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Periodical volume

Full text: Marzahn-Hellersdorfer Bezirks-Journal Issue 4.2017,11

ZUWACHS:

ZUMUTUNG:

Jedes Jahr ziehen 3.000
Menschen in den Bezirk. Seite 3

Jugendliche im Winter ohne
Dach überm Kopf. Seite 4

GROSSES

EXTRA:

Bezirks-Journal

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Hinaus in
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Grüne + a
Wasseeirl
im Innent

Kostenlose Monatszeitung für Marzahn-Hellersdorf | Ausgabe Nov. 2017 | www.lichtenbergmarzahnplus.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare

Von wegen gruselig:
Post aus dem Rathaus

RATHAUS MARZAHN AM HELENE-WEIGEL-PLATZ

PR-KAMPAGNE: Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke)
schreibt Freizeitparkbetreibern einen Brief.

B

ezirksbürgermeisterin Dagmar
Pohle (Die Linke) versteht durchaus Spaß. Das, was sich aber ein
sächsischer Freizeitparkbetreiber geleistet hat, geht der Kommunalpolitikerin dann aber zu weit. Im Bezirk hatte
das Unternehmen mit Plakaten für sich
geworben – und dem Zusatz: „Gruseliger als Marzahn“. Während diese Werbung in den sozialen Netzwerken für
kontroverse Debatten sorgte, griff Pohle zum Stift und schrieb einen Brief.
„Gruselig sind vielmehr der Vergleich
und das ewige Nachplappern von gestrigen und vorgestrigen Vorurteilen, die
insbesondere in diesem Fall gar nichts
mit der Realität zu tun haben“, schreibt
Pohle – um dann eine Lanze für den Bezirk und seine Bewohner zu brechen.
„Marzahn-Hellersdorf ist bei seinen
Einwohnerinnen und Einwohnern beliebt, viele Menschen leben hier seit
dem Erstbezug ihrer Wohnung, immer
mehr ziehen hinaus an den grünen und

lebenswerten Stadtrand. Seit dem neuen Bauboom in Berlin errichten nicht
nur private Bauherren Ein- oder Mehrfamilienhäuser, sondern auch die Wohnungsbaugesellschaften umfangreich
Geschosswohnungen. Gerade viele Familien, denen es in der Innenstadt zu
eng wird, sind angetan vom Grün, vom
Platz und dem trotz intensiver Bautätigkeit leider immer knapper werdenden
Angebot an Wohnraum. Aber was sind
schon Fakten und Argumente gegen
Polemik und Vorurteile?“ Pohle spricht
davon, dass der Bezirk diffamiert wurde. Gern lade sie daher den Chef des
Freizeitparks sowie dessen Werbeagentur ein, „sich selbst vor Ort ein Bild von
dem Berliner Stadtteil zu machen“.
Es ist nicht das erste Mal, dass der
Freizeitpark für Aufsehen sorgt. Erst
kürzlich irritierte er mit Werbung für
„Berlins neuen Freizeitpark“, obwohl er
200 Kilometer von der Hauptstadt entfernt ist. (bzj.)

BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

In die Jahre gekommen

Das Rathaus Marzahn wird kommendes Jahr 30 Jahre alt. Einst galt das von Wolf-Rüdiger
Eisentraut und Karla Bock projektierte Bauwerk als eines der modernsten Verwaltungsgebäude in der DDR. Doch die Zeit hat deutliche Spuren am und im Haus hinterlassen, das
2008 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Mindestens 20 Millionen Euro wären nötig, um
es zu sanieren. Die Modernisierung sollte bereits vergangenes Jahr starten, verzögert sich
nun aber. Ab wann gebaut werden soll, lesen Sie auf Seite 2.

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BEZIRKS-THEMA

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Rathaus-Sanierung verzögert sich

BAUPLANUNG: Das denkmalgeschützte Dienstgebäude am Helene-Weigel-Platz sollte bereits vergangenes Jahr umfassend modernisiert werden.
Doch nun ist mit dem Start der Arbeiten frühestens im Januar 2019 zu rechnen. Von Birgitt Eltzel.

D

ie Fassade des alten Rathauses
Marzahn ist mit Planen verhangen, rund um den Eingang am
Helene-Weigel-Platz sind Gerüste aufgestellt. Wer denkt, dass die seit langem
gewünschte Sanierung des 1988 eröffneten Hauses begonnen hat, irrt jedoch.
An dem denkmalgeschützten Gebäude
werden nur die Fugen zwischen den
Platten verschmiert, erzählt die Frau
in der Pförtnerloge. Eine Notreparatur.
Denn am alten Rathaus Marzahn, in
dem die Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und der Bereich Stadtplanung des Bezirksamtes
sitzen, ist seit seiner Inbetriebnahme
nichts Grundlegendes mehr gemacht
worden. Immer wieder gibt es Regenschäden, auch in den Arbeitszimmern
der Mitarbeiter.
„Die Arbeitssituation ist bedrückend“, sagt Immobilien-Stadträtin Juliane Witt (Linke), verantwortlich für
die bezirkseigenen Gebäude und Liegenschaften. Bereits seit Jahren drängt der
Bezirk auf eine Sanierung. Diese sollte
ursprünglich bereits 2016/17 beginnen.
Die Berliner Immobilien Management
GmbH (BIM) sollte das Haus übernehmen, es auf ihre Kosten instand setzen
und sanieren, danach wollte der Bezirk
das Gebäude von der BIM mieten. Im
Gegenzug beabsichtigte Marzahn-Hellersdorf, das Bürodienstgebäude Premnitzer Straße 11/13 abzugeben. Doch weil
sich die bezirkliche Verwaltung durch
die Erhöhung der Einwohnerzahlen wieder vergrößern muss, benötigt sie diese
Immobilie selbst. Das ins Auge gefasste
Tauschgeschäft platzte bereits Ende der
vergangenen Legislaturperiode.
Mit dem Amtsantritt des neuen Bezirksamtes Ende 2016 begannen erneut
Verhandlungen mit der BIM und der Finanzverwaltung des Senats. Inzwischen
gibt es einen Hoffnungsschimmer. Die
BIM sei gerade mit der Finanzverwaltung dabei, die Zustimmung des Hauptausschusses für ein Konzept zur Rathaus-Sanierung einzuholen, sagt Juliane
Witt. Allerdings mit leichter Verspätung:
„Die ursprüngliche Zeitschiene, die diese Beschlussfassung für den September

GmbH zu übernehmen und in diesem
Rahmen mit finanzieller bezirklicher Beteiligung zu sanieren sowie für die bezirklichen Erfordernisse herzurichten“,
heißt es in der von Staatssekretärin Dr.
Margaretha Sudhof unterzeichneten
Mitteilung.
„Ich hoffe, dass wir vorankommen
und der Umbau des Rathauses im Januar 2019 starten kann“, so Stadträtin
Witt. Dabei muss wegen des Denkmalschutzes behutsam vorgegangen werden: Das Gebäude wird energetisch
saniert und gleichzeitig barrierefrei
gestaltet (ein Fahrstuhl soll bis zum
fünften Geschoss führen). Die grundANZEIGE

FOTO: BIRGITT ELTZEL

Baugerüste am Rathaus Marzahn. Der Schein trügt, denn die große Sanierung ist erst im
Januar 2019 geplant.

2017 vorsah, ist jetzt verschoben auf Anfang des kommenden Jahres.“
Nach einer Mitteilung der Finanzverwaltung „über die größeren anstehenden Flächenoptimierungsprojekte der
Berliner Verwaltung“ an den Hauptausschuss, der kürzlich beriet, ist für
Marzahn-Hellersdorf folgendes vorgesehen: Neben der Sanierung des alten
Rathauses Marzahn soll der bezirkliche
Standort Premnitzer Straße 4 an die
BIM gehen. Diese untersucht Möglichkeiten, dort (auch mit An- und Erweiterungsbauten) das Finanzamt Marzahn
unterzubringen, das jetzt noch in einem
gemieteten Objekt an der Allee der Kosmonauten seinen Sitz hat. Ebenfalls in

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die Prüfung einbezogen ist das derzeit
leerstehende ehemalige Haus der Gesundheit an der Etkar-André-Straße. Es
soll ebenfalls an die BIM gehen und zum
modernen Verwaltungsgebäude umgebaut werden. Dort soll dann wieder das
bezirkliche Gesundheitsamt untergebracht werden, das gegenwärtig ebenfalls in einem Mietobjekt sein Domizil
hat. „Vor diesem Hintergrund besteht
inhaltlich zwischen den Beteiligten
grundsätzliches Einvernehmen, das mit
dem Rathaus Marzahn bebaute Grundstück und andere betroffene bezirkliche
Liegenschaften dem Sondervermögen
des Landes Berlin (SILB) zuzuweisen,
in die Bewirtschaftung durch die BIM

sätzlichen Nutzungen werden erhalten
bleiben, die Kellerräume sollen zu Archivräumen umgebaut werden. Auch
eine Sanierung des seit Jahren geschlossenen Ratskellers ist vorgesehen.
Während die Arbeiten laufen, soll das
Stadtplanungsamt Räume im privaten
Bürohaus Leunaer 7 beziehen, die Miete dafür ist bereits in den bezirklichen
Haushaltsplan 2019 eingestellt. „Ich
denke, dass die Zielsetzung des Landes,
die kommunalen Liegenschaften zu sichern und weiterzuentwickeln, wie es
in der Koalitionsvereinbarung als klarer
Paradigmenwechsel formuliert ist, nun
auch seinen Niederschlag in konkreter
Unterstützung für den Bezirk finden
muss“, unterstreicht Witt.

BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

BEZIRKS-THEMA

3

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Das Zentrum „Helle Mitte“ in Hellersdorf. Dort entstanden bereits rund um die Jahrtausendwende viele neue Wohnungen auf einer Brachfläche. Inzwischen werden auch andernorts
im Bezirk leerstehende Immobilien mit Wohnhäusern bebaut.

Jedes Jahr 3.000 Zugezogene

BEVÖLKERUNG: Ein Blick in den Demographiebericht für 2016 zeigt: Die Zahl der Menschen in Marzahn-Hellersdorf nimmt zu, und das in großen
Schritten. Dabei gibt es zwischen den Stadtteilen große Unterschiede. Von Marcel Gäding.

D

er Bezirk wächst – und ein Ende
ist nicht in Sicht. Wie aus dem
gerade von Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) vorgelegten Demographiebericht für 2016
hervorgeht, ziehen jedes Jahr bis zu
3.000 Menschen nach Marzahn-Hellersdorf – und das seit 7 Jahren. Am stärksten vermelden die Ortsteile Biesdorf,
Hellersdorf-Nord und Marzahn-Mitte
Zuzüge. Fast 50 Seiten umfasst der Bericht, der in erster Linie aus zahlreichen
Tabellen besteht. Er ist Grundlage vor
allem für die Fachabteilungen des Bezirks und enthält Aussagen über die Bevölkerungsentwicklung von MarzahnHellersdorf.
Derzeit wohnen und leben 262.015
Menschen im Bezirk. Mit 16 Prozent

verfügt Marzahn-Hellersdorf über den
zweitniedrigsten Anteil an Migranten
in ganz Berlin. Die meisten Migranten
sind statistisch in Marzahn-Nord (23
Prozent) erfasst. Allerdings geht altersbedingt der Anteil von Menschen ohne
Migrationshintergrund zurück, wie es
in dem Bericht heißt. Der einst jüngste
Bezirk Berlins wird zunehmend älter.
Hellersdorf-Nord hat mit 38,1 Jahren das
niedrigste Durchschnittsalter, Biesdorf
mit 47 Jahren das höchste.
Erfreulich: Nachdem Mitte der
1990er-Jahre die Einwohnerzahl von
fast 300.000 rapide sank, kehrt sich dieser Trend seit 2010 um. „Seit 2010 gibt
es eine jährliche Zunahme um 2.000 bis
3.000 Einwohner“, heißt es im Demographiebericht. Im Vergleich zu 2015 stieg

die Zahl der Einwohner 2016 um 2.642
Personen. Allerdings bildet MarzahnHellersdorf im Vergleich zu den anderen Berliner Bezirken mit Platz 11 ein
Schlusslicht. Die meisten Zuwächse
vermeldet hingegen der Nachbarbezirk
Lichtenberg. Die Bevölkerungsprognose
geht davon aus, dass die Zahl der Einwohner von Marzahn-Hellersdorf bis
zum Jahr 2030 auf nahezu 280.000 steigt.
Das wären 8 Prozent mehr als 2016.
Die meisten Menschen leben nach wie
vor in den Großsiedlungen, die in den
1970er- und 1980er-Jahren entstanden.
Allein die Großsiedlung Marzahn, die
kürzlich 40 Jahre alt wurde, vermeldet
108.913 Bewohner, Hellersdorf 79.630.
Einst zogen dort junge Familien hin, inzwischen leben dort statistisch die äl-

testen Bewohner. Die demographische
Situation sei vor allem durch die Großsiedlung geprägt, heißt es im Bericht.
Immerhin leben in den Plattenbausiedlungen 71 Prozent aller Marzahner und
Hellersdorfer. Viele einstige junge Mütter und Väter seien inzwischen über 50
beziehungsweise 60 Jahre alt. Hinzu
kommt, dass es durch die geburtenschwachen Jahrgänge in den Wendejahren Rückläufe bei den Jugendlichen gibt.
Sehr ausführlich widmet sich der Demographiebericht den Menschen mit
Migrationshintergrund. Größte Bevölkerungsgruppe sind einstige Sowjetbürger (18.194), gefolgt von Bewohnern
islamisch geprägter Länder (13.010) und
den Vietnamesen (4.173).
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BEZIRKS-LEBEN

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Eigentlich perfekt für Jugendliche, die bezirkseigene Halle. Doch trotz aller Versprechungen bleibt die Immobilie für die Skater tabu.

FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ VOLKMAR ELTZEL

Skater werden zu Besetzern

PROTESTAKTION: Jugendliche fordern seit Jahren eine überdachte Rollmöglichkeit und werden immer wieder vertröstet. Die Halle im
Gewerbegebiet Marzahn haben sie inzwischen wieder verlassen. Von Volkmar Eltzel.

Z

eitweise bis zu 40 Jugendliche vom
Verein We.Roll.Berlin e.V. und aus
der Inline-, Skate- und BMX-Szene
brachen am Freitag, 20. Oktober, eine
ehemalige, seit vielen Jahren leerstehende Fabrikhalle in einem Gebäude an der
Premnitzer Straße 12 in Marzahn auf und
besetzten sie. Die Freizeit-Skater wollten
damit ihrer jahrelangen Forderung Nachdruck verleihen, für die kalte Jahreszeit
eine überdachte Skate-Möglichkeit zu
bekommen. Sie stellten kurzerhand Skateelemente und einen Ghettoblaster auf
und legten los. Sogar die Mülltrennung
und ein Rauchverbot waren geregelt. An
der Toreinfahrt prangte ist ein Schriftstück „!Besetzt aus Protest!“
Die jungen Leute fühlen sich „von der
Bezirkspolitik verschaukelt“, hieß es darin. Den dritten Winter in Folge (gemeint
ist der bevorstehende – die Redaktion)
kämpfe man für eine überdachte „Rollmöglichkeit“ in Marzahn-Hellersdorf.
Es hätte unzählige vertröstende Gespräche mit Verantwortlichen gegeben
und man hätte sogar einen Bauantrag
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für die betreffende Halle gestellt. Doch
„ungeachtet des großen Zuspruchs und
trotz der Beschlüsse aus dem Jugendhilfeausschuss sowie der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), konnte nicht
einmal eine Zwischennutzvariante realisiert werden.“ Man fordere Taten statt
Lippenbekenntnisse und eine aktive und
konstruktive Unterstützung bei der Realisierung der Skaterhalle für den Bezirk.
Es sei „ein politisches Zeichen“, um die
Verantwortlichen an ihre Versprechen
zu erinnern. Die Aktion wurde auch vom
Gangway e.V. unterstützt.
„Die letzten Gespräche in den Ausschüssen über eine Skate-Möglichkeit
in einer Halle hat es zum Jahreswechsel
2016/17 gegeben“, sagte Streetworker
und Sozialarbeiter Uwe Heide. Damals
hätte man die Auskunft bekommen, dass
ein Architekten- und Brandschutzgutachten erforderlich sei, um den von Pfeilern gestützten Raum nutzen zu können.
„Aber das ist für uns nicht finanzierbar“,
so der Sozialarbeiter. Der Standort sei
ansonsten optimal. Der Fußboden wäre

top und niemand würde durch Lärm belästigt.
Aber ganz so war es dann doch nicht,
wie sich alsbald herausstellte: Am darauffolgenden Sonntag entdeckte der
Hausmeister die Eindringlinge und rief
die Polizei. Das Haus samt Halle im Erdgeschoss ist Eigentum des Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Noch am Wochenende handelten die Verantwortlichen, um
eine Eskalation und sofortige Räumung
zu verhindern. Jugendstadtrat Gordon
Lemm (SPD) erreichte eine vorläufige
Duldung bis Montag, 23. Oktober. Da gab
es bereits die ersten Lärmbeschwerden
der gewerblichen Mieter über der Halle.
Der Fraktionsvorsitzende der Linken in
der Bezirksverordnetenversammlung,
Björn Tielebein, gesellte sich zu den Besetzern, „um zu beobachten und zu vermitteln“, wie er sagte.
Am Abend verließen die Skater die
Halle. Sie hatten einen Deal mit dem
Bezirksamt. Dienstag früh durften die
Hobbysportler zunächst wieder hinein.
Juliane Witt (Linke), Bezirksstadträtin

für Weiterbildung, Kultur, Soziales und
Facility Management, organisierte eine
Besichtigung der seit 18 Jahren leerstehenden Schulsporthalle an der Allee der
Kosmonauten 143 als möglichen Alternativstandort. Doch die eigentlich zum
Abriss stehende Halle ist durch Vandalismus und mehrfach gelegte Brände nicht
mehr verkehrssicher.
Auch aus der Premnitzer 12 mussten
die Jugendlichen erst mal wieder raus.
Aber zumindest wurden die Weichen
für eine Zwischenlösung gestellt. Wie
Juliane Witt mitteilte, wolle der Bezirk
gemeinsam mit den Jugendlichen die Voraussetzungen für eine Nutzung bis zum
März 2018 schaffen. Bis zur Erteilung einer Genehmigung und der Erfüllung der
Brandschutz-Anforderungen sei der Zutritt allerdings untersagt.
Einen Raum zu finden, den die Inliner,
Skater und BMXer längerfristig nutzen
können, wird indes nicht einfach, angesichts immer knapper werdender Flächen in Marzahn-Hellersdorf wie in ganz
Berlin.

BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

BEZIRKS-LEBEN

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Ein Paradies für Ratten

GRÜNANLAGEN: Weggeworfener Müll, Reste von Lebensmittelverpackungen: Was Mensch liegen lässt, freut die Nager. Die meisten Meldungen
kommen aus Marzahn-Hellersdorf. Dort fühlen sich die Tiere offensichtlich besonders wohl. Von Birgitt Eltzel und Marcel Gäding.

A

ls André Kiebis, der Vorsitzende des Vereins „Helle Hunde“,
mit seinem Golden Retriever
Max kürzlich über den Boulevard Kastanienallee spazierte, staunte er nicht
schlecht. In aller Seelenruhe spazierte
eine Ratte über den Boulevard, um dann
gemächlich in einem Gebüsch zu verschwinden. Es ist nicht das erste Mal,
dass der Mittvierziger auf dem Boulevard, in dessen Mitte es viele Büsche
und Sträucher gibt, solche Nager gesehen hat. „Das nimmt zu“, sagt er. Er
kritisiert den Bezirk und den Vermieter
Deutsche Wohnen, die zu wenig gegen
diese Plage tun.
Marzahn-Hellersdorf hat ein Rattenproblem: Wie Bezirksbürgermeisterin
Dagmar Pohle (Die Linke) kürzlich sagte, seien 2016 offiziell 1.333 Ratten „gemeldet“ worden. Damit liegt der Bezirk
an der Spitze, gefolgt von Mitte (1.244),
Friedrichshain-Kreuzberg (1.186) und
Lichtenberg (1.051). Wie hoch die tatsächliche Zahl der in Marzahn-Hellersdorf lebenden Ratten ist, kann Pohle
nicht sagen. „Eine Schätzung ist nicht
möglich.“ Die genannten Daten stammen von den Gesundheitsämtern. Dort
muss jeder Grundstückseigentümer
nach der Berliner Schädlingsbekämpfung Ratten melden. Von ihnen geht ein
Gesundheitsrisiko aus, sagen die Behörden.
„Stellt eine pflichtige Person einen
Befall mit Gesundheitsschädlingen fest,
hat sie unverzüglich dies dem zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen und
eine Fachkraft mit der Bekämpfung
zu beauftragen“, heißt es dazu in der
Verordnung. Dass der Bezirk zu wenig
macht, will die Verwaltung so nicht
hinnehmen. Über das Internet werde
Aufklärungsarbeit betrieben, sagt Dagmar Pohle. Allerdings: Wer auf der Seite
des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf
nach konkreten Infos sucht, wird nicht
fündig.
Obwohl immer wieder Jagd auf Ratten
gemacht wird, ist das Problem in Marzahn-Hellersdorf präsent. Denn überall,
wo Menschen Schmutz und Essensreste hinterlassen, fühlen sich die Tiere, die
zahlreiche Krankheiten übertragen kön-

FOTO: PIXABAY.COM/ WOLFGANG VOGT

Nicht nur niedlich, sondern mitunter auch gesundheitsgefährend: eine von zigtausenden
Ratten.

nen, wohl. Auch auf dem Cecilienplatz
in Kaulsdorf-Nord, wo Strauchrabatten
häufig als Mülleimer missbraucht werden, manchen sogar als Toilette fürs
große Geschäft dienen, wurden mehrfach Ratten von Passanten gesichtet.
„Der Schwerpunkt liegt auf Frei- und
Grünflächen“, sagt Bezirksbürgermeisterin Pohle. Aber auch Lebensmittelreste und offene Mülltonnen ziehen Ratten
an. Weil viele Frei- und Grünflächen
nicht ausreichend gepflegt werden, bieten sie für die Nager einen guten Rückzugsort.
Wichtige Partner bei der Rattenbekämpfung sind nach Pohles Darstellung
die Vermieter. „Hier haben die Hausmeister eine große Verantwortung“,
sagt sie. Konkret: Nur, wenn Müllplätze
und Grünflächen vor Wohnhäusern sauber gehalten werden, kann man den Ratten das Leben schwer machen.

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Bei den Ratten in Berlin handelt es
sich in der Regel um sogenannte Wanderratten. Die sind bereits nach gut
drei Monaten geschlechtsreif und können innerhalb von 23 Tagen bis zu zwölf
Jungtiere zur Welt bringen – und das
bis zu sieben Mal im Jahr. Vor allem die
Hauptstadt ist ein Paradies für die Nagetiere, denn sie finden flächendeckend
genügend Futter. Schuld sind nach Ansicht der Experten die Menschen – sie
begünstigen durch ihr Verhalten die
unkontrollierte Vermehrung der Ratten.
Das Problem: Die frei lebenden Tiere
haben Anteil daran, dass Krankheiten
wie Durchfall oder Seuchen übertragen
werden.
Die Gesundheitsämter haben Tipps
zusammengestellt. Speisereste sollten
nicht in Toiletten gekippt und am besten in verschlossenen Behältern gelagert werden. Müllbehälter sollten stets
verschlossen sein. Eine weitere wirksame Maßnahme gegen die Rattenausbreitung sei es, Nistmöglichkeiten einzuschränken. „Insbesondere sollten Höfe,
Keller und Lagerräume übersichtlich
gestaltet sein und gegebenenfalls regelmäßig einer Entrümpelung unterzogen
werden“, erklärt hierzu das Landesamt
für Gesundheit und Soziales (LaGeSo).
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BEZIRKS-LEBEN

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Ein Vertrag für die Zukunft

KULTUR: Das Gründerzeitmuseum in Mahlsdorf ist von überregionaler Bedeutung. Nun haben sich Betreiberverein und Bezirksamt verpflichtet,
das Haus als Kulturstandort weiterzuentwickeln. Gut möglich, dass Bezirk und Land auch mehr Geld geben. Von Birgitt Eltzel.

E

s hat fast ein Jahr mit vielen
Verhandlungen und Gesprächen
gebraucht, aber nun steht der
Vertrag zwischen dem Förderverein
Gutshaus Mahlsdorf und dem Bezirksamt: Vor Kurzem unterzeichneten Geschäftsführerin Monika Schulz-Pusch
und Marzahn-Hellersdorfs Kulturstadträtin Juliane Witt (Linke) das Dokument zur Sicherung der Sammlung im
Gründerzeitmuseum am Hultschiner
Damm 333. Beide Vertragsparteien verpflichten sich darin zum Erhalt und
zur Entwicklung des Kulturstandortes,
der von überregionaler Bedeutung ist.
Immerhin kommen in das vom Förderverein geführte Museum auch viele internationale Besucher, darunter sogar
Gäste aus Übersee.
Angehörige tragen Kosten

FOTO: BIRGITT ELTZEL

Das Museum war 1960 von Charlotte Monika Schulz-Pusch (vorne links) und Kulturstadträtin Juliane Witt (vorne rechts) untervon Mahlsdorf (1928-2002), mit bürger- zeichneten den Vertrag.
lichem Namen Lothar Berfelde, eröffANZEIGE
net worden. Als die Museumsgründerin, die als Deutschlands bekanntester
Transvestit galt, im Jahr 1997 nach
Schweden übersiedelte, verkaufte sie
einen Teil ihrer Gründerzeit-Sammlung
dem Land Berlin, einen Teil nahm sie
mit. Engagierte Mahlsdorfer schlossen
sich danach zusammen und gründeten einen Förderverein mit dem Ziel,
das alte Gutshaus weiter zu betreiben.
Das Museum wurde noch im selben
Jahr vom Förderverein wiedereröffnet. Dieser erwarb im Jahr 2001 auch
das Haus, später mit Hilfe der Stiftung
Deutsche Klassenlotterie ebenfalls den
zunächst als Leihgabe der Familie Berfelde gezeigten Teil der schwedischen
Sammlung. Inzwischen sind 17 vollständig eingerichtete Räume mit Mobiliar
und Hausrat der Gründerzeit zu sehen,
dazu eine wohl einzigartige Sammlung
von mechanischen Musikapparaten
und -maschinen. Am gestrigen Freitag

wurde übrigens das große Tanzsaalorchestrion ausgebaut und abtransportiert – es muss repariert und restauriert werden.
Für die Präsentation des Sammlungsteils der Stadt Berlin erhielt der
ehrenamtlich arbeitende Förderverein
Geld von Senat, ebenfalls gab es Zuwendungen des Bezirksamtes. Nun gibt
es eine vertraglich geregelte, rechtssichere Leistungsbeschreibung nach der
Kosten-Leistungs-Rechnung im öffentlichen Dienst. Damit kann die Finanzierung anders als bisher gestaltet werden
– der Förderverein bekommt eine jährliche Gesamtsumme, hat damit Planungssicherheit und muss nunmehr nur noch
jährlich abrechnen. Vorher musste er
immer Anträge an den Bezirk stellen –
und wenn gerade Haushaltssperre war,
sehr lange auf Geld warten. Die Summe von bisher insgesamt 60.000 Euro
(40.000 Euro vom Senat, 20.000 vom
Bezirk), die der Förderverein für die
Präsentation und den Museumsbetrieb
bisher erhielt, erhöht sich allerdings
nicht. „Auf der Basis des neuen Vertrages kann man aber auch über eine Erhöhung reden, wenn das nötig werden
sollte“, sagt die Kulturstadträtin. Vereinsvorsitzender Jürgen Herschel sagt,
dass fast zwei Drittel der Mittel für Betriebskosten wie Grundsteuer, Straßenreinigung usw. benötigt werden.
Nachdem die jahrelange Sanierung
des Hauses mit dem Einbau von zwei
neuen Räumen, einer herrschaftlichen
Küche und einer Mägdekammer, zunächst abgeschlossen ist, sollen im Jahr
2018 auch wieder mehr Veranstaltungen stattfinden, sagt Geschäftsführerin
Schulz-Pusch. Gemeinsam mit dem Bezirk wird der nächste Höhepunkt, der
90. Geburtstag Charlotte von Mahlsdorf
am 18. März kommenden Jahres, vorbereitet. Dann soll, wie berichtet , auch
eine Straße nach der Museumsgründerin benannt werden.

Mahlsdorf hat jetzt ein Bürgerstübchen

STADTTEILARBEIT: Lange gibt es den Wunsch, im Ortsteil ein Stadtteilzentrum zu eröffnen. Weil es dafür aber bislang nicht reicht, muss erst
einmal eine kleine Variante her – zur Freude des Bürgervereins. Von Birgitt Eltzel.

W

o einst Schreibwaren verkauft wurden, können sich
nun Menschen zum Klönen,
zum Skat- und Romméspiel, zu Lesungen und Vorträgen treffen. Ende Oktober wurde am Hultschiner Damm 94
das „Bürgerstübchen“ eröffnet. Träger
ist der vor fünf Jahren gegründete Bürgerverein Mahlsdorf-Süd e.V. Die Miete
von 450 Euro pro Monat übernimmt der
Bezirk.
Wenngleich es noch nicht zu einem
richtigen Bürgerhaus mit eigenem Veranstaltungssaal gereicht hat, ist doch
mit dem etwa 40 Quadratmeter großen Raum eine wesentliche Etappe geschafft, freute sich der Vereinsvorsitzende Hans-Joachim Richter: „Es ist
ein Teilerfolg, unser Ziel haben wir aber
nicht aus dem Auge verloren.“

Bereits vor sechs Jahren war im Rahmen der Debatte zum Bürgerhaushalt
der Wunsch nach einem eigenen Stadtteilzentrum für Mahlsdorf-Süd aufgekommen. Denn in dem Stadtteil wird
viel gebaut, neue Bewohner ziehen zu.
In Wohnnähe aber gab es nur wenige
kulturelle Angebote, Räume für Treffs
waren knapp. Doch dem Bezirk war es
nicht möglich, ein solches Haus zu finden und zu finanzieren, erzählt Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke).
Als Reaktion darauf gründete sich der
Bürgerverein Mahlsdorf-Süd, der inzwischen 60 Mitglieder hat und ehrenamtlich gemeinsam mit anderen Partnern
wie beispielsweise der AWO oder der
Kirche für eine rege Veranstaltungstätigkeit im Gebiet sorgt.
Als frühere Sozialstadträtin, ein Pos-

ten, den inzwischen Stadträtin Juliane
Witt (Linke) übernommen hat, begleitete Dagmar Pohle den Verein auf dem
Weg zum Bürgerhaus. „Nun ist es erst
einmal ein Stübchen geworden“, sagte
sie, „aber der Antrag für die Investitionsplanung aus der vergangenen Legislaturperiode ist nicht weggeworfen
worden.“ Er solle „wiederaufgerufen
werden, wenn es Spielräume“ dafür
gebe. Ihre Nachfolgerin im Bereich Soziales sagt, das Bürgerstübchen sei ein
„guter Ort, um als Verein eigene Aktivitäten auszuprobieren und auch die
Möglichkeiten des Vereins“ auszuloten.
Die Mietzahlungen für das Bürgerstübchen sind für die nächsten drei Monate und die Jahre 2018/2019 im Bezirkshaushalt gesichert. Juliane Witt sagte,
dass das Geld keinem anderen Träger

der Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit weggenommen werde: „Das wurde zusätzlich eingestellt.“ In den neun
Stadtteilen von Marzahn-Hellersdorf
gibt es zwölf Stadtteilzentren.
Die Einrichtung und den Betrieb des
Treffpunktes am Hultschiner Damm finanziert der Bürgerverein durch eigene Einnahmen. „Wir haben zu Spenden
aufgerufen und waren selbst positiv
überrascht, wie viel Geld in kurzer Zeit
zusammengekommen ist“, sagte der
Vereinsvorsitzende. So konnte beispielsweise bereits ein großer Satz Stühle gekauft werden. An die Wand wurde ein
A3-Blatt gepinnt, auf dem vermerkt ist,
was noch gebraucht wird. Etwas davon
brachte Sozialstadträtin Witt schon zur
Einweihung mit: zwei Thermoskannen
für Tee und Kaffee.

Bezirks-Journal

Hinaus ins Grüne & ans Wasser
MAGAZIN FÜR AUSFLÜGE IN BRANDENBURG UND BERLIN |WINTER 2017

Sparen

Hotels und Pensionen locken wieder mit attraktiven Specials
nach Brandenburg. SEITE 2

Durchatmen

Raus aus der Stadt, ab ins Umland. Drei Ideen für
Unternehmungen vor den Toren Berlins. SEITE 3

Freifliegen

In Lichtenberg gibt es seit Kurzem einen Windtunnel, in dem sich
Besucher fallen lassen können. SEITE 4

Am Ufer des Straussees. Foto: Stadt Strausberg

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BEZIRKS-JOURNAL | HINAUS INS GRÜNE UND ANS WASSER | WINTER 2017

WINTERLICHES BRANDENBURG

Günstig übernachten und die Mark entdecken

Brandenburger Tourismuswerber präsentieren in der Neuauflage ihrer Broschüre auch Ausflugstipps

Die Aktion „WInterliches Brandenburg“
ist seit 20 Jahren ein Klassiker unter
Freunden der Mark, denn viele Hotels
und Pensionen locken mit besonders
attraktiven Angeboten. Diese finden
sich in der Broschüre „Winterauszeit“,
die in dieser Wintersaison mit einigen
Neuerungen aufwartet. Neben den
Preisspecials und Wohlfühlangeboten
der Hotels präsentieren die Tourismuswerber erstmals auch eine Auswahl an
Ferienhäusern und Ferienwohnungen.
Zusätzlich gibt es in dem Heft auch
mehr als 100 Ausflugsideen für die
Winterzeit in Brandenburgs Reiseregionen.
Darunter sind besondere Stadtführungen wie der „Spaziergang mit Väterchen Frost“ durch Wittenberge oder
der Rundgang „Mystisch und unheimlich“ durch Brandenburg an der Havel.
Es gibt kulinarische Tipps und Hinweise auf Aktionen wie die „Rheinsberger
Winterromantik“ und das „Kaminknistern“ im Fläming sowie auf besonders
stimmungsvolle
Weihnachtsmärkte.
Auch zahlreiche Aktiverlebnisse in der
Natur sind dabei. Dazu gehören Wanderungen, Hundeschlittentouren und
Kremserfahrten,
Winterkahnfahrten
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im Spreewald und Paddeltouren, Winterangeln, eine Fahrt mit der Draisine, die Beobachtung des winterlichen
Sternenhimmels im Naturpark Westhavelland oder eine Spuren- und Fährtenwanderung im Naturpark DahmeHeideseen. Und wer dann doch in der
kalten Jahrezeit lieber drinnen bleiben
möchte, der kann sich nicht nur über
besondere Aktionen der Thermen informieren, sondern erhält auch Tipps
zu Kulturangeboten wie der Potsdamer
Winteroper, Konzerten der Havelländischen Musikfestspiele oder geführten
Rundgängen der Stiftung Preußische
Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg durch die Orangerie von Sanssouci oder das Schloss Königs-Wusterhausen.
Die Aktion „Winterliches Brandenburg“ 2017/2018 umfasst insgesamt
81 Übernachtungsangebote in Hotelsund Appartmenthäusern mit drei- und
vier-Sterne Komfort sowie Ferienhäusern und Ferienwohnungen. Die Aktion
läuft bis zum 31. März 2018. Bei den beliebten Preisspecials können die Gäste
zwischen drei Kategorien wählen: Zwei
Personen übernachten im Doppelzimmer je nach Zimmerkategorie für 65,-

Euro bzw. 79,- Euro inklusive Frühstück.
Der Tag der Anreise ist je nach Verfügbarkeit frei wählbar. Zusätzlich sparen
können die Gäste, die sich für einen
Kurzurlaub in der Woche entscheiden.
Bei 29 Gastgebern sind die WochenSparangebote, die drei Übernachtungen für zwei Personen im Doppelzimmer mit Frühstück umfassen, zum Preis
von 189,- Euro buchbar. Die Anreise
ist hier jeweils sonntags bis dienstags
möglich. Außerdem gehören zum „Winterlichen Brandenburg“ auch wieder
mehrtägige Arrangements, die neben
den Übernachtungen weitere Leistungen wie Wellnessangebote, Menüs,
winterliche Kahnfahrten oder Führungen enthalten.
Neben zahlreichen Häusern, die bereits seit Jahren beim „Winterlichen
Brandenburg“ mitmachen, gibt es auch
in diesem Jahr Partner, die sich neu an
der Aktion beteiligen. Bei den Preisspecials sind dies das Country Inn Hotel im Märkischen Land in Werder (Havel) OT Phöben, das Landhaus Ribbeck,
Alwine – Landhaus in den Spreewiesen
in Rietz-Neuendorf, das Spreewaldhotel Stephanshof sowie der Ferienhof
„Zum Spreewäldchen“. Bei den Arran-

gements sind zum Beispiel das Inselhotel Hermannswerder sowie das Steigenberger Hotel in Potsdam, das Hotel
Sonn`Idyll in Rathenow, das Spreewald
Thermenhotel aus Burg und das Hotel
Spreewaldhof Romantik aus Neu Zauche neu dabei.
Erstmals beteiligen sich an der Aktion auch acht Anbieter von Ferienwohnungen und Ferienhäusern: die havelblau Ferienlofts in Brandenburg an der
Havel, die Ferienhausvermietung Liane
Zemlin in Stechow-Ferchesar, Gut Fergitz in Gerswalde, Landhaus Himmelpfort in Fürstenberg/Havel, das Kyritzer Landhotel Heine in Kyritz sowie
die Apartments an der SaarowTherme
in Bad Saarow. Die Burg Stavenow und
der Schlosspark Bad Saarow waren im
Jahr 2016 bereits bei den Arrangements
vertreten.
Die Angebote „Winterliches Brandenburg“ 2017/2018 sind ab sofort bei
der TMB unter www.winterliches-brandenburg.de sowie telefonisch unter
0331-200 47 47 buchbar. Hier kann auch
die 87 Seiten umfassende Broschüre
„Winterauszeit in Brandenburg“ mit
vielen Wintertipps kostenfrei bestellt
werden. (tmb.)

STRAUSBERG

Ein Fest für Gaumen
und Ohren
Stadt am Straussee lädt im Dezember zu vielen
weihnachtlichen Veranstaltungen ein

Die wald- und seenreiche Umgebung
rund um Strausberg ist auch in der
Winterzeit einen Ausflug wert. Eine
gute Gelegenheit, die Region zu erkunden, bietet sich am 2. Dezember.
Um 10 Uhr startet die „Winterwanderung um den Straussee“. Die etwa
zehn Kilometer lange Tour führt durch
die winterliche Landschaft. Einer der
Höhepunkte ist unter anderem eine
gemütliche Rast am Feuer bei Bratwurst und Glühwein. Treff ist an der
Touristinformation am Lustgarten,
August-Bebel-Straße 1 (Strausberg).
Kosten: 6, erm. 5 Euro pro Person. Anmeldung bei der Touristinfo bis spätestens 29. November erforderlich!
(Tel. 03341 311066).
Zur „Weihnachtlichen Tafeley“ lädt
„The Lakeside Burghotel zu Strausberg“ am 24. November sowie am 2.,
8. und 16. Dezember jeweils um 19 Uhr
ein. Getafelt wird im Rittersaal inklusive Begrüßungstrunk und rustikalem
Vier-Gänge-Schmaus. Preis pro Person: 49,50 Euro. Ort: Gielsdorfer Chausee 6 (Strausberg), Tel. 03341 34690.
Die Kantaten I bis III des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach stehen am 10. Dezember um
17 Uhr auf dem Programm der Kirche

St. Marien (Predigerstraße 2, Strausberg, Tel. 03341 215541). Dort gibt es
Heiligabend auch um 23 Uhr die „Musikalische Christnacht“.
Vor der Kulisse der Strausberger Altstadt präsentiert sich vom 15. bis zum
17. Dezember der Weihnachtsmarkt.
Geöffnet ist Freitag von 15 bis 21 Uhr,
Sonnabend von 13 bis 21 Uhr und
Sonntag von 13 bis 19 Uhr. Ort: Markt
und St. Marienkirche in Strausberg.
Wer die Festtage mal ohne Stress in
der Küche verbringen möchte, kann
sich beim Familien-Weihnachtsbrunch
in „The Lakeside Burghotel zu Strausberg“ verwöhnen lassen. Am 25. und
26. Dezember gibt es ab jeweils 11
Uhr ein großes Brunchbuffet mit musikalischer Untermalung. Kosten: 36
Euro pro Person inkl. Begrüßungssekt,
Kaffee, Tee und Fruchtsäften. Ort:
Gielsdorfer Chausee 6 (Strausberg),
Tel. 03341 34690. Auch das Volkshaus
Strausberg Nord (Prötzeler Chaussee 7c, Strausberg) veranstaltet einen
Weihnachtsbrunch – am 26. Dezember,
10 Uhr. Kosten: 29,50 Euro pro Person.
Informationen: Stadt- und Touristinformation, August-Bebel-Straße 1,
15344 Strausberg, Tel. 03341 311066, Internet www.stadt-strausberg.de

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BEZIRKS-JOURNAL | HINAUS INS GRÜNE UND ANS WASSER | WINTER 2017
WANDERUNGEN UND KAHNFAHREN

Durchatmen in Brandenburg
Drei Ideen für Unternehmungen im Umland

Es muss nicht unbedingt warm sein, brücke im Fontanepark beginnt. Gut
um Brandenburgs schöne Seiten zu lässt es sich beispielsweise am Ufer
genießen. Auch im Winter hat die Mark des Tütschensees laufen. Rund um den
ihre Reize. Wir haben drei Ideen für Sie Briesensee gibt es zudem die ältesten
zusammengestellt:
Kiefern Brandenburgs zu sehen. Start
Kunst und Landschaft entdecken: Ent- der zwölf Kilometer langen Tour ist der
lang des Internationalen Kunstwan- Marktplatz in Teupitz.
derweges im Hohen Fläming haben 27 Mit dem Kahn durch den Spreewald:
Künstler ihre Spuren hinterlassen. Auf Eingepackt in warme Decken, dazu die
der 38 Kilometer
Anektdoten der
langen Strecke
Kahnleute – eine
gibt es beispielsKahnfahrt durch
weise zwischen
den Spreewald
Borne und Kleinlohnt sich auch
Glien Kuheuterim Winter. Tägauf einer Weide
lich ab 10 Uhr
und ein Rudel
beginnt der Tag
Wölfe, während
mit der informain Hagelberg die
tiven
KolonisWeltentür
zur
tentour (4,5-5h).
Meditation einAnschließend
lädt. Start: Bahnstarten
die
hof Wiesenburg/ Der Hafen des Spreewalddorfes Schlepzig 2-3
stündigen
Mark.
Schleusenfahrist auch im Winter einen Besuch wert.
Seen, soweit das
FOTO: M. GÄDING ten durch die
Auge reicht: Die
Streusiedlung
Gegend um Teupitz ist geprägt von von Burg (Spreewald). Ab 16 Uhr klingt
zahlreichen Seen. Nach einer kleinen der Tag bei Schnupper-Kahnfahrten
Stadtbesichtigung geht es auf den aus. Ausgangspunkt: Am Hafen 1, 03096
66-Seen-Wanderweg, der an der See- Burg (Spreewald).

GEWINNSPIEL

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Genießen und sparen

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ADVENT IN MÄRKISCH-ODERLAND

Altlandsberg zeigt
sich weihnachtlich
Lichterglanz und klassische Klänge –
auf diese Weise präsentiert sich das
Schlossgut Altlandsberg in den kommenden Wochen von seiner besinnlichen Seite. Passend zur Adventszeit
lockt das kleine Städtchen nordöstlich von Berlin nicht nur mit einem
Weihnachtsmarkt, sondern stimmt
auch mit klassischen Konzerten auf
die Weihnachtszeit ein.
Freunde klassischer Musik sollten sich den 2. und 3. Dezember im
Kalender festhalten. Dann werden
in der Schlosskirche vom Schlossgut Altlandsberg alle sechs Teile
des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Das
„Weihnachtsoratorium “ von Johann
Sebastian Bach gehört zu Weihnachten wie der Tannenbaum. Im ersten
Konzert musiziert der vereinte Chor
der umliegenden Kirchengemeinden.
Dirigent ist Johannes Voigt.
In den drei anderen Aufführungen
kommt, der Praxis der Entstehungszeit nachempfunden, ein solistisches
Doppelquartett mit alternierenden
Besetzungen der Solo-Partien zum
Einsatz. Der Instrumentalpart wird
von einem Solisten-Kammerorchester
ohne Dirigenten realisiert.

Die Termine: 2. Dezember, 16 Uhr:
Kantaten 1-3 mit Chor, 18.30 Uhr Kantaten 4-6 solistisch. 3. Dezember, 16
Uhr: Kantaten 1-3 und 18.30 Uhr Kantaten 4-6 (beide Aufführungen solistisch). Preis pro Konzert 20 Euro,
Kinder bis 14 Jahre zahlen 16 Euro pro
Konzert. Wer alle sechs Kantaten an
einem der Tage hören möchte, bezahlt 32 Euro für das Kombiticket, das
ausschließlich in der Stadtinformation erhältlich ist.
Besinnliche Stimmung verspricht
der Weihnachtsmarkt, der am 9. und
10. Dezember öffnet. „Bis zu 60 Stände rund um die Stadtkirche von Altlandsberg laden zum Bummeln und
Verweilen ein“, kündigt René Koht,
der technische Geschäftsführer der
Schlossgut Altlandsberg GmbH, an.
Übrigens: Am 3., 10. und 17. Dezember findet im Brau- und Brennhaus
jeweils ab 10 Uhr der beliebte Adventsbrunch statt. Rechtzeitiges Reservieren wird empfohlen (Infos Tel.
033438 154528).
Weitere Infos: Schlossgut Altlandsberg
GmbH, Stadtinformation Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg. Tel. 033438 151150, Internet:
www.schlossgut-altlandsberg.eu

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Weihnachtszauber
rund um das Schlossgut Altlandsberg

2./3. Dezember, jeweils 16 und 18.30 Uhr

Weihnachtsoratorium Teile I-III bzw. IV-VI von Johann Sebastian Bach in der Schlosskirche
9./10. Dezember

Foto (c): pixabay.com/ pixaline

Weihnachtsmarkt & Oratorien: Schlossgut
lädt zur besinnlichen Zeit ein

Der Rechtsweg
ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung
des Gewinns
ebenfalls.

Weihnachtsmarkt an der Stadtkirche
17. Dezember, 17 Uhr:

Weihnachtskonzert „Il Concertino Virtuoso“
mit Mitgliedern der Staatskapelle Berlin
in der Schlosskirche
Weitere Informationen & Tickets

Tel. 033438 151150

Das Schlossgut
ist der
besondere Ort
für Ihre Traumhochzeit,
Ihre Tagung oder Ihre
Feier. Ob in der
sanierten Schlosskirche
oder im Gutshaus – wir
unterstützen Sie gerne
dabei, einen
unvergesslichen Tag zu
erleben!
Mo-Fr 11-17 Uhr
Sa/ So 11-16 Uhr
Restaurant
tgl. ab 12 Uhr
(Tel. 033438 154528)

Krummenseestraße 1
15345 Altlandsberg
www.schlossgut-altlandsberg.eu
info@schlossgut-altlandsberg.eu
Tel: 033438 151150

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BEZIRKS-JOURNAL | HINAUS INS GRÜNE UND ANS WASSER | WINTER 2017

FREIFALLSIMULATION

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Fliegen ohne Flugzeug und Fallschirm
Mit Windobona hat in Lichtenberg eine neue Attraktion eröffnet

 Von Volkmar Eltzel
Windobona heißt die neue Publikumsattraktion an der Landsberger Allee 268 auf dem Areal des denkmalgeschützten Wasserwerks. Deutschlands
modernster vertikaler Windtunnel lädt
zum Fliegen ein – ohne Flugzeug und
Fallschirm, dafür mit Netz und so sicher, dass die Betreibergesellschaft
das Erlebnis auch für Kinder ab vier
Jahren freigegeben hat. So genannte
„First Timer“ werden in jedem Fall von
Coaches eingewiesen und während des
gesamten Fluges begleitet.
„Vier Axialventilatoren mit insgesamt 1.200 Kilowatt bei Volllast sorgen
für einen gleichmäßigen Luftstrom von
250 Kubikmeter pro Sekunde im 32 Meter hohen Windtunnel“, berichtet Boris
Nebe von der Indoor Skydiving Germany Group, verantwortlich für den Bau
des Windtunnels. Die Flugkammer ist
von dreischichtigem Sicherheitsglas
umgeben. Windgeschwindigkeiten von
bis zu 280 Kilometer pro Stunde lassen die Menschen in der Röhre mit 430
Zentimetern Durchmesser schweben
oder Saltos und spektakuläre Flugmanöver auch in Formationen (bei Profis
maximal acht Personen) vollführen.
Letzteres erfordert jedoch schon reichlich Erfahrung. „Dann aber ist der Spaß
grenzenlos dreidimensional“, meint
Fabian Raidel, selbst „Pro Flyer“ und
Fallschirmspringer mit über 12.000
Sprüngen. Er ist der Instructor, der den
ersten First Timer, Bene Mayr, Gewinner eines RTL-Tanzwettbewerbs, einweist und in den farbig beleuchteten
Zylinder begleitet. Schutzbrille, Helm,
Ohrstöpsel und ein Overall sind Pflicht.
Nach rund vier Minuten kommt Mayr
begeistert aus der Schleuse. „Das war
megacool“, meint er. „Man sieht so weit
nach unten und hat das Gefühl eines
wirklichen Fallschirmsprunges.“ Der
Geschäftsführer von Windobona, Marvin Ruthenberg, bestätigt: das Erlebnis
sei vergleichbar mit einem Fallschirmsprung aus 4.000 Metern Höhe.
„Schon seit zehn Jahren hatten wir
überlegt, wie wir eine Freifallsimulation bauen können“, sagt der Windobona-Chef. In Partnerschaft mit der Technischen Universität Berlin habe man
die deutsche Windkanaltechnik entwickelt, die eine verwirbelungsfreie,
lineare Strömung biete. Heute gebe es
ähnliche Anlagen in Wien und Madrid.
Auch für Hamburg sei eine in Planung.
„Im kommenden Jahr wollen wir Flüge
mit einer Virtual-Reality-Brille ermöglichen, die den Teilnehmern einen Fallschirmsprung über Dubai vermittelt“,
so Marvin Ruthenberg.
Geöffnet ist das Bodyflying für Anfänger, Sportflieger und Profis am
Montag sowie Donnerstag bis Sonntag
von 10 bis 22 Uhr. Wenn die Nachfrage
hoch ist, wolle man schnellstmöglich
zum 7-Tage-Betrieb übergehen, erklärt Philip Gaßmann. Wer lange Wartezeiten vermeiden möchte, kann den

Den Traum vom Fliegen kann man sich auch als Anfänger erfüllen. FOTO: VOLKMAR ELTZEL
Flugtermin online über die Webseite
buchen. Auch vor Ort kann man Tickets

erwerben. Der Spaß ist nicht ganz billig: zwei Flugminuten für eine Person
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kosten 49 Euro (für Kinder 45 Euro). Es
gibt Angebote für vier und sechs Minuten und mehrere Personen. Bis zum
Weihnachtsgeschäft gebe es einen
Rabatt von 30 bis 34 Prozent, sagt der
Sales-Manager Philip Gaßmann. Er hält
die Preise für angemessen, koste doch
ein realer Fallschirmsprung aus dem
Flugzeug etwa das Vierfache. Dort sei
man aber maximal nur 55 Sekunden im
freien Fall und es brauche eine lange
Vorlaufzeit. „Bei uns können Sie sofort
loslegen“, so Gaßmann. Für den Bau
der Anlage in Lichtenberg habe der
Investor einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand genommen. Mit den
Flugpreisen müssten außerdem auch
die Stromkosten von anfangs 650.000
bis 700.000 Euro pro Jahr und die elf
zertifizierten Coaches finanziert werden. Wer nur mal so vorbeikommen
möchte, sei aber genauso willkommen
– und fürs Zuschauen bezahle man
nichts. Außer vielleicht für die kleinen
Speisen und Getränke, die es in der Besucherlounge gibt.
Weitere Informationen:
www.windobona.berlin

BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

BEZIRKS-LEBEN

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Wildvogelstation vor dem Aus?

UMWELT: Die Auffangstation des Naturschutzbundes ist in einem baulich schlechten Zustand. Experten empfehlen, dringend zu handeln. Doch der
Bezirk sieht sich finanziell nicht imstande, das marode Gebäude zu sanieren. Von Birgitt Eltzel.

D

as Gebäude der Nabu-Wildvogelstation am alten Forsthaus 7
weist so schwere Schäden auf,
dass es möglicherweise abgerissen werden muss. Das geht aus dem Gutachten
eines vom Bezirksamt beauftragten
Sachverständigen vor, der das Haus, das
zahlreiche Risse an der Fassade und den
Wänden zeigt, gründlich untersuchte.
Laut der Expertise, die dem BezirksJournal vorliegt, ist das 1950 errichtete
Gebäude nur teilweise unterkellert. Baugrundbedingte Schäden durch nachträgliche Setzungen und damit einhergehende Sackungen und Nachsetzungen des
Fundaments haben zu Rissbildungen
und zu gefährlichen Verkippungen geführt.
Nach Einschätzung des Sachverständigen ist sofortiges Handeln erforderlich.
Er hat zunächst die Herstellung einer
Horizontalumschnürung im Deckenbereich über dem Erdgeschoss durch
das Anbringen eines Stahlrahmens einschließlich
Horizontalverankerungen
von Nord nach Süd zur Stabilisierung
der Standfestigkeit empfohlen. Danach
solle die Schadensbeseitigung an dem
bis zur Wende als Forsthaus genutzten
Gebäude erfolgen, wobei auch die Fun-

damente abschnittsweise offen gelegt
werden müssten.
Ob saniert wird oder ob das Haus, in
dem der Naturschutzbund Deutschland
(Nabu) bereits seit 15 Jahren seine Wildvogelstation unterhält, übrigens die einzige in Berlin, abgerissen werden muss,
wird sich in den nächsten Tagen und
Wochen herausstellen. Aus dem Bereich
Facility Management, der Stadträtin Juliane Witt (Linke) untersteht, hieß es
bereits, dass Abriss und Neubau wirtschaftlicher wären. Frank Vettel, Leiter
der Serviceeinheit Facility Management
beziffert die Abbruchkosten mit etwa
700.000 Euro, dazu kämen dann noch
die Kosten für einen Neubau.
Johannes Martin (CDU), der zuständige Umweltstadtrat von Marzahn-Hellersdorf, sagt, dass der Bezirk kein Geld
für Abriss und Neubau habe. Außerdem
sei die Finanzierung Sache des Landes,
denn der Nabu werde vom Senat gefördert. Der Bezirk schätze aber die Tätigkeit der Wildvogelstation und die Arbeit
des Nabu sehr. So möchte Martin nach
Prüfung des erst vor wenigen Wochen
bei ihm eingegangenen Gutachtens
möglichst so lange mit der Sperrung
des Gebäudes warten, bis eine vom Ab-

geordnetenhaus vorgeschlagene Container-Lösung für die Station realisiert
wird. „Wenn aber Gefahr im Verzug ist,
müssen wir handeln.“ Der Bezirk hatte
dem Nabu das Haus kostengünstig zur
Verfügung gestellt.
Laut dem aus Marzahn-Hellersdorf
stammenden
Linken-Abgeordneten
Kristian Ronneburg hat der Umweltausschuss des Abgeordnetenhauses bereits einer Zwischenlösung zugestimmt,
15.000 Euro wurden dafür in den Haushalt eingestellt. Container sollen auf dem
Gelände Am Forsthaus aufgestellt werden, um die Arbeit der Wildvogelstation
zunächst mittelfristig zu sichern. Stadtrat Martin hat zudem angeboten, dass
das neben dem schadhaften Forsthaus
liegende Gebäude, in dem jetzt noch Mitarbeiter des Grünflächenamtes sitzen,
genutzt werden könne. Die BVV Marzahn-Hellersdorf hatte auch mehrheitlich beschlossen, den Erhalt der Station
zu sichern.
André Hallau, der Leiter der Wildvogelstation, hält dieses als Ersatzdomizil
allerdings nicht für besonders geeignet.
Das eingeschossige Gebäude ist zwar von
dem Gutachter als standsicher bewertet
worden, eine Sanierung sei jedoch auch

dort erforderlich. Zunächst beschäftigt
sich Hallau mit der Container-Lösung.
Davon würde allerdings mehr als einer
benötigt. Denn nicht nur Vogelkäfige und
Volieren müssen aufgenommen werden,
sondern auch die Büros der drei Mitarbeiter mit dem Wildtier-Telefon und der
Bürgerberatung. Die großen Kühltruhen,
in denen die gefrostete Nahrung für
Greif- und andere Vögel lagern, brauchen ebenfalls Platz. Noch laufen Gespräche mit dem Bezirk darüber. Hallau
sagt, auch wenn er in Kürze den Auftrag ausschriebe, würden die Container
allerfrühestens Mitte/Ende November
stehen. Zu hoffen bleibt, dass bis dahin
das Gebäude nicht wegen Baufälligkeit
gesperrt werden muss.
In der Nabu-Wildvogelstation werden
jährlich etwa 300 verletzte Wildvögel,
darunter Seeadler, Eulen und Bussarde,
aber auch Möwen und Mauersegler, aus
Berlin und Brandenburg gesund gepflegt
und wieder in die Freiheit entlassen. Jedes Jahr werden zur Frühjahrssaison in
ganz Berlin auch ca. 400 Stockenten von
ungeeigneten Brutplätzen wie beispielsweise Balkonen geholt. Das Wildtier-Telefon nutzen in der Sommersaison täglich etwa 600 Anrufer.
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BEZIRKS-LEBEN

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

CDU kämpft gegen Klo-Abbau

KAMPAGNE: Das Land Berlin will den Betrieb öffentlicher Toiletten neu regeln. Das stößt auf den Unmut der Christdemokraten im Bezirk. Sie
fürchten, dass das Senatskonzept in die Hose geht. Von Birgitt Eltzel.

E

ine ältere Frau sieht stirnrunzelnd auf das rotweiße Absperrband an der City-Toilette auf dem
Helene-Weigel-Platz, beäugt kritisch das
daneben aufgestellte Dixi-Klo. Ein Mann
kommt vorbei, öffnet letzteres ohne große Umstände zu machen und erledigt
allem Anschein nach dort das, was ein
Mann manchmal tun muss. Die Seniorin
schaut zweifelnd umher bis ihr Christian Gräff hilft. Denn die City-Toilette
funktioniert sehr wohl. Verantwortlich
für die Absperrung des Häuschens sind
der in Biesdorf/Marzahn direkt gewählte CDU-Abgeordnete Gräff und der für
Tiefbau, Ordnungsamt und Umweltschutz zuständige Stadtrat Johannes
Martin, ebenfalls CDU.
Für einen kurzen Pressetermin Ende
Oktober haben sie das Stadt-Klo zugesperrt, das Dixi-Häuschen auf den Platz
bringen lassen. Denn die CDU macht
gegen das neue Toilettenkonzept des
Senats mobil. Unter der Überschrift
„City-Toiletten: Senatspolitik geht in
die Hose!“ hat sie Postkarten drucken
lassen, die an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) geschickt
werden sollen.
Denn im Jahr 2019 könnten, so wie für
die kurzen Minuten am Helene-WeigelPlatz, neben den insgesamt 172 vollautomatischen und barrierefreien, dann
aber gesperrten City-Toiletten der Firma Wall bescheidenste Interims-Klos
stehen, befürchtet die CDU. Der Senat
hat ein bereits im Jahr 2015 angekündigtes neues Toilettenkonzept im August
dieses Jahres beschlossen. Danach sollen die Klos nicht mehr wie bisher von
Wall betrieben werden. Ein entsprechender Vertrag läuft Ende 2018 aus.
Denn das Privatunternehmen unterhielt
die stillen Örtchen bisher im Rahmen
eines Kompensationsgeschäftes: Dafür
bekam die Firma Werbeflächen vom
Land Berlin. Diese Praxis wurde mehrfach vom Rechnungshof, später auch

FOTO: BIRGITT ELTZEL

Wirtschaftsstadtrat Johannes Martin (l.) und der Abgeordnete Christian Gräff (beide CDU) während ihrer Protestaktion.

vom Kartellamt gerügt. Noch unter dem
damaligen
Stadtentwicklungssenator
Andreas Geisel (SPD), jetzt Innensenator, sollten beide Geschäfte entflochten
werden – Berlin die Werbeflächen und
den Toilettenbetrieb unabhängig voneinander ausschreiben. Das Land erhoffte
sich damit außerdem auch einen Anteil
vom Kuchen bei lukrativen Werbeverträgen.
Völlig unnötig werde ein funktionierendes System zerschlagen, kritisiert
Gräff. Es drohe ein „Toiletten-BER“. Man
hätte, wie das auch in vielen Städten der
Bundesrepublik und im europäischen
Ausland geschehe, im Haushalt des Landes die Einnahmen durch die Werbeflächen und die Ausgaben für die ToilettenInfrastruktur sauber ausweisen können
– und den Betreiber, der seit 1991 sein
Geschäft mit dem Geschäft betreibt, im
Spiel lassen können. Stattdessen, so der
Abgeordnete, werde jetzt ein „ToilettenKombinat“ gegründet. Denn im Doppel-

haushalt 2018/19 seien 8,5 Millionen Euro
für eine Anstalt öffentlichen Rechts eingestellt, die den Aufbau des neuen Berliner Toilettensystems managen solle. Ein
Betreiber soll bis Anfang 2018 mittels
Ausschreibung gefunden werden.
Insgesamt 252 öffentliche Toiletten
gibt es in der Hauptstadt. 235 werden
von der Firma Wall betrieben, darunter die vollautomatischen City-Toiletten.
Nach dem Konzept des Senats soll es
bis 2019/20 im Rahmen der Grundversorgung in Berlin 257 Toiletten geben.
Im Rahmen der „verbesserten Versorgung“ würden bis 2021/22 insgesamt
366 Standorte angestrebt. Und in einer
weiteren Ausbaustufe soll optional die
Erweiterung auf 447 Standorte geprüft
werden, allerdings frühestens ab 2024.
Falls es zu keiner Einigung mit der Firma
Wall über den Verkauf der City-Toiletten
zu einem „wirtschaftlich vertretbaren
Preis“ komme, soll ein Interimsbetrieb
mit mobilen Toiletten an den betrof-

fenen Standorten vorbereitet werden,
informiert die Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (Toilettenkonzept des Senats).
Stadtrat Martin sagt, dass es nach Senatsangaben zwar schon bei der Grundversorgungs-Stufe bis 2019/20 fünf Toiletten mehr für ganz Berlin geben solle.
In Marzahn-Hellersdorf sollten nach
dem neuen Konzept jedoch fünf CityToiletten abgebaut werden. 13 solcher
Häuschen aus Stahl und Glas gibt es
bisher im Bezirk. Zwischen 65.000 und
70.000 Menschen nutzen sie pro Jahr.
Der am meisten frequentierte Standort ist der am Helene-Weigel-Platz. Verschwinden soll u.a. die City-Toilette in
der Mahlsdorfer Roedernstraße. Diese
wird durchschnittlich von sieben Personen pro Tag genutzt. An den Tagen,
wo dort ein Wochenmarkt stattfinde,
werde sie allerdings stark frequentiert.
„Das Senatskonzept ist nicht zu Ende
gedacht“, moniert Martin.

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BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

BEZIRKS-LEBEN

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Wenn der Staat die Beisetzung zahlt

SOZIALES: Die Kosten für eine Beerdigung sind hoch. Nicht immer können Angehörige 3.000 Euro und mehr aufbringen. Weisen sie ihre soziale
Bedürfigkeit nach, gibt es einen Zuschuss vom Amt. Von Marcel Gäding.

D

as Grab von Hannelore Krüger*
ist nur schwer zu finden. Kein
Stein erinnert an die vor einem
Jahr verstorbene Rentnerin, die zuletzt in Hohenschönhausen lebte. Ihre
letzte Ruhe fand die alte Dame in einer
sogenannten Urnengemeinschaftsanlage neben vielen anderen. Geld für ein
Grab oder gar einen Grabstein hatte ihr
Sohn Manfred* nicht. Mindestens 3.000
Euro hätte er aufbringen müssen, um
die Kosten für die Beisetzung zu finanzieren. Geld, das er nicht hatte. Und so
stellte er beim Sozialamt in Lichtenberg
den Antrag auf Übernahme der Kosten
und Gebühren. Krüger ist kein Einzelfall: Allein im vergangenen Jahr stellten
in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf 285 Angehörige mit geringem Einkommen einen Antrag auf Übernahme
der Bestattungskosten.
Manfred Krüger lebt von 867 Euro
Rente im Monat. Als seine Mutter im
Alter von 93 Jahren starb, war da nicht
nur die Trauer, sondern auch die quälende Sorge um die Kosten. „Meine Mutter
hatte nur eine kleine Rente“, sagt Krüger. Und er selbst kommt gerade einmal
so über die Runden. Im Seniorenheim, in
dem seine Mutter zuletzt lebte, gab man
ihm den Tipp, sich an die Sozialbehörde
zu wenden. Denn nach dem Sozialgesetzbuch steht jedem Unterstützung zu,
der die Kosten einer Bestattung aus eigener Kraft nicht aufbringen kann. Ein
ganzes Bündel an Unterlagen reichte
Krüger an das Sozialamt weiter – unter
anderem seine Kontoauszüge und seine
Rentenbescheide.
Nach dem Gesetz ist Krüger sogenannter Bestattungspflichtiger. Das sind
Angehörige von Verstorbenen, die in

des Bestattungsinstituts, darüber hinaus die Friedhofsgebühren und weitere
Entgelte. Marzahn-Hellersdorf brachte
vergangenes Jahr fast 168.000 Euro auf;
Lichtenberg rund 246.000 Euro. Gemessen an der Zahl der Todesfälle bewilligten die Behörden bei rund 6 Prozent einen Zuschuss. Tendenz: sinkend.
Markant ist jedoch, dass die Zahl der
„ordnungsbehördlichen Bestattungen“
zunimmt. Dabei handelt es sich um
die Beisetzung Verstorbener, die keine Angehörigen mehr haben. 2016 lag
ihre Zahl in Marzahn-Hellersdorf bei
135 (2012: 88) und in Lichtenberg bei
122 (2012: 97). Die Bezirksämter haben
diesbezüglich Rahmenverträge mit Bestattungsunternehmen.
Abgewickelt
werden derartige Beisetzungen über die
Gesundheitsämter.
Dass die Zahl der Sozialbestattungen rückläufig ist, hat viele Gründe.
FOTO: BIRGITT ELTZEL
Der wichtigste: Angehörige erfüllen die
Bank an einem Urnengemeinschaftsgrab. Was bleibt, sind die Erinnerungen. Können sich
Kriterien nicht, um einen Zuschuss zu
Angehörige die Beerdigung nicht leisten, springt der Staat ein.
erhalten. Sie müssen die Kosten irgendder Regel alle Kosten einer Beisetzung nicht zugemutet werden konnte, über- wie selbst aufbringen. „Das Preisbezu tragen haben. Weil ihm – wie es im nahm der Bezirk die Kosten: 750 Euro wusstsein ist in unserer Region stark
Beamtendeutsch heißt – die Kostenlast als Pauschale für die Dienstleistungen ausgeprägt“, sagt eine Bestatterin, die
anonym bleiben möchte. Viele Angehörige entscheiden sich für eine preiswerte
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Urnenbestattung auf einem Gemeinschaftsfeld – mitunter auch im nahen
Brandenburg. Dort sind die Gebühren
für Grabstätten meist niedriger als in
Berlin.
* Namen von der Redaktion geändert

Mehr Informationen im Internet:
https://service.berlin.de/dienstleistung/324527/

Zwischen Alltag und Diktatur

GESCHICHTE: Das Museum Lichtenberg widmet sich in einer Sonderausstellung dem Leben in der DDR, in dem es im eigenen Bezirk auf
Spurensuche geht. Von Marcel Gäding.

W

ie ein Fremdkörper wirkt das
große Bürogebäude an der
Ecke Frankfurter Allee und
Ruschestraße zwischen all den sanierten Wohnhäusern. Auch 28 Jahre nach
dem Zusammenbruch der DDR könnte
man vor der unsanierten Fassade des
Plattenbaus historische Filme drehen.
Das Gebäude ist Teil eines Komplexes, in
dem sich bis 1989/1990 das Ministerium
für Staatssicherheit (MfS) befand und
der Lichtenberg und Hohenschönhausen
in der gesamten DDR bekannt machte.
Was nur wenige wissen: Kein anderer
Ort repräsentiert in derart geballter
Form Alltag und Diktatur in der DDR. Folgerichtig ist daher auch der Titel einer in
dieser Form einzigartigen Ausstellung:
„Die DDR im Kleinformat – Alltag und
Diktatur in Berlin-Lichtenberg“, die am
17. November im Museum Lichtenberg
eröffnet wird.
Wer in Lichtenberg auf Spurensuche
gehen will, wird schnell fündig, denn
überall finden sich im Bezirk die bauli-

chen Zeugnisse des einstigen Arbeiterund Bauernstaates. Dazu gehören unter
anderem die einstige Untersuchungshaftanstalt des MfS in Hohenschönhausen, die Stasi-Zentrale an der Ruschestraße, die bis 1994 genutzten Gebäude
des sowjetischen Geheimdienstes KGB
in Karlshorst. Weitgehend in Vergessenheit geraten aber ist, dass von Lichtenberg aus auch DDR-Geschichte geschrieben wurde. In einem unscheinbaren
Wohnhaus an der heutigen Einbecker
Straße 41 befand sich 1945 der Sitz der
Gruppe um Walter Ulbricht – meist aus
dem Exil stammende Kommunisten, die
im Auftrag von Josef Stalin nicht nur
eine kommunistische Partei gründeten,
sondern auch Einfluss beim Wiederaufbau im sowjetisch besetzten Sektor und
auf die ersten Wahlen 1946 nahmen, aus
denen die SPD als stärkste Kraft hervorging. Parallel richtete sich die Sowjetunion ein, in dem sie große Teile Karlshorsts zu Sperrgebieten erklärte und
in Hohenschönhausen ein Speziallager

errichtete. In den Jahren darauf, vor allem zwischen 1965 und 1975, wuchs der
Bezirk. „In dieser Zeit gewann er 120.000
neue Bewohner dazu“, sagt Thiele. DDRBaugeschichte wurde unter anderem
am Fennpfuhl geschrieben, in dem man
viele Prototypen von Wohnhäusern verwirklichte, die später Vorbild für den industriellen Wohnungsbau in der gesamten DDR sein sollten. Die meisten der
55 Schulen trugen Namen antifaschistischer Widerstandskämpfer, aber auch
schon mal hochgedienter Stasi-Bonzen.
Die Autoren der Ausstellung - Barbara
Timm, Dirk Moldt und Thomas Thiele –
haben sich bewusst für eine Zweiteilung
der Schau entschieden. Den äußeren
Rahmen bildet die SED-Diktatur, während im Inneren des Ausstellungsraumes Platz ist, um den Alltag in der DDR
zu dokumentieren. Einerseits zeichnen sie das Bild des durchorganisierten Überwachungsstaates, andererseits
vom Land, in dem viele Menschen auch
gerne lebten. „Man war nicht gezwun-

gen, immer mitzulaufen“, sagt Thiele
und erinnert sich dabei auch an sein eigenes Leben. Er habe hier und da auch
schon mal widersprochen, erklärt der
Museumsdirektor, ohne dabei die Repressalien kleinzureden, denen vor allem
Oppositionelle ausgesetzt waren – wie
etwa jene Umweltgruppen, die sich unter dem Schutz der Kirche organisierten
und neben Aufrüstung auch die Umweltverschmutzung anprangerten.
„Wir werden nicht die schöne DDR
darstellen“, kündigt Thomas Thiele an.
Vielmehr versuchen die Ausstellungsmacher einen Bogen zu spannen.
„Die DDR im Kleinformat – Alltag und
Diktatur in Berlin-Lichtenberg“, zu sehen
bis zum 1. April 2018. Öffnungszeiten: Di–
Fr sowie So 11-18 Uhr. Ausstellungseröffnung: 17. November, 19 Uhr. Es sprechen
Dr. Dirk Moldt, Kurator, und Dr. Thomas
Thiele, Museumsleiter. Ort: Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin. Infos: www.museum-lichtenberg.de

10 TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

MUSIK | KONZERTE
Ein Apfel für Eva: Musik und Texte mit Ute
Metzkes und Henriette Jüttner-Uhlich (Blockflöten) am 12. November, 16 Uhr. Eintritt frei.
Spenden erbeten. Ort: Ev. Gemeindezentrum
Maratstraße.
France - Die großen Chansons: Eine Reise
durch die Chansongeschichte am 17. November, 20 Uhr. Auf dem Programm stehen Werke
von Édith Piaf, Jacques Brel, Gilbert Becaud,
Charles Trenet und Charles Aznavour, Eintritt:
25 Euro inkl. Begrüßungssekt. Ort: Schloss
Friedrichsfelde.
Celtic Harp & Folk Songs: Konzert mit Cécile
Corbel, musikalisch unterstützt von Cyril Maurin, Julien Grattard und Simon Caby am 17. November, 19 Uhr. Eintritt: 18 Euro. Ort: Schlossgut Altlandsberg.
White Cowbell Oklahoma: Rockkonzert am 17.
November, 21 Uhr. Karten: 10/ 12 Euro. Ort: KISTE Hellersdorf.
Rockbühne 2017: Konzert mit jungen und erfahrenen Bands am 17. November, 19 Uhr.
Gastgeber: Schostakowitsch-Musikschule. Eintritt: 3 Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine:
Schlager und Chansons im Stile der Comedian Harmonists am 18. November, 18 Uhr. Zu
Gast ist das Berliner Ensemble Vokalzeit mit
den Tenören Holger Marks und Markus Schuck
sowie den Bassisten Michael Timm und Axel
Scheidig, begleitet von Philip Mayers am Klavier. Eintritt: 25 Euro inkl. Begrüßungssekt. Ort:
Schloss Friedrichsfelde.
Wahre Kunst bleibt unvergänglich: Konzert
mit Werken von Ludwig van Beethoven am 19.
November 15 Uhr. Der aus Indien stammende Pianist Pervez Mody stellt in seiner Konzertreihe die Klavierwerke Beethovens aus
verschiedenen Schaffenszeiten gegenüber.
Eintritt: 25 Euro inkl. Begrüßungssekt. Ort:
Schloss Friedrichsfelde.
DuckTapeTicket: Jazzkonzert mit dem groovenden Streichtrio am 25. November, 19 Uhr.
Tickets: 20 Euro. Ort: Schlosskirche Altlandsberg.
Paul Brody‘s Sadawi: Jazzkonzert des Jazz Treff
Karlshorst am 25. November, 20 Uhr. Zu Gast
sind der US-Trompeter Paul Brody, Christian
Dawid, Christian Kögel, Martin Lillich und Michael Griener. Karten: 13, erm 3 Euro. Reservierungen unter Tel. 030 5676892. Ort: Kulturhaus
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Karlshorst.
Poetry Slam: Soloabend mit Frank Klötgen,
dem angeblich ersten deutschen Profi-PoetrySlammer, am 30. November, 20 Uhr. Eintritt: 10,
erm. 3 Euro. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
Weihnachtsoratorium: Am Wochenende (2./3.
Dezember) präsentiert die Evangelische Kirchengemeinde Altlandsberg alle sechs Teile
des Weihnachtsoratoriums. Aufführungen: 2.
Dezember sowie 3. Dezember jeweils 16 Uhr,
Teil I-III und jeweils 18.30 Uhr Teil IV-VI. Eintritt
pro Konzert: 20 Euro sowie vergünstige Kombitickets. Ort: Schlosskirche Altlandsberg.
1. Großes Adventssingen... der Marzahner
Schüler auf dem Dorfanger in Alt Marzahn am
3. Dezember, 18 Uhr. Eintritt frei.
„Wünsche und Gedanken“: Besinnliche Gedichte, heitere Satiren und unsterblich schöne
Melodien und Lieder mit Günter Rüdiger am 9.
Dezember, 18 Uhr. Eintritt: 12 Euro. Ort: Zimmertheater in der KULTschule.
Afrikanische und Internationale Weihnachtslieder: Die Gesangsgruppe AKWABA ist am 10.
Dezember um 18 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum, Köpenicker Straße, zu Gast.
Eintritt frei, Spenden erbeten.

BEZIRKS-JOURNAL

THEATER & KABARETT
„Rrrumms! – Nicht umdrehen, es ist gar nichts
passiert“: Kabarettistische Politsatire mit Olaf
Michael Ostertag am 21. November, 18 Uhr.
Karten: 12 Euro. Ort: Zimmertheater in der
KULTschule.
Wenn die Neugier nicht wär‘…: Bühnentalk mit
Barbara Kellerbauer am 24. November, 19 Uhr.
Dieses Mal zu Gast: Lutz Jahoda und Regisseur
und Drehbuchautor Prof. Eberhard Görner.
Eintritt: 10 bis 13 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.
Kugelfisch Hawaii: Schwank von Höke/May/
Buerhoop mit dem Theater Coram Publico am
17. November sowie 8. Dezember, jeweils um
19 Uhr. Eintritt: 12 Euro. Ort: Zimmertheater in
der KULTschule.
Asylmonologe: Dokumentarisches Theaterstück von Michael Ruf am 20. November, 17
Uhr. Die Asyl-Monologe erzählen von Menschen, die Grenzen überwunden, Verbündete
gefunden und nie ein „Nein“ als Antwort akzeptiert haben... Ort: Stadtteilzentrum Hellersdorf-Ost.
Zinnober in der grauen Stadt: Theaterfest am

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MUSIK AUF DEM SCHLOSSGUT
12.11. 17 Uhr
25.11. 19 Uhr
02./03.12. 16 Uhr
02./03.12. 18:30 Uhr
17.12.2017 17 Uhr

5. Schlossgut-Konzert der Fördergesellschaft
„Jäzzchor mit ä“
Duck Tape Ticket - Das groovende Streichtrio
(Jazz-Konzert) in der Schlosskirche
Weihnachtsoratorium in der Schlosskirche Teil I-III
Weihnachtsoratorium in der Schlosskirche Teil IV-VI
Weihnachtskonzert „Il Concertino Virtuoso“ in der
Schlosskirche

KINO AUF DEM SCHLOSSGUT
18.11. 20 Uhr
16.12. 20 Uhr

bitte vormerken:
08.01. 19 Uhr

ECKE!
GLEICH UM DIE
ten vom
Nur 7 Autominu
tfernt!
U-Bhf. Hönow en

„Der junge Karl Marx“
Stummfilmkonzert „Metropolis“ mit
Piano-Begleitung

The Gregorian Voices - Neujahrskonzert
(Schlosskirche)

Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation.
Krummenseestraße 1
15345 Altlandsberg
www.schlossgut-altlandsberg.eu
info@schlossgut-altlandsberg.eu
Tel: 033438 151150

HEIRATEN |
TAGEN | FEIERN
RESTAURANT
SOZIETÄTSBRAUEREI
& BRENNEREI
Besuchen Sie das
Schlossgut
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 11-17 Uhr
Sa/ So 11-16 Uhr
Restaurant
tgl. ab 12 Uhr

25. November ab 17.30 Uhr. Inspiriert vom Maler Zinnober, der gemeinsam mit den Kindern
Paula und Jonas gegen das Großstadtgrau
kämpft, greifen die Zuschauer im Anschluss an
die Sonntagsvorstellung von „Zinnober in der
grauen Stadt“ zu Pinsel und Spraydose und
verteilen ihre leuchtenden Spuren in der Umgebung des Theaters... Für Kinder ab 4 Jahren.
Ort: Theater an der Parkaue.
Hoffs Schlittenfahrt: Kabarett zur Winterzeit
mit Lutz Hoff am 24. November, 19 Uhr. Eintritt:
8, erm. 6 Euro. Kartenreservierungen: Tel. 030
93661078. Ort: Berliner Tschechow-Theater.
Klasse Klasse: Masken-Beatbox-Theater von
Michael Vogel und Ensemble für junge Menschen ab 12 Jahren. In einer dynamischen Collage werden die Konflikte einer Schulklasse
auf die Spitze getrieben... Termine: 12.12. (11/
19.30 Uhr), 13.12. (11 Uhr), 14.12. (11 Uhr), 15.12.
(11/ 19.30 Uhr), 30.01. (11/ 19.30 Uhr), 31.01. (11
Uhr). Karten zwischen 7,50 und 16 Euro. Ort:
Theater Strahl, Halle Ostkreuz.

AUSSTELLUNGEN
28.692 - Bilder aus der Försterei: Ausstellung
der Eisernen Botschafter in den Räumen der
Kunstfabrik HB 55 (Herzbergstraße 55, 10365
Berlin). Zu sehen bis zum 19. November, jeweils 14-19 Uhr.
Typografik: Denkanstöße mit Bildern für Alphabeten. Zu sehen sind bis zum 28. Februar Arbeiten von Klaus Rähm, der Zitate von
Künstlern und Literaten in den Fokus seines
künstlerischen Schaffens rückt. Ausstellungseröffnung: 30. November, 18 Uhr. Eintritt: frei.
Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek.
Ahnengalerie: 19. Ausstellung der Malergruppe „Leser malen – Maler lesen“ unter Leitung
von Marianne Höhne. Ausstellungseröffnung
am 23. November, 16 Uhr. Zu sehen bis zum 9.
Januar. Eintritt frei. Ort: Anna-Seghers-Bibliothek.
Fegefeuer: Ausstellung des Lichtenberger
Künstlers Mathias Roloff. Vernissage: 23. November, 19 Uhr. Zu sehen bis zum 22. Dezember. Ort: Museum Kesselhaus Herzberge.
Vollkomfort: Arbeiten von Seraphina Lenz und
Sonya Schönberger, zu sehen bis zum 17. Januar. Die Ausstellung vermittelt einen Einblick in
die partizipative Kunst. Gezeigt werden Artefakte, Installationen, Fotos und Videos. Eintritt: frei. Ort: studio im HOCHHAUS.
Herkunft_Prägung_Zäsuren: Ausstellung mit

BEZIRKS-JOURNAL

TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

Werken, Dokumenten und Fotografien von
Ruth Baumgarte (1923-2013), die in Karlshorst
aufwuchs. Zu sehen bis zum 7. Januar. Eintritt
frei. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
Russland 24KARAT: Sonderausstellung mit 26
Abbildungen von Männern und Frauen aus der
russischen Kunst-, Kultur und Wissenschaftsszene. Zu sehen bis zum 29. Dezember. Eintritt
frei. Ort: Deutsch-Russisches Museum.
An das Leben: Malerei und Grafik von Simone
Wecks, zu sehen vom 19. November bis zum 7.
Januar. Vernissage: 19. November, 16 Uhr. Laudatio: Astrid Volpert, Musik von Sharabi Shaghayegh und Romeo Wecks. Eintritt: frei. Ort:
Ausstellungszentrum Pyramide
„Überwindung der Grenzen“: Fotoausstellung
von Hans-Georg Kroiß. Zu sehen bis zum 1.
Dezember. Eintritt frei. Ort: KISTE Hellersdorf.
„Mit Geld spielt man nicht“: Neue Ausstellung
von Hans HS Winkler. Die Ausstellung präsentiert in einer vielschichtigen Installation
künstlerische Sichtweisen auf Tauschmittel,
Finanzwelt und Ökonomie. Vernissage: 26. November, 18 Uhr. Zu sehen bis zum 9. Februar.
Eintritt frei. Ort: Galerie M.
„Die Kunst des Upcycling“: Ausstellung vom 1.
Dezember bis zum 31. Januar. Der Bibliothekar
Elio Yuri Figini zeigt, wie man aus nicht mehr
benötigten Büchern Kunst macht... Eintritt
frei. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“.
Neues vom Paradies: Malerei von Jürgen Villmow, zu sehen bis zum 21. Dezember. Viele
aktuelle Arbeiten Villmows thematisieren die
Flüchtlingssituation. Vernissage am 16. November, 19 Uhr. Eintritt frei. Ort: Galerie OstArt.
„30 Jahre Keramikatelier Berlin-Lichtenberg“:
Ausstellung bis zum 5. Januar. Zu sehen ist
eine Auswahl künstlerischer Arbeiten, vorwiegend Skulpturen, Objekte und Gefäße, aber
auch Zeichnungen. Eintritt frei. Ort: rk - Galerie für zeitgenössische Kunst.
Dekor und Deformation: Werke von Julius Weiland, zu sehen bis zum 22. Dezember. Ort: Mies
van der Rohe-Haus.
Farbdiät: Glasobjekte von Norbert Horenk,
Druckgrafik von Uschi Krempel sowie Druckgrafik und Skulptur von Karin Tiefensee. Zu
sehen bis zum 29. November. Ort: Galerie 100.
„Karlshorster Verstecke“: Fotografien von
Maximilian Carus. Zu sehen bis zum 1. Januar
2018. Ort: Kulturhaus Karlshorst.
Facettenreiches Lichtenberg: Zu sehen sind
Aquarelle eines Wettbewerbs, zu dem das Projekt „Wirtschaftsorientiertes Stadtmarketing“

aufgerufen hatte. Ausstellung bis Ende Dezember. Ort: KULTschule. Eintritt frei.

berliner Stadtbezirks“. Eintritt: frei. Ort: studio
im HOCHHAUS

Blick Verschiebung: Gruppenausstellung in
Kooperation mit dem Brandenburgischen
Landesmuseum für moderne Kunst, Cottbus
& Frankfurt (Oder). Werke von 22 ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern. Zu sehen
bis zum 8. April 2018. Eintritt: 5 Euro. Ort: ZKR
Schloss Biesdorf.

„Giftzwerg“: Achter Krimimarathon in der Reihe „Live bei Kleist“ am 15. November, 18 Uhr.
Der übergewichtige Kriminalhauptkommissar
Hajo Freisal ist gerade dabei, Sportschuhe für
sein neues Fitnessprogramm auszusuchen, als
er zum Fundort einer Leiche gerufen wird...
Eintritt: frei. Anmeldungen unter Tel. 030
9339380. Ort: Heinrich-von-Kleist-Bibliothek.

„Farbenspiel“: Ausstellung Malerei und Druckgrafiken mit Bildern von Armgard Röhl. Zu sehen bis 2. Januar. Ort: Bezirkszentralbibliothek
„Mark Twain“.
„Musterwohnung RZM“: Ausstellung von Richard Koch, Thomas Bratzke, Christian Marien
– zu sehen bis zum 17. November. Eintritt frei.
Ort: Galerie M.
„20 Jahre Kunst in der Krankenhauskirche im
Wuhlgarten 1997-2017“: Jubiläumsausstellung
mit Werken von 23 Künstlern. Zu sehen bis
zum 26. November. Ort: Krankenhauskirche im
Wuhlgarten.

GESCHICHTE
„Die DDR im Kleinformat - Alltag und Diktatur
im Stadtbezirk Berlin-Lichtenberg“: Bonderausstellung, die am Beispiel ausgewählter
Themen aus dem Alltags-, dem kulturellen
und politischen Leben in Lichtenberg in die
Zeit zwischen 1945 und 1990 zurückführt. Zu
sehen bis zum 1. April 2018. Eintritt frei.
Gott und die Welt: Sonderausstellung des
Bezirks-Museums Marzahn-Hellersdorf, zu sehen bis zum 19. August. Pünktlich zum 500. Jubiläum des Lutherschen Thesenanschlags an
die Wittenberger Schlosskirche, mit dem die
Reformation ihren Anfang nahm, nimmt sich
das Bezirksmuseum in einer umfassenden
Sonderausstellung der regionalen Kirchengeschichte an. Eintritt: frei. Ort: Bezirks-Museum
Marzahn-Hellersdorf.
geFUNDen: Grabungen auf dem IGA-Gelände.
Im Vorfeld der IGA 2017 fanden auf dem Erweiterungsgelände der „Gärten der Welt“ 2013 /
14 archäologische Grabungen statt. Die dabei
gemachten Befunde beweisen, dass dieses
Gelände mindestens seit der Bronzezeit besiedelt war... Ausstellung verlängert bis zum 1.
Dezember. Eintritt: frei. Ort: Bezirks-Museum
Marzahn-Hellersdorf.

VORTRAG & LESUNG
Großsiedlungen im Spiegel der Zeit: Vortrag
mit Dr. phil. Ulrich Hartung am 15. November,
19 Uhr. Hartung spricht über „ Neu-Hohenschönhausen – Planung und Bau eines Ost-

WERBUNG, die auffällt!

Mayday über Saragossa: Lesung und Videoshow mit Heinz-Dieter Kallbach, einem der
bekanntesten und dienstältesten Verkehrspiloten Deutschlands, am 22. November, 19
Uhr. Am 23. Oktober 1989 landete Heinz-Dieter
Kallbach eine IL 62 auf einem 900 Meter langen Acker... Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: EgonErwin-Kisch-Bibliothek.
„Meine erste 6,0“: Ein Abend mit der Eiskunstlauf-Weltmeisterin, dreifachen Europameisterin und bronzenen OlympiamedaillenGewinnerin Christine Stüber-Errath am 24.
November, 19 Uhr. Stüber-Errath stellt anlässlich ihres 60. Geburtstages ihre Erinnerungen
vor. Eintritt: 4, erm. 3 Euro. Ort: Anna-SeghersBibliothek.
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11

UMWELT & NATUR
Mit Kräutern gesund durch den Winter: Workshop am 16. November, 15 Uhr. Heilpraktiker
Olaf Tetzinski zeigt Kniffs, Tricks und Tipps mit
Heilpflanzen und Gewürzen. Eintritt: 2 Euro.
Ort: Stadtteilzentrum Kaulsdorf.

KINDER & FAMILIE
The Clown Who Lost His Circus: Theaterstück
in englischer Sprache mit dem Platypus-Theater für Schüler der 3. und 4. Klassen am 15.
November, 9 und 11 Uhr. Eintritt: 5 bzw. 6,50
Euro. Ort: Kulturforum Hellersdorf.
Märchenträumer: Theaterstück vom KinderTheaterMobil am 18. November, 10 Uhr. In dem
von Gabriele Wittich liebevoll inszenierten
Stück löst die Bauerntochter viele Rätsel. Sie
gewinnt den König und die Geschichte nimmt
ein glückliches Ende... Für Kinder ab 3 Jahren.
Eintritt: 1 Euro. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek.
Tanz bis in den Morgen: Russischer Tanzabend
am 18. November, 19 Uhr. Tanz mit Spezialitäten der russischen Küche, Spielen, Tombola
und jeder Menge Spaß. Moderation: Natalija Sudnikovic. Reservierung unter Tel. 030
5646021. Eintritt: 10 Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater
„Rumpelstilzchen“: Kindertheaterstück für die
ganze Familie am 19. November, 15 Uhr. Vor
dem Puppenspiel gibt es Kaffee und Kuchen.
Eintritt: Erwachsene 5, Kinder 3 Euro. Um Anmeldung unter Tel. 030 56586920 wird gebeten. Ort: Stadtteilzentrum „PestalozziTreff“.

KINO
Giacomo Puccini – „La Bohème“: Musikalischer
Vortrag im Rahmen der Reihe „Marzahner
Konzertgespräche“ am 29. November, 19 Uhr.
Zu Gast: Prof. Susanne Fontaine. Eintritt frei.
Anmeldungen erbeten unter Tel. 030 54704142.
Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.
„Tiere denken - Vom Recht der Tiere und den
Grenzen des Menschen“: Buchpräsentation
mit Richard David Precht am 5. Dezember, 18
Uhr. Wie sollen wir mit Tieren umgehen? Moderation: Marcel Gäding, Herausgeber und
Chefredakteur des „Bezirks-Journal“. Eintritt:
12 Euro.
Die Mörderischen Schwestern: Weihnachtskrimilesung am 5. Dezember, 18 Uhr, mit Regine
Röder-Ensikat und Susanne Rüster. Eintritt: 10
Euro inkl. Imbiss. Ort: Schloss Hohenschönhausen.

Verborgen in der Wüste: Hans Werner Stegemann stellt am 23. November, 18 Uhr, den
Dokumentarfilm über die Entdeckung der
ältesten Kunst Afrikas, die der renommierte
Archäologe Dr. W.E. Wendt 1969 in der sogenannten Apollo 11-Grotte im Süden Namibias
machte, vor. Eintritt: 2 Euro. Ort: Bodo-UhseBibliothek.
Programm KINO KISTE: 16.11.-22.11.
Cars 3 Evolution: Do., Mi. 16 Uhr, Fr. 16.50 Uhr,
Sa. 14.45 Uhr, So. 15.40 Uhr, Mo. 16.25 Uhr, Di.
15.15 Uhr | Django - Ein Leben für die Musik: Fr.
9 Uhr, Seniorenkinobrunch, Do., Mi. 13.50 Uhr,
So. 13.40 Uhr, Sa.16.30 Uhr, Mo. 20.05 Uhr | Blade Runner 2049: Fr. 14 Uhr, Mo. 13.30 Uhr, Do.,
Mi. 17.50 Uhr, So. 17.25 Uhr, Sa. 18.30 Uhr, Di. 20
Uhr | Gaugin: Sa. 13 Uhr, Di. 13.30 Uhr, Fr. 18.45
Uhr, Mo. 18.15 Uhr, So. 20.20 Uhr, Do. Mi. 20.45
Uhr | Stalker: Di. 17.15 Uhr

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potenzielle Besucherinnen und Besucher. Gern beraten wir Sie unter Tel. 030 55 49 96 55.

ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN
Anna-Seghers-Bibliothek Im Linden-Center,
Prerower Platz 2, 13051 Berlin, Tel. 030
92796410. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20
Uhr, Mi 13-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr.
Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-SaefkowPlatz 14, 10369 Berlin, Tel. 030 902963790.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-20 Uhr, Mi
13-20 Uhr, Sa 9-15 Uhr.
Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer
Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Berliner Tschechow-Theater, Märkische
Allee 410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078.
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf,
Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030
54790921, Internet: www.museum-marzahnhellersdorf.de. Öffnungszeiten: Di-Do und
So 11-17 Uhr.
Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und
Musikbibliothek, Marzahner Promenade
52-54, 12679 Berlin, Tel. 030 54704154.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19.30 Uhr; Mi
14-19.30 Uhr; Sa 10-14 Uhr
Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Straße 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa

9-15 Uhr.
Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin,
Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So
10-18 Uhr.
Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, Frankfurter
Allee 149, 10365 Berlin, Tel. 030 5556719.
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi
13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr.
Ev. Gemeindezentrum Nord, Maratstr. 100,
12683 Berlin, Tel. 030 54702978.
Ev. Kirchengemeinde Biesdorf, Alt Biesdorf
59, 12683 Berlin, Tel. 030 5143593.
Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030
5427091.
Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-WolfStraße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr
Galerie M, Marzahner Promenade 46, 12679
Berlin, Tel. 030 5450294. Öffnungszeiten:
Di-Do 12-18 Uhr, So 10-18 Uhr
Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317
Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa
13-17 Uhr.
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen,

Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030
98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de
Heinrich von Kleist-Bibliothek, Havemannstr. 17 B, 12689 Berlin, Tel. 030 9339380.
Humboldt-Haus, Warnitzer Straße 13 A,
13057 Berlin, Tel. 030 96242-0.
KISTE Kino & Konzerte & mehr am UBahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str. 10,
12627 Berlin, Tel. Tel. 030 9987481.
Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin,
Tel. 030 562969423.
Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Str.
1, 12619 Berlin, Tel. 030 5611153. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 -16.30 Uhr
Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112,
10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr.
KULTschule, Sewanstraße 43, 10319 Berlin.
Mies van der Rohe Haus, Oberseestraße
60, 13053 Berlin, Telefon 030 97000618.
Öffnungszeiten: Di bis So 11-17 Uhr.
Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte
Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030
9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 11-19
Uhr; Mi, Fr 10-15 Uhr

Museum Kesselhaus Herzberge, Förderverein Museum Kesselhaus Herzberge e.V.,
Herzbergstraße 79, 10365 Berlin, Tel. 030
54722424. Öffnungszeiten: Di 14-16 Uhr, Do
14-18 Uhr.
Museum Lichtenberg im Stadthaus,
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030
5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und
So 11-18 Uhr.
rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im
Ratskeller Lichtenberg, Möllendorffstraße 6,
10367 Berlin, Tel. 030 902963712. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Schloss Friedrichsfelde, Am Tierpark 41,
10319 Berlin. Reservierungen unter Tel. 030
51531407.
Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150.
Schloss Hohenschönhausen, Hauptstraße
44, 13055 Berlin, Tel. 030 97895600.
Stadtteilbibliothek „Heinrich von Kleist“,
Havemannstraße 17 B, 12689 Berlin, Tel. 030
9339380. Öffnungszeiten: Mo, Di 13-18 Uhr;
Mi, Fr 9-14 Uhr; Do 13-19 Uhr
Stadtteilzentrum Biesdorf, Alt Biesdorf 15,
12683 Berlin, Tel. 030 526784593.

Stadtteilzentrum Hellersdorf-Ost, AlbertKuntz-Str. 58, 12627 Berlin, Tel. 030 99498691.
Stadtteilzentrum Kaulsdorf, Brodauer Straße 27-29, 12621 Berlin, Tel. 030 56588762.
Stadtteilzentrum „Pestalozzi-Treff“,
Pestalozzistraße 1A, 12623 Berlin, Tel. 030
56586920.
STRAHL-Theater.Halle Ostkreuz, Marktstr.
9-12, 10317 Berlin, Tel. 030 69599222.
Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße
103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854,
Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt:
Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro.
Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13,
10365 Berlin, Tel. 030 5532276.
studio im HOCHHAUS, Zingster Straße 25,
13051 Berlin. Tel. 030 929 38 21.
Theater an der Parkaue, Parkaue 24, 10367
Berlin, Tel. 030 55775252.
Zimmertheater in der Kultschule, Sewanstraße 43, 10319 Berlin. Karten unter Tel. 030
72011919.
ZKR - Zentrum für Kunst und öffentlichen
Raum, Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55,
12683 Berlin, Mo., Mi., Fr.-So. 10 Uhr bis 18
Uhr, Do. 13-21 Uhr, Tel. 030 700906-7755.

BEZIRKS-JOURNAL - Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR: Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
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GESAMTAUFLAGE: 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 4/2017 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 14. Dezember 2017

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BEZIRK KOMPAKT

Polizei informiert
ältere Menschen
Mit Vorträgen und Informationsveranstaltungen informiert die Berliner Polizei in den kommenden Wochen gezielt
ältere Menschen. Ziel ist es, Ratschläge
zu geben, wie man sich mit einfachen
Mitteln vor Dieben und Betrügern
schützen kann, teilte die Polizeidirektion 6 mit. Bewusst habe man sich daher
die Woche rund um den sogenannten
Banktag, also dem Tag, an dem Renten
überwiesen werden, ausgesucht. An
diesem Tag trügen Menschen vermutlich mehr Geld als gewöhnlich mit sich
herum. Am 27. November gibt es von
10 bis 14 Uhr im Biesdorf-Center einen
Infostand; am 28. November von 10 bis
13 Uhr im Sana-Gesundheitszentrum
am Helene-Weigel-Platz, und am gleichen Tag von 13 bis 18 Uhr im Marktplatz-Center Helle Mitte. Infos und
Termine finden sich auch im Internet
unter www.berlin.de/polizei/aufgaben/
praevention/senioren/artikel.642902.
php oder unter Tel. 4664979222. (bzj.)

Richtfest für
neue Kita
An der Stralsunder Straße ist Richtfest
für eine neue Kita gefeiert worden.
Die Einrichtung, die von der pad
gGmbH betrieben werden wird, soll im
Frühjahr 2018 eröffnen. Sie entsteht im
Rahmen eines städtebaulichen Vertrages und soll zukünftig über 70 Plätze
verfügen, davon 23 für Kinder unter 3
Jahren. Die pad gGmbH betreut derzeit
mehr als 400 Kinder in 7 Einrichtungen der Bezirke Marzahn-Hellersdorf
sowie Lichtenberg. Die Kita Stralsunder Straße 20 ist der zweite Neubau in
Verantwortung des Trägers und wird
in Kooperation mit der degewo, dem
Bezirksamt und dem Architektenbüro
baukind UG realisiert. (ba.)

Für Brunnen
abstimmen

Bis Ende des Jahres läuft die Abstimmung über neue Standorte für kostenlose Trinkwasserbrunnen. Berlinweit
stehen 18 Standorte zur Abstimmung,
darunter auch ein Standort am Springpfuhl in Marzahn. Gevotet werden
kann im Internet unter
www.bwb.de/brunnen-voting (ba.)

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Noch nicht fertig
mit Xavier

GRÜNFLÄCHEN: Anfang Oktober zog ein Sturmtief über Berlin und
Brandenburg. Die Schäden sind groß.

D

ie Folgen des Sturm-Tiefs Xavier
sind weitaus größer als vermutet:
Mindestens bis zum Frühjahr
werden die beiden östlichen Nachbarbezirke Berlins mit der vollständigen Beseitigung der am 5. Oktober entstandenen
Schäden beschäftigt sein.
Allein in Lichtenberg gab es durch
die heftigen Winde 250 entwurzelte
Bäume, die jetzt als „Totalverlust“ eingestuft werden. Wie der für Umweltfragen zuständige Bezirksstadtrat Wilfried
Nünthel (CDU) informierte, kommen
noch einmal 35 umgefallene Bäume auf
Privatgrundstücken hinzu. Mit der Beseitigung umgestürzter Bäume an Straßen sei man bereits fertig. Die nächsten
Prioritäten seien die umgefallenen und
abgebrochenen Bäume an Schulen, Gehwegen und in Grünanlagen.
Hart getroffen hat es auch den Tierpark Berlin. „Zwar sind die Besucherwege alle wieder begehbar, aber im Park
ist das Ausmaß des Sturmes noch sichtbar“, sagt Sprecherin Katharina Marie
Sperling. Die Bilanz des Sturmes: 29 zerstörte Bäume, 17 weitere sind so schwer
beschädigt worden, dass sie wohl gefällt
werden müssen. Schäden gab es zudem
an Parkbänken und Gehegezäunen. „Die
Beseitigung aller Schäden wird wohl
noch bis in den Februar andauern.“
In Marzahn-Hellersdorf waren rund
300 Bäume auf öffentlichem Land entwurzelt, geknickt bzw. so geschädigt,
dass sie gefällt werden mussten. „Noch
ist das nicht die endgültige Zahl“, sagte der fürs Grün zuständige Stadtrat
Johannes Martin (CDU) auf der Oktober-Tagung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Denn die Kontrollen
auf Standfestigkeit würden noch in den
kommenden Wochen laufen, zudem seien auch kleinteiligere Maßnahmen wie
Astfällungen notwendig „Wir werden
akribische Baumkontrollen im Nachgang unternehmen.“ Eine Zahl über die
finanzielle Höhe der Schäden, die durch
das Sturmtief Xavier verursacht wurden, nannte er nicht: „Dazu ist es noch
zu früh.“ Die Mitarbeiter des Grünflächenamtes hätten seit dem Sturm jeden
Tag Überstunden gemacht, um die Schäden zu beseitigen: „Nach zwei Wochen

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Florian Münter

Bestattungen

S O Z I A L B E S TAT T U N G
Feuer-oderErdbestattung
unverbindlicher und kostenfreier Hausbesuch
komplette Antragsstellung und Erledigung alle Formalitäten
Kostenübernahme durch das Sozialamt

Tag & Nacht

30 34 04 47

BEZIRKSNACHRICHTEN

Turnhalle wieder
benutzbar
Die vorübergehend als Unterkunft für
geflüchtete Menschen genutzte Turnhalle an der Rudolf-Leonhard-Straße
kann nun wieder für den Sport genutzt
werden. Das Gebäude war nach dem
Auszug der Bewohner umfangreich
saniert worden. Die Arbeiten dauerten
ein halbes Jahr. Insgesamt kostete die
Maßnahme knapp 330.000 Euro. Unter
anderem wurden der gesamte Hallenboden, die Fangnetze und der Prallschutz in der Sporthalle, aber auch
die Sanitäranlagen und Umkleiden
erneuert. Nicht nur Vereine sollen die
Sporthalle nach Angaben von Bezirksstadtrat Gordon Lemm (SPD) nutzen,
im kommenden Jahr soll sie auch für
den Schulsport der nahegelegenen
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FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING

Der Sturm beschädigte in den Parkanlagen
viele Bäume.

waren wir damit weitestgehend durch“,
sagte der Stadtrat. So waren beispielsweise der Schlosspark Biesdorf und der
Gutspark Mahlsdorf, beides denkmalgeschützte Gartenanlagen, bereits wieder
in Ordnung. „Wir gehen aber davon aus,
dass wir noch den einen oder anderen
Bürgerhinweis auf geschädigte Bäume
bekommen werden.“ Dass eine so große Zahl an Bäumen wie Strohhalme umknickte, könnte auch ein hausgemachtes
Problem sein. Denn: Immer wieder werden bei Tiefbauarbeiten im Stadtgebiet
die Wurzeln von Straßenbäumen beschädigt oder sogar verkürzt. Die Folge:
Die Standsicherheit leidet, sodass ein
kräftiger Wind ausreicht, einen Baum
zum Fallen zu bringen. Das Lichtenberger Unternehmen „BSB-Saugbagger und
Zweiwegetechnik Stefan Mattes GmbH
& Co KG“ produziert seit 1994 Saugbagger, die behutsam die Wurzeln von Straßenbäumen freilegen. Konventionelle
Bagger hingegen schneiden Wurzeln ab.
Allerdings lehnen die Berliner Bezirke
den Einsatz dieser Spezialtechnik ab.
Für BSB-Geschäftsführer Stefan Mattes
unverständlich. „Die uns entgegengebrachten Argumente „teuer“ und „wir
führen gar nicht aus“ sind unlogisch“,
sagt er. Städte wie Karlsruhe, Mannheim, München, Frankfurt, Köln, Hamburg oder Hannover hingegen greifen
auf diese Spezialtechnik zurück. (bzj.)

Grundschule am Bürgerpark zur Verfügung stehen. Aktuell wird aus den
Mitteln des Sportstättensanierungsprogramms des Berliner Senats noch
das Dach der Halle saniert, weshalb
das Gebäude noch von einem Baugerüst umgeben ist. Verspätungen bei
der Materiallieferung, die aber erledigt
sind, hatten aufgrund der verstärkten
Bautätigkeit in Berlin dabei für Verzögerungen gesorgt. (ba.)

Gedenken an
Euthanasieopfer
Mit einem Gedenkweg soll den Opfern
gedacht werden, die während des
Nationalsozialismus auf dem Krankenhausgelände am Brebacher Weg
euthanasiert oder in Konzentrationslager gebracht wurden. Geplant ist der
Marsch am 26. November um 11 Uhr.
Treffpunkt vor der Krankenhauskirche
Wuhlgarten. Im Gottesdienst (10 Uhr)
wird ebenfalls Bezug auf das Geschehen vor 70 Jahren genommen. (bzj.)
        
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