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Full text: Sachstandsbericht BER Issue 2014,[5] = 30.09.2014

Sachstandsbericht
BER
September 2014, 12. Sachstandsbericht
Stand: 30.09.2014

Hartmut Mehdorn
Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Vorsitzender des Aufsichtsrates: Klaus Wowereit
Vorsitzender der Geschäftsführung: Hartmut Mehdorn
Geschäftsführerin Finanzen: Heike Fölster
Sitz der Gesellschaft: Schönefeld; Registergericht: Amtsgericht Cottbus HRB 9380 CB

Inhalt
1 SPRINT zum BER ............................................................................................................ 3
1.1 Gesamtstatus SPRINT.................................................................................................. 3
1.2 Terminalgebäude .......................................................................................................... 3
1.2.1
Pier Nord......................................................................................................... 3
1.2.2
Pier Süd .......................................................................................................... 4
1.2.3
Fluggastterminal ............................................................................................. 4
1.3 Weitere Kernthemen ..................................................................................................... 5
1.3.1
Generalplaner ................................................................................................. 5
1.3.2
Sanierung SLB Nord ....................................................................................... 5
1.3.3
Raumnummern ............................................................................................... 5
2 Kapazitätserweiterung BER ............................................................................................ 7
3 Verkehrsbericht August 2014 ......................................................................................... 8
4 Endbericht Taskforce ...................................................................................................... 9
5 Schallschutzprogramm BER ........................................................................................ 10
5.1 Monatsbericht Schallschutzprogramm BER (Stand 31.08.2014) ................................. 12
6 Redaktioneller Hinweis ................................................................................................. 15

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Sachstandsbericht

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1 SPRINT zum BER
Fortschritte bei wesentlichen technischen
Fragestellungen erzielt
1.1

Gesamtstatus SPRINT

39 von 40 Gebäuden auf dem BER-Gelände sind vom Bauordnungsamt des Landkreises
Dahme-Spreewald abgenommen. Insgesamt wurden am Flughafen Berlin Brandenburg seit
Baubeginn 2006 40 Gebäude errichtet, dazu zählen z.B. das Rechenzentrum, das Gebäude
für die Sicherheitsdienste, zwei Feuerwachen, die Energiezentralen oder der Tower der
deutschen Flugsicherung. Bis auf das Terminal sind alle fertiggestellt. Die abgenommen Gebäude sind größten Teils in Betrieb oder werden nach Bedarf in Betrieb genommen. Hierzu
werden die einzelnen Systeme hochgefahren, Spezialeinbauten vorgenommen sowie die
abschließenden Inbetriebnahmetests durchgeführt. Auch wurde mit der Baufertigstellungsanzeige für das Pier Nord ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Inbetriebnahme des
BER erreicht. Fortan wird sich die Flughafengesellschaft gemeinsam mit ihren Partnern vollständig auf Planung und Bau im Flugastterminal und Pier Süd konzentrieren.
In den letzten Monaten konnte die Flughafengesellschaft im Rahmen des Beschleunigungsprogramms SPRINT zudem bei wesentlichen technischen Fragestellungen weitere Fortschritte erzielen. Die Richtigstellung der Raumnummern wurde den Firmen zur Umsetzung
im Fluggastterminal und Pier Süd angeordnet. Die Entwurfsplanungen für den Bereich Lager/Technik der Anlage 14 und für die Anlage 17 liegen vor. Für das Pier Süd liegt die Baugenehmigung für die Erdbauarbeiten der Sprinkleranlage vor. In den Pavillons des Fluggastterminals hat die Verkabelung der übergeordneten Entrauchungssteuerung begonnen.

1.2

Terminalgebäude

1.2.1

Pier Nord

Die Bauarbeiten am Pier Nord sind abgeschlossen. Tests und Begehungen der Sachverständigen wurden im Juli abgeschlossen und die Baufertigstellung gegenüber dem Bauordnungsamt angezeigt. Die vorliegenden Nachforderungen des Bauordnungsamts in Reaktion
auf die Baufertigstellungsanzeige werden derzeit bearbeitet und bis Ende September abgeschlossen.

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1.2.2

Pier Süd

Aktuelles Schwerpunktthema ist die Errichtung einer zusätzlichen separaten Sprinkleranlage
(wie zuvor auch für das Pier Nord realisiert). Diese wird unterirdisch an der Ostseite des Gebäudes errichtet. Nachdem das Bauordnungsamt Mitte September die Schachtgenehmigung
erteilt hat, haben kurz darauf die Arbeiten begonnen. Nach der Einrichtung der Baustelle
erfolgt die Umverlegung bereits vorhandener Elektro-, Schmutz- und Trinkwasserleitungen,
bevor mit dem Aushub der Baugrube und den Arbeiten am Rohbau begonnen wird.
Hintergrund: Die Hauptversorgung der Sprinkleranlage Pier Süd erfolgt über das Main Pier.
Da das Brandschutzkonzept eine redundante, sprich zweite, von der Hauptversorgung unabhängige Notfallversorgung der Sprinkleranlage fordert, wird eine zusätzliche Sprinklerversorgung entstehen. Aus Platzgründen, und um die Möglichkeit einer späteren Erweiterung
des Pier Süd in Richtung Osten offen zu halten, wird die Sprinklerzentrale unterirdisch errichtet.
Der Sprinklertank (44 Meter lang, acht Meter breit, vier Meter tief) hat ein Fassungsvermögen von 350.000 Litern und wird über zwei Dieselpumpen betrieben. Errichtet wird der Baukörper aus ca. 500 Kubikmetern Stahlbeton (ca. 35 Tonnen Bewährung). Die Konstruktion ist
in wasserundurchlässigem Beton als sogenannte "Weiße Wanne" geplant. Um Zentrale und
Tank unterirdisch zu errichten, werden ca. 3.100 Kubikmeter Aushub vorgenommen. Nach
Abschluss der Arbeiten wird die Fläche oberhalb der Sprinklerzentrale weiterhin begehbar
bleiben und im Rahmen der Außenanlagenwiederherstellung erneut begrünt sowie mit einer
Regenwasserrigole versehen.

1.2.3
Die

Fluggastterminal
kritischen

Themen

im

Fluggastterminal

sind

und

bleiben

der

Umbau

der

Entrauchungsanlagen sowie die Deckenhohlraumfertigstellung.
Das Lösungskonzept für die Entrauchung sieht eine systematische Vereinfachung der
Entrauchungsanlagen

und

eine

gemeinsame

Steuerung

von

Ventilatoren

und

Nachströmöffnungen vor. Gleichzeitig werden alle sonstigen Mängel wie Undichtigkeiten der
bestehenden Entrauchungsanlage beseitigt. Die Entrauchungsanlage 14 wird in mehrere
Anlagen aufgeteilt und somit wesentlich vereinfacht.
Die Entrauchung der oberen beiden Etagen E2 und E3 im C-Riegel wird von der Anlage 14
abgekoppelt und von einer neuen Anlage 17 übernommen. Hierdurch wird auch die Inbetriebnahme der Anlagen vereinfacht.
Für den Bereich Technik und Lagerräume der Anlage 14 wurde ebenfalls eine Vereinfachung
erreicht. Die Entwurfsplanungen für den Bereich Lager/Technik der Anlage 14 und für die

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Sachstandsbericht

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Anlage 17 liegen vor. Die weiteren Entwurfs- und Ausführungsplanungen für die anderen
Entrauchungsanlagen sind beauftragt und werden derzeit erstellt.
Zur Reduzierung der Komplexität werden die Arbeiten zur Deckenhohlraumfertigstellung
derzeit auf Baufelder im Mainpier Nord konzentriert. Die notwendigen Planungen werden
erstellt und kurzfristig umgesetzt. Entsprechend wird ein Zuwachs der Bautätigkeiten bis zum
Beginn des 4. Quartals 2014 erwartet.

1.3

Weitere Kernthemen

1.3.1

Generalplaner

Die EU-weite Ausschreibung der Planungsrestleistungen (Generalplanung) wurde aufgehoben, da keiner der Teilnahmeanträge die von der FBB definierten Mindestkriterien erfüllte.
Die Vergabe wird nun im Verhandlungsverfahren ohne Veröffentlichung weitergeführt. Potenzielle Bieter wurden identifiziert, das Präqualifikationsverfahren läuft. Für aktuelle Arbeiten
benötigte Planungen sind bei den vorhandenen Planungsbüros beauftragt.

1.3.2

Sanierung SLB Nord

Der Start der Sanierungsarbeiten ist mit Beginn der Sommerflugplanperiode Ende März 2015
vorgesehen. Der Aufsichtsrat hat am 30.06.14 dem Sanierungsvorhaben SLB Nord zugestimmt und die benötigten Finanzmittel bewilligt. Die Beschaffungs- bzw. Vergabeprozesse
für die Baumaßnahme sowie die Erfüllung der Auflagen der Gemeinsamen Oberen Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg, insbesondere Schallschutz, werden aktuell umgesetzt.

1.3.3

Raumnummern

Durch die Umsetzung verschiedener Nutzerwünsche und umfassende Umplanungen während der Bauzeit (z.B. Ebenenwechsel) ist im Zuge der geplanten Fertigstellung des BER in
2012 ein inkonsistentes Raumnummernsystem entstanden. Im Ergebnis lassen sich Räume
nicht mehr eindeutig auffinden. Zum Teil passen Raumnummern und die Lage im Gebäude
nicht zueinander.
Aus diesem Grund hat die Raumnummernproblematik in den vergangenen Monaten immer
wieder zu Schwierigkeiten bei der Sanierung des Flughafens geführt: Systeme wie die
ÜSSPS der Entrauchung können ohne eindeutige Raumnummern und Anlagenkennzeichnungen nicht konsistent programmiert werden. Desweiteren benötigt die Feuerwehr zur Gewährleistung der Sicherheit konsistente Raumnummern, damit die Rettungsdienste im Notfall schnell am richtigen Einsatzort sind. Für einen reibungslosen Flughafenbetrieb müssen

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Wartungsfirmen in Störungsfällen zudem alle Räume anhand einheitlicher Raumnummern
finden können.
In den kommenden Monaten werden die Raumnummern im Fluggastterminal und Pier Süd
umfassend richtiggestellt. Im Pier Nord wurde die entsprechende Raumnummernänderung
bereits umgesetzt. Die Richtigstellung wird vor allem Revisionspläne, Anlagenkennzeichnungen und Systemprogrammierungen betreffen. Die Umsetzung wird durch die Errichterfirmen
und, wo nötig, durch die FBB-Betriebsbereiche erfolgen.

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2 Kapazitätserweiterung BER
Grünes Licht für weitere Planungen
Der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) hat am 19. September 2014
grünes Licht für die Vorlage der Geschäftsführung gegeben, den Ausbau des BERFlugbetriebs vertieft zu untersuchen. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Möglichkeiten zur Weiternutzung des Flughafens Schönefeld und der Ausbau des Areals am BER.
Gleichzeitig wird die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH mit Vertretern des Bundes Interimsszenarien untersuchen, wie und wo die Flugbereitschaft der Bundeswehr im Flughafenbereich untergebracht werden kann.
Hintergrund der Entscheidung ist das stark steigende Fluggastaufkommen in Schönefeld und
Tegel. Bereits seit elf Jahren in Folge entwickelt sich der Flugverkehr in Berlin besser als der
Durchschnitt aller deutschen Flughäfen. In diesem Jahr erwartet die FBB über 27 Millionen
Passagiere in Tegel und Schönefeld, so viele wie noch nie.

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3 Verkehrsbericht August 2014
Plus 8 Prozent Passagierwachstum
Im August starteten und landeten 2.591.395 Passagiere an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel. Das ist ein Zuwachs von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In
Schönefeld wurden im August 677.620 Passagiere registriert (+11,4 Prozent), in Tegel waren
es 1.913.775 Fluggäste (+8,0 Prozent).
Die Zahl der Flugbewegungen stieg im August auf insgesamt 21.685 Starts und Landungen,
ein Anstieg um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld stieg die
Zahl der Flugbewegungen auf 5.870. Das entspricht einer Zunahme von 7,9 Prozent. In Tegel gab es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg um 4,4 Prozent. Insgesamt
wurden in Tegel im August 15.815 Flugbewegungen registriert.
Von Januar bis August nutzten insgesamt 18.353.769 Passagiere die Flughäfen Schönefeld
und Tegel, ein Plus von 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
In den ersten acht Monaten des Jahres wurden in Schönefeld 4.741.221 Passagiere gezählt.
Das sind 7,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2013. Gleichzeitig wurden am Flughafen Tegel 13.612.548 Fluggäste abgefertigt, das sind 5,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum 2013.
Die Zahl der Flugbewegungen insgesamt stieg in den ersten acht Monaten des Jahres auf
insgesamt 167.260 Starts und Landungen, eine Zunahme um 5,8 Prozent im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum. In Schönefeld stieg die Zahl der Flugbewegungen auf 46.491. Das entspricht einem Anstieg von 8,3 Prozent. In Tegel gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 4,8 Prozent. Insgesamt wurden in Tegel von Januar bis August 120.769 Flugbewegungen registriert.
Bei der Luftfracht konnten im August an den Flughäfen Schönefeld und Tegel 3.974 Tonnen
registriert werden, ein Plus von 41,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die

Verkehrsstatistik

finden

Sie

online

unter:

http://www.berlin-

airport.de/de/presse/basisinformationen/verkehrsstatistik/index.php

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4 Endbericht Taskforce
Keine zusätzlichen Verdachtsmomente
Die von Flughafenchef Hartmut Mehdorn angesichts des Korruptionsverdachts gegen einen
leitenden Mitarbeiter der FBB im Mai dieses Jahres eingesetzte Taskforce hat dem Aufsichtsrat in der Sitzung am 19. September 2014 den Endbericht ihrer Untersuchungen vorgelegt. Demnach haben sich gegenüber dem Zwischenbericht vom 30. Juni 2014 keine zusätzlichen Verdachtsmomente ergeben. Die Taskforce verwies stattdessen auf die laufenden
Ermittlungen der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Neuruppin, der die FBB ihre Erkenntnisse
übergeben hat. Dem Unternehmen ist kein materieller Schaden entstanden. Die FBB wird
die Staatsanwaltschaft weiter bei ihrer Arbeit unterstützen, mögliche Ansprüche gegen den
ehemaligen Mitarbeiter prüfen und im Falle von neuen staatsanwaltlichen Erkenntnissen eine
Neubewertung des Vorgangs vornehmen.

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5 Schallschutzprogramm BER
Die Kernthemen in Kürze


BER insgesamt: Die FBB hat das BER-Schallschutzprogramm für die Anwohner in
den zurückliegenden Monaten deutlich intensiviert. Derzeit liegen der Flughafengesellschaft für insgesamt rund 19.000 Wohneinheiten Schallschutzanträge vor. 8.300
(also über 40 Prozent) hat die Flughafengesellschaft fertig gestellt. Das heißt, die Anspruchsermittlungen sind verschickt. Die Vorgaben des Planfeststellungsbeschlusses
sind erfüllt. Die Eigentümer können Schallschutz einbauen lassen.



Die Flughafengesellschaft hat die Anspruchsermittlungen für den Schallschutz im Bereich der südlichen Start- und Landebahn (SLB) des BER versendet. Die Eigentümer
können somit die erforderlichen Baumaßnahmen beauftragen oder erhalten eine Entschädigungszahlung in Höhe von 30 Prozent des schallschutzbezogenen Verkehrswertes. Die Flughafengesellschaft hat für rund 3.000 Haushalte Anspruchsermittlungen versendet (Stand 30.09.2014). Insgesamt liegen über 4.000 Anträge im
Tagschutzgebiet rund um die Südbahn vor, davon sind jedoch nicht alle bearbeitbar.
So beispielsweise wenn Eigentümer der FBB nicht alle benötigten Unterlagen zur
Verfügung stellen oder ihren Mitwirkungspflichten nicht nachkommen, indem z.B.
Termine mit den Gutachtern für die schallschutzbezogene Verkehrswertermittlung
nicht wahrgenommen bzw. auf einen Termin nach September 2014 verschoben werden. Die FBB weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Eigentümer damit
keine Ansprüche verlieren, eine Bearbeitung durch die FBB bis Ende September jedoch nicht möglich war. Sobald die Bearbeitung möglich ist, wird diese wieder aufgenommen und schnellstmöglich zum Abschluss gebracht.



Die Flughafengesellschaft hat damit eine wichtige Voraussetzung für die 2015 anstehende Nordbahnsanierung geschaffen. Eine entsprechende Dokumentation wird die
Flughafengesellschaft gegenüber der Genehmigungsbehörde vorlegen. Der Start der
Sanierungsarbeiten sowie die damit verbundene temporäre Nutzung der BERSüdbahn ist mit Beginn der Sommerflugplanperiode Ende März 2015 vorgesehen.
Der Aufsichtsrat hat am 30.06.14 dem Sanierungsvorhaben SLB Nord zugestimmt
und die benötigten Finanzmittel bewilligt. Die Beschaffungs- bzw. Vergabeprozesse
für die Baumaßnahme sowie die Erfüllung der Auflagen der Gemeinsamen Oberen
Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg, insbesondere Schallschutz, werden aktuell
umgesetzt.

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

Bei den Anspruchsermittlungen für die Anwohner im Südbahn-Bereich konnte überwiegend die Erstattung von baulichen Schallschutzmaßnahmen zugesagt werden.
Weniger als ein Fünftel aller Anwohner im Bereich der Südbahn erhält eine Entschädigungszahlung. Dies ist deutlich weniger als nach einer ersten groben Schätzung
angenommen. Eine Entschädigung wird immer dann gezahlt, wenn die ermittelten
Kosten für bauliche Schallschutzmaßnahmen über 30 Prozent des schallschutzbezogenen Verkehrswertes der zu schützenden Immobilie liegen. Die Flughafengesellschaft hatte stets betont, dass soviele Eigentümer wie möglich mit baulichen Schallschutzmaßnahmen

ausgestattet

werden

sollen.

Deshalb

wirbt

die

Flughafengesellschaft dafür, dass auch all jene Eigentümer, die eine Entschädigung
erhalten, das Geld für die Umsetzung von baulichen Schallschutzmaßnahmen nutzen. Die Eigentümer werden dazu von der Flughafengesellschaft individuell beraten.


Derzeit liegen für rund 4.800 Wohneinheiten Anträge auf Erstattung der Außenwohnbereichsentschädigung vor. 3.100 Eigentümer, also 65 Prozent, haben die Entschädigung bisher erhalten.



Derzeit befinden sich zudem mehrere hundert Wohneinheiten in der schallschutzbezogenen Verkehrswertermittlung. Für mehr als 1.000 Wohneinheiten liegen die Ergebnisse der Wertermittlung vor. Auf dieser Grundlage ist zu entscheiden, ob der
Anwohner eine Erstattung der baulichen Schallschutzmaßnahmen oder eine pauschalierte Entschädigungszahlung erhält.



Seit September führt die Flughafengesellschaft Informationsveranstaltungen im Umland der Start- und Landebahn Süd durch. Die ersten Veranstaltungen fanden am 9.
und 10. September in Berlin-Schmöckwitz sowie am 23. und 24. September im Rathaus Schönefeld statt. Zahlreiche Eigentümer nutzten die Gelegenheit, um mit Ingenieuren, Vertretern von Fachfirmen, Gutachtern und Mitarbeitern der Abteilung
Schallschutz ins Gespräch zu kommen. Dabei konnte eine Vielzahl von individuellen
Fragen gestellt und beantwortet werden. Weitere Veranstaltungen sind geplant. Hierzu werden erneut mehrere hundert Eigentümer eingeladen.



Alle Anwohner, die Fragen zum Schallschutzprogramm oder zum Stand ihrer Antragsbearbeitung haben, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schallschutzteams über das Anwohnertelefon erreichen und auch Termine für ein persönliches Gespräch vereinbaren.

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5.1

Monatsbericht Schallschutzprogramm BER (Stand
31.08.2014)

Grundlagen zur Umsetzung der schalltechnischen Ertüchtigung von Wohn- und sonstigen Gebäuden, sowie der Entschädigung Außenwohnbereich im Rahmen des Schallschutzprogramms BER


Planfeststellungsbeschluss Ausbau Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld vom
13.08.2004 (PFB), in der aktuellen Fassung
(mit Auflagen zur Vermeidung und Minderung des Fluglärms, Ausweisung der Schutz- und Entschädigungsgebiete)



Planergänzungsbeschluss „Lärmschutzkonzept BBI“ vom 20.10.2009 (PFBerg)
(Neuausweisung Nachtschutzgebiet und Entschädigungsgebiet Außenwohnbereich)



Prozesserklärung des Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) des Landes
Brandenburg vom 21.09.2011 vor dem Bundesverwaltungsgericht in den Klageverfahren
BVerwG 4 A 4000.09, 4 A 40000.10, 4 A 4001.10
(Berücksichtigung Flugbetrieb in Richtung Westen und Ost, 100 : 100-Betrachtung für den Maximalpegel Nacht, berechnet nach AzB-DLR)



Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes vom 15.06.2012 in Verbindung mit dem Bescheid der Genehmigungsbehörde (MIL) vom 02.07.2012 in Verbindung mit den Vollzugshinweisen vom 15.08.2012 und 13.12.2012



Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Berlin-Brandenburg vom 25.04.2013
(OVG 11 A 15.13)



Anzahl der Anspruchsberechtigten in den Schutz- und Entschädigungsgebieten1

Anspruchsberechtigte
(Tag- und Nachtschutz)
Tagschutzgebiet
(beinhaltet auch Nachtschutz)

Nachtschutzgebiet
(ausschließlich Nachtschutz)

ca. 25.500 Wohneinheiten (WE)
ca. 14.000 WE
ca. 11.500 WE

Entschädigung Außenwohnbereich

ca. 10.000 Objekte

Besondere Einrichtungen

ca. 50 Objekte

1

Grundlage ist eine Schätzung der in den Anspruchsgebieten befindlichen Wohneinheiten bzw. Objekte.

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Bearbeitungsstand der Anspruchsberechtigten im gesamten Tagschutzgebiet (inkl.
Nachtschutz) sowie im Teilvollzugsgebiet der Start- und Landebahn (SLB) Süd
Tagschutzgebiet
(inkl. Nachtschutz)

Gesamt

Davon
Teilvollzugsgebiet
SLB Süd

Eingegangene Anträge

11.703 WE

4.430 WE

Anträge in Bearbeitung

11.288 WE

4.218 WE

-

Bestandsaufnahme (BA) erfolgt

6.130 WE

3.948 WE

-

Anspruchsermittlung (ASE) versendet

1.357 WE

1.125 WE



Davon ASE-B

2

1.283 WE

1.068 WE



Davon ASE-E

3

74 WE

57 WE

415 WE

212 WE

0 WE

0 WE

415 WE

212 WE

Stand der Umsetzung
-

Schallschutzmaßnahmen (SSM) umgesetzt

-

Keine SSM umzusetzen

5

4

Bearbeitungsstand der Anspruchsberechtigten im Nachtschutzgebiet außerhalb des
Tagschutzgebietes (ausschließlich Nachtschutz) sowie im entsprechenden Teilvollzugsgebiet der Start- und Landebahn Süd (SLB Süd)
Nachtschutzgebiet
(ausschließlich Nachtschutz)

Gesamt

Davon
Teilvollzugsgebiet
SLB Süd

Eingegangene Anträge

7.517 WE

163 WE

Anträge in Bearbeitung

5.705 WE

138 WE

5.458 WE

130 WE

5.397 WE

117 WE

1.812 WE

25 WE

1.541 WE

25 WE

271 WE

0 WE

-

BA erfolgt

-

ASE/ KEV versendet

6

Stand der Umsetzung
-

SSM umgesetzt

4

Keine SSM umzusetzen

5

2

Anspruchsermittlung zur baulichen Umsetzung der erforderlichen Schallschutzmaßnahmen

3

Anspruchsermittlung Entschädigung

4

Der Anwohner hat die Kosten für die umgesetzten baulichen Schallschutzmaßnahmen erstattet bekommen oder eine Entschädigungszahlung erhalten.
5

keine Schallschutzmaßnahmen erforderlich oder Verzicht des Eigentümers

6

Kostenerstattungsvereinbarung

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Bearbeitungsstand Entschädigung Außenwohnbereich
Entschädigung
Außenwohnbereich

Gesamt

Eingegangene Anträge

4.846 Objekte

Anträge in Bearbeitung

1.695 Objekte

Bearbeitung abgeschlossen
(Entschädigung ausgezahlt)

3.151 Objekte

Grundlagen zur Umsetzung der schalltechnischen Ertüchtigung von Besonderen Einrichtungen
 Planfeststellungsbeschluss Ausbau Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld vom
13.08.2004, in der Fassung seiner Änderungsbeschlüsse
(Anspruchsberechtigung für Schulen, Kindertagesstätten wie Hort, Kinderkrippe, Kindergarten,
sowie Altenheime, Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationseinrichtungen und Krankenhäuser)



Änderung vom 21.02.2006 zum PFB (Nebenbestimmung A II 5.1.4 Ziff.1 und A II 5.1.4
Ziff. 2 Satz 1)
(Einhaltung des Schutzziels im Rauminnern bei der Betrachtung des energieäquivalenten Dauerschallpegels bei geschlossenen Fenstern und ausreichender Belüftung)

Bearbeitungsstand Besondere Einrichtungen
Besondere Einrichtungen

Gesamt

Eingegangene Anträge

42 Objekte

Anträge in Bearbeitung

16 Objekte

Bearbeitung abgeschlossen

26 Objekte

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6 Redaktioneller Hinweis
Die Inhalte dieses Sachstandsberichts geben den Informationsstand vom 30.09.2014 wieder.
Die Flughafengesellschaft informiert für die Dauer der Realisierung des BER in regelmäßigen Abständen über den aktuellen Stand. Den Sachstandsbericht BER finden Sie im Internet
unter:
http://www.berlin-airport.de/de/unternehmen/aktuellenachrichten/sachstandsberichte/index.php
Mit

Nachfragen

und

Hinweisen

wenden

Sie

sich

bitte

direkt

an:

pressestelle@berlin-airport.de.

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