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Periodical volume

Full text: Marzahn-Hellersdorfer Bezirks-Journal Issue 5.2018,12

NAHVERKEHR:

JUBILÄUM:

Warum die Seilbahn ein Segen
wäre. Seite 3

Warum der Bezirk ein ganzes
Jahr feiert. Seite 4

Bezirks-Journal
in Zusammenarbeit mit

plus.de
www.lichtenbergmarzahn

Kostenlose Monatszeitung für Marzahn-Hellersdorf | Ausgabe 12/2018 | www.lichtenbergmarzahnplus.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare

Stadtrat tritt nach nur
zwei Jahren zurück

WAS FÜR EIN ZIRKUS

BEZIRKSPOLITIK: Johannes Martin führt persönliche Gründe an. CDU
nominiert als Nachfolgerin Nadja Zivkovic. Von Birgitt Eltzel.

S

tadtrat Johannes Martin (CDU),
verantwortlich u.a. für Wirtschaft, Tiefbau und Grünflächen,
wird sein Amt aus persönlichen Gründen im Dezember aufgeben. Das teilten
Mario Czaja, Vorsitzender des CDUKreisverbandes Wuhletal, und Alexander J. Herrmann, Fraktionsvorsitzender
der Christdemokraten in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mit.
„Meiner Partei war und ist es wichtig,
dass wir neben dem Wirtschaftsressort
auch Verantwortung für das Straßenund Grünflächenamt tragen. Dieses
Ressort betriff t ganz unmittelbar fast
jeden der Bewohner in unserem Bezirk
und nach den vielen Jahren der Entbehrungen und Sparmaßnahmen soll nun
erstmals wieder spürbar in die Sanierung von Geh-, Radwegen und Straßen
investiert werden“, sagte Czaja. Weiter
heißt es: „Johannes Martin hat in den
letzten zwei Jahren in diesen Bereichen
sehr engagierte und erfolgreiche Arbeit
geleistet.“ Er bedauere den Rücktritt,
erklärte der Kreisvorsitzende, habe

aber Verständnis und Respekt für diese
Entscheidung. Johannes Martin ist 31
Jahre alt, verheiratet und hat zwei kleine Kinder.
Als Nachfolgerin haben der Vorstand
der Bezirks-CDU und die Fraktion einstimmig Nadja Zivkovic nominiert. Die
Juristin wurde 1978 in Dresden geboren. Sie hat in Dresden studiert und
dort das erste und zweite Staatsexamen abgelegt. Zudem studierte sie in
Berlin Kommunikationswissenschaften
an der Technischen Universität. Sie ist
Mitglied der CDU. Nadja Zivkovic hat
seit dem Jahr 2012 verschiedene Wirtschaftsprojekte für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf in leitender Funktion
verantwortet. So baute sie das Netzwerk Gesundheitswirtschaft für den
Bezirk auf und legte wesentlich die
Grundlagen für das Smart Living Center auf dem UKB-Campus.
Die Reaktion der anderen politischen
Parteien auf die Entscheidung Martins
fällt unterschiedlich aus. Lesen Sie
mehr dazu auf Seite 2.

FOTO: STEFFI BEY

Profis trainieren Nachwuchsartisten
In der Zirkuswelt haben sich Jaqueline Marschan und Ralf Lindner als Einrad-Duo „Die
Farfellos“ 25 Jahre lang einen Namen gemacht. Nun gehören die beiden Profi-Artisten
zum Trainerteam des Kinder- und Jugendzirkusses CABUWAZI. Mindestens dreimal pro
Woche geben sie dort ihr Wissen an den talentierten Nachwuchs weiter – und lernen
dabei selbst noch etwas. Mehr dazu auf Seite 12.

2

BEZIRK AKTUELL

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

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BEZIRKSPOLITIK: Der Rücktritt von Johannes Martin sorgt für unterschiedliche Reaktionen bei Linken, SPD und Grünen. Von Marcel Gäding.

E

twas versteckt, weit hinten in
der Tagesordnung, taucht Punkt
8.1 auf: „Nachwahl eines Bezirksamtsmitgliedes“ heißt es in der Vorlage für die Dezember-Sitzung der Bezirksverordneten. Demnach soll Nadja
Zivkovic Nachfolgerin von Johannes
Martin (beide CDU) werden, der zum
12. Dezember aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt hat.
Dass Martin sein Amt aufgibt, munkelte man schon lange auf den Rathausfluren. Dennoch kommt die Entscheidung überraschend: Erst im Ende 2016
hatte der 31-JähANZEIGE
rige sein Amt als
Bezirksstadtrat für
Wirtschaft, Straßen und Grünflächen angetreten,
nachdem sein Vorgänger Christian
Gräff ins Berliner
Abgeordnetenhaus
wechselte.
Anfangs eher zurückhaltend, freundete
sich Martin schnell
mit seinem Posten
an und verschaffte
sich
parteiübergreifend Respekt
– das spiegelt sich
auch in den Reaktionen auf seinen
Rücktritt.
„Herr Martin hat sich über Parteigrenzen hinweg große Anerkennung
erarbeitet“, teilten der Marzahn-Hellersdorfer Chef der Linken, Kristian
Ronneburg, und Linksfraktionschef
Bjoern Tielebein mit. „Wir waren sicher nicht immer einer Meinung, jedoch
stand immer gegenseitiger Respekt
im Mittelpunkt.“ Auch während der
vergangenen Wahlperiode, als Linksfraktion und CDU-Fraktion keine vereinbarte Zusammenarbeit führten,
habe sich Herr Martin uns gegenüber
als ausgesprochen konstruktiver und
an der Sache orientierter Kollege erwiesen. „Wir wünschen Herrn Martin
alles erdenklich Gute auf seinem weiteren Lebensweg.“ Was die Linksfraktion verschweigt: So manches Mal gab

es mächtig Zoff um die Art und Weise,
wie Martin sein Amt führt. Zuletzt war
ihm von SPD und LINKE vorgeworfen
worden, eine neue Verkehrsregelung
am Biesdorfer Rapsweg im Alleingang
durchgeboxt zu haben.
Wesentlich härter geht die MarzahnHellersdorfer Grünen-Chefin Julia
Scharf mit Johannes Martin ins Gericht – vor allem wegen der Sanierung
der Mahlsdorfer Lemkestraße: „Der
Personalwechsel in der CDU muss genutzt werden, um endlich eine einvernehmliche Lösung im Sinne des Naturschutzes und der
Anwohner*innen
zu schaffen“, teilte
Scharf mit. Damit
bestehe die Chance, die Maßnahmen konstruktiver
zu planen. „Die
Intransparenz –
etwa in Bezug auf
das weiterhin nicht
veröffentlichte
Gutachten – muss
endlich ein Ende
haben, es muss
ohne Aufwand online für jeden einsehbar sein.“ Ihre
Vorstandskollegin
Inka Seidel-Grothe hegt mit dem Personalwechsel den Wunsch, „dass die Ziele
des Berliner Mobilitätsgesetzes nicht
ins Gegenteil verkehrt werden“. Nun
bestehe die Chance für echte Mitwirkung der Öffentlichkeit und transparente, offene Verfahrensabläufe.
Ebenfalls geteilt ist die Reaktion von
Paul Kneffel, dem Geschäftsführer der
SPD-Fraktion: „Wir hatten des Öfteren
deutlich andere Auffassungen und kontroverse Debatten, grade was die Arbeit
der Ordnungsämter anging. Auch wenn
wir uns in der Sache gerne gestritten
hatten, habe ich ihn menschlich immer geschätzt“, schrieb Kneffel auf
Facebook. Er freue sich, seiner Nachfolgerin Nadja Zivkovic die Haltung der
SPD-Fraktion in Sachen Ordnung und
Sicherheit noch mal näher bringen zu
dürfen.

FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL

Johannes Martin trat im November 2016 sein Amt als Bezirksstadtrat an. Nach zwei Jahren
gibt er den Posten nun auf.

BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

BEZIRK AKTUELL

3

Attraktiver Zubringer zur U5

NAHVERKEHR: Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung wollen, dass die Seilbahn als öffentliches Verkehrsmittel getestet wird. Der Senat
lehnt ihren Einsatz im öffentlichen Personennahverkehr jedoch ab. Von Sabine Flatau.

D

ie Seilbahn hat den Winterbetrieb aufgenommen. Sie fährt
sonnabends, sonntags und an
Feiertagen von 9.30 bis 16.30 Uhr zwischen Marzahn und Hellersdorf. Die
Bahn wird privat betrieben. Strittig ist
die Frage, ob sie ein öffentliches Verkehrsmittel werden kann. Die BVV hat
im November beschlossen, dass das
erprobt werden soll. Diesen Vorschlag
hat das Bezirksamt bereits an die Senatsverkehrsverwaltung weitergeleitet.
Er ist Teil der Stellungnahme von Marzahn-Hellersdorf zum Entwurf des Nahverkehrsplans Berlin 2019-2023.
Die Seilbahn am Kienberg sei als attraktiver Zubringer zur U5 zu bewerten, heißt es in dieser Stellungnahme.
Dies betreffe nicht nur die touristische
Nutzung für Besucher der Gärten der
Welt, sondern auch Bewohner der umliegenden Wohngebiete am Blumberger
Damm. Die Seilbahn ermögliche auch
die barrierefreie Erschließung des
neuen Volksparks Kienberg. Für einen
wirtschaftlichen Einsatz der Bahn als
öffentliches Verkehrsmittel sei jedoch
erforderlich, dass der VBB-Tarif angewendet wird.
Doch aus Sicht der Senatsverkehrsverwaltung ist die Seilbahn nicht als öffentliches Verkehrsmittel erforderlich.
Das Gebiet, das sie bedient, werde durch
ein Busliniennetz und den U-Bahnhof
Kienberg erschlossen, heißt es im Entwurf des Nahverkehrsplans. „Die im
Nahverkehrsplan enthaltene Absage an
die Seilbahn als ÖPNV-Bestandteil ist inakzeptabel“, sagt der bisher für Straßen
und Grünflächen zuständige Stadtrat
Johannes Martin (CDU), der im Dezember sein Amt aus persönlichen Gründen
aufgegeben hat. Den Antrag zum Probebetrieb der Seilbahn hatten die BVVFraktionen von Linken und SPD gestellt.
„Man muss es testen, mindestens ein
Jahr lang“, sagt Klaus Mätz (SPD), Mitverfasser des Antrags. Erst dann könne
man feststellen, ob es sich lohnt.

Die Seilbahn könnte eine sinnvolle Ergänzung im Nahverkehr sein, meint der LinkenVerordnete Frank Beiersdorff.

Nicht nur den Probebetrieb der Seilbahn hält das Bezirksamt für notwendig. Man habe eine sehr umfassende
Stellungnahme zum Entwurf des Nahverkehrsplans abgegeben, weil er sich
stark auf die Innenstadt konzentriere,
„und die Interessen der Außenbezirke sowie Verflechtungsräume mit dem
Brandenburger Umland keine oder nur
geringe Beachtung finden“, sagt der bisherige Stadtrat Martin. Eine seiner Forderungen: „Wir brauchen grundsätzlich
einen Zehn-Minuten-Takt. Dass es in
Marzahn-Hellersdorf immer noch Linien gibt, die lediglich alle 20 Minuten verkehren, ist weder zeitgemäß noch steigert es die Motivation zum Umstieg in
den ÖPNV.“ Zu beachten sei auch, dass
die Fahrt von der Stadtmitte in die Außenbezirke mit weiteren und längeren
Strecken verbunden ist. „Daher sollten
auch die Hauptverkehrszeiten in den
Außenbezirken entsprechend verlän-

gert werden.“ Doch der Planentwurf
enthalte auch Positives. Sehr begrüßenswert sei die Einführung der Metrobus-Linie M95 zwischen Mahlsdorf und
Marzahn.
In der Stellungnahme zum Nahverkehrsplan fordert das Bezirksamt auch,
die S-Bahnhöfe Kaulsdorf und Mahlsdorf mit einem zusätzlichen Zugang
auszustatten, ebenso den U-Bahnhof
Elsterwerdaer Platz. Ein weiterer Vorschlag: Am S-Bahnhof Marzahn sollte
ein Haltepunkt der Regionalbahn eingerichtet werden. Der Bahnhof hat eine
gute Anbindung an mehrere Bus- und
Straßenbahnlinien. Die Baukosten für
den Seitenbahnsteig, der auf Geländeniveau liegt, seien gering, meint das Bezirksamt.
Der Linken-Bezirksverordnete Frank
Beiersdorff sagt, die Stellungnahme des
Bezirksamtes sei zwar nicht mit seiner
Fraktion abgestimmt, „aber sie ent-

spricht weitgehend unseren Diskussionen“. Die Seilbahn könne eine sinnvolle
Ergänzung im Nahverkehr sein. Im Testbetrieb als öffentliches Verkehrsmittel
sollte jedoch nicht der Kurzstreckentarif gelten. Man unterstütze auch die
Forderung des Bezirksamtes nach barrierefreien Zugängen zu Bahnhöfen und
nach der Taktverdichtung. Als Regionalbahn-Halt kommt aus Sicht von Frank
Beiersdorff nicht nur Marzahn in Frage.
„Wir halten Springpfuhl als Umsteigebahnhof zwischen S- und Regionalbahn
für noch besser geeignet.“ Auch für
Christiane Uhlich, verkehrspolitische
Sprecherin der SPD-Fraktion, ist vorrangig, dass Bahnhöfe behindertengerecht ausgestattet sind. „Da, wo noch
kein Aufzug ist, sollte unbedingt einer
hinkommen.“ Sie unterstütze auch die
Forderung, „dass die S5 in dichterem
Takt fahren muss.“
Bisher hat das Bezirksamt noch keine
Reaktion auf seine Stellungnahme zum
Entwurf des Nahverkehrsplans bekommen. „Ich gehe daher davon aus, dass es
zeitnah noch eine überarbeitete Version geben wird“, sagt Johannes Martin.
„Inwiefern dann eine Berücksichtigung
unserer Hinweise erfolgt, wird sich zeigen.“

FOTOS: SABINE FLATAU

Am S-Bahnhof Marzahn sollte ein Regionalbahn-Halt eingerichtet werden, schlägt das
Bezirksamt vor. Die Anbindung an Busse
und Straßenbahnen ist gut.
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BEZIRKS-GEBURTSTAG

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Ein ganzes Jahr im Zeichen des Jubiläums

BEZIRKSGEBURTSTAG: Im Januar jährt sich die Gründung von Marzahn zum 40. Mal. Der Bezirk nutzt dies für eine ganze Reihe von Feierlichkeiten.
Nach einer Festveranstaltung folgen zahlreiche Events. Von Birgitt Eltzel.

D

ie Gründungsurkunde hängt
im Sitzungszimmer des Bezirksamts, zweiter Stock im Rathaus
am Alice-Salomon-Platz in Hellersdorf.
Die Stadtverordnetenversammlung von
Berlin, Hauptstadt der DDR, beschloss
„auf ihrer Tagung vom 5. Januar 1979 aus
Teilen der Stadtbezirke Berlin-Lichtenberg und Berlin-Weißensee die Bildung
des Stadtbezirks Berlin-Marzahn“ steht
auf dem Dokument mit der Unterschrift
des damaligen Ost-Berliner Oberbürgermeisters Erhard Krack. Marzahn-Hellersdorf wird also 40 Jahre alt. Denn bei
der Gründung von Marzahn gehörten
auch Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf noch dazu, die erst ab 1986 für einige Jahre den Bezirk Hellersdorf bildeten (Biesdorf blieb bei Marzahn). Seit
der Bezirksfusion im Jahr 2001 zählen
die fünf Ortsteile zum Bezirk MarzahnHellersdorf – im selben Territorium von
1979.
Ein Jahr lang wird das Gründungsjubiläum gefeiert. Bereits seit Mitte dieses Jahres ist ein Festkomitee tätig, in
dem Bürgermeisterin Dagmar Pohle
(Linke) und alle Stadträte, aber auch Institutionen und Vereine sowie der Marzahn-Hellersdorfer
Wirtschaftskreis
(MHWK) mitwirken. Der Terminkalender für das Jubiläumsjahr 2019 ist schon
jetzt umfangreich: Am Gründungstag
selbst gibt es eine Festveranstaltung im
Freizeitforum Marzahn. Unter den geladenen Gästen ist auch der erste Bezirksbürgermeister Gerd Cyske, mittlerweile
90 Jahre alt. Er amtierte lange Jahre
noch in Provisorien, denn das Rathaus
Marzahn wurde erst Anfang 1989 eröffnet – zehn Jahre nach der Bezirksgründung. Festredner wird Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD)
sein.
Es folgt die Fotoausstellung der renommierten Ostkreuz-Schule für Fotografie im Schloss Biesdorf (Vernissage
am 17. Februar). 23 Studenten hatten
sich fast ein Jahr im Bezirk umgeschaut
und zeigen unter dem Titel „Fernwärme“ ihre ganz eigenen Sichten auf Marzahn-Hellersdorf. Wiederbelebt wird
auch eine alte Marzahner Tradition:
der Blumenmarkt auf der Marzahner
Promenade (11. bis 12. Mai). Dieser war
seinerzeit beim Bezirksfest „Marzahner
Frühling“ ein Renner und soll künftig
wieder in jedem Frühjahr stattfinden.

veranstalten beispielsweise die Kunstsammler um den Mahlsdorfer Michael
Wiedemann im März erneut eine Ausstellung in der Rubrik „Kostbarkeiten“
im alten Rathaus Marzahn. Der Heimatverein stellt im April seine Chronik
40 Jahre Marzahn-Hellersdorf vor, der
MHWK lädt am 22. Mai zum vierten Mal
zum Kita Grand Prix ein. Das DegewoMieterfest findet am 30. August in den
„Gärten der Welt“ statt. Mit rund 18.000
Wohnungen ist die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft der größte Vermieter im Bezirk. Auch neue Formate
wird es geben: So veranstalten die Macher des Kunst- und Kulturspektakels
„Acht Tage Marzahn“ von 2017 auf den
Ahrensfelder Bergen ein Event, das sich
speziell an junge Leute richtet.
Flaggen machen Werbung

FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL

Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (3.v.l.) bei der Vorstellung der Jubiläumsfeierlichkeiten. Mit Rainer Lindholz (MHWK) und Stadträtin Juliane Witt (v.l.) sowie Oleg Peters
(Stadtmarketing), Grün Berlin-Chef Christoph Schmidt und Vizebürgermeister Thomas
Braun (v.r.)

Das Classic Open Air in der „Hellen
Mitte“ wird am 7. Juni veranstaltet.
Das große Geburtstagsfest findet am
15. Juni in den „Gärten der Welt“ statt.
Zum vergünstigten Eintrittspreis von 3
Euro (sonst 7 Euro) werden nach Grün
Berlin-Chef Christoph Schmidt mehr als
20.000 Besucher erwartet. Gegenwärtig wird laut Pohle und Schmidt auch
noch mit dem Seilbahnbetreiber Leitner
AG über Sonderkonditionen zum Fest
verhandelt. In der internationalen Gartenanlage wird es an diesem Tag viele
verschiedene Veranstaltungen geben.
Eine „Gratulanten-Meile“ mit Angeboten für Groß und Klein wird sich von

der Bühne am Koreanischen Garten bis
zum Orientalischen Garten ziehen. Die
Besucher erwartet auch eine 40 Meter
lange, gedeckte Geburtstagstafel. In der
Arena findet eine Abendveranstaltung
statt, „die Krönung des Festes“, sagt die
Bürgermeisterin. Mehr will sie darüber
jetzt noch nicht verraten.
Alle traditionellen Feste – vom Biesdorfer Blütenfest (30. Mai bis 2. Juni)
über das Stadtteilfest auf dem AliceSalomon-Platz (3. August) bis hin zum
Marzahner Ernte- und Umweltfest (7./8.
September) – finden natürlich ebenfalls statt. Und auch Partner tragen
zum Gelingen der Feierlichkeiten bei. So

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Julateg

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Die Beratung ist kostenlos, unverbindlich und auf Wunsch anonym.
Tel. 030 54 71 21 52 – E-Mail: julateg_marzahn_hellersd@t-online.de
Montag-Freitag
08.00-12:00 Uhr
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Ernst-Bloch-Straße 43, 12619 Berlin

Mit Flaggen, die spezielle MarzahnHellersdorf- Motive tragen, wird ab 5. Januar am Blumberger Damm und an der
Hellersdorfer Straße auf die Feierlichkeiten aufmerksam gemacht. An diesem
Tag geht auch eine spezielle Website
zum Jubiläum online, dann wird es ebenfalls einen Jubiläums-Twitteraccount
geben. Flyer zum Jubiläumsjahr werden
ab Mitte Februar in die Briefkästen der
Haushalte gesteckt. In der letzten Aprilwoche und drei Wochen lang ab Ende
Mai werden Großplakate an markanten
Straßen im Bezirk aufgestellt. Auch in
der City soll das Jubiläum von Berlins
jüngstem Bezirk nicht übersehen werden: So ist an sogenannte Guerilla-Aktionen auf öffentlichen Plätzen Berlins gedacht. Unter dem Motto „Mehr Blumen
auf dem Kasten“ wird ab Mitte August
ein riesiger bepflanzter Blumentopf mit
Marzahn-Hellersdorf-Werbung auf dem
Alexanderplatz aufgestellt.
Die Kosten für die Feierlichkeiten belaufen sich nach Auskunft der Bezirksbürgermeisterin „voraussichtlich auf
etwa 200.000 Euro“. Das Geld kommt
aus dem Bezirkshaushalt, nicht aus
Fördertöpfen. Weitere Veranstaltungen
bezahlen und organisieren Vereine und
verschiedene Partner.
Alle Termine und weitere Infos zu den
Jubiläumsfeierlichkeiten ab 5. Januar
unter www.mahe40.berlin Die Seite wird
auch mit der offiziellen Bezirksamtsseite verlinkt.

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BEZIRKS-JOURNAL

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In Falkenberg entsteht ein neues Wohnviertel

FALKENBERG: Drei Berliner Wohnungsbaugesellschaften bauen an der Ahrensfelder Chaussee ca. 1.200 Wohnungen und
Einfamilienhäuser. Nach dem Jahreswechsel werden die ersten Mieter in Einfamilienhäuser einziehen.

W

er auf der Ahrensfelder Chaussee in Richtung Stadtgrenze
fuhr, schaute links der Straße viele Jahre lang auf eine verwilderte
Brache. Das riesige Areal reicht bis zum
Landschaftspark Gehrensee und zur Gemeinde Ahrensfelde. Seit dem Jahr 2000
gab es mehrfach Überlegungen, es zu
bebauen. Aber immer wieder zerschlugen sich die verschiedenen Planungen.
Seit Herbst 2016 wird nun wirklich
gebaut. Die drei Berliner Wohnungsunternehmen Gewobag, GESOBAU und
HOWOGE entwickeln den Standort als
Gemeinschaftsprojekt. Bis zur Fertigstellung im Jahr 2021 wird sich so die
Einwohnerzahl des Berliner Ortsteils
Falkenberg nahezu verdreifachen.
Die Gewobag errichtet auf ihren 8 Baufeldern 607 Wohneinheiten, sowohl als
Wohnungen im Geschosswohnungsbau
als auch als Einfamilienhäuser. Ein Teil
der Wohnungen wird durch das Land
Berlin gefördert und hat eine besonders
günstige Nettokaltmiete.
Mit „Mein Falkenberg“ entsteht ein
kleiner, neuer Stadtteil, der Elemente des städtischen und des ländlichen
Wohnens verbindet. Entlang der Straßen
werden Mehrfamilienhäuser mit 4 Vollgeschossen gebaut. Die Dachgeschosse

der letzten Eiszeit. Der Landschaftspark
hat die Form eines Dreiecks, gelegen
zwischen Ahrensfelde, Falkenberg und
Marzahn-Nord.
Durch die Renaturierung des Sees
und der umgebenden Flächen entstand
ein Park mit eleganter Durchwegung für
Fußgänger und Radfahrer sowie zahlreichen Sitz- und Spielbereichen. Der
Landschaftspark ist heute ein viel genutzter Erholungsort für die Menschen
der näheren Umgebung. Mehrere Radwege durchziehen den Park. In einem
abgezäunten Bereich weiden Gallowayrinder.
Neuer Stadtplatz an der Straße „Am Gehrensee“, in den Untergeschossen entstehen
Gewerbeflächen.

sind als Staffelgeschosse gestaltet. An
der Straße „Am Gehrensee“ entsteht
ein kleiner Stadtplatz. Dort verfügen
die Gebäude im Erdgeschoss über Gewerbeflächen, die kleinteilig vermietet
werden. Die Blockrandbebauung betont
einzelne Wohnquartiere, die die ganze
Anlage strukturieren. Im Geschosswohnungsbau entstehen Mietwohnungen
mit 1,5 bis 3 Zimmern und Wohnflächen
zwischen 42 und 73 Quadratmeter. Viele
Wohnungen verfügen über Balkon oder
Terrasse.

In den innen liegenden Bereichen der
Quartiere entstehen Reihenhäuser, 2oder 3-geschossig, die ebenfalls vermietet werden. Es gibt drei Hausgrößen mit
Wohnflächen von 82, 109 bzw. 124 Quadratmeter. Darüber hinaus werden 508
PKW-Stellplätze geschaffen.
Direkt an „Mein Falkenberg“ grenzt
der Landschaftspark Gehrensee an. Er
Die große Artenvielfalt am See und auf
wurde 2003 von Landschaftsarchitekten den umliegenden Flächen zeigt, wie ergestaltet. Der namensgebende Gehren- folgreich die Renaturierung war.
see ist einer der zahlreichen kleineren
Seen im Berliner Stadtgebiet, ein Relikt Infos unter: www.gewobag.de/falkenberg

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BEZIRKS-LEBEN

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Galgenfrist für die Wuhletalbrücke

VERKEHR: Risse und Schäden an Stützpfeilern beeinträchtigen die Verkehrstüchtigkeit der Überführung auf der Märkischen Allee. Eine Sanierung
ist aus Sicht von Fachleuten unsinnig. Stattdessen wird ein Neubau geplant. Von Volkmar Eltzel.

W

as Viele befürchtet haben ist
nun Gewissheit: Die Wuhletalbrücke ist in so schlechtem Zustand, dass sie komplett für den
Verkehr gesperrt werden muss. Wie die
Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr
und Klimaschutz auf Anfrage mitteilt,
ist damit aber erst ab Januar/Februar
2019 zu rechnen. „Darüber wird rechtzeitig informiert“, erklärte Senatssprecherin Dorothee Winden. „Eine Sperrung der Wuhletalbrücke ist aufgrund
der Schäden unvermeidlich, für den Verkehr wird eine Umfahrung eingerichtet“, sagte sie.
Eine
Wirtschaftlichkeitsuntersuchung habe ergeben, dass ein Ersatzneubau die einzig sinnvolle Variante sei.
Der Verkehr werde dann über die seitlich an der Brücke vorbeiführenden Aufbzw. Abfahrten geleitet. Derzeit werden
die für die Umfahrung nötigen Ampeln
eingerichtet, insbesondere für die Einmündungen auf die Wuhletalstraße. Auf
den Umfahrungen sollen in jeder Fahrtrichtung zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen, also genauso viele wie
bisher. Wo genau die Umleitungen in
beiden Richtungen entlangführen und

wo sie wieder auf die Märkische Allee Regel würden die Leistungen für den
münden steht noch nicht hundertpro- Abbruch gleichzeitig mit jenen für den
zentig fest.
Neubau vergeben. „In der aktuellen AnFest steht laut Senatsangaben hinge- meldung der Investitionsplanung sind 15
gen, dass die Linienführungen der BVG Millionen Euro für Abriss und Neubau
Busse X69 und 197 nicht betroffen sind. veranschlagt.“ Im September war von
Befürchtungen im
einem Baubeginn
Bezirk, dass eine
„nicht vor 2021“
Totalsperrung mit
und einer NeubauVerkehrskollaps im
summe im InvesDezember 2018 betitionsplan
von
vorsteht, scheinen
8.364.000 Euro aussich also nicht zu
gegangen worden.
bewahrheiten.
Hätte
eine
„Mit dem Ersatzschnellere Instandneubau ist aktuell
setzung in den verab 2022, mit einer
gangenen ein bis
Bauzeit von etwas
zwei Jahren den
mehr als zwei JahTotalschaden verren, zu rechnen“, so
hindern
können?
Dorothee Winden.
– „Nein“, so die
Die AbbrucharbeiSenatssprecherin,
ten könnten erst
„ein Fortschreiten
nach Abschluss der
der Bauwerksschäentsprechenden
den hätte nicht aufFOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ VOLKMAR ELTZEL gehalten
Planungen und der
werden
öffentlichen Verga- Für die Wuhletalbrücke kommt nur noch
können. Ein Ersatzbe der Bauleistun- ein Abriss in Frage. Der Neubau soll ab 2022 neubau war bereits
gen erfolgen. In der beginnen.
in Planung, erfährt

jedoch durch die aktuelle Schadensentwicklung eine höhere Priorität.“
Die vierspurige Überführung auf der
Märkischen Allee über die Wuhletalstraße im Marzahner Norden sollte eigentlich 2017 instandgesetzt werden. Es kam
zu Verzögerungen. Seit April 2018 sind
die zwei stadtauswärts führenden, östlichen Fahrbahnen aus Sicherheitsgründen bereits gesperrt. Dann ergaben
Gutachten: Die Brücke ist nicht mehr
zu retten. Große Risse an den Auflegern,
Schäden an den Stützpfeilern und ätzende Betonbrühe, die auf die Wuhletalstraße tropft. Die alte Brücke muss weg
– ein Ersatzneubau her.
Einer Zählung zufolge befuhren 2014
täglich 21.600 Fahrzeuge die Brücke.
Laut Senat spielt jedoch bei den festgestellten Bauwerksschäden das gestiegene Verkehrsaufkommen eine untergeordnete Rolle. Die Ursachen lägen
vielmehr in den beim Bau, Mitte der
1970er-Jahre, verwendeten Materialien,
vom Spannstahl bis zu den Betonausgangsstoffen. Derartige Schäden wie
bei der Wuhletalbrücke würden in unterschiedlicher Ausprägung bundesweit
auftreten.

Anzeigensonderveröffentlichung

Weihnachten 2018
Geschenktipps • Grüße • Termine

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ PAMELA SCHMUHL

Weihnachtsmärkte laden ein

Gleich zwei große Weihnachtsmärkte machen in diesem Jahr in Lichtenberg und MarzahnHellersdorf Station: Bis zum 26. Dezember ist Mo-Do 14-22 Uhr, Fr/Sa 14-22.30 Uhr und
So 12-21.30 Uhr der „Große Berliner Weihnachtsmarkt an der Allee“ auf dem Parkplatz
zwischen IKEA und Globus geöffnet (24. Dezember geschlossen). Der Eintritt ist frei. Es
warten viele Fahrgeschäfte. Bis zum 23. Dezember gibt es zudem im Zentrum Helle Mitte
in Hellersdorf einen Familien-Weihnachtsmarkt. Geboten werden Bühnenprogramm mit
Rummel-Fahrgeschäften, dazu Imbissbuden mit vegetarischer und veganer Kost. Geöffnet
ist täglich von 11 bis 22 Uhr.

BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

BEZIRKS-LEBEN

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Gold für Marzahner Kleingärtner

WETTBEWERB: Ein zweites Mal konnten sich die Mitglieder vom Kleingartenverein Kienberg eine bundesweit begehrte Auszeichnung sichern. Sie
setzten sich gegen 20 andere Organisationen aus 15 Bundesländern durch. Von Birgitt Eltzel.

B

ereits zum zweiten Mal hat der
Kleingartenverein (KGV) Am
Kienberg eine Goldmedaille nach
Marzahn geholt. Die Kleingärtner wurden im Bundeswettbewerb „Gärten im
Städtebau“ mit einer Urkunde, einer
entsprechenden Plakette und einem
Scheck in Höhe von 1.500 Euro ausgezeichnet.
Bereits 2002 hatte der Verein beim
Bundeswettbewerb einen ersten Platz
belegt. Die Auszeichnung nahmen Vereinsvorsitzender Burkhard Träder und
Vorstandsmitglied Dr. Birgit Bernedo
aus den Händen von Bundesstaatssekretär Gunter Adler und dem Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher
Gartenfreunde e.V. (BDG), Dirk Sielmann, entgegen. Begleitet wurden sie
zur Preisverleihung vom Schatzmeister
des Verbandes der Gartenfreunde Marzahn, Gert Schoppa. Geehrt wurden
auch Kleingartenvereine aus Chemnitz,
Hildesheim, Karlsruhe, Landau und
Rottweil.
Am Finale des Bundeswettbewerbs
hatten sich 20 Kleingärtnervereine aus
15 Bundesländern beteiligt. Die Preisverleihung fand am Sonnabend, 1. Dezember, im Palais am Funkturm statt. Der

FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL

Bereits zum zweiten Mal Gold gab es im Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ für
den Kleingartenverein Am Kienberg.

gemeinsame Wettbewerb von Bundesregierung und BDG wurde 1951 gestartet
und findet alle vier Jahre statt. Dieses
Mal stand er unter dem Motto „Kleine
Gärten – bunte Vielfalt“. Die Auszeich-

nungen in Gold, Silber und Bronze würdigen besondere soziale, ökologische
und städtebauliche Leistungen der Vereine. Denn Kleingärtnern ist mehr als
Hecken schneiden und Gartenzwerge

aufstellen. Der Marzahner Kleingartenverein hat u.a. anlässlich der IGA Berlin
2017 einen Lehrpfad mit Obstgehölzen
angelegt, darunter seltene und fast ausgestorbene Sorten. Es gibt wunderbare
Spazierwege innerhalb der Anlage, die
sich zwischen Cecilienstraße und Kienberg erstreckt. Gegärtnert wird ökologisch, dem Insektenschutz gehört größte Beachtung. Mit einem preisgekrönten
IGA-Startergarten mit Hochbeeten und
Streuobstwiese, Beerensträuchern und
Regenwassernutzung, der in diesem
Jahr an mehrere Interessenten gemeinsam verpachtet wurde, werden auch
neue Formen des Kleingartenwesens
ausprobiert.
Die 1983 gegründete Anlage mit 260
Parzellen war seinerzeit die 10.000
Kleingartenkolonie der DDR. Aus dieser
Zeit stammen auch noch die 22 Parzellen von Kleintierzüchtern, die Bestandsschutz haben. Dort krähen Hähne, gurren Tauben und tschilpen Wellensittiche
– besonders zur Freude der Spaziergänger mit Kindern. Auf die ökologische
Vielfalt machen auch Schilder aufmerksam, zum Beispiel über einheimische
Singvögel, von denen viele in der Kolonie nisten.
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KOMPETENT 1843
ERFAHREN 1 1893
HERZLICH
2018

ERÖFFNUNG DES NEUEN
KLINIKGEBÄUDES

I�
KEH

Einladung zum Kammerkonzert

Nach mehr als zweijähriger intensiver Arbeit
aller Baubeteiligten wird im Jubiläumsjahr
des Evangelischen Krankenhauses Königin
Elisabeth Herzberge (KEH) am 17. Dezember
2018 der Neubau eines modernen Klinikge­
bäudes mit der feierlichen Schlüsselübergabe
in Betrieb genommen.

Kammerkonzert
mit Liedern zum Advent
Freitag, 14. Dezember 2018
mit Theresa Pilsl (Sopran), Caroline Schnitzer
(Mezzosopran), Pierre Chastel (Bass) und
Marlene Heiß am Klavier.

Nach dem Umzug der medizinischen Bereiche
steht der dreistöckige Rotklinkerneubau
auf dem Krankenhausgelände mit insgesamt
65 Betten ab Anfang 2019 mit erweitertem
Angebot für die stationäre und ambulante
Versorgung im Bezirk zur Verfügung: mit
Diabeteszentrum, Aufnahme- und Untersu­
chungszentrum, der neurologischen Station
mit Strake Unit sowie dem MVZ-Ärztehaus.
In der interdisziplinären Komfortstation
besteht die Möglichkeit, zusätzliche medizi­
nische und pflegerische Versorgung mit um­
fangreichen Serviceleistungen zu verbinden.

mit dem »Therapie Jazz Quartett«:
Niko Zeidler (Saxophon),
*
Arno Grußendorf (Jazzgitarre),
Alex Will (Kontrabass) und
Johannes Metzger (Schlagzeug)

Allen Leserinnen und Lesern
des Bezirks-Journals wünschen wir
frohe Weihnachtsfesttage und ein
gesundes und friedliches Jahr 2019.

Zentrale Aufnahme und Diagnostik
Notaufnahme: (030) 54 72-30 02
Aufnahmezentrum: (030) 54 72-30 20

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Evangelischen Krankenhauses
Königin Elisabeth Herzberge

Beginn um 19 Uhr im Festsaal, Haus 2 2
Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
Im Januar 2019 wird die Konzertreihe
fortgesetzt am
Freitag, 25. Januar 2019

*

�*

Frohe Weihnachten!

Evangelisches Krankenhaus
Königin Elisabeth Herzberge gGmbH
Herzbergstraße 79, 10365 Berlin
www.keh-berlin.de

8

BEZIRKS-GESPRÄCH

BEZIRKS-JOURNAL

„Wir sollten die Zivilgesellschaft stärken“

IM GESPRÄCH: Michael Heinisch-Kirch über Fremdenhass, Gewalt durch geflüchtete Jugendliche sowie die Unzufriedenheit über die Politik im Land.

D

er Sozialdiakon Michael Heinisch-Kirch arbeitet seit mehr
als 30 Jahren mit Jugendlichen,
die es im Leben schwer haben. Anfang
der 1990er-Jahre sorgte er bundesweit
für Aufsehen, weil er jungen Menschen
aus der linken und rechten Szene im
Rahmen von Projekten eine sinnvolle Beschäftigung gab. Inzwischen ist er Vorstandsvorsitzender der Sozdia-Stiftung.
Herr Heinisch-Kirch, wer aufmerksam
die Medien verfolgt, wird fast täglich
konfrontiert mit Schreckensmeldungen: Einerseits lesen wir Schlagzeilen
von Gewaltkonflikten, an denen oft auch
geflüchtete Jugendliche beteiligt sind.
Andererseits scheint der Fremdenhass
dadurch Auftrieb zu gewinnen. Welchen
Eindruck hinterlassen diese Ereignisse
bei Ihnen?
Was dort in Chemnitz oder Köthen
passierte, macht mich betroffen – in
zweierlei Hinsicht. Ich sehe junge Menschen mit Flüchtlingshintergrund, die
ihre Heimat verließen, weil sie Mord,
Totschlag und Gewalt begegneten. Ich
weiß das von vielen der von uns betreuten „unbegleiteten Minderjährigen“,
die nun in der neuen Heimat vor zahlreichen Herausforderungen stehen. Sie
müssen ein Asylverfahren durchlaufen,
einen Schulplatz finden, unsere Sprache
erlernen und sich orientieren. Sind sie
erst einmal einigermaßen angekommen,
brechen nicht selten Traumata auf, werden sie von der Vergangenheit eingeholt.
Nicht jedem muss man einen Psychologen zur Seite stellen. Aber erwachsene

„Wir als Zivilgesellschaft
müssen an die Politiker
heranrücken.“
Michael Heinisch-Kirch

Partner an ihrer Seite sind unerlässlich.
Viel zu oft aber sind geflüchtete Jugendliche auf sich allein gestellt. Und da kommen nicht immer konstruktive Handlungen heraus, um es mal vorsichtig zu
formulieren. Da sehe ich durchaus Parallelen zu der Entwicklung vieler Skinheads in den 1990er-Jahren: Die waren
ja auch nicht automatisch gewalttätig
unterwegs – ihre Handlungen und Reaktionen wurden logisch im Ergebnis ihrer
Erfahrungen und Entwicklungen.
Wie aber lassen sich Konflikte, an denen
auch geflüchtete Jugendliche beteiligt
sind, verhindern?
Man muss die Leute einfach einbinden,
sie mitgestalten und mitentscheiden
lassen in ihrem Alltag. Es ist gar nicht
schwer, ihnen ein Angebot zu machen. In
der Praxis haben wir gute Erfahrungen
damit gemacht, immer an dem anzusetzen, was zusammen geht. Nimmt man
sich ein gemeinsames Ziel vor, sind sie
auch dabei. Und das funktioniert immer
– beispielsweise durch die gemeinsame
Aufgabe. Das ist ganz schlicht. Ich habe
die Jugendlichen in den 1990er-Jahren
nicht als links oder rechts betrachtet,

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Michael Heinisch-Kirch im Kaskelkiez. Bis heute engagiert sich der Familienvater sozial für Kinder, Jugendliche und Familien.

sondern als Menschen, die ihre Würde
haben, die ihnen innewohnt. Wenn wir
gegenseitig akzeptieren, dass jeder eine
Würde hat, gelingt es uns sehr schnell,
gemeinsame Punkte, die wir gut finden,
anzugehen. Die Auseinandersetzung
darüber, was nicht zusammen geht, ist
auch wichtig, kann aber erstmal hintenan gestellt werden.
Fremdenhass scheint aktuell (wieder)
weit verbreitet zu sein. Ganz gleich, welche nachvollziehbaren Argumente Politik hervorbringt – viele Menschen fühlen
sich „von denen da oben“ abgehängt.
Was läuft da falsch?
In der Tat erlebe ich, dass sich viele
Menschen ungerecht behandelt und abgehängt fühlen. Das ist schon verrückt.
Denn in der Zeit nach dem gesellschaftlichen Umbruch wurde ja vor allem in den
Ostbundesländern viel Geld investiert,
damit sich die Lebensbedingungen bessern. Allerdings wurden die Leute nicht
hinreichend mitgenommen. Dieses Gefühl, nicht zugehörig zu sein, nicht mitentscheiden zu können, führt latent zu
einer Abgrenzung von der Gesellschaft.
Und dann kommen aktuell zwei Dinge dazu, die Angst machen: Einerseits
entsteht zunehmend der Eindruck, der
Rechtsstaat schaut weg. Andererseits
haben viele Familien angesichts steigender Mieten die Befürchtung, sich nicht
mehr ihre Wohnung leisten zu können.
Das sind Dinge, von denen ich denke,
wir müssen sie in den Griff kriegen: Den
Rechtsstaat verlässlich machen und
eine Sicherheit herstellen.
Wen meinen Sie mit „wir“?
Die Akteure der Zivilgesellschaft, die
vorangehen und sagen: Wir machen das.
Letztlich flankiert von denen, die die Zivilgesellschaft wählt. Also letztendlich

unsere Politiker, egal ob auf kommunaler könnten.
Ebene, im Land oder im Bund.
Wie kann man die Kluft zwischen der
Warum hat es die Politik so schwer, ernst fernen Politik auf der einen und den
genommen zu werden?
ganz realen Problemen der Menschen
Ich sehe da zwei Effekte. Einerseits vor Ort überwinden?
sind die Vorgänge in unserer globalisierLetztlich durch das Erstarken von Ziten Welt komplex. Wem soll man denn vilgesellschaft. Wir als Zivilgesellschaft
erklären, dass nach Griechenland weiß müssen an die Politiker heranrücken.
ich wie viele Milliarden Euro gehen, um Wir haben sie gewählt, sie sollen Aufgadas Land zu retten, während für die Kita ben lösen, und das können sie nur, wenn
oder Schule vor der eigenen Tür keine wir als Zivilgesellschaft stark sind.
Sanierungsmittel vorhanden sind und
die eigenen Kinder kaum wissen, wo sie Allerdings wird auch die Zahl derer, die
dort noch auf die Toilette gehen sollen? nach Alternativen rufen und sich dafür
Das versteht doch niemand. Der andere engagieren, größer.
Da gibt es einige, wenige ScharfmaEffekt ist, dass es unter den Spitzenpolitikern kaum noch profilierte Menschen cher und Antidemokraten, die von sich
gibt. Ich sehe da sehr wenige Menschen behaupten, sie seien eine Alternative. Da
im politischen Raum, die nachwachsen ist jedoch kein Konzept dahinter. Alles
wirkt so, als wäre das Land voller Antidemokraten. Dabei sind die Antidemokraten sehr wenig. Wir müssen die Abgrenzung hinkriegen innerhalb der jetzt
Michael Heinisch-Kirch wurde 1964 in
groß erscheinenden Masse.
Frankfurt (Oder) geboren. Nach Ausbil-

ZUR PERSON

dungen zum Elektromonteur, Rangierarbeiter und Krankenpfleger erlangte er
ein Examen als Sozialdiakon, ein Diplom
als Sozialpädagoge sowie einen Abschluss in Social Management. Seit 1985
ist er in verschiedenen Funktionen für
die Evangelische Kirche tätig, wo er als
Diakon die Jugendarbeit in Lichtenberg
aufbaute. Seit 2013 ist Heinisch-Kirch
Vorstandsvorsitzender der „Sozdia-Stiftung – Gemeinsam Leben Gestalten“. Die
Stiftung ist Trägerin von Kitas, Stadtteilund Familienzentren, von Kinder- und
Jugendklubs und Wohneinrichtungen für
Jugendliche. Darüber hinaus engagiert
sie sich in der Arbeit mit Geflüchteten, in
der Fort- und Weiterbildung, im Bereich
Umwelt und Ökologie sowie Arbeit und
Qualifizierung. Für sein politisches Engagement in DDR-Bürgergruppen erhielt
er zahlreiche Ehrungen. 2015 wurde dem
achtfachen Familienvater das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Die AfD ist mittlerweile in allen Landesparlamenten vertreten. Besteht nicht
die Gefahr, grundsätzlich, dass diese mit
Kräfte sich über einen ganz legitimen
demokratischen Weg an die Macht vorarbeiten und wir dann unsere Demokratie in Gefahr sehen müssen?
Ja, das sehe ich tatsächlich. Letztlich
haben wir es ja auch in anderen Ländern
erlebt: Donald Trump macht sämtliche
Errungenschaften des amerikanischen
Volkes kaputt. Ich habe die Befürchtung,
dass so etwas in Deutschland auch passieren kann. Von daher sehe ich keine
Alternative – wir als Zivilgesellschaft
sind die entscheidenden Akteure zur
Stärkung unseres demokratischen Zusammenlebens.
Das Gespräch führte Marcel Gäding.

BEZIRKS-JOURNAL

BEZIRKS-WIRTSCHAFT

9

Moderne Büros auf Zeit

SERIE STARTUPS IM FOKUS: Der erste Coworking Space in Marzahn entstand auf dem Industrie-Areal der Knorr-Bremse. Von Angelika Giorgis.

F

rei sein, Du selbst sein, positiv,
lebensbejahend – „Kinky“ sagen
dazu die jungen Leute. Aus dem
Englischen übersetzt bedeutet es eher
schrullig oder spleening. Auf jeden Fall
ist es anders, und anders ist auch der
Coworking Space, der im Juli in einem
denkmalgeschützten Backsteinbau im
Gewerbegebiet Georg Knorr seine Türen
öffnete.
Auf 700 Quadratmetern entstand ein
modernes, helles, luftiges Büroensemble.
Bis zu fünf Meter hoch sind die Decken
in der ehemaligen Lagerhalle der einstigen Werkzeugmaschinenfabrik Marzahn. 215 Fenster umgeben von drei Seiten die Schreibtische. Meetingräume, ein
Fotostudio, ein Sportraum, eine Küche
und ein Lounge-Bereich gehören dazu.
Und Paula, der „gute Geist“, der sich um
alle Belange der hier Arbeitenden kümmert: um genügend Papier im Drucker,
um ausreichend Kaffee in der Küche...
Alles in allem: um eine schöpferische
und lockere Atmosphäre. Paula und ihre
Kollegen sind jeden Tag acht Stunden vor
Ort und helfen, wo es geht. Auch wenn
ein Nutzer mal im Urlaub ist und die Post
an ihn weitergeleitet werden muss.
Coworking – „zusammen arbeiten“
– hat seinen Ursprung im Silicon Valley
und bietet in einem offen gestalteten
Büro zeitlich flexible Arbeitsplätze. Sie
werden vor allem von Startups, Freelancern und Kreativen genutzt. Der Vorteil:
Man benötigt kein eigenes Büro, der Aufwand für dessen reibungsloses Funktionieren entfällt und man trifft auf Leute,
die neue Projekte und Geschäftsideen
entwickeln. Mit ihnen kann man sich
austauschen und eventuell auch zusammenarbeiten, denn die offenen Arbeitsbereiche regen zur Kommunikation an.
In den vergangenen Jahren gründeten
sich vor allem in der Berliner Innenstadt
viele solcher Coworking-Spaces. Doch
Platz ist dort knapp, entsprechend hoch
sind die Preise. Nicht selten stehen die
Schreibtische eng beieinander.

Startups im
Fokus

KinkyWork ist der erste Coworking
Space in Marzahn. Hier gibt es nicht
nur genügend Platz, auch die Infrastruktur ist hervorragend und das Ambiente
einzigartig in dem denkmalgeschützten Haus. An den hohen Wänden findet
man Motive vom Lifestyle der Berliner
Clubszene. Es gibt eine Yoga-Ecke, verschiedene Sportgeräte (Sprossenwand,
Springseil oder Matten) und diverse
Rückzugsmöglichkeiten. Wer will, geht
zum Joggen nach draußen.

Modern, hell und freundlich wirken die Gemeinschaftsräume bei Kinkyworks.

FOTO: ANGELIKA GIORGIS

Hier ist möglich, was online nicht geht: sieben Tage. Man kann aber auch ein ankommt.
zu sehen, wie die anderen arbeiten, Rat- Tagesticket erwerben, was besonders Weitere Informationen:
schläge zu geben und anzunehmen. Beim bei Studenten in der Prüfungszeit gut https://berlin.kinkywork.de/
sogenannten Meet-up (Treffen) erfährt
man, womit sich die anderen beschäftigen, welche Pläne sie haben. Solche
Das Medienbüro Gäding ist ein moderner Mediendienstleister mit Sitz in Berlininspirierenden Workshops und NetzMarzahn sowie einer Außenstelle im brandenburgischen Storkow. Unser Fokus liegt
auf der Erstellung von Texten, Fotos, Layouts und der Produktion von Broschüren,
werkveranstaltungen wird es in Zukunft
Büchern, Flyern, etc. Seit 2014 geben wir mit dem Bezirks-Journal eine moderne,
häufig geben.
zeitgemäße Monatszeitung heraus, die sich innerhalb kurzer Zeit fest in der
„Jeder kann hierher kommen und arMedienlandschaft Berlins verankert hat.
beiten, wann er will, ohne allein zu sein“,
erzählt Paula. Es gibt keine ÖffnungsZum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir
zeiten. Etwa 20 Tische stehen auf einer
großen Fläche, die sich noch erweitern
lässt. Obwohl man die anderen sieht, ist
zur unbefristeten Festanstellung in Teil- oder Vollzeit für unseren Standort Berlin.
es sehr ruhig. Jeder, der hier arbeitet, hat
zwölf Quadratmeter für sich. „Bei andeIhre Aufgaben:
ren Spaces sind es oft weniger als die
Als Anzeigenberater (m/w) helfen Sie uns dabei, die bei uns erscheinenden
Hälfte“, weiß Paula.
Zeitungen Bezirks-Journal sowie Lokalanzeiger der Stadt Storkow als
In den vergangenen Monaten nutzten
Werbeplattformen zu vermarkten. Dabei greifen Sie auf einen festen Kundenstamm
das Angebot vor allem Entwickler, Überzurück. Sie beraten bestehende Kunden und unterstützen uns, neue Werbekunden
setzer, Fotografen und Selbstständige,
zu finden.
noch keine Firmen. Paula hofft auf die
vielen kleinen Unternehmen, die sich
Ihr Profil:
Wir wünschen uns Bewerberinnen und Bewerber mit einer abgeschlossenen
hier und in den umliegenden GewerbeBerufsausbildung, kaufmännischem Grundwissen und Lust, in der Medienbranche
parks angesiedelt haben. Sie können die
tätig zu werden. Sie verfügen über ein selbstsicheres Auftreten, arbeiten
Kinky-Meeting-Räume
beispielsweise
eigenständig, besitzen einen Führerschein und einen Pkw. Kenntnisse in gängigen
für Coaching, Seminare, Beratungen oder
Grafikprogrammen (Photoshop, Indesign) runden Ihr Profil ab.
für Kundentermine nutzen.
Die Mitglieder – Paula spricht nicht
Unser Angebot:
von Kunden – kommen entweder mit
Wir bieten Ihnen einen modernen Arbeitsplatz im Osten von Berlin, gut
der S-Bahn zum nahegelegenen Bahnhof
erschlossen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie ein attraktives Festgehalt
Marzahn, mit der Tram oder mit dem
nebst Erfolgsbeteiligung. Darüber hinaus werden Sie von uns intensiv in die neue
Position eingearbeitet. Arbeitszeit und Arbeitsort können nach Absprache mit der
Auto (ca. 30 min. vom Alexanderplatz
Geschäftsleitung flexibel auf Ihren Bedarf abgestimmt werden.
entfernt). Sie finden immer einen Parkplatz vor der Tür. In den umliegenden
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Gebäuden sind auch andere Firmen zu
Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbungsunterlagen. Bitte senden Sie uns diese
Hause oder siedeln sich gerade an, beiausschließlich als zusammenhängende PDF-Datei bis zum 31. Dezember 2018 unter
spielsweise Mr. Cuisine, der sein RestauAngabe Ihres gewünschten Eintrittstermins und Ihrer Gehaltsvorstellungen per Mail
rant seit 2004 betreibt und eine Alteran info@medienbuero-gaeding.de
native zum Imbiss-Angebot im Eastgate
Selbstverständlich werden wir Ihre Bewerbung vertraulich behandeln. Nach
sein möchte.
Abschluss des Bewerberprozesses werden alle von uns erhobenen Daten von nicht
Einen eigenen Arbeitsplatz bekommt
berücksichtigten Bewerberinnen und Bewerbern umgehend gelöscht.
man bei KinkyWork für 149 Euro. Der
„24/7 Zugang“ („rund um die Uhr“),
Medienbüro Gäding, Inh. Marcel Gäding
eine Kaffee-Flatrate, highspeed-Internet
Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin
und eine eigene Postadresse sind darin
Tel. 030 5549 4360 bzw. 033760 206891
enthalten. Die Kündigungsfrist beträgt

Anzeigenberater (m/w)

10 TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

MUSIK | KONZERTE
Weihnachtsoratorium: Konzert der Kantorei
Kaulsdorf am 15. Dezember, 17 Uhr. Karten unter Tel. 030 5677233. Ort: Krankenhauskirche im
Wuhlgarten.
Musikalischer-kabarettistischer
Adventsabend: Marie Luise & Band sind am 16. Dezember um 19 Uhr zu Gast und präsentieren
unter anderem eine launige, humorvolle
Abrechnung mit überforderten Weihnachtsmännern, nadelnden Weihnachtsbäumen und
veganen Weihnachtsgänsen. Karten: 16, erm.
3 Euro. Reservierungen: Tel. 030 5676892. Ort:
Kulturhaus Karlshorst.
Ein wunderbarer Weihnachtswunsch: Konzert
und Lesung am 19. Dezember, 18 Uhr. Es singen die Nachwuchschöre und der Frauenchor
der Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg unter der musikalischen Leitung von
Vera Hahn und Nina Reus, am Klavier begleitet
von Marlene Preubsch. Lydia Kasparick liest
aus „Ein wunderbarer Weihnachtswunsch“ von
Lori Evert. In einem Bilderbuchkino werden
die meisterhaften Fotografien von Per Breiehagern gezeigt. Eintritt frei. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center.
Franky Dickens Band: Konzert am 21. Dezember, 21 Uhr. Karten: Abendkasse 11 Euro, Vorverkauf 9 Euro. Ort: KISTE.
Louis Lewandowski Festival: Auch in diesem
Jahr ist die Krankenhauskirche im Wuhlgarten
wieder ein Veranstaltungsort des bereits zum
achten Mal in Berlin und Potsdam stattfindenden Louis Lewandowski Festivals für synagogale Musik, das diesmal unter dem Motto
„Stern der Hoffnung – Israelische Chormusik“
steht. Am 22. Dezember, 16 Uhr, gibt es ein
Konzert mit dem „Ensemble Barocameri“ aus
Israel. Das Ensemble besteht aus Musikern
und Sängern aus ganz Israel. Es wird geleitet
von Prof. Avner Itai, einer wirklichen Legende
in Sachen israelische Chormusik. Das Repertoire des Ensembles umfasst ausschließlich
Werke für Orchester, Chor und Solisten, wobei
jedem Teilnehmer die Rolle eines Solisten zukommt. Karten: 15, erm. 10 Euro. Bestellungen
unter Tel. 030 562951613. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten.
Vollhardt: Konzert am 22. Dezember, 21 Uhr,
mit Songs von Falco, Kraftwerk, Rio Reise,
Die Ärzte, Rammstein, u.v.m. Eintritt: 10 Euro
(Abendkasse), 9 Euro (Vorverkauf). Ort: KISTE.
Weihnachtskonzert: Der Marzahner Kammerchor unter der Leitung von Wilfried Staufenbiel ist am 22. Dezember, 17 Uhr, zu Gast.
Eintritt frei, Spenden erbeten. Ort: Ev. Gnadenkirche, Alt Biesdorf 59, 12683 Berlin.
„Ein musikalischer Weihnachtsspaziergang“:
Werke aus Barock, Klassik und Romantik mit
Gesangs- und Instrumentalsolisten der Hochschule für Musik Berlin und der Komischen
Oper Berlin am 25. Dezember, 15 Uhr. Künstlerische Leitung und Moderation: Hans-Joachim
Scheitzbach. Eintritt: 15, erm. 13 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.
Larkin Celtic Folk: Eine der dienstältesten
Irish-Folk-Bands Ostdeutschland, die mit viel
Spaß, Energie und Humor die irische Musik zelebriert, ist am 28. Dezember, 21 Uhr, zu Gast
in Hellersdorf. Eintritt: 10 Euro (Abendkasse), 9
Euro (Vorverkauf). Ort: KISTE.
Neujahrskonzert: Andreas Wenske (Oboe)
und Stefan Kircheis (Orgel) präsentieren am
1. Januar, 16 Uhr, Werke von Telemann, Bach,
Rheinberger. Eintritt frei. Um Spenden wird
gebeten. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten.
Lefteris Moumtzis in Concert: Der Singer /
Songwriter aus Zypern ist am 18. Januar, 20
Uhr, zu Gast. Der Eintritt ist frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.

THEATER & KABARETT
Frau Puppendoktor Pille – für Erwachsene:
„Habt Ihr Kummer oder Sorgen...“, ein heiteres Programm von und mit Urte Blankenstein,
am 16. Dezember, 16 Uhr. Eintritt: 12 Euro. Ort:
Freizeitforum Marzahn.

Jacke wie Hose: Kabarett am 21. Dezember, 19
Uhr. Politik ist langweilig? Keineswegs! Richtig
erklärt macht Politik wirklich Spaß! Politkabarett von und mit Gerd Hoffmann. Eintritt: 10,
erm. 8 Euro. Karten: Tel. 030 93661078. Ort: Berliner Tschechow-Theater.

AUSSTELLUNGEN
Impasse: Ausstellung mit Fotografien von
Pasquale Liguori aus Marzahn NordWest. Zu
sehen bis zum 21. Dezember. Ort: Berliner
Tschechow-Theater.
Bronze und Keramik: Ausstellung mit Werken
von Johanna Jura. Zu sehen bis 26. April. Ort:
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf.
Farben erleben: Ausstellung mit Werken aus
der Aquarellmalerei-Gruppe von Hannelore
Schmiedgen, zu sehen bis zum 8. Januar. Ort:
Anton-Saefkow-Bibliothek.
Slant Step Show: Hans HS Winkler zeigt die
„Rekonstruktion“ einer Ausstellung in den
USA von 1966 - eine Bilder- und Geschichtensammlung zu Künstler*innen des 20. Jahrhunderts, die durch ihr politisches Engagement
an der US-Westküste wegweisend für spätere
Generationen wurden. Zu sehen bis zum 15.
Januar. Ort: Studio im HOCHHAUS
e.e. - epreuve d‘essai: Ausstellung mit Drucken
von Magdalena Beger, Daniel Ewinger, Tomoko
Mori, Muriel Tauber – Absolventen der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Zu sehen bis
zum 11. Januar. Ort: rk – Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller.
20 Jahre Ahnengalerie: Jubiläums-Ausstellung
der Malgruppe „Leser malen – Maler lesen“
zeigt Bilder von sechs Mitgliedern der Gruppe,
die in mehrfach wechselnder Zusammensetzung seit 20 Jahren in der Bibliothek besteht.
Unter der Leitung der Künstlerin Marianne
Höhne erleben und gestalten die Mitglieder
gemeinsam Kunst. Zu sehen bis zum 8. Januar. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek im LindenCenter.
Vision 2.2: Ausstellung mit Werken der neuen
Kunstinitiative Marzahn-Hellersdorf. Zu sehen
bis 6. Januar. Ort: Ausstellungszentrum Pyramide.
„…und des Menschen Größe“: Grafiken und
Fotografien zu Gedichten von Johannes R. Becher, Präsentation des Kunstarchiv Beeskow –
Archivierte Kunst aus der DDR mit Werken aus
den Grafikmappen von Falko Behrendt, Christian Brachwitz, Helmut Brade, Manfred Butzmann, Michael Diller, Andreas Dress, Hubertus
Giebe, Konstanze Göbel, Dieter Goltzsche, Ulrich Hachulla, Joachim John, Barbara Köppe,
Wolfgang Mattheuer, Manfred Paul, Christine
Perthen, Wolfgang Petrovsky, Uwe Pfeifer, Helfried Strauß, Ursula Strozynski, Dieter Tucholke, Werner Wittig. Ausstellung bis 25. Februar.
Eintritt frei. Ort: Schloss Biesdorf.
Typobilder - Bilder zum Lesen: Gunnar Riemelt
stellt eine Auswahl seiner typografisch bildhaften Umsetzungen von bekannten Gedichten, Zitaten und Sprüchen aus. Zu sehen bis
zum 12. Februar. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek.
Facettenreiches Lichtenberg: Eine Auswahl
von sechzig Arbeiten aus dem Kunstwettbewerb des Projektes „Wirtschaftsorientiertes
Stadtmarketing“. Zu sehen bis zum 8. Januar.
Ort: Anna-Seghers-Bibliothek.
„life spot“: Ausstellung bis 8. Februar. Zu sehen sind Fotografien der ehrenamtlichen
Tätigkeit von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Künstlerische Leitung: Carola
Rümper. Eintritt frei. Ort: Schloss Biesdorf.
„Hauptsache nichts schriftlich“: Zeichnungen,
Druckgrafiken und Animationsfilme von Jirí
Šalamoun. Der inzwischen 83-jährige Künstler
wurde durch den Maxihund Fíps und andere
beliebte Zeichentrickfiguren für das tschechische Kinderfernsehen bekannt. Zu sehen bis
zum 20. Dezember. Ort: Galerie 100.
„Verspannungen“: Ausstellung mit Malerei,
Holzschnitten und keramischen Köpfen von
Günter Böhme. Zu sehen bis zum 13. Januar.
Ort: Kulturhaus Karlshorst.
„Spurensuche“: Ausstellung mit Bildern von

BEZIRKS-JOURNAL

Inés Bartel aus Rom, Florenz und Venedig. Zu
sehen bis 2. Januar. Eintritt frei. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.

an. Die Zeitung der 3. Ukrainischen Front berichtete täglich über das Frontgeschehen. Ort:
Deutsch-Russisches Museum.

Soft City – Stadt und Kunst // Japan & Berlin:
Ausstellung bis zum 25. Januar mit Werken
von Künstlern aus Japan und Deutschland. Im
Fokus der künstlerischen Arbeiten der Ausstellung steht immer wieder der menschliche
Maßstab, der im japanischen Stadtraum mit
seiner kleinteiligen Holzarchitektur sehr viel
präsenter ist als im Westen. Ort: Schloss Biesdorf.

„Stein auf Stein - Backsteinbauten in Marzahn-Hellersdorf“: Ausstellung über Zielbauten im Bezirk, Vorstellung von Gebäuden mit
ihrer Bau- und Nutzungsgeschichte sowie
Erläuterung der Ziegelherstellung von Hand
und industriell. Ort: Bezirksmuseum MarzahnHellersdorf. Zu sehen bis 24. Mai. Eintritt frei.

Chamäleon oder das Bedürfnis nach Erneuerung: Ausstellung von Detlef Günther. Der
Forscher, Unternehmer und Künstler Detlef
Günther beschäftigt sich mit den Fragen, warum sich das Sehen immer mehr nach „Innen“
richtet, warum die uns umgebenden Bildwelten das „freie Sehen“ verhindern – sich anschicken, „das Unsichtbare“ zu töten. Günther
verbindet Fresken des Begründers der Renaissancemalerei Giotto mit gegenwärtigen Abbildungen aus Werbung, Wissenschaft und Alltag.
Zu sehen bis zum 28. Februar, immer dienstags
und donnerstags 15-19 Uhr. Ort: Kreisverband
Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen,
Münsterlandstraße 33, 10317 Berlin.
„Niemand ist vergessen“: Ausstellung anlässlich des 80. Jahrestag der Reichspogromnacht.
Initiator: Bündnis für Demokratie und Toleranz. Zu sehen bis 27. Januar. Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.
„Landschaften und mehr…“: Malerei von HansJoachim Hoffmann, zu sehen vom 5. Januar
bis 28. Februar. Ort: Bezirkszentralbibliothek
„Mark Twain“.
„Spuren des alten Berlin – Ölbilder“: Ausstellung von Christa Wintel, zu sehen bis zum 31.
Januar. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“.

KINDER & FAMILIE
„Frau Holle“ in der Kirche: Märchenaufführung
des Pankower Stadttheaters am 16. Dezember,
16 Uhr. Eintritt: 1 Euro. Ort: Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Hellersdorf.
Es klopft bei Wanja in der Nacht: Puppentheater nach Tilde Michels, ausgezeichnet mit
dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis, am 16.
Dezember (11/ 16 Uhr), 18. Dezember (10 Uhr),
19. Dezember (10/11.30 Uhr), 20. Dezember (10
Uhr), 23. Dezember (11/ 16 Uhr). Für Kinder ab
3 Jahren. Eintritt für die Vormittagsveranstaltungen nur nach telefonischer Reservierung
unter 030 9917927. Karten: 5,50 Euro (Kinder),
7,50 Euro (Erwachsene). Ort: Das Weite Theater.
Zimbel Zambel: Die Weihnachtsfee: Kleine
Zaubergeschichten und bekannte Kinderweihnachtslieder zum Mitsingen für Kinder ab 2
bis 3 Jahren bis zum frühen Grundschulalter
mit dem Kindertheater Zauberstern am 18.
Dezember, 9.30 Uhr. Eintritt: 4,50 Euro. Anmeldung unter Tel. 030 5616170. Ort: Bezirkliches
Informationszentrum Marzahn-Hellersdorf.
„Wer freut sich auf den Weihnachtsmann?“:
Eine märchenhaft bezaubernde und spannende Weihnachtsgeschichte für Kinder von 5 bis
10 Jahren am 19. Dezember, 19 Uhr. Eintritt: 5
Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.
„Warten auf den Weihnachtsmann“: Aufführung mit Pittiplatsch und seinen Freunden
am 23. Dezember, 16 Uhr. Eintritt: 10, Kinder 8
Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.

GESCHICHTE
Bilder eines Krieges: Bis zum 24. Februar
zeigt das Deutsch-Russische Museum Bilder
der sowjetischen Kriegsfotografin Olga Lander aus dem Zweiten Weltkrieg. Olga Lander
(1909–1996) gehörte zu den fünf Frauen unter
200 sowjetischen Kriegsfotokorrespondenten
während des Zweiten Weltkrieges. Seit 1935
arbeitete sie als Fotokorrespondentin bei der
sowjetischen Jugendzeitung „Komsomolskaja Prawda“. Auch nach Kriegsbeginn im Juni
1941 führte sie ihre Arbeit bei der „Komsomolka“ fort. Schließlich gehörte sie ab Januar 1943 der Redaktion der Zeitung „Sowjetskij
Woin“ (Sowjetischer Kämpfer) als Fotografin

ausgegrenzt – verfolgt – ermordet: Ausstellung über das Schicksal von Sinti und Roma
zwischen 1933 und 1945. Zu sehen bis Ende Dezember. Eintritt frei. Ort: Museum Lichtenberg.
„Inhaftiert in Hohenschönhausen. Zeugnisse
politischer Gewalt 1945-1989“: Dauerausstellung im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis.
Führungen: Einzelbesucher: stündlich 10-16
Uhr (6, erm. 3 Euro), Gruppen (Voranmeldung):
täglich 9-16 Uhr, Eintritt frei. Ausstellung tgl.
9-18 Uhr. Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Staatssicherheit in der SED-Diktatur: Dauerausstellung im Stasi-Museum. Geöffnet Mo-Fr
10-18 Uhr, Sa/ So 11-18 Uhr. Ort: Stasi-Museum/ASTAK e.V.
Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941-1945: Dauerausstellung.
Eintritt frei. Ort: Deutsch-Russisches Museum
Berlin-Karlshorst.

VORTRAG | LESUNG
Prawda - Eine amerikanische Reise: Martin
Jankowski (Berliner Literarische Aktion e.V.)
präsentiert am 19. Dezember, 19.30 Uhr, die
Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe mit
ihrem neuen Roman, in dem sie sich auf eine
Reise nach literarischem Vorbild begibt. Eintritt: 6, erm. 3 Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst.

UMWELT & NATUR
Mobiles Umweltbüro: Nachhaltigkeit, Umwelt
und Natur stehen im Fokus des Beratungsangebots des Mobilen Umweltbüros, das am 8.
Januar von 16 bis 18 Uhr Station macht. Mitarbeiter/innen des Lichtenberger Umweltbüros
informieren zu verschiedenen Themen. Ort:
Linden-Center, Prerower Platz 1.
Thementag Naturkosmetik: Sabine Engert,
Umweltbildnerin bei Naturschutz Berlin-Malchow, wird am 13. Januar, 14 bis 17 Uhr, zum
Thema Naturkosmetik informieren. Alle Teilnehmer/innen können unter Anleitung eine
eigene Creme herstellen. Es wird eine Kostenbeitrag in Höhe von 5 Euro pro Person erhoben. Um Voranmeldung wird bis zum 9. Januar
gebeten. Ort: Umweltbüro Lichtenberg.
Winterspaziergang: Erstmals gibt es einen
Winterspaziergang durch die Falkenberger
Feldmark. Er findet am 6. Januar in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Lichtenberg
statt. Start dieser naturkundlichen Führung ist
um 14 Uhr. Treffpunkt ist der S-Bahnhof Wartenberg, Ausgang Egon-Erwin-Kisch-Straße.
Veranstalter: Naturhof Malchow.
Baum- und Gehölzbestimmung im Winter:
Forstwirt, Botaniker und Fachreferent Bernd
Schulz von der Technischen Universität Dresden ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der
Gehölzbestimmung. Am 19. Januar, 12 Uhr,
erläutert er im Rahmen eines Vortrages, wie
sich Baum- und Straucharten durch Knospen,
Zweige, Stammform und Rinde unterscheiden.
Ort: Naturhof Malchow (Kappensaal), Dorfstraße 35, 13051 Berlin.

KINO
Nosferatu: Stummfilmabend am 15. Dezember,
20 Uhr, mit Richard Siedhoff. Tickets ab 9 Euro.
Ort: Schlossgut Altlandsberg.
Bergkristall: Filmaufführung am 20. Dezember, 19.30 Uhr. Regisseur Joseph Vilsmaier
stellt das Motiv des Hasses zwischen zwei
Vorarlberger Dörfern in den Vordergrund der
Verfilmung der gleichnamigen Erzählung von
Adalbert Stifter… Karten: 6, erm. 3 Euro. Ort:
Kulturhaus Karlshorst.

BEZIRKS-JOURNAL

KULTURNACHRICHTEN FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

11

Puppen, die die Fantasie beflügeln

DARSTELLENDE KUNST: Das „Weite Theater“ muss 2020 ausziehen – nur wohin? Von Birgitt Eltzel.

S

chon eine Woche vor dem ersten
Advent weihnachtet es im „Weiten
Theater“. Die Spielstätte mit dem
Untertitel „Für Puppen und Menschen“
hat mit dem jahreszeitgemäßen Stück
„Der kleine Weihnachtsmann“ die Adventszeit eingeläutet. In der Spielstätte
an der Parkaue sind durchschnittlich
immer rund 90 Prozent der knapp 100
Plätze besetzt. In der Vorweihnachtszeit
aber sind die Künste der Puppenspieler
mehr denn je gefragt. So mussten bereits Zusatzvorstellungen in den Spielplan aufgenommen werden. Denn wann,
wenn nicht jetzt, ist Zeit zum Träumen?
Und wer regt die Fantasie von Kindern
im Kita-Alter, der Haupt-Publikumsgruppe, besser an als Puppen auf einer Bühne?
Es ist die wohl vorletzte Adventszeit
bis 2020, die das „Weite Theater“ im Gebäude des früheren Pionierhauses German Titow an der Lichtenberger Parkaue
gestaltet. Das Puppentheater befindet
sich direkt neben dem „Theater an der
Parkaue”. Nach bisherigen Planungen
soll bereits Anfang 2020 ein weiterer
Sanierungsabschnitt für Berlins Junges
Staatstheater beginnen. Unter anderem
wird der weithin sichtbare Bühnenturm abgerissen und neugebaut, eine
Klimaanlage ins Haus eingebaut. Auch
die Räume im früheren Pionierhaus, die
nach dem kürzlich erfolgten Auszug der
Abteilung Puppenspiel der Hochschule
für Schauspielkunst „Ernst Busch“ leer
stehen, sollen künftig saniert und für die
Freie Szene hergerichtet werden. Das
Puppentheater ist damit von beiden Sanierungsprojekten im Gebäudekomplex
direkt betroffen.
Im „Weiten Theater“ sieht man das
mit Sorge. Denn die Sanierungsarbeiten
werden etwa zwei Jahre dauern. Björn
Langhans, Puppenspieler und Vorstand
des Theatervereins, sagt: „Wir brauchen dringend eine Ausweichspielstätte,
allein mit Gastspielen können wir diese Zeit nicht überbrücken.“ Unklar sei
auch noch, wie es nach der Sanierung
überhaupt weitergehe. Kann das Theater überhaupt am Standort bleiben? Außerdem hätte man gern etwa 100 Qua-

dratmeter zusätzlich in den ehemaligen
Schauspielschul-Räumen, für einen kleinen Probenraum und für die Lagerung
des Inventars. Zurzeit gibt es nur die
etwa 100 Quadratmeter große Spielstätte, wo die ersten Zuschauer nur wenige
Zentimeter vor den Schauspielern mit
den Puppen sitzen, ein kleines Foyer, ein
bescheidenes Büro an einem langen Flur
und weiter entfernt im Gebäudekomplex
ein Lager, das in etwa so groß wie eine
Zweizimmer-Wohnung ist.
Eine Nachfrage von LiMa+ bei den
zuständigen Senatsverwaltungen für
Stadtentwicklung und Kultur gibt Entwarnung: „Dem ‚Weiten Theater’ steht
nach der Sanierung die angestammte
Spielstätte vollumfänglich zur Verfügung“, heißt es in einer gemeinsamen
Antwort beider Verwaltungen. Zudem
solle die Einrichtung schon ab Ende 2018
im Südflügel, wo bisher die Schauspielschüler studierten, einen Raum für eine
Probebühne und einen Büroraum zur
Zwischennutzung bekommen. Die Lagerflächen sollen dort bis zum Beginn der
Sanierung ebenfalls erhalten bleiben.
Auch für eine Ausweichmöglichkeit während der Bauarbeiten gibt es Hoffnung:
„Die Senatskulturverwaltung bemüht
sich intensiv um eine Ersatzspielfläche

für das ‚Weite Theater’ während der ab
2020 anstehenden Bauphase“, wird versichert. Der gesamte Südflügel des 1911
als Höhere Knabenschule erbauten Hauses an der Parkaue soll nach der Sanierung für Künstler, Ensembles und Gruppen der Freie Szene genutzt werden. Das
„Weite Theater“ erhält aus Senatsmitteln
für die Freie Szene jährlich 80.000 Euro
Basisförderung, ist also dort genau am
richtigen Ort.
Vereinsvorstand Langhans (36), Puppenspieler am „Theater des Lachens“ in
Frankfurt (Oder), war in seiner Schulzeit
zum „Weiten Theater“ gekommen. Er ist
in Mahlsdorf aufgewachsen. Das Theater,
gegründet 1992 von Schauspielern und
Musikern aus dem früheren Puppentheater Berlin an der Greifswalder Straße,
spielte in einem ehemaligen Jugendclub
an der Schkeuditzer Straße in Hellersdorf. Es bot jungen Leuten wie Björn
Langhans und Michael Hatzius, bekannt
auch aus dem Fernsehen als der „Mann
mit der Echse“, in seinem Theaterjugendclub Entwicklungsmöglichkeiten. Wegen
steigender Mieten, dem schlechten Zustand des Gebäudes und stetig steigenden Besucherzahlen zog das Ensemble,
das nur zwei festangestellte Mitarbeiter
hat, die Künstler sind Freiberufler, nach
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MUSIK AUF DEM SCHLOSSGUT

22.12.2018, 19 Uhr

Leona Heine, Weihnachtskonzert
„Weihnachten mal bunt“

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U-Bhf. Hönow entfe

KINO IN DER SCHLOSSKIRCHE

15.12.2018, 20 Uhr

Nosferatu – eine Symphonie des Grauens, Stummfilmkonzert

KULTUR AUF DEM SCHLOSSGUT

23.12.2018, 16 Uhr

Bummelpeters Weihnachtsfest,
musik. Weihnachtsgeschichte für die ganze Familie

VORMERKEN!

22.02.2019, 19 Uhr
Vive la France
23.02.2019, 19 Uhr
DuckTapeTicket – Musical Dinner
09.03.2019, 19.30 Uhr Salt House, zeitgen. Folk aus Schottland
Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation.
Krummenseestraße 1
15345 Altlandsberg
www.schlossgut-altlandsberg.de
info@schlossgut-altlandsberg.de
Tel: 033438 151150

HEIRATEN |
TAGEN | FEIERN
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& BRENNEREI
Öffnungszeiten
Stadtinformation:
Mo-Fr 11-17 Uhr
Sa/ So 11-16 Uhr
Restaurant
tgl. ab 12 Uhr

FOTO: CHRISTINE FIEDLER

Seeräuber im Puppenformat: „Piraten,
Piraten“ in einer Aufführung vom Weiten
Theater.

Lichtenberg. Das Hellersdorfer Gebäude
wurde vor mehr als zehn Jahren abgerissen, der Platz davor heißt jedoch immer
noch „Theaterplatz“.
Mehr als 80 Eigenproduktionen wurden seit 1992 im „Weiten Theater“ aufgeführt, dazu gab und gibt es Kooperationen und Gastspiele. Von Anfang an im
Repertoire ist „Rotkäppchen“, das beliebteste Stück heißt „Bei der Feuerwehr
wird der Kaffee kalt“. Doch nicht nur für
Kinder wird gespielt, es gibt auch Angebote für Jugendliche und Erwachsene
wie „Der weiße Hammer“ und die Fortsetzung „Heiße Wammer“ – Kriminalstücke mit schwarzem Humor. Für Björn
Langhans ist Puppentheater die schönste Form des Theaters. „Die Puppen werden durch die Zuschauer lebendig“, sagt
er. Das Geschehen auf der Bühne entwickle dann eine ganz eigene Dynamik.
„Da können sogar Bauklötze plötzlich zu
Rittern werden – und die Eltern bekommen eine Anregung dafür, wie sie selbst
mit ihren Kindern spielen können.“

ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN
Anna-Seghers-Bibliothek Im Linden-Center,
Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030
92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20
Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr.
Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi
13-20 Uhr, Sa 9-15 Uhr.
Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer
Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee
410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078.
Bezirkliches Informationszentrum MarzahnHellersdorf, Hellersdorfer Str. 151 (nördl.
Seilbahnstation), 12619 Berlin.
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, AltMarzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030 54790921,
Internet: www.museum-marzahn-hellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr.
Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und

Musikbibliothek, Marzahner Promenade
52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10-19.30 Uhr; Mi
14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr
Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Straße 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15
Uhr.
Das Weite Theater, Parkaue 23, 10367 Berlin,
Tel. 030 9917927.
Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin,
Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So
10-18 Uhr.
Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter
Allee 149, 10365 Berlin, Tel. 030 5556719.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi
13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr.
Ev. Kirchengemeinde Biesdorf, Alt Biesdorf
59, 12683 Berlin, Tel. 030 5143593.
Evangelische Kirchengemeinde Berlin-

Hellersdorf, Glauchauer Str. 7, 12627 Berlin,
Tel. 030 9918013.
Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030
5427091.
Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-WolfStraße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr
Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr.
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen,
Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030
98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de
Heinrich von Kleist-Bibliothek, Havemannstr. 17 B, 12689 Berlin, Tel. 030 9339380.
KISTE Kino & Konzerte & mehr am UBahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str. 10,
12627 Berlin, Tel. Tel. 030 9987481.
Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin,
Tel. 030 562969423.

Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr.
Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte
Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030
9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 11-17
Uhr; Mi, Fr 11-15 Uhr
Museum Lichtenberg im Stadthaus,
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030
5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und So
11-18 Uhr.
Naturhof Malchow, Dorfstraße 35, 13051
Berlin, Tel. 030 9279930, www.naturschutzmalchow.de
rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im
Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683
Berlin, tgl. 10-18 Uhr, Di Schließtag, Fr 12-21
Uhr. Telefon: Tel. 030 516567790, Internet:

www.schlossbiesdorf.de
Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150.
Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße
103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854,
Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt:
Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro.
Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13,
10365 Berlin, Tel. 030 5532276.
studio im HOCHHAUS, Zingster Straße 25,
13051 Berlin. Tel. 030 929 38 21.
Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str.
35,13057 Berlin, Tel. 030 92901866.
Bitte erkundigen Sie sich zu Schließtagen
zwischen Weihnachten und Neujahr direkt in
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Senden Sie uns Ihre Kulturtipps!
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BEZIRKS-JOURNAL - Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR: Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
VERLAG: Medienbüro Gäding, Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin | KONTAKT Tel. 030 55 49-43 60, Fax: 030 55 49-43 69, E-MAIL: redaktion@bezirks-journal.de INTERNET: www.bezirks-journal.de
FACEBOOK: www.facebook.com/bezirksjournalberlin | REDAKTION & INTERNET: Marcel Gäding (Ltg.), Volkmar Eltzel (lima+) | ANZEIGEN: Lutz Neumann, Tel. 030 55 49-96 55, E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de | Vertrieb & Verteilung: Eigenvertrieb | E-MAIL: vertrieb@bezirks-journal.de | DRUCK: Pressedruck Potsdam GmbH, Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam
GESAMTAUFLAGE: 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 4/2017 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 17. Januar 2019.

12

BEZIRKS-LEBEN

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Dritte Lesenacht
an der M8
Zum dritten Mal findet entlang der
Tram-Linie wieder die „Lesenacht an
der M8 statt. Am 19. Januar präsentieren sich Künstler von 19 bis 23 Uhr:
Interessenten erwarten Texte aus Büchern von verschiedenen Autoren zu
ausgewählten Themenbereichen. Unter
anderem „Flotte Verse und Kurzgeschichten“ an der Haltestelle „Ahrensfelde/Stadtgrenze“ im „Das Lehmhaus
Alpha II“ in der Schorfheidestraße 52,
eine „Kriminacht“ an der Haltestelle
„Barnimplatz“ in der ADTV Tanzschule
Sieglinde Kotzur in der Havemannstraße 17 sowie eine „Erotische Nacht“ an
der Haltestelle „Niemegker Straße“ in
der Golferia Berlin in der Wittenberger
Straße 50 und eine „Satire zur Nacht“
an der Haltestelle „Wuhletalstraße“ im
Felix-Punkt-Club in der Schwarzburger
Straße 10. Die Veranstaltung beginnt um
19 Uhr mit einer kurzen Anmoderation.
Danach lesen ab 19.15 Uhr drei Autoren
je 45 Minuten aus ihren Lieblingswerken. Mit dabei sind Frank Nussbücker,
Frank-Reiner Schurich, Anke Ilona Nikoleit und Lysette Hellbach. Nach jeder
Lesung gibt es eine 30-minütige Pause,
in der Besucher den Leseort wechseln
oder dort verweilen können. Vor Ort
werden den Besuchern Getränke und
Bücher zum Kauf angeboten. Der Eintritt kostet 12 Euro und gilt für alle
vier Orte. Die Karten sind an den genannten Leseorten erhältlich. Weitere
Informationen gibt es telefonisch über
030 93497395 und auf der Internetseite:
www.lesenacht-an-der-m8.de (pas.)

Wir wünschen unseren
Leserinnen und Lesern ein
besinnliches Weihnachtsfest
und ein erfolgreiches Jahr 2019!
Die Redaktionen vom
Bezirks-Journal und
www.LichtenbergMarzahnPlus.de

Profis treffen Zirkus-Nachwuchs

SOZIALES: Ein international preisgekröntes Einrad-Duo „Farallos“ trainiert Kinder- und Jugendliche bei
CABUWAZI. Für die diesjährige Weihnachtsshow gibt es noch Restkarten. Von Steffi Bey.

E

s sind zwei Welten: Abends mit
der eigenen Darbietung auf verschiedenen Bühnen unterwegs
- am nächsten Tag Kinder und Jugendliche trainieren. Es ist zwar jedes Mal
Akrobatik, aber dennoch ganz anderes.
Jaqueline Marschan und Ralf Lindner
mögen Beides. „Denn der Erfolg zählt“,
sagen die Profi-Artisten.
Das kann tosender Applaus während
oder nach einer Show sein, aber auch
ein noch so winziges Detail, was die
Mädchen und Jungen unter Anleitung
der Erwachsenen meistern. „Wenn es
mir gelingt, den Kindern etwas zu vermitteln, dass sie umsetzen können“, bin
ich glücklich sagt der 47-jährige Berliner.
Seit 2017 gehören er und seine Berufskollegin Jaqueline zum Trainer-Team
des Kinder- und Jugendzirkusses CABUWAZI. Mindestens dreimal pro Woche geben sie dort ihr Wissen an den talentierten Nachwuchs weiter. „Für mich
ist diese Aufgabe ein gegenseitiger Lernprozess“, erklärt Ralf Lindner, der mehr
als 25 Jahre mit Jaqueline Marschan, als
inzwischen weltweit bekanntes EinradDuo „Die Farellos“ auftritt.
„Manchmal fällt es schwer, sich auf
die Bedürfnisse der Kinder einzustellen“, gibt die 45-jährige Artistin zu. Weil
das Niveau unterschiedlich sei: Einige
begreifen schneller, andere brauchen
mehr Zeit, um sich etwas zu trauen. Da
bleiben Konflikte nicht aus. „Aber solche
Situationen schweißen zusammen, geben Vertrauen und motivieren“, betont
Jaqueline Marschan. Zu den schönen
Augenblicken zählen für die erfolgreiche Einrad-Akrobatin auch solche Momente, bei denen die „kleinen Künstler“
eigene Ideen einbringen: Beispielsweise
eine Schrittfolge verändern, Drehungen
ergänzen oder Sprünge einsetzen.
In diesen Wochen dreht sich im Zirkuszelt und in der Trainingshalle auf

FOTO: STEFFI BEY

Jaqueline Marschan und Ralf Lindner trainieren seit 2017 Kinder und Jugendliche bei
CABUWAZI.

dem CABUWAZI-Gelände an der OttoRosenberg-Straße 2 alles um Weihnachten. Die schon traditionelle Show wird
auf die Bühne gebracht. Choreografie
führt wieder Ralfs Vater, Harald Lindner. Der Vollblutartist trainierte schon
in den 1980er Jahren seinen Sohn – damals im Kulturhaus in Weißensee. „1992
gründete er schließlich den Zirkus
Springling in Marzahn“, berichtet Ralf
Lindner stolz. 1997 fusionierte diese
Einrichtung mit CABUWAZI (ChAotisch
BUnter WAnderZIrkus). Mittlerweile
gibt es in Berlin fünf Standorte: In Altglienicke, Kreuzberg, Marzahn, Treptow
und Tempelhof.
Traditionelle Weihnachts-Shows finden in allen Zelten statt. „Unsere ist allerdings die artistisch anspruchsvollste
und verlangt allen Teilnehmern Höchstleistungen ab“, sagt Einrad-Profi Ralf. Er

wird versuchen, bei jedem Auftritt dabei zu sein – genau wie Jaqueline: Um
mitzufiebern, ihre Schützlinge zu unterstützen und die Auftritte auszuwerten.
Andererseits durften auch schon
Marzahner Nachwuchskünstler die temperament- und humorvollen Darbietungen des Trainer-Duos bewundern. Sie
beobachteten das ungleiche Paar, wie es
energiegeladen Treppenstufen mit dem
Einrad erklimmte, waghalsige Trampolinsprünge meisterte und zweistöckig
über die Bühne radelte. Das Besondere
an den international preisgekrönten
„Farellos“ ist ihre Komik, mit der sie die
artistischen Auftritte spicken.
Weitere Informationen zum Zirkus
CABUWAZI und zur aktuellen Weihnachtsshow im beheizten Zelt unter:
www.cabuwazi.de

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09.00-12:00 Uhr
Montag und Dienstag 13.00-16.00 Uhr
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