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Full text: Marzahn-Hellersdorfer Bezirks-Journal (Rights reserved) Issue8.2021,[8] August (Rights reserved)

Ärger im Kiez: Der Bezirk sucht Flächen für Kitas. Jetzt sorgen sich Anwohner um ihre Innenhöfe. Seite 3 Anzeige Kultur auf dem Land: Vier Tage lang ist auf dem Schlossgut in Altlandsberg „My Fair Lady“ zu sehen. Seite 12 MARZAHN-HELLERSDORFER GRATIS BEZIRKS-JOURNAL zum Mitnehmen Ihre kostenlose Monatszeitung für Marzahn-Hellersdorf | Ausgabe August 2021, 12. August 2021 |  www.bezirks-journal.de | m redaktion@bezirks-journal.de SUPERWAHLTAG 26. SEPTEMBER 2021 Der Wechsel im Rathaus ist sicher Am 26. September 2021 wird in Marzahn-Hellersdorf gleich dreimal gewählt: An diesem Tag finden die Bundestagswahl, die Abgeordnetenhauswahl sowie die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung statt. Sicher ist: An der Rathaus-Spitze von Marzahn-Hellersdorf gibt es einen Wechsel. Denn Amtsinhaberin Dagmar Pohle (Die Linke) geht in den Ruhestand. Das Bezirks-Journal stellt Parteien, Ziele und Menschen vor. Mehr dazu auf den Seiten 5 bis 9. Archivfoto: Marcel Gäding autohaus autohaus MARZAHN rfelde r Str. e Bitte Sportgelände Marzahn R.Wall enberg -S tr. ee All erger dsb Lan lle sch eA rki Mä Mehro wer A llee Blumb erger Damm Wo lfen er S tr. MARZAHN Sondermodelle Aktionspreise Inzahlungnahme Autohaus Marzahn GmbH Wolfener Straße 13 a, 12681 Berlin Tel. 030 / 93 69 160 | www.autohaus-marzahn-berlin.de 2 BEZIRKS-NACHRICHTEN ANZEIGE August 2021 | Marzahn-Hellersdorf | BEZIRKS-JOURNAL Linke fordert Bekenntnis zum Kombibad Kiezorchester sucht Verstärkung KÖPENICK. Das Kiezorchester Wendenschloss sucht neue Mitstreiter. Seit 2012 musizieren Bläser, Streicher, Gitarristen und ein Klavierspieler in dem Laienensemble. Weil niemand von ihnen professionell spielt, haben sie sich das Motto „Musizieren, weil´s Spaß macht“ gegeben. Probe-Treffpunkt ist das Haus der Begegnung in Wendenschloss. Hier finden die Sommer- und Weihnachtskonzerte statt. Ansonsten sorgen die Musiker auf Volks- und Sportfesten, bei Betriebsfeiern und Musikevents für gute Stimmung. Auch auf saisonalen Festen und in der Weihnachtszeit sind sie gern gesehen. Das Repertoire reicht von Pop- über Filmmusik, Klezmer, Jazz und Folklore bis hin zur Klassik. Geprobt wird jeden Montag ab 19 Uhr in der Wendenschloßstr. 404, 12557 Berlin. Weitere Infos: www.kiezorchester-wendenschloss.de MARZAHN-HELLERSDORF. Die Linke fordert vom Land Berlin eine verbindliche Zusage zum Bau des im Jelena-Santic-Friedensparks geplanten Kombibades. Obwohl der Bezirk die geplante Investition in Höhe von 32,53 Millionen Euro beim Abgeordnetenhaus angemeldet hat, sei diese Summe bislang nicht in die Investitionsplanung des Landes aufgenommen worden. Parteiübergreifend hatte man sich auf Bezirksebene nach langer Standortsuche entschieden, das neue Bad zu bauen. Die veranschlagte Summe übersteige jedoch die finanziellen Möglichkeiten des Bezirkshaushalts, erklärt die Linke. „Es ist absolut unverständ- lich, dass trotz parteiübergreifenden Konsens und nach Jahren der Überzeugungsarbeit die Senatsverwaltung für Inneres und Sport lediglich zu dem Schluss kommt, dass eine Erweiterung der Bäder im Bezirk „grundsätzlich wünschenswert“ sei. Das ist kein eindeutiges Bekenntnis zu einem Kombibad für den einzigen Berliner Bezirk, der über keine geordnete Bademöglichkeit verfügt. Wir erwarten, dass die Investition für ein Kombibad nun endlich über die Bäderbetriebe abgesichert wird, damit das Bezirksamt mit den Planungen vorangehen kann“, sagt Kristian Ronneburg, der Bezirksvorsitzende der Linken. Ehrenamtliche für den sozialen Bereich gesucht MARZAHN-HELLERSDORF. Das SeniorenServiceBüro sucht Interessentinnen und Interessenten, besonders für die Ortsteile Biesdorf und Hellersdorf (Boulevard Kastanienallee und Schleipfuhl) für die aktive Unterstützung in den Sozialkommissionen (Sokos) des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf. Die Mitglieder des Ehrenamtlichen Dienstes im sozialen Bereich arbeiten in Sozialkommissionen (Sokos) wohnortnah. Für ihre Tätigkeit erhalten sie eine Aufwandsentschädigung. Sie werden durch die Bezirksverordnetenversammlung gewählt und durch die zuständige Bezirksstadträtin für Soziales berufen. Die Schwerpunkte ehrenamtlicher Arbeit im sozialen Bereich sind die persönlichen Kontakte, die Vermittlung in Fragen des sozialen Bedarfs, persönliche Hilfeleistungen, Informationen über soziale Angebote und die Förderung der Teilnahme am öffentlichen Leben in Zusammenarbeit mit den Stadtteilzentren und Nachbarschaftstreffs. Dazu gehören die Organisation und Durchführung von Gratulationen zum 80., 85. und jährlich ab dem 90. Geburtstag sowie bei Ehejubiläen ab der Goldenen Hochzeit. Interessenten melden sich per Telefon unter 030 902934266, per Mail unter SeniorenServiceBuero@ba-mh.berlin.de oder persönlich: SeniorenServiceBüro, Riesaer Straße 94, 12627 Berlin. Volkshochschule mit neuer Zweigstelle HELLERSDORF. Die Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf hat den Standort Kummerower Ring 44 übernommen, um hier künftig das Bildungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger zu erweitern. Offiziell eingeweiht wird die Zweigstelle am 8. September um 17 Uhr. Sie soll den Namen „Bildungshaus am Kienberg“ tragen. Das Kursangebot an diesem Ort wird neben kultureller Bildung auch den Bereich „Grundbildung“ umfassen. Eine Heimat wird dort außerdem das Projekt „AGiL – Alphabetisierung und Grundbildung in Lernhäusern der Berliner Volkshochschulen“ haben. Umbau: Bibliothek geschlossen MAHLSDORF. Bis voraussichtlich 13. September bleibt die Bibliothek Mahlsdorf in AltMahlsdorf 24-26 geschlossen. Grund sind Erweiterungsarbeiten der Nutzerflächen. „Ziel ist, dass hier Kitagruppen und Leseangebote für die Mahlsdorfer Kids einen Platz finden“, erklärt Kulturstadträtin Juliane Witt (Die Linke). Die kostenlose Rückgabe von Medien und Büchern ist in allen anderen Bibliotheken des Bezirks möglich. In der Zeit der Schließung können bereitgestellte Medien aus anderen Bibliotheken mit „Abholort Bibliothek Mahlsdorf“ direkt dort abgeholt werden. ANZEIGE IMPRESSUM BEZIRKS-JOURNAL – Unabhängige Monatszeitung | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt an ca. 300 Orten in Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR Marcel Gäding (V.i.S.d.P.), Medienbüro Gäding, Groß Eichholz 4, 15859 Storkow (Mark) TELEFON 033760 206891 / 0160 97688800 E-MAIL redaktion@bezirks-journal.de ANZEIGENSCHALTUNGEN: anzeigen@bezirks-journal.de INTERNET www.bezirks-journal.de | FACEBOOK www.facebook.com/bezirksjournalberlin | VERTRIEB & VERTEILUNG Eigenvertrieb | DRUCK: BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH, Am Wasserwerk 11, 10365 Berlin. GESAMTAUFLAGE 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste 2021 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 9. September 2021. BEZIRKS-JOURNAL | Marzahn-Hellersdorf | August 2021 THEMA DES MONATS: DARÜBER SPRICHT DER BEZIRK 3 Anwohner in Sorge um ihre Innenhöfe STADTENTWICKLUNG: Gegen die geplante Bebauung von Brachen regt sich Widerstand. Eine neue Bürgerinitiative will die grünen Oasen mit allen Mitteln schützen. Der Bezirk hingegen benötigt die Grundstücke für soziale Einrichtungen. Von Marcel Gäding. V on ihrem Schlafzimmerfenster aus kann Marina Barchmann abends dabei zusehen, wie sich Fuchs und Hase im grünen Innenhof der Luzinstraße gute Nacht sagen. „Sobald es dämmert, hoppelt hier der Feldhase herum“, berichtet die 66-jährige Kaulsdorferin. Innerhalb von gut 20 Jahren hat sich die freie Fläche im Wohnkarree Luzinstraße und Hellersdorfer Straße zu einem kleinen Biotop entwickelt. An der Stelle einer früheren Kita sind die Bäume inzwischen so hoch wie die umliegenden Sechsgeschosser. Sträucher und Rasenflächen prägen das Bild des rund 6.000 Quadratmeter großen Grundstücks. Alle haben ihre Schlafzimmer Richtung Hof, sagt Nachbarin Anita Müller. „Vor allem im Sommer ist es durch das viele Grün angenehm kühl.“ Außerdem biete das Areal vielen heimischen Wildtieren wie Eichhörnchen oder Fledermäusen ein Zuhause. Das kleine grüne Paradies ist jedoch in Gefahr, sagen Anita Müller und Marina Barchmann. Denn die Fläche ist Eigentum des Landes Berlin und wird von der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) verwaltet. 2019 wurden die Anwohner allerdings hellhörig, als davon die Rede war, dass der Innenhof bebaut werden soll. Es folgten Informationsveranstaltungen, unter anderem im Büro des Abgeordneten Kristian Ronneburg (Die Linke), die bis auf den letzten Platz besetzt waren. „Damals versprach uns Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle, dass sie sich dafür einsetzen will, dass nicht gebaut wird“, erinnert sich Marina Barchmann. Ende 2020 allerdings gab es in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) einen Beschluss, der die Anwohner verunsicherte. Darin war die Rede, dass im Rahmen des Bebauungsplans mit der Nummer 10-97 das Areal als Grünfläche gesichert, gleichzeitig aber für den Bau von Wohnungen für „Personengruppen mit besonderem Wohnbedarf“ vorgesehen wird. Inzwischen gibt es zudem seitens des Bezirks den Bedarf, dort auch eine Kindertagesstätte zu errichten. Tief enttäuscht sei man, sagt Marina Barchmann, vor allem von der Bezirksbürgermeisterin, die auch das Stadtentwicklungsressort verantwortet. Inzwischen werden fleißig Unterschriften gesammelt. Kritik üben die Anwohner vor allem daran, dass sie nur unzureichend in die Planungen einbezogen wurden. Der Innenhof in der Luzinstraße ist nicht der einzige, auf dem Einrichtungen der sozialen Infrastruktur – also Kitas oder Wohngemeinschaften für benachteiligte Personen – entstehen sollen. Derzeit liegen im Stadtplanungsamt gleich für mehrere Orte die Entwürfe von Bebauungsplänen aus. Zu den betroffenen Anwohnern gehören Dr. Kurt Schumann und Uwe Schütze. Sie leben an der Suhler Straße und haben erfahren, dass auch ihr an der Eisenacher Straße gelegener Innenhof Gegenstand von Planungen ist. „Die sind für eine Bebauung gar nicht geeignet, weil sie ohnehin sehr eng sind“, sagt Schumann. „Ich weiß gar nicht, wie das funktionieren soll, wenn dort Autos rein- und rausfahren“, ergänzt Schütze. Seit Kurzem sind betroffene Anwohner in einer Bürgerinitiative mit dem Namen „Licht, Luft und Sonne für Hellersdorf“ zusammengeschlossen. „Es werden Baupläne umgesetzt, die eine unsagbar enge Bebauung vorsehen, ohne eine ausreichende Infrastruktur zu gewährleisten“, heißt es auf der Internetseite Marina Barchmann (links) und Anita Müller (rechts) sorgen sich um ihren Innenhof. Unterstützt werden sie von Karin Seitz, die sich gegen die Innenhofbebauung im gesamten Bezirk engagiert. Fotos: Marcel Gäding der Initiative. „Das bedeutet, den Anwohnern von Hellersdorf stehen keine Parkplätze, medizinische Versorgung, Nahverkehr oder Einkaufsmöglichkeiten zur sie sind Mieter der Genossenschaft „Grüne Mitte“. Diese hat ihren Mitgliedern versprochen, die zur Genossenschaft gehörenden Höfe nicht zu bebauen. Der Chef der Genossenschaft, Andrej Eckhardt, engagiert sich inzwischen für die CDU, kandidiert sogar für das Abgeordnetenhaus. Die Abgeordneten Mario Czaja und Christian Gräff, ebenfalls CDU, wettern schon lange gegen die Pläne des Bezirksamtes. Alexander Herrmann ist der Chef der bezirklichen CDU-Fraktion – und ebenfalls auf der Seite der Anwohner. Er sagt, dass jede vierte in Berlin neu gebaute Wohnung in Marzahn-Hellersdorf entsteht. Allein auf dem Areal des einstigen Gutes Hellersdorf würden 1.500 Wohnungen gebaut, „aber dort ist nur eine Kita mit 130 Plätzen vorgesehen“. Weder eine Schule noch ein Ärztehaus werde es geben. „So etwas muss man aber bei der Größenordnung mitdenken.“ Dass nun Brachflächen bebaut werden sollen, sieht er skeptisch. Man brauche bei der Bautätigkeit im Bezirk soziale Infrastruktur. „Doch dafür können wir nicht einfach alles zubauen.“ Verfügung.“ Marlies Riedeberg und Petra Jacobza aus der Michendorfer Straße haben sogar „Angst vor einer Gettoisierung“. Die beiden Frauen haben aber Glück, denn ANZEIGE Dr. Kurt Schumann und Uwe Schütze sorgen sich um ihren Innenhof an der Suhler Straße. Er sieht die Innenhöfe „akut bedroht“. Er fordert daher vom Bezirksamt, ganzheitlich zu denken. Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) hingegen will mit den Bebauungsplanverfahren die Flächen für soziale Infrastruktur sichern. Andernfalls könne es passieren, dass die BIM die Grundstücke anderweitig vermarktet. Bedarf sei vom Amt für Soziales und vom Jugendamt angemeldet worden. Vom Grundsatz her bleibe es dabei, dass die Innenhöfe nicht mit Wohnhäusern bebaut werden sollen. Allerdings handele es sich bei den Grundstücken um ausgewiesene Bauflächen. „Wir als Bezirk haben dazu rechtzeitig eine freiwillige Bürgerbeteiligung gestartet“, erklärt sie. Es sei breitflächig zu Informationsveranstaltungen eingeladen worden. Derzeit hätten die Betroffenen zudem Gelegenheit, im Rahmen der Bürgerbeteiligung Kritik an den Vorhaben zu äußern, die wiederum von den Fachämtern geprüft wird. Das letzte Wort habe die BVV. Allerdings sei der Bezirk in der Verantwortung, bei anhaltendem Zuzug auch die notwendige Infrastruktur zu schaffen. „Wo Bauflächen sind, muss man auch mal Grün wegnehmen, wenn es sich um Wildwuchs handelt“, sagt Dagmar Pohle. Die Entwürfe der entsprechenden Bebauungspläne sind online abrufbar: www.berlin.de/ba-marzahn-hellersdorf/politikund-verwaltung/aemter/stadtentwicklungsamt/bebauungsplaene/ – ANZEIGE – Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf „Interkulturelle Tage“ des Bezirks Marzahn-Hellersdorf: Das Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf ist dabei – Sie auch? Erreichbarkeit Ihres Jobcenters Berlin Marzahn-Hellersdorf Das Jobcenter Berlin MarzahnHellersdorf bietet Ihnen folgende Kommunikationswege an: Im Internet www.jobcenter.digital E-Mail Jobcenter-Berlin-MarzahnHellersdorf@jobcenter-ge.de Fotos: panthermedia Die traditionelle Veranstaltungsreihe „Interkulturelle Tage“ im Bezirk Marzahn-Hellersdorf findet in diesem Jahr vom 4. bis 24. September 2021 statt. Diese Veranstaltung soll dazu beitragen, das Miteinander aller Menschen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu verbessern. Es wird vielfältige kulturelle, soziale aber auch geschichtliche Angebote geben. Das Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf beteiligt sich an dieser bezirklichen Aktion. Dabei steht für uns die berufliche Integration im Vordergrund. Mitarbeiter*innen ist uns sehr wichtig. Daher legen wir großen Wert auf die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. Aus diesem Grund bitten wir um eine Anmeldung per E-Mail bis zum 03.09.2021, falls Sie ein individuelles Beratungsgespräch führen möchten. Ihre E-Mail senden Sie bitte an Jobcenter-Berlin-Marzahn-Hellersdorf. BCA@jobcenter-ge.de. Sie erhalten dann eine Terminbestätigung. Falls ein Dolmetscher benötigt wird, bitten wir dies bei der Anmeldung anzugeben. Gern können Sie am 15. September 2021 bis 13 Uhr auch an den Informationsständen vor dem Dienstgebäude in der Rhinstraße 88 einfach vorbeischautionsangeboten stehen Ihnen unsere en. Arbeitsvermittler*innen für eine allgemeine oder eine terminierte individuelle Wir freuen uns auf Sie! Beratung zur Verfügung. Ihr Jobcenter Berlin Marzahn-HellersNeben diesen vielfältigen InformaIhre Gesundheit und die unserer dorf Am 15. September 2021 können Sie in der Rhinstraße 88 in der Zeit von 10 bis 13 Uhr unverbindlich unsere Beratungsangebote zu Themen wie z.B. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Unterstützung bei Sprachkursen und beruflicher Weiterbildung nutzen. Wir sind per App rund um die Uhr für Sie erreichbar!  QR-Code rechts mit dem Smartphone scannen  App installieren & öffnen erhältlich bei: Telefon Mo. – Fr. 08.00 bis 18.00 Uhr 030 5555 48 22 22 oder 030 5555 48 68 60 per Post oder Hausbriefkasten Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf, Allee der Kosmonauten 29, 12681 Berlin Persönliche Vorsprache Nur nach telefonischer Terminvereinbarung 030 5555 48 22 22 mit max. einer Begleitperson BEZIRKS-JOURNAL | Marzahn-Hellersdorf | August 2021 WAHLENX 2021 5 Wachstum mit Folgen BVV-WAHLEN 2021: Marzahn-Hellersdorf schafft Wohnraum, hat aber ein Problem. Es fehlt an Infrastruktur. In der nächsten Wahlperiode gibt es unzählige Themen, die keinen Aufschub mehr dulden. D er Blick vom Wolkenhain ist atemberaubend – vor allem abends, wenn die Sonne hinter dem Fernsehturm verschwindet. Von der 2017 im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) errichteten Aussichtsplattform schaut man auf die Großsiedlungen von Marzahn-Hellersdorf, auf weite Einfamilienhausgebiete, viel Grün – und auf Baustellen. Die sind gut an den unzähligen Baukränen erkennbar, die sich wie ein Netz über einen der jüngsten Berliner Bezirke spannen. Man wird das Gefühl nicht los: Es wird gebaut, wo noch ausreichend Platz ist. Und den gibt es in Marzahn-Hellersdorf tatsächlich. Ob Zossener Straße, Landsberger Allee oder Cecilienstraße: Etliche Baulücken wurden in den vergangenen Jahren geschlossen oder sind derzeit Baustelle. Gerade die alteingesessenen Bewohner von Marzahn und Hellersdorf dürften Erinnerungen an die Zeit der Bezirksgründung haben, als auf den Feldern vor den Toren der DDR-Hauptstadt in wenigen Jahren zahlreiche Großsiedlungen entstanden. Damals wie heute gibt es für die rege Bautätigkeit einen banalen Grund: Es fehlt in Berlin an Wohnraum. Und da hat Marzahn-Hellersdorf Reserven. Noch um die Jahrtausendwende waren Kommunalpolitiker auf Bezirks- und Landesebene damit beschäftigt, Lösungen für den Rückgang der Bevölkerungszahl zu finden. Also wurden ganze Wohnkomplexe abgerissen oder umgebaut, Schulen und Kitas dem Erdboden gleich gemacht. Damals ahnte niemand, dass sich das schon wenige Jahre später als fataler Fehler herausstellen sollte. Denn seit mehr als zehn Jahren wächst Marzahn-Hellersdorf kontinuierlich: Lag die Zahl der Bewohner 2011 noch bei 238.834, waren es 2020 bereits 273.731. Das entspricht einem Zuwachs von 34.897 Menschen beziehungsweise 14,6 Prozent. Insbesondere die landeseigenen Wohnungsgesellschaften reagieren auf den Bedarf und bauen ganze Stadtquartiere wie auf dem Gelände des alten Hellersdorfer Gutes neu. Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) hat die Gelegenheit, mehrmals im Quartal an Grundsteinlegungen, Richtfesten oder Schlüsselübergaben teilzunehmen. Die Linke besetzt, mit Unterbrechung, seit der Wende den Posten des Bezirksbürgermeisters – zunächst in den beiden Blick in den Tagungssaal der BVV (hier eine Archivaufnahme). 55 Mitglieder umfasst die Bezirksverordnetenversammlung. Foto: Marcel Gäding Altbezirken Marzahn und Hellersdorf, seit zial- und Kulturstadträtin kandidiert für 2001 im Fusionsbezirk Marzahn-Hellers- die Linke, Konkurrenz bekommt sie von dorf. Mit Dagmar ihren BezirksamtsPohle leitete in den kollegen Nadja Zivvergangenen fünf kovic (CDU) und Berlin wählt – und das gleich dreiJahren eine PolitiGordon Lemm kerin die Geschicke, (SPD). Nicht zu unfach. Am 26. September 2021 sind die eng mit dem terschätzen ist auch die Berlinerinnen und Berliner aufBezirk verwurzelt gerufen, die Mitglieder ihrer Bezirksdie Kandidatur der ist und die mit ihMarzahn-Hellersverordnetenversammlung und des rer Familie 1978 zu dorfer AfD-Chefin Abgeordnetenhauses sowie des Bunden Erstbeziehern Jeannette Auricht. destages zu wählen. Gleichzeitig fineiner NeubauwohSie ist derzeit direkt nung gehörte. Al- det an diesem Tag der Volksentscheid gewähltes Mitglied tersbedingt tritt „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ des AbgeordnetenPohle aber bei den statt. Das Bezirks-Journal beschäftigt hauses und hofft, sich in dieser Ausgabe mit den BVVBVV-Wahlen am das Ergebnis von 26. September 2021 und Abgeordnetenhauswahlen, zieht 2016 von 23,2 Pronicht mehr an – und zent auszubauen. Bilanz und stellt Menschen vor, die macht den Platz frei Damals verwies die zur Wahl stehen. für Juliane Witt. AfD in der BVV die Die bisherige SoSPD auf den dritten Platz und wurde zweitstärkste Fraktion. Die Linke wiederum musste (ähnlich wie auch SPD und CDU) starke Verluste hinnehmen. Kam sie 2016 auf 26 Prozent, waren es fünf Jahre zuvor noch 31,2 Prozent. Dabei kann man den Linken, der CDU und der SPD nicht vorwerfen, mit ihren Schwerpunkten falsch zu liegen. Auf der Ebene der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) kümmern sie sich ähnlich wie die beiden Verordneten der Grünen fleißig um Ampelschaltungen, Parkplatzprobleme in Wohngebieten oder um Radwege, neue Straßen, Schulen und Kitas. Vermutlich aber dürften große „Baustellen“ auch Einfluss auf die BVV-Wahlen am 26. September 2021 haben. Bis heute gibt es trotz jahrelanger Diskussion kein Freibad im Bezirk. Ein schlüssiges Radwegekonzept ist genau wenig erkennbar. Bedeutende Orte wie das Zentrum „Helle Mitte“ leiden unter einer schwindenden Attraktivität. Viele Stellen in den Fachämtern sind trotz aller Bemühungen unbesetzt. Und die Entscheidung, das Baden im Biesdorfer Baggersee mit Hilfe von großen Steinen am Ufer zu verhindern, sorgte für zahlreiche Proteste. Ungelöst ist weiterhin das Dauerproblem der Ortsumfahrung Ahrensfelde und der Tangentialverbindung Ost: Die Verzögerungen liegen jedoch in der Hand des Landes Berlin. Trotz neuer Kita- und Schulplätze hinkt der Bezirk zudem beim Bau neuer Schulen und Kindertagesstätten hinterher. Fast die gesamte Wahlperiode sah sich das amtierende Bezirksamt der Kritik von Eltern insbesondere aus den Siedlungsgebieten ausgesetzt. Dort sind die Kapazitäten in den Schulen längst erreicht. Auf der Erfolgsseite verbucht MarzahnHellersdorf, sich seit der letzten BVVWahl als grüner Erholungsstandort profiliert zu haben. Der Bezirk hat die Chance genutzt, mit der Internationalen Gartenausstellung 2017 sein Standortmarketing auszubauen und über verschiedene Kampagnen berlinweit auf sich aufmerksam zu machen. Bundesweite Anerkennung findet zudem der Ausbau des Gesundheitscampus rund um das Unfallkrankenhaus Berlin: Neben einer Spezialklinik für Altersmedizin entstand dort erst kürzlich das „Haus der Zukunft“, in dem die Pflege von älteren oder in ihren Bewegung eingeschränkten Menschen im Fokus steht. (gäd.) ANZEIGE 6 WAHLENX 2021 August 2021 | Marzahn-Hellersdorf | BEZIRKS-JOURNAL Sechs Parteien, vier Fragen Wir haben den in der BVV vertretenen Parteien die Gelegenheit gegeben, uns etwas mehr über ihre Vorhaben und Ziele zu erzählen. Darüber hinaus haben wir auch die FDP berücksichtigt, da sie auf Bundes- und Landesebene in den Parlamenten vertreten ist. Aus Gründen der ausgewogenen Berichterstattung erhielt zudem die AfD Gelegenheit, sich zu äußern. Alle Antworten geben wir ungekürzt wieder. Wir haben lediglich hier und da ein paar orthographische Korrekturen vorgenommen. SPD  Welches Fazit ziehen Sie für die bezirkliche Kommunalpolitik Ihrer Partei/ Fraktion für die zurückliegenden fünf Jahre? Welche Erfolge gab es? Welche Niederlagen mussten Sie verkraften? Drei unserer zentralen Themen konnten wir umsetzen: 1. Saubere Schulen 2. 30 neue Kitas konnten gebaut werden 3. Unser Freibad ist unter meiner Federführung auf den Weg gebracht Da unser politisches Augenmerk insbesondere auf Familien liegt, können wir in vielen Bereichen ein positives Fazit unserer Arbeit der letzten fünf Jahre ziehen. Allein in diesem Jahr wurden und werden knapp 300 Kitaplätze geschaffen. Unsere Schulen sind seit Jahrzehnten endlich wieder als sauber zu bezeichnen, da wir eine sechsstündige zusätzliche tägliche Reinigung an jeder Schule durchsetzen konnten. Beim Freibad konnten wir einen überparteilichen Konsens für einen Standort finden, eine groß angelegte Machbarkeitsstudie vorlegen, die Bäderbetriebe von unserem Standort überzeugen und das Land in die Pflicht nehmen. Dass wir die Seilbahn erhalten haben, die Unterstützung für Jugendclubs um 1 Million Euro erhöhen konnten und unglaubliche 700 Millionen Euro für die schulische Infrastruktur der nächsten Jahre sichern konnten mit über zwölf neuen Schulen ist aber auch nicht zu verachten. Die für mich und uns schwersten Niederlagen haben fast allesamt mit Bauen zu tun. Wenn eine dringend notwendige Grundschule oder ein Ergänzungsbau für eine Schule erst Jahre später als geplant fertig wird oder wie beim Ergänzungsbau der Schleipfuhl-Grundschule einfach gestrichen wird, ist das schwer. Schwer für uns im Schulamt – aber noch viel schwerer für all die Eltern und Familien, die unter zu wenig Schulplätzen leiden müssen. Solche Situationen gab es leider öfter. Man möchte helfen, hat den Willen, hat das Geld und ist trotzdem machtlos. Das ist frustrierend. Welche fünf größten Herausforderungen sehen Sie für den Bezirk in den kommenden fünf Jahren? 1. Schulplätze, besonders im Oberschulbereich: Nachdem wir mit mobilen Klassenräumen und großen Ergänzungsbauten die dringenden Bedarfe im Grundschulbereich abfedern konnten und im Oberschulbereich noch relativ gut aufgestellt waren, wird sich die Problemlage in den nächsten zwei Jahren in den Oberschulbereich verlagern. Grundproblematik ist hier, dass der Schulneubau noch immer zu lange dauert, im Schnitt fünf bis sieben Jahre. 2. Unterstützung für Familien: Wir sind der Bezirk mit den meisten durch das Jugendamt unterstützten Familien. 60 Prozent unserer einzuschulenden Kinder haben einen schulischen Förderbedarf. Die Problemlagen sind komplex: von bildungsfernen Eltern, Überforderung gerade Alleinerziehender, die arbeiten müssen, über mangelnde Unterstützung und Vorbilder im Familienkreis bis hin zu Teenagerschwangerschaften und dem unkritischen Umgang mit Handys und digitalen Medien. 3. Straßenbau: Im Siedlungsgebiet nehmen die Verkehrsprobleme Jahr für Jahr zu. Die CDU, die hier seit vielen Jahren die Ressortverantwortung im Bezirk trägt, konnte das Problem lange kaschieren oder auf das Land abwälzen. Das lässt sich aber schon lange nicht mehr ignorieren und muss in den nächsten Jahren gelöst werden. 4. Sozial verträglicher Wohnungsbau: Es ist wichtig und schön, dass im Land Berlin und auch bei uns Wohnungen gebaut werden. Aber diese sollten erst gebaut werden dürfen, wenn die soziale Infrastruktur bereitsteht. Hier kann man tatsächlich von der DDRHerangehensweise beim Bau von Marzahn und Hellersdorf lernen. 5. Der Bau des Freibades: Wir sind so weit gekommen. Wir dürfen auch in der nächsten Wahlperiode, egal wer regiert, nicht nachlassen und unablässig dieses Großprojekt einfordern und überparteilich an der Umsetzung arbeiten. nicht eingeleitet, das Verfahren für die Ortsumfahrung Ahrensfelde ins Stocken geraten. Bis heute gibt es keinen bestätigten Freibadstandort und nicht einmal eine Finanzierung. Wo sehen Sie den Bezirk im Jahr 2026? Ich glaube die größten Schulprobleme haben sich zu diesem Zeitpunkt gelöst. Wir werden weiteren Zuzug von Familien und Älteren haben. Mein Traum wäre, dass wir eine soziale Durchmischung in unseren Großsiedlungen hinbekommen – also Menschen unterschiedlicher Bildungsabschlüsse und Einkommen zusammenwohnen und voneinander lernen können. Schön wäre für mich auch, wenn unser Ruf als Bezirk an der Realität angepasst wäre. Wir sind nicht der graue, triste Beton-Bezirk mit Naziproblemen. Wir sind grün, wir sind weitläufig und rau, aber charmant. Warum sollte Ihre Partei den Bezirksbür- Gordon Lemm, Bürgermeisterkandidat der SPD.  Foto: SPD/ Stephan Pramme germeister bzw. die Bezirksbürgermeisterin stellen? Nach meiner Einschätzung sind wir die Partei, die die Bedarfe von Familien am meisten in den Vordergrund rückt. Eine Stadt, ein Land oder ein Bezirk, in dem es Familien gut geht, ist sicher ein Ort, an dem es allen gut geht. Wir brauchen eine Partei mit einer Vision, die zu einer Verbesserung der Lebensumstände beitragen kann. Für mich sind das die Sozialdemokraten. CDU Welches Fazit ziehen Sie für die bezirkliche Kommunalpolitik Ihrer Partei/ Fraktion für die zurückliegenden fünf Jahre? Welche Erfolge gab es? Welche Niederlagen mussten Sie verkraften? Mit dem neuen Senat wurde leider der Fokus von der Gesamtstadt nahezu ausschließlich auf die Innenstadt verschoben. Gegen dieses Übergehen unserer Interessen am Stadtrand haben wir uns mit allen Mitteln und durch das gemeinsame Engagement mit Anwohner- und Elterninitiativen eingesetzt. So ist es gelungen gegen alle Widerstände, die bereits in der letzten Wahlperiode initiierten, dringend benötigten Schulbauten mit der ISS Mahlsdorf und der Grundschule Habichtshorst durch den gemeinsamen Druck mit der Elternschaft schnell zu eröffnen. Leider sind die Bemühungen für mehr Schulplätze in dieser Wahlperiode durch Senat und die verantwortlichen Personen im Bezirk nicht in gleichem Maße fortgesetzt worden. Zumindest konnten wir allerdings durch das gemeinsame kontinuierliche Engagement mit Eltern, Lehrern und Schülern dafür sorgen, dass der Bezirk provisorische Schulkapazitäten bereitstellte. Trotz bereits heute fehlender Schulund Kitaplätze wurden immer neue Bauprojekte genehmigt, ohne die dafür notwendigen Schulen, Kitas, Busse und Bahnen und Parkplätze mitzudenken. Vor diesem Hintergrund ist es ein Erfolg, dass wir den Erhalt von mehreren grünen Innenhöfen beschließen konnten. Besonders bitter für den Bezirk ist, dass die letzten 5 Jahre verlorene Jahre für bedeutende Infrastrukturprojekte waren. Das Planfeststellungsverfahren für die TVO ist Nadja Zivkovic, Bürgermeisterkandidatin der CDU.  Foto: CDU Welche fünf größten Herausforderungen sehen Sie für den Bezirk in den kommenden fünf Jahren? Wir brauchen endlich wieder eine kiezverträgliche Stadtentwicklung. Kein Neubau ohne die dafür notwendige Infrastruktur wie Schulen, Arztpraxen, Busse, Bahnen und Parkplätze! TVO, Ortsumfahrung Ahrensfelde müssen schnellstmöglich gebaut und mehr Busse und Bahnen eingesetzt werden, damit sich die Anbindung unseres Bezirkes verbessert. Wir müssen dringend schneller und verlässlicher beim Schulneubau werden. In der aktuellen Wahlperiode wurde keine einzige neue Schule initiiert und begonnen. Schüler gehören aber in Schulgebäude und nicht in Container. Wir brauchen mehr Investitionen in den Erhalt und die Erneuerung unserer Geh- und Radwege sowie Straßen und öffentlicher Räume. Als einziger Bezirk ohne Freibad brauchen wir endlich ein entsprechendes Angebot hier bei uns vor Ort. Wo sehen Sie den Bezirk im Jahr 2026? Wichtig wird sein, dass MarzahnHellersdorf endlich wieder auf allen Ebenen Gehör findet und wirkungsvoll vertreten wird. Die Mittel für ein Freibad müssen wir uns im Bund holen, wenn der Senat nicht Willens ist. Dafür brauchen wir mit Mario Czaja endlich eine starke Vertretung im Bundestag. Im Berliner Parlament benötigen wir starke Stimmen, die für eine bessere Mittelausstattung des Bezirkes eintreten. Auf diesem Wege können wir endlich neue Schulen -> STICHWORT: BVV UND BEZIRKSAMT Nach dem Bezirksverwaltungsgesetz sind die Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) und die Bezirksämter Organe der Bezirke. Diese nehmen ihre Aufgaben wahr, in dem sie ehrenamtlich tätige Bürger – in diesem Fall Bezirksverordneten und Bürgerdeputierte – beteiligen. Die Bezirksverordnetenversammlung besteht aus 55 Mitgliedern, die zur gleichen Zeit gewählt werden wie die Mitglieder des Abgeordnetenhauses. Die Bezirksverordnetenversammlung kann weder durch eigenen Beschluss noch durch Volksentscheid aufgelöst werden. Die Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung endet mit der Wahlperiode des Abgeordnetenhauses, auch bei deren vorzeitigem Ende. Eine Fraktion besteht aus mindestens drei Mitgliedern der Bezirksverordnetenversammlung, die derselben Partei oder Wählergemeinschaft angehören oder auf demselben Wahlvorschlag gewählt worden sind. Die BVV nimmt ihre Arbeit frühestens nach der ersten Zusammenkunft des neu gewählten Abgeordnetenhauses, spätestens aber sechs Wochen nach der Wahl unter dem Vorsitz des ältesten Bezirksverordneten ihre Arbeit auf. Jedes BVV-Mitglied darf Anträge stellen und Anfragen an das Bezirksamt richten. Das Bezirksamt ist verpflichtet, jede Anfrage zu beantworten. Die Bezirksverordneten erhalten Aufwandsentschädigung und Erstattung der Reisekosten. Derzeit beträgt die monatliche Vergütung 15 Prozent der Diät eines Berliner Abgeordneten. Die Grundentschädigung beläuft sich auf 975 Euro monatlich, hinzu kommen 20 Euro für eine Fraktions- oder Ausschusssitzung und 31 Euro für eine Plenarsitzung sowie 41 Euro pro Monat Fahrgeld. Ein Fraktionsvorsitzender bekommt pro Monat 1.950 Euro, der Vorsteher der BVV 2.925 Euro, seine Stellvertreter jeweils 1.950 Euro. Die Bezirksverordnetenversammlung bestimmt die Grundlinien der Verwaltungspolitik des Bezirks im Rahmen der Rechtsvorschriften und der vom Senat oder den einzelnen Mitgliedern des Senats erlassenen Verwaltungsvorschriften. Sie regt Verwaltungshandeln an durch Empfehlungen und Ersuchen, kontrolliert die Führung der Geschäfte des Bezirksamts, entscheidet in den ihr vorbehaltenen Angelegenheiten und nimmt die in diesem Gesetz vorgesehenen Wahlen, Abberufungen und Feststellungen vor. Sie kann über alle Angelegenheiten vom Bezirksamt jederzeit Auskunft verlangen. Die Bezirksverordnetenversammlung entscheidet vor allem über den Bezirkshaushaltsplan sowie die Ausgaben des Bezirks, über Verwendung von Sondermitteln, Rechtsverordnungen zur Festsetzung von Bebauungsplänen, Landschaftsplänen und anderen baurechtlichen Akten. Ferner ist sie zuständig beim Verkauf oder Kauf von Grundstücken an private Unternehmen und wirkt an der Anmeldung zur Investitionsplanung mit. Die Bezirksverordnetenversammlung wählt die Mitglieder des Bezirksamts, die Bürgerdeputierten, Patientenfürsprecher. Das Bezirksamt besteht aus dem Bezirksbürgermeister und vier Bezirksstadträten, von denen einer zugleich zum stellvertretenden Bezirksbürgermeister gewählt wird. Die Mitglieder des Bezirksamts sind hauptamtlich tätig. (bzj.) WAHLENX 2021 BEZIRKS-JOURNAL | Marzahn-Hellersdorf | August 2021 7 CDU bauen, statt provisorische Containerlösungen. Wir können auch bei uns im gesamten Bezirk Busse und Bahnen im 10-Minutentakt erhalten und wir können die wichtigen Verkehrsprojekte endlich umsetzen, um unsere Kieze von Durchgangsverkehr zu entlasten. Warum sollte Ihre Partei den Bezirksbürgermeister bzw. die Bezirksbürgermeisterin stellen? Wir sind die Partei der Nachbarschaft. Wir haben in den vergangenen Jahren im Interesse der Marzahner und Hellersdorfer parteiübergreifend für die Interessen unseres Bezirkes gekämpft. Auf diesem Wege konnten wir die IGA 2017 in den Bezirk holen, neue Firmen als Arbeitgeber im Bezirk begrüßen, die Gesundheitsversorgung durch den Erhalt des und die Investition in das Klinikum Kaulsdorf, den Neubau einer Klinik für Altersmedizin und dem Bau einer neuen Poliklinik am ukb verbessern. Im September sind wir damit die Partei der Kiezmacher und grenzen uns bewusst zu denjenigen ab, die Bezirk lediglich verwalten wollen. DIE LINKE Juliane Witt, Bürgermeisterkandidatin der Linken.  Foto: Die Linke/ Ben Groß Welches Fazit ziehen Sie für die bezirkliche Kommunalpolitik Ihrer Partei/ Fraktion für die zurückliegenden fünf Jahre? Welche Erfolge gab es? Welche Niederlagen mussten Sie verkraften? Die zurückliegenden fünf Jahre waren geprägt von einem grundlegenden Kurswechsel in der kommunalen Infrastruktur. Entgegen manchen Annahmen wurden bis 2016 eben keine oder keine ausreichenden Entscheidungen für Schulbau, Infrastruktur und Straßenbau geleistet. Wurden vorher keine Schulen geplant, stehen jetzt zehn Schulen auf der Liste. Wurden vorher alle Flächen verkauft, ist jetzt die Sicherung von Vorhalteflächen geleistet. Wurde vorher auf Leuchttürme gesetzt, sind wir jetzt im Kiez verortet und setzen und für bürgernahe Stadtteilzentren, Bibliotheken, Bürgerämter ein. Betrüblich für die Bürger und uns in der BVV wie in den Ämtern bleibt, dass Abstimmungen lange brauchen, und auch ohne den Rückschlag durch Corona es viele Regelungen und Abstimmungen zwischen Land und Bezirken gibt, die verhindern, dass wir bereits die dringend nötigen Schulen und Verkehrslösungen haben. Welche fünf größten Herausforderungen sehen Sie für den Bezirk in den kommenden fünf Jahren? • Infrastruktur - Flächen sichern, Finanzierung klären, Bauen und Umsetzung organisieren • Flexibel bauen, Mehrfachnutzung ermöglichen: dass Kita, Schule, Nachbarschaft in einem Bau funktionieren und • Sozialer Zusammenhalt - Balance zwischen den Ortsteilen, Solidarität und Miteinander, Nachbarschaft und das Werden von Nachbarschaft unterstützen • Mobilität für alle, nicht gegeneinander, aber mit einem deutlichen Fortschritt für Rad, sichere Fußwege, • ÖPNV, Klärung der unglücklichen Parksituationen auf öffentlichem Straßenland durch Firmen • Bildung - gute Kitas, Schulen und weitere Einrichtungen bis zu Ausbildungslösungen, • die Jugendlichen müssen hier im Bezirk eine Ausbildung, Perspektive finden, • junge Menschen müssen in Vereinen, Organisationen endlich Verantwortung übernehmen können, ihren Bezirk gestalten Wo sehen Sie den Bezirk im Jahr 2026? Der Bezirk wird sich als Zentrum moderner Medizin weiter behaupten. Er wird endlich wichtiger Standort von Zukunftstechnologien sein, der Clean Tech Park ist keine Brache mehr, sondern endlich ein Ort, wo junge Menschen nachhaltige Lösungen entwickeln und mit Erfolg produzieren. Wir werden alles daransetzen, dass er Bezirk die fünf Jahre nutzt, um den großen Wohnungsbauvorhaben eine Nachbarschaftsentwicklung folgen zu lassen. Alle, die in unserem Bezirk ein neues Zuhause finden, sind in fünf Jahren gut angekommen, es spielt keine Rolle, ob mit syrischen oder sächsischen Wurzeln. Die Stadtteilzentren sind gute Inseln der Nachbarschaft und werden von Jung und Alt angenommen, sie bieten auch Bürgerdienste an und sind alle voll digitalisiert. BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Welches Fazit ziehen Sie für die bezirkliche Kommunalpolitik Ihrer Partei/ Fraktion für die zurückliegenden fünf Jahre? Welche Erfolge gab es? Welche Niederlagen mussten Sie verkraften? Mit sehr konkreten Anträgen zur Verbesserung der Radinfrastruktur und einer verbesserten Grünpflege haben wir für mehr Klimaschutz und einer bessere Anpassung auf die Veränderungen durch die Klimakrise beitragen können. Wir konnten u.a. erreichen, dass in der Lemkestraße Bäume erhalten werden, dass Lastenräder an vielen Standorten im Bezirk kostenlos geliehen werden können, dass es eine Machbarkeitsstudie für die Radbahn U5 gibt und auf bezirklichen Festen künftig kein Plastikmüll anfallen soll. Inzwischen wurden Blühstreifen an Straßenrädern angelegt und an unserem Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie wird nunmehr von allen Parteien mitgearbeitet. Rückschläge zeigten sich vor allem durch mangelndes Interesse der für Verkehr und Grünanlagen zuständigen Stadträtin. Anträge wurden links liegen gelassen und trotz Beschluss nicht umgesetzt. Welche fünf größten Herausforderungen sehen Sie für den Bezirk in den kommenden fünf Jahren? Chantal Münster und Nickel von Neumann, Spitzenkandidaten der Grünen.  Fotos: Grüne/ R. Holzeder Die Klimakrise bleibt mit den daraus resultierenden Risiken die größte Herausforderung für den Bezirk und wird unser politisches Handeln bestimmen. Wir werden z.B. für ein besseres Regenwassermanagement sorgen. Bei Starkregenereignissen muss es Möglichkeiten der Wasserspeicherung (Schwammstadt) geben. Wir werden den Baumschutz verstärken und durch Nachpflanzungen, eine optimierte Bewässerung und vieles weitere für eine insgesamt bessere Pflege der Grünanlagen sorgen. Zudem braucht es -> Das Katastrophenschutzthema hat sich zu einem wichtigen entwickelt, weil in den Stürmen und Klimadebatten alle sensibilisiert sind, aber auch Vorsorge treffen, alle Marzahn-Hellersdorfer leisten einen aktiven Beitrag und sind in den großen Verbänden so organisiert und ausgebildet, dass Sicherheit und Vorsorge selbstverständlich sind. Dazu sind Umweltschutz, klimafreundliches Bauen und Organisation von Hilfsangeboten selbstverständlicher Unterrichtsstoff. Die beiden Lebensmittelausgabestellen Laib und Seele sind modern ausgestattet, sie sind im Stadtraum gut verortet und alle Unternehmen de Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaft sind gern bereit hier, bei der Ökonomie des Teilens dabei zu sein. Es muss gelungen sein, dass kein Kind mehr hungrig ins Bett gehen muss, das Kinderarmut kein Thema mehr ist. Warum sollte Ihre Partei den Bezirksbürgermeister bzw. die Bezirksbürgermeisterin stellen? Mit Julia/ne Witt stellen wir eine ausgewiesene Expertin, die selbst als BVVlerin, als Leiterin des Senatorenbüros von Wirtschaftssenator Wolf, als Stadträtin für vier Ämter 25 Jahre kommunalpolitische Erfahrung in Berlin hat. Sie kennt die Vereine im Bezirk und würdigt deren Engagement. Sie ist fast täglich bei den Menschen im Bezirk unterwegs, ist eine gute Zuhörerin. Als geschätzte Moderatorin verfügt sie über die Stärke, unterschiedliche Sichten und Interessen so zu vermitteln, dass eine gute Lösung entsteht. Sie sagt aber auch klar, was geht und was in der Umsetzung nicht realistisch ist. Fair und klar zu kommunizieren, ohne Partner und politische Wettbewerber gegeneinander auszuspielen, ist ihr eine Herzenssache. Dazu hat sie 10 Jahre Erfahrung in der Verwaltung des Bezirks, weiß gut, wie man Ämter auch zu ungewohnten Leistungen jenseits der Vorgaben motiviert. Auf der Landesebene, aber auch von den Wettbewerbern im Bezirk, wird Julia als verlässlich, professionell, sachlich und herzlich eingeschätzt. Sie steht für einen engen Austausch mit den Aktiven im Bezirk, von Vereinen bis zu den Kirchen, von Gartenfreunden bis zu Wirtschaftsunternehmen. Ihr Fokus ist, die Stärken der Bürgerinnen und Bürger ins Licht zu rücken, Initiativen zu unterstützen und für unseren Bezirk auch immer wieder zu werben. Sie ist in der Lage, mit Respekt und Organisationsgeschick auch ein künftiges Bezirksamt zu führen. ANZEIGE WAHLENX 2021 8 August 2021 | Marzahn-Hellersdorf | BEZIRKS-JOURNAL BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN eine sichere Verkehrsinfrastruktur für alle, die niemanden vergisst. Dazu möchten wir die Fuß- und Radinfrastruktur verbessern. Auch unsere Forderungen nach einem Freibad für Marzahn-Hellersdorf und mehr Kindergarten- und Schulplätzen mit Qualität bleiben aktuell. Wo sehen Sie den Bezirk im Jahr 2026? Marzahn Hellersdorf ist ein bunter und toleranter Bezirk mit einem Regenbogenzentrum, ein attraktiver grüner Bezirk mit einem Freibad und vielen glitzernden Solaranlagen auf den Dächern. Warum sollte Ihre Partei den Bezirks- bürgermeister bzw. die Bezirksbürgermeisterin stellen? Wir möchten Verantwortung für die ganze Stadt übernehmen, damit alle Bezirke gleichermaßen von grüner Politik profitieren. So kann der Perspektivwechsel zum dringend erforderlichen Kampf gegen die Klimakrise auch hier vor Ort gelingen. Verdichtung, 3. Unterstützung von Dienstleistern und Gewerbetreibenden 4. mehr Personal für bessere Bürgerdienste, 5. Infrastruktur 6. und vieles mehr … eingesetzt werden müssen. Und dass die Bewohner des Bezirks endlich ein Freibad haben! AFD Welches Fazit ziehen Sie für die bezirkliche Kommunalpolitik Ihrer Partei/ Fraktion für die zurückliegenden fünf Jahre? Welche Erfolge gab es? Welche Niederlagen mussten Sie verkraften? Wir haben uns hier im Bezirk – und im ganzen Land – fest etabliert. Wir konnten Bürger, die sich bereits von der Politik abgewendet hatten, zurückgewinnen. Wir sind einer der wählerstärksten Bezirke in der Bundesrepublik! Als demokratiefremd und bürgerfeindlich sehen wir das Verhalten der Altparteien, sich prinzipiell und geschlossen gegen alle unsere Anträge zu stellen. Ebenso das Verhalten der Medien, die Berichterstattung über unsere Politik einfach auszusetzen. Jeannette Auricht, Bürgermeisterkandidatin der AfD.  Foto: AfD Welche fünf größten Herausforderungen sehen Sie für den Bezirk in den kommenden fünf Jahren? Grundsätzlich fordert die AfD Steuereinnahmen vorrangig im eigenen Land einzusetzen. Damit werden finanzielle Mittel verfügbar, die auch hier im Bezirk für: 1. Schulen, Turnhallen und bessere Bildung überhaupt, 2. Wohnungsbau - ohne wohnqualitätsmindernde Wo sehen Sie den Bezirk im Jahr 2026? Marzahn-Hellersdorf darf im Berliner Bezirksvergleich nicht mehr Schlusslicht in der Bildung sein. Bessere Unterstützung und Anreize für Gewerbetreibende und damit insgesamt strukturelle Stärkung des Bezirks. Keine weitere unverhältnismäßige Verdichtung. Warum sollte Ihre Partei den Bezirksbürgermeister bzw. die Bezirksbürgermeisterin stellen? Weil es der Auftrag des Wählers ist! Wenn die AfD in Marzahn-Hellersdorf stärkste politische Kraft wird, so ist es der mehrheitliche Wille der Bürger, das demokratische Gebot unserer Verfassung und unsere Pflicht, den Bürgermeister zu stellen. Leider müssen wir - ähnlich wie bei dem Wahlergebnis von Thüringen 2020 - mit undemokratischen Absprachen gegen die Alternative für Deutschland rechnen. FDP Welches Fazit ziehen Sie für die bezirkliche Kommunalpolitik Ihrer Partei/ Fraktion für die zurückliegenden fünf Jahre? Welche Erfolge gab es? Welche Niederlagen mussten Sie verkraften? Unsere Abgeordneten vertreten die Interessen der Bezirke mit großer Leidenschaft, so auch für Marzahn-Hellersdorf relevante Themen. Unsere Seilbahn als Vorbild genommen, haben Seilbahnen als potenzielles Verkehrsmittel Einzug in das Verkehrskonzept der FDP-Fraktion gehalten. Unser Vorschlag, den Hebesatz der Grundsteuer zu halbieren, würde nicht nur Mieterinnen und Mieter in der ganzen Stadt entlasten, sondern vor allem auch Eigentümer im Siedlungsgebiet. In den letzten fünf Jahren haben wir außerdem dem Kulturkampf gegen das Auto eine klare Absage erteilt. Gerade am Stadtrand weiß man, dass ein Auto oft gebraucht wird. Statt das Autofahren zu verbieten, setzen wir uns für eine bessere Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe ein. ANZEIGEN Welche fünf größten Herausforderungen sehen Sie für den Bezirk in den kommenden fünf Jahren? Fünf wesentliche Herausforderungen für unseren Bezirk in den kommenden fünf Jahren sind vor allem: - Die Fertigstellung der TVO - Der bedarfsgerechte Schulbau sowie die Modernisierung älterer Schulen - jedwede Enteignung Fantasien im Keim ersticken - Den Außenbezirken mehr Gewicht gegenüber der Innenstadt in der Berliner Politik verschaffen - Umbau der Straßeninfrastruktur im Gleichklang für alle Verkehrsteilnehmende - das Chaos bei den Bürgerämtern durch Digitalisierung beseitigen Wo sehen Sie den Bezirk im Jahr 2026? Als ein moderner, lebenswerter Bezirk, mit einer stärkeren lokalen Wirtschaft in dem die Menschen für sich und ihre Umwelt Verantwortung übernehmen. Die Verwaltung unterstützt die Menschen und bietet den Rahmen für ihr selbstbestimmtes Leben. Warum sollte Ihre Partei den Bezirksbürgermeister bzw. die Bezirksbürgermeisterin stellen? Weil wir bereit sind Verantwortung zu übernehmen und unseren Bezirk in die Zukunft führen werden. Wir übernehmen Verantwortung für die zukünftige Generationen und werden die Schulen zu modernen Lernorten machen, wir nehmen bei bezirklichen Investitionen und Ausschreibungen die Herausforderungen des Klimawandels an und wir garantieren ein Miteinander aller Lebensmodelle auf Grundlage des Grundgesetzes. Anja Molnar, BVV-Spitzenkandidatin der FDP.  Foto: Harry Schnitger WAHLENX 2021 BEZIRKS-JOURNAL | Marzahn-Hellersdorf | August 2021 9 Aus dem Kiez ins Abgeordnetenhaus: eine Übersicht Wahlkreis 1 Ahrensfelde-Süd, Marzahn-West, Marzahn-Ost Wahlkreis 2 Gewerbegebiet, Marzahner Promenade, Allee der Kosmonauten Wahlkreis 3 Kienberg, Alt-Hellersdorf, Hellersdorf-Nord, HönowWest Wahlkreis 4 Marzahner Chaussee, Springpfuhl, BiesdorfNord, Biesdorf-Süd Wahlkreis 5 Kaulsdorf-Süd, Mahlsdorf-Nord, Mahlsdorf-Süd Wahlkreis 6 Kaulsdorf-Nord, Hellersdorf-Süd Ortsumfahrung Ahrensfelde durch Wohngebiete, soziales Miteinander Kandidaten: Gordon Lemm (SPD), Medina Schaubert (CDU), Bjoern Tielebein (Die Linke), June Tomiak (Grüne), Gunnar Lindemann (AfD), Batuhan Temiz (FDP) unterhält unter anderem die russisch-orthodoxe Kirche in der Allee der Kosmonauten. Besondere Herausforderungen: Ansiedlung von Unternehmen insbesondere auf bereits erschlosse- nen Flächen, Ausbau des Radwegenetzes, Belebung der Marzahner Promenade Kandidaten: Iris Spranger (SPD), Olga Gauks (CDU), Dr. Manuela Schmidt (Die Linke), Julia Scharf (Grüne), Anneliese Dummer (AfD), Kevin Weis (FDP) den nächsten Monaten mit weiterem Zuzug zu rechnen ist. 2016 errang Jessica Bießmann für die AfD das Direktmandat. Nun will es AfD-Bezirkschefin Jeannette Auricht wissen. Nicht schlecht dürften die Chancen auch für Andrej Eckhardt stehen. Der Vorstand der Genossenschaft „Grüne Mitte“ kommt vor allem bei langjährigen Bewohnern gut an. Besondere Herausforderungen: Ausbau der Landesstraße zwischen Eiche und Hönow, Erhalt Landschaftsschutzgebiet Hönower Weiherkette, langfristige Sicherung der Seilbahn an den Gärten der Welt . Kandidaten: Nicole Bienge (SPD), Andrej Eckhardt (CDU), Steffen Ostehr (Die Linke), Chantal Münster (Grüne), Jeannette Auricht (AfD), Peter Kastschajew (FDP) Wohnhochhäuser auf der einen, Einfamilienhäuser auf der anderen Seite: Dort, wo die Großsiedlung in das Siedlungsgebiet übergeht, errang der einstige Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff von der CDU 2016 überraschend das Direktmandat. Während er vor allem bei den Bewohnern der Einfamilienhäuser punktet, kommt die Linke in der Großsiedlung gut an. Dmitri Geidel von der SPD dürfte insbesondere Russlanddeutsche ansprechen. Versorgung, städtebauliche Entwicklung am Helene-Weigel-Platz Kandidaten: Dmitri Geidel (SPD), Christian Gräff (CDU), Regina Kittler (Die Linke), Pascal Grothe (Grüne), Patrick Fritsch (AfD), Anja Molnar (FDP) In wohl keiner anderen Gegend wird so emsig gebaut wie im Süden des Bezirks. Mario Czaja übergibt dieses Mal den Staffelstab an Katharina Günther-Wunsch von der CDU und hofft, dass sie das CDU-Direktmandat verteidigt. Ob das gelingt, ist fraglich – Czaja war mehr als omnipräsent in seinem Heimatkiez. rund um den Hultschiner Damm und die Hönower Straße, Bau einer neuen Feuerwache für die Freiwillige Feuerwehr, Bau neuer Schulen und Schaffung neuer Schulplätze. Kandidaten: Luise Lehmann (SPD), Katharina GüntherWunsch (CDU), Stefanie Wagner-Boysen (Die Linke), Stefan Ziller (Grüne), Vadim Derksen (AfD), Justyna Anna Grecko (FDP) Im Wahlkreis befinden sich die kurz vor und kurz nach der Wende fertiggestellten Sechsgeschosser. Kristian Ronneburg hofft, sein Direktmandat zu verteidigen. Alexander Herrmann wiederum möchte gerne wieder aus der BVV ins Abgeordnetenhaus wechseln. Zusammen mit seinem Herausforderer lieferte er sich in den vergangenen fünf Jahren eine Schlacht um die Themen. Sozialdemokrat Jan Lehmann möchte gern die Lücke füllen, die der langjährige Abgeordneten Sven Kohlmeier von der SPD hinterlässt. Infrastruktur in Form von Kitas und Schulen, Umgang in der Frage Innenhofbebauung, soziales Miteinander Kandidaten: Jan Lehmann (SPD), Alexander Herrmann (CDU), Kristian Ronneburg (Die Linke), Therese Stephan (Grüne), Maria Arlt (AfD), Roman-Francesco Rogat (FDP) Der Wahlkreis im Norden ist geprägt von der Randlage zu Brandenburg und von der Großsiedlung. SPD und Linke schicken mit Gordon Lemm und Bjoern Tielebein Spitzenleute aus der Bezirkspolitik in den Kampf um das Direktmandat. Das gewann 2016 AfD-Mann Gunnar Lindemann, der in der vergangenen Legislaturperiode für reichlich Schlagzeilen sorgte, unter anderem wegen seiner engen Kon- takte zu osteuropäischen Regimen. Industrie auf der einen, Großsiedlung auf der anderen Seite, dazwischen die S-Bahn. Der Wahlkreis konnte 2016 wiederum von den Linken gewonnen werden. Dr. Manuela Schmidt muss ihr Mandat verteidigen. Die CDU wählt mit der Russlanddeutschen Olga Gauks einen Schachzug, denn in der Region leben viele Menschen aus der früheren Sowjetunion. Deren Gemeinschaft Die Gegend ist geprägt von zahlreichen Sechsgeschossern aus DDR-Zeiten, vom Zentrum Helle Mitte und den Gärten der Welt. Mit dem Gut Hellersdorf entsteht zurzeit ein völlig neues Wohnquartier, sodass in Besondere Herausforderungen: Verkehrssituation Besondere Herausforderungen: Umgang mit zunehmenden sozialen Problemen, mögliche Besondere Herausforderungen: Umgang mit der älter werdenden Bevölkerung, medizinische Besondere Herausforderungen: Schaffung von STICHWORT: ABGEORDNETENHAUS Das Abgeordnetenhaus von Berlin ist ein Landesparlament. Es hat die Aufgabe, auf Landesebene an der Gesetzgebung mitzuwirken, die Landesregierung zu bilden (durch Wahl des Regierenden Bürgermeisters) sowie den Senat in seiner Funktion als Landesregierung zu kontrollieren. Auf Anregungen der Regierung, von Parteien und Volksinitiativen beraten die Abgeordneten, wo es für das Zusammenleben der Bürger in Berlin nötig ist, neue Gesetze zu beschließen, Gesetze zu ändern, zu ersetzen oder aufzuheben. Eine herausragende Rolle spielt hierbei das Haushaltsgesetz, in dem jeweils für ein Jahr oder zwei Jahre bestimmt wird, für welche Zwecke die vor allem aus Steuereinnahmen gewonnenen Gelder ausgegeben werden sollen. Als zweite Aufgabe obliegt dem Parlament, den Regierenden Bürgermeister zu wählen. Seine Aufgabe ist es, die Senatoren zu ernennen und gemeinsam mit ihnen die Regierung (den Senat) zu bilden. Die dritte große Aufgabe liegt in der Kontrolle der Regierung. Durch Fragen und die Anforderungen von Berichten wird nachvoll­zogen, ob die Regierung sich auch an das hält, was im Parlament beschlossen wurde. Gemäß den Wahlprinzipien einer allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahl hat gen Wahlperiode einlädt, erfolgt durch den ältesten Abgeordneten, den Alterspräsidenten. Der Alterspräsident leitet die Wahl des Präsidenten. Die stärkste Fraktion schlägt einen Kandidaten für das Amt des Präsidenten vor. Nach seiner Wahl ist seine erste Aufgabe, die Wahl der Vizepräsidenten zu leiten und durchzuführen. Das Abgeordnetenhaus setzt sich nach der Verfassung aus mindestens 130 Mitgliedern zusammen, Blick in den Plenarsaal des Abgeordnetenhauses.  Foto: Landesarchiv / Thomas Platow von denen 60 Prozent direkt in den Wahlkreisen (Erststimme) und das Parlament die Aufgabe, sich die bereits gewählten Parlamenta40 Prozent indirekt über Bezirksbaldmöglichst nach den Wahlen zu rier handlungsfähig. Die Eröffnung bzw. Landeslisten (Zweitstimme) konstituieren, d. h., zusammenzuder konstituierenden Sitzung, der gewählt werden. Hinzu kommen treten. Erst mit der Konstituierung „Gründungssitzung“, zu der der die Überhang- und Ausgleichsmanals förmlichem Rechtsakt werden Parlamentspräsident der vorheridate. (bzj.) 10 BEZIRKS-KULTUR August 2021 | Marzahn-Hellersdorf | BEZIRKS-JOURNAL ANZEIGE Kunst und Kultur in Lichtenberg „unlocked“ 14. LANGE NACHT DER BILDER: Am 3. September präsentieren sich rund 40 Kunst- und Kulturorte in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. A m Freitag, 3. September 2021, findet die bereits 14. Lange Nacht der Bilder in Lichtenberg unter der Schirmherrschaft des Kultursenators Dr. Klaus Lederer statt. Unter dem Motto „unlocked art“ soll trotz der anhaltenden Pandemie die Fülle und Vielfalt der Lichtenberger Kunst und Kultur sichtbar werden. In der Langen Nacht öffnen sich von 18 bis 24 Uhr die Türen zur Kreativszene des Bezirks. Die Stationen können individuell, in geführten Touren und online erkundet werden. Eröffnet wird die bezirksweite Veranstaltung um 17 Uhr in der Kunstfabrik HB 55 in der Herzbergstraße 55, 13067 Berlin. Bei einem feierlichen Auftakt lädt der Bezirksbürgermeister Michael Grunst zusammen mit dem Fachbereich Kunst und Kultur des Bezirksamtes dazu ein, die rund 40 Kunstorte in Alt- und Neu-Hohenschönhausen, Rummelsburg und Victoriastadt, Lichtenberg-Mitte und Karlshorst zu entdecken. Außerdem sind in diesem Jahr auch zwei Gastorte aus Marzahn-Hellersdorf im Programm. Nach den Einschränkungen der vergangenen Jahre feiert der Bezirk seinen Reichtum an Kunst und Kultur und lädt zu Austausch und Inspiration in offenen Ateliers, in Galerien, bei Lesungen und Konzerten ein. Die Broschüre mit allen Programminformationen liegt im Rathaus Lichtenberg sowie an allen öffentlichen Stellen und Einrichtungen des Amtes für Weiterbildung und Kultur aus. Künstler*innen aus dem Bezirk laden in 13 geführten Kieztouren mit dem Rad oder zu Fuß dazu ein, den Bezirk neu zu entdecken. Die Stationen bieten eine bunte Mischung aus den Ateliers, Atelierhäusern, Galerien und Kunst im öffentlichen Raum. Erstmalig wird eine Tour auf Englisch angeboten. Für die Touren sind Anmeldungen ab Dienstag, 17. August 2021, möglich unter der Telefonnummer 030/516560-04 oder -05 und per E-Mail bei kulturring@ langenachtderbilder.de. Die Radtouren werden zusammen mit dem ADFC durchgeführt. Auf zwei digitalen Touren können die Kreativorte von zu Hause aus besucht werden. Ein Team um Filmemacherin Alexandra von der Heyde gibt Einblicke in Lichtenbergs Kreativszene und schaut den Künstler*innen über die Schultern. Abrufbar sind die Touren in Deutsch und Englisch ab dem 3. September auf dem Youtube-Kanal des Bezirksamtes, auf Instagram, Facebook und auf www.langenachtderbilder.de. Die Veranstaltung findet gemäß dem Hygienerahmenkonzept des Senats für Kultur und Europa statt. Alle Teilnehmenden sind aufgefordert, sich an die AHARegeln und die entsprechenden Vorgaben vor Ort zu halten, um die Verbreitung von Corona zu verhindern. Auch die Haubrok Foundation mit ihrer „Fahrbereitschaft“ in der Herzbergstr. 40-43 öffnet ihre Türen. Foto: Archiv Die Lange Nacht der Bilder wird vom Bezirksamt Lichtenberg, Fachbereich Kunst und Kultur, in Kooperation mit dem Kulturring in Berlin e. V. veranstaltet. Koordinationsbüro: GISELA – Freier Kunstraum Lichtenberg, Giselastraße 12, 10317 Berlin, Telefon (030) 516560-04. Das umfangreiche Programm ist möglich durch die finanzielle Unterstützung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und der Howoge Woh- nungsbaugesellschaft mbH. Alle weiteren Infos zu den Kunstorten, Touren und Anmeldungen erhalten Sie unter: www.langenachtderbilder.de kulturring@langenachtderbilder.de https://www.instagram.com/langenachtderbilder/ https://www.facebook.com/TeamGISELA/ BEZIRKS-JOURNAL | Marzahn-Hellersdorf | August 2021  Musik & Konzert „In einer kleinen Konditorei“: Die Ohrwürmer der „Goldenen 20er-Jahre“ am laufenden Band mit Helmut Gohlke und seinen „Erinnerungen in Noten“ am 16. August, 15.30 Uhr. Eintritt: 1,50 Euro. Anmeldung unter Tel. 030 54707070. Ort: Wohnpark am Rohrpfuhl, Florastraße 1, 12623 Berlin. KlangArt Berlin - Atmosphärische Klänge: Faszination Handpan – Klanglandschaften, Soundcollagen, Entspannungsmusik mit der Gruppe „KlangArt“ – Handpan, Gitarre und Harfe am 1. September, 15 Uhr. Ort: MAXIE-Treff der WG Wuhletal eG, MaxieWander-Straße 56/58, 12619 Berlin, Tel. 030 22356127.  Theater & Bühne Das kleine Theater - Wilhelm Busch: Christine Marx, Klaus Nothnagel und Helmut Frommhold (Musik) bringen am 21. August um 19 Uhr bekannte und unbekannte Texte, Gedichte und Bildergeschichten des Meisterhumoristen Wilhelm Busch auf die Bühne. Ort: Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030 475940612.  Kino & Leinwand Verflimmerter Donnerstag am Freitag – Auf der Sonnenseite: Filmwissenschaftlerin Irina Vogt zeigt am 20. August um 19 Uhr eine der erfolgreichsten DEFA Komödien, die bis heute auf künstlerisch hohem Niveau mit Musik und einem grandiosen Hauptdarsteller unterhält. Ein Massenpublikum identifizierte sich mit dem jungen Manfred Krug, der über Nacht zum Star wurde. Ort: Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030 475940612. Freiluftkino: Der Traffikant am 20. August, 20.30 Uhr. Die mit Spannung erwartete Verfilmung von Robert Seethalers gleichnamigem Bestseller. Ort: Schlossgut Altlandsberg, Domänenhof, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150.  Vorträge & Lesungen Marion Brasch - Ab jetzt ist Ruhe: Lesung der Volkssolidarität am Montag, 23. August, 19 Uhr. Ort: Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030 475940612. Reiseerlebnisse Italien: Bilder und Erinnerungen am 24. August, 15 Uhr. Ort: Stadtteilzentrum Kaulsdorf, Brodauer Straße 27-29, 12621 Berlin, Tel. 030 56588762. Verkehrssicherheit im Alter - Autofahren und Demenz: Vortrag im Rahmen der Reihe „Expertenrat“ am 25. August, 9 Uhr. Anmeldung erforderlich! Ort: Anna-SeghersBibliothek, Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030 9279640. Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei: Eine Berliner Busfahrerin erzählt. Lesung mit Susanne Schmidt am 25. August, 19 Uhr. Ort: Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel, Ribnitzer Str. 1 b, 13051 Berlin. Anmeldung unter Tel. 030 92796410 erforderlich. 1989 Mauerfall Berlin - Zufall oder Planung? Der Autor Michael Wolski präsentiert am 27. August, 16 Uhr, sein Buch und stellt sich den Fragen der Gäste. Ort: MAXIE-Treff der WG Wuhletal eG, Maxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin. Vom Glück verwöhnt? Lesung von sentimentalen und anderen Gedichten mit Autor Jürgen Leithold am 28. August, 16 Uhr. Ort: Projektraum M, Marzahner Promenade 46, 12679 Berlin. Mein Leben als Frau Puppendoktor Pille: Lesung der Autobiografie mit der Autorin Urte Blankenstein, alias Frau Doktor Pille am 3. September, 17 Uhr. Im Anschluss der Lesung kann man ihr Buch erwerben und von Frau Blankenstein signieren lassen. Natürlich beantwortet sie dem interessierten Publikum auch Fragen. Ort: MAXIE-Treff der WG Wuhletal eG, Maxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin, Tel. 030 22356127. Wenn die Nacht zum Tag wird: Vortrag mit Diplom-Biologin Dr. Anette Krop-Benesch am 5. September, 14 Uhr, über die Probleme, die künstliches Licht verursachen. Ort: Naturhof Malchow, Außenbereich, Dorfstraße 35, 13051 Berlin, Tel. 030 92799830.  Feste & Märkte Regionaler Wochenmarkt zum Aktionstag „Erlebe deine Region“: Am 21. August präsentieren sich von 9-17 Uhr regionale Anbieter. Ort: Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150.  Kinder & Familie Der singende Hund: Clownin Viola präsentiert am 21. August um 13 Uhr ihr Theaterstück „Der singende Hund“, macht Musik und singt. Sie begeistert das Publikum mit Luftballon-Figuren, die mitgenommen werden dürfen, staunt gemeinsam mit den Kindern über selbstgemachte Riesen-Seifenblasen und über das spannend-schöne Leben. Ort: Bodo-Uhse Bibliothek, Erich-Kurz-Straße 9, 10319 Berlin. Anmeldungen unter Tel. 030 5122102 Im Land der Regenbogenfeen: Kerstin Ehrlich spielt am 21. August um 15 Uhr mit ihrem Kindertheater „Zauberstern“ die Geschichte vom „Land der Regenbogenfeen“. Anschließend darf in der Kinderbibliothek geschmökert und ausgeliehen werden. Ort: VERANSTALTUNGEN Anna-Seghers-Bibliothek, Prerower Platz 2, 13051 Berlin. Anmeldung unter Tel. 030 92796410 erforderlich. Kinderlieder mit Christian Rau & Fredy Conrad: Die Anton-Saefkow-Bibliothek lädt am 28. August, 11 Uhr, zu einem Familienkonzert mit dem Duo Liederhaus in den Garten des Hauses der Generationen. Der „Liederausdenker” Christian Rau singt und spielt. Fredy Conrad begleitet ihn mit seiner Zaubergitarre. Ort: Garten des Hauses der Generationen in der Paul-Junius-Str. 64 A, 10369 Berlin. Anmeldung erforderlich unter Tel. 030 902963773. Dornröschen: Mitspieltheater für Kinder ab 6 Jahre unter Anleitung am 1. September, 10 Uhr. Die Kinder dürfen in Kostümen und mit Requisiten auf der kleinen Bühne des Theaters selber spielen. Ort: Berliner TschechowTheater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078.  Ausflüge & Touren Stadttour Lichtenberg: Architektur Lichtenbergs Teil 1, 28. August, 11 Uhr. Von der Dorfkirche Lichtenberg zur Rummelsburger Bucht, ein geführter Spaziergang mit Dr. Dirk Moldt (Museum Lichtenberg), Treffpunkt: Dorfkirche Lichtenberg, Möllendorff-, Ecke Scheffelstraße. Anmeldung unter Tel. 030 5532276. Dimensionen eines Verbrechens. Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg: Öffentliche Führung an jedem Sonntag um 15 Uhr. Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst, Zwieseler Str. 4, 10318 Berlin, Tel. 030 50150810. „Geheimes Karlshorst“: Stadtteilrundgang an jedem Sonntag um 11 Uhr. Ort: DeutschRussisches Museum Berlin-Karlshorst, Zwieseler Str. 4, 10318 Berlin, Tel. 030 50150810.  Kurse & Seminare Mit dem Tablet im Internet: Kurse für Seniorinnen und Senioren. Kurs Anfänger 1 immer dienstags vom 17.08. bis 05.10.2021, 14-16 Uhr. Kurs Anfänger 2 immer freitags vom 20.08. bis 08.10.2021, 14-16 Uhr. Die Kurse richten sich an Menschen ab 60 Jahre, ANZEIGE 11 die wenig Erfahrung im Umgang mit einem Tablet oder Smartphone haben und sich eine grundlegende Einführung in die Funktionsweise des Gerätes wünschen. Vorkenntnisse und ein eigenes Gerät sind nicht erforderlich. Fortgeschrittenenkurs 1 immer dienstags vom 26.10. bis 14.12.2021, 14-16 Uhr. Fortgeschrittenenkurs 2 immer freitags vom 29.10. bis 17.12.2021, 14-16 Uhr. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek, Prerower Platz 2, 13051 Berlin. Teilnahme kostenlos. Anmeldungen unter Tel. 030 92796410.  Ausstellungen Der Komponist Kurt Schwaen: Ausstellung bis zum 22. April 2022. In Zusammenarbeit mit dem Kurt-Schwaen-Archiv werden bekannte und unbekannte Fotos und Dokumente, längst verschollen geglaubte Theaterkulissen und Werkzeuge für die Herstellung von Noten sowie zahlreiche Hörbeispiele aus dem Werk des Komponisten (1909-2007) präsentiert. Zu sehen ab 16. August. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 1, Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030 54790921. Spitting Diamonds: Ausstellung mit Werken von Daniel Bonaudo-Ewinger, Okka-Esther Hungerbühler, Aneta Kajzer und Marta Vovk. Zu sehen bis 10. September. Ort: rk-Galerie, Möllendorffstr. 6, 10367 Berlin, Tel. 030 902963712. RAUM-ZEIT-ODYSSEE: Ausstellung mit Arbeiten von Tadaaki Kuwayamas. Zu sehen bis 3. Oktober. Ort: Mies van der Rohe-Haus, Oberseestraße 60, 13053 Berlin, Tel. 030 97000618. Kuba in Bildern: Fotografien von Manfred Kriegelstein. Zu sehen bis 22. August. Ort: Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030 475940612. Meine Träume in Wort und Bild: Acrylmalereien und Gedichte von Gerlinde Fanselow. Zu sehen bis 30. September. Ort: Mittelpunktbibliothek Ehm Welk, Alte Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030 9989526. Malerei auf Leinwand und Papier: Ausstellung mit Werken von Ulrike Bunge. Zu sehen vom 26. August bis 20. Oktober. Ort: Galerie 100, Konrad-Wolf-Straße 99, 13055 Berlin, Tel. 030 9711103. Das Zebra und der Kolibri: Kinderbuchausstellung von Claudia Opitz und Sebastian Köpcke. Zu sehen bis 30. August. Ort: Bezirkszentralbibliothek Mark Twain, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154. Aus Feld und Flur: Ausstellung mit Werken von Hella Sell (Acryl, Aquarell und Bleistift). Zu sehen bis zum 30. September. Ort: Stadtteilbibliothek Kaulsdorf im Forum Kienberg, TH 4, Neue Grottkauer Str. 5, 12619 Berlin, Tel. 030 5636705. Elemente der Stadtlandschaft: Ausstellung mit Fotografien von Ria Siegert. Zu sehen bis zum 14. September. Ort: Anna-SeghersBibliothek, Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030 9279640. Rudolf Hübler, Landschaft, Architektur, Körper: Werkschau im Alten Rathaus Marzahn. Die Ausstellung zeigt bis zum 26. September einen Querschnitt der architektonisch und technisch inspirierten Arbeiten des Malers Rudolf Hübler (1928-2018) auf mehreren Stockwerken im Alten Rathaus Marzahn. Ort: Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz. 12 BEZIRKS-LEBEN August 2021 | Marzahn-Hellersdorf | BEZIRKS-JOURNAL – Anzeigensonderveröffentlichung | Sonderthema – Vital & gesund Das Ensemble von „My Fair Lady“ auf dem Schlossgut Altlandsberg. Foto: S. Ruebsam Es grünt so grün in Altlandsberg KULTUR: Vor den Toren Berlins wird das Musical „My Fair Lady“ aufgeführt. V om 12. bis 15. August grünt es auf dem Schlossgut Altlandsberg ganz besonders grün. In regionaler Eigenproduktion wird das wohl beliebteste Musical der Neuzeit aufgeführt. „Kann eine Frau nicht sein wie ein Mann?“ Diese verzweifelte Frage stellt sich der eigenbrötlerische Sprachforscher Henry Higgins in „My Fair Lady“, als Eliza ihm ans Herz wächst. Man kann versuchen, sich gegen die Liebe und eine phantastische Frau wie Eliza zu wehren. Aber Männer – es ist hoffnungslos! Als angesehener Fachmann ist Higgins entsetzt von der Sprache der einfachen Leute. Er ist überzeugt: Die Menschen definieren sich nicht über ihre Herkunft, sondern vor allem auch über ihre Sprache. In der jungen Blumenverkäuferin Eliza Doolittle findet er ein willkommenes Versuchsobjekt, um seine These zu untermauern. Mit seinem Freund Oberst Pickering geht er die Wette ein, der jungen Frau ihre vulgäre Sprache abzugewöhnen und damit eine Dame aus ihr zu machen. So steigt Eliza Doolittle vom einfachen Blumenmädchen auf zur Prinzessin – ein Traum, den jedes Mädchen einmal träumt. Dabei ist sie eigentlich schon eine wunderbare Frau. Man konnte es nur nicht sehen. Henry Higgins gibt ihr den letzten Schliff und versorgt ihren Vater, Alfred Doolittle ungewollt mit Reichtum. Aber im Grunde wollte Eliza selbst „Nur een Zimmerchen irjendwo“ haben. Nun könnte sie in einem Palast wohnen ... und braucht den ganzen Pomp eigentlich gar nicht. Das Sommermusical „My Fair Lady“ ist eine etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte mit Pfiff, Berliner Charme, heiteren Auseinandersetzungen und jeder Menge wunderbarer Musik von Frederick Loewe. Eines der besten und immer noch aktuellen Musicals – denn träumen, das tun wir alle. In Szene gesetzt von Stephan Wapenhans, dem Intendanten des Musical- und Operettensommers und dem Kultursommer an Elbe und Saale. Erleben Sie „My Fair Lady“ im wunderbaren Ambiente des Schlossgutes Altlandsberg. „My Fair Lady“, 12.-15. August, jeweils 16 Uhr, Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg. Tickets: ab 32,- EUR, ermäßigt 17,- EUR. Infos unter Tel. 033438 151150 ANZEIGEN Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 9. September. Wollen Sie eine kostenpflichtige Anzeige schalten oder haben Sie Themenvorschläge für uns? Melden Sie sich bis 3. September 2021 bei uns! redaktion@bezirks-journal.de oder Tel. (033760) 20 68 91
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