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Die Mark Brandenburg IV. Die Mittelmark II. Die Städte und Dörfer der Mittelmark

Full text: Die Mark Brandenburg

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sii'nii<^ ir'icli 0, 187,->, 1375 und 
1395, gegen St. Nikolaus stark l)evorzugt worden. 
1392 wurde in der- Stadt eine Kapelle des lieiligen Blutes 
und St. Katharina (;rbaut Aul'serdem waren n(jch zwei Hospi-
t�ler mit Kapellen vorhanden, St. Spiritus, zuerst 1300 erw�hnt, 
und St. Gertrud, 1400 gestiftet. Die hohe Spitze des 14.52 er-
bauten Thurmes von St. Nikolaus zerst�rte der Sturm sieben 
Jahre sp�ter. **) Zuletzt wurde die Spitze 1776 erneuert und 
1855 die ganze Kirche restaurirt, was 1861 auch mit St. Niko-
laus geschah. Die kleine achteckige ungew�lbte Kapelle St. Spi-
1) RicdfiJ, IX 318. 2) Riedel , IX 303. 
Geschichte von Treuenbrietzen, S. 37 und 5�. 
r 1 f^  c h 0 D, 
]-itus, aus 7A:'Idsteinen und Ziegeln erbaut und vom Ende des 
XV. Jahrhunderts stannnend. wird nur noch als Buine (Erhalten. 
a) Pfarrkirche St. Maria, 
Mittei,u;rorse, dreischifOu:e, kreuzf�rmige J^fellerbasilika mit 
drei a|)sidal gescldossenen ('l)("a'cn, einem dreijoehigen. .Ijani�-
iifuise und einem starken Quadratthnrme an der Westfront, der 
durcli vier (Jiiebel nelist T>uchr(^iter abgescldossen wird. J)vv 
nih'dliche Xebenchor sowie die s�dliche Ajisi^ ^ sind aligvhrochen, 
aber sicher erkemd)ar. Das Langhaus zeigt das gehundene 
System. Die Osth�'lfte der Kirche ist in solider Technik aus 
Granitquadern, die Westlu'ilfte, und zwar vom �stlichen lialb-
;io(die des Ijanghauses ab, in Backsteinen erbaut. Dafs diesej-
W^eehsel im Materlale mit einem Sciilage erfolgt ist, sieht man 
an dem ganz nn\-ermitte]ten �ebergange des Aeul'seren der 
Nord- und S�dmauer sowie an den Backsteingiebehi an den 
Kreu/fl�gein, welche �ber idciitisch hohen Gleichen des Granit-
unterbaues beginnen. 
Die Avohlerludtene Ilauptapsis l)esit/t zwei lieihen von je 
f�nf schmalen, stark geschmiegton Rundl)ogenfenst(^rn �hereln-
arider, nur das mittelste der Oberreihe ist spitzbogig geschlossen. 
Diese Anortlmmg voii zwei Fensterreihen ist h�chstwahrschein-
lich von l^ehnin �bernonnnen worden und beweist eine relativ 
fr�he iSauzelt. Weil abei' in den Kreuzll�geln ber(its tief g\v 
lalbte, spitz})i�gigc l^^enster und an e von Anfang an er-
�, !, halten hat. Das alterth�mliche Ilippenprofil, 
^, . .� vergl. den nebenstehenden Holzschnitt ri, stimmt 
^v') Q y mit den entsprechenden von Lehnin, Zliuia und 
Dobj'Ilugk so �berein, daCw auch liieraus die 
Gleichzeitigkeit der Ausf�hrung bis zur ]\Iitte des XITI. Jahr-
hunderts hervorgeht, ]^ i^ne l:)esonders chni'akteristlsche Anord-
nung hn ()sttlieile verairscbau-
licht der m^henstehende TToiz-
schnitt. Die Seitcnseliiffe 
haben ans Sparsamkeit theiis 
scliarfgratigc Kivnzgew�lbe, 
theils Ge^N'tilbe mit (Quadrat-
ripp(^n erhalten. Der juij'ser-
ordentlich starke Westthurin 
aus Backstehieu mit vier Gie-
beln, deren llauptschnmek in 
dnrchsciihmgenem Keliefstal)-
w e^rk (tlme rutzil�chen be-
steht, ist siehor ein Bau von 
der AVende des XA^I. Jahr-
hunderts. 
Pfarrkirche St. Nikolaus. 
Eine mittelgrot'sc, dreischiffige Krenzkirc^he mit Laiigchor, 
drei Apsiden und (inadratlRchcm (TlockenthnruK? �IXT der Vie-
rung. Ar� der S�dseite des IjangehoreB liegt noch eine sjuit-
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