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Periodical volume

Full text: Lichtenberger Bezirks-Journal Issue 1.2014,11

Geschichte im Kiez: Wie
Reisebusse Anlieger des StasiKnasts verärgern. S. 8

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Botanik im Tierpark: Wie der
Urweltmammutbaum nach
Friedrichsfelde kam. S. 6

Lichtenberger

Bezirks-Journal

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Auch im Netz, tagesaktuell: www.bezirks-journal.de | www.facebook.de/bezirksjournalberlin | www.twitter.com/bezirks_journal | 1. Jahrgang | Ausgabe 11 | Nov./Dez. 2014

Bürgerämter geraten
an Kapazitätsgrenze
Bezirke fordern vom Land mehr Personal

D

ie Lichtenberger Bürgerämter
sind an ihre Kapazitätsgrenze
gestoßen. Seit Wochen bilden
sich vor den Außenstellen des Bezirks­
amtes lange Schlangen. Weil es oft
unmöglich ist, Anliegen von Bürgern
spontan zu bearbeiten, werden inzwi­
schen von den Bürgerämtern Termine
vergeben. Oftmals müssen Ratsuchende
aber bis zu sechs Wochen warten, bis sie
vorsprechen dürfen.
Der für Bürgerdienste zuständige
Bezirksstadtrat Dr. Andreas Prüfer be­
richtet, dass das Problem durch den
Krankenstand unter den Beschäftigten
verstärkt wird. „Von den 43 Mitarbei­
tern in Lichtenberg fehlen im Schnitt
35 Prozent“, sagte Prüfer dem BezirksJournal.
Ob die Bezirke mit mehr Personal
rechnen dürfen, ist unklar. Die Bürger­

meister der zwölf Berliner Bezirke sind
sich jedoch einig, dass es mehr Personal
braucht. Unterdessen kündigte Lich­
tenbergs Jugendstadträtin Dr. Sandra
Obermeyer (parteilos/ für DIE LINKE)
an, dass die Sprechzeiten in den Regio­
nalen Sozialpädagogischen Diensten
wegen der Personalnot reduziert wer­
den. „Während die Zahl der betreuten
Familien stetig ansteigt, bleiben die Per­
sonalstellen unverändert.“
Für Spott bei der Linkspartei sorgt
hingegen ein Vorschlag der SPD-Frakti­
on, die Wartebereiche der Bürgerämter
mit Trinkwasserspendern auszustatten.
„Trinkwasserbehälter lösen weder das
Personalproblem noch verkürzen sie
die langen Wartezeiten“, sagt Frakti­
onsvorsitzender Michael Grunst (DIE
LINKE).
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Bezirks-Thema

Bezirks-Journal Lichtenberg | November/ Dezember 2014

Kein ungewohntes Bild: Vor dem Bürgeramt an der Normannenstraße bilden sich täglich Schlangen.

ANNE LANGERT

Das lange Warten auf den Personalausweis
Die Bezirke haben schon lange davor gewarnt. Nun tritt sie ein: Die Überlastung der Verwaltung. Auch die Bür­
gerämter bleiben nicht unberührt. Für die meisten Bewohner nichts Neues, doch die Situation spitzt sich zu.
von Anne Langert

D

as Bild ist an vielen Tagen
gleich: Schon früh um 7 Uhr
stehen Menschen Schlange vor
dem Bürgeramt an der Normannenstra­
ße. Eine halbe Stunde vor der regulären
Öffnungszeit ist das Gedränge groß. Dr.
Andreas Prüfer, Bezirksstadtrat für Bür­
gerdienste, braucht nur aus seinem Büro­
fenster vom benachbarten Rathaus rüber
schauen, um sich ein Bild von der Situa­
tion im Bürgeramt zu machen. Hier, wie
in vielen anderen Bürgerämtern Berlins,
herrscht großer Personalmangel. Viele
Anliegen können gar nicht zeitnah be­
antwortet werden. „Die Situation hat
sich seit diesem Sommer erneut zuge­
spitzt“, sagt Andreas Prüfer.
Den stadtweiten Schätzungen nach
werden in diesem Jahr knapp 100.000
Menschen ganz ohne Serviceleistung
des Amtes verwiesen. Bei den steigenden
Bevölkerungszahlen werden es im Fol­
gejahr 260.000 Menschen sein. Stadtrat
Prüfer (DIE LINKE) kann da nur noch
mit dem Kopf schütteln: „Wenn sich an
den Kapazitäten nichts ändert, ist davon
auszugehen, dass wir immer mehr Men­
schen nicht bedienen können.“
Der Personalmangel ist in der Verwal­
tung von Lichtenberg und den anderen
elf Berliner Bezirken allgegenwärtig.
Waren es Anfang der 1990er-Jahre noch
um die 200.000 Beschäftigte, sollte sich
die Zahl bis zum Jahr 2016 um 100.000
reduzieren, um die Schulden der Stadt
abzubauen. So wollte es der scheiden­
de Finanzsenator Ulrich Nussbaum
(parteilos/ für SPD). Dass die Rech­
nung nicht aufgeht, war vielen Bezirken
schon vor Jahren bewusst. 2012 forder­
ten dann auch Bezirksbürgermeister in
öffentlichen Protesten den Stopp des
Personalabbaus. Immerhin hätte es be­
reits erhebliche Einsparungen gegeben.

Ganze Bürgerämter gingen vom Netz.
Die verbleibenden Mitarbeiter kamen in
der Arbeit nicht mehr hinterher. Heute
ist Berlins Verwaltung einfach nur noch
überlastet. Um dem entgegenzuwirken,
beschloss der Rat der Bürgermeister in
diesem Jahr ein neues Personalkonzept.
Dem rot-schwarzen Senat liege nun ein
siebenseitiges Papier mit Analysen, Lö­
sungsansätzen und Forderungen vor.
Nur der Finanzsenator bleibt ange­
sichts der Personalfrage eisern. „Die
Bezirke müssen sich besser organisieren.
Sollte es an Personal mangeln, kann man
von anderen Abteilungen Mitarbeiter
abzweigen“, wurde Finanzsenator Nuss­

baum vielfach zitiert. Bei diesen Sätzen
kann Marzahn-Hellersdorfs Bezirks­
stadtrat Stephan Richter (SPD) nur noch
schmunzeln: „Nussbaum macht es sich
verdammt einfach.“ Immerhin gehe es
den anderen Abteilungen ähnlich. „Das
was der Berliner auf den Bürgerämtern
sieht, ist in vielen Teilen der Verwaltung
der Fall“, erklärt er. Weiterhin sei die
derzeitige Situation auf den Bürgeräm­
tern auch für die Mitarbeiter zunehmend
belastend. Berlinweit wird von Krank­
heitsausfällen gesprochen. Auch der Be­
zirk ist davon betroffen. Andreas Prüfer:
„Von 43 Mitarbeitern in Lichtenberg feh­
len im Schnitt 35 Prozent.“

KOMMENTAR

Eine wachsende Stadt braucht eine
funktionierende Verwaltung
Berlin ist eine wachsende Stadt. 25
Jahre nach dem Fall der Mauer hat
sie sich zu einer der angesagtesten
Me­
tropolen Europas, ach was, der
Welt entwickelt. Vor allem Lichten­
berg und Marzahn-Hellersdorf freu­
en sich über den wachsenden Zuzug.
Fleißig unterstützen die Bezirksämter
den Bau neuer Wohnungen, um die
steigende Nachfrage zu befriedigen.
Berlinweit werden bis zum Jahr 2025
rund 137.000 neue Quartiere benötigt.
Doch bei aller Freude über diese
Entwicklung gerät die Berliner Ver­
waltung an die Grenzen ihrer Ka­
pazität. Die Verantwortlichen auf
Landesebene haben schlichtweg zu
spät erkannt, dass bei einer steigen­
den Zahl der Berlinerinnen und Ber­
liner auch die Verwaltung adäquat
ausgestattet werden muss. Um den

klammen Berliner Landeshaushalt zu
sanieren, wird sogar noch am Perso­
nal gespart. Wer in der Verwaltung
tätig ist, weiß nicht, wo ihm der Kopf
steht. Viele Beschäftigte melden sich
krank, sodass Bürgeranliegen auf der
Strecke bleiben. Vom Gesetzgeber
vorgeschriebene Fristen können nicht
eingehalten werden, weil es einem
Abenteuer gleicht, bis man endlich ei­
nen Termin im Bürgeramt bekommt,
um etwa seinen Personalausweis er­
neuern zu lassen.
Gefragt ist ein ganzheitliches
Konzept und mehr Personal. Berlin
braucht eine funktionierende, moder­
ne Verwaltung. Auf den neuen Regie­
renden Bürgermeister Michael Müller
(SPD) kommt eine Menge Arbeit zu.
Die Bundeshauptstadt darf nicht im
Chaos versinken. 
Marcel Gäding

Auf Anfrage des Bezirks-Journals hat
die Senatsverwaltung für Finanzen dar­
auf hingewiesen, dass Zugeständnisse
bereits getätigt wurden. Das Land habe
auf steigende Personalbedarfe reagiert
und den Bezirken 240 zusätzliche Stellen
zur Verfügung gestellt. Dass davon 219
Stellen nicht für eine Aufstockung der
Bürgerämter gedacht seien, stehe nicht
zu Debatte. „Jetzt stellt sich die Frage,
welche der vielen überlasteten Abteilun­
gen im öffentlichen Dienst diese restliche
Bezuschussung erhalten“, sagt Stephan
Richter.
Aktuell werden unter den Bezirks­
stadträten neue Lösungwege aufgegrif­
fen. Die meisten Bürger über Termine zu
bedienen, habe sich als Zwischenlösung
bereits in den meisten Bezirken etabliert.
Auch Prüfer wirbt dafür, mehr Termine
zu vereinbaren. „Dabei wird aktuell das
Verhältnis zwischen Terminvergabe und
die Vorsprache ohne Termin diskutiert“,
sagt er. „Im Bürgeramt Große-LeegeStraße wird jetzt intensiv getestet, ob die
vorrangige Terminvergabe nutzt.“ Ein
Termin kann zwar sechs Wochen in der
Zukunft liegen, der Stadtrat hoffe aber
mit diesem Instrument die derzeitige Si­
tuation auf den Ämtern zu entspannen.
„Ein Termin kann am Infotresen, unter
der Servicehotline 115 oder auf den Bür­
gerseiten im Internet gebucht werden“,
erklärt er weiter. Sollte sich das Konzept
bewähren, wird sich auch in den anderen
Serviceeinrichtungen des Bezirks die Re­
lation zwischen Kunden mit Terminen
und Spontanbesuchern ändern.
Während Ulrich Nussbaum aus per­
sönlichen Gründen seinen Rücktritt vor­
bereitet, bleibt die Forderung nach mehr
Mitarbeitern bestehen. Prüfer: „Wir
brauchen angesichts des zunehmenden
Bedarfs – gerade im wachsenden Lich­
tenberg – zusätzliches Personal. Denn
dass, was ich da draußen sehe, das tut
mir für alle Beteiligten leid.“

Bezirks-Leben

November/ Dezember 2014 | Bezirks-Journal Lichtenberg

3

Lernen wie die Großen

Zum 12. Mal öffnet die alljährliche „KinderUni KUL“ ihre Pforten. Acht Vorlesungen sind geplant.
von Anne Langert

W

Echte Hochschulthemen für Kinder
Und während die Eltern von Experten
Anregung für den Erziehungsalltag er­
halten, setzen sich die Kinder mit echten

Volles Haus an der HTW: Auch dieses Jahr kommen Kids in den Hörsaal.
Hochschulthemen auseinander. „Damit
komplexe Sachverhalte auch einfach
spannend für die Kids sind, arbeite ich
viel mit Bildern und Interaktion“, erklärt
Andrea Rumler. Als Professorin der Be­
triebswirtschaftslehre hält sie am 15.
November um 10.30 Uhr den Vortrag
„Warum ist Bestechung schlecht“. Ein
hochaktuelles Thema, dass derzeit auch
bei ihren erwachsenen Studenten Teil
des Lehrplans ist. „Um den Begriff der
Bestechung näher zu bringen, versuche
ich durch Beispiele einen persönlichen
Bezug herzustellen“, erklärt sie weiter.
Bereits vor vier Jahren hat Rumler die
Vorlesung an der KinderUni gehalten.
Mit viel Zuspruch von Seiten der Eltern
stand für sie fest, auch in diesem Jahr
ganz ehrenamtlich zu unterrichten.
Lichtenberger Ehrenamt ist in diesem
Projekt überhaupt sehr groß geschrieben.

HOWOGE

Neben der HOWOGE als Hauptsponsor
und dem Bezirksamt als Unterstützer
in logistischen Angelegenheiten, betei­
ligen sich zunehmend auch Unterneh­
men aus dem Bezirk an der KinderUni.
Darunter das Dong Xuan Center, die

Abbildung enthält Sonderwünsche

elche Farbe hat die Welt? Wo
wohnen die digitalen Daten?
Und wie kommen eigentlich
die Lebensmittel ins Regal? Antworten
auf diese und andere Fragen gibt es vom
8. bis 29. November in der KinderUni
KUL in Lichtenberg. In echten Hörsä­
len an der Hochschule für Technik und
Wirtschaft (HTW) können Grundschul­
kinder echten Professoren lauschen.
„Acht Vorlesungen haben wir dieses
Jahr an den Freitagen und Samstagen
im Angebot“, sagt die Organisatorin der
Lehrveranstaltung, Kristine Kretschmer.
„Wie immer ist das Mini-Studium kos­
tenlos.“
Seit zwölf Jahren gibt es die Kinder­
Uni an der Treskowallee 8, an der die
jungen Gasthörer ohne Voranmeldung
teilnehmen können. Was anfänglich mit
30 wissbegierigen Kindern begann, ist
mittlerweile ein alljährlicher November­
ausflug für die ganze Familie. „Gerade
an den Samstagen kommen schon mal
170 Kinder“, weiß die Organisatorin.
„Damit die Eltern nicht die Plätze der
kleinen Studenten belegen, haben wir
einen Hörsaal weiter nun auch Vorlesun­
gen für die Großen.“ Mit „Gewalt kriegt
die rote Karte“, „Hilfe, wir kommen in
die Pubertät“ und „Posten, teilen, liken,
mobben“ werden alltagsrelevante The­
men aufgegriffen und an drei Sonnabend
zusätzlich zum Kinder-Studium angebo­
ten.

Umzugsfirma Zapf, das Krankenhaus
Elisabeth Herzberge oder die Moritz­
gruppe. „Durch Sachspenden oder auch
finanzielle Stützen können wir das Pro­
gramm kostenlos anbieten“, sagt Kris­
tine Kretschmer. „Und damit alles wie
in einer echten Uni ist, bekommen die
Gasthörer einen KUL-Beutel mit Block,
Kugelschreiber und Stift.“ Lediglich der
Studentenausweis, den sich die Kinder
vor ihren Vorlesungen abstempeln las­
sen können, ist für einen Euro erhältlich.
Und auch die KUL-Shirts sind nur gegen
Bares zu bekommen.
Vor zwei Jahren wurde das Pro­
jekt ausgebaut. Mit „KUL unterwegs“
kommt die KinderUni nun auch an
Lichtenberger Schulen. Besonders froh
ist Kretschmer über das Interesse der
Lehrer: „Mit der Erweiterung des Pro­
gramms konnten wir zusätzlich mehrere
tausend Schüler bis zur 8. Klasse errei­
chen.“ Das freut die Soziologin, denn:
„Bildung ist doch für alle da.“ Im Januar
wird in diesem Rahmen der 5.000. Besu­
cher erwartet.
Weitere Informationen unter

 www.kinderuni-lichtenberg.de

Wir bauen Ihr:

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Allee-Center wird 20 Jahre alt
HOHENSCHÖNHAUSEN. Eines der
ersten nach dem Mauerfall gebauten
Einkaufszentren Berlins feiert Geburts­
tag: Das Allee-Center an der Lands­
berger Allee 277 wird 20. Es war im
November 1994 – fünf Jahre nach Mau­
erfall – eröffnet worden.
„Das Allee-Center mit seinen fast 50
Geschäften hat sich zu einem beliebten
und erfolgreichen Einkaufstreffpunkt in
Lichtenberg und angrenzenden Bezirken
entwickelt“, sagt Centermanager Ralph
Teuber. Im Jubiläumsjahr vermeldet er
auch die Neuvermietung von drei Ge­
schäften. So werden neben dem bekann­
ten Textilanbieter „Mister * Lady“ auch
das Blumenfachgeschäft „Blumenstyle“
und die Buchhandlung „Micklich“ ein­
ziehen und den Branchenmix verstär­
ken. Bislang sind im Allee-Center bereits
Anbieter wie Kaiser`s, Aldi, Woolworth,
Rossmann, die Parfümerie Douglas,
Gerry Weber und Deichmann vertreten.
Zahlreiche Arztpraxen und Gesund­
heitsdienstleister haben im Allee-Center

zudem ihren Sitz. Kunden können das
Center ohne Stress entweder mit einer
der vor der Tür haltenden Straßenbahn­
linien erreichen oder bequem ins Park­
haus fahren. Dort stehen 300 kostenlose
Stellplätze zur Verfügung.
Anlässlich des 20-jährigen Bestehens
des Allee-Centers gibt es noch bis zum 9.
November eine Reihe von Attraktionen:
Bis Freitag entführt die Circus-Familie
Hein täglich von 15 bis 17 Uhr mit einer
Varieté-Show in die Zirkuswelt. Sonn­
abend ist außerdem die Marzahner Pro­
menaden-Mischung zu Gast und sorgt
für musikalische Stimmung im AlleeCenter. An allen Tagen gibt es zudem
eine Gewinnspielshow mit interessanten
Preisen.
Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkei­
ten ist der verkaufsoffene Sonntag am
9. November in der Zeit von 13 bis 18
Uhr. Dort werden um 16 Uhr auch die
Gewinner von 20 Einkaufsgutscheinen á
50 Euro bekannt gegeben.

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Bezirks-Leben

Bezirks-Journal Lichtenberg | November/ Dezember 2014

Nächster Stopp: Containerdorf

Sie haben eine wochenlange Odyssee hinter sich, doch auch in Berlin kommen vor dem Krieg oder Naturkatast­
rophen geflüchtete Menschen nicht zur Ruhe. In Falkenberg sollen sie eine Unterkunft erhalten. Doch der Bezirk
fühlt sich von den Planungen überrumpelt.
Als dieses Foto vor dem Landesamt für
Gesundheit und Soziales entstand, ist Rand
M. gerade mal seit einem Tag in der Stadt.
Die Jurastudentin ist aufgrund des Bürgerkrieges aus Syrien geflüchtet: „Ein normales
Leben war Zuhause nicht mehr möglich.“
Mit ihrer Flucht nach Deutschland hat sie
ihre zwei Geschwister sowie Eltern hinter
sich gelassen. Auf dem Landesamt bittet die
25-Jährige um Asyl. Für die Hilfe in Berlin
möchte sie sich bedanken: „Ohne Angst zu
haben, kann ich hier auf die Straße gehen.
Die Menschen sind sehr freundlich.“ Ihr
größter Wunsch ist es, ein Leben ohne Krieg
zu führen. „Dann könnte ich auch studieren
und meine Familie irgendwann finanziell
unterstützen.“ 
ANNE LANGERT

von Anne Langert

E

igentlich war alles gut geplant
von der zehnköpfigen Task-Force
„Einheit für Notunterkünfte“
und ihrem Leiter Detlef Cwojdzinski:
Als Krisenmanager wurde er vom Lan­
desamt für Gesundheit und Soziales
(LaGeSo) damit beauftragt, ein Kon­
zept für den Bau von Containerdörfern
zu erarbeiten. Das Ziel: 1.200 Asylbe­
werber sowie 200 Wohnungslose sollen
an sechs innerstädtischen Standorten
Zuflucht finden – unter anderem auch
in Falkenberg am Hausvaterweg. Für
das vom Senat geförderte 42,7 Millio­
nen Euro-Projekt wurden stadtweit 20
vom Liegenschaftsfonds bereitgestellte
Grundstücke untersucht und unter den
Gesichtspunkten der Infrastruktur ge­
prüft, äußerte der Bauherr LaGeSo.
Und doch folgt Kritik: Mit Bekannt­
gabe der Grundstücke von Sozialsena­
tor Mario Czaja (CDU) monierte die
CDU im Bezirk den Standort in Fal­
kenberg und ist damit nicht allein. Kri­
tik hagelt es von allen Seiten und auch
von Anwohnern. 480 Menschen sollen
voraussichtlich im ersten Quartal des
Folgejahres auf dem Grundstück der
BSR eine Bleibe finden. Zwar werde die

Aufnahme von Flüchtlingen durch den
Träger des Evangelischen Jugendfürsor­
gewerkes begrüßt, allerdings sei der Ort
fragwürdig. „Es gibt in der Nähe keine
Grundschulen, Einkaufsmöglichkeiten
und die Verkehrsanbindungen sind für
eine Erweiterung der Einwohnerschaft
um ca. 40 Prozent nicht ausgelegt“, er­
klärt Dr. Martin Pätzold, Vorsitzender
des Kreisverbandes der CDU Lichten­
berg.

Dem kann der stellvertretende Be­ re Aufgabe, die unterschiedlichen Ent­
zirksbürgermeister nur zustimmen. „Wir scheidungsträger in den Bezirken zusam­
hätten noch andere Standorte gehabt, menzuführen und beratend zur Seite zu
die eine bessere Infrastruktur aufweisen. stehen“, erklärt der Krisenmanager. Ein
Doch uns hat man gar nicht gefragt“, zentrales Thema sei die Beschulung der
sagt Dr. Andreas Prüfer (DIE LINKE). Flüchtlingskinder. „Für den Fall, dass es
„Es gibt bereits fünf Heime. Mit dem in den benachbarten Schulen zunächst
sechsten am Hausvaterweg befinden keinen Platz gibt, ist ein Unterricht vor
sich alle im Norden des Bezirks. Da hät­ Ort denkbar“, erklärt er weiter. Die
ten wir uns eine bessere Verteilung ge­ Einbeziehung des Wohnumfeldes wird
wünscht.“ Für ihn sei mehr Transparenz ebenfalls eine Rolle einnehmen. „Auch
in der Entscheidung erforderlich, auch um bestehende Sorgen und Ängste aus­
zuräumen.“ Die betroffenen Bezirke
im Hinblick der Anwohner.
Czaja weist die Kritik von sich: „Der und Stadtteilzentren, wie in Lichtenberg
Standort ist gut an die städtische Infra­ das Stadtteilzentrum vom „Verein für
struktur angebunden. Von dort haben es ambulante Versorgung“ Hohenschön­
die Bewohner nur 700 Meter weit zum hausen, werden mit jeweils 30.000 Euro
Kindergarten und 350 Meter weit zur pro Quartal bezuschusst. Cwojdzinski:
Bushaltestelle. Einkaufsmöglichkeiten „Damit soll bestehender Aufklärungsbe­
und Kirche sind fußläufig erreichbar.“ darf der Nachbarschaft sowie die Koor­
Den Angaben Cwojdzinskis nach hät­ dinierung ehrenamtlichen Engagements
te es weiterhin nur wenig Handlungs­ zur Unterstützung der Flüchtlinge ab­
gedeckt werden.“
spielraum
gege­
Ein gut aufgestell­
ben. „Alternative
tes Netzwerk hätte
Standorte waren
sich bereits an den
uns bekannt, die
anderen
Heim­
waren aber anhand
standorten im Be­
unserer Kriterien
zirk bewährt, weiß
weniger gut geeig­
Prüfer.
net“, sagt der Lei­
Einig sind sich
ter. „Zudem muss­
die Akteure dar­
ten wir durch die
in, dass die derzeit
aktuellen
Krisen
fremdenfeindli­
in der Welt schnell
chen Äußerungen
handeln. Die Zahl
Dr. Andreas Prüfer (DIE LINKE),
in den Onlineforen
der
monatlichen
Bezirksstadtrat
nicht angemessen
Neuzugänge ist in
und voller fehler­
Berlin dramatisch
gestiegen.“ Waren es im Monat März hafter Informationen sind. „Es gibt das
noch 559 Asylsuchende, hat sich die Vorurteil, dass Flüchtlinge aus Krisen­
Zahl im September auf 1.334 erweitert. gebieten erheblich zur Kriminalität bei­
Laut Bundesamt werden in diesem Jahr tragen. Den regelmäßigen Polizeiberich­
insgesamt 12.000 Asylsuchende in der ten zu Folge ist das eine Legende“, sagt
Stadt erwartet. Gegenüber den Vorjah­ Prüfer. „Es sind normale Menschen, die
mit der Bitte um Asyl wohl kaum nega­
ren sei dies Rekord.
Nach Bekanntgabe der Standorte sei tiv auffallen wollen.“ Auch Cwojdzin­
nun die Gewährleistung der Transpa­ ski sind die Äußerungen bekannt: „Es
renz in den betroffenen Bezirken erfor­ gibt viel ärmere Länder, die weit mehr
derlich. Für die Task Force stehe die Flüchtlinge aufnehmen als wir“, betont
Verknüpfung mit vielen Akteuren der der Leiter. „Als vergleichsweise wohlha­
einzelnen Verwaltungsbereiche an. „Für bendes Land ist es unsere Aufgabe, mit
einen reibungslosen Ablauf ist es unse­ gutem Beispiel voran zu gehen.“

„Wir hätten noch
andere Standorte
gehabt, die eine
bessere Infrastruk­
tur aufweisen.“

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Bezirks-Leben

Bezirks-Journal Lichtenberg | November/ Dezember 2014

Wie der Urweltmammutbaum nach Friedrichsfelde kam
Der Tierpark Berlin ist nicht nur Heimat von Elefanten, Giraffen und Schlangen – er beeindruckt auch mit einer
Artenvielfalt bei Bäumen, Stauden und Gräsern. Zwei Biologen haben erstmals einen Botanischen Wegweiser
herausgegeben.
von Marcel Gäding

W

er im Tierpark Berlin wissen
will, wie viele Elefanten dort
leben oder die Zucht der JavaLeoparden verläuft, der schaut in den
Tierparkführer. Will man jedoch heraus­
finden, wie der Urweltmammutbaum
nach Friedrichsfelde kam oder wie alt die
Stieleichen auf dem Wisentgelände am
Bärenschaufenster sind, der musste bis­
lang vergeblich nach Antworten suchen.
Bislang. Denn der promovierte Biologe
Christian Matschei und seine Lebens­
gefährtin Susann Liniek haben erstmals
einen botanischen Wegweiser für die
160 Hektar große Anlage erarbeitet. In
34 Kapiteln nehmen sie den naturinte­
ressierten Besucher mit auf eine Entde­
ckungstour durch die Pflanzenwelt von
Europas größtem Landschaftstiergarten.
„Zur Biologie gehören nicht nur die Tie­

re, sondern auch die Pflanzen“, sagt er.
Ein Jahr haben die beiden Biologen
damit verbracht, sich einen Überblick
über die Flora des Tierparks zu verschaf­
fen. Das alles erledigten sie ehrenamtlich
in ihrer Freizeit im Auftrag der Förder­
gemeinschaft von Zoo und Tierpark. Für
Matschei war die Recherche ein Heim­
spiel. „Der Tierpark spielt für mich seit
Kinderwagentagen eine Rolle“, sagt er.
2004 und 2005 hatte er zudem die Chan­
ce, als wissenschaftlicher Volontär auch
hauptamtlich für den Tierpark Berlin ar­
beiten zu dürfen. Mit viel Leidenschaft
und Akribie haben die Wissenschaftler
an dem botanischen Wegweiser gearbei­
tet und den Fokus einerseits auf Jahr­
hunderte alte Bäume gelegt, die rund
ums Schloss Friedrichsfelde angepflanzt
wurden. Andererseits entführen sie in
die Zeit der 1950er-Jahre, als aus dem
Areal der Tierpark Berlin entstand. So
manche Nacht haben sich die Wissen­

Die Stieleiche auf dem Wisentgehege.

MATSCHEI/ LINIEK (3)

HERZWOCHEN 2014
„Aus dem Takt
Herzrhythmusstörungen heute“
Informationsveranstaltung am:

26. November 2014, 15.00 bis 18.00 Uhr
Vortragsprogramm
Begrüßung

Dr. med. Olaf Göing, Chefarzt Klinik für Innere Medizin II: Schwerpunkt Kardiologie

Die amerikanische Klettertrompete (links) und eine Sicheltanne mit Spitzahorn.

Mein Herz stolpert, im EKG ist aber nichts zu sehen: Wie jetzt weiter?

schaftler um die Ohren geschlagen, so dass er ausgestorben ist. 1941 wurde er
manches freie Wochenende im Tierpark wieder entdeckt und gilt seither als leben­
verbracht. Das Ergebnis ist ein schönes des Fossil. Einige große Exemplare sind
Nachschlagewerk, das nicht nur die ver­ am Tierkinderzoo des Berliner Tierparks
schiedenen Bäume, Stauden und Gräser zu bewundern. Aus Nordamerika kom­
benennt, sondern auch interessante Hin­ men hingegen die Hemlocktanne und
tergrundinformationen liefert. Erfasst ist die Colorado-Tanne nahe der GibbonAnzeige
Anlage. Lohnens­
sowohl die Flora
wert ist auch ein
im Park als auch in
Besuch des Karlden Gebäuden wie
Foerster-Gartens
der Schlangenfarm
zwischen den Gib­
oder dem Alfredbons und der Fasa­
Brehm-Haus.
über 60 Jahre in Berlin
nerie. Dort blühen
„Im
Tierpark
die verschiedenen
Berlin finden sich
sucht Ein- und
Stauden das ganze
Pflanzen aus Eu­
Zweifamilienhäuser
Jahr über.
ropa,
Nordame­
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Nützlich
sind
rika und Asien“,
im
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an Matschei. Die
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Ebenfalls aus Asien, in dem Fall aus
China, stammten die Samen des Urwelt­ Der Botanische Wegweiser ist für 5 Euro im
mammutbaums, von dem man annahm, Tierpark Berlin erhältlich.

Jan-Paul Rudolph, Oberarzt Klinik für Innere Medizin II: Schwerpunkt Kardiologie

Der plötzliche Herztod: Wer ist gefährdet?
Wie kann man der Gefahr begegnen?

Dr. med. Henning Kühn, Oberarzt Klinik für Innere Medizin II:
Schwerpunkt Kardiologie

Die Behandlung von Vorhofflimmern: Wann Medikamente?
Wann Ablation? Was bringt es? Welche Risiken bestehen?
Dr. med. Alexander Schirdewan,
Senior Consultant Arrhythmie-Kryo-Ablationszentrum

Experten beantworten Fragen zum Thema Herzrhythmusstörungen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Information unter Telefon 5518-2129

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MÖBUS-GRUPPE

Hyundai schließt: Loyalitätsprämie für Kunden

Škoda-Umbau bietet mehr Platz für Neu- und Gebrauchtwagen / Feierliche Eröffnung am 10. Januar 2015
in die Pläne einbezogen. Dort entsteht
ein modernes Gebrauchtwagenzentrum.
Zusätzlich werden auch die Werkstattkapazitäten des Škoda-Services erweitert.

Viel Glas und ein modernes Gestaltungskonzept: Die Arbeiten für das neue Škoda-Autohaus der möbus-gruppe schreiten zügig voran. Nachdem der Um- und
Ausbau des alten Gebäudes dem Ende
entgegen geht, nimmt das neue Škoda-Zentrum auch äußerlich Gestalt an.
Mit den Um- und Ausbauarbeiten endet
auch die Ära von Hyundai. Schweren
Herzens trennt sich die möbus-gruppe
von der Marke.
Die Entscheidung ist Steffen Möbus,
dem Geschäftsführer der möbus-gruppe, nicht leicht gefallen. Immer komplexere Fahrzeugtechnik erfordert es
jedoch, dass sich die Mitarbeiter der möbus-gruppe künftig allein auf die Marken
des Volkswagen-Konzerns konzentrieren. Hier bietet das inhabergeführte Unternehmen den Rundum-Service für die
Marken Volkswagen, Audi und Škoda. Die
möbus-gruppe investiert auf den rund
70.000 Quadratmeter großen Betriebsflächen links und rechts der Hansastraße.
Bislang flossen rund zwölf Millionen Euro
in die Umgestaltung der Autohäuser.
Škoda ist die letzte Marke im Bunde, die
ein neues Flaggschiff erhält, das weit
über Weißensee und Hohenschönhau-

Der runderneuerte Škoda-Standort wird
am 10. Januar 2015 im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs der möbus-gruppe eröffnet.

LOYALITÄTSPRÄMIE
FÜR HYUNDAI-KUNDEN

Weithin sichtbar sind seit Kurzem die neuen Logos von Škoda. Die Volkswagen-Marke erhält mit einem erweiterten Showroom sowie einem großzügigen
Gebrauchtwagenzentrum ein neues Flaggschiff im Osten Berlins. Fotos: Marcel Gäding
sen strahlt. Neben der ansprechenden
Glasfassade bekommt das Gebäude
auch gleich das neue Design der Volkswagen-Marke verpasst: Frische Farben
und eine moderne Schrift prägen nicht
nur das Äußere. Auch im Inneren setzt
die möbus-gruppe auf ein Interieur, das
die Designsprache von Škoda aufgreift.
Bereits im Dezember werden die ersten
Kunden im neuen Škoda-Haus der mö-

bus-gruppe begrüßt. Das Haus hat Platz
für bis zu 13 Neufahrzeuge. Der wird auch
benötigt, denn Škoda wird im kommenden Jahr mit einer Reihe interessanter,
neuer Modelle an den Start gehen. Der
Wechsel der Hyundai-Kunden zu Skoda,
Volkswagen oder Audi wird auch nicht
schwerfallen, denn alle Mitarbeiter des
Hyundai-Hauses werden übernommen.
Das Gebäude von Hyundai wird ebenfalls

„Wir möchten, dass Sie bei
uns bleiben“,
bleiben“ sagt Steffen
Möbus, der Geschäftsführer
der möbus-gruppe. Jedem
Hyundai-Kunden wird
daher der Wechsel auf ein
Fahrzeug aus der Palette
der Volkswagen- und Audi-Gruppe schmackhaft
gemacht. Bis Ende Juli
2015 erhalten Sie exklusiv – je nach Modell – eine Loyalitätsprämie
in Höhe von bis zu 2.500 Euro.
Die Auswahl an Fahrzeugen ist bei der
möbus-gruppe groß und umfasst bei den
Marken Volkswagen, Audi und Škoda an
die 200 Modelle – vom kleinen Stadtflitzer
über den geräumigen Kombi bis hin zum
sportlichen SUV oder Transporter.
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Wir möchten, dass Sie bei uns bleiben!
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8

Bezirks-Leben

Bezirks-Journal Lichtenberg | November/ Dezember 2014

Nichts geht mehr

Die Gedenkstätte Hohenschönhausen vermeldet so viele Besucher wie nie. Doch der Ansturm auf den StasiKnast bereitet Probleme. Reisebusse sorgen an manchen Tagen für Chaos. Anlieger bereiten eine Klage vor.
von Marcel Gäding

W

elcome to DDR-Land“ steht
in Form eines Graffiti auf ei­
ner Holztafel geschrieben. Zu
sehen sind Reisebusse – solche, wie sie
auch im wahren Leben immer wieder
das Bild des Kiezes prägen. Eben diese
Reisebusse bereiten derzeit große Prob­
leme. Mit ihnen werden viele Besucher
in den alten Stasi-Knast an der Gens­
lerstraße gebracht. Draußen warten die
Busse, parken die Straße zu oder blockie­
ren Einfahrten. Anlieger sind davon so
genervt, dass sie die Gedenkstätte nun
verklagen wollen. „Seit drei Jahren ver­
suchen wir, mit dem Leiter Dr. Hubertus
Knabe das Problem zu besprechen“, sagt
Alon Levin, der gegenüber der Gedenk­
stätte als Künstler arbeitet. Bislang war­
tet Levin vergeblich auf ein Gespräch.
An die 70 Busse sollen es am Tag sein,
hat Levin gezählt. Der Grund: Die Zahl
der Besucher des alten Stasiknastes steigt
und damit auch die Zahl der Reisebusse.
Immerhin sind es im Jahr an die 400.000
Menschen, die für ein bis zwei Stunden
eine Exkursion in die DDR-Geschichte
machen. Dort können sich die meist jun­
gen Besucher in der Gedenkstätte Ho­
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Ein Reisebus steht auf dem Parkplatz, ein zweiter hält auf der Fahrbahn. Minutenlang geht nichts mehr in der Genslerstraße vor dem
MARCEL GÄDING
Stasi-Knast. Autofahrer haben das Nachsehen, sie müssen warten, bis die Fahrgäste ausgestiegen sind. 
henschönhausen über das Schicksal der
von der Stasi festgenommenen Männer
und Frauen informieren.
Während die Gruppen drinnen durch
die original erhaltenen Zellen laufen,
rangieren draußen die Reisebusse.
Glück hat, wer einen der gekennzeich­

neten Parkplätze ergattert. Sind die voll,
quetschen sich die Fahrzeuge durch die
engen Straßen, blockieren die Fahrbahn
oder kollidieren schon mal mit Autos,
die schlichtweg von den Busfahrern
übersehen werden. Für den größten
Zorn sorgen die Busfahrer auch in ande­
rer Hinsicht: Trotz kürzlich aufgebauter
Verbotsschilder lassen sie die Motoren
der Busse laufen. „Der Lärm und die
Abgase stellen für unsere Gesundheit
eine Gefahr dar“, sagt Alon Levin.
„Herr Dr. Knabe, warum lassen Sie
weitere Opfer zu“, heißt es provokativ
auf einem der Schilder. Sie wurden von
einem privaten Grundstückseigentümer
aufgestellt, der im Bürogebäude vis-a-vis
vom Stasi-Knast Flächen vermietet und
dem der Kragen geplatzt ist.
Dem Bezirk sind die Probleme mit
den Reisebussen bekannt. „Es gibt aus­
gewiesene Busparkplätze und die An­
ordnung, die Motoren abzustellen“,
sagt Dr. An­dreas Prüfer, der zuständige
Bezirksstadtrat für Ordnungsangelegen­
heiten. Weil sich viele Busfahrer daran
nicht halten, müssten die Mitarbeiter
des Ordnungsamtes „regelmäßig dage­
gen vorgehen“. Grund dafür sind auch
Levins Anrufe bei der Behörde. Er weiß
aber: „Sobald die Beamten weg sind,
stellen die Busfahrer die Motoren wieder
ihrer Fahrzeuge an.“
Eine Lösung für die bis zu 70 Reise­
busse am Tag liegt bereits als Konzept
vor: Der Unternehmer Cristian Ionescu
hat von der Deutschen Bahn AG ein
Gelände an der Bahnhofstraße – gut 300
Meter vom Stasiknast entfernt – gepach­
tet. Die rund 20.000 Quadratmeter wur­
den mittlerweile beräumt. Es gibt einen
Stromanschluss und Toilettencontainer,
die nur noch aufgestellt werden müssten.
Pro Stunde würde er 3,50 Euro von den
Busfahrern kassieren. Flyer sind bereits
gedruckt, ein Hinweisschild ist auch in
Auftrag gegeben worden. Doch eröffnen
darf der kreative Unternehmer nicht.
Ionescu muss zunächst eine Sachkun­

deprüfung für das Bewachungsgewerbe
ablegen, bevor er mit den Reisebuspark­
plätzen Geld verdienen kann. Der Bezirk
jedenfalls kann sich gut vorstellen, auf
einen möglichen Reisebusparkplatz mit
entsprechenden Schildern hinzuweisen.
Allerdings weist Stadtrat Prüfer darauf
hin, dass der Zugang vom Busparkplatz
zur Gedenkstätte nicht ideal sei. Unter
anderem fehlt es an einem Bürgersteig.
Die Gedenkstätte hingegen will die Of­
ferte prüfen. Sprecher André Kokisch
sagt jedoch, dass die Lösung praktikabel
sein muss. „Es macht jedoch schon Sinn,
sich das Angebot des Reisebusparkplat­
zes genauer anzuschauen.“
Die Initiatoren um Alon Levin sind
mit ihrer Geduld am Ende. Sie wollen
Klage gegen das Land Berlin und die
Gedenkstätte einreichen. „Der Bezirk
ist ja in der Frage machtlos, also müssen
wir uns auf diese Art und Weise weh­
ren“, sagt Alon Levin.

Er steht in den Startlöchern: Cristian
­Ionescu hätte auf einem Pachtgelände
Platz für bis zu 30 Reisebusse.

STANDORT OST
MAGAZIN FÜR ARBEIT, WIRTSCHAFT, WOHNEN & KULTUR IN DER METROPOLENREGION BERLIN-EASTSIDE

ZWISCHEN BÄCKEREIEN
UND METALLBAUERN
Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff ist in den
Gewerbehof an der Wolfener Straße gezogen.
Von hier hat der Politiker kurze Wege.

NACHRICHTEN
WIRTSCHAFT:
VERBÄNDE FEIERN
MARZAHN-HELLERSDORF/ LICHTENBERG.
Mit einem großen Unternehmerball feiert
der Wirtschaftskreis HohenschönhausenLichtenberg am 15. November das 20-jährige
Bestehen. Erwartet werden zu der Festveranstaltung im ABACUS-Tierpark-Hotel
Unternehmer, Politiker und Vereinsvorsitzende. Karten zum Preis von 60 Euro können bis
zum 8. November im Internet unter www.
wkhl-berlin.de bestellt werden. 14 Tage später veranstaltet der Marzahn-Hellersdorfer
Wirtschaftskreis am gleichen Ort seinen
nunmehr 20. Unternehmerball. Die Karten
kosten 89 Euro pro Person. Bestellungen sind
unter Tel. (030) 54 70 36 50 möglich. (bzj.)

BÜRGERMEISTER BEI
UNTERNEHMERN

C

hristian Gräff ist um diesen
Blick zu beneiden: Von seinem
Eckbüro aus blickt er auf eines
der größten Gewerbegebiete der
Stadt: Große Fensterfronten eröffnen eine
ungewöhnliche Perspektive, die selbst zur
abendlichen Dämmerung ihren Reiz hat.
Während hinter den Hochspannungsmasten die glühende Abendsonne versinkt,
erscheinen die sonst eher schmucklosen
Fabrikhallen wegen der vielen künstlichen
Lichter in einem interessanten Gewand.
Von hier aus ist Gräff schnell bei Unternehmen. Von der Besprechungsecke aus mit
dem gemütlichem Sofa und den Sesseln
kann Marzahn-Hellersdorfs Wirtschaftsstadtrat auch Investoren und Unternehmer
von den Vorzügen der Gewerbegebiete im
Bezirk überzeugen.
Vor sechs Wochen zogen Christian Gräff
und die Mitarbeiter der bezirklichen Wirtschaftsförderung sowie des Standortmarketings in die neuen, modernen Büros der
ORCO GSG ein. Alles ist angenehm eingerichtet in der dritten Etage des Gewerbehofs an der Wolfener Straße. Am Anfang,
sagt Christian Gräff, waren nicht alle Behördenangestellten begeistert, ihre Büros
im Rathaus am Alice-Salomon-Platz gegen
die Loftetage in Marzahn zu tauschen. Inzwischen haben sich aber alle arrangiert.
Nur die wenigen Verwaltungsmöbel in der
hässlichen Holzoptik erinnern daran, dass
hier ein Teil der Marzahn-Hellersdorfer
Verwaltung eingezogen ist. „Für mich hat
das viele Vorteile“, sagt Christian Gräff. So
befinden sich in der Nachbarschaft auch
die zu seinem Amtsbereich gehörenden
Bauverwaltungen. Die Gegend ist geprägt
von Bäckerein, Metallbauern und Technologieunternehmen.
Dass eine ganze Wirtschaftsverwaltung
ins Gewerbegebiet zieht, ist in Berlin einmalig. Es zeigt aber, wie wichtig es die
Marzahn-Hellersdorfer mit der Wirtschaft
nehmen. Es geht darum, neue Unterneh-

men für den Standort zu begeistern und lionen Euro sind für die Herrichtung des
sie davon zu überzeugen, sich hier anzu- Areals zwischen den Bezirken Lichtenberg
siedeln. Freie Flächen gibt es zuhauf. Und und Marzahn-Hellersdorf angesetzt. Vor
an Nachfragen von Gewerbebetrieben und allem die Beseitung von Altlasten kosproduzierenden Unternehmen mangelt es tet Geld, aber auch die Parzellierung und
auch nicht. So sollen in den vergangenen das Anlegen der Versorgungsanschlüsse.
Monaten Verträge für 20 unterschiedliche Kommendes Frühjahr sollen die Flächen
Ansiedlungsprojekte unterschrieben wor- zur Vermarktung freigegeben werden.
den sein. „Die Unternehmen siedeln sich „Interessenten gibt es bereits“, sagt Gräff.
rund um den neuen Clean Tech Business Konkrete Anfragen dürfe man aber erst
Park Berlin-Marzahn an“, freut sich Chris- bearbeiten, wenn die Erschließung abgetian Gräff. Die Büroflächen kann der Be- schlossen wurde.
zirk kostenfrei nutzen.
Einen kleinen Erfolg vermeldet der
Wirtschaftsstadtrat ganz bescheiden: Vermutlich werden bis zu zehn Millionen
Euro weniger benötigt. Außerdem liegen
die Arbeiten – was in Berlin ja mittlerweile für Begeisterung sorgen dürfte – voll
und ganz im Zeitplan. Um das Areal herum sind auch neue Radwege entstanden,
die abends sogar beleuchtet werden. Das
kommt vor allem den Radfahrern zwischen Alt-Hohenschönhausen und Falkenberg zu Gute.
Unternehmen der grünen Chemie sollen hier ebenso einen Platz finden wie
die Recyclingwirtschaft. Die Standortbedingungen könnten nicht besser sein: Zur
Autobahn sind es zehn, in die Innenstadt
20 Minuten. Ab der Fertigstellung des
Areals dürften an die 15 Jahre vergehen,
bis auch der letzte Quadratmeter belegt
Christian Gräff (CDU) mit dem Lageplan des
wurde. Gräff rechnet damit, dass hier perClean Tech Business-Park Berlin-Marzahn.

Fotos: M. Gäding spektivisch an die 3.000 Arbeitsplätze entstehen. Die nationale und internationale
Vermarktung wird die WirtschaftsförderDer Clean Tech Business Park ist mit gesellschaft BerlinPartner übernehmen,
einer Fläche von 90 Hektar künftig das während sich der Bezirk um kleinere Ungrößte Industriegebiet der Stadt. Derzeit ternehmen kümmert. Alle arbeiten dabei
schieben Bagger und Planierraupen noch unter einem Dach. Die Kollegen von BerErdmassen über die Flächen. Durch die linPartner haben einen Platz in der Etage
Bauzäune sieht man aber schon die neu- über Christian Gräffs Büro gefunden. Sie
en Verbindungsstraßen, die Parkplätze sitzen direkt neben Existenzgründern, deund Straßenlaternen. In erster Linie sollen nen im neu eröffneten CleanTech Innosich große Unternehmen ansiedeln, die vation Center kostengünstige Plätze zur
auf saubere Technologien setzen. 40 Mil- Verfügung gestellt werden. Marcel Gäding

MARZAHN. Der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis lädt am 25. November um 18 Uhr
zu seinem nächsten Unternehmertreff ein.
Thema ist dieses Mal „Bilanz zum Masterplan, Rückblick auf 2014 und Blick nach vorn
auf 2015“. Als Referent konnte, Bezirksbürgermeister Stefan Komoß gewonnen werden.
Ort: Autohaus Koch, Landsberger Chaussee
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HOHENSCHÖNHAUSEN. Elektromobilität
steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu
der der Bundesverband Mittelständische
Wirtschaft am 11. November von 17 bis 19.30
Uhr einlädt. Es gibt Vorträge. Außerdem wird
ein E-Auto von „Tesla“ vorgestellt. Ort: Renault, Weißenseer Weg 32, 13055 Berlin. (bzj.)

2

STANDORT OST

THEATER FÜR
MENSCHEN UND PUPPEN
„Das Weite Theater“ entstand 1992 als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. 22 Jahre später gehört es in
der Ostberliner Theaterszene zu den Geheimtipps.
Das Ensemble spielt Stücke für Kinder, aber auch für
Erwachsene.

E

ine halbe Stunde vor der Vorstel- tarrenkurse, Theatergruppen und andere
lung ist das Foyer gut gefüllt. In soziokulturelle Angebote. Das Kulturamt
Gruppen nehmen die kleinen war ganz angetan von den Schauspielern
Zuschauer auf Bierbänken Platz. und bot ihnen eine Bleibe. Das Areal vor
Die Jacken kommen in große Behälter, dem Haus wurde in Theaterplatz umbeeine Garderobe gibt es nicht. Je näher die nannt. Der Platz in Hellersdorf heißt heute
heutige Vorstellung rückt, umso aufgereg- noch so. Nur das Haus ist Geschichte. Es
ter werden die Jungen und Mädchen, alle wurde abgerissen.
zwischen drei und fünf Jahre alt. Es ist
Lange vor dem Abriss zog es die Theaeiner der ersten Herbstferientage. „Hase terleute nach Lichtenberg, weil die Miete
und Igel“ steht auf dem Programm. Als der in Hellersdorf Ausmaße erreicht hat, die
erste Gong ertönt und sich die Türen zum eine kleine Bühne wie „Das Weite TheaSaal öffnen, sind die gut 100 Kinder nicht ter“ nicht akzeptieren kann. Der Professor
mehr zu halten. Eine Stunde sitzen sie nun eines Puppenspielerkollegen habe damals
vor der Bühne und sehen ein Stück, das den Tipp gegeben, erinnert sich Martin
zwar eine Hand voll Rollen hat, aber nur Karl. Denn die Sektion Puppenspiel der
einen, der sie spielt: Martin Karl. Er mimt Hochschule für Schauspiel „Ernst Busch“
den Erzähler, den Großvater des Erzählers, hat im Theater an der Parkaue ihren Sitz.
den knorrigen Hasen und den Igel samt Das einstige Kino im früheren Haus der
Frau und Igelkindern. Schon kurz nach jungen Pioniere war perfekt als Heimstatt
Beginn der Vorstellung tönt es aus der ers- für „Das Weite Theater“. 2003 packten Karl
ten Reihe: „Das ist ja zum Totlachen hier“, und seine Kollegen Hab, Gut und Puppen.
sagt ein Mädchen. Die Botschaft kam an, Am 27. März 2003 eröffnete „Das Weite
auch bei Martin Karl auf der Bühne. Heute Theater“ an neuer Spielstätte.
kommen die Kinder auf ihre Kosten, zum
Im Foyer des Theaters riecht das LinoleWochenende hin zieht es die Erwachsenen um noch so wie früher. Und auch sonst ist
an. „Was wir wollen, ist Geschichten zu vieles hier wie zu DDR-Zeiten, nur bunerzählen“, sagt Martin Karl. „Das ist un- ter. An den Wänden hängen die Plakate
ser Ding.“ Im Gegensatz zum klassischen vergangener Veranstaltungen. „Aus dem
Sprechtheater kommen auf der Bühne an Tagebuch einer Bergziege“, „Ein Sommerder Parkaue Puppen und Menschen zum nachtstraum“ und „Froschkönig“ gehören
Einsatz. Im Stück „Hase und Igel“ macht dazu. Gut besucht war „Bei der Feuerwehr
es Martin Karl gut vor: Mal spielt er Hase wird der Kaffee kalt“, das jetzt auch einen
und Igel als Schauspieler, mal lässt er die Aufgang weiter im Theater an der Parkaue
kleinen Puppen „tanzen“.
gezeigt wird. „Das Weite Theater“ kann bis
So nah wie hier sind sich Schauspieler heute existieren, weil seine guten Geister
und Zuschauer selten in einem Berliner auf vielen Hochzeiten tanzen: Sie organiTheater. Denn der Abstand zwischen der sieren Theaterprojekte mit Schülern und
ersten Reihe und der Bühne beträgt ge- machen Tourneen durch ganz Europa.
rade einmal wenige Zentimeter. Und so Einen künstlerischen Leiter gibt es nicht,
braucht es in „Das Weite Theater“ auch auch keinen Intendanten, sagt Martin Karl.
keine akustischen Verstärker. Martin Karl 65.000 Euro gibt das Land Berlin jedes
ist auch in der letzten Reihe gut zu hören. Jahr. Weitere Einnahmen werden durch
Der Schauspieler gehört zu den dienstäl- Gastspiele und durch die Inszenierungen
testen Ensemblemitgliedern. Er kennt die im eigenen Hause erwirtschaftet. Mit der
Geschichte von „Das Weite Theater“ von Schauspielschule „Ernst Busch“ gibt es
allen am besten.
eine enge Zusammenarbeit, auch mit dem
Vor 22 Jahren, 1992, öffnete sich das ers- „Theater des Lachens“ in Frankfurt an der
te Mal der Vorhang. Damals entstand „Das Oder.
Weite Theater“ als ArbeitsbeschaffungsWährend die Aufführungen für Kinder
maßnahme in Hellersdorf. Erste Spielstätte gut besucht sind, tun sich die Erwachsewar ein alter Wohngebietsclub, der Saal nen etwas schwer. Hier will „Das Weite
maß zwölfmal zwölf Meter. Ein Teil des Theater“ noch mehr ältere Zuschauer anEnsembles kam vom Puppentheater „Die sprechen und nimmt Stücke wie „Der kleiSchaubude“ an der Greifswalder Straße, ne König Dezember“ von Axel Hacke oder
das gerade wie viele andere Einrichtun- „Die Legende vom Wilhelm Tell“ ins Progen im Osten abgewickelt wurde. Sechs gramm. An den Eintrittspreisen kann das
Puppenspieler und ein Bühnentechniker nicht liegen, denn die Abendkarte kostet
zog es also nach Hellersdorf, wo ein Ver- gerade einmal 12,50 Euro. Vermutlich aber
ein gegründet wurde. Schon im dritten liegt es an der großen Konkurrenz, mit der
Jahr umfasste die Truppe 19 Mitglieder. Es „Das Weite Theater“ leben muss.
wurde Theater gespielt, hinzu kamen Gi
Marcel Gäding

Puppenspieler, Schauspieler, Handwerker: Martin Karl mit seinen Papp-Kollegen, Herrn und
Frau Igel. Steht er nicht auf der Bühne, packt er auch schon mal bei Renovierungsarbeiten mit
an.
Foto: M. Gäding

FREIK ARTEN!

NUR FÜR ERWACHSENE
„Das Weite Theater“ bietet in der Regel am
Wochenende Theaterstücke für Erwachsene an. Am 8. November feiert um 20
Uhr „Don Quijote – Ein Traumspiel nach
Telemann“ Berlin-Premiere. Im Rahmen des
Eventkommandos gibt es neben der Aufführung vom Theater des Lachens auch Musik
und Kulinarisches. Unter anderem treten
Musiker der Dizzybirds auf. Am 22. November steht um 16 und um 20 Uhr „Der Bär“
nach Anton Tschechow auf dem Programm.
Und am 20. Dezember wird um 20 Uhr „Der
kleine König Dezember“ gegeben.

Freikarten: Für „Don Quijote – Ein Traumspiel nach Telemann“ verlosen wir unter
unseren Lesern zweimal zwei Freikarten.
Senden Sie uns hierzu bis zum 7. November
eine E-Mail an gewinnspiel@bezirks-journal.de. Die Gewinner werden von uns per
E-Mail benachrichtigt und können sich ihre
Karten an der Abendkasse abholen.

Infos im Netz:
www.das-weite-theater.de

3

STANDORT OST

BARE MÜNZE FÜR
ALTE ZEITUNGEN
Mario Doßmann macht aus Müll Geld: Er kauft
Dinge, die andere wegwerfen. Am besten läuft das
Geschäft mit altem Papier.

D

er kleine Handwagen von Lo- sprochen. „Um mich herum gibt es inzwiretta Haase ist recht praktisch. schen einige Konkurrenten“, sagt Mario
Einkäufe lassen sich mit ihm Doßmann. Was ihn vielleicht von anderen
genauso transportieren wie unterscheidet ist seine Art: Er packt mit
alles andere, was für längere Wege zu an, wenn die Leute mit ihren Autos an die
schwer ist. Gut 20 Kilo Altpapier hat sie Rampe fahren und er nimmt sich Zeit für
heute in dem Wägelchen verfrachtet, um ein Pläuschchen. Innerhalb von anderthalb
sie gut 400 Meter von Zuhause rüber auf Jahren hat er viele Stammkunden gewondie andere Seite zu Mario Doßmann zu nen.
bringen. Wochenzeitungen sind darunter,
Mario Doßmann, gelernter Maurer und
Flyer vom Pizzalieferanten und jede Men- nach der Wende für viele Zeitungsverlage Werbung. 1,64 Euro bekommt Loretta ge als Werber tätig, kam eher zufällig auf
Haase für die kleine Ladung. „Davon wer- den Müll. Damals war er Außendienstler,
de ich meinen Katzen Lilli und Lotti Le- fuhr an die 400 Kilometer am Tag durch
ckerlies kaufen“, freut sich die Rentnerin.
das Land Brandenburg. Zeitungen, die
Zweimal in der Woche kommt Loretta nach seinen Touren übrig blieben, brachte
Haase zu Mario Doßmann, um sich ihre er zum Altstoffhändler. „Dort bekam ich
karge Rente etwas aufzubessern. Was an dann immer eine Tasse Kaffee“, erinnert
Papier die Woche über anfällt, sammelt sie. sich Doßmann. Irgendwann animierte ihn
„Nachbarn und Freunde unterstützen mich dieser Händler, es doch selbst mit dem
dabei“, erzählt die Tierfreundin. Dass Pa- Ankauf von Papier und anderem Müll zu
pier bares Geld wert ist, hat sie im Bezirks- versuchen.
Journal gelesen. 8 Cent gibt es derzeit für
Zunächst betrieb Doßmann sein Wertdas Kilogramm. Und an altem Papier man- stoffdepot in Marzahn, vor zwei Jahren
gelt es in der Nachbarschaft von Loretta zog er um nach Alt-Hohenschönhausen
Haase kaum. Dass viele Nachbarn ihre auf das einstige Gelände des Stasi-BetonWerbung und die jede Woche in die Brief- werkes an der Gärtnerstraße. Anfangs
kästen geworfenen Zeitungen gar nicht reichte eine Waage und ein Container.
lesen, sondern direkt in den Papierkorb „Das Altpapier packte ich von der Waage
werfen, ist ein Segen für die Rentnerin und mit der Hand in den Container“, erinnert
ihre Katzen. Die ausgelesenen Zeitungen sich Doßmann. Mittlerweile stehen auf
sammelt Mario Dossmann auf dem Ge- seinem Hof fünf Container und drei Waalände seines Unternehmens Alpha Papier- gen. Die Schütte mit dem Papier bugsiert
und Wertstoff GmbH an der Gärtnerstraße, er mit Hilfe eines Gabelstaplers in die
um sie dann containerweise an Zwischen- Transportbehälter.
händler weiter zu verkaufen. Die wiederNicht nur mit Altpapier lässt sich Geld
um finden ihre Abnehmer in den Papier- verdienen. Doßmann kauft auch Textilien
fabriken. Aus alten Zeitungen entsteht das und Haushaltsschrott an. Aus den alten
Papier für die Zeitung von morgen.
Klamotten entstehen Waschlappen, von
Mehr als 30 Annahmestellen für Alt- den ausgedienten Fernsehern und DVDpapier gibt es derzeit in Berlin – und ihre Playern werden in erster Linie die verZahl steigt. Dass man mit altem Papier bauten Edelmetalle recycelt. Nur Glas und
Geld verdienen kann, hat sich herumge- Glasflaschen nimmt Dossmann nicht an,

Mario Doßmann auf seinem Betriebsgelände. 

Foto: M. Gäding

das lohnt sich nicht. „Hier gibt es einfach
keine Unternehmen, die mir das abnehmen.“
Unternehmen wie die Alpha Papier- und
Wertstoff GmbH wecken gerade bei den älteren Berlinern Erinnerungen an eine schöne DDR-Erfindung: Dort gab es an vielen
Ecken sogenannte SERO-Annahmestellen.
Dahinter verbargen sich die Filialen des
Volkseigenen Betriebes Sekundärrohstoff­
erfassung. Vor allem Schüler sammelten in
der ganzen Republik, was das Zeug hielt.

Die erzielten Einnahmen kamen der Klassenkasse oder Hilfsprojekten in sozialistischen Bruderländern zu Gute. Mario Doßmann hatte daher keine Schwierigkeiten,
in Alt-Hohenschönhausen und Umgebung
sein Konzept zu erklären. „Inzwischen gibt
es auch in den westlichen Berliner Bezirken Ankaufstellen“, weiß der Geschäftsmann. Er selbst versteht sich als eine Art
Makler, der gut zu tun hat. Jede Woche
kümmert er sich um etlichen Tonnen Altpapier. 
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4

STANDORT OST

Blickt gerne auf „Berliner Luft“ und die Zukunft von Schilkin: Produktionsleiter Stephan Schilling. Der 28-Jährige lernte einst bei Schilkin in Kaulsdorf.

E

s ist so ein bisschen wie bei einem
Heißluftballon. Je mehr Ballast an
Bord ist, umso eher droht der Absturz. Beim Spirituosenhersteller
Schilkin hat man offenbar in letzter Minute erkannt, dass mehr als 80 verschiedene
Produkte im Sortiment zu viel Ballast sind.
Also trennt sich das Familienunternehmen
mit Sitz in Kaulsdorf von einer Reihe seiner Artikel und wirft sie bildlich gesehen
über Bord. Künftig wird sich Schilkin ganz
auf seine regionalen Berliner Liköre und
Schnäpse konzentrieren. Ziel ist es, das in
eine wirtschaftliche Schieflage geratene
Unternehmen wieder auf die richtige Bahn
zu bringen. Erste Erfolge sind inzwischen
sichtbar.
Im Sommer hatten die beiden Geschäftsführer des Unternehmens, Peter Mier
und sein Sohn Patrick, das Amtsgericht
Charlottenburg eingeschaltet. Seit September befindet sich Schilkin in einem
sogenannten Planinsolvenzverfahren in
Eigenverwaltung unter der Aufsicht eines
Sachwalters. „Das bedeutet nicht, dass wir
zahlungsunfähig sind“, betont Vertriebsleiter und Prokurist Hans-Jörg Ullrich. Am
Standort auf dem Gutshof Kaulsdorf wird
weiter produziert und an den Handel geliefert. Allerdings zeichnete sich im Sommer ab, dass man wie bisher nicht weitermachen kann. Spätestens zum Ende des
Jahres hätte das einst von Sergei Schilkin
(1915-2007) gegründete Unternehmen rote
Zahlen geschrieben. Um diese Pleite abzuwenden, holten sich Schilkins Schwiegersohn und dessen Enkel Hilfe. Unter
strenger Auflage des Gerichts wurde ein
Sanierungskonzept erarbeitet. Von Anfang
an sei man mit der schwierigen Situation
transparent umgegangen“, sagt Hans-Jörg
Ullrich. In dieser Phase hätte auch der
Handel bestehende Verträge leicht kündigen können. „Wir wurden aber nicht
ausgelistet, da wir ja weiter liefern konnten.“ Ein Planinsolvenzverfahren bedeute
schließlich nicht automatisch die Pleite
eines Unternehmens. Bis heute konnten
die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft
erhalten bleiben. Für das kommende Jahr

„BERLINER LUFT“
AUF SIEGESZUG
Der Spirituosenhersteller Schilkin ordnet sein
Geschäft neu. Um das Unternehmen wieder
auf Kurs zu bringen, wird das Sortiment
umgekrempelt. Der Fokus liegt auf Regionalität.
könnten sogar zusätzliche Mitarbeiter ins
Boot geholt werden, etwa für das dringend
notwendige Marketing.
Die wichtigste Entscheidung ist erst
wenige Wochen alt: Schilkin produziert
nicht mehr im Auftrag von Supermarktketten deren Eigenmarken, die dann zu
Discountpreisen verkauft werden. Während nämlich die Rohstoffpreise und die
Energiekosten stiegen, blieben die Margen
der Auftraggeber gleich. Das hätte sich
auf Dauer nicht mehr gerechnet, Schilkin verdiente mit diesem Massengeschäft
kein Geld mehr. Also konzentrieren sich

die Mitarbeiter von Schilkin auf die Traditionsmarken des Unternehmens. Das
Sortiment wurde zunächst einmal ordentlich abgespeckt, 36 der 86 Artikel aus dem
Programm genommen. Darunter waren
Boonekamp, verschiedene Goldbrände
und Wodka. „Was wir jahrelang versäumt
haben, holen wir jetzt nach: Wir trennen
uns von den nicht mehr nachgefragten
Produkten“, sagt Vertriebsleiter Ullrich
selbstkritisch. Dabei bleibt es aber nicht:
Auf der Grünen Woche 2015 will Schilkin
sein Flaggschiff „Berliner Luft“ mit neuen
Sorten präsentieren. Für die männlichen

HINTERGRUND

BERLINER FAMILIENUNTERNEHMEN
Die Geschichte von Schilkin
geht zurück auf dessen
Gründer Sergei
Apollonowitsch
Schilkin. Bereits
dessen Vater
produzierte in
St. Petersburg
(Russland) Spirituosen. 1921 emigrierte die
Familie nach Berlin. Sergei
Schilkin baute 1945 die

väterliche Schnapsfabrik
in Kaulsdorf wieder auf.
1971 wurde Schilkin
jedoch verstaatlicht. Schilkin blieb
Produktionsleiter.
Erst 1990 – im Alter
von 75 Jahren –
erhielten die Schilkins
ihr Eigentum zurück. 2007
starb er. Sein Grab befindet
sich in Kaulsdorf.

Die Schilkin GmbH & Co. KG
Berlin wird von Schilkins
Schwiegersohn Peter Mier
und dessen Sohn Patrick
Mier geführt. Das Unternehmen beschäftigt auf
dem Gelände des einstigen
Gutshofes in Alt-Kaulsdorf
aktuell 44 Mitarbeiter.
Weitere Informationen:
www.schilkin.de

Fotos: Marcel Gäding

Kunden gibt es den Pfefferminzlikör in einer 40-prozentigen Version. Naschkatzen
werden sich auf „Berliner Luft“ mit Schokosahne-Zusatz freuen. „Der Konsument
entscheidet am Regal“, sagt Ullrich und
hofft, neue Marktanteile zu sichern.
Regional und traditionell will Schilkin
künftig stärker betonen. Derzeit finden
die überarbeiteten Produkte des Spirituosenherstellers zunehmend Absatz in Westdeutschland. Schilkin setzt auf den Berlin-Hype, denn die Hauptstadt ist derzeit
schwer gefragt in den anderen Bundesländern. Den Likör „Berliner Luft“ gibt es als
Mitbringsel für Touristen unter anderem
an Bahnhöfen zu kaufen. Die Flaschen haben die Form des Fernsehturms oder des
Brandenburger Tores. Selbst die Japaner
und Koreaner interessieren sich aktuell für
die Kaulsdorfer Schnäpse, deren Rezepte
bis in die 1950er-Jahre zurückreichen.
Vom Massengeschäft hat sich Schilkin
verabschiedet. „Wir haben einfach keine Chance gegen die Riesen“, sagt HansJörg Ullrich. „Schilkin muss seine Nische
finden, und das ist die Regionalität.“ Die
Produktpalette wird mehr auf Berlin getrimmt, hinzu kommen neue Fanartikel in
Form von Tabletts oder Gläsern. Immerhin
konnte der Umsatz von Schilkin im Gegensatz zur Gesamtbranche um 20 Prozent
gesteigert werden. Der harte Sanierungskurs des Unternehmens trägt erste Früchte.
Ende November muss das Insolvenzgericht
entscheiden, wie es mit Schilkin weitergeht. Ullrich klopft auf Holz.
„Wir sind optimistisch, dass es mit Schilkin weitergeht“, sagt Stephan Schilling, der
Leiter der Abfüllung. Fast sein gesamtes
Arbeitsleben hat er bislang bei Schilkin
verbracht. Nach seiner Ausbildung bei
dem Spirituosenhersteller zog es ihn zunächst in andere Unternehmen, 2008 bewarb er sich auf seine jetzige Stelle. „Meine
Kollegen haben in den 1990er-Jahren die
Wende in die Marktwirtschaft geschafft,
da werden wir auch die jetzige Situation
meistern“, sagt der 28-Jährige. Gern würde
er bei Schilkin bis zur Rente arbeiten.

Marcel Gäding

10 Bezirks-Leben

Bezirks-Journal Lichtenberg | November/ Dezember 2014

Retter der Hauseingangskunst

Wie ein Rentner vor 20 Jahren farbenfrohe Motive in Neu-Hohenschönhausen fotografierte und
ein Teil der Aufnahmen jetzt immer mal wieder ausgestellt wird.
von Steffi Bey

A

us heutiger Sicht war es ein
großes Glück, dass Wolfgang
Mattern 1991 von einem Tag
auf den anderen in Rente geschickt wur­
de. Plötzlich hatte er sehr viel Zeit und
noch mehr Ideen. Der einstige Lehrer,
der jahrelang in der Akademie der pä­
dagogischen Wissenschaften der DDR
arbeitete, ist sozusagen der Retter der
Hauseingangskunst. Er selbst würde sich
nie so bezeichnen, aber es trifft den Kern
seiner Aktivitäten.
Wolfgang Mattern hat Anfang der
1990ger Jahre damit begonnen, die vie­
len bunten Motive an den betongrauen
Fassaden in Neu-Hohenschönhausen
zu fotografieren. Mehrere Wochen lang
machte er sich jeden Tag mit dem Fahr­
rad auf den Weg von Alt-Hohenschön­
hausen ins Neubaugebiet: Stets dabei
eine Kamera, mehrere Farbfilme und ei­
nen Schreibblock. „Manchmal entstan­
den drei, vier Aufnahmen pro Eingang,
weil die Kunstwerke unterschiedlich
groß waren“, erinnert sich der 85-Jähri­
ge. Mehr als 500 Fassadenbild-Fotos sind

Aufnahme eines Hauseingangs an der Randowstraße, 1991.

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VERANSTALTUNGEN
DEZEMBER 2014
Freitag, 5. Dezember 2014, 14 bis 17 Uhr

Backen im Oskar

Backen für Diabetiker, Allergiker und alle,
die gern Kuchen essen.
Ort: Haus F, Sozialpädiatrisches
Zentrum, Therapieküche

Freitag, 5. Dezember 2014, 10 bis 11.30 Uhr

Nikolausfrühstück im Stilltreff
Wir laden unsere jungen Mütter mit ihren Babys
zu einem gemütlichen
vorweihnachtlichen Frühstück ein.
Ort: Haus F, Stilltreff

Donnerstag, 11. Dezember 2014,16 bis 18 Uhr

Kinderweihnachtsfeier

im Eltern-Kind-Zentrum
mit vielen Überraschungen
Ort: Speisesaal

Sana Klinikum Lichtenberg
Fanningerstraße 32 l 10365 Berlin
www.sana-kl.de

STEFFI BEY (2)

Dass jetzt immer mal wieder die al­
entstanden. Aber nicht nur das – akri­
bisch notierte der Hobbyfotograf dazu ten Aufnahmen von Wolfgang Mattern
öffentlich präsentiert werden, ist vor
Straßennamen und Hausnummern.
Während seiner ausgiebigen Touren allem dem Förderverein Schloss Ho­
traf er auf Bewohner, die seinen Einsatz henschönhausen zu verdanken. „Ich
begrüßten. „Denn damals stand schon bin dort selbst Mitglied und habe mein
fest, die handgemalten Motive werden gesamtes Archiv übergeben“, sagt der
verschwinden“, erinnert sich Mattern. Senior. Vereinsmitglieder digitalisierten
Die neuen Wohnungseigentümer, die in den vergangenen Jahren die Filme.
„Wer sich dafür interes­
Anfang der 1990er Jahre
siert, kann den reichhalti­
kamen, hatten eben große
gen Fundus gerne in unse­
Pläne. Im Zuge der Sanie­
rer Geschäftsstelle an der
rung wurden jedenfalls
Hauptstraße 44 anschau­
nach und nach sämtliche
en“, wirbt Gunnar Müller.
Zeichnungen entfernt.
Ausgestellt wird eine
Entstanden sind die
Bildauswahl gerade im
Bilder in Eigeninitiative
Nachbarschaftshaus im
der Bewohner. „Als die
Ostseeviertel, an der Rib­
Häuser zwischen 1984
nitzer Straße 1b. Auch
und 1989 hochgezogen
andere
Einrichtungen
wurden, sahen sie irgend­
und Vereine fragten be­
wie alle gleich aus“, er­
reits beim Schlossverein
innert sich auch Gunnar Wolfgang Mattern.
nach, weil sie ebenfalls die
Müller. Der Maler und
Grafiker war vor 28 Jahren in die Neu­ Schau zeigen wollen. „Das passt ganz
bausiedlung gezogen. „Gerade Kinder gut, denn bis zum Herbst nächsten Jah­
konnten sich aufgrund der Einheitsar­ res wird noch das 30-jährige Jubiläum
chitektur ihre Hauseingänge inmitten der Großsiedlung Neu-Hohenschönhau­
der betongrauen Riesen nur schwer mer­ sen gefeiert“, sagt Wolfgang Mattern.
In den zurückliegenden Wochen gab
ken“, berichtet Müller.
Ihn fasziniert an der „Bürgeraktion es direkt im Rathaus Lichtenberg eine
von damals“, dass die Werke ganz spon­ kleine Hauseingangskunst-Ausstellung
tan entstanden. „Fragen etwa, ob das – Kurator war Gunnar Müller. Über die
überhaupt erlaubt ist, stellte niemand - vielen positiven Reaktionen waren er
die Leute legten einfach los.“ Deshalb und seine Mitstreiter natürlich erfreut.
Hobbyfotograf Mattern hat noch ei­
gab es oft die gleichen Motive: zumeist
Märchen- oder Fernsehfiguren und Tie­ nen großen Wunsch: „Es wäre doch toll,
re. Pittiplatsch in verschiedenen Posen wenn einige Kunstwerke von damals auf
und Größen und der kleine Maulwurf Postkarten verewigt werden“, sagt er.
waren die am meisten abgebildeten
Farbtupfer. Gunnar Müller faszinieren
noch heute die selbst entworfenen Dar­ Die Geschäftsstelle des Fördervereins befindet
stellungen am meisten. Ein riesiges pink­ sich im Bürgerschloss, Hauptstraße 44. Telefarbenes Marsmännchen gehört dazu.
fon: (030) 97 89 56 00.

Verlagssonderveröffentlichung

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leserreisen@bezirks-journal.de

Schmerzfrei durch den Winter
EuroMed-Reisetipp: Kur-Urlaub im slowakischen Mekka der Rheumatiker

D

ie slowakischen Kurorte, unter
ihnen Piestany, Trencianske
Teplice und Bojnice, zählen
im europäischen Vergleich zu den Top­
adressen für Gesundheitsförderung.
Zahlreiche Berühmtheiten aus Kunst
und Politik haben sich hier bereits in den
attraktiven Hotels und Gesundheitszent­
ren behandeln lassen.
Die Slowakei verfügt über eine Viel­
zahl natürlicher Heilmittel. Reiche
Thermalwasserquellen, verschiedenste
Mineralwässer und schwefelhaltiger
Heilschlamm bilden die Grundlage für
die Entstehung des traditionellen Kur­
wesens vor Ort. Eingerahmt in eine be­
zaubernde Natur mit Bergen, Flüssen,
Seen und Wäldern, die in Nationalparks
wie zum Beispiel der Hohen Tatra und
der Niederen Tatra geschützt sind, ist
das Land ein beliebtes Reiseziel für Er­
holungssuchende. Bereits Anfang des
19. Jahrhunderts gehörte das bekann­
teste Heilbad Piestany (Bad Pistyan)

zu den führenden Rheuma-Heilbädern
Europas.
Idyllisch gelegen im nördlichen Do­
nauhügelland unmittelbar am Fluss
Waag bietet das traditionelle Kurstädt­
chen Gästen mit jeglichen Erkrankun­
gen am Stütz- und Bewegungsapparat
eine Vielzahl von Behandlungen. Welt­
berühmt wurden die Heilerfolge durch
die Behandlung mit dem heißen thermi­
schen Wasser und dem stark schwefel­
haltigem Heilschlamm. Aus etwa 2.000
Metern Tiefe entspringen die Thermal­
quellen mit einer hohen Konzentration
an gelösten Mineralstoffen bei einer
Wassertemperatur von 67 bis 70 Grad
Celsius. Der stahlblaue bis schwarze
Heilschlamm ist geschmeidig, äußerst
wärmebeständig und wird in lokalen
Schlammpackungen bei entzündlichen
oder postoperativen Zuständen an Ge­
lenken, Bindegewebe, Sehnen, Musku­
latur und Wirbelsäule eingesetzt. Flan­
kiert durch verschiedenste medizinische

Swinemünde-Winter an der polnischen Ostsee
16.11. - 20.12. 2014 / 03.01. - 28.02.2015
Hotel Afrodyta
4 Übernachtungen mit Halbpension
4 Behandlungen
Kein EZ-Zuschlag!

Winter-Fit-Woche in Franzensbad (Tschechien)
04.01. - 29.03.2015 / Hotel Pyramida l
7/14 Ü/HP ärztliche Konsultation 8 Anwendungen
pro Woche & 1 Anwendung nach Wahl
2 x pro Woche Tanzabend Schwimmbad & Sauna
kostenloser Parkplatz

Aktive Seniorenwoche in Piestany (Slowakei)

05.01. - 15.03.2015 / Hotel Balnea Grand
auf der Kurinsel 7 Übernachtungen mit Halbpension indiv. Therapieplan mit bis zu 12 Anwendungen pro Woche u.v.m.
25%/35% Rabatt im DZ/EZ
1 Woche
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*Rabatt im Preis bereits eingerechnet

ab 257*

Massagen, hochwirksame Thermalbzw. Schlammbäder und Elektro- und
ergotherapeutische Maßnahmen erzielt
das hochqualifizierte Fachpersonal
der Hotels und Gesundheitszentren in
Piestany wichtige Erfolge bei chroni­
schen Schmerzzuständen, Bewegungs­
einschränkungen und rheumatischen
Formen. Kurreisende der EuroMed und
die deutschsprachigen Ärzte der Kurbä­
der berichten von zahlreichen Patienten,
die bis zu neun Monate nach einem
zwei- bis dreiwöchigen Aufenthalt mit
einer deutlich verringerten Dosis an Me­
dikamenten auskommen oder von gänz­
lich schmerzfreien Zeiten bis zu sechs
Monaten.
Die besten Kurhäuser und Hotels
tummeln sich auf der Kurinsel des
Städtchens und verfügen über große
Badelandschaften sowohl in den Innenals auch in den Außenbereichen. Selbst
im Winter können die Gäste hier in den
Thermalaußenbecken entspannen.

Für Bewegungsliebhaber und Natur­
freunde bieten sich Spaziergänge, Rad­
touren und Wanderungen entlang des
Flusses Waag oder auf den angelegten
Energiepfaden an. Einige Gäste verbrin­
gen einen Tag in der wunderschönen
Hauptstadt Bratislava und erleben dort
einen unvergesslichen Abend in der
Oper oder dem Theater. Ferner werden
auf der Kurinsel selbst - im alten Bade­
haus Irma oder im Jugendstil-Bau des
besten Hotels am Platz – regelmäßig
Konzert- und Kulturabende veranstaltet.
Kuren und Gesundheitsurlaube in der
Slowakei werden von den deutschen
Krankenkassen bezuschusst. Zu den
ganzjährigen Bus- und Flugangeboten,
den rund 25 slowakischen Kurhotels
und weiteren Servicevorteilen beraten
die EuroMed-Kurberaterinnen gern aus­
führlich. Interessierte melden sich unter
030 203 16 209.
Piestany ist eine Reise wert, unsere
Gesundheit noch viel mehr!

Böhmischer Advent in Marienbad (Tschechien)
05.12. - 07.12.2014 / 3-Tagesfahrt mit HP im
3 Sterne Hotel geführter Rundgang durch Marienbad Weihnachtsmarktbesuch Glühwein und
Gebäck Eintritt zum Marienbader Adventssingen
inkl. Busanreise von
Berlin u. Potsdam

Weihnachten in Bad Flinsberg (Isergebirge Polen)
21.12. - 28.12.2014 / Hotel Altes Kurhaus
7 Ü/HP traditioneller polnischer Heiligabend mit
festlichem Weihnachtsmenü Weihnachtskonzert,
Tanz- und Musikabende, Konzerte 9 verordnete
Kuranwendungen u.v.m.

Silvester in Piestany (Slowakei)
28.12.2014 - 04.01.2015 / Hotel Maj
7 Ü/HP Komplexe Heilkur mit bis zu 20 Anwendungen Nutzung von Fitnessraum & Hallenbad
Silvesterfeier mit festlichem Menü u.v.m.
Kein EZ-Zuschlag!

p.P./DZ

Reisevermittler: Bezirks-Journal / Reiseveranstalter (i.S.d.G.): EuroMed Beratungs- u. Handels GmbH Franz-Jacob-Str. 2 10369 Berlin

12 Bezirks-Kultur

Bezirks-Journal Lichtenberg | November/ Dezember 2014

Spielleiter mit Heimatgefühl

Als Kind war er der dicke Schlauberger, der unter Gleichaltrigen nur wenig Anklang fand. Heute kann der
Lichtenberger Regisseur mit der Außenseiterrolle trumpfen und feiert in Deutschlands Kinolandschaft Erfolge.
von Anne Langert

A

ls Axel Ranisch 2011 seinen Ab­
schlussfilm an der Hochschule
für Film und Fernsehen drehte,
hatte wohl kaum einer damit gerech­
net, dass er große Erfolge feiern wird.
Immerhin bestand seine Tragikomödie
„Dicke Mädchen“ aus einem 500 Euro
Budget, einer Digitalkamera und nur
wenigen Darstellern. Selbst seine Oma
aus Lichtenberg musste als Schauspie­
lerin herhalten. Und doch oder gerade
deswegen, hagelte es für den Regisseur
auf unzähligen Filmfestspielen Preise.
Nun kommt im Frühjahr sein erster Kin­
derfilm „Reuber“ in die Kinos. Und weil
er trotz seines Karrieresprungs seinem
Heimatbezirk Lichtenberg treu geblie­
ben ist, wird das märchenhafte Debut an
der Anton-Saefkow-Bibliothek vorab 60
Kindern aus dem Kiez präsentiert.
„Heimat spielt für mich eine große
Rolle“, sagt der 31-Jährige gegenüber
dem Bezirks-Journal. „Deshalb kommt
Lichtenberg auch oft als Kulisse in
meinen Filmen vor.“ Auch seine Woh­
nung an der Storkower Straße wird

Robbi alias Tadeus Ranisch ist der Neffe von Filmemacher Axel Ranisch. In „Reuber“ spielt er die Hauptrolle.

Bezirks-Journal

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O Lichtenberg/ Hohenschönhausen

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Bezirks-Journal

Berlins beste Seiten.

dann schon mal zum Drehort. Sehr zur
Freude seiner Filmkritiker, die seine Na­
türlichkeit und die Nähe zum wahren
Leben lobten. „Nichts wird geschönt,
nichts wird verklärt“, heißt es. „Oft ver­
arbeite ich auch eigene Erfahrungen und
Gefühle in den Filmen.“ Und davon
habe Ranisch reichlich.
Als Kind war er alles andere als be­
liebt. Als Besserwisser und Moppelchen,
wie er gerne sagt, fand Ranisch nur wenig
Anschluss zu ande­
ren Kindern. Da­
bei hatte er damals
schon ein Feinge­
fühl, ein Gespür
für Geschichten. In
Schreibzirkeln soll­
te sich der Schü­
ler in seiner Welt
ausleben. Später,
in der Jugendbe­
gegnungsstätte des
Wannseefor ums,
kam er seiner heuti­
gen Berufung noch
ein Stückchen nä­
Axel Ranisch.
her: „Hier stand
ich zum ersten Mal
auf der Bühne und bekam plötzlich Ap­
plaus, für das was ich machte“, erinnert
er sich. „Für mich als selbstzweifelnder
Teen war das Balsam für die Seele. Ab
da habe ich all meine Ferien dort ver­
bracht.“
Die Rolle des Außenseiters verarbei­
tet er gerne in seinen Geschichten, oft
mit einer Brise Ironie, zwischen Alltags­
sorgen und kleinen Herausforderungen.
„Mein Professor an der HFF sagte mal:
Nur wer Geschichten erzählt, mit denen
er sich auskennt, kann auch authentisch
von Emotionen sprechen und den Zu­
schauer berühren.“ Mittlerweile kann

DENNIS PAULS

sich der Spielleiter, wie Ranisch sich
selbst bezeichnet, vor Aufträgen kaum
noch retten: Drehbücher für Fernsehfil­
me, Opern für Niedersachsen oder Mün­
chen, eine Hauptrolle als Kriminalkom­
missar oder weitere Kinodebüts – mit
so viel Zuspruch hat der Berliner nicht
gerechnet. „Nein, so richtig kann ich das
alles noch gar nicht fassen“, gesteht er.
Mit seinem Kinderfilm „Reuber“
steht der Kreative vor neuen Heraus­
forderungen. „Er­
wachsene in eine
Welt zu führen, ist
eine Sache“, sagt
er. „Aber Kinder
abzuholen und von
einer Geschichte
zu begeistern, ist
noch mal ein ganz
anderes Kaliber.“
Immerhin sei hier
viel Kreativität ge­
fordert, mit einfa­
chen Dialogen und
einem spannenden
Handlungsbogen.
DENNIS PAULS
Mit dem kleinen
Robbi als Haupt­
darsteller, der in den Wald flüchtet, weil
er Zuhause Mist gebaut hat, sei ihm das
den Münchener Filmfestspielen nach
gelungen. Am 8. Dezember können sich
dann auch die Lichtenberger Schulklas­
sen in der Anton-Saefkow-Bibliothek
vom Stück, mit Ranischs Neffen in der
Hauptrolle, überzeugen. Dann heißt es
in der geschlossenen Veranstaltung kräf­
tig mit Robbi mit zu fiebern, der im Wald
auf den Räuberhauptmann Rüdiger trifft
und sich sofort in Schwierigkeiten befin­
det. „Klar werden Robbi und ich dann
auch vor Ort sein“, sagt er. Schließlich
habe hier alles angefangen.

Bezirks-Kulturkalender

November/ Dezember 2014 | Bezirks-Journal Lichtenberg

MUSIK & TANZ

Jugendtanzfestival: Im Rahmen des Ju­
gendtanzfestivals Modern Dance treten am
Sonnabend (8. November) um 19 Uhr junge
Amateur-Tanzcompanies auf. Gezeigt werden
Kurzchoreographien und längere Arbeiten.
Ort; Max-Taut-Aula, Fischerstraße, 10317
Berlin. Karten: 10, erm. 7 Euro. Kartentele­
fon: (030) 52 69 88 04. Infos: www.flatbackand-cry.de

HELLER SALON: GEORGIEN

13

KUNST & GESCHICHTE

Vernissage: Am Mittwoch (19. November)
wird um 19 Uhr die Ausstellung „transAus­
tral“ eröffnet. Gezeigt werden Malerei,
Zeichnungen und Collagen von Samuel
Melser und Cameron Tauschke. Die Bilder
sind bis zum 10. Januar 2015 zu sehen. Ort:
Galerie Ratskeller, Möllendorffstraße 6, 10367
Berlin. Eintritt frei. Öffnungszeiten: Mo-Fr
10-18 Uhr.

Orgel-Jubiläumskonzert: Der 300. Geburts­
tag von Gottfried August Homilius ist der
Anlass für ein Jubiläumskonzert in der Kirche
Zur Frohen Botschaft am 9. November um
17 Uhr. Dargeboten werden Werke von
Bach, Corrette und Homilius. Zu Gast ist das
Ensemble Cammermusik Potsdam. Karten
kosten 12, erm. 9 Euro. Ort: Kirche Zur Fro­
hen Botschaft, Weseler Straße 6, 10318 Berlin.

Politische Ausstellung: „Zugeführt – In der
Gewalt der Volkspolizei und Staatssicherheit“
lautet der Titel einer Ausstellung, die bis
Jahresende rund um die ehemalige Polizeista­
tion an der Hauptstraße 8 in Rummelsburg zu
sehen ist. Auszüge einer Dokumentation rund
um die Geschehnisse des 7. und 8. Oktober
sind an Zäunen angebracht und dort als
Open-Air-Ausstellung zu sehen.

Rockbühne 2014: Junge und erfahrene Bands
der Schostakowitsch-Musikschule Lichten­
berg laden am 14. November um 19 Uhr
zum Rockspektakel. Das Konzert findet im
Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, statt. Karten: 3 Euro.

Widerspenstig und widerständig: Die
Jugendkultur in Lichtenberg zwischen 1960
und 1990 ist das Thema dieser Ausstellung im
Museum Lichtenberg. Gezeigt werden Fotos,
Filme und Tondokumente von politisch
agierenden Gruppen in Lichtenberger Kiezen.
Ort: Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße
24, 10317 Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr sowie
So 11-18 Uhr.

Virtuose Klaviermusik: In die Welt des vir­
tuosen Klavierspiels entführt der schottische
Pianist Trefor Smith am 29. November um
18 Uhr auf Schloss Friedrichsfelde. Auf dem
Programm stehen Werke von Mozart, Beetho­
ven und Chopin. Karten kosten 19 Euro. Ort:
Schloss Friedrichsfelde, Am Tierpark 125,
10319 Berlin. Infos: www.schloss-friedrichs­
felde.de
Weihnachtskonzert: Traditionell veranstaltet
die Schostakowitsch-Musikschule einmal
im Jahr ein Weihnachtskonzert. Dieses Jahr
treten die Musiker und der Clara-SchumannChor am 30. November um 16 Uhr in der
Erlöserkirche auf. Neben den Weihnachtslie­
dern liefern die Musiker auch eine Orches­
terversion zu Tschaikowskis „Nussknacker“.
Eintritt frei. Ort: Erlöserkirche, Nöldnerstraße
43, 10317 Berlin.
Carlshorster Salon: „Saudade, die Sehn­
sucht“ ist das Motto der Veranstaltung am
28. November um 19.30 Uhr im Kulturhaus
Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin.
Alina Martirosjan-Pätzold führt durch den
Abend, in dessen Mittelpunkt Portugal steht.
Das „Trio Fado“ liefert die Musik, dazu
gibt es Bilder und kulinarische Spezialitäten.
Karten kosten 18 Euro und können unter Tel.
(030) 553 22 76 bestellt werden.

THEATER & BÜHNE

Theaterabend: Don Quichote steht am Sonn­
abend (8. November) um 20 Uhr in „Das
weite Theater“ auf dem Programm. Geboten
wird nicht nur eine Aufführung, sondern
auch Kulinarisches und Musik. Zu Gast ist
das „Theater des Lebens“ aus Frankfurt an
der Oder. Die Karten kosten 6,50 Euro. Ort:
Das Weite Theater, Parkaue 23, 10317 Berlin.
Karten unter Tel. (030) 991 79 27.

KINDER & JUGEND

Timm Thaler oder Das verkaufte Leben:
Das Theater an der Parkaue erzählt die Ge­
schichte über den Traum vom Glück in einem
Leben voller Geld und den Wert von wahren
Freunden. Inszeniert wird das Stück von
Grazyna Kania nach der Vorlage von James
Krüss. Termin: 23. November, 16 Uhr. Ort:
Theater an der Parkaue, Parkaue 29, 10367
Berlin. Karten kosten 13 Euro. Telefon: (030)
55 77 52 52.
Kindertheater: Premiere feiert am 30.
November um 16 Uhr das Stück „Die zweite

„Georgien - Die Farbe des Granatapfels“ lautet der Titel des hellen salons, zu dem
Gastgeberin Alina Martirosjan-Pätzold am 14. November um 19.30 Uhr gemeinsam
mit dem Kulturring Berlin e.V. einlädt. Sie präsentiert Literatur, Musik, Bilder und
Kulinarisches aus dem Land. Der Eintritt kostet 18 Euro. Karten können unter Tel.
(030) 553 22 76 geordert werden. Ort: Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619 Berlin. KULTURRING IN BERLIN E.V./ VITTFARNA
Prinzessin“ - ein augenzwinkerndes Stück
über die großen und kleinen Nöte kleiner
Geschwister. Ort: Das Weite Theater, Parkaue
23, 10367 Berlin. Karten kosten 6,50 Euro
für Erwachsene und 4,50 Euro für Kinder.
Reservierungen: Tel. (030) 991 79 27
Sonne, Mond und Dreierlei: Das Kindermu­
siktheater ZimbelZambel ist am 20. November um 9.30 Uhr im Humboldt-Haus zu Gast.
Das Stück ist für Kinder ab 3 Jahren geeignet.
Eintritt: 4 Euro. Ort: Humboldt-Haus, War­
nitzer Straße 13A, 13057 Berlin. Tel. (030)
962 42-0.

LESUNG & GESPRÄCH

Buchlesung: Das Leben der 1942 in
Michailowka gestorbenen Künstlerin Selma
Merbaum ist Gegenstand einer Lesung am
17. November um 19 Uhr in der kunst- und
literaturwerkstatt „studio im hochhaus“. Die
Autorin Marion Tauschwitz hat Dokumente
zusammengetragen und Zeitzeugen befragt.
Ort: „studio im hochhaus“, Zingster Straße
25, 13051 Berlin. Eintritt: 4, erm. 3 Euro.
Konzertlesung: Das Leben des Musikers Rio
Reiser steht im Fokus einer Konzertlesung
am 21. November um 20 Uhr im Kultur­

haus Karlshorst. Frank Nussbücker wird aus
Reisers Autobiografie lesen, während „Die
Unbestechlichen“ Songs von Rio Reiser und
Ton Steine Scherben spielt. Ort: Kulturhaus
Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin.
Eintritt 12, erm. 3 Euro.

Senden Sie uns Ihren Tipp an:
kultur@bezirks-journal.de

Whisky-Lesung: Schottischer Whisky und
schottische Livemusik der Band „Ship in full
sails“ gibt es am 21. November um 19.30 Uhr
bei der Whisky-Lesung „Then let us toast
with an Single Malt“. Natürlich wird auch
Whisky zur Verkostung angeboten. Eintritt: 5
Euro. Ort: Humboldt-Haus, Warnitzer Straße
13 A, 13057 Berlin.
Abend der sozialen Brennpunkte: Der CDUBundestagsabgeordnete Dr. Martin Pätzold
ist am 20. November um 19 Uhr zu Gast im
Museum Kesselhaus Herzberge. Er wird zum
Thema „Soziales Europa“ und insbesondere
über soziale Brennpunkte sprechen. Im Fokus
stehen unter anderem Jugendarbeitslosigkeit,
einheitlicher Arbeitsmarkt, Freizügigkeit,
Zuwanderung und Fachkäfte. Ort: Museum
Kesselhaus Herzberge, Herzbergstraße 79,
10365 Berlin (Haus 29). Eintritt: 3 Euro.

Schloss Friedrichsfelde

Konzerte im königlichen Ambiente
Barbra-Streisand-Abend mit Ulrike Barz
Freitag, 28. November, 20.00 Uhr

Ulrike Barz kann singen, tanzen und spielen und
ist von Beginn bis zum Schluss in diesem musikalischen Portrait die erfolgreichste Sängerin in
der Geschichte der Unterhaltungsindustrie. Und
das von Kopf bis Fuß, vom höchsten Ton bis zum frechen Fingerschnipp.
Am Klavier wird sie von Nico Stabel begleitet.
Eintritt: 25 Euro - inkl. Begrüßungssekt

Musik vom Zarenhofe
Vergessene Meisterwerke des 18. Jh.
Sonntag, 7. Dezember, 15.00 Uhr

Die Sängerinnen Alexandra Parshina und Teresa Hoerl präsentieren zusammen
mit einem siebenköpfigen Orchester Kompositionen von Giuseppe Sarti, Francesco
Araja, Hermann Friedrich Raupach und Vincenzo Manfredini, die im 18. Jh. in St.
Petersburg am Zarenhof tätig waren. Eintritt: 22 Euro - inkl. Begrüßungssekt

Marika Rökk - Ein musikalisches Portrait mit Sabine Schwarzlose
Freitag, 12. Dezember, 20.00 Uhr

Marika Rökk - umjubelter Kinderstar, ehrgeizige Tänzerin, temperamentvolle Sängerin und gefeierter Filmstar. Sabine Schwarzlose als Marika Rökk, begleitet von
Volker Sondershausen am Klavier, präsentiert eine Hommage mit viel heißem
Blut. Eintritt: 25 Euro - inkl. Begrüßungssekt
Kartenverkauf: Tel. 51 53 14 07 - alle VVK
info@schloss-friedrichsfelde.de

www.schloss-friedrichsfelde.de

Keramik und Stoffe: In der Galerie 100
werden vom 19. November an Skulpturen der
Künstlerin Andreas Herrmann gezeigt. Die
Werke entstehen durch Faltung und Verfor­
mung von Bändern aus Ton. Darüber hinaus
sind Stoffdrucke zu sehen. Vernissage ist am
19. November um 19 Uhr, die Ausstellung
selbst ist bis zum 15. Januar zu sehen. Ort:
Galerie 100, Konrad-Wolf-Straße 99, 13055
Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So
14-18 Uhr.
Kriegsbilder: Am 12. November wird im fei­
erlichen Rahmen um 19 Uhr die Ausstellung
„Propagandafotograf im Zweiten Weltkrieg:
Benno Wundshammer“ eröffnet. Der Presse­
fotograf hielt unter anderem die Schlacht um
Stalingrad im Jahre 1942 fest. Ort: DeutschRussisches Museum Berlin-Karlshorst, Zwie­
seler Straße 4, 10318 Berlin. Eintritt frei.

Bezirks-Journal

Unabhängige Monatszeitung für
Lichtenberg und Hohenschönhausen.
Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat
kostenlos und liegt an ca. 250 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf zur
Mitnahme aus.
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Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 11.12.2014

14 Bezirks-Sport

Bezirks-Journal Lichtenberg | November/ Dezember 2014

Laufen als Lifestyle

Dennis Krüger ist mit 21 Jahren Deutschlands bester 800-Meter-Läufer.
Bald schon will er es auch mit der Weltelite aufnehmen.
von Benedikt Paetzholdt

F

ür Dennis Krüger beginnt jetzt
wieder die Zeit, in der er seine
Heimat verlassen muss. Wenn es
in Berlin immer kälter und das Training
im Freien immer beschwerlicher wird,
zieht es den Leichtathleten in die Son­
ne von Kenia. „Es macht schon mehr
Spaß im Winter in kurzen Klamotten
rumzulaufen“, sagt Krüger, 21. „Das ist
ein ganz anderes Lebensgefühl.“ Derzeit
trainiert Krüger vor allem im Kraftraum
des Olympiastützpunktes Berlin in Ho­
henschönhausen.
Ausführliches Sonnenbaden ist aber
nicht der entscheidende Grund für Krü­
gers Exkursion in den Osten des afrika­
nischen Kontinents. Für den 800-MeterLäufer vom VfL Fortuna Marzahn geht
es darum, sich schrittweise für die kom­
mende Saison in Form zu bringen, die
im April beginnen wird. Kenia, wo die
besten Läufer der Welt beheimatet sind
und auch trainieren, bietet dafür beste
Voraussetzungen. „Laufen ist dort so be­
liebt wie bei uns Fußball“, weiß Krüger.
So komme es schon mal vor, dass Ein­

Dennis Krüger beim Krafttraining.
heimische beim Training der exotischen
Gäste aus Europa vorbeischauen und
sich entschließen, einfach mal mitma­

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BENEDIKT PAETZHOLDT

chen. „Laufen gehört zum Lifestyle.“
Einfach nur mitmachen ist natürlich
nicht der Anspruch Krügers in Wett­
kämpfen. Souverän holte er sich den
deutschen Meistertitel in diesem Jahr.
Seine Bestzeit steht bei 1:45,79 Minu­
ten. Damit qualifizierte er sich auch für
die EM in Zürich im August, wo er un­
ter Schmerzmitteln im Halbfinale Platz
sechs belegte. „Das war ein gutes Jahr“,
sagt Krüger. Auch weil er weiß, dass ein
Läufer mit 25 oder 26 Jahren erst im bes­
ten Alter ist. Bundestrainer Jens Boyde
sagt: „Es sind noch Reserven da, eine
Sekunde oder zwei schneller zu laufen.“
Ambitioniert sind deshalb die Ziele für
die Zukunft. Nach der U23-EM im estni­
schen Tallinn im kommenden Juli würde
er einen guten Monat später auch gerne
bei der WM der Elite in Peking starten.
Gerade für Läufer ist das eine besondere
Herausforderung, denn „bei der SmogBelastung herrscht eigentlich Alarmstufe
Rot“, wie Krüger sagt. Das ganz große
Ziel sind dann die Olympischen Spiele
in Rio de Janeiro 2016. „Da wollen wir
nicht nur als Touristen hinfahren“, wie
es Bundestrainer Boyde ausdrückt.
Neben einer entsprechenden Zeit wird
es in diesen großen Rennen vor allem
auch auf die Psyche ankommen, um es
mit den Besten aufnehmen zu können.
„Viele Leute bekommen Angst, wenn
sie gegen Afrikaner laufen“, sagt Krüger.
Aus dem Gefühl heraus, diesen Läufern,
die um den sozialen Aufstieg in ihrem
Heimatland rennen, nicht gewachsen zu
sein. Er schätzt, dass die Leistung durch
solch eine mentale Beeinflussung um
15 Prozent geschmälert wird. Krügers
Motto lautet deshalb, mit Spaß an die
Wettkämpfe zu gehen und einer lähmen­
den Verbissenheit so zu entkommen. Als
Sportsoldat ist er die ganz großen finan­
ziellen Sorgen los.
Zur Leichtathletik ist Krüger aller­
dings über einen Umweg gekommen.
Wie so viele junge Sportler begann auch

er als Fußballer und träumte von einer
großen Karriere. Dann aber zog er sich
einen Patellasehnen-Riss zu, die Ärzte
schlossen eine Rückkehr zum Leistungs­
sport eigentlich aus. „Es war erstaunlich,
wie gut ich noch rennen konnte“, erin­
nert sich Krüger.
Die 800-Meter-Strecke hatte es ihm
dann besonders angetan, „weil sie nicht
zu lang und nicht zu kurz ist.“ Auch rei­
zen ihn die taktischen Spielereien wäh­
rend dieses kniffligen Rennens, wo es
schon mal Gerangel beim Kampf um die
beste Ausgangsposition gibt. Es braucht
also Willen und Charakter, um sich zu
behaupten.
Zur Charakterstärke des aufstreben­
den Läufers gehört es ebenso, den ei­
genen Wurzeln verbunden zu bleiben.
Auch wenn das Training in Berlin haupt­
sächlich im Sportforum über die Bühne
geht, wo er auch im Haus der Athleten
wohnt, so schaut Krüger doch auch re­
gelmäßig bei seiner sportlichen Heimat
in der Allee der Kosmonauten vorbei,
wo sich auch schon die ganz Kleinen im
Kita-Sport betätigen. „Ich will den Kin­
dern im Verein ein Vorbild sein“, sagt er.
Für ihn ist die körperliche Ertüchtigung
nämlich eine Art Schlüssel zu einem er­
folgreichen Leben. „Sportler sind gerade
auch als Arbeitskräfte interessant, weil
sie sich Ziele setzen und hart trainieren
diese zu erreichen.“
Als Kleinunternehmer ist Krüger na­
türlich auch immer umtriebig, was die
Suche nach Förderern und Sponsoren
geht. „Marzahn ist diesbezüglich kein
leichtes Pflaster“, sagt er. Sich groß auf­
spielen, will er deshalb nicht. Seine De­
vise: „Wenn du gute Leistungen bringst,
kriegst du deine Bühne.“ Gelegentliche
Exkursionen nach Kenia sind Teil dieses
Businessplans.

Bezirks-Sport

November/ Dezember 2014 | Bezirks-Journal Lichtenberg

Gestiegener Selbstwert

15

Bente Kraus von den Eisbären Juniors will sich als zweitbeste deutsche Eisschnellläuferin über die
Langstrecke behaupten. Noch härter als sonst will sie für ihre sportlichen Ziele kämpfen.
von Benedikt Paetzholdt

E

s war ein gelungener Auftakt
in die Eisschnelllauf-Saison für
Bente Kraus. Die 25-Jährige
untermauerte bei der Deutschen Meis­
terschaft im Sportforum Hohenschön­
hausen über die 3.000 Meter einmal
mehr, dass sie mittlerweile Deutschlands
zweitbeste Langstrecken-Skaterin ist.
Auf der 5.000-Meter-Distanz landete
sie auf dem dritten Rang. „Das war
ein wichtiger Schritt nach vorne“, sagt
sie. Was auch wichtig ist. In den kom­
menden Wochen will sie sich schließlich
noch mehr in Szene setzen und irgend­
wann auch mal die ewige Claudia Pech­
stein, die mit ihren 42 noch nicht an ein
Karriereende denkt, ernsthaft angreifen.
Und natürlich wäre es auch schön, inter­
national den einen oder anderen Finger­
zeig zu geben.
Anders als zu mancher vergangenen
Saison passt zu den Ambitionen jetzt
auch das Selbstwertgefühl. „Ich fühle
mich sehr gut“, sagt das Mitglied der
Eisbären Juniors, „eigentlich kann nix
schief gehen.“ Viel hat das gute Grund­
gefühl mit den Erlebnissen der Vorsaison
zu tun. Zum ersten Mal in ihrer Karrie­
re hatte sie sich da für die Olympischen
Spiele qualifiziert. Womit jeder Sportler
ein neues Niveau in Sachen Anerken­
nung erreicht. „Das war ein wahnsinni­
ges Erlebnis“, weiß Kraus. Woraus sie
auch jede Menge Motivation für ihre
weitere Karriere geschöpft habe.
Angefangen hatte diese einst als Eis­
kunstläuferin beim SC Berlin, dem sie
nach wie vor mit einer Zweit-Mitglied­
schaft die Treue hält. In der vierten Klas­
se zog es sie dann zu den Kufenflitzern.
„Wegen der eher sportlichen als künst­
lerischen Art“, wie sie erklärt. Trainiert
wurde sie fortan von Vater Alfred, der
sie auch bis zum Ende der Juniorenzeit

Bente Kraus.

BENEDIKT PAETZHOLDT

2008 begleitete. Weil er ab 2005 für die zu kämpfen. Im Sportforum, wo am
Eisbären im Eishockey sowie Eisschnell­ Wochenende des zweiten Advents auch
lauf arbeitete, vollzog die Tochter mit noch ein Weltcup steigen wird, trainiert
ihm den Wechsel zu diesem Klub.
sie unter Anleitung von Coach André
Der Vater war überhaupt der große Unterdörfel mit ihrer Berliner Trainings­
Fixpunkt für Kraus. „Ich verdanke ihm gruppe. Zu der gehören neben Rivalin
sehr viel, was Ehrgeiz, Zielstrebigkeit Pechstein auch einige Männer. „Es gibt
und Durchhaltevermögen angeht“´, keine besseren Trainingspartner und
sagt sie. Als er
auch keine besse­
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im Mai 2013 ver­
ren Bedingungen“,
starb, brach für
schwärmt Kraus.
Gesundheitsdie
aufstrebende
Im Gegensatz zu
Sportverein
Sportlerin sprich­
früheren Jahren,
wörtlich die Welt
als die gesamte Na­
Berlin e.V.
zusammen. Noch
tionalmannschaft
„SV Gesu“
heute fällt es ihr
miteinander trai­
schwer
darüber
nierte, sei die Qua­
NEUE KURSE:
zu sprechen. Aber
lität jetzt höher.
irgendwie hat es
Insgesamt
al­
den Anschein, als
lerdings befindet
Schwimmhalle Sportforum
hätte Kraus dieser
sich die Deutsche
ab Sonnabend, 10.01.2015
Schicksalsschlag
Eisschnelllaufmotiviert
noch
Gemeinschaft in
härter als ohne­
einer ihrer tiefsten
hin schon für ihre
Krisen überhaupt.
sportlichen Ziele
Erstmals seit 50

AQUA FITNESS

Jahren sind die Athleten bei den ver­
gangenen Olympischen Spielen ohne
Medaillen geblieben. Das kostet För­
dermittel und Sponsoren. Zu den Nie­
derländern, die den Sport dominieren,
liegen inzwischen Welten. Was sich bei
den kommenden Wettkämpfen mit Si­
cherheit auch wieder zeigen wird. „Die
Probleme zeichnen sich seit Jahren ab“,
weiß Kraus.
Wie bei so vielem, fehlt es auch hier
am Geld. „Es ist schon bitter, dass du
trainierst und trainierst, aber einfach
nichts da ist“, kritisiert die Sportlerin.
Beim Sommertraining habe man des­
halb so viel improvisieren müssen wie
noch nie. Weil Trainingslager in der
Höhe aus Kostengründen gestrichen
wurden, mussten sich die Athleten selbst
darum kümmern. „So etwas sollte doch
eigentlich machbar sein“, sagt Kraus.
Doch nicht nur die Leistungssportler
leiden unter dieser Situation. „Es wird
unter diesen Umständen immer schwie­
riger junge Athleten zu motivieren“,
weiß Kraus, „da kann man zehn Mal er­
zählen, wie viel Spaß der Sport macht.“
Obwohl es durchaus Talente gebe, ent­
schieden sich viele Nachwuchs-Sportler
mangels Perspektiven gegen den Leis­
tungssport.
Kraus‘ Bemühungen um den Nach­
wuchs reichen indes weiter über das Eis
hinaus. Sie ist auch Patin des Malteser
Familienzentrums „Manna“ in Gropius­
stadt. Die Sportlerin, die nach ihrer Kar­
riere gerne als Grundschullehrerin arbei­
ten möchte, sagt: „Wir können ausleben,
was andere nicht haben. Mit meinem
Engagement möchte ich ein bisschen
was zurückgeben.“ Dass sie einige dieser
Kinder bei der Deutschen Meisterschaft
angefeuert haben, trägt für sie auch zu
einem gelungenen Saisonstart bei. Umso
besser, wenn sich das eine oder andere
Kind durch solche Erlebnisse vom Sport
begeistern lässt.

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16 Bezirks-Navigator

Bezirks-Journal Lichtenberg | November/ Dezember 2014

Der Augenblick: ERLEUCHTUNG

POLITIK VOR ORT
Evrim Sommer, MdA, DIE LINKE:
Diskussionsveranstaltung am 10.
November um 18.30 Uhr zum Thema
„War die Wende nur das ›Ende der
DDR‹? Politische Lehren aus der Wendezeit für das Heute und Morgen“.
Ort: Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel, Ribnitzer Straße 1b, 13051
Berlin.

Alles, was Lichtenberg in den kommenden vier Wochen bewegt. Kurz.
Bündig. Kompakt.

Harald Wolf, MdA, DIE LINKE: Bürgersprechstunde am 17. November
um 17 Uhr im Bürgerbüro, AlfredKowalke-Straße 14, 10315 Berlin.

Senden Sie uns Ihre Infos!
E-Mail: redaktion@bezirks-journal.de
Sie haben einen Themenvorschlag für uns,
kennen eine interessante Persönlichkeit
oder wollen uns auf einen Geheimtipp aufmerksam machen? Unsere Redaktion freut
sich auf Ihren Anruf: Tel. (030) 55 49 96 56

Durch den Morgennebel bahnt sich dieser Sonnenstrahl seinen Weg durch
die Baumwipfel. Entdeckt hat Gisela Gesiehn dieses mystische Naturschauspiel in diesen Herbsttagen. Sie fotografiert in der Fotogruppe des Deutschen
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Neuer Schulstandort am Netz
LICHTENBERG. Das Bezirksamt
erweitert das Schulnetz Lichtenbergs
ummit einem weiteren Standort: Am
10. November um 16 Uhr wird an der
Siegfriedstraße 208 eine Außenstelle der
„Schule auf dem lichten Berg“ eröffnet.
Gut anderthalb Jahre hatten die Sanie­
rungsarbeiten gedauert, wie Schulstadt­
rätin Kerstin Beurich (SPD) sagt.
Mit dem zusätzlichen Schulstand­
ort reagiert der Bezirk auf die steigen­

den Schülerzahlen. Das Gebäude – ein
Backsteinbau aus der Jahrhundertwende
– stand zehn Jahre leer und wurde jetzt
reaktiviert. Gut zwei Millionen Euro
flossen in die Sanierung des Hauses so­
wie in einen Mensa-Anbau und die Neu­
gestaltung des Schulhofes. Das Grund­
stück des Hofs war vom Sana-Klinikum
erworben worden. Die Mittel für die
Sanierung stammen aus dem Programm
„Stadtumbau Ost“. (bzj.)

Neue Ruhestätte für
Rummelsburger Tote

Warme Kleidung für
Obdachlose gesucht

FRIEDRICHSFELDE. Die einst auf
dem Friedhof des Städtischen Waisen­
hauses Rummelsburg bestatteten Toten
wurden umgebettet. Ihre Gebeine fanden
auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde
ihre letzte Ruhe. Auf dem 1915 aufgelös­
ten Friedhof in Rummelsburg entstand
ein Wohngebiet. Den Toten wird am 19.
November um 12 Uhr im Rahmen einer
Zeremonie gedacht, zu der Bezirksbür­
germeister Andreas Geisel, Pfarrer und
Rabbiner erwartet werden. (bzj.)

NEU-HOHENSCHÖNHAUSEN. Die
ambulante Wohnhilfe des Vereins für
ambulante Versorgung e.V. sammelt ab
sofort Kleidung für Obdachlose. Wegen
des bevorstehenden Winters werden vor
allem Schlafsäcke, Mützen, Handschule,
Schals, Winterjacken und Winterschuhe
benötigt, sagte eine Sprecherin. Die gut
erhaltenen Kleiderspenden werden mon­
tags bis freitags von 8.30 bis 16 Uhr an
der Ribnitzer Straße 1B entgegen genom­
men. Infos: Tel. (030) 96 27 71-18. (bzj.)

Mein letzter Wille

zum Wohle der Tiere
Gutes tun über den Tod hinaus. Helfen Sie mit Ihrem Testament nachhaltig den
notleidenden Tieren im Tierheim Berlin (ehemals Tierheim Lankwitz).
Der Tierschutzverein für Berlin e.V. ist von der Erbschaftssteuer befreit.
Wünschen Sie weitere Informationen?
Dann wenden Sie sich bitte an
unseren Geschäftsführer Jan Berge.
Telefon: (030) 768 88 110
E-Mail: jan.berge@tierschutz-berlin.de
www.tierschutz-berlin.de/letzterwille

Dr. Gesine Lötzsch, MdB, DIE LINKE:
Bürgersprechstunde am 18. November um 17 Uhr im Bürgerbüro,
Zingster Str. 12, 13051 Berlin.
Andreas Geisel, Bezirksbürgermeister, SPD: Bürgersprechstunde am 19.
November von 15 bis 17 Uhr, „The
WAVE“ Bornitzstraße 73-75, 10365
Berlin. Um Anmeldung unter Tel.
(030) 90296-3301 wird gebeten.
Karin Halsch, MdA, SPD: Bürgersprechstunde am 12. November und
am 19. November um 17 Uhr im Bürgerbüro, Am Berl 13, 13051 Berlin.
Birgit Monteiro, MdA, SPD: Bürgersprechstunde am 19. November von
18 bis 19 Uhr, Bürgerheimstraße 4,
10365 Berlin.
Dr. Martin Pätzold, MdB, CDU:
Bürgersprechstunde am 1. Dezember um 17.30 Uhr im Wahlkreisbüro,
Normannenstraße 1-2, 10367 Berlin.
Anmeldung Tel. (030) 227 73917.

Kinder-Kiez-Karte
erschienen
Eine Kinder-Kiez-Karte ist an die Kin­
der der Obersee-Grundschule übergeben
worden. Mit deren Hilfe sollen Kinder
ihren Kiez in Alt-Hohenschönhausen
erkunden. Es ist die fünfte Karte dieser
Art. Bestellungen per E-Mail: manuela.
elsasser@lichtenberg.berlin.de (bzj.)

das nächste

Bezirks-Journal


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