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Aufgabenstellung

Full text: Aufgabenstellung

Auslobung
Gutachterverfahren

Meraner Straße / Am Mühlenberg
Berlin Tempelhof-Schöneberg
Aufgabenstellung

Städtebauliches Gutachterverfahren
Meraner Straße / Am Mühlenberg
Berlin Tempelhof-Schöneberg
Aufgabenstellung

Berlin, Juli 2015

Herausgeber und Verfahrensdurchführung
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Abteilung Städtebau und Projekte
Referat II D – Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Brückenstraße 6
10179 Berlin
Aufgabenstellung
Nanna Sellin-Eysholdt, Dipl.-Ing. Architektur /
Referat II D – Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
mit Berit Breuer, Dipl.-Ing. Architektur
Digitale Bearbeitung
Berit Breuer, Dipl.-Ing. Architektur
Titelbild
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin
Druck
A&W Digitaldruck, Berlin
Disclaimer
Die in der Aufgabenstellung gewählte männliche Form bezieht
gleichermaßen weibliche Personen ein. Auf eine Doppelbezeichnung
wurde in der Regel aufgrund besserer Lesbarkeit verzichtet.

Inhaltsverzeichnis
Anlass und Ziel.........................................................................................7
Teil 1	

Verfahren.....................................................................................9

1.1	
Auftraggeber / Bauherr.................................................................9
1.2	
Art des Verfahrens.......................................................................9
1.3	Gutachter.....................................................................................9
1.4	
Obergutachter / Sachverständige..............................................10
1.5	
Ausgabe der Aufgabenstellung / Rückfragen / Ortsbegehung... 11
1.6	
Abgabe und Vorstellung des Gutachtens...................................12
1.7	
Verzeichnis der Anlagen zum Auftrag........................................13
1.8	
Geforderte Leistungen...............................................................14
1.9	Vorprüfung..................................................................................15
1.10	Vergütung...................................................................................15
1.11	Auftragsvergabe.........................................................................15
1.12	
Eigentum und Urheberrecht.......................................................16
1.13	Verfassererklärung.....................................................................16
1.14	
Bekanntgabe des Ergebnisses .................................................16
1.15	Haftung ......................................................................................16
1.16	
Zusammenfassung der Termine.................................................16
Teil 2	

Situation und Planungsvorgaben...........................................17

2.1	
2.2	
2.3	
2.4	
2.5	
2.6	
2.7	

Städtebauliche Rahmenbedingungen........................................17
Die historische Entwicklung Schönebergs.................................20
Der Planungsbereich..................................................................22
Technische Infrastruktur.............................................................28
Erschließung und Verkehr..........................................................28
Bauplanungs- und Bauordnungsrecht........................................29
Workshop-Verfahren Urban Living.............................................33

Teil 3	

Aufgabenstellung.....................................................................35

3.1	Planungsumfang........................................................................35
3.2	
Städtebaulich-architektonische Zielsetzung...............................36
3.3	
Funktionale Anforderungen........................................................36
3.4	Außenanlagen............................................................................38
3.5	
Barrierefreies Bauen..................................................................40
3.6	
Baukosten / Wirtschaftlichkeit....................................................40
3.7	
Nachhaltigkeit und Ökologische Zielsetzung.............................40
3.8	
Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien..................40
3.9	
Beurteilungskriterien des Obergutachtergremiums....................41
Teil 4	

Anhang......................................................................................43

4.1	
Digitale Anlagen ........................................................................43
4.2	Quellenangaben.........................................................................48

Meraner Straße / Am Mühlenberg

6

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Anlass und Ziel

Anlass und Ziel
Aufgrund des stetig steigenden Bedarfs nach Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten stehen die mögliche Bebauung nicht genutzter Flächenpotentiale sowie die Nachverdichtung schon bebauter Areale im Fokus der
städtebaulichen Entwicklung.
Gegenstand des Gutachterverfahrens ist die Entwicklung eines städtebaulichen Konzepts zur Nachverdichtung im Bereich Am Mühlenberg /
Meraner Straße im Berliner Ortsteil Schöneberg.
Im Juli 2013 wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
Umwelt das Workshopverfahren „Urban Living – Neue Formen des städtischen Wohnens“ initiiert. Bereits im Rahmen dieser Ideenkonkurrenz
wurden für einen Teilbereich der durch Nachkriegsbauten geprägten Siedlungsstruktur Entwicklungskonzepte erarbeitet.
Die Eigentümerin der Grundstücke, die Wohnungsbaugesellschaft
Gewobag, beabsichtigt in Abstimmung mit dem Bezirksamt TempelhofSchöneberg und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
die Errichtung von Wohnneubauten bzw. die Ergänzung der Bestandsbauten. Der aktuell gültige Bebauungsplan lässt keine weitere Neubebauung
zu. Für eine Nachverdichtung im Planungsbereich ist das Aufstellen eines
vorhabenbezogenen Bebauungsplanes erforderlich. Das Konzept des mit
dem ersten Rang prämierten Entwurfes soll Grundlage für die Erstellung
des Bebauungsplans werden.
Die Gewobag strebt an, ca. 250 Wohneinheiten in einer kostengünstigen
Bauweise von unter 2.200 Euro Baukosten (brutto) je qm Wohnfläche für
die Kos tengruppen 200 bis 700 zu realisieren. Im Konzept müssen eine
Senioreneinrichtung mit ca. 300 qm Nutzfläche und eine Kindertageseinrichtung mit ca. 460 qm Gesamtgrundstücksfläche nachgewiesen werden.
Das vorhandene Wohnungsangebot soll durch Neubauten mit besonderen Wohnformen, gemeinschaftlich genutzten Flächen und gemeinsamer
sozialer Infrastruktur ergänzt und entwickelt werden. Von den Gutachtern
werden zur Kompensation der Neubaumaßnahme Vorschläge für die
Verbesserung der Lebensqualität im Bestand erwartet. Insbesondere um
die nachbarschaftliche Entwicklung des Wohnstandortes zu fördern, sind
Ideen für eine funktionale und gestalterische Aufwertung der Freiräume
erwünscht. Zur Verdeutlichung des vorgeschlagenen Konzeptes soll ein
Teilbereich von den Gutachtern exemplarisch vertieft werden.

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Meraner Straße / Am Mühlenberg

8

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 1 Verfahren

Teil 1	 Verfahren
1.1	

Auftraggeber / Bauherr

Auftraggeber und Verfahrensdurchführung
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Abteilung Städtebau und Projekte
Referat II D – Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Brückenstraße 6
10179 Berlin
Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11
Telefon: +49 (0)30 9025 2039
Telefax: +49 (0)30 9025 2535
E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadtum.berlin.de
Bauherr
Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin
Abteilung Neubauentwicklung / Neubau
Alt-Moabit 101 A
10559 Berlin
Birka Lenzig
Telefon: +49 (0)30 4708 1583
Telefax: +49 (0)30 4708 1570
E-Mail: b.lenzig@gewobag.de

1.2	

Art des Verfahrens

Das Verfahren erfolgt als städtebauliches Gutachterverfahren. Es werden
vier Planungsbüros von Architekten als Gutachter beauftragt. Die Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten wird empfohlen.
Von den Gutachtern soll ein strategisches und gestalterisches Konzept
entwickelt werden, welches in einem Zwischenkolloquium dem Obergutachtergremium vorgestellt wird. Im Anschluss daran erfolgt eine öffentliche
Vorstellung der Zwischenergebnisse auf einem Bürgerabend. Nach einer
weiteren abschließenden Bearbeitung erfolgt die Rangverteilung durch das
Obergutachtergremium und die öffentliche Vorstellung der Endergebnisse
im Rahmen eines zweiten Bürgerabends.
Kommunikation
Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.

1.3	Gutachter
Folgende Gutachter werden beauftragt:
Duplex Architekten AG / Studio Duplex GmbH, Zürich / Hamburg
ifau und Jesko Fezer GdR, Berlin
Die Baupiloten BDA, Berlin
03 Architekten GmbH, München

9

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 1 Verfahren

1.4	

Obergutachter / Sachverständige

Die Gutachten werden vor folgendem Obergutachtergremium vorgestellt
und diskutiert. Das Gremium kann bei Bedarf ergänzt werden. Vertretungen
werden zugelassen.
Obergutachter		
Maria Clarke
			Architektin, Berlin
			Marc Richter
			Architekt, Berlin
			Carsten Venus
			Architekt, Hamburg
			Henrike Wehberg-Krafft
			Landschaftsarchitektin, Berlin
			Frank Schimrigk
			Bereichsleiter Technik
			Gewobag AG Berlin
			Dr. Sibyll Klotz
			
Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales,
			Stadtentwicklung
			Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin
			Manfred Kühne
			
Abteilungsleiter Städtebau und Projekte
			
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
			Umwelt Berlin
Sachverständige	
Birka Lenzig
			Neubauentwicklung
			Gewobag AG Berlin
			Siegmund Kroll
			Amtsleiter Stadtentwicklungsamt
			Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin
			Andreas Baldow
			Fachbereich Stadtplanung
			Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin
			Gerrit Reitmeyer
			
Leiter Fachbereich Bauaufsicht und
			Untere Denkmalschutzbehörde
			Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin
			Werner Foemer
			
Amtsleiter Straßen- und Grünflächenamt
			Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin

10

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 1 Verfahren

			Thomas Kossick
			
Amtsleiter Umwelt- und Naturschutzamt
			Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin
			Antonia Volk
			Leiterin Sozialamt
			Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin
			Kerstin Neuberg
			Jugendhilfeplanung
			Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin
			Grit Schade
			Wohnungsbauleitstelle
			
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
			Umwelt Berlin
			Peter Ostendorff
			
Abteilung Städtebau und Projekte
			Referatsleiter Architektur, Stadtgestaltung,
			Wettbewerbe
			
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
			Umwelt Berlin
			Nanna Sellin-Eysholdt
			
Abteilung Städtebau und Projekte
			Referat Architektur, Stadtgestaltung,Wettbewerbe
			
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
			Umwelt Berlin
Gäste			Sabine Slapa
			Durchführung Partizipationsverfahren
			
Vertreter der Fraktionen der BVV
			Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin
Vorprüfung		
Birgit C. Dietsch
			Architektin, Berlin

1.5	

Ausgabe der Aufgabenstellung / Rückfragen /
Ortsbegehung

Ausgabe der Aufgabenstellung
Die Aufgabenstellung wird den Gutachtern am 23. Juli 2015 per E-Mail
zugesendet. Die digitalen Anlagen stehen gleichzeitig mit Erhalt des Passwortes zum Download zur Verfügung.
Rückfragen
Rückfragen können bis zum 4. August 2015 um 12 Uhr gestellt werden.
Die Zusammenstellung der Rückfragen und deren Beantwortung werden
am 11. August 2015 allen Gutachtern per E-Mail zugesendet. Bei den
Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Aufgabenstellung,
auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen.

11

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 1 Verfahren

Die Rückfragen sind zu senden an:
nanna.sellin-eysholdt@senstadtum.berlin.de
Ortsbegehung
Am 19. September 2015 um 14 Uhr findet eine Ortsbegehung für die
Bürger und die Verfahrensbeteiligten statt. Treffpunkt ist der Haupteingang
des Rathauses Schöneberg am John-F.-Kennedy-Platz.

1.6	

Abgabe und Vorstellung des Gutachtens

Abgabe und Zwischenkolloquium
Das Gutachten ist am 15. September 2015 bis 16 Uhr (es gilt nicht das
Datum des Poststempels) abzugeben:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Referat II D – Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Brückenstraße 6
10179 Berlin
Raum 4.026
und dem Obergutachtergremium im Rahmen des Zwischenkolloquiums am
1. Oktober 2015 persönlich vorzustellen. Das Zwischenkolloquium beginnt
um 10 Uhr. Die einzelnen Vorstellungstermine für die Gutachterbüros werden gesondert mitgeteilt. Die Vorstellung findet statt in der:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Württembergische Straße 6
10707 Berlin
Raum 560 (Alte Kantine)
1. Bürgerabend
Der Arbeitsstand aus dem Zwischenkolloquium ist von den Gutachtern
auf dem Bürgerabend am 6. Oktober 2015 persönlich vorzustellen. Die
Veranstaltung findet von 16:30 bis 21 Uhr statt. Der genaue Präsentationstermin wird den Gutachtern gesondert mitgeteilt. Der Bürgerabend
wird veranstaltet im:
Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz
10825 Berlin
Raum 195 (Louise-Schröder-Saal)
Abgabe und Abschlusskolloquium
Das überarbeitete Gutachten ist am 10. November 2015 bis 16 Uhr (es
gilt nicht das Datum des Poststempels) abzugeben:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Referat II D – Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Brückenstraße 6
10179 Berlin
Raum 4.026

12

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 1 Verfahren

und dem Obergutachtergremium im Rahmen des Abschlusskolloquiums
am 19. November 2015 persönlich vorzustellen. Das Abschlusskolloquium
beginnt um 10 Uhr. Die einzelnen Vorstellungstermine für die Gutachterbüros werden gesondert mitgeteilt. Die Vorstellung findet statt in der:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Württembergische Straße 6
10707 Berlin
Raum 560 (Alte Kantine)
2. Bürgerabend
Das finale Gutachten ist auf dem Bürgerabend am 25. November 2015
von den Gutachtern persönlich vorzustellen. Die Veranstaltung findet von
16:30 bis 21 Uhr statt. Der genaue Präsentationstermin wird den Gutachtern gesondert mitgeteilt. Der Bürgerabend wird veranstaltet im:
Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz
10825 Berlin
Raum 195 (Louise-Schröder-Saal)

1.7	

Verzeichnis der Anlagen zum Auftrag

Arbeitsunterlagen des Gutachterverfahrens sind:
–	 die vorliegende Aufgabenstellung
–	 die Zusammenstellung der Rückfragen und deren Beantwortung
–	 digitale Anlagen zum Download (vollständiges Verzeichnis siehe
Teil 4 Anhang), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen
und Dokumente:
•	 Lageplan, Grundstücksdatenplan, Baumkataster
•	 Bestandsgebäude:
	 – Planunterlagen (Grundrisse, Ansichten und Schnitte)
	 – Konstruktive Machbarkeitsstudie
•	 Unterlagen Freiraumplanung Walter Rossow, 1960
•	 Leitungspläne, Schichtenverzeichnisse
•	 Übersicht Wohnungsbauförderungsbestimmungen 2014
•	 BVV-Beschluss über Nachverdichtung „Am Mühlenberg“
•	 Luftbild, 2014
•	 Fotodokumentation, 2015
Hinweis
Der Auftragnehmer des Gutachtens verpflichtet sich, die vorliegenden
digitalisierten Daten und Pläne, nur für die Bearbeitung des Auftrags zu
nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte
anfallen und nicht an den Auftraggeber abgegeben werden, sind nach
Fertigstellung zu löschen.

13

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 1 Verfahren

1.8	

Geforderte Leistungen

Es soll ein gestalterisches und konstruktives Konzept entwickelt werden.
Von den Gutachtern werden folgende Leistungen erwartet:
1.	 Schwarzplan zur Darstellung der stadträumlichen Einbindung,
M 1:2000
2.	 Lageplan zur Darstellung der Gesamtsituation, Einbindung,
Außenanlagen, Erschließung, Nutzungen, Darstellung der
Abstandsflächen sowie der erforderlichen Feuerwehrzufahrten
und Feuerwehraufstellflächen, M 1:1000
3.	 EG-Grundriss mit Darstellung der Erschließung sowie weitere
Grundrisse, Ansichten und zum Verständnis des Entwurfs
erforderliche Schnitte, M 1:500
4.	 Schematische Darstellungen: Entwurfskonzept / Verdichtungsstrategie, Gebäudetypologien, Wohnformen, Nutzungsbereiche
5.	 Exemplarische Vertiefung eines Teilbereiches zur Verdeutlichung
des Konzeptes mit Fassadengestaltung, in Grundriss, Schnitt,
Ansicht, M 1:200
6.	 Zwei räumliche Darstellungen:
a.	 Vogelperspektive gesamter Planungsbereich; Blick von
Südwesten
b.	 innerhalb des Planbereiches nach freier Wahl
7.	 Erläuternde Skizzen und Piktogramme, z.B. zur Darstellung der
Gebäudeprinzipien und Entwicklungsetappen
8.	 Erläuterungstext auf max. vier DIN A4-Seiten (Wohnformen und
Wohnungstypen, Außenraumkonzept, Nutzungsdichte, Konzept
zur Reduzierung von Betriebs- und Instandhaltungskosten usw.)
9.	 Angabe von Kennzahlen auf Formblatt (siehe Anlage unter 4.1.4):
BGFa ohne Keller, BGFa mit Keller, GFZ/GRZ, überbaute Fläche,
Anzahl der Wohneinheiten (WE), Wohnfläche ohne Balkon,
Wohnfläche mit Balkon (50% der Balkonfläche), durchschnittliche
Wohnungsgröße
10.	Angabe von Baukosten gem. DIN 276, Kostenkennwert (Baukosten/
qm Wohnfläche KG 300 bis 500 netto) mit Erläuterung der zu
Grunde gelegten Kostenansätze und Inhalte (z.B. Erschließung,
energetisches Konzept)
11.	Prüfpläne (gefaltet) zu den Punkten 2. Bis 4. mit Eintragung der
für die o.g. Berechnungen erforderlichen Maße
12.	Verzeichnis der eingereichten Unterlagen
13.	Verfassererklärung (siehe Anlage unter 4.1.4)
14.	Einfaches Arbeitsmodell als Massenmodell, M 1:500
Allgemeine Hinweise
Für die Präsentation der Gutachten stehen pro Gutachterbüro max. zwei
2 m hohe Rolltafeln (einseitig behängt) mit einer Hängefläche von 1,96 m
(Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Die vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, das Konzept darzustellen;
sie müssen von den Verfassern nicht verwendet werden.

14

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 1 Verfahren

Die geforderten Leistungen sind in Papierform abzugeben. Zusätzlich sind
die geforderten Leistungen in digitaler Form auf CD-ROM zu erbringen:
–	 die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en)
in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi (ggf. LZW-komprimiert)
–	 die Präsentationspläne als .pdf-Datei(en) mit eingebundenen
Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi.
–	Erläuterungstext
Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen
„Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress,
Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht
im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden.
In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die
CD-ROM ist für einen Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden.

1.9	Vorprüfung
Die eingereichten Arbeiten werden durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt vor der Zwischen- und Abschlusspräsentation
vorgeprüft. Die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Obergutachtergremium
vorbehalten. Die Arbeiten werden dem Obergutachtergremium von ihren
Verfassern vorgestellt. Die Ergebnisse des Zwischenkolloquiums und des
anschließenden Bürgerabends sind Grundlage der Überarbeitung für die
Abschlusspräsentation.

1.10	Vergütung
Das Bearbeitungshonorar beträgt 8.000,– Euro netto je Gutachterbüro.
Die Mehrwertsteuer von 19% wird zusätzlich ausgezahlt. Darüber hinaus
ist eine Kostenerstattung oder die Ausschüttung von Preisgeldern nicht
vorgesehen.

1.11	Auftragsvergabe
Mit der Vorstellung des Entwurfes am 2. Bürgerabend ist die in dem Gutachterverfahren beauftragte Leistung erbracht. Es besteht kein Anspruch
auf Beauftragung weiterer Planungsleistungen.
Die Gewobag hat Interesse, die Nutzungsrechte an dem zur weiteren Bearbeitung empfohlenen Konzepts zu erwerben und den/die Entwurfsverfasser im Rahmen einer Begleitung des Bebauungsplanverfahrens zu
beauftragen.

15

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 1 Verfahren

1.12	

Eigentum und Urheberrecht

Die eingereichten Unterlagen werden Eigentum des Auftraggebers. Das
Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben
dem Gutachter erhalten.
Der Auftraggeber ist berechtigt, die Planungsleistungen nach Abschluss
des Verfahrens ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen
und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Gutachter werden
dabei genannt.

1.13	Verfassererklärung
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Gutachter,
dass sie die geistigen Urheber der Planungsleistungen sind. Die Verfassererklärung befindet sich im digitalen Anhang unter 4.1.4/Formblätter.

1.14	

Bekanntgabe des Ergebnisses

Das Endergebnis des Verfahrens wird den Gutachtern im Anschluss an
das Abschlusskolloquium schriftlich mitgeteilt. Alle Verfahrensbeteiligten
erhalten die Sitzungsprotokolle des Obergutachtergremiums.

1.15	Haftung
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet
der Auftraggeber nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens.

1.16	

Zusammenfassung der Termine

Ausgabe der Aufgabenstellung	
Rückfragen bis			
Rückfragenbeantwortung bis		
Abgabe				
Ortsbegehung				
Zwischenkolloquium			
1. Bürgerabend			
Abgabe				
Abschlusskolloquium			
2. Bürgerabend			

23. Juli 2015
4. August 2015 bis 12 Uhr
11. August 2015
15. September 2015 bis 16 Uhr
19. September um 14 Uhr
1. Oktober 2015
6. Oktober 2015
10. November 2015 bis 16 Uhr
19. November 2015
25. November 2015

16

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Teil 2	 Situation und Planungsvorgaben
2.1	

Städtebauliche Rahmenbedingungen

Lage im Stadtgebiet
Der Planungsstandort liegt im Berliner Ortsteil Schöneberg an der westlichen Grenze zum Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zwischen Meraner
Straße und Innsbrucker Straße, einer Verbindung zwischen Bayrischem
Platz und Innsbrucker Platz.

Abb. 1	

Schwarzplan mit Darstellung des Planungsbereiches

Baustruktur der Umgebung
Der Planungsstandort liegt südlich des Bayerischen Viertels und nördlich des Rudolph-Wilde-Parks. Das Gründerzeitquartier wurde in den
Jahren vor dem Ersten Weltkrieg erbaut. In seinem Ursprungszustand
prägten 4- bis 5-geschossige Wohnhäuser mit Fassaden im süddeutschen
Renaissancestil das Viertel, dessen Straßen teilweise nach bayerischen
Städten benannt sind. Das Quartier wurde im Zweiten Weltkrieg stark
zerstört und ist größtenteils im typischen 5- bis 6-geschossigen Baustil
der 1950er und 1960er Jahre wiederaufgebaut worden. Der von 1910 bis
1912 angelegte und südlich des Planungsstandortes gelegene RudolphWilde-Park ist sieben Hektar groß und beginnt am Rathaus Schöneberg.
Zusammen mit dem Volkspark Wilmersdorf bildet er einen innerstädtischen Grünzug, der eine wichtige Erholungsstätte für das umliegende
Wohngebiet mit seiner hohen Einwohnerdichte darstellt.

17

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Abb. 2	

Luftbild 2014, M 1:4000

18

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Abb. 3	

Lageplan mit Darstellung des Planungsbereiches, M 1:4000

19

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Blockstruktur
Der Planungsbereich befindet sich innerhalb des Blockes, der im Norden
von der Badenschen Straße, im Osten von der Innsbrucker Straße, im
Süden von der Freiherr-vom-Stein-Straße und westlich von der Meraner
Straße begrenzt wird. Entlang der Badenschen Straße und der Freiherrvom-Stein-Straße sind um 1900 bis 1910 erbaute herrschaftliche 5-geschossige Wohnhäuser erhalten. Die aus ungefähr 400 Wohnungen bestehende Wohnanlage „Am Mühlenberg“ wurde zu Beginn der 1960er
Jahre als Zeilenbauten im „grünen“ Blockinneren, Lückenschließungen
und Blockrandergänzungen hinzugefügt und bietet überwiegend 1- bis 2
1/2-Zimmer Wohnungen. Hierzu gehört auch das 12-geschossige ehemalige Seniorenwohnhaus in der Meraner Straße. Der Gebäudekomplex
an der Badenschen Straße Ecke Meraner Straße beherbergt Teile der
Hochschule für Wirtschaft und Recht.

2.2	

Die historische Entwicklung Schönebergs

Gründung
Schöneberg wurde im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts als breites
Straßendorf durch deutsche Siedler gegründet. Der Siedlungskern lag
entlang der Hauptstraße zwischen der heutigen Dominicusstraße und der
Akazienstraße.
Schöneberg von 1700 bis 1870
Um 1750 ließ Friedrich II. entgegen dem Willen der Schöneberger direkt anschließend an Schöneberg ein zweites Dorf für die Ansiedlung böhmischer
Weber errichten. Dieses wurde Neu-Schöneberg genannt und erstreckte sich an der Hauptstraße bis zur heutigen Grunewaldstraße. Erst als
im Siebenjährigen Krieg 1760 abziehende russische Truppen Schöneberg
niederbrannten, kamen sich deutsche und böhmische Schöneberger näher, als zum Überleben nachbarschaftliche Hilfe notwendig war. Aber erst
1874 erfolgt der Zusammenschluss von Alt- und Neu-Schöneberg zu einer
Gemeinde.

Abb. 4	

Schöneberg, 1798

20

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt Berlin über ihre Grenzen
in das Schöneberger Gebiet hinein. Trotz Protesten Schönebergs wurde
auf Anordnung des Königs Wilhelm I. das Gebiet bis zum südlichen Ende
der Potsdamer Straße 1861 nach Berlin eingemeindet und bildete dort
fortan die Schöneberger Vorstadt. Die Einwohnerzahl Schönebergs sank
durch diese Maßnahme von etwa 8.000 auf 2.700.
Schöneberg im Kaiserreich
Nach der Reichsgründung im Jahr 1871 stieg die Einwohnerzahl
Schönebergs rasant an: 1871 waren es 4.555, im Jahr 1900 bereits
95.998 und im Jahr 1919 schon 175.093 Einwohner. Viele der ehemaligen
Schöneberger Bauern wurden reich, indem sie ihre Felder in begehrtes
Bauland umwandelten und verkauften. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurde so aus dem märkischen Dorf eine Großstadt.
1898 bekam Schöneberg die lange ersehnten Stadtrechte verliehen und
Rudolph Wilde wurde Bürgermeister (seit 1902 Oberbürgermeister). Unter
Wilde gab es erste Planungen für den Bau des Schöneberger Rathauses
auf der trockenen Fläche des Mühlenberges¹ neben einem sumpfigen
Fenn, das einige Jahre zuvor trockengelegt und zum „Stadtpark“ umgestaltet wurde. Zur Trockenlegung verwendeten die Ingenieure den
Aushub aus den Baugruben der Schöneberger Untergrundbahn. Sie verlief als erste kommunale U-Bahn überhaupt mit fünf Stationen zwischen
Nollendorf- und Innsbrucker Platz. Damit war Schöneberg nach Berlin die
zweite Stadt in Deutschland mit einer U-Bahn. Die U-Bahn sollte die rasant wachsende Stadt und das gezielt für ein großbürgerliches Publikum
konzipierte Bayerische Viertel vernetzen und die Attraktivität Schönebergs
erhöhen. Sie wurde 1910 fertiggestellt. Unter Wildes Nachfolger Alexander
Dominicus kam 1914 der Rathausbau zum Abschluss, nachdem bereits
zwei Jahre zuvor der Stadtpark fertiggestellt war. Der Rathausvorplatz bekam den Namen Rudolph-Wilde-Platz.
Nach Entwürfen des langjährigen Stadtbaurats Paul Egeling entstanden
zwischen 1895 und 1914 weitere bedeutende Bauten, darunter zahlreiche
Schulen, Feuerwachen und Verwaltungsgebäude sowie das 1906 eröffnete Auguste-Viktoria-Krankenhaus.
Einen ersten Teil der Selbstverwaltungsrechte verlor Schöneberg 1912 mit
der Einführung des Zweckverbandes Groß-Berlin, dessen Aufgabe die einheitliche Entwicklung von Verkehr, Bebauung und Erholungsfläche in seinem Gebiet war. Von 1912 bis 1920 lautete der amtliche Name der Stadt
Berlin-Schöneberg.
Zwischen den Weltkriegen
Mit der Bildung von Groß-Berlin 1920 verlor Schöneberg seine
Selbstständigkeit und bildete von da an gemeinsam mit Friedenau den 11.
Berliner Verwaltungsbezirk „Schöneberg“.

1) Der Mühlenberg wurde nach einer Bockwindmühle benannt, die von 1761 bis 1888 westlich
des heutigen Schöneberger Rathauses auf einer Anhöhe stand. Die Mühle wurde Ende
des 19. Jahrhunderts umgesetzt, zuletzt nach Wünsdorf und dort Ende der fünfziger Jahre
abgerissen. Der Mühlenberg selbst wurde beim Bau des Rathauses weitgehend abgetragen.

21

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Zweiter Weltkrieg
Durch die Luftangriffe der Alliierten im Zweiten Weltkrieg wurden insbesondere der Norden und der Westen Schönebergs stark zerstört; etwa ein
Drittel des gesamten Wohnungsbestandes ging verloren. In der Schlacht
um Berlin wurde Schöneberg in den letzten Apriltagen 1945 von Truppen
der Roten Armee eingenommen.
Nachkriegszeit
Schöneberg gehörte von 1945 bis 1990 zum amerikanischen Sektor von
Berlin. Im Rathaus Schöneberg hatten während der Teilung Berlins das
Berliner Abgeordnetenhaus und der Senat von West-Berlin ihren Sitz. Das
Rathaus, der Rudolph-Wilde-Platz und die darauf zulaufenden Straßen
waren der Ort vieler Kundgebungen und des Staatsbesuches des USPräsidenten John F. Kennedy. Dort hielt er am 26. Juni 1963 seine Rede
mit dem berühmten Zitat „Ich bin ein Berliner“. Zu seinen Ehren wurde der
Rudolph-Wilde-Platz im selben Jahr in John-F.-Kennedy-Platz umbenannt;
der Stadtpark erhielt daraufhin den Namen Rudolph-Wilde-Park.
Der Alliierte Kontrollrat für ganz Deutschland hatte seinen Sitz im Gebäude
des Kammergerichts im Heinrich-von-Kleist-Park. Vom 8. Mai 1945 bis zur
Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 war dieser Kontrollrat die
oberste Regierungsgewalt in Deutschland. Später war dort die „Alliierte
Luftsicherheitszentrale“ untergebracht. Seit der Wiedervereinigung
Deutschlands wird das Gebäude wieder für die höchsten Gerichte Berlins
genutzt.
Seit 1946 wurden aus Schöneberg die Rundfunkprogramme des RIAS
Berlin (Rundfunk im amerikanischen Sektor) gesendet; ab 1948 aus dem
Funkhaus in der Kufsteiner Straße 69 am heutigen Hans-Rosenthal-Platz
in der Nähe des Rudolph-Wilde-Parks.
Bis 1959 befand sich an der Badenschen Straße in unmittelbarer Nähe
zum Rathaus Schöneberg die Deutsche Hochschule für Politik, die jedoch
mit ihrer Integration in das Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin
nach Dahlem zog. Seit 1971 hat die neu gegründete Fachhochschule für
Wirtschaft Berlin dort ihren Hauptsitz.
Bis 1966 wurden mehr als 22.000 Wohnungen neu errichtet. Ende der
1970er Jahre sollten viele Altbauten entlang der Berlin-Potsdamer
Eisenbahn dem geplanten Weiterbau der Westtangente weichen, was
durch das Engagement der Anwohner verhindert werden konnte. Anfang
der 1980er Jahre war die Gegend um den Winterfeldtplatz und die
Potsdamer Straße einer der Hauptschauplätze der Auseinandersetzungen
zwischen Hausbesetzern und der Berliner Polizei. Aktuell hat Schöneberg
117.524 Einwohner (Stand Dezember 2014).

2.3	

Der Planungsbereich

Planungsbereich / Größe
Der Planungsbereich umfasst vier Teilbereiche, die sich von der Innsbrucker
Straße über das Blockinnere bis zur Meraner Straße erstecken.

22

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Teilbereich 1
Teilbereich 2

Teilbereich 3

Teilbereich 4

Abb. 5	

Teilbereiche 1 bis 4

Der Teilbereich 1 umfasst das Flurstück 33/6 mit ca. 5.440 qm. Es sind
ein 6-geschossiges Wohnhaus an der Badenschen Straße und zwei 4-geschossige Wohnriegel an der Innsbrucker und der Steinacher Straße vorhanden. Im rückwärtigen Bereich sind Zuwegungen, Parkmöglichkeiten
und Grünflächen angelegt.
Im Teilbereich 2 befinden sich das Flurstück 87 mit ca. 900 qm, das Flurstück
88 mit ca. 1.150 qm, das Flurstück 89 mit ca. 1.270 qm, das Flurstück 67/12
mit ca. 3.280 qm und das Flurstück 67/14 mit ca. 1.200 qm. Inmitten von
Grünflächen sind drei Baukörper vorhanden: westlich das 12-geschossige
Wohnhochhaus mit eingeschossigem Entreegebäude und vorgelagerten
Stellplätzen, südlich die eingeschossige Senioreneinrichtung und nördlich
eine 6-geschossige Wohnzeile.
Der Teilbereich 3 umfasst das Flurstück 41/1 mit ca. 4.000 qm. Hier befinden sind zwei nahezu parallel angeordnete 4-geschossige Wohnzeilen
sowie ein kleineres südlich an die Bebauung an der Freiherr-vom-SteinStraße angebundenes 6-geschossiges Wohngebäude. Zwischen den
Baukörpern sind Stellflächen und gestaltete Freiflächen vorhanden.
Der Teilbereich 4 umfasst das Flurstück 74 mit ca. 3.300 qm. Hier befindet sich an der Meraner Straße eine offene Eckbebauung aus zwei 5bzw. 6-geschossigen Baukörpern. Rückwärtig sind Wege, Stellplatz- und
Freiflächen angeordnet.
Eigentum
Die Flurstücke 33/6, 41/1, 74 und 87 bis 89 im Planungsbereich befinden
sich im Eigentum der Gewobag Wohnungsbau-AG Berlin. Die Flurstücke
67/12 und 67/14 sind derzeitig im Eigentum des Liegenschaftsfonds Berlin
GmbH & Co. KG bzw. des Landes Berlin und sollen kurzfristig an die
Gewobag übertragen werden.

23

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Abb. 6	

Blick von der Steinacher Straße Richtung Westen, im Hintergrund das
Wohnhochhaus

Abb. 7	

Blick von der Steinacher Straße Richtung Süden zur 4-geschossigen Wohnzeile

Abb. 8	

Blick von Nordosten auf die Senioreneinrichtung

24

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Topographie
Der Planungsstandort weist Höhenunterschiede von etwa 3 m auf. Die
Höhenkoordinaten liegen zwischen 39,4 m über NHN an der Freiherrvom-Stein-Straße, 40,1 m über NHN an der Meraner Straße und der
Innsbrucker Straße sowie 42,2 m über NHN im Blockinneren. Die jeweiligen Höhenlagen sind den digitalen Anlagen unter 4.1.1 / Arbeitspläne zu
entnehmen.
Zu den Bestandsgebäuden im Planungsbereich sind folgende Unterlagen
im digitalen Anhang unter 4.1.2 / Weitere Planungsunterlagen zu finden:
Bestandspläne (Grundrisse, Ansichten und Schnitte) sowie die Konstruktive Machbarkeitsstudie.
Baugrund
Der Planungsstandort liegt auf der pleistozänen Teltow-Hochfläche einer Grundmoräne. Der oberflächennahe Schichtenaufbau besteht in diesem Areal aus mächtigen Schmelzwassersanden (Hochflächensanden)
im Wechsel mit mehrere Meter mächtigem Geschiebemergel. Im
Geschiebemergel können Einlagerungen von Sanden in unterschiedlicher Mächtigkeit und Ausdehnung bzw. in den Hochflächensanden bindige Zwischenlagen und Linsen (Geschiebemergel) in unterschiedlichen
Teufen auftreten. In den obersten Metern unter der Geländeoberfläche
kann der kalkhaltige Geschiebemergel durch Verwitterung entkalkt und zu
Geschiebelehm umgewandelt sein.
Zur orientierenden Einschätzung des Baugrundes sind Bohrprofile
aus dem Planungsbereich im digitalen Anhang zu finden. In den
Schichtenverzeichnissen wird die Schichtenabfolge ab Geländeoberkante
bis zu den Erdteufen detailliert beschrieben. Der beigefügte Lageplan der
Bohransatzpunkte kombiniert mit der Geologischen Skizze von Berlin
(Auszug) gibt einen groben Überblick über die Verteilung der anzutreffenden
oberflächennahen Schichten. Die Schichtenmächtigkeit bleibt unberücksichtigt. Örtliche Abweichungen der Sedimentausbildung, Schichtenfolge
und Schichtenmächtigkeit sind möglich. Die Darstellung des Untergrundes
in den Schichtenverzeichnissen entbinden deshalb nicht von projektbezogenen geologischen Untersuchungsarbeiten.
Präzise Werte für die zulässige Bodenpressung bzw. bodenmechanische
Kennziffern liegen nicht vor. Bodenmechanische Kennziffern sind anhand
von Bohr- und Schürfproben von einer Fachfirma zu ermitteln.
Grundwasser
Das Grundwasser des Hauptgrundwasserleiters steht am Planungsstandort vorwiegend in freiem (ungespanntem) Zustand an. Die Grundwasserdruckhöhe entspricht der Grundwasseroberfläche. Im Bereich
mit mächtigen bindigen Sedimenten können, bei hinreichenden
Mächtigkeiten, lokal auch gespannte Grundwasserverhältnisse auftreten. Das Grundwasser kann dann nicht so hoch ansteigen, wie es seinem
hydrostatischen Druck entspricht, da überlagernde bindige Sedimente
dies verhindern. Die Ermittlung der Grundwasserstände beruht auf
der flächenhaften Interpolation von Grundwasserstandswerten, die an
Messstellen in der näheren Umgebung des Planungsstandortes seit dem
Jahr 1945 festgestellt wurden. Der aus den beobachteten Werten für den
Planungsstandort interpolierte höchste Grundwasserstand (HGW) trat im

25

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Jahr 1949 auf und betrug ca. +33,1 m über NHN. Im Februar 2015 lag
der aktuelle Grundwasserstand (Grundwasserdruckhöhe) im Bereich des
Planungsareals bei etwa +32,3 m über NHN (N) und +32,4 m über NHN
(S). Es ist nicht auszuschließen, dass außerhalb der Messreihen höhere
Grundwasserstände vorhanden waren. Die Grundwasserfließrichtung des
Hauptgrundwasserleiters ist gemäß der Grundwassergleichen von Süden
nach Norden gerichtet.
Hinsichtlich der Grundwasserverhältnisse wird auf die besondere Stellung
der Sande hingewiesen, die über dem Geschiebemergel der Grundmoräne
lagern bzw. in Linsen eingeschaltet sind und beim Bauvorhaben berücksichtigt werden sollten. In mit Sanden gefüllten Senken oberhalb oder in sandigen Linsen innerhalb des Geschiebemergels kann sich in Abhängigkeit
von den Niederschlägen temporäres oberflächennahes Grundwasser ausbilden, das unabhängig vom Hauptgrundwasserleiter ist und häufig als so
genanntes Schichtwasser bezeichnet wird. Messwerte über dieses oberflächennahe Grundwasser liegen nicht vor. Schichtenwasser ist im bautechnischen Sinne drückendes Wasser und bei einer Bauwerksabdichtung entsprechend zu berücksichtigen. Im Rahmen einer Baugrunduntersuchung
vor Baubeginn sollte die Frage nach dem möglichen Auftreten von
Schichtenwasser abgeklärt werden.
Altlasten
Die Grundstücke im Planungsbereich sind nicht im Bodenbelastungskataster des Landes Berlin eingetragen. Erkenntnisse zu Boden- und
Grundwasseruntersuchungen liegen nicht vor. Dem Umwelt- und
Naturschutzamt des Bezirks Tempelhof-Schöneberg ist durch eine 2007
durchgeführte Nutzungsrecherche bekannt, dass ein Garagenbetrieb
im Bereich Freiherr-vom-Stein-Straße 5 ansässig war. Weitere Umweltinformationen liegen nicht vor.
Kampfmittel
Die Luftbildauswertung hat für das Planungsgebiet das Vorhandensein von
Bombentrichtern ergeben. Bodenvertiefungen sind sowohl in der Kriegsals auch in der Nachkriegszeit dazu genutzt worden, nicht mehr benötigte Waffen und Munition zu entsorgen. Daher sollte vor Durchführung von
Bauarbeiten eine geeignete Maßnahme zur Suche und ggf. Bergung eingeleitet und durchgeführt werden.
BVG
Entlang der Innsbrucker Straße verläuft die U-Bahnlinie U4. Ein Notausgang
befindet sich an der Kreuzung Badensche Straße.
Freiflächen / Baumbestand
Die Planung der zeitgleich mit der Bebauung zu Beginn der 1960er Jahre
im Planungsbereich angelegten Freiflächen geht auf den bedeutenden
Berliner Garten- und Landschaftsarchitekt Walter Rossow (1910 bis
1992) zurück, der zum Zeitpunkt der Umsetzung Dozent an der Berliner
Hochschule für bildende Künste war, von 1950 bis 1951 die Bauleitung
für den Wiederaufbau des Tiergartens hatte und u.a. zusammen mit den
Architekten Bruno Taut und Hans Hoffmann die Siedlung Schillerpark
in Berlin sowie 1958 den Außenraum um den Deutschen Pavillon zur
Weltausstellung in Brüssel und 1960 die Grünanlagen für die Akademie
der Künste Berlin gestaltete.

26

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Abb. 9	

Blick in den nördlichen Innenhof (Teilbereich 1)

Abb. 10	 Blick auf die Freifläche östlich des Wohnhochhauses

Die ursprüngliche Gestaltung der Außenanlagen ist den gescannten
Originalplänen im Anhang unter 4.1.2 / Weitere Planungsunterlagen zu
entnehmen. Der Entwurf Rossows zeichnete sich durch eine vielfältige
Gehölzauswahl aus, mit der insbesondere die Vorgartenbereiche betont wurden. Zwischen die Häuserzeilen legte Rossow leicht modellierte
Rasenräume, in die er Kinderspielplätze, Ruheräume für Erwachsene
sowie eine große Zahl von Stellplätzen platzierte. Der noch erhaltene
Rosengarten in der Mitte der Anlage gehört dabei zu den Besonderheiten
des Siedlungsgrüns. Allerdings wurde etwa in den 1980er Jahren neben den Rosengarten die Seniorenfreizeitstätte in die große, zentrale
Rasenfläche eingefügt, so dass hier die Raumkomposition empfindlich
gestört, Wege und zahlreiche Pflanzungen entfernt wurden. Nach einer
aktuellen Denkmaleinschätzung durch das Landesdenkmalamt Berlin erfüllt das Siedlungsgrün „Am Mühlenberg“ nicht die Bedeutungskriterien
für die Einstufung als Gartendenkmal. Die gegenwärtige Gestaltung der
Außenanlagen mit Baumkartierung ist den digitalen Anlagen unter 4.1.1 /
Arbeitspläne zu entnehmen. Es gilt die Baumschutzverordnung Berlin.

27

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

2.4	

Technische Infrastruktur

Der Verlauf der Leitungen und die Lage der Schächte und Anschlussmöglichkeiten sind den Leitungsplänen in den digitalen Anlagen unter
4.1.2 / Weitere Planungsunterlagen zu entnehmen.
Stromversorgung
Aus dem Spannungsnetz der Vattenfall GmbH steht eine Stromversorgung
zur Verfügung. Die Stromversorgung verläuft über Hausanschlüsse entlang
der den Block begrenzenden Straßen sowie der Straßen im Blockinneren.
Fernwärmeversorgung
In der Badenschen Straße und der Meraner Straße liegen Fernwärmeleitungen aus dem Netz der Vattenfall AG an und versorgen die im Block
nördlich gelegenen Gebäude an der Badenschen Straße sowie das Gebäude Meraner Straße 45.
Gasversorgung
Gasleitungen der GASAG AG verlaufen in den Gehwegbereichen der den
Block begrenzenden Straßen sowie entlang der Straßen im Blockinneren.
Zur Versorgung der Senioreneinrichtung führt eine Gasleitung über die
Freifläche zur nördlichen Seite des Gebäudes.
Wasserversorgung
Die Trinkwasserversorgung erfolgt über das Trinkwassernetz der Berliner
Wasserbetriebe. In den Gehwegbereichen der Straßen am Planungsstandort verlaufen einseitig- oder beidseitig Trinkwasserleitungen und versorgen die Wohngebäude über Hausanschlüsse.
Wasserentsorgung / Regenwasser
Die Abwasserentsorgung erfolgt über Mischwasserkanäle der Berliner
Wasserbetriebe beidseitig in den Gehwegbereichen der Straßen im
Planungsgebiet.
Telekommunikation
Entlang der den Block begrenzenden Straßen verlaufen TK-Linien der
Telekom Deutschland GmbH. Die Straßen im Blockinneren führen ebenfalls Leitungen und versorgen die rückwärtige Bebauung. Die Kabelschutzanweisung ist zu beachten. TK-Linien dürfen ohne Zustimmung nicht
verändert oder überbaut werden. Sicherungs- und Verlegemaßnahmen
sind rechtzeitig zu beantragen.

2.5	

Erschließung und Verkehr

Übergeordnete Erschließung
Die Stadtautobahnen A 100 (Stadtring) und A 103 sind im Autobahnkreuz
Schöneberg südöstlich des Planungsgebietes miteinander verknüpft. Die
A 100 unterquert in einem 270 Meter langen Tunnel den Innsbrucker Platz.
Das Planungsgebiet wird östlich von der Innsbrucker Straße begrenzt, die
den Bayrischen Platz und den Innsbrucker Platz in Nord-Süd-Richtung
verbindet.

28

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

ÖPNV
Der Planungsstandort ist über U-, S- und Buslinien an den öffentlichen
Personennahverkehr angebunden. Entlang der Innsbrucker Straße verläuft die U4 mit dem nächstgelegenen Haltepunkt Rathaus Schöneberg.
Nördlich des Planungsgebietes verläuft die U7 mit Halt am Bayrischen
Platz, westlich die U9 und südlich die S-Bahnlinien S41, S42 und S46
mit Halt am Innsbrucker Platz. Die Buslinie 104 verkehrt entlang der
Badenschen Straße.
Erschließung des Planungsstandortes
Von der den Block östlich begrenzenden Innsbrucker Straße führt die Steinacher Straße in die Mitte des Blockes und trifft hier auf die von der Meraner
Straße kommende und u-förmig angelegte Straße Am Mühlenberg. Von
der südlich begrenzenden Freiherr-vom-Stein-Straße führt die Sterzinger
Straße in das Blockinnere. Die Anliegerstraßen teilen den Block somit in
vier Teile und erschließen das Areal rückwärtig. Die Steinacher Straße verfügt über durch eine grüne Mittelinsel getrennte Fahrspuren.

2.6	

Bauplanungs- und Bauordnungsrecht

Flächennutzungsplan
Der aktuell gültige Flächennutzungsplan stellt den Block zwischen Meraner
und Innsbrucker Straße als Wohnbaufläche W1 (GFZ über 1,5) dar.
Bauplanungsrecht
Der Planungsstandort liegt im Bereich des Bebauungsplans XI-61. Er
wurde am 26.04.1962 (veröffentlicht 10.05.1962 im GVBl) mit der Gebietsausweisung „Allgemeines Wohngebiet“ gem. § 7 Nr. 8 BauO Bln ’58
festgesetzt.

Abb. 11	 Bebauungsplan XI-61

29

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Der Planungsstandort ist im Sinne der planungsrechtlichen Ausweisung
bebaut. Somit lässt der aktuell gültige Bebauungsplan keine weiteren
Neubauten zu. Eine Nachverdichtung durch ergänzende Neubauten ist
nur im Rahmen eines neuen Bebauungsplanverfahrens möglich.
Aktuell wurden Vorbescheid-Anträge für den Aufbau von je zwei weiteren Vollgeschossen auf vier vorhandene Wohnzeilen gestellt. In der planungsrechtlichen Beurteilung wurde die Aufstockung um ein weiteres
Vollgeschoss mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss in Aussicht gestellt.
Voraussetzung dafür ist im Hinblick auf eine Genehmigungsfähigkeit
unter dem städtebaulichen Aspekt die Durchführung geeigneter Ausgleichsmaßnahmen, wie Dachbegrünung, Qualifizierung der Freiflächen
und Wegfall der Stellplätze im Innenbereich.
Landschaftsplan 7-L-3 Schöneberg-Mitte
Der Planungsstandort liegt im Geltungsbereich des Landschaftsplanes
7-L-3 Schöneberg-Mitte. Die Rechtsverordnung zu dem vorgenannten Landschaftsplan 7-L-3 ist mit der Veröffentlichung im Gesetz- und
Verordnungsblatt am 18.05.2013 in Kraft getreten. Ziel des Landschaftsplans
ist es, die Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes innerhalb dicht bebauter Gebiete durch Festsetzen eines Biotopflächenfaktors (BFF) zu minimieren. Dabei setzt der BFF als Planungskennwert einen bestimmten
Anteil naturwirksamer Fläche pro Grundstück fest, um dadurch einen ökologischen Mindeststandard zu sichern.
Über die Festsetzung des BFF im Landschaftsplan 7-L-3 wird das Ziel
verfolgt, in dem dicht bebauten Innenstadtbereich nördlich des S-BahnRings durch Schaffen und Sichern von naturhaushaltwirksamen Flächen
auf den einzelnen Grundstücken mittels Entsiegelung und Begrünung die
negativen Auswirkungen auf den Naturhaushalt zu senken und dadurch
einer weiteren Verschlechterung der ökologischen Situation in Folge einer
Nutzungsintensivierung entgegenzuwirken.
Der Landschaftsplan legt fest, dass bei der Errichtung und Änderung von
baulichen Anlagen ein bestimmter Anteil naturhaushaltwirksamer Fläche
pro Grundstück nachgewiesen werden muss. Hierzu wird ein grundstücksspezifischer Biotopflächenfaktors (BFF) festsetzt, der sich aus der
Nutzung und dem Überbauungsgrad ableitet. Für die Grundstücke des
Planungsgebietes ist ein BFF-Wert von 0,6 (0,3 bis 0,6) festgesetzt.
Dieses bedeutet, dass 60% (30% bis 60%) der Grundstücksfläche (horizontal wie vertikal) naturwirksam angelegt werden müssen. Darunter
ist die Anlage von Vegetationsflächen, von offenem, versickerungsfähigem Boden, von Dach- und Fassadenbegrünung sowie von Flächen
für die Regenwasserversickerung zu verstehen. Dabei besteht für den
Bauherrn/ Grundstückseigentümer die Möglichkeit, unter den verschiedenen Maßnahmen auszuwählen und den Grundstücksgegebenheiten
anzupassen.
In Abhängigkeit des bestehenden Überbauungsgrades des Baugrundstückes kann der festgesetzte BFF von 0, 6 gemindert werden. D.h. bei
einem Überbauungsgrad von 0,38 bis 0,49 kann der einzuhaltende BFF
auf 0,45 und ab 0,5 auf 0,3 gemindert werden.

30

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Abb.12	 Denkmalkarte, Ausschnitt

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.berlin.de/ba-tempelhofschoeneberg/organisationseinheit/umwelt/landschaftsplanung.html
Bauordnungsrecht
Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin BauOBln, www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen. Die Genehmigung des Bauvorhabens
erfolgt durch das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin.
Denkmale in der näheren Umgebung
09066377: Haus der Deutschen Brauwirtschaft
Das ehemalige Haus der deutschen Brauwirtschaft wurde 1938/39 nach
den Plänen des Architekten Kurt Bornemann errichtet und beherbergt heute Teile der Hochschule für Wirtschaft und Recht. Das fünfgeschossige
Verwaltungsgebäude der Hauptvereinigung der deutschen Brauwirtschaft
wurde auf noch unbebautem Gelände am Mühlenberg gebaut. Das
Bürogebäude ist auf u-förmigem Grundriss angelegt, der Haupteingang
liegt an der Straßenecke Badensche/Meraner Straße, zwei Nebeneingänge
zum Gebäude befinden sich an der Straße Am Mühlenberg. Der u-förmige
Grundriss des Gebäudes ist eine zweibündige Anlage mit Mittelflur (VierWand-System). Die drei Hauptfassaden folgen in ihrem Aufbau traditionalistischen neoklassizistischen Vorbildern: Sie zeigen einen dreizonigen
Aufbau: Sockel (rustizierte Travertinplattenverkleidung), Hauptgeschosse
(Putzfassade mit Gliederung durch Fenster mit Natursteingewänden), steiles Walmdach mit Naturstein-Traufgesims auf Konsolen. Die Fenster erscheinen in der Fassade in gleichmäßiger Reihung. Die Mittelachse der
Fassade an der Straße Am Mühlenberg wird durch breitere Mauerstreifen
beiderseits der Fenstertüren betont, sonst ist auch an dieser Fassade
das nichthierarchische Reihungsprinzip dominant. Die geschichtliche
Bedeutung des Gebäudes beruht darauf, dass es ein Ergebnis natio-

31

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

nalsozialistischer Stadtplanung im Zusammenhang mit der Planung
des Generalbauinspektor Albert Speer für Berlin und ein Bau aus dieser Epoche in Anpassung an die architektonischen Leitbilder des NS
ist. Seine Bedeutung für das Stadtbild ist durch die Anordnung an der
Straßenkreuzung gegeben, das Gebäude prägt vor allem durch seine
Eingangslösung und Eckausbildung das Stadtbild in besonderer Weise.
09045873: Rudolph-Wilde-Park
Der Anlage des Parkes ging 1906 ein Wettbewerb voraus, dessen
Ergebnisse jedoch nicht zur Ausführung kamen. Auf Wilmersdorfer
Terrain an der Westseite wurde zeitgleich ebenfalls eine Parkanlage geplant. Beide Teile bilden heute zusammen eine bedeutende Grünfläche
im Innenstadtbereich. Vorher war hier eine fennartige Niederung. Der
Park wurde 1909 bis 1912 nach den Plänen von Paul Wolf gestaltet. Das
oberirdische U-Bahn-Bauwerk in Fortsetzung der Innsbrucker Straße
teilt den Park in zwei etwa gleichgroße Teile. Westlich wurde mit Teich,
Schlängelwegen, Gehölzgruppen und weit geschwungenen Rasenflächen
eher landschaftlich gestaltet. Östlich dagegen bestimmt eine vertiefte,
durch eine Allee eingerahmte Rasenfläche das Bild. Sie ist eingespannt
zwischen dem U-Bahnhof und dem Platz mit dem Hirschbrunnen.
09066457: Wohnbebauung Meraner Straße
Die am Park gelegene sechsgeschossige und 1931 errichtete Blockrandbebauung mit ca. 400 Wohneinheiten ist im Sockelbereich mit dunkelbraunen Klinkern verblendetet. Die ansonsten verputzten Straßenfassaden
werden von zu Einheiten zusammengefassten Loggien (flankiert von
wintergartenähnlich ausgebildeten Wohnzimmerfenstern) als konstantes
Hauptmotiv bestimmt. Dieser starken Horizontaltendenz stehen die tiefeingeschnittenen Vertikallinien der verglasten Treppenhäuser entgegen.
Die Wohnungsgrößen reichen über 2 1/2 bis 3 1/2 Zimmerwohnungen
bis zu Einraum-Appartements. Beachtenswert ist überdies die von oben
belichtete und durch Begrünung der Oberfläche kaum wahrnehmbare
Tiefgarage für ca. 200 PKW im Blockinnern. Die ursprünglich geschlossene Blockrandbebauung ist infolge von Kriegszerstörungen nach Norden
hin offen. Der Siedlungsbau gehört zu den wichtigsten Vertretern dieser
Gattung in Schöneberg.
09066565: Rathaus Schöneberg
Für die Errichtung (1911 bis 1914) des vom Ortskern weit abgelegenen
neuen Rathauses wurden umfangreiche Nivellierungsarbeiten einschließlich einer Straßenregulierung notwendig. Der nach einem Wettbewerb
den Architekten Jürgensen und Bachmann übertragene Bau präsentiert sich als eine Vierflügelanlage mit mehreren Höfen, dessen östlicher
Hauptriegel von dem mächtigen Turm überragt wird. Das Äußere spiegelt die zeitübliche Rückbesinnung auf reduzierte antike Formen wieder.
Von der ursprünglichen Ausstattung haben sich bedeutende Teile trotz der
starken Kriegszerstörungen erhalten. Das heute als Regierungssitz genutzte Gebäude besitzt nicht die Ausstrahlung etwa des Charlottenburger
Rathauses derselben Architekten, gehört aber dennoch zu den wichtigen
Kommunalbauten der späten wilhelminischen Ära.

32

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

2.7	

Workshop-Verfahren Urban Living

Berlin braucht als wachsende Metropole zusätzlichen Wohnraum. Ziel ist
es deshalb, den Bestand in der laufenden Legislaturperiode um 30.000
neue Wohnungen durch Neubau und Zukauf zu erhöhen, was einem jährlichen Zuwachs von 6.000 Wohnungen entspricht. Dabei setzt Berlin vor
allem auf Innenentwicklung. Eine Nachverdichtung soll nicht nur attraktiven Wohnraum hervorbringen, sondern auch dazu beitragen, die spezifischen Qualitäten von Quartieren zu erhöhen, Freiräume aufzuwerten
und Monostrukturen zu lebendigen, urbanen Räumen weiterzuentwickeln.
Unter der Überschrift „Urban Living – Neues Wohnen in Berlin“ wurden in
Zusammenarbeit mit den städtischen Wohnungsbaugesellschaften neue
Formen für das zukunftsfähige Wohnen in der gemischten Stadt gesucht.
Im Zentrum stand die Anforderung, das Wohnen für breite Schichten der
Bevölkerung erschwinglich zu halten und neue Wohnbedürfnisse aufzunehmen. Dabei ging es nicht zuletzt darum, wie Verdichtung zur Verbesserung
von lokalen Situationen auch im Sinne der dort Wohnenden genutzt werden kann. Schließlich heißt neues Wohnen, die Anpassung an den demografischen Wandel wie auch an den Klimawandel voran zu bringen.
Im Juni 2013 wurde die Idee geboren, in einem kooperativen WorkshopVerfahren Innovationen und Inspirationen für die Wohnungsbauoffensive
in Berlin zu generieren. Von internationalen Architekturbüros sollten beispielhafte Lösungen für intelligente Verdichtungsstrategien, für bezahlbares Bauen und Wohnen und für zukunftsfähige Wohnformen erarbeitet
werden.
Dem öffentlichen Teilnahmeaufruf folgend gingen über 200 Bewerbungen
ein, aus denen 31 Büros ausgewählt wurden. Die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer wurden acht Grundstücken zugeordnet, die für unterschiedliche stadträumliche Situationen standen.
Das Grundstück Meraner Straße / Am Mühlenberg wurde bearbeitet von
den vier Büros:
– Duplex Architekten AG / Studio Duplex GmbH, Zürich / Hamburg
– ifau und Jesko Fezer GdR, Berlin
– Die Baupiloten BDA, Berlin
– 03 Architekten GmbH, München
Die finalen Entwürfe wurden dem Beurteilungsgremium, den Wohnungsbaugesellschaften und der Öffentlichkeit im Februar 2014 präsentiert.

33

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

34

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 3 Aufgabenstellung

Teil 3	 Aufgabenstellung
3.1	Planungsumfang
Gegenstand des Gutachterverfahrens ist die Nachverdichtung der
Wohnanlage Am Mühlenberg aus den 1960er Jahren hinter dem Rathaus
Schöneberg. Es soll nicht nur attraktiver Wohnraum geschaffen, sondern
auch dazu beigetragen werden, die spezifischen Qualitäten des Quartiers
zu erhöhen, die bestehenden Freiräume aufzuwerten und vorhandene
Monostrukturen zu lebendigen und urbanen Räumen weiterzuentwickeln.
Es werden neue Formen für das zukunftsfähige Wohnen in der Stadt gesucht. Im Zentrum steht die Anforderung, Wohnen für breite Schichten
der Bevölkerung erschwinglich zu halten und neue Wohnbedürfnisse
aufzunehmen. Dabei geht es ebenfalls darum, wie die Verdichtung zur
Verbesserung der lokalen Situation auch im Sinne der hier Wohnenden
genutzt werden kann. Durch Aufwertung der Freiräume und quartiersergänzende Wohn- und Freizeitangebote soll ein Mehrwert für die Bewohner
geschaffen und die nachbarschaftliche Entwicklung gefördert werden.
In der Planung wird von den Gutachtern ein schlüssiges, gut realisierbares
Gesamtkonzept für Geschosswohnungsbau (Mietwohnungen) erwartet.
Hierbei soll in der Erdgeschosszone ein mischungsfreundliches Konzept
umgesetzt werden. Die Planung muss wirtschaftlich realisierbar sein, da
es sich z.T. (ca. 33% Anteil) um geförderten Mietwohnungsbau handelt.
Von den Gutachtern sollen Möglichkeiten für modulare Gebäudetypologien
überprüft werden und unter Berücksichtigung der vorhandenen Qualitäten
im Quartier eine möglichst hohe bauliche Ausnutzung der Grundstücke
sowie eine hohe Anzahl von Wohnungen (ca. 250 Wohneinheiten) geplant werden. Es ist vorstellbar, dass Wohnflächen reduziert werden,
wenn diese mit einem Zugewinn an Flexibilität und Gemeinschaft kombiniert werden mit dem Ziel generationenübergreifendes, gemeinschaftliches Zusammenleben zu schaffen. Dies soll auf gemeinschaftlichen
Flächen in der Nachbarschaft (z.B. Garten, Werkstatt, Atelier) und der
Hausgemeinschaft (z.B. Gästewohnung, Dachterrasse, Waschküche) ermöglich werden. Geschaffen werden soll eine hohe Wohnqualität für alle
Bewohner, sowohl Bestands- als auch Neumieter. Mit der Neuplanung soll
der Bestand aufgewertet werden. Die Freiflächen sollen in private, halböffentliche und öffentliche Bereiche qualifiziert und differenziert werden sowie die Aufenthaltsqualität im Außenbereich gesteigert werden. Hierbei
sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Gewobag als städtische Wohnungsbaugesellschaft zu berücksichtigen.
Zur Verdeutlichung des vorgeschlagenen Konzeptes soll ein Teilbereich
von den Gutachtern exemplarisch vertieft werden.
Am Standort befindet sich eine Seniorenfreizeitstätte (siehe Teilbereich 2).
Bei Abriss muss die Einrichtung mit ca. 300 qm Nutzfläche in die Neuplanung integriert werden. Aufgrund der Schaffung von neuem Wohnraum
muss die soziale Infrastruktur angepasst werden und gemäß Bedarfsermittlung eine Kindertagesstätte mit ca. 460 qm Gesamtgrundstücksfläche in die Planung einbezogen werden.

35

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 3 Aufgabenstellung

3.2	

36

Städtebaulich-architektonische Zielsetzung

Das städtebauliche Ziel ist eine behutsame und für den Bestand verträgliche Nachverdichtung, die das aufgelockerte städtebauliche Leitbild der
1960er Jahre weiterentwickelt und sich an dem Erscheinungsbild des
Bauensembles Am Mühlenberg orientiert ohne es zu überformen.
Das vorhandene Lage- und Entwicklungspotential des Gebietes soll genutzt werden, um möglichst vielen Mietern innerstädtisches Wohnen in ruhiger Lage mit hoher Freizeitqualität zu ermöglichen. Die Nachverdichtung
der Wohnanlage soll durch die Errichtung von Wohnneubauten bzw.
die Ergänzung der Bestandsbauten durch An- und Aufbauten (siehe
Konstruktive Machbarkeitsstudie in den digitalen Anlagen unter 4.1.2) erfolgen. Das vorhandene Wohnungsangebot soll durch neue kompakte und
gut vermietbare Grundrisse und besondere Wohnformen, gemeinschaftlich genutzte Flächen und eine gemeinsame soziale Infrastruktur ergänzt
und entwickelt werden.
Der räumliche Dialog zwischen den Generationen soll am Planungsstandort
gefördert werden. Dieser soziale Ansatz führt zu einer größeren Akzeptanz
im Prozess der Verdichtung.
Der Auftraggeber erwartet von den Gutachtern städtebaulich und gestalterisch anspruchsvolle Entwürfe, die einen zukunftweisenden Beitrag im
Bereich Wohnungsbau leisten. Mit dem Gutachterverfahren soll auch ein
landschaftsarchitektonisches Konzept gefunden werden, das in Gestaltung
und Funktion den vielseitigen Ansprüchen der Blockstruktur gerecht wird
und eine hohe Aufenthaltsqualität im Außenraum sicherstellt.

3.3	

Funktionale Anforderungen

Die nachfolgend genannten funktionalen Anforderungen entsprechen den
derzeitigen Neubaustandards der Gewobag. Neue und kreative Ideen sind
ausdrücklich erwünscht, sollen jedoch gestalterisch und inhaltlich begründet werden.
Da etwa ein Drittel der Wohnungen als geförderter Mietwohnungsbau realisiert werden soll, sind hierbei die Sonderstandards unter http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnungsbau/de/foerderung/ zu beachten
(siehe auch digitale Anlagen unter 4.1.2 / Wohnungsbauförderungsbestimmungen 2014).
Wohnungsschlüssel
Prozentualer Wohnung
Anteil

Erforderliche
Wohnungsgrößen

Größe gemäß Förderung
(WFB 2014) ohne Balkon

20%

1- bis 1,5-Zimmer-Whg. 30 qm – 45 qm

40 qm

40%

2-Zimmer-Whg.

45 qm – 60 qm

54 qm

30%

3-Zimmer-Whg.

60 qm – 75 qm

70 qm

10%

4-Zimmer-Whg.

75 qm – 90 qm

82 qm

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 3 Aufgabenstellung

Wohngebäude
–	 Minimierung von Verkehrsflächen – hohe Ausnutzung an
Wohnflächen (> 75% Wohn-/Nutzfläche zu BGF)
–	 ebenerdiger Hauseingang
–	 wind- und wettergeschützter Eingangsbereich
–	 alle Wohnungen über einen Aufzug erreichbar
–	 Aufzug nicht an Aufenthalts- oder Schlafräumen
	 ohne gesonderte Schallentkopplung
–	 Laubengangerschließung nicht als grundsätzliche
	Erschließungstypologie
–	 je Wohnung einen Mieterkeller
–	 Abstellmöglichkeit (abschließbar) für Kinderwagen
	 im EG und abschließbarer Fahrradraum
–	Dachbegrünung
Grundrissgestaltung
–	 Berücksichtigung der Himmelrichtungen für Wohnungsausrichtung
(z.B. keine Wohnzimmer Richtung Norden, keine Schlafzimmer
Richtung Süden) und lärmender Umgebung (Straße vs. Hof)
–	 kompakte und flächeneffizient Wohnungsgrundrisse
–	 nach Eintritt in Wohnung Flur bzw. Nische als Übergangszone
mit Platz für Garderobe
–	 optimierte Flur- und Verkehrsflächen in der Wohnung
–	 Nachweis von ausreichend Abstellflächen in Wohnung
ab > 1-Raum-Wohnung
–	 keine Durchgangszimmer, gefangene Räume und Schlauchzimmer
–	 alle Wohnungen mit gut geschnittenen Balkonen, Terrassen, Loggien
(Mindesttiefe von 1,50 m; Größe mind. 4 qm (maximal geförderte
Fläche 2,5 qm pro Wohneinheit)
–	 Anteil barrierefreier Wohnungen gemäß BauO Bln
–	 lichte Raumhöhen von mindestens 2,65 m
–	 Innentüren mit einer lichten Durchgangsbreite von mind. 80 cm
–	 Nachweis einer Standardmöblierung entspr. der Wohnungsgrößen
Bäder
–	 möglichst wenige innenliegende Bäder
–	 Hauptbad nicht kleiner als 4 qm
–	 bodengleiche Duschen
–	 bis 2-Zimmer-Wohnungen: nur Dusche, keine Badewanne
	 (Bade-/Duschwanne nur wenn Größe ausreichend)
–	 ab 3-Zimmer-Wohnungen: Bäder mit Badewanne und Dusche
–	 ab 4-Zimmer-Wohnungen: zusätzliches Gäste-WC
–	 Anschlussmöglichkeit und Stellplatz für Waschmaschine im Bad
Küchen
–	 Küchen stets mit Fenster oder mindestens ausreichender Entlüftung
–	 bis 2-Zimmer-Wohnungen: Wohnküchen möglich
–	 ab 3-Zimmer-Wohnungen: möglichst separate Küchen, geringer
Anteil Wohnküchen möglich
–	 Standardmöblierung und Anschlüsse für Spüle, Herd, Geschirrspüler
und Kühlschrank

37

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 3 Aufgabenstellung

Senioreneinrichtung
Folgende Planungsvorgaben sind zu berücksichtigen:
–	 Verfügungsstellung von adäquaten Ausweichflächen in örtlicher
Nähe für die Dauer der gesamten Bauzeit.
–	 Behindertengerechter Ausbau nach DIN 18040-1.
–	 Die Freizeitstätte sollte direkt zugänglich und von außen gut
erkennbar sein.
–	 Es sollen mind. 3 Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Personen
geplant werden.
–	 Der Veranstaltungsaal sollte mind. 150 qm groß und mittels einer
mobilen Wand teilbar sein.
–	 Es müssen drei weitere Räume für Kleingruppen mit je mind. 25 qm
Fläche vorhanden sein.
–	 Ein Lagerraum mit mind. 20 qm muss vorhanden sein.
–	 Die Küche sollte 10 bis 15 qm groß sein. Ein großzügiger Vorraum-/
Flurbereich ist als Begegnungsfläche erwünscht.
–	 Ein separater Garderobenbereich oder Garderobenraum sollte
vorhanden sein.
–	 Ein Büroraum für die Einrichtungsleitung mit mind. 15 qm ist
vorzusehen.
–	 Eine Außenterrasse mit mind. 40 qm sollte vorhanden sein.
–	 Es ist eine strukturierte Verkabelung für die gesamte Einrichtung
vorzusehen.
–	 Es werden Toiletten getrennt für Damen und Herren sowie eine
behindertengerechte Toilette benötigt.
–	 In einem Toilettenraum sollte ein Standplatz für eine Waschmaschine
nebst den zugehörigen Anschlüssen vorgesehen werden.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass die derzeitige Freizeitstätte ca.
1.000 bis 1.200 Besucher im Monat hat und Veranstaltungen auch am
Wochenende regelmäßig bis 22 Uhr stattfinden. Es ist daher auf einen geeigneten Schallschutz für die gesamte Anlage zu achten.
Kindertagesstätte
Die Berechnung gemäß Richtwert ergibt für den Wohnungsneubau von 250
Wohneinheiten einen Bedarf von 23 Kitaplätzen. Bei der Gebäudeplanung
ist je Kitaplatz von 20 qm Grundstücksfläche auszugehen. Das entspricht
bei 23 Plätzen ca. 460 qm Gesamtgrundstücksfläche. Darin enthalten sein
müssen 6 bis 10 qm Freifläche (netto) pro Platz.

3.4	Außenanlagen
Die nachfolgend genannten funktionalen Anforderungen entsprechen
dem derzeitigen Standard der Gewobag. Von den Gutachtern sollen darüber hinaus Vorschläge für kreative Freiflächennutzungen unter definierten Rahmenbedingungen erarbeitet werden. Denkbar sind z.B.
Aneignungsflächen, die von den Bewohnern frei gestaltet werden können.
Insgesamt soll die Nutzungsqualität der verbleibenden Freiflächen verbessert werden. Dies würde einen Zugewinn für die Bestandsmieter bedeuten
und die Akzeptanz für die Nachverdichtung erhöhen.

38

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 3 Aufgabenstellung

Müll
–	 Müllstandflächen mit sichtbegrenzender Gestaltung
–	 nur für Mieter zugänglich
–	 geringstmögliche Entfernung der Müllsammelanlagen zum Bordstein
–	 keine Müllsammelanlagen (v.a. Glassammelbehälter) in
Spielplatznähe
Bepflanzung
–	 pflegeleichte und barrierearme Außenanlagengestaltung
–	 überwiegend Rasen, Sträucher, Büsche (keine Büsche vor Fenstern)
–	 Bäume nur Mindestanzahl aus Anforderung (Baugenehmigung,
Pflanzordnung etc.)
–	 keine Hecken und Staudenbeete
–	 keine Bepflanzungen auf überbauten Elementen (Eingeschränkte
Wasserspeichermöglichkeit)
Spielplatz
Durch die Schaffung von zusätzlichen neuen Wohnungen ergibt sich
ein (Mehr-)Bedarf an öffentlichen und privaten Spielplatzflächen und
wohnungsnahen Grünflächen. Nach dem Kinderspielplatzgesetz §4
gilt für die Bemessung des Bedarfs an öffentlicher Spielplatzfläche
je Versorgungsbereich einen Richtwert von 1 qm nutzbarer Fläche je
Einwohner. Bei einer durchschnittlichen Wohnungsbelegung von 2,0
Personen ergibt sich bei einer Anzahl von etwa 250 geplanten Wohnungen
und einer Wohnungsbelegung von 2,0 Personen je Wohnung ein Zugang
von 500 Einwohner. D. h. es besteht bei Umsetzung der Nachverdichtung
ein Mehrbedarf von ca. 500 qm (je nach Anzahl geplanter Wohneinheiten)
nutzbarer öffentlicher Spielplatzfläche (500 Einwohner x 1 qm nutzbarer
Fläche je Einwohner).
Der Geltungsbereich liegt im bezirklichen Spielplatzplan in der Bezirksregion
Schöneberg-Süd, Planungsraum Volkspark / Rudolph-Wilde-Park, Versorgungsbereich 0202 A und ist der Versorgungsstufe 1 (< 0,1) zugeordnet.
Der Bedarf der privaten Spielplätze ist nach BauOBln §8 Abs. 2 festgesetzt. Je Wohnung sollen mind. 4 qm nutzbare Spielfläche vorhanden sein.
Bei Bauvorhaben mit mehr als 75 Wohnungen muss der Spielplatz auch
für ältere Kinder geeignet sein. Die Versorgung mit öffentlichen und privaten Spielplatzflächen ist einzuplanen.
Funktionale Anforderungen:
–	 vandalismussichere Spielplatzgestaltung
–	 einfache Spielgeräte aus Stahl/ Metall
–	 Zuwegung zu Sandkasten von Bagger / kleinem Fahrzeug befahrbar
Stellplätze
Es sind ausschließlich Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Personen
und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder auf Grundlage der Bauordnung
Berlin (BauO Berlin) entsprechend der Maßgabe der AV Stellplätze vorzusehen.

39

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 3 Aufgabenstellung

3.5	

Barrierefreies Bauen

Barrierefreies Bauen ist eine selbstverständliche Qualitätsanforderung
und ein integrativer Bestandteil der Planung und insbesondere für die
Zugangsbereiche und die Außenflächen konsequent umzusetzen. Alle
Wohnungen müssen barrierefrei zugänglich sein. Die Anforderungen der
Bauordnung Berlin (BauOBln) sind zu erfüllen. In Gebäuden mit mehr
als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses gemäß
§ 51(1) BauOBln über den üblichen Hauptzugang barrierefrei erreichbar
sein. Diese Wohnungen sind barrierefrei im Sinne der DIN 18040-2 (nicht
„barrierefrei nutzbare Wohnungen bzw. barrierefrei und uneingeschränkt
mit dem Rollstuhl nutzbare Wohnungen“) zu planen. Für die restlichen
Wohnungen ist eine möglichst barrierearme Nutzung der Wohnungen u.a.
durch schwellenlose Ausführung (mit Ausnahme des Balkons) zu ermöglichen.

3.6	

Baukosten / Wirtschaftlichkeit

Bei der Planung wird eine wirtschaftliche und funktionale Lösung angestrebt.
Auch wenn sich die Flächeneffizienz nicht unbegrenzt optimieren lässt,
soll jedoch unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen
(z.B. Verkehrsflächen oder Anforderungen an die Barrierefreiheit) eine
möglichst effiziente und wirtschaftliche Ausnutzung von Nutzfläche zu
Bruttogrundfläche (BGF/NF-Verhältnis) erreicht werden.Das Ziel ist eine
kostengünstige Bauweise von unter 2.200 EUR Baukosten (brutto) je qm
Wohnfläche für die Kostengruppen 200 bis 700.

3.7	

Nachhaltigkeit und Ökologische Zielsetzung

Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Prinzipien der Nachhaltigkeit und
des ökologischen Bauens anzuwenden. Von den Gutachtern ist insbesondere die ökologische und klimaschutzrelevante Dimension des vorgeschlagenen Konzeptes darzustellen.

3.8	

Baurechtliche Vorschriften, Normen
und Richtlinien

Der Planung sind insbesondere folgende Vorschriften, Normen und Richtlinien in der aktuellsten Fassung zugrunde zu legen:
–	 Baugesetzbuch (BauGB)
–	 Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften (BauOBerlin)
–	 DIN 18024-1 und DIN 18024-2 Barrierefreies Bauen
–	 DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen
–	 Leitfaden „Ökologisches Bauen – Anforderungen Baumaßnahmen“
–	 Baumschutzverordnung Berlin (BaumSchVO)
–	 Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr
–	 Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin
(Denkmalschutzgesetz Berlin – DSchG Bln)
Des Weiteren sind die im Anhang aufgeführten Vorschriften und Richtlinien
zu beachten.

40

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 3 Aufgabenstellung

3.9	

Beurteilungskriterien des
Obergutachtergremiums

Städtebau / Freiraum
–	 Städtebauliche Leitidee / Stadträumliche Gestaltung
–	 Gestalterische Einbindung in den Kontext / Bezug zum Bestand
–	 Erschließung / Durchwegung / Außenraumgliederung
Gestaltung
–	 Qualität der Bautypologien / Maßstäblichkeit der Bebauung
–	 Raumbildung / Orientierung / Identifikation mit Bestand
–	 Baukörpergestaltung und Ablesbarkeit
–	 Freiraumgestaltung / Aufenthaltsqualitäten im Außenraum
Funktionalität / Wohnqualität
–	 Nutzungsqualität der Wohngebäude und Freiräume
–	 Zielgruppenkonformität / Attraktivität
–	 Zukunftsfähigkeit der Wohnformen
–	 Erschließung (außen / innen)
–	 Funktionale Zuordnung / Raumzuschnitte / Belichtung / Belüftung
–	Innenraumqualitäten
Realisierbarkeit
–	 Wirtschaftlichkeit / Marktfähigkeit
–	Programmerfüllung
–	Barrierefreiheit
–	Genehmigungsfähigkeit
Die Reihenfolge der Kriterien stellt keine Gewichtung dar.

41

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 3 Aufgabenstellung

42

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 4 Anhang

43

Teil 4	 Anhang
4.1	

Digitale Anlagen

4.1.0	Aufgabenstellung
–	 mit farbigen Abbildungen in 300dpi Auflösung
Aufgabenstellung_Muehlenberg.pdf

4.1.1	Arbeitspläne
–	 01_Lageplan (auf Grundlage der ALK)
Lageplan_Muehlenberg.pdf				

(M 1:1.000)

Lageplan_Muehlenberg.dwg/dxf	

–	02_Grundstücksdatenplan
Grundstuecksdatenplan.pdf				

(M 1:1.000)

Grundstuecksdatenplan.dwg/dxf

–	 03_Lageplan mit Baumkataster
Lageplan_Übersicht.pdf					

(M 1:500)

Lageplan_Baumkataster_01.pdf				

(M 1:500)

Lageplan_Baumkataster_02.pdf				

(M 1:500)

Lageplan_Baumkataster.dwg/dxf

4.1.2	 Weitere Planungsunterlagen
–	 01_Unterlagen Bestand:
	 Bestandspläne Haus A bis L
Übersichtsplan.pdf					

(M 1:1.000)

A_1_5og.pdf						

(M 1:100)

A_eg.pdf							

(M 1:100)

A_kg.pdf							

(M 1:100)

A_schnitt.pdf						

(M 1:100)

A_strassenansicht.pdf					

(M 1:100)

A_südansicht.pdf						

(M 1:100)

B_1_3_og.pdf						

(M 1:100)

B_2_og.pdf						

(M 1:100)

B_ansicht_osten.pdf					

(M 1:100)

B_ansicht_westen.pdf					

(M 1:100)

B_eg.pdf							

(M 1:100)

B_grundriss_deckblatt.pdf				

(M 1:100)

B_kg.pdf							

(M 1:100)

B_schnitt_ansichten.pdf					

(M 1:100)

C_1_3_og.pdf						

(M 1:100)

C_eg.pdf							

(M 1:100)

C_kg.pdf							

(M 1:100)

C_nordansicht.pdf					

(M 1:100)

C_schnitt_ansicht.pdf					

(M 1:100)

C_südansicht.pdf						

(M 1:100)

D_1_og.pdf						

(M 1:100)

D_2_5_og.pdf						

(M 1:100)

D_ansicht_norden.pdf					

(M 1:100)

D_eg.pdf							

(M 1:100)

D_kg.pdf							

(M 1:100)

D_schnitt_ansicht.pdf					

(M 1:100)

D_süden.pdf						

(M 1:100)

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 4 Anhang

	

44

E_1_11_og.pdf						

(M 1:100)

E_1_og.pdf						

(M 1:100)

E_ansicht.pdf						

(M 1:100)

E_ansicht_osten.pdf					

(M 1:100)

E_ansicht_westen.pdf					

(M 1:100)

E_eg.pdf							

(M 1:50)

E_kg.pdf							

(M 1:100)

E_kg_1.pdf						

(M 1:50)

E_schnitt.pdf						

(M 1:100)

F_2_og.pdf						

(M 1:100)

F_ansicht_osten.pdf					

(M 1:100)

F_ansicht_westen.pdf					

(M 1:100)

F_eg.pdf							

(M 1:100)

F_kg.pdf							

(M 1:100)

G _2_5_og.pdf						

(M 1:100)

G_ansicht_nordost.pdf					

(M 1:100)

G_kg_eg.pdf						

(M 1:100)

G_lageplan.pdf						

(M 1:500)

G_südwesten.pdf						

(M 1:100)

Gaststätte_kg.pdf						

(M 1:100)

H_eg_1_og.pdf						

(M 1:100)

L_6_og.pdf						

(M 1:100)

L_eg.pdf							

(M 1:100)

L_eg-03.pdf						

(M 1:50)

L_grundrisse.pdf						

(M 1:100)

L_nordansicht.pdf						

(M 1:100)

L_ostansicht.pdf						

(M 1:100)

L_schnitt_südansicht.pdf					

(M 1:100)

L_westansicht.pdf					

(M 1:100)

Konstruktive Machbarkeitsstudie zur Aufstockung der Wohnhäuser
Konstruktive_Machbarkeit.pdf

–	 02_Freiraumplanung Rossow, 1960
Rossow_Aussenanlagen_1				

(M 1:200)

Rossow_Aussenanlagen_2				

(M 1:200)

Rossow_Aussenanlagen_3				

(M 1:200)

Rossow_Aussenanlagen_4				

(M 1:200)

Rossow_Aussenanlagen_5				

(M 1:500)

–	03_Kitabedarf
Kitabedarf_2015.pdf

–	 04_Lagepläne von bestehenden Ver- und Entsorgungsleitungen
01a_ltg_auskunft.pdf
01b_ltg_plan.pdf 						

(M 1:500)

01c_ltg_infomaterial.pdf
02a_ltg_vattenfall_strom_schreiben.pdf			
02b_ltg_vattenfall_strom_plan_01.pdf			

(M 1:500)

02c_ltg_vattenfall_strom_plan_02.pdf			

(M 1:500)

02d_ltg_vattenfall_strom_legende.pdf
02e_ltg_vattenfall_strom_allg_hinweise.pdf
02f_ltg_vattenfall_strom_richtlinie_öffentl_beleuchtung.pdf
03a_ltg_vattenfall_waerme_schreiben.pdf

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 4 Anhang

03b_ltg_vattenfall_waerme_plan.pdf			

45

(M 1:500)

03c_ltg_vattenfall_waerme_hoehenangaben.pdf
03d_ltg_vattenfall_waerme_richtlinie.pdf
04a_ltg_netzgesellschaft_gas_schreiben.pdf
04b_ltg_netzgesellschaft_gas_plan.pdf			

(M 1:500)

04c_ltg_netzgesellschaft_gas_signaturenkatalog.pdf
05_ltg_telekom_plaene.pdf				

(M 1:500)

06_ltg_bvg_schreiben.pdf

–	05_Schichtenverzeichnisse
Schichtenverzeichnisse.pdf

–	 06_Schreiben über eventuelle Belastungen mit Kampfmitteln
Kampfmittel.pdf

–	 07_Übersichtsblatt Wohnungsbauförderungsbestimmungen 2014
(WFB 2014)
WFB_2014_Übersicht.pdf

–	 08_BVV-Beschluss zur Nachverdichtung „Am Mühlenberg“
BVV-Beschluss_Muehlenberg.pdf

–	09_Luftbild
Luftbild_2014.pdf

4.1.3	 Rechtliche Grundlagen und Verordnungen
–	 Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften (BauOBln),
in der aktuellen Fassung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml

–	 Allgemeine Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung
von Bauaufgaben Berlins (ABau), in der aktuellen Fassung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/abau/

–	 Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und -prüfung
Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards, Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/de/projekte_hochbau.
shtml

–	 Baugesetzbuch (BauGB), in der aktuellen Fassung
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bbaug/gesamt.pdf

–	 Leitfaden zum Baunebenrecht zur Anwendung in den
bauaufsichtlichen Verfahren entsprechend der Bauordnung
für Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2015
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/
leitfaden_baunebenrecht.pdf

–	 Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und
das Verfahren im Einzelnen (BauVerfVO), Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt, 2013
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 4 Anhang

–	 Verordnung über den Betrieb von baulichen Anlagen (BetrVO),
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2010
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/
BetrV.pdf

–	 Verwaltungsvorschrift Beschaffenheit und Umwelt (VwVB),
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/beschaffung/

–	 Rundschreiben zu den Grundsätzen für die Betriebswassernutzung,
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2003
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/
RS_VI_C_01-2003.pdf

–	 Neue Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR),
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS),
in der aktuellen Fassung
http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Arbeitsstaetten/ASR/ASR.html

–	 Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden (EnEG),
in der aktuellen Fassung
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/eneg/gesamt.pdf

–	 Energieeinsparverordnung (EnEV), in der aktuellen Fassung
http://www.enev-online.com/enev_2014_volltext/

–	 Verordnung zur Durchführung der Energieeinsparverordnung in
Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2010
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.
shtml#verordnungen

–	 Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG),
in der aktuellen Fassung
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/eew_rmeg/gesamt.pdf

–	 Richtlinie des Europäischen Parlamentes und des Rates
über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden, 2010
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2010:153:0013:0035:
DE:PDF

–	 Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (DSchG Bln),
in der aktuellen Fassung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/denkmal.shtml

–	 Handbuch „Berlin – Design for all – Öffentlich zugängliche
Gebäude“, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung + Umwelt, 2012
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/download/
handbuch/BarrierefreiesBauen2012.pdf

–	 Handbuch „Berlin – Design for All – öffentlicher Freiraum“,
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2012
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/download/
designforall/Handbuch-Design_for_all_2011_broschure.pdf

46

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 4 Anhang

–	 Konzept barrierefrei, Anleitung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/handbuch.
shtml#konzept

–	 Bausteine der Nachhaltigkeit, Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung und Umwelt
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/oekologisches_bauen/

–	 Leitfaden Nachhaltiges Bauen, Bundesministerium für Umwelt
und Naturschutz, 2013
http://www.nachhaltigesbauen.de/leitfaeden-und-arbeitshilfen-veroeffentlichungen/
leitfaden-nachhaltiges-bauen-2013.html

–	 Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr (MRFIFw), 2009
http://www.is-argebau.de/verzeichnis.aspx?id=991&o=759O986O991

–	 Ausführungsvorschriften zu §50 der Bauordnung für Berlin
(BauOBln) über Stellplätze für Kraftfahrzeuge für schwer
Gehbehinderte und Behinderte im Rollstuhl und Abstellmöglichkeiten
für Fahrräder (AV Stellplätze), in der aktuellen Fassung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/
bauen/20071129-AV-Stellpl.pdf

–	 Verordnung zum Schutz des Baumbestandes in Berlin
(BaumSchVO), 2007
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/suche/index.
shtml?q=baumschutzverordnung

4.1.4	Formblätter
–	Verfassererklärung
	 (PDF-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben
und danach ausgedruckt werden. Das PDF-Formular kann mit dem
Acrobat-Reader nicht gespeichert werden.)
Verfassererklaerung_Muehlenberg.pdf

–	 Formblatt Kennwerte
Formblatt_Muehlenberg.xls

4.1.5	Bilddokumentation
–	Fotodokumentation
01_Fotodokumentation_2015

47

Meraner Straße / Am Mühlenberg | Teil 4 Anhang

4.2	Quellenangaben
Internet
–	 Internetseite der Gewobag AG
http://www.gewobag.de

–	 Internetseiten Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
http://www.stadtentwicklung.berlin.de
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/baukultur/urban_living/

–	 Internetseite des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg
http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/

Abbildungsnachweis
Abb. 7 bis 11 und Fotodokumentation: Berit Breuer; Titelbild und übrige
Abbildungen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin

48
        
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