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Periodical volume

Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal Issue 5.2018,10

EHRENAMT:

RICHTUNGSSTREIT:

Wie Nachbarn „ihre“ Bibliothek
retteten. Seite 4

Warum neue Wohnungen für
Ärger sorgen. Seite 8

Bezirks-Journal

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Kostenlose Monatszeitung für Lichtenberg & Hohenschönhausen | Ausgabe 10/2018 | www.lichtenbergmarzahnplus.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare

Stadtteildialoge nun in
Hohenschönhausen

JAHRESKALENDER 2019

KIEZ-REIHE: Politik und Verwaltung will mit Bewohnern vom
Lichtenberger Norden ins Gespräch kommen.

N

ach dem erfolgreichen Start
der „Stadtteildialoge Lichtenberg“ in Karlshorst wird die
Reihe nun in Hohenschönhausen fortgesetzt. Bis Januar plant das Bezirksamt 14 Veranstaltungen, bei denen die
Bewohner mit Vertretern von Politik
und Verwaltung ins Gespräch kommen
können.
Zum Auftakt gab es eine Lichtinstallation am Prerower Platz sowie ein
Dialoggespräch in der Anna-SeghersBibliothek, hinzu kam eine Radtour
durch die drei Dörfer von Hohenschönhausen. Unter der Überschrift „Dialog
am Feuer“ laden Bezirksbürgermeister
Michael Grunst (Die Linke) und Bezirksstadträte am 27. Oktober (19-21
Uhr) zu einem Gespräch mit Müttern,
Vätern und Großeltern ein. Ort ist die
Jugendfreizeiteinrichtung „Kietzoase“
in der Egon-Erwin-Kisch-Straße 1A.
Im Fokus der Veranstaltungen stehen
auch die baulichen Veränderungen in
Hohenschönhausen. Am 13. November

wird daher um 17 Uhr auf einer Standortkonferenz die Rahmenplanung für
die Großsiedlung HohenschönhausenNord diskutiert. Hier geht es unter
anderem um die Entwicklung rund
um das Ostseeviertel und den Mühlengrund. Die Konferenz findet in der Anna-Seghers-Bibliothek, Prerower Platz
2, statt.
Um die Zukunft geht es auch auf
der Standortkonferenz Welsekiez und
Neu-Wartenberg, die am 27. November
von 17 bis 20 Uhr geplant ist. Die Rahmenpläne werden in der Fritz-ReuterOberschule, Prendener Straße 29, präsentiert.
Geplant sind bis zum Ende der Wahlperiode weitere Stadtteildialoge, die
pro Kiez immer über einen Zeitraum
von gut drei Monaten angelegt sind.
Informationen zu dem Projekt gibt es
auf der Internetseite des Bezirksamtes
Lichtenberg:
www.berlin.de/ba-lichtenberg/
stadtteildialoge

FOTO: MARCEL GÄDING

Schmetterlinge als Botschafter

Stolz präsentieren Doreen Hantuschke vom Umweltbüro Lichtenberg und Umweltstadtrat
Wilfried Nünthel (CDU) den soeben erschienenen Jahreskalender 2019. Jedes Kalenderblatt stellt eine Schmetterlingsart vor, die auch in Lichtenberg heimisch ist. Allerdings
muss man einige Vertreter dieser grazilen Insekten lange suchen, denn sie sind bedroht.
Um dem Artensterben zu begegnen, sollen Rasenflächen in Parks künftig weniger intensiv
gemäht werden. Das Bezirks-Journal hat übrigens für seine Leserinnen und Leser drei
Exemplare dieses schönen Kalenders gesichert. Mehr zum Thema auf Seite 3.

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BEZIRKS-POLITIK

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Alle Zeichen auf Einigung?

KONFLIKT: In den Streit um die Frage, ob Kunst im Gewerbegebiet an der Herzbergstraße gezeigt werden darf, kommt überraschend Bewegung.
Das Bezirksamt hat einen Vorschlag präsentiert, der gut als Kompromiss durchgehen dürfte. Von Marcel Gäding

S

eit Frühjahr gibt es Ärger um die
Nutzung des Gewerbegebiets in
der Herzbergstraße. Dort befinden sich alte Fabrikgebäude und Flächen, die noch aus der Zeit stammen,
als Lichtenberg ein wichtiger Berliner
Industriestandort war. Noch heute wird
am Standort produziert. Allerdings haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr Künstler und Kreative angesiedelt. Viele wurden aus der Innenstadt
verdrängt. In Lichtenberg fanden sie
Platz zu vergleichsweise günstigen Mieten. Einen Namen in der Szene machte
sich die Gegend, als die beiden Kunstsammler Barbara und Axel Haubrok ein
Areal kauften, auf dem einst die Fahrbereitschaft der DDR-Staats- und Parteiführung ihren Sitz hatte. In Anlehnung
an diese vorherige Nutzung erhielt das
Gelände den Namen „Fahrbereitschaft“,
es wurden Ausstellungen und Veranstaltungen organisiert, die von internationalem Publikum besucht wurden und
auf denen sich auch gern Bezirkspolitiker blicken ließen. Haubroks wollten
sogar noch einen Schritt weiter, planten
den Bau einer Kunsthalle.
Doch das ging der Verwaltung zu weit
– aus gutem Grund. Zwar darf nach der
geltenden Bauordnung Kunst produziert werden. Sie auszustellen ist jedoch
planungsrechtlich nicht zulässig, widerspricht zudem gesamtstädtischen Vorgaben für Gewerbegebiete. Ein entsprechendes, wenig ästhetisches Schreiben
aus dem Stadtentwicklungsamt an
Haubroks mit der Androhung von bis zu
500.000 Euro Geldbuße war Auslöser für
einen handfesten Konflikt: Während das
Fachamt von Stadtentwicklungsstadträtin Birgit Monteiro (SPD) unter anderem auf die Einhaltung der Bauordnung
pochte, sprachen Politiker wie Kultursenator Klaus Lederer oder der für Kultur
zuständige Bezirksbürgermeister Michael Grunst (beide Die Linke) sich dafür aus, im Gewerbegebiet auch Kunst
zeigen zu dürfen. Eine Seite befürchtete steigende Mieten und Abwanderung
bestehender Gewerbebetriebe, während die andere Seite Chancen witterte,
Künstlern in Lichtenberg eine Perspek-

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Zwischen Nachdenken und Zuversicht: Birgit Monteiro (links) und Michael Grunst (rechts) beim zweiten Runden Tisch im Rathaus Lichtenberg.

tive zu geben. Bundesweit machte der
Zwist Schlagzeilen, die Feuilletons namhafter Zeitungen wurden plötzlich auf
Lichtenberg aufmerksam. Am Ende sagten die Haubroks nicht nur Veranstaltungen ab, sondern verwarfen auch erst
vor wenigen Tagen ihre Pläne von einer
Kunsthalle. An einem zweiten Runden
Tisch, der vom Bezirksamt organisiert
wurde, um eine Lösung zu finden, nahmen sie mit Verweis auf andere Termine
nicht teil.
Nach Informationen des BezirksJournals eskalierte der Streit nicht nur
intern, sondern führte auch dazu, dass
sich offenbar auch die Senatskanzlei
des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) einschaltete. Hinzu
kamen Schreiben von Kultursenator
Lederer und Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke). Und siehe da: Zum
zweiten Runden Tisch, präsentierte die
Verwaltung eine Lösung in Form eines

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„Rahmenplans“ – einer Art Vorgabe für
ein 125 Hektar großes Areal zwischen
Vulkanstraße,
Josef-Orlopp-Straße,
dem Landschaftspark Herzberge sowie
der Landsberger Allee. Darin enthalten sind Vorstellungen darüber, welche
Nutzungen möglich sind. Eindeutiger
Schwerpunkt bleibt der sogenannte
„produktionsgeprägte Bereich“, in dem
sich bestehende Betriebe, aber auch
Kunstproduzenten wiederfinden. Neu
sind Bereiche, die nach Paragraph 8 der
Baunutzungsverordnung Ausnahmen
bilden. Demnach können unter Absatz
3 „Anlagen für kirchliche, kulturelle,
soziale und gesundheitliche Zwecke“
ausnahmsweise zugelassen werden.
Und genau darauf zielt der Rahmenplan
als mögliche Grundlage künftiger Bebauungspläne ab. Der neue Leiter des
Lichtenberger Stadtentwicklungsamtes,
Klaus Güttler-Lindemann, weist zudem
darauf hin, dass bestehende Gewerbe-

betriebe bislang nicht vertrieben wurden. Allerdings macht er auch deutlich,
dass beispielsweise hochwertige Bürokomplexe nichts in dem besagten Areal verloren hätten, genauso wenig wie
Einzelhandel oder Vergnügungsstätten.
Deutlich ist das Signal auch an die bereits rund um die Herzbergstraße arbeitenden Unternehmen und Nutzer,
wonach diese nun erst einmal Sicherheit haben.
Inzwischen hat das Bezirksamt den
Rahmenplan beschlossen. Nun muss
sich noch die Bezirksverordnetenversammlung zum „Rahmenplan“ positionieren. Am 15. Oktober will der Bezirksbürgermeister zudem die Mitglieder
des Kulturbeirates über die Ergebnisse
des Runden Tisches informieren. „Das
ist ein Weg der kleinen Schritte“, sagt
Grunst. Dazu gehört auch, dass er die
kommenden Tage noch einmal auf die
Haubroks zugehen möchte.

BEZIRKS-JOURNAL | HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG

BEZIRK AKTUELL

Seltene Lichtenberger

NATURSCHUTZ: Im neuen Jahreskalender stehen dieses Mal Schmetterlinge im Fokus. Viele von ihnen sind in
ihrer Art bedroht. Wir verlosen drei Exemplare des Kalenders. Von Marcel Gäding.

D

er Zitronenfalter ist bekannt,
das Tagpfauenauge auch. Doch
nur wenige dürften den Braunen
Feuerfalter oder den C-Falter kennen.
Das ist auch kein Wunder, denn diese
Schmetterlingsarten sind sehr selten
im Bezirk anzutreffen. Zwölf Vertreter
von in Lichtenberg heimischen Schmetterlingsarten will nun der neue Jahreskalender des Bezirksamtes vorstellen.
„Lichtenberger Schmetterlinge – Botschafter der Vielfalt“ lautet der Titel des
Wandkalendariums, das vom Umweltbüro Lichtenberg gestaltet wurde.
Monat für Monat stellen die Autoren
des Kalenders eine Schmetterlingsart
vor, gehen auf ihre Verbreitung, Lebensweise, den Lebensraum und die Gefährdung ein. Dazu geben sie Tipps, an welchen Ort des Bezirks die Schmetterlinge
beobachtet werden können. So hat der
Große Feuerfalter in der Wartenberger
Feldmark seine Heimat, während der
seltene C-Falter am Rummelsburger
Ufer anzutreffen ist. Ergänzt werden
die Informationen von großformatigen
Zeichnungen der Natur im Bild GmbH
sowie Tipps, wie man selbst einen Beitrag dazu leisten kann, die Arten zu erhalten. Und das wird in einer Großstadt
wie Berlin immer schwieriger. Vor allem,

weil immer häufiger kleine Grünflächen
und Biotope verschwinden, wie Lichtenbergs Umweltstadtrat Wilfried Nünthel
(CDU) erklärt. „Die übermäßige Ordnungsliebe in den verbliebenen Gärten
und Parks tut ihr Übriges.“
Schon im Sommer hatte Nünthel darauf hingewiesen, dass sich die wachsende Stadt negativ auf die Tier- und
Pflanzenwelt auswirkt. Verschwinden
Grünflächen oder werden diese zu intensiv gepflegt, bleiben Insekten auf
der Strecke. Diese wiederum stellen jedoch für Vögel und Säuger mitunter eine
wichtige Nahrungsquelle dar. Zumindest die Verwaltung in Lichtenberg will
einen Beitrag leisten, dem zu begegnen.
„Wir sind dabei eine Strategie zu entwickeln, wie man mit Grünflächen so umgeht, dass sie insektenfreundlich sind“,
sagt Nünthel. Das heißt aber auch, dass
die Bezirksgärtner umdenken müssen.
Der Umweltstadtrat denkt daran, in den
Parkanlagen einzelne Flächen nur noch
ein bis zweimal im Jahr zu mähen. „Wir
wissen, dass wir da auf einen Konflikt
steuern“, sagt Nünthel. Einerseits muss
er bei den eigenen Leuten Überzeugungsarbeit leisten. Andererseits rechnet er mit Beschwerden von Anwohnern, denen ein kurz gehaltener Rasen

lieber ist als eine vor sich hinwachsende
Wiese mit Kräutern, Gräsern und Wildblumen. Welche Flächen künftig nur
noch wenig gemäht werden sollen, will
Nünthel allerdings nicht im Alleingang
entscheiden. „Dieser Vorschlag soll von
den Gärtnern selbst kommen.“
Der neue Jahreskalender hat eine
Auflage von 3.000 Exemplaren und ist
ab sofort kostenlos im Rathaus Lichtenberg, im Umweltbüro (Passower Straße
35), auf dem Naturhof in Malchow, in
den Bibliotheken und Bürgerämtern sowie in den Stadtteilzentren erhältlich.
Erfahrungsgemäß ist der Kalender
schnell vergriffen, wie Doreen Hantuschke, die Leiterin des Umweltbüros,
sagt. Daher hat sie für die Leser von
LichtenbergMarzahnPlus.de und vom
Bezirks-Journal drei Exemplare zurückgelegt.
Interessenten können sich bis zum 31.
Oktober per Mail unter info@bezirksjournal.de mit dem Stichwort „Jahreskalender“ oder per Postkarte an Bezirks-Journal, Zur Alten Börse 77, 12681
Berlin, melden. Gehen mehr als drei
„Bewerbungen“ ein, entscheidet das
Los unter Ausschluss des Rechtsweges.
Sämtliche Daten werden nach der Aktion gelöscht.

3

Mitreden über
die Bibliothek
Wie soll die Bibliothek der Zukunft
aussehen? Diese Frage soll nun mit
den Lichtenbergern geklärt werden.
Unter dem Motto „Bibliothek findet
Stadt – Stadt findet Bibliothek” gibt
es dazu am 26. Oktober ab 10 Uhr im
Linden-Center am Prerower Platz einen Aktionstag. Von 10 bis 12 Uhr ist
der mobile Themenraum der Amerika-Gedenkbibliothek mit seinem
Lastenrad zu Gast. Ab 14 Uhr stellen
Mitarbeitende der Anna-Seghers-Bibliothek die interaktiven „Tigerbooks”
vor, die mit Hilfe einer App für Handy
oder Tablet zum Leben erweckt
werden können. Die App kann kostenlos heruntergeladen und für den
umfangreichen Tigerbooks-Bestand
der Bibliothek eingesetzt werden. Außerdem gibt es interaktiven Malspaß
mit einer App, die beispielsweise
Flugzeuge zum Fliegen und Kürbisse
zum Lachen bringen kann. Gern beantworten die Mitarbeitenden auch
alle weiteren Fragen zu den Angeboten der Bibliothek und dem Veranstaltungsprogramm. Zum Abschluss
des Tages lädt um 17 Uhr Der große
Popolino zu einem Kinder-FamilienProgramm ein, zum Zuschauen und
Mitmachen mit Jonglage, Clownerie
und Publikumsspiel. Der Eintritt für
alle Aktionen ist frei. (bzj.)
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BEZIRKS-LEBEN

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

TAG DER OFFENEN TÜR AM EVANGELISCHEN KRANKENHAUS KÖNIGIN ELISABETH HERZBERGE

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ LUTZ NEUMANN

Reise in den menschlichen Körper

Ganz vorsichtig tastet sich Dr. med. Ulrich Liebeskind vom Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) mit Instrumenten durch einen Körper: Der Blick in die OPSäle war einer der Höhepunkte des Tages der offenen Tür, zu dem das KEH eingeladen hatte. Mehrere Hundert Besucher ließen sich die Arbeit des traditionsreichen wie modernen
Krankenhauses aus erster Hand erklären. In diesem Jahr stand der Tag im Zeichen zweier Jubiläen: Vor 175 Jahren wurde das Krankenhaus gegründet, seit 125 Jahren begann es mit
seiner Arbeit im Lichtenberger Stadtteil Herzberge. Heute verfügt das KEH über 14 Fachabteilungen, sechs hoch spezialisierte Zentren und sieben Tageskliniken.

Zur Buchausleihe in den Keller

ALT-HOHENSCHÖNHAUSEN: Ehrenamtliche führen die Bücherstube in der Konrad-Wolf-Straße 99 – rund 7.000 Exemplare können kostenlos
ausgeliehen werden. Nur durch das Engagement kann die Arbeit der einstigen Mathilde-Jacob-Bibliothek fortgesetzt werden. Von Steffi Bey.

G

elesen hat Roswitha Baier-Sieslack schon immer viel und gerne:
Und das nicht nur aus beruflichen Gründen. Die 71-Jährige war bis
zu ihrem Ruhestand als Rechtsanwältin und Notarin beschäftigt. Als sie vor
ungefähr fünf Jahren an der KonradWolf-Straße einen Aushang las, auf dem
„Krimis für die Bücherstube gesucht“
wurden, zögerte sie nicht lange. Die
rüstige Seniorin sortierte zu Hause
ihre Bücherregale aus: Im Nu waren
zwei Plastikbadewannen mit Kriminalromanen gefüllt. „Rund 300 Exemplare
kamen zusammen“, berichtet die AltHohenschönhausenerin. Ihre „gesammelten Werke“ brachte sie in die „Galerie 100“, in der sich die Bücherstube
befindet.
Schon damals stemmten ausschließlich Ehrenamtliche die Ausleihe. Seit
Schließung der Bezirksbibliothek „Mathilde Jacob“ im Jahre 2003 ist das an der
Konrad-Wolf-Straße 99 so. Engagierte
Anwohner verhinderten damals die endgültige Schließung der großen Bibliothek, die der Bezirk aus Kostengründen
aufgab. Kurzerhand wurde der Keller
zur Bücherstube umfunktioniert.
Zwischen 6.000 und 7.000 Exemplare
stehen dort inzwischen dicht gedrängt
in den Regalen. Roswitha Baier-Sieslack
schätzt, dass ungefähr ein Drittel aus
der ursprünglichen Bücherei stammt.
Die meisten anderen wurden gespendet.
Dass die rüstige Seniorin mittlerweile sämtliche Werke mindestens einmal
in der Hand hielt, war notwendig: Denn
sie nahm sich die Zeit und sortierte den
gesamten Bestand. „Ich habe aufge-

FOTO: STEFFI BEY

Roswitha Baier-Sieslack engagiert sich ehrenamtlich in der Bücherstube, die sich direkt
unter der Galerie 100 befindet.

räumt, Ordnung reingebracht und auch
abgespeckt“, sagt die freundliche Dame.
Überholte Sachliteratur und viele mehr
als 30 Jahre alte Lexika flogen raus.
„Damit kann doch niemand mehr etwas
anfangen“, begründet sie. Zudem musste Platz für neues Material – wie beispielsweise Reiselektüre – geschaffen
werden. Auch in diesem Bereich stammt
ein Großteil der Bände aus ihrem Privatbestand.
Wenn jemand zum ersten Mal in die
Bücherstube kommt, führt Roswitha
Baier-Sieslack die Neuen gerne durch
die Räume im Keller.
Die meisten Interessierten sind Frauen jenseits der 60. Es gibt viele Stamm-

besucher, die vor allem Krimis mögen,
aber auch Biografien, historische Literatur sowie Bücher über Berlin und die
Umgebung ausleihen. „Eine Seniorin
nimmt sich jedes Mal 20 Krimis mit,
packt sie in den Rollator und bringt alles nach einem halben Jahr zurück“,
erzählt die Ehrenamtliche. Obwohl sie
selbst anfangs die „ganzen PaperbackEinbände nicht besonders schick fand“,
kann sie den Pappumschlägen inzwischen sogar etwas abgewinnen. „Weil
sie leicht und biegsam sind, was die
alten Damen mögen, denn sie lesen ja
meistens im Bett.“
Viele, die einmal wöchentlich zur Bücherstube kommen, nutzen den öffent-

lichen Ort auch zum Schwatzen und
Gedankenaustauschen. Für Roswitha
Baier-Sieslack steht das aber nicht im
Vordergrund. Sie engagiert sich, weil
sie sich mit Büchern auskennt, gut mit
Menschen umgehen kann und weil „es
eine nützliche, überschaubare Tätigkeit
ist“. „Es macht mir Freude“, sagt sie.
Rund 30 Leute aus der nahen Umgebung kommen monatlich in die Ausleihe. Das weiß die Rentnerin, weil sie eine
Statistik führt. Rosemarie und Bernd
Sedmihrabsky gehören seit vielen Jahren zu den Stammbesuchern. „Wir finden hier immer etwas Interessantes“,
sagen beide. Manchmal spenden sie
auch eigene Bücher.
Das schätzt die ehrenamtliche Bibliothekarin sehr. Doch sie betont: „Wenn
jemand Bücher abgeben möchte, soll er
unbedingt vorher anrufen, damit wir
wissen, um welche Werke es sich handelt.“ Wichtig sei nicht nur der Inhalt,
sondern auch die Optik. Doppelte Bücher sind in der Stube nicht zu finden
– die werden aussortiert: Weil dafür
der Platz nicht reicht. Manchmal nimmt
sich die einstige Rechtsanwältin selbst
mal ein Werk mit nach Hause. Sie liest
unter anderem gerne Günter Grass oder
Sibylle Berg. Die wöchentliche Ausleihe
absolviert sie zumeist mit einem gleichgesinnten Senior aus Alt-Hohenschönhausen.
Bücherstube in der „Galerie 100“,
Konrad-Wolf-Straße 99: kostenlose
Ausleihe dienstags, 10 bis 12 Uhr und
jeden vierten Donnerstag, 15 bis 17 Uhr.
Telefon: 030-9711103

BEZIRKS-JOURNAL | HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG

BEZIRKS-KULTUR

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Künstler und Publikum ganz nah

LANGE NACHT DER BILDER: Zum elften Mal öffneten 170 Künstler an 33 Lichtenberger Orten ihre Ateliers und Werkstätten und zeigten
interessierten Besuchern ihre Werke. Ein Rückblick. Von Angelika Giorgis.

E

igentlich müsste diese Veranstaltung „Lange Nacht der Kunstwerke“ heißen, denn es sind nicht nur
Bilder zu sehen. Das Angebot reicht von
Tanz und Performance, Video und Film,
Musik, Keramik bis hin zu Malereien, Fotografien und Collagen.
Den Startschuss gibt der Bezirksbürgemeister Michael Grunst (Die Linke) in
der Hohenschönhausener Jugendkunstschule (Demminer Straße 4). Dieser Ort
ist klug gewählt, wird hier doch Kindern
und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, ihre Kreativität in der Malerei,
Textilgestaltung, beim Objektbau und
plastischen Gestalten, bei digitaler Bildbearbeitung und Layout zu entfalten.
Erstmals führen kostenfreie Bustouren zu verschiedenen Kunstorten. Wir
starten in den Studios ID in der Genslerstraße 13, wo die Staatsicherheit der DDR
in den 1980er-Jahren Überwachungsanlagen, Kameras und Tarnausrüstung
entwickeln und bauen ließ. Heute arbeiten, gestalten und wirken in 270 Ateliers
internationale Künstler, Designer, Fotografen, Architekten und Bildhauer. 30
von ihnen öffneten den Besuchern ihre
Türen. Dazu animiert hatte sie die Fotografin Jessica Grossmann, die mit ihrem Partner, dem Maler Michael Adam,
in diesem Haus arbeitet. „Viele Künstler
hier sind noch nicht durch eine Galerie
vertreten. Die Lange Nacht ist eine gute
Gelegenheit sich vorzustellen“, erklärt
die Fotografin, die an diesem Abend Reisefotografien aus Ägypten zeigt.
In den hellen Ateliers begrüßen die
Künstler Besucher und beantworteten
ihre Fragen. „Wann spricht man von ei-

FOTO: ANGELIKA GIORGIS

Gut besucht: Die Alte Gießerei in der Herzbergstraße.

nem Künstler?“, will die Rentnerin Frau
Schmidt wissen, und Adrian aus dem
Studio „x100“ antwortet: „Wenn man
halbwegs gut durchs Leben kommt.
Dann ist man ein Lebenskünstler.“ Der
Schweizer und seine Partnerin Lea fertigen Fotografien und Videos an. In Texten zeigen sie Verhältnisse auf: „Raising
no child instead of one“ oder „Using six
lipsticks instead of none“ ist da an der
Wand zu lesen.
Elke Henrika Fischer und Caroline
Gutlé teilen sich ein Atelier. Dort hängen Bilder, Zeichnungen und Objekte, die
Spuren einer utopischen Reise in sich
tragen. So ein roter, glasierter Würfel.
„Ich arbeite gern mit dem Zufall“, sagt
Gutlé, die irgendwann den Würfel von
der Decke hängen ließ. Ihre Skulpturen
und Installationen bestehen aber meistens aus Stoff. Fischer malt wiederum

mit Tusche und Acryl und versetzt diese mit Brennspiritus oder Alkohol. „Die
Farbe macht ihr eigenes Profil“, meint
sie. Seit zwei Jahren ist sie hier, Carolin
Gutlé bereits seit zehn.
Im ehemaligen Industriegebiet der
Herzbergstraße erwartet uns eine interdisziplinäre Ausstellung mit unterschiedlichen Werken von Mitgliedern
des Vereins Alte Gießerei Berlin e.V.
In den Werkstätten und Ateliers werden Kunstwerke, Designobjekte und
Schaffensprozesse präsentiert. Mode,
Schmuck, Fotografie, Druckgrafik, Zeichnung, Konzeptkunst. Objekte, Modelle,
sowie Installationen mit Sound und Maschinen sind zu sehen. Hier treffen wir
auch die Teilnehmer einer der drei Fahrradtouren – hauptsächlich junge Leute
und Familien mit Kindern. Die Fahrradtouren führen in dieser Nacht über fünf,

Sicherheit rund um
Haus und Hof

neun oder 17 Kilometer zu den künstlerischen Orten des Bezirks.
In einem netten Bistro stärken wir
uns und bedauern, das musikalische
Programm zu verpassen, denn auf der
anderen Seite der Herzbergstraße in der
„Garage 50“, einem Atelier für Kunst und
Tanz, werden tänzerische und performanceartige Kurzstücke geboten. Verschiedene darstellende Künstler arbeiten seit einem Jahr auf dem Gelände der
Fahrbereitschaft.
Im Museum Lichtenberg in der
Türrschmidtstraße 24 ist der nächste
Busstopp. Für die Ausstellung in seinem
Café veranstaltet das Kunstamt einen
Wettbewerb. Künstler, die kein eigenes
Atelier haben, konnten sich bewerben.
Nun präsentiert Nelson Jamal seine
Werke. Sein Herz schlägt für Kunst im
urbanen Raum und vor allem für Wandmalerei. Seine Arbeiten reichen von
Zeichnungen über Bühnenbilder bis hin
zu Animationsfilmen. Im Stadthaus-Café
erwartet uns sein knapp fünfminütiger
Zeichentrickfilm nach einer Oper von
Wolfgang Amadeus Mozart „Idomeneo
in bewegten Bildern“.
Unsere Tour endet zwischen den Plattenbauten an der Frankfurter Allee. Dort
steht das vom Kulturring betriebene
Studio Bildende Kunst in der ehemaligen „Villa Skupin“. Patrick Fauck zeigte
seine Ausstellung „Welcome inside my
brain“ – Lithogaphien, Linolschnitte und
Lichtdrucke. Der Künstler hat am späten
Abend noch auf uns gewartet und beantwortet gern Fragen zu seinen Werken,
während Tatjana Kan Porträts der Besucher zeichnet.
– Verlagssonderthema –

Geld vom Staat für ein sicheres Haus

FÖRDERMITTEL: KfW Bankengruppe unterstützt Haus- und Wohnungsbesitzer finanziell dabei, ihr Eigentum sicherer zu machen.

A

b sofort können private Eigentümer und Mieter wieder Zuschüsse bei der KfW beantragen, um
ihr Haus sicherer zu machen. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und
Heimat (BMI) erhöht die verfügbaren
Fördermittel für Einbruchschutz für
dieses Jahr auf 65 Millionen EUR. Bislang standen 50 Millionen EUR für die
Einbruchschutzförderung bereit. Das
BMI und die KfW reagieren damit auf die
anhaltend hohe Nachfrage für den Einbruchschutz.
„Die hohe Nachfrage nach der KfWZuschussförderung für den Einbruchschutz zeigt die große Relevanz der
Programme“, sagt Ingrid Hengster,
Vorstandsmitglied bei der KfW-Bankengruppe. „Ich freue mich, dass durch die
Aufstockung der Fördermittel für den
Einbruchschutz noch mehr Menschen
in Deutschland in eine komfortablere

Wohnqualität sowie in die Sicherheit ihrer Wohnungen und Häuser investieren
können.“
Das BMI und die KfW hatten im
März des Vorjahres im Rahmen von
Produktverbesserungen für die Förderung des Einbruchschutzes den Mindestinvestitionsbetrag abgesenkt und

im September 2017 eine gestaffelte Zuschussförderung eingeführt. Im Vorjahr
wurden, gestärkt durch die Produktverbesserungen, rund 80.000 Wohneinheiten mit einem Zuschuss für den Einbruchschutz gefördert.
Zudem können ab jetzt wieder Anträge für barrierereduzierende Maßnah-

men gestellt werden. Das Bundesinnenministerium stellt hierfür 75 Millionen
EUR für 2018 zur Verfügung.
Förderantrag über Internet stellen

Das BMI und die KfW fördern mit Investitionszuschüssen bauliche Maßnahmen in Wohngebäuden, mit denen Barrieren im Wohnungsbestand reduziert
und die Sicherheit erhöht werden. Private Bauherren und Mieter können ihren
Förderantrag vor Beginn der Vorhaben
einfach im KfW-Zuschussportal online
stellen und erhalten innerhalb weniger
Augenblicke ihre Förderzusage.
Informationen zu den Fördermöglichkeiten sind auf der Internetseite:
www.kfw.de/info-zuschussportal
oder
über das KfW-Infocenter unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 539
9002 erhältlich.

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BEZIRKS-KULTUR

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

FOTOS: STEFFI BEY

Christina Schulz, Saskia Wenzel und Gregor Kalin freuen sich über die verbesserten Arbeitsbedingungen in der Jugendkunstschule.

Kurse ohne Krach und Baulärm

NEU-HOHENSCHÖNHAUSEN: Bei laufendem Betrieb wurde die Jugendkunstschule Lichtenberg an der Demminer Straße saniert: Das Ergebnis
kann sich sehen lassen. Von Steffi Bey.

S

chon die Fassade ist ein echter
Hingucker geworden: Breite, rot
abgesetzte Streifen gehen in blaue
und ockerfarbige Bereiche über. Wie ein
bunter Rahmen wurde das „Gesicht“
der Jugendkunstschule (JuKs) Lichtenberg in Szene gesetzt. „Wow – es ist ein
schönes Gefühl, das alte Haus in seinem
neuen Gewand zu sehen“, sagt Christina Schulz und lächelt.
In diesen Tagen kann sie das erste
Mal seit ungefähr drei Jahren ein bisschen durchatmen. Denn hinter der Leiterin und ihrem engagierten Team liegen besonders kraftaufwendige, an den
Nerven zehrende Monate. Bei laufendem Betrieb wurde das gesamte Ensemble auf dem Grundstück an der Demminer Straße in Neu-Hohenschönhausen
umgebaut.
In einem ersten Abschnitt entstand
aus dem einstigen Gartenhaus im hinteren Teil des Geländes eine moderne
Kunst-Kita. Die Werkstätten und Ateliers, die sich dort befanden, mussten in
das vordere Gebäude – einen typischen
DDR-Kitabau von 1985 ziehen. Klingt
erst einmal logisch, war aber mit logistischen Höchstleistungen verbunden
und nur durch viel Verständnis der
Kursteilnehmer sowie dem Tatendrang
der Künstler und Pädagogen möglich.
„Umgezogen wurde innerhalb des neuen JuKs-Hauptgebäudes während der
zweijährigen Bauphase eigentlich ständig“, berichtet Christina Schulz. „Mit
einer Menge Provisorien und unter
Lärm war es oft schwierig die Angebote
aufrecht zu erhalten“, sagt der DiplomKünstler Gregor Kalin. Und auch die Ma-

lerin und Grafikerin Saskia Wenzel, Vorstandsvorsitzende vom Verein Albus,
dem Träger der Jugendkunstschule, betont: „Wir haben wirklich alle eine Menge Idealismus, Eigeninitiative und eine
riesige Portion Optimismus an den Tag
gelegt.“ Zudem lobt sie die gute Zusammenarbeit mit den Buddensieg Ockert
Architekten (BOA) und den Baufirmen.
Die neue Kunstkita ARTKI wurde
bereits im Frühjahr 2016 eröffnet. 60
Mädchen und Jungen genießen dort
eine ganz besondere Förderung: Jedes
drei- bis fünfjährige Kind kann sich einmal wöchentlich in einer Werkstatt der
Jugendkunstschule ausprobieren. „Wir
gehen dabei auf spezielle Kita-Themen,
wie beispielsweise Wasser, ein“, sagt
Saskia Wenzel.
Nach den Herbstferien, ab November,

wird sich der tägliche Betrieb in der sanierten Jugendkunstschule systematischer und für alle Beteiligten einfacher
gestalten. „Ich gehe davon aus, dass
dann sämtliche Werkstätten an ihrem
richtigen Ort untergebracht sind“, sagt
die JuKs-Chefin. Im ehemaligen Keller
– jetzt wird es Untergeschoss genannt
– stehen vier neue Kreativ-Räume zur
Verfügung: ein PC-Kabinett, eine Druckwerkstatt, ein Mehrzweck- und Tanzraum sowie ein Fotolabor. Große Fenster lassen viel Licht hinein und erinnern
nicht mehr an den einstigen Lager-Bereich.
Auch die beiden oberen Etagen sind
hell, modern, mit Holzverzierungen und
vor allem großzügig gestaltet. Es gibt
unter anderem eine Filz-, Textil-, Bau-,
Plastik-, Graffiti- und Bildhauerwerk-

Die farbenfrohe Fassade ersetzt das Grau aus DDR-Zeiten. In dem Gebäude der Jugendkunstschule befand sich einst ein Kindergarten.

statt sowie einen Keramikbereich und
die Möglichkeit zum Töpfern.
Das gesamte Gebäude wurde energetisch saniert: Dazu gehören neue Fenster, neues Dach sowie das Aufbringen
eines Wärmedämmverbundsystems an
der Fassade. Im Zuge des Kitaausbaus
wurde bereits die Heizungsanlage erneuert. Außerdem ist die Jugendkunstschule jetzt durch die Installation eines
Aufzuges behindertengerecht.
Zu den Highlights gehört die Neugestaltung des Eingangs. An dieser Stelle
wurde die Fassade verglast und bis ins
Obergeschoss erweitert. Entstanden ist
ein Lichthof, der künftig als Eingang
und Ausstellungsfläche dient.
Mehr Platz steht nun ebenso für das
„Team Schule“ bereit. „Ab Herbst können bei uns jeden Mittwoch gleichzeitig
zwei Schulklassen praktischen Kunstunterricht durchführen.“
Für die umfangreiche Sanierung der
JuKs standen rund 1,9 Millionen Euro,
davon 1,697 Millionen aus dem Programm Stadtumbau Ost, zur Verfügung.
Eine offizielle Einweihungsfeier soll
voraussichtlich im Frühjahr 2019 stattfinden, wenn die Außenanlagen fertig
sind. Und auch ein Jubiläum gibt es
nächstes Jahr. Dann wird die Jugendkunstschule 25 Jahre alt. „Das feiern wir
im Herbst“, kündigt Christina Schulz
an.

Weitere Informationen zur JuKs, Demminer Straße 4, 13059 Berlin, unter Tel.
030 9248873 oder unter
www.juks-lichtenberg.de

BEZIRKS-JOURNAL | HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG

BEZIRKS-KULTUR

7

Eine Institution im Kiez

JUBILÄUM: Die Buchhandlung am Tierpark blickt auf 35 Jahre Geschichte zurück. Seit 20 Jahren führt Sigrun Lucht das Geschäft. Obwohl digitale
Medien den Buchabsatz beeinträchtigen, hat das gedruckte Wort ihrer Ansicht nach Zukunft. Von Volkmar Eltzel.

W

er vor Kurzem etwas in der
„Buchhandlung am Tierpark“
an der Dathepromenade kaufte, erhielt von Inhaberin Sigrun Lucht
schon mal eine Piccolo-Flasche Sekt als
Geschenk dazu. „Das ist mein kleines
Dankeschön an die treuen Kunden“, sagt
sie. Denn die gelernte Bibliothekarin
übernahm im September vor 20 Jahren
das Geschäft. Sie hat den Schritt in die
Selbstständigkeit bis heute nie bereut,
sagt die Unternehmerin. „Auch, wenn
es schwierige Zeiten gab.“ Ebenfalls im
September, jedoch schon vor 35 Jahren,
wurden der Buchladen und die Stadtbibliothek Lichtenberg, heute Bodo-UhseBibliothek, in der Etage darüber eröffnet. Eine perfekte Symbiose. Über die
Jahre haben sich beide zu Institutionen
im Kiez entwickelt. Viele Kunden kennt
Sigrun Lucht mit Namen. „Man kommt
über die Bücher unwillkürlich miteinander ins Gespräch“, sagt sie. Auch über
die Sorgen und Freuden des Alltags.
„Wir organisieren regelmäßig Veranstaltungen bei uns, auch Konzerte.“
Manchmal gehe auch etwas schief. „Wir
haben mal einen Film spiegelverkehrt
geschaut“, sagt Sigrun Lucht. „Die Leute, die kommen, mögen uns – alles kein
großes Ding.“ Sie mache ohnehin nur Sachen, die ihr und anderen Spaß bereiten.

FOTO: VOLKMAR ELTZEL

Sigrun Lucht in ihrer Buchhandlung. Seit 20 Jahren ist sie deren Chefin.

Ihre Buchhandlung sieht sie als einen
sozialen Ort zum Plauschen, Lesen und
Kaffee trinken. Stammkunden wissen:
Wenn sie etwas Nettes für sich selbst
oder zum Verschenken suchen, dann finden sie‘s in der Buchhandlung am Tierpark.
Die Buchhandlung am Tierpark verströmt schon beim Betreten eine Wohlfühl-Atmosphäre. Eine simple, kleine
Rampe am Eingang macht die Stufe für
Rollator- und Rollstuhl-Fahrende sowie
für Kinderwagen leicht überwindbar.

Gleich hinter dem Eingang links befindet sich die Shop-in-Shop-Theaterkasse
Spectrum. Die Wände des 200 Quadratmeter großen Verkaufsraumes leuchten
farbenfroh. Unzählige neue Bücher in
den Regalen – Romane, Krimis, Reiseführer, Schul- und Sachbücher – verströmen
den unverwechselbaren, leichten Duft
der gedruckten Erkenntnis, die nur daraufwartet, erlesen zu sein. Sigrun Lucht
kennt ihre Bücher aus dem Effeff. Sie hat
viele davon selbst gelesen und berät die
Kunden kompetent.

Sessel und Tische laden zum Verweilen und Schmökern ein, während sich
die Kinder in einer eigens eingerichteten
Spielecke vergnügen. Auch die aktuellen
Tageszeitungen und das Bücherjournal können studiert werden. Selbstverständlich sind alle Buchtitel, DVDs, Hörbücher und Musik-CDs auch bestellbar.
Meist liegen sie schon einen Tag später
zur Abholung bereit. Eine Papeterie mit
vielen überraschenden Kleinigkeiten
komplettiert das Angebot.
Was ist anders im Vergleich zu 1998?
„Das Buchangebot ist reichhaltiger geworden, doch auch die Lesegewohnheiten der Menschen haben sich verändert“, erklärt die Expertin. Sicher auch
durch den Einfluss digitaler Medien. „Es
werden nicht mehr so viele Bücher wie
früher gekauft. Ich glaube 12 bis 25-Jährige lesen heute weniger“, sagt sie. Hat die
Selbstständige früher drei bis vier Verkäuferinnen in Vollzeit beschäftigt, sind
es heute noch eine 20-Stunden-Kraft
und eine Mitarbeiterin auf 450-Euro-Basis. Das tut der Geschäftsfrau, die vorher
auch als Sozialarbeiterin tätig war, in
der Seele weh. Dennoch schaut sie optimistisch in die Zukunft: „Wir haben uns
breit aufgestellt und das gedruckte Buch
wird immer einen besonderen Lesegenuss bieten.“
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8

BEZIRKS-WIRTSCHAFT

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Zähes Ringen um freie Flächen

STADTPLANUNG: Private Investoren wollen an der Rhinstraße einen Wohnpark errichten. Die Rede ist von mehreren Tausend Wohnungen.
Allerdings ist das Areal planungsrechtlich Unternehmen vorbehalten. Das führt zum Konflikt. Von Marcel Gäding.

A

n der Rhinstraße nahe der
Landsberger Allee könnte nach
den Vorstellungen privater Investoren ein Wohnpark mit mehreren
Tausend Wohnungen entstehen. Die
werden in Lichtenberg dringend benötigt. Das Problem: Ein Teil des Areals
wird von Unternehmen genutzt, während andere Gewerbeflächen seit Jahren brachliegen – ein gutes Potenzial,
um Platz für Betriebe zu schaffen, die
andernorts in Berlin verdrängt werden.
Doch die Eigentümer versprechen sich
mit neuen Wohnungen eine deutlich höhere Rendite. Nun muss der Bezirk die
Frage klären, ob er Wohnen an dieser
Stelle zulässt oder Unternehmen den
Vorzug gibt. In der September-Sitzung
der Bezirksverordnetenversammlung
(BVV) entbrannte darüber ein handfester Streit zwischen der SPD-Fraktion
einerseits sowie der CDU-, AfD- und
Linksfraktion andererseits.
Auslöser ist ein „Rahmenplan“, den
die Stadtentwicklungsverwaltung des
Bezirks in Auftrag gegeben hat. Auf 69
Seiten legt die renommierte „Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG“
dar, welche Möglichkeiten es auf dem 22
Hektar großen Areal gibt. „Die Rahmenplanung soll dazu dienen, potenzielle

Nutzungskonflikte zwischen Gewerbeund Wohnnutzungen zu vermeiden“,
heißt es in dem Papier. Konkret geht es
um Flächen im Hinterland der Rhinstraße, die vor allem zu DDR-Zeiten intensiv
gewerblich von Volkseigenen Betrieben,
kurz VEB, genutzt wurden. Während
alte Hallen dem Höffner-Möbelhaus,
dem Globus-Baumarkt und dem IkeaEinrichtungshaus wichen, eroberte sich
im hinteren Teil die Natur das Gewerbegebiet zurück. Jahrelang interessierte
sich niemand für die Flächen – bis private Investoren die Immobilien erwarben. Weil man mit Gewerbe aber nicht
so viel Geld verdient wie mit derzeit
stark nachgefragten Wohnungen, waren ihre Zukunftspläne schnell klar:
Wohnen statt Gewerbe. Die Autoren des
Rahmenplanes sehen aber mindestens
zwei Gründe, die gegen eine Wohnnutzung sprechen. Dazu gehört der Lärm,
der vor allem durch den Lieferverkehr
entsteht und der die gesetzlich zulässigen Werte überschreitet. Und dann
ist da noch die fehlende Erschließung
durch Straßen und Gehwege. Als Defizit
werden auch fehlende Einkaufsmöglichkeiten, Kitas und Schulen genannt. „Es
bestehen […] bereits heute Konflikte zu
benachbarten Wohngebäuden, die sich

Das Medienbüro Gäding ist ein moderner Mediendienstleister mit Sitz in BerlinMarzahn sowie einer Außenstelle im brandenburgischen Storkow. Unser Fokus liegt
auf der Erstellung von Texten, Fotos, Layouts und der Produktion von Broschüren,
Büchern, Flyern, etc. Seit 2014 geben wir mit dem Bezirks-Journal eine moderne,
zeitgemäße Monatszeitung heraus, die sich innerhalb kurzer Zeit fest in der
Medienlandschaft Berlins verankert hat.
Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir

Anzeigenberater (m/w)
zur unbefristeten Festanstellung in Teil- oder Vollzeit für unseren Standort Berlin.
Ihre Aufgaben:
Als Anzeigenberater (m/w) helfen Sie uns dabei, die bei uns erscheinenden
Zeitungen Bezirks-Journal sowie Lokalanzeiger der Stadt Storkow als
Werbeplattformen zu vermarkten. Dabei greifen Sie auf einen festen Kundenstamm
zurück. Sie beraten bestehende Kunden und unterstützen uns, neue Werbekunden
zu finden.
Ihr Profil:
Wir wünschen uns Bewerberinnen und Bewerber mit einer abgeschlossenen
Berufsausbildung, kaufmännischem Grundwissen und Lust, in der Medienbranche
tätig zu werden. Sie verfügen über ein selbstsicheres Auftreten, arbeiten
eigenständig, besitzen einen Führerschein und einen Pkw. Kenntnisse in gängigen
Grafikprogrammen (Photoshop, Indesign) runden Ihr Profil ab.
Unser Angebot:
Wir bieten Ihnen einen modernen Arbeitsplatz im Osten von Berlin, gut
erschlossen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie ein attraktives Festgehalt
nebst Erfolgsbeteiligung. Darüber hinaus werden Sie von uns intensiv in die neue
Position eingearbeitet. Arbeitszeit und Arbeitsort können nach Absprache mit der
Geschäftsleitung flexibel auf Ihren Bedarf abgestimmt werden.
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbungsunterlagen. Bitte senden Sie uns diese
ausschließlich als zusammenhängende PDF-Datei bis zum 31. Dezember 2018 unter
Angabe Ihres gewünschten Eintrittstermins und Ihrer Gehaltsvorstellungen per Mail
an info@medienbuero-gaeding.de
Selbstverständlich werden wir Ihre Bewerbung vertraulich behandeln. Nach
Abschluss des Bewerberprozesses werden alle von uns erhobenen Daten von nicht
berücksichtigten Bewerberinnen und Bewerbern umgehend gelöscht.
Medienbüro Gäding, Inh. Marcel Gäding
Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin
Tel. 030 5549 4360 bzw. 033760 206891

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Solange es keine Einigung gibt, wächst an der Rhinstraße das Gras.

bei Wohnungsneubauten im Gebiet absehbar verschärfen würden“, ist unter
anderem in dem Papier der Planergemeinschaft zu lesen. Fazit des Rahmenplanes: Das Areal könnte entweder als
Handwerker- und Gewerbezentrum
oder als Gewerbe- und Dienstleistungspark genutzt werden. Immerhin entstünden dadurch in Hallen bis zu 15.000
Quadratmeter Gewerbefläche, darüber
hinaus bis zu 25.000 Quadratmeter für
„produktionsorientierte Bürodienstleitung“.
Die für Wirtschaft und Stadtentwicklung zuständige Bezirksstadträtin Birgit Monteiro (SPD) kann sich gut mit
der Empfehlung des Rahmenplanes anfreunden. Denn die ihr unterstehende
Wirtschaftsförderung verzeichne eine
steigende Nachfrage nach Gewerbeflächen. Allein für das Jahr 2016 gingen bei
der Wirtschaftsförderung 19 Anfragen
für Lagerflächen/ Hallen, 22 Anfragen
für Werkstattflächen, sieben Anfragen
für Produktionsflächen sowie fünf Anfragen für Freiflächen ein. Hinzu kommt,
dass berlinweit der Platz für Unternehmen knapp wird, Firmen aus der Innenstadt verdrängt werden. Das ist auch
der Grund, warum der Rat der Bürgermeister im Juli beschlossen hat, keine
Gewerbeflächen mehr zu Gunsten von
Wohnraum umzuwidmen (Beschluss
R-405/2018). Investoren schauen dennoch verstärkt auf Brachflächen, die eigentlich dem Gewerbe vorbehalten sind.
„Ich finde nicht, dass Politik und Verwaltung dieses Geschäftsgebaren auch
noch belohnen und befördern sollten“,
sagt Birgit Monteiro gegenüber LiMa+
und dem Bezirks-Journal. Gleichzeitig
räumt sie ein, dass „die Perspektiven
des Gewerbegebietes in der Rhinstraße bereits seit der letzten Wahlperiode
sehr umstritten“ sind. „Die Rhinstraße
ist schon lange ein politischer Zankapfel.“ Rein planungsrechtlich ist dort
aber bislang nur Gewerbe möglich. Und
gerade in dieser Gegend verzeichne ihre
Abteilung eine hohe Nachfrage nach Ge-

werbeflächen.
Wie verhärtet die Fronten sind, zeigte sich erst vor wenigen Tagen auf der
jüngsten BVV-Sitzung. Vor allem CDU,
AfD und Linke kritisieren den Rahmenplan, stellen sogar dessen tatsächliche
Qualität in Frage und bemängeln, dass
das Votum zu sehr auf die gewerbliche
Nutzung ausgerichtet ist. „Wir können
kein Konzept erkennen“, sagt Norman
Wolf, der Vorsitzende der Linksfraktion:
„Dieses Gebiet hat Entwicklungspotenzial, und dazu gehört auch die Wohnbebauung“. Der stellvertretende CDUFraktionsvorsitzende Benjamin Hudler
erinnert außerdem daran, dass es in der
vergangenen Wahlperiode sogar schon
einen städtebaulichen Wettbewerb gab.
Doch die Pläne für eine Kombination
aus Wohnen und Gewerbe wurden nie
verwirklicht. Außerdem sei es für ihn
eine Frage des Stils, „wie wir zu einem
Entwicklungskonzept kommen wollen,
wenn nicht einmal die gefragt werden,
die das Geld in die Hand nehmen“. Der
AfD-Fraktionsvorsitzende Dietmar Drewes erklärt, dass man in Lichtenberg
Wohnraum brauche und verhindern
wolle, dass Innenhöfe oder Kleingartenanlagen bebaut werden. Einzig die SPDFraktion steht hinter dem von Birgit
Monteiro vorgelegten Rahmenplan. „Wir
haben hier eine Studie vorliegen, die
sich auf Fakten und sachliche Punkte
bezieht“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Kevin Hönicke.
Unklar ist, wie es mit dem Areal weitergeht. Zunächst einmal beraten die
Mitglieder des Ausschusses für Ökologische Stadtentwicklung und Mieterschutz. Danach müssen die Bezirksverordneten entscheiden, ob sie den
Empfehlungen des Rahmenplanes folgen wollen oder gegen ihn stimmen „Es
ist notwendig, dass hier noch einmal
gründlich beraten wird“, sagt der Grünen-Verordnete Robert Pohle. So schnell
werden sich demnach keine Baukräne
an der Rhinstraße drehen – weder für
Gewerbehallen, noch für Wohnhäuser.

BEZIRKS-JOURNAL

BEZIRKS-WIRTSCHAFT

9

Ein Klassiker, neu erfunden

SERIE START-UPS IM FOKUS: Die Palupas shoe GmbH fertigt unter dem Label „myFotoflips“ strapazierfähige Badelatschen aus Kautschuk.
Die angesagten Treter werden auf Wunsch mit individuellen Motiven versehen. Produziert wird in Hohenschönhausen. Von Angelika Giorgis.

Z

ehentrenner-Sandalen kennen die
Menschen seit mehr als 4.000 Jahren. Eine Sohle, von einem breiten
Riemen gehalten, schützt vor heißem
Sand und Geröll, ist im Prinzip leicht
herzustellen und pflegeleicht. Man sieht
sie am Strand, am Pool, auf der Straße
und heutzutage immer öfter abends
auch in der Bar.
95 Prozent dieser Schuhe kommen aus
Südostasien oder Brasilien. Die billige,
uniforme Massenware überschwemmt
die ganze Welt. In Japan dienen Reishalme als Sohle. Die Brasilianer ersetzten
diese Anfang der 1960er-Jahre durch
Gummi und kreierten die im Sommer
beliebten Havaianas. In Afrika glätten
Handwerker ausrangierte Reifen und
schneiden daraus Sohlen.
Das sah Mathias Eylers, als er sich im
Jahr 2008 in einem Dorf am Fuße des Kilimanjaros ein paar individuell gefertigte
Badelatschen kaufte. Seine Geschäftsidee war geboren: Das Entwerfen und
Produzieren von Kollektionen und
Badelatschen nach Wunsch mit AnimalPrints, Comics, Fotos und eigener Be-

Start-ups im
Fokus

schriftung. Also keine Badelatschen mit
Wühltisch-Niveau.
Eigentlich wollte der Jung-Unternehmer diese nicht selbst produzieren. Er
suchte nach Partnern. Doch die Druckindustrie sah sich außerstande, die Soh-

len und Riemen lange haltbar zu bedrucken. Die Schuhindustrie hatte mit dem
Herstellen schon seit Jahrzehnten keine
Erfahrungen mehr, aber Interesse an
solchem individuellen Schuhwerk schon.
Es sollte jedoch auch bezahlbar sein.
Nach erfolgreich abgeschlossenem
BWL-Studium kam Eylers aus Bamberg
zur Beuth-Hochschule nach Berlin, wo
ihm ein Gründerstipendium winkte. Er
gründete 2010 seine Firma und verkauft
seit 2012 die „myFotoflips“ – strapazierfähige Badelatschen aus Kautschuk. Die
Schuhsohle wird mittels einer hochwertigen und lange haltbaren Veredelung
eines speziellen, stark haftenden Textils
bedruckt. Es fallen keine Druckeinrichtungskosten an. So lassen sich auch Einzelpaare herstellen. Stanzreste werden
recycelt und wiederverwertet. Mit dieser Innovation gewann die Palupas shoe
GmbH in diesem Jahr einen der Promotional Gift Awards vom Kölner Verlagshaus WA Media, einen internationalen
Preis für haptische Werbung.
Abnehmer der Fotoflips sind hauptsächlich Firmen, die mit dem Aufdruck
für ihr Unternehmen werben. Hotels ordern seit 2017 Fious, klassische, bedruckte oder bestickte Hotelslipper. Werbeagenturen bestellen für ihre Kunden.
Immer beliebter sind diese Zehentrenner
auch als Gastgeschenke, mit dem Aufdruck „Just married“ beispielsweise für
Hochzeitsgäste. Einzelne Kunden mögen
besonders Hunde- und Katzenporträts
oder Urlaubsfotos. Firmen entscheiden
sich eher für Logos, beispielsweise das
BMW-Werk in Leipzig oder Lufthansa.
Vertiefungen in der Sohle ermöglichen
einen Abdruck im Sand. So kann man
am Strand seinen Namen oder ein Motiv
hinterlassen.
Mit der Produktion kommt das Unternehmen kaum hinterher. Aus dem
Ein-Mann-Betrieb wurde eine Firma mit
Grafikdesignern und Mediengestaltern
und – je nach Auftragslage - zehn bis 15
Mitarbeitern. Oft steht auch der Chef mit
an den Maschinen. Im Sommer ist sein

FOTO: PALUPAS

Die Badelatschen von Palupas werden individuell gestaltet.

Arbeitstag besonders lang. „Wir suchen
dann immer Leute auf 450-Euro-Basis
oder in Teilzeit für die Produktion oder
das Lager, auch für Vertrieb und Marketing“, erklärt Eylers. (Interessenten können sich melden unter: jobs@palupas.de)
Die Badelatschen werden mittlerweile
auch über den Versandhändler Amazon
vertrieben und just-in-time produziert.
Gerade hat die Firma zehn Palletten
nach Holland geliefert. Der Preis hängt
von der Menge ab. Wer eine eigene Kreation bestellt, zahlt um die 25 Euro für das
Einzelpaar. Eine Bestellung ab zehn bis
500 Paar kann innerhalb von 24 Stunden

ausgeliefert werden. Produziert wird
von Kindergröße 25 bis Schuhgröße 50,
die Basketballer tragen. Auch bedruckte
Schuhbeutel gehören zum Angebot.
„Die meisten Hochschulabsolventen
gründen digitale Unternehmen. Wir produzieren“, erklärt Eylers. Deshalb ist er
froh, für seine Firma ein Obdach im Gewerbegebiet Econopark an der Plauener
Straße in Alt-Hohenschönhausen gefunden zu haben. Gerade im Online-Handel
sind die Logistik-Bedingungen entscheidend bei der Wahl des Produktionsstandortes. Und für junge Unternehmen
ist auch der Mietpreis ganz wichtig.
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10 TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

MUSIK | KONZERTE
40 Jahre Marzahner Kammerchor: Jubiläumsgala am 13. Oktober, 19 Uhr. Aufgeführt wird,
gemeinsam mit der Tanzcompany Sabrina M.
und unter der Leitung von Wilfried Staufenbiel, Carl Orffs „Carmina Burana“ in einer Choreographie von Sabrina Mautsch. Ort: Universität der Künste, Großer Saal, Hardenbergstr.
33, 10623 Berlin. Tickets ab 23,20 Euro.

GEWINNE

BEZIRKS-JOURNAL

N SIE

E N!
FREIKART

„The Temptress“: Stummfilmkonzert mit Stephan Graf von Bothmer am 19. Oktober, 20
Uhr. Eintritt: 25 Euro inkl. Begrüßungssekt. Ort:
Schloss Friedrichsfelde.
Erinnerungen in Dur und Moll: Konzert, eine
Veranstaltung des Kulturring in Berlin e.V. am
19. Oktober, 18 Uhr, mit Gaby Rückert und Ingo
Koster. Eintritt: 10, erm. 7 Euro. Ort: Schloss
Biesdorf.
WÆNDE: Konzert mit der Gruppe CEEYS am
19. Oktober, 19 Uhr. CEEYS sind Sebastian und
Daniel Selke, ein preisgekröntes Cello-PianoDuo, mit einer faszinierenden Mischung aus
experimentellem aber zugänglichem Minimalismus, zwischen Avantgarde und Pop, der
Elemente aus Jazz, Ambient und klassischer
Kammermusik kombiniert. Eintritt frei. Um
Spenden wird gebeten. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten.
Bluesrock: Konzert mit der Rob Tognoni Band
am 19. Oktober, 21 Uhr. Der tasmanische Rob
Tognoni wurde 1994 in der europäischen Musikszene von Slide-Guitar-Meister Dave Hole
eingeführt. Mit seinen energiegeladenen Auftritten hat sich Rob seither in die Herzen einer
stetig wachsenden, weltweiten Fangemeinde
gespielt. Eintritt: 14 Euro (Abendkasse), 12
Euro (Vorverkauf). Ort: KISTE.
„Vier im Konzert“: Uschi Brüning, Annekathrin Bürger, Barbara Kellerbauer und Gabriele
Näther sind am 21. Oktober, 18 Uhr, zu Gast,
begleitet von Lukas Natschinski am Piano.
Auf dem Programm: Klassik, Jazz, Schauspiel,
Chanson. Karten: 20 Euro (Vorverkauf), 23 Euro
(Abendkasse). Ort: Freizeitforum Marzahn.
„Filmreif“: Die schönsten Melodien der Filmmusik am 26. Oktober, 20 Uhr. Auf dem Programm u.a. „Fluch der Karibik“, „Die fabelhafte
Welt der Amelie“, „Der Pate“, „James Bond“Medley. Es spielen Katrin Banhierl, Amelie
Heinl, Lisa Pokorny (Cello) und Michael Gundlach (Piano). Eintritt: 25 Euro inkl. Begrüßungssekt. Ort: Schloss Friedrichsfelde.
„Preußen im Spiegel der Musik“: Musikalischer Salon unter Leitung von Hans-Joachim
Scheitzbach am 27. Oktober, 15 Uhr. Auf dem
Programm stehen Werke von Quantz, Friedrich
dem Großen, Ph. E. Bach, Mozart u. a. Eintritt:
13, erm. 10 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.
Gwennyn: Bretonische Folk-Klänge am 28. Oktober, 19 Uhr. Ort: Schlossgut Altlandsberg.
Flötenmusik zu zweit - von Barock bis Modern:
Veranstaltung am 31. Oktober, 15 Uhr, mit Julia Hebecker und Marianna Schürmann. Anmeldung: Tel. 030 5616170. Eintritt: 6 Euro. Ort:
Maxie-Treff Begegnungsstätte.
Dichters Liebe: Lieder, Chansons und Songs
aus drei Jahrhunderten mit Johanna von Kuczkowski und Peter A. Rodekuhr am 4. November, 15 Uhr. Eintritt: 22 Euro inkl. Begrüßungssekt. Ort: Schloss Friedrichsfelde.
Russische Musik für Sopran und Orgel: Konzert am 4. November, 16 Uhr, mit Svetlana
Tarasevich (Orgel) und Anna Jevtuschevskaja
(Sopran). Eintritt frei, Spende erbeten. Ort: Ev.
Gemeindezentrum Biesdorf-Süd (Köpenicker
Straße).
„Alice Salomon - Die Kunst zu leben“: Matinee
am 11. November, 11 Uhr, mit Vortrag von Dr.
Adriane Feustel, Historikerin, sowie am Flügel
Uwe Streibel. Ort: Ausstellungszentrum Pyramide.
Herbstzeitlose: Liederabend populärer Klassik am 24. November, 19 Uhr mit Carola Reichenbach (Sopran) und Attila Székely (Piano).
Auf dem Programm: Beethoven, Mendelssohn,
Berlioz, Schubert, Wesendonck / Wagner, Liszt,
R. Strauss, Grieg und Dvorák. Ort: Schlossgut
Altlandsberg.

FOTO: PEDRO BECERRA - STAGEVIEW.DE

700 Künstler beim BERLIN TATTOO

Mit Holländerfahrrädern und Instrumenten begeisterte die Gruppe Crescendo bereits in der Vergangenheit die Zuschauer des internationalen Militär- und Blasmusikfestivals BERLIN TATTOO in der Max-Schmeling-Halle (Falkplatz 1, 10437 Berlin). Am 3. und 4. November
findet das Spektakel zum achten Mal statt. Die Shows sind am 3. November um 14.30 und 20 Uhr sowie am 4. November um 14.30 Uhr
geplant. Angekündigt sind 700 Künstler aus über zehn Nationen, darunter Top-Formationen und erstklassige Orchester. Karten kosten
wischen 22 und 65 Euro, sind bei allen Vorverkaufsstellen sowie telefonisch unter 0441-20 50 920 und auf www.berlintattoo.eu erhältlich. Das Bezirks-Journal verlost für die Sonnabend-Vorstellung (14.30 Uhr) 3x2 Tickets. Senden Sie uns bis zum 31. Oktober mit den
Stichwort „Berlin Tattoo“ eine Mail an info@bezirks-journal.de Die Gewinner werden unter Ausschluss des Rechtsweges ermittelt.

AUSSTELLUNGEN
Neue Sichtweisen: Ausstellung mit Bildern
von Klienten des Verbundwohnens MarzahnHellersdorf. Zu sehen bis zum 28. Oktober. Ort:
Krankenhauskirche im Wuhlgarten.
„Hauptsache nichts schriftlich“: Zeichnungen,
Druckgrafiken und Animationsfilme von Jirí
Šalamoun. Der große tschechische Künstler
zählt zu den beliebtesten tschechischen Grafikern. Vernissage am 31. Oktober, 19 Uhr. Zu
sehen bis zum 20. Dezember.
Portugal – Land und Leute: Fotografien von
Laura Promehl und Till Junker, zu sehen bis
zum 9. Dezember. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
„Aus Spiegeln beschoß uns das Licht“: Ausstellung des Kaliningrader Künstlers Dmitry
Vyshemirski mit Fotografien zu den Gedichten
von Johannes Bobroswki. Zu sehen bis zum 25.
November. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
„Spurensuche“: Ausstellung mit Bildern von
Inés Bartel aus Rom, Florenz und Venedig. Zu
sehen vom 5. November bis 2. Januar. Eintritt
frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.
DESSA – Kunst und Erinnern: Ausstellung anlässlich des Gedenkens an die antisemitischen Pogrome im November 1938, zu sehen
vom 14. Oktober bis zum 14. November. Ort:
Ausstellungszentrum Pyramide.
Kreise ziehen - Großsiedlungen und die Produktion von Bildern ihrer selbst: Ausstellung
bis zum 17. November. Ort: station urbaner
kulturen.
Sylvia und Albrecht Brendel: Querbeet: Aquarelle, Collagen, Buchgestaltung, Grafiken,
Handeinbände, zu sehen bis zum 1. November.
Ort: Galerie Ost-Art.
Zweierlei : Vielfalt: Bilder, Zeichnungen und
Grafiken von Olaf Rammelt, Plastiken und Keramiken von Christine Rammelt-Hadelich, zu
sehen bis zum 8. November. Ort: Studio Bildende Kunst
Verstrickungen / Entanglement: Ausstellung
mit Arbeiten der Künstler*innen Michaela

Meise, Forensic Architecture & Die Gesellschaft der Freund*innen von Halit / Initiative
6. April und Tomás Saraceno. Zu sehen bis 11.
zum November. Ort: after the butcher.
Soft City – Stadt und Kunst // Japan & Berlin:
Ausstellung bis zum 25. Januar 2019 mit Werken von Künstlern aus Japan und Deutschland.
Im Fokus der künstlerischen Arbeiten steht
immer wieder der menschliche Maßstab, der
im japanischen Stadtraum mit seiner kleinteiligen Holzarchitektur sehr viel präsenter ist
als im Westen. Ort: Schloss Biesdorf.
„Urbane Vektoren“: Ausstellung zum Thema
„Stadtraum im Wandel“. Zu sehen sind Werke
von Erik Göngrich, Judith Hopf, Folke Köbberling, Christine Kriegerowski, Susanne Lorenz,
Marisa Maza, Birgit Schlieps, Henrik Schrat
und Nasan Tur. Zu sehen bis zum 2. November,
Mo-Fr 10-18 Uhr. Ort: rk – Galerie.
„Weltenwanderer“: Fotos von Jan Zwilling, zu
sehen bis zum 23. Oktober. Ort: Anna-SeghersBibliothek im Linden-Center.
Zeichnungen und Aquarelle: Bilder des Malers,
Grafikers und Pressezeichners Hanshermann
Schlicker, zu sehen bis zum 16. November. Ort:
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 2.
„Streifzüge durch die IGA 2017“: Ausstellung
von Margita Görner, zu sehen bis 30. Oktober.
Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.
Eintritt frei.

THEATER & KABARETT
Fräulein Brehms Tierleben: „Bos primigenius
taurus – Die Kuh“, Theaterstück am 21. Oktober, 14 Uhr. Autorin und Regisseurin Barbara
Geiger hat in enger Kooperation mit Wissenschaften Erstaunliches über Europas Fauna
zusammengetragen und in der reizenden Protagonistin Fräulein Brehm eine Figur erfunden, die es versteht, tierische Einblicke zu inszenieren. Freiwilliger Eintritt: 2,50 bis 10 Euro.
Ort: Naturhof Malchow.
Auf Wolke 7: Politkabarett mit Gerald Wolf am
26. Oktober, 19 Uhr. Eintritt 10, erm. 8 Euro. Ort:
Berliner Tschechow-Theater.

GESCHICHTE
„Stein auf Stein - Backsteinbauten in Marzahn-Hellersdorf“: Ausstellung über Zielbauten im Bezirk, Vorstellung von Gebäuden mit
ihrer Bau- und Nutzungsgeschichte sowie Erläuterung der Ziegelherstellung von Hand und
industriell. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. Zu sehen bis 24. Mai 2019. Eintritt frei.
ausgegrenzt – verfolgt – ermordet: Ausstellung über das Schicksal von Sinti und Roma
zwischen 1933 und 1945. Zu sehen bis Ende Dezember. Eintritt frei. Ort: Museum Lichtenberg.
„Inhaftiert in Hohenschönhausen. Zeugnisse
politischer Gewalt 1945-1989“: Dauerausstellung im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis.
Führungen: Einzelbesucher: stündlich 10-16
Uhr (6, erm. 3 Euro), Gruppen (Voranmeldung):
täglich 9-16 Uhr, Eintritt frei. Ausstellung tgl.
9-18 Uhr. Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Staatssicherheit in der SED-Diktatur: Dauerausstellung im Stasi-Museum. Geöffnet Mo-Fr
10-18 Uhr, Sa/ So 11-18 Uhr. Ort: Stasi-Museum/ASTAK e.V.
Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941-1945: Dauerausstellung.
Eintritt frei. Ort: Deutsch-Russisches Museum
Berlin-Karlshorst.

GESPRÄCH
„Aus LiBe: Hohenschönhausen“: Talk mit
Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael
Grunst (Die Linke) am 6. November, 19 Uhr. Hohenschönhausen ist eine Welt für sich, für die
schon viele Ideen entwickelt wurden. Visionen
und Pläne mit den realen Bedürfnissen vor Ort
abzugleichen, ist Thema des Talks. Die Gäste
an diesem Abend stammen beide aus Lichtenberg und sind heute mit Hohenschönhausen
eng verbunden: Bärbel Grygier war unter anderem von 1995 bis 2000 Bezirksbürgermeisterin von Hohenschönhausen, Mathias Roloff ist
Maler aus Lichtenberg und Teil des Kunsthauses „360° - Raum für Kreativität“. Moderation:
Schauspieler Björn Harras. Eintritt frei. Ort:
360° - Raum für Kreativität.

BEZIRKS-JOURNAL

TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

VORTRAG | LESUNG
„Vom Saulus zum Paulus?“: Vortrag der Geschichtsfreunde Karlshorst über den Pfarrer
Martin Voelkel am 16. Oktober, 19 Uhr. Auf dem
Podium: Dr. Wolfdieter Kraus. Eintritt frei. Ort:
Kulturhaus Karlshorst.
Haus Dittmar: Marzahn-Hellersdorfer Gespräch zur Geschichte am 17. Oktober, 18 Uhr.
Vortrag mit Präsentation von Dr. Dr. Ute Linz
und Dr. Peter K. Bachmann. Die Einordnung
des Hauses in die Architekturstile des 20. Jahrhunderts und die Illustration des denkmalgeschützten Bestands werden ebenso Teil des
Vortrags sein wie die Geschichte des Hauses,
Sanierungsmaßnahmen und Erfahrungen mit
Handwerkern, Gutachtern und Behörden. Ort:
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf.
Ein Leben für das Bauen: Vortrag am 17. Oktober, 18 Uhr, zum 90. Geburtstag von Dr. Günter
Peters (1928-2013). Vortrag von Dr. Heinrich
Niemann. Eine Veranstaltung der VHS Marzahn-Hellersdorf in Kooperation mit der Stiftung OST-WEST-BEGEGNUNGSSTÄTTE Schloss
Biesdorf e.V. Ort: Schloss Biesdorf.
Katzen als Motiv in der Kunst: Vortrag mit
Mandy Moll am 17. Oktober, 10 Uhr, im Rahmen der Reihe „Galeriefrühstück“. Eintritt inkl.
Frühstück: 7,50 Euro. Anmeldung erbeten unter
Tel. 030 5532276. Ort: Studio Bildende Kunst.
Zeiten der Kälte. Die zwei Leben des Jacob
Faltermann: Lesung mit Detlef Sasse am 18.
Oktober, 19.30 Uhr. Zwei Leben, zwei Chancen
– Plan A und Plan B. Am Scheideweg seines
Lebens gibt es für Jacob Faltermann plötzlich
zwei Möglichkeiten. Ein Weg führt in die graue,
verbohrte, von Staats-Dogmen beherrschte
Zeit der DDR, der andere in die überhitzte,
rücksichtslose westdeutsche Zeit des Aufstiegs, der Wirtschaftsgier und des zügellosen Wohlstands. Ort: Ev. Gemeindezentrum
Biesdorf-Süd.
Land und Leute: Vortrag anlässlich des Beginns des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648)
vor 400 Jahren am 22. Oktober, 19 Uhr. Zu Gast
ist Hanno Schult. Eintritt: 3,50 Euro. Ort: Studio
Bildende Kunst.
„Gerade dadurch sind sie mir lieb – Theodor
Fontanes Frauen“: Lesung mit Christin von
Brühl am 24. Oktober, 19 Uhr. Die Autorin begibt sich auf die Suche nach den eindrücklichen Frauenporträts des großen deutschen
Autors, dessen 120. Todestag wir in diesem
Jahr begehen. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek.
„Das musikalische Nashorn“: Christian Steyer
liest Tiergeschichten von Peter Hacks am 25.
Oktober, 17 Uhr. Eintritt frei. Um Anmeldung
wird gebeten. Ort: Bezirkszentralbibliothek
Mark Twain.
„Ich aus dem Osten“: Lesung mit der Schauspielerin und Autorin Anne Kasprik am 31.
Oktober, 19 Uhr. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort:
Anton-Saefkow-Bibliothek.

„Schonzeit vorbei“: Buchvorstellung und Diskussion mit Juna Grossmann über das Leben
mit dem alltäglichen Antisemitismus am 4.
November, 16 Uhr. Ort: Ausstellungszentrum
Pyramide.
„Von der Werra an die Wuhle“: Lesung mit
Wolfgang Kluge am 7. November, 15 Uhr, im
Rahmen der Reihe „Der literarische Kaffeeplausch“. Eintritt frei. Um Anmeldung unter
Tel, 030 9989526 wird gebeten. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“.
Otto Nicolai - Meister des romantischen Liedes: Ein musikalisches Porträt von & mit Gunter Wurell, Inna Wurell und Andreas Wolter am
7. November, 20 Uhr. Eintritt frei, um Spenden
wird nach Veranstaltungsende gebeten. Ort:
Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.
Der Siemenssche Luftschiffbau und die drehbare Luftschiffhalle in Biesenhorst: Vortrag
von Dr. Heinrich Niemann am 14. November,
18 Uhr. Eine Veranstaltung der VHS MarzahnHellersdorf in Kooperation mit der Stiftung
OST-WEST-BEGEGNUNGSSTÄTTE Schloss Biesdorf e.V. Ort: Schloss Biesdorf.
„Falstaff“ - Giuseppe Verdis letzte Oper: Ein
musikalischer Vortrag von Benjamin Wäntig am 14. November, 19 Uhr, aus der Reihe
„Marzahner Konzertgespräche“. Anmeldung
erbeten. Eintritt frei, Austritt: eine Spende an
den Förderverein Stadtbibliothek Marzahn
-Hellersdorf e.V. Ort: Bezirkszentralbibliothek
„Mark Twain“.

FÜHRUNG & AUSFLUG
Grüne Ecken im Rheinischen Viertel: Ein geführter Spaziergang mit Bärbel Laschke am 27.
Oktober, 11 Uhr. Treffpunkt Rheinsteinstraße /
Ecke Königswinterstraße, Bus 296/396, Haltestelle Waldowallee. Teilnahme: 4 Euro. Veranstalter: Studio Bildende Kunst.

UMWELT & NATUR

„Aprili“: Film aus dem Jahr 1961, am 18. Oktober, 19 Uhr. Im Anschluss: „Themroc“, Film von
1973. Vorführungen im Rahmen der Filmreihe:
Wohnmaschinen. Ort: Studio im HOCHHAUS.

„Wenn die Nacht zum Tag wird“: Thementag
am 25. November, 16 bis 18 Uhr. Wissenschaftlerin Annette Krop-Benesch wird erst über die
Probleme der Lichtverschmutzung informieren und dann die Teilnehmer mitnehmen auf
einen „Light-Walk“, bei dem direkt vor der Tür
zu erleben ist, was Lichtverschmutzung bedeutet. Um Anmeldung bis zum 21. November
wird unter der Rufnummer 030 92901866 gebeten. Ort: Umweltbüro Lichtenberg.

Wohne lieber ungewöhnlich: Film mit Julie Depardieu, zu sehen am 20. Oktober, 20 Uhr. Ort:
Schlossgut Altlandsberg.

KINDER & FAMILIE
Die 2. Prinzessin oder wie man Erste wird:
Gastspiel am 21. Oktober, 16 Uhr. Eintritt: 5,50
Euro (Kinder), 7,50 Euro (Erwachsene). Ort: Das
Weite Theater.
Halloween für die ganze Familie: Spiel, Spaß
und Schabernack mit dem Ensemble „T & T“
(Theater und Tanz) am 27. Oktober, 15 Uhr. Eine
Veranstaltung in russischer Sprache. Eintritt
6, erm. 4 Euro. Kartenreservierungen: Tel. 030
93661078. Ort: Berliner Tschechow-Theater.
„Die unendliche Geschichte“: Theaterstück
nach Michael Ende für Kinder ab 10 Jahren am
28. Oktober, 16 Uhr. Eintritt: 13, erm. 9 Euro.
Ort: Theater an der Parkaue.
„Der Traumzauberbaum und das Geburtstagsfest“: Ein Familienmusical von Monika Erhardt
und Reinhard Lakomy am 28. Oktober, 15 Uhr.
Eintritt: 19 Euro (Erwachsene), 14 Euro (Kinder). Ort: Freizeitforum Marzahn.

MUSIK AUF DEM SCHLOSSGUT
Märkische Musiktage – Konzert Meisterkurs
GWENNYN – Bretonische Folk-Klänge
Dennis B. Markheim live, Record Release-Konzert

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KINO IN DER SCHLOSSKIRCHE

20.10.2018, 20 Uhr
17.11.2018, 20 Uhr

Wohne lieber ungewöhnlich
Das schweigende Klassenzimmer

KULTUR AUF DEM SCHLOSSGUT

03.11.2018, 19 Uhr

UND SONST...

27.10.2018, 19 Uhr
03.11.2018, 19 Uhr
04.11.2018, 11 Uhr

KINO

Rübe, Kohl und Porree sagen der Erkältung
adè: Informationsveranstaltung über Wintergemüse als Fitmacher und Medizin am 4. November, 14 Uhr. Ort: Naturhof Malchow.

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27.10.2018, 19 Uhr
28.10.2018, 19 Uhr
10.11.2018, 19 Uhr

11

Operettenball

Feuershow zum Gruselrundgang
Schlossherrenmahl mit Nachtwächtergrundgang
Hochzeitsmesse - alles rund ums Heiraten

Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation.
Krummenseestraße 1
15345 Altlandsberg

HEIRATEN |
TAGEN | FEIERN

„Karbid und Sauerampfer“: Aufführung am 25.
Oktober, 10 Uhr mit Erwin Geschonneck, Regie:
Frank Beyer. Moderation: Matthias J. Blochwitz.
Eintritt: 6 Euro inkl. Frühstück. Ort:
Stadtteilzentrum Biesdorf.
Das schweigende Klassenzimmer: Film von
Regisseur Lars Kraume am 17. November, 20
Uhr. Ort: Schlossgut Altlandsberg.
Programm Kino Kiste
18.10.-24.10.
Peterson und Findus: Mo., Di., Mi. 13 Uhr
Christopher Robin: Do., So. 16.20 Uhr, Fr. 15.45
Uhr, Sa. 15.35 Uhr, Mo. 16.05 Uhr, Di.16.30 Uhr,
Mi. 16.45 Uhr
Mackie Messer: Do., So.14 Uhr, Mi. 14.30 Uhr, Sa.
17.20 Uhr, Di.18.15 Uhr
Sauerkrautoma: Fr. 14 Uhr, Mo. 14.25 Uhr, Do.,
So. 18.50 Uhr, Mi. 18.35 Uhr, Sa. 19.35 Uhr, Di.
20.30 Uhr
Wackersdorf: Sa. 13.30 Uhr, Di.14.25 Uhr, Fr. 18
Uhr, Mo. 17.55 Uhr, Do., So. 20.05 Uhr, Mi. 20.20
Uhr
Gundermann: Mo. 20.05 Uhr
25.10.- 31.10.
Gans im Glück: Do., So., Mo., Di., Mi. 13 Uhr
Christopher Robin: Do., Di. 16.35 Uhr, Fr. 15.40
Uhr, Sa. 15.30 Uhr, So., Mo., Mi. 16.15 Uhr,
Sauerkrautoma: Do., So., Mi. 14.35 Uhr, Sa. 17.15
Uhr, Di. 18.25 Uhr, Fr. 19.30 Uhr
Wackersdorf: Fr. 13.35 Uhr, Mo. 14.35 Uhr, Do.,
So., Mi. 18.05 Uhr, Sa. 19 Uhr, Di. 20.10 Uhr
Grüner wird´s nicht: Fr. 9 Uhr Seniorenkinobrunch, Sa. 13.30 Uhr, Di. 14.35 Uhr, Fr. 17.30 Uhr,
Mo.18.10 Uhr, Do., So., Mi. 20.15 Uhr
Gundermann: Mo. 20.15 Uhr

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Mo-Fr 11-17 Uhr
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info@schlossgut-altlandsberg.de
Tel: 033438 151150

ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN
360° - Raum für Kreativität, Prerower Platz
10, 13051 Berlin.
after the butcher - Ausstellungsraum für
zeitgenössische Kunst und soziale Fragen,
Spittastr. 25, 10317 Berlin, geöffnet nach
Vereinbarung unter Tel. 0177 6487212
Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center,
Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030
92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20
Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr.
Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi
13-20 Uhr, Sa 9-15 Uhr.
Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer
Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Berliner Tschechow-Theater, Märkische
Allee 410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078.
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, AltMarzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030 54790921,

Internet: www.museum-marzahn-hellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr.
Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und
Musikbibliothek, Marzahner Promenade
52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10-19.30 Uhr; Mi
14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr
Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Straße 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15
Uhr.
Das Weite Theater, Parkaue 23, 10367 Berlin,
Tel. 030 9917927.
Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin,
Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So
10-18 Uhr.
Ev. Gemeindezentrum Süd, Köpenicker Straße 165, 12683 Berlin, Tel. 030 54702978.
Ev. Gemeindezentrum Biesdorf-Süd, Maratstr. 100, 12683 Berlin

Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030
5427091.
Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-WolfStraße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr
Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr.
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen,
Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030
98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de
KISTE Kino & Konzerte & mehr am UBahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str. 10,
12627 Berlin, Tel. Tel. 030 9987481.
Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin,
Tel. 030 562969423.
Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr.
Maxie-Treff Begegnungsstätte, Maxie-Wan-

der-Straße 56/58, 12619 Berlin.
Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte
Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030
9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 11-17
Uhr; Mi, Fr 11-15 Uhr
Museum Lichtenberg im Stadthaus,
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030
5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und So
11-18 Uhr.
Naturhof Malchow, Dorfstraße 35, 13051
Berlin, Tel. 030 9279930, www.naturschutzmalchow.de
rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im
Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683
Berlin, tgl. 10-18 Uhr, Di Schließtag, Fr 12-21
Uhr. Telefon: Tel. 030 516567790, Internet:
www.schlossbiesdorf.de
Schloss Friedrichsfelde, Am Tierpark 41,

10319 Berlin. Reservierungen unter Tel. 030
51531407.
Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150.
Stadtteilzentrum Biesdorf, Alt Biesdorf 15,
12683 Berlin, Tel. 030 526784593.
Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße
103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854,
Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt:
Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro.
station urbaner kulturen, Auerbacher Ring
41, 12619 Berlin, geöffnet Do-Sa 15-19 Uhr,
Infos: Tel. 0173 2009608
Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13,
10365 Berlin, Tel. 030 5532276.
studio im HOCHHAUS, Zingster Straße 25,
13051 Berlin. Tel. 030 929 38 21.
Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str.
35,13057 Berlin, Tel. 030 92901866.
Senden Sie uns Ihre Kulturtipps!
E-Mail: kultur@bezirks-journal.de

BEZIRKS-JOURNAL - Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR: Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
VERLAG: Medienbüro Gäding, Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin | KONTAKT Tel. 030 55 49-43 60, Fax: 030 55 49-43 69, E-MAIL: redaktion@bezirks-journal.de INTERNET: www.bezirks-journal.de
FACEBOOK: www.facebook.com/bezirksjournalberlin | REDAKTION & INTERNET: Marcel Gäding (Ltg.), Volkmar Eltzel (lima+) | ANZEIGEN: Lutz Neumann, Tel. 030 55 49-96 55, E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de | Vertrieb & Verteilung: Eigenvertrieb | E-MAIL: vertrieb@bezirks-journal.de | DRUCK: Pressedruck Potsdam GmbH, Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam
GESAMTAUFLAGE: 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 4/2017 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 8. November 2018.

12

BEZIRKS-LEBEN

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HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Rekord-Sommer mit Folgen

SOMMERHITZE: Monatelang kein Regen, dazu tropische Temperaturen – das hat den Bäumen im Bezirk
zugesetzt. Der Bezirk rechnet mit hohen Schäden. Von Marcel Gäding.

D

ie Tage der jungen Birke im Park
neben dem Rathaus Lichtenberg
sind offenbar gezählt. Mit ernster Miene begutachten Biologin Beate Kitzmann vom Verein Naturschutz
Malchow und Umweltstadtrat Wilfried
Nünthel (CDU) die Äste: Vertrocknete Blätter sehen sie und viel zu kleine
Knospen, die eigentlich im kommenden
Jahr austreiben müssten. „Es ist gut
möglich, dass dieser Baum abstirbt“,
sagt Beate Kitzmann.
Die Birke im Rathauspark ist dem
Rekordsommer 2018 zum Opfer gefallen. Über Monate regnete es nicht, und
wenn mal ein Schauer herunterkam,
verdunstete der Niederschlag schnell.
Wie hoch der Schaden sein wird, den
die Dauerhitze hinterlassen hat, kann
FOTOS: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING
der zuständige Umweltstadtrat Wilfried
Nünthel derzeit nicht sagen. Auch wagt Diplom-Biologin Beate Kitzmann und Umweltstadtrat Wilfried Nünthel sind ernsthaft
er keine Prognosen, ob die zusätzliche besorgt um den Zustand der Straßen- und Parkbäume.

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Im Sommer vertrockneten die Blätter
dieser Birke. Sie ist vermutlich nicht mehr
zu retten.

Bewässerung durch Amtsmitarbeiter
und Anwohner dem nahenden Baumtod
etwas entgegen zu setzen hatten. „Im
Frühjahr wissen wir mehr“, erklärt Biologin Beate Kitzmann. Bäume, die dann

nicht austreiben, gelten folglich als abgestorben.
„Die Bäume haben unglaublich unter
der Trockenheit gelitten“, sagt Wilfried
Nünthel. Vor allem die erst im Herbst
2017 gepflanzten Bäume sind betroffen.
Viele sind jetzt bereits abgestorben, wie
man eindrucksvoll auf dem Mittelstreifen der Landsberger Allee sehen kann.
Der Grund: Bis die Wurzeln von Bäumen in das tiefe, oft feuchte Erdreich
eindringen, dauert es Jahre. „Außerdem
hatten wir im Jahr davor zu viel Wasser,
was neue Wurzeltriebe verfaulen ließ“,
wie Beate Kitzmann sagt. Die Bilanz:
„Totaler Stress für die Bäume!“ Spuren
hat der Sommer auch an den Kastanien
entlang des Hauptweges auf dem Zentralfriedhof in Friedrichsfelde hinterlas-

sen. Das Laub verwelkte bereits Anfang
August.
In Lichtenberg gibt es nach Angaben des Bezirksamtes 70.000 Bäume
im öffentlichen Bereich, darunter viele
alte Exemplare – etwa auf Friedhöfen
oder in historischen Parkanlagen. Besonders arg getroffen hat es die Rosskastanie. Sie leidet schon seit Jahren
unter Schädlingen und Krankheiten.
Die anhaltende Trockenheit hat ihr nun
gänzlich zugesetzt. Nun wird darüber
nachgedacht, bei Neupflanzungen auf
robustere Arten zu setzen, die den klimatischen Verhältnissen standhalten.
Allerdings wird es keine Palmen geben,
wie Umweltstadtrat Nünthel sagt, sondern „eher heimische Arten, die neu gezüchtet werden.“
        
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