Path:
Die Mark Brandenburg IV. Die Mittelmark II. Die Städte und Dörfer der Mittelmark

Full text: Die Mark Brandenburg

54 
von dort nat^h hier nmieliiiieii. ITnter solchor Aiinnlinio erg�^ljt 
sich ein angen�hertcf^ Bfiudatum t'iir die VoUondung dur^  LaTig-
haiises in der zweiten H�lfte dem XV. Jaln'hnndert.H etwa 1480. 
Den letzten AhschlulH iles Baues hat die zweigesehossigc 
Ka];)clle m\ der S�dseite gel)il) der 
Maugel a]i Bti'cbepfeilern und 4) der mit tauf�rmig lunrahmteu 
imd ebenso getheilteji BiuKn)ogejd)lenden gesehmaeklos dekorirte 
Giebel. Xach zalilreichen Analoaiien kaiui man 1 0 . 1 0 - 2 0 als 
ein sehr wahrscheinliches Datum gelten lassen. 
Wenn hierdurch die sp�teren un7 l^uls Breite nnd fast 33 Fid's 'T'ieft^  
steigt ohne Absatz 70 Fuls in die tKihe und besteht Tiaeh dvii 
Materialieji betr;iclitet ans zw(^ i H�'iftcTi. Zur unteren H�lfte hat 
man ausschlielslich (Iranit, zur oluTen ausschlielsli<'h Backslein 
verwendet. Der nu'ichtige (jJranituntcrban von ,->.") P'uis lir>he 
geli�rt zu den besten Werken, sc]dors. 
Indessen mul's der fr�lie Ziegelbau liier dem alten Granil-
l.)au sehr rasch gefolgt sein, wie sich aus d(T weiteren Analyse 
der Westfrojit ergiebt. Wie oben bereits erw�luitj besteht die 
ol)ere H�lfte des ol.)longen Unterbaues � fast 35 Fuls hoch �-
fius Ziegeln. Sie ist auf allen Seiten, selbst auf der UiiiterHeite 
]uit dreitheilig(^n geputzten Spitzbogeid)leuden l)esetzt, welclie an 
die fr�hgothische Baukunst in Bti'ndal ei'innern. Oberhalb 
eines Gitterfrieses �ber jenen Blenden l)eginnt dann ant 
und diese in zwei (beschossen witnier mit zw(4theiligen geputzten 
Spitzbogeid)lenden riugshei'um dekorirt hat, wobei im Ober-
geschosse in jeder IVIitte gr()lse spitzbogige KLnig�ffnuugen f�r 
die Glocken ajigelegt wurden. Der Nordtliurm hat mehrere 
Male seine S].)itze verloren und ist jetzt unten als flach geneigtes 
Zehdach, aus dem oben eine stark gei'cc-kte A(^hteeksspitze 
emporragt, alles beschiefei't, nothd�rl'tig erneuert woi^den. Besser 
ist die S�dspitze fortgekounnen; man hat ihren Unterbnu durch 
Zwiekelbogen zu (Muem niedrigen Achtec^ksgesehosse �liergef�hrt, 
Avelehes, mil einer Br�stung versehen, einen Umg>uig verstattet, 
w�hrend (Wv iimere Kern durch einen ho(^hragendeu Achtecks-
lielm aus Ziegeln abgeschlossen wird. Dieser m(mumentale 
Abscliluls ist im XIV. und XV. Jahi'hundert in der Neumark 
sehr beliebt gewesen und scheint hier von dort lier �ber-
nommen zu sein, doch l�i'st sich ein siclieres Datum mit den 
bisherigen Il�lfsmitteln niclit gewinnen, w�hrend man die 
oberen Ziegelgeschosse In'ider Th�rme mid den grolsen oblongen 
mit Blenden geschm�ckten Untertheil auf Grund der ki'�ftigen 
und s(^ldlcliten Formengebung d(>m S(*hhisse des XIIT. Jahr-
hunderts wr)hl zuschreiben kann. 
In dem Timern des alten riesigeti (ji-aniti'nmtbaues m�ssen 
nur h�lzerne l^'i'|)pen Itehufs des Aufstieges na,ch oben vorge-
selien gewesen sein. Als nuui abtT die Fagade als Baeksteinbaii 
h�her f�hrte und zum Bau der Th�rme schritt, hat man eine 
feuersicliere 1\'e]t|)e fin- nothig erachtet mal auch ausgef�hrt. Dies 
war die halb durch Ausbruch, hall) 

    
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.