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Periodical volume

Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal Issue 5.2018,12

UNTER EINEM DACH:

VOR DER SCHRANKE:

Wie das KEH auf steigende Patientenzahlen reagiert. Seite 4

Wie ein Vermieter ein Viertel in
Aufruhe bringt. Seite 12

Bezirks-Journal
in Zusammenarbeit mit

plus.de
www.lichtenbergmarzahn

Kostenlose Monatszeitung für Lichtenberg & Hohenschönhausen | Ausgabe 12/2018 | www.lichtenbergmarzahnplus.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare

Lichtenbergs Dächer
liefern Solarstrom

FALKENBERGER UND WARTENBERGER FELDMARK

VORREITER: Stadtwerke und Bezirk einigen sich auf „Solarpaket“ für
sieben öffentliche Gebäude. Von Pamela Schmuhl.

A

uf den Dächern der bezirkli- Grunst (Die Linke). „Mit der Umsetchen Immobilien werden in zung dieses Projekts soll ein Meilenden nächsten Monaten Solar- stein zum Ausbau erneuerbarer Enerstromanlagen, so genannte „Photovol- gien gesetzt werden.“
taikanlagen“, installiert. Mit diesem
„In Berlin ist bisher nur ein Bruch„Solarpaket“ unterstützt die Berliner teil des solaren Potenzials auf den DäStadtwerke GmbH die Berliner Bezirke, chern erschlossen. Deshalb haben wir
die Versorgung ihrer öffentlichen Ge- uns so aufgestellt, dass wir gemeinbäude auf Solarstrom umzustellen.
sam mit dem Land auch öffentliche
Die Photovoltaik-Anlagen entstehen Liegenschaften mit selbsterzeugtem
auf sieben Dächern von fünf bezirks- Ökostrom versorgen“, sagt Andreas
eigenen Lichtenberger Immobilien. Je Irmer, Geschäftsführer der Berliner
zwei Anlagen bekommen die Mildred- Stadtwerke. Das kommunale EnergieHarnack-Schule an der Frankfurter Al- versorgungsunternehmen produziert
lee und das Johann-Gottfried-Herder- eigenen Solarstrom sowie Windstrom
Gymnasium am S-Bahnhof Storkower und betreiben, mit Stand September
Straße. Weitere Anlagen werden auf 2018, rund 100 Solarstromanlagen und
Schulen in Karlshorst und am Tier- vier eigene Windräder. Diese erhöhen
park sowie auf dem Dienstgebäude des den Anteil an grüner Energie in der
Grünflächenamtes errichtet.
Stadt und reduzieren den CO₂-Ausstoß
Im Rahmen des Solarpakets wer- um 20.800 Tonnen jährlich.
den auf einer GeBisher haben die
samtfläche
von
Stadtwerke
30,4
2.750 QuadratmeMillionen Euro in
tern 367 Kilowatt
erneuerbare EnerPeak (kWp) Strom
gien investiert – in
erzeugt – umgeBerlin vor allem in
rechnet auf einen
Solarstromanlagen
kWp sind dies 900
in den Bezirken.
Kilowattstunden.
Damit haben sie
Damit können pro
seit 2016 mehr als
Jahr 150 Tonnen
40 Prozent der in
Kohlendioxid (CO₂)
der Stadt installiereingespart
werten Solarleistung
den. „Berlin sollte
errichtet und sind
FOTO: BEZIRKSAMT LICHTENBERG somit
SolarCity werden“,
führender
sagt Bezirksbür- Blick auf die Photovoltaikanlage der Max- Solaranlagenbauer
germeister Michael Taut-Schule in Lichtenberg.
Berlins.

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Namen für 20 Wege

Bislang trug dieser Weg, der direkt neben dem Tierheim Berlin in die Feldmark führt,
keinen Namen. Das ist jedoch Vergangenheit. Seit Kurzem heißt der von Obstbäumen
gesäumte Pfad „In der Falkenberger Feldmark“. Insgesamt wurden 20 Wege durch das
Landschaftsschutzgebiet mit neuen Namen versehen. Mehr zum Thema auf Seite 2.

Ein neues Kleinspielfeld in Wartenberg

Das Bezirksamt hat das Kleinspielfeld
im Stadion Wartenberg an seine Nutzer
übergeben. Zwei Kindermannschaften
des Wartenberger SV eröffneten mit einem Spiel die für 500.000 Euro sanierte Anlage. Das Geld stammt aus dem
Sportanlagensanierungsprogramm des
Senats. Aus dem Budget wurde auch
eine Beleuchtungsanlage finanziert. Allerdings verzögerten sich die Arbeiten,
weil die Suche nach einer Fachfirma für
die Beleuchtung länger dauerte.

„Das Bezirksamt ermöglicht dem Wartenberger Sportverein durch die Sanierung des Kleinspielfeldes und mithilfe
der neuen Beleuchtungsanlage mehr
Trainingszeiten“, sagt der für Sportanlagen zuständige Bezirksstadtrat Wilfried Nünthel (CDU). Um Anwohner vor
Lärm zu schützen, entstand eine drei
Meter hohe Gabionenlärmschutzwand.
Das Kleinspielfeld ist nunmehr ganzjährig nutzbar – unter anderem durch
einen sandverfüllten Kunstrasen.

2

BEZIRK AKTUELL

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Namen für 20 Wege

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FELDMARK: Bezirk vergibt Bezeichnungen für Verbindungen im
Landschaftsschutzgebiet. Von Birgitt Eltzel.

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E

s ist geschafft: Mit der Benennung von 20 weiteren Wegen in
der Landschaft zwischen Malchow und Falkenberg gibt es nun keine
unbenannten (öffentlichen) Wegeverbindungen mehr im Gebiet zwischen
den Lichtenberger Dörfern und der
Großsiedlung Neu-Hohenschönhausen.
Wurden bereits bis Ende 2017 Wege
in der Wartenberger Feldmark ausgeschildert, folgten jetzt die Wege in der
Malchower Aue und der Falkenberger Feldmark. Sie tragen nun Namen
wie Krugwiesensteig, Tümpelweg und
Ahornallee, aber auch Max- und HertaNaujocks-Weg (nach einem Ehepaar,
das zur Zeit des Nationalsozialismus
jüdische Mitbürger versteckte) und
Marie-Elisabeth-von-Humboldt-Weg
(nach der Mutter der Wissenschaftler
Wilhelm und Alexander von Humboldt,
die Besitzerin des Guts Falkenberg
war).
Mit einem öffentlichen Aufruf des
Lichtenberger Umweltbüros im Herbst
2015 waren Lichtenberger dazu aufgerufen worden, Namensvorschläge für
die Wege einzureichen. „Es haben sich
zahlreiche Bürgerinnen und Bürger beteiligt, vor allem aus Neu-Hohenschönhausen, Wartenberg, Falkenberg und
Malchow“, sagt Doreen Hantuschke,
die Leiterin des Lichtenberger Umweltbüros. Entschieden über die Namen
habe dann der Kulturausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV).
Wilfried Nünthel (CDU), Bezirksstadt-

rat u.a. für Grün und Umweltschutz,
hebt hervor, dass es Ziel sei, den an
die Großsiedlung angrenzenden Naturraum erleb- und begreifbar zu machen.
Der Vorteil der Beschilderung: „Man
kann sich jetzt besser an einem bestimmten Punkt verabreden.“ Schließlich ist es beispielsweise für Menschen,
die gemeinsam joggen oder ihren Hund
ausführen wollen, einfacher, den Luchweg als Treffpunkt zu bestimmen als
den „dritten Weg von rechts auf der
Hauptachse“ zu nennen.
Für Beate Kitzmann, Geschäftsführerin des Vereins Naturschutz BerlinMalchow, der auch den Naturhof an der
Dorfstraße betreibt, zählt die Entwicklung des Naturraums am Stadtrand
auch zum neuen Berliner Tourismuskonzept. Dieses sieht bekanntlich vor,
die Besucher der Hauptstadt nicht nur
ins Zentrum zu lenken, sondern auch
zu Sehenswürdigkeiten an der Peripherie. „Es werden zwar kaum ausländische Touristen hierher kommen“,
sagt sie, „vielleicht aber mehr Berliner,
die als Spaziergänger oder Radfahrer
die Natur genießen wollen.“ Im kommenden Jahr werde es deshalb weitere
Info-Angebote geben. Welche, sagt sie
noch nicht. Man darf gespannt sein.
Denn noch fehlen Übersichtstafeln in
der Feldmark. Im vergangenen Jahr neu
aufgelegt worden sind zehn Wanderkarten, die durch Lichtenberg führen,
darunter auch in die drei Dörfer und
ihre Umgebung.

„Betonoase“ eröffnet

FRIEDRICHSFELDE: Bezirk und Land schaffen Ersatz für abgerissene
Jugendfreizeiteinrichtung. Von Volkmar Eltzel.

N

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Interesse? Wir beraten Sie gern! Tel. 030 5549-9655

ach nur 19 Monaten Bauzeit ist
die Jugendfreizeiteinrichtung
„Betonoase“ im neuen Haus,
Dolgenseestraße 60a eröffnet worden.
Etwa 100 Meter neben dem alten Standort, dem ehemaligen „Dienstleistungswürfel“, besticht das neue, 550 Quadratmeter große Gebäude nun durch seine
klare Formgebung und seine fließenden
Übergänge von freizugänglichen zu geschlossenen Räumen. Das eingeschossige Gebäude hat ein großes Vordach und
eine Terrasse zum Garten hin.
Erstmals wurde mit der Betonoase ein öffentliches Gebäude aus Infraleichtbeton gebaut. „Der Beton fühlt
sich warm und weich an“, erklärte Architekt Bernhard Popp. Die Betonmischung ist beim Bau mit Tonkügelchen
angereichert worden. Ein Liter dieses
innovativen Materials wiegt nur 700
Gramm. Das Architekturbüro Gruber +
Popp war mit seinem Entwurf im März
2016 als Sieger aus einem Gutachterverfahren zur Auswahl des besten Planungsentwurfs hervorgegangen.
Bezirksbürgermeister
Michael
Grunst (Die Linke) übergab zur feierlichen Eröffnung einen symbolischen
Holz-Schlüssel an Lichtenbergs Jugendstadträtin Katrin Framke (parteilos, für

Die Linke). „Die Betonoase passt zu
unserem Bezirk“, sagte er. Der Jugendclub könne als Sinnbild für den Bezirk
stehen. „Er ist ein Ort, der zum Bleiben
einlädt, ein Rückzugsort und zugleich
Hort der Innovation.“ In Zukunft würden Jugendliche und Kinder dort einen
Raum finden, in dem sie kreativ sein
können.
In der Betonoase können bis zu 70
Kinder und Jugendliche im Alter von
acht bis 18 Jahren ihre Freizeit verbringen. In der Nachbarschaft jedoch
mit separatem Eingang befindet sich
das Familienzentrum Berliner Familienfreunde e.V. Die Außenanlagen mit
einem Grillbereich, Tischtennisplatte
und Platz für Obst- und Gemüsebeete
werden ab dem kommenden Frühjahr
sicher rege genutzt. „Das alles hatte
die alte Betonoase nicht“, sagte Katrin
Framke. Deshalb freue sie sich für die
jungen Leute und die Familien im Kiez.
Die Stadträtin reichte den überdimensionalen Schlüssel weiter an den Einrichtungsleiter Sven Grässl.
Die Baukosten für das Gebäude belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro und
wurden gefördert mit Mitteln aus dem
Programm „Stadtumbau Ost“. 300.000
Euro kamen aus dem Bezirkshaushalt.

BEZIRKS-JOURNAL | HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG

BEZIRK AKTUELL

3

Bezirke vertiefen Zusammenarbeit

STÄDTEPARTNERSCHAFT: Lichtenberg und Hoàn Kiêm verlängern ihre Kooperation bis zum Jahr 2021. Von Pamela Schmuhl.

Ü

ber einen reich verzierten Teppich geht es in einen Saal des
Partnerbezirks Hoàn Kiêm im
vietnamesischen Hanoi. Auf einem geschmückten Tisch mit bunten Blumensträußen liegen formelle Papiere zur
Unterschrift bereit. Eingerahmt zwischen den Landesfahnen besiegeln Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael
Grunst (Die Linke) und sein Amtskollege Nguyen Chi Luc die Fortsetzung der
im Jahr 2015 geschlossenen Städtepartnerschaft bis mindestens 2021. Auch
vietnamesische Medien berichteten von
der Vertragsunterzeichnung.
Vor über zehn Jahren wandte sich
der damalige Botschafter der Sozialistischen Republik Vietnam mit dem
Vorschlag für die Partnerschaft an den
Bezirk. Seither besuchen sich Schulklassen sowie Mitarbeiter der Verwaltung
und finden Gemeinsamkeiten. Schnell
war klar, dass die Partnerschaft auch
formell festgehalten werden soll. So
unterzeichneten im Oktober 2015 die
damaligen Bezirksbürgermeister, Birgit
Monteiro (SPD), und Dong Đuc Tuan
die erste Städtepartnerschaftsvereinbarung – angelegt zunächst für einen
Zeitraum von zwei Jahren.
Das Interesse des Partnerbezirks
Hoàn Kiêm an Lichtenberg kommt nicht

von ungefähr. Schließlich leben in dem
Berliner Bezirk die meisten Vietnamesen der deutschen Hauptstadt – immerhin rund 8.000. Einige von ihnen stammen direkt aus Hoàn Kiêm. Eine weitere
Gemeinsamkeit ist das Dong-Xuan-Center in der Herzbergstraße 128-139. Das
Center wurde nach dem gleichnamigen
historischen Markt Cho Đong Xuân benannt und ist sogar größer als das in
Hoàn Kiêm.
„Mit Hoàn Kiêm haben wir eine sehr
lebendige Partnerschaft“, sagt Michael Grunst. So besuchten zum Beispiel
Schüler des Barnim-Gymnasiums bereits zwei Schulen in Hoàn Kiêm. Finanziert wurden die Reisen unter anderem
aus Spenden und Erlösen von Kuchenbasaren, welche die Schüler selbst veranstalteten. In Hanoi freundeten sich
die deutschen und vietnamesischen
Schüler an und brachten sich gegenseitig Wörter der jeweils anderen Sprache
bei. Heute noch pflegen einige von ihnen Freundschaften. Schüler berichten, dass sie während ihrer Zeit bei den
Gastfamilien und in der Schule einen
tiefen Einblick in die Lebensweise im
Partnerbezirk erhalten haben. Um diese Erfahrungen mit weiteren Schülern,
Eltern, Lehrern und Lichtenbergern zu
teilen, veranstaltet das Barnim-Gym-

nasium immer nach der Rückkehr aus
Hoàn Kiêm einen „Vietnam-Abend“. Mit
dem Schüleraustausch lernen sich die
Menschen der Partnerbezirke nicht nur
gegenseitig kennen. Gleichzeitig wird
auch das Interesse der vietnamesischen
Schüler an Deutschland selbst gefördert. „Man hat das Gefühl, dass viele
Bewohner in Hoàn Kiêm die deutsche
Sprache erlernen wollen“, sagt der Bürgermeister. „Die dortigen Absolventen
haben zudem Interesse, in Deutschland
eine Ausbildung zu starten.“
Während die Partner die freundschaftliche Atmosphäre in den Beziehungen beider Bezirke ausbauen,
verbindet sie ebenso ein ganz besonderes Projekt – ein gemeinsames Klimaschutzprogramm. Hoàn Kiêms Bezirksbürgermeister Nguyen Chi Luc hat
dazu während des jüngsten Treffens
den sechs Lichtenberg-Vertretern von
seinen Vorhaben berichtet. „So möchte
zum Beispiel Nguyen Chi Luc eine Million Bäume bis zum Jahr 2020 in dem Bezirk pflanzen, um gegen die hohe SmogBelastung in Vietnam vorzugehen“,
erklärt Michael Grunst. „Auf dem Dach
des Dong Xuan Marktes in Hanoi wird
eine Solaranlage installiert. Sie stellt
dann den Strom für die Elektrofahrzeuge des Centers her.“

Beide Bezirksbürgermeister vereinbarten in dem Städtevertrag, die Schulpartnerschaften weiter zu stärken und
auszudehnen. Beteiligt werden sollen
unter anderem die Alexander-Puschkin
Schule, das Barnim-Gymnasium und die
vietnamesische Oberschule Viet-Duc.
Zudem soll die Teamarbeit zwischen
medizinischen- und Pflegeeinrichtungen beider Bezirke gefördert werden.
Die Zusammenarbeit der beiden Partnerbezirke soll so gestaltet werden,
dass neben den gegenseitigen Besuchen
von Bezirksvertretern weitere Treffen, Besprechungen und Wissensforen
stattfinden. So könnten Fachkräfte und
Experten enger zusammenarbeiten, um
Informationen auszutauschen und ihr
Wissen gegenseitig zu vervollkommnen.
Lichtenberg pflegt neben Hoàn Kiêm
sechs weitere Städtepartnerschaften
mit Jurbarkas in Litauen, Kaliningrad
Oblast in Russland, Hajnowka und
Warschau-Białołęka in Polen, Margareten von Wien in Österreich sowie Maputo-KaMubukwana in Mosambik.
Vor wenigen Tagen erst wurde auch
der Vertrag zwischen Lichtenberg und
KaMubukwana bis zum Jahr 2021 verlängert. Beide Bezirke sind seit 1995
freundschaftlich miteinander verbunden.
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KOMPETENT 1843
ERFAHREN 1 1893
HERZLICH
2018

ERÖFFNUNG DES NEUEN
KLINIKGEBÄUDES

I�
KEH

Einladung zum Kammerkonzert

Nach mehr als zweijähriger intensiver Arbeit
aller Baubeteiligten wird im Jubiläumsjahr
des Evangelischen Krankenhauses Königin
Elisabeth Herzberge (KEH) am 17. Dezember
2018 der Neubau eines modernen Klinikge­
bäudes mit der feierlichen Schlüsselübergabe
in Betrieb genommen.

Kammerkonzert
mit Liedern zum Advent
Freitag, 14. Dezember 2018
mit Theresa Pilsl (Sopran), Caroline Schnitzer
(Mezzosopran), Pierre Chastel (Bass) und
Marlene Heiß am Klavier.

Nach dem Umzug der medizinischen Bereiche
steht der dreistöckige Rotklinkerneubau
auf dem Krankenhausgelände mit insgesamt
65 Betten ab Anfang 2019 mit erweitertem
Angebot für die stationäre und ambulante
Versorgung im Bezirk zur Verfügung: mit
Diabeteszentrum, Aufnahme- und Untersu­
chungszentrum, der neurologischen Station
mit Strake Unit sowie dem MVZ-Ärztehaus.
In der interdisziplinären Komfortstation
besteht die Möglichkeit, zusätzliche medizi­
nische und pflegerische Versorgung mit um­
fangreichen Serviceleistungen zu verbinden.

mit dem »Therapie Jazz Quartett«:
Niko Zeidler (Saxophon),
*
Arno Grußendorf (Jazzgitarre),
Alex Will (Kontrabass) und
Johannes Metzger (Schlagzeug)

Allen Leserinnen und Lesern
des Bezirks-Journals wünschen wir
frohe Weihnachtsfesttage und ein
gesundes und friedliches Jahr 2019.

Zentrale Aufnahme und Diagnostik
Notaufnahme: (030) 54 72-30 02
Aufnahmezentrum: (030) 54 72-30 20

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Evangelischen Krankenhauses
Königin Elisabeth Herzberge

Beginn um 19 Uhr im Festsaal, Haus 2 2
Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
Im Januar 2019 wird die Konzertreihe
fortgesetzt am
Freitag, 25. Januar 2019

*

�*

Frohe Weihnachten!

Evangelisches Krankenhaus
Königin Elisabeth Herzberge gGmbH
Herzbergstraße 79, 10365 Berlin
www.keh-berlin.de

4

BEZIRKS-GESUNDHEIT

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Alle unter einem Dach

GESUNDHEIT: Am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge arbeiten Orthopäden, Unfallchirurgen und Altersmediziner eng
zusammen – zum Vorteil der immer älter werdenden Patienten. Von Marcel Gäding

D

as Ergebnis der Computertomographie ist mit nur einem
Mausklick abrufbar: Konzentriert blickt Dr. Wolfgang Vogler auf den
Bildschirm in seinem Büro, berät sich
mit dem Kollegen am anderen Ende des
Telefons. Nach nur wenigen Minuten haben sich die Mediziner abgestimmt, die
Behandlung des älteren Patienten kann
umgehend beginnen.
Dr. med. Wolfgang Vogler ist der Chefarzt der Abteilungen für Orthopädie
und für Unfallchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth
Herzberge (KEH). Der traditionsreiche
Standort mit einer 125-jährigen Geschichte wird seit vielen Jahren modernisiert und umstrukturiert. Dazu
gehört, das medizinische Versorgungsspektrum noch enger auf die Bedürfnisse der Patienten abzustimmen, neue
Abteilungen aufzubauen und die bestehenden Fachrichtungen miteinander
zu verzahnen. Das ist nach Ansicht von
Wolfgang Vogler auch zwingend notwendig: Die Zahl vor allem älterer Patienten steigt, nicht zuletzt auch wegen
der zunehmenden Lebenserwartung.
Aktuell absolvieren Dr. Vogler und seine
Kollegen an die 1.900 Operationen pro
Jahr, Tendenz steigend. Denn: Gerade für
hochbetagte Menschen kann ein kleiner
Sturz verheerende Folgen haben – etwa
schwere Knochenbrüche. „Unser Ziel ist
es, die Patienten möglichst frühzeitig
zu operieren“, sagt Wolfgang Vogler. Die
Nachsorge erfolgt dann gemeinsam im
„Alterstraumatologischen Zentrums“,
für die Dr. Vogler zusammen mit dem
Chefarzt der Geriatrie, Prof. Hans-Peter
Thomas, verantwortlich zeichnet.
Chefarzt Dr. med. Wolfgang Vogler
kam 2004 ins KEH, um dort die neue
Fachabteilung für Unfallchirurgie und
Orthopädie aufzubauen. Neben der Behandlung von Frakturen hat sich das
Team – ein Chefarzt, drei Oberärzte,
zwei Fachärzte und sechs Assistenzärzte – auch auf die sogenannte Endoprothetik spezialisiert. Dabei werden

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Dr. med. Wolfgang Vogler in seinem Büro im KEH. Über seinen Bildschirm kann er sich die Untersuchungsergebnisse seiner Patienten
anzeigen lassen.

zerstörte oder abgenutzte Gelenke zum
Teil oder ganz durch Prothesen ersetzt.
Dank moderner Medizin werden notwendige Eingriffe immer spezieller, weil
oftmals nur noch Teile des Gelenkes
ersetzt werden müssen, beispielsweise durch Miniprothesen. Die Patienten
bedanken sich gern im Nachhinein: So
erhielt Wolfgang Vogler vor einiger Zeit
von einem älteren Mann eine Postkarte,
der an der Schulter operiert wurde und

nun wieder Sport treiben kann. Voraussetzung für derartige Erfolge ist jedoch,
dass sich das medizinische Fachpersonal permanent fort- und weiterbildet.
Neu organisiert wurde am KEH auch
das „Diabetische Fußzentrum“, in dem
Fachärzte verschiedener Richtungen
zusammenarbeiten. Mussten früher
beispielsweise oft Füße oder Beine von
Diabetespatienten amputiert werden,
können die Gliedmaßen heute häufig

ganz oder teilweise erhalten bleiben –
unter anderem dank neuer Operationsund Behandlungsmethoden. „Für die
Patienten ist dies ein Segen, weil wir
dadurch ein großes Stück Lebensqualität und Mobilität sichern“, weiß Dr. med.
Wolfgang Vogler.
Weitere Informationen zu der fachübergreifenden Versorgung von Patienten gibt es im Internet unter
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BEZIRKS-JOURNAL

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5

In Falkenberg entsteht ein neues Wohnviertel

FALKENBERG: Drei Berliner Wohnungsbaugesellschaften bauen an der Ahrensfelder Chaussee ca. 1.200 Wohnungen und
Einfamilienhäuser. Nach dem Jahreswechsel werden die ersten Mieter in Einfamilienhäuser einziehen.

W

er auf der Ahrensfelder Chaussee in Richtung Stadtgrenze
fuhr, schaute links der Straße viele Jahre lang auf eine verwilderte
Brache. Das riesige Areal reicht bis zum
Landschaftspark Gehrensee und zur Gemeinde Ahrensfelde. Seit dem Jahr 2000
gab es mehrfach Überlegungen, es zu
bebauen. Aber immer wieder zerschlugen sich die verschiedenen Planungen.
Seit Herbst 2016 wird nun wirklich
gebaut. Die drei Berliner Wohnungsunternehmen Gewobag, GESOBAU und
HOWOGE entwickeln den Standort als
Gemeinschaftsprojekt. Bis zur Fertigstellung im Jahr 2021 wird sich so die
Einwohnerzahl des Berliner Ortsteils
Falkenberg nahezu verdreifachen.
Die Gewobag errichtet auf ihren 8 Baufeldern 607 Wohneinheiten, sowohl als
Wohnungen im Geschosswohnungsbau
als auch als Einfamilienhäuser. Ein Teil
der Wohnungen wird durch das Land
Berlin gefördert und hat eine besonders
günstige Nettokaltmiete.
Mit „Mein Falkenberg“ entsteht ein
kleiner, neuer Stadtteil, der Elemente des städtischen und des ländlichen
Wohnens verbindet. Entlang der Straßen
werden Mehrfamilienhäuser mit 4 Vollgeschossen gebaut. Die Dachgeschosse

der letzten Eiszeit. Der Landschaftspark
hat die Form eines Dreiecks, gelegen
zwischen Ahrensfelde, Falkenberg und
Marzahn-Nord.
Durch die Renaturierung des Sees
und der umgebenden Flächen entstand
ein Park mit eleganter Durchwegung für
Fußgänger und Radfahrer sowie zahlreichen Sitz- und Spielbereichen. Der
Landschaftspark ist heute ein viel genutzter Erholungsort für die Menschen
der näheren Umgebung. Mehrere Radwege durchziehen den Park. In einem
abgezäunten Bereich weiden Gallowayrinder.
Neuer Stadtplatz an der Straße „Am Gehrensee“, in den Untergeschossen entstehen
Gewerbeflächen.

sind als Staffelgeschosse gestaltet. An
der Straße „Am Gehrensee“ entsteht
ein kleiner Stadtplatz. Dort verfügen
die Gebäude im Erdgeschoss über Gewerbeflächen, die kleinteilig vermietet
werden. Die Blockrandbebauung betont
einzelne Wohnquartiere, die die ganze
Anlage strukturieren. Im Geschosswohnungsbau entstehen Mietwohnungen
mit 1,5 bis 3 Zimmern und Wohnflächen
zwischen 42 und 73 Quadratmeter. Viele
Wohnungen verfügen über Balkon oder
Terrasse.

In den innen liegenden Bereichen der
Quartiere entstehen Reihenhäuser, 2oder 3-geschossig, die ebenfalls vermietet werden. Es gibt drei Hausgrößen mit
Wohnflächen von 82, 109 bzw. 124 Quadratmeter. Darüber hinaus werden 508
PKW-Stellplätze geschaffen.
Direkt an „Mein Falkenberg“ grenzt
der Landschaftspark Gehrensee an. Er
Die große Artenvielfalt am See und auf
wurde 2003 von Landschaftsarchitekten den umliegenden Flächen zeigt, wie ergestaltet. Der namensgebende Gehren- folgreich die Renaturierung war.
see ist einer der zahlreichen kleineren
Seen im Berliner Stadtgebiet, ein Relikt Infos unter: www.gewobag.de/falkenberg

Anzeigensonderveröffentlichung

Weihnachten 2018
Geschenktipps • Grüße • Termine

SO EIN RUMMEL

Mein Team und ich wünschen allen
Lichtenbergerinnen und Lichtenbergern
frohe Weihnachten und einen guten
Start ins neue Jahr!
Hendrikje Klein,
Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin

Auch 2019 wieder:

jeden 2. Montag im Monat, 16 bis 18 Uhr
Sozial- und Mietrechtsberatung
bei David Fischer (Jurist)
Wahlkreisbüro: Alfred-Kowalke-Str. 14, 10315 Berlin
E-Mail: team@hendrikjeklein.de | Tel. 030 98565362
Mo 15-18 Uhr; Mi 11-16 Uhr; Do 13-16 Uhr

www.hendrikjeklein.de

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ PAMELA SCHMUHL

Weihnachtsmärkte laden ein

Gleich zwei große Weihnachtsmärkte machen in diesem Jahr in Lichtenberg und MarzahnHellersdorf Station: Bis zum 26. Dezember ist Mo-Do 14-22 Uhr, Fr/Sa 14-22.30 Uhr und
So 12-21.30 Uhr der „Große Berliner Weihnachtsmarkt an der Allee“ auf dem Parkplatz
zwischen IKEA und Globus geöffnet (24. Dezember geschlossen). Der Eintritt ist frei. Es
warten viele Fahrgeschäfte. Bis zum 23. Dezember gibt es zudem im Zentrum Helle Mitte
in Hellersdorf einen Familien-Weihnachtsmarkt. Geboten werden Bühnenprogramm mit
Rummel-Fahrgeschäften, dazu Imbissbuden mit vegetarischer und veganer Kost. Geöffnet
ist täglich von 11 bis 22 Uhr.

Wir wünschen
unseren Leserinnen und
Lesern ein besinnliches
Weihnachtsfest und ein
erfolgreiches Jahr 2019!
Die Redaktionen vom
Bezirks-Journal und
www.LichtenbergMarzahnPlus.de

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Informationen Ihres Jobcenters Berlin Lichtenberg
Hilfe in Notsituationen:
das neue Barzahlungsverfahren
des Jobcenters Berlin Lichtenberg

Wer bislang als Bezieherin oder Bezieher von Arbeitslosengeld II in Ausnahmefällen Bargeld vom Jobcenter bekam, erhielt dies an einem der Auszahlautomaten.
Diese veraltete Technik wird nun von einer neuen Barauszahlungsregelung ersetzt.
Foto: pixabay.com/butze

Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II können vom Jobcenter Berlin
Lichtenberg in begründeten Ausnahmefällen Bargeld erhalten. Die Barzahlung dient
ausschließlich zur Überbrückung einer aktuellen Notsituation. Diese Art der Leis-tungsgewährung ersetzt jedoch nicht die reguläre
Überweisung auf das Bankkonto.
Bis in das Jahr 2018 griffen die Jobcenter
und Bundesagenturen für Arbeit dabei auf
bundesweit insgesamt 309 Kassenautomaten
zurück. Diese Kassenautomaten sind veraltet, technisch anfällig und entsprechen nicht
mehr dem aktuellen Standard. Eine neue Lösung musste gefunden werden.
Das Jobcenter Berlin Lichtenberg wird
Mitte Januar 2019 das neue Verfahren – genannt CASHBA – einführen.
Für die Betroffenen ändert sich hier am
grundsätzlichen Vorgehen zunächst nichts.
In Notsituationen müssen die Betroffenen
im Jobcenter Berlin Lichtenberg vorsprechen und die Notsituation glaubhaft machen.
Wenn eine Barzahlung gewährt wird, besteht
die Möglichkeit den Auszahlweg zu wählen.

Möglich sind Barauszahlungen per Auszahlschein in einer der neuen Akzeptanzstellen
oder per Scheck in einer Postbankfiliale.
Mit diesem Auszahlschein kann man nun
bei einer der neuen Akzeptanzstellen direkt
an der Kasse Bargeld erhalten oder die Barzahlung mit einem Einkauf verrechnen lassen. Ein Kaufzwang besteht nicht.

Folgende Unternehmen sind
künftig Akzeptanzstellen der
Auszahlscheine:
REWE Gruppe
Penny Markt GmbH
real,- SB – Warenhaus GmbH
Dirk Rossmann GmbH
dm-drogerie markt GmbH & Co.
KG
„ Filialen der Unternehmensgruppe
Dr. Eckert GmbH (Ludwig, Eckert,
Barbarino, Adam’s, ON!Express)
„
„
„
„
„

Der neue Vorgang ist vollkommen anonym. Es werden keine Sozialdaten an die
Akzeptanzstellen weitergeleitet. Auch der
Auszahlschein enthält keine personenbezogenen Daten und lässt keine Rückschlüsse auf die Herkunft des Zahlbetrages zu.
Das neue Verfahren wird auch von großen
Dienstleistungsunternehmen benutzt, um
Barauszahlungen zu ermöglichen.
Im Übergang zwischen dem Abbau der
Geldausgabeautomaten und der Einführung
des neuen Auszahlungsprinzips wird das
Jobcenter Berlin Lichtenberg auf ein Scheckverfahren zurückgreifen müssen. Bei der
Einlösung von Schecks entstehen Kosten des
Auszahlungsanbieters, welche abhängig von
der auszuzahlenden Summe sind.
„Das neue Auszahlungsverfahren wurde
in verschiedenen Pilotprojekten bundesweit
getestet. Die Erfahrungen sind durchweg
positiv. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass
auch im Jobcenter Berlin Lichtenberg die
Einführung reibungslos verlaufen wird“, betont Anja Ullrich als zuständige Bereichsleiterin im Jobcenter Berlin Lichtenberg.

Im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters Berlin Lichtenberg wünsche ich Ihnen,
liebe Lichtenbergerinnen und Lichtenberger, ein harmonisches und frohes Weihnachtsfest sowie ein glückliches und gesundes
neues Jahr 2019.
Lutz Neumann, Geschäftsführer des Jobcenters Berlin Lichtenberg

Jobcenter Berlin Lichtenberg
Gotlindestr. 93, 10365 Berlin
Tel.: (030) 5555 88 2222
Telefonservice für Arbeitgeber
Tel.: 0800 4 55 55 20
Öffnungszeiten: Mo/ Di/ Fr 08:00-12.30 Uhr
Mi nur terminierte Beratung
Do 08:00-18:00 Uhr
(ab 12:30 Uhr nur für Berufstätige)

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Standort Lichtenberg
Gotlindestraße 93, Haus I
10365 Berlin • Telefon: 115
E-Mail: jba@jba-berlin.de
Öffnungszeiten: Mo-Mi 08:00 bis 16:00 Uhr
Do 08:00 bis 18:00 Uhr
Fr 08:00 bis 12:30 Uhr
https://www.berlin.de/jobcenter-lichtenberg/

Drei Fragen an...
...LUTZ NEUMANN
Geschäftsführer des Jobcenters
Berlin Lichtenberg

Herr Neumann, wenn Sie auf 2018 zurückblicken, welche Bilanz ziehen Sie als Geschäftsführer des Jobcenters Berlin Lichtenberg?
Die wirtschaftliche Entwicklung in Berlin
war auch in 2018 gut. Der robuste Arbeitsmarkt
und die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften
haben in Berlin vielen Menschen die Möglichkeit auf eine Beschäftigung eröffnet. So konnten alleine in Berlin Lichtenberg bis November
2018 über 10.000 arbeitssuchende Menschen
eine neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen. Persönlich freue ich
mich, dass dabei auch Menschen, die schon
länger auf Arbeitssuche sind, aber auch Alleinerziehende und schwerbehinderte Menschen
eine neue Chance bekommen haben. Weiterhin ist das Thema
der generationenübergreifenden Arbeitslosigkeit eine
besondere Herausforderung.
Hier
werden wir auch
zukünftig mit unseren Partnern im
Bezirk mit unseren
Aktivitäten speziLutz Neumann.
ell auf Prävention
und die Förderung
von Frauen und Männern mit Kindern in Bedarfsgemeinschaften unterstützen. Besonders
die Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt wurde im Hinblick auf die gezielte Unterstützung
von arbeitssuchenden Alleinerziehenden in
2018 weiter ausgebaut.
Im Jahr 2019 soll das Teilhabechancengesetz
in Kraft gesetzt werden. Was ist neu an dem
Förderinstrument?
Die Förderdauer unterscheidet sich von
den bisherigen Instrumenten durch die Dauer,
da bis zu fünf Jahren gefördert werden kann.
Teilnehmen können Menschen die mindestens
sechs Jahre Arbeitslosengeld II bezogen haben
und gar nicht oder nur kurz erwerbstätig waren. Um den Menschen einen Weg zurück in
das Berufsleben zu ermöglichen, benötigen
wir Arbeitgeber und Netzwerkpartner, die
mit uns zusammenarbeiten und sich auch
als Chancengeber verstehen. Wir sind zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird. Hier
können wir auf die positiven Erfahrungen
des ESF-Bundesprogramms zum Abbau von
Langzeitarbeitslosigkeit zurückgreifen. Das
Aktiv-Team unseres Jobcenters konnte mit
ähnlichen Förderungen und Zielgruppen in
den zurückliegenden zwei Jahren über 200
Menschen in Arbeit vermitteln. Ein Vorteil
des neuen Teilhabechancengesetzes ist, dass
wir anders als im ESF-Programm mit allen Arbeitgebern, unabhängig ihrer Art, Rechtsform
oder Branche, zusammenarbeiten können.
Besonders wichtig ist uns, dass wir in diesem
sozialen Arbeitsmarkt sinnstiftende Arbeitsplätze schaffen, die eine echte Teilhabe ermöglichen.
Wie sind die Öffnungszeiten über die Feiertage zum Jahreswechsel im Jobcenter Berlin
Lichtenberg, Herr Neumann?
Während der Weihnachtsfeiertage und an
Neujahr bleibt das Jobcenter Berlin Lichtenberg geschlossen. Ansonsten gelten zwischen
den Feiertagen zum Jahreswechsel die üblichen Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
von 8:00 – 12:30 Uhr, Donnerstag von 12:30 –
18:00 Uhr für Berufstätige.
Aufgrund der Lage der Feiertage zwischen den Jahren haben wir uns entschlossen, am Mittwoch, dem 02.01.2019, das Jobcenter für den Publikumsverkehr von 8:00
bis 12:30 Uhr zu öffnen.

8

BEZIRKS-GESPRÄCH

BEZIRKS-JOURNAL

„Wir sollten die Zivilgesellschaft stärken“

IM GESPRÄCH: Michael Heinisch-Kirch über Fremdenhass, Gewalt durch geflüchtete Jugendliche sowie die Unzufriedenheit über die Politik im Land.

D

er Sozialdiakon Michael Heinisch-Kirch arbeitet seit mehr
als 30 Jahren mit Jugendlichen,
die es im Leben schwer haben. Anfang
der 1990er-Jahre sorgte er bundesweit
für Aufsehen, weil er jungen Menschen
aus der linken und rechten Szene im
Rahmen von Projekten eine sinnvolle Beschäftigung gab. Inzwischen ist er Vorstandsvorsitzender der Sozdia-Stiftung.
Herr Heinisch-Kirch, wer aufmerksam
die Medien verfolgt, wird fast täglich
konfrontiert mit Schreckensmeldungen: Einerseits lesen wir Schlagzeilen
von Gewaltkonflikten, an denen oft auch
geflüchtete Jugendliche beteiligt sind.
Andererseits scheint der Fremdenhass
dadurch Auftrieb zu gewinnen. Welchen
Eindruck hinterlassen diese Ereignisse
bei Ihnen?
Was dort in Chemnitz oder Köthen
passierte, macht mich betroffen – in
zweierlei Hinsicht. Ich sehe junge Menschen mit Flüchtlingshintergrund, die
ihre Heimat verließen, weil sie Mord,
Totschlag und Gewalt begegneten. Ich
weiß das von vielen der von uns betreuten „unbegleiteten Minderjährigen“,
die nun in der neuen Heimat vor zahlreichen Herausforderungen stehen. Sie
müssen ein Asylverfahren durchlaufen,
einen Schulplatz finden, unsere Sprache
erlernen und sich orientieren. Sind sie
erst einmal einigermaßen angekommen,
brechen nicht selten Traumata auf, werden sie von der Vergangenheit eingeholt.
Nicht jedem muss man einen Psychologen zur Seite stellen. Aber erwachsene

„Wir als Zivilgesellschaft
müssen an die Politiker
heranrücken.“
Michael Heinisch-Kirch

Partner an ihrer Seite sind unerlässlich.
Viel zu oft aber sind geflüchtete Jugendliche auf sich allein gestellt. Und da kommen nicht immer konstruktive Handlungen heraus, um es mal vorsichtig zu
formulieren. Da sehe ich durchaus Parallelen zu der Entwicklung vieler Skinheads in den 1990er-Jahren: Die waren
ja auch nicht automatisch gewalttätig
unterwegs – ihre Handlungen und Reaktionen wurden logisch im Ergebnis ihrer
Erfahrungen und Entwicklungen.
Wie aber lassen sich Konflikte, an denen
auch geflüchtete Jugendliche beteiligt
sind, verhindern?
Man muss die Leute einfach einbinden,
sie mitgestalten und mitentscheiden
lassen in ihrem Alltag. Es ist gar nicht
schwer, ihnen ein Angebot zu machen. In
der Praxis haben wir gute Erfahrungen
damit gemacht, immer an dem anzusetzen, was zusammen geht. Nimmt man
sich ein gemeinsames Ziel vor, sind sie
auch dabei. Und das funktioniert immer
– beispielsweise durch die gemeinsame
Aufgabe. Das ist ganz schlicht. Ich habe
die Jugendlichen in den 1990er-Jahren
nicht als links oder rechts betrachtet,

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Michael Heinisch-Kirch im Kaskelkiez. Bis heute engagiert sich der Familienvater sozial für Kinder, Jugendliche und Familien.

sondern als Menschen, die ihre Würde
haben, die ihnen innewohnt. Wenn wir
gegenseitig akzeptieren, dass jeder eine
Würde hat, gelingt es uns sehr schnell,
gemeinsame Punkte, die wir gut finden,
anzugehen. Die Auseinandersetzung
darüber, was nicht zusammen geht, ist
auch wichtig, kann aber erstmal hintenan gestellt werden.
Fremdenhass scheint aktuell (wieder)
weit verbreitet zu sein. Ganz gleich, welche nachvollziehbaren Argumente Politik hervorbringt – viele Menschen fühlen
sich „von denen da oben“ abgehängt.
Was läuft da falsch?
In der Tat erlebe ich, dass sich viele
Menschen ungerecht behandelt und abgehängt fühlen. Das ist schon verrückt.
Denn in der Zeit nach dem gesellschaftlichen Umbruch wurde ja vor allem in den
Ostbundesländern viel Geld investiert,
damit sich die Lebensbedingungen bessern. Allerdings wurden die Leute nicht
hinreichend mitgenommen. Dieses Gefühl, nicht zugehörig zu sein, nicht mitentscheiden zu können, führt latent zu
einer Abgrenzung von der Gesellschaft.
Und dann kommen aktuell zwei Dinge dazu, die Angst machen: Einerseits
entsteht zunehmend der Eindruck, der
Rechtsstaat schaut weg. Andererseits
haben viele Familien angesichts steigender Mieten die Befürchtung, sich nicht
mehr ihre Wohnung leisten zu können.
Das sind Dinge, von denen ich denke,
wir müssen sie in den Griff kriegen: Den
Rechtsstaat verlässlich machen und
eine Sicherheit herstellen.
Wen meinen Sie mit „wir“?
Die Akteure der Zivilgesellschaft, die
vorangehen und sagen: Wir machen das.
Letztlich flankiert von denen, die die Zivilgesellschaft wählt. Also letztendlich

unsere Politiker, egal ob auf kommunaler könnten.
Ebene, im Land oder im Bund.
Wie kann man die Kluft zwischen der
Warum hat es die Politik so schwer, ernst fernen Politik auf der einen und den
genommen zu werden?
ganz realen Problemen der Menschen
Ich sehe da zwei Effekte. Einerseits vor Ort überwinden?
sind die Vorgänge in unserer globalisierLetztlich durch das Erstarken von Ziten Welt komplex. Wem soll man denn vilgesellschaft. Wir als Zivilgesellschaft
erklären, dass nach Griechenland weiß müssen an die Politiker heranrücken.
ich wie viele Milliarden Euro gehen, um Wir haben sie gewählt, sie sollen Aufgadas Land zu retten, während für die Kita ben lösen, und das können sie nur, wenn
oder Schule vor der eigenen Tür keine wir als Zivilgesellschaft stark sind.
Sanierungsmittel vorhanden sind und
die eigenen Kinder kaum wissen, wo sie Allerdings wird auch die Zahl derer, die
dort noch auf die Toilette gehen sollen? nach Alternativen rufen und sich dafür
Das versteht doch niemand. Der andere engagieren, größer.
Da gibt es einige, wenige ScharfmaEffekt ist, dass es unter den Spitzenpolitikern kaum noch profilierte Menschen cher und Antidemokraten, die von sich
gibt. Ich sehe da sehr wenige Menschen behaupten, sie seien eine Alternative. Da
im politischen Raum, die nachwachsen ist jedoch kein Konzept dahinter. Alles
wirkt so, als wäre das Land voller Antidemokraten. Dabei sind die Antidemokraten sehr wenig. Wir müssen die Abgrenzung hinkriegen innerhalb der jetzt
Michael Heinisch-Kirch wurde 1964 in
groß erscheinenden Masse.
Frankfurt (Oder) geboren. Nach Ausbil-

ZUR PERSON

dungen zum Elektromonteur, Rangierarbeiter und Krankenpfleger erlangte er
ein Examen als Sozialdiakon, ein Diplom
als Sozialpädagoge sowie einen Abschluss in Social Management. Seit 1985
ist er in verschiedenen Funktionen für
die Evangelische Kirche tätig, wo er als
Diakon die Jugendarbeit in Lichtenberg
aufbaute. Seit 2013 ist Heinisch-Kirch
Vorstandsvorsitzender der „Sozdia-Stiftung – Gemeinsam Leben Gestalten“. Die
Stiftung ist Trägerin von Kitas, Stadtteilund Familienzentren, von Kinder- und
Jugendklubs und Wohneinrichtungen für
Jugendliche. Darüber hinaus engagiert
sie sich in der Arbeit mit Geflüchteten, in
der Fort- und Weiterbildung, im Bereich
Umwelt und Ökologie sowie Arbeit und
Qualifizierung. Für sein politisches Engagement in DDR-Bürgergruppen erhielt
er zahlreiche Ehrungen. 2015 wurde dem
achtfachen Familienvater das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Die AfD ist mittlerweile in allen Landesparlamenten vertreten. Besteht nicht
die Gefahr, grundsätzlich, dass diese mit
Kräfte sich über einen ganz legitimen
demokratischen Weg an die Macht vorarbeiten und wir dann unsere Demokratie in Gefahr sehen müssen?
Ja, das sehe ich tatsächlich. Letztlich
haben wir es ja auch in anderen Ländern
erlebt: Donald Trump macht sämtliche
Errungenschaften des amerikanischen
Volkes kaputt. Ich habe die Befürchtung,
dass so etwas in Deutschland auch passieren kann. Von daher sehe ich keine
Alternative – wir als Zivilgesellschaft
sind die entscheidenden Akteure zur
Stärkung unseres demokratischen Zusammenlebens.
Das Gespräch führte Marcel Gäding.

BEZIRKS-JOURNAL

BEZIRKS-WIRTSCHAFT

9

Moderne Büros auf Zeit

SERIE STARTUPS IM FOKUS: Der erste Coworking Space in Marzahn entstand auf dem Industrie-Areal der Knorr-Bremse. Von Angelika Giorgis.

F

rei sein, Du selbst sein, positiv,
lebensbejahend – „Kinky“ sagen
dazu die jungen Leute. Aus dem
Englischen übersetzt bedeutet es eher
schrullig oder spleening. Auf jeden Fall
ist es anders, und anders ist auch der
Coworking Space, der im Juli in einem
denkmalgeschützten Backsteinbau im
Gewerbegebiet Georg Knorr seine Türen
öffnete.
Auf 700 Quadratmetern entstand ein
modernes, helles, luftiges Büroensemble.
Bis zu fünf Meter hoch sind die Decken
in der ehemaligen Lagerhalle der einstigen Werkzeugmaschinenfabrik Marzahn. 215 Fenster umgeben von drei Seiten die Schreibtische. Meetingräume, ein
Fotostudio, ein Sportraum, eine Küche
und ein Lounge-Bereich gehören dazu.
Und Paula, der „gute Geist“, der sich um
alle Belange der hier Arbeitenden kümmert: um genügend Papier im Drucker,
um ausreichend Kaffee in der Küche...
Alles in allem: um eine schöpferische
und lockere Atmosphäre. Paula und ihre
Kollegen sind jeden Tag acht Stunden vor
Ort und helfen, wo es geht. Auch wenn
ein Nutzer mal im Urlaub ist und die Post
an ihn weitergeleitet werden muss.
Coworking – „zusammen arbeiten“
– hat seinen Ursprung im Silicon Valley
und bietet in einem offen gestalteten
Büro zeitlich flexible Arbeitsplätze. Sie
werden vor allem von Startups, Freelancern und Kreativen genutzt. Der Vorteil:
Man benötigt kein eigenes Büro, der Aufwand für dessen reibungsloses Funktionieren entfällt und man trifft auf Leute,
die neue Projekte und Geschäftsideen
entwickeln. Mit ihnen kann man sich
austauschen und eventuell auch zusammenarbeiten, denn die offenen Arbeitsbereiche regen zur Kommunikation an.
In den vergangenen Jahren gründeten
sich vor allem in der Berliner Innenstadt
viele solcher Coworking-Spaces. Doch
Platz ist dort knapp, entsprechend hoch
sind die Preise. Nicht selten stehen die
Schreibtische eng beieinander.

Startups im
Fokus

KinkyWork ist der erste Coworking
Space in Marzahn. Hier gibt es nicht
nur genügend Platz, auch die Infrastruktur ist hervorragend und das Ambiente
einzigartig in dem denkmalgeschützten Haus. An den hohen Wänden findet
man Motive vom Lifestyle der Berliner
Clubszene. Es gibt eine Yoga-Ecke, verschiedene Sportgeräte (Sprossenwand,
Springseil oder Matten) und diverse
Rückzugsmöglichkeiten. Wer will, geht
zum Joggen nach draußen.

Modern, hell und freundlich wirken die Gemeinschaftsräume bei Kinkyworks.

FOTO: ANGELIKA GIORGIS

Hier ist möglich, was online nicht geht: sieben Tage. Man kann aber auch ein ankommt.
zu sehen, wie die anderen arbeiten, Rat- Tagesticket erwerben, was besonders Weitere Informationen:
schläge zu geben und anzunehmen. Beim bei Studenten in der Prüfungszeit gut https://berlin.kinkywork.de/
sogenannten Meet-up (Treffen) erfährt
man, womit sich die anderen beschäftigen, welche Pläne sie haben. Solche
Das Medienbüro Gäding ist ein moderner Mediendienstleister mit Sitz in Berlininspirierenden Workshops und NetzMarzahn sowie einer Außenstelle im brandenburgischen Storkow. Unser Fokus liegt
auf der Erstellung von Texten, Fotos, Layouts und der Produktion von Broschüren,
werkveranstaltungen wird es in Zukunft
Büchern, Flyern, etc. Seit 2014 geben wir mit dem Bezirks-Journal eine moderne,
häufig geben.
zeitgemäße Monatszeitung heraus, die sich innerhalb kurzer Zeit fest in der
„Jeder kann hierher kommen und arMedienlandschaft Berlins verankert hat.
beiten, wann er will, ohne allein zu sein“,
erzählt Paula. Es gibt keine ÖffnungsZum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir
zeiten. Etwa 20 Tische stehen auf einer
großen Fläche, die sich noch erweitern
lässt. Obwohl man die anderen sieht, ist
zur unbefristeten Festanstellung in Teil- oder Vollzeit für unseren Standort Berlin.
es sehr ruhig. Jeder, der hier arbeitet, hat
zwölf Quadratmeter für sich. „Bei andeIhre Aufgaben:
ren Spaces sind es oft weniger als die
Als Anzeigenberater (m/w) helfen Sie uns dabei, die bei uns erscheinenden
Hälfte“, weiß Paula.
Zeitungen Bezirks-Journal sowie Lokalanzeiger der Stadt Storkow als
In den vergangenen Monaten nutzten
Werbeplattformen zu vermarkten. Dabei greifen Sie auf einen festen Kundenstamm
das Angebot vor allem Entwickler, Überzurück. Sie beraten bestehende Kunden und unterstützen uns, neue Werbekunden
setzer, Fotografen und Selbstständige,
zu finden.
noch keine Firmen. Paula hofft auf die
vielen kleinen Unternehmen, die sich
Ihr Profil:
Wir wünschen uns Bewerberinnen und Bewerber mit einer abgeschlossenen
hier und in den umliegenden GewerbeBerufsausbildung, kaufmännischem Grundwissen und Lust, in der Medienbranche
parks angesiedelt haben. Sie können die
tätig zu werden. Sie verfügen über ein selbstsicheres Auftreten, arbeiten
Kinky-Meeting-Räume
beispielsweise
eigenständig, besitzen einen Führerschein und einen Pkw. Kenntnisse in gängigen
für Coaching, Seminare, Beratungen oder
Grafikprogrammen (Photoshop, Indesign) runden Ihr Profil ab.
für Kundentermine nutzen.
Die Mitglieder – Paula spricht nicht
Unser Angebot:
von Kunden – kommen entweder mit
Wir bieten Ihnen einen modernen Arbeitsplatz im Osten von Berlin, gut
der S-Bahn zum nahegelegenen Bahnhof
erschlossen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie ein attraktives Festgehalt
Marzahn, mit der Tram oder mit dem
nebst Erfolgsbeteiligung. Darüber hinaus werden Sie von uns intensiv in die neue
Position eingearbeitet. Arbeitszeit und Arbeitsort können nach Absprache mit der
Auto (ca. 30 min. vom Alexanderplatz
Geschäftsleitung flexibel auf Ihren Bedarf abgestimmt werden.
entfernt). Sie finden immer einen Parkplatz vor der Tür. In den umliegenden
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Gebäuden sind auch andere Firmen zu
Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbungsunterlagen. Bitte senden Sie uns diese
Hause oder siedeln sich gerade an, beiausschließlich als zusammenhängende PDF-Datei bis zum 31. Dezember 2018 unter
spielsweise Mr. Cuisine, der sein RestauAngabe Ihres gewünschten Eintrittstermins und Ihrer Gehaltsvorstellungen per Mail
rant seit 2004 betreibt und eine Alteran info@medienbuero-gaeding.de
native zum Imbiss-Angebot im Eastgate
Selbstverständlich werden wir Ihre Bewerbung vertraulich behandeln. Nach
sein möchte.
Abschluss des Bewerberprozesses werden alle von uns erhobenen Daten von nicht
Einen eigenen Arbeitsplatz bekommt
berücksichtigten Bewerberinnen und Bewerbern umgehend gelöscht.
man bei KinkyWork für 149 Euro. Der
„24/7 Zugang“ („rund um die Uhr“),
Medienbüro Gäding, Inh. Marcel Gäding
eine Kaffee-Flatrate, highspeed-Internet
Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin
und eine eigene Postadresse sind darin
Tel. 030 5549 4360 bzw. 033760 206891
enthalten. Die Kündigungsfrist beträgt

Anzeigenberater (m/w)

10 TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

MUSIK | KONZERTE
Weihnachtsoratorium: Konzert der Kantorei
Kaulsdorf am 15. Dezember, 17 Uhr. Karten unter Tel. 030 5677233. Ort: Krankenhauskirche im
Wuhlgarten.
Musikalischer-kabarettistischer
Adventsabend: Marie Luise & Band sind am 16. Dezember um 19 Uhr zu Gast und präsentieren
unter anderem eine launige, humorvolle
Abrechnung mit überforderten Weihnachtsmännern, nadelnden Weihnachtsbäumen und
veganen Weihnachtsgänsen. Karten: 16, erm.
3 Euro. Reservierungen: Tel. 030 5676892. Ort:
Kulturhaus Karlshorst.
Ein wunderbarer Weihnachtswunsch: Konzert
und Lesung am 19. Dezember, 18 Uhr. Es singen die Nachwuchschöre und der Frauenchor
der Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg unter der musikalischen Leitung von
Vera Hahn und Nina Reus, am Klavier begleitet
von Marlene Preubsch. Lydia Kasparick liest
aus „Ein wunderbarer Weihnachtswunsch“ von
Lori Evert. In einem Bilderbuchkino werden
die meisterhaften Fotografien von Per Breiehagern gezeigt. Eintritt frei. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center.
Franky Dickens Band: Konzert am 21. Dezember, 21 Uhr. Karten: Abendkasse 11 Euro, Vorverkauf 9 Euro. Ort: KISTE.
Louis Lewandowski Festival: Auch in diesem
Jahr ist die Krankenhauskirche im Wuhlgarten
wieder ein Veranstaltungsort des bereits zum
achten Mal in Berlin und Potsdam stattfindenden Louis Lewandowski Festivals für synagogale Musik, das diesmal unter dem Motto
„Stern der Hoffnung – Israelische Chormusik“
steht. Am 22. Dezember, 16 Uhr, gibt es ein
Konzert mit dem „Ensemble Barocameri“ aus
Israel. Das Ensemble besteht aus Musikern
und Sängern aus ganz Israel. Es wird geleitet
von Prof. Avner Itai, einer wirklichen Legende
in Sachen israelische Chormusik. Das Repertoire des Ensembles umfasst ausschließlich
Werke für Orchester, Chor und Solisten, wobei
jedem Teilnehmer die Rolle eines Solisten zukommt. Karten: 15, erm. 10 Euro. Bestellungen
unter Tel. 030 562951613. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten.
Vollhardt: Konzert am 22. Dezember, 21 Uhr,
mit Songs von Falco, Kraftwerk, Rio Reise,
Die Ärzte, Rammstein, u.v.m. Eintritt: 10 Euro
(Abendkasse), 9 Euro (Vorverkauf). Ort: KISTE.
Weihnachtskonzert: Der Marzahner Kammerchor unter der Leitung von Wilfried Staufenbiel ist am 22. Dezember, 17 Uhr, zu Gast.
Eintritt frei, Spenden erbeten. Ort: Ev. Gnadenkirche, Alt Biesdorf 59, 12683 Berlin.
„Ein musikalischer Weihnachtsspaziergang“:
Werke aus Barock, Klassik und Romantik mit
Gesangs- und Instrumentalsolisten der Hochschule für Musik Berlin und der Komischen
Oper Berlin am 25. Dezember, 15 Uhr. Künstlerische Leitung und Moderation: Hans-Joachim
Scheitzbach. Eintritt: 15, erm. 13 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.
Larkin Celtic Folk: Eine der dienstältesten
Irish-Folk-Bands Ostdeutschland, die mit viel
Spaß, Energie und Humor die irische Musik zelebriert, ist am 28. Dezember, 21 Uhr, zu Gast
in Hellersdorf. Eintritt: 10 Euro (Abendkasse), 9
Euro (Vorverkauf). Ort: KISTE.
Neujahrskonzert: Andreas Wenske (Oboe)
und Stefan Kircheis (Orgel) präsentieren am
1. Januar, 16 Uhr, Werke von Telemann, Bach,
Rheinberger. Eintritt frei. Um Spenden wird
gebeten. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten.
Lefteris Moumtzis in Concert: Der Singer /
Songwriter aus Zypern ist am 18. Januar, 20
Uhr, zu Gast. Der Eintritt ist frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.

THEATER & KABARETT
Frau Puppendoktor Pille – für Erwachsene:
„Habt Ihr Kummer oder Sorgen...“, ein heiteres Programm von und mit Urte Blankenstein,
am 16. Dezember, 16 Uhr. Eintritt: 12 Euro. Ort:
Freizeitforum Marzahn.

Jacke wie Hose: Kabarett am 21. Dezember, 19
Uhr. Politik ist langweilig? Keineswegs! Richtig
erklärt macht Politik wirklich Spaß! Politkabarett von und mit Gerd Hoffmann. Eintritt: 10,
erm. 8 Euro. Karten: Tel. 030 93661078. Ort: Berliner Tschechow-Theater.

AUSSTELLUNGEN
Impasse: Ausstellung mit Fotografien von
Pasquale Liguori aus Marzahn NordWest. Zu
sehen bis zum 21. Dezember. Ort: Berliner
Tschechow-Theater.
Bronze und Keramik: Ausstellung mit Werken
von Johanna Jura. Zu sehen bis 26. April. Ort:
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf.
Farben erleben: Ausstellung mit Werken aus
der Aquarellmalerei-Gruppe von Hannelore
Schmiedgen, zu sehen bis zum 8. Januar. Ort:
Anton-Saefkow-Bibliothek.
Slant Step Show: Hans HS Winkler zeigt die
„Rekonstruktion“ einer Ausstellung in den
USA von 1966 - eine Bilder- und Geschichtensammlung zu Künstler*innen des 20. Jahrhunderts, die durch ihr politisches Engagement
an der US-Westküste wegweisend für spätere
Generationen wurden. Zu sehen bis zum 15.
Januar. Ort: Studio im HOCHHAUS
e.e. - epreuve d‘essai: Ausstellung mit Drucken
von Magdalena Beger, Daniel Ewinger, Tomoko
Mori, Muriel Tauber – Absolventen der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Zu sehen bis
zum 11. Januar. Ort: rk – Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller.
20 Jahre Ahnengalerie: Jubiläums-Ausstellung
der Malgruppe „Leser malen – Maler lesen“
zeigt Bilder von sechs Mitgliedern der Gruppe,
die in mehrfach wechselnder Zusammensetzung seit 20 Jahren in der Bibliothek besteht.
Unter der Leitung der Künstlerin Marianne
Höhne erleben und gestalten die Mitglieder
gemeinsam Kunst. Zu sehen bis zum 8. Januar. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek im LindenCenter.
Vision 2.2: Ausstellung mit Werken der neuen
Kunstinitiative Marzahn-Hellersdorf. Zu sehen
bis 6. Januar. Ort: Ausstellungszentrum Pyramide.
„…und des Menschen Größe“: Grafiken und
Fotografien zu Gedichten von Johannes R. Becher, Präsentation des Kunstarchiv Beeskow –
Archivierte Kunst aus der DDR mit Werken aus
den Grafikmappen von Falko Behrendt, Christian Brachwitz, Helmut Brade, Manfred Butzmann, Michael Diller, Andreas Dress, Hubertus
Giebe, Konstanze Göbel, Dieter Goltzsche, Ulrich Hachulla, Joachim John, Barbara Köppe,
Wolfgang Mattheuer, Manfred Paul, Christine
Perthen, Wolfgang Petrovsky, Uwe Pfeifer, Helfried Strauß, Ursula Strozynski, Dieter Tucholke, Werner Wittig. Ausstellung bis 25. Februar.
Eintritt frei. Ort: Schloss Biesdorf.
Typobilder - Bilder zum Lesen: Gunnar Riemelt
stellt eine Auswahl seiner typografisch bildhaften Umsetzungen von bekannten Gedichten, Zitaten und Sprüchen aus. Zu sehen bis
zum 12. Februar. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek.
Facettenreiches Lichtenberg: Eine Auswahl
von sechzig Arbeiten aus dem Kunstwettbewerb des Projektes „Wirtschaftsorientiertes
Stadtmarketing“. Zu sehen bis zum 8. Januar.
Ort: Anna-Seghers-Bibliothek.
„life spot“: Ausstellung bis 8. Februar. Zu sehen sind Fotografien der ehrenamtlichen
Tätigkeit von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Künstlerische Leitung: Carola
Rümper. Eintritt frei. Ort: Schloss Biesdorf.
„Hauptsache nichts schriftlich“: Zeichnungen,
Druckgrafiken und Animationsfilme von Jirí
Šalamoun. Der inzwischen 83-jährige Künstler
wurde durch den Maxihund Fíps und andere
beliebte Zeichentrickfiguren für das tschechische Kinderfernsehen bekannt. Zu sehen bis
zum 20. Dezember. Ort: Galerie 100.
„Verspannungen“: Ausstellung mit Malerei,
Holzschnitten und keramischen Köpfen von
Günter Böhme. Zu sehen bis zum 13. Januar.
Ort: Kulturhaus Karlshorst.
„Spurensuche“: Ausstellung mit Bildern von

BEZIRKS-JOURNAL

Inés Bartel aus Rom, Florenz und Venedig. Zu
sehen bis 2. Januar. Eintritt frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.

an. Die Zeitung der 3. Ukrainischen Front berichtete täglich über das Frontgeschehen. Ort:
Deutsch-Russisches Museum.

Soft City – Stadt und Kunst // Japan & Berlin:
Ausstellung bis zum 25. Januar mit Werken
von Künstlern aus Japan und Deutschland. Im
Fokus der künstlerischen Arbeiten der Ausstellung steht immer wieder der menschliche
Maßstab, der im japanischen Stadtraum mit
seiner kleinteiligen Holzarchitektur sehr viel
präsenter ist als im Westen. Ort: Schloss Biesdorf.

„Stein auf Stein - Backsteinbauten in Marzahn-Hellersdorf“: Ausstellung über Zielbauten im Bezirk, Vorstellung von Gebäuden mit
ihrer Bau- und Nutzungsgeschichte sowie
Erläuterung der Ziegelherstellung von Hand
und industriell. Ort: Bezirksmuseum MarzahnHellersdorf. Zu sehen bis 24. Mai. Eintritt frei.

Chamäleon oder das Bedürfnis nach Erneuerung: Ausstellung von Detlef Günther. Der
Forscher, Unternehmer und Künstler Detlef
Günther beschäftigt sich mit den Fragen, warum sich das Sehen immer mehr nach „Innen“
richtet, warum die uns umgebenden Bildwelten das „freie Sehen“ verhindern – sich anschicken, „das Unsichtbare“ zu töten. Günther
verbindet Fresken des Begründers der Renaissancemalerei Giotto mit gegenwärtigen Abbildungen aus Werbung, Wissenschaft und Alltag.
Zu sehen bis zum 28. Februar, immer dienstags
und donnerstags 15-19 Uhr. Ort: Kreisverband
Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen,
Münsterlandstraße 33, 10317 Berlin.
„Niemand ist vergessen“: Ausstellung anlässlich des 80. Jahrestag der Reichspogromnacht.
Initiator: Bündnis für Demokratie und Toleranz. Zu sehen bis 27. Januar. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.
„Landschaften und mehr…“: Malerei von HansJoachim Hoffmann, zu sehen vom 5. Januar
bis 28. Februar. Ort: Bezirkszentralbibliothek
„Mark Twain“.
„Spuren des alten Berlin – Ölbilder“: Ausstellung von Christa Wintel, zu sehen bis zum 31.
Januar. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“.

KINDER & FAMILIE
„Frau Holle“ in der Kirche: Märchenaufführung
des Pankower Stadttheaters am 16. Dezember,
16 Uhr. Eintritt: 1 Euro. Ort: Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Hellersdorf.
Es klopft bei Wanja in der Nacht: Puppentheater nach Tilde Michels, ausgezeichnet mit
dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis, am 16.
Dezember (11/ 16 Uhr), 18. Dezember (10 Uhr),
19. Dezember (10/11.30 Uhr), 20. Dezember (10
Uhr), 23. Dezember (11/ 16 Uhr). Für Kinder ab
3 Jahren. Eintritt für die Vormittagsveranstaltungen nur nach telefonischer Reservierung
unter 030 9917927. Karten: 5,50 Euro (Kinder),
7,50 Euro (Erwachsene). Ort: Das Weite Theater.
Zimbel Zambel: Die Weihnachtsfee: Kleine
Zaubergeschichten und bekannte Kinderweihnachtslieder zum Mitsingen für Kinder ab 2
bis 3 Jahren bis zum frühen Grundschulalter
mit dem Kindertheater Zauberstern am 18.
Dezember, 9.30 Uhr. Eintritt: 4,50 Euro. Anmeldung unter Tel. 030 5616170. Ort: Bezirkliches
Informationszentrum Marzahn-Hellersdorf.
„Wer freut sich auf den Weihnachtsmann?“:
Eine märchenhaft bezaubernde und spannende Weihnachtsgeschichte für Kinder von 5 bis
10 Jahren am 19. Dezember, 19 Uhr. Eintritt: 5
Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.
„Warten auf den Weihnachtsmann“: Aufführung mit Pittiplatsch und seinen Freunden
am 23. Dezember, 16 Uhr. Eintritt: 10, Kinder 8
Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.

GESCHICHTE
Bilder eines Krieges: Bis zum 24. Februar
zeigt das Deutsch-Russische Museum Bilder
der sowjetischen Kriegsfotografin Olga Lander aus dem Zweiten Weltkrieg. Olga Lander
(1909–1996) gehörte zu den fünf Frauen unter
200 sowjetischen Kriegsfotokorrespondenten
während des Zweiten Weltkrieges. Seit 1935
arbeitete sie als Fotokorrespondentin bei der
sowjetischen Jugendzeitung „Komsomolskaja Prawda“. Auch nach Kriegsbeginn im Juni
1941 führte sie ihre Arbeit bei der „Komsomolka“ fort. Schließlich gehörte sie ab Januar 1943 der Redaktion der Zeitung „Sowjetskij
Woin“ (Sowjetischer Kämpfer) als Fotografin

ausgegrenzt – verfolgt – ermordet: Ausstellung über das Schicksal von Sinti und Roma
zwischen 1933 und 1945. Zu sehen bis Ende Dezember. Eintritt frei. Ort: Museum Lichtenberg.
„Inhaftiert in Hohenschönhausen. Zeugnisse
politischer Gewalt 1945-1989“: Dauerausstellung im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis.
Führungen: Einzelbesucher: stündlich 10-16
Uhr (6, erm. 3 Euro), Gruppen (Voranmeldung):
täglich 9-16 Uhr, Eintritt frei. Ausstellung tgl.
9-18 Uhr. Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Staatssicherheit in der SED-Diktatur: Dauerausstellung im Stasi-Museum. Geöffnet Mo-Fr
10-18 Uhr, Sa/ So 11-18 Uhr. Ort: Stasi-Museum/ASTAK e.V.
Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941-1945: Dauerausstellung.
Eintritt frei. Ort: Deutsch-Russisches Museum
Berlin-Karlshorst.

VORTRAG | LESUNG
Prawda - Eine amerikanische Reise: Martin
Jankowski (Berliner Literarische Aktion e.V.)
präsentiert am 19. Dezember, 19.30 Uhr, die
Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe mit
ihrem neuen Roman, in dem sie sich auf eine
Reise nach literarischem Vorbild begibt. Eintritt: 6, erm. 3 Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst.

UMWELT & NATUR
Mobiles Umweltbüro: Nachhaltigkeit, Umwelt
und Natur stehen im Fokus des Beratungsangebots des Mobilen Umweltbüros, das am 8.
Januar von 16 bis 18 Uhr Station macht. Mitarbeiter/innen des Lichtenberger Umweltbüros
informieren zu verschiedenen Themen. Ort:
Linden-Center, Prerower Platz 1.
Thementag Naturkosmetik: Sabine Engert,
Umweltbildnerin bei Naturschutz Berlin-Malchow, wird am 13. Januar, 14 bis 17 Uhr, zum
Thema Naturkosmetik informieren. Alle Teilnehmer/innen können unter Anleitung eine
eigene Creme herstellen. Es wird eine Kostenbeitrag in Höhe von 5 Euro pro Person erhoben. Um Voranmeldung wird bis zum 9. Januar
gebeten. Ort: Umweltbüro Lichtenberg.
Winterspaziergang: Erstmals gibt es einen
Winterspaziergang durch die Falkenberger
Feldmark. Er findet am 6. Januar in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Lichtenberg
statt. Start dieser naturkundlichen Führung ist
um 14 Uhr. Treffpunkt ist der S-Bahnhof Wartenberg, Ausgang Egon-Erwin-Kisch-Straße.
Veranstalter: Naturhof Malchow.
Baum- und Gehölzbestimmung im Winter:
Forstwirt, Botaniker und Fachreferent Bernd
Schulz von der Technischen Universität Dresden ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der
Gehölzbestimmung. Am 19. Januar, 12 Uhr,
erläutert er im Rahmen eines Vortrages, wie
sich Baum- und Straucharten durch Knospen,
Zweige, Stammform und Rinde unterscheiden.
Ort: Naturhof Malchow (Kappensaal), Dorfstraße 35, 13051 Berlin.

KINO
Nosferatu: Stummfilmabend am 15. Dezember,
20 Uhr, mit Richard Siedhoff. Tickets ab 9 Euro.
Ort: Schlossgut Altlandsberg.
Bergkristall: Filmaufführung am 20. Dezember, 19.30 Uhr. Regisseur Joseph Vilsmaier
stellt das Motiv des Hasses zwischen zwei
Vorarlberger Dörfern in den Vordergrund der
Verfilmung der gleichnamigen Erzählung von
Adalbert Stifter… Karten: 6, erm. 3 Euro. Ort:
Kulturhaus Karlshorst.

BEZIRKS-JOURNAL

KULTURNACHRICHTEN FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

11

Puppen, die die Fantasie beflügeln

DARSTELLENDE KUNST: Das „Weite Theater“ muss 2020 ausziehen – nur wohin? Von Birgitt Eltzel.

S

chon eine Woche vor dem ersten
Advent weihnachtet es im „Weiten
Theater“. Die Spielstätte mit dem
Untertitel „Für Puppen und Menschen“
hat mit dem jahreszeitgemäßen Stück
„Der kleine Weihnachtsmann“ die Adventszeit eingeläutet. In der Spielstätte
an der Parkaue sind durchschnittlich
immer rund 90 Prozent der knapp 100
Plätze besetzt. In der Vorweihnachtszeit
aber sind die Künste der Puppenspieler
mehr denn je gefragt. So mussten bereits Zusatzvorstellungen in den Spielplan aufgenommen werden. Denn wann,
wenn nicht jetzt, ist Zeit zum Träumen?
Und wer regt die Fantasie von Kindern
im Kita-Alter, der Haupt-Publikumsgruppe, besser an als Puppen auf einer Bühne?
Es ist die wohl vorletzte Adventszeit
bis 2020, die das „Weite Theater“ im Gebäude des früheren Pionierhauses German Titow an der Lichtenberger Parkaue
gestaltet. Das Puppentheater befindet
sich direkt neben dem „Theater an der
Parkaue”. Nach bisherigen Planungen
soll bereits Anfang 2020 ein weiterer
Sanierungsabschnitt für Berlins Junges
Staatstheater beginnen. Unter anderem
wird der weithin sichtbare Bühnenturm abgerissen und neugebaut, eine
Klimaanlage ins Haus eingebaut. Auch
die Räume im früheren Pionierhaus, die
nach dem kürzlich erfolgten Auszug der
Abteilung Puppenspiel der Hochschule
für Schauspielkunst „Ernst Busch“ leer
stehen, sollen künftig saniert und für die
Freie Szene hergerichtet werden. Das
Puppentheater ist damit von beiden Sanierungsprojekten im Gebäudekomplex
direkt betroffen.
Im „Weiten Theater“ sieht man das
mit Sorge. Denn die Sanierungsarbeiten
werden etwa zwei Jahre dauern. Björn
Langhans, Puppenspieler und Vorstand
des Theatervereins, sagt: „Wir brauchen dringend eine Ausweichspielstätte,
allein mit Gastspielen können wir diese Zeit nicht überbrücken.“ Unklar sei
auch noch, wie es nach der Sanierung
überhaupt weitergehe. Kann das Theater überhaupt am Standort bleiben? Außerdem hätte man gern etwa 100 Qua-

dratmeter zusätzlich in den ehemaligen
Schauspielschul-Räumen, für einen kleinen Probenraum und für die Lagerung
des Inventars. Zurzeit gibt es nur die
etwa 100 Quadratmeter große Spielstätte, wo die ersten Zuschauer nur wenige
Zentimeter vor den Schauspielern mit
den Puppen sitzen, ein kleines Foyer, ein
bescheidenes Büro an einem langen Flur
und weiter entfernt im Gebäudekomplex
ein Lager, das in etwa so groß wie eine
Zweizimmer-Wohnung ist.
Eine Nachfrage von LiMa+ bei den
zuständigen Senatsverwaltungen für
Stadtentwicklung und Kultur gibt Entwarnung: „Dem ‚Weiten Theater’ steht
nach der Sanierung die angestammte
Spielstätte vollumfänglich zur Verfügung“, heißt es in einer gemeinsamen
Antwort beider Verwaltungen. Zudem
solle die Einrichtung schon ab Ende 2018
im Südflügel, wo bisher die Schauspielschüler studierten, einen Raum für eine
Probebühne und einen Büroraum zur
Zwischennutzung bekommen. Die Lagerflächen sollen dort bis zum Beginn der
Sanierung ebenfalls erhalten bleiben.
Auch für eine Ausweichmöglichkeit während der Bauarbeiten gibt es Hoffnung:
„Die Senatskulturverwaltung bemüht
sich intensiv um eine Ersatzspielfläche

für das ‚Weite Theater’ während der ab
2020 anstehenden Bauphase“, wird versichert. Der gesamte Südflügel des 1911
als Höhere Knabenschule erbauten Hauses an der Parkaue soll nach der Sanierung für Künstler, Ensembles und Gruppen der Freie Szene genutzt werden. Das
„Weite Theater“ erhält aus Senatsmitteln
für die Freie Szene jährlich 80.000 Euro
Basisförderung, ist also dort genau am
richtigen Ort.
Vereinsvorstand Langhans (36), Puppenspieler am „Theater des Lachens“ in
Frankfurt (Oder), war in seiner Schulzeit
zum „Weiten Theater“ gekommen. Er ist
in Mahlsdorf aufgewachsen. Das Theater,
gegründet 1992 von Schauspielern und
Musikern aus dem früheren Puppentheater Berlin an der Greifswalder Straße,
spielte in einem ehemaligen Jugendclub
an der Schkeuditzer Straße in Hellersdorf. Es bot jungen Leuten wie Björn
Langhans und Michael Hatzius, bekannt
auch aus dem Fernsehen als der „Mann
mit der Echse“, in seinem Theaterjugendclub Entwicklungsmöglichkeiten. Wegen
steigender Mieten, dem schlechten Zustand des Gebäudes und stetig steigenden Besucherzahlen zog das Ensemble,
das nur zwei festangestellte Mitarbeiter
hat, die Künstler sind Freiberufler, nach
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MUSIK AUF DEM SCHLOSSGUT

22.12.2018, 19 Uhr

Leona Heine, Weihnachtskonzert
„Weihnachten mal bunt“

EC KE!
GL EIC H UM DI E
vom
Nur 7 Autominuten !
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U-Bhf. Hönow entfe

KINO IN DER SCHLOSSKIRCHE

15.12.2018, 20 Uhr

Nosferatu – eine Symphonie des Grauens, Stummfilmkonzert

KULTUR AUF DEM SCHLOSSGUT

23.12.2018, 16 Uhr

Bummelpeters Weihnachtsfest,
musik. Weihnachtsgeschichte für die ganze Familie

VORMERKEN!

22.02.2019, 19 Uhr
Vive la France
23.02.2019, 19 Uhr
DuckTapeTicket – Musical Dinner
09.03.2019, 19.30 Uhr Salt House, zeitgen. Folk aus Schottland
Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation.
Krummenseestraße 1
15345 Altlandsberg
www.schlossgut-altlandsberg.de
info@schlossgut-altlandsberg.de
Tel: 033438 151150

HEIRATEN |
TAGEN | FEIERN
RESTAURANT
SOZIETÄTSBRAUEREI
& BRENNEREI
Öffnungszeiten
Stadtinformation:
Mo-Fr 11-17 Uhr
Sa/ So 11-16 Uhr
Restaurant
tgl. ab 12 Uhr

FOTO: CHRISTINE FIEDLER

Seeräuber im Puppenformat: „Piraten,
Piraten“ in einer Aufführung vom Weiten
Theater.

Lichtenberg. Das Hellersdorfer Gebäude
wurde vor mehr als zehn Jahren abgerissen, der Platz davor heißt jedoch immer
noch „Theaterplatz“.
Mehr als 80 Eigenproduktionen wurden seit 1992 im „Weiten Theater“ aufgeführt, dazu gab und gibt es Kooperationen und Gastspiele. Von Anfang an im
Repertoire ist „Rotkäppchen“, das beliebteste Stück heißt „Bei der Feuerwehr
wird der Kaffee kalt“. Doch nicht nur für
Kinder wird gespielt, es gibt auch Angebote für Jugendliche und Erwachsene
wie „Der weiße Hammer“ und die Fortsetzung „Heiße Wammer“ – Kriminalstücke mit schwarzem Humor. Für Björn
Langhans ist Puppentheater die schönste Form des Theaters. „Die Puppen werden durch die Zuschauer lebendig“, sagt
er. Das Geschehen auf der Bühne entwickle dann eine ganz eigene Dynamik.
„Da können sogar Bauklötze plötzlich zu
Rittern werden – und die Eltern bekommen eine Anregung dafür, wie sie selbst
mit ihren Kindern spielen können.“

ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN
Anna-Seghers-Bibliothek Im Linden-Center,
Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030
92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20
Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr.
Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi
13-20 Uhr, Sa 9-15 Uhr.
Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer
Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee
410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078.
Bezirkliches Informationszentrum MarzahnHellersdorf, Hellersdorfer Str. 151 (nördl.
Seilbahnstation), 12619 Berlin.
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, AltMarzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030 54790921,
Internet: www.museum-marzahn-hellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr.
Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und

Musikbibliothek, Marzahner Promenade
52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10-19.30 Uhr; Mi
14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr
Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Straße 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15
Uhr.
Das Weite Theater, Parkaue 23, 10367 Berlin,
Tel. 030 9917927.
Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin,
Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So
10-18 Uhr.
Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter
Allee 149, 10365 Berlin, Tel. 030 5556719.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi
13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr.
Ev. Kirchengemeinde Biesdorf, Alt Biesdorf
59, 12683 Berlin, Tel. 030 5143593.
Evangelische Kirchengemeinde Berlin-

Hellersdorf, Glauchauer Str. 7, 12627 Berlin,
Tel. 030 9918013.
Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030
5427091.
Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-WolfStraße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr
Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr.
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen,
Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030
98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de
Heinrich von Kleist-Bibliothek, Havemannstr. 17 B, 12689 Berlin, Tel. 030 9339380.
KISTE Kino & Konzerte & mehr am UBahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str. 10,
12627 Berlin, Tel. Tel. 030 9987481.
Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin,
Tel. 030 562969423.

Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr.
Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte
Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030
9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 11-17
Uhr; Mi, Fr 11-15 Uhr
Museum Lichtenberg im Stadthaus,
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030
5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und So
11-18 Uhr.
Naturhof Malchow, Dorfstraße 35, 13051
Berlin, Tel. 030 9279930, www.naturschutzmalchow.de
rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im
Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683
Berlin, tgl. 10-18 Uhr, Di Schließtag, Fr 12-21
Uhr. Telefon: Tel. 030 516567790, Internet:

www.schlossbiesdorf.de
Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150.
Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße
103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854,
Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt:
Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro.
Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13,
10365 Berlin, Tel. 030 5532276.
studio im HOCHHAUS, Zingster Straße 25,
13051 Berlin. Tel. 030 929 38 21.
Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str.
35,13057 Berlin, Tel. 030 92901866.
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BEZIRKS-JOURNAL - Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR: Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
VERLAG: Medienbüro Gäding, Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin | KONTAKT Tel. 030 55 49-43 60, Fax: 030 55 49-43 69, E-MAIL: redaktion@bezirks-journal.de INTERNET: www.bezirks-journal.de
FACEBOOK: www.facebook.com/bezirksjournalberlin | REDAKTION & INTERNET: Marcel Gäding (Ltg.), Volkmar Eltzel (lima+) | ANZEIGEN: Lutz Neumann, Tel. 030 55 49-96 55, E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de | Vertrieb & Verteilung: Eigenvertrieb | E-MAIL: vertrieb@bezirks-journal.de | DRUCK: Pressedruck Potsdam GmbH, Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam
GESAMTAUFLAGE: 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 4/2017 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 17. Januar 2019.

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BEZIRKS-LEBEN

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HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Von der Außenwelt abgehängt

KIEZ-ÄRGER: Der Vermieter mehrerer Häuser in der Gensinger Straße hat die Zufahrtsstraßen zum
Wohnviertel gesperrt. Vor allem ältere Mieter fühlen sich eingeschränkt. Von Marcel Gäding.

V

Inklusionspreis für
Pfeffersport e.V.
Am Internationalen Tag der Menschen
mit Behinderung wurde im Kulturhaus
Karlshorst der vierte Lichtenberger
Inklusionspreis verliehen. Die Vergabe
stand unter dem Motto „Inklusion im
Sport“. Pfeffersport e.V. ist der diesjährige Gewinner des Inklusionspreises.
Pfeffersport e.V. bietet in Lichtenberg
inklusive Sportangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Eines der
Pilotprojekte heißt „Rollisport bewegt
Schule“: 2013 startete Pfeffersport zusammen mit dem Barnim-Gymnasium
diese Aktion. Dabei kommt der inklusive Sportverein einmal im Jahr in das
Barmin-Gymnasium mit knapp 30 Rollstühlen im Gepäck und zwei Übungsleitenden, von denen mindestens einer
ein Handicap hat. Schüler, die laufen
können, dürfen an diesem Tag Rollstühle als Sportgeräte ausprobieren.
Durch diesen Perspektivwechsel baut
der Verein Barrieren zwischen behinderten und nichtbehinderten Schülern
ab. (ba.)

on ihrem Fenster aus hat Marianne Ludwig einen guten Blick
auf die Straße vor ihrer Tür. Und
das, was sich dort manchmal abspielt,
könnte auch aus einem schlechten Film
stammen. Kürzlich fiel ihr ein Streifenwagen der Polizei auf, der mit Blaulicht
vorfuhr und dessen Besatzung fast an
einer Schranke scheiterte. Die versperrt
seit einigen Wochen den Weg in Teile des
Gensinger Viertels – wer keinen Schlüssel besitzt, muss draußen bleiben. Und
das galt in diesem Fall auch für jene
Beamte, die nach Darstellung von Marianne Ludwig an die elf Minuten an dem
neuerlichen Bauwerk rüttelten, das sich
jedoch nicht öffnen ließ. In der Not hob
einer der Beamten die Schranke an, um
für freie Fahrt zu sorgen.
Jene Schranke sorgt seit Wochen für
Ärger. Nur wer einen der seit kurzem
kostenpflichtigen Parkplätze gemietet
hat, bekommt einen Schlüssel für den
Schlagbaum – Mitarbeiter von Pflegediensten, Paketlieferanten, Taxifahrer
oder Bewohner ohne gemieteten Parkplatz hingegen kommen nicht durch.
Und auch Rettungskräfte scheitern den
Schilderungen zahlreicher Mieter zufolge oft an der Zufahrt, weil ein eigens für
sie installiertes Zugangssystem nicht so
richtig funktioniert.
Die beiden Elfgeschosser wurden 1979
errichtet. Viele Mieter sind seit der ersten Stunde Bewohner. Wie andernorts
im Osten der Stadt auch legte man vor
den Häusern großzügige Parkplätze und
Zufahrtsstraßen an. Nun ist es nichts
Neues, dass Hauseigentümer auch bei
den Stellflächen für Autos eine Einnahmequelle sehen und diese gegen Entgelt
an Hausbewohner vermieten. Dass aber
nicht nur die Parkplätze, sondern gleich
eine ganze Wohngebietsstraße dafür gesperrt werden, ist doch relativ neu.
„Im Frühjahr erhielten wir vom Vermieter die Information, dass wir nunmehr Parkplätze für 35 Euro im Monat
anmieten können“, berichtet Mieterin
Renate Kunze. In einem Schreiben, das
LichtenbergMarzahnPlus.de und dem
Bezirks-Journal vorliegt, ist in keiner
Silbe die Rede davon, dass parallel dazu
auch die Straße ins Wohngebiet mittels
einer Schranke gesperrt wird. „Es gab
jedoch Gerüchte in der Nachbarschaft“,
sagt die Rentnerin. Sie konfrontierte
daraufhin ihren Vermieter per E-Mail.

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Nach ihrem Urlaub fand Renate Kunze
eine Nachricht auf ihrem Anrufbeantworter. Sie müsse sich keine Sorgen machen, soll man ihr dort gesagt haben. Als
dann aber Handwerker damit begannen,
sowohl am Anfang der Wohngebietsstraße als auch am Ende die Schranken zu
installieren, war klar: das Gerücht bewahrheitet sich.
Viele der vor allem älteren Mieter fühlen sich im wahrsten Sinne des Wortes
eingeschränkt und ein Stück weit auch
von der Außenwelt abgehängt. Sie bekommen die Auswirkungen der moder-

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Die Abgeordnete Hendrikje Klein (links)
und die Anwohner/innen.

nen Schlagbäume täglich zu spüren. Bei
einem Vor-Ort-Termin berichtet Mieterin Christel Ullrich aufgeregt, dass sie in
der Nacht zuvor so starke Ohrenschmerzen hatte, dass sie sich ein Taxi ins Unfallkrankenhaus bestellte. Der Dame am
Telefon versuchte sie verständlich zu
machen, dass der Wagen aber nicht vor
die Haustür fahren könne, weil es diese
Schranke gibt. Stattdessen solle das Taxi
vorn an der Kreuzung zur öffentlichen
Straße warten. Darauf wollte sich die
Mitarbeiterin vom Taxifunk nicht einlassen. „Also fuhr ich am Morgen mit
öffentlichen Verkehrsmitteln in die Klinik.“ Eine Nachbarin von ihr ist auf den
Fahrdienst angewiesen, der sie mehrmals die Woche zum Arzt bringen soll.
Weil die Zufahrt zum Wohnhaus versperrt ist, muss sie vorn an der Hauptstraße auf das Fahrzeug warten. „Der
Fahrer ruft meist zehn Minuten, bevor
er da ist, an“, sagt sie. Und Anwohner
Eberhard Herden beobachtet regelmäßig, wie Paketfahrer ihr Auto vor dem
Wohngebiet parken, um dann mit Sack-

karren die Bestellungen auszuliefern.
„Das mit der Schranke ist wirklich
frech“, sagt die Abgeordnete Hendrikje
Klein. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus und so etwas wie die letzte Rettung
für die betroffenen Mieter. Umgehend
wandte sich Klein zunächst an das Bezirksamt, das sich aber nicht im Stande
sieht, zu helfen. Die für Baufragen zuständige Bezirksstadträtin Birgit Monteiro (SPD) teilte ihr auf Anfrage mit, dass
es sich um eine Erschließungsstraße für
den Parkplatz handelt. Eigentümer ist
die GSW Immobilien AG, ein Unternehmen des privaten Wohnungskonzerns
„Deutsche Wohnen“. „Ein Grundstückseigentümer muss nur sicherstellen, dass
das Grundstück als solches – also die
Grundstücksgrenze – vom öffentlichen
Straßenland aus erreichbar ist“, erklärt
die Bezirksstadträtin. „Das ist hier weiterhin gegeben.“ Monteiro empfiehlt,
diesen Vorgang privatrechtlich untersuchen zu lassen, denn „grundsätzlich
scheint sich mir hier eine Verschlechterung der Mietsache zu ergeben, da sich
die Erreichbarkeit der Mietsache während der Mietdauer verschlechtert hat“.
Auch rät sie, mit dem Mieterverein oder
der bezirklichen Mieterberatung Kontakt aufzunehmen.
Die Deutsche Wohnen teilt auf Nachfrage mit, dass jene Schranke errichtet wurde, „weil die dahinter liegenden
Parkplätze unseren Mietern vorbehalten
sein sollen und da die üblichen Parkplatzbügel nach unserer Erfahrung keine Option sind“. Diese würden häufig
einfach umgefahren, sagt Referentin
Mira Schnittger. Die Parkplätze seien
auf Mieterwunsch errichtet worden,
da vor allem für Berufstätige aufgrund
eines neuen Wohngebietes gegenüber
und einer angrenzenden Schule abends
nur schwer Parkplätze zu finden wären.
Zudem hätten neben Parkplatzmietern
auch Dienstleister der Deutsche Wohnen sowie Pflegedienste einen Schlüssel.
„Sollte etwa ein Mieter Zugang benötigen – da ihm z.B. Möbel geliefert werden
– kann er den Schlüssel nach vorheriger
Absprache vom zuständigen Hausmeister ausleihen“, erklärt Schnittger.
Die Abgeordnete Hendrikje Klein wird
nun zunächst Hilfe beim Mieterverein
suchen. Zudem überlegt sie, den Fall mit
Rechtsanwälten zu besprechen.
        
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