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Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal (Rights reserved) Issue8.2021,[10] Oktober (Rights reserved)

Abschied aus der Bezirkspolitik: Rainer Bosse leitete 29 Jahre die Bezirksverordnetenversammlung. Jetzt ist damit Schluss. Seite 2 Anzeige Zahlen vom Wahltag: Am 26. September wurde gewählt. Eine Übersicht über Ergebnisse und Personen. Seiten 4-5 LICHTENBERGER GRATIS BEZIRKS-JOURNAL zum Mitnehmen Ihre kostenlose Monatszeitung für Lichtenberg & Hohenschönhausen | Ausgabe Oktober 2021, 14. Oktober 2021 |  www.bezirks-journal.de | m redaktion@bezirks-journal.de AKTIONSTAG „KennenLERNEN“ am 27. Oktober: Lichtenberg sucht Pädagogen Lehrer, Sonderpädagogen und Erzieher sind willkommen in Lichtenberg. Wer an einer der 55 Schulen im Bezirk arbeiten möchte, kann sich am 27. Oktober im Rahmen des bezirklichen Aktionstages „kennenLERNEN“ die Einrichtungen in Lichtenberg anschauen – und bei Gefallen sofort bewerben. Bildungsstadtrat Martin Schaefer, Martina Roth von der Senatsbildungsverwaltung, Roland Härtel (Leiter der Philipp-Reis-Schule) und Bezirksbürgermeister Michael Grunst (v.l.n.r.) empfangen die Bewerber persönlich. Mehr auf Seite 9. Foto: Marcel Gäding Seit 29 Jahren in Hohenschönhausen 2 BEZIRKS-LEBEN Oktober 2021 | Lichtenberg-Hohenschönhausen | BEZIRKS-JOURNAL Rainer Bosse auf dem Balkon seiner Wohnung im Fennpfuhl. Ab November hat er wieder Zeit, seine Umgebung zu fotografieren. Foto: Marcel Gäding Der Chefdiplomat von Lichtenberg geht BEZIRKSPOLITIK: 29 Jahre war Rainer Bosse Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung und damit der Dienstälteste seiner Zunft. Jetzt zieht sich der 71-jährige Linkspolitiker zurück. An Ruhestand ist aber keineswegs zu denken. Von Marcel Gäding. R ainer Bosse gehört zu den Menschen, die sich gerne vorbereiten und nach Möglichkeit nichts dem Zufall überlassen. Und doch kann er noch so einen guten Plan haben – irgendjemand durchkreuzt ihn immer. So war das auch bei der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 16. September 2021. 191 Seiten umfasste die Aktenmappe. Mehr als 100 Tagesordnungspunkte galt es zehn Tage vor der BVV-Wahl abzuarbeiten. Es sollte die letzte Zusammenkunft in der alten Konstellation sein, bevor am 4. November die neugewählte BVV zusammentritt. Gut anderthalb Stunden nach Sitzungsbeginn verlief alles nach Plan, bis Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) ans Mikrofon trat und anschließend das Wort an Bosses Stellvertreterin Jutta Feige (SPD) übergab. Diese würdigte ihren Kollegen dafür, dass er die BVV stets verantwortungsvoll und umsichtig führte, honorierte seine ruhige und sachliche Art und informierte darüber, dass der Bezirk ihm für seine Verdienste nunmehr die Ehrenmedaille verleihen werde. Es folgten Reden auf Rainer Bosse, es gab Geschenke und jede Menge Schnappschüsse mit ihm. Am Ende ergriff der Geehrte dann noch selbst das Wort: „Das hat eine halbe Stunde nicht geplante Sitzungszeit gekostet. Jetzt machen wir wieder BVV.“ 29 Jahre war Rainer Bosse Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung, leitete fast jede der mehr als 350 Sitzungen und kann heute noch zu wichtigen Themen die Nummern der Drucksachen auswendig. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister kamen und gingen, doch Bosse blieb. „Sie waren für den Bezirk eine Konstante“, resümierte seine Stellvertreterin am 16. September – in der Annahme, es wäre die letzte Sitzung dieser BVV gewesen. Weil aber viele Themen nicht abgearbeitet werden konnten, wird es noch ein- mal eine Online-Tagung geben, um dann ging, überlegte er kurz, aus der Partei auswirklich alle offenen Anträge, Beschlüsse zutreten. Doch die spätere PDS ließ ihn und „Vorlagen zur Kenntnisnahme“ abzu- nicht los, sondern bat ihn, weiter in der arbeiten. Kommunalpolitik zu bleiben. 1992 wurEine Bezirksverordnetenversammlung de er schließlich erstmals zum Vorsteher wird gerne als Bezirksparlament bezeich- der neuen Lichtenberger BVV gewählt, net, wobei das so formal nicht stimmt. danach noch sieben weitere Male – zuletzt Denn die 55 Verordneten in jedem Berli- 2016. „Das Ganze bekam eine Eigendynaner Bezirk haben gar keine Befugnis, wie mik“, sagt Bosse. Und stets konnte er, auch ein Parlament zu agieren und beispielswei- wegen seines überparteilichen Umgangs, se Gesetze auf den Weg zu bringen. Und immer ein gutes Wahlergebnis verbudoch ist der Begriff „Bezirksparlament“ chen. Wäre ihm die eigene Gesundheit schon etwas eindeutiger als die Bezeich- nicht in die Quere gekommen, hätte er nung „Bezirksverordnetenversammlung“, vermutlich noch einmal für das wichtigsdie vermutlich nur wenige Berlinerinnen te Amt nach dem Bezirksbürgermeister und Berliner kenkandidiert. „Vor zwei nen. Dabei findet Jahren aber stand für »Ich habe mein Amt so genau dort, in der mich fest, dass 2021 BVV, die FleißarSchluss ist.“ verstanden, dass ich beit statt, sammeln Schon jetzt ist Vorsteher für alle bin.« Spitzenpolitiker von klar, dass Rainer morgen ihre ersten Bosse eine große Rainer Bosse Erfahrungen. Nach Lücke hinterlässt. BVV-Vorsteher von 1992 bis 2021 dem BezirksverwalDenn kaum jemand tungsgesetz sind die verfügt im Bezirk Bezirksverordneüber ein derart protenversammlungen und die Bezirksämter fundes Wissen, was dessen Entwicklung Organe der Bezirke. Diese nehmen ihre betrifft. Bosse erinnert sich daran, wie Aufgaben wahr, in dem sie ehrenamtlich man erfolgreich eine Müllverbrennungstätige Bürger – in diesem Fall Bezirksver- anlage in Rummelsburg verhinderte, wie ordnete und Bürgerdeputierte – beteiligen. man parteiübergreifend für den Erhalt In den BVVen wird gestritten, gerungen, des Tierpark Berlin kämpfte oder erst in debattiert. Hier werden Bebauungspläne dieser Wahlperiode unter Polizeischutz auf den Weg gebracht und entschieden, den umstrittenen Bebauungsplan für den wie viel Geld ein Bezirk wofür ausgeben Ostkreuz-Kiez beschloss. Bosse ließ sich in kann. all den Jahren nie aus der Fassung bringen, Als Rainer Bosse 1990 in die damalige sondern setzte darauf, die Sitzungen ruhig Stadtbezirksverordnetenversammlung und besonnen zu leiten. Nur einmal sei einzog, hatte er bereits Erfahrungen ge- es ihm passiert, dass er gegenüber einem sammelt: Ein Jahr zuvor wurde er für die Verordneten der AfD lauter werden mussdamalige SED in die Lichtenberger Stadt- te. „Ansonsten galt für mich die Devise: bezirksverordnetenversammlung gewählt Lass Dich nicht provozieren.“ Wollte er – um dort gleich eines seiner Lieblingsthe- sich in kommunalpolitische Diskussionen men einzubringen: die Entwicklung sei- einmischen, musste er vorher abwägen, in nes Heimatkiezes Fennpfuhl. Als dann welcher Situation er als BVV-Vorsteher die DDR mit dem Fall der Mauer zu Ende das Wort ergreift. Stets betonte er dann, dass er nun als Verordneter rede. Was er zu sagen hatte, war dann aber meist von Gewicht. Als Vorsteher legte er immer Wert auf einen fairen Umgang mit allen, auch mit den politischen Gegnern wie den Republikanern, der NPD oder der AfD: „Ich habe mein Amt so verstanden, dass ich Vorsteher für alle bin“, sagt Bosse. Insofern darf man ihn gern als Chefdiplomaten von Lichtenberg bezeichnen. 29 Jahre bestimmte die Bezirkspolitik das Leben von Rainer Bosse, war der Terminkalender fast täglich gefüllt. Er erinnert sich an Sitzungen, die bis tief in die Nacht gingen und schon mal im damaligen Ratskeller parteiübergreifend beim Bier ausgewertet wurden oder an Debatten, die eher in den Bundestag als in die BVV gehörten. Doch mit all dem ist spätestens am 4. November Schluss. Dann soll sich die neue BVV konstituieren. Bis dahin aber gibt es noch unzählige Termine und Besprechungen – denn so eine Sitzung muss ordentlich vorbereitet werden. Und wie geht es für Rainer Bosse weiter? Ruhig wird es in keinem Fall. Denn er bleibt weiter Vorsitzender des Bürgervereins Fennpfuhl und will sich in dieser Funktion weiter für seinen Kiez stark machen – unter anderem die Feierlichkeiten zum 50. Gründungstag des Ortsteils vorbereiten. Wenn es seine Gesundheit erlaubt, stehen auch noch weitere Reisen mit seiner Frau Kirsten an, unter anderem in sein Sehnsuchtsland Japan oder mit der Transsibirischen Eisenbahn. Und dann wäre da noch sein Faible für imposante Gotteshäuser. Etliche Foto- und Textbände von seinen zahlreichen DomBesuchen existieren bereits, weitere sollen in jedem Fall folgen. Wenn ihm dann noch Zeit bleibt, wird weiter an der Modelleisenbahnanlage gebaut. Sicher ist, dass er wieder verstärkt durch seinen geliebten Tierpark ziehen wird, mit der Kamera auf der Suche nach tierischen Motiven. IMPRESSUM BEZIRKS-JOURNAL – Unabhängige Monatszeitung | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt an ca. 300 Orten in Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR Marcel Gäding (V.i.S.d.P.), Medienbüro Gäding, Groß Eichholz 4, 15859 Storkow (Mark) TELEFON 033760 206891 / 0160 97688800 E-MAIL redaktion@bezirks-journal.de ANZEIGENSCHALTUNGEN: anzeigen@bezirks-journal.de INTERNET www.bezirks-journal.de | FACEBOOK www.facebook.com/bezirksjournalberlin | VERTRIEB & VERTEILUNG Eigenvertrieb | DRUCK: BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH, Am Wasserwerk 11, 10365 Berlin. GESAMTAUFLAGE 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste 2021 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 11. Nov. 2021. BEZIRKS-JOURNAL | Hohenschönhausen-Lichtenberg | Oktober 2021 Brachfläche ist wieder Spielplatz NEU-HOHENSCHÖNHAUSEN. Eine gut 1.500 Quadratmeter große Fläche in der Straße Am Berl ist wieder ein Spielplatz. Das Areal, das einst als Aktiv- und Abenteuerspielplatz genutzt wurde, lag viele Jahre brach. „Für die Altersgruppe 12 bis 17 Jahre konnten Ballspiel- und Trendspielsportangebote geschaffen werden“, sagt der für Grünflächen zuständige Bezirksstadtrat Martin Schaefer (CDU). Da die neugestaltete Fläche an einen Lärmschutzwall grenzt und in einiger Entfernung von Wohnungen liegt, war der Bau lärmintensiverer Spiel- und Sportangebote dort möglich. Die Baukosten beliefen sich auf rund 225.000 Euro. Tierpark wird zur leuchtenden Winterwelt FRIEDRICHSFELDE. Der Tierpark Berlin wird vom 17. November an zu einer leuchtenden Winterwelt. Bis zum 9. Januar werden Teile der Anlage beleuchtet. Unter anderem sind Illuminationen auf dem Wasser geplant. Auch sollen Tierskulpturen leuchten. Dafür wird eigens ein zwei Kilometer langer Rundweg durch den Garten von Schloss Friedrichsfelde angelegt. Weihnachtlich soll es zudem an eigens geschmückten Hütten werden, an denen saisonale Speisen und heiße Getränke erhältlich sind. „Weihnachten im Tierpark“ findet bis einschließlich 9. Januar täglich von 17 bis 22 Uhr statt. Tickets können ab 14,50 Euro im Internet unter www.weihnachten-imtierpark.de bestellt werden. „Weihnachten im Tierpark“ findet nicht am 22./23./29./30. November und 24./31. Dezember 2021 statt. Kein Lichtermarkt rund ums Rathaus LICHTENBERG. Der traditionell am ersten Advent geplante Lichtermarkt rund um das Rathaus wird abgesagt. Zur Begründung heißt es: „Der Gesundheitsschutz der Besucherinnen und Besucher hat weiterhin hohe Priorität. Ein kontrollierter Zugang und die Einhaltung von entsprechenden CoronaSchutzmaßnahmen können vom Veranstalter nicht sichergestellt werden.“ Sportgeräte im Park nutzbar NEU-HOHENSCHÖNHAUSEN. Im Park am Warnitzer Bogen stehen künftig Sportgeräte zur Verfügung. Sie werden im Rahmen des Programms „Berlin bewegt sich“ aufgestellt. Sie sollen zum Jahresende hin genutzt werden können. Parallel entsteht ein ähnliches Projekt in der Hasenheide im Bezirk Neukölln. Vorgesehen ist, dass es solche öffentlich nutzbaren Angebote innerhalb der kommenden zwei Jahre in ganz Berlin geben wird. Engagementpreis verliehen LICHTENBERG. Antonia Lange ist die erste Jugendliche, die mit dem neuen Lichtenberger Jugend-Engagement-Preis ausgezeichnet wurde. Seit 2018 arbeitet sie täglich ehrenamtlich in der Jugendfreizeiteinrichtung Jump und bei Pia Olymp, einem Sport-, Bewegungs- und Kommunikationszentrum für Mädchen und junge Frauen von 8 bis 25 Jahren. Dort gestaltet sie den offenen Bereich mit und bringt sich mit Ideen und Aktionen ein. Sie realisiert mit dem Team viele Projekte und ist außerdem als Tanzlehrerin tätig. BEZIRKS-NACHRICHTEN 50 Jahre Fennpfuhl: Workshop für Kiezreporter FENNPFUHL. Der Lichtenberger Ortsteil Fennpfuhl wird im kommenden Jahr 50 Jahre alt. In Vorbereitung des Jubiläums soll im Rahmen eines Kiezreporter-Workshops ein Porträt-Magazin erscheinen, das interessante Persönlichkeiten vorstellt. Angeboten wird der Workshop von der Volkshochschule Lichtenberg am 23. und 24. Oktober jeweils in der Zeit von 10 bis 17.30 Uhr. Kursleiter ist Marcel Gäding, Herausgeber vom Bezirks-Journal. Im theoretischen Teil werden zunächst Grundlagen zu den Darstellungsformen Porträt, Interview und Reportage vermittelt. Die Teilnehmer*innen erstellen gemeinsam mit dem Dozenten einen Redaktionsplan, besprechen Aufteilung und Gewichtung (Wort-BildKomposition) der einzelnen Beiträge und kreieren zusammen einen griffigen Titel für das Themenheft. Außerdem bekommen sie nützliche handwerkliche Recherchetipps. Thematisch sollen die Porträts und Interviews einen Bogen zwischen der Vergangenheit über die Wendezeit bis zur Gegenwart spannen. Kleinere Beiträge und Info-Elemente zur wechselvollen Geschichte des Fennpfuhls runden das Schwerpunkt-Heft des KiezBlick ab. Im praktischen Teil kommen die Teilnehmer*innen ins Gespräch mit ihren Protagonist*innen, bringen ihr Material zu Papier und organisieren notwendiges Fotomaterial. Die Autor*innen, die Lust am Geschichtenerzählen und Schreiben haben, erhalten eine individuelle Rückmeldung zu ihrer Arbeit. Die Teilnahme an dem Workshop kostet 3 Euro. Weitere Informationen gibt es bei Ksenia Porechina, Tel. 030 9860199917 bzw. E-Mail porechina@rbo-inmitten.berlin. Anmeldungen sind bei der Volkshochschule per Tel. 030 902965971 bzw. E-Mail: vhs@ lichtenberg.berlin.de unter Angabe der Seminar-Nummer Li1.02-009H möglich. Bezirk untersucht Potenziale von Gewerbegebieten LICHTENBERG. Bis Ende kommenden Jahres will der Bezirk ein sogenanntes Wirtschaftsflächenkonzept erarbeiten. Es soll Maßnahmen benennen und Instrumente empfehlen, um die bestehenden Gewerbeflächen für eine gewerbliche und industrielle Nutzung zu erhalten und regionale Wachstumspotenziale zu identifizieren. „Das Lichtenberger Wirtschaftsflächenkonzept soll künftig als Arbeitsgrundlage für die bezirklichen Genehmigungsund Planungsbehörden dienen“, erklärt das Bezirksamt. Das Konzept werde erstellt, weil die Nachfrage nach Gewerbeflächen im Land Berlin steigt, während es innenstadtnah an Flächen mangelt. Zusätzlich stünden viele Mieter und Mieterinnen auf Bestandsgewerbeflächen aufgrund steigender Kauf- und Mietpreise unter wirtschaftlichem Druck, auch in Lichtenberg. Gleichzeitig finden sich im Bezirk Entwicklungspotenziale, die es zu erschließen gilt. „Das Wirtschaftsflächenkonzept wird einen weiteren und notwendigen Beitrag leisten, die begehrten Gewerbeflächen des Bezirks zu erhalten, sie weiterzuentwickeln und zu qualifizieren“, sagt Wirtschaftsstadtrat Kevin Hönicke (SPD). Sichere Wege in die Schule LICHTENBERG. Wie man sicher zur Schule kommt, steht in den Schulwegplänen, die Schulstadtrat Martin Schaefer (CDU) jetzt an die Schulen im Bezirk verteilt hat. Dort sind Empfehlungen enthalten, auf welchen Wegen Schüler möglichst gefahrenlos in ihre Schule gelangen. Aktuell werden zudem weitere Schulwege geprüft und gegebenenfalls baulich so angepasst, dass die Risiken für die Mädchen und Jungen minimiert werden. „Dabei können sowohl dauerhafte bauliche Lösungen sowie temporäre Lösungen für mehr Sicherheit sor- gen“, erklärt das Schulamt. So ist zum Beispiel aufgrund einer Baustelle in der Atzpodienstraße in 10365 Berlin für den Weg zur „Schule auf dem lichten Berg“ ein provisorischer Fußgängerüberweg eingerichtet worden. Zusätzlich ist das Lichtenberger Ordnungsamt zusammen mit der Berliner Polizei unterwegs und kontrolliert das Verhalten aller Verkehrsteilnehmer, insbesondere vor den Schulen und auf den Schulwegen. Die Schwerpunktkontrollen erfolgen unangekündigt und können bei hohen Fallzahlen jederzeit verlängert werden. Engagement: jetzt Fördermittel beantragen LICHTENBERG. Wer sich im Kiez engagiert, kann noch Mittel aus dem Programm „Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften (FEIN)“ beantragen. Gefördert werden Einzelprojekte mit bis zu 2.000 Euro, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Krise stehen. Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Institutionen haben die Möglichkeit, Projektideen einzureichen. Insgesamt standen dem Bezirk in diesem Jahr 60.500 Euro für 66 Einzelideen zur Verfügung. Es werden auch Sachmittel gewährt, um ehrenamt- liches Engagement bei der Verbesserung der öffentlichen Infrastruktureinrichtung in der Nachbarschaft zu unterstützen. Damit sollen beispielsweise Schulen, Kindertagesstätten, Jugendfreizeiteinrichtungen, Senioreneinrichtungen, Stadtteilzentren etc. aufgewertet und verbessert werden. Ein Antragsformular und die notwendigen Informationen können im Internet unter www.berlin.de/ba-lichtenberg/auf-einen-blick/ buergerservice/gemeinwesen 900.000 Euro für vier Schulmensen LICHTENBERG. Die schulische Essenversorgung in Lichtenberg wird verbessert. Allein in den vergangenen zwei Jahren konnten mit rund 900.000 Euro vier Mensen saniert und erweitert werden. Allein am Grünen Campus Malchow in der Malchower Chaussee 2 wurden rund 400.000 Euro ausgegeben. Dort wurde die Verteilerküche von Grund auf instandgesetzt, die Haustechnik erneuert und optimiert, gemalert und gefliest. In der Karls- horster Schule an der Lisztstraße 6 und in der Robinson-Schule an der Wönnichstraße 7 erfolgten jeweils für rund 250.000 Euro ebenfalls Grundinstandsetzungen der Verteilerküchen, Verbesserungen der Essenausgaben, Optimierungen der Haustechnik und Fliesensowie Malerarbeiten. Für weitere 15.000 Euro wurde in der Bernhard-Grzimek-Schule in der Sewanstraße 184 die fachtechnische Versorgung erneuert. 3 Bezirkssportbund ausgezeichnet LICHTENBERG. Der Bezirkssportbund Lichtenberg bekommt den neunten Bezirkstaler. Verliehen wurde die Auszeichnung von Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) und Sportstadtrat Martin Schaefer (CDU). Stellvertretend für den Bund wurden 50 Lichtenberger Vereinsmitglieder geehrt, die bereits lange Zeit ehrenamtlich aktiv sind – zum Beispiel als Kassenwart, Schriftführerin oder Schriftführer und in der Geschäftsstelle. Zusätzlich wurden auch Vorsitzende der Sportvereine gewürdigt. „Der Bezirk dankt mit der Verleihung der Bezirkstaler außerdem den Vorstandsmitgliedern des Sportbundes für deren Einsatz für den Sportbezirk Lichtenberg“, heißt es. Der Bezirkssportbund Lichtenberg e.V. ist der freiwillige Zusammenschluss eines Großteils der gemeinnützigen Lichtenberger Sportvereine und somit die Interessenvertretung im Sinne einer bezirklichen Dachorganisation. CDU-Fraktion: Hoffmann bleibt Vorsitzender LICHTENBERG. Gregor Hoffmann ist der alte und neue Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung. Er wurde nach den Berlin-Wahlen am 26. September in seinem Amt bestätigt und kann die nunmehr achtköpfige Fraktion in der dritten Wahlperiode führen. Wiedergewählt wurde auch der bisherige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Benjamin Hudler. Neuer Schatzmeister der Fraktion ist Dennis Haustein. Zu Rechnungsprüferinnen wurden Heike Wessoly und Lilia Usik bestimmt. Gedenkstelen eingeweiht LICHTENBERG. Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) und Vertreter der Bezirksverordnetenversammlung haben im Rathauspark zwei Metallstelen eingeweiht. Sie befinden sich an der sogenannten Blutmauer und informieren über die Geschichte des Ortes. Die „Blutmauer“ erinnert an die Ereignisse der Novemberrevolution. Dort stehen die Namen von Matrosen und Zivilsten, die im März 1919 durch Angehörige des Freikorps Lüttwitz auf und vor dem damaligen Friedhof an der jetzigen Stelle des Gedenkens ermordet wurden. Bereits in den 1920er-Jahren war an gleicher Stelle ein Gedenkort entstanden, der aber nach 1933 entfernt worden war. Die gegenwärtigen Provisorien ersetzen zwei Tafeln und die Inschrift aus dem Jahr 1959. Die Original werden von der Lichtenberger Denkmalbehörde restauriert. Stiel-Eiche ist neues Naturdenkmal LICHTENBERG. Der Bezirk hat mit der StielEiche im Innenhof der Josef-Orlopp-Straße 8-18 ein neues Naturdenkmal. Das Alter des Baumes wird auf mehr als 100 Jahre geschätzt. Über seinen Schutzstatus informiert ein Schild. Die Eiche erinnert an das ehemalige Rittergut Lichtenberg. Nach der Novellierung der Verordnung zum Schutz von Naturdenkmalen in Berlin wird es statt 52 zukünftig 67 Naturdenkmale im Bezirk geben. Für die Einordnung eines Baumes als Naturdenkmal sind konkrete Auswahl- und Qualitätskriterien erforderlich. Dazu zählen die wissenschaftliche, naturgeschichtliche und landeskundliche Bedeutung sowie die Seltenheit, Eigenart und Schönheit der Bäume. 4 BEZIRKS-POLITIK Oktober 2021 | Lichtenberg-Hohenschönhausen | BEZIRKS-JOURNAL Ringen um den Bürgermeisterposten POLITIK: Nachdem die Linke bei den Wahlen deutliche Einbußen hinnehmen musste, öffnen sich neue Optionen. Michael Grunst würde weiter gern an der Spitze des Rathauses stehen. Doch auch sein bisheriger Stellvertreter Kevin Hönicke (SPD) hat Ambitionen auf den Chefposten. Von Marcel Gäding. Werbung für Michael Grunst am Rathaus Lichtenberg. Ob der Linken-Politiker Bezirksbürgermeister bleiben darf, entscheidet sich in den kommenden Wochen. D as schlechte Abschneiden der Linken bei den Wahlen am 26. September könnte auch für einen Wechsel an der Spitze des Rathauses sorgen. SPD-Spitzenkandidat Kevin Hönicke will mit Hilfe von CDU und Grünen gern Bezirksbürgermeister werden und den bisherigen Amtsinhaber Michael Grunst (Die Linke) ablösen. Rein rechnerisch kämen SPD, CDU und Grüne nach der Wahl auf 28 von 55 Sitzen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Soweit die Theorie. Während die nun laufenden Sondierungsgespräche zwischen CDU und SPD problemlos verlaufen dürften, ist absehbar, dass die Grünen das sogenannte Zünglein an der Waage sein werden. Denn Hönicke, bislang stellvertretender Bezirksbürgermeister und unter anderem verantwortlich für das Ressort Stadtentwicklung, ist bei den Grünen umstritten. Insbesondere die Entwicklung an der Rummelsburger Bucht und dem Ostkreuz sorgte für viele Kontroversen zwischen Grünen und SPD. Bekannt ist zudem, dass die Grünen den Linken im Bezirk thematisch deutlich näher sind. Belastet ist auch das Verhältnis zwischen Grünen und CDU, die fünf Jahre lang auch das Verkehrsressort verantwortete. Der dafür verantwortliche Bezirksstadtrat Martin Schaefer wurde unter anderem wegen der schleppen Radverkehrspolitik im Bezirk kritisiert. „Es ist komplizierter als beim letzten Mal“, sagt CDU-Spitzenkandidat Martin Schaefer. „Dass die FDP und die Tierschutzpartei jetzt in der BVV vertreten sind, macht die Sache bunter. Das hat aber nicht dafür gesorgt, dass es einfacher geworden ist.“ Jetzt müsse es in den Gesprächen erst einmal darum gehen, Vertrauen aufzubauen. Genau dieses Vertrauen wackelt aber – zumindest zwischen SPD und den Linken. Nach der letzten Wahl 2016 hatten sich beide Parteien auf eine „Zählgemeinschaft“ verständigt, wonach die SPD das gewichtige Stadtentwicklungsressort bekommt, im Gegenzug aber Michael Grunst von den Linken zum Bezirksbürgermeister wählt. Daran waren zudem zahlreiche Bedingungen geknüpft, was die Lieblingsthemen der SPD betrifft. Erik Gührs, einer der SPD-Kreisvorsitzenden in Lichtenberg, berichtet, dass es in den vergangenen Monaten zwischen den einstigen Partnern SPD und Linke Funkstille gab. Offensichtlich haben sich beide Parteien auseinandergelebt. „Wir brauchen einen neuen Umgang in der BVV, und das funktioniert nur mit einem personellen Neuanfang“, stellt Gührs klar. Daher favorisiere seine Partei ein Zweckbündnis mit Grünen und CDU. Jeder versuche derzeit, Mehrheiten zu finden. „Das sind legitime demokratische Ziele“, erklärt Kevin Hönicke (SPD) zog im April 2020 ins Bezirksamt ein, nachdem seine Vorgängerin Birgit Monteiro entnervt ihr Amt zur Verfügung stellte. Fotos: Marcel Gäding der Kreisvorsitzende. Allerdings legt er Wert darauf, unabhängig vom Ergebnis, auch nach der Bürgermeisterwahl konstruktiv miteinander zu reden. Kevin Hönicke berichtet von vertrauensvollen Gesprächen, die es gebe. Worum es dabei im Einzelnen ging, bleibt aber in Parteikreisen. „Wir probieren, einen Wandel hinzubekommen“, erklärt der bisherige stellvertretende Bezirksbürgermeister. Einen Wechsel an der Rathausspitze verbinde er in erster Linie mit Inhalten, auf die sich das Dreierbündnis verständigen wolle. Amtsinhaber Michael Grunst (Die Linke) macht keinen Hehl daraus, dass er gerne mit Grünen und SPD ein Bündnis beschließen würde. Seine Partei ist trotz Verlusten weiterhin stärkste Kraft in der BVV. „Bürgermeister wird der, der die Mehrheit bekommt. Wir müssen schauen, wie wir eine Konstellation hinbekommen.“ Auch er berichtet von einer guten Stimmung in den derzeit laufenden Sondierungsgesprächen. „SPD und Linke haben sich so ein bisschen aufgerieben in der letzten Wahlperiode, gerade in stadtentwicklungspolitischen Fragen“, räumt Grunst ein. Er sehe jedoch mit der SPD wie mit den Grünen „große kommunalpolitische Schnittmengen“. Am Ende sei entscheidend, dass für die Menschen etwas herauskomme. In jedem Fall aber müsse mehr Ruhe reinkommen. Zudem ist die Liste der Themen, die Grunst in den kommenden fünf Jahren abarbeiten will, lang. Er zählt dazu unter anderem Wohnungs-, Kita- und Schulneubau, die soziale Infrastruktur, Erhalt von Kleingärten und Grünflächen sowie Mobilität. „Ich denke, nach den Oktoberferien wird es vertiefte Gespräche geben.“ Vieles hänge davon ab, welche Konstellationen es auf Landesebene gibt. Und die Grünen? Die hüllen sich in Schweigen. Mehrere Anfragen des Bezirks-Journals ließen die beiden Spitzenkandidaten Daniela Ehlers und Philipp Ahrens unbeantwortet. BEZIRKS-JOURNAL | Hohenschönhausen-Lichtenberg | Oktober 2021 BEZIRKS-POLITIK 5 WAHLENX 2021: So hat unser Bezirk gewählt BVV-WAHL 2021: Prozente und Sitze ABGEORDNETENHAUS-WAHL 2021: Erststimmen Wahlkreis direkt gewählt Stimmenanteil in % 1 Danny Freymark (CDU) 25,5 2 Prof. Dr. Martin Pätzold (CDU) 21,3 3 Claudia Engelmann (Die Linke) 24,5 4 Sebastian Schlüsselburg (Die Linke) 29,4 5 Hendrikje Klein (Die Linke) 26,3 6 Andreas Geisel (SPD) 27,1 Grafiken: Die Landeswahlleiterin Berlin/ Bezirks-Journal ABGEORDNETENHAUS-WAHL 2021: SITZVERTEILUNG BEZIRKSVERORDNETENVERSAMMLUNG weitere gewählte Abgeordnete (Landes-/Bezirksliste): SPD (12 Sitze): Feige, Jutta Hönicke, Kevin Kliemann, Sandy Wolff, Henning Dr. Ingenbleek, Anja Einenkel, Kevin Meyer, Anne Dr. Gührs, Erik Reuter, Mélanie Paulus, Christian Sager, Lisa-Marie Heinecke, Anton Behrend, Tatjana Niedworok, Michael Schiwatschev, Antje Dr. Stefan Taschner (Grüne) Ines Schmidt (Die Linke) Karsten Woldeit (AfD) AfD (7 Sitze) Woldeit, Karsten Drewes, Dietmar Dinda, Uwe Faetke, Sebastian Starke-Kleese, Gisela Eisenhardt, Heribert Celiker, Sükrü ABGEORDNETENHAUS-WAHL 2021: CDU (8 Sitze) Schaefer, Martin Hoffmann, Gregor Usik, Lilia Hudler, Benjamin Haustein, Dennis Wessoly, Heike Moll, Michael Peters, Carolin Grüne (8 Sitze) Ehlers, Daniela Ahrens, Philipp Navarro, Frederike Pohle, Robert Heimerl, Alexandra Davis, Dante Köhler, Leonie Wilke, Jakob DIE LINKE (15 Sitze) Grunst, Michael Zimmer, Kerstin Schuler, Camilla Wolf, Norman Klug, Samantha Leonhardt, Antonio Seidel, Katja Petermann, Christian Engelmann, Claudia Dr. Hempel, Tinko Görsdorf, Ingeborg Roßmann, Alexander Dirk Liebe (SPD) Tamara Lüdke (SPD) Christian Wolf (FDP) Zweistimmen insgesamt Lichtenberg: FDP (3 Sitze) Apitz, Rico Wolf, Christian Otto, Marcel Tierschutzpartei (2 Sitze) Michel, Katja Witte, Jennifer Stand: 5. Oktober 2021 Änderungen möglich BUNDESTAGSWAHL 2021: Prozente und Abgeordnete Erststimmen Zweitstimmen Alle Zahlen und Angaben ohne Gewähr. Stand: 5. Oktober 2021 | Alle Wahleergebnisse und Daten auf www.wahlen-berlin.de 6 BEZIRKS-LEBEN Oktober 2021 | Lichtenberg-Hohenschönhausen | BEZIRKS-JOURNAL Damit Totholz nicht zur tödlichen Gefahr wird UMWELT: 15 Mitarbeiter des Straßen- und Grünflächenamtes kümmern sich um das Wohl von 74.000 Bäumen in Lichtenberg. Von Uwe Lemm. Es muss nicht immer die Kettensäge sein, oft reicht auch eine Baumsäge: Baumkolonne-Leiter Andreas Troger bei der Arbeit in „luftiger Höhe“ auf einem der neuen Hubwagen. Foto: Uwe Lemm G äbe es sie nicht, es wäre sehr viel schlechter bestellt um die Bäume im Bezirk, aber auch um die Sicherheit jeder Bürgerin, jedes Bürgers in Lichtenberg: Die Rede ist von den 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der bezirklichen Baumkolonne. Deren Aufgaben sind vielfältig. So kümmern sie sich – neben zwei Kraftfahrern sind allesamt gelernte Gärtnerinnen bzw. Gärtner für Garten- und Landschaftsbau mit einer Zusatzqualifikation für die Aufgaben in einer Baumkolonne – um die Verkehrssicherheit der insgesamt rund 74.000 Bäume auf Straßenland und in öffentlichen Anlagen wie Parks und Friedhöfen. Denn denen wird von Umwelteinflüssen und extremem Wetter arg zugesetzt. So ist der Grundwasserspiegel in Lichtenberg in den letzten Jahren um bis zu einem Meter gesunken. Was Eigenheimbesitzer mit schlecht isolierten Kellern eher freut, bedeutet erhöhten Stress für die Bäume. Baumteile verdorren, drohen abzustürzen und müssen deshalb entfernt werden, Pilz- und andere Erkrankungen haben durch Wassermangel leichteres Spiel als früher. Es muss Totholz aus Sicherheitsgründen entfernt, ganze Bäume müssen sogar gefällt werden, deren Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Das zu erkennen, ist die Aufgabe von sieben bezirklichen Baumkontrolleuren, die wie die Baumkolonne beim Straßenund Grünflächenamt angesiedelt sind. Ihre Aufgabe: Jeden Baum einmal im Jahr auf Schäden zu inspizieren und diese an die Baumkolonne zu melden. Meldungen über Schäden werden aber auch von Lich- tenbergerinnen und Lichtenbergern über die App des Ordnungsamtes gemeldet. Besonders groß ist die Zahl von Sicherungseinsätzen nach schweren Stürmen. Hier kann in schlimmsten Fällen die „Tausender-Marke“ schon mal gerissen werden. Doch Arbeiten rund um die Sicherheit von Bäumen ist nicht das einzige Tätigkeitsfeld der Baumkolonne. Müssen erkrankte Bäume gefällt werden, stehen Neupflanzungen auf der Tagesordnung. Nach Angaben der Senatsumweltverwaltung kamen in Lichtenberg im Jahr 2020 auf 582 Fällungen 302 Neupflanzungen von Straßenbäumen – eine negative Bilanz. Diesem Trend wurde im Bezirk bereits in der ersten Hälfte dieses Jahres allerdings mit der Nachpflanzung von standortgerecht ausgewählten 540 Jungbäumen „gegengearbeitet“. Neben Nach- und Neupflanzungen kommen Aufgaben wie etwa gutachterliche Tätigkeiten zum Zustand von Bäumen im Bestand dazu. Als nicht weniger arbeitsintensiv erweist sich die „Behandlung“ von jährlich durchschnittlich 4.000 jungen Bäumen, die wegen der geringen Niederschläge der Vergangenheit und deren Folgen nun nicht mehr nur drei, sondern jetzt sechs Jahre lang bewässert werden. So appelliert Jörg Schreckenberg, Fachbereichsleiter Grünflächenmanagement, an die Bürgerinnen und Bürger, weiterhin beim Bewässern zu helfen. Das gelte angesichts sinkender Grundwasserstände auch für ältere Bäume. Besonders hilfreich sind dabei Wassersäcke, die es bereits an einer Reihe von Bäumen gibt: „Einfach Wasser hineinfüllen“, rät der Leiter der Baumkolonne Andreas Torger. Für so viele und vielfältige Aufgaben reicht die aktuelle Zahl der Beschäftigten nicht mehr aus. Deshalb freut sich Michael Schleusener, Amtsleiter des Lichtenberger Straßen- und Grünflächenamts, nach jahrelangem Personalabbau demnächst drei weitere Fachkräfte nach bereits abgeschlossenem Bewerbungsverfahren in „seiner“ Baumkolonne begrüßen zu können. Und gefreut dürfte ihn auch die Anschaffung von zwei neuen Steigerfahrzeugen mit einer maximalen Arbeitshöhe von 26 Metern im Gesamtwert von rund 480.000 Euro haben, die die bezirkliche „Flotte“ nun auf vier Hubfahrzeuge erweitern. Doch auch die Bürgerin, den Bürger wird’s freuen, können doch nun vermehrt Arbeiten in den Baumkronen in Eigenregie, also ohne Auftragsvergabe an Fremdfirmen und damit ohne zusätzliche Kosten durchgeführt werden. Von der Sicherheit einmal ganz zu schweigen. Urnen in Wänden und Platz für Buddhisten NATUR: Der Zentralfriedhof Friedrichsfelde wird im 140. Jahr seines Bestehens behutsam erneuert. E r zählt zu den größten Begräbnisstätten Berlins – der Zentralfriedhof in Berlin-Friedrichsfelde. 140 Jahre nach dessen Eröffnung beginnt nun die behutsame Umgestaltung des 250.000 Quadratmeter großen Areals in der Gudrunstraße. Das Büro für Stadtplanung, Landschaftsplanung und Stadtforschung TOPOS hat im Auftrag des Bezirksamtes ein Entwicklungskonzept für den Zentralfriedhof Friedrichsfelde erarbeitet. Darin enthalten sind Pläne, wie die Flächen gepflegt und genutzt werden sollen. Unter anderem sollen künftig auch stärker alternative Bestattungsformen Berücksichtigung finden. Zudem enthält das Papier Aussagen, wie der Bezirk die Pflege und den Unterhalt wirtschaftlicher gestalten und die Biodiversität verbessern kann. Erste Bauarbeiten des über mehrere Jahre angelegten Projektes haben bereits begonnen. „Am Zentralfriedhof Friedrichsfelde lassen sich historische Ereignisse der letzten 140 Jahre nachvollziehen. Zum Jubiläum wird der Blick nach vorne gerichtet und der Friedhof behutsam neugestaltet“, sagt Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke). „Gleichzeitig wird aber der Charakter nicht verändert, sodass uns der Friedhof mit seinem unschätzbaren Wert als Erinnerungsort erhalten bleibt.“ Der Wandel des Bezirkes spiegele sich aber auch am Zentralfriedhof. „In Zukunft wird es dort zum Beispiel auch eine buddhistische Grabesstätte geben.“ Mit den neuen Bestattungsformen soll es vielen Menschen ermöglicht werden, von ihren Liebste in Würde Abschied zu nehmen, wie der für Straßen- und Grünanlagen zuständige Lichtenberger Bezirksstadtrat Martin Schaefer (CDU) sagt: „Es ist eine besondere Aufgabe, unseren Zentralfriedhof zukunftsfit zu gestalten.“ Im vorderen Bereich des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde wird ein neues Grabfeld mit Urnenwänden gestaltet. Eingefasst mit einer Hainbuchenhecke wird dieser Bereich nicht nur gestalterisch hochwertig, sondern mit einer Rundbank und weiteren Bänken ausgestattet auch barrierearm und altersgerecht sein. Zunächst werden vier Urnenwandanlagen mit 40 Kammern aufgestellt. Zusätzlich wird ein neuer „Lichtenwald“ im hinteren Bereich des Zentralfriedhofs als naturnaher Bereich mit zusätzlich gepflanzten Bäumen ausgestaltet. Dieser bietet die Möglichkeit einer Urnenbestattung in einer naturnahen Umgebung an Bäumen. Der Zentralfriedhof wurde im Jahr 1881 nach Plänen des bekannten Gartendirektors Hermann Mächtig angelegt. Anfang der 1950er-Jahre erfuhr der südliche Eingangsbereich mit der Errichtung der Gedenkstätte der Sozialisten eine wesentliche Umgestaltung. (bzj.) Neue Urnenwände auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Diese Bestattungsform reduziziert den Pflegeaufwand erheblich. Foto: Bezirksamt Lichtenberg BEZIRKS-JOURNAL | Hohenschönhausen-Lichtenberg | Oktober 2021 BEZIRKS-LEBEN 7 Beruflicher Neubeginn ohne Leistungsdruck SOZIALES: Individuelle Lösungen für individuelle Menschen: Die Atina gemeinnützige UG gibt Langzeitarbeitslosen mit dem Projekt „Kompetenzbaukasten“ neue Perspektiven. Von Steffi Bey. H eike Begenat ist im Moment sehr zufrieden mit ihrem Leben. „So wie schon lange nicht mehr“, sagt die 57-Jährige. Das war vor einem Jahr, ohne Job und mit Schmerzen in den Händen, ganz anders. Damals fühlte sie sich überflüssig, litt an Depressionen und hatte Angst, die Wohnung zu verlassen. „Aber diese miese Zeit ist vorbei“, betont die Physiotherapeutin und lächelt selbstbewusst. Sie sei wieder angekommen im „normalen Alltag“. Und erzählt, wie es dazu kam: „Zufällig las ich in einer Zeitung eine Anzeige, in der Teilnehmer für das Projekt Kompetenzbaukasten gesucht werden“, berichtet Heike Begenat. Ohne zu zögern rief sie bei der Atina gemeinnützige UG an, wurde eingeladen und schließlich als erste Teilnehmerin angenommen. Das Projekt richtet sich an arbeitslose Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die gerne etwas machen wollen, aber nicht wissen was. „Wir liefern ihnen praktisch die Orientierung“, erklärt Fabian Koberling, der das Vorhaben leitet. Langzeitarbeitslose können in einem geschützten Bereich ohne Leistungsdruck eigene Stärken und Fähigkeiten testen, erkennen, reaktivieren und schulen. Sie dürfen unterschiedliche Bereiche ausprobieren und dabei verschiedene Tätigkeiten und Berufsbilder kennenlernen. „Gemeinsam finden wir für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin den individuell passenden Schwerpunkt und eröffnen ihnen dadurch neue berufliche Perspektiven“, sagt Fabian Koberling. Sie können Berufsfelder wie Büromanagement, Vertrieb/Verkauf/ Kundenbetreuung, Werkstatt, Tierpflege, Garten- und Landschaftsbau sowie Be- Heike Begenat aus Friedrichshain gehört zu den ersten Teilnehmern des Projekts „Kompetenzbaukasten“. Foto: Steffi Bey treuung testen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. „Im nächsten Schritt legen wir gemeinsam einen Baustein fest, der vertieft wird“, sagt der Projektverantwortliche. Ziel sei es, gemeinsam den richtigen Weg zu finden, um dann die Zukunft gestalten zu können. Coachings und Workshops finden außerdem statt. Gefördert wird der „Kompetenzbaukasten“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integ- ration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bedürfnisse für Wirtschaft und Arbeit. Die Dauer des Projektes ist auf insgesamt zwei Jahre begrenzt. 40 Hilfesuchende können davon profitieren: jeweils zehn Teilnehmer für ein halbes Jahr. „Der Einstieg ist jederzeit möglich, wir freuen uns über jeden Interessierten“, betont Fabian Koberling. Auch wer das halbe Jahr absolviert hat, wird für weitere vier Wochen von Pro- jektmitarbeitern unterstützt und begleitet und beispielsweise an Ansprechpartner vermittelt. Heike Begenat, die noch vor ein paar Monaten nicht wusste, wie es beruflich weitergeht, blickt jetzt optimistisch nach vorn. Völlig neue Fertigkeiten habe sie beim Arbeiten in der Werkstatt an sich entdeckt. „Wir gestalteten unter anderem eine Wanderkarte für Lichtenberg in Blindenschrift – ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas kann“, erzählt sie amüsiert. Sie hat geschnitten, geklebt und alles auf eine Vorlage gebracht. „Weil mir das gut gefiel und ich mich von Anfang an wohl fühlte, bin ich in diesem Bereich geblieben“, sagt sie. Und fügt hinzu: „Ich habe das Gefühl, meine Seele wurde wieder zusammengeflickt.“ Sie hofft, dass sie am Atina-Standort in der Gärtnerstraße in Alt-Hohenschönhausen noch weiter ehrenamtlich mitmachen kann. Außerdem steht für die alleinstehende Dame fest: Dass sie zwar nicht mehr als Physiotherapeutin arbeiten will und kann, aber durchaus Verbindung zu verschiedenen Praxen aufnehmen möchte. „Um vielleicht einen Raum anzumieten, in dem ich abends Gymnastik anbieten kann“, beschreibt Heike Begenat ihre Pläne. Was sich sonst noch ergibt, werde sich zeigen. Auf jeden Fall sei sie dank des Projektes hochmotiviert und sieht das Leben und die Menschen wieder positiv. Informationen zum Projekt „Kompetenzbaukasten“ gibt es bei Atina gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt), Telefon: 030-27 47 200 oder E-Mail: info@atina.berlin Website: www.atina-berlin.de/ Projekte/ Freude über gespendetes Segway SOZIALES: Der Fuhrpark der Jugendverkehrsschule Lichtenberg bekommt Zuwachs. Künftig steht dort neben Fahrrädern, E-Bikes und Elektrorollern auch ein Segway für Übungen zur Verfügung. Das Fahrzeug wurde vom Kommunalpolitiker Dirk Liebe (SPD) gestiftet. R und 3.000 Euro kostet das Segway des Herstellers „ninebot“, das Dirk Liebe kürzlich an die Jugendverkehrsschule Lichtenberg am Standort Malchower Weg übergab. Das zweirädrige Fahrzeug hatte der SPD-Direktkandidat für den Wahlkreis 2 bei der Tombola des Seenfestes am 4. September gewonnen. Es wurde vom lokalen Fachhändler „Chopper & Scooter“ in der Konrad-Wolf-Straße zur Verfügung gestellt. „Dass ich gewonnen habe, konnte es selbst gar nicht glauben“, sagt Dirk Liebe. 25 Lose hatte er für je einen Euro gekauft. Als dann seine Nummern gezogen wurden, war die Freude groß. „Schnell kam mir der Gedanke, das Segway für einen guten Zweck zu spenden.“ Lange musste er nicht nach einem Abnehmer suchen. Denn in seinem Wahlkreis Alt-Hohenschönhausen befindet sich die Jugendverkehrsschule Lichtenberg. In der Jugendverkehrsschule Lichtenberg erhalten Grundschüler ab der vierten Klasse von März bis Oktober nicht nur Theorieunterricht. Auf dem weiträumigen Gelände am Malchower Weg lernen sie auch, wie man sich im Straßenverkehr verhält, welche Gefahren es gibt. Am Ende winkt der Radfahrschein. „Im Schnitt kommen ein bis zwei Klassen pro Tag zu uns“, sagt Polizeioberkommissar Torsten Rütz. Gemeinsam mit seinem Kollegen, Hauptkommissar Myrko Bauer, ist er als Verkehrssicherheitsberater für die Verkehrsunfallprävention im Polizeiabschnitt 31 zuständig. „Mit unserer Arbeit wollen wir einen Beitrag dazu leisten, Unfallzah- len zu reduzieren und Kinder auf die Gefahren im Straßenverkehr vorzubereiten“, sagt Torsten Rütz. Für den praktischen Unterricht ste- Janet Gensch vom Trägerverein Wende-Punkt, SPD-Politiker Dirk Liebe, Polizeioberkommissar Torsten Rütz und Andreas Denecke von der Jugendverkehrsschule Lichtenberg bei der Übergabe des Segways. Foto: Marcel Gäding hen zahlreiche Fahrräder zur Verfügung, darüber hinaus zwei E-Bikes und zwei Elektroroller. Die Mitarbeiter der Jugendverkehrsschule Lichtenberg und die Verkehrssicherheitsberater der Berliner Polizei sind ganz angetan von der Segwayspende. „So etwas hatten wir auch noch nicht“, sagt Andreas Denecke. Er weiß, dass das Fahren mit einem Segway leichter aussieht, als es in Wirklichkeit ist. Zum Beweis dreht Torsten Rütz einige Runden auf dem Platz und muss zunächst erst einmal das passende Gleichgewicht finden. „Das geht ganz schön in die Bauchmuskeln“, sagt der Polizeioberkommissar. Nutzen dürfen das Segway insbesondere die „größeren“ Gäste der Jugendverkehrsschule Lichtenberg. Denn auf dem Areal am Malchower Weg gibt es nicht nur Unterricht für Grundschüler. Wer möchte, kann wochentags von 9 bis 16 Uhr auch kostenlos die verschiedenen Verkehrsmittel testen und probieren. „Gerade E-Bikes und Elektroroller können ein wahnsinniges Tempo haben und sind zudem lautlos“, berichtet Torsten Rütz. „Allerdings wird uns die Frage der Elektromobilität in Zukunft noch viel stärker beschäftigen“, sagt SPD-Politiker Dirk Liebe. „Die Jugendverkehrsschule Lichtenberg ist deshalb der richtige Ort, um die entsprechenden Fortbewegungsmittel in Ruhe und sicher auszuprobieren.“ (gäd.) 8 BEZIRKS-LEBEN Oktober 2021 | Lichtenberg-Hohenschönhausen | BEZIRKS-JOURNAL Das Becken der einstigen Frauenschwimmhalle befindet sich nun unter einem Holzpodest. In der Halle sollen künftig Veranstaltungen stattfinden. Fotos: Marcel Gäding Ins Stadtbad kehrt wieder Leben ein DENKMALSCHUTZ: Die Schwimmhalle an der Hubertusstraße wird bis 2026 komplett instandgesetzt. Allerdings bleiben die Becken trocken. Stattdessen wird das Ensemble Kultur- und Veranstaltungsort. S eit zwei Jahren ist das Stadtbad Lichtenberg in der Hubertusstraße eine Baustelle. Die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) lässt das unter Denkmalschutz stehende Gebäude in zwei Abschnitten sanieren. Der erste Part ist fast erledigt: Über das Becken der einstigen Frauenschwimmhalle wurde ein Holzboden gezogen. Schon ab dem kommenden Jahr sollen dort Ausstellungen, Workshops, Tanzabende oder Galadinner stattfinden – stilecht vor der geschichtsträchtigen Kulisse der einstigen Badeanstalt. Zunächst soll es sich um eine Zwischennutzung handeln, bis 2026 das gesamte Bad instandgesetzt wurde. Gut 28 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten, „falls wir die Mittel im Haushalt bewilligt bekommen“, wie BIM-Sprecherin Marlen Zielke bei einer Besichtigung für Journalisten sagte. Im zweiten Bauabschnitt ist geplant, das einstige Herrenschwimmbad baulich zu ertüchtigen. Sie soll dann bis zu 400 Personen Platz bieten, während das Damenbad eine Kapazität von bis zu 200 Plätzen hat. Seit das Bad 1991 wegen zahlreicher technischer Mängel geschlossen wurde, steht es leer. In den darauffolgenden Jahren wurde es als Lagerplatz benutzt, bevor erste Initiativen aus dem Bezirk auf die Idee kamen, das Bad wieder eröffnen zu wollen. Die Suche nach einem Investor scheiterte aber – denn die Auflagen seitens des Denkmalschutzes sind zu hoch und die Blick in die Badewannenabteilung des Hubertusbades. Viele Relikte einstiger Tage sollen erhalten bleiben. Kosten für die Inbetriebnahme des Bades nicht tragbar. 2001 übernahm das Land Berlin die Immobilie, und erst 14 Jahre später kam die BIM ins Boot. Das landeseigene Immobilienunternehmen gab zunächst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag – um mögliche Szenarien einer künftigen Badnutzung zu beleuchten. Das Ergebnis: Ein Badbetrieb würde nicht nur teure Investitionen bedeuten, sondern auch mit rund 10.000 Euro am Tag unwirtschaftlich sein. Dass im Stadtbad Lichtenberg, das im Kiez auch liebevoll Hubertusbad genannt wird, nie wieder geschwommen werden kann, „ist tatsächlich beschlossen“, erklärt BIM-Sprecherin Zielke. Im Rahmen eines „Festes der Ideen“ wurden stattdessen 2019 und 2020 rund 800 Vorschläge von rund 200 Anwohnern gesammelt. Das Ergebnis: Das Stadtbad Lichtenberg wird einerseits Veranstaltungsort, andererseits Begegnungszentrum im Kiez. Die größten Vorarbeiten sind bereits erledigt: Unter anderem wurde das Haus von mehreren Tonnen Bauschutt befreit, Elektroanschlüsse und Sanitäranlagen im linken Gebäudeteil wieder hergerichtet. Der Hauch von Geschichte, der im Bad immer noch allgegenwärtig ist, soll auch nach Abschluss der Bauarbeiten erhalten bleiben. Unter anderem ist geplant, Elemente wie die vielen Wannen aus den Badekabinen auch künftig sichtbar zu machen, ebenso alte Spiegel und Kleiderhaken in den Umkleiden. (gäd.) BEZIRKS-JOURNAL | Hohenschönhausen-Lichtenberg | Oktober 2021 BEZIRKS-LEBEN 9 Lichtenberg macht Pädagogen den Hof BILDUNG: Der Bezirk veranstaltet erstmals einen Aktionstag, um Lehrer und Erzieher für seine 55 Schulen zu finden. S tolz präsentiert Roland Härtel, Direktor der Philipp-Reis-Oberschule, die modernisierten Gebäude seiner Schule. Alle Klassenzimmer sind mit interaktiven Whiteboards ausgestattet, der Schulhof wirkt gepflegt. Härtels Schule im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen ist eine integrierte Sekundarschule, deren Kapazität sich in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelte. Waren es 2008 noch 320 Schüler in drei Klassen pro Jahrgang, sind es inzwischen 634 Schüler in sechs Klassen pro Jahrgang. Dementsprechend mussten auch mehr Lehrer und Erzieher eingestellt werden. Derzeit sind in der Schule an der Werneuchener Straße 70 Menschen beschäftigt. Sucht Härtel Personal, ist er auf die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie angewiesen. Dort bewerben sich Studenten, Quereinsteiger oder angehende Lehrer auf die zahlreichen freien Stellen und werden auf ihren eigenen Wunsch hin an die Schulen weitervermittelt. Der Bedarf an Personal für die 55 Schulen im Bezirk liegt jedes Jahr im dreistelligen Be- Roland Härtel präsentiert am 27. Oktober seine Schule. Foto: Marcel Gäding reich, erklärt Martina Roth von der Außenstelle der Schulaufsicht. Das Problem ist jedoch, dass viele Bewerber lieber in den Innenstadtbezirken oder im Westteil arbeiten möchten – vermutlich, weil sie gar keinen Eindruck davon haben, wie schön es in Lichtenberg ist. „Wir sind eine Randregion, die nicht im Fokus der Menschen steht, die eine pädagogische Stelle suchen“, sagt Monika Roth. „Daher ist es unser Ziel, darzustellen, dass Lichtenberg ein attraktiver Arbeitsort mit tollen Schulen ist“, sagt Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke). Auf der Suche nach Personal geht der Bezirk Lichtenberg deshalb berlinweit erstmalig eigene Wege. Am 27. Oktober findet ab 10 Uhr der Aktionstag „kennenLERNEN“ statt. Im Rahmen von mehreren Bustouren sollen Pädagogen, Studenten und Erzieher die Möglichkeit erhalten, sich eine von zehn Schulen im Bezirk anzuschauen. „In der vergangenen Wahlperiode wurden mehr als 3.000 neue Schulplätze geschaffen“, sagt Michael Grunst. Derzeit läuft die Schulbauoffensive unter Hochdruck. „Aber für die neuen Schulen benötigen wir auch Personal“, erklärt der Rathaus-Chef. Zudem gehen Lehrkräfte und Erzieher in Rente, weshalb neben neuen auch frei werdende Stellen besetzt werden müssen. Zu bieten hat Lichtenberg einiges: Wie an der Philipp-Reis-Schule wurde in der Vergangenheit auch bei den anderen Einrichtungen viel Geld in die Hand genommen, um Schulgebäude, Mensen und Sporthallen zu sanieren oder neu zu bauen. „Wer das einmal gesehen hat, zeigt sich begeistert – anders, als vorher eine Hoch- glanzbroschüre des künftigen Arbeitsortes gesehen zu haben“, sagt Martina Roth. Schulleiter Roland Härtel weiß aus dem eigenen Kollegenkreis, dass sich die „Neuen“ in der Regel auch in einem der Kieze von Lichtenberg niederlassen. Zum Aktionstag am 27. Oktober sind nach Angaben von Schulstadtrat Martin Schaefer (CDU) auch Studienanfänger gern gesehen. Denn die Suche nach Personal ist eine Angelegenheit, die einige Jahre dauern wird. „Im Bezirk gibt es noch Pläne für zwölf neue Schulen, wo noch nicht einmal der erste Spatenstich stattgefunden hat.“ Zudem dauert es noch gut zehn Jahre, bis alle Schule saniert (und erweitert) sind. An dem Aktionstag „kennenLERNEN“ beteiligen sich zehn Schulen. Wer will, kann sich an dem Tag auch für ein Praktikum oder eine befristete Stelle bewerben und gleich seine Unterlagen abgeben. (gäd.) Der Aktionstag „kennenLERNEN“ findet am 27. Oktober ab 10 Uhr statt. Um Anmeldung wird gebeten unter kennenlernen@lichtenberg.berlin.de Infos unter www.berlin.de/ba-lichtenberg/kennenlernen ANZEIGE FREI K A RT E N zu gewinnen! Ikudo Odai (Foto) und Sybille Mahni präsentieren am 11. November auf Schloss Friedrichsfelde Werke von Beethoven, Strauss und Kirchner. Foto: Veranstalter Klassischer Herbst: Konzertreihe startet im Schloss Friedrichsfelde FRIEDRICHSFELDE. Der Tierpark Berlin war schon immer ein Ort, an dem Natur und Kultur in besonderer Weise aufeinandertreffen. Jetzt beginnen die Herbstkonzerte im Schloss Friedrichsfelde unter Leitung von Kerstin Straßburg. Donnerstag, 25. November, 19 Uhr: Niek Baar und Ben Kim, Werke von W.A. Mozart, F. Schubert, A. Dvo�ák, M. Ravel Erstklassige Künstler und Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe widmen sich einzigartigen Werken – wunderbare Klavierund Kammermusik durchfluten den historischen Ballsaal des Schloss Friedrichsfelde. Die Tickets sind streng limitiert und online unter www.schlossdriedrichsfelde.com/konzerte sowie im Vorverkauf im Schloss Friedrichsfelde erhältlich: jeweils montags 10-12 Uhr & donnerstags 14-16 Uhr. Der Ticket- Kauf vor Ort ist nur gegen Barzahlung möglich. An Konzerttagen sind Tickets an der Abendkasse ab 18.30 Uhr erhältlich. Eine telefonische Reservierung ist von Montag bis Freitag zwischen 10-16 Uhr unter folgender TelefonNummer 0152-22559171 möglich. Verlosung Folgende Termine stehen an: Donnerstag, 11. November, 19 Uhr: Sybille Mahni und Ikudo Odai, Werke von L.v. Beethoven, R. Strauss und V.D. Kirchner Für das Konzert am 11. November verlosen wir mit freundlicher Unterstützung der Tierpark Berlin Friedrichsfelde GmbH 3x2 Freikarten. Bewerben Sie sich bis zum 31. Oktober per Mail unter info@bezirks-journal.de Die Gewinner werden unter Ausschluss des Rechtsweges ermittelt. Eine Barauszahlung findet nicht statt. Alle personenbezogenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht. BEZIRKS-WIRTSCHAFT 10 Oktober 2021 | Lichtenberg-Hohenschönhausen | BEZIRKS-JOURNAL Wo Gerechtigkeit zur Philosophie gehört SERIE: Die Gebäudeservice Wodara GmbH orientiert sich seit Jahren an der Gemeinwohl-Ökonomie. Von Angelika Giorgis. I m alten Dorf Marzahn, wo sein Großvater ein kleines Pachtgrundstück besaß, wuchs Mario Wodara auf. Als die Plattenbausiedlung entstand, musste die Familie ihr Häuschen räumen und erhielt am heutigen Blumberger Damm eine Wohnung. Damals konnte niemand ahnen, dass das einstige Kinderzimmer nach der Wiedervereinigung Deutschlands für etwa drei Jahre zum Büro seines ersten Gebäudedienstes wird. Herr Wodaras jetzige Firma hat ihren Sitz in der Marzahner Chaussee. Seine Mitarbeiter arbeiten in allen Teilen Berlins. Mario Wodara war schon zu DDRZeiten Gebäudereiniger. Damals arbeitete UNTERNEHMEN IM F KUS er im kleinen Team, recht selbstbestimmt, in einer Clubgaststätte. Diese Selbstständigkeit wollte er sich auch nach 1990 erhalten und gründete gemeinsam mit einem ehemaligen Kollegen die erste eigene Firma. Als diese in eine finanzielle Schieflage geriet und von einem Mitbewerber übernommen wurde, folgten einige Monate als Arbeitnehmer. Die Erfahrungen, die Firmengründer Mario Wodara vor einem seiner modernen Straßenreinigungsfahrzeuge. Wodara dabei machte, waren weniger positiv und hinterließen ihre Spuren. Sechs ANZEIGE Ihre Zeitung bequem als E-Paper Einkaufen im Kiez: Lichtenberg verAn zwei Orten in lhändler das bessern Lebensmitte angebot. Seite 7 Nahversorgungs Anzeige Teurer Müll: lt viel Geld dafür, Der Bezirk bezah n und Parks Abfall in Grünanlage . Seite 2 entsorgen zu lassen LICHTENBERGER Freiwillige Feuer wehr Mahlsdorf : Geplante neue Feuer wache lässt weiter auf sich warte n. Die Kameraden gedulden sich. Seite 2 GRATIS AL BEZIRKS-JOURNMARZAHN-HELLERSDORFER r BPuElloZveIR ce für alte KS-JOURNAL Eine zweite Chan berg szeitung für Lichten Ihre kostenlose Monat & Hohenschönhausen | Ausgabe Juli 2021, BABYKLEIDUNG 15. Anzeige zum Mitnehmen Hunde im Bezirksam t: Die CDU will die Verwaltung tierfreundlich machen und Vierbeiner in Büros erlauben. Seite 7 al.de redaktion@bezirks-journ | ezirks-journal.de m Juli 2021 |  www.b TER WOLLE: AUS GEBRAUCH GRATIS Ihre kostenlose Monat szeitung für Marzah n-Hellersdorf | Ausgab e Juli BLÜHENDE LAND Ein Paradies für 2021, 15. Juli 2021 zum Mitnehm en |  www.bezirksjournal.de | m redaktio n@bezirks-journal.de SCHAFTEN IN HELL ERSDORF Bienen und ande re Insekten Im Kurt-Julius-G oldstein-Park blühen seit einigen Wochen wilde Blumen und Kräute r. Dafür wurde eine fast 5.000 Quadra tmeter große Fläche ausgewählt. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Wildtierstiftung wurden darüber hinaus Flächen in der Wernerstraße , am Blumberger Damm, im Schlosspark Biesdorf, am Pfarrhufenan ger sowie am Walslebener Platz für Wildblumen hergerichtet. Sie werden jetzt ein Jahr lang von der Stiftung gepflegt. Entstanden sind die Flächen im Rahmen des Projek ts „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist Teil des Pilotprojektes. Ziel des Projektes ist es, einen aktiven Beitrag für die Förderung von Biodive rsität zu leisten , mit einem besond eren Fokus auf den Wildbienen. Dafür werden auf unterschiedlichen öffentl ichen Flächen artenreiche Blume nwiesen angelegt, Wildstauden geförd ert und Nisthabitate geschaffen. Dabei gehe es auch darum, mit vertret barem Aufwand die Berliner Grünpfl ege zukünftig flächendeckend insektenfreundlicher zu gestalten. Foto: Marcel it und auf Nachhaltigke junge Mutter setzt sie im „Jawoll-Baby“: Die Mützen vermarktet Stücke ihres Labels ht. Die Hosen und präsentiert sie einige Foto: Marcel Gäding en selbständig gemac in Karlshorst. Dort Ein-Frau-Unternehm in ihrem Garten hat sie sich mit ihrem an einer Wäscheleine März dieses Jahres Im . Janine Fränzel steht llovern Wollpu 6. eidung aus alten l lesen Sie auf Seite produziert Babykl Fränze Janine Geschichte von Internet. Die ganze Gäding Seit 29 Jahren hausen in Hohenschön autohaus M A R ZA H N lder S tr. Mä rk Mehr ower Allee Sportgelände Marzahn R.Wall enberg tr. -S isc he All ee B i tt erfe Wo lfe ne r MARZ AHN Blum berger Da mm autohaus Str . Das Bezirks-Journal erhalten Sie nicht nur an 300 Orten zur Mitnahme, sondern rund um die Uhr Autohaus Marza hn GmbH auch als elektronische Variante in PDF-Form. So verpassen Sie keine Ausgabe mehr. sberger Allee Land Sondermodelle Aktionspreise Inzahlungnahm e Wolfener Straße 13 a, 12681 Berli Tel. 030 / 93 69 n 160 | www.auto haus-marzahn -berlin.de Jetzt kostenlos lesen: www.bezirks-journal.de Monate später, im Jahr 2003, gründete er wieder ein eigenes Unternehmen. Es sollte eine kleine, auf Spezialreinigungen fokussierte Firma werden. Doch viele alte Kunden meldeten sich zurück. Mario Wodara erklärt sich das so: „Ich behandele meine Kunden so, wie ich selbst behandelt werden will.“ Niemals sagt er von vornherein: „Das geht nicht.“ Sondern: „Wir denken darüber nach.“ Und meistens wird eine zufriedenstellende Lösung gefunden. Heute arbeiten 175 Menschen aus 15 Nationen im Unternehmen, das auch Ausbildungsbetrieb ist. Als es irgendwann schwieriger wurde neue Auszubildende zu gewinnen, schloss sich die Firma dem von der Handwerkskammer initiierten Projekt „Berliner Schulpate“ an. Jetzt gehen Mitarbeiter in die 4. und 5. Klassen, um schon in diesem Alter Interesse am Beruf des Gebäudereinigers zu wecken. In diesem Jahr war es aber recht einfach: Im März bewarben sich innerhalb weniger Tage drei junge Leute auf einen Ausbildungsplatz, ohne dass das Unternehmen aktiv auf Suche gegangen war. Zwei von ihnen beginnen im September ihre Ausbildung. Mario Wodara glaubt, dass sie diese trotz der hohen Abbrecherquote im Reinigungsgewerbe schaffen: „Die Motivation stimmt. Und unsere zukünftigen Azubis haben die Perspektive erkannt, die der Beruf bietet.“ Mitarbeiter zu finden ist in der Branche nicht immer einfach. Zwar machen es ein für Arbeitnehmer verbesserter Tarifvertrag und die teils übertarifliche Bezahlung des Unternehmens etwas leichter. Die Arbeit in diesem Beruf hat jedoch auch ihre Schattenseiten. Neben der körperlichen Belastung sind das u. a. die Arbeitszeiten. Viele Objekte werden in den Abendstunden gereinigt. Mario Wodara erzählt, dass man in den nordischen Ländern dazu übergegangen ist, die Räume – sei es in der Kita oder im Büro – auch tagsüber zu reinigen. Das ist einerseits nicht so unpersönlich, die Wertschätzung der Arbeit ist eine bessere, und es können direkt Wünsche geäußert werden. Auch eröffnet es Menschen einen Zugang, die zum Beispiel auf die Kinderbetreuung angewiesen sind. Doch gerade, Foto: Angelika Giorgis als Wodara das mit einem Kunden ausprobieren wollte, kam die Corona-Pandemie dazwischen und man ging wieder mehr auf Abstand. Aber das Projekt bleibt in seinem Kopf. Neben der Unterhaltsreinigung gibt es im Unternehmen sechs weitere Fachabteilungen, so die Sonderreinigung, Höhenarbeiten, Farbe & Fliesen & Innenausbau, Hausmeisterdienste, Grünanlagenpflege und den Winterdienst. Dieser Winterdienst ermöglicht es, dass trotz saisonbedingter Schwankungen der Auftragslage ¬ wie sie beispielsweise in der Grünanlagenpflege üblich ist ¬ auf eine Befristung von Arbeitsverträgen verzichtet werden kann. Für Leistungen, die selbst nicht abgedeckt werden, bestehen teils jahrelange Partnerschaften mit anderen Dienstleistern. Seit 2014 beschäftigt sich Mario Wodara mit dem Gemeinwohlgedanken. 2017 wurde das Unternehmen Mitglied im Gemeinwohl-Ökonomie-Verein BerlinBrandenburg. Gerade legte es seine zweite Gemeinwohl-Bilanz vor. Sie zeigt, wie das Unternehmen die Werte Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitbestimmung lebt. Die Bilanz wurde von einem externen Prüfer auditiert und ist öffentlich einsehbar. Diese Bilanz ist gewissermaßen ein Spiegel der vergangenen Jahre und ein Leitfaden für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Daran wird auch ein zweiter Geschäftsführer mitwirken, Mario Wodaras Sohn. Das war nicht von vornherein klar, obwohl der Junior bereits in der väterlichen Firma gearbeitet hatte. Doch er wollte mehr und Neues kennenlernen und sammelte für einige Jahre auf dem Arbeitsmarkt Erfahrungen. Nun kommt die Zeit, langfristig den Stab weiterzugeben. Weitere Informationen: Gebäudeservice Wodara GmbH, Marzahner Chaussee 158/164, 12681 Berlin, Tel. 030-936688940, www.qualitrauen.de BEZIRKS-JOURNAL | Hohenschönhausen-Lichtenberg | Oktober 2021  Theater & Bühne Das kalte Herz: Märchen von Wilhelm Hauff mit der Inklusionstheatergruppe Grenzenlos. Aufführungen: 16. Oktober, 18 Uhr, und 17. Oktober, 16 Uhr, Heilig-Kreuz-Kirche (Malchower Weg 30-32, 13053 Berlin); 22. Oktober und 23. Oktober jeweils 18 Uhr, Kiezspinne, Schulze-Boysen-Straße 38, 10365 Berlin. Die Inklusionstheatergruppe „Grenzenlos Barrierefrei“ widmete sich diesem märchenhaften Stück und hat daraus ein ganz neues Theaterstück entwickelt. Tickets: tickets-theater-grenzenlos@freenet.de Aufgespritzt und oben ohne: Solokabarett von und mit Lutz Hoff am 5. November, 19 Uhr. Eintritt: 10 Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin. Kaffee, Kuchen und KULTUR: Humorvoller Nachmittag am 16. November, 15 Uhr. „Noch ein Gedicht“ und „Der Lottogewinner“ und so weiter und so fort. Von Heinz Erhardt bis LORIOT - Die Stars von Kabarett und Satire in ihren Schaltplattenaufnahmen Helmut Gohlke vor. Anmeldung dringend erforderlich unter Tel. 030 56588762. Eintritt: 2,50 Euro. Ort: Stadtteilzentrum Kaulsdorf, Brodauer Str. 27-29, 12621 Berlin.  Kino & Leinwand Biesdorfer Film-Frühstück – „Die Leiden des jungen Werthers“ am 21. Oktober, 10 Uhr. Produktion: 1976, Regie: Egon Günther; Laufzeit: 105 Minuten. Mathias J. Blochwitz begleitet die Veranstaltung als Moderator und steht seinen Gästen nach der Filmvorführung zum Gespräch zur Verfügung. Anmeldung erforderlich unter Tel. 030 526784593. Eintritt 6 Euro, incl. Frühstück. Ort: Stadtteilzentrum Biesdorf, Alt Biesdorf 15, 12683 Berlin. Programm Kino Kiste, Heidenauer Str. 10, 12627 Berlin, Tel.: 030 9987481 21. bis 27. Oktober: Der Rosengarten von Madame Vernet: Do. 9 Uhr; Do., So., Mi. 14 Uhr; Fr., Mo. 18 Uhr; Sa., Di. 20 Uhr Curveball- Wir machen die Wahrheit: Fr., Mo. 14 Uhr; Sa., Di. 18 Uhr; Do., So., Mi. 20 Uhr Die Schule der Magischen Tiere: Do., So., Mi. 15.50 Uhr; Fr., Mo. 16 Uhr; Sa., Di. 16.10 Uhr Je Suis Karl: Sa., Di. 13.50 Uhr; Do., So., Mi. 17.40 Uhr; Fr., Mo. 20 Uhr 28. Oktober bis 3. November: Curveball- Wir machen die Wahrheit: Do. 9 Uhr; Do., So., Mi. 14 Uhr; Fr., Mo. 18 Uhr; Sa., Di. 20 Uhr Die Schule der Magischen Tiere: Do., So., Mi. 16 Uhr; Fr., Mo. 16.10 Uhr; Sa., Di. 15.55 Uhr Je Suis Karl: Fr., Mo. 13.50 Uhr; Sa., Di. 17.40 Uhr; Do., So., Mi. 20 Uhr Es ist nur eine Phase, Hase: Sa., Di. 14 Uhr; Do., So., Mi. 18 Uhr; Fr., Mo. 20 Uhr  Vorträge & Lesungen Dass sie mich liebt, das sagt sie nicht: Lesung mit Schauspieler, Musiker und Autor Christian Steyer am 18. Oktober, 19 Uhr. Eintritt 4 Euro. Anmeldungen unter Tel. 030 902963773. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-Saefkow-Platz 14, 10369 Berlin. Die Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf jenseits von schrumpfungsbedingtem Stadtumbau und aktionistischer Nachverdichtung: Vortrag mit Prof. Dr. Simone Hain am 20. Oktober, 18 Uhr. Teilnahme: 4 Euro. Anmeldung per E-Mail unter info@freundeschloss-biesdorf.de Ort: Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin. „Der Alien in Karlshorst“: Lesung in deutscher und russischer Sprache mit Alexander Delfinov am 23. Oktober, 20 Uhr. Ort: KAHO. Raum für Kultur, Treskowallee 109, 10318 Berlin, Tel. 030 74773066. Knut Elstermann – Im Gespräch: Lesung mit dem Filmkritiker am 27. Oktober, 19 Uhr. Elstermann lässt in Gesprächen und Interviews mit Filmschaffenden der DEFA die Erinnerung an viele Filmklassiker aufleben, die nicht zuletzt vom Alltag in der DDR erzählen. Eintritt: 4 Euro. Anmeldung unter Tel. 030 92796410. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek, Prerower Platz 2, 13051 Berlin. Journalismus heute – was kann, was soll, was muss er?! Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Biesdorfer Begegnung“ am 27. Oktober, 18 Uhr. Auf dem Podium: Christine Richter, Chefredakteurin der „Berliner Morgenpost“, Wolfgang Hübner, Chefredaktion Neues Deutschland, Ingo Salmen, Redakteur beim „Tagesspiegel“ und Ralf Nachtmann, Herausgeber von „jot.w.d.“ – die andere. Um Anmeldung per E-Mail unter info@freundeschloss-biesdorf.de wird gebeten. Eintritt: 4 Euro. Ort: Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin. Weltzeituhr und Wartburglenker: Erich John und das DDR-Design. Gespräch mit der Fernsehjournalistin Heike Schüler am 28. Oktober, 19 Uhr. Eintritt: 4 Euro. Anmeldung unter Tel. 030 5122102. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek, Erich-Kurz-Straße 9, 10319 Berlin. DDR neu erzählen: Lesung und Gespräch mit Karsten Krampitz am 2. November, 20 Uhr. Es ist an der Zeit, die DDR neu zu erzählen – ohne sie zu verklären, aber auch ohne sie zu dämonisieren – und das tut Autor und Verfasser Karsten Krampitz im Gespräch mit dem Autor und Moderator Mario Pschera. Ort: KAHO. Raum für Kultur, Treskowallee 109, 10318 Berlin, Tel. 030 74773066. Gott hab sie selig - Neue Anekdoten von anomal bis digital: Petra Pau liest am 8. November um 15 Uhr aus ihrem Buch. Eintritt frei, auf Wunsch ein Kaffee- oder Teegedeck 3 Euro. Ort: Mietertreff „WuhleAnger“, Schleusinger Straße 8, 12687 Berlin. VERANSTALTUNGEN IM BERLINER OSTEN UND IM UMLAND „Besetzte Gebiete“: Lesung mit Arnon Grünberg am 8. November, 20 Uhr. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin.  Ausflüge & Touren Häuser aus Beton: Führung durch den Kaskelkiez am 19. Oktober, 16 Uhr. Im Rahmen der Führung erinnert das Museum Lichtenberg an den Keramiker Albrecht Türrschmidt († 14. Oktober 1871). Türrschmidt war Bauleiter der „Berliner Cement-Bau AG“, die in Rummelsburg erstmals in Deutschland Miethäuser aus Gußbeton errichten ließ. Eines der Häuser befindet sich in der Türrschmidtstraße 17, die zur Erinnerung an Albrecht Türrschmidt seinen Namen trägt. Das Haus wurde restauriert und nach Fotovorlagen mit dem ursprünglichen Schmuck versehen. In einer einstündigen Führung zeigt Dr. Dirk Moldt, Archivleiter des Museums Lichtenberg, an verschiedenen Stationen bemerkenswerte Beispiele der Rummelsburger Baugeschichte. Die Führung ist kostenfrei. Treffpunkt: Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin. Jäger der Nacht – Fledermäuse in Hohenschönhausen: Führung am 22. Oktober, 18 Uhr. In Deutschland sind 25 Fledermausarten heimisch, davon sind 18 Arten auch in Berlin zu finden. In der Dunkelheit bleibt ihre Anwesenheit fast unbemerkt. Aber mit Hilfe eines Batdetektors kann man ihre Rufe hörbar machen. Die Falkenberger Krugwiesen im Norden Lichtenbergs sind ein hervorragendes Jagdgebiet für Fledermäuse. Heute Abend begeben wir uns mit einem Batdetektor auf die Suche nach den unauffälligen Jägern. Bitte Taschenlampe und/oder Stirnlampe mitbringen. Eine Anmeldung bis zum 18.10. ist erforderlich unter Tel. 030 92901866. Treffpunkt: Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str. 35, 13057 Berlin. Stadttour Lichtenberg – Victoriastadt: Führung mit Britta Plachetta am 30. Oktober, 11 Uhr. Treffpunkt: Denkmal an der Kreuzung Türrschmidtstraße / Stadthausstraße. Teilnahme: 4 Euro. Anmeldungen unter Tel. 030 5532276. Veranstalter: Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin. Entdeckungsreise zu ausgewählten Lichtenberger Naturdenkmalen: Die Leiterin des Umweltbüros Lichtenberg Doreen ANZEIGE 11 Hantuschke, lädt am 14. November, 14 Uhr, zu einer gemütlichen Entdeckungsreise durch Alt-Lichtenberg ein. Besondere Naturdenkmale des Kiezes und deren Geschichte stehen im Vordergrund dieser etwa acht Kilometer langen Wanderung. Start ist am Rathaus Lichtenberg, die Wanderung endet an der Tramhaltestelle KrankenhausElisabeth-Herzberge. Anmeldung bis zum 10. November unter Tel. 030 92901866. Start: Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin.  Kinder & Familie Der kleine Maulwurf und der Piratenschatz: Aufführung des Theaters Vagabunt im Rahmen des FamilienSamstags am 23. Oktober, 15 Uhr. Puppenspiel für Kinder ab 3 Jahren. Anmeldung unter Tel. 030 92796410. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek, Prerower Platz 2, 13051 Berlin. Modellbahnausstellung der IG Modellbahn Hellersdorf: Am 23. und 24. Oktober jeweils von 10 bis 17 Uhr veranstaltet die IG Modellbahn Hellersdorf eine Modellbahnausstellung. Gezeigt wird die große (ca. 3m x 10m) H0-Clubanlage „Neukirchen“. Erstmals wird eine ältere Feuerwache im Maßstab 1:87 mit vielen verschiedenen realistisch nachgebildeten Feuerwehren präsentiert. Für Kinder gibt es zwei neue Kinderspielanlagen, an denen diese selbst die Züge steuern dürfen. Für das leiblich Wohl wird gesorgt. Ort: Stollberger Str. 49, 12627 Berlin. Eintritt: Erwachsene 3, Kinder 1, Familien 7 Euro. Froschkönig: Mitspieltheater für Kinder ab 5 Jahre am 2. November, 10 Uhr. Die Kinder dürfen in Kostümen und mit Requisiten auf der kleinen Bühne des Theaters selber spielen. Teilnahme: 3 Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin. „Der rote Rubin“: Szenische Lesung für die ganze Familie mit Schauspielerin Uta Ernst am 4. November, 9 Uhr. Anmeldung erbeten unter Tel. 030 5425057. Eintritt: 3 Euro. Ort: Frauentreff HellMa, Marzahner Promenade 41, 12679 Berlin. Schneeweißchen und Rosenrot: Mitspieltheater für Kinder ab 6 Jahre am 4. November, 10 Uhr. Die Kinder dürfen in Kostümen und mit Requisiten auf der kleinen Bühne des Theaters selber spielen. Teilnahme: 3 Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin. Rumpelstilzchen: Mitspieltheater im Rahmen der Märchentage für Kinder ab 6 Jahre am 10. November, 10 Uhr. Die Kinder dürfen in Kostümen und mit Requisiten auf der kleinen Bühne des Theaters selber spielen. Teilnahme: 3 Euro. Ort: Berliner TschechowTheater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin. TERMINE UND ANKÜNDIGUNGEN senden Sie per E-Mail an kultur@bezirks-journal.de  Musik & Konzert Griechischer Nachmittag: Das griechische Gitarren-Duo „ATHENIA“ stellt am 27. Oktober, 15 Uhr, temperamentvoll seine Heimat vor. Eintritt: 6 Euro. Ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen für 3 Euro. Anmeldungen unter Tel. 030 22356127. Ort: MAXIE-Treff der WG Wuhletal eG, Maxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin. 12 KURZ UND BÜNDIG Oktober 2021 | Lichtenberg-Hohenschönhausen | BEZIRKS-JOURNAL Tablet und Smartphone: Angebote für Senioren Ein Platz für die „Digedags“ LICHTENBERG. Das Bezirksamt bietet in Kooperation mit dem Büro 55+ eine monatliche Beratung zur Nutzung von Tablet und Smartphone für Seniorinnen und Senioren an. Menschen ab 55 Jahren haben dort die Möglichkeit, in einem individuellen Termin Fragen zu ihrem eigenen Gerät zu stellen und Tipps zu erhalten. Das Angebot gibt es zunächst an zwei Standorten: jeden ersten Mittwoch im Monat von 14 bis 16 Uhr im Alten Lazarett, Friedrich-Jacobs-Promenade 14, 10317 Berlin, und jeden ersten Donnerstag im Monat von 14 bis 16 Uhr in der Begegnungsstätte „Warnitzer Bogen“, Warnitzer Straße 8, 13057 Berlin. Anmeldungen für das Alte Lazarett sind unter 030 90296-8332 möglich. Wer sich für die Beratung in der Begegnungsstätte „Warnitzer Bogen“ interessiert, meldet sich unter 030 9860199955. KARLSHORST. Der Platz an der Gabelung von Waldowallee und Köpenicker Allee hat jetzt einen Namen. Er wurde in „DigedagsPlatz“ umbenannt. Die Initiative dazu kam von Karlshorstern. Sie stellten 2019 einen Antrag über den Bürgerhaushalt zur Namensgebung des unbebauten, begrünten Platzes im südöstlichen Karlshorst. Kurz zuvor war eine Gedenktafel am nahegelegenen ehemaligen Wohn- und Atelierhaus von Hannes Hegen, dem Schöpfer der Comicfiguren Dig, Dag und Digedag, in der Waldowallee 15 eingeweiht worden. „„Mit dem neuen DigedagsPlatz erinnern wir an ein Stück DDR-Kultur, das viele Menschen hier im Bezirk mit ihrer Kindheit verbinden. Das vom Grafiker Johannes Hegebarth erdachte Dreiergespann Dig, Dag und Digedag hat mehrere Generationen begleitet“, sagt Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke). Ganztagsbetreuung: 1,7 Mio. Euro für 80 Projekte LICHTENBERG. Im Zusammenhang mit der Ganztagsbetreuung von Schulkindern erhält der Bezirk rund 1,77 Millionen Euro vom Bund. Das Geld erhalten 80 Projekte, die von Lichtenberger Schulen beantragt wurden. „Bei den bewilligten Projekten handelt es sich um ganz praktische und damit erlebbare Investitionen in die innerschulischen Projekte und die dortige Infrastruktur“, erklärt Schulstadtrat Martin Schaefer (CDU). Das Geld wurde unter anderem in Tischtennisplatten, den Aufbau einer Lernküche, die Erweiterung einer Schulbibliothek oder die Ergänzung um Spiel- und Sportgeräte für den Schulhof oder die Sporthalle investiert. „Ganz besonders freue ich mich über die Einrichtung eines grünen Klassenzimmers, bessere technische Angebote, Forschermaterial sowie die Anschaffung von Spielgeräten für Menschen mit Handicap“, sagt Schaefer. Umgesetzt werden die 80 Projekte an rund 30 Grundschulen, fünf Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt sowie drei Gymnasien. Mit schwerem Gerät rücken Bauarbeiter dem Dickhäuterhaus an die Substanz. Im Neubau sind künftig nur noch afrikanische Elefanten zu sehen. Foto: Tierpark Berlin Dickhäuterhaus macht Platz für Neubau FRIEDRICHSFELDE. Im Tierpark Berlin hat der Abriss des Dickhäuterhauses begonnen. Es macht Platz für das künftig modernste Elefantenhaus Europas. Abrissbagger haben die Betonmauern, Stahl und Glas bereits plattgemacht. Noch im letzten Jahr war das Dickhäuterhaus Heimstatt von Elefanten und Nashörnern. Als Herzstück der zukünftigen Savannenlandschaft wird das ehemalige Dickhäuterhaus grundlegend umgebaut. Auf die soliden Betonmauern des Hauses wird in den kommenden Monaten ein 3.500 Quadratmeter großes neues Foliendach gesetzt. Anstatt unterschiedlichen Dickhäutern wird das neue Haus zukünftig ausschließlich Afrikanischen Elefanten Platz bieten – und davon reichlich: Ganz nach dem Motto ‚Mehr Platz für Tiere, weniger Platz für Menschen‘ soll sich die Fläche alleine im Haus für die Tiere auf knapp 3.000 Quadratmeter nahezu verzehnfachen. Bisher waren etwa zwei Drittel des 1989 eröffneten Dickhäuterhauses für Besucher vorgesehen. „Wie nahezu alles in den vergangen zwei Jahren haben auch die Bauabläufe des ANZEIGEN Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 11. November. Wollen Sie eine kostenpflichtige Anzeige schalten oder haben Sie Themenvorschläge für uns? Melden Sie sich bis 5. November 2021 bei uns! redaktion@bezirks-journal.de oder Tel. (033760) 20 68 91 Umbaus unter den Herausforderungen der Pandemie gelitten. Rohstoffmangel, krankheits- und quarantänebedingte Ausfälle fordern auch hier ihren Preis“, erklärt der Projektleiter Johannes Gramse. „Wir werden das Haus nach aktuellem Stand deshalb erst 2023 eröffnen können.“ „Wir sind glücklich, dass wir das Gebäude durch finanzielle Unterstützung aus GRWMitteln, so umbauen können, dass es den speziellen Bedürfnissen Afrikanischer Elefanten voll und ganz gerecht wird“, macht Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem deutlich. „Das alte Dickhäuterhaus entsprach schon lange nicht mehr unseren Ansprüchen an eine moderne und artgerechte Tierhaltung. Angrenzend an die neue Elefanten-Anlage soll unter anderem eine großzügige Savannenlanschaft für Giraffen, Zebras und Antilopen entstehen.“ Von den rund 41 Millionen Euro, die der Bau der neuen Afrikalandschaft insgesamt kosten wird, sind 35,4 Millionen Euro allein für den Bau des modernen Elefantenhauses vorgesehen. Einschränkungen bei der U-Bahnlinie 5 HÖNOW/ FRIEDRICHSFELDE. Bis zum 21. November kommt es auf der U-Bahnlinie 5 ab der Station Tierpark Berlin zu Einschränkungen. Geplant ist, die Gleise, Strom- und Fahrschienen, Gleisschwellen und Gleisschotter zu erneuern. Außerdem werden am U-Bahnhof Wuhletal die Bahnsteige saniert. Nach Angaben der BVG ist die U5 während der Bauarbeiten zwischen Hauptbahnhof und Tierpark sowie zwischen Hönow und Kaulsdorf-Nord im Einsatz. Zwischen Kaulsdorf-Nord und Lichtenberg ist ein barrierefreier Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Dieser ist ausschließlich über den U-Bahnhof Lichtenberg erreichbar. Der Bahnhof Kaulsdorf-Nord ist mit Rampen ausgestattet und somit stufenlos erreichbar. Der Bahnhof Biesdorf-Süd ist mit einem barrierefreien Shuttle vom U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz angebunden. Die Buslinie 269 fährt zwischen Müggelschlößchenweg, S Kaulsdorf und S+U Wuhletal.
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