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Periodical volume

Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal Issue 2.2015,12

HOHENSCHÖNHAUSEN:
S-Bahnlinie 75 soll
verlängert werden. S. 4

KARLSHORST:
Treskowallee soll
verbreitert werden. S. 5

Lichtenberger

in Kooperation mit

Bezirks-Journal

Kostenlose und regionale Monatszeitung für Lichtenberg und Hohenschönhausen – mit Lokalnachrichten von Malchow bis Karlshorst für 268.465 Menschen
www.bezirks-journal.de | www.lichtenbergmarzahnplus.de | www.facebook.de/bezirksjournalberlin | www.twitter.com/bezirks_journal | 2. Jhg. | Ausgabe 12 | 10. Dez. 2015

Arbeitslosenquote
geht weiter zurück
ARBEITSMARKT: Zahl der Erwerbslosen sinkt
im November auf 13.714

D

ie Zahl der Arbeitslosen in Lichtenberg sinkt weiter. Sie betrug
im November 13.714 – das sind
174 Erwerbslose weniger als im Oktober
und 657 weniger als im November 2014.
Wie die Agentur für Arbeit mitteilte,
beträgt die Arbeitslosenquote in Lichtenberg damit 9 Prozent – 4,6 Prozent
weniger als im November 2014.
Damit setzt sich der Trend im „Boombezirk“ Lichtenberg fort. Während sich
im November 3.212 Personen arbeitslos
meldeten, registrierte die Agentur für
Arbeit 3.421 Lichtenberger, die wieder
in Arbeit sind. Unter den derzeit als
arbeitslos gemeldeten Personen sind 35
Prozent langzeitarbeitslos; jeder Dritte
Erwerbslose ist 50 Jahre und älter. Besonders hoch ist die Arbeitslosenquote
bei den 15- bis 20-Jährigen: Sie lag im

November dieses Jahres bei 10,2 Prozent.
„Lichtenberg hat in den vergangenen
zehn Jahren eine positive Entwicklung
erlebt“, sagte Lutz Neumann, der Geschäftsführer des Jobcenters BerlinLichtenberg, auf einer Unternehmerveranstaltung des Wirtschaftskreises
Hohenschönhausen-Lichtenberg.
So
habe sich die Zahl der Arbeitslosen in
dem Zeitraum fast halbiert. Im Jahr 2014
konnte das Jobcenter 8.226 Menschen in
den Arbeitsmarkt integrieren. Allerdings
waren 2014 rund 42.300 Menschen auf
staatliche Unterstützung angewiesen,
4.643 davon leben von Transferleistungen. Allein im vergangenen Jahr bewilligte das Jobcenter rund 250 Millionen
Euro an Mitteln zum Lebensunterhalt
sowie für Miete und Heizung. (gäd.)

BESINNLICHER ADVENT

Warten auf das weiße Wunder

Der Winter ist bislang eher zögerlich. Bis auf ein paar Flocken Ende November
mussten wir bislang auf Schnee verzichten. Welch schöne Stimmung aber gerade zur Adventszeit entsteht, hat unser Fotograf eingefangen – er ist Mitglied der
Fotogruppe im Deutschen Senioren Computer-Club. Auf der „Pirsch“ nach Motiven kam er zufällig an diesem festlich geschmückten Balkon vorbei. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten!
FOTO: CLAUS CASSUBE

2

Bezirks-Leben

Dezember 2015 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

Ein Potsdamer Platz
für Hohenschönhausen

NACHRICHTEN

Deutschlands
modernste Apotheke ist
in Lichtenberg

Die Lichtenberg Apotheke
im Bahnhof Lichtenberg
ist zu Deutschlands modernster Apotheke gekürt
worden. Unter dem Motto „ein neues Verständnis
von Apotheke“ wurden
die beiden Inhaberinnen,
Apothekerin Dr. Ina Lucas und ihre Partnerin Maria Zoschke,
für das Gesamtkonzept ihres Betriebes
ausgezeichnet. Der Award wurde erstmalig vom Deutschen Apothekerverband verliehen und zeichnet unter allen
Apotheken im gesamten Bundesgebiet
herausragende Konzepte aus. „Wir sind
stolz, dass unser Konzept gewonnen
hat. Unsere Idee, ein neues Gefühl von
Apotheke zu schaffen, hat offenbar auch
die Jury überzeugt“, sagt Dr. Ina Lucas.
Und Maria Zoschke ergänzt: „Es ist
schön zu sehen, dass unsere Kreativität
und unser Herzblut, das wir jeden Tag
in die Apotheke stecken, so gut ankommen. Wir lieben es, wenn sich Menschen
bei uns wohl fühlen.“ Bereits Anfang
des Monats waren die Berliner von der
Deutschen Bahn zum Shop des Jahres
nominiert worden und mussten sich im
Finale lediglich einer Autorenbuchhandlung geschlagen geben. (bzj.)

INTERVIEW: Hohenschönhausen fehlt seit 30 Jahren ein eigenes Zentrum.
Die Lichtenberger CDU will die Entwicklung vorantreiben – unter anderem mit
neuem Einzelhandel. Ein Gespräch mit Fraktions-Chef Gregor Hoffmann.

Z

wischen dem Prerower Platz mit
seinem Linden-Center und dem
Bahnhof
Hohenschönhausen
herrscht Ödnis. Dabei könnte das Areal
entlang der Falkenberger Chaussee und
der Wartenberger Straße längst bebaut
sein – mit neuen Wohnungen, einem
größeren Supermarkt und kleinen Geschäften. Gewerbe und Einzelhandel
sind Voraussetzungen, um das Zentrum
von Hohenschönhausen städtebaulich
zu entwickeln, sagt Gregor Hoffmann,
der Vorsitzende der CDU-Fraktion in
der
Bezirksverordnetenversammlung
Lichtenberg.
Herr Hoffmann, kürzlich lehnten alle anderen Fraktionen das Ansinnen eines Investors
ab, die Fläche des von ihm geplanten Einzelhandelsstandortes von 1.500 auf 2.000
Quadratmeter zu erweitern. Warum hält die
CDU an ihrer Forderung fest?
Wir schätzen die Lage im Gegensatz
zu den übrigen Fraktionen anders ein.
In Anbetracht der wachsenden Stadt
wird es auch in Hohenschönhausen eine
Entwicklung geben, die die Möglichkeit

Das Zentrum von Hohenschönhausen. Mehr trist als hipp. Die CDU will das gerne änFOTOS: M. GÄDING
dern.
schafft, die entsprechend notwendigen
Einzelhandelsflächen zu genehmigen.
Das wird sich spätestens mit dem zu
überarbeitenden Zentren- und Einzelhandelskonzept zeigen. Die alte Fassung war noch von ganz anderen Zahlen
ausgegangen. Inzwischen werden wir
aber vom Bevölkerungszuwachs überholt. Schon heute erhalten wir Klagen
von Bürgern, die sich beschweren, dass
es in ihren Kiezen an Einzelhandel fehlt.
Das soll natürlich nicht heißen, dass
man unisono jedes Konzept eines Investors genehmigen muss.
Wie sieht denn Ihre Vision für das Zentrum
von Hohenschönhausen aus?
Zunächst gibt es ja einen Investor, der
an den Standort glaubt und Einzelhandel plant. Ich bin stolz und froh, dass
der Eigentümer der Flächen an der Wartenberger Straße diesen Standort positiv
entwickeln will. Mit dem Kino und der
Bibliothek im Linden-Center gibt es bereits kulturelle Angebote. Es muss uns
darum gehen, den gesamten Standort
zu beleben. Ich setze mich daher für ein
Konzept ein, das auch dem Einzelhandel Raum gibt. Wie man eine Gegend
durch Einzelhandel aufwertet, haben
wir doch mit dem kürzlich wieder eröffneten Hansa-Center gesehen. Bezirk,
Deutsche Bahn und Investor sollten an
einem Strang ziehen. Toll wäre es, wenn
darüber hinaus an der Stelle zusätzlicher
Wohnraum entstehen würde. Ich will da
gar nicht bescheiden sein und stelle mir
eine interessante Architektur in einem
größeren Komplex vor. Daher möchte
ich den Investor auffordern, mutig zu
sein und architektonische Zeichen zu
setzen.
Also so etwas wie ein Potsdamer Platz für
Hohenschönhausen?
Ich halte das für durchaus realistisch!
Die Frage ist doch, wie wir das umsetzen. Wir sollten das Ziel formulieren,
dass wir dort im Herzen von Hohen-

schönhausen nicht irgendetwas Beliebiges haben wollen. Allein durch den
Bahnhof haben wir ja einen zentralen
Standort für eine größere Entwicklung.
Das lässt sich mit einer guten Gesamtkonzeption verbinden.
Nun hat Hohenschönhausen 30 Jahre kein
Zentrum gehabt. Erlauben Sie uns zu fragen,
warum Sie jetzt Tempo machen?
Weil es in den vergangenen Jahren
schlichtweg keinen Investor gab! Jetzt,
da der Bezirk einen Imagewechsel vollzieht und wir vielerorts als Boombezirk
bezeichnet werden, erkennen Investoren
die Entwicklungspotenziale – auch am
Stadtrand. Da
kann ich es
nicht verstehen, dass wir
jetzt um 500
Quadratmeter
streiten und
den vorhandenen Investor vertrösten
müssen. Mit
derartigen
Beschlüssen
Gregor Hoffmann.
trägt
man
nicht zu einem investorenfreundlichen
Klima bei. Ich hoffe, dass die Bürgerinnen und Bürger dies im kommenden
Jahr bei der Stimmabgabe berücksichtigen.
Was macht Sie so sicher, dass der Investor
zum Zuge kommen wird, wo doch alle anderen Fraktionen die Pläne ablehnen?
Ich sprach ja bereits von der Neuauflage des Zentren- und Einzelhandelskonzepts. Dort wird es sicherlich in
Anbetracht des Bevölkerungszuwachses
auch neue Höchstgrenzen geben, was
die zulässigen Einzelhandelsflächen
betrifft. Dann gibt es eigentlich keinen
Grund mehr, den Investor zu verprellen.


Das Gespräch führte Marcel Gäding.

Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen | Dezember 2015

Bezirks-Leben

Hilfe aus erster Hand

3

SOZIALES: In Wartenberg ist der dritte Lichtenberger Pflegestützpunkt eröffnet worden. Dort erhalten
Angehörige und Pflegebedürftige Informationen, Beratung und Unterstützung.

K

erstin Beurich (SPD) ist erleichtert. „Lange haben wir gekämpft, dass wir einen dritten
Pflegestützpunkt bekommen“, sagt die
Lichtenberger Sozialstadträtin. Bislang
gab es solche Einrichtungen nur an der
Einbecker Straße und an der Rummelsburger Straße. Hohenschönhausen hingegen war ein weißer Fleck auf der Karte der Pflegestützpunkte in Berlin.
Der Pflegestützungpunkt im HelmutBöttcher-Haus ist die 30. Einrichtung,
in der Angehörige, aber auch Betroffene
Rat und Tat in Sachen Pflege erwarten
dürfen. „Damit sind wir wieder einen
Schritt weiter in der Versorgung der
Menschen mit Beratungsangeboten,
wieder einen Schritt weiter hin zu 36
Standorten“, sagt Berlins Sozialstaatssekretär Dirk Gerstle (CDU). Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) ist
froh, dass diese Angebote dort unterbreitet werden, „wo die Menschen leben“.
Aktuelle Zahlen belegten, dass gut die
Hälfte der Ratsuchenden sich selbst um
die eigene Pflege kümmerten.
Mehrere Jahre hatten Bezirks- und
Landespolitiker sich dafür engagiert,
dass im Norden Lichtenbergs – in Ho-

mieren darüber, welche Hilfen es für ein
selbstbestimmtes Leben zu Hause gibt,
welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, wie eine Wohnung an die
Bedürfnisse angepasst werden kann und
welche Hilfsmittel den Alltag erleichtern. Außerdem beraten die Mitarbeiter
der Pflegestützpunkte über geeignete
Wohnformen, über Angebote für Menschen mit Demenz und darüber, wie
Angehörige eines zu pflegenden Menschen entlastet werden können. Träger
der Pflegestützpunkte sind die Berliner
Kranken- und Pflegekassen sowie das
Land Berlin. (bzj.)

i
Eröffneten den dritten Lichtenberger Pflegestützpunkt: Karin Halsch, Priska Junkersdorf
(Geschäftsführerin der Pflegestützpunkte), Birgit Monteiro, Dirk Gerstle, Danny Feymark und Kerstin Beurich (v.l.n.r.).
FOTO: M. GÄDING
henschönhausen – ein Pflegestützpunkt
eingerichtet wird. Auf Landesebene
hatte der CDU-Abgeordnete Danny
Freymark mit Nachdruck eine solche
Einrichtung gefordert; auf Bezirksebene
ließ der SPD-Sozialpolitiker Fritz Wolff

nicht locker. Auch seine Abgeordnetenhauskollegin Karin Halsch (SPD)
bezeichnete die Eröffnung eines Pflegestützpunktes in Hohenschönhausen als
längst überfällig.
Die Pflegestützpunkte in Berlin infor-

Pflegestützpunkte in Lichtenberg
•Einbecker Straße 85, 10315 Berlin,
Tel. 030 9831763-0
•Rummelsburger Straße 13, 10315
Berlin, Tel. 030 259357955
•Woldegker Straße 5, 13059 Berlin,
Tel. 030 23980208 (im Helmut-Böttcher-Haus)
Sprechzeiten: Dienstag, 9-15 Uhr und
Donnerstag 12-18 Uhr sowie nach
Vereinbarung
Weitere Informationen:
www.pflegestuetzpunkteberlin.de

4

Bezirks-Leben

POLIZEIREPORT

KIOSKBESITZER WEHRT SICH:
Der Besitzer eines Spätkaufs hat drei Jugendliche in die Flucht geschlagen. Das
Trio hatte am 3. Dezember den kleinen
Laden an der Goeckestraße in Alt-Hohenschönhausen betreten, dem 46-Jährigen Inhaber mit Messern gedroht und
ihn um Herausgabe von Geld aufgefordert. Der Späti-Besitzer holte allerdings
ein Messer unter seinem Tresen hervor
und setzte sich erfolgreich zur Wehr. Daraufhin flüchteten die Täter. Eine erste
Spur führte die Kripo schließlich zu einem 15-Jährigen, dessen elterliche Wohnung im Zuge der Ermittlungen durchsucht wurde. Derzeit dauert die Suche
nach den Tätern an.
BVG-FAHRGÄSTE
VERLETZT:
Zehn Personen wurden bei einem Unfall in Friedrichsfelde verletzt. Ein LkwFahrer hatte in der Straße Am Tierpark
einen haltenden BVG-Bus touchiert.
Durch den Aufprall wurden neun Fahrgäste und der 56 Jahre alte Busfahrer
leicht verletzt. Sie kamen zur Kontrolle
in verschiedene Kliniken. Der LkwFahrer blieb unverletzt. Die Straße Am
Tierpark musste wegen des Unfalls Richtung Sewanstraße drei Stunden gesperrt
werden.
AUTO ERFASST FUSSGÄNGER: An
der Ecke Storkower Straße und AlfredJung-Straße ist ein 61 Jahre alter Fußgänger verletzt worden. Er wurde vom
Auto einer 57-Jährigen erfasst, die gerade
in Richtung Möllendorffstraße fuhr. Offenbar hatte sie den Passanten auf einem
Fußgängerweg übersehen. Der Mann
wurde zur stationären Behandlung in ein
Krankenhaus gebracht.
LOKAL ÜBERFALLEN: Unbekannte haben Ende November ein Lokal in
der Otto-Marquardt-Straße im Ortsteil
Fennpfuhl überfallen. Die maskierten
Täter waren über den Notausgang ins
Lokal gelangt. Mit den Einnahmen aus
Spielautomaten und der Kasse konnten
die Männer in unbekannte Richtung
flüchten.

Dezember 2015 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

Von Hohenschönhausen nach Schönefeld
NAHVERKEHR: Die S75 soll nach dem Willen der CDU bis nach Pankow
verlängert werden. In langfristigen Planungen ist sogar von einer Verbindung
zum Hauptstadtflughafen die Rede.
von Marcel Gäding

D

ie S-Bahnlinie 75 soll schon
bald von der Endhaltestelle
Wartenberg hinaus zum SBahnhof Pankow verlängert werden.
Einen entsprechenden Antrag hat Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg auf Initiative der CDU-Fraktion
hin beschlossen. Auch soll die Siedlung
Margaretenhöhe einen eigenen Bahnhof
bekommen, fordern die Christdemokraten. „Hintergrund dafür ist zum einen
der Wunsch der Hohenschönhausener
Bürger nach einer besseren verkehrlichen Anbindung an die Stadt und zum
anderen die Bitte der Pankower um Entlastung der S- und Straßenbahnstrecken
in ihrem Bezirk“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Gregor Hoffmann.
Neu ist die Idee nicht. Entsprechende Planungen sind bis in die Zeit der
DDR zurückzuverfolgen, wie Lichtenbergs Stadtentwicklungsstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) sagt. Auch der
Anschluss an den kleinen von Einfamilienhäusern und Kleingärten geprägten
Ortsteil Margaretenhöhe in Malchow
ist schon länger im Gespräch. Vor Ort
sind sogar die Aufschüttungen für den
Bahnhof zu erkennen. Auch der Platz
für die eigentliche S-Bahnstrecke parallel zur Regionalbahntrasse Richtung
Oranienburg und Templin wird seit vielen Jahren freigehalten. „Angesichts des
Themas wachsende Stadt ist es aus unserer Sicht ratsam, die Lücke zu schließen
und die S-Bahnlinie über Karow nach
Pankow zu verlängern“, sagt Nünthel.
Konkret geht es um landeseigene Flächen, die das Land Berlin derzeit für den
Wohnungsbau in Pankow aktiviert. „Da
ist es doch naheliegend, die verkehrliche
Anbindung mit einem leistungsfähigen
Verkehrsmittel sicherzustellen“, erklärt
Wilfried Nünthel auf Nachfrage dem
Bezirks-Journal. Ein weiterer Vorteil:

Die Regionalbahnstrecke in Höhe Margaretenhöhe. Links wurde vorsorglich Platz freigeFOTO: M. GÄDING
halten für eine neue S-Bahn-Verbindung.
Auch die Hohenschönhausener wären
schneller in Pankow. Bislang steht für die
Verbindung nur eine Buslinie zur Verfügung. Perspektivisch ist die Rede davon,
die S75 von Mühlenbeck-Mönchmühle
(Landkreis Oberhavel) über Pankow, Karow und Hohenschönhausen, Marzahn
und das sogenannte Grünauer Kreuz bis
zum Hauptstadtflughafen in Schönefeld
weiterzuführen. „Die Hohenschönhausener haben mehrfach den Wunsch nach
einer besseren Anbindung geäußert“,
sagt Lichtenbergs CDU-Fraktionschef
Gregor Hoffmann. Er sieht das Bezirks­
amt in der Pflicht. Das aber kann nur
Briefe an die zuständige Senatsverwaltung schicken, was in diesem Fall bereits
geschehen ist. „Das Land Berlin muss
den Auftrag für den Bau erteilen, die
Deutsche Bahn AG führt diesen dann
aus“, sagt Wilfried Nünthel.
Bislang aber ist man weit von diesem
Vorhaben entfernt. Zwar fand der Neubau der Strecke Wartenberg, Karower
Kreuz und Mühlenbeck-Mönchmühle

bereits Erwähnung im „Stadtentwicklungsplan Verkehr 2025“. Doch dort
steht es versteckt in den langfristigen
Maßnahmen. „Die erforderliche Trassenfreihaltung für einen Streckenneubau
ist über den Flächennutzungsplan von
Berlin abgesichert“, sagt Derk Ehlert
von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. „Eine konkrete Planung für
die Weiterführung der S-Bahn über den
Bahnhof Wartenberg hinaus bis nach
Pankow liegt derzeit nicht vor.“
Lichtenbergs Stadtentwicklungsstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) will sich
mit solchen Aussagen aber nicht zufrieden geben. Er warnt davor, erst neue
Wohngebiete zu bauen und dann die Erschließung mit öffentlichem Nahverkehr
anzugehen. Ein gutes Beispiel, dass es
auch anders herum funktionieren kann,
hat Nünthel im eigenen Bezirk: Bevor
Neu-Hohenschönhausen entstand, ging
dort eine Bahnhaltestelle in Betrieb. Sie
trägt den Namen „Berlin-Hohenschönhausen“.

Bezirks-Journal | Dezember 2015

Bezirks-Leben

5

Senator will Ausbau der
Treskowallee vorantreiben
VERKEHR: Karlshorster Hauptverkehrsstraße
soll 2018 verbreitert werden.

Die Treskowallee Höhe Bahnhof ist ein Nadelöhr.

D

er Bahnhof Karlshorst ist saniert, die Bahnbrücke auch.
Doch darunter ist der Ausbau
der Treskowallee von zwei auf vier
Fahrspuren ins Stocken geraten. Berlins Stadtentwicklungssenator Andreas
Geisel (SPD) drückt jetzt auf die Tube.
Mit den längst überfälligen Arbeiten soll
Ende 2018 begonnen werden: „Wenn
wir schnell sind“, sagte Geisel auf einer
Informationsveranstaltung des Bürgervereins Karlshorst.
Mit dem Ausbau der Treskowallee in
Höhe des Bahnhofs soll ein Nadelöhr
beseitigt werden. Denn genau an dieser
Stelle staut sich der Verkehr täglich in
beide Richtungen. Erst vor einem Jahr
hatte Verkehrsstaatssekretär Christian
Gaebler (SPD) in Aussicht gestellt, dass
mit den Arbeiten für die Verbreiterung
der Treskowallee in Höhe Bahnhof
Karlshorst frühestens Mitte 2018 zu
rechnen sei. Jetzt, ein Jahr und ein Bausenator später, erklärt Ressort-Chef Andreas Geisel: „Ich gehe davon aus, dass
das erforderliche Planfeststellungsverfahren noch in diesem Jahr eröffnet wird
und die Arbeiten Ende 2018 beginnen.“
Geisel, seit Dezember 2014 Berliner Senator für Stadtentwicklung, spricht von
einer „äußerst beschämenden Situation,
die durch nichts mehr zu entschuldigen
ist“. „Damals habe ich gedacht, ich werde Senator und beschleunige das.“
Doch Geisel, seit vielen Jahren Karlshorster und Mitglied im hiesigen Bürgerverein, rechnete nicht mit den langsamen Mühlen der Berliner Verwaltung
und der landeseigenen Betriebe: Denn
sowohl die Senatsverwaltung als auch
die Berliner Verkehrsbetriebe und die
Berliner Wasserbetriebe haben bei dem
Bauprojekt ein Wörtchen mitzureden.
Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens werden verschiedene Varianten für
die Verbreiterung vorgestellt. Außerdem
können Bürger und Behörden Bedenken
oder Einwände äußern. Einerseits plant

FOTO: MARCEL GÄDING

die BVG, ihre Haltestellen für die Straßenbahn womöglich unter die Brücke
vom Bahnhof Karlshorst zu verlegen.
Die Wasserbetriebe wiederum müssen
sich Gedanken machen, wie anfallendes
Regenwasser abfließen kann.
Immerhin konnte Geisel auf der Informationsveranstaltung des Bürgervereins Karlshorst mit einer guten Nachricht aufwarten: Die Federführung für
das notwendige Verfahren liegt jetzt bei
der BVG. Parallel beginnen die Wasserbetriebe mit ihren Planungen, um Zeit
zu sparen – unabhängig vom Ausgang
des Planfeststellungsverfahrens. „Müssen die Wasserbetriebe noch einmal
umplanen, wird das Land Berlin die
Mehrkosten dafür tragen“, sagte Geisel.
Andernfalls hätten die Wasserbetriebe
erst nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens mit ihrer Konzeption
begonnen – dem Vernehmen nach wäre
das erst frühestens Anfang 2019 der Fall
gewesen.
Konkretere Informationen gibt es
auch, was die neue Verbindung zwischen der Bundesstraße 1 und 5 in
Friedrichsfelde und Biesdorf sowie der
Straße an der Wuhlheide betrifft. Die
sogenannte Tangentiale Verbindung Ost
(TVO) soll aus vier Fahrspuren bestehen
– pro Richtung zwei. Geplant ist, das
Zentrum von Karlshorst deutlich zu entlasten. „Das Planfeststellungsverfahren
ist schon seit längerem im Gange“, sagt
Lichtenbergs Stadtentwicklungsstadtrat
Wilfried Nünthel (CDU). In die engere
Auswahl käme nun eine Strecke, die östlich und westlich des Bahnaußenrings
entlang verlaufe. Er wolle im Januar
2016 über einen möglichen Trassenverlauf informieren. Bausenator Andreas
Geisel ergänzt, dass man theoretisch
2018 mit dem Bau beginnen könne. Allerdings rechnet er mit Klagen, die das
Vorhaben noch um zwei Jahre hinauszögern können. Konkret bedeutet dies
einen Baustart im Jahr 2020. (gäd.)

besinnliche und frohe

Weihnachtstage!

ANZEIGENSPEZIAL

Tipps und Termine rund um die Weihnachtszeit.
WEIHNACHTSKONZERTE
Weihnachten ist die Zeit der Kirchen, die zu
Konzerten einladen. Wir haben die wichtigsten Termine aus Lichtenberg, Hohenschönhausen zusammengestellt.
19. Dezember, 17 Uhr:
Advents- und Weihnachtsliedersingen mit
dem Chor der ev. Gemeinden Malchow und
Wartenberg. Ort: Kirche zu Wartenberg,
Falkenberger Chaussee 93, 13059 Berlin.
Infos: Tel. 030 9251490. Eintritt: frei, Spenden erbeten.
19. Dezember, 17 Uhr:
Weihnachtskonzert. Zu Gast: Kammerchor
Biesdorf. Ort: Friedrichsfelder Kirche, Am
Tierpark 28, 10315 Berlin. Eintritt: frei,
Spenden erbeten.
19. Dezember, 16 Uhr:
Weihnachtskonzert mit dem Clara-Schumann-Kinder- und Jugendchor sowie dem
Streichorchester der Schostakowitsch-Musikschule Berlin. Eintritt: 8, erm. 6 Euro. Ort:
Nöldnerstraße 43, 10317 Berlin
24. Dezember, 22 Uhr:
Musikalische Christnacht – festliche Musik
für Saxophon und Orgel. Ort: Evangelische
Kirche zu Wartenberg, Falkenberger Chaussee 93, 13059 Berlin. Eintritt: frei, Spenden
erbeten.

24. Dezember, 18.30 Uhr:
„Vom Himmel hoch, da komm ich her“ –
Chorgesänge und Orgelmusik zur Christvesper. Ort: Heinrich-Grüber-Zentrum der
evangelischen Kirchengemeinde Hohenschönhausen Nord, Am Berl 17, 13051
Berlin. Eintritt: frei, Spenden erbeten.
24. Dezember, 22 Uhr:
Orgelkonzert an der Amalien-Orgel. Ort:
Kirche Zur frohen Botschaft Karlshorst,
Weseler Straße 6, 10318 Berlin. Eintritt: frei,
Spenden erbeten.
25. Dezember, 18 Uhr, sowie 26. Dezember, 18 Uhr:
30 Minuten weihnachtliche Orgelmusik.
Ort: Kirche Zur frohen Botschaft Karlshorst,
Weseler Straße 6, 10318 Berlin. Eintritt: frei,
Spenden erbeten.
26. Dezember, 10 Uhr:
Bläsermusik zum 2. Weihnachtstag: „Der
Morgenstern ist aufgedrungen“. Ort:
Heinrich-Grüber-Zentrum der evangelischen
Kirchengemeinde Hohenschönhausen Nord,
Am Berl 17, 13051 Berlin. Eintritt: frei,
Spenden erbeten.

alle Angaben ohne Gewähr!
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STANDORT OST
MAGAZIN FÜR ARBEIT, WIRTSCHAFT, WOHNEN & KULTUR IN DER METROPOLENREGION BERLIN-EASTSIDE | 12/2015

GELD FÜR GEWALTPRÄVENTION

Große Freude bei den Mitarbeitern des Sozialunternehmens JAO gGmbH: Die beiden JAO-Mitarbeiter Oliver Raum und Sabine Willno (Mitte)
erhielten von den beiden Vertretern der Berliner Sparkasse, Nicole Ziegler (links) und Andreas Dähn (rechts), einen Scheck in Höhe von 10.592
Euro. Mit dem Geld unterstützt die Berliner Sparkasse das Gewaltprävenationsprojekt „CUT 126“: Dabei werden Siebtklässler aus neun Schulen
Foto: JAO
von Marzahn-Hellersdorf kleine Videoclips drehen, die im Sommer 2016 im Cinestar in Hellersdorf Premiere haben werden.

NACHRICHTEN
PREIS FÜR
STADT UND LAND
MARZAHN-HELLERSDORF. Die STADT
UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH
wurde für ihre Ehrenamts-Aktion „90 Jahre
STADT UND LAND – 90 gute Taten“ mit dem
Human Resources Excellence Award 2015
in der Kategorie Mitarbeiterengagement
ausgezeichnet. Dieser Preis wird einmal
jährlich an Unternehmen vergeben, die
Personalprojekte entwickeln und umsetzen,
die von außergewöhnlicher Innovation und
Kreativität geprägt sind. Anlässlich ihres
90. Gründungsjubiläums hatte die STADT
UND LAND alle Mitarbeiter dazu aufgerufen,
sich ehrenamtlich zu engagieren und den
sozialen Gründungsgedanken des Unternehmens nachhaltig zu stärken. Das Ergebnis
war beeindruckend und überzeugte auch die
Jury: 386 Mitarbeiter, damit rund 70 Prozent
der Belegschaft, erbrachten insgesamt 127
gute Taten; es wurden über 1.500 Stunden
an ehrenamtlicher Arbeit geleistet, das
entspricht rund 200 Arbeitstagen, teilte das
Unternehmen mit. (bzj.)

2

MEISTER LAMPE AUF DEM
WEG NACH BERLIN

12/2015 | STANDORT OST | Bezirks-Journal

ARTENSCHUTZ: Obwohl sie es in Brandenburg gut
haben, zieht es Feldhasen in die Hauptstadt. In
Lichtenberg soll es Schätzungen zufolge 100 Tiere
geben. Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel.

W

enn er es nicht mit eigenen
Augen gesehen hätte, Wilfried Nünthel hätte gedacht,
dass ihm jemand einen Bären
aufbinden will. Doch tatsächlich entdeckte
Lichtenbergs Stadtentwicklungsstadtrat
vor einiger Zeit in der Sewanstraße in
Friedrichsfelde einen Hasen. Einen Feldhasen, um es genauer zu sagen. Einen „Lepus
europaeus“. Jener Meister Lampe gilt als
scheu und fühlt sich eher in weiten Landschaften wohl. Offensichtlich aber hat er
Lichtenberg für sich entdeckt. „Schon 2008
hat unser Umwelt- und Naturschutzamt
290 Sichtungen von Feldhasen registriert“,
sagt Nünthel.
Nun ist der Kommunalpolitiker einer
der wenigen Städter, der ein Wildkaninchen – von denen es in Berlin Tausende

gibt – von einem Feldhasen unterscheiden kann. Denn Nünthel ist auf dem Land
groß geworden und ein ausgesprochener Kenner von Fauna und Flora. Und so
startet seine Abteilung jetzt ein Projekt,
das die naturinteressierten Lichtenberger
einbeziehen soll. Sie sind aufgerufen, ihre
Sichtungen von Feldhasen zu melden. Und
damit da nicht gleich Äpfel und Birnen in
einen Topf geworfen werden, gibt es ein
paar Details zu beachten: Der Feldhase ist
Einzelgänger, wird nur zur Paarungszeit
mal mit einem Artgenossen gesehen. Er
lebt im Gegensatz zum Wildkaninchen
nicht in einem Bau. Seine Ohren sind
deutlich länger als die seines entfernten
Verwandten. Sein Körper ist im Vergleich
zum untersetzten Kaninchen eher grazil
und sportlich. Natürlich hat die ganze vom

Meister Lampe ist Einzelgänger – nur zur Paarungszeit wird er gelegentlich mit einer Artgenossin gesehen. 
Foto: pixelio.de/ Petra Dirscherl
Umwelt- und Naturschutzamt ausgerufene braucht Fläche, er ist ein Lauftier“, sagt
Aktion auch einen Sinn. Stellt sich heraus, Fickel. Diese Voraussetzungen seien in
dass es eine ernst zu nehmende Populati- Brandenburg gegeben. Was den Molekuon von Feldhasen im Bezirk Lichtenberg larbiologen wundert: „Wie kommen die
gibt, hat dies Folgen – unter anderem auf Hasen nach Berlin, wenn es in BrandenBauprojekte, etc. Denn in vielen Gegenden burg schon so wenige gibt?“ Beantworten
gilt der Feldhase als bedroht, steht unter kann sich Fickel derzeit diese Frage nicht.
Dabei ist seine Abbesonderem Schutz.
teilung die richtige
Ohne Weiteres lieAnlaufstelle, um die
ßen sich freie Flächen
Frage langfristig zu
dann nicht mehr bebeantworten. Seit 1997
bauen, weil diese als
macht der Feldhase eiLebensraum im Bunnen der Schwerpunkte
desnaturschutzgesetz
am IZW aus. Bislang
eine besondere schütwurden mehr als 1.000
zenswerte
Stellung
Tiere aus dem gesameinnehmen.
ten Bundesgebiet unSchaut man auf die
tersucht – von InterBezirks-Karte, die Wilesse ist vor allem das
fried Nünthels Abteilung erstellt hat, reibt Prof. Dr. Jörns Fickel ist dem Feldhasen genetische Material.
Foto: M. Gäding Weil in einigen Bunman sich verwundert auf der Spur.
desländern die Tiere
die Augen: Vor allem
gejagt werden dürfen,
in Friedrichsfelde und
Karlshorst gibt es den Erhebungen von zieht es die Wissenschaftler des IZW regel2008 zufolge einen regelrechten Feldha- mäßig in andere Bundesländer, um Proben
senboom. Im Norden des Bezirks, in den zu nehmen.
Eine erste Vermutung, warum die FeldWeiten der Barnimer Feldmark, wurden
zwar auch Exemplare des flinken Feldha- hasen in Lichtenberg gerne leben, hat Fisen gesichtet – aber weitaus weniger als ckel allerdings schon. Dazu gehört, dass
im Süden des Bezirks. Das überrascht Wil- es im Gegensatz zur freien Landschaft in
fried Nünthel, denn Rummelsburg, Fried- der Stadt weniger sogenannte Prädatoren
richsfelde und Karlshorst sind deutlich en- – also Beutegreifer – leben. Außerdem bieger bebaut als Wartenberg, Falkenberg und ten die Grünflächen im Bezirk ausreichend
Malchow. „Uns wundert diese Dimension Nahrung für den Feldhasen. Fickel sagt,
schon“, sagt Wilfried Nünthel. Dass der dass die Fluchtdistanz der Tiere immer
Feldhase Brandenburg den Rücken kehrt, kürzer werde und sie sich zudem daran
kann einige Gründe haben, erklärt der gewöhnen, Geräusche zu differenzieren.
landwirtschaftlich bewanderte Kommu- Dazu gehört, dass der Großstadtlärm als
nalpolitiker. „Dazu gehört die Umstellung eher harmlos eingestuft wird, während
auf eine großräumige Landwirtschaft, die Feldhasen ihre tierischen Feinde akustisch
sich negativ auf den Artenschutz auswirkt.“ nach wie vor gut ausmachen können.
Von dem neuesten Projekt des Bezirks­
Dass Füchse, Wildschweine und auch
die eine oder andere Graugans immer amtes Lichtenberg ist Jörns Fickel begeismehr in die Stadt vordringen, ist in Ber- tert. Er erhofft sich von den Meldungen der
lin längst kein seltenes Phänomen mehr. Feldhasen neue Erkenntnisse. „Wissen wir,
Wissenschaftler stehen jedoch, was den wo es welche gibt, können wir uns unter
Feldhasen betrifft, vor einem ernsthaften anderem auf die Suche nach Kot machen,
Rätsel. Prof. Dr. Jörns Fickel, Leiter der der uns Informationen liefert“, sagt Fickel.
Abteilung Evolutionsgenetik am Leibniz- Aufschlussreich dürften aber auch KnoInstitut für Zoo- und Wildtierforschung chen- und Fellreste von Feldhasen sein, die
(IZW) in Lichtenberg, sagt, dass „Bran- einem Greifvogel oder einem Fuchs zum
MARCEL GÄDING
denburg ein fantastisches Hasenland“ ist. Opfer gefallen sind.
Doch: Während es in Niedersachsen und
Nordrhein-Westfalen zwischen 40 und 45 Wer Hasen oder andere Wildtiere in LichtenTiere pro 100 Hektar gibt, sind es in der berg sichtet, kann diese hier melden:
Mark nur an die acht bis zehn. „Der Hase http://bit.ly/wildtiere-in-lichtenberg-melden

Bezirks-Journal | STANDORT OST | 12/2015

D

ie Smart Urban Solutions GmbH,
ein Berliner Start-up, will mit
ihrer Marke velo easy nicht nur
an Bahnhöfen, sondern auch vor
Wohnhäusern, Firmen und anderen Plätzen
präsent sein. Denn Fahrradklau ist deutschlandweit ein leidiges Problem, wenn auch
die Langfinger in der Hauptstadt besonders
eifrig sind. 2014 wurden nach Polizeiangaben in Berlin fast 31.000 Fahrräder gestohlen, eine Zunahme um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aufklärungsquote
beträgt etwa fünf Prozent.
Auch velo-easy-Gründerin Claudine Oldengott hat eigene böse Erfahrungen gemacht. „Mir sind schon beim Studium in
Frankreich Räder gestohlen worden, jetzt
in Berlin auch zwei“, erzählt die 26-Jährige. Im Familien- und Kollegenkreis, wo es
ebenfalls Betroffene gab, wurde oft über
Lösungen diskutiert. „Dabei wurde dann
die Idee für velo easy geboren.“ Dass die
Rondells mit den tortenstückähnlichen Boxen zuerst in Lichtenberg und Karlshorst
aufgestellt werden, ist allerdings ein wenig
dem Zufall geschuldet. Weil diese Bahnhöfe zu den Schwerpunkten des Fahrraddiebstahls in der Stadt gehören, hatte der Lichtenberger Stadtrat für Stadtentwicklung,
Wilfried Nünthel (CDU), im April dem
Inforadio vom rbb ein Interview gegeben.
„Wir haben die Sendung gehört und sind
sofort hingefahren“, erzählt Oldengott. Aus
einem anschließenden Gespräch mit dem
Kommunalpolitiker ergaben sich in der
Folge die beiden Plätze für das Pilotprojekt.

EIN SCHLIESSFACH
FÜR DAS FAHRRAD
NAHVERKEHR: Demnächst soll es am Bahnhof
Lichtenberg und am Bahnhof Karlshorst jeweils
einen Rundcontainer mit zehn verschließbaren
Einzelboxen für Fahrräder geben.

Rein und hoch: So parken die Fahrräder in den Rundcontainern. Davon soll es Standorte in
Karlshorst und am Bahnhof Lichtenberg geben. 
Foto: Birgitt Eltzel

3
Wilfried Nünthel sagt, dass für die
Rondells, in denen man neben dem Fahrrad oder E-Bike auch andere Gegenstände wie Fahrradhelm, Einkaufstüten und
Wechselkleidung verstauen kann, jetzt die
Stellflächen vorbereitet werden. Sie sollen
erst einmal im Probebetrieb getestet werden. „Wenn die Nachfrage entsprechend
ist, könnten auch weitere Flächen im Bezirk damit bestückt werden.“ Die ersten
beiden verschließbaren Abstellanlagen, die
in einem Spandauer Metallbaubetrieb produziert werden, sollen im Bereich unter der
Brücke des Bahnhofs Karlshorst (westlicher
Zugang) und am Bahnhof Lichtenberg nahe
des U-Bahneingangs aufgestellt werden.
Das Rondell sieht zwar nicht kolossal,
aber trotzdem sehr stabil aus. Die Boxen
bestehen aus verzinktem und pulverbeschichteten Stahl. Die Tür hat einen Vierkantrohrrahmen mit gewalzten Zwischenstreben, beplankt mit einer gewalzten
Aluminium-Außenplatte. Das dürfte für
eine sichere Unterkunft der Räder im Innern des „Tortenstücks“ sorgen. Die Reservierung und Bezahlung sowie das Öffnen
der Box sollen per App über ein Smartphone funktionieren. Zu den anvisierten Preisen sagt Jungunternehmerin Oldengott:
„Am Anfang werden wir ein Pay As You Go
Modell anbieten. Die erste Stunde kostet 1
Euro, die zweite 80 Cent, die dritte 70 Cent.
Danach greift eine Deckelung von 3 Euro
für 24 Stunden.“ Für Pendler und Vielnutzer
werde es einen Spezialtarif geben.

BIRGITT ELTZEL

4

12/2015 | STANDORT OST | Bezirks-Journal

NACHRICHTEN
UNTERNEHMER
SPENDEN GELD

MHWK-Chef Uwe Heß (l.) und WKHL-Chefin
Dr. Hannelore Helbig-Zschäpe (r.) überreichten den Spenden-Scheck. Foto: L. Neumann
MARZAHN-HELLERSDORF/ LICHTENBERG.
Der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis
und der Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg haben erstmals gemeinsam zum Unternehmerball eingeladen.
Gut 200 Gäste kamen zu der Veranstaltung
im ABACUS Tierpark Hotel. Gleichzeitig
überreichten die Verbände 3.820 Euro für den
guten Zweck. Über das Geld dürfen sich das
Kinderhaus Berlin Mark Brandenburg e.V.,
das Kinderkino zur Weihnachtszeit und die
Initiative „Kita-Sport für Alle“ freuen. (bzj.)

Altenpflegeschüler aus Ungarn und Rumänien lernen in Marzahn, wie man pflegebedürftige Menschen effektiv betreut. Geübt wird an zwei
Spezialbetten.
Foto: Marcel Gäding

NEUSTART IN MARZAHN
ARBEITSMARKT: Weil es an Fachkräften fehlt,
qualifiziert die Akademie für Weiterbildung
Altenpfleger aus Ungarn und Rumänien.

D

NESTLÉ SCHÖLLER
SPONSOR DER IGA
MARZAHN-HELLERSDORF. Nestlé Schöller
wird Hauptsponsor der Internationalen
Gartenausstellung (IGA). Unter anderem soll
das Unternehmen exklusiver Eislieferant für
die Zeit der IGA werden. Das Eissortiment
der bekannten Marke wird somit 2017 u.a. in
den Restaurants des neuen Besucherzentrums und der Tropenhalle in den Gärten der
Welt angeboten sowie im gastronomischen
Bereich der IGA-Ausstellungshalle und an
mobilen Eisständen. (bzj.)

er Unterrichtsraum in der dritten Etage der Akademie für
Weiterbildung unterscheidet
sich kaum von den anderen Seminarräumen – bis auf zwei Details: Hinter den Tischen und Stühlen stehen zwei
Betten, wie man sie hierzulande in Seniorenheimen findet. An der Coswiger Straße
in Marzahn werden 24 junge Männer und
Frauen auf ihre neuen Jobs in Deutschland
vorbereitet. Und weil es kaum noch deutsche Bewerber auf die vielen freien Stellen
im Altenpflegebereich gibt, erhalten jetzt
die Aspiranten aus Rumänien und Ungarn
die Chance auf einen Job in Deutschland.
MobiPro heißt das Sonderprogramm,
mit dem die Bundesregierung seit 2013 ein
Zeichen gegen den Fachkräftemangel einerseits und gegen Jugendarbeitslosigkeit
in Europa andererseits setzen will. Während in Süd- und Osteuropa die Jugendarbeitslosenquote bis zu 25 Prozent beträgt,
fehlen in der Bundesrepublik dringend
Azubis. „Ziel ist es, aus diesem Potenzial
Fachkräfte für Deutschland zu rekrutieren“, sagt Reinhard Böttcher von der Gropa Berufsfachschule für Altenpflege, die
zum Netzwerk der Akademie für Weiterbildung (AFW) gehört. Zunächst besuchen
mögliche Bewerber auf einen der freien
Ausbildungsplätze einen Deutschkursus in
ihrem Heimatland, bevor sie anschließend
ein zweimonatiges Praktikum absolvieren.
Seit Anfang September läuft die Ausbildungsphase, die sich in 2.100 Theoriestunden an der Berufsfachschule und 2.500 Praxisstunden in den Ausbildungsbetrieben

splittet. Dazu gehören Seniorenpflegeheime namhafter Anbieter ebenso wie mobile Pflegedienste. Ergänzt wird die Ausbildung durch zusätzliche Sprachkurse, aber
auch durch fachliche Nachhilfe. Denn:
Am Ende müssen sich die jungen Männer
und Frauen aus Rumänien und Ungarn der
gleichen Prüfung stellen wie die Azubis
aus Deutschland.
Nach der Ausbildung in den Job

herausfinden, welche Methode in der Arbeit mit den jungen Menschen aus Rumänien und Ungarn die richtige ist. Zudem
wurden die ergänzenden Sprachangebote
aufgestockt, weil schnell klar wurde, dass
viele Azubis sich schwer tun mit der deutschen Sprache.
Natürlich würde die Akademie für Weiterbildung auch deutschen Azubis eine
Chance geben. Doch vielen erscheint der
Beruf der Altenpflegefachkraft nicht attraktiv genug. Da ist zum einen das Gehalt
von gerade einmal um die 2.100 Euro brutto. Hinzu kommt die körperliche Belastung. Oftmals seien deutsche Teilnehmer
schon während der Ausbildung wieder
abgesprungen oder sehr unzuverlässig gewesen, was Disziplin und Pünktlichkeit betrifft. „Der Altenpflegekurs mit Deutschen
hat nicht funktioniert“, lautet dann auch
das nüchterne Fazit von Akademie-Chef
Hartmut Bodamer.
Deutlich besser läuft es mit den ausländischen Teilnehmern. In einigen Jahren
sollen sie als Altenpflegefachkraft arbeiten,
so ist das geplant. Noch finanziert die Bundesregierung einen Großteil der Kosten –
darunter auch das Ausbildungsentgelt von
um die 800 Euro. Allerdings ist absehbar,
dass sich der Staat aus dem Projekt auch
wieder zurückziehen wird. Künftig sollen
die Pflegeunternehmen ihren finanziellen
Anteil leisten. Denn: Aktuell gibt es in Berlin Bedarf an 80.000 Pflegekräften – Tendenz steigend.

Für die jungen osteuropäischen Azubis bedeutet die Ausbildung eine Chance,
eigenes Geld zu verdienen. Viele von ihnen haben Abitur, konnten aber keinen
Studienplatz bekommen. „In Rumänien
und Ungarn gibt es keine duale Ausbildung wie bei uns“, sagt Dr. Hartmut Bodamer, Geschäftsführer der Akademie für
Weiterbildung. Also bleibt vielen Jugendlichen nichts anderes übrig als ihr Glück
in Deutschland zu versuchen. „Weil sie ein
Abitur haben, sind sie für Unternehmen
attraktiv“, sagt Bodamer. Immerhin 15 EinBewerber aus China
richtungen beschäftigen die Azubis – viele
mit der Maßgabe, ihren Schützlingen nach
Während die rumänischen und ungarierfolgreicher staatlicher Prüfung einen schen Jugendlichen bereits in Ausbildung
festen Job anbieten zu können.
sind, gibt es bei der Akademie für WeiterFür die Akademie für Weiterbildung, bildung schon neue Pläne, weitere Fachdie ihren Schwerpunkt bislang im kauf- kräfte zu rekrutieren. In absehbarer Zeit
männischen Bereich hatte und 2006 auch sollen Chinesen nach Marzahn kommen.
Pflege- und Betreuungsassistenten qualifi- „Ihr Interesse ist groß, ihr Wissen in Euroziert, ist das Projekt mit den ausländischen pa auszubauen“, sagt Reinhard Böttcher. In
Jugendlichen Neuland. „Auch wir befinden der Regel verfügten die jungen Leute beuns in einem Lernprozess“, sagt Reinhard reits über eine medizinische GrundausbilBöttcher. So musste man zunächst einmal dung.
MARCEL GÄDING

Bezirks-Leben

Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen | Dezember 2015

Geld für das Gemeinschaftsgefühl

S

7

EHRENAMT: Dieter Jordan engagiert sich seit fünf Jahren in einer Bürgerjury. Gemeinsam mit anderen
Hohenschönhausenern entscheidet er darüber, wofür das Geld des „Kiezfonds“ ausgegeben werden soll.

eit fünf Jahren können Lichtenberger und Hohenschönhausener Mittel aus dem sogenannten
Kiezfonds beantragen. Damit wird das
bürgerschaftliche Engagement vor Ort
finanziell gefördert – etwa für Nachbarschaftsprojekte oder Arbeitseinsätze.
Wer das Geld bekommt, entscheiden
die Bürger selbst. Dieter Jordan ist der
Vorsitzende der Bürgerjury für Alt-Hohenschönhausen Nord. Im Gespräch mit
dem Bezirks-Journal erklärt der 70-Jährige, wie der Kiezfonds funktioniert und
warum er sich ehrenamtlich in der Bürgerjury engagiert..
Herr Jordan, wie wird man Vorsitzender einer
Bürgerjury?
Ich gehöre zu den Menschen, die sich
gerne einbringen. Seit ich nach meinem
aktiven Berufsleben zu Hause bin, hat
mir eine Aufgabe gefehlt. Es war dann
Zufall, dass ich die Chance bekam, etwas für andere Menschen zu tun. Damals gehörte ich zu jenem Personenkreis, der von der Bezirksbürgermeisterin
angeschrieben wurde mit der Bitte, sich
in einer Bürgerjury zu engagieren. Da
habe ich nicht lange gezögert und meldete mich.
Was dürfen wir uns unter einer Bürgerjury
vorstellen?
Unsere Bürgerjury für Alt-Hohenschönhausen Nord besteht aus 18 Mitgliedern. Darunter sind viele Rentner,
aber auch eine Landschaftsarchitektin,
ein Polizist, eine Diplom-Sozialpädagogin und ganz normale Arbeiter. Im Jahr
entscheiden wir über zehn bis 15 Anträge
auf Mittel aus dem Kiezfonds. Immerhin stehen uns 7.000 Euro pro Jahr zur
Verfügung.

Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um
Mittel aus dem Kiezfonds bewilligt zu bekommen?
In erster Linie geht es darum, dass das
Projekt, für das Mittel beantragt wird,
auch der Gemeinschaft zu Gute kommt.
Das können Straßenfeste sein, um Einwohner zusammenzubringen oder Aktionen, um den Kiez zu verschönern.
Grundsätzlich kann jeder einen Antrag
stellen, auch Einzelpersonen. Wir als
Bürgerjury prüfen die Anträge, die von
der Begründung her plausibel sein müssen. Es gibt verschiedene Materialien
zum Kiezfonds. Hier können sich die
Bürger zu allen sie bewegenden Fragen
informieren. Außerdem können sie sich
auch von der Stadtteilkoordinatorin oder
der Bürgerjury beraten lassen.
Mit anderen Worten: Geld für Omas 90. Geburtstag brauche ich bei Ihnen nicht zu beantragen?
Richtig! Die Mittel aus dem Kiezfonds
sollen der Allgemeinheit zu Gute kommen und das Gemeinschaftsgefühl, das

nachbarschaftliche Miteinander, im Kiez
stärken.
Nennen Sie uns doch mal ein paar Beispiele.
Unter anderem wurde in Alt-Hohenschönhausen Süd die Anschaffung von
Parkbänken für eine Streuobstwiese
finanziert. In Alt-Hohenschönhausen
Nord konnte die Gestaltung eines Sinnesgartens für ältere Menschen umgesetzt werden. Für die Jugendfreizeiteinrichtung „Die Arche“ haben wir die
Reparatur einer Skaterrampe bewilligt.
Wie läuft das konkret ab mit dem Antrag?
Zuerst sollte eine Idee für ein bestimmtes Vorhaben im Kiez und seine Kosten
da sein. Diese wird dann in das Formular „Projektidee zum Kiezfonds“ eingetragen und im Stadtteilzentrum, bei
uns in der Anna-Ebermann-Straße, eingereicht.Aus dem Antrag müssen Sinn
und Zweck des Vorhabens plausibel
hervorgehen. Ist dies der Fall, stellt der
Antragsteller sein Anliegen in einer Sitzung der Bürgerjury vor. Am Ende gibt

KIEZFONDS: GELD FÜR DIE NACHBARSCHAFT
Die Idee für die Kiezfonds entstand
2006 im Rahmen des Bürgerhaushalts.
Der Kiezfonds wurde 2010 eingeführt.
Im Jahr 2015 standen 91.000 Euro
zur Verfügung; 7.000 Euro für jeden
Stadtteil. Die finanzielle Abwicklung
übernehmen die Stadtteilzentren. Die
Verwaltung steht den Bürgerjurys fachlich zur Seite.

Innerhalb von fünf Jahren wurden 658
Projekte bewilligt, deren Umfang bei
390.000 Euro lag. Das meiste Geld
wurde für Veranstaltungen bewilligt
(30%), gefolgt von Aufwertung von
Standorten (17%) sowie Bildung und
Information (13%).

Derzeit gibt es 13 Jurys, in denen
sich 222 Mitglieder aktiv engagieren.

Informationen im Internet:
http://bit.ly/kiezfonds

Dieter Jordan.

es eine demokratische Entscheidung der
Bürgerjury.
Welche Anträge würden Sie ablehnen?
Dazu gehören in jedem Fall Projekte, aus denen die Allgemeinheit keinen
Nutzen zieht. Beispielsweise Anträge
einfach nur für Druckerpatronen für
Vereine. Oder, wenn jährlich von einem
Antragsteller immer wieder die gleichen
Anträge eingereicht werden.


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Das Gespräch führte Marcel Gäding.

8

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Bezirks-Wirtschaft

Dezember 2015 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen
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Ein Handicap muss kein Hindernis sein

I

Aktionstag des Jobcenters Berlin Lichtenberg für Menschen mit Behinderung

m Rahmen der Aktionswoche „Men­
schen mit Behinderung“ widmete
das Jobcenter Berlin Lichtenberg
am 03.12.2015 im Hotel Holiday Inn
in der Landsberger Allee behinderten
und gleichgestellten Menschen einen
Aktionstag.
Die Veranstaltung wurde vom Ge­
schäftsführer des Jobcenters Berlin
Lichtenberg, Herrn Lutz Neumann,
eröffnet. Am Ende seiner Begrüßungs­
worte blickte er in die Zukunft: „Ich wür­
de mir wünschen, dass wir in einigen
Jahren den Aktionstag so nicht mehr
benötigen. Es ist dann eine Selbst­
verständlichkeit, dass Menschen mit
Handicap aufgrund ihrer vorhandenen
Stärken am Arbeitsmarkt wahrgenom­
men werden und nicht in erster Linie
durch ihre möglichen Einschränkun­
gen.“
Ziel dieser Veranstaltung war, die
behinderten Menschen, welche im
Jobcenter Berlin Lichtenberg betreut
werden, gemeinsam mit den Partnern
des Jobcenters Berlin Lichtenberg ge­
zielt über Unterstützungsmöglichkei­
ten zur Integration in den Arbeitsmarkt
zu informieren und so berufliche Pers­

pektiven zu eröffnen. Mehr als 200 be­
hinderte und gleichgestellte Menschen
nahmen dieses Angebot wahr.
Die Vorträge des Integrationsfach­
dienstes, der technischen Beratung
der Agentur für Arbeit, des bewerber­
orientierten Arbeitgeberservice sowie
der Mitarbeiterinnen des Jobcenters
Berlin Lichtenberg fanden reges Inte­
resse. Die Gäste suchten Fachge­
spräche mit den anwesenden Exper­
ten und nutzten die Informationsstände
von verschiedenen Trägern. Am Stand
des gemeinsamen Arbeitgeberservice
wurden offene Arbeitsstellen in ver­
schiedenen Branchen angeboten.
Dicht umlagert waren die kosten­
freien Angebote einer Stylistin für eine
Farbberatung und eines Fotografen
für das Erstellen von professionellen
Bewerbungsfotos.
Insgesamt fand die Veranstaltung
eine positive Resonanz, so dass das
Jobcenter Berlin Lichtenberg für 2016
eine Wiederholung plant.
Weitere Informationen unter

Lutz Neumann, Geschäftsführer des Jobcenters Berlin-Lichtenberg.

 www.berlin.de/jobcenter-lichtenberg/

Jahresrückblick 2015

Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen | Dezember 2015

Ein Bezirk, zwölf Monate

9

BILANZ: Neue Bürgermeisterin für Lichtenberg/ Flüchtlinge in Bürogebäuden und Turnhallen
Das Jahr 2015 geht zu Ende: Das Bezirks-Journal
berichtete zwölf Monate lang aus Lichtenberg und Hohenschönhausen sowie aus Marzahn und Hellersdorf.
Auf 204 Seiten informierten wir in der gedruckten
Ausgabe. Darüber hinaus wurde unser Internetauftritt

JANUAR

1,1 Millionen Mal angeklickt. Außerdem druckten wir
1,2 Millionen Exemplare. Seit August versorgen wir
Sie zudem mit unserer Partnerin, der Online-Zeitung
www.lichtenbergmarzahnplus.de, tagesaktuell mit
Meldungen, Reportagen und Porträts aus unserem Ver-

MAI

Rund um die Frankfurter Allee soll das Parken kostenpflichtig werden. Der Grund: Seit
im Nachbarkiez auf Friedrichshainer Seite
Parkautomaten stehen, weichen Autofahrer
auf die kostenfreien Stellplätze in Lichtenberg
aus.

Karlshorst begeht seinen Geburtstag. Der
südliche Lichtenberger Ortsteil wird 120 Jahre
alt. Gefeiert werden soll das ganze Jahr. Unter
anderem erscheint ein Bildband zu 120 Jahren
Karlshorst – herausgegeben vom Bürgerverein.

Auch das geschah:
Die Gedenkstätte Hohenschönhausen konnte
2014 einen neuen Besucherrekord verzeichnen. +++ Zur Unterbringung von 150 wohnungslosen Flüchtlingen wurden die beiden
Sporthallen in der Klützer Straße beschlagnahmt. +++ Birgit Monteiro (SPD) wurde
am 22. Januar zur neuen Bürgermeisterin von
Lichtenberg gewählt.

Auch das geschah:
Zum 30-jährigen Bestehen von Hohenschönhausen soll ein Wandbild den Giebel an der
Warnitzer Straße 28 schmücken. +++ Am 8.
Mai demonstrieren Anhänger demokratischer
Parteien gegen einen Naziaufmarsch vor dem
Deutsch-Russischen Museum Karlshorst.+++
Der BFC Dynamo gewinnt den Berliner
Pilsner Pokal.

FEBRUAR
Michael Lengwenings ist der neue Chef der
Polizeidirektion 6 – und damit auch für Lichtenberg und Hohenschönhausen zuständig.
Ihm unterstehen 2.200 Polizeibeamte und
Angestellte.
Auch das geschah:
Der Deutsche Olympische Sportbund kürt
das Schul- und Leistungssportzentrum
Hohenschönhausen zu Deutschlands bester
Eliteschule des Sports.+++ Alisha, das zwei
Monate alte Tigermädchen aus dem Tierpark,
soll mit Artgenosse Dragan vergesellschaftet
werden.+++ Auf dem Weg zur „Familiengerechten Kommune“ folgt ein weiterer Schritt:
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV)
beschließt konkrete Maßnahmen.

MÄRZ
In den östlichen Bezirken steigt die Zahl der
Autodiebstähle. Innerhalb von zwölf Monaten nahm deren Zahl von 896 auf 1.127 in
Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf zu.
Auch das geschah:
Bei den illegalen Bauschutthaufen im
Tierpark handelt es sich nicht um Sondermüll.+++ Der Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V. (WKHL) wählt mit
Dr. Hannelore Helbig-Zschäpe eine neue
Vorsitzende.+++ Im Theater an der Parkaue
wird Richtfest für den Neubau des Funktionsgebäudes einschließlich der Bühne 3 gefeiert.

JUNI
Der Tierpark Berlin wird 60 Jahre alt. Unter
der Regie des neuen Direktors Dr. Andreas
Knieriem wird ein großes Fest vorbereitet.
Die 160 Hektar große Anlage war 1955 in
Friedrichsfelde rund um das gleichnamige
Schloss angelegt worden.
Auch das geschah:
Bürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD)
nimmt das Zertifikat „Familiengerechte Kommune“ entgegen. +++ Berlins Regierender
Bürgermeister Michael Müller (SPD) besucht
Lichtenberg. +++ An der Rummelsburger
Straße ging das 1.000 Blockheizkraftwerk
Berlins ans Netz.

SEPTEMBER

NOVEMBER

Fünf Millionen Euro erhielt der Tierpark
zusätzlich, um die Anlagen attraktiver zu
gestalten. Bisher ist von den geplanten Maßnahmen nur wenig zu sehen.
Auch das geschah:
Drei Initiativen werden für ihre Verdienste um
Flüchtlinge in Karlshorst ausgezeichnet.+++
„Mehr Mitwirkung wagen!“ lautet das Motto
der ersten Bezirkssenioren-Versammlung im
Kulturhaus Karlshorst.

OKTOBER
Um den Posten des Bezirksbürgermeisters ringen innerhalb der Partei DIE LINKE gleich
zwei Kandidaten: Nach der Abgeordneten
Evrim Sommer wirft auch Michael Grunst
seinen Hut in den Ring.
Auch das geschah:
Das Bezirksamt beschließt den Neustart des
bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und
Arbeit. +++ Die KULTschule ist gerettet. Für
die Jahre 2016 und 2017 wird sich der Bezirk
an den Kosten für die Einrichtung beteiligen.

In Friedrichsfelde eröffnet eine Inforoute zur
Geschichte der Platte. 15 Tafeln geben Auskunft über Häuser und Planungen. Start der
Route ist der U-Bahnhof Tierpark, Ausgang
Franz-Mett-Straße.
Auch das geschah:
Bürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD)
fordert, Alternativen zu Sporthallen, die als
Flüchtlingsunterkünfte dienen sollen.+++
Die Straßenbahnhaltestelle an der Frankfurter
Allee wird nicht nach Stefan Heym benannt.

DEZEMBER
Die CDU möchte die S75 von Wartenberg
nach Pankow verlängern. Künftig soll die SBahn zudem bis nach Schönefeld fahren.
Auch das geschah:
Michael Heinisch, Diakon und VorstandsChef der Sozdia-Stiftung, bekommt das
Bundesverdienstkreuz.+++ Die Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen vermeldet seit ihrer
Gründung 1994 den viermillionsten Besucher.
Er kommt aus Bayern.

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JULI
Nach jahrelangem Leerstand eröffnet das
Hansa-Center wieder. Dafür wurde die Fassade des Einkaufszentrums an der Hansastraße
ansprechend modern gestaltet. Hauptnutzer
ist der Eigentümer – die EDEKA aus Minden.
Auch das geschah:
In der Gehrenseestraße in Hohenschönhausen
wurden die ersten von 95 Reihenhäusern an
ihre neuen Bewohner übergeben. +++ Die
Hansekogge „Gode Wind“ soll erst 2016
eröffnet werden. +++ Lisa heißt das 2.000.
Baby, das in diesem Jahr im Sana Klinikum
Lichtenberg das Licht der Welt erblickt hat.

AUGUST

DIE LINKE in der Bezirksverordnetenversammlung will die Straße Alt-Friedrichsfelde
in „Straße der Befreiung“ umbenennen.
Anlass ist der 70. Jahrestag des Endes des
Zweiten Weltkrieges. Der Antrag sorgt stadtweit für Kritik.

Das Bezirks-Journal und lichtenbergmarzahnplus.de vereinbaren eine Kooperation, die
zukünftig noch ausgebaut werden soll. Damit
unsere Leserinnen und Leser noch vielseitiger
und kleinteiliger aus den Bezirken MarzahnHellersdorf und Lichtenberg informiert
werden, verstärken wir die Zusammenarbeit.
Journalistische Kompetenz wird gebündelt,
das Angebot in beiden Medien noch breiter
und bunter.

Auch das geschah:
Der BFC Dynamo hat fristgerecht die Unterlagen für die Lizenzierung der Regionalliga
Nordost Saison 2015/2016 eingereicht.+++
U.S.-Botschafter John B. Emerson übernimmt für einen kleinen Giraffenbullen aus
dem Tierpark die Patenschaft. +++ Zum
Familienfest „Bunte Platte“ ist die FDP nicht
erwünscht.

Auch das geschah:
Das ehemalige Telekom-Gebäude in der
Köpenicker Allee in Karlshorst wird Flüchtlingsunterkunft.+++ Zehn Wanderkarten
präsentiert der bezirkliche Arbeitskreis
Umwelt und Bildung. Sie enthalten Tipps für
Ausflüge in Lichtenberg.+++ Die FS-WärmeTechnik GmbH ist das 20.000 Lichtenberger
Unternehmen.

APRIL

breitungsgebiet im Berliner Osten. Zur Bilanz gehört
auch, noch einmal einen Blick in die Zeitungen unserer
Mediengruppe zu werfen. Herausgekommen ist der
Jahresrückblick 2015 von Bezirks-Journal und lichtenbergmarzahnplus.de

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10 Bezirks-Sport

Dezember 2015 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

Entscheidend ist der Wohlfühlfaktor
FUSSBALL: Abwehrchef Sebastian Reiniger ist Inbegriff für die zunehmende
Professionalisierung des SV Lichtenberg 47.

von Benedikt Paetzholdt

E

inen Blick auf die Oberliga-Tabelle zu werfen, die im Casino
hängt, ist für die Fans, Mitglieder
und die Fußballer des SV Lichtenberg
47 derzeit doch eine recht angenehme
Sache. Das rot eingefärbte Team kannte
zuletzt nämlich nur eine Richtung: steil
nach oben. Nach neun ungeschlagenen
Spielen in Serie stehen die Lichtenberger
auf Platz fünf, daran konnte auch die
0:1-Heimpleite gegen die zweite Mannschaft von Hansa Rostock am Wochenende nichts ändern.
Einer der Garanten dieses positiven
Trends ist Kapitän Sebastian Reiniger,
26. Als Abwehrchef sorgt er nicht nur für
Stabilität vor dem eigenen Tor. Regelmäßig verursacht er auch im gegnerischen
Strafraum Unruhe, mit seiner Körpergröße von 1,90 Metern ist er nur schwer
zu verteidigen. Reinigers Spielweise hat
bereits so viel Aufsehen erregt, dass er
2014 zu Berlins Amateurfußballer des
Jahres gewählt wurde. „Das hat mich
schon überrascht“, sagt er. In der Regel
sind es nämlich vor allem die Stürmer,
die in der Wahrnehmung des Publikums

Sebastian Reiniger vom SV Lichtenberg 47.
ganz oben stehen. „Es gibt schließlich
Leute, die schießen in einer Saison 30
oder 40 Tore“, sagt Reiniger.
Dass auch Lichtenberg-Trainer Uwe
Lehmann als bester Berliner in seinem
Fachbereich ausgezeichnet wurde, ist
ein Beleg für die zunehmende Professionalität des Klubs. Nach dem Aufstieg
aus der Berlin- in die Oberliga 2012

FOTO: B. PAETZHOLDT

konnte man sich zunehmend in der Tabellenspitze festsetzen. „Wir sind auf
dem Berliner Markt angekommen“, sagt
Reiniger, der seit der Aufstiegssaison für
den Verein spielt. Inzwischen werden die
Spiele auch per Videoschulung nachbereitet.
Vor allem zu Saisonbeginn mussten
Reiniger und seine Teamkollegen hier
allerhand Kritik von ihrem Trainer einstecken. Die ersten vier Spiele gingen
durchweg verloren, an die danach folgende starke Serie war zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht zu denken. „Wir
hatten ein bisschen Pech und mussten
uns auch einfach noch richtig kennenlernen.“ Im Amateurbereich suchen sich
Spieler ihren Verein gerade auch danach
aus, wie sich Anfahrt und Trainingszeiten mit Beruf oder Studium vereinbaren
lassen.
Für Reiniger ist das auch ein Grund,
weshalb es aktuell keine Alternative
zu den 47ern gibt – auch wenn andere
Klubs bereits Interesse an dem robusten Verteidiger bekundet haben, der im
Hauptberuf als Immobilienkaufmann
arbeitet. Er wohnt nur zwei Minuten
vom Fußballplatz in der Ruschestraße
entfernt. Entscheidend sei aber vor allem
der hohe Wohlfühlfaktor. „Ich bin gerne
Teil dieser tollen Entwicklung hier“, sagt
Reiniger.

Zu den akuten Aufstiegskandidaten zählt Lichtenberg aber wohl noch
nicht. Neben Union Fürstenwalde, „die
manchmal sogar zweimal täglich trainieren“, gilt vor allem die Konkurrenz aus
Westberlin als hochambitioniert. Hertha
Zehlendorf ist derzeit Tabellenführer,
Tennis Borussia zeigt sich nach dem
Aufstieg erstaunlich robust. „Dank unseres Systems und unserer Spieler können
wir da mithalten, finanziell nicht“, sagt
Reiniger.
Neben Duellen mit der Stadtkonkurrenz genießen die Lichtenberger vor allem die Auswährtsfahrten, die im Fall
von Rostock oder Wismar schon mal
bis zur Ostseeküste führen können. „Da
darf man sich ein bisschen wie ein Profi
fühlen“, scherzt Reiniger, „mit An- und
Abreise beschäftigt man sich den ganzen
Tag mit seinem Hobby“.
In jungen Jahren träumte natürlich
auch Reiniger von einer echten Profikarriere. Mit 13 Jahren ging er auf die
Sportschule in Neubrandenburg, gehörte
später zum Nachwuchs des 1. FC Union Berlin. „Statistisch gesehen, schaffen
den Sprung aber nicht viele“, weiß Reiniger. Die Enttäuschung hielt sich deshalb auch in Grenzen, keine Profikarriere einschlagen zu können. Als er mit
19 bereits Vater wurde, veränderten sich
ohnehin die Prioritäten. Lichtenberg war
dann genau der richtige Ort, um sich zu
entfalten.
Aktuell ist es der größte Wermutstropfen für ihn, dass seit dem Aufstieg
des BFC Dynamo in die Regionalliga
keine echten Derbys mehr stattfinden.
„Die waren schon was Besonderes“,
sagt Reiniger. Vor allem 2013, als sich
die beiden Mannschaften im Finale um
den Berliner Fußball-Pokal gegenüberstanden. 1:0 gewann Dynamo damals,
viel fehlte den 47ern allerdings nicht zur
Überraschung. Kurz vor dem Ende traf
ausgerechnet Reiniger nur den Pfosten.
„Ich denke heute noch manchmal daran“, gesteht er. „Es war vielleicht mein
schlimmster Tag als Fußballer.“ Wenn
es mit Lichtenberg 47 weitergeht wie
bisher, warten wahrscheinlich noch allerhand schöne Fußballermomente auf
ihn und seine Mannschaft.

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Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen | Dezember 2015

MALEREI & FOTOGRAFIE

Momente des Bewusstseins: „Moments of
Awareness - Momente des Bewusstseins“
heißt die Ausstellung, die bis zum 15. Januar
2016 zu sehen ist. Gezeigt werden Foto- und
Videoarbeiten von Heinz Emigholz, Harun
Farocki, Johannes Kochs und Maria Vedder.
„Moments of Awareness“ zeigt filmische und
fotografische Arbeiten zum urbanen Raum,
die Herangehensweisen, städtische Erscheinungsformen und Wirkungen erfassen und
sichtbar machen. Ort: rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller Lichtenberg,
Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin, Telefon
030 902963713. Öffnungszeiten: Mo bis Fr
10-18 Uhr.
Punktpunktkommastrich: Arbeiten von
Franz Zauleck sind bis zum 13. Januar 2016
zu sehen. Der studierte Bühnenbildner,
Grafiker, Kinderbuch- und Hörspielautor
präsentiert Werke der vergangenen 20 Jahre.
Zur Eröffnung spricht der Grafiker Gerhard
Oschatz. (Schließzeit: 22.12.-3.1.2016). Ort:
Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-WolfStraße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 971 11
03. Öffnungszeiten: Di bis Fr 10-18 Uhr, So
14-18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die Farben Vietnams: Bis zum 20. Januar
2016 sind die Fotografien von Sabine Geschke
zu sehen, die auf einer Reise durch Vietnam
entstanden. Zu sehen sind Impressionen von
der chinesischen Grenze im Norden bis zum
Mekongdelta, aber auch von Wanderungen zu
Bergdörfern im Norden Vietnams oder dem
Durchkreuzen der Inselwelt der Halongbucht.
Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter Allee 149, 10365 Berlin, Tel. 030 5556719.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr. 9-19 Uhr, Mi
13-19 Uhr, Sa 9-15 Uhr.
Friedrichsfelde und Berlin: Aquarelle und
Fotos der Mal- und Fotogruppe des Nachbarschaftstreffs der WGLi sind bis zum 22.
Januar 2016 zu sehen. Gezeigt wird eine
Kombination aus Fotos über „Berlin erleuchtet“ und Aquarellen zum 750. Bestehen von
Friedrichsfelde. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek
am Tierpark, Erich-Kurz-Straße 9, 10319
Berlin, Tel. 030 5122102. Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr. 9-19 Uhr, Mi 13-19 Uhr, Sa
9-15 Uhr.
Figuren und Objekte: „Bleiben“ lautet der Titel jener Ausstellung, die bis zum 3. Januar zu
sehen ist. Gezeigt werden plastische Arbeiten
der Künstlerin Sibylle Waldhausen. Nicht nur
Sehnsucht, Schutzbedürfnis und Einsamkeit einerseits sowie Dominanz und Macht
andererseits, spiegeln sich in den Figuren
und Objekten wider, sondern auch die Flucht
vor all diesen Gefühlen oder Momenten und
die Suche nach dem Glück als Teil unseres Daseins… Ort: Kulturhaus Karlshorst,
Treskowallee 112, 10318 Berlin. Infos: Tel.
030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19
Uhr, So 14-18 Uhr.
Lichtblicke: Maritta Ulitsch-Rehmer zeigt bis
zum 31. Dezember 2015 Collagen und Arbeiten auf Papier. Sie entstanden aus Materialien
wie Seide, Wolle, Garn, Bienenwachs und
Farbpigmenten auf transparenten Malgründen und Objekten. Ort: Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr, Mi
13-19 Uhr, Sa 9-15 Uhr.

LESUNG & GESPRÄCH

„Hilfe, es weihnachtet so! Ein literarischer
Weihnachtsspaß am 15. Dezember um 19
Uhr mit Alexander Schäfer und Marina
Erdmann vom Theater text & ton. Es geht um
eine Beziehung, die auf den Prüfstand gestellt
wird und um den ganz normalen Weihnachtswahn daheim. Mit Charme und Humor
präsentieren Marina Erdmann & Alexander

Schäfer ihre vergnüglichen Geschichten, für
die sie bei Kästner, Loriot, Schäfer, Valentin,
Waters und Wiener fündig wurden. Eintritt
4, erm. 3 Euro. Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter Allee 149, 10365 Berlin,
Telefon 030 5556719.
Ganovengeschichten von Walter Serner:
Mathis Schrader und Peter Schulze laden
am 16. Dezember um 19 Uhr zur musikalischen Lesung ein. Im Fokus des Abends
steht Walter Serner (1889-1942), der unter
anderem das Gaunerstück „Posada oder der
große Coup im Hotel Ritz“ erfand. Eintritt:
3, erm. 1,50 Euro. Ort: Museum Lichtenberg
im Stadthaus, Türrschmidtstraße 24, 10317
Berlin, Tel. 030 5779738812/18.
Wer nicht an Wunder glaubt – ist schon
verloren: Mitreißende Erzählungen über

Bezirks-Kulturkalender

Dauerausstellung im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis. Dort ist das Ausmaß
politischer Verfolgung und Unrechtsjustiz in
der DDR hautnah spürbar. Heute führen vor
allem ehemalige Häftlinge durch die Zellen
und Vernehmerräume. Führungen: Einzelbesucher: stündlich 10-16 Uhr (6, erm. 3 Euro),
Gruppen (Voranmeldung): täglich 9-16 Uhr
Eintritt frei. Ausstellung tgl. 9-18 Uhr.
Schließtage: 24.,25., 26., 31.12; 1.1.2016.
Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen,
Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030
98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de

MUSIK & KONZERT

Konzert bei Kerzenschein: Schüler und
Ensemble der Schostakowitsch-Musikschule
laden am 17. Dezember um 16 Uhr zum
Konzert, das mit weihnachtlichen Gedichten
garniert wird. Ort: Kulturhaus Karlshorst,
Treskowallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030
475940610.
Konzert mit dem Berlin Piano Trio: Krzystof Polonek, Violine; Katarzyna Polonek,
Cello und Nikolaus Resa, Klavier, spielen
Haydn, Brahms und Dvorzák – am 19. Dezember um 15 Uhr. Eintritt: 10, erm. 3 Euro.
Ort: Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, Tel. 030 475940610.

drei Weihnachtswunder am Heiligabend am
18. Dezember um 18 Uhr. Es treten auf:
Johannes Mario Simmel, Hans Scheibner und
André Kaminsk. Eintritt: 6, erm. 3 Euro. Ort:
Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, Tel. 030 475940610.

GESCHICHTE

Stein | Schlacke| Beton – Neues Bauen in
Lichtenberg: Mit der Ausstellung „Stein.
Schlacke.Beton –Neues Bauen in Lichtenberg“ greift das Museum Lichtenberg ein
lange geplantes Thema auf, das die Geschichte des Bauens nicht nur als einen Gegenstand
von lokaler Bedeutung erfahrbar machen
will. Zu sehen bis zum 28. Februar 2016.
Ort: Museum Lichtenberg im Stadthaus,
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030
5779738812/18. Eintritt: frei. Öffnungszeiten:
Di bis Fr und So 11-18 Uhr
„Inhaftiert in Hohenschönhausen. Zeugnisse politischer Gewalt 1945-1989“:

Traditionelles Weihnachtskonzert: Der
Clara-Schumann-Chor und das Jugendorchester der Schostakowitsch-Musikschule bringen
am 19. Dezember um 16 Uhr weihnachtliche
Musik zu Gehör. Es erklingen unter anderem
Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und
Paul Hindemith sowie Weihnachtslieder aus
aller Welt und allen Epochen. Eintritt: 8, erm.
6 Euro. Ort: Erlöserkirche, Nöldnerstraße 43,
10317 Berlin. Tel. 030 90296-5978
Zwischen Wienerwald und Wolfgangsee:
Musikalische Neujahrsgrüße aus Österreich
gibt es am 9. Januar um 18 Uhr auf Schloss
Friedrichsfelde. Das Duo Musiquette begibt
sich auf eine musikalische Reise durch
Österreich, von der Mozartstadt Salzburg
zur Walzerstadt Wien. Eintritt: 19 Euro. Ort:
Schloss Friedrichsfelde im Tierpark Berlin,
Am Tierpark 41, 10319 Berlin. Karten unter
Tel. 030 51531407
O Wunder über Wunder: Musikalischliterarischer Nachmittag mit dem Duo „con
emozione“. Die Sopranistin Liane Fietzke
und der Pianist Norbert Fietzke zaubern am
20. Dezember um 15 Uhr eine weihnachtliche Stimmung in den Festsaal vom Schloss
Friedrichsfelde. Es erklingen unter anderem
bekannte und weniger bekannte Weihnachtslieder von Georg Friedrich Händel, Wolfgang
Amadeus Mozart, Johann Friedrich Reich-

11

ardt, Johann Wolfgang Franck und vielen
anderen mehr. Umrahmt wird die Musik mit
Texten von Johann Wolfgang von Goethe,
Joseph von Eichendorff, Theodor Fontane
und anderen Dichtern des Barock und der
Romantik. Aber auch Martin Luther soll an
diesem Nachmittag Gehör finden. Eintritt:
22 Euro inkl. Begrüßungssekt. Ort: Schloss
Friedrichsfelde im Tierpark Berlin, Am
Tierpark 41, 10319 Berlin. Karten unter Tel.
030 51531407

Neujahrskonzert: Das Neue Sinfonieorchester Berlin ist am 15. Januar um 19.30 Uhr mit
einem Neujahrskonzert zu Gast im Humboldt-Haus. Eintrittspreise bitte unter Tel. 030
96242508 erfragen. Ort: Warnitzer Straße 13
A, 13057 Berlin.

KINDER

Aschenputtel: Puppentheaterstück nach dem
Märchen der Brüder Grimm am 20. Dezember jeweils um 11 und um 16 Uhr, am 21.
Dezember um 10 Uhr und am 22. Dezember
ebenfalls um 10 Uhr. Ort: Das Weite Theater,
Parkaue 23, 10367 Berlin. Karten; 6,50 Euro
(Erwachsene), 4,50 Euro (Kinder). Reservierungen unter Tel. 030 9917927 oder per
E-Mail unter pupp@das-weite-theater.de.

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THEATER

Der kleine König Dezember: Am 19. Dezember gibt es um 20 Uhr das Stück frei nach
Axel Hacke zu sehen. Ort: Das Weite Theater,
Parkaue 23, 10367 Berlin. Karten; 6,50 Euro.
Reservierungen unter Tel. 030 9917927 oder
per E-Mail unter pupp@das-weite-theater.de.

IMPRESSUM
Bezirks-Journal

Unabhängige Monatszeitung für
die Berliner Bezirke. In Kooperation mit
www.lichtenbergmarzahnplus.de und www.qiez.de
Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat kostenlos
und liegt derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf zur Mitnahme aus. Die
Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung.
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Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
Verlag:
Medienbüro Gäding | Marcel Gäding
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freie Mitarbeit: Steffi Bey, Benedikt Paetzholdt
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Mitglied im
Deutschen Journalistenverband e.V.
Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V.
Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V.
Gesamtauflage: 100.000 Exemplare
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 3/2015.
Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 14.01.2016

12 Bezirks-Nachrichten

Dezember 2015 | Bezirks-Journal Lichtenberg/ Hohenschönhausen

Alles, was Lichtenberg bewegt. Kurz. Bündig. Kompakt. Senden Sie uns Ihre Infos!
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Besucher-Rekord im
Stasi-Gefängnis
HOHENSCHÖNHAUSEN. Der 16
Jahre alte Schüler Alex Frimann aus
dem bayerischen Wasserburg ist der viermillionste Besucher der Gedenkstätte
Berlin-Hohenschönhausen. Er bekam
neben einem Buch auch einen Buddybären geschenkt. „Hohenschönhausen
nimmt als Schlüsselort seit 20 Jahren
einen zentralen Platz in der nationalen
Erinnerungskultur ein. Das gilt es auch
für die Zukunft zu bewahren,“ sagte
Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD). Gedenkstättendirektor Dr.
Hubertus Knabe wies darauf hin, dass
Schülergruppen der Hauptteil der Besucher sei. Von den mehr als 440.000 Besuchern des Jahres 2015 würden mehr als
die Hälfte aus dem schulischen Bereich
kommen. „Es ist unser aller Aufgabe, die
Erfahrungen mit der kommunistischen
Diktatur in Ostdeutschland an die junge
Generation weiterzugeben“, erklärte der
Historiker. Die Gedenkstätte verzeichnet
seit Jahren stark steigende Besucherzahlen. Während im Gründungsjahr 1994
insgesamt 3.000 Menschen das ehemalige Stasi-Gefängnis besichtigten, waren es
im Jahr 2014 bereits 436.000. Mehr als
200.000 von ihnen waren Schüler. (gsh)

Infos: www.gedenkstaette-hsh.de

Bezirk ehrt Frauen mit Inklusionspreis
Doreen Kröber (links) und Heidi Schulze (Mitte) wurden von Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) mit dem Inklusionspreis ausgezeichnet. Der Bezirk
würdigt damit das Engagement jener Menschen, Träger, Unternehmen und Initiativen in der Behindertenhilfe, die Menschen mit Behinderungen ein aktives
und selbstbestimmtes Leben ermöglichen. „Mit ihm haben wir gleich zwei Frauen
ausgezeichnet, die in vorbildlicher Weise das Miteinander von Menschen mit und
ohne Behinderung fördern“, sagte Monteiro. Heidi Schulze wirkte unter anderem
an den KinderKiezKarten mit. Doreen Kröber setzt sich als Vorsitzende des Bezirksschulbeirates für die Inklusion an den Schulen ein. 
FOTO: BEZIRKSAMT

Winterfahrplan: BVG
bessert bei Tram nach

CDU schickt Nünthel
ins Rennen

4.500 Flüchtlinge im
Bezirk

LICHTENBERG/ MARZAHN. Mit
dem Winterfahrplan verkürzen die Berliner Verkehrsbetriebe BVG auch die
Taktzeiten auf den Straßenbahnlinien
M6 und M8. Die Bahnen sind abends ab
ca. 21 Uhr zwischen Landsberger Allee/
Petersburger Straße und Riesaer Straße
bzw. Ahrensfelde/Stadtgrenze wieder im
Zehn-Minuten-Takt unterwegs. (bzj)

LICHTENBERG. Die Christdemokraten haben ihre Kandidaten für die
Wahlen 2016 nominiert. So steht Stadtentwicklungsstadtrat Wilfried Nünthel
an der Spitze der CDU-Liste für die Bezirksverordnetenversammlung. Danny
Freymark belegt den ersten Platz der Liste für das Abgeordnetenhaus. Gewählt
wird am 18. September 2016. (bzj)

LICHTENBERG. Die Zahl der Flüchtlinge in Lichtenberg ist rasant gestiegen.
Wie es aus dem Bezirksamt heißt, leben
derzeit 4.500 Menschen in Flüchtlingsund Notunterkünften. Zuletzt war die
Turnhalle der Hochschule für Technik
und Wirtschaft beschlagnahmt worden;
auch das Stasi-Gebäude an der Ruschestraße ist jetzt Notunterkunft. (bzj)

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„Familienfreundliche Stadt“ ausgezeichnet. Es gibt viel Sehenswertes in und um Uckermünde. Zu erwähnen ist die Marienkirche, das
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erholen einlädt.

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