Publication:
2019
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365093
Path:
FREIBÄDER

SAUGBAGGER

Bezirke konkretisieren ihre
Planungen. Seite 3

Spezialtechnik für die
ganze Welt. Seite 11

Bezirks-Journal
in Zusammenarbeit mit

plus.de
www.lichtenbergmarzahn

Kostenlose Monatszeitung für Marzahn-Hellersdorf | Ausgabe 03-2019, 14. März 2019 | www.bezirks-journal.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare

Report: Mieten steigen
im Osten weiter

HAUSKLUB MARZAHNER PROMENADE

WOHNUNGSMARKT: Wohnen wird immer teurer: 2018 gab es einen
Preisanstieg um bis zu 13,3 Prozent.

W

erden die Wohnungen in der
Innenstadt zu teuer, zieht
man an den Stadtrand: Das
galt auch für Berlin lange Zeit – schließlich war das Zuhause jenseits der City
dort noch bezahlbar. Weil Wohnraum
aber in Berlin knapp ist, steigt die
Nachfrage nach Wohnungen in den Außenbezirken. Und das hat Folgen.
Gerade hat die Investitionsbank Berlin den Wohnungsmarktbericht für das
Jahr 2018 vorgelegt. Und der enthält keine guten Nachrichten für Wohnungssuchende. So verzeichnete der Bezirk
Marzahn-Hellersdorf einen Preisanstieg von durchschnittlich 13,3 Prozent,
während die Mieten in Lichtenberg um
11 Prozent anzogen. Berlinweit beträgt
der Durchschnitt 12,8 Prozent.
Schaut man sich die Mietpreise in
den beiden Ostbezirken an, bemerkt
man ein starkes Nord-Süd-Gefälle:
Während die Wohnungen in den sogenannten Großsiedlungen vergleichsweise günstig zu mieten sind, müssen
Mieter in den besser betuchten Gegenden wie Biesdorf, Mahlsdorf, Karlshorst

oder Rummelsburg deutlich tiefer in die
Tasche greifen. In Marzahn-Hellersdorf
werden in den Großsiedlungen Wohnungen im Schnitt für 6 bis 8 Euro
pro Quadratmeter angeboten, in Lichtenberg ebenfalls. In den begehrten
Einfamilienhaussiedlungen hingegen
machen die Quadratmeterpreise schon
mal das Doppelte aus. Am teuersten
wohnt es sich in Bezirken wie Mitte
oder Friedrichshain-Kreuzberg.
Der Plan der Politik, die MietpreisSituation durch den Bau neuer Wohnungen zu entspannen, geht hingegen
nicht auf. Im Gegenteil: Obwohl Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg bei
den Neubauvorhaben berlinweit die
Nase vorn haben, steigen dort auch die
Mietpreise weiter – allen Beteuerungen
der Landespolitik zum Trotz. Lediglich
die Bewohner von Sozialwohnungen
dürfen hoffen: Gerade hat das Abgeordnetenhaus eine für den 1. April geplante
Erhöhung um 0,13 Euro pro Quadratmeter gestoppt.
Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Report auf Seite 2.

FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL

Mensch, ärgere Dich nicht

Konzentriert schauen diese vier Damen auf das Spielbrett: Bei einem Kaffee vertreiben
sie sich die Zeit und spielen „Mensch, ärgere Dich nicht“. Entstanden ist dieses Foto in
einem der wenigen noch existierenden Hausklubs an der Marzahner Promenade 14. Unsere Autorin schaute sich vor Ort in den sechs Räumen über den Dächern der Stadt mal
genauer um. Die ganze Geschichte lesen Sie auf Seite 16.

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TOP-THEMA

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Die Mieten steigen weiter

WOHNUNGSMARKTREPORT: Die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung wird in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg immer schwieriger. Innerhalb von zwei Jahren sind die Mieten in beiden Bezirken um bis zu 13,3 Prozent gestiegen. Von Marcel Gäding

J

edes Jahr ziehen allein nach Marzahn-Hellersdorf zwischen 2.000
bis 3.000 Menschen. Ein Grund dafür sind die vergleichsweise preiswerten Mieten: Zwischen 6 und 8 Euro pro
Quadratmeter betragen im Schnitt die
Nettokaltmieten in dem Außenbezirk.
Das geht aus dem jetzt veröffentlichten
Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank (IBB) Berlin hervor. Wegen des
wachsenden Zuzuges steigt jedoch die
Nachfrage nach Wohnraum – und damit
auch der Quadratmeterpreis. Während
sich die Nettokaltmiete auf ganz Berlin
gesehen zwischen 2016 und 2018 um
durchschnittlich 12,8 Prozent verteuerte, stiegen sie in Marzahn-Hellersdorf
um 13,3 Prozent. Hinzu kommt ein deutlicher Unterschied zwischen der Großsiedlung im Norden des Bezirks und den
Siedlungsgebieten im Süden – darunter
Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf. Liegt
die Nettokaltmiete einer „Plattenbau“Wohnung bei rund 6 Euro pro Quadratmeter, verlangen Vermieter in den von
Ein- und Zweifamilienhäusern geprägten Gegenden schon mal bis zu 12 Euro –
zuzüglich Betriebskosten. Nur die zahlreichen Genossenschaften halten ihre
Mieten mit rund 7 Euro pro Quadratmeter einigermaßen stabil.
Um einiges teurer sind inzwischen
auch die Wohnungen in Lichtenberg.
Das liegt vor allem an der Lage des
Bezirks, der sich von der Innenstadt
bis zum Stadtrand erstreckt. Im Wohnungsmarktbericht der IBB für 2018 ist
von einer Durchschnittsmiete von 9,35
Euro pro Quadratmeter nettokalt die
Rede – im Vergleich zum Jahr 2016 eine
satte Steigerung um gut 11 Prozent. „Besonders hohe Angebotsmieten wiesen
die Siedlungen an der Rummelsburger
Bucht und die Victoriastadt auf“, steht
dazu im Bericht. Deutlich günstiger fällt
der Mietzins – ähnlich wie in MarzahnHellersdorf – in den Großsiedlungen aus,
die in den 1980er-Jahren errichtet wurden.
Mit dem Bau neuer Wohnungen
könnte sich der Markt etwas entspannen – doch das Gegenteil ist der Fall.
Die beiden Ostbezirke stehen beim
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geplanten Mieterhöhungen für Bewohner von Sozialwohnungen ausgesetzt
werden. Darauf verständigten sich die
Mitlieder des Hauptausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus und machten
den Weg für das „Mietenkonzept 2019“
frei. Ursprünglich war vorgesehen, den
Mietzins um 0,13 Euro pro Quadratmeter zu erhöhen. „Mit dem Mietenkonzept
2019 setzt das Land Berlin seine Politik
zur Sicherung bezahlbarer Mieten in der
Stadt konsequent fort“, sagt Bausenatorin Lompscher. Dadurch sichere man
die Bezahlbarkeit von Mieten vor allem
für jene, die sich Mieterhöhungen nur
noch schwer leisten könnten. Allerdings
gehört zur Wahrheit auch, dass nur ein
Bruchteil von dieser Regelung profitiert:
Aktuell beträgt die Quote der SozialANZEIGE

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Wohnhaus einer Wohnungsgenossenschaft in Marzahn: Bei den Genossenschaften ist das
Wohnen nach wie vor günstiger als bei privaten Vermietern.

Wohnungsbau an der Spitze in Berlin:
Wurden 2016 noch 1.176 Wohnungen in
Lichtenberg errichtet, lag ihre Zahl 2017
bereits bei 2.213. In Marzahn-Hellersdorf
hat sich die Zahl der neu gebauten Wohnungen sogar von 458 auf 1.491 verdreifacht. In Bezirken wie Pankow, SteglitzZehlendorf,
Tempelhof-Schöneberg,
Treptow-Köpenick und Reinickendorf
ist die Zahl der neu gebauten Wohnungen hingegen nach dem IBB-Wohnungsmarktbericht rückläufig. Wohl deshalb
schauen Mietinteressenten immer häufiger Richtung Marzahn-Hellersdorf und
Lichtenberg. Daher gehen die Experten
der Investitionsbank Berlin davon aus,
dass die Einwohnerzahl bis zum Jahr
2030 um weitere 9 Prozent zunimmt.
Innerhalb von zehn Jahren zogen insgesamt gut 300.000 Menschen mehr nach
Berlin.
Schaut man sich die aktuellen Angebotsmieten an, ist das Wohnen in den
beiden Ostbezirken allerdings noch, vorsichtig ausgedrückt, „günstig“: Spitzen-

reiter ist derzeit Friedrichshain mit einer Durchschnittsmiete von 12,94 Euro
pro Quadratmeter, gefolgt von Mitte mit
12,51 Euro pro Quadratmeter und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 12 Euro pro
Quadratmeter. Der berlinweite Schnitt
lag 2018 bei 10,32 Euro pro Quadratmeter – Tendenz steigend.
„Seit zehn Jahren verzeichnet unsere
Stadt einen stetigen Bevölkerungszuwachs, im Schnitt kamen jährlich rund
40.000 Neu-Berlinerinnen und -Berliner
hinzu“, sagt Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke). Die Auswirkungen dieses Wachstums seien insbesondere für Wohnungsuchende deutlich
spürbar. „Die Preise steigen, während
das Angebot – insbesondere von leistbarem Wohnraum – nicht Schritt hält.“
Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank, sieht Berlin
inzwischen sogar auf einer Höhe mit
Hamburg und Köln, was die Mietpreise
betrifft.
Unterdessen sollen die für den 1. April

wohnungen in Marzahn-Hellersdorf und
Lichtenberg zwischen 17 und 19 Prozent.
Der Berliner Mieterverein sieht in
den im Wohnungsmarktbericht veröffentlichten Zahlen einen „deutlichen
Beleg für die Wachstumsschmerzen
Berlins“. So zeige der Bericht, dass „die
Lücke zwischen Bevölkerungsanstieg
und Wohnungsbestand kaum kleiner
wird“. Gleichzeitig weist MietervereinsGeschäftsführer Reiner Wild darauf hin,
dass der Stadt jedes Jahr wegen der Umwandlung von Miet- und Eigentumswohnungen rund 50.000 Wohnungen verloren gehen.

BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

BEZIRKS-LEBEN

3

Bezirke prüfen Bau von Freibädern

BEZIRKS-POLITIK: Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg mangelt es im Sommer an Bademöglichkeiten. Nun stehen die Chancen gut, dass sich
dies ändern könnte. Allerdings brauchen die geplanten Neubauten ihre Zeit... Von Birgitt Eltzel.

I

n den beiden Ostbezirken gibt es
zu wenig Angebote für Wasserratten. Während Lichtenberg mit dem
Orankesee wenigstens ein Freibad besitzt, existiert seit der Schließung des
Wernersees vor 17 Jahren in MarzahnHellersdorf gar keines mehr. Auch die
Schwimmhallen, vier in Lichtenberg und
drei in Marzahn-Hellersdorf, reichen für
die wachsende Bevölkerung nicht aus.
Beide Bezirke wollen das Angebot für
Freizeitschwimmen und Wassersport in
absehbarer Zeit verbessern. So werden
beide Machbarkeitsstudien in Auftrag
geben – Lichtenberg für ein Multifunktionsbad, Marzahn-Hellersdorf wenigstens für ein Freibad. Vorausgegangen
sind Standortuntersuchungen, die jetzt
durch gründliche Prüfung untersetzt
werden sollen.
Im Dezember hatte das Bezirksamt
Lichtenberg der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eine Vorlage zur Kenntnis gegeben. Darin sind die Ergebnisse
der Standortuntersuchung für ein neues
Kombibad (mit rund 25.000 Quadratmetern benötigter Fläche) aufgeführt. Danach eignen sich von 17 vorgeschlagenen
Flächen drei Areale für eine vertiefte
Untersuchung: Landsberger Allee (Zwischenpumpwerk), der Wirtschaftshof
des Tierparks Berlin in Friedrichsfelde
und mit nicht ganz so guter Bewertung
ein Gelände südlich der Landsberger Allee/östlich Siegfriedstraße. Die ebenfalls
untersuchte Fläche des früheren BVGBades an der Siegfriedstraße ist mit
6.400 Quadratmetern Größe zu klein für
ein Kombibad.
Laut Bezirksbürgermeister Michael
Grunst (Linke) folge man mit dem Gedanken an ein Multifunktionsbad den
Berliner Bäder-Betrieben (BBB). Nur
solche Kombibäder sind laut BBB wirtschaftlich zu betreiben. Bereits mit dem
Berliner Bäderkonzept von 2014 wurde der Bau von zwei solchen Bädern in
Mariendorf und Pankow beschlossen.
Finanziert werden sollten sie u.a. aus
Siwana-Mitteln (Sondervermögen Infrastruktur wachsende Stadt und Nachhaltigkeitsfonds). Doch realisiert ist

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FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL

Weil es kein Freibad gibt, weichen Anwohner auf die Kaulsdorfer Seen und den Biesdorfer Baggersee aus.

noch keines davon – man hört nichts
mehr von den Vorhaben. Bei dieser Praxis dürfte es wohl auch noch sehr lange dauern bis in Lichtenberg ein neues,
modernes Bad entsteht, selbst wenn der
passende Ort dafür gefunden ist. Grunst
sagt, es sei „skandalös, wie die SiwanaMittel abfließen“. Er schätzt, dass Lichtenberg innerhalb von vier Jahren zu
einem zusätzlichen Schwimmbad kommen könnte, wenn Geld zur Verfügung
gestellt werde: „Zwei Jahre planen, zwei
Jahre bauen“.
Ein wenig optimistischer ist Grunst
bezüglich einer Wiedereröffnung des
seit 1991 geschlossenen, denkmalgeschützten Hubertusbads. Daran arbeite die Berliner Immobilienmanagement
Gesellschaft (BIM). Drei Stufen seien
vorgesehen: „Zunächst soll es so weit
hergerichtet werden, dass es als Veranstaltungsort genutzt werden kann“, sagt
der Bürgermeister. Mit zwei weiteren
Stufen könne es dann soweit kommen,

dass wenigstens „eine Teilbadnutzung“
im historischen Stadtbad nicht ausgeschlossen sei, sagt Grunst.
In Marzahn-Hellersdorf waren im vergangenen Jahr insgesamt sechs mögliche Standorte für eine Badnutzung ausgemacht worden. Sportstadtrat Gordon
Lemm (SPD) und eine eigens gegründete Arbeitsgruppe (AG) Freibad der BVV
hatten gemeinsam daran gearbeitet,
Bürger konnten Vorschläge dazu machen. „Wir möchten gern eine Freibadmöglichkeit“, unterstreicht der Stadtrat.
„Ob als Kombibad, reines Freibad oder
als Badeschiff (wie in der Spree, d.Red.),
ist nicht festgelegt. Das hängt von den
Möglichkeiten oder Bedingungen an den
Standorten und dann auch den Kosten
ab.“
Gegenwärtig wird die Ausschreibung für eine Machbarkeitsstudie zu
den geeigneten Standorten unter den
sechs Vorschlägen vorbereitet. Diese sind: Flächen südlich des S- und U-

Bahnhofs Wuhletal, der Wuhleteich im
Kienbergpark, eine Freifläche an der
Golliner Straße, der Ausbau des Kinderbads „Platsch“, die Erweiterung der
Schwimmhalle Helmut Behrendt am
Springpfuhl oder der bereits schon einmal gemachte Vorschlag zum Neubau eines Kombibads am Rande des Tierparks.
Die Kosten für die Studie, die voraussichtlich im März ausgeschrieben wird,
betragen 150.000 Euro. Das Geld dafür
zahlt das Land Berlin.
Es sieht also nicht so aus, als ob sich
schnell etwas in der Bäderlandschaft
von Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf bewegen wird. Denn selbst wenn
die Bezirke neue Bäder bekommen sollten – solche Neubauten dauern Jahre bis
zur Eröffnung. Im Sommer werden also
wie in den vergangenen Jahren die Badelustigen wieder an die im Wasserschutzgebiet gelegenen Kaulsdorfer Seen und
an den Biesdorfer Baggersee, eigentlich
ein Regenrückhaltebecken, pilgern.
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4

BEZIRKS-LEBEN

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Gefährliches Pflaster

STATISTIK: Ein Blick auf die Unfallzahlen vom vergangenen Jahr zeigt: vor allem an den großen Kreuzungen kracht es besonders oft. Die Zahl der
Unfälle ist nach wie vor auf einem hohen Niveau. Von Marcel Gäding.

D

ie großen Straßenkreuzungen in
Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg sind nach wie vor Unfallschwerpunkte – trotz rückläufiger Unfallzahlen. Das geht aus Antworten von
Anfragen der Abgeordneten Sebastian
Schlüsselburg und Kristian Ronneburg
(beide Linke) hervor. Besonders hoch
ist die Zahl der Menschen, die bei Verkehrsunfällen verletzt werden.
Die Kreuzung Frankfurter Allee und
Möllendorffstraße führt die Liste der
Unfallschwerpunkte in Lichtenberg an.
Nach Angaben der Senatsinnenverwaltung krachte es dort zwischen Januar
und September vergangenen Jahres
57-mal – am häufigsten handelt es sich
dabei um Auffahrunfälle. Platz zwei in
der Liste nimmt die Landsberger Allee
in Höhe der Einrichtungsmärkte (47
Unfälle) ein. Auf dem dritten Rang befindet sich die Kreuzung Landsberger
Allee und Weißenseer Weg mit 45 Unfällen. Innerhalb der ersten neun Monate
des vergangenen Jahres wurden fast
6.000 Unfälle registriert – mit 737 Verunglückten. Für drei Menschen endeten
die Zusammenstöße mit Autos, Bus und
Straßenbahnen tödlich: So überlebte ein
79-jähriger Mann den Zusammenstoß
mit einem Bus in der Weitlingstraße
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nicht. Am Blockdammweg kollidierte
eine 13 Jahre alte Radfahrerin mit einer
Straßenbahn. Am Römerweg Ecke Treskowallee ein 41 Jahre alter Motorradfahrer – ebenfalls mit einer Tram. In allen
drei Fällen sieht die Verkehrsverwaltung das Fehlverhalten bei den getöteten Verkehrsteilnehmern, die entweder
Verkehrsregelungen ignorierten oder
nicht auf den Verkehr achteten. Allerdings stehen Pkw-Fahrer immer noch
an der Spitze der Unfallverursacher.
Ähnlich hoch waren 2018 auch die
Zahlen der Verkehrsunfälle in MarzahnHellersdorf. Hier gibt es Zahlen der Senatsverkehrsverwaltung für die Monate
Januar bis November. In diesem Zeitraum krachte es 6.323-mal – ohne, dass
ein Menschenleben zu beklagen war.
Allerdings mussten 127 Menschen mit
schweren und 502 Menschen mit leichten Verletzungen behandelt werden. Die
Zahl der Verunglückten lag bei 758. Die
gefährlichsten Kreuzungen im Bezirk
sind die Rhinstraße und Landsberger Allee (90 Unfälle), Alt-Biesdorf und Blumberger Damm (55 Unfälle) sowie die
Weißenhöher Straße 88 (41 Unfälle). Aus
der Sicht der Berliner Unfallkommission
stellen die Kreuzungen Mehrower Allee
und Märkische Allee, Meeraner Straße

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Rhinstraße Ecke Landsberger Allee: hier ist
es besonders gefährlich.

und Allee der Kosmonauten sowie die
Landsberger Allee Unfallschwerpunkte dar. In diese Kategorie fallen mindestens zwei Verkehrsunfälle gleichen
Typs oder drei Verkehrsunfälle unterschiedlichen Typs mit jeweils schwerem
Personenschaden.
Während der Senatsinnenverwaltung
aus Lichtenberg keine Informationen
vorliegen, Maßnahmen gegen Unfallschwerpunkte zu ergreifen, hat Marzahn-Hellersdorf gehandelt: Dazu gehören neue Ampeln an der Ecke Allee der

Kosmonauten und Beilsteiner Straße,
neue Markierungen und Regelungen an
der Hellersdorfer Ecke Neue Grottkauer
Straße sowie bessere Sichtbeziehungen
am Knoten Köpenicker Straße/Eichenallee/Dankratstraße sowie am Ahrensfelder Platz. Außerdem entstanden am
Mädewalder Weg Ecke Georgstraße und
in der Havemannstraße und Flämingstraße neue Fußgängerüberwege. Geplant sind neue Ampeln am Hultschiner
Damm/Rahnsdorfer Straße sowie eine
neue Radweg-Regelung im Kreuzungsbereich Landsberger Allee/Raoul-Wallenberg-Straße.
„Es wird deutlich, dass sich die Zahl
der Straßenverkehrsunfälle in Marzahn-Hellersdorf nicht sonderlich verändert hat“, sagt Kristian Ronneburg.
„Diese Entwicklung ist einerseits positiv, eine deutliche Verbesserung ist jedoch auch nicht erkennbar“. Dass sich
die Verkehrsunfallsituation im Bereich
der Rhinstraße/Landsberger Allee Jahr
für Jahr verschlimmert, dürfe nicht weiter hingenommen werden.
Eine Übersicht über die zehn schlimmsten Unfallschwerpunkte haben wir auf
www.lichtenbergmarzahnplus.de für Sie
zusammengestellt.

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Aktuelles aus dem Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf

Im Gespräch mit Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle und Thomas A. Schneider, Geschäftsführer des Jobcenters Berlin Marzahn-Hellersdorf

Gemeinsam stark für die Menschen im Bezirk
Frau Pohle, seit 2015 sinkt im Bezirk kontinuierlich die Zahl der erwerbsfähigen Frauen und
Männer, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB) vom Jobcenter erhalten. Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit unserer JobcenterKolleginnen und -Kollegen?
Ich bin sehr zufrieden. Es gibt ein hohes
Interesse an den Lebensleistungen der betreuten Leistungsbeziehenden und deren weiterer
Entwicklung, aber auch ein lösungsorientiertes
Herangehen bei individuellen Problemlagen. Ich
konnte mich wiederholt davon überzeugen, dass
die Kolleginnen und Kollegen im Jobcenter die Dagmar Pohle, Thomas A. Schneider.
Foto: Pressestelle Bezirksamt
Prozesse der Integration in den Arbeitsmarkt
engagiert und aktiv begleiten, um für die betreuten Leistungsberechtigten neue Perspektiven Beschäftigung und der Abbau von Arbeitsloentwickeln zu helfen.
sigkeit. Persönlich möchte ich vor allem den
SGB II-Langzeitbeziehenden eine Perspektive
Herr Schneider, fühlen Sie sich als Geschäftsfüh- geben. Hier bedarf es individuell ausgerichteter
rer des Jobcenters ausreichend unterstützt?
Maßnahmen und Strategien, um eine soziale
In unserem Bezirk ist die Zusammenarbeit und berufliche Teilhabe sowohl für ältere Langmit der Bezirksbürgermeisterin, mit den Stadt- zeitarbeitslose, für Menschen mit Behinderung
räten und mit der Politik, ebenso wie mit den als auch für Alleinerziehende oder junge ErTrägern und der Wirtschaft gerade im Hinblick wachsene ohne Berufsausbildung zu ermögliauf Beschäftigungsmaßnahmen sehr gut und, chen. Als Bezirk engagieren wir uns hier mit unwie unsere Ergebnisse zeigen, sehr erfolgreich. seren kommunalen Eingliederungsleistungen.
Auch bei der zeitnahen Besetzung kommunaMit Einrichtung einer Clearingstelle nach
ler Stellen im Jobcenter – in ganz Berlin für die §16a SGB II bieten wir seit Oktober 2017 vor Ort
öffentliche Verwaltung eine Herausforderung im Jobcenter eine individuelle Beratung für
– sind wir inzwischen gemeinsam ein gutes Leistungsberechtigte mit VermittlungshemmStück vorangekommen. Der Bezirk und seine nissen. Mit psychosozialer Betreuung, SchuldMenschen sind lösungsorientiert mit einer ner- oder Suchtberatung ergänzen wir die Einüberdurchschnittlich guten Grundhaltung zur gliederungsprozesse und unterstützen sie aktiv.
Arbeit. Dies gilt es weiter zu nutzen.
Auch die Integration der Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit ist mir ein ganz besonderes
Frau Pohle, worauf richten Sie aus Sicht des Be- Anliegen. Hier haben wir im Bezirk ein umfangzirks das besondere Augenmerk?
reiches Netzwerk der Unterstützung aufgebaut:
Wichtiges Ziel der bezirklichen Politik sind Jobcenter, Bezirksamt, viele freie Träger und
seit Jahren die Integration in Ausbildung und engagierte Freiwillige arbeiten eng zusammen,

um den Menschen dauerhafte und nachhaltige mit Arbeitgebern, Bildungsträgern, SozialeinPerspektiven zu eröffnen und eine gleichberech- richtungen und verschiedenen bezirklichen Antigte Teilhabe zu ermöglichen.
sprechpartnern.
Stets der individuell passende Weg
Herr Schneider, weniger Leistungsbeziehende,
weniger Arbeitslose – brauchen wir das Jobcenter eines Tages nicht mehr?
Im Gegenteil, unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter sind in den kommenden Jahren
noch mehr gefordert. Denn viele unserer verbliebenen Kundinnen und Kunden kämpfen mit
vielfältigen Hürden: keine Ausbildung, gesundheitliche und psychische Beeinträchtigungen,
viele Jahre aus dem Arbeitsleben draußen, bisweilen Probleme mit Schreiben und Lesen, eine
gravierende Bildungsbenachteiligung also. Dazu
kommen junge Leute, deren Eltern sich schon
mit einer kontinuierlichen Erwerbstätigkeit
schwergetan haben. Manche von ihnen haben
sehr jung Kinder, viele als Alleinerziehende. 15,5
Prozent unserer Leistungsbeziehenden sind
alleinerziehend – die höchste Quote in Berlin –
aber wir schaffen mit dieser herausgeforderten
Gruppe auch überdurchschnittlich viele Integrations- und Qualifikationserfolge.
Kurz: Für und mit jedem einzelnen Leistungsbeziehenden muss die individuell richtige
Mischung aus Arbeit, Beschäftigungsangebot,
Aktivierungsmaßnahme, vor allem auch Qualifizierung gesucht und gefunden werden. Unsere
Kolleginnen und Kollegen müssen aktiv beraten,
intensiv betreuen und kontinuierlich begleiten.
Außerdem vermitteln sie bei Bedarf die von Frau
Pohle erwähnten kommunalen Leistungen wie
Sucht- und Schuldnerberatung oder Kinderbetreuung. Dafür halten unsere ArbeitsvermittlerInnen und FallmanagerInnen aktiv Kontakt

Haben Sie Wünsche mit Blick auf die Zukunft der
Grundsicherung?
Frau Pohle: Für mich steht immer der Mensch
mit seinen individuellen Leistungen und Entwicklungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Arbeitsmarktpolitik muss dies anerkennen und
eine individuell ausgerichtete Förderung ermöglichen. Restriktionen haben für mich an der Stelle keinen Platz. Sanktionen haben vielfach den
Effekt, dass sich Menschen zurückziehen und
verschließen. Das kann nicht unser Anliegen
sein. Zudem braucht es auch vernünftige Rahmenbedingungen für gute und existenzsichernde Arbeitsverhältnisse. Dazu gehört ein besserer
Mindestlohn. Leiharbeit und sachgrundlose
Befristungen müssen zurückgedrängt werden.
Herr Schneider: Vor allem wünsche ich mir
schon etwas mehr gesellschaftliche Anerkennung für die anspruchsvolle Arbeit unserer Jobcenter-Beschäftigten. Praxisgerechte Reformen
wären schön, im Sinne der Verwaltungsvereinfachung, die uns schon im Jahr 2004 die sogenannte Hartz-Kommission versprochen hat. In der
Realität wurden unsere Rahmenbedingungen
und Vorgaben leistungsrechtlich leider immer
komplizierter.
Ich stimme sehr mit Frau Pohle überein, dass
wir immer vom Menschen ausgehen müssen –
auf beiden Seiten der Schreibtische. Das Grundprinzip der Grundsicherung, das „Fördern und
Fordern“, wird gelebt und hat sich bewährt. Hierbei sind auch in Zukunft das richtige Augenmaß
und eine Angemessenheit in einem möglichst
guten Dialog zwischen den Profis im Jobcenter
und ihren Kundinnen und Kunden zu wahren.

Die Clearingstelle in der Rhinstraße 88, 12681 Berlin

Lebensberatung im Jobcenter
Die Jobcenter-Kundin Maria M. fühlt sich von
der Pflege ihrer Mutter überfordert, ein Besucher des JobCafés benötigt eine Schuldenberatung, jemand anderes sucht seit langem vergeblich einen Therapieplatz: Sie alle haben Sorgen.
Die rauben ihnen die Kraft, die sie für die Arbeitsplatzsuche benötigen.
Im Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf
wurde als Modellprojekt im Rahmen der Kommunalen Eingliederungsleistungen nach § 16a
SGB II vom Bezirk eine Clearingstelle eingerichtet. Dort beraten die Sozialarbeiterinnen Ann
Sänger und Sabine Albert zu allen Lebenslagen.
Sie wissen aus ihrer Arbeit: „Lebensbelastete
Menschen wünschen sich oft sehnlichst eine
Erwerbsarbeit.“ Aber leicht ist das nicht, wenn

eine Sucht besteht, Wohnungslosigkeit droht,
die Angst vor Behördengängen oder nötigen
Arztbesuchen groß ist – oder einfach die Fähigkeit fehlt, gezielt und systematisch nach der nötigen Hilfe zu suchen. „Eben hier setzen wir an:
Wir bringen Jobcenter-Kundinnen und -Kunden
auf den Weg zum geeigneten Angebot. Wir motivieren mutlos gewordene Menschen. Und wir
machen schon mal direkt den Kontakt zur benötigten Unterstützung.“
Für Jobcenter-Kundinnen und -Kunden ist
das Gespräch in der Clearingstelle kostenlos,
freiwillig und vertraulich. Ein Arbeitsvermittler,
eine Arbeitsvermittlerin bietet es an, wenn klar
wird: Hier steckt jemand in einer Sackgasse. Ann
Sänger und Sabine Albert kennen die Netzwerke
Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf
Allee der Kosmonauten 29, 12681 Berlin
Rhinstr. 88, 12681 Berlin

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 8.00-12.30 Uhr, Do 14.00-18.00 Uhr nur für Berufstätige und
Maßnahmeteilnehmende | Telefonservice: 030 55 55 48 22 22*
*Entgelt entsprechend der Preisliste Ihres Telefonbetreibers

und die Trägerlandschaft im Bezirk MarzahnHellersdorf bestens. Sie haben für jede Lebenslage die richtige Adresse.
Das Projekt läuft bis Ende 2019. Die beiden
Sozialarbeiterinnen, die im Gespräch so viel Engagement und Wärme ausstrahlen, wünschen
sich dringend die Fortsetzung: „Manchmal sind
schon die Zeit und das Zuhören ein erster Schritt
nach vorne für eine Kundin, einen Kunden – und
wir freuen uns über das zaghafte Lächeln am
Ende der Stunde.“ Die Lotsenfunktion der Clearingstelle: Sie ist für viele Menschen unverzichtbar. Übrigens: Jobcenter-Kundinnen und -Kunden, die 24 Jahre oder jünger sind, erhalten eine
entsprechende Unterstützung und Beratung in
der Jugendberufsagentur in der Rhinstraße 86.

Ann Sänger und Sabine Albert.
Foto: Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf

Jugendberufsagentur Berlin
Standort Marzahn-Hellersdorf
Rhinstr. 86, 12681 Berlin

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Mi 8.00-16.00 Uhr, Do 8.00-18.00 Uhr, Fr 8.00-12.30 Uhr

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& gesund

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Foto: fotolia.de/ drubig-photo

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J

eder Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 hat Anspruch auf 125 Euro
der sogenannten Entlastungsleistungen pro Monat, das sind immerhin
1.500 Euro pro Jahr. Dieser Betrag wird
nicht in bar ausgezahlt. Für den Gegen-

wert kommen geschulte Mitarbeitende
von einem bei der Pflegekasse zugelassenen Betreuungs- oder Pflegedienst
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kochen, begleiten zum Arzt oder auch
beim Spaziergang, können auch bei der
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Gut lernen trotz ADHS

LERNTHERAPIE: Hilfe für Kinder und ihre Eltern

Ü

ber ADHS – das Aufmerksamkeits-Defizit-HyperaktivitätsSyndrom – gibt es eine Menge
Vorurteile. Eines davon: „ADHS hat mit
schlechter Erziehung zu tun.“
„Das stimmt nicht“, sagt Beate Grönboldt, Integrative Lerntherapeutin. „Die
betroffenen Kinder kommen mit dieser
Besonderheit auf die Welt.“ Schwierig
werde es meist erst in der Schule, die
für die Lebhaftigkeit, Impulsivität und
den Bewegungsdrang dieser Kinder
einfach nicht passt. „Dann häufen sich
die Beschwerden von Lehrern, und das
Kind selbst, das sein Verhalten ja nicht
einfach so ändern kann, wird immer
unglücklicher“, so die ADHS-Expertin.
„Manche Kinder ziehen sich dann zurück und entwickeln depressive Symptome, andere werden immer aggressiver. Und immer leiden die Eltern mit.“
Dabei gibt es wirksame Möglichkeiten der Unterstützung: „Kinder mit
ADHS lernen anders“, weiß Beate Grönboldt. In ihrer Lerntherapie-Praxis erfahren die Mädchen und Jungen, wie sie

trotz ADHS erfolgreich lernen können.
Dabei nutzt Beate Grönboldt Methoden,
die wissenschaftlich belegt sind und
die auch von Kinder- und Jugendpsychiatern unterstützt werden. Die Kinder
und Jugendlichen lernen Schritt für
Schritt, sich besser zu strukturieren
und zu organisieren, ihr Verhalten zu
steuern und zielgerichteter zu arbeiten.
Oftmals leiden Kinder mit ADHS auch
unter eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) oder einer Rechenschwäche
(Dyskalkulie). Diese Probleme werden
in der Lerntherapie-Praxis ebenfalls
mitbearbeitet. „Das wichtigste ist, das
die Kinder und Jugendlichen wieder an
sich selbst glauben und Vertrauen in
ihre eigenen Fähigkeiten gewinnen. Dabei unterstütze ich sie.“
Kontakt:
ADHS Lerntherapie Berlin
Meeraner Straße 21
12681 Berlin
0163 / 429 37 63
https://adhs-lerntherapie-berlin.de

Offene Türen beim Senioren-Computerclub
Der Deutsche Senioren-Computer-Club
e.V. öffnet am 10. April zwischen 10 und
15 Uhr seine Türen. Nicht nur jene, die
in kleinen Gruppen unter Gleichaltrigen den Umgang mit Computern oder
Smartphones lernen möchten sind willkommen, sondern auch Menschen mit
Vorkenntnissen, die bereit sind, anderen zu helfen. Neben Kursangeboten
rund um den Computer gibt es eine
Vielzahl von Interessengruppen und
bei etlichen geht es nicht um Technik,
sondern um das gemeinsame Miteinander. Im Rahmen der Mitgliedschaft

entstehen für die Angebote innerhalb
des Clubs keine weiteren Kosten. Wer
selbst sehen möchte, ist herzlich im 5.
OG in der Einbecker Str. 85, 10318 Berlin,
willkommen. Der U-Bahnhof Friedrichsfelde (U5) und der Bus 296 (Lincolnstr.)
sind nicht weit entfernt.
Weitere Informationen:
Deutscher Senioren-Computer-Club
e. V., Einbecker Str. 85, 10315 Berlin,
Tel.: (030) 52695092, info@dscc-bln.
de, www.dscc-berlin.de

Infotag im Beratungszentrum
Am Mittwoch, 3. April 2019, können
sich Interessierte über das vielfältige Beratungsangebot im „Beratungszentrum Pflege und Soziales“ im Gesundheitszentrum am UKB Marzahn
informieren. Die Mitarbeitenden der
Kontaktstelle Pflegeengagement, des
Regionalen Allgemeinen Sozialdienstes
sowie des Pflegestützpunkts erwarten Sie um 10 Uhr in der 3. Etage in der
Kontaktstelle Pflegeengagement mit
einem Gläschen Sekt und werden sich
anschließend vorstellen und über ihre
Tätigkeit berichten. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, ein paar Tanzschritte zu erlernen und können der

Livemusik lauschen.
Alle, die vormittags keine Gelegenheit
für einen Besuch hatten, begrüßen wir
gegen 16 Uhr in der 2. Etage im Pflegestützpunkt mit Kaffee und Kuchen.
Danach stellen sich noch einmal die
Beteiligten am berlinweit einzigartigen
Beratungsmodellprojekt vor.
Weitere Informationen:
Mittwoch, 3. April 2019, 10-18 Uhr
Veranstaltungsort ist das Gesundheitszentrum am UKB Marzahn
Warener Str. 1, Ecke Blumberger
Damm, 12683 Berlin
Die Veranstaltung ist kostenlos.

Platz für Ihre Werbung.
Interesse? Wir beraten Sie gern! Tel. 030 55494360

Vital
& gesund

Anzeigensonderveröffentlichung

Foto: fotolia.de/ drubig-photo

Rollatoren im Test

GEHHILFEN: Nur zwei Exemplare überzeugen

FOTO: PIXABAY.COM/ CONGER DESIGN

Nicht zu empfehlen sind Rollatoren, die aktuell Krankenkassen bezuschussen.

N

ur zwei Rollatoren im Test sind
gut, sie lassen sich leicht fahren, einfach bedienen und zusammenklappen. Nicht zu empfehlen
sind dagegen die vier Standardrollatoren, die meist von den Krankenkassen
bewilligt werden, denn sie sind im Alltag draußen kaum zu gebrauchen. Die
Stiftung Warentest hat für die MärzAusgabe der Zeitschrift test zwölf Rollatoren geprüft, acht Leichtgewichte
aus Aluminium oder Karbon sowie vier
Standardmodelle aus Stahl, zu Preisen
von 60 bis 535 Euro. Exemplarisch waren zusätzlich auch zwei Modelle im
Test, die als Rollator und als Rollstuhl
benutzt werden können. Die Ergebnisse reichen von gut bis mangelhaft.
Kopfsteinpflaster, auch Park- oder
Kieswege bringen die getesteten Standardrollatoren an ihre Grenzen. Vor
Bordsteinen ist oft Schluss, denn die
Stahlkonstruktionen wiegen immerhin

neun bis zehn Kilo. Für viele Senioren
zu schwer, um sie über diese Hindernisse zu heben. Außerdem bereiten
sie Probleme beim Zusammenklappen.
Diese Technik ist veraltet und ein Standardmodell enthält auch noch so viele Schadstoffe in den Griffen, dass er
nicht verkauft werden dürfte.
Stellt ein Arzt das Rezept für einen
Rollator aus, haben Versicherte Anspruch auf ein Modell, das die Kasse
vollständig bezahlt. Im Test kosten diese Standardrollatoren 60 bis 99 Euro.
Für die besseren Leichtgewichtrollatoren aus dem Test müssen gesetzlich
Versicherte oft den größeren Teil der
Kosten selbst bezahlen. Sie kosten zwischen 209 und 535 Euro.
Der Test Rollatoren findet sich in der
März-Ausgabe der Zeitschrift test und
ist online unter www.test.de/rollatoren
abrufbar.

Selbstständig bleiben trotz Pflegebedarf

W

UNTERSTÜTZUNG: Pflegestützpunkte bieten ihre Leistungen kostenlos und neutral an.

er stand nicht schon einmal
vor der Frage, an wen man
sich wenden kann, wenn
man einen Pflegegrad beantragen sollte? Benötigt ein Mensch Pflege, ist dies
zudem eine Belastung für die Angehörigen, die dann nach Unterstützung
suchen. Hilfe und Rat bieten die Pflegestützpunkte, die auch in MarzahnHellersdorf und Lichtenberg vertreten
sind.
Es ist ratsam für die Angehörigen,
seien es die Kinder, die Ehepartner,
Bekannte oder Nachbarn die neue, herausfordernde Aufgabe nicht allein bewältigen zu wollen. Häufig entstehen
Überforderung und Stress. Es gleicht
einem Dschungel, sich durch die Anträge, Leistungen und Anbieter kämpfen
zu müssen. Das ist der Gesundheit des
Pflegenden wenig zuträglich. Lebt der
pflegebedürftige Mensch allein, stellt
sich die Frage nach Vollmachten und
Personen, die helfen zu organisieren.

den gefördert von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie von den Kranken- und
Pflegekassen. Sprechstunden: Dienstag
9 bis 15 Uhr, Donnerstag 12 bis 18 Uhr
sowie nach Vereinbarung. Hausbesuche sind nach Absprache möglich. Kostenfreie Servicenummer Montag bis
Freitag von 9 bis 18 Uhr: Tel. 0800 59
500 59. Weitere Informationen im Internet: www.pflegestuetzpunkteberlin.de
oder www.hilfelotse-berlin.de

FOTO: PIXABAY.COM/ SABINE VAN ERP

Benötigt ein Mensch Pflege, sind Hilfe und Unterstützung wichtig.

In einer Stadt wie Berlin gibt es ein
weit verzweigtes Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten. Seien es die
Pflegestützpunkte, die Beratungsstellen der Bezirksämter oder Kontaktstel-

len für pflegende Angehörige. Nutzen
Sie das Angebot und lassen Sie sich
kostenfrei und anbieterneutral beraten
oder informieren.
Die Berliner Pflegestützpunkte wer-

Adressen:
Pflegestützpunkt Lichtenberg, Einbecker Straße 85, 10315 Berlin, Tel.:
030 9831 7630, Mail: psp-lichtenberg@volkssolidaritaet.de
Pflegestützpunkt Marzahn-Hellersdorf, Marzahner Promenade 49, 12679
Berlin, Tel.: 030 5143 093, Mail: marzahn@pspberlin.de

BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

AUS DEM BEZIRK

9

Zwischen Historie und Zukunft

BIESDORF: Ein weiteres Mal stehen Schloss und Park von Biesdorf im Fokus einer Publikation. Dieses Mal dürfen sich die Leser über teils bislang
unveröffentlichte Fotos, Karten und Zeichnungen freuen. Von Birgitt Eltzel.

M

it „Gut – Schloss – Park BerlinBiesdorf“ gibt es jetzt erneut
eine lesenswerte Publikation
über den Ortsteil. Der 136 Seiten starke
Band, mit vielen, teilweise bisher unbekannten historischen Bildern sowie
Karten und Zeichnungen entstand unter der Regie von Dr. Oleg Peters vom
bezirklichen Standortmarketing im
aperçu-Verlag.
Peters, Mitglied im Verein Freunde
Schloss Biesdorf e.V., hat nicht nur bereits in den vergangenen Jahren Bücher
und Broschüren über die spätklassizistische Turmvilla an der Bundesstraße
1/5 und den sie umgebenden, ebenfalls
denkmalgeschützten Park geschrieben,
sondern mit seiner Dissertation auch
den Schlossbaumeister Heino Schmieden der Vergessenheit entrissen. Aus
dieser Arbeit wurde ein in der Fachwelt
stark beachteter, opulenter Band, der
2016 erschien, wir berichteten.
Für die aktuelle Neuerscheinung,
die im Schloss vorgestellt wurde, hat
Prof. Dr. Jörg Haspel, früherer Landeskonservator Berlins, das Geleitwort
geschrieben und Gutshof, Schloss und
Schlosspark als „außergewöhnliches
Denkmalensemble“ gewürdigt. Neben
Peters sind in der gediegen aufgemachten Publikation auch weitere Autoren

vertreten, so die Architekten Raphael
Abrell und Gerhard Schlotter, die 2002
bis 2007 für die Konservierung und
denkmalgerechte Restaurierung der Außenhülle des Schlosses verantwortlich
zeichneten. Prof. Mara Pinardi, unter
deren Leitung in den Jahren 2013 bis
2016 das Haus denkmalgerecht wiederaufgebaut wurde, steuerte ebenfalls ein
Kapitel bei. Und Ingo Malter, Geschäftsführer der kommunalen Stadt und Land
Wohnbauten-Gesellschaft beschreibt,
wie nun bald neues Leben auf den alten
Gutshof einziehen wird.
Marzahn-Hellersdorfs
Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) bezeichnete die Gestaltung des Ensembles
rund um den alten Biesdorfer Dorfanger als einen überzeugenden Beweis,
dass historische Orte behutsam in die
Neuzeit transformiert werden können.
Denn nach Abschluss der Arbeiten am
Schloss, das jetzt die kommunale Galerie des Bezirks beherbergt, drehen
sich nun auf dem Gelände des alten Ritterguts die Kräne. Das wird zu einem
Wohnstandort für mehr als 1.000 Menschen entwickelt.
Laut Ingo Malter, der ebenfalls bei der
Buchpräsentation dabei war, entstehen
dort insgesamt 515 Wohnungen. Davon
werden 200 gefördert. Der größere Teil

werden Ein- und Zweizimmer-Wohnungen. Es wird aber auch Drei- und Vierzimmer-Wohnungen sowie einige Wohnungen mit fünf Zimmern geben. Ein
Schlüssel von 0,5 Parkplätzen ist vorgesehen. 256 Stellplätze für Kfz entstehen
danach, davon 102 in einer Tiefgarage.
Gebaut werden 1.030 Fahrradabstellplätze. Mit der Novellierung der Berliner
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Bauordnung im Jahr 2002 hat ein Wohnungsunternehmen bei Neubau nicht
mehr die Verpflichtung, Kfz-Stellplätze
zu errichten. Nach Meinung Malters
reichen die eingeplanten Parkplätze aus
– vor allem, weil nach Untersuchungen
und Befragungen viele ältere Menschen
Interesse für die neuen Wohnungen zeigen. Zudem gebe es im nahen BiesdorfCenter eine längst nicht ausgelastete

Tiefgarage, so Malter. Die Fertigstellung
der ersten Wohnungen ist im Sommer
2020 geplant. Weitere werden bis 2022
bezugsfertig.
Einbezogen in die Neubebauung des
Gutshofs ist die Erhaltung, Sanierung
und neue Nutzung der drei historischen
und denkmalgeschützten Gebäude auf
dem Gelände: der frühere Pferdestall
und der Speicher (an der B1) sowie der
ehemalige Kuhstall. Für letzteren hat
laut Malter bereits eine große Physiotherapie einen Vorvertrag abgeschlossen. Die Tierklinik Biesdorf hat ebenfalls
Interesse am benachbarten Backsteingebäude. Und daneben soll das Stadtteilzentrum einziehen, das sein jetziges
Domizil etwas weiter unterhalb des
Dorfangers dann verlässt.
Das Buch „Gut – Schloss – Park“ ist
gegen eine Schutzgebühr von 12 Euro
in folgenden Einrichtungen zu haben:
Kaulsdorfer Buchhandlung, HeinrichGrüber-Straße 9; Buchhandlung Petras, Fritz-Reuter-Straße 12; Biesdorfer
Papeterie, Oberfeldstraße 179; Tourismusinformation Marzahn-Hellersdorf,
Hellersdorfer Str. 159; Bezirksmuseum
Marzahn Hellersdorf, Alt-Marzahn 51. Es
kann auch bei anderen Buchhandlungen
und bei Amazon unter der ISBN 978-39819870-0-3 bestellt werden.
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10 FREIZEIT & FAMILIE

BEZIRKS-JOURNAL

Freizeitpartner laden zum dritten Mal ein

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AKTIONSTAG AM 24. MÄRZ: Mehr als 40 Einrichtungen aus Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und dem östlichen Berliner Umland präsentieren sich
mit Rabatten und Sonderaktionen im Rahmen von „Erlebe Deine Region“.

Z

um dritten Mal heißt es am 24.
März 2019: „Erlebe Deine Region“.
Unter diesem Motto präsentieren
sich mehr als 40 Freizeitpartner aus den
Berliner Bezirken Marzahn-Hellersdorf,
Lichtenberg und dem östlichen Berliner
Umland. Geplant sind an dem Tag Sonderaktionen, Rabatte und Spezialangebote insbesondere für Einheimische,
aber auch für Berlin-Besucher.
Auch die dritte Auflage von „Erlebe
Deine Region“ verspricht einen Aktionstag mit unzähligen Angeboten: Unterhaltung für die ganze Familie im Theater
an der Parkaue, regionale Produkte und
Kultur auf dem Schlossgut in Altlandsberg, Höhenflüge bei Windobona in
Lichtenberg oder rasante Abfahrten mit
der ersten Sommerrodelbahn Berlins
im Kienbergpark: Mehr als 40 Partner
laden Sie zu Sonderaktionen, Rabatten
und speziellen Angeboten ein.
Koordiniert wird der Aktionstag vom
Marzahn-Hellersdorfer
Wirtschaftskreis MHWK. „Unser Ziel ist es, Berliner,
Brandenburger und Hauptstadttouristen auf die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten im Berliner Osten aufmerksam zu
machen“, sagt Karen Friedel, Mitglied
im Vorstand des MHWK und Direktorin
des ABACUS Tierpark-Hotels. In den vergangenen zwei Jahren wurde dieser Aktionstag dankend angenommen: Jedes

Mal wurden rund 5.000 Besucherinnen Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Miund Besucher gezählt. „Oftmals wissen chael Grunst (Die Linke). „Wir freuen
Berliner und Brandenburger nicht, dass uns immer, wenn Berlin-Besucher und
viele attraktive Freizeiteinrichtungen -Besucherinnen Lichtenberg für sich
gleich vor ihrer Tür liegen“, sagt Friedel. entdecken.“ Die besten Botschafter für
Am Ende entsteht eine richtige Win- den Bezirk seien seine Bewohner und
Win-Situation: Die regionalen Anbieter Bewohnerinnen. „Manche von ihnen
werben für sich, während die Menschen kennen die eigene Region gar nicht so
in der Region sich auf einen erlebnisrei- in- und auswendig, wie man oft vermuchen Tag mit vielen
tet – der Aktionstag
Höhepunkten freu„Erlebe deine Reen dürfen.
gion“ ist die beste
„Der oft zu sehr
Gelegenheit,
das
auf die Mitte unsezu ändern“, erklärt
rer Stadt gerichtete
der Bürgermeister.
Blick, soll an dieDas trifft auch auf
sem Tag einmal in
die vielen Berlinedie östlichen Bezirrinnen und Berliner
ke Berlins gerichzu.“
tet werden“, sagt
Unterstützt
Karen Friedel. „Im
wird der AktionsFOTO: OLE BADER
dritten Jahr des
tag „Erlebe DeiMit
dabei:
die
LEITNER
Naturbobbahn.
Erlebnistages wird
ne Region“ vom
die Unterstützung
Wirtschaf tskreis
für das Projekt
Hohenschönhaugreifbarer und es gilt nun die Berliner sen-Lichtenberg, den Bezirksämtern
und ihre Gäste für die vielfältigen Mög- Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg,
lichkeiten, abseits ausgetretener Pfade, dem Regionalmanagement „Metropolrezu begeistern.“
gion Ost“, dem ABACUS Tierpark Hotel,
„Erlebe deine Region bietet auch die- visitberlin und der LEITNER AG. Die urses Jahr wieder die Gelegenheit, ein an- sprüngliche Idee dazu stammt von Reinderes Lichtenberg zu entdecken, den hard Kneist, dem Betreiber der MinigolfBezirk im Original zu erleben“, sagt anlage „Citygolf Berlin“.

Folgende Einrichtungen nehmen teil: Lichtenberg: ABACUS-Tierpark Hotel; Bürgerschloss Hohenschönhausen; Das Weite
Theater; Mies van der Rohe Haus; Theater
An der Parkaue; Windobona Berlin GmbH;
MeNaGe Massage; Naturhof Malchow – Naturschutzstation Malchow; Tierschutzverein
für Berlin; Deutsch Russisches Museum;
Museum Lichtenberg im Stadthaus; Schloss
Hohenschönhausen
Marzahn-Hellersdorf: Café Mahlsdorf; Atelier Uffrecht; Die KISTE; Kunsthaus Flora;
Schloss Biesdorf; American Bowl/ Play Off
LeProm; BergWerk Berlin; Bowling Hellersdorf & Lasertag.me; Citygolf Berlin/ Golferia
Berlin; Jump3000; Kieser Training Marzahn;
Kutumba – Familienerlebniswelt; Naturbobbahn Berlin; Spielplatzinitiative Marzahn
e.V.; achtsamkeit-im-leben.berlin; AWO
Stadtteiltreff Mahlsdorf-Süd „Haus der Begegnung“; Tierhof Marzahn; Bockwindmühle
Marzahn; DDR-Museumswohnung Hellersdorf; Gärten der Welt; Gründerzeitmuseum
Mahlsdorf; Krankenhauskirche Wuhlgarten
Skywalk Berlin
Umland und andere Bezirke: Schlossgut
Altlandsberg; The Lakesite – Burghotel zu
Strausberg; Haus Natur und Umwelt; Modellpark Berlin-Brandenburg
(Stand: 11. März, Änderungen möglich!)
Alle Freizeitpartner inkl. einer interaktiven
Übersichtskarte finden sich auf
www.erlebe-deine-region.de

die Region Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und der Brandenburger Osten laden ein:

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ION.DE

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INE-REG
RLEBE-DE

Eine Aktion von

Wirtschaftskreis
Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V.

Das Standortmarketing Marzahn-Hellersdorf wurde im Rahmen der
Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundes- und Landesmitteln gefördert.

BEZIRKS-JOURNAL

WIRTSCHAFT

11

Riesensauger für die ganze Welt

UNTERNEHMENSPORTRÄT: Ein Lichtenberger Unternehmen hat sich auf spezielle Baggertechnik spezialisiert. Nun wird in Marzahn ein neuer
Standort ausgebaut, um Kunden in aller Welt zu beliefern. Von Marcel Gäding.

E

s ist erst wenige Tage her, da ver- zeiten verkürzt. Außerdem kam Mattes
folgte Stefan Mattes aufmerksam, auf die Idee, Zweiwegefahrzeuge einzuwas in Köpenick passierte: Ein setzen: Das sind Saugbagger, die sowohl
Baggerfahrer beschädigte bei Aushubar- auf der Straße als auch auf der Schiene
beiten eine Stromleitung. Und das hat- fahren können. Doch es sollte nicht nur
te verheerende Folgen. Mehr als 30.000 beim Setzen der Masten bleiben: Schon
Menschen waren 31 Stunden lang ohne bald buchte die BVG die Technik für die
Strom. Die Bilder, die Mattes im Fernse- Reinigung der Straßenbahngleise. Musshen sah, machten ihn sprachlos. Denn ten früher Müll oder die Blätter der Straseiner Ansicht nach wäre eine solche ßenbäume per Hand abgesammelt werHavarie mit der richtigen Technik nicht den, erledigte dies nun die Maschine.
passiert. Doch die bauausführende FirInzwischen wird die BSB auch von
ma wusste es offenbar besser…
Verkehrsunternehmen in Chemnitz,
Mattes ist Gründer und Chef der Berli- Stuttgart, Köln, Nürnberg oder Leipzig
ner Saugbagger-Betriebe, kurz BSB. Sein beauftragt. Im Lauf der Jahre perfekUnternehmen hat sich unter anderem tionierten Mattes und seine Mitarbeiter
auf die Vermietung von sogenannten die Technik – hinzu kamen beispielsweiSaugbaggern spezialisiert. Das Prinzip se Hebebühnen an den Fahrzeugen, mit
bei diesen Maschinen ähnelt der Funkti- denen man sogar auf den ICE-Strecken
onsweise eines Staubsaugers – nur, dass der Deutschen Bahn AG Wartungs- und
die Rohre, mit denen Sand, Kiesel oder Reparaturarbeiten erledigen kann. Die
sogar Klinkersteine angesaugt werden, Mitarbeiter der Berliner Saugbaggerwesentlich größer sind. 25 Zentimeter Betriebe sind hoch spezialisiert. Sie hamisst der Durchmesser der giganti- ben nicht nur einen Lkw-Führerschein,
schen Rüssel, mit deren Hilfe das Erd- sondern auch die Befähigung, Triebreich abgetragen werden kann. Wie das fahrzeuge zu führen. Denn das ist Vorfunktioniert, zeigt Mattes stolz auf dem aussetzung, um die Zweiwege-Technik
unternehmenseigenen Youtube-Kanal: bedienen zu dürfen. Es dauerte nicht
In wenigen Sekunden schluckt die Ma- lange, bis die BSB als Eisenbahnverschine das Geröll, bis armdicke Stromlei- kehrsunternehmen zugelassen wurde,
tungen zum Vorschein kommen und der ihre Mitarbeiter sogar selbst zu LokfühSchlauch einfach weiter unten wieder rern ausbildet. „Dafür arbeiten wir mit
für die Schachtarbeiten angesetzt wird. der Eisenbahnfachschule zusammen“,
Nun ist Mattes zwar nicht der Erfinder sagt Mattes.
dieser zukunftsweisenden Technik –
Inzwischen hat die BSB neben der
wohl aber ein Pionier und Visionär, was Vermietung und dem Verkauf ihrer Geräte auch eine eigene Konstruktionsderen weitere Entwicklung betrifft.
Vor 25 Jahren gründete Mattes sein und Produktionsabteilung aufgebaut.
Unternehmen. Nach dem Studium in Dort entsteht Technik wie die beiden
Karlsruhe und ersten beruflichen Jah- Varianten des patentierten „tubecube“
ren in Köln hatte es ihm Berlin angetan, – ein Sauger, der am Hydraulikausleger
in der Annahme, dass die Stadt aus- eines Zweiwegebaggers angebaut wernahmslos auf märkischem Sand gebaut den kann. Dieser nimmt beispielsweise
wurde. Dort müsste es für die Saugbag- Schotter aus Gleisbetten auf und reinigt
gertechnik ausreidiesen. Ebenfalls
chend Aufträge geeine BSB-Erfindung
ben, dachte er sich.
ist die in-situDoch Mattes irrte.
Schottereinigung.
Um die zahlrei„in-situ“ bedeutet
chen Bauvorhaben
„vor Ort“: Das aufgenommene Schotwar ein erbitterter
termaterial muss
Kampf ausgebronicht erst zu einer
chen, die BaufirReinigungsanlage
men lieferten sich
transportiert wereine Preisschlacht.
den, sondern wird
Hinzu kam, dass
an Ort und Stelle
nur ein Teil des
von Fremdkörpern
Berliner
ErdreiFOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING
ches sandig ist.
und Dreck befreit.
Als Mattes jedoch BSB-Chef Stefan Mattes.
Als
zertifizierter
recherchierte und
Fachbetrieb kümfeststellen musste, dass der Untergrund mert sich die BSB zudem um die Entsorder Hauptstadt aus einem Gemisch aus gung des Abfalls.
Noch in diesem Jahr wird die BSB, die
Ton, Schluff und Sand besteht, war es
quasi zu spät: Er hatte einen Saugbagger bislang auf dem Gelände des einstigen
gekauft und musste nun dringend Auf- VEB Elektrokohle in Lichtenberg saß,
träge akquirieren, um nicht nur seinen nach Marzahn umziehen: Dort erwarb
Kredit zu bedienen, sondern auch sich das Unternehmen 2014 ein 13.000 Quadratmeter großes Areal nahe der Alten
und seine Angestellten zu bezahlen.
Und dann kam die BVG: Die Berliner Börsen. Die StandortvoraussetzunVerkehrsbetriebe wollten in den 1990er- gen sind ideal. Dort existiert auch ein
Jahren ihre Tramstrecken moderni- Bahnanschluss. Für 2,5 Millionen Euro
sieren – und das in kurzer Zeit. Unter baut dort zudem die REBU-Ingenieursanderem mussten die Masten für die gesellschaft eine Produktionshalle. Das
Oberleitungen neu gesetzt werden. Mit Unternehmen ist schon lange für die
der Saugbaggertechnik wurden die Bau- BSB tätig. Weil der einstige Eigentümer

keinen Nachfolger fand, kaufte die BSB
die Gesellschaft. Damit sind künftig in
Marzahn an die 60 Menschen in Lohn
und Brot. In der neuen Halle finden
nicht nur die Verwaltung und der Vertrieb neue Räume. Auch die Produktion
und Konstruktion werden an einem Ort
vereint, um Serien- und Sonderfahr-

zeuge zu produzieren. Und Mattes hat
weitere Pläne. Ergänzt werden soll das
Areal um ein Test- und Abnahmecenter
für die Sonderfahrzeuge, die in alle Welt
exportiert werden. Kunden gibt es unter
anderem in Skandinavien oder Großbritannien, in Malaysia und Australien. „Wir
wollen weiter wachsen“, sagt Mattes.
ANZEIGEN

12

WIRTSCHAFT

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Formen, Farben und Kontraste

UNTERNEHMEN IM FOKUS: Die Betonwerkstatt aus Lichtenberg ist eine Manufaktur, in der man großen Wert auf gute Handarbeit legt, aber auch
viel experimentiert. Von Angelika Giorgis.

E

r ist ein ganz besonderer Werkstoff. Seine Oberfläche kann man
schleifen, polieren, imprägnieren
und wachsen. Sie kann spiegelglatt, rau,
uneben oder mit einem Relief versehen
sein.“ Clara Louise Lerch (36), gelernte Tischlerin und studierte Architektin, spricht von Beton, den man früher
eher mit Plattenbauweise in Verbindung
brachte und der als kalt, hart und ungemütlich galt.
Doch daraus fertigen sie und ihr Partner Lukas von Schwanenflügel (42) unter
anderem Küchenarbeitsplatten, Betonwaschtische und Waschbecken, Duschtassen, Badewannen Empfangstresen,
Tische, Hocker, sogar Sessel, Verkleidungen und Möbel. „Beton besitzt nicht
nur praktische, sondern vor allem auch
ästhetische Qualitäten“, erklärt Clara
Lerch. Er lässt sich nahezu in jede Form
bringen und ist damit optimal geeignet,
individuelle Objekte herzustellen – Einzelstücke ebenso wie Serien.
Bei einer Küchenarbeitsplatte können
beispielsweise Spüle und Abtropffeld
mit der Platte in einem Guss hergestellt
werden. Aber auch standardisierte Ausschnitte, Vertiefungen und das Einlassen unterschiedlicher Materialien sind
möglich. „Durch ein spezielles Fertigungsverfahren wiegen unsere Arbeitsplatten aus Glasfaser-Beton, die einen
Leichtbaukern enthalten, maximal die
Hälfte herkömmlich gegossener Betonplatten und lassen sich so problemlos
auf verschiedenste Küchenschränke
montieren“, erklärt die Fachfrau. Normalerweise arbeitet man mit Beton im
Verbund, zum Beispiel beim Stahlbetonbau. In der Betonwerkstatt übernehmen
die Glasfasern die Bewehrung.
Nach ihrem Abitur lernte Clara Tischlerin. Anschließend ging sie nach Kalifornien, wo sie auf Lukas traf und mit
ihm in seiner Firma Quantum Construction arbeitete. Dort entdeckte Lukas
Küchenarbeitsplatten aus Beton. 2001
baute er seine erste eigene. Später vertiefte er sein Wissen bei dem Homedesigner Fu-Tung Cheng. Nach den BauhausArchitekten und -Künstlern, die Beton
vor allem wegen seiner Formbarkeit
und Massivität schätzten und dessen
konstruktive Möglichkeiten nutzen, gilt
Cheng weltweit als einer der Vorreiter
im Betondesign.
Zwei Jahre, nachdem Clara an der
Beuth-Hochschule ihr Architektur-StuANZEIGE

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Interesse? Wir beraten Sie gern!
Tel. 030 55494360.

Mittlerweile arbeiten Clara und Lukas in Vollzeit an ihren Projekten. Außerdem sind bei ihnen zwei Minijobber,
ein Freiberufler und drei Teilzeitkräfte beschäftigt. Die Arbeit macht allen
viel Spaß, weil sie besonders abwechslungsreich und interessant ist. „Die
Kombination verschiedener Stoffe kann
Kontraste erzeugen. Es lassen sich Bereiche herausarbeiten oder in den Hintergrund stellen. Einfache, funktionale
Formen entwickeln so mehr Plastizität
und werden auf besondere Weise visuell
und haptisch erlebbar“, erklärt Clara.
„Wir entwickeln unsere eigenen BetonRezepturen und wenden verschiedene
Herstellungsverfahren an.“
Es werden sowohl Serien als auch
Einzelstücke gefertigt. Bei Serien kann
man mit Formen aus Silikon oder Polyurethan-Kautschuk arbeiten. Sie lassen
sich sehr glatt und sauber halten. Das
FOTO: BETONWERKSTATT
ist wichtig, denn Beton verzeiht keine
Lukas von Schwanenflügel und Clara Louise Lerch haben Beton als Werkstoff entdeckt.
unsauberes Arbeiten. „Er zeigt alles“,
weiß die Expertin. „Wird die Oberfläche uneben, muss nachgearbeitet werdium aufnahm, folgte ihr Lukas nach Die jetzt knapp 300 Quadratmeter große den. Nachschleifen ist schwierig und
Berlin. Die erste Werkstatt von zwei mal Werkstatt reicht bald auch nicht mehr. aufwändig.“ Aber es wird nicht nur per
40 Quadratmetern öffnete 2011 in der Darum schauen sich die Beiden nach ei- Hand gearbeitet. CNC, 3D-Druck, VakuPfarrstraße und wurde schnell zu klein. ner Alternative um.
um-Tiefziehen und andere technische
Fertigungsmöglichkeiten haben in die
Werkstatt Einzug gehalten.
Bei Einzelstücken muss man zweimal
arbeiten. Zuerst entsteht eine Form aus
Holz, in der schließlich der Faserbeton
laminiert wird. Zwar ist der Ausgangsstoff Beton recht preiswert, aber der
Herstellungsprozess ist sehr arbeitsintensiv. Das erklärt den Preis: Er liegt bei
850 Euro (brutto) pro Quadratmeter.
Die Beton-Künstler arbeiten mit privaten Kunden, aber auch mit Architekten, Designern und Künstlern zusammen. Dabei übernehmen sie entweder
die reine Fertigung oder unterstützen
technisch und/oder gestalterisch. Ein
Kooperationspartner ist beispielsweise
das Label GANTlights, das zeitlos designte Betonlampen anbietet. Aus Beton,
Holz und Edelmetallen entstehen einzigartige Leuchten zur Gestaltung individueller Innenräume.

FOTO: BETONWERKSTATT

Gelungene Kombination aus Beton und Holz.

Weitere Informationen:
Betonwerkstatt
Erich-Kuttner-Straße 31a
10369 Berlin
Tel.: 030/67965313
www.betonwerkstatt.com

BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

BEZIRKS-KULTUR

13

Geschichte auf Anfrage

KULTUR: Wegen Personalmangels arbeitet das Bezirksmuseum eingeschränkt. Der Heimatverein übt daran Kritik. Von Birgitt Eltzel.

W

er sich im 40. Gründungsjahr
von Marzahn(-Hellersdorf)
über die Bezirksgeschichte
informieren will, kann das im Bezirksmuseum tun. Denn da gibt es eine sehenswerte Dauerausstellung zur Historie der Region. Doch ein Besuch dort
ist derzeit ziemlich theoretischer Natur.
Zumindest darf man keinen spontanen
Einfall für die Visite haben.
Das Haus 2 des Museums im alten
Dorf Marzahn, wo die Dauerausstellung
sowie derzeit auch die Sonderausstellung „Johanna Jura. Bronze und Keramik“ präsentiert werden, ist aktuell
„aus personellen Gründen“ geschlossen, wie das Bezirksamt kürzlich mitteilte. Gruppenführungen würden auf
Anfrage gewährleistet.
Bereits im vergangenen Jahr waren im
Museum, das aus dem früheren Schulhaus von Marzahn (Haus 1) und der
ehemaligen Heinz-Lüdecke-Bibliothek
(Haus 2) besteht, die Sonntagsöffnungszeiten entfallen. Begründung: Personalmangel. Weil samstags sowieso regulär
dicht war, haben Besucher seitdem an
den Wochenenden keine Möglichkeit
mehr, die Ausstellung zu besuchen. Unter der Woche öffnet das Museum von
11 bis 17 Uhr, jetzt allerdings nur Haus 1.
Wolfgang Brauer, der Vorsitzende des
rührigen Heimatvereins Marzahn-Hel-

lersdorf, bezeichnet es als „eine Schande“, wie mit dem Museum umgegangen
wird. „Wir berauschen uns an Jubiläen,
aber der Ort, wo Auseinandersetzung
mit Geschichte stattfindet, ist geschlossen“, kritisiert er das Bezirksamt. Lediglich eineinhalb Stellen gebe es für das
Museum, die Aufsichten würden durch
Menschen mit 1,50-Euro-Jobs sichergestellt. Ausdrücklich lobte Brauer jedoch
Museumsleiterin Dorothee Ifland und
ihre Mitarbeiterin Iris Krömling, die
„eine extrem engagierte Arbeit unter
widrigen Bedingungen“ leisteten.
Laut Brauer ist das Marzahn-Hellersdorfer Museum das einzige Bezirksmuseum in Berlin, das weder eine
Sammlungs-, noch eine Archivleitung
hat. „Die Folge: Die Bestände quellen
über und können nicht bearbeitet werden.“ Pikant zudem ist, dass für Haus
2 nach einer Übereinkunft mit dem Eigentümer eine höhere Pacht als vorher
gezahlt werden muss. Dem Bezirk war
es durch Versäumnisse in der Vergangenheit nicht gelungen, das bis 2014
vom Bezirk teuer sanierte Haus vom
Verpächter zu erwerben. Nun wird also
Geld für eine geschlossene Einrichtung
gezahlt. Brauer sagt: „Das alles ist ein
Unding und so nicht mehr hinnehmbar.“
Bereits im vergangenen Jahr, als der
Heimatverein den Wegfall der Sonn-

tagsöffnung kritisiert hatte, beteuerte
die zuständige Kulturstadträtin Juliane
Witt (Linke), man arbeite intensiv an
einer Lösung. Witt sagt jetzt, sie bedauere die Schließung von Haus 2 sehr. Das
habe daran gelegen, dass keine Kräfte
für die Aufsicht vom Jobcenter zugewiesen wurden. Nun gebe es wieder
eine solche Arbeitsmaßnahme durch
den Träger Agrarbörse, die Schließung
des Hauses könne somit in Kürze aufgehoben werden. Allerdings heiße das
nicht, dass auch sonntags wieder geöffnet werden kann. Denn das durch
das Jobcenter zugewiesene Personal
darf an Wochenenden nicht arbeiten.
Witt erklärt, dass sich ihr Bereich seit
langem für eine Aufstockung des Personals in den Kultureinrichtungen des
Bezirks bemühe. Gegenwärtig gibt es
dort jeweils nur eine bzw. beim Museum eineinhalb Stellen. „Wir sind bei den
Haushaltverhandlungen immer gescheitert“, sagt die Stadträtin. Denn als sogenannter Konsolidierungsbezirk muss
Marzahn-Hellersdorf immer noch sparen und Schulden abbauen. Von einst 45
Millionen Euro ist immer noch ein Minus von 500.000 Euro übrig. „Fachlich
geboten ist aus meiner Sicht: ein Haus
gleich zwei Mitarbeiter“, sagt Witt, die
weiter für mehr Personal kämpfen will.
Zur Erhöhung der Pacht sagt sie, man

sei von einem „sehr niedrigen Level“
gestartet. Jetzt würden nach einem bis
2023 geschlossenen Vertrag marktübliche Preise gezahlt.
Wie museale Arbeit anders geht, zeigt
der Nachbarbezirk Lichtenberg. Dieser ist nicht nur schuldenfrei, sondern
hatte in den letzten Jahren Überschüsse erwirtschaftet. Auch dort war das
Museum ursprünglich mit zwei Stellen personell mager ausgestattet. Im
vergangenen Jahr wurden jedoch laut
Bürgermeister Michael Grunst (Linke),
der auch für Kultur zuständig ist, drei
neue Mitarbeiter eingestellt. Insgesamt
gibt es dort nun vier Stellen, darunter
für die Archivleitung und die Technik.
Laut Museumsleiter Dr. Thomas Thiele
werden die Öffnungszeiten durch den
Museumsverein in Zusammenarbeit mit
einem freien Träger abgesichert. Insgesamt sechs Männer und Frauen erledigen Aufsichten und einige technische
Arbeiten im Rahmen eines 1,50-EuroJobs.
Bürgermeister Grunst schätzt das
Museum im alten Stadthaus an der
Türrschmidtstraße 24: „Das Museum
ist das Gedächtnis einer ganzen Region
von Malchow bis Karlshorst“, sagt er.
„Die Ausstellung und die Forschungsarbeiten sind elementarer Bestandteil
unserer Erinnerungskultur.“
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14 TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

BEZIRKS-JOURNAL

MUSIK & KONZERT

Three for Silver: Musik von Lucas Warford und
Willo Sertain (Portland) am 23. März, 21 Uhr.
Eintritt: 10 Euro (Abendkasse), 9 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste
CITY on Tour: Konzert im Rahmen der „Candlelight Tour 2019“ am 23. März, 20 Uhr. Eintritt: 41
Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.
Faszination Bach: Orchesterkonzert am Sonntag, 24. März, 17 Uhr. Es erklingen die Bachkantate BWV 82 „Ich habe genug“, das Brandenburgische Konzert Nr. 4 und die Bachkantate
BWV 47 „Wer sich selbst erhöhet“. Es musizieren das Junge Bach Ensemble, der Studiochor Karlshorst und die Kantorei Karlshorst.
Eintritt: 10, erm. 8 Euro. Ort: Kirche zur frohen
Botschaft, Weseler Straße 4, 10318 Berlin.
Blue Airtrain: Blues-Konzert mit Beata Kosowskas am 29. März, 21 Uhr. Eintritt: 12 Euro
(Abendkasse), 10 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste
Ein Hauch von Broadway: Aus dem Tagebuch
einer Diva, Soloprogramm mit Katja Brauneis,
am Klavier Andreas Peschel, am 29. März,
19 Uhr. Eintritt: 10, erm. 8 Euro. Ort: Berliner
Tschechow-Theater.
„Mozart trifft Oboe“: Quartett in F-Dur KV 370
sowie andere Kompositionen für Oboe im
Rahmen der Reihe „Musikalischer Salon“ am
30. März, 15 Uhr. Künstlerische Leitung und
Moderation: Hans-Joachim Scheitzbach. Eintritt: 13 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.
Swing Romances: Der Jazz Treff Karlshorst e.
V. und das Kulturhaus präsentieren: Swing Romances mit Karl „Kalle“ Böhm und Band am
30. März, 20 Uhr. Eintritt: 14, erm. 3 Euro. Ort:
Kulturhaus Karlshorst.
Der Münzer: Metal, Rock und Mittelalterfolk
am 30. März, 21 Uhr. Eintritt: 12 Euro (Abendkasse), 10 Euro (Vorverkauf). Ort: Kiste
Geheimes Frauenwissen: Über die Liebe und
andere Schwachstellen. Mit Birgit Letze-Funke
und Annette Kittlas am 7. April, 16 Uhr. Eintritt:
9 Euro. Ort: Studiobühne im Freizeitforum
Marzahn.
Die Kunst des Ausdrucks: Musiker der Kammerakademie Potsdam sind am 28. April, 19
Uhr, zu Gast. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Leoš Janácek
und Antonín Dvorák. Karten ab 18 Euro. Ort:
Schlossgut (Schlosskirche) Altlandsberg.

THEATER & KABARETT

Hormonie: Comedy und Kabarett mit Tatjana
Meissner am 25. März, 19 Uhr. Eintritt 4, erm. 3
Euro. Ort: Anton-Saefkow-Bibliothek.

AUSSTELLUNGEN

Darßwald und Waldesruh: Ausstellung mit Bildern von Michael Drewelow. Zu sehen bis zum
7. April. Ort: Kiste
„graphit blau“: Radierungen von Chris Firchow.
Bis 14. April. Ort: Studio Bildende Kunst.
„Porträtmalerei – Zwischen Abbild und Abstraktion“: Schülerinnen und Schüler der 12.
Klasse des Kunst-Leistungskurses des Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums
zeichneten
ausgehend von einer sechsteiligen Selbstporträt-Fotoreihe ein zerteiltes Selbstporträt,
das malerisch zu zwei kubistischen Farbstudien vorangebracht wurde, einmal monochrom

FOTO: KULTURRING IN BERLIN E.V.

Kuba - Flair der Karibik: Carlshorster Musikbühne am 29. März, 19.30 Uhr. Auf der Bühne zu erleben ist die Grupo Caney mit einer Mischung aus
temperamentvollen Rhythmen des kubanischen Son, Cha-Cha-Cha, Guajira, Rumba, Bolero und bekannten internationalen Liedern. Pedro Abreu,
David Sandoval, Roberto Mesa und Gäste (Gesang / Geige, Gitarre, Congas, Kontrabass) Karten 18 Euro. Reservierungen unter Tel. 030 5532276.
Ort: Kulturhaus Karlshorst.
und einmal koloristisch. Zu sehen bis 7. Mai.
Ort: Anna-Seghers-Bibliothek.
„gegen die WAND, Linie trifft Farbe trifft Form“:
Ausstellung mit Zeichnungen und Objekten
von Jürgen Kellig, Roswitha Paetel, Ev Pommer
und Petra Tödter. Vernissage: 19. März, 19 Uhr.
Zu sehen bis 3. Mai. Ort: rk – Galerie.
Neue Coloraturen: Arbeiten von Antje Taubert.
Vernissage am 20. März, 19 Uhr. Zu sehen vom
21. März bis 28. April. Ort: Galerie 100.
„Verbrechen und Vorurteil“: Malerei von Karin
Harboe, zu sehen bis zum 7. April. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
Sichtbar machen: Ausstellung mit Arbeiten,
die im Rahmen der 23. Kunstwerkstätten der
Marzahn-Hellersdorfer Schulen entstanden
sind. Zu sehen bis zum 9. Mai. Ort: Ausstellungszentrum Pyramide.
„Portraits, Figuren und Drucke“: Ausstellung
der Bildhauerin Roswitha Schaab, zu sehen
bis 7. April. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten.
Beglückung der Welt: Ausstellung bis zum 14.
April. Der deutsche Künstler Joachim Grommek, sein niederländischer Kollege Jan van
der Ploeg und die US-Künstlerin Jill Baroff
schauen in den berühmten „Rückspiegel der
Moderne“ und zeichnen gleichzeitig ein Bild
voller Aktualität. Ort: Mies van der Rohe Haus.
Alles: Gruppenausstellung mit Arbeiten von
mehr als 150 Künstlern. Zu sehen bis zum 4.
April. Ort: Studio im Hochhaus.

Frauen: Malerei von Elisabeth Gecius. Inspiriert von Farbkompositionen, Mustern und
dem Spiel von Licht und Schatten vermittelt
Elisabeth Gecius sommerliche Stimmungen
und betont dabei die Zartheit und den Anmut
ihrer Protagonistinnen. Zu sehen bis zum 7.
April. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
Drachengeflüster übern See: Fotos von Inés
Bartels aus China, zu sehen bis zum 14. Mai.
Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek.
Landschaften in Öl und Tusche: Ausstellung
mit Arbeiten von Nico Weinert. Zu sehen bis
zum 30. März. Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek.
Fernwärme: Ausstellung mit Arbeiten von
Schülern der Ostkreuzschule für Fotografie, zu
sehen bis 29. März. Ort: Schloss Biesdorf.
Südafrika - Eindrücke aus einer anderen Welt:
Ausstellung mit Fotos von Christine Seifert. Zu
sehen bis zum 30. April. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.
Bronze und Keramik: Ausstellung mit Werken
von Johanna Jura. Zu sehen bis 26. April. Ort:
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf.

KINDER & FAMILIE

Aschenputtel: Kinder-Mitspieltheater für Kinder ab 6 Jahren am 20. März, 10 Uhr. Eintritt: 4
Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater.
Die Brandstifter: Literarischer Kaffeeplausch
mit dem „Papiertheater an der Oppermann“

am 3. April, 15 Uhr. Eintritt frei. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“.

GESCHICHTE

„Lichtenberg im März 1919, das Ende der Revolution in Berlin“: Open-Air-Ausstellung auf
dem Stefan-Heym-Platz (Frankfurter Allee
Ecke Möllendorffstraße). Zu sehen bis 31.
März.
„Schießbefehl für Lichtenberg“: Ausstellung
über das gewaltsame Ende der Revolution
1918/19 in Berlin. Fotos, Zeitungs- und Tondokumente sowie Zeitzeugenberichte illustrieren das revolutionäre Geschehen vor 100
Jahren. Zu sehen bis zum 5. Mai. Eintritt frei.
Ort: Museum Lichtenberg.
Der jüdische Oberarzt Dr. Berndt Götz - Wuhlgarten 1933-1945: Vortrag von Constanze Lindemann, Historikerin, am 14. April, 18 Uhr.
Eintritt frei. Ort: Bezirksmuseum MarzahnHellersdorf, Haus 1.
„Stein auf Stein - Backsteinbauten in Marzahn-Hellersdorf“: Ausstellung über Zielbauten im Bezirk, Vorstellung von Gebäuden mit
ihrer Bau- und Nutzungsgeschichte. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. Zu sehen
bis 24. Mai. Eintritt frei.
„Inhaftiert in Hohenschönhausen. Zeugnisse
politischer Gewalt 1945-1989“: Dauerausstellung im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis. Führungen: Einzelbesucher: stündlich
10-16 Uhr (6, erm. 3 Euro), Gruppen (Voranmeldung): täglich 9-16 Uhr, Eintritt frei. Aus-

BEZIRKS-JOURNAL

TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

stellung tgl. 9-18 Uhr. Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Staatssicherheit in der SED-Diktatur: Dauerausstellung im Stasi-Museum. Geöffnet Mo-Fr
10-18 Uhr, Sa/ So 11-18 Uhr. Ort: Stasi-Museum/ASTAK e.V.
Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941-1945: Dauerausstellung.
Eintritt frei. Ort: Deutsch-Russisches Museum
Berlin-Karlshorst.

VORTRAG & LESUNG

Neu beim Jobcenter: Vortrag für Menschen, die
das erste Mal Unterstützung vom Jobcenter
benötigen. Dauer: ca. 30 Minuten. Nächste Termine: 22. März, 29. März, 5. April, 12. April, 26.
April, jeweils 9 Uhr. Ort: JobCafé im Jobcenter
Berlin Marzahn-Hellersdorf.
Literatur am Fenster: Wer sind diese Ostdeutschen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des
Gesprächs mit Jana Hensel und Wolfgang Engler am 20. März, 19.30 Uhr. Eintritt: 6, erm. 3
Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst
Schloss Biesdorf im historischen Licht der
Italien-Begeisterung: Vortrag des Vereins
„Freunde Schloss Biesdorf“ mit Dr. Katharina
Lippold am 20. März, 18 Uhr. Eintritt: 4 Euro.
Ort: Schloss Biesdorf.
Marlow: Lesung aus dem gleichnamigen Roman von Volker Kutscher am 21. März, 19 Uhr.
Es liest David Nathan, Synchronsprecher und
u.a. deutsche Stimme von Johnny Depp und
Paul Walker. Außerdem gehört er zu den gefragtesten deutschen Hörbuchsprechern.
Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: Egon-Erwin-KischBibliothek.
Bauhaus-Künstlerinnen: Galeriefrühstück zum
100-jährigen Gründungsjahr des Bauhauses
am 22. März, 9 Uhr. Vortrag mit Kunsthistorikerin Elke Melzer. Eintritt: 8 Euro inklusive Frühstück. Ort: Maxie-Treff Begegnungsstätte.
Frei: Lesung mit Roswitha Quadflieg und Burkhart Veigel am 26. März, 19 Uhr. Der Roman erzählt die Geschichte von fiktiven Fluchthelfern
in der DDR. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: BodoUhse-Bibliothek.
Aus 40 Jahren Geschichte: Vortrag über die
Anfänge, die Wende und die Bezirksfusion

in Marzahn-Hellersdorf am 26. März, 17 Uhr.
Eintritt frei. Um Anmeldung unter Tel. 030
56588762 wird gebeten. Ort: Stadtteilzentrum
Kaulsdorf.
Landschaftsmalerei: Elke Melzer spricht am
27. März um 15.30 Uhr über die Mark Brandenburg und die Landschaftsmalerei im 18. und
19. Jahrhundert. Eintritt 5 Euro, Kaffee/Tee und
Kuchen 2,50 Euro. Ort: Studio Bildende Kunst.
„Das Kind auf der Liste“: Lesung mit der Autorin Annette Leo am 27. März, 18 Uhr. Willy Blum war 16 Jahre alt, als er in Auschwitz
Birkenau ermordet wurde. Über Willy Blum
und seine Familie wusste man bislang nichts.
Annette Leo hat sich auf die Suche gemacht
und erzählt die Geschichte des Verschweigens
einer Opfergruppe in der Nachkriegszeit: die
der Sinti und Roma. Eintritt frei. Um Anmeldung unter Tel. 030 9339380 wird gebeten. Ort:
Stadtteilbibliothek „Heinrich von Kleist“.
Tatort 110 – TV-Kommissare lesen: Unterhaltsamer Abend mit Jaecki Schwarz und Wolfgang
Winkler über Freundschaft, TV-Kommissare
und das Leben am 29. März, 19 Uhr. Karten: 13
Euro (Vorverkauf), 15 Euro (Abendkasse). Ort:
Freizeitforum Marzahn.
„Wandern. Radeln. Paddeln“: Lesung mit
Christine Thürmer im Rahmen der Reihe „Lebende Bücher“ am 4. April, 20 Uhr. Unglaubliche 43.000 Kilometer hat Christine Thürmer
zu Fuß zurückgelegt und ist damit wohl die

IMPRESSUM

3. Osterfest unterm Storchennest: Erlebnistag
am 21. April, 12-17 Uhr. Ab 14 Uhr Ostereiersuche im Erlebnisarten. Ort: Naturhof Malchow.

Dresen trifft Schmidt: Regisseur Andreas Dresen ist am 11. April, 20 Uhr, im Gespräch mit
Danuta Schmidt. Im Fokus steht Dresens Film
„Gundermann“, der 2018 in die Kinos kam. Eintritt frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark
Twain“. Anmeldung unter Tel. 030 54704142.

8. Wartenberger Frühlingstag: Veranstaltung
des Bezirksamtes und des Umweltbüros am
28. April, 11 bis 17 Uhr mit Mitmachaktionen,
Informationen zu Natur- und Umweltthemen.
Ort: Vorplatz S-Bahnhof Wartenberg, Ausgang
Ribnitzer Straße.

Permanent trendresistent: Lesung mit Franziska Troegner am 24. April, 18 Uhr. Eintritt frei.
Ort: Stadtteilbibliothek „Heinrich von Kleist“.

UMWELT & NATUR

Mobiles Umweltbüro Lichtenberg: Nächster
Stopp am 9. April, 16 bis 18 Uhr. Ort: Rathaus
Lichtenberg, Raum 2.
„Lichtenberger Wasserwelten“: 30 Kilometer
lange Radwanderung durch den Bezirk Lichtenberg am 13. April. Veranstalter: ADFC Lichtenberg und Umweltbüro Lichtenberg. Route
über Gehrensee, Obersee, Landschaftspark
Herzberge. Pause im Naturhof Malchow. Treff:
11 Uhr, Brücke S-Bahnhof Hohenschönhausen.
Kosten: 6, erm. 3 Euro.
2. Kartoffeltag: Präsentation seltener und alter Kartoffelsorten am 13. April, 12-17 Uhr, dazu
Beratung und Verkauf. Im Storchencafé: leckere Kartoffelgerichte. Ort: Naturhof Malchow.

AKTIONSTAG „ERLEBE DEINE REGION“
ab 10 Uhr Frühlingsmarkt auf dem Domänenhof,
14 Uhr Baustellenführung

KINO IN DER SCHLOSSKIRCHE

16.03.2019, 20 Uhr
13.04.2019, 20 Uhr

Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?
Der Vorname

KULTUR AUF DEM SCHLOSSGUT

22.03.2019, 19 Uhr
06.04.2019, 19 Uhr

Wiener Blut – Glanzstunden der Operette
Musikalische Residenzen: Musizieren
mit dem alten Fritz

FÜHRUNGEN
29.03.2019, 20 Uhr
12.04.2019, 20 Uhr

Führung mit dem Nachtwächter
Stadtrundgang mit dem Nachtwächter

Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation.

www.schlossgut-altlandsberg.de
info@schlossgut-altlandsberg.de
Tel: 033438 151150

14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr
Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Str. 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten: Mo,
Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr.
Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin,
Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So
10-18 Uhr.
Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter
Allee 149, 10365 Berlin, Tel. 030 5556719.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi
13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr.
Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030
5427091.
Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-WolfStraße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr
Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr.
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen,

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RESTAURANT
SOZIETÄTSBRAUEREI
& BRENNEREI
Öffnungszeiten
Stadtinformation:
Mo-Fr 11-17 Uhr
Sa/ So 11-16 Uhr
Restaurant
tgl. ab 12 Uhr

Krummenseestraße 1
15345 Altlandsberg

ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN

Anna-Seghers-Bibliothek Im Linden-Center,
Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030
92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20
Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr.
Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi
13-20 Uhr, Sa 9-15 Uhr.
Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer
Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Berliner Tschechow-Theater, Märkische
Allee 410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078.
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, AltMarzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030 54790921,
Internet: www.museum-marzahn-hellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr.
Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und
Musikbibliothek, Marzahner Promenade
52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10-19.30 Uhr; Mi

meistgewanderte Frau der Welt… Eintritt frei.
Anmeldung erbeten unter Tel. 030 54704142.
Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.

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24.03.2019

15

Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030
98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de
Heinrich von Kleist-Bibliothek, Havemannstr. 17 B, 12689 Berlin, Tel. 030 9339380.
JobCafé des Jobcenters Berlin MarzahnHellersdorf, Rhinstraße 88, 12681 Berlin, Tel.
030 5555498000.
KISTE Kino & Konzerte & mehr am UBahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str. 10,
12627 Berlin, Tel. Tel. 030 9987481.
Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin,
Tel. 030 562969423.
Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr.
Maxie-Treff Begegnungsstätte, Maxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin.
Mies van der Rohe Haus, Oberseestraße
60, 13053 Berlin, Telefon 030 97000618.
Öffnungszeiten: Di bis So 11-17 Uhr.
Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte
Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030

FÜHRUNG & AUSFLUG

Braukunst: Immer am ersten Sonntag im Monat gibt es auf dem Schlossgut in Altlandsberg
Brauereiführungen. Start um 11 Uhr in der
Stadtinformation, Krummenseestr. 1, 15345
Altlandsberg. Teilnahme: 9 Euro. Anmeldung in
der Stadtinformation, Tel. 033438 151150.

KINO

„Familie Brasch“: Dokumentation über die Familie Brasch, die auch die „Manns der DDR“
genannt werden, am 25. März, 18.30 Uhr, im
Rahmen des Biesdorfer Dokumentar- und
Kurzfilmforums. Zu Gast ist die Regisseurin
Annekatrin Hendel. Eintritt: 5 Euro. Ort: Stadtteilzentrum Biesdorf.
Programm Kino Kiste
21. bis 27. März:
Mia und der weiße Löwe: Do., So., Mi. 16.20 Uhr,
Fr. 14.45 Uhr, Sa.15 Uhr, Mo. 16 Uhr, Di. 15.50 Uhr
Green Book: Do., So., Mi. 14 Uhr, Sa. 16.45 Uhr,
Fr. 18.30 Uhr,
Ein königlicher Tausch: Fr. 13.00 Uhr, Mo. 14
Uhr, Do., So., Mi. 18.10 Uhr, Sa. 19 Uhr
Wie gut ist deine Beziehung?: Sa. 13 Uhr, Di.
13.45 Uhr, Fr. 16.30 Uhr, Mo. 17.55 Uhr, Do., So.,
Di., Mi. 20.05 Uhr
Bettgeflüster: Di. 18.15 Uhr
Der Junge muss an die frische Luft: Mo. 20 Uhr
Bohemian Rhapsody: Sa. 21.15 Uhr
28. März bis 3. April:
Mia und der weiße Löwe: Do., So., Di., Mi. 16
Uhr, Fr., Sa. 15.15 Uhr, Mo. 16.05 Uhr
Ein königlicher Tausch: Do. 9 Uhr Seniorenkinobrunch, Do., So., Di. 14 Uhr, Sa. 17 Uhr, Fr.
18.55 Uhr, Mi. 20 Uhr
Wie gut ist deine Beziehung?: Fr. 13.15 Uhr, Mo.
14 Uhr, Do., So., Mi. 17.55 Uhr, Sa. 18.45 Uhr
Vorhang auf für Cyrano: Sa. 13.20 Uhr, Mi. 14
Uhr, Fr. 17 Uhr, Mo. 18 Uhr, Do., So. 20 Uhr, Di.
20.05 Uhr
Das schönste Mädchen der Welt: Di. 18.15 Uhr
Gundermann: Mo. 20 Uhr

9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di 11-19 Uhr,
Mi, Do 11-15 Uhr, Fr 10-13 Uhr
Museum Lichtenberg im Stadthaus,
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030
5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und So
11-18 Uhr.
Naturhof Malchow, Dorfstraße 35, 13051
Berlin, Tel. 030 9279930, www.naturschutzmalchow.de
Papiertheater an der Oppermann, Oppermannstraße 45, 12679 Berlin, Tel. 0174
8716603, Internet: www.papiertheater-ander-oppermann.de
Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz 8,
12681 Berlin, Mo-Fr 8-18 Uhr.
Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin.
rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im
Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683
Berlin, tgl. 10-18 Uhr, Di Schließtag, Fr 12-21

Uhr. Telefon: Tel. 030 516567790, Internet:
www.schlossbiesdorf.de
Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150.
Stadtteilzentrum Biesdorf, Alt Biesdorf 15,
12683 Berlin, Tel. 030 526784593.
Stadtteilzentrum Kaulsdorf, Brodauer Straße 27-29, 12621 Berlin, Tel. 030 56588762
Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße
103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854,
Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt:
Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro.
Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13,
10365 Berlin, Tel. 030 5532276.
studio im HOCHHAUS, Zingster Straße 25,
13051 Berlin. Tel. 030 929 38 21.
Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str.
35,13057 Berlin, Tel. 030 92901866.

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16 BEZIRKS-LEBEN

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Über den Dächern von Marzahn

KIEZ: Berlins höchstgelegener Hausklub besteht seit 33 Jahren in der Marzahner Promenade 14. Sechs Räume stehen den Bewohnern zur
Verfügung. Dort wird auch die informative Chronik des Hauses geführt. Von Birgitt Eltzel.

A

uf einem Tisch liegen zwölf rote
Bände im A4-Format. Auf insgesamt 1.800 Seiten ist die Geschichte des Hochhauses Marzahner
Promenade 14 festgehalten – vom Bezug des Gebäudes im Sommer 1986 bis
heute. Dort finden sich Bilder der ersten
Kinder, die nach dem Einzug der rund
300 Bewohner geboren wurden. „Jacob
Thomas im August 1986, dann Christopher Wockenfuss, Daniel Nitzschke
und Oliver Frost“, erinnert sich Bernd
Engling (69), der die Hauschronik von
Beginn an führt.
Die Chronikbände, die seit etlichen
Jahren auch Bilder und Geschichten von
Mietern des benachbarten Hochhauses
Marzahner Promenade 12 enthalten,
können Besucher in einem der sechs
Räume des Hausklubs bewundern. Dieser befindet sich in der 20. Etage. Waren
zu DDR-Zeiten solche Klubs in vielen
der Marzahner und Hellersdorfer Plattenbauten als Treffs der Hausgemeinschaften eingerichtet worden, gibt es
heute nur noch ganz wenige davon. „Wir
sind sogar der höchstgelegene Hausklub
Berlins, die meisten anderen waren ja in
Kellerräumen“, sagt Engling stolz. Der
promovierte Hochschullehrer, der an
der Humboldt-Universität Mathe- und
Physikstudenten ausbildete, dann arbeitslos wurde und in ABM-Maßnahmen
tätig war, ist heute Rentner. Engling ist
auch bekannt als Leiter des Chors „Marzahner Promenaden-Mischung“, der im
vergangenen Jahr seinen 1.500. Auftritt
hatte.
Christophers Mutter wohnt noch heute im Haus, so wie etwa ein Viertel aller Erstbezieher. Der Sohn besucht sie
häufig. Es gibt Berichte und Fotos von
gemeinsamen Feiern und Veranstaltungen, auch von „Mach-mit-Einsätzen“
zur Verschönerung des Wohnumfeldes.
Der Sanierung des Hochhauses im Jahr
1998 ist ebenfalls ein Kapitel gewidmet.
Auch über eine Ausgabe der seinerzeit
sehr beliebten Sendung des Berliner
Rundfunks „Von Sieben bis Zehn –
Sonntagmorgen in Spree-Athen“ wird
berichtet. Da war die Marzahner Pro-

menade 14 das Thema. Es wurde live
gesendet, allerdings nicht aus dem Haus
selbst. „Wegen Schwierigkeiten mit dem
Unterbringen der notwendigen Technik
musste in das damalige „Cafe zur Promenade“ ausgewichen werden“, erzählt
Bernd Engling. Das gibt es heute nicht
mehr. „Es wurde abgerissen“, sagt er.
„Jetzt steht dort ein Supermarkt-Komplex.“
Als Mitglied der Mieterinteressengemeinschaft bzw. des heutigen Mieterbeirats leitet Engling seit Anfang
der 1990er-Jahre auch den Klub, aus
dessen Fenstern man weit über die Dächer Marzahns sehen kann. Ausgebaut
wurden die ehemaligen Abstellräume
bereits kurz nach dem Einzug der ersten Bewohner von diesen selbst. Weil
einer der Männer von der Ostseeküste
kam und viele andere Mieter ebenfalls
ein Faible für das Meer hatten, bekam
der Klub maritimes Flair. Noch heute
hängen Fischernetze an den Decken,
gibt es Rettungsringe und Buddelschiffe an der kleinen Bar. Auch die „Goldene Hausnummer“, verliehen 1989 vom
Ost-Berliner Magistrat für hervorragende Mach-mit-Aktivitäten, prangt an der
Wand, zusammen mit der entsprechenden Ehrenurkunde.
Nun treffen sich Mieterbeiräte und
Schiedsleute, auch aus anderen Marzahner Häusern, im Klub. Gefeiert wird
dort immer noch, aber nicht mehr so
häufig und so lange wie früher. „Alle
fünf Jahre gibt es richtige Hausfeste“,
erzählt Engling. „Mit Aktivitäten draußen und oben.“ Der Vermieter, die landeseigene
Wohnungsbaugesellschaft
Degewo, stellt die Klubräume kostenlos
zur Verfügung, Veranstaltungen werden
durch Spenden der Nutzer finanziert.
Das nächste Hausfest für die Marzahner
Promenade 14 und 12 findet 2021 statt.
Dann werden 35 Jahre Erstbezug der
Häuser begangen.
Doch auch außerhalb großer Feierlichkeiten ist oft etwas los. Etwa 40 Mal
im Jahr finden Veranstaltungen statt.
Die Klubräume können auch für private Feste gemietet werden. Zwei Jugend-

FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL

Dr. Bernd Engling führt die Hauschronik. Inzwischen dokumentiert sie 33 Jahre nachbarschaftliches Miteinander.

weihefeiern wurden für dieses Frühjahr
schon angemeldet. Jeden Monat gibt es
Kultur – oft musikalische Darbietungen
und Lesungen, aber auch Gespräche.
Das wird gemeinsam mit der Ortsgruppe der Volkssolidarität organisiert.
Deren neue Vorsitzende ist übrigens
Englings Ehefrau Edeltraud (63), eine
ehemalige Lehrerin.
Manchmal wird aber einfach auch nur
zum Spielenachmittag mit dazugehörendem Kaffeeklatsch eingeladen. Ilse
Schlauß, Erstbezieherin in der Marzahner Promenade 14, kommt immer gern
dazu. Die 90-Jährige, die ihre Dreizimmer-Wohnung gegen eine kleinere im
Haus getauscht hat, ist froh darüber, im
Klub Bekannte zu treffen. „In meinem
Alter kommt man ja nicht mehr so viel
rum“, sagt sie.
Hans-Jürgen Avemann aus der Nummer 14 hat viele Jahre in Kladow gelebt.

Seit 2003 wohnt der 74-Jährige in der
Marzahner Promenade 12. Er ist ein häufiger Gast und fotografiert auch oft. Am
Tisch sitzt er mit Margit Angermann, die
er vom Sehen kennt. Die frühere Kartografin in der Geologischen Gesellschaft
freut sich, mit ihm und anderen klönen
zu können. Ob das Spielen etwas für
sie ist? „Mal sehen, man kann es ja mal
ausprobieren.“ Es sei schließlich schon
lange her, dass bei ihr mal ein Brett für
„Mensch ärgere Dich nicht!“ aufgebaut
wurde.
Engling sagt, dass der Klub auch für
das gute Hausklima spreche. Gerade für
die Älteren sei eine solche Einrichtung
schön: „Die fühlen sich dann nicht so
allein, haben mal wieder Gesellschaft.“
Drei Mal im Jahr finden Skatturniere
statt. „Da kommen dann auch Leute
hierher, die schon lange nicht mehr in
unseren beiden Hochhäusern wohnen.“

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