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Periodical volume

Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal Issue 1.2014,7

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Lichtenberger

Bezirks-Journal

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Auch im Netz tagesaktuell: www.bezirks-journal.de | www.facebook.de/bezirksjournalberlin | www.twitter.com/bezirks_journal | 1. Jahrgang | Ausgabe Juli/ August 2014

Lichtenberger Hotels: Der
große Ansturm bleibt aus

TOLLE PREISE GEWINNEN

Beherbergungsbetriebe in der Berliner Innenstadt
ziehen mehr Touristen an als in Außenbezirken

K

urz nach dem Beginn der Sommerferien müssten auch die
Hotels in Lichtenberg und Hohenschönhausen volle Auslastung vermelden. Doch der Ansturm auf die Beherbergungsbetriebe bleibt aus. Schuld
sind die zahlreichen neuen Hotels, die
vor allem in der Berliner Innenstadt entstehen und die von den Touristenströmen profitieren.
Während es in Berlin 2003 noch
70.000 Betten gab, hat sich ihre Zahl
im April dieses Jahres verdoppelt. Das
geht aus Zahlen des Amtes für Statistik
Berlin-Brandenburg hervor. Zwischen
den Hotels ist ein erbitterter Preiskampf
ausgebrochen. Derzeit gibt es im Zentrum der Stadt ein Doppelzimmer bereits
ab 59 Euro. „Vom Touristenboom profitieren neue Hotels im Stadtzentrum“,
sagt Christian-Hempel Werner, der

Manager des Hotel Kolumbus in AltHohenschönhausen. „Der Preiskampf
in Berlin ist insgesamt hart. Vor allem
die neuen Hotels in der Innenstadt gewinnen den Kampf“, weiß auch Karsten Hauke, stellvertretender Chef des
Abacus-Tierpark Hotel. „Wenn ich zum
Beispiel ein Tagesangebot von 60 Euro
anbiete, kostet es in der Innenstadt-Umgebung wahrscheinlich 57 Euro.“ Grund
für die Zunahme der Hotelbetten: Berlin
wird bei Touristen beliebter. Vergangenes Jahr kamen 11 Millionen Besucher.
Allenorts entstehen neue Hotels.
Die meisten Besucher interessieren
sich für Sehenswürdigkeiten und Shoppen in der Innenstadt. Die Ausflugsziele
am Rande der Stadt kommen eher bei
den Berlinern an.
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2 Bezirks-Leben



Bezirks-Journal | Juli/August 2014

Retter in letzter Sekunde

Dr. Andreas Knieriem ist seit mehr als 100 Tagen Chef des Zoologischen Gartens, das Aquariums und des Tierparks Berlin. Bis Ende des Jahres legt er seinen Masterplan für die Einrichtungen vor. Für den defizitären Tierpark
in Friedrichsfelde beginnt eine neue Ära. Er soll ein Zoo der Kontinente werden.
von Marcel Gäding

A

uch an diesem Abend sieht man
Andreas Knieriem den Stress
nicht an. Gerade hat er eine anderthalbstündige Tour quer durch die
Stadt hinter sich. Den ganzen Tag war er
im Zoo, eine Besprechung folgte auf die
andere. Jetzt, zehn Stunden später, machen andere Feierabend. Knieriem aber
öffnet die Tür zum Schloss Friedrichsfelde und stellt seine Tasche in sein Büro
in der ersten Etage. Wenige Minuten
später steht er trotz einer Erkältung vor
rund 100 Zuhörern und gibt einen ersten
Einblick in seine Gedanken und Vorstellungen von modernen zoologischen
Einrichtungen. Zwei Stunden wird die
vom Kommunalpolitischen Bildungswerk Berlin organisierte Veranstaltung
dauern. Knieriem zieht – mal wieder –
sein Publikum in den Bann und sprudelt
nur so vor Ideen. Vom Kratzen im Hals
keine Spur.
Dass er jeden Tag zwischen dem Zoo
in der City West und dem 15 Kilometer
entfernten Tierpark in Friedrichsfelde im
Osten pendelt, bedauert Knieriem nicht.
Er hat es sich ausgesucht und macht jetzt
den Job, den bis vor wenigen Monaten
zwei Personen erledigt haben: Eine – Ga-

Tierpark in Zahlen
Einnahmen: Der Tierpark Berlin hat im
Geschäftsjahr 2013 Einnahmen in Höhe
von 4,841 Millionen Euro erwirtschaftet.
Das sind 4,8 Prozent weniger als 2012.
Über Eintrittsgelder konnten 4,248 Millionen Euro eingenommen werden, das
sind 6,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Außerdem wurden über Vermietungen
rund 920.000 Euro eingenommen (38
Prozent weniger als 2012). Die Zuschüsse
des Landes Berlin betrugen vergangenes
Jahr 5,673 Millionen Euro. Spenden und
Zuwendungen machten 1,547 Millionen
Euro aus - auch dank der Fördergemeinschaft von Zoo und Tierpark ein Plus um 33
Prozent. Die Einnahmen lagen bei 12,98
Millionen Euro.
Ausgaben: Für Löhne und Gehälter mussten 6,218 Millionen Euro aufgewendet
werden, Sozialabgaben und Altersversorgung schlugen mit 1,229 Millionen Euro zu
Buche. Der Materialaufwand betrug 3,177
Millionen Euro. Mit weiteren Ausgaben lagen die Ausgaben bei 13,94 Millionen Euro.
Der Tierpark Berlin erwirtschaftete also ein
Minus von fast einer Million Euro.
Besucher und Personal: Die Zahl der
Besucher lag 2013 bei rund 1,03 Millionen - 1,2 Prozent weniger als 2012. Fast
unverändert ist die Zahl der Beschäftigten
mit derzeit 194 Angestellten und 15 Azubis.
Tierbestand: Der Tierbestand wurde im
Vergleich zum Vorjahr von 7.359 Tieren auf
7.250 Tiere reduziert.

Dr. Andreas Knieriem ist in Personalunion Chef von Zoo, Tierpark und Aquarium. BILD: MARCEL GÄDING
briele Thöne – ging im Streit mit ihrem
Direktorenkollegen Bernhard Blaszkiewitz, erzählt man sich. Und Blaszkiewitz
musste seinen Posten Ende März räumen. Bis dahin berichtete die Presse bundesweit regelmäßig über den eigensinnigen Biologen. Dem wurde zwar eine
hohe fachliche Kompetenz nachgesagt.
Blaszkiewitz produzierte aber auch wegen seiner teilweise menschenfremden
Art eine Negativschlagzeile nach der
anderen. Ganz nebenbei blieben Zoo
und Tierpark trotz zahlreicher Neu- und
Umbauten in ihrer Entwicklung zurück.
Andere Einrichtungen wie der Zoo in
Hannover oder der in Leipzig hatten in
der Zeit längst umgedacht und ihre Anlagen zu Gunsten von Tier und Mensch
auf den neuesten Stand gebracht. Vom
Tierpark Berlin aber berichtet Knieriem,
dass dort Mauern einzustürzen drohen
und Duschen für Tierpfleger verrostet
seien. Er berichtet von Bilanzen, die eine
große Lücke zwischen den weniger werdenden Einnahmen und den steigenden
Ausgaben enthalten. Knieriem vermisst
Spielplätze für Kinder und Effekte, die
für ein Aha-Erlebnis sorgen. Das Internet quillt über von schlechten Bewertungen für den größten Landschaftstierpark
Europas. Die einstige Vorzeigeanlage ist
ein Sanierungsfall. „Das ist eine komplexe Aufgabe“, sagt Knieriem.
Komplexe Aufgabe für Knieriem
Auf Knieriem liegen alle Hoffnungen,
und wer seine eigene Geschichte kennt,
traut ihm die komplexe Aufgabe zu. Immerhin muss er Zoo und Tierpark so auf
Vordermann bringen, dass Geld in die
Kasse kommt. Während sich Knieriem
um den Zoologischen Garten weniger
Sorgen zu machen scheint, sieht das
beim Tierpark Berlin schon anders aus.

Was der Zoo an Überschüssen zur Seite
legen könnte, fließt in den hoch defizitären Tierpark. Von einer Schließung der
Anlage will der neue Direktor jedoch
nichts wissen. Er lässt einen Ziel- und
Entwicklungsplan erstellen. Bis Ende
des Jahres soll klar sein, wie der Berliner
Tierpark der Zukunft aussieht. An dem
Abend vor den Gästen des Kommunalpolitischen Bildungswerkes sagt er: „Wir
werden alle einen langen Atem haben
müssen.“ Und: „Haben Sie ein bisschen
Vertrauen. Wir machen das.“
Modulartiger Umbau geplant
Der rastlose Andreas Knieriem ist niemand, der den Mund zu voll nimmt. Wer
ihn ein paar Mal erlebt hat und sich mit
langjährigen Weggefährten unterhält,
lernt einen zielstrebigen Tiermediziner
kennen. Einer, der bedauert, kaum noch
bei den Tieren zu sein. Und einer, der für
seinen Job brennt. Knieriem ist Manager
auf vielen Baustellen. Die Erwartungshaltung der Berliner ist groß, aber auch
die der Politik. Die hat ihm erst einmal
fünf Millionen Euro zusätzlich bewilligt.
Spielplätze sollen schnellstmöglich entstehen. Und wo früher alle paar Wochen
Stiefmütterchen und Eisbegonien gepflanzt wurden, wird Platz gemacht für
Wildstauden. Die sind schön. Und pflegeleicht. Nun machen neue Spielplätze
und Wildstauden noch keinen neuen
Tierpark. Knieriem will die 160 Hektar
große Anlage modulartig umbauen. Ein
Projekt, das ihm zufolge nicht in drei,
vier Jahren abgeschlossen ist.
Es wird viel Zeit brauchen, um den
Tierpark Berlin umzubauen. Während
der Zoologische Garten sein Gesicht bewahren soll, träumt Knieriem in Friedrichsfelde davon, „dass die Besucher eine
Reise durch die Kontinente machen kön-

nen“. Der Platz sei da. Er hat da immer
wieder dieses Bild einer Elefantenherde
vor Augen, die auf einer Steppe unterwegs sind. Derzeit müssen sie mit einer
viel zu kleinen Anlage Vorlieb nehmen.
Knieriem sagt, dass zunächst einmal die
Frage im Raum steht, warum in einer
Stadt heutzutage noch wilde Tiere gehalten werden. „Die Antwort ist banal:
Wir wollen die Menschen für das Thema
Natur und Tiere begeistern und faszinieren.“ Das Wichtigste sei doch, dass der
Besucher das Gefühl habe, nicht vor den
Tieren zu stehen, sondern mittendrin.
Knieriem ist ein Freund von naturnahen
Tiergehegen, denen man ihre Funktion
nicht ansieht. In Hannover und zuletzt
in München ist es ihm mit seinem Team
gelungen, die zoologischen Einrichtungen zu modernisieren und einen Besuch
zu einem Erlebnis zu machen. Die Bayern haben das honoriert: Die Zahl der
Jahreskartenbesitzer stieg von knapp
5.000 auf 50.000, in Hannover ist sogar
jeder fünfte Hannoveraner im Besitz einer Dauerkarte. Und im Tierpark Berlin? Knieriem grübelt. „Das müssen so
um die 2.000 bis 2.500 sein.“ Es ist eine
der wenigen Zahlen, die er gerade nicht
präsent hat. Ansonsten hat er die wichtigsten Fakten über Zoo und Tierpark
inzwischen im Kopf.
Andreas Knieriem will den Tierpark
wieder in die Herzen der Berliner bringen – ganz gleich, ob die in Spandau oder
Marzahn wohnen. Gerade Kinder sind
für den Familienvater die Zukunft, denn
sie sind es später, die Erinnerungen mit
dem Tierpark verbinden und ihn immer
wieder besuchen. Auch die Umweltbildung soll gestärkt werden. Am Ende sagt
Knieriem, was ausschlaggebend für die
Zukunft des Tierparks Berlin ist: „Wir
müssen unsere Besucherzahlen verdoppeln und die Tierhaltung verbessern.“

Bezirks-Leben 3

Juli/August 2014 | Bezirks-Journal

Richtfest für 414 neue Wohnungen
„Treskowhöfe“ in Karlshorst: Quartier soll im Sommer 2015 bezugsfertig sein.

B

is Sommer kommenden Jahres
soll die neue Wohnanlage „Treskowhöfe“ mit 414 Quartieren
bezugsfertig sein. Zehn Monate nach
dem Baustart an der Ecke Treskowallee und Hönower Straße wurde für das
Ensemble im Süden Lichtenbergs die
Richtkrone gehisst. „Es ist toll zu sehen,
wie ein solches Bauvorhaben innerhalb
weniger Monate gelingt“, sagte Berlins
Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD).
Nein, auf das Dach musste für dieses
Richtfest keiner der Ehrengäste steigen,
auch dem durchaus richtfesterfahrenen
Berliner Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) blieb das erspart:
Stattdessen durften die Damen und Herren kürzlich die symbolischen Nägel auf
dem sicheren Erdboden einschlagen.
Dafür wurde eigens ein kleiner nachgebauter Dachstuhl beschafft. Während
einer der Architekten der Treskowhöfe,
Claus Neumann, seinen Nagel als erstes
im Gebälk versenkt hatte, belegte Senator Müller den letzten Platz. Sein Nagel
wollte sich partout nicht einschlagen lassen. Das sorgte für viele Lacher bei dem
Richtfest, für das die Howoge mehrere
Hundert Gäste aus dem Bezirk, aus der
Politik und der Wirtschaft einlud. Derzeit entstehen im Bezirk Lichtenberg ne-

Die Howoge baut, nicht nur in Karlshorst. An der Treskowallee entstehen
414 neue, bezahlbare Mietwohnungen. BILD: FALKO HOFFMANN
ben den Treskowhöfen zahlreiche weitere neue Mietwohnungen. Allein die
Howoge wird ihren Bestand von derzeit
54.000 auf 60.000 Wohnungen im Jahre

2018 erweitern. Neben dem Neubau sind
auch Ankäufe von Projektentwicklungen
und Bestandszukäufe vorgesehen.
„Heute ist ein guter und wichtiger Tag
für die Howoge“, sagte Michael Müller.
Vor allem die kurze Bauzeit der Treskowhöfe beeindruckte den Landespolitiker. Das Neubauvorhaben der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft hat für
Müller auch große politische Bedeutung:
Immerhin wird mit dem größten kommunalen Wohnungsbauprojekt Berlins
preiswerter Wohnraum geschaffen, der
momentan in der ganzen Stadt gefragt
ist. Darüber hinaus sollen in der Anlage mit ihren neun Gebäuden Menschen
aller Generationen leben. Die zwischen
38 und 108 Quadratmeter großen Mietwohnungen sind barrierefrei. Zudem
entstehen auf dem 27.000 Quadratmeter
großen Areal eine Kita mit 90 Plätzen
sowie zwei Senioren-Wohngemeinschaften mit 23 Appartements. Für Karlshorst
bedeutet das Wohnviertel eine städtebauliche Aufwertung. „Während drum
herum nach dem Abzug der Russen viel
gebaut wurde, war das hier ein richtiger Schandfleck“, sagte Hans Krautzig,
früherer Lichtenberger Baustadtrat und
Mitglied des Bürgervereins Karlshorst.
Zuletzt wurde das Areal als Studentenwohnheim der Hochschule für Technik

und Wirtschaft genutzt und lag 18 Jahre
brach. Teile des Altbaus wurden mit großem planerischen Aufwand in die neue
Wohnanlage integriert.
Die Anlage passt sich architektonisch
in die Umgebung ein, betonte HowogeGeschäftsführerin Stefanie Frensch.
„Hier handelt es sich um ein innerstädtisches Grundstück in einer gewachsenen
Wohnstruktur“, sagte sie. Im November
2011 hatte die Howoge die Immobilie
erworben und im Zuge dessen eine Neubauabteilung gegründet, die innerhalb
des Konzerns weitere Projekte plant.
Bei den Treskowhöfen geriet der Plan
anfangs etwas durcheinander: Bei Erdarbeiten wurden die Reste einer Siedlung
aus der Bronzezeit entdeckt. Daraufhin
durchkämmten 40 Archäologen das
Grundstück nach historischen Fundstücken. Im Herbst vergangenen Jahres
erfolgte schließlich der erste Spatenstich.
Am Rande des Richtfests konnten erstmals die ersten Musterwohnungen besichtigt werden. Die Nachfrage nach den
414 Quartieren ist groß, die Miethöhen
gestalten sich jedoch unterschiedlich. Im
Rahmen des bezirklichen Bündnisses für
Wohnen ist vereinbart, dass auch Wohnungen für Menschen mit wenig Geld
entstehen. Jede Wohnung hat einen Balkon oder eine Terrasse. (bzj.)

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(SPD) und besuchte die beiden freiwilligen Feuerwehren in Lichtenberg und
Karlshorst. Vor Ort kam er ins Gespräch mit engagierten Kameraden. Geisel
sprach den ehrenamtlichen Feuerwehrmännern und -frauen Respekt für ihre
Einsatzbereitschaft aus. BILD: MARCEL GÄDING

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4 Bezirks-Leben



Bezirks-Journal | Juli/August 2014

Hilfe in der schwersten Stunde

Stirbt ein geliebter Mensch, ist die Trauer groß. Viele Menschen sind dann mit ihrem Seelenschmerz allein.
Der Malteser Hilfsdienst e.V. betreibt in Karlshorst eine Anlaufstelle für Trauernde.

D

as Büro von Regina Ehm ist
hell und lichtdurchflutet. An
den Wänden hängen Bilder
von Steinen und der Ostseeküste. Das
hat etwas Beruhigendes. Gleich neben
der Eingangstür gibt es eine Sitzecke
mit zwei Sesseln und einem Tisch. Und
wäre da nicht diese Box mit den Papiertaschentüchern, hätte es der Besucher
schwer zu erraten, wofür Regina Ehm
beim Malteser Hilfsdienst e.V. zuständig ist. Die Sozialpädagogin betreut gemeinsam mit einer Kollegin unter anderem die Anlaufstelle für Trauernde. An
der Treskowallee in Karlshorst steht sie
Menschen zur Seite, die einen geliebten Freund, Partner oder Verwandten
verloren haben. Und der Bedarf, sich in
schweren Stunden professionell begleiten zu lassen, ist groß: Pro Jahr sind es
bis zu 90 Frauen und Männer, die sich
in ihrer Not an die Anlaufstelle für Trauernde wenden.
„Wer sich bei uns meldet, der möchte
in der Regel Freunde oder Familie mit
seiner Trauer nicht belasten oder hat
schlichtweg keine Verwandten mehr.
„Oft suchen die Trauernden auch einfach den Kontakt zu Gleichbetroffenen
oder möchten sich jemand Außenste-

Regina Ehm. BILD: MARCEL GÄDING
henden anvertrauen“, sagt Regina Ehm.
Zunächst gibt es eine Erstberatung von
Regina Ehm und ihrer Kollegin, die ungefähr anderthalb Stunden Zeit in Anspruch nimmt. Wichtig ist eine vertrauensvolle Atmosphäre. „Wir hören zu
und sind einfach da“, sagt Regina Ehm.
Auch gehe es darum, den Trauernden
in ihrer neuen Situation Wege aufzuzeigen, mit der Trauer und dem Verlust

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eines geliebten Menschen umzugehen.
Die Todesumstände sind vielfältig: Neben dem altersbedingten Tod gehören
auch Krankheit, Unfälle oder Suizide
dazu. Betrauert werden alte Menschen
oder Teenager. Und jedes Mal sieht die
Trauer anders aus, denn Trauer ist individuell. Dennoch gibt es ein paar grundsätzliche Empfehlungen: „Tun Sie das,
was Ihnen gut tut“, sagt Regina Ehm.
„Oder lassen Sie das, was Ihnen nicht
gut tut.“ In einigen Fällen zieht sich die
akute Trauer bis zu fünf Jahre hin, weiß
die Diplom-Sozialpädagogin, „oft, wenn
man den Verlust des eigenen Kindes zu
beklagen hat“. Sie rät, allen Gefühlen ihren Lauf zu lassen und sie auszuleben.
„Außerdem sollte man schauen, wo man
Unterstützung bekommt, wenn es einem
schlecht geht.“ Wie schwer die Trauer
wiege, sei eine Typsache. Entscheidend
ist auch, wie der Abschied war. So ist es
die Regel, dass die zu einem Toten gerufene Feuerwehr grundsätzlich verpflichtet ist, die Polizei einzuschalten, um die
Todesursache zu klären. Dann bleibt
wenig Zeit, vom Verstorbenen in Ruhe
Abschied zu nehmen.
Die persönliche Beratung der Anlaufstelle für Trauernde ist der erste Schritt.

Betroffene können darüber hinaus viele
weitere Angebote in Anspruch nehmen:
Neben einer Einzelbegleitung gibt es
auch einen offenen Trauergesprächskreis, geschlossene Trauergruppen und
einen Kochtreff für Trauernde. Dabei
vergibt eine Köchin die anfallenden Aufgaben, anschließend wird gemeinsam
gegessen. „Die Betroffenen sind dankbar
für die Hilfe in der Not und dafür, nicht
allein gelassen zu sein“, berichtet Regina
Ehm. Sie muss schon in der Erstberatung auf alles gefasst sein, denn bei der
Terminvereinbarung mit den Trauernden sind die Hintergründe erstmal zweitrangig. „Es geht mir dann schon sehr
nahe, wenn weinende Männer vor mir
sitzen oder Eltern, die gerade ihr Kind
verloren haben.“
Unterstützt wird die Anlaufstelle von
ehrenamtlichen TrauerbegleiterInnen.
Die erhalten eine Schulung: Drei Monate, einmal in der Woche jeweils vier
Stunden. Dabei gibt es einen Einblick
in die verschiedenen Trauermodelle und
in Trauerrituale. Ein Spezialthema ist
zudem „Trauer bei Kindern“. Derzeit
werden wieder TrauerbegleiterInnen gesucht – Informationen gibt es unter Tel.
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Berlins beste Seiten.

Bezirks-Leben 5

Juli/August 2014 | Bezirks-Journal

D

von Marcel Gäding

er Blick von dem alten Mietshaus an der Bergstraße in Mitte
ist unverbaut. Auf der anderen Straßenseite befindet sich einer von
mehreren Friedhöfen. Eine Idylle mitten
in der Großstadt. Drumherum hat sich
die Stadt verändert. Die meisten Mietshäuser aus der Jahrhundertwende sind
längst saniert. Wer die Gegend aus der
Zeit nach dem Fall der Mauer kennt,
erinnert sich an den Geruch der Kohleöfen, an Omas in Kittelschürzen und
an lange Schlangen vor der legendären
Ackerhalle kurz nach der Währungsumstellung. Bilder, die man heute nur noch
in Bildbänden findet, wenn nicht eben
dieses Haus an der Bergstraße gewesen
wäre. Als eines der letzten Gebäude zogen alle Sanierungswellen an ihm vorüber – bis der neue Eigentümer auf die
Idee kam, aus den Mietquartieren profitable Eigentumswohnungen zu machen.
So etwas liest man jeden Tag in der Zeitung. Die Filmemacherin Katrin Rothe
aber gibt dem Problem der Gentrifizierung ein Gesicht. In ihrem Film Betongold dokumentiert sie ihr das Schicksal
einer Vertreibung.
An diesem Abend sitzt die Filmemacherin vor gut 30 zumeist älteren Lichtenbergern im Bürgerbüro des Abgeordneten Harald Wolf (DIE LINKE).
Gemeinsam mit Katrin Lompscher,
ebenfalls Abgeordnete, will er den Film
„Betongold“ zeigen, den Katrin Rothe
gedreht hat. Am Anfang ist nicht ganz
klar, was das mit Lichtenberg zu tun hat.
Später aber wird deutlich, dass der Bezirk Lichtenberg auch deshalb so viele
Zuzüge vermeldet, weil viele Berliner
ihre geliebten Wohnungen in Mitte,
Prenzlauer Berg oder Friedrichshain verlassen müssen. Sie können sie schlichtweg nicht mehr bezahlen.
2011 landete ein entsprechender Brief
bei Katrin Rothe und ihren Nachbarn
im Briefkasten. Die Miete sollte von 500
auf 1.100 Euro steigen, gleichzeitig war
von einer Sanierung die Rede. Rothe
steckte gerade in einem anderen Filmprojekt, als sie sich entschied, das eigene Schicksal zu verfilmen. Zu Beginn
ihrer Dokumentation sind noch viele
Hausbewohner zu sehen – darunter alleinerziehende Mütter, ältere Ehepaare
und ein Rentner. Am Ende lichtet sich
der Kreis. Eine der letzten Bewohnerinnen ist Katrin Rothe, die nach 16 Jahren
und zum Schluss nach einigen juristischen Ausein­
andersetzungen mit dem
Hauseigentümer das Handtuch wirft.
Heute wohnt sie in einem Plattenbau in
Prenzlauer Berg, ein Nachbar ist nach
Lichtenberg gezogen. Im Film zeigt sie
eindrucksvoll die Vertreibung aus dem
unsanierten Haus. Da ist eine Maklerin
zu sehen, die Kaufinteressenten durch
das Haus führt. Da sind die Bauarbeiter,
die keine Rücksicht auf die Sicherheit
der Bewohner nehmen. Ein Mieterberater kommt zu Wort, der den Vermieter
als unangenehm bezeichnet. Und dann
ist da noch der Vermieter selbst, der allein mit einer Wohnung rund 520.0000
Euro verdienen kann. Katrin Rothe und
die übrigen Hausbewohner stehen diesem Vorhaben nur im Weg. Die sonst so
redegewandte Frau wirkt am Ende ihres
eigenen Films resigniert, ausgepowert,

Die Flucht

Weil private Hauseigentümer möglichst viel
Profit aus ihren Wohnhäusern schlagen wollen,
haben langjährige Mieter das Nachsehen.
Sie werden aus ihren Quartieren in Mitte oder
Prenzlauer Berg vergrault. Nicht wenige
von ihnen landen in Lichtenberg.
Katrin Rothe in der Alfred-KowalkeStraße in Friedrichsfelde. Sie wohnt
inzwischen auch in einer Plattenbauwohnung. BILD: MARCEL GÄDING
einfach fertig. Vor Gericht stimmt sie
einem Vergleich zu, erhält 50.000 Euro
und zieht verbittert aus.
Formal ist die Geschichte damit für
Katrin Rothe beendet. Doch persönlich
war das erst der Anfang einer Mission.
Rothe ist jede Woche unterwegs, im
Gespräch mit Menschen, die sie wachrütteln will. Das gelingt ihr auch an diesem Abend vor den älteren Menschen
im Parteibüro. Entsetzt sind sie, als sie
Rothes Geschichte hören, in den vielen
Kommentaren ist die Empörung nicht
zu verbergen.
Der neue In-Bezirk von Berlin
Doch was, bitteschön, hat das alles mit
Lichtenberg zu tun? Viel, meint Katrin
Rothe. „Lichtenberg ist der neue In-Bezirk von Berlin“, sagt die Filmemacherin. Katrin Lompscher pflichtet ihr bei.
Die wohnungspolitische Sprecherin der
Linkspartei im Abgeordnetenhaus sagt,
dass es auch in Kiezen wie Alt-Hohenschönhausen, dem Weitlingkiez, dem
Kaskelkiez und der Frankfurter Allee-

Nord Tendenzen zur Privatisierung von
Wohnraum gibt. Einerseits. Andererseits
müssen die aus Mitte oder Prenzlauer
Berg verdrängten Bewohner Ersatz finden – und ziehen nicht selten nach Hohenschönhausen oder Lichtenberg. Das
treibt dort unweigerlich die Mieten in die
Höhe. „Da die Wohnungssituation in
Berlin insgesamt immer angespannter ist,
wächst der Druck auf die noch moderaten Mieten zusehends“, sagt sie. Deshalb
müssten Bezirk und Senat mehr tun für
den Schutz des preiswerten Wohnungsbestandes. „Das reicht von Milieuschutz
für die aufwertungsbedrohten Altbaugebiete bis zum verstärkten Vorgehen gegen Zweckentfremdung und Mietpreisüberhöhung, von einer Einflussnahme
auf Modernisierungsvorhaben bis zur
Unterstützung von betroffenen Mietern,
zum Beispiel durch eine offene Mieterberatung.“ Allerdings hat der Bezirk erst
kürzlich den sogenannten Millieuschutz
abgelehnt, zur Enttäuschung der Linkspartei. „Die Prüfung hat ergeben, dass
das Instrument Milieuschutzverordnung
in Lichtenberger Gebieten gegenwärtig

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keine erfolgreiche Anwendung finden
kann“, heißt es dazu in einer Vorlage
zur Kenntnisnahme, die im August in
die
Bezirksverordnetenversammlung
eingebracht wird. Der Aufwand zur Erstellung von Milieuschutzverordnungen
stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen.
„Man muss sich fragen, ob Wohnungen, die bewohnt sind, überhaupt
verkauft werden dürfen“, sagt Katrin
Lompscher. Das sei aber eine Diskussion, die man nicht nur in Berlin, sondern
bundesweit führen müsse. „Die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen ist ein gigantisches Geschäft“,
hat auch Lompschers Kollege Harald
Wolf beobachtet. Er spricht gar von
mafiösen Methoden und fordert, „dem
Treiben radikal einen Riegel vorzuschieben“.
Für Katrin Rothe kommt dies alles zu
spät. Was bleibt, ist eine bittere Erkenntnis. „Was eine Wohnung eigentlich ist,
merkt man erst, wenn man sie verliert.“
Informationen zum Film:

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Teilnehmen dürfen alle Personen ab 18 Jahren. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Verlagsmitarbeiter und
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6 Bezirks-Leben



Bezirks-Journal | Juli/August 2014

Bunter Giebel mit Weitblick

Kunst am Bau erlebt eine Renaissance. Das Wohnungsunternehmen Howoge hat jetzt ein zweites Fassadenbild
in Auftrag gegeben. Das weckt das Interesse der Anwohner. Sie stellen den Künstlern viele Fragen.
von Steffi Bey

M

anchmal stehen sie nur da und
schauen noch oben: auf den
Giebel des Elfgeschossers an
der Landsberger Allee 228 B. Der ältere
Herr hat sich schon mehrere Minuten
nicht von der Stelle bewegt. So konzentriert er sich auf die beiden Künstler, die
von einer Hebebühne aus die einst trostlose Hauswand in ein viel beachtetes
Kunstwerk verwandeln. Seine Frau hält
diese Szene mit dem Fotoapparat fest.
Und dann ruft sie zu den jungen Männern: „Toll, was ihr hier macht, ich bin
begeistert.“ Ihr Mann nickt zustimmend
und beide freuen sich, dass sie gerade in
diesem Hochhaus wohnen. Immer mehr
Neugierige kommen zusammen und beobachten das Geschehen. „Die müssen
schwindelfrei sein“, sagt die sechszehnjährige Fillin. Gern würde sie wissen,
wie viele Sprühdosen James Bullough
und Addison Karl wohl für das große
Bild benötigen. Also spricht sie das USamerikanische Künstlerduo einfach an.
„Rund 300 Dosen sind es bestimmt“,
antwortet James, der aus Baltimore
stammt.

Der Mann mit den Rastalocken freut
sich über das große Interesse. Seit Mitte Juni das Kunstwerk auf den Beton
gebracht wird, kommen immer wieder
Mieter des Hauses, Anwohner aus dem
Viertel und extra Angereiste vorbei, um
Fragen zu stellen oder einfach nur zuzuschauen. Auch die Workshops – quasi
Künstlersprechstunden – die während
der Entstehungsphase jeden Mittwoch
stattfinden, sind gut besucht. Wer möchte, nimmt eine Sprühdose in die Hand
und darf sich unter fachmännischer
Anleitung auf Probeflächen verewigen.
Hannes, einem jungen Mann aus Lichtenberg, reicht das allerdings nicht. Er
will wissen, wie die Künstler auf die
Idee gekommen sind, solche riesigen
Bilder zu kreieren und warum sie das
gerade an diesem Ort tun.
Künstler mit weltweiter Erfahrung
Das ist schnell erzählt: James und
Addison gingen als Sieger aus dem internationalen Wettbewerb hervor, den
die städtische Wohnungsbaugesellschaft
Howoge für die Gestaltung der Wandmalerei auslobte. Beide schufen bereits
weltweit Großfassaden – unter anderem

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Bezirks-Journal

Berlins beste Seiten.

Martin Langner hat über das Kunstwerk gelesen und ist extra an die Landsberger Allee gekommen. Er fotografiert und spricht mit den Künstlern. Der Hobbyfotograf hat schon viele andere Kunstwerke in der Stadt abgelichtet – entstanden sind zehn Bücher. BILD: STEFFI BEY
in Chicago, Washington D.C., aber auch
in Chemnitz, Dresden und Magdeburg.
Der Auftrag an der Landsberger Allee
gehört auf jeden Fall zu ihren ganz großen. „Unser letztes Wandgemälde haben wir in Arizona fertig gestellt, auf 25
Meter Höhe“, berichtet Addison. Das
Gebäude in Lichtenberg ist noch zehn
Meter höher: insgesamt etwa so groß
wie ein Basketballfeld. Dass bedeutet
für die Künstler ebenso voller körperlicher Einsatz. Wie sich das anfühlt,
kann Christian Awe wahrscheinlich am
besten nachvollziehen. Denn der Lichtenberger brachte vor zwei Jahren ein
genauso großes Fassadenbild auf den
Giebel an der Frankfurter Allee 192.
Er habe damals mindestens 20-mal täglich mehr als 150 Gerüststufen bewältigt. „Am Ende hatte ich, wenigstens
statistisch, dreimal den Mount Everest
erklommen und zehn Kilogramm abgenommen“, erinnert er sich.
Etwa zwölf Stunden arbeiten James
und Addison täglich an ihrem Kunstwerk. James konzentriert sich dabei mit
seinem hyper-realistischen Stil vor allem
auf die Kleidung und Hauttöne der Figuren, Addison ist für die Schraffiertechnik zuständig.
Die Umrisse des Gemäldes haben sie
vorher in zwei Nächten per Beamer von
einer Skizze auf die Fassade übertragen.
Dafür standen zwei Geräte auf der Erde,
eines auf dem Gerüst. „Damit es keine
Verzerrungen gibt, haben wir trotzdem
alles noch einmal mit dem Zollstock
nachgemessen“, erzählt James.
Rot, Orange, Violett, Blau und Gelb
bringen inzwischen Leben und Energie in eine Umgebung, die vorwiegend
durch gerade Linie und neutrale Farben
geprägt ist. Entstanden sind drei gigantische Figuren. Eine junge Frau und zwei
junge Männer. Sie sind übereinander
angeordnet und berühren sich. Oder
stützen sie sich vielleicht gegenseitig?
„Das kann der Betrachter frei nach seiner Fantasie interpretieren“, sagt James.
Die Personen ergeben die Form eines
Totems und sollen die kulturelle Vielfalt

Berlins symbolisieren. Das Besondere
an dem von der Howoge initiierten und
finanzierten Projektes (LOA – Lichtenberg Open Art) stellt die öffentliche
Verfahrensweise dar. Neben den Workshops gab es auch Projekttage. So kreierten beispielsweise 25 Mädchen und
Jungen der Philip-Reis-Oberschule eigene Entwürfe für eine Kunstfassade. Sie
sollen noch in diesem Jahr in einer Ausstellung der Jugendkunstschule Lichtenberg gezeigt werden.
Die Howoge plant indes die Auffrischung weiterer Giebel. „Unser Ziel
ist es, eine Urban-Art-Galerie quer
durch den Bezirk zu schaffen“, kündigt
Ho­woge-Geschäftsführerin
Stefanie
Frensch an. Am 5. September lädt das
Unternehmen ab 16 Uhr zum großen
Fassadenfest ein.
Informationen zum Projekt:

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SOMMER
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erwarten die Gäste im ABACUS
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Teilnehmen dürfen alle Personen ab 18 Jahren. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Verlagsmitarbeiter und
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Bezirks-Journal spezial Nr. 3/2014

SOMMER IN LICHTENBERG

Unser Sonderthema | Jeden Monat ein neuer Schwerpunkt | Anzeigenbuchungen: Tel. (030) 55 49 96 55 | E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de
THEMEN: Tagesausflüge für kleines Geld - S. 8 | Ein perfekter Sommertag mit Kind - S. 9 | Ferienjobs: Was ist zu beachten? Wo gibt es freie Stellen?- S. 10

Der Sommer kann kommen

Mit Beginn der Ferien in Lichtenberg wächst die Hoffnung auf regenfreie Tage. Das Bezirks-Journal liefert die passenden Tipps: Ausflüge, Veranstaltungen und Touren – nicht nur durch Lichtenberg.

D

er Sommer ist dieses Jahr durchwachsen, und auch der Beginn
der Ferien ist geprägt von regnerischem Wetter. Egal, wie das Wetter
wird – das Bezirks-Journal hat ein ganzes
Bündel an Tipps zusammengestellt, wie
Familien die kommenden Wochen in
der Stadt verbringen können.
DISCO FEVER IM TIERPARK: Für
Disco-Feeling sorgt das Open-Air-Konzert im Berliner Tierpark am 26. Juli.
Ab 20 Uhr werden die größten DiscoHits vorgestellt. Von „Disco Inferno“
bis zu „It’s raining men“, die Songs der
1970-er, 1980-er und 1990-er Jahre werden live gesungen und von internationalen Startänzern begleitet. Ort: Tierpark
Berlin, Am Tierpark 125, 10319 Berlin.
Eintritt: 25 Euro.
ABENDLICHE
STADTRUNDFAHRT MIT BUFFET: Am 1. August
organisiert die Reederei Riedel eine

dreistündige Schiffstour durch die beschauliche Innenstadt über Spree und
Landwehrkanal im abendlichen Lichtwechsel. Einstieg 19:30 Uhr am Märkischen Ufer in Mitte. Dauer 3,5 Stunden.
Eintritt: 37 Euro, ermäßigt 18,50 Euro.
Ticketline: (030) 679 61 47 0.

BILD: FRANK-PETER BÜRGER

INTERNATIONALES
BERLINER
BIERFESTIVAL: Die Berliner Biermeile findet vom 1. bis 3. August 2014
an der Karl-Marx-Allee statt. Auf der
2,2-Kilometer-Meile zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor werden
rund 320 Brauereien aus 86 Ländern mit

2.000 Bierspezialitäten erwartet. In diesem Jahr ist das Motto Craft Beer. Stark
vereinfacht handelt es sich bei Craft Beer
um ein Bier, das von einer Brauerei nur
in kleinen Mengen auf traditionelle Art
und Weise gebraut wird. Eintritt: frei.

DEUTSCH-AMERIKANISCHES
VOLKSFEST: Beim 54. Deutsch-Amerikanischen Volksfest vom 25. Juli bis
17. August lockt ein 600 Quadratmeter
großer Sandstrand mit Cocktail-Bar und
einem Stand mit dem beliebten FloridaEis. Auch an echtem „American Food &
Beer“ mangelt es nicht: Hamburger, Hot
Dog, original amerikanisches Bier und
Softdrinks erfreuen den Gaumen. Ort:
Heidestr. 30 in Moabit. Eintritt: 2 Euro.
SULTAN’S FEST: Der Orientalische
Garten wird am 10. August ab 14 Uhr
zu einer Welt aus 1001 Nacht: Tän­
zerinnen, Märchenerzähler, Musikanten
und Artisten verwandeln den Garten in

ein Freiluft-Varieté. Ort: Orientalischer
Garten, Gärten der Welt, Eisenacher
Straße 99, 12685 Berlin. Sondereintritt: 6 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.
WASSERFEST AN DER RUMMELSBURGER BUCHT: Am 23. August
findet das 8. Wasserfest an der Rummelsburger Bucht statt. Entlang der
Paul-und-Paula-Promenade bietet das
Fest ein umfangreiches Programm für
Jung und Alt: Hüpfen und Wasserspiele
für Kinder, das bekannte Drachenbootrennen, Kindersegeln, eine politische
Podiumsdiskussion zum Thema Zukunft Rummelsburger See und einen
Vorabendgottesdienst der Paul-Gehrhardt-Gemeinde. Um 20:30 Uhr beginnt das Open-Air -Kino mit dem Film
„Goodbye Lenin“. Eintritt: frei.
 zusammengestellt von Thuy Anh Nguyen
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8 Sommer in Lichtenberg



Bezirks-Journal | Juli/August 2014

Tagesausflüge für kleines Geld

Berlin bietet gerade im Sommer viel – und nicht immer müssen Touren ins Umland oder in Nachbarbezirke ein
Vermögen kosten. Wir haben Tipps für erschwingliche Erlebnisse zusammengestellt.
MIT DEM RAD ZU DEN BARNIMER SEEN: Eine gemütliche Radtour
zu den Barnimer Seen sorgt für Vitalität
und verspricht viele kleine Highlights.
Vom Bahnhof Bernau aus geht es über
die Rieselfelder nach Hobrechtsfelde.
Hier stehen Pferde und Rinder in freier Wildbahn, hier erlebt man Natur
pur. Direkt am Wege oder versteckt im
Grünen können Kunstinteressierte nach
Skulpturen Ausschau halten, die aus
dem Projekt „Steine ohne Grenzen“ entstanden sind. Fährt man über Schönwalde, empfiehlt sich ein Zwischenstopp im
Hofcafé Antiquarium. Das Café an der
Hauptstraße ist kein gewöhnliches: Es
beherbergt verschiedene Möbelwerkstätten, veranstaltet kleine Konzerte oder
Antiquitäten-Ausstellung. Von Schönwalde aus über Basdorf zum Wandlitzsee sind es nur noch zehn Kilometer.
Dann erstreckt sich eine wunderschöne
Seenlandschaft. Am Wandlitzsee können Sportbegeisterte den Trendsport
„Stand-up-Paddling“ ausprobieren. Der
Liepnitzsee wiederum betört mit azurblauem Wasser. An heißen Tagen ist das
Waldbad restlos überlaufen. Geht man
ein Stück in den Wald, findet man andere freie Badestellen.
Kurzinfo: Radtour 27 km, Dauer 2-3 Stunden. Anfahrt mit RE von Hbf-Berlin nach
Bernau. Abfahrt Wandlitz Bahnhof mit
RB27 (Heidekrautbahn) nach S-Berlin-Karow (S2-Anschluss).
BOOTSFAHRT AUF DER SPREE: Jemals davon geträumt, seinen eigenen Kapitän zu spielen? Möglich ist das an der
Rummelsburger Bucht (Zur Alten Flussbadeanstalt 5). Spätestens ein Tag vorher
das passende Boot bei www.spreeboote.
de reservieren. Gewässerkarte und Einweisung vom Hafenmeister erhält man
vor Ort. Innerhalb von zwei Stunden
hat man die Insel der Jugend gemütlich
umrundet oder ist Richtung Stadt bis zur
Oberbaumbrücke geschippert. Für große
Entdecker lohnt sich ein führerscheinfreies Motorboot. Dann heißt es: Auf
den Müggelsee, fertig, los! Dort Pause
machen und die Sonne im Rücken genießen. Das ist Sommer pur. Charmantes
Extra: Bei der Bootsreservierung gleich
einen Picknickkorb dazu bestellen. Den
gibt’s von www.hafenkueche.de, die mit
dem Bootsverleih kooperiert.
Kurzinfo: Tretboot für bis zu 4 Personen, 10
Euro pro Stunde. Motorboot Leo 2 für bis zu
8 Personen, 130 Euro für 4 Stunden. Picknick-Korb ab 28 Euro.
ZU FUSS IN DER ALTSTADT KÖPENICK: Zwischen Dahme und Spree
gelegen ist die Altstadt Köpenick eine
wahre Perle. Wer hier einen Tag verbringt, fühlt sich gleich in eine andere
Zeit zurückversetzt. Schon vor dem Eingang des Ratskellers wartet ein besonderes Spektakel. Männer in Uniform und
mit Gewehren marschieren im Gleichschritt. Es ist die Hauptmanngarde.

Spektakel in der Altstadt von
Köpenick: immer mittwochs und
sonnabends vor dem historischen
Rathaus. BILD: GERD ENGELSMANN
Die 20-minütige Vorführung zeigt die
legendäre Rathausbesetzung und den
Stadtkassenraub von 1906. Für einen
historischen Rundgang ist sie der Auftakt schlechthin. Eine weitere Station ist
der Innenraum des Rathauses mit dem
Treppenhaus und dem repräsentativen
Wappensaal. Die Fenster zeigen Glasmalereien mit historischen Motiven.
Auch die Aussicht auf die St. Laurentius-Kirche und die bis zu 200 Jahre alten Häuser ist überwältigend. Auf der
Schlossinsel, inmitten der Dahme, ragt
das Schloss Köpenick, einziges barockes
Wasserschloss Berlins. Heute ist es Museum für Raumkunst aus Renaissance,
Barock und Rokoko. Der angrenzende
englische Park lädt zum kleinen Rundgang ein. Für eine Pause geht es durch
kleine Gassen hinunter an die Dahme,
wo Bänke zum Verweilen einladen. Restaurants sind hier zahlreich vorhanden.
Das Waschhaus Alt-Köpenick oder der
Ratskeller sind alt-bekannte Adressen.
Kurzinfo: Anfahrt u.a. mit Bus 164, Tram 62
oder 68. Hauptmanngarde jeweils mittwochs
und sonnabends um 11 Uhr.

MUNDRAUB-TOUR: Warum Obst
kaufen, wenn man es vom Baum bekommt? Unter diesem Motto verrät
das Internet-Portal www.mundraub.org
Standorte, wo es frei verfügbares Obst
gibt. Mehrmals im Jahr veranstalten die
Macher eine gemeinsame MundraubTour. Auf einer leichten Fahrradroute
durch Berlin erforscht man fast vergessene Bäume und Sträucher. Start ist der Sund U-Bahnhof Frankfurter Allee. Über
die Rummelsburger Bucht geht es weiter
Richtung Treptower Park. Die Route
schlängelt sich an der Rummelsburger
Bucht entlang in Richtung Treptower
Park. Dabei entdeckt der Mundräuber
seine Stadt ganz neu. Die Tour macht
Spaß und vermittelt zugleich Wissen
darüber, welche rechtlichen Aspekte zu
beachten sind, wie und wo man die leckeren Früchte aufspürt.
Kurzinfo: Auch für Kinder geeignet. Nächste
Termine: 1. bis 3. August. Kosten: Erwachsene 12 Euro, Kinder 5 Euro. Eigenes Fahrrad
mitbringen. Mehr Infos unter: www.mundraub.org 
 zusammengestellt von Thuy Anh Nguyen

Urlaub vor der Tür –
mit der BVG
Auch mit der BVG-Monatskarte lässt sich
Urlaub in der Stadt erleben:
Mit Tram 68 in das grüne Köpenick: Die
schöne Bahnstrecke der Tram 68, auch
Uferbahn genannt, startet am S-Bahnhof
Köpenick. Sie führt von Köpenick, von
der Laurentiuskirche, der Bronzestatur
am Rathaus bis hin zur Silhouette des
Schlosses. Sobald die Bahn in die Wassersportallee einbiegt, ist folgen nur
noch Wald und Wasser. Kurz nach dem
Bahnhof S Grünau geht es durch den
Wald, über den Villenvorort Karolinenhof
nach Schmöckwitz. Um Schmöckwitz herum treffen sich Langer See, Seddinsee,
Große Krampe und Zeuthener See.
Mit den Fähren unterwegs: In Berlin
verkehren Fähren, die Gelegenheit für
eine Wassertour zum kleinen Preis bieten. Die Fähre F10 zum Beispiel pendelt
ganzjährig zwischen S-Bahnhof Wannsee und Alt-Kladow. Die 20-minütige
Überfahrt führt vorbei an der Havelinsel Schwanenwerder und eröffnet weite
Blicke über die Havel und ihre Ufer. Im
Südosten Berlins bietet die Fähre F23 einen schönen Kurz­ausflug auf den Müggelsee. Die Fähren können mit dem BVGTicket genutzt werden. Alle Fähren sind
barrierefrei.
Mit den Bussen an den Wannsee: Der
Wannsee ist Berlins größte Badewanne,
beliebtes Segelrevier und beschauliche
Wohngegend zugleich. Von Charlottenburg aus sind es nur vier S-Bahn-Stationen bis zum Bahnhof Wannsee. Von hier
aus verkehren mehrere Buslinien, die
rund um den See und durch den Wald
führen. (tan.)

Sommer in Lichtenberg 9

Juli/August 2014 | Bezirks-Journal

Ein perfekter Sommertag mit Kind

E

Kinder wollen in den Ferien jeden Tag etwas erleben. Vier Tipps gegen Langeweile.

in ganzer Tag mit Kind. Stress,
Geduld und Konzentration hoch
drei? Das muss nicht sein. Hier
sind drei Anregungen für einen stressfreien Sommertag mit Kind. Dabei steht
nicht nur das Kind im Mittelpunkt. Auch
an die Eltern ist gedacht.
BRUNCH UND WASSERSPASS AM
SONNTAG: Berliner lieben das Brunchen. Damit man mit Kleinkind nicht
darauf verzichten muss, geht es am
besten in einem Eltern-Kind-Café, zum
Beispiel in der Knilchbar. Hier können
Eltern ihr Frühstück genießen, während
die Kinder im Nebenzimmer am Klettergerüst oder im Bällebad spielen. Nach
dem Brunch geht es zu Fuß zur Plansche am Boxhagener Platz. Mit rund 300
Quadratmetern ist das Planschbecken
ein Wasserparadies für die Kleinen. Vier
bronzene Pinguine sorgen für spritzige
Abkühlung. Definitiv eine kostenfreie
Alternative zu den übervollen Freibädern. Während ein Elternteil die Aufsicht übernimmt, kann der andere gemütlich über den Trödelmarkt flanieren.
Für das Süße zwischendurch sorgen die
Eispiraten an der Grünberger Straße, nur
einige Meter vom Spielplatz entfernt.
Dort gibt es klassische bis ausgefallene
Sorten („Omas Apfelkuchen“), die großen Eiskugeln lassen das Herz von Groß
und Klein höher schlagen. Besonders
das Spachtel-Eis ist hier legendär.
Kurzinfo: Knilchbar, Krossener Straße 8,
10245 Berlin. Sonntagsbrunch von 10 -13

Uhr, Reservierung erforderlich unter (030) 29
36 79 89. Kosten: 11,90 Euro/Erwachsener +
4,50 Euro/Kind.
KREATIVER SONNABEND MIT
DER FAMILIE: Wenn das Wetter nicht
ganz mitspielt, die Kinder trotzdem aus
dem Haus wollen, dann ist ein KreativWorkshop ideal. Die KLAX-Galerie in
der Schönhauser Allee bietet jeden Sonnabend (14-17 Uhr) spannende Mal- und
Bastelaktionen für die ganze Familie.
Kinder ab 4 Jahren dürfen hier verschiedene Ateliertechniken und Materialien
testen. Einfach spontan hingehen, 3 Euro-Materialkosten nicht vergessen und
den Nachmittag mit Schnippeln, Malen
und Basteln verbringen. Anschließend
lässt man den Abend im kinderfreundlichen Restaurant gemütlich ausklingen,
zum Beispiel in der Alois S.-Tapas-Bar.
Das Restaurant ist besonders bei Eltern
beliebt, da es direkt an einen Kinderspielplatz grenzt. Im Biergarten können die
Eltern gemütlich essen, während Kinder
in Reichweite herumtoben.

fantasievollen Spielen fühlt man sich wie
im Märchen. Es gibt eine Wasserbombenwurfanlage, Riesenseifenblasen und
originelle Murmelbahnen. Mehrere Labyrinths laden zum Suchen und Verirren
ein, ob beim Erd- und Dunkellabyrinth
– ein über 50 Meter langes Tunnelsystem
mit oberirdischen Ausstiegen, Hängebrücken und Baumhaus oder beim zwei
Hektar großen Maislabyrinth, das auch
für Erwachsene eine ziemliche Herausforderung ist. Außerdem befindet sich
hier Brandenburgs höchste Rutschanlage

Kurzinfo: Kinderkunstgalerie, Schönhauser
Allee 58 A, 10437 Berlin. www.klax-galerie.
de| Tapas-Bar Alois S., Senefelder Straße 18,
10437 Berlin.
MITMACHPARK IRRLANDIA: In
Storkow, zirka eine Autofahrtstunde von
Berlin entfernt, liegt der Mitmachpark
IRRLANDIA – ein Riesenspielplatz für
Groß und Klein. Bei den bunten Häuschen, den krummen Türmen und den

für Kinder mit einer Freifallrutsche aus
zwölf Metern Höhe. Wer in der vorhandenen Gastronomie nicht speisen will,
der bringt ein Picknick-Korb mit und
lässt sich auf den Wiesen nieder.

Kurzinfo: Anfahrt mit RB36 von Berlin Lichtenberg bis Storkow/ Mark. Vom Bahnhof
sind es ca. 30 Minuten Fußweg oder ca. 15
Minuten mit dem Fahrrad. Eintritt: 6 Euro.
FILMPARK BABELSBERG: Altbekannt und dennoch immer wieder ein
Highlight ist der Filmpark Babelsberg.
Hier erfährt der Besucher aus erster
Hand, mit welchen Tricks die Film- und
Fernsehprofis arbeiten. Auch in diesem
Sommer findet die Lange Babelsberger
Filmparknacht statt. Am 2. August ab 18
Uhr verwandelt sich der Filmpark in eine
illuminierte Open-Air-Kulisse mit exklusivem Bühnenprogramm, u.a. mit einem
45-minütigen Stuntshow. Ein fulminantes Feuerwerk krönt das traditionelle
Sommerfest. Während der Ferien gibt es
für Kinder zwei Sommerspecials: Jeden
Montag können sie am Maskenworkshop teilnehmen und die verblüffende
Technik der Maskenbildner hautnah erleben. Jeden Freitag gibt es ein Fotoshooting der besonderen Art bei den Gärten
des kleinen Muck. Dazu posieren um
13:30 Uhr Tierstars wie Border Collie
Wallace aus der Krimiserie „Josephine
Klick – Allein unter Cops“ (Sat.1) oder
die Königsnatter, das ‚harmlose‘ Double
der giftigen Korallenotter.
Kurzinfo: Eintritt: Erwachsene 21 Euro, Kinder 14 Euro. Öffnungszeiten täglich von 10 bis
18 Uhr. 



zusammengestellt von Thuy Anh Nguyen

© Shutterstock

SOMMER
GEWINNSPIEL

Berliner HighlandGames
in den
Die Schotten sind los - sportliches Kräftemessen
der starken Highlander

EL-DORADO TEMPLIN: Im ElDorado Templin lässt sich der Wilde
Westen hautnah erleben. Hier wurde
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Cowboys reiten durch die Stadt.
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10 Sommer in Lichtenberg



Bezirks-Journal | Juli/August 2014

Rasenmähen am Wochenende

S

In den Ferien mal eben etwas Geld verdienen – das funktioniert auch kurzfristig.
Das Social-Network-Portal JobberBee vermittelt flexible Jobs.

ommerzeit ist Arbeitszeit. Für viele sind die Sommerferien ideal für
einen Minijob. Doch Jobsuche?
Nervig. Wer hat schon Lust auf stundenlanges Durchblättern in den Stellenanzeigen? Das Online-Portal JobberBee
verspricht, den passenden Job schnell,
unkompliziert und mit nur wenigen
Klicks am Computer zu finden. Die Bewerber sollen gefunden werden.
Vorab: Es geht hier nicht um langfristige, hoch positionierte Stellen. Vielmehr
stehen Tätigkeiten wie das Rasenmähen am Wochenende, das Ausschenken
bei der Samstagsparty oder der spontane Promotionsjob im Fokus. Einen
Schwerpunkt bilden auch Ferienjobs.
Auf solche flexible und kurzfristige Arbeitsaufträge konzentriert sich JobberBee. Im Januar 2014 ging das Portal des
Berliner Unternehmens Hitabis GmbH
an den Start. Aktuell verzeichnet es über
150 Jobangebote.
„Anders als bei den gängigen Jobportalen muss man bei JobberBee nicht lange suchen. Sondern man wird gefunden.
Einzige Voraussetzung: Man trägt seine
Fähigkeiten vernünftig ein“, sagt Kerstin Butenhoff von JobberBee. Im Klartext heißt es: Interessierte ab 16 Jahren

registrieren sich mit wenigen Mausclicks
kostenlos auf www.jobberbee.de. Hier
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desto besser. Mithilfe der Infos sucht ein
ausgeklügeltes Filtersystem nach dem
passgenauen Job und informiert den Suchenden per Mail.
Zeit sparen bei der Jobsuche

Auch in Bars werden Nebenjobber gesucht.

Aktiv werden in Sachen Gesundheit!
Warmwassergymnastik und Schwimmen im Angebot

Seit 5. Mai 2014 aktiv: „Synigia - vital und
gesund“.
Wo?
Treffpunkt für Wassergymnastik und
Schwimmen ist die Carl-von-Linné-Schule
für Körperbehinderte, Paul-Junius-Str. 15,
10367 Berlin
Was wird geboten?
Es steht ein Schwimmbecken mit 33 Grad
Wassertemperatur zur Verfügung.
Wer steht im Fokus?
Berufstätige, die gesundheitliche Einschränkungen sowie orthopädische Beschwerden haben und aktiv etwas für die
Verbesserung ihrer Gesundheit tun wollen.
Die Therapie findet unter Anleitung qualifizierter Physio- und SporttherapeutInnen
statt.

Über Synigia
„Synigia - vital und gesund“ ist seit fast 17
Jahren erfolgreicher Anbieter von Warmwassergymnastik und steht für Kompetenz
und Zuverlässigkeit. „Synigia - vital und
gesund“ ist der Name der Abteilung Gesundheits- und Rehabilitationssport des
Vereins „Kietz für Kids - Freizeitsport e.V.“
und bedeutet frei aus dem griechischen
übersetzt „Gemeinschaft für Gesundheit“.
Es werden Menschen angesprochen, die
aktiv ihre Gesundheit erhalten wollen.
Wissenswertes zur Bewegungstherapie
Ziel der Therapie ist, eine Verbesserung
von Funktionseinschränkungen zu erreichen und die Beweglichkeit zu fördern. Im
Mittelpunkt der Bewegungstherapie steht
die Entwicklung der eigenen aktiven
Einflussnahme jedes Einzelnen auf die
Erhaltung und Verbesserung seiner Gesundheit und damit seiner Lebensqualität
im Alltag.

Wann?
Nutzungszeiten montags und mittwochs ab
20:15 Uhr
Sind Sie interessiert und wollen sich der Wassergymnastik- / Schwimmgruppe
anschließen, dann vereinbaren Sie bitte einen kostenlosen Beratungstermin unter
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Sprechzeiten
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Geschäftsstelle:
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12:00-15:00
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Dienstag
und
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09:30-15:00
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(Charlottenburg).
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Mittwoch 09:30-15:00 Uhr und Donnerstag 09:30-18:00 Uhr. Weitere Warmwassergymnastikgruppen gibt es in der Parkklinik Weißensee, Residenz „Weißer See“ und im Unfallklinikum Marzahn-Hellersdorf sowie der Schlosspark-Klinik (Charlottenburg).

BILD: JOBBER-BEE

„Damit spart der Suchende viel Zeit.
Er muss nicht andauernd auf die Webseite gehen und stundenlang jedes Angebot durchforsten“, erklärt Butenhoff.
Auch der Social Network-Charakter
macht JobberBee zu einem Werkzeug
der Gegenwart. Auf dem Online-Portal
können Nutzer sich mit Bekannten und
Kollegen vernetzen, Auftraggeber bewerten und Empfehlungen weitergeben.
So entsteht ein komplexes Netzwerk mit
Informationen, die wiederum für die
Jobfindung relevant sein können.
Bislang scheint das Konzept von JobberBee vielversprechend. Nach eigenen
Angaben will ein Berliner Club demnächst sein ganzes Jobangebot über die
Plattform vermitteln. (tan.)

Was bei Ferienjobs zu beachten ist
Rechtsanwältin Anne-Katrin Ramadani
über Verdienst- und Altersgrenzen
Wie lange darf ein Schüler in
fen in Berührung kommen
welchem Alter arbeiten?
und nicht an Orten mit
Minderjährige untersteerhöhter Infektionsgefahr
hen dem Jugendarbeitsarbeiten.
schutzgesetz. Kinder unter
13 Jahren dürfen prinzipiWieviel darf man verdienen?
ell gar nicht arbeiten. Bei
Ab welchem Verdienst muss
Kindern zwischen 13 und
man Steuern zahlen?
15 Jahren müssen die ElEs gibt keine Obergrentern zustimmen. Hier darf
ze. Verdient der Jugendlidie Arbeitszeit pro Tag
che im Jahr aber mehr als
nicht mehr als zwei Stun- Anne-Katrin Ramada8.004 Euro, fällt das Kinden betragen. Die Jobs ni ist Volljuristin mit
dergeld weg. Bei Hartz IVmüssen kindgerecht sein Schwerpunkt ArbeitsFamilien dürfen Jugendwie Babysitten, Nachhilfe und Sozialrecht. Derzeit liche in den Ferien bis zu
oder Zeitungen austragen. arbeitet sie in der
1.200 Euro anrechnungsJugendliche ab 15 Jahren Rechtsanwaltskanzlei
frei verdienen. Ansonsten
dürfen bis zu 40 Wochen- RA Stefan Horn in Mar- gilt: Solange der Jobber
stunden arbeiten. Am Tag zahn (www.sozialrecht- nicht mehr als 8.004 Euro
dürfen sie nicht länger als marzahn.de). BILD: PV
verdient, muss er weder
8 Stunden tätig sein. Das
Steuern noch SozialabgaGanze ist insgesamt auf 20 Ferientage ben zahlen. Bei höherem Einkommen ist
im Kalenderjahr beschränkt. Man kann er steuerpflichtig. Bei mehr als 450 Euro
die Arbeitszeit frei verteilen, zum Bei- muss er am Jahresende eine Einkomspiel auf verschiedene Ferien. An Wo- menssteuererklärung abgeben und bechenenden oder Feiertagen ist Arbeiten kommt die Lohnsteuer beim Finanzamt
tabu. Volljährige Schüler unterstehen zurück. Solange das Arbeitsverhältnis
nicht mehr diesen Regeln.
nicht mehr als 50 Tage im Jahr oder zwei
Monate pro Kalenderjahr beträgt, muss
Welche Jobs dürfen sie ausüben? Welche sind er keine Sozialversicherung zahlen.
verboten?
Jugendliche unter 18 dürfen nur leich- Wie ist man versichert?
te Jobs übernehmen. Sie dürfen gesundSchüler und Jugendliche sind in den
heitlichen oder sittlichen Gefahren nicht Ferienjobs gesetzlich unfallversichert.
ausgesetzt werden. Arbeiten an schwe- Die Kosten der Versicherung trägt der
ren Maschinen sind tabu. Sie dürfen kei- Arbeitgeber.
ne Last von über 7,5 Kilogramm heben,
nicht mit gesundheitsschädlichen Stof Das Gespräch führte Thuy Anh Nguyen

Bezirks-Wirtschaft 11

Juli/August 2014 | Bezirks-Journal

Brückengeländer und Kandelaber

Die Metallgießerei Behr existiert in fünfter Generation. Ihre Mitarbeiter hinterlassen überall in Berlin Spuren –
Ende August wird das Firmenjubiläum gefeiert.

D

er Geruch ist gewöhnungsbedürftig: Nicht unangenehm,
aber sehr bestimmend. Es
scheint eine Mischung aus Werkstattklima und verschiedenen Metallarten
zu sein, die dem Besprechungszimmer
von Markus Behr diese besondere Atmosphäre gibt. Er selbst nimmt den Duft
schon gar nicht mehr wahr. „Ich vermute, das sind die Ausdünstungen vom
quartzsandgebundenen Formsand“, sagt
der Geschäftsführer der H. & Ph. Behr
Gießerei mit einem etwas verständnislosen Lächeln. Eigentlich ist es völlig egal,
wie und warum es gerade so und nicht
anders in dem fensterlosen Raum mitten
im Gewerbegebiet Alt-Hohenschönhausen riecht. Denn auch Fremde haben
sich nach kurzer Zeit daran gewöhnt.
Vielleicht liegt das auch daran, dass sie
abgelenkt sind: so fasziniert von dem,
was sie sehen. Denn auf dem Fußboden stehen große Kandelaber mit vielen
verschnörkelten Details, die wirken, als
wenn sie aus einer ganz anderen Zeit
stammen. Daneben liegen Aluminiumkörper, die ihren endgültigen Platz in
modernen Maschinen oder Bauteilen
finden. Auf einem hölzernen Board
stapeln sich Schilder in allen möglichen
Größen und Formen. Sie sind ausgestattet mit einzelnen Wörtern und Sätzen,
aber ebenso mit Zahlen sowie künstlerisch gestalteten Reliefs. „Die auf der linken Seite haben wir im Aluminiumguss
hergestellt, die anderen aus Bronze“, erklärt Markus Behr.
Direkt über den Ausstellungsstücken
hängen Fotos und Zeichnungen aus der
abwechslungsreichen Firmengeschichte.
Markus Behr und sein Bruder Johannes
führen bereits in der fünften Generation
das Familienunternehmen. Als Christian
Gustav Adolf Behr allerdings am 1. Juli
1839 die Firma als Drechslerei gründete,
konnte er nicht annähernd ahnen, wie
sich seine Urzelle weiterentwickelt. Er
stellte unter anderem hölzerne Hutformen her. Seine Söhne ebneten den Weg
des künftigen Produktionsprofils und

Mitarbeiter der Metallgießerei füllen eine Form mit 820 Grad Celsius heißem
Aluminium. Es entstehen Laternenmaste. BILD: S. BEY
begannen 1888 auf einem Grundstück
in Weißensee damit, solche Formen aus
Eisen zu gießen. „Nicht nur im Inland,
auch in den Nachbarländern und bis
nach Übersee wurden die begehrten Metallteile verkauft“, berichtet Geschäftsführer Behr.
Seinem Großvater war es sogar gelungen, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, im Juli 1945, als erste Gießerei
Berlins wieder zu produzieren. Das waren zunächst Ersatzteile für die Fahrzeuge der Russen.
Es folgten schwierige Jahre. „Eine
betriebliche Erschütterung bildete die
faktische Betriebsenteignung am 5. September 1952“, erzählt Markus Behr. Sein
Vater Klaus konnte allerdings zwei Jahre
später die Firma übernehmen. 1972 wurde aber auch dieser Betrieb verstaatlicht
und Klaus Behr als Betriebsdirektor des
VEB Eisengießerei Weißensee eingesetzt. Der bat allerdings 1974 um Abberufung. Damit endete nach 135 Jahren
die Leitung der Firma unter der Familie
Behr. Noch heute an vielen Orten in Berlin sichtbar, sind die bis dahin entstandenen Metallarbeiten. Dazu zählen unter anderem Laternen und Kandelaber,

Poller am Brandenburger Tor und vorm
Friedrichstadtpalast oder das Geländer
der Liebknechtbrücke.
Seit nunmehr fast 25 Jahren die beiden Behr-Brüder Markus und Johannes
die Metallgieß-Tradition fortsetzen, hat
sich die Produktionspalette erweitert.
Stadtmobiliar, Schilder- und Industrieguss – das sind die drei Schwerpunkte.
Ihre Spuren haben die 20 Mitarbeiter
der Gießerei beispielsweise an der Rathausbrücke in Mitte hinterlassen: 840
Aluminium-Halbschalen wurden für das
Geländer gegossen, die eine Aststruktur
besitzen. Aber auch die Mauerschilder,
die überall dort in den Straßenbelag eingelassen wurden, wo einst der Betonwall
verlief, kommen aus dem Hause Behr.
Gedenktafeln für die Buga in Schwerin, Firmenschilder oder etwa nur zwei
Zentimeter große Zahlen für die Reichsbahn, gehören zur abwechslungsreichen
Produkt-Palette.
In diesen Wochen werden gerade 280
Lichtmasten im Auftrag des Berliner
Senats gegossen. Die drei Meter hohen
Teile erhalten ihr Aussehen, indem 820
Grad Celsius heißes Aluminium in Formen fließt. „Nach etwa einer Stunde

ist der Mast ausgehärtet, wir lassen ihn
abkühlen, später wird er geputzt und
pulverbeschichtet“, sagt Gießereimechaniker Maik Buhrz. Das, was er beruflich
tut, sei für ihn „der schönste Job der
Welt“. Weil man wirklich alle möglichen Formen und Größen gießen könne.
Sein Chef, Markus Behr, sieht das ähnlich. Hatte er 1990 noch wenig Ahnung
von dem, was er inzwischen macht,
kann sich der gelernte Kaufmann inzwischen nichts anderes mehr vorstellen.
Wie ein Praktikant sei er anfangs durch
die Werkstätten, Hallen und Betriebsteile gelaufen – habe geschaut und gefragt
und viel gelernt. Und traf, wie seine
Vorfahren, eine Entscheidung mit Weitblick: 2003 wurden alle Betriebsteile im
Gewerbegebiet an der Grenzgrabenstraße zusammengeführt. Dort wird Ende
August auch das 175-jährige Firmenjubiläum gefeiert. Steffi Bey

SOMMER
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12 Bezirks-Wirtschaft



Bezirks-Journal | Juli/August 2014

„Jugendarbeitslosigkeit ist ein Gesamtberliner Problem“

Im Gespräch erklären Bürgermeister Andreas Geisel (SPD) und Karsten Dietrich von der Synergie GmbH, welche
Aufgabe die Koordinierungsstelle „Jugend in Arbeit“ hat und was sie konkret für Lichtenberg bedeutet.

S

eit Ende vergangenen Jahres geht
der Bezirk neue Wege gegen Jugendarbeitslosigkeit: Die Koordinierungsstelle „Jugend in Arbeit“
vernetzt Projektträger, Arbeitsagentur,
Job-Center, Schulen und Unternehmen.
Ziel ist es, die Zahl von Jugendlichen
ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung zu reduzieren. Karsten Dietrich
von der Synergie GmbH leitet die Koordinierungsstelle. Ein Gespräch mit
Bezirksbürgermeister Andreas Geisel
(SPD) über Strategien und Ziele.
Herr Geisel, wie stellt sich das Problem der
Jugendarbeitslosigkeit in Lichtenberg dar?
Andreas Geisel: Wir haben im Moment eine Gesamt-Arbeitslosenquote
von zehn Prozent, der Gesamtberliner
Durchschnitt liegt bei 11,7 Prozent.
Wir liegen damit also unterhalb der
Arbeitslosenquote Berlins. Das ist eine
sehr positive Entwicklung. Jugendarbeitslosigkeit bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Zahlen der 15- bis
25-Jährigen. Auch hier registrieren wir
im Moment eine positive Entwicklung.
Der gegenwärtige Stand junger arbeitsloser Menschen liegt in Lichtenberg bei
8,9 Prozent. 2009 betrug die Jugendarbeitslosenquote noch 15 Prozent. Die
Zahl wurde also nahezu halbiert. Trotz
dieser erfreulichen Entwicklung ist diese
Zahl aber immer noch zu hoch. Wer die
Schule ohne Schulabschluss verlässt, ist
eigentlich nicht ausbildungsfähig. Und
wer keine Ausbildung erhält, lebt mitunter sehr lange von Transferleistungen.
Wenn wir das ändern wollen, können
wir die Entwicklung nicht einfach so
hinnehmen.
Welche Gründe führen dazu, dass junge Menschen ihren Schulabschluss nicht schaffen?
Andreas Geisel: Die Gründe sind
vielfältig. In erster Linie ist das auf ein
desolates Elternhaus, eine schwierige soziale Situation oder fehlende Vorbilder
im Elternhaus zurückzuführen. Jugendliche mit Migrationshintergrund haben
außerdem oft Sprachschwierigkeiten.
Der neue Ansatz an dieser Stelle, die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen und
die Koordinierungsstelle „Jugend in Arbeit“ ins Leben zu rufen bedeutet, dass
wir die vorhandenen Projekte im Bezirk
Lichtenberg miteinander koordinieren.
Und es ist vorgesehen, Schulen mit dazuzunehmen. Wir wollen gar nicht erst
zulassen, dass Jugendliche den Schulabschluss verpassen und dann keinen Ausbildungsplatz finden. Ausbildungsbetriebe müssen allerdings auch das Problem
begreifen und sehen, dass sie aufgrund
der demografischen Entwicklung ein
Nachwuchsproblem haben werden.

Was erwarten Sie von den Unternehmen?
Es geht in allererster Linie auch um
solche Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ehrgeiz. Diese
Sekundärtugenden, die die Jugendlichen

Karsten Dietrich von der Synergie GmbH und Bezirksbürgermeister Andreas
Geisel (SPD) engagieren sich gegen Jugendarbeitslosigkeit. BILD: M. GÄDING
von ihren zerrütteten Elternhäusern
nicht vermittelt bekommen haben, müssen auch von den Ausbildungsbetrieben
noch einmal deutlich herüber gebracht
werden. Um das zu koordinieren, haben
wir das Projekt „Jugend in Arbeit“ auf
den Weg gebracht und Herrn Dietrich
beauftragt, diese Koordinierungsaufgabe
für den Bezirk zu übernehmen.
Haben wir es bei der Jugendarbeitslosigkeit
mit einem Lichtenberger Problem zu tun?
Karsten Dietrich: Jugendarbeitslosigkeit ist ein Gesamtberliner Problem,
das punktuell in Stadtteilen auftaucht.
In Lichtenberg trifft dies in erster Linie
auf die sogenannten Sozialräume NeuHohenschönhausen Süd, Welsekiez,
Hohenschönhauser Weg und Friedrichsfelde Ost zu. Diese Bereiche sind geprägt durch ein sehr günstiges Wohnen.
Es gibt Schulen und Kitas um die Ecke
und Freiraum. Gleichzeitig sind das aber
eben auch Zuzuggebiete von Familien
mit einem geringen Einkommen. Oft
sind es Familien mit prekären Einkommens- und Arbeitsverhältnissen. Hier
ist genaues Hingucken angesagt. Und
man muss überlegen, was man dort tut.
Anhand vorliegender Zahlen hat die Bezirkspolitik die Chance zu hinterfragen,
ob die öffentlichen Mittel der Jugendhilfe gut eingesetzt sind oder ob Mittel aus
dem Europäischen Sozialfonds, die ja
den Betroffenen direkt zu Gute kommen
sollen, als Verstärkungsmittel in den betroffenen Regionen verwendet werden
sollten. Man muss aber auch sagen, dass
durch die Aktivitäten der Schulen in den
Gebieten schon sehr viel passiert.
Wie dürfen wir uns die Arbeit der Koordinierungsstelle vorstellen?
Karsten Dietrich: Zunächst einmal
ging es darum, die Akteure, die sich in
der Phase des Übergangs von Schule
in den Beruf engagieren, zu identifizieren. Wir haben da Institutionen, die mit
Landesmitteln, mit Bundesmitteln sowie
mit Mitteln der Europäischen Union arbeiten. Es war daher zunächst von Interesse zu schauen, mit welchen Trägern

arbeiten wir in Lichtenberg, wo sind die
Projekte angesiedelt und mit welchem
Erfolg. Wir haben nicht zuletzt durch
die Transparenzdatenbank über 40 Träger identifiziert, die beim Thema aktiv
tätig sind. Man muss darüber hinaus die
Unternehmen gewinnen, die ihren Fachkräftenachwuchs in dem Feld der Schüler suchen, die eben nicht die Lernleistungen mitbringen, wo man sagt, daran
schließt eine Hochschulkarriere an. Wir
haben uns als Koordinierungsstelle vorgenommen, sogenannte Ausbildungsreserven zu heben – also Betriebe zu
aktivieren, die sich von der Ausbildung
verabschiedet haben. Die Auswertung
der Gespräche mit Unternehmern hat
ergeben, dass der Bedarf besteht, Schülerinnen und Schüler auf die Ausbildung
vorzubereiten. Wir haben zwar genügend Ausbildungsplätze, aber eben auch
Jugendliche, die nicht ausbildungsfähig
sind. Man muss die zusammenbringen,
die suchen. Und die, die noch nicht wissen, wo es hingeht. Wir haben zu allen
Bereichen Kontakt aufgenommen. Zu
Schulen, zu Unternehmen, den unterschiedlichen Akteuren im Bezirk, wir
beteiligen uns an Ausbildungstagen.
Andreas Geisel: Es hilft jedoch alles
nichts, wenn wir riesige Förderprogramme aufbauen, Geld investieren, Koordinierungsstellen gründen und alle auf die
Jugendlichen einstürmen, dann aber eine
gewisse Freiwilligkeit vermissen. Wenn
wir diese Leistung erbringen, muss auch
die entsprechende Gegenleistung erbracht werden. Das muss noch stärker in
den Fokus genommen werden. Ich rede
jetzt nicht von Arbeitszwang oder Ähnlichem. Wer aber staatliche Leistungen
in Anspruch nimmt, muss auch seinerseits eine entsprechende Leistungsbereitschaft mitbringen.
Welche Ideen haben Sie, an die Elternhäuser
heranzukommen?
Andreas Geisel: Zunächst einmal
muss man sagen, dass „die Elternhäuser“ ein relativer Begriff ist. Die übergroße Mehrzahl der Elternhäuser en-

gagiert sich in ganz hervorragender Art
und Weise, und sie prägen ihre Kinder
entscheidend bei der Wahl des Berufes.
Diese Grundsatzentscheidung bei 15und 16-Jährigen wird vielfach von den
Eltern beeinflusst. An die Eltern heranzukommen, die dort nicht so vorbildlich
unterwegs sind, ist eine extrem schwierige Aufgabe. Ich sehe die Verantwortung
bei den Schulen, früher einzusteigen.
Sicher mag das zum jetzigen Zeitpunkt
die Schulen überfordern. Aber dann ist
es unsere Aufgabe, als Land Berlin auch
beim Schulgesetz eine Veränderung herbeizuführen. Ein Beispiel aus Hamburg
zeigt es: Dort entstand eine Jugendberufsagentur und der Gesetzgeber schuf
die entsprechenden Voraussetzungen.
Da muss Berlin stärker eintreten, wenn
solche Aufgaben von Schulen wahrgenommen werden sollen. Wir dürfen die
Kinder nicht aufgeben. Der Anspruch
ist, Kinder und Jugendliche zu fördern
– unabhängig vom Elternhaus. Es ist die
Aufgabe des Staates, den Kindern und
Jugendlichen zu helfen, die das vom Elternhaus nicht mitbekommen. Und das
funktioniert nur über Schule.
Wie soll das in der Schule funktionieren?
Andreas Geisel: Darunter verstehe ich
Jugendsozialarbeit an Schulen, Schulstationen, pädagogisches Engagement
von Lehrern und man muss im Schulgesetz ganz schlicht den Auftrag erteilen,
sich um diese Fragen zu kümmern. In
Hamburg funktioniert das ja mit der Jugendberufsagentur gut. Alle sitzen unter
einem Dach und arbeiten zusammen,
haben die entsprechenden materiellen
und rechtlichen Voraussetzungen, dies
zu machen. Berlin orientiert sich an
diesem Hamburger Beispiel. Nun muss
man sich aber nicht nur an diesen Hamburger Ergebnissen orientieren, sondern
auch die personellen, materiellen und
rechtlichen Voraussetzungen schaffen.
Das müssen wir dieses Jahr tun. Da sind
wir auf dem Weg.
Karsten Dietrich: Die Koordinierungsstelle hat schon eine gute Vorarbeit
geleistet, in dem sie eine Plattform geschaffen hat für Pädagogen und Sozialarbeiter. Sie können einen tagesaktuellen
Überblick erhalten, welche Maßnahmen
und Veranstaltungen zur Berufsorientierung auf der lokalen Ebene stattfinden.
Die Voraussetzungen an den Schulen für
eine sehr, sehr gute Bildung sind gut. Wir
haben ja schon Ressourcen, man muss
sie nur bündeln. Das Land Berlin muss
Rahmenbedingungen schaffen, die Pädagogen zu unterstützen. Die Lehrer sind
stark motiviert vor Ort. Sie kennen die
Schwierigkeiten ihrer Schüler. An diesem Übergang von Schule in den Beruf
die Schulen zu unterstützen, halte ich für
wichtig.

Das Gespräch führte Marcel Gäding.
Das komplette, ungekürzte Interview:

 www.bezirks-journal.de

Bezirks-Geschichte 13

Juli/August 2014 | Bezirks-Journal

Wie im Flugzeug

Am Rande des Bahnhofs Lichtenberg fristet ein Schnellzug der Deutschen Reichsbahn sein Dasein und ist
öffentlich nicht zugänglich. Das Bezirks-Journal durfte dennoch einen exklusiven Blick hineinwerfen.

D

a steht er in seiner ganzen
Schönheit, der Schnelltriebwagen SVT 175. Mehrere Bahnsteige trennen ihn von den Fahrgästen
der S-Bahn oder der Regionalbahn. Dazwischen verlaufen Gleise, auf denen
hin und wieder ein Zug zur Reparatur in
die benachbarte Werkstatt gebracht wird.
Seit Jahren schon fristet der Zug, der äußerlich sehr an einen ICE erinnert, am
äußersten Rand des Bahnhofs Lichtenberg sein Dasein. Auf dem Abstellgleis
wurde er schon lange nicht mehr bewegt.
Das erklärt, warum unterm Zug seltene
Vögel eine Zuflucht gefunden haben.
Wer sich für den SVT 175 interessiert,
muss viel Glück haben, die Menschen zu
treffen, die sich um den Zug kümmern.
Im Internet gibt es zwar viele Seiten mit
Bildern von der Baureihe. Doch erst
Monate nach der ersten Mail an einen
Eisenbahnfreund kommt die ersehnte
Antwort. Peter Schulz meldet sich, er ist
Chef der BSW Freizeitgruppe SVT 175
Berlin-Lichtenberg. Um die 20 Männer
und Frauen gehören zu der Untergruppierung der Stiftung des Bahn-Sozialwerks. Wer hier Mitglied ist, war meist
mal Bahner oder arbeitet bis heute für die
Deutsche Bahn AG. Liebevoll kümmert
sich die Freizeitgruppe um den einstigen
Star unter den DDR-Schnellzügen. „Mit
seinen insgesamt 1.800 PS hätte er eine
Höchstgeschwindigkeit von bis zu 160
Stundenkilometern erreichen können“,
sagt Peter Schulz. Weil die Bahnhöfe in
der DDR jedoch nah beieinander lagen,
konnte man den SVT 175 nie so richtig
ausfahren. Also kam das Schmuckstück
auf Fahrten von der DDR ins europäische Ausland zum Einsatz. Die längste
Entfernung legte er zwischen Ostberlin
und Wien zurück. Für die rund 737 Kilometer benötigte er zwölf Stunden.
Über einen nicht öffentlichen Weg
geht es zum Zug. Peter Schulz bleibt
mit seinem Besucher zunächst vor dem
Koloss stehen. Jetzt offenbart sich nicht
nur die ganze Schönheit des Schnelltriebwagens. Hier und da blättert schon
mal etwas Farbe ab. Schulz und seine
Mitstreiter streichen die Wagen jedes
Jahr aufs Neue – immer Stück für Stück.
Die Türen in die Abteile sind jeweils mit
Schlössern gesichert. Zutritt haben nur
die Bahner. „Regelmäßige Besichtigungen können wir nicht anbieten, dafür
fehlen uns die Leute“, sagt Schulz. Und
so bleibt das, was Schulz dem BezirksJournal präsentiert, für die Öffentlichkeit
unzugänglich.
In den Wagen riecht es alt. Es ist der
Geruch vergangener Tage, der in den

Blick von oben: der SVT 175 am Bahnhof Lichtenberg. BILDER: M. GÄDING

Spitz wie ein Cockpit: Blick in den
Triebkopf.

Komfort und Platz: Blick in den Großraumwagen.

Gardinen und Sitzpolstern hängt. Im
Abteil hinter dem vorderen Triebwagen
ist alles noch so, wie es bei der offiziellen
Außerbetriebnahme des Zuges im Jahre
1989 war. Nur die Kopfbezüge der geräumigen Sitze wurden erneuert. Demnächst soll sich ein Sattler um die Polster
kümmern. „Diese Sitze verfügen über
viel Beinfreiheit und können bei Bedarf
gedreht werden“, sagt Schulz. Eine Klimaanlage gab es nicht. Wer frische Luft
haben wollte, musste eines der Fenster
herunterkurbeln. Auf dem Weg ins Abteil hängen Schilder mit den Preisen
vom Mitropa-Speisewagen (Preisstufe
1). Bewegt man sich Richtung Zugspitze,
wird es eng. Hinter dem Abteil für das
Bordpersonal geht es durch den Maschinenraum in den Führerstand des Zuges.
Überall liegt noch der Geruch vom Diesel
in der Luft. Bis zu drei Leute hatten vorn
Platz, darunter war für einen Lotsen reserviert. Der fuhr im Ausland mit, wenn
sich der Zug auf fremden Gleisen bewegte. Im Gegensatz zu den Beschäftigten in
den D-Zügen der Deutschen Reichsbahn
war das Personal auf dem SVT 175 nicht

nur anders gekleidet – auch die Bezeichnungen der Mitarbeiter wichen von der
DDR-Norm ab. Die Zugführer wurden
Piloten genannt, Zugbegleiter hießen
Stewards und Stewardessen. „Auch die
Uniform unterschied sich von denen der
anderen Kollegen“, weiß Schulz. Wie im
Flugzeug ging es auch in den Abteilen
zu. In den Großraumwagen gab es Sitze
mit Klapptischen.
Der 46 Jahre alte SVT 175 war nicht
einmal 18 Jahre im Einsatz. Dann kam
sein Aus. Dabei hatte alles so gut begonnen für die 51 Jahre alte Baureihe. Ihr
Vorbild fand sie in den Schnelltriebwagen, die vor dem Zweiten Weltkrieg im
Einsatz waren und von denen der sogenannte „Fliegende Hamburger“ weltweit
für Aufsehen sorgte. Er beförderte ab
1933 Passagiere von Berlin nach Hamburg und brachte es auf eine Reisegeschwindigkeit von rund 125 Stundenkilometern. Gebaut wurden die Wagen in
Görlitz, wo es nach dem Mauerbau auch
zur Umsetzung der neuen Pläne für den
SVT 175 kam. Der Prototyp des Schnelltriebwagens wurde 1963 auf der Leip-

ziger Frühjahrsmesse präsentiert. Die
ersten Züge verfügten noch über einen
blauen Zierstreifen.
Weil die Züge europäische Metropolen wie Malmö, Wien oder Kopenhagen
miteinander verbanden und zudem nur
wenige produziert wurden, blieben sie
Exoten im DDR-Eisenbahnwesen. 1986
wurde der in Lichtenberg abgestellte
Zug außer Betrieb genommen und nur
noch für Sonderfahrten genutzt. Einen
Ansturm musste er beispielsweise 1987
verkraften, als er anlässlich des 750-jährigen Bestehens von Berlin zu Touren
rund um die DDR-Hauptstadt eingesetzt wurde. Später entstand der Plan,
den Schnelltriebwagen für die Pioniereisenbahn zu nutzen: Abteile wurden mit
Doppelstockbetten ausgestattet, sodass
die Gäste der Pioniereisenbahner aus
der Wuhlheide dort auch übernachten
konnten. Die Küche und der MitropaSpeisewagen sind weiterhin in Schuss.
1989 kam dann das endgültige Aus.
Inzwischen ist die Betriebsgenehmigung
für den SVT 175 erloschen. Peter Schulz
macht auch keine Hoffnung, dass der
Zug jemals wieder auf eine Fahrt geht.
„Die Sicherheitsbestimmungen sind
heute enorm“, sagt er. „Daher versuchen
wir, den Zug am toten Leben zu halten
wie es nur geht.“ Marcel Gäding
Viele weitere Bilder im Internet:

 www.bezirks-journal.de

SOMMER
GEWINNSPIEL
ROKOKO-FEST SCHLOSS
FRIEDRICHSFELDE: Schloss
Friedrichsfelde im Tierpark Berlin präsentiert sich am 23. und 24. August
in einem Kostümfest der Extraklasse.
Klänge und Schauspiele entführen
den Besucher in die Zeit des Rokoko.
Auf die Besucher warten Barockspiele, Dressurreiten und Fechtshows
sowie ein Schlossmarkt und Konzerte
im und um das Schloss. Das alles in
adliger Atmosphäre. Wir verlosen 3x2
Freikarten.
UND SO GEWINNEN SIE:
Kennwort: Rokoko
per Mail an gewinnspiel@bezirks-journal.de
Postkarte mit Kennwort an:
Bezirks-Journal, Josef-Orlopp-Str. 54,
10365 Berlin
Teilnahmeschluss: 10. August 2014
Teilnehmen dürfen alle Personen ab 18 Jahren. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Verlagsmitarbeiter und
deren Angehörige sind von der Aktion ausgeschlossen.

BERLIN LICHTENBERG

14 Bezirks-Kulturkalender
AUSSTELLUNGEN

FotoGrafik3D von Andrea Gregori: Es ist
die erste Ausstellung von Andrea Gregori,
Künstler und promovierter Physiker.
Sein Anliegen: verborgene Aspekte des
Existierenden sichtbar zu machen. In der
Ausstellung wird neben farbigen Gummidrucken und Lentikulardrucken mit
3D-Effekten auch ein 3D-Video gezeigt.
Unterlegt wird sie durch die Musik des
blinden Komponisten Antonio de Cabezón. Noch zu sehen bis zum 13. August.
Kulturhaus Karlshorst. Treskowallee 112,
10318 Berlin. Öffnungszeit: Di-Fr, 11-19
Uhr, So 14-18 Uhr

Teilen und Fügen: Dieses Thema
verbinden die Arbeiten von Heribert
Bücking und Robert Schmidt-Matt. Die
Technik des Kupferstiches beherrscht der
eigenwillige Künstler Heribert Bücking
meisterhaft. Der Berliner Robert SchmidtMatt arbeitet mit vorgefundenen Steinblöcken. Im Inneren nimmt er Teilungen
vor und versetzt sie optisch in Bewegung.
Führung und Gespräch am 14. August
und 26. August. Die Ausstellung ist noch
bis zum 5. September zu sehen. Galerie
ratskeller, Möllendorffstraße 6, 10367
Berlin, geöffnet Mo-Fr 10-18 Uhr.
Bunte Farbenwelt: Öl- und Acrylmalerei
mit Heidrun Wittkowski und Anahyt Mkrtchyan. Ausstellungseröffnung am 22.
Juli um 19 Uhr im Museum Kesselhaus
Herzberge, Herzbergstraße 79, Haus 29,
10365 Berlin, geöffnet Di 14-16 Uhr, Do
14-18 Uhr.

SOMMER
GEWINNSPIEL

GRÜNER HOLLÄNDER: Sommer
auf dem Balkon - Wer noch auf der
Suche nach frischen Sommerblumen
ist, findet beim Grünen Holländer
ein Pflanzen- und Blumenparadies.
Das Center verfügt über die größte
Produktvielfalt in der Region. Ob
Margeriten, Dahlien oder Hortensien,
mehrmals in der Woche bekommt das
Pflanzencenter frischen Nachschub
aus Holland und Deutschland. In unserem Gewinnspiel verlosen wir 3 x1
Gutschein jeweils im Wert von 20€.
UND SO GEWINNEN SIE:
Kennwort: Grüner Holländer
per Mail an gewinnspiel@bezirks-journal.de
Postkarte mit Kennwort an:
Bezirks-Journal, Josef-Orlopp-Str. 54,
10365 Berlin
Teilnahmeschluss: 10. August 2014
Teilnehmen dürfen alle Personen ab 18 Jahren. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Verlagsmitarbeiter und
deren Angehörige sind von der Aktion ausgeschlossen.

PPP –PapierPulpPlainair: Die Ausstellung zeigt Ergebnisse des Sommerseminars 2014 für Papierherstellung und
Papiergestaltung. Eröffnung am 25. Juli
um 17 Uhr. Noch zu sehen bis zum 05.
September. Eintritt: frei. Ort: Jugendkunstschule Lichtenberg, Demminer
Straße 4. 13059 Berlin, geöffnet: Mo-Fr
9-18 Uhr (Ferien bis 16 Uhr)

Berliner Bilder aus fünf Jahrzehnten
von Bernd Friedrich: Inspirationen nahm
der Künstler stets aus seinem eigenen
Lebensumfeld. Auch mit dem Antlitz der
Stadt setzte er sich künstlerisch auseinander. Heraus gekommen sind Werke
mit unterschiedlichen Techniken, sei
es Radierung, Lithographie oder Malerei. Zur Vernissage spricht die Autorin
Beatrix Langner. Ausstellungseröffnung
am 21. Juli um 19 Uhr, dann bis zum 4.
September zu sehen. Ort: Galerie OstArt,
Giselastraße 2, 10317 Berlin, geöffnet
Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr.
Malerei und Grafik von Johan Jacobs:
Johan Jacobs Malereien sind oft auf großformatigen Bildtafeln und Wandbildern zu
sehen. Auch Linoldrucke und Lithografien
gehören zu seinem Schwerpunkt. Eröffnung am 20. August um 19 Uhr. Ausstellung vom 21. August bis 24. September.
Ort: Galerie 100 und Kunstverleih,
Konrad-Wolf-Straße 99, 13055 Berlin, geöffnet Di-Fr 10-18 Uhr, So. 14-18 Uhr
FraktalArt von Joachim Kuchta: Auch
als Fraktalkunst oder Chaostheorie
genannt, ist Kuchtas Kunst weder mit
Techniken des Malens und Zeichnens
entstanden, sondern allein durch den
gezielten Einsatz bestimmter Computerprogramme. So werden die Bilder aus
mathematischen Berechnungen erzeugt.
Ergebnisse von Formeln und Farben werden ins Verhältnis gesetzt und zu Bildern
geformt. Noch zu sehen bis zum 24. Juli
in der Galerie OstArt, Giselastraße 12,
10317 Berlin, geöffnet Di-Fr 10-15 Uhr,
Sa. 13-17 Uhr.
Im Mittelpunkt der Mensch: Gescheiterte Lebensentwürfe, Sprachlosigkeit,
Einsamkeit, Zerstörung und Gewalt sind
die Themen der Ölbilder und Zeichnungen von Elisabeth Naomi Reuter. Auch
das Literaturbild und das Judentum
spielen in ihrer Malerei große Rollen. Sie
arbeitet zu Texten von jüdischen Schriftstellern und widmet sich der Frage nach
der künstlerischen Darstellbarkeit der
Shoa. Ausstellung zu sehen bis zum 3.
August im kunst- und literaturwerkstattstudio im hochhaus, Zingster Straße 25,
13051 Berlin, geöffnet Mo-Do 11-19 Uhr,
So 14-18 Uhr.
Skulptur von Knuth Seim und Malerei
von Jörg Menge: Den Bildhauer und den
Maler verbindet eine lange Freundschaft
und Zusammenarbeit. Ihre Leidenschaft
gehört der figurativen Kunst. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus verschiedenen
Schaffensperioden. Ausstellung bis zum
13. August in der Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-Wolf-Straße 99, 13055
Berlin. Eintritt: frei.
Grenzfälle – Fotografien von Eberhard
Klöppel: Motive seiner Fotografie sind
Brocken, Bahn- und Autobahnkontroll-



stellen Oebisfelde und Marienborn, die
Grenzanlagen in den unterschiedlichen
Landschaften und Orten. Die Ausstellung
zeigt Bilder des Bildbandes „Grenzfälle“,
das 2009 im Kerber-Verlag Bielefeld
erschien. Ausstellung noch bis zum 13.
August im Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin.
JuKsiläum: Ihr 20jähriges Bestehen
feiert die Jugendkunsthochschule Lichtenberg u.a. mit dieser Ausstellung: Zu
sehen ist ein Querschnitt der JuKs-Geschichte in Bildern, Objekten, Kalendern
und Plakaten. In Kursen und Workshops,
Kita- und Schulprojekten arbeiten
Künstler und Pädagogen mit Kindern und
Jugendlichen in sämtlichen Bereichen
der Kunst. Zu sehen bis zum 31. August
in der Anna-Seghers-Bibliothek, Prerower Platz 2, 13051 Berlin. Eintritt: frei,
Öffnungszeit Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr, Mi
13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr
Erlebnis Farbe von Hans Piepenhagen
und Saarfried Kurze: Thema von Hans
Piepenhagens Malerei ist das Spiel mit
Farbe. Entstanden sind teils abstrakte,
teils gegenständliche Werke. Saarfried
Kurze zeigt skandinavische Motive, die
während einer Reise durch Finnland und
Norwegen entstanden. Zu sehen bis zum
02. September in der Anton-Saekow-Bibliothek, Anton Saekow-Platz 14, 10369
Berlin, geöffnet Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr,
Mi 13-19 Uhr, Sa 9-15 Uhr.

Bezirks-Journal | Juli/August 2014
Kinderbuchklassiker. Anmeldung in den
Bibliotheken.
Puppenspiel „Die kleine Meerjungfrau“:
Der poetische Märchenklassiker von
Hans Christian Andersen wird am 31.
August, um 15:30 Uhr auf der Mobilen
Märchenbühne vorgeführt. Ort: Galerie
100, Kunstverleih Lichtenberg. KonradWolf-Straße 99. 13055 Berlin. Eintritt:
2,50 Euro. Reservierung unter 030 97
111 03.

LESUNGEN
„Im Leben gibt es keine Proben“: Berliner Ensemble-Schauspielerin Carmen
Maja Antoni liest aus ihrer Biografie: Im
Buch beschreibt sie anekdotisch ihre lange Karriere, angefangen in den 1950er
Jahre im DDR-Kinderfernsehen bis zu
den Stationen in Potsdam und auf der
Brecht-Bühne. Der Leser bekommt einen
lebhaften Einblick in das Theater- und
Künstler-Milieu im Ost-Berlin der 70er
und 80er Jahre. Die Lesung findet am 27.
August, um 19 Uhr in der Anna-SeghersBibliothek statt. Eintritt: 4 Euro, Ermäßigt
3 Euro. Vorverkauf ab 6. August. Reservierung unter 030 92 79 6410.

Kultur-Tipps mailen an:
kultur@bezirks-journal.de

KINO

KINDER
Giraffenaffen von Cally Stronk: Am 13.
August, um 10 und um 11 Uhr, erzählt
Kinderbuchautorin Cally Stronk ihre
spannenden Geschichten über die Giraffenaffen auf einer Insel in der Süßsee.
Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek. Eintritt:
frei. Reservierung unter 030 555 6719.
Lesen im Park: Die Berliner Bibliotheken
und der Verein LesArt laden zum spielerischen Umgang mit Geschichten im Grünen ein. Vom 19. bis 22. August können
Kinder von 5 bis 10 Jahren an Lesungen,
literarischen Spielen und Workshops in
Parks, Spielplätzen oder Wiesen teilnehmen. Im Mittelpunkt stehen nominierte
und preisgekrönte Bilderbücher des
deutschen Jugendliteraturpreises sowie

Solo Sunny: Sunny, Schlagersängerin
vom Berliner Prenzlauer Berg, sucht
nach Glück und Anerkennung. Sie hat
viel Pech, bleibt am Ende aber optimistisch. Vielfach prämierter DDR-Film von
1980. Ab 12 Jahre. Aufführung am 25.
Juli, um 20 Uhr am Humboldt-Haus (Veranstaltungsgebäude), Warnitzer Straße
13 A. 13057 Berlin. Eintritt: Frei.
Der Mann, der nach der Oma kam: Ein
irrwitziger Film über den gutaussehenden und charmanten Haushaltsgehilfen
Graffunda, der bei den Piesolds die Oma
vertreten soll. Viel Tratsch und Klatsch
gibt es bei den Nachbarn: So ein schöner Mann hat doch was zu verbergen,
oder? DDR 1972. 25. Juli, um 18 Uhr,
Eintritt: frei

IMPRESSUM
Bezirks-Journal

Redaktion & Internet:
Marcel Gäding (Ltg.),
Steffi Bey, Benedikt Paetzholdt
(freie Mitarbeiter), Thuy Anh Nguyen
(Redaktionspraktikantin)

Herausgeber/ Chefredakteur:
Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)

Anzeigen & Werbung:
Falko Hoffmann,
Tel. 030 55 49 96 55
E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de

Unabhängige Monatszeitung für
Lichtenberg und Hohenschönhausen.
Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat
kostenlos und liegt an 140 Orten in Lichtenberg
zur Mitnahme aus.

Verlag:
Medienbüro Gäding | Marcel Gäding
Verlags-Anschrift:
Josef-Orlopp-Straße 54 | 10365 Berlin
Telefon: 030 55 49 96 56
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Vertrieb & Verteilung:
MBG Vertrieb
E-Mail: vertrieb@bezirks-journal.de
Druck:
BVZ Berliner Zeitungsdruck
Am Wasserwerk 11, 10365 Berlin
Mitglied im Deutschen Journalistenverband.
Auflage: 50.000 Exemplare
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/2013.
Das nächste Bezirks-Journal erscheint am
14. August 2014

Juli/August 2014 | Bezirks-Journal

Berliner Standortvorteil

Im Schul- und Leistungssportzentrum werden
Sportler für eine Karriere neben dem Sport ausgebildet

I

Bezirks-Sport 15

von Benedikt Paetzholdt

m hintersten Winkel des Sportforums, in der Fritz-Lesch-Straße
35, liegt eine der wohl wichtigsten
Einrichtungen des deutschen LeisDomicil - Seniorenpflegeheim Gotlindestraße GmbH
tungssport-Systems: die Werner-Seelenbinder-Schule. Zusammen mit dem
Coubertin-Gymnasium in Prenzlauer
Wir laden Sie herzlich ein zu unserem
Berg bildet sie das Schul-und Leistungssportzentrum Berlin (SLZB). Die größte Eliteschule des Sports in Deutschland
setzt international Maßstäbe: In kaum
am 08. August 2014 um 16.00 Uhr
einer anderen Einrichtung weltweit haben so viele spätere Olympiasieger und
Kommen Sie vorbei und genießen Sie bei Musik der 40er, 50er und
Weltmeister die Schulbank gedrückt.
Rock’n’Roll und Swing die künstlerische Darbietung durch Kostüme im
Schwimmerin Britta Steffen, DiskuswerRock’n’Roll-Stil. Außerdem gibt es besonders große Seifenblasen zum
fer Robert Harting oder EisschnellläufeBestaunen und vieles mehr. Die Pauschale für Gäste beträgt 5 Euro.
rin Jenny Wolf sind nur einige Beispiele
hierfür.
Schulleiter Gerd Neumes sagt: „LeisIn der Pauschale ist unter anderem enthalten:
tungssport geht nicht ohne Schule.“
• Kartoffel-/Nudelsalat
• Dessert: rote Grütze
Anders als im Fußball, wo mit hohen
Gerd Neumes ist seit 1991 Chef der
• Schweinenackensteak
mit Vanillesoße
Beträgen nur so um sich geworfen wird,
Sportschule. BILD: BENEDIKT PAETZHOLDT
kommen gerade Athleten in Randsport• Bratwurst, Bouletten
• Erdbeerbowle
arten nur schwer über die Runden. Eine
solide schulische Ausbildung für die gisten, sagt: „In diesem Punkt hat BerExistenz ist deshalb unerlässlich. Das lin einen klaren Standortvorteil, unsere
Wir freuen uns auf Sie!
hohe Trainingspensum und den Lehr- Devise heißt Motivation durch Identifiplan in einer gewöhnlichen Schule mit- kation.“ Paul Drux, Fabian Wiede und
Domicil - Seniorenpflegeheim Gotlindestraße GmbH
einander zu verbinden, ist kaum mög- Jonas Thümmler stehen für das erfolgGotlindestraße 51 | 10365 Berlin-Lichtenberg | Tel.: 0 30 / 12 02 20 - 0
lich. Das SLZB hingegen ist voll auf die reiche SLZB-Ausbildungsmodell. Alle
lichtenberg@domicil-seniorenresidenzen.de | www.domicil-seniorenresidenzen.de
Bedürfnisse der Leistungssportler spe- drei haben jahrelang den Spagat von
zialisiert. „Wir versuchen hier eine per- Schule und Nachwuchs-Handball gemanente Überforderung zu vermeiden“, meistert und sind inzwischen wichtige
Teile der Profi-Mannschaft.
erklärt Neumes.
1
15.07.14
Solche Erfolgsgeschichten sind1314315_Anz_Sommer-Grillfest_Gotlindestr_100x130_RZ.indd
bei
Der Standort im Sportforum, der
größten zusammenhängenden Trai- weitem keine Selbstverständlichkeit.
Konzerte - Führungen - Markt - Schauspiel
ningsanlage in Deutschland, bietet da- Als Neumes 1991 die Geschicke der
Sport-Schule überbei die besten VorSa., 23. August, 10-17 Uhr
nommen hat, war
aussetzungen. Von
Bezirks-Journal Serie
die Zukunft alles
der Schule bis zu
So., 24. August, 10-17 Uhr
andere als sicher.
den TrainingsstätEintritt: regulärer Tierparkeintritt
„Nicht wenige waten sind es nur weLustwandeln Sie auf dem Schlossmarkt mit Café,
ren der Meinung,
nige Gehminuten.
Schauspiel, historischen Tänzen, Fechtshows,
dass diese abgeDie
auswärtigen
Dressur-Reiten und höfischen Überraschungen und
schafft
gehört“,
Schüler sind in dem
Kaderschmiede des
lassen Sie sich von über 300 Kostümdarsteller in die
erinnert sich der
Internat direkt neZeit des Rokoko entführen.
deutschen Sports
Pädagoge.
Die
ben der Schule unwww.schloss-friedrichsfelde.de
Kinder- und Ju­
tergebracht. Derzeit
wird der Standort sogar noch ausgebaut, gendsportschule (KJS), wie die Elitedamit ab dem kommenden Schuljahr schule des Sports zu DDR-Zeiten hieß,
Verkehrsanbindung: U-Bahn/U5, Tram M 17, 27, 37
alle 1.200 Schüler des SLZB hier unter- hatte mitunter den Ruf unmenschlich
Eintritt: regulärer Tierpark-Eintritt
kommen – und die sportlichen Vorzüge und unpädagogisch zu sein. „Der Weg
genießen können. „Es ist schon optimal, ins Leistungssystem ist heute freiwillig,
dass du morgens bis abends am gleichen damals war er das nicht immer.“
Der Grundsatz, schulische AusbilOrt sein kannst“, weiß Handballer Konstantin Werner, 16, der mit der Schul- dung mit Leistungssport zu verbinden,
mannschaft des SLZB gerade in der galt aber doch als nachahmenswert.
Türkei Schul-Weltmeister geworden ist. „Natürlich wollte man weiterhin erfolgTraining, Schule, wieder Training – so reich sein“, weiß Neumes. Zudem ist
FILMPARK BABELSBERG: Für große und kleine Filmfans: Am 2. August
liest sich ein typischer Tagesablauf für der Leistungssport natürlich auch im
findet im Filmpark die Lange Filmvereinigten Deutschland eine gesamtgeihn und seine Kollegen.
parknacht statt. Ab 18 Uhr verwandelt
Handball ist überhaupt ein Paradebei- sellschaftliche Aufgabe mit einer hohen
sich der Filmpark in eine illuminierte
spiel für die Talentförderung im Sport- politischen Dimension. Und so entOpen-Air-Kulisse mit exklusivem
forum. Die gesamte WM-Mannschaft schied man sich dafür, die Eliteschule
Bühnenprogramm, u.a. mit einem
45-minütigen Stuntshow. Auch wähgehört zum Nachwuchs der Füchse unter anderen Voraussetzungen beizurend der Ferien gibt es für Kinder zwei
Berlin, deren Trainingshalle in Sicht- behalten. „Unsere Sportler sind nicht
Sommerspecials. In unserem Gewinnweite der Schule liegt. „Wenn von der mehr Diplomaten im Trainingsanzug“,
spiel verlosen wir 3x1 Familienkarte (2
ersten Mannschaft bis zur C-Jugend alle sagt Neumes. Transparenz und Dinge
Erwachsene und 3 Kinder).
am gleichen Ort trainieren, verbindet ständig zu hinterfragen, seien wesentliUND SO GEWINNEN SIE: Kennwort: Filmpark Babelsberg per Mail an gewinnspiel@bezirks-journal.de
das natürlich“, sagt Werner. Die Eröff- che Merkmale des SLZB. Wenngleich
Postkarte mit Kennwort an: Bezirks-Journal, Josef-Orlopp-Str. 54, 10365 Berlin
nung der Füchse-Town im vergangenen Medaillen und Titel natürlich auch
Teilnahmeschluss: 10. August 2014
Teilnehmen dürfen alle Personen ab 18 Jahren. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. VerlagsJahr diente genau diesem Zweck. Bob heute noch zur Legitimation einer Elitemitarbeiter und deren Angehörige sind von der Aktion ausgeschlossen.
Hanning, Geschäftsführer des Bundesli- schule des Sports gehören.

Sommer-Grillfest

Schloss Friedrichsfelde

5. Großes Rokoko-Fest

SPORTFORUM
BERLIN

SOMMERGEWINNSPIEL

15:15

16 Bezirks-Navigator



Rokoko-Fest im Tierpark

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Mehr als 300 Tänzer und Akteure werden am 23. und 24. August zum großen
Rokoko-Fest auf Schloss Friedrichsfelde im Tierpark Berlin erwartet. Rund um
das frühklassizistische Gebäude gibt es an beiden Tagen von 10 bis 17 Uhr
ein Kostümfest der Extraklasse, ein Schlossmarkt, Konzerte im und um das
Schloss und historische Tänze. Der Eintritt ist frei; es ist lediglich das normale
Ticket für den Tierpark zu bezahlen. BILD: FÖRDERGEMEINSCHAFT

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28. Juli 2014, 17 Uhr: Offene Bürgersprechstunde mit Katrin Lompscher (DIE LINKE) Ort: Münsterlandstraße 33, 10317 Berlin-Lichtenberg.

8. August 2014, 16 bis 17:30 Uhr:
Bürgersprechstunde mit Bezirksverordneter Kevin Hönicke (SPD). Ort:
Bürgerbüro Ole Kreins, Margaretenstraße 11. 10317 Berlin-Lichtenberg.

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POLITIK VOR ORT

6. August 2014, 17 bis 18 Uhr: Bürgersprechstunde mit Karin Halsch
(SPD), MdA. Ort: Bürgerbüro am Berl
13, 13051 Berlin-Hohenschönhausen.

Alles, was Lichtenberg in den kommenden vier Wochen bewegt. Kurz.
Bündig. Kompakt.

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Bezirks-Journal | Juli/August 2014

D

Broschüre für Senioren

er Apercu-Verlag hat sein Lichtenberger Seniorenjournal neu
aufgelegt. Das 98
Seiten starke Heft informiert
unter anderem über die Arbeit der Seniorenvertretung,
der Begegnungsstätten, der
Treffpunkte und der Wohnsowie
Betreuungseinrichtungen für Senioren. Darüber hinaus enthält das Heft
im Format A5 Interessantes über Gesundheits- und
Freizeitangebote.
Das Seniorenjournal ist
übersichtlich in Rubriken
gegliedert. Ein Schwerpunkt ist unter anderem das 30-jährige
Bestehen von Hohenschönhausen als

damaliger Stadtbezirk von Ostberlin.
Enthalten sind auch viele Adressen
und Ansprechpartner für alle
Lebenslagen älterer Menschen.
Die Auflage des neuen
Seniorenmagazins
beträgt 30.000 Exemplare.
Erhältlich sind die Hefte
in den Einrichtungen des
Lichtenberger Bezirksamtes. Sie können darüber
hinaus gegen Einsendung
von 1,45 Euro in Briefmarken beim Apercu-Verlag,
Gubener Straße 47, 10243
Berlin, bestellt werden.
Weitere Informationen im Internet
unter www.senioren-broschueren.de

TICKER +++ TICKER +++
KULTURGESCHICHTE: Am 28.
August um 19:30 Uhr trägt Dr. Gerhild
H.M. Komander ihre Überlegungen
über Berliner Kulturgeschichte vor.
Titel: „Friderizianisches Berlin (1740 –
1786)“. Ort: Galerie 100, Konrad-WolfStraße 99. 13055 Berlin. Reservierung
unter Tel. (030) 97 111 03.
TOUR ZU NATURDENKMALEN:
Eine Wanderung zu ausgewählten
Naturdenkmalen bietet das Umweltbüro am 24. August an. Los geht es um
14 Uhr am Bahnhof Karlshorst. Die
Wanderung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig unter Tel. 92 90 18
66 beziehungsweise per E-Mail unter
info@umweltbuero-lichtenberg.de

SOMMER
GEWINNSPIEL
REISEGUTSCHEINE FÜR
EUROMED: Gewinnen Sie einen
von drei Reisegutscheinen im Wert
von 50,00 EURO, einzulösen beim
Berliner Reisespezialisten EuroMed
(bei Buchung einer Reise im Wert von
mindestens 500 Euro). Freundlich
zur Verfügung gestellt von EuroMed
Kurreisen, Franz-Jacob-Straße 2,
10369 Berlin.

www.em-gesundreisen.de
UND SO GEWINNEN SIE:
Kennwort: EuroMed
per Mail an gewinnspiel@bezirks-journal.de
Postkarte mit Kennwort an:
Bezirks-Journal, Josef-Orlopp-Str. 54,
10365 Berlin
Teilnahmeschluss: 10. August 2014
Teilnehmen dürfen alle Personen ab 18 Jahren. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Verlagsmitarbeiter und
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