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Full text: Windenergie in Bürgerhand / Nielsen, Lean

Windenergie
in Bürgerhand

 Energie aus der Region für die Region

www.wind-energie.de

Inhalt
Vorwort....................................................................................................................................................... 3
Gemeinschaftsprojekt Bürgerwindpark...................................................................................................... 5
Der Bürgerwindpark: Von der Idee zur Umsetzung..................................................................................... 7
	 Schematisches Ablaufmodell zur Realisierung eines Bürgerwindparks.................................................. 7
Gesellschaftsformen: Genossenschaft und GmbH & Co. KG..................................................................... 13
	 Genossenschaften................................................................................................................................ 13
	 Die GmbH und Co. KG........................................................................................................................... 14
	 Die Gesellschaftsformen im Überblick.................................................................................................. 15
Gewerbesteuer – Mehr Geld für Kommunen............................................................................................ 17
AIFM-Umsetzungsgesetz und Kapitalanlagegesetzbuch........................................................................... 18
	 Regelungen des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB)............................................................................ 18
	 Bürgerwindparks und das KAGB........................................................................................................... 19
Bürgerwindparks vor Ort........................................................................................................................... 22
	 Bürgerwindpark Hilchenbach/Rothaarwind GmbH & Co. KG............................................................... 22
	 Bürger-Windpark Lübke-Koog............................................................................................................... 23
	 Energiegenossenschaft Ingersheim und Umgebung eG....................................................................... 24
Abschließende Bemerkung........................................................................................................................ 25
Literatur..................................................................................................................................................... 26
Abkürzungsverzeichnis.............................................................................................................................. 27

Vorwort
Im Jahr 2012 stieg der Anteil der Erneuerbaren
Energien am deutschen Stromverbrauch auf 23,5
Prozent. Allein der Anteil der Windenergie betrug
etwa 8,4 Prozent. Weit mehr als die Hälfte des
Stromverbrauchs in Deutschland wird an klimatisch
günstigen Tagen durch Wind- und Solarenergie
gedeckt. Regionen in Ost- und Nordfriesland – mit
traditionell vielen Bürgerwindparkprojekten – sind
bei teilweise über 100 Prozent Windenergieanteil
bereits zu Exporteuren des regenerativen Stroms
geworden. Dies zeigt: Die Erneuerbaren Energien
können die ihnen zugedachte Rolle als zukünftiger
entscheidender Faktor der deutschen Stromversorgung schneller als von vielen erwartet erfüllen.
Der Ausbau der Windenergie bietet vor allem
ländlichen und strukturschwachen Regionen einen
hohen ökonomischen Mehrwert. Nicht selten
befinden sich hier jedoch Windenergieanlagen in
unmittelbarer Nähe zu Siedlungen und Gehöften.
Die Akzeptanz solcher Projekte ist daher ein zentrales Thema für die Windbranche. Windenergieanlagen schützen das Klima, ob sie aber gleichfalls
regionalen Nutzen in Form lokaler Wertschöpfung
erbringen, hängt auch von der gewählten Beteiligungsform und einer sachkundigen Planung ab.
Das Modell der Bürgerbeteiligung stellt eine
demokratische Alternative zur herkömmlichen
zentralen und fossilen Energieerzeugung dar. Jeder
einzelne Bürger wird in die Entscheidungsprozesse
seines Windparks einbezogen. Das Konzept ermöglicht es den Menschen vor Ort, sich mit professioneller Unterstützung gemeinsam aktiv an der
kommunalen Energiepolitik zu beteiligen. Finanzielle Mittel, organisatorisches und technisches Wissen
fließen dabei zugunsten des Gemeinschaftsprojekts
zusammen. Für die Menschen vor Ort ergibt sich
dadurch eine ganz neue Perspektive: Sie konsumieren nicht nur sauberen Strom, sie produzieren ihn
auch.

Die vorliegende Broschüre „Windenergie
in Bürgerhand: Energie aus der Region für die
Region“ zeigt auf, welche Besonderheiten sich
bei der Windparkplanung und -umsetzung durch
die intensive Einbeziehung der Menschen vor Ort
im Detail ergeben können. Die Broschüre bietet
einen Überblick über das Potenzial und die bereits
gesammelten Erfahrungen der verschiedenen
Beteiligungsformen bei der Realisierung von Windparkprojekten.
Nicht zuletzt ist die Energiewende abhängig von
der Akzeptanz der Menschen in diesem Land. Das
Modell der Bürgerbeteiligung kann somit zu einem
wichtigen Baustein der Energiewende werden. Es
geht hierbei nicht nur um eine technologische und
ökologische Wende, sondern gleichfalls um eine
gesellschaftliche. Genau hier können Bürgerwindparks einen entscheidenden Beitrag leisten. Das
Jahrhundertprojekt Energiewende ist nur machbar,
wenn alle an einem Strang ziehen. Aus diesem
Grund hat das Konzept Bürgerwindpark eine
Vorbildfunktion, die weit über die bloße Erzeugung
Erneuerbarer Energie hinausgeht. Denn auch im
Bereich der Netze und der Speicher ist die Bürgerbeteiligung eine ernstzunehmende Alternative zu
gängigen Konstrukten.
Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen

Sylvia Pilarsky-Grosch
Präsidentin des
Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE)

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Gemeinschaftsprojekt
Bürgerwindpark
Die Errichtung eines Windparks von der Planung
bis zur Netzeinspeisung erstreckt sich über eine
Dauer von mehreren Jahren und ist durch hohe Anfangsinvestitionen gekennzeichnet. Für Einzelpersonen ist ein solches Vorhaben daher nur schwer
umsetzbar. Das Engagement vieler Akteure vor Ort,
der Zusammenschluss finanzieller Mittel sowie
fachlichen Know-hows und koordinierter Arbeitskraft ermöglichen jedoch die Realisierung größerer
Gemeinschaftsprojekte wie die des Bürgerwindparks. Bürgerwindparks helfen nicht nur, auf lokaler
Ebene Klimaschutzziele zu erreichen, sie fördern
zudem die kommunale Unabhängigkeit auf einem
entscheidenden Feld: der Energieversorgung. Das
Konzept, Windenergieprojekte mit Bürgerbeteiligung zu realisieren, ist dabei nicht neu. Bereits in
den Neunzigerjahren entstanden in Deutschland
vielerorts Windparks, an denen sich die Menschen
aus den umliegenden Regionen aktiv beteiligten.
Und die Attraktivität von Bürgerwindparks ist bis
heute ungebrochen.
Was macht einen Windpark zum Bürgerwindpark?
Anwohner in unmittelbarer Umgebung von
Windparks können sich durch die 100 bis 200
Meter hohen Anlagen, den Einfluss auf das Landschaftsbild sowie die Hindernisbefeuerung an den
Windrädern gestört fühlen. Als Folge kann – zumeist bereits in der Planungsphase – Widerstand
gegen das Projekt erwachsen. Bei Bürgerwindparks
ist die Akzeptanz in der umliegenden Bevölkerung
ungleich höher als bei Projekten externer Investoren. Der Grund: Die aktive Teilhabe, bestehend aus
einer finanziellen Beteiligung sowie Mitsprachemöglichkeiten bei der Planung und Betriebsführung
des Windparks, führt zu einer Identifikation mit
dem Windparkprojekt – und das von Beginn an.

Mit Bürgerwindparks kann Energiepolitik aktiv
mitgestaltet werden
Bürgerenergie-Projekte geben den Menschen
vor Ort die Möglichkeit, die Energiewende mit
Eigeninitiative voranzubringen, indem sie umweltfreundlich und nachhaltig Energie erzeugen. Die
kommunale Energiepolitik und das lokale Energiesystem werden somit zu unmittelbaren Handlungs- und Gestaltungsfeldern der Bürgerinnen und
Bürger.
Als Mitbetreiber des Windparks profitieren
die Bürger von den Einspeiseerlösen aus dem
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bzw. aus
der Direktvermarktung des Stroms. Über diese
Bürgerbeteiligung partizipieren sie am Gewinn des
Projekts, tragen allerdings auch das unternehmerische Risiko.

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Kommunale Wertschöpfung
Kommunale Steuer- und
Pachteinnahmen werden
u.a. in Bildung, Kultur und
Infrastruktur invesƟert

Schule

RATH
AUS

Planer, Installateure,
Wartung

Versicherungen

Gewerbesteuern,
kommunaler Anteil an
Einkommensteuern

Banken

Einnahmen

Hersteller

Gewinn

Beteiligte am
Bürgerwindprojekt

Pacht

Quelle: BWE, 2012

Bürgerwindparks: effizient und demokratisch
Windenergie mit Bürgerbeteiligung erhöht die
Akzeptanz vor Ort. Hierzu tragen nicht zuletzt die
hohen Kontrollmöglichkeiten für die Teilnehmer
der Projekte bei. Durch die vertraglich gesicherte
Mitbestimmung kann bereits im frühen Planungsstadium auf lokale Besonderheiten der Gemeinde
Rücksicht genommen werden. Jeder Einzelne kann
über sein Mitspracherecht in der Windparkgesellschaft den eigenen Anliegen Gehör verschaffen.
Durch Bürgerwindprojekte entstehen bei entsprechend konsequenter Ausrichtung vielfältige positive Effekte für die kommunale Wertschöpfung:
•	 	Planung und Projektbegleitung des Windparks
(meist durch professionelle Planungsbüros)
•	 Errichtung durch regionale Unternehmen
(z. B. Fundamentarbeiten, Wegebau)

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•	 	Finanzierung über regionale Banken
(z. B. Raiffeisenbanken, Sparkassen)
•	 Entrichtung der Gewerbesteuern
an die Gemeinde
•	 Schaffung von Arbeitsplätzen (nicht nur
kommunal) für Service und Wartung der
Windenergieanlagen
•	 Technische und kaufmännische Betriebsführung
durch Bürger vor Ort

Der Bürgerwindpark:
Von der Idee zur Umsetzung
heute

Schematisches Ablaufmodell zur
Realisierung eines Bürgerwindparks
Die nachfolgend skizzierten Projektschritte verdeutlichen den Umfang und
die Komplexität eines Windpark-Projektes.
In der Praxis können sie sich überlagern,
verzögern oder unvorhergesehen ausweiten. Das Modell ist daher nicht als starres
Ablaufschema zu verstehen.

Vorprüfung der Standorteignung
•	
•	
•	
•	
•	

Flächensicherung
Überblick über die einzuholenden Gutachten
Naturschutzfachliche Voruntersuchung etc.
Abstimmungsprozess UNB
Denkmalschutz, Wetterdienst, Flugsicherung,
Bundeswehr
•	 Regionalplanung

Standortanalyse und -planung

•	 Beauftragung weiterer Gutachten und Überprüfung
von Schallemissionen, Schattenwurf etc.
•	 Infrastruktur
•	 Herstellerwahl
•	 Abstimmung mit dem Netzbetreiber

1 – 2 Jahre*

Risikokapital

Wie genau entsteht ein Bürgerwindpark?
Für den Erfolg eines Bürgerwindparks
ist die frühzeitige, kontinuierliche und
intensive Einbindung der Menschen in der
Standortgemeinde von großer Bedeutung.
Die transparente Kommunikation der
relevanten Informationen kann zu einer
breiten Akzeptanz vor Ort beitragen. Entscheidend für das Gelingen des Projektes
ist eine fachkundige Planung. Diese wird
in der Regel durch externe Planungsbüros
begleitet und gewährleistet. Im Falle eines
Bürgerwindparks werden die einzelnen
Planungsschritte idealerweise in Abstimmung mit den Bürgern der Gemeinde
realisiert. Durch das Know-how der Bürger
über besondere örtliche Gegebenheiten
können die Planer diese von Beginn an in
ihre Arbeit einfließen lassen. Gegebenenfalls können so Planungs- und Betriebskosten gesenkt werden.

Vorbereitung und Gründung
 einer Projektgesellschaft
•	 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
•	 Finanzierungsparameter
•	 Wahl der Gesellschaftsform

2 – 3 Jahre*

Projektumsetzung

•	 Genehmigung nach BImSchG
•	 Gesellschaftsprüfung
•	 Prospekterstellung

Inbetriebnahme und
 Betriebsführung

•	 Inbetriebnahme der Windenergieanlagen
•	 Übertragung auf die Bürgerwindparkgesellschaft*

 * bei Bürgerwindparks mit Begleitung durch Projektentwickler
(ohne Projektentwickler verlängert sich die Zeitspanne erfahrungsgemäß)

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Glaubwürdigkeit Wert gelegt werden. Bestenfalls
wird ein einheitlicher Pachtvertrag erstellt, in den
alle Eigentümer involviert sind. Zur Steigerung der
Akzeptanz sind sogenannte Flächenpachtmodelle
von Vorteil, da hier die Pachtzahlungen auf viele
unmittelbar und mittelbar betroffene Grundstückseigentümer verteilt werden.
Die betreffende Fläche sollte bestenfalls als
Windeignungsgebiet bzw. als Vorrangfläche gemäß
dem Regionalplan oder dem Flächennutzungsplan
der Gemeinde ausgewiesen sein. Falls dies nicht
der Fall ist, kann versucht werden, das Gebiet in
den Regional- oder Flächennutzungsplan einzubringen. Parallel dazu findet bereits der erste Abstimmungsprozess mit den Naturschutzbehörden, der
Flugsicherung, ggf. der Bundeswehr, dem Wetterdienst und dem Denkmalschutz statt.

Vorprüfung der Standorteignung
Zu Beginn des Planungsprozesses erfolgt die
Erstbegutachtung des potenziellen Windstandortes. Bei der Planung eines Projektes müssen zunächst die notwendigen Flächen gesichert werden.
Über das Kataster- bzw. Grundbuchamt können
die jeweiligen Eigentümer ermittelt werden. Im
Pachtvertrag sind die direkten und gegebenenfalls für den Zugang zum Windpark oder für die
Bauarbeiten auch die angrenzenden Eigentümer
einzubeziehen. In den Verträgen sollte stets auf
eine hohe Transparenz zur Erlangung maximaler

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Es wird eine Liste der einzuholenden Gutachten
erstellt und naturschutzfachliche Voruntersuchungen werden durchgeführt. Je nach Projektgröße
muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
durchgeführt werden, in der sämtliche Beeinträchtigungen von Mensch, Tier, Pflanzen, Boden,
Wasser, Luft, Klima und Landschaft sowie von
Kultur- und Sachgütern eingeschätzt werden.
Gleichzeitig wird die Windhöffigkeit geprüft: Der
durch Windgutachten zu kalkulierende zukünftige
Windertrag sollte einen wirtschaftlichen Betrieb
der Anlagen gewährleisten.
Standortanalyse und -planung
Nach der Vorprüfung der Standorteignung, in
der erforderliche Abstände berücksichtigt werden
müssen, sind weitere Gutachten zu erbringen. Die
Gutachten sind Inhalt des Genehmigungsantrages
nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG).
Die Gesamtkosten der Gutachten für ein Windenergieprojekt können mitunter einen sechsstelligen
Betrag erreichen.

Allgemeiner Überblick über erforderliche
Gutachten:
•	 Windgutachten: Bestimmung des Wind­
potenzials und der Energieerträge
•	 Gutachten über Schall und Schattenwurf
der Windenergieanlage
•	 Turbulenzgutachten (Gutachten zur Stand­
sicherheit von Windenergieanlagen)
•	 Fachgutachten zu betroffenen Vogel- und
Fledermausarten (Artenschutzgutachten)
Darauf aufbauend wird eine vorläufige Auswahl
der besten Planungsalternativen erstellt. Die
anschließenden Planungsschritte umfassen unter
anderem die Hersteller- und Anlagentypenwahl,
die Prüfung und Berücksichtigung von Umweltbelangen während der Bauphase und des Betriebs,
Kompensationsmaßnahmen als Ausgleich und
Ersatz von für den Bau und Betrieb genutzter
Fläche (Landschaftspflegerischer Begleitplan) sowie
die Ermittlung der erforderlichen Infrastruktur.
Hier müssen Verlauf und Länge der parkinternen
Verkabelung sowie der wirtschaftlichste Netzanbindungspunkt an das regionale Verteilernetz
ermittelt werden. Dabei ist eine Abstimmung mit
dem Netzbetreiber und dem lokalen Energieversorger unabdingbar.

Wichtig ist, dass notwendige Änderungen im
Projektablauf frühzeitig erkannt und kommuniziert
werden. Für die Akzeptanz des Projektes ist eine
transparente Informationsstruktur innerhalb der
Projektgesellschaft sowie nach außen von signifikanter Bedeutung.
Vorbereitung und Gründung einer
Projektgesellschaft
Die Ergebnisse der vorangegangenen Projektplanung bilden die Basis für die Wirtschaftlichkeitsberechnung des Bürgerwindprojektes. Vier vorrangige Parameter fließen in diese Berechnung ein:
Investitionskosten, Betriebskosten, Finanzierungsparameter (z. B. Eigenkapitalquote, Zins, Laufzeit
etc.) sowie die zukünftigen Einnahmen. Anhand
dieser Parameter kann der Eigenkapitalrückfluss
der verschiedenen Projektalternativen berechnet
werden. Parallel sollte eine steuerliche Beratung
eingeholt werden, um z. B. die Finanzierungslaufzeit des Projekts zu optimieren. Auf Grundlage
dieser Wirtschaftlichkeitsanalyse erfolgt sodann die
Wahl der geeigneten Gesellschaftsform (meistens
eine GmbH, GmbH & Co. KG oder Genossenschaft;
siehe auch folgendes Kapitel „Gesellschaftsformen“) und des Finanzierungsmodells.

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Nun muss der Eigenkapitalanteil eingeworben
werden. Für die Bürger vor Ort können zunächst
Anteilsscheine im sogenannten Rundenverfahren
ausgegeben werden. Bei diesem Verfahren kann
pro Runde nur ein Anteil erworben werden. Alle
Einwohner erhalten somit die Möglichkeit, gleich
viele Anteile an dem Projekt zu zeichnen. So wird
innerhalb der Gemeinde eine Konzentration auf
wenige finanzstarke Gesellschafter vermieden
und die Kosten des Projektes werden stattdessen
demokratisch auf viele Schultern verteilt.
Nach Abschluss der Verhandlungen über den
Kauf bzw. die Wartung der Windenergieanlagen
wird mit der konkreten Ausarbeitung der Planungsunterlagen und der Vorbereitung auf das Genehmigungsverfahren nach Bundes-Immissionsschutzgesetz fortgefahren. Bestandteil der Genehmigung
sind oftmals Auflagen, die vor dem Bau bzw. der
Inbetriebnahme des Windparks abgearbeitet werden müssen.1
Projektumsetzung und Genehmigung
nach BImSchG
Ist der Windpark genehmigt, wird für die Umsetzung des Projektes eine Errichtungsplanung mit

dem Hersteller vereinbart sowie ein Bauzeitplan
erstellt. Gleichfalls erfolgt die Koordination mit den
Grundstückseignern. Beim Bau der Windenergieanlagen haben die Bürger die Wahl zwischen einer
schlüsselfertigen Übergabe des Gesamtprojekts
und der Einzelvergabe von bestimmten Aufträgen.
Welches Verfahren im Einzelfall günstiger ist, muss
sorgfältig geprüft werden. Nach Abschluss der
Bauphase sind noch verschiedene Prüfungen und
Abnahmen notwendig. Hierzu gehört beispielsweise die Gewährleistungsabnahme.
Sämtliche vor der Inbetriebnahme aufkommenden Kosten (beispielsweise zur Windmessung,
Standortprüfung usw.) sind sogenanntes „Risikokapital“. Sollte sich der geplante Windpark in einem
der zuvor genannten Planungsschritte als nicht
realisierbar erweisen, gehen die bereits getätigten
Investitionen verloren.
Inbetriebnahme und Betriebsführung
Schließlich ist der große Moment gekommen:
Die Windenergieanlagen in Bürgerhand erzeugen
erstmals sauberen Strom. Von nun an müssen die
laufenden Prozesse in der Bürgerwindgesellschaft
kontinuierlich und sorgfältig begleitet werden.
Technische (u. a. Service und Wartung) und kaufmännische Betriebsführung (u. a. Buchhaltung)
liegen je nach Wahl der Bürgerwind-Variante zum
Teil oder vollständig in ihrer Verantwortung.
Die Vergütung des erzeugten Stroms aus den
Bürgerwindenergieanlagen wird in erster Linie
durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
gewährleistet. Das Prinzip des EEG ist einfach:
Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von Strom

¹ Die Genehmigung von Windparks erfolgt durch die Länder. Auf den Homepages der zuständigen Ministerien in den Bundesländern stehen die notwendigen Formulare für den Genehmigungsantrag nach BImSchG zur Einsicht und zum Download bereit.

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aus Erneuerbaren Energien erhalten für die Dauer
von 20 Jahren einen kalkulierbaren Vergütungssatz
pro Kilowattstunde erneuerbaren Stroms. Die Höhe
des Vergütungssatzes richtet sich nach dem Jahr
der Inbetriebnahme und ist zudem technologiespezifisch und standortabhängig. Neben der Vergütung
des erneuerbaren Stroms regelt das EEG auch
dessen vorrangige Abnahme im Stromnetz sowie
die Übertragung und Verteilung.
Mit der Einführung des sogenannten Marktprämienmodells zu Beginn des Jahres 2012 spielt auch
die Direktvermarktung von Windstrom inzwischen
eine zunehmend wichtige Rolle. Das Modell zielt
auf eine verstärkte Marktintegration der Erneuer-

baren Energien und kann gegebenenfalls zusätzliche Einnahmen für den Windpark generieren. Seit
seiner Einführung hat sich das EEG im Vergleich
zu anderen Fördersystemen als das effizienteste
Instrument zur Wegbereitung einer nachhaltigen
Energieversorgung erwiesen.
Unternehmer mit „grüner“ Zielsetzung
Bürgerwindprojekte demokratisieren die lokale
Energieerzeugung. Sie vereinen die ökologischen
und ökonomischen Interessen der Menschen vor
Ort und steigern so die Akzeptanz der Windenergie in den Kommunen. Das Gemeinschaftsprojekt
Bürgerwindpark macht aus Bürgern Unternehmer
mit „grüner“ Zielsetzung.

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12

Gesellschaftsformen:
Genossenschaft und GmbH & Co. KG

Der Betrieb eines Bürgerwindparks setzt die
Gründung einer Betreibergesellschaft voraus. Dabei
hat die Wahl der Rechtsform jeweils unterschiedliche Auswirkungen auf den späteren Verwaltungsaufwand, die Mitspracherechte und die Haftung
der Beteiligten. Die gängigsten Rechtsformen für
Bürgerwindprojekte sind die Genossenschaft und
die GmbH & Co. KG.

Genossenschaften
Im Energiebereich erfährt die Beteiligungs­
umsetzung mittels Genossenschaften immer
größeren Zuspruch. Waren es im Jahr 2002 ins­
gesamt nur 70 Energiegenossenschaften, so stieg
die Zahl innerhalb von zehn Jahren auf über 600
an (siehe Grafik).

Entwicklung von Energiegenossenschaften
in Deutschland

Quelle: Agentur für Eneuerbare Energien, 2013

Partner mit spezifischem Know-how
Die Initiative zur Gründung solcher Energiegenossenschaften kann von den verschiedensten
Akteuren ausgehen. Oft geben engagierte Bürger

vor Ort den entscheidenden Impuls. Es können
aber auch Vertreter der jeweiligen Kommune,
lokale Energieversorger (Stadtwerke), ortsansässige
Landwirte oder Banken mitwirken. Nicht selten
kooperieren diese Gruppen eng miteinander. Die
Genossenschaft profitiert so von der Bündelung
kaufmännischen und technischen Wissens. Insgesamt ermöglicht die Energiegenossenschaft das
Zusammenwirken vieler gleichberechtigter Partner
aus einer Region.

Eine Beratung zur Gründung einer
Genossenschaft und zu rechtlichen,
steuerlichen sowie kaufmännischen
Fragen bieten die genossenschaftlichen Regionalverbände
(www.genossenschaften.de).
Für die Bürger in den Kommunen besteht
zunächst die Möglichkeit, als reiner Mitfinanzierer
aufzutreten. Darüber hinaus können Aufgaben der
Betriebsführung und der Organisation im Windpark übernommen werden. Als Miteigentümer
profitieren sie vom wirtschaftlichen Erfolg ihres
Windparks, tragen aber auch ein unternehmerisches Risiko. Die Höhe des Eigenkapitals ist in der
Genossenschaft gesetzlich nicht festgeschrieben.
Ein wesentlicher Bestandteil sind hier die von den
Mitgliedern gezeichneten Geschäftsanteile. Jede
Genossenschaft kann individuell in ihrer Satzung
festlegen, wie viele Anteile in welcher Höhe pro
Mitglied gezeichnet werden können. Das Eigenkapital lässt sich somit flexibel an die jeweilige Situation
anpassen. Das finanzielle Risiko der Beteiligten ist
auf ihre Einlage begrenzt.

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„Wir erleben seit etwa fünf Jahren eine
Renaissance der Energiegenossenschaften. […] Gerade bei kleinen Projekten bieten sich Genossenschaften
an, weil sie sehr demokratisch organisiert sind. […] Es ist relativ unkompliziert und jeder haftet nur mit seinen
Einlagen.“
Nils Boenigk, Projektleiter bei der Agentur für
Erneuerbare Energien

Jedes Mitglied hat eine Stimme
Das Besondere am Genossenschaftsmodell ist,
dass jedes Mitglied unabhängig von der Beteiligungshöhe nur eine Stimme in der Generalversammlung besitzt. Es handelt sich daher um eine
sehr demokratische Rechtsform, welche vor der
Dominanz von Mehrheitseignern schützt. Genossenschaften eignen sich somit vor allem für Bürgerprojekte, bei denen möglichst viele Personen aktiv
am Entscheidungsprozess beteiligt werden sollen.
Jede Genossenschaft ist verpflichtend Mitglied
in einem Prüfungsverband. Sie kann hierbei von
bestimmten Beratungs- und Betreuungsangeboten
profitieren und unterliegt gleichfalls einer regelmäßigen Verbandsprüfung, welche die Anteilseigner vor finanziellem Schaden bewahren soll. Die
Genossenschaft zählt zu einer der insolvenzsichersten Rechtsformen in Deutschland. Investitionen in
Erneuerbare-Energie-Genossenschaften sind somit
nachhaltige und meist langfristige Geldanlagen für
den Klimaschutz.

Die GmbH und Co. KG
Die GmbH & Co. KG ist aufgrund der hohen Investitionssummen heute die gängigste Rechtsform
für Windparks mit Bürgerbeteiligung. Sie stellt eine
Mischform aus einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung (GmbH) und einer Kommanditgesellschaft
(KG) dar. Dabei bilden die Anteilseigner die Kommanditisten der KG, die in den Windpark investiert.

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Die Geschäftsführung der KG übernimmt die GmbH
als sogenannte Komplementärin der KG. Wenn die
KG einziger Gesellschafter der GmbH ist, haben
die Anteilseigner eine große Kontrolle über die
Geschäfte der Gesellschaft.
Die Kommanditisten haften bei entsprechender Regelung im Vertrag lediglich mit ihrer im
Handelsregister eingetragenen Stammeinlage. Die
Komplementärin der KG übernimmt die Haftung für
die Geschäfte der KG. Die Haftung der GmbH-Komplementärin ist wiederum auf deren Stammeinlage
begrenzt, sodass in der GmbH & Co. KG letztlich
alle Beteiligten nur beschränkt haften.
Viel Erfahrung bei Bürgerwindparkprojekten
Die Gründung einer GmbH & Co. KG ist für viele
Steuer- und Rechtsberater eine Standardleistung.
Zur Gründung der GmbH ist ein Stammkapital in
Höhe von 25.000 Euro erforderlich. Die Organe
sind die Gesellschafterversammlung, die Geschäftsführung und ein Beirat als Aufsichtsgremium.
Bürgerwindparks haben ein lebendiges Gesellschaftsleben, das insbesondere vom mehrmals
im Jahr tagenden Beirat mitgestaltet wird. Ein
engagierter Beirat hält kontinuierlichen Kontakt mit
der Geschäftsführung, um die Mitspracherechte
der beteiligten Bürger zu wahren. Die Geschäftsführung ist in ihren Handlungen durch den Gesellschaftsvertrag gebunden und führt die Geschäfte
selbstständig im Sinne der Gesellschaft.
In der Gesellschafterversammlung richtet sich
das Stimmrecht nach den Kapitalanteilen, d. h. die
Zahl der Stimmen ist abhängig von der Höhe der
Beteiligung. Deshalb gibt es in vielen Bürgerwindparks neben einer Mindestbeteiligungs- auch eine
Höchstbeteiligungssumme. Bürgerwindparks haben
heute oftmals mehrere hundert bzw. bis über tausend Gesellschafter.

Die Gesellschaftsformen im Überblick
Genossenschaft

Haftung

Organe

Gewerbesteuer

GmbH & Co. KG

· keine persönliche Haftung der
­Gesellschafter

· keine persönliche Haftung der
­Gesellschafter

· Haftung nur mit Genossenschafts­
vermögen

· GmbH als Vollhafter der KG

· Vorstand

· Geschäftsführer

· Aufsichtsrat

· Evtl. Beirat / Aufsichtsrat

· Generalversammlung

· Gesellschafterversammlung

· GmbH haftet nur mit Geschäfts­
vermögen

Steuerbelastung zum Zeitpunkt der Gewinnentstehung
auf Gesellschaftsebene

· kein Freibetrag

· Freibetrag = 24.500 Euro

· keine Betriebsausgabe

· keine Betriebsausgabe

· keine Anrechnung bei
Gesellschaftern

· Anrechnung bei Gesellschaftern
mit dem 3,8-Fachen des Gewerbesteuermessbetrages
· max. tatsächliche GewSt

Körperschaftssteuer

· Besteuerung nur bei Gesellschaft
· 15 Prozent Körperschaftssteuer

· keine Versteuerung bei der
Gesellschaft

· 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag

Gewinn

Steuerbelastung zum Zeitpunkt der Gewinnverwendung
auf Ebene der Gesellschafter

· Ausschüttung nur bei Bilanzgewinn
· Versteuerung nur bei Zufluss:
Abgeltungssteuer 25 Prozent,
Solidaritätszuschlag 5,5 Prozent,
ggf. Kirchensteuer 9 Prozent

· Gewinnzuteilung für Wirtschaftsjahr
erfolgt nach Kapitalanteil
· Versteuerung mit individuellem
Steuersatz

· kein Sparerpauschbetrag
· Wenn individueller Steuersatz, dann
· Kosten im Zusammenhang mit der
niedriger Antrag auf Günstigerprüfung
Beteiligung, z. B. Finanzierungs­
möglich
kosten, können als Sonderbetriebs· Abzug des Sparerpauschbetrages
ausgaben abgezogen werden
· kein Werbungskostenabzug
Verlust

· Verluste werden vorgetragen
· keine Beteiligung der Gesellschafter
an den Verlusten

Art der Einkünfte für
die Gesellschafter

· Verlustzuteilung für Wirtschaftsjahr
erfolgt nach Kapitalanteil, max. bis
zur Höhe des jeweiligen Kapitalanteils (§ 15a EStG)

· Einkünfte aus Kapitalvermögen

· Einkünfte aus Gewerbebetrieb

· Freibetrag pro Person 801 Euro

· kein Freibetrag

Quelle: windcomm, 2012

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16

Gewerbesteuer –
Mehr Geld für Kommunen

Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Neuregelung zur
Gewerbesteuerzerlegung. Danach fließen mindestens 70 Prozent der Gewerbesteuer von Windparkprojekten an die Standortgemeinde und 30 Prozent
an die Gemeinde, in der sich die Verwaltung der
Betreibergesellschaft befindet. Für die beteiligten
Gemeinden besteht zudem die Möglichkeit, sich
auf einen Zerlegungssatz von bis zu 100 Prozent
zugunsten der Standortgemeinde zu einigen. In
vielen Fällen ist dies inzwischen gängige Praxis. Bei
Bürgerwindparks, die eigenständig geplant und
vor Ort verwaltet werden, fließen 100 Prozent der
Gewerbesteuer an die Standortgemeinde.

Das Einkommen aus dem Betrieb von Windenergieanlagen unterliegt der Gewerbesteuer –
somit erwirtschaften Windparks stabile Einnahmen
für die Gemeinden. Die Produktion von Windstrom
bringt nicht nur sauberen Strom, Investitionen und
Arbeitsplätze in die Regionen. Auch die oftmals
klammen Kassen der Kommunen profitieren von der
Windstromerzeugung – und zwar durch teilweise
erhebliche Gewerbesteuereinnahmen.

Für das Jahr 2012 untersuchte das Institut
für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) die
Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch
Erneuerbare Energien in Deutschland. Diesen
Berechnungen zufolge beliefen sich die Steuern
an die Kommunen durch die Windenergienutzung
auf 468 Mio. Euro (zum Vergleich 2010: 227 Mio.
Euro). Die gesamte kommunale Wertschöpfung
durch Erneuerbare Energien betrug in 2012 etwa
11 Mrd. Euro. Davon entfielen rund 3 Mrd. Euro
auf die Windenergie.

Die Gewerbesteuerzerlegung ist ein wichtiges
Signal für den weiteren Ausbau der Windenergie
in Deutschland. Ihre Regelungen erhöhen die Akzeptanz für Windenergieanlagen bei den Entscheidungsträgern und Bürgern vor Ort.

Gewerbesteuerzerlegung
30%

Sitz der Betreibergesellschaft

70%

Standortgemeinde

Quelle: BWE, 2012

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AIFM-Umsetzungsgesetz und
Kapitalanlagegesetzbuch
Im Sommer 2013 wurde von Bundestag und
Bundesrat das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) im
Zusammenhang mit dem AIFM-Umsetzungsgesetz
(AIFM-UmsG) verabschiedet. Das AIFM-UmsG überführt
die europäische Richtlinie über alternative Investment-

Bis zu einem Wert von 100 Millionen Euro besteht
keine Erlaubnis-, sondern lediglich eine Registrierungspflicht. Sowohl Erlaubnis- als auch Registrierungspflichtverfahren gestalten sich jedoch
umfangreich.

fondsmanager (AIFM-RL) in deutsches Recht. Ziel des
AIFM-UmsG – und damit auch des KAGB – ist es, ein in
sich geschlossenes Regelwerk für Investmentfonds und
ihre Manager zu schaffen und dabei den Anlegerschutz
zu stärken. Von den Regelungen des KAGB sind auch
Bürgerenergieprojekte nicht unerheblich betroffen, das
KAGB könnte die Bürgerbeteiligung in der Windenergie
grundlegend verändern.

Rechtsformzwang:
Externe KVG dürfen ausschließlich als AG,
GmbH oder GmbH & Co. KG betrieben werden.
Zulässige Rechtsformen für die von der KVG zu
unterscheidende Investmentfondsgesellschaft sind
die Investmentaktiengesellschaft (Inv-AG) oder die
geschlossene Investmentkommanditgesellschaft
(Inv-KG).

Ob und in welchem Maße die Regelungen des KAGB
für Bürgerbeteiligungsmodelle gelten, hängt unter
anderem von der Wahl der Finanzierung und der Gesell­
schaftsform ab.

Regelungen des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB)
Erlaubnispflicht:
Der Manager eines Alternativen Investmentfonds oder auch die sogenannte „AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft“ (KVG) bedarf grundsätzlich
einer Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hierbei bestehen für die
KVG bestimmte Rechtsform- und Mindestkapitalanforderungen an die Höhe des Anfangskapitals
sowie an die fachliche Eignung der Geschäftsleiter.

Grundsatz der Risikomischung:
Die KVG für die Fondsgesellschaft muss in
mindestens drei Sachwerte investieren (Gegenwärtig stellt sich noch die Frage, ob es sich bei den
Sachwerten um Investitionen in drei Windenergieanlagen oder in drei Windparks handelt.) oder
aber eine Streuung des Ausfallrisikos gewährleisten. Eine Ausnahmemöglichkeit besteht, wenn die
Mindesteinlage 20.000 Euro beträgt.
Beschränkung von Leverage2 & Belastung:
Es dürfen nur Kredite bis zu einer Höhe von 60
Prozent des Wertes aufgenommen werden. Außerdem darf die Belastung der Anlageobjekte maximal
dem Prozentsatz des aufgenommenen Fremdkapitals entsprechen und ist auf 60 Prozent gedeckelt.

2 Definition Leverage: Hebelwirkung, durch die sich das eingesetzte Kapital verändert.

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Bürgerwindparks
und das KAGB
Für Energiegesellschaften allgemein und damit
auch für Bürgerwindparks konnten im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens zur Neuregelung des KAGB
einige Erleichterungen erreicht werden. So knüpft
das KAGB an das sogenannte Investmentvermögen
an. Ein „operativ tätiges Unternehmen außerhalb
des Finanzsektors“ stellt gemäß Neuregelung jedoch kein „Investmentvermögen“ dar. Zu der Frage,
ob es sich bei Bürgerenergieprojekten um ein
Investmentvermögen oder ein operativ tätiges Unternehmen handelt, äußert sich die Bundesanstalt
für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wie folgt:
„Unter sog. Bürgerenergieprojekten sind in der
Regel Projekte zur Finanzierung und zum Betrieb
von dezentralen Erzeugungsanlagen, integrierten
Versorgungssystemen und Energieeinsparprojekten
auf kommunaler und regionaler Ebene zu verstehen. Für Bürgerenergieprojekte wird häufig die
Rechtsform der GmbH & Co KG oder der Genossenschaft gewählt. Bürgerenergieprojekte oder
sonstige Unternehmen, die Anlagen (z. B. Biogas-,
Solar- oder Windkraftanlagen) im Rahmen eines
laufenden Geschäftsbetriebs selbst betreiben,
sind als operativ tätige Unternehmen anzusehen.
Dies gilt auch dann, wenn sich diese Bürgerenergieprojekte oder Unternehmen im Rahmen ihrer
operativen Tätigkeiten fremder Dienstleister oder
gruppeninterner Gesellschaften bedienen, solange
die unternehmerischen Entscheidungen im laufenden Geschäftsbetrieb bei dem Unternehmen selbst
verbleiben.“
(Auslegungsschreiben zum Anwendungsbereich
des KAGB und zum Begriff des „Investmentvermögens“, Abschnitt II Fragenkatalog, Punkt 7)

19

Handelt es sich bei dem (Bürger-) Energieprojekt nach dieser Auslegung um ein operativ tätiges
Unternehmen, so ist das KAGB inklusive der Regulierungen zur KVG wie auch zum Produkt selbst
nicht anwendbar.
Voraussetzungen und Vorschriften für Bürger­
energieprojekte
Ist das Bürgerenergieprojekt jedoch nicht
operativ tätig, greift das KAGB regulierend ein. Als
Folge wäre das Projekt (eigentlich) zwingend als
Inv-AG oder Inv-KG aufzulegen und wären demzufolge die weiteren Produktregelungen zu beachten.
Im Gesetzgebungsverfahren wurde jedoch eine
Ausnahmeregelung für Bürgerenergieprojekte
eingefügt und die Rechtsform der eG für zulässig
erklärt. Darüber hinaus wurde eine explizite Privilegierung der Bürgerenergiegenossenschaft in das
KAGB aufgenommen. Voraussetzung ist, dass das
Bürgerenergieprojekt in der Rechtsform einer eG
organisiert ist. Die verwalteten Vermögensgegenstände dürfen demnach 100 Millionen Euro nicht
überschreiten. Ein Mindestertrag aus der Nutzung
des Sachwerts muss langfristig sichergestellt sein.
Dies ist bei dem Vergütungssystem des EEG der
Fall.
Sind alle genannten Voraussetzungen für eine
eG erfüllt, werden dem Energiebeteiligungsprojekt
einige Erleichterungen gewährt: Der Verwalter
muss sich nur noch bei der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in einem
vereinfachten Verfahren registrieren lassen, anstatt
ein aufwendiges Zulassungs- oder Registrierungsverfahren zu durchlaufen. Ebenfalls entfällt für
die Energiegenossenschaften die Verpflichtung,
in mindestens drei Sachwerte zu investieren oder

20

nur Anleger aufzunehmen, die mehr als 20.000
Euro investieren. Zudem können sie mehr als 60
Prozent Fremdkapital aufnehmen, auch die damit
korrespondierende Belastungsgrenze gilt nicht. Das
KAGB sieht zudem Erleichterungen für kleine Alternative Investmentfonds (AIFs) vor. Überschreitet
der Wert der verwalteten Vermögensgegenstände
(einschließlich der durch Leverage erworbenen)
einen Wert von 5.000.000 Euro nicht und werden
die Anteile von nicht mehr als fünf natürlichen
Personen gehalten, so gelten für diese AIFs die gleichen erleichterten Bedingungen wie für die zuvor
genannten Bürgerenergiegenossenschaften.

21

Bürgerwindparks vor Ort
Bürgerwindpark Hilchenbach /
Rothaarwind GmbH & Co. KG
Der Bürgerwindpark Hilchenbach im Südwesten
des Rothaargebirges (Nordrhein-Westfalen) wurde
im März 2008 nach etwa 13-monatiger Bauzeit fertiggestellt. Fünf Anlagen produzieren hier seitdem
ca. 23,5 Mio. Kilowattstunden Windstrom für etwa
6.700 Haushalte pro Jahr. Die Anlagen haben eine
Nabenhöhe von 138 Metern bei einer installierten
Leistung von je 2 Megawatt.
An dem Projekt sind insgesamt 88 Personen
beteiligt. Auch die Stadt Hilchenbach zeichnete
Anteile an der Rothaarwind GmbH & Co. KG. Mehr
als zwei Drittel der Anteile gingen an Personen aus
der Gemeinde Hilchenbach und Umgebung. Durch
die Nutzung der Windenergie werden hier jährlich
etwa 21.000 Tonnen CO2 eingespart.
Breite Bürgerbeteiligung vor Ort
„Unser Ziel, Bürger der Standortgemeinde und
der näheren Umgebung in das Projekt einzubinden,
ist erreicht worden“, resümiert Geschäftsführer
Günter Pulte. Die außerordentlich große Nachfrage
nach einer Beteiligung am Windpark Hilchenbach

22

„Windenergieanlagen schaffen globalen ökologischen Nutzen. Ob sie zusätzlich lokalen Nutzen in Form regionaler Wertschöpfung auslösen, hängt
vom Betreiberkonzept ab. Kommunen
sollten sich intensiv über die Möglichkeiten regional eingebundener Betreiberkonzepte informieren und diese
unterstützen.“
Günter Pulte, Geschäftsführer Rothaarwind
GmbH & Co. KG

aus allen Berufs- und Altersgruppen zeige ihm die
hohe Bereitschaft zu privaten Investitionen in den
Klimaschutz. „Diese Bereitschaft sollte unseren
Politikern ein deutliches Signal sein, in Zukunft
Projekte wie dieses zu befördern, anstatt sie auszubremsen.“ Das diene nicht nur dem Umweltschutz,
sondern auch der Wirtschaft, dem Arbeitsmarkt
und der regionalen Wertschöpfung.
Alternativmodell Bürgerwindpark
In Hilchenbach konnte die Idee der Bürgerbeteiligung erfolgreich umgesetzt werden. Die aktive
Einbindung der Menschen vor Ort führte zu einer
hohen Akzeptanz. Der Bürgerwindpark im Rothaargebirge will dem lokalen Eingriff einen lokalen
Nutzen für die Bürger und einen globalen Nutzen
für den Klimaschutz gegenüberstellen. Darüber hinaus generiert er wirtschaftliche Vorteile für die Gemeinde und die regionale Wirtschaft. Das Konzept
des Bürgerwindparks bietet somit ein gemeindefreundliches Alternativmodell zum herkömmlichen
Investorenwindpark.

Lübke-Koog

Hilchenbach / Rothaar

Ingersheim

Bürger-Windpark Lübke-Koog
In der nordfriesischen Gemeinde FriedrichWilhelm-Lübke-Koog drehen sich die Rotoren eines
der ältesten Bürgerwindparks in Deutschland. Hier
im hohen Norden produziert der Bürger-Windpark
Lübke-Koog GmbH seit nunmehr 20 Jahren erfolgreich sauberen Strom.
Die 44 Gesellschafter wollten ursprünglich
22 Windenergieanlagen errichten. 1992 konnten
dann die ersten 14 Anlagen gebaut werden. In den
folgenden Jahren wurde der Bürgerwindpark kontinuierlich erweitert – bis 1999 schließlich 32 Windräder mit einer installierten Leistung von insgesamt
18,5 Megawatt realisiert worden waren. Ermöglicht
wurde der Windpark durch das gemeinschaftliche
Engagement der Bürger vor Ort. Von Anfang an
wurden sie über das Vorhaben informiert und in
das Projekt eingebunden. Somit konnte Interessenskonflikten bereits im frühen Planungsstadium
begegnet werden.
Verjüngungskur durch Repowering
Seit dem Jahr 2004 wurde in Lübke-Koog
sukzessive „repowert“. Beim Repowering werden
Windenergieanlagen älterer Generationen durch
moderne Turbinen ersetzt. Dies bietet Vorteile
auf vielen Ebenen: So kann bei einer Verringerung
der Anlagenzahl und gleichzeitiger Erhöhung der
Leistung der Ertrag des Windparks gesteigert und
der Standort effizienter genutzt werden.
Die neuen Anlagen wurden durch die Gründung
weiterer Bürgerwindgesellschaften in Form von
GmbH & Co. KGs organisiert. Insgesamt beteiligten
sich 270 Gesellschafter aus Friedrich-WilhelmLübke-Koog und zwei Nachbargemeinden. Im
Jahre 2012 wurde ein weiteres Repowering der
letzten Altanlagen des Windparks durchgeführt.

Fünf 1,5-Megawatt-Anlagen wurden durch vier
Anlagen mit je 3,4 Megawatt ersetzt. Auch hier
zeichneten rund 100 Gesellschafter Anteile an der
neuen Bürgerwindgesellschaft. Heute sind über 95
Prozent der Haushalte der Gemeinde Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog an der Erzeugung Erneuerbarer
Energie beteiligt.
Auch die Gemeinde profitiert
Das Gewerbesteueraufkommen der Gemeinde
ist durch die Einnahmen aus der Windkraftnutzung
beträchtlich gestiegen. Dadurch konnten verschiedene Projekte vor Ort umgesetzt werden.
Hierzu gehört unter anderem die Installation einer Straßenbeleuchtung im Ortskern von FriedrichWilhelm-Lübke-Koog. Die Bürgerwindgesellschaft
unterstützt die Region zudem seit Jahren durch direktes Projekt-Sponsoring in den Bereichen Bildung
und Erziehung (Informationszentrum Wiedenharde
in Klanxbüll, Schulen und Kindergärten, Jugendarbeit) sowie Soziales (Verein Lebenshilfe e.V.).

„Die Planung und Umsetzung des
gesamten Projektes in all seinen einzelnen Schritten und mit allen Anforderungen war keine leichte Aufgabe.
Aber einmal mehr zeigt sich, wozu die
Bürger einer kleinen Gemeinde in der
Lage sind, wenn alle gemeinsam an
einem Strang ziehen.“
Hans Detlef Feddersen, Geschäftsführer des
Bürgerwindparks Lübke-Koog

23

Energiegenossenschaft
Ingersheim und Umgebung eG
Was einer alleine nicht schafft, das erreichen
viele gemeinsam – das dachten sich auch die
Initiatoren des bisher größten Windrades in BadenWürttemberg. Und so gründete sich im März 2010
aus einem Kreis engagierter Bürger die „Energiegenossenschaft Ingersheim und Umgebung eG“. Ihr
Ziel: Mit dem Projekt Verantwortung für eine nachhaltige und klimaverträgliche Energieversorgung
auch für die kommenden Generationen zu übernehmen. Durch den Beitritt der Energiegenossenschaft Ingersheim und Umgebung eG zum BadenWürttembergischen Genossenschaftsverband ist
seitdem eine laufende Überprüfung der Geschäfte
durch eine dritte Aufsichtsinstanz sichergestellt.
Sauberer und sicherer Strom für 1.200 Haushalte
Die getriebelose Anlage mit einer Nabenhöhe
von 138 Metern und einem Rotordurchmesser von
82 Metern bei einer installierten Leistung von 2
Megawatt erzeugt sauberen und sicheren Strom
für ca. 1.200 Haushalte. Das CO2-Einsparpotenzial
der Anlage liegt bei etwa 46.000 Tonnen bei einer
prognostizierten Laufzeit von 20 Jahren. Eines der
Hauptziele der Initiatoren, eine breite Bürgerbeteiligung und somit eine transparente und gerechte
Basis für das Bürgerwindrad zu schaffen, ist längst
erreicht: Die ca. 360 Mitglieder der Genossenschaft
stammen zu über 75 Prozent aus Ingersheim und
den umliegenden Gemeinden.

24

„Die Mitglieder der Ingersheimer
Energiegenossenschaft haben gezeigt,
was sich mit gemeinsamem bürgerschaftlichen Engagement bewegen
lässt. Dies ist ein guter Tag für unsere
Gemeinde und für die Energiewende
in Baden­-Württemberg.“
Volker Godel, Bürgermeister von Ingersheim,
bei der Windrad-Einweihung
Für Dieter Hallmann, Vorstandsmitglied der
Ingersheimer Energiegenossenschaft, war die
Einweihung des Windrads am 16. April 2012 ein
ganz besonderes Ereignis: „Unsere gemeinsame
Vision eines Bürgerwindrades wurde Wirklichkeit.
In Ingersheim ist damit im wahrsten Sinne etwas
Großes entstanden. Auf diesen Tag mussten wir
lange genug warten. Deshalb ist die Freude umso
größer.“ Nachdem Beschwerden beim Regierungspräsidium und Petitionen im Landtag gegen die
Genehmigung der Windenergieanlage eingereicht
worden waren, seien zwar nochmals Zweifel an der
Machbarkeit des Projekts aufgekommen. „Doch wir
haben großen Zuspruch in der Bevölkerung erfahren und immer wieder kleine Schritte gewagt“, so
Hallmann.

Abschließende Bemerkung

Im Sinne eines groben Überblicks ist der Ablauf
von der Projektidee bis hin zum fertiggestellten
Windpark mit Bürgerbeteiligung hier nur skizzenhaft erläutert. Die Broschüre reicht unter keinen
Umständen als alleinige Planungsgrundlage für ein
großes Bürgerenergieprojekt aus. Um ein solches
Projekt auf den Weg zu bringen, benötigt es Fachkenntnis und kompetente Planung.

Unsere Broschüre dient als ein erster Anstoß in
Richtung Bürgerwindpark. Wenn Sie nun überlegen, in einen Windpark zu investieren oder ein eigenes Bürgerenergieprojekt zu planen, wenden Sie
sich bitte an die entsprechenden Planungsträger in
Ihrer Ortsverwaltung und informieren Sie sich über
den Stand der Landes- und Regionalplanung sowie
über die gesetzlichen Bedingungen und Vorgaben
für Ihre Region. Für einen erfolgreichen Projektverlauf ist es außerdem ratsam, wenn Sie Projektierer
aus Ihrer Region hinzuziehen, die über hinreichende Erfahrung und Fachkenntnis im Bereich der
Windparkplanung verfügen.

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Diese Broschüre gibt einen kleinen Einblick in
die Thematik des Bürgerwindparks. Die Beispiele
zeigen, dass Bürgerinnen und Bürger mit Willenskraft und Engagement einen großen Beitrag zur
gemeinsamen Energiewende leisten können.

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25

Literatur
Auf dem Weg zur Energiewende. Mautz, R. et al.,
2008.
Bürgerwindpark Hilchenbach. Pulte, G., 2012.

Leitfaden Bürgerwindpark – Mehrwertschöpfung
für die Region. windcomm, 2012.

Das Konzept Bürgerwindpark: Eine kurze Einführung. Beisel, U., 2006.

Marktakteure Erneuerbare-Energien-Anlagen in
der Stromerzeugung. Klaus Novy Institut, 2011.

Energiegenossenschaften – Bürger, Kommunen und
lokale Wirtschaft in guter Gesellschaft. Agentur für
Erneuerbare Energien (Hrsg.), 2011.

Profit für die ganze Region. In: Top agrar, 11/2010.

Entwicklung und Finanzierung eines Bürgerwindparks. Feddersen, H. D., 2010.
Erneuerbare-Energien-Projekte in Kommunen –
Erfolgreiche Planung und Umsetzung. Agentur für
Erneuerbare Energien (Hrsg.), 2008.

Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch
den Ausbau Erneuerbarer Energien. Institut für
Ökologische Wirtschaftsforschung, 2013.
Windenergie im Binnenland. Bundesverband WindEnergie e.V., 2013.

„Ganz schön windig.“ Feddersen, H. D., 2004.

Windenergie in Norddeutschland – Abschätzung
der Gewerbesteuereinnahmen. Prognos/BWE
(Hrsg.), 2006.

Gewerbesteuer gehört zum Windpark. Grotz, C., in:
BWEintern, 11/2008.

Windkraft fest in Bauernhand. Feddersen, H. D.,
2001.

Gewerbesteuer-Zerlegungsmaßstab laut § 29
Gewerbesteuergesetz in der Fassung des Jahressteuergesetzes 2009 vom 19.12.2008 (Bundesgesetzblatt I, Seite 2794).

Zeitreihen zur Entwicklung der erneuerbaren
Energien in Deutschland. BMU, 07/2013.

Jetzt profitieren die „Windgemeinden“. In: windcomm Newsletter, 12/2008.
Klimaschutz mit Bürgerenergieanlagen. EnergieAgentur Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2011.
KOMM:MAG – Das Jahresmagazin für Erneuerbare
Energien in Kommunen. Agentur für Erneuerbare
Energien (Hrsg.), 2012.
Kommunale Wertschöpfung durch Erneuerbare
Energien – Update für 2010 und 2011, Institut für

26

Ökologische Wirtschaftsforschung, 2010.

Internet
www.aifm.de
www.bafin.de
www.buergerwindpark-luebke-koog.de
www.eg-ingersheim.de
www.energiegenossenschaften-gruenden.de
www.kommunal-erneuerbar.de
www.rothaarwind.de
www.unendlich-viel-energie.de
www.erneuerbare-energien.de
www.windpower-gmbh.de
www.wind-energie.de

Abkürzungsverzeichnis
AG	
Aktiengesellschaft
AIF	
Alternativer Investmentfonds
AIFM	
Alternative Investment Fund Manager
AIFM-RL	
Europäische Richtlinie über alternative
	
Investmentfondsmanager
AIFM-UmsG	 AIFM-Umsetzungsgesetz
BaFin	
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs	
aufsicht
BImSchG	
Bundes-Immissionsschutzgesetz
EEG	
Erneuerbare-Energien-Gesetz
eG	
Eingetragene Genossenschaft
GmbH	
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Inv-AG	
Investmentaktiengesellschaft
Inv-KG	
Investmentkommanditgesellschaft
KAGB	
Kapitalanlagegesetzbuch
KG	
Kommanditgesellschaft
KVG	
Kapitalverwaltungsgesellschaft
LBP	
Landschaftspflegerischer Begleitplan
UNB	
Untere Naturschutzbehörde
UVP	
Umweltverträglichkeitsprüfung

Titel:
Windenergie in Bürgerhand –
Energie aus der Region für die Region
2., überarbeitete und aktualisierte Auflage
Text:
Lea Nielsen, Tobias Hentschel, Lars Velser
Mit freundlicher Unterstützung von:
Dr. Hartmut Brösamle, Werner Daldorf, Hans-Detlef
Feddersen, Dr. Martin Grundmann, Dörte Heimann,
Alexander Koffka, Peter Peters, Günter Pulte,
Sabine Taudt, Ubbo de Witt, Andreas Lauven, Dirk
Jesaitis, Sven Punke, Reinhold Wahler †
Redaktion:
Lea Nielsen, Lars Velser
Gestaltung:
bigbenreklamebureau GmbH, Fischerhude

Impressum
Herausgeber:
Bundesverband WindEnergie e.V.
Neustädtische Kirchstraße 6
10117 Berlin
T +49 (0)30 / 212341-210
info@wind-energie.de
www.wind-energie.de

Fotos:
Titelfoto: Jens Meier
Jens Meier, Jan Oelker, Silke Reents, DeWind GmbH
und die beteiligten Bürgerwindparks
Grafik S. 6:
Infotext, Berlin
Druck:
Müller Ditzen AG, Bremerhaven
Berlin, Dezember 2013

FSC-Label ab

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