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Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal (Rights reserved) Issue6.2019,1 (Rights reserved)

STARTUP-SERIE: AUDIO-RUNDGANG: Zwei Unternehmer gegen das Geschenkpapier. Seite 6 Alt-Hohenschönhausen zum Reinhören. Seite 8 Bezirks-Journal in Zusammenarbeit mit plus.de www.lichtenbergmarzahn Kostenlose Monatszeitung für Lichtenberg & Hohenschönhausen | Ausgabe 01/2019 | www.lichtenbergmarzahnplus.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare Kostenfreie Beratung für alle Mieter EVANGELISCHES KRANKENHAUS KÖNIGIN ELISABETH HERZBERGE ANGEBOT: Experten geben zu verschiedenen Themen Auskunft an unterschiedlichen Standorten von Lichtenberg. G ute Nachricht für Wohnungsmieter in Lichtenberg: Ab sofort gibt es an verschiedenen Orten des Bezirks kostenfreie Beratungsangebote, wie das Bezirksamt mitteilte. Wer den Rat von Experten in Anspruch nehmen möchte, muss weder Mitglied in einem Mieterverein sein, noch über eine Rechtschutzversicherung verfügen. Finanziert wird die bezirkliche Mieterberatung vom Bezirksamt Lichtenberg und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Das Themenspektrum ist vielfältig. Es umfasst Fragen zu Mieterhöhungen, Regelungen im Mietvertrag, Betriebskosten und Kündigungsschutz. Außerdem können sich Mieter Informationen aus erster Hand zu Sachverhalten wie Eigenbedarf, Wohnungsmängel, Modernisierung und Untervermietung holen. „Lichtenberg ist der Bezirk mit dem höchsten Anteil an Mietwohnungen in Berlin: knapp 96 Prozent. Auch wenn es bei uns noch vergleichsweise bezahlbare Mieten gibt, so deutet der Trend doch nach oben“, sagt die für Wohnungsfragen zuständige Bezirksstadträtin Birgit Monteiro (SPD). Außerdem kauften Großvermieter Gebäude auf, denen ein zweifelhafter Ruf vorauseilt. „Um angesichts dieser Entwicklungen die Rechte der Mieterinnen und Mieter zu stärken, haben wir nun die Mieterberatung eingerichtet.“ Die kostenfreien Beratungen finden montags (15-19 Uhr) im Kieztreff Undine, Hagenstra e 53, donnerstags von 10.30 bis 12.30 Uhr im Haus der Generationen, Paul-Junius-Straße 64A, sowie donnerstags von 15 bis 17 Uhr in der Bodo-Uhse-Bibliothek, Erich-Kurz-Straße 9, statt. Weitere Beratungen zu Wohngeldanträgen und Vermieterangelegenheiten dienstags von 16 bis 19 Uhr im BENN-Büro, Warnitzer Straße 14 sowie mittwochs 16 bis 19 Uhr im Bürgeramt 4, Große Leege Straße 103, Raum 113. Nach einer Testphase sollen Orte und Beratungszeiten noch einmal überprüft werden, kündigt das Bezirksamt Lichtenberg an. (bzj.) FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING Ein Neubau mit 65 Betten Es gibt Schöneres als Krankenhaus-Aufenthalte. Den Patienten des Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) soll die Zeit allerdings so angenehm wie möglich gemacht werden. Wie das funktioniert, zeigt das KEH im gerade eröffneten Neubau von Haus 100: Helle, freundliche Räume prägen das Gebäude, dazu ein moderner Empfgangstresen und Lichthöfe. Mehr auf Seite 4. 2 BEZIRK AKTUELL HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL Top-Sportler geehrt ANZEIGEN LEISTUNGSSPORT: Bezirk sowie Schul- und Leistungssportzentrum zeichnen 44 Nachwuchskader aus. Von Volkmar Eltzel. I ung n f f ö r E 019 2 r a ru 1. Feb food drinks Wolfener Straße 32-34, Haus E in Berlin-Marzahn auf dem GSG econopark benscafe.de n einer Feierstunde im Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (SLZB) wurden die 44 erfolgreichsten Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften des Jahres 2018 geehrt. An der Auszeichnungsveranstaltung der Eliteschule in der Fritz-Lesch-Straße nahmen Schülerinnen und Schüler teil, die Medaillen bei Europa- oder Weltmeisterschaften errungen haben, erfolgreich an den Olympischen Spielen oder den Jugendspielen teilnahmen und Siege bei der Schul-Weltmeisterschaft erreichten. „Die Zahl der großartigen sportlichen Leistungen war in diesem Jahr so hoch, dass wir für die Ehrung der Sportlerinnen und Sportler eine Auswahl treffen mussten“, sagte Gudrun Götze zu Beginn. Die Leiterin des Schul- und Leistungssportzentrums bedankte sich bei allen, insbesondere auch bei den vielen Trainern und Helfern, die oft im Hintergrund agieren. „Ohne ihr Engagement wären diese tollen Ergebnisse nicht möglich gewesen“, erklärte sie und wünschte für 2019 viel Erfolg. Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) beglückwünschte die Athleten. „Ihr seid nicht nur Lichtenbergs beste Sportlerinnen und Sportler, sondern weltweit erfolgreich“, sagte er. Es sei wichtig, sich bei internationalen sportlichen Wettkämpfen mit Sportlern aus anderen Ländern zu treffen und einander kennenzulernen. So werde die europäische Idee vorangebracht. „Wir sind stolz auf das SLZB und freuen uns, FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ VOLKMAR ELTZEL Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) ehrte die Sportlerinnen und Sportler. dass es in Lichtenberg zu Hause ist“, so der Bürgermeister. Viele Menschen würden aus den Leistungen der Spitzensportler Kraft und Mut für die eigene sportliche Betätigung schöpfen. Das Lichtenberger Schul- und Leistungssportzentrum ist die älteste und seit der Erweiterung 2014 auch die größte Eliteschule des Sports in Deutschland. Zugleich ist sie eine der erfolgreichsten. 1.200 Schülerinnen und Schüler finden dort modernste Unterrichts- und Trainingsbedingungen in 19 verschiedenen Sportarten vor. Sie werden von 180 Lehrern und Trainern unterrichtet und betreut. Auf schulischen Unterricht und sportliches Training wird für eine duale Karriere gleichermaßen Wert gelegt. „Schließlich gibt es auch ein Leben nach dem Hochleistungssport“, betonte Gudrun Götze. TOP-SPORTLER UND ERFOLGE TOP-SPORTLER: meisterschaften Elena Wassen – Wasserspringen: Silber Youth Olympic Games in Buenos Aires, Bronze Europameisterschaften Glasgow Daniel Wörz – Turnen: Bronze bei den JuniorenEuropameisterschaften Lou Massenberg – Wasserspringen: Teilnahme Youth Olympic Games in Buenos Aires; Gold und Silber bei den Europameisterschaften Glasgow Christina Wassen – Wasserspringen: Bronze bei den Europameisterschaften Lena Hentschel – Wasserspringen: Silber bei den Europameisterschaften Platz für Ihre Werbung. Interesse? Wir beraten Sie gern! Tel. 030 5549-9655 Daniel Schwed – Turnen: Teilnahme an den Youth Olympic Games in Buenos Aires Karim Rida – Turnen: Silber bei den Junioren- Europa- Maurice Ingenrieth – Schwimmen: Teilnahme an den Youth Olympic Games in Buenos Aires; Silber und Bronze bei den JuniorenEuropameisterschaften Maya Tobehn – Schwimmen: 3x Silber, 1x Bronze bei den Junioren- Europameisterschaften Clea Reisenweber – Bogenschießen: Teilnahme an den Youth Olympic Games in Buenos Aires; 1x Gold, 2x Silber bei den JuniorenEuropameisterschaften Olympischen Winterspielen Pyeongchang ERFOLGE 2018 Bei den Mannschaftssportarten errang das SLZB folgende Erfolge: Silber bei der Schul-Weltmeisterschaft im Volleyball Gold bei den Europameisterschaften U18 im Volleyball Silber bei den Weltmeisterschaften U 19 im Beach Volleyball Teilnahme an den Youth Olympic Games in Buenos Aires: Filip John und Lukas Pfretzschner Delil Dadaev – Boxen: Bronze bei den Europameisterschaften U17 Gold bei den Europameisterschaften U 18 im Beach Volleyball: Lea Kunst (und Svenja Müller) Annika Hocke – Eiskunstlaufen: Teilnahme an den Silber bei der Schul-Weltmeisterschaft im Handball IMPRESSUM: BEZIRKS-JOURNAL - Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR: Marcel Gäding (V.i.S.d.P.) 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BEZIRKS-JOURNAL | HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG BEZIRK AKTUELL 3 Der geschenkte Müll UMWELTSCHUTZ: Mit Helium gefüllte Luftballons werden gerne zu Geburtstagen oder Einschulungen in den Himmel geschickt. Doch das Material ist nichts anderes als ärgerlicher Abfall, der biologisch nicht abbaubar ist und unsere Umwelt verschmutzt. Von Linna Schererz. I mmer wieder finde man Reste von Luftballons auf Erholungs- und Beweidungsflächen, sagt Doreen Hantuschke vom Lichtenberger Umweltbüro. Denn es habe sich inzwischen eingebürgert, mit Helium gefüllte Ballons zu allen möglichen Ereignissen wie Geburtstagen oder Einschulungen fliegen zu lassen. Doch was mit ihnen passiere, wenn sie am Horizont verschwunden sind, darüber werde leider viel zu wenig nachgedacht. Denn gelandete Luftballons, die aus Naturkautschuk sowie einer Beimischung verschiedener Stoffe bestehen, sind biologisch nicht abbaubar. Luftballons reisen oft 800 Kilometer weit und verbleiben oft für Jahrzehnte in Flüssen, Meeren und offenen Landschaften. „Gelandete Luftballons sind eine Gefahr für Tiere“, sagt Beate Kitzmann, die Geschäftsführerin des Vereins Naturschutz Berlin-Malchow, der auch den Naturhof an der Dorfstraße 35 betreibt. Vögel könnten sich an den anhaftenden Bändern verheddern, Wildtiere und Nutzvieh, das auf den Grünflächen weidet, die Überreste aufnehmen – ein Problem für den Magen. „Wir müssen leider jährlich Hunderte Luftballons von unseren Beweidungsflächen sammeln“, sagt Kitzmann. Der Verein betreibt Bio-Land- FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL Immer beliebter wird es bei Veranstaltungen, mit Helium gefüllte Luftballons zu verteilen und diese dann fliegen zu lassen. wirtschaft mit Schottischen Hochlandrindern und Rindern der Rasse Deutsche Shorthorn. Die Tiere wirken nicht nur als Landschaftspfleger, ihr Fleisch wird auch verwertet. Um auf die Probleme mit dem zunehmenden Luftballon-Steigenlassen aufmerksam zu machen, hat der Verein jetzt einen Flyer unter dem Titel „Aus den Augen, aus dem Sinn“ herausgegeben. Darin ist u.a. zu erfahren, dass die Ballonindustrie den Abbau der Reste gern mit einem Eichenblatt vergleicht. Doch es vergehen mehrere Jahre bis sich ein robustes Eichenblatt zersetze, heißt es in dem Flyer. Ballons aus Latex seien auch keine Alternative. Diese benötigten ebenfalls mindestens ein halbes Jahr bis sie verrotten. Und selbst wenn der Ballon sich zersetzt habe, blieben die an ihm befestigten Polybänder, die aus schwer zersetzbarem Kunststoff bestehen. Zudem sei Helium, mit dem die Ballons gefüllt werden, eine begrenzte Ressource. Es werde u.a. in der Medizin für Beatmungsmaschinen und MRT-Scanner benötigt. „Dieser wertvolle Stoff wird förmlich in die Luft geblasen und verschwendet“, sagt Beate Kitzmann. Deshalb sei es sinnvoll, nach Alternativen zu suchen, rät Kitzmann: „Wir entscheiden selbst, ob bei einer Hochzeit oder bei einem Kindergeburtstag Luftballons steigen müssen.“ Große Seifenblasen beispielsweise seien auch etwas Schönes, ebenfalls selbstgebastelte Dekorationen aus Papier. Auch Blumen- oder Baumpflanzaktionen könnten Veranstaltungen wie beispielsweise Einschulungsfeiern zu etwas ganz Besonderem machen. Nicht geeignet sind sogenannte Himmelslaternen, die mit offenem Feuer aufsteigen und Brände auslösen können. Zudem können sie für Flugzeuge zu einem Problem werden. In vielen Bundesländern benötigt man deshalb eine Genehmigung dafür. Lässt man sie ohne Erlaubnis einfach steigen, kann das Strafen bis zu 5.000 Euro nach sich ziehen. ANZEIGE 4 BEZIRKS-LEBEN HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL FOTOS: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING Fast schon wie in einem Hotel: Aufenthaltsraum für Patienten der Neurologie im Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge. Der Neubau markiert einen wichtigen Meilenstein in der mehr als 125 Jahre währenden Geschichte des Krankenhausstandortes. Neubau bietet Platz für 65 Betten GESUNDHEITSWESEN: Mit dem „Haus 100“ erweitert das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge sein Versorgungsspektrum. Gut 20 Millionen Euro flossen in das Projekt. Von Marcel Gäding. D as Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) hat nach zwei Jahren Bauzeit ein neues Haus in Betrieb genommen: Kurz vor dem Jahreswechsel überreichten Planer und Bauleute den symbolischen Schlüssel für den Dreigeschosser. Gut 20 Millionen Euro kostete der Neubau, der sich zurückhaltend in das Gesamtensemble einfügt: Auf dem 125 Jahre alten Klinikareal dominieren Klinkerbauten aus der Entstehungszeit der einstigen, so genannten Irrenanstalt. Entworfen wurden sie vom berlinweit bekannten Architekten und Stadtbaurat Hermann W. A. Blankenstein (1829–1910). Daher war klar, dass ein Neubau zur Gegend passen muss – sowohl von der Gebäudehöhe als auch von der äußeren Gestaltung. Das ist den Planern unter der Leitung von Architekt Thomas Linne bestens gelungen. Der Dreigeschosser wurde quasi etwas im Boden versenkt, um nicht die Nachbargebäude zu überragen. Für ausreichend Licht in den unteren Etagen sorgen Atrien und großzügig angelegte Fensterflächen zu allen Seiten. Bei der Innengestaltung setzte das KEH auf schon bewährte Farbakzente an Wänden und Fluren. Bereits der Eingangsbereich erinnert wenig an eine sterile Klinik. Besucher werden an einem Tresen in Holzoptik empfangen, der Wartebereich ähnelt einer Hotellobby. Auf jeder Etage findet sich ein Bezug zum christlichen Träger des KEH, dem Evangelischen Diakoniewerk Königin Elisabeth: schlichte Kreuze aus dunklem Holz. Wer das Haus betritt, sieht zudem einen Leitsatz des Theologen und Pastoren Friedrich von Bodelschwingh: „…dass ihr mir niemanden abweist“. Das KEH ist Teil der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mit Sitz in Bielefeld. Der symbolischen Schlüsselübergabe folgte auch die theologische Weihe durch Pastorin Hella Thorbahn: „Christus, segne dieses Haus.“ Der Neubau bietet zwei Stationen mit insgesamt 65 Betten Platz: Dort befinden sich nun das Diabeteszentrum mit eigener Pflegestation sowie die neurologische Abteilung, die unter anderem auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten spezialisiert ist. Auch das Medizinische Versorgungszentrum konnte im neuen Haus 100 untergebracht werden. Über eine verglaste Brücke gibt es einen Anschluss an Haus 3, in dem weitere Fachabteilungen des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge beheimatet sind. „Der Neubau ist ein weiterer, wichtiger Mosaikstein in der gesundheitlichen Versorgung von Lichtenberg und darüber hinaus“, sagt KEH-Geschäftsführer Michael Mielke. Unterstützung gab es vom Land Berlin, das künftig stärker in den Ausbau und die Erweiterung der Krankenhauslandschaft investieren will. „Die Gesundheitsverwaltung setzt sich dafür ein, dass wir noch mehr Geld für die pauschale Förderung in Investitionen zur Verfügung stellen“; erklärt Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD). Ein Ziel sei unter anderem ein zukünftiges Krankenhausinvestitionsprogramm für Berlin. Für Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) ist der Neubau eine gute Antwort auf den wachsenden Zuzug in den Bezirk. Dadurch entstünde auch ein höherer Bedarf in Sachen medizinische Versorgung. „Das KEH ist ein gut aufgestelltes Krankenhaus“, sagt Grunst. 25.000 Patienten jährlich Planer Thomas Horstmann, die beiden Pflegeverantwortlichen Laura Kilz und Silke Scheer sowie Architekt Thomas Linn bei der symbolischen Schlüsselübergabe (v.l.n.r.). Das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge wurde einst als „Irrenanstalt“ gegründet, war lange Zeit auf die Behandlung psychischer Erkrankungen spezialisiert. Nach der Wende wurde das Krankenhaus erweitert und zu einem modernen Klinikstandort ausgebaut. Mehr als 1.000 Beschäftigte kümmern sich jedes Jahr um mehr als 25.000 Patienten. Das KEH ist nicht nur auf Notfallversorgung, Geriatrie und die Versorgung Demenzerkrankter, Neurologie und Schlaganfallversorgung spezialisiert. Zu den Schwerpunkten gehören auch Orthopädie und Unfallchirurgie, Gefäßmedizin, tumormedizinische Behandlungen, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie Psychiatrie und Psychotherapie und Psychosomatik. BEZIRKS-JOURNAL | HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG BEZIRKS-LEBEN 5 Wie Fäden Menschen verbinden HOBBY: Andrea Milde ist Neu-Lichtenbergerin und eine besondere Künstlerin: Sie webt große Teppiche mit Bildergeschichten. Steffi Bey. A ndrea Milde macht ihr eigenes Ding – und das seit mehr als 30 Jahren. Sie ist Künstlerin und Handwerkerin zugleich: Die 54-Jährige webt Bilder. Bislang in ihrer Wahlheimat Spanien, seit einem Jahr allerdings in Berlin. „Kreativ war ich schon immer und ich finde es schön, aus dem Nichts etwas entstehen zu lassen“, sagt die im Ruhrgebiet aufgewachsene Frau mit dem sympathischen Lächeln. Dass aus ihrer Leidenschaft aber gleichzeitig Berufung wurde, stellte sich auf einer Reise nach Guatemala heraus. Dort begegnete sie in den 1980er-Jahren Frauen, die aus tausenden Fäden farbenfrohe Textilien herstellten. Fasziniert sah sie den Weberinnen zu. In Frankreich erlernte Andrea Milde später selbst das Bildwirken: Ein uraltes Handwerk, das mit viel Leidenschaft und Fingerfertigkeit verbunden ist. „Ich zeichne einen Entwurf und stelle danach meine besonderen Bilder her“, erklärt die Künstlerin. Durch ihre Arbeiten vermittelt sie auch jedes Mal eine Botschaft. Das war bei ihren ersten Werken – unter anderem zur Situation in Nicaragua und die große Einwanderungswelle nach Spanien – schon so. Ihre Aussagen verpackt sie in zeitgenössischer Kunst, die mit Handwerkstechniken aus der Vergangenheit entstehen. In den vergangenen 25 Jahren konnte sie ihre Leidenschaft zunächst in Madrid ausleben, später mit einer offenen Werkstatt im Norden Spaniens. Trotzdem wohnt sie jetzt mit ihrem Sohn und ihrem Mann in Deutschland. „Weil wir hier bessere Zukunftschancen sehen“, sagt sie. Eingewöhnt habe sie sich schnell. Vielleicht auch weil sie unkompliziert ist, nach dem Motto: „Dort wo mein Webstuhl steht, ist mein Zuhause“. Zudem gefällt ihr der pulsierende Stadtteil. „Die Menschen sind freundlich und kommunikativ.“ Und sie kann weben – wenn auch noch nicht auf ihrem großen Bock. Der 2,70 Meter breite und 2,25 hohe „Riese“ steht zwar über ihrem Schreibtisch, aber bislang eher symbolisch. „Ich bin auf der Suche nach einem Atelier und möchte dort wieder meine großen Teppiche weben“, kündigt Andrea Milde an. Ideen für neue Projekte hat sie längst. „Lückstraße Lichtenberg“ soll ihr Willkommensteppich heißen. Erste Fotos und Skizzen sind fertig. In den vergangenen Monaten arbeitete sie manchmal auf ihrem Balkon: Am kleinen, selbstgebauten Webstuhl und setzte mit der Holzspinne Faden für FOTO: STEFFI BEY Andrea Wild an ihrem Webstuhl. An die drei Jahre investiert sie schon mal in einen großen Teppich. Faden übereinander. Immer nach dem selbst kreierten Entwurf, der um 90 Grad gedreht und spiegelverkehrt hinter den vertikalen „Schnüren“ klemmt. Dabei versinkt die Aktivistin und Visionärin, wie sie sich selbst bezeichnet, total: In solchen Momenten widmet sie sich nur ihrer Kunst und nimmt kaum etwas um sich herum wahr. Wer sie beobachtet, sieht ständig kreuzende Fäden und hört ein dumpfes Geräusch, das vom Anschlagen der Wolle kommt. Weil Andrea Milde möchte, dass dieses traditionelle Handwerk nicht verschwindet, geht sie in die Öffentlichkeit. Mit ihrer mobilen Werkstatt saß sie schon in Karlshorst oder am Tempelhofer Feld und war jedes Mal von den „interessierten Menschen“ beeindruckt. Außerdem bietet sie Kurse an: bislang an der Volkshochschule Pankow. Geplant sind weitere Projekte in Bernau sowie Tempelhof-Schöneberg. Begeistert reagieren Besucher ebenso auf ihre Ausstellungen. Andrea Milde mag es, mit den Gästen zu sprechen. Erstaunt sind die jedes Mal, wenn sie erzählt, dass in einem 2,50 Meter mal 6 Meter großen Teppich ungefähr drei Jahre intensive Arbeit steckt. Aber wer zahlt denn für ein Unikat einen Dreijahreslohn? „Handwerk braucht eine andere Infrastruktur als sie die Gesellschaft heute bietet“, sagt die Bildwirkerin ernst. Sie hofft auf eine gesellschaftliche Wertschätzung des Immateriellen und träumt von offenen Werkstätten. Zu den schönsten Augenblicken zählt für sie der Moment, wenn sie als Abschluss eines langen Arbeitsprozesses die Webkante setzt und anschließend den Rand abtrennt. Erst dann kann sie erstmals ihr Gesamtwerk betrachten: den fertigen, ausgerollten Teppich. „Es ist wunderbar solche Gänsehautmomente mit anderen zu teilen“, sagt sie. Weitere Details zur Arbeit der Künstlerin und Infos zu Kursen sind unter www.amilde.com zu erfahren. ANZEIGE für die ganze Familie: Einschulung | Geburtstag | Jubiläen | Firmenfeste | Schulabschluss | Familienbrunch | Dinnerbuffet Genießen Sie Ihre Zeit und entspannen Sie sich! & Genuss Wechsel mit magischer Unterhaltung rund Mentalmagie t im 19 Uhr, ein 3-Gang-Buffe n Magier aus Berlin. che Erleben Sie am 29. März, el Kaune, dem sympathis ung und Sinne mit Micha end. Preis: EUR 44,50 pro Ab ven kti era int um Gedanken, Wahrnehm und n kulinarischen, spannende 7/ 789 möglich. Freuen Sie sich auf einen ng unter 030 / 5162 78 ieru erv res Vor mit r Nu . Person (ohne Getränke) -Treffen 16. Norwegereln 16. Februar, & Natur in Norwegen am Alles rund ums Thema Ang branche, große aus der Reise- und Geräte t: 10-18 Uhr: 30 Aussteller r. Beginn: 10 Uhr. 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Zu Weihnachten werden die Deutschen allerdings von den Briten getoppt. Würde dort alles Geschenkpapier aufgerollt aneinander liegen, könnte man damit bis zum Mond kommen. Vor allem beschichtetes Geschenkpapier ist kaum wiederverwertbar. Darum empfiehlt die Deutsche Umwelthilfe alljährlich, Verpackungen zu vermeiden, sie wiederzuverwenden und auf den Einsatz von Recyclingmaterialien zu achten – mit mäßigem Erfolg. „In Neuseeland wird wesentlich mehr wiederverwertet als bei uns. Ich habe vorher noch nie so viel über Recycling gelernt wie dort und meine Beobachtungen notiert“, erzählt Dat Nguyen, den es nach seinem Abitur am Siemens-Gymnasium dorthin verschlug. Zwischen Abi und Studium, in einem Gap Year, wollte er sich für die Zukunft orientieren. Er arbeitete etwa zwei Wochen auf einem Bauernhof, lernte dort das Leben der Menschen kennen, und zog dann weiter. Von seinen Eindrücken Startups im Fokus Darüber berichtete er dem 19-jährigen Minh Nguyen, der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim studiert und bereits Erfahrungen mit Startups gesammelt hat. Dat studiert seit September an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und Maximilian hat sich auf den Weg nach Neuseeland gemacht. Dat und Minh beschlossen, ein eigenes Startup in Marzahn zu gründen. „Wir sind sehr zielstrebig gestartet. Das verdanke ich meinem Wirtschaftslehrer am Gymnasium, der viel mit uns über Startups sprach“, erzählt Dat. „Minh bringt Erfahrung aus der Arbeit in mehreren Startups mit, sodass wir RangeBox auf einem gewissen Wissensfundament gründen konnten.“ Bisher wurden zwei Boxen entwickelt – eine vorrangig für Bücher, eine für Weinflaschen. Nun sollen weitere Modelle hinzukommen. Deshalb stehen die Gründer wieder in Kontakt mit dem Studiengang Verpackungstechnik der Beuth-Hochschule. Sie wollen aus ihrer Idee ein Studienprojekt kreieren. Für den Federmechanismus in den Geschenkboxen meldeten sie nach Rücksprache mit ihrem Anwalt ein internationales Patent an. Ursprünglich war nur ein Gebrauchsmuster geplant. Jetzt wollen sie auch die Marke „RangeBox“ schützen lassen. Auf der weltweit größten Crowdfunding-Plattform Kickstarter suchten die jungen Männer nach Spendern und Vorbestellern. Sie scheiterten aber, weil der Versand ins Ausland sehr teuer ist. Aus Deutschland kamen weniger Interessenten als erhofft, weil die Kampagne auf Englisch angelegt war. Aus diesen Fehlern haben sie gelernt und suchen nun nach einem deutschen Unternehmen, das beste Qualität zum bezahlbaren Preis liefert. Angeboten werden die Boxen später Weinhändlern und Buchfilialen. Dat Nguyen und Minh Nguyen wollen papierlose Geschenke. RangeBox sucht wie alle anderen Start-ups auch nach Venture Capital. Das geschieht unter anderem mit einem Pitch Deck. Auf wenige Präsentations-Folien komprimiert werden dort die wichtigsten Inhalte aus dem Businessplan dargestellt, so dass ein Wagniskapitalgeber in kürzester Zeit einen Überblick über die Geschäftsidee und den Finanzierungsbedarf erhält. „Wir haben bereits auf Wettbewerben vor Publikum und Experten gepitcht. Bei Co-Found Berlin belegten wir den ersten Platz, beim START Call den dritten“ erzählt Dat. Im Januar neh- berichtete er seinem Kumpel Maximilian Graustein, der zu dieser Zeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in einer Gartenarbeitsschule absolvierte. Sich zukünftig aktiv für die Umwelt einzusetzen, das planten beide. „Wir gehören schließlich zu der Generation, die die Welt nachhaltig verändern will“, sagt Dat. Im Februar 2018 kam er auf die Idee „etwas gegen Geschenkpapier zu unternehmen“ und erzählte es seinem Freund. Wiederverwendbare Geschenkverpackungen mit einer verstellbaren Kapazität könnten beträchtlich Müll reduzieren. „Wir arbeiten mit Wellpappfedern, die das Geschenk in Richtung Boxzentrum drücken. Möchte man das Volumen erweitern, drückt man die Feder(n) zurück an die Außenwände der Box, legt das Geschenk ein und lässt die Feder(n) wieder los. Damit ist der Inhalt auch stets fixiert und vor Stürzen und Kollisionen geschützt“, erklärt Dat. Er nahm Kontakt zu deutschen Hochschulen mit dem Studiengang Verpackungstechnik auf und ließ sich bestätigen, dass Die wiederverwendbaren Geschenkboxen von RangeBox. es dieses System noch nicht gab. men sie am Berlin-Brandenburger Businessplan-Wettbewerb teil. Damit die Vision bald real wird, gesellen sich zu den Gründern und ihrem Anwalt demnächst Freunde, die den Vertrieb, das Marketing, Foto-/Videografie und die neue Webseite verantworten. Dat und Minh hoffen außerdem auf Verpackungstechniker der Beuth-Hochschule. Und Maximilian wird nach seiner Neuseelandreise auch wieder zu ihnen stoßen. Infos im Netz: https://www.therangebox.com/ FOTOS: RANGEBOX BEZIRKS-JOURNAL KULTURNACHRICHTEN FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND MUSIK | KONZERTE Irish & Scottish Folk: Die Berliner Live-Band Clover ist am 25. Januar, 21 Uhr, zu Gast. Karten kosten 10 Euro (Abendkasse) bzw. 9 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste. Musikalischer Salon: Hans-Joachim Scheitzbach präsentiert am 26. Januar, 15 Uhr, Werke von Weber, Schumann, Grieg, Bruch u.a. Ort: Freizeitforum Marzahn. Panta Rhei mit Blue Winter Night: Jazz-Konzert am 26. Januar, 20 Uhr. Eintritt: 15 Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst. Die Liederkarawane: Musikalischer Nachmittag mit Ina Hohenwaldt und Christian Koch am 30. Januar, 15 Uhr. Eintritt: 6 Euro, Kaffeegedeck: 3 Euro. Ort: MAXIE-TREFF. „Arndt Bause und ich“: Zehnte Arndt-BauseGala am 17. Februar, 15 Uhr. Moderator Siegfried Trzoß präsentiert unter anderem Inka Bause, Monika Herz, Nina Lizell, Hans-Jürgen Beyer und Wolfgang Lippert. Zu Gast sind der Kinderchor der Hans-Werner-Henze-Musikschule Berlin sowie die Energy Dancers. Eintritt: 25 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn. Vive la france: Konzert mit Musikern der Kammerakademie Potsdam am 22. Februar, 19 Uhr. Eintritt: 18, erm. 9 Euro. Ort: Schlosskirche Altlandsberg. THEATER & KABARETT „Irrsinn galoppiert“: Politisches UmbruchKabarett in turbulenten Zeiten von und mit Olaf Michael Ostertag am 25. Januar, 19 Uhr. Kompositionen und musikalische Begleitung: Dirk Morgenstern. Eintritt: 10, erm. 8 Euro. Karten unter Tel. 030 93661078. Ort: Berliner Tschechow-Theater. Eine total verrückte Märchenwelt: LiveHörspiel am 25. Januar, 20 Uhr. Gastspiel der DreamTeamerHörspieler. Ort: Das Weite Theater. Weitere Aufführung: 26. Januar, 20 Uhr. Karten: 12,50, erm. 10 Euro. „Wenn die Neugier nicht wär‘...“: Gesprächsreihe am 26. Januar, 19 Uhr. Zu Gast: Schauspieler Stephan Grossmann. Ort: Freizeitforum Marzahn. Crash Boom Click – Der Mond kann trommeln: Rhythmische Theatervorstellung am 29. Januar, 10 Uhr. Ort: Theater an der Parkaue. „Na det war wieda ‚n Jahr“: Satirischer Jahresrückblick mit dem Kabarettisten Gerald Wolf am 29. Januar, 19.30 Uhr. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: Galerie 100. Aus Leben und Werk von Anton Tschechow: Literarisch-musikalischer Abend anlässlich seines 149. Geburtstages am 29. Januar, 19 Uhr. Eintritt 3 Euro. Ort: Berliner TschechowTheater. AUSSTELLUNGEN 30 Jahre Farbfinderei: Ausstellung mit Arbeiten von Klaus Nowakowski. Zu sehen bis zum 26. Februar. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek. Fantasie und Vielfalt: Ausstellung mit Werken des Hobbykünstlers Hans-Joachim Netzband. Zu sehen bis zum 5. März. Ort: Anna-Seghers- 7 Bibliothek im Linden-Center. 25. Februar. Eintritt frei. Ort: Schloss Biesdorf. Bodo-Uhse-Bibliothek. Drachengeflüster übern See: Fotos von Inés Bartels aus China, zu sehen bis zum 14. Mai. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek. Typobilder - Bilder zum Lesen: Gunnar Riemelt stellt eine Auswahl seiner typografisch bildhaften Umsetzungen. Zu sehen bis zum 12. Februar. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek. „Ein Leben ist zu wenig“: Lesung mit Gregor Gysi am 23. Januar, 19 Uhr. Hans-Dieter Schütt stellt Gysi seine Autobiografie vor. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek. „Landschaften und mehr…“: Malerei von HansJoachim Hoffmann, zu sehen bis 28. Februar. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. „Die Hinrichtung – Authentische Kriminalfälle“: Lesung mit dem Rechtsanwalt und Literaturwissenschaftler Dr. phil. Bernd Hesse am 28. Januar, 19 Uhr. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek. Landschaften in Öl und Tusche: Ausstellung mit Arbeiten von Nico Weinert. Zu sehen bis zum 30. März. Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek. Fernwärme: Ausstellung mit Arbeiten von Schülern der Ostkreuzschule für Fotografie, zu sehen vom 17. Februar bis 29. März. Ort: Schloss Biesdorf. Erleben ohne Sucht: Ausstellung anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Edgar-CarloBettermann-Hauses. Zu sehen bis 3. März. Ort: Ausstellungszentrum Pyramide. Zuflucht Hoffnung: Ausstellung mit Fotografien von Giovanni Lo Curto über Menschen, die über lebensgefährliche Routen nach Europa flüchteten. Zu sehen bis zum 17. März. Ort: Museum Lichtenberg. „Beglückung der Welt“: Arbeiten von Jill Baroff. Zu sehen bis zum 14. April. Vernissage am 27. Januar, 14 Uhr. Ort: Mies van der Rohe Haus. Transitionen – Travel on Time: Malerei, Zeichnungen und Collagen zum Sehnsuchtsort Stadt von Sonja Blattner, zu sehen bis zum 8. März. Vernissage: 22. Januar, 19 Uhr. Ort: rk – Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller. „Rückblick“: Grafik und Malerei von Peter Hoffmann, zu sehen bis zum 22. Februar. Ort: Studio Bildende Kunst. Dir zur Feier – Planet Erde: Ausstellung mit Bildern von Silvia Dzubas. Vernissage am 23. Januar, 19 Uhr, mit Bezirksbürgermeister Michael Grunst. Zu sehen bis zum 13. März. Ort: Galerie 100. Bronze und Keramik: Ausstellung mit Werken von Johanna Jura. Zu sehen bis 26. April. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. „…und des Menschen Größe“: Grafiken und Fotografien zu Gedichten von Johannes R. Becher, Präsentation des Kunstarchiv Beeskow – Archivierte Kunst aus der DDR. Ausstellung bis „Niemand ist vergessen“: Ausstellung anlässlich des 80. Jahrestag der Reichspogromnacht. Initiator: Bündnis für Demokratie und Toleranz. Zu sehen bis 27. Januar. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. Chamäleon oder das Bedürfnis nach Erneuerung: Ausstellung von Detlef Günther. Zu sehen bis 28. Februar, Di. & Do. 15-19 Uhr. Ort: Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen, Münsterlandstraße 33, 10317 Berlin. KINDER & FAMILIE Zimbel Zambel: Schi-Scha-Schatzsuche: Eine Unterwasserkomödie für Kinder am 24. Januar, 9.30 Uhr, mit dem Zuckertraumtheater. Eintritt: 4 Euro. Anmeldungen unter Tel. 0305616170. Ort: Humboldt-Haus. Aschenputtel: Kindertheater nach dem Märchen der Brüder Grimm am 27. Januar, 16 Uhr. Ort: Das Weite Theater. 5. Kinder-Saal-Winter: Unter der Leitung von Birgit Letze-Funke kommt das Stück „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ auf die Bühne. Es spielen die Mitglieder des FFM-Theater-Ensembles. Premiere: 3. Februar, 16 Uhr. Weitere Vorstellungen am 5./6./7. Februar, jeweils um 10 Uhr und am 9. Februar, 16 Uhr. Ort: Freizeitforum Marzahn. VORTRAG | LESUNG Frankreich - 100 Jahre nach dem Großen Krieg 1914-1918: Vortrag mit Hanno Schult am 21. Januar, 19 Uhr. Eintritt: 3,50 Euro. Ort: Studio Bildende Kunst. „Kranichland“: Lesung mit Anja Baumheier am 23. Januar, 19 Uhr. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: ANZEIGE MUSIK AUF DEM SCHLOSSGUT EC KE! GL EIC H UM DI E vom Nur 7 Autominuten ! rnt U-Bhf. Hönow entfe 22.02.2019, 19 Uhr Musikalische Residenzen: Vive la France 23.02.2019, 19 Uhr DuckTapeTicket – Musical Dinner im Brau- und Brennhaus 09.03.2019, 19.30 Uhr Salt House, zeitgen. Folk aus Schottland KINO IN DER SCHLOSSKIRCHE 19.01.2019, 20 Uhr 09.02.2019, 20 Uhr 16.03.2019, 20 Uhr Gundermann Ein Dorf zieht blank Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? HEIRATEN | TAGEN | FEIERN KULTUR AUF DEM SCHLOSSGUT 22.03.2018, 19 Uhr Wiener Blut – Glanzstunden der Operette VORMERKEN: FÜHRUNGEN 03.02.2019, 11 Uhr Brauerei-Führung, Start: Stadtinfo 29.03.2019, 20 Uhr Führung mit dem Nachtwächter 12.04.2019, 20 Uhr Stadtrundgang mit dem Nachtwächter Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation. Krummenseestraße 1 15345 Altlandsberg www.schlossgut-altlandsberg.de info@schlossgut-altlandsberg.de Tel: 033438 151150 RESTAURANT SOZIETÄTSBRAUEREI & BRENNEREI Öffnungszeiten Stadtinformation: Mo-Fr 11-17 Uhr Sa/ So 11-16 Uhr Restaurant tgl. ab 12 Uhr Mit fremden Federn - eine kleine Geschichte der Hochstapelei: Lesung mit der Autorin Anett Kollmann am 7. Februar, 18 Uhr. Ort: Bezirkszentralbibliothek Mark Twain. Anmeldung Tel. 030 54704142. Fräulein Brehms Tierleben: Lesung zum Thema Wolf am 10. Februar, 14 Uhr. Eintritt kostenlos, um eine Anmeldung unter Tel. 030 92901866 wird gebeten. Ort: Umweltbüro Lichtenberg. „Zweierkisten – ausgesprochene Wahrheiten über das Leben als Paar“: Lesung mit Manon Straché und Peer Jäger am 14. Februar, 19 Uhr. Eintritt: 24 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn. „Das scheue Wort - ein Windstoß nahm es“: Literarisch-musikalischer Ringelnatz-Abend mit dem Berliner „trio ringelnatz“ am 15. Februar, 20 Uhr. Ort: Bezirkszentralbibliothek Mark Twain. Anmeldung: Tel. 030 54704142. FÜHRUNG & AUSFLUG Lichtenberger Wanderung: Tour durch die Hohenschönhausener Schutzgebiete am 23. sowie 26. Januar, jeweils 14 bis 17 Uhr, mit Sabine Engert. Start: Anna-Seghers-Bibliothek. Anmeldung unter Tel. 030 92796410 erforderlich. Berliner Revolutionsfriedhöfe: Bustour im Rahmen des Themenwinters „100 Jahre Revolution 1918/19“ am 26. Januar, 10 bis 14 Uhr. Start: 10 Uhr, Friedhof der Märzgefallen, ErnstZinna-Weg 1, 10249 Berlin. Ansprechpartner: Museum Lichtenberg. KINO Ein Dorf zieht blank: Filmvorführung am 9. Februar, 20 Uhr. Ort: Schlosskirche Altlandsberg. PROGRAMM KINO KISTE 24. bis 30. Januar Der kleine Drache Kokosnuss 2: Do., Mi. 16 Uhr, Fr. 15.20 Uhr, Sa. 15.40 Uhr, Di. 16.15 Uhr Leon und die magischen Worte: So., Mo. 16 Uhr Adam und Evelyn: Do., So., Mi. 14 Uhr, Sa. 17.05 Uhr, Di.18 Uhr, Fr. 18.55 Uhr Colette: Fr. 13.20 Uhr, Mo. 13.55 Uhr, Do., So., Mi. 17.55 Uhr, Sa. 18.50 Uhr, Di. 20 Uhr Shoplifters-Familienbande: Do. 9 Uhr Seniorenkinobrunch, Sa. 13.30 Uhr, Di. 14 Uhr, Fr. 16.45 Uhr, Mo. 17.45 Uhr, Do., So., Mi. 20 Uhr Gundermann: Mo. 20 Uhr 31. Januar bis 6. Februar Der kleine Drache Kokosnuss 2: Do., So., Di., Mi. 16 Uhr, Fr. 15.30 Uhr, Sa. 15.05 Uhr, Mo. 16.15 Uhr Colette: Do., So., Mi. 14 Uhr, Sa. 16.30 Uhr, Di. 17.55 Uhr, Fr. 18.40 Uhr Shoplifters-Familienbande: Fr. 13.20 Uhr, Mo. 14 Uhr, Do., So., Mi. 17.45 Uhr, Sa. 18.30 Uhr, Di. 20 Uhr Der Junge muss an die frische Luft: Sa. 13.20 Uhr, Di. 14 Uhr, Fr. 16.55 Uhr, Mo. 18 Uhr, Do., So., Mi. 20 Uhr Mackie Messer: Mo. 20 Uhr ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN Anna-Seghers-Bibliothek Im Linden-Center, Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030 92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr. Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-15 Uhr. Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr. Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078. Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, AltMarzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030 54790921, Internet: www.museum-marzahn-hellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr. Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und Musikbibliothek, Marzahner Promenade 52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10-19.30 Uhr; Mi 14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Straße 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr. Das Weite Theater, Parkaue 23, 10367 Berlin, Tel. 030 9917927. Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin, Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr. Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter Allee 149, 10365 Berlin, Tel. 030 5556719. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr. Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030 5427091. Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-WolfStraße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr. Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030 98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de Humboldt-Haus, Warnitzer Straße 13 A, 13057 Berlin, Tel. 030 96242-0. KISTE Kino & Konzerte & mehr am UBahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str. 10, 12627 Berlin, Tel. Tel. 030 9987481. Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin, Tel. 030 562969423. Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr. Maxie-Treff Begegnungsstätte, Maxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin. Mies van der Rohe Haus, Oberseestraße 60, 13053 Berlin, Telefon 030 97000618. Öffnungszeiten: Di bis So 11-17 Uhr. Museum Lichtenberg im Stadthaus, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030 5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und So 11-18 Uhr. Naturhof Malchow, Dorfstraße 35, 13051 Berlin, Tel. 030 9279930, www.naturschutzmalchow.de rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr. Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin, tgl. 10-18 Uhr, Di Schließtag, Fr 12-21 Uhr. Telefon: Tel. 030 516567790, Internet: www.schlossbiesdorf.de Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150. Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße 103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854, Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt: Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro. Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin, Tel. 030 5532276. Theater an der Parkaue, Parkaue 24, 10367 Berlin, Tel. 030 55775252. Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str. 35,13057 Berlin, Tel. 030 92901866. 8 BEZIRKS-LEBEN ANZEIGEN HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL Ein Kiez zum Nachhören ALT-HOHENSCHÖNHAUSEN: Wer sich über die wechselvolle Geschichte der Gegend um den Orankesee informieren möchte, kann dies nun mit einem Smartphone machen. Von Birgitt Eltzel. G Zoo-Akademie sucht Dozenten Die Akademie Hauptstadtzoos möchte ihr Angebot ausbauen und sucht daher weitere ehrenamtliche Dozenten. Angesprochen werden Menschen, die über Erfahrungen in der Bildungsarbeit in den Bereichen Tiere, Natur- und Artenschutz verfügen. Diese sollen im Semesterprogramm Vorlesungen zu verschiedenen Themen halten. Die Akademie vermittelt seit 2011 erwachsenen Tierfreunden Informationen über den Tierpark- bzw. Zoo-Wegweiser hinaus und stellt ein Bildungsangebot zu Tieren, Natur, Artenschutz und der Arbeit der Hauptstadtzoos ein Bildungsangebot dar. Bisher haben über 200 Teilnehmer das Bildungsangebot angenommen. Interessierte können sich telefonisch an die Fördergemeinschaft von Tierpark und Zoo, Telefon 030 51531407, wenden. (bzj.) Neue Ausstellung im Museum Lichtenberg Mit einer neuen Ausstellung „Schießbefehl für Lichtenberg“ startet das Museum Lichtenberg in das neue Jahr. Es macht damit auf das gewaltsame Ende der Revolution 1918/19 in Berlin und die Lichtenberger Märzkämpfe aufmerksam. Fotos, Zeitungs-, Ton- und Filmdokumente sowie Zeitzeugenberichte illustrieren das Geschehen vor 100 Jahren. Das Museum Lichtenberg befindet sich in der Türrschmidtstraße 24. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag sowie Sonntag von 11 bis 18 Uhr. (ba.) eschichten rund um Ober- und Orankesee sind dort jetzt an 20 sogenannten Hörstationen zu erfahren. Von der Prinzessin Oranka über den Bau des Strandbads, die Zeit der sowjetischen Besatzung und der Nutzung durch die DDR-Staatssicherheit bis zum Traum von einem Kunstkomplex nach der Wende und die vor einigen Jahren erfolgte Seensanierung spannt sich der Bogen. Spaziergänger benötigen nur ein Smartphone, das sie an die QR-Codes der Stationen halten müssen – und schon startet die jeweilige Erzählung. Wer kein solches Gerät hat, kann die Internetseite mit dem schönen Titel Hörenschönhausen aufrufen. Dort gibt es nicht nur die 20 Audiomitschnitte, sondern auch noch längere Aufsätze zum jeweiligen Thema sowie historische und aktuelle Fotos aus dem Seenpark. Erzählt werden die Geschichten von acht professionellen Sprechern, die u.a. auch für das Museum Barbarini in Potsdam tätig waren. Die neueste Attraktion im Seenpark von Alt-Hohenschönhausen ist vor allem drei Frauen aus dem rührigen Förderverein Obersee & Orankesee zu verdanken, der sich seit Jahren für die Entwicklung des Gebiets engagiert: Nikola John, Bärbel Ruben und Elke Weihusen. Am Rande einer vom Verein organisierten Veranstaltung waren sie ins Gespräch über die Geschichten der Gegend gekommen – und beschlossen, dass diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten. Mit 14.500 Euro aus dem Fonds zur Förderung zeitgeschichtlicher und erinnerungskultureller Projekte der Senatskulturverwaltung und mehr als 800 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden wurde das Vorhaben binnen eines Jahres Realität. Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) bedankte sich bei der Einweihung für die Aktivität des Fördervereins: „Eine wirklich fantastische Initiative! Bürgerschaftliches Engagement par excellence.“ Der wertvolle Rundgang sei eine gute Gelegenheit, den Bezirk noch besser kennenzulernen. In der Tat können nicht nur Besucher, die längst schon auch aus anderen Bezirken an die Seen von Alt-Hohenschönhausen kommen, Wissenswertes ANZEIGEN Ihr starker Partner für lokale Werbung. Das Bezirks-Journal ist der ideale Werbeträger für Ihre Botschaften. Interesse? Wir beraten Sie gern! Tel. 030 5549-9655 FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL Die Initiatorinnen: Elke Weihusen (2.v.l.), Bärbel Ruben (3.v.l.), Nikola John. Daneben Bürgermeister Michael Grunst. Links: Bettina Grotewohl, die zu den zahlreichen Unterstützern des Teams gehört. hören. Selbst Menschen, denen die Gegend durchaus vertraut ist, erfahren Spannendes. Beispielsweise, dass das beliebte Strandbad im Jahr 1928 nach der Ausschreibung für einen neuen Pächter für das Traditionslokal Orankesee-Terassen entstand. Dieser wurde Wilhelm Heinrich, ein früherer Theaterbetreiber, genannt Heiden-Heinrich. Von ihm stammt auch der Orankewalzer, dessen ursprüngliche Komposition verschollen war und 2016 nach einem Wettbewerb des Fördervereins neu komponiert wurde. Die Neuvertonung von Heidens Gedicht ist natürlich auch auf der „Hörenschönhausen“-Website zu genießen. Doch auch über die weniger helle Geschichte des Gebiets wird berichtet. Wer weiß heute schon noch, dass Anfang November 1945 das Gebiet um den Obersee durch die Rote Armee komplett eingezäunt wurde, die letzten Bewohner bis 1947 vertrieben wurden? Erst im Frühjahr 1951 trat die sowjetische Besatzungsmacht das „Militärstädtchen Hohenschönhausen“ an die DDR ab. Das Gros des Sperrgebiets übernahm das Ministerium für Staatssicherheit. In den später geschaffenen zweigeschossigen Plattenhäusern am Obersee entstanden Wohnungen für ranghohe Stasi-Offiziere, so den Chef der Auslandsspionage Markus Wolf. Namen standen natürlich damals keine an den Briefkästen. Bärbel Ruben, die zu den Initiatorinnen des Audio-Rundgangs gehört, erinnert sich: „Anfangs hatten wir sieben Hörstationen geplant, nun sind es 20 geworden. Denn es gibt einfach viel zu erzählen.“ Von den frühen 1990er-Jahren an bis 2001 war sie Leiterin des Museums Hohenschönhausen im nahen Lindenweg gewesen. Dieses wurde im Zuge der Berliner Bezirksfusion geschlossen. Mit dem Zusammenschluss von Hohenschönhausen und Lichtenberg blieb nur noch ein Museum erhalten, das in der Lichtenberger Türrschmidtstraße. Ruben, die seit Jahren im Bezirksamt Neukölln arbeitet, freut sich deshalb besonders, dass „Hörenschönhausen“ Realität geworden ist: „Damit verhelfen wir dieser Gegend wieder zu ihrem lokalen Gedächtnis.“ Björn Döhring, der Vorsitzende des Fördervereins Obersee & Orankesee, hofft auf einen weiteren Ausbau des Rundgangs. „Das ist noch nicht zu Ende“, sagt er. Auch andere könnten ihre Geschichten erzählen, beispielsweise die Feuerwache, die jetzt ein Hotel und Restaurant ist, Kleingartenvereine oder andere Institutionen. Döhring hofft wie die anderen Mitglieder des Fördervereins, dass die Hörstationen gut angenommen werden. Und natürlich, dass es keinen Vandalismus an den auf Bänken angebrachten Plaketten mit den QR-Codes gibt.
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