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Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal (Rights reserved) Issue6.2019,3 (Rights reserved)

FREIBÄDER SAUGBAGGER Bezirke konkretisieren ihre Planungen. Seite 3 Spezialtechnik für die ganze Welt. Seite 11 Bezirks-Journal in Zusammenarbeit mit plus.de www.lichtenbergmarzahn Kostenlose Monatszeitung für Lichtenberg & Hohenschönhausen | Ausgabe 03-2019, 14. März 2019 | www.bezirks-journal.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare Report: Mieten steigen im Osten weiter KLEINGÄRTEN WOHNUNGSMARKT: Wohnen wird immer teurer: 2018 gab es einen Preisanstieg um bis zu 13,3 Prozent. W erden die Wohnungen in der Innenstadt zu teuer, zieht man an den Stadtrand: Das galt auch für Berlin lange Zeit – schließlich war das Zuhause jenseits der City dort noch bezahlbar. Weil Wohnraum aber in Berlin knapp ist, steigt die Nachfrage nach Wohnungen in den Außenbezirken. Und das hat Folgen. Gerade hat die Investitionsbank Berlin den Wohnungsmarktbericht für das Jahr 2018 vorgelegt. Und der enthält keine guten Nachrichten für Wohnungssuchende. So verzeichnete der Bezirk Marzahn-Hellersdorf einen Preisanstieg von durchschnittlich 13,3 Prozent, während die Mieten in Lichtenberg um 11 Prozent anzogen. Berlinweit beträgt der Durchschnitt 12,8 Prozent. Schaut man sich die Mietpreise in den beiden Ostbezirken an, bemerkt man ein starkes Nord-Süd-Gefälle: Während die Wohnungen in den sogenannten Großsiedlungen vergleichsweise günstig zu mieten sind, müssen Mieter in den besser betuchten Gegenden wie Biesdorf, Mahlsdorf, Karlshorst oder Rummelsburg deutlich tiefer in die Tasche greifen. In Marzahn-Hellersdorf werden in den Großsiedlungen Wohnungen im Schnitt für 6 bis 8 Euro pro Quadratmeter angeboten, in Lichtenberg ebenfalls. In den begehrten Einfamilienhaussiedlungen hingegen machen die Quadratmeterpreise schon mal das Doppelte aus. Am teuersten wohnt es sich in Bezirken wie Mitte oder Friedrichshain-Kreuzberg. Der Plan der Politik, die MietpreisSituation durch den Bau neuer Wohnungen zu entspannen, geht hingegen nicht auf. Im Gegenteil: Obwohl Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg bei den Neubauvorhaben berlinweit die Nase vorn haben, steigen dort auch die Mietpreise weiter – allen Beteuerungen der Landespolitik zum Trotz. Lediglich die Bewohner von Sozialwohnungen dürfen hoffen: Gerade hat das Abgeordnetenhaus eine für den 1. April geplante Erhöhung um 0,13 Euro pro Quadratmeter gestoppt. Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Report auf Seite 2. Sicher ist sicher FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING Die Angst geht um bei Berlins Kleingärtnern: Die Rufe, Parzellen in Bauland umzuwandeln, werden immer lauter. Der Bezirk Lichtenberg will die Kleingärten schützen, in dem er entsprechende Bebauungspläne aufstellt. Die verhindern, dass die Flächen für neue Wohnungen, Schulen oder Kitas zweckentfremdet werden. Nun können 350 Kleingärtner in Karlshorst hoffen. Die ganze Geschichte lesen Sie auf Seite 16. 2 TOP-THEMA HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL Die Mieten steigen weiter WOHNUNGSMARKTREPORT: Die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung wird in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg immer schwieriger. Innerhalb von zwei Jahren sind die Mieten in beiden Bezirken um bis zu 13,3 Prozent gestiegen. Von Marcel Gäding J edes Jahr ziehen allein nach Marzahn-Hellersdorf zwischen 2.000 bis 3.000 Menschen. Ein Grund dafür sind die vergleichsweise preiswerten Mieten: Zwischen 6 und 8 Euro pro Quadratmeter betragen im Schnitt die Nettokaltmieten in dem Außenbezirk. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank (IBB) Berlin hervor. Wegen des wachsenden Zuzuges steigt jedoch die Nachfrage nach Wohnraum – und damit auch der Quadratmeterpreis. Während sich die Nettokaltmiete auf ganz Berlin gesehen zwischen 2016 und 2018 um durchschnittlich 12,8 Prozent verteuerte, stiegen sie in Marzahn-Hellersdorf um 13,3 Prozent. Hinzu kommt ein deutlicher Unterschied zwischen der Großsiedlung im Norden des Bezirks und den Siedlungsgebieten im Süden – darunter Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf. Liegt die Nettokaltmiete einer „Plattenbau“-Wohnung bei rund 6 Euro pro Quadratmeter, verlangen Vermieter in den von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägten Gegenden schon mal bis zu 12 Euro – zuzüglich Betriebskosten. Nur die zahlreichen Genossenschaften halten ihre Mieten mit rund 7 Euro pro Quadratmeter einigermaßen stabil. Um einiges teurer sind inzwischen auch die Wohnungen in Lichtenberg. Das liegt vor allem an der Lage des Bezirks, der sich von der Innenstadt bis zum Stadtrand erstreckt. Im Wohnungsmarktbericht der IBB für 2018 ist von einer Durchschnittsmiete von 9,35 Euro pro Quadratmeter nettokalt die Rede – im Vergleich zum Jahr 2016 eine satte Steigerung um gut 11 Prozent. „Besonders hohe Angebotsmieten wiesen die Siedlungen an der Rummelsburger Bucht und die Victoriastadt auf“, steht dazu im Bericht. Deutlich günstiger fällt der Mietzins – ähnlich wie in MarzahnHellersdorf – in den Großsiedlungen aus, die in den 1980er-Jahren errichtet wurden. Mit dem Bau neuer Wohnungen könnte sich der Markt etwas entspannen – doch das Gegenteil ist der Fall. Die beiden Ostbezirke stehen beim ANZEIGE FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING Wohnhaus einer Wohnungsgenossenschaft in Marzahn: Bei den Genossenschaften ist das Wohnen nach wie vor günstiger als bei privaten Vermietern. Wohnungsbau an der Spitze in Berlin: Wurden 2016 noch 1.176 Wohnungen in Lichtenberg errichtet, lag ihre Zahl 2017 bereits bei 2.213. In Marzahn-Hellersdorf hat sich die Zahl der neu gebauten Wohnungen sogar von 458 auf 1.491 verdreifacht. In Bezirken wie Pankow, SteglitzZehlendorf, Tempelhof-Schöneberg, Treptow-Köpenick und Reinickendorf ist die Zahl der neu gebauten Wohnungen hingegen nach dem IBB-Wohnungsmarktbericht rückläufig. Wohl deshalb schauen Mietinteressenten immer häufiger Richtung Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg. Daher gehen die Experten der Investitionsbank Berlin davon aus, dass die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2030 um weitere 9 Prozent zunimmt. Innerhalb von zehn Jahren zogen insgesamt gut 300.000 Menschen mehr nach Berlin. Schaut man sich die aktuellen Angebotsmieten an, ist das Wohnen in den beiden Ostbezirken allerdings noch, vorsichtig ausgedrückt, „günstig“: Spitzenreiter ist derzeit Friedrichshain mit einer Durchschnittsmiete von 12,94 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Mitte mit 12,51 Euro pro Quadratmeter und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 12 Euro pro Quadratmeter. Der berlinweite Schnitt lag 2018 bei 10,32 Euro pro Quad- ratmeter – Tendenz steigend. „Seit zehn Jahren verzeichnet unsere Stadt einen stetigen Bevölkerungszuwachs, im Schnitt kamen jährlich rund 40.000 Neu-Berlinerinnen und -Berliner hinzu“, sagt Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke). Die Auswirkungen dieses Wachstums seien insbesondere für Wohnungsuchende deutlich spürbar. „Die Preise steigen, während das Angebot – insbesondere von leistbarem Wohnraum – nicht Schritt hält.“ Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank, sieht Berlin inzwischen sogar auf einer Höhe mit Hamburg und Köln, was die Mietpreise betrifft. Unterdessen sollen die für den 1. April geplanten Mieterhöhungen für Bewohner von Sozialwohnungen ausgesetzt werden. Darauf verständigten sich die Mitlieder des Hauptausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus und machten den Weg für das „Mietenkonzept 2019“ frei. Ursprünglich war vorgesehen, den Mietzins um 0,13 Euro pro Quadratmeter zu erhöhen. „Mit dem Mietenkonzept 2019 setzt das Land Berlin seine Politik zur Sicherung bezahlbarer Mieten in der Stadt konsequent fort“, sagt Bausenatorin Lompscher. Dadurch sichere man die Bezahlbarkeit von Mieten vor allem für jene, die sich Mieterhöhungen nur noch schwer leisten könnten. Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass nur ein Bruchteil von dieser Regelung profitiert: Aktuell beträgt die Quote der Sozialwohnungen in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg zwischen 17 und 19 Prozent. Der Berliner Mieterverein sieht in den im Wohnungsmarktbericht veröffentlichten Zahlen einen „deutlichen Beleg für die Wachstumsschmerzen Berlins“. So zeige der Bericht, dass „die Lücke zwischen Bevölkerungsanstieg und Wohnungsbestand kaum kleiner wird“. Gleichzeitig weist MietervereinsGeschäftsführer Reiner Wild darauf hin, dass der Stadt jedes Jahr wegen der Umwandlung von Miet- und Eigentumswohnungen rund 50.000 Wohnungen verloren gehen. BEZIRKS-JOURNAL | HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG BEZIRKS-LEBEN 3 Bezirke prüfen Bau von Freibädern BEZIRKS-POLITIK: Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg mangelt es im Sommer an Bademöglichkeiten. Nun stehen die Chancen gut, dass sich dies ändern könnte. Allerdings brauchen die geplanten Neubauten ihre Zeit... Von Birgitt Eltzel. I n den beiden Ostbezirken gibt es zu wenig Angebote für Wasserratten. Während Lichtenberg mit dem Orankesee wenigstens ein Freibad besitzt, existiert seit der Schließung des Wernersees vor 17 Jahren in MarzahnHellersdorf gar keines mehr. Auch die Schwimmhallen, vier in Lichtenberg und drei in Marzahn-Hellersdorf, reichen für die wachsende Bevölkerung nicht aus. Beide Bezirke wollen das Angebot für Freizeitschwimmen und Wassersport in absehbarer Zeit verbessern. So werden beide Machbarkeitsstudien in Auftrag geben – Lichtenberg für ein Multifunktionsbad, Marzahn-Hellersdorf wenigstens für ein Freibad. Vorausgegangen sind Standortuntersuchungen, die jetzt durch gründliche Prüfung untersetzt werden sollen. Im Dezember hatte das Bezirksamt Lichtenberg der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eine Vorlage zur Kenntnis gegeben. Darin sind die Ergebnisse der Standortuntersuchung für ein neues Kombibad (mit rund 25.000 Quadratmetern benötigter Fläche) aufgeführt. Danach eignen sich von 17 vorgeschlagenen Flächen drei Areale für eine vertiefte Untersuchung: Landsberger Allee (Zwischenpumpwerk), der Wirtschaftshof des Tierparks Berlin in Friedrichsfelde und mit nicht ganz so guter Bewertung ein Gelände südlich der Landsberger Allee/östlich Siegfriedstraße. Die ebenfalls untersuchte Fläche des früheren BVGBades an der Siegfriedstraße ist mit 6.400 Quadratmetern Größe zu klein für ein Kombibad. Laut Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) folge man mit dem Gedanken an ein Multifunktionsbad den Berliner Bäder-Betrieben (BBB). Nur solche Kombibäder sind laut BBB wirtschaftlich zu betreiben. Bereits mit dem Berliner Bäderkonzept von 2014 wurde der Bau von zwei solchen Bädern in Mariendorf und Pankow beschlossen. Finanziert werden sollten sie u.a. aus Siwana-Mitteln (Sondervermögen Infrastruktur wachsende Stadt und Nachhaltigkeitsfonds). Doch realisiert ist noch keines davon – man hört nichts mehr von den Vorhaben. Bei dieser Praxis dürfte es wohl auch noch sehr lange dauern bis in Lichtenberg ein neues, modernes Bad entsteht, selbst wenn der passende Ort dafür gefunden ist. Grunst sagt, es sei „skandalös, wie die SiwanaMittel abfließen“. Er schätzt, dass Lichtenberg innerhalb von vier Jahren zu einem zusätzlichen Schwimmbad kom- men könnte, wenn Geld zur Verfügung gestellt werde: „Zwei Jahre planen, zwei Jahre bauen“. Ein wenig optimistischer ist Grunst bezüglich einer Wiedereröffnung des seit 1991 geschlossenen, denkmalgeschützten Hubertusbads. Daran arbeite die Berliner Immobilienmanagement Gesellschaft (BIM). Drei Stufen seien vorgesehen: „Zunächst soll es so weit hergerichtet werden, dass es als Veranstaltungsort genutzt werden kann“, sagt der Bürgermeister. Mit zwei weiteren Stufen könne es dann soweit kommen, dass wenigstens „eine Teilbadnutzung“ im historischen Stadtbad nicht ausgeschlossen sei, sagt Grunst. In Marzahn-Hellersdorf waren im vergangenen Jahr insgesamt sechs mögliche Standorte für eine Badnutzung ausgemacht worden. Sportstadtrat Gordon Lemm (SPD) und eine eigens gegründete Arbeitsgruppe (AG) Freibad der BVV hatten gemeinsam daran gearbeitet, Bürger konnten Vorschläge dazu machen. „Wir möchten gern eine Freibadmöglichkeit“, unterstreicht der Stadtrat. „Ob als Kombibad, reines Freibad oder als Badeschiff (wie in der Spree, d.Red.), ist nicht festgelegt. Das hängt von den Möglichkeiten oder Bedingungen an den Standorten und dann auch den Kosten ab.“ Gegenwärtig wird die Ausschreibung für eine Machbarkeitsstudie zu den geeigneten Standorten unter den sechs Vorschlägen vorbereitet. Diese sind: Flächen südlich des S- und UBahnhofs Wuhletal, der Wuhleteich im Kienbergpark, eine Freifläche an der Golliner Straße, der Ausbau des Kinderbads „Platsch“, die Erweiterung der Schwimmhalle Helmut Behrendt am Springpfuhl oder der bereits schon einmal gemachte Vorschlag zum Neubau eines Kombibads am Rande des Tierparks. Die Kosten für die Studie, die voraussichtlich im März ausgeschrieben wird, betragen 150.000 Euro. Das Geld dafür zahlt das Land Berlin. Es sieht also nicht so aus, als ob sich schnell etwas in der Bäderlandschaft von Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf bewegen wird. Denn selbst wenn die Bezirke neue Bäder bekommen sollten – solche Neubauten dauern Jahre bis zur Eröffnung. Im Sommer werden also wie in den vergangenen Jahren die Badelustigen wieder an die im Wasserschutzgebiet gelegenen Kaulsdorfer Seen und an den Biesdorfer Baggersee, eigentlich ein Regenrückhaltebecken, pilgern. ANZEIGE 4 FAMILIE HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL Zwergtaucher gehen ins Bilderbuchkino PROJEKT: Eine Hohenschönhausener Einrichtung ist Teil eines bundesweiten Sprachkita-Programms. Einmal in der Woche werden die Kinder aktiv in die Geschichten einbezogen, aus denen ihre Erzieher vorlesen. Von Steffi Bey. E inmal in der Woche lädt Luca zum Bilderbuchkino ein: Der freundliche Erzieher aus der Kita „Zwergtaucher“ bringt dazu etwas Spannendes zum Lesen mit und lässt während der etwa 25minütigen Veranstaltung große bunte Fotos an der Wand aufleuchten. Neben ihm sitzen dann meistens zehn bis zwölf Mädchen und Jungen. Doch sie hören nicht nur zu, sondern mischen sich in das Geschehen ein: Antworten auf Fragen, wiederholen manche Sätze, erzählen die Geschichte weiter und lassen dabei ihrer Fantasie freien Lauf. „Das ist das Besondere beim Bilderbuchkino, denn alle Kinder beteiligen sich aktiv am gemeinsamen Erzählen der Geschichte“, sagt Marcus Grande, Erzieher und Fachkraft, der das Bundesprogramm Sprach-Kitas begleitet. Seit Ende vergangenen Jahres gehört die Einrichtung an der Gehrenseestraße 99 zu dem von der Bürgerstiftung Berlin initiierten Projekt. „2006 starteten wir unser Vorhaben, von dem inzwischen mehr als 2.000 Kinder in ganz Berlin profitieren“, betont Mathias Neumann, Projektleiter der Bürgerstiftung Berlin. Alle beteiligten Kindertagesstätten werden von Stiftungsmitarbeitern einANZEIGE FOTO: STEFFI BEY Erzieher Luca liest aus „Grüffelo“: Die Kinder verfolgen die Geschichte gespannt. gewiesen, begleitetet und erhalten Vorführ-Material. Aus 19 verschiedenen Büchern können die „Zwergtaucher“ nun wählen. „Es sind meistens Alltagsgeschichten, in denen sich die Mädchen und Jungen wiedererkennen“, berichtet die stellvertretende Kita-Leiterin Jennifer Dahmer. Ob „Lieselotte lauert“ oder „Grüffelo“ – die Kleinen mögen das spannende Drum und Dran in diesen Mitmachrunden. Während Luca aus einem Buch vorliest, macht er immer wieder Pausen und animiert die kleinen Zuhörer zum de der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, ist Grande überzeugt. Und die ersten „Aufführungen“, bei denen bislang durchweg positive Erfahrungen gesammelt wurden, geben ihm recht. Er war es auch, der die Zusammenarbeit zwischen den „Zwergtauchern“ – die Kita gehört zur Trägerwerk Soziale Dienste in Berlin und Brandenburg gGmbH - und der Bürgerstiftung Berlin ins Rollen brachte. Zunächst können die Vier- bis Sechsjährigen am wöchentlichen Bilderbuchkino teilnehmen. „Wir überlegen bereits, ob wir es künftig ebenso den Jüngeren anbieten“, sagt Jennifer Dahmer. Ziel sei, dass alle Zuschauer zu Wort kommen. Deshalb bleiben die Bilder auch lange an der Wand. „Wir geben den Kindern die Gelegenheit zu spüren, wieviel Spaß es machen kann, sich auf Bücher einzulassen“, erklärt Mathias Neumann von der Stiftung. Außerdem werde damit ein „starkes Gegengewicht zum passiven Konsum am Bildschirm von Fernseher oder Smartphone gesetzt“. weiter erzählen. „Mich beeindruckt, wie die Kinder mit ihrem oft geringen Wortschatz beschreiben, was sie gerade auf der Leinwand sehen“, sagt Marcus Grande. Bemerkenswert sei das zudem, weil rund 56 Prozent der Mädchen und Jungen dieser Einrichtung nicht deutscher Herkunft seien. Sie kommen unter anderem aus Vietnam, Syrien, Polen, Russland oder dem Iran. Mit Spaß nehmen sie solche spielerischen Lernprozesse an. Das Bilderbuchkino wecke die Sprechfreude der Weitere Infos unter Kinder und diene als wirksame Metho- www.buergerstiftung-berlin.de – Anzeige – Informationen Ihres Jobcenters Berlin Lichtenberg Duales Studium – Beruf und Wissenschaft clever verbinden! Seit 1993 ist es in Berlin möglich, dual zu studieren – und die Nachfrage wächst Das duale Studium ist eine sehr praxisnahe Variante des Studierens. Wissenschaft und Beruf, also Theorie und Praxis, wechseln sich in einem regelmäßigen Rhythmus ab. Die praktische Arbeit findet direkt in einem Betrieb und der theoretische Teil an einer dualen Hochschule, Universität oder Berufsakademie statt. Beides ist eng verzahnt. Die Vorteile des dualen Studierens liegen auf der Hand: Neben den guten Job- und Karrierechancen durch die enge Bindung an einen Arbeitgeber wird in den überwiegenden Fällen auch eine hohe Vergütung während des Studiums gezahlt. Und was kann schöner sein, als zu studieren und dafür noch Geld zu erhalten? Doch ein duales Studium ist anspruchsvoll. Es erfordert eine möglichst gute Fachhochschulreife oder Abitur. Auch müssen sich Interessierte frühzeitig, oftmals über ein Jahr vor Studienbeginn bei Arbeitgebern bewerben. Wird dann ein Ausbildungsvertrag für ein duales Studium mit dem Unternehmen geschlossen, erhält man die Zulassung für eine kooperierende Hochschule. Das duale Studium dauert je nach Modell drei bis fünf Der Vorteil des Dualen Studiums ist die Verknüpfung von Theorie und beruflicher Praxis. Es dauert je nach Modell zwischen drei und fünf Jahre. Foto: pixabay.com/kaboompics Jahre, ist zeitlich und inhaltlich sehr gut organisiert und bietet vorrangig ein Lernen in kleinen Gruppen. Semesterferien, wie beim klassischen Hochschulstudium gibt es meistens nicht. Doch Durchhalten lohnt sich: Die Übernahme- und Karrierechancen in dem Unternehmen sind gut! Aufgrund der großen Beliebtheit und des guten Erfolgs kann man derzeit nahezu fast jedes Studienfach dual studieren. Zurzeit gibt es bundesweit über 1.600 duale Studiengänge und allein in Berlin 34 entsprechende Hochschulen. Besonders beliebt ist das duale Studium in den Fachrichtungen der Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Auch im Bereich Soziales und im Öffentlichen Dienst gibt es viele Optionen. Wer mehr zu den Modellen des Dualen Studiums, Möglichkeiten in Berlin und Chancen wissen möchte, dem ist ein Gespräch in der Jugendberufsagentur zu empfehlen. Hier kann jederzeit unter 030 90 19 19 19 ein Termin vereinbart werden. Eine Kontaktaufnahme ist auch unter jba@ jba-berlin.de bzw. www.jba-berlin.de möglich. Gemeinsam entdecken wir Wege, Beruf und Wissenschaft clever zu verbinden! Drei Fragen an LUTZ NEUMANN, Geschäftsführer des Jobcenters Berlin Lichtenberg Wie schätzen Sie die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ein, Herr Neumann? Für 2019 wird in nahezu allen regionalen Branchen in Berlin ein Beschäftigungs- und Stellenzuwachs erwartet. Aufgrund der außenwirtschaftlichen Risiken wird sich voraussichtlich gegenüber 2018 diese Dynamik leicht abschwächen. Dennoch ist von einer weiterhin positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt auszugehen. Die Nachfrage nach qualifizierten und berufserfahrenen Fachkräften bleibt konstant hoch. Wachstumsbranchen in Berlin sind vor allem Bauhauptgewerbe, Einzelhandel, Tourismus und Gastgewerbe. Seit Jahresbeginn sind im Agenturbezirk Berlin Mitte rund 6.250 offene Stellen von Arbeitgebern gemeldet worden. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 13 Prozent. Der Bestand an Arbeitslosen im Bezirk Berlin Lichtenberg ist im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat um knapp 1500 Personen zurückgegangen. Gleichzeitig ist die Unterbeschäftigung gesunken. Insgesamt ist das Jahr also gut angelaufen und ich bin zuversichtlich, dass wir die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt weiterhin gut für die Menschen in Lichtenberg nutzen können. Arbeitgeber berichten, dass sie viele Arbeitsplätze nicht oder nur nach längerer intensiver Suche besetzen können. Auf der anderen Seite gibt es immer noch viele Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Welche Strategien verfolgt das Jobcenter Berlin Lichtenberg? Tatsächlich erleben wir in vielen Berufsfeldern mittlerweile, dass das Angebot an Arbeitskräften und die Nachfrage von Arbeitgebern nach Fachkräften qualitativ und quantitativ auseinanderfällt. Die Arbeitswelt vollzieht, be- dingt durch demografischen Wandel einerseits und beschleunigten technologischen Fortschritt verbunden mit einer zunehmenden Digitalisierung andererseits, einen tiefgreifenden Wandel. Daher spielt die kontinuierliche Qualifizierung von Arbeitskräften eine Schlüsselrolle bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs. Das Jobcenter Berlin Lichtenberg wird daher berufliche Weiterbildung sowohl in Zeiten von Arbeitslosigkeit als auch während einer Beschäftigung noch stärker fördern. Insgesamt stehen alleine für 2019 im Eingliederungstitel des Jobcenters rund 6,5 Millionen Euro für die Förderung von Weiterbildung zur Verfügung, die wir effizient für die arbeitssuchenden Menschen in Lichtenberg einsetzen werden. Gleichzeitig gibt es Menschen, die bereits sehr lange vergeblich nach Arbeit suchen. Hier ermöglicht das neue Teilhabechancengesetz den betroffenen Menschen durch geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sozi- Planung der Eingliederungsmittel 2019 des Jobcenters Berlin Lichtenberg Das gesamte Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2019 des Jobcenters Berlin Lichtenberg finden Sie unter https://www.berlin.de/jobcenter-lichtenberg/ Jobcenter Berlin Lichtenberg Gotlindestr. 93, 10365 Berlin Tel.: (030) 5555 88 2222 Telefonservice für Arbeitgeber Tel.: 0800 4 55 55 20 Öffnungszeiten: Mo/ Di/ Fr 08:00-12.30 Uhr Mi nur terminierte Beratung Do 08:00-18:00 Uhr (ab 12:30 Uhr nur für Berufstätige) ale Teilhabe mit dem Ziel, perspektivisch auch wieder Fuß in einer ungeförderten Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu fassen. Das Jobcenter Berlin Lichtenberg hat dafür ca. 7,5 Millionen Euro zusätzlich für Lutz Neumann. 2019 zur Verfügung gestellt bekommen. Die ersten Arbeitsplätze wurden bereits besetzt. Aufgrund dieses vielversprechenden Starts bin ich optimistisch, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern dieses neue Förderinstrument gewinnbringend für die Menschen hier im Bezirk nutzen können. Frühzeitige Berufsorientierung und die rechtzeitige Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz sind der Schlüssel zum Erfolg. Gibt es in nächster Zeit Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler, die Sie empfehlen können? In Lichtenberg findet am 30. April 2019, im Zeitraum von 15 - 20 Uhr ABACUS Tierpark Hotel die Lange Nacht der Ausbildung statt. Die Lange N8 ist eine gemeinnützige Ausbildungs- & Studienmesse, die sich gezielt an Schülerinnen und Schüler wendet. Für Interessentinnen und Interessenten ist der Eintritt frei. Die Besucherinnen und Besucher haben dort die Chance, zahlreiche Unternehmen vor Ort kennenzulernen und sich in entspannter Atmosphäre zu informieren. Unternehmen stellen sich und ihre Ausbildungsberufe vor. Von der Anbahnung von Schülerpraktika bis hin zur Ausbildung bzw. dem dualen Studium ist alles möglich. Detaillierte Infos finden Sie unter https://www.lange-n8.de Jugendberufsagentur Berlin Standort Lichtenberg Gotlindestraße 93, Haus I 10365 Berlin • Telefon: 115 E-Mail: jba@jba-berlin.de Öffnungszeiten: Mo-Mi 08:00 bis 16:00 Uhr Do 08:00 bis 18:00 Uhr Fr 08:00 bis 12:30 Uhr https://www.berlin.de/jobcenter-lichtenberg/ Vital & gesund Anzeigensonderveröffentlichung Foto: fotolia.de/ drubig-photo Tipps für Pflegebedürftige und deren Angehörige GESETZLICHE PFLEGEVERSICHERUNG: Entlastungsleistungen aus 2018 jetzt noch nutzen und unterstützen so Pflegebedürftige und deren Angehörige. Wer 2018 die Gelder der Entlastungspflege der gesetzlichen Pflegeversicherung (dort ist jeder Mitglied, egal ob privat- oder gesetzlich krankenversichert) nicht in Anspruch genommen hat, kann diese noch bis 30. Juni 2019 nutzen. Bei der Antragstellung unterstützen die Mitarbeitenden von Betreuungsdiensten, die auch direkt mit der Pflegekasse abrechnen. Die Versicherten oder deren Angehörige müssen sich also um nichts kümmern. Schnelles Handeln ist jetzt gefragt! René Jahnke vom Seniorenbetreuungsdienst Home Instead erläutert gern in einem kostenlosen Beratungsgespräch die genaue Vorgehensweise. FOTO: HEIKE WITZGALL Professionelle Hilfe bei der Alltagsbewältigung gibt es unter anderem vom Betreuungsdienst Home Instead. J eder Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 hat Anspruch auf 125 Euro der sogenannten Entlastungsleistungen pro Monat, das sind immerhin 1.500 Euro pro Jahr. Dieser Betrag wird nicht in bar ausgezahlt. Für den Gegen- wert kommen geschulte Mitarbeitende von einem bei der Pflegekasse zugelassenen Betreuungs- oder Pflegedienst in die häusliche Umgebung. Die Betreuungskräfte unterstützen stundenweise im Alltag. Sie gehen einkaufen, Platz für Ihre Werbung. Interesse? Wir beraten Sie gern! Tel. 030 55494360 kochen, begleiten zum Arzt oder auch beim Spaziergang, können auch bei der Körperpflege helfen und kümmern sich um den Haushalt. Viele sind auch speziell geschult im Umgang mit demenziell veränderten Menschen. Sie entlasten Kontakt: Home Instead Betreuungsdienst Berlin Lichtenberg GmbH & Co. KG René Jahnke Meeraner Straße 3 12681 Berlin Tel.: (030) 233 221 50 0 berlin-lichtenberg@homeinstead.de Anzeigensonderveröffentlichung #Gesundheit #Pflege #Wellness #Sport Foto: fotolia.de/ anatoly repin Gut lernen trotz ADHS LERNTHERAPIE: Hilfe für Kinder und ihre Eltern Ü ber ADHS – das Aufmerksamkeits-Defizit-HyperaktivitätsSyndrom – gibt es eine Menge Vorurteile. Eines davon: „ADHS hat mit schlechter Erziehung zu tun.“ „Das stimmt nicht“, sagt Beate Grönboldt, Integrative Lerntherapeutin. „Die betroffenen Kinder kommen mit dieser Besonderheit auf die Welt.“ Schwierig werde es meist erst in der Schule, die für die Lebhaftigkeit, Impulsivität und den Bewegungsdrang dieser Kinder einfach nicht passt. „Dann häufen sich die Beschwerden von Lehrern, und das Kind selbst, das sein Verhalten ja nicht einfach so ändern kann, wird immer unglücklicher“, so die ADHS-Expertin. „Manche Kinder ziehen sich dann zurück und entwickeln depressive Symptome, andere werden immer aggressiver. Und immer leiden die Eltern mit.“ Dabei gibt es wirksame Möglichkeiten der Unterstützung: „Kinder mit ADHS lernen anders“, weiß Beate Grönboldt. In ihrer Lerntherapie-Praxis erfahren die Mädchen und Jungen, wie sie trotz ADHS erfolgreich lernen können. Dabei nutzt Beate Grönboldt Methoden, die wissenschaftlich belegt sind und die auch von Kinder- und Jugendpsychiatern unterstützt werden. Die Kinder und Jugendlichen lernen Schritt für Schritt, sich besser zu strukturieren und zu organisieren, ihr Verhalten zu steuern und zielgerichteter zu arbeiten. Oftmals leiden Kinder mit ADHS auch unter eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) oder einer Rechenschwäche (Dyskalkulie). Diese Probleme werden in der Lerntherapie-Praxis ebenfalls mitbearbeitet. „Das wichtigste ist, das die Kinder und Jugendlichen wieder an sich selbst glauben und Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten gewinnen. Dabei unterstütze ich sie.“ Kontakt: ADHS Lerntherapie Berlin Meeraner Straße 21 12681 Berlin 0163 / 429 37 63 https://adhs-lerntherapie-berlin.de Offene Türen beim Senioren-Computerclub Der Deutsche Senioren-Computer-Club e.V. öffnet am 10. April zwischen 10 und 15 Uhr seine Türen. Nicht nur jene, die in kleinen Gruppen unter Gleichaltrigen den Umgang mit Computern oder Smartphones lernen möchten sind willkommen, sondern auch Menschen mit Vorkenntnissen, die bereit sind, anderen zu helfen. Neben Kursangeboten rund um den Computer gibt es eine Vielzahl von Interessengruppen und bei etlichen geht es nicht um Technik, sondern um das gemeinsame Miteinander. Im Rahmen der Mitgliedschaft entstehen für die Angebote innerhalb des Clubs keine weiteren Kosten. Wer selbst sehen möchte, ist herzlich im 5. OG in der Einbecker Str. 85, 10318 Berlin, willkommen. Der U-Bahnhof Friedrichsfelde (U5) und der Bus 296 (Lincolnstr.) sind nicht weit entfernt. Weitere Informationen: Deutscher Senioren-Computer-Club e. V., Einbecker Str. 85, 10315 Berlin, Tel.: (030) 52695092, info@dscc-bln. de, www.dscc-berlin.de Infotag im Beratungszentrum Am Mittwoch, 3. April 2019, können sich Interessierte über das vielfältige Beratungsangebot im „Beratungszentrum Pflege und Soziales“ im Gesundheitszentrum am UKB Marzahn informieren. Die Mitarbeitenden der Kontaktstelle Pflegeengagement, des Regionalen Allgemeinen Sozialdienstes sowie des Pflegestützpunkts erwarten Sie um 10 Uhr in der 3. Etage in der Kontaktstelle Pflegeengagement mit einem Gläschen Sekt und werden sich anschließend vorstellen und über ihre Tätigkeit berichten. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, ein paar Tanzschritte zu erlernen und können der Livemusik lauschen. Alle, die vormittags keine Gelegenheit für einen Besuch hatten, begrüßen wir gegen 16 Uhr in der 2. Etage im Pflegestützpunkt mit Kaffee und Kuchen. Danach stellen sich noch einmal die Beteiligten am berlinweit einzigartigen Beratungsmodellprojekt vor. Weitere Informationen: Mittwoch, 3. April 2019, 10-18 Uhr Veranstaltungsort ist das Gesundheitszentrum am UKB Marzahn Warener Str. 1, Ecke Blumberger Damm, 12683 Berlin Die Veranstaltung ist kostenlos. Vital & gesund Anzeigensonderveröffentlichung Foto: fotolia.de/ drubig-photo Rollatoren im Test GEHHILFEN: Nur zwei Exemplare überzeugen N ur zwei Rollatoren im Test sind gut, sie lassen sich leicht fahren, einfach bedienen und zusammenklappen. Nicht zu empfehlen sind dagegen die vier Standardrollatoren, die meist von den Krankenkassen bewilligt werden, denn sie sind im Alltag draußen kaum zu gebrauchen. Die Stiftung Warentest hat für die MärzAusgabe der Zeitschrift test zwölf Rollatoren geprüft, acht Leichtgewichte aus Aluminium oder Karbon sowie vier Standardmodelle aus Stahl, zu Preisen von 60 bis 535 Euro. Exemplarisch waren zusätzlich auch zwei Modelle im Test, die als Rollator und als Rollstuhl benutzt werden können. Die Ergebnisse reichen von gut bis mangelhaft. Kopfsteinpflaster, auch Park- oder Kieswege bringen die getesteten Standardrollatoren an ihre Grenzen. Vor Bordsteinen ist oft Schluss, denn die Stahlkonstruktionen wiegen immerhin neun bis zehn Kilo. Für viele Senioren zu schwer, um sie über diese Hindernisse zu heben. Außerdem bereiten sie Probleme beim Zusammenklappen. Diese Technik ist veraltet und ein Standardmodell enthält auch noch so viele Schadstoffe in den Griffen, dass er nicht FOTO: PIXABAY.COM/ COCO PARISIENNE Nicht zu empfehlen sind Rollatoren, die aktuell Krankenkassen bezuschussen. verkauft werden dürfte. Stellt ein Arzt das Rezept für einen Rollator aus, haben Versicherte Anspruch auf ein Modell, das die Kasse vollständig bezahlt. Im Test kosten diese Standardrollatoren 60 bis 99 Euro. Für die besseren Leichtgewichtrollatoren aus dem Test müssen gesetzlich Versicherte oft den größeren Teil der Kosten selbst bezahlen. Sie kosten zwischen 209 und 535 Euro. Der Test Rollatoren findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/rollatoren abrufbar. Anzeigensonderveröffentlichung #Gesundheit #Pflege #Wellness #Sport Foto: fotolia.de/ anatoly repin Selbstständig bleiben trotz Pflegebedarf UNTERSTÜTZUNG: Pflegestützpunkte bieten ihre Leistungen kostenlos und neutral an. W er stand nicht schon einmal vor der Frage, an wen man sich wenden kann, wenn man einen Pflegegrad beantragen sollte? Benötigt ein Mensch Pflege, ist dies zudem eine Belastung für die Angehörigen, die dann nach Unterstützung suchen. Hilfe und Rat bieten die Pflegestützpunkte, die auch in MarzahnHellersdorf und Lichtenberg vertreten sind. Es ist ratsam für die Angehörigen, seien es die Kinder, die Ehepartner, Bekannte oder Nachbarn die neue, herausfordernde Aufgabe nicht allein bewältigen zu wollen. Häufig entstehen Überforderung und Stress. Es gleicht einem Dschungel, sich durch die Anträge, Leistungen und Anbieter kämpfen zu müssen. Das ist der Gesundheit des Pflegenden wenig zuträglich. Lebt der pflegebedürftige Mensch allein, stellt sich die Frage nach Vollmachten und Personen, die helfen zu organisieren. den gefördert von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie von den Kranken- und Pflegekassen. Sprechstunden: Dienstag 9 bis 15 Uhr, Donnerstag 12 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung. Hausbesuche sind nach Absprache möglich. Kostenfreie Servicenummer Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr: Tel. 0800 59 500 59. Weitere Informationen im Internet: www.pflegestuetzpunkteberlin.de oder www.hilfelotse-berlin.de FOTO: PIXABAY.COM/ SABINE VAN ERP Benötigt ein Mensch Pflege, sind Hilfe und Unterstützung wichtig. In einer Stadt wie Berlin gibt es ein weit verzweigtes Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten. Seien es die Pflegestützpunkte, die Beratungsstellen der Bezirksämter oder Kontaktstel- len für pflegende Angehörige. Nutzen Sie das Angebot und lassen Sie sich kostenfrei und anbieterneutral beraten oder informieren. Die Berliner Pflegestützpunkte wer- Adressen: Pflegestützpunkt Lichtenberg, Einbecker Straße 85, 10315 Berlin, Tel.: 030 9831 7630, Mail: psp-lichtenberg@volkssolidaritaet.de Pflegestützpunkt Marzahn-Hellersdorf, Marzahner Promenade 49, 12679 Berlin, Tel.: 030 5143 093, Mail: marzahn@pspberlin.de 10 FREIZEIT & FAMILIE BEZIRKS-JOURNAL Freizeitpartner laden zum dritten Mal ein ANZEIGE AKTIONSTAG AM 24. MÄRZ: Mehr als 40 Einrichtungen aus Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und dem östlichen Berliner Umland präsentieren sich mit Rabatten und Sonderaktionen im Rahmen von „Erlebe Deine Region“. Z um dritten Mal heißt es am 24. März 2019: „Erlebe Deine Region“. Unter diesem Motto präsentieren sich mehr als 40 Freizeitpartner aus den Berliner Bezirken Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und dem östlichen Berliner Umland. Geplant sind an dem Tag Sonderaktionen, Rabatte und Spezialangebote insbesondere für Einheimische, aber auch für Berlin-Besucher. Auch die dritte Auflage von „Erlebe Deine Region“ verspricht einen Aktionstag mit unzähligen Angeboten: Unterhaltung für die ganze Familie im Theater an der Parkaue, regionale Produkte und Kultur auf dem Schlossgut in Altlandsberg, Höhenflüge bei Windobona in Lichtenberg oder rasante Abfahrten mit der ersten Sommerrodelbahn Berlins im Kienbergpark: Mehr als 40 Partner laden Sie zu Sonderaktionen, Rabatten und speziellen Angeboten ein. Koordiniert wird der Aktionstag vom Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis MHWK. „Unser Ziel ist es, Berliner, Brandenburger und Hauptstadttouristen auf die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten im Berliner Osten aufmerksam zu machen“, sagt Karen Friedel, Mitglied im Vorstand des MHWK und Direktorin des ABACUS Tierpark-Hotels. In den vergangenen zwei Jahren wurde dieser Aktionstag dankend angenommen: Jedes Mal wurden rund 5.000 Besucherinnen Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Miund Besucher gezählt. „Oftmals wissen chael Grunst (Die Linke). „Wir freuen Berliner und Brandenburger nicht, dass uns immer, wenn Berlin-Besucher und viele attraktive Freizeiteinrichtungen -Besucherinnen Lichtenberg für sich gleich vor ihrer Tür liegen“, sagt Friedel. entdecken.“ Die besten Botschafter für Am Ende entsteht eine richtige Win- den Bezirk seien seine Bewohner und Win-Situation: Die regionalen Anbieter Bewohnerinnen. „Manche von ihnen werben für sich, während die Menschen kennen die eigene Region gar nicht so in der Region sich auf einen erlebnisrei- in- und auswendig, wie man oft vermuchen Tag mit vielen tet – der Aktionstag Höhepunkten freu„Erlebe deine Reen dürfen. gion“ ist die beste „Der oft zu sehr Gelegenheit, das auf die Mitte unsezu ändern“, erklärt rer Stadt gerichtete der Bürgermeister. Blick, soll an dieDas trifft auch auf sem Tag einmal in die vielen Berlinedie östlichen Bezirrinnen und Berliner ke Berlins gerichzu.“ tet werden“, sagt Unterstützt Karen Friedel. „Im wird der AktionsFOTO: OLE BADER dritten Jahr des tag „Erlebe DeiMit dabei: die LEITNER Naturbobbahn. Erlebnistages wird ne Region“ vom die Unterstützung Wirtschaf tskreis für das Projekt Hohenschönhaugreifbarer und es gilt nun die Berliner sen-Lichtenberg, den Bezirksämtern und ihre Gäste für die vielfältigen Mög- Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg, lichkeiten, abseits ausgetretener Pfade, dem Regionalmanagement „Metropolrezu begeistern.“ gion Ost“, dem ABACUS Tierpark Hotel, „Erlebe deine Region bietet auch die- visitberlin und der LEITNER AG. Die urses Jahr wieder die Gelegenheit, ein an- sprüngliche Idee dazu stammt von Reinderes Lichtenberg zu entdecken, den hard Kneist, dem Betreiber der MinigolfBezirk im Original zu erleben“, sagt anlage „Citygolf Berlin“. Folgende Einrichtungen nehmen teil: Lichtenberg: ABACUS-Tierpark Hotel; Bürgerschloss Hohenschönhausen; Das Weite Theater; Mies van der Rohe Haus; Theater An der Parkaue; Windobona Berlin GmbH; MeNaGe Massage; Naturhof Malchow – Naturschutzstation Malchow; Tierschutzverein für Berlin; Deutsch Russisches Museum; Museum Lichtenberg im Stadthaus; Schloss Hohenschönhausen Marzahn-Hellersdorf: Café Mahlsdorf; Atelier Uffrecht; Die KISTE; Kunsthaus Flora; Schloss Biesdorf; American Bowl/ Play Off LeProm; BergWerk Berlin; Bowling Hellersdorf & Lasertag.me; Citygolf Berlin/ Golferia Berlin; Jump3000; Kieser Training Marzahn; Kutumba – Familienerlebniswelt; Naturbobbahn Berlin; Spielplatzinitiative Marzahn e.V.; achtsamkeit-im-leben.berlin; AWO Stadtteiltreff Mahlsdorf-Süd „Haus der Begegnung“; Tierhof Marzahn; Bockwindmühle Marzahn; DDR-Museumswohnung Hellersdorf; Gärten der Welt; Gründerzeitmuseum Mahlsdorf; Krankenhauskirche Wuhlgarten Skywalk Berlin Umland und andere Bezirke: Schlossgut Altlandsberg; The Lakesite – Burghotel zu Strausberg; Haus Natur und Umwelt; Modellpark Berlin-Brandenburg (Stand: 11. März, Änderungen möglich!) Alle Freizeitpartner inkl. einer interaktiven Übersichtskarte finden sich auf www.erlebe-deine-region.de die Region Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und der Brandenburger Osten laden ein: E N I E D E ERLEB ! N O I REG 19 0 2 Z R Ä M . 24 eit // z i e r F / / r // Kultu ichte e i m o n o r Gast Gesch / / t s n u K Sport // d Rabatte tionen un Sonderak auf ION.DE .E  WWW INE-REG RLEBE-DE Eine Aktion von Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V. Das Standortmarketing Marzahn-Hellersdorf wurde im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundes- und Landesmitteln gefördert. BEZIRKS-JOURNAL WIRTSCHAFT 11 Riesensauger für die ganze Welt UNTERNEHMENSPORTRÄT: Ein Lichtenberger Unternehmen hat sich auf spezielle Baggertechnik spezialisiert. Nun wird in Marzahn ein neuer Standort ausgebaut, um Kunden in aller Welt zu beliefern. Von Marcel Gäding. E s ist erst wenige Tage her, da ver- zeiten verkürzt. Außerdem kam Mattes folgte Stefan Mattes aufmerksam, auf die Idee, Zweiwegefahrzeuge einzuwas in Köpenick passierte: Ein setzen: Das sind Saugbagger, die sowohl Baggerfahrer beschädigte bei Aushubar- auf der Straße als auch auf der Schiene beiten eine Stromleitung. Und das hat- fahren können. Doch es sollte nicht nur te verheerende Folgen. Mehr als 30.000 beim Setzen der Masten bleiben: Schon Menschen waren 31 Stunden lang ohne bald buchte die BVG die Technik für die Strom. Die Bilder, die Mattes im Fernse- Reinigung der Straßenbahngleise. Musshen sah, machten ihn sprachlos. Denn ten früher Müll oder die Blätter der Straseiner Ansicht nach wäre eine solche ßenbäume per Hand abgesammelt werHavarie mit der richtigen Technik nicht den, erledigte dies nun die Maschine. passiert. Doch die bauausführende FirInzwischen wird die BSB auch von ma wusste es offenbar besser… Verkehrsunternehmen in Chemnitz, Mattes ist Gründer und Chef der Berli- Stuttgart, Köln, Nürnberg oder Leipzig ner Saugbagger-Betriebe, kurz BSB. Sein beauftragt. Im Lauf der Jahre perfekUnternehmen hat sich unter anderem tionierten Mattes und seine Mitarbeiter auf die Vermietung von sogenannten die Technik – hinzu kamen beispielsweiSaugbaggern spezialisiert. Das Prinzip se Hebebühnen an den Fahrzeugen, mit bei diesen Maschinen ähnelt der Funkti- denen man sogar auf den ICE-Strecken onsweise eines Staubsaugers – nur, dass der Deutschen Bahn AG Wartungs- und die Rohre, mit denen Sand, Kiesel oder Reparaturarbeiten erledigen kann. Die sogar Klinkersteine angesaugt werden, Mitarbeiter der Berliner Saugbaggerwesentlich größer sind. 25 Zentimeter Betriebe sind hoch spezialisiert. Sie hamisst der Durchmesser der giganti- ben nicht nur einen Lkw-Führerschein, schen Rüssel, mit deren Hilfe das Erd- sondern auch die Befähigung, Triebreich abgetragen werden kann. Wie das fahrzeuge zu führen. Denn das ist Vorfunktioniert, zeigt Mattes stolz auf dem aussetzung, um die Zweiwege-Technik unternehmenseigenen Youtube-Kanal: bedienen zu dürfen. Es dauerte nicht In wenigen Sekunden schluckt die Ma- lange, bis die BSB als Eisenbahnverschine das Geröll, bis armdicke Stromlei- kehrsunternehmen zugelassen wurde, tungen zum Vorschein kommen und der ihre Mitarbeiter sogar selbst zu LokfühSchlauch einfach weiter unten wieder rern ausbildet. „Dafür arbeiten wir mit für die Schachtarbeiten angesetzt wird. der Eisenbahnfachschule zusammen“, Nun ist Mattes zwar nicht der Erfinder sagt Mattes. dieser zukunftsweisenden Technik – Inzwischen hat die BSB neben der wohl aber ein Pionier und Visionär, was Vermietung und dem Verkauf ihrer Geräte auch eine eigene Konstruktionsderen weitere Entwicklung betrifft. Vor 25 Jahren gründete Mattes sein und Produktionsabteilung aufgebaut. Unternehmen. Nach dem Studium in Dort entsteht Technik wie die beiden Karlsruhe und ersten beruflichen Jah- Varianten des patentierten „tubecube“ ren in Köln hatte es ihm Berlin angetan, – ein Sauger, der am Hydraulikausleger in der Annahme, dass die Stadt aus- eines Zweiwegebaggers angebaut wernahmslos auf märkischem Sand gebaut den kann. Dieser nimmt beispielsweise wurde. Dort müsste es für die Saugbag- Schotter aus Gleisbetten auf und reinigt gertechnik ausreidiesen. Ebenfalls chend Aufträge geeine BSB-Erfindung ben, dachte er sich. ist die in-situDoch Mattes irrte. Schottereinigung. Um die zahlrei„in-situ“ bedeutet chen Bauvorhaben „vor Ort“: Das aufgenommene Schotwar ein erbitterter termaterial muss Kampf ausgebronicht erst zu einer chen, die BaufirReinigungsanlage men lieferten sich transportiert wereine Preisschlacht. den, sondern wird Hinzu kam, dass an Ort und Stelle nur ein Teil des von Fremdkörpern Berliner ErdreiFOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING ches sandig ist. und Dreck befreit. Als Mattes jedoch BSB-Chef Stefan Mattes. Als zertifizierter recherchierte und Fachbetrieb kümfeststellen musste, dass der Untergrund mert sich die BSB zudem um die Entsorder Hauptstadt aus einem Gemisch aus gung des Abfalls. Noch in diesem Jahr wird die BSB, die Ton, Schluff und Sand besteht, war es quasi zu spät: Er hatte einen Saugbagger bislang auf dem Gelände des einstigen gekauft und musste nun dringend Auf- VEB Elektrokohle in Lichtenberg saß, träge akquirieren, um nicht nur seinen nach Marzahn umziehen: Dort erwarb Kredit zu bedienen, sondern auch sich das Unternehmen 2014 ein 13.000 Quadratmeter großes Areal nahe der Alten und seine Angestellten zu bezahlen. Und dann kam die BVG: Die Berliner Börsen. Die StandortvoraussetzunVerkehrsbetriebe wollten in den 1990er- gen sind ideal. Dort existiert auch ein Jahren ihre Tramstrecken moderni- Bahnanschluss. Für 2,5 Millionen Euro sieren – und das in kurzer Zeit. Unter baut dort zudem die REBU-Ingenieursanderem mussten die Masten für die gesellschaft eine Produktionshalle. Das Oberleitungen neu gesetzt werden. Mit Unternehmen ist schon lange für die der Saugbaggertechnik wurden die Bau- BSB tätig. Weil der einstige Eigentümer keinen Nachfolger fand, kaufte die BSB die Gesellschaft. Damit sind künftig in Marzahn an die 60 Menschen in Lohn und Brot. In der neuen Halle finden nicht nur die Verwaltung und der Vertrieb neue Räume. Auch die Produktion und Konstruktion werden an einem Ort vereint, um Serien- und Sonderfahr- zeuge zu produzieren. Und Mattes hat weitere Pläne. Ergänzt werden soll das Areal um ein Test- und Abnahmecenter für die Sonderfahrzeuge, die in alle Welt exportiert werden. Kunden gibt es unter anderem in Skandinavien oder Großbritannien, in Malaysia und Australien. „Wir wollen weiter wachsen“, sagt Mattes. ANZEIGEN 12 WIRTSCHAFT HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL Formen, Farben und Kontraste UNTERNEHMEN IM FOKUS: Die Betonwerkstatt aus Lichtenberg ist eine Manufaktur, in der man großen Wert auf gute Handarbeit legt, aber auch viel experimentiert. Von Angelika Giorgis. E r ist ein ganz besonderer Werkstoff. Seine Oberfläche kann man schleifen, polieren, imprägnieren und wachsen. Sie kann spiegelglatt, rau, uneben oder mit einem Relief versehen sein.“ Clara Louise Lerch (36), gelernte Tischlerin und studierte Architektin, spricht von Beton, den man früher eher mit Plattenbauweise in Verbindung brachte und der als kalt, hart und ungemütlich galt. Doch daraus fertigen sie und ihr Partner Lukas von Schwanenflügel (42) unter anderem Küchenarbeitsplatten, Betonwaschtische und Waschbecken, Duschtassen, Badewannen Empfangstresen, Tische, Hocker, sogar Sessel, Verkleidungen und Möbel. „Beton besitzt nicht nur praktische, sondern vor allem auch ästhetische Qualitäten“, erklärt Clara Lerch. Er lässt sich nahezu in jede Form bringen und ist damit optimal geeignet, individuelle Objekte herzustellen – Einzelstücke ebenso wie Serien. Bei einer Küchenarbeitsplatte können beispielsweise Spüle und Abtropffeld mit der Platte in einem Guss hergestellt werden. Aber auch standardisierte Ausschnitte, Vertiefungen und das Einlas- FOTO: BETONWERKSTATT Gelungene Kombination aus Beton und Holz. FOTO: BETONWERKSTATT Lukas von Schwanenflügel und Clara Louise Lerch haben Beton als Werkstoff entdeckt. sen unterschiedlicher Materialien sind möglich. „Durch ein spezielles Fertigungsverfahren wiegen unsere Arbeitsplatten aus Glasfaser-Beton, die einen Leichtbaukern enthalten, maximal die Hälfte herkömmlich gegossener Betonplatten und lassen sich so problemlos auf verschiedenste Küchenschränke montieren“, erklärt die Fachfrau. Normalerweise arbeitet man mit Beton im Verbund, zum Beispiel beim Stahlbetonbau. In der Betonwerkstatt übernehmen die Glasfasern die Bewehrung. Nach ihrem Abitur lernte Clara Tischlerin. Anschließend ging sie nach Kalifornien, wo sie auf Lukas traf und mit ihm in seiner Firma Quantum Construction arbeitete. Dort entdeckte Lukas Küchenarbeitsplatten aus Beton. 2001 baute er seine erste eigene. Später vertiefte er sein Wissen bei dem Homedesigner Fu-Tung Cheng. Nach den BauhausArchitekten und -Künstlern, die Beton vor allem wegen seiner Formbarkeit und Massivität schätzten und dessen konstruktive Möglichkeiten nutzen, gilt Cheng weltweit als einer der Vorreiter im Betondesign. Zwei Jahre, nachdem Clara an der Beuth-Hochschule ihr Architektur-Studium aufnahm, folgte ihr Lukas nach Berlin. Die erste Werkstatt von zwei mal 40 Quadratmetern öffnete 2011 in der Pfarrstraße und wurde schnell zu klein. Die jetzt knapp 300 Quadratmeter große Werkstatt reicht bald auch nicht mehr. Darum schauen sich die Beiden nach einer Alternative um. Mittlerweile arbeiten Clara und Lukas in Vollzeit an ihren Projekten. Außerdem sind bei ihnen zwei Minijobber, ein Freiberufler und drei Teilzeitkräfte beschäftigt. Die Arbeit macht allen viel Spaß, weil sie besonders abwechslungsreich und interessant ist. „Die Kombination verschiedener Stoffe kann Kontraste erzeugen. Es lassen sich Bereiche herausarbeiten oder in den Hin- tergrund stellen. Einfache, funktionale Formen entwickeln so mehr Plastizität und werden auf besondere Weise visuell und haptisch erlebbar“, erklärt Clara. „Wir entwickeln unsere eigenen BetonRezepturen und wenden verschiedene Herstellungsverfahren an.“ Es werden sowohl Serien als auch Einzelstücke gefertigt. Bei Serien kann man mit Formen aus Silikon oder Polyurethan-Kautschuk arbeiten. Sie lassen sich sehr glatt und sauber halten. Das ist wichtig, denn Beton verzeiht keine unsauberes Arbeiten. „Er zeigt alles“, weiß die Expertin. „Wird die Oberfläche uneben, muss nachgearbeitet werden. Nachschleifen ist schwierig und aufwändig.“ Aber es wird nicht nur per Hand gearbeitet. CNC, 3D-Druck, Vakuum-Tiefziehen und andere technische Fertigungsmöglichkeiten haben in die Werkstatt Einzug gehalten. Bei Einzelstücken muss man zweimal arbeiten. Zuerst entsteht eine Form aus Holz, in der schließlich der Faserbeton laminiert wird. Zwar ist der Ausgangsstoff Beton recht preiswert, aber der Herstellungsprozess ist sehr arbeitsintensiv. Das erklärt den Preis: Er liegt bei 850 Euro (brutto) pro Quadratmeter. Die Beton-Künstler arbeiten mit privaten Kunden, aber auch mit Architekten, Designern und Künstlern zusammen. Dabei übernehmen sie entweder die reine Fertigung oder unterstützen technisch und/oder gestalterisch. Ein Kooperationspartner ist beispielsweise das Label GANTlights, das zeitlos designte Betonlampen anbietet. Aus Beton, Holz und Edelmetallen entstehen einzigartige Leuchten zur Gestaltung individueller Innenräume. Weitere Informationen: Betonwerkstatt Erich-Kuttner-Straße 31a 10369 Berlin Tel.: 030/67965313 www.betonwerkstatt.com ANZEIGE für die ganze Familie: ABACUS TIERPARK HOTEL werbungfuerjeden.de | Foto: fotolia.de/ werner dreblow Einschulung | Geburtstag | Jubiläen | Firmenfeste | Schulabschluss | Familienbrunch | Dinnerbuffet Genießen Sie Ihre Zeit und entspannen Sie sich! & Genuss Wechsel mit magischer Unterhaltung rund Mentalmagie t im 19 Uhr, ein 3-Gang-Buffe n Magier aus Berlin. dem sympathische Erleben Sie am 29. März, Sinne mit Michael Kaune, und ung ehm hrn end. Preis: EUR 44,50 pro Wa en, um Gedank nden und interaktiven Ab nne spa , hen risc ina kul 787/ 789 möglich. 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Schauspieler und Kabarettist Ostertag ist einer der Initiatoren dieser berlinweit einmaligen Reihe. Nur Kenner der Szene bemerken einen Unterschied: Wurde das KabarettFestival in den vergangenen Jahren vom Zimmertheater ausgerichtet, finden sich als Veranstalter nun zwei neue Namen im Programmflyer: Das Berliner Phoenix-Forum e.V. und der Verein Lyra e.V., der die KULTschule betreibt. Ganz unbekannt ist der Theaterverein Phoenix-Forum nicht. Viele Gründungsmitglieder engagierten sich einst für das Zimmertheater. Doch irgendwann im vergangenen Jahr kam es zu einer „ernsthaften rechtlichen Auseinandersetzung“ mit dem Leiter des Zimmertheaters, die für die einstigen Mitstreiter nur eine Konsequenz nach sich zog – die Gründung eines neuen Vereins und die Trennung vom Zimmertheater. Einzelheiten möchte Ostertag mit Verweis auf das laufende Verfahren (vorerst) nicht nennen. Fakt ist jedoch: In der KULTschule an der Sewanstraße 43 gibt es aktuell zwei Theater. Gut ein halbes Jahr ist das Berliner Phoenix-Forum e.V. inzwischen alt. „Unser Ziel ist es, das kulturelle Angebot im Sewan-Kiez zu erhalten“, macht Ostertag deutlich. Dazu gehört, nicht nur eigene Theateraufführungen zu organisieren, sondern sich auch um Gastauftritte und Konzerte zu kümmern. Fürs Erste darf der Verein dafür ein früheres Klassenzimmer in der KULTschule nutzen. Der Raum wurde in nur sechs Tagen zum Theater umgebaut – mit Bühne und Platz für 40 Zuschauer. Denn von vornherein war klar: Das Kabarett-Festival Lichtenberg soll unabhängig von der rechtlichen Auseinandersetzung stattfinden. Allerdings gibt es ein großes Problem: Die lang ersehnte Sanierung der in den 1960er-Jahren gebauten Schule ist in vollem Gange – und das einstige Klassenzimmer ist schon fest für andere Projekte eingeplant. Es ist also gut möglich, dass das Berliner Phoenix-Forum e.V. umziehen wird. Derzeit gibt es zahlreiche Optionen, die geprüft werden. So könnte sich Ostertag vorstellen, das Theater Karlshorst zu betreiben. Die einst von russischen Streitkräften genutzte Bühne – auch Russenoper genannt – steht seit Jahren leer. Allerdings werden aktuell Nebenräume von der bezirklichen Musikschule genutzt. „Ein Theater braucht aber diese Räume“, macht Ostertag klar. Die beiden anderen Optionen böten sich im Nachbarbezirk Marzahn-Hellersdorf. So gibt es die Idee, sich am Interessenbekundungsverfahren für das Kulturforum Hellersdorf zu beteiligen. Das wird derzeit saniert. Darüber hinaus plant die Wohnungsgenossenschaft „Grüne Mitte“ den Bau eines Theaters in Hellersdorf. „Oberste Priorität aber hat die KULTschule“, sagt Ostertag. Mittlerweile soll es sogar schon Unterschriftensammlungen geben. Und das Festival? Das ist gut angelaufen. Wie in den vergangenen Jahren zieht vor allem die einstige Distel-Chefin Gisela Oechelhaeuser das Publikum an. So musste wegen der großen Nachfrage am 30. März neben der bereits ausverkauften Abendvorstellung eine weitere Aufführung am Nachmittag (15 Uhr) ins Programm aufgenommen werden. KABARETT-FESTIVAL Juston Buße (X-Berg): „Ein Ghettokind kommt rum“: 22. März, 19 Uhr. Oksana Loidova: (Kindertheater): „Großes für Kleine“. 23. März, 15 Uhr. Jane Zahn: „Was braucht die Frau zum Leben?“ 23. März, 19 Uhr. Martin Cieselski: „Der lebende Link – Alles & Nichts“. 29. März, 20 Uhr. André Rauscher: „Wie Otto zu Reutter wurde“. 29. März, 19 Uhr. Gisela Oechelhaeuser: „Selber schuld!“ 30. März, 15 und 19 Uhr. Tom Ehrlich: „Uns geht es doch gut, oder?“ 5. April, 20 Uhr. Oksana Loidova: „Märchenreise“. Theaternachmittag für und mit Kindern von 5 bis 9 Jahren. 6. April, 15 Uhr. Helus Hercygier singt und spielt Hanns Dieter Hüsch: „Wölfe mitten im Mai“. 6. April, 19 Uhr. Marlis & Wolfgang Helfritsch: „Das Leben ist gar nicht so – es ist ganz anders“. 12. April, 20 Uhr. Kathi Wolf: „Psychoparty“. 13. April, 19 Uhr. Abschluss 3. Kabarett-Festival Lichtenberg: 14. April, 14 Uhr. Zu Gast sind noch einmal KünstlerInnen verschiedener Genres. Eintritt: jeweils 12, erm. 8 Euro, Kindertheater: 8 Euro Erwachsene, Kinder von 3-14 Jahren 5 Euro, Kinder unter 3 Jahren frei. ANZEIGE 14 TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND BEZIRKS-JOURNAL MUSIK & KONZERT Three for Silver: Musik von Lucas Warford und Willo Sertain (Portland) am 23. März, 21 Uhr. Eintritt: 10 Euro (Abendkasse), 9 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste CITY on Tour: Konzert im Rahmen der „Candlelight Tour 2019“ am 23. März, 20 Uhr. Eintritt: 41 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn. Faszination Bach: Orchesterkonzert am Sonntag, 24. März, 17 Uhr. Es erklingen die Bachkantate BWV 82 „Ich habe genug“, das Brandenburgische Konzert Nr. 4 und die Bachkantate BWV 47 „Wer sich selbst erhöhet“. Es musizieren das Junge Bach Ensemble, der Studiochor Karlshorst und die Kantorei Karlshorst. Eintritt: 10, erm. 8 Euro. Ort: Kirche zur frohen Botschaft, Weseler Straße 4, 10318 Berlin. Blue Airtrain: Blues-Konzert mit Beata Kosowskas am 29. März, 21 Uhr. Eintritt: 12 Euro (Abendkasse), 10 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste Ein Hauch von Broadway: Aus dem Tagebuch einer Diva, Soloprogramm mit Katja Brauneis, am Klavier Andreas Peschel, am 29. März, 19 Uhr. Eintritt: 10, erm. 8 Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater. „Mozart trifft Oboe“: Quartett in F-Dur KV 370 sowie andere Kompositionen für Oboe im Rahmen der Reihe „Musikalischer Salon“ am 30. März, 15 Uhr. Künstlerische Leitung und Moderation: Hans-Joachim Scheitzbach. Eintritt: 13 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn. Swing Romances: Der Jazz Treff Karlshorst e. V. und das Kulturhaus präsentieren: Swing Romances mit Karl „Kalle“ Böhm und Band am 30. März, 20 Uhr. Eintritt: 14, erm. 3 Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst. Der Münzer: Metal, Rock und Mittelalterfolk am 30. März, 21 Uhr. Eintritt: 12 Euro (Abendkasse), 10 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste Geheimes Frauenwissen: Über die Liebe und andere Schwachstellen. Mit Birgit Letze-Funke und Annette Kittlas am 7. April, 16 Uhr. Eintritt: 9 Euro. Ort: Studiobühne im Freizeitforum Marzahn. Die Kunst des Ausdrucks: Musiker der Kammerakademie Potsdam sind am 28. April, 19 Uhr, zu Gast. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Leoš Janácek und Antonín Dvorák. Karten ab 18 Euro. Ort: Schlossgut (Schlosskirche) Altlandsberg. THEATER & KABARETT Hormonie: Comedy und Kabarett mit Tatjana Meissner am 25. März, 19 Uhr. Eintritt 4, erm. 3 Euro. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek. AUSSTELLUNGEN Darßwald und Waldesruh: Ausstellung mit Bildern von Michael Drewelow. Zu sehen bis zum 7. April. Ort: Kiste „graphit blau“: Radierungen von Chris Firchow. Bis 14. April. Ort: Studio Bildende Kunst. „Porträtmalerei – Zwischen Abbild und Abstraktion“: Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Kunst-Leistungskurses des Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums zeichneten ausgehend von einer sechsteiligen Selbstporträt-Fotoreihe ein zerteiltes Selbstporträt, das malerisch zu zwei kubistischen Farbstudien vorangebracht wurde, einmal monochrom FOTO: KULTURRING IN BERLIN E.V. Kuba - Flair der Karibik: Carlshorster Musikbühne am 29. März, 19.30 Uhr. Auf der Bühne zu erleben ist die Grupo Caney mit einer Mischung aus temperamentvollen Rhythmen des kubanischen Son, Cha-Cha-Cha, Guajira, Rumba, Bolero und bekannten internationalen Liedern. Pedro Abreu, David Sandoval, Roberto Mesa und Gäste (Gesang / Geige, Gitarre, Congas, Kontrabass) Karten 18 Euro. Reservierungen unter Tel. 030 5532276. Ort: Kulturhaus Karlshorst. und einmal koloristisch. Zu sehen bis 7. Mai. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek. „gegen die WAND, Linie trifft Farbe trifft Form“: Ausstellung mit Zeichnungen und Objekten von Jürgen Kellig, Roswitha Paetel, Ev Pommer und Petra Tödter. Vernissage: 19. März, 19 Uhr. Zu sehen bis 3. Mai. Ort: rk – Galerie. Neue Coloraturen: Arbeiten von Antje Taubert. Vernissage am 20. März, 19 Uhr. Zu sehen vom 21. März bis 28. April. Ort: Galerie 100. „Verbrechen und Vorurteil“: Malerei von Karin Harboe, zu sehen bis zum 7. April. Ort: Kulturhaus Karlshorst. Sichtbar machen: Ausstellung mit Arbeiten, die im Rahmen der 23. Kunstwerkstätten der Marzahn-Hellersdorfer Schulen entstanden sind. Zu sehen bis zum 9. Mai. Ort: Ausstellungszentrum Pyramide. „Portraits, Figuren und Drucke“: Ausstellung der Bildhauerin Roswitha Schaab, zu sehen bis 7. April. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten. Beglückung der Welt: Ausstellung bis zum 14. April. Der deutsche Künstler Joachim Grommek, sein niederländischer Kollege Jan van der Ploeg und die US-Künstlerin Jill Baroff schauen in den berühmten „Rückspiegel der Moderne“ und zeichnen gleichzeitig ein Bild voller Aktualität. Ort: Mies van der Rohe Haus. Alles: Gruppenausstellung mit Arbeiten von mehr als 150 Künstlern. Zu sehen bis zum 4. April. Ort: Studio im Hochhaus. Frauen: Malerei von Elisabeth Gecius. Inspiriert von Farbkompositionen, Mustern und dem Spiel von Licht und Schatten vermittelt Elisabeth Gecius sommerliche Stimmungen und betont dabei die Zartheit und den Anmut ihrer Protagonistinnen. Zu sehen bis zum 7. April. Ort: Kulturhaus Karlshorst. Drachengeflüster übern See: Fotos von Inés Bartels aus China, zu sehen bis zum 14. Mai. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek. Landschaften in Öl und Tusche: Ausstellung mit Arbeiten von Nico Weinert. Zu sehen bis zum 30. März. Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek. Fernwärme: Ausstellung mit Arbeiten von Schülern der Ostkreuzschule für Fotografie, zu sehen bis 29. März. Ort: Schloss Biesdorf. Südafrika - Eindrücke aus einer anderen Welt: Ausstellung mit Fotos von Christine Seifert. Zu sehen bis zum 30. April. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. Bronze und Keramik: Ausstellung mit Werken von Johanna Jura. Zu sehen bis 26. April. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. KINDER & FAMILIE Aschenputtel: Kinder-Mitspieltheater für Kinder ab 6 Jahren am 20. März, 10 Uhr. Eintritt: 4 Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater. Die Brandstifter: Literarischer Kaffeeplausch mit dem „Papiertheater an der Oppermann“ am 3. April, 15 Uhr. Eintritt frei. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“. GESCHICHTE „Lichtenberg im März 1919, das Ende der Revolution in Berlin“: Open-Air-Ausstellung auf dem Stefan-Heym-Platz (Frankfurter Allee Ecke Möllendorffstraße). Zu sehen bis 31. März. „Schießbefehl für Lichtenberg“: Ausstellung über das gewaltsame Ende der Revolution 1918/19 in Berlin. Fotos, Zeitungs- und Tondokumente sowie Zeitzeugenberichte illustrieren das revolutionäre Geschehen vor 100 Jahren. Zu sehen bis zum 5. Mai. Eintritt frei. Ort: Museum Lichtenberg. Der jüdische Oberarzt Dr. Berndt Götz - Wuhlgarten 1933-1945: Vortrag von Constanze Lindemann, Historikerin, am 14. April, 18 Uhr. Eintritt frei. Ort: Bezirksmuseum MarzahnHellersdorf, Haus 1. „Stein auf Stein - Backsteinbauten in Marzahn-Hellersdorf“: Ausstellung über Zielbauten im Bezirk, Vorstellung von Gebäuden mit ihrer Bau- und Nutzungsgeschichte. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. Zu sehen bis 24. Mai. Eintritt frei. „Inhaftiert in Hohenschönhausen. Zeugnisse politischer Gewalt 1945-1989“: Dauerausstellung im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis. Führungen: Einzelbesucher: stündlich 10-16 Uhr (6, erm. 3 Euro), Gruppen (Voranmeldung): täglich 9-16 Uhr, Eintritt frei. Aus- BEZIRKS-JOURNAL TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND stellung tgl. 9-18 Uhr. Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Staatssicherheit in der SED-Diktatur: Dauerausstellung im Stasi-Museum. Geöffnet Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa/ So 11-18 Uhr. Ort: Stasi-Museum/ASTAK e.V. Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941-1945: Dauerausstellung. Eintritt frei. Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst. VORTRAG & LESUNG Neu beim Jobcenter: Vortrag für Menschen, die das erste Mal Unterstützung vom Jobcenter benötigen. Dauer: ca. 30 Minuten. Nächste Termine: 22. März, 29. März, 5. April, 12. April, 26. April, jeweils 9 Uhr. Ort: JobCafé im Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf. Literatur am Fenster: Wer sind diese Ostdeutschen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Gesprächs mit Jana Hensel und Wolfgang Engler am 20. März, 19.30 Uhr. Eintritt: 6, erm. 3 Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst Schloss Biesdorf im historischen Licht der Italien-Begeisterung: Vortrag des Vereins „Freunde Schloss Biesdorf“ mit Dr. Katharina Lippold am 20. März, 18 Uhr. Eintritt: 4 Euro. Ort: Schloss Biesdorf. Marlow: Lesung aus dem gleichnamigen Roman von Volker Kutscher am 21. März, 19 Uhr. Es liest David Nathan, Synchronsprecher und u.a. deutsche Stimme von Johnny Depp und Paul Walker. Außerdem gehört er zu den gefragtesten deutschen Hörbuchsprechern. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: Egon-Erwin-KischBibliothek. Bauhaus-Künstlerinnen: Galeriefrühstück zum 100-jährigen Gründungsjahr des Bauhauses am 22. März, 9 Uhr. Vortrag mit Kunsthistorikerin Elke Melzer. Eintritt: 8 Euro inklusive Frühstück. Ort: Maxie-Treff Begegnungsstätte. Frei: Lesung mit Roswitha Quadflieg und Burkhart Veigel am 26. März, 19 Uhr. Der Roman erzählt die Geschichte von fiktiven Fluchthelfern in der DDR. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: BodoUhse-Bibliothek. Aus 40 Jahren Geschichte: Vortrag über die Anfänge, die Wende und die Bezirksfusion in Marzahn-Hellersdorf am 26. März, 17 Uhr. Eintritt frei. Um Anmeldung unter Tel. 030 56588762 wird gebeten. Ort: Stadtteilzentrum Kaulsdorf. Landschaftsmalerei: Elke Melzer spricht am 27. März um 15.30 Uhr über die Mark Brandenburg und die Landschaftsmalerei im 18. und 19. Jahrhundert. Eintritt 5 Euro, Kaffee/Tee und Kuchen 2,50 Euro. Ort: Studio Bildende Kunst. „Das Kind auf der Liste“: Lesung mit der Autorin Annette Leo am 27. März, 18 Uhr. Willy Blum war 16 Jahre alt, als er in Auschwitz Birkenau ermordet wurde. Über Willy Blum und seine Familie wusste man bislang nichts. Annette Leo hat sich auf die Suche gemacht und erzählt die Geschichte des Verschweigens einer Opfergruppe in der Nachkriegszeit: die der Sinti und Roma. Eintritt frei. Um Anmeldung unter Tel. 030 9339380 wird gebeten. Ort: Stadtteilbibliothek „Heinrich von Kleist“. Tatort 110 – TV-Kommissare lesen: Unterhaltsamer Abend mit Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler über Freundschaft, TV-Kommissare und das Leben am 29. März, 19 Uhr. Karten: 13 Euro (Vorverkauf), 15 Euro (Abendkasse). Ort: Freizeitforum Marzahn. „Wandern. Radeln. Paddeln“: Lesung mit Christine Thürmer im Rahmen der Reihe „Lebende Bücher“ am 4. April, 20 Uhr. Unglaubliche 43.000 Kilometer hat Christine Thürmer zu Fuß zurückgelegt und ist damit wohl die IMPRESSUM 3. Osterfest unterm Storchennest: Erlebnistag am 21. April, 12-17 Uhr. Ab 14 Uhr Ostereiersuche im Erlebnisarten. Ort: Naturhof Malchow. Dresen trifft Schmidt: Regisseur Andreas Dresen ist am 11. April, 20 Uhr, im Gespräch mit Danuta Schmidt. Im Fokus steht Dresens Film „Gundermann“, der 2018 in die Kinos kam. Eintritt frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. Anmeldung unter Tel. 030 54704142. 8. Wartenberger Frühlingstag: Veranstaltung des Bezirksamtes und des Umweltbüros am 28. April, 11 bis 17 Uhr mit Mitmachaktionen, Informationen zu Natur- und Umweltthemen. Ort: Vorplatz S-Bahnhof Wartenberg, Ausgang Ribnitzer Straße. Permanent trendresistent: Lesung mit Franziska Troegner am 24. April, 18 Uhr. Eintritt frei. Ort: Stadtteilbibliothek „Heinrich von Kleist“. UMWELT & NATUR Mobiles Umweltbüro Lichtenberg: Nächster Stopp am 9. April, 16 bis 18 Uhr. Ort: Rathaus Lichtenberg, Raum 2. „Lichtenberger Wasserwelten“: 30 Kilometer lange Radwanderung durch den Bezirk Lichtenberg am 13. April. Veranstalter: ADFC Lichtenberg und Umweltbüro Lichtenberg. Route über Gehrensee, Obersee, Landschaftspark Herzberge. Pause im Naturhof Malchow. Treff: 11 Uhr, Brücke S-Bahnhof Hohenschönhausen. Kosten: 6, erm. 3 Euro. 2. Kartoffeltag: Präsentation seltener und alter Kartoffelsorten am 13. April, 12-17 Uhr, dazu Beratung und Verkauf. Im Storchencafé: leckere Kartoffelgerichte. Ort: Naturhof Malchow. AKTIONSTAG „ERLEBE DEINE REGION“ ab 10 Uhr Frühlingsmarkt auf dem Domänenhof, 14 Uhr Baustellenführung KINO IN DER SCHLOSSKIRCHE 16.03.2019, 20 Uhr 13.04.2019, 20 Uhr Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? Der Vorname KULTUR AUF DEM SCHLOSSGUT 22.03.2019, 19 Uhr 06.04.2019, 19 Uhr Wiener Blut – Glanzstunden der Operette Musikalische Residenzen: Musizieren mit dem alten Fritz FÜHRUNGEN 29.03.2019, 20 Uhr 12.04.2019, 20 Uhr Führung mit dem Nachtwächter Stadtrundgang mit dem Nachtwächter Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation. www.schlossgut-altlandsberg.de info@schlossgut-altlandsberg.de Tel: 033438 151150 14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Str. 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr. Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin, Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr. Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter Allee 149, 10365 Berlin, Tel. 030 5556719. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr. Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030 5427091. Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-WolfStraße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr. Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, EC KE ! GL EIC H UM DI E vom Nur 7 Autominuten ! rnt U-Bhf. Hönow entfe HEIRATEN | TAGEN | FEIERN RESTAURANT SOZIETÄTSBRAUEREI & BRENNEREI Öffnungszeiten Stadtinformation: Mo-Fr 11-17 Uhr Sa/ So 11-16 Uhr Restaurant tgl. ab 12 Uhr Krummenseestraße 1 15345 Altlandsberg ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN Anna-Seghers-Bibliothek Im Linden-Center, Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030 92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr. Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-15 Uhr. Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr. Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078. Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, AltMarzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030 54790921, Internet: www.museum-marzahn-hellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr. Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und Musikbibliothek, Marzahner Promenade 52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10-19.30 Uhr; Mi meistgewanderte Frau der Welt… Eintritt frei. Anmeldung erbeten unter Tel. 030 54704142. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. ANZEIGE 24.03.2019 15 Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030 98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de Heinrich von Kleist-Bibliothek, Havemannstr. 17 B, 12689 Berlin, Tel. 030 9339380. JobCafé des Jobcenters Berlin MarzahnHellersdorf, Rhinstraße 88, 12681 Berlin, Tel. 030 5555498000. KISTE Kino & Konzerte & mehr am UBahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str. 10, 12627 Berlin, Tel. Tel. 030 9987481. Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin, Tel. 030 562969423. Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr. Maxie-Treff Begegnungsstätte, Maxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin. Mies van der Rohe Haus, Oberseestraße 60, 13053 Berlin, Telefon 030 97000618. Öffnungszeiten: Di bis So 11-17 Uhr. Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030 FÜHRUNG & AUSFLUG Braukunst: Immer am ersten Sonntag im Monat gibt es auf dem Schlossgut in Altlandsberg Brauereiführungen. Start um 11 Uhr in der Stadtinformation, Krummenseestr. 1, 15345 Altlandsberg. Teilnahme: 9 Euro. Anmeldung in der Stadtinformation, Tel. 033438 151150. KINO „Familie Brasch“: Dokumentation über die Familie Brasch, die auch die „Manns der DDR“ genannt werden, am 25. März, 18.30 Uhr, im Rahmen des Biesdorfer Dokumentar- und Kurzfilmforums. Zu Gast ist die Regisseurin Annekatrin Hendel. Eintritt: 5 Euro. Ort: Stadtteilzentrum Biesdorf. Programm Kino Kiste 21. bis 27. März: Mia und der weiße Löwe: Do., So., Mi. 16.20 Uhr, Fr. 14.45 Uhr, Sa.15 Uhr, Mo. 16 Uhr, Di. 15.50 Uhr Green Book: Do., So., Mi. 14 Uhr, Sa. 16.45 Uhr, Fr. 18.30 Uhr, Ein königlicher Tausch: Fr. 13.00 Uhr, Mo. 14 Uhr, Do., So., Mi. 18.10 Uhr, Sa. 19 Uhr Wie gut ist deine Beziehung?: Sa. 13 Uhr, Di. 13.45 Uhr, Fr. 16.30 Uhr, Mo. 17.55 Uhr, Do., So., Di., Mi. 20.05 Uhr Bettgeflüster: Di. 18.15 Uhr Der Junge muss an die frische Luft: Mo. 20 Uhr Bohemian Rhapsody: Sa. 21.15 Uhr 28. März bis 3. April: Mia und der weiße Löwe: Do., So., Di., Mi. 16 Uhr, Fr., Sa. 15.15 Uhr, Mo. 16.05 Uhr Ein königlicher Tausch: Do. 9 Uhr Seniorenkinobrunch, Do., So., Di. 14 Uhr, Sa. 17 Uhr, Fr. 18.55 Uhr, Mi. 20 Uhr Wie gut ist deine Beziehung?: Fr. 13.15 Uhr, Mo. 14 Uhr, Do., So., Mi. 17.55 Uhr, Sa. 18.45 Uhr Vorhang auf für Cyrano: Sa. 13.20 Uhr, Mi. 14 Uhr, Fr. 17 Uhr, Mo. 18 Uhr, Do., So. 20 Uhr, Di. 20.05 Uhr Das schönste Mädchen der Welt: Di. 18.15 Uhr Gundermann: Mo. 20 Uhr 9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di 11-19 Uhr, Mi, Do 11-15 Uhr, Fr 10-13 Uhr Museum Lichtenberg im Stadthaus, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030 5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und So 11-18 Uhr. Naturhof Malchow, Dorfstraße 35, 13051 Berlin, Tel. 030 9279930, www.naturschutzmalchow.de Papiertheater an der Oppermann, Oppermannstraße 45, 12679 Berlin, Tel. 0174 8716603, Internet: www.papiertheater-ander-oppermann.de Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz 8, 12681 Berlin, Mo-Fr 8-18 Uhr. Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin. rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr. Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin, tgl. 10-18 Uhr, Di Schließtag, Fr 12-21 Uhr. Telefon: Tel. 030 516567790, Internet: www.schlossbiesdorf.de Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150. Stadtteilzentrum Biesdorf, Alt Biesdorf 15, 12683 Berlin, Tel. 030 526784593. Stadtteilzentrum Kaulsdorf, Brodauer Straße 27-29, 12621 Berlin, Tel. 030 56588762 Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße 103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854, Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt: Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro. Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin, Tel. 030 5532276. studio im HOCHHAUS, Zingster Straße 25, 13051 Berlin. Tel. 030 929 38 21. Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str. 35,13057 Berlin, Tel. 030 92901866. Senden Sie uns Ihre Kulturtipps! E-Mail: kultur@bezirks-journal.de BEZIRKS-JOURNAL - Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR: Marcel Gäding (V.i.S.d.P.) | ANZEIGEN: Tel. 030 55494360, E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de | VERLAG: Medienbüro Gäding, Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin KONTAKT BÜRO BERLIN Tel. 030 55494360, KONTAKT BÜRO STORKOW Tel. 033760 206891 | E-MAIL: redaktion@bezirks-journal.de INTERNET: www.bezirks-journal.de | FACEBOOK: www.facebook.com/bezirksjournalberlin | Vertrieb & Verteilung: Eigenvertrieb | E-MAIL: vertrieb@bezirks-journal.de | DRUCK: Pressedruck Potsdam GmbH, FriedrichEngels-Straße 24, 14473 Potsdam | GESAMTAUFLAGE: 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste 2019 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 11. April 2019. 16 BEZIRKS-LEBEN HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL Kleingärten erst mal alle gesichert STADTPLANUNG: Während berlinweit darüber nachgedacht wird, Parzellen für Schulen oder Kitas zu opfern, geht Lichtenberg einen eigenen Weg. Schon durch die Aufstellung von Bebauungsplänen sind die Kleingartenanlagen geschützt. Von Volkmar Eltzel. F ür alle Kleingartenanlagen in Lichtenberg wurden, mit dem Ziel ihrer Sicherung, Bebauungsplanverfahren eingeleitet.“ Das erklärte Lichtenbergs Stadträtin für Stadtentwicklung, Birgit Monteiro (SPD), im Rahmen einer Erörterungsveranstaltung im Kulturhaus Karlshorst. Nun werden für die Anlagen „Am E-Werk“ zwischen Hoher Wallgraben, Hegemeisterweg und Rummelsburger Landstraße, für die KGA „Seegelände“ östlich der Beerfelder Straße, die KGA „Stallwiese“ und angrenzende Grünflächen zwischen Liepnitzstraße, Üderseestraße, Lehndorffstraße, Treskowallee und Hoher Wallgraben sowie die KGA „Wallensteinstraße“ entsprechende Entwürfe für Bebauungsplanverfahren aufgestellt. Insgesamt über 350 Parzellen in Karlshorst sind so erst einmal gesichert. Allein 2018 wurden im Bezirk mehr als 20 B-Planverfahren zum Schutz von Kleingartenanlagen angelegt Im Kleingartenentwicklungsplan (KEP) Berlin heißt es: „Die rund 71.000 Berliner Kleingärten sind wesentlicher Bestandteil des Stadtgrüns. Keine vergleichbare Metropole verfügt über eine solch große Zahl an privat nutzbaren Gärten im unmittelbaren Einzugsbereich der Innenstadt.“ Ziel des Abgeordnetenhauses und des Senats sei es, Kleingärten dauerhaft im Stadtgebiet zu sichern. Der KEP mit Stand 2014 sichert 83 Prozent der Kleingartenfläche in Berlin, rund 60.000 Parzellen auf 2.500 Hektar. Zusätzlich zu den dauerhaft zu erhaltenden Kleingartenflächen besteht für 160 landeseigene Kleingartenanlagen bzw. Teilflächen aber lediglich eine sogenannte Schutzfrist. Sie wurde immer wieder verlängert, aktuell bis 2020. Wie der RBB am 22. Februar berichtete, sollen danach insgesamt 26 Kleingärten-Kolonien als Baugrund freigegeben werden. Sie könnten ab 2030 mit Schulen, 7.000 Wohnungen und Krankenhauserweiterungen bebaut werden. Welche Anlagen das sind, soll erst im April in der neuesten Fassung des KEP veröffentlicht werden. Denn der Plan wird seit 2016 überarbeitet. Nach Informationen des Bezirksamtes Lichtenberg ist davon wohl keine FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING Gute Aussichten für die Kleingärtner: Der Bezirk engagiert sich für die kleinen Oasen. Kleingartenanlage in Lichtenberg betroffen. „Der Bezirk hält an dem Ziel fest, alle Kleingartenanlagen zu sichern und wir tun alles dafür“, erklärte Birgit Monteiro. Die KGA „Am E-Werk“ ist beispielsweise Eigentum des Landes Berlin. Im Flächennutzungsplan ist die Kolonie jedoch als Grünfläche mit der Zweckbestimmung Kleingärten dargestellt. Allein durch die förmlichen Aufstellungsbeschlüsse der B-Planverfahren vom Bezirksamt sind die Kleingartenanlagen erst einmal gesichert. Sollten Begehrlichkeiten beim Bezirk angemeldet werden, die den in der Aufstellung formulierten Zielen widersprechen, kann das Amt eine Veränderungssperre erlassen. Dann bleiben zwei Jahre Zeit, den Bebauungsplan festzusetzen, der dann Gesetz ist. „Wir können aus Kapazitäts- und Kostengründen nicht alle Bebauungsplanverfahren gleichzeitig vorantreiben“, sagte Birgit Monteiro. Die Situation würde ständig beobachtet und analysiert. Sobald für eine Kleingartenanlage Gefahr bestehe, bearbeite die Verwaltung das jeweilige Verfahren intensiv und bringe es zum Abschluss. Bei der ehemaligen KGA „Am Bahndamm“ in der Karlshorster Rienzistraße war der Bezirk nicht schnell genug. Der Privateigentümer hat, nach individuellen Entschädigungsvereinbarungen mit den Pächtern, die Fläche beräumt, um dort zu bauen. Verträge zwischen den Eigentümern und Pächtern der Flächen sind ohnehin nicht Gegenstand der Bebauungsplanverfahren. So kann laut Paragraph 9 Bundeskleingartengesetz ein Verpächter dem Pächter auch kündigen, wenn er Eigenbedarf anmeldet oder eine Neuordnung der KGA vorsieht, die dem Flächennutzungsplan und einem B-Plan nicht zuwider läuft. „Die Kleingartenanlage ‚Seegelände‘ wird nicht von der Tangentialverbindung Ost (TVO) berührt“, erklärte Dr. Hans Krautzig, Mitglied im TVO-Planungsrat, auf die Frage eines besorgten Kleingärtners. Eventuell solle dort eine Schallschutzwand errichtet werden. Noch bis zum 27. März besteht die Möglichkeit, Einsicht in die Bebauungsplanentwürfe zu nehmen, Fragen zu stellen sowie Hinweise, Vorschläge und Kritik schriftlich zu hinterlegen. Ort: Bezirksamt Lichtenberg, Stadtentwicklungsamt, Alt-Friedrichsfelde 60, Haus 2, Zimmer 2.1201, Telefon 90 29664 72, jeweils Montag bis Mittwoch von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Donnerstag von 8.30 Uhr bis 18 Uhr, Freitag von 8.30 Uhr bis 15 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung. Auch im Stadtteilzentrum Ikarus, Wandlitzstraße 13, können B-Planentwürfe, die Karlshorster KGA betreffen, eingesehen – und Stellungnahmen abgegeben werden. Ab sofort sind die Bebauungsplanentwürfe ebenfalls im Internet (https:// www.berlin.de/ba-lichtenberg/auf-einen-blick/buergerservice/bauen/bebauungsplaene/) aufrufbar. Per Online-Formular sind Stellungnahmen möglich. In der Vergangenheit fielen Berliner Kleingartenanlagen des Öfteren Bauvorhaben zum Opfer, wie zum Beispiel 2010 am Columbiadamm in Tempelhof oder 2012 die Gartenkolonie Oeynhausen in Schmargendorf. Ebenfalls 2012: die Kleingartenkolonie „Der Fliedergrund“ in Buckow... Die Kleingartenfläche in Berlin ist seit dem Jahr 1947 um rund die Hälfte geschrumpft. ANZEIGEN Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 11. April 2019. Anzeigenbuchungen unter Tel. 030 55 49 43 60
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