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Periodical volume

Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal Issue 4.2017,3

OPERNSÄNGER:

KULTURSCHAFFENDE:

Wie aus Kindern Stars von
morgen werden. Seite 4

Wie aus einer Bankfiliale ein
Kunsthaus entsteht. Seite 13

Bezirks-Journal

Kostenlose Monatszeitung für Lichtenberg & Hohenschönhausen | Ausgabe März 2017 | www.lichtenbergmarzahnplus.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare

Wolkenkratzer
bleibt ein Luftschloss

INVENTUR IM TIERPARK

HOHENSCHÖNHAUSEN: Das ambitionierte Projekt „TheSquare3“ ist
Geschichte. Der Investor hat seine Pläne komplett überarbeitet. Sie
sollen aber ebenso imposant sein. Von Sabine Flatau und Marcel Gäding.

E

ingeschlagene Fensterscheiben,
Graffiti und jede Menge Schäden:
Die Ruine des einstigen Kongresshotels an der Ecke Konrad-WolfStraße und Weißenseer Weg prägt nach
wie vor den Kiez. Dabei hätte spätestens in diesem Jahr an eben dieser Stelle ein neues Stadtquartier mit dem verheißungsvollen Namen „The­
Square3“
eröffnet werden sollen. Doch die Pläne
für das Viertel, in dem Wohnraum für
5.000 Menschen entstehen sollte, sind
Geschichte. Auch von einem verglasten,
118 Meter hohen futuristischen Wolkenkratzer ist keine Rede mehr.
Grund für den Stillstand ist ein Streit
zwischen dem Projektentwickler Dirk
Moritz und der Immonen Property.
Dem Unternehmen gehört die Immobilie am Rande des Sportforums. Moritz
hatte viel Geld und Zeit investiert, um
eine Vision für das Eingangstor nach
Lichtenberg zu kreieren, sogar inter-

national Preise für seine Entwürfe
abgesahnt. Während sich Moritz nicht
weiter zu dem Streit äußern will, findet
Ariel Levin von Immonen Property klare Worte: „Es war unrealistisch“ und
„es passte nicht in die Umgebung“.
Stillstand wird es aber nicht geben.
„Wir haben eine neue Version, die auch
imposant und schick ist und Berlin bewegen wird“, erklärt Ariel Levin. Am
Weißenseer Weg Ecke Konrad-WolfStraße sei ein Mix aus Gewerbe, Hotel
und Wohnungen geplant. Hochhäuser
sollen errichtet werden, die sich an
den Bauten der Umgebung orientieren.
Details oder gar Simulationen wollte er
noch keine preisgeben.
Lichtenbergs
Stadtentwicklungsstadträtin Birgit Monteiro (SPD) hofft,
dass das alte Hotel bald abgerissen
wird. Sie erhofft sich ein attraktives
Projekt, das Ausstrahlung über den Bezirk hinaus haben wird.Weiter Seite 6

FOTO: TIERPARK BERLIN/ FREDERIC SCHWEIZER

Antreten zum Maß-Nehmen

Damit haben die Pfleger im Tierpark Berlin nicht gerechnet: Im Rahmen einer Inventur
wollten sie gerade bei Elefantenbulle Tembo Maß nehmen, als sich der DIckhäuter das
Maßband angelte. Mit einer Größe von 2,86 Meter ist er der größte Bewohner in Friedrichsfelde. Insgesamt leben dort aktuell 9.018 Tiere in 790 Arten.

Bürgermeister ruft zu Ideenwettbewerb auf

Lichtenbergs Bezirksbürgermeister
Michael Grunst (Die Linke) hat ein
neues Motto für den Bezirk ausgerufen:
„Lichtenberg machen!“. Unter dieser
Überschrift sollen die Bewohner des
Bezirks Ideen einreichen, wie sie sich

Lichtenberg vorstellen, was sie gerne
verändern würden und wie man die
Kieze lebenswerter macht. Anregungen
werden per Mail unter LichtenbergMachen@lichtenberg.berlin.de entgegengenommen. (bzj.)

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AUS DEM BEZIRK

BEZIRKSNACHRICHTEN

Howoge sucht
Talente für Feste
Das landeseigene Wohnungsunternehmen Howoge bietet Künstlern ein ungewöhnliches Podium – auf den Festen
der Howoge. Ab sofort können Amateure, Vereine oder Freizeitgruppen
Bewerbungen einreichen, um Teil von
kleinen und großen Veranstaltungen –
darunter das Osterfeuer am Fennpfuhl,
das Tierparkfest und das Drachenfest
– zu werden und dort das Bühnenprogramm zu gestalten. „Gesucht werden
Menschen, die tanzen, singen, musizieren, turnen, zaubern oder andere
zum Lachen bringen können“, erklärt
die Howoge. Die einzige Bedingung sei,
dass die Talente aus den Bezirken Lichtenberg, Treptow-Köpenick, Pankow
oder Marzahn kommen beziehungsweise sich dort zum Proben oder
Trainieren treffen. Bewerbungen sind
unter event@howoge.de möglich. (bzj.)

Experte bietet
Energieberatung an
Der Energieberater der Verbraucherzentrale Berlin, Dr. Andreas Schmeller,
bietet ab sofort Sprechstunden an:
Jeden zweiten und vierten Mittwoch
im Monat ist er von 16 bis 18 Uhr im
Rathaus Lichtenberg in der Möllendorfstraße 6 und jeden dritten Montag
im Monat von 16 bis 19 Uhr im Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel in der
Ribnitzer Straße 1b zu Gast. Die Energieberatung der Verbraucherzen­trale
kostet fünf Euro. Für einkommensschwache Haushalte ist sie kostenfrei.
Termine: Tel. 0800 809802400. (bzj.)

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Neues Kraftwerk im Osten
ENERGIEERZEUGUNG: Der Vattenfall-Konzern investiert rund 325 Millionen Euro in eine moderne Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage. Sie wird Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf versorgen. Von Volkmar Eltzel.

I

n weniger als einem Monat beginnen die Bauarbeiten zur Errichtung
des neuen Heizkraftwerkes Marzahn an der Rhinstraße 70/ Allee der
Kosmonauten. Geplant ist eine moderne
Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK-)Anlage, die mit erdgasbefeuerten Gas- undDampfturbinen die Brennstoffenergie
zu etwa 90 Prozent ausnutzt. Wie der
Bauherr, der Energiekonzern Vattenfall
informierte, soll die Technik außerdem
mit dem zunehmenden Anteil an erneuerbaren Energien harmonieren. Nach
seiner Fertigstellung im Jahr 2020 werde das Werk über eine Kapazität von
rund 230 Megawatt Fernwärme und
rund 260 Megawatt Strom verfügen.
Das alte Kraftwerk am selben Ort
war nach der Fertigstellung der ersten Baustufe 1972 in Betrieb gegangen,
lieferte Fernwärme und Strom für die
entstehenden Neubaugebiete – ab 1974
dann auch als Müllverbrennungsanlage.
Seit 1978 gab es einen Fernwärmeverbundbetrieb mit dem Heizkraftwerk
Klingenberg. Es folgten weitere Ausbaustufen bis 1989. Nach der Wende
genügte das Kraftwerk den Umweltund Effizienzansprüchen nicht mehr.
Die Müllverbrennungsanlage wurde bis
1995 wieder demontiert. 2010 ging der
Fernwärmeerzeuger komplett vom Netz
und wurde samt der Kühltürme und des
nördlichen Schornsteins bis Mitte 2012
fast vollständig rückgebaut. Nur sechs
große Heißwassererzeuger auf der Südseite des sechs Hektar großen Areals
und der 140 Meter hohe, weithin sichtbare Schornstein blieben stehen.
Mehrfach wurden die Pläne zum Bau

FOTO: VATTENFALL EUROPE/ H4A

So soll das neue Kraftwerk aussehen.

des neuen Kraftwerkes überarbeitet.
Mehrfach wechselte man die externen
Planer, Gutachter und Experten. Eine
Folge war, dass die Angaben des Konzerns zur Investitionshöhe zwischen
500 Millionen Euro im Jahr 2013 und
300 Millionen im Jahr 2011 schwankten.
Jetzt beziffert das schwedische Unternehmen die Baukosten mit 325 Millionen Euro. Auch der Fertigstellungstermin wurde mehrfach in die Zukunft
verschoben: von 2016 (Aussage von
2011), über 2018 (Aussage von 2013), bis
zu den gegenwärtigen Planungen, die
eine Inbetriebnahme 2020 vorsehen.
Hatte Vattenfall für das neue Turbinenhaus im Januar 2015 noch eine Höhe
von 55 Metern und für den dazugehörigen Schornstein 75 Meter angegeben,
so sieht die aktuelle Planung eine Turbinenhaushöhe von nur 39 Metern (an
Stellen mit Aufbauten 44 Meter) und
einen Kamin mit 67 Metern Höhe vor.
Nach Auskunft des Pressesprechers
Bernd Willmer gab es Anfang März
noch keine endgültige Klarheit darüber,

welche Farbe nun die Fassade des Gebäudes haben soll. Dabei hatte man 2011
eigens einen Gestaltungswettbewerb
für die Bauten und die Freiraumplanung
veranstaltet, aus dem das Stuttgarter
Architektenbüro h4a als Gewinner hervorging. Die Sieger-Entwürfe sahen u.a.
vor, den Dampfturbinen-Kubus in zwei
Fassadenebenen aufzuteilen: Oben farbige Trapezplättchen aus Metall, die
vom Wind bewegt, Umgebung und Himmel spiegeln, unten hellgraue Bleche.
Dazwischen eine bei Dunkelheit leuchtende Fuge, die den Eindruck vermitteln
soll, als schwebe der obere Gebäudeteil.
Mehrere Baumreihen waren als Umrahmung des Hauses vorgesehen. Wie
der Pressesprecher sagte, wolle sich
das Unternehmen weitgehend an den
damaligen Vorschlägen orientieren. Im
neuen Projektentwurf sind jedoch keine Bäume mehr zu sehen.
Im Dezember 2015 erhielt Siemens
den Zuschlag als Generalunternehmer. Der Kraftwerksneubau in Marzahn geht einher mit der Ablösung der
Braunkohleanlage in Klingenberg. Da
die Modernisierung der gasbefeuerten
KWK-Anlage dort vorzeitig abgeschlossen wurde, ist die zu Ende gehende
Heizperiode die letzte, in der am Standort Rummelsburg Braunkohle verfeuert
wird.
Der Neubau der KWK-Anlage in Marzahn sichert im Verbund mit Klingenberg die Versorgung von über 300.000
Haushalten in den Berliner Ostbezirken,
insbesondere in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf, mit Fernwärme und
Strom.

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Neustart für die Alte Börse Marzahn

Eventlocation und Restaurant starten mit geänderter Konzeption

N

ach einem halben Jahr Kreativpause startet die Alte Börse
Marzahn in die neue Saison und
mit geschärftem Konzept. Während sich
die Alte Börse Marzahn künftig verstärkt
auf die Vermietung der Säle und Veranstaltungsräume konzentriert, eröffnet
die Braustube unter der Regie neuer Betreiber. „Unser Ziel ist es, die Alte Börse
Marzahn weiter zum Kultur- und Eventstandort zu entwickeln “, sagt Peter Kenzelmann, der Geschäftsführer der Alte
Börse Marzahn GmbH. Allein im ersten
Halbjahr stehen bereits über 70 kulturelle Veranstaltungen fest, mit weiteren
Partnern sei man im Gespräch. „Wir haben die vergangenen Monate intensiv
genutzt, um unser Gesamtkonzept anzupassen und zu optimieren.“
Einen festen Platz im Veranstaltungskalender wird unter anderem die Kurzfilmkino-Reihe „Shorts Attack!“ haben,
die an jedem zweiten und vierten Samstag stattfinden wird. Am 11. und am 25.
März stehen jeweils um 18 Uhr für den
Oscar nominierte Kurzfilme auf dem Pro-

gramm. Donnerstags gibt es immer ab
20 Uhr Live-Musik in der Braustube mit
Künstlern aus aller Welt. Am 19. März ist
zudem um 16 Uhr ein Cembalo-Konzert
mit dem Titel „Barock und Jazz - Musik
in der Bewegung“ geplant. Vormerken
sollte man sich auch das inzwischen traditionelle Marzahner Osterfeuer, das in
diesem Jahr am 15. April ab 18 Uhr stattfindet – für genügend Bier und Service
ist 2017 gesorgt.

Für die Braustube konnte mit der
Spreespeicher Event GmbH ein erfahrener, neuer Betreiber gefunden werden.
„Dieses Areal hat unglaubliches Potenzial“, sagt Robert Hoyer, der gemeinsam
mit seinem Geschäftspartner Fabian
Lau künftig Restaurant, Biergarten und
das Eventcatering verantwortet. Er lobt
die mit viel Liebe zum Detail gestalteten
Veranstaltungsräume, die künftig unter
anderem noch stärker für Hochzeiten,

Tagungen, Kongresse, Sommerfeste,
Weihnachtsfeiern und Geburtstage genutzt werden sollen. Die neue Speisekarte verspricht regionale und rustikale
Gerichte. Geöffnet ist die Braustube ab
1. März montags bis freitags von 17 bis
22 Uhr, sonnabends von 11 bis 22 Uhr
und sonntags von 9 bis 22 Uhr. Sonntags
gibt es zudem von 9 bis 15 Uhr einen
Brunch (14,50 Euro pro Person, Kinder 7
Euro). „Sobald es wärmer wird, eröffnen
wir auch den Biergarten mit seinen 200
Plätzen“, sagt Robert Hoyer. Er sieht in
der Alten Börse Marzahn einen Veranstaltungsort mit viel Potenzial.

Informationen zur Braustube und zum
Veranstaltungsprogramm der Alte Börse Marzahn gibt es im Internet:
Kultur und Veranstaltungen:
www.alte-boerse-marzahn.de/kultur/
Gastronomie:
www.alte-boerse-marzahn.de/restaurant/

BEZIRKS-JOURNAL | HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG

AUS DEM BEZIRK

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Ein paar Bänke und viel Grün

STADTENTWICKLUNG: Der Prerower Platz ist alles, nur kein Aushängeschild. Die Lichtenberger Linke erhöht nun den Druck aufs Bezirksamt – und
will die Gegend ums Linden-Center aufwerten. Von Marcel Gäding.

P

rerow – das klingt nach Meer, salziger Luft, Radwegen und blühenden Landschaften. Anders sieht
es mit dem Prerower Platz aus. Jener
Stadtplatz rund um das Linden-Center
in Neu-Hohenschönhausen ist geprägt
von betonierten Parkplatzflächen, wild
bewachsenen Freiflächen und unansehnlichen Brachen. Seit fast 30 Jahren ist das so. Geht es jedoch nach der
Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), dann soll sich
das nun ändern – und zwar schnell.
„Dieser Platz wirkt trostlos und hat
keine Aufenthaltsqualität“, kritisiert
Norman Wolf, der Fraktionsvorsitzende.
Seine Fraktion wolle daher den Druck
auf kommunaler Ebene erhöhen. Für
die kommende BVV-Sitzung hat er daher einen Antrag eingebracht, der das
Bezirksamt ersucht, den Prerower Platz
aufzuwerten und zu beleben – und das
unter Beteiligung der Anwohner.
Immer wieder hatte es Anläufe gegeben, den Platz zu gestalten. Das einstige
Institut für Lehrerbildung wich einem
modernen Multiplexkino, und auch der
nach der Wende in Betrieb genommene

„Brunnen der Jugend“ ließ Hoffnung
keimen, dass es mit dem Areal entlang
der Falkenberger Chaussee vorangeht.
Wie ein Solitär wirkt das Kino aber bis
heute, denn drum herum gibt es entweder Freiflächen oder Parkplätze, die
einst auch als Rummelplatz genutzt
wurden. Doch nun könnte Bewegung
in die Platzgestaltung kommen. Ein
privater Investor plant den Bau von
Wohnungen, in denen pflegebedürftige
Menschen ein Zuhause finden sollen. Im
Gespräch sind zudem Geschäfte. Lichtenbergs Stadtentwicklungsstadträtin
Birgit Monteiro (SPD) verweist auf ein
entsprechendes Bebauungsplanverfahren. „Ich hoffe, dass dies zum Ende des
Jahres abgeschlossen sein wird“, sagt
sie. Dann wäre der Weg frei, die neuen
Wohnhäuser zu errichten. Zudem gibt
es Pläne, in der Nachbarschaft einen
Schulstandort zu entwickeln.
Das allein reicht aber nicht, um Leben
auf den Prerower Platz zu bringen. Der
Vorschlag der Linken: Kurzfristig könnten Grünflächen gestaltet, Bänke aufgestellt und sogar ein Trinkbrunnen in
Betrieb genommen werden. „Wir wün-

sein darf“. Er schlägt vor, die Anwohner
gezielt in die Gestaltungspläne einzubeziehen. Darin enthalten könnte auch
ein Wegeleitsystem sein, das seit Jahren
diskutiert wird und für das Freymark
einst auch die Deutsche Bahn begeistern konnte. Schließlich betreibt sie mit
dem gleich neben dem Prerower Platz
gelegenen Bahnhof Hohenschönhausen
eine der wichtigsten Verkehrsstationen im Berliner Nordosten. Er bedauert
aber, dass sich in der Hinsicht bislang
nichts getan hat. „Allem Anschein nach
hat die Bahn ihre Prioritäten nicht auf
die Außenbezirke gelegt.“
Stadtentwicklungsstadträtin Monteiro
will selbst noch einmal auf die ErFOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING
gebnisse
eines Wettbewerbes zurückBlick auf den Prerower Platz. Schön ist
greifen, der einst ausgelobt wurde. „Ich
anders.
wünsche mir, dass die seinerzeit von
den Studierenden entwickelten Ansätze
schen uns einen Stadtplatz, auf dem Berücksichtigung bei der Platzgestalman sich trifft“, erklärt Norman Wolf tung finden.“
von den Linken.
Linke lädt am 26. April um 18 Uhr zu
Danny Freymark (CDU), Mitglied des Die
einem Bürgerforum ein. Im Fokus steht
Abgeordnetenhauses, begrüßt die Ini­ die Entwicklung des Prerower Platzes.
tiative der Linken. Er sagt aber auch, Ort: Anna-Seghers-Bibliothek im Lindendass „dies kein Schaufensterantrag Center.
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BEZIRKS-LEBEN

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Jede Ausstellung ist ausverkauft

KINDEROPER LICHTENBERG: Seit 2009 begeistert das Gemeinschaftsprojekt im „Steinhaus“ Sieben- bis Dreizehnjährige für klassische Musik. Jedes
Kind ist willkommen und kann kostenlos mitmachen. Von Steffi Bey.

J

eden Donnerstag ist Probenzeit im
„Steinhaus“ an der Schulze-Boysen-Straße 10. Die meisten Grundschüler kommen in kleinen Gruppen, einige auch allein. Sie lachen und erzählen
und wirken ein bisschen übermütig. „Ich
freue mich, dass es gleich wieder losgeht“, sagt Linnea. Auch ihre Schwester
war schon im Kinderopernhaus (KOH)
aktiv. Aber jetzt macht das aufgeweckte
Mädchen selbst mit: spielt Theater, singt
im Chor – manchmal als Solistin.
In diesen Wochen konzentrieren
sich die jungen Künstler auf das Basistraining, wie es Projektleiterin Regina
Lux-Hahn nennt. Das beginnt mit spielerischen Übungen im Kreis, geht weiter
mit Ton-, Sprech- und Gesangswiederholungen und mündet in unterschiedlichen
Bereichen, für die sich die Teilnehmer
entschieden haben. Lotte, Maja und Leni
lassen bei den szenischen Übungen ihren Fantasien freien Lauf. Sie stellen
Sprichwörter spielerisch dar und haben
dabei sichtlich Spaß. „Wer anderen eine
Grube gräbt…“ inszenieren sie mit zwei
Stühlen, einem großen Stock sowie ihren spitzbübischen und erschrockenen
Gesichtern so echt, dass es die anderen
Kinder schnell erraten. Im Raum nebenANZEIGE

FOTOS: STEFFI BEY

Vor dem Auftritt gibt es Gesangsunterricht – manchmal auch im Kreis.

an stehen Instrumente im Mittelpunkt,
eine Tür weiter gibt es Einzelunterricht
für die Stimmbildung und ganz oben im
großen Saal zieht der Chor alle Register.
Regina Lux-Hahn, die Ideengeberin und

Chefin des berlinweit einmaligen Projektes, ist jedes Mal begeistert, wenn sie
die Proben und später die Aufführungen miterlebt. „Mich macht es stolz zu
sehen, wie sich die Kinder weiterentwickeln“, sagt die Ruheständlerin: Wie sie
selbstbewusst durch die Bühnenarbeit
werden, wie sie das Gefühl für ein Team
bekommen, wie sie lernen Verantwortung für die Gruppe zu übernehmen
und schließlich neue Freunde gewinnen.
„Die gemeinsame Freude über den Erfolg ist dann wohl der größte Lohn“, ist
die engagierte Berlinerin überzeugt.
Sie brachte vor acht Jahren den Stein
zu diesem Vorhaben ins Rollen. Das war
zu dem Zeitpunkt, als der Caritasverband Berlin die Lichtenberger Kinderund Jugendeinrichtung „Steinhaus“
übernahm. Lux-Hahn war damals noch
als Regionalleiterin dieses Verbandes
tätig, dazu Musik- und Opernfreundin.
Ihre weitsichtige Idee wird nun seit
Jahren gelebt: Kinder aus allen sozialen
Schichten und verschiedenen Kulturen
lernen die Welt der Oper kennen und
mitzugestalten – als sei es das Natürlichste der Welt.

„Jedes Kind ist willkommen und kann
bei uns kostenlos mitmachen, ohne Casting“, betont die Projektleiterin. Allerdings wird mit den Eltern vereinbart,
dass sie darauf achten, dass ihre Kinder
auch regelmäßig an den Proben teilnehmen.
Bislang entstanden sieben Produktionen mit insgesamt 41 ausverkauften Vorstellungen – die fanden unter anderem
in der Staatsoper statt – und rund 7.500
begeisterten Zuschauern. Dazu gehören
beispielsweise „Das barocke Singspiel
– Engel-Singen-Hören“ nach dem Oratorium Tobit von Georg Friedrich Händel,
das impressionistische Klangbild „Was
Du nicht siehst“ nach Claude Debussys
Children‘s Corner sowie „Tierisch on
Tour“.
Erfahrene Musik- und Theaterpädagogen fordern die kleinen Opernfans
heraus und spornen die Mädchen und
Jungen zu Höchstleistungen an. Außerdem bietet das KOH zurzeit in drei Lichtenberger Schulen spezielle KinderoperArbeitsgruppen an. Etliche Sponsoren
finanzieren zudem das Vorhaben.
Besondere Talente, die einst im „Steinhaus“ Opernluft schnupperten, singen
inzwischen sogar im Jugend- und im
Chor der Staatsoper oder spielen im
Grips-Theater.
Weitere Informationen unter
www.deutsche-kinderoper.de

Leonard und seine Freunde üben ihre
Texte. Jeden Donnerstag ist Probe in der
Einrichtung „Steinhaus“.

– Anzeige –

Informationen Ihres Jobcenters Berlin Lichtenberg
Für Bildung ist es nie zu spät

Das Berliner Bildungsprojekt „Erwachsenengerechte Ausbildung“ stellt sich vor
Das Jobcenter Berlin Lichtenberg beteiligt
sich in diesem Jahr zum dritten Mal an dem
Berliner Bildungsprojekt „Erwachsenengerechte Ausbildung“ (kurz: EGA). Wenn sich
ein Jobcenter bereits zum dritten Mal an
einem Projekt beteiligt, dann gibt es dafür
gute Gründe.
Viele arbeitssuchende Menschen verfügen zwar über einen Schulabschluss,
haben jedoch keinen Berufsabschluss. Das
Spektrum der Gründe ist dabei so vielfältig
wie das Leben. „Für uns sind das nicht „gescheiterte Existenzen“ sondern „verborgene
Schätze“, betont Herr Klappstein, Teamleiter
im Jobcenter Berlin Lichtenberg. In dem
Berliner Bildungsprojekt „EGA“ erhalten diese Menschen eine zweite oder auch teilweise
eine dritte Chance, einen Berufsabschluss
zu erwerben. Und dabei geht es nicht um
irgendeinen Berufsabschluss. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbänden
und Kammern wurden auch in diesem Jahr
wieder Berufe gewählt, die am Arbeitsmarkt
stark nachgefragt sind, wie z. B. Fachinformatiker/in oder Rechtsanwalts- und
Notarfachangestellte/r.
So auch Mathias S., 31 Jahre. Nach Abitur
und abgebrochenem Studium der Elektrotechnik jobbte er als Hilfskraft bei Zeitarbeitsfirmen und war immer wieder mal
arbeitslos. Schließlich stellte das Jobcenter
Berlin Lichtenberg ihm das Projekt „Erwachsenengerechte Ausbildung“ vor. Er nutzte
diese Chance und absolvierte erfolgreich
eine Ausbildung als Konstruktionsmechaniker. Inzwischen arbeitet er in Bayern, weil
es dort bessere Verdienstmöglichkeiten gibt.
Auf Grund der Vorbiografien wird jede
Teilnehmerin/ jeder Teilnehmer im Vorfeld

Erwachsene erhalten im Rahmen des
EGA-Projekts eine Chance, beruflich
Fuß zu fassen. Foto: © creativecommonsstockphotos | Dreamstime Stock Photos

„klassische“ Ausbildung werden auch die
Umschulungen im EGA-Projekt im dualen
System durchgeführt – theoretische Phasen
wechseln sich im vorher festgelegten Rhythmus mit praktischen Phasen im Ausbildungsbetrieb ab. So lernen die Teilnehmer/innen auch gleich in einer echten Umgebung
und nicht im geschützten Umfeld einer
Übungswerkstatt.
Während der gesamten Ausbildungszeit
werden die Teilnehmer/-innen von speziell
ausgebildeten Coaches umfassend unterstützt, motiviert und gefördert. Fehlende
fachliche Kompetenzen, wie Deutsch oder
Mathematik, können die Auszubildenden
mit gezielter Nachhilfe aufholen. Dieses
Konzept führt dazu, dass sie am Ball bleiben
und mit Freude und Motivation ihre zweite
Chance wahrnehmen – und Unternehmen
auf Sie als wertvolle Mitarbeiter zählen können. Nach der Ausbildung werden die Auszubildenden bei der Suche nach einem Arbeitsplatz weiter unterstützt und gecoacht.
Natürlich ist das nur notwendig, wenn der
Praxisbetrieb den Vertrag nach der Ausbildung nicht weiterführt.
Und die Ergebnisse können sich sehen
lassen. Im Sommer/Herbst 2014 starteten
für 21 Kundinnen und Kunden die EGA-Umschulungen. Für drei Teilnehmerinnen endet
diese berufsbegleitende Teilzeitumschulung
erst am 31.08.2017. Von den restlichen 18
Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus unserem Hause, haben 13 erfolgreich ihren Berufsabschluss abgelegt, ein Teilnehmer hat
noch die Chance zur Nachprüfung.

der eigentlichen Umschulung auf „Herz und
Nieren“ getestet. In einem dreimonatigen
Auswahlverfahren erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen umfassenden Einblick in die potenziellen Berufe. So
können sie sich bei Eignung für den Beruf
entscheiden, der am besten zu ihren Interessen und Fähigkeiten passt. In einem
Praktikum im möglicherweise späteren Ausbildungsbetrieb, können erste praktische
Erfahrungen gesammelt werden.
Dann geht es endlich mit der eigentlichen
Umschulung los. Aber auch hier unterscheidet sich das EGA-Projekt von vielen ande- Weitere Informationen zum Projekt finden Sie
ren Umschulungen. In Anlehnung an eine unter: www.ega-berlin.de

Welche Möglichkeiten der Förderung gibt es?
Die Arbeitsagenturen und Jobcenter unterstützen Sie gerne dabei, den Berufsabschluss
nachzuholen. Wichtig ist, sich im Vorfeld über
die individuellen Voraussetzungen bei Ihrer Arbeitsvermittlung beraten zu lassen.
• Betriebliche Umschulung:
Wie bei einem Ausbildungsverhältnis absolviert
der Umschüler die Berufspraxis im Betrieb und
besucht wie Auszubildende auch die zuständige Berufsschule. Die Dauer der Umschulung
ist gegenüber der Ausbildung um ein Drittel
verkürzt.
• Überbetriebliche Umschulung:
Die Ausbildungsinhalte werden durch einen Bildungsträger vermittelt. Das gilt für die Theorie
wie für die Praxis. Integriert in die Umschulung
sind betriebliche Praktika mit einer Dauer von
bis zu sechs Monaten. Auch in der überbetrieblichen Umschulung wird die Dauer gegenüber

der Ausbildung um ein Drittel verkürzt.
• Vorbereitungslehrgänge auf
Externenprüfungen:
Arbeitnehmer, die über einen längeren Zeitraum
qualifizierte Tätigkeiten ausgeübt haben, können zur Externenprüfung zugelassen werden.
In Vorbereitungskursen werden die Teilnehmer
auf die Prüfung vorbereitet. Die Vorbereitungslehrgänge dauern im Regelfall sechs Monate.
Über die Zulassung zur Externenprüfung entscheiden die zuständigen Kammern.
• Berufsanschlussfähige
Teilqualifkationen:
Dieses Angebot ermöglicht eine kurzfristige Integration in Arbeit und bietet die Möglichkeit, die
jeweils neu erworbenen Kenntnisse einzusetzen. So kann der Berufsabschluss in mehreren
Schritten erworben werden. Die einzelnen Weiterbildungsmodule dauern zwischen zwei und

Jobcenter Berlin Lichtenberg
Gotlindestr. 93, 10365 Berlin
Tel.: (030) 5555 88 2222
Telefonservice für Arbeitgeber
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Öffnungszeiten: Mo/ Di/ Fr 08:00-12.30 Uhr
Mi nur terminierte Beratung
Do 08:00-18:00 Uhr
(ab 12:30 Uhr nur für Berufstätige)

sechs Monaten und führen nach dem Absolvieren aller Module zum Berufsabschluss.
Wo kann ich mich informieren?
Mögliche Berufe und Tätigkeitsbeschreibungen
finden Sie in der Datenbank BERUFENET.
Eine Übersicht über Bildungsträger und Weiterbildungen bietet Deutschlands größte Datenbank im Bereich der beruflichen Aus- und
Weiterbildung KURSNET.
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jedes Jahr eine Bildungszielplanung zu besonders erfolgsversprechenden Förderschwerpunkten und Qualifizierungen in Berlin, die
Bildungszielplanung 2017 ist auf der Internetseite des Jobcenters Berlin Lichtenberg für Sie
eingestellt.
https://www.berlin.de/jobcenter-lichtenberg/
markt-und-integration/ueber-25-jaehrige/artikel.163705.php
Jugendberufsagentur Berlin
Standort Lichtenberg
Gotlindestraße 93, Haus I
10365 Berlin • Telefon: 115
E-Mail: jba@jba-berlin.de
Öffnungszeiten: Mo-Mi 08:00 bis 16:00 Uhr
Do 08:00 bis 18:00 Uhr
Fr 08:00 bis 12:30 Uhr

https://www.berlin.de/jobcenter-lichtenberg/

Drei Fragen an...
...LUTZ NEUMANN

Geschäftsführer des Jobcenters
Berlin Lichtenberg
Ohne abgeschlossene Berufsausbildung
hat man auf dem Arbeitsmarkt langfristig
kaum eine Chance. Herr Neumann, was
empfehlen Sie jungen Menschen, die noch
keinen Ausbildungsplatz gefunden haben?
Eine solide Ausbildung eröffnet Jugendlichen eine nachhaltige Zukunftsperspektive
und ist die Eintrittskarte in ein selbstbestimmtes Leben. Ziel der Jugendberufsagentur ist es, möglichst jedem jungen Menschen
aus Lichtenberg bis zur Vollendung des 25.
Lebensjahres einen Berufsabschluss zu ermöglichen. Dabei stehen eine individuelle,
passgenaue Beratung und intensive Begleitung im Vordergrund. Alle Interessierten, Jugendliche, junge Erwachsene aber auch Lehrer, Eltern, Großeltern, Verwandte, sind am
Tag der offenen Tür der Jugendberufsagentur in Lichtenberg am Donnerstag 30.03.2017,
08:00 Uhr – 18:00 Uhr herzlich eingeladen,
vor Ort das Angebot der Jugendb e r u f s a ge ntu r
kennenzulernen.
Unsere Arbeitswelt und die
Anforderungen
in den Unternehmen verändern
sich
immer Lutz Neumann.
schneller. Herr
Neumann, was raten Sie arbeitssuchenden
Menschen?
Aus- und Weiterbildung wird für uns alle
zukünftig noch wichtiger. Dies gilt in besonderem Maße für arbeitssuchende Menschen,
die über keinen Berufsabschluss verfügen
oder die mehrere Jahre nicht in ihrem Ausbildungsberuf gearbeitet haben. Eine erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung eröffnet
gute Chancen auf eine dauerhafte Beschäftigung und langfristig auf ein höheres Einkommen.
Nicht alle arbeitssuchenden Menschen
fühlen sich den Herausforderungen einer
mehrjährigen Weiterbildung gewachsen.
Herr Neumann, gibt es Alternativen?
Wichtig ist bei der Entscheidung für eine
Weiterbildung, an vorhandenen Kompetenzen und bereits erworbener Berufserfahrung anzuknüpfen. Teilqualifizierungen
bieten Arbeitsuchenden die Möglichkeit, in
einzelnen Abschnitten Fachkenntnisse zu erwerben und sich so passgenau für bestimmte
Beschäftigungsfelder zu qualifizieren. Dies
erhöht Einstiegs- und Aufstiegschancen. Für
den erfolgreichen Abschluss einer Weiterbildung bedarf es neben der persönlichen Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft der
von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen
vor allem einer positiven Grundhaltung: Jede
Veränderung eröffnet auch neue Chancen.
Das Jobcenter unterstützt durch individuelle Beratung und intensive Begleitung auch
während der Zeit der Qualifizierung, z. B.
durch den Einsatz von Qualifizierungsbegleitern. Weitere Informationen finden Sie
unter
https://www.berlin.de/jobcenterlichtenberg/markt-und-integration/qualifizierungsbegleitung/.

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BEZIRKS-LEBEN

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Wohnungen, Gewerbe und Hotels

ALT-HOHENSCHÖNHAUSEN: 391 Wohnungen, eine Kita und ein Spielplatz entstehen an der Konrad-Wolf-Straße. Auch für das Areal des einstigen
Kongresshotels gibt es Pläne – der einstige „TheSquare3“-Entwurf aber ist Geschichte. Von Sabine Flatau.

A

uf der Freifläche an der KonradWolf-Straße wachsen Gräser,
Sträucher und Bäume. Im Norden und Osten liegen Hallen und Plätze des Sportforums. Im Süden fahren
Autos und Straßenbahnen. Es ist keine
ruhige Gegend. Der Lärm wird noch
zunehmen, wenn Bagger und Kräne
anrollen. Denn die fast 20.000 Quadratmeter große Freifläche wird bebaut. Ein
Quartier mit 391 Wohnungen ist geplant.
Eigentümer des Areals ist die Immonen
Property VII GmbH & Co.KG. Ein städtebaulicher Vertrag des Bezirksamtes mit
dem Unternehmen ist ausgearbeitet.
Grundlage ist der Bebauungsplan 11-9c.
In den kommenden Monaten wolle man
den Bauantrag einreichen, sagt Ariel
Levin, Geschäftsführer der Immonen
Property. „Wir möchten so schnell wie
möglich anfangen.“
Im Vertrag sind wichtige Eckpunkte
des Vorhabens festgeschrieben. Mindestens 25 Prozent der Wohnungen sollen
Sozialwohnungen werden. Mit knapp
800 neuen Bewohnern rechnet das Bezirksamt. Die Familien, die im neuen
Quartier leben werden, brauchen voraussichtlich 36 Kinderbetreuungsplätze. Deshalb wird der Investor eine Kita
bauen, dazu Spielflächen und Außenanlagen. Die Kita soll fertig sein, sobald
die ersten 100 Wohnungen bezugsfertig
sind. Sie soll an einen geeigneten Träger
zu üblichen Miete für soziale Einrichtungen übergeben werden. Benötigt werden auch 43 Grundschulplätze. Sie sollen in einem modularen Ergänzungsbau
an der Sandinostraße, auf dem Gelände
der Grundschule am Wilhelmsberg entstehen und von der Immonen Property
finanziert werden. Die Kosten sind mit
1,7 Millionen Euro veranschlagt. Außerdem wird ein öffentlicher Spielplatz
gebraucht, von mindestens 1200 Quadratmeter Größe. Auch er soll angelegt
sein, wenn die ersten 100 Wohnungen
bezugsfertig sind. Die Spielplatzfläche
wird an das Land Berlin übergehen.

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

FOTO: MORITZ GRUPPE GMBH

Am Weißenseer Weg Ecke Konrad-Wolf-Straße stehen immer noch das alte Kongresszentrum und das Sporthotel (links). Die Pläne für
„TheSquare3“ sind inzwischen vom Tisch (Foto rechts).

Die Immonen Property wird außerdem verpflichtet, die Dächer der neuen Wohnhäuser zu begrünen. Auch für
Lärmschutz in den neuen Wohnungen
soll das Unternehmen sorgen, etwa
durch geschlossene Laubengänge und
verglaste Loggien oder Wintergärten.
Denn Training und Wettkämpfe im
Sportforum werden für einen hohen
Geräuschpegel sorgen. Und auf der Konrad-Wolf-Straße rollt tagsüber alle fünf
Minuten ein Straßenbahnzug vorbei, in
der Nacht alle elf Minuten. Wegen der
Neubauten wird es zu einer Reflexion
der Verkehrsgeräusche kommen, sodass
sich dadurch die Lärmbelastung der
Bewohner in den schon existierenden
Wohnhäusern an der Konrad-Wolf-Straße erhöht. Doch diese älteren Wohnhäuser werden durch die Neubauten von
den Geräuschen des Sportforums abgeschirmt. Die positive Wirkung überwiege, meint das Bezirksamt.
Dem Unternehmen Immonen Property gehört auch die Fläche am Wei-

ßenseer Weg 51/52. Sie ist etwa 31.000
Quadratmeter groß. Dort stehen immer
noch zwei marode Gebäude, das alte
Kongresszentrum und das Sporthotel.
Eigentlich sollten längst drei lichtdurchflutete Hochhäuser errichtet sein, mit
118, 66 und 48 Metern Höhe, als Symbol
eines Siegerpodestes. Das spektakuläre
Projekt „The Square 3“ sorgte 2013 für
Schlagzeilen. Der Entwurf war für einen Preis auf der Immobilienmesse in
Cannes nominiert. 2015 bekam er den
European Property Award. Realisiert
wurde er jedoch nicht. Die Moritz-Gruppe hatte das 450 Millionen Euro teure
Projekt entwickelt. „Es war unrealistisch“, sagt Immonen-Geschäftsführer
Levin. „Es passte nicht in die Umgebung.“ Nun gebe es realistische Pläne.
„Wir haben eine neue Version, die auch
imposant und schick ist und Berlin bewegen wird.“ Am Weißenseer Weg Ecke
Konrad-Wolf-Straße sei ein Mix aus Gewerbe, Hotel und Wohnungen geplant.
Hochhäuser sollen errichtet werden,

die sich an den Bauten der Umgebung
orientieren. Doch es sei zu früh, Details
bekannt zu geben und Bilder zu zeigen,
sagt Ariel Levin. „Wir sind noch in der
Findungsphase.“ Im kommenden Jahr
werde hoffentlich auch für diese Fläche
ein städtebaulicher Vertrag mit dem Bezirksamt abgeschlossen. Immonen Property arbeitet mit den Architekten des
Büros Lava zusammen.
Im Jahr 2011 hatte das Unternehmen
die Flächen Weißenseer Weg 51-52, Konrad-Wolf-Straße 45-46 und das östlich
angrenzende Grundstück an der Konrad-Wolf-Straße gekauft. Das mittlere
Grundstück, Konrad-Wolf-Straße 45-46,
habe man kurz nach dem Erwerb weiterverkauft, sagt Immonen-Geschäftsführer Levin. Dort stehen zwei Gebäude von 1979, die die Gesellschaft GPU
verwaltet. Sie sind 2012-2013 saniert
worden. Zwei Kitas und Demenz-Wohngemeinschaften nutzen die Räume, außerdem ist eine Flüchtlingsunterkunft
eingerichtet.

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BEZIRKS-JOURNAL | HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG

BEZIRKS-LEBEN

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ BIRGITT ELTZEL

Das Deutsch-Russische Museum an der Zwieseler Straße. Dort wurde 1945 deutsche
Geschichte geschrieben.

Schutz für das DeutschRussische Museum

GESCHICHTE: Das Haus, in dem die Kapitulation der Wehrmacht unterschrieben wurde, soll in die Liste der Orte von herausragender und
überregionaler Bedeutung aufgenommen werden. Von Volkmar Eltzel.

D

er Beschluss war ungewohnt
einmütig: Mit großer Mehrheit
haben die Bezirksverordneten
einem Antrag der Linken-Fraktion und
der Fraktion der SPD zugestimmt. Darin wird das Bezirksamt ersucht, sich
beim Landesgesetzgeber dafür einzusetzen, „dass das Deutsch-Russische
Museum in Berlin-Karlshorst als Ort
von herausragender und überregionaler Bedeutung, der in besonderer Weise
an die Opfer des Nationalsozialismus
erinnert, zu der Liste des Berliner Gedenkstättenschutzgesetzes… hinzugefügt wird.“ Lediglich von der Fraktion
der AfD gab es zwei Gegenstimmen und
mehrere Enthaltungen.
In dem heutigen Museum an der
Zwieseler Straße, dem ehemaligen Offizierskasino der benachbarten Wehrmachtspionierschule, wurde in der
Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 das
Ende des Zweiten Weltkrieges durch
die Unterzeichnung der Kapitulation
der deutschen Wehrmacht besiegelt.
Jährlich finden am 8. Mai im und um
das Museum Feierlichkeiten und Feste
statt, die an das Kriegsende und die Befreiung vom Hitlerfaschismus erinnern.
Mehrfach kam es in den vergangenen
Jahren in unmittelbarer Umgebung
des Museums zu skandalös-peinlichen
Aufmärschen von Neonazis, die den
historischen Ort für angemeldete und
genehmigte NPD-Kundgebungen missbrauchten. Aus dem In- und Ausland
angereiste Zeitzeugen, Veteranen und
Opfer des Nationalsozialismus waren
schockiert und empört.
Mit dem 2005 in Kraft getretenen
Gedenkstättenschutzgesetz kann in
Verbindung mit § 15 Abs. 2 Satz 1 des
Versammlungsgesetzes das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit eingeschränkt werden. Absatz 2 legt fest,
dass eine Versammlung oder ein Aufzug insbesondere dann verboten oder

von bestimmten Auflagen abhängig
gemacht werden kann, wenn: erstens
die Versammlung oder der Aufzug an
einem Ort stattfindet, der als „Gedenkstätte von historisch herausragender,
überregionaler Bedeutung an die Opfer
der menschenunwürdigen Behandlung
unter der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft“ erinnert;
und zweitens: wenn nach „konkret
feststellbaren Umständen“ zu erwarten ist, „dass durch die Versammlung
oder den Aufzug die Würde der Opfer
beeinträchtigt wird.“
Bereits am 16. Mai 2013 hatte die BVV
auf Antrag der SPD mehrheitlich beschlossen, dass sich das Bezirksamt
beim Senat dafür einsetzt, das DeutschRussische Museum zur Gedenkstätte
mit historisch herausragender, überregionaler Bedeutung zu erklären. Eine
Aufnahme in die Liste erfolgte jedoch
bisher nicht. Bedenken, die in vergangenen Jahren auf Bezirksverordnetenversammlungen geäußert wurden, die
Einschränkung des Versammlungsrechtes könnte auch die Präsenz der
Zivilgesellschaft auf den Gedenkfeierlichkeiten behindern, räumte Museumsdirektor Dr. Jörg Morré auf Nachfrage aus. „Wir fungieren als Hausherr.
Wenn wir das Festgelände angemeldet
auf die Straße ausdehnen, hat dort niemand sonst ein Kundgebungsrecht.“
Ein Problem sei bisher auch gewesen,
dass die Gäste an ganzen Wagenburgen von Polizei-Einsatzfahrzeugen mit
hochaufgerüsteten Polizisten vorbeigehen mussten, um zum Museum zu
kommen. Der Kontaktbereichsbeamte,
mit dem man gut zusammenarbeite,
hatte keine Kommandogewalt über die
Einheiten. Jörg Morré hofft, dass bald
entsprechende Beschlüsse gefasst und
durchgesetzt werden, damit die Veranstaltung am 8. Mai 2017 ungestört stattfinden kann.

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7

8

BEZIRKS-LEBEN

A

uf den ersten Blick erinnert
nichts an eine Klinik: Das Personal trägt keine weißen Kittel. Die
Flure sind hell und freundlich gestaltet,
überall hängen Bilder mit Naturaufnahmen. Wer das erste Mal das „City Point
Centrum für psychische Gesundheit“
am Roederplatz betritt, ist angenehm
überrascht.
Unter einem Dach befinden sich jetzt
insgesamt drei Tageskliniken, in denen Menschen mit Suchterkrankungen
oder psychischen Problemen behandelt
werden. Träger ist das Evangelische
Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH), das auf zwei Etagen die
ambulante Versorgung betroffener Patienten aus Lichtenberg, Hohenschönhausen, Marzahn, Hellersdorf und
Friedrichshain-Kreuzberg sicherstellt.
„Der Ort ist allein wegen seiner guten
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ideal“, sagt Eva Lackner,
Fachärztin für Psychiatrie und Klinikleiterin. Hinzu komme, dass das KEH
nur wenige Straßenbahnstationen von
den drei Tageskliniken entfernt sei.
In der fünften und siebten Etage des
City Point-Centers im Fennpfuhl können nunmehr 62 Patienten ambulant
betreut werden. Dabei handelt es sich
um Menschen, die unter Depressionen,
Alkoholproblemen oder psychosomatischen Krankheiten leiden. „Viele scheuen einen stationären Aufenthalt im
Krankenhaus“, sagt Eva Lackner. Die
Tageskliniken seien hierzu eine gute
Alternative. „Nach der Therapie kehANZEIGE

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Kurze Wege in
neuen Kliniken
GESUNDHEIT: Das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth
Herzberge erweitert sein Angebot. Am Roederplatz werden ab sofort
Suchterkrankungen und psychische Leiden behandelt.

Regelmäßiger Infonachmittag

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Klinikleiterin Eva Lackner vor einer Lichtwand. Diese soll unter anderem dabei helfen,
Depressionen abzubauen.

Ruhe vor dem
Ansturm

WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG: Die Nachfrage nach Flächen im neuen
CleanTech Business Park Berlin-Marzahn ist hoch. In diesem Jahr sollen
die ersten Verträge abgeschlossen werden. Von Volkmar Eltzel.

G

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ren die Patienten nach Hause zurück.“
Patienten erhielten eine „behandlungsunterstützende, arbeitsähnliche Tagesstruktur sowie soziale Kontakte“,
erklärt Prof. Albert Diefenbacher, Chefarzt der Abteilung Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am KEH.
Ein weiterer Vorteil: Ärzte, Psychologen und Sozialarbeiter arbeiten mit
Fachkrankenschwestern, Musik- und
Ergotherapeuten, Sport- und Physiotherapeuten Hand in Hand. Alle Angebote werden auch vietnamesisch- und
russischsprachigen Patienten unterbreitet.

ut ein Jahr ist der 90 Hektar große CleanTech Business Park an
der Bitterfelder Straße nun am
Markt. Hier, an der Grenze zwischen
Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg,
soll Berlins größter Industriepark vor
allem mit Unternehmen aus den Branchen umweltfreundliche Energien und
Energiespeicherung, Energieeffizienz,
nachhaltige Mobilität, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Wasserwirtschaft,
Rohstoff- und Materialeffizienz und
grüne Chemie entstehen.
Zu sehen ist auf der erschlossenen
Freifläche – außer dem grünen CleanTech Pavillon, Zäunen und einem Parkplatz noch nichts, das auf Unternehmensansiedlungen hindeuten würde.
„Das wird sich in diesem Jahr ändern“,
sagte der Marzahn-Hellersdorfer Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Straßen
und Grünflächen, Johannes Martin
(CDU), auf dem Neujahrsempfang des
CleanTech Business Parks. Es gebe ein
„extrem hohes Interesse“ an den Flächen und konkrete Vertragsverhandlungen mit Unternehmen liefen auf
Hochtouren.
In Marzahn-Hellersdorf gebe es mitt-

lerweile rund 150 Industriebetriebe
– und die Nachfrage nach Flächen sei
nach wie vor hoch. „Für 2017 erwarten
wir erste Vertragsabschlüsse mit Industriebetrieben und den Beginn von
Planungs- und Bauarbeiten im CleanTech Park“, erklärte der Stadtrat. Neben der verfügbaren Flächengröße sei
ein Alleinstellungsmerkmal auch die
Schnelligkeit, mit der Unternehmensansiedlungen möglich sind. Dafür stehe
die Wirtschaftsförderung des Bezirkes
als verlässlicher Dienstleister jederzeit
zur Verfügung. Als Ergänzung wurde
für optimale Ansiedlungsbedingungen
jetzt das „Partnernetzwerk des CleanTech Business Parks“ gegründet, in
dem bereits 16 gestandene Unternehmen aus der Region in den Bereichen
Finanzierung, planungsrechtliche und
unternehmerische Beratung, Ingenieurwesen sowie planerische Umsetzung,
Versand und Reinigung ihre Dienstleistungen für die Umsetzung der Vorhaben
anbieten.
Weitere Informationen unter:
www.cleantechpark.de
www.wirtschaftsfoerderung-mh.de

Der Weg der Patienten in die Tageskliniken ist unterschiedlich. Viele werden von ihren Hausärzten, Psychiatern
oder Psychotherapeuten direkt überwiesen, andere kommen über einen Infonachmittag erstmals in Kontakt mit
der neuen Einrichtung. „Die Teilnahme
ist mit einem kurzen Arztgespräch verbunden“, erklärt Eva Lackner.
Mit dem Tageskliniken-Verbund am
Roederplatz verbessert sich nach Ansicht von KEH-Geschäftsführer Michael Mielke die medizinische Versorgung
in Lichtenberg. „Wir freuen uns, mit
diesem wohnortnahen Behandlungszentrum der gestiegenen Zahl von Patientinnen und Patienten im Bezirk die
Möglichkeit zur qualifizierten Behandlung zu eröffnen.“ (gäd.)
 Infonachmittag: dienstags, 14.30 Uhr

Polizei nimmt
Einbrecher fest
Polizisten des Abschnitts 64 haben in
Lichtenberg mehrere mutmaßliche
Laubeneinbrecher festgenommen. Ein
Zeuge hatte den Schein mehrerer Taschenlampen in einigen Lauben einer
Kleingartenanlage an der Rhinstraße
bemerkt und alarmierte daraufhin
die Polizei. Als die Beamten eintrafen,
sahen sie zunächst zwei Unbekannte
in eine Laube flüchten. Sie bemerkten, dass daran eine Fensterscheibe
eingeschlagen war und trafen im
Inneren auf insgesamt acht Personen.
Sie nahmen den Erwachsenen, sechs
Jugendliche und ein Kind vorläufig
fest. Während der 19-Jährige und
jeweils drei 14- und 17-Jährige in eine
Gefangenensammelstelle kamen, wurde das 13-jährige Kind, welches in einer
Jugendeinrichtung wohnt, seinem
Betreuer übergeben. (pol.)

Unbekannte
überfallen Rentnerin
Schwere Verletzungen erlitt eine
Rentnerin nach einem Überfall. Nach
bisherigen Erkenntnissen liefen zwei
Unbekannte mittags in einer Parkanlage in der Rummelsburger Straße an
der 82-Jährigen vorbei, als einer der
Männer nach der Tasche griff. Bei dem
Versuch ihr Eigentum festzuhalten fiel
die Rentnerin zu Boden und wurde
einige Meter mitgeschleift. Dem Täter
gelang es schließlich die Handtasche
an sich zu reißen und zu fliehen. (pol.)

VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG – ANZEIGENSPEZIAL

Energieeffizient bauen & wohnen
Immobilienmesse an neuem Standort
Zentral und gut erreichbar: Hausbaumesse zieht es in die Mitte Berlins – Service rund um das Thema Hausbau wird erweitert.

D

ie Berliner Immobilienmesse
präsentiert sich ab sofort an
einem neuen Standort. Künftig
nutzt das euro messe team schwalme
das Palazzo Italia in der Straße Unter
den Linden 10, um Unternehmen der
Hausbaubranche und künftige Hausbesitzer zusammenzubringen. „Die neue
Location befindet sich im Herzen der
Hauptstadt, ist sowohl mit öffentlichen
Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto
perfekt erreichbar“, sagt Jan Schwalme,
seit 25 Jahren Veranstalter der Berliner
Immobilienmessen. Die erste Hausbaumesse „Das eigene Haus – Wohneigentum – Energie“ findet am 18. und
19. März von 11 bis 18 Uhr an der neuen
Adresse statt.
Rund 16 Jahre nutzte die Berliner
Immobilienmesse den Postbahnhof am
Ostbahnhof. Mit dem neuen Standort in
der historischen Mitte Berlins schlägt
das euro messe team schwalme ein neues Kapitel in der Geschichte der ältesten
und traditionsreichsten Hausbaumesse
Berlins auf. Unternehmen der Hausbaubranche, Energiedienstleister, Verbraucherschutzorganisationen, Baufinanzie-

FOTO: EURO MESSE TEAM SCHWALME

Auch am neuen Standort steht die Beratung im Mittelpunkt.

rer, freie Planer und Dienstleister rund
ums eigene Haus werden sich auf zwei
Etagen präsentieren. Rund 3.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen im
Römischen Hof zur Verfügung.
Mit dem Umzug der Berliner Immobilienmesse nach Mitte verbessert sich
vor allen Dingen für die Besucher der
Service. Zu U- und S-Bahn sind es nur

wenige Gehminuten, in direkter Nachbarschaft halten zudem die wichtigsten
Buslinien. Autofahrer können ihr Fahrzeug in einem von insgesamt acht Parkhäusern abstellen. Unverändert aber
bleibt der Service rund um das Thema
Hausbau. „Unter einem Dach vereinen
wir die wichtigsten Anbieter der Branche“, sagt Jan Schwalme. Besucher kön-

nen die Hausbaumesse in Mitte entweder als eine erste Orientierung vor dem
Hausbau oder dem Grundstückskauf
nutzen oder gleich gezielt auf die Suche
nach passenden Hausbauunternehmen,
Grundstücken oder Hausentwürfen
gehen. In jedem Fall sparen künftige
Hausbesitzer viel Zeit und mühselige
Wege. „Aus unseren 25 Jahren Messeerfahrung wissen wir, dass auf unseren
Hausbaumessen so manches Hausbauprojekt seinen Anfang nahm.“
Vor Ort erwarten die Besucher auch
am neuen Standort nützliche Informationen sowie Expertenvorträge rund
um die eigenen vier Wände. Auf Wunsch
können sich angehende Hausbesitzer
mit kostenlosen Checklisten eindecken
und ihren Traum vom eigenen Haus
Stück für Stück konkretisieren. Hausgeräte- und Küchenexperten, Energiedienstleister und Fachleute aus der
Finanzierungsbranche beraten zudem
individuell.
Der Eintritt zur Berliner Immobilienmesse kostet 10 Euro, bei Onlinebuchung über http://messe-hausbau.de
gibt es zudem 20 Prozent Nachlass.

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„Erlebe Deine Region“: offene Türen bei mehr als 40 Partnern
Wozu in die Ferne reisen? Dass das
allem den Menschen in der NachGute so nahe liegt, beweisen am
barschaft diese Orte bekannter
26. März 2017 mehr als 40 Freizeitzu machen. „Der Wirtschaftskreis
partner aus Marzahn-Hellersdorf,
unterstützt diesen Tag daher gerne!“
Lichtenberg, Treptow-Köpenick und
Hinter „Erlebe Deine Region“ stehen
dem östlichen Berliner Umland. Sie
auch der Wirtschaftskreis Hohenalle öffnen an diesem Tag unter dem
schönhausen-Lichtenberg, das RegiMotto „Erlebe Deine Region“ ihre
onalmanagement Märkisch-Oderland
Türen, viele davon ganz exklusiv und
und Marzahn-Hellersdorf, die
mit zahlreichen attraktiven AngeboWirtschaftsförderung und die Interten, Rabatten und Sondernationale Gartenausstellung
führungen.
IGA Berlin 2017, die nur
„Unsere Region bietet
wenige Tage später bis
eine Fülle interessanin den Oktober hinein
ter Ausflugsorte und
ein Meer von Farben
Freizeiteinrichtungen“,
verspricht.
sagt Karen Friedel,
Für den 26. März
Leiterin der Arbeitsgekonnten viele Partner
meinschaft Tourismus
gewonnen werden,
Klettern im BergW
beim Marzahn-Hellersdie auch Partner der
erk.
dorfer Wirtschaftskreis
IGA Berlin 2017 sind. So
(MHWK). Ziel sei es, vor
präsentiert sich die Alte

Börse Marzahn nach kurzer Pause
mit selbstgebrautem Bier, während
der Modellpark Berlin-Brandenburg
exklusiv für die Besucher eine Woche
vor der offiziellen Eröffnung seine
Modellbauten – darunter das Schloss
Friedrichsfelde, den Reichstag oder
die Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche
– zeigen wird. Historisch geht es im
Schloss Hohenschönhausen oder
dem Gründerzeitmuseum zu, während das BergWerk Berlin – Europas
größter Indoor-Kletterpark – zu
abenteuerlichen Touren in luftiger
Höhe einlädt. Wer sich sportlich
betätigen will, erhält interessante
Preisnachlässe im American Bowl
im LeProm oder bei City Golf Berlin.
Auch das Umland lädt zu einer Tagesfahrt ein: Industriegeschichte ist im
Museumspark Rüdersdorf zu erleben,
während das Schlossgut Altlandsberg

Besucher mit
auf eine Tour
durch Brauerei und
Brennerei
nimmt.
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BEZIRKS-JOURNAL | HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG

BEZIRKS-LEBEN

11

„Endlich bekommen wir einen Garten!“
FRIEDRICHSFELDE: Die Freizeiteinrichtung „Betonoase“ hat bessere Tage erlebt. Eine Sanierung ist längst überfällig. Nun muss die Anlaufstelle für
Jugendliche einem Neubau weichen. Dort erhält sie ein neues Domizil. Von Jule Damaske.

W

enn man die Dolgenseestraße
in Friedrichsfelde Süd entlangläuft, sieht man kaum
spielende Kinder auf dem Weg. Diese gehen viel lieber in die „Betonoase“, welche aber bald abgerissen wird.
Die Freizeiteinrichtung befindet
sich in einem der letzten ehemaligen
„Dienstleistungswürfel“ aus den 1970er
Jahren. Das Gebäude ist Bestandteil eines Häuser-Ensembles, das so wie hier
vielerorts im Ostteil Berlins im Zentrum
von Neubaukomplexen immer ähnlich
angeordnet war: Dazu gehörte jeweils
ein Jugendklub, „Kaufhalle“ sowie eine
„Klubgaststätte“ mit separatem Veranstaltungssaal. Die im Volksmund als
Dienstleistungswürfel
bezeichneten
Häuser hießen so wegen der dort untergebrachten Geschäfte und der würfelähnlichen Gebäudeform. Meistens gab
es jeweils eine Post, einen Blumenladen,
eine Lotto- und Reparatur-Annahme
und eine Textilreinigung der Firma
Rewatex, manchmal einen Schuster. In
der oberen Etage einen Friseur und einen Jugendklub.
„Viele Jugendliche kommen aus dem
21-geschossigen Wohngebäude von nebenan in die Oase“, sagt der Leiter der
Einrichtung Sven Grässl. Das Kochen
und gemeinsame Essen spielen eine
wichtige Rolle in der Freizeiteinrichtung. Es fördere das Gemeinschaftsgefühl und die Kinder setzten sich mit
einer gesunden Ernährung auseinander. Von 13 bis 20 Uhr gibt es montags
bis freitags ein buntes Programm an
Aktivitäten wie Tanz- und Boxkursen

FOTO: GRUBER + POPP ARCHITEKTEN BDA, DAVID WILLNER

Der Neubau, in dem auch die „Betonoase“ eine neue Heimat finden wird.

bis hin zu Freizeitangeboten im Computer- und Sportraum. Die Mitarbeiter der Betonoase unterstützen die
Jugendlichen auch bei Hausaufgaben
oder Bewerbungen. 40 bis 45 Kinder
kommen regelmäßig, aber die Türen
sind für alle Interessierten geöffnet.
Heute befinden sich im Würfel Dolgenseestraße neben der vom Bezirk eingemieteten Betonoase, nur noch ein italienisches Restaurant und eine Apotheke.
„So wie es ist, konnte es nicht bleiben“,
sagt Sven Grässl. Seit 2002 ist er dort
tätig. 1993/1994 wurde das Gebäude
zum letzten Mal saniert. Seitdem wur-

de nichts verändert. Jetzt werden der
Würfel, der Supermarkt und die einstige
Klubgaststätte abgerissen. Für die Betonoase wird 100 Meter weiter ein neues
Haus gebaut. Dort wird auch der Familientreff des Vereins Berliner Familienfreunde e.V. Platz finden. Die Einrichtungen sollen jedoch räumlich voneinander
getrennt sein und separate Eingänge
haben. „Der erste Spatenstich erfolgt
im April oder Mai, Richtfest ist im September geplant und die Einweihung ist
für das dritte Quartal 2018 vorgesehen“,
sagt Bernhard Popp, der Geschäftsführer des Architekturbüros Gruber +

Popp. Das Unternehmen war mit seinem
Entwurf im März 2016 als Sieger aus einem Gutachterverfahren zur Auswahl
des besten Planungsentwurfs hervorgegangen. Es soll ein nahtloser Übergang
sein ohne Schließzeit, sodass die Betonoase stets für die Kinder und Jugendlichen offen ist. Laut Sven Grässl ist es
ein „Zugewinn an Lebensqualität“. „Die
Kinder bekommen einen Garten. Bisher
hatten wir nur einen kleinen Balkon.“
Mit dem Außengelände könnten sich die
Jugendlichen im Sommer endlich auch
draußen aufhalten und im Sommer zusammen grillen.
„Die neue Betonoase wird aus In­
fraleichtbeton errichtet, einem völlig
neuen Werkstoff, der mit der TU Dresden entwickelt – und inzwischen für
den Bau zugelassen wurde“, erklärt
Bernhard Popp. Das Baumaterial sei
hochdämmend und nicht brennbar. 50
Zentimeter dick werden die Außenwände der neuen Betonoase sein. Eigentümer des neuen Hauses in der Dolgenseestraße 60A wird der Bezirk. Zwei
Millionen Euro stehen für den Neubau
zur Verfügung, davon 300.000 Euro aus
dem Bezirkshaushalt. Sozialpädagoge
Grässl hofft außerdem auf Einrichtungsgelder. Viele Geräte wie die Computer
und Kicker werden mit in den Neubau
genommen.
Auch in der Nachbarschaft wird demnächst kräftig gebaut. Ein Privatinvestor will 600 neue Wohnungen in insgesamt fünf Gebäuden mit je zehn Etagen
und einer Ladenzeile im Erdgeschoss
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12

BEZIRKS-LEBEN

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL

Hilfe für Menschen mit Demenz

GESUNDHEIT: In Lichtenberg leben 4.800 Männer und Frauen, die im Alter Pflege brauchen. Der Bezirk hat daher eine Leistelle mit dem Namen
„Demenzfreundliche Kommune“ eingerichtet. Von Regina Friedrich.

W

ir werden immer älter. Das
ist gut, aber ebenso problematisch, weil die Menschen
zunehmend pflegebedürftiger werden.
Das trifft auch auf Demenz zu. In Lichtenberg gibt es geschätzt rund 4.800 Betroffene. Deshalb wurde die Bezirkliche
Leitstelle Demenzfreundliche Kommune geschaffen.
Es ist ein einschneidender Moment,
wenn die Diagnose Demenz gestellt
wird. Für die Betroffenen, die sich damit auseinandersetzen müssen, und
auch für die Angehörigen, die, wenn sie
die Pflege übernehmen, vor der Aufgabe stehen, ihr Leben umzustellen. Aber
ebenso müssen Ärzte geschult werden,
um dieses komplexe Krankheitsbild zu
erkennen, müssen Pflegedienste, Wohnungsunternehmen und soziale Einrichtungen für die besonderen Erfordernisse im Umgang mit Demenzkranken
sensibilisiert werden. Um alle erforderlichen Maßnahmen und Akteure zu bündeln, hat Lichtenberg eine bezirkliche
Leitstelle Demenzfreundliche Kommune eingerichtet. Träger ist die Volkssolidarität Landesverband Berlin e. V.
Zentrale Aufgabe der Bezirklichen
Leitstelle ist die Entwicklung und Umsetzung eines ganzheitlichen Demenzkonzeptes. Weiterhin gehört zu den
Aufgabenbereichen die Unterstützung
der Sozial- und Gesundheitsplanung,
die Entwicklung von Angeboten zur Gesundheitsförderung und eine gezielte
Netzwerkarbeit.
„Wir haben drei große Bausteine“,
erklärt Projektkoordinatorin Jennifer
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www.telesense.de

FOTO: PIXABAY.COM/ COCOPARISIENNE

Menschen mit Demenz erhalten in Lichtenberg gezielt Hilfe – ebenso wie ihre Angehörigen.

Hitzek, „da wäre als erstes die Öffentlichkeitsarbeit, um die Bevölkerung und
die Einrichtungen für dieses Thema zu
sensibilisieren.“ Dann wolle man alle
vorhandenen Angebote im Bezirk erfassen, um sie Betroffenen und Betreuenden zur Verfügung zu stellen. Dazu wird
gerade eine Internetseite aufgebaut, auf
der die Informationen abgerufen werden können. „Wir möchten zusammen
mit Akteuren und Interessierten neue
Projekte starten und begleiten.“ Das
kommende Projekt zur Zahngesundheit
von Menschen mit Demenz soll deren
zahnärztliche Versorgung positiv verändern. „Und nicht zu vergessen die
Fortbildung derer, die an der Pflege und
Betreuung von Demenzkranken beteiligt sind.“ Das sei aber noch etwas Zukunftsmusik.
Lichtenberg hat ein gutes Beratungsund Hilfsangebot für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Die Aufgabe von Jennifer Hitzek wird es sein, zu
analysieren, wo sich Bedarfe verändern,
und Wege zu finden, wie man auf diese
Veränderungen adäquat reagieren kann.
Die Bezirkliche Leitstelle wird den
bereits bestehenden regelmäßigen Austausch der beteiligten Akteure begleiten
und inhaltlich weiterentwickeln. Ein
Treffen zum Thema „Demenz anders
denken“ hat bereits stattgefunden. Gemeinsamer Konsens war: die Öffentlichkeitsarbeit weiter zu verbessern und
Struktur in die Angebote zu bringen.
Eine weitere Veranstaltung gibt es am
24. März: „Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg – was heißt das für uns?“
Dort soll ein Austausch darüber stattfinden, welche Rahmenbedingungen den
Bezirk zu einer demenzfreundlichen
Kommune machen, wie eine demenzfreundliche Nachbarschaft gestaltet
sein soll und welche Wünsche und Bedürfnisse Betroffenen und Angehörige
haben. Zudem werden neue Partner ins
Boot geholt. Erste Gespräche gab es mit

dem Sana-Klinikum und dem Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth
Herzberge, die Kooperationsbereitschaft signalisierten. Auch die ambulanten Ärzte sollen zu diesem Thema
angesprochen werden, um ein breites
medizinisches Wissen und praktische
Erfahrungen zu nutzen. André Lossin,
Geschäftsführer des Landesverbandes der Volkssolidarität, sieht darin ein
großes Potenzial. Das beträfe die qualifizierte Versorgung der Patienten im
Krankenhaus, aber auch die Maßnahmen nach der Entlassung, um sie nahtlos in eine ambulante Betreuung oder zu
pflegenden Angehörigen zu bringen.
Geplant ist im Rahmen der weltweiten
Demenz Partner-Kampagne auch, Mitarbeiter unterschiedlicher Institutionen
aus verschiedenen Bereichen zu schulen. „Wir wollen damit unter anderem
an die BVG und die Polizei herantreten,
aber auch an Wohnungsgesellschaften“,
sagt Jennifer Hitzek. Es gilt der Grundsatz: ambulante Betreuung vor stationärer Behandlung. Das stellt die ganze
Gesellschaft vor die große Herausforderung: Wie werden künftig die Demenzkranken angemessen versorgt?
Einmal im Jahr wird die Bezirkliche
Leitstelle ein Monitoring durchführen,
um festzustellen: Wie verändert sich
Lichtenberg, insbesondere die Altersstruktur in den einzelnen Ortsteilen?
Wie sieht es aus mit dem Anteil De-

menzkranker im Bezirk? Welche Betreuungsangebote gibt es vor Ort? Und vor
allem: Welche Anforderungen ergeben
sich daraus?
Nicht nur die Volkssolidarität klagt
über Fachkräftemangel. Deshalb hat sie
eine Kampagne gestartet, um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Aber auch die Einbindung von Freiwilligen und Ehrenamtlichen wird an
Bedeutung gewinnen. Zusammen mit
Organisationen wie der Ehrenamtsbörse der Volkssolidarität oder der FreiwilligenAgentur sollen Menschen gewonnen
werden, die gerne mit Demenzkranken
arbeiten möchten. Sie können natürlich keine Fachkräfte ersetzen, aber
bestimmte Angebote sinnvoll ergänzen.
Das geht vom Einkaufen über Begleitung
zum Arzt bis hin zur Betreuung in Senioreneinrichtungen. Damit wird auch ein
Hauptanliegen von demenzfreundlichen
Kommunen umgesetzt: den Erkrankten
eine gleichberechtigte und erfüllte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in der
Nachbarschaft zu ermöglichen.
Für Betroffene und Angehörige gibt
es kompetente Ansprechpartner in den
drei Pflegestützpunkten im Bezirk Lichtenberg. Die Volkssolidarität betreibt einen in der Einbecker Str. 85, der sehr gut
mit anderen Einrichtungen vernetzt ist.
Jennifer Hitzek steht aber auch gerne
für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

HIER FINDEN SIE ANSPRECHPARTNER
BEZIRKLICHE LEITSTELLE
Jennifer Hitzek, Einbecker
Str. 85, 10315 Berlin
Tel.: 030 983176324
jennifer.hitzek@volkssolidaritaet.de
PFLEGESTÜTZPUNKTE
LICHTENBERG
Einbecker Straße 85, 10315

Berlin, Tel: 030 98317630
Rummelsburger Str. 13,
10315 Berlin
Tel.: 030 259357955
Woldegker Str. 5, 13059
Berlin, im Seniorenheim
Helmut-Böttcher-Haus
Tel.: 030 - 239 802 08

Sprechstunden für alle:
Dienstag 9-15 Uhr, Donnerstag 12-18 Uhr sowie
nach Vereinbarung
WEITERE INFORMATIONEN:
www.pflegestuetzpunkteberlin.de
www.hilfelotse-berlin.de

BEZIRKS-JOURNAL

BEZIRKS-KULTUR

13

Kunst statt Kommerz

KULTUR: Die kreative Szene ist in Hohenschönhausen angekommen. Der „360° - Raum für Kreativität“ soll Berlinern, aber auch internationalen
Künstlern eine Heimstatt sein. Das erste Projekt: ein Denkmal für die Opfer des Terroranschlages auf dem Breitscheidplatz. Von Marcel Gäding.

W

o sich einst die Kontoauszugsdrucker und Geldautomaten befanden, steht ein
wuchtiger Ahornstamm. Auf der Rinde
sind rote Handabdrücke verteilt, mittendrin kann man die verschwommenen Gesichter von Menschen erkennen.
Alte Pressreste aus Gummi deuten eine
Lkw-Spur an. Rudolf Kaltenbach schaut
sich das, was eine Achtklässlerin der
Vincent-van-Gogh-Schule kreiert hat,
ganz genau an – und ist zufrieden. Allmählich nimmt das Denkmal, das die
Schüler unter Anleitung des Bildhauers
und Designers schaffen, Formen an. Nur
24 Stunden später soll das Kunstwerk
fertig sein. Eine Handvoll umgestalteter
Baumstämme, einige mit eingeritzten
Kreuzen, erinnert dann an die zwölf
Menschen, die am 19. Dezember bei
einem Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz ums
Leben kamen, ebenso wie an die unzähligen Männer, Frauen und Kinder, die ein
Attentäter schwer verletzte, indem er
mit einem Lkw über den viel befahrenen
Platz in der City West fuhr.
Das Denkmal für die Attentatsopfer
ist das erste Kunstprojekt, das in den
Räumen einer früheren Commerzbankfiliale am Prerower Platz entsteht. Es
besteht aus zwölf einzelnen Exponaten,
für die der Künstler Rudolf Kaltenbach
eigens beim Förster Baumstämme kaufte. Zweimal sei er vorab in der Vincentvan-Gogh-Schule gewesen, um sich mit
den 14 Jugendlichen einer achten Klasse
über die von ihm geleitete Projektwoche
zu unterhalten und nach einem Thema
zu suchen, das die Teenies künstlerisch
umsetzen. Dazu gehörte auch, sich mit

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Zufrieden betrachten Rudolf Kaltenbach und Vanessa Köller die Arbeit einer Schülerin
der Vincent-van-Gogh-Schule. Der umgestaltete Baumstamm ist Teil eines Gesamtkunstwerks, das an die Menschen erinnert, die einem Anschlag zum Opfer fielen.

dem Terroranschlag zu beschäftigen.
Schnell stieß dies auf die Zustimmung
der Schüler, die zunächst Skizzen anfertigten und am Ende mit Hammer,
Hobel, Kerbwerkzeugen, Farbe und viel
Schweiß aus den Baumstämmen Skulpturen schufen.
Für die Künstlerin und Studienrätin
Vanessa Köller ist es ein großes Glück,
dass man für die leerstehende Bankfiliale einen neuen Nutzer suchte. Die rund
500 Quadratmeter großen, modernen
Räume sind perfekt, um dort ein Kunsthaus einzurichten. Dort, zwischen

Glastrennwänden auf und den Büros
der Bankmitarbeiter, ist ausreichend
Platz für Ausstellungen, Workshops,
aber auch Theater und Werkstätten.
„Wir möchten Menschen eine Plattform
geben, um kreativ zu sein“, sagt Köller. Dabei sei es zunächst unerheblich,
wer den „360° - Raum für Kreativität“
nutzt. Generations- und kulturübergreifend wollen die beiden Trägervereine
Albatros e.V. und Klinke 94 e.V. denen
ein Forum bieten, die sich künstlerisch
entfalten wollen. Dazu könnten neben
Menschen aus der Nachbarschaft auch

nationale und internationale Künstler
gehören. „Wir sind da wirklich offen“,
sagt Vanessa Köller, die viele Jahre als
Pädagogin in England lebte und dort an
Schulen arbeitete.
Das Geld für das neue Kunsthaus
stammt aus dem sogenannten Integrationsfonds des Lichtenberger Kunstund Kulturamtes. Bis Ende des Jahres
haben Vanessa Köller und ihre Kollegen
Zeit, das Projekt zu etablieren. Ziel ist
es, das Land Berlin zu überzeugen, das
Vorhaben dauerhaft finanziell zu unterstützen. „Durch Kunst, Kreativität und
Kultur baut man Brücken“, sagt Köller.
Dass dies gut funktioniert, stellt sie
seit einigen Monaten in der Arche an
der Degnerstraße unter Beweis. Dort
bringt sie geflüchtete Menschen über
ein Kunstprojekt zusammen.
Noch wirkt die Heimat des neuen
„360° - Raum für Kreativität“ spartanisch. Viele Wände sind noch weiß,
derzeit erinnert vieles an die früheren
Nutzer. Doch das soll sich nach und
nach ändern, sagt Vanessa Köller. In den
von Glaswänden umgebenen früheren
Beratungsbüros der Bank stehen mittlerweile Staffeleien, auch hängen dort
bereits Bilder. Irgendwann im Frühjahr,
hofft die Projektleiterin, soll es eine große Eröffnung geben. Bis dahin soll kaum
noch etwas an das einstige Geldinstitut
erinnern.
Bildhauer Kaltenbach will sich unterdessen dafür stark machen, dass das
mahnende Kunstwerk einen Platz an
dem Ort findet, an dem der Terroranschlag geschah. „Es wäre gut und richtig, wenn das Denkmal auf dem Breitscheidplatz stehen würde.“

14 TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG & MARZAHN-HELLERSDORF

MUSIK | KONZERTE
Reinecke Fuchs – Virtuose Barockmusik mit
Werken von Georg Philipp Telemann, Jean
Phlippe Rameau und Diogenio Bigaglia. Die
Schauspielerin Elisabeth Richter-Kubbutat
und die Musikerin Susanne Ehrhardt (Blockflöten) gestalten diesen Abend am 17. März,
19:30 Uhr. Eintritt 6/ erm. 3 Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
weltKISTE. Naches Trio: Eindringliche, ausdrucksstarke Melodien verschmelzen mit raffinierten Rhythmen, träumerische Fantasien
wechseln sich ab mit ausgelassenen Tanzstücken am 17. März, 21 Uhr. Abendkasse: 10/ Vorverkauf: 9 Euro. Ort: Die Kiste.
Tanznachmittag – Im Märzen der Bauer mit der
Alex-Band am 18. März, 14.30 Uhr. Eintritt: 10
Euro. Ort: Theater am Park.

März, 19 Uhr. Eintritt frei. Ort: Musikbibliothek
in der Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.
LIEDERkiste: Das Liedkabarett MTS alias
„Mut, Tatendrang und Schönheit“ mit Thomas
Schmitt und Fank Sültemeyer spielt unter dem
Motto „44 Jahre Fröhlich sein und Singen“ eine
Mischung aus Neuem, Langenichtgehörtem
und Klassikern am 31. März, 21 Uhr. Abendkasse: 14, Vorverkauf: 12 Euro. Ort: Die Kiste.
„Melodien zum Träumen“: Die großen Hits von
Roy Black bis Peter Kraus, eine Veranstaltung
von Kay Dörfel am 7. April um 15 Uhr, Eintritt:
16 Euro, Ort: Freizeitforum Marzahn.

Agitate, Educate, Organize: Künstlerische
Recherchen zur Arbeiterkultur von Konstanze Schmitt, Rena Rädle und Vladan Jeremić.
Ausstellungseröffnung am 31. März, 19 Uhr. Zu
sehen bis zum 20. Mai. Ort: after the butcher
Malerei, Objekte und Künstlerbücher von Silke Konschak / Berlin, Inge Schreiber-Noll /
USA und Helga Schuhr / Schweiz. Eröffnung:
21. März um 19 Uhr. Zu sehen bis 12. Mai immer
Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr. Eintritt
frei. Ort: rk - Galerie im Ratskeller Lichtenberg.
60. Öffentlicher Fotostammtisch der Gesellschaft für Fotografie e. V. mit der Ausstellungseröffnung „Foto-Aphorismen“ von Jochen
Haupt am 21. März, 19 Uhr, zu sehen bis 17.
April, Eintritt frei, Ort: Freizeitforum Marzahn.

Benefizkonzert der Schüler der GutenbergSchule am 20. März, Einlass: 17 Uhr, Beginn:
17.30 Uhr, Eintritt: 2 für Schüler/4 Euro für Erwachsene. Der Erlös dient der Finanzierung
des „Gomel-Projektes“. Ort: Großer Saal der
Christus-Gemeinde, Landsberger Allee 225,
13055 Berlin.

Wired Chill: Funk-Rock-Band mit Musikern
aus Dänemark, Polen und Deutschland, präsentiert ihre humorvollen Songs über Liebe,
Arbeit und Freundschaft am 25. März, 21 Uhr.
Abendkasse: 8, Vorverkauf: 7 Euro. Ort: Kiste.
Mit der Harfe durch Jahrhunderte: Die Harfenistin Merit Zloch stellt die Vielfalt der Klangmöglichkeiten auf einem besonderen Instrument am 29. März vor. Einlass ab 14.30 Uhr,
Konzertbeginn 15 Uhr. Reservierung unter Tel.
561 11 53. Eintritt: 6, Kaffeegedeck 2,50 Euro.
Ort: Kulturforum Hellersdorf.
Marzahner Konzertgespräche: (Ein)-Führungen in die Welt der Oper & Klassik, Zyklus der
fünf Klavierkonzerte Beethovens: Vortrag mit
Musikbeispielen von Dr. Dietmar Hiller am 30.

„Hurraaa – wir in bunt“, digitale Malereien von
Kathleen Hörnke. Zu sehen bis zum 30. April.
Eintritt frei. Ort: Kulturforum Hellersdorf.
AKTe Natur: Fotoausstellung mit Arbeiten von
Dietmar Schürtz. Zu sehen bis zum 30. April.
Eintritt frei. Ort: Citygolf Berlin.

GESCHICHTE
Ausstellung „Inhaftiert in Hohenschönhausen. Zeugnisse politischer Gewalt 1945-1989“:
Dauerausstellung im ehemaligen zentralen
Stasi-Gefängnis. Führungen: Einzelbesucher:
stündlich 10-16 Uhr (6, erm. 3 Euro), Gruppen
(Voranmeldung): täglich 9-16 Uhr, Eintritt frei.
Ausstellung tgl. 9-18 Uhr. Ort: Gedenkstätte
Berlin-Hohenschönhausen.

FOTO: AFTER THE BUTCHER

Barock und Jazz - Musik in Bewegung: Neu interpretierte Musik vom italienischen Frühbarock, über Bach und Händel bis zu Jazzkompositionen des 20. Jahrhunderts mit Diana
Ramirez, Daniel Trumbull und Marc Muellbauer am 19. März, 16 Uhr. Eintritt frei. Ort: Alte
Börse Marzahn.

„Klassische und romantische Musik“ - Werke
von Robert Schumann, Frederik Chopin, Ludwig van Beethoven, Künstlerische Leitung und
Moderation: Hans-Joachim Scheitzbach, 25.
März, 15 Uhr, Eintritt 13/10 €, Ort: Freizeitforum Marzahn.

Farb-Akzente: Ausstellung Lichtenberger Hobbykünstler bis zum 18. März. Ort: Bodo-UhseBibliothek.

bis zum 23. April. Eintritt frei, Spenden erbeten. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten.

Staatssicherheit in der SED-Diktatur: Dauerausstellung im Stasi-Museum. Geöffnet Mo-Fr
10-18 Uhr, Sa/ So 11-18 Uhr. Ort: Stasi-Museum/ASTAK e.V.

Musik im Gemeindezentrum Süd: Ein Liederabend mit Gerhard Schöne am 19. März, 18
Uhr. Eintritt 15/Schüler bis 14 Jahre 5 Euro. Ort:
Ev. Gemeindezentrum,

ROCKkiste. Die Stoner-Punk-Band „Fitches“
aus Dortmund tritt auf am 24. März, 21 Uhr.
Abendkasse: 10 Euro, Vorverkauf: 8 Euro. Ort:
Die Kiste.

(K)EIN (W)ORT (N)IRGENDWO: Ausstellung mit
Arbeiten des Abiturjahrgangs am Hans und
Hilde Coppi-Gymnasium. Zu sehen sind 75
Werke. Ausstellungseröffnung am 16. März,
18.30 Uhr. Zu sehen bis zum 2. April. Ort:
Deutsch-Russisches Museum.

ANZEIGE

Musik im Gemeindezentrum Nord: Neapolitanische und römische Musik des 17. Jahrhunderts am 19. März, 16 Uhr. Eintritt frei, Spenden
erbeten. Ort: Ev. Gemeindezentrum.

Gipsy Fiesta: Der Berliner Gitarrist und Komponist Jens-Peter Kruse alias „El Alemán“ und
die Sängerin Karola Nitsch vom Roma-Ensemble “ALEKO“ im Konzert mit osteuropäischen
Zigeunerliedern und spanischen Gipsy Songs,
Flamenco-Pop, spanischer Rumba, Samba am
23. März, 19:30 Uhr. Eintritt 4/erm. 3 Euro. Ort:
Galerie 100 und Kunstverleih.

AUSSTELLUNGEN

KULTURTIPP!

HARTEkiste. Es gibt viele AC/DC-Tributebands,
aber keine ist so wie Black/Rosie. Wer glaubt,
harte Rockmusik sei immer noch eine Männerdomäne, der irrt gewaltig. 18. März, 21 Uhr.
Abendkasse: 13/ Vorverkauf: 11 Euro. Ort: Die
Kiste.

Schostakowitsch-Wettbewerb – Preisträgerkonzert: Die besten Stücke aus dem Wettbewerbsprogramm der Musikschüler gelangen
zur Aufführung. Ausgeschrieben ist der Wettbewerb für Klavier, Gitarre, Bläser und Bläserensemble. 22. März, 18:30 Uhr. Ort: Kulturhaus
Karlshorst.

BEZIRKS-JOURNAL

The Eagle has landed: Apollo 11 - next steps:
Internationales Kunstprojekt zur ersten
Mondlandung, Zu sehen bis zum 25. März. Eintritt frei. Ort: Ausstellungszentrum Pyramide.

THEATER & KABARETT

FOTO: THOMAS RÄSE

Lichtenberger Kabarettfestival: Kathi Wolf:
„KATHIstrophe – made in Germany“, 17. März,
19 Uhr; Gisela Oechelhaeuser: „Die Zeit
verlangt’s“, 6. April, 19 Uhr; Arnulf Rating: „Rating AKUT“, 7. April, 19 Uhr. Eintritt: 12 Euro. Ort:
Zimmertheater
Claudia Dornath & Olaf Michael Ostertag: Die
total offene Zweierkiste – Farce in zwei Akten,
sehr frei nach Franca Rame, 18. März, 18 Uhr.
Eintritt: 12 Euro. Ort: Zimmertheater.
Theater Coram Publico: Kugelfisch Hawaii –
Komödie in drei Akten, frei nach Höke/May/
Buerhoop, u.a. mit Manja Mück, Michael Hogh,
Gabriela Giese-Wall, Laura Schmitz, Anne Wasternack und Robert Göttsch, 24. März, 20 Uhr.
Eintritt: 12 Euro. Ort: Zimmertheater.
Prinz Hamlet: Gastspiel des Theaters des Lachens am 24. März, 10 und 20 Uhr. Eintritt: 4,50
Kinder/ 6,50 Euro Erwachsene. Ort: Das Weite
Theater.
„Mir Saggsn gehn nich under“: Kabarett mit
Gunter Böhnke & Steps am 24. März, 20 Uhr.
Eintritt: 18 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.
WEIßBROTMUSIK im STRAHL-Theater am 4. April, 11 Uhr und 19.30 Uhr und 5. April, 11 Uhr.
Eintritt: 16/erm. 10/Schüler: 7,50 Euro.

Von besonderem Geschmack. Kaffee - DDR –
Design: Ausstellung von Porzellan- und Steingutgeschirr im zeitlos schönen DDR-Design
der 1950er- bis 1980er-Jahre. Ausstellung verlängert bis zum 2. April. Ort: Bezirksmuseum
Marzahn-Hellersdorf.
Gut Hellersdorf: Ausstellung bis zum 19. März
2017 über ein Gelände, das seit der Wende im
„Dornröschenschlaf“ liegt. Eintritt frei. Ort:
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 1.
Nachbarn: Ausstellung der „Initiative Stolpersteine Karlshorst“ über die Schicksale
jüdischer Einwohner, die während der Nazidiktatur verfolgt, interniert und umgebracht
wurden oder in Konzentrationslagern den Tod
fanden. Bis zum 1. April. Eintritt frei. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
Märchen vom schönen Leben - Hedwig
Courths-Mahler zum 150. Geburtstag: bis zum
2. April. Eintritt frei. Ort: Museum Lichtenberg.

Vernissage „23. Deutsche Fotoschau – 100 Bilder des Jahres 2016“ mit Preisverleihung am
26. März um 14 Uhr, zu sehen bis zum 30. April,
Eintritt frei. Ort: Freizeitforum Marzahn.
Toi Toi Toi – Kunstprojekt in der Bibliothek:
Arbeiten von Schülern der Harnack-Schule,
der St. Mauritius Grundschule, der Schmetterlings-Grundschule sowie der Notunterkunft
für Geflüchtete in der Ruschestraße. Zu sehen
bis zum 28. April. Eintritt frei. Ort: Egon-ErwinKisch-Bibliothek.

FOTO: KIRCHENGEMEINDE

Finissage zur Ausstellung „Küchenaquarelle“ von Sabine Helbing mit Versteigerung der
Bilder zu Gunsten des Fördervereins Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf e.V. am 30. März,
17 Uhr. Eintritt frei. Ort: Mittelpunktbibliothek
„Ehm Welk“.

Hungertücher– Schaubilder des Glaubens
der evangelischen Kirchengemeinde BerlinHellersdorf. Ausstellung bis zum 18. April,
sonntags 11-12 Uhr, dienstags 13-16 Uhr. Eintritt frei. Ort: Evangelische Kirchengemeinde
Hellersdorf.

Enfants Terribles: Collagen und Zeichnungen
von Nana Bastrup und Matvey Slavin, zu sehen
bis 30. März. Eintritt frei. Ort: Studio Bildende
Kunst.

VORTRAG & LESUNG

Auftrag Landschaft: Auftaktausstellung am
ZKR mit neun Positionen von zeitgenössischen
Künstlern der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017. Zu sehen bis April 2017. Öffnungszeiten: Di., Mi., Fr.-So. 10-18 Uhr, Do. 13-21
Uhr. Eintritt: 5/erm. 2,50 Euro. Ort: ZKR - Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum.
Syrien – Reflexionen aus 1978: Zeichnungen
und Gouachen von Ronald Paris und Bilder
von Flüchtlingskindern, zu sehen bis zum 2.
April. Eintritt frei. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
„Kunst erlesen“: 18. Ausstellung des Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums: ausgewählte
Malereien, grafische, fotografische und plastische Arbeiten aller Klassenstufen und Jahrgänge des Schuljahres 2016/2017 zu den Themen „Gefühle“ und „Traum“. Ausstellung bis
zum 3. April. Eintritt frei. Ort: Anna-SeghersBibliothek.
20 Jahre Krankenhauskirche im Wuhlgarten –
Von der Anstaltskapelle zum Begegnungsort:

„Kaltes Wasser“ - Jakob Hein liest aus seinem
jüngsten Buch, in dem es um einen Ostler
geht, der der bessere Westler ist: 16. März, 19
Uhr. Eintritt 4/erm. 3 Euro. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek.
„Wenn die Neugier nicht wär‘…“ - Talkshow mit
Barbara Kellerbauer, Gäste: Uschi Brüning und
Ernst-Ludwig „Luten“ Petrowsky am 18. März,
19 Uhr, Eintritt: 13/10 €, Ort: Freizeitforum Marzahn.
Erzählsalon - Gabriel Berger liest in der „Woche der Brüderlichkeit” aus seinem Buch „Umgeben von Hass und Mitgefühl“. Anschließend
Gespräch bei Kaffee und Kuchen mit dem Autor am 19. März, 15 Uhr. Eintritt 4/erm. 2 Euro.
Ort: studio im HOCHHAUS.
„Seien wir ehrlich, das Leben ist immer gefährlich“ - Wolf Butter: Erich Kästner und Zeitgenossen – heitere Verse, Lieder, Klatsch und
Tratsch am 19. März, 16 Uhr, Eintritt: 8 Euro,
Ort: Freizeitforum Marzahn.

BEZIRKS-JOURNAL

TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG & MARZAHN-HELLERSDORF 15

Sehnsucht nach Irland: Reise-Dia-Show mit
Roland Marske am 21. März, 19.30 bis 21 Uhr.
Eintritt: 10 Euro. Ort: Alte Börse Marzahn
„Wer sagt, dass Don Quichotte gestorben
wäre?“: Gedichte nach Julia Drunina & Lieder russischer Barden mit dem Dichtersänger
Frank Viehweg am 22. März, 18 Uhr. Eintritt frei.
Ort: Stadtteilbibliothek „Heinrich von Kleist“.

Kasper und das Krokodil vom Nil: Gretel und
Kasper möchten heiraten. Auch Prinz Flitz Piepe möchte Gretel heiraten. 19. März, 15:30 Uhr.
Eintritt 2,50 Euro. Ort: Galerie 100 und Kunstverleih.
Nostalgieflohmarkt im Tierpark: Am 19. März
gibt es im Restaurant Patagona im Tierpark
von 9 bis 16 Uhr einen Nostalgie-Flohmarkt.
Einnahmen kommen Artenschutzprojekten
zugute. Eintritt: Tierpark-Eintritt. Ort: Tierpark
Berlin.
54. Familiensingen der Marzahner Promenaden-Mischung bei Kaffee und Kuchen am 19.
März, 15-17 Uhr. Eintritt frei. Ort: Kulturgut
Marzahn.
Basteln in der Osterwerkstatt mit Märchenlesung. 21.-23. März., 4.-6. April, jeweils 10 Uhr,
Eintritt: 3,50 Euro, Altersempfehlung: ab 4 Jahren. Ort: Theater am Park.

FOTO: ANNE LANGERT

Gehen, ging, gegangen: Jenny Erpenbeck im
Gespräch mit Knut Elstermann am 23. März, 20
Uhr. Eintritt frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek
„Mark Twain“.
Gestatten: Marzahn-Hellersdorf! Buchvorstellung mit den Journalisten Birgitt Eltzel und
Marcel Gäding am 26. März, 11 und 14 Uhr. In
ihrem Buch, entstanden mit Aufnahmen des
Fotografen Emanuele Contini, präsentieren
Eltzel und Gäding den Bezirk Marzahn-Hellersdorf von seiner sehenswerten Seite und
haben im Rahmen ihrer Recherche so manch
interessante Geschichte entdeckt. Eintritt frei.
Ort: Alte Börse Marzahn.
Gespräch über Ernest Hemingway und „Der
alte Mann und das Meer“ am 28. März, 16 Uhr,
Ort: Anna-Seghers-Bibliothek.
Der Islam gestern und heute – Einführung und
Gespräch mit Ilsegret Fink am 4. April, 15 Uhr.
Eintritt: 2 Euro. Ort: Frauentreff „HellMa“.

KINDER & FAMILIE
Familiensamstag - Puppenspielerin Nicole
Gospodarek zeigt das Stück „Gans der Bär“
für Kinder ab 3 Jahren sowie deren Eltern und
Großeltern. Im Anschluss gibt es Mal- und
Bastelangebote, 18. März, 10 Uhr, Eintritt: 1
Euro. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek.
Frühlingsausstellung der IG Modellbahn Hellersdorf: Kinder können zudem im DDR-Kinderzimmer mit Eisenbahnen spielen. 18. und
19. März von 10-17 Uhr. Ort: IG Modellbahn
Hellersdorf.

„Mascha und der Bär“ - Märchennachmittag in
russischer Sprache mit dem Ensemble „T&T“
für Kinder ab 3 Jahren am 26. März, 12 Uhr. Eintritt: 6 Euro, erm. 4 Euro, Familienrabatt (2 Erw.
+ 3 Kinder) 16 Euro. Reservierung unter Tel. 564
60 21. Ort: Kulturforum Hellersdorf.
„Der kleine Angsthase“ - Farbiges Schattenspiel nach Elisabeth Shaw mit Live-Musik am
29. und 30. März, jeweils 9/10:30 Uhr, von 2,5
bis 8 Jahre, Eintritt: 3 Euro/Erzieher frei. Ort:
Scuraluna-Schattenbühne Berlin.
„Das Rübchen und der Mondfrosch“ - Papiertheater Kosel für Vorschulkinder, 3.-5. April, 10
Uhr. Anmeldung erforderlich, Eintritt frei. Ort:
Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“.
„Welt der Märchen“ - Heike Grützmacher erzählt Frühlingsmärchen für Kinder am 6. April,
10 Uhr. Anmeldung erforderlich, Eintritt frei.
Ort: Mittelpunkbibliothek „Ehm Welk“.
„Pittiplatsch und seine Freunde“ - Ein Programm mit den Original-Fernsehfiguren des
Show Express Könnern am 9. April um 15 Uhr,
Eintritt: 9/Kinder 7 Euro, Ort: Freizeitforum
Marzahn.
„Komm doch mal rüber!“: Ausstellung des Berliner Forums für Geschichte und Gegenwart
für Kinder und Jugendliche über die Berliner
Mauer. Bis zum 23. April. Eintritt frei. Ort: Museum Lichtenberg.

FÜHRUNG
Entdeckungsreise durch Lichtenberg Süd zu
ausgewählten Naturdenkmalen: Leiterin des
Umweltbüros Lichtenberg, Doreen Hantuschke, lädt zur etwa fünf Kilometer langen Wan-

WERBUNG, die auffällt!

derung ein am 26. März, 14-17 Uhr. Start: S-Bhf.
Nöldnerplatz, Ausgang Lückstraße. Eintritt
frei. Anmeldung bis zum 22. März.
„Mies verstehen“: Sonntagsführung durch
Haus, Garten und Ausstellung am 2. April,
11:30 Uhr. Eintritt 5 Euro, bis 16 Jahre frei. Ort:
Mies van der Rohe Haus.

NATUR & UMWELT
Gestaltung von Garten, Balkon und Terrasse:
Eine Veranstaltung des Umweltbüros Lichtenberg, 23. März um 15 Uhr, Ort: Stadtteilzentrum Lichtenberg.
„Lichtenberger Wasserwelten“: 30 Kilometer
lange Radwanderung des ADFC Berlin und des
Umweltbüro Lichtenberg am 9. April, 11 Uhr.
Thema: Teiche und Kleingewässer Lichtenbergs, die eine große Artenvielfalt aufweisen.

Start: Bahnhof Hohenschönhausen, Kosten: 6,
erm. 3 Euro.
6. Wartenberger Frühlingstag: Mitmachaktionen zu Natur- und Umweltthemen am 23. April
von 11 bis 18 Uhr. Geplant: Fahrradparcours,
Kunsthandwerk, regionale Leckereien und
Bühnenprogramm sowie Sprechstunden von
Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke, 12-13
Uhr), Umweltstadtrat Wilfried Nünthel (CDU,
12-14 Uhr) und Baustadträtin Birgit Monteiro
(SPD, 15-16 Uhr). Ort: am S-Bahnhof Wartenberg, Ausgang Ribnitzer Straße.

KINO
Shorts Attack! – Kurzfilmkino: Im Rahmen dieser neuen Kurzfilmreihe werden am 25. März
von 18 bis 20 Uhr für den Oscar nominierte
Kurzfilme gezeigt. Der Eintritt ist frei. Ort: Alte
Börse Marzahn.

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ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN
after the butcher - Ausstellungsraum für
zeitgenössische Kunst und soziale Fragen,
Spittastr. 25, 10317 Berlin, geöffnet nach
Vereinbarung unter Tel. 0177 6487212
Alte Börse Marzahn, Zur Alten Börse 59,
12681 Berlin, Tel. 030 814590750.
Anna-Seghers-Bibliothek Im Linden-Center,
Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030
92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20
Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr.
Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi
13-20 Uhr, Sa 9-15 Uhr.
Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer
Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus
1, Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030
54790921, Internet: www.museum-marzahnhellersdorf.de. Öffnungszeiten: Di-Do und
So 11-17 Uhr.
Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und
Musikbibliothek, Marzahner Promenade
52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154.

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19.30 Uhr; Mi
14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr
Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Straße 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa
9-15 Uhr.
Citygolf Berlin, Wittenberger Str. 50, 12689
Berlin, Tel. 030 93497395. Öffnungszeiten:
Mo-Fr 13-21 Uhr, WE 11-21 Uhr.
Das Weite Theater, Parkaue 23, 10367 Berlin,
Tel. 030 9917927.
Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin,
Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So
10-18 Uhr.
Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter
Allee 149, 10365 Berlin, Tel. 030 5556719.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi
13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr.
Ev. Gemeindezentrum Nord, Maratstr. 100,
12683 Berlin, Tel. 030 54702978.
Ev. Gemeindezentrum Süd, Köpenicker Straße 165, 12683 Berlin, Tel. 030 54702978.
Frauentreff HellMa, Marzahner Promenade
41, 12679 Berlin, Tel. 030 5425057.

Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030
5427091.
Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-WolfStraße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr
Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317
Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa
13-17 Uhr.
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen,
Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030
98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de
IG Modellbahn Hellersdorf, Stollberger Str.
49, 12627 Berlin.
KISTE Kino & Konzerte & mehr am UBahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str. 10,
12627 Berlin, Tel. Tel. 030 9987481.
Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin,
Tel. 030 562969423.
Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Str.
1, 12619 Berlin, Tel. 030 5611153. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 -16.30 Uhr
KulturGut, Alt-Marzahn 23, 12685 Berlin, Tel.
030 56294286.

Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr.
Mies van der Rohe Haus, Oberseestraße
60, 13053 Berlin, Telefon 030 97000618.
Öffnungszeiten: Di bis So 11-17 Uhr.
Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte
Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030
9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 11-19
Uhr; Mi, Fr 10-15 Uhr
Museum Lichtenberg im Stadthaus,
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030
5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und
So 11-18 Uhr.
Naturhof Malchow, Dorfstraße 35, 13051
Berlin, Tel. 030 92799830.
rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im
Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Scuraluna-Schattenbühne, Türrschmidtstraße 18, 10317 Berlin. Tel. 030 76234606.
Stadtteilzentrum Lichtenberg, Paul-ZobelStraße 8e, 10367 Berlin. Tel. 030 50566200.
STRAHL-Theater.Halle Ostkreuz, Marktstr.

9-12, 10317 Berlin, Tel. 030 69599222.
Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße
103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854,
Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt:
Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro.
studio im HOCHHAUS, Zingster Straße 25,
13051 Berlin. Tel. 030 929 38 21.
Theater am Park e. V., Frankenholzer Weg 4,
12683 Berlin, Tel. 030 5143714, Internet: www.
tap-biesdorf.de
Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str.
35,13057 Berlin, Tel. 030 92901866.
Zimmertheater in der Kultschule, Sewanstraße 43, 10319 Berlin. Karten unter Tel. 030
72011919.
ZKR - Zentrum für Kunst und öffentlichen
Raum, Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55,
12683 Berlin, Tel. 030 700906-7755.
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BEZIRKS-JOURNAL - Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR: Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
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16 BEZIRK KOMPAKT
BEZIRKSNACHRICHTEN

HOHENSCHÖNHAUSEN-LICHTENBERG | BEZIRKS-JOURNAL
KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM

Heimbetreiber
sucht Ehrenamtliche
Die gemeinnützige Albatros GmbH
sucht für die Gemeinschaftsunterkunft
für geflüchtete Men­schen in der Gehrenseestraße 99 Ehrenamtliche. Sie
sollen die vornehmlich aus Syrien, dem
Irak und Afghanistan stammenden
Bewohner bei Angeboten wie Deutschkursen, Freizeitaktivitäten oder
Hausaufgabenhilfe unterstützen. Auch
wünscht sich Albatros, dass sich „Alteingesessene“ mit den geflüchteten
Menschen austauschen. Interessenten
können sich per Mail unter volunteer@
albatrosggmbh.de oder telefonisch
unter 0170/4580387 melden. Im Rahmen
eines persönlichen Gespräches können
die jeweiligen Einsatzmöglichkeiten
besprochen werden, erklärte die Albatros gGmbH. (bzj.)
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Facelift für Felicitas

FOTO: CHRISTEL KAUFMANN

Knallrote Lippen, blaue Augen: Unbekannte haben die Sandsteinfigur „Felicitas“ vor
der Villa am Fennpfuhl auf eigene Weise „verschönert“. Geschaffen hat die überlebensgroße Nackte der aus Ungarn stammende Künstler Janos Seregi. Das Motiv entdeckten
die Mitglieder der Fotogruppe des Deutschen Senioren-Computerclubs auf einem ihrer
Streifzüge. Leider sind Skulpturen wie diese immer wieder solchen „Attentaten“ ausgesetzt. Zuletzt traf es ein Kunstwerk am Obersee.

Geheimes Karlshorst

DEUTSCH-RUSSISCHES MUSEUM: Eine neue Veranstaltungsreihe
beleuchtet das Wirken der Geheimdienste und des Militärs.

Bezirk und Polizei
arbeiten zusammen
Bezirksbürgermeister Michael Grunst
(Die Linke) und der Leiter der Lichtenberger Polizeidirektion 6, Michael
Lengwenings, haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Damit
werde die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen dem Bezirksamt
und der Polizeidirektion 6 vertieft, teilte die Verwaltung mit. Beide Partner
hätten gemeinsame Präventionsmaßnahmen zum Jugendschutz und zur
besseren Sicherheit im öffentlichen
Raum vereinbart. „Wir wollen vor allem
den öffentlichen Raum weiter entwickeln, gemeinsam überwachen und im
Bereich des Jugendschutzes zusammenarbeiten“, sagte Grunst. (ba.)

D

as Deutsch-Russische Museum
widmet sich mit einer neuen
Veranstaltungsreihe dem Thema
„Geheimes Karlshorst“. Zwar sei bekannt, dass im früheren Offizierskasino
an der Zwieseler Straße am 8. Mai 1945
die Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnet wurde und dass dort seit 1967
ein Museum seinen Sitz hat. „Über die
Aktivitäten der Nachbarn, von NKWD,
KGB, GRU bis hin zur Stasi, ist aber wenig bekannt“, erklärt die Einrichtung.
Dabei war Karlshorst von 1945 bis 1992
Sitz zahlreicher sowjetischer Dienste
und Behörden.
Im Rahmen der Reihe „Gemeines
Karlshorst“ wird es zwischen März und
August Expertenvorträge geben, an die
jeweils eine Diskussion anschließt. Am
23. März steht der „Berliner Kreml“ um
19 Uhr im Fokus der Betrachtungen.
Dabei geht es um den Sitz der Sowjetischen Militäradministration. Am 4.
April widmen sich die Experten um 19
Uhr dem Gefängnis des sowjetischen

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Florian Münter

Bestattungen

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Kostenübernahme durch das Sozialamt

Tag & Nacht

30 34 04 47

Geheimdienstes NKWD in der Köpenicker Allee. „Die sowjetische Geheimpolizei NKWD, fester Bestandteil des sowjetischen Herrschaftsapparates, wählte
sich das St. Antonius-Krankenhaus als
Residenz“, heißt es dazu in der Ankündigung. 1945 richtete sie dort ein sowjetisches Untersuchungsgefängnis ein,
das bis 1962 bestand. „Zu klären ist,
inwieweit die Verhaftungs- und Verfolgungspolitik des NKWD der Entnazifizierung Deutschlands oder aber der
Verfolgung politisch Andersdenkender
diente.“
Die KGB-Zentrale im Kalten Krieg ist
Thema des Vortrages am 18. Mai um 19
Uhr, während der GRU-Nachrichtendienst der Sowjetarmee am 8. Juni um
19 Uhr eine Rolle spielen wird. Am 13.
Juli steht um 19 Uhr das Wirken des Ministerium für Staatssicherheit der DDR
in Karlshorst auf dem Programm. Die
Vorträge finden im Deutsch-Russischen
Museum Berlin-Karlshorst, Zwieseler
Str. 4, 10318 Berlin, statt. (bzj.)

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