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Periodical volume

Full text: Marzahn-Hellersdorfer Bezirks-Journal Issue 3.2016,3

JUBILÄUM: Heimatverein feiert 25-jähriges
Bestehen. S. 2

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Unterwegs im
Marzahner Norden. S. 4

Marzahn-Hellersdorfer

in Kooperation mit

Bezirks-Journal

Kostenlose und regionale Monatszeitung für Marzahn-Hellersdorf – mit Lokalnachrichten von Ahrensfelde bis Mahlsdorf für 256.173 Menschen
www.bezirks-journal.de | www.lichtenbergmarzahnplus.de | www.facebook.de/bezirksjournalberlin | www.twitter.com/bezirks_journal | 3. Jhg. | Ausgabe 03 | 10. März 2016

Neue Unterkünfte für
3.500 Flüchtlinge
Senat beschließt sieben weitere Standorte/
Kritik von Anwohnern

M

arzahn-Hellersdorf wird in
den kommenden Monaten
sieben weitere Unterkünfte für
Flüchtlinge erhalten. Das geht aus einem
Senatsbeschluss hervor, der Ende Februar gefasst wurde. Errichtet werden Containerdörfer und Leichtbauten an der
Albert-Kuntz-Straße, an der Märkischen
Allee Ecke Martha-Arendsee-Straße,
an der Rudolf-Leonhard-Straße, an der
Wittenberger Straße und am Buckower
Ring, außerdem in Alt-Biesdorf und an
der Zossener Straße.
Seit Wochen hatte es um die konkreten Standorte Verwirrung gegeben, nicht
zuletzt wegen einer Zusage von Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD) an
den Senat, acht Flächen zur Verfügung
zu stellen. „Die Unterkünfte werden
nicht auf Vorhalteflächen des Bezirks für

Kitas oder Schulen errichtet“, sagte Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD)
jüngst auf der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung. Auch werde es
keine Doppelbelastung für Straßen geben, in denen bereits Unterkünfte errichtet sind. Sobald die ersten Containerdörfer stehen, sollen die zweckentfremdeten
bezirklichen Sporthallen wieder freigezogen werden. Komoß sagte, dass Ende
Mai Container ans Land Berlin geliefert
würden. Im Juni könnten sie eingerichtet werden.
Anwohner des Buckower Rings hatten sich unmittelbar nach Bekanntwerden der neuen Pläne in einem Brief an
den Regierenden Bürgermeister Michael
Müller (SPD) gewandt und Protest eingelegt. Eine Onlinepetition wurde von
1.116 Menschen gezeichnet. S. 2 (ree.)

Geldsegen fürs Gründerzeitmuseum
In der Mulackritze – zu sehen im Gründerzeitmuseum Mahlsdorf – wurden
einst rauschende Feste gefeiert. Monika Schulz-Pusch, Geschäftsführerin des
von Charlotte von Mahlsdorf (1928-2002) gegründeten Kleinods am Hultschiner Damm, könnte jetzt auch Sektkorken knallen lassen. Gerade wurden von der
Lottostiftung 111.000 Euro für das frühere Gutshaus genehmigt, wie die SPDAbgeordnete Iris Spranger in dieser Woche mitteilte. 
FOTO: MARCEL GÄDING

2

Bezirks-Leben

März 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Freude über „volle Hütte“

25 JAHRE HEIMATVEREIN: Die Marzahner und Hellersdorfer finden zunehmend Gefallen daran,
sich mit der Geschichte ihrer Region zu beschäftigen.
von Flüchtlingen aus Ex-Jugoslawien
kurz nach dem Fall der Mauer oder der
Rückkehr der Spätaussiedler aus der früheren Sowjetunion. „Wichtig ist uns, die
Diskussion um geflüchtete Menschen
zu versachlichen und deutlich zu machen, dass das, was wir jetzt erleben, in
Marzahn-Hellersdorf nichts Neues ist“,
sagt Hübner. Stolz ist man beim Heimatverein auch über den im Frühjahr
2015 veröffentlichten Band zur Sportgeschichte von Marzahn-Hellersdorf – ein
wissenswertes Kompendium, das es in
dieser Form bislang nicht gab.

von Marcel Gäding

W

enn der Heimatverein Marzahn-Hellersdorf zu einem
Vortrag – etwa über Künstler
oder bekannte historische Pesönlichkeiten – einlädt, kann es passieren, dass
die Stühle nicht ausreichen oder sogar
ein neuer, größerer Veranstaltungsort
gesucht wird. Und das passiert in letzter
Zeit immer häufiger. „Wir erfahren, dass
das Interesse an Regionalgeschichte zugenommen hat“, sagt Wolfgang Brauer,
der Vorsitzende des Heimatvereins –
und erinnert sich beispielsweise an einen
Vortrag, der vor einigen Monaten in der
Heinrich-von-Kleist-Bibliothek gehalten
wurde. „Da denkt man, dass dorthin die
üblichen Interessierten kommen, und
Anzeige

plötzlich ist die Hütte voll“, sagt Brauer.
Für ihn und die 140 Mitglieder des Heimatvereins ist das ein Zeichen, dass das
Interesse an Geschichte da ist.

Junge Leute dringend gesucht
Vereinsvorsitzender Wolfgang Brauer, seine Stellvertreterin Dr. Christa Hübner und Pressesprecher Claas Reise präsentieren die neuen Publikationen des Heimatvereins – darunter die Chronik des Verbandes.
FOTO: MARCEL GÄDING
Für die Mitglieder des Heimatvereins
Marzahn-Hellersdorf ist die wachsende
Begeisterung für regionale Geschichte
ein Beleg dafür, dass sie mit ihren Projekten meist ins schwarze Treffen. Dieses Jahr blickt der aus dem „Heimatverein Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf“
und dem „Heimatverein Marzahn“
entstandene Zusammenschluss von Geschichtsfreunden auf sein 25-jähriges
Bestehen zurück. Und die Bilanz kann
sich durchaus sehen lassen. Denn neben
Führungen, Vorträgen und Exkursionen in das Berliner Umland richtet der
Heimatverein jedes Jahr den „Tag der
Regional- und Heimatgeschichte“ aus.
Im Ergebnis wird die Schriftreihe „Beiträge zur Regionalgeschichte“ fortgeschrieben, in denen sich die Referate der
Heimathistoriker und Ortschronisten
wiederfinden.

Ende Februar präsentierte VizeVereinsvorsitzende Dr. Christa Hübner
die Bände „Zur Sportgeschichte von
Marzahn-Hellersdorf“ und „Besiedlung,
Bevölkerung, Migration“, die ab sofort
in den Buchhandlungen des Bezirks für
sechs bzw. sieben Euro erhältlich sind.
Vor allem das jüngste Büchlein über
die Besiedlung von Marzahn und Hellersdorf ist hoch aktuell. „Als wir das
Thema im Jahr 2014 aufgriffen, wussten wir nicht, welche Dimension und
gesellschaftliche Brisanz es annehmen
würde“, sagt Historikerin Hübner. In
dem 200 Seiten starken Heft schlagen
die Autoren einen Bogen von der Besiedlung vor 10.000 Jahren durch Slawen und Germanen bis hin zur jüngeren
Vergangenheit, etwa der Ansiedlung von
vietnamesischen Gastarbeitern in den
1980er-Jahren oder der Unterbringung

Unterdessen bereitet der Heimatverein seinen nächsten Tag der Regionalund Heimatgeschichte vor, der am 5.
November von 10 bis 16 Uhr stattfindet
und sich der Geschichte der Kirchen im
Bezirk widmet. Eine genaue Tagesordnung und der Tagungsort selbst gibt es
noch nicht. Für den 11. Juni ist zudem
eine Exkursion nach Jüterbog und Wiepersdorf geplant. Dort wurde vor 499
Jahren der Grundstein für die Reformation gelegt.
Doch bei aller Freude über das zunehmende Interesse an Regionalgeschichte:
Die Zahl der Mitglieder stagniert. Es
sind vor allem ältere Menschen, die sich
im Heimatverein engagieren. Wolfgang
Brauer hofft daher sehnsüchtig, auch
jüngere Leute in seinen Reihen begrüßen zu können. Dabei ist es nicht notwenig, unbedingt Geschichte studiert zu
haben.

i

Der Heimatverein im Internet:
www.heimatverein-marzahn.de

Sieben neue Standorte für Flüchtlinge

D

PLANUNG: Arbeiten für neue Unterkünfte haben bereits begonnen/ Anwohner üben Kritik

as ging schnell: Der Senatsbeschluss, wonach in MarzahnHellersdorf
sieben weitere
Flüchtlingsunterkünfte entstehen sollen, machten sich die Angestellten einer
Gartenlandschaftsfirma am Buckower
Ring daran, Tatsachen zu schaffen. Mit
schwerem Gerät begannen sie vergangene Woche damit, Bäume und Sträucher
zu roden. Als Anwohner schließlich
spontan dagegen protestierten, stellten
sie ihre Arbeit ein.
„Kiezgemeinschaft Buckower Ring“
nennt sich jene Anwohnerinitiative, die
aus der Zeitung von den Plänen erfuhr,
in ihrer Nachbarschaft eine Flüchtlingsunterkunft zu errichten. In der „modularen Unterkunft für Flüchtlinge“ sollen
einmal 500 Menschen leben. Errichtet
werden solche Schnellbauten mit einer
Lebensdauer von 50 bis 60 Jahren. Eine
Antwort auf ihr Schreiben an Berlins
Regierenden Bürgermeister Michael
Müller (SPD) haben die Anwohner bis
heute nicht erhalten. „Konkret fordern

wir den Senat auf, das winzige völlig ungeeignete Grundstück Buckower Ring
54-56 in 12683 Berlin aus der geplanten
Bebauungsliste zu streichen“, heißt es
darin unter anderem.
Doch: Die Messen sind gesungen,
zumindest aus der Sicht von Senat und
Bezirk. In einem Senatsbeschluss einigte
man sich Ende Februar darauf, an der

Ring sogenannte MUFs zu errichten. In
Alt-Biesdorf und an der Zossener Straße
sind zudem Containerdörfer geplant.
„Die Unterkünfte werden nicht auf
Vorhalteflächen des Bezirks für Kitas
oder Schulen errichtet“, lautet das Fazit von Bezirksbürgermeister Stefan
Komoß (SPD). Auch werde es keine
Doppelbelastung für Straßen geben, in
Anzeige

Albert-Kuntz-Straße, der Märkischen
Allee Ecke Martha-Arendsee-Straße,
der Rudolf-Leonhard-Straße, der Wittenberger Straße und eben am Buckower

denen bereits Unterkünfte errichtet wurden. Sobald die ersten Containerdörfer
stehen, sollen die zweckentfremdeten
bezirklichen Sporthallen wieder freige-

zogen werden. Komoß sagt, dass Ende
Mai Container ans Land Berlin geliefert
würden. Im Juni könnten sie eingerichtet werden. Die MUFs hingegen sollen
Anfang 2017 stehen. Damit werden zusätzlich 3.500 weitere Plätze für geflüchtete Menschen geschaffen.
Dass die betroffenen Anwohner aus
der Zeitung von den Plänen erfahren haben, stößt auch der Linksfraktion in der
Bezirksverordnetenversammlung bitter
auf – nicht zuletzt, weil die Bezirksverordneten erst vor wenigen Tagen vom
Bezirksbürgermeister einen Überblick
erhielten. Die LINKE fordert, rund um
die Standorte der Flüchtlingsunterkünfte auch für die „notwendige soziale Infrastruktur“ zu sorgen – unter anderem
durch Schulen und Kindergärten. „Viel
Arbeit liegt vor uns“, heißt es dazu auch
von den Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf.
„In den kommenden Wochen und Monaten müssen die Anwohner angemessen informiert werden.“ (ree.)

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | März 2016

Bezirks-Leben

Ein Zeichen für Menschlichkeit

3

AUFRUF: Kundgebung zum „Welttag gegen Rassismus“ auf dem Alice-Salomon-Platz

A

m Sonnabend, den 19. März,
wollen wir als Bürgerinnen und
Bürger des Bezirks MarzahnHellersdorf, als Bündnis für Demokratie
und Toleranz, ein deutliches Zeichen für
Menschlichkeit und Zivilcourage setzen.
In diesen Tagen setzen rund um den
„Welttag gegen Rassismus“ weltweit
Menschen ein unübersehbares Zeichen
gegen Ausgrenzung und Abwertung, gegen das Herabwürdigen Einzelner und
von Menschengruppen.
Noch immer werden Menschen rassistisch, antisemitisch, antiziganistisch,
sexistisch, sozialchauvinistisch und homophob diskriminiert. Anschläge und
Brandstiftungen gegen Flüchtlingsunterkünfte, aggressive Bedrohungen und
Beleidigungen, bis hin zu brutalen Übergriffen gegenüber denen, die bei uns
Schutz suchen, zeugen von der Gefahr
einer elementaren Deformation der Gesellschaft auch in unserem Land.
Demokratisch gesonnene Bürgerinnen und Bürger verstehen Demokratie
nicht nur als gesellschaftliche Organisationsform, sondern zuerst als politische
Wertegemeinschaft. Politisch wertvoll
sind uns nicht Stammbäume oder gar
„Arier-Fantasien“. Wertvoll sind uns

die Idee von der Gleichwertigkeit aller
Menschen und die Unantastbarkeit der
menschlichen Würde. Diese zu achten,
ist kein Akt der Mildtätigkeit, sondern
Teil unserer unveräußerlichen Ordnung
– unserer gesellschaftlichen Grundordnung. Daraus folgt, dass der Grundsatz
von der Würde jedes und jeder Einzelnen nicht verhandelbar ist.
Abwertendes Unterscheiden von Menschen und Menschengruppen aufgrund
von Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht
oder Religion lebt von menschenfeindlichen Grundvorstellungen. Dieses ideologisch begründete Abwerten gefährdet
das vernünftige Zusammenleben, das
Gemeinwesen selbst.
Solidarität gegenüber Benachteiligten
Deshalb: Wir stehen wir vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ in
Marzahn-Hellersdorf ein für Menschlichkeit! – Solidarität gegenüber Benachteiligten. Und Zivilcourage, da wo sie
nötig ist, gehören zur demokratischen
Kultur wie das Wählen-Gehen!
Freilich sind das große Worte, die erst
dann zu leben beginnen, wenn es gelingt, sich auch die Perspektive der Op-

fer von Rassismus und Diskriminierung
zu eigen zu machen: Die allermeisten
Menschen, die in den letzten Monaten als Flüchtende zu uns kamen, sind
Opfer kriegerischer Gewalt! Einfühlungsvermögen und Empathie sind die
Grundvoraussetzungen einer gedeihlicheren demokratischen Entwicklung.
Die zeitweise Überforderung des
Staates im Bereich der Flüchtlingspolitik und die damit verbundenen Unklarheiten machen vielen Menschen Angst.
Ängste sind Emotionen, die kann man
nicht wegreden. Ihre Ursprünge sind
vielfältig und haben häufig Ursachen,
die mit der Migration nichts zu tun haben. Sicher: ohne Spannungen, ohne
Reibungen, ohne gesellschaftliche Konflikte kann es lebendige Vielfalt nicht
geben. Bürgerinnen und Bürger müssen
jedoch miteinander Sorge tragen, dass
die Angst bekämpft wird, bevor sie in
Hass, Gewalt und Demokratieverachtung mündet. Und das nicht zuletzt um
unserer selbst willen!
Mit Ihnen, den Marzahn-Hellersdorfer/innen, wollen wir gemeinsam ein
sichtbares Zeichen setzen: Auf unserer
Kundgebung in der Hellen Mitte, auf
dem Alice-Salomon-Platz, wollen wir

Marzahn-Hellersdorfer/innen, so bunt
und unterschiedlich wir sind, einig einstehen für demokratische Vielfalt und
humane Achtsamkeit. Wir wenden uns
gegen die schlichten Phrasen politischer
und seelischer Verklemmtheit der Antidemokraten, die im-mer in Sackgassen
führen. Darum sollten wir alle ein gutes
Gefühl und deutliche Zeichen für demokratische Perspektiven ohne Menschenfeindlichkeit jeglicher Art in die Mitte
der Gesellschaft vermitteln.
Machen Sie mit! Kommen Sie am
19. März 2016 um 15:30 Uhr auf den
Alice-Salomon-Platz!
Wolfram Hülsemann (Bürger), Bündnis
für Demokratie und Toleranz am Ort
der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz
am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf
informiert jeden Monat bei LiMa+ und im
Bezirks-Journal über seine Aktivitäten und
Vorhaben, über Ansichten und Ideen. Die
Beiträge geben nicht die Auffassung der Redaktion wieder.

4

Wahlen 2016

März 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

SERIE, TEIL 1: WAHLKREIS 1

MARZAHNHELLERSDORF D

X

WÄHLT

Der Wahlkreis 1 reicht von AhrensfeldeSüd über Marzahn-West bis nach Marzahn-Ost.

Unsere Serie: Am 18. September wird
ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.
Sechs Monate lang stellen Ihnen das
Bezirks-Journal und die Onlinezeitung
lichtenbergmarzahnplus.de die Wahlkreise und die DirektkandidatInnen für
das Berliner Abgeordnetenhaus vor.
Die Porträts aller Wahlkreise finden Sie
zudem ab Mitte März exklusiv bei
www.lichtenbergmarzahnplus.de

Das jüngste Viertel im Bezirk
Der Wahlkreis 1 ist geprägt von Umbrüchen, aber auch vom Aufbruch

er Wahlkreis in der Großsiedlung Marzahn (Stadtteil Marzahn-Nord, inklusive West sowie Teile von Marzahn-Mitte nach der
bezirklichen Stadtteil-Einteilung) gehört
zu den sozial schwächsten Gebieten in
Marzahn-Hellersdorf. Die Plattenbauten
wurden Mitte/Ende der 1980er-Jahre
als letzte im damaligen Bezirk Marzahn
erbaut. Zu DDR-Zeiten wurden dort
auch Mieter aus Abrisshäusern der Innenstadt, vor allem aus Prenzlauer Berg,
untergebracht.
Schon damals war die Sozialstruktur
schlechter als in den zuerst errichteten
Marzahner Neubaugebieten – ein Zustand, der sich im Laufe der Jahre weiter
verstärkt hat. Denn die Mieten im Gebiet
sind im stadtweiten Vergleich noch immer recht gering. Im Bereich MarzahnNord gibt es mit 38 Prozent die höchste Quote von Hartz-IV-Beziehern aller
neun Stadtteile des Bezirks, im Bereich
Havemannstraße sind es 39 Prozent
(Daten aus dem Sozialbericht MarzahnHellersdorf 2014). Nach dem 2014 vorgestellten Sozialstrukturatlas Berlin 2013
belegt das Gebiet Havemannstraße unter
419 Berliner Sozialräumen Platz 400,
Marzahn-West Platz 397. Seit 1999 gibt
es das Quartiersmanagement MarzahnNordWest im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt“, das im Havemann-Center
seinen Sitz hat, Havemannstraße 17 A.
Geprägt wird der Wahlkreis, der zu
den Gebieten mit der jüngsten Bevölkerung gehört, durch eine hohe Anzahl
von Migranten, vor allem Spätaussiedler
aus der früheren Sowjetunion. In Marzahn-NordWest gibt es mit einem Anteil
von 21 Prozent an der Gesamtbevölkerung den höchsten Anteil von Menschen
mit Migrationshintergrund. Von den
Migranten in Marzahn-NordWest sind
53,4 Prozent Russlanddeutsche (darunter Herkunft: 21,1 Prozent Russische Föderation, 20,8 Prozent Kasachstan) und
17,1 Prozent Vietnamesen.

Kunst ziert die Havemannstraße im Wahlkreis 1.
Wegen des damaligen Bevölkerungsrückgangs und daraus resultierenden
hohen Wohnungsleerstands wurden ab
2002 im Gebiet Wohnungen und kommunale Einrichtungen im Rahmen des
Stadtumbau Ost abgerissen. Aus elfgeschossigen Wohnscheiben entstanden
die niedrigeren, attraktiven „Ahrensfelder Terrassen“. Nach einem Beteiligungsverfahren 2007 wurde nach dem
Abriss von Wohnhäusern das Schorfheideviertel entwickelt. Gemeinsam mit
dem Quartiersmanagement und anderen
sozialen und kulturellen Trägern wird
seit 2015 versucht, den als trist geltenden
Barnimplatz zu beleben.
Bei den Wahlen 2011 gab es im WK 1
mit 39,2 Prozent die geringste Wahlbeteiligung überhaupt im Bezirk. Als Direktkandidat wurde Wolfgang Brauer, Linke
(36,4 Prozent) gewählt. Wie sich 2016
die Mehrheitsverhältnisse gestalten, wird
wieder von der Wahlbeteiligung, besonders aber auch vom Votum der russlanddeutschen Bevölkerung abhängen.
Im Januar/Februar war ein Großteil
der Russlanddeutschen durch den „Fall
Lisa“ aufgebracht (eine 15-Jährige, die
zunächst behauptet hatte, von Flücht-

FOTO: GUDRUN BENDER

DIREKTKANDIDATEN
Mit Ihrer Erststimme entscheiden
Sie, welche(r) der Kandidat-innen/
-en direkt in das Abgeordnetenhaus
gewählt werden.
SPD: Gordon Lemm
CDU: n.n. bekannt (nominiert erst im
April)
Grüne: Karlheinz Wolf
Die Linke: Wolfgang Brauer
FDP: Marco Kirchhof

lingen vergewaltigt geworden zu sein,
in Wirklichkeit jedoch die Nacht aus
Angst vor ihren Eltern bei einem Freund
verbracht hatte). Es gab Demonstrationen, Hetze gegen Flüchtlinge und sogar
einen Einmischungsversuch des russischen Außenministers. Im Verhältnis zu
Flüchtlingen macht Beobachter besorgt,
dass ein nicht unbeträchtlicher Teil Russlanddeutscher rechtsextremer Propaganda folgt – wohl auch, weil diese durch die
Neuankömmlinge Konkurrenz um Jobs
und Sozialleistungen fürchten. (gb.)

WAHLERGEBNISSE Wahlkreis 1*: so wurde 2011 gewählt
60 %
55 %
50 %
45 %
40 %
35 %
30 %
25 %
20 %
15 %
10 %
5%
SPD
29,7 %

LINKE
36,4 %

CDU
11,0 %

Grüne
5,6 %

Piraten
0,0 %

FDP
1,0 %

NPD
7,5 %

sonstige
16,3 %

*Ergebnisse beziehen sich auf die Erststimmen bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus. Quelle: Landeswahlleiterin | Grafik: Bezirks-Journal

ANZEIGENSPEZIAL/ VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG

AUTOFRÜHLING 2016
TRENDS & NEUHEITEN AUS DER MOBILEN WELT

SUV: Hersteller locken mit attraktiven Angeboten
SEAT präsentiert den neuen ATECA/ Mitsubishi überarbeitet seinen ASX

D

er spanische Autohersteller
SEAT erweitert seine Produktpalette – dieses Mal um einen
günstigen SUV. Mit dem Ateca besetzt
SEAT das Segment der geländetauglichen Fahrzeuge und verspricht Stil,
Dynamik und „Nutzwert für das urbane Abenteuer“. Ab Mitte April ist Verkaufsstart in Deutschland. Und Mitsubishi hat seinen Kompakt-SUV ASX
überarbeitet, der bereits seit Jahren die
Verkaufsliste des Herstellers anführt und
nun vor allem mit einer moderneren Optik glänzt.
Ein erster Blick auf den Ateca zeigt:
SEAT bewegt sich im mittleren Preissegment. Den Benziner gibt es ab günstigen
19.990 Euro; die Preise beim Diesel beginnen ab 23.190 Euro. Zum Vergleich:
Der bauähnliche VW Tiguan kostet in
der Grundausstattung ab 25.625 Euro;
für den etwas wuchtigeren VW Toureg
wollen die Wolfsburger sogar mindestens 53.700 Euro. Mithalten kann auch
Mitsubishi mit dem ASX, der bei Berliner Händlern wie dem Autohaus Jörg
Lessing als Kurzzulassung bereits ab

Sportlich ist der Ateca (links), komptakt der ASX (rechts).
15.660 Euro zu haben ist. Serienmäßig sind beim Ateco unter anderem der
Berganfahrassistent, der Bordcomputer,
Fensterheber vorn und hinten, HalogenDoppelscheinwerfer, Tagfahrlicht in
LED-Technologie und die Müdigkeitserkennung. In der Basisvariante enthalten
ist auch das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“, das sich bereits bei
anderen SEAT-Modellen bewährt hat:
Es erkennt über Sensoren Gefahrensituation – etwa in Form eines plötzlich auf

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FOTOS: HERSTELLER

die Straße laufenden Rehs, gibt optische
sowie akustische Signale und bremst automatisch ab. Absolut konkurrenzfähig
ist der Verbrauch der neun Benzin- und
acht Diesel-Varianten des SEAT Ateca:
Am sparsamsten ist der 1.6 TDI Ecomotive: Der 115 PS-starke SUV soll SEAT
zufolge kombiniert auf 100 Kilometer
4,3 Liter Kraftstoff verbrauchen.
In der Basisversion kann auch der
Mitsubishi ASX mit viel Serienausstattung punkten. Dazu gehören unter

anderem eine Berganfahrhilfe, ABSunterstützte Scheibenbremsen mit elektronischer Bremskraftverteilung und
der Bremsassistent. Stabilität verspricht
auch die Fahrgastzelle bei einem Unfall
– was dem ASX fünf Sterne im Crashtest von Euro NCAP brachte. Mehr
Komfort gibt es beim ASX Plus, der zudem über ein Start-Stopp-Knopf verfügt
und dessen Soundsystem mit dem digitalen Radiostandard DAB+ ausgestattet
ist. Sparsamster Vertreter im Verbrauch
sind die ASX 1.6 DI-D 2WD-Modelle.
Hier soll der Kraftstoffverbrauch nach
Herstellerangaben bei 4,6 Liter pro 100
Kilometer (kombiniert) liegen.
Fazit: Mit dem Ateca und dem ASX
präsentieren Seat und Mitsubishi zwei
SUV, die preislich mit der Konkurrenz
aus Rumänien (Dacia) mithalten können. Dass der Fokus bei beiden Herstellern auf Sicherheitsaspekte gelegt
wurde, ist ebenso zu würdigen wie die
Tatsache, dass der Verbrauch der Modelle deutlich unter dem älterer SUVModelle liegt.

Reiner Ernst

6

Bezirks-Leben

März 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Der Reiz des Ungewissen

GESCHICHTE: Karl-Heinz Gärtner hat ein zeitaufwändiges Hobby: er ist der Biesdorfer Ortschronist
von Steffi Bey

I

n alten, abgewetzten Kartons stecken die Schätze des 62-Jährigen.
Dicht gedrängt bewahrt er dort historische Ansichtskarten auf. „Kleine
Kunstwerke, darunter viele Lithografien“, sagt Karl-Heinz Gärtner. Eine der
Ältesten stammt von 1898 und zeigt
eine Biesdorfer Gaststätte, die es längst
nicht mehr gibt. Mehr als 3.000 solcher
fotografischer Erinnerungen trug er in
den vergangenen Jahrzehnten zusammen. Auf den meisten sind Lokale und
Wohnhäuser abgebildet.
Doch den Kraftfahrzeugmechaniker
interessieren nicht nur die SchwarzWeiß-Motive, sondern auch die Rückseiten der Postkarten. Er schaut, wo
die Briefmarken abgestempelt wurden,
liest die privaten Botschaften und fühlt
sich dabei oft inspiriert. So kam er auf
die Idee, intensiv die Zeit des Ersten
Weltkrieges zu betrachten. „Ich las von
Gefallenen und suchte daraufhin die
Kriegsdenkmäler in den Marzahn-Hellersdorfer Ortsteilen auf“, berichtet der
Biesdorfer.
Gärtner verglich die Namen auf den
Karten mit den Inschriften der Denkmäler. Und stellte fest: Dass weit mehr

Karl-Heinz Gärtner mit einer kleinen Auswahl seiner Ansichtskarten.
Einheimische umkamen, als bislang bekannt war. Er versuchte, Kontakt zu Familienmitgliedern aufzunehmen, schaute auch in Kirchenlisten und ist noch
lange nicht am Ende seiner Recherche.
Ein Ziel hat er sich allerdings gesetzt.
2018, genau 100 Jahre nach dem Ende
des Ersten Weltkrieges, will er eine Ausstellung zu diesem Thema im Bezirksmuseum Marzahn präsentieren. Bis da-

FOTO: STEFFI BEY

hin informiert der Ortschronist immer
mal wieder Interessierte in Vorträgen
über seine Ergebnisse.
Seit 2000 erfüllt er dieses Ehrenamt
mit Leben. Zumeist arbeitet Karl-Heinz
Gärtner an mehreren Themen gleichzeitig. Während er Daten und Fakten
über historische Gaststätten in Biesdorf,
Kaulsdorf, Mahlsdorf, Marzahn und
Hellersdorf zusammenträgt, stellt er
eine Chronik der Bewohner von Schloss
Biesdorf zusammen und entdeckt dabei
ständig neue Details. „Die inspirieren
mich und ich muss noch tiefer in die
Geschichten eindringen“, erzählt er.
Oft sind es Zufälle, die ihn schließlich
auf die richtige Spur bringen. Als er vor
einigen Jahren die Schulchronik des Bezirks verfasste und dabei unwillkürlich
auf den Architekten Paul Tarruhn stieß,
wollte er mehr über diesen Menschen
erfahren. Ein Werstattkunde half dem
Mechaniker bei seiner Suche und spielte ihm eine Telefon-CD zu. Irgendwann
telefonierte Karl-Heinz Gärtner dann
mit der Enkeltochter des Architekten.

Die im Emsland Lebende schickte ihm
später Fotos und Zeitungsausschnitte
und besuchte den Chronisten in Berlin. „Es war eine tolle Begegnung, ich
habe ihr viele Schulen gezeigt, die ihr
Großvater entwarf“, erinnert sich der
Biesdorfer.
Solche Erfolgserlebnisse machen den
freundlichen Heimatforscher regelrecht
süchtig, gibt er zu. Sie gehören inzwischen zu seinem Leben. Seine Frau und
seine erwachsenen Töchter freuen sich
jedes Mal mit ihm. Manchmal plant
die Familie sogar ihren Urlaub nach
dem aktuellen Stand einer bestimmten
Recherche. „Wir waren zum Beispiel in
Dresden und schauten uns das Grab der
Familie Bültzingslöwen an“, berichtet
Gärtner.
Baron Günther von Bültzingslöwen
sei der zweite Besitzer von Schloss Biesdorf gewesen, über den es bislang kaum
Material gab. Als Gärtner schließlich
seine Suche auf ganz Deutschland
ausdehnte, fand sich jemand, der den
Großneffen in Bayern kannte. „Der
verwies mich an die in der Schweiz lebende Halbschwester Günther von Bültzingslöwens“, sagt der Ortschronist.
Die betagte Dame übergab ihm nicht
nur Fotos des Adligen, sondern auch
Briefe. „Jetzt ist bekannt, dass dieser
in Biesdorf eine Zuckerrübenplantage
etablieren wollte“, weiß Gärtner. Aber
das klappte nicht, von Bültzingslöwen
sei Pleite gegangen und verkaufte das
Schloss an die Familie Siemens.
Besonders spannend an seinem zeitaufwendigen Hobby findet Karl-Heinz
Gärtner, das Ungewisse: „Ich weiß
nicht, worauf ich noch stoße, was mich
erwartet“, sagt er lächelnd.
Neulich erfüllte sich endlich ein langer Wunsch. Ein Trödelhändler verkaufte ihm eine historische Postkarte
aus Hellersdorf. Sie stammt aus den
1930er-Jahren und zeigt den Gutshof
samt Gaststätte.

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STANDORT OST

MAGAZIN FÜR ARBEIT, WIRTSCHAFT, WOHNEN & KULTUR IN DER METROPOLENREGION BERLIN-EASTSIDE | 03/2016

KLEINE LÄNDERFUSION IM OSTEN
Marzahn-Hellersdorf, die östlichen Umlandgemeinden von Märkisch-Oderland
und Ahrensfelde starteten das erste länderübergreifende Regionalmanagement.

E

s ist eine kleine Länderfusion, zumindest was die Wirtschaftsförderung und die Vernetzung von
Unternehmen im östlichen Berliner Umland betrifft: In Strausberg startete
das bundesweit erste länderübergreifende
Regionalmanagement. In den kommenden drei Jahren wollen der Berliner Bezirk
Marzahn-Hellersdorf, die zum Landkreis
Märkisch-Oderland gehörenden Umlandkommunen und die Gemeinde Ahrensfelde
gemeinsam Unternehmen vernetzen und
neue Investoren in die Region holen.
Am Standort der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland mbH
nahm ein dreiköpfiges Team um Projektleiterin Kerstin Karasch seine Arbeit auf.
Von dort wollen die Regionalmanager ein
Unternehmensnetzwerk aufbauen, die
Zusammenarbeit mit den Kommunen in
Brandenburg und dem Bezirk MarzahnHellersdorf in Berlin koordinieren und dafür sorgen, dass unter einer gemeinsamen
Marke der Wirtschaftsraum gestärkt sowie
ausgebaut wird. Zentrale Themenschwerpunkte werden der Tourismus, die Industrie, die Energieeffizienz sowie Elektromolität sein. Gefördert wird das Projekt bis
Ende 2018 mit 560.000 Euro vom Bund. Der
stellt das Geld über die „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ zur Verfügung. Berlin und
die Kommunen beteiligen sich mit einer
sogenannte Koofinanzierung an den Kosten. Marzahn-Hellersdorf übernimmt die

eine wirklich gute Idee, die hier umgesetzt
wird“, sagte Bunde. Am Ende profitierten
davon alle. Ahrensfeldes Bürgermeister
Wilfried Gehrke geht davon aus, dass das
Regionalmanagement die wachsende Region zusammenbringt. Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler erhofft sich eine
langfristige Wirkung: „Es geht nicht nur
um einen kurzen Prozess.“ Ihr Altlandsberger Amtskollege Arno Jaeschke ergänzt,
dass es viele „Themenfelder gibt, die wir
gemeinsam angehen können“.
Neben Netzwerkveranstaltungen soll
es unter dem Dach des Regionalmanagements „Marzahn-Hellersdorf – MOL – Ahrensfelde“ auch Messen, Arbeitsgruppen
und sogenannte Unternehmstalks geben.
Zu tun gibt es reichlich. Unter anderem
Gaben den Startschuss für das Regionalma- erhoffen sich die Umlandgemeinden, von
nagement: Christian Gräff und Wirtschafts- der 2017 stattfindenden IGA Berlin zu prostaatssekretär Henner Bunde. Foto: Gäding fitierten.
Allerdings: Der Bezirk Lichtenberg ist
Federführung, die Geschäftsstelle wird von nicht in dem Regionalmanagement vertreStrausberg aus an ihren Projekten arbeiten. ten, was die Akteure irriert – schließlich
Von einem längst überfälligen „Brücken- bildet Lichtenberg mit Marzahn-Hellersschlag in die östliche Richtung“ sprach dorf den Wirtschaftsraum „Berlin Eastside“.
Marzahn-Hellersdorfs Wirtschaftsstadtrat Auf Nachfrage äußerte sich Christian Gräff
Christian Gräff (CDU) – auch mit Blick auf zurückhaltend. „Vielleicht kommt ja noch
bereits bestehende Verbindungen in die die Erkenntnis bei den Lichtenberger KolUmlandgemeinden Berlins. „Große Projek- leginnen und Kollegen, dabei sein zu wolte kann man nur umsetzen, wenn man sich len.“ Und Staatssekretär Bunde kommenzusammentut.“ Berlins Wirtschaftsstaats- tierte mit den Worten: „Wenn andere vom
sekretär Henner Bunde (CDU) sagte, dass Regionalmanagement profitieren, dient es
die Vernetzung ein wichtiger Motor der der Gesamtregion.“ MARCEL GÄDING
wirtschaftlichen Entwicklung sei. „Das ist

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Wir bitten um freundliche Beachtung.

NACHRICHTEN

„MARZAHN BEWEGT“
AUF DER PROMENADE
MARZAHN. Auf der Marzahner Promenade
heißt es wieder „Marzahn bewegt“. Am
15. April wird die Eröffnung des zweiten
Abschnitts des Marktplatzes genutzt für
Mitmachtaktionen und Darbietungen. Der
Wochenmarkt mit seinen Frischeprodukten
öffnet um 8.30 Uhr; das Eröffnungsfest findet
von 14 bis 18 Uhr statt. Erwartet wird unter
anderem Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff
(CDU). Am 16. April heißt es zwischen 11 und
15 Uhr auf der Marzahner Promenade zwischen Busbahnhof und dem EASTGATE-Center „fit und gesund“. Unter anderem sind ein
buntes Bühnenprogramm und eine Tombola
geplant. Umliegende Haushalte bekommen
einen Aktivpass, mit dem man an Tests und
Mitmachaktionen teilnehmen kann. (bzj.)

STATISTEN FÜR
EISLAUFFILM GESUCHT
HOHENSCHÖNHAUSEN. Für den Film „Die
Anfängerin“ werden Statisten gesucht.
Gedreht wird am Karfreitag, 25. März, von
9-18 Uhr im Sportforum Hohenschönhausen, Eishalle 2, Weißenseer Weg 53, 13053
Berlin. Mit dabei sind Weltmeisterin Christine
Errath sowie die Hauptdarstellerinnen Ulrike
Krumbiegel und Annekathrin Bürger. Die
Statisten sollen die Zuschauerränge der
Halle füllen. Unter der Regie von Alexandra
Sell wird für das ZDF die Geschichte einer
Ärztin erzählt, die nach mehr als 40 Jahren
wieder ihre Schlittschuhe anzieht. Auf dem
Eis sucht die notorische Einzelgängerin nach
ihren verschütteten Kindheitsträumen – und
findet eine Freundin: Jolina Kuhn, Berliner
Jugendmeisterin im Eiskunstlauf... Anmeldungen fürs Casting im Internet unter
https://eveeno.com/schaulaufen (bzj.)

WER SPENDET ALTE
JUDOANZÜGE?
KARLSHORST. Für ein neues Projekt sucht
die Karlshorsterin Brigitta Nöthlich nicht
mehr benötigte Judoanzüge. Nöthlich, seit 57
im Judosport aktiv, möchte damit Flüchtlingskindern Judotraining in Lichtenberger
Judovereinen ermöglichen. Die Judoanzüge
- bevorzugt werden die Größen 100 bis 155 können montags bis donnerstags von 12 bis
18 Uhr im Stadtteilzentrum Ikarus, Wandlitzstraße 13, gespendet werden. (bzj.)

2

03/2016 | STANDORT OST | Bezirks-Journal

Jürgen Steinbrück, Vorsitzender der Lichtenberger Seniorenvertretung, und Lichtenbergs Bürgermeisterin Birgit Monteiro auf Probefahrt mit E-Bikes.

J

ürgen Steinbrück macht keinen Hehl
daraus: „Ich habe schon lange nicht
mehr auf einem Fahrrad gesessen“,
sagt der Chef der Lichtenberger Seniorenvertretung. Die meisten Strecken lege
er mit dem Auto zurück. An diesem grauen Vormittag aber steigt er auf ein E-Bike
– ein rund 1.500 Euro teures Fahrrad, dessen elektrischer Motor das Fahren deutlich
erleichtert. Steinbrück, vorschriftsmäßig
mit einem Helm bekleidet, schnappt sich
eines der Gefährte und dreht gemeinsam
mit Lichtenbergs Bezirksbürgermeisterin
Birgit Monteiro (SPD) ganz begeistert einige Runden im Parcours der Jugendverkehrsschule an der Baikalstraße.
Menschen wie Jürgen Steinbrück gehören zu jener Zielgruppe, auf die Lichtenbergs Klimaschutzbeauftragte Kirsten
Schindler ein Auge geworfen hat. Mit der
Mobilitätsschule möchte sie Lichtenberger
jeder Altersgruppe neugierig machen, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu testen.
„Unser Ziel ist es, die Leute mitzunehmen
und ihnen die klimafreundliche Mobilität
näher zu bringen“, sagt sie. Mit anderen
Worten: Lieber mal das Auto stehen lassen
oder sich ein Auto mit anderen teilen, kurze Strecken zu Fuß gehen oder aber aufs
Fahrrad umsteigen. So steht es im Kern
auch im Mobilitätskonzept des Bezirks,
der Ideen entwickelt, um den Ausstoß an
klimaschädlichem Kohlendioxid zu reduzieren.
Für die Jugendverkehrsschule Lichtenberg kommt das neue Projekt wie gerufen.
Seit Jahren vermitteln die Verkehrserzieher an den beiden Standorten vor allem
Kindern und Jugendlichen den sicheren
Umgang im Straßenverkehr. Eigens hierfür wurde ein kleiner Parcours aus Straßen, Fußgängerüberwegen, Ampelkreuzungen und Kreisverkehren aufgebaut.
„Viele Kinder werden von ihren Großeltern
oder Eltern begleitet“, berichtet Wolfgang
Kopischke von der Jugendverkehrsschule. „Die sagen dann, dass sie eine Ewigkeit nicht mehr auf einem Fahrrad saßen
und trauen sich demzufolge auch nicht,
damit zu fahren.“ Das Konzept der Mobilitätsschule richtet sich genau an solche
Menschen. Eine Beschränkung auf eine

MIT MUSKELKRAFT
DURCH DEN BEZIRK
KLIMASCHUTZ: Lichtenberg setzt auf Fahrrad und
E-Mobil. Dafür wird aus der Jugendverkehrsschule
eine Mobilitätsschule. Umsatteln sollen auch die
Mitarbeiter des Bezirksamtes.

Lichtenbergs Vize-Bezirksbürgermeister Andreas Prüfer und Klimaschutzbeauftragte Kirsten
Schindler sind von Michael Schrameks Dienstfahrzeug begeistert.
Fotos: M. Gäding
bestimmte Altersgruppe gibt es nicht. „An- zum Sommer soll für die Bezirksverwalgedacht sind auch Angebote für Flüchtlin- tung von Lichtenberg ein Mobilitätskonge“, sagt Frank Schulz, der Geschäftsführer zept vorliegen.
der Gesellschaft Atina, seit 2012 Träger der
Wie Vize-Bezirksbürgermeister Dr. AnJugendverkehrsschulen im Bezirk.
dreas Prüfer (DIE LINKE) sagt, wurde im
Um das Konzept der Mobilitätsschule Rahmen des bundesweiten Modellprojekts
umzusetzen, wurden mit Hilfe des Ener- „Mobil.Pro.Fit“ eine entsprechende Vereingiedienstleisters Vattenfall zwei jeweils barung abgeschlossen. Gut 13.000 Euro inrund 1.500 Euro teure Elektrofahrräder an- vestiert der Bezirk mit finanzieller Untergeschafft. Die sind durchaus praktisch vor stützung des Bundesumweltministeriums
allem für ältere Menschen, da ein Elektro- in die Erarbeitung eines Mobilitätskonzepmotor unterstützend zum Einsatz kommt. tes. „Einerseits müssen die Angestellten irGanz ohne Strampeln geht es aber nicht.
gendwie zur Arbeit kommen“, sagt Prüfer.
Auch die Mitarbeiter der Bezirksverwal- Andererseits seien viele Mitarbeiterinnen
tung von Lichtenberg denken inzwischen und Mitarbeiter tagsüber dienstlich im
über Alternativen es zum Auto nach. Bis Bezirk unterwegs. Im Jahr 2012 legten die

Angestellten einer internen Statistik zufolge rund 140.000 dienstliche Kilometer
zurück – entweder mit privatem Pkw oder
mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Allein
das bezirkliche Jugendamt kam in dem
Jahr auf 3.700 Dienstfahrten innerhalb des
Bezirks und Berlins.
Die EcoLibro GmbH aus Troisdorf bei
Bonn soll nun herausfinden, wer wann
welches Verkehrsmittel auf dem Weg von
und zur Arbeit sowie während des Dienstes nutzt – und im Ergebnis Vorschläge unterbreiten, wo man gegebenenfalls auf das
Auto verzichten kann.
In einer ersten Erhebung fand EcoLibroGeschäftsführer Michael Schramek heraus,
dass 392 der rund 1.000 Verwaltungsmitarbeiter im Umkreis von bis zu zehn Kilometern vom Rathaus oder einem der anderen
beiden Verwaltungsstandorte an der Große-Leege-Straße (Alt-Hohenschönhausen)
beziehungsweise Alt-Friedrichsfelde wohnen. Sie leben in „Radfahrentfernung“, wie
Schramek sagt. Konkret heißt dies: Wer
bislang mit dem Auto zur Verwaltung
fährt, könnte seinen Weg auch auf zwei
Rädern absolvieren. „Eine Studie belegt,
dass Mitarbeiter, die mit dem Rad zur Arbeit kommen, ein Drittel weniger krank
sind als Angestellte, die den Pkw nutzen.“
Außerdem seien Mitarbeiter, die sich auf
dem Arbeitsweg körperlich betätigen, kreativer und innovativer. Schramek kann das
aus eigener Erfahrung bestätigen. Er selbst
nutzt ein faltbares Elektrofahrrad und legt
damit täglich bis zu 30 Kilometer zurück.
Nicht nur über die Anschaffung von
Elektrofahrrädern wird im Bezirksamt laut
nachgedacht. Eine Möglichkeit könnte
auch sein, dass der Verwaltung ein Pool
von Elektrofahrzeugen zur Verfügung gestellt wird und einige der rund 70 BenzinDienstfahrzeuge ersetzt. Verschiedene Anfragen an sogenannte Carsharing-Anbieter
hätten ergeben, dass das Interesse an solchen Projekten groß ist, erklärt die bezirkliche Klimaschutzbeauftragte Kirsten
Schindler. Vize-Bezirksbürgermeister Andreas Prüfer kann sich beispielsweise gut
vorstellen, die bisherigen benzinbetriebenen Streifenwagen des Ordnungsamtes gegen E-Autos zu tauschen. MARCEL GÄDING

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W

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Rückfahrt ab Dresden ab 17.38 Uhr
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Fahrpreise*: Erwachsener 37 Euro (2. Kl.)/
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42 Euro (1. Kl.) | Kinder (6-14 Jahren) 11 Euro
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4

E

igentlich hat er nur das Thema
gewechselt. Noch vor sechs Jahren referierte Sven Marx über
das Tauchen. Durchtrainiert und
reich an Erfahrung erklärte er dem wissbegierigen Publikum das richtige Verhalten
unter Wasser. Doch dieses „Leben im Paradies“, wie er seinen sechsjährigen Aufenthalt in Ägypten bezeichnet, ist längst
vorbei. Er hält zwar immer noch Vorträge,
aber jetzt steht er selbst im Mittelpunkt.
Er erzählt seine eigene Geschichte. Seinen
langen Weg vom Pflegefall zum Globetrotter auf dem Fahrrad.
Wahrscheinlich wäre er von allein nie
auf die Idee gekommen, damit in die Öffentlichkeit zu gehen. Aber sein Physiotherapeut, der ihn nach seiner komplizierten Operation behandelte, sagte eines
Tages diesen Satz zu ihm: „Du kannst doch
auch anderen Mut machen.“
Sven Marx überlegte nicht lange. Er
wurde aktiv. Genauso, wie er es schon immer tat. Nicht erst ewig abwägen sondern
handeln. Eine Eigenschaft, die ihn vor allem in den vergangenen Jahren vorantrieb.
Die ihn schließlich aus eigener Kraft in ein
„normales Leben“ zurückholte.
Dass er immer noch mit schweren Einschränkungen zu kämpfen hat, ist ihm
nicht anzusehen. Wenn er seine Vorträge
hält, wie neulich wieder im Stadtteilzentrum Biesdorf, steht er selbstbewusst im
Rampenlicht: Spricht laut und freundlich, duzt die Zuhörer meistens und zieht
sie auch mit seiner fröhlichen Art in den
Bann. „Schaut mal hier, ganz am Ende der
Route 66 bin ich Richtung Chicago gestartet“, sagt er und deutet auf das Foto an der
Wand. Das Selfie zeigt ihn strahlend in
Santa Monica, im Hintergrund sein Fahrrad. Warum er die 3945 Kilometer lange
Strecke praktisch andersherum fuhr, erklärt er so: „Weil ich dadurch gleich zu Beginn den höchsten Punkt der Tour hinter
mich brachte.“

DER MUTMACHER

03/2016 | STANDORT OST | Bezirks-Journal

STICHWORT: Als Sven Marx 2009 nur mit Mühe eine
Tumor-OP überstand, sahen die Ärzte in ihm nur noch
einen Pflegefall. Mit dem Fahrrad kämpft er sich
zurück ins Leben und bereist seitdem die Welt. In
Vorträgen berichtet er von seinen Touren.

Schlechte Gedanken verbannt
Und auch die zweite lebensbedrohliche
Diagnose konnte ihn nicht zurückwerfen.
2011 wurde bei ihm schwarzer Hautkrebs
entdeckt und ein Melanom entfernt. Seit
dem muss er halbjährlich zur Kontrolle.
Doch krank fühlt er sich trotzdem nicht.
Außerdem hat er solche „schlechten Gedanken“ aus seinem Leben verbannt.
„Denn wer ständig in sich hineinhorcht
und grübelt, stirbt jeden Tag ein Stück“, ist
er überzeugt.
Seine Aufgabe sieht Sven Marx vielmehr
darin, mit seinen Vorträgen und seinem
Buch, was er gerade schreibt, anderen Mut
zu machen. „Es gibt noch so viel zu entdecken in meinem neuen Leben. Und das
Schöne, durch die vielen Reisen habe ich
keine Zeit mich selbst zu bemitleiden“, betont er. Wenn der Mensch sich neue Ziele
setzt, sei eine Art Selbstheilung möglich.
Die meisten Frauen und Männer, die
zu seinen Vorträgen kommen, stimmen
ihm zu. Einige erzählen sogar von ihren
eigenen Schicksalsschlägen und empfinden seine Berichte aufmunternd und
kraftgebend. Er selbst hat sich inzwischen
von Träumen verabschiedet. Stattdessen
realisiert er konkrete Pläne. Sein bislang
größter soll 2017 umgesetzt werden. Dann
begibt sich Sven mit dem Rad auf Weltreise. In eineinhalb Jahren will er die Tour
schaffen. Freunde helfen ihm bei der Vorbereitung und auch seine Frau Annett und
sein Sohn unterstützen ihn.
Ganz wichtig ist ihm sein Engagement
für die Diakonische Initiative Direkt und
die Aktion Inklusion braucht Aktion. Er
sammelt Geld für das erste Projekt und
macht mit seinen Touren Werbung für das
zweite. Jeder, der seine Vorträge besucht,
unterstützt ihn mit dem Eintrittsgeld dabei. Die nächsten, auch in Marzahn-Hellersdorf, gibt es allerdings erst im Herbst.

STEFFI BEY

Sven Marx auf der legendären Route 66...

Dem Tumor davonfahren
Ungefähr zwei Stunden spricht der 48
Jährige über seinen muskelzehrenden Trip,
den er als Meilenstein für eine Weltreise
sieht. Er erzählt von menschenleeren Straßen, von glühender Hitze und seiner Freude über einen Strauch, der ihm ein bisschen Schatten spendete. Doch aus einem
Augenblick schöpft Sven selbst besonders
viel Kraft. „Als ich am Grand Canyon
stand und auf die atemberaubende Naturkulisse schaute, dachte ich, es funktioniert,
ich mache verrückte Sachen und fahre
dem Tumor davon“, sagt er leise und lächelt. Als Beweis zeigt er das Bild, das er
von der Schlucht und seinem Donkey – so
nennt er sein Fahrrad – gemacht hat.
Ganz still ist es im Raum mitten in AltBiesdorf. Als wenn jeder Zuhörer erst
einmal verdauen muss, was er eben hörte.
Aber Sven, der Globetrotter, geht ganz offen mit seiner Geschichte um. 2009 wurde bei ihm ein Tumor am Gehirnstamm
entdeckt, der nicht ganz entfernt werden
konnte. Danach war er zunächst halbseitig gelähmt, musste künstlich beatmet und
ernährt werden. „Meiner Frau sagten die
Ärzte, ich werde ein Pflegefall bleiben und
könne nie mehr reisen.“
Doch Sven ließ sich nicht unterkriegen.
Auch wenn er heute immer noch alles doppelt sieht, Gleichgewichtsprobleme hat
und es ihm deshalb schwer fällt zu laufen.

Wer ihn genau beobachtet, dem fällt sein
breitbeiniger Gang auf, denn er muss jeden Schritt ausbalancieren.
Glücklicherweise entdeckte er irgendwann das Radfahren für sich. Denn treibt
man es einmal an, bewegt es sich geradeaus. „Balancieren auf dem Rad ist für mich
somit viel einfacher weil kleine Unebenheiten nicht dazu führen, dass ich ins Stolpern komme“, sagt er.
Ganz langsam hat er damit vor fünf
Jahren begonnen. Stück für Stück, jeden
Tag ein bisschen mehr. Seine erste große
Hürde waren sieben Kilometer von seinem
Zuhause in Weißensee bis zum Brandenburger Tor. „Von diesem Zeitpunkt an war
mir klar, ich schaffe es und werde wieder
reisen“, macht er den Zuhörern deutlich.
42.000 Kilometer durch 27 Länder, 17
Hauptstädte und vier Kontinente absolvierte er bislang per Rad.

...ab Abgrund des Grand Canyon...

Sven Marx im Internet:
sven-globetrotter.com/
www.facebook.com/sven.marx.globetrotter
NÄCHSTE TERMINE:
„Vom Pflegefall zum Globetrotter auf dem Fahrrad“
am 2. April um 18.30 Uhr in der MEDIAN Klinik, An
der REHA-Klinik 1, 15537 Grünheide

...und mittendrin in Chicago.

Fotos: Sven Marx

„Mit dem Fahrrad als Gaijin quer durch Japan“ am
2. September, 18 Uhr, Stadtteilzentrum Biesdorf,

Ostern

in Hellersdorf und Marzahn

WOHIN ZU OSTERN?
OSTERN AUF DER ALTEN BÖRSE:
Zum großen Osterfeuer lädt die Alte
Börse Marzahn am 26. März ab 18 Uhr
auf den Marktplatz ein. Mit Livemusik,
Essen und Getränke lässt sich der
Abend gemütlich am Osterfeuer
verbringen. Zu Gast sind Geraint John
Jones und E-Flat. Bereits am Karfreitag,
25. März, gibt es ein buntes Osterprogramm für die ganze Familie. Von 14
bis 16 Uhr gibt es zur Einstimmung für
alle Osterbasteln und eine Lesung mit
Agathe Leselust, die Fragen beantwortet wie „Warum bringt der Osterhase
die Ostereier?“ oder „Warum gehört
das Ei zum Osterfest?“ Ort: Zur Alten
Börse 59, 12681 Berlin. Infos unter
www.alte-boerse-marzahn.de

ist ein Osterfeuer geplant. Hier können
Kinder Stockbrot grillen und sich
schminken lassen. Kosten inklusive
Eintritt: 10 Euro pro Kind; 15 Euro pro
Erwachsener. Ticketverkauf: Tickets
ausschließlich im Vorverkauf an den
Tierparkkassen erhältlich. Die Tickets
sind auf 150 Tickets limitiert. Einlass:
Eingang Bärenschaufenster (Am Tierpark 125, 10319 Berlin).

OSTERN IM TIERPARK BERLIN: Der
Tierpark lädt am 26. März um 17.30
Uhr zu einer Oster-Safari durch die
abendliche Anlage in Friedrichsfelde.
Welche Tiere dürfen nachts draußen
bleiben? Schlafen die Eisbären schon?
Feiern Kamele Ostern? Geplant ist eine
Reise durch die exotische Tierwelt des
Tierpark Berlins. Am Ende der Führung

GÄRTEN DER WELT: Am Karfreitag (25.
März) ist Saisonstart. Ab 9 Uhr öffnen
sich die Pforten. Besucher dürfen sich
auf blühende Winterlinge, Narzissen,
Blausterne und Muscari freuen. Geöffnet ist bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet
für Erwachsene 5 Euro, Kinder (6-14
Jahre) zahlen 1,50 Euro. Ort: Eisenacher Str. 99, 12685 Berlin

MALCHOWER OSTERTAFEL: Der Naturhof in Malchow lädt am 27. März von
12 bis 17 Uhr zur Ostertafel. Geöffnet
ist das Storchencafé; um 14 Uhr startet
im Erlebnisgarten die Ostereiersuche.
Ort: Dorfstraße 35, 13051 Berlin.
Eintritt: frei.

Ihre Anzeige an Dieser Stelle! Infos: Tel. (030) 55 49 43 60

ANZEIGENSPEZIAL/ VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG

ZAHL DES MONATS

2.828
Ausbildungsplätze stehen laut Lehrstellenbörse der
IHK derzeit in Berlin zur Verfügung.
Infos: www.ihk-lehrstellenboerse.de

Eine Chance bei den Wasserbetrieben
Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) bilden seit sechs Jahren Menschen aus, die
aus schwierigen Verhältnissen stammen.
Jetzt haben die BWB dieses Programm
erweitert und geben weiteren sechs jungen Menschen die Chance, sich fit für die
Ausbildung zu machen. Dabei handelt
es sich um Geflüchtete aus Afghanistan,
Ägypten, Äthiopien, dem Iran, Pakistan
und Syrien.
„Wir wollen Geflüchtete in Arbeit
bringen und Steuerzahler aus ihnen machen“, sagt Kerstin Oster, im Vorstand
der Berliner Wasserbetriebe für Personalfragen zuständig. Sie betont, dass
das Angebot der sogenannten Einstiegsqualifizierung „selbstverständlich auch
alteingesessenen Ausbildungsanwärtern

offen“ stehe. Die Wasserbetriebe betrachteten das Projekt „als neuen Weg,
motivierte Fachkräfte selbst auszubilden“.
Im Rahmen des Projekts können die
Ausbildungsplatzanwärter über Betriebspraktika einen Einblick in die betrieblichen Abläufe bekommen. Ergänzt
wird dies zudem durch eine kontinuierliche sozialpädagogische Betreuung. Die
geflüchteten Jugendlichen erhalten außerdem Sprachunterricht. Standort für
die Praktika ist das Ausbildungszentrum
der Wasserbetriebe in Lichtenberg. Dort
werden Disziplinen wie Löten, Schweißen, Feilen oder Drehen geübt. Ab April
wechseln die Jugendlichen dann in die
Betriebsteile der Wasserbetriebe. (bzj.)

Bildung,

ANZEIGENSPEZIAL/ VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG

Karriere & Beruf

Abitur nach wie
vor heiß begehrt
Im Jahr 2015 haben rund 443.000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland die
Hochschul- oder Fachhochschulreife erworben. Wie das Statistische Bundesamt
weiter mitteilt, waren das nach vorläufigen Ergebnissen 1,9 Prozent mehr Studienberechtigte als im Vorjahr.Der Bevölkerungsentwicklung folgend stand einem
starken Anstieg in den neuen Ländern
einschließlich Berlin von insgesamt 8,3
Prozent ein weniger starker Anstieg von
1,0 Prozent im früheren Bundesgebiet
gegenüber. Rückgänge der Absolventenzahlen gab es in Schleswig-Holstein (-2,9
Prozent) und in Hessen (-9,5 Prozent).
Der größte Teil der Studienberechtigten
(76,8 Prozent) erwarb die allgemeine
oder fachgebundene Hochschulreife.
23,2 Prozent der Absolventen erlangten
die Fachhochschulreife. Von den Studienberechtigten waren 52,7 Prozent
Frauen und 47,3 Prozent Männer. Bei
den Absolventen mit allgemeiner oder
fachgebundener Hochschulreife lag der
Männeranteil nur bei 45,6 Prozent. (ots)

Fachkräftemangel: Frauen
stehen in den Startlöchern
STUDIE: großes Potenzial bei weiblichen Arbeitskräften

F

ast jede dritte weibliche Fachkraft
würde Vollzeit arbeiten, wenn
sich die Kinderbetreuung optimal
organisieren ließe. Weitere 16 Prozent
würden eine Steigerung ihrer Wochenarbeitszeit unter dieser Bedingung zumindest in Erwägung ziehen. Das hat
die Online-Jobbörse StepStone in einer
Befragung von mehr als 15.000 Fachund Führungskräften herausgefunden.
Schätzungen von StepStone zufolge
beläuft sich die Anzahl von Frauen, die
unter den richtigen Voraussetzungen in
Vollzeit arbeiten würden, allein unter
Fachkräften auf bis zu eine Million.
„Jeder zweite Hochschulabsolvent ist
heute weiblich. Nie war der Anteil hochqualifizierter Frauen in Deutschland so
hoch wie heute. Doch viele Frauen arbeiten familiär bedingt nur in Teilzeit“,

erklärt StepStone-Geschäftsführer Dr.
Sebastian Dettmers.
Die StepStone Studie zeigt zudem,
dass Teilzeitarbeit und Familiengründung Frauen auf ihrem Karriereweg
bremsen: Mehr als jede zweite hatte
schon einmal das Gefühl, in ihrer beruflichen Entwicklung gegenüber Vollzeitbeschäftigten benachteiligt worden zu
sein. Auch Elternzeit hat offenbar negative Folgen für die Karriere von Frauen.
45 Prozent der weiblichen Fach- und
Führungskräfte geben an, die Elternzeit
habe ihrer Karriere geschadet. Bei den
Männern sieht das anders aus: Die große Mehrheit spürt keinerlei Nachteile
aufgrund ihrer familienbedingten Auszeit. Diese fällt bei Männern allerdings
auch bedeutend kürzer aus – sofern sie
überhaupt Elternzeit nehmen. (ots)

Mehr Azubis im
Kfz-Gewerbe
Das Kfz-Gewerbe hat im vergangenen
Jahr 2,5 Prozent mehr Auszubildende
eingestellt als 2014. Nach Angaben des
Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) wurden bis zum 30. September 2015 insgesamt 27.639 Ausbildungsverträge und damit 687 mehr als im Jahr
2014 abgeschlossen. Im gesamten dualen
Ausbildungsbereich blieb die Zahl laut
dem Bundesinstitut für Berufsbildung
mit minus 0,01 Prozent im Vergleich zum
Jahr 2014 stabil. Den Ausbildungsberuf
„Kfz-Mechatroniker“ wählten 20.709
junge Menschen und damit fast 2,6 Prozent mehr als im Jahr 2014 (20.190).
Automobilkaufmann oder -frau wollen
4.599 Azubis werden, das sind 5,2 Prozent mehr als in 2014 (4.371). Lediglich
die Zahl der Fahrzeuglackierer ist mit
2.331 um 2,5 Prozent geringer als 2014
(2.391). „Diese Entwicklung bestätigt die
hohe Attraktivität und Zukunftsfähigkeit
einer Ausbildung im Kfz-Gewerbe“,
betonte Birgit Behrens, ZDK-Geschäftsführerin Berufsbildung. (ots)

24. MARKTPLATZ BILDUNG

Du wirst gebraucht!
Fachkräfte für Dienstleistung, Handwerk und
Industrie dringend gesucht

D

ie Wirtschaft befindet sich noch
immer im Aufwärtstrend. Auf dem
Arbeitsmarkt ist deutlich ein wachsender Bedarf an Arbeitskräften zu verzeichnen. Beim näheren Hinschauen wird eines
deutlich: Es werden nicht nur Arbeitskräfte
gesucht, sondern solche, die über die notwendige Qualifikation und entsprechende
Fertigkeiten verfügen. Gesucht werden,
um es mit einfachen Worten zu sagen, Menschen, die sofort – ohne lange Einweisungsphasen – im Job loslegen können.
Wenn Sie sich aufmerksam auf dem Arbeitsmarkt umsehen, dann erkennen Sie
schnell, welche Qualifikationen erwartet
werden. Stellen Sie dabei fest, dass Sie nicht
auf dem neuesten Stand sind oder gar Defizite entdecken, dann können Sie sich Hilfe
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sind weit geöffnet! Information, Broschüre
und Flyer finden Sie unter www.marktplatzbildung.de
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Karl-Marx-Allee 131 A
10243 Berlin-Friedrichshain

10 Bezirks-Sport

März 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Entwicklungshelfer aus Hellersdorf

FLOORBALL: Ein Berliner Klub will die weltweit boomende Sportart auch in der Hauptstadt etablieren.

B

Sportarten in der Hauptstadt bekanntlich hoch ist wie nirgendwo sonst in
Deutschland.
Der weltweite Trend jedenfalls spricht
dafür. Floorball gilt als der am schnellsten wachsende Mannschaftssport der
Welt. Länder wie Finnland und Schweden, die auch für eine hohe EishockeyLeidenschaft stehen, gelten als Vorreiter.
Aber auch in der Schweiz und in Tschechien greifen immer mehr Kinder zum
Schläger, der auf den ersten Blick wie
Plastikspielzeug wirkt. Die Vorzüge gegenüber der Eisvariante sind jedenfalls
offensichtlich. Man braucht praktisch
keine Voraussetzungen für diesen Sport,
man muss für das Equipment kaum etwas bezahlen. Zudem ist der Ball so
leicht, dass wenig Gefahr besteht, sich

zu verletzen. Der einzige Spieler auf
dem Feld, der umfassenderen Schutz genießt, ist der Torwart.
Wie beim Eishockey weist das Tor die
Maße 1,22 (Höhe) mal 1,83 Meter (Breite) auf. Es gehört also schon jede Menge Geschick dazu, den Ball hinter dem
Keeper zu versenken. Um das zu üben,
stehen im Training des Berliner FK große Barrieren im Weg. An der Zahl der
Fehlversuche zeigt sich, wie schwer es
ist, innerhalb von Sekundenbruchteilen
die richtigen Entscheidungen zu treffen:
Ball annehmen, kontrollieren, zielen.
Um die Quote zu erhöhen, greift neben
dem Trainer auch Fielko immer mal
wieder zur Taktiktafel, um erfolgversprechende Spielzüge vorzugeben. „Das
Teamplay ist ganz entscheidend“, weiß
er.
Zuletzt lief es durchwachsen bei den
Hellersdorfern, an den drei vergangenen
Spieltagen gab es keinen Punkt. In der
Großfeld-Wertung steht der Klub auf
Rang fünf der insgesamt sieben Teams.
Fielko aber sagt: „Auf unserem Niveau
ist der Wettkampfcharakter nicht so
entscheidend.“ Wenngleich der Traum
besteht, in die nächsthöhere Liga aufzusteigen. Den Sportlern geht es allerdings
vor allem darum, die Sportart weiter zu
etablieren. Neue Spieler werden deshalb
dringend gesucht. Seit der Vereinsgründung 2009 hat sich schon eine ganze
Menge entwickelt. Fielko sagt: „Es gab
schon Nationalspieler, die hier in Hellersdorf mit dem Floorball angefangen
haben.“

in unserem Wohngebiet und eine Ferienwohnung an der Ostseeküste. Unsere
Wohnungen liegen sehr verkehrsgünstig. In unmittelbarer Nähe befinden sich
Ärztehäuser, Dienstleister, das Eastgate, Schulen, Kitas, Spielplätze sowie diverse Sport- und Freizeiteinrichtungen.
Sie finden unsere Geschäftsstelle im
Blumberger Damm 176-178 in 12679

Berlin. Sie erreichen uns zu nachfolgenden Sprechzeiten: Dienstag 9 - 12 Uhr
und 13 - 19 Uhr, Mittwoch 13 - 18 Uhr
und Donnerstag 9 - 12 Uhr und 13 - 16
Uhr bzw. nach Vereinbarung.
Natürlich sind wir auch telefonisch
unter 93 02 64 - 30/-31 oder per E-Mail
vermietung@emwg-eg.de gerne für Sie
da.

von Benedikt Paetzholdt

evor die Sportler des Berliner
Floorball Klub mit dem Training
beginnen können, steht Arbeit
an. Denn sie können erst dann loslegen,
wenn das Spielfeld gebaut ist. Anders
als die Handballer oder Volleyballer, die
sich nur an den farbigen Linien orientieren müssen, die auf dem Hallenboden
eingezeichnet sind, geht beim Floorball
nichts ohne die rund einen Meter hohe
Bande, deren Einzelteile ganz exakt miteinander verbunden werden müssen.
Die rund 6.000 Euro teure Begrenzung
ist auch mit Abstand das teuerste Utensil
in dieser Sportart. Sie wird vom Verein
deshalb wie ein Schatz gehütet.
Durch den Einsatz der Bande wird
schnell deutlich, dass Floorball viel mit
Eis- und wenig mit Feldhockey zu tun
hat. Zum Durschnaufen kommen die
Spieler (Großfeld 20 mal 40 Meter: 5
Feldpieler+1 Torwart, Kleinfeld 16 mal
28 Meter: 3 Feldspieler+1 Torwart) nur
selten. Der 23 Gramm leichte Kunststoff-Ball mit 26 Löchern ist immer im
Spiel, nur selten wird unterbrochen.
Schon nach wenigen Minuten sind die
Köpfe deshalb hochrot, es rinnt der
Schweiß. Hannes Fielko, Kapitän der
ersten Mannschaft, die in der Regionalliga spielt, schwärmt: „Floorball kombiniert Vieles: Schnelligkeit, Flexibilität,
Härte.“ Und auch die Taktik ist wichtig.
Die jeweiligen Reihen, die immer abwechselnd auf dem Feld stehen, müssen
genau aufeinander abgestimmt sein.

Spieler des Berliner Floorball Klubs.
Noch zählt das Floorball, das auch
unter dem Begriff Unihockey bekannt
ist, eher zu den Randsportarten. Allerdings sind die Männer, die mit dem
Karbon-Schläger durch die Halle der
Hellersdorfer Kolibri-Grundschule jagen, Teil eines rasanten Aufschwungs.
Über 10.000 lizenzierte Spieler gibt es
mittlerweile in Deutschland. Besonders
in Ostdeutschland ist das Interesse an
diesem Sport groß. Weißenfels stellte in
den vergangenen 13 Jahren elf Mal den
Deutschen Meister. Aber auch Leipzig
oder Wernigerode sind echte Hochburgen. An den Schulen gehört dieser Sport
bereits fest zum Unterricht. Fielko ist
aber überzeugt, dass sich Floorball auch
in Berlin immer mehr durchsetzt, obwohl die Konkurrenz an Vereinen und

FOTO: B. PAETZHOLDT

erste marzahner wohnungsgenossenschaft eG

Die Ersten am Platz
Wir, die erste marzahner wohnungsgenossenschaft eG, sind seit mehr als 39
Jahren Ihr freundlicher Vermieter mit
einem Wohnungsbestand von ca. 2500
Mieteinheiten, überwiegend im Wohngebiet Marzahn-Ost.
In unserer Genossenschaft sichern
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unschlagbaren Preisen. Unser Service

rund ums Wohnen steht bei uns ebenso
im Vordergrund, wie unsere Mitglieder selbst. Unser Mitgliedertreff bietet
eine Vielzahl von Freizeitangeboten,
wie Computerworkshops, Spielenachmittage, Seniorensport, Pilates, Line
Dance, Skatturniere, den Seniorentanz
und Kaffeeklatsch mit Büchertausch.
Wir verfügen über eine Gästewohnung

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | März 2016

MUSIK & KONZERT

Bezirks-Kulturkalender
IMPRESSUM

Bezirks-Journal

„Wenn die Neugier nicht wär´…“: die besondere Talkshow von intim bis informativ von
und mit Barbara Kellerbauer. Am 18. März
ist um 19 Uhr Entertainer und Sänger Gunter Emmerlich zu Gast im Arndt-Bause-Saal.
Karten kosten 13, erm. 10 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55,
12679 Berlin, Karten-Tel. 030 5427091.

Unabhängige Monatszeitung für
die Berliner Bezirke. In Kooperation mit
www.lichtenbergmarzahnplus.de und www.qiez.de
Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat kostenlos
und liegt derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf zur Mitnahme aus. Die
Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung.
Herausgeber/ Chefredakteur:
Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)

Jazz-Konzert: Ruth Hohmann und die Jazz
Optimisten Berlin geben am 18. März um
18.30 Uhr ein Konzert. Veranstalter ist der
Bürgerverein Mahlsdorf-Süd e.V. Der Eintritt

Verlag:
Medienbüro Gäding | Marcel Gäding
Josef-Orlopp-Straße 54 | 10365 Berlin
ab 1. April 2016
Zur Alten Börse 77 | 12681 Berlin
Telefon: 030 55 49 96 56
Telefax: 030 55 49 43 69
E-Mail: redaktion@bezirks-journal.de
Internet: www.bezirks-journal.de
Facebook: www.facebook.com/bezirksjournalberlin
Twitter: www.twitter.com/bezirks_journal

Anzeige

Redaktion & Internet:
Marcel Gäding (Ltg.),
freie Mitarbeit: Steffi Bey, Benedikt Paetzholdt

heller Salon: Island

kostet 12 Euro. Ort: Theodor-Fliedner-Heim,
Schrobsdorffstr. 35/ 36, 12623 Berlin. Infos:
Tel. 030 54779224
Gipsy Fiesta: Spanische Gipsy-Songs und
osteuropäische Romalieder mit El Aleman
und Karola Nitsch gibt es am 30. März um
15 Uhr in der Reihe „Musik am Nachmittag“.
Eintritt: 6 Euro, Kaffeegedeck: 2,50 Euro. Ort:
Ort: Kulturforum Hellersdorf, Carola-NeherStr. 1, 12619 Berlin, Tel. 030 5611153.
Tribut an AC/DC: Black Rosie, eine AC/DCTributeband, gibt am 18. März um 21 Uhr
ein Konzert. Mit über 200 Konzerten seit
2006 touren Black/Rosie durch Europa und
stehen mit Größen wie T-Rex, Doro Pesch,
Tito & Tarantula, Subway to Sally und vielen mehr auf der Bühne. Karten gibt es ab
11 Euro. Ort: KISTE Kino & Konzerte & mehr
am U-Bahnhof Hellersdorf, Heidenauer Str.
10, 12627 Berlin, Tel. 030 9987481, Internet:
www.kiste.net
Musikalische Lesung: Daniel und Harald
Selke präsentieren am 19. März um 16 Uhr
Witzlichter aus sechs Jahrzehnten unter
dem Titel „Ist`n Witz, oder?“. Der Eintritt ist
frei, um Spenden am Ausgang wird gebeten.
Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten,
Brebacher Weg 15, Haus 34, 12683 Berlin, Tel.
030 562969423.
„Hit auf Hit“: Frank Schöbel und Band sind
am 23. April in Marzahn. Um 20 Uhr präsentiert Schöbel im Arndt-Bause-Saal sein
neues Tourneeprogramm mit den größten
Hits seiner fast 55-jährigen Karriere und Liedern seiner neuen CD. Karten: 39,50 Euro.
Ort: Freizeitforum Marzahn, Marzahner
Promenade 55, 12679 Berlin, Karten-Tel. 030
5427091.

MALEREI/ FOTOGRAFIE
Ausstellung „Ich habe einen Traum...“: Bilder von Flüchtlingen, porträtiert von der
19-jährigen Carlotta Heyden-Rynsch aus
Braunschweig. Zu sehen bis 22. März, MoFr 10-18 Uhr. Ort: Hochhauscafé des Kulturhochhauses Marzahn, Wittenberger Straße
85, 12689 Berlin, Tel. 030 93772052.
KOSTBARKEITEN IV - überklebt, Plakate
aus der DDR: Ausstellungseröffnung am
14. März, 18 Uhr. Zu sehen bis zum 30. Juni.
KOSTBARKEITEN VI will das hohe künstle-

11

Literatur, Musik, Kunst und Kulinarisches aus Island stehen im Mittelpunkt
der Reihe „heller salon“, die am 18. März um 19.30 Uhr stattfindet. Veranstalter: Kulturring in Berlin, Moderation: Alina Martirosjan-Pätzold. Eintritt inklusive landestypischer Speisen: 18 Euro. Reservierungen unter Tel. 030 5532276.
Ort: Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Str. 1, 12619 Berlin. 

FOTO: PIXABAY.COM
rische Niveau der Plakatkunst in der DDR
vermitteln und die einzelnen Plakatkünstler würdigen. Schirmfrau: Kathrin Bernikas
(CDU), BVV-Vorsteherin. Ort: Altes Rathaus
Marzahn, Helene-Weigel-Platz 8, 12681 Berlin. Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-18 Uhr. Eintritt:
frei
Spaced: Arbeiten von Kveta Kazmukova,
Nils Pegel und Sabrina Schieke sind bis zum
22. April zu sehen. Ausstellungseröffnung
ist am 13. März um 18 Uhr. Die Künstler/Innen Kveta Kazmukova, Sabrina Schieke und
Nils Pegel beschreiben in ihren Arbeiten ihr
Verhältnis zum vorgefundenen Ort. Ort: GALERIE M, Marzahner Promenade 46, 12679
Berlin, Tel. 030 5450294. Öffnungszeiten:
Mo-Fr 12-18 Uhr, So 10-18 Uhr. Eintritt: frei
Begegnungen: 20. Ausstellung der Kunstwerkstätten Marzahn-Hellersdorf, zu sehen
bis zum 21. April. Gezeigt werden die Arbeiten von 170 Schülern aus dem Bezirk, die in
17 verschiedenen Werkstätten und der Jugendkunstschule derArt entstanden. Ort:
Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer
Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.

KINDER & FAMILIE
Bommel und die frechen Ostereier: lustiges
Theaterstück zum Mitspielen mit dem Mitspieltheater Dreikäsehoch für Kinder ab drei
Jahren am 15. März um 10 Uhr. Eintritt: 4,50
Euro. Ort: Kulturforum Hellersdorf, CarolaNeher-Str. 1, 12619 Berlin, Tel. 030 5616170.
„Akte XY – Scotland Yard“: Neue Show von
CABUWAZI Marzahn. In einer artistischen
Kriminalkomödie präsentieren 67 Marzahner Kinder und Jugendliche eine atemberaubende Show. Aufführungen am 20. März,
16 Uhr sowie vom 29. bis 31. März jeweils um
10 Uhr für Schulklassen. Eintritt: 7, erm. 4,50
Euro. Ort: CABUWAZI-Standort Marzahn
(„Springling“), Otto-Rosenberg-Straße 2,
12681 Berlin. Reservierungen unter Tel. 030
60962848. oder springling@cabuwazi.de
Die 3 kleinen Schweinchen: Puppenspiel am
19. April um 10 Uhr für Kinder ab drei Jahren.
Eintritt: 3,50 Euro. Weitere Aufführungen:
20./ 21./ 26./ 27. und 28. April. Ort: Theater
am Park, Frankenholzer Weg 4, 12683 Berlin,
Tel. 030 5143714.

Anzeigen & Werbung:
Falko Hoffmann, Lutz Neumann
Tel. 030 55 49-96 55/ -43 60
E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de
Vertrieb & Verteilung:
Detlef Matzki, Eckhard Kietzmann
E-Mail: vertrieb@bezirks-journal.de
Druck:
Pressedruck Potsdam GmbH
MADSACK Mediengruppe
Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam
Mitglied im
Deutschen Journalistenverband e.V.
Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V.
Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V.
Gesamtauflage: 100.000 Exemplare
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 3/2015.
Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 14.04.2016

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Schreiben Sie uns eine Mail:
kultur@bezirks-journal.de

VORTRAG
Ein Weltenbürger aus Mahlsdorf: Das Leben und Wirken des spanischen Malers Josep Renau steht im Fokus eines Vortrags am
13. April um 18 Uhr. Im Rahmen der Reihe
„Marzahn-Hellersdorfer Gespräche zur Geschichte“ zeichnet der Kulturwissenschaftler Hans Hübner den Weg Renaus nach, der
16 Jahre lang in Mahlsdorf lebte. Eintritt:
frei. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030
54790921.

12 Bezirks-Nachrichten

März 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Barnimer Feldmark:
20. Landschaftstag

Alles, was Marzahn-Hellersdorf bewegt. Kurz. Bündig. Kompakt.
Senden Sie uns Ihre Infos!
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Bei SELGROS wird ab
sofort getrödelt
LICHTENBERG/ MARZAHN. Seit
Anfang März wird auf dem neuen Flohmarkt bei „SELGROS“, Rhinstraße
141, getrödelt: Immer sonntags ist der
Markt von 7 bis 14 Uhr geöffnet. Dafür steht die überdachte Parkfläche des
Großhandelsmarktes zur Verfügung, wie
die Firma Hoefges mitteilte. Verkauft
werden Kunst und Kitsch, Trödel und
Kram. Händler können sich unter Tel.
02151 6591717 oder im Internet unter
www.hoefges.com melden. (bzj.)

Lotto fördert Kunst auf
IGA-Gelände
MARZAHN. Die Werke der Künstler Jeppe Hein, Martin Kaltwasser und
Anna Rispoli können auch nach dem
Ende der IGA 2017 auf dem Gelände
bleiben. Dafür bewilligte die Lotto-Stiftung jetzt 605.000 Euro, wie der SPDAbgeordnete Sven Kohlmeier mitteilte.
Den Lottoantrag hatte Kohlmeier unterstützt. (bzj.)

Die Vorboten des Frühlings
Es ist nicht zu übersehen: Der Frühling schickt seine ersten Boten. Nachdem
bereits vielerorts die Krokusse die einst winterbraunen Wiesen bedecken, ziehen
jetzt auch die ersten Bäume und Sträucher wie hier an der Wuhle nach – aufgenommen von der Fotogruppe des Deutschen Senioren-Computerclubs. Die
Wuhle führt derzeit wieder viel Wasser. Der Pegel dürfte aber in den kommenden Wochen wieder sinken. FOTO: GISELA GRAEHN-BAUMANN

Wassertag am
Gymnasium

Infoveranstaltung zu
Flüchtlingsheim

HELLERSDORF. Am 17. März lädt
das Melanchthon-Gymnasium von 8.30
bis 14 Uhr zum Wasseraktionstag „Wasser – ein globales Gut?“ in seine Aula
ein. Bis 16 Uhr ist eine Ausstellung zu
sehen. Zum dritten Mal haben sich Schüler im Rahmen eines fachübergreifenden
Unterrichtsprojektes mit der Problematik auseinandergesetzt. Aus Anlass des
Weltwassertages präsentieren sie ihre Arbeitsergebnisse. Das Organisationsteam
verspricht einen interessanten Tag und
heißt Besucher gerne willkommen. Das
Melanchthon-Gymnasium Berlin befindet sich in der Adele-Sandrock-Straße 75
in 12627 Berlin. Weitere Informationen
gibt es unter Tel. 030 9918008. (ba)

BIESDORF. Am 22. März lädt das
Stadtteilzentrum Biesdorf, Alt-Biesdorf
15, von 18 bis 20 Uhr zu einer Informationsveranstaltung zum Flüchtlingsheim
im Brebacher Weg ein. Die Veranstaltung richtet sich an die Bewohner des
Stadtteils. Seit Ende Dezember 2015
sind dort auf dem ehemaligen Klinikgelände rund 200 geflüchtete Menschen,
vor allem Familien mit Kindern, untergebracht. Gäste der Veranstaltung sind
die Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Gesundheit
und Soziales, Dagmar Pohle (DIE LINKE), und die Heimleiterin Sarah Fingarow. Informationen gibt es unter Tel. 030
526784593. (ba)

Florian Münter

WARTENBERG. Der Landschaftstag
des Regionalparks Barnimer Feldmark
wird 20. Er findet in diesem Jahr unter
dem Motto „Erdacht – entwickelt – erblüht“ am 19. März von 9 bis 15 Uhr in
der Fritz-Reuter-Oberschule, Prendener
Straße 29, 13059 Berlin, statt. Unter anderem wollen die zum Landschaftspark
gehörenden Gemeinden und Bezirke
Ziele für die kommenden Jahre festlegen.
Interessierte Besucher sind eingeladen,
dem Landschaftstag beizuwohnen. Die
Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro inkl.
Frühstück und Mittag. Anmeldungen
werden unter Tel. 033394 5360 oder per
E-Mail unter info@feldmaerker.de entgegen genommen. Der Landschaftspark
erstreckt sich zwischen den Siedlungsachsen Berlin-Bernau und Berlin-Strausberg etwa 25 Kilometer weit in das Land
Brandenburg. (bzj.)

Infos: www.feldmaerker.de

Kindercafé ist
wieder da
KAULSDORF. Im Stadtteilzentrum
Kaulsdorf hat das Kindercafé wieder eröffnet. Dort können Eltern und Kinder
gleichermaßen Zeit verbringen und Angebote wie Schaukochen wahrnehmen.
Geöffnet ist dienstags und mittwochs
von 15-18 Uhr, montags von 10-12 Uhr
und donnerstags von 16 bis 18 Uhr. Ort:
Brodauer Straße 27-29.

Bestattungen

S O Z I A L B E S TAT T U N G
Feuer-oderErdbestattung
unverbindlicher und kostenfreier Hausbesuch
komplette Antragsstellung und Erledigung alle Formalitäten
Kostenübernahme durch das Sozialamt

Tag & Nacht

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