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Die Mark Brandenburg V. Die Uckermark I. Die Klöster der Uckermark

Full text: Die Mark Brandenburg

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Eintritte der bayrischen Herrschaft, der Wiederkehr des Mark-
grafen AValdemar und der allniillichen Besitzergreifung der 
Mark durch die ebenso r�nkevoUc Avie zielbewnike Politik des 
Luxemburgischen Hauses gefallen iBt. Er bildet einen Kulimes-
titel in der Geschichte des m�rkischen B�rgerthnmes und sollte 
nie A'orgessen werden. 
Gegen das Ende des XJV. Jahrhunderts ist ein stnrkes 
Nachlassen, zuletzt ein fast v�lliges Aufhr>rcu der hr)heren 
Baukunst eingetreten. Sie hat mit nachtraglichen Zns�tzen au 
gr�fsercn Kirchen, wie Kalands- oder Marien- und �hnlichen Ka-
])elleii, ferner mit Erneuerungen einzclTier Bantheile an Kirchen, 
Burgen, Bingniauern und Thoreu u. dergl. ein sehr beiielveidcnes 
Dasein gefristet, und zwar wie leicht erkennbar, als ein Ausfiul^s 
der unsagbar traurigen Yerh�ltnisse in Folge der schwachen 
Keiehsgewalt. Hat do( l^i die IJkennark seit 1390 wieder dem 
Hause Stettin mid Pommern angeh�rt und wiu'de in Folge 
dessen von den Herz�gen \'ou Mecklenburg beki'iegt, Prenzlau 
selbst belagert und von den Letzteren durch Kriegslist ein-
genommen. Freilieh nicht lange, denn die Stadt ergab sich 
bald wieder den Pommern, aber ihr Wohlstand war und blieb 
f�r lange Zeit ersch�ttert. Aehnliche Hchi(rksale trafen 8trais-
burg, welches in Folge des Krieges von 1408 mit Sturjn ge-
nommen wiu'de und in Flan\niv^n aufging. Tu jenen Jabren 
lag die Gefahr nicht fern, dafs die Ukermark VOJI der Mark 
Brandenburg wieder abgel�st und zwischen Pommern und 
Mecklenburg getheilt wurde. 
Die feierliche Belehnung devS Kurf�rsten Friedrich L von 
Hohenzollern zu Konstanz 1417 mit der Mark Brandenl>urg 
h�tte bessere Zeiten hcrauff�hren k�nnen, wemi der alte Streit 
wegen der Leimsherrlichkeit �ber Pommern, sowie die L�nder-
gier einiger F�rsten und die Baubsncht des v�llig verwilderten 
Adels nicht stets hemmend dazwischen getreten w�ren. So 
fuiben denn die Feliden und Kriege zwischen den Kurf�rsten 
von Brandenl)urg und den verschiedenen Linien der llerz<>ge 
von Pommern und der Herz�ge von Mecklenburg trotz vieler 
Waffenstillst�nde und Vergleiche ein ganzes Jahrhundert hin-
durch gedauert, so dals eine dauernde friedliche Entwickelnng 
des Landes vielfacher Anstrengvmgen ui\geachtet nicht zu Staude 
"kam. Auch fehlte es nicht an einzelnen, besonders schweren 
Ungl�cksf�llen in diesem langen Zeitr�ume, wie die verAV�sten-
den Finf�lle der Ilussitcu 1431 und 1432, wobei Angenn�nde 
gepl�ndert wurde, und wie der furchtbare Brand von 1483, 
welcher den gr�fsten Theil von Prenzlau in As(;hc legte. 
Wenn daher von der Erneuerung kleinerer kirchlicher Ge-
b�ude abgesehen wird, k�nn
    
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