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Periodical volume

Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal Issue 3.2016,12

RUMMELSBURG:
Vom Kampf um eine
neue Oberschule. S. 4

WEITLINGKIEZ:
Von der Rettung eines
Wandreliefs. S. 5

Lichtenberger

in Kooperation mit

Bezirks-Journal

Größte kostenlose Monatszeitung für Lichtenberg und Hohenschönhausen – mit Lokalnachrichten von Malchow bis Karlshorst. Auflage Lichtenberg: 50.000 Exemplare
www.bezirks-journal.de | www.lichtenbergmarzahnplus.de | www.facebook.de/bezirksjournalberlin | www.twitter.com/bezirks_journal | 3. Jhg. | Ausgabe 12 | 8. Dez. 2016

Chaostage bei den
Lichtenberger Linken
POLITIK: Nach Eklat um Spitzenkandidatin tritt die
Partei nun mit neuem Personal an.

N

euer Anlauf für die Bezirks­
amtswahl: Nach dem die ge­
plante Wahl von Evrim Som­
mer zur Bezirksbürgermeisterin in
einem Eklat endete, stellt sich Die Lin­
ke personell neu auf. Chef im Rathaus
soll Michael Grunst werden, als Be­
zirksstadträtin für Gesundheit, Umwelt
und öffentliche Ordnung wurde Katrin
Framke (parteilos) nominiert.
Evrim Sommer hatte wenige Tage zu­
vor das Handtuch geworfen. „Hiermit
ziehe ich meine Bewerbung für das Amt
der Bezirksbürgermeisterin von Lichten­
berg zurück“, hatte Sommer schriftlich
mitgeteilt und ergänzt: „Ich lege gleich­
zeitig mit sofortiger Wirkung mein Amt
als Vorsitzende der Linken in Lichten­
berg nieder.“ Hintergrund sind Vor­
würfe, Sommer habe sich unberechtigt

mit akademischen Titeln geschmückt.
Die Anschuldigungen wurden publik,
während Sommer gerade von den Mit­
gliedern der Bezirksverordnetenver­
sammlung (BVV) gewählt werden soll­
te. Auslöser: Eine Eilmeldung des RBB.
Die Nachricht kurz vor der Wahl hatte
dann auch Folgen für das Wahlergebnis:
Zweimal rasselte Sommer durch, weil
nicht – wie zuvor von Linke, SPD und
Grüne vereinbart – die Mitglieder aller
drei Fraktionen für sie stimmten. Rein
rechnerisch wäre sie auf 36 Stimmen ge­
kommen, gewählt wurde sie jedoch nur
von 25 Verordneten im ersten und von
24 Verordneten im zweiten Wahlgang.
Einen dritten Wahlgang gab es nicht,
die Bezirksamtswahl in der BVV wurde
sodann unterbrochen.

Ausführlich: Seite 2

Oh Du Fröhliche...
Im schönsten Lichterglanz erstrahlt das Eigenheim von Familie Krajewski. Gut eine
Woche verbringt Rentner Dietmar damit, das Haus in der Oberfeldstraße 67 festlich zu
schmücken. Dabei hat der 65-Jährige auch an die Kleinsten gedacht. Im Zaun befinden sich Schalter, mit denen Kinder kleine Eisenbahnen in Bewegung setzen können.
Mehr dazu im Innenteil.
FOTO: EMMANUELE CONTINI

2

Bezirks-Politik

Dezember 2016 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

Lichtenberger
Chaostage

von Marcel Gäding

A

lles auf Anfang bei den Linken
in Lichtenberg: Nach dem De­
saster um die gescheiterte Wahl
von Evrim Sommer zur neuen Bezirks­
bürgermeisterin von Lichtenberg ist ein
Nachfolger gefunden. Michael Grunst
erhielt auf einer Hauptversammlung
86,4 Prozent der Delegiertenstimmen.
Er soll am 15. Dezember von der Be­
zirksverordnetenversammlung
(BVV)
auf den Chefposten gewählt werden.
Grundlage dafür ist eine Vereinbarung
zwischen der Linken und der SPD sowie
der Linken und den Grünen. Diese war
ursprünglich unter der Annahme abge­
schlossen worden, dass die langjährige
Abgeordnete Evrim Sommer Bezirks­
bürgermeisterin wird. Allerdings schei­
terte Sommer in zwei Wahlgängen.

RATHAUS: Die Linke stellt nach dem Wahldesaster um
Evrim Sommer neues Spitzenpersonal auf.
Jetzt soll Michael Grunst Bürgermeister werden.

AfD hält an Hebold fest

Ärger mit Ansage
Der Ärger um das Hickhack hatte sich
bereits im Frühjahr angedeutet. Denn
seit ihrer Nominierung zur Spitzenkan­
didatin für die BVV-Wahlen hatte Som­
mer ein Problem in der eigenen Partei.
Damals stimmten gerade einmal 57,8
Prozent der Delegierten auf einer Haupt­
versammlung der Linken für Sommer.
Bei der Aufstellung als Bezirksbürger­
meisterkandidatin konnte sie lediglich
74,2 Prozent ihrer Genossen überzeu­
gen. Als sie schließlich im November
mit den Stimmen von Linken, SPD und
Grüne zur neuen Bezirks-Chefin gekürt
werden sollte, kam es zum Eklat: Som­
mer stellte sich gerade den Fragen der
Bezirksverordneten, darunter der AfD
und der CDU – unter anderem zu den
von ihr in ihrer Vita angeblich angegebe­
nen akademischen Abschlüssen. Kaum
hatte sie ihren Platz in der Fraktion
der Linkspartei wieder eingenommen,
machte schnell eine Exklusivmeldung
der RBB-Abendschau die Runde: Mit
versteinerter Miene schaute Sommer
auf das Handy des SPD-Fraktionsvor­

Bezirksstadtrat für Jugend und öffentli­
che Ordnung kurzzeitig nach TreptowKöpenick. Grunst gehört zu jenen, die
gerne polarisieren, ist aber oft um sachli­
che Lösungen bemüht.
Weil Grunst an die Spitze des Rat­
hauses rückt, musste auch der zweite
Stadtratsposten besetzt werden, den die
Linke bei den Berlinwahlen am 18. Sep­
tember gewann. Neue Bezirksstadträtin
und Leiterin der Abteilung Gesundheit,
Umwelt und öffentliche Ordnung wird
die parteilose Katrin Framke. Sie erhielt
85,2 Prozent der Stimmen. Die 57-Jäh­
rige war bereits bis 2011 Stadträtin für
Kultur und Bürgerdienste. Sie ist Dip­
lom-Gesellschaftswissenschaftlerin und
verfügt über einen Master für Europäi­
sches Verwaltungsmanagement.

Zwischen Michael Grunst und Evrim Sommer soll das Verhältnis nicht gerade freundFOTO: MARCEL GÄDING
schaftlich gewesen sein.
sitzenden Kevin Hönicke, der ihr einen
Facebook-Eintrag mit der Überschrift
„Evrim Sommer: Zu Unrecht als Hoch­
schulabsolventin ausgegeben“ zeigte.
Dennoch schickte Die Linke Sommer
ins Rennen – und steckte glatt zwei
Wahlniederlagen ein. Auf einen dritten
Anlauf hatte man dann verzichtet. We­
nige Tage später erklärte Sommer ihren
Rückzug. Außerdem trat sie mit sofor­
tiger Wirkung vom Vorsitz des Bezirks­
verbandes der Linken zurück.
Nun also soll es Michael Grunst rich­
ten, von dem man sich in Parteikreisen

erzählt, dass er kein Sommer-Freund
ist. Dennoch nominierte ihn Die Lin­
ke. Grunst ist ein Verwaltungsurgestein.
Nach Abitur und Abschluss als Wirt­
schaftskaufmann war er ab 1995 Beam­
ter und qualifizierte sich parallel zum
Diplomverwaltungswirt. Der bekennen­
de Lichtenberg 47- sowie 1. FC Union
Berlin-Fan arbeitete für mehrere Senats­
verwaltungen. Kommunalpolitisch ge­
hört Grunst mit kurzer Unterbrechung
seit vielen Jahren der BVV an, war un­
ter anderem Fraktionsvorsitzender der
Linken. Im Januar 2015 wechselte er als

Tägliche Nachrichten
aus Lichtenberg – online:

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Ins Hintertreffen hingegen ist eine
andere Personalie geraten – die von
Wolfgang Hebold. Der Hochschuldo­
zent soll für die AfD ins Rathaus zie­
hen. Seit Wochen gibt es aber um He­
bold immer wieder Schlagzeilen: Im
Frühjahr hatte er unter anderem seine
Lehraufträge an Berliner Hochschulen
verloren. Gleichzeitig leitete die Berliner
Staatsanwaltschaft nach Angaben ihres
Sprechers Martin Steltner ein Ermitt­
lungsverfahren gegen Hebold ein. Hin­
tergrund sind Veröffentlichungen He­
bolds, die „den Anfangsverdacht einer
Volksverhetzung“ begründen, wie Stelt­
ner auf Nachfrage von Bezirks-Journal
und LiMa+ sagte. „Im Rahmen einer
Durchsuchung wurden Beweismittel
sichergestellt, die nun ausgewertet wer­
den“, sagte Steltner. Zu Details, wann
die Durchsuchung stattfand oder welche
Passagen Hebolds den Anlass für das
Ermittlungsverfahren gaben, wollte sich
der Sprecher nicht äußern. Der Frakti­
onsvorsitzende der AfD, Dietmar Dre­
wes, sagte, dass seine Partei weiter an
Hebold festhalte. Ein Großteil der ande­
ren Bezirksverordneten kündigte jedoch
an, Hebold nicht wählen zu wollen.
Einladung zum

politischen Stammtisch

Mo., 12. Dezember, 19.30-21 Uhr
im Aastha Restaurant
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Bezirks-Leben

Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen | Dezember 2016

Stubenarrest für Gänse und Enten

D

3

TIERSEUCHE: Der Ausbruch der Vogelgrippe hat auch Folgen für Lichtenberg.

as Auftreten der Geflügelpest
wirkt sich nun auch auf den
Berliner Osten aus: Sowohl
Lichtenberg als auch Marzahn-Hel­
lersdorf sind ab sofort sogenannte Be­
obachtungsgebiete, wie LiMa+ erfuhr.
Konkret bedeutet dies: Wer Geflügel
hält, muss seine Tiere in einem Stall un­
terbringen beziehungsweise Volieren be­
sonders schützen. „Der gesamte Bezirk
Lichtenberg wird zum Beobachtungsge­
biet erklärt“, heißt es in einer „Tierseu­
chenrechtlichen Allgemeinverfügung“,
die das Bezirksamt Lichtenberg erließ.
Hintergrund ist der Ausbruch der Ge­
flügelpest in Friedrichshain-Kreuzberg:
Dort waren am Landwehrkanal fünf
verendete Schwäne gefunden worden,
bei denen inzwischen eine sogenannte
Aviären Influenza nachgewiesen wurde.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Wildvö­
gel den Erreger H5N8 auch auf Gänse,
Enten, Hühner oder Puten übertragen
können, ist groß. „Im Bezirk Lichten­
berg gibt es derzeit 37 Haltungen mit 700
Stück Geflügel“, sagte Diana Buggenha­
gen, amtliche Tierärztin. Entsprechende
Verfügungen wurden den Tierhaltern
am Mittwoch zugestellt – darunter auch
dem Tierpark Berlin und dem Tierheim
Berlin. Konkret bedeutet dies: Stuben­

Bleiben vorsichtshalber im Stall: Gänse des Tierhofs in Marzahn.
arrest für Gänse, Enten und Co. „Wer
im Beobachtungsgebiet Geflügel hält,
hat das Geflügel in geschlossenen Stäl­
len oder unter einer Schutzvorrichtung
zu halten“, lautet die Anweisung in
der Allgemeinverfügung der bezirkli­
chen Veterinärbehörde. Zudem wur­
den an den großen Zufahrtsstraßen in
Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg
Warnschilder mit der Aufschrift „Wild­
vogelgeflügelpest – Beobachtungsgebiet“
angebracht. Ziel der Sicherheitsmaßnah­
men ist es, einen Ausbruch beziehungs­
weise die Verbreitung der Geflügelpest
zu verhindern. 15 Tage lang darf kein

FOTO: MARCEL GÄDING

Geflügel aus dem Beobachtungsgebiet
gebracht werden. Verstöße können mit
einem Bußgeld von bis zu 30.000 Euro
als Ordnungswidrigkeit geahndet wer­
den. Eine ähnlich lautende Verfügung
wurde auch vom Veterinäramt in Mar­
zahn-Hellersdorf erlassen.
Der Tierpark Berlin hat bereits vor
Inkrafttreten der amtlichen Verfügung
reagiert und alle Vögel in Stallungen ge­
bracht. Ohnehin sei der Umzug in die so­
genannten Winterquartiere in diesen Ta­
gen geplant gewesen. „Da dies nicht der
erste Fall der Vogelgrippe ist, bestehen
in Zoo und Tierpark bereits seit einigen

Jahren routinemäßige Vorkehrungsmaß­
nahmen“, erklärte Tierpark-Sprecherin
Christiane Reiss. Wegen der Vogelgrippe
wurde das Alfred-Brehm-Haus für Besu­
cher gesperrt. „Auch die Krokodilhalle,
in der unter anderem Krähenstirnvögel
leben, wird für die Gäste verschlossen
bleiben.“
Reagiert hat zudem der Tierhof in AltMarzahn, wo rund 180 Nutztiere leben.
Die Einrichtung bleibt vorerst für Besu­
cher geschlossen. Lediglich die Scha­
fe, Ziegen und bei schönem Wetter die
Alpakas sind auf den Außenanlagen zu
sehen. Die Schließung sei als Vorsichts­
maßnahme nach Rücksprache mit dem
Veterinäramt erfolgt, teilte der Tierhof
mit.
Nicht ausgeschlossen ist, dass in den
kommenden Tagen auch an Gewässern
von Lichtenberg oder Marzahn-Hellers­
dorf an Geflügelpest verendete Wildvö­
gel gefunden werden. „In diesem Fall
wird um die Fundstelle ein Sperrbezirk
im Umkreis von drei Kilometern einge­
richtet“, sagt die amtliche Tierärztin Di­
ana Buggenhagen. Weil auch für Hunde
und Katzen eine Gefahr besteht, müssen
die Tiere dann an die Leine beziehungs­
weise dürfen keinen Freigang mehr er­
halten. (gäd.)
Anzeige

4

Bezirks-Leben

Dezember 2016 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

Schule statt Korallen-Gärten

NACHRICHTEN

Lötzsch neue
Vorsitzende der Linken

LICHTENBERG. Die Linke hat eine
neue Führungsspitze. Mit 90 Prozent der
Stimmen wählten die Delegierten der
Hauptversammlung die Bundestagsabge­
ordnete und Vorsitzende des Haushalts­
ausschusses Dr. Gesine Lötzsch zur Vor­
sitzenden. Dieses Amt hatte sie bereits
von 1994 bis 2012 inne. Ihre Stellvertre­
ter sind künftig Julia Müller, der Berliner
Abgeordnete Sebastian Schlüsselburg
und der langjährige BVV-Fraktionsvor­
sitzende Christian Petermann. Der Be­
zirksverband der Linken hat 1.330 Mit­
glieder. (bzj.)

Martin Pätzold für
Bundestag nominiert
LICHTENBERG. Der Bundestagsab­
geordnete Dr. Martin Pätzold soll nach
dem Willen der CDU auch 2017 wie­
der ins Parlament einziehen. Auf einer
Wahlkreisversammlung nominierten die
Christdemokraten Pätzold einstimmig.
Damit ist die CDU die erste Partei, die
sich auf einen Kandidaten für den Wahl­
kreis 86 verständigte. Pätzold zog 2013
als jüngster Abgeordneter der Haupt­
stadt-CDU über die Landesliste in den
Bundestag. Zuvor promovierte er über
die „Transformationsprozesse der Ber­
liner Wirtschaft nach der Wiederverei­
nigung“, arbeitete bei großen deutschen
Unternehmen wie der Deutschen Bank
und dem Axel-Springer-Verlag und war
in der Senatsverwaltung für Gesundheit
und Soziales beschäftigt. (bzj.)

Seniorenvertretung
bereitet Wahlen vor
LICHTENBERG. Für die neue Amts­
zeit der Seniorenvertretung haben sich
27 Männer und Frauen beworben.
Demnächst sollen Lichtenberger Seni­
oren Post bekommen, in denen sich die
Kandidaten vorstellen. Danach wird per
Brief oder in einem der fünf eigens ein­
gerichteten Wahllokale gewählt, wie der
amtierende Chef der Seniorenvertretung,
Jürgen Steinbrück, sagte. Zuvor seien
vier Veranstaltungen vorgesehen, in de­
nen sich Kandidaten den Wählern vor­
stellen werden. Die Seniorenvertretung
arbeitet ehrenamtlich und überparteilich,
sie wird jeweils für die Dauer von fünf
Jahren gewählt. Informationen zu den
Wahllokalen und den Vorstellungsrun­
den gibt es unter Tel. 90296-3332 oder
im Internet unter http://bit.ly/senioren­
vertretung. (bzj.)

STADTENTWICKLUNG: In Rummelsburg fehlt es an Oberschulplätzen.
Freie Flächen werden aber eher Investoren als dem Gemeinwesen zugesprochen.
von Sabine Flatau

E

s gibt Streit um die letzten freien
Flächen im Entwicklungsgebiet
Rummelsburger Bucht. Nach
dem Willen der Bezirksverordneten soll
dort eine Gemeinschaftsschule errichtet
werden. So hat es die BVV beschlossen.
Linke und Grüne hatten den Antrag ge­
stellt. Das Bezirksamt wurde beauftragt,
die Pläne des Senats zum Verkauf der
Grundstücke ohne eine Infrastruktur für
Kinder und Jugendliche abzulehnen. Im
Bereich des Bebauungsplans Ostkreuz
solle eine ausreichende Fläche für eine
Gemeinschaftsschule vorgesehen wer­
den. Bislang ist das nicht der Fall.
Doch das Bezirksamt folgt dem BVVBeschluss nicht. Man werde das Bebau­
ungsplanverfahren unverändert fortset­
zen und damit den Empfehlungen der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
folgen, heißt es im Bezirksamtsbeschluss.
Er ist am 15. Dezember Thema der BVVSitzung.
Das Land hat bereits Flächen im
Quartier an der Mole verkauft. Das
Abgeordnetenhaus stimmte Anfang
September zu. Weitere Kaufverträge
sind in Vorbereitung. Doch diese Ver­
träge werden erst vollzogen, wenn der
Bebauungsplan festgesetzt ist. Mit dem
Verkaufserlös sollen Straßen, öffentliche
Grünanlagen und Bodensanierungen
im Entwicklungsgebiet bezahlt werden.
Die Käufer der Grundstücke müssten
Planungssicherheit haben, meint die
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
Eine Rückabwicklung der Kaufverträge,
die mit Entschädigungen verbunden sein
könnte, sei zu vermeiden – so heißt es in
einem Schreiben an Stadtentwicklungs­
stadtrat Wilfried Nünthel (CDU). Für
den Bebauungsplan liege „ein dringen­
des Gesamtinteresse Berlins vor“. Die
gesamte Entwicklungsmaßnahme Rum­
melsburger Bucht habe vor 22 Jahren
begonnen und müsse beendet werden.
Voraussetzung dafür sei die Festsetzung
des Bebauungsplanes.
Im Quartier an der Mole sollen insge­
samt 700 Wohnungen gebaut werden.
Rund 200 will die Howoge errichten.
Außerdem ist eine neue Touristenattrak­
tion geplant. Ein Investor möchte für
40 Millionen Euro das „Wasserhaus“
auf einem 16.000 Quadratmeter großen
Grundstück an der Kynaststraße errich­
ten. Er hat bereits einen Kaufvertrag ab­
geschlossen. Angekündigt ist eine Aus­
stellung über das Ökosystem Wasser, mit

Die Bezirksverordnete Claudia Engelmann kämpft für eine neue Gemeinschaftsschule
FOTO: SABINE FLATAU
auf den Brachflächen an der Kynaststraße.
Terrassen bis zum Ufer der Rummelsbur­
ger Bucht. Besucher sollen Fische beob­
achten, Tauchgänge machen und Koral­
lengärten sehen können.
Doch auf der Fläche an der Kynast­
straße soll aus Sicht der Bezirksverord­
neten die Gemeinschaftsschule errichtet
werden. Man dürfe nicht nur in Woh­
nungen und Touristenattraktionen in­
vestieren, sagt Claudia Engelmann, 36
Jahre alt, Vorsitzende des Bezirkseltern­
ausschusses Schule und Bezirksverord­
nete der Linken. Sie hat zwei Söhne, die
an die Schule an der Victoriastadt gehen.
„Der Schulstandort in Rummelsburg
ist in den vergangenen Jahren vernach­

„„Der Schulstand­
ort Rummelsburg ist
in den vergangenen
Jahren vernachläs­
sigt worden“
Claudia Engelmann

lässigt worden, in allen Bebauungsplä­
nen für dieses Gebiet“, sagt Claudia
Engelmann. „Es ist ärgerlich, dass die
Bevölkerungsentwicklung offensichtlich
falsch eingeschätzt wurde.“ Der intensi­
ve Wohnungsbau habe zur Folge, „dass
die Schule an der Victoriastadt massiv
überlastet ist und die Eltern der Schüler
dagegen protestieren.“ Spätestens zum
nächsten Schuljahr werde die Kapazi­
tätsgrenze erreicht sein. Für 525 Kinder

sei Platz, „aber perspektivisch sind für
dieses Einschulungsgebiet 850 Mäd­
chen und Jungen zu erwarten, die einen
Grundschulplatz brauchen.“
Und in fünf Jahren werde man vie­
le Plätze in weiterführenden Schulen
benötigen. Das Konzept der Gemein­
schaftsschule könne am besten auf stark
schwankende Schülerzahlen reagieren.
Die Senatsverwaltung hat als neuen
Standort für eine Grundschule ein Ge­
lände an der Hauptstraße 8 vorgesehen,
das derzeit von der Polizei genutzt wird.
Nun liegt eine Machbarkeitsstudie für
eine dreizügige Grundschule vor. Die
alten Gebäude sollen dafür umgebaut
werden. Das Landesdenkmalamt hat
keine grundsätzlichen Bedenken. Auch
ein Neubau für größere Räume wie Spei­
sesaal, Bibliothek und Fachräume ist ge­
plant. Eine neue Sporthalle, Laufbahnen
und Weitsprunggrube sind auf der Frei­
fläche Georg-Löwenstein-Straße Ecke
Hauptstraße vorgesehen. Die Senatsver­
waltung teilte dem Bezirksamt mit, sie
werde die Bemühungen um einen Ersatz­
standort für die Polizei forcieren.
Claudia Engelmann hält dennoch an
der Forderung einer Gemeinschaftsschu­
le fest. Das Gelände der Polizeiwache
an der Hauptstraße 8 sei zu klein dafür.
Es sei auch fraglich, ob der hohe Bedarf
an Grundschulplätzen dann noch be­
stehe, wenn die Polizei ausgezogen und
das Gelände umgebaut worden sei. Das
Gelände an der Kynaststraße, im Quar­
tier an der Mole, sei die letzte große, frei
verfügbare Fläche in Rummelsburg, auf
der man einen Bildungscampus errichten
könne.

STANDORT OST

MAGAZIN FÜR ARBEIT, WIRTSCHAFT, WOHNEN & KULTUR IN DER METROPOLENREGION BERLIN-EASTSIDE | 12/2016

F

rüher ging es vom Wittenbergplatz
direkt ins Schlafzimmer. Sigmund
Czech zog kraftvoll die Schiebetür auseinander und betrat diesen
Raum. Wenn er heutzutage die alte UBahntür aufschiebt, landet er im Hobbyraum. Was ziemlich abgefahren klingt, ist
es auch: Denn der 67-jährige Elektromeister verwandelte den Korridor seiner Wohnung in einen U-Bahnwagen. Ganz oben, in
der elften Etage eines Lichtenberger Hochhauses, rollt sozusagen der Zug.
Das Nichtraucher-Abteil beginnt hinter
der Eingangstür. Holzverkleidete Wände,
Notsitz und Feuerlöscher, Bänke mit rotglänzendem Bezug, Messinghaltestangen,
Deckenbeleuchtung und Schiebetüren – alles Originalteile, alles von Sigmund Czech
persönlich eingebaut. Die Größe stimmt
zwar nicht ganz, denn der Flur ist einen
Meter kürzer als der herkömmliche Wagen
aus den 1920er-Jahren. Aber das sind Kleinigkeiten, die eben nur dem leidenschaftlichen Sammler auffallen. „Von der Höhe her,
passt alles ganz genau“, sagt er stolz.
Auf die Idee, aus seinem Korridor einen
U-Bahn-Waggon zu machen, kam er eigentlich zufällig. „Das hat sich so ergeben“,
sagt der Lichtenberger rückblickend. Aber
eigentlich ist es wohl die perfekte Krönung
seiner jahrzehntelangen Leidenschaft für
das alte Berlin. Sigmund Czech wurde in
Mitte geboren, wuchs am Rosenthaler Platz
auf und interessierte sich schon als Kind
für Geschichte und Geschichten seiner
Stadt. Er hob Zeitungsausschnitte, Fotos
und Broschüren auf und besitzt mittlerweile hunderte Kartons und Ordner mit allem,
was ihm wichtig erscheint: Dazu gehört
Material über Charlotte von Mahlsdorf, die
Berliner Stadtbären ebenso wie über Brücken und Hochschulen.
Doch das beste Stück seiner umfangreichen Sammlung ist eben dieser echte UBahn-Wagen. Hier fühlt sich der Berliner
in seine Kindheit versetzt. Wenn er sich

NÄCHSTER BAHNHOF:
ELFTE ETAGE

KURIOSUM: Sigmund Czech verwandelte den
Korridor seiner Dreiraumwohnung in einen echten
U-Bahn Waggon.

Simund Czech in seiner U-Bahn. Viele sperrige Teile trug er mit seiner Tochter 187 Stufen nach
oben in die Wohnung.
Foto: Steffi Bey

manchmal ganz in Ruhe im Sitz fallen lässt,
auf die Schiebetür blickt, den Stationsnamen „Wittenbergplatz“ liest und im Augenwinkel die Rahmen mit dem Streckennetz
wahrnimmt, spürt er den Geruch vergangener Zeiten in der Nase. Auch das Quietschen des Zuges hört er dann, und mit ein
bisschen Fantasie kann er sogar wieder die
Lichtreflexe an den dunklen Tunnelwänden sehen. Zieht seine Frau Heidemarie in
so einem Moment die Notbremse und das
Licht geht an, ist er wieder im Jetzt und
Hier angekommen.
Dass die Familienmitglieder seine Leidenschaft teilen, macht ihn glücklich. Denn
eigentlich überrumpelte er seine Frau 1990
mit dem Einbau des Waggons. In einer Zeitung hatte er gelesen, dass die alten Wagen
verschrottet werden sollen. Also fuhr er mit
seinem Trabi zum Betriebsbahnhof, zahlte
zehn Mark und durfte sich alles das ausbauen, was er haben wollte. „Und so kam
eben immer mehr dazu“, sagt Sigmund
Czech lächelnd. Mit seiner damals 14-jährigen Tochter schleppte er manches Teil, das
nicht in den Fahrstuhl passte, 187 Stufen
nach oben. Eine schweißtreibende Angelegenheit.
Nur seine Frau reagierte anfangs „nicht
gerade begeistert“. „Was hast du dir denn
dabei wieder gedacht“, soll sie gesagt haben,
erzählt Czech. Aber als der Einbau nach
rund zwei Monaten beendet war, gefiel ihr
der neue, ungewöhnliche Korridor sogar.
Anfangs saßen die Czechs öfter mit
Freunden im Abteil und ließen sich den
einen oder anderen Hochprozentigen
schmecken. Ganz geschickt hatte der Hobbyhandwerker hinter dem Schwerbehindertenhinweis ein kleines Schnapsregal
eingebaut. Ab und zu kommt es vor, dass
Heizungsableser oder Paketzusteller erstaunt gucken, wo sie in der elften Etage
gelandet sind. Czech erläutert dann gerne
einige Details und erntet Anerkennung für
sein handwerkliches Geschick.  STEFFI BEY

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2

E

ines der Vorzeigeprojekte in
Marzahn-Hellersdorf bekommt
Zuwachs: Bereits im kommenden
Jahr soll das Kinderforscherzentrum Helleum erweitert werden. Wie der
wissenschaftliche Leiter der Einrichtung,
Prof. Dr. Hartmut Wedekind, sagte, stehen
für den Anbau rund 1,7 Millionen Euro
von der öffentlichen Hand und verschiedenen Stiftungen bereit. Eröffnet werden
soll das Haus als Jugendforscherzentrum
im Frühsommer 2018. „Bisher richten
sich unsere Angebote an Kita-Kinder und
Grundschüler“, sagt Wedekind. „Mit dem
Jugendforscherzentrum erweitern wir unsere Workshops auch auf Oberschüler.“
Seit seiner Eröffnung im Januar 2013
ist das HELLEUM an der Hellersdorfer
Kastanienallee ein Erfolgsprojekt: Bislang
kamen rund 20.000 Kinder im Alter von
4 bis 12 Jahren in die Lernwerkstatt. Dort
können sie auf spielerische Art und Weise
naturwissenschaftliche Phänomene erkunden – in dem sie spielend tüfteln, experimentieren und dabei forschen, fernab von
Formeln und Lehrsätzen. Ganz nebenbei
sollen die kleinen Besucher für Naturwissenschaften begeistert werden. Der Ort
für diese außerschulische Einrichtung ist
nicht zufällig gewählt. Die Gegend um die
Kastanienallee gilt als sozial schwierig. Ursprünglich war die Idee vom Quartiersmanagement mit der Pusteblume-Grundschule entwickelt worden. Auch der Bezirk und
die unweit vom HELLEUM ansässige Alice-Salomon-Hochschule wurden ins Boot
geholt. Innerhalb von nur drei Jahren wurde das HELLEUM über die Bezirksgrenzen
hinaus bekannt. Fachbesucher aus der
ganzen Welt haben sich inzwischen in der
Einrichtung umgeschaut – darunter aus
Taiwan, Chile, Rumänien, Japan und China.
Das Land der aufgehenden Sonne hat sogar Teile des HELLEUMS nachgebaut. „Die
Chinesen wollen keine Nation der Plagiate
mehr sein, sondern setzen auf eigene Ideen – dafür braucht es die entsprechenden

DAS HELLEUM
EXPANDIERT

12/2016 | STANDORT OST | Bezirks-Journal

BILDUNG: Das Kinderforscherzentrum in
Hellersdorf bekommt eine große Schwester – ein
Jugendforscherzentrum für Oberschüler.

Kinder einer Grundschule in Neuenhagen zu Besuch im Helleum. Künftig will sich das Haus
auch Schülern der Sekundarstufe öffnen. 
Foto: Marcel Gäding

Fachkräfte“, sagt Hartmut Wedekind.
Für die zweite Ausbaustufe konnten
zudem die Humboldt-Universität und
die „Wilhelm und Else Heraeus Stiftung“
gewonnen werden. Das Ziel: ein modellhaftes, nachhaltiges und kontinuierliches
Bildungsangebot von der Kita bis zum
Schulabschluss für den Einstieg in die Berufswelt.
Das HELLEUM versteht sich als Ort, der
sich bewusst vom klassischen Physikraum
unterscheidet. In dem rund 200 Quadratmeter großen, lichtdurchfluteten Gebäude
ist Platz für sogenannte Workshops, die
verheißungsvolle Namen wie „Wasser
marsch!“, „Boden schätzen“ oder „Wind
bringt’s“ tragen. So erleben Kinder, welche Kraft im Wasser steckt und wie man
aus Wind Licht erzeugt. „Wir wollen keine
Autobahnpädagogik, bei der es darum geht,
mit den Kindern möglichst schnell von A
nach B zu kommen“, sagt Hartmut Wedekind. Vielmehr gehe es darum, kleinen
Leuten zu gestatten, auch mal einen Feldweg zu nehmen und dabei in eine Pfütze zu
treten.“ Seit Jahren engagiert sich der Mathematik- und Physiklehrer für dieses Konzept, das auf der Idee so genannter Lernwerkstätten beruht. Damit will er auch
Berufskollegen begeistern, die oftmals am
Anfang skeptisch reagieren. „Schließlich
geht es ja darum, dass ein Lehrer so etwas
wie Macht abgeben muss.“
Das HELLEUM-Jugendforscherzentrum
entsteht direkt neben dem Kinderforscherzentrum. Platz ist auf dem einstigen Schulgelände vorhanden. Hartmut Wedekind,
der eigentlich auf dem Weg in den wohlverdienten Ruhestand ist, hat seinen Vertrag mit der Alice-Salomon-Hochschule
bis zum Sommer kommenden Jahres verlängert. „Ich möchte das neue Projekt wenigstens in der Bauphase weiter begleiten“,
sagt der Professor für Frühpädagogik und
-didaktik.
MARCEL GÄDING
 Weitere Informationen: www.helleum-berlin.de

EINSTEIGEN, AUSSTEIGEN, ZUHÖREN
KULTUR: Kultureinrichtungen machen mit der ersten „Lesenacht an der M8“ auf sich aufmerksam.

E

ine Straßenbahnlinie, drei Veranstaltungsorte, sechs Autoren:
Auf diese einfache Formel lässt
sich das Konzept der ersten „Lesenacht an der M8“ bringen, die am 21.
Januar stattfindet. „Unser Ziel ist es, eine
neue Veranstaltungsreihe für MarzahnHellersdorf zu starten“, sagt Reinhard
Kneist, Inhaber der Golferia und einer der
Initiatoren der Lesenacht. Unterstützt wird
das Projekt vom Bezirks-Journal und der
Onlinezeitung lichtenbergmarzahnplus.de
Die Idee für die Lesenacht ist denkbar
einfach: Drei Orte, die gut mit der Straßenbahnlinie M8 zu erreichen sind, öffnen
ihre Türen und bieten Autoren ein Podium.
Jeder Ort hat ein anderes Motto. Während
im „Felix-Punkt-Club“ der Wohnungsgenossenschaft Felix eG zur Satire-Nacht
geladen wird, gibt es in der Golferia Erotisches. Krimis wiederum stehen im Berliner
Tschechow-Theater auf dem Programm.
Die ersten Lesungen starten jeweils um 19
Uhr und dauern eine halbe Stunde, danach
können die Besucher in aller Ruhe zum
nächsten Veranstaltungsort fahren.

Reuter, Liederkabarettist, präsentiert dort
um 20 und um 22 Uhr „Jetzt ham wa den
Salat“ – Teil 1 und 2.
In der Golferia entführt Maximiliane
Gebhardt um 19 und um 21 Uhr in „Intime
Beichten“ von Joana Angelides und „Geschichten aus Tinitussi“. Udo Klingner ist
um 20 und um 22 Uhr mit Auszügen aus
„Keim-Erotik“, Teil 1 und 2 zu Gast.
Im Tschechow-Theater geht es um 19
und um 21 Uhr um die „Operation Taubenhaus“ und „Im Schatten der Flämingburg“,
vorgetragen von Karl-Heinz Otto. Rolf A.
Götte hat um 20 und um 22 Uhr Auszüge
aus „Totentanz am Oberbaum“ und „Rügener Frauentod“ im Gepäck.

ALLE ORTE UND PREISE
FELIX-PUNKT-CLUB
Schwarzburger Straße 10, 12687 Berlin
Telefon 030 93771826
M8-Haltestelle: Wuhletalstraße
GOLFERIA BERLIN
Wittenberger Straße 50, 12689 Berlin
Telefon 030 93497395
M8-Haltestelle: Niemegker Straße
BERLINER TSCHECHOW-THEATER
Märkische Allee 410, 12689 Berlin
Telefon 030 93661078
M8-Haltestelle: Barnimplatz
Karten kosten 6 Euro und gelten an allen Orten. Am Veranstaltungstag ist auch für das
leibliche Wohl der Besucher gesorgt.

Der Autor Frank Nussbrücker liest um
19 und um 21 Uhr im Felix-Punkt-Club aus

Breite Unterstützung
Bestellungen über die Veranstaltungsorte.
Weitere Infos: http://lesenacht-an-der-m8.
jimdo.com/

den Büchern „111 Gründe, Unioner zu sein“
sowie „Der Geist des Spiels“. Wolfgang

Unterstützt wird die Lange Lesenacht
an der M8 von der Golferia – Citygolf
Berlin, dem Berliner Tschechow-Theater,
der Wohnungsgenossenschaft Felix, Antje
Püpke, Ziegra-Ingenieurbüro, HeuschkelImmobilien und dem Vermessungsbüro
Hella, Pateisat, Briesovsky. (BZJ)

3

Bezirks-Journal | STANDORT OST | 12/2016

Im Garten der Krajewskis finden sich viele Details.

Fotos: Emmanuele Contini

BIESDORFER
WEIHNACHTSMÄRCHEN
EIN HAUS, EIN BESITZER, EINE IDEE: Dietmar
Krajewski verwandelt sein Eigenheim einmal im Jahr
in eine winterliche Traumlandschaft.

Wir wünschen allen Kundinnen und Kunden
besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue
Jahr.
Gern sind wir auch 2017 Ihr Partner, wenn es darum geht,
die schönste Zeit des Jahres zu planen!

L

ichterketten, wohin das Auge Erwachsene gut erreichen können. Wer
schaut. Dazwischen Nussknacker, sie betätigt, setzt den Zug in Bewegung –
Schwippbögen und kleine Eisen- inklusive der Geräusche der Lokomotive.
bahnen, die sich durch Winter- Nur selten lässt sich der rüstige Senior vor
landschaften schlängeln. Keine Frage: Das dem Haus blicken. Hin und wieder schaut
Haus der Krajewskis ist in diesen Tagen er durchs Fenster, wenn wieder Kinder auf
weit und breit das schönste in der ganzen dem Weg von der Schule bei ihm haltmaGegend. Wenn die Sonne zum Nachmittag chen. „Ich mag leuchtende Kinderaugen“,
hin verschwindet, erstrahlt das Eigenheim sagt Krajewski. Inzwischen ist das Eigenin der Oberfeldstraße in leuchtenden Far- heim in der Oberfeldstraße für viele Faben und wird Teil eines Wintermärchens, milien ein kleines Ausflugsziel geworden
das vor mehr als 20 Jahren begann.
– nicht zuletzt auch wegen des übergroßen
„Angefangen hat alles mit Nussknackern, Adventskalenders. Hinter jedem beleuchdie wir zur Adventszeit in unsere Fenster teten Türchen verbergen sich kleine Szestellten“, sagt Dietmar Krajewski. Im Laufe nen. „Weihnachten ist nur einmal im Jahr,
der Zeit kamen Lichterketten dazu, die er und ich will anderen eine Freude machen.“
in den hohen Fichten oder am Dachüber- Vor allem an den Wochenenden drängen
stand befestigte. Irgendsich kleine und große
wann einmal stellte der
Menschen am Zaun der
Rentner auch SchwippböFamilie.
gen in den Garten und beWie viel Geld Krajewsorgte sich kleine Gartenski in sein WeihnachtsEisenbahnen, die seither
märchen investiert hat,
immer vom ersten Advent
kann er nicht sagen.
an ihre Runden drehen
Auch nicht, was er zwiund Kindern ein Lächeln
schen dem ersten Advent
ins Gesicht zaubern. „Es kann schon mal und dem Weihnachtsfest an zusätzlichen
passieren, dass Kinder fragen, ob hier der Stromkosten aufbringen muss. „Die meisWeihnachtsmann wohnt“, sagt Krajewski.
ten Lichterketten bestehen aus sparsamen
Gut eine Woche verbringt der 65-Jäh- LED-Lämpchen“, sagt er. Dadurch hielte
rige damit, das kleine Einfamilienhaus zu sich der finanzielle Aufwand in Grenzen.
schmücken. Wie viele kleine Glühlämp- Mittlerweile ist so gut wie jeder Quadratchen zum Einsatz kommen, weiß der eins- meter im Garten belegt, Platz für Neues
tige Polizeiangestellte nicht. Aber es müs- gibt es da kaum. Also verbringt Krajewski
sen einige Tausend sein. „Von Jahr zu Jahr mittlerweile mehr Zeit damit, seine ganze
wurde es mehr“, erinnert sich Krajewski, Technik in Schuss zu halten. Gerade erst
der sich die Requisiten in der Regel preis- hat eines seiner Räuchermännchen das
wert im Supermarkt besorgt. „Vieles habe Rauchen aufgegeben. „Grund ist die deich günstig gekauft, weil es gerade in der fekte Nebelmaschine“, erzählt der Rentner.
Werbung war.“ So kam er dann auch mal an 
MARCEL GÄDING
eine Gartenbahn, die nur auf Knopfdruck
funktioniert. Dafür hat Krajewski Schal- Weihnachtshaus von Krawejskis, tgl. 6-8 Uhr und
ter am Zaun installiert, die Kinder wie 16-22 Uhr, Oberfeldstraße 67, 12683 Berlin.

UNSER SERVICE FÜR SIE:
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4

ZWISCHEN WUHLE UND STRAUSSEE

12/2016 | STANDORT OST | Bezirks-Journal

STANDORTMARKETING: Touristiker im Berliner Osten suchen eine Allianz mit dem Umland.

D

as Weite liegt so nah: Getreu
dieser Devise wollen sich touristische Orte im Berliner Osten und den Umlandgemeinden
von Märkisch-Oderland erstmals im Rahmen eines Aktionstages präsentieren. „Erlebe Deine Region“ lautet das Motto am 26.
März. „Es gibt vielfältige Aktivitäten auf
dem Gebiet der Kultur, Kunst und Freizeit“,
sagt Reinhard Kneist, einer der Initiatoren.
Ziel sei es, den Bewohnern von MarzahnHellersdorf, Lichtenberg, Treptow-Köpenick und den umliegenden Kommunen
die zahlreichen Orte bekannter zu machen,
erklärt der Betreiber der Citygolfanlage in
der Wittenberger Straße.
Für diesen Aktionstag werden nun Einrichtungen, Betreiber, Gastronomen und
Touristiker gesucht, die sich mit Angeboten beteiligen wollen. Bei einem ersten
Gespräch im Abacus-Hotel wurden bereits
Ideen ausgetauscht. Ein Ansatz: Der Tag
der offenen Tür ist Teil eines Gesamtkonzeptes, mit dessen Hilfe die Metropolenregion Berlin-Eastside und Märkisch-Oderland deutlich besser in den Fokus rückt als
bislang. So sollen sich die Angebote der
Freizeitpartner unter anderem auf einer
neuen Internetseite wiederfinden. Dort

Die Marzahner Mühle ist bei Touristen sehr beliebt. Sie und andere Orte könnten beim Tag „ErFoto: Marcel Gäding
lebe Deine Region“ ihre Pforten öffnen.
können Interessenten dann mit nur wenigen Mausklicks nach Veranstaltungen

oder spannenden Orten für ihren Wochenendausflug oder das Feierabendbier

suchen. Mit in der Planungsrunde sind der
Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis
(MHWK), das Regionalmanagement sowie
die Freizeitsafari – ein Zusammenschluss
aus Bergwerk, American Bowl, RelaxSauna und Golferia. „Es wird mittelfristig
eine Struktur angestrebt, die die Aktivitäten der einzelnen Beteiligten koordinieren
und unterstützen soll“, erklärt Reinhard
Kneist. Bereits jetzt hat unter anderem der
Tourismusverein Märkische S5-Region seine Unterstützung und Teilnahme zugesagt.
Auch eine Reederei aus Treptow-Köpenick
hat großes Interesse.
„Unser Anliegen ist es, ein breites Netzwerk aufzubauen, in dem Ideen gesammelt
und umgesetzt werden“, sagt Reinhard
Kneist. Deshalb können sich bis zum 15.
Dezember Unternehmer und Vereine melden und ihre Angebote für den 26. März
unterbreiten. Die formlosen Vorschläge
nimmt der MHWK per E-Mail unter info@
mhwk.de entgegen. In der Mail sollten neben einer kurzen Beschreibung des Projektes auch Ansprechpartner, Kontaktdaten
und hochauflösende Fotos enthalten sein.
Weitere Informationen gibt es beim Wirtschaftskreis unter Tel. 030 54703650.

(BZJ)

viele weitere günstige Reisen im Netz: http://bit.ly/leser-reisen

Bezirks-Kultur

Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen | Dezember 2016

Vor der Schutthalde gerettet

5

KUNST AM BAU: Ob das Relief „Dorf gestern und heute“ jemals wieder zu sehen sein wird, ist fraglich.
von Christine Meier

D

as war Rettung in allerletzter
Sekunde: In einer einzigartigen
Aktion haben Lichtenberger
dafür gesorgt, dass das Relief „Dorf ges­
tern und heute“ nicht auf der Schutthal­
de landet. Was jetzt aber mit der Kunst
am Bau passiert, ist ungewiss.
Fast 38 Jahre lang gehörte das Kunst­
werk des Berliner Bildhauers Nikolaus
Bode zu der ehemaligen Kaufhalle und
dem späteren Supermarkt in der Weit­
lingstraße 59. Grundlage für das 1978
als Auftragswerk entstandene Kunst­
werk war die Anordnung der DDR von
1952, dass jeweils ein Anteil von ein
bis zwei Prozent der Bausumme für ge­
sellschaftliche Bauten für die Kunst am
Bau zu verwenden sei. Bode hatte auf
den beiden Reliefs mit viel Phantasie
und sehr humorvoll mehr als einhundert
unterschiedliche Personen dargestellt,
die sowohl das Leben auf dem Land
als auch in der Stadt zeigten. Der Aus­
bau des Parkplatzes am REWE-Markt
im Sommer dieses Jahres läutete jedoch
das Aus für das zweiteilige Relief ein.
In einer Blitzaktion, initiiert von der
Linksfraktion in der BVV Lichtenberg,
wurde zumindest ein Teil gerettet und
auf einem Gelände des Bezirksamtes in
Alt-Friedrichsfelde im Freien gelagert.
Ob es zu einer Neuaufstellung im öffent­
lichen Raum kommt, steht allerdings in
den Sternen. Die Kosten dafür wurden
vom Bezirksamt mit 40.000 Euro veran­
schlagt. In der Summe enthalten sind je
15.000 Euro für den Abbau und je 5.000
Euro für den Aufbau der beiden Reliefs.
Das ist dem Bezirksamt zu teuer. „Eine
Summe, die wir schon gleich nach der

Maja-Helen Feustel, Hendrikje Klein, Nikolaus Bode, Katrin Framke und Prof. Dr. Jürgen Hofmann (v.l.n.r.) vor dem Relief. Inzwischen steht an dieser Stelle ein neuer Supermarkt.
FOTO: DAGMAR MÜLLER
ersten Aussage des Bezirksamtes für zu
hoch angesetzt hielten“, sagt die Abge­
ordnete Hendrikje Klein (Die Linke).
Auch Maja-Helen Feustel, Künstlerin
und ehemaliges Mitglied im Kulturaus­
schuss der BVV Lichtenberg, hält die
Summe für viel zu hoch, zumal es sich
nur noch um ein Relief handelt. Sie hat­
te im Sommer dieses Jahres durch Zufall
entdeckt, dass das Gesamtkunstwerk im
Zuge der Bauarbeiten entsorgt werden
sollte. „Ich habe sofort recherchiert, wer
der Künstler ist, und ihn von dem Ab­
riss informiert“, sagt sie. Nikolaus Bode
hatte keine Ahnung, dass sein Relief zer­
stört werden sollte. In einer öffentlichen
Pressekonferenz vor Ort, an der auch der
Künstler teilnahm, wurde über das Ge­
schehen informiert. Bode erzählte von
der Entstehung der Reliefs und sprach

LESERBRIEF

Es gibt genügend Brachflächen
In Ihrer Ausgabe 11 berichten Sie auf
Seite 7 über die Absicht der HOWOGE
Innenhöfe in der Ilsestraße zu bebauen.
Gerade die HOWOGE scheint sich be­
sonders darum zu bemühen, vorhande­
ne Grünflächen in Innenhöfen bereits
bestehender Wohngebiete „nachzuver­
dichten“. So bekamen wir Mieter der
10-Geschosser in der Dolgenseestraße
kürzlich eine Information der HOWO­
GE, wo uns mitgeteilt wurde, dass un­
sere Grünfläche zwischen den Häusern,
angegeben mit den Nummern Dolgen­
seestr. 32/33 durch drei 8-Geschosser
bebaut werden soll. Baugenehmigung
soll vorliegen. Der Baubeginn soll be­
reits ab 09.01.2017 sein, eine Mieter­
veranstaltung ist – nach Schaffung der

Tatsachen „schon“ für den 16.01.2017
geplant.
Wohnraum ist knapp, es muss gebaut
werden. Aber es gibt genügend Brach­
flächen, auf denen ganze Wohngebiete
gebaut werden könnten. Warum wird
zugelassen, dass vorhandene und für
die gute Wohnqualität vieler Mieter
sinnvolle Grünflächen einfach bebaut
werden dürfen? Es müssen etliche gro­
ße Bäume unterschiedlichster Art gefällt
werden. Auf der anderen Seite werden
Spenden gesammelt, damit Bäume neu
angepflanzt werden können. Ich bin
sehr dafür Bäume zu pflanzen, aber um
ihre Anzahl zu erhöhen und nicht, um
die Verdichtung bestehender Wohnge­
bieten zu kompensieren. Karin Böhme

Ihre Anzeige fehlt?
Unser Team berät Sie gern!
Tel. (030) 55 49 96 55 bzw. 55 49 43 60
E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de

angesichts der Zerstörung seines Kunst­
werkes von Kulturlosigkeit und Arro­
ganz. Bereits zuvor hatte Maja-Helen
Feustel in einer mündlichen Anfrage in
der BVV vom Bezirksamt Klarheit über
den Umgang mit dem Kunstwerk gefor­
dert. Voraussetzung für eine Neuaufstel­
lung in einer bezirkseigenen Grünanlage
sei, so ließ der damalige Bezirksstadt­
rat Wilfried Nünthel (CDU) durch die
Kulturstadträtin übermitteln, dass dem
Bezirk keine Kosten entstünden. In ei­
nem weiterführenden Antrag stellte die
Linksfraktion wenige Zeit später klar,
wie künftig mit Kunst im Stadtraum um­
gegangen werden soll.
Die Hälfte des Reliefs „Dorf gestern
und heute“ – in seiner Art ein Unikat
–, ist jedoch unwiederbringlich verlo­
ren. Zum einen, weil ein Teil bereits de­

DANKE

montiert war, bevor die Rettungsaktion
einsetzte. Zum anderen, weil die Gips­
formen, die als Vorlagen für den Guss
durch die Firma VEB Baureparaturen in
Pankow dienten, im Herstellungsprozess
zerstört wurden und also ein Nachbau
nicht möglich ist. „Da haben wir Lich­
tenbergerinnen und Lichtenberger wie­
dermal einen nicht wieder gut zu ma­
chenden kulturellen Verlust erlitten …
Kulturvandalismus muss verhindert und
die noch vorhandenen Kunstwerke im
öffentlichen Raum geschützt werden!“,
so der Wortlaut der Erklärung vom 8.
Juni dieses Jahres von Maja-Helen Feus­
tel und Hendrikje Klein, damals Vor­
sitzende der Linksfraktion in der BVV
Lichtenberg.
Das Thema Kunst am Bau stand auch
in der letzten BVV-Tagung, unmittelbar
vor den Wahlen, auf dem Programm.
Noch gibt es im Bezirk kein Gremium,
das sich für dieses Thema bewusst ge­
wollt stark macht. Es ist auch nicht be­
kannt, wie viel Kunst am Bau im Bezirk
überhaupt vorhanden ist. Im Bezirksamt
nehme man diesen Bereich wohl nicht
so ganz ernst, so das traurige Fazit von
Maja-Helen Feustel.

Bagger rissen die alte Kaufhalle ab, an der
das Relief hing. FOTO: MAJA-HELEN FEUSTEL

Für Ihr Vertrauen – Wir sind zurück im Abgeordnetenhaus.

JETZT MITGLIED WERDEN!
Und mit uns die Lichtenberger Kieze verändern.

Machen Sie mit:
Dank Ihrer Stimmen konnten wir unser
Wahlergebnis verdreifachen und wieder ins
Berliner Abgeordnetenhaus einziehen. Ab
2021 möchten wir die liberale Politik auch
in der Bezirksverordnetenversammlung
Lichtenberg wieder vertreten. Lassen Sie
uns gemeinsam für den Wiedereinzug
kämpfen.

Das sind wir:
Unternehmer, Angestellte, Studierende,
Frauen, Männer, Programmatiker, Kreative
- Wir Freien Demokraten Lichtenberg sind
ein bunt gemischtes Team und freuen uns
immer über neue Gesichter. Schauen Sie
gerne auf einem unserer Stammtische
vorbei und lernen Sie uns kennen.

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und
einen guten Start ins neue Jahr!
Freie Demokraten
FDP Berlin Lichtenberg
Postfach 660116
10267 Berlin
kontakt@fdp-lichtenberg.de

Erfahren Sie mehr unter:
fdp-lichtenberg.de
fdp-berlin.de
facebook.com/fdplichtenberg

Jetzt Mitglied werden und
unser Projekt BVV 2021 unterstützen:
www.fdp-lichtenberg.de/
mitglied-werden/

6

Bezirks-Sport

Dezember 2016 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

Aufregung im Advent

HANDBALL: Nach einem starken Start gleicht die Saison der Füchse Berlin mittlerweile einer Achterbahnfahrt.
von Benedikt Paetzholdt

E

s ist ein Déjà-vu der eher unschö­
nen Art, mit dem sich die Füchse
Berlin derzeit auseinandersetzen
müssen. Wie vor ziemlich genau einem
Jahr steht die Adventszeit nicht unbe­
dingt für Besinnung, sondern für eine
Episode, in der es nicht wirklich rund
läuft – trotz einem absolut akzeptablen
vierten Platz in der Bundesliga-Tabelle.
Bestes Beispiel dafür war der vergan­
gene Sonntag, als die Berliner am Ende
froh sein konnten, überhaupt noch einen
Punkt aus Gummersbach mitzunehmen.
Und das, obwohl die Mannschaft von
Trainer Erlingur Richardsson zwischen­
zeitlich hoch geführt hatte. „Das kam
mir vor wie eine Achterbahnfahrt“, sagte
Geschäftsführer Bob Hanning. Ähnli­
ches könnte er über die bisherige Saison
2016/2017 sagen.
Begonnen hatte diese Spielzeit mit
einem Paukenschlag. Wie schon 2015
gewannen die Füchse die Klub-Welt­
meisterschaft, diesmal nach einem sensa­
tionellen Triumph gegen den haushohen
Favoriten Paris St. Germain, die wohl
teuerste Mannschaft der Welt. „Der Sieg
ist noch höher zu bewerten als im letzten
Jahr, weil die Mannschaft noch weniger
Zeit zum Einspielen hatte“, hatte Han­
ning danach gesagt.
Mit Silvio Heinevetter, Paul Drux
und Fabian Wiede stellten die Füchse
ohnehin schon drei Spieler, die bei den
Olympischen Spielen in Rio de Janeiro
mit Deutschland die Bronzemedaille ge­
wannen. Die Verpflichtung von Steffen
Fäth, der ebenfalls zu dieser Mannschaft
gehörte, schien ein echter Coup zu sein.
Der Rückraumspieler zählte zu den gro­
ßen Entdeckungen beim überraschenden
EM-Titel vor knapp einem Jahr.
Ausgerechnet Fäth ist allerdings ein
entscheidender Faktor für die derzeiti­
ge Unruhe im Verein. Der 26-Jährige

Füchse-Trainer Erlingur Richardsson fordert mehr Emotionen auf dem Spielfeld.
kommt seit seinem Wechsel nach Ber­
lin nicht richtig in Fahrt, er selbst hat
erkannt, dass er ungewöhnlich lange in
seinem Leistungstief steckt. Das alleine
soll aber nicht der Grund sein, dass er
für 2018 bereits einen Vertrag beim Liga­
konkurrenten und amtierenden Meister
Rhein-Neckar Löwen unterschrieben
hat. Er sagt: „Ich werde die Füchse aus
persönlichen Gründen verlassen, da es in
meiner Familie einen schweren Krank­
heitsfall gibt und ich bei den Löwen wie­
der näher an meiner Heimat und bei mei­
ner Familie sein kann.“ Eineinhalb Jahre
spielt Fäth nun aber noch in Berlin.
Dass die Füchse im Achtelfinale des
DHB-Pokals an der SG Flensburg-Han­
dewitt scheiterten, sich nur mit größter
Mühe für die Gruppenphase des euro­
päischen EHF-Cups qualifizierten und
gegen die Spitzenteams der Liga RheinNeckar Löwen und THW Kiel ziemlich
chancenlos wirkten, hatte natürlich noch
ganz andere Gründe als einen Spieler,

der sich derzeit etwas entwurzelt vor­
kommt. Die gesamte Abwehr der Füchse
ist momentan sehr anfällig. Wenn es hier
und da an letztem Engagement fehlt,
bieten sich den Gegnern Freiräume, die
bereitwillig angenommen werden. „Wir
müssen mit viel mehr Emotion spielen“,
forderte Trainer Richardsson, der mo­
mentan allerhand Korrekturbedarf an
der Seitenlinie hat.
Ein Problem, dass sich erst in den
kommenden Monaten so richtig entfal­
ten dürfte, ist die Verletzung von Fabi­
an Wiede. Trotz massiver Probleme im
Schultergelenk lief der Rückraum-Spie­
ler noch für seine Mannschaft auf. Nach
der Operation in den kommenden Tagen
fällt er mindestens für ein halbes Jahr
aus. Weil auch Kent Tönnesen wegen
einer Wadenverletzung noch fehlt, wird
der rechte Rückraum zur offenen Flan­
ke. Christoph Reißky, der aus der zwei­
ten Mannschaft aufgestiegen ist, soll hier
eine Schlüsselrolle einnehmen.

FOTO: SEBASTIAN WELLS

Zu den Schlüsselspielern zählt schon
lange Angreifer Petar Nenadic. 75 Tore
hat er in dieser Saison bereits erzielt, nur
vier Spieler in der Handball-Bundesliga
trafen bislang häufiger. „Er spielt eine
große Rolle für uns“, lobt der Trainer.
Allerdings konzentriert sich der FüchseAngriff zu sehr auf die Künste des Ser­
ben. Immer dann wenn er merkt, dass
die Gegenspieler gut auf ihn eingestellt
sind, verliert Nenadic schon mal die Ge­
duld und nimmt Würfe aus Lagen, die
nicht wirklich einen Torerfolg verspre­
chen. Sieben technische Fehler hat die
Statistik zudem bereits gezählt – eine
ganze Menge.
Auch das ist keine wirklich neue Ent­
wicklung bei den Füchsen. Schon im
vergangenen Jahr profitierten die Füch­
se wesentlich von Nenadics Torhunger,
wirkten dann aber auch hilflos, wenn er
eine Schaffenspause einlegte. Der Ad­
vent ist für die Füchse eben die Zeit der
Déjà-vus.

Das Bezirks-Journal frei Haus – im Abo!

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Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen | Dezember 2016

MALEREI & FOTOGRAFIE
Unverstellt-Mittendrin im Kiez: Fotografien
und Drucke von Jacqueline Gossow und von
STELLWERK Jacqueline Gossow verfremdet
in ihren Fotografien Alltagsgegenstände. Zu
sehen bis zum 26. Januar. Eintritt frei. Ort:
Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin.
„Gesichter Kubas“: Fotografien von Christine Seifert, bis zum 30. Dezember. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr;
Sa 9-15 Uhr. Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter Allee 149, 10365 Berlin, Tel.
030 5556719.
Malerei und Zeichnungen: „Interieur“ von
Nouria Khadeeva, zu sehen bis zum 16. Dezember. Ort: Galerie Ost-Art, Giselastraße
12, 10317 Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15
Uhr, Sa 13-17 Uhr.
Ahnengalerie XVIII: Ausstellung der Malgruppe „Leser malen - Maler lesen“ unter
Leitung von Marianne Höhne bis zum 31.
Dezember. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek Im
Linden-Center, Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030 92796410. Öffnungszeiten: Mo,
Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr.
„We are“: Fotografien von Benjamin Eichler,
zu sehen bis zum 8. Januar. Eintritt frei. Ort:
Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr.
Körper, Plätze, Planes...: Aquarelle von Ulrike Walther, zu sehen bis zum 18. Dezember. Ort: Galerie im Kulturhaus Karlshorst,
Treskowallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030
475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19
Uhr, So 14-18 Uhr.

wallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030 475940610.
Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18
Uhr.

Bezirks-Kulturkalender

7

LESUNG & GESPRÄCH
„Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles
Dickens: Szenische Lesung mit Teo Vadersen, Christine Marx, Klaus Nothnagel und
Ortrun Dreyer am 14. Dezember um 19.30
Uhr. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: Galerie 100
und Kunstverleih, Konrad-Wolf-Straße 99,
13055 Berlin, Telefon 030 9711103.
„Kaminfeuer“: Weihnachtslesung mit Klaus
Feldmann („Aktuelle Kamera“) am 16. Dezember um 19 Uhr. Eintritt: 4, erm 3 Euro.
Ort: Anna-Seghers-Bibliothek Im LindenCenter, Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel.
030 92796410.

GESCHICHTE
„Die Vielfalt der Sinti und Roma in Deutschland“: Wanderausstellung der Initiative Romane Romnja (Sinti und Roma Frauen) bis
zum 8. Januar 2017. Eintritt frei. Ort: Museum
Lichtenberg im Stadthaus, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030 5779738812/18.
Öffnungszeiten: Di-Fr und So 11-18 Uhr.
Ausstellung „Inhaftiert in Hohenschönhausen. Zeugnisse politischer Gewalt
1945-1989“: Dauerausstellung im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis. Führungen:
Einzelbesucher: stündlich 10-16 Uhr (6, erm.
3 Euro), Gruppen (Voranmeldung): täglich
9-16 Uhr, Eintritt frei. Ausstellung tgl. 9-18
Uhr. Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschön-

Leben und Träume: Grafiken von Harald Metzkes. Harald Metzkes gehört hierzulande zu
den bedeutendsten zeitgenössischen Malern und ist ein prominenter Vertreter der „Berliner
Schule“. Zu sehen bis zum 31. Januar. Ort: Kursana Domizil Marzahn, Märkische Allee 68,
FOTO: MANUEL WEIDT
12681 Berlin. 
Weihnachtskonzert: Der Kinder- und Frauenchor der Schostakowitsch-Musikschule
Lichtenberg musiziert am 21. Dezember um
18 Uhr unter der musikalischen Leitung von

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Bezirks-Journal
www.LichtenbergMarzahnPlus.de

Anzeigenbuchungen: Tel. 030 55499655

Vera Hahn. Eintritt: frei. Ort: Anna-Seghers-

1 Euro. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek Im Linden-Center, Prerower Platz 2, 13051 Berlin,
Tel. 030 92796410.
Das Traumfresserchen: Gastspiel des Theaters des Lachens am 18. Dezember (11/
16 Uhr), 19. Dezember, 10 Uhr, 21./ 22. Dezember, jeweils 10 Uhr. Karten: 4,50 Euro
(Kinder), 6,50 Euro (Erwachsene). Vorbestellungen erbeten. Ort: Das Weite Theater, Parkaue 23, 10367 Berlin, Tel. 030 9917927.

VORTRAG/ FÜHRUNG
Fensterblicke: Galeriefrühstück und Vortrag mit Rotraut Simons am 14. Dezember
um 10 Uhr. Eintritt: 7,50 Euro inkl. Frühstück.
Ort: Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin, Tel. 030 5532276.

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IMPRESSUM

„Ausblick : Gegenwart“: 7 künstlerische
Positionen zur Zeit, Malerei und Grafik
von Michael Augustinski, Claudia Hartwig,
Michael Otto, Peter Schlangenbader, Tine
Schumann, Hans Stein, Andrea Streit. Zu sehen bis zum 6. Januar 2017. Öffnungszeiten:
Mo-Fr 10-18 Uhr. Ort: rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller Lichtenberg,
Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin, Tel. 030
902963712.

hausen, Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel.
030 98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de

Bibliothek Im Linden-Center, Prerower Platz
2, 13051 Berlin, Tel. 030 92796410.

Staatssicherheit in der SED-Diktatur: Dauerausstellung im Stasi-Museum. Geöffnet
Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa/ So 11-18 Uhr. Ort: Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße 103,
Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854, Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt: Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro.

Christmas Magic: Beliebte Weihnachtslieder aus England und America, präsentiert
von Christoph Schobesberger & Lynne Williams am 26. Dezember um 20 Uhr. Eintritt:
25 Euro inkl. Begrüßungssekt. Ort: Schloss
Friedrichsfelde, Am Tierpark 41, 10319 Berlin.
Reservierungen unter Tel. 030 51531407.

„Thoughts About The World“: Malerei von
Stephan Arndt und Robert Bernhardt bis
zum 17. Januar 2017. Ort: Anton-SaefkowBibliothek, Anton-Saefkow-Platz 14, 10369
Berlin, Tel. 030 902963790. Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-15
Uhr.

Zwischen Krieg und Frieden - Waldlager
der Roten Armee in Brandenburg 1945:
Ausstellung bis zum 15. Januar 2017. Mehr
als 70 Jahre nach Kriegsende finden sich in
Brandenburgs Wäldern Funde aus der Zeit
der deutschen Kapitulation 1945... Eintritt:
frei. Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr. Ort:
Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin, Tel.
030 501508-10.

Weihnachtliches Chorkonzert: Auftritt des
ehemaligen Chors der St. Hedwigs-Kathedrale unter der Leitung von Prof. Roland Bader am 18. Dezember um 18 Uhr. Eintritt: 12
Euro. Ort: Festsaal des Ev. Krankenhauses
Königin Elisabeth Herzberge, Herzbergstr.
79, 10365 Berlin.

Hommage an Gerenot Richter: Druckgraphik und ausgewählte Handzeichnungen
des 1991 verstorbenen Berliner Künstlers
Gerenot Richter und Professors für Malerei
und Graphik an der Berliner Humboldt-Universität sind bis zum 11. Januar zu sehen.
Ort: Galerie 100 und Kunstverleih, KonradWolf-Straße 99, 13055 Berlin, Telefon 030
9711103. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So
14-18 Uhr.
Vom Leben in der Stadt: Malerei von Elke
Pollack, bis zum 29. Januar 2017. Vernissage: 22. Dezember, 19 Uhr. Eintritt frei. Ort:
Galerie im Kulturhaus Karlshorst, Tresko-

MUSIK & KONZERT
„Petersburger Schlittenfahrt“: Weihnachtskonzert mit Ronny Heinrich, seinem Orchester, der Sopranistin Birgit Pehnert und dem
amerikanischen Startenor Eric Fennell am
18. Dezember um 15 Uhr. Eintritt: 35, erm. 30
Euro. Karten unter Tel. 03301 530220, Ort:
Max-Taut-Aula Berlin, Fischerstraße Ecke
Schlichtallee, 10317 Berlin.

KINDER & JUGENDLICHE
Olga die Weihnachtsgans: Ein vorweihnachtliches Liederprogramm am 15. Dezember um 9.30 Uhr zum Mitmachen mit dem
Kinderliedermacher Rainer Herzog für Kinder ab 3 Jahren. Eintritt: 4,50 Euro, ermäßigt
mit JKS-Schein 3 Euro. Ort: Humboldt-Haus,
Warnitzer Straße 13 A, 13057 Berlin.
„Rudolf mit der roten Nase“: Eine Weihnachtsgeschichte mit dem Berliner Puppentheater am 17. Dezember um 11 Uhr. Eintritt:

Bezirks-Journal

Unabhängige Monatszeitung für
die Berliner Bezirke. In Kooperation mit
www.lichtenbergmarzahnplus.de.
Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt
derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie
Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die
Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung.
Herausgeber/ Chefredakteur:
Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
Verlag:
Medienbüro Gäding | Marcel Gäding
im Medienzentrum Marzahn
Zur Alten Börse 77 | 12681 Berlin
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Telefax: 030 55 49-43 69
E-Mail: redaktion@bezirks-journal.de
Internet: www.bezirks-journal.de
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Redaktion & Internet:
Marcel Gäding (Ltg.), Volkmar Eltzel (lima+)
freie Mitarbeit: Steffi Bey, Birgitt Eltzel, Sabine Flatau,
Angelika Giorgis, Christine Meier, Benedikt Paetzholdt
Anzeigen & Werbung:
Lutz Neumann, Tel. 030 55 49-96 55
E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de
Vertrieb & Verteilung:
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E-Mail: vertrieb@bezirks-journal.de
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Gesamtauflage: 100.000 Exemplare
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 3/2015.
Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 12.01.2017

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Bezirks-Nachrichten

Dezember 2016 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

Alles, was Lichtenberg bewegt. Kurz. Bündig. Kompakt. Senden Sie uns Ihre Infos!
E-Mail: redaktion@bezirks-journal.de

Erstarrte Natur
Eben noch lag auf dieser Pflanze Regenwasser, über Nacht ist es zu einem impo­
santen Eiszapfen erstarrt. Vor allem nachts sinken derzeit die Temperaturen auf
unter 0 Grad Celsius, was für so manches kleine Naturschauspiel sorgt. Getoppt
werden kann dies nur noch durch eine weiße Schneedecke, die in diesem Jahr zu
Weihnachten nicht unwahrscheinlich ist. Unser Foto stammt von Gisela GraehnBaumann, Mitglied in der Fotogruppe des Deutschen Senioren-Computerclubs.

Rockermord: Zeugen gesucht

Arbeiten am
Pfuhl gehen weiter
N E U - H O H E N S C H Ö N H AU S E N.
Nördlich der Zingster Straße am De­
krapfuhl werden die bereits zu Jahres­
beginn eingeleiteten Artenschutzmaß­
nahmen fortgesetzt. Die Gewässersohle
wird vertieft und die noch vorhandenen
Bäume werden gefällt. Nach der Berliner
Baumschutzverordnung sind diese nicht
geschützt. Noch in diesem Jahr sollen
die Arbeiten abgeschlossen werden. (ba.)

Florian Münter

LICHTENBERG. Wie die Polizei und
die Staatsanwaltschaft Berlin gemeinsam
mitteilen, liegen neue Erkenntnisse zu
dem Mordfall vor, bei dem am Freitag,
26. August 2016, im Kietzer Weg der
28-Jährige Angehörige der Rockergrup­
pierung „Guerilla Nation“ kurz nach
13 Uhr auf seinem Motorrad von meh­
reren Schüssen getroffen wurde. Er hatte
sich danach schwerverletzt in eine dort
ansässige Werkstatt geflüchtet, wo er
zusammenbrach. Mitarbeiter eines Ge­
werbehofes alarmierten die Polizei. Ret­
tungskräfte konnten trotz sofort eingelei­
teter Reanimationsmaßnahmen nichts
mehr für den Verletzten tun, er verstarb
noch am Ort. Der oder die Täter flüchte­
ten unerkannt.
Jetzt ermittelte die Polizei, dass die
Mitglieder des Rockerclubs wenige Tage
vor der Tat von mindestens zwei Per­
sonen in einem Renault Mégane Scé­
nic ausspioniert wurden. Ein Video zu
dem Renault Mégane Scénic liegt der 4.
Mordkommission vor.
Trotz intensiver Ermittlungen sei es
bisher nicht gelungen, das Auto ausfin­
dig zu machen. Das Kennzeichen des
fotografierten Renault – B-LM 2894 –
gehöre nicht zu dem Fahrzeug. Auch die
Insassen des Fahrzeugs, die als wichtige
Zeugen in Betracht kommen, konnten
bisher nicht identifiziert werden.
Zu dem gesuchten Auto lassen sich,

Bestattungen

S O Z I A L B E S TAT T U N G
Feuer-oderErdbestattung
unverbindlicher und kostenfreier Hausbesuch
komplette Antragsstellung und Erledigung alle Formalitäten
Kostenübernahme durch das Sozialamt

Tag & Nacht

30 34 04 47

laut Polizeiangaben, bisher folgende
Feststellungen treffen: Es handelt sich
um einen Renault Mégane Scénic 1 Pha­
se 1. Dieses Modell ist in Deutschland
zwischen 1997 und 1999 verkauft wor­
den. Das Fahrzeug verfügt über nachge­
rüstete Tagfahrscheinwerfer sowie über
eine nachgerüstete Anhängerkupplung.
Die hinteren Scheiben wurden nach­
träglich getönt. Die vordere Stoßstan­
ge ist nicht in der Wagenfarbe lackiert.
„Möglicherweise handelt es sich um das
Sondermodell ‚Century‘, heißt es in der
Mitteilung“.
Des Weiteren soll zum Tatzeitpunkt
ein heller, kleinerer Kastenwagen mit ei­
ner gelben Rundumleuchte in der Nähe
des Tatortes, im Park hinter den Wohn­
häusern der Wilhelm-Guddorf-Straße
14–20, gesehen worden sein. Die 4.
Mordkommission fragt: Wer kann Anga­
ben zu dem Fahrer des Renault Mégane
Scénic machen? Wer kennt den abgebil­
deten Renault Mégane Scénic oder hatte
ihn in seinem Besitz? Wer kann Angaben
zu den Nutzern des Renault Mégane
Scénic machen? Wo wurde im Zeitraum
um den 26. August 2016 oder auch aktu­
ell ein solches Fahrzeug regelmäßig ge­
sehen? Wem ist das Kennzeichen B-LM
2894 seit Ende März 2016 aufgefallen?
Fotos unter www.lichtenbergmarzahn­
plus.de Hinweise nimmt jede Polizei­
dienststelle entgegen. (ve.)

Inklusionspreis
für zwei Projekte
LICHTENBERG. Bezirksbürgermeis­
terin Birgit Monteiro (SPD) hat an­
lässlich des Internationalen Tages der
Menschen mit Behinderung den zwei­
ten Lichtenberger Inklusionspreis an
zwei Preisträger verliehen: Vertreter des
Hohenschönhausener Bürgertreffs „Ge­
meinsam im Kiez leben“ und des Pro­
jekts „Kiezhelfer“ der Karlshorster How­
oge-Kundenzentrale freuten sich über
die Auszeichnung. „Schritt für Schritt
versuchen wir, einen inklusiven Bezirk
zu gestalten. Dank der ausgezeichneten
Initiativen sind wir dabei schon ein gro­
ßes Stück vorangekommen“, sagte Birgit
Monteiro während der Preisübergabe im
gut besuchten Haus der Generationen.
Der inklusive Bürgertreff „Gemeinsam
im Kiez leben“ der Spastikerhilfe eG ist
Anlaufstelle für Menschen mit und ohne
Behinderung aus Alt-Hohenschönhau­
sen: Sie können beim Bürgertreff kochen
oder barrierefreie Hochbeete beackern.
Das Howoge-Projekt „Kiezhelfer“ älte­
ren Menschen, Mieterinnen und Mieter
mit Behinderung dabei, Möbel zu ver­
rücken, Bilder anzubringen oder kleine
Reparaturen zu erledigen. (ba.)
        
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