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Periodical volume

Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal Issue 6.2019,5

LICHTENBERGER BEZIRKS-JOURNAL in Zusammenarbeit mit plus.de www.lichtenbergmarzahn Monatszeitung für Lichtenberg & Hohenschönhausen | Ausgabe Mai 2019, 9. Mai 2019 | www.bezirks-journal.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare | KOSTENLOS ZUM MITNEHMEN! Einschulungsbericht: Aktuelle Zahlen belegen: Kinder aus sozial schwachen Haushalten haben es schwer. Seite 4 Anzeige Ostkreuz: Bezirk ebnet Weg für Pläne Kunstposse: Das Sammlerehepaar Haubrok gibt im Streit mit dem Bezirksamt nach – und zieht ins Umland. Seite 8 ÄRZTEMANGEL IN LICHTENBERG Stadtentwicklung: Unter Protest beschließen Bezirksverordnete Entwurf von Bebauungsplänen. Von Birgitt und Volkmar Eltzel. D ie jahrelange Diskussion um die Bebauung am Ostkreuz ist beendet. In einer Sondersitzung am 29 April beschlossen die Bezirksverordneten in der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) den Bebauungsplan – und lehnten einen Antrag von Einwohnern ab. Es gab nur zwei Gegenstimmen von den Verordneten Bündnis 90/Grüne, zwei Gegenstimmen aus der Linkenfraktion und eine von einer fraktionslosen Verordneten. Ein Einwohnerantrag gegen den Bebauungsplan wurde abgelehnt. Bei der öffentlich tagenden BVV gab es 150 Plätze. 60 davon waren für Gäste vorgesehen, der Rest für die Verordneten, Mitarbeiter der Verwaltungen und Presse. Etwa 300 Demonstranten, vornehmlich junge Leute, hatten gegen die Festsetzung des Bebauungsplanes vor und während der Veranstaltung lautstark demonstriert. Schon auf Höhe der Sewanstraße hatte die Polizei den Verkehr auf den Fahrbahnen der Treskowallee Richtung Karlshorst gesperrt. Die Tagung begann um 20 Uhr begonnen, bereits um 19.15 Uhr wurden keine Besucher ohne Legitimation mehr in das Gebäude an der Treskowallee 8 ein- gelassen. Die Hochschule hatte alle Lehrveranstaltungen nach 16 Uhr abgesagt. Die Stimmung war von Beginn an aufgeheizt, im Saal gab es immer wieder Zwischenrufe und lautstarke Störungen durch das Publikum. Redner wie der Vorsitzende des Ausschusses für Ökologische Stadtentwicklung und Mieterschutz, Prof. Jürgen Hofmann (Linke) wurden mit Buh- und „Verräter“-Rufen beim Vortragen der Begründung der Entscheidungsempfehlung des Ausschusses behindert. Der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten, Gregor Hoffmann, dankte der Polizei und dem BVV-Vorstehr, Rainer Bosse (Die Linke), für deren besonnenes Handeln vor und während der Veranstaltung. Er berichtete, dass einige Verordnete Angst vor Tumulten gehabt hätten und deshalb an der Sitzung nicht teilnahmen. Eine Frau seitens der Bebauungsplangegner wurde, nach kurzem Widerstand, wegen aggressiver Zwischenrufe von der Polizei aus dem Saal befördert. Mehr zum Thema Ostkreuz lesen Sie auf Seite 7. FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING Fünf Minuten pro Patient Mit prüfendem Blick überzeugt sich der Hohenschönhauser Kinderarzt Dr. Steffen Lüder vom Entwicklungsstand seines vierjährigen Patienten. Im Schnitt bleiben dem Kinder- und Jugendmediziner fünf Minuten Zeit pro Patient. An manchen Tagen versorgen seine Mitarbeiter und er an die 100 Ratsuchende. Mehr in unserem Thema des Monats auf Seite 2. 2 THEMA DES MONATS Lichtenberg-Hohenschönhausen | BEZIRKS-JOURNAL Akkordarbeiter mit Stethoskop Vor Ort-Report: In Lichtenberg mangelt es an Kinderärzten. Das führt zu vollen Praxen. Bei Dr. Steffen Lüder in Hohenschönhausen hat sich die Zahl der Patienten innerhalb von zehn Jahren fast verdoppelt. Von Marcel Gäding. Dr. Steffen Lüder in seiner Kinderarztpraxis am Prerower Platz. Er selbst nennt sich schon mal scherzhaft „Fünf-Minuten-Mediziner“. Foto: Marcel Gäding A uf dem Bildschirm von Dr. Steffen Lüder stehen alle wichtigen Informationen. Gleich ist der vierjährige Karsten an der Reihe. Bevor er ins Behandlungszimmer gerufen wird, muss er von seiner Mutter im Vorzimmer ausgezogen werden. Das spart gut eine Minute. Zeit ist ein hohes Gut in der Kinderarztpraxis des 52-jährigen Mediziners. Karsten hat einen Termin. Eine der für Kinder vorgeschriebenen Untersuchungen, die mit einem U und einer Ziffer abgekürzt werden. Dieses Mal ist die U8 dran. Dr. Steffen Lüder nimmt seinen Patienten in Empfang und setzt ihn auf die Behandlungsliege. Dort hat er eine Tafel mit Bildern, zu denen der Kleine nun die Begriffe nennen soll. Weil der Junge Deutsch und Englisch spricht, geht er mit ihm die Worte in beiden Sprachen durch. Danach folgen Sehtest, Abhören, Überprüfung der Motorik, Maß nehmen am Kopf, etc. Diagnose: alles bestens! Nur die Impfung am Ende bringt den munteren Karsten dann doch zum Weinen. Lüder entspannt die Situation mit einem Schokobonbon, was seinem kleinen Patienten mit dem tränenverschmierten Gesicht ein Lächeln entlockt. Alles andere sind Formalien: Stempel ins Untersuchungsheft, Einträge in die digitale Patientenakte. Dr. Steffen Lüder hat sich 2008 mit einer Kinderarztpraxis im Gesundheitszentrum am Prerower Platz niedergelassen. Dass er einmal Kinderarzt wird, war zunächst nicht geplant. Nach der Wende wurde der Biologe arbeitslos und entschloss sich, 1994 ein Medizinstudium aufzunehmen. Es folgten Promotion und Facharztausbildung im inzwischen geschlossenen Kinderkrankenhaus Lindenhof. Er hätte sich auch in einem der besser betuchten Bezirke niederlassen können. Doch Lüder ist Lichtenberger durch und durch. Er mag den Menschenschlag im Bezirk, findet auch im größten Stress noch in bestem Berliner Dialekt mal ein paar persönliche Worte für seine großen und kleinen Patienten. Überhaupt ist der Kinderarzt jemand, der nicht um den heißen Brei redet. Bei der Früherkennungs-Untersuchung soll es an diesem Tag nicht bleiben. Innerhalb von viereinhalb Stunden zählen Dr. Steffen Lüder und seine medizinische Fachangestellte 46 Patienten. Es geht Schlag auf Schlag. Der Kleinste ist gerade einmal sechs Monate alt, der Älteste 18 Jahre. Einer klagt über Muskelkater nach einem Fußballspiel („Das ist keine Krankheit, sondern eine Erscheinung!“), ein anderer hat Bauchschmerzen und Durchfall. Im Schnitt bleiben dem Mediziner fünf Minuten pro Fall und Patient. Um die Abläufe effektiv zu gestalten, füllen Eltern vorab Fragebögen aus oder erfasst seine Assistentin im Vorzimmer alle für die Behandlung notwendigen Informationen, die ihm in Echtzeit auf dem Bildschirm seines Computers angezeigt werden. Für alle Fälle eine Statistik Es ist gut, dass an Dr. Steffen Lüder auch ein Statistiker verloren gegangen ist. Seit Eröffnung seiner Praxis pflegt er seine Excellisten, erfasst dort Fallzahlen – sortiert nach Quartalen, heruntergebrochen auf jeden einzelnen Behandlungstag. Und diese Tabellen offenbaren das Problem bei der medizinischen Versorgung. Betreute die Kinderarztpraxis im ersten Quartal 2010 noch 1.070 Patienten, waren es im Vergleichszeitraum 2019 bereits 1.873. Die Zahl der Hilfesuchenden verdoppelte sich nahezu. Hat Lüder eine bestimmte Patientenanzahl überschritten, sinkt der Vergütungssatz, den ihm die Kassenärztliche Vereinigung einräumt. Und das ist nicht das einzige Problem. Weil sich die Fallzahlen so drastisch erhöht haben, musste Lüder Anfang April die Reißleine ziehen. Er behandelt nur noch Patienten aus den drei Postleitzahlgebieten rund um seine Praxis. Anfragen aus anderen Regionen müssen er und seine Mitarbeiterinnen abweisen, was nicht immer auf Verständnis stößt. Aber es geht nun mal nicht anders. Am Ende ist er schließlich auch Chef mit Personalverantwortung und Fürsorgepflicht für seine Beschäftigten. Er selbst bezeichnet sich mit einem Augenzwinkern als Akkordarbeiter oder Fünf-Minuten-Mediziner. Galgenhumor ist eine Eigenschaft, die sich bei dem Treffen mit dem Kinderarzt schnell offenbart. „So gut es geht, versuchen wir den Mangel zu verwalten“, erklärt er dann aber ganz im Ernst. Dass die Kinderarztpraxis an manchen Tagen von bis zu 100 Patienten aufgesucht wird, wundert den Hobbystatistiker nicht. Er holt zum Beweis einen Aktenordner aus dem Schrank. Im Jahr 2008 waren in Lichtenberg gut 32.000 Menschen zwischen 0 und 18 Jahren gemeldet, im Jahr 2018 überschritt ihre Zahl die 45.000erMarke. „Das ist ein Drittel mehr“, sagt Lüder. Eine mehr als 20 Jahre alte Richtlinie sieht für 2.405 Kinder einen Kinderarzt vor. In Lichtenberg praktizieren derzeit 22 Kinder- und Jugendmediziner. Das klingt erst einmal gut, denn statistisch ist der Bezirk „überversorgt“. Doch im Alltag offenbaren sich die wahren Probleme. Viele Kollegen arbeiten weit weniger, berichtet Lüder. Andere sind eigentlich schon im rentenfähigen Alter. Und es wird immer schwieriger, Nachwuchs zu finden. „Wir bräuchten Ärzte, finden aber keine“, sagt er. Das Problem dürfte sich in absehbarer Zeit verschärfen, denn viele junge Mediziner setzen inzwischen auf eine Festanstellung. 80 Prozent der Absolventen sind weiblich und favorisieren Teilzeitmodelle. „Die Wochenarbeitszeit der Kollegen wird weniger werden“, schätzt Lüder, der auch stellvertretender Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugend- ärzte e.V. ist. Die praktizierenden Kollegen werden zudem mit einem immer weiter steigenden Spektrum an Leistungen und Aufgaben konfrontiert. Letztlich sorgen auch übervorsichtige Kita-Mitarbeiter für volle Wartezimmer, in dem sie Kinder wegen jedes Wehwehchens zum Kinderarzt schicken – oftmals Lappalien, die mit einem Pflaster selbst behandelt werden könnten. Das raubt den wirklich ernsten Fällen wertvolle Zeit. Dabei wäre es eigentlich ganz einfach, die medizinische Versorgung zu verbessern. Einerseits müssten mehr junge Menschen für ein Medizinstudium motiviert werden. Andererseits müssten finanzielle Betreute die Kinderarztpraxis im ersten Quartal 2010 noch 1.070 Patienten, waren es im Vergleichszeitraum 2019 bereits 1.873. Die Zahl der Hilfesuchenden verdoppelte sich nahezu. Anreize geschaffen werden. In Lichtenberg spricht sich Dr. Steffen Lüder für mietfreie Räume aus oder für günstige Mieten. Auch sollten Wohnungsunternehmen verpflichtet werden, Gewerberäume zu schaffen, in denen sich dann auch Mediziner verschiedener Fachrichtungen niederlassen könnten. „So etwas muss mit den Bauvorhaben gleich mitgeplant werden.“ Den Spaß an der Arbeit hat Lüder trotz aller Widrigkeiten nicht verloren. Im Gegenteil. Vielleicht liegt es auch daran, dass er viele seiner Patienten vom Kleinkindalter an betreut. Sie im Stich zu lassen, käme ihm nicht in den Sinn. BEZIRKS-JOURNAL | Lichtenberg-Hohenschönhausen Inforeihe zum Thema Demenz LICHTENBERG. Das Thema Demenz ist der Schwerpunkt einer Veranstaltungsreihe, die von der bezirklichen Leitstelle „Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg“ und der Volkshochschule veranstaltet wird. Sie richtet sich an pflegende Angehörige und alle Interessierten, die in die Betreuung von Menschen mit Demenz eingebunden sind. Ziel der Reihe sei es, frühzeitig aufzuklären und die Vielzahl von Angeboten für Prävention und Fürsorge bekannter zu machen. Bis September gibt es immer mittwochs von 10 bis 11.30 Uhr Informationsveranstaltungen am Standort Paul-JuniusStraße 71. Geplant sind 14 Termine. Richtfest für neue Grundschule HOHENSCHÖNHAUSEN. Der Bau einer neuen Grundschule in der Konrad-WolfStraße 11 hat ein weiteres Ziel erreicht: Dort wurde Richtfest gefeiert. Dabei handelt es sich um den zweiten Neubau einer dreizügigen Grundschule, die im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive in Holzmodulbauweise errichtet wird. Zum Schuljahr 2019/2020 soll sie fertiggestellt werden. An dem Standort ist Platz für 432 Kinder, die in 26 Unterrichtsräumen, einem Mehrzweckraum und Lernwerkstätten betreut werden. Zur Grundschule gehören auch eine Sporthalle für den Schul- und Vereinssport sowie Außenanlagen. BEZIRKS-NACHRICHTEN Fahrrad-Preis für den Bezirk Lichtenberg LICHTENBERG. Der Bezirk ist mit dem Preis „FahrradStadtBerlin“ 2019 ausgezeichnet worden. Damit würdigt die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die Anstrengungen der Verwaltung, ein bezirkliches Mobilitätskonzept umzusetzen. Gemeinsam mit dem Bezirk Spandau hatte Lichtenberg einen kostenlosen Verleih von Lastenfahrrädern gestartet. Dieser erfreut sich nach Angaben von Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) großer Beliebtheit: „Mich freut sehr, dass die Nachfrage nach den kostenlosen Leihrädern sehr hoch ist und von Jugendlichen bis zu Seniorinnen und Senioren alle die Räder gerne ausprobieren.“ Die Fahrräder stehen bis maximal drei Tage zur Verfügung. Sie sind an zehn Standorten in Lichtenberg auszuleihen. Reserviert werden müssen die Räder im Internet unter www.flotte-berlin.de Bezirk bietet Raum für Künstler LICHTENBERG. Künstler ohne Atelier, die Interesse daran haben, an der 12. Langen Nacht der Bilder mitzuwirken, können Teil einer Sonderausstellung werden. Diese ist als „Schaufenster“ im Museum Lichtenberg in der Türrschmidtstraße 24 geplant. Im Fokus der Schau steht die friedliche Revolution vor 30 Jahren. Das Bezirksamt stelle für die Ausstellung mit einer Laufzeit von bis zu vier Wochen einen mit Galerieschienen ausgestatteten Raum zur Verfügung, erklärte der Fachbereich Kultur. Ein Ausstellungshonorar sei vorgesehen. Künstlerinnen und Künstler werden gebeten, sich bis 31. Mai online zu bewerben. Gewünscht ist unter anderem eine Projektidee zur Ausstellung unter dem Motto „Freiheit“. Weitere Informationen per Mail unter koch@kvli.de Drei Störche im Lichtenberger Norden MALCHOW/ FALKENBERG. nen Blick in die „gute Stube“ der Der Storch ist zurück in den Störche werfen möchte, kann dies ländlichen Ortsteilen von Lichmontags bis freitags von 10 bis 17 tenberg. Nach Angaben des Uhr und am Wochenende von 12 bis Vereins „Naturschutz Malchow“ 18 Uhr tun: Eine Kamera überträgt seien auf dem Gelände des NaBilder auf einen Monitor, der sich im turhofs Malchow zwei Störche Storchencafé des Naturhofs an der gelandet. Und auch das StorDorfstraße 35 befindet. Am 15. und chennest in der Falkenberger Foto: Naturschutz Malchow 16. Juni findet zudem das traditioDorfstraße ist wieder bewohnt. Nun hoffen nelle Storchenfest statt. Weitere Infos unter die Naturschützer auf Nachwuchs. Wer ei- www.naturschutz-malchow.de 3 IN EIGENER SACHE Liebe Leserin, lieber Leser, Sie haben es sicherlich schon bemerkt: Ihr Bezirks-Journal präsentiert sich heute in einer neuen Aufmachung. Vor fünf Jahren erschien in Lichtenberg erstmals das Bezirks-Journal, kurze Zeit später kam unsere Regionalausgabe für Marzahn-Hellersdorf dazu. Seitdem versorgen wir Sie jeden Monat mit Wichtigem aus Ihrem Bezirk, liefern Hintergründe, Reportagen und Interviews. Bewusst haben wir eine Zeitung an den Start gebracht, die sich deutlich abheben will von anderen Medien, indem wir Schwerpunkte setzen und Diskussionen anregen. Dank der engen Kooperation mit der Onlinezeitung www.LichtenbergMarzahnPlus.de ergänzen wir unser redaktionelles Angebot zudem tagesaktuell im Internet. All das ist möglich, weil es uns gelungen ist, mit treuen Anzeigenkunden Unterstützerinnen und Unterstützer für unsere journalistischen Aktivitäten zu finden. Dafür wollen wir uns bedanken. Im fünften Jahr unseres Bestehens war es Zeit, unserer Zeitung ein modernes, zeitgemäßes Erscheinungsbild zu geben. Gleichzeitig haben wir Rubriken wie die „BezirksNachrichten“ ausgebaut. Wir werden weiter ein kritischer und fairer Begleiter in den Bezirken sein, Ihnen interessante Menschen vorstellen und mit unserem großenVeranstaltungskalender viel Service bieten. Wir hoffen, Ihnen gefällt das Bezirks-Journal.  Marcel Gäding (Herausgeber) und Team. ANZEIGE 4 BEZIRKS-LEBEN Lichtenberg-Hohenschönhausen | BEZIRKS-JOURNAL Arme sind schlechter dran Einschulungsuntersuchungen: Der Bezirk hat sich die Entwicklung von Vorschulkindern, die 2016/2017 eingeschult wurden, genauer angeschaut. Demnach wird einem Großteil der Kinder Förderbedarf attestiert. Von Birgitt Eltzel. D ie Auswertung der Einschulungsuntersuchung 2016/17 zeigt eine alte Wahrheit: Dort, wo der Sozialstatus der Eltern niedriger ist, gibt es auch die meisten Probleme. Darauf machte kürzlich Gesundheitsstadträtin Katrin Framke (parteilos, für Die Linke) bei der Vorstellung der Ergebnisse der Tests aufmerksam. 2.239 Kinder waren dabei erstmals durch den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst untersucht worden. Positiv zu vermerken ist insgesamt zwar eine rückläufige Tendenz an auffälligen Testergebnissen. So wurde im Bereich Körperkoordination bei jeder zehnten Untersuchung (10,6 Prozent) Auffälligkeiten konstatiert. Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 15,6 Prozent gelegen. Ähnlich entwickelten sich auch die Tests bei der visuellen Wahrnehmung, wo der Anteil auffälliger Resultate von ca. 25 Prozent auf etwas mehr als 19 Prozent sank. Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U8 waren von 88,7 Prozent aller in Deutschland geborenen Kinder wahrgenommen worden. Die Impfraten waren überdurchschnittlich im Berliner Vergleich. Bei 8 von 13 Impfungen belegte Lichtenberg den zweiten bzw. dritten Platz unter den zwölf Berliner Bezirken. Auch der Anteil von Kindern mit Untergewicht ist gesunken: Er betrug rund 6 Prozent. Auch das ist laut Framke eine Bestplatzieruung im Berliner Maßstab. Allerdings waren 11 Prozent aller untersuchten Schulanfänger übergewichtig – Platz 8 im Bezirksranking. Problematisch: Trotz der rückläufigen Quoten bei entwicklungsauffälligen Mädchen und Jungen verringerte sich der Anteil von Kindern mit Förderempfehlung nur geringfügig. Für knapp die Hälfte (48,1 Prozent) aller untersuchten Kinder wurde eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Von diesen hatten 41,6 Prozent einen schulischen Förderbedarf. 6,5 Prozent der Schulanfänger wurde zusätzlich Symbolbild: In Friedrichsfelde Süd und Friedrichsfelde Nord lebt ein verhältnismäßig hoher Anteil an Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten. Foto: www.lichtenbergmarzahnplus.de/ Birgitt Eltzel ein sonderpädagogischer Förderbedarf attestiert. Insgesamt lebte in den Stadtteilen NeuHohenschönhausen Nord und Neu-Hohenschönhausen Süd sowie Friedrichsfelde Nord ein vergleichsweise hoher Anteil von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten. Die Quote für schulische Förderung lag in diesen Regionen bei fast 60 beziehungsweise 55 Prozent (Bezirksdurch- schnitt 48,1 Prozent). Im Gegensatz dazu betrug diese in der sozial besser gestellten Rummelsburger Bucht 20 Prozent. Beim Nachsprechen von Sätzen beispielsweise wurden in Friedrichsfelde Süd, Neu-Hohenschönhausen Nord und Süd fast jedem fünften Kind Auffälligkeiten attestiert (Bezirksdurchschnitt 12,4 Prozent). In Karlshorst lag die Quote bei 4,5 Prozent. Laut Framke wurden im Rahmen der Auswertung der Untersuchungen mehrere Handlungsfelder festgelegt, die künftig als Grundlage für die interdisziplinäre bezirkliche Arbeit dienen sollen. Dazu gehören Kitabesuch, Förderbedarfe, Alleinerziehende, Deutschkenntnisse von Kindern nichtdeutscher Herkunft und Medienkonsum. „Dort wollen wir entsprechende Maßnahmen entwickeln, um die Kindern und ihre Eltern zu stärken“, sagt Framke. ANZEIGEN Verstärken Sie unser Team in Marzahn! Für unseren neuen Firmenstandort Zur Alten Börse 47-49, 12681 Berlin (Marzahn) suchen wir begeisterungsfähige Mitarbeiter ab sofort, zum Betrieb, zur Entwicklung und zum Bau unserer Maschinen, jeweils m/w/d, aus Marzahn und den Nachbarbezirken. Systemadministrator Büro- & Personalmanager Saugbaggerfahrer FS Kl C, CE Triebfahrzeugführer Linux/ Windows und Helfer Maschinenbauer / Konstrukteur als Produktmanager und Entwickler Nutzfahrzeugmechatroniker ZW Bagger / ZW-Fahrzeug Meister, Mechaniker und Elektriker Vertriebsmitarbeiter / Baumaschinenverkäufer nat./internation Außendienst / Innendienst / Außenhandelskaufleute Wir bieten Arbeit in Wohnortnähe an und mit innovativen Produkten. Basierend auf unseren Patenten haben wir in der Branche ein Alleinstellungsmerkmal. Helfen Sie mit, dass dies so bleibt! Bewerben Sie sich bitte bei: mattes@saugbagger-betriebe.de mattes@rebu-stahlbau.de www.saugbagger-betriebe.de www.rebu-stahlbau.de Maschinen aus Marzahn für die ganze Welt BEZIRKS-JOURNAL | Lichtenberg-Hohenschönhausen BEZIRKS-LEBEN 5 Geschichten vom Orankesee Hohenschönhausen: Das legendäre Strandbad wird 90 Jahre alt. Der Förderverein im Kiez sucht nun anlässlich des Jubiläums Fotos und Dokumente. Zeit, in Erinnerungen zu kramen. Von Birgitt Eltzel. D ie Sommer meiner Kindheit sind aufs Engste mit dem Strandbad Orankesee verbunden. Denn wo, wenn nicht dort, verbrachte man als Kind in Alt-Hohenschönhausen seine Freizeit in den warmen Monaten? Der Eintritt kostete mit 10 Pfennigen so gut wie nichts. (Und manchmal haben wir uns auch den gespart, indem wir einfach Knöpfe in die Zahlbox am Eingang steckten.) Im Orankesee habe ich als Erstklässlerin Schwimmen gelernt. Ganz allein, einfach mit einem kleinem Ball, den ich unter den Badeanzug steckte. Und los ging es, natürlich noch im Nichtschwimmerbereich. Meine Eltern hatten -zigmal vorher in der Schwimmhalle und an anderen Seen versucht, mir die Schwimmzüge beizubringen. Vergeblich. Erst am Orankesee klappte es. Vielleicht war das Wasser tragfähiger als anderswo. Denn ehrlich, seinerzeit war es nicht immer ganz so sauber. Was uns Kinder allerdings nicht davon abhielt, schon bei Wassertemperaturen um 13 Grad Celsius in den See zu springen. Auf der Liegewiese variierte der eingenommene Platz übrigens nach Alter – je erwachsener man sich wähnte, desto weiter hinten, Richtung Zaun, traf man sich. Meist mit Klassenkameraden. Die Schülerinnen und Schüler beider Schulen im Ortsteil blieben damals übrigens ziemlich unter sich – dort die von der 2. Polytechnischen Oberschule Ein Angler versucht sein Glück auf der gegenüberliegenden Seite vom Strandbad. Der Orankesee ist ein wichtiger Erholungsort. Foto: www.lichtenbergmarzahnplus.de/ Birgitt Eltzel (Pestalozzi-Schule), heute Manfred-vonArdenne-Gymnasium, hier wir von der 9. POS (Nikolai Bersarin), heute OberseeGrundschule. Und da die von der EOS Paul Oesterreich, die ich später besuchte, jetzt Primo-Levi-Gymnasium in Weißensee. Alt-Hohenschönhausen gehörte damals übrigens noch zum Ost-Berliner Stadtbezirk Weißensee. Wer kennt noch ähnliche oder ganz andere Geschichten? Das möchte der rührige Förderverein Oberssee & Orankesee wissen. Denn das Strandbad wird 2019 schon 90 Jahre alt. Gefeiert wird das Jubiläum am 7. September beim traditionellen Seenfest. Aus diesem Anlass möchte der Verein eine Festschrift herausgeben. Dazu sucht er Erinnerungen der Badegäste. Gebeten wird um die Einsendung von Fotos, alten Eintrittskarten, Plakaten oder kleinen Geschichten. Die Festschrift wird unter Leitung der Historikerin Bärbel Ruben von einem Team des Fördervereins koordiniert, eine Jury sichtet die Einsendungen und wird die Beiträge auswählen. Das Heft soll zum Seenfest an die Pächterfamilie übergeben werden. Es wird zu einem Preis, der die Produktionskosten decken soll, für Interessenten zu haben sein. Kostenlos bereitgestellt wird eine digitale Version auf der Internetseite des Fördervereins. Ich selber besitze leider weder Fotos noch sonstige materielle Erinnerungen aus meiner Jugendzeit am Orankesee. Im Gedächtnis ist sie mir aber bis heute geblieben. Denn wie sehr haben doch unsere Eltern geschimpft, dass wir uns zu den Vorbereitungen auf die Abiturprüfungen fast jeden Tag im Strandbad getroffen haben. Aber warum auch nicht? War ein Supersommer damals, mit Sonne satt von Mai bis September. Und Baden gegangen sind wir auch nur im See, mit den Prüfungen hat es bei uns allen ganz gut geklappt. Wer sich mit seinen Erinnerungen an der Festschrift beteiligen will, kann Fotos usw. direkt in der Geschäftsstelle des Fördervereins abgeben oder schicken: Förderverein Obersee & Orankesee, Gertrudstraße 5, 13053 Berlin. E-Mail: foo@obersee-orankesee.de ANZEIGEN 6 BEZIRKS-LEBEN Lichtenberg-Hohenschönhausen | BEZIRKS-JOURNAL Tiny House Ville – klein, aber oho! Minihäuser: Auf dem Parkplatz eines schwedischen Möbelhauses in der Landsberger Allee zeigen Aktionskünstler: Wohnen funktioniert auch auf einer Grundfläche von sieben Quadratmetern. Von Volkmar Eltzel. K önnen Sie sich vorstellen, in einer Wohnung zu leben, die in der Grundfläche nur 2 mal 3,40 Meter misst? Der Architekt Van Bo Le-Mentzel hat diese Idee in Holz materialisiert. Der Geschäftsführer der Tiny Foundation entwarf und konstruierte ein Haus, das er selbst als die „100-Euro-Wohnung“ bezeichnet. Der Name soll den errechneten Mietzins verdeutlichen, den die wohl kleinste Wohnung Deutschlands auf dem Markt kosten würde. Sie soll die Grundbedürfnisse für eine Person abdecken. Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) staunt nicht schlecht, als er am Dienstag, 23. April, die Miniwohnung auf dem Parkplatz vor dem IKEA-Markt an der Landsberger Allee betritt. Sie ist Bestandteil einer lohnenswerten, weil neue Perspektiven eröffnenden Ausstellung. Weitere, den Besucher überraschende Häuser gehören zur Tiny House Ville dazu. Die Deckenhöhe von 3,60 Metern bietet unglaublichen Platz für ein Wohnzimmer, die Küche, Schlafzimmer und Büro sowie eine Camping-Toilette und eine Dusche. Der Strom einer Power-Lithium-Batterie reicht für Licht, Radio und sogar um einen Kaffee zu kochen. „Ausdauernder ist dann aber schon eine Solaranlage auf dem Dach“, räumt Van Bo Le-Mentzel ein. Mehrere Module können dank flexibler Wände auch kombiniert werden und bieten so Raum für mehrere Personen in größeren Wohnungen. Le-Mentzel nennt sie, in Anlehnung an die WBS 70 (Wohnungsbauserie) aus DDR-Zeiten, auch scherzhaft WBS 360, wegen der Deckenhöhe. „Wundersamer Berliner Setzbaukasten“, erklärt der Unternehmer mit einem Augenzwinkern. Doch im Ernst: Er kann sich in die Höhe gebaute Module bis zu vier Stockwerke nicht nur vorstellen. Er hat auch die Statik bereits berechnet, Treppenhäuser, den Brandschutz und Fluchtwege eingeplant. Was sie neben der optimalen Raumausnutzung gemeinsam haben: Alle stehen auf Rädern und sind somit leicht umsetzbar. „Die Parkplatzfläche, auf der ein Tiny House steht, ist besser genutzt als für den ruhenden Verkehr“, findet der Architekt und Designer. In Deutschland und darüber Die „Wohnmaschine“ ist ein Tiny House mit einer Grundfläche von 15 Quadratmetern. Eine voll ausgestattete Zweiraumwohnung. Foto: www.lichtenbergmarzahnplus.de/ Volkmar Eltzel hinaus wurde er auch bekannt durch die von ihm entworfenen „Hartz-IV-Möbel“ zum Selbstbau mit geringem Kostenaufwand. Der 42-Jährige hat eine bewegende Vita, die er in seinem 2016 im Ecowin Verlag bei Salzburg erschienenen Buch „Der Kleine Professor: 34 Dinge, die mich mein Sohn über das Leben, die Liebe und die Welt gelehrt hat“ anklingen lässt. Van Bo Le-Mentzel ist ein kreativer Querdenker, der nur so vor Ideen sprüht. Gemeinsam mit Michael Grunst und dem berlinbekannten, wohnungslosen Bildhauer Thomas Pollhammer weihte er ein neues Haus ein, das dem Brandenburger Tor nachempfunden ist. Auf acht Quadratmetern Grundfläche sind in dem sechs Meter hohen „Tiny Temple“ auf kleinstem Raum eine öffentliche Bücherei mit „99 Books“, ein Sozialkiosk, eine öffentliche Dusche sowie ein Kompostklo untergebracht. Thomas Pollhammer fertigte die hölzerne „Quadriga“ und schrieb mit weißer Farbe den ersten Satz des Artikel 28, Absatz 1 der Verfassung von Berlin darauf: „Jeder Mensch hat das Recht auf angemessenen Wohnraum.“ Der Absatz geht übrigens folgendermaßen weiter: „Das Land fördert die Schaffung und Erhaltung von angemessenem Wohnraum, insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen, sowie die Bildung von Wohnungseigentum.“ Für Thomas Pollhammer hat dieser Verfassungsauszug eine besondere Bedeutung. Denn der Künstler lebte viele Jahre im Plänterwald in einer selbst gebauten Hütte. Die gemeinnützige Tiny Foundation hat dem Künstler in einer beherzten Wochenendaktion das Haus auf einen fahrbaren Untersatz gesetzt und zeitweise in Tiny House Ville Lichtenberg untergebracht. Pollhammer will sich, mit fachlicher Unterstützung der Foundation selbst ein Minihaus bauen. „Ich bin schon fleißig am Material sammeln“, sagt er. Es muss eine Low-Budget-Variante werden, soviel steht fest. Denn auch, wenn die Tinys im Vergleich zu Massivhäusern im Bau preiswert sind, so müssen dafür – je nach Typ – doch zwischen 15 und 50 tausend Euro berappt werden. Es gibt nämlich auch anspruchsvollere Versionen, wie zum Beispiel die „Wohnmaschine“: Ein 15 Quadratmeter großes Tiny House, das zumindest äußerlich das Bauhaus Dessau im Maßstab 1:6 abbildet. Hinter der PlexiglasFassade verbirgt sich eine voll funktionstüchtige Zwei-Raumwohnung mit Bad und Küche. Auch diese Unterkunft könnte zum Segment sogar für ein spektakulär neunstöckiges Hochhaus mit einem Stahlskelett werden, versichert der Architekt. „Für solche größeren Vorhaben müssen Sie Partner finden“, sagt Michael Grunst. Le-Mentzel zeigt Interesse, mit Lichtenberger Wohnungsunternehmen enger in Kontakt zu treten. „Für den Bau eines Studenten-Hauses im Studentendorf Schlachtensee in Steglitz-Zehlendorf haben wir bereits einen Partner gefunden“, sagt er. Ob für den Pionierbau die Genehmigung erteilt werde, hänge aber zu einem großen Teil vom politischen Willen ab. Natürlich kenne er die Gesetze in Deutschland. Sie schrieben vor, dass man nur in einer dafür vorgesehenen festen Behausung dauerhaft wohnen dürfe. Also weder in der Gartenlaube noch im Büro oder im Hotel. Und eben auch (noch) nicht in einem Tiny House. „Ich kann mir aber die Minihäuser als eine Alternative für wohnungslose Menschen vorstellen, damit sie nicht im Winter erfrieren“, regt der Bürgermeister an. „Ich will gerne helfen“, erwidert Van Bo Le-Mentzel prompt. „Die Häuser sind ja da. Vielleicht in Zusammenarbeit mit der Berliner Stadtmission.“ Das temporäre Dorf kann bis zum 12. Mai, mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden. Es gibt Workshops, Führungen und Gespräche. Der Eintritt von 5 Euro pro Person (Kinder frei) deckt die Standgebühren und Betriebskosten. Weitere Informationen können auch per E-Mail an: lementzel@tinyfoundation.org erfragt werden. ANZEIGE für die ganze Familie: ABACUS TIERPARK HOTEL werbungfuerjeden.de | Foto: fotolia.de/ werner dreblow Einschulung | Geburtstag | Jubiläen | Firmenfeste | Schulabschluss | Familienbrunch | Dinnerbuffet Genießen Sie Ihre Zeit und entspannen Sie sich! eerbrunch vielerlei Variatiob rd E d n u el rg a p S er ß Gro königliche Gemüse in bis 15 Uhr nicht nur das es Brunch- es von 12 artet Sie ein umfangreich Am 23. Juni 2019 gibt ren zum Genießen. Es erw bee Erd en ker lec n Sie Ihre Plätze vorab die h nen sondern auc ,50 EUR. Bitte reserviere 27 son Per Pro st! läs en he off buffet, das keine Wünsc r freuen uns auf Sie! 0 5162 -787/ -789. 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Der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten, Gregor Hoffmann, dankte der Polizei und dem BVV-Vorsteher, Rainer Bosse, für deren besonnenes Handeln vor und während der Veranstaltung. Er berichtete, dass einige Verordnete Angst vor Tumulten gehabt hätten und deshalb an der Sitzung nicht teilnahmen. Eine Frau seitens der Bebauungsplangegner wurde, nach kurzem Widerstand, wegen aggressiver Zwischenrufe von der Polizei aus dem Saal befördert. Bereits seit längerer Zeit protestieren Anwohner und andere Berliner gegen die Art der Bebauung der letzten freien Fläche an der Rummelsburger Bucht. Der Bebauungsplan ist seit 27 Jahren in Arbeit – inzwischen aber haben sich die Erfordernisse in Berlin wesentlich geändert. Besonders am sogenannten Wasserhaus der Coral World International (CWI) stoßen sich Kritiker. Direkt am Rummelsburger See soll ein touristisches Beobachtungszentrum für die Unterwasserwelt in einem Riesenaquarium entstehen. Gleichzeitig will das Unternehmen einen etwa 6.000 Quadratmeter großen öffentlichen Park schaffen. Teile davon sollen jedoch eingezäunt und abends abgesperrt werden. Aber auch fehlende Sozialwohnungen sowie mangelnde Kita- und Schulplätze werden beklagt. Fünf Jahre für die Fertigstellung neuer Kita- und Schulplätze seien viel zu lang. Florian Hackenberger, einer der Aktivisten der Initiative Bucht für alle, betonte: „Wir als Bürger/innen, die hier leben, wollen mitentscheiden. Was wir brauchen, sind Natur- und Freiräume und sozialer Wohnraum – sicherlich keine Luxuswohnungen, teures Gewerbe und Aquarien.” Die Initiative hatte Anfang März eine Alternativplanung für das Gelände vorgelegt. Ilka Drohn, Architektin, Mitglied der Initiative, hatte an der alternativen Planung mitgearbeitet. Sie sagte, dass nur bei den Neubauvorhaben der Howoge eine Mietpreisbindung festgeschrieben sei, bei privaten Wohnungsunternehmen nicht. „Wo sollen wir unser Kreuz bei der nächsten Wahl machen, wenn Rotrotgrün es nicht schafft, diese Interessen zu vertreten?“ Die Initiative habe seit 2016 mehr als 100 Vorschläge gemacht. Alle seien “weggewischt” und teilweise arrogant belächelt worden. Die Vorschläge von Investoren habe man jedoch beachtet. Die Initiative hatte nach Hackenbergers Angaben 44.000 Unterschriften gegen den Bebauungsplan auf der Petitionsplattform WeAct gesammelt. Sie forderte, dass der B-Plan nicht beschlossen wird, sondern erneut auf Landesebene überprüft und „den Entwicklungszielen sowie aktuellen Bedürfnissen der Stadt angepasst“ wird. Ein entsprechender Einwohnerantrag unter dem Titel „Rummelsburger Bucht gemeinsam gestalten“ stand ebenfalls auf der Tagesordnung der BVV. Er wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Damit folgten die Verordneten der Empfehlung des Stadtplanungsausschusses. Gegen die Ablehnung stimmten lediglich die beiden Verordneten von Bündnis 90/Grüne und ein Verordneter der Fraktion der Linken. Im Vorfeld der Abstimmung hatten auch junge Linke, die 1990 noch nicht zur Schule gegangen sind, in einem Brief an Bürgermeister Michael Grunst (Linke) darum gebeten, dass der B-Plan am Montag nicht beschlossen wird. „Denn hier geht es um die Glaubwürdigkeit für unsere Partei. Unser erklärtes politisches Projekt ist es, die investorenhörige Stadtpolitik in Berlin zu beenden und die Berlinerinnen und Berliner in der Weiterentwicklung unserer Viertel, Kieze, Bezirke und der ganzen Stadt ein Wörtchen mitreden zu lassen.” Bei der vergangenen Wahl hätten sie plakatiert „Wem gehört die Stadt?“ – und damit das Versprechen verbunden, dass die Linken in der Stadtentwicklung umsteuern, heißt es in dem Schreiben. Grunst hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und die Unterzeichner kritisiert. Sie hätten vor der Veröffentlichung nicht das Gespräch mit den Lichtenberger Genossen gesucht. Er verwies darauf, dass die Kaufverträge der verschiedenen Investoren 2016 und 2017 mit dem Senat geschlossen wurden. Sie seien durch die Senatsverwaltung Finanzen genehmigt und vom Abgeordnetenhaus vollzogen worden. Die Verträge seien für das Land rechtlich bindend. „Die letzten Arrondierungsflächen wurden 2017 vom Land Berlin an die Padovicz-Gruppe veräußert. Allen Grundstücksgeschäften haben alle Parteien im Abgeordnetenhaus (auch Linke und B90/Grüne) zugestimmt.“ Sowohl Kevin Hönicke, SPD-Fraktionsvorsitzender, als auch Prof. Jürgen Hofmann betonten in der Diskussion, dass Behauptungen unwahr seien, dass Lichtenberg nicht für Kita- und Schulplätze sorgen würde. So sollten an der Hauptstraße 8 nicht nur eine Kita und eine Jugendfreizeiteinrichtung entstehen, sondern auch Künstlerateliers. Nebenan sei eine neue Schule geplant. Norman Wolf, der Fraktionsvorsitzende der Linken, sagte: „Wir stehen an der Seite von Bürgerinitiativen. Aber wenn wir heute nicht zustimmen, dauert es fünf bis sechs Jahre mit Kita und Schule.“ Demokratie müsse auch andere Meinungen aushalten. Er wurde ausgebuht. Gegen 22.30 Uhr wurde die Sitzung geschlossen. Das Geld für das Riesen-Aquarium kann nun an das Land Berlin fließen – eine Voraussetzung für die Zahlung war die Festsetzung des B-Plans XVII-4 „Ostkreuz“. ANZEIGE Tipps für Pflegebedürftige und Familien Auch pflegende Angehörige können in den Urlaub fahren! D er Jahresurlaub ist für Arbeitneh- te). „Das Berufsbild der Betreuungskraft mer selbstverständlich – aber für gibt es erst seit ein paar Jahren, diese ist pflegende Angehörige? Auch sie keine Pflegefachkraft. Sie ist intern gehaben Anspruch auf Urlaub schult für die Unterstützung und freie Tage! Wie das von Senioren und auch Fageht? Einfach einen Antrag milien“, erklärt René Jahnke, einreichen und losfahren – Geschäftsführer des Home na ja, fast. Instead Betreuungsdienstes Für die Urlaubsvertretung Berlin. stellt die gesetzliche PflegeUm seine Urlaubsvertreversicherung ab Pflegegrad tung sollte man sich frühzeizwei 1.612 Euro für die Kostig kümmern. Idealerweise ten der Verhinderungspflege lernt die Betreuungskraft zur Verfügung. Zusätzlich den pflegebedürftigen Ansteht noch die Hälfte des gehörigen bereits vor dem Budgets aus der Kurzzeit-  Foto: Heike Witzgall geplanten Urlaub kennen. pflege, also 806 Euro, bereit. Schließlich muss die Chemie Jetzt muss nur noch eine passende Betreu- zwischen den beiden Menschen stimmen. ungskraft für die zu pflegenden Angehöri- Das Budget der Verhinderungspflege gen gefunden werden. kann auch stunden- und tageweise genutzt werden. Wie der Begriff schon sagt: Wer übernimmt die Betreuung Sobald der oder die pflegende Angehörige im Urlaub? verhindert ist, kann die Unterstützung aus diesem „Topf“ finanziert werden. Um den Die Urlaubsvertretung können geschul- ganzen Schriftverkehr mit der Pflegekasse te Mitarbeitende von Betreuungsdiensten kümmert sich der Betreuungsdienst – dieübernehmen. Diese kommen stunden- ser rechnet auch direkt darüber ab. weise ins Haus und ersetzen quasi den pflegenden Angehörigen. Sie gehen einkaufen, kochen, unterstützen im Haus- Wer mehr dazu wissen will: In einem ershalt, helfen bei der Körperpflege und auch ten kostenlosen und unverbindlichen Berabeim An- und Ausziehen … und haben tungsgespräch, gerne auch in den eigenen vier Wänden, erläutert René Jahnke gern auch immer Zeit für ein Gespräch. Die Einsatzzeiten sind flexibel, angefan- die verschiedenen Möglichkeiten. Termingen bei zwei Stunden bis hin zur Rund- vereinbarung unter Telefon 030 / 233 221 um-die Uhr-Betreuung (das übernehmen 50 0 oder per E-Mail: Berlin-lichtenberg@ dann natürlich mehrere Betreuungskräf- homeinstead.de 8 BEZIRKS-KULTUR Lichtenberg-Hohenschönhausen | BEZIRKS-JOURNAL Der Charme der einstigen Fahrbereitschaft der SED ist in der Herzbergstraße erhalten geblieben. Der Klügere gibt nach Herzbergstraße: Die beiden Kunstsammler Barbara und Axel Haubrok haben ihre Pläne, Kunst zu zeigen, zu den Akten gelegt. Damit endet ein Streit, der vor gut einem Jahr begann und in der Kunst- und Kulturszene sowie auf Landesebene für heftiges Kopfschütteln sorgte. Von Marcel Gäding. K unst regt zum Nachdenken an, fördert Diskussionen, schürt Proteste. Es verwundert kaum, dass der Kunstsammler Axel Haubrok seinem Ärger mit den Behörden mit Hilfe einer riesengroßen Werbetafel am Eingang seiner „Fahrbereitschaft“ Ausdruck verleiht. Dort hat er überdimensioniert die E-Mail vom Bezirksamt abgebildet, die am 26. April 2018 in der Berliner Kunstszene, aber auch im Bezirk und auf Landesebene die Runde machte. Darin wird geschildert, dass Ausstellungen auf dem Gelände der „Fahrbereitschaft“ bauplanungsrechtlich nicht zulässig seien. Von einer Nutzungsänderung ist die Rede, denn normalerweise ist in der Herzbergstraße nur produzierendes Gewerbe gestattet. Zum Entsetzen der Kunstschaffenden folgte noch der Hinweis auf eine Geldbuße von bis zu 500.000 Euro, wenn weiterhin Kunst ausgestellt wird. Was dann folgte, beschäftigte Medien und Politik monatelang. Einerseits waren da die beiden Kunstsammler Barbara und Axel Haubrok, mit denen sich der Bezirk gerne öffentlichkeitswirksam schmückte, »Es gab zwei Runde Tische, doch passiert ist bis heute nichts. Das nervt nur noch.« Axel Haubrok Kunstsammler holten sie doch Kunstpublikum in den Osten. Das Feuilleton schrieb sich die Finger wund. Lichtenberg machte Schlagzeilen – am Ende aber keine guten, wie sich erahnen lässt. Und dann war da die Bezirksverwaltung, allen voran Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) und seine für Stadtentwicklung zuständige Stellvertreterin Birgit Monteiro (SPD). Der RathausChef war bemüht, irgendwie die Wogen zu glätten, während seine Dezernentin lange Argumentationspapiere verfasste, in denen es unter anderem um den Schutz der Gewerbegebiete ging. Auch die Landesebene schaltete sich in den Streit ein, darunter Kultursenator Klaus Lederer und Der Kunstsammler Axel Haubrok vor der einstigen Tankstelle . Fotos: Marcel Gäding Bausenatorin Katrin Lompscher (beide Die Linke). Dem Vernehmen nach sei auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) in die Angelegenheit involviert worden. Die in der Kritik für das Ausstellungsverbot stehende Bezirksstadträtin Monteiro sicherte sich sogar einen Platz in der Liste der 100 peinlichsten Berliner, die jedes Jahr im Stadtmagazin Tip erscheint. „Es gab zwei Runde Tische, doch passiert ist bis heute nichts“, sagt Axel Haubrok. „Das nervt nur noch!“ Nun ja, so ganz stimmt das jedenfalls nicht – Ergebnis des zweiten Runden Tisches war unter anderem ein Rahmenplan, der durchaus Platz im Gewerbegebiet für Ausstellungen vorsieht. So erklärte es der neue Leiter des Stadtplanungsamtes, Klaus-Güttler Lindemann (wir berichteten). Damit bewegt sich der Bezirk im Rahmen geltenden Rechts, denn die Baunutzungsverordnung sieht Ausnahmen vor. Das sahen aber auf Bezirksebene nicht alle so. Die Medien, hätten die Bezirksstadträtin mit der Genehmigung von Ausstellungen klar zum Rechtsbruch aufgefordert, sagte ein SPDVerordneter, der inzwischen nicht mehr der bezirklichen Fraktion angehört. Axel und Barbara Haubrok sammeln seit 1988 Kunst. Ihr Bestand umfasst inzwischen mehr als 1.000 Werke bekannter, aber auch weniger bekannter Künstler. 2012 hatten sie auf der Suche nach einem neuen Ort für ihre Sammlung die einst von der SED genutzte „Fahrbereitschaft“ in der Herzbergstraße entdeckt. Zu den Gewerbemietern kamen Künstler, leere Räume dienten als Galerien. Im Rahmen der Gallery Weekends wurde die „Fahrbereitschaft“ ein fester Ausstellungsort. Vom Bau einer neuen Ausstellungshalle war sogar die Rede. Doch Haubroks hatten die Rechnung ohne das Bezirksamt gemacht. Und das legte sogar noch nach. Für die Präsentation des gerade erschienenen Buches „Fahrbereitschaft“ versagte die Stadtplanungsbehörde die Genehmigung – bis sich die politische Spitze des Bezirksamtes einschaltete und kurzfristig doch noch grünes Licht gab. Ein weiterer Grund, zumindest für weitere Ausstellungsprojekte Lichtenberg den Rücken zu kehren. Der Klügere gibt nach. Bei besagter Präsentation ließ sich keiner der Bezirkspolitiker sehen. Dafür fanden gut 50 Menschen den Weg in die Herzbergstraße. Haubrok sprach von einer endgültigen Finissage hier in der „Fahrbereitschaft“. Launig, aber keineswegs verbissen, wagt Haubrok ein Resümee der sechs Jahre anhaltenden Ausstellungstätigkeit mit 20 Expositionen. „Das hier ist die letzte öffentliche Geschichte, die wir machen dürfen“, erklärt er mit Blick auf die Buchpräsentation. „Dass wir hier nicht mehr weitermachen, bedeutet jedoch nicht, dass wir keine Ausstellungen mehr zeigen“, sagt der Kunstsammler. Konkret planen seine Frau und er eine Ausstellung im Neuen Museum Nürnberg, die ab Oktober zu sehen sein soll. Eine „Stellprobe“ einiger Kunstwerke konnten die Gäste der Buchpräsentation kürzlich bewundern. Nürnberg soll nur eine Zwischenstation sein. Die Kunstsammler suchen gerade nach geeigneten Flächen, um Kunst zu zeigen. Ihre Vision ist ein Ort im Umkreis von Berlin. „Gerade dort gibt es viele unterbelichtete Ecken“, sagt Haubrok scherzhaft. Es soll sogar eine Anfrage der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen geben, sich dauerhaft im östlichen Ruhrgebiet anzusiedeln. Eine gute Botschaft hat er auch für die Mieterinnen und Mieter der „Fahrbereitschaft“. Haubroks werden das Gelände behalten und weiterentwickeln. Gerade entsteht ein kleiner Garten neben der alten Tankstelle. Und auch ein Neubau für Atelierräume ist im Gespräch. Bezirksbürgermeister Michael Grunst bedauert, dass Haubroks eine Alternative für ihre Ausstellungstätigkeiten suchen. Rechtlich soll nun für das Areal in der Herzbergstraße verbindlich Planungssicherheit geschaffen werden. Dafür sollen Bebauungspläne sorgen, aus denen klipp und klar hervorgeht, was machbar ist und was nicht. „Dass Haubroks uns nicht ganz verlassen, dafür bin ich ihnen dankbar“, sagt Grunst. Das Buch „Fahrbereitschaft“ ist im KerberVerlag erschienen und kostet 45 Euro (ISBN 978-3-7356-0592-4). BEZIRKS-JOURNAL | Lichtenberg-Hohenschönhausen BEZIRKS-LEBEN 9 Eine Schule in Schnellbauweise Friedrichsfelde: Der Bezirk macht Tempo beim Bau neuer Bildungseinrichtungen. Direkt neben der KULTschule begannen nun die Arbeiten für eine Grundschule, die bereits im kommenden Jahr eröffnet werden soll. Von Volkmar Eltzel. A n der Sewanstraße 43, in unmittelbarer Nachbarschaft zur KULTschule, wird eine neue Grundschule gebaut. Kürzlich wurde der erste Spatenstich gefeiert. Ab jetzt zählt jeder Tag, denn schon im Februar 2020 soll der dringend benötigte Bau seiner Bestimmung übergeben werden. Allerdings sorgen Altlasten derzeit dafür, dass der Zeitplan etwas ins Wanken geraten könnte. Ganz in der Nähe entstehen in den nächsten Jahren 600 zusätzliche Wohnungen. Die kurze Bauzeit der künftig dreizügigen Grundschule wird durch eine so genannte Holzmodulbauweise erreicht. Dabei werden pro Tag zehn vorgefertigte Holzmodule angeliefert und auf der Baustelle zusammengefügt. Nach ihrer Fertigstellung wird die Schule über 26 allgemeine Unterrichtsräume, einen Mehrzweckraum mit Küche, Lernwerkstätten und Verwaltungsräume verfügen. Im offenen Ganztagsbetrieb können dort 432 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer tätig sein. Das Gebäude soll insgesamt nicht mehr als 25 Millionen Euro kosten. Die Positionierung des Schulgebäudes zur Sewanstraße hin soll städtebaulich mit der KULTschule korrespondieren. An der nördlichen Seite des Grundstücks entsteht zudem eine Sporthalle. Sie kann neben dem Schulsport auch für den Vereinssport genutzt werden. Über einen zusätzlichen Gehweg soll die Hal- Das Baufeld für die Errichtung der Grundschule in Schnellbauweise ist bereitet.  Foto: www.lichtenbergmarzahnplus.de/ Volkmar Eltzel le unabhängig von der Schule erreichbar sein. Durch die Anordnung der Gebäude ergibt sich ein geschützter Hofbereich mit Sport-, Pausen- und Spielflächen. Die alte Sporthalle und der Verbindungstrakt zur KULTschule waren zu marode für eine wirtschaftlich sinnvolle Sanierung. Sie waren 2018 abgerissen worden. Das neu entstehende Ensemble soll nach seiner Fertigstellung zusammen mit der benachbarten KULTschule und deren zahlreichen Angeboten einen Bildungscampus bilden. Auch in der KULTschule wird demnächst gebaut. Für rund 8 Millionen Euro aus dem Bezirkshaushalt erfolgt die schrittweise Sanierung. Sandra Scheeres (SPD), Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, sagte während der Veranstaltung, dass im Rahmen der beschlossenen Schulbauoffensive Berlins über 60 neue Schulen gebaut und saniert werden sollen. Dafür würden fünfeinhalb Milliarden Euro eingesetzt. Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) dankte allen, die den schnellen Bau möglich machen. „In Lichtenberg sind leider immer noch etwa ein Drittel aller Kinder von Transferleistungen abhängig. Deshalb sind gleiche Bildungschancen für alle so wichtig“, sagte er. Das zeige auch, welch hohe Bedeutung der Bau neuer Schulen im wachsenden Bezirk mit mittlerweile 290.000 Einwohnern habe. Mit dem ersten Spatenstich wurde auch eine zylinderförmige sogenannte „Zeitkapsel“ aus Metall im Sandboden versenkt. Neben technischen Angaben zum Bau und Informationen zu den Bauunternehmen, enthält sie die aktuellen Pläne der Berliner Schulbauoffensive sowie den Ablaufplan der feierlichen Veranstaltung zum Baubeginn. Senatorin Sandra Scheeres und Bürgermeister Michael Grunst hatten die Papiere zuvor in dem Behälter verstaut. ANZEIGE 10 MEINE FREIZEIT: DER GROßE VERANSTALTUNGSKALENDER FÜR DIE REGION MUSIK & KONZERT PowerBluesPark-Festival: 17. Mai, 22.45 Uhr: Double Vision & Moondaze. 18. Mai, 22.45 Uhr: Franky Dickens Band & Andi Valandi. Ort: Biesdorfer Parkbühne. Musical Dreams: Bunter Mix mit Ausschnitten aus Aladdin, West Side Story und Tanz der Vampire am 18. Mai, 18 Uhr. Eintritt: 25 Euro. Ort: Schloss Friedrichsfelde. Ausstellung mit Malerei, Zeichnungen und Objekten von Andrea Lein und André Bauersfeld. Eröffnung: 14. Mai, 19 Uhr. Bis 28. Juni. Ort: rk – Galerie. Die Russen kommen, kommst du auch mit?: Projekt der Neuen Kunstinitiative MaHe mit Malerei, Video, Skulptur, Fotografie und Druckgrafik. Eröffnung 25. Mai, 18 Uhr. Bis 6. Juli. Ort: Projektraum Galerie M. Im Walde von Toulouse: Aufführung des Kinderopernhauses Marzahn am 19. Mai, 15 Uhr. Eintritt: 12 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn. Fotografiere Deinen Kiez: Mood in the Hood Weitling Kiez – Victoriastadt – Friedrichsfelde, Ergebnisse eines Fotowettbewerbs im Kiez. Vom 18. Mai bis 16. Juni. Ort: GISELA – Freier Kunstraum Lichtenberg. Streichquartette aus drei Jahrhunderten: Konzert mit dem Schweizer Adelaïde Quartett am 19. Mai, 15 Uhr. Eintritt: 22 Euro. Ort: Schloss Friedrichsfelde. „Urban Jungle“, Acrylmalerei von Esra Woite. Bis 27. Juni. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. „Marlene, Zarah und Hilde reloaded“: Bekannte deutsche Chansons im jazzigen Gewand am 26. Mai, 19.30 Uhr. Eintritt: 22 Euro (Vorverkauf), 24 Euro (Abendkasse). Ort: Freizeitforum Marzahn. Landpartie Fontanes: Konzertprogramm des Havelland-Ensembles am 26. Mai, 15 Uhr. Eintritt: 22 Euro. Ort: Schloss Friedrichsfelde. Musik am Nachmittag: „Nun will der Lenz uns grüßen“, 29. Mai, 14.30 Uhr. Zu Gast: Martha Pfaffeneder (Gesang, Wien) und Chris Szachnowski (Piano). Eintritt: 6 Euro. Ort: Maxie-Treff Begegnungsstätte. Ost-Rock-Party: Programm im Rahmen des Blütenfestes am 1. Juni, 18.30 Uhr, mit „Transit“, mit alten und neuen Hits und einer großen Rockshow von City bis Silly, präsentiert von „Splitt – der Ostrock-Tributeband“. Ort: Biesdorfer Parkbühne. 22. Sängerfest: 13 Chöre wetteifern um die Gunst des Publikums, mit kurzen Piano-Pausen am 2. Juni, 13-18 Uhr. Ort: Biesdorfer Parkbühne. Andrea Timm & Band: Konzert mit Musikern der Ostrockszene am 8. Juni, 19 Uhr. Ort: Schlossgut Altlandsberg. Pfingstkonzert: Veranstaltung mit dem Quintett „Frisch gestrichen“ am 9. Juni, 16 Uhr. Ort: Schlossgut Altlandsberg. THEATER & KABARETT „Wenn die Neugier nicht wär’…“: Die besondere Talkshow von und mit Barbara Kellerbauer und ihrem Gast, der Schauspielerin Steffi Kühnert, am 25. Mai, 19 Uhr. Eintritt: 13 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn. Der Brandstifter: Kriminalstück mit anschließender Bühnen- und Werkstattbesichtigung am 25. Mai, 19 Uhr. Eintritt frei. Ort: Papiertheater an der Oppermann. AUSSTELLUNGEN „Menschen-Tiere-Sensationen – der Fotograf Wulf Olm“: Hommage an den langjährigen Fotografen der Berliner Zeitung, Wulf Olm. Eröffnung: 17. Mai, 19 Uhr. Bis 3. November. Ort: Museum Lichtenberg. Bilder. Geschichten – Schichten. Bilder: Die Kraft der reinen ungemischten Farbe: Ausstellung mit Arbeiten von Thomas P. Kausel. Bis 8. September. Ort: Bürgerschloss Hohenschönhausen. „Lichtenberger Werkstätten – ein Teil unseres Lebens“: Schau des Hohenschönhausener Fotoclubs 1092. Bis 2. Juli. Ort: AnnaSeghers-Bibliothek. „Wien –Berlin“: Temporäre Ausstellung mit 23 Grafiken. Bis 27. September. Ort: HansWerner-Henze-Musikschule „Kalenderblätter“: Patchwork von Jutta Rausch. Bis 29. Mai. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“. 19: Bis 31. September. Ort: Margarete-Steffin-Volkshochschule. MAHE inside: Fotografien von Gerhard Westrich. Porträts von Menschen in MarzahnHellersdorf. Bis 7. Juni. Ort: Schloss Biesdorf. Quer durch das Land der Armenier: Fotoausstellung im Rahmen der Deutsch-Armenischen Kulturtage. Bis 23. Juni. Ort: Kulturhaus Karlshorst. COLLECT, SELECT, SAY GOOD-BYE: sammeln, auswählen, loslassen. Arbeiten von Kathrin Sohn, Burchard Vossmann, Ila Wingen, Sophie Tiller, Almud Moog, Doris HinzenRöhrig und Susanne Piotter. Bis 7. Juni. Ort: Schloss Biesdorf. „Zeit der letzten Brachen“: Ausstellung von Lars Preisser zum Thema Berliner Brachflächen. Bis 1. Juni. Ort: Station urbaner Kulturen. Kreise ziehen: Drei Großsiedlungen und die Produktion von Bildern ihrer selbst. Eröffnung am 13. Juni, 19 Uhr. Ort: Grünfläche „Place Internationale“, Maxie-Wander-/Ecke Carola-Neher-Straße, 12619 Berlin-Hellersdorf (U5 Cottbusser Platz). „180 Jahre Fotografie“: Collagen zur Fotogeschichte von Profi-Fotograf und Fotosammler Werner Umstätter. Ausstellung bis 31. Juli. Eröffnung: 19. Mai, 11 Uhr. Ort: Freizeitforum Marzahn. KINDER & FAMILIE „Die schönen Wilden“: Fotografien von Prof. Gisela Graen-Baumann. Bis 31. Juli. Ort: Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“. Fortune: Ausstellung mit Fotos aus Afrika. Bis 7. Juli. Ort: Kulturhaus Karlshorst. Fotografien der Wendezeit: Bilder von Lothar M. Peter aus der Zeit vor und nach dem Mauerfall (1985 bis 1995). Bis 17. November. Ort: Museum Lichtenberg. Kalenderblätter – Grafik und Gedichte: 21 Künstlerinnen und Künstler aus Berlin und dem Umland haben ihre Handschrift auf mehr als 30 Werken hinterlassen. Bis 16. Juni. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten. „Gefühle… mein Leben in Bildern“: Ausstellung von Katharina Freibott. Vom 18. Mai bis 12. Juli. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek. „Stadt – Land – Kunst“: Ausstellung des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums. Bis 17. Juni. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek. Handzeichnungen und Druckgraphik: Werke von Peter Schulz Leonhardt, bis 19. Juni. Ort: Galerie 100. Schwarz. Weiß. Farbe: Ausstellung der Mal- und Zeichengruppen von Ellena Olsen. Bis 2. Juli. Ort: Volkshochschule MarzahnHellersdorf. Weiße Kiste: Arbeiten von Thomas Rentmeister, Rakuko Naito und Michel Verjux. Bis 7. Juli. Ort: Mies van der Rohe Haus. Die Macht der Gefühle – Deutschland 19 | Gesund! in Lichtenberg: Zehn Menschen aus den Lichtenberger Werkstätten gGmbH haben sich tiefgründiger mit der Kommunalen Gesundheitsförderung auseinandergesetzt und präsentieren ihre Ergebnisse. Bis 20. Mai. Ort: Rathaus Lichtenberg. „Die Zeitdiebe“: Puppentheaterstück mit Nicole Gospodarek am 11. Mai, 10 Uhr (Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark) und am 18. Mai, 10 Uhr (Anton-Saefkow-Bibliothek). Veranstaltung im Rahmen der Familiensamstage. Eintritt: 1 Euro. Was kann ich für mein Wohlbefinden tun? Kostenloser Gesundheitskurs für Frauen. Montags, 13. Mai, 20. Mai und 27. Mai, jeweils von 10 bis 12.15 Uhr. Ort: Kiezspinne FAS e.V., Nachbarschaftshaus Orangerie, Schulze-Boysen-Straße 38, 10365 Berlin. Anmeldungen unter Tel. 030 55489635. Eine Aktion mit dem Jobcenter. Zimbel Zambel: Schi-Scha-Schatzsuche: Theater für Kinder ab 2 Jahren am 14. Mai, 9.30 Uhr. Eintritt: 4 Euro. Ort: Bezirkliches Informationszentrum Marzahn-Hellersdorf. Kindertheater: „Kannst du Sonnenstrahlen hören?“, 15. Mai, 10 Uhr. Ein Spaziergang durch Prokofjews Musik. Mitspieltheater für Kinder ab 4 Jahren. Eintritt: 3 Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater. BEZIRKS-JOURNAL und Familien. Ort: Naturhof Malchow. „Es war einmal…“: Heike Grützmacher erzählt am 12. Juni, 10 Uhr, Märchen für Schüler der 1.-4. Klasse. Eintritt frei. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“. GESCHICHTE ausgegrenzt – verfolgt – ermordet: Ausstellung über Sinti und Roma in Lichtenberg 1933 – 1945. Eröffnung: 14. Juni, 18 Uhr. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. Gesucht – gefunden! Spuren der Trillerschen Mühle Marzahn. Ausstellung bis 15. November. Schon lange sind die Standorte der ehemaligen Marzahner Mühlen bekannt. Ihre über zweihundertjährige Geschichte wurde bislang nur in Archiven und im Museum überliefert. Eine Neubebauung des historischen Standorts der Trillerschen Mühle an der heutigen Allee der Kosmonauten und der damit verbundene Abriss der Altbebauung gab die Gelegenheit zur Spurensuche. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. „Sowjetisches Ehrenmal in Berlin. Modelle und Musen seines Schöpfers“: Eine Ausstellung des Wolgograder Museums „Stalingrader Schlacht“ zum 70. Jahrestag der Einweihung des sowjetischen Ehrenmals im Treptower Park. Bis 22. Mai. Ort: DeutschRussisches Museum Berlin-Karlshorst. „Von Gletschereis und Gummistiefeln“: Ausstellung über die Geschichte des Kienbergs, tgl. 11-17 Uhr. Ort: Café Wolke Sieben, Wolkenhain auf dem Kienbergplateau. Der Eintritt ist frei. „Stein auf Stein - Backsteinbauten in Marzahn-Hellersdorf“: Ausstellung über Ziegelbauten im Bezirk, Vorstellung von Gebäuden mit ihrer Bau- und Nutzungsgeschichte. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. Bis 24. Mai. Eintritt frei. „Stasi in Berlin – Überwachung und Repression in Ost und West“: Sonderausstellung über Geheime Dienstobjekte, Stützpunkte und tausende „konspirative Wohnungen“ der Stasi im Osten und Westen. Bis 31. März 2020 tgl. 9-18 Uhr. Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Eintritt frei. Staatssicherheit in der SED-Diktatur: Dauerausstellung im Stasi-Museum. Geöffnet Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa/ So 11-18 Uhr. Ort: Stasi-Museum/ASTAK e.V. Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941-1945: Dauerausstellung. Eintritt frei. Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst. VORTRAG & LESUNG Joseph Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“: Musikalischer Vortrag von Steffen Georgi am 14. Mai, 19 Uhr. Eintritt frei. Anmeldung unter Tel. 030 54704142. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. Modellbahnen in Spur1: Tag der offenen Tür am 18. Mai, 10-18 Uhr, und am 19. Mai, 1016 Uhr. Ort: Siegfriedstraße 66-70, 10365 Berlin. „Staatsfeind“: Lesung mit Prof. Dr. Veit Etzold am 14. Mai, 19 Uhr. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek. „Natur spielend erfahren“: Feriensonntag am 2. Juni, 14-17 Uhr. Für Kinder ab 3 Jahren „Im Bett mit dem Westen“: Lesung mit Franziska Troegner aus ihrem Buch „Permanent BEZIRKS-JOURNAL MEINE FREIZEIT: DER GROßE VERANSTALTUNGSKALENDER FÜR DIE REGION trendresistent“ am 14. Mai, 19 Uhr (AnnaSeghers-Bibliothek), und am 20. Mai, 19 Uhr (Bodo-Uhse-Bibliothek). Eintritt 4, erm. 3 Euro. „Gesucht – gefunden!“: Spuren der Trillerschen Mühle Marzahn, Vortrag mit Präsentation von Jürgen Wolf, Müller, am 15. Mai, 18 Uhr. Eintritt frei. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 1. Galeriefrühstück: Leonardo da Vinci (14521519): Vortrag mit Jörg Bock am 15. Mai, 10 Uhr. Eintritt: 7,50 Euro inkl. Frühstück. Reservierung unter Tel. 030 5532276. Ort: Studio Bildende Kunst. „Ein Bild von der Stadt“: Gespräch mit Ulrich Domröse, Leiter der Fotografischen Sammlung der Berlinischen Galerie, am 16. Mai, 15 Uhr. Ort: Station Urbaner Kulturen. „Lieber woanders“: Lesung mit Marion Brasch am 16. Mai, 19 Uhr. Eintritt: 4 Euro. Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek. „Von Franklin D. Roosevelt bis Donald J. Trump 1932-2017“: Präsidenten, Demokraten und Republikaner, Liberale und Konservative der USA. Vortrag am 22. Mai, 18 Uhr, von Karl Drechsler im Rahmen der Reihe „Live bei Kleist“. Ort: Stadtteilbibliothek Heinrich von Kleist. Anmeldungen unter Tel. 030 9339380. Kunst-Café in der Villa Skupin: Gustave Caillebotte. Zur Ausstellung in der Alten Nationalgalerie. Vortrag und Gespräch mit Elke Melzer am 22. Mai, 15.30 Uhr. Eintritt: 5 Euro. Ort: Studio Bildende Kunst. „Zwischen Stadt und Land“: Gesprächsrunde am 31. Mai um 19 Uhr u.a. mit Wolfgang Kil zum Thema Peripherie und wachsende Stadt. Eintritt frei. Ort: Station urbaner Kulturen. „Tiere für Fortgeschrittene“: Lesung mit Eva Menasse am 13. Juni, 20 Uhr. Eintritt frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“, Foyer. Vom Forschen zum Vernichten – Robert Ritter und die ‚Zigeuner‘: Vortrag von Dr. Martin Luchterhandt, Historiker, am 26. Juni, 18 Uhr, im Rahmen der Reihe „Marzahn-Hellersdorfer Gespräche zur Geschichte. Eintritt frei. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 1. UMWELT & NATUR Upcycling-Workshop: Aus alt wird neu. Aus Verpackungsmüll entstehen neue Dinge, am 21. Mai, 15 Uhr. Bitte mitbringen: ausgespülte Verpackungsmaterialien (Getränkekartons, pfandfreie Plastikflaschen etc.) zum Gestalten Ort: Freilandlabor Marzahn. 25. Storchenfest auf dem Naturhof Malchow: Storchenquiz, Storchenfilm, Vorträge, regionale Handwerker, Führungen und Tombola am 15. Juni, 12 bis 19 Uhr, und 16. Juni, 11-18 Uhr. Am 16. Juni um 11 Uhr zudem Jazz-Frühshoppen. Ort: Naturhof Malchow. FÜHRUNG & AUSFLUG Frühlingswanderung: Tour mit dem Freilandlabor Marzahn in der Hönower Weiherkette am 16. Mai. Treffpunkt 14 Uhr am U-Bahnhof Hönow (Ausgang Hönow). Startgeld: 2 Euro. Lichtenberger Alleen: Entdeckungstour am IMPRESSUM Braukunst: Immer am ersten Sonntag im Monat gibt es auf dem Schlossgut in Altlandsberg Brauereiführungen. Start um 11 Uhr in der Stadtinformation, Krummenseestr. 1, 15345 Altlandsberg. Teilnahme: 9 Euro. Anmeldung in der Stadtinformation, Tel. 033438 151150. Von der ersten Platte in den 11. Himmel: Tour durch den Bezirk am 18. Juni, 14 Uhr, und 22. Juni, 14 Uhr. Start und Ziel: Informationszentrum Marzahn-Hellersdorf. Anmeldung erforderlich unter info@museum-marzahn-hellersdorf.de oder Tel. 030 54790921. KINO Programm Kino Kiste 16. bis 22. Mai: Manou – flieg flink!: tägl. 16 Uhr außer Do., KULTUR AUF DEM SCHLOSSGUT 18.05.2019, 20 Uhr 08.06.2019, 19 Uhr 09.06.2019, 16 Uhr 26.07.2019, 19 Uhr Stummfilmkonzert „Der General“ Andrea Timm & Band Pfingstkonzert Sommertheater „Die deutschen Kleinstädter“ KINO IN DER SCHLOSSKIRCHE 29.06.2019, 20 Uhr Astrid FÜHRUNGEN, FESTE & MEHR 17.05.2019, 20 Uhr Stadtrundgang mit dem Nachtwächter 19.05.2019, 10 Uhr Stadtgeschichtliche Führung durch Altlandsberg 31.05.2019, 20 Uhr Schlossgutführung mit dem Nachtwächter 10.06.2019, 10 Uhr Stadtgeschichtliche Führung durch Altlandsberg 15./16.06.2019, 15 Uhr Pralinen-Workshop im Gutshaus 15./16.06.2019, 11 Uhr 25. Brandenburger Landpartie Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation. www.schlossgut-altlandsberg.de info@schlossgut-altlandsberg.de Tel: 033438 151150 Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10-19.30 Uhr; Mi 14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr Biesdorfer Parkbühne, Nordpromenade 5, 12683 Berlin. Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Straße 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr. Bürgerkomitee 15. Januar e.V. Berlin (StasiMuseum), Ruschestr. 103, 10635 Berlin Bürgerschloss Hohenschönhausen, Hauptstraße 44, 13055 Berlin, Tel. 030 97895600. Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin, Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr. Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter Allee 149, 10365 Berlin, Tel. 030 5556719. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr. Evangelische Kirchengemeinde BerlinHellersdorf, Glauchauer Str. 7, 12627 Berlin, Tel. 030 9918013. Freilandlabor Marzahn, Torgauer Straße 6, EC KE ! GL EIC H UM DI E vom ten inu tom Au 7 Nur rnt! U-Bhf. Hönow entfe HEIRATEN | TAGEN | FEIERN RESTAURANT SOZIETÄTSBRAUEREI & BRENNEREI Öffnungszeiten Stadtinformation: Mo-Fr 11-17 Uhr Sa/ So 11-16 Uhr Restaurant tgl. ab 12 Uhr Krummenseestraße 1 15345 Altlandsberg ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center, Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030 92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr. Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-15 Uhr. Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr. Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078. Bezirkliches Informationszentrum Marzahn-Hellersdorf, Hellersdorfer Str. 151 (nördl. Seilbahnstation), 12619 Berlin. Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030 54790921, Internet: www.museum-marzahnhellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr. Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und Musikbibliothek, Marzahner Promenade 52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154. 26. Mai im Rahmen des Langen Tages der Stadtnatur. Doreen Hantuschke, die Leiterin des Umweltbüros Lichtenberg, berichtet während des etwa fünf Kilometer langen Spaziergangs über die Besonderheiten von Alleen als Teil unseres kulturellen Erbes. Start: 14 Uhr, Straßenbahn Simon-Bolivar-Straße. Nur für Teilnehmer mit Ticket zum Langen Tag der Stadtnatur (erhältlich unter Tel. 030 26394141). 12627 Berlin, Tel. 030 9989017 Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030 5427091. Galerie 100 und Kunstverleih, KonradWolf-Straße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr GISELA - Freier Kunstraum Lichtenberg, Giselastraße 12, 10317 Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr. Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030 98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de Hans-Werner-Henze-Musikschule, Maratstraße 182, 12683 Berlin, Tel. 030 902935752. KISTE Kino & Konzerte & mehr am U-Bahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str. 10, 12627 Berlin, Tel. Tel. 030 9987481. Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin, Tel. 030 562969423. Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr. Maxie-Treff Begegnungsstätte, Maxie-Wan- 11 Mi. 16.20 Uhr Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein: Do., Mi. 13.45 Uhr, Fr., So. 17.40 Uhr, Sa., Di. 19.45 Uhr Der Fall Collini: Fr., So., Di. 13.45 Uhr, Sa. 17.35 Uhr, Mo. 17.45 Uhr, Mi. 18 Uhr, Do. 20 Uhr Der Funktionär: Sa. 14 Uhr, Mi. 20.10 Uhr Spreeland Fontane: Mo. 14 Uhr, Do. 18 Uhr Gestorben wird Morgen: Di. 18 Uhr Weil du nur einmal lebst: So. 20.15 Uhr Bohemian Rhapsody: Mo. 20 Uhr Hi, Ai: Fr. 20.15 Uhr 23. bis 29. Mai: Mascha und der Bär: Do., Sa, Di. 16 Uhr, Fr., Mo. 16.15 Uhr, So., Mi. 16.40 Uhr Stan & Ollie: Do. 9 Uhr Seniorenkinobrunch, Do., Sa., Di. 14 Uhr, Fr., Mo. 18 Uhr, So., Mi. 20 Uhr Der Fall Collini: Fr., Mo. 14 Uhr, So., Mi. 18 Uhr, Do., Sa., Di. 20 Uhr Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein: So., Mi. 14 Uhr, Do., Sa., Di. 17.20 Uhr, Fr. 19.25 Uhr Astrid: Mo. 20 Uhr 30. Mai bis 5. Juni: Mascha und der Bär: Do., Mi. 16.15 Uhr, Fr., Sa., Di. 16 Uhr Pünktchen und Anton: So., Mo. 16 Uhr Der Fall Collini: Do., Mi. 14 Uhr, So. 13.45 Uhr, Sa., Di. 17.45 Uhr, Fr. 20 Uhr Stan & Ollie: Fr., Mo. 14 Uhr Do., So., Mi. 18 Uhr, Sa., Di. 20 Uhr Das Ende der Wahrheit: Sa., Di. 14 Uhr, Fr., Mo. 18 Uhr, Do., So., Mi. 20 Uhr Green Book: Mo. 20 Uhr KIEZ & KIRCHE „Planungen rund um die Konrad-Wolf-Straße“: Samstagsspaziergang mit Bezirkspolitik und Fachleuten am 18. Mai. Start: 10 Uhr Hohenschönhauser Tor (Weißenseer Weg 35). 8. Nachbarschaftsflohmarkt: Trödel am 1. Juni, 10-17 Uhr. Ort: Freiaplatz. Offene Kirche: Bis zum 6. Oktober lädt die Evangelische Kirchengemeinde Hellersdorf lädt zum Besuch ein. Zeit: sonntags, 11-18 Uhr. Ort: Glauchauer Straße 7, 12627 Berlin. der-Straße 56/58, 12619 Berlin. Mies van der Rohe Haus, Oberseestraße 60, 13053 Berlin, Telefon 030 97000618. Öffnungszeiten: Di bis So 11-17 Uhr. Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030 9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di 11-19 Uhr, Mi, Do 11-15 Uhr, Fr 10-13 Uhr Museum Lichtenberg im Stadthaus, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030 5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und So 11-18 Uhr. Papiertheater an der Oppermann, Oppermannstraße 45, 12679 Berlin, Tel. 0174 8716603, Internet: www.papiertheater-ander-oppermann.de Projektraum Galerie M, Marzahner Promenade 46, 12679 Berlin, Di.-Sa. 12-18 Uhr Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin. rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr. Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin, tgl. 10-18 Uhr, Di Schließtag, Fr 12-21 Uhr. Telefon: Tel. 030 516567790, Internet: www. schlossbiesdorf.de Schloss Friedrichsfelde, Am Tierpark 41, 10319 Berlin. Reservierungen unter Tel. 030 51531407. Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150. Stadtteilbibliothek „Heinrich von Kleist“, Havemannstraße 17 B, 12689 Berlin, Tel. 030 9339380. Öffnungszeiten: Mo, Di 13-18 Uhr; Mi, Fr 9-14 Uhr; Do 13-19 Uhr station urbaner kulturen, Auerbacher Ring 41 (Eingang Kastanienboulevard), 12619 Berlin. Öffnungszeiten: Do. + Sa. 15-19 Uhr. Tel. 0173 2009608 Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin, Tel. 030 5532276. Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str. 35,13057 Berlin, Tel. 030 92901866. Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf, Mark-Twain-Straße 27, 12627 Berlin, Tel. 030 902932570. Geöffnet Mo-Fr 8-20 Uhr. Volkshochschule Lichtenberg, PaulJunius-Straße 71, 10369 Berlin, Tel. 030 90296-5971. BEZIRKS-JOURNAL – Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt an ca. 300 Orten in Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR Marcel Gäding (V.i.S.d.P.) | ANZEIGEN Tel. 030 55494360, E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de VERLAG: Medienbüro Gäding, Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin, www.medienbuero-gaeding.de KONTAKT BÜRO BERLIN Tel. 030 55494360 KONTAKT BÜRO STORKOW Tel. 033760 206891 | E-MAIL redaktion@bezirks-journal.de INTERNET www.bezirks-journal.de | FACEBOOK www.facebook.com/bezirksjournalberlin | VERTRIEB & VERTEILUNG Eigenvertrieb | DRUCK: Pressedruck Potsdam GmbH, Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam GESAMTAUFLAGE 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste 2019 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 13. Juni 2019. 12 BEZIRK KOMPAKT ANZEIGEN Eigenes Budget für sechs Schulen LICHTENBERG. Auch in diesem Jahr steht Schulen im Bezirk wieder ein eigenes Budget, der sogenannte „Schüler*innenHaushalt“, zur Verfügung. Sechs Einrichtungen erhalten jeweils 1.500 Euro von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und dem Bezirksamt Lichtenberg. Im Rahmen von Abstimmungen können die Jugendlichen selbst entscheiden, wofür das Geld ausgegeben wird. Pädagogisch begleitet wird das Projekt von der Servicestelle Jugendbeteiligung e.V. Zu den Schulen, die am „Schüler*innenHaushalt“ teilnehmen, gehören die Robinson-Grundschule, das BarnimGymnasium, das Immanuel-Kant-Gymnasium, die Grundschule am Roederplatz, die Bernhard-Grzimek-Schule und die Schule am Breiten Luch. Lichtenberg-Hohenschönhausen | BEZIRKS-JOURNAL 100 neue Wohnungen in Friedrichsfelde FRIEDRICHSFELDE. Richtfest an der OttoSchmirgal-Straße 10-12: Dort lässt die Wohnungsbaugenossenschaft Vorwärts eG von der Kondor Wessels Bouw Berlin GmbH 100 neue Wohnungen errichten. Im Frühsommer kommenden Jahres sollen die ersten Bewohner in das Wohnhaus ziehen. Weil viele Bauteile vorab gefertigt wurden und man auf wiederkehrende Grundrisse und eine solide Grundausstattung setzte, bewegen sich die Mieten für die Zwei- bis Vierzimmerwohnungen auf einem niedrigen Niveau. „Das ist gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung, wie es bei einer Genossenschaft üblich ist“, sagt Bezirksbürgermeister Michael Grunst. „Einfache Grundrisse ermöglichen Baukosten, die darstellbar und finanzierbar sind. Bezahlbare Mieten sind die Folge für die Genossenschaftsmitglieder“, erklärt Detlef Siedow, Vorstandsmitglied der Genossenschaft. Angaben der WG Vorwärts zufolge beträgt die durchschnittliche Miete unter 10 Euro pro Quadratmeter. Sponsoren lassen Brunnen sprudeln LICHTENBERG. Der Bezirk Lichtenberg hat acht Brunnen wieder in Betrieb genommen. Die Kosten in Höhe von 53.000 Euro übernimmt das Werbeunternehmen Ströer, wie das Bezirksamt mitteilte. Das Geld wird für die Betriebskosten verwendet, während das bezirkliche Straßen- und Grünflächenamt die Pflege und Wartung der Wasserspiele verantwortet. Lediglich der Keramikbrunnen an der Frankfurter Allee 144 bleibt noch trocken. Dort finden aktuell Sanierungsarbeiten statt. Jugendamt mehrere Wochen geschlossen LICHTENBERG. Weil die Software umgestellt wird, kommt es im Jugendamt vom 17. Juni bis 26. Juli zur Schließung. Betroffen sind die Abteilungen Beurkundung, Beistandschaft und Unterhaltsvorschuss. In dieser Zeit finden keine Beurkundungen statt. Eltern werden gebeten, ihre Beurkundungstermine entsprechend anzupassen. Wer einen Unterhaltsvorschuss beantragen möchte, kann seine Unterlagen im Familienbüro, GroßeLeege-Straße 103, 13055 Berlin, abgeben. Bürgeramt geschlossen HOHENSCHÖNHAUSEN. Wegen einer Fortbildung ist das Bürgeramt in der Egon-ErwinKisch-Straße 106 am 17. Mai geschlossen. Bereits fertig gestellte Dokumente können an diesem Tag nicht abgeholt werden, teilt das Bezirksamt mit. Der nächste reguläre Sprechtag ist am Montag, 20. Mai, 7.30 bis 15.30 Uhr. Grundschule wieder am alten Standort Schule trägt Namen von Hans Rosenthal LICHTENBERG. Die Schülerinnen und Schüler der „Schule am grünen Grund“ sind wieder in ihr Gebäude an der Herzbergstraße 79 gezogen. Seit Dezember nutzen sie das sanierte Haus, nun fand die „Wiedereinzugsfeier“ statt. Gut 2 Millionen Euro flossen in die Bauarbeiten, die im April 2017 starteten und Ende vergangenen Jahres beendet wurden. Unter anderen sind ein Naturwissenschaftsraum, die Verteilerküche und der Mehr- FENNPFUHL. Die im Sommer gegründete Grundschule an der Bernhard-BästleinStraße hat ab sofort einen Namen: Sie wurde nach dem Moderator Hans Rosenthal („Dalli, dalli!“) benannt. Der Unterhaltungskünstler, der von 1925 bis 1987 lebte, verbrachte ein Teil seines Lebens in Lichtenberg. Wegen seines jüdischen Glaubens musste er sich in der Zeit des Nationalsozialismus in einer Gartenkolonie verstecken. zweckraum neu gestaltet worden. Erneuert wurde zudem das Datennetz. Während der Arbeiten nutzten die Grundschüler einen Ausweichstandort in der Harnackstraße. Nach Angaben von Schulstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) soll nun bis nächstes Jahr ein modularer Ergänzungsbau entstehen. Auch sollen Außenflächen mit Spielgeräten angelegt werden, wie das Bezirksamt Lichtenberg mitteilte. ANZEIGEN Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 13. Juni 2019. Anzeigenbuchungen unter Tel. 030 55 49 43 60
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