Publication:
2019
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365080
Path:
MARZAHN-HELLERSDORFER

in Zusammenarbeit mit

BEZIRKS-JOURNAL

plus.de
www.lichtenbergmarzahn

Monatszeitung für Marzahn-Hellersdorf | Ausgabe Mai 2019, 9. Mai 2019 | www.bezirks-journal.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare | KOSTENLOS ZUM MITNEHMEN!

Wohnungsbau:
Die Genossenschaft „Grüne Mitte“
fühlt sich in Sachen Grundstücksvergabe benachteiligt. Seite 4

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Bezirk schützt seine
Gebäude besser

Filmkomponist:
Der Mahlsdorfer Peter Gotthardt
ist der geistige Schöpfer von mehr
als 500 Musikstücken. Seite 12

BEZIRKS-JUBILÄUM

Verwaltung: Mitarbeiter sollen vor Übergriffen und ungebetenen Gästen
bewahrt werden. Von Marcel Gäding.

D

er Bezirk Marzahn-Hellersdorf
verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen in seinen Dienstgebäuden.
So wurden im Sozialamt in der Riesaer
Straße die öffentlichen Zugänge reduziert,
um den ungeregelten Zutritt zu begrenzen,
wie die zuständige Bezirksstadträtin Juliane Witt (Die Linke) mitteilte.
Außerdem wurde ein Alarmierungssystem installiert, über das Sachbearbeiter
Hilfe holen können. Im Jugendamt in der
Jenaer Straße wird zudem die Pförtnerloge wieder besetzt. Das Dienstgebäude
ist darüber hinaus nun videoüberwacht.
Über spezielle Transponder können dort
die Angestellten ebenfalls Hilfe im Notfall
anfordern.
„Die Bereitschaft der Kunden, sich ihrerseits mit gewaltsamen Mitteln Recht zu
verschaffen, die sinkende Bereitschaft zum
Zuhören und zum Dialog, die Zunahme
von Hausverboten hat die Teams im Sozialamt erschreckt und alarmiert“, sagt Witt.
Daher sei dort zuerst gehandelt worden.
„Durch die Maßnahmen sind Sicherheitsgefühl und faktische Sicherheit innerhalb kürzester Zeit gestiegen“, erklärt die
Kommunalpolitikerin, die unter anderem

für die Bereiche Soziales und öffentliche
Dienstgebäude zuständig ist.
Schon in der vergangenen Wahlperiode habe es Gespräche gegeben, um die
Sicherheitslage in den Dienstgebäuden zu
verbessern. Witt räumt allerdings ein, dass
entsprechende Vorschläge nie umgesetzt
wurden. Als sie den Bereich 2017 übernahm, seien alle Dienstgebäude in Augenschein genommen worden. „Schnell konnten einige Maßnahmen bereits aus Mitteln
der baulichen Unterhaltung 2018/ 2019
umgesetzt werden.“
Wieder besetzt werden soll auch die
Pförtnerloge im Rathaus Helle Mitte.
Dort war es kürzlich zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem ein Täter gefasst
wurde. Neben zwei besetzten Eingängen
sei im Haushalt auch Geld für zusätzlichen Wachschutz beantragt worden.
Nach Übergriffen auf Mitarbeiter des Ordnungsamtes wurde ebenfalls reagiert. Ihr
Dienstsitz in der Premnitzer Straße ist für
den Besucherverkehr geschlossen. Wer ein
Anliegen hat, muss sich beim Pförtner in
der Premnitzer Straße 13 melden. Ein privates Wachschutzunternehmen hat zudem
seine Streifengänge im Gebäude verstärkt.

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Wir feiern Marzahn!
Das Rathaus des 1979 gegründeten Bezirks Marzahn am Helene-Weigel-Platz: Es entstand
als eines der letzten öffentlichen Gebäude und steht inzwischen unter Denkmalschutz. Im
Juni blickt Marzahn auf 40 Jahre zurück. Ein guter Grund für das BEZIRKS-JOURNAL, ein Teil
dieser Ausgabe dem Jubiläum zu widmen. Im Innenteil finden Sie viele spannende Geschichten, die ein interessantes Bild des noch sehr jungen Bezirks zeichnen. Außerdem präsentieren
wir Ihnen das Festprogramm von „Wir feiern Marzahn!“.

2

40 JAHRE MARZAHN-HELLERSDORF

Marzahn-Hellersdorf | BEZIRKS-JOURNAL

„Wir sind nicht der Partybezirk“
Gespräch: Dagmar Pohle (Die Linke) ist Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf. Gern erinnert sie sich an ihren Umzug nach Marzahn, geht
gelassen mit Klischees um, lobt den Bezirk als schönen Wohnort und blickt auf die Herausforderungen der kommenden Jahre.
Frau Pohle, Sie zogen im Sommer 1978
nach Marzahn. Wie war das damals für Sie?

Das war ein ausgesprochen gutes Gefühl. Bis dahin wohnten wir in Friedrichshain, in der Nähe des Alten Schlachthofes:
Ein Zimmer im Hinterhaus, Küche und Innentoilette mit Handwaschbecken. Als ich
jedoch meinen Mann anrief und von der
Benachrichtigung über die Zuweisung einer Wohnung in Marzahn berichtete, reagierte er erst einmal ablehnend: Da könne ich alleine hinziehen, sagte er. Er hatte
sofort Bilder von Baustellen und Dreck
im Kopf. Dann haben wir uns aber doch
die Wohnung angeschaut. Sie hatte zwei
Zimmer, Küche und Bad mit Fenster, dazu
einen freien Blick damals über Biesdorf
Nord und ins Brandenburgische, weil ja
bei uns gegenüber in der Springpfuhlstraße (heute Allee der Kosmonauten, Anm. d.
Red.) noch gar nichts gebaut war. Ich erinnere mich daran, wie wir das erste Mal
in der Wohnung waren, um sauber zu machen. Bevor wir in unsere alte Wohnung
zurückfuhren, badeten wir erst einmal. In
Friedrichshain hatten wir ja nur ein Handwaschbecken – und mussten zum Heizen
Kohlen schleppen. Im Laufe der Jahre zogen wir mit unseren beiden Kindern aus
Platzgründen innerhalb des Kiezes viermal
um.

Sie konnten die gesamte Entwicklung des
Bezirks von der Gründung bis in die Gegenwart verfolgen. Wie hat sich Marzahn, später Marzahn-Hellersdorf, entwickelt?

Zunächst entstanden Quartiere auf
der Grundlage der Idee des komplexen
Wohnungsbaus. Neben den Wohnungen
schloss dies alles ein, was zum Wohnen
dazu gehört: Die Versorgung der Kinder
mit Kitaplätzen und Schulen, Dienstleistungseinrichtungen,
Einkaufsmöglichkeiten, Poststellen und medizinische Einrichtungen. Was ich damals schätzte, dass
meine Kinder – nachdem wir das geübt haben – relativ früh alleine in den Kindergarten gehen konnten. Der war direkt hinterm

»Ich finde, Marzahn-Hellersdorf ist einer der schönen
Wohnorte in Berlin, vor allen
Dingen dann, wenn es um
gute Bedingungen für
Familien geht.«
Dagmar Pohle (Die Linke),
Bezirksbürgermeisterin

Haus. Die Kinder gingen im Wohngebiet
zur Schule, alles war verkehrsberuhigt, der
Spielplatz lag hinterm Haus. Ich konnte
aus dem Fenster sehen und hatte meine
Kinder im Blick. Die Waren des täglichen
Bedarfs, wie es so schön hieß, konnten
wir gleich um die Ecke kaufen. Am Ende
waren 1990 gut 100.000 neue Wohnungen entstanden, und das gut durchdacht.
Dann gab es diese von Landespolitikern in
den 1990er-Jahren angestoßene Debatte,
Großsiedlungen abzureißen.
Dazu kam es ja nur in kleinem Umfang im
Rahmen von Stadtumbau Ost.

Das liegt auch daran, dass die Mehrheit
der Bewohnerinnen und Bewohner sich
damals schon in Umfragen hoch zufrieden
darüber äußerten, dass sie gerne in Mar-

Dagmar Pohle (Die Linke) ist 65 Jahre alt, war von 1990 bis 1999 Mitglied des Abgeordnetenhauses. 2002 wechselte sie als Stadträtin ins
Bezirksamt. 2006 wurde die Diplom-Philosophin erstmals Bezirksbürgermeisterin; 2011 bis 2016 war sie stellvertretende Bezirksbürgermeisterin. Seit 2016 besetzt sie wieder den Chefinnenposten im Rathaus. Foto: Marcel Gäding

zahn und Hellersdorf leben.
Welche Auswirkungen hatte der Umbruch
in den 1990er-Jahren?

Die Art von Kiezstruktur, die wir schätzen gelernt haben, hat mit dem Wandel
nach 1990 nicht mehr funktioniert. Das
hing unter anderem mit den anderen Versorgungsstrukturen zusammen und damit,
wie die Schule neu organisiert wurde.
Weiterführende Schulen waren plötzlich
nicht mehr kiezorientiert. Früher hatten wir als Eltern Kontakt, nun ging das
verloren. Nach 1990 gab es zudem massive Veränderungen im gartenstädtischen
Siedlungsgebiet – durch die Teilung der
Grundstücke, durch einen massiven Zuzug
und eine Verjüngung der Bevölkerung.
Was zu bedauern ist, dass das Land Berlin, aber auch der Bezirk noch nicht die
Kraft hatten und das Geld, dem auch eine
adäquate Infrastruktur entgegen zu setzen.
Wenn ich sehe, dass viele Straßen bis heute noch keine Fußwege haben, oder dass
wir relative weite Wege haben für eine
medizinische Versorgung oder bestimmte
kulturelle Angebote, dann gibt es da für
die Zukunft noch Entwicklungspotenziale.
Die gilt es gemeinsam mit dem Land Berlin
zu heben.

Man muss jemanden, der in Marzahn-Hellersdorf wohnt, nicht erklären, warum er
gerne hier lebt. Und dennoch halten sich
Klischees hartnäckig. Wie gehen Sie damit
um?

Bestimmte Stereotype wurden in den
1990er-Jahren formuliert und ziehen sich
durch, gerade bei denen, die noch nie
hier waren. Ich habe es aufgegeben, mich
darüber zu ärgern. Interessant ist es immer, wenn es uns gelingt, dass sich solche
Menschen vor Ort ein Bild machen und
unseren Slogan aufgreifen, dass das hier
ganz anders ist als gedacht. Ich glaube im
Vergleich von Großsiedlungen in Ost und
West, dass wir auf den vorderen Plätzen
landen. Wir sind sehr großzügig gebaut:

viele Grün- und Freiräume, wo sich Ältere, Kinder und Familien gut aufhalten
können. Was für den Bezirk spricht, ist
seine gute verkehrliche Anbindung. Wenn
Menschen sich erst einmal bei uns eingewöhnt haben und das Grün vor der Haustür schätzen, möchten sie das nicht mehr
missen.
Wenn Sie Menschen von außerhalb einladen: An welchen Ort in Marzahn-Hellersdorf gehen Sie zuerst?

Am besten auf den Wolkenhain im
Kienbergpark und oder auf den Skywalk
an der Marzahner Promenade. Von oben
kann man den Bezirk gut erklären. Man
sieht den Vorzug des Grünen und die vielen Facetten des Bezirks: Dazu gehören
die Gärten der Welt, der Kienberg, das
Schloss Biesdorf, das Gutshaus Mahlsdorf mit seinem Gründerzeitmuseum,
aber auch das Gelände des ehemaligen
Griesinger-Krankenhauses, auf dem mit
dem Unfallkrankenhaus Berlin ein moderner Gesundheitsstandort errichtet wurde.
Erwähnenswert sind auch der Berliner
Balkon mit dem schönen Blick ins Urstromtal, das Dorf Marzahn als klassisches
Angerdorf oder Marzahn-Nord, weil dort
mit den originalen Fassaden der Elfgeschosser und den Ahrensfelder Terrassen
Gegensätze des Stadtumbaus deutlich werden. Es gibt in Marzahn-Hellersdorf viele
Orte, die ich gerne zeige.

Wo würden Sie sich im 40. Jahr nach Bezirksgründung in der Liga der zwölf Berliner Bezirke einordnen?

Ich finde, Marzahn-Hellersdorf ist einer
der schönen Wohnorte in Berlin, vor allen
Dingen dann, wenn es um gute Bedingungen für Familien geht. Wir sind nicht der
Partybezirk. Wer das erwartet oder meint,
er könne jeden Abend irgendwo super lecker anders essen gehen, wird vermutlich
nicht zufrieden sein. Aber ich glaube, dass
Marzahn-Hellersdorf insbesondere für Familien und Ältere ein guter Ort zum Leben

ist. Das merken wir ja am Zuzug.
Welche Herausforderungen stehen in den
kommenden Jahren auf der Agenda?

Was die Eigenheimsiedlungen betrifft,
da habe ich ja schon einiges beschrieben.
Im Hinblick auf die Großsiedlungen müssen wir mehr Dynamik in die Gestaltung
der Infrastruktur bekommen, um der
wachsenden Bevölkerung Rechnung zu
tragen. Das meint nicht nur Kita- und
Grundschulplätze, sondern auch vernünftige Einkaufsbedingungen sowie eine
angemessene medizinische ambulante
Versorgung. Darüber hinaus muss auch
die Verwaltung in der Lage sein, die vielfältigen Bedarfe zu decken. Unser Bezirk
steht für eine offene und solidarische Gesellschaft mit Menschen, die hier gerne leben und sich wohlfühlen. Wir haben einen
relativ hohen Anteil an Menschen, die auf
Unterstützung angewiesen sind. Als Bezirk können wir aber mit Mieten punkten,
die dem Einkommen entsprechend angemessen sind. Als Kommunalpolitiker stehen wir daher in der Verantwortung, dass
dies so bleibt.

Zum Geburtstag darf man sich in der Regel
etwas wünschen. Wie sieht das bei Ihnen
aus?

Für Marzahn-Hellersdorf würde ich
mir wünschen, dass wir im Konzert der
zwölf Berliner Bezirke gleichberechtigt
mit anderen behandelt werden und keine Unterteilung nach Innenstadtbezirken
und Randbezirken stattfindet. Wichtig
finde ich, dass sich die Wirtschaft weiterentwickelt, Arbeitsplätze vor Ort bleiben
und neue entstehen. Denn das macht ja
gutes Wohnen aus, wenn man nicht stundenlang unterwegs ist, um zur Arbeit zu
gelangen. Und dann hoffe ich, dass – wer
auch immer meine Nachfolge antreten
wird – wir nicht jeden Euro umdrehen
müssen, um den Bezirk voran zu bringen.


Das Gespräch führte Marcel Gäding.

BEZIRKS-JOURNAL | Marzahn-Hellersdorf

Mehr Züge auf
der S-Bahnlinie 5
MAHLSDORF. Auf der S-Bahnlinie 5 werden künftig mehr Züge eingesetzt. Darüber informiert der SPD-Abgeordnete Sven
Kohlmeier. Mit jeweils drei Verstärkerzügen werde die angespannte Situation für
die Pendler in übervollen Bahnen verbessert, sagte Kohlmeier. Der neue Takt gelte
werktags von etwa 6.30 bis 10.00 Uhr und
nachmittags von etwa 14.30 bis 19.30 Uhr.
In den Verstärkungszeiten verkehrten nun
neun Mal pro Stunde und Richtung Züge
(anstatt sechs pro Stunde). Kohlmeier bezieht sich auf eine Mitteilung der S-Bahn
Berlin.

Kleingärtner laden
zur Wanderung ein
KAULSDORF. Zur zehnten Kleingartenwanderung laden die Bezirksverbände der
Gartenfreunde in Marzahn und Hellersdorf ein. Die Tour beginnt am 12. Mai und
startet am S-Bahnhof Kaulsdorf. Es geht
durch verschiedene Kleingartenanlagen.
Die Weglänge beträgt acht Kilometer. Die
Wanderung endet gegen 13.30 Uhr in der
Kleingartenanlage Kaulsdorfer Busch. Dort
werden Kaffee, Mineralwasser, Brause,
Bier und Bratwurst serviert.

Bauwagen wird
mobiler Treffpunkt
HELLERSDORF. Das „Café auf Rädern“ bekommt Zuwachs: Im Rahmen eines Nachbarschaftsfestes wird am 24. Mai um 14
Uhr ein Bauwagen eingeweiht, der künftig
als mobiler Treffpunkt im Kiez unterwegs
ist. Der umgebaute Bauwagen soll im Viertel rund um den Kastanienboulevard als
mobiler Treffpunkt seine Türen für alle
Nachbarinnen und Nachbarn öffnen, teilte
die Evangelische Kirchengemeinde Hellersdorf mit. Dadurch entstehe ein wetterunabhängiges Begegnungs- und Informationsangebot.

Richtfest für neue
Wohnanlage
HELLERSDORF. Das landeseigene Wohnungsunternehmen STADT UND LAND
hat in der Albert-Kuntz-Straße Ecke LouisLewin-Straße Richtfest für neue Wohn- und
Geschäftshäuser gefeiert. Dort entstehen
284 Wohnungen und sieben Gewerbeeinheiten. Die Hälfte der Wohnungen wird
nach den Wohnungsbauförderungsbestimmungen des Landes Berlin gebaut, wie
STADT UND LAND mitteilte.

Kiezfest zum 15.
Geburtstag
MAHLSDORF. Das Stadtteilzentrum PestalozziTreff wird 15. Der Träger der Einrichtung veranstaltet aus diesem Grund am
24. Mai von 15 bis 21 Uhr in der Pestalozzistraße 1A ein Kiezfest. Auf dem Programm
stehen Trommeln, Zauberer, Kinderschminken, „Drums Alive“, Schwungtuch, Stände
mit Bastelangeboten, Quizfragen und vieles mehr. Ausklingen wird der Abend mit
der „Liederkarawane“ und ihrem Programm
zum Mitsingen, Mitklatschen, Tanzen für
Groß und Klein. Für das leibliche Wohl der
Gäste ist gesorgt.

BEZIRKS-NACHRICHTEN

Wie Blinde fühlen und riechen
HELLERSDORF. In der Alten Hellersdorfer
Straße 47 hat der Dunkelparcours „Stockfinster“ eröffnet. Träger ist der Verein „TheaterSpiel & Schule“. Die Einrichtung ist ebenerdig, Rollstuhlfahrern steht ein barrierefreier
Zugang zur Verfügung. Der Dunkelparcours
umfasst einen Fühl-, Riech-, Tast-, SpürErlebnisrundgang für sehende Kinder und
Jugendliche, die das Leben von Blinden und
Sehschwachen kennenlernen möchten. Er
besteht aus einem lichtlosen, labyrinthartigen
Raum mit mehreren Wahrnehmungsstationen. „Bei dem Rundgang kann man erleben,

wie Blinde „mit den Händen sehen“, mit dem
Tastsinn „hören“, mit dem Stock den „Weg lesen“, erklärt der Betreiberverein um den Theaterwissenschaftler Jürgen Bonk. Das Projekt
ist allerdings zeitlich begrenzt und schließt
Ende Juli kommenden Jahres. Es richtet sich
an Jugendliche zwischen 8 und 21 Jahren.
Der Eintritt kostet 5 Euro. Führungen können
telefonisch unter 0177 1876848 vereinbart
werden. Ein Kontakt ist auch per E-Mail unter
dunkelparcours@gmail.com möglich. Weitere
Informationen im Netz unter: www.theaterspiel-schule.de

Bündnis ermuntert zur Europawahl
MARZAHN-HELLERSDORF. Das Bündnis für
Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf hat die Bewohner des Bezirks aufgerufen, von ihrem Wahlrecht anlässlich der Wahlen zum Europäischen Parlament Gebrauch
zu machen. „Die Europäische Union steht für
gemeinsame Werte wie Frieden, Freiheit und
Demokratie sowie die Überwindung von Nationalismus“, heißt es in einer Erklärung. Auch
profitierten die Marzahn-Hellersdorfer direkt
von der Europäischen Union. So sei EU-Geld

unter anderem in Schulen, Kitas, Bildungs-,
Beratungs- und Begegnungsstätten in den
Kiezen wie das Haus Babylon, Spielplätze, Einrichtungen zur gesundheitlichen Versorgung,
Freizeitangebote wie den Wuhlewanderweg,
die Gärten der Welt und den Wiederaufbau
des Schlosses Biesdorf geflossen. „Beteiligen
Sie sich an der Europawahl! Geben Sie Ihre
Stimme demokratischen und pro-europäischen Parteien! Zeigen Sie nationalistischen
Parteien die Rote Karte!“, erklärt das Bündnis.

Gesundheitstag zum Thema Alkohol
MARZAHN. Der Bezirk beteiligt sich in diesem Jahr an der Aktionswoche „Alkohol?
Weniger ist besser!“. Unter dem Motto „Kein
Alkohol am Arbeitsplatz“ findet am 22. Mai
von 9 bis 15 Uhr im Freizeitforum Marzahn
(Marzahner Promenade 55) ein Gesundheitstag statt. So bietet die Suchtberatungs- und
Behandlungsstelle der Wuhletal – Psychosoziales Zentrum gGmbH zwei Workshops zum

Thema „Phänomen Sucht – nüchtern betrachtet“ an. Der bezirkliche Suchthilfekoordinator
informiert im Foyer zu „Alkohol – Mythen und
Fakten“.
Das diesjährige Motto hat nach Angaben des
Bezirks einen guten Grund: Fachleute schätzen, dass zehn Prozent aller Beschäftigten
zu viel Alkohol trinken, in vielen Fällen sogar
suchtabhängig sind.

Einschränkungen rund um den Rapsweg
BIESDORF. Wegen Straßenbauarbeiten
kommt es noch bis 8. Juli zu Einschränkungen
rund um die Oberfeldstraße, den Rapsweg
und den Maisweg. Dort werden im Auftrag
der Niederbarnimer Eisenbahn Gasleitungen

erneuert. Wie das Bezirksamt jetzt mitteilte, sei von der Baufirma zugesichert worden,
dass die Zufahrten von betroffenen Anliegern
und Gewerbetreibenden gewährleistet werden.

Vereine organisieren Sportfest der Vielfalt
KAULSDORF. Zu einem Sportfest der Vielfalt
lädt der Bezirk am 17. Mai ein. Ausgerichtet
wird die Veranstaltung im Stadion Wuhletal
(Teterower Ring 69) vom Schul- und Sportamt, dem Landessportbund Berlin und verschiedenen Sportvereinen. Auf die Besucher
warten verschiedene Stationen wie Hockey,
Basketball, Lichtschrankenlauf, American
Football sowie Angebote für Kinder vom Vorschul- bis zum Jugendalter. Wer sich aktiv

beteiligt, hat Aussicht auf eine Medaille. Eröffnet wird das Sportfest der Vielfalt um 16
Uhr von Sportstadtrat Gordon Lemm (SPD).
„Ein solches bezirkliches Sportfest ist etwas
ganz Besonderes. Es knüpft an die Traditionen
vergangener Jahrzehnte, in denen sich Sportlerinnen, Sportler und Vereine des Bezirks in
einem großen Turnier messen konnten und
sich und ihre Angebote unseren Bürgerinnen
und Bürgern vorstellen konnten“, sagt Lemm.

3

IN EIGENER SACHE

Liebe Leserin,
lieber Leser,
Sie haben es sicherlich schon bemerkt: Ihr
Bezirks-Journal präsentiert sich heute in einer neuen Aufmachung.
Vor fünf Jahren erschien in Lichtenberg
erstmals das Bezirks-Journal, kurze Zeit
später kam unsere Regionalausgabe für
Marzahn-Hellersdorf dazu. Seitdem versorgen wir Sie jeden Monat mit Wichtigem
aus Ihrem Bezirk, liefern Hintergründe,
Reportagen und Interviews. Bewusst haben
wir eine Zeitung an den Start gebracht,
die sich deutlich abheben will von anderen
Medien, in dem wir Schwerpunkte setzen
und Diskussionen anregen. Dank der engen Kooperation mit der Onlinezeitung
www.LichtenbergMarzahnPlus.de ergänzen
wir unser redaktionelles Angebot zudem
tagesaktuell im Internet. All das ist möglich, weil es uns gelungen ist, mit treuen
Anzeigenkunden Unterstützerinnen und
Unterstützer für unsere journalistischen
Aktivitäten zu finden. Dafür wollen wir uns
bedanken.
Im fünften Jahr unseres Bestehens war es
Zeit, unserer Zeitung ein modernes, zeitgemäßes Erscheinungsbild zu geben. Gleichzeitig haben wir Rubriken wie die „BezirksNachrichten“ ausgebaut. Wir werden weiter
ein kritischer und fairer Begleiter in den
Bezirken sein, Ihnen interessante Menschen
vorstellen und mit unserem großenVeranstaltungskalender viel Service bieten. Wir
hoffen, Ihnen gefällt das Bezirks-Journal.
 Marcel Gäding (Herausgeber) und Team.

Straßenbahnen
verkehren anders
HELLERSDORF. Weil an der Ecke Riesaer
Straße und Landsberger Allee Gleise erneuert werden, kommt es zu Änderungen auf
den Straßenbahnlinien M6 und 18. Bis zum
13. Mai ist die Landsberger Allee zwischen
Allee der Kosmonauten und Betriebshof
Marzahn für die Straßenbahn gesperrt, teilte die BVG mit. Die M6 fährt in dieser Zeit
zwischen S Hackescher Markt bzw. Landsberger Allee/Petersburger Straße und
Freizeitforum, von dort weiter zur Wuhletalstraße. Die Züge der 18 fahren zwischen
S Springpfuhl und Alt-Marzahn, von dort
ebenfalls weiter bis zur Wuhletalstraße.
Zwischen Freizeitforum Marzahn und Riesaer Straße sind Ersatzbusse im Einsatz.
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4

BEZIRKS-LEBEN

Marzahn-Hellersdorf | BEZIRKS-JOURNAL

Spekulanten am Werk?
Stadtentwicklung: Genossenschaft fühlt sich gegenüber landeseigenen Wohnungsunternehmen benachteiligt. Von Birgitt Eltzel.

D

rastische Worte findet Andrej
Eckhardt, der Vorstand der Genossenschaft „Grüne Mitte“, für die
Vergabepraxis bei landeseigenen Grundstücken. Er sieht die Genossenschaften
gegenüber den kommunalen Wohnungsbaugesellschaften durch das Land Berlin
stark benachteiligt.
Bereits im März hat er deshalb in einem Offenen Brief gleiche Bedingungen
gefordert, damit auch die rund 80 Berliner Wohnungsbaugenossenschaften dazu
beitragen können, schnell preisgünstigen
Wohnraum zu schaffen. Er wollte auch
die anderen Genossenschaften für ein
Volksbegehren gewinnen, das eine Änderung dieses Politikstils erzwingt. Das fand
allerdings bisher nur geringe Resonanz,
was Eckhardt der „derzeit herrschenden
Stimmung gegen Immobilienbesitzer –
egal welcher Rechtsform“ geschuldet sieht.
Dies sorge für eine hohe Hemmschwelle,
sich einzusetzen oder Angst, „auf Grund
durchgeführter Aktivitäten Nachteile zu
erfahren“.
Brief an Müller und Lompscher

Deshalb hat er mit einem Offenen
Brief an den Regierenden Bürgermeister
Michale Müller (SPD) und Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke)
jetzt noch einmal nachgelegt. Eckhardt
schildert darin, wie seine Genossenschaft,
bei einem geplanten Neubau (etwa 100
Wohnungen) scheiterte. Diesen wollte
die „Grüne Mitte“ auf einem rund 8.700
Quadratmeter großen Grundstück an der
Michendorfer Straße errichten. Das Areal, um das u-förmig Plattenbauten stehen,
hatte die Genossenschaft 2007 für einen
relativ günstigen Betrag vom Land Berlin unter der Bedingung erworben, es als
Freifläche zu nutzen. Wenn sie dort bauen
wolle, so sieht es die Vereinbarung vor,
muss sie einen Betrag für die Nutzung als
Bauland nachzahlen. Früher stand dort

eine landeseigene Kita, die die Genossenschaft ursprünglich selbst nutzen wollte.
Doch bei Verhandlungen mit dem damaligen Liegenschaftsfonds Berlin wurde man
sich nicht über den Kaufpreis einig. So
wurde das Gebäude abgerissen, eine Freifläche blieb.
4,3 Millionen Euro Nachzahlung

Nun hatte die „Grüne Mitte“ dort Wohnungsbau vor. Doch die landeseigene
Berliner Immobilienmanagement GmbH
(BIM) habe mitgeteilt, dass die Genossenschaft dafür dann 4,3 Millionen Euro
nachzahlen müsse, so Eckhardt. Das seien
rund 500 Euro pro Quadratmeter – eine
Summe, die über den Grunderwerbspreisen im Bezirk (laut Eckhardt durchschnittlich 400 Euro je Quadratmeter) liege. „Man
fordert von uns einen Spekulationspreis“,
ist er empört. Die Genossenschaft könne damit keinen günstigen Wohnraum
schaffen. Allein um den Kaufpreis für das
Grundstück zu refinanzieren, müsse sie
dann erst einmal zwei Euro je Quadratmeter in die Miete einfließen lassen. Die bisherigen Mieten bei der 1995 gegründeten
Genossenschaft liegen zwischen 5,50 Euro
je Quadratmeter nettokalt für langjährige
Mieter und ab 7,50 Euro für Neu-Mieter
frisch komplettsanierter Wohnungen.
„Grüne Mitte“ verzichtet auf Neubau

Die „Grüne Mitte“ verfügt über sieben
Siedlungshöfe mit rund 2.700 Wohnungen in Hellersdorf. Sie gehört zu den wenigen Genossenschaften, die in Berlin nach
der Einheit 1990 gegründet wurden. Die
seinerzeit unsanierten Wohnungen hatte
sie von der heute zur kommunalen Stadt
und Land Wohnbauten Gesellschaft gehörenden städtischen Wohnungsbaugesellschaft Hellersdorf (WoGeHe) für rund
500 DM je Quadratmeter im Zuge des umstrittenen Altschuldenhilfegesetzes über-

Die 1995 gebildete Genossenschaft hat nicht nur die Häuser saniert und modernisiert, sondern auch für Kunst am Bau gesorgt. Foto: www.lichtenbergmarzahnplus.de/ Birgitt Eltzel

nommen. Im Jahr 2018 wurden die letzten
Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten
abgeschlossen. Die Genossenschaft erwirtschaftet inzwischen Überschüsse, die sie
vor allem dazu einsetzt, die Mieten stabil
zu halten. „Deshalb müssen wir uns bei
dem von der BIM geforderten Preis von
dem Neubauprojekt verabschieden“, sagt
Eckhardt. Die Genossenschaft wolle ihre
gute wirtschaftliche Entwicklung nicht gefährden.
Die Stadtentwicklungsverwaltung woll-

te laut Sprecherin Petra Rohland keinen
Kommentar zum Sachverhalt abgeben und
verwies auf die BIM. Deren Sprecherin Johanna Steinke antwortete auf eine Anfrage
der Onlinezeitung www.LichtenbergMarzahnPlus.de, dass „unter Berücksichtigung
der Wertsteigerung des Grundstücks und
der Marktentwicklung in Berlin“ eine
Wertermittlung vorgenommen wurde.
Bei einer kompletten Aufhebung der Nutzungsbindung betrage die Summe danach
die erwähnten 4,3 Millionen Euro.

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BEZIRKS-JOURNAL | Marzahn-Hellersdorf

BEZIRKS-LEBEN

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Gäste aus Australien und Brasilien
Kompetenzzentrum: Verein engagiert sich im Zusammenhang mit der Sanierung von Plattenbauten inzwischen international. Von Birgitt Eltzel.

W

as hat der kommunale Kindergarten des 15.000 Einwohner
zählenden ukrainischen Städtchens Zhovkha mit Hellersdorf zu tun?
Er ist eines der Pilotprojekte des Kompetenzzentrums Großsiedlungen e.V., das
seinen Sitz im „Baukasten“ am U-Bahnhof
Hellersdorf hat. Mit Hilfe des Vereins ist
es gelungen, die marode Einrichtung der
15.000-Einwohner-Stadt energetisch zu
sanieren. Die Hellersdorfer berieten die
Ukrainer dabei, auch zu verschiedenen
europäischen Förderprogrammen. 2018
gewann die Kita sogar den Publikumspreis
beim DENA Energy Award, dem Wettbewerb der deutschen Energieagentur.
Schon mit seinem Namen macht das
Kompetenzzentrum Großsiedlungen deutlich, worum es geht. Der 2001 gegründete Verein verfügt wie kein anderer über
Erfahrungen bei der Transformation von
großen Siedlungen in die Moderne. Unter
seinen Mitgliedern sind Wohnungsunternehmen, Architekten, Städteplaner und
Baufirmen, die ab Beginn der 1990er-Jahre
mitwirkten, die in der DDR entstandenen
Plattenbaugebiete fit für die kommenden
Jahrzehnte zu machen. Dabei ging es nicht
nur um die Sanierung und Modernisierung
der Häuser in Marzahn und Hellersdorf,
sondern auch um die Komplettierung der
Viertel. Entstanden ist das Kompetenzzentrum im Zuge der Weltausstellung Expo
2000. Der „Baukasten“ war damals ein Expo-Pavillon.

Jetzt geht es vor allem um die Instandhaltung der Häuser.“
Sozialer Ausgleich erforderlich

Ralf Protz vor dem „Baukasten“, im Hintergrund das Wohnviertel am Boulevard Kastanienallee. Foto: www.lichtenbergmarzahnplus.de/ Birgitt Eltzel

Inzwischen wirkt der Verein deutschlandweit und auch international als
Plattform des Erfahrungs- und Informationsaustauschs, legt Studien vor und veranstaltet Symposien. Delegationen aus aller
Welt kommen in den „Baukasten“ in Hellersdorf. Kommunalpolitiker, Wohnungswirtschaftler und Planer informieren sich
über energetische Sanierung, städtebauliche Erneuerung und die soziale Stabilisierung der Wohngebiete. Insbesondere in
Osteuropa sind die Erfahrungen gefragt,
wo es noch viele Plattenbau-Quartiere
gibt, die vor weiterem Verfall gerettet werden müssen. Auch deshalb nahm im No-

vember 2018 mit Maria Melnikova, die
ein Bundeskanzler-Stipendium verliehen
bekam, eine junge russische Stadtplanerin
eine zeitweise Tätigkeit im Kompetenzzentrum auf.
Ralf Protz, der Leiter des Zentrums, sagt,
dass es viele Anfragen zu Führungen gibt:
„Fast jede Woche empfangen wir Delegationen aus dem Ausland. Sogar aus Australien, Brasilien und Japan waren schon Gäste
hier.“ Die meisten staunten, wie schnell der
Prozess der Umgestaltung der Plattenbauquartiere in Berlin bewältigt wurde, sagt
Protz. „Im Grunde ist man in Marzahn und
Hellersdorf längst durch mit der Sanierung.

Das Thema sozialer Wohnungsbau bewege viele Besucher. „Denn auch Menschen, die wenig besitzen, müssen anständig wohnen können.“ Diese Frage stelle
sich jetzt auch in Berlin in neuer Schärfe.
In diesem Segment werde vor allem in
den Großsiedlungen neuer Wohnraum
geschaffen. Protz ist skeptisch, ob das der
richtige Weg ist: „Helfen wir damit nicht
der Segregation der Innenstadt?“ Das
Hauptthema der nächsten Jahre in großen
Wohnsiedlungen werde der soziale Zusammenhalt sein, sagt Protz. Denn sowohl
das Bauen in bestehenden Nachbarschaften, auf Wohnhöfen oder in Baulücken, als
auch die Integration von Geflüchteten betreffe diese schon rein quantitativ mehr als
andere Ecken in der Hauptstadt. „Für diese
Leistungen müssten die bisherigen Bewohner einen Ausgleich bekommen“, meint
er. „Damit sie merken, dass sie auch etwas
davon haben, wenn sie mehr gesamtstädtische Aufgaben schultern als andere Gebiete Berlins.“ Das könne beispielsweise ein
Freibad für den Bezirk sein, der als einziger in Berlin keines besitzt. „Das Problem
des notwendigen sozialen Ausgleichs wird
künftig ein viel stärkeres Gewicht bekommen müssen“, mahnt der Wohnungsbaufachmann an.
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40 JAHRE MARZAHN-HELLERSDORF

Marzahn-Hellersdorf | BEZIRKS-JOURNAL

Kinderlachen im Angerdorf
Geschichte: Das kleine Dorf Marzahn gab dem Bezirk einst den Namen. Der ländliche Charme hat sich bis heute erhalten. Von Angelika Giorgis.

A

lt-Marzahn ist ein Ort für alle“, sagt
Lucas Ludewig. Der 33-jährige ist
Pfarrer. „Viele Marzahner nehmen
das Dorf trotzdem nicht wahr, denn in der
Umgebung gibt es mittlerweile viele andere Zentren.“ Der unter Denkmalschutz
stehende Dorfanger ist jedoch ein Kleinod inmitten der Hochhäuser. Hier spürt
man kaum etwas von der ihn umgebenden
Großstadt. Mittendrin steht seit dem Mittelalter die Kirche.
Ein Fernhandelsweg soll im 13. Jahrhundert
genau
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durch den alten
Dorfkern von Morczane (oder Murtzan) geführt haben.
Damals erhielt das
Dorf auch sein erstes Gotteshaus, eine
in
frühgotischer
Form erbaute Feldsteinkirche. Nach
dem Dreißigjährigen Krieg gab es in
Marzahn nur noch
fünf Kossäten –
Dorfbewohner mit
Haus- und geringem
Landbesitz – und
keine Bauern mehr.
Später zogen neue
Bewohner hierher: Das Amtsvorwerk
wurde 1764 unter 19 Siedlerfamilien aus
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der Pfalz aufgeteilt.
Die Marzahner Bockwindmühle drehte
schon im Jahr 1815 ihre Flügel. Der vierte
Mühlenbau zählt seit 1994 zu den Wahrzeichen des Dorfes. Ein anderes ist die
neugotische Backsteinkirche, eine Nachfolgerin des ersten Feldsteinbaus. Sie entstand von 1869 bis 1871 nach Entwürfen
von Friedrich August Stüler.
Mitte der 1970er-Jahre wurden Magistralen durch die Rieselfelder, die das
Dorf umgaben, gebaut. Auf ihnen rollten
ab April 1977 Baufahrzeuge mit den
Platten für 60.000
neue Wohnungen.
In die alte Schule
zog die kommunale Wohnungsverwaltung ein. Heute
beherbergt sie das
Bezirksmuseum.
Unter den vielen Tausend NeuMarzahnern
gab
es etliche, die den
Weg in die Dorfkirche fanden. „Die
Gemeindemitglieder gingen in die
Hochhäuser
und
luden die Bewohner
zu Veranstaltungen ins Dorf ein“, erzählt
Pfarrer Ludewig. Damals stand gegen-

Die Backsteinkirche, erbaut nach Entwürfen von Friedrich August Stüler, prägt bis heute das
Bild des Dorfkerns in Marzahn. Fotos: Angelika Giorgis

über der Kirche nur das Pfarrhaus. An der
Stelle eines alten Stalles wurde später das
Gemeindehaus gebaut. Viele junge Leute
kauften nach der Wende Grundstücke und
bauten Eigenheime am Dorfrand. „Aber
viele sind auch weggezogen. Heute sind
wir eine relativ alte Gemeinde“, berichtet
der Pfarrer. „Die Gemeinde wuchs wieder,
als Russlanddeutsche hierher kamen.“
Ein Begegnungsort ist das KulturGut.
Es bietet Möglichkeiten zur künstlerischen
Selbstbetätigung und für Fitness. Lesefreunde werden in der soziale Bücherstube
fündig. SchaMottchen heißt die Kunstund Keramikscheune. Außerdem gibt es
hier einen Bauerngarten. Im Dorf arbeiten einige Vereine und Organisationen,
so „Fenster der Hoffnung“, ein Verein,
der sich um ältere Leute kümmert. Es gibt
Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstellen, auch für Migranten.
Pfarrer Ludewig zog mit Frau und
Kindern vor zwei Jahren ins Pfarrhaus.
Die Kleinen besuchen den Kindergarten
der Gemeinde. Diesen gibt es bereits seit
1946. Erst hatte er seinen Standort im
Dorf, dann in einer Hochhauswohnung.
In den 1990er-Jahren entstand das jetzige
Backsteingebäude. Dahinter liegt ein großer Spielplatz. 60 Kinder werden hier betreut. „Unsere Gemeinde hat nicht so viele
Kinder. Darum stehen unsere Türen allen
Kindern aus der Region offen. Der Kindergarten ist sehr beliebt.“ Für die zehn
freien Plätze in diesem Jahr liegen 115
Anmeldungen vor. Auf fünf davon warten
schon Geschwisterkinder.
Das Gemeindeareal grenzt an den Tierhof – zur Freude der Kinder. Was liegt da
näher, als dort beispielsweise das Märchen
von den Bremer Stadtmusikanten zu erzählen? Wenn am Sankt-Martins-Tag der
Umzug durchs Dorf zieht, sind auch die
Ponys vom Tierhof dabei. Im Sommer
können die Kleinen auf ihnen reiten.
In der Kirche trifft man sich zu Gottesdiensten, Gesprächskreisen und feiert
große Feste. Eine Initiativgruppe bereitet
das Erntedankfest im September vor. Das

Sommerfest und der Adventsmarkt sind
ebenfalls sehr beliebt. Bauern und Händler aus der Umgebung kommen dann und
der Imker des Dorfes bietet seinen Honig
an. In der Kirche gibt es auch regelmäßig
Konzerte. So werden beispielsweise am 12.
Mai um 17 Uhr mit Orgel und Flöte Werke von Johann Sebastian Bach aufgeführt.
Der Gemischte Chor Pankow veranstaltet
am 18. Mai um 16 Uhr ein Frühlingskonzert. Lauter wird es jeden Montag. Dann
probt ab 20 Uhr der Posaunenchor im Gemeindehaus.
Seit zwei Jahren gibt es dort auch ein
Hofcafé. Es hat immer dienstags von 15
bis 16.30 Uhr und am ersten Sonntag des
Monats nach dem Gottesdienst geöffnet.
Pfarrer Ludewig wünscht sich, dass es vielleicht durch die Hilfe Ehrenamtlicher häufiger seine Türen öffnen kann. Hier lässt
es sich gut vom Alltag abschalten. Oder in
Ruhe arbeiten. Die Gemeinde bietet allen
Besuchern das offene W-Lan „godspot“
der Landeskirche an.

Lucas Ludewig ist der Pfarrer im alten
Marzahner Dorf.

BEZIRKS-JOURNAL | Marzahn-Hellersdorf

40 JAHRE MARZAHN-HELLERSDORF

7

Ein großes Fest für den Bezirk
Jubiläum: Die Berliner dürfen sich freuen: Am 15. Juni steigt in den Gärten der Welt die Party zu 40 Jahre Marzahn-Hellersdorf.

B

erliner und Marzahn-Hellersdorfer
sollten sich diesen Tag schon mal
vormerken: Am 15. Juni steigt in
den Gärten der Welt die große Party anlässlich des 40-jährigen Bestehens von
Marzahn-Hellersdorf. Dr. Oleg Peters,
verantwortlich für das bezirkliche Standortmarketing, verrät schon mal einige Höhepunkte.
„Das Tagesprogramm besteht aus einem
bunten und vielfältigen Angebotsmix für
die ganze Familie“, sagt Peters. Der Startschuss für die Geburtstagsfeier fällt um 14
Uhr. In den Gärten der Welt bieten mehr
als 65 Vereine, Institutionen und Städtepartner Aktionen und Informationen aus
Kunst- und Kultur sowie Umwelt- und Naturschutz an. Die „Gratulanten-Meile“ vereint alle Bereiche Marzahn-Hellersdorfs.
Zusätzlich gibt es ein länderspezifisches
Catering, zahlreiche Mitmachaktionen
für die ganze Familie sowie überraschende
und involvierende Walk Acts. Eine lange
und festlich gedeckte Geburtstagstafel lädt
die Gäste zu einem Stück Kuchen ein.
Ein abwechslungsreiches Showprogramm erwartet die Besucher von 14-18
Uhr auf der Bühne der koreanischen Wiese. Bezirkliche Darbietungen, die ebenerdig sowie verteilt auf verschiedenen Podesten stattfinden, vervollständigen das
Tagesangebot:
Percussion: Mit viel Liebe und Hingabe zur Musik bietet die Trommelgruppe
Berlin eine erstklassige Performance aus

feurigen Rhythmen, wobei der Ursprungsschwerpunkt der groovenden Werke sowohl in Süd- und Westafrika als auch im
Herzen Brasiliens zu finden ist.
Dallis Gaukelzauber: Gaukler, Steampunk, Historikus, Dahlmanikus, Klassischer Zauberer. Viel Abwechslung bietet
Ihnen dieser einzigartige Künstler.
Anne Stefan Band: Ostrock pur, die besten und bekanntesten Lieder aus der ehemaligen DDR. Liebevoll neu aufgebügelt
und frisch arrangiert. Von Beat über Blues,
Rock und Schlager. Zu hören ist ein sorgfältig ausgewähltes Programm mit Liedern
aus dem Osten Deutschlands. Dem Soundtrack unserer Jugend. Die besten Lieder
aus der DDR.
Kinder- und Jugendtanzensemble Neuenhagen: Im Kinder- und
Jugendtanz­ensemble Neuenhagen tanzen
seit 1989 große und kleine Tänzerinnen
und Tänzer. Sie traten auf den Bühnen in
Italien, Ungarn, Zypern, Serbien, in der
Ukraine, Polen, England und in Frankreich auf und wurden dort vom Publikum
gefeiert. Am 15. Juni 2019 sind sie zu Gast
auf dem Geburtstagsfest und werden das
Publikum mit den verschiedensten Tänzen verzaubern. Neben dem Auftritt auf
der kleinen Bühne findet man die 130
TänzerInnen fast durchgehend am Blumentheater.
CABUWAZI – eine Show, bei der man
die Magie spürt. Die Sensationen bietet
und einem den Atem raubt. Und wer Lust

hat, selbst Artistik oder Zauberei zu erlernen, ist herzlich willkommen beim Cabuwazi-Workshop für Groß und Klein.
Chor der Polizei Berlin e.V.: Ob im
20er-Jahre Kostüm zu Klassikern oder
modernen Liedern – der Polizeichor Berlin e.V. groovt.
Thomas Krüger und Sarah Sohlström: Der Pianist aus der Platte, der zum
Youtube-Star wurde, singt mit der schönsten Stimme Berlins! Thomas Krüger haut
auf die Tasten – von Ray Charles und
ABBA, dazwischen Mozart, Beethoven
und Offenbach. Ein fulminanter Mix aus
Stilen und Epochen – einfach ein PianoPower, begleitet von Sarah Sohlström, der
Ausnahmesängerin aus Berlin.

Tino Eisbrenner führt die Besucher anschließend ab 18.30 Uhr durch das Programm, das auf der ARENA-Bühne präsentiert wird. Hier erleben die Besucher
ein abwechslungsreiches Programm aus
Tanz und Musik.
Die mehr als 130 Musiker des Jugend­
sinfonieorchesters mit Big Band und Chor
verzaubern die Besucher mit vielen stim-

mungsvollen Klängen.
Die Ballettschüler von Szilvia Wolf
reißen die Besucher in eine träumerische Schwerelosigkeit. Szilvia Wolf stand
schon auf unzähligen Bühnen, darunter
auch jahrelang im Friedrichstadtpalast.
Tino Eisbrenner ist ein musikalischer
Grenzgänger. Längst genügt ihm sein
anfängliches Ausdrucksmittel Rock/Pop
nicht mehr. Heute ist Eisbrenner ebenso
Rockpoet und Singer-Song-Writer wie
Chansonnier, ein Troubadour im modernsten Sinn des Wortes.
Nach Gundermanns Tod dauerte es
zehn Jahre, bis „Die Seilschaft“ endlich
wieder gemeinsam auf einer Bühne stehen
sollte. Zum zehnten Todestag, 2008 in der
Berliner Columbiahalle, war es endlich soweit.
Und abschließend steht noch ein Highlight an, das allerdings erst in den kommenden Wochen vom Bezirk verraten
wird.
Tickets zu „40 Jahre Marzahn-Hellersdorf mit Geburtstagsticket“ (Park &
Seilbahn) sind ab sofort an den Kassen
der Gärten der Welt und online unter
https://gruen-berlin.ticketfritz.de/Shop/
Detail/5595/6009 erhältlich. Erwachsene zahlen 3, erm. 1,50 Euro, die Seilbahn
kann zum Sonderpreis von 1 Euro (Hinund Rückfahrt mit Aus- und Einstiegsmöglichkeit auf dem Kienberg) genutzt
werden. Jahreskartenbesitzer*innen haben freien Eintritt.
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40 JAHRE MARZAHN-HELLERSDORF

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Marzahn-Hellersdorf | BEZIRKS-JOURNAL

Ein Bezirk entsteht
Geschichte: Mit dem Bau von Großsiedlungen wollte die DDR die Wohnungsfrage als soziales Problem lösen. Ein Rückblick. Von Dr. Renate Schilling.

E

rst ein Bezirk, dann zwei, dann wieder ein Bezirk, das ist der zeitliche
und räumliche Rahmen, in dem
wir uns bewegen, wenn wir über 40 Jahre
Marzahn-Hellersdorf sprechen.
Die Entstehung der beiden Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf erwuchs
aus den Vorgaben der SED-Führung 1973,
in der DDR die Wohnungsfrage als soziales Problem bis 1990 zu lösen. Insgesamt
sollten 2,8 bis 3 Millionen Wohnungen,
ein Schwerpunkt sollte Berlin sein, neu gebaut bzw. modernisiert werden. „Jeder Familie eine Wohnung“ – so lautete das Motto. Für Berlin war zunächst der Neubau
von ca. 35.000 Wohnungen von 1976 bis
1980 im Bereich von Biesdorf/Marzahn
geplant. Der neu zu bildende Bezirk, für
das SED-Bezirkssekretariat am 17.10.1977
den Namen Berlin-Marzahn festlegte, sollte aus den zum Bezirk Lichtenberg gehörenden Ortsteilen Biesdorf, Hellersdorf,
Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn sowie
dem Industriegebiet Lichtenberg Nordost
gebildet werden.
Für die weitere Umsetzung des Projektes Marzahn waren die Entscheidungen
der SED- und Staatsführung der DDR von
Bedeutung, das Wohnungsbauprogramm
ausschließlich auf der Basis der industriellen (Platten-)Bauweise und komplexer
Bauweise umzusetzen. Komplexer Wohnungsbau hieß, Wohnungsbau mit Nachfolgeeinrichtungen Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, Einrichtungen für

Eindrucksvoll ist die Dauerausstellung zur Geschichte der Großsiedlungen in Haus 2 des Bezirksmuseums Marzahn-Hellersdorf. Es befindet
sich im alten Dorfkern von Marzahn . Fotos: Marcel Gäding

Nahversorgung (Kaufhallen, Geschäfte,
Gaststätten) und medizinische Versorgung
sowie gesellschaftliche Bauten (Kinos,
Schwimmhallen, Bibliotheken, Kultureinrichtungen) als Komplex zu planen und zu
bauen.

Als am 5. Januar 1979 der Stadtbezirk
Marzahn offiziell gegründet wurde, war
der Wohnungsbau in den Wohngebieten
1 und 2 (von ursprünglich drei projektierten) in vollem Gange. Bis Ende 1978 waren
4.089 Wohnungen übergeben worden. Die

ersten Mieter hatten bereits am 9. Dezember 1977 in der künftigen Marchwitzastraße 41-45 ihre Wohnungen bezogen. Die
erste Kaufhalle in der neuen Großsiedlung
war bereits am 4. Mai 1977 und der erste Schulbau zum Schuljahresbeginn am 1.

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30 JAHRE SOZIALDEMOKRATIE IM NUNMEHR 40-JÄHRIGEN BEZIRK:

Glückwunsch, Marzahn-Hellersdorf!
Anlässlich eines Jubiläums Bilanz zu ziehen
ist eine spannende Sache. Die SPD-Fraktion ist
stolz auf einen wachsenden Bezirk, der mit einigen Superlativen aufwartet: Europas größte
Plattenbausiedlung im Norden, im Süden das
größte Ein- und Zweifamilienhausgebiet des Kontinents, in der
Mitte das Wuhletal, gesäumt von
sattem Grün, Schauplatz der IGA
2017 in den „Gärten der Welt“
samt Seilbahn, deren Gondeln
nun als Quasi-Wahrzeichen des
Bezirks über den Dingen schweben.
Die SPD-Fraktionen der letzten
drei Dekaden haben einen Bezirk, dessen Name bis 2001 noch
ohne Bindestrich für zwei Bezirke
stand, weit nach vorn gebracht.
Mauerfall und Wiedervereinigung waren der
Startschuss für unsere politische Arbeit – seither engagieren sich die Sozialdemokraten am

östlichen Rand Berlins in einem herausfordernden Umfeld. Im einst kinderreichen, hochverschuldeten, später dann durch Wegzug,
Wohnungs- und Schulleerstand herausgeforderten Marzahn-Hellersdorf hat sich viel getan
– und das nicht nur in Biesdorf,
Kaulsdorf und Mahlsdorf, wo sich
der Traum vom Eigenheim für
tausende Menschen erfüllt hat
und erfüllt.
Die SPD-Fraktionen in der BVV
stellen sich seit 1990 den hiesigen Problemen und haben dazu
beigetragen, einen nun offiziell
schuldenfreien, lebenswerten
und differenzierter wahrgenommen Ort der Teilhabe zu schaffen.
Einen Ort, wo Menschen gern
wohnen, Kinder großziehen,
arbeiten und ihre Freizeit verbringen. Dies gilt
seit 2015 auch für Geflüchtete. Engagement in
allen bezirklichen Gremien für gegenseitige

Achtung, Toleranz und Gleichberechtigung
zählt nicht erst seit dieser Wahlperiode zu den
Herzensangelegenheiten der SPD-Fraktion.
Die Mittel für Aufwertungen, Sanierungen und
Stadtumbaumaßnahmen der Nachwendezeit in Marzahn-Hellersdorf sind nicht zuletzt
auch durch Strukturfonds der Europäischen
Union möglich geworden. Ein klares Bekenntnis Europas zum Bezirk. Unser Bezirk ist Teil
des „Europäischen Hauses“, weshalb wir als
Fraktion Nationalismus und Rassismus stets
entschieden entgegentreten.
Die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf gratuliert dem Bezirk, seinen Menschen und seinen
Besuchern recht herzlich und freut sich auf die
nächsten 40 Jahre – wohlwissend, dass es für
uns alle noch viel zu tun gibt.
Für ein sozial gerechtes und demokratisches
Miteinander.
Die SPD-Fraktion sagt: „Packen wir’s an.“

Fraktion der SPD in der BVV Marzahn-Hellersdorf
Helene-Weigel-Platz 8, 12681 Berlin, Telefon: 030 / 90 293 – 58 23, Fax: 030 / 90 293 – 58 25
E-Mail: mail@spd-fraktion.net | Internet: www.spd-fraktion.de

BEZIRKS-JOURNAL | Marzahn-Hellersdorf

September 1977 eröffnet worden, beide
ebenfalls in der späteren Marchwitzastraße. Am 24. Februar 1978 folgte als erste
Klubgaststätte das nach 1990 abgerissene
„Biesdorfer Kreuz“, am 2. Mai die erste
„Kinderkombination“ aus Kinderkrippe
(für bis Dreiährige) und Kindergarten (für
Drei- bis Sechsjährige) und am 6. Juli 1978
das erste Feierabendheim (Seniorenheim).
Nach der Gründung des Stadtbezirks kam
es zu weiteren Veränderungen der Bebauungspläne zugunsten des Wohnungsbaus.
Kein Kaufhaus am Helene-Weigel-Platz

Nicht realisiert wurde der Bau eines
Kaufhauses am Helene-Weigel-Platz und
einer Schwimmhalle in Marzahn-Nord.
Im Januar 1979 beschloss der Magistrat,
die Zahl der zu bauenden Wohnungen
auf 73.000 bis 76.000 zu erhöhen. Am 13.
Februar 1980 folgte der Beschluss, das bisherige Neubaugebiet von Marzahn östlich
und nördlich der drei ersten Wohngebiete
um Marzahn-Ost, Marzahn-Nord, Kaulsdorf-Nord und Ahrensfelde zu erweitern.
Am 21. Januar 1986 fasste das Politbüro
des ZK der SED den Beschluss zur Gründung des Stadtbezirks Berlin-Hellersdorf
und legte den 1. Juni 1986 als Gründungsdatum fest. Der neue Stadtbezirk wurde
aus den Ortsteilen Hellersdorf, Kaulsdorf
und Mahlsdorf des Stadtbezirks Marzahn
gebildet. Bereits 1979 hatten die Erschließungsarbeiten für das Wohngebiet Kaulsdorf-Nord I begonnen. Die Planungen
und die Bebauungskonzeption hatten Architektinnen und Architekten aus Berlin,
Neubrandenburg, Rostock und Schwerin
erarbeitet. Die Großsiedlung Hellersdorf

40 JAHRE MARZAHN-HELLERSDORF

wurde insgesamt von den zwölf Bezirken
der DDR, einschließlich Berlin, errichtet. Diesen wurden in den geplanten fünf
Wohngebieten Baufelder zugeordnet. Für
die Bauausführung von der Projektierung,
über die Erschließung bis zur Fertigstellung innerhalb der Baufelder waren die
Bezirke zuständig. Im Unterschied zu
Marzahn wurden in Hellersdorf vor allem
fünf- und sechsgeschossige Häuser gebaut,
nur etwa 9 Prozent machen Zehngeschossser und Hochhäuser aus. In Marzahn und
in Hellersdorf nutzten die „Bezirksgründer“ auch in umfangreichem Maße die
Möglichkeit, Ortsnamen von Städten und
Gemeinen aus den damaligen Bezirken der
DDR zu verwenden. In Hellersdorf ist an
den Straßennamen heute noch erkennbar,
wo welche Bezirke gebaut haben. Bis 1990
sind in den beiden ehemaligen Bezirken
99.237 Wohnungen, 93 Schulen, 79 Turnhallen, 23 Kaufhallen, 23 Gaststätten, 18
Jugendklubs, 14 Feierabendheime, zwei
Schwimmhallen, ein Kino, 10 medizinische Einrichtungen, 14 Dienstleistungseinrichtungen für 290.000 Einwohner gebaut worden. Auch aus heutiger Sicht ist
das eine beeindruckende Bilanz.
Dr. Renate Schilling ist 64 Jahre, von Beruf
Historikerin und arbeitet seit 2010 als Leiterin
des Stadtteilzentrums Marzahn-Mitte. Sie engagiert sich zudem im Heimatverein des Bezirks.
TIPP: Der Heimatverein Marzahn-Hellersdorf wird während des großen Bezirksfestes
am 15. Juni (siehe Seite 7) eine umfangreiche
Chronik des Bezirks veröffentlichen. Sie kann
direkt beim Verein bezogen werden. Infos:
www.heimatverein-marzahn.de

Blick auf Wohnhäuser in der Allee der Kosmonauten. Die schnelle Errichtung von Wohnraum darf heute noch als vorbildlich bezeichnet werden.
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40 JAHRE MARZAHN-HELLERSDORF

Marzahn-Hellersdorf | BEZIRKS-JOURNAL

Grüne Ecken und interessante Leute
Ausstellung: Der Fotograf Gerhard Westrich stammt aus Rheinland-Pfalz. Mit dem Blick eines Außenstehenden entdeckte er den Bezirk MarzahnHellersdorf und dessen Bewohnerinnen und Bewohner. Seine Ausstellung „MaHe inside“ ist im Schloss Biesdorf zu sehen. Von Angelika Giorgis.

W

as, Du wohnst dort und fühlst
Dich wohl?“, werde ich oft
auf Reisen gefragt. Meine Gesprächspartner meinen dann, Berliner lieben eben ihren Kiez und darum müsse ich
meinen verteidigen. Anders ist es, wenn
ein Fremder all‘ die Facetten von Marzahn
Hellersdorf entdeckt und positiv überrascht ist. Der Fotograf Gerhard Westrich
stammt aus Rheinland-Pfalz, lebt mehr als
zwei Jahrzehnte in Berlin und hat sich in
letzter Zeit auf Entdeckungsreise durch
Marzahn-Hellersdorf begeben. Er meint:
„Heute hat der Bezirk nichts Erschreckendes mehr für mich.“
Westrich ist neugierig und politisch interessiert. „Ich will die Aufmerksamkeit
auf wichtige Themen lenken, einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass sich vielleicht etwas positiv verändert. Und ich
habe einfach Freude an guten Bildern,“
Nach der letzten Bundestagswahl wollte er

»Fährt man die Hauptverkehrsadern entlang, wirkt
die Gegend ziemlich trist. Ich
habe aber viele grüne und
schöne Ecken entdeckt.«
Gerhard Westrich,
Fotograf

dem veränderten Wählerverhalten in der
Hochburg der Linkspartei auf den Grund
gehen. Die AFD war dort stark im Aufwind. „Es gibt immer mehr Arme. Vor allem in Städten wie Berlin werden sie in die
Außenbezirke gedrängt. Hier konzentriert
sich der Teil unserer Gesellschaft, der eher
dem breiter werdenden Rand, als seiner
Mitte zuzuordnen ist“, erklärt der 54-jährige. Seine Ausstellung „MaHe inside“ zeigt
aber viel mehr. Sie ist noch bis zum 7. Juni
im Schloss Biesdorf zu sehen. Das Projekt
wurde von der Stiftung Kulturwerk der
VG Bild-Kunst und vom Schloss Biesdorf
gefördert.
„Fährt man die Hauptverkehrsadern entlang, wirkt die Gegend ziemlich trist. Ich
habe aber viele grüne und schöne Ecken
entdeckt“, erzählt Westrich. Dabei traf er
interessante Leute, die er dann fotografierANZEIGE

Valerij Trofimtschuk.

te. So Melanie Bartsch. Die gelernte Pflegehelferin meint, dass die Menschen mehr
miteinander reden sollten. Westrich stellte
fest, dass die Leute zwar unterschiedliche
Wünsche haben, aber überwiegend sozial empfinden und an die anderen denken.
„Ich hatte mit stärkerem Protest gerechnet.
Den musste ich wirklich suchen“, erzählt
der Fotograf. Er schaltete Anzeigen in lokalen Zeitungen und fragte, ob sich Marzahner und Hellersdorfer von ihm fotografieren lassen. Mit wenig Erfolg. Besser lief
es in den sozialen Netzwerken.“

Zusammen mit seinem Modell entwickelt Westrich eine Fotoidee. Jeder kann
sagen, ob ihm sein Foto gefällt. „Ein gutes Foto ist der Türöffner für den Inhalt“,
meint er. So bei Kristin M. Junior. Die gelernte Floristin und Grafikdesignerin will
in dem Haus in Hellersdorf, vor dem sie
fotografiert wurde, zusammen mit anderen
Künstlern offene Ateliers und Werkstätten einrichten. „Als Hartz IV-Empfängerin
fühle ich mich entmündigt und entwürdigt. Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen würde ich viel entspannter

Robert Heinel. Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Westrich ©

leben“, sagt sie. Ihre Zitate stellte Westrich
neben das Foto der Porträtierten. Marion
Genz, die mit Monty Dirk Geiseler den
Tierhof Hellersdorf leitet, ist persönlich
rundum zufrieden. „Aber für die Kinder müsste mehr getan werden“, sagt sie.
Geiseler hofft, dass der Tierhof erhalten
bleibt. „Für Kinder, soziales Miteinander
und nicht zuletzt für die vom Aussterben
bedrohten Tiere sind solche Orte wichtig.“ Tierlieb ist auch Cindy Wulf. „Tiere
gelten gesetzlich immer noch als Gegenstände. Das finde ich nicht in Ordnung“,
kritisiert sie. Sie und Lorenz Baumann
studieren Grundschulpädagogik. Für ihn
ist die schlechte Infrastruktur in der Stadt
ein großes Problem. Wenn die Hälfte der
BerlinerInnen mit dem Fahrrad zur Arbeit
oder zur Schule führe, würde das den Klimawandel deutlich verlangsamen.
„Obwohl ich beruflich abgesichert und
zufrieden bin, mache ich mir Sorgen um
meine Rente. Und das destruktive Verhalten rücksichtsloser Bürger, die öffentliche
Objekte beschädigen und letztendlich allen schaden, einschließlich sich selbst, das
nervt mich total“, sagt der Signalmechaniker Robert Heinel. Seine Freizeit verbringt
er gern mit LARP-Conventions (Life
Action Role Play) und schlüpft dafür in
Kostüme. „Dieser Fototermin machte mir
besonders viel Spaß“, erinnert sich Westrich. „Herr Heinel wollte sich eigentlich vor
der Marzahner Mühle fotografieren lassen.
Wir fanden aber einen Hintergrund, der
so gar nicht zu seiner Kleidung passte und
dem Foto die Spannung verlieh.“
Der gelernte Buchhändler Valerij Trofimtschuk sucht Arbeit. „Die Grundversorgung in Deutschland ist gut, aber die
zunehmende Islamisierung hier macht
mir Angst... Zu viel Zuwanderung führt
zu Spaltung“, glaubt der Hellersdorfer. Er
hat seit Geburt eine außergewöhnliche
Gehbehinderung und lebt seit 21 Jahren in
Deutschland.
Westrich möchte noch mehr Leute fotografieren. Parallel zur Ausstellung entstand
ein Buch, das bis Ende 2019 weiter wachsen soll. Es ist bei ihm erhältlich. „Wenn es
fertig ist, würde ich es gern Politikern schicken, damit sie sehen, wie die Stimmung
hier wirklich ist. Denn noch denken viele,
wenn sie von MaHe hören, nur an Cindy
aus Marzahn. Aber Cindy hieß nicht Cindy
und sie kam auch nicht aus Marzahn.“

BEZIRKS-JOURNAL | Marzahn-Hellersdorf

BEZIRKS-WIRTSCHAFT

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Made in Marzahn-Hellersdorf
Kampagne: Mit zahlreichen Plakaten rückt sich der Bezirk als Wirtschaftsstandort in den Fokus der Öffentlichkeit. Von Birgitt Eltzel.

W

ussten Sie schon, dass gefragte Designerbrillen, leckere
Smoothies und innovative,
langlebige
Sicherheitsspeichermedien
aus Marzahn-Hellersdorf kommen? Solche und andere Produkte sind seit 1. Mai
auf Großpostern im Bezirk zu sehen. Das
Motto der neuesten Plakatkampagne der
bezirklichen Wirtschaftsförderung lautet
„Made in Marzahn-Hellersdorf“.
Dabei werden zunächst sechs Firmen
vorgestellt. Deren Produkte stehen im
Mittelpunkt der Poster. Jedes einzelne Plakat hat ein passendes Verb (mit Ausrufezeichen) als Überschrift, darunter stehen
die jeweilige Firma sowie die Logos „Made
in Marzahn-Hellersdorf“ und „40 Jahre
Marzahn-Hellersdorf“. Denn die Kampagne, die im Rahmen des am 1. Januar gestarteten Regionalbudgets realisiert wurde,
soll ein Beitrag zu den Feierlichkeiten im
Jubiläumsjahr sein. Marzahn war bekanntlich als eigenständiger Bezirk am 5. Januar
1979 gegründet worden. Das soll über das
ganze Jahr 2019 mit verschiedenen Aktivitäten gefeiert werden. Auf der extra dafür
eingerichteten Internetseite www.mahe40.
berlin findet man Beiträge aller Art dazu,
auch die Motive und weitere Informationen der Plakatkampagne, die mit Hilfe der
ortsansässigen Werbeagentur Weinert &
Partner realisiert wurde. Insgesamt 25.000
Euro aus Mitteln des Bundes und des Landes im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe (GRW) „Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstruktur“ wurden dafür verwandt.

Stadträtin Nadja Zivkovic und Dr. Oleg Peters bei der Vorstellung der Kampagnenmotive.

Foto: www.lichtenbergmarzahnplus.de/ Birgitt Eltzel

Die Kampagne wurde im Besucherzentrum von Vattenfall an der Rhinstraße 70
von Marzahn-Hellersdorfs Wirtschaftsstadträtin Nadja Zivkovic (CDU) und Dr.
Oleg Peters, Projektleiter Regionalbudget,
vorgestellt. Der Ort war nicht zufällig gewählt. Denn Vattenfall hatte bereits 1972
das damalige Heizkraftwerk Lichtenberg
am Standort errichtet und baut jetzt dort
ein rund 500 Millionen Euro teures, modernes Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk. Wie Sprecher Olaf Weidner
mitteilte, sollen die Bauarbeiten Ende des
Jahres abgeschlossen werden. 2020 beginnt
dann der Probebetrieb für die Inbetrieb-

nahme. Unter dem Stichwort „Wärmt!“
ist Vattenfall unter den ersten sechs Motiven der Kampagne vertreten. Zusätzlich
wurden auch Plakate mit dem Wolkenhain
(„Schaut!“) sowie ein Motiv für das Regionalmanagement mit dem Umland (eine
Radmanufaktur aus dem Landkreis Märkisch-Oderland) entworfen. Bei letzterer
heißt es übrigens: „Bewegt!“
Die Plakate sollen sowohl die Gäste des
Bezirks als auch die Einheimischen neugierig machen, sagt Stadträtin Zivkovic. Denn
auch viele Marzahn-Hellersdorfer wüssten
gar nicht, welche interessanten Firmen
– vom Hidden Champion (unbekannte

Weltmarktführer) über Traditionsunternehmen bis hin zu Startups – im Bezirk
tätig seien. „Und vielleicht hilft das ja den
Betrieben auch, künftige Fachkräfte unter
den jungen Leuten hier zu gewinnen“, sagt
Zivkovic. Insgesamt gibt es in MarzahnHellersdorf rund 21.000 Firmen, davon
sind allerdings etwa 90 Prozent Klein- und
Kleinstunternehmen. Oleg Peters verwies
darauf, dass es 1999 im Altbezirk Marzahn
(2001 erst fand die Bezirksfusion zwischen
dem 1986 ausgegründeten Hellersdorf und
Marzahn statt) bereits eine ähnliche Kampagne gegeben hat. Unter „Made in Marzahn“ waren seinerzeit aber statt Produkte
die Gesichter von Unternehmern zu sehen.
Damals hatte der Marzahn-Hellersdorfer
Wirtschaftskreis die Kampagne initiiert.
Diesmal ist er bei der Aktion nicht dabei.
Die Plakate mit den ersten sechs Motiven werden seit 1. Mai zwei Wochen lang
an 53 Standorten im Bezirk innerhalb des
City-Light-Poster-Netzes gezeigt, vor allem an gut frequentierten Haltestellen des
öffentlichen Personennahverkehrs. Außerdem werden drei Motive an 15 Standorten im Landkreis Märkisch-Oderland
präsentiert. Nochmals sollen die Großplakate dann im September zu sehen sein.
Laut Oleg Peters könnten auch interessierte Firmen zur Nachnutzung für eigene
Werbekampagnen im gleichen Stil nachfragen: „Das Know How ist ja bei uns vorhanden.“ Auch die Wirtschaftsförderung
Marzahn-Hellersdorf denkt an eine zusätzliche Nutzung, wie deren Leiterin Kathrin
Rüdiger bekannte.
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Tipps für
Pflegebedürftige und Familien
Auch pflegende Angehörige können in den Urlaub fahren!

D

er Jahresurlaub ist für Arbeitneh- te). „Das Berufsbild der Betreuungskraft
mer selbstverständlich – aber für gibt es erst seit ein paar Jahren, diese ist
pflegende Angehörige? Auch sie keine Pflegefachkraft. Sie ist intern gehaben Anspruch auf Urlaub
schult für die Unterstützung
und freie Tage! Wie das
von Senioren und auch Fageht? Einfach einen Antrag
milien“, erklärt René Jahnke,
einreichen und losfahren –
Geschäftsführer des Home
na ja, fast.
Instead Betreuungsdienstes
Für die Urlaubsvertretung
Berlin.
stellt die gesetzliche PflegeUm seine Urlaubsvertreversicherung ab Pflegegrad
tung sollte man sich frühzeizwei 1.612 Euro für die Kostig kümmern. Idealerweise
ten der Verhinderungspflege
lernt die Betreuungskraft
zur Verfügung. Zusätzlich
den pflegebedürftigen Ansteht noch die Hälfte des
gehörigen bereits vor dem
Budgets aus der Kurzzeit- 
Foto: Heike Witzgall geplanten Urlaub kennen.
pflege, also 806 Euro, bereit.
Schließlich muss die Chemie
Jetzt muss nur noch eine
zwischen den beiden Menpassende Betreuungskraft für die zu pfle- schen stimmen. Das Budget der Verhingenden Angehörigen gefunden werden.
derungspflege kann auch stunden- und tageweise genutzt werden. Wie der Begriff
Wer übernimmt die Betreuung
schon sagt: Sobald der oder die pflegende
im Urlaub?
Angehörige verhindert ist, kann die Unterstützung aus diesem „Topf“ finanziert
Die Urlaubsvertretung können geschul- werden. Um den ganzen Schriftverkehr
te Mitarbeitende von Betreuungsdiensten mit der Pflegekasse kümmert sich der Beübernehmen. Diese kommen stunden- treuungsdienst – dieser rechnet auch diweise ins Haus und ersetzen quasi den rekt darüber ab.
pflegenden Angehörigen. Sie gehen einkaufen, kochen, unterstützen im Haus- Wer mehr dazu wissen will: In einem ershalt, helfen bei der Körperpflege und auch ten kostenlosen und unverbindlichen Berabeim An- und Ausziehen … und haben tungsgespräch, gerne auch in den eigenen
vier Wänden, erläutert René Jahnke gern
auch immer Zeit für ein Gespräch.
Die Einsatzzeiten sind flexibel, angefan- die verschiedenen Möglichkeiten. Termingen bei zwei Stunden bis hin zur Rund- vereinbarung unter Telefon 030 / 233 221
um-die Uhr-Betreuung (das übernehmen 50 0 oder per E-Mail: Berlin-lichtenberg@
dann natürlich mehrere Betreuungskräf- homeinstead.de

12

BEZIRKS-KULTUR

Marzahn-Hellersdorf | BEZIRKS-JOURNAL

Ein Leben in vielen Tonarten
Porträt: Der Mahlsdorfer Peter Gotthardt komponierte mehr als 500 Filmmusiken: Seine populärstes Werk machte auch „Die Legende von Paul und
Paula“ zum Kult. Von Steffi Bey.

N

ein – als Star sieht er sich keinesfalls! „In solchen Dimensionen
denke ich nicht“, macht Peter
Gotthardt deutlich. „Musik ist mein Leben“, sagt er dann betont laut und lächelt
ein wenig. Genau diese Bescheidenheit
einerseits, aber ebenso diese deutliche
Ansage spiegeln das, was der herausragende Komponist ist: Ein genialer Musiker,
der mit Talent, Einfallsreichtum und mit
handwerklicher Sicherheit sowie einem
unverkrampften Herangehen, um jede Lösung ringt.
„Nimm doch Gotthardt – so hieß im
Studio einst die Empfehlung – der macht
was draus“, berichten die Regisseure Barbara und Winfried Junge („Die Kinder von
Golzow“) über ihren Kollegen. Denn das
Lebenswerk des 77-Jährigen lässt aufhorchen und erstaunen. Über 500 Filmmusiken schrieb der Mahlsdorfer Komponist
in den vergangenen fünf Jahrzehnten. Mit
seiner populärsten Arbeit für den Streifen „Die Legende von Paul und Paula“ des
Regisseurs Heiner Carow, brachte er das
Lebensgefühl einer ganzen Generation
auf den musikalischen Punkt. Er ließ die
damals noch unbekannten Puhdys seine
komponierten Filmsongs „Geh zu ihr“ und
„Wenn ein Mensch lebt“ einspielen und
verhalf der Band mit zum Durchbruch.
Ganz sicher hätte das Liebesdrama von
1973 ohne Peter Gotthardt nie den Kultstatus erreicht. „Es war aber auch für mich
eine ganz aufregende Phase“, erzählt der
Musiker. Weil er selbst zu dieser Zeit
„noch keine Ahnung von Rock und Pop
hatte“. Schließlich ist Gotthardt klassisch
ausgebildet, studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Klavier und
Komposition.
Unterwegs mit den Puhdys

Kurzentschlossen begleitete er damals
die Puhdys zu einigen Konzerten, um ein
Gefühl für dieses Genre zu bekommen.
„Ich habe mich zunächst hineingehört und
anschließend unter anderem sinfonische
Elemente mit Collagen aus Klassik und
Rock verbunden“, berichtet der Mahlsdorfer. Nach einem halben Jahr war das Werk
fertig.
Gerne erinnert er sich an diesen Schaffens-Abschnitt. Während der Entstehung
von „Paul und Paula“ sei wirklich viel passiert. So viel, dass für den erfolgreichen
Komponisten feststeht, die Geschichten
Drumherum einmal aufzuschreiben. Vorgenommen hat er sich das für 2021.
Manchmal ärgert er sich darüber, dass
er nur auf diesen einen Soundtrack reduziert wird und anderes in der öffentlichen

Die meisten seiner Werke schrieb der Komponist Peter Gotthardt zu Hause in seinem Arbeitszimmer. Foto: Steffi Bey

Wahrnehmung dahinter verschwindet.
Mit seinem „filmmusikalischen Testament“ brachte er jetzt eine Sammlung heraus, die seine Vielseitigkeit repräsentiert:
Sie besteht aus sechs unterschiedlichen
CDs mit Musik für Kriminal- und Märchenfilme, mit leichter-, elektronischerund Orchestermusik sowie mit Liedern für
Filme.
Gerne erzählt er auch über andere Arbeiten, die er vor allem vor der Wende
zum Klingen brachte. Dazu gehört der Dokumentarfilm „Studentinnen“, für den ihn
beispielsweise 1965 der Regisseur Winfried Junge engagierte. Er komponierte
ebenso für „Das Sandmännchen“ und den
DDR-Jugendfilm „Sieben Sommersprossen“. 1997 entstand zur TV-Produktion
„Der Hauptmann von Köpenick, mit Ha-

rald Juhnke, die Filmmusik.
Die meisten Werke schrieb er zu Hause
in seinem Arbeitszimmer. Dort stehen ein
Klavier in der Mitte, ein großer Schreibtisch am Fenster und bis an die Decke reichende Schränke an den Wänden. Im Flur
drängen sich jede Menge CDs in raumhohen Regalen. Peter Gotthardt hat sie
alle schon gehört. Davon lässt er sich für
neue Aufträge inspirieren. Sein Spektrum
ist riesig und reicht von Kammer- und
Orchesterwerken, Chansons und Opern
bis hin zu geistlicher Chormusik. Vor fünf
Jahren führten unter anderem die Leipziger Thomaner sechs- und siebenstimmige
„Psalm-Gebete“ von ihm auf. Diese Stücke
widmete er seiner Heimatstadt.
Dass er inzwischen nicht mehr für „übliche Filmmusiken“ gebucht wird, kann

er mittlerweile „ganz gut wegstecken“.
Und taucht umso tiefer in andere Aufgaben ein: Arbeitet beispielsweise an einer
Oper und würde gerne Orchestermusik
für einen Stummfilm komponieren. Solche historischen Schwarz-weiß-Streifen
haben es ihm angetan. Seit mehr als 25
Jahren kreiert er dafür Musik. Filmkunstfreunde können den Künstler im Berliner
Zeughauskino erleben, wo er regelmäßig
Stummfilme am Klavier begleitet. „Das
mache ich für mein Leben gern, weil ich
mich dabei zu den Wurzeln meines Berufs
zurücktaste“, sagt der Komponist.
Dass er Ende vergangenen Jahres im
Rahmen der Filmmusiktage in SachsenAnhalt den Ehrenpreis des Deutschen
Filmmusikpreises erhielt, freute ihn dann
doch.

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BEZIRKS-JOURNAL | Marzahn-Hellersdorf

BEZIRKS-LEBEN

13

Neues Konzept für alten Friedhof
Begräbnisort: Auf Antrag der Linken soll der Dorffriedhof Marzahn erhalten werden. Von Volkmar Eltzel.

V

or 35 Jahren fand die letzte Beisetzung auf dem Dorffriedhof
von Marzahn an der Landsberger Allee/Allee der Kosmonauten statt.
Seitdem wurden dort keine Toten mehr
zur letzten Ruhe gebettet. Das 1,3 Hektar
große, lang gestreckte Gelände am Rande
des Wohnviertels “Am Anger” ist von den
Wohnhäusern durch die Bärenstein- und
die Pöhlbergstraße getrennt. Der Friedhof
ist öffentlich von der Landsberger Allee
aus zugänglich, scheint aber wie aus der
Zeit gefallen. Gräber sind überwuchert,
auf vielen Grabsteinen sind die Inschriften nicht mehr lesbar. Einige Steine sind
umgekippt.
Auf der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf vom
März wurde über die Konsensliste ein Antrag der Fraktion der Linken beschlossen,
in dem das Bezirksamt aufgefordert wird,
„ein Konzept zum Erhalt des alten Marzahner Friedhofs und dessen historisch
wertvollen Grabstätten…“ zu entwickeln.
Die Gräber bekannter Marzahnerinnen
und Marzahner drohten für immer der
Nachwelt verloren zu gehen, heißt es in
der Antragsbegründung. Mit einem Konzept zum Erhalt und zu einer möglichen
Weiternutzung des Friedhofs könne man
Handlungsoptionen formulieren und öffentlich diskutieren, beispielsweise mit
dem Heimatverein.
Weiterhin solle geprüft werden, ob
der Bedarf der in der Nähe befindlichen

russisch-orthodoxen Kirche an der Allee
der Kosmonauten nach einem eigenen
Friedhofsgelände dort berücksichtigt werden kann. Die Kirchgemeinde hätte in der
Vergangenheit Interesse an einem Friedhof für ihre Gemeinde geäußert. Durch
eine erneute Nutzung könnte womöglich
auch die Pflege der alten Grabanlagen sichergestellt werden. Auf dem Areal gibt es
große Freiflächen mit Wiesen.
Konzept bereits in diesem Jahr

Nadja Zivkovic, Stadträtin für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen, teilt auf
Nachfrage mit, dass ein Pflegeentwicklungsplan unter anderem für den Dorffriedhof Marzahn 2019 erarbeitet werden
soll. Vorrangig werden darin Maßnahmen zur Vegetationspflege beschrieben.
Zunächst werde eine „Analyse zu der Erhaltenswürdigkeit der noch vorhandenen
Grabanlagen“ erfolgen. Dann gebe es eine
Abstimmung zum Charakter und Anspruch des Friedhofes. Aktuell erfolge die
Auswahl eines geeigneten Planungsbüros.
Bereits heute werde die Pflege vom
Straßen- und Grünflächenamt und von
beauftragten Fremdfirmen vorgenommen. Neue Beisetzungen werde es auf dem
alten Dorffriedhof Marzahn nicht geben,
denn er sei geschlossen, so die Stadträtin.
„Mit der russisch-orthodoxen Kirche finden Gespräche zu einem möglichen Grabfeld auf dem Parkfriedhof Marzahn statt.“

Auf dem alten Dorffriedhof von Marzahn
finden sich etliche imposante Grabanlagen.
Foto: www.lichtenbergmarzahnplus.de/ V. Eltzel

Bis 2009 galten für den Dorffriedhof
Marzahn die so genannten Ruhefristen
des letzten Grabes. Der Zeitraum, in dem
eine Grab- oder Urnengrabstelle nach ei-

ner Beisetzung nicht neu belegt werden
darf, wird von dem örtlichen Friedhofsträger festgesetzt. In diesem Falle vom
Straßen- und Grünflächenamt MarzahnHellersdorf, das für die Verwaltung und
Unterhaltung zuständig ist.
Die Mindestruhezeit in Berlin beträgt
laut Bestattungs- und Friedhofsgesetz 20
Jahre. Es gibt jedoch besondere Bestimmungen für Gräber der Opfer von Krieg
und Gewaltherrschaft. So bleibt der Schutz
für Gräber von militärischen und zivilen
Opfern des Ersten und Zweiten Weltkriegs, nach § 2 des Gräbergesetzes, dauerhaft bestehen.
Es gibt noch zahlreiche Gräber mit
Grabsteinen auf dem alten Marzahner
Friedhof, auf denen das Todesjahr 1945
vermerkt ist. Dabei handelt es sich vor
allem um bei Bombenangriffen Getötete
Marzahnerinnen und Marzahner. Die Unterlagen dazu müssten in der Friedhofsverwaltung Marzahn-Hellersdorf noch
vorhanden sein.
1893 hatte die damals selbstständige
Gemeinde Marzahn beschlossen, einen
neuen Friedhof in der Nähe des Dorfes
anzulegen. Um 1900 wurde der Plan verwirklicht. Die Lindenallee kam zwei Jahre
später hinzu. Die Gräberanlage war der
größere Ersatz für den 1889 geschlossenen „Kirchhof auf dem Anger”, wo die
Verstorbenen bis dahin bestattet worden
waren. Diese Begräbnisstätte wurde 1930
eingeebnet.
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14

MEINE FREIZEIT: DER GROßE VERANSTALTUNGSKALENDER FÜR DIE REGION

MUSIK & KONZERT
PowerBluesPark-Festival: 17. Mai, 22.45
Uhr: Double Vision & Moondaze. 18. Mai,
22.45 Uhr: Franky Dickens Band & Andi Valandi. Ort: Biesdorfer Parkbühne.
Musical Dreams: Bunter Mix mit Ausschnitten aus Aladdin, West Side Story und Tanz
der Vampire am 18. Mai, 18 Uhr. Eintritt: 25
Euro. Ort: Schloss Friedrichsfelde.

Ausstellung mit Malerei, Zeichnungen und
Objekten von Andrea Lein und André Bauersfeld. Eröffnung: 14. Mai, 19 Uhr. Bis 28.
Juni. Ort: rk – Galerie.
Die Russen kommen, kommst du auch
mit?: Projekt der Neuen Kunstinitiative
MaHe mit Malerei, Video, Skulptur, Fotografie und Druckgrafik. Eröffnung 25. Mai, 18
Uhr. Bis 6. Juli. Ort: Projektraum Galerie M.

Im Walde von Toulouse: Aufführung des
Kinderopernhauses Marzahn am 19. Mai,
15 Uhr. Eintritt: 12 Euro. Ort: Freizeitforum
Marzahn.

Fotografiere Deinen Kiez: Mood in the
Hood Weitling Kiez – Victoriastadt – Friedrichsfelde, Ergebnisse eines Fotowettbewerbs im Kiez. Vom 18. Mai bis 16. Juni. Ort:
GISELA – Freier Kunstraum Lichtenberg.

Streichquartette aus drei Jahrhunderten:
Konzert mit dem Schweizer Adelaïde Quartett am 19. Mai, 15 Uhr. Eintritt: 22 Euro.
Ort: Schloss Friedrichsfelde.

„Urban Jungle“, Acrylmalerei von Esra Woite. Bis 27. Juni. Ort: Bezirkszentralbibliothek
„Mark Twain“.

„Marlene, Zarah und Hilde reloaded“:
Bekannte deutsche Chansons im jazzigen
Gewand am 26. Mai, 19.30 Uhr. Eintritt: 22
Euro (Vorverkauf), 24 Euro (Abendkasse).
Ort: Freizeitforum Marzahn.
Landpartie Fontanes: Konzertprogramm
des Havelland-Ensembles am 26. Mai, 15
Uhr. Eintritt: 22 Euro. Ort: Schloss Friedrichsfelde.
Musik am Nachmittag: „Nun will der Lenz
uns grüßen“, 29. Mai, 14.30 Uhr. Zu Gast:
Martha Pfaffeneder (Gesang, Wien) und
Chris Szachnowski (Piano). Eintritt: 6 Euro.
Ort: Maxie-Treff Begegnungsstätte.
Ost-Rock-Party: Programm im Rahmen
des Blütenfestes am 1. Juni, 18.30 Uhr, mit
„Transit“, mit alten und neuen Hits und einer
großen Rockshow von City bis Silly, präsentiert von „Splitt – der Ostrock-Tributeband“.
Ort: Biesdorfer Parkbühne.
22. Sängerfest: 13 Chöre wetteifern um die
Gunst des Publikums, mit kurzen Piano-Pausen am 2. Juni, 13-18 Uhr. Ort: Biesdorfer
Parkbühne.
Andrea Timm & Band: Konzert mit Musikern der Ostrockszene am 8. Juni, 19 Uhr.
Ort: Schlossgut Altlandsberg.
Pfingstkonzert: Veranstaltung mit dem
Quintett „Frisch gestrichen“ am 9. Juni, 16
Uhr. Ort: Schlossgut Altlandsberg.

THEATER & KABARETT
„Wenn die Neugier nicht wär’…“: Die besondere Talkshow von und mit Barbara Kellerbauer und ihrem Gast, der Schauspielerin
Steffi Kühnert, am 25. Mai, 19 Uhr. Eintritt:
13 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.
Der Brandstifter: Kriminalstück mit anschließender Bühnen- und Werkstattbesichtigung am 25. Mai, 19 Uhr. Eintritt frei. Ort:
Papiertheater an der Oppermann.

AUSSTELLUNGEN
„Menschen-Tiere-Sensationen – der Fotograf Wulf Olm“: Hommage an den langjährigen Fotografen der Berliner Zeitung, Wulf
Olm. Eröffnung: 17. Mai, 19 Uhr. Bis 3. November. Ort: Museum Lichtenberg.
Bilder. Geschichten – Schichten. Bilder:

Die Kraft der reinen ungemischten Farbe:
Ausstellung mit Arbeiten von Thomas P. Kausel. Bis 8. September. Ort: Bürgerschloss
Hohenschönhausen.
„Lichtenberger Werkstätten – ein Teil unseres Lebens“: Schau des Hohenschönhausener Fotoclubs 1092. Bis 2. Juli. Ort: AnnaSeghers-Bibliothek.
„Wien –Berlin“: Temporäre Ausstellung mit
23 Grafiken. Bis 27. September. Ort: HansWerner-Henze-Musikschule
„Kalenderblätter“: Patchwork von Jutta
Rausch. Bis 29. Mai. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“.

19: Bis 31. September. Ort: Margarete-Steffin-Volkshochschule.
MAHE inside: Fotografien von Gerhard Westrich. Porträts von Menschen in MarzahnHellersdorf. Bis 7. Juni. Ort: Schloss Biesdorf.
Quer durch das Land der Armenier: Fotoausstellung im Rahmen der Deutsch-Armenischen Kulturtage. Bis 23. Juni. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
COLLECT, SELECT, SAY GOOD-BYE: sammeln, auswählen, loslassen. Arbeiten von Kathrin Sohn, Burchard Vossmann, Ila Wingen,
Sophie Tiller, Almud Moog, Doris HinzenRöhrig und Susanne Piotter. Bis 7. Juni. Ort:
Schloss Biesdorf.
„Zeit der letzten Brachen“: Ausstellung von
Lars Preisser zum Thema Berliner Brachflächen. Bis 1. Juni. Ort: Station urbaner Kulturen.
Kreise ziehen: Drei Großsiedlungen und die
Produktion von Bildern ihrer selbst. Eröffnung am 13. Juni, 19 Uhr. Ort: Grünfläche
„Place Internationale“, Maxie-Wander-/Ecke
Carola-Neher-Straße, 12619 Berlin-Hellersdorf (U5 Cottbusser Platz).
„180 Jahre Fotografie“: Collagen zur Fotogeschichte von Profi-Fotograf und Fotosammler Werner Umstätter. Ausstellung bis
31. Juli. Eröffnung: 19. Mai, 11 Uhr. Ort:
Freizeitforum Marzahn.

KINDER & FAMILIE
„Die schönen Wilden“: Fotografien von Prof.
Gisela Graen-Baumann. Bis 31. Juli. Ort: Ort:
Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“.
Fortune: Ausstellung mit Fotos aus Afrika.
Bis 7. Juli. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
Fotografien der Wendezeit: Bilder von Lothar M. Peter aus der Zeit vor und nach dem
Mauerfall (1985 bis 1995). Bis 17. November. Ort: Museum Lichtenberg.
Kalenderblätter – Grafik und Gedichte:
21 Künstlerinnen und Künstler aus Berlin
und dem Umland haben ihre Handschrift auf
mehr als 30 Werken hinterlassen. Bis 16.
Juni. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten.
„Gefühle… mein Leben in Bildern“: Ausstellung von Katharina Freibott. Vom 18. Mai bis
12. Juli. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek.
„Stadt – Land – Kunst“: Ausstellung des
Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums. Bis
17. Juni. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek.
Handzeichnungen und Druckgraphik:
Werke von Peter Schulz Leonhardt, bis 19.
Juni. Ort: Galerie 100.
Schwarz. Weiß. Farbe: Ausstellung der
Mal- und Zeichengruppen von Ellena Olsen.
Bis 2. Juli. Ort: Volkshochschule MarzahnHellersdorf.
Weiße Kiste: Arbeiten von Thomas Rentmeister, Rakuko Naito und Michel Verjux. Bis
7. Juli. Ort: Mies van der Rohe Haus.
Die Macht der Gefühle – Deutschland 19 |

Gesund! in Lichtenberg: Zehn Menschen
aus den Lichtenberger Werkstätten gGmbH
haben sich tiefgründiger mit der Kommunalen Gesundheitsförderung auseinandergesetzt und präsentieren ihre Ergebnisse. Bis
20. Mai. Ort: Rathaus Lichtenberg.
„Die Zeitdiebe“: Puppentheaterstück mit
Nicole Gospodarek am 11. Mai, 10 Uhr
(Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark) und am
18. Mai, 10 Uhr (Anton-Saefkow-Bibliothek).
Veranstaltung im Rahmen der Familiensamstage. Eintritt: 1 Euro.
Was kann ich für mein Wohlbefinden tun?
Kostenloser Gesundheitskurs für Frauen.
Montags, 13. Mai, 20. Mai und 27. Mai, jeweils von 10 bis 12.15 Uhr. Ort: Kiezspinne FAS e.V., Nachbarschaftshaus Orangerie,
Schulze-Boysen-Straße 38, 10365 Berlin.
Anmeldungen unter Tel. 030 55489635. Eine
Aktion mit dem Jobcenter.
Zimbel Zambel: Schi-Scha-Schatzsuche:
Theater für Kinder ab 2 Jahren am 14. Mai,
9.30 Uhr. Eintritt: 4 Euro. Ort: Bezirkliches
Informationszentrum Marzahn-Hellersdorf.
Kindertheater: „Kannst du Sonnenstrahlen
hören?“, 15. Mai, 10 Uhr. Ein Spaziergang
durch Prokofjews Musik. Mitspieltheater für
Kinder ab 4 Jahren. Eintritt: 3 Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater.

BEZIRKS-JOURNAL
und Familien. Ort: Naturhof Malchow.
„Es war einmal…“: Heike Grützmacher erzählt am 12. Juni, 10 Uhr, Märchen für Schüler der 1.-4. Klasse. Eintritt frei. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“.

GESCHICHTE
ausgegrenzt – verfolgt – ermordet: Ausstellung über Sinti und Roma in Lichtenberg
1933 – 1945. Eröffnung: 14. Juni, 18 Uhr.
Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf.
Gesucht – gefunden! Spuren der Trillerschen Mühle Marzahn. Ausstellung bis 15.
November. Schon lange sind die Standorte
der ehemaligen Marzahner Mühlen bekannt.
Ihre über zweihundertjährige Geschichte
wurde bislang nur in Archiven und im Museum überliefert. Eine Neubebauung des historischen Standorts der Trillerschen Mühle an
der heutigen Allee der Kosmonauten und der
damit verbundene Abriss der Altbebauung
gab die Gelegenheit zur Spurensuche. Ort:
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf.
„Sowjetisches Ehrenmal in Berlin. Modelle
und Musen seines Schöpfers“: Eine Ausstellung des Wolgograder Museums „Stalingrader Schlacht“ zum 70. Jahrestag der
Einweihung des sowjetischen Ehrenmals im
Treptower Park. Bis 22. Mai. Ort: DeutschRussisches Museum Berlin-Karlshorst.
„Von Gletschereis und Gummistiefeln“:
Ausstellung über die Geschichte des Kienbergs, tgl. 11-17 Uhr. Ort: Café Wolke Sieben, Wolkenhain auf dem Kienbergplateau.
Der Eintritt ist frei.
„Stein auf Stein - Backsteinbauten in Marzahn-Hellersdorf“: Ausstellung über Ziegelbauten im Bezirk, Vorstellung von Gebäuden
mit ihrer Bau- und Nutzungsgeschichte. Ort:
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. Bis
24. Mai. Eintritt frei.
„Stasi in Berlin – Überwachung und Repression in Ost und West“: Sonderausstellung über Geheime Dienstobjekte,
Stützpunkte und tausende „konspirative
Wohnungen“ der Stasi im Osten und Westen. Bis 31. März 2020 tgl. 9-18 Uhr. Ort:
Gedenkstätte
Berlin-Hohenschönhausen.
Eintritt frei.
Staatssicherheit in der SED-Diktatur: Dauerausstellung im Stasi-Museum. Geöffnet
Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa/ So 11-18 Uhr. Ort:
Stasi-Museum/ASTAK e.V.
Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941-1945: Dauerausstellung. Eintritt frei. Ort: Deutsch-Russisches
Museum Berlin-Karlshorst.

VORTRAG & LESUNG
Joseph Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“: Musikalischer Vortrag von Steffen
Georgi am 14. Mai, 19 Uhr. Eintritt frei. Anmeldung unter Tel. 030 54704142. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.

Modellbahnen in Spur1: Tag der offenen Tür
am 18. Mai, 10-18 Uhr, und am 19. Mai, 1016 Uhr. Ort: Siegfriedstraße 66-70, 10365
Berlin.

„Staatsfeind“: Lesung mit Prof. Dr. Veit Etzold am 14. Mai, 19 Uhr. Eintritt: 4, erm. 3
Euro. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek.

„Natur spielend erfahren“: Feriensonntag
am 2. Juni, 14-17 Uhr. Für Kinder ab 3 Jahren

„Im Bett mit dem Westen“: Lesung mit Franziska Troegner aus ihrem Buch „Permanent

BEZIRKS-JOURNAL

MEINE FREIZEIT: DER GROßE VERANSTALTUNGSKALENDER FÜR DIE REGION

trendresistent“ am 14. Mai, 19 Uhr (AnnaSeghers-Bibliothek), und am 20. Mai, 19 Uhr
(Bodo-Uhse-Bibliothek). Eintritt 4, erm. 3
Euro.
„Gesucht – gefunden!“: Spuren der Trillerschen Mühle Marzahn, Vortrag mit Präsentation von Jürgen Wolf, Müller, am 15. Mai,
18 Uhr. Eintritt frei. Ort: Bezirksmuseum
Marzahn-Hellersdorf, Haus 1.
Galeriefrühstück: Leonardo da Vinci (14521519): Vortrag mit Jörg Bock am 15. Mai,
10 Uhr. Eintritt: 7,50 Euro inkl. Frühstück.
Reservierung unter Tel. 030 5532276. Ort:
Studio Bildende Kunst.
„Ein Bild von der Stadt“: Gespräch mit Ulrich
Domröse, Leiter der Fotografischen Sammlung der Berlinischen Galerie, am 16. Mai, 15
Uhr. Ort: Station Urbaner Kulturen.
„Lieber woanders“: Lesung mit Marion
Brasch am 16. Mai, 19 Uhr. Eintritt: 4 Euro.
Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek.
„Von Franklin D. Roosevelt bis Donald J.
Trump 1932-2017“: Präsidenten, Demokraten und Republikaner, Liberale und Konservative der USA. Vortrag am 22. Mai, 18
Uhr, von Karl Drechsler im Rahmen der Reihe „Live bei Kleist“. Ort: Stadtteilbibliothek
Heinrich von Kleist. Anmeldungen unter Tel.
030 9339380.
Kunst-Café in der Villa Skupin: Gustave
Caillebotte. Zur Ausstellung in der Alten Nationalgalerie. Vortrag und Gespräch mit Elke
Melzer am 22. Mai, 15.30 Uhr. Eintritt: 5
Euro. Ort: Studio Bildende Kunst.
„Zwischen Stadt und Land“: Gesprächsrunde am 31. Mai um 19 Uhr u.a. mit Wolfgang
Kil zum Thema Peripherie und wachsende
Stadt. Eintritt frei. Ort: Station urbaner Kulturen.
„Tiere für Fortgeschrittene“: Lesung mit Eva
Menasse am 13. Juni, 20 Uhr. Eintritt frei.
Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“,
Foyer.
Vom Forschen zum Vernichten – Robert

Ritter und die ‚Zigeuner‘: Vortrag von Dr.
Martin Luchterhandt, Historiker, am 26. Juni,
18 Uhr, im Rahmen der Reihe „Marzahn-Hellersdorfer Gespräche zur Geschichte. Eintritt
frei. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 1.

UMWELT & NATUR
Upcycling-Workshop: Aus alt wird neu. Aus
Verpackungsmüll entstehen neue Dinge, am
21. Mai, 15 Uhr. Bitte mitbringen: ausgespülte Verpackungsmaterialien (Getränkekartons,
pfandfreie Plastikflaschen etc.) zum Gestalten
Ort: Freilandlabor Marzahn.
25. Storchenfest auf dem Naturhof Malchow: Storchenquiz, Storchenfilm, Vorträge,
regionale Handwerker, Führungen und Tombola am 15. Juni, 12 bis 19 Uhr, und 16. Juni,
11-18 Uhr. Am 16. Juni um 11 Uhr zudem
Jazz-Frühshoppen. Ort: Naturhof Malchow.

FÜHRUNG & AUSFLUG
Frühlingswanderung: Tour mit dem Freilandlabor Marzahn in der Hönower Weiherkette
am 16. Mai. Treffpunkt 14 Uhr am U-Bahnhof
Hönow (Ausgang Hönow). Startgeld: 2 Euro.
Lichtenberger Alleen: Entdeckungstour am

IMPRESSUM

Braukunst: Immer am ersten Sonntag im
Monat gibt es auf dem Schlossgut in Altlandsberg Brauereiführungen. Start um 11 Uhr
in der Stadtinformation, Krummenseestr. 1,
15345 Altlandsberg. Teilnahme: 9 Euro. Anmeldung in der Stadtinformation, Tel. 033438
151150.
Von der ersten Platte in den 11. Himmel:
Tour durch den Bezirk am 18. Juni, 14 Uhr,
und 22. Juni, 14 Uhr. Start und Ziel: Informationszentrum Marzahn-Hellersdorf. Anmeldung erforderlich unter info@museum-marzahn-hellersdorf.de oder Tel. 030 54790921.

KINO
Programm Kino Kiste
16. bis 22. Mai:
Manou – flieg flink!: tägl. 16 Uhr außer Do.,

KULTUR AUF DEM SCHLOSSGUT

18.05.2019, 20 Uhr
08.06.2019, 19 Uhr
09.06.2019, 16 Uhr
26.07.2019, 19 Uhr

Stummfilmkonzert „Der General“
Andrea Timm & Band
Pfingstkonzert
Sommertheater „Die deutschen Kleinstädter“

KINO IN DER SCHLOSSKIRCHE

29.06.2019, 20 Uhr

Astrid

FÜHRUNGEN, FESTE & MEHR

17.05.2019, 20 Uhr
Stadtrundgang mit dem Nachtwächter
19.05.2019, 10 Uhr
Stadtgeschichtliche Führung durch Altlandsberg
31.05.2019, 20 Uhr
Schlossgutführung mit dem Nachtwächter
10.06.2019, 10 Uhr
Stadtgeschichtliche Führung durch Altlandsberg
15./16.06.2019, 15 Uhr Pralinen-Workshop im Gutshaus
15./16.06.2019, 11 Uhr 25. Brandenburger Landpartie
Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation.

www.schlossgut-altlandsberg.de
info@schlossgut-altlandsberg.de
Tel: 033438 151150

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10-19.30 Uhr;
Mi 14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr
Biesdorfer Parkbühne, Nordpromenade 5,
12683 Berlin.
Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Straße 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa
9-15 Uhr.
Bürgerkomitee 15. Januar e.V. Berlin (StasiMuseum), Ruschestr. 103, 10635 Berlin
Bürgerschloss Hohenschönhausen, Hauptstraße 44, 13055 Berlin, Tel. 030 97895600.
Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin,
Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So
10-18 Uhr.
Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter
Allee 149, 10365 Berlin, Tel. 030 5556719.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi
13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr.
Evangelische Kirchengemeinde BerlinHellersdorf, Glauchauer Str. 7, 12627 Berlin,
Tel. 030 9918013.
Freilandlabor Marzahn, Torgauer Straße 6,

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HEIRATEN |
TAGEN | FEIERN
RESTAURANT
SOZIETÄTSBRAUEREI
& BRENNEREI
Öffnungszeiten
Stadtinformation:
Mo-Fr 11-17 Uhr
Sa/ So 11-16 Uhr
Restaurant
tgl. ab 12 Uhr

Krummenseestraße 1
15345 Altlandsberg

ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN
Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center,
Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030
92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr
9-20 Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr.
Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi
13-20 Uhr, Sa 9-15 Uhr.
Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer
Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Berliner Tschechow-Theater, Märkische
Allee 410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078.
Bezirkliches Informationszentrum
Marzahn-Hellersdorf, Hellersdorfer Str. 151
(nördl. Seilbahnstation), 12619 Berlin.
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf,
Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030
54790921, Internet: www.museum-marzahnhellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18
Uhr.
Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“
und Musikbibliothek, Marzahner Promenade
52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154.

26. Mai im Rahmen des Langen Tages der
Stadtnatur. Doreen Hantuschke, die Leiterin des Umweltbüros Lichtenberg, berichtet
während des etwa fünf Kilometer langen
Spaziergangs über die Besonderheiten von
Alleen als Teil unseres kulturellen Erbes. Start:
14 Uhr, Straßenbahn Simon-Bolivar-Straße.
Nur für Teilnehmer mit Ticket zum Langen
Tag der Stadtnatur (erhältlich unter Tel. 030
26394141).

12627 Berlin, Tel. 030 9989017
Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030
5427091.
Galerie 100 und Kunstverleih, KonradWolf-Straße 99, 13055 Berlin, Telefon 030
9711103. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr,
So 14-18 Uhr
GISELA - Freier Kunstraum Lichtenberg,
Giselastraße 12, 10317 Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr.
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen,
Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030
98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de
Hans-Werner-Henze-Musikschule,
Maratstraße 182, 12683 Berlin, Tel. 030
902935752.
KISTE Kino & Konzerte & mehr am U-Bahnhof
Hellersdorf, Heidenauer Str. 10, 12627 Berlin,
Tel. Tel. 030 9987481.
Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin,
Tel. 030 562969423.
Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr.
Maxie-Treff Begegnungsstätte, Maxie-Wan-

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Mi. 16.20 Uhr
Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein:
Do., Mi. 13.45 Uhr, Fr., So. 17.40 Uhr, Sa., Di.
19.45 Uhr
Der Fall Collini: Fr., So., Di. 13.45 Uhr, Sa.
17.35 Uhr, Mo. 17.45 Uhr, Mi. 18 Uhr, Do. 20
Uhr
Der Funktionär: Sa. 14 Uhr, Mi. 20.10 Uhr
Spreeland Fontane: Mo. 14 Uhr, Do. 18 Uhr
Gestorben wird Morgen: Di. 18 Uhr
Weil du nur einmal lebst: So. 20.15 Uhr
Bohemian Rhapsody: Mo. 20 Uhr
Hi, Ai: Fr. 20.15 Uhr
23. bis 29. Mai:
Mascha und der Bär: Do., Sa, Di. 16 Uhr, Fr.,
Mo. 16.15 Uhr, So., Mi. 16.40 Uhr
Stan & Ollie: Do. 9 Uhr Seniorenkinobrunch,
Do., Sa., Di. 14 Uhr, Fr., Mo. 18 Uhr, So., Mi. 20
Uhr
Der Fall Collini: Fr., Mo. 14 Uhr, So., Mi. 18
Uhr, Do., Sa., Di. 20 Uhr
Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein:
So., Mi. 14 Uhr, Do., Sa., Di. 17.20 Uhr, Fr. 19.25
Uhr
Astrid: Mo. 20 Uhr
30. Mai bis 5. Juni:
Mascha und der Bär: Do., Mi. 16.15 Uhr, Fr.,
Sa., Di. 16 Uhr
Pünktchen und Anton: So., Mo. 16 Uhr
Der Fall Collini: Do., Mi. 14 Uhr, So. 13.45 Uhr,
Sa., Di. 17.45 Uhr, Fr. 20 Uhr
Stan & Ollie: Fr., Mo. 14 Uhr
Do., So., Mi. 18 Uhr, Sa., Di. 20 Uhr
Das Ende der Wahrheit: Sa., Di. 14 Uhr, Fr.,
Mo. 18 Uhr, Do., So., Mi. 20 Uhr
Green Book: Mo. 20 Uhr

KIEZ & KIRCHE
„Planungen rund um die Konrad-Wolf-Straße“: Samstagsspaziergang mit Bezirkspolitik
und Fachleuten am 18. Mai. Start: 10 Uhr Hohenschönhauser Tor (Weißenseer Weg 35).
8. Nachbarschaftsflohmarkt: Trödel am 1.
Juni, 10-17 Uhr. Ort: Freiaplatz.
Offene Kirche: Bis zum 6. Oktober lädt die
Evangelische Kirchengemeinde Hellersdorf
lädt zum Besuch ein. Zeit: sonntags, 11-18
Uhr. Ort: Glauchauer Straße 7, 12627 Berlin.

der-Straße 56/58, 12619 Berlin.
Mies van der Rohe Haus, Oberseestraße
60, 13053 Berlin, Telefon 030 97000618.
Öffnungszeiten: Di bis So 11-17 Uhr.
Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte
Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030
9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di 11-19 Uhr,
Mi, Do 11-15 Uhr, Fr 10-13 Uhr
Museum Lichtenberg im Stadthaus,
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030
5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und
So 11-18 Uhr.
Papiertheater an der Oppermann, Oppermannstraße 45, 12679 Berlin, Tel. 0174
8716603, Internet: www.papiertheater-ander-oppermann.de
Projektraum Galerie M, Marzahner Promenade 46, 12679 Berlin, Di.-Sa. 12-18 Uhr
Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin.
rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im
Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin, tgl. 10-18 Uhr, Di Schließtag, Fr 12-21 Uhr.
Telefon: Tel. 030 516567790, Internet: www.

schlossbiesdorf.de
Schloss Friedrichsfelde, Am Tierpark 41,
10319 Berlin. Reservierungen unter Tel. 030
51531407.
Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438
151150.
Stadtteilbibliothek „Heinrich von Kleist“,
Havemannstraße 17 B, 12689 Berlin, Tel. 030
9339380. Öffnungszeiten: Mo, Di 13-18 Uhr;
Mi, Fr 9-14 Uhr; Do 13-19 Uhr
station urbaner kulturen, Auerbacher Ring
41 (Eingang Kastanienboulevard), 12619
Berlin. Öffnungszeiten: Do. + Sa. 15-19 Uhr.
Tel. 0173 2009608
Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13,
10365 Berlin, Tel. 030 5532276.
Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str.
35,13057 Berlin, Tel. 030 92901866.
Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf,
Mark-Twain-Straße 27, 12627 Berlin, Tel. 030
902932570. Geöffnet Mo-Fr 8-20 Uhr.
Volkshochschule Lichtenberg, PaulJunius-Straße 71, 10369 Berlin, Tel. 030
90296-5971.

BEZIRKS-JOURNAL – Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt an ca. 300 Orten in Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf
kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR Marcel Gäding (V.i.S.d.P.) | ANZEIGEN Tel. 030 55494360, E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de
VERLAG: Medienbüro Gäding, Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin, www.medienbuero-gaeding.de
KONTAKT BÜRO BERLIN Tel. 030 55494360 KONTAKT BÜRO STORKOW Tel. 033760 206891 | E-MAIL redaktion@bezirks-journal.de
INTERNET www.bezirks-journal.de | FACEBOOK www.facebook.com/bezirksjournalberlin | VERTRIEB & VERTEILUNG Eigenvertrieb | DRUCK: Pressedruck Potsdam GmbH, Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam
GESAMTAUFLAGE 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste 2019 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 13. Juni 2019.

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BEZIRK KOMPAKT

Marzahn-Hellersdorf | BEZIRKS-JOURNAL

Senioren zum
Wandern eingeladen

Auf den Spuren
der Bienen

MARZAHN. Im Rahmen des 32. MarzahnHellersdorfer Seniorenwandertages geht es
zum Stadtteilzentrum „Pestalozzi-Treff“, das
an diesem Tag ab 15 Uhr seinen 15. Geburtstag feiert. Die Routen: 1 – Treffpunkt 12.30
Uhr REWE, Havemannstraße, Strecke 1,5
Kilometer; 2 – 11 Uhr Landsberger Allee am
Eingang zum Landschaftspark Wuhletal neben
der Wuhle-Brücke, Strecke 5 Kilometer; 3 – 11
Uhr Endhaltestelle Ahrensfelde/ Stadtgrenze, Strecke 3,5 Kilometer; 4 – 11 Uhr S- und
U-Bahnhof Wuhletal, Strecke 9 Kilometer;
5 – NordicWalking, 11 Uhr KiekIn, Ahrensfelder Chaussee 168, Strecke: 6 Kilometer; 6 –
Radtour, 10 Uhr S- und U-Bahnhof Wuhletal,
Strecke 25 Kilometer. Anmeldung: Tel. 030
90293-4433.

HELLERSDORF. Das Freilandlandlabor Marzahn startet mit seinem Bienenlehrgarten
in der Lichtenhainer Straße 14 in die neue
Saison. Er hat nun montags bis donnerstags
von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr
geöffnet. Der Eintritt ist frei. Vor Ort können
Besucher die Pflanzenvielfalt erleben, die
Tierwelt beobachten und Führungen zu den
Themen Honigbienen, Kräuter, bestäubende
Insekten und Wasser buchen. Termine zu aktuellen Veranstaltungen sind im Netz unter
www.fll.inu-berlin.de zu finden.

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Parlament zu Gast
im EASTGATE
MARZAHN. Mit einer Wanderausstellung
präsentiert sich der Bundestag vom 20. bis 25.
Mai im Einkaufszentrum EASTGATE BERLIN.
21 Tafeln informieren über die Arbeit des Parlaments und seiner Abgeordneten. Dazu gibt
es interaktive Elemente, mit deren Hilfe unter
anderem Filme gezeigt werden. Eröffnet wird
die Wanderausstellung am 20. Mai um 11.30
Uhr von Bezirksbürgermeisterin Dagmar
Pohle und Bundestagsvizepräsidentin Petra
Pau (Die Linke). Von ihr stammt die Initiative,
die Ausstellung in dem Shoppingcenter am SBahnhof Marzahn zu zeigen. Bis einschließlich
25. Mai gibt es ein Begleitprogramm mit Diskussionen und Kulturveranstaltungen.

Zossener Höfe: Erste Mieter ziehen ein
HELLERSDORF. An den 215 neuen Mietwohnungen in den Zossener Höfen besteht großes
Interesse. Wie die landeseigene Wohnungsgesellschaft STADT UND LAND jetzt mitteilte,
seien bereit 151 Wohnungen vermietet worden. Erst Ende März war die Wohnanlage vom
privaten Projektentwickler KW-DEVELOPMENT an die STADT UND LAND übergeben
worden. Das Wohnquartier Zossener Höfe
sei ein Musterbeispiel für die Kooperation von
privaten und städtischen Wohnungsbaugesellschaften, erklärte STADT UND LAND. Die
Bauzeit betrug 18 Monate.
Die Hälfte der 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen
sei vom Land Berlin gefördert. Die Mieten dort
betragen 6,50 Euro pro Quadratmeter. Die
übrigen Wohnungen werden für rund 10 Euro
pro Quadratmeter vergeben. Ende März zogen
die ersten Bewohner ein. Errichtet wurden die

Gebäude in Massivbauweise. Alle Wohnungen
verfügen über Balkone bzw. im Dachgeschoss
über Terrassen und private Gärten im Erdgeschoss, teilte Jan Kretzschmar, Geschäftsführer der KW-Development, mit. Zusätzlich
sind die Erdgeschosswohnungen komplett
barrierefrei, alle Etagen sind zudem bequem
per Fahrstuhl erschlossen. Den Mietern stehen außerdem separat nutzbare Abstellräume im Keller, Fahrradabstellplätze für jede
Wohnung und Pkw-Stellplätze vor der Tür zur
Verfügung. Nach Angaben von STADT UND
LAND-Geschäftsführerin Anne Keilholz plant
ihr Unternehmen in Marzahn-Hellersdorf
den Bau von knapp 1.900 neuen Wohnungen:
„Ein zentrales Anliegen ist für uns auch dabei,
für möglichst viele alte und neue Berlinerinnen und Berliner bezahlbaren Wohnraum zu
schaffen.“ 
Foto: Andreas Schwarz

Kein Tempo 30 Am Niederfeld
KAULSDORF. Schlechte Nachrichten für Anwohner der Straße Am Niederfeld: Dort wird
auch künftig eine Maximalgeschwindigkeit
von 50 Stundenkilometern gelten. Weil die
Strecke „Bestandteil des übergeordneten
Straßennetzes“ sei und es auch „keine besonderen Gefahrenstellen“ gebe, könne dem
Wunsch von Anwohnern nach Tempo 30 nicht

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Vorfreude.
Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 13. Juni 2019.
Anzeigenbuchungen unter Tel. 030 55 49 43 60

entsprochen werden. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage des Abgeordneten Mario Czaja (CDU) hervor.
Auch gebe es in der Straße keine schützenswerten Einrichtungen wie Schulen oder Kitas.
Seit 2006 engagieren sich die Anlieger dafür,
dass die Höchstgeschwindigkeit reduziert
wird.

Neue Jobs für
8.580 Menschen
MARZAHN-HELLERSDORF. Mit Hilfe des
Jobcenters Marzahn-Hellersdorf konnten
im vergangenen Jahr etwa 8.580 Menschen
eine neue Arbeit aufnehmen beziehungsweise eine Ausbildung beginnen. „Über 600 dieser Personen waren geflüchtete Menschen“,
heißt es dazu in einer Mitteilung. Zudem
konnte für etwa 1.970 Personen eine geeignete Qualifizierung gesucht und gefunden
werden. Außerdem erhielten mit Stichtag
Oktober 2018 rund 41.500 Menschen Leistungen vom Jobcenter.

Ein Spielplatz für
alle Generationen
KAUSLDORF. Der Bezirk hat die im September 2017 begonnene Sanierung des Spielplatzes Am Moosbruch beendet. Für rund
542.000 Euro entstand in zwei Bauabschnitten ein generationsübergreifender Spielplatz.
Unter anderem wurden Fitnessgeräte installiert, die sich neben neuen Picknickflächen
befinden. Außerdem ließ das Bezirksamt
Wege und Aufenthaltsbereiche erneuern
beziehungsweise mit Sitzbänken ausstatten.
Der Bolzplatz verfügt nun über einen sogenannten Ballfangzaun. Zudem wurde der
Spielplatz eingezäunt.
                            
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