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Periodical volume

Full text: Marzahn-Hellersdorfer Bezirks-Journal Issue 5.2018,9

ÜBERSTUNDEN:

ÜBELLAUNIG:

Bezirksbürgermeisterin geht in
die Verlängerung. Seite 2

Warum ein Hochhaus einen
Kiez aufbringt. Seite 9

Bezirks-Journal

IM INNEN

in Zusammenarbeit mit

TEIL:

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IM ALTER

plus.de
www.lichtenbergmarzahn

Kostenlose Monatszeitung für Marzahn-Hellersdorf | Ausgabe 09/2018 | www.lichtenbergmarzahnplus.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare

Bezirk erhält
Mittel von der SED

LANDMARKE AUF DEM HELENE-WEIGEL-PLATZ

PARTEIVERMÖGEN: Marzahn-Hellersdorf kann für 460.000 Euro einen
neuen Spielplatz an der Marzahner Chaussee bauen.

B

erlin hat nicht nur erneut einen
Haushaltsüberschuss
erwirtschaftet, sondern bekommt jetzt
auch eine weitere zusätzliche Finanzspritze: Aus Mitteln der Parteien- und
Massenorganisationen der ehemaligen
DDR (PMO-Mittel) stehen 16,3 Millionen
Euro bereit – Geld, das unter anderem
aus dem Vermögen der Sozialistischen
Einheitspartei Deutschlands, kurz SED,
stammt. Verwendet werden dürfen diese Mittel für Projekte mit wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Ausrichtung, wie Finanzsenator Matthias
Kollatz (SPD) mitteilte.
Rund 460.000 Euro erhält der Bezirk
Marzahn-Hellersdorf aus Mitteln des
Alt-Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR, teilt der für
Tiefbau und Grün zuständige Stadtrat
Johannes Martin (CDU) mit. Das Geld
soll für den Bau eines neuen Spielplatzes an der Marzahner Chaussee verwandt werden. Der Ortsteil Biesdorf
hat laut Martin eine Versorgungsquote

von unter 45 Prozent an öffentlichen
Spielplätzen, in Friedrichsfelde-Ost
gibt es bisher sogar keinerlei Angebote.
Zudem ist das Gebiet durch Bahntrassen, Märkische Allee und Allee der Kosmonauten quasi abgeschnitten – Kinder
können nicht einfach auf Spielplätze in
anderen Vierteln ausweichen. Das Konzept für den geplanten Spielplatz soll
gemeinsam mit den Anwohnern entwickelt werden.
Millionen für den Osten

„Die aktuelle Auswahl zeigt, dass Berlin seiner Verantwortung gerecht wird.
Erinnerungskultur und die Aufarbeitung der deutschen Geschichte stehen
bei zehn Projekten im Mittelpunkt“,
sagte der Finanzsenator zur Verteilung der Mittel. Insgesamt wurden in
den ostdeutschen Bundesländern und
Berlin rund 198,9 Millionen Euro ausgeschüttet. Der Anteil Berlins macht 8,11
Prozent des Gesamtbetrages aus.

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FOTO: BIRGITT ELTZEL

So teuer wie eine Luxusuhr

Eine gute Luxusuhr kann schon mal 20.000 Euro kosten – so viel Geld könnte auch der
Bezirk gut gebrauchen, um Uhr und Landmarke auf dem Helene-Weigel-Platz zu reparieren. Dabei ist das Bauwerk keine drei Jahre alt. Alle Details auf Seite 12.

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BEZIRKS-POLITIK

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Dagmar Pohle bleibt Bezirks-Chefin

RATHAUS-SPITZE: Erreicht ein Berliner Bezirkspolitiker die „Altersgrenze“, geht er in den Ruhestand. Im Fall der Marzahn-Hellersdorfer
Bezirksbürgermeisterin hat die Bezirksverordnetenversammlung nun eine Ausnahme gemacht. Von Birgitt Eltzel.

D

agmar Pohle (Linke) bleibt auch
nach ihrem 65. Geburtstag Bürgermeisterin. Ein Antrag zur
Verlängerung ihrer Amtszeit wurde vor
wenigen Tagen mit großer Mehrheit befürwortet. Die AfD stimmte dagegen.
Deren stellvertretender Fraktionsvorsitzende Bernd Pachal begründete
das vorher angekündigte Abstimmungsverhalten seiner Fraktion damit, dass
man zwar die Arbeit der Bezirks-Chefin
schätze. Unzufrieden sei man aber damit, dass dem von der AfD gestellten
Stadtrat, Vizebürgermeister Thomas
Braun, auch nach zwei Jahren im Amt
nur wenige Befugnisse gegeben sind.
Braun ist lediglich für Bürgerdienste
zuständig. Pohle versicherte nach der
Abstimmung, sie werde weiterhin das
Bezirksamt als Kollegialorgan führen,
„mit Blick darauf, was für Marzahn-Hellersdorf gut ist“.
FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL

SPD erntet Lacher
Für einiges Gelächter hatte Klaus
Mätz, Fraktionsvize der SPD, gesorgt.
In seiner Begründung, warum die Sozialdemokraten für Pohle votieren, sagte
er u.a.: „Neue Besen kehren gut. Bloß

Bleibt auch nach ihrem 65. Geburtstag im Amt: Dagmar Pohle.

wenn die alten noch gut fegen, brauchen
wir keine neuen. Besen, meine ich.“ Dr.
Thomas Pfeiffer (CDU) korrigierte ihn.
Er kenne das Sprichwort anders: „Neue
Besen kehren gut, aber die alten wissen,

wo der Dreck liegt.“ Auch die Christdemokraten stimmten für die Verlängerung von Pohles Amtszeit bis zum Ende
der Legislaturperiode. Wenn Bürgermeister oder Stadträte die Regelalters-

zeit für den Ruhestand erreichen, müssen sie sich laut Gesetz der Abstimmung
auf Verlängerung ihrer Tätigkeit in der
BVV stellen. Dagmar Pohle wurde am 7.
September 65 Jahre alt.

Alle wollen ein Freibad

STANDORTSUCHE: Der Bezirk besitzt als einziger in ganz Berlin kein Open-Air-Schwimmbad. Fraktionsübergreifend herrscht Einigkeit darüber,
dass sich dies ändern muss. Nun sind sechs Areale in der engeren Auswahl. Von Birgitt Eltzel.

I

n der Hitze des Sommers schwitzten
die Marzahn-Hellersdorfer ohne Abkühlung im Freibad. Denn der Bezirk
besitzt als einziger in Berlin kein Sommerbad. Das soll sich ändern, sind sich
die Kommunalpolitiker aller Parteien
einig.
In der Sondersitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am Donnerstagabend, 23. August, informierte
Sportstadtrat Gordon Lemm (SPD) bei
einer Großen Anfrage der CDU-Fraktion,
dass nach Vorschlägen zu insgesamt 19
Standorten jetzt sechs Areale auf eine
Eignung für ein Freibad geprüft werden sollen. Es sind: der bereits bekannte
Standort am Tierpark (Grenze zu Lichtenberg); eine Fläche südlich des U- und
S-Bahnhofs Wuhletal; der Wuhleteich
am Kienberg; ein Areal an der Golliner
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Straße 4 bis 6; eine Erweiterungsfläche Auftrag gegeben werden. Nach Unteram Kinderbad Platsch und der mög- suchungen in diesem Rahmen werde
liche Ausbau der
feststehen, was an
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Schwimmhalle Heden sechs Standlene-Weigel-Platz.
orten möglich ist
Laut Gordon Lemm
und welche Kosten
werden jetzt die
anfallen würden.
Ämter der BezirksLemm hatte in der
verwaltung
unrbb -Ab endschau
tersuchen, ob die
im Juni gesagt,
benannten Flächen
schon 2019 könne
aus ihrer Sicht die
mit dem Badbau
Kriterien für einen
begonnen werden.
möglichen Bad-Bau
Die CDU-Fraktion
erfüllen (beispielsmonierte das als
weise hinsichtlich
Irreführung. Der
Lärm- und UmweltStadtrat fühlte sich
schutz).
Danach
indes nicht richsoll eine Machtig verstanden. Er
barkeitsstudie in
habe lediglich die

Hoffnung geäußert, dass so schnell wie
möglich gebaut werde: „Mein Wunsch
wäre es, schon im nächsten Jahr zu beginnen.“ Das Geld für ein Freibad will
er – mit Unterstützung der AG Freibad
und Landesparlamentariern aus dem
Bezirk – beim Senat erkämpfen. Es soll
aus den sogenannten SIWANA-Mitteln
(Sondervermögen Infrastruktur der
wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds) kommen. Erst kürzlich vermeldete der Finanzsenator, dass es wieder
einen Überschuss gebe. Die Berliner
Bäderbetriebe wollen bisher nichts von
einem reinen Freibadbau wissen, sondern setzten auf Kombibäder mit Sommer- und Winterbetrieb. Von bisher vier
geplanten in Berlin gibt es derzeit nur
Geld für zwei. Begonnen wurde noch gar
kein Bau.

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BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

BEZIRKS-POLITIK

„Unvermindert große Nachfrage“
N

3

INTERVIEW: Bezirksstadtrat Johannes Martin (CDU) über die wirtschaftliche Entwicklung im Bezirk.

och wird am Wirtschaftsbericht 2017 gearbeitet, der in
den nächsten Wochen dem Bezirksamt und der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vorgelegt werden
soll. Eine Tendenz ist jedoch schon jetzt
zu erkennen: Der positive Trend setzt
sich fort, sagt Marzahn-Hellersdorfs
Wirtschaftsstadtrat Johannes Martin.
Die Zahl der Gewerbeanmeldungen
übersteigt, wie bereits im Vorjahr, ganz
klar die Zahl der Abmeldungen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,8 Prozent,
die Unterbeschäftigungsquote bei 9,8
Prozent – beides wesentlich besser als
der Berliner Durchschnitt. LiMa+ sprach
mit dem CDU-Politiker über Gewerbeansiedlungen, weiterhin große Nachfrage
und zunehmende Flächenknappheit und
die Entwicklung des CleanTech Business Parks, die vielen nicht schnell genug geht.
Wenn man länger nicht die Boxberger Straße entlanggefahren ist, reibt
man sich die Augen: Firmengebäude
reihen sich dort inzwischen aneinander, eins moderner als das andere...
Seit 2010 haben wir im Bezirk rund
200.000 Quadratmeter Flächen an Unternehmen für Ansiedlungen verkauft,
darunter allein seit 2013 fast 192.000
Quadratmeter. Knapp 20 Hektar in fünf
Jahren, das ist schon sehr ordentlich.
Dabei haben sich große Unternehmensgruppen wie beispielsweise die Scansonic angesiedelt. Unternehmen, die in
Marzahn-Hellersdorf groß geworden
sind, wie Flexim GmbH und Fintech sind
expandiert. Diese Unternehmen zählen
auf ihren jeweiligen Gebieten zu den
Weltmarktführern. Darüber hinaus hat
es auch viele mittlere und kleinere Firmen in den Bezirk gezogen. Die Boxberger Straße hat sich in den letzten Jahren
zu einem Hightech-Standort entwickelt.

Viel Platz ist dort inzwischen nicht mehr.
Das stimmt. Außerhalb des CleanTech Business Parks werden die Flächen
langsam knapp, dort haben wir nur noch
ein Flächenpotenzial von ca. 16 Hektar.
Die Boxberger Straße ist weitestge-

Tafel erinnert
an die Guthmanns
Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle und Bezirksstadträtin Juliane Witt
haben am Eingang Lemkestraße des
Friedhofs eine Tafel zur Erinnerung an
die jüdische Familie Guthmann eingeweiht. Die Familie wohnte bis 1943 in
der Lemkestraße 156. Der älteste Sohn
Berthold, der in einer Widerstandsgruppe aktiv war, wurde am 5. September 1942 nach Riga deportiert. Von dort
verschleppte man ihn in verschiedene
Konzentrationslager. Er starb am 3.
März 1945 im KZ Rehmsdorf. Sein Vater
und seine beiden Brüder wurden am
27. Februar 1943 verhaftet. Alle drei, die
Mutter Charlotte und die beiden Töchter wurden nach Auschwitz deportiert,
nur Leopold überlebte die Vernichtungsaktionen der Nazis.

hend voll, es gibt noch wenige kleinere
Areale in der zweiten Reihe. Wir haben
außerdem Flächen am Hornoer Ring,
am Nordring und an der Bitterfelder
Straße. Das sind vier bis fünf Grundstücke, die wir jetzt in Wert setzen.

haben die Verantwortung, innovative Auch für den CleanTech Business Park
Unternehmen anzusiedeln, die der Stadt interessieren sich viele Logistikunterauch langfristigen Mehrwert bringen. nehmen. Wenn es nur darum ginge, Flächen loszuwerden, könnte man an sie
Viel Platz ist doch noch im CleanTech verkaufen. Doch der Park wurde vom
Business Park. Will dort niemand hin?
Bezirk und Senat mit der klaren Zielstellung entwickelt, grünen Industrien eine
Chance zu geben. In diesem Bereich reden wir von Unternehmen, die zum Teil
auch noch nicht ganz so lange am Markt
sind und deshalb Herausforderungen
haben, zunächst eine Finanzierungsgrundlage für den Aufbau einer Produktion herzustellen. Gerade solchen Unternehmen wollen wir aber Flächen bieten.

FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL

Johannes Martin (31, CDU) gehört dem Bezirksamt seit November 2016 an.

Was bedeutet das?
Wir führen Baumaßnahmen zur
Verbesserung
der
Bodenqualität
durch. Am Hornoer Ring beispielsweise gibt es noch Altlasten, die weg
müssen. Dann können wir auch diese Flächen an den Markt bringen.
Welche Firmen, welche Branchen fragen
denn bei Ihnen an?
Am häufigsten Unternehmen aus
der Logistikbranche. Da haben wir Anfragen en masse. Doch das ist etwas,
wo wir sehr stark abwägen. Wir sind
wirklich ein sehr industriefreundlicher Standort. Aber gerade im Logistikbereich wird viel Fläche benötigt, es
entsteht eine schwierige verkehrliche
Situation und es werden relativ wenig
Arbeitsplätze geschaffen. Aufgrund der
Flächenknappheit, die auch in MarzahnHellersdorf perspektivisch zu erkennen ist, müssen wir sorgsam mit den
Arealen, die wir haben, umgehen. Wir

Gerade hatten wir dort den ersten
Spatenstich für die Swissbit Germany
GmbH, ein Unternehmen, das individuell angepasste nachhaltige und energieeffiziente Speichermedien für die Industrie entwickelt. Der Industriepark ist 90
Hektar groß und hat eine Entwicklungsperspektive von 15 Jahren. Die Verkaufsfläche, also die Fläche, auf der Ansiedlungen möglich sind, beträgt allerdings
nur 60 Hektar. Der Rest sind Infrastruktur und Ausgleichsflächen. Wenn ich
hochrechne, welche Fläche wir im Bezirk seit 2013 verkauft haben, 20 Hektar
in fünf Jahren, müsste das zu schaffen
sein. Hauptsache ist allerdings, dass das,
was dort produziert wird, dazu beiträgt,
die Probleme der Zukunft zu lösen.

Im Wirtschaftsbericht 2016 stand, dass
mit zwei Unternehmen Ansiedlungsverhandlungen geführt werden und vier
weitere in der Vorbereitung dazu sind.
Es gab aber bisher nur die Ansiedlung
von Swissbit. Sind die anderen abgesprungen?
Ja, es gab Wechsel. Unternehmen haben Investitionsvorhaben aufgeschoben,
weil sie die Finanzierung nicht sicherstellen konnten. Es gibt aber auch neue
Unternehmen, mit denen wir aktuell
sprechen. Die größte Ansiedlung betrifft
eine Fläche von mehr als fünf Hektar.
Das Projekt begleiten wir schon längere
Zeit, aber auch dort ist die Sicherung der
Finanzierung noch eine Schwierigkeit.
Lichtenbergs
Wirtschaftsstadträtin
Birgit Monteiro will den US-amerikanischen Motorradbauer Harley-Davidson
in den Nachbarbezirk holen. Haben Sie
auch solche prominenten Wunschkandidaten?
Schon. Aber öffentliche Spekulationen helfen da nicht weiter. Wir setzen auf Unternehmen, die die Themen
erneuerbare Energien und moderne Mobilität bespielen. Das müssen
aber nicht unbedingt Promis sein.
Schließlich betätigen sich auch viele gute Startups auf diesen Gebieten.

Der CleanTech Business Park ist ausschließlich für grüne Industrien und
Firmen mit dem Thema neue Mobilität Das Gespräch führte Birgitt Eltzel. Das
gedacht?
vollständige Interview können Sie auf
Ja, wir nehmen dort nicht jeden. www.lichtenbergmarzahnplus.de lesen.
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BEZIRKS-LEBEN

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Aktiv im Kiez

STADTENTWICKLUNG: In Marzahn Nordwest sind viele Projekte und Initiativen durch Anregung des Quartiersmanagements entstanden. Doch auch
die spontane Einsatzbereitschaft unter Nachbarn im Stadtteil ist hoch. Von Sabine Flatau.

E

ine Drogerie fehlt im Stadtteil,
ebenso ein Schwimmbad. Diese
Mängel haben Anwohner bei einer Befragung des Quartiersmanagements Marzahn Nordwest im Sommer
2018 genannt.
Kritisiert wurden auch der Hundekot
auf Gehwegen und Plätzen, der öffentliche Alkoholkonsum zum Beispiel im
Clara-Zetkin-Park und, dass das Wohnungsunternehmen degewo die Müllschlucker in seinen Häusern abgebaut
hat. 201 Anwohner gaben den Quartiersmanagern Antwort auf ihre Fragen. Als
Positives im Stadtteil nannten sie das
viele Grün und die Ruhe, die gute Verkehrsanbindung, günstige Mieten und
die Vielzahl der Spiel- und Sportplätze.
Die Ergebnisse der Befragung sind bei
der Stadtteilversammlung Ende August vorgestellt und diskutiert worden.
Auch Vertreter der Wohnungsbaugesellschaften nahmen teil. Initiativen und
Einrichtungen aus Marzahn Nordwest
waren dabei, darunter der Quartiersrat, der Bürgerstammtisch, die Initiative „Gemeinsam statt einsam“ und die
Elterninitiative. „Es war eine gelungene
Veranstaltung“, sagt Quartiersmanager
André Isensee. „Wir haben hier eine aktive Bürgerschaft.“
Das Quartiersmanagement hat in
den vergangenen Jahren eine Vielzahl
von sozialen Projekten auf den Weg
gebracht. Doch die Zeit der intensiven
finanziellen Förderung durch das Programm „Soziale Stadt“ läuft Ende des
Jahres für Marzahn Nordwest aus, gemäß der Ankündigung aus dem Senat.
Das Büro mit den Quartiersmanagern
an der Havemannstraße bleibt noch bis
Ende 2020 bestehen. Ein kleiner Fonds
mit je 10.000 Euro steht für 2019 und
2020 zur Verfügung, damit ehrenamtliche Aktionen unterstützt werden kön-

FOTO: SABINE FLATAU

Quartiersmanager André Isensee entwickelt einen Aktionsplan für die Zukunft der Projekte und Initiativen im Stadtteil.

nen. In den kommenden zwei Jahren
sollen Bedingungen geschaffen werden, damit die erfolgreichen Projekte
und Netzwerke aus der Quartiersmanagementzeit mit Unterstützung des
Bezirks auch in Zukunft weiterlaufen
können. Quartiersmanager André Isensee beschäftigt sich jetzt mit der Frage: Welche Ressourcen brauchen die
Initiativen im Stadtteil, um ihre Arbeit
weitermachen zu können? Der 37-Jährige entwickelt im September dazu einen
Aktionsplan. Die Bezirksverwaltung und
der Quartiersrat sehen sich den Plan an,
bevor er an den Senat geht.
Eines der Projekte, die auch in Zukunft weitergeführt werden sollten, ist
„AlköR“. Es begann bereits 2014 und

wurde 2016 ausgeweitet. Zwei Straßensozialarbeiter suchen die Menschen auf,
die Alkohol auf öffentlichen Plätzen konsumieren, auch die Gruppe der Trinker
im Clara-Zetkin-Park. Es sei dringend
nötig, diese Arbeit fortzusetzen, sagt
Quartiersmanager Isensee, der seit zwei
Jahren in Marzahn Nordwest arbeitet. „Denn das Problem bleibt.“ Auch
das Angebot „Bliq“, Bewegtes Leben
im Quartier, sollte es weiterhin geben,
meint der 37-Jährige. Winterspielplätze und Sportaktionswochen wurden in
diesem Rahmen finanziert. Kinder, Jugendliche und Familien sind dabei von
Trainern angeleitet worden.
Doch es gibt auch die Forderung,
das Quartiersmanagement in Marzahn

Nordwest fortzusetzen. Die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung hat diesen Antrag gestellt.
Die Begründung: Nach wie vor gelte
der Stadtteil, in dem mehr als 24.000
Menschen leben, als Ballungsraum verschiedener Herausforderungen wie Kinderarmut und Transferleistungsbezug.
„Die Förderkulisse Soziale Stadt hat
der Bevölkerung in den vergangenen
Jahren wichtige Ressourcen zur Verfügung gestellt“, heißt es im Antrag. Die
soziale Lage vor Ort weise darauf hin,
„wie wichtig auch präventive Angebote der sozialen Infrastruktur sind und
welchen nachhaltigen Beitrag sie leisten
können.“ Der SPD-Antrag wird im September im Ausschuss für Stadtentwicklung diskutiert.
Seit André Isensee nach Marzahn
Nordwest gekommen ist, hat er sich
intensiv im Stadtteil umgesehen. Aufgefallen ist ihm die Vielfalt von spontanen
Aktionen und Initiativen. Bewohner der
Ahrensfelder Terrassen haben Keller
zusammengelegt und nutzen sie in der
Freizeit als Gemeinschaftsraum. In den
heißen Sommertagen stellten Anwohner
eines Hofs mehrere Wasserbassins auf,
zum Planschen für die Kinder. In einem
anderen Hof sah der Quartiersmanager,
dass einige wenige Mütter und Väter
nicht nur auf die eigenen, sondern auf
20 bis 30 spielende Kinder Acht gaben.
Eltern am Belziger Ring, die der schlechte Zustand ihrer Grünfläche störte,
packten selbst an und machten sauber.
Auch der Einkauf für gehbehinderte
Nachbarn ist üblich. „Hochgradig erstaunlich“, sagt André Isensee zu dem,
was er gesehen hat. Er empfehle allen,
die im Bereich Bürgerbeteiligung tätig
sind, „rauszugehen, in die Höfe, und mit
den Menschen direkt ins Gespräch zu
kommen.“

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2018

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BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

AUS DEM BEZIRK

5

Baustart nach 24 Jahren Wartezeit

BILDUNG: Dort, wo derzeit noch der Wind viel Sand übers Gelände treibt, sollen ab dem kommenden Schuljahr bereits Schüler ab Klasse 7 lernen:
Kürzlich wurde der Grundstein für eine Integrierte Sekundarschule (ISS) an der Straße An der Schule 41-57 gelegt. Von Birgitt Eltzel.

L

ange mussten die Mahlsdorfer auf
den seit Jahren gewünschten Bau
einer Oberschule warten. Erste
Planungen gehen auf das Jahr 1994 zurück. 2001 gab es sogar schon mal einen
feierlichen ersten Spatenstich (bevor
das Projekt für Jahre beerdigt wurde),
2016 wurde dieser, publicityträchtig vor
den Berlin-Wahlen, wiederholt. Das dürfte eine der längsten Schulplanungsphasen Berlins sein.
Doch die Letzten werden bekanntlich
die Ersten sein: Die jetzt erfolgte Grundsteinlegung für die Einrichtung mit 550
Schülern ist die Premiere der Berliner
Schulbauoffensive. Und weil das ein
durchaus feierlicher Anlass war, hatten
gleich drei Mitglieder der Landesregierung den Weg nach Mahlsdorf gefunden: Stadtentwicklungssenatorin Katrin
Lompscher (Linke), Schulsenatorin Sandra Scheeres und Finanzsenator Matthias Kollatz (beide SPD).
Jetzt soll es rasch gehen. Der Neubau
in innovativer Holzbauweise entsteht im
sogenannten beschleunigten Verfahren.
Der Entwurf für den Schulbau stammt
vom Frankfurter Architekturbüro NKBAK, das zwei weitere ähnliche Gebäude,
die aus vorgefertigten Modulen beste-

hen, auch im Nachbarbezirk Lichtenberg
realisieren wird. Senatorin Lompscher
sagte, dass sich damit die Bauzeit gegenüber der Errichtung eines konventionellen Schulhauses um die Hälfte reduziert.
Bereits zum Schuljahresbeginn 2019/20
sollen die Oberschüler das neue Haus An
der Schule beziehen. Lompscher verwies
darauf, dass auch 27 neue Kitas in Holzbauweise entstehen sollen.
Der Schulkomplex wird großzügig.
Es wird außer der eigentlichen Schule
(vierzügige Sekundarstufe I, zweizügige
Sekundarstufe II) weiträumige Außenanlagen und eine Sporthalle geben. Das
rund 34,8 Millionen Euro teure Projekt
wird von der Stadtentwicklungsverwaltung in Amtshilfe für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf übernommen. Schulsenatorin Sandra Scheeres betonte, dass
innerhalb der Berliner Schulbauoffensive ein neues Raumkonzept entwickelt
worden sei, das für zeitgemäße pädagogische Konzepte stehe. Wesentliche Eckpunkte seien bereits bei der Planung für
den Mahlsdorfer Neubau berücksichtigt
worden. So seien Mensa und Mehrzweckraum in einer Einheit geplant
– und könnten gemeinsam für die verschiedensten Veranstaltungen genutzt

werden. Auch für den Kiez werde sich
die Schule öffnen.
Der Finanzsenator bezeichnete die
Schulbauoffensive des Senats als das
größte Investitionsprogramm der laufenden Legislaturperiode. Der Sanierungsstau soll abgebaut werden, die Bauerhaltung wird ausgeweitet, der Neubau
im Vergleich zu den Vorjahren deutlich
gesteigert. Bis 2026 werden vom Senat in
die Schulsanierung und den Neubau ca.
5,5 Milliarden Euro investiert. Mehr als
60 Schulen werden dabei neu errichtet.
In der Verantwortung der Bezirke sollen
Instandhaltungs- und Sanierungsvorhaben mit einem Volumen von jeweils bis
zu 5,5 Millionen Euro umgesetzt werden.
Teurere Vorhaben werden in Amtshilfe
für die Bezirke von der Stadtentwicklungsverwaltung bzw. der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge
übernommen. Insgesamt realisiert die
Senatsverwaltung 38 Neubauschulen
sowie zehn Großsanierungsmaßnahmen
(über 10 Millionen Euro) und 21 Sanierungsmaßnahmen (zwischen 5,5 und 10
Millionen Euro). Kollatz wies darauf hin,
dass das Schulbau-Programm entsprechend angepasst wird, sollte die Bevölkerungszahl der Hauptstadt schneller

steigen als bisher prognostiziert.
Ungeachtet aller Freude darüber, dass
es in Mahlsdorf nun endlich losgeht
mit dem Schulbau, wies Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) die Senatsvertreter auf ein Problem hin: die
ausstehende Verkehrslösung Mahlsdorf.
Denn noch immer gibt es eine seit 2007
existierende Vorzugsvariante des Senats, die Straßenbahn auf der Hönower
Straße zweispurig bis zum Bahnhof verkehren zu lassen und den Individualverkehr über die Straße An der Schule zu
führen. Doch dort stehen bereits neue
Wohnhäuser, jetzt kommt die Schule
dazu. Wenig besser erscheint auch ein
Vorschlag von SPD und Grünen, die
Tram anstelle der Autos durch die Straße An der Schule zu führen.
Für den Vorschlag einer Umgehungstraße auf Brandenburger Gebiet müsste die Zustimmung des Nachbarlandes
und der Gemeinde Hoppegarten erreicht
werden. Pohle appellierte etwas sybillinisch, „eine Lösung zu finden, die hilfreich für alle ist“. Gleichzeitig erneuerte
sie ihren Wunsch, die entstehende Integrierte Sekundarschule mit der nahen
Schiller-Grundschule künftig zu einer
Gemeinschaftsschule zu entwickeln.
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Vital
& gesund

Anzeigensonderveröffentlichung

Foto: fotolia.de/ drubig-photo

Roboter „Panda“ hilft Patienten

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ: Mediziner präsentieren Möglichkeiten, wie moderne Technik unterstützen kann.

Rat für Menschen
mit Epilepsie

ie Zukunft von Medizin und Pflege wird maßgeblich durch Roboterunterstützung mitgestaltet.
Das ist die feste Überzeugung von Prof.
Dr.-Ing. Sami Haddadin. Der bereits
mit zahlreichen Preisen und Ehrungen
ausgezeichnete Wissenschaftler der
Technischen Universität München präsentierte jetzt im Rahmen eines Hauptstadtkongresses seine Vorstellungen
und Ideen, wie Robotik-Systeme schon
heute zum Einsatz kommen können.
Der Roboterarm „Panda“ mobilisiert
einen Patienten nach Schlaganfall oder
hilft gebrechlichen Senioren beim Rasieren: nur zwei von unzähligen Anwendungen, die jetzt dank völlig neu entwickelter sensitiver Systeme möglich sind.
„Unsere Roboter haben jetzt erstmalig
einen funktionierenden Tastsinn, sind
mit einer Art digitalem zentralen Nervensystem ausgestattet. Das macht sie
feinfühlig, sicher und interaktiv“, sagt
Prof. Haddadin, der gerade zum Gründungsdirektor der Munich School of
Robotics and Machine Intelligence berufen wurde. Er und sein Team sind verantwortlich für die eigens entwickelte
Software, dank derer die Programmierung des Roboters durch Apps kinderleicht wird.

„Epilepsie – und jetzt?“ lautet der Titel
einer Veranstaltung, zu der das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth
Herzberge am 12. Oktober Menschen
mit Epilepsie und deren Angehörige
einlädt. Anlass ist der Tag der Epilepsie 2018. Veranstalter ist der Landesverband Epilepsie Berlin-Brandenburg
in Kooperation mit Epilepsie-Zentrum
Berlin-Brandenburg. Die Eröff nung ist
um 16 Uhr, danach stehen zahlreiche
Veranstaltungen auf dem Programm:
16.15 Uhr: MutArtLabor: Improvisationstheater; 16.45 Uhr: Erstdiagnose
Epilepsie bei Erwachsenen – Anforderungen aus medizinischer Sicht; 17.05
Uhr: Erstdiagnose Epilepsie bei Erwachsenen – Anforderungen an die
Beratung; 17.25 Uhr: Erstdiagnose Epilepsie bei Kindern und Jugendlichen
– Anforderungen an die Behandlung;
18.20 Uhr: Beratung von Betroffenen für
Betroffene in der Epilepsie-Selbsthilfe;
18.45 Uhr: Epilepsie-Beratungsstellen:
Konzeption und praktische Umsetzung; 19.30 Uhr: Epilepsie-Beratung in
Berlin und Brandenburg?! – Podiumsgespräch. Der Besuch der Veranstaltung
ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht
erforderlich. Ort: Herzbergstraße 79,
10365 Berlin, Haus 22.

D

„Es ist keine komplexe Programmierung mehr nötig. Dem Roboterarm machen Sie wie einem kleinen Kind Dinge
vor, daraus lernt das System“, erläutert
der Spitzenforscher. Mit rund 10.000
Euro Kosten pro Roboterarm ist dieANZEIGE

se von Haddadin entwickelte Technik
auch für den Massenmarkt geeignet.
„Mensch-Maschinen-Systeme sind endlich praxistauglich. Das gilt für Exoske-

lette ebenso wie für diese leicht bedienbaren Roboter. Die BG Kliniken haben
großes Interesse, auf diesem Feld mitzuwirken. Gerade unsere Patienten mit
schwersten Verletzungen, Querschnittlähmung und Verbrennungen können
davon profitieren, besonders im Bereich
einer unserer Kernkompetenzen – der
integrierten Rehabilitation“, sagt Prof.
Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor
und Geschäftsführer des ukb sowie
Ressortleiter Medizin der BG Kliniken.
Die Entwicklung dieser mit Künstlicher Intelligenz ausgestatteten RobotikSysteme steht erst am Anfang. Unter
dem Fachbegriff Geriatronik entwickelt
Prof. Haddadin den Assistenzroboter
„Garmi“, der es alten Menschen ermöglich soll, so lange wie möglich in den
eigenen vier Wänden selbstbestimmt
zu leben. Garmi soll eines Tages Essenstabletts bringen, die Spülmaschine einräumen, als Schachpartner dienen, bei
einem Notfall aber auch den Arzt rufen,
EKG und Ultraschallaufnahmen erstellen können, die dann von einem Arzt
telemedizinisch ausgewertet werden.
In fünf Jahren, so hofft Prof. Haddadin,
kann Garmi in Altersheimen oder Seniorenwohnungen im Rahmen von Feldstudien zum Einsatz kommen.

Welt-Osteoporosetag

WORKSHOPS UND VORTRÄGE: Experten informieren unter anderem
darüber, wie man Knochenbrüche verhindern kann.

A

m 20.Oktober ist der WeltOsteoporosetag: er soll daran
erinnern, wie wichtig Knochengesundheit in einer immer älter
werdenden Gesellschaft ist. Die Poliklinik am ukb und das Therapiezentrum
im ukb-Gesundheitszentrum wollen
diesen Tag daher zum Anlass nehmen,
den Menschen die „Liebe zum Knochen“ näher zu bringen: In Workshops
und Vorträgen erfahren sie am 20. Oktober von 10 bis 16 Uhr, wie man Knochenbrüche verhindern kann und worauf es bei der Diagnostik und Therapie
der Osteoporose ankommt – damit sie
auch im Alter gut umsorgt sind. Denn
Vorbeugen ist besser als Heilen!
Osteoporose gehört zu den zehn
häufigsten Krankheiten weltweit. Jede
dritte Frau und jeder fünfte Mann ist
im Alter von Knochenschwund betroffen. Die Auswirkungen können dramatisch sein: Knochen brechen schon bei
leichten Stürzen, Wirbelkörper sogar
ohne Einwirkung von außen.
Knochenbrüche sind immer unangenehm und schmerzhaft - aber bei
älteren Menschen führen sie häufig zu
dauerhaften Einschränkung und nicht
selten zur Pflegebedürftigkeit.

Besonders gefürchtet sind die hüftnahen Brüche. Nur einem Drittel der
Betroffenen gelingt danach die Rückkehr in ihr altes, selbstständiges Leben.
Die optimale Versorgung alter und
sehr alter Patienten stellt Ärzte und
Therapeuten vor große Herausforderungen. Denn sie erfordert spezielles
Wissen und eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche.
Der ukb-Gesundheitscampus kann genau das bieten: Im Unfallkrankenhaus
Berlin (ukb) arbeiten mittlerweile zwei
Fachärzte für Geriatrie (Altersmedizin), die ihren Fachkollegen mit Rat
und Tat zur Seite stehen.
Die Poliklinik am ukb (Warener Straße 1, 12683 Berlin) hat letztes Jahr die
Zertifizierung zum „Osteologischen
Zentrum“ erhalten. Mittlerweile werden dort mehrere hundert Osteoporose-Patienten behandelt – in enger
Zusammenarbeit mit dem ukb sowie
Haus-und Fachärzten in Marzahn und
Hellersdorf.
Zudem wird Anfang 2019 die Arona
Klinik für Altersmedizin am Blumberger Damm ihre Pforten öff nen und zunächst 65 Betten für geriatrische Patienten zur Verfügung stellen.

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8

BEZIRKS-WIRTSCHAFT

BEZIRKS-JOURNAL

Erleuchtung aus Beton

Serie Start-ups im Fokus: Die Berliner Designwerkstatt LJ Lamps fertigt puristische Leuchten. Von Angelika Giorgis.

M

it einem Eimer Beton und einer
Probeleuchte experimentierten Frank Lenhart und Sascha
Janowsky-Lenhart in ihrer heimischen
Küche. Weil die erste gemeinsame Wohnung etwas Besonderes werden sollte,
entwarfen die Beiden ihre Möbel selbst.
Freunden und Bekannten gefiel, was sie
da sahen, und ermutigten die Kreativen,
daraus mehr zu machen.
Beton dient längst nicht nur dem
Hausbau. Auch als Werkstoff für Möbel
hat er Einzug in unsere Wohnungen
gehalten. Mit ihm lässt sich gut experimentieren. Das beweist der Designer
Janowsky-Lenhart an der Hängeleuchte
Delta. Sie kommt mit einem völlig intakten Lampenschirm zum neuen Eigentü-

Start-ups im
Fokus
FOTOS: SASCHA JANOWSKY-LENHART

Lampen wie diese werden unter anderem für Hotels und Firmengebäude hergestellt.

mer und der entscheidet, ob sie so an
der Decke hängen soll. Er kann nämlich
auch zum Hammer greifen und mit einigen Schlägen das Drahtgeflecht darunter freilegen. So entsteht ein sehr individuelles Einzelstück.
Der Betonfuß der 2.200 Gramm schweren würfelförmigen Leuchte Alpha kann
zwar Industriecharme versprühen, aber
auch – je nach Geschmack – in Rot, Gelb,
Blau, Grün oder Grau gefärbt werden.
Eine dicke Filzschicht darunter ermöglicht ein kratzfreies Schieben auf den
Möbeln. Auf die handgefertigten Einzelstücke wird eine 40 Watt starke EdisonSchmucklampe gesetzt. Diese gibt es
mittlerweile auch als LED (Light Emitting Diodes). Sie wirken aber noch nicht
ganz so schön wie die bisher eingesetzten. Da die beiden Jungunternehmer
keine Elektriker sind, werden die Kabel
in unterschiedlichen Farben eingekauft.
„Wichtig ist uns, dass wir so wenig wie
möglich Plastik verwenden“, sagt Frank
Lenhart. Die Kerzenständer Kappa entstehen quasi als Nebenprodukt aus Betonresten, die die Hersteller nicht wegwerfen wollen. Ein schönes Geschenk
für Betonliebhaber. Das Paar kostet 20
Euro.

Für die Holzlampen wird meistens
Ahornfurnier verwendet. Das kommt
auf Rollen in die Werkstatt. Dort hängt
bereits ein Einzelstück mit einem
Durchmesser von etwa einem Meter. 200
Meter Furnierband bilden den Schirm,
der ein unverwechselbares, gemütliches Licht erzeugt. Das Unikat wartet
noch auf einen Käufer. Die Lampen gibt
es in verschiedenen Größen, denn die
Kunden haben sehr unterschiedliche
Ansprüche. Sie kaufen für Hotels, Kantinen, Firmengebäude. Auch viele Händler
sind darunter.
Die Lampen, Kerzenhalter und andere
Accessoires werden nur online vertrieben. Auch bei Amazon findet man die
Unikate. Bis nach Neuseeland reicht die
Käuferschaft. Die meisten Bestellungen
kommen jedoch aus Deutschland. 90 bis
160 Euro zahlt man für die Betonleuchten, etwa 220 Euro für die Holzleuchten.
Das Prädikat „handgemacht“ steht bei
allen Produkten für Qualität, Individualität und zeitgemäße Gestaltung.
Seit 2014 gibt es die Firma. Die ersten Produktionsräume fanden sich im
früheren Rundfunkgebäude an der Nalepastraße. Dort trafen die jungen Designer auf viele Ateliers und andere Werkstätten. Doch ein Eigentümerwechsel

brachte die Kündigung. „Für ein nicht
stilles Gewerbe wie unseres ist es heute
schwer, Produktionsräume zu finden“,
erzählt Lenhart. „Hinzu kommt die mäßige finanzielle Ausstattung von Jungunternehmern.“ Ein neues Domizil bot sich
ihnen 2015 im econopark Plauener Straße, einem Gewerbepark der GSG in Berlin-Lichtenberg. Ihre Nachbarn kommen
aus den unterschiedlichsten Branchen:
Es sind Online-Händler, Tischler, Schlosser, Architekten, Physiotherapeuten, Autoreparaturwerkstätten, ein Handelsunternehmen und eine Versandapotheke.
Der Betriebswirtschafter Frank Lenhart
kümmert sich um den reibungslosen Ablauf der Bestellungen bei LJLamps und
Sascha Janowski-Lenhart, der studierte
Restaurator und kreative Handwerker,
entwickelt und fertigt neue Produkte.
„In der Werkstatt zu prüfen, wie sich
meine Ideen umsetzen lassen, bereitet
mir die meiste Freude und kostet auch
die meiste Zeit“ erzählt Janowski. Lenhart ist dann erster und wichtigster Kritiker der neuen Entwürfe. Er überprüft
sie auf Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Regelmäßig helfen auch Freunde
und Kommilitonen beim Betongießen
und Bearbeiten der Werkstoffe. Die beiden Jungunternehmer träumen davon,

dass sie sich mit wachsendem Erfolg
zunehmend mehr auf die Produktentwicklung und das Design konzentrieren
können und nicht mehr regelmäßig in
den Baumarkt fahren müssen, um neuen Beton einzukaufen.

Frank Lenhart und Sascha Janowsky-Lenhart gründeten ihr Unternehmen 2014 in
Köpenick.

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BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

AUS DEM BEZIRK

9

„Fremdkörper im Gebiet“

STADTPLANUNG: In der Mitte des Quartiers rund um den Boulevard Kastanienallee soll die Ruine der alten Kaufhalle abgerissen und dafür ein
Vierzehn- und ein Siebengeschosser gebaut werden. Dagegen regt sich Widerstand. Von Birgitt Eltzel.

E

in Termin in den Ferien um 19 Uhr
im Bezirklichen Informationszentrum (BIZ) an der Hellersdorfer
Straße war nicht besonders optimal
für eine Informationsveranstaltung zu
einem Bauvorhaben, das zwei U-BahnStationen weiter realisiert werden soll.
Dennoch war der Raum gut gefüllt. Der
Investor und neue Grundstückseigentümer, die Haberent Baugesellschaft mbH,
stellte die Bau- und Gestaltungspläne vor. Ebenso dabei ein Vertreter der
Gesobau, die das fertige Projekt übernehmen will. Das Bezirksamt war mit
Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke),
zuständig auch für Stadtentwicklung,
und dem Leiter des Stadtentwicklungsamtes, Manfred Weißbach, vor Ort.
Zuerst erläuterte Investor Maximilian Hägen das Projekt. Nach dem Abriss der Kaufhallenruine ab September
beginnen die bauvorbereitenden Maßnahmen, danach wird die Baugrube
ausgehoben. Geplante Fertigstellung
ist Ende 2020, Anfang 2021. Entstehen
sollen 147 Wohneinheiten, Ein- bis Vierraumwohnungen mit verschiedenen Zuschnitten, dazu Pkw-Stellplätze in einer
Tiefgarage und auf Außenstellplätzen.
56 Wohnungen sollen barrierefrei sein.
Der Anteil der geförderten Wohnungen
scheint noch nicht genau festzustehen.
In einem Flyer, der in den Haushalten
rund um die künftige Baustelle verteilt
wurde, heißt es: 121 Wohnungen werden gefördert, 28 sind frei finanziert.
In der Infoveranstaltung ließ die GESOBAU verlauten, dass wahrscheinlich die
Hälfte gefördert würde. Die Miete dafür
wurde mit 6,50 Euro nettokalt beziffert.
Ins Erdgeschoss eines Hauses soll ein
Kiezcafé einziehen.
Die Architektin Femke Hägen, Inhaberin der Gesellschaft von Architekten
mbH Berlin und Geschäftsführerin der
Haberent, legte dar, wie gebaut werden

FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL

Die alte Kaufhalle war lange ein Ärgernis. Über die Planungen für das Areal gibt es nun
aber ebenfalls Zoff.

soll: Das Hochhaus mit 65 Wohnungen
und ein Winkelbau mit 28 Wohnungen
umschließen einen begrünten Wohnhof. Dort wird es neben Spielelementen
für Kleinkinder und einer umlaufenden
Sitzmauer auch 81 Fahrradstellplätze
geben, führte die Landschaftsarchitektin Charlotte Huhold aus. Bäume und
blühende Büsche würden das Wohnumfeld ergänzen.
Nach diesen Vorträgen gingen die
ersten Zuhörer. Die anderen nutzten die
Möglichkeit, Fragen zu stellen. André
Kiebis, Anwohner und Vorsitzender des
Vereins Helle Hunde e. V., ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Er meldete sich als Erster. Inwieweit
sei das Projekt planungsrechtlich abgesichert? Muss es ein Hochhaus mit 14
Etagen sein? Habe sich der Investor vorher mal im Gebiet umgesehen, es gäbe
ja schon ein Kiezcafé? Inwieweit wur-

de das dortige Quartiersmanagement
einbezogen? Es gebe noch keinen Bauantrag, so Manfred Weißbach vom Bezirksamt und erklärte, warum man sich
für diese Variante entschieden hat. Das
Winkelgebäude nehme die umliegende
Baustruktur auf, das Hochhaus markiere den zentralen Punkt im Quartier, das
sei typisch für Marzahn-Hellersdorf. Außerdem sollte die Fläche zum Boulevard
hin offen sein, ohne das Hochhaus hätte
das Areal dichter bebaut werden müssen, ergänzte Maximilian Hägen. Was
das geplante Kiezcafé betrifft, so kenne
man durchaus die örtlichen Strukturen,
fuhr Manfred Weißbach fort, zusammen
mit dem Quartiersmanagement solle
aber überlegt werden, was dort noch
entstehen könnte.
Cornelia Sauer vom Verein Kids & Co,
der am Boulevard das „KastanienNest“
als Familiencafé betreibt, in dem auch

Jugendliche auf ihre berufliche Zukunft
vorbereitet werden, sagte klipp und
klar: „Ich hoffe, dass es so nicht bewilligt wird. Ich fühle mich auch nicht einbezogen.“ Sie erntete dafür kräftigen
Applaus vom Publikum. Ein anderer Zuhörer bezeichnete das geplante Hochhaus als Fremdkörper im Gebiet. Auch
er bekam hörbaren Zuspruch.
Das Kiezcafé stehe als Synonym für
eine soziale Einrichtung, beschwichtigte Bürgermeisterin Pohle, es werde auch
ein Verfahren geben, um Ideen dafür zu
sammeln. Und sie stellte klar: Baurechtlich hätten die Bürger keinen Einfluss
darauf, was und wie gebaut wird. Die
Veranstaltung sei dazu da, zu informieren, was passiert. Aber natürlich wolle
das Bezirksamt, dass das Quartiersmanagement den Prozess begleitet. Lisa
Weiß, Leiterin des QM-Teams, sicherte
Unterstützung zu. Sie wollte aber auch
wissen, wie die Informationen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht
werden und wer Ansprechpartner ist
für den Abriss und den Neubau. Maximilian Hägen bot ein Treffen an.
Weitere Fragen aus dem Publikum
betrafen die künftige Baustelle: Wie erfolgt die Anfahrt der Baufahrzeuge, wo
stehen die Kräne, bleibt die vorhandene
Durchwegung erhalten? Das sei derzeit
noch nicht klar, man werde aber darüber zum gegebenen Zeitpunkt informieren. Auch die nahe gelegene Kita kam
ins Spiel. Hätte man die nicht in das
Bauprojekt integrieren können, damit
das jetzige Kitagelände als Freifläche
zur Verfügung steht? Nein, hätte man
nicht, so Dagmar Pohle, weil dieses Areal nicht zum Verkauf stand. Nach eineinhalb Stunden war Schluss. Aber der Gesprächsbedarf war offensichtlich noch
groß, Investor und Bezirksamt mussten
weitere zahlreiche Nachfragen in persönlichen Gesprächen beantworten.

Stadtrand am Scheideweg

KULTUR: Der in Rom lebende Fotograf Pasquale Liguori reiste mehrmals auf eigene Kosten nach Marzahn. Mit gekonntem Blick entdeckte er viele
Parallelen zum Stadtrand von Rom. Von Birgitt Eltzel.

D

er Blick aus einer zerborstenen
Fensterscheibe der Brücke am
S-Bahnhof Ahrensfelde zeigt
eine ungewohnte Perspektive auf die
Märkische Allee. Aufgenommen hat das
Foto der in Neapel geborene und seit 20
Jahren in Rom lebende italienische Fotograf Pasquale Liguori. Elf Mal war er
in diesem Jahr auf eigene Kosten nach
Marzahn gereist, um den Stadtteil abzulichten.
In seiner „Impasse“ genannten Ausstellung, was man etwa mit „Sackgasse“ oder „Stillstand“ übersetzen kann,
setzt er die Bilder aus Marzahn in Beziehung zu Aufnahmen von Rom-Corviale.
„Stadtrand am Scheideweg“ lautet der
Untertitel der Exposition im alten Rathaus Marzahn, die von den Abgeordneten Dr. Manuela Schmidt (Linke) und
Iris Spranger ( SPD) unterstützt wurde, ebenso vom Quartiersmanagement

Marzahn-NordWest und zahlreichen
Akteuren im Gebiet wie Matthias Bielor
von der Spielplatzinitiative Marzahn
und Marina Bikadi vom Kulturhochhaus.
Der Corviale am römischen Stadtrand, hinter dem die Campagna beginnt,
die freie und bäuerliche Landschaft, gilt
mit rund einem Kilometer Länge als das
längste Wohnhaus Europas und als ein
Beispiel gescheiterter Utopien beim sozialen Städtebau. Denn es wurde längst
nicht alles dort vollendet, was Architekt
Mario Fiorentino einst plante – Dienstleistungen und städtische Funktionen
wie Kultureinrichtungen, die dort untergebracht werden sollten, um dem
Koloss an der Peripherie urbanes Leben
einzuhauchen, kamen nicht. So entstand
eine Wohnmaschine mit vielfältigen
Problemen und einer sozial schwachen
Bewohnerschaft. „Immer wieder gab
es aus Rom Forderungen, den Corviale

abzureißen“, erzählte Pasquale Liguori
während der Vernissage am Freitag, 31.
August. Denn aus Sicht der Innenstadt
ist der Corviale ein Problemviertel, für
seine Bewohner jedoch Heimat, wenn
auch eine verbesserungswürdige.
Das ist durchaus ein Berührungspunkt mit Marzahn-NordWest: Die
Sicht der Innenstadt auf die Peripherie.
Denn auch der Stadtteil hat nicht nur
mit vielfältigen sozialen Schwierigkeiten zu kämpfen, sondern auch mit einer
herablassenden Betrachtung von außen,
machte Dr. Manuela Schmidt deutlich.
Dabei sei es in den vergangenen Jahren
gelungen, auch mit Hilfe von Förderprogrammen und des 2020 auslaufenden Quartiersmanagements, zahlreiche
Initiativen anzustoßen und zu begleiten – eine weitere Gemeinsamkeit mit
dem Corviale. Obwohl dort, so Pasquale
Liguori, die Anstöße nicht aus millio-

nenschweren Programmen wie Soziale
Stadt und anderen kamen, sondern von
Bewohnern selbst, die sich in Eigeninitiative organisierten, nicht immer alle
hundertprozentig legal.
Liguori zeigt in seinen stillen, ästhetisch anspruchsvollen Fotos kaum Menschen, eher Strukturen und das Umfeld.
Es sind Aufnahmen, die Hässlichkeit und
unerwartete Schönheit zeigen, die von
Energie und Würde trotz mannigfaltiger
Probleme sprechen. Die menschliche
Komponente soll hinzukommen, wenn
Betrachter sich über die Aufnahmen
unterhalten. „Kommunikation ist ausdrücklich das Ziel“, sagt der Fotograf.
„Impasse – Stadtrand am Scheideweg“
ist bis 30. September im Erdgeschoss
des Rathauses Marzahn, Helene-WeigelPlatz 8, zu sehen. Geöffnet entsprechend
der Öffnungszeiten des Gebäudes: mo-fr
8 bis 19 Uhr. Eintritt frei.

10 TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

MUSIK | KONZERTE
Mio: Studiokonzert am 22. September, 20 Uhr.
Mios prägnante Stimme begleiten dynamische
Beats und atmosphärische Synthiesounds.
Ort: Kulturhaus Karlshorst.
„Schuld war nur der Bossanova“: Sonntagsmatinee am 23. September, 11 Uhr. Präsentiert
werden fetzige Rhythmen und gefühlvolle
Schlager. Mitwirkende sind Maja Lange (Gesang), Matthias Hessel und Ragtime-Band,
Virginia Ehrhardt (Klavier) und als Moderator
Manfred Hütter. Eintritt 9, erm. 7 Euro. Ort:
Linden-Center, Prerower Platz 1.
Vokalhelden: Öffentlicher Auftritt am 27. September, 16.30 Uhr. Eintritt frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.
Peter Meyer und Enkel: Peter Meyer von den
Puhdys ist mit Talk und Musik zu Gast, unterstützt von Gästen und Enkel. Konzert am 28.
September, 21 Uhr. Eintritt: 13 Euro Abendkasse, 11 Euro Vorverkauf. Ort: KISTE
Herzberger Swingnacht: Konzert am Freitag,
28. September, 19 Uhr mit Helmut Engel &
Band: Veronika Vogel, Gesang, Gitarre; Helmut
Engel, Saxophon, Querflöte; Thomas Wegel,
Kontrabass; Andrea Marcelli, Schlagzeug. Eintritt 12, ermäßigt 8 Euro. Ort: Museum Kesselhaus Herzberge.
Sisi-Ball: Ballnacht des 19. Jahrhunderts: Ball
wie in der Zeit von Kaiserin Elisabeth von Österreich mit zahlreichen Gesellschaftstänzen
am 29. September, 20 Uhr. Achtung: Teilnahme nur in Ball-Kleidung der Kaiserzeit! Eintritt: 55 Euro inkl. umfangreichem Buffet und
Begrüßungssekt. Am 28. September, 19 Uhr,
Vorbereitungsworkshop. Eintritt: 10 Euro. Ort:
Schloss Friedrichsfelde.
Sax in the City: Konzert am 29. September, 15
Uhr. Das Trio „WalkingTunes“ der Komischen
Oper Berlin lädt zu einem klangvollen Spaziergang über die Prachtstraßen der Welt ein. Ort:
Bodo-Uhse-Bibliothek.

„Impasse“: Fotos von Pasquale Liguori (Rom)
mit Porträts von Menschen in den Stadtrandgebieten von Marzahn und Rom. Zu sehen bis
30. September. Ort: Rathaus Marzahn.
Soft City – Stadt und Kunst // Japan & Berlin:
Ausstellung bis zum 25. Januar 2019 mit Werken von Künstlern aus Japan und Deutschland.
Im Fokus der künstlerischen Arbeiten der Ausstellung steht immer wieder der menschliche
Maßstab, der im japanischen Stadtraum mit
seiner kleinteiligen Holzarchitektur sehr viel
präsenter ist als im Westen. Ort: Kommunale
Galerie Schloss Biesdorf.
„Urbane Vektoren“: Ausstellung zum Thema
„Stadtraum im Wandel“. Zu sehen sind Werke
von Erik Göngrich, Judith Hopf, Folke Köbberling, Christine Kriegerowski, Susanne Lorenz,
Marisa Maza, Birgit Schlieps, Henrik Schrat
und Nasan Tur. Zu sehen bis 2. November, MoFr 10-18 Uhr. Ort: rk – Galerie.
„Bilder und Cuts“: Ausstellung mit Werken von
Jesper Dyrehauge und Birgit Hölmer. Zu sehen
bis 30. Oktober. Ort: studio im Hochhaus.
Stille lauschen – Die Farbe der Göttin: Ausstellung mit Bildern von Jeanett Kipka. Zu bis 3.
Oktober. Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten. Ort: Krankenhauskirche Wuhlgarten.
„Weltenwanderer“: Fotos von Jan Zwilling, zu
sehen bis 23. Oktober. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center.
Zeichnungen und Aquarelle: Bilder des Malers,
Grafikers und Pressezeichners Hanshermann
Schlicker, zu sehen bis zum 16. November. Ort:
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 2.
Negativbilder: Ein grafisches Mappenwerk aus
dem Kunstarchiv Beeskow des Künstlers Dieter Tucholke, zu sehen bis zum 23. September.
Eintritt frei. Ort: Schloss Biesdorf.
„Streifzüge durch die IGA 2017“: Ausstellung
von Margita Görner, zu sehen bis 30. Oktober.
Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.
Eintritt frei.

„Servus Peter“: Eine Hommage an Peter Alexander“ am 29. September, 16 Uhr. Eintritt: 47,
erm. 42,90 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.

„Es ist meine Sicht“: Fotografien von Thomas
Bechtle, zu sehen bis zum 28. September. Ort:
Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“.

THEATER & KABARETT

Maritimes: Fotografien von Dünen, Wellen und
Leuchttürmen präsentiert der Fotograf Harald
Jastram bis zum 24. September. Eintritt frei.
Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek.

Wanderung durch die Mark Brandenburg
- Ein Highmatabend am 28. September, 20
Uhr. Gastspiel Theater des Lachens, Frankfurt
(Oder) anlässlich des 200. Geburtstages von
Theodor Fontane. Karten zwischen 5,50 und
7,50 Euro unter Tel. 030 9917927 oder per Mail
pupp@das-weite-theater.de. Ort: Das Weite
Theater.
Effi: Theaterstück nach Theodor Fontane in
einer Fassung von Oliver Schmaering und Kay
Wuschek. Aufführungen: 18.09, 18 Uhr, 19.09.,
19 Uhr, 21.09., 18 Uhr, 24.09., 18 Uhr, 25.09., 18
Uhr, 26.09., 10 Uhr, 4.10., 19 Uhr, 5.10., 18 Uhr,
6.10., 20.30 Uhr, 8.10., 18 Uhr, 9.10., 10 Uhr. Karten: Erwachsene 13 Euro, Kinder 7 Euro. Ort:
Theater an der Parkaue.

AUSSTELLUNGEN
Sylvia und Albrecht Brendel: Querbeet: Aquarelle, Collagen, Buchgestaltung, Grafiken,
Handeinbände, zu sehen vom 28. September
bis zum 1. November. Ort: Galerie Ost-Art.
Zweierlei : Vielfalt: Bilder, Zeichnungen und
Grafiken von Olaf Rammelt, Plastiken und Keramiken von Christine Rammelt-Hadelich, zu
sehen vom 29. September bis zum 8. November. Vernissage: 28. September, 19 Uhr. Ort:
Studio Bildende Kunst
„Verzaubertes Land“: Chinesische Kunst von
Wang Lan, zu sehen bis zum 3 Oktober. Ort:
Kulturhaus Karlshorst.
Verstrickungen / Entanglement: Ausstellung
mit Arbeiten der Künstler*innen Michaela
Meise, Forensic Architecture & Die Gesellschaft der Freund*innen von Halit / Initiative
6. April und Tomás Saraceno. Vernissage am
Freitag, 28. September, 19 Uhr. Zu sehen bis 11.
November. Ort: after the butcher.

„Voll der Osten – Leben in der DDR“: Fotoausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung
der SED-Diktatur und Foto-Agentur „Ostkreuz“.
Zu sehen werktags von 10-20 Uhr. Eintritt frei.
Ort: Volkshochschule Lichtenberg.

GESCHICHTE
„Stein auf Stein - Backsteinbauten in Marzahn-Hellersdorf“: Ausstellung über Zielbauten im Bezirk, Vorstellung von Gebäuden mit
ihrer Bau- und Nutzungsgeschichte sowie Erläuterung der Ziegelherstellung von Hand und
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industriell. Zu sehen bis 24. Mai 2019. Eintritt
frei.
ausgegrenzt – verfolgt – ermordet: Ausstellung über das Schicksal von Sinti und Roma
zwischen 1933 und 1945. Zu sehen bis Ende Dezember. Eintritt frei. Ort: Museum Lichtenberg.
„Inhaftiert in Hohenschönhausen. Zeugnisse
politischer Gewalt 1945-1989“: Dauerausstellung im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis.
Führungen: Einzelbesucher: stündlich 10-16
Uhr (6, erm. 3 Euro), Gruppen (Voranmeldung):
täglich 9-16 Uhr, Eintritt frei. Ausstellung tgl.
9-18 Uhr. Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Staatssicherheit in der SED-Diktatur: Dauerausstellung im Stasi-Museum. Geöffnet Mo-Fr
10-18 Uhr, Sa/ So 11-18 Uhr. Ort: Stasi-Museum/ASTAK e.V.
Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941-1945: Dauerausstellung.
Eintritt frei. Ort: Deutsch-Russisches Museum
Berlin-Karlshorst.

VORTRAG | LESUNG
Der Hase im Rausch spielt Cello - Esche liest
Esche – Romane spielt Bach: Esther Esche präsentiert am 18. September, 19 Uhr, Texte ihres
Vaters Eberhard Esche: Eintritt: 4, erm. 3 Euro.
Ort: Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek.
Der Freischütz: Musikalischer Abend im Rahmen der Reihe „Marzahner Konzertgespräche“
am 19. September, 19 Uhr. Zu Gast: Prof. Susanne Fontaine. Eintritt frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. Anmeldungen sind
erwünscht unter Tel. 030 54704142.
Vortrag über Sinti und Roma: Der Historiker
Thomas Irmer spricht am 19. September, 19
Uhr, darüber, wie Sinti und Roma im Städtischen Arbeitshaus Rummelsburg verfolgt
wurden. Eintritt frei. Ort: Museum Lichtenberg.
Die Kanalinseln: Internationaler Abend am 20.
September, 19 Uhr. Auf dem Programm: Reisebericht von Bernd Schneider. Dazu landestypisches Essen. Eintritt: 3 Euro. Ort: Museum Kesselhaus.
„Mit Karamba in den Bundestag“: Der Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby (SPD)
präsentiert am 20. September um 19 Uhr sein
Buch, in dem er seinen Weg vom Senegal ins
deutsche Parlament zeichnet. Eintritt frei. Ort:
Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. Anmeldung erbeten unter Telefon 030 54704142.
„Männerspagat“: Lesung mit Journalist, TVModerator und Autor Hajo Schumacher am
24. September, 19 Uhr. Eintritt 4, ermäßigt 3
Euro. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek im LindenCenter.
„Erinnerungen an Schulzenhof: Erwin Berner,
der älteste Sohn von Eva und Erwin Strittmatter erinnert sich am 26. September, 19 Uhr,
an seine Kindheit auf dem Schulzenhof. Ort:

BEZIRKS-JOURNAL
Bodo-Uhse-Bibliothek.
„Atacama, Anden, Osterinsel – eine Reise
durch Chile und Argentinien“: Lichtbildervortrag und Reisebericht mit Dr. Sabine Geschke
am 28. September, 18 Uhr. Eintritt: 2 Euro. Ort:
Anton-Saefkow-Bibliothek.
„Keine halben Sachen“: Lesung mit Peter Sodann am 29. September, 19 Uhr. Tickets 18
Euro Vorverkauf, 20 Euro Abendkasse. Ort:
Schlossgut Altlandsberg.
„Der Lachende Löwe“: Reinhard Griebner liest
aus der Biografie über Albert Schweitzer – am
10. Oktober, 15 Uhr. Ort: Mittelpunktbibliothek
„Ehm Welk“.
Haus Dittmar: Marzahn-Hellersdorfer Gespräch zur Geschichte am 17. Oktober, 18 Uhr.
Vortrag mit Präsentation von Dr. Dr. Ute Linz
und Dr. Peter K. Bachmann. Die Einordnung
des Hauses in die Architekturstile des 20. Jahrhunderts und die Illustration des denkmalgeschützten Bestands werden ebenso Teil des
Vortrags sein wie die Geschichte des Hauses,
Sanierungsmaßnahmen und Erfahrungen mit
Handwerkern, Gutachtern und Behörden. Ort:
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf.

FÜHRUNG & AUSFLUG
Das Kesselhaus und seine Geschichte: Führung im Rahmen der Stadttour Lichtenberg
am 22. September, 11 Uhr, mit Heinz-Hermann
Jurczek. Treffpunkt vor dem Museum auf dem
Gelände des Ev. Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge, Haus 29, Herzbergstraßee 79,
10365 Berlin. Teilnahme: 4 Euro. Veranstalter:
Studio Bildende Kunst.

KINDER & FAMILIE
Wenn Du zappelig bist: Spiel- und Bewegungslieder mit Robert Metcalf für Kinder ab 4 Jahren am 18. September, 10 Uhr. Anmeldung unter Tel. 030 5616170. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort:
Bezirkliches Informationszentrum MarzahnHellersdorf.
„Der gestiefelte Kater“: Aufführung mit dem
PuppenMusiktheater Zauberton am 22. September, 10 Uhr. Eintritt: 1 Euro. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark .
„Das kleine Ich bin Ich“: Gastspielt des Figurentheaters TheaterGeist am 22. September,
10 Uhr. Eintritt 1 Euro. Ort: Anton-SaefkowBibliothek.
Rapunzel: Puppenspiel für Kinder am 23. September, 11 Uhr. Eintritt: 3 Euro. Ort: Kulturhaus
Karlshorst.
Jorinde und Joringel: Theaterstück mit Christine Müller, Regie Dorothee Carls, am 23. September, 16 Uhr. Weitere Aufführungen am 25.
und 26. September, 10 Uhr. Karten zwischen
5,50 und 7,50 Euro unter Tel. 030 9917927 oder
per Mail pupp@das-weite-theater.de. Ort: Das
Weite Theater.
Zebrastreifen: Aufführung des Musiktheaters
Nobel-Popel am 26. September um 9 und 11
Uhr. Ein Theaterstück für kleine Menschen ab
5 Jahren, die sich im großen Straßenverkehr
zurechtfinden sollen. Eintritt: 4,50 Euro. Ort:
Freizeitforum Marzahn.
Zimbel Zambel: Das Eisenbahnmärchen: Ein
spannendes und lustiges Marionettenspiel
vom Lande mit vielen Liedern, für Kinder ab
3 Jahren, am 27. September, 9 Uhr. Eintritt: 5,50
Euro. Anmeldung Tel. 030 5616170. Veranstalter: Kulturring in Berlin e.V. Ort: HumboldtHaus.
Sieben auf einen Streich: Aufführung von „Das
tapfere Schneiderlein” vom Puppen-MusikTheater Martin Lenz am 29. September, 11 Uhr.
Eintritt: 1 Euro. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek
im Linden-Center.

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BEZIRKS-JOURNAL

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KINO
Arthur & Claire: Film von 2017, zu sehen am
22. September, 20 Uhr. Ort: Schlosskirche/
Schlossgut Altlandsberg. Eintritt: 5 Euro.
Programm Kino Kiste:
20.9.- 26.9.
Thilda und die beste Band der Welt: Do., Mi.
15.55 Uhr, Fr.16.20 Uhr, Sa., Di. 15.50 Uhr
Matti und Sami: So., Mo. 16 Uhr
Gundermann: Do., So., Mi. 13.40 Uhr, Sa., Di.
17.35 Uhr, Fr. 20.15 Uhr, Mo. 19.55 Uhr
Mission Impossible- Fallout: Fr. 13.40 Uhr, Mo.
13.20 Uhr, Do., Mi. 17.35 Uhr, So. 17.40 Uhr, Sa.,
Di. 19.55 Uhr
Wir sind die Champions: Sa., Di.13.40 Uhr,
Fr.18.05 Uhr, Mo. 17.45 Uhr, Do., Mi. 20.10 Uhr, So.
20.15 Uhr
27.9.- 3.10.
Thilda und die beste Band der Welt: Do., So.,
Mi. 16.15 Uhr, Fr., Mo. 16.10 Uhr, Sa. 15.05 Uhr,
Di. 15.45 Uhr
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2. Groß Eichholzer

Trödelmarkt

Großer privater Dorftrödelmarkt
Kaffee & Kuchen
Bratwurst vom Grill

Selbstgebrautes Bier von Hopfenhexe.de

im Netz:
weitere Informationen
www.dorftroedel.de

16. September
10-16 Uhr

an den Eichen in 15859 Storkow/
Ortsteil Groß Eichholz

Ein Bezirk, viel Kunst

LANGE NACHT DER BILDER: 160 Künstler laden an 33 Kunstorte ein.

Z

um elften Mal präsentieren sich formances und Installationen, laden die
in Lichtenberg Ateliers, Werk- Besucherinnen und Besucher ein, selbst
stätten, Kunsthäuser, kommuna- kreativ zu werden und sich an Kunstakle Galerien und weitere Kreativorte – tionen zu beteiligen. Alle Veranstaltunwährend der „Langen Nacht der Bilder“ gen sind für Besucherinnen und Besuam 14. September. Insgesamt kommen cher kostenfrei.
Kunstfreunde an 33 Orten Lichtenbergs
Erstmals kann die kulturelle Vielfalt
auf ihre Kosten.
auch per Fahrrad oder Bus entdeckt
Bezirksbürgermeister
Michael werden. Es werden vier Touren per
Grunst wird die „Lange Nacht der Bil- Bus und drei begleitete Fahrradtouren
der“ um 17 Uhr in der Jugendkunst- angeboten. Die Touren machen jeweils
schule, Demminer Straße 4, 13059 Berlin, an ausgewählten Kunstorten Station
eröffnen. Gäste der
und geben den
Eröffnung sind der
Mitfahrenden GeSchirmherr der 11.
legenheit, die AusLangen Nacht der
stellungen anzuseBilder, Kultursenahen und Angebote
tor Dr. Klaus Lewahrzunehmen.
derer und die ausDie Lange Nacht
stellenden Künstler
der Bilder wird
und Künstlerinnen.
vom
Bezirksamt
„Lüül & Band“ umLichtenberg
mit
rahmen den Abend
dem Kulturring in
FOTO: BEZIRKSAMT LICHTENBERG Berlin e.V. veranmusikalisch, außerdem gibt es kleine Freuen sich auf die Lange Nacht: Bürgerstaltet, unterstützt
Speisen und Ge- meister Michael Grunst, Kulturamtsleiterin von der Senatsvertränke. Der Eintritt Daniela Bell und Senator Klaus Lederer.
waltung für Kultur
ist frei.
und Europa und
Während der Langen Nacht der Bil- der Howoge Wohnungsbaugesellschaft
der zeigen etwa 160 Künstlerinnen und mbH. Das Bezirks-Journal und LichtenKünstler Werke der bildenden Kunst, bergMarzahnplus.de sind MedienpartFotografie und Design. Aber auch Per- ner.
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gut zu erreichen über die BAB13, Ausfahrt
Teupitz, weiter über Halbe, Märkisch-Buchholz
und Münchehofe oder über die BAB12, Ausfahrt Storkow, weiter Richtung Beeskow auf
der L741 Abfahrt Bugk/ Kehrigk

Mission Impossible - Fallout: Do., So., Mi.
13.35Uhr, Sa. 16.45 Uhr, Di. 17.30 Uhr, Fr. 19.30
Uhr, Mo.19.40 Uhr
Wir sind die Champions: Fr., Mo. 14 Uhr, Do.,
So., Mi. 18 Uhr, Sa. 19.20 Uhr, Di. 20.10 Uhr
Nach dem Urteil: Fr. 9 Uhr Seniorenkinobrunch, Sa. 13.30 Uhr, Di. 14 Uhr, Fr., Mo. 17.50
Uhr, Do., So., Mi. 20.10 Uhr
Freiluftkino Biesdorfer Parkbühne
20.- 26.09.
Thilda und die beste Band der Welt: Do. 19.30
Uhr
Gundermann: Fr. 22.35 Uhr, Mo., Mi. 20 Uhr
Mission Impossible: So. 20 Uhr
Wir sind die Champions: Di. 20 Uhr
„Brunnengeflüster“: Theaterfilm zur Geschichte des Mühlengrundes am 5. Oktober, 19.30 Uhr.
Eintritt frei. Ort: Humboldt-Haus.

MUSIK AUF DEM SCHLOSSGUT

23.09.2018, 19 Uhr
13.10.2018, 19 Uhr
27.10.2018, 19 Uhr

Klassik Populär
Musikalische Residenzen: Geniestreiche(r)
Märkische Musiktage – Konzert Meisterkurs

KINO IN DER SCHLOSSKIRCHE

22.09.2018, 20 Uhr
20.10.2018, 20 Uhr

Arthur & Claire
Wohne lieber ungewöhnlich

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HEIRATEN |
TAGEN | FEIERN

RESTAURANT
KULTUR AUF DEM SCHLOSSGUT SOZIETÄTSBRAUEREI

29.09.2018, 19 Uhr
03.11.2018, 19 Uhr

UND SONST...

28.09.2018, 20 Uhr
12.10.2018, 20 Uhr

Lesung Peter Sodann: „Keine halben Sachen“
Operettenball
Nachtwächter-Führung über das Schlossgut
Nachtwächter-Rundgang durch Altlandsberg

Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation.

& BRENNEREI

Besuchen Sie das
Schlossgut
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 11-17 Uhr
Sa/ So 11-16 Uhr
Restaurant
tgl. ab 12 Uhr

Krummenseestraße 1
15345 Altlandsberg
www.schlossgut-altlandsberg.de
info@schlossgut-altlandsberg.de
Tel: 033438 151150

11

Museum widmet
sich dem Bauen
mit Backsteinen
AUSSTELLUNG: Historiker
informieren über traditionelle
Steinbauweise im Bezirk.

S

tein auf Stein“ heißt die neue
Ausstellung, die ab sofort bis zum
Frühjahr kommenden Jahres im
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf
zu sehen ist.
In Marzahn-Hellersdorf finden sich
sehr unterschiedliche ziegelsichtige
Bauten, entstanden von der Mitte des
19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.
Das Spektrum reicht von Privathäusern über öffentliche Gebäude wie
Schulen, Bahnhöfe und Krankenhäuser
bis hin zu Gewerbebauten.
Sie knüpfen teils an die Schinkelschule an, so die 1871 eingeweihte Dorfkirche auf dem Marzahner Anger, die auf
einem Entwurf von Friedrich August
Stüler basiert und das Ensemble der
1893 eröffneten Anstalt Wuhlgarten in
Biesdorf, dessen Bauprogramm Hermann Blankenstein ausarbeitete. Das
vermutlich älteste Backsteingebäude
im Bezirk ist das ehemalige Biesdorfer
Pfarrhaus. Ab etwa 1870 entstanden in
den Dörfern zudem ziegelsichtige Ställe
und Scheunen. Vor allem in den Dorfkernen von Kaulsdorf und Marzahn
haben sich solche Gebäude bis heute
erhalten. Besonders aufwändig gestaltet ist der frühere Kuhstall des Gutes
Biesdorf.
Im 20. Jahrhundert wurde die Tradition fortgesetzt mit Bauten, die in
modernen Baustilen wie der Neuen
Sachlichkeit ausgeführt sind. Beispiele hierfür sind das Empfangsgebäude
des S-Bahnhofes Mahlsdorf und die St.
Martinskirche in Kaulsdorf. Seit den
1980er-Jahren erfährt der Backsteinbau
eine erneute Renaissance. In der Ausstellung werden die Gebäude in ihrer
Bau- und Nutzungsgeschichte dargestellt. Zudem wird die Ziegelherstellung
von Hand und industriell anhand von
Objekten erläutert.
Die Ausstellung ist Mo-Fr von 11 bis
17 Uhr im Bezirksmuseum MarzahnHellersdorf, Alt-Marzahn 51, zu sehen.

ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN
after the butcher - Ausstellungsraum für
zeitgenössische Kunst und soziale Fragen,
Spittastr. 25, 10317 Berlin, geöffnet nach
Vereinbarung unter Tel. 0177 6487212
Anna-Seghers-Bibliothek Im Linden-Center,
Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030
92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20
Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr.
Bezirkliches Informationszentrum MarzahnHellersdorf, Hellersdorfer Str. 151 (nördl.
Seilbahnstation), 12619 Berlin.
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, AltMarzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030 54790921,
Internet: www.museum-marzahn-hellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr.
Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und
Musikbibliothek, Marzahner Promenade
52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10-19.30 Uhr; Mi
14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr

Biesdorfer Parkbühne, Nordpromenade 5,
12683 Berlin.
Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Straße 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15
Uhr.
Bürgerkomitee 15. Januar e.V. Berlin (StasiMuseum), Ruschestr. 103, 10635 Berlin
Das Weite Theater, Parkaue 23, 10367 Berlin,
Tel. 030 9917927.
Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin,
Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So
10-18 Uhr.
Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030
5427091.
Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-WolfStraße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr

Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr.
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen,
Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030
98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de
Humboldt-Haus, Warnitzer Straße 13 A, 13057
Berlin, Tel. 030 96242-0.
KISTE Kino & Konzerte & mehr am UBahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str. 10,
12627 Berlin, Tel. Tel. 030 9987481.
Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin,
Tel. 030 562969423.
Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr.
Maxie-Treff Begegnungsstätte, Maxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin.
Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte
Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030

9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 11-17
Uhr; Mi, Fr 11-15 Uhr
Museum Kesselhaus Herzberge, Förderverein Museum Kesselhaus Herzberge e.V.,
Herzbergstraße 79, 10365 Berlin, Tel. 030
54722424. Öffnungszeiten: Di 14-16 Uhr, Do
14-18 Uhr.
Museum Lichtenberg im Stadthaus,
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030
5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und So
11-18 Uhr.
Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz 8,
12681 Berlin, Mo-Fr 8-18 Uhr.
rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im
Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683
Berlin, tgl. 10-18 Uhr.
Schloss Friedrichsfelde, Am Tierpark 41,

10319 Berlin. Reservierungen unter Tel. 030
51531407.
Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150.
Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße
103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854,
Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt:
Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro.
Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13,
10365 Berlin, Tel. 030 5532276.
studio im HOCHHAUS, Zingster Straße 25,
13051 Berlin. Tel. 030 929 38 21.
Theater an der Parkaue, Parkaue 24, 10367
Berlin, Tel. 030 55775252.
Volkshochschule Lichtenberg, Paul-JuniusStraße 71, 10369 Berlin, Tel. 030 90296-5971.
Senden Sie uns Ihre Veranstaltungstipps per
E-Mail an kultur@bezirks-journal.de

BEZIRKS-JOURNAL - Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR: Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
VERLAG: Medienbüro Gäding, Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin | KONTAKT Tel. 030 55 49-43 60, Fax: 030 55 49-43 69, E-MAIL: redaktion@bezirks-journal.de INTERNET: www.bezirks-journal.de
FACEBOOK: www.facebook.com/bezirksjournalberlin | REDAKTION & INTERNET: Marcel Gäding (Ltg.), Volkmar Eltzel (lima+) | ANZEIGEN: Lutz Neumann, Tel. 030 55 49-96 55, E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de | Vertrieb & Verteilung: Eigenvertrieb | E-MAIL: vertrieb@bezirks-journal.de | DRUCK: Pressedruck Potsdam GmbH, Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam
GESAMTAUFLAGE: 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 4/2017 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 11. Oktober 2018.

12

BEZIRKS-LEBEN

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

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FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL

Nicht billig: 20.000 Euro muss der Bezirk für die Instandsetzung der Landmarke berappen - und das nur, weil irgendjemand nicht aufgepasst hat.

Wer hat an der Uhr gedreht?

MARZAHN: Die Landmarke auf dem Helene-Weigel-Platz ist gerade einmal drei Jahre alt, aber schon in einem
beklagenswerten Zustand. Wer dafür verantwortlich ist, darüber lässt sich nur mutmaßen.

E

r war ein Hingucker, der vier Meter hohe Pylon am Helene-WeigelPlatz. Vor mehr als drei Jahren
wurde die sogenannte Landmarke mit
einer Karte, auf der alle Geschäfte und
Einrichtungen rund um den Platz vor
dem alten Marzahner Rathaus aufgeführt sind, aufgestellt. Marzahns erster
Bürgermeister Gerd Cyske freute sich
bei der Einweihung, erhielt doch der
Helene-Weigel-Platz damit auch seine
erste öffentliche Uhr. Die hatte sich Cyske, von der Bezirksgründung bis 1990
Bezirkschef, immer gewünscht, aber nie
bekommen.
Die Uhr funktioniert noch immer,
der Pylon aber ist in einem beklagenswerten Zustand. Er ist mit Graffiti beschmiert und bereits seit Monaten eingedellt. Ein Markthändler soll dagegen
gefahren sein, erzählt man sich. Auf

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Julateg

Finsolv Marzahn/Hellersdorf e.V.
Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung
Die Beratung ist kostenlos, unverbindlich und auf Wunsch anonym.
Tel. 030 54 71 21 52 – E-Mail: julateg_marzahn_hellersd@t-online.de
Montag-Freitag
08.00-12:00 Uhr
Montag-Donnerstag 14.00-17.00 Uhr
Dienstag
15.00-18.00 Uhr
montags offene Sprechstunde von 13.30-16.00 Uhr (ohne Termin)

Ernst-Bloch-Straße 43, 12619 Berlin

dem Areal findet regelmäßig ein Wochenmarkt statt, auf dem Lebensmittel,
Textilien und Schnickschnack verkauft
werden.
Dass es tatsächlich einer der Händler
war, der gegen die Landmarke geprallt
ist, kann Johannes Martin (CDU), Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Grün und
Tiefbau, allerdings nicht bestätigen.
„Der Verursacher ist leider unbekannt“,
sagt er. Damit könne er auch nicht zur
Rechenschaft gezogen werden – und
der Bezirk muss eine Reparatur selbst
bezahlen.
Weil der Pylon auf der Westseite des
Helene-Weigel-Platzes eine Sonderanfertigung ist, wird das nicht billig. „Es
wird etwa 20.000 Euro kosten“, sagt
Martin. Dennoch soll die Säule mit dem
rot-gelben Logo des Helene-Weigel-Platzes erneuert werden. „Wir hoffen, dass

wir das möglichst rasch hinkriegen“,
sagt der Stadtrat.
Die Landmarke, die auch nachts beleuchtet wird, gehörte zu Maßnahmen
für die Belebung des Helene-WeigelPlatzes, die von 2012 bis 2015 durch
eine eigens gebildete Zukunftsagentur
realisiert wurden. Rund 180.000 Euro
Fördermittel kamen in dieser Zeit aus
den Programmen Soziale Stadt und
Wirtschaftsdienliche Maßnahmen. Zu
den Aufgaben der Zukunftsagentur gehörte auch, ein Konzept für die Westseite des Platzes zu erarbeiten. Getan hat
sich dort allerdings noch nichts – das
wird erst mit dem Abriss des Kinos
Sojus beginnen, der nach mehrfacher
Verschiebung vom Eigentümer für Ende
2018/2019 avisiert ist. Wie berichtet, sollen dort seniorengerechte Wohnungen
und ein Supermarkt entstehen. (el.)
        
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