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Die Mark Brandenburg I. Stadt Brandenburg

Full text: Die Mark Brandenburg

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* ' ^ � ' � Nachtr�ge. 
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ad 1. K i r c h e St . M a r i a a u f d e m H a i i u n g : e r - B e r g e . � 
Doii IUI Texte angef�hrten Zeichnuni^e� und Platten, durch welche 
das zerst�rte Kauvvcrk abbildlich erhalten worden ist, ist noch eine; im 
* Arciiive der Hau-�bthe�ung des K�uigl. Handels-Minis ter iums auf-
bewalirte Orijjjiuid - Zeichnung binzii>:ufrin;eu, welche den auf Bl. I I , F ig , 1 
niitgcthoilten L;in;i'cn?clmitt ohne ixMuerivcnswerthc Al�vvoiehun^eii dar-
stellt. Die Zeichnung stammt wahrsclieiniiidi aus lirandenburi^. -, ,, 
. ^ -
ad ITI. J ^ a p e l l e S t P e t e r . . ' 
.]_)er S. 1! ervv.'ilniie, in St . Pe te r s -Kape l l e veihandene Grabstein 
aus fj-ebranntem 'l'hnn ist das einzic2:e woldcrhalteue Deiikinal dieser Tech-
FT? ^ 
nik in Brandenburg, woselbst nach Bruch^l�cU<>n / u urtheilen, derart ige 
Monumente zahlreich vorhanden waren. Derc^ilhe ist IJl. X X , Fig-. 11 
' abgebihiet und zeigt in trelVlieh maarsvoller Kclicfbcliandlnng die iii der 
Trach t der bei St. Peter bestehenden geistlichen Br�derschaft gekleidete 
Wittfrau Elisabeth NVinlcclniaais. Auf diesen Namen scheint sich das 
zu ihren F�l'scn befindliche redende AVappen zu beziehen. Leider ist 
die umlaufende Inschrift theilweis zers t�r t , so dals das Todesjidn' un-
bekannt bleibt, � dueb deutet die Schrift und die styhstischo Behand-
lung des AVappeus auf den Anfang des X V I . Jah rh . M�glich ist es 
daher , dals AN'ituvo Elisabeth als wohlthatige^ F�rderinn des letzten 
Gew�lbebauea von l.'i'.M in der von ihr unler^t�t/.ten Kapelle eine he-
sonders an^gezeichnele l iuhes t� t tc empfangen lial. Das einfach sch�ne 
und wohlorlialtene Denkmal vei'dient die sorgf'�llig.>!,tc Erhal tung. 
ad I V . D o m St . P e t e r u n d P a u l . . � 
1 ) In dem niitgetheilten Gruudrili>c der Kivp ta ninfs der im siiil-
west�cheu Jot-he angedeutete Eingang in das dancheu heh^gene �stliche 
J o c h , corre-spondirend mit dem n�rdlichen Eingange vorlegt werden ' ) . 
Der gezeichnete Eingang mit den hinabf�hrenden Stnlen it-l /.war wiik- , 
lieh vorhanden, aber erst sp�ter bei Abtrennung der westlichen Gew�lbe-
ioehe zum Zwecke eines Begr�buil'sgcw�lbcs hergestellt worden. Deni-
gem�fs war die K r y p t a , welche urkundlich bis nach der- A�ttc des 
X V . Jal i rh . gottesdiensllieh benutzt w u r d e , auf der N o r d - , S � d - und 
Westsei te mittelst vier hinabf�hrender Treppen von dem Eanghause wie 
den Q,u(M"SchifFen aus zug�nglicli. 
I l i i rhe i nmfs auch die Berichtigung hinzugel�gt werden, welche eine 
uochnialise sorizf�ltiirc Pr�funii hat erkennen lassen, dals von dem Um-
^^ ..�^  bau der Kryp ta im J . )2.'5r> (vergl. oben S. \2) nur der (Jsttlieil mit dem 
auf dicken wulstf�rmigen Kippen hergestellten Sterngew�lbe, sowie die 
dreii'aeh durchbrochene Wand , welche Absis ruid Sclhfli trennt, herr�lirt . 
Unzweifelhaft war urspr�nglich luid sicher uocli zu jener Zeit die Kryp t a 
dreischiftig, wie namentlich di(^  vvestliclien, nach deui Eangljause f�h-
renden Eing�nge beweisen. Die jetzige zweischiftige Einrichtung mit 
strengen Kreuzgew�lben auf abgcfast<'n fvip])e'n ist das licsultat des 
ersten gothischen UndiMues, der die oberen Chorniauern mit den 8lrel)e-
pfeilern herstellte und die Ncl)cnkapelk^n auf der Nord:seite in beiden 
Gesohosscu von Neuem �berw�lbte. 
2 ) Der im Dome vorlnuKlenc sandsteinerne Taufstein ist auf Bl. X X , 
F ig . 12 dargestellt. Derselbe ist in F'orm einer grofseu achteckigen 
Schaale in schweren gothif^ohcn Formen angefertigt, und enth�lt zwei 
Reihen hg�rhc^icr Reliefs, deren untere Jagdscencn zu behandeln sclieint, 
widnend die obere der Darstellung neutestameiillieber Erz�hlungen ge-
widmet ist. 
Die drei mitgetheiUen Taufsteiuc von St. (Midelnn-d, dem Dome und 
St. Katbarina gew�hren cim.' Vorstellung der versehiedenen, dem Afate- * 
riale und doi' k�ustlerisehcn Bildung eutsprecheuden Bebandlnngsweise 
dieser kireblicheu Monumente in der Mark. 
.?>) Nai.'htr�glleh ist noch der Baumeistor des ersti.ai gnlhiscbcn IJni- '* 
baues des Domes bekannt geworden' ' ) . Sein Niiine Hinricus di' ( ja r -
deleve erscheint mit dem Titel magistcr sinir(t>riie als Zeuge nebst an-
dern Kanonikern des Stiftes unter einer Urkunde vom J , lofl? bei 
Riedel A. V l l l , 2Uo. � Hierdurch wird die im Heft I , S. f4 und 15 
ausgesprochene Annahme, dals der erste gotl�-che Undtau von 1295 
bis ir.K.) stattgefunden, entscheidend best�tigt. Diesem Meister Hein-
rich V. Gardelegen ist nunmehr mit Sicherheit die jetzige Einrichtung 
der Kryp t a mit den a^dii Olew�lben, die ver�nderte IlerKtelluug der zv.ei-
:*geschossigen ,,bunten Kapelle", der Neubau des Chores mit Strebcpfei-
0 Auf (iieseo Inthum lifit mich Herr v. Q u a s t g�iig'il. aufmi;rksnni ^'Cinadit, wof�i-
ich dem freehrten Kmistforsclier ergebeiist (hinkc-
0 Ilf^rr Prof. Hcf f tc r in Bramlcnburf,' hat dic.'it' wichn^'t. niii' tnt-an^^oiiL- Notiz 
" iiacbtr�glich niitgctlicilt, wof�r Ich demselben besten Dank sase. 
* � 
lern, die Ver.'^st�rkung der J>chifl'-ipfei!er mit trefliieheii ii;othisedien P r o -
lileii, die Dienste nebst Konsolen im Miflclsehitl'e, t^owie endlich der alte 
W estgiebel /,u/us(.:hreihen. In allen tliesen Thcilcn oJft*nhart sich eine 
t�clitige Kenntnifs der gothischen KuniiforiMeu uud die /.weckgemalse 
L'ei)ertragung derselben f�r den Backsteiui>aii. , , , " /""" Z ^� , 
, ad V I I . R a t h h a u s d e r N e u s t a d t B r a n d e n b u r g . 
^ or dem Ratldiause steht die kolossale, sehr roh ;veavl.ioite1e sand-
steinerne Hildsaulc tle^ Ifoland mit erhobenen) Schwerte in der KeehtiMi. 
I)iesell,)e ist 1>^  Fni's Iioeh und war iiiteren Miftheiliin^eu ziifdge ver-
silbert oder silberiarbiiT hemalf. . \nf dri ' K�eksii te ist die Jahi-ozahl 
b5()d eingenicit'srlt und dieses Datum i^l am:h and-Tweiti^- gesichert, 
doch l�l'st .-^ ich aus d< v Tr:ieht und H-'u.'ilVnun-- schlieiseii. dals die ll i ld-
siiulc nur die ICrnenening einer fast 20(1 J a h r e iiiteren h.d/ernen Statine 
sein kann. - . i > . 
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Gesammt - Resultat. * � 
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Clir()in)Iop;i(' (l(^i' i'aiFWOri^� /.n nr;inO(.'iibiirg'). 
i)41l. ((.Ir�ndung un.'eubau von St. Pe te r s -Kape l l e ) . Unterbau. 
1 1 7 0 � 9 1 . Neubau des Domes St . Peier und Paul. 
1 170 � 7J . ( i r�ndtuig und Hau von St . Nicohuis. Ostseite und 
L'nterl.iau der Schilfe. � -*" * . / ^ ' -
1210. (Gr�ndung von Sl. Kaihai ' ina). ^^^  �*'� .^ ^ 
\-}-H)--:\{). St. Nicolau.s. Westseite. . 
1-oO �� .")!). (Neul.iau von St. jNIaria auf dem Har lunger -Berge ; . 
123�. Und.>au und Weihung der Kryp t a im Dome, Ostseite des 
Kreuzganges. ,� , 
i27(>. (Vollendung von St . Kathai-Iua). AVestseite. 
I2Sfb (Gr�ndung und Pjau von St. Johannes . Sciiilf und 'Wes t se i t e . 
1286 �f)2. Gr�ndung uud Bau von St . Paul . Schilf. _ "-d,-: 
Vor 12f)�. Kreu/.gang im Dome. Nordseite. ^ ..* 
J29r> � - 1.'111. ( ioihischer Uud);uf des Dnmes durch Meister Hein-
rich von Gardclegen. .^, 
LtOS� 1 �. St. Paul . Chor und Krenzgang. ~.< ^ * , 
l .U I -~ | j . St. Pe te r s -Kape l l e . OborrniMicn). * � ' ' 
];i2(i. St . Jacol i s -Kapel le . Schilf. ' ^ * 
1324�'f^. Neuhau von St. Godehard . Selilif und Chol 
1340. Uathhau^ der Neustadt . I l intcigiebel, ^ 
13o0. St . Jaeohs -Knpe l le . ' Tiuirm. � / . ' � . ; .-
lo.'iO. Uathhans der Altstadt . N'ordergiebe]. ' ;-
1.'M5. liMtheiiower Thnrthurm. 
1377-VM). Umbau dea Doniei\; Gew�lbe , Nordgii bei und Wesf-
. � t a f a d o . -� , � . . � . " : , ; .,^�2; -. ��,. ' ' . ^ " . � � ' " � . , ; - . j j ^ ; . ; 
13S0. Stei-uthor-Thurm. � . � , ' ' - ' ^ - , :;; . ' . ; 
L'S'^ O. Uathhaus der Altstadt. Ilinterglcb(d, 
1 3 8 1 � 1401, Neubau von St . Kathar ina. Schilf und Frohnleich-
naniskapelte durch Meister l leiurieh l lnuisberg von Stettin, 
l i n l � 1 0 . St . 'Kathar ina . � S�dk�pclle und Chor. 
1411. M�hl thor-Tinuiu dnrcb Meister Nicohius Kraft von Stet t in . 
I4I.")� 20. St. Johannes . Chor (und W�lbung) wahrscheinlich 
� -� durch Mei.'^lcr Ni<.'oIans Kraft. "' �...�, -' '' ' ' ^ ' *;���� 
142G�' '� . Dum. Nnrdtliuiui uud slidlichcr Treppenthurra. 
M2^- St. G
    
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