Publication:
2019
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365065
Path:
FREIBÄDER

SAUGBAGGER

Bezirke konkretisieren ihre
Planungen. Seite 3

Spezialtechnik für die
ganze Welt. Seite 11

Bezirks-Journal
in Zusammenarbeit mit

plus.de
www.lichtenbergmarzahn

Kostenlose Monatszeitung für Lichtenberg & Hohenschönhausen | Ausgabe 03-2019, 14. März 2019 | www.bezirks-journal.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare

Report: Mieten steigen
im Osten weiter

KLEINGÄRTEN

WOHNUNGSMARKT: Wohnen wird immer teurer: 2018 gab es einen
Preisanstieg um bis zu 13,3 Prozent.

W

erden die Wohnungen in der
Innenstadt zu teuer, zieht
man an den Stadtrand: Das
galt auch für Berlin lange Zeit – schließlich war das Zuhause jenseits der City
dort noch bezahlbar. Weil Wohnraum
aber in Berlin knapp ist, steigt die
Nachfrage nach Wohnungen in den Außenbezirken. Und das hat Folgen.
Gerade hat die Investitionsbank Berlin den Wohnungsmarktbericht für das
Jahr 2018 vorgelegt. Und der enthält keine guten Nachrichten für Wohnungssuchende. So verzeichnete der Bezirk
Marzahn-Hellersdorf einen Preisanstieg von durchschnittlich 13,3 Prozent,
während die Mieten in Lichtenberg um
11 Prozent anzogen. Berlinweit beträgt
der Durchschnitt 12,8 Prozent.
Schaut man sich die Mietpreise in
den beiden Ostbezirken an, bemerkt
man ein starkes Nord-Süd-Gefälle:
Während die Wohnungen in den sogenannten Großsiedlungen vergleichsweise günstig zu mieten sind, müssen
Mieter in den besser betuchten Gegenden wie Biesdorf, Mahlsdorf, Karlshorst

oder Rummelsburg deutlich tiefer in die
Tasche greifen. In Marzahn-Hellersdorf
werden in den Großsiedlungen Wohnungen im Schnitt für 6 bis 8 Euro
pro Quadratmeter angeboten, in Lichtenberg ebenfalls. In den begehrten
Einfamilienhaussiedlungen hingegen
machen die Quadratmeterpreise schon
mal das Doppelte aus. Am teuersten
wohnt es sich in Bezirken wie Mitte
oder Friedrichshain-Kreuzberg.
Der Plan der Politik, die MietpreisSituation durch den Bau neuer Wohnungen zu entspannen, geht hingegen
nicht auf. Im Gegenteil: Obwohl Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg bei
den Neubauvorhaben berlinweit die
Nase vorn haben, steigen dort auch die
Mietpreise weiter – allen Beteuerungen
der Landespolitik zum Trotz. Lediglich
die Bewohner von Sozialwohnungen
dürfen hoffen: Gerade hat das Abgeordnetenhaus eine für den 1. April geplante
Erhöhung um 0,13 Euro pro Quadratmeter gestoppt.
Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Report auf Seite 2.

Sicher ist sicher

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Die Angst geht um bei Berlins Kleingärtnern: Die Rufe, Parzellen in Bauland umzuwandeln, werden immer lauter. Der Bezirk Lichtenberg will die Kleingärten schützen, in dem
er entsprechende Bebauungspläne aufstellt. Die verhindern, dass die Flächen für neue
Wohnungen, Schulen oder Kitas zweckentfremdet werden. Nun können 350 Kleingärtner
in Karlshorst hoffen. Die ganze Geschichte lesen Sie auf Seite 16.

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TOP-THEMA

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Die Mieten steigen weiter

WOHNUNGSMARKTREPORT: Die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung wird in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg immer schwieriger. Innerhalb von zwei Jahren sind die Mieten in beiden Bezirken um bis zu 13,3 Prozent gestiegen. Von Marcel Gäding

J

edes Jahr ziehen allein nach Marzahn-Hellersdorf zwischen 2.000
bis 3.000 Menschen. Ein Grund dafür sind die vergleichsweise preiswerten Mieten: Zwischen 6 und 8 Euro pro
Quadratmeter betragen im Schnitt die
Nettokaltmieten in dem Außenbezirk.
Das geht aus dem jetzt veröffentlichten
Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank (IBB) Berlin hervor. Wegen des
wachsenden Zuzuges steigt jedoch die
Nachfrage nach Wohnraum – und damit
auch der Quadratmeterpreis. Während
sich die Nettokaltmiete auf ganz Berlin
gesehen zwischen 2016 und 2018 um
durchschnittlich 12,8 Prozent verteuerte, stiegen sie in Marzahn-Hellersdorf
um 13,3 Prozent. Hinzu kommt ein deutlicher Unterschied zwischen der Großsiedlung im Norden des Bezirks und
den Siedlungsgebieten im Süden – darunter Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf. Liegt die Nettokaltmiete einer
„Plattenbau“-Wohnung bei rund 6 Euro
pro Quadratmeter, verlangen Vermieter
in den von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägten Gegenden schon mal bis
zu 12 Euro – zuzüglich Betriebskosten.
Nur die zahlreichen Genossenschaften
halten ihre Mieten mit rund 7 Euro pro
Quadratmeter einigermaßen stabil.
Um einiges teurer sind inzwischen
auch die Wohnungen in Lichtenberg.
Das liegt vor allem an der Lage des
Bezirks, der sich von der Innenstadt
bis zum Stadtrand erstreckt. Im Wohnungsmarktbericht der IBB für 2018 ist
von einer Durchschnittsmiete von 9,35
Euro pro Quadratmeter nettokalt die
Rede – im Vergleich zum Jahr 2016 eine
satte Steigerung um gut 11 Prozent. „Besonders hohe Angebotsmieten wiesen
die Siedlungen an der Rummelsburger
Bucht und die Victoriastadt auf“, steht
dazu im Bericht. Deutlich günstiger fällt
der Mietzins – ähnlich wie in MarzahnHellersdorf – in den Großsiedlungen
aus, die in den 1980er-Jahren errichtet
wurden.
Mit dem Bau neuer Wohnungen
könnte sich der Markt etwas entspannen – doch das Gegenteil ist der Fall.
Die beiden Ostbezirke stehen beim
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FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Wohnhaus einer Wohnungsgenossenschaft in Marzahn: Bei den Genossenschaften ist das
Wohnen nach wie vor günstiger als bei privaten Vermietern.

Wohnungsbau an der Spitze in Berlin:
Wurden 2016 noch 1.176 Wohnungen in
Lichtenberg errichtet, lag ihre Zahl 2017
bereits bei 2.213. In Marzahn-Hellersdorf
hat sich die Zahl der neu gebauten Wohnungen sogar von 458 auf 1.491 verdreifacht. In Bezirken wie Pankow, SteglitzZehlendorf,
Tempelhof-Schöneberg,
Treptow-Köpenick und Reinickendorf
ist die Zahl der neu gebauten Wohnungen hingegen nach dem IBB-Wohnungsmarktbericht rückläufig. Wohl deshalb
schauen Mietinteressenten immer häufiger Richtung Marzahn-Hellersdorf und
Lichtenberg. Daher gehen die Experten
der Investitionsbank Berlin davon aus,

dass die Einwohnerzahl bis zum Jahr
2030 um weitere 9 Prozent zunimmt.
Innerhalb von zehn Jahren zogen insgesamt gut 300.000 Menschen mehr nach
Berlin.
Schaut man sich die aktuellen Angebotsmieten an, ist das Wohnen in den
beiden Ostbezirken allerdings noch,
vorsichtig ausgedrückt, „günstig“:
Spitzenreiter ist derzeit Friedrichshain
mit einer Durchschnittsmiete von 12,94
Euro pro Quadratmeter, gefolgt von
Mitte mit 12,51 Euro pro Quadratmeter
und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 12
Euro pro Quadratmeter. Der berlinweite
Schnitt lag 2018 bei 10,32 Euro pro Quad-

ratmeter – Tendenz steigend.
„Seit zehn Jahren verzeichnet unsere
Stadt einen stetigen Bevölkerungszuwachs, im Schnitt kamen jährlich rund
40.000 Neu-Berlinerinnen und -Berliner
hinzu“, sagt Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke). Die Auswirkungen dieses Wachstums seien insbesondere für Wohnungsuchende deutlich
spürbar. „Die Preise steigen, während
das Angebot – insbesondere von leistbarem Wohnraum – nicht Schritt hält.“
Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank, sieht Berlin
inzwischen sogar auf einer Höhe mit
Hamburg und Köln, was die Mietpreise
betrifft.
Unterdessen sollen die für den 1. April
geplanten Mieterhöhungen für Bewohner von Sozialwohnungen ausgesetzt
werden. Darauf verständigten sich die
Mitlieder des Hauptausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus und machten
den Weg für das „Mietenkonzept 2019“
frei. Ursprünglich war vorgesehen, den
Mietzins um 0,13 Euro pro Quadratmeter zu erhöhen. „Mit dem Mietenkonzept 2019 setzt das Land Berlin seine Politik zur Sicherung bezahlbarer Mieten
in der Stadt konsequent fort“, sagt Bausenatorin Lompscher. Dadurch sichere
man die Bezahlbarkeit von Mieten vor
allem für jene, die sich Mieterhöhungen
nur noch schwer leisten könnten. Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass
nur ein Bruchteil von dieser Regelung
profitiert: Aktuell beträgt die Quote der
Sozialwohnungen in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg zwischen 17 und
19 Prozent.
Der Berliner Mieterverein sieht in
den im Wohnungsmarktbericht veröffentlichten Zahlen einen „deutlichen
Beleg für die Wachstumsschmerzen
Berlins“. So zeige der Bericht, dass „die
Lücke zwischen Bevölkerungsanstieg
und Wohnungsbestand kaum kleiner
wird“. Gleichzeitig weist MietervereinsGeschäftsführer Reiner Wild darauf hin,
dass der Stadt jedes Jahr wegen der
Umwandlung von Miet- und Eigentumswohnungen rund 50.000 Wohnungen
verloren gehen.

BEZIRKS-JOURNAL | HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG

BEZIRKS-LEBEN

3

Bezirke prüfen Bau von Freibädern

BEZIRKS-POLITIK: Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg mangelt es im Sommer an Bademöglichkeiten. Nun stehen die Chancen gut, dass sich
dies ändern könnte. Allerdings brauchen die geplanten Neubauten ihre Zeit... Von Birgitt Eltzel.

I

n den beiden Ostbezirken gibt es
zu wenig Angebote für Wasserratten. Während Lichtenberg mit dem
Orankesee wenigstens ein Freibad besitzt, existiert seit der Schließung des
Wernersees vor 17 Jahren in MarzahnHellersdorf gar keines mehr. Auch die
Schwimmhallen, vier in Lichtenberg und
drei in Marzahn-Hellersdorf, reichen für
die wachsende Bevölkerung nicht aus.
Beide Bezirke wollen das Angebot für
Freizeitschwimmen und Wassersport in
absehbarer Zeit verbessern. So werden
beide Machbarkeitsstudien in Auftrag
geben – Lichtenberg für ein Multifunktionsbad, Marzahn-Hellersdorf wenigstens für ein Freibad. Vorausgegangen
sind Standortuntersuchungen, die jetzt
durch gründliche Prüfung untersetzt
werden sollen.
Im Dezember hatte das Bezirksamt
Lichtenberg der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eine Vorlage zur Kenntnis gegeben. Darin sind die Ergebnisse
der Standortuntersuchung für ein neues
Kombibad (mit rund 25.000 Quadratmetern benötigter Fläche) aufgeführt. Danach eignen sich von 17 vorgeschlagenen
Flächen drei Areale für eine vertiefte
Untersuchung: Landsberger Allee (Zwischenpumpwerk), der Wirtschaftshof

des Tierparks Berlin in Friedrichsfelde
und mit nicht ganz so guter Bewertung
ein Gelände südlich der Landsberger Allee/östlich Siegfriedstraße. Die ebenfalls
untersuchte Fläche des früheren BVGBades an der Siegfriedstraße ist mit
6.400 Quadratmetern Größe zu klein für
ein Kombibad.
Laut Bezirksbürgermeister Michael
Grunst (Linke) folge man mit dem Gedanken an ein Multifunktionsbad den
Berliner Bäder-Betrieben (BBB). Nur
solche Kombibäder sind laut BBB wirtschaftlich zu betreiben. Bereits mit dem
Berliner Bäderkonzept von 2014 wurde der Bau von zwei solchen Bädern in
Mariendorf und Pankow beschlossen.
Finanziert werden sollten sie u.a. aus
Siwana-Mitteln (Sondervermögen Infrastruktur wachsende Stadt und Nachhaltigkeitsfonds). Doch realisiert ist
noch keines davon – man hört nichts
mehr von den Vorhaben. Bei dieser Praxis dürfte es wohl auch noch sehr lange dauern bis in Lichtenberg ein neues,
modernes Bad entsteht, selbst wenn der
passende Ort dafür gefunden ist. Grunst
sagt, es sei „skandalös, wie die SiwanaMittel abfließen“. Er schätzt, dass Lichtenberg innerhalb von vier Jahren zu
einem zusätzlichen Schwimmbad kom-

men könnte, wenn Geld zur Verfügung
gestellt werde: „Zwei Jahre planen, zwei
Jahre bauen“.
Ein wenig optimistischer ist Grunst
bezüglich einer Wiedereröffnung des
seit 1991 geschlossenen, denkmalgeschützten Hubertusbads. Daran arbeite die Berliner Immobilienmanagement
Gesellschaft (BIM). Drei Stufen seien
vorgesehen: „Zunächst soll es so weit
hergerichtet werden, dass es als Veranstaltungsort genutzt werden kann“, sagt
der Bürgermeister. Mit zwei weiteren
Stufen könne es dann soweit kommen,
dass wenigstens „eine Teilbadnutzung“
im historischen Stadtbad nicht ausgeschlossen sei, sagt Grunst.
In Marzahn-Hellersdorf waren im vergangenen Jahr insgesamt sechs mögliche Standorte für eine Badnutzung ausgemacht worden. Sportstadtrat Gordon
Lemm (SPD) und eine eigens gegründete Arbeitsgruppe (AG) Freibad der BVV
hatten gemeinsam daran gearbeitet,
Bürger konnten Vorschläge dazu machen. „Wir möchten gern eine Freibadmöglichkeit“, unterstreicht der Stadtrat.
„Ob als Kombibad, reines Freibad oder
als Badeschiff (wie in der Spree, d.Red.),
ist nicht festgelegt. Das hängt von den
Möglichkeiten oder Bedingungen an den

Standorten und dann auch den Kosten
ab.“
Gegenwärtig wird die Ausschreibung für eine Machbarkeitsstudie zu
den geeigneten Standorten unter den
sechs Vorschlägen vorbereitet. Diese sind: Flächen südlich des S- und UBahnhofs Wuhletal, der Wuhleteich im
Kienbergpark, eine Freifläche an der
Golliner Straße, der Ausbau des Kinderbads „Platsch“, die Erweiterung der
Schwimmhalle Helmut Behrendt am
Springpfuhl oder der bereits schon einmal gemachte Vorschlag zum Neubau eines Kombibads am Rande des Tierparks.
Die Kosten für die Studie, die voraussichtlich im März ausgeschrieben wird,
betragen 150.000 Euro. Das Geld dafür
zahlt das Land Berlin.
Es sieht also nicht so aus, als ob sich
schnell etwas in der Bäderlandschaft
von Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf bewegen wird. Denn selbst wenn
die Bezirke neue Bäder bekommen sollten – solche Neubauten dauern Jahre bis
zur Eröffnung. Im Sommer werden also
wie in den vergangenen Jahren die Badelustigen wieder an die im Wasserschutzgebiet gelegenen Kaulsdorfer Seen und
an den Biesdorfer Baggersee, eigentlich
ein Regenrückhaltebecken, pilgern.
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4

FAMILIE

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Zwergtaucher gehen ins Bilderbuchkino

PROJEKT: Eine Hohenschönhausener Einrichtung ist Teil eines bundesweiten Sprachkita-Programms. Einmal in der Woche werden die Kinder aktiv
in die Geschichten einbezogen, aus denen ihre Erzieher vorlesen. Von Steffi Bey.

E

inmal in der Woche lädt Luca zum
Bilderbuchkino ein: Der freundliche Erzieher aus der Kita „Zwergtaucher“ bringt dazu etwas Spannendes
zum Lesen mit und lässt während der
etwa 25minütigen Veranstaltung große
bunte Fotos an der Wand aufleuchten.
Neben ihm sitzen dann meistens zehn
bis zwölf Mädchen und Jungen. Doch sie
hören nicht nur zu, sondern mischen
sich in das Geschehen ein: Antworten
auf Fragen, wiederholen manche Sätze,
erzählen die Geschichte weiter und lassen dabei ihrer Fantasie freien Lauf.
„Das ist das Besondere beim Bilderbuchkino, denn alle Kinder beteiligen
sich aktiv am gemeinsamen Erzählen
der Geschichte“, sagt Marcus Grande,
Erzieher und Fachkraft, der das Bundesprogramm Sprach-Kitas begleitet.
Seit Ende vergangenen Jahres gehört
die Einrichtung an der Gehrenseestraße
99 zu dem von der Bürgerstiftung Berlin
initiierten Projekt. „2006 starteten wir
unser Vorhaben, von dem inzwischen
mehr als 2.000 Kinder in ganz Berlin
profitieren“, betont Mathias Neumann,
Projektleiter der Bürgerstiftung Berlin.
Alle beteiligten Kindertagesstätten
werden von Stiftungsmitarbeitern einANZEIGE

FOTO: STEFFI BEY

Erzieher Luca liest aus „Grüffelo“: Die Kinder verfolgen die Geschichte gespannt.

gewiesen, begleitetet und erhalten Vorführ-Material.
Aus 19 verschiedenen Büchern können die „Zwergtaucher“ nun wählen.
„Es sind meistens Alltagsgeschichten,
in denen sich die Mädchen und Jungen
wiedererkennen“, berichtet die stellvertretende Kita-Leiterin Jennifer Dahmer.
Ob „Lieselotte lauert“ oder „Grüffelo“ –
die Kleinen mögen das spannende Drum
und Dran in diesen Mitmachrunden.
Während Luca aus einem Buch vorliest, macht er immer wieder Pausen
und animiert die kleinen Zuhörer zum

de der alltagsintegrierten sprachlichen
Bildung, ist Grande überzeugt. Und die
ersten „Aufführungen“, bei denen bislang durchweg positive Erfahrungen gesammelt wurden, geben ihm recht.
Er war es auch, der die Zusammenarbeit zwischen den „Zwergtauchern“
– die Kita gehört zur Trägerwerk Soziale Dienste in Berlin und Brandenburg
gGmbH - und der Bürgerstiftung Berlin
ins Rollen brachte.
Zunächst können die Vier- bis Sechsjährigen am wöchentlichen Bilderbuchkino teilnehmen. „Wir überlegen bereits,
ob wir es künftig ebenso den Jüngeren
anbieten“, sagt Jennifer Dahmer.
Ziel sei, dass alle Zuschauer zu Wort
kommen. Deshalb bleiben die Bilder
auch lange an der Wand. „Wir geben
den Kindern die Gelegenheit zu spüren,
wieviel Spaß es machen kann, sich auf
Bücher einzulassen“, erklärt Mathias
Neumann von der Stiftung. Außerdem
werde damit ein „starkes Gegengewicht
zum passiven Konsum am Bildschirm
von Fernseher oder Smartphone gesetzt“.

weiter erzählen. „Mich beeindruckt,
wie die Kinder mit ihrem oft geringen
Wortschatz beschreiben, was sie gerade
auf der Leinwand sehen“, sagt Marcus
Grande. Bemerkenswert sei das zudem,
weil rund 56 Prozent der Mädchen und
Jungen dieser Einrichtung nicht deutscher Herkunft seien. Sie kommen unter anderem aus Vietnam, Syrien, Polen,
Russland oder dem Iran.
Mit Spaß nehmen sie solche spielerischen Lernprozesse an. Das Bilderbuchkino wecke die Sprechfreude der Weitere Infos unter
Kinder und diene als wirksame Metho- www.buergerstiftung-berlin.de

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Informationen Ihres Jobcenters Berlin Lichtenberg
Duales Studium – Beruf und Wissenschaft clever verbinden!
Seit 1993 ist es in Berlin möglich, dual zu studieren – und die Nachfrage wächst
Das duale Studium ist eine sehr praxisnahe
Variante des Studierens. Wissenschaft und
Beruf, also Theorie und Praxis, wechseln
sich in einem regelmäßigen Rhythmus ab.
Die praktische Arbeit findet direkt in einem
Betrieb und der theoretische Teil an einer dualen Hochschule, Universität oder Berufsakademie statt. Beides ist eng verzahnt.
Die Vorteile des dualen Studierens liegen
auf der Hand: Neben den guten Job- und Karrierechancen durch die enge Bindung an einen Arbeitgeber wird in den überwiegenden
Fällen auch eine hohe Vergütung während
des Studiums gezahlt. Und was kann schöner
sein, als zu studieren und dafür noch Geld zu
erhalten?
Doch ein duales Studium ist anspruchsvoll.
Es erfordert eine möglichst gute Fachhochschulreife oder Abitur. Auch müssen sich Interessierte frühzeitig, oftmals über ein Jahr
vor Studienbeginn bei Arbeitgebern bewerben. Wird dann ein Ausbildungsvertrag für
ein duales Studium mit dem Unternehmen
geschlossen, erhält man die Zulassung für
eine kooperierende Hochschule. Das duale
Studium dauert je nach Modell drei bis fünf

Der Vorteil des Dualen Studiums ist die Verknüpfung von Theorie und beruflicher Praxis. Es dauert je nach
Modell zwischen drei und fünf Jahre.
Foto: pixabay.com/kaboompics

Jahre, ist zeitlich und inhaltlich sehr gut organisiert und bietet vorrangig ein Lernen in
kleinen Gruppen. Semesterferien, wie beim
klassischen Hochschulstudium gibt es meistens nicht. Doch Durchhalten lohnt sich: Die
Übernahme- und Karrierechancen in dem
Unternehmen sind gut! Aufgrund der großen
Beliebtheit und des guten Erfolgs kann man
derzeit nahezu fast jedes Studienfach dual
studieren. Zurzeit gibt es bundesweit über
1.600 duale Studiengänge und allein in Berlin
34 entsprechende Hochschulen. Besonders
beliebt ist das duale Studium in den Fachrichtungen der Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Auch im Bereich Soziales und im
Öffentlichen Dienst gibt es viele Optionen.
Wer mehr zu den Modellen des Dualen Studiums, Möglichkeiten in Berlin
und Chancen wissen möchte, dem ist ein
Gespräch in der Jugendberufsagentur
zu empfehlen. Hier kann jederzeit unter
030 90 19 19 19 ein Termin vereinbart werden.
Eine Kontaktaufnahme ist auch unter jba@
jba-berlin.de bzw. www.jba-berlin.de möglich. Gemeinsam entdecken wir Wege, Beruf
und Wissenschaft clever zu verbinden!

Drei Fragen an LUTZ NEUMANN, Geschäftsführer des Jobcenters Berlin Lichtenberg
Wie schätzen Sie die aktuelle Entwicklung auf
dem Arbeitsmarkt ein, Herr Neumann?
Für 2019 wird in nahezu allen regionalen
Branchen in Berlin ein Beschäftigungs- und Stellenzuwachs erwartet. Aufgrund der außenwirtschaftlichen Risiken wird sich voraussichtlich
gegenüber 2018 diese Dynamik leicht abschwächen. Dennoch ist von einer weiterhin positiven
Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt auszugehen.
Die Nachfrage nach qualifizierten und berufserfahrenen Fachkräften bleibt konstant hoch.
Wachstumsbranchen in Berlin sind vor allem
Bauhauptgewerbe, Einzelhandel, Tourismus und
Gastgewerbe. Seit Jahresbeginn sind im Agenturbezirk Berlin Mitte rund 6.250 offene Stellen von
Arbeitgebern gemeldet worden. Dies entspricht
einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 13 Prozent. Der Bestand an Arbeitslosen im Bezirk Berlin Lichtenberg ist im Februar
gegenüber dem Vorjahresmonat um knapp 1500
Personen zurückgegangen. Gleichzeitig ist die
Unterbeschäftigung gesunken. Insgesamt ist das
Jahr also gut angelaufen und ich bin zuversichtlich, dass wir die positive Entwicklung auf dem
Arbeitsmarkt weiterhin gut für die Menschen in
Lichtenberg nutzen können.
Arbeitgeber berichten, dass sie viele Arbeitsplätze nicht oder nur nach längerer intensiver
Suche besetzen können. Auf der anderen Seite
gibt es immer noch viele Menschen, die von
Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Welche Strategien verfolgt das Jobcenter Berlin
Lichtenberg?
Tatsächlich erleben wir in vielen Berufsfeldern mittlerweile, dass das Angebot an Arbeitskräften und die Nachfrage von Arbeitgebern
nach Fachkräften qualitativ und quantitativ
auseinanderfällt. Die Arbeitswelt vollzieht, be-

dingt durch demografischen Wandel einerseits
und beschleunigten technologischen Fortschritt
verbunden mit einer zunehmenden Digitalisierung andererseits, einen tiefgreifenden Wandel.
Daher spielt die kontinuierliche Qualifizierung
von Arbeitskräften eine Schlüsselrolle bei der
Sicherung des Fachkräftebedarfs. Das Jobcenter
Berlin Lichtenberg wird daher berufliche Weiterbildung sowohl in Zeiten von Arbeitslosigkeit als
auch während einer Beschäftigung noch stärker

fördern. Insgesamt stehen alleine für 2019 im
Eingliederungstitel des Jobcenters rund 6,5 Millionen Euro für die Förderung von Weiterbildung
zur Verfügung, die wir effizient für die arbeitssuchenden Menschen in Lichtenberg einsetzen
werden. Gleichzeitig gibt es Menschen, die bereits sehr lange vergeblich nach Arbeit suchen.
Hier ermöglicht das neue Teilhabechancengesetz
den betroffenen Menschen durch geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sozi-

Planung der Eingliederungsmittel 2019
des Jobcenters Berlin Lichtenberg

Das gesamte Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2019 des Jobcenters Berlin Lichtenberg finden Sie unter https://www.berlin.de/jobcenter-lichtenberg/

Jobcenter Berlin Lichtenberg
Gotlindestr. 93, 10365 Berlin
Tel.: (030) 5555 88 2222
Telefonservice für Arbeitgeber
Tel.: 0800 4 55 55 20
Öffnungszeiten: Mo/ Di/ Fr 08:00-12.30 Uhr
Mi nur terminierte Beratung
Do 08:00-18:00 Uhr
(ab 12:30 Uhr nur für Berufstätige)

ale Teilhabe mit dem
Ziel, perspektivisch
auch wieder Fuß in
einer ungeförderten
Beschäftigung auf
dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu fassen.
Das Jobcenter Berlin
Lichtenberg hat dafür ca. 7,5 Millionen
Euro zusätzlich für Lutz Neumann.
2019 zur Verfügung
gestellt bekommen. Die ersten Arbeitsplätze
wurden bereits besetzt. Aufgrund dieses vielversprechenden Starts bin ich optimistisch, dass wir
gemeinsam mit unseren Partnern dieses neue
Förderinstrument gewinnbringend für die Menschen hier im Bezirk nutzen können.
Frühzeitige Berufsorientierung und die rechtzeitige Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz sind der Schlüssel zum Erfolg. Gibt
es in nächster Zeit Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler, die Sie empfehlen können?
In Lichtenberg findet am 30. April 2019, im
Zeitraum von 15 - 20 Uhr ABACUS Tierpark
Hotel die Lange Nacht der Ausbildung statt. Die
Lange N8 ist eine gemeinnützige Ausbildungs- &
Studienmesse, die sich gezielt an Schülerinnen
und Schüler wendet. Für Interessentinnen und
Interessenten ist der Eintritt frei. Die Besucherinnen und Besucher haben dort die Chance,
zahlreiche Unternehmen vor Ort kennenzulernen und sich in entspannter Atmosphäre zu
informieren. Unternehmen stellen sich und ihre
Ausbildungsberufe vor. Von der Anbahnung von
Schülerpraktika bis hin zur Ausbildung bzw. dem
dualen Studium ist alles möglich. Detaillierte Infos finden Sie unter https://www.lange-n8.de

Jugendberufsagentur Berlin
Standort Lichtenberg
Gotlindestraße 93, Haus I
10365 Berlin • Telefon: 115
E-Mail: jba@jba-berlin.de
Öffnungszeiten: Mo-Mi 08:00 bis 16:00 Uhr
Do 08:00 bis 18:00 Uhr
Fr 08:00 bis 12:30 Uhr
https://www.berlin.de/jobcenter-lichtenberg/

Vital
& gesund

Anzeigensonderveröffentlichung

Foto: fotolia.de/ drubig-photo

Tipps für Pflegebedürftige und deren Angehörige

GESETZLICHE PFLEGEVERSICHERUNG: Entlastungsleistungen aus 2018 jetzt noch nutzen

und unterstützen so Pflegebedürftige
und deren Angehörige.
Wer 2018 die Gelder der Entlastungspflege der gesetzlichen Pflegeversicherung (dort ist jeder Mitglied, egal ob privat- oder gesetzlich krankenversichert)
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der Antragstellung unterstützen die
Mitarbeitenden von Betreuungsdiensten, die auch direkt mit der Pflegekasse
abrechnen. Die Versicherten oder deren
Angehörige müssen sich also um nichts
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J

eder Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 hat Anspruch auf 125 Euro
der sogenannten Entlastungsleistungen pro Monat, das sind immerhin
1.500 Euro pro Jahr. Dieser Betrag wird
nicht in bar ausgezahlt. Für den Gegen-

wert kommen geschulte Mitarbeitende
von einem bei der Pflegekasse zugelassenen Betreuungs- oder Pflegedienst
in die häusliche Umgebung. Die Betreuungskräfte unterstützen stundenweise im Alltag. Sie gehen einkaufen,

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Interesse? Wir beraten Sie gern! Tel. 030 55494360

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#Sport

Foto: fotolia.de/ anatoly repin

Gut lernen trotz ADHS

LERNTHERAPIE: Hilfe für Kinder und ihre Eltern

Ü

ber ADHS – das Aufmerksamkeits-Defizit-HyperaktivitätsSyndrom – gibt es eine Menge
Vorurteile. Eines davon: „ADHS hat mit
schlechter Erziehung zu tun.“
„Das stimmt nicht“, sagt Beate Grönboldt, Integrative Lerntherapeutin. „Die
betroffenen Kinder kommen mit dieser
Besonderheit auf die Welt.“ Schwierig
werde es meist erst in der Schule, die
für die Lebhaftigkeit, Impulsivität und
den Bewegungsdrang dieser Kinder
einfach nicht passt. „Dann häufen sich
die Beschwerden von Lehrern, und das
Kind selbst, das sein Verhalten ja nicht
einfach so ändern kann, wird immer
unglücklicher“, so die ADHS-Expertin.
„Manche Kinder ziehen sich dann zurück und entwickeln depressive Symptome, andere werden immer aggressiver. Und immer leiden die Eltern mit.“
Dabei gibt es wirksame Möglichkeiten der Unterstützung: „Kinder mit
ADHS lernen anders“, weiß Beate Grönboldt. In ihrer Lerntherapie-Praxis erfahren die Mädchen und Jungen, wie sie

trotz ADHS erfolgreich lernen können.
Dabei nutzt Beate Grönboldt Methoden,
die wissenschaftlich belegt sind und
die auch von Kinder- und Jugendpsychiatern unterstützt werden. Die Kinder
und Jugendlichen lernen Schritt für
Schritt, sich besser zu strukturieren
und zu organisieren, ihr Verhalten zu
steuern und zielgerichteter zu arbeiten.
Oftmals leiden Kinder mit ADHS auch
unter eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) oder einer Rechenschwäche
(Dyskalkulie). Diese Probleme werden
in der Lerntherapie-Praxis ebenfalls
mitbearbeitet. „Das wichtigste ist, das
die Kinder und Jugendlichen wieder an
sich selbst glauben und Vertrauen in
ihre eigenen Fähigkeiten gewinnen. Dabei unterstütze ich sie.“
Kontakt:
ADHS Lerntherapie Berlin
Meeraner Straße 21
12681 Berlin
0163 / 429 37 63
https://adhs-lerntherapie-berlin.de

Offene Türen beim Senioren-Computerclub
Der Deutsche Senioren-Computer-Club
e.V. öffnet am 10. April zwischen 10 und
15 Uhr seine Türen. Nicht nur jene, die
in kleinen Gruppen unter Gleichaltrigen den Umgang mit Computern oder
Smartphones lernen möchten sind willkommen, sondern auch Menschen mit
Vorkenntnissen, die bereit sind, anderen zu helfen. Neben Kursangeboten
rund um den Computer gibt es eine
Vielzahl von Interessengruppen und
bei etlichen geht es nicht um Technik,
sondern um das gemeinsame Miteinander. Im Rahmen der Mitgliedschaft

entstehen für die Angebote innerhalb
des Clubs keine weiteren Kosten. Wer
selbst sehen möchte, ist herzlich im 5.
OG in der Einbecker Str. 85, 10318 Berlin,
willkommen. Der U-Bahnhof Friedrichsfelde (U5) und der Bus 296 (Lincolnstr.)
sind nicht weit entfernt.
Weitere Informationen:
Deutscher Senioren-Computer-Club
e. V., Einbecker Str. 85, 10315 Berlin,
Tel.: (030) 52695092, info@dscc-bln.
de, www.dscc-berlin.de

Infotag im Beratungszentrum
Am Mittwoch, 3. April 2019, können
sich Interessierte über das vielfältige Beratungsangebot im „Beratungszentrum Pflege und Soziales“ im Gesundheitszentrum am UKB Marzahn
informieren. Die Mitarbeitenden der
Kontaktstelle Pflegeengagement, des
Regionalen Allgemeinen Sozialdienstes
sowie des Pflegestützpunkts erwarten Sie um 10 Uhr in der 3. Etage in der
Kontaktstelle Pflegeengagement mit
einem Gläschen Sekt und werden sich
anschließend vorstellen und über ihre
Tätigkeit berichten. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, ein paar Tanzschritte zu erlernen und können der

Livemusik lauschen.
Alle, die vormittags keine Gelegenheit
für einen Besuch hatten, begrüßen wir
gegen 16 Uhr in der 2. Etage im Pflegestützpunkt mit Kaffee und Kuchen.
Danach stellen sich noch einmal die
Beteiligten am berlinweit einzigartigen
Beratungsmodellprojekt vor.
Weitere Informationen:
Mittwoch, 3. April 2019, 10-18 Uhr
Veranstaltungsort ist das Gesundheitszentrum am UKB Marzahn
Warener Str. 1, Ecke Blumberger
Damm, 12683 Berlin
Die Veranstaltung ist kostenlos.

Vital
& gesund

Anzeigensonderveröffentlichung

Foto: fotolia.de/ drubig-photo

Rollatoren im Test

GEHHILFEN: Nur zwei Exemplare überzeugen

N

ur zwei Rollatoren im Test sind
gut, sie lassen sich leicht fahren, einfach bedienen und zusammenklappen. Nicht zu empfehlen
sind dagegen die vier Standardrollatoren, die meist von den Krankenkassen
bewilligt werden, denn sie sind im Alltag draußen kaum zu gebrauchen. Die
Stiftung Warentest hat für die MärzAusgabe der Zeitschrift test zwölf Rollatoren geprüft, acht Leichtgewichte
aus Aluminium oder Karbon sowie vier
Standardmodelle aus Stahl, zu Preisen
von 60 bis 535 Euro. Exemplarisch waren zusätzlich auch zwei Modelle im
Test, die als Rollator und als Rollstuhl
benutzt werden können. Die Ergebnisse
reichen von gut bis mangelhaft.
Kopfsteinpflaster, auch Park- oder
Kieswege bringen die getesteten Standardrollatoren an ihre Grenzen. Vor
Bordsteinen ist oft Schluss, denn die
Stahlkonstruktionen wiegen immerhin
neun bis zehn Kilo. Für viele Senioren
zu schwer, um sie über diese Hindernisse zu heben. Außerdem bereiten
sie Probleme beim Zusammenklappen.
Diese Technik ist veraltet und ein Standardmodell enthält auch noch so viele
Schadstoffe in den Griffen, dass er nicht

FOTO: PIXABAY.COM/ COCO PARISIENNE

Nicht zu empfehlen sind Rollatoren, die
aktuell Krankenkassen bezuschussen.

verkauft werden dürfte.
Stellt ein Arzt das Rezept für einen
Rollator aus, haben Versicherte Anspruch auf ein Modell, das die Kasse
vollständig bezahlt. Im Test kosten diese Standardrollatoren 60 bis 99 Euro.
Für die besseren Leichtgewichtrollatoren aus dem Test müssen gesetzlich
Versicherte oft den größeren Teil der
Kosten selbst bezahlen. Sie kosten zwischen 209 und 535 Euro.
Der Test Rollatoren findet sich in der
März-Ausgabe der Zeitschrift test und
ist online unter www.test.de/rollatoren
abrufbar.

Anzeigensonderveröffentlichung

#Gesundheit
#Pflege
#Wellness
#Sport

Foto: fotolia.de/ anatoly repin

Selbstständig bleiben trotz Pflegebedarf

UNTERSTÜTZUNG: Pflegestützpunkte bieten ihre Leistungen kostenlos und neutral an.

W

er stand nicht schon einmal
vor der Frage, an wen man
sich wenden kann, wenn
man einen Pflegegrad beantragen sollte? Benötigt ein Mensch Pflege, ist dies
zudem eine Belastung für die Angehörigen, die dann nach Unterstützung
suchen. Hilfe und Rat bieten die Pflegestützpunkte, die auch in MarzahnHellersdorf und Lichtenberg vertreten
sind.
Es ist ratsam für die Angehörigen,
seien es die Kinder, die Ehepartner,
Bekannte oder Nachbarn die neue, herausfordernde Aufgabe nicht allein bewältigen zu wollen. Häufig entstehen
Überforderung und Stress. Es gleicht
einem Dschungel, sich durch die Anträge, Leistungen und Anbieter kämpfen
zu müssen. Das ist der Gesundheit des
Pflegenden wenig zuträglich. Lebt der
pflegebedürftige Mensch allein, stellt
sich die Frage nach Vollmachten und
Personen, die helfen zu organisieren.

den gefördert von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie von den Kranken- und
Pflegekassen. Sprechstunden: Dienstag
9 bis 15 Uhr, Donnerstag 12 bis 18 Uhr
sowie nach Vereinbarung. Hausbesuche sind nach Absprache möglich. Kostenfreie Servicenummer Montag bis
Freitag von 9 bis 18 Uhr: Tel. 0800 59
500 59. Weitere Informationen im Internet: www.pflegestuetzpunkteberlin.de
oder www.hilfelotse-berlin.de

FOTO: PIXABAY.COM/ SABINE VAN ERP

Benötigt ein Mensch Pflege, sind Hilfe und Unterstützung wichtig.

In einer Stadt wie Berlin gibt es ein
weit verzweigtes Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten. Seien es die
Pflegestützpunkte, die Beratungsstellen der Bezirksämter oder Kontaktstel-

len für pflegende Angehörige. Nutzen
Sie das Angebot und lassen Sie sich
kostenfrei und anbieterneutral beraten
oder informieren.
Die Berliner Pflegestützpunkte wer-

Adressen:
Pflegestützpunkt Lichtenberg, Einbecker Straße 85, 10315 Berlin, Tel.:
030 9831 7630, Mail: psp-lichtenberg@volkssolidaritaet.de
Pflegestützpunkt Marzahn-Hellersdorf, Marzahner Promenade 49, 12679
Berlin, Tel.: 030 5143 093, Mail: marzahn@pspberlin.de

10 FREIZEIT & FAMILIE

BEZIRKS-JOURNAL

Freizeitpartner laden zum dritten Mal ein

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AKTIONSTAG AM 24. MÄRZ: Mehr als 40 Einrichtungen aus Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und dem östlichen Berliner Umland präsentieren sich
mit Rabatten und Sonderaktionen im Rahmen von „Erlebe Deine Region“.

Z

um dritten Mal heißt es am 24.
März 2019: „Erlebe Deine Region“.
Unter diesem Motto präsentieren
sich mehr als 40 Freizeitpartner aus den
Berliner Bezirken Marzahn-Hellersdorf,
Lichtenberg und dem östlichen Berliner
Umland. Geplant sind an dem Tag Sonderaktionen, Rabatte und Spezialangebote insbesondere für Einheimische,
aber auch für Berlin-Besucher.
Auch die dritte Auflage von „Erlebe
Deine Region“ verspricht einen Aktionstag mit unzähligen Angeboten: Unterhaltung für die ganze Familie im Theater
an der Parkaue, regionale Produkte und
Kultur auf dem Schlossgut in Altlandsberg, Höhenflüge bei Windobona in
Lichtenberg oder rasante Abfahrten mit
der ersten Sommerrodelbahn Berlins
im Kienbergpark: Mehr als 40 Partner
laden Sie zu Sonderaktionen, Rabatten
und speziellen Angeboten ein.
Koordiniert wird der Aktionstag vom
Marzahn-Hellersdorfer
Wirtschaftskreis MHWK. „Unser Ziel ist es, Berliner,
Brandenburger und Hauptstadttouristen auf die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten im Berliner Osten aufmerksam zu
machen“, sagt Karen Friedel, Mitglied
im Vorstand des MHWK und Direktorin
des ABACUS Tierpark-Hotels. In den vergangenen zwei Jahren wurde dieser Aktionstag dankend angenommen: Jedes

Mal wurden rund 5.000 Besucherinnen Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Miund Besucher gezählt. „Oftmals wissen chael Grunst (Die Linke). „Wir freuen
Berliner und Brandenburger nicht, dass uns immer, wenn Berlin-Besucher und
viele attraktive Freizeiteinrichtungen -Besucherinnen Lichtenberg für sich
gleich vor ihrer Tür liegen“, sagt Friedel. entdecken.“ Die besten Botschafter für
Am Ende entsteht eine richtige Win- den Bezirk seien seine Bewohner und
Win-Situation: Die regionalen Anbieter Bewohnerinnen. „Manche von ihnen
werben für sich, während die Menschen kennen die eigene Region gar nicht so
in der Region sich auf einen erlebnisrei- in- und auswendig, wie man oft vermuchen Tag mit vielen
tet – der Aktionstag
Höhepunkten freu„Erlebe deine Reen dürfen.
gion“ ist die beste
„Der oft zu sehr
Gelegenheit,
das
auf die Mitte unsezu ändern“, erklärt
rer Stadt gerichtete
der Bürgermeister.
Blick, soll an dieDas trifft auch auf
sem Tag einmal in
die vielen Berlinedie östlichen Bezirrinnen und Berliner
ke Berlins gerichzu.“
tet werden“, sagt
Unterstützt
Karen Friedel. „Im
wird der AktionsFOTO: OLE BADER
dritten Jahr des
tag „Erlebe DeiMit
dabei:
die
LEITNER
Naturbobbahn.
Erlebnistages wird
ne Region“ vom
die Unterstützung
Wirtschaf tskreis
für das Projekt
Hohenschönhaugreifbarer und es gilt nun die Berliner sen-Lichtenberg, den Bezirksämtern
und ihre Gäste für die vielfältigen Mög- Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg,
lichkeiten, abseits ausgetretener Pfade, dem Regionalmanagement „Metropolrezu begeistern.“
gion Ost“, dem ABACUS Tierpark Hotel,
„Erlebe deine Region bietet auch die- visitberlin und der LEITNER AG. Die urses Jahr wieder die Gelegenheit, ein an- sprüngliche Idee dazu stammt von Reinderes Lichtenberg zu entdecken, den hard Kneist, dem Betreiber der MinigolfBezirk im Original zu erleben“, sagt anlage „Citygolf Berlin“.

Folgende Einrichtungen nehmen teil: Lichtenberg: ABACUS-Tierpark Hotel; Bürgerschloss Hohenschönhausen; Das Weite
Theater; Mies van der Rohe Haus; Theater
An der Parkaue; Windobona Berlin GmbH;
MeNaGe Massage; Naturhof Malchow – Naturschutzstation Malchow; Tierschutzverein
für Berlin; Deutsch Russisches Museum;
Museum Lichtenberg im Stadthaus; Schloss
Hohenschönhausen
Marzahn-Hellersdorf: Café Mahlsdorf; Atelier Uffrecht; Die KISTE; Kunsthaus Flora;
Schloss Biesdorf; American Bowl/ Play Off
LeProm; BergWerk Berlin; Bowling Hellersdorf & Lasertag.me; Citygolf Berlin/ Golferia
Berlin; Jump3000; Kieser Training Marzahn;
Kutumba – Familienerlebniswelt; Naturbobbahn Berlin; Spielplatzinitiative Marzahn
e.V.; achtsamkeit-im-leben.berlin; AWO
Stadtteiltreff Mahlsdorf-Süd „Haus der Begegnung“; Tierhof Marzahn; Bockwindmühle
Marzahn; DDR-Museumswohnung Hellersdorf; Gärten der Welt; Gründerzeitmuseum
Mahlsdorf; Krankenhauskirche Wuhlgarten
Skywalk Berlin
Umland und andere Bezirke: Schlossgut
Altlandsberg; The Lakesite – Burghotel zu
Strausberg; Haus Natur und Umwelt; Modellpark Berlin-Brandenburg
(Stand: 11. März, Änderungen möglich!)
Alle Freizeitpartner inkl. einer interaktiven
Übersichtskarte finden sich auf
www.erlebe-deine-region.de

die Region Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und der Brandenburger Osten laden ein:

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Eine Aktion von

Wirtschaftskreis
Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V.

Das Standortmarketing Marzahn-Hellersdorf wurde im Rahmen der
Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundes- und Landesmitteln gefördert.

BEZIRKS-JOURNAL

WIRTSCHAFT

11

Riesensauger für die ganze Welt

UNTERNEHMENSPORTRÄT: Ein Lichtenberger Unternehmen hat sich auf spezielle Baggertechnik spezialisiert. Nun wird in Marzahn ein neuer
Standort ausgebaut, um Kunden in aller Welt zu beliefern. Von Marcel Gäding.

E

s ist erst wenige Tage her, da ver- zeiten verkürzt. Außerdem kam Mattes
folgte Stefan Mattes aufmerksam, auf die Idee, Zweiwegefahrzeuge einzuwas in Köpenick passierte: Ein setzen: Das sind Saugbagger, die sowohl
Baggerfahrer beschädigte bei Aushubar- auf der Straße als auch auf der Schiene
beiten eine Stromleitung. Und das hat- fahren können. Doch es sollte nicht nur
te verheerende Folgen. Mehr als 30.000 beim Setzen der Masten bleiben: Schon
Menschen waren 31 Stunden lang ohne bald buchte die BVG die Technik für die
Strom. Die Bilder, die Mattes im Fernse- Reinigung der Straßenbahngleise. Musshen sah, machten ihn sprachlos. Denn ten früher Müll oder die Blätter der Straseiner Ansicht nach wäre eine solche ßenbäume per Hand abgesammelt werHavarie mit der richtigen Technik nicht den, erledigte dies nun die Maschine.
passiert. Doch die bauausführende FirInzwischen wird die BSB auch von
ma wusste es offenbar besser…
Verkehrsunternehmen in Chemnitz,
Mattes ist Gründer und Chef der Berli- Stuttgart, Köln, Nürnberg oder Leipzig
ner Saugbagger-Betriebe, kurz BSB. Sein beauftragt. Im Lauf der Jahre perfekUnternehmen hat sich unter anderem tionierten Mattes und seine Mitarbeiter
auf die Vermietung von sogenannten die Technik – hinzu kamen beispielsweiSaugbaggern spezialisiert. Das Prinzip se Hebebühnen an den Fahrzeugen, mit
bei diesen Maschinen ähnelt der Funkti- denen man sogar auf den ICE-Strecken
onsweise eines Staubsaugers – nur, dass der Deutschen Bahn AG Wartungs- und
die Rohre, mit denen Sand, Kiesel oder Reparaturarbeiten erledigen kann. Die
sogar Klinkersteine angesaugt werden, Mitarbeiter der Berliner Saugbaggerwesentlich größer sind. 25 Zentimeter Betriebe sind hoch spezialisiert. Sie hamisst der Durchmesser der giganti- ben nicht nur einen Lkw-Führerschein,
schen Rüssel, mit deren Hilfe das Erd- sondern auch die Befähigung, Triebreich abgetragen werden kann. Wie das fahrzeuge zu führen. Denn das ist Vorfunktioniert, zeigt Mattes stolz auf dem aussetzung, um die Zweiwege-Technik
unternehmenseigenen Youtube-Kanal: bedienen zu dürfen. Es dauerte nicht
In wenigen Sekunden schluckt die Ma- lange, bis die BSB als Eisenbahnverschine das Geröll, bis armdicke Stromlei- kehrsunternehmen zugelassen wurde,
tungen zum Vorschein kommen und der ihre Mitarbeiter sogar selbst zu LokfühSchlauch einfach weiter unten wieder rern ausbildet. „Dafür arbeiten wir mit
für die Schachtarbeiten angesetzt wird. der Eisenbahnfachschule zusammen“,
Nun ist Mattes zwar nicht der Erfinder sagt Mattes.
dieser zukunftsweisenden Technik –
Inzwischen hat die BSB neben der
wohl aber ein Pionier und Visionär, was Vermietung und dem Verkauf ihrer Geräte auch eine eigene Konstruktionsderen weitere Entwicklung betrifft.
Vor 25 Jahren gründete Mattes sein und Produktionsabteilung aufgebaut.
Unternehmen. Nach dem Studium in Dort entsteht Technik wie die beiden
Karlsruhe und ersten beruflichen Jah- Varianten des patentierten „tubecube“
ren in Köln hatte es ihm Berlin angetan, – ein Sauger, der am Hydraulikausleger
in der Annahme, dass die Stadt aus- eines Zweiwegebaggers angebaut wernahmslos auf märkischem Sand gebaut den kann. Dieser nimmt beispielsweise
wurde. Dort müsste es für die Saugbag- Schotter aus Gleisbetten auf und reinigt
gertechnik ausreidiesen. Ebenfalls
chend Aufträge geeine BSB-Erfindung
ben, dachte er sich.
ist die in-situDoch Mattes irrte.
Schottereinigung.
Um die zahlrei„in-situ“ bedeutet
chen Bauvorhaben
„vor Ort“: Das aufgenommene Schotwar ein erbitterter
termaterial muss
Kampf ausgebronicht erst zu einer
chen, die BaufirReinigungsanlage
men lieferten sich
transportiert wereine Preisschlacht.
den, sondern wird
Hinzu kam, dass
an Ort und Stelle
nur ein Teil des
von Fremdkörpern
Berliner
ErdreiFOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING
ches sandig ist.
und Dreck befreit.
Als Mattes jedoch BSB-Chef Stefan Mattes.
Als
zertifizierter
recherchierte und
Fachbetrieb kümfeststellen musste, dass der Untergrund mert sich die BSB zudem um die Entsorder Hauptstadt aus einem Gemisch aus gung des Abfalls.
Noch in diesem Jahr wird die BSB, die
Ton, Schluff und Sand besteht, war es
quasi zu spät: Er hatte einen Saugbagger bislang auf dem Gelände des einstigen
gekauft und musste nun dringend Auf- VEB Elektrokohle in Lichtenberg saß,
träge akquirieren, um nicht nur seinen nach Marzahn umziehen: Dort erwarb
Kredit zu bedienen, sondern auch sich das Unternehmen 2014 ein 13.000 Quadratmeter großes Areal nahe der Alten
und seine Angestellten zu bezahlen.
Und dann kam die BVG: Die Berliner Börsen. Die StandortvoraussetzunVerkehrsbetriebe wollten in den 1990er- gen sind ideal. Dort existiert auch ein
Jahren ihre Tramstrecken moderni- Bahnanschluss. Für 2,5 Millionen Euro
sieren – und das in kurzer Zeit. Unter baut dort zudem die REBU-Ingenieursanderem mussten die Masten für die gesellschaft eine Produktionshalle. Das
Oberleitungen neu gesetzt werden. Mit Unternehmen ist schon lange für die
der Saugbaggertechnik wurden die Bau- BSB tätig. Weil der einstige Eigentümer

keinen Nachfolger fand, kaufte die BSB
die Gesellschaft. Damit sind künftig in
Marzahn an die 60 Menschen in Lohn
und Brot. In der neuen Halle finden
nicht nur die Verwaltung und der Vertrieb neue Räume. Auch die Produktion
und Konstruktion werden an einem Ort
vereint, um Serien- und Sonderfahr-

zeuge zu produzieren. Und Mattes hat
weitere Pläne. Ergänzt werden soll das
Areal um ein Test- und Abnahmecenter
für die Sonderfahrzeuge, die in alle Welt
exportiert werden. Kunden gibt es unter
anderem in Skandinavien oder Großbritannien, in Malaysia und Australien. „Wir
wollen weiter wachsen“, sagt Mattes.
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12

WIRTSCHAFT

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Formen, Farben und Kontraste

UNTERNEHMEN IM FOKUS: Die Betonwerkstatt aus Lichtenberg ist eine Manufaktur, in der man großen Wert auf gute Handarbeit legt, aber auch
viel experimentiert. Von Angelika Giorgis.

E

r ist ein ganz besonderer Werkstoff. Seine Oberfläche kann man
schleifen, polieren, imprägnieren
und wachsen. Sie kann spiegelglatt, rau,
uneben oder mit einem Relief versehen
sein.“ Clara Louise Lerch (36), gelernte Tischlerin und studierte Architektin, spricht von Beton, den man früher
eher mit Plattenbauweise in Verbindung
brachte und der als kalt, hart und ungemütlich galt.
Doch daraus fertigen sie und ihr Partner Lukas von Schwanenflügel (42) unter
anderem Küchenarbeitsplatten, Betonwaschtische und Waschbecken, Duschtassen, Badewannen Empfangstresen,
Tische, Hocker, sogar Sessel, Verkleidungen und Möbel. „Beton besitzt nicht
nur praktische, sondern vor allem auch
ästhetische Qualitäten“, erklärt Clara
Lerch. Er lässt sich nahezu in jede Form
bringen und ist damit optimal geeignet,
individuelle Objekte herzustellen – Einzelstücke ebenso wie Serien.
Bei einer Küchenarbeitsplatte können
beispielsweise Spüle und Abtropffeld
mit der Platte in einem Guss hergestellt
werden. Aber auch standardisierte Ausschnitte, Vertiefungen und das Einlas-

FOTO: BETONWERKSTATT

Gelungene Kombination aus Beton und
Holz.

FOTO: BETONWERKSTATT

Lukas von Schwanenflügel und Clara Louise Lerch haben Beton als Werkstoff entdeckt.

sen unterschiedlicher Materialien sind
möglich. „Durch ein spezielles Fertigungsverfahren wiegen unsere Arbeitsplatten aus Glasfaser-Beton, die einen
Leichtbaukern enthalten, maximal die
Hälfte herkömmlich gegossener Betonplatten und lassen sich so problemlos
auf verschiedenste Küchenschränke
montieren“, erklärt die Fachfrau. Normalerweise arbeitet man mit Beton im
Verbund, zum Beispiel beim Stahlbetonbau. In der Betonwerkstatt übernehmen
die Glasfasern die Bewehrung.
Nach ihrem Abitur lernte Clara Tischlerin. Anschließend ging sie nach Kalifornien, wo sie auf Lukas traf und mit
ihm in seiner Firma Quantum Construction arbeitete. Dort entdeckte Lukas
Küchenarbeitsplatten aus Beton. 2001
baute er seine erste eigene. Später vertiefte er sein Wissen bei dem Homedesigner Fu-Tung Cheng. Nach den BauhausArchitekten und -Künstlern, die Beton
vor allem wegen seiner Formbarkeit

und Massivität schätzten und dessen
konstruktive Möglichkeiten nutzen, gilt
Cheng weltweit als einer der Vorreiter
im Betondesign.
Zwei Jahre, nachdem Clara an der
Beuth-Hochschule ihr Architektur-Studium aufnahm, folgte ihr Lukas nach
Berlin. Die erste Werkstatt von zwei mal
40 Quadratmetern öffnete 2011 in der
Pfarrstraße und wurde schnell zu klein.
Die jetzt knapp 300 Quadratmeter große
Werkstatt reicht bald auch nicht mehr.
Darum schauen sich die Beiden nach einer Alternative um.
Mittlerweile arbeiten Clara und Lukas in Vollzeit an ihren Projekten. Außerdem sind bei ihnen zwei Minijobber,
ein Freiberufler und drei Teilzeitkräfte beschäftigt. Die Arbeit macht allen
viel Spaß, weil sie besonders abwechslungsreich und interessant ist. „Die
Kombination verschiedener Stoffe kann
Kontraste erzeugen. Es lassen sich Bereiche herausarbeiten oder in den Hin-

tergrund stellen. Einfache, funktionale
Formen entwickeln so mehr Plastizität
und werden auf besondere Weise visuell
und haptisch erlebbar“, erklärt Clara.
„Wir entwickeln unsere eigenen BetonRezepturen und wenden verschiedene
Herstellungsverfahren an.“
Es werden sowohl Serien als auch
Einzelstücke gefertigt. Bei Serien kann
man mit Formen aus Silikon oder Polyurethan-Kautschuk arbeiten. Sie lassen
sich sehr glatt und sauber halten. Das
ist wichtig, denn Beton verzeiht keine
unsauberes Arbeiten. „Er zeigt alles“,
weiß die Expertin. „Wird die Oberfläche uneben, muss nachgearbeitet werden. Nachschleifen ist schwierig und
aufwändig.“ Aber es wird nicht nur per
Hand gearbeitet. CNC, 3D-Druck, Vakuum-Tiefziehen und andere technische
Fertigungsmöglichkeiten haben in die
Werkstatt Einzug gehalten.
Bei Einzelstücken muss man zweimal
arbeiten. Zuerst entsteht eine Form aus
Holz, in der schließlich der Faserbeton
laminiert wird. Zwar ist der Ausgangsstoff Beton recht preiswert, aber der
Herstellungsprozess ist sehr arbeitsintensiv. Das erklärt den Preis: Er liegt bei
850 Euro (brutto) pro Quadratmeter.
Die Beton-Künstler arbeiten mit privaten Kunden, aber auch mit Architekten, Designern und Künstlern zusammen. Dabei übernehmen sie entweder
die reine Fertigung oder unterstützen
technisch und/oder gestalterisch. Ein
Kooperationspartner ist beispielsweise
das Label GANTlights, das zeitlos designte Betonlampen anbietet. Aus Beton,
Holz und Edelmetallen entstehen einzigartige Leuchten zur Gestaltung individueller Innenräume.
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BEZIRKS-JOURNAL | HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG

BEZIRKS-KULTUR

13

Eine Bühne im ehemaligen Klassenzimmer

KULTUR: Schauspieler und Künstler haben einen Theaterverein gegründet, der fürs Erste Asyl in der KULTschule genießt. Dort findet bis April die
dritte Auflage des Kabarett-Festivals Lichtenberg statt. Von Marcel Gäding.

D

ie Premiere Ende Februar ist
schon mal gelungen. Olaf Michael Ostertag schwärmt auch Tage
nach dem Start des 3. Kabarett-Festivals
Lichtenberg. Stolz zeigt er die Fotos von
dem Abend, auf denen viele Künstler zu
sehen sind. Bis zum 14. April wird es
insgesamt 22 Vorstellungen geben mit
bekannten und weniger prominenten
Kabarettisten, aber auch Programme
für Kinder. Schauspieler und Kabarettist
Ostertag ist einer der Initiatoren dieser
berlinweit einmaligen Reihe.
Nur Kenner der Szene bemerken einen Unterschied: Wurde das KabarettFestival in den vergangenen Jahren
vom Zimmertheater ausgerichtet, finden sich als Veranstalter nun zwei neue
Namen im Programmflyer: Das Berliner Phoenix-Forum e.V. und der Verein
Lyra e.V., der die KULTschule betreibt.
Ganz unbekannt ist der Theaterverein
Phoenix-Forum nicht. Viele Gründungsmitglieder engagierten sich einst für
das Zimmertheater. Doch irgendwann
im vergangenen Jahr kam es zu einer
„ernsthaften rechtlichen Auseinandersetzung“ mit dem Leiter des Zimmertheaters, die für die einstigen Mitstreiter nur eine Konsequenz nach sich zog
– die Gründung eines neuen Vereins und

die Trennung vom Zimmertheater. Einzelheiten möchte Ostertag mit Verweis
auf das laufende Verfahren (vorerst)
nicht nennen. Fakt ist jedoch: In der
KULTschule an der Sewanstraße 43 gibt
es aktuell zwei Theater.
Gut ein halbes Jahr ist das Berliner
Phoenix-Forum e.V. inzwischen alt. „Unser Ziel ist es, das kulturelle Angebot
im Sewan-Kiez zu erhalten“, macht Ostertag deutlich. Dazu gehört, nicht nur
eigene Theateraufführungen zu organisieren, sondern sich auch um Gastauftritte und Konzerte zu kümmern. Fürs
Erste darf der Verein dafür ein früheres
Klassenzimmer in der KULTschule nutzen. Der Raum wurde in nur sechs Tagen zum Theater umgebaut – mit Bühne
und Platz für 40 Zuschauer. Denn von
vornherein war klar: Das Kabarett-Festival Lichtenberg soll unabhängig von
der rechtlichen Auseinandersetzung
stattfinden.
Allerdings gibt es ein großes Problem: Die lang ersehnte Sanierung der
in den 1960er-Jahren gebauten Schule
ist in vollem Gange – und das einstige
Klassenzimmer ist schon fest für andere Projekte eingeplant. Es ist also gut
möglich, dass das Berliner Phoenix-Forum e.V. umziehen wird. Derzeit gibt es

zahlreiche Optionen, die geprüft werden. So könnte sich Ostertag vorstellen,
das Theater Karlshorst zu betreiben.
Die einst von russischen Streitkräften
genutzte Bühne – auch Russenoper genannt – steht seit Jahren leer. Allerdings
werden aktuell Nebenräume von der
bezirklichen Musikschule genutzt. „Ein
Theater braucht aber diese Räume“,
macht Ostertag klar.
Die beiden anderen Optionen böten
sich im Nachbarbezirk Marzahn-Hellersdorf. So gibt es die Idee, sich am Interessenbekundungsverfahren für das
Kulturforum Hellersdorf zu beteiligen.
Das wird derzeit saniert. Darüber hinaus plant die Wohnungsgenossenschaft
„Grüne Mitte“ den Bau eines Theaters
in Hellersdorf. „Oberste Priorität aber
hat die KULTschule“, sagt Ostertag.
Mittlerweile soll es sogar schon Unterschriftensammlungen geben.
Und das Festival? Das ist gut angelaufen. Wie in den vergangenen Jahren
zieht vor allem die einstige Distel-Chefin
Gisela Oechelhaeuser das Publikum an.
So musste wegen der großen Nachfrage
am 30. März neben der bereits ausverkauften Abendvorstellung eine weitere
Aufführung am Nachmittag (15 Uhr) ins
Programm aufgenommen werden.

KABARETT-FESTIVAL
Juston Buße (X-Berg): „Ein Ghettokind
kommt rum“: 22. März, 19 Uhr.
Oksana Loidova: (Kindertheater): „Großes
für Kleine“. 23. März, 15 Uhr.
Jane Zahn: „Was braucht die Frau zum
Leben?“ 23. März, 19 Uhr.
Martin Cieselski: „Der lebende Link –
Alles & Nichts“. 29. März, 20 Uhr.
André Rauscher: „Wie Otto zu Reutter
wurde“. 29. März, 19 Uhr.
Gisela Oechelhaeuser: „Selber schuld!“
30. März, 15 und 19 Uhr.
Tom Ehrlich: „Uns geht es doch gut,
oder?“ 5. April, 20 Uhr.
Oksana Loidova: „Märchenreise“. Theaternachmittag für und mit Kindern von 5 bis
9 Jahren. 6. April, 15 Uhr.
Helus Hercygier singt und spielt Hanns
Dieter Hüsch: „Wölfe mitten im Mai“. 6.
April, 19 Uhr.
Marlis & Wolfgang Helfritsch: „Das Leben
ist gar nicht so – es ist ganz anders“. 12.
April, 20 Uhr.
Kathi Wolf: „Psychoparty“. 13. April, 19
Uhr.
Abschluss 3. Kabarett-Festival Lichtenberg: 14. April, 14 Uhr. Zu Gast sind noch
einmal KünstlerInnen verschiedener
Genres.
Eintritt: jeweils 12, erm. 8 Euro, Kindertheater: 8 Euro Erwachsene, Kinder von
3-14 Jahren 5 Euro, Kinder unter 3 Jahren
frei.
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14 TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

BEZIRKS-JOURNAL

MUSIK & KONZERT

Three for Silver: Musik von Lucas Warford und
Willo Sertain (Portland) am 23. März, 21 Uhr.
Eintritt: 10 Euro (Abendkasse), 9 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste
CITY on Tour: Konzert im Rahmen der „Candlelight Tour 2019“ am 23. März, 20 Uhr. Eintritt: 41
Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.
Faszination Bach: Orchesterkonzert am Sonntag, 24. März, 17 Uhr. Es erklingen die Bachkantate BWV 82 „Ich habe genug“, das Brandenburgische Konzert Nr. 4 und die Bachkantate
BWV 47 „Wer sich selbst erhöhet“. Es musizieren das Junge Bach Ensemble, der Studiochor Karlshorst und die Kantorei Karlshorst.
Eintritt: 10, erm. 8 Euro. Ort: Kirche zur frohen
Botschaft, Weseler Straße 4, 10318 Berlin.
Blue Airtrain: Blues-Konzert mit Beata Kosowskas am 29. März, 21 Uhr. Eintritt: 12 Euro
(Abendkasse), 10 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste
Ein Hauch von Broadway: Aus dem Tagebuch
einer Diva, Soloprogramm mit Katja Brauneis,
am Klavier Andreas Peschel, am 29. März,
19 Uhr. Eintritt: 10, erm. 8 Euro. Ort: Berliner
Tschechow-Theater.
„Mozart trifft Oboe“: Quartett in F-Dur KV 370
sowie andere Kompositionen für Oboe im
Rahmen der Reihe „Musikalischer Salon“ am
30. März, 15 Uhr. Künstlerische Leitung und
Moderation: Hans-Joachim Scheitzbach. Eintritt: 13 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.
Swing Romances: Der Jazz Treff Karlshorst e.
V. und das Kulturhaus präsentieren: Swing Romances mit Karl „Kalle“ Böhm und Band am
30. März, 20 Uhr. Eintritt: 14, erm. 3 Euro. Ort:
Kulturhaus Karlshorst.
Der Münzer: Metal, Rock und Mittelalterfolk
am 30. März, 21 Uhr. Eintritt: 12 Euro (Abendkasse), 10 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste
Geheimes Frauenwissen: Über die Liebe und
andere Schwachstellen. Mit Birgit Letze-Funke
und Annette Kittlas am 7. April, 16 Uhr. Eintritt:
9 Euro. Ort: Studiobühne im Freizeitforum
Marzahn.
Die Kunst des Ausdrucks: Musiker der Kammerakademie Potsdam sind am 28. April, 19
Uhr, zu Gast. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Leoš Janácek
und Antonín Dvorák. Karten ab 18 Euro. Ort:
Schlossgut (Schlosskirche) Altlandsberg.

THEATER & KABARETT

Hormonie: Comedy und Kabarett mit Tatjana
Meissner am 25. März, 19 Uhr. Eintritt 4, erm. 3
Euro. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek.

AUSSTELLUNGEN

Darßwald und Waldesruh: Ausstellung mit Bildern von Michael Drewelow. Zu sehen bis zum
7. April. Ort: Kiste
„graphit blau“: Radierungen von Chris Firchow.
Bis 14. April. Ort: Studio Bildende Kunst.
„Porträtmalerei – Zwischen Abbild und Abstraktion“: Schülerinnen und Schüler der 12.
Klasse des Kunst-Leistungskurses des Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums
zeichneten
ausgehend von einer sechsteiligen Selbstporträt-Fotoreihe ein zerteiltes Selbstporträt,
das malerisch zu zwei kubistischen Farbstudien vorangebracht wurde, einmal monochrom

FOTO: KULTURRING IN BERLIN E.V.

Kuba - Flair der Karibik: Carlshorster Musikbühne am 29. März, 19.30 Uhr. Auf der Bühne zu erleben ist die Grupo Caney mit einer Mischung aus
temperamentvollen Rhythmen des kubanischen Son, Cha-Cha-Cha, Guajira, Rumba, Bolero und bekannten internationalen Liedern. Pedro Abreu,
David Sandoval, Roberto Mesa und Gäste (Gesang / Geige, Gitarre, Congas, Kontrabass) Karten 18 Euro. Reservierungen unter Tel. 030 5532276.
Ort: Kulturhaus Karlshorst.
und einmal koloristisch. Zu sehen bis 7. Mai.
Ort: Anna-Seghers-Bibliothek.
„gegen die WAND, Linie trifft Farbe trifft Form“:
Ausstellung mit Zeichnungen und Objekten
von Jürgen Kellig, Roswitha Paetel, Ev Pommer
und Petra Tödter. Vernissage: 19. März, 19 Uhr.
Zu sehen bis 3. Mai. Ort: rk – Galerie.
Neue Coloraturen: Arbeiten von Antje Taubert.
Vernissage am 20. März, 19 Uhr. Zu sehen vom
21. März bis 28. April. Ort: Galerie 100.
„Verbrechen und Vorurteil“: Malerei von Karin
Harboe, zu sehen bis zum 7. April. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
Sichtbar machen: Ausstellung mit Arbeiten,
die im Rahmen der 23. Kunstwerkstätten der
Marzahn-Hellersdorfer Schulen entstanden
sind. Zu sehen bis zum 9. Mai. Ort: Ausstellungszentrum Pyramide.
„Portraits, Figuren und Drucke“: Ausstellung
der Bildhauerin Roswitha Schaab, zu sehen
bis 7. April. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten.
Beglückung der Welt: Ausstellung bis zum 14.
April. Der deutsche Künstler Joachim Grommek, sein niederländischer Kollege Jan van
der Ploeg und die US-Künstlerin Jill Baroff
schauen in den berühmten „Rückspiegel der
Moderne“ und zeichnen gleichzeitig ein Bild
voller Aktualität. Ort: Mies van der Rohe Haus.
Alles: Gruppenausstellung mit Arbeiten von
mehr als 150 Künstlern. Zu sehen bis zum 4.
April. Ort: Studio im Hochhaus.

Frauen: Malerei von Elisabeth Gecius. Inspiriert von Farbkompositionen, Mustern und
dem Spiel von Licht und Schatten vermittelt
Elisabeth Gecius sommerliche Stimmungen
und betont dabei die Zartheit und den Anmut
ihrer Protagonistinnen. Zu sehen bis zum 7.
April. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
Drachengeflüster übern See: Fotos von Inés
Bartels aus China, zu sehen bis zum 14. Mai.
Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek.
Landschaften in Öl und Tusche: Ausstellung
mit Arbeiten von Nico Weinert. Zu sehen bis
zum 30. März. Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek.
Fernwärme: Ausstellung mit Arbeiten von
Schülern der Ostkreuzschule für Fotografie, zu
sehen bis 29. März. Ort: Schloss Biesdorf.
Südafrika - Eindrücke aus einer anderen Welt:
Ausstellung mit Fotos von Christine Seifert. Zu
sehen bis zum 30. April. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.
Bronze und Keramik: Ausstellung mit Werken
von Johanna Jura. Zu sehen bis 26. April. Ort:
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf.

KINDER & FAMILIE

Aschenputtel: Kinder-Mitspieltheater für Kinder ab 6 Jahren am 20. März, 10 Uhr. Eintritt: 4
Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater.
Die Brandstifter: Literarischer Kaffeeplausch
mit dem „Papiertheater an der Oppermann“

am 3. April, 15 Uhr. Eintritt frei. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“.

GESCHICHTE

„Lichtenberg im März 1919, das Ende der Revolution in Berlin“: Open-Air-Ausstellung auf
dem Stefan-Heym-Platz (Frankfurter Allee
Ecke Möllendorffstraße). Zu sehen bis 31.
März.
„Schießbefehl für Lichtenberg“: Ausstellung
über das gewaltsame Ende der Revolution
1918/19 in Berlin. Fotos, Zeitungs- und Tondokumente sowie Zeitzeugenberichte illustrieren das revolutionäre Geschehen vor 100
Jahren. Zu sehen bis zum 5. Mai. Eintritt frei.
Ort: Museum Lichtenberg.
Der jüdische Oberarzt Dr. Berndt Götz - Wuhlgarten 1933-1945: Vortrag von Constanze Lindemann, Historikerin, am 14. April, 18 Uhr.
Eintritt frei. Ort: Bezirksmuseum MarzahnHellersdorf, Haus 1.
„Stein auf Stein - Backsteinbauten in Marzahn-Hellersdorf“: Ausstellung über Zielbauten im Bezirk, Vorstellung von Gebäuden mit
ihrer Bau- und Nutzungsgeschichte. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. Zu sehen
bis 24. Mai. Eintritt frei.
„Inhaftiert in Hohenschönhausen. Zeugnisse
politischer Gewalt 1945-1989“: Dauerausstellung im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis. Führungen: Einzelbesucher: stündlich
10-16 Uhr (6, erm. 3 Euro), Gruppen (Voranmeldung): täglich 9-16 Uhr, Eintritt frei. Aus-

BEZIRKS-JOURNAL

TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

stellung tgl. 9-18 Uhr. Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Staatssicherheit in der SED-Diktatur: Dauerausstellung im Stasi-Museum. Geöffnet Mo-Fr
10-18 Uhr, Sa/ So 11-18 Uhr. Ort: Stasi-Museum/ASTAK e.V.
Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941-1945: Dauerausstellung.
Eintritt frei. Ort: Deutsch-Russisches Museum
Berlin-Karlshorst.

VORTRAG & LESUNG

Neu beim Jobcenter: Vortrag für Menschen, die
das erste Mal Unterstützung vom Jobcenter
benötigen. Dauer: ca. 30 Minuten. Nächste Termine: 22. März, 29. März, 5. April, 12. April, 26.
April, jeweils 9 Uhr. Ort: JobCafé im Jobcenter
Berlin Marzahn-Hellersdorf.
Literatur am Fenster: Wer sind diese Ostdeutschen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des
Gesprächs mit Jana Hensel und Wolfgang Engler am 20. März, 19.30 Uhr. Eintritt: 6, erm. 3
Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst
Schloss Biesdorf im historischen Licht der
Italien-Begeisterung: Vortrag des Vereins
„Freunde Schloss Biesdorf“ mit Dr. Katharina
Lippold am 20. März, 18 Uhr. Eintritt: 4 Euro.
Ort: Schloss Biesdorf.
Marlow: Lesung aus dem gleichnamigen Roman von Volker Kutscher am 21. März, 19 Uhr.
Es liest David Nathan, Synchronsprecher und
u.a. deutsche Stimme von Johnny Depp und
Paul Walker. Außerdem gehört er zu den gefragtesten deutschen Hörbuchsprechern.
Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: Egon-Erwin-KischBibliothek.
Bauhaus-Künstlerinnen: Galeriefrühstück zum
100-jährigen Gründungsjahr des Bauhauses
am 22. März, 9 Uhr. Vortrag mit Kunsthistorikerin Elke Melzer. Eintritt: 8 Euro inklusive Frühstück. Ort: Maxie-Treff Begegnungsstätte.
Frei: Lesung mit Roswitha Quadflieg und Burkhart Veigel am 26. März, 19 Uhr. Der Roman erzählt die Geschichte von fiktiven Fluchthelfern
in der DDR. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: BodoUhse-Bibliothek.
Aus 40 Jahren Geschichte: Vortrag über die
Anfänge, die Wende und die Bezirksfusion

in Marzahn-Hellersdorf am 26. März, 17 Uhr.
Eintritt frei. Um Anmeldung unter Tel. 030
56588762 wird gebeten. Ort: Stadtteilzentrum
Kaulsdorf.
Landschaftsmalerei: Elke Melzer spricht am
27. März um 15.30 Uhr über die Mark Brandenburg und die Landschaftsmalerei im 18. und
19. Jahrhundert. Eintritt 5 Euro, Kaffee/Tee und
Kuchen 2,50 Euro. Ort: Studio Bildende Kunst.
„Das Kind auf der Liste“: Lesung mit der Autorin Annette Leo am 27. März, 18 Uhr. Willy Blum war 16 Jahre alt, als er in Auschwitz
Birkenau ermordet wurde. Über Willy Blum
und seine Familie wusste man bislang nichts.
Annette Leo hat sich auf die Suche gemacht
und erzählt die Geschichte des Verschweigens
einer Opfergruppe in der Nachkriegszeit: die
der Sinti und Roma. Eintritt frei. Um Anmeldung unter Tel. 030 9339380 wird gebeten. Ort:
Stadtteilbibliothek „Heinrich von Kleist“.
Tatort 110 – TV-Kommissare lesen: Unterhaltsamer Abend mit Jaecki Schwarz und Wolfgang
Winkler über Freundschaft, TV-Kommissare
und das Leben am 29. März, 19 Uhr. Karten: 13
Euro (Vorverkauf), 15 Euro (Abendkasse). Ort:
Freizeitforum Marzahn.
„Wandern. Radeln. Paddeln“: Lesung mit
Christine Thürmer im Rahmen der Reihe „Lebende Bücher“ am 4. April, 20 Uhr. Unglaubliche 43.000 Kilometer hat Christine Thürmer
zu Fuß zurückgelegt und ist damit wohl die

IMPRESSUM

3. Osterfest unterm Storchennest: Erlebnistag
am 21. April, 12-17 Uhr. Ab 14 Uhr Ostereiersuche im Erlebnisarten. Ort: Naturhof Malchow.

Dresen trifft Schmidt: Regisseur Andreas Dresen ist am 11. April, 20 Uhr, im Gespräch mit
Danuta Schmidt. Im Fokus steht Dresens Film
„Gundermann“, der 2018 in die Kinos kam. Eintritt frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark
Twain“. Anmeldung unter Tel. 030 54704142.

8. Wartenberger Frühlingstag: Veranstaltung
des Bezirksamtes und des Umweltbüros am
28. April, 11 bis 17 Uhr mit Mitmachaktionen,
Informationen zu Natur- und Umweltthemen.
Ort: Vorplatz S-Bahnhof Wartenberg, Ausgang
Ribnitzer Straße.

Permanent trendresistent: Lesung mit Franziska Troegner am 24. April, 18 Uhr. Eintritt frei.
Ort: Stadtteilbibliothek „Heinrich von Kleist“.

UMWELT & NATUR

Mobiles Umweltbüro Lichtenberg: Nächster
Stopp am 9. April, 16 bis 18 Uhr. Ort: Rathaus
Lichtenberg, Raum 2.
„Lichtenberger Wasserwelten“: 30 Kilometer
lange Radwanderung durch den Bezirk Lichtenberg am 13. April. Veranstalter: ADFC Lichtenberg und Umweltbüro Lichtenberg. Route
über Gehrensee, Obersee, Landschaftspark
Herzberge. Pause im Naturhof Malchow. Treff:
11 Uhr, Brücke S-Bahnhof Hohenschönhausen.
Kosten: 6, erm. 3 Euro.
2. Kartoffeltag: Präsentation seltener und alter Kartoffelsorten am 13. April, 12-17 Uhr, dazu
Beratung und Verkauf. Im Storchencafé: leckere Kartoffelgerichte. Ort: Naturhof Malchow.

AKTIONSTAG „ERLEBE DEINE REGION“
ab 10 Uhr Frühlingsmarkt auf dem Domänenhof,
14 Uhr Baustellenführung

KINO IN DER SCHLOSSKIRCHE

16.03.2019, 20 Uhr
13.04.2019, 20 Uhr

Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?
Der Vorname

KULTUR AUF DEM SCHLOSSGUT

22.03.2019, 19 Uhr
06.04.2019, 19 Uhr

Wiener Blut – Glanzstunden der Operette
Musikalische Residenzen: Musizieren
mit dem alten Fritz

FÜHRUNGEN
29.03.2019, 20 Uhr
12.04.2019, 20 Uhr

Führung mit dem Nachtwächter
Stadtrundgang mit dem Nachtwächter

Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation.

www.schlossgut-altlandsberg.de
info@schlossgut-altlandsberg.de
Tel: 033438 151150

14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr
Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Str. 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten: Mo,
Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr.
Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin,
Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So
10-18 Uhr.
Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter
Allee 149, 10365 Berlin, Tel. 030 5556719.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi
13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr.
Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030
5427091.
Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-WolfStraße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr
Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr.
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen,

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RESTAURANT
SOZIETÄTSBRAUEREI
& BRENNEREI
Öffnungszeiten
Stadtinformation:
Mo-Fr 11-17 Uhr
Sa/ So 11-16 Uhr
Restaurant
tgl. ab 12 Uhr

Krummenseestraße 1
15345 Altlandsberg

ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN

Anna-Seghers-Bibliothek Im Linden-Center,
Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030
92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20
Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr.
Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi
13-20 Uhr, Sa 9-15 Uhr.
Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer
Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Berliner Tschechow-Theater, Märkische
Allee 410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078.
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, AltMarzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030 54790921,
Internet: www.museum-marzahn-hellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr.
Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und
Musikbibliothek, Marzahner Promenade
52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10-19.30 Uhr; Mi

meistgewanderte Frau der Welt… Eintritt frei.
Anmeldung erbeten unter Tel. 030 54704142.
Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.

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24.03.2019

15

Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030
98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de
Heinrich von Kleist-Bibliothek, Havemannstr. 17 B, 12689 Berlin, Tel. 030 9339380.
JobCafé des Jobcenters Berlin MarzahnHellersdorf, Rhinstraße 88, 12681 Berlin, Tel.
030 5555498000.
KISTE Kino & Konzerte & mehr am UBahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str. 10,
12627 Berlin, Tel. Tel. 030 9987481.
Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin,
Tel. 030 562969423.
Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr.
Maxie-Treff Begegnungsstätte, Maxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin.
Mies van der Rohe Haus, Oberseestraße
60, 13053 Berlin, Telefon 030 97000618.
Öffnungszeiten: Di bis So 11-17 Uhr.
Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte
Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030

FÜHRUNG & AUSFLUG

Braukunst: Immer am ersten Sonntag im Monat gibt es auf dem Schlossgut in Altlandsberg
Brauereiführungen. Start um 11 Uhr in der
Stadtinformation, Krummenseestr. 1, 15345
Altlandsberg. Teilnahme: 9 Euro. Anmeldung in
der Stadtinformation, Tel. 033438 151150.

KINO

„Familie Brasch“: Dokumentation über die Familie Brasch, die auch die „Manns der DDR“
genannt werden, am 25. März, 18.30 Uhr, im
Rahmen des Biesdorfer Dokumentar- und
Kurzfilmforums. Zu Gast ist die Regisseurin
Annekatrin Hendel. Eintritt: 5 Euro. Ort: Stadtteilzentrum Biesdorf.
Programm Kino Kiste
21. bis 27. März:
Mia und der weiße Löwe: Do., So., Mi. 16.20 Uhr,
Fr. 14.45 Uhr, Sa.15 Uhr, Mo. 16 Uhr, Di. 15.50 Uhr
Green Book: Do., So., Mi. 14 Uhr, Sa. 16.45 Uhr,
Fr. 18.30 Uhr,
Ein königlicher Tausch: Fr. 13.00 Uhr, Mo. 14
Uhr, Do., So., Mi. 18.10 Uhr, Sa. 19 Uhr
Wie gut ist deine Beziehung?: Sa. 13 Uhr, Di.
13.45 Uhr, Fr. 16.30 Uhr, Mo. 17.55 Uhr, Do., So.,
Di., Mi. 20.05 Uhr
Bettgeflüster: Di. 18.15 Uhr
Der Junge muss an die frische Luft: Mo. 20 Uhr
Bohemian Rhapsody: Sa. 21.15 Uhr
28. März bis 3. April:
Mia und der weiße Löwe: Do., So., Di., Mi. 16
Uhr, Fr., Sa. 15.15 Uhr, Mo. 16.05 Uhr
Ein königlicher Tausch: Do. 9 Uhr Seniorenkinobrunch, Do., So., Di. 14 Uhr, Sa. 17 Uhr, Fr.
18.55 Uhr, Mi. 20 Uhr
Wie gut ist deine Beziehung?: Fr. 13.15 Uhr, Mo.
14 Uhr, Do., So., Mi. 17.55 Uhr, Sa. 18.45 Uhr
Vorhang auf für Cyrano: Sa. 13.20 Uhr, Mi. 14
Uhr, Fr. 17 Uhr, Mo. 18 Uhr, Do., So. 20 Uhr, Di.
20.05 Uhr
Das schönste Mädchen der Welt: Di. 18.15 Uhr
Gundermann: Mo. 20 Uhr

9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di 11-19 Uhr,
Mi, Do 11-15 Uhr, Fr 10-13 Uhr
Museum Lichtenberg im Stadthaus,
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030
5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und So
11-18 Uhr.
Naturhof Malchow, Dorfstraße 35, 13051
Berlin, Tel. 030 9279930, www.naturschutzmalchow.de
Papiertheater an der Oppermann, Oppermannstraße 45, 12679 Berlin, Tel. 0174
8716603, Internet: www.papiertheater-ander-oppermann.de
Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz 8,
12681 Berlin, Mo-Fr 8-18 Uhr.
Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin.
rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im
Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683
Berlin, tgl. 10-18 Uhr, Di Schließtag, Fr 12-21

Uhr. Telefon: Tel. 030 516567790, Internet:
www.schlossbiesdorf.de
Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150.
Stadtteilzentrum Biesdorf, Alt Biesdorf 15,
12683 Berlin, Tel. 030 526784593.
Stadtteilzentrum Kaulsdorf, Brodauer Straße 27-29, 12621 Berlin, Tel. 030 56588762
Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße
103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854,
Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt:
Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro.
Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13,
10365 Berlin, Tel. 030 5532276.
studio im HOCHHAUS, Zingster Straße 25,
13051 Berlin. Tel. 030 929 38 21.
Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str.
35,13057 Berlin, Tel. 030 92901866.

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BEZIRKS-JOURNAL - Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie
Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR: Marcel Gäding (V.i.S.d.P.) | ANZEIGEN: Tel. 030 55494360, E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de | VERLAG: Medienbüro Gäding, Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin
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INTERNET: www.bezirks-journal.de | FACEBOOK: www.facebook.com/bezirksjournalberlin | Vertrieb & Verteilung: Eigenvertrieb | E-MAIL: vertrieb@bezirks-journal.de | DRUCK: Pressedruck Potsdam GmbH, FriedrichEngels-Straße 24, 14473 Potsdam | GESAMTAUFLAGE: 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste 2019 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 11. April 2019.

16 BEZIRKS-LEBEN

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Kleingärten erst mal alle gesichert

STADTPLANUNG: Während berlinweit darüber nachgedacht wird, Parzellen für Schulen oder Kitas zu opfern, geht Lichtenberg einen eigenen Weg.
Schon durch die Aufstellung von Bebauungsplänen sind die Kleingartenanlagen geschützt. Von Volkmar Eltzel.

F

ür alle Kleingartenanlagen in
Lichtenberg wurden, mit dem
Ziel ihrer Sicherung, Bebauungsplanverfahren eingeleitet.“ Das erklärte
Lichtenbergs Stadträtin für Stadtentwicklung, Birgit Monteiro (SPD), im Rahmen einer Erörterungsveranstaltung im
Kulturhaus Karlshorst. Nun werden für
die Anlagen „Am E-Werk“ zwischen Hoher Wallgraben, Hegemeisterweg und
Rummelsburger Landstraße, für die
KGA „Seegelände“ östlich der Beerfelder Straße, die KGA „Stallwiese“ und
angrenzende Grünflächen zwischen
Liepnitzstraße, Üderseestraße, Lehndorffstraße, Treskowallee und Hoher
Wallgraben sowie die KGA „Wallensteinstraße“ entsprechende Entwürfe für
Bebauungsplanverfahren
aufgestellt.
Insgesamt über 350 Parzellen in Karlshorst sind so erst einmal gesichert. Allein 2018 wurden im Bezirk mehr als 20
B-Planverfahren zum Schutz von Kleingartenanlagen angelegt
Im
Kleingartenentwicklungsplan
(KEP) Berlin heißt es: „Die rund 71.000
Berliner Kleingärten sind wesentlicher
Bestandteil des Stadtgrüns. Keine vergleichbare Metropole verfügt über eine
solch große Zahl an privat nutzbaren
Gärten im unmittelbaren Einzugsbereich der Innenstadt.“ Ziel des Abgeordnetenhauses und des Senats sei es,
Kleingärten dauerhaft im Stadtgebiet zu
sichern. Der KEP mit Stand 2014 sichert
83 Prozent der Kleingartenfläche in
Berlin, rund 60.000 Parzellen auf 2.500
Hektar. Zusätzlich zu den dauerhaft zu
erhaltenden Kleingartenflächen besteht
für 160 landeseigene Kleingartenanlagen
bzw. Teilflächen aber lediglich eine sogenannte Schutzfrist. Sie wurde immer
wieder verlängert, aktuell bis 2020.
Wie der RBB am 22. Februar berichtete, sollen danach insgesamt 26 Kleingärten-Kolonien als Baugrund freigegeben
werden. Sie könnten ab 2030 mit Schulen, 7.000 Wohnungen und Krankenhauserweiterungen bebaut werden. Welche
Anlagen das sind, soll erst im April in
der neuesten Fassung des KEP veröffentlicht werden. Denn der Plan wird
seit 2016 überarbeitet.
Nach Informationen des Bezirksamtes Lichtenberg ist davon wohl keine

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Gute Aussichten für die Kleingärtner: Der Bezirk engagiert sich für die kleinen Oasen.

Kleingartenanlage in Lichtenberg betroffen. „Der Bezirk hält an dem Ziel
fest, alle Kleingartenanlagen zu sichern
und wir tun alles dafür“, erklärte Birgit
Monteiro. Die KGA „Am E-Werk“ ist beispielsweise Eigentum des Landes Berlin.
Im Flächennutzungsplan ist die Kolonie
jedoch als Grünfläche mit der Zweckbestimmung Kleingärten dargestellt.
Allein durch die förmlichen Aufstellungsbeschlüsse der B-Planverfahren
vom Bezirksamt sind die Kleingartenanlagen erst einmal gesichert. Sollten Begehrlichkeiten beim Bezirk angemeldet
werden, die den in der Aufstellung formulierten Zielen widersprechen, kann
das Amt eine Veränderungssperre erlassen. Dann bleiben zwei Jahre Zeit, den
Bebauungsplan festzusetzen, der dann
Gesetz ist.
„Wir können aus Kapazitäts- und Kostengründen nicht alle Bebauungsplanverfahren gleichzeitig vorantreiben“,
sagte Birgit Monteiro. Die Situation würde ständig beobachtet und analysiert.
Sobald für eine Kleingartenanlage Gefahr bestehe, bearbeite die Verwaltung
das jeweilige Verfahren intensiv und
bringe es zum Abschluss.

Bei der ehemaligen KGA „Am Bahndamm“ in der Karlshorster Rienzistraße
war der Bezirk nicht schnell genug. Der
Privateigentümer hat, nach individuellen Entschädigungsvereinbarungen mit
den Pächtern, die Fläche beräumt, um
dort zu bauen.
Verträge zwischen den Eigentümern
und Pächtern der Flächen sind ohnehin
nicht Gegenstand der Bebauungsplanverfahren. So kann laut Paragraph 9
Bundeskleingartengesetz ein Verpächter dem Pächter auch kündigen, wenn er
Eigenbedarf anmeldet oder eine Neuordnung der KGA vorsieht, die dem Flächennutzungsplan und einem B-Plan nicht
zuwider läuft.
„Die Kleingartenanlage ‚Seegelände‘
wird nicht von der Tangentialverbindung Ost (TVO) berührt“, erklärte Dr.
Hans Krautzig, Mitglied im TVO-Planungsrat, auf die Frage eines besorgten
Kleingärtners. Eventuell solle dort eine
Schallschutzwand errichtet werden.
Noch bis zum 27. März besteht die
Möglichkeit, Einsicht in die Bebauungsplanentwürfe zu nehmen, Fragen
zu stellen sowie Hinweise, Vorschläge
und Kritik schriftlich zu hinterlegen.

Ort: Bezirksamt Lichtenberg, Stadtentwicklungsamt, Alt-Friedrichsfelde 60,
Haus 2, Zimmer 2.1201, Telefon 90 29664 72, jeweils Montag bis Mittwoch von
8.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Donnerstag von
8.30 Uhr bis
18 Uhr, Freitag von
8.30 Uhr bis 15 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung. Auch im Stadtteilzentrum Ikarus, Wandlitzstraße 13, können B-Planentwürfe, die Karlshorster
KGA betreffen, eingesehen – und Stellungnahmen abgegeben werden.
Ab sofort sind die Bebauungsplanentwürfe ebenfalls im Internet (https://
www.berlin.de/ba-lichtenberg/auf-einen-blick/buergerservice/bauen/bebauungsplaene/) aufrufbar. Per Online-Formular sind Stellungnahmen möglich.
In der Vergangenheit fielen Berliner Kleingartenanlagen des Öfteren
Bauvorhaben zum Opfer, wie zum
Beispiel 2010 am Columbiadamm in
Tempelhof oder 2012 die Gartenkolonie Oeynhausen in Schmargendorf.
Ebenfalls 2012: die Kleingartenkolonie „Der Fliedergrund“ in Buckow...
Die Kleingartenfläche in Berlin ist seit
dem Jahr 1947 um rund die Hälfte geschrumpft.

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Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 11. April 2019. Anzeigenbuchungen unter Tel. 030 55 49 43 60
                            
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