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Periodical volume

Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal Issue 3.2016,4

WASSERSPIELE:
Lichtenberg lässt wieder
Brunnen sprudeln. S. 3

RATESPIELE: Wer holt
sich den Wahlkreis in
Hohenschönhausen? S. 8

Lichtenberger

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Bezirks-Journal

Größte kostenlose Monatszeitung für Lichtenberg und Hohenschönhausen – mit Lokalnachrichten von Malchow bis Karlshorst für 268.465 Menschen
www.bezirks-journal.de | www.lichtenbergmarzahnplus.de | www.facebook.de/bezirksjournalberlin | www.twitter.com/bezirks_journal | 3. Jhg. | Ausgabe 4 | 14. April 2016

Naturschützer bitten:
Runter vom Gas!
Kröten, Frösche und Molche queren wieder die
Straßen/ NABU rettet viele vorm Unfalltod.

M

ilde Nachttemperaturen und
feuchte Witterung locken wieder Kröten, Frösche und Molche aus der Deckung. Zu Tausenden
begeben sich die Amphibien auf Wanderung zu ihren angestammten Fortpflanzungsgewässern und queren Straßen und Wege. Der NABU Berlin bittet
die Autofahrer besonders am Stadtrand
um aufmerksame Fahrweise.
Mitglieder des NABU Berlin stellen
auch in diesem Jahr wieder an Hauptwanderrouten Amphibienzäune auf,
um die Tiere abzufangen und sicher
über die Straße zu bringen. So zum
Beispiel in Zusammenarbeit mit dem
Verein Naturschutz Berlin-Malchow
an der Dammheide in Mahlsdorf Süd:
Seit 1998 werden hier Erdkröten vor
dem Unfalltod gerettet, im letzten Jahr

waren es 967 Tiere. Der Shuttle ist
aufwendig. Jeden Morgen und Abend
müssen die Fangeimer geleert werden.
Nicht alle Wanderstrecken der Amphibien sind vorhersehbar. Daher bittet der
NABU Berlin die Autofahrer vor allem
in den Außenbereichen in der Nähe von
Feuchtgebieten und Gewässern darum, in den frühen Morgen- und späten
Abendstunden vom Gas zu gehen und
besondere Aufmerksamkeit auf die
Straße zu legen, um notfalls um eine
lebensfreudige Kröte oder einen frühlingsgefühligen Frosch herum fahren zu
können. Aber auch Gartenbesitzer werden um Aufmerksamkeit gebeten. „Bitte verschließen Sie offene Gruben oder
steilwandige Gräben und Lichtschächte“, bittet Jens Scharon, Artenschutzreferent beim NABU Berlin. (ps.)

Wer will fleißige Bauarbeiter sehen...?
Anna und ihre beiden Freundinnen aus der Kita Am Carlsgarten haben sich in
Schale geworfen, immerhin erhalten sie und die anderen 147 Kinder der Einrichtung in Karlshorst gleich einen Preis: Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs
„Forschergeist 2016“ wurde die Kita nahe der Trabrennbahn Berliner Landessieger und steht nun im bundesweiten Finale. Seit Monaten verfolgen die Jungen
und Mädchen gespannt das Geschehen auf der Baustelle von HELMA in der
Nachbarschaft. Ihre Erzieher machten daraus ein Projekt. Seite 2.FOTO: M. GÄDING

2

Bezirks-Leben

April 2016 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

NACHRICHTEN

Ortsumfahrung
Malchow rückt näher

MALCHOW. Die von Anwohnern seit
Jahren geforderte Ortsumfahrung von
Malchow kann in absehbarer Zeit umgesetzt werden. Das sieht der Entwurf des
neuen Bundesverkehrswegeplanes vor,
wie der Bundestagsabgeordnete Dr. Martin Pätzold (CDU) mitteilte. Bis Anfang
Mai soll das Bundesverkehrsministerium
die Betroffenen in die Planung einbeziehen; unter anderem ist eine Onlinediskussion geplant. Anschließend sollten
Land und Bezirk das Planungsrecht
schaffen. „Viele Malchower können nun
mit berechtigter Hoffnung darauf setzen,
dass in wenigen Jahren kein Schwerlastverkehr mehr durch die Ortslage fährt“,
sagte Pätzold. (bzj.)
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Einen Scheck von 2.000 Euro gab es für den Landessieg beim Wettbewerb „Forschergeist 2016“.

Platte Nasen, viele Fragen

KARLSHORST: Kinder der Kita Am Carlsgarten sind angetan von einer Baustelle.
Weil das so spannend ist, entstand daraus ein Projekt. Dafür gab es jetzt einen Preis.

Unsere Erfahrung ist Ihre Sicherheit

von Marcel Gäding

Karlshorster Schule
saniert übergeben

om Fenster in der ersten Etage
der Kita Am Carlsgarten aus ist
gut zu sehen, was in der Nachbarschaft passiert: Alle paar Minuten
kommen große Kipplaster, während
ein Kran Bauteile an die richtige Stelle
bugsiert. „Als es mit den Bauarbeiten
in der Nachbarschaft losging, drückten
sich unsere Kinder die Nase am Fenster
platt“, erinnert sich Michaela Kopplin,
eine der Erzieherinnen. Hinzu kamen
Fragen über Fragen der Kinder: Was
wird dort gebaut? Was passiert mit dem
Wasser aus der Baugrube? Kann der große Kran umkippen?
Dass nebenan gebaut wird, wussten
die Kitaerzieherinnen. Denn die HELMA Wohnungsbau GmbH hatte die
Kita frühzeitig in die Planungen der
fünf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt
95 Eigentumswohnungen einbezogen.
Dass aber die Kinder jeden Schritt auf
der Baustelle mit großem Interesse verfolgen, überraschte am Ende. Und weil
Kopplin und ihre Kolleginnen unbedingt
Antworten geben wollten, machten
sie kurzerhand ein Projekt daraus. Im
Rahmen von „Was ist los auf der Groß-

KARLSHORST.
Bildungsstadträtin
Kerstin Beurich (SPD) hat das sanierte
Hauptgebäude der Karlshorster Schule
in der Lisztstraße 6 übergeben. Es war
für 3,2 Millionen Euro instandgesetzt
worden. Unter anderem wurden Fenster, Fassade und Dach erneuert. Geld
floss auch in die Verbesserung der brandschutztechnischen Maßnahmen. An der
Fassade entstand zudem ein Kunst-amBau-Projekt des Künstlers Erik Göngerich. Dort stehen nun alle Vornamen der
Schüler. (bzj.)

Film zum Thema
„Sucht“ im Cinemotion
HOHENSCHÖNHAUSEN. Im Rahmen der Reihe „irrsinnig menschlich“
wird am 20. April um 17.30 Uhr der Film
„Berlin calling“ gezeigt. Erzählt wird die
Geschichte eines DJs, der drogenabhängig ist. Ort: Cinemotion, Wartenberger
Straße 174. Eintritt: 4,50 Euro. (bzj.)

V

für die ganze Familie:

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Die HELMA Wohnungsbau GmbH feierte
vor wenigen Tagen Richtfest für die Anlage
„Wohnen im Park“. Kommendes Jahr ziehen die ersten Bewohner ein.

FOTOS: MARCEL GÄDING
baustelle?“ wurde gebastelt, geforscht
und vor Ort bei den Großen vom Bau
nachgefragt. So viel Forschergeist wird
jetzt belohnt. Im Rahmen des gleichnamigen Wettbewerbs „Forschergeist

2016“ – ausgeschrieben von der Stiftung
„Haus der kleinen Forscher“ und der
Deutschen Telekom-Stiftung – belegte die Kita Am Carlsgarten den ersten
Platz unter allen teilnehmenden Berliner
Einrichtungen. Damit sind die Kleinen
nun im bundesweiten Finale des größten
Kitawettbewerbes im Lande und haben
gute Chancen auf einen der ersten fünf
Preise.
„Im Rahmen unseres Projekts haben
wir Bauhelme gebastelt, Tagebuch geführt und ein Haus als alten Eierverpackungen gebaut“, erinnert sich Michaela
Kopplin. Besonders aufregend aber war
eine Führung über die Baustelle, bei der
HELMA-Bauleiter Beat Langner die
Fragen der Jungen und Mädchen beantwortete. Am sonst blickdichten Bauzaun
entstanden für die kleinen, neugierigen
Nachbarn Gucklöcher. „Hier können
die Kinder sehen, wie schwer die Arbeit
von Bauarbeitern sein kann“, sagt Heidemarie Langisch, die Geschäftsführerin
des Kita-Trägers PeWoBe gGmbH aus
Frankfurt/ Oder. Über die Auszeichnung freut sich die Chefin von 16 Einrichtungen besonders: „Kitas brauchen
Aufmerksamkeit, wir verstehen diese
Auszeichnung auch als gesellschaftliche
Wertschätzung.“

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Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen | April 2016

I

n Lichtenberg sprudeln wieder (fast)
alle Brunnen: Stadtentwicklungsstadtrat Wilfried Nünthel (CDU)
drehte vor dem Einkaufszentrum „Center am Tierpark“ das Wasser für den
Brunnen „Spree und Havel“ auf.
Alle anderen 14 Brunnen des Bezirks
sollen in den kommenden Tagen ans
Netz gehen. Darunter sind auch die
Schwimmfontäne im Fennpfuhlpark,
der Fischerbrunnen an der Ecke Frankfurter Allee und Möllendorffstraße
sowie der Brunnen der Jugend in der
Wartenberger Straße. Ermöglicht wird
dies über einen Sponsoringvertrag mit
der Außenwerbefirma „Ströer“. Sie stellt
dem Bezirk in diesem Jahr 53.000 Euro
für Betriebskosten zur Verfügung.
Allerdings: Ein Brunnen bleibt vorerst trocken: Der vom Metallbildhauer
Achim Kühn geschaffene „Mühlenradbrunnen“ am Rotkamp in Neu-Hohenschönhausen kann derzeit nicht ans
Netz gehen. Nach dessen Instandsetzung stellten sich bauliche Mängel heraus. „Nun muss die Baufirma im Zuge
eines Regressanspruchs die Fugenabdichtungen erneuern“, sagte Wilfried
Nünthel. Außer Betrieb bleibt auch der
Findlingsbrunnen vor dem Allee-Center
in der Landsberger Allee. „Dort sind
weiterhin die Zisterne und das Einlaufsystem der Anlage defekt“, sagte
Nünthel. Eine Sanierung konnte aus finanziellen Gründen noch nicht erfolgen.

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Wasser marsch für die
Brunnen

Bezirks-Leben

STADTTEILE: Dank eines Sponsors können auch
dieses Jahr (fast) alle Wasserspiele im Bezirk sprudeln.

Stadtentwicklungsstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) stellte symbolisch den Brunnen in
FOTO: MARCEL GÄDING
der Erich-Kurz-Straße an.

3

Er kündigte zudem an, dass auch die
Plansche auf dem Anton-Saefkow-Platz
im Fennpfuhl wieder in Betrieb gehen
soll. „Sie wurde bislang über Grundwasser gespeist“, erklärte der Stadtentwicklungsstadtrat. Wegen zu vieler Keime im
Wasser musste die Plansche vergangenes
Jahr vom Netz gehen. Künftig soll über
einen Trinkwasseranschluss der Betrieb
wieder sichergestellt werden.
Bei der Eröffnung der Brunnensaison
zeigte sich Nünthel zufrieden darüber,
dass der Betrieb der Wasserspiele aufrecht erhalten werden kann. „Brunnen
sind städtebauliche Elemente, sie beleben Plätze und laden zum Verweilen
ein.“ Welche Bedeutung Brunnen für die
Menschen im Bezirk haben, hätte die
engagierte Diskussion um den Fischerbrunnen an der Ecke Möllendorffstraße
und Frankfurter Allee gezeigt. Dieser
soll im Zuge der Neugestaltung des Stefan-Heym-Platzes verlegt werden.
Gleichzeitig hat der Bezirk damit begonnen, Stiefmütterchen, Primeln, Hyazinthen und Tulpen zu Pflanzen. 600
Blumenzwiebeln kamen rund um das
Linden-Center, die Ribnitzer Straße sowie die Dörfer Malchow und Falkenberg
in die Erde. 300 Exemplare fanden ihren
Platz an der Ecke Degnerstraße und
Konrad-Wolf-Straße, 290 am Rathaus
in der Möllendorffstraße sowie 550 auf
dem Münsterlandplatz und dem Nöldnerplatz. (gäd.)

4

Bezirks-leben

April 2016 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

NACHRICHTEN

Rechte Vorfälle mehr
als verdoppelt

LICHTENBERG. Die Zahl der rechtsextremistischen und rassistisch motivierten Vorfälle hat sich in Lichtenberg innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.
Sie stieg von 105 auf 234 Delikte, wie
die Linksfraktion unter Berufung auf das
sogenannte Lichtenberger Register mitteilte. „Die Zunahme der rassistischen
und rechtsextremistischen Hetze muss
jetzt Ansporn der demokratischen Kräfte
sein, umso mehr ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Respekt zu setzen“,
erklärten die beiden Fraktionsvorsitzenden Hendrikje Klein und Daniel Tietze.
„Jetzt sind Politik, Zivilgesellschaft gefragt, dem zunehmenden Rassismus und
Rechtsextremismus deutlich Einhalt zu
gebieten und rassistischer Propaganda
mit Herz und Verstand Kontra zu geben.“ (bzj.)

Geld für schönere
Kieze beantragen
LICHTENBERG. Noch bis zum 29.
April können Lichtenberger Geld für
Projekte beantragen, mit denen die Kieze verschönert werden. Damit könnten
vor allem Schulen, Kitas, Sport- und
Spielplätze, Grünflächen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Stadtteilzentren
verschönert werden. Bewilligt werden
maximal 2.000 Euro für ehrenamtliche
Projekte. Anträge an: Bezirksamt Lichtenberg, Steuerungsdienst, 10360 Berlin.
Vorabinfos unter Tel. 902963511. (bzj.)

Sprachkurse auch in
Jugendklubs
LICHTENBERG. Weil der Platz für
Sprachkurse an der Volkshochschule
knapp wird, sollen nun auch Räume in
Jugendfreizeiteinrichtungen und Seniorenbegegnungsstätten genutzt werden.
Einen entsprechenden Antrag bringt die
SPD-Fraktion in die nächste Sitzung
der
Bezirksverordnetenversammlung
ein. „Wir wollen mit unserem Antrag
erreichen, dass möglichst schnell und
unbürokratisch weitere Kapazitäten für
Angebote der Volkshochschule im Bezirk geschaffen werden“, sagt der Fraktionsvorsitzende Dr. Erik Gührs. „Uns
ist vor allem wichtig, dass es genügend
Sprachangebote für geflüchtete Menschen gibt, um deren Integration in die
Gesellschaft zu fördern“, ergänzt der Bezirksverordnete Kevin Hönicke. (bzj.)

Richtigstellung
In unserem Beitrag „Urgroßvater mit
Herz“ (März-Aushabe) sind uns leider einige Fehler unterlaufen: Jürgen Gregorovius hat nicht sechs sondern drei Kinder.
Gabriele Preller schreibt keinen biografischen Roman über Oscar Gregorovius,
sondern über die Ahnenforschung der
gesamten Familie Gregorovius. Das kleine Tischchen hat der Vater von Jürgen
Gregorovius an die Rennbahn Karlshorst verkauft, aber dort ist es nicht mehr
vorhanden.

Das ursprüngliche Wandbild am Nicaragua-Haus ist hinter der Plane zu sehen.

FOTOS: LINNA SCHERERZ

Original oder Kopie?
KUNST AM BAU: Für das Nicaragua-Wandbild an der Skandinavischen Straße sind
bislang 64.000 Euro Spenden eingegangen. Wann es wieder erstrahlt, ist ungewiss.
von Linna Schererz

S

chon seit dem Spätherbst 2015 ist
am Haus Skandinavische Straße
26 das sogenannte NicaraguaWandbild wieder zu sehen – allerdings
hinter einer durchsichtigen Hülle. Das
Gemälde, eines der größten Wandbilder
naiver lateinamerikanischer Malerei,
war viele Jahre lang ein Lichtenberger
Wahrzeichen. Im Auftrag des Ost-Berliner Magistrats hatte der nicaraguanische
Maler Manuel Garcia Moia (geb. 1936)
im Jahr 1985 die Wand gestaltet. 2005
verschwand das 255 Quadratmeter große Bild hinter Putz, als der private Hauseigentümmer die Fassade energetisch
sanieren ließ. Dabei wurde vom Originalbild, das unter der Wärmedämmung
verschwand, eine Kopie gefertigt und
auf die neue Hülle aufgetragen. Doch
Ende 2012 drohten große Stücke Putz
abzuplatzen und auf Autos und Passanten zu stürzen. Deshalb musste die
Kopie ab, das ursprüngliche Bild wurde
gesichert. Für die Wiederherstellung des
Giebelkunstwerks werden seit Anfang
2015 Spenden gesammelt.
Zusammen mit dem Geld aus einem
Vergleich mit der Versicherung, die wegen Fehlern bei der Wandgestaltung
durch die Baufirma 49.000 Euro zahlte,
sind inzwischen rund 64.000 Euro für
die Wiederherstellung des Kunstwerks
zusammengekommen. Rund 14.300
Euro wurden im Jahr 2015 als Spenden
gesammelt, sagt der Kommunalpolitiker
Rainer Bosse (Linke). Der Vorsteher des
Lichtenberger Bezirksparlaments koordiniert die Sammlung. Wie viel Geld
letztlich gebraucht wird, ist jedoch noch
offen. Sicher ist wohl nur: Es wird mehr

Eine Stele erzählt die Geschichte des monumentalen Wandbildes.
sein als bisher im Spendentopf ist. Entscheiden darüber wird auch ein Gutachten des Berliner Landesdenkmalamts.
Denn dieses untersucht derzeit, ob das
ursprüngliche Gemälde denkmalwürdig
ist. Deshalb musste Ende 2015 die Giebelwand freigelegt werden.
Es gebe mehrere Szenarien, so Bosse.
Werde das Bild in den Rang eines Denkmals erhoben, müsse eine denkmalgetreue Rekonstruktion vor Ort erfolgen.
Wie teuer das käme, kann derzeit noch
niemand sagen. Gibt es keinen Denkmalstatus, könne aber auch eine neue
Kopie auf besser haltenden Putzplatten
angebracht werden. Dafür wären schätzungsweise 100.000 bis 120.000 Euro
erforderlich. Auch eine der Giebelwand
vorgehängte Fassade mit einer nach dem
Original aufgetragenen Kopie sei mög-

lich. „Die Entscheidung ist noch offen,
weil das Ergebnis der Denkmalbehörde
noch nicht vorliegt“, sagt Bosse. Er hofft,
dass noch mehr Spenden fließen, wenn
erst einmal über die Art und Weise der
Rekonstruktion und die tatsächlichen
Kosten Klarheit besteht. Das Bezirksamt
Lichtenberg werde sich ebenfalls beteiligen. Wie schon ihr Amtsvorgänger
Andreas Geisel hat das auch Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (beide
SPD) versichert. Bosse hofft, dass noch
in diesem Jahr mit den Wiederherstellungsarbeiten begonnen werden kann:
„Da feiert der Maler Manuel Garcia
Moia seinen 80. Geburtstag.“
Das Fassadenbild mit dem offiziellen
Titel „Nicaraguanisches Dorf – Monimbó 1978“ zeigt Moias Heimatdorf Monimbó, wo fast ausschließlich Indianer
wohnten. 1978 wurde es durch das damals herrschende Somoza-Regime nach
einem Aufstand dem Erdboden gleichgemacht. Hunderte Menschen, vor allem Frauen, Kinder und Alte, fanden
den Tod. Moias Bild erzählt vom Alltagsleben und vom Kampf der Indios.
Bereits für die Wiederherstellung nach
der Fassadensanierung hatte eine weiterhin aktive Bürgerinitiative gesammelt,
im Jahr 2006 erhielt die Fläche zwischen
Lichtenberger Brücke und Kunstwerk
den Namen Monimbó-Platz.

i

Spenden benötigt
Für die Wiederherstellung des Wandbildes kann gespendet werden:
Spendenkonto: DE41 1007 0848
0525 6219 01, BIC: DEUT DE DB 110
Kulturring in Berlin e.V., Kennwort:
Initiative Nicaragua Gemälde

Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen | April 2016

Bezirks-Politik

Unangenehme Fragen

5

AUS DEM BEZIRKSPARLAMENT: Bezirksverordnete kritisieren Stadträtin wegen ihrer Informationspolitik im
Zusammenhang mit der Volkshochschule / Hoher Krankenstand in den Bürgerämtern.
von Volkmar Eltzel

W

as ist los an der Volkshochschule (VHS)? Diese zentrale
Frage beschäftigte, ausgelöst
durch eine ganze Lawine von Beiträgen
in der Berliner Zeitung, die Bezirksverordneten in ihrer März-Sitzung. Das Blatt
berief sich auf den Bericht einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die zu dem
Ergebnis gekommen sei, dass nur wenige
VHS-Kurse ohne Beanstandungen seien. Oftmals fehlten Unterschriften oder
gleich ganze Honorarverträge, hieß es.
Auf einigen Honorarverträgen wurden
Zahlen durchgestrichen und durch andere ersetzt, so die Berliner Zeitung. Offenbar hatte das Bezirksparlament davon
jedoch keine Kenntnis.
Bildungsstadträtin Kerstin Beurich
(SPD) informierte auf Anfrage der Linken, dass im Juni 2014 das Bezirksamt
durch eine Beschäftigte der Volkshochschule (VHS) über Unregelmäßigkeiten
bei der Abrechnung der Kurse und deren
Durchführung in Kenntnis gesetzt wurde. Die Arbeitsgruppe Antikorruption
des Bezirksamtes habe die Verdachts-

momente bestätigt, Wirtschaftsprüfer
hätten anschließend Untersuchungen
aufgenommen. Im Juli 2014 erstattete
das Bezirksamt Strafanzeige gegen Unbekannt. Seitdem würde gegen vier Personen ermittelt. Im Mai 2015 habe man
sich zudem mit einer Stellungnahme an
den Landesrechnungshof gewandt. Im
ersten Quartal 2015 seien Dienstanweisungen zur Aktenführung und Archivierung der Vorgänge ergangen und die
Leitung der VHS neu besetzt worden.
Der Kulturausschuss der BVV wurde am
24. März 2015 lediglich über den Wechsel an der Spitze der VHS informiert.
Erst am 16. März (einen Tag nachdem
die Berliner Zeitung das Thema an die
Öffentlichkeit brachte) fragte die Stadträtin bei der Staatsanwaltschaft an, ob
der Wirtschaftsbericht trotz laufenden
Verfahrens an das Bezirksparlament gegeben werden darf. Kerstin Beurich widersprach Darstellungen, wonach dem
Bezirk ein Schaden von 70.000 Euro
entstanden sei. Die ganze Zeit über habe
das Rechtsamt des Bezirks beratend mitgewirkt.
Der Stadträtin wurde von den Verordneten Prof. Dr. Jürgen Hofmann, Dani-

el Tietze und Christian Petermann (alle
Linke) sowie von Yannick Meyer und
Marvin Hemmerlein (Piraten) vorgeworfen, dass sie nicht früher über den Sachverhalt aufgenommener Ermittlungen
zu Unregelmäßigkeiten informiert habe.
Gregor Hoffmann, Fraktionsvorsitzender der CDU, forderte mehr Klarheit
und eine offensive Informationspolitik.
Dr. Andreas Prüfer (Linke), Stadtrat
für Bürgerdienste, Ordnungsangelegenheiten und Immobilien, berichtete auf
eine Große Anfrage der CDU-Fraktion
über einen sehr hohen Krankenstand bei
den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der Bürgerämter. „Am Morgen des 9.
März waren von 40 Mitarbeitern nur 15
im Dienst“, sagte der Stadtrat. Deshalb
musste er die Bürgerämter im TierparkCenter und in der Große-Leege-Straße
schließen. Auch die Leistung des mobilen Bürgeramtes am Anton-SaefkowPlatz wurde mangels Personal zunächst
eingestellt. Die Situation habe sich bislang nicht verbessert und die Schließung
bleibe zunächst bis zum 1. April bestehen. Hinzu kämen massive Probleme
durch die neue Software Voice, die zu
Beginn des Jahres eingeführt wurde und

bis heute nicht funktioniere. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verzweifelten, was auch eine Ursache für den hohen Krankenstand sei. Das Standesamt
sei derzeit ebenfalls mit nur 25 Prozent
des eigentlich vorgesehenen Personalbestandes besetzt.
Prüfer setzt auf zusätzliches Personal
Mitte des Jahres, funktionierende Terminsprechstunden und mehr Onlinedienst-Möglichkeiten vom Land Berlin.
Er machte aber auch keinen Hehl daraus, dass er ratlos sei, wie mit einem so
hohen Krankenstand umgegangen werden solle.
CDU-Fraktionsvorsitzender Gregor
Hoffmann warf dem Stadtrat vor, dieser hätte das strukturelle Problem früher
erkennen müssen. Die Führungsqualität
sei ein wesentlicher Faktor, um auf die
Abwesenheitsquote Einfluss zu nehmen.
Rainer Bosse (Linke) sagte, von einmal
60 Bürgerämtern in der Stadt gebe es
noch 35. Die Aufgaben seien jedoch mit
der Stadt gewachsen.
Die 55. Sitzung der BVV in der VII. Wahlperiode ist für Donnerstag, 21. April geplant.
Dann auch wieder ab 17 Uhr im Livestream:
http://lichtenberg.demokratielive.org.
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Bezirks-Leben

6

April 2016 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

Künstler von morgen
HOHENSCHÖNHAUSEN: In der Demminer Straße gibt
es jetzt eine Kunstkita.
mit Ton arbeiten, sich in Keramiken
versuchen und auch an die Fotografie
herangeführt werden. Derzeit kümmern
ährend einige Steppkes die sich vier Erzieherinnen um die Kleinen,
Kiste mit Legobausteinen später werden es einmal acht sein. Da in
ausräumen, sitzt ein klei- der Kita auch psychisch oder körperlich
ner Junge ganz versunken über seinem beeinträchtige Kinder betreut werden
Bild. Er greift zu einem grünen Bunt- sollen, gibt es zwei Integrationserziehestift, überlegt kurz, nimmt dann einen rinnen. Es ist auch geplant, eine Kolleschwarzen und malt ein paar Kringel in gin zur Spracherzieherin auszubilden.
die untere Ecke des Blattes. Wächst da
In vierzehn Monaten Bauzeit wurde
etwa ein kleiner Rembrandt heran? Aber das Gartenhaus der Jugendkunstschule,
auch, wenn er eigentlich Feuerwehr- die ursprünglich selbst ein Kitagebäude
mann werden möchte, ist er in der neuen war, energetisch saniert sowie um- und
Kita gleich neben der Jugendkunstschu- ausgebaut. Im Waschraum gibt es sogar
le gut aufgehoben.
einen Abfluss im Fußboden, was KiAnfang März eröffnete die Kunstkita taleiterin Katrin Hahn besonders freut:
ARTKI in der Demminer Straße 4 auf „Da können wir auch mal richtig mit
dem Gelände der
Wasser herumspieJugendkunstschulen.“ Da in der Kita
le Lichtenberg die
nicht selbst gekocht
Kunstkita ARTKI.
werden kann, liefert
Der Träger ist die neu
die Firma Schlemgegründete ARTKI
mertopf
täglich
gGmbH, eine Tochfrisch gekocht das
tergesellschaft
des
Mittagessen.
Trägers der Jugend1,5
Millionen
kunstschule, Albus
Euro, davon 1,16
e.V., und des Sozi- Es wird natürlich nicht nur gemalt, Millionen aus dem
alverbandes
VdK sondern auch gespielt.FOTO: R. FRIEDRICH Programm
StadtBerlin-Brandenburg.
umbau Ost, standen
60 Kinder von 0 bis
dafür zur Verfügung.
6 Jahren werden in der integrativen Kita Entstanden sind vier großzügige, helle
von 6 bis 18 Uhr betreut.
Gruppenräume, ein neues Foyer, ein
Diese Anbindung soll genutzt werden, Aktions- sowie ein zusätzlicher Ruheum die Kreativität und Fantasie der Kin- raum mit den dazugehörigen Funktionsder zu entwickeln und zu fördern. Dabei räumen. Es gibt auch die Möglichkeit,
arbeiten die Erzieherinnen eng mit den dass Mütter in Ruhe stillen können. Am
Künstlerinnen und Künstlern der Kunst- Garten und an der Terrasse wird noch
schule zusammen. Die Kinder können gebaut, im Frühjahr ist dann auch der
die Werkstätten nutzen und dort malen, neue Zugang fertig.
von Regina Friedrich

W

Die Zahl der im Tierheim abgegebenen Katzen steigt vor allem im Frühjahr wieder
sprunghaft an.
FOTO: MARCEL GÄDING

Tierschutzverein will
Katzen kastrieren
TIERSCHUTZ: Organisation stellt sozial benachteiligten
Menschen Gutscheine zur Verfügung.

D

er Berliner Tierschutzverein will
sozial benachteiligte Menschen
finanziell dabei unterstützen,
ihre Katzen kastrieren zu lassen. Dafür
stellt der Verband, der auch das Tierheim in Falkenberg betreibt, 50.000
Euro in Form von Gutscheinen zur
Verfügung. Diese können jederzeit in
Tierarztpraxen der Hauptstadt eingelöst
werden. Voraussetzung ist die Vorlage
des „berlinpass“.
Hintergrund der Aktion: Unkastrierte Katzen können sich innerhalb kurzer
Zeit stark vermehren. Bislang scheiterten Versuche des Vereins, berlinweit eine

Kastrationspflicht durchzusetzen und
damit die Zahl freilebender Samtpfoten in der Stadt einzudämmen. „Weil
die Politik nicht handeln will, ergreifen
wir nun die Initiative und hoffen, damit
vielen Menschen – und langfristig den
Berliner Straßenkatzen – helfen zu können“, sagt Wolfgang Apel, der Präsident
des Tierschutzvereins.
Die Kastrationsgutscheine werden
von den behandelnden Tierärzten direkt
mit dem Tierschutzverein abgerechnet.
Kastrationsgutscheine können unter der
Rufnummer 030 76888127 bezogen werden. (bzj.)

Stasi-Gedenkstätte soll
eigenständig bleiben

Stadtteile: Bürger
können mitreden

HOHENSCHÖNHAUSEN. Der Förderverein „Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen“ wehrt sich gegen Pläne,
sowohl den früheren Stasi-Knast an der
Genslerstraße als auch die Stasi-Unterlagenbehörde gemeinsam unter dem Dach
einer neuen Stiftung zu vereinen. „Die
Gedenkstätte Hohenschönhausen, die
Stasi-Unterlagenbehörde und das Gelände des ehemaligen Ministeriums für
Staatssicherheit in der Berliner Normannenstraße sind einzigartige Zeugnisse der
politischen Unterdrückung zur Zeit der
SED-Diktatur“, sagte Vereinsvorsitzender Dr. Jörg Kürschner. „Das aufzulösen
und in fragwürdige neue Strukturen zu
überführen, wäre ein völlig falsches Signal – sich nämlich künftig nicht noch
intensiver, sondern sogar weniger mit der
DDR-Geschichte auseinanderzusetzen.
Gleichzeitig unterstütze der Verein Gedenkstättenleiter Dr. Hubertus Knabe,
die organisatorische Selbstständigkeit
der Gedenkstätte zu erhalten. „Die Gedenkstätte
Berlin-Hohenschönhausen
leistet seit vielen Jahren eine erfolgreiche
und international wie national anerkannte Arbeit.“ (bzj.)

LICHTENBERG. Bei der Überarbeitung der Profile für die 13 Stadtteile
von Lichtenberg sollen auch die Bürger
einbezogen werden. Nachdem bereits
in Neu-Lichtenberg und Karlshorst
Stadtteilkonferenzen stattfanden, sind
nun ähnliche Veranstaltungen am 20.
April in Alt-Hohenschönhausen (CSW
Landsberger Allee 225), am 27. April in
Neu-Hohenschönhausen (Fritz-ReuterSchule, Prendener Straße 29) und im
Fennpfuhl (Cedio-Center, Storkower
Straße 207) geplant. Die Veranstaltungen
beginnen jeweils ab 16 Uhr. Unter anderem möchte die Bezirksverwaltung wissen, welche Herausforderungen es in den
Stadtteilen gibt und wie man die Kieze
weiter entwickeln kann. „Die Stadtteilkonferenzen sind ein bewährtes, interaktives Instrument zum Dialog zwischen
Bürgerschaft, Bezirkspolitik und Verwaltung“, sagt Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD). Die Ergebnisse der
Konferenzen sollen in Profile einfließen,
die auch Daten zur Infrastruktur und
zur Entwicklung der einzelnen Stadtteile enthalten. Weitere Infos im Internet:
www.berlin.de/ba-lichtenberg (bzj.)

STANDORT OST

MAGAZIN FÜR ARBEIT, WIRTSCHAFT, WOHNEN & KULTUR IN DER METROPOLENREGION BERLIN-EASTSIDE | 04/2016

I

n luftiger Höhe von mehr als 20 Metern wurden jetzt die Rollbatterien an
der ersten Stütze der künftigen Seilbahn für die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2017 angebracht – der
Auftakt für die Arbeiten an dem Verkehrsmittel. Nach Fertigstellung wird Berlins
erste Kabinen-Seilbahn auf einer Strecke
von 1.500 Metern stündlich bis zu 6.000
Fahrgäste in zwei Richtungen befördern.
62 Kabinen mit bequemen Ledersitzen
stehen dafür bereit (Platzkapazität je 10
Personen). Sechs der Kabinen werden mit
einem speziellen Glasboden ausgestattet
und bieten Schwindelfreien einen ganz besonderen Ausblick auf das Wuhletal, den
Kienberg und die „Gärten der Welt“.
Die Seilbahn verkehrt zwischen dem
IGA-Haupteingang gegenüber dem UBahnhof „Kienberg – Gärten der Welt“
(heute noch „Neue Grottkauer Straße“),
dem Kienberg und dem Haupteingang
Blumberger Damm. Bis April werden die
Arbeiten an den mechanischen Teilen der
Stützen und Stationen abgeschlossen sein,
dann beginnt der Seilzug. Im September
wird der Probebetrieb aufgenommen. Die
Seilbahn-Fahrt ist im Ticket für die IGA
inbegriffen, das pro Erwachsenen 20 Euro
kostet. Es gibt jedoch zahlreiche Ermäßi-

IGA BERLIN 2017: BAU
DER SEILBAHN BEGINNT

GARTENSCHAU: Verkehrsmittel soll täglich bis zu
6.000 Fahrgäste befördern.

Die erste Stütze für die Seilbahn steht, die Rollenbatterien werden eingebaut.

Foto: B. Eltzel

gungen. Das umweltfreundliche Verkehrsmittel soll auch nach der 186 Tage dauernden Garten-Schau bleiben, mindestens drei
Jahre lang. Und sogar noch länger, wenn
sich der Betrieb rentiert.
60 Jahre nachdem erstmals eine Seilbahn
in Berlin verkehrte –1957 zur Internationalen Bauausstellung –bekommt die Hauptstadt damit ein solches Verkehrsmittel
wieder. Bauherr ist die aus Südtirol stammende Leitner AG, die das Vorhaben komplett privatwirtschaftlich realisiert. Es fließen keine öffentlichen Gelder dafür. Das
Familienunternehmen mit mehr als 125
Jahren Tradition baut nicht nur Seilbahnen
in Touristengebieten, sondern auch in urbanen Regionen. In der türkischen Hauptstadt Ankara beispielsweise sorgt eine
Kabinenbahn von Leitner ropeways für
weniger Stau auf den Straßen, in der georgischen Hauptstadt Tiflis führt eine Leitner-Seilbahn hinauf zur mittelalterlichen
Festung Narikala. Und in der drittgrößten
Stadt Kolumbiens, Cali, wurde ein ganzes
Stadtviertel mittels einer Seilbahn aus dem
Tiroler Unternehmen verkehrlich besser
ans Zentrum angebunden. In Deutschland
hatte Leitner eine solche Bahn erfolgreich
auf der Expo Hannover im Jahr 2000 betrieben. BIRGITT ELTZEL

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2

G

ar nicht so einfach, 100 widerspenstige Kilogramm zu fixieren – doch Jens Gerbert greift
sich das trächtige Mutterschaf
gekonnt, presst es zwischen seine Oberschenkel und setzt seine Maschine an.
Keine drei Minuten dauert die Prozedur,
dann hat der Schafscherer aus Bad Freienwalde das Tier von seiner dicken Wolle
befreit. Die meisten Schafe ertragen diesen ungewöhnlichen Termin mit Fassung.
Nur selten wehrt sich eines der Tiere gegen die Schur. „Am empfindlichsten sind
die Schafe am Hals und im Bauchbereich“,
sagt Gerbert.
Vier Stunden braucht Schafscherer Gerbert an diesem Tag, um alle 50 Schafe aus
dem Landschaftspark Herzberge zu scheren. Wenige Wochen vor dem Frühling befreit er die Tiere von ihrem Fell, einige von
ihnen erhalten im Anschluss von Schäfer
Matthias Breutel noch Klauenpflege. Danach geht es (nackt) zurück auf die Koppel.
„Die Wolle verkaufen wir, daraus entstehen
Böschungsmatten für Autobahnen“, erklärt Breutel. Viel Geld gibt es für das Naturmaterial nicht – gerade einmal um die
0,35 Euro pro Kilogramm zahlt der Abnehmer. 180 Kilogramm sind am Ende im Sack.
Seit gut zehn Jahren gibt es die Schafherde im Landschaftspark Herzberge - einem wirklich idyllischen Naturschutzgebiet jenseits der Allee der Kosmonauten,
unweit vom Evangelischen Krankenhaus
Königin Elisabeth Herzberge. Vorrangig haben dort rauhwollige pommersche

SCHAFE LIEFERN WOLLE
FÜR AUTOBAHNEN

04/2016 | STANDORT OST | Bezirks-Journal

LANDSCHAFTSPFLEGE: Einmal im Jahr werden die
Schafe im Landschaftspark Herzberge geschoren.
Dafür rückt eigens ein Fachmann an, um die Tiere
von ihrem Winterfell zu befreien.

Wieder chic: einige der rauhwolligen pommerschen Landschafe. Die Schafschur dauerte rund
vier Stunden. 
Foto: Marcel Gäding

Landschafe ein Zuhause gefunden – sie
gehören zur ältesten Landschafrasse und
sind vom Aussterben bedroht. Ihre ursprüngliche Heimat haben sie auf der
Halbinsel Mönchgut auf Rügen. Rauhwollige pommersche Landschafe gelten als
robust und kommen gut mit nasser, kalter
und stürmischer Witterung klar. 1982 betrug ihr Bestand nur noch 72 Exemplare.
Inzwischen wird die Population auf bis zu
3.000 Tiere geschätzt. Allerdings finden
sich die rauhwolligen pommerschen Landschafe immer noch auf der Roten Liste der
vom Aussterben bedrohten Haustierrassen
der Vereinten Nationen.
Die Flächen, rund 23 Hektar, verpachtete der Bezirk an den Verein Agrarbörse
Ost. Die Idee dahinter: Die Schafe sorgen
für extensive Landschaftspflege. In diesem Jahr gibt es 50 Muttertiere, von denen
25 trächtig sind beziehungsweise waren.
Wird der Platz eng, gehen überzählige Tiere nach Marzahn auf eine Fläche nahe dem
Kletterfelsen an der Wuhlestraße.
Zusammenrücken ist ohnehin angesagt,
denn auf einem Teil der Flächen in Lichtenberg werden aktuell streng geschützte
Zauneidechsen angesiedelt. Einen kleinen
Teil des Areals können die Schäfer vom
Landschaftspark daher nicht mehr nutzen.
Weil die Schafe sehr vermehrungsfreudig sind, kümmert sich der Verein Agrarbörse auch um die Vermarktung des
Fleisches: Einmal im Jahr wird hausgeschlachtet und an private Abnehmer verkauft. MARCEL GÄDING

Bezirks-Journal

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3

Bezirks-Journal | STANDORT OST | 04/2016

E

UNTERNEHMEN SETZEN AUF
MARZAHN-HELLERSDORF

inen Blumenstrauß von Wirtund Kalkulator bei anderen Garten- und
schafts- und StadtentwicklungsLandschaftsbauunternehmen gearbeitet
stadtrat Christian Gräff (CDU) behat, sprach von einer inzwischen recht gukam Michael Döll überreicht. Der
ten Auftragslage. „Der Wind hat sich ge38-Jährige, gelernter Garten- und Landdreht, viele setzen zunehmend wieder auf
schaftsbauer und studierter LandschaftsQualität von Fachfirmen und deren Verarchitekt/Umweltplanungsingenieur, ist
lässlichkeit.“ Er kritisierte in diesem ZuGeschäftsführer der Uwe Döll Garten- und
sammenhang die gängige AusschreibungsLandschaftsbau GmbH. Die Firma, früpraxis, bei der vor allem ein niedriger Preis
her ein Einzelunternehmen seines Vaters,
im Vordergrund steht. Dabei nickte Gräff
nach dem sie auch noch den Namen hat,
zustimmend, obwohl er ebenfalls, wie alle
ist seit 1. Januar eine Kapitalgesellschaft –
öffentlichen Auftraggeber weitgehend an
und das 20.000 Unternehmen, das in Mareine solche Vergabepraxis gebunden ist.
zahn-Hellersdorf registriert wurde.
„Das Thema Qualität steigt aber wieder“,
Für die kleine Ehrung in den Räumen des
sagte der Stadtrat.
Ordnungsamtes an der Premnitzer Straße
Als Verantwortlicher für das Gewerbe
11-13 hatte sich Döll extra umgezogen –
im Bezirk freute er sich, eine gute Bilanz
war er doch vorher schon zwei Stunden im
ziehen zu können. Gab es am 31. Dezember
Blaumann auf einer Baustelle unterwegs
2015 noch 19.398 Gewerbebetriebe in Margewesen. Seine Firma, an der er 90 Prozent
zahn-Hellersdorf, waren es im März 2016
der Anteile hat, arbeitet gegenwärtig u.a.
bereits rund 20.100. Im Vorjahr stehen
an der Neugestaltung von Wohnhöfen der
2.400 Gewerbeanmeldungen 1.800 -abmelGenossenschaft Wuhletal an der Bansiner
dungen gegenüber. Es gab 936 UmmeldunStraße in Kaulsdorf-Nord. Döll Garten und
gen, u.a. aus anderen Bezirken. Unter den
Landschaftsbau, insgesamt neun Mitarneu Angemeldeten 2015 sind laut Gräff
beiter, sei ein klassisches FamilienunterGewerbetreibende aus 57 Nationen, darnehmen, sagte der Geschäftsführer: „Vater,
unter zu 78 Prozent EU-Bürger. An erster
Mutter und ich arbeiten mit, dazu sechs
Stelle standen Polen, danach folgen MenAngestellte.“ Letztere sind teilweise 20 Jahschen aus Rumänien und der Türkei. Das
re im Unternehmen, was auch für das Beist vor allem auf die 2012 eingeführte völtriebsklima spricht. Döll zahlt schon lange
lige Niederlassungsfreiheit innerhalb der
mehr als den Mindestlohn und vergütet
Europäischen Union zurückzuführen. Daauch An- und Abfahrt zu den Baustellen:
durch hätten sich vor allem Handwerker
Blumenstrauß von Stadtrat Christian Gräff (r.) für Michael Döll.
Foto: B. Eltzel
„Gute Mitarbeiter, die Qualitätsleistungen
als Einzelunternehmen angemeldet. „Es
bringen, sind nicht so einfach zu finden“, Meon-Gewerbepark, arbeitet hauptsäch- in der Mark-Twain-Bibliothek und über- gab anfangs einen starken Anstieg“, sagt
sagt er. Das Unternehmen, das seinen Sitz lich für Wohnungsunternehmen im Be- nimmt Aufträge von Privaten.
Gräff, der jetzt aber nachgelassen habe.
in Biedorf hat und den Maschinenpark im zirk. Es pflegt aber auch die Grünpflanzen
Michael Döll, der früher als Bauleiter

BIRGITT ELTZEL

BILANZ: Der Bezirk verzeichnet einen Anstieg bei
den Gewerbeanmeldungen. Gerade wurde das 20.000
Unternehmen begrüßt: die Uwe Döll Garten- und
Landschaftsbau GmbH.

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04/2016 | STANDORT OST | Bezirks-Journal

Viele der gezeigten Plakate enthalten politische Botschaften und zeugen von der Aufbruchstimmung in der noch jungen DDR.

Ü

ZEITREISE DURCH
40 JAHRE OSTGESCHICHTE

berraschte Gesichter bei Besudas Originalplakat aus der Berliner Volkschern des Rathausgebäudes am
bühne „Arzt wider Willen“, gestaltet vom
Helene-Weigel-Platz. Werbung
großen deutschen Maler Harald Metzkes
für Fit und DT 64? Die mehr als
aus dem Jahre 1970, wieder zu sehen ist.
100 Plakate gehören zur neuen Ausstellung
Der Künstler selbst hat das Exemplar nur
in der Reihe Kostbarkeiten, die DDR-Plafür diese Ausstellung exklusiv zur Verfükatkunst aus fast 40 Jahren zeigt und noch
gung gestellt. Sie verweisen auch auf weibis 30. Juni zu sehen ist.
tere Highlights wie die drei Originalplakate
Das Alte Rathaus Marzahn entwickelt
aus den Anfängen des DDR-Balletts, Leihsich immer mehr zum Kunst- und Kulgaben von Andreas Weidt, dem Sohn des
turort. Sicher dazu beigetragen hat auch
Tänzers und Choreographen Jean Weidt:
die Reihe Kostbarkeiten, die nun schon
„Stunde des Tanzes“ von 1979, „Dramatizum sechsten Mal stattfindet und verschiesches Ballett“ von 1950 und „tanzt für den
dene Kunstrichtungen präsentiert. Diesmal
Frieden“ von 1947.
sind es Plakate, Kunstplakate. Im GegenFür die Kuratoren sind Plakate interessatz zum Poster, was ja oft nicht mehr als
sante Zeitzeugen und spiegeln den Zeitgeist
ein großes Foto darstellt, sind diese Plakate
wider. Die einen zeugen von gestalterischer
künstlerisch gestaltet, teilweise selbst kleiSelbstverliebtheit durch belanglose Typone Kunstwerke.
Spielereien und geistlose Klischee-Welten,
Ein Rundgang durch die Ausstellung ist
andere übermitteln klare Informationen,
wie eine Zeitreise durch (ost)deutsche Geliefern emotionale Erzählungen oder inschichte. Da ist das streng formale, grafitelligente, künstlerische Kommentare zur
sche Plakat zu einer Ausstellung der Kunstaktuellen Situation einer Gesellschaft. In
schule Burg Giebichenstein und gleich
beiden Teilen Deutschlands entwickelte
daneben ein typischer Vertreter des „soziasich eine individuelle Gestaltungssprache,
listischen Realismus“, ein Jugendlicher mit
die politischen Verhältnisse spiegelten sich
dem damals sprichwörtlichen Slogan „Ich
in der künstlerischen Alltagskultur. Nicht
bin Bergmann! Wer ist mehr?“ Gleich um
selten waren in Plakaten auch subversive
die Ecke finden sich schlanke Frauenbeine,
Botschaften versteckt, wurde zwischen den
die für Perlonstrümpfe aus dem Konsum
Zeilen gelesen. Einige interessante Beispiewerben oder die lachende Fitflasche, die
le dafür sind in der Ausstellung zu sehen
das Abtrocknen erspart. Die Plakate mit
und laden zum Entdecken und Erinnern ein.
Produktwerbung verschwanden übrigens
Das Projekt der Ospe ®ART und der
mit Beginn der 1970er-Jahre. Warum für Die Plakate sind in den Rathaus-Fluren zu bewundern. 
Stiftung Plakat OST wurde realisiert von
Fotos: Marcel Gäding
etwas werben, was Mangelware ist oder soder BVV Berlin Marzahn-Hellersdorf von
wieso unter dem Ladentisch weggeht wie das Gesicht des Schriftstellers vor Augen. sen Team auch schon die anderen Aus- Berlin, mit Unterstützung des Bezirksamwarme Semmeln.
Ganz anders die Stückankündigungen für stellungen in der Reihe Kostbarkeiten or- tes Marzahn-Hellersdorf von Berlin, dem
Da hatten es Plakate für Kino, Theater die Volksbühne oder das Deutsche Theater ganisierte. Sie soll das hohe künstlerische Fachbereich Kultur und dem Fachbereich
oder Ausstellungen schon leichter, weil sie – da muss man manchmal genau hinsehen, Niveau der Plakatkunst in der DDR zeigen Wirtschaft/Stadtentwicklung.
auf ein interessiertes Publikum abzielten. um die relevanten Informationen zu be- und einzelne Plakatkünstler würdigen. Die 
REGINA FRIEDRICH
Für Grafiker eine Spielwiese der Möglich- kommen. Verspielter dagegen die Plakate meisten Kunstplakate stammen von der
keiten, mal reduziert auf das Nötigste, mal für die Opernhäuser, da möchte man sich Kunsthistorikerin und Treuhänderin Dr.
ausufernd verspielt mit Farben und Formen. das eine oder andere einrahmen und mit- Sylke Wunderlich von der Stiftung Plakat Die Ausstellung ist noch bis 30. Juni 2016 im
Das Plakat zur Thomas Mann-Ehrung 1975 nehmen.
Ost aus Berlin sowie von privaten Leih- Alten Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz
zeigt nur den Namen und die typische FlieZusammengestellt hat die Ausstellung gebern. Besonders stolz sind die Ausstel- 8, zu besichtigen, Montag bis Freitag von 8 bis
ge auf schwarzem Grund, sofort hat man Michael Wiedemann von Ospe®ART, des- lungsmacher, dass erstmals nach 46 Jahren 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

KULTUR: In der Reihe „Kostbarkeiten“ werden im
Rathaus Marzahn Plakate gezeigt, die zu DDR-Zeiten
aufwändig von Künstlern gestaltet wurden.

MITTELALTERFEST

ORTSUMFAHRUNG

ROMA-KULTURTAG

GLEISBAUARBEITEN

LICHTENBERG. Zum vierten Mal findet rund
um das Rathaus Lichtenberg das „Spectaculum am lichten Berg“ statt. Auftakt ist am
30. April um 14 Uhr im Rathauspark an der
Möllendorffstraße. Am 1. Mai geht es um 12
Uhr weiter - unter anderem mit Marktständen und darstellenden Künstlern, unter anderem „Viatores Historica“ und „Spielwütige
Gesinde“. (bzj.)

AHRENSFELDE. Die Chancen, dass Ahrensfelde eine Ortsumfahrung erhält, steigen.
Wie die CDU-Bundestagsabgeordnete Prof.
Monika Grütters (CDU) mitteilte, sei das
Projekt Bestandtteil des Bundesverkehrswegeplanes. In dem Entwurf des Papiers seien
44,7 Millionen Euro berücksichtigt. Bislang
hält sich das Land Berlin in Fragen der Ortsumfahrung jedoch zurück. (bzj.)

MARZAHN. Musik, Tanz und Lagerfeuer:
Zum dritten Mal lädt der AWO-Kreisverband
Berlin Spree-Wuhle e.V. zum Roma-Kulturtag
ein. Er findet am 13. Mai von 15-21 Uhr auf
dem Abenteuerspielplatz in der Ahrensfelder
Chaussee 26 statt. Der Tag soll der Begegnung von Menschen aus verschiedenen Kulturbereichen dienen und das gegenseitige
Verständnis fördern, erklärt die AWO. (bzj.)

WEISEENSEE/ HOHENSCHÖNHAUSEN. Weil
Fahrleitungen und Gleise erneuert werden,
schränken die Berliner Verkehrsbetriebe
die Straßenbahnlinie 27 ein. Bis Juli ist der
Straßenbahnverkehr auf der Suermondtstraße unterbrochen. Zwischen den Haltestellen
Weißensee/ Pasedagplatz und Rhinstraße/
Gärtnerstraße ist ein Ersatzverkehr mit barrierefreien Bussen eingerichtet. (bzj.)

Vital
& gesund

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Foto: fotolia.de/ drubig-photo

Blasenschwäche: Unbedingt
Fachärzte aufsuchen
Wer unter Harninkontinenz leidet, sollte sich helfen
lassen, rät Gynäkologe Dr. med. Thomas Fink.

E

twa fünf Millionen Menschen Husten, Niesen oder beim Sport. „Das
leiden in Deutschland an Harnin- beeinträchtigt das Leben immens“, sagt
kontinenz – vor allem Frauen der Mediziner. Patientinnen würden sich
sind von sogenannter Blasenschwäche häufig aus der Öffentlichkeit zurückziebetroffen. Aus Scham verschweigen sie hen, ihre Aktivitäten einschränken.
ihre Erkrankung oft sogar dem Hausoder Facharzt. Dabei kann ihnen geholBotox für die Blase
fen werden, sagt Dr. med. Thomas Fink,
Leitender Oberarzt Gynäkologie und
„Reden Sie“, empfiehlt Dr. Fink. BeLeiter des Beckenbodenzentrums am reits bei den ersten Anzeichen sollte man
Sana Klinikum Lichtenberg.
zu seinem Haus- oder Facharzt gehen
Der 45-Jährige gebürtige Wiesbade- und das Thema zur Sprache zu brinner, der seit 2015 im Klinikum an der gen. „Und man sollte so lange fragen bis
Fanningerstraße wirkt, ist einer der füh- man zu einem Spezialisten überwiesen
renden Urogynäkologen Deutschlands. wird.“ Bei leichten Fällen könne manchEr besitzt innerhalb der
mal schon durch eine
Arbeitsgemeinschaft für
Physiotherapie geholfen
Urogynäkologie und Plaswerden, es gebe Medikatische Beckenbodenrekonmente für eine unruhige
struktion (AGUB e.V.) die
Blase und auch HilfsZertifizierung AGUB III,
mittel zur Stabilisierung
die höchste Qualifizieder Harnröhre und der
rung in diesem Bereich.
entsprechenden MuskulaNur 40 Mediziner mit eitur. Selbst das Nervengift
ner solchen Zertifizierung
Botox, bekannt als Mittel
gibt es derzeit in Deutschzur
Faltenreduzierung
land. Unter Leitung von
im Gesicht, werde bei eiFink, Vater von zwei Kinner überaktiven Blase mit
dern, der in Kreuzberg
Erfolg eingesetzt, erzählt
lebt, strebt das Lichten- Dr. med. Thomas Fink.
Fink. Und wenn das alles
FOTO: B. ELTZEL nicht wirkt, könne miniberger Klinikum in spätes- 
tens zwei Jahren für das
malinvasiv, also ohne groBeckenbodenzentrum die Zertifizierung ßen Eingriff, operiert werden.
als Kompetenzzentrum an, ein QualiVorbeugen kann man nur wenig. Allertätssiegel. Ziel ist es unter anderem, der dings ist auch hier eine gesunde Lebensmit Harninkontinenz oft verbundenen weise hilfreich – so verstärken Rauchen
Einschränkung der Lebensqualität von und Koffein eine überaktive Blase. Nach
betroffenen Frauen entgegenzutreten einer medizinischen Studie hat auch eine
und mit interdisziplinären Therapien die Gewichtsreduzierung bei Patientinnen
Heilung zu unterstützen.
sowohl die überaktive Blase als auch
die Belastungsinkontinenz positiv beeinErnst zu nehmende Krankheit
flusst, berichtet Dr. Fink. „Man könnte
auch ein wenig Training machen, zum
Was oftmals Blasenschwäche oder Beispiel 10 Minuten später zur Toilette
schwache Blase genannt wird, ist eine gehen als man vorhatte, wenn das ausernst zu nehmende Krankheit, sagt Dr. zuhalten ist, oder ein Tagebuch führen“,
Fink, die für die Betroffenen viel Leid be- rät er. Letzteres helfe dabei, sich von
deute. Das Risiko, daran zu erkranken, Zwängen zu befreien wie beispielsweise
steige mit dem Lebensalter, beginne häu- vor dem Gang zum Einkaufen als Vorfig ab 50 Jahren. Die Krankheit könne sichtsmaßnahme stets noch einmal das
aber auch jüngere Menschen betreffen, WC aufzusuchen.
„Man muss sich mit diesen Leiden
so zum Beispiel nach einer Schwangerschaft, aber auch nach Unfällen und nicht abfinden“, betont Dr. Fink. Das A
Operationen. Es wird zwischen der soge- und O sei, sich nicht zu scheuen, Ärzte
nannten überaktiven Blase (Dranginkon- um Rat zu fragen. Er bietet selbst Beratinenz) und der Belastungs-Inkontinenz tungen dazu an – kommt beispielsweise
durch Schwächung der Harnröhre unter- in Einrichtungen der Region wie Senischieden, dazu gibt es noch eine Misch- orenheime oder Stadtteilzentren zu Inform aus beiden. Während Erstere sich formationsvorträgen. „Bei Wünschen
durch häufiges störendes Wasserlassen danach einfach im Sekretariat der Gymanifestiert, das zur Belastung wird, äu- näkologie anrufen“, sagt der Leitende
ßert sich Letztere durch Urinverlust beim Oberarzt. 
Birgitt Eltzel

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Wahlen 2016

April 2016 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

Grüne Idylle am Rande der Großstadt
Der Wahlkreis 2 ist das historische Zentrum von Hohenschönhausen.

von Marcel Gäding

G

rün wohnen und dennoch zentral: das ist Alt-Hohenschönhausen. Der Kiez glänzt mit viel
Grün – die ausgedehnten Parkanlagen
rund um den Obersee und Orankesee
lassen für einen Augenblick vergessen,
dass die Berliner City Ost nur gut 20
Minuten entfernt liegt. Vor allem das
Wohnviertel jenseits der Konrad-WolfStraße ist geprägt von alten Villen und
modernen Stadthäusern. Alt-Hohenschönhausen macht den größten Teil
dieses Wahlkreises aus, der allerdings
bereits in Malchow beginnt. Gut 50.000
Menschen leben im Wahlkreis 2 – jeder Vierte davon ist zwischen 27 und
45 Jahre alt. Die Zahl der Arbeitslosen
lag Ende 2013 bei etwa 2.000. Der Ausländeranteil beträgt zwischen fünf und
sechs Prozent.
Wer im Süden von Hohenschönhausen lebt, der schätzt vor allem die grüne
Lage und die gewachsene Struktur. Im
Gegensatz zur in den 1980er-Jahren entstandenen Großsiedlung ist der Wahlkreis 2 ein Ort mit langer Geschichte:

Bereits 1352 wurde Hohenschönhausen
erstmals urkundlich erwähnt. Ältestes
Gebäude ist die Taborkirche, deren Bau
schon um 1230 begann und die Mittelpunkt eines Lehnschulzendorfes war.
Gleich daneben befindet sich bis heute
das 1695 gebaute Gutshaus, das derzeit
denkmalgerecht zu einem Bürgerschloss
umgebaut wird. Mit der Industrialisierung fand Hohenschönhausen 1899
Anschluss an eine elektrische Straßenbahn. Anfang des 20. Jahrhunderts
kauften immer mehr Berliner ein Stück
Land, um dort Stadtvillen und Einfamilienhäuser zu bauen. Über Generationen suchten die Großstädter bis in die
1960er-Jahre Erholung und Vergnügen
– im Wirtshaus am Orankesee oder dem
legendären Storchenhof, der allerdings
in den 1970er-Jahren dem Wohnungsbauprogramm der DDR im Wege stand.
Heute erinnert nur noch der Name eines
Einkaufszentrums an die Geschichte
des beliebten Ausflugslokals. Nach dem
Zweiten Weltkrieg waren Teile Hohen-

Liegt mittendrin im Wahlkreis 2: der Orankesee. Im Sommer zieht er Tausende Berliner an. Gut besucht ist auch die Stasi-Gedenkstätte
FOTO: MARCEL GÄDING
in der Genslerstraße (Foto rechts).
zunehmende Konkurrenten, die in den
vergangenen Jahren insbesondere als
Bezirksverordnete vor Ort im Kiez in
Erscheinung traten.

Mit 34,0 Prozent errang Wolfgang Albers (Die Linke) das Direktmandat.
schönhausens Sperrgebiet. Zu einem
Synonym wurde Hohenschönhausen
mit seiner Untersuchungshaftanstalt des
Ministeriums für Staatssicherheit, in der
auch manch prominenter Bürgerrechtler
auf seinen Prozess wartete. Heute befindet sich dort – in der Genslerstraße –
eine Gedenkstätte.
Der Süden von Hohenschönhausen
zählt inzwischen wieder zu den gefragten Wohngegenden in Berlin: Ein- und
Mehrfamilienhäuser bestimmen das
Bild der von alten Bäumen gesäumten
Straßen im Kiez. Auf brachliegenden
Grundstücken sind neue Wohnviertel
entstanden. Hinzu kommt die perfekte
Infrastruktur in Form von Einkaufsmöglichkeiten, Anbindungen des ÖPNV und
der ärztlichen Versorgung.
Politisch ist Hohenschönhausen eher
rot: Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus 2011 hatte die LINKE mit Wolfgang Albers die Nase vorn. Er vereinte

bei den Erststimmen 34 Prozent auf
sich. Sein Mitbewerber von der SPD,
Dirk Liebe, schaffte es auf 30,8 Prozent.
Im September ist daher wieder von einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen
Albers und Liebe auszugehen, die erneut für den Wahlkreis 2 kandidieren.
Ob die CDU weiter, wie 2011, weitere
Stimmen gewinnt, bleibt abzuwarten.
2011 brachte ihr Wahlkreiskandidat
Gregor Hoffmann es auf 15,4 Prozent.
Auch Hoffmann, derzeit Vorsitzender
der CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung, will es im September wieder wissen und kandidiert direkt
für Wahlkreis 2.
Viel Präsenz zeigte Albers als direkt
gewählter Abgeordneter in den vergangenen fünf Jahren nicht. Der Fokus des
Mediziners lag eher auf der Gesundheitspolitik. Dort machte er sich berlinweit für die LINKE einen Namen. Mit
Liebe und Hoffmann hat er zwei ernst-

Der Wahlkreis 2 umfasst Malchow, Hohenschönhausen bis Höhe Sportforum,
Konrad-Wolf-Straße, Strausberger Straße,
Plauener Straße, Industriebahn. Die Grenze
verläuft ab S-Bahnhof Wartenberg entlang
den Bahngleisen bis zur Bundesstraße 2, ab
hier entlang der westlichen Bezirksgrenze
zu Pankow bis Weißenseer Weg – Weißenseer Weg bis Konrad-Wolf-Straße – Konrad-Wolf-Straße bis Strausberger Straße,
Strausberger Straße bis Goeckestraße –
Goeckestraße bis Werneuchener Straße – ab
Kreuzungsbereich hinter der Häuserfront
südöstlich parallel zur Werneuchener Straße
bis Genslerstraße – Genslerstraße bis Plauener Straße – Plauener Straße bis Arendsweg
– Arendsweg bis Schleizer Straße – Schleizer Straße bis Ferdinand-Schultze-Straße
– Ferdinand-Schultze-Straße bis zur alten
Industriebahnstrecke bis S-Bahnhof Gehrenseestraße – entlang den Bahngleisen bis
S-Bahnhof Hohenschönhausen – Falkenberger Chaussee bis Zingster Straße – Zingster Straße bis Ribnitzer Straße – Ribnitzer
Straße bis S-Bahnhof Wartenberg.

DIREKTKANDIDATEN
Mit Ihrer Erststimme entscheiden
Sie am 18. September, welche(r) der
Kandidat-innen/ -en direkt in das
Abgeordnetenhaus gewählt werden.
Grüne: Torben Wöckner
SPD: Dirk Liebe
CDU: Gregor Hoffmann
DIE LINKE: Dr. Wolfgang Albers
FDP: Rico Apitz
Piraten: Olaf Lengner

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Unsere eigenen vier Wände

Hausbau | Finanzierung | Energieeffizienz | Handwerk | Grundstückssuche

Immobilienmesse lädt ein
HAUSBAU: 130 Aussteller präsentieren sich auf der
Messe „Häuserwelten & Energie“.

H

inein ins eigene Haus: Auf dem
Weg dorthin finden Interessenten auf der Hausbaumesse
„Häuserwelten & Energie“ am 23. und
24. April von jeweils 11 bis 18 Uhr alle
notwendigen Informationen: Gut 130
Aussteller werden auf der größten Immobilienmesse Berlins und Brandenburgs im Postbahnhof am Ostbahnhof
vertreten sein, wie das euro messe team
schwalme mitteilte. „Auf der Messe
sparen Sie Zeit und Wege, denn alle
wichtigen Ansprechpartner finden Sie
bei uns unter einem Dach“, verspricht
Messeveranstalter Jan Schwalme.
Auf einer Fläche von rund 4.000
Quadratmetern sind unter anderem alle
namhaften Hausbauunternehmen vertreten: Fertighaushersteller, Holzhausspezialisten und Massivhausexperten
präsentieren ihre aktuellen Hausentwürfe und beantworten die Fragen der
Besucher – unter anderem nach Grundrissen, Ausstattung, Preis und Bauzeit.
„Wer sich noch nicht sicher ist, welcher
Haustyp für ihn der richtige ist, wird
spätestens auf der Berliner Immobilienmesse fündig“, berichtet Messeveranstalter Jan Schwalme. Aus mehr als
24 Jahren Messeerfahrung weiß er, dass
viele angehende Hausbesitzer auf der
Messe den Weg zum eigenen Haus geebnet haben.
Vor Ort werden auch unterschiedliche Baufinanzierungsanbieter vertreten
sein, um Interessenten individuelle Finanzierungskonzepte zu unterbreiten
und darüber hinaus über zinsgünstige
Förderkredite und Zuschüsse zu infor-

mieren. „Viele künftige Hausbesitzer
werden überrascht sein, wie günstig
sich derzeit ein Haus angesichts niedriger Bauzinsen finanzieren lässt“, sagt
Jan Schwalme. „Wegen steigender Mieten ist das eigene Haus inzwischen eine
gute Alternative zur immer teurer werdenden Mietwohnung.“
Auf der Berliner Immobilienmesse
„Häuserwelten & Energie“ treffen die
Besucher zudem auf Experten in Sachen Energie- und Wärmeversorgung,
Küchenplanung und Haustechnik sowie zahlreiche Dienstleister rund ums
Haus. Im Postbahnhof am Ostbahnhof
beantworten außerdem Fachleute Fragen zum Verbraucherschutz rund um
den Hausbau und erklären den Besuchern, worauf sie bei der Grundstückssuche, der Vertragsgestaltung und dem
Bauablauf achten sollten. An beiden
Messetagen konnten überdies wieder
namhafte Referenten für die kostenlosen Fachvorträge gewonnen werden.
Besonders umfangreich ist der Service
für die Besucher der Berliner Immobilienmesse „Häuserwelten & Energie“ im
Postbahnhof am Ostbahnhof: Er reicht
von kostenlosen Checklisten des Bauherrenratgeberportals www.bauratgeber-deutschland.de über einen umfangreichen, kostenlosen Ausstellerkatalog
mit nützlichen Informationen bis hin
zum messeeigenen Kindergarten, einer
umfangreichen Online-Grundstückssuche und einem Messe-Café.
Der Eintritt kostet zehn Euro; Onlinetickets gibt es unter www.immobilienmesse.berlin bereits für 8 Euro.

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die HELMA Wohnungsbau GmbH über Erfahrung im Bau von Eigenheimen und in der
Entwicklung von Wohnquartieren.
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von 69-181 Quadratmetern. Bei der Auswahl
an neuem Wohnraum finden Singles, Paare
und Familien ihr neues Zuhause in BerlinKarlshorst. Weitere 140 Eigentumswohnungen sind in Planung. Bereits erfolgreich
abschließen konnte HELMA das Projekt „Am
Carlsgarten“. Hier entstanden ca. 380 Einfa-

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10 Bezirks-Sport

April 2016 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

Beben in der Halle

GEWICHTHEBEN: Robert Joachim muss über sich hinauswachsen, um bei den Olympischen Spielen
in Rio teilnehmen zu dürfen.
ganz normale Schulbank und nachmittags dann Gewichte drückte.
Neben hartem Training spielt auch
die Ernährung eine wichtige Rolle. Im
Training sind die Sportler schon mal
schwerer, als es in dieser Gewichtsklasse eigentlich zulässig ist. Bevor es dann
zum Wiegen vor den Wettkämpfen geht,
ist Disziplin gefragt. „Du kannst mit
Flüssigkeit extrem viel machen“, sagt
Joachim. Kohlenhydrate sind zu vermeiden, Gewichtheber setzen eher auf Eiweiß. Gerne auch mal in konzentrierter
Form als Kreatin-Pulver. Natürlich alles
im Rahmen des Erlaubten.

von Benedikt Paetzholdt

E

s rumst, und ein leichtes Beben
durchzieht die Trainingshalle.
Das ist das Ergebnis, wenn 130
Kilogramm aus knapp zwei Metern
Höhe auf einen Gummiboden fliegen.
Für Robert Joachim ist es der Höhepunkt seiner Trainingseinheit an diesem
Tag. Der 29-jährige Hohenschönhausener zählt zu den besten Gewichthebern
Deutschlands. Bei der EM in Forde/
Norwegen will er sich in diesen Tagen
für die Olympischen Spiele empfehlen.
Und sich einen ewigen Platz im Trainingszentrum sichern. Alle Berliner Gewichtheber, die es schon mal zu Olympia geschafft haben, sind hier ausgestellt.
Joachim startet in der Klasse bis 69
Kilogramm. Wenn er es schafft, mit diesem Gewicht insgesamt 314 Kilo in die
Höhe zu hieven, stehen seine Chancen
nicht schlecht. Dafür werden zwei unterschiedliche Techniken zusammengezählt: das Reißen und das Stoßen. Beim
Reißen wird die Hantel in einer einzigen
Bewegung vom Boden zur Hochstrecke
mit ausgestreckten und senkrecht stehenden Armen gebracht. Beim Stoßen
wird die Hantel zu den Schultern gehoben. Anschließend muss das schwere
Gerät auch in die Hochstrecke gebracht
werden, während die Arme vertikal ausgerichtet sind.
Wie bei jedem Wettkampf geht es
natürlich darum, besser als die Konkurrenten zu sein. „Man muss sich aber vor
allem auf sich selbst und seine Technik
konzentrieren“, sagt Joachim. Um das
vierfache Körpergewicht bewegen zu
können, muss jede einzelne Bewegung
passen. Die Gewichtheber im Landes-

Immer nah an Berlin dran

Robert Joachim stämmt schon mal 314 Kilogramm.
leistungszentrum trainieren deshalb vor
großen Spiegeln, um sich ständig selbst
zu überprüfen. Kleinste Fehler mindern
nicht nur die Chancen, sie können auch
schnell gefährlich werden. Bei den Spielen vor vier Jahren hatte Peking-Olympiasieger Matthias Steiner Glück, als
ihm die Hantel auf den Nacken fiel.
Robert Joachim kommt deshalb fast
täglich in das Landesleistungszentrum
in der Paul-Heyse-Straße, um die gewohnten Abläufe zu üben. Am Anfang
jeder Woche bekommt er einen Plan
ausgehändigt, auf dem steht, welche
Gewichte er in welcher Intensität heben
soll. Ständig werden die bunten Scheiben an der Hantel also neu zusammengestellt.
Meistens sind es aber nur wenige Sekunden, in denen die schwere Hantel
hoch über dem Kopf thront. „Auch
wenn unsere Freunde das anders sehen,

FOTO: B. PAETZHOLDT

wir sind ganz schlechte Möbelpacker“,
sagt der gelernte Industriemechaniker,
„denn wir sind es ja gewohnt, die Sachen
sofort wieder fallen zu lassen.“ Alles andere würde die Körper auch zu sehr belasten. Von gravierenden Verletzungen
sei er bislang verschont geblieben, sagt
Joachim. „Das waren immer nur kleine
Wehwehchen.“ Anders als beim Fußball
müssen Gewichtheber immerhin keine
Fremdeinwirkung fürchten.
Als er zwölf war, begann Joachim
mit diesem Sport. „Draußen zu joggen,
ist überhaupt nichts für mich“, ist eine
Erklärung für die Wahl. Vor allem habe
das Gewichtheben aber so viel Reiz,
weil man schnell Ergebnisse sieht, wenn
man hart trainiert. „Es war schon toll,
als man den Eltern den ersten Pokal
auf den Tisch stellen konnte.“ Und das,
obwohl er nicht auf der naheliegenden
Sportschule war, sondern morgens die

Nicht alle Sportler halten sich daran.
Regelmäßig tauchen nach internationalen Wettkämpfen positive Dopingproben
auf. „Man denkt immer wieder: Der hat
aber gut gefrühstückt“, sagt Joachim
über die teils unmenschlichen Leistungen mancher Rivalen. Wenn in derselben Gewichtsklasse plötzlich jemand 50
Kilo mehr schafft als man selbst, sei das
schon ein Hinweis, dass da etwas nicht
mit rechten Dingen zugeht.
In Deutschland ist das Kontrollnetz
sehr eng. Die Sportler müssen regelmäßig Auskunft darüber geben, wo sie sich
aufhalten. Auch dann, wenn mal ein Urlaub ansteht. Was häufig als große Einschränkung der persönlichen Freiheit
gesehen wird, sieht Joachim entspannt.
„Richtig weit weg war ich im Urlaub
schon lange nicht mehr“, sagt er. Bei
dem straffen Trainingsplan eines Gewichthebers ist er vielmehr froh, wenn er
in Berlin auch mal was anderes als die
Trainingshalle sieht, die er regelmäßig
Berlins
zum Beben bringt.

Bezirks-Jo

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Libg 04 2016

Region:

b

Bezirks-Kulturkalender

Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen | April 2016

THEATER & BÜHNE

VORTRAG/ FÜHRUNG

11

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„Die Zeitreisenden“: Theater mit der Gruppe „Fallobst“ am 12. Mai um 18 Uhr im Festsaal des Ev. Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge. Ort: Herzbergstr. 79, Haus
22, 10365 Berlin.

MALEREI & FOTOGRAFIE
Malerei von Christian Thoelke: Werke des
1973 in Berlin geborenen Künstlers sind bis
zum 1. Juni zu sehen. Die Ausstellung wird
am 20. April um 19 Uhr eröffnet. Der Eintritt
ist frei. Ort: Galerie 100 und Kunstverleih,
Konrad-Wolf-Straße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103. Öffnungszeiten: Di bis Fr
10-18 Uhr, So 14-18 Uhr.
„Kunst erlesen“: 17. Ausstellung der Manfred-von-Ardenne-Schule in der AnnaSeghers-Bibliothek. Zu sehen ist bis zum 7.
Mai eine Auswahl der schönsten und interessantesten Arbeiten aller Jahrgänge aus
den Bereichen Malerei, Grafik, Plastik und
Fotografie. Eintritt frei. Ort: Anna-SeghersBibliothek im Linden-Center, Prerower Platz
2, 13051 Berlin.
„Haufenweise Schokolade und Papierschnipsel“: Ausstellung mit Werken von
Ingo Gerken und Thomas Rentmeister. Zu
sehen bis zum 25. Mai. Ort: studio im HOCHHAUS, Zingster Straße 25, 13051 Berlin, Tel.
030 9293821

Vortrag über Scharnweber: Der 200. Geburtstag von Georg Scharnweber ist Anlass
für einen Vortrag, den Dr. Knut Käpernick
vom Förderverein Schloss Hohenschönhausen am 20. April um 19 Uhr hält. Scharnweber, geboren am 17. April 1816, war preußischer Landrat. Käpernick geht auch auf das
Leben von Scharnwebers Vater Friedrich
ein. Ort: Museum Lichtenberg im Stadthaus, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Telefon 030 57 79 73 88 12/18. Der Vortrag wird
zudem am 26. April um 19 Uhr im Bürgerschloss Hohenschönhausen, Haupstraße
44, 13055 Berlin, wiederholt. Eintritt jeweils
FOTO: FV SCHLOSS HSH
3, erm. 1 Euro. 

LESUNG & GESPRÄCH
Autorenlesung: Der bekannte Zeichner OL
alias Olaf Schwarzbach ist am 21. April um
19 Uhr in der Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek
zu Gast. Er stellt sein Buch „Forelle grau“ vor,
in dem es mit viel Humor und Selbstironie
um das Leben im Osten geht. Eintritt: 4, erm.
3 Euro. Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek,
Frankfurter Allee 149, 10365 Berlin, Telefon
030 5556719.
Fallada und „Der Trinker“: Der Comiczeichner und Illustrator Jakob Hinrichs hat sich
mit dem Werk „Der Trinker“ von Hans Fallada auseinander gesetzt. Das Ergebnis ist
eine „Graphic Novel“, die Hinrichs am 22.
April um 19 Uhr vorstellt. Der Trinker ist einer der persönlichsten Romane von Hans
Fallada. Er verfasste das Werk 1944 heimlich
im Gefängnis, es erschien erst postum 1950
und enthält viele Parallelen zu Fallada, der
morphium- und alkoholsüchtig war. Eintritt:
4, erm. 3 Euro. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek
im Linden-Center, Prerower Platz 2, 13051
Berlin, Tel. 030 92796440.
Lesung aus Autobiografie: „Brief an meine
Schwester“ ist das autobiografische Werk
von Leslie Malton überschrieben, das am
23. April um 19 Uhr im Rahmen einer Lesung
vorgestellt wird. Das Buch erschien 2015
und erzählt die berührende Geschichte
zweier Schwestern, von denen eine mit Gesundheit und Erfolg gesegnet ist, die andere
eine rätselhafte Behinderung hat... Eintritt:
4, erm. 3 Euro. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek
am Tierpark, Erich-Kurz-Straße 9, 10319 Berlin, Tel. 030 5122102.
„Kiezmorde: Tatort Berlin“: Die Autorin Regine Röder-Ensikat gibt am 25. April um 19
Uhr einen Einblick in ihren Krimi „Leichen
unter Kaviar“, der in einer Villa in Hohenschönhausen spielt. Der Eintritt kostet 4,
erm. 3 Euro. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek,
Anton-Saefkow-Platz 14, 10369 Berlin, Tel.
030 902963790.

GESCHICHTE
Neue Ausstellung: „Aufs Angenehmste
enttäuscht – aus der Geschichte des Waisenhauses Rummelsburg“ lautet der Titel
der neuen Ausstellung im Museum Lichtenberg. Sie wird am 22. April um 19 Uhr
eröffnet und ist bis zum 25. September zu
sehen. In die Schau flossen unter anderem
die Untersuchungsergebnisse der Anthropologin Jeanette Wnuk ein, die 2013 auf
dem einstigen Waisenhausfriedhof zusammengetragen wurden... Öffnungszeiten: Di
bis Fr und So 11-18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Ort: Museum Lichtenberg im Stadthaus,
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Telefon
030 57 79 73 88 12/18.
„SED=KPD+SPD?“: Die Vereinigung von
KPD und SPD zur SED ist das Thema eines
Vortrages am 27. April um 19 Uhr. Der Autor
Lutz Heuer stellt die überarbeitete Publikation „Der Vereinigungsprozess in Berlin
Lichtenberg“ (1993 herausgegeben vom
Luisenstädtischen Bildungsverein e.V.) vor
und erinnert an den 21. April vor 70 Jahren, als in Berlin die SPD und KPD zur SED
wurden. Eintritt 3, mit Berlinpass 1,50 Euro.
Ort: Museum Lichtenberg im Stadthaus,
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030
5779738812/18.
Gertrud Kolmar, Die Frau und die Maschinen: Wera Herzberg liest am 29. April um
17 Uhr aus dem Werk von Gertrud Kolmar,
musikalisch begleitet von Hans Schanderl.
Die 1943 in Auschwitz ermordete jüdische
Dichterin zählt zu den eigenwilligsten und
bedeutendsten Lyrikerin Deutschlands. Die
vorgestellten Auszüge aus Briefen machen
ihre Gedanken und Gefühle in dieser bedrückenden Zeit sichtbar... Eintritt: 2 Euro. Ort:
Kiezspinne FAS, Nachbarschaftlicher Interessenverbund e. V., Schulze-Boysen-Straße
38, 10365 Berlin.

MUSIK & KONZERT
Sidney‘s Blues mit Jürgen Stefan: Melodien von Sidney Bechet werden am 23. April
um 20 Uhr von Jürgen Stefan präsentiert. Er
ist auf Einladung des Jazz Treff Karlshorst
e. V. zu Gast im Kulturhaus. Auf dem Programm steht authentischer New Orleans
Jazz. Ebenfalls auf der Bühne: Cordes Hauer, Harold John v. Abstein, Joachim Dette
und Roger Radatz. Eintritt 12, ermäßigt mit
Berlinpass 3 Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030
475940610.
Ideal und Wirklichkeit – Kurt TucholskyAbend: Am 30. April widmet sich Peter Siche um 18 Uhr, begleitet von Klaus Schäfer
am Klavier, dem Schriftsteller und Journalisten Kurt Tucholsky. Eintritt: 22 Euro inkl.
Begrüßungssekt. Ort: Schloss Friedrichsfelde, Am Tierpark 41, 10319 Berlin, Tel. 030
51531407.

KINDER
Der Wolf und die sieben Geißlein – Ein Fall
für Herrn K.: Puppentheater für Kinder ab
4 mit dem Theater des Lachens, Frankfurt/
Oder am 1. Mai, 16 Uhr, 3. und 4. Mai jeweils
um 10 Uhr. Karten: 4,50 Euro für Kinder, 6,50
Euro für Erwachsene. Vorbestellungen: Tel.
030 9917927. Ort: Das Weite Theater, Parkaue 23, 10367 Berlin.
Frühlingsgala: Schüler der Randow-Grundschule laden am 20. April um 16 Uhr zur musikalischen und künstlerischen Frühlingsgala ein. Eintritt: 2 Euro. Ort: Humboldt-Haus,
Warnitzer Straße 13 A, 13057 Berlin. Karten
unter Tel. 030 96242-0.

IMPRESSUM

Bezirks-Journal

Unabhängige Monatszeitung für
die Berliner Bezirke. In Kooperation mit
www.lichtenbergmarzahnplus.de und www.qiez.de
Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt
derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie
Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die
Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung.
Herausgeber/ Chefredakteur:
Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
Verlag:
Medienbüro Gäding | Marcel Gäding
im Medienzentrum Marzahn
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Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam
Mitglied im
Deutschen Journalistenverband e.V.
Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V.
Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V.
Gesamtauflage: 100.000 Exemplare
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 3/2015.
Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 12.05.2016

12 Bezirks-Nachrichten

April 2016 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

Alles, was Lichtenberg bewegt. Kurz. Bündig. Kompakt. Senden Sie uns Ihre Infos!
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Kleine Rast am Malchower See
Rund um den Malchower See lässt es sich gut wandern, wie unser Foto – aufgenommen von der Fotogruppe des Deutschen Senioren-Computerclubs – zeigt.
Am Ufer lässt sich prima eine kleine Rast auf dem Weg ins benachbarte Malchow einlegen. In dem Ortsteil kann man unter anderem den Naturhof in der
Dorfstraße 35 besuchen, der sich dieser Tage über seine Saisongäste freut. Vor
wenigen Tagen landeten dort die ersten Störche. 
FOTO: GISELA GRAEHN-BAUMANN

Richtfest für 95
Reihenhäuser

Abgeordnete rufen zur
Kleidersammlung auf

HOHENSCHÖNHAUSEN. Die Deutsche Reihenhaus AG hat für die letzten
von insgesamt 95 Reihenhäusern Richtfest gefeiert. Gut 20 Millionen Euro hatte
der Bauträger aus Köln in die Wohnanlage „Gartenstadt“ an der Gehrenseestraße investiert. Gebaut wird in standardisierter Form. Das sei Grundlage dafür,
„Familien in der Stadt ein bezahlbares
Angebot für Wohneigentum machen zu
können.“ Das Projekt „Gartenstadt“ ist
das erste Projekt der Deutschen Reihenhaus AG in Berlin. Derzeit entsteht in
Kaulsdorf der Wohnpark „Am Wuhletal“ mit 23 Reihenhäusern. Weitere Projekte sollen folgen. (bzj.)

HOHENSCHÖNHAUSEN. Der Bundestagesabgeordnete Dr. Martin Pätzold
und sein Abgeordnetenhauskollege Danny Freymark sammeln wieder Kleidung
für bedürftige Menschen. Die Aktion der
beiden Christdemokraten startet am 18.
April und dauert eine Woche. Gemeinsam mit dem Verein Lebensmut e.V. wird
gut erhaltene Bekleidung angenommen
und an den Verein „Menschen helfen
Menschen“ übergeben. Kleiderspenden
können Mo-Do von 8-18 Uhr und Fr von
8-14 Uhr im Kieztreff Falkenbogen, Grevesmühlener Straße 20, abgegeben werden. Ins Leben gerufen wurde die Aktion
vor fünf Jahren. (bzj.)

Florian Münter

Briefmarkenfreunde im
Rathaus zu Gast
LICHTENBERG. „Schutz unserer
Umwelt“ lautet das Motto der Briefmarkenausstellung, zu der die „Philatelistenfreunde Lichtenberg ´79“ vom 3. Mai
einladen. Vier Wochen präsentieren sie
im Rathaus an der Möllendorffstraße 6
Sammlungen rund um das Thema Umwelt- und Artenschutz, aber auch zur Bezirksgeschichte. (bzj.)

Flohmarkt auf dem
Freiaplatz
LICHTENBERG. Einen Nachbarschaftsflohmarkt veranstalten Anwohner
am 28. Mai auf dem Freiaplatz. Von 10
bis 16 Uhr wird gefeilscht, gekauft, gestöbert. Außerdem wurde für Kinder ein
Programm erarbeitet. Die Idee entstand
aus einer Bürgerinitiative heraus, das
Stadtteilzentrum Lichtenberg Nord unterstützt das Projekt. (bzj.)

Bestattungen

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