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Periodical volume

Full text: Marzahn-Hellersdorfer Bezirks-Journal Issue 3.2016,2

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Bezirk. S. 3

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Kostenlose und regionale Monatszeitung für Marzahn-Hellersdorf – mit Lokalnachrichten von Ahrensfelde bis Mahlsdorf für 256.173 Menschen
www.bezirks-journal.de | www.lichtenbergmarzahnplus.de | www.facebook.de/bezirksjournalberlin | www.twitter.com/bezirks_journal | 3. Jhg. | Ausgabe 02 | 11. Feb. 2016

Bezirk wächst rasanter
als angenommen

BEVÖLKERUNGSPROGNOSE: Zahl der Marzahner und
Hellersdorfer steigt bis 2030 um 8,7 Prozent.

D

ie Zahl der Marzahner und
Hellersdorfer steigt – und das
rasanter als bislang angenommen. Die kürzlich von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vorgestellte Prognose geht davon aus, dass
im Jahr 2030 rund 279.000 Menschen
im Bezirk leben – 8,7 Prozent mehr als
2014 (256.000 Einwohner). Das Wachstum bleibt für den Bezirk nicht ohne
Konsequenzen und „wird dramatische
Folgen auf uns haben“, wie Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD) jüngst
in der Bezirksverordnetenversammlung
(BVV) sagte. Unter anderem werde
Marzahn-Hellersdorf noch mehr Schulen benötigen.
„Nicht nur Berlin wächst, sondern
auch Marzahn-Hellersdorf“, erklärte
Komoß vor der BVV. Die Zahl der Men-

schen steige jedes Jahr aktuell um 2.000
bis 3.000 Menschen. „Es wird unsere
gemeinsame Aufgabe sein, sich auf diese neue Beölkerungsprognose einzustellen“, sagte der Bezirksbürgermeister.
Durch den Zugug vieler Familien
steige die Nachfrage nach Schulplätzen.
Werden aktuell in den 26 Grundschulen
rund 12.587 Schüler betreut, steigt deren Zahl 2017/2018 auf 13.890. Ähnlich sieht es an den Oberschulen, der
sogenannten Sekundarstufe 1, aus: Die
Zahl der Schüler steigt von 4.767 in diesem Schuljahr auf 5.270 in 2017/2018.
Unklar ist bisher, wie sich die Bevölkerungsprognose angesichts geflüchteter Menschen entwickelt. Derzeit leben
nach Auskunft von Sozialstadträtin
Dagmar Pohle (DIE LINKE) 2.832
Flüchtlinge in elf Einrichtungen. (gäd.)

Einer hat den Hut auf
Christoph Schmidt ist der Mann, der den Hut aufhat für die Internationale Gartenausstellung IGA Berlin 2017: Unter der Regie des Chefs der Grün Berlin
GmbH wird derzeit das 100 Hektar große Gelände in Marzahn-Hellersdorf fit
gemacht. Im Rahmen einer Auftaktpressekonferenz – unser Bild zeigt Schmidt
mit Maskottchen Stecky – informierte er mit seinen Kollegen über den Endspurt
für die IGA. Mehr dazu in „Standort Ost“ im Innenteil.
FOTO: MARCEL GÄDING

2

Bezirks-Leben

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Februar 2016

Jeder Jugendliche ist willkommen

NACHRICHTEN

SOZIALARBEIT: Das Don-Bosco-Zentrum nimmt sich auch den Fällen an,
die andere längst aufgegeben haben.
von Steffi Bey

Stadträtin Dagmar Pohle (DIE LINKE) ließ
sich die Zimmer von Geschäftsführer HansJoachim Fischer zeigen. FOTO: L. NEUMANN

Seniorenwohnwelt
eröffnet
MARZAHN. Nach gut zweijähriger
Bauzeit ist vor wenigen Tagen die
„Seniorenwohnwelt Zühlsdorfer Straße“
eröffnet worden. Die Betreiberin – die
Alpenland Gruppe Berlin – investierte
mehr als sieben Millionen Euro in die
Umgestaltung des Plattenbaus. Nach der
Kernsanierung entstanden 115 moderne
Einzelzimmer zur vollstationären Pflege
und 30 barrierefreie Zwei-ZimmerWohnungen. Im Haus fanden zudem
eine Physiotherapie-Praxis und ein Café
Platz. Berlinweit bietet die Alpenlandgruppe 600 wohnortnahe Pflegeplätze in
Zehlendorf, Schlachtensee, Marzahn und
Biesdorf. (bzj.)

Modellbahnen im
KulturGut zu sehen
MARZAHN. Freunde von Modellbahnen kommen am 20. und 21. Februar
im KulturGut Marzahn auf ihre Kosten.
Dann öffnet die 22. Modellbahnausstellung des Vereins „Furka Bergstrecke,
Sektion Berlin-Brandenburg“. Die
größte H0-Anlage hat eine Länge von
22 Metern. Auf ihr fährt eine Schweizer
Bergbahn im Miniaturformat. Auch eine
Blechbahn aus den 1920er-Jahren ist zu
bewundern. Geöffnet ist am 20. Februar
von 10 bis 18 Uhr, am 21. Februar von 10
bis 17 Uhr. Ort: KulturGut, Alt Marzahn
23, 12685 Berlin. Eintritt Erwachsene 4,
Kinder 2 Euro. Eine Familienkarte gibt
es für 9 Euro. (bzj.)

H

ier gibt es keine verschlossenen
Türen und keine Gardinen.
Denn das Don-Bosco-Zentrum,
direkt am S-Bahnhof Raoul-WallenbergStraße gelegen, ist ein offenes Haus. 365
Tage im Jahr sind dort Jugendliche willkommen.
„Ich komme seit einem Dreivierteljahr hierher und mir gefällt es richtig
gut“, sagt David. Wie die meisten anderen auch, wurde er vom Jobcenter
in die Otto-Rosenberg-Straße 1 vermittelt. Denn bislang lief es nicht so glatt
im Leben des 19-Jährigen. Mit seinem
schlechten Hauptschulabschluss suchte
er vergeblich nach einem Ausbildungsplatz. Und die Projekte, die er bislang
besuchte, brach er wieder ab. Dass das
Don-Bosco-Haus seine letzte Chance
ist, um doch noch seinen Traumberuf
Friseur zu erlernen, hat er begriffen.
Deshalb klotzt David ran. Lernt Theorie und Praxis im Arbeitsbereich Friseur
und macht nebenbei auch seinen erweiterten Hauptschulabschluss. Unterstützt
wird er dabei vom Team der Manege
gGmbH.
Dieser freie Träger der Jugendberufshilfe, der Jugendsozialarbeit und
Jugendhilfe, der aus der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos und des
Generalat der Schwestern der Heiligen
Maria Magdalena Postel besteht, wirkt
seit zehn Jahren in Marzahn-Hellersdorf. „Anfangs kümmerten sich fünf
Mitarbeiter um 16 Jugendliche“, blickt
Claudius Kießig, verantwortlich für Organisation und Öffentlichkeit, zurück.
Aktuell bestehen Kontakte zu rund 300
Jugendlichen, die vom Jobcenter vermittelt werden oder häufig den Offenen Bereich im Zentrum besuchen.
Es gibt etwas, dass alle jungen Gäste
eint: Sie stehen bislang nicht gerade auf
der Gewinnerseite: Viele sind noch ohne

Schulabschluss, ohne Ausbildungsplatz,
kommen aus schwierigen Familienverhältnissen, haben andere Maßnahmen
abgebrochen und trauen sich selbst wenig zu.
Das Don-Bosco-Zentrum kümmert
sich auf ganz besondere Weise um diese jungen Menschen. „Schön, dass du
da bist – willkommen“, lautet die Maxime, mit der jeder herzlich aufgenommen wird. „Wir sagen den Frauen und
Männern nicht, was sie nicht können,
sondern geben ihnen Kraft, damit sie
ihr Selbstwertgefühl stärken, ihr Leben
anpacken, versuchen, eine freundschaftliche Atmosphäre zu schaffen und geben
ihnen die Möglichkeit, sich in verschiedenen berufsvorbereitenden Projekten
auszuprobieren“, beschreibt Kießig das
umfangreiche Angebot.
Büro und Verkauf, Holz, Küche, Metall und Trockenbau stehen unter anderem zur Auswahl. Die 18-jährige Wiona
macht seit August bei den Malern mit.
Eigentlich will sie Konditormeisterin
werden, sieht ihre Aufgaben im aktuellen Projekt aber als „gute Grundlage dafür“. „Ich bin gerne im Haus, weil hier
jeder so akzeptiert wird wie er ist, egal
wie man aussieht oder was man anhat“,
sagt die junge Frau. Der 21-jährige Dennis betrachtet das Zentrum inzwischen
als seine Familie. „Ich weiß jetzt was ich
kann und draufhabe und bin froh über
viele gute Freunde“, erklärt der Marzahner, der sich im Arbeitsbereich Haustechnik ausprobiert.
Claudius Kießig kennt viele solcher
positiven Beispiele aus den vergangenen
zehn Jahren. Im Haus hängen Plakate,
auf denen Jugendliche gezeigt werden,
die es geschafft haben: die mittlerweile
eine Ausbildung absolvierten und ihren eigenen Weg gehen. „Immerhin 70
Prozent unserer Besucher können wir
Ausbildungsplätze vermitteln“, sagt
der Mitarbeiter stolz. Solche Erfolge

Dennis in der Metallwerkstatt.
FOTO: STEFFI BEY

würden das gesamte Team, das unter
anderem aus Sozialarbeitern, Lehrern,
einem Tischler, einem Elektriker, einem
Koch oder auch einer Bürokauffrau, aus
Ordensmännern und Ordensfrauen besteht, motivieren.
Welche Rolle spielt eigentlich der
Glaube an Gott im Umgang mit den
jungen Menschen? „Wir möchten die
Jugendlichen mit einem sinnerfüllten
Leben berühren“, formuliert es Kießig.
Doch in erster Linie wolle man Kirche
„im Alltag, zum Anfassen sein“, die
dem Leben dient. Genau wie das gesamte Zentrum steht auch die Hauskapelle
jedem jederzeit offen.
Neben den Beratungs- und Gesprächsangeboten hat das moderne Gebäude
auch einen kleinen Gästebereich. Mit
dem Bezirk arbeitet die Manege gGmbH
seit Jahren eng zusammen.
Don-Bosco-Zentrum, Otto-Rosenberg-Straße
1. Öffnungszeiten: 365 Tage im Jahr rund
um die Uhr. Telefon: 8560686251.

Das Leid mit der Leitkultur
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz informiert
von Henry Engels

I

n diesen Tagen überschlagen sich
die Vorschläge, was von Flüchtlingen mit Blick auf eine gelingende
Integration erwartet werden soll. Einer
der letzten Vorschläge: Zuwandernde
und Flüchtlinge sollen eine Integrationsverpflichtung unterschreiben. Mit
dieser sollen sie sich verpflichten, die
Gleichberechtigung von Frauen und
Männern und das Existenzrecht Israels
anzuerkennen und erklären, dass sie der
Scharia keinen Vorrang vor deutschen
Gesetzen geben. Kurzum, sie sollen
unsere Werte teilen. Wer dem zuwider
handelt, dem sollen ggf. Sozialleistungen gekürzt oder der Aufenthaltsstatus
geändert werden.
Nun wird niemand bezweifeln, dass
gemeinsame Werte für eine Gesellschaft

von großer Bedeutung sind. Deren Anerkennung allerdings zu Beginn eines
Miteinanders zu erzwingen, dürfte von
wenig Erfolg gekrönt sein. Eine solche,
sofort einzuhaltende Verpflichtung wäre
zudem zutiefst ungerecht. Die Gleichberechtigung der Geschlechter beispielsweise stand schon seit 1949 in Artikel
3, Abs. 3 des Grundgesetzes; die tatsächliche Gleichstellung aber steht immer noch aus und die Schritte bis zum
heutigen Stand erfolgten – das lehrt ein
Blick in die (west)deutsche Geschichte
– eher im Schneckentempo. So wurde
in der Bundesrepublik das Leitbild der
so genannten Hausfrauenehe erst 1977
durch das Partnerschaftsprinzip ersetzt.
Erst seitdem bestand für Frauen das
uneingeschränkte Recht auf Erwerbstätigkeit und die gemeinsame Verpflichtung der Eheleute für Haus- und Fami-

lienarbeit. Und: Diejenigen, die nun von
Menschen aus anderen Kulturkreisen
eine unmittelbare Anerkennung dieses
Grundprinzips fordern, standen bislang
nicht im Verdacht, die Speerspitze der
Gleichstellungspolitik zu sein.
Im Sinne der Gerechtigkeit stellt sich
zudem die Frage, ob Menschen ohne
Zuwanderungs- oder Fluchthintergrund, die bestimmte Werte in Frage
stellen, auch mit Leistungskürzungen
zu rechnen haben. Davon ist aber bisher nichts zu hören. Und auch die seit
neuestem lauter werdende Forderung
danach, dass Flüchtlingen die sexuelle
Vielfalt zu akzeptieren hätten, hat ein
gewisses G’schmäckle. Dauerte es doch
in der DDR bis 1985 und in der Bundesrepublik bis 1994, bis die Strafbarkeit
homosexueller Handlungen ersatzlos
gestrichen wurde. Wir sollten Flüchtlin-

gen von unseren Werten erzählen, dabei aber nicht verschweigen, dass auch
viele von uns sich nur äußerst langsam
von traditionellen Vorstellungen verabschiedet haben und manche es bis heute
nicht geschafft haben. Wir sollten für die
Anerkennung werben und denjenigen,
die wir davon überzeugen wollen, Zeit
lassen, sich dem ihnen vielleicht Fremden zu nähern. Diese Aufgabe stellt
sich auch das Bündnis für Demokratie
und Toleranz. Geduld ist gefragt – kein
Zwang.
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz
am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf
informiert jeden Monat bei LiMa+ und im
Bezirks-Journal über seine Aktivitäten und
Vorhaben, über Ansichten und Ideen. Die
Beiträge geben nicht die Auffassung der Redaktion wieder.

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Februar 2016

Bezirks-Leben

3

Von edlen Lehnherren und ausgezeichneten Komponisten
GESCHICHTE: Das Bezirksmuseum würdigt mit seiner neuen Dauerausstellung 62 Persönlichkeiten, die in
Marzahn und Hellersdorf lebten oder dort ihre Spuren hinterließen.
von Marcel Gäding

E

s ist nicht überliefert, ob Lampert
Distelmeyer (1522-1588) sächselte. Doch es ist zu vermuten, denn
der einst bedeutende brandenburgische
Kanzler erblickte in Leipzig das Licht
der Welt. Damit dürfte er einer der ersten
Sachsen gewesen sein, die es in die Region Marzahn und Hellersdorf zog und
dessen Biografie einen schönen Bogen
spannt zu den Marzahnern und Hellersdorfern, die zu DDR-Zeiten der Arbeit
wegen von Karl-Marx-Stadt, Leipzig,
Dresden und Görlitz in eine der gerade
fertiggestellten Plattenbauwohnungen
zogen. Distelmeyer wurde 1583 Lehnsherr des Dörfchens Mahlsdorf und damit Oberhaupt der Bauern. Zu seinem
Vermächtnis gehört unter anderem eine
Dorfordnung, die das gesellschaftliche
Zusammenleben in Mahlsdorf regelte.
Der Name Distelmeyer ist heute nur
noch in Archiven zu finden – und in
der neuen Ausstellung des Bezirksmuseums Marzahn-Hellersdorf mit dem Titel „MenschenLeben – LebensWerke.
Marzahn-Hellersdorfer Porträts. Anderthalb Jahre begab sich das Team um
Museumsleiterin Dorothee Ifland auf
eine Spurensuche mit dem Ziel, Biographien von Menschen aufzuarbeiten, die
das Leben in Marzahn und Hellersdorf
prägten. Erzählt werden 62 Geschichten
von Menschen, die unterschiedlicher
nicht sein können. Bauern sind darunter,
Schmiede, Pfarrer, Hebammen und Widerstandskämpfer, Künstler genauso wie
Komponisten und Politiker. Herausgekommen ist eine sehenswerte Schau, die
auf langatmige Texte verzichtet und eher
einer Installation gleicht: In drei Räu-

Blick in die Ausstellung im Bezirksmuseum.
men hängen die Porträts der Persönlichkeiten von der Decke – Foto, Text und in
den meisten Fällen ein Gegenstand aus
Nachlässen oder der jeweiligen Epoche.
Einige Namen reichen bis ins Mittelalter,
andere bis in die Zeit von heute.
„Wir wollten nicht nur Biografien
von Promis haben“, sagt Museumsleiterin Dorothee Ifland. Der Anspruch sei
eher gewesen, Menschen quer durch alle
Epochen und alle Ortsteile zu porträtieren. Das Ergebnis ist ein Querschnitt,
den es in dieser Art im Bezirksmuseum
noch nicht zu sehen gab. Unter den eher
Unbekannten finden sich die Geschich-

Schloss Biesdorf: alles im grünen Bereich
Christoph Schmidt, Chef der Grün Berlin GmbH, nimmt den Schlüssel für
Schloss Biesdorf von Kulturstadträtin Juliane Witt (Linke) entgegen. Am 1. August übernimmt Grün Berlin die Verwaltung des Schlosses, das als Kunst- und
Kulturort wiedereröffnet wird. Die Festveranstaltung findet am 9. September, 14
Uhr, statt. Das Haus, das seit 2013 für fast 10 Millionen Euro denkmalgerecht
saniert wurde, wird als Galerie dienen. Auch ein Café wird es geben. Der Eintritt
ist dann allerdings kostenpflichtig, der Preis steht noch nicht fest. Frei zugänglich bleibt der Schlosspark Biesdorf, der weiterhin vom Bezirk bewirtschaftet
wird. FOTO: LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/GUDRUN BENDER

FOTO: MARCEL GÄDING

ten von Menschen wie Emma Döltz
(1866-1950), Sozialdemokratin und
Schriftstellerin, Minna Erb (1883-1944),
Hebamme, und Frieda Hirsekorn (18981970), Fabrikbesitzerin. Zu den Prominenten gehören der Schriftsteller Ludwig
Renn (1889-1979), der Komponist Kurt
Schwaen (1909-2007) und der Chefarchitekt von Marzahn-Hellersdorf, Heinz
Graffunder (1926-1994).
Während es von den Persönlichkeiten zwischen Mittelalter und 19. Jahrhundert oft nur spärliche Quellen gab,
konnten die Heimatforscher bei den Personen des 20. Jahrhunderts aus den Vol-

len schöpfen. „Das liegt daran, dass es
deutlich mehr Material zu den Personen
gibt“, sagt Dorothee Ifland.
Zu sehen ist die Ausstellung bis zum
2. Oktober. Teile davon werden anschließend in die Dauerausstellung integriert.
Ort: Bezirksmuseum, Haus 1, Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin. Öffnungszeiten:
Mo-Fr und So 11-17 Uhr. Der Eintritt
ist frei. Ab der März-Ausgabe startet das
Bezirks-Journal mit der Onlinezeitung
lichtenbergmarzahnplus.de die neue
Serie „Persönlichkeiten“, in der einige
bekannte und unbekannte Marzahner
sowie Hellersdorfer vorgestellt werden.

4

Bezirks-Leben

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Februar 2016

Vom Kaulsdorfer Busch direkt in den Wasserhahn
INFRASTRUKTUR: Im März 1916 ging an der Mieltschiner Straße das Wasserwerk Kaulsdorf ans Netz.
Auch 100 Jahre nach der Eröffnung ist es für die Wasserversorgung unverzichtbar.

N

ein, hier drinnen sieht man ihm
sein Alter nun wirklich nicht an,
dem 100 Jahre alten Wasserwerk
Kaulsdorf: In einer großen Halle stehen
zwölf moderne Filter aus Edelstahl, darüber führt eine Plattform für die Wartung
und Reinigung. Wer jetzt aber nach historischen Relikten sucht, der wird kaum
fündig. Nur die original erhaltene und
sanierte Eingangshalle, die Fenster zwischen der Haupthalle und dem einstigen
Dieselpumpenraum und kleine, aus den
Anfangsjahren erhaltene Wasserzapfstellen sowie die historische Fassade vermitteln einen Hauch von Industriegeschichte. Ganz klar, dieses Wasserwerk ist kein
Museum. Bis heute befindet es sich im
Dienst der Berliner Wasserbetriebe und
versorgt bis zu 160.000 Menschen in
Mahlsdorf, Biesdorf und Hellersdorf.
Im März 1916 ging das Wasserwerk
Kaulsdorf ans Netz – als viertes der noch
jungen Stadt Lichtenberg. Der Bedarf an
frischem Trinkwasser war in der wachsenden Metropole groß – und so kaufte
Lichtenberg ein 60 Hektar großes Areal
im Kaulsdorfer Busch, wie der Autor
Hilmar Bärthel in seinem Beitrag „Das
Wasserwerk Kaulsdorf“ schreibt, das im
Buch „Die Denkmale in Berlin Bezirk
Marzahn-Hellersdorf“ erschienen ist.
Bereits damals konnte das Wasserwerk
16.000 Kubikmeter Wasser aufbereiten.
In den 1970er-Jahren betrug die tägliche Fördermenge Bärthel zufolge sogar
65.000 Kubikmeter. Im Gegensatz zu anderen Wasserwerken wurden in Kauls-

weiter ins Zwischenpumpwerk nach
Lichtenberg an der Landsberger Allee. In
der Regel arbeiten im Wasserwerk zwei
Mitarbeiter der Wasserbetriebe. Alle
Anlagen werden nämlich vom Wasserwerk Friedrichshagen aus ferngesteuert.
Moderner Technik sei dank, werden auf
Computerbildschirmen unter anderem
Fördermengen, Förderdruck und Messwerte übertragen. (gäd.)

WASSER AUS BRUNNEN

Elke Wittstock und ihr Stellvertreter auf der Arbeitsplattform der neuen Wasserfilter.

FOTO: MARCEL GÄDING
dorf alle Funktionen in ein Gebäude bermannsee und der Butzsee sowie die
gepackt. Statt Dampfmaschinen kamen Gegend um die Seen in einer Schutzzozudem Dieselmotoren zum Einsatz, be- ne befinden. In 16 bis zu 60 Meter tiefen
richtet Elke Wittstock, die Leiterin des Vertikalbrunnen wird das ungelüftete
Wasserwerks in Friedrichshagen. Von „Rohwasser“ gesammelt, bevor es über
Anfang an setzte man in Kaulsdorf auf Unterwassermotorpumpen in die mosogenannte Hebebrunnen, aus denen dernen Filter des Wasserwerks fließt.
das Wasser über Pumpen in die Filter Dort wird es von Mangan und Eisen bedes Wasserwerks gelangt. Über die Jahr- freit. „Andernfalls käme beim Kunden
zehnte wurde die Technik jedoch immer braunes Wasser aus der Leitung“, sagt
wieder auf den neuesten Stand gebracht, Elke Wittstock. Nach der Aufbereitung
das Gebäude des Wasserwerks zudem gelangt das Wasser ins Netz der Wasserdenkmalgerecht saniert.
betriebe. Derzeit schafft das Werk eine
Unverändert ist bis heute, dass sich das maximale Leistung von 30.000 KubikWasserwerk Kaulsdorf aus Grundwasser metern am Tag. Was nicht direkt von
speist. Das erklärt, warum sich der Ha- den Haushalten verbraucht wird, geht

erste marzahner wohnungsgenossenschaft eG

Das Trinkwasser der Hauptstadt
kommt nach Angaben der Berliner
Wasserbetriebe aus 650 Grundwasserbrunnen. Neun Wasserwerke
bereiten jährlich 202 Millionen
Kubikmeter Wasser auf, das über ein
7.900 Kilometer langes Rohrnetz zu
den 292.000 Hausanschlüssen in
Berlin gelangt.
Die Kaulsdorfer Seen gehören zum
Einzugsgebiet des Wasserwerks
Kaulsdorf. Derzeit wird ein 23 Hektar
großer Wald so umgestaltet, dass Biotope erhalten bleiben. Unter anderem
sollen der Habermannsee und der
Butzer See vertieft werden. Auch ist
geplant, das Wernerbad abzureißen
und zu renaturieren.
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STANDORT OST

MAGAZIN FÜR ARBEIT, WIRTSCHAFT, WOHNEN & KULTUR IN DER METROPOLENREGION BERLIN-EASTSIDE | 02/2016

BEZIRK WIRBT WEITER MIT
BERLINS BESTEN AUSSICHTEN
STANDORTMARKETING: Marzahn-Hellersdorf setzt
seine Imagekampagne für drei Jahre fort.

D

ass es Berlins beste Aussichten
in Marzahn-Hellersdorf gibt, ist
schon seit drei Jahren bekannt.
Denn genau mit diesem Slogan
warb der Bezirk für sich in der Hauptstadt
und darüber hinaus. Jetzt wird die großangelegte Imagekampagne weitergeführt,
denn das bei der bezirklichen Wirtschaftsförderung angesiedelte Projekt ist um drei
weitere Jahre verlängert worden. Für das
Standortmarketing fließen pro Jahr rund
300.000 Euro Fördermittel.
Wirtschafts- und Stadtentwicklungsstadtrat Christian Gräff (CDU) bekennt,
dass Marzahn-Hellersdorf weiter an seiner
Außenwirkung arbeiten muss: „Wir haben
noch immer ein kleines Imageproblem“,
sagt er. Deshalb müsse man auch mehr als
andere Bezirke für den Standort werben.
Er nannte drei Schwerpunkte, die unter
der Dachmarke „Berlins beste Aussichten“
besonders entwickelt werden sollen: der
Tourismus, die Gesundheitswirtschaft und
die Industrie. In diesen Bereichen gebe
es bereits beachtliche Stärken, die weiter
ausgebaut werden sollen. Zudem würden
auch die Potenziale der Region genutzt: In

NACHRICHTEN

Kürze startet gemeinsam mit dem Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg
Deutschlands erstes länderübergreifendes
Regionalmanagement.
Der alte und neue Leiter des Standortmarketings, Dr. Oleg Peters, kann bereits
mit einigen konkreten Vorhaben aufwarten: So wird im April ein Führer durch
Marzahn-Hellersdorf mit Rad- und Wanderwegen sowie ein Gastgeberverzeichnis
erscheinen. Am 28. Mai wird es im CleanTech Business Park einen „Tag der offenen
Tür“ geben. Und am 3. Juni wird nach vielen Jahren in der „Hellen Mitte“ das Classic
Open Air neu aufgelegt, eine beliebte Musikveranstaltung. „Das ist auch ein Beitrag
zum 30. Hellersdorf-Jubiläum“, so Peters.
Im Rahmen der stadtweiten Veranstaltungen unter dem Motto „Berlins grüne Orte“ findet laut Peters am 9. Juli ein
Schlossparkfest in Biesdorf statt. Weitergehen soll 2016 die Erfolgsgeschichte des
mobilen Info- und Erlebnisstores. Dieser
soll nun auf Reisen gehen und MarzahnHellersdorf in Hamburg oder Köln („der
Ort ist noch nicht endgültig entschieden“)
präsentieren. BIRGITT ELTZEL

NEUES ZUHAUSE FÜR DEN ICE

Ein moderner ICE steht über einer Arbeitsgrube in der gerade sanierten und ausgebauten
ICE-Instandhaltungshalle in Rummelsburg. Gut 40 Millionen Euro flossen in die moderne
Werkstatt, in der auf vier Ebenen gleichzeitig gearbeitet werden kann. Gut drei Jahre hatte
der Um- und Ausbau der Halle an der Wallensteinstraße gedauert. Jetzt ist das Gebäude hell, freundlich und vor allem angenehm beheizt. In der „Triebzughalle“, wie der Komplex offiziell heißt, werden die ICE-Züge der neuesten Baureihe gewartet. Während das
Bordres­taurant mit Lebensmitteln und Getränken bestückt wird, können andere Kollegen
parallel den Zug von innen und außen reinigen sowie die Fahrzeuge warten. Angeschlossen ist Rummelsburg an alle Berliner Fernbahnhöfe. „Mit dem Umbau dieser Halle haben
wir für unser Aushängeschild eine Heimat geschaffen“, sagte Birgit Bohle, die Vorstandsvorsitzende von DB Fernverkehr, zur Eröffnung.
Foto: Marcel Gäding

BERUF & KARRIERE

BÜRGERSTIFTUNG LÄDT
ZUM KONZERT EIN
LICHTENBERG. Die Bürgerstiftung Lichtenberg lädt am 5. März zu ihrem Frühlingskonzert ein. Ab 16 Uhr musiziert im Audimax der
Hochschule für Technik und Wirtschaft die
Big Band „Just Mad“ der SchostakowitschMusikschule. Zu hören sind ansteckende
Grooves von Jazz bis Swing über Latin bis hin
zu Funk, aber auch facettenreiche Klangfarben und beeindruckende Tutti-Passagen.
Ehrengast ist Christine Stüber-Errath, Weltmeisterin im Eiskunstlauf. Karten gibt es für
15 Euro, Kinder zahlen 10 Euro. Der Erlös des
Konzertes kommt den Projekten der Bürgerstiftung Lichtenberg zugute. Informationen
unter Tel. 030 90296-3306. (bzj.)

KLAUS FELDMANN
STELLT BUCH VOR
KAULSDORF. Klaus Feldmann, langjähriger
Sprecher der Aktuellen Kamera, stellt am 18.
Februar um 15 Uhr sein Buch „Das waren die
Nachrichten“ vor. Feldmann – fast drei Jahrzehnte das „Gesicht“ der Aktuellen Kamera,
präsentiert Episoden und Anekdoten aus seiner Arbeit beim DDR-Fernsehen. Der Eintritt
ist kostenfrei. Die Buchpräsentation findet im
Stadtteilzentrum Kaulsdorf, Brodauer Straße
27-29, 12621 Berlin, statt. Anmeldungen unter
Tel. 030 9988160. (bzj.)

Anzeigenannahme
Tel. 030 55 49 96 55

2

02/2016 | STANDORT OST | Bezirks-Journal

INTERNATIONALE GARTENSCHAU 2017: Die Vorbereitungen für die IGA Berlin 2017 gehen in die heiße
Phase. Überall wird gebuddelt und gebaut. Das Investitionsvolumen beträgt fast 100 Millionen Euro.

DER BEZIRK
MACHT SICH FEIN
FÜR DIE IGA
Verwaltung investiert in
das IGA-Umfeld

M

arzahn-Hellersdorf
putzt
sich für die Internationale
Gartenausstellung 2017 heraus: Rund 8,6 Millionen Euro
investiert die Verwaltung aus Fördermitteln und dem eigenen Etat, um Straßen,
Radwege, Spielplätze und Zugänge zum
IGA-Gelände herzurichten. „Die IGA ist
für den Bezirk eine Riesen-Chance, aber
auch eine Riesen-Herausforderung“, sagt
Stadtentwicklungsstadtrat Christian Gräff
(CDU) bei der Vorstellung der insgesamt
15 Bauvorhaben rund um das 40 Hektar
große Areal. Das erstreckt sich zwischen
dem Blumberger Damm, der Hellersdorfer
Straße und der Landsberger Allee.
Das meiste Geld – 2,76 Millionen Euro
– fließt in die Neugestaltung der Kreuzung
Hellersdorfer Straße/Alte Hellersdorfer
Straße/Feldberger Ring: Am Bahnhof Neue
Grottkauer Straße sollen die Besucher von
der U-Bahn direkt auf das IGA-Gelände
gelangen. An diesem Eingangsbereich entsteht zudem ein bezirkliches Informationszentrum, sagt Christian Gräff. Gleichzeitig
wird die Hellersdorfer Straße in Schuss
gebracht – mit einer Art Vorplatz nahe der
Feuerwache. Den zweiten größeren Posten investiert der Bezirk am Blumberger
Damm. Dort soll für rund 1,1 Millionen
Euro ein besserer Zugang zum IGA-Besucherzentrum entstehen. Auch Wege werden in Schuss gebracht, unter anderem an
der Eisenacher Straße Ecke Suhler Straße
und an der Landsberger Allee und der Zossener Straße. Neu angelegt wird ein Gehund Radweg, der die Hellersdorfer Straße
mit dem Wuhletal verbindet. Außerdem
entstehen nahe der Eisenacher Straße, in
Höhe der Hellersdorfer Straße und auf dem
Areal der jetzigen Gärten der Welt neue
Spielplätze. Die Skateranlage am Fuße des
Kienbergs wird erneuert. Auf dem IGAGelände selbst lässt der Bezirk am Ufer des
Wuhleteiches ein Umweltbildungszentrum
bauen. „Dafür haben wir lange gekämpft“,
berichtet Gräff. Die Bauplanungsunterlagen für die 15 Projekte sind bereits fertig
und müssen, damit das Geld fließen kann,
noch vom Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses freigegeben werden. Für alle
Vorhaben konnte Gräff Geldquellen auftun.
„Es gibt keine Maßnahme, die wir nicht realisieren können.“ Wacklig hingegen ist der
Bau der Wuhlebrücke am Landsberger Tor.
Die Planungskosten sind zwar abgedeckt.
Noch ist aber unklar, woher das Geld für
die Umsetzung kommt.
Mit dem Ende der Ausstellung sollen
sowohl das Umweltbildungszentrum als
auch das bezirkliche Informationszentrum
weiter genutzt werden, kündigt Gräff an.
Unter anderem zieht die Tourist-Info in
das Info-Zentrum. 
MARCEL GÄDING

Können die IGA Berlin 2017 kaum erwarten: Katharina Langsch, Beate Reuber und Christoph Schmidt.

Foto: Marcel Gäding

ENDSPURT FÜR DIE GROSSE GARTENSCHAU
Das IGA-Gelände nimmt Gestalt an. Baukräne und Bagger prägen das Bild.
Auch die ersten Pflanzen sind bereits in der Erde.

D

ie Vorbereitungen für die Internationale Gartenausstellung gehen in die entscheidende Phase:
Die Rohbauten für das neue
Besucherzentrum am Blumberger Damm
und die daneben liegende Freilichtbühne
stehen bereits. Auch die neue Tropenhalle ist so gut wie fertig. Ende Februar ist
Startschuss für den Bau der Seilbahn, die
Besucher vom U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße auf das IGA-Gelände bringt. Die neue Tropenhalle befindet sich planmäßig
Foto: IGA/ Lichtschwaermer
Im Herbst ist der Eingang der Gärten der im Bau.
Welt in der Eisenacher Straße dran und
wird IGA-tauglich gemacht. „Auf dem Ge- beln in die Erde, die ihre volle Pracht zur
lände entsteht zudem für zwei Millionen IGA-Eröffnung am 13. April 2017 entfalEuro Berlins größter Wasserspielplatz mit ten sollen. „Das wird ein floraler Zaubereinem neun Meter großen, begehbaren schmuck, der richtig knallt“, sagte Schmidt.
Wal“, kündigte Christoph Schmidt, der Ge- „Wir hoffen, dass wir einen schönen, langen
schäftsführer der IGA Berlin und der Grün Sommer haben werden, der 186 Tage hält“,
Berlin GmbH, im Rahmen der Jahrespres- ergänzte seine Kollegin Katharina Langsch.
Bereits jetzt ist das Interesse an der IGA
sekonferenz an.
Annähernd 100 Millionen Euro fließen Berlin 2017 groß. Namhafte Branchenverin die Gestaltung der Internationalen Gar- bände haben bereits angekündigt, dass sie
tenausstellung, deren Gesamtfläche inklu- ihre Jahrestagungen auf dem IGA-Gelände
sive der Gärten der Welt gut 100 Hektar abhalten werden. Zudem sind 1.500 Verumfassen wird. Zwischen dem U-Bahnhof anstaltungen für Kinder und Jugendliche
Neue Grottkauer Straße, dem Blumberger geplant. Die große, 5.000 Besucher fasDamm und der Eisenacher Straße entste- sende Freilichtbühne soll ebenso Besuhen verschiedene Themengärten, Wasser- cher anlocken wie der Wolkenhain auf
welten und Spielplätze. Erwartet werden dem Kienberg, von dem aus man gut den
2,35 Millionen Besucher, von denen ein Fernsehturm in der City Ost sehen kann.
Drittel aus dem Umkreis von 150 Kilome- Dieser Tage werden Vertreter der IGA
tern kommt. „Wir liegen deutlich unter nach London reisen und dort bei Reiseverden Kosten“, sagte Christoph Schmidt am anstaltern auf der German Travel Show in
Freitag. Bereits fertiggestellt sind der Eng- den legendären Royal Horticultural Halls
lische Garten und der Wuhlesteg. Auch die werben. Mit Visit Berlin wurden ebenso
in die Jahre gekommenen Wege der Gär- Verträge geschlossen wie mit der Touristen der Welt wurden mittlerweile erneuert musvermarktungsgesellschaft für das Land
und verbreitert. Die Kienberg-Terrassen Brandenburg. Am Vorabend der Internasind schon bepflanzt, auch wurde ein Ro- tionalen Tourismusbörse ITB werden 300
sengarten mit 6.000 Pflanzen angelegt. Im Reisebusunternehmen in Marzahn erwarHerbst kommen fast 500.000 Blumenzwie- tet, die man auf die IGA einstimmen will.

Bei aller Vorfreude gibt es jedoch auch
einen Wermutstropfen für die Besucher
der Gärten der Welt. Weil die Parkanlage
Bestandteil der IGA sein wird, öffnet sie
am 16. Oktober letztmalig für die Besucher.
Dann ist ein Herbstfest, mit dem sich die
Grün Berlin GmbH in die Baupause verabschiedet. Bis dahin sind zehn Großveranstaltungen geplant, wie Senior Park-Managerin Beate Reuber sagte. Als Höhepunkte
nannte sie das Kirschblütenfest am 17. April, die Leserreise mit Saitenblicken am 12.
Juni und das Open-Air-Konzert „Viva la
musica“ am 10. September. Im Gegenzug
der Schließung der Gärten der Welt wird
es einige Annehmlichkeiten für die Besucher geben. Unter anderem wird das Parken bis zur Schließung im Herbst nichts
kosten; Besucher erhalten einen kostenlosen Parkführer. Am 4. Juni ist außerdem
bei freiem Eintritt ein Tag der offenen
Tür geplant. Und wer eine Jahreskarte der
Grün Berlin GmbH besitzt, darf ab August
kostenlos das frisch sanierte Schloss Biesdorf besuchen, dessen Betreiberin die Grün
Berlin GmbH werden wird.
Wer sich für das Baugeschehen und
den Fortgang der Bauarbeiten interessiert,
kann ab sofort jeden dritten Donnerstag
im Monat an den Baustellenführungen
teilnehmen. Die Teilnahme ist ohne Voranmeldung möglich. MARCEL GÄDING
Baustellenführungen: an jedem 3. Donnerstag im Monat von 14-16 Uhr, Treffpunkt: IGAInfopavillon am Eingang der Gärten der Welt,
Eisenacher Straße 99, 12685 Berlin.
Weitere Informationen:
www.iga-berlin-2017.de
www.gruen-berlin.de/gaerten-der-welt

Verlagssonderveröffentlichung

Recht & Steuern
Rechtzeitig um die Steuererklärung kümmern

D

en 31. Mai 2016 sollten sich
Steuerzahler im Kalender markieren: An diesem letzten Dienstag im Mai endet die reguläre Frist zur
Abgabe der Einkommensteuererklärung
für das Jahr 2015. Das geht aus einem
Verwaltungsschreiben des Bundesfinanzministeriums hervor. Für die meisten
Bürger wird an diesem Tag also die Steuererklärung fällig. Wird eine Einkommensteuererklärung nicht fristgemäß
abgegeben, kann das Finanzamt Verspätungszuschläge verlangen. Grund genug,
rechtzeitig mit den Vorarbeiten wie dem
Sortieren der Belege, zu beginnen. Wir
sagen, wer jetzt aktiv werden sollte:
ARBEITNEHMER: Der Abgabetermin
31. Mai gilt bei Arbeitnehmern nur,
wenn sie verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Dies ist
zum Beispiel der Fall, wenn bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig gearbeitet
wurde, ein Freibetrag bewilligt wurde, z.
B. für einen langen Fahrweg zur Arbeit,
Lohnersatzleistungen, wie beispielsweise
das Elterngeld oder Krankengeld bezo-

Bezirks-Journal

STEUERN: Bis Ende Mai Steuerunterlagen fertigstellen
gen wurden oder bei einem Ehepartner
der Arbeitslohn mit Steuerklasse V, VI
oder dem Faktorverfahren besteuert wurde. Liegen die Voraussetzungen für eine
Pflichtveranlagung nicht vor, können
Arbeitnehmer freiwillig eine Steuererklärung abgeben. Dies lohnt sich vor allem,
wenn eine Steuerrückerstattung winkt.
Für diese so genannte Antragsveranlagung gilt allerdings eine vierjährige Abgabefrist, sodass die Einkommensteuererklärung 2015 in diesem Fall noch bis
zum 31. Dezember 2019 abgegeben werden kann.
UNTERNEHMER: Selbstständige sind
grundsätzlich verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt
einzureichen. Auch für sie gilt der 31.
Mai als Stichtag.

SENIOREN: Auch viele Rentenempfänger sind inzwischen verpflichtet, eine
Einkommensteuererklärung
einzureichen. Ob eine Abgabepflicht besteht,
hängt von der Höhe der Bruttorente und
dem Jahr des Rentenbeginns ab. Die
Faustformel: Je früher der Rentenbeginn,
desto mehr Rente kann steuerfrei vereinnahmt werden. Für Rentenempfänger
gilt ebenfalls die Abgabefrist 31. Mai. Senioren sollten daher rechtzeitig prüfen,
ob sie eine Steuererklärung einreichen
müssen.
Fristverlängerung: Steuerzahler, die
verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung abzugeben aber den Abgabetermin nicht einhalten können, sollten
bei ihrem Finanzamt rechtzeitig eine
Fristverlängerung beantragen – schrift-

lich. Wird die Einkommensteuererklärung von einem Steuerberater oder
Lohnsteuerhilfeverein erstellt, verlängert
sich die Abgabefrist auf den 31. Dezember 2016. Da dies aber ein Sonnabend ist,
muss die Erklärung spätestens am Montag, 2. Januar 2017, beim Finanzamt eingehen. (Quelle: Bund der Steuerzahler)

Leserreisen

Noch mehr günstige Leserreisen unter www.bezirks-journal.de/leserreisen

4

A

uf den ersten Blick wirkt alles
wie immer. Am diesem Donnerstagvormittag sind es vor
allem ältere Kunden, die durch
die breiten Gänge des Lidl-Marktes in der
Gehrenseestraße schlendern. Und wäre da
nicht dieses Hinweisschild am Eingang
und die speziell für diese Woche angefertigte Dienstkleidung – womöglich würde
keiner der Kunden Notiz davon nehmen,
dass sie einen Discounter betreten, der
ausschließlich von Azubis geführt wird.
Motto: „Azubis handeln. Wir sind die Zukunft.“.
Eine Woche lang ist der Markt in der
Gehrenseestraße fest in der Hand von
Auszubildenden des zweiten und dritten
Lehrjahres. Die Stammmannschaft ist im
Urlaub oder bummelt freie Tage ab, während der Einzelhandelsnachwuchs den
Laden schmeißt. 14 junge Menschen wurden dafür vom Unternehmen ausgewählt.
Sie stammen aus Filialen von Schwedt
bis nach Cottbus, aber auch von Berliner
Standorten. In Hohenschönhausen sollen
sie nun zeigen, dass sie Verantwortung
übernehmen können. Quasi nebenbei machen sich die jungen Leute mit dem neuen
Filialkonzept des Unternehmens vertraut.
Der Standort in Hohenschönhausen ist
bereits auf Zukunft getrimmt: Mehr Platz
zwischen den Regalen, eine große Backstation und ein deutlich größeres Frischesortiment prägen das Bild der Filiale an der
Gehrenseestraße.
Und das funktioniert ganz gut, wie Sandra Preisig berichtet. Sie hat den Posten
der stellvertretenden Filialleiterin übernommen und ist permanent im Markt unterwegs. Mit dabei ein schnurloses Telefon
und ein kleines Gerät, mit dem sie Ware
nachbestellt und Preise überprüft. Zwischendurch geht sie ins Büro, in dem sie
neue Preisschilder ausdruckt oder schickt
ihre Kollegen in die Pause. Wenn Not am
Mann oder an der Frau ist, setzt sie sich
auch schon mal an die Kasse oder verräumt die im Morgengrauen gelieferte
Ware in die Regale. Für die Woche im Azubi-geführten Lidl-Markt ist Sandra Preisig
von Lübbenau nach Berlin gezogen, wohnt

AZUBIS ÜBERNEHMEN
DISCOUNTER

02/2016 | STANDORT OST | Bezirks-Journal

EINZELHANDEL: Auszubildende führen eine Woche
lang einen Lidl-Markt in Hohenschönhausen. Dort
können sie unter Beweis stellen, was sie in den
vergangenen Monaten gelernt haben.

Philipp Bulinski ist mit dem, was „seine“
Azubis da machen, ganz zufrieden. Kleine
Fehler wie die mit der Milch können passieren. Das gehört für den Ausbildungsleiter der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG
mit Sitz im brandenburgischen Freienbrink
bei Grünheide dazu. Derzeit betreut die regionale Gesellschaft an die 50 Azubis in 74
Filialen. Für die Azubi-Filiale ausgewählt
zu werden, sei schon etwas Besonderes,
sagt Bulinski. Diese Ehre wird nicht jedem
Auszubildenden zuteil. Immerhin muss es
den jungen Leuten gelingen, das Tagesgeschäft zu meistern. „Sie sollen lernen, nach
links und nach rechts zu schauen und ihre
Scheuklappen abzulegen“, sagt Bulinski.
Gute Chancen, von Lidl übernommen
zu werden

Azubi Caner Mutlu (19) am Obstregal bei Lidl. Daneben: Ausbildungsleiter Philipp Bulinski. Auf
dem kleinen Foto: Sandra Preisig. 
Fotos: Marcel Gäding
wie viele ihrer Kollegen
im Hotel. Auf ein Feierabendbier an der Hotelbar muss die junge Frau,
die gerade ein spezielles
Ausbildungsprogramm
von Lidl zur Handelsfachwirtin
durchläuft,
verzichten. Denn ihr Arbeitstag beginnt bereits
um 6 Uhr. Zwei Stunden bleiben Zeit, um
die Filiale auf den bevorstehenden Tag
vorzubereiten: Frisches Obst, Gemüse und
Fleisch muss verräumt werden. Außerdem
werden Backbleche mit Brot und Brötchen
bestückt, die dann vor Ort in der neuen
Backstation gebacken werden. „Eigentlich

läuft alles bestens“, lautet
Sandra Preisigs Resümee
für den Vormittag. Zumal an diesem Tag auch
die sogenannte NonfoodWare in die Regale geräumt wurde – das sind
Sonderangebote
wie
Schreibwaren, Kleidung
oder Bücher. Nur bei der
Bestellung von 1,5-prozentiger H-Milch ist
etwas schief gelaufen. Die kam mit der aktuellen Lieferung nicht mit, was zu Nachfragen führt. Charmant versucht Sandra
Preisig einem Herren die 3,5-prozentige
Variante oder die weniger lange haltbare
Frischmilch schmackhaft zu machen.

Lidl gehört zu den größeren Ausbildungsbetrieben in der Region. Aktuell
werden noch 20 junge Menschen für das
demnächst beginnende Ausbildungsjahr
gesucht. Das Ausbildungsangebot richtet
sich sowohl an Schüler als auch an Studierende und Abiturienten. Neben einer
klassischen Ausbildung können die jungen Leute auch ein Duales Studium antreten oder am Abiturientenprogramm
teilnehmen. Letzteres führt zum Abschluss
„Handelsfachwirt/in“ und befähigt den
unternehmenseigenen Nachwuchs, Führungspositionen im Handel einzunehmen.
Die Chancen, danach von Lidl übernommen zu werden, sind gut.
Sandra Preisig hat noch anderthalb Jahre
vor sich. Danach darf sie sich – eine erfolgreiche Abschlussprüfung vorausgesetzt –
Handelsfachwirtin nennen. Ein wichtiger
Schritt auf dem Weg zur Filialleiterin. Ihr
Interesse am Einzelhandel entdeckte sie
schon während ihrer Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin. Auf dem zweiten
Bildungsweg holte sie ihr Abitur nach.
Jetzt sammelt sie praktischen Erfahrungen
bei Lidl. „Der Job bietet jeden Tag etwas
Neues“, sagt sie. „Und wenn man dann etwas geschafft hat, ist das ein gutes Gefühl.“

MARCEL GÄDING

Infos: http://bit.ly/lidl-karriere

NACHRICHTEN

KARLSHORST: PLÄNE
FÜR TRESKOWALLEE
LIEGEN AUS
KARLSHORST. Die Treskowallee soll in
Höhe der Bahnbrücke verbreitert werden.
Dafür wird ein Planfeststellungsverfahren
gestartet. Bis zum 10. März werden die
Planunterlagen öffentlich ausgelegt, wie das
Bezirksamt mitteilte. Sie können montags bis
mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von
8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr im
Stadtentwicklungsamt, Alt-Friedrichsfelde
60, Haus 2, Raum 1210A, eingesehen werden.
Vorgesehen ist, das zweispurige Nadelöhr
in Höhe des Bahnhofs Karlshorst aufzulösen und die Fahrspuren zu verbreitern. Für
Radfahrer, Fußgänger und die Straßenbahn
soll es mehr Platz geben. Der Abschnitt der
Treskowallee ist seit Jahren ein Ärgernis für
Anwohner und Autofahrer zugleich, da sich
vor allem in Zeiten des Berufsverkehrs Staus
in Richtung Köpenick einerseits sowie in
Richtung Hohenschönhausen und Marzahn
andererseits bilden. (bzj.)

Anzeigensonderveröffentlichung

präsentiert von

Unsere eigenen vier Wände

Hausbau | Finanzierung | Energieeffizienz | Handwerk | Grundstückssuche

Hausbau: Experten
geben Tipps

„DAS EIGENE HAUS“ am 12. und 13. März 2016/
20 Prozent auf den Ticketpreis sparen

E

in eigenes Haus im Grünen – das
ist für viele Menschen in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf
immer häufiger eine Alternative zur
Mietwohnung. Der Vorteil: Wer ins eigene Haus investiert, spart sich den Ärger
über Mieterhöhungen und schafft eine
sichere Altersvorsorge. Doch wie findet man das passende Anzeige
Haus? Welche Punkte sind bei der Immobilienfinanzierung zu
beachten? Und wer
steht den Bauherren
fachlich zur Seite?
Antworten auf diese und viele andere
Fragen gibt es am 12.
und 13. März auf der
Hausbaumesse „Das
eigene Haus & Energie“ im Postbahnhof
am Ostbahnhof.
Mehr als 130 Aussteller nehmen sich
an beiden Messetagen jeweils von 11 bis
18 Uhr Zeit für die Fragen angehender
Hausbesitzer. „Mit dem Besuch unserer Hausbaumesse sparen Sie Zeit und
Wege“, sagt Jan Schwalme vom euro
messe team schwalme, dem Veranstalter der führenden Berliner Immobilienmesse. Denn: Vor Ort treffen künftige Bauherren auf Experten in Sachen
Hausbau. Sie informieren über die verschiedenen Haustypen, geben Auskunft
über Baustoffe und erklären, wie sich
mit intelligenten Energiesystemen auf

Dauer Geld sparen lässt. Baufinanzierer
ermöglichen einen ersten Überblick, wie
viel Haus man für sein Geld bekommt,
welche Förderkredite es gibt und welche
finanziellen Belastungen auf die Bauherren zukommen. Verbraucherschutzorganisationen wie der Bauherren-Schutzbund informieren, welche Fallstricke es
auf der rechtlichen
und
bautechnischen Seite zu
beachten
gibt.
Abgerundet werden die Messetage
von einem Vortragsprogramm
zu
unterschiedlichen
Themen
rund um Hausbau, Architektur,
Energieeffizienz,
Baufinanzierung
und
Baurecht.
Das
OnlineRatgeber por tal
www.bauratgeberdeutschland.de ist
auf der Messe mit einem eigenen Stand
vertreten und bietet dort nicht nur mehr
als 50 kostenlose, hilfreiche Checklisten an. Dort können Interessierte auch
unter 15.000 Grundstücken und 16.000
Hausentwürfen wählen.
Der Eintritt zur Hausbaumesse „Das
eigene Haus & Energie“ kostet zehn
Euro. Wer die Tickets im Internet kauft,
spart 20 Prozent.
Tickets unter www.messe-hausbau.
de/informationen/tickets/

Ihr kompetenter
Begleiter
in Baufragen:
www.berliner-bauen.de

Hier finden Sie:
• Hausbaunachrichten
• Grundstücksangebote
• Hausbauratgeber
• Musterhaus-Adressen
• kostenfreie
Checklisten

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Bezirks-Sport

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Februar 2016

Im richtigen Bogen

BOWLING: Die Bowling-Betriebssportgemeinschaft „Figaros Netzwerk“ aus Marzahn hat sich in kürzester Zeit
an die europäische Spitze gespielt.
von Benedikt Paetzholdt

S

chon um 12 Uhr mittags herrscht
Hochbetrieb im Bowling-Center
am Eastgate. Hoffnungsfroh werfen die Hobbysportler den Ball in die
Bahn, oft bleibt der ersehnte Erfolg aus.
Regelmäßig fallen die Pins auf der anderen Seite allerdings um, hin und wieder
auch alle zehn zum Strike. Überall ist
das gleiche Muster erkennbar: Es wird
viel Kraft eingesetzt. Rollt der Ball in der
Mitte dem Ziel entgegen, sind die Spieler glücklich und zufrieden.
Andreas Klatt, 57, freut sich über die
Leidenschaft hier. Auch wenn er weiß,
dass die Hobbyspieler durchweg falsche
Techniken anwenden. Bei seinen Sportlern des Marzahner Bowling-Vereins
„Figaros Netzwerk“ setzt er als Teamleiter natürlich andere Maßstäbe an. Sonst
hätten sie es auch kaum fertiggebracht,
drei Mal innerhalb der letzten fünf Jahre Betriebssport-Europameister zu werden, zuletzt 2015 im niederländischen
Eindhoven. „Als erstes Team überhaupt
möchten wir den Titel in diesem Jahr
verteidigen“, sagt er. Bislang ist man
daran immer ganz knapp gescheitert.
Irgendwann, so der Traum, soll auch
mal der ganz große Coup gelingen, mit
Gewinn des WM-Titels.
Bei Klatts besten Bowlern, die in der
Berliner Stadtliga spielen, hat es wenig
mit Zufall zu tun, dass die Pins fallen.
„Technik und Konzentration sind ganz
entscheidend“, weiß der Vereinsvorsit-

Andreas Klatt steht dem Team vor.
FOTO: B. PAETZHOLDT

zende. Auch wenn es für Laien nicht so
aussehen mag, verfügt doch jede Anlage
über ihr eigenes Profil. Welches darüber
entscheidet, wie der Ball gespielt werden muss. „Auf der Bahn befindet sich
ein dünner Ölfilm“, erklärt Klatt, „der
ist ähnlich aufgebaut wie ein Tannenbaum“. Am äußeren Rand, wo also die
zweigartigen Strukturen aufhören, sei
die Bahn stumpf. Diese Stellen gilt es zu
meiden. Bevor es losgeht, müssen sich
die Sportler das entsprechende Profil
deshalb genau einprägen.

Um möglichst umfassend zu punkten
– 200 bis 220 Punkte bei zehn Runden
sind auf diesem Niveau der Standard
–, spielen Vereinsbowler niemals durch
die Mitte. Vielmehr bewegt sich der Ball
im Bogen auf das Ziel zu, weil sich so
die Wahrscheinlichkeit erhöht, alles
abzuräumen. Besonders wichtig ist es
zudem, einen Spieler im Vierer-(EM),
beziehungsweise Fünferteam (Liga) zu
haben, der von links spielen kann. „Weil
fast alles über rechts läuft, ist die Bahn
auf dieser Seite oft früh abgenutzt.“
25 Mitglieder zählt der Verein heute,
dessen Name auf die Friseurin Monika
Pakulla zurückgeht, die 1998 mit sechs
Mitspielern eine Betriebssportgruppe
gründete. Im Dezember 2010 setzten
sich zehn Spieler zusammen und gründeten den gemeinnützigen Verein „Figaros Netzwerk e.V.“ mit Sitz in der Hasenholzer Allee. Klatt und viele Mitglieder
kommen aus Marzahn. Grund und Ziel
der Gründung war es, den Bowlingsport
in Berlin weiter voranzutreiben, ein Vereinsleben aufzubauen sowie Sponsoren
zu gewinnen. Nicht nur die Reise zur
EM, auch das tägliche Training auf den
kommerziellen Bahnen ist teuer. Die für
jeden Spieler speziell angefertigten Bälle
kosten um die 300 Euro.
Bis zum heutigen Zeitpunkt hat der
Klub einen langen, zähen Weg hinter
sich, der einst in der Hausliga begann.
In der untersten Bowling-Spielklasse
spielt man immer in der gleichen Halle,
die den entsprechenden Verein beher-

bergt. Gegner sind die anderen Teams,
die ebenfalls auf diesen Bahnen trainieren. Rund 150 Teams tummeln sich in
15 bis 20 Spielhallen in Berlin.
Weil nur der jeweils Erste aufsteigen
kann, mussten sich die Figaros bis 2007
gedulden, um dann endlich in der Bezirksliga spielen zu können. Der Enthusiasmus Klatts war für die stetige Verbesserung maßgeblich ausschlaggebend.
„Im Bowling richtet sich die Größe der
Pokale nach der Platzierung“, erzählt er.
Er stachelte seine Mitglieder an, größere
Trophäen zu sammeln. 2010 schließlich
folgte der Aufstieg in die Oberliga. Seit
2011 tummelt sich der Klub mittlerweile in der höchsten Klasse, der Stadtliga,
in der die Wettbewerbe Woche für Woche auf einer anderen Bahn stattfinden.
Platz drei möchte das Team hier gerne
erreichen, aktuell steht es knapp dahinter.
Andreas Klatt geht es vor allem aber
auch darum, in der Breite stärker zu
werden. 2012 wurde deshalb eine zweite Mannschaft ins Leben gerufen, die
inzwischen in der Oberliga spielt. Ein
drittes Team startete im vergangenen
Jahr. Somit können immer mehr Bowler an das Topniveau des besten FigaroTeams herangeführt werden. Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft.
„Wir dürfen hier nichts dem Zufall
überlassen“, sagt Klatt. Womit sich seine Sportler doch maßgeblich von den
Hobbybowlern im Center am Eastgate
unterscheiden.

Eisspeedway: Wer wird Weltmeister?

O

FREIKARTEN: Wir verlosen Tickets für die Weltmeisterschaft in Wilmersdorf!

hrenbetäubender Lärm, Männer
in dicker Kluft und Maschinen,
deren Spikes sich in das Eis graben: das ist Eisspeedway. Zum 43. Mal
findet im Horst-Dohm-Stadion in Wilmersdorf eine Weltmeisterschaft statt.
Denn werden die tollkühnen Männer in
spannenden Wettkämpfen um die Wette
fahren.
Dort wird am 5. (ab 17 Uhr) und 6.

März (ab 14 Uhr) einer von insgesamt
fünf Grands Prix ausgetragen. Bereits
am 3. März steht zudem eine deutsche
Meisterschaft auf dem Programm; der
4. März dient den Trainingsläufen. Ort:
Fritz-Wildung-Straße 9, 14199 Berlin.
Karten gibt es zwischen 10 und 70 Euro
im Internet unter http://bit.ly/eisspeedway-berlin Das Bezirks-Journal vergibt
dreimal zwei Freikarten. Schreiben Sie

uns bis zum 26. Februar eine E-Mail an
gewinnspiel@bezirks-journal.de. Bitte
vergessen Sie nicht, uns Ihre Kontaktdaten mitzuteilen, damit wir Ihnen die
Tickets zuschicken können. Infos unter
www.eisspeedwayunion-berlin.eu (bzj.)
Günther Bauer ist einer der Favoriten bei
der 43. Berliner Eisspeedway-WeltmeisterFOTO: THORSTEN HORN
schaft. 

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Februar 2016

THEATER & BÜHNE

Bezirks-Kulturkalender

WELTERKUNDER

Schaurig schöner Abend: Franziska Troegner
und Jaecki Schwarz treten am 13. Februar um
20 Uhr im Freizeitforum auf. Titel des Programms: „Mit der Lammkeule auf dem Weg
zum Himmel“. Die Schauspieler präsentieren
Szenen aus den Stücken des Autors Roald
Dahl. Karten kosten 18 Euro. Ort: Marzahner
Promenade 55, 12679 Berlin. Karten-Telefon:
030 5427091, Internet: www.freizeitforummarzahn.com

MUSIK & KONZERT

Südsudan – das jüngste Land der Erde: Dokumentarfilm über den jüngsten Staat der
Erde, den Südsudan, mit anschließendem Gespräch mit den Filmemachern Jeremy
de Luca und Mike Hampe, Botschafterin Sitona Abdalla Osman, und Charles M.
Huber (MdB) am 24. Februar um 19.30 Uhr. Eintritt: 7, erm. 5 Euro. Ort: Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619 Berlin. Reservierungen unter Tel.
030 5611153.
FOTO: JEREMY DE LUCA

Clubkonzert mit Gerd Christian: Der Sänger
präsentiert am 27. Februar um 19.30 Uhr
unter anderem Balladen aus seinem aktuellen
Album „Persönlich“. Eintritt: 18 Euro. Ort:
Alte Börse Marzahn, Zur Alten Börse 59 (ehemals Beilsteiner Straße 51-85), 12681 Berlin.
Reservierungen unter Tel. 030 55074074.
Infos: www.alte-boerse-marzahn.de
„In the Footsteps of King David“: Konzert
mit Florenze Sitruk am 21. Februar um 16
Uhr. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten,
Brebacher Weg 15, Haus 34, 12683 Berlin,
Tel. 030 562969423, Internet: www.wuhletal.
de/Krankenhauskirche.html. Der Eintritt ist
frei, um Spenden am Ausgang wird gebeten.
„Die größten Hits der 20-er Jahre“: Konzert am 21. Februar um 18 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum, Köpenicker
Str. 165, 12683 Berlin, Telefon 030 5143593.
Eintritt: 10, erm. 4 Euro.
Ein Freund, ein guter Freund: Chormusik
am Nachmittag am 24. Februar um 15 Uhr
mit dem Telekom Männerchor unter der Leitung von Karsten Drewing. Eintritt: 6 Euro,
Kaffeegedeck: 2,50 Euro. Ort: Kulturforum
Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619
Berlin, Tel. 030 5611153, Internet: www.
kulturring.org
Arndt-Bause-Gala: Siegfried „Siggi“ Trzoß
empfängt zur Arndt-Bause-Gala am 21.
Februar um 15 Uhr wieder alte Bekannte
– darunter Wolfgang Lippert, Dina Straat,
Vera Schneidenbach, Michael Hansen und
die Red Shoe Boys. Karten kosten 20 Euro.
Ort: Freizeitforum Marzahn, Marzahner
Promenade 55, 12679 Berlin. Karten-Telefon:
030 5427091

MALEREI & FOTOGRAFIE

Ausstellung „Ich habe einen Traum...“:
Bilder von Flüchtlingen, porträtiert von der
19-jährigen Carlotta Heyden-Rynsch aus
Braunschweig. Zu sehen bis 22. März, Mo-Fr
10-18 Uhr. Ort: Hochhauscafé des Kulturhochhauses Marzahn, Wittenberger Straße
85, 12689 Berlin, Tel. 030 93772052.
Ausstellung „Malerische Wanderungen“:
Bilder des Biesdorfer Mal- und Freundeskreis
aus der Havel-, Spree- und Oder-Region, zu
sehen bis zum 28. Februar. Öffnungszeiten
Mo, Di, Do, Fr 10-19.15 Uhr, Mi 14-19.15

„Das Seebad Sellin in den 30er Jahren“:
Dokumentarfilm von Hans Knospe mit vielen
historischen Bildern von der Ostsee, zu sehen
am 19. Februar um 19.30 Uhr im Filmclub
des Kulturforums Hellersdorf. Eintritt: 7, erm.
5 Euro. Reservierung Telefon 030 5611153.
Kino Kiste – Programm vom 11.2.-17.2.
Arlo und Spot: Do, So, Mo, Di, Mi,16.05 Uhr
außer Fr, Sa 15.45 Uhr
Das brandneue Testament: Do, So, Mi 14 Uhr,
Sa 17.25 Uhr, Di 17.50 Uhr, Fr 19.10 Uhr,
Mo 20 Uhr
Die dunkle Seite des Mondes: Fr, Mo 14 Uhr Do,
So, Mi 18 Uhr, Sa 19.25 Uhr, Di 20 Uhr
Mademoiselle Hanna: Sa, Di, 14 Uhr, Fr 17.25
Uhr, Mo 18 Uhr, Do, So, Mi 20 Uhr

Politisches Kabarett: Olaf Michael Ostertag
ist am 20. Februar um 15 Uhr mit seinem
Soloprogramm „Stärker denken“ zu Gast
im „Vino Vita“, Hultschiner Damm/Ecke
Seestraße, 12623 Berlin. Eintritt 4 Euro,
Vereinsmitglieder 3 Euro. Veranstalter ist der
Bürgerverein Mahlsdorf-Süd e.V. Informationen unter Tel. 030 54776256 und www.
bv-mahlsdorfsued.de.
Na det war wieda ´n Jahr: Satirischer Jahresrückblick am 26. Februar um 19 Uhr mit
Gerald Wolf. Eintritt: 8, erm. 6 Euro. Ort:
Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee
410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078.

FILM & KINO

7

Straße 94, 12627 Berlin, Tel. 030 90293-4132,
Internet: www.ausstellungszentrumpyramide.
de

Ihre Veranstaltung fehlt?
Schreiben Sie uns eine Mail:
kultur@bezirks-journal.de

Uhr, Sa 10-14 Uhr. Ort: Bezirkszentralbibliothek Mark Twain(im Freizeitforum Marzahn), Marzahner Promenade 52-54, 12679
Berlin, Tel. 030 54704154.
Fotoausstellung „Boa tarde Lisboa“:
Fotografien von Ralph Weber aus Lissabon.
Ort: KISTE am U-Bahnhof Hellersdorf,
Heidenauer Straße 10, 12627 Berlin, Tel. 030
9987481, Internet: www.Kiste.net
Ausstellung „Goder Hein Wessel“: Skulptur Malerei Grafik, zu sehen bis zum 26.
Februar. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
Ort: Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer

GESCHICHTE

Führung durch das Gründerzeitmuseum:
Der Bürgerverein Mahlsdorf-Süd e.V. lädt am
18. Februar um 15 Uhr zu einer Führung
durch das Gründerzeitmuseum ein. Eintritt: 3
Euro, Vereinsmitglieder 2 Euro. Ort: Hultschiner Damm 333, 12623 Berlin. Informationen
unter Tel. 030 54776256.
MenschenLeben – LebensWerke: Sonderausstellung des Bezirksmuseums. Dauer: bis
2. Oktober. Ort: Bezirksmuseum MarzahnHellersdorf, Haus 1, Alt-Marzahn 51, 12685
Berlin, Tel. 030 54790921, Öffnungszeiten:
Mo-Fr 11-17 Uhr, So 11-17 Uhr. Der Eintritt
ist frei.

Kino Kiste – Programm vom 18.2.-24.2.
Arlo und Spot: tägl. 16.05 Uhr außer Fr 15.45
Uhr
Die dunkle Seite des Mondes: Do, So, Mi 14 Uhr,
Sa 17.40 Uhr, Di 18 Uhr, Fr 19.25 Uhr, Mo
20 Uhr
Mademoiselle Hanna: Fr, Mo, 14 Uhr, Do, So,
Mi 18 Uhr, Sa 19.25 Uhr, Di 20 Uhr
Carol: Fr 9 Uhr Seniorenkinobrunch, Sa, Di
14 Uhr, Fr 17.20 Uhr, Mo 17.50 Uhr
Do, So, Mi 20 Uhr
Kino Kiste – Programm vom 25.2.- 2.3.
Die Winzlinge: tägl. 16 Uhr außer Sa 15.50 Uhr
Mademoiselle Hanna: Do, So, Mi 14 Uhr, Sa
17.20 Uhr, Di 18 Uhr, Fr 19.25 Uhr, Mo 20
Uhr
Carol: Fr, Mo 14.00 Uhr, Do, So, Mi 17.50
Uhr, Sa 19.05 Uhr, Di 20 Uhr
Mr. Holmes: Sa, Di 14 Uhr, Fr 17.35 Uhr, Mo
18 Uhr, Do, So, Mi 20 Uhr
Ort: Kino Kiste, Heidenauer Str. 10, 12627
Berlin, Tel. 030 9987481.
Filme vom NVA-Filmstudio: Am 8. März
werden um 17 Uhr alte, digitalisierte Filme
der Nationalen Volksarmee gezeigt. Eintritt 5
Euro. Ort: Theater am Park, Frankenholzer
Weg 4, 12683 Berlin, Tel. 030 5143714.

IMPRESSUM
Bezirks-Journal

Unabhängige Monatszeitung für
die Berliner Bezirke. In Kooperation mit
www.lichtenbergmarzahnplus.de und www.qiez.de
Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat kostenlos
und liegt derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf zur Mitnahme aus. Die
Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung.
Herausgeber/ Chefredakteur:
Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
Verlag:
Medienbüro Gäding | Marcel Gäding
Josef-Orlopp-Straße 54 | 10365 Berlin
Telefon: 030 55 49 96 56
Telefax: 030 55 49 43 69
E-Mail: redaktion@bezirks-journal.de
Internet: www.bezirks-journal.de
Facebook: www.facebook.com/bezirksjournalberlin
Twitter: www.twitter.com/bezirks_journal
Redaktion & Internet:
Marcel Gäding (Ltg.),
freie Mitarbeit: Steffi Bey, Benedikt Paetzholdt
Anzeigen & Werbung:
Falko Hoffmann, Lutz Neumann
Tel. 030 55 49-96 55/ -43 60
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Druck:
Pressedruck Potsdam GmbH
MADSACK Mediengruppe
Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam
Mitglied im
Deutschen Journalistenverband e.V.
Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V.
Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V.
Gesamtauflage: 100.000 Exemplare
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 3/2015.
Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 10.03.2016

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Bezirks-Nachrichten

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Februar 2016

NACHRICHTEN

Alles, was Marzahn-Hellersdorf bewegt. Kurz. Bündig. Kompakt.

Gruppenfoto zur Einweihung des IGAOrts Kita Wunderwelt.

FOTO: LUTZ NEUMANN

Senden Sie uns Ihre Infos!
E-Mail: redaktion@bezirks-journal.de

Kita Wunderwelt ist
jetzt IGA-Ort

POLIZEIREPORT
SCHÜSSE VOR HEIM: Unbekannte
haben die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft am Glambecker Ring in Aufruhe versetzt. Sie sollen vor dem Gebäude
aus einem Auto heraus mehrfach mit
einer Schreckschusswaffe in die Luft
geschossen haben. Ein Zeuge gab zu
Protokoll, dass der Mann dabei „Allahu
Akbar“ gerufen habe. Der Täter konnte
entkommen. Beamte stellten Patronenhülsen sicher.
LOKAL ÜBERFALLEN: Schreck für
den Angestellten eines Lokals an der
Marzahner Promenade: Er wurde von
bislang unbekannten Tätern mit einer
Waffe bedroht und gezwungen, die Kasse zu öffnen. Die Täter konnten mit den
Einnahmen flüchten. Der Angestellte
blieb unverletzt.
TÄTER GESCHNAPPT: Die Polizei
hat vier junge Männer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren festgenommen. Den Jugendlichen werden gleich
mehrere Raubtaten, Körperverletzung,
räuberischer Diebstahl und räuberische
Erpressung zur Last gelegt. Sie hatten
im Januar in der Zossener Straße und in
der Luckenwalder Straße Schüler zweier
nahegelegener Schulen teilweise schwer
verletzt. Nun werden weitere Opfer und
auch Zeugen gesucht. Hinweise bitte an
Tel. 030 4664-673210 oder jede Polizeidienststelle.
WOHNUNG BRENNT: Ein Mann
ist bei einem Brand in einer Wohnung
an der Marzahner Promenade schwer
verletzt worden. Er wurde von Einsatzkräften der Berliner Feuerwehr gefunden
worden, die ein Anwohner zuvor alarmiert hatte.

Florian Münter

Vor der neuen Ernte
Auch im Winter finden heimische Vögel wie diese Amsel noch Nahrung. In diesem Fall handelt es sich um überreife Äpfel. Bis zur neuen Ernte muss die Amsel
aber noch etwas warten. Vorher kommt der Frühling, der allerlei Nahrhaftes
für die Vogelwelt bereithält. Aufgenommen hat dieses Foto Gisela Graehn-Baumann von der Fotogruppe des Deutschen Senioren Computerclubs.

Acht Flüchtlingsheime
SENATSPLANUNG: Standorte für sogenannte modulare
Flüchtlingsunterkünfte benannt.

I

n Abstimmung mit dem Bezirk hat
der Senat acht Standorte für die
Errichtung sogenannter MUF (Modularer Flüchtlings­
unterkünfte) ausgewählt, heißt es in einer Mitteilung des
Bezirksamtes. In dieser Liste sind auch
die bereits geplanten und veröffentlichten Grundstücke Märkische Allee/ Martha-Arendsee-Straße und Wittenberger
Straße 16 enthalten. Für das Grundstück
in der Märkischen Allee liege inzwischen eine Baugenehmigung vor, so dass
die Errichtung in Kürze starten könne..
Aktuell prüfe das Bezirksamt, welche
von den Flächen auch für eine gleichzeitige Errichtung von Studentenwohn­
heimen in gleicher Bauweise in Frage
kommen. So könnten die Standorte,
wenn sie in Zukunft nicht mehr für
Flüchtlinge benötigt werden, sinnvoll
genutzt werden. Die Gebäude, die mit
einem standardisierten Grundriss aus
vorgefertigten Teilen errichtet werden,
haben eine Genehmigung von mehr als
50 Jahren. Die abgestimmten Standorte
liegen in der Märkischen Allee, MarthaArendsee-Str.; in der Wittenberger Str.

Bestattungen

S O Z I A L B E S TAT T U N G
Feuer-oderErdbestattung
unverbindlicher und kostenfreier Hausbesuch
komplette Antragsstellung und Erledigung alle Formalitäten
Kostenübernahme durch das Sozialamt

Tag & Nacht

30 34 04 47

16; im Buckower Ring 54, 56; in der
Pöhlbergstr. 13/Bärensteinstraße; in
der Albert-Kuntz-Str. neben Nummer
41 (Böschung); in der Albert-Kuntz-Str.
neben Nummer 41; in der Rudolf-Leonhard-Str. 7 A und in der Rudolf-Leonhard-Str. 13. Der Senat habe dem Bezirk
zugesagt, vor der Errichtung von MUF
in der Rudolf-Leonhard-Straße die in der
gleichen Straße als Notunterkunft belegte Sporthalle zu räumen und wieder dem
Vereinssport zu übergeben.
Die Errichtung von insgesamt acht
Standorten in Marzahn-Hellersdorf, die
den Flüchtlingen eine menschenwürdige
Unterbringung, Schutz und eine Integration in die Gesellschaft ermögliche, sei
angesichts der Zahlen und der Situation,
in der viele der Flüchtlinge aktuell leben,
ein Gebot der Menschlichkeit, betont
das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf.
Die Versorgung, die Aufnahme und Integration sowie die Beschulung der Kinder
und Jugendlichen in bisher unbekanntem Ausmaß erfordere ein gemeinsames,
engagiertes Handeln, erklärt Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD). (lima+)

HELLERSDORF. Die Kita „Wunderwelt“ ist ab sofort IGA-Ort. Ein
entsprechendes Schild wurde von den
Kindern gemeinsam mit Kita-Leiterin
Anke Raubuch, SPD-Abgeordnetem
Sven Kohlmeier und Jugendstadträtin
Juliane Witt (DIE LINKE) am Eingang
der Kita angebracht. Mit dem Projekt
„Biene sucht Wohnung“ beteiligt sich die
Einrichtung an der Peter-Huchel-Straße
43 an der Internationalen Gartenausstellung, wie die Betreiberin JAO gGmbH
mitteilte. Auf dem Dach der Kita sollen
drei Bienenvölker angesiedelt werden,
die von den Kindern unter fachlicher Anleitung des Imkers Klaus Gatzel betreut
werden. In der Bienenwerkstatt erleben
die Kleinen die Herstellung von Honig
und Bienenwachs. Gleichzeitig tragen die
Bienen zur Bestäubung von Pflanzen im
Kiez bei. (bzj.)

Soziale Einrichtungen
im EASTGATE zu Gast
MARZAHN-HELLERSDORF. Unter
dem Motto „Sozial und engagiert“ finden
zum elften Mal die Sozialtage des Bezirks
Marzahn-Hellersdorf im EASTGATE
Berlin statt. Vom 18. bis zum 20. Februar
besteht während der Öffnungszeiten des
EASTGATE in der Marzahner Promenade 1A die Möglichkeit, sich über die
Vielzahl von Angeboten der sozialen
Stadtteilzentren und Nachbarschaftstreffpunkte, der sozial engagierten Vereine
und Verbände, der Migrantenorganisationen, der Polizei und des Verbraucherschutzes sowie über die Aufgaben der
bezirklichen Sozialkommissionen (Soko)
und der Seniorenvertretung zu informieren. Eröffnet werden die Sozialtage am
18. Februar um 13 Uhr von Centermanager Marius Lorbach und Sozialstadträtin Dagmar Pohle (DIE LINKE). Der
Eintritt ist frei. (ba.)
        
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