Fenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 mit hochwertigen
Fenstern möglich, Wärmeschutzlinie realisierbar
-	 Höherer Energieeinsatz zur Herstellung
-	Reine Nord- und Ostlagen ungenügend besonnt;
Westlagen Zur Tag- und Nachtgleiche ab dem 3.OG
(=~3/5) ausreichend besonnt
-	 Keine WRG. Abluftanlagen für innenl. Bäder

Funktion
-	 Vertikalerschließung an Hauseingängen mit großzügigen, zweiläufigen Treppen und Aufzügen; Abstellräume Fahrräder/Kinderwagen sowie Müllflächen
jeweils an den Treppenhäusern (mit Ausnahme westliches Treppenhauses)
-	 Zusätzliches Treppenhaus an östlicher Gebäudee-

Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 30 - 41m²; 2-Zi-Whg: 44 - 55m²; 3-Zi-Whg:
55 - 72m²; 4-Zi-Whg: 77 - 95m²; Ateliers: 55 - 97m²;
Wohngruppen: 373m²
-	 Barrierefreier Zugang Wohnungen von Tiefgarage
nur über südliches Treppenhaus; Erschließung Innenhof nicht barrierefrei bzw. nur über Gebäude
-	 Geringe Nutzfläche, mittlere Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.674 € (hoch); Kosten/m²-BGF: 905 €
(hoch)
-	 Hoher Fensteranteil
-	 Normale Nutzungskosten

CITYFÖRSTER Architekten, Berlin / MAN MADE LAND / Bollinger und Grohmann GmbH / Olaf Heineke | 1. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll
20/60/10/10

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

1114

Ist
22/62/7/9
5.356

WFL Atelier [m²]

408

WFL Wohngruppen [m²]

1.678

Wohnfläche Gesamt [m²]

7.442

BGFa,b,c [m²]

13.022

BRIa,b,c [m³]

33.522

A/V

0,34

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,57

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€]

12.500.000 10.796.174
1.623

1.451

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
-	 P-förmige Gebäudestruktur bestehend aus Wohnriegel in Nord-Süd-Ausrichtung, der stufenweise nach
S von 8 auf 4 Geschosse abtreppt (Höhe ca. 23,7m,
20,9m, 18,1m, 12,5m, Tiefe ca. 13m) und C-förmiger
Ergänzung, die sich entlang Briesestr. u. der Brandwände entwickelt u. nach W öffnet
-	 Entlang Briesestr. schließt Neubau mit reduzierter
Höhe (ca. 14m) an Gemeindehaus an. 3-gesch.
Brückenbau über 2-gesch. Durchwegung bindet an
Nord-West-Riegel an
-	Hofseitige Brandwandbebauung (Gebäudetiefe ca.
9,4m bzw. 8,4m) nimmt deren Gebäudehöhe auf und
führt diese L-förmig entlang Grundstücksgrenze zum
Pfarrhof weiter
-	 Gebäuderiegel mit Abtreppung und parallelen, beidseitigen Durchwegungen sind auf Lessinghöhe ausgerichtet
-	 C-förmiger Gebäudeteil fasst einen halböffentlichen
„Wohnhof“. Freiräume werden durch leichte Hügel
geformt, Mosaikpflaster, Solitärbaumbepflanzung
-	 Westl. Freiraum vor den Ateliers mit kleinen Mosaikpflasterteppichen als Eventflächen. Neuer erhöhter
Spielplatz unter Bestandsbäumen
-	Ausgleich des Straßengefälles durch Split-Level
Strukturen in EG-Zone zwischen Straßenseite und
erhöhtem Innenhof
Gestaltung / Konstruktion
-	 Regelmäßige Lochfassade mit bodentiefen, großen
Kunststofffensterelementen bestehend aus Festverglasungen, Öffnungsflügeln und wärmegedämmten
Paneelen. Aluminiumlamellen bzw. Fenster-SystemRaffstores als Sonnenschutz
-	 Aus der Fassadenflucht herauskragende, geschossweise versetzt angeordnete Balkone in zwei unterschiedlichen Größen
-	 Stahlbetonskelettkonstruktion mit hinterlüfteter Vorhangfassade aus mineralischen, farblich leicht changierenden Werkstofftafeln
-	 Extensives Gründach teilweise mit PV und Solarthermie, Dachterrassen als Holzdecks
-	 Bodenbeläge Betonwerkstein, Linoleum, Fliesen
Funktion
-	 Nord-Süd-Gebäuderiegel mit vier Ost-West durchgesteckten Eingangsfluren mit vier innenliegenden, einläufigen Treppen in Kombination mit Aufzügen
-	 Ein Treppenhaus entlang Briesestr. mit Aufzug, Erschließung Hofbebauung über innenliegendes, zweiläufiges Treppenhaus mit Aufzug in Gebäudeecke
-	 Hofseitig im EG neben Eingängen Fahrrad- u. Kinderwagenabstellplätze (insg. 252m²) u. Müllräume. Rollatorenabstellplätze geschossweise in Treppenhausfluren integriert
-	 Nord-Süd-Wohnriegel, 4-Spänner, im Wechsel 1- und
2-Zimmerwohnungen mit Balkonen, sehr vereinzelt
eigene Abstellräume, mit einseitiger Ost- bzw. West-

1114
ausrichtung, an Riegelenden zweiseitige Belichtung
-	 L-förmige Hofbebauung EG-5.OG für Wohngruppen
mit Gemeinschaftsraum nach NW, vier 1-Zi-Whgen
nach Norden, 3 davon mit Balkon und eine 2-Zimmerwohnung nach Westen, Gemeinschaftsabstellraum
-	Riegel zur Briesestr., 4-Spänner, je Geschoss eine
2-Zimmer und ein bzw. zwei 3 Zimmerwohnung nach
Süden mit Balkon und Bädern an Außenfassade, zwei
4-Zimmerwohnungen mit Nord- Südorientierung und
Balkon
-	 Atelierwhgen im EG straßenseitiger orientiert, teils bis
Hof durchgesteckt, auf 2 Ebenen
-	 Vorwiegend innenliegende Bäder, in Obergeschossen gruppiert und übereinanderliegend
-	 Offene Wohnküchen in Wohnraum integriert
-	 Café mit Zugang von Briesestr. entlang Nord-SüdDurchwegung öffnet in Wohnhof, 2 Ebenen
-	 Geschosshöhen OG 2,8m
-	 28 PKW-Stellplätze unter „Wohnhof“ mit Zufahrt von
Briesestr., im UG unterhalb der Gebäudeflügeln Mieterkeller 654m² und Technik 112m²
Energieeffizienz
-	 FW-Anschluss genutzt, additiv potentielle Flächen für
PV und Solarthermie (nicht vertieft)
-	A/V befriedigend, bodentiefe Fenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 mit hochwertigen Fenstern möglich, Wärmeschutzlinie gut realisierbar
-	 Höherer Energieeinsatz zur Herstellung.
-	 Reine Nord- und Ostlagen sind ungenügend besonnt.
Westlagen im Winter wären annähernd ausreichend
besonnt, wenn eigene Balkone nicht verschatteten.
Westlagen Zur Tag- und Nachtgleiche ab dem 3./
4.OG =~3/5 ausreichend besonnt. Südstaffelung begünstigt Besonnung, Entwurf reagiert auf Schatten
der Nachbargebäude
-	 Dezentrale Lüftungsanlagen mit WRG
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 41 - 48m², vorwiegend 41m². 2-Zi-Whg:
48 - 55m²; 3-Zi-Whg: 70m² und 75m². 4-Zi-Whg: 81
- 101m², Wohngruppen: im EG 203 m², sonst 295m²;
Ateliers: 54 - 60m²
- 	 Wohnungsschlüssel nahezu im Soll
-	 Im EG zusätzl. Laden 58m² und CoWorking-space
85,65m²
-	 1-Zimmer-Wohnungen nach Norden
-	 Atelierwohnungen nicht barrierefrei
-	 Fünf innenliegende Treppenhäuser
-	 Abstandsflächen um ca. 2m über ca. 2,5m Fassadenlänge überschritten
-	 Normale Nutzfläche, mittlere Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.451 € (gut); Kosten/m²-BGF: 829 €
(mittel)
-	 Sehr hoher Fensteranteil
-	 Normale Nutzungskosten

1115

welter+welter architekten BDA, Berlin | 1. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll

Ist

20/60/10/10 21/51/10/18

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

4.655

WFL Atelier [m²]

586

WFL Wohngruppen [m²]

1.379

Wohnfläche Gesamt [m²]

6.620

BGFa,b,c [m²]

12.824

BRIa,b,c [m³]

36.284

A/V

0,30

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,52

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€]

12.500.000 10.190.677
1.623

1.539

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
-	Ensemble aus U-förmigem Gebäude ‚U-Haus‘ an
Briesetraße sowie L-förmigem Gebäude ‚Turmhaus‘
ohne bauliche Verbindung
-	 Baukörper greifen jeweils die straßenseitige Bauflucht
auf
-	 Ausbilden von differenzierten Außenräumen mit einer ‚Piazza‘ im Süden sowie nahezu geschlossenem
rechteckigem ‚Hofgarten‘ eingebettet in N-S-Verbindung ‚Passarelle‘
-	 Turmartige Überhöhung im Südwesten durch 7-geschossiges Bauteil
-	 Höhenentwicklung von 4-7 Geschossen; zu Nachbarbebauung hin abtreppend
-	 Gebäudehöhe von ca. 15,0 – 22 m an Kienitzer Straße sowie 13-19m an Briesestraße. An Westseite Gebäudehöhe15-19m
-	 Gebäudetiefe 8,0m bzw. 13,5/15m
-	 Nivellierter Höhenverlauf an Briesestraße mit einem
geschosshohen Versprung; an Kienitzer Str. sowie
Westseite auf Niveau Piazza nivelliert
-	L-förmige Tiefgarage mit Zufahrt an nordöstlicher
Grundstücksecke im UG (-4,85m)
-	 Erdgeschoss mit dezentralen Zugängen zu Ateliers,
an Briesestraße mit vorgelagertem Gang (Atelierplateau) bis an Grundstücksgrenze
-	 Drei straßenseitige Hauseingänge
-	 Passarelle und Piazza mit bandartiger Pflasterung;
umlaufend abfallender Hofgarten mit modelliertem
Grünbereich in der Mitte
-	 Gemeinschaftliche Dachterrassen
Gestaltung / Konstruktion
-	 Horizontale Gliederung mit verglastem, zurückgesetztem Erdgeschoss und Obergeschossen als Lochfassaden mit bodentiefen Öffnungen, teilweise mit vorgelagerten Laubengängen
-	Erhöhtes Erdgeschoss, teilweise zweigeschossig;
Einschnitt für Zugang an Kienitzer Straße
-	Hofbereich mit großformatigen, bodentiefen Fensteröffnungen und versetzt angeordneten, vorspringenden Balkonen
-	 Konventionelle Konstruktion aus KS-Mauerwerk mit
Schotten; mineralisches WDVS mit heller Putzfassade
-	 Holzfenster, 3-fach-Verglasung (Sonnenschutzverglasung); zus. Schiebeelemente aus Streckmetall. Brüstungen Streckmetall
-	 Extensive Dachbegrünung
Funktion
-	 Erschließungsbereich im EG mit zweiläufigen, abgeschlossenen Treppen und Aufzügen. Fläche für KiWa/
Rolllatoren/Müll zugeordnet
-	 Sehr großes Angebot an gemeinschaftlichen Flächen
im EG wie Jugendatelier, Ausstellungsraum und Restaurant
-	 Café im ‚U-Haus‘ an Piazza
-	 10 Ateliers an Nord- und Westseite, jeweils durchge-

1115
steckt mit Freiflächen im Hof
-	 Min. Größe Atelierbereich 20 m²
-	 Raumbreite Ateliers teilweise 3,50 m
-	 Im Norden durch Niveauversprung mit vergrößerter
RH und als split-level
-	 Küchen/Bäder innenliegend
-	 ‚U-Haus‘ in den OG überwiegend mit Laubengangerschließung
-	 Wohnungen an den Laubengängen durchgesteckt;
teilweise b=3,50 m
-	 Sonstige Wohnungen einseitig nach Norden bzw. Westen orientiert; Eckbereiche mehrseitig
-	 Wohnraum bei 1,5-Zi-Whg innenliegend
-	 Offene Wohnküchen; Bäder innenliegend
-	 Sämtliche Wohnungen mit Balkon/Loggia
-	 Auf den Etagen ‚Glashäuser‘ für allg. Nutzung
-	 Im 5. OG eine Wohngruppe an Westseite
-	 im ‚Turmhaus‘ von 1.-4. OG Wohngruppen
-	 Gemeinschaftsfläche als ‚Berliner Zimmer‘
-	 1,5-2-Zi-Wohnungen mit Balkon/Loggia
-	 Im 5. und 6. OG je eine 4-Zi-Wohnung
-	 Abstellräume für Wohnungen im UG (580m²)
-	 Geschosshöhe EG: 3,5-6 m; OGs: 3,0 m
-	 Abstellräume Fahrräder im UG, über Rampe Hofgarten erschlossen (224m²)
-	 Anbindung Garage an ‚U-Haus‘; 28 Kfz-Stp
Energieeffizienz
-	 FW-Anschluss genutzt; additiv potentielle Flächen für
PV auf Dach und Technik im Keller für Abwärmenutzung aus öffentlichen Schmutzwasserkanalnetz
-	 A/V durch Baukörper gut, der kleine Wandanteil verbessert etwas Energiebilanz, jedoch bodentiefe Fenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 möglich,
Wärmeschutzlinie gut realisierbar
-	 Niederer Energieeinsatz zur Herstellung
-	Zweiseitig orientierte Wohnungen minimieren Belichtungsnachteile. Allerdings Besonnung durch Eigenverschattung der Laubengänge und Balkone bei
~50% nicht ausreichend.
-	 Fensterlüftung/dezentrale Lüftung ohne WRG
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 40 - 41m²; 2-Zi-Whg: 40 - 62m²; 3-Zi-Whg:
59m²; 4-Zi-Whg: 77 - 95m²; Wohngruppen: 167 - 303
m². Ateliers: 46 - 71m²
-	 Hoher Anteil 4-Zi-Whg, geringer Anteil 2-Zi-Whg
-	 Zusätzliche Fläche ca. 490m²
-	 Abstandsfläche im Westen unterschritten
-	 Anleitern im Hofgarten unklar; Treppenhäuser innenliegend
-	 Geringe Nutzfläche, geringe Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.539 € (mittel); Kosten/m²-BGF: 795
€ (mittel)
-	 Normale Nutzungskosten

LH Architekten, Hamburg / GTL Landschaftsarchitekten / Nai Nagaraj Ingenieure / ZWP Ingenieur-AG | 1. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll

1116

Ist

20/60/10/10 17/62/11/10

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

4.449

WFL Atelier [m²]

986

WFL Wohngruppen [m²]

2.150

Wohnfläche Gesamt [m²]

7.585

BGFa,b,c [m²]

13.384

BRIa,b,c [m³]

41.982

A/V

0,30

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,57

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 12.870.009
1.623

1.697

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
-	 Fassung eines geschlossenen Hofs durch drei L-förmige, leicht zueinander versetzte 5- bis 6-geschossige Baukörper
-	 Betonung der Ecke Briesestraße mit erhöhter L-Form
-	 Aufnahme der nördlichen Straßenflucht, im Westen
Erhalt der Baumreihe
-	 6-geschossiger Riegel mit Brandwand zum Pfarrhof
-	 Gebäudehöhen 18,50m zum Gemeindehaus, 20,5m
Ecke Briesestraße, an der Kienitzer Straße 18,50 m
-	 Gebäudetiefen 13,50m, östlicher Riegel 11m
-	 Ausgleich des Straßengefälles durch hohe EG-Atelierzonen und im Nordosten durch abgesenkten Lichthof, hofseitige 2-Geschossigkeit
-	 Zwei breite Durchgänge in Hof an der Briese- und
Kienitzerstraße, insgesamt 6 Hauseingänge im Norden und Westen, zum Teil durchgesteckt zum Hof,
teilweise mit Rampen
-	 Innenhof als zusammenhängende topografisch modelierte Gemeinschaftsfläche, je ein straßenseitigen
Zugang und Anbindung an die Treppenhäuser, halböffentliche Wegeführung, private Inseln durch Belag abgesetzt
Gestaltung / Konstruktion
-	Einheitliche Fassadengliederung durch raumhohe
bandartige Rahmen mit Füllungen aus Fensterelementen im stehenden Format
-	 Tiefe Loggien nach Westen und Süden, ansonsten
französische Fenster mit vielfältigen Geländer-Motiven aus Metall bzw. Prägungen der Muster in den
geschlossenen Brüstungsbereichen
- Loggien als Betonfertigteile, ansonsten helle Putzfassade
-	 Aluminium-Fenster und Türen
Funktion
-	 5 Hauseingänge, Treppenhäuser und Aufzug angelagert zum Hof
-	 Kleine Nischen für Kinderwagen-/Rollator
-	 Kompakte vertikale Erschließung, 2- bis 4-Spänner
mit Ausnahme des nordöstlichen Flügels
-	 Ateliers im EG mit Vorgartenzone im Westen als L-förmige Schotten, Split-Level, durchgesteckt mit Hochparterre zum Innenhof, direkter Zugang von Aussen,
zum Teil Anbindung des Hochparterres an das Treppenhaus
-	L-Flügel im Nord-Osten mit Laubengang an der
Briesestraße und langem geschlossenem Laubengang entlang der Brandwand zum Pfarrhof, Erschließung von je drei 2-Zimmer-Wohnungen (insgesamt
6 je Geschoss) mit auf der Ecke liegendem Gemeinschaftsraum als Wohngruppen schaltbar, Zonierung
der Küchen und Bäder zum Laubengang, je Wohngruppe 430 m²
-	Regelgeschoss mit weitgehend vereinheitlichen
Grundriss-Typen und
-	 Wohnungsgrößen von 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen

1116
durchmischt auf den Etagen
-	 1-Zimmer-Wohnung des gleichen Typs mit französischen Fenstern nach Westen orientiert, in der Regel
40m², keine Loggia
-	 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit mehrseitiger Orientierung, Wohnräume nach Süden oder Westen mit je
einer Loggia
-	 Innenliegende Bäder, normiert, rationale Strangführung
-	 Küchen als Wohnküchen, in einzelnen Fällen auch als
separate Räume, Küchenzeilen an innenliegenden
Bäder angeordnet, den Loggien angelagert
-	 Zum Teil keine Abstellflächen in den Wohnungen, dafür Mieterkeller
-	 Café an der Ecke Briesestraße und an neuer „Passage“ im Westen mit Außensitzfläche
-	 Geschosshöhen: EG 4,25m zu den öffentlichen Seiten und 3m zum Hof, alle weiteren Geschosse 3m
hoch
-	 Zufahrt Tiefgarage im Nord-Osten von der Briesestraße, 25 PKW-Stellplätze
-	 UG mit 191 m² Technikfläche, insgesamt ca. 190 m²
Fahrradstellplätze, ca. 560 m² Mieterkeller
-	 Müll als lineare Batterien in den Durchgängen
Energieeffizienz
-	 FW-Anschluß genutzt.
-	 A/V durch Baukörper befriedigend, bodentiefe Fenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 mit
hochwertigen Fenstern möglich, Wärmeschutzlinie
realisierbar.
-	 Höherer Energieeinsatz zur Herstellung. KS-Mauerwerk/ Normalbeton/ partiell therm. getrennte Logien/
WDVS/ Aluminiumfenster.
-	 Zweiseitig orientierte Wohnungen minimieren Belichtungsnachteile. Allerdings Besonnung durch Eigenverschattung der Logien und Balkone bei >50% nicht
ausreichend.
-	 Zentrale Abluft-Lüftungsanlagen ohne WRG.
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: i.d.R 40m² (keine Loggia); 2-Zi-Whg: 5170m²;	3-Zi-Whg: 77 - 87m²; 4-Zi-Whg: ca. 95 m²; Ateliers: 41 - 86m²; 5 Wohngruppen: je 430m²
-	 Geringerer Anteil 1-Zimmer-Wohnungen
-	 Ateliers im Osten mit tiefen schmalen Räumen
-	 4-Zimmer-Wohnungen ohne zweites WC
- 	Barrierefreiheit in den Atelierwohnungen nicht gegeben
-	 Abstandsfläche im Südwesten um ca. 6,50m unterschritten, zum Teil im Bereich der benachbarten
Brandwand
-	 Normale Nutzfläche, mittlere Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.697 € (ungünstig); Kosten/m²-BGF:
962 € (hoch)
-	 Normale Nutzungskosten

Büro Jo Coenen Studio Berlin, Berlin / Locodrom / S&S Ingenieure / SCHWEDLER HAUSTECHNIK | 2. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll

1117

Ist

20/60/10/10 23/55/11/11

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

5.694

WFL Atelier [m²]

724

WFL Wohngruppen [m²]

1.858

Wohnfläche Gesamt [m²]

8.276

BGFa,b,c [m²]

13.241

BRIa,b,c [m³]

39.345

A/V

0,29

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,63

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 11.307.766
1.623

1.366

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
-	 Spitzwinkliger Baukörper als Großform entwickelt sich
zwischen Kienitzerstraße und Briesestraße
-	 Schließen des Hofbereiches nach Osten durch Seitenflügel
-	 Weiterführen der straßenseitigen Bauflucht im Norden und Süden
-	 Durchgängige Gebäudehöhe mit 6 Geschossen plus
Staffelgeschoss deutlich über vorhandener Bebauung. Gebäudehöhe ca. 19,5 - 22,5 m
-	 Gebäudetiefe ca. 12,5 m/13,8 bzw. 6,50 m im Osten
-	Mehrfache Abtreppung an Briesestraße sowie an
Westseite entsprechend dem Höhenverlauf
-	 Lineare Tiefgarage unter westlichem Bauteil mit Zufahrt von Kienitzer Straße
-	 Dezentrale Zugänge zu Atelierwohnungen über Arkadengänge
-	 Zwei Eingangsbereiche im Süden und Norden als
‚Treffpunkte‘ konzipiert
-	 Geschlossener Hofbereich mit quadratischem abgesenktem Grünbereich, Bewohnerbeete und Skaterflächen
-	 Kletterwand an Brandwand (Einhausung Müllflächen);
Projektionsfläche an Brandwand
Gestaltung / Konstruktion
-	 Horizontale Gliederung mit Sockel, großteils als Arkadengang, Mittelteil und Staffelgeschoss
-	 Differenzierte Gestaltung der Fassaden
-	 Nordfassade mit vorgelagertem Laubengang, teils mit
geschosshohen Glaselementen bzw. mit Brüstungselementen aus Metall
-	 Im Westen Rasterfassade mit hohem Glasanteil und
vorgelagerten, aufgeständerten Balkonen
-	 Südfassade als Putzfassade mit Klinkersockel
-	 Staffelgeschoss teils als Lochfassade, teils mit großflächiger Verglasung
-	 Laubengang zum Hof mit geschlossenen Brüstungsund Wandflächen. Dahinterliegende Außenwandflächen farbig abgesetzt
-	 Stahlbetonkonstruktion mit Schotten
-	 Außenfassade im Bereich der Laubengänge als Holzständerkonstruktion mit Dämmung (14 cm); Beplankung aus Faserzementplatten
-	 Bauteil Kienitzerstraße als Massivbau mit WDVS und
Kunststofffenster
-	 Außenliegende Rafflamellenstores
Funktion
-	 Zwei Erschließungskerne im Norden und Süden mit
abgeschlossenen, zweiläufigen Treppenhäusern
(nördliches nur von Außen zugänglich) und Aufzügen
-	 Zusätzliches Treppenhaus an östlicher Gebäudeecke
ohne Aufzug
-	 Durchgesteckte Ateliers mit Orientierung der Ateliers
nach Norden und Westen
-	 Wohnbereiche mit separatem Zugang

1117
-	 Atelierbereiche ca. 24 m²
-	 Ateliers auf einer Ebene; Serviceschiene mit Küche/
Bad innenliegend
-	 Raumhöhe Ateliers im Norden ca. 4,50 m; darüber liegende Wohnungen im 1. OG mit Niveauversprung
-	 Café an Kienitzerstraße mit Außensitzflächen nach
Westen
-	Wohnungen in den Obergeschossen sämtlich mit
Laubengangerschließung als Verbindung aller Treppenhäuser
-	 Sämtliche Wohnungen in Schotten durchgesteckt
-	 Schlafräume zu Laubengängen orientiert
-	 Offene Wohnküchen mit vorgelagerten Balkonen
-	 Bäder sämtlich innenliegend
-	 Teilweise Abstellnischen in den Wohnungen
-	 L-förmige Gemeinschaftswohnungen von EG bis 5.
OG in Ost-Spange; im EG in Kombination mit Atelier
-	 Großzügige Gemeinschaftswohnbereiche
-	 Individualräume ohne eigene Küche und Bad
-	 Gemeinschaftliche Sanitärräume nicht barrierefrei
-	 Geschosshöhe EG: bis zu 3,5-5m; OGs: 2,85m
-	 Abstellräume Fahrräder zentral an Tiefgarage (215m²)
-	 Anbindung Garage an südl. und nördl. Treppenhaus;
28 Kfz-Stellplätze 1 behindertengerechter Kfz-Stellplatz
Energieeffizienz
-	 A/V durch Baukörper gut, bodentiefe Fenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 mit hochwertigen
Fenstern und mit größerem Wärmeschutz möglich,
Wärmeschutzlinie realisierbar
-	 Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung
-	Zweiseitig orientierte Wohnungen minimieren Belichtungsnachteile. Allerdings Besonnung durch Eigenverschattung der Loggien und Balkone bei >50%
nicht ausreichend
-	 Zentrale Abluft-Lüftungsanlagen ohne WRG
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 36 - 62m²; 2-Zi-Whg: 45 - 84m²; 3-Zi-Whg:
64 - 100m²; 4-Zi-Whg: 80 - 139m²; Ateliers: 83 - 95m²;
Wohngruppen: 278 - 316m²
-	 Wohnungsschlüssel weitgehend eingehalten
-	 Treppenhäuser innenliegend
-	 Kostenrisiko aufgrund nicht vorhandener Abstellräume in bzw. außerhalb der Wohnung
-	 Hohe Nutzfläche, gute Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.366 € (gut); Kosten/m²-BGF: 854 €
(mittel)
-	 Normale Nutzungskosten

1118

BeL Sozietät für Architektur, Köln / atelier le balto / Studio c / Ingenieurbüro N. Lüttgens | 1. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll
20/60/10/10

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

Ist
27/60/7/6
4.574

WFL Atelier [m²]

941

WFL Wohngruppen [m²]

1.225

Wohnfläche Gesamt [m²]

6.740

BGFa,b,c [m²]

12.975

BRIa,b,c [m³]

36.751

A/V

0,37

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,52

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 11.783.432
1.623

1.748

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- 	Grundstück mit 4 kompakten, unterschiedlich hohen
Solitären belegt
-	 Entlang Briesestr. 7-gesch. Gebäuderiegel. Höhe ca.
17m, Tiefe ca. 11m
-	 Schmaler, 9-gesch. Riegel grenzt an Gemeindehaus.
Höhe ca. 20,5m, Tiefe ca. 6,2m
-	 Entlang nördl. Brandwand 6-gesch. Baukörper (14,2m
x 18,5m, Höhe ca. 17,5m), 6,4m Abstand zur östl.
Grundstücksgrenze
-	 Nordsüdgebäuderiegel zwischen Grünstreifen springt
von Baugrenze zurück, 8-gesch. im nördl. Bereich
(Höhe ca. 20m, Tiefe ca. 10,5m), südl. weiterer Rücksprung 6-gesch (Höhe ca. 15,5m, Tiefe ca. 8,4m)
-	Drei nördl. Baukörper über außenliegendes FlurTreppen-Erschließungssystem miteinander verbunden, fassen zur Briesestr. offenen Hof
-	 Hof mit Übergang zur bestehenden und neuen Grünverbindung in Nord-Südrichtung
-	 Ausgleich des Straßengefälles durch 2-gesch. EGAtelierzone und vorgelagerten, erhöhten Gang zur
Briesestr., Rampen führen von Straße auf Hofniveau
-	 Außenraum mit streifenweiser Pflasterung, Bodenvegetation, Blumen, kleine Sträucher, Baumreihe in
Nord-Süd-Grünzug
-	Hofseitige Gebäudezugänge mit Laubengangerschließung, Tiefgaragenzufahrt von Briesestr. entlang
Brandwand
Gestaltung / Konstruktion
-	 Fassaden mit wiederholender Abfolge von Einzelfenstern unterschiedlicher Formate und Ausrichtungen,
Westfassaden zusätzlich mit übereinanderliegenden
aufgeständerten Balkonen, Teilhoffassaden mit übereinanderliegenden Laubengängen vor geschosshohen Fensterelementen
-	 Laubengängen mit erweiterten Sitzplätzen vor Wohnungseingängen
-	Beton-Schottenbauweise mit System-Leichtbaupaneelen in Fertigbauweise. Geschosshohe, vorgefertigte Fassadenelemente inkl. Alufenster und Keramikverkleidung. Freistehende Laubengänge auf Stahlbetonstützen, Balkone auf Stahlstützen, Geländer als
farbig lackierte Holzlattenzäune, extensives Gründach
Funktion
-	 Geschossweise gestapelte Wohnungen
-	 Gebäuderiegel entlang Briesestr., Zugang von südl.
Hofseite, abgeschlossenes Treppenhaus mit Aufzug
erschließt stirnseitige 4-Zi-Whg und Laubengang.
Vier durchgesteckte 2-Zi-Whg mit erweitertem Sitzplatz zu Laubengang mit Nord-Südausrichtung
-	 Nord-Südgebäuderiegel, Hofzugang in 2 abgeschlossene Treppenhäuser, 1 Aufzug, dazwischen spannt
Laubengang mit erweiterten Sitzplätzen, Treppenhäuser erschließen je zwei Whgen, Laubengang vier
2-Zi-Whg mit Ost-Westausrichtung, alle mit Balkon
-	 Riegel neben Gemeindehaus, im EG TG-Zufahrt, da-

1118
rüber 4 Ebenen, je Ebene mit 4 Einheiten mit eingezogener Zwischenebene und Westbalkonen, Zugang
über hofseitig, außenliegendes Treppenhaus und
Flurerschließung entlang Brandwand
-	 Baukörper an nördl. Brandwand für Wohngruppen,
Gemeinschaftsraum mit Ostbalkon, Zugang über außenliegende Treppe an Nordseite, 245m²
-	 Alle Wohnungen bis auf östl. Maisonettenwhgen mit
zweiseitiger Belichtung
-	 Alle Wohnungen mit Balkon bzw. Außensitzplatz
-	 Alle Whgen mit innenliegenden Bädern, offenen Küchen zum Wohnraum, Abstellräume im UG
-	 Atelierwohnungen im EG vorwiegend als Maisonettewohnungen mit Orientierung zur Straße und Hof
-	 Zentral gelegenes, zweigesch. Café im EG an nördl.
Stirnseite öffnet dreiseitig, mit hofseitiger Bestuhlung
-	 Geschosshöhen OG 2,7m, doppelgeschossige Whgen 4,8m
-	 UG auch unter Hof für 28 PKW-Stellplätze, Technik
95m², Mietkeller 658m², Müllraum und Kinderwagenabstellplätze mit Anbindung an Treppenhaus, teils
auch an Aufzug
-	 Fahrradstellplätze im UG (269m²) und EG zur Kienitzer Str. und westl. Briesestr. (142,2m²), weiter Stellplätze entlang west. Brandwand
Energieeffizienz
-	 FW-Anschluss genutzt
-	 A/V durch Baukörper befriedigend, Wandanteil energetisch günstig, jedoch bodentiefe Fenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 möglich, Wärmeschutzlinie realisierbar
-	 Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung
-	 Zweiseitig orientierte Wohnungen und Einzelbaukörper minimieren Belichtungsnachteile. Allerdings Besonnung durch Eigenverschattung der Balkone und
Laubengänge nicht ausreichend. Westfassaden im
Winter wären ausreichend besonnt, wenn eigene Balkone nicht verschatteten
-	 Lüftung keine Aussage
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 36m² und 40m²; 2-Zi-Whg: 44 - 55m²; 3-ZiWhg: 54m², 4-Zi-Whg: 78m²; Wohngruppen: 245 m²;
Ateliers: 47 - 95m²
-	 Hoher Anteil 1-Zi-Wohnungen, geringer Anteil 3- bis
4-Zi-Wohnungen
-	 Zusätzliche Fahrradwerkstatt im EG 12m²
-	 Atelierwohnungen nicht barrierefrei
-	 Doppelgeschossige östl. Wohnungen Geschosshöhe
4,8m, obere Ebene ohne Anbindung an TH
-	 Geringfügige Unterschreitung der Abstandsflächen
zum Pfarrhof
-	 Geringe Nutzfläche, geringe Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.748 € (ungünstig); Kosten/m²-BGF:
908 € (hoch)
-	 Normale Nutzungskosten

1119

HOLODECK architects ZTGmbH, Wien | 2. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll

Ist

20/60/10/10 20/58/12/10

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

5.157

WFL Atelier [m²]

972

WFL Wohngruppen [m²]

2.167

Wohnfläche Gesamt [m²]

8.296

BGFa,b,c [m²]

13.237

BRIa,b,c [m³]

38.728

A/V

0,35

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,63

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 11.561.616
1.623

1.394

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
-	 Schaffen eines westlichen Abschlusses der vorhandenen Blockstruktur durch orthogonal verspringende
Gebäudeform
-	Ausbilden eines dreiseitig geschlossenen Hofbereichs mit eingestellten Bauteilen (4-6-geschossig)
als Mittelflügel bzw. Kubus
-	 Baukörper führen jeweils die straßenseitige Bauflucht
weiter
-	 An Kienitzerstraße gefasster Platzbereich (Spielbereich) mit 1-geschossigem Solitär
-	Abgestufte Gebäudehöhe vermittelt zwischen östlicher und westlicher Bestandsbebauung
-	Betonung der Nordwest-Ecke mittels gestaffeltem
Dachaufbau
-	 Gebäudehöhe an Kienitzerstraße mit 5 Geschossen;
an Briesestraße 7 – 8 Geschosse
-	 Gebäudehöhe ca. 16,5 an Kienitzerstraße; an Briesestraße ca. 21,0 - 23,5 m.
-	 Gebäudetiefe11,0 m bis 14,5 m
-	 Stetiger Höhenverlauf an Briesestraße; an Westseite
zwei Niveaus mit Versprung von 1,20 m
-	 Insgesamt vier Hauseingänge, in den OG über Laubengang- bzw. Flursystem verbunden
-	 Dezentrale Zugänge zu Atelierwohnungen im EG mit
Vorgartenzone
-	 Vor Gebäudekante vorspringende Tiefgarage mit Zufahrt an Kienitzerstraße
-	 Aufgrund der Unterkellerung Hoffläche auf zwei Ebenen: ‚Garten‘ im Osten; ‚Innenhof‘ mit Spielangeboten
und privaten Freiflächen
-	 Zwei gemeinschaftliche Dachflächen mit Hochbeeten,
Sauna, Sommerküche (4./5.OG)
-	 Begrünte Durchwegung mit gefassten Beeten
Gestaltung / Konstruktion
-	 Gliederung in verglasten Sockelbereich und Obergeschosse mit Lochfassade aus stehenden bzw. liegenden Fensterformaten
-	 Vorspringende Balkone bzw. Balkonbänder an Westund Südseite. Zwischen den Balkonen fest eingebaute Pflanzelemente
-	 An der Nordseite Einschnitte für Laubengänge mit
vorspringenden Aufweitungen
-	Stahlbetonfertigteilbau mit aussteifenden Schotten;
Laubengänge als Fertigteile in Leichtbeton; WDVS
mit heller Putzfassade
-	 Holz-Alu-Fenster mit 3-fach-Verglasung; Balkonbrüstungen aus Metallgewebe
-	 Balkone vorgehängt in Stahlleichtbaukonstruktion
-	 Außenliegende Raff-Lamellenstores
Funktion
-	 Vier Hauseingänge mit Erschließungskernen und insgesamt vier Aufzügen; Treppenhäuser in den OG offen an Laubengängen
-	 Müllflächen, Kinderwagen-Flächen etc. zugeordnet,
teilweise auch auf den Etagen

1119
-	 Zugang zu den Wohnungen in den OG großteils über
Laubengänge; im westlichen Bauteil über linearen
Mittelflur als 7-Spänner
-	 Zugang zu Kubus im Osten über Laubengang an
Brandwand
-	 Im EG 14 Ateliers in der Mehrzahl durchgesteckt, an
der Briesestraße mit erhöhtem Atelierbereich und im
split-level
-	 Orientierung der Wohnbereiche nach S bzw. O
-	 Küchen/Bäder sämtlich innenliegend
-	 Café im Südwesten mit ‚Sitzgarten‘ an Platz, zu Nachbarschaftstreff im Solitär orientiert
-	 Wohnungen an den Laubengängen großteils durchgesteckt; im Westteil auch einseitig nach Osten bzw.
Westen orientiert; Eckbereiche zweiseitig
-	 Offene Wohnküchen mit vorgelagerten Balkonen
-	 Bäder ca. zu 50% innenliegend bzw. auch am Laubengang
-	 Drei Wohnungen im UG, zu ‚Garten‘ orientiert
-	 Gartenhaus als 2-Spänner mit kleinen Whg
-	 Drei L-förmige Gemeinschaftswohnungen von 1.-3.
OG im Mittelflügel bzw. östlich davon mit allseitiger
Orientierung sowie im 6. und 7. OG an Westseite mit
dreiseitiger Orientierung
-	 Je fünf 1-2-Zi-Wohnungen pro Wohngruppe, im 6./7.
OG auch als Maisonette
-	 Geschosshöhe: bis 5,0 im EG; 2,85 in OGs
-	 Abstellräume im UG (600 m²)
-	 Zwei Fahrrad-Abstellräume im UG (215m²)
-	 Anbindung Garage an ein Treppenhaus, 28 Stp
Energieeffizienz
-	 FW plus Solarthermie für WW-Bereitung
-	 A/V durch Baukörper gut, Wandanteil energetisch
günstig, jedoch bodentiefe Fenster für Wärmeschutz
nachteilig EnEV 2016, Wärmeschutzlinie realisierbar
-	 Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung
-	 Zweiseitig orientierte Wohnungen an der Briesestr.
überwiegend ausreichend besonnt.
-	 Westlagen im Winter und zur Tag- und Nachtgleiche
ab dem 3.OG/ 4.OG (=~3/5) durch eigene Balkone
verschattet
-	 Staffelung nach Süden wirkt sich günstig aus
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 36 - 62m²; 2-Zi-Whg: 45 - 84m²; 3-Zi-Whg:
64 - 100m²; 4-Zi-Whg: 80 - 139m²; Wohngruppen: 272
- 414 m²; Ateliers: 65 - 107m². Wohnungsschlüssel erfüllt
-	 Zusätzliche Flächen: 280 m² für diverse Nutzungen
-	 Abstandsflächen untereinander und nach Osten nicht
eingehalten; Anleitern an Kubus sowie Gartengeschoss unklar
-	 Hohe Nutzfläche, gute Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.394 € (gut); Kosten/m²-BGF: 873 €
(mittel)
-	 Normale Nutzungskosten

Spengler-Wiescholek Architekten, Hamburg / el:ch landschaftsarchitekten / Ing-Büro Dr. Binnewies / IG Tech | 3. Preis

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll

1120

Ist

20/60/10/10 14/53/23/10

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

4.207

WFL Atelier [m²]

1.331

WFL Wohngruppen [m²]

2.578

Wohnfläche Gesamt [m²]

8.116

BGFa,b,c [m²]

15.162

BRIa,b,c [m³]

45.677

A/V

0,26

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,54

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 12.420.638
1.623

1.530

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- 	Mehrfach abgewinkelter Baukörper entlang Straßenkanten schafft abgegrenzten, gegenüber Straßenniveau erhöhten Innenhof und Platzfläche nach Südwesten
-	
6-geschossige, einheitliche Gebäudehöhe (ca.
20,5m) reduziert sich an östl. Brandwand zum Gemeindehaus auf 4 Geschosse (ca. 16m) und bei südl.
Kopfbau auf 5 Geschosse (ca. 18m). Gebäudetiefe
ca. 14m
-	 Gebäudeerschließung von Straßenseiten kombiniert
mit Hofdurchgängen. Zusätzlicher Hofdurchgang von
Westen. Tiefgaragenzufahrt von Briesestraße entlang
Brandwand
-	 Nördl. Brandwand mit vorgestellter, frei bespielbarer
Gerüstkonstruktion mit Containern für Kunst, als vertikaler Garten, Ausstellung-Atelierfläche, Spielfläche.
Höhe ca. 12,5m
-	 Freiflächen mit einheitlicher Plattenstruktur mit integrierten Intarsien als Teilgrünflächen, Baumroste, Möblierungselemente
-	 Ausgleich des Straßengefälles durch EG Zone auf
zwei Ebenen und abgesenkten Lichthof
Gestaltung / Konstruktion
-	 Kopfbau an Kienitzer Str. und nördl. Platzfassade erhalten als „Adresse“ des Neubaus „prägnantere“, großflächige Lochfassade mit zweiseitig schräg angeschnittenen Fensterleibungen, Brüstungshöhe ca. 55cm
-	 Westfassade mit regelmäßiger Anordnung von Balkonen vor geschosshoher Verglasung
-	 Nördl. Lochfassade mit vertikalen Fensterbändern vor
Treppenhäusern, zur Hofseite Balkone
-	 EG- Zone mit bodentiefen, großflächigen Fensteröffnungen
-	 Dachterrasse auf flacheren Bauteilen
-	 Tragende Kalksandsteinaußenwände
-	Fassadenverkleidung für südl. Platzfassade und
Kopfbau Kienitzer Str. aus Betonfertigteilen, übrige
Fassaden mit verputztem Dämmstein
-	 Extensives Gründach
Funktion
-	 5 Treppenhauskerne in Kombination mit Aufzügen,
davon 2 innenliegend, im EG Abstellnischen
-	 Weitgehend geschossweise gestapelte Grundrisse, in
oberen Geschossen teils Zusammenlegung kleinerer
Wohnungen zu größeren Einheiten.
-	 Nordriegel entlang Briesestr. für einseitig belichtet
1-Zi-Whgen nach Süden, zwei 1-Zi-Whgen nach N,
3- und 4-Zi-Whgen durchgesteckt zwischen Briesestr.
und Hof, vier 2-Zi-Whgen als Maisonette nach Süden,
4-Zi-Whgen im 4. u. 5.OG
-	 Nordwestgebäudeteil vorwiegend für 2-Zi-Whgen mit
Westbalkon, je Geschoss zwei Whgen durchgesteckt
-	 Wohngruppen um südwestl. Platz gruppiert, Gemeinschaftsbereich in erweiterter Erschließungszone mit
Balkon, mehrseitige Orientierung

1120
-	 Alle Whgen mit innenliegenden Bädern, in Wohnraum
integrierten offenen Küchen, Abstellräume im UG
-	 Alle Wohnungen bis auf drei 1-Zi-Whg mit Balkon,
-	 Ca. die Hälfte der Whgen mit zweiseitiger Orientierung, Whgen mit einseitiger Belichtungen nach Westen oder Süden orientiert
-	 Ateliers im EG öffnen zur Straße, teils zum Innenhof
durchgesteckt, auf zwei Ebenen zur Überwindung der
unterschiedlichen Geländehöhen angeordnet, teils
als Maisonette im 1.OG weitergeführt.
-	 EG Ateliers Geschosshöhen: 3,5m – 5,5m, teils Galerieebene mit lichten Raumhöhen von ca. 2m. 1.-5.OG
Geschosshöhe 3,0m
-	 Café im EG öffnet mit Außensitzplätzen zu südlichem,
öffentlichem Platz
-	 UG in nördl. Baufeld für 28 PKW-Stellplätze, 73 abgetrennte Mieterkeller (insg. 765m²), Technikfläche 69m²,
1 Müllraum 28m², 2 Fahrradabstellräume insg. 39m²,
weitere Kellerfläche ohne Kennzeichnung 350m²
-	 Weitere Fahrradstellplätze im EG hofseitig 51m² und
westl. des Neubaus
Energieeffizienz
-	 FW-Anschluss genutzt
-	 A/V durch Baukörper gut, niedrige Fensterbrüstungen
für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 mit hochwertigen Fenstern möglich, Wärmeschutzlinie realisierbar
-	Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung. KS-Mauerwerk/ Normalbeton/ Werksteinarbeiten/ Mineraldämmplatte/ Kerndämmung mit Betonfertigteil/ Kunststofffenster
-	 Westfassaden Zur Tag- und Nachtgleiche ab dem
3.OG/ 4.OG (=~3/5) wären ausreichend besonnt,
wenn eigene Balkone nicht verschatteten.
-	 Zentrale Lüftungsanlagen mit WRG
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 28 - 51m², vorwiegend 40m²; 2-Zi-Whg: 32
- 62m². 3-Zi-Whg: 62m² u. 71m²; 4-Zi-Whg: 91m² u.
109m²; Ateliers: 51m² - 101m²; Wohngruppen: 163m²,
261m², 288m², 301m², 467m² incl. Dachterrasse
-	 14% 1-Zi-Whgen dafür 23% 3-Zi-Whgen
-	2 zusätzliche Gemeinschaftsdachterrassen insgesamt ca. 218m², Künstler- u. Spiel-Container ca. 50m²
-	 Kinderwagenabstellplätze nicht ausgewiesen
-	 Atelierwohungen nicht barrierefrei
-	 Zwei innenliegende Treppenhäuser
-	 Abstandsflächen eingehalten
-	 Unstimmigkeit zwischen Plänen u. Modell, teils bei
Treppendarstellung Ateliers u. Hofcontainer
-	 Hohe Nutzfläche, mittlere Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.530 € (mittel); Kosten/m²-BGF: 819
€ (mittel)
-	 Normale Nutzungskosten

COBE Berlin / MAFEU Architektur Consulting, Berlin / ANNABAU / Knippers Helbig / Winter Berat. Ingenieure | 2. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll

1121

Ist

20/60/10/10 20/58/10/12

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

3.783

WFL Atelier [m²]

1.631

WFL Wohngruppen [m²]

1.915

Wohnfläche Gesamt [m²]

7.329

BGFa,b,c [m²]

15.158

BRIa,b,c [m³]

42.565

A/V

0,29

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,48

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 12.648.720
1.623

1.726

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
-	 Ensemble aus orthogonalen, versetzen Baukörpern,
die durch umlaufendes, 2-geschossiges ‚Sockelband‘
verbunden werden
-	 Starke Gliederung der Baukörper aufgrund ‚solargeometrischer Optimierung‘
-	 Baukörper führen jeweils die straßenseitige Bauflucht
weiter
-	 Ausbilden eines allseitig gefassten Hofbereichs mit
eingestellten ‚Gartenhaus‘ (6-geschossig) an östlicher Grundstücksgrenze
-	Äußerer Winkel mit ‚Nordhaus‘, ‚Blumenhaus an
Westseite und ‚Screen‘ im Süden
-	 Nordhaus und Screen 6 Geschosse plus Staffelgeschoss
-	 An Westseite 8 Geschosse ohne Staffelung
-	 Gebäudehöhe ca. 23m an Kienitzer Straße bzw. 20m
an Briesestr. ‚Blumenhaus‘ ca. 26m; Gartenhaus 17m
-	 Gebäudetiefe zwischen 9,0 m bis 16,5 m
-	 Stetiger Höhenverlauf an Briesestraße
-	 Großzügiger Platzbereich im Süden
-	 Restfläche im Westen nivelliert mit Stützmauer und
Stufen/Rampen an Kienitzer Straße und Briesestraße
-	 Vier dezentrale Hauseingänge sowie dezentrale Zugänge zu Atelierwohnungen
-	 Tiefgarage mit Zufahrt an Briesestraße
-	 Von Norden und Süden zwei Zugangsbereiche mit
gemeinschaftlichen Nutzungen zu Hof
-	 Hoffläche mit privaten Freiflächen, Kinderspielplatz
und gemeinschaftlicher Rasenfläche; ausgewählte
Baumpflanzungen
-	 Begrünte Dachflächen über Sockelband
Gestaltung / Konstruktion
-	 Rasterfassade (Elementbreite 67,5 cm) mit bodentiefen Öffnungselementen, teilweise mit vorgestellter
Stützenstruktur
-	 Am Nordhaus großflächige Verglasung
-	 Vorspringende Balkone bzw. Screenstruktur an Westund Südseite
-	 WDVS mit hellem Putz (alt. Naturholz oder Faserzementplatten)
-	 Stahlbetonskelettbau mit Raster 8x6m und aussteifenden Treppenhauskernen; Ausfachung als Holzständerwerk
-	 Aufgrund Skelettkonstruktion variable Einteilung
-	 Balkone vorgehängt in Stahlbetonkonstruktion ; passiver Sonnenschutz durch Balkone
	
Funktion
-	 Vier Hauseingänge an Straßen und Innenhof führen
zu Erschließungskernen mit abgeschlossenen, zweiläufigen Treppenhäusern und Aufzügen
-	 EG /Zwischengeschoss im Sockelbang mit Sondernutzung Ateliers/Café
-	 25 Ateliers im EG; an Westseite teilweise als Maisonette ausgebildet mit Wohnung im 1. OG; sonstige
Ateliers mit doppelter Raumhöhe

1121
-	 Serviceschiene der Ateliers mit Küche/Bad sämtlich
innenliegend
-	 3 Ateliers an Patio ohne Wohnraum (23-28m²)
-	 Café im Südwesten mit Außenflächen an Platz; zweigeschossig
-	 Ab 2. OG ‚Screen‘ und ‚Blumenhaus‘ als 6-Spänner
mit innenliegenden Fluren
-	 Nordhaus als 7-Spänner an ‚Laubengang‘, einfach
verglast als Schallschutzmaßnahme
-	 Gartenhaus mit Maisonette-Wohnungen in EG und 1.
OG; ab 2. OG je 1 WE / Etage
-	 Wohnungen mit Ausnahme der Eckbereiche einseitig
orientiert nach Süden bzw. Osten und Westen
-	 Teils offene Wohnküchen, teils geschlossene Küchen
(auch als Durchgangsraum)
-	 Bäder teilweise an den Außenwänden; vorgefertigte
Badzellen
-	 Vorgelagerte Balkonflächen (1,5 – 1,9m) nach Süden
und Westen
-	 Abstellräume im UG (489 m²) an Patio
-	 Gemeinschaftswohnungen in verschiedenen Etagen
in allen Bauteilen; im ‚Nordhaus‘ an 1-fach-verglastem
Laubengang
-	 Lineare Anordnung der Einzelwohnungen u. Gemeinschaftsflächen bzw. U-förmig um Treppenhauskern
-	 Opt. Gemeinschaftswohnen im Gartenhaus
-	 Geschosshöhe EG: bis zu 6,0 m, OG: 2,85m
-	 Zwei überdachte Fahrradzonen im EG (142 m²) und
Abstellraum im UG (182 m²)
-	 Anbindung Garage an nördliches und östliches Treppenhaus; 28 Stp
Energieeffizienz
-	 A/V durch Baukörper befriedigend, bodentiefe Fenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 mit dargestelltem Wärmeschutz nicht ausreichend
-	 Niedrigerer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton/ nichttragende Holzständer-Dämmpaneele/ WDVS
-	 Zweiseitig orientierte Wohnungen an der Briesestr.
überwiegend ausreichend besonnt.
-	 Ost- und Westlagen zur Tag- und Nachtgleiche ~2/5
durch eigene Balkone verschattet
-	 Zentrale Lüftungsanlagen mit WRG
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 38 - 43m²; 2-Zi-Whg: 47 - 71m²; 3-Zi-Whg:
79m²; 4-Zi-Whg: 76 - 95m²; Ateliers: 51 - 231m²;
Wohngruppen: 377 - 425 m²
-	 Wohnungsschlüssel weitgehend erfüllt
-	 Abstandsflächen im Westen nicht eingehalten
-	 Treppenhaus innenliegend; TG ohne Schleuse
-	 Ungünstige Stützenstellung in den OG
-	 Normale Nutzfläche, geringe Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.726 € (ungünstig); Kosten/m²-BGF:
834 € (mittel)
-	 Normale Nutzungskosten

1122

AllesWirdGut Architektur ZT GmbH, Wien / München | 2. Preis

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll
20/60/10/10

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

Ist
20/62/9/9
4.785

WFL Atelier [m²]

752

WFL Wohngruppen [m²]

2.022

Wohnfläche Gesamt [m²]

7.559

BGFa,b,c [m²]

14.063

BRIa,b,c [m³]

48.386

A/V

0,26

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,54

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€]

12.500.000 12.448.160
1.623

1.647

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
-	 Mäandernder, sanft geschwungener L-förmiger Baukörper, angelehnt an süd-westliche Brandwand
-	 Im Norden Aufnahme der Bauflucht des Gemeindehauses, Ausbildung eines dreiseitig umschlossenen
Hofes, offen zum Pfarrhof, nach Westen aufgeweitete
Passage und Erhalt der Bäume
-	 Gestaffelte Höhenausbildung, Eckausbildung mit 8
Geschossen einschl. Staffelgeschoss, nach Süden
stufenweise Abstaffelung von 8 Geschossen auf 5
Geschosse, nach Osten auf 6 Geschosse
-	 Gebäudehöhen 24,40 / 21,40 / 18,40, 15,40m, zum
Gemeindehaus ca. 20m
-	 Gebäudetiefen ca. 10m zuzüglich Laubengang (bis zu
5m tief), Gebäudetrakt im NO ca. 19m tief
-	 Zwei Eingänge an der Briesestraße markiert durch
Baukörperrücksprung für das Wohnhaus im Nordwesten und das Gemeinschaftshaus im Nordosten,
weiterer Eingang von der Kienitzer Straße in langgestreckte „Wohnstraße“
-	 Ausgleich des Straßengefälles durch hohe Atelierzonen im EG und Versprung in der Kellerdecke
-	 Innenhof als zusammenhängende Gemeinschaftsfläche mit einem Zugang von Norden und Süden und
Anbindung an die Treppenhäuser
Gestaltung / Konstruktion
-	 Abgetreppte Baukörperausbildung durch zueinander
verschobene kubische Volumina mit einer Welle aus
vorgelagerten geschwungenen massiven Balkonbrüstungen
-	 Raumhohe Verglasungen, Balkone übereck im Wechsel mit geschlossenen Wandscheiben
-	Mauerwerksbau mit Stahbeteondecken, WDVS,
graue Putzfassade, Fenster Holz-Alu (bronzebeschichtet), Balkone als angehängte geschwungene
massive Betonfertigteile
Funktion
-	 Zum Innenhof orientierter langgestreckter Gebäudetrakt als „Wohngasse“ in Nord-Süd-Richtung als Laubengangerschließung und Kommunkiationszone, bis
zu 5m breit
-	 Zwei vertikale Erschließungen unterschiedlicher Qualitäten im Norden und Süden der „Wohngasse“
-	 Gemeinschaftshaus mit zentralem Treppenhaus, Aufzug, 6-Spänner zuzüglich Gemeinschaftsraum
-	 EG-Zone mit Atelierwohnungen als durchgesteckte
Schotten, Ateliers des westl. Baukörpers zur „Wohngasse“, im Norden zur Briesestraße orientiert-	
Wohnungen als Schotten durchgesteckt mit zusätzlicher Orientierung nach Süden durch Herausschieben der Volumina ( Ausnahme die 1-Zimmer-Wohnungen)
-	Regelgeschoss mit einheitlichen Wohnungstypen,
Wohnungsgrößen auf den Etagen durchmischt, alle
an Laubengang angeschlossen
-	 1-Zimmer-Wohnungen, einseitige Orientierung

1122
-	 Bäder und Küchen zum Laubengang orientiert
-	 Küchen als innenliegende Nischen, dem Wohnraum
zugeordnet
-	 Wohngruppen ab 1. OG über 6 Etagen an der Briesestraße in einem eigenen Baukörpervolumen als „Gemeinschaftshaus“, je fünf 1-Zimmerwohnungen nach
Süden orientiert mit 106m² großer Gemeinschaftsraum
-	 Jeder Wohnung mit Balkon mit Südlicht
-	 Abstellfläche vor den Wohnungen für Fahrräder etc.,
im Gemeinschaftshaus eigener Abstellraum im EG,
ansonsten keine Abstellräume in den Wohnungen,
dafür ca. 218m² Mieterkeller
-	 Zusätzlicher Gemeinschaftsraum im EG zum Innenhof, ca. 73m²
-	 Café an der Kienitzer Straße an südlicher Stirnseite
mit Außensitzbereich
-	 Geschosshöhen: EG von 3,40 bis 4 m, OG 3m
-	 Zufahrt Tiefgarage mit 28 Stellplätzen im Nord-Osten
mit angelagerter breiter Feuerwehrzufahrt auf den Hof
-	 UG mit Technikfläche, 280m² Fahrradstellplätze, ca.
218m² Mieterkeller
-	 Müllbereich nicht dargestellt
Energieeffizienz
-	 Keine Festlegung, mutmaßlich FW-Anschluß genutzt.
PV optional
-	 A/V durch Baukörper ausreichend, Wandanteil energetisch günstig, jedoch bodentiefe Fenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 mit hochwertigen
Fenstern möglich, Wärmeschutzlinie realisierbar
-	Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton/ nichttragende Holzständer-Dämmpaneele/
WDVS/ Holz-Aluminum-Fenster
-	Durch versetzte Grundriss alle Wohnungen im
Westriegel ausreichend besonnt. Lediglich die unteren Etagen an der Briesestr. und die beiden ostorientierten Wohnungen sind ungenügend besonnt.
-	 Fensterlüftung – Querlüftung ist im Westflügel möglich
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 29 - 39m²; 2-Zi-Whg: 49 - 53m²; 3-Zi-Whg:
78m²; 4-Zi-Whg: mit 92 - 102m² zu groß, Wohngruppen: 285 - 353m²; Atelierwohnungen: 50 - 86m²
-	Wohnungsschlüssel nach Vorgabe, zum Teil tiefe
Raumzuschnitte
-	 Zusätzlicher Gemeinschaftsraum im EG zum Innenhof mit 73 m²
-	 Innenliegendes Treppenhaus im östlichen Trakt mit
Wohngruppen
-	 Abstandsflächen eingehalten
-	 Normale Nutzfläche, mittlere Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.647 € (mittel); Kosten/m²-BGF: 885
€ (mittel)
-	 Normale Nutzungskosten

1123

PPAG architects ztgmbh, Wien | 2. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll

Ist

20/60/10/10 19/60/11/10

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

4.269

WFL Atelier [m²]

1.132

WFL Wohngruppen [m²]

2.118

Wohnfläche Gesamt [m²]

7.519

BGFa,b,c [m²]

16.991

BRIa,b,c [m³]

44.807

A/V

0,33

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,44

Kosten 300 - 500 [€/m²]

12.500.000 15.092.494

Kosten / WFL [€]

1.623

2.007

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- 	 Skulpturale Gebäudekonfiguration, die sich in 4 untereinander verbundene Gebäude (mit max. 8 und 7 Geschossen) aufteilt und jeweils nach oben geschossweise zurückstaffelt
-	 Kubische Baukörper verjüngen sich nach oben durch
zahlreiche Balkone und unterschiedliche Rücksprünge
-	Zwischen den Bauteilen entstehen unterschiedlich
öffentliche Freiräume. Östl. abgegrenzter Spielhof
mit u. a. Kletter-Malwand an nördl. Brandwand. Zentraler, weitgehend gefasster Bewohnerhof mit Grillplatz, Tisch und Treppe zu TG. Nach Westen offener
„Kunstraum“ und „Abendlounge“. Nördlicher offener
Zugangshof mit Treppe
-	 Tiefgarage unter südl. Baufeld mit Zufahrt von Kienitzer Str. entlang Brandwand
-	 Max. Gebäudetiefe 23m. Max. Höhe 23m
-	 Ausgleich des Straßengefälles durch unterschiedlich
hohe Atelierzone und durch Innenhof mit starkem Gefälle und Treppen
Gestaltung / Konstruktion
-	Vorwiegend, gleichmäßige Lochfassade, vor Balkonen geschosshohe Verglasungen
-	 Stark strukturierte Fassadenabwicklung durch zahlreiche abgehängte Balkone, Rücksprünge und Dachterrassen
-	 Balkone (3m x 3m) zweigeschossig versetzt angeordnet, mit Rankhilfen zur Begrünung untereinander
verbunden
-	 Stahlbetonbauweise, Gründung auf bestehender Bodenplatte, thermische Hülle aus gedämmten FiligranHohlwandelementen. 8 mm Sperrholzplatten statt
Innenputz. Abgehängte Balkone als Leichtkonstruktionen in unterschiedlichen Farben
Funktion
-	 Zwei außenliegende Treppen über Flur miteinander
verbunden und ein zentral positionierter Aufzug erschließen alle Wohnungen. Abhängig von Wohnungsgrößen 9, 11, 14, 16, 18 Wohnungen je Geschoss
-	 In zentralem Baukörper im EG von 4 Seiten erschlossene Foyerzone. Kinderwagen- und Rollatorabstellplätze etagenweise in Aufzugsnähe
-	Zahlreiche, unterschiedliche Wohnungszuschnitte,
verschachtelt angeordnet, alle Wohnungen mit Balkon
-	 Großteil der Wohnungen mehrseitig belichtet, eine
1-Zi-Whg nach Norden orientiert
-	 Innen- und außenliegende Bäder
-	Mehrzimmerwohnungen mit außenliegenden Balkonen und Zimmern, dahinter Wohnzimmer mit Verteilerfunktion, weiter innenliegend grenzen Eingänge,
Bäder und teilweise Abstellräume an Erschließungsflure
-	 Maisonettewohnungen mit Galerieebenen und Dachterrassen in den oberen beiden Geschossen

1123
-	 Wohngruppen bestehend aus 1- bis 4-Zi-Whgen, belegen im 1. – 4.OG Gebäudeteilgeschosse, Gemeinschaftsräume in erweiterten Erschließungszonen,
ohne WC
-	 In sich verschachtelte Atelierwohnungen im EG mit
Zugang über eingeschnittene Außenterrassen vorwiegend von Straßenseite, tieferliegende, südöstl.
Ateliers über höhenausgleichenden Innenhof erschlossen
-	 Café im EG in nordwestl. Gebäudeecke
-	 Zentraler Müllraum 72m² im EG
-	 UG für 28 PKW-Stellplätze, Technik 110m², Mieterkeller 640m², weitere Lagerfläche 176m²
-	 97 Fahrradstellplätze im Außenraum und 130 im geschossweise angeordnetem „Fahrradregal“ 1.-5.OG
entlang Fluren an westl. Brandwand
-	 Geschosshöhen EG 3,35m – 5,5m, OGs 2,85m
-	 Gemeinschaftsküche im 6.OG öffnet zu Dachgarten
Energieeffizienz
-	 FW-Anschluss genutzt. WW-Bereitung im Sommer
über Abluft-Wärmepumpe und Solarthermie
-	 A/V durch Baukörper ungünstig, Lochfassade energetisch günstig, EnEV 2016 möglich, Wärmeschutzlinie
realisierbar. Nachbesserung Attika erforderlich
-	 Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton/ WDVS/ Bauart der Fenster: Keine Aussage, thermisch hochwertige Verglasung mit integriertem Sonnenschutz auch in nicht besonnten Bereichen
-	 Durch Eigenverschattung ist ein sehr großer Anteil
der Wohnungen trotz Über-Eck-Belichtung ungenügend besonnt.
-	 Fensterlüftung plus zentrale Abluftanlage
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 39 - 49m². 2-Zi-Whg. 48 - 64m². 3-Zi-Whg:
62m² und 70m². 4-Zi-Whg: 77 - 133m². Wohngruppen
348 - 358m²; Ateliers: 47 - 91m²
-	 Großzügige 1- und 4-Zi-Wohnungen
- 	 Wohnungsschlüssel nahezu im Soll
-	 Zusätzliche Gemeinschaftsflächen Küche 8m² im
6.OG mit angrenzender Dachterrasse 70m² nach S,
Dachterrasse 29m² nach N mit Flurzugang, Dachterrasse 51m² nach O mit Zugang über Whg. Spielzeugraum im EG 8m²
-	 Barrierefreie Zugänglichkeit nur von Westen gegeben, Innenhof und darüber angebundene Ateliers
nicht barrierefrei erschlossen
-	 Abstandsflächen eingehalten
-	 Normale Nutzfläche, sehr geringe Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 2.007 € (sehr ungünstig); Kosten/m²BGF: 888 € (mittel)
-	 Normale Nutzungskosten

Drexler Guinand Jauslin Architekten GmbH & Stefan Forster Architekten GmbH, Frankfurt am Main | 2. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll

1124

Ist

20/60/10/10 21/53/16/10

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

5.003

WFL Atelier [m²]

749

WFL Wohngruppen [m²]

1.771

Wohnfläche Gesamt [m²]

7.523

BGFa,b,c [m²]

11.486

BRIa,b,c [m³]

33.527

A/V

0,36

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,65

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 11.496.568
1.623

1.528

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
-	 Komplettierung des Blockrandes durch orthogonale
Großform mit zwei Innenhöfen
-	 Turmartige Überhöhung an der Nordwestecke
-	 Rhythmisierte Staffelung von 4-7 Geschossen (6 Geschosse plus Dachaufbau)
-	 Abstufung der Gebäudehöhe im Übergang zu den
Nachbargebäuden
-	 An Kienitzer Straße nach Osten Abstufung auf 5 Geschosse; an Briesestraße auf 4 Geschosse
-	 Gebäudehöhe von 15-20m an Kienitzerstraße bzw.
15-23m an Briesestraße; an Westseite Gebäudehöhe
20 m
-	 Gebäudetiefe 6m sowie 12m bzw. 13,5 m
-	 Stetiger Höhenverlauf an Briesestraße
-	 An Westseite Beibehalten des vorhandenen Gefälles;
Platzbereich an Kienitzer Straße nivelliert auf östlichem Niveau
-	 Abfolge von Freiräumen unterschiedlicher Gestaltung
und Nutzung: abgesenkter Platz im Süden, gemeinschaftlicher, allseitig gefasster Innenhof und Atrium
mit Laubengängen/Fluren
-	 Dezentrale Zugangsbereiche zu Hof
-	 Vier Hauseingänge in den Eckbereichen des Hofes
-	 Dezentrale Zugänge zu Atelierwohnungen
-	 Lineare Tiefgarage als Teilunterkellerung im Weten
mit Zufahrt an Kienitzerstraße
-	 Modellierte Hoffläche mit Baumpflanzungen
Gestaltung / Konstruktion
-	 Einheitliche Gestaltung mit horizontaler Gliederung in
Sockel und Obergeschosse
-	 Sockel verklinkert mit großflächigen Atelierfenstern im
Norden und Westen
-	 Modulfassade in den Obergeschossen mit großformatigen Festverglasungen mit Lüftungselementen
-	 Obergeschosse als Putzfassade, farbig akzentuiert
-	 Farb- und Materialkonzept in Anlehnung an Bestand
-	 Vorspringende Balkonen bzw. Loggien
-	Erdgeschoss als Stahlbetonkonstruktion; Obergeschosse in Holzrahmen-Module; Holzdecken
-	 Nicht tragende Fassade; Tragende Innenwände aus
Holz oder Stahlbeton (entsprechend Wirtschaftlichkeitsprüfung)
-	 Textiler, außenliegender Sonnenschutz
-	 Flachdächer begrünt bzw. mit Photovoltaik
Funktion
-	 Großzügige Hauseingänge mit Abstellflächen für
KiWa, L-förmige Treppen um Aufzug
-	 Am Innenhof zahlreiche übergeordnete Nutzungen
wie Waschlounges, Fahrradstellplätze, Abstellräume,
Müll
-	 Organisation in den Obergeschossen als 2-3-Spänner bzw. vom südlichen Treppenhaus Laubengangerschließung an Atrium
-	 Atrium mit nach oben verkleinerten Erschließung und

1124
versetzten, einläufigen Treppen
-	 Modulare Grundsystematik mit hoher Typisierung von
Elementen (Bäder, Küchen)
-	 Wohnungen im Osten sowie an Atrium einseitig orientiert (teilweise ausschließlich nach N)
-	 Sonstige Wohnungen durchgesteckt mit Ost-WestOrientierung
-	 Offene Wohnküchen an Wohnbereichen
-	 Einzelne Räume sehr schmal (2,0m)
-	 Loggien bzw. Balkone, tlw. nach N orientiert
-	 Bäder auch außenliegend mit Fensteröffnung
-	 Abstellräume zentral im EG
-	 Wohngruppen an Briesestraße gestapelt von 1.-5.
OG mit variabler Einteilung der Gemeinschaftsflächen
-	 5 Individualwohnungen pro Gruppenwohnung, zum
Teil ausschließlich nach Norden orientiert und mit
Nordbalkonen
-	 Dezentrale Gemeinschaftswohnflächen
-	Einheitliche Ateliertypus; an Briesestraße mit erhöhtem Atelierbereich und im split-level
-	 Serviceschiene der Ateliers mit Küche/Bad sämtlich
innenliegend
-	 Café (Raumhöhe ca. 4m) im Südwesten mit Außenflächen an abgesenktem Platz
-	 Geschosshöhe EG: 4,5-5,5 m, OG: 2,90 m
-	 Abstell- und Fahrradflächen im EG(540 m²)
-	 Anbindung Garage an SW-TH; 28 Stp
Energieeffizienz
-	 FW-Anschluss/ PV optional auf dem Dach
-	 A/V durch Baukörper befriedigend, bodentiefe Großformatfenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016
mit hochwertigen Fenstern möglich, durch Versätze in
der Wärmeschutzlinie bauphysikalische Schwachstellen
-	 Niedrigerer Energieeinsatz zur Herstellung
-	 Reine Nord- und Ostlagen ungenügend besonnt
-	 Süd orientierte Whg an Briesestr. nur in den oberen
Geschossen ausreichend besonnt,
-	 Westlagen zur Tag- und Nachtgleiche ab dem 4.OG
(=~2/5) ausreichend besonnt
-	 Fensterlüftung, nur in Bädern Abluftanlagen
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 39 - 41m²; 2-Zi-Whg: 57 - 91m²; 3-Zi-Whg:
84 - 89m²; 4-Zi-Whg: 108 - 127m². Anzahl 2-Zi-Whg
etwas zu gering. Ateliers: 58 - 66m²; Wohngruppen:
321 - 380m²
-	 Zusätzliche Flächen: ca. 300 m²; Technik: 57m²
-	 Anleitern im Hof erforderlich; Treppenhäuser innenliegend; TG ohne Schleuse
-	 Zugänge Hof nicht alle barrierefrei
-	 Normale Nutzfläche, sehr gute Flächeneffizienz
-	Kosten/m²-NF: 1.528 € (mittel); Kosten/m²-BGF:
1.001 € (hoch)
-	 Normale Nutzungskosten

1125

NÄGELIARCHITEKTEN, Berlin | 1. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll
20/60/10/10

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

Ist
24/57/11/8
4.742

WFL Atelier [m²]

869

WFL Wohngruppen [m²]

1.861

Wohnfläche Gesamt [m²]

7.472

BGFa,b,c [m²]

14.501

BRIa,b,c [m³]

43.582

A/V

0,30

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,52

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 11.991.147
1.623

1.605

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

1125

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- 	4-geschossiger, westl. Gebäudering grenzt an Gemeindehaus und nördl. Brandwand und umschließt
Innenhof. (Tiefen 5,8m und 10,5m). Brandwandausbildung zum Pfarrhof. Übernahme Gebäudehöhe von
Gemeindehaus. Südl. Flügel für Erschließungsbalkone und Abstellflächen
-	 Gebäudering wird über nördl. 8-gesch. (Gebäudetiefe
ca. 10,5m) und südl. 7-gesch. (Tiefe ca. 13,5m) Gebäuderiegel in Nord-Südausrichtung ergänzt. Erweiterter Kopfbau zur Briesestraße
-	 Gebäuderiegel westl. zur „Atelierpromenade“ mit eingeschossigen Anbauten und 9 integrierten, kleinen
Grünhöfen für Atelierwohnungen ergänzt, südl. grenzt
Cafégarten an
-	 Gebäudehöhen ca. 3,5m, 13,5m, 21m und 23m
-	 Hauptzugang von Westen an zentrales, höhenausgleichendes Erschließungsfoyer im Überschneidungspunkt der drei Bauelemente. Hofzugang von Briesestr.
TG-Zufahrt von Briesestr. entlang Brandwand
-	 Westl. „Atelierpromenade“, Ergänzung der Bestandsbäume zur Bildung einer Allee, Integration von Spielflächen und Sitzgelegenheiten
-	 Gemeinschaftshof mit Pflanzstreifen zu erhöht liegenden Wohnungen, Mittelbereich als Gemeinschaftsfläche mit Sitz- und Spielbereich
-	 Ausgleich des Straßengefälles durch erhöhte Wohnungen im EG mit Zugang über Treppen von Straße
oder Hof. Hof auf Straßenniveau
Gestaltung / Konstruktion
-	 Umlaufend kurze Fensterbänder, nach Norden und
Süden versetzt übereinander angeordnet
-	 An Fassade zur Atelierpromenade und an westl. Hoffassade vorgesetzte geschwungene Balkone, zentrales Treppenhaus verglast
-	 Westl. vorgesetzte Ateliers in EG mit großflächiger
Verglasung neben Tür
-	 Außenwände Mauerwerk, Alu-Holz-Fensterelemente
mit Festverglasung, Kippflügel, Balkontüren, außen
bronzegraue Standardbeschichtung, innenliegender
Sonnenschutz, Sonnenschutzverglasung, flacher Gebäudering mit Gründach
Funktion
-	 Haupteingang von Westen in Erschließungsfoyer mit
einläufiger Treppe, 2 Aufzüge, im EG-4.OG Erweiterung nach Osten über Kommunikationszone, Abstellräume und Erschließungsbalkone. Anbindung an Hof
über Treppe
-	 Weitgehend gestapelte Grundrisse
-	 1- u. 2-Zi-Whg, 1.-6.OG in N-S-Gebäuderiegel einseitige Orientierung nach W bzw. O, an Riegelende zweiseitige Belichtung, Balkon. Insgesamt drei 1-Zi-Whgn
entlang Briesestr. mit N-Orientierung ohne Balkon
-	 Drei 3-Zi-Whgen 1.-3.OG, Orientierung zu Briesestr.
und Hof, ohne Balkon. Vier 3-Zi-Whgen im 6.OG SW,
66m², Balkon nach W, davon je 1 Zimmer ohne Ta-

-	
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-	
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-	
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-	
-	

gesbelichtung. Drei 3-Zi-Whgn im 7.OG SW, 59m²,
Balkon nach W, davon zwei Whgen mit je einem unbelichteten Zimmer
4-Zi-Whgen 1. – 7.OG im Kopfbau Briesestraße, dreiseitige Orientierung, Balkon nach W
Westl. Atelierwohnungen mit kleinem Grünhof zur Belichtung, tieferliegendem Atelierraum zur Promenade
Wohngruppen in östliche, 4-gesch. Hofbebauung mit
zwei separaten Eingängen, weitere Wohngruppe im
3.OG Südwest
Alle Wohnungen mit Balkon bis auf 9 Wohneinheiten
zur Briesestraße
Innenliegende Bäder vorwiegend entlang öffentl. Flur,
im 1.-6.OG weitgehend übereinanderliegend
Offene Küchen in Wohnraum integriert
Café im EG mit Zugang von Kienitzer Str. öffnet zur
Atelierpromenade, Lager 32m² im UG
Geschosshöhen OG 2,9m
Abstellräume im südl. Flur EG-5.OG insg. 312m² und
im UG, in Wohnungen keine Abstellräume
UG unter Baukörpern u. südl. Hofhälfte für 28 PKWu. 160 Fahrradstellplätze, Technik 89m², Mieterkeller
400m², zusätzl. Lagerflächen 61m², Kinderwagen/
Rollatorabstellraum 42m², Müllraum mit Aufzuganbindung an Kienitzer Str

Energieeffizienz
-	 FW-Anschluss genutzt
-	A/V gut, Lochfassade energetisch günstig, EnEV
2016 mit vorgeschlag. Wandaufbau so nicht möglich
-	 Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton/ Mauerwerk aus Porenstein (oder alternativ MW
mit WDVS)/ Holz-Aluminium-Fenster
-	 Reine Nord- und Hoflagen an der Briesestr. sind ungenügend besonnt. Westlagen im Winter wären annähernd ausreichend besonnt, wenn eigene Balkone
nicht verschatteten. Westlagen Zur Tag- und Nachtgleiche ab dem 3./ 4.OG =~3/5 ausreichend besonnt
-	 Dezentrale Lüftungsanlage ohne WRG
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 31m² und 42m², 2-Zi-Whg: 51m² und im
6.OG 61m², 3-Zi-Whg: 59m², 66m² und 78m²; 4-ZiWhg: 87m²; WG 354 - 387m²; Ateliers 70m² und
84m². Wohnungsschlüssel weitgehend im Soll
-	 Insgesamt fünf 3-Zi-Whgen im 6. und 7.OG mit je
einem Zimmer ohne Tageslicht
-	 Im UG Lager Café 32m², zusätzl. Lager 61m²
-	 Drei 1-Zi-Whgn nur mit N-Orientierung
-	 Atelierwohnungen nicht barrierefrei
-	 Südliches Treppenhaus innenliegend
-	 Abstandsflächen eingehalten
-	 GR UG nur als Prüfplan
-	 Normale Nutzfläche, geringe Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.605 € (hoch); Kosten/m²-BGF: 827 €
(mittel)
-	 Normale Nutzungskosten

Lauber + Zottmann, München / Valentien + Valentien / Henke Rapolder Frühe / Josef und Thomas Bauer | 2. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll
20/60/10/10

1126

Ist
17/68/10/5

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

4.842

WFL Atelier [m²]

1.055

WFL Wohngruppen [m²]

2.194

Wohnfläche Gesamt [m²]

8.091

BGFa,b,c [m²]

14.172

BRIa,b,c [m³]

41.906

A/V

0,29

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,57

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 12.042.266
1.623

1.488

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

1126

Städtebau
-	 U-förmiger und L-förmiger Baukörper zueinander versetzt angeordnet und durch eingeschossigen Flachbau miteinander verbunden
-	 An Briesestraße Bauflucht vor Gemeindehaus vorspringend
-	 Zusammenhängender Blockinnenbereich
-	 Südliche Brandwand nicht bebaut
-	 Durchgängig 6 Geschosse; mittels zwei Staffelgeschossen an Briesestraße ein gestaffeltes Geschoss
an Kienitzerstraße Anpassung an Höhe der Nachbarbebauung
-	Gebäudehöhe von 15-21 m an Briesestraße; an
Westseite und Kienitzer Straße 18,5 m
-	 Gebäudetiefe 8,0 m bei Seitenflügeln; 13 bzw. 14,5
an anderen Bauteilen
-	 Stetiger Höhenverlauf an Briesestraße und Kienitzerstraße;
-	 An Westseite Niveauversprung von 1,20 m an Flachbau
-	Abstufung der Freiräume von Zugangsbereich im
Süden, Eingangshof an Flachbau und gemeinschaftlichem Innenhof mit abgesenktem Grünbereich und
Spielfläche
-	 Sieben Hauseingänge an den Straßenseiten bzw. an
Westseite
-	Tiefgarage im nördlichen Grundstücksbereich mit
Teilunterkellerung des Hofes; Zufahrt an Briesestraße

-	 Im EG in den Seitenflügeln auch kleine WE
-	 Erschließung in den OG als 2-5-Spänner
-	 Wohnungen überwiegend durchgesteckt; wenige WE
einseitig nach Westen bzw. Süden orientiert
-	 Großteils abgeschlossene bzw. begrenzte Küchenbereiche; Bäder sämtlich innenliegend
-	 Wohnungen teilweise sehr schmal (3,50m sowie ohne
Balkone bzw. Loggien; ab 4. OG durch Staffelung
Schaffen von Terrassenflächen
-	 Abstellräume nur im UG (590 m²)
-	 Wohngruppen an Briesestraße gestapelt von 1.-3.
OG jeweils über zwei TH erschlossen
-	 Pro Wohngruppe jeweils 6-7 abgeschlossenen Einzelwohnungen, großteils nur nach Norden orientiert
und ohne individuelle Balkone
-	 Gemeinschaftswohnflächen nach Süden mit vorgelagerten Balkonen
-	 Im EG 12 Ateliers mit teilweise versetzt angeordneten
Wohnbereichen; Atelierbereiche an Straßen bzw.
nach Westen
-	 An Briesestraße mit erhöhten Atelierbereichen und im
split-level
-	 Café im Nordwesten an Briesestraße ohne ausgewiesene Außenflächen
-	 Geschosshöhe EG: 5,0 m, OG: 2,90 m
-	 Fahrradflächen dezentral im UG (240 m²)
-	 Anbindung Garage an 5 TH über lange Erschließungsflure; 30 Stp

Gestaltung / Konstruktion
-	 Gliederung in abgesetzten Sockel mit großformatigen
Öffnungen; Mittelteil mit regelmäßig gesetzter Lochfassade und zurückgesetzte Staffelgeschosse mit bodentiefen Öffnungen
-	 Sockel aus Sichtbeton-Fertigelementen mit reliefiertem Beton; bodentiefe Fensterelemente mit Putzfeldern
-	 Putzfassade in den Obergeschossen
-	 An Südfassade vorspringende Balkonbänder bzw. an
Westseite winkelförmige Balkone
-	 Staffelgeschosse farbig abgesetzt mit vorgelagerten
Balkonen
-	 Hoffassade als Lochfassade; vorgesetzte Balkone an
Südseite mit einläufigen Treppen
-	 Mischkonstruktion mit Stahlbetondecken und Außenwänden aus Wärmedämmziegeln; EG sowie Wohnungstrennwände aus Beton
-	 Balkone als Stahlbetonfertigteile
-	 Fensterkonstruktionen aus Alu-Profilen mit 3-fachVerglasung (alt. Holz). Metallbrüstungen

Energieeffizienz
-	 A/V durch Baukörper gut, Lochfassade energetisch
günstig, EnEV 2016 so nicht möglich. Wärmebrücken
mit Schimmelpotential bei innenbündigen Fenstern
-	 Höherer Energieeinsatz zur Herstellung
-	 Nordwohnungen an der Briesestr. ab dem 3. OG im
Winter ausreichend besonnt. Zur Tag- und Nachtgleiche unzureichend durch Balkon.
-	 Westlagen im Winterdurch eigene Balkone verschattet; Zur Tag- und Nachtgleiche ab dem 3./ 4.OG =~3/5
ausreichend besonnt
-	 Südstaffelung begünstigt Besonnung

Funktion
-	 Sechs Erschließungskerne mit zweiläufigen Treppen
und Aufzug (im EG teilweise mit Ausgleichsstufen und
Durchlader); weiteres TH im südlichen Seitenflügel im
OG an Aufzug angebunden
-	 Müllraum zentral im Flachbau

Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 37 - 46 m²; 2-Zi-Whg: 51 - 93 m²; 3-Zi-Whg:
77 - 82 m²; 4-Zi-Whg: 85 - 147 m². Anteil 2-ZimmerWohnungen 68%; Ateliers: 54 - 33m²; Wohngruppen:
351 - 380m²
-	 Café zu groß: 114m²
-	 Abstandsflächen zwischen den Gebäuden nicht eingehalten
-	 (Barrierefreier) Höhenverlauf im Hof unklar
-	 Hohe Nutzfläche, mittlere Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.488 € (gut); Kosten/m²-BGF: 850 €
(mittel)
-	 Normale Nutzungskosten

Arge AHM Architekten / AV1 Architekten, Berlin / k1 Kuhn Klapka / Saradshow Fischedick / IGZ Zimmermann | 1. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll

1127

Ist

20/60/10/10 18/61/11/10

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

4.806

WFL Atelier [m²]

834

WFL Wohngruppen [m²]

1.928

Wohnfläche Gesamt [m²]

7.568

BGFa,b,c [m²]

13.394

BRIa,b,c [m³]

37.328

A/V

0,34

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,57

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 12.244.997
1.623

1.618

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

1127

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- 	Neubau besteht aus drei gleich proportionierten, 6.
gesch., parallelen Gebäuderiegeln (Gebäudetiefe ca.
14m, Höhe ca. 17m bzw. 18,5m) in Nord-Südausrichtung. Entlang Briesestr. ergänzt über im EG aufgeständerten Zwischenbau (Nordspange, Gebäudetiefe
ca. 8m) und dreigeschossigen Vermittlerbau (Tiefe ca.
7m, Höhe ca. 11m), der an Gemeindehaus anschließt
-	 Durch Positionierung des südl. Riegels an der Brandwand entsteht südwestl. ein Stadtplatz
-	 TG-Zufahrt von Briesestr. entlang Brandwand
-	 Zugänge von den Straßenseiten bzw. vom Hof in insg.
6 innenliegende Treppenräume
-	 Drei unterschiedliche Freiräume: öffentlicher Stadtplatz nach Südwesten mit Sitzmöbeln und Spielpunkten, halböffentlicher Innenhof mit Gemeinschaftsgarten und Spielelementen, der im EG zur Straße öffnet
und privater, östl. Garten zum Pfarrhof mit Gemeinschaftsterrasse
-	 Ausgleich des Straßengefälles durch unterschiedlich
hohe Atelierzone, breite Freitreppe und Rampe im
westlichen Außenbereich und Ausgleichstreppen in
Treppenräumen
Gestaltung / Konstruktion
-	 Massive Obergeschosse über transparentem, vollverglastem EG
-	OGs gegliedert durch Wechsel von unterschiedl.
angeordneten, unterschiedl. tief herausstehenden
Boxen mit geschlossenen Seitenwänden u. Frontverglasung, bodentiefen, schmalen Fensteröffnungen u.
Balkonen vor großem Fensterelement
-	 Zusätzlich eingeschnittene Loggien
-	Schottenbauweise mit tragenden Außenwänden.
Obergeschosse mit monolithischer, verputzter Ziegelwandkonstruktion. EG-Fassade als Pfosten-Riegel-Konstruktion. Boxen und Balkone aus Stahlbetonfertigteilen, außenliegende Sonnenraffstores
Funktion
-	Nördl. Gebäuderiegel mit je zwei innenliegenden
Treppenhäusern und Aufzügen, als 2-4 Spänner
-	 Südwestl. Gebäuderiegel von Kienitzer Str. erschlossen, führt in breite Erschließungszone entlang Brandwand mit einläufiger Treppe vor, von oben belichtetem Luftraum und Aufzug
-	 Nordspange mit einläufigem Treppenhaus, Aufzug an
Nordfassade als Dreispänner, Zugang von Briesestr.
-	 Geschossweise unterschiedl. Whg-Anordnungen
-	 1-Zi-Whgen in Nordspange, Südbalkone, 1.-5-OG
-	 2-Zi-Whgen, 1.-5.OG in Nordriegeln und Vermittlerbau,
vorwiegend einseitig nach O bzw. W orientiert, 7 Whgen mit Wohnräumen nach N, 12 Whgen an Riegelenden mit zweiseitiger Belichtung, ca. dreiviertel mit
Balkon bzw. Loggia
-	 3-Zi-Whgen in nördl. Riegeln durchgesteckt mit OstWest-Orientierung, Loggia
-	4-Zi-Whgen in nordöstlichem Riegel, bei 4 Wohnungen Wohnräume nur mit N-Orientierung, 2 Woh-

-	

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-	
-	
-	
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-	

nungen zweiseitiger O-W-belichtet, Balkon bzw. Loggia
In nördl. Riegeln zum Hof bzw. Garten durchgesteckte,
schmale Atelierwohnungen (z. T. Wohnungsbreite ca.
3m) im EG, 4 Atelierwhgen nach N zur Briesestr., im
EG südl. Gebäuderiegel Atelierwohnungen mit erhöhter Ebene
Wohngruppen in südwestl. Gebäuderiegel 1.- 5.OG,
Gemeinschaftsraum in tiefe, schmale Erschließungszone entlang Brandwand mit Orientierung zum Hof
integriert. 1- und 2-Zi-Whgen zum Stadtplatz, kleine
1-Zi-Whg (27m²) zur Kienitzer Str.
Unterschiedlich angeordnete Bäder und Küchen entlang Mittelwand, Küchen teils in Wohnraum integriert,
viele Stränge
Ca. die Hälfte der 2-Zi-Whgen mit Abstellraum innerhalb der Wohnung
Café im EG öffnet nach Süden auf Stadtplatz
Geschosshöhen OG 2,75m
UG für 28 PKW- und 50 Fahrradstellplätze, Mieterkeller 785m², Haustechnik 74m² und Müll 25m². Weiterer
Müllraum 32m² im EG neben TG-Zufahrt
Weitere 67 Fahrradstellplätze im EG unter Aufständerung der Nordspange

Energieeffizienz
-	 FW-Anschluss genutzt plus Solarthermie zur WWBereitung
-	 A/V durch Baukörper gut, Lochfassade energetisch
günstig, EnEV 2016 mit vorgeschlagenem Wandaufbau so nicht möglich.
-	 Höherer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton/ Mauerwerk aus Porenstein (evtl. plus Dämmputz)/ Aluminium-Fenster
-	 Ostlagen sind ungenügend besonnt. Westlagen Zur
Tag- und Nachtgleiche ab dem 3.OG (=~3/5) wären
ausreichend besonnt, wenn eigene Balkone und Erker nicht verschatteten
-	 Fensterlüftung, keine WRG. Innenliegende Bäder Abluftanlagen
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 43m² und 44m², 2-Zi-Whg 43 - 60m², eine
Wohnung 79m², 3-Zi-Whg: 83 - 85m²; 4-Zi-Whg: 92 97m², Ateliers 38 - 52m²; Wohngruppen: 381 - 395m²
- 	 Wohnungsschlüssel weitgehend im Soll
-	 Keine Kinderwagen-Rollatorentellplätze ausgewiesen
-	 1-Zi-Whgen in Wohngruppen mit 27m²
-	 Insgesamt 12 Wohnungen mit N- Ausrichtung
-	 Südwestl. Atelierwohnungen nicht barrierefrei
-	 Fünf innenliegende Treppenhäuser
-	 Abstandsflächen eingehalten
-	 Unterschiede in Fassadengliederung zwischen Ansichten, Grundrissen und Perspektiven
-	 Normale Nutzfläche, mittlere Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.618 € (hoch); Kosten/m²-BGF: 914 €
(hoch)
-	 Normale Nutzungskosten

1128

EM2N Mathias Müller Daniel Niggli Architekten AG, Zürich | 1. Preis

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll
20/60/10/10

Ist
24/56/12/8

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

4.345

WFL Atelier [m²]

1.118

WFL Wohngruppen [m²]

2.182

Wohnfläche Gesamt [m²]

7.645

BGFa,b,c [m²]

14.959

BRIa,b,c [m³]

50.768

A/V

0,25

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,51

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€7m²]

12.500.000 12.174.594
1.623

1.592

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Süden

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
-	 Anordnung von vier riegelförmigen Baukörpern als
Fassung eines geschlossenen orthogonalen Hofes
-	 Gestaffelte Höhenausbildung mit 8 bis 6 Geschossen
-	 Aufnahme der Bauflucht des Gemeindehauses mit
6-geschosssigem langgestrecktem Baukörper an der
Briesestraße; 8-geschossiger Riegel im Nordwesten
springt stirnseitig leicht an der Briesestraße zurück;
6-geschossiger Riegel mit Stirnseite an der Kienitzer
Straße in Tiefe der südwestlichen Brandwand, 6-geschossiger Riegel auf der östlichen Grundstücksgrenze mit Brandwand zur Pfarrgemeinde, Wandhöhe ca.
18,40m
-	 Gebäudehöhen ca. 24m bzw. 18,40m nach Westen
und zum Gemeindehaus
-	 Gebäudetiefen ca. 10m zuzüglich Laubengang mit ca.
3,40m Breite
-	 Innenhof als „soziales Zentrum“ zusammen mit der
Erschließungs- und Balkonschicht, terrassiert, differenzierte Freiraumnutzungen
-	 Ausgleich des Straßengefälles durch hohe EG-Zone,
im NO Durchgang und Tiefgarageneinfahrt
-	 Drei Eingänge mit identischen Erschließungskernen
gleichmäßig verteilt, führen auf Balkon-/ bzw. Erschliessungszone, vertikale Erschließung, angelagertes Café, Ateliers, etc.
	
Gestaltung / Konstruktion
-	 Fassade als elementierte, tragende Holzfassade geprägt durch Trapezblechverkleidung, vertikal gerillt in
Alu-natur, horizontal gegliedert durch vorfabrizierte
Betondeckenbändern, vertikale Gliederung durch stehende Flügelfensterformate mit auskragenden Balkonplatten
-	 Robuster Mauerwerkssockel im EG mit Verkleidung
aus Betonfertigteilplatten
-	 Balkon- und Laubenganggeländer aus Flachstahl und
Maschendrahtfüllung
Funktion
-	 Einfach gehaltene Grundstruktur, Möglichkeit von unterschiedlichen Wohnmodellen
-	 Modularer Aufbau der Wohnungsgrundrisse mit bewusst einfacher Geometrie
-	 Alle Wohnungen mit mehrseitiger Orientierung und
Balkonen
-	 EG mit Atelierwohnungen als durchgesteckte Schotten, direkter Zugang über Außenraum, nicht an Treppenhaus angebunden, zusätzliche Atelierwohnungen
mit 80 m² im 3. und 4. OG
-	 Laubengangerschließung mit 3 offenen Treppenhäusern über alle Geschosse
-	1-Zimmer-Wohnungen durchgesteckt mit N-S-Ausrichtung
-	 2-Zimmer-Whg mit W-O-Ausrichtung
-	 3- bis 4-Zimmer-Wohnungen als Zusammensetzung
mehrerer Wohnungs-Module
-	 7 Wohngruppen an den Brandwänden mit West- und

1128
Südorientierung zum Teil als Maisonette durch interne
einläufige Treppe im Flur
-	 Schlafräume grundsätzlich nach „außen“ (nicht zum
Hof) orientiert, Zuordnung eines französischen Balkons
-	 Wohnküchen zum Laubengang / Innenhof orientiert
-	 Außenliegende Badezimmer, reduzierte Typen, funktionale Strangführung
-	 Keine Abstellflächen in den Wohnungen, dafür große
Flächen (590m²) als Kellerräume im UG
-	 Großzügige Erschließungsfläche, Teilflächen den
Wohnungen als Balkonflächen vorgelagert
-	 Café über Eck an der Kienitzer Straße mit Außensitzfläche
-	 Geschosshöhen: EG von 3,10 - 4,20m, OGs 2,80m
-	 Zufahrt Tiefgarage im NO an das Gemeindehaus angelagert, 28 Stellplätze
-	 Fahrradabstellbereiche, insges. 180 m², überdacht an
den Hauseingängen, zusätzlich im Hof an der Brandwand und an der südwestlichen Grundstücksgrenze,
kleine Flächen für Rollatoren und Kinderwagen
-	 Technikfläche ca. 165 m² im Teil-UG
-	 „Kollektive“ Dachterrassen mit „Nutzgartenflächen“
-	 Müllbereich nicht gezeigt
Energieeffizienz
-	 FW-Anschluß wird genutzt
-	 A/V durch Baukörper gut, Lochfassade energetisch
günstig, jedoch bodentiefe Fenster für Wärmeschutz
nachteilig, EnEV 2016 möglich.
-	 Höherer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton/ Alu-Blech-Vorhang-Fassade/ Holzpaneele/ HolzAluminium-Fenster
-	 Zweiseitig orientierte Wohnungen minimieren Belichtungsnachteile. Allerdings Besonnung durch Eigenverschattung der Laubengänge nicht ausreichend.
Westlagen Zur Tag- und Nachtgleiche ab dem 4.OG
(=~2/5) ausreichend besonnt
-	 Lüftungsanlagen mit WRG und mit Vorkonditionierung
über Erdwärmetauscher der Frischluft
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 43m²; 2-Zi-Whg: 57m²; 3-Zi-Whg: 80m²;
4-Zi-Whg: 84m²; Ateliers 43 – 80 m²; Wohngruppen
150 - 305m²
-	Wohnungsgrößen und Wohnungsschlüssel weitgehend im Soll, hoher Anteil 1-Zimmer-Whg, geringerer
Anteil 2-Zi-Whg, 2 Atelierwohnungen im 3. und 4. OG
-	 Balkonflächen und Abstellflächen zum Teil im Bereich
der Kommunikations-/ Laubengangzone
-	 Maisonetten WG in oberer Etage nicht an Treppenhaus angebunden
-	 Abstandsflächen eingehalten
-	 Durchschnittliche NF, geringe Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.592 € (hoch); Kosten/m²-BGF: 814 €
(mittel)
-	 Normale Nutzungskosten

1129

augustinundfrankarchitekten, Berlin | 2. Rundgang

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll
20/60/10/10

Ist
21/60/11/8

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

3.265

WFL Atelier [m²]

1.247

WFL Wohngruppen [m²]

2.277

Wohnfläche Gesamt [m²]

6.789

BGFa,b,c [m²]

13.367

BRIa,b,c [m³]

41.415

A/V

0,22

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,51

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 11.080.661
1.623

1.632

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

1129

Städtebau
- 	 6- geschossiger Hauptgebäuderiegel (Tiefe 23,5m) in
Nord-Südausrichtung mit westl. gerader Raumkante
nimmt Nachbartraufhöhe und Straßenfluchten auf
und schafft erweiterten westl. Freiraum
-	 Im südl. Bereich schließt Riegel (Gebäudetiefe 9m
zzgl. Laubengang 1,5m) über offenes Atrium (Tiefe
4,5m) an begrünte Brandwand an
-	 Hauptriegel erhält über Riegelmitte markanten, 4-geschossigen Dachaufbau mit schrägen Fassadenabschlüssen
-	2-geschossige L-förmige Hofanlage (Gebäudetiefe
8m und 5,8m) schließt Block zur Briesestraße und
schafft Atelierhof. Brandwand zum Pfarrhof
-	 Gebäudehöhen ca. 19m, 30,5m und 7,6m
-	An nördlicher, begrünter Brandwand zu Atelierhof
nimmt eingeschossige Überdachung Müll- und Fahrradstellplätze auf
-	 Hauptgebäuderiegel wird dreiseitig erschlossen und
führt in Erschließungsschiene, Erschließung Hofbebauung von Briesestr. über Innenhof, TG- Zufahrt von
Kienitzer Straße entlang Brandwand
-	 Breiter, westl. Freiraum unterteilt in Asphaltstreifen als
Gemeinschaftsraum u. Außenbereich für Ateliers u.
Café und in einen Grünstreifen mit Bestandsbäumen,
Spiel-, Bouleplatz u. Sitzflächen
-	 Innenhof mit Rasenpflaster und Solitärbäumen
-	 Ausgleich des Straßengefälles durch Anpassung der
Atelierzone im EG u. ansteigenden Atelierhof

spondiert mit Anordnung von Balkonen und Loggien
-	1- und 2-Zi-Whgen 1.-5.OG, einseitige Ost- bzw.
Westausrichtung, bei drei 2-Zi-Whgen an Kienitzer
Str. ist ein Zimmer über Atrium belichtet
-	 3-Zi-Whgen, 1-4.OG an Riegelenden zweiseitig belichtet, zum Hof einseitig, ohne Abstellraum-	
4-Zi-Whgen, 1., 4. und 5. OG jeweils an Riegelenden,
2-seitig belichtet, mit Abstellräumen oder 2tem WC
-	 Eingeschossige Atelierwohnungen im Gebäuderiegel,
Ateliermaisonettewohnungen in 2-gesch. Hofbebauung mit hof- bzw. straßenseitigem Zugang, Wendeltreppen, einseitige West- bzw. Ostbelichtung
-	 Je eine WG im 2., 3. und 5.OG. Im Dachaufbau 6.-9.
OG belegen einzelne Wohngruppen gesamtes Geschoss. Einzelne abgeschlossene Wohnungseinheiten über öffentl. Flur verbunden
-	 Alle Wohnungen mit Balkon oder Loggia
-	 Innenliegende, versetzt angeordnete Bäder und Küchenzeilen entlang Flurwänden, viele Stränge
-	 Offene Küchen in Wohnraum integriert
- 	 Café im EG öffnet zu westlichem Freiraum
-	 Geschosshöhen OGs 2,84m
-	 UG unter Hauptgebäuderiegel für 28 PKW- und Fahrradstellplätze, Technik 67m², Mieterkeller 414m² (1-3Zi Whgen ohne Abstellräume in Whg)
-	 110 Fahrradstellplätze im UG, 48 überdachte Fahrradstellplätze im Atelierhof und Atrium, 24 Plätze in
westl. Außenraum integriert
-	 Überdachter Müllraum ca. 13m² im Atelierhof

Gestaltung / Konstruktion
-	 Dachaufbau mit zurückspringenden Terrassen nach O
-	Regelmäßige Lochfassade mit großen Öffnungen.
3 cm starke umlaufende abgesetzte Zarge. Spielerische Zuordnung als Fensterelemente mit niedriger
Brüstung, als zweigeteilte Loggien, als Balkone mit
bodentiefer Öffnung
-	 EG mit geschosshoher Verglasung im Öffnungsrhythmus der OGs mit Gelenkarmmarkisen
-	 Schottenbauweise, Achsmaß 5,125m, nicht tragende
Mauerwerksaußenwände, WDVS, Leibungszargen
aus Faserbeton, Holz-Alu-Fensterelemente aus Festverglasung und Schiebefenstern, außenliegende Aluminiumlamellen, Dachbegrünung
-	 Innenliegende Erschließungsschiene in nördl. Hälfte
durch mehrere, durchgehende, kleine Lufträume gegliedert und von oben belichtet

Energieeffizienz
-	 FW-Anschluss genutzt
-	 A/V gut, kleiner Wandanteil verbessert etwas Energiebilanz, jedoch bodentiefe große Fenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 mit hochwertigen
Fenstern möglich, Wärmeschutzlinie realisierbar
-	 Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung
-	 Die Wohnungen zum Atelierhof an der Briesestr. sind
ungenügend besonnt. Westlagen zur Tag- und Nachtgleiche ~2/5 ausreichend besonnt. Balkone: Belichtungstechnisch nachteilhaft
-	 Dezentrale Lüftung in den Bädern mit WRG

Funktion
-	 In nördl. Erschließungsschiene liegen in Kernzone
von Ringflur umgeben 1 Treppenhaus, ein Aufzug,
etagenweise ein Abstellraum für Kinderwagen/Rollator und Lufträume, 7-10 Spänner
-	 Südl. Erschließungsschiene mit offenem Atrium vor
begrünter Brandwand, offener Treppe in Atrium u. Aufzug erschließt über offene Laubengängen 6-7 Whngen
-	 Am Übergang zwischen Innen- und Außenraum weiteres geschlossenes Treppenhaus, das bis in Dachaufbau weiter geführt wird
-	 Etagenweiser Wechsel von Wohnungsgrößen korre-

Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 40 - 42m²; 2-Zi-Whg: 48 - 57m²; 3-Zi-Whg:
72 - 75m²; 4-Zi-Whg: 84 - 91m²; Ateliers 76 - 92m²,
ein Atelier 37m²; Wohngruppen: 253m² - 378m²
-	 Wohnungsschlüssel nahezu im Soll
-	 Maisonetteatelierwohnungen nicht barrierefrei
-	 Östliche Maisonettenwohnungen im OG ohne Anbindung ans Treppenhaus
-	 Problematische Anleiterung an Feuerwehraufzug und
Sicherheitstreppe im Hochhausbereich
-	 Abstandsflächen eingehalten
-	 Geringe Nutzfläche geringe Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.632 € (hoch); Kosten/m²-BGF: 829 €
(mittel)
-	 Hoher Fensteranteil
-	 Normale Nutzungskosten

1130

Axthelm Rolvien GmbH & CoKG, Potsdam | Anerkennung

Planungsdaten
Anteil 1- bis 4- Zimmer [%]

Soll

Ist

20/60/10/10 24/55/10/11

WFL 1- bis 4- Zimmer [m²]

5.924

WFL Atelier [m²]

1.269

WFL Wohngruppen [m²]

1.625

Wohnfläche Gesamt [m²]

8.818

BGFa,b,c [m²]

16.163

BRIa,b,c [m³]

50.237

A/V

0,24

WFL / BGFa,b,c mit UG

0,55

Kosten 300 - 500 [€]
Kosten / WFL [€/m²]

12.500.000 13.344.017
1.623

1.513

Modellfoto, Blick von Nordwesten

Lageplan

Perspektive, Blick von Nordwesten

Erdgeschoss Eingangsbereich

Regelgeschoss

Neues Wohnen an der Briesestraße / Ergebnisprotokoll

Städtebau
-	Winkelförmiger Baukörper zur Komplettierung des
Gründerzeitblocks sowie 1-geschossiger Atelierriegel
an Brandwand
-	 Baukörper durch Gebäudefugen im EG und 1. OG an
Westseite gegliedert
-	 An Nord- und Westseite im EG schräg verlaufende
Bauflucht; in den OG geschossweise schräg verlaufende Vor- und Rücksprünge
-	 Durch Gebäudeanordnung schmaler L-förmiger Innenhof
-	 Einheitliche Gebäudehöhe mit 6 Geschossen
-	 Gebäudehöhe bis 20 m an Kienitzerstraße bzw. 21 m
an Briesestraße; an Westseite 19 m
-	 Gebäudetiefe 17,5 m – 19,5 m
-	 Stetiger Höhenverlauf an Briesestraße und Kienietzerstraße; an Westseite nivelliert
-	 Ausbilden eines polygonalen Nord-Süd-Weges an der
Westseite
-	 Innenhof mit gefassten Inseln unterschiedlicher Nutzungen
-	 Vier Hauseingänge an den Durchgängen bzw. von
den Straßenseiten
-	 Tiefgarage unter Hofbereich; Zufahrt an Briesestraße
-	 Fahrradstellplätze dezentral an Hauseingängen
-	 Hofgestaltung mit Niveauversprung von 1,10m
Gestaltung / Konstruktion
-	 Durch Vor- und Rücksprünge gegliederte Fassade
mit unregelmäßig angeordneten, abgeschrägten Balkonen
-	 Gerasterte Lochfassade mit bodentiefen Öffnungen
und abgeschrägten Leibungen
-	 2-geschossige Durchgänge zu Hofbereich
-	 Helle, scharierte Putzfassade mit farbig abgesetzten
Fensterpaneelen
-	 Lochfassade mit Loggien im Innenhof
-	 Eingestellte Ateliers im Hof mit abgeschrägter Grünfläche und vorgestellten, verglasten Eingangsbereichen
-	 Mischkonstruktion mit Stahlbetondecken und Außenwänden aus Wärmedämmziegeln; Innenwände KSMauerwerk
-	 Balkone als Stahlbetonfertigteile
-	Fensterkonstruktionen als Holz-Alu-Elementfenster
mit Sandwichpanellen
-	 Außenliegende Rollstores
-	 Balkonbrüstungen aus Metall
Funktion
-	Lineare Hauseingänge, teilweise mit Stufen und
Durchladern, individuell ausgeformt
-	 Flächen für Kinderwagen, Rolllatoren etc. zugeordnet; Müllflächen zentral im Süden
-	Zwei Treppenhäuser als Doppel-Helix sowie zwei
Treppen ein- bzw. zweiläufig ausgebildet
-	 Erschließung in den OG als 4-Spänner im Nordwe-

1130
sten bzw. 7-Spänner im N und W
-	 Hoher Anteil an einseitig orientierten Wohnungen (teilweise ausschließlich nach Norden mit Nordbalkonen)
-	 Sonstige Wohnungen durchgesteckt bzw. zweiseitig
orientiert
-	 Teilweise wenig kompakt mit langen Erschließungsfluren und sehr schmal (3,50m)
-	 Offene Wohnküchen am Wohnraum
-	 Bäder sämtlich innenliegend
-	 Einzelne Wohnungen ohne Balkon bzw. Loggia
-	 Wohngruppen im Süden gestapelt von 1.-5. OG
-	Exemplarische Wohngruppen-Grundrisse mit Gemeinschaftsraum zum Innenhof
-	 Fünf 1-2-Zimmer-Wohnungen pro Wohngruppe mit
offenen Wohnküchen und innenliegenden Bädern
-	 Zugeordnete Balkone bzw. Loggien, geschossweise
unterschiedlich angeordnet
-	 Sehr hohe Anzahl (21) an Ateliers im EG sowie in Atelierschiene
-	 Atelilers großteils einseitig ausgerichtet
-	 An Briesestraße zum Niveauausgleich mit sich erhöhenden Atelierbereichen und im split-level
-	 4 Ateliers an Brandwand mit begrünter Dachfläche
-	 Café an Kienitzer Straße mit Außenflächen nach Westen
-	 Geschosshöhe EG: 3,0 – 5,2 m, OG: 3,00 m
-	 Abstellräume im UG (1.037 m²)
-	 Fahrradflächen im EG und UG (271 m²)
-	Anbindung Garage an nördliches und westliches
Treppenhaus; 28 Stp
Energieeffizienz
-	 A/V durch Baukörper gut, gedämmte Holzpaneele
energetisch günstig, bodentiefe Fenster für Wärmeschutz nachteilig, EnEV 2016 nicht möglich, Wärmeschutzlinie in den Balkonen realisierbar
-	 Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung
-	 Reine Nordlagen und Hofwohnungen ungenügend
besonnt. Westlagen zur Tag- und Nachtgleiche ~2/5
ausreichend besonnt. Balkone: Belichtungstechnisch
nachteilhaft
-	 Kienitzestraße ausreichend besonnt
Realisierbarkeit
-	 1-Zi-Whg: 32 - 43m²; 2-Zi-Whg: 46 - 48m²; 3-Zi-Whg:
72 - 94m²; 4-Zi-Whg: 89 - 99m²; Wohnungsschlüssel
eingehalten. Ateliers: 31 - 95m²; Wohngruppen: 298 339m²
-	 Hoher Anteil 1-Zi-Whg, geringerer Anteil 2-Zi-Whg
-	 Drei Treppenhäuser innenliegend
-	 Sehr hohe Nutzfläche, mittlere Flächeneffizienz
-	 Kosten/m²-NF: 1.513 € (mittel); Kosten/m²-BGF: 826
€ (mittel)
-	 Normale Nutzungskosten
        
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