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Full text: Sachstandsbericht BER Issue 2013,[8] = 07.11.2013

Sachstandsbericht
BER
Stand: 07.11.2013
Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitz: Klaus Wowereit
Vorsitzender der Geschäftsführung: Hartmut Mehdorn
Geschäftsführerin Finanzen: Heike Fölster
Sitz der Gesellschaft: Schönefeld; Registergericht: Amtsgericht Cottbus HRB 9380 CB

Inhalt
1 Beschleunigungsprogramm SPRINT .............................................................................................. 3
1.1

Flughafen geht Umbau für zentrales Brandschutzproblem an ...................................................... 3

1.2

Bauarbeiten für Sprinkleranlage Pier Nord gestartet ..................................................................... 4

2 Schallschutzprogramm BER ............................................................................................................ 5
2.1

Neustart des Schallschutzprogramms: Die ersten 1.700 Bestandsaufnahmen liegen vor ........... 5

2.2

Aktueller Bearbeitungsstand .......................................................................................................... 6

3 Organisation Flughafengesellschaft ............................................................................................... 8
3.1

Änderungen in der Geschäftsführung ............................................................................................ 8

3.2

Zusammensetzung Aufsichtsrat ..................................................................................................... 8

4 Redaktioneller Hinweis ..................................................................................................................... 9

2013-11-07

Sachstandsbericht

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1 Beschleunigungsprogramm SPRINT
Aktueller Stand

1.1

Flughafen geht Umbau für zentrales
Brandschutzproblem an

Der nicht funktionierende Brandschutz war der Grund für die mehrfachen Verschiebungen des BEREröffnungstermins. Die Arbeitsgruppe Entrauchung im Beschleunigungsprogramm SPRINT hat nun
nach monatelangen Arbeiten das Konzept vorgelegt, wie die für den Brandschutz entscheidende
Entrauchungssteuerung umgebaut werden soll, damit sie funktionstüchtig und genehmigungsfähig
wird. Das Konzept ist mit den Firmensachverständigen sowie den Übergeordneten Sachverständigen
abgestimmt und liegt der Genehmigungsbehörde, dem Bauordnungsamt des Landkreises DahmeSpreewald, vor. Das Konzept beinhaltet zwei Kernthemen: das Aufteilen der größten
Entrauchungsanlage (der sogenannten Anlage 14) in drei Teile sowie den Einbau einer sogenannten
„Übergeordneten sicherheitsgerichteten speicherprogrammierbaren Steuerung“ (ÜSSPS). Mit beiden
Umbaumaßnahmen wird die Entrauchung des BER übersichtlicher und damit leichter steuerbar.
In einem ersten Schritt zur Umsetzung des Konzepts haben die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
und Siemens am 15. Oktober 2013 einen Vertrag zum Umbau der Entrauchungssteuerung unterzeichnet. Mit dem Vertrag wird das bisherige Auftragspaket von Siemens am BER erweitert: Neben
der Ansteuerung der maschinellen Entrauchungsanlagen (z.B. Entrauchungskanäle, -ventilatoren und
Entrauchungsklappen) wird Siemens-Steuerungstechnik künftig auch die Nachströmung von Frischluft
im Brandfall steuern. Der Umbau ist nötig geworden, da sich die Steuerung von Teilen der Brandschutzanlage bei Praxistests (sogenannten Heißgasrauchversuchen) als nicht umsetzbar erwiesen
hatte. Aufgrund der Änderungen an der Anlage müssen im Terminal Kabel zu Frischluftklappen,
Rauchschutzvorhängen und Fenstern neu gelegt werden. Die erweiterte Entrauchungssteuerung wird
im Anschluss an die Installation neu programmiert und gemeinsam von Experten des BER und Fachleuten für die Brandschutzanlage getestet, bevor sie in Betrieb gehen kann. Die nach dem bisherigen
Brandschutzkonzept installierte und funktionsfähige Brandmeldeanlage von Bosch bleibt (bis auf die
Ansteuerung der Frischluftzufuhr) bei den notwendigen Umbauten unverändert erhalten.
Die Arbeiten von Siemens können erst starten, wenn Vorarbeiten der technischen Gebäudeausrüstung und an den Kabeltrassen erfolgt sind. Daher hat die FBB in einem zweiten Schritt zur Umsetzung
des Konzepts die vorbereitenden Planungen für bauliche Anpassungen einzelner
Entrauchungsanlagen im Fluggastterminal sowie die Planung und Koordinierung der Bauleistungen
von Siemens und weiteren Firmen gestartet. Der Aufsichtsrat der FBB hat in seiner Sitzung am 23.
Oktober 2013 die hierfür erforderlichen Finanzmittel freigegeben.

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Sachstandsbericht

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1.2

Bauarbeiten für Sprinkleranlage Pier Nord gestartet

Weiteres kritisches Brandschutzthema ist die Sprinkleranlage am Flughafen BER. Ähnlich wie die
Entrauchungsanlage war auch sie seit Baubeginn 2006 mit der Erweiterung des Flughafengebäudes
von ursprünglich 220.000 qm auf zuletzt 340.000 qm mitgewachsen. Darunter litten Zuverlässigkeit
und Steuerbarkeit der Anlage. Die naheliegende Lösung: Die Sprinkleranlage wird in drei Teile aufgeteilt (Sprinkleranlagen Terminal/Mainpier, Pier Nord und Pier Süd) und damit übersichtlicher, zuverlässiger und leichter steuerbar. Gleichzeitig wird die Redundanz der Anlage hergestellt wie von der Genehmigungsbehörde gefordert. Seit 14. Oktober 2013 liegt nun die Baugenehmigung für die neu zu
errichtende Sprinkleranlage Pier Nord vor. Die Bauarbeiten haben unmittelbar darauf begonnen (siehe
Foto). Sie sollen bis Ende Januar 2014 abgeschlossen sein. Die Planungen für die neu zu errichtende
Sprinkleranlage Pier Süd laufen. Die im Mainpier eingebaute Anlage behält ihre volle Funktionsfähigkeit.
Zum technischen Hintergrund: Die ursprünglich vorgesehene zentrale Anlage mit gemeinsamer Wasser- und Energieversorgung der Sprinklertechnik des gesamten Flughafens (Mainpier, Pier Nord, Pier
Süd) verfügte über zwei redundante Zentralen im Mainpier, die über ein Rohrleitungs- und Verteilungsnetz mit über 100 Bereichsunterteilungen die ca. 55.000 Sprinklerköpfe im Terminal / Mainpier
versorgten. Zusätzlich erfolgte aus diesen Sprinklerpumpenzentralen über Zubringerleitungen aus
dem Terminal die Wasserversorgung der Sprinklerunterzentralen in den Gebäuden Pier Nord und Pier
Süd. Die Genehmigungsbehörden hatten die Dimension der Anlage in ihrer Abhängigkeit von lediglich
zwei Befüllstationen (Sprinklerzentralen) bemängelt und die Flughafengesellschaft aufgefordert, neue
Lösungsansätze zu suchen. Daher wurde schon vor Monaten die Entscheidung getroffen, das Konzept einer zentralen Sprinklerung zugunsten einer dezentralen, redundanten Sprinklerung mit drei
Einzelkreisläufen aufzugeben. In SPRINT wurden die dafür notwendigen Entscheidungen vorangetrieben. Pier Nord und Süd werden nunmehr jeweils mit autarker Sprinklerzentralentechnik ausgestattet
und erhalten hierfür zusätzliche Sprinklerpumpenzentralen mit ergänzenden Leitungssystemen,
Wasserbevorratungen sowie Alarmierungs- und Steuerungstechnik. Damit ist die Genehmigungsfähigkeit der Sprinklerung sichergestellt.

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2 Schallschutzprogramm BER
Aktueller Stand

2.1

Neustart des Schallschutzprogramms:
Die ersten 1.700 Bestandsaufnahmen liegen vor

Für alle Objekte im Tagschutzgebiet ist nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes BerlinBrandenburg aus dem April 2013 eine erneute und umfangreichere Bestandsaufnahme nötig. So wird
festgestellt, in welchem Umfang und in welcher Form der Einbau von Fenstern, Lüftern, Dachdämmungen u.a. notwendig ist, um den Schallschutz so umzusetzen, dass er den Vorgaben des Planfeststellungsbeschlusses wie auch den Urteilen des OVG entspricht. Diese umfangreicheren Bestandsaufnahmen laufen seit Juni dieses Jahres in Teilen von Blankenfelde und Mahlow, Selchow,
Waßmannsdorf, der Siedlung Hubertus, Waltersdorf und Eichwalde. Bislang haben Bestandsaufnahmen in rund 1.700 Wohneinheiten stattgefunden. Im letzten Quartal 2013 starten weiteren Bestandsaufnahmen in Blankenfelde und Waltersdorf. Hier sollen mehrere Vergabepakete bis zum April 2014
abgearbeitet sein. In Bohnsdorf mit Bestandsaufnahmen ab März 2014 zu rechnen. Die Flughafengesellschaft informiert auf ihrer Internetseite, welche Vergabepakete aktuell bearbeitet werden bzw.
demnächst anstehen: http://www.berlin-airport.de/de/nachbarn/schallschutzprogramm/schutzund-entschaedigungsgebiete/gebietseinteilung/index.php
Wenn die Kosten für die Schallschutzmaßnahmen mehr als 30 Prozent des Verkehrswertes eines
Objektes betragen, steht dem Eigentümer laut Planfeststellungsbeschluss eine finanzielle Entschädigung in dieser Höhe zu. Verkehrswertgutachten werden somit immer dann benötigt, wenn nicht auszuschließen ist, dass die Kosten für die Schallschutzmaßnahmen oberhalb der Höchstkostengrenze
liegen oder aber, wenn die Ertüchtigung baulich nicht möglich ist. Dies betrifft mehrere tausend Objekte im Umland des BER. Daher läuft derzeit eine europaweite Ausschreibung zur Durchführung der
Verkehrswertermittlungen. Nach aktuellen Planungen können die Verkehrswertgutachten ab Anfang
2014 erstellt werden.
Die Flughafengesellschaft möchte sicherstellen, dass es bei der Beauftragung, Erstellung und Qualitätssicherung der Verkehrswertgutachten für alle Gutachter eine nachvollziehbare und einheitliche
Vorgehensweise gibt. Deswegen wird derzeit an einem Leitfaden gearbeitet, welcher den Bürgermeistern der Umlandgemeinden bereits vorgestellt und im Rahmen des Dialogforums am 15. Oktober besprochen wurde. Derzeit prüft das Schallschutzteam, was sich von den Vorschlägen und Anregungen
aus den Umlandgemeinden umsetzen lässt.

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Sachstandsbericht

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2.2

Aktueller Bearbeitungsstand
Stand 31.10.2013

Anzahl der Anspruchsberechtigten in den Schutz- und Entschädigungsgebieten
Anspruchsberechtigte
(Tag- und Nachtschutz)

ca. 25.500 Wohneinheiten (WE)

Tagschutz
(beinhaltet auch Nachtschutz)

ca. 14.000 Wohneinheiten (WE)

Nachtschutz
(ausschließlich Nachtschutz)

ca. 11.500 Wohneinheiten (WE)

Entschädigung
Außenwohnbereich

ca. 10.000 Objekte

Bearbeitungsstand der Anspruchsberechtigten Tagschutz
Anzahl der Anspruchsberechtigten Tagschutz
(beinhaltet auch Nachtschutz)
Fehlende Anträge
Anträge in Bearbeitung

ca. 14.000 WE
2.624 WE
11.376 WE

Bearbeitung abgeschlossen

Bearbeitungsstand der Anspruchsberechtigten Nachtschutz
Anzahl der Anspruchsberechtigten Nachtschutz
(ausschließlich Nachtschutz)

ca. 11.500 WE

Fehlende Anträge

4.082 WE

Anträge in Bearbeitung

6.156 WE

Bearbeitung abgeschlossen

1.262 WE

Bearbeitungsstand der Anspruchsberechtigten Nachtschutz
Anzahl der Anträge in Bearbeitung
(ausschließlich Nachtschutz)

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6.156 WE

Sachstandsbericht

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Kostenerstattungsvereinbarung versendet

5.825 WE

Kostenerstattungsvereinbarung wird erarbeitet

331 WE

Bearbeitungsstand der Anspruchsberechtigten Entschädigung Außenwohnbereich
Anzahl der Anspruchsberechtigten Entschädigung
Außenwohnbereich

ca. 10.000 Objekte

Fehlende Anträge

5.276 Objekte

Anträge in Bearbeitung

1.615 Objekte

Bearbeitung abgeschlossen

3.109 Objekte

Grundlagen zur Umsetzung der schalltechnischen Ertüchtigung von Besonderen Einrichtungen
 Planfeststellungsbeschluss Ausbau Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld vom
13. August 2004, in der Fassung seiner Änderungsbeschlüsse
(Anspruchsberechtigung für Schulen, Kindertagesstätten wie Hort, Kinderkrippe, Kindergarten,
sowie Altenheime, Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationseinrichtungen und Krankenhäuser)


Änderung vom 21.02.2006 zum PFB (Nebenbestimmung A II 5.1.4 Ziff.1 und A II 5.1.4 Ziff. 2 Satz
1)
(Einhaltung des Schutzziels im Rauminnern bei der Betrachtung des energieäquivalenten Dauerschallpegels bei geschlossenen Fenstern und ausreichender Belüftung)

Bearbeitungsstand der Anspruchsberechtigten Besonderen Einrichtungen

Anzahl der Anspruchsberechtigten
Besonderen Einrichtungen

Fehlende Anträge

ca. 50 Objekte

9 Objekte

Anträge in Bearbeitung

20 Objekte

Bearbeitung abgeschlossen

21 Objekte

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Sachstandsbericht

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3 Organisation Flughafengesellschaft

3.1

Änderungen in der Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH entschied am 23. Oktober 2013, Horst
Amann eine neue Aufgabe in der Flughafengesellschaft hauptamtlich zu übertragen. Er wird die Geschäftsführung der Flughafen Energie und Wasser GmbH übernehmen. Die FEW betreibt als 100%ige Tochtergesellschaft der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die Ver- und Entsorgungssysteme
der Flughäfen in Berlin. Damit endet Herrn Amanns Tätigkeit als Geschäftsführer Technik/BER der
FBB. Es ist derzeit nicht geplant die Stelle neu zu besetzen. Die Aufgaben werden innerhalb der Geschäftsführung, zu der Hartmut Mehdorn als Vorsitzender sowie Heike Fölster als Geschäftsführerin
Finanzen gehören, aufgeteilt.

3.2

Zusammensetzung Aufsichtsrat

Die Gesellschafterversammlung hat am 23. Oktober 2013 auf Vorschlag des Landes Berlin Klaus
Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, und Michael Zehden, Geschäftsführer der A–Z Hotelmanagement und Beratungs GmbH & Co. KG, für weitere vier Jahre in den Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH gewählt. Klaus Wowereit gehört dem Gremium seit 2001 an, Michael
Zehden seit 2003.

2013-11-07

Sachstandsbericht

8

4 Redaktioneller Hinweis

Die Inhalte dieses Sachstandsberichts geben den Informationsstand vom 7. November 2013 wieder.
Die Flughafengesellschaft informiert für die Dauer der Realisierung des BER in regelmäßigen Abständen über den aktuellen Stand. Den Sachstandsbericht BER finden Sie auch im Internet unter:
http://www.berlin-airport.de/de/unternehmen/aktuellenachrichten/sachstandsberichte/index.php
Mit Nachfragen und Hinweisen wenden Sie sich bitte direkt an: pressestelle@berlin-airport.de.

2013-11-07

Sachstandsbericht

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