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Full text: Marzahn-Hellersdorfer Bezirks-Journal (Rights reserved) Issue6.2019,3 (Rights reserved)

FREIBÄDER SAUGBAGGER Bezirke konkretisieren ihre Planungen. Seite 3 Spezialtechnik für die ganze Welt. Seite 11 Bezirks-Journal in Zusammenarbeit mit plus.de www.lichtenbergmarzahn Kostenlose Monatszeitung für Marzahn-Hellersdorf | Ausgabe 03-2019, 14. März 2019 | www.bezirks-journal.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare Report: Mieten steigen im Osten weiter HAUSKLUB MARZAHNER PROMENADE WOHNUNGSMARKT: Wohnen wird immer teurer: 2018 gab es einen Preisanstieg um bis zu 13,3 Prozent. W erden die Wohnungen in der Innenstadt zu teuer, zieht man an den Stadtrand: Das galt auch für Berlin lange Zeit – schließlich war das Zuhause jenseits der City dort noch bezahlbar. Weil Wohnraum aber in Berlin knapp ist, steigt die Nachfrage nach Wohnungen in den Außenbezirken. Und das hat Folgen. Gerade hat die Investitionsbank Berlin den Wohnungsmarktbericht für das Jahr 2018 vorgelegt. Und der enthält keine guten Nachrichten für Wohnungssuchende. So verzeichnete der Bezirk Marzahn-Hellersdorf einen Preisanstieg von durchschnittlich 13,3 Prozent, während die Mieten in Lichtenberg um 11 Prozent anzogen. Berlinweit beträgt der Durchschnitt 12,8 Prozent. Schaut man sich die Mietpreise in den beiden Ostbezirken an, bemerkt man ein starkes Nord-Süd-Gefälle: Während die Wohnungen in den sogenannten Großsiedlungen vergleichsweise günstig zu mieten sind, müssen Mieter in den besser betuchten Gegenden wie Biesdorf, Mahlsdorf, Karlshorst oder Rummelsburg deutlich tiefer in die Tasche greifen. In Marzahn-Hellersdorf werden in den Großsiedlungen Wohnungen im Schnitt für 6 bis 8 Euro pro Quadratmeter angeboten, in Lichtenberg ebenfalls. In den begehrten Einfamilienhaussiedlungen hingegen machen die Quadratmeterpreise schon mal das Doppelte aus. Am teuersten wohnt es sich in Bezirken wie Mitte oder Friedrichshain-Kreuzberg. Der Plan der Politik, die MietpreisSituation durch den Bau neuer Wohnungen zu entspannen, geht hingegen nicht auf. Im Gegenteil: Obwohl Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg bei den Neubauvorhaben berlinweit die Nase vorn haben, steigen dort auch die Mietpreise weiter – allen Beteuerungen der Landespolitik zum Trotz. Lediglich die Bewohner von Sozialwohnungen dürfen hoffen: Gerade hat das Abgeordnetenhaus eine für den 1. April geplante Erhöhung um 0,13 Euro pro Quadratmeter gestoppt. Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Report auf Seite 2. FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL Mensch, ärgere Dich nicht Konzentriert schauen diese vier Damen auf das Spielbrett: Bei einem Kaffee vertreiben sie sich die Zeit und spielen „Mensch, ärgere Dich nicht“. Entstanden ist dieses Foto in einem der wenigen noch existierenden Hausklubs an der Marzahner Promenade 14. Unsere Autorin schaute sich vor Ort in den sechs Räumen über den Dächern der Stadt mal genauer um. Die ganze Geschichte lesen Sie auf Seite 16. 2 TOP-THEMA MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL Die Mieten steigen weiter WOHNUNGSMARKTREPORT: Die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung wird in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg immer schwieriger. Innerhalb von zwei Jahren sind die Mieten in beiden Bezirken um bis zu 13,3 Prozent gestiegen. Von Marcel Gäding J edes Jahr ziehen allein nach Marzahn-Hellersdorf zwischen 2.000 bis 3.000 Menschen. Ein Grund dafür sind die vergleichsweise preiswerten Mieten: Zwischen 6 und 8 Euro pro Quadratmeter betragen im Schnitt die Nettokaltmieten in dem Außenbezirk. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank (IBB) Berlin hervor. Wegen des wachsenden Zuzuges steigt jedoch die Nachfrage nach Wohnraum – und damit auch der Quadratmeterpreis. Während sich die Nettokaltmiete auf ganz Berlin gesehen zwischen 2016 und 2018 um durchschnittlich 12,8 Prozent verteuerte, stiegen sie in Marzahn-Hellersdorf um 13,3 Prozent. Hinzu kommt ein deutlicher Unterschied zwischen der Großsiedlung im Norden des Bezirks und den Siedlungsgebieten im Süden – darunter Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf. Liegt die Nettokaltmiete einer „Plattenbau“Wohnung bei rund 6 Euro pro Quadratmeter, verlangen Vermieter in den von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägten Gegenden schon mal bis zu 12 Euro – zuzüglich Betriebskosten. Nur die zahlreichen Genossenschaften halten ihre Mieten mit rund 7 Euro pro Quadratmeter einigermaßen stabil. Um einiges teurer sind inzwischen auch die Wohnungen in Lichtenberg. Das liegt vor allem an der Lage des Bezirks, der sich von der Innenstadt bis zum Stadtrand erstreckt. Im Wohnungsmarktbericht der IBB für 2018 ist von einer Durchschnittsmiete von 9,35 Euro pro Quadratmeter nettokalt die Rede – im Vergleich zum Jahr 2016 eine satte Steigerung um gut 11 Prozent. „Besonders hohe Angebotsmieten wiesen die Siedlungen an der Rummelsburger Bucht und die Victoriastadt auf“, steht dazu im Bericht. Deutlich günstiger fällt der Mietzins – ähnlich wie in MarzahnHellersdorf – in den Großsiedlungen aus, die in den 1980er-Jahren errichtet wurden. Mit dem Bau neuer Wohnungen könnte sich der Markt etwas entspannen – doch das Gegenteil ist der Fall. Die beiden Ostbezirke stehen beim ANZEIGE geplanten Mieterhöhungen für Bewohner von Sozialwohnungen ausgesetzt werden. Darauf verständigten sich die Mitlieder des Hauptausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus und machten den Weg für das „Mietenkonzept 2019“ frei. Ursprünglich war vorgesehen, den Mietzins um 0,13 Euro pro Quadratmeter zu erhöhen. „Mit dem Mietenkonzept 2019 setzt das Land Berlin seine Politik zur Sicherung bezahlbarer Mieten in der Stadt konsequent fort“, sagt Bausenatorin Lompscher. Dadurch sichere man die Bezahlbarkeit von Mieten vor allem für jene, die sich Mieterhöhungen nur noch schwer leisten könnten. Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass nur ein Bruchteil von dieser Regelung profitiert: Aktuell beträgt die Quote der SozialANZEIGE FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING Wohnhaus einer Wohnungsgenossenschaft in Marzahn: Bei den Genossenschaften ist das Wohnen nach wie vor günstiger als bei privaten Vermietern. Wohnungsbau an der Spitze in Berlin: Wurden 2016 noch 1.176 Wohnungen in Lichtenberg errichtet, lag ihre Zahl 2017 bereits bei 2.213. In Marzahn-Hellersdorf hat sich die Zahl der neu gebauten Wohnungen sogar von 458 auf 1.491 verdreifacht. In Bezirken wie Pankow, SteglitzZehlendorf, Tempelhof-Schöneberg, Treptow-Köpenick und Reinickendorf ist die Zahl der neu gebauten Wohnungen hingegen nach dem IBB-Wohnungsmarktbericht rückläufig. Wohl deshalb schauen Mietinteressenten immer häufiger Richtung Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg. Daher gehen die Experten der Investitionsbank Berlin davon aus, dass die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2030 um weitere 9 Prozent zunimmt. Innerhalb von zehn Jahren zogen insgesamt gut 300.000 Menschen mehr nach Berlin. Schaut man sich die aktuellen Angebotsmieten an, ist das Wohnen in den beiden Ostbezirken allerdings noch, vorsichtig ausgedrückt, „günstig“: Spitzen- reiter ist derzeit Friedrichshain mit einer Durchschnittsmiete von 12,94 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Mitte mit 12,51 Euro pro Quadratmeter und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 12 Euro pro Quadratmeter. Der berlinweite Schnitt lag 2018 bei 10,32 Euro pro Quadratmeter – Tendenz steigend. „Seit zehn Jahren verzeichnet unsere Stadt einen stetigen Bevölkerungszuwachs, im Schnitt kamen jährlich rund 40.000 Neu-Berlinerinnen und -Berliner hinzu“, sagt Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke). Die Auswirkungen dieses Wachstums seien insbesondere für Wohnungsuchende deutlich spürbar. „Die Preise steigen, während das Angebot – insbesondere von leistbarem Wohnraum – nicht Schritt hält.“ Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank, sieht Berlin inzwischen sogar auf einer Höhe mit Hamburg und Köln, was die Mietpreise betrifft. Unterdessen sollen die für den 1. April wohnungen in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg zwischen 17 und 19 Prozent. Der Berliner Mieterverein sieht in den im Wohnungsmarktbericht veröffentlichten Zahlen einen „deutlichen Beleg für die Wachstumsschmerzen Berlins“. So zeige der Bericht, dass „die Lücke zwischen Bevölkerungsanstieg und Wohnungsbestand kaum kleiner wird“. Gleichzeitig weist MietervereinsGeschäftsführer Reiner Wild darauf hin, dass der Stadt jedes Jahr wegen der Umwandlung von Miet- und Eigentumswohnungen rund 50.000 Wohnungen verloren gehen. BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF BEZIRKS-LEBEN 3 Bezirke prüfen Bau von Freibädern BEZIRKS-POLITIK: Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg mangelt es im Sommer an Bademöglichkeiten. Nun stehen die Chancen gut, dass sich dies ändern könnte. Allerdings brauchen die geplanten Neubauten ihre Zeit... Von Birgitt Eltzel. I n den beiden Ostbezirken gibt es zu wenig Angebote für Wasserratten. Während Lichtenberg mit dem Orankesee wenigstens ein Freibad besitzt, existiert seit der Schließung des Wernersees vor 17 Jahren in MarzahnHellersdorf gar keines mehr. Auch die Schwimmhallen, vier in Lichtenberg und drei in Marzahn-Hellersdorf, reichen für die wachsende Bevölkerung nicht aus. Beide Bezirke wollen das Angebot für Freizeitschwimmen und Wassersport in absehbarer Zeit verbessern. So werden beide Machbarkeitsstudien in Auftrag geben – Lichtenberg für ein Multifunktionsbad, Marzahn-Hellersdorf wenigstens für ein Freibad. Vorausgegangen sind Standortuntersuchungen, die jetzt durch gründliche Prüfung untersetzt werden sollen. Im Dezember hatte das Bezirksamt Lichtenberg der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eine Vorlage zur Kenntnis gegeben. Darin sind die Ergebnisse der Standortuntersuchung für ein neues Kombibad (mit rund 25.000 Quadratmetern benötigter Fläche) aufgeführt. Danach eignen sich von 17 vorgeschlagenen Flächen drei Areale für eine vertiefte Untersuchung: Landsberger Allee (Zwischenpumpwerk), der Wirtschaftshof des Tierparks Berlin in Friedrichsfelde und mit nicht ganz so guter Bewertung ein Gelände südlich der Landsberger Allee/östlich Siegfriedstraße. Die ebenfalls untersuchte Fläche des früheren BVGBades an der Siegfriedstraße ist mit 6.400 Quadratmetern Größe zu klein für ein Kombibad. Laut Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) folge man mit dem Gedanken an ein Multifunktionsbad den Berliner Bäder-Betrieben (BBB). Nur solche Kombibäder sind laut BBB wirtschaftlich zu betreiben. Bereits mit dem Berliner Bäderkonzept von 2014 wurde der Bau von zwei solchen Bädern in Mariendorf und Pankow beschlossen. Finanziert werden sollten sie u.a. aus Siwana-Mitteln (Sondervermögen Infrastruktur wachsende Stadt und Nachhaltigkeitsfonds). Doch realisiert ist Kleine Anzeige. Große Wirkung. Werbung im Bezirks-Journal wirkt. Interesse? Wir beraten Sie gern! Tel. 030 55494360. FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL Weil es kein Freibad gibt, weichen Anwohner auf die Kaulsdorfer Seen und den Biesdorfer Baggersee aus. noch keines davon – man hört nichts mehr von den Vorhaben. Bei dieser Praxis dürfte es wohl auch noch sehr lange dauern bis in Lichtenberg ein neues, modernes Bad entsteht, selbst wenn der passende Ort dafür gefunden ist. Grunst sagt, es sei „skandalös, wie die SiwanaMittel abfließen“. Er schätzt, dass Lichtenberg innerhalb von vier Jahren zu einem zusätzlichen Schwimmbad kommen könnte, wenn Geld zur Verfügung gestellt werde: „Zwei Jahre planen, zwei Jahre bauen“. Ein wenig optimistischer ist Grunst bezüglich einer Wiedereröffnung des seit 1991 geschlossenen, denkmalgeschützten Hubertusbads. Daran arbeite die Berliner Immobilienmanagement Gesellschaft (BIM). Drei Stufen seien vorgesehen: „Zunächst soll es so weit hergerichtet werden, dass es als Veranstaltungsort genutzt werden kann“, sagt der Bürgermeister. Mit zwei weiteren Stufen könne es dann soweit kommen, dass wenigstens „eine Teilbadnutzung“ im historischen Stadtbad nicht ausgeschlossen sei, sagt Grunst. In Marzahn-Hellersdorf waren im vergangenen Jahr insgesamt sechs mögliche Standorte für eine Badnutzung ausgemacht worden. Sportstadtrat Gordon Lemm (SPD) und eine eigens gegründete Arbeitsgruppe (AG) Freibad der BVV hatten gemeinsam daran gearbeitet, Bürger konnten Vorschläge dazu machen. „Wir möchten gern eine Freibadmöglichkeit“, unterstreicht der Stadtrat. „Ob als Kombibad, reines Freibad oder als Badeschiff (wie in der Spree, d.Red.), ist nicht festgelegt. Das hängt von den Möglichkeiten oder Bedingungen an den Standorten und dann auch den Kosten ab.“ Gegenwärtig wird die Ausschreibung für eine Machbarkeitsstudie zu den geeigneten Standorten unter den sechs Vorschlägen vorbereitet. Diese sind: Flächen südlich des S- und U- Bahnhofs Wuhletal, der Wuhleteich im Kienbergpark, eine Freifläche an der Golliner Straße, der Ausbau des Kinderbads „Platsch“, die Erweiterung der Schwimmhalle Helmut Behrendt am Springpfuhl oder der bereits schon einmal gemachte Vorschlag zum Neubau eines Kombibads am Rande des Tierparks. Die Kosten für die Studie, die voraussichtlich im März ausgeschrieben wird, betragen 150.000 Euro. Das Geld dafür zahlt das Land Berlin. Es sieht also nicht so aus, als ob sich schnell etwas in der Bäderlandschaft von Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf bewegen wird. Denn selbst wenn die Bezirke neue Bäder bekommen sollten – solche Neubauten dauern Jahre bis zur Eröffnung. Im Sommer werden also wie in den vergangenen Jahren die Badelustigen wieder an die im Wasserschutzgebiet gelegenen Kaulsdorfer Seen und an den Biesdorfer Baggersee, eigentlich ein Regenrückhaltebecken, pilgern. ANZEIGEN 4 BEZIRKS-LEBEN MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL Gefährliches Pflaster STATISTIK: Ein Blick auf die Unfallzahlen vom vergangenen Jahr zeigt: vor allem an den großen Kreuzungen kracht es besonders oft. Die Zahl der Unfälle ist nach wie vor auf einem hohen Niveau. Von Marcel Gäding. D ie großen Straßenkreuzungen in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg sind nach wie vor Unfallschwerpunkte – trotz rückläufiger Unfallzahlen. Das geht aus Antworten von Anfragen der Abgeordneten Sebastian Schlüsselburg und Kristian Ronneburg (beide Linke) hervor. Besonders hoch ist die Zahl der Menschen, die bei Verkehrsunfällen verletzt werden. Die Kreuzung Frankfurter Allee und Möllendorffstraße führt die Liste der Unfallschwerpunkte in Lichtenberg an. Nach Angaben der Senatsinnenverwaltung krachte es dort zwischen Januar und September vergangenen Jahres 57-mal – am häufigsten handelt es sich dabei um Auffahrunfälle. Platz zwei in der Liste nimmt die Landsberger Allee in Höhe der Einrichtungsmärkte (47 Unfälle) ein. Auf dem dritten Rang befindet sich die Kreuzung Landsberger Allee und Weißenseer Weg mit 45 Unfällen. Innerhalb der ersten neun Monate des vergangenen Jahres wurden fast 6.000 Unfälle registriert – mit 737 Verunglückten. Für drei Menschen endeten die Zusammenstöße mit Autos, Bus und Straßenbahnen tödlich: So überlebte ein 79-jähriger Mann den Zusammenstoß mit einem Bus in der Weitlingstraße ANZEIGE nicht. Am Blockdammweg kollidierte eine 13 Jahre alte Radfahrerin mit einer Straßenbahn. Am Römerweg Ecke Treskowallee ein 41 Jahre alter Motorradfahrer – ebenfalls mit einer Tram. In allen drei Fällen sieht die Verkehrsverwaltung das Fehlverhalten bei den getöteten Verkehrsteilnehmern, die entweder Verkehrsregelungen ignorierten oder nicht auf den Verkehr achteten. Allerdings stehen Pkw-Fahrer immer noch an der Spitze der Unfallverursacher. Ähnlich hoch waren 2018 auch die Zahlen der Verkehrsunfälle in MarzahnHellersdorf. Hier gibt es Zahlen der Senatsverkehrsverwaltung für die Monate Januar bis November. In diesem Zeitraum krachte es 6.323-mal – ohne, dass ein Menschenleben zu beklagen war. Allerdings mussten 127 Menschen mit schweren und 502 Menschen mit leichten Verletzungen behandelt werden. Die Zahl der Verunglückten lag bei 758. Die gefährlichsten Kreuzungen im Bezirk sind die Rhinstraße und Landsberger Allee (90 Unfälle), Alt-Biesdorf und Blumberger Damm (55 Unfälle) sowie die Weißenhöher Straße 88 (41 Unfälle). Aus der Sicht der Berliner Unfallkommission stellen die Kreuzungen Mehrower Allee und Märkische Allee, Meeraner Straße FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING Rhinstraße Ecke Landsberger Allee: hier ist es besonders gefährlich. und Allee der Kosmonauten sowie die Landsberger Allee Unfallschwerpunkte dar. In diese Kategorie fallen mindestens zwei Verkehrsunfälle gleichen Typs oder drei Verkehrsunfälle unterschiedlichen Typs mit jeweils schwerem Personenschaden. Während der Senatsinnenverwaltung aus Lichtenberg keine Informationen vorliegen, Maßnahmen gegen Unfallschwerpunkte zu ergreifen, hat Marzahn-Hellersdorf gehandelt: Dazu gehören neue Ampeln an der Ecke Allee der Kosmonauten und Beilsteiner Straße, neue Markierungen und Regelungen an der Hellersdorfer Ecke Neue Grottkauer Straße sowie bessere Sichtbeziehungen am Knoten Köpenicker Straße/Eichenallee/Dankratstraße sowie am Ahrensfelder Platz. Außerdem entstanden am Mädewalder Weg Ecke Georgstraße und in der Havemannstraße und Flämingstraße neue Fußgängerüberwege. Geplant sind neue Ampeln am Hultschiner Damm/Rahnsdorfer Straße sowie eine neue Radweg-Regelung im Kreuzungsbereich Landsberger Allee/Raoul-Wallenberg-Straße. „Es wird deutlich, dass sich die Zahl der Straßenverkehrsunfälle in Marzahn-Hellersdorf nicht sonderlich verändert hat“, sagt Kristian Ronneburg. „Diese Entwicklung ist einerseits positiv, eine deutliche Verbesserung ist jedoch auch nicht erkennbar“. Dass sich die Verkehrsunfallsituation im Bereich der Rhinstraße/Landsberger Allee Jahr für Jahr verschlimmert, dürfe nicht weiter hingenommen werden. Eine Übersicht über die zehn schlimmsten Unfallschwerpunkte haben wir auf www.lichtenbergmarzahnplus.de für Sie zusammengestellt. – Anzeige – Aktuelles aus dem Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf Im Gespräch mit Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle und Thomas A. Schneider, Geschäftsführer des Jobcenters Berlin Marzahn-Hellersdorf Gemeinsam stark für die Menschen im Bezirk Frau Pohle, seit 2015 sinkt im Bezirk kontinuierlich die Zahl der erwerbsfähigen Frauen und Männer, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB) vom Jobcenter erhalten. Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit unserer JobcenterKolleginnen und -Kollegen? Ich bin sehr zufrieden. Es gibt ein hohes Interesse an den Lebensleistungen der betreuten Leistungsbeziehenden und deren weiterer Entwicklung, aber auch ein lösungsorientiertes Herangehen bei individuellen Problemlagen. Ich konnte mich wiederholt davon überzeugen, dass die Kolleginnen und Kollegen im Jobcenter die Dagmar Pohle, Thomas A. Schneider. Foto: Pressestelle Bezirksamt Prozesse der Integration in den Arbeitsmarkt engagiert und aktiv begleiten, um für die betreuten Leistungsberechtigten neue Perspektiven Beschäftigung und der Abbau von Arbeitsloentwickeln zu helfen. sigkeit. Persönlich möchte ich vor allem den SGB II-Langzeitbeziehenden eine Perspektive Herr Schneider, fühlen Sie sich als Geschäftsfüh- geben. Hier bedarf es individuell ausgerichteter rer des Jobcenters ausreichend unterstützt? Maßnahmen und Strategien, um eine soziale In unserem Bezirk ist die Zusammenarbeit und berufliche Teilhabe sowohl für ältere Langmit der Bezirksbürgermeisterin, mit den Stadt- zeitarbeitslose, für Menschen mit Behinderung räten und mit der Politik, ebenso wie mit den als auch für Alleinerziehende oder junge ErTrägern und der Wirtschaft gerade im Hinblick wachsene ohne Berufsausbildung zu ermögliauf Beschäftigungsmaßnahmen sehr gut und, chen. Als Bezirk engagieren wir uns hier mit unwie unsere Ergebnisse zeigen, sehr erfolgreich. seren kommunalen Eingliederungsleistungen. Auch bei der zeitnahen Besetzung kommunaMit Einrichtung einer Clearingstelle nach ler Stellen im Jobcenter – in ganz Berlin für die §16a SGB II bieten wir seit Oktober 2017 vor Ort öffentliche Verwaltung eine Herausforderung im Jobcenter eine individuelle Beratung für – sind wir inzwischen gemeinsam ein gutes Leistungsberechtigte mit VermittlungshemmStück vorangekommen. Der Bezirk und seine nissen. Mit psychosozialer Betreuung, SchuldMenschen sind lösungsorientiert mit einer ner- oder Suchtberatung ergänzen wir die Einüberdurchschnittlich guten Grundhaltung zur gliederungsprozesse und unterstützen sie aktiv. Arbeit. Dies gilt es weiter zu nutzen. Auch die Integration der Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit ist mir ein ganz besonderes Frau Pohle, worauf richten Sie aus Sicht des Be- Anliegen. Hier haben wir im Bezirk ein umfangzirks das besondere Augenmerk? reiches Netzwerk der Unterstützung aufgebaut: Wichtiges Ziel der bezirklichen Politik sind Jobcenter, Bezirksamt, viele freie Träger und seit Jahren die Integration in Ausbildung und engagierte Freiwillige arbeiten eng zusammen, um den Menschen dauerhafte und nachhaltige mit Arbeitgebern, Bildungsträgern, SozialeinPerspektiven zu eröffnen und eine gleichberech- richtungen und verschiedenen bezirklichen Antigte Teilhabe zu ermöglichen. sprechpartnern. Stets der individuell passende Weg Herr Schneider, weniger Leistungsbeziehende, weniger Arbeitslose – brauchen wir das Jobcenter eines Tages nicht mehr? Im Gegenteil, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den kommenden Jahren noch mehr gefordert. Denn viele unserer verbliebenen Kundinnen und Kunden kämpfen mit vielfältigen Hürden: keine Ausbildung, gesundheitliche und psychische Beeinträchtigungen, viele Jahre aus dem Arbeitsleben draußen, bisweilen Probleme mit Schreiben und Lesen, eine gravierende Bildungsbenachteiligung also. Dazu kommen junge Leute, deren Eltern sich schon mit einer kontinuierlichen Erwerbstätigkeit schwergetan haben. Manche von ihnen haben sehr jung Kinder, viele als Alleinerziehende. 15,5 Prozent unserer Leistungsbeziehenden sind alleinerziehend – die höchste Quote in Berlin – aber wir schaffen mit dieser herausgeforderten Gruppe auch überdurchschnittlich viele Integrations- und Qualifikationserfolge. Kurz: Für und mit jedem einzelnen Leistungsbeziehenden muss die individuell richtige Mischung aus Arbeit, Beschäftigungsangebot, Aktivierungsmaßnahme, vor allem auch Qualifizierung gesucht und gefunden werden. Unsere Kolleginnen und Kollegen müssen aktiv beraten, intensiv betreuen und kontinuierlich begleiten. Außerdem vermitteln sie bei Bedarf die von Frau Pohle erwähnten kommunalen Leistungen wie Sucht- und Schuldnerberatung oder Kinderbetreuung. Dafür halten unsere ArbeitsvermittlerInnen und FallmanagerInnen aktiv Kontakt Haben Sie Wünsche mit Blick auf die Zukunft der Grundsicherung? Frau Pohle: Für mich steht immer der Mensch mit seinen individuellen Leistungen und Entwicklungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Arbeitsmarktpolitik muss dies anerkennen und eine individuell ausgerichtete Förderung ermöglichen. Restriktionen haben für mich an der Stelle keinen Platz. Sanktionen haben vielfach den Effekt, dass sich Menschen zurückziehen und verschließen. Das kann nicht unser Anliegen sein. Zudem braucht es auch vernünftige Rahmenbedingungen für gute und existenzsichernde Arbeitsverhältnisse. Dazu gehört ein besserer Mindestlohn. Leiharbeit und sachgrundlose Befristungen müssen zurückgedrängt werden. Herr Schneider: Vor allem wünsche ich mir schon etwas mehr gesellschaftliche Anerkennung für die anspruchsvolle Arbeit unserer Jobcenter-Beschäftigten. Praxisgerechte Reformen wären schön, im Sinne der Verwaltungsvereinfachung, die uns schon im Jahr 2004 die sogenannte Hartz-Kommission versprochen hat. In der Realität wurden unsere Rahmenbedingungen und Vorgaben leistungsrechtlich leider immer komplizierter. Ich stimme sehr mit Frau Pohle überein, dass wir immer vom Menschen ausgehen müssen – auf beiden Seiten der Schreibtische. Das Grundprinzip der Grundsicherung, das „Fördern und Fordern“, wird gelebt und hat sich bewährt. Hierbei sind auch in Zukunft das richtige Augenmaß und eine Angemessenheit in einem möglichst guten Dialog zwischen den Profis im Jobcenter und ihren Kundinnen und Kunden zu wahren. Die Clearingstelle in der Rhinstraße 88, 12681 Berlin Lebensberatung im Jobcenter Die Jobcenter-Kundin Maria M. fühlt sich von der Pflege ihrer Mutter überfordert, ein Besucher des JobCafés benötigt eine Schuldenberatung, jemand anderes sucht seit langem vergeblich einen Therapieplatz: Sie alle haben Sorgen. Die rauben ihnen die Kraft, die sie für die Arbeitsplatzsuche benötigen. Im Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf wurde als Modellprojekt im Rahmen der Kommunalen Eingliederungsleistungen nach § 16a SGB II vom Bezirk eine Clearingstelle eingerichtet. Dort beraten die Sozialarbeiterinnen Ann Sänger und Sabine Albert zu allen Lebenslagen. Sie wissen aus ihrer Arbeit: „Lebensbelastete Menschen wünschen sich oft sehnlichst eine Erwerbsarbeit.“ Aber leicht ist das nicht, wenn eine Sucht besteht, Wohnungslosigkeit droht, die Angst vor Behördengängen oder nötigen Arztbesuchen groß ist – oder einfach die Fähigkeit fehlt, gezielt und systematisch nach der nötigen Hilfe zu suchen. „Eben hier setzen wir an: Wir bringen Jobcenter-Kundinnen und -Kunden auf den Weg zum geeigneten Angebot. Wir motivieren mutlos gewordene Menschen. Und wir machen schon mal direkt den Kontakt zur benötigten Unterstützung.“ Für Jobcenter-Kundinnen und -Kunden ist das Gespräch in der Clearingstelle kostenlos, freiwillig und vertraulich. Ein Arbeitsvermittler, eine Arbeitsvermittlerin bietet es an, wenn klar wird: Hier steckt jemand in einer Sackgasse. Ann Sänger und Sabine Albert kennen die Netzwerke Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf Allee der Kosmonauten 29, 12681 Berlin Rhinstr. 88, 12681 Berlin Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 8.00-12.30 Uhr, Do 14.00-18.00 Uhr nur für Berufstätige und Maßnahmeteilnehmende | Telefonservice: 030 55 55 48 22 22* *Entgelt entsprechend der Preisliste Ihres Telefonbetreibers und die Trägerlandschaft im Bezirk MarzahnHellersdorf bestens. Sie haben für jede Lebenslage die richtige Adresse. Das Projekt läuft bis Ende 2019. Die beiden Sozialarbeiterinnen, die im Gespräch so viel Engagement und Wärme ausstrahlen, wünschen sich dringend die Fortsetzung: „Manchmal sind schon die Zeit und das Zuhören ein erster Schritt nach vorne für eine Kundin, einen Kunden – und wir freuen uns über das zaghafte Lächeln am Ende der Stunde.“ Die Lotsenfunktion der Clearingstelle: Sie ist für viele Menschen unverzichtbar. Übrigens: Jobcenter-Kundinnen und -Kunden, die 24 Jahre oder jünger sind, erhalten eine entsprechende Unterstützung und Beratung in der Jugendberufsagentur in der Rhinstraße 86. Ann Sänger und Sabine Albert. Foto: Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf Jugendberufsagentur Berlin Standort Marzahn-Hellersdorf Rhinstr. 86, 12681 Berlin Öffnungszeiten: Mo, Di, Mi 8.00-16.00 Uhr, Do 8.00-18.00 Uhr, Fr 8.00-12.30 Uhr Vital & gesund Anzeigensonderveröffentlichung Foto: fotolia.de/ drubig-photo Tipps für Pflegebedürftige und deren Angehörige GESETZLICHE PFLEGEVERSICHERUNG: Entlastungsleistungen aus 2018 jetzt noch nutzen und unterstützen so Pflegebedürftige und deren Angehörige. Wer 2018 die Gelder der Entlastungspflege der gesetzlichen Pflegeversicherung (dort ist jeder Mitglied, egal ob privat- oder gesetzlich krankenversichert) nicht in Anspruch genommen hat, kann diese noch bis 30. Juni 2019 nutzen. Bei der Antragstellung unterstützen die Mitarbeitenden von Betreuungsdiensten, die auch direkt mit der Pflegekasse abrechnen. Die Versicherten oder deren Angehörige müssen sich also um nichts kümmern. Schnelles Handeln ist jetzt gefragt! René Jahnke vom Seniorenbetreuungsdienst Home Instead erläutert gern in einem kostenlosen Beratungsgespräch die genaue Vorgehensweise. Terminvereinbarung unter: Tel.: (030) 233 221 50 0 oder per E-Mail: berlin-lichtenberg@homeinstead.de FOTO: HEIKE WITZGALL Professionelle Hilfe bei der Alltagsbewältigung gibt es unter anderem vom Betreuungsdienst Home Instead. J eder Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 hat Anspruch auf 125 Euro der sogenannten Entlastungsleistungen pro Monat, das sind immerhin 1.500 Euro pro Jahr. Dieser Betrag wird nicht in bar ausgezahlt. Für den Gegen- wert kommen geschulte Mitarbeitende von einem bei der Pflegekasse zugelassenen Betreuungs- oder Pflegedienst in die häusliche Umgebung. Die Betreuungskräfte unterstützen stundenweise im Alltag. Sie gehen einkaufen, kochen, begleiten zum Arzt oder auch beim Spaziergang, können auch bei der Körperpflege helfen und kümmern sich um den Haushalt. Viele sind auch speziell geschult im Umgang mit demenziell veränderten Menschen. Sie entlasten Kontakt: Home Instead Betreuungsdienst Berlin Lichtenberg GmbH & Co. KG René Jahnke Meeraner Straße 3 12681 Berlin Tel.: (030) 233 221 50 0 berlin-lichtenberg@homeinstead.de Anzeigensonderveröffentlichung #Gesundheit #Pflege #Wellness #Sport Gut lernen trotz ADHS LERNTHERAPIE: Hilfe für Kinder und ihre Eltern Ü ber ADHS – das Aufmerksamkeits-Defizit-HyperaktivitätsSyndrom – gibt es eine Menge Vorurteile. Eines davon: „ADHS hat mit schlechter Erziehung zu tun.“ „Das stimmt nicht“, sagt Beate Grönboldt, Integrative Lerntherapeutin. „Die betroffenen Kinder kommen mit dieser Besonderheit auf die Welt.“ Schwierig werde es meist erst in der Schule, die für die Lebhaftigkeit, Impulsivität und den Bewegungsdrang dieser Kinder einfach nicht passt. „Dann häufen sich die Beschwerden von Lehrern, und das Kind selbst, das sein Verhalten ja nicht einfach so ändern kann, wird immer unglücklicher“, so die ADHS-Expertin. „Manche Kinder ziehen sich dann zurück und entwickeln depressive Symptome, andere werden immer aggressiver. Und immer leiden die Eltern mit.“ Dabei gibt es wirksame Möglichkeiten der Unterstützung: „Kinder mit ADHS lernen anders“, weiß Beate Grönboldt. In ihrer Lerntherapie-Praxis erfahren die Mädchen und Jungen, wie sie trotz ADHS erfolgreich lernen können. Dabei nutzt Beate Grönboldt Methoden, die wissenschaftlich belegt sind und die auch von Kinder- und Jugendpsychiatern unterstützt werden. Die Kinder und Jugendlichen lernen Schritt für Schritt, sich besser zu strukturieren und zu organisieren, ihr Verhalten zu steuern und zielgerichteter zu arbeiten. Oftmals leiden Kinder mit ADHS auch unter eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) oder einer Rechenschwäche (Dyskalkulie). Diese Probleme werden in der Lerntherapie-Praxis ebenfalls mitbearbeitet. „Das wichtigste ist, das die Kinder und Jugendlichen wieder an sich selbst glauben und Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten gewinnen. Dabei unterstütze ich sie.“ Kontakt: ADHS Lerntherapie Berlin Meeraner Straße 21 12681 Berlin 0163 / 429 37 63 https://adhs-lerntherapie-berlin.de Offene Türen beim Senioren-Computerclub Der Deutsche Senioren-Computer-Club e.V. öffnet am 10. April zwischen 10 und 15 Uhr seine Türen. Nicht nur jene, die in kleinen Gruppen unter Gleichaltrigen den Umgang mit Computern oder Smartphones lernen möchten sind willkommen, sondern auch Menschen mit Vorkenntnissen, die bereit sind, anderen zu helfen. Neben Kursangeboten rund um den Computer gibt es eine Vielzahl von Interessengruppen und bei etlichen geht es nicht um Technik, sondern um das gemeinsame Miteinander. Im Rahmen der Mitgliedschaft entstehen für die Angebote innerhalb des Clubs keine weiteren Kosten. Wer selbst sehen möchte, ist herzlich im 5. OG in der Einbecker Str. 85, 10318 Berlin, willkommen. Der U-Bahnhof Friedrichsfelde (U5) und der Bus 296 (Lincolnstr.) sind nicht weit entfernt. Weitere Informationen: Deutscher Senioren-Computer-Club e. V., Einbecker Str. 85, 10315 Berlin, Tel.: (030) 52695092, info@dscc-bln. de, www.dscc-berlin.de Infotag im Beratungszentrum Am Mittwoch, 3. April 2019, können sich Interessierte über das vielfältige Beratungsangebot im „Beratungszentrum Pflege und Soziales“ im Gesundheitszentrum am UKB Marzahn informieren. Die Mitarbeitenden der Kontaktstelle Pflegeengagement, des Regionalen Allgemeinen Sozialdienstes sowie des Pflegestützpunkts erwarten Sie um 10 Uhr in der 3. Etage in der Kontaktstelle Pflegeengagement mit einem Gläschen Sekt und werden sich anschließend vorstellen und über ihre Tätigkeit berichten. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, ein paar Tanzschritte zu erlernen und können der Livemusik lauschen. Alle, die vormittags keine Gelegenheit für einen Besuch hatten, begrüßen wir gegen 16 Uhr in der 2. Etage im Pflegestützpunkt mit Kaffee und Kuchen. Danach stellen sich noch einmal die Beteiligten am berlinweit einzigartigen Beratungsmodellprojekt vor. Weitere Informationen: Mittwoch, 3. April 2019, 10-18 Uhr Veranstaltungsort ist das Gesundheitszentrum am UKB Marzahn Warener Str. 1, Ecke Blumberger Damm, 12683 Berlin Die Veranstaltung ist kostenlos. Platz für Ihre Werbung. Interesse? Wir beraten Sie gern! Tel. 030 55494360 Vital & gesund Anzeigensonderveröffentlichung Foto: fotolia.de/ drubig-photo Rollatoren im Test GEHHILFEN: Nur zwei Exemplare überzeugen FOTO: PIXABAY.COM/ CONGER DESIGN Nicht zu empfehlen sind Rollatoren, die aktuell Krankenkassen bezuschussen. N ur zwei Rollatoren im Test sind gut, sie lassen sich leicht fahren, einfach bedienen und zusammenklappen. Nicht zu empfehlen sind dagegen die vier Standardrollatoren, die meist von den Krankenkassen bewilligt werden, denn sie sind im Alltag draußen kaum zu gebrauchen. Die Stiftung Warentest hat für die MärzAusgabe der Zeitschrift test zwölf Rollatoren geprüft, acht Leichtgewichte aus Aluminium oder Karbon sowie vier Standardmodelle aus Stahl, zu Preisen von 60 bis 535 Euro. Exemplarisch waren zusätzlich auch zwei Modelle im Test, die als Rollator und als Rollstuhl benutzt werden können. Die Ergebnisse reichen von gut bis mangelhaft. Kopfsteinpflaster, auch Park- oder Kieswege bringen die getesteten Standardrollatoren an ihre Grenzen. Vor Bordsteinen ist oft Schluss, denn die Stahlkonstruktionen wiegen immerhin neun bis zehn Kilo. Für viele Senioren zu schwer, um sie über diese Hindernisse zu heben. Außerdem bereiten sie Probleme beim Zusammenklappen. Diese Technik ist veraltet und ein Standardmodell enthält auch noch so viele Schadstoffe in den Griffen, dass er nicht verkauft werden dürfte. Stellt ein Arzt das Rezept für einen Rollator aus, haben Versicherte Anspruch auf ein Modell, das die Kasse vollständig bezahlt. Im Test kosten diese Standardrollatoren 60 bis 99 Euro. Für die besseren Leichtgewichtrollatoren aus dem Test müssen gesetzlich Versicherte oft den größeren Teil der Kosten selbst bezahlen. Sie kosten zwischen 209 und 535 Euro. Der Test Rollatoren findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/rollatoren abrufbar. Selbstständig bleiben trotz Pflegebedarf W UNTERSTÜTZUNG: Pflegestützpunkte bieten ihre Leistungen kostenlos und neutral an. er stand nicht schon einmal vor der Frage, an wen man sich wenden kann, wenn man einen Pflegegrad beantragen sollte? Benötigt ein Mensch Pflege, ist dies zudem eine Belastung für die Angehörigen, die dann nach Unterstützung suchen. Hilfe und Rat bieten die Pflegestützpunkte, die auch in MarzahnHellersdorf und Lichtenberg vertreten sind. Es ist ratsam für die Angehörigen, seien es die Kinder, die Ehepartner, Bekannte oder Nachbarn die neue, herausfordernde Aufgabe nicht allein bewältigen zu wollen. Häufig entstehen Überforderung und Stress. Es gleicht einem Dschungel, sich durch die Anträge, Leistungen und Anbieter kämpfen zu müssen. Das ist der Gesundheit des Pflegenden wenig zuträglich. Lebt der pflegebedürftige Mensch allein, stellt sich die Frage nach Vollmachten und Personen, die helfen zu organisieren. den gefördert von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie von den Kranken- und Pflegekassen. Sprechstunden: Dienstag 9 bis 15 Uhr, Donnerstag 12 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung. Hausbesuche sind nach Absprache möglich. Kostenfreie Servicenummer Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr: Tel. 0800 59 500 59. Weitere Informationen im Internet: www.pflegestuetzpunkteberlin.de oder www.hilfelotse-berlin.de FOTO: PIXABAY.COM/ SABINE VAN ERP Benötigt ein Mensch Pflege, sind Hilfe und Unterstützung wichtig. In einer Stadt wie Berlin gibt es ein weit verzweigtes Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten. Seien es die Pflegestützpunkte, die Beratungsstellen der Bezirksämter oder Kontaktstel- len für pflegende Angehörige. Nutzen Sie das Angebot und lassen Sie sich kostenfrei und anbieterneutral beraten oder informieren. Die Berliner Pflegestützpunkte wer- Adressen: Pflegestützpunkt Lichtenberg, Einbecker Straße 85, 10315 Berlin, Tel.: 030 9831 7630, Mail: psp-lichtenberg@volkssolidaritaet.de Pflegestützpunkt Marzahn-Hellersdorf, Marzahner Promenade 49, 12679 Berlin, Tel.: 030 5143 093, Mail: marzahn@pspberlin.de BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF AUS DEM BEZIRK 9 Zwischen Historie und Zukunft BIESDORF: Ein weiteres Mal stehen Schloss und Park von Biesdorf im Fokus einer Publikation. Dieses Mal dürfen sich die Leser über teils bislang unveröffentlichte Fotos, Karten und Zeichnungen freuen. Von Birgitt Eltzel. M it „Gut – Schloss – Park BerlinBiesdorf“ gibt es jetzt erneut eine lesenswerte Publikation über den Ortsteil. Der 136 Seiten starke Band, mit vielen, teilweise bisher unbekannten historischen Bildern sowie Karten und Zeichnungen entstand unter der Regie von Dr. Oleg Peters vom bezirklichen Standortmarketing im aperçu-Verlag. Peters, Mitglied im Verein Freunde Schloss Biesdorf e.V., hat nicht nur bereits in den vergangenen Jahren Bücher und Broschüren über die spätklassizistische Turmvilla an der Bundesstraße 1/5 und den sie umgebenden, ebenfalls denkmalgeschützten Park geschrieben, sondern mit seiner Dissertation auch den Schlossbaumeister Heino Schmieden der Vergessenheit entrissen. Aus dieser Arbeit wurde ein in der Fachwelt stark beachteter, opulenter Band, der 2016 erschien, wir berichteten. Für die aktuelle Neuerscheinung, die im Schloss vorgestellt wurde, hat Prof. Dr. Jörg Haspel, früherer Landeskonservator Berlins, das Geleitwort geschrieben und Gutshof, Schloss und Schlosspark als „außergewöhnliches Denkmalensemble“ gewürdigt. Neben Peters sind in der gediegen aufgemachten Publikation auch weitere Autoren vertreten, so die Architekten Raphael Abrell und Gerhard Schlotter, die 2002 bis 2007 für die Konservierung und denkmalgerechte Restaurierung der Außenhülle des Schlosses verantwortlich zeichneten. Prof. Mara Pinardi, unter deren Leitung in den Jahren 2013 bis 2016 das Haus denkmalgerecht wiederaufgebaut wurde, steuerte ebenfalls ein Kapitel bei. Und Ingo Malter, Geschäftsführer der kommunalen Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft beschreibt, wie nun bald neues Leben auf den alten Gutshof einziehen wird. Marzahn-Hellersdorfs Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) bezeichnete die Gestaltung des Ensembles rund um den alten Biesdorfer Dorfanger als einen überzeugenden Beweis, dass historische Orte behutsam in die Neuzeit transformiert werden können. Denn nach Abschluss der Arbeiten am Schloss, das jetzt die kommunale Galerie des Bezirks beherbergt, drehen sich nun auf dem Gelände des alten Ritterguts die Kräne. Das wird zu einem Wohnstandort für mehr als 1.000 Menschen entwickelt. Laut Ingo Malter, der ebenfalls bei der Buchpräsentation dabei war, entstehen dort insgesamt 515 Wohnungen. Davon werden 200 gefördert. Der größere Teil werden Ein- und Zweizimmer-Wohnungen. Es wird aber auch Drei- und Vierzimmer-Wohnungen sowie einige Wohnungen mit fünf Zimmern geben. Ein Schlüssel von 0,5 Parkplätzen ist vorgesehen. 256 Stellplätze für Kfz entstehen danach, davon 102 in einer Tiefgarage. Gebaut werden 1.030 Fahrradabstellplätze. Mit der Novellierung der Berliner ANZEIGE Bauordnung im Jahr 2002 hat ein Wohnungsunternehmen bei Neubau nicht mehr die Verpflichtung, Kfz-Stellplätze zu errichten. Nach Meinung Malters reichen die eingeplanten Parkplätze aus – vor allem, weil nach Untersuchungen und Befragungen viele ältere Menschen Interesse für die neuen Wohnungen zeigen. Zudem gebe es im nahen BiesdorfCenter eine längst nicht ausgelastete Tiefgarage, so Malter. Die Fertigstellung der ersten Wohnungen ist im Sommer 2020 geplant. Weitere werden bis 2022 bezugsfertig. Einbezogen in die Neubebauung des Gutshofs ist die Erhaltung, Sanierung und neue Nutzung der drei historischen und denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände: der frühere Pferdestall und der Speicher (an der B1) sowie der ehemalige Kuhstall. Für letzteren hat laut Malter bereits eine große Physiotherapie einen Vorvertrag abgeschlossen. Die Tierklinik Biesdorf hat ebenfalls Interesse am benachbarten Backsteingebäude. Und daneben soll das Stadtteilzentrum einziehen, das sein jetziges Domizil etwas weiter unterhalb des Dorfangers dann verlässt. Das Buch „Gut – Schloss – Park“ ist gegen eine Schutzgebühr von 12 Euro in folgenden Einrichtungen zu haben: Kaulsdorfer Buchhandlung, HeinrichGrüber-Straße 9; Buchhandlung Petras, Fritz-Reuter-Straße 12; Biesdorfer Papeterie, Oberfeldstraße 179; Tourismusinformation Marzahn-Hellersdorf, Hellersdorfer Str. 159; Bezirksmuseum Marzahn Hellersdorf, Alt-Marzahn 51. Es kann auch bei anderen Buchhandlungen und bei Amazon unter der ISBN 978-39819870-0-3 bestellt werden. ANZEIGE 10 FREIZEIT & FAMILIE BEZIRKS-JOURNAL Freizeitpartner laden zum dritten Mal ein ANZEIGE AKTIONSTAG AM 24. MÄRZ: Mehr als 40 Einrichtungen aus Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und dem östlichen Berliner Umland präsentieren sich mit Rabatten und Sonderaktionen im Rahmen von „Erlebe Deine Region“. Z um dritten Mal heißt es am 24. März 2019: „Erlebe Deine Region“. Unter diesem Motto präsentieren sich mehr als 40 Freizeitpartner aus den Berliner Bezirken Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und dem östlichen Berliner Umland. Geplant sind an dem Tag Sonderaktionen, Rabatte und Spezialangebote insbesondere für Einheimische, aber auch für Berlin-Besucher. Auch die dritte Auflage von „Erlebe Deine Region“ verspricht einen Aktionstag mit unzähligen Angeboten: Unterhaltung für die ganze Familie im Theater an der Parkaue, regionale Produkte und Kultur auf dem Schlossgut in Altlandsberg, Höhenflüge bei Windobona in Lichtenberg oder rasante Abfahrten mit der ersten Sommerrodelbahn Berlins im Kienbergpark: Mehr als 40 Partner laden Sie zu Sonderaktionen, Rabatten und speziellen Angeboten ein. Koordiniert wird der Aktionstag vom Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis MHWK. „Unser Ziel ist es, Berliner, Brandenburger und Hauptstadttouristen auf die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten im Berliner Osten aufmerksam zu machen“, sagt Karen Friedel, Mitglied im Vorstand des MHWK und Direktorin des ABACUS Tierpark-Hotels. In den vergangenen zwei Jahren wurde dieser Aktionstag dankend angenommen: Jedes Mal wurden rund 5.000 Besucherinnen Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Miund Besucher gezählt. „Oftmals wissen chael Grunst (Die Linke). „Wir freuen Berliner und Brandenburger nicht, dass uns immer, wenn Berlin-Besucher und viele attraktive Freizeiteinrichtungen -Besucherinnen Lichtenberg für sich gleich vor ihrer Tür liegen“, sagt Friedel. entdecken.“ Die besten Botschafter für Am Ende entsteht eine richtige Win- den Bezirk seien seine Bewohner und Win-Situation: Die regionalen Anbieter Bewohnerinnen. „Manche von ihnen werben für sich, während die Menschen kennen die eigene Region gar nicht so in der Region sich auf einen erlebnisrei- in- und auswendig, wie man oft vermuchen Tag mit vielen tet – der Aktionstag Höhepunkten freu„Erlebe deine Reen dürfen. gion“ ist die beste „Der oft zu sehr Gelegenheit, das auf die Mitte unsezu ändern“, erklärt rer Stadt gerichtete der Bürgermeister. Blick, soll an dieDas trifft auch auf sem Tag einmal in die vielen Berlinedie östlichen Bezirrinnen und Berliner ke Berlins gerichzu.“ tet werden“, sagt Unterstützt Karen Friedel. „Im wird der AktionsFOTO: OLE BADER dritten Jahr des tag „Erlebe DeiMit dabei: die LEITNER Naturbobbahn. Erlebnistages wird ne Region“ vom die Unterstützung Wirtschaf tskreis für das Projekt Hohenschönhaugreifbarer und es gilt nun die Berliner sen-Lichtenberg, den Bezirksämtern und ihre Gäste für die vielfältigen Mög- Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg, lichkeiten, abseits ausgetretener Pfade, dem Regionalmanagement „Metropolrezu begeistern.“ gion Ost“, dem ABACUS Tierpark Hotel, „Erlebe deine Region bietet auch die- visitberlin und der LEITNER AG. Die urses Jahr wieder die Gelegenheit, ein an- sprüngliche Idee dazu stammt von Reinderes Lichtenberg zu entdecken, den hard Kneist, dem Betreiber der MinigolfBezirk im Original zu erleben“, sagt anlage „Citygolf Berlin“. Folgende Einrichtungen nehmen teil: Lichtenberg: ABACUS-Tierpark Hotel; Bürgerschloss Hohenschönhausen; Das Weite Theater; Mies van der Rohe Haus; Theater An der Parkaue; Windobona Berlin GmbH; MeNaGe Massage; Naturhof Malchow – Naturschutzstation Malchow; Tierschutzverein für Berlin; Deutsch Russisches Museum; Museum Lichtenberg im Stadthaus; Schloss Hohenschönhausen Marzahn-Hellersdorf: Café Mahlsdorf; Atelier Uffrecht; Die KISTE; Kunsthaus Flora; Schloss Biesdorf; American Bowl/ Play Off LeProm; BergWerk Berlin; Bowling Hellersdorf & Lasertag.me; Citygolf Berlin/ Golferia Berlin; Jump3000; Kieser Training Marzahn; Kutumba – Familienerlebniswelt; Naturbobbahn Berlin; Spielplatzinitiative Marzahn e.V.; achtsamkeit-im-leben.berlin; AWO Stadtteiltreff Mahlsdorf-Süd „Haus der Begegnung“; Tierhof Marzahn; Bockwindmühle Marzahn; DDR-Museumswohnung Hellersdorf; Gärten der Welt; Gründerzeitmuseum Mahlsdorf; Krankenhauskirche Wuhlgarten Skywalk Berlin Umland und andere Bezirke: Schlossgut Altlandsberg; The Lakesite – Burghotel zu Strausberg; Haus Natur und Umwelt; Modellpark Berlin-Brandenburg (Stand: 11. März, Änderungen möglich!) Alle Freizeitpartner inkl. einer interaktiven Übersichtskarte finden sich auf www.erlebe-deine-region.de die Region Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und der Brandenburger Osten laden ein: E N I E D E ERLEB ! N O I REG 19 0 2 Z R Ä M . 24 eit // z i e r F / / r // Kultu ichte e i m o n o r Gast Gesch / / t s n u K Sport // d Rabatte tionen un Sonderak auf ION.DE .E  WWW INE-REG RLEBE-DE Eine Aktion von Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V. Das Standortmarketing Marzahn-Hellersdorf wurde im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundes- und Landesmitteln gefördert. BEZIRKS-JOURNAL WIRTSCHAFT 11 Riesensauger für die ganze Welt UNTERNEHMENSPORTRÄT: Ein Lichtenberger Unternehmen hat sich auf spezielle Baggertechnik spezialisiert. Nun wird in Marzahn ein neuer Standort ausgebaut, um Kunden in aller Welt zu beliefern. Von Marcel Gäding. E s ist erst wenige Tage her, da ver- zeiten verkürzt. Außerdem kam Mattes folgte Stefan Mattes aufmerksam, auf die Idee, Zweiwegefahrzeuge einzuwas in Köpenick passierte: Ein setzen: Das sind Saugbagger, die sowohl Baggerfahrer beschädigte bei Aushubar- auf der Straße als auch auf der Schiene beiten eine Stromleitung. Und das hat- fahren können. Doch es sollte nicht nur te verheerende Folgen. Mehr als 30.000 beim Setzen der Masten bleiben: Schon Menschen waren 31 Stunden lang ohne bald buchte die BVG die Technik für die Strom. Die Bilder, die Mattes im Fernse- Reinigung der Straßenbahngleise. Musshen sah, machten ihn sprachlos. Denn ten früher Müll oder die Blätter der Straseiner Ansicht nach wäre eine solche ßenbäume per Hand abgesammelt werHavarie mit der richtigen Technik nicht den, erledigte dies nun die Maschine. passiert. Doch die bauausführende FirInzwischen wird die BSB auch von ma wusste es offenbar besser… Verkehrsunternehmen in Chemnitz, Mattes ist Gründer und Chef der Berli- Stuttgart, Köln, Nürnberg oder Leipzig ner Saugbagger-Betriebe, kurz BSB. Sein beauftragt. Im Lauf der Jahre perfekUnternehmen hat sich unter anderem tionierten Mattes und seine Mitarbeiter auf die Vermietung von sogenannten die Technik – hinzu kamen beispielsweiSaugbaggern spezialisiert. Das Prinzip se Hebebühnen an den Fahrzeugen, mit bei diesen Maschinen ähnelt der Funkti- denen man sogar auf den ICE-Strecken onsweise eines Staubsaugers – nur, dass der Deutschen Bahn AG Wartungs- und die Rohre, mit denen Sand, Kiesel oder Reparaturarbeiten erledigen kann. Die sogar Klinkersteine angesaugt werden, Mitarbeiter der Berliner Saugbaggerwesentlich größer sind. 25 Zentimeter Betriebe sind hoch spezialisiert. Sie hamisst der Durchmesser der giganti- ben nicht nur einen Lkw-Führerschein, schen Rüssel, mit deren Hilfe das Erd- sondern auch die Befähigung, Triebreich abgetragen werden kann. Wie das fahrzeuge zu führen. Denn das ist Vorfunktioniert, zeigt Mattes stolz auf dem aussetzung, um die Zweiwege-Technik unternehmenseigenen Youtube-Kanal: bedienen zu dürfen. Es dauerte nicht In wenigen Sekunden schluckt die Ma- lange, bis die BSB als Eisenbahnverschine das Geröll, bis armdicke Stromlei- kehrsunternehmen zugelassen wurde, tungen zum Vorschein kommen und der ihre Mitarbeiter sogar selbst zu LokfühSchlauch einfach weiter unten wieder rern ausbildet. „Dafür arbeiten wir mit für die Schachtarbeiten angesetzt wird. der Eisenbahnfachschule zusammen“, Nun ist Mattes zwar nicht der Erfinder sagt Mattes. dieser zukunftsweisenden Technik – Inzwischen hat die BSB neben der wohl aber ein Pionier und Visionär, was Vermietung und dem Verkauf ihrer Geräte auch eine eigene Konstruktionsderen weitere Entwicklung betrifft. Vor 25 Jahren gründete Mattes sein und Produktionsabteilung aufgebaut. Unternehmen. Nach dem Studium in Dort entsteht Technik wie die beiden Karlsruhe und ersten beruflichen Jah- Varianten des patentierten „tubecube“ ren in Köln hatte es ihm Berlin angetan, – ein Sauger, der am Hydraulikausleger in der Annahme, dass die Stadt aus- eines Zweiwegebaggers angebaut wernahmslos auf märkischem Sand gebaut den kann. Dieser nimmt beispielsweise wurde. Dort müsste es für die Saugbag- Schotter aus Gleisbetten auf und reinigt gertechnik ausreidiesen. Ebenfalls chend Aufträge geeine BSB-Erfindung ben, dachte er sich. ist die in-situDoch Mattes irrte. Schottereinigung. Um die zahlrei„in-situ“ bedeutet chen Bauvorhaben „vor Ort“: Das aufgenommene Schotwar ein erbitterter termaterial muss Kampf ausgebronicht erst zu einer chen, die BaufirReinigungsanlage men lieferten sich transportiert wereine Preisschlacht. den, sondern wird Hinzu kam, dass an Ort und Stelle nur ein Teil des von Fremdkörpern Berliner ErdreiFOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING ches sandig ist. und Dreck befreit. Als Mattes jedoch BSB-Chef Stefan Mattes. Als zertifizierter recherchierte und Fachbetrieb kümfeststellen musste, dass der Untergrund mert sich die BSB zudem um die Entsorder Hauptstadt aus einem Gemisch aus gung des Abfalls. Noch in diesem Jahr wird die BSB, die Ton, Schluff und Sand besteht, war es quasi zu spät: Er hatte einen Saugbagger bislang auf dem Gelände des einstigen gekauft und musste nun dringend Auf- VEB Elektrokohle in Lichtenberg saß, träge akquirieren, um nicht nur seinen nach Marzahn umziehen: Dort erwarb Kredit zu bedienen, sondern auch sich das Unternehmen 2014 ein 13.000 Quadratmeter großes Areal nahe der Alten und seine Angestellten zu bezahlen. Und dann kam die BVG: Die Berliner Börsen. Die StandortvoraussetzunVerkehrsbetriebe wollten in den 1990er- gen sind ideal. Dort existiert auch ein Jahren ihre Tramstrecken moderni- Bahnanschluss. Für 2,5 Millionen Euro sieren – und das in kurzer Zeit. Unter baut dort zudem die REBU-Ingenieursanderem mussten die Masten für die gesellschaft eine Produktionshalle. Das Oberleitungen neu gesetzt werden. Mit Unternehmen ist schon lange für die der Saugbaggertechnik wurden die Bau- BSB tätig. Weil der einstige Eigentümer keinen Nachfolger fand, kaufte die BSB die Gesellschaft. Damit sind künftig in Marzahn an die 60 Menschen in Lohn und Brot. In der neuen Halle finden nicht nur die Verwaltung und der Vertrieb neue Räume. Auch die Produktion und Konstruktion werden an einem Ort vereint, um Serien- und Sonderfahr- zeuge zu produzieren. Und Mattes hat weitere Pläne. Ergänzt werden soll das Areal um ein Test- und Abnahmecenter für die Sonderfahrzeuge, die in alle Welt exportiert werden. Kunden gibt es unter anderem in Skandinavien oder Großbritannien, in Malaysia und Australien. „Wir wollen weiter wachsen“, sagt Mattes. ANZEIGEN 12 WIRTSCHAFT MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL Formen, Farben und Kontraste UNTERNEHMEN IM FOKUS: Die Betonwerkstatt aus Lichtenberg ist eine Manufaktur, in der man großen Wert auf gute Handarbeit legt, aber auch viel experimentiert. Von Angelika Giorgis. E r ist ein ganz besonderer Werkstoff. Seine Oberfläche kann man schleifen, polieren, imprägnieren und wachsen. Sie kann spiegelglatt, rau, uneben oder mit einem Relief versehen sein.“ Clara Louise Lerch (36), gelernte Tischlerin und studierte Architektin, spricht von Beton, den man früher eher mit Plattenbauweise in Verbindung brachte und der als kalt, hart und ungemütlich galt. Doch daraus fertigen sie und ihr Partner Lukas von Schwanenflügel (42) unter anderem Küchenarbeitsplatten, Betonwaschtische und Waschbecken, Duschtassen, Badewannen Empfangstresen, Tische, Hocker, sogar Sessel, Verkleidungen und Möbel. „Beton besitzt nicht nur praktische, sondern vor allem auch ästhetische Qualitäten“, erklärt Clara Lerch. Er lässt sich nahezu in jede Form bringen und ist damit optimal geeignet, individuelle Objekte herzustellen – Einzelstücke ebenso wie Serien. Bei einer Küchenarbeitsplatte können beispielsweise Spüle und Abtropffeld mit der Platte in einem Guss hergestellt werden. Aber auch standardisierte Ausschnitte, Vertiefungen und das Einlassen unterschiedlicher Materialien sind möglich. „Durch ein spezielles Fertigungsverfahren wiegen unsere Arbeitsplatten aus Glasfaser-Beton, die einen Leichtbaukern enthalten, maximal die Hälfte herkömmlich gegossener Betonplatten und lassen sich so problemlos auf verschiedenste Küchenschränke montieren“, erklärt die Fachfrau. Normalerweise arbeitet man mit Beton im Verbund, zum Beispiel beim Stahlbetonbau. In der Betonwerkstatt übernehmen die Glasfasern die Bewehrung. Nach ihrem Abitur lernte Clara Tischlerin. Anschließend ging sie nach Kalifornien, wo sie auf Lukas traf und mit ihm in seiner Firma Quantum Construction arbeitete. Dort entdeckte Lukas Küchenarbeitsplatten aus Beton. 2001 baute er seine erste eigene. Später vertiefte er sein Wissen bei dem Homedesigner Fu-Tung Cheng. Nach den BauhausArchitekten und -Künstlern, die Beton vor allem wegen seiner Formbarkeit und Massivität schätzten und dessen konstruktive Möglichkeiten nutzen, gilt Cheng weltweit als einer der Vorreiter im Betondesign. Zwei Jahre, nachdem Clara an der Beuth-Hochschule ihr Architektur-StuANZEIGE Platz für Ihre Werbung. Interesse? Wir beraten Sie gern! Tel. 030 55494360. Mittlerweile arbeiten Clara und Lukas in Vollzeit an ihren Projekten. Außerdem sind bei ihnen zwei Minijobber, ein Freiberufler und drei Teilzeitkräfte beschäftigt. Die Arbeit macht allen viel Spaß, weil sie besonders abwechslungsreich und interessant ist. „Die Kombination verschiedener Stoffe kann Kontraste erzeugen. Es lassen sich Bereiche herausarbeiten oder in den Hintergrund stellen. Einfache, funktionale Formen entwickeln so mehr Plastizität und werden auf besondere Weise visuell und haptisch erlebbar“, erklärt Clara. „Wir entwickeln unsere eigenen BetonRezepturen und wenden verschiedene Herstellungsverfahren an.“ Es werden sowohl Serien als auch Einzelstücke gefertigt. Bei Serien kann man mit Formen aus Silikon oder Polyurethan-Kautschuk arbeiten. Sie lassen sich sehr glatt und sauber halten. Das FOTO: BETONWERKSTATT ist wichtig, denn Beton verzeiht keine Lukas von Schwanenflügel und Clara Louise Lerch haben Beton als Werkstoff entdeckt. unsauberes Arbeiten. „Er zeigt alles“, weiß die Expertin. „Wird die Oberfläche uneben, muss nachgearbeitet werdium aufnahm, folgte ihr Lukas nach Die jetzt knapp 300 Quadratmeter große den. Nachschleifen ist schwierig und Berlin. Die erste Werkstatt von zwei mal Werkstatt reicht bald auch nicht mehr. aufwändig.“ Aber es wird nicht nur per 40 Quadratmetern öffnete 2011 in der Darum schauen sich die Beiden nach ei- Hand gearbeitet. CNC, 3D-Druck, VakuPfarrstraße und wurde schnell zu klein. ner Alternative um. um-Tiefziehen und andere technische Fertigungsmöglichkeiten haben in die Werkstatt Einzug gehalten. Bei Einzelstücken muss man zweimal arbeiten. Zuerst entsteht eine Form aus Holz, in der schließlich der Faserbeton laminiert wird. Zwar ist der Ausgangsstoff Beton recht preiswert, aber der Herstellungsprozess ist sehr arbeitsintensiv. Das erklärt den Preis: Er liegt bei 850 Euro (brutto) pro Quadratmeter. Die Beton-Künstler arbeiten mit privaten Kunden, aber auch mit Architekten, Designern und Künstlern zusammen. Dabei übernehmen sie entweder die reine Fertigung oder unterstützen technisch und/oder gestalterisch. Ein Kooperationspartner ist beispielsweise das Label GANTlights, das zeitlos designte Betonlampen anbietet. Aus Beton, Holz und Edelmetallen entstehen einzigartige Leuchten zur Gestaltung individueller Innenräume. FOTO: BETONWERKSTATT Gelungene Kombination aus Beton und Holz. Weitere Informationen: Betonwerkstatt Erich-Kuttner-Straße 31a 10369 Berlin Tel.: 030/67965313 www.betonwerkstatt.com BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF BEZIRKS-KULTUR 13 Geschichte auf Anfrage KULTUR: Wegen Personalmangels arbeitet das Bezirksmuseum eingeschränkt. Der Heimatverein übt daran Kritik. Von Birgitt Eltzel. W er sich im 40. Gründungsjahr von Marzahn(-Hellersdorf) über die Bezirksgeschichte informieren will, kann das im Bezirksmuseum tun. Denn da gibt es eine sehenswerte Dauerausstellung zur Historie der Region. Doch ein Besuch dort ist derzeit ziemlich theoretischer Natur. Zumindest darf man keinen spontanen Einfall für die Visite haben. Das Haus 2 des Museums im alten Dorf Marzahn, wo die Dauerausstellung sowie derzeit auch die Sonderausstellung „Johanna Jura. Bronze und Keramik“ präsentiert werden, ist aktuell „aus personellen Gründen“ geschlossen, wie das Bezirksamt kürzlich mitteilte. Gruppenführungen würden auf Anfrage gewährleistet. Bereits im vergangenen Jahr waren im Museum, das aus dem früheren Schulhaus von Marzahn (Haus 1) und der ehemaligen Heinz-Lüdecke-Bibliothek (Haus 2) besteht, die Sonntagsöffnungszeiten entfallen. Begründung: Personalmangel. Weil samstags sowieso regulär dicht war, haben Besucher seitdem an den Wochenenden keine Möglichkeit mehr, die Ausstellung zu besuchen. Unter der Woche öffnet das Museum von 11 bis 17 Uhr, jetzt allerdings nur Haus 1. Wolfgang Brauer, der Vorsitzende des rührigen Heimatvereins Marzahn-Hel- lersdorf, bezeichnet es als „eine Schande“, wie mit dem Museum umgegangen wird. „Wir berauschen uns an Jubiläen, aber der Ort, wo Auseinandersetzung mit Geschichte stattfindet, ist geschlossen“, kritisiert er das Bezirksamt. Lediglich eineinhalb Stellen gebe es für das Museum, die Aufsichten würden durch Menschen mit 1,50-Euro-Jobs sichergestellt. Ausdrücklich lobte Brauer jedoch Museumsleiterin Dorothee Ifland und ihre Mitarbeiterin Iris Krömling, die „eine extrem engagierte Arbeit unter widrigen Bedingungen“ leisteten. Laut Brauer ist das Marzahn-Hellersdorfer Museum das einzige Bezirksmuseum in Berlin, das weder eine Sammlungs-, noch eine Archivleitung hat. „Die Folge: Die Bestände quellen über und können nicht bearbeitet werden.“ Pikant zudem ist, dass für Haus 2 nach einer Übereinkunft mit dem Eigentümer eine höhere Pacht als vorher gezahlt werden muss. Dem Bezirk war es durch Versäumnisse in der Vergangenheit nicht gelungen, das bis 2014 vom Bezirk teuer sanierte Haus vom Verpächter zu erwerben. Nun wird also Geld für eine geschlossene Einrichtung gezahlt. Brauer sagt: „Das alles ist ein Unding und so nicht mehr hinnehmbar.“ Bereits im vergangenen Jahr, als der Heimatverein den Wegfall der Sonn- tagsöffnung kritisiert hatte, beteuerte die zuständige Kulturstadträtin Juliane Witt (Linke), man arbeite intensiv an einer Lösung. Witt sagt jetzt, sie bedauere die Schließung von Haus 2 sehr. Das habe daran gelegen, dass keine Kräfte für die Aufsicht vom Jobcenter zugewiesen wurden. Nun gebe es wieder eine solche Arbeitsmaßnahme durch den Träger Agrarbörse, die Schließung des Hauses könne somit in Kürze aufgehoben werden. Allerdings heiße das nicht, dass auch sonntags wieder geöffnet werden kann. Denn das durch das Jobcenter zugewiesene Personal darf an Wochenenden nicht arbeiten. Witt erklärt, dass sich ihr Bereich seit langem für eine Aufstockung des Personals in den Kultureinrichtungen des Bezirks bemühe. Gegenwärtig gibt es dort jeweils nur eine bzw. beim Museum eineinhalb Stellen. „Wir sind bei den Haushaltverhandlungen immer gescheitert“, sagt die Stadträtin. Denn als sogenannter Konsolidierungsbezirk muss Marzahn-Hellersdorf immer noch sparen und Schulden abbauen. Von einst 45 Millionen Euro ist immer noch ein Minus von 500.000 Euro übrig. „Fachlich geboten ist aus meiner Sicht: ein Haus gleich zwei Mitarbeiter“, sagt Witt, die weiter für mehr Personal kämpfen will. Zur Erhöhung der Pacht sagt sie, man sei von einem „sehr niedrigen Level“ gestartet. Jetzt würden nach einem bis 2023 geschlossenen Vertrag marktübliche Preise gezahlt. Wie museale Arbeit anders geht, zeigt der Nachbarbezirk Lichtenberg. Dieser ist nicht nur schuldenfrei, sondern hatte in den letzten Jahren Überschüsse erwirtschaftet. Auch dort war das Museum ursprünglich mit zwei Stellen personell mager ausgestattet. Im vergangenen Jahr wurden jedoch laut Bürgermeister Michael Grunst (Linke), der auch für Kultur zuständig ist, drei neue Mitarbeiter eingestellt. Insgesamt gibt es dort nun vier Stellen, darunter für die Archivleitung und die Technik. Laut Museumsleiter Dr. Thomas Thiele werden die Öffnungszeiten durch den Museumsverein in Zusammenarbeit mit einem freien Träger abgesichert. Insgesamt sechs Männer und Frauen erledigen Aufsichten und einige technische Arbeiten im Rahmen eines 1,50-EuroJobs. Bürgermeister Grunst schätzt das Museum im alten Stadthaus an der Türrschmidtstraße 24: „Das Museum ist das Gedächtnis einer ganzen Region von Malchow bis Karlshorst“, sagt er. „Die Ausstellung und die Forschungsarbeiten sind elementarer Bestandteil unserer Erinnerungskultur.“ ANZEIGE 14 TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND BEZIRKS-JOURNAL MUSIK & KONZERT Three for Silver: Musik von Lucas Warford und Willo Sertain (Portland) am 23. März, 21 Uhr. Eintritt: 10 Euro (Abendkasse), 9 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste CITY on Tour: Konzert im Rahmen der „Candlelight Tour 2019“ am 23. März, 20 Uhr. Eintritt: 41 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn. Faszination Bach: Orchesterkonzert am Sonntag, 24. März, 17 Uhr. Es erklingen die Bachkantate BWV 82 „Ich habe genug“, das Brandenburgische Konzert Nr. 4 und die Bachkantate BWV 47 „Wer sich selbst erhöhet“. Es musizieren das Junge Bach Ensemble, der Studiochor Karlshorst und die Kantorei Karlshorst. Eintritt: 10, erm. 8 Euro. Ort: Kirche zur frohen Botschaft, Weseler Straße 4, 10318 Berlin. Blue Airtrain: Blues-Konzert mit Beata Kosowskas am 29. März, 21 Uhr. Eintritt: 12 Euro (Abendkasse), 10 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste Ein Hauch von Broadway: Aus dem Tagebuch einer Diva, Soloprogramm mit Katja Brauneis, am Klavier Andreas Peschel, am 29. März, 19 Uhr. Eintritt: 10, erm. 8 Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater. „Mozart trifft Oboe“: Quartett in F-Dur KV 370 sowie andere Kompositionen für Oboe im Rahmen der Reihe „Musikalischer Salon“ am 30. März, 15 Uhr. Künstlerische Leitung und Moderation: Hans-Joachim Scheitzbach. Eintritt: 13 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn. Swing Romances: Der Jazz Treff Karlshorst e. V. und das Kulturhaus präsentieren: Swing Romances mit Karl „Kalle“ Böhm und Band am 30. März, 20 Uhr. Eintritt: 14, erm. 3 Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst. Der Münzer: Metal, Rock und Mittelalterfolk am 30. März, 21 Uhr. Eintritt: 12 Euro (Abendkasse), 10 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste Geheimes Frauenwissen: Über die Liebe und andere Schwachstellen. Mit Birgit Letze-Funke und Annette Kittlas am 7. April, 16 Uhr. Eintritt: 9 Euro. Ort: Studiobühne im Freizeitforum Marzahn. Die Kunst des Ausdrucks: Musiker der Kammerakademie Potsdam sind am 28. April, 19 Uhr, zu Gast. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Leoš Janácek und Antonín Dvorák. Karten ab 18 Euro. Ort: Schlossgut (Schlosskirche) Altlandsberg. THEATER & KABARETT Hormonie: Comedy und Kabarett mit Tatjana Meissner am 25. März, 19 Uhr. Eintritt 4, erm. 3 Euro. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek. AUSSTELLUNGEN Darßwald und Waldesruh: Ausstellung mit Bildern von Michael Drewelow. Zu sehen bis zum 7. April. Ort: Kiste „graphit blau“: Radierungen von Chris Firchow. Bis 14. April. Ort: Studio Bildende Kunst. „Porträtmalerei – Zwischen Abbild und Abstraktion“: Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Kunst-Leistungskurses des Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums zeichneten ausgehend von einer sechsteiligen Selbstporträt-Fotoreihe ein zerteiltes Selbstporträt, das malerisch zu zwei kubistischen Farbstudien vorangebracht wurde, einmal monochrom FOTO: KULTURRING IN BERLIN E.V. Kuba - Flair der Karibik: Carlshorster Musikbühne am 29. März, 19.30 Uhr. Auf der Bühne zu erleben ist die Grupo Caney mit einer Mischung aus temperamentvollen Rhythmen des kubanischen Son, Cha-Cha-Cha, Guajira, Rumba, Bolero und bekannten internationalen Liedern. Pedro Abreu, David Sandoval, Roberto Mesa und Gäste (Gesang / Geige, Gitarre, Congas, Kontrabass) Karten 18 Euro. Reservierungen unter Tel. 030 5532276. Ort: Kulturhaus Karlshorst. und einmal koloristisch. Zu sehen bis 7. Mai. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek. „gegen die WAND, Linie trifft Farbe trifft Form“: Ausstellung mit Zeichnungen und Objekten von Jürgen Kellig, Roswitha Paetel, Ev Pommer und Petra Tödter. Vernissage: 19. März, 19 Uhr. Zu sehen bis 3. Mai. Ort: rk – Galerie. Neue Coloraturen: Arbeiten von Antje Taubert. Vernissage am 20. März, 19 Uhr. Zu sehen vom 21. März bis 28. April. Ort: Galerie 100. „Verbrechen und Vorurteil“: Malerei von Karin Harboe, zu sehen bis zum 7. April. Ort: Kulturhaus Karlshorst. Sichtbar machen: Ausstellung mit Arbeiten, die im Rahmen der 23. Kunstwerkstätten der Marzahn-Hellersdorfer Schulen entstanden sind. Zu sehen bis zum 9. Mai. Ort: Ausstellungszentrum Pyramide. „Portraits, Figuren und Drucke“: Ausstellung der Bildhauerin Roswitha Schaab, zu sehen bis 7. April. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten. Beglückung der Welt: Ausstellung bis zum 14. April. Der deutsche Künstler Joachim Grommek, sein niederländischer Kollege Jan van der Ploeg und die US-Künstlerin Jill Baroff schauen in den berühmten „Rückspiegel der Moderne“ und zeichnen gleichzeitig ein Bild voller Aktualität. Ort: Mies van der Rohe Haus. Alles: Gruppenausstellung mit Arbeiten von mehr als 150 Künstlern. Zu sehen bis zum 4. April. Ort: Studio im Hochhaus. Frauen: Malerei von Elisabeth Gecius. Inspiriert von Farbkompositionen, Mustern und dem Spiel von Licht und Schatten vermittelt Elisabeth Gecius sommerliche Stimmungen und betont dabei die Zartheit und den Anmut ihrer Protagonistinnen. Zu sehen bis zum 7. April. Ort: Kulturhaus Karlshorst. Drachengeflüster übern See: Fotos von Inés Bartels aus China, zu sehen bis zum 14. Mai. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek. Landschaften in Öl und Tusche: Ausstellung mit Arbeiten von Nico Weinert. Zu sehen bis zum 30. März. Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek. Fernwärme: Ausstellung mit Arbeiten von Schülern der Ostkreuzschule für Fotografie, zu sehen bis 29. März. Ort: Schloss Biesdorf. Südafrika - Eindrücke aus einer anderen Welt: Ausstellung mit Fotos von Christine Seifert. Zu sehen bis zum 30. April. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. Bronze und Keramik: Ausstellung mit Werken von Johanna Jura. Zu sehen bis 26. April. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. KINDER & FAMILIE Aschenputtel: Kinder-Mitspieltheater für Kinder ab 6 Jahren am 20. März, 10 Uhr. Eintritt: 4 Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater. Die Brandstifter: Literarischer Kaffeeplausch mit dem „Papiertheater an der Oppermann“ am 3. April, 15 Uhr. Eintritt frei. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“. GESCHICHTE „Lichtenberg im März 1919, das Ende der Revolution in Berlin“: Open-Air-Ausstellung auf dem Stefan-Heym-Platz (Frankfurter Allee Ecke Möllendorffstraße). Zu sehen bis 31. März. „Schießbefehl für Lichtenberg“: Ausstellung über das gewaltsame Ende der Revolution 1918/19 in Berlin. Fotos, Zeitungs- und Tondokumente sowie Zeitzeugenberichte illustrieren das revolutionäre Geschehen vor 100 Jahren. Zu sehen bis zum 5. Mai. Eintritt frei. Ort: Museum Lichtenberg. Der jüdische Oberarzt Dr. Berndt Götz - Wuhlgarten 1933-1945: Vortrag von Constanze Lindemann, Historikerin, am 14. April, 18 Uhr. Eintritt frei. Ort: Bezirksmuseum MarzahnHellersdorf, Haus 1. „Stein auf Stein - Backsteinbauten in Marzahn-Hellersdorf“: Ausstellung über Zielbauten im Bezirk, Vorstellung von Gebäuden mit ihrer Bau- und Nutzungsgeschichte. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. Zu sehen bis 24. Mai. Eintritt frei. „Inhaftiert in Hohenschönhausen. Zeugnisse politischer Gewalt 1945-1989“: Dauerausstellung im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis. Führungen: Einzelbesucher: stündlich 10-16 Uhr (6, erm. 3 Euro), Gruppen (Voranmeldung): täglich 9-16 Uhr, Eintritt frei. Aus- BEZIRKS-JOURNAL TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND stellung tgl. 9-18 Uhr. Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Staatssicherheit in der SED-Diktatur: Dauerausstellung im Stasi-Museum. Geöffnet Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa/ So 11-18 Uhr. Ort: Stasi-Museum/ASTAK e.V. Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941-1945: Dauerausstellung. Eintritt frei. Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst. VORTRAG & LESUNG Neu beim Jobcenter: Vortrag für Menschen, die das erste Mal Unterstützung vom Jobcenter benötigen. Dauer: ca. 30 Minuten. Nächste Termine: 22. März, 29. März, 5. April, 12. April, 26. April, jeweils 9 Uhr. Ort: JobCafé im Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf. Literatur am Fenster: Wer sind diese Ostdeutschen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Gesprächs mit Jana Hensel und Wolfgang Engler am 20. März, 19.30 Uhr. Eintritt: 6, erm. 3 Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst Schloss Biesdorf im historischen Licht der Italien-Begeisterung: Vortrag des Vereins „Freunde Schloss Biesdorf“ mit Dr. Katharina Lippold am 20. März, 18 Uhr. Eintritt: 4 Euro. Ort: Schloss Biesdorf. Marlow: Lesung aus dem gleichnamigen Roman von Volker Kutscher am 21. März, 19 Uhr. Es liest David Nathan, Synchronsprecher und u.a. deutsche Stimme von Johnny Depp und Paul Walker. Außerdem gehört er zu den gefragtesten deutschen Hörbuchsprechern. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: Egon-Erwin-KischBibliothek. Bauhaus-Künstlerinnen: Galeriefrühstück zum 100-jährigen Gründungsjahr des Bauhauses am 22. März, 9 Uhr. Vortrag mit Kunsthistorikerin Elke Melzer. Eintritt: 8 Euro inklusive Frühstück. Ort: Maxie-Treff Begegnungsstätte. Frei: Lesung mit Roswitha Quadflieg und Burkhart Veigel am 26. März, 19 Uhr. Der Roman erzählt die Geschichte von fiktiven Fluchthelfern in der DDR. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: BodoUhse-Bibliothek. Aus 40 Jahren Geschichte: Vortrag über die Anfänge, die Wende und die Bezirksfusion in Marzahn-Hellersdorf am 26. März, 17 Uhr. Eintritt frei. Um Anmeldung unter Tel. 030 56588762 wird gebeten. Ort: Stadtteilzentrum Kaulsdorf. Landschaftsmalerei: Elke Melzer spricht am 27. März um 15.30 Uhr über die Mark Brandenburg und die Landschaftsmalerei im 18. und 19. Jahrhundert. Eintritt 5 Euro, Kaffee/Tee und Kuchen 2,50 Euro. Ort: Studio Bildende Kunst. „Das Kind auf der Liste“: Lesung mit der Autorin Annette Leo am 27. März, 18 Uhr. Willy Blum war 16 Jahre alt, als er in Auschwitz Birkenau ermordet wurde. Über Willy Blum und seine Familie wusste man bislang nichts. Annette Leo hat sich auf die Suche gemacht und erzählt die Geschichte des Verschweigens einer Opfergruppe in der Nachkriegszeit: die der Sinti und Roma. Eintritt frei. Um Anmeldung unter Tel. 030 9339380 wird gebeten. Ort: Stadtteilbibliothek „Heinrich von Kleist“. Tatort 110 – TV-Kommissare lesen: Unterhaltsamer Abend mit Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler über Freundschaft, TV-Kommissare und das Leben am 29. März, 19 Uhr. Karten: 13 Euro (Vorverkauf), 15 Euro (Abendkasse). Ort: Freizeitforum Marzahn. „Wandern. Radeln. Paddeln“: Lesung mit Christine Thürmer im Rahmen der Reihe „Lebende Bücher“ am 4. April, 20 Uhr. Unglaubliche 43.000 Kilometer hat Christine Thürmer zu Fuß zurückgelegt und ist damit wohl die IMPRESSUM 3. Osterfest unterm Storchennest: Erlebnistag am 21. April, 12-17 Uhr. Ab 14 Uhr Ostereiersuche im Erlebnisarten. Ort: Naturhof Malchow. Dresen trifft Schmidt: Regisseur Andreas Dresen ist am 11. April, 20 Uhr, im Gespräch mit Danuta Schmidt. Im Fokus steht Dresens Film „Gundermann“, der 2018 in die Kinos kam. Eintritt frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. Anmeldung unter Tel. 030 54704142. 8. Wartenberger Frühlingstag: Veranstaltung des Bezirksamtes und des Umweltbüros am 28. April, 11 bis 17 Uhr mit Mitmachaktionen, Informationen zu Natur- und Umweltthemen. Ort: Vorplatz S-Bahnhof Wartenberg, Ausgang Ribnitzer Straße. Permanent trendresistent: Lesung mit Franziska Troegner am 24. April, 18 Uhr. Eintritt frei. Ort: Stadtteilbibliothek „Heinrich von Kleist“. UMWELT & NATUR Mobiles Umweltbüro Lichtenberg: Nächster Stopp am 9. April, 16 bis 18 Uhr. Ort: Rathaus Lichtenberg, Raum 2. „Lichtenberger Wasserwelten“: 30 Kilometer lange Radwanderung durch den Bezirk Lichtenberg am 13. April. Veranstalter: ADFC Lichtenberg und Umweltbüro Lichtenberg. Route über Gehrensee, Obersee, Landschaftspark Herzberge. Pause im Naturhof Malchow. Treff: 11 Uhr, Brücke S-Bahnhof Hohenschönhausen. Kosten: 6, erm. 3 Euro. 2. Kartoffeltag: Präsentation seltener und alter Kartoffelsorten am 13. April, 12-17 Uhr, dazu Beratung und Verkauf. Im Storchencafé: leckere Kartoffelgerichte. Ort: Naturhof Malchow. AKTIONSTAG „ERLEBE DEINE REGION“ ab 10 Uhr Frühlingsmarkt auf dem Domänenhof, 14 Uhr Baustellenführung KINO IN DER SCHLOSSKIRCHE 16.03.2019, 20 Uhr 13.04.2019, 20 Uhr Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? Der Vorname KULTUR AUF DEM SCHLOSSGUT 22.03.2019, 19 Uhr 06.04.2019, 19 Uhr Wiener Blut – Glanzstunden der Operette Musikalische Residenzen: Musizieren mit dem alten Fritz FÜHRUNGEN 29.03.2019, 20 Uhr 12.04.2019, 20 Uhr Führung mit dem Nachtwächter Stadtrundgang mit dem Nachtwächter Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation. www.schlossgut-altlandsberg.de info@schlossgut-altlandsberg.de Tel: 033438 151150 14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Str. 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr. Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin, Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr. Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter Allee 149, 10365 Berlin, Tel. 030 5556719. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr. Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030 5427091. Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-WolfStraße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr. Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, EC KE ! GL EIC H UM DI E vom Nur 7 Autominuten ! rnt U-Bhf. Hönow entfe HEIRATEN | TAGEN | FEIERN RESTAURANT SOZIETÄTSBRAUEREI & BRENNEREI Öffnungszeiten Stadtinformation: Mo-Fr 11-17 Uhr Sa/ So 11-16 Uhr Restaurant tgl. ab 12 Uhr Krummenseestraße 1 15345 Altlandsberg ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN Anna-Seghers-Bibliothek Im Linden-Center, Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030 92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr. Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-15 Uhr. Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr. Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078. Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, AltMarzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030 54790921, Internet: www.museum-marzahn-hellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr. Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und Musikbibliothek, Marzahner Promenade 52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10-19.30 Uhr; Mi meistgewanderte Frau der Welt… Eintritt frei. Anmeldung erbeten unter Tel. 030 54704142. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. ANZEIGE 24.03.2019 15 Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030 98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de Heinrich von Kleist-Bibliothek, Havemannstr. 17 B, 12689 Berlin, Tel. 030 9339380. JobCafé des Jobcenters Berlin MarzahnHellersdorf, Rhinstraße 88, 12681 Berlin, Tel. 030 5555498000. KISTE Kino & Konzerte & mehr am UBahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str. 10, 12627 Berlin, Tel. Tel. 030 9987481. Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin, Tel. 030 562969423. Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr. Maxie-Treff Begegnungsstätte, Maxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin. Mies van der Rohe Haus, Oberseestraße 60, 13053 Berlin, Telefon 030 97000618. Öffnungszeiten: Di bis So 11-17 Uhr. Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030 FÜHRUNG & AUSFLUG Braukunst: Immer am ersten Sonntag im Monat gibt es auf dem Schlossgut in Altlandsberg Brauereiführungen. Start um 11 Uhr in der Stadtinformation, Krummenseestr. 1, 15345 Altlandsberg. Teilnahme: 9 Euro. Anmeldung in der Stadtinformation, Tel. 033438 151150. KINO „Familie Brasch“: Dokumentation über die Familie Brasch, die auch die „Manns der DDR“ genannt werden, am 25. März, 18.30 Uhr, im Rahmen des Biesdorfer Dokumentar- und Kurzfilmforums. Zu Gast ist die Regisseurin Annekatrin Hendel. Eintritt: 5 Euro. Ort: Stadtteilzentrum Biesdorf. Programm Kino Kiste 21. bis 27. März: Mia und der weiße Löwe: Do., So., Mi. 16.20 Uhr, Fr. 14.45 Uhr, Sa.15 Uhr, Mo. 16 Uhr, Di. 15.50 Uhr Green Book: Do., So., Mi. 14 Uhr, Sa. 16.45 Uhr, Fr. 18.30 Uhr, Ein königlicher Tausch: Fr. 13.00 Uhr, Mo. 14 Uhr, Do., So., Mi. 18.10 Uhr, Sa. 19 Uhr Wie gut ist deine Beziehung?: Sa. 13 Uhr, Di. 13.45 Uhr, Fr. 16.30 Uhr, Mo. 17.55 Uhr, Do., So., Di., Mi. 20.05 Uhr Bettgeflüster: Di. 18.15 Uhr Der Junge muss an die frische Luft: Mo. 20 Uhr Bohemian Rhapsody: Sa. 21.15 Uhr 28. März bis 3. April: Mia und der weiße Löwe: Do., So., Di., Mi. 16 Uhr, Fr., Sa. 15.15 Uhr, Mo. 16.05 Uhr Ein königlicher Tausch: Do. 9 Uhr Seniorenkinobrunch, Do., So., Di. 14 Uhr, Sa. 17 Uhr, Fr. 18.55 Uhr, Mi. 20 Uhr Wie gut ist deine Beziehung?: Fr. 13.15 Uhr, Mo. 14 Uhr, Do., So., Mi. 17.55 Uhr, Sa. 18.45 Uhr Vorhang auf für Cyrano: Sa. 13.20 Uhr, Mi. 14 Uhr, Fr. 17 Uhr, Mo. 18 Uhr, Do., So. 20 Uhr, Di. 20.05 Uhr Das schönste Mädchen der Welt: Di. 18.15 Uhr Gundermann: Mo. 20 Uhr 9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di 11-19 Uhr, Mi, Do 11-15 Uhr, Fr 10-13 Uhr Museum Lichtenberg im Stadthaus, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030 5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und So 11-18 Uhr. Naturhof Malchow, Dorfstraße 35, 13051 Berlin, Tel. 030 9279930, www.naturschutzmalchow.de Papiertheater an der Oppermann, Oppermannstraße 45, 12679 Berlin, Tel. 0174 8716603, Internet: www.papiertheater-ander-oppermann.de Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz 8, 12681 Berlin, Mo-Fr 8-18 Uhr. Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin. rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr. Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin, tgl. 10-18 Uhr, Di Schließtag, Fr 12-21 Uhr. Telefon: Tel. 030 516567790, Internet: www.schlossbiesdorf.de Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150. Stadtteilzentrum Biesdorf, Alt Biesdorf 15, 12683 Berlin, Tel. 030 526784593. Stadtteilzentrum Kaulsdorf, Brodauer Straße 27-29, 12621 Berlin, Tel. 030 56588762 Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße 103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854, Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt: Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro. Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin, Tel. 030 5532276. studio im HOCHHAUS, Zingster Straße 25, 13051 Berlin. Tel. 030 929 38 21. Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str. 35,13057 Berlin, Tel. 030 92901866. Senden Sie uns Ihre Kulturtipps! E-Mail: kultur@bezirks-journal.de BEZIRKS-JOURNAL - Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR: Marcel Gäding (V.i.S.d.P.) | ANZEIGEN: Tel. 030 55494360, E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de | VERLAG: Medienbüro Gäding, Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin KONTAKT BÜRO BERLIN Tel. 030 55494360, KONTAKT BÜRO STORKOW Tel. 033760 206891 | E-MAIL: redaktion@bezirks-journal.de INTERNET: www.bezirks-journal.de | FACEBOOK: www.facebook.com/bezirksjournalberlin | Vertrieb & Verteilung: Eigenvertrieb | E-MAIL: vertrieb@bezirks-journal.de | DRUCK: Pressedruck Potsdam GmbH, FriedrichEngels-Straße 24, 14473 Potsdam | GESAMTAUFLAGE: 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste 2019 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 11. April 2019. 16 BEZIRKS-LEBEN MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL Über den Dächern von Marzahn KIEZ: Berlins höchstgelegener Hausklub besteht seit 33 Jahren in der Marzahner Promenade 14. Sechs Räume stehen den Bewohnern zur Verfügung. Dort wird auch die informative Chronik des Hauses geführt. Von Birgitt Eltzel. A uf einem Tisch liegen zwölf rote Bände im A4-Format. Auf insgesamt 1.800 Seiten ist die Geschichte des Hochhauses Marzahner Promenade 14 festgehalten – vom Bezug des Gebäudes im Sommer 1986 bis heute. Dort finden sich Bilder der ersten Kinder, die nach dem Einzug der rund 300 Bewohner geboren wurden. „Jacob Thomas im August 1986, dann Christopher Wockenfuss, Daniel Nitzschke und Oliver Frost“, erinnert sich Bernd Engling (69), der die Hauschronik von Beginn an führt. Die Chronikbände, die seit etlichen Jahren auch Bilder und Geschichten von Mietern des benachbarten Hochhauses Marzahner Promenade 12 enthalten, können Besucher in einem der sechs Räume des Hausklubs bewundern. Dieser befindet sich in der 20. Etage. Waren zu DDR-Zeiten solche Klubs in vielen der Marzahner und Hellersdorfer Plattenbauten als Treffs der Hausgemeinschaften eingerichtet worden, gibt es heute nur noch ganz wenige davon. „Wir sind sogar der höchstgelegene Hausklub Berlins, die meisten anderen waren ja in Kellerräumen“, sagt Engling stolz. Der promovierte Hochschullehrer, der an der Humboldt-Universität Mathe- und Physikstudenten ausbildete, dann arbeitslos wurde und in ABM-Maßnahmen tätig war, ist heute Rentner. Engling ist auch bekannt als Leiter des Chors „Marzahner Promenaden-Mischung“, der im vergangenen Jahr seinen 1.500. Auftritt hatte. Christophers Mutter wohnt noch heute im Haus, so wie etwa ein Viertel aller Erstbezieher. Der Sohn besucht sie häufig. Es gibt Berichte und Fotos von gemeinsamen Feiern und Veranstaltungen, auch von „Mach-mit-Einsätzen“ zur Verschönerung des Wohnumfeldes. Der Sanierung des Hochhauses im Jahr 1998 ist ebenfalls ein Kapitel gewidmet. Auch über eine Ausgabe der seinerzeit sehr beliebten Sendung des Berliner Rundfunks „Von Sieben bis Zehn – Sonntagmorgen in Spree-Athen“ wird berichtet. Da war die Marzahner Pro- menade 14 das Thema. Es wurde live gesendet, allerdings nicht aus dem Haus selbst. „Wegen Schwierigkeiten mit dem Unterbringen der notwendigen Technik musste in das damalige „Cafe zur Promenade“ ausgewichen werden“, erzählt Bernd Engling. Das gibt es heute nicht mehr. „Es wurde abgerissen“, sagt er. „Jetzt steht dort ein Supermarkt-Komplex.“ Als Mitglied der Mieterinteressengemeinschaft bzw. des heutigen Mieterbeirats leitet Engling seit Anfang der 1990er-Jahre auch den Klub, aus dessen Fenstern man weit über die Dächer Marzahns sehen kann. Ausgebaut wurden die ehemaligen Abstellräume bereits kurz nach dem Einzug der ersten Bewohner von diesen selbst. Weil einer der Männer von der Ostseeküste kam und viele andere Mieter ebenfalls ein Faible für das Meer hatten, bekam der Klub maritimes Flair. Noch heute hängen Fischernetze an den Decken, gibt es Rettungsringe und Buddelschiffe an der kleinen Bar. Auch die „Goldene Hausnummer“, verliehen 1989 vom Ost-Berliner Magistrat für hervorragende Mach-mit-Aktivitäten, prangt an der Wand, zusammen mit der entsprechenden Ehrenurkunde. Nun treffen sich Mieterbeiräte und Schiedsleute, auch aus anderen Marzahner Häusern, im Klub. Gefeiert wird dort immer noch, aber nicht mehr so häufig und so lange wie früher. „Alle fünf Jahre gibt es richtige Hausfeste“, erzählt Engling. „Mit Aktivitäten draußen und oben.“ Der Vermieter, die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo, stellt die Klubräume kostenlos zur Verfügung, Veranstaltungen werden durch Spenden der Nutzer finanziert. Das nächste Hausfest für die Marzahner Promenade 14 und 12 findet 2021 statt. Dann werden 35 Jahre Erstbezug der Häuser begangen. Doch auch außerhalb großer Feierlichkeiten ist oft etwas los. Etwa 40 Mal im Jahr finden Veranstaltungen statt. Die Klubräume können auch für private Feste gemietet werden. Zwei Jugend- FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL Dr. Bernd Engling führt die Hauschronik. Inzwischen dokumentiert sie 33 Jahre nachbarschaftliches Miteinander. weihefeiern wurden für dieses Frühjahr schon angemeldet. Jeden Monat gibt es Kultur – oft musikalische Darbietungen und Lesungen, aber auch Gespräche. Das wird gemeinsam mit der Ortsgruppe der Volkssolidarität organisiert. Deren neue Vorsitzende ist übrigens Englings Ehefrau Edeltraud (63), eine ehemalige Lehrerin. Manchmal wird aber einfach auch nur zum Spielenachmittag mit dazugehörendem Kaffeeklatsch eingeladen. Ilse Schlauß, Erstbezieherin in der Marzahner Promenade 14, kommt immer gern dazu. Die 90-Jährige, die ihre Dreizimmer-Wohnung gegen eine kleinere im Haus getauscht hat, ist froh darüber, im Klub Bekannte zu treffen. „In meinem Alter kommt man ja nicht mehr so viel rum“, sagt sie. Hans-Jürgen Avemann aus der Nummer 14 hat viele Jahre in Kladow gelebt. Seit 2003 wohnt der 74-Jährige in der Marzahner Promenade 12. Er ist ein häufiger Gast und fotografiert auch oft. Am Tisch sitzt er mit Margit Angermann, die er vom Sehen kennt. Die frühere Kartografin in der Geologischen Gesellschaft freut sich, mit ihm und anderen klönen zu können. Ob das Spielen etwas für sie ist? „Mal sehen, man kann es ja mal ausprobieren.“ Es sei schließlich schon lange her, dass bei ihr mal ein Brett für „Mensch ärgere Dich nicht!“ aufgebaut wurde. Engling sagt, dass der Klub auch für das gute Hausklima spreche. Gerade für die Älteren sei eine solche Einrichtung schön: „Die fühlen sich dann nicht so allein, haben mal wieder Gesellschaft.“ Drei Mal im Jahr finden Skatturniere statt. „Da kommen dann auch Leute hierher, die schon lange nicht mehr in unseren beiden Hochhäusern wohnen.“ ANZEIGEN Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 11. April 2019. Anzeigenbuchungen unter Tel. 030 55 49 43 60
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