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Periodical volume

Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal Issue 1.2014,12

NACH DEM WECHSEL: SPD
und LINKE ringen um den
Chefposten im Rathaus. S. 2

NACH DEM WINTER: In
Rummelsburg wird das erste
Öko-Klo Berlins aufgestellt. S. 8

Lichtenberger

Bezirks-Journal

Kostenlose und regionale Monatszeitung für Lichtenberg und Hohenschönhausen – mit Lokalnachrichten von Malchow bis Karlshorst für 260.000 Menschen
Auch im Netz, tagesaktuell: www.bezirks-journal.de | www.facebook.de/bezirksjournalberlin | www.twitter.com/bezirks_journal | 1. Jhg. | Ausgabe 12 | Dez. 2014/ Jan. 2015

Supermärkte gehen
gegen Falschparker vor
Wer sein Auto ohne Parkscheibe an Discountern
abstellt, riskiert bis zu 60 Euro teure Knöllchen.

P

arkplätze werden immer knapper,
vor allem in Wohngebieten. Auf
den Parkplätzen von Supermärkten sieht das anders aus, dort ist meist
noch viel Platz fürs Auto. Doch die Betreiber der Discounter finden diese Kreativität der Autofahrer gar nicht witzig.
Sie gehen zunehmend gegen Falschparker auf ihren Stellflächen in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf vor. Wer
die Höchstparkzeit von einer Stunde
überschreitet, riskiert ein Knöllchen.
Das Gleiche greift auch, wenn man seine Parkuhr nicht hinter die Windschutzscheibe legt.
Nach Recherchen des Bezirks-Journals kostet das Parken ohne Parkscheibe oder das Überschreiten der Parkzeit
mindestens 30 Euro. Wer diese „Vertragsstrafe“ nicht umgehend zahlt, muss

mit Post eines Inkassounternehmens
rechnen. Das verlangt gut das Doppelte
der eigentlichen Summe.
Für die Supermärkte hat dieses Vorgehen weniger damit zu tun, neue Einnahmequellen zu erschließen. Die Möglichkeit, während des Einkaufes kostenlos
zu parken werde „immer wieder von
Fahrzeugführern genutzt, die nicht Kunden unseres Marktes sind“, erklärt AldiGeschäftsführer Hans-Peter Larberg auf
Nachfrage. Zumindest in den Filialen
an der Josef-Orlopp-Straße in Lichtenberg sowie an der Jan-Petersen-Straße in
Marzahn werden die Parkflächen nun
von einem privaten Unternehmen überwacht. Angestellte kontrollieren mehrmals täglich, wer sich an die Regeln hält
und wer nicht. (gäd.)
Lesen Sie unseren Report auf Seite 3

Lichtenberger Wirtschaft hilft

Über eine Spende in Höhe von 4.444 Euro darf sich Petra Kaufmann vom Kinderhaus Berlin Mark Brandenburg in der Neustrelitzer Straße freuen. Den Scheck
übergaben Karsten Dietrich (links) und Thomas Kleindienst (rechts) vom Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg anlässlich des 20-jährigen Bestehens
des Wirtschaftsverbandes. Gleichzeitig war es auch einer der letzten Auftritte von
Bezirksbürgermeister Andreas Geisel, der in den Senat wechselt. Mehr dazu in
der Beilage „Standort Ost“ im Innenteil Ihres Bezirks-Journals.  MARCEL GÄDING

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2

Bezirks-Thema

Bezirks-Journal Lichtenberg | Dezember 2014/ Januar 2015

Zwei Rote, ein Rathaus

Sowohl die SPD als auch DIE LINKE beanspruchen das Amt des Bezirksbürgermeisters.
von Steffi Bey

N

ach dem Wechsel des bisherigen
Bezirksbürgermeisters Andreas
Geisel (SPD) in den Senat ist
unklar, wer Lichtenberg für die nächsten
22 Monate regiert. Die Kandidaten für
den freigewordenen Rathaussessel stehen aber fest: Der SPD-Kreisvorstand
nominierte jetzt Birgit Monteiro und
die Linken schicken Andreas Prüfer ins
Rennen. Geisel löst den langjährigen Senator Michael Müller ab, der Nachfolger des zurückgetretenen Regierenden
Bürgermeisters, Klaus Wowereit (SPD),
wird.
Mit dem Bekanntwerden des Weggangs von Lichtenbergs Rathauschef
Geisel wird im Bezirk über die Nachfolge spekuliert. Geisel hatte 2011 durch
eine Zählgemeinschaft aus SPD, CDU
und Bündnis 90/Grüne (zusammen 28
Stimmen) den Machtwechsel erwirkt. Er
löste die bisherige Bezirksbürgermeisterin der Partei Die Linke, Christina
Emmrich, ab.
Die Sozialdemokraten denken jetzt
natürlich nicht daran, das Zepter aus der
Hand zu geben und streben eine Fortführung der Zählgemeinschaft an. „Wir
haben in den vergangenen Jahren eine
erfolgreiche Politik gemacht und viel
Positives für Lichtenberg erreicht“, betont SPD-Kreisvorsitzender Ole Kreins
gegenüber dem Lichtenberger BezirksJournal. Diese Entwicklung soll unbe-

Dr. Andreas Prüfer (links) und Birgit Monteiro (SPD) ringen um das Rathaus an der
Möllendorffstraße. 
FOTOMONTAGE: BEZIRKS-JOURNAL
dingt fortgeführt werden. Zu den Erfolgen gehören unter anderem das initiierte
Bündnis für Wohnen sowie etliche Maßnahmen, die zum Rückgang der Arbeitslosigkeit führten.
Kreins ist davon überzeugt, dass
Birgit Monteiro die geeignete GeiselNachfolgerin ist: „Sie ist eine fleißige, in
Lichtenberg bekannte Politikerin, die es
versteht, Menschen einzubinden und zu
begeistern“, erklärt er.
Die 45-Jährige möchte die neue Herausforderung gerne annehmen und „vor
allem auch neue Ideen für die Lösung
der Schwerpunktaufgaben einbringen“.

„Damit meine ich unter anderem, verstärkter auf die Belange von älteren und
behinderten Menschen einzugehen“,
erklärt Birgit Monteiro, die in den zurückliegenden Jahren im Berliner Abgeordnetenhaus als behindertenpolitische
Sprecherin der SPD-Fraktion agierte.
Außerdem will sie dafür eintreten, dass
sich mehr jüngere Menschen an den
Bürgerhaushaltsverfahren
beteiligen.
Am 20. Dezember stimmt die SPDKreisdelegiertenversammlung offiziell
über die Kandidatin ab.
Die Lichtenberger Linken schicken
mit Andreas Prüfer einen eigenen Bür-

germeister-Kandidaten ins Rennen und
machen damit als stärkste Fraktion der
Bezirksverordnetenversammlung (BVV)
von ihrem Vorschlagsrecht Gebrauch.
„Mit Andreas Prüfer schlagen wir einen
langjährigen, sehr kompetenten Politiker vor und wollen zu einem Neustart
im Interesse Lichtenbergs einladen“,
betont Michael Grunst, Fraktionsvorsitzender der Linken. Man habe dazu
bereits allen demokratischen Parteien
im Bezirk Gesprächsangebote gemacht.
Prüfer will als Bürgermeister dringende Probleme lösen: „Der unsinnige
Personalabbau in der Verwaltung muss
gestoppt werden“, erklärt er. Auch das
Bündnis für Wohnen soll weitergeführt
werden, allerdings bestehe großer Handlungsbedarf bei den Bestands- und Neuvertragsmieten.
Welcher der beiden Kandidaten
schließlich in der Januar BVV als Sieger
hervorgeht, hängt maßgeblich von der
Weiterführung der Zählgemeinschaft
ab. CDU-Fraktionsvorsitzender Gregor
Hoffmann sagt ganz klar: „Wir wollen
daran festhalten, denn wir sind mit der
bisher geleisteten Arbeit für unseren
Kinder- und Familienfreundlichen Bezirk zufrieden.“
Bartosz Lotarewicz, Fraktionsvorsitzender der Grünen, verweist auf eine
neue Situation im Bezirk Lichtenberg:
„Selbstverständlich reden wir mit SPD
und CDU, gehen aber auch auf das Gesprächsangebot der Linken ein“, sagt
Lotarewicz.

Rathaus-Chef geht, familienfreundliche Kommune bleibt
Lichtenberg entwickelt sich zum kinder- und familienfreundlichen Bezirk. Eine Zwischenbilanz.
von Anne Langert

E

s war ein langer Weg, den der Bezirk im Jahr 2001 mit dem Imagewechsel auf sich genommen hat.
Ein Weg mit vielen Aufgaben und Hürden für ein gemeinsames Ziel: Das Bild
der Nazihochburg sollte endlich aus den
Köpfen Außenstehender schwinden, an
dieser Stelle eine Kommune mit familienfreundlichen Schwerpunkten treten.
Genügend Kita- und Schul-Plätze, sozialer Wohnraum sowie gepflegte Parkund Spielanlagen sollten fortan mit
Lichtenberg assoziiert werden.
Heute, 13 Jahre später, ist Lichtenberg ein Vorzeigebezirk. Mehr noch, er
boomt. Jährlich ziehen 2.000 bis 3.000
Menschen in den Bezirk, überwiegend
Familien. „Aktuell leben hier 268.000
Menschen. Laut Prognose können wir
davon ausgehen, dass bis zum Jahr 2030
diese Zahl auf 300.000 ansteigen wird“,
sagt der frühere Bezirksbürgermeister,
Andreas Geisel (SPD).
Die lang durchdachte Idee ging auf,
die der Sozialdemokrat von Anfang an
begleitete. Zunächst als Bezirksstadtrat,
später als Bezirksbürgermeister. Auf den
Lorbeeren ausruhen, reiche ihm aber
nicht. Im Gegenteil. Er zieht Bilanz,

geht noch einmal ehrlich in Kritik. „Wo Auswertung der Kritikpunkte im Janustehen wir und was ist noch zu tun, um ar 2015 nicht mehr im Rathaus sitzen
das derzeitige Image weiterhin auszu- wird. Die Bezirksverwaltung halte am
bauen und zu stärken?“ Diese Frage lässt Audit fest. Ein innerbezirkliches SteueGeisel derzeit durch einen bundesweiten rungsteam wird auch weiterhin den ProTÜV zur „Familiengerechten Kommu- zess koordinieren. Bis 2018 sollen viele
ne“ prüfen. Mit diesem Qualitätscheck Anregungen umgesetzt werden.
wird ein kritischer Blick auf den Bezirk
Der Begriff der Familienfreundlichund die Familienpolitik gewagt. „Es keit scheint dabei wie ein Mammutprogeht nicht darum, am Ende der Zertifi- jekt, mit einem allumfassenden Rundzierung eine tolle Urblick und vielen
kunde zu haben, sonSchrauben, an dedern um zu schauen,
nen gedreht wird.
wo wir noch besser
Sicher sei, dass
werden
können“,
sich bis 2018 nicht
erklärt er. Bis Ende
alles
umsetzen
Dezember
können
lässt. „Das Audit
sich die Bürger mit
ist lediglich ein InKritik ans Rathaus
strument von viewenden. 600 Akteure
len“, weiß Geisel.
Andreas Geisel (SPD), früherer
aus dem Bezirk wur„Um dem wachBezirksbürgermeister von Lichtenberg
den für diesen Aufruf
senden Zuzug geangeschrieben. Über
recht zu werden,
200 Einsendungen gab es bereits. Alters- müssen jährlich zusätzlich 1.000 weitere
gerechter Wohnraum, günstige Mieten, Kitaplätze geschaffen und mindestens
Verbesserung der Spielplätze sowie Fa- sieben neue Schulen hier errichtet wermilienräume in öffentlichen Gebäuden den.“ Weiterhin spiele das altersgerechte
waren immer wiederkehrende Kritik- Wohnen eine Rolle. Zeigen die innerbepunkte in den Zuschriften.
zirklichen Prognosen doch, dass sich die
Was Andreas Geisel einmal in die Zahl der über 70-Jährigen bis 2030 verHand genommen hat, soll auch zukünf- dreifachen wird. „Familiengerecht hört
tig Bestand haben. Selbst wenn er bei der ja nicht bei Mutter, Vater, Kind auf“,

„Die Zahl der
Lichtenberger wird
im Jahr 2030 auf
30.000 ansteigen.“

sagt Geisel „alle Generationen, also
auch ältere Menschen, gehören für uns
zur Familie“.
Eine Menge sei in diesem Rahmen
bereits geschehen, resümiert Andreas
Geisel: Das Bündnis für Wohnen habe
den Wohnungsbau beschleunigt, den
Menschen im Bezirk stabile und bezahlbare Mieten gesichert. Die Stadtteilzentren wurden bezuschusst, um
Senioren kostenfreie Kulturangebote zu
gewähren. Lichtenberger Kitas wiederum wurden vom Bezirk für das Angebot
der unentgeltlich musikalischen Früherziehung gefördert, um sozial benachteiligten Kindern Chancengleichheit zu
gewähren. Die Liste war lang. Und wird
durch das Audit noch länger. Immer
mit einbezogen die Anwohner, die dazu
aufgerufen sind, den Bezirk aktiv mit zu
gestalten.
Für diesen Rundumblick und seinen
Weg, Lösungen voranzutreiben, wurde
Geisel dieser Tage vielfach gelobt. Der
Imagewandel Lichtenbergs sei ein Paradebeispiel, heißt es. Mit Geisels Wechsel vom Rathaus in den Senat kam die
Frage auf, ob sich nicht ganz Berlin als
familiengerechte Kommune etablieren
ließe. Dies allerdings sei ein langer Prozess. Lichtenbergs Konzept hat es im
letzten Jahrzehnt verdeutlicht.

Dezember 2014/ Januar 2015 | Bezirks-Journal Lichtenberg

Teurer Einkauf

Bezirks-Leben

3

Discounter wehren sich mit ungewöhnlichen Maßnahmen gegen Falschparker. Es hagelt Tickets.
von Marcel Gäding

W

olfgang Braumann staunte
nicht schlecht, als er vor Kurzem im Discounter einkaufen
wollte. Wie sonst auch stellte er sein Auto
vor dem Supermarkt an der Volkradstraße ab. Als er zurückkam, flatterte hinterm Scheibenwischer ein Knöllchen.
„Dass mir so etwas auch auf einem
privaten Supermarktparkplatz passieren
kann, erstaunt und verärgert mich.“ 30
Euro soll er an eine Firma namens „Park
& Control“ zahlen, weil er sich nicht an
die „Allgemeinen Einstellbedingungen“
gehalten hat. Die sehen vor, dass Braumann wie jeder andere Kunde auch eine
Parkscheibe ins Auto legt.
Braumanns Erlebnis ist kein Einzelfall.
Derzeit sehen sich die Betreiber etlicher
Supermärkte in Lichtenberg, Hohenschönhausen, Marzahn und Hellersdorf
einer ganzen Flut von Kundenbeschwerden ausgesetzt. Viele Kunden übersehen
schlichtweg die Hinweisschilder an den
Einfahrten zu den Supermarktparkplätzen. Dort steht wie bei Wolfgang
Braumanns Erlebnis unter anderem:
„Privatgelände. Bitte AGB beachten.

Mit Parkscheibe max. 60 Minuten. Bei
einem Parkverstoß (Ziff. 5 AGB) fällt ein
Bußgeld (Vertragsstrafe) an.“ Wolfgang
Braumann sieht hierin die reinste Abzocke. „Damit verdienen sich die Supermärkte eine goldene Nase“, ärgert sich
der Karlshorster. Seine Wut wird noch
dadurch verstärkt, dass er schon eine
Woche nach dem vermeintlichen Parkverstoß ein Schreiben vom Inkassobüro
bekam. Jetzt sollte er schon 52,63 Euro
zahlen, was Braumann schließlich auch
tat.
Nicht jeder Supermarktbetreiber
greift zu solchen drastischen Mitteln.
In Braumanns Fall gehört der Parkplatz
zu einem Einzelhandelsstandort, der
sowohl von REWE, als auch von Penny, Fressnapf und kleineren Händlern
genutzt wird. Im Auftrag des Eigentümers übernimmt „Park & Control“ die
Überwachung der Parkplätze – und das
aus gutem Grund. Denn häufig werden
die für Supermarktkunden vorgesehenen
Parkplätze von Anwohnern blockiert,
die vorm eigenen Haus oder in der
Nachbarschaft keine Stellfläche finden.
„Park & Control“ spricht von sogenannten unberechtigten Fremd- und Dauerparkern. Das auf die Bewirtschaftung

Nicht zu übersehen: Hinweisschild.

GÄD

privater Parkplätze spezialisierte Unternehmen macht hierzu auf seiner Internetseite unmissverständlich deutlich:
„Sie haben auf einem Privatgrundstück
geparkt und damit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zugestimmt,
die gut sichtbar in den Parkräumen bzw.
auf den Parkplätzen angebracht sind. In
diesen AGB sind die evtl. anfallenden
Vertragsstrafen aufgeführt. Dieses Verfahren ist rechtlich geprüft.“ Nicht nur
die Strafzettel gleichen jenen des Ordnungsamtes, auch das Erscheinungsbild
der privaten Parksheriffs ähnelt dem der
hoheitlichen Ordnungshüter. Selbst die
Dienstfahrzeuge mit ihrem blauen Seitenstreifen wirken von Weitem wie Autos von Politessen.

Ungewöhnlich offen geht Aldi Nord
mit dem Thema um und teilt auf Nachfrage mit, dass man die im Eigentum befindlichen Parkplätze Kunden generell
kostenlos zur Verfügung stelle. „Leider
wird dieses Angebot immer wieder von
Fahrzeugführern ausgenutzt, die nicht
Kunden unseres Marktes sind“, sagt
Aldi-Geschäftsführer Hans-Peter Larberg. „Die Beweggründe sind vielfältig
und erstrecken sich von Parkplatznot in
der Stadt bis hin zur Vermeidung von
Gebühren aufgrund der Parkraumbewirtschaftung.“ Um dem entgegenzutreten, habe Aldi an einigen Standorten
Parkplätze an „Park & Control“ untervermietet. „Dieser Bewirtschaftungsvertrag sieht vor, dass nach wie vor unsere
Kunden für einen Zeitraum von einer
Stunde kostenfrei parken können“, erklärt Larberg. „Dazu ist jedoch – wie
auch im öffentlichen Straßenverkehr
üblich – eine Parkscheibe einzulegen.“
Neben dem Aldi-Markt an der Lichtenberger Josef-Orlopp-Straße greift diese
Regelung auch auf den Aldi-Parkplatz
an der Marzahner Jan-Petersen-Straße.
In der Lichtenberger Filiale wurde ein
ganzer Schilderwald mit den Hinweisen
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Bezirks-Leben

Bezirks-Journal Lichtenberg | Dezember 2014/ Januar 2015

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An der Einbecker Straße wird Esperanto gepflegt. Dort treffen sich regelmäßig 70 gleichgesinnte Berliner.

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ie zählt zu den umstrittenen Sprachen: Esperanto. Vielleicht liegt es
daran, dass sie mit ihrem Gründungsjahr um 1887 noch recht jung ist
oder als sogenannte Plansprache künstlich angelegt wurde oder es nie den eigentlich erhofften Durchbruch gab. Und
doch findet sie ihre Anhängerschaft, wie
im Esperanto-Haus an der Einbecker
Straße. Hier in der Bibliothek oder in
den Schulungsräumen wird sie in regelmäßigen Treffen unter insgesamt 70 Berlinern gepflegt. „Mit ihren gerade mal
16 Grammatik­regeln gehört sie zur einfachsten Sprache der Welt“, sagt Louis
von Wunsch-Rolshoven. Als Pressebeauftragter des deutschen Esperantobundes sei dies für den Mathematiker ein
entscheidender Grund, die Sprache zu
hüten, ja weiter zu tragen, an Interessierte oder nächste Generationen, wie seine
Tochter. „In kürzester Zeit kann man sie
lernen. Ich kommuniziere dadurch mit
Menschen auf der ganzen Welt.“
Weltweit sprechen schätzungsweise 200.000 Anhänger in über 120 Ländern Esperanto. Kommt dies doch dem
Ursprungsgedanken entgegen. Als der
Arzt Ludwig Zamenhof die Sprache
mit überwiegend romanischen, germanischen und slawischen Einschlägen

Acht von 200.000: Esperanto wird nicht nur in Lichtenberg gepflegt, sondern auch in mehr als 120 Ländern gesprochen.
ESPERANTO-HAUS

entwickelte, sollte sie seinerzeit in pol- wirklich eine Lobby“, wie die Forschenischen Gefilden der Völkerverständi- rin jüngst den Medien gegenüber äußergung dienen. Gab es doch in seiner Hei- te.
Tatsächlich hoffte Fiedler noch mal
matsstadt Bialystok und dem Umland
verschiedene Nationen: Juden, Litauer, auf eine stärkere Anerkennung, als die
Weißrussen, Polen. Eine einheitliche europäische Integration mit ihren vielen
Sprache sollte zur besseren Verständi- Sprachfamilien voran schritt. Hier stand
gung beitragen. Nicht als Mutter-, wohl man vor neuen Herausforderungen,
Das Bezirks-Journal ist Berlins neue Monatszeitung mit interessanten Geschichten aus Lichaber als Zweitsprache, die internationale auch im Hinblick der Übersetzer. Da
tenberg, Hohenschönhausen und aus Marzahn und Hellersdorf. Sie finden unsere Zeitung
Anerkennung finden soll. Recht schnell konnte selbst Englisch nur bedingt Abkostenlos an mehr als 250 Stellen zum Mitnehmen. Wenn Sie keine Ausgabe verpassen
fand sie über die heute polnischen Gren- hilfe verschaffen. Doch Esperanto bleibt
wollen, lassen Sie sich Ihr persönliches Exemplar jeden Monat ins Haus liefern. Mit dem
zen hinaus ihre Anhängerschaft. Dass wohl auch hier nur ein schöner Gedanke.
neuen Bezirks-Journal-Abo!
nur kurze Zeit später Englisch zur län- Im Zeitalter der Technik arbeiten Wisderübergreifenden Kommunikation bei- senschaftler an Übersetzungssoftware
Ja, ich bestelle rechtsverbindlich das Bezirks-Journal für mindestens 12 Monate. Das Abo
endet automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Der Preis/ Region beträgt für 12
tragen sollte und sich durchgesetzt habe, mit phonetischer Spracherkennung.
Monate 30 Euro, das sind 2,50 Euro inkl. Versand durch die Deutsche Post AG pro Ausgabe.
Ein großer Aufwand, wie Vertreter der
tue dem ganzen keinen Abbruch.
„Die chinesische Regierung lässt die Europäischen Organisation für TransRegion:
O Lichtenberg/ Hohenschönhausen
O Marzahn/Hellersdorf
täglichen Nachrichten in Esperanto lationswissenschaft wissen. Immerhin
übersetzen, es gibt internationale Zei- müssten diese Programme mehrere
tungen in Esperanto, Radiosender und Sprachen bedienen, Ironie, Emotionen
viele Universitäten im europäischen und Dialekte erkennen, um diese in eiName, Vorname*
Straße, Hausnummer*
Raum bieten Sprachkurse.“ Rolshoven ner anderen Sprache wieder zu geben.
geht davon aus, dass Esperanto zukünf- Noch sei sowas nur im kleinen und holptig an noch mehr Relevanz gewinnen rigen Rahmen möglich. Wissenschaftler
Postleitzahl, Ort*
Telefonnummer*
wird. „Mittlerweile gibt es ja eine Es- aber prophezeien heute schon, dass dies
peranto-Version von Wikipedia. Auch spätestens in ein bis zwei Jahrzehnten
Firefox, Linux-Desktops und OpenOf- gängige Realität sein könne.
Telefax
E-Mail
Rolshoven kann da nur schmunzeln.
fice lassen sich auf Esperanto installieren, die Suchmaschine Google oder „Esperanto kann man mit seinem kleiBlogdienstleister leisten wiederum ihren nen und pragmatischen Vokabular und
besondere Hinweise
Unterschrift
Regeln in nur wenigen Tagen lernen.“
Beitrag.“
English ist die Universalsprache ge- Für ihn wäre dies eine Antwort auf die
worden, von der einst Gründer Zamen- gegenwärtige Frage nach SoftwarelöBitte senden Sie den ausgefüllten Coupon an:
Bezirks-Journal | Josef-Orlopp-Straße 54 | 10365 Berlin
hof hoffte, es werde seine Plansprache. sungen. „Zudem würde es Zeit und vor
Telefax (030) 55 49 43 69 | E-Mail: vertrieb@bezirks-journal.de
Gerade mal 0,003 Prozent der Welt- allem Geld sparen.“ Indessen bereitet
bevölkerung verfügen über Esperanto- sich der Wahlberliner auf seine DonKenntnisse. Demgegenüber stehen über nerstagsgruppe vor. Um 20.00 Uhr wird
1,5 Milliarden Menschen, die Englisch wieder unterrichtet und gesprochen, ein
sprechen, wenngleich diese Sprache paar Gäste aus dem Ausland kommen,
weit schwieriger zu erlernen sei. Für die ein paar Neulinge hätten ebenfalls InteBerlins beste Seiten.
Sprachwissenschaftlerin und überzeugte resse bekundet. „Trotz EnglischkenntEsperanto-Anhängerin Sabine Fiedler nisse und Technik“, sagt Rolshoven.
habe dies auch mit politischer Macht- „Am Ende macht Esperanto einfach nur
verteilung zu tun. „Esperanto hatte nie Spaß.“

Bezirks-Journal

Frei Haus - im Abo!

Bezirks-Journal

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MÖBUS-GRUPPE

Škoda-Haus erstrahlt in neuem Glanz

möbus-gruppe präsentiert neuen Škoda-Standort am 10. Januar seinen Kundinnen und Kunden
Feierlich eröffnet wird der neue Škoda
-Standort am 10. Januar von 9 bis 13
Uhr im Rahmen des Neujahrsempfangs,
inkl. Showprogramm mit Double Show,
Neujahrsgeschenk, Zumba Fitness zum
Mitmachen, Kinderspielecke, Wein- und
Sektverkostung, Leckereien vom Grill
uvm.

Aufmerksamen Autofahrern ist es nicht
entgangen: Die Bauzäune sind verschwunden, an der Fassade prangt
weithin sichtbar das neue Škoda-Logo. Seit dem 1. Dezember ist das neue
Škoda-Haus der möbus-gruppe an der
Hansastraße in Betrieb. In einer Rekordbauzeit von nur zwei Monaten wurde das
Gebäude komplett entkernt und erweitert. Im Ausstellungsraum ist jetzt Platz
für bis zu 13 Neufahrzeuge.
Nach dem Um- und Neubau der Volkswagen- und Audi-Häuser der möbus-gruppe ist das neue Škoda-Haus das dritte
Flaggschiff des inhabergeführten Unternehmens und zugleich unter den Škoda-Standorten in der Bundesrepublik
einer der modernsten Showrooms. Viel
Licht und eine moderne Anmutung bestimmen das Innere des Autohauses. Das
Interieur ist ganz auf das neue Design der
Volkswagen-Tochter abgestimmt und
passt zur gerade überarbeiteten Modellpalette von Škoda. Denn auch die bewährten Modelle Yeti, Superb, Octavia,
Rapid und Roomster sind in den vergangenen Monaten erneuert worden. Zuletzt
wurde der neue Fabia präsentiert und
erfüllt die modernen Ansprüche seiner
Fans vollends. Abgerundet wird die Pa-

LOYALITÄTSPRÄMIE
FÜR HYUNDAI-KUNDEN

Alles neu: Škoda präsentiert sich seit dem 1. Dezember im neuen Showroom.
lette der Neufahrzeuge vom Stadtflitzer
„citigo“.
Im neuen Škoda-Haus der möbus-gruppe steht deutlich mehr Platz zur Verfügung. Der wird auch benötigt, denn für
die kommenden Jahre will der tschechische Abbleger von Volkswagen eine
Reihe neuer, interessanter Modelle zum
Škoda-typischen attraktiven Preis-/ Leistungsverhältnis auf den Markt bringen.
Das futuristische, zeitlos wirkende Ge-

bäude bietet aber nicht nur Fläche für
Neufahrzeuge. Ab Januar konzentriert
die möbus-gruppe dort Vertrieb, Service
und Teiledienst an einem Ort. Neu wird
auch die Dialogannahme für direkte
Fahrzeugbesichtigung mit dem Kunden
sein. Das macht Reparaturen und Serviceleistungen noch transparenter. Die
Škoda-Fachleute der möbus-gruppe arbeiten zudem künftig unter einem Dach
und nicht mehr über mehrere Häuser
verteilt.

„Wir möchten, dass Sie bei
uns bleiben“,
bleiben“ sagt Steffen
Möbus, der Geschäftsführer
der möbus-gruppe. Hintergrund ist die Trennung von
der Marke Hyundai. Jedem
Hyundai-Kunden wird
daher der Wechsel auf
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8

Bezirks-Leben

Bezirks-Journal Lichtenberg | Dezember 2014/ Januar 2015

Wie beim Katzenklo

Öffentliche Toiletten sind in Lichtenberg rar. Ein Berliner Start-up kommt dem Bezirk da gerade recht. Es wird an
der Rummelsburger Bucht eine Öko-Toilette aufstellen, das ohne Wasser und Strom auskommt.
von Marcel Gäding

D

ie Rummelsburger Bucht gehört
zu den schönen Flecken des Bezirks: Im Sommer spiegelt sich
die Sonne auf dem Wasser, während
der laue Wind durch die Segel der Boote weht. Selbst im Winter lohnt sich ein
Spaziergang am Ufer. Wer jedoch mal
ein dringendes Bedürfnis verspürt und
eine Toilette aufsuchen will, der muss
entweder ins Gebüsch oder lange laufen, bis er eine öffentliche Toilette findet.
Seit Monaten beschäftigen sich auch die
Bezirksverordneten von Lichtenberg mit
dem Thema, wollen sogar Supermärkte
verpflichten, Kundentoiletten zu unterhalten. Doch so einfach geht das nicht.
Und auch der Bau neuer Klos auf öffentlichem Straßenland hat seine Tücken,
vor allem wegen der teuren Wasser- und
Stromanschlüsse.
Es war ein schöner Zufall, dass man in
der Stadtentwicklungsverwaltung auf die
Idee kam, im Internet nach einer kostengünstigen Alternative zu suchen. Dort
stießen die Verwaltungsangestellten auf
das Start-up der drei Berliner Thomas Jakel, Kevin Kuhn und Sven Riesbeck. Sie
sind Erfinder von Ecotoiletten, die weder einen Wasseranschluss noch Strom
benötigen. Ist man mit dem Geschäft fer-

Viel Holz, kein Wasser: die Öko-Klos.
tig, gibt man Sägespäne ins Klobecken.
Die binden die Feuchtigkeit und können
später mit dem gesamten Inhalt umweltschonend kompostiert werden. Das Prinzip ähnelt dem von Katzenklos, für das
inzwischen auch Einstreu aus Holzspänen zu kaufen gibt und die erfreulicherweise auch üble Gerüche binden.
Thomas Jakel sagt, „unser System ist
dezentral und kommt ohne Wasser aus“.
Ähnliche sogenannte Trockentoiletten

ECO-TOILETTEN

gibt es in Schweden und in Finnland, wo
die Leitungen wegen der eisigen Temperaturen schnell einfrieren. Auf die Idee,
solche Toiletten auch in Deutschland zu
vertreiben, kamen die Firmengründer
bei einer Fahrradtour nach Indien. „Wir
waren Ende 2011 dort und wollten vor
Ort ein soziales Projekt starten“, sagt
Thomas Jakel. Den Bewohnern eines
Dorfes fehlte es an Sanitäreinrichtungen,
sodass Jakel und seine Mitstreiter halfen,

dort 25 Trockentoiletten zu bauen. Mit
dem EcoToiletten-Projekt holten Jakel,
Kuhn und Riesbeck das Konzept auch in
unsere Breitengrade. Hier kommen die
Toiletten zurzeit vor allem bei Festivals
zum Einsatz.
Die Öko-Klos sind in erster Linie
nachhaltig. Alles, was ins Klobecken
kommt, kann später als sogenannter Bodenverbesserer – also Dünger – verwendet werden. „Hierzu kooperieren wir
mit einer Kompostieranlage in Brandenburg“, sagt Thomas Jakel. Langfristig
verfolgen seine Kollegen und er das Ziel,
aus der Biomasse Biogas zu erzeugen,
mit dem wiederum Strom und Wärme
erzeugt werden können. Trotz fehlender
Wasseranschlüsse ist die Hygiene gewährleistet. Jedes Öko-Klo verfügt über
Desinfektionsspray. Derzeit kostet eine
EcoToilette rund 1.400 Euro. Geplant
ist, sie auf Dauer für 500 bis 700 Euro
anzubieten. „Uns ist es wichtig, nachhaltige, fair bezahlte Jobs zu schaffen“, sagt
Thomas Jakel.
Dass jetzt auch die öffentliche Hand
auf EcoToiletten setzt, hat Thomas Jakel
und seine Kollegen anfangs überrascht,
aber gefreut. Mit dem Bezirk Lichtenberg ist man sich einig, zunächst an der
Rummelsburger Bucht am Schiffsanleger
eine solche Toilette aufzustellen. Geplant ist das im Frühjahr 2015.

Solidarität mit
Flüchtlingen

Ein parteiübergreifendes Bündnis wehrt sich gegen
Fremdenhass. Containerdorf umstritten.
von Marcel Gäding

Die Agentur für Arbeit meldet weniger Erwerbslose.

MARCEL GÄDING

Zahl der Arbeitslosen geht zurück

D

ie gute wirtschafliche Lage
schlägt sich auf die Arbeitslosenzahlen nieder. Im Bezirk
Marzahn-Hellersdorf ging die Arbeitslosenquote im November im Vergleich
zum Vorjahr um neun Prozent zurück,
wie die Agentur für Arbeit Berlin Mitte mitteilte. In Lichtenberg beträgt die
Quote inzwischen 9,2 Prozent – 1,1 Prozent weniger als im November 2013.
Die Arbeitslosenquote in MarzahnHellersdorf sowie in Lichtenberg erreicht neue, erfreuliche Werte. Im Bezirk
Lichtenberg verringerte sich die Zahl
der arbeitssuchenden Menschen um 357
auf 14.371 Personen. „Das waren 1.117
Arbeitslose weniger als vor einem Jahr“,
heißt es hierzu in der am Donnerstag

veröffentlichten Statistik. Im November
fanden 3.653 Menschen in Lichtenberg
eine neue Arbeit. Und die Aussichten
auf einen neuen Job sind gut: Im November meldeten die Unternehmen im
Bezirk 583 neue Arbeitsplätze – das sind
200 mehr als vor einem Jahr.
Einstellig ist auch die Arbeitslosenquote in Marzahn-Hellersdorf: Dort betrug sie im November 9,4 Prozent, neun
Prozent weniger als im November 2013.
Die Zahl der arbeitslosen Marzahn-Hellersdorf sank um 612 auf 15.436 Personen, 1.573 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Im November wurden zudem
406 neue Arbeitsplätze seitens der Unternehmen in Marzahn und Hellersdorf
gemeldet. (gäd.)

D

ie geplante Unterbringung von
aus Kriegs- und Krisengebieten
geflüchteten Menschen mobilisiert die Bezirke Marzahn-Hellersdorf
und Lichtenberg. Gegen das Vorhaben
sprechen sich selbst ernannte Bürgerbewegungen auf „Montagsdemos“ aus.
Derweil formiert sich ein breites, parteiübergreifendes Bündnis gegen Fremdenhass in beiden Bezirken.
Die Botschaft der Flüchtlingsgegner
ist unmissverständlich: „Gegen Asylmissbrauch den Mund aufmachen“
oder „Wir sind das Volk“ lauten die
Parolen, mit denen eine „Bürgerbewegung Marzahn“ mobil macht gegen
die geplanten Flüchtlingsunterkünfte in
Marzahn-Hellersdorf. Im Internet sind
die Kommentare der Flüchtlingsgegnergeprägt von Fremdenhass. Bezirks- und
Landespolitiker werden in teilweise herabwürdigender Weise verunglimpft.
In Lichtenberg haben sich DIE LINKE, die SPD, die Grünen, die CDU
und die Piraten mit den Flüchtlingen
solidarisiert. „Die BVV heißt alle in

Lichtenberg ankommenden und lebenden Flüchtlinge willkommen“, heißt es
hierzu in einer gemeinsamen Erklärung.
Die Nöte und Sorgen der Anwohnerschaft seien jedoch rechtzeitig im Sinne
einer Willkommenskultur aufzunehmen
und nicht zu instrumentalisieren. „Wir
verurteilen Hetze und Vereinnahmungsversuche von Rassisten und Rechtsextremisten im Umfeld von Flüchtlingseinrichtungen.“
Kritisch sieht die BVV Lichtenberg
die Pläne des Senats, in Falkenberg ein
großes Containerdorf für die Flüchtlinge einzurichten. Dort sollen rund 400
Menschen untergebracht werden. Dies
sei integrationspolitisch ein falsches
Zeichen: „Es geht um menschenwürdige und angemessene Versorgung sowie die Integration geflüchteter und
asylsuchender Menschen und nicht um
ihre Ausgrenzung.“ Das Bezirksamt
Lichtenberg soll daher die Unterbringung von Flüchtlingen in leer stehende
Wohnungen forcieren. Außerdem ist die
zuständige Senatsverwaltung gefordert,
„eine langfristige und umfassende Konzeption für die Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen vorzulegen“.

STANDORT OST

Seitenkopf

Dezember 2014/ Januar 2015 | Bezirks-Journal Lichtenberg

MAGAZIN FÜR ARBEIT, WIRTSCHAFT, WOHNEN & KULTUR IN DER METROPOLENREGION BERLIN-EASTSIDE

9

NACHRICHTEN
APOTHEKEN-KALENDER
FÜR DEN GUTEN ZWECK

Daniel Kufeld ist Reha-Berater. Er zeigt, wie man per Knopfdruck das Kochen erleichtern kann. 

SENIOREN: HIGHTECH
BIS INS HOHE ALTER
Ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung
können auch daheim problemlos den Alltag meistern.
Das beweist der Gesundheitsdienstleister OTB aus
Marzahn mit seinem Projekt „Ermündigung“.

D

as Leben im Alter oder mit
einer Behinderung kann beschwerlich sein, vor allem in
der eigenen Wohnung. Wenn
das eigenständige Leben im geliebten Zuhause kaum noch gewährleistet werden
kann, steht schnell der Umzug in eine
Pflegeeinrichtung zur Diskussion. Der
Marzahner Gesundheitsdienstleister OTB
beweist seit Kurzem, dass man auch bis
ins hohe Alter oder mit schweren körperlichen Einschränkungen zu Hause wohnen
kann. An der Meeraner Straße eröffnete
das Unternehmen eine Musterwohnung, in
der Bad, Küche, Schlafzimmer und Wohnbereich mit sogenannten Assistenzsystemen ausgestattet sind. Es geht um nichts
anderes als um den Beweis, dass man mit
Hilfe kleiner technischer Hilfe lange ein
selbstbestimmtes Leben außerhalb von
Pflegeeinrichtungen führen kann. Passend
ist daher auch der Titel des Projekts: „Ermündigung“.
Gut 140 Quadratmeter groß ist die Musterwohnung, die in einem eher unscheinbaren Bürokomplex entstanden ist. Wer
das erste Mal durch die modernen, wohnlichen Räume geht, bekommt sofort ein
behagliches Gefühl. Erst auf den zweiten
Blick offenbaren sich Schalter, Fernbedienungen und technische Raffinessen. Die
Musterwohnung enthält ein geräumiges
Wohnzimmer, eine große Küche, ein Bad,
ein Gäste-WC und ein Schlafzimmer. Manche kleinen Helferlein sieht man erst beim
zweiten Hinschauen, wie die automatisch
absenkbare Gardinenstange, die LEDLeuchtleisten am Boden oder das Ehebett,
das sich nicht nur in der Höhe verstellen

lässt. Per Knopfdruck dreht sich das Bett
auch und hilft Frau oder Mann beim Aufstehen. Vieles ist mit einer Fernbedienung
ausgestattet. Darüber hinaus sind Computer zu sehen, die sich mit Augenschlag
steuern lassen. Fenster verraten, wann sie
zum letzten Mal geöffnet wurden. Und
Sensoren registrieren, wann der Bewohner sich im Schlafzimmer aufhält. Stürzt
ein Senior aus seinem Bett, wird eine
Notfall-SMS ausgelöst. „In unserer Mus-

Tiago da Silva ist Chef von OTB. Sein Team
verkauft auch Hightech-Rollstühle.
terwohnung präsentieren wir 180 Features,
die das Leben erleichtern“, sagt OTB-Rehaberater Daniel Kufeld. Das reicht vom
rutschfesten Boden im Bad und geht hin
bis zur ausfahrbaren Kleiderstange. Viele
Systeme sind auch für Menschen mit Demenz gedacht: Sie überwachen jede Bewe-

Fotos: M. Gäding

gung, jede Aktion. Vergisst der Senior, das
Wasser abzustellen oder stürzt er aus dem
Bett, wird ein Alarm ausgelöst und schnelle Hilfe organisiert.
Gut zwölf Monate haben OTB-Geschäftsführer Tiago da Silva und sein Team
gebraucht, um die Musterwohnung einzurichten. Das Unternehmen musste sich
bislang damit begnügen, Assistenzsysteme vor Ort beim Kunden vorzuführen
oder in Katalogen zu präsentieren. Hier
in der Musterwohnung jedoch ist alles im
Praxiseinsatz und kann, wenn gewünscht,
umgehend bestellt und geliefert werden.
Berlins Sozialsenator Mario Czaja (CDU)
ist angetan von der Musterwohnung und
hofft, dass sie vielen Menschen bei der
Suche nach der passenden Wohnlösung
hilft. Er sagt, dass derzeit in der Hauptstadt 100.000 pflegebedürftige Menschen
leben. Die Hälfte lässt sich von Angehörigen pflegen. Erschreckend: 95 Prozent aller
Wohnungen sind nicht alters- oder behindertengerecht ausgestattet.
Tiago da Silva möchte das ändern und
wirbt auch selbst gern für die neue OTBMusterwohnung. Vor Ort lässt er sich nicht
lange bitten und nimmt in einem Spezialrollstuhl Platz. Das gut 25.000 Euro teure
Gefährt eignet sich für Menschen, die entweder querschnittsgelähmt sind oder aber
wegen einer schweren Erkrankungen Hände und Beine nicht mehr bewegen können.
Mit dem Kinn könnte da Silva jetzt den
Fernseher steuern oder das Licht einschalten. Bluetooth- und Infrarotschnittstellen
ermöglichen auch stark in ihrer Bewegung
eingeschränkten Menschen, sich in den eigenen vier Wänden ohne fremde Hilfe zu
bewegen. Natürlich hat der Rollstuhl von
Hersteller „ottobock“ seinen Preis. „Aber
eine Intensivpflege durch eine Fachkraft
ist um ein Vielfaches teurer“, sagt da Silva.
„Wir wollen beweisen, dass man sein Leben
auch mit Hindernissen selbstbestimmt gestalten kann.“
Gut 50 Partner – darunter alle namhaften Hersteller der Orthopädie- und
Sanitätsfachbranche – haben sich an der
Einrichtung der Musterwohnung beteiligt.
Sie ist dienstags von 10 bis 12 Uhr und
donnerstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet.
Individuelle Termine können per E-Mail
unter info@ermuendigung.de vereinbart
werden. 
Marcel Gäding

LICHTENBERG. Die Lichtenberger Apotheken
verkaufen auch in diesem Jahr einen Jahreskalender für den guten Zweck. Aus dem
Erlös sollen die Mittel kommen, mit denen
eine Kinderplansche im Ortsteil Fennpfuhl
saniert werden kann. In der Vergangenheit
sind aus den Einnahmen des Kalenderverkaufs Holzliegen mit Wasser-Blick gekauft,
eine Sumpf-Eiche gepflanzt und auch Bänke
zwischen Polikum und Storkower Bogen
grundsaniert oder neu aufgestellt worden. „Die Apothekerinnen und Apotheker
gestalten den Kiez aktiv mit, während uns
die Kalender im kommenden Jahr begleiten“,
sagt Lichtenbergs Gesundheitsstadträtin Dr.
Sandra Obermeyer (parteilos, für DIE LINKE).
Noch bis Mitte Januar kann der Jahreskalender 2015 für eine Spende von 50 Cent in
folgenden Apotheken erworben werden in
der Rosen-Apotheke, Pegasus-Apotheke,
Möllendorff-Apotheke, Koala-Apotheke,
Castello-Apotheke, Bären-Apotheke im Storkower Bogen, Apotheke am Fennpfuhl und
Apotheke am Anton-Saefkow-Platz. (bzj.)

AKTION: NEUE BÄUME
FÜR DEN BEZIRK
MARZAHN-HELLERSDORF. MarzahnHellersdorf gehört neben CharlottenburgWilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf zu
jenen Bezirken, die von der Kampagne
„Mehr Stadtbäume für Berlin“ profitieren
sollen. Das teilte die Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung mit. Geplant ist, in den drei
Bezirken im Frühjahr kommenden Jahres an
die 600 neue Bäume zu pflanzen. Dafür werden nun Privatpersonen und Unternehmen
gesucht, die sich mit 500 Euro an der Aktion
beteiligen. Auf Wunsch wird am Standort
des Baumes auch ein Baumschild mit dem
Spendernamen angebracht. Bis 2017 sollen
im Rahmen der Kampagne berlinweit 10.000
neue Bäume gepflanzt werden. Potenzielle
Spender können sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de ihren Wunschstandort
aussuchen. Infos gibt es auch am Telefon
unter (030) 90 25 12 34. (bzj.)

JETZT BEWERBEN:
HOWOGE BILDET AUS
HOHENSCHÖNHAUSEN/ LICHTENBERG. Die
HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft bildet
im kommenden Jahr zehn junge Menschen in
den Berufen Immobilienkaufleute, Kaufleute
für Büromanagement und Informatikkaufleute aus. Außerdem bestehe die Möglichkeit,
ein duales Studium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Immobilienwirtschaft zu absolvieren, wie das Unternehmen
mitteilte. Am 15. Februar 2015 enden die
Bewerbungsfristen für die drei Ausbildungsgänge. Einstellungsvoraussetzungen können
unter Tel. (030) 54 64 22 42 erfragt werden.
Onlinebewerbungen sind unter www.howoge.de/ausbildung möglich. (bzj.)

2

STANDORT OST

IMMER AN DER
WAND LANG
Die Tapete bekommt Konkurrenz. Wandtattoos
machen aus einer schnöden Rauhfasertapete
richtige Hingucker. „Wandzauber“ aus Lichtenberg
gehört zu den Abietern der ersten Stunde.

W

em der Sinn nach Veränderung steht, muss zum Pinsel
greifen oder gleich neu tapezieren. Mit hochwertigen
Wandtattoos kann das nicht passieren. Die
auf Qualitätsfolie gedruckten Motive lassen sich mit etwas Vorsicht wieder entfernen, sagt Carolin Schultz von wandzauber.
com.

Die junge Berlinerin betreibt seit sieben
Jahren ihr kleines Ein-Frau-Unternehmen.
Wandzauber wurde gegründet zu einer
Zeit, als Wandtattoos noch kein Thema
waren. Auf die Geschäftsidee kam sie im
Zuge ihrer ersten Ausbildung zur Kommunikationsdesignerin. Damals bezog die in
Schwerin geborene Studentin ihre erste
eigene Wohnung in Hamburg. Statt die

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in der Gotlindestraße
wünschen besinnliche Weihnachten
und ein gesundes neues Jahr.

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Abgefahren: Der Ghettoblaster überm Sofa ist gefragt. F oto: aleksey kashin/ Fotolia & wandzauber
weißen Wände zu streichen überlegte sie,
wie sie florale Muster auf das eintönige
Weiß bringen kann. Also lief sie zu einer
Druckerei, die ihr anbot, die Motive auf
eine Folie zu bringen. „Erst hatte ich vor,
mit Hilfe von Farbe und Schablone etwas
an die Wände zu sprühen“, sagt Carolin
Schultz. Doch so richtig gerade werden die
Linien dabei meist nie. Die Folie hingegen
wurde einfach auf die Wand geklebt.
Inspiriert davon ließ Carolin Schultz
ihre ersten eigenen Erfahrungen in ihre
Abschlussarbeit einfließen. Denn als angehende Kommunikationsdesignerin sollte sie unter Beweis stellen, dass sie in der
Lage ist, ein eigenes Unternehmen auf die
Beine zu stellen. Also machte sie sich Gedanken über einen eigenen Onlineshop,
über Wandtattoos als Einnahmequelle
und über potenzielle Kunden. Ihre besten
Freundinnen mussten für Fotoshootings
in Möbelhäusern herhalten. Nachbarn
und Bekannte beteiligten sich an einer
Umfrage mit dem Ziel herauszufinden, ob
an Wandtattoos überhaupt Bedarf besteht.
Und tatsächlich – die Idee kam bei den
Leuten an. Weil es damals noch niemand
kannte, war die Neugier vor allem bei den
weiblichen Kunden groß. Gute Voraussetzungen, um mit Wandtattoos Geld zu verdienen. Ärgerlich findet sie, dass sie sich
ihre Idee nicht schützen ließ. Inzwischen
gibt es unzählige Internetshops und Produzenten in Fernost, die Allerweltsmotive auf
Folien bringen.
Die Abschlussarbeit wurde mit einer
1,25 bewertet. Nachdem die heute 29-Jährige ihre Ausbildung in der Tasche hatte, zog
es sie erst einmal in die weite Welt. Als
schließlich Möbelhäuser bei ihr anfragten
und andere Existenzgründer mit ähnlichen
Projekten auf den Markt kamen, ließ sie
ihre Geschäftsidee wieder aufleben. Ohne
groß Werbung zu machen, etablierte sie
ein kleines Unternehmen, das seit Anfang
des Jahres seinen Sitz im Berliner Bezirk
Lichtenberg hat. Mit eigener Technik kann
sie inzwischen die Folien selbst bedrucken.
Mehr als 60 Farben stehen zur Verfügung.
Und im Prinzip kann sie alles auf die Folien bringen, was vom Dateiformat her umzusetzen ist. Inzwischen studiert Schultz
Erziehungswissenschaften und finanziert
ihr Studium durch Wandzauber. Im Gegensatz zu ihren großen Konkurrenten setzt

sie nicht auf Massenprodukte, sondern auf
Individual-Anfertigungen in klaren, geometrischen Formen. „Ich mag edle, schlichte Designs“, sagt Carolin Schultz. Nur wer
ganz nah an die beklebte Wand geht, sieht
die Folie. „Daher entsteht schnell der Effekt, als sei das Motiv auf die Tapete gemalt.“ Schultz favorisiert Auftragsarbeiten
oder bietet Motive an, die ihr selber gut gefallen. „Ich versetze mich da auch gerne in
die Lage meiner Kunden“, sagt sie. Wichtig
sei ihr, Produkte anzubieten, die es woanders nicht zukaufen gibt.
Waren ganz am Anfang noch Schnörkel
und Blümchen angesagt, sind es jetzt eher
die abstrakten Motive, mit denen Carolin
Schultz Umsatz generiert. Der neueste
Schrei sind an die Wand gebrachte Barcodes, die mit einer entsprechenden App
auf dem Handy auch entschlüsselt werden können. Für Kinderzimmer kommen
Märchenmotive gut an. Auch Retromotive
finden ihre Abnehmer – und das vor allem
in Süddeutschland. „Ich habe aber auch
schon in die Schweiz und nach Italien geliefert“, sagt Carolin Schultz. Gut laufen
auch Wandtattoos mit Bezug auf das hippe
Berlin – darunter ein Ghettoblaster.
Immerhin muss sie im Gegensatz zu ihren Kommilitonen nicht kellnern, Zeitungen austragen oder im Kaufhaus jobben.
Mit ihrem Wandzauber-Shop verdient sie
so viel, dass sie davon ihren Lebensunterhalt bestreiten kann. Montags bis mittwochs sitzt sie in den Hörsälen der Freien
Universität, donnerstags und freitags in
ihrer kleinen Werkstatt. Wenn sie das Studium beendet hat, möchte sie möglichst in
beiden Bereichen arbeiten: als Erzieherin
und als Geschäftsfrau. Dass sich Beides
gut miteinander kombinieren lässt, hat sie
mehrfach unter Beweis gestellt. Für eine
Schule in Berlin-Reinickendorf fertigte
sie einen Baum auf Folie an. Der ziert die
Wand im Schülertreff und wird von den
Jungen und Mädchen je nach Jahreszeit
mit bunten Blättern oder Watte beklebt. In
den Sommerferien hatte Carolin Schultz
zudem Besuch von zwei zehnjährigen
Mädchen. Mit denen veranstaltete sie einen Wandtattoo-Workshop. Herausgekommen sind lustige Eulen.

Marcel Gäding


Infos: www.wandzauber.com

3

STANDORT OST

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IN MARZAHN
Kostengünstige Büros und Werkstätten, erfahrene
Mentoren, Austauschprogramme mit den USA sowie ein breites Netzwerk – das alles bietet das neue
CleanTech Innovation Center in der Wolfener Straße.

D

er erste Mieter im neuen Zentrum ist der Jungunternehmer
Marcus Vietzke. „Wir finden
hier ideale Bedingungen und
sind zudem verkehrsgünstig zu erreichen“,
lobt der Chef der Firma indielux das Konzept. Mit seinem kleinen Team nutzt der
35-jährige Ingenieur für regenerative Energiesysteme zunächst die flexiblen Büroräume und Werkstätten.
Die Geschäftsidee des jungen Neuköllners klingt vielversprechend: Vietzke entwickelt und baut Solarpanele für Balkonbrüstungen. Etwa 1,60 Meter mal 1 Meter
groß sind die Module, mit denen auch
Mehrfamilienhausbewohner selbst Energie erzeugen können und damit etwa zehn
Prozent ihres eigenen Strombedarfs decken. Was die jungen Leute besonders motiviert: Von der Gründeretage aus blicken

sie direkt auf ihre künftigen Kunden. Denn
viele Hochhäuser befinden sich in unmittelbarer Nähe. „Voraussichtlich 800 Euro
wird jeweils so ein System kosten“, kündigt der Geschäftsführer an. Erst kürzlich
hat indielux die ersten drei Solarpanele an
einem Spandauer Mietshaus als Pilotprojekt installiert.
Das ausgeklügelte Haltesystem, das
Marcus Vietzke bereits zum Patent anmeldete, ist universell einsetzbar und leicht
anzubringen. „Nach dem Motto – auspacken und an der Balkonbrüstung befestigen“, erklärt der Firmenchef. Beim zehnten
Wirtschaftspartnertag Berlin eastside stellte er seinen Prototypen vor.
Sebastian Blecke, Geschäftsführer des
GSG Gewerbehofes, in dem sich die Gründeretage befindet, ist optimistisch, dass
bald die nächsten Unternehmen sesshaft

Marcus Vietzke. 

Foto: Steffi Bey

werden. „Wir haben schon viele Gespräche
mit Interessenten geführt“, betont er. Und
die seien in jedem Fall „von dem angebotenen Gesamtpaket begeistert“.
Dazu gehört unter anderem die günstige Miete, die in den ersten sechs Monaten
bei 99 Euro liegt. Dafür gibt es einen Arbeitsplatz sowie die kostenlose Nutzung
der Werkstatt – sicheres und schnelles
Internet sowie Telefon inklusive. Wer professionellen Rat benötigt, bekommt den
ebenfalls an Ort und Stelle: Entweder von
Mitarbeitern der bezirklichen Wirtschaftsförderung oder der Wirtschaftsfördergesellschaft Berlin-Partner, die ebenso im
Innovation Center ihren Sitz haben. Außerdem wirkt nur eine Etage tiefer jetzt
auch Marzahn-Hellersdorfs Wirtschaftsund Stadtentwicklungsstadtrat Christian
Gräff (CDU) mit seinen Kollegen. „So nah

sind sich Verwaltung und Wirtschaft in
Berlin bislang noch nie gekommen“, freut
sich der Politiker.
Rund eine halbe Million Euro ließ sich
die GSG das moderne Center kosten. Für
30 Jungunternehmen, die aus dem Bereich
der sogenannten sauberen Technologien
kommen, stehen zunächst 450 Quadratmeter zur Verfügung. Neben hellen Büroräumen sind das Werkstätten und Lounges,
Besprechungs- und Erholungsräume sowie eine Küche und Sanitäreinrichtungen.
„Außerdem verfügen wir direkt im GSG
Gewerbehof über ein großes Potenzial an
Erweiterungsflächen“, sagt Sebastian Blecke. Deshalb habe dieser Marzahner Standort einen wichtigen Vorteil, erklärt Wirtschaftsstadtrat Gräff: „Junge Unternehmen
können bei uns wachsen.“ In unmittelbarer Nähe öffnet zudem 2015 der große
CleanTech Business Park.
Finanziell unterstützt wurde das neu
eröffnete Center unter anderem mit Fördermitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe
„Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Rund 60.000 Euro kommen
außerdem vom Land Berlin. Das Gründerzentrum ist ein Private-Public-Partnership-Projekt. Junge Start-up-Unternehmen
profitieren auch von intensiven Austauschprogrammen mit den USA, darunter
mit der renommierten New York University.

STEFFI BEY
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4

STANDORT OST

10.000 Euro von Unternehmern für den Kita-Sport. Auf dem Foto: Uwe Heß, Karen Friedel (MWHK, rechts) und Rainer Lindholz von der WG Friedenshort sowie Stadträtin Juliane Witt und Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (2./3. v.l.).

DIE WIRTSCHAFT
ERHEBT DAS GLAS

M

it einem großen Ball feierten die Mitglieder des Wirtschaftskreises Hohenschönhausen-Lichtenberg
e.V.
(WKHL) im ABACUS-Tierparkhotel das
20-jährige Bestehen ihres Vereins. Und
auch der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis (MHWK) lud seine Mitglieder
an diesen Ort – zwei Wochen später zum
Jubiläumsball.
Gut 100 Gäste kamen der Einladung
zum WKHL-Ball im ABACUS Tierpark
Hotel nach, darunter die Bezirksstadträte
Kerstin Beurich (SPD), Dr. Andreas Prüfer (DIE LINKE) und Wilfried Nünthel
(CDU). An den Tischen nahmen außerdem
Abgeordnetenhausmitglied Karin Halsch
(SPD) Bundestagsabgeordneter Dr. Martin
Pätzold (CDU) und CDU-Fraktionsvorsitzender Gregor Hoffmann Platz. Zudem
erinnerten sich die Gründungsmitglieder
des WKHL, Hans-Joachim Blauert, Dr.
Rüdiger Schwarz und Matthias Stawinoga
an die Zeit von 1994. WKHL-Vorsitzender
Thomas Kleindienst gab vor der Eröffnung
des Gala-Büffets auch die Losung für die
kommenden 20 Jahre aus. „Unser Ziel ist
es, Lichtenberg nach außen hin stark, umfassend und erfolgreich zu vertreten.“
Die Marzahn-Hellersdorfer Unternehmer zählten an die 150 Gäste, darunter
waren Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD), Jugendstadträtin Juliane Witt
(DIE LINKE) und ABACUS-Inhaber Dieter
Löffler. Uwe Heß, Chef des MHWK, sagte: „Dass wir heute gemeinsam mit Berlins

besten Aussichten auf unseren über 35
Jahre alten Bezirk Blicken können, ist ganz
sicher auch ein Verdienst der im MHWK
gut vernetzten Unternehmerschaft der Region.“
Beide Unternehmen bewiesen an den
Abenden auch erneut ihr soziales Engagement für ihre Bezirke. Der scheidende
Lichtenberger Bezirksbürgermeister Andreas Geisel (SPD) übergab 4.444 Euro an
das Kinderhaus Berlin Mark Brandenburg
in Alt-Hohenschönhausen. Von Anfang an
sammeln die im Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg vertretenen Unternehmen Geld für soziale Zwecke. Geisel
lobte dieses Engagement der Wirtschaft.
Denn einerseits erfreue sich Lichtenberg
einer sinkenden Quote bei den Arbeitslosenzahlen sowie bei der Zahl der jungen
Arbeitslosen. Andererseits stiegen die
Ausgaben für sogenannte Hilfen zur Erziehung – also staatliche Unterstützung für
in Not geratene Familien. „Das zeigt, dass
die Schere weiter auseinander geht“, sagte
Geisel.
Die Unternehmer des MHWK wiederum
übergaben 10.000 Euro an die Initiatoren
des Projekts „Kita-Sport für Alle“. Über das
Projekt werden Kooperationen zwischen
den Kitas und den Sportvereinen im Bezirk
nachhaltig gefördert. Sportangebote sollen
kostenlos sein, um keine sozial benachteiligten Kinder auszugrenzen, hieß es.

Im Gespräch: Dr. Rüdiger Schwarz mit MdB Dr. Martin Pätzold (links), das Team von lichtenbergmarzahnplus.de mit dem Bezirks-Journal (Mitte).

Fotos: Marcel Gäding/ Lutz Neumann

Sowohl der Wirtschaftskreis HohenschönhausenLichtenberg als auch der Wirtschaftskreis MarzahnHellersdorf hatten Grund zum Feiern: Ein Verband
wurde 20 Jahre alt, der andere lud das 20. Mal zum
Unternehmerball.

Abgeordnetenhausmitglied Karin Halsch, Degewo-Aufsichtsratsvorsitzender Volker Halsch
und Matthias Stawinoga, Präsident des SC Berlin, mit Gattin beim WKHL (v.l.n.r.)



Infos: www.wkhl-berlin.de
www.mhwk.de

10 Leser-Forum/ Meinung

Bezirks-Journal Lichtenberg | Dezember 2014/ Januar 2015

LESERBRIEFE

Die Stasi hat keine Busparkplätze gebaut
„Stasi-Knast: Reisebusse sorgen für
Verkehrschaos“ von Marcel Gäding,
Bezirks-Journal, Ausgabe 11/2014:

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Zunächst einmal ist festzustellen:
Dass sich so viele Menschen für das
ehemalige Stasi-Gefängnis in BerlinLichtenberg interessieren, ist ein Gewinn, kein Ärgernis! Die Diktatur in
der DDR darf nicht in Vergessenheit
geraten. Und der Bezirk profitiert von
den vielen Besuchern.
Die Stasi hat zwar Dutzende Gefängniszellen gebaut, aber keine Busparkplätze. Denn sie hatte nicht vor,
ihr Geheimgefängnis der Öffentlichkeit zu zeigen. Deswegen müssen die
Busse, wie bei anderen Berliner Sehenswürdigkeiten auch, am Straßenrand parken.
Bislang hat sich kein Anwohner
darüber beschwert – nur der von Ihnen zitierte Herr Levin, der übrigens
kein Anwohner ist, sondern vor einigen Jahren ein gegenüberliegendes
ehemaliges Stasi-Gebäude gekauft hat
und sich seitdem an den Besuchern
stört. Doch wenn man sich ein Haus
neben einem Flughafen kauft, kann
man sich anschließend schlecht über
Fluglärm beschweren.
Die Gedenkstätte und der Bezirk
tun alles in ihren Kräften Stehende,
den Besucherstrom in geordneten
Bahnen zu halten: Schon vor Jahren
wurden am Straßenrand spezielle
Busparkplätze ausgewiesen. In den
Seitenstraßen herrscht Parkverbot für
Busse, damit die Anwohner nicht von
ihnen belästigt werden. Erst unlängst
wurden Schilder aufgestellt, dass das
Laufenlassen von Motoren als Ord-

nungswidrigkeit bestraft wird. Die
Gedenkstätte weist schon seit Jahren
ihre Besuchergruppen schriftlich daraufhin.
In der Gedenkstätte ist nicht bekannt, dass Herr Levin jemals um einen Gesprächstermin beim Direktor
gebeten hätte. Nur einmal stürmte er
unangekündigt in dessen Vorzimmer
und bezeichnete ihn als „Faschisten“.
Seinen fragwürdigen Umgang mit
der Geschichte illustriert auch, dass
er direkt gegenüber der Gedenkstätte ein Schild aufstellen ließ, auf dem
er sich als deren „Opfer“ darstellt
und den Gedenkort für die Opfer der
SED-Diktatur als eine zweite DDR
bezeichnet.
Herr Levin sollte wissen, dass man
in der DDR ins Gefängnis kam, wenn
man frei seine Meinung sagte. Im Gegensatz dazu kann er heute sagen, was
er denkt. Er verwechselt allerdings die
Meinungsfreiheit mit Diffamierung
und Beleidigung.
Die Gedenkstätte und der Bezirk
stehen auch weiterhin für konstruktive Gespräche über Verbesserungen
der Verkehrssituation zur Verfügung.
Ob ein separater Busparkplatz in
der Nähe hilfreich ist, muss geprüft
werden und ist vor allem eine Kostenfrage. An der Tatsache, dass so
viele Menschen – Gottseidank! – das
ehemalige Stasi-Gefängnis besuchen
wollen und dies mit einem gewissen
Verkehrsaufkommen verbunden ist,
würde er allerdings nichts ändern.
André Kockisch
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12 Bezirks-Geschichte

Bezirks-Journal Lichtenberg | Dezember 2014/ Januar 2015

Herrschaftssitz, Staatsgefängnis und Museum
Friedrichsfelde wird kommendes Jahr 750 Jahre alt. Ein neues Buch widmet dem Lichtenberger Ortsteil
ein liebevolles Porträt. Dreh- und Angelpunkt bleibt bis heute das Schloss.
von Marcel Gäding

A

n seine erste Begegnung mit
Schloss Friedrichsfelde kann
sich Klaus-Dieter Stefan noch
gut erinnern: Es war in den 1980er-Jahren, als es den damals noch jungen Familienvater das erste Mal in den Tierpark
Berlin verschlug und er dieses frühklassizistische Kleinod entdeckte. Und hätte es
seinerzeit nicht den in der ganzen DDR
bekannten Tierpark-Direktor Prof. Dr.
Dr. Heinrich Dathe gegeben, so würden
heute vom Schloss nur noch alte Fotos
oder Zeichnungen existieren. Doch Dathe bewahrte das Baudenkmal vor dem
Abriss und ließ es mit Unterstützung des
kürzlich verstorbenen DDR-Denkmalpflegers Ernst Wipprecht sanieren.
Dathe und Wipprecht sind für KlausDieter Stefan und seine Co-Autoren von
besonderer Bedeutung. Ihnen ist das
Buch „Friedrichsfelde – Der Ort. Das
Schloss. Die Geschichte.“ gewidmet,
das Mitte Dezember in den Buchhandel kommt. Natürlich ist das einstige
Prunkschloss mit vielen Namen der Zeitgeschichte verbunden. Doch mit Dathe
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Klaus-Dieter Stefan ist Herausgeber des Buches.
und Wipprecht fanden sich zwei wahre
Retter, die dem Schloss das Schicksal
vieler anderer historischer Bauten ersparten: den Abriss. „Seine wunderschöne Aura und seine Atmosphäre machen
das Schloss zu einem kulturellen Juwel“,
schwärmt Stefan. Und so bildet das bekannte Gebäude auch den Mittelpunkt
dieser einzigartigen Ortschronik. Die
einzelnen Kapitel reichen von der Ge-

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schichte des Dorfes bis in die Gegenwart, von Glanz und Gloria auf Schloss
Friedrichsfelde und dem Verfall des Dorfes. Heute erinnern neben dem Schloss
noch der alte Dorfanger und einige wenige Bauernhäuser an die Geschichte des
einstigen Berliner Vororts.
Mehr als 250 Seiten umfasst das Buch,
für das der Journalist Klaus-Dieter Stefan
mehr als ein Jahr lang recherchiert hat.
Gemeinsam mit Mitgliedern der Fördergemeinschaft von Zoo und Tierpark
begab sich Stefan auf die Spurensuche
und auf Reise. Natürlich wusste er als
Herausgeber des kleinen, feinen Kiezmagazins bereits viel über Friedrichsfelde.
Er hätte es auch dabei belassen können,
die bekannten Fakten aneinander zu reihen. Doch Stefan mag es, Geschichte
mit Geschichten zu verbinden – und so
ist es ihm aus Herausgeber und den Autoren gelungen, den nüchternen historischen Fakten Anekdoten beizumischen.
Auch Thomas Ziolko, Olaf Lange, Ernst
Wipprecht und Rüdiger von Treskow
lieferten Texte und Bilder. Letzterer berichtet als Historiker von fast 130 Jahren
Schlossgeschichte, als die Familie von
Treskow von 1816 bis 1945 im Schloss
die Geschicke bestimmte.
Viele Bilder und Dokumente werden
selbst im bezirklichen Heimatmuseum
das Interesse wecken. Sie wurden bislang
noch nie veröffentlicht. Klaus-Dieter Stefan hat sie bei alten Friedrichsfeldern
aufgetan. Stefan durfte in Privatarchiven
stöbern und mit Menschen ins Gespräch
kommen, die noch gut wissen, wo sich
in Friedrichsfelde Bäcker, Schlächter,
Kinos, Kneipen und Tanzsäle befanden.
„Diese Privatarchive wie auch das Tierparkarchiv waren eine Fundgrube“, sagt
der Autor. Unter den Dokumenten sind
viele Schwarz-Weiß-Fotografien aus der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auch
außerhalb von Friedrichsfelde machte
gab es Entdeckungen. So fand KlausDieter Stefan in der Petruskirche von
Petershagen (Märkisch-Oderland) jenen
mittelalterlichen Kanzelaltar, von dem
aus der Pfarrer Samuel Donner am 25.
Januar 1699 die Gemeinde wissen ließ,
dass der einstige Ort Rosenfelde nunmehr den Namen Friedrichsfelde tragen
würde. Und in der Alten Nationalgalerie

entdeckte Stefan eher zufällig ein Bild
des Künstlers Anton Graff mit dem Titel „Familienporträt“ von 1785, ein Auftragswerk des damaligen Friedrichsfelder
Schlossherren Peter von Biron, Herzog
von Kurland. Jenes Werk hing einst in
dessen Gemäldegalerie im Schloss Friedrichsfelde und kam später über Umwege
in den Besitz eines Schweizer Museums.
Denn nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges räumten die Russen das Gebäude
aus. Bis auf ein Rokoko-Schränkchen
und einen Kronleuchter stammt auf
Schloss Friedrichsfelde heute nichts
mehr aus der Inneneinrichtung der einstigen Zeit.
„Uns war es wichtig, nicht nur ein
Buch zur Geschichte zu veröffentlichen“,
sagt Klaus-Dieter Stefan, „sondern auch
herauszustellen, welche Bedeutung das
Schloss hatte“. Dazu gehört, dass das
Schloss für kurze Zeit Staatsgefängnis
war. Der bei der Völkerschlacht unterlegene sächsische König Friedrich August
I. musste 1814/15 fast ein Jahr lang seine
Haft auf dem Schloss verbüßen. „Er unterhielt dort sogar einen Hofstaat“, weiß
Klaus-Dieter Stefan. Weil das alles auch
ins Geld ging, musste sich der Sachsenkönig Geld beim Berliner Bankhaus Gebrüder Benecke leihen. Nachdem das
Schloss 1981 rekonstruiert wurde, diente
es viele Jahre dem Stadtmuseum als Museum und Konzert-Ort. Seit einigen Jahren wird es vom Tierpark genutzt. Dessen Fördergemeinschaft veranstaltet dort
Konzerte, Lesungen oder Empfänge.
Am 18. Dezember um 20 Uhr gibt es
eine Lesung mit Signierstunde mit dem
Herausgeber des Buches, Klaus-Dieter
Stefan, in der Buchhandlung am Tierpark, Erich-Kurz-Straße 9, 10319 Berlin.
Außerdem werden thematische Vorträge, Führungen und eine Ausstellung zur
Geschichte des Schlosses das Jubiläumsjahr bestimmen.
Verlosung: Das Bezirks-Journal vergibt
drei Freiexemplare. Senden Sie uns bis zum
31. Dezember 2014 eine Postkarte mit dem
Stichwort „Friedrichsfelde“ an: Bezirks-Journal, Josef-Orlopp-Straße 54, 10365 Berlin,
oder eine E-Mail an gewinnspiel@bezirksjournal.de

HAUS MIT GESCHICHTE
Das Dorf Friedrichsfelde wurde 1265
als Rosenfelde erstmals urkundlich
erwähnt. Damals befand sich das
Dorf weit vor den Toren Berlins. 1699
wurde es nach dem Großen Kurfürsten Friedrich III. in Friedrichsfelde
umbenannt. Nach 1945 entstanden
um den alten Dorfkern Wohnblöcke in
industrieller Plattenbauweise.
Schloss Friedrichsfelde wurde 1685
vom Niederländer Benjamin Raule
erbaut. Im Schloss wurde auch Prinz
Louis Ferdinand geboren. Der Alte
Fritz, Friedrich der Große, war mehrfach zu Gast.

Bezirks-Kulturkalender

Dezember 2014/ Januar 2015 | Bezirks-Journal Lichtenberg

MUSIK & KONZERT

13

WELTENBUMMLER

Eisler-Lieder: Musikalisch und literarisch
wird es am 14. Dezember in der „kunst- und
literaturwerkstatt - studio im Hochhaus“. Zu
Gast sind die Sängerin Grit Diaz de Arce, der
Pianist Jörg Mischke und die Schauspielerin
Wera Herzberg. Sie tragen Lieder und Texte
von Hanns Eisler und Karl Kraus vor. Beginn
ist um 16 Uhr. Ort: Zingster Straße 25, 13051
Berlin. Eintritt: 6, erm. 3 Euro.
Punk-Konzert: Am 18. Dezember findet
um 19 Uhr im Professor-Fischer-Haus der
Erlöser-Gemeinde ein Punkkonzert statt. Es
ist Teil der Ausstellung „widerständig und widerspenstig – Jugendkultur in Lichtenberg von
1960–1990“ statt. Am historischen Ort werden Punk-Bands noch einmal die Atmosphäre
von damals auferstehen lassen, darunter die
Gruppe „Zerfall“. Ort: Nöldnerstraße 43,
10317 Berlin.
Parfum-Lesung: Düfte und Musik bestimmen
das Ambiente der Parfum-Lesung am 21.
Dezember um 15 Uhr auf Schloss Friedrichsfelde. Der Schauspieler Stephan Dierichs
und die Pianistin Sofja Gülbadamowa liefern
sinnliche und verzaubernde Erzählungen…
Ort: Schloss Friedrichsfelde, Am Tierpark
125, 10319 Berlin. Eintritt: 19 Euro. Infos:
www.schloss-friedrichsfelde.de bzw. Tel. (030)
51 53 14 07.
Konzert zur Silvesternacht: Lieder des
„German Marimba Duo“ erklingen am 31.
Dezember ab 22 Uhr in der Kirche Zur Frohen Botschaft. Der Eintritt kostet 12, erm. 9
Euro. Ort: Weseler Straße 7, 10318 Berlin.

KUNST & MALEREI

Japanische Gartenkunst: Bis zum 1. Mai
2015 ist im Garten des Mies van der RoheHauses ein von dem Künstlerpaar Fumiaki
und Mami aruoka Nagashima gestaltetes
Teehaus zu sehen. Es entstand im zeitgenössischem Design. Das Projekt nennt sich
„Invisible Tea House“. Ort: Oberseestraße 60,
13053 Berlin. Öffnungszeiten: Di-So 11-17
Uhr. Infos: Tel. (030) 97 00 06 18.
Keramische Arbeiten und Stoffdrucke:
Einen Auszug aus ihrer Arbeit präsentiert die
Künstlerin Andrea Herrmann noch bis zum
15. Januar in der Galerie 100. Die keramischen Arbeiten und Stoffdrucke sind Di-Fr
von 10 bis 18 Uhr und am So von 14-18 Uhr
zu sehen. Ort: Konrad-Wolf-Straße 99, 13055
Berlin. Infos: Tel. (030) 971 11 03.
Skulpturen von Erik Neukirchner: Der
Chemnitzer Bildhauer Erik Neukirchner stellt
bis zum 11. Januar in der Galerie des Kulturhauses Karlshorst aus. Zu sehen sind figürlichen Plastiken. Die Werke sind montags bis
sonnabends von 11 bis 19 Uhr und sonntags
von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Eintritt: frei. Ort:
Treskowallee 112, 10318 Berlin. Infos: Tel.
(030) 4 75 94 06 10.
Atelierszenen: Im Café des Museums Lichtenberg sind bis zum 18. Januar künstlerische
Aktdarstellungen unter dem Titel „Atelierszenen“ zu sehen. Die Bilder stammen
von Künstlern, die sich einmal die Woche
zum Aktzeichnen im Studio Bildende Kunst
treffen. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11 bis 18
Uhr. Eintritt: frei. Ort: Türrschmidtstraße 24,
10317 Berlin. Infos: Tel. (030) 57 79 73 88 14.
Naturalistische Szenen und Objekte: Malerei
von Peggy Evan in Öl-Acryl und Tuschmalerei ist bis zum 6. Januar in der Anton-Saefkow-Bibliothek zu sehen. Ort: Anton-Saefkow-Platz 14, 10369 Berlin. Infos: Tel. (030)
9 02 96 37 90. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr
9-19 Uhr, Mi 13-19 Uhr, Sa 9-15 Uhr.

Samuel Melser und Cameron Tauschke sind Weltenbummler. Die beiden Künstler leben zwar in Berlin, studiert haben sie aber in
London und Paris. Der Australier und der Neuseeländer zeigen bis zum 9. Januar 2015 in der Galerie im Ratskeller ihre Arbeiten.
Name der Ausstellung: transAUSTRAL. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr (geschlossen zwischen 22.12. und 4.1.). Eintritt frei.
GERD ENGELSMANN
Ort: Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin. Infos: Tel. (030) 9 02 96 37 13. 
„30 Jahre Neu-Hohenschönhausen“:
Hohenschönhausen wird 30. Der Fotograf
Ulrich Haegert hat in viele schöne Ecken
dieses Lichtenberger Stadtteils festgehalten.
Die Bilder sind bis zum 3. Januar in der
Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center
zu sehen. Eintritt: frei. Öffnungszeiten: Mo,
Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16
Uhr. Ort: Prerower Platz 2, 13051 Berlin.
Infos: Tel. (030) 92 79 64 10.

Pettersson krieg Weihnachtsbesuch: Das
Theater das Lachens ist drei Tage lang Gast
in „Das Weite Theater“. Auf dem Programm
steht am 21. Dezember um 16 Uhr sowie am
22. und 23. Dezember jeweils um 10 Uhr das
Stück „Pettersson krieg Weihnachtsbesuch“.
Eintritt: 6,50 Euro Erwachsene, 4,50 Euro
erm. Ort: Parkaue 23, 10367 Berlin. Infos:
www.das-weite-theater.de bzw. Tel. (030) 991
79 27.

KINDER & JUGEND

GESCHICHTE

Die Schneekönigin: Das Theater an der Parkaue führt am Dienstag (16. Dezember, 14
Uhr) und am Sonnabend (20. Dezember, 16
Uhr) das Stück „Die Schneekönigin“ auf. Im
Rahmen dieses opulenten Bildertheaterstücks
wird die Geschichte von Kay und Gerda
erzählt. Kay trifft auf die Schneekönigin, aus
deren Bann er von Gerda befreit werden wird.
Eintritt: 12 Euro, erm. 9 Euro, Kinder 7 Euro.
Ort: Parkaue 29, 10367 Berlin. Infos: www.
parkaue.de bzw. Tel. (030) 55 77 52 52.

Propagandafotografie: Der Propagandafotograf Benno Wundshammer (1913-1986) arbeitete seit August 1939 für die Nationalsozialisten. Seine Bilder sind Teil der Ausstellung
„Propagandafotograf im Zweiten Weltkrieg:
Benno Wundshammer“, die bis zum 15. Februar 2015 im Deutsch-Russischen Museum
Berlin-Karlshorst zu sehen sind. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
Eintritt frei. Ort: Zwieseler Straße 4, 10318
Berlin. Infos: www.museum-karlshorst.de

Schloss Friedrichsfelde

Konzerte im königlichen Ambiente
Die Französin Marie Giroux tratscht munter und deckt
die Schattenseiten der kleinen großen Sängerin Edith
Piaf auf und interpretiert einmalig die Chansons der
großen Diva. Begleitet wird sie von der Pianistin Jenny
Schäuffelen und der Cellistin Frédérique Labbow.
Eintritt: 22 Euro - inkl. Begrüßungssekt

Der Gute Ton - (Über-)Lebenshilfen von Knigge & Co.
Literarisch-musikalischer Abend
Samstag, 17. Januar, 18.00 Uhr

Der sprichwörtlich »Gute Ton« - was ist das eigentlich? Eine Antwort auf diese Frage hat seit Menschengedenken jede Generation für
sich neu zu beantworten. Der Schauspieler und Sänger Christoph
Sauer hat nachgeschlagen bei den Autoren alter und neuer Schule.
Schon im Alten Rom gab der Dichter Ovid seinen Zeitgenossen Ratschläge für stilvolles Anbandeln. Und auch bei Freiherr Knigge kann man Interessantes erfahren. Zu einem Abend des guten
Tons gehört natürlich auch Musik: Christoph Sauer und der Pianist Roland Kühne garnieren das
Programm mit Liedern der »Goldenen Zwanziger« - einer Zeit, in der der Gentleman Hochkonjunktur hatte. Eintritt: 19 Euro

www.schloss-friedrichsfelde.de

Der kleine König Dezember: Das Weite
Theater präsentiert am 20. Dezember um 20
Uhr das Stück „Der kleine König Dezember“
frei nach Axel Haacke. In der Inszenierung
verschmelzen Schauspiel, Puppenspiel und
Klaviermusik. Eintritt: 6,50 Euro Erwachsene,
4,50 Euro erm. Ort: Parkaue 23, 10367 Berlin.
Infos: www.das-weite-theater.de bzw. Tel.
(030) 991 79 27.

Bezirks-Journal

Unabhängige Monatszeitung für
die Berliner Bezirke.
Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat
kostenlos und liegt derzeit an ca. 250 Orten in den
Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf
zur Mitnahme aus.
Herausgeber/ Chefredakteur:
Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
Verlag:
Medienbüro Gäding | Marcel Gäding
Josef-Orlopp-Straße 54 | 10365 Berlin
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Internet: www.bezirks-journal.de
Facebook: www.facebook.com/bezirksjournalberlin
Twitter: www.twitter.com/bezirks_journal

Madame Piaf - Enttarnung einer Diva
Samstag, 10. Januar, 18.00 Uhr

Kartenverkauf: Tel. 51 53 14 07 - alle VVK
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THEATER & BÜHNE

330Jahre
1685-2015

Schloss Friedrichsfelde

Redaktion & Internet:
Marcel Gäding (Ltg.), Steffi Bey, Anne Langert,
Benedikt Paetzholdt (freie Mitarbeiter)
Anzeigen & Werbung:
Falko Hoffmann, Lutz Neumann
Tel. 030 55 49 96 55
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Am Wasserwerk 11, 10365 Berlin
Mitglied im
Deutschen Journalistenverband e.V.
Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V.
Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V.
Gesamtauflage: 100.000 Exemplare
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 2/2014.
Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 8.1.2015

14 Bezirks-Sport

Bezirks-Journal Lichtenberg | Dezember 2014/ Januar 2015

Rückkehr zum Profi-Fußball

Björn Brunnemann, Kapitän des BFC Dynamo, zieht eine positive Zwischenbilanz nach einem halben Jahr
Regionalliga, denkt aber bereits an höhere Ziele.
Ankommen in der neuen Liga erklären
lassen, hat sich der Klub in der ersten
Tabellenhälfte etabliert. „Man hat dann
jörn Brunnemann wählt den Tisch schon gemerkt, dass Magdeburg, Jena
in der Mitte des Vereinsheims für oder Zwickau anders trainieren als die
das Gespräch aus. Von allen Sei- Mannschaften in der Oberliga“, sagt
ten wirkt hier die erfolgreiche Vergangen- Brunnemann. Im Jahr zuvor sei es üblich
heit des BFC Dynamo in den Achtziger- gewesen, dass ein Großteil der Gegner
jahren auf einen ein – als die Mannschaft zwischen der 60. und 70. Minute wegTitel um Titel im DDR-Fußball holte. gebrochen sei. Ohne Niederlage sicherte
Ähnliches wird sich nicht wiederholen man sich deshalb Meisterschaft und Auflassen, dafür hat sich die Fußball-Welt zu stieg.
sehr verändert. Aber doch wünscht sich
Dass die Mannschaft gegen die jetzt
der Kapitän, dass der Verein wieder zu deutlich stärkeren Gegner mithalten
mehr Ruhm kommt, als es derzeit in der kann, spricht für die intensive VorbereiRegionalliga der Fall ist. „Es muss doch tung. „Wir trainieren hier fast unter Profür jeden das Ziel sein, mal wieder vor fibedingungen“, sagt Brunnemann. Und
einer richtig geilen Kulisse zu spielen“, der 34-jährige Mittelfeldspieler weiß
sagt Brunnemann. „Wir wollen zurück genau, wovon er spricht. Für den FC
in den Profi-Fußball und hier für Schlag- St. Pauli, den 1. FC Union Berlin sowie
zeilen sorgen.“
den FC Energie
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Was den ZuCottbus bringt er
schauer-Zuspruch
es auf 108 Einsätangeht, ist nach
ze in der 2. Bunder Aufstiegs-Eudesliga. Vor allem
phorie im Somdie Zeit von 2007
mer ein wenig
bis 2009, als er für
über 60 Jahre in Berlin
Ernüchterung eindie Kiezkicker aus
gekehrt. Die treuSt. Pauli auflief,
sucht Ein- und
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auch an die neue
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trägt er heute noch
Allerdings ist man
ein braun-weißes
längst noch nicht so beim breiten Publi- Armband in den Vereinsfarben der Hamkum angekommen, wie man sich das er- burger.
hofft hat. Das vermeintliche Spitzenspiel
„Wer das miterlebt hat, kann den angegen Nordhausen wollten beispiels- deren Jungs schon einiges mitgeben“,
weise nur 1.100 Zuschauer sehen. „Das erzählt er. „Die wollen doch auch mal
war schon enttäuschend“, gesteht Brun- durchs Bild im Fernsehen rennen.“ Für
nemann. „Vielleicht müssen wir noch ihn geht es deshalb vor allem darum, seietwas mehr Werbung für uns machen.“
ne Mitspieler mit den Erfahrungen für
Dabei ist die Eigen-Reklame gar nicht die nächste Entwicklungsstufe anzustaschlecht, zumindest was die sportlichen cheln. Für die anvisierten Ziele braucht
Auftritte angeht. Nach anfänglichen es schließlich die volle Überzeugung.
Problemen, die sich vor allem mit dem
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von Benedikt Paetzholdt

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Björn Brunnemann, Kapitän des BFC Dynamo.
in der Regionalliga will sich nicht nur
Brunnemann schon im kommenden
Jahr in Richtung Dritte Liga orientieren,
auch die Philosophie der Klubbosse will
das so. Die Rückkehr in den Profifußball würde die Mannschaft dann auch
gleich auf ein neues Level heben, was die
deutschlandweite Anerkennung angeht.
Brunnemann träumt schon mal von Duellen mit den ehemaligen großen BFCRivalen Dynamo Dresden oder Hansa
Rostock. „Das war richtig Kult“, sagt
er. Wobei derzeit auch niemand weiß,
wie sich diese Teams weiterentwickeln.
Dresden will schleunigst zurück in die
2. Bundesliga. Rostock muss aufpassen,
dass es nicht in der Regionalliga landet
und früher als angenommen Gegner der
Berliner wird.
Gewisse Reize bietet allerdings auch
die Regionalliga. Hier tummeln sich
nämlich allerhand Teams aus der Hauptstadt. Neben den zweiten Mannschaften
von Union Berlin und Hertha BSC sind

BENEDIKT PAETZHOLDT

in der Spielklasse auch noch der Berliner
AK und Viktoria 1889 zu finden. „Es ist
eine kleine Berliner Stadtmeisterschaft“,
sagt Brunnemann, „da sind schon Emotionen. Grad gegen Union geht es ganz
gut zur Sache.“ Diesen Wettkampf für
sich zu entscheiden, ist in dieser Saison
deshalb genauso angestrebt, wie den Berliner Fußball-Pokal zu gewinnen. Am
14. Dezember geht es hier zum BerlinLigisten Eintracht Mahlsdorf.
Achtungszeichen zu setzen, wäre
auch für den neuen Trainer Thomas
Stratos wichtig. Nachdem sich Vorgänger Volkan Uluc mit den Klub-Bossen
überworfen hatte, soll der ehemalige
Bundesliga-Profi den Zwei-Jahres-Plan
bis zum nächsten geplanten Aufstieg fortführen. Auch wenn die Spielphilosophie
jetzt eine andere sei, so ist Brunnemann
überzeugt, dass auch dieser Coach der
richtige ist, um wieder zu mehr Ruhm zu
kommen. So, wie es an den Wänden im
Vereinsheim abgebildet ist.

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Dezember 2014/ Januar 2015 | Bezirks-Journal Lichtenberg

von Benedikt Paetzholdt

M

it Händen und Beinen bearbeitet Max Baumert den schweren
Sack, der träge von der Decke
des Gyms in Prenzlauer Berg baumelt.
Immer abwechselnd wird geboxt und
getreten, bis der Schweiß auf die Matte
auf dem Boden tropft. Es soll eine kleine Showeinlage sein, mit der Baumert
zeigt, womit seine Gegner im Kampf so
rechnen müssen. Kontrahenten haben
nämlich mächtig einzustecken. In der
Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm ist der
22-Jährige der führende deutsche Sportler im K-1. Das ist ein Regelwerk, unter
dem sich verschiedene Kampfsportarten
wie Kick- und Thaiboxen miteinander
messen. „Du musst alles können, um
hier erfolgreich zu sein“, sagt Baumert.
Hiebe und Tritte gezielt am Körper
des Gegners unterzubringen, das alleine
macht aber noch lange keinen erfolgreichen Kämpfer aus. Für seinen Trainer Andy Schadenberg, früher selbst
ein erfolgreicher Kämpfer, sind andere
Qualitäten entscheidender für die gute
Entwicklung seines Schützlings. „Talent
bringt dir gar nichts. Wahre Champions
trainieren und trainieren.“ Jeden Tag
geht der Sportler aus Fennpfuhl joggen
und stählt seinen Körper mit Kraftübungen.
Die Leidenschaft für Kampfsport und
das komplexe Training dafür gefiel Baumert bereits als Kind. Bereits mit zehn
Jahren begann er mit Karate. Er erzählt:
„Bei diesem Sport geht es vor allem um
Technik, du machst kaum Sparring.“
Er aber wollte kämpfen und wurde zunächst mal erfolgreicher Boxer. 2008
hatte er hier seinen ersten Kampf. 2009
und 2010 wurde er Berliner AmateurMeister. In der Eliteschule des Sports
im Sportforum drückte er nebenbei die
Schulbank und machte das Fachabitur.
Irgendwie erfüllte ihn aber auch diese Sportart nicht so richtig. Es zog ihn
schon parallel zum Kickboxen. Für Trainer Schadenberg ist dieser Schritt nur zu
verständlich. „Hier hast du dreimal drei
Minuten Dauerfeuer, hier ist nichts mit
Rumstehen wie beim Boxen.“ Seinen
ersten Kampf hatte Baumert 2009. Ein
Jahr später heuerte er beim international
renommierten Golden-Glory-Gym an.
Als Profi verdient er hier seit drei Jahren
sein Geld. Schon bald, wenn er im besten Kämpfer-Alter ist, möchte Baumert

Spektakel für die
Zuschauer
Kickboxen: Max Baumert aus dem Fennpfuhl ist die
große deutsche Hoffnung im K-1.

15

eine Veranstaltung mit Baumert geplant.
Am 20. Dezember geht es in Hamburg
zunächst aber um den WM-Titel der
IPTA, einer kleineren Kampfsport-Vereinigung. Wettbewerbe in Deutschland
sind deutlich unbedeutender. Baumert
will diese Auftritte aber dazu nutzen,
die Sportart noch populärer zu machen.
„Ich möchte den Zuschauern richtig
Spektakel bieten“, erzählt er. Das Interesse an der noch jungen Sportart hierzulande steigt eher langsam, Kämpfe
werden ausgewählt übertragen. KickboAnzeige

Max Baumert will zur Weltspitze gehören.
gerne zur absoluten Weltspitze gehören.
Unterstützt wird er von Freundin Sophie, die ebenfalls Kickboxerin ist.
Mittlerweile stehen zwischen sechs
und zehn Kämpfen pro Jahr an. Diese
sollen Baumert immer weiter nach oben
bringen. Besonders reizvoll sind die Duelle in der sogenannten Glory World Series. Sie gilt weltweit als die bedeutendste

Richardsson wird Füchse-Trainer
HOHENSCHÖNHAUSEN.
Die
Füchse Berlin bekommen zur Saison
2015/2016 einen neuen Trainer. Der Isländer Erlingur Richardsson übernimmt
die Mannschaft zur neuen Saison, wenn Dagur Sigurdsson komplett als A-Nationaltrainer zum Deutschen
Handballbund wechselt. In
der laufenden Saison coach
Richardsson den Club von
Ex-Fuchs Conny Wilczynski
und steht derzeit auf dem ersten
Tabellenplatz der Handball Liga
Austria.
„Wir haben uns Zeit gelassen und
sehr sorgfältig geprüft, wer zu uns passt.

Bezirks-Sport

Mit Erlingur Richardsson verbinden uns
die meisten Gemeinsamkeiten“, erklärt
Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning
die Gespräche. „Ich glaube, dass wir mit
ihm den ein oder anderen Impuls setzen können, um auf
der erfolgreichen Arbeit von
Dagur Sigurdsson aufzubauen“, sagt Hanning. „Es ist
wichtig, dass wir jetzt Klarheit in dieser Frage haben.
Erlingur Richardsson passt in
unser Konzept und soll uns dabei
helfen, den erfolgreichen Weg, gerade mit unseren jungen Spielern,
fortzusetzen“, fügt Füchse-Präsident
Frank Steffel an. (fb/bzj.)

BENEDIKT PAETZHOLDT

Liga im Kickboxen. Hier zu gewinnen ist
nicht nur wichtig, um in der Rangliste zu
steigen und bessere Gegner zu bekommen. Hier winken auch die großen Preisgelder. Das gelobte Land sind dabei die
Vereinigten Staaten. Die Kämpfe werden hier von einem großen Sender übertragen, die Zuschauerränge sind voll.
Für kommenden Februar ist dort wieder

xer werden nur begrenzt wiedererkannt.
Mit den USA, vielen asiatischen Ländern oder auch den Niederlanden ist das
überhaupt nicht zu vergleichen.
Und das, obwohl Kickboxen längst
in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Viele Berufstätige betreiben
diesen intensiven Sport als Ausgleich
zum stressigen Alltag. In Schadenbergs
überregional bekanntes Gym kommen
Ärzte, Botschafter und Anwälte, um
sich auszupowern. Er sagt: „Wir haben
hier nichts mit Rotlicht oder Rockern zu
tun.“ Zwielichtige Gestalten hätten bei
ihm überhaupt nichts zu suchen. „Die
machen nur unseren Sport kaputt.“
Das vermeintlich dubiose Milieu ist allerdings nicht der einzige allgemeine Vorbehalt gegenüber diesem Kampfsport.
Nicht wenige halten das für brutal. „Für
viele mag das ja so aussehen“, weiß Baumert. Das allerdings sei überhaupt nicht
gerechtfertigt. „Wegen des festgelegten
Regelwerks kommt es kaum zu Verletzungen.“ Einmal habe er bislang eine
Gehirnerschütterung erlitten. Kreuzbandrisse oder andere langwierige Verletzungen, wie sie bei Fußballern oder
Handballern regelmäßig auftauchen, seien eher selten. Was nach seiner Meinung
auch mit der Einstellung der Sportler
zueinander zusammenhängt. „Wir quatschen sehr gerne miteinander. Im Kampf
gibt aber natürlich jeder alles.“ Mancher
wird sich danach fühlen wie der Sack in
Baumerts Gym.

Inklusion auf dem Sportplatz
LICHTENBERG. Der traditionsreiche
Sportverein SV Lichtenberg 47 engagiert
sich künftig an der Inklusion, also der
Teilhabe von Menschen mit und ohne
Behinderung. Wie der Verein mitteilte,
sei hierzu zwischen Präsidium und
Geschäftsführung der Lichtenberger Werkstätten für Behinderte ein entsprechender Kooperationsvertrag geschlossen
worden. Dieser basiert auf eine
Anfrage der Werkstätten aus dem
Oktober und wurde jetzt im Rahmen
des Internationalen Tages der Menschen
mit Behinderung finalisiert.
Resultat ist eine Kooperationsvereinbarung, die absteckt, wie in nächster

Zeit miteinander Sport gemacht wird,
wie die Ressourcen gemeinsam genutzt
werden und wie dabei auch der Spaß
nicht zu kurz kommt. Von Stadionfest
bis Fitness-Center ist alles dabei, teilte der Verein mit. „Und Fußball
wird natürlich auch miteinander
gespielt.“ Die Partner wollen
gemeinsame Anstrengungen
unternehmen, Menschen mit
Behinderung die Teilnahme am
Sport aktiv zu ermöglichen. „Die
Zusammenarbeit hat das Ziel, die
Potenzen der Partner zu nutzen, um das
Sporttreiben aller Beteiligten zu ermöglichen und auszubauen“, erklärt Lichtenberg 47. (bzj.)

16 Bezirks-Navigator

Bezirks-Journal Lichtenberg | Dezember 2014/ Januar 2015

NEUE SPORTHALLE

POLITIK VOR ORT
Marion Platta, MdA, DIE LINKE: Bürgersprechstunde am 17. Dezember
von 17 bis 19 Uhr in der Bürgerbegegnungsstätte (LiBeZem), Rhinstraße 9,
10315 Berlin.
Karin Halsch, MdA, SPD: Bürgersprechstunde am 17. Dezember von
17 bis 18 Uhr, Bürgerbüro, Am Berl
13, 13051 Berlin.

Alles, was Lichtenberg in den kommenden vier Wochen bewegt. Kurz.
Bündig. Kompakt.
Senden Sie uns Ihre Infos!
E-Mail: redaktion@bezirks-journal.de
Sie haben einen Themenvorschlag für uns,
kennen eine interessante Persönlichkeit
oder wollen uns auf einen Geheimtipp aufmerksam machen? Unsere Redaktion freut
sich auf Ihren Anruf: Tel. (030) 55 49 96 56

Birgit Monteiro, MdA, SPD: : Bürgersprechstunde am 17. Dezember von
18 bis 19 Uhr, Bürgerbüro Bürgerheimstraße 4, 10365 Berlin.

So wird sie aussehen, die neue Sporthalle des Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasiums am Römerweg. DIe Entwurfe für den Neubau stammen von dem Leipziger Büro schulz & schulz architekten. Es konnte sich unter 19 Mitbewerbern
durchsetzen. Die neue Halle wird 4,5 Millionen Euro kosten. Sie entsteht an
der Stelle der 2013 abgebrannten Sporthalle. 
SCHULZ & SCHULZ ARCHITEKTEN

Lichtenberger spenden
für Flüchtlinge
SozDia-Stiftung überwältigt: Innerhalb von zehn Tagen
Mobilitätskonzept:
folgten 250 Menschen der Aktion.
Onlinebeteiligung läuft
LICHTENBERG. Der Bezirk Lichtenberg erarbeitet derzeit ein „klimaverträgliches Mobilitätskonzept“. Daran
können sich auch Lichtenberger mit ihren Vorschlägen beteiligen, wie die Klimaschutzbeauftragte Kirsten Schindler
mitteilte. Ziel sei es unter anderem, die
verkehrsbedingten Emissionen durch
Treibhausgase zu senken und die Attraktivität des Fuß- und Radverkehrs sowie
des Öffentlichen Personennahverkehrs
zu steigern. Das Konzept soll im Sommer 2015 fertig sein. Hilfestellung bietet
dabei auch der Fachbereich Stadt- und
Regionalplanung der TU Berlin. Erste
Maßnahmen sollen von 2016 an in die
Tat umgesetzt werden. Ideen und Vorschläge der Bürger werden online unter
www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik/
klimabeauftragte05.html gesammelt.

M

it dieser Resonanz hat man bei
der gemeinnützigen SozDiaStiftung nicht gerechnet: Nur
zehn Tage, nach dem ein Aufruf veröffentlicht wurde, spendeten mehr als 250
Lichtenberger Kleidung, darunter warme Sachen für den Winter Flüchtlinge.
Gesammelt wird seit gut zwei Wochen
in den Einrichtungen der Stiftung unter
dem Motto „Willkommen in Berlin“.
Darüber hinaus wird auf Weihnachtsmärkten in Lichtenberg und TreptowKöpenick Selbstgemachtes aus den SozDia-Jugendklubs verkauft. Auch dieser
Erlös kommt einem Flüchtlingsheim in
Lichtenberg zugute.
„Das Sortieren der Sachspenden übernehmen junge Mütter, die über die Spendenaktion in den SozDia-Kitas erfahren
haben“, teilte die Stiftung mit. Initiator

der Spendenaktion ist Ulrich Haase,
Leiter eines SozDia-Jugendklubs. „Ich
möchte ein Zeichen setzen, dass wir in
Berlin gute Gastgeber sind“, sagt Haase.
Die Mehrheit der Bewohner des nutznießenden Flüchtlingsheims sei vor dem
Krieg in Syrien geflohen. „Ziel unserer
Aktion ist es, diesen Menschen eine
Freude zu machen und sie willkommen
zu heißen.“
Am 17. Dezember sollen die Spenden
ab 14.30 Uhr in der Kita Sonnenschein
an der Rudolf-Seiffert-Straße 26/28
überreicht werden. Dort ist gleichzeitig
ein Fest geplant mit Aktionen für Kinder und Jugendliche, einer Graffitiwand,
Stockbrot am Lagerfeuer sowie einem
Cellokonzert. SozDia-Vorstand Michael
Heinisch will zudem ein warmes Essen
an die Flüchtlinge ausreichen. (bzj.)

Katrin Lompscher, MdA, DIE LINKE:
Bürgersprechstunde am 8. Januar
um 16 Uhr im IKB, Münsterlandstr.
33, 10317 Berlin.
Ole Kreins, MdA, SPD: Bürgersprechstunde am 20. Januar, 16 bis 18 Uhr,
Bürgerbüro, Heinrichstraße 1, 10317
Berlin.
Dr. Gesine Lötzsch, MdB, DIE LINKE:
Bürgersprechstunde am 22. Januar
um 17 Uhr in der Zingster Straße 12,
13051 Berlin.
Keine Gewähr für die Termine. Sollten
Sie Termine anderer, demokratischer
Parteien vermissen, haben diese
entweder keine Sprechstunden oder
keine Terminangaben geliefert.

Anna-Seghers-Bibliothek
verleiht Nintendo-Spiele
HOHENSCHÖNHAUSEN. Die AnnaSeghers-Bibliothek im Linden-Center
am Prerower Platz geht mit der Zeit und
erweitert ihren Bestand um Nintendo
3DS-Spiele. Im Angebot seien zunächst
15 Titel in 33 Exemplaren, teilte die Bücherei mit. „Damit reagiert die Bibliothek auf die Nachfrage der Nutzer nach
Spielen für verschiedene Konsolen.“ Neben Nintendo-Spielen gibt es auch Spiele
für Playstation und Wii- sowie WiiUKonsolen. Jeder Nutzer kann bis zu fünf
Spiele 14 Tage lang ausleihen.

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Bezirks-Journal


erscheint am 8. Januar 2015

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