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Full text: Geschäftsbericht Issue 2017

Geschäftsbericht 2017 BEHALA Telefon: (030) 390 95 0 Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH Internet: www.behala.de Westhafenstraße 1, 13353 Berlin E-Mail: info@behala.de Gegenstand des Unternehmens Der Betrieb von insbesondere öffentlichen Häfen, die Lagerei und der Umschlag von Waren und Gütern aller Art einschließlich der Wiederaufbereitung von Bauschutt und kontaminierten Böden, die Vermietung und Verpachtung von Immobilien, die Erbringung von Logistikleistungen und der Betrieb von Hafen- und Regionalbahnen u. a. für den Güterverkehr. Fachliche Zuständigkeit Nominalkapital Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung 21.000.000,00 € davon Land Berlin 100,00% Unmittelbare Beteiligungsgesellschaften Nominalkapital Firma und Sitz des Unternehmens Beteiligung % Mio. € B Plus Planungs-Aktiengesellschaft, Berlin 2,60 100,00 BPS, BEHALA Port Services GmbH, Berlin 0,03 100,00 IGB, Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH, Berlin 0,73 49,80 Bezüge des Geschäftsführers Herrn Peter Stäblein Vergütungsbestandteil Geschäftsführervergütung Erfolgsabhängige Vergütung Summe Geldwerter Vorteil Pkw Risiko-Lebensversicherung Pausch.-Steuer Gesamtbezüge 2017 Betrag in Euro 89.499,47 64.000,00 153.499,47 9040,95 1.533,00 323,46 164.396,88 Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates der BEHALA Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit folgende Vergütung: Mitglied des Aufsichtsrates Frau Heidrun Rhode-Mühlenhoff (AR-Vorsitzende) Herr Franz-Josef Cremers (stellv. AR-Vorsitzender) Frau Dr. Angelika Bläschke Herr Joachim Zimmermann Frau Marina Zessin* Frau Gabriele Urban* *) Vertreterin/Vertreter der Beschäftigten Betrag in Euro 5.000,00 3.750,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 Der Geschäftsbetrieb der BEHALA umfasst den Hafenbetrieb, die Lagerei und den Umschlag von Gütern und Waren, den Betrieb von Hafenbahnen sowie die Vermietung und Verpachtung von Immobilien. Die Gesellschaft befindet sich zu 100 % im Besitz des Landes Berlin. Die Gesellschaft hält in ihrem Eigentum Immobilien mit Hafenanlagen und Gebäuden sowie Lagerund Umschlagtechnik an den Standorten Westhafen, Hafen Neukölln, Südhafen Spandau, Nonnendammallee und Viktoriaspeicher. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen werden für das Geschäftsjahr 2017 aus Sicht der Geschäftsführung als gut bezeichnet. Sowohl im Immobilien- wie auch im Logistikbereich herrschte eine solide Marktsituation mit entsprechend guter Nachfrage nach den angebotenen Dienstleistungen. Für das Jahr 2018 wird aus Sicht der Geschäftsführung mit einer anhaltend guten Marktsituation gerechnet. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.355 liegt um TEUR 2.332 unter dem des Vorjahres (TEUR 6.687). Der Rückgang des Jahresüberschusses im Vergleich zum Vorjahr ist begründet durch die deutlich geringere Gewinnabführung der B Plus TEUR 1.292 (i. Vj. TEUR 4.202). Die Umsätze stiegen von EUR 20,6 Mio. auf EUR 20,9 Mio. Damit konnte der Umsatz nach acht Jahren in Folge wiederum gesteigert werden. In den Bereichen Vermietung und Logistik konnten leichte Umsatzsteigerungen erwirtschaftet werden. Dem gegenüber standen Umsatzrückgänge aus sonstigen Dienstleistungen. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit TEUR 6.332 deutlich über dem Plan (TEUR 1.480). Die wesentlichen Gründe für diese Abweichung sind die geplanten großen Sanierungsaufwendungen für 2017 i. H. v. TEUR 3.018. Diese wurden nur zum Teil umgesetzt. Dabei wurde die Sanierung des Wirtschaftsgebäudes mit TEUR 484 (geplanter Sanierungsaufwand TEUR 1.575) in die Anlagen im Bau eingestellt. Die weiteren Sanierungsaufwendungen i. H. v. TEUR 834 werden voraussichtlich erst in 2018 umgesetzt. Ebenso übersteigt der Gesamtumsatz von TEUR 20.923 den für das Geschäftsjahr 2017 geplanten Wert (TEUR 20.050). Durch die positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre wurden im Geschäftsjahr 2017 erhebliche Steuerrückstellungen gebildet. Ertragslage a) Bereich Logistik Der Logistikumsatz konnte trotz des erwarteten Rückgangs im Schwerlastbereich mit TEUR 8.987 TEUR (i. Vj. TEUR 8.930) noch leicht gesteigert werden. Außer im Schwerlastbereich wurden in allen Teilbereichen der Logistik Umsatzzuwächse erzielt. So stieg unter anderem der Umsatz im Containerterminal von TEUR 1.845 auf TEUR 2.147 an. Die Umschlagsmengen verzeichnen mit 144.371 TEU (i. Vj. 129.440 TEU) (Twenty Foot Equivalent Unit) einen neuen Rekord. Damit bleibt der in den vergangenen Jahren in Gang gesetzte Wachstumstrend im Containergeschäft erhalten, er wird durch die Errichtung und Inbetriebnahme des neuen Leercontainer-Depots im Berichtsjahr nachhaltig gestärkt. b) Bereich Immobilien Der Umsatz im Bereich Immobilien erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 11.161 auf TEUR 11.608. Darin bildet sich die gute gesamtwirtschaftliche Lage ab. Des Weiteren realisiert sich in dem anhaltenden Vermietungserfolg das Potenzial der in den vergangenen Jahren stetig sanierten Immobilien. Bei Neuvermietung freiwerdender Flächen wurde standortübergreifend die Miethöhe an die Marktlage angeglichen. Bei Bestandsmietverhältnissen wurden nach Maßgabe der mietvertraglichen Regelungen die Mieten angepasst. Der wichtigste Neuumsatz folgt aus der Vermietung einer Fläche im Südhafen Spandau für die Realisierung eines Hallenneubaus durch den Mieter. Im Hafen Neukölln und im Viktoriaspeicher ist derzeit die Vollvermietung erreicht. Im Westhafen wird durch die Sanierung im Wirtschaftsgebäude und im Verwaltungsgebäude sowie durch die Befestigung am Becken III weiteres Vermietungspotenzial geschaffen. c) Finanzergebnis Im Berichtsjahr wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Maßgeblich für die Höhe der Zinsaufwendungen (TEUR 313) und -erträge (TEUR 118) sind die Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen und sonstigen Forderungen. Hier sind die städtebaulichen Maßnahmen für verkaufte Grundstücke im ehemaligen Osthafen als wesentlich zu nennen. Das Finanzergebnis fällt in 2017 insgesamt geringer aus als im Vorjahr, da in 2016 in den Beteiligungserträgen der Erlös aus der Veräußerung eines Grundstücks enthalten war. Dennoch stellt das Beteiligungsergebnis der B Plus Planungs-Aktiengesellschaft auch ohne diesen Sondereffekt mit T€ 1.292 das bislang beste Ergebnis dar. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der BEHALA beträgt im Jahr 2017 EUR 108 Mio. Damit bewegt sie sich auf dem Niveau des Vorjahres (EUR 108 Mio.). Die immateriellen Vermögensgegenstände veränderten sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich aufgrund vorgenommener Investitionen und unter Berücksichtigung der Abschreibungen von EUR 69,9 Mio. auf EUR 70,4 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr (EUR 1,4 Mio.) geringfügig um EUR 0,1 Mio. vermindert. Die zum Bilanzstichtag vorgehaltenen liquiden Mittel betragen EUR 21,7 Mio. (i. Vj. EUR 18,7 Mio.). Neben einem unveränderten Stammkapital in Höhe von EUR 21 Mio. ist das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 4,4 Mio. auf EUR 47,4 Mio. gestiegen. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt 64,0 % (Eigenkapital zuzüglich 70 % des Sonderpostens mit Rücklagenanteil zur Bilanzsumme einschließlich Sonderposten aus Zuschüssen zum Anlagevermögen). Die Erhöhung der Rückstellungen von EUR 11,2 Mio. auf EUR 12,3 Mio. Zuführung der Steuerrückstellungen auf über EUR 4,1 Mio. zurückzuführen. ist auf die Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen unter Berücksichtigung regulärer Tilgungen bzw. Sondertilgungen zum Stichtag EUR 4,1 Mio. Im Geschäftsjahr wurde kein Darlehen bei der Tochtergesellschaft, der B Plus Planungs-Aktiengesellschaft, aufgenommen, da die BEHALA über ausreichende liquide Mittel verfügte. Investitionsmaßnahmen Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von rd. EUR 5,46 Mio. getätigt. I. W. erhöhte sich die Bilanzposition „Anlagen im Bau“ wegen bereits begonnener Baumaßnahmen, die im kommenden Jahr fertig gestellt werden. Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens Der Geschäftsverlauf und die zufriedenstellend zu beurteilen. Lage des Unternehmens 2017 sind unverändert als Chancen der zukünftigen Entwicklung Im Hinblick auf die im Berichtsjahr getätigten Investitionen zum Neubau des Leercontainer-Depots, zur voraussichtlich im Mai 2018 fertiggestellten Flächenbefestigung am ehemaligen Becken III und zu den neuen Lagereinfriedungen sind weiter steigende Umsätze zu erwarten. Dabei stehen insbesondere die kontinuierlich wachsenden Mengen im Containerumschlag sowie der Massengutumschlag von Erdaushub und Baumaterial im Fokus. Ab dem zweiten Quartal 2018 werden auch die Sanierungsarbeiten am Wirtschaftsgebäude und am Verwaltungsgebäude im Westhafen abgeschlossen sein, so dass die dort freien und instandgesetzten Flächen zügig dem Vermietungsmarkt zugeführt werden. Für den Neubau der in der Vergangenheit bereits geplanten Halle A im Südhafen Spandau wird erneut eine Baugenehmigung beantragt. Risiken der künftigen Entwicklung Ein besonderes Augenmerk legt die BEHALA auf die Kontrolle bestehender Risiken. Es findet eine kontinuierliche Überwachung der Risikolage des Unternehmens statt. Bei Auftreten etwaiger Implikationen sondiert die Geschäftsführung den Sachverhalt und setzt die jeweils erforderlichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung beziehungsweise Risikovermeidung um. Das Risikokataster wird periodisch überprüft, aktualisiert und ggf. um weitere Positionen ergänzt. Die Ergebnisse werden im Risikobericht zusammengefasst und quartalsweise dem Aufsichtsrat vorgelegt. Zur Vermeidung von Risiken, insbesondere im Hinblick auf die Erhaltung der Bausubstanz bzw. die Verkehrssicherungspflicht, werden bei auftretendem Sanierungsbedarf erforderliche Maßnahmen eingeleitet und fortlaufend abgetragen. Zur Vermeidung von Forderungsausfällen werden wöchentlich die offenen Posten kontrolliert und die Begleichung individuell und nachhaltig angefordert. Wesentliche Ausfallrisiken werden derzeit nicht gesehen. Risiken der Finanzierung werden aufgrund regelmäßig aktualisierter Liquiditätsplanungen überwacht. Finanzwirtschaftliche Risiken sind aufgrund der geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse, der hohen Eigenkapitalquote und der vorhandenen liquiden Mittel nicht ersichtlich. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. Der Aufsichtsrat wurde durch die Geschäftsführung über wichtige Vorgänge und Maßnahmen innerhalb der Geschäftstätigkeit der BEHALA laufend und umfassend informiert. Ausblick/Prognose Mit Beschluss vom 6. Dezember 2017 stimmte Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2018 zu. der Aufsichtsrat der BEHALA dem Die Geschäftsführung plant für das laufende Geschäftsjahr ein positives Jahresergebnis von rd. EUR 1.085 Mio. vor Ertragsteuern. Der Umsatz bleibt stabil. Demgegenüber erhöhen sich im Jahr 2018 die Instandhaltungsaufwendungen im Zuge einiger Großprojekte. Als wesentlich sind hier die Fertigstellung der Sanierung des Verwaltungsgebäudes in Höhe von EUR 0,8 Mio. sowie die Sanierung der Rampen am Zollspeicher und am Getreidespeicher mit insgesamt EUR 1,0 Mio. zu nennen. Die ursprünglich als Aufwand geplante Sanierung des Wirtschaftsgebäudes in Höhe von EUR 1,7 Mio. wird inzwischen als Investition („Anlage im Bau“) geführt. Zur nachhaltigen Sicherung der positiven Deckungsbeiträge im Bereich Logistik wird eine Verstärkung und Ausweitung des bereits etablierten Umschlags von Massengütern und Containern angestrebt. Ebenso werden die Leistungen der BEHALA im Bereich Immobilien auf die Steigerung des Umsatzes unter Beibehaltung der anteiligen Deckungsbeiträge gerichtet sein. Das übergeordnete Ziel besteht darin, die Kostenstruktur und die Ertragslage weiterhin nachhaltig zu verbessern. Sonstiges Diesem Lagebericht ist als Anlage die Entsprechenserklärung zum Berliner Corporate Governance Kodex beigefügt. Berlin, den 9. März 2018 Peter Stäblein, Geschäftsführer der BEHALA - Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH Bilanz in Mio. € Bilanzsumme Anlagevermögen - Sachanlagen - Finanzanlagen Umlaufvermögen Eigenkapital - Rücklagen Sonderposten mit Rücklage-Anteil Fremdkapital - Rückstellungen - Verbindlichkeiten Sonderposten Anlagevermögen 2017 108,02 82,89 70,37 12,25 25,04 47,41 0,79 7,62 19,05 12,29 6,76 16,39 2016 107,64 82,46 69,95 12,25 25,06 44,52 0,79 8,03 18,44 11,24 7,20 18,06 2015 102,62 86,14 73,61 12,25 16,34 37,83 0,79 8,43 18,10 9,97 8,13 19,76 GuV in Mio. € Gesamterträge - Umsatz - Zuführungen - Übrige Erträge Gesamtaufwendungen - Personal - Abschreibungen (inkl. AfA auf Finanzanlagen) - Zinsaufwand - Übrige Aufwendungen EBITDA EBT Jahresergebnis Gewinnabführung Anteil aus öffentlichen Haushalten 2017 26,11 20,92 0,00 5,19 21,76 5,37 4,99 0,31 11,09 11,91 6,73 4,35 1,47 1,70 2016 28,67 20,65 0,00 8,02 21,98 5,22 4,96 0,54 11,26 15,07 9,59 6,69 0,00 1,72 2015 30,81 18,37 0,00 12,44 23,49 6,02 4,97 0,43 12,07 16,03 10,73 7,32 0,00 1,73 Beschäftigte Beschäftigte - Auszubildende 2017 91 5 2016 91 5 2015 95 9 Allgemeine Daten Pro-Kopf-Umsatz in T€ Eigenkapitalquote in % Eigenkapitalrentabilität in % Umsatzrentabilität in % Zinslastquote in % Personalkostenquote in % Investitionen in Mio. € Forderungsausfall in T€ 2017 230 43,89 14,20 32,17 1,48 25,67 5,47 1 2016 227 41,36 21,54 46,44 2,62 25,28 1,29 1 2015 193 36,86 28,36 58,41 2,34 32,77 5,09 340 2017 224.221 21.908 47.167 119.027 2016 211.415 21.908 59.973 119.027 2015 196.035 21.908 75.353 119.027 425.170 841.023 906.203 447.640 884.005 704.243 376.787 867.320 713.904 286.295 524.708 1.653.559 242.985 457.588 1.497.346 165.496 370.007 1.522.867 Spezifische Daten Freilagerflächen vermietet in m² Freilagerflächen eigenbewirtschaftet in m² Freilagerflächen Reserve in m² Gedeckter Lagerraum in m² Gütereingang (einschl. Kundenbewegungen) in t - Schifffahrt - Eisenbahn - Lkw Güterausgang (einschl. Kundenbewegungen in t - Schifffahrt - Eisenbahn - Lkw
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