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Periodical volume

Full text: Marzahn-Hellersdorfer Bezirks-Journal Issue 3.2016,1

Absicht: Das ist 2016
in Marzahn und
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www.bezirks-journal.de | www.lichtenbergmarzahnplus.de | www.facebook.de/bezirksjournalberlin | www.twitter.com/bezirks_journal | 3. Jhg. | Ausgabe 01 | 14. Jan. 2016

Achard-Schule in letzter
Minute gerettet
Bezirksamt stoppt Abrisspläne/ Grundschüler sollen
schon ab August wieder in ihre Schule können

D

er geplante Abriss der angeblich
baufälligen Franz-Carl-AchardSchule ist vom Tisch. Hintergrund ist das Ergebnis eines StatikerGutachtens. Aus ihm geht hervor, dass
die Schulgebäude an der Adolfstraße in
Kaulsdorf zwar Baumängel aufweisen,
aber durchaus saniert werden können.
„Ab Anfang September soll wieder
komplett am alten, gewohnten Standort
unterrichtet werden können“, sagte Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD)
am 12. Januar auf der Jahrespressekonferenz des Bezirksamtes. „Den Schulbau
können wir erhalten.“
Zunächst sollte die Schule, die Anfang
September von der Bauaufsicht gesperrt
wurde, abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Eine Sanierung
wäre zu teuer, hatte es geheißen. Doch

das jetzt veröffentlichte Gutachten gibt
Entwarnung. Einige Mängel müssen
beseitigt werden, dann steht die Schule
wieder offen. Lediglich die Turnhalle ist
nicht zu retten.
Der geplante Abriss war vor allem
von den Linken, den Piraten und den
Grünen kritisiert worden. Eltern hatten
zudem im Kiez mehr als 5.000 Unterschriften gegen die Pläne gesammelt. Erleichtert reagieren sie nun darauf, dass
der Bezirk eine Kehrtwende macht –
hatte dieser doch keine Alternative zum
Abriss gesehen. Elternvertreter Robert
Schlack äußerte sich erfreut. „Was wir
geschafft haben, ist großartig und ein beeindruckendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement im Bezirk“, sagte
Schlack. (gäd.)

Mehr zum Thema auf Seite 3

Köpfe und Namen

Menschen, die den Bezirk prägten

„MenschenLeben - LebensWerke. Marzahn-Hellersdorfer Porträts“ lautet der Titel der Ausstellung im Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. Fotos der vorgestellten Persönlichkeiten hängen von der Decke des Eingangsfoyers. Zu sehen ist die
Ausstellung bis zum 2. Oktober. Ort: Bezirksmuseum, Haus 1, Alt-Marzahn 51,
12685 Berlin. Öffnungszeiten: Mo-Fr und So 11-17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Einen
Ausstellungsbericht lesen Sie in der nächsten Ausgabe.
Foto: Marcel Gäding

2

Bezirks-Leben

Januar 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Außenansicht der Tropenhalle auf dem IGA-Gelände. Sie wird einer der Besuchermagneten auf der IGA 2017. Die Arbeiten haben begonnen.

Foto: Haas Architekten

Viel Geld für Marzahn und Hellersdorf
Jahresvorschau: 2016 bereitet sich der Bezirk auf die IGA vor. Außerdem wird ein neues Bezirksamt gewählt.

R

und um die Eisenacher Straße
und den Blumberger Damm ist
es nicht mehr zu übersehen: Marzahn wird fit gemacht für die Internationale Gartenausstellung, die im April
2017 ihre Pforten öffnet. Zahlreiche neue
Gebäude entstehen zurzeit, unter anderem auch das Besucherzentrum. Auch
an anderer Stelle wird gebaut. Das Bezirks-Journal hat sich im Rathaus nach
den Planungen für 2016 umgehört.
IGA 2017: Ein Jahr vor dem Start der
Internationalen Gartenausstellung (IGA
2017) beginnt der Bezirk mit dem Bau
eines bezirklichen Informationszentrums, kurz BIZ. Es soll nach Angaben
von Stadtentwicklungsstadtrat Christian
Graeff (CDU) als touristisches Infozentrum des Bezirks zur Verfügung stehen.

Sie war bis 2011 Bezirksbürgermeisterin.
Ziemlich sicher dürfte der Einzug der
Alternative für Deutschland sein, die in
Umfragen zumindest oft über der DreiProzent-Hürde liegt.

WAHLEN: Am 18. September wird in
Marzahn-Hellersdorf eine neue Bezirksverordnetenversammlung gewählt. Derzeit „regiert“ Stefan Komoß von der SPD
den Bezirk und möchte dies auch gerne
nach den Wahlen fortsetzen. Seine Partei hat ihn bereits nominiert. Allerdings
wird Komoß die Stimmen von CDU und
Grünen benötigen, die ihn im Rahmen
einer „Zählgemeinschaft“ – also einer
Art Koalition – zu seinem Amt verhalfen. Die LINKE wiederum ist nach wie
vor die stärkste Partei. Könnte es ihr gelingen, ihre Position auszubauen, hätte
sie Anrecht auf die Rathausspitze. Allerdings nominiert sie erst im Frühjahr. Auf
den Rathausfluren wird gemunkelt, dass
die bisherige Jugendstadträtin Juliane
Witt Ambitionen auf diesen Posten hat.
Nicht ausgeschlossen ist auch, dass Sozialstadträtin Dagmar Pohle erneut antritt.

STADTENTWICKLUNG: Drei Gebiete
werden 2016 gefördert – neben Marzahn
Nord-West und der Mehrower Allee
ist dies die Hellersdorfer Promenade.
Jährlich gibt es bis zu 280.000 Euro zur
„Stabilisierung der Nachbarschaften
und Unterstützung der gesellschaftlichen Teilhabe der Bewohnerschaft“,
wie Stadtrat Christian Graeff (CDU)
sagt. Neues Quartiersmanagementgebiet
wird der Boulevard Kastanienallee. Bis
2019 fließen in die Marzahner Promenade weitere 8,8 Millionen Euro – unter
anderem für die energetische Sanierung
des Freizeitforums Marzahn. Für das
Gut Hellersdorf und Hellersdorf-Nord
ist zudem für 2016 ein städtebauliches
Gesamtkonzept geplant.

WIRTSCHAFT: Im gerade eröffneten
CleanTech Business Park Berlin-Marzahn soll es 2016 erstmals einen Tag
der offenen Tür geben. Darüber hinaus
sollen für rund neun Millionen Euro
kleinteilige Gewerbeflächen in der Nachbarschaft von Berlins größtem Industriegebiet aufgewertet werden. Am 1. Januar
nahm zudem das erste länderübergreifende Regionalmanagement, gemeinsam
mit dem Landkreis Märkisch-Oderland
und der Gemeinde Ahrensfelde, seine
Arbeit auf. Sitz ist Strausberg.

GESUNDHEIT: Aus Mitteln der Senatswirtschaftsverwaltung wird das Projekt

„Haus der Gesundheitswirtschaft“ federführend mit dem Unfallkrankenhaus
Berlin am Blumberger Damm realisiert.
Am 15. Juni startet die zwölfte Auflage
der Gesundheitskonferenz MarzahnHellersdorf, wie Gesundheitsstadträtin
Dagmar Pohle (DIE LINKE) mitteilt.
Schwerpunkt ist dieses Mal das Thema
„Übergang vom Erwerbsleben in den
Ruhestand“. Eine Erlebnisausstellung
mit dem Titel „Große Freiheit – liebe.
lust. leben.“ ist vom 13. bis zum 18.
Juni vorm Rathaus geplant. Und vom
27. Juni bis zum 1. Juli wartet die Gesundheitswoche auf. Motto: „MarzahnHellersdorf bewegt sich!“
FLÜCHTLINGE: Für Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD) steht 2016
die Unterbringung und dann verstärkt die
Integration von Flüchtlingen im Fokus.
Das bezirkliche Integrationsprogramm
soll entsprechend überarbeitet werden.
SCHULE: Der für Schule zuständige
Bezirksbürgermeister Stefan Komoß
kündigt die Überarbeitung des Schulentwicklungsplans an, „um Kapazitäten für
weiteres Schülerwachstum, künftig vor
allem Sekundarschule, zu schaffen“. Das
Kinderforschungszentrum Helleum soll
eine zweite Sektion für Oberschüler bekommen.
FINANZEN: Im Jahr 2016 soll das
neue Modellprojekt „Forderungsmanagement“ zum Erfolg gebracht werden.
Geplant ist, die Anstrengungen zu verstärken, Außenstände – etwa durch unterhaltssäumige Väter, etc. – effizienter
einzutreiben. Gleichzeitig will Bezirks-

bürgermeister Stefan Komoß den Schuldenabbau abschließen.
KULTUR: Am 9. September öffnet um
14 Uhr das Schloss Biesdorf als Bilderschloss – nach vielen Jahren der Sanierung. Erwartet wird der Regierende
Bürgermeister Michael Müller (SPD),
wie Kulturstadträtin Juliane Witt (DIE
LINKE) sagt: „Bis dahin werden wir
regelmäßig Führungen für Interessenten anbieten.“ Bis 2018 soll sich Schloss
Biesdorf – auch mit Unterstützung der
IGA – einen Platz als wichtige kulturelle Einrichtung und touristisches Ziel
erobern, kündigt Witt an. Betreiber wird
die Grün Berlin GmbH, die auch die
Gärten der Welt verantwortet.
KINDER UND JUGEND: 2016 ist erstmals ein Kinder- und Jugendkunstfestival Marzahn-Hellersdorf geplant – allerdings nicht im Bezirk, sondern im FEZ
in der Wuhlheide. „Kinder und Jugendliche, Projekte und Ktas sind eingeladen,
dieses einmalige Haus zu bespielen, sich
die Bühnen zu erobern und den Eltern
und dem Publikum zu zeigen, was in ihnen steckt“, sagt Juliane Witt. Geplantes
Datum: 18. Juni. Im September startet
zudem die dritte Auflage der Fachmesse
„Platz da“. Schwerpunkt in diesem Jahr
ist der Fachkräftemangel im Öffentlichen
Dienst.
MUSIKSCHULE: Die Sanierung der
Hans-Werner-Henze-Musikschule soll
im April abgeschlossen sein, kündigt Bezirksstadträtin Juliane Witt an. Danach
beginnt die Sanierung der Fassade des
Gebäudes an der Maratstraße. (bzj.)

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Januar 2016

Bezirks-Leben

3

Achard-Schule: Abriss gestoppt

Bildung: Bezirk reagiert auf Ergebnisse eines neuen Gutachtens. Schulbetrieb soll wieder starten.
von Marcel Gäding

D

er geplante Abriss der AchardSchule ist vom Tisch. Das bestätigte Bezirksbürgermeister
Stefan Komoß (SPD) im Rahmen der
Jahrespressekonferenz des Bezirksamtes. Ursprünglich sollten Bagger bereits
am 20. Januar das scheinbar marode
Schulgebäude im Marzahn-Hellersdorfer Ortsteil Kaulsdorf abreißen. Jetzt
die plötzliche Kehrtwende. „Ab Anfang
September kann wieder komplett am alten Standort unterrichtet werden“, sagte
Komoß.
Hintergrund ist ein vor wenigen Tagen veröffentlichter Prüfbericht eines
Potsdamer Sachverständigen. Dieser
kommt zu dem Schluss, dass es zwar
bauliche Mängel in dem 1911 und 1913
eröffneten Gebäudeensemble gebe und
die zur Schule gehörende Turnhalle
auch nicht mehr standsicher ist. Im Großen und Ganzen lässt sich die Schule
aber erhalten und sanieren. „Wenn man
einen neuen Sachstand hat, muss man
auch konsequent sein und diesen ernst
nehmen“, erklärte der Marzahn-Hel-

lersdorfer SPD-Fraktionschef Gordon teren Klassenzimmern geben. Auf der
Lemm das Umlenken seiner Partei. Ein Agenda steht zudem der Bau einer neuinternes Gutachten des Bezirksamtes en Turnhalle als Ersatz für den abrissreikam noch im Oktofen Vorgängerbau.
ber zu dem Schluss,
Dadurch würden
dass wegen der
die Kapazitäten an
baulichen Mängel
dem Standort eran Holzbalken und
weitert. Wegen des
DachkonstruktioZuzuges vieler Fanen ein Abriss und
milien werden vor
ein Neubau günstiallem in Kaulsdorf
ger wären als eine
Grundschulplätze
Sanierung.
Der
gebraucht. Bis zum
jüngste Prüfbericht
Sommer
dieses
jedoch brachte BeJahres werden die
wegung in die SaKinder in der Marche, die jetzt zum
cana-Grundschule
Stopp des geplanunterrichtet. Für
ten Abrisses führt.
den Transfer von
Dadurch sei es
Kaulsdorf
nach
möglich, dass der
Marzahn gibt der
Schulbau erhalten
Bezirk 40.000 Euro
bleibt, sagte Koim Monat aus. Der
moß. Zunächst er- Die Franz-Carl-Achard-Grundschule in für die Gebäude im
Foto: Lutz Neumann Bezirk zuständige
folge baulich eine Kaulsdorf.
vorübergehende Sicherung, bevor im Sstadtrat Stephan Richter (SPD) schätzt,
Jahr 2019 mit der Sanierung begonnen dass die geplante Sanierung der Franzwerden kann. Gleichzeitig soll es modu- Carl-Achard-Schule rund 9,3 Millionen
lare Ergänzungsbauten mit zwölf wei- Euro kosten wird. „Ich persönlich freue

mich sehr, dass wir die Schule erhalten
können.“
Neben der Freude über den Stopp des
Abrisses gibt es auch Verwunderung
über das SPD-geführte Bezirksa,t. Die
FDP Marzahn-Hellersdorf sprach von
einem Zickzackkurs des Bezirksbürgermeisters. „Die Frage die wir uns stellen
müssen, ist doch die, wie es in der Hauptstadt eines der reichsten Länder der Welt
überhaupt dazu kommen konnte, dass
Schulen abrissreif werden können“, sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende
Peter Kastschajew. Die LINKE in der
BVV zeigte sich erfreut über die Entscheidung. „Durch Druck der Eltern,
der Kaulsdorfer, des Heimatvereins und
der Bürgerinitiative „Sei keine Birne“
konnte die Abrissbirne quasi in letzter Minute gestoppt werden“, sagt ihr
Fraktionsvorsitzender Bjoern Tielebein.
„Leider wurde seit September letzten
Jahres bereits viel Zeit damit verschwendet, nur in eine Richtung, nämlich den
schnellen Abriss, zu arbeiten.“
Am 19. Januar wird es eine Sondersitzung des Schulausschusses geben. Sie
findet um 18 Uhr im Freizeitforum an
der Marzahner Promenade 55 statt.
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4

Bezirks-Leben

Januar 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Kaulsdorfer informieren und mitnehmen
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz informiert – der Runde Tisch Kaulsdorf

von André Isensee

M

an liest, hört und sieht täglich etwas über die Situation geflüchteter Menschen,
in Deutschland, Europa und der Welt.
Es wird über die Geschehnisse auf der
„Balkanroute“ berichtet, über hilflose
Behörden, Kontingente, neue Grenzen
und persönliche Geschichten des Leids.
Doch was geschieht eigentlich vor Ort,
vor der eigenen Haustür? Viele wissen es
nicht, obwohl sich in den Nachbarschaften das meiste tut und dort die eigentliche Arbeit verrichtet wird.
Seit März 2015 haben bis zu 76 geflüchtete Menschen im Parkhotel Berlin
Schloss Kaulsdorf mittels Unterbringungsschein des LaGeSo, eine vorübergehende Bleibe gefunden. Was viele nicht
wissen, ist, dass eine solche Unterbringungsform alles andere als komfortabel
ist. Es fehlt an allem, was eine reguläre
Unterkunft zu bieten hat: sozialpädagogische und psychiatrische Betreuung, die
Möglichkeit Wäsche zu waschen, zu kochen, Internetzugang, eine Kleiderkammer, Zugriff auf Deutschkurse und die
Sicherheit solange verweilen zu können

Am 16. Oktober wurde auf dem Gelände
der Kirchengemeinde in Alt-Kaulsdorf ein
großes Nachbarschaftsfest gefeiert. 

Foto: Linna Schererz
bis eine Entscheidung im Asylverfahren
getroffen wurde. Nach und nach sind die
Umstände den Kaulsdorfern, allen voran
der evangelischen Kirchengemeinde und
dem Stadtteilzentrum Kaulsdorf, bekannt geworden. Schnell stand fest, dass
weder der Bezirk noch das Land Berlin
zuständig sind und hier kaum Hilfe zu
erwarten war. Was ist also zu tun, um
einerseits den geflüchteten Menschen die
dringend benötigte Hilfe zukommen zu
lassen und andererseits die Kaulsdorfer
Bürgerinnen und Bürger zu informieren
und mitzunehmen?

Anfang September hatte das Stadtteilzentrum Kaulsdorf zu einer Gesprächsrunde geladen, an der neben
Bürgern und Bürgerinnen auch lokale
Akteure, wie etwa die Volkssolidarität,
das CVJM („Christlicher Verein Junger
Menschen“), die evangelische Kirchengemeinde, die Stiftung SPI und Hellersdorf hilft e. V. teilnahmen. Gemeinsam
wurde beraten, wie die größten Herausforderungen, wie Kochmöglichkeiten,
Internetzugang, eine Möglichkeit Wäsche zu waschen, Deutschunterricht,
Zugriff auf Kleiderspenden für die geflüchteten Menschen und vor allem die
Möglichkeit, einander zu begegnen und
sich kennen zu lernen, angegangen werden können. Und bald bestand Einigkeit
darüber, dass diese Herausforderungen
gemeistert werden können, wenn alle
Beteiligten ihre Ressourcen aktivieren
und sich regelmäßig austauschen. Das
war die Geburtsstunde des Runden Tisches Kaulsdorf. Seit dem ist einiges
geschehen: Den geflüchteten Menschen
konnten die dringend benötigten Zugänge und Dinge verschafft werden, ohne
finanziellen Aufwand und ohne bestehende Regelangebote zu beschneiden.
Am 16.Oktober konnte mit Unterstüt-

zung der Partnerschaft für Demokratie
Hellersdorf ein Begegnungsfest realisiert
werden, welches sehr großen Anklang
fand.
Mittlerweile hat sich der Runde Tisch
Kaulsdorf weiterentwickelt. Neue Akteure, u.a. das Bezirksamt MarzahnHellersdorf, sind hinzugekommen. Weiterhin finden regelmäßige Treffen statt.
Inzwischen ist bekannt geworden, dass
das Hotel geschlossen werden soll und
die geflüchteten Menschen in absehbarer
Zeit dort nicht mehr unterkommen können. Dennoch hält der Runde Tisch sein
Engagement aufrecht. Neue Unterkünfte
werden kommen. Menschen, die Schutz
und Zuflucht suchen, sollen auch weiterhin in Kaulsdorf willkommen geheißen
werden. Wir alle können aus Kaulsdorf
lernen, dass es weder Geld, noch Verwaltung oder Politik braucht um viel zu
bewirken und dass es letztlich die Menschen vor Ort sind, die darüber entscheiden, ob Deutschland diese Herausforderung meistert.
Ab Januar 2016 informiert das Bündnis jeden
Monat bei lichtenbergmarzahnplus.de und im
Bezirks-Journal über seine Aktivitäten und
Vorhaben.

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Standort Ost
Magazin für Arbeit, Wirtschaft, Wohnen & Kultur in der Metropolenregion Berlin-Eastside | 01/2016

Ein Domizil hinter der
Fahrzeughalle
Tierschutz: Die beiden Waschbären Luis und Luisa
leben auf dem Gelände der Feuerwache in Marzahn.
Die Feuerwehrleute kümmern sich liebevoll um ihre
Dauergäste, die nicht mehr ausgewildert werden.

Michael Skuthan mit Luis. In Gefangenschaft können Waschbären schon mal 20 Jahre und älter
werden. 
Foto: Marc Eichholz

N

eugierig schaut Luis durch das
kleine Loch der Holzkiste. Für
gewöhnlich ist jetzt Winterschlaf. Doch die Neugier lässt
dem kleinen Waschbären keine Ruhe. Spätestens, als Michael Skuthan aus einer Tüte
Wallnüsse herausholt, klettert Luis aus seinem Schlafgemach und greift zu.
Skuthan ist technischer Mitarbeiter der
Feuerwache in Marzahn und bestens mit
Luis und seiner Mitbewohnerin Luisa vertraut. Die beiden Waschbären leben seit
sechs Jahren auf dem Gelände der Feuerwehr an der Märkischen Allee. Dass sie
die Fürsorge der Berliner Feuerwehr in
Anspruch nehmen dürfen, hat einen bana-

Spaziergang durch
die Gärten der Welt
MARZAHN-HELLERSDORF. Zum siebenten
Winterspaziergang lädt der Verein „Freunde der Gärten der Welt“ am 31. Januar
ein. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Eingang
Eisenacher Straße. Traditionsgemäß führt
der Vereinsvorsitzende Ulrich Reinheckel die
Spaziergänger an und lässt sie an seinem
großen Wissen über die Entstehung der Gärten der Welt und ihrer vielfältigen Flora teilhaben. Seinem geschärften Blick entgehen
weder bizarre Baumskulpturen, vielfarbige
rissig-borkige Baumrinden, vorzeitige Blüten,
hübsche Schnee- und Eis-Motive noch die
nur im Winter möglichen freien Sichten über
Wiesen und Wege. Die Teilnahme kostet drei
Euro zzgl. Parkeintritt. Infos unter www.
freunde-der-gaerten-der-welt.de (bzj.)

len Grund: Der handzahme Luis wurde bei
einem Einsatz „aufgegriffen“, Luisa stieß
drei Wochen später dazu. Sie war von einem Baum gefallen und ist seither gesundheitlich angeschlagen. „Hier bei uns hat sie
sich prima erholt“, sagt Michael Skuthan.
Sie komme gut mit den Folgen des Sturzes
klar, der unter anderem zu Verletzungen
am Kopf geführt hatte. Die Feuerwehrleute
organisierten tierärztliche Hilfe und ließen
die beiden zudem kastrieren. Andernfalls
können Waschbären nämlich ungemütliche Hausgenossen werden: Vor allem in der
Paarungszeit reagieren sie mitunter aggressiv auf ungebetene Gäste und schnappen
auch schon mal zu.

Dass Luis und Luisa ihren Lebensabend
in der Obhut der tierlieben Feuerwehrmänner und -frauen verbringen, ist eher
ungewöhnlich. Denn Waschbären gehören
zu den Wildtieren, für die eigentlich die
Berliner Forsten zuständig sind – sie aber
mangels Platz nicht unterbringen. Auch
das Tierheim Berlin in Falkenberg nimmt
hin und wieder Waschbären auf – häufig
aus privater Haltung. In diesem Fall jedoch
war gerade Platz für die beiden Waschbären auf dem Feuerwehrgelände. In Eigenleistung haben die Feuerwehrleute eine
einstige Vogelvoliere um- und ausgebaut.
„Dort befanden sich einst Wellensittiche“,
erinnert sich Michael Skuthan. Nun gibt es
einen beheizten Innenbereich und im Gehege Klettermöglichkeiten und einen Miniteich, an dem sich die Gäste der Marzahner
Feuerwehr an wärmeren Tagen ausgiebig
waschen. „Das sieht schon putzig aus“, sagt
Michael Skuthan.
Den beiden ungewöhnlichen Gästen
fehlt es an nichts. Ein fester Kern an Feuerwehrleuten schaut regelmäßig nach Luis
und Luisa, wechselt das Wasser und füllt
Futter nach. In der Regel gibt es Katzenfutter und viel Obst – darunter sind Weintrauben, Äpfel oder Möhren. Aber auch Nüsse
nehmen sie liebend gerne aus den Händen
der Feuerwehrleute. Die knacken sie mit
ihren kräftigen Zähnen und verspeisen sie
sofort. „Sie lieben es auch, Taschen auszuleeren“, weiß Skuthan. Und ehe er seinen
Satz zu Ende gesprochen hat, klettert Luis
in seine leicht geöffnete Jacke.
Längst gehören Luis und Luisa zur Feuerwache. Ab und an werden sie an einer
Leine für Katzen über den Hof geführt oder
erhalten Besuch von Kita-Kindern, die eine
Führung durch die Feuerwache machen
und ganz begeistert sind von den Vierbeinern. Von ihrem Holzstämmen aus können
die Waschbären außerdem gut sehen, was
vor ihrer Tür passiert. „Hin und wieder
lässt sich auch mal ein Artgenosse blicken,
der in freier Wildbahn lebt“, sagt Michael
Skutha. Für Luis und Luisa kommt ein Leben in freier Wildbahn indes nicht mehr in
Frage. Zu sehr sind sie an den Menschen
gewöhnt, hätten in der Natur vermutlich
Schwierigkeiten, sich selbst Futter zu organisieren. Marc Eichholz

2

01/2016 | Standort Ost | Bezirks-Journal

Stolz präsentiert Arthur Fischer die Arcona. Drei Jahre dauerte die Sanierung, die meist in der Freizeit erfolgte. 

A

Foto: Marcel Gäding

Das zweite Leben
der MS Arcona

ndere fahren mit dem Auto an
die Ostsee, werkeln im Garten
oder unternehmen an den Wochenenden Radtouren. Arthur
Fischer aber hat, zumindest in den vergangenen drei Jahren, jeden freien Tag in sein
Motorschiff Arcona investiert. „Andere
spielen Golf, wir bauen historische Schiffe
wieder auf“, sagt Fischer. Und so hauchten
der Architekt mit Büro in Charlottenburg
und seine Mitstreiter dem einstigen, 111
Jahre alten Ausflugsdampfer neues Leben
ein. Seit wenigen Wochen können Firmen,
Privatleute oder Eventagenturen die MS
Arcona chartern und mit ihr Berlin vom
stunden, die Arthur Fischer mit seinen GeWasser aus erleben.
Die MS Arcona ist ein ehrwürdiges Schiff: schäftspartnern und Freunden investierten.
1905 lief es auf der Werft der Gebrüder „Bis auf den Rumpf blieb quasi nichts übrig“,
Maas in Neustrelitz vom Stapel und wurde sagt Fischer. Während die großen Arbeiten
zunächst als kombinierter Schleppdampfer einer Werft vorbehalten waren, kümmerte
unter dem Namen „Hoffnung“ eingesetzt. sich das Team um den Architekten in EiAls „Cäcilie“ wurde das Dampfschiff in den genregie um den Innenausbau: Alte FensHeeresdienst genommen. 1928 kaufte der ter und Verkleidungen flogen raus. Den
Reeder Karl Grasnick das Dampfschiff und Entwurf für das neue Innenleben fertigte
bot mit ihm als „Arcona“ Ausflugsfahrten Fischer, im ersten Leben gelernter Landan. Sein Sohn Karl-Heinz Grasnick übernahm die „Arcona“ 1959. Jahrzehnte später
ging es in den Dienst der staatlichen Weißen Flotte, bevor Grasnick es 1993 wieder
zurückkaufte. Mehr als zehn Jahre schipperte die „Arcona“ schließlich im Liniendienst auf dem Müggelsee. 2007 erwarb
Arthur Fischer das Schiff, das er bis 2012
an das Seehotel Zeuthen als Bar- und Restaurantschiff vermietete. „Als es für diesen
Zweck keine Verwendung fand, stand die
Frage im Raum, ob es verschrottet werden
soll“, sagt Arthur Fischer. Doch er brachte es nicht übers Herz und entschloss sich,
das Dampfschiff zu restaurieren. Heute ist
es Teil der Flotte von schiffskontor.de, ein
Unternehmen mit Sitz an der Rummelsburger Bucht, das Schiffe vermietet und an
dem Arthur Fischer beteiligt ist.
Drei Jahre dauerte die aufwändige Sanierung des Schiffes, in das ein sechsstelliger
Betrag floss. Ungezählt sind die Arbeits- Aufnahme des MS Arcona um 1950. 

DENKMALPFLEGE: Der Berliner Architekt Arthur
Fischer hat ein Herz für alte Schiffe. Einen
Ausflugsdampfer bewahrte er vor der Schrottpresse
und restaurierte ihn stattdessen.
maschinenmechaniker und Schmied, selbst
an. Während die MS Arcona nach ihrer
Verjüngungskur äußerlich nostalgisch anmutet, besteht das Interieur aus einer Bar
und modernen Loungemöbeln. Vor Anker liegt die Arcona inzwischen auf der
Stralauer Seite der Rummelsburger Bucht.
Es passte gut, dass Arthur Fischer ein
eigenes Architekturbüro in der City West
betreibt, das die Planungen lieferte für die

Foto: Archiv Fischer/ Grasnick

neue MS Arcona. Erfahrungen bringen der
Architekt und seine Mitarbeiter mit. Für
namhafte Hotelketten organisierten sie
den Umbau von Herbergen. Eines seiner
größten Projekte war der Ausbau einer
Shopping-Center-Ruine am S-Bahnhof
Landsberger Allee zu einem Kongress- und
Tagungshotel: Für das heutige „Andels“Hotel übernahm Fischer die Projektleitung.
„Unser Budget für die Arcona haben wir
um 100 Prozent überzogen“, schmunzelt
Fischer. „Dafür hält die Arcona jetzt auch
wieder 100 Jahre.“
Die Liebe zum Wasser und zu alten
Schiffen wurde bei Arthur Fischer bereits
in jungen Jahren entfacht. Aufgewachsen
in Süddeutschland arbeitete er in seiner
Freizeit als Rettungsschwimmer. Nachdem
er bereits viele Jahre in Berlin lebte, entdeckte er die Wasserseite der Hauptstadt
bei einer Fahrt auf der Barkasse „Oskar“.
Kurze Zeit später kaufte er das 1930 gebaute Schiffchen, später folgten die Mogunta, Baujahr 1922, und die Emster, Baujahr
1990. Alle Schiffe rettete er vor der Schrottpresse. Aus Spaß setzt sich Fischer auch
schon mal ans Steuer eines seiner Schiffe
und schippert Fahrgäste über Spree und
Landwehrkanal. „Ich bewege mich zwischen zwei Welten“, sagt Fischer.
Reguläre Ausflugsfahrten auf Berlins
Gewässern wird es mit der MS Arcona
nicht mehr geben. Dafür kann das Schiff,
das inzwischen ein 150 PS-starker Dieselmotor antreibt, gemietet werden. Seit August vergangenen Jahres wurde es bereits
für Hochzeitsfeiern, Firmenevents und
Punkkonzerte genutzt. Ab und an geht
auch der inzwischen betagte Alteigentümer Karl-Heinz Grasnick an Bord und
unterhält mit seinen Anekdoten aus seiner
Zeit als Dampfschifffahrts-Kapitän die gesamte Mannschaft. Marcel Gäding
Weitere Informationen:
www.schiffskontor.de

3

Bezirks-Journal | Standort Ost | 01/2016

Das Haus der guten
Geister
Geschichte: Auch 14 Jahre nach ihrem Tod ist
Charlotte von Mahlsdorf in dem von ihr eröffneten
Gründerzeitmuseum allgegenwärtig. Die Besucher
kommen aus der ganzen Welt.

D

ie Musik gehört bei jeder Führung dazu, und viel Talent
braucht es nicht, um die alten
mehr als 100 Jahre alten Musikmaschinen in Gang zu bringen. Monika Schulz-Pusch dreht kurz an der Kurbel
und schon sorgen die kleinen Kisten zwischen all den Gründerzeitschränken, Tischen, Stühlen und Bildern für das perfekte
akustische Ambiente. Alte Gassenhauer
erklingen dann, und in der Regel braucht
es nicht lange, bis die ersten Besucher anfangen, mitzusingen oder zu schunkeln.
„An manchen Sonntagen kommen bis zu 80
Menschen zu uns ins Gründerzeitmuseum“,
sagt Monika Schulz-Pusch, Geschäftsführerin des Fördervereins und Leiterin des
Museums. Darunter sind allerdings selten
Marzahner oder Hellersdorfer.
Vor 56 Jahren eröffnete Lothar Berfelde
im 1815 errichteten Gutshaus Mahlsdorf
das Gründerzeitmuseum. Der schlanke
Mann galt Zeit seines Lebens als Original –
wegen seiner transsexuellen Neigung. Weil
er lieber Frauenkleider trug und sich in der
Rolle wohl fühlte, gab er sich selbst den Namen Charlotte von Mahlsdorf. Ihre Freunde, darunter auch Monika Schulz-Pusch,
nannten ihn daher meist nur „Lottchen“.
„Als sie das Haus Ende der 1950er-Jahre
übernahm, war es in einem katastrophalen Zustand“, sagt Monika Schulz-Pusch.
Irgendwie gelang es Charlotte von Mahlsdorf aber mit Unterstützung von Freunden
und Nachbarn, das Gebäude wieder einigermaßen herzurichten und ihre über die
Jahre angehäufte Sammlung an Möbeln,
Kostümen, Uhren und Musikmaschinen

Auf einen Blick:
Gründerzeitmuseum
Adresse: Gründerzeitmuseum, Hultschiner Damm 333, 12623 Berlin, Telefon 030
5678329. Internet: www.gruenderzeitmuseum.de
Öffnungszeiten des Museums: Mi und So
10-18 Uhr, außerhalb nach Terminvereinbarung. Eintritt: 4,50 Euro.

unterzubringen. Darunter war auch ein
Tanzsaal-Orchestrion – ein Monstrum von
Musikmaschine, das fünf Musikinstrumente vereint und acht Musikstücke im Repertoire hat. „Als an einem Sommertag das
Fenster offen stand, hörten Straßenarbeiter
die Musik aus dem Gutshaus“, sagt Monika Schulz-Pusch. Denen bot Charlotte von
Mahlsdorf dann eine private Führung durch
ihr Sammlerreich an. Es war die Geburtsstunde des Gründerzeitmuseums, das sich
zunächst in zwei Räumen befand. In den
besten Jahren präsentierte „Lottchen“ dort
23 Zimmereinrichtungen aus der Gründerzeit s(1871-1914). Die Sanierung zog sich
über Jahrzehnte hin. Geld, das von Mahlsdorf einnahm, floss sodann wieder ins Haus
oder in weitere Exponate. 1995 ist dann erst
einmal Schluss mit dem Gründerzeitmuseum. Charlotte von Mahlsdorf macht ihr
Kleinod und beschließt 1997 nach Schweden auszuwandern, um dort ebenfalls ein
Museum zu eröffnen. Teile ihrer Sammlung
nimmt sie mit in die neue Heimat, der Rest
verbleibt im Gutshaus. Dazu zählt auch die
Mulack-Ritze, das Originalinventar der letzten Zille-Kneipe Berlins.
Monika Schulz-Pusch kann sich noch
gut daran erinnern, als ihr „Lottchen“ den
Schlüssel für das Gründerzeitmuseum in
die Hand drückte und auf einem einfachen
DIN A4-Zettel lebenslanges Wohnrecht zusicherte. Noch im Jahr der Hausübergabe
gründete sich ein Förderverein. Er organisierte Sponsoren und suchte Partner, um die
langatmige Sanierung des Gutshauses zu
Ende zu bringen. 2001 kaufte er schließlich
erst das Gründerzeitmuseum, wenige Jahre
später auch das dazugehörige Grundstück.
Das Ende der denkmalgerechten Instandsetzung erlebte Charlotte von Mahlsdorf
jedoch nicht mehr. Sie starb 2002 während
eines Berlin-Aufenthalts im Alter von 74
Jahren.
Auch der Geist von Lottchen ist heute
noch in jedem der 14 Zimmer zu spüren.
Überall finden sich Fotos oder persönliche Gegenstände, wie der legendäre blaue
Mantel, der in einem der Schlafzimmer des
Gutshauses hängt. Wer Monika SchulzPusch so reden hört, hat das Gefühl, dass
Charlotte von Mahlsdorf jeden Augenblick
um die Ecke kommt und eine ihrer vielen
Geschichten beginnt zu erzählen.
Gut 10.000 Menschen besuchen jährlich
das Gründerzeitmuseum. Viel Zulauf gibt
es aus dem Ausland, denn dort – unter
anderem in den USA, Taiwan, China und
Australien, wurde Charlotte von Mahlsdorf
über ein Theaterstück berühmt. Sie lieferte
die Vorlage für die Inszenierung. Auch 14
Jahre nach ihrem Tod hat sie nicht an Popularität verloren. „Eine bessere Werbung
wie das Theaterstück konnte es für das
Haus nicht geben“, sagt die Museumsleite-

Der rote Salon mit Grammophon. 
rin. Dabei sind die Motive, nach Mahlsdorf
zu kommen, unterschiedlich. Während sich
der eine Teil der Besucher dafür interessiert,
wer hinter Charlotte von Mahlsdorf steckte,
will der andere Teil wissen, wie man vor 100
Jahren gelebt hat. Finanziert wird das Gründerzeitmuseum über Spenden, Eintrittsgeld
und Zuwendungen von Bezirk und Land.
„Wir sind stolz und glücklich, wie sich das
alles entwickelt hat“, sagt Monika SchulzPusch. „Das Ganze funktioniert aber nur in
der Gemeinschaft.“ Und das sei der Verein,

Fotos: Marcel Gäding

der inzwischen wie eine Familie ist. Die
Mitglieder halten das denkmalgeschützte
Haus in Schuss, reparieren und pflegen die
Musikmaschinen oder organisieren Führungen. „Wir sind ein Museum zum Anfassen, so wie es sich Charlotte gewünscht hat.“
Ein bisschen aber geht es auch immer um
die Museumsgründerin selbst, die sich nie
hat unterkriegen lassen wegen ihrer Neigung. „Daher ist das Gründerzeitmuseum
für uns auch ein Haus der Toleranz.“

Marcel Gäding
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4

B

esucher des Tierparks Berlin in
Friedrichsfelde werden sich in
diesem Jahr auf Einschränkungen
einstellen müssen – vermutlich
aber gerne damit leben. Denn nur wenige
Wochen nach der Freigabe von 18 Millionen Euro Landesmitteln beginnen demnächst auf dem 160 Hektar großen Areal
umfangreiche Umbauarbeiten. Schon im
Frühjahr könnte das Alfred-Brehm-Haus
ganz beziehungsweise teilweise gesperrt
werden, „um Baufreiheit zu schaffen“, wie
Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem
gegenüber dem Bezirks-Journal sagt. Geplant ist, Gehege zusammenzulegen und
gleichzeitig den Bestand an Löwen, Tigern
und anderen Großkatzen zu reduzieren.
„Keine Frage: Das Haus war überbesetzt“,
erklärt Knieriem, seit 1. April 2014 Chef
von Zoo, Tierpark und Aquarium.
Das Alfred-Brehm-Haus war 1963 eröffnet worden. Die Pläne dafür stammen
von Heinz Graffunder, einem der führenden DDR-Architekten. Zwar wurde das
denkmalgeschützte Gebäude vor einigen
Jahren energetisch saniert. Für die dort untergebrachten Löwen, Tiger, Schneeloparden und Geparden änderte sich allerdings
kaum etwas. Sie müssen weiterhin mit wenig Platz auskommen.
Im Rahmen des Umbaus soll aus dem
Alfred-Brehm-Haus eine Dschungellandschaft werden, kündigt Zoo- und TierparkDirektor Andreas Knieriem an. Das Geld
dafür ist da, die Planungen laufen auf
Hochtouren. „Je nachdem wie der Winter

EIn Park voller
Baustellen

01/2016 | Standort Ost | Bezirks-Journal

SEHENSWÜRDIGKEIT: Der Tierpark Berlin wird
bereits in diesem Jahr sein Gesicht verändern.
Unter anderem wird das Alfred-Brehm-Haus
komplett zur Dschungellandschaft umgebaut.

Auge in Auge mit den Tieren – das sieht der Zukunfts- und Entwicklungsplan für den Tierpark
Foto: Marcel Gäding
Berlin vor. Das Land Berlin investiert jetzt in dessen Umsetzung.

Jetzt
die Zukunft
vom Tierpark Berlin aktiv unterstützen!
Bezirks-Journal
Leserreisen

D

er Tierpark Berlin ist für viele Berliner
ein Ort der Erholung und Freizeit geworden, der jährlich von einer Million Besuchern besucht wird. Gleichzeitig ist er ein Ort
der Bildung und dem Artenschutz verpflichtet.
Der Tierpark steht vor großen Herausforderungen: Bei der Weiterentwicklung vom
Tierpark ist es wichtig, dass alle Beteiligten –
Mitarbeiter, Besucher und Unterstützer – aktiv
eingebunden werden. Dabei gilt es, die Besonderheiten zu bewahren und gleichzeitig den
Tierpark für die Zukunft zu gestalten. Hierzu
zählt neben einer generationsübergreifenden
Familienfreundlichkeit vor allem die Verbesse-

rung der Tierhaltung.
Der Tierpark hat sich das Ziel gegeben, sich
in den kommenden Jahren attraktiv umzugestalten. Dabei wird der typische Landschaftscharakter erhalten bleiben und die Gegebenheiten für Tiere und für Besucher werden den
Anforderungen moderner Zoos angepasst.
Jedoch erfordern Verbesserungen und Investitionen in der Tierhaltung sowie in den Tier- und
Grünanlagen ein zusätzliches finanzielles Engagement. Gundlage hierfür wird die Ziel- und
Entwicklungsplanung vom Tierpark sein, die im
Frühjahr fertiggestellt ist. Bei der Bewältigung
der bevorstehenden Aufgaben ist es wichtig,

dass Menschen und Institutionen ihre bürgerschaftliche Verantwortung wahrnehmen und
den bevorstehenden Veränderungsprozess aktiv unterstützen.
Ihre aktive Hilfe für den Tierpark ist notwendiger denn je. Jetzt geht es darum, die Zukunft
abzusichern und aktiv mitzugestalten. Als Mitglied im Förderverein sichern Sie mit Ihrer Mitgliedschaft den Erhalt der tierischen Oasen Berlins und nehmen an der Entwicklung aktiv teil.
Durch die ehrenamtliche Struktur des Fördervereins von Tierpark und Zoo ist sichergestellt,
dass 100 Prozent der Spenden in die Förderung
von Zoo und Tierpark fließen. Gleichzeitig bieten

verläuft wollen wir mit den Bauarbeiten im
Frühjahr beginnen“, sagt Knieriem. Vor allem Tierarten mit dem Bezug zu Asien werden dort künftig zu finden sein. Hinter den
Kulissen wird derzeit geklärt, welche Tiere
bleiben dürfen und welche der Tierpark
auf Reisen schickt – etwa in andere Zoos.
„Das ist schon eine große Herausforderung“,
sagt Knieriem.
Quasi parallel laufen die Vorbereitungen
für den Bau der Himalaya-Gebirgslandschaft, bestehend aus Bauschutt, der in der
Amtszeit des einstigen Tierpark-Direktors
Bernhard Blaszkiewitz angehäuft wurde.
Fünf Millionen Euro stehen dafür bereit.
Sichtbare Veränderungen wird es auch
im Eingangsbereich geben, der Knieriem
zufolge bislang eher den Charme einer
Tankstelle hat. Die derzeitigen Planungen
sehen eine Ausweitung des Kassenbereichs
vor. Außerdem soll der Eingang an das Entree eines Nationalparks erinnern. Dafür
sollen die Gebäude mit Holz verkleidet
werden. Auf dem Platz dafür findet eine
übergroße Skulptur eines Bisons – 1961 geschaffen vom Künstler Dietrich Rohde. Sie
wechselt von einem Nebeneingang direkt
vor den neuen Kassenbereich. „Schließlich
ist der Bison ja das Markenzeichen des
Tierparks“, sagt Knieriem.
Ebenfalls in Betrieb gehen werden die
beiden neuen Spielplätze im Tierpark. Außerdem wird das alte Verwaltungsgebäude
saniert. Dorthin werden die Mitarbeiter
wechseln, die seit einigen Jahren im Schloss
Friedrichsfelde arbeiten. Marcel Gäding
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Jetzt Mitglied werden!
• 20 % Ermäßigung auf die Jahre
skarten von
Tierpark, Zoo und Aquarium
• 50 % Ermäßigung auf den Tages
eintritt in
den Hauptstadtzoos
• monatliche Spezialführungen und
Sonderveranstaltungen für Jung und Alt
• spannende Exkursionen zu günst
igen Preisen in andere Zoos
• Beiträge und Spenden sind steue
rlich
absetzbar!

die Freunde der Hauptstadtzoos eine Vielzahl
von Möglichkeiten, um sich für die Artenvielfalt
der Hauptstadtzoos zu engagieren.

Vital
& gesund

Foto: fotolia.de/ drubig-photo

Ältere Menschen leben gern im Bezirk
Studie: Bezirksamt erhebt aktuelle Zahlen zum Wohlbefinden der Marzahner und Hellersdorfer ab 50

D

von Linna Schererz

ie gute Nachricht zuerst: Die
übergroße Mehrzahl der älteren
Bewohner lebt gern im Bezirk.
86 Prozent der Befragten für eine Sozialstudie „50 Jahre und älter in MarzahnHellersdorf“ gaben an, mit dem Wohnort sehr zufrieden beziehungsweise
zufrieden zu sein. 72 Prozent äußerten
sich ebenfalls positiv über die eigenen
Wohnverhältnisse. Doch nicht nur Lob
gab es. Denn die soziale Differenzierung
hat weiter zugenommen, in bereits als
Problemkiezen bekannten Vierteln wie
Marzahn-Nord, Hellersdorf-Nord und
Hellersdorf-Ost vertieften sich Armutsrisiken und -lagen. Erste Ergebnisse der
Sozialstudie, die zum fünften Mal seit
1995 im Auftrag des Bezirksamtes vom
Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e.V. (SFZ)
erarbeitet worden war, wurden am 8.
Januar im Rathaus am Alice-SalomonPlatz vorgestellt..
Mehr als 112.000 Menschen im Alter
ab 50 Jahre leben in Marzahn-Hellersdorf. Die Zahl hat sich gegenüber einer
Erhebung aus dem Jahr 2000 beinahe verdoppelt. Damals waren es noch
rund 69.000 Männer und Frauen in
dieser Altersgruppe. Um deren Probleme, Wünsche und Sorgen zu erfahren,
waren von Mitte Juni bis Mitte August
2015 insgesamt 10.000 Fragebögen ausgegeben worden. Die Adressaten waren
vom Landeseinwohneramt in allen Bezirksregionen mittels Zufallsgenerator
ausgewählt worden. 1.657 auswertbare
Fragebögen kamen zurück, insgesamt
16 Prozent. Damit sind die Daten repräsentativ. Die Studie wird bis zum Mai
endgültig fertiggestellt und auf einer
Gesundheitskonferenz im Juni öffentlich präsentiert. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen laut Gesundheits- und
Sozialstadträtin Dagmar Pohle (Die
Linke) Wegweiser für die Kommunalpo-

litik sein und werden in die bezirkliche
Altenplanung einfließen. Laut Pohle ist
Marzahn-Hellersdorf der einzige Berliner Bezirk mit einer solch kontinuierlichen Untersuchung zur Situation dieser
Altersgruppe.
Zu konstatieren sei ein Anstieg der
fachlichen und sozialen Qualifikation
künftiger Senioren „und damit wesentlicher Kompetenzen für die subjektive
Gestaltung des eigenen Alters“, sagte
Hanna Haupt bei der Vorstellung der
Umfrageergebnisse. Zunehmend gebe es
aber soziale Ungleichheit, insbesondere
bezüglich des Anteils am wirtschaftlichen Aufschwung und des Einkommens. Durchschnittlich stieg das individuelle Nettoeinkommen gegenüber 2010
um 200 Euro auf 1.300 Euro monatlich,
das durchschnittliche Haushaltsnetto
um 400 Euro auf 2.300 Euro. Doch das
ist differenziert zu sehen. Während es in
Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf eine
große Zahl Vollzeiterwerbstätiger gibt
(72 bis 81 Prozent), mit guter Qualifikation und entsprechend gutem Einkommen, liegt die Zahl der Vollerwerbstätigen in Marzahn-Nord nur bei 53 Prozent
(Hellersdorf- Nord 52 Prozent, Hellersdorf-Ost 56 Prozent).
Das Armutsrisiko ist dort überdurchschnittlich hoch. Mit 30 Prozent wird es
für Marzahn-Nord beziffert, in Hellersdorf-Ost und Hellersdorf-Nord beträgt
es 28 beziehungsweise 25 Prozent. Als
armutsgefährdet gilt, wer nicht mehr als
917 Euro monatlich für seinen Lebensunterhalt hat. Insbesondere Alleinlebende, darunter zunehmend Geschiedene,
aber auch Senioren mit kleinen Renten,
Arbeitslose und Migranten sind betroffen. Gegenüber dem Jahr 2010 ist das
Armutsrisiko im Bezirk von 14 auf 17
Prozent gestiegen. Verfestigt hat sich
nach den Untersuchungen auch „ein
Sockel von Langzeitarbeitslosen“, sagte
Haupt.
„Die Ergebnisse zeigen: Wir sind end-

Ausgewählte Ergebnisse der Studie
 Um 9 Prozent stieg die subjektive Zufriedenheit der über 50-Jährigen mit ihrem
Leben in Marzahn-Hellersdorf seit 2010 (67
Prozent). Am wenigsten zufrieden sind sie in
Marzahn-Nord (55 Prozent), in HellersdorfNord (57 Prozent) und in Hellersdorf-Ost (61
Prozent). Die Unterschiede spiegeln die soziale Lage: Arbeitslose (35 Prozent), Geringverdiener (42 Prozent) und Menschen ohne
berufliche Qualifikation (49 Prozent) sind am
wenigsten zufrieden mit ihrem Leben.
 Zufrieden mit ihrer Wohnung sind 74
Prozent. In Marzahn-Nord (58 Prozent) und
Hellersdorf-Nord (56 Prozent) gibt es die
wenigste Wohnzufriedenheit.

 Umfangreiche Aktivitäten für die eigene
Gesundheit (55 und 77 Prozent). Dennoch
Rückgang im Vergleich zu vorangegangenen
Studien. Problematisch: Jeder Zehnte Marzahner oder Hellersdorfer kann im akuten
Bedarfsfall nicht auf Hilfe rechnen, wenn ein
Arzt gerufen werden muss.
 Seit 2005/2010 verfestigte sich die
Konzentration von Freizeitkontakten auf die
Familie, Freunde, Bekannte – mit Tendenz
zum Rückzug in die Privatheit.
 13 Prozent der über 50-Jährigen sind bürgerschaftlich engagiert, 25 Prozent daran
interessiert.

Hanna Haupt und Dagmar Pohle.
gültig angekommen in der Bundesrepublik“, sagte Dagmar Pohle. „Die soziale
Differenzierung, die sich in MarzahnHellersdorf in den letzten 25 Jahren
vollzogen hat, entspricht der in einer
durchschnittlichen
bundesdeutschen
Großstadt.“ Der Bezirk könne gesetzliche Vorgaben wie Hartz-IV, gekappte
Rentenhöhen und Wegfall von öffentlich
geförderten Jobs nicht beseitigen. Aber
die Kommunalpolitik könne dazu bei-

Foto: Marcel Gäding

tragen, die Situation in problematischen
Gebieten zu verbessern, sagte sie: durch
kleinteilige Maßnahmen beispielsweise
für Hochbetagte, durch die Zusammenarbeit mit Wohnungsunternehmen und
durch differenzierte Angebote. Auch die
Quartiersmanagements, ein drittes wird
jetzt für den Boulevard Kastanienallee
eingerichtet, könnten dazu beitragen, die
Situation in sozial schwächeren Wohngegenden zu entspannen.

Anzeigensonderveröffentlichung

präsentiert von

Unsere eigenen vier Wände

Hausbau | Finanzierung | Energieeffizienz | Handwerk | Grundstückssuche
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Immobilienmesse liefert Überblick

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„Hausbau & Energie“ am 23. und 24. Januar 2016 mit 130 Ausstellern im Postbahnhof am Ostbahnhof

D

er Wunsch nach einem eigenen
Haus oder einer eigenen Wohnung ist nach wie vor ungebrochen. Auch 2016 bietet das euro messe
team schwalme angehenden Bauherren
eine verlässliche und kompetente Begleitung auf dem Weg zum eigenen Haus –
mit den beliebten Hausbaumessen. Den
Auftakt macht die Berliner Immobilienmesse „Hausbau & Energie“ am 23. und
24. Januar 2016, zu der 130 Aussteller
der Hausbaubranche im Postbahnhof
am Ostbahnhof erwartet werden.
Auf zwei Etagen erhalten die Besucher der Berliner Immobilienmesse
„Hausbau & Energie“ Informationen
aus erster Hand. Vor Ort sind namhafte Hausbauunternehmen, freie Planer,
Haustechnikspezialisten, Energieexperten, Baufinanzierer und Servicefirmen
rund ums Haus. Angehende Bauherren
können sich über die unzähligen Hausbaukonzepte informieren – sie reichen
vom klassischen Einfamilienhaus über
den altersgerechten Bungalow bis hin
zur aufwendigen Stadtvilla und dem
zeitlosen Bauhaus. „Wir möchten Bauherren eine erste Orientierung bieten
und sie mit kompetenten Anbietern der
Hausbaubranche bekannt machen“,
sagt Jan Schwalme vom euro messe
team schwalme. Ziel sei es, dass keine

listen gibt es am Stand des Onlineportals
www.bauratgeber-deutschland.de. Dort
können die Besucher auch nach Belieben unter 16.000 Hausentwürfen und
15.000 Grundstücksangeboten das Passende für sich recherchieren. Der Eintritt
kostet 10 Euro, die Messe ist am 23. und
24. Januar jeweils in der Zeit von 11 bis
18 Uhr geöffnet. Bus und S-Bahn halten
direkt vor der Tür. Infos: www.messehausbau.de

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Viele Hausbauunternehmen bieten auf der Immobilienmesse einen ersten Überblick über
Foto: Marcel Gäding
Haustypen und Baustoffe an.
Frage offen bleibt. „Erfahrungsgemäß
knüpfen Bauherrenfamilien auf unserer
Messe die ersten wichtigen Kontakte
auf dem Weg zu ihrem Traumhaus“,
erklärt Schwalme. Dazu gehören auch
die Gespräch mit Baufinanzierern, mit
Küchen- und Hausgeräteausstattern, mit
Verbraucherschutzexperten oder Dienstleistern rund ums eigene Haus.
An beiden Messetagen wird es auch
wieder die begehrten, kostenfreien Vortragsprogramme geben, für die das euro

messe team schwalme wieder kompetente Referenten aus den Bereichen
Hausbau,
Immobilienfinanzierung,
Grundstückssuche, Energieeffizienz und
Haus- sowie Heizungstechnik gewinnen
konnte. Sie werden angehende Bauherren mit den neuesten Informationen
versorgen – unter anderem zur neuen
Energieeinsparverordnung, die 2016 in
Kraft tritt, oder zu Förderkrediten der
Kreditanstalt für Wiederaufbau für Neubau und Sanierung. Kostenlose Check-

Wohneigentum wird
in Berlin teurer
Am günstigsten sind die eigenen vier Wände in
Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf

W

er mit dem Gedanken spielt,
eine Wohnung in Berlin zu
kaufen, sollte sich beeilen.
Denn die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen steigen. Innerhalb von
drei Jahren stiegen die Konditionen um
rund neun Prozent, wie die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin
– Hannover mitteilte. Sie bezieht sich
dabei auf Zahlen des Instituts empirica.
Dennoch lohnt sich der Umstieg von
der Miet- in die Eigentumswohnung. In
zwei Dritteln aller Berliner Bezirke ist es
günstiger, eine Wohnung zu kaufen als
zu mieten..
Ermittelt wurden die Daten im Rahmen des sogenannten LBS-Kaufpreisspiegels. Hierfür wurden die Immobilienangebote in Berliner Tageszeitungen
und von Immobilienportalen verglichen.
Demnach zahlen Wohnungskäufer aktuell in Berlin-Mitte die höchsten Prei-

se, während es in Marzahn-Hellersdorf
nach wie vor die preiswertesten Wohnungen zu kaufen gibt. In Mitte müssen demzufolge mindestens 3.496 Euro
pro Quadratmeter für eine gebrauchte
Eigentumswohnung kalkuliert werden. In Marzahn-Hellersdorf liegt der
durchschnittliche Quadratmeterpreis bei
1.627 Euro. Zu den Spitzenreitern gehören neben Mitte Pankow (2.941 Euro/
qm), Steglitz-Zehlendorf (2.796 Euro/
qm) und Tempelhof-Schöneberg (2.481
Euro/qm).
In acht von zwölf Berliner Bezirken
ist es zudem günstiger, eine Wohnung zu
kaufen als zu mieten. „Am höchsten ist
der finanzielle Vorteil in Lichtenberg“,
heißt es dazu von der LBS. „Bei einem
Durchschnittspreis von 108.000 Euro für
eine gebrauchte Eigentumswohnung lassen sich bei einem Kauf monatlich rund
162 Euro gegenüber der Miete sparen.“

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Januar 2016

THEATER & BÜHNE

Premiere „Von Eheleuten und anderen Narren“: Geschichten und Anekdoten von Anton
Tschechow. Theatergastspiel mit Christine
Marx und Klaus Nothnagel vom Theater Sinn
& Ton am 16. Januar um 19 Uhr. Eintritt: 7,
erm. 5 Euro. Ort: Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin, Tel.
030 93661078, Internet: www.kulturring.org

MUSIK & KONZERT

Konzert mit Cliff Stevens: Der Gitarrist
aus Montreal spielt im Stil von Eric Clapton,
Freddie King und Stevie Ray Vaughan am
23. Januar um 21 Uhr. Karten: 12 Euro, Vorverkauf 10 Euro. Ort: KISTE am U-Bahnhof
Hellersdorf, Heidenauer Straße 10, 12627
Berlin, Tel. 030 9987481, Internet: www.
Kiste.net

Bezirks-Kulturkalender

LESUNG & GESPRÄCH

Wenn die Neugier nicht wär…: Moderatorin
Barbara Kellerbauer lädt am 23. Januar um
19 Uhr wieder in die Studiobühne des Freizeitforums Marzahn ein. Dieses Mal ist die
Schauspielerin Claudia Wenzel zu Gast. Karten kosten 13, erm. 10 Euro. Ort: Marzahner
Promenade 55, 12679 Berlin. Karten-Telefon:
030 5427091

IMPRESSUM

Alle Termine im Netz:
bezirks-journal.de/kulturkalender

Premiere „Des Kaisers neue Kleider“:
Theaterstück des Amateur-Theater-Ensemble
am 31. Januar um 16 Uhr. Regie: Birgit
Letze-Funke. Weitere Vorstellungen: 2./3./4.
Februar, jeweils 10 Uhr, 6. Februar, 16 Uhr.
Eintritt: 5, erm. 3 Euro. Ort: Freizeitforum
Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679
Berlin. Kartentelefon: 030 5427091, Internet:
www.freizeitforum-marzahn.de
Schaurig schöner Abend: Franziska Troegner
und Jaecki Schwarz treten am 13. Februar um
20 Uhr im Freizeitforum auf. Titel des Programms: „Mit der Lammkeule auf dem Weg
zum Himmel“. Die Schauspieler präsentieren
Szenen aus den Stücken des Autors Roald
Dahl. Karten kosten 18 Euro. Ort: Marzahner
Promenade 55, 12679 Berlin. Karten-Telefon:
030 5427091, Internet: www.freizeitforummarzahn.com

Musikalischer Nachmittag: „Hinter den
Kulissen von Paris“ heißt es am 27. Januar
um 15 Uhr. Ein amüsantes, musikalisches
Reisevergnügen in die Stadt der Liebenden
mit Jeannette Rasenberger (Gesang) und
Andreas Wolter (Klavier). Eintritt: 6, erm.
2,50 Euro. Ort: Kulturforum Hellersdorf,
Carola-Neher-Straße 1, 12619 Berlin, Tel. 030
5611153, Internet: www.kulturring.org
Zeit für Gefühle: Schlagersängerin Linda
Feller gastiert am 6. Februar um 20 Uhr im
Freizeitforum Marzahn. Dort präsentiert
sie Balladen. Karten kosten 19 Euro. Ort:
Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin.
Karten-Telefon: 030 5427091.

Bezirks-Journal

Unabhängige Monatszeitung für
die Berliner Bezirke. In Kooperation mit
www.lichtenbergmarzahnplus.de und www.qiez.de

Lesung „Tagebuch eines DDR-Kriminalisten“: mit Kriminalrat a. D. Hans Christoph
Weise am 20. Januar um 15 Uhr. Eintritt:
frei. Ort: Stadtteilzentrum Hellersdorf-Ost,
Albert-Kuntz-Straße 58, 12627 Berlin, Tel.
030 99498691, Internet: www.mittendrin-inhellersdorf.de

Kabarett „Alles Quatsch – Geschafft!
2015“: Spaß, Politik und andere Absurditäten. Politkabarett mit Gerd Hoffmann und
Rolf Gundelach am 22. Januar um 19 Uhr.
Karten: 8, erm. 6 Euro. Ort: Ort: Berliner
Tschechow-Theater, Märkische Allee 410,
12689 Berlin, Tel. 030 93661078, Internet:
www.kulturring.org

7

MALEREI/ FOTOGRAFIE
Ausstellung „Malerische Wanderungen“:
Bilder des Biesdorfer Mal- und Freundeskreis
aus der Havel-, Spree- und Oder-Region, zu
sehen bis zum 28. Februar. Öffnungszeiten
Mo, Di, Do, Fr 10-19.15 Uhr, Mi 14-19.15
Uhr, Sa 10-14 Uhr. Ort: Bezirkszentralbibliothek Mark Twain (im Freizeitforum Marzahn), Marzahner Promenade 52-54, 12679
Berlin, Tel. 030 54704154, Internet:
Fotoausstellung „Boa tarde Lisboa“:
Fotografien von Ralph Weber aus Lissabon.
Ort: KISTE am U-Bahnhof Hellersdorf,
Heidenauer Straße 10, 12627 Berlin, Tel. 030
9987481, Internet: www.Kiste.net

Bezirks-Journal Leserreisen

Noch mehr Angebote im Internet: www.bezirks-journal.de/leserreisen

Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat kostenlos
und liegt derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf zur Mitnahme aus. Die
Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung.
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Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
Pflichtveröffentlichung nach § 7 a des Berliner
Pressegesetzes:
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Verlag:
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Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V.
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Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 3/2015.
Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 11.02.2016

8

Bezirks-Nachrichten

Januar 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Säumige Zahler:
Bezirk bittet zur
Kasse
Neues Inkasso-Team soll
9 Millionen Euro eintreiben

D

Alles, was Marzahn-Hellersdorf bewegt. Kurz. Bündig. Kompakt.
Senden Sie uns Ihre Infos!
E-Mail: redaktion@bezirks-journal.de

POLIZEIREPORT
Autoknacker gefasst: Die Polizei hat am Helene-Weigel-Platz einen
Autoknacker gefasst. Der 48-Jährige
wurde nach einer Verfolgung durch das
Wohngebiet festgenommen. Ihm wird
vorgeworfen, zusammen mit einem
Komplizen in einen Transporter eingebrochen zu sein und dort Werkzeug
entwendet zu haben. Der Tipp kam von
einem aufmerksamen Anwohner, der
die Täter von seiner Wohnung aus beobachtete. Vom zweiten Autoknacker fehlt
jede Spur. Er konnte unerkannt flüchten.
Jugendliche randalieren:
Offenbar aus Langeweile haben drei
Mädchen mit einem Nothammer die
Scheiben einer S-Bahn eingeschlagen,
die auf dem S-Bahnhof Ahrensfelde zur
Abfahrt bereitstand. Damit nicht genug:
Auf dem Bahnsteig zerstörten sie drei
Schautafeln und zwei Gebäudescheiben, wie die Bundespolizei mitteilte. Beamte konnten die 13 bis 15 Jahre alten
Täterinnen festnehmen und ihren Eltern
übergeben.
Drogen gefunden: Zivilfahnder der Berliner Polizei haben an der
Quedlinburger Straße zwei mutmaßliche Drogenhändler festgenommen. Auf
der Grundlage eines Durchsuchungsbeschlusses hatten sich die Beamten gewaltsam Zutritt zur Wohnung verschafft
und zwei Männer im Alter von 29 und
37 Jahren dabei erwischt, wie sie gerade dabei waren, Drogen zu wiegen und
abzupacken. Bei der Durchsuchung beschlagnahmten die Fahnder über ein halbes Kilo Marihuana, diverse Händler­
utensilien und Geld, das vermutlich aus
dem Verkauf von Drogen stammt. Die
Ermittlungen dauern an. (bzj.)

Florian Münter

Romantisch, aber gefährlich
Die untergehende Abendsonne sorgt für eine romantische Stimmung am zugefrorenen Habermannsee in Kaulsdorf. Doch der Schein trügt: Vielerorts tragen
die Eisflächen der Seen nicht, weshalb man sie lieber nicht betreten sollte. Aufgenommen wurde das Foto von Gisela Graehn-Baumann, Mitglied der Fotogruppe im Deutschen Senioren-Computerclub mit Sitz in Lichtenberg.

er Bezirk geht neue Wege, um
Außenstände
einzutreiben.
Das kündigte der für Finanzen
zuständige Bezirksbürgermeister Stefan
Komoß (SPD) im Rahmen der Jahrespressekonferenz des Bezirksamtes an. In
diesem Jahr soll ein fünfköpfiges Team
rund 750.000 Euro Außenstände eintreiben. Dafür wurden eigens neue Mitarbeiter eingestellt, die dem Rechtsamt
zugeordnet werden.
Derzeit beläuft sich die Höhe der Außenstände auf 9 Millionen Euro. Rund
3.000 verschiedene Einzelschuldner stehen beim Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf aktuell in der Kreide wegen offener
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Besser ans Ziel
NAHVERKEHR: Die Berliner Verkehrsbetriebe haben ihr
Angebot optimiert und Linien geändert.

D

ie Berliner Verkehrsbetriebe reagieren auf die steigende Nachfrage der Fahrgäste und passen
ihr Angebot an. Mit dem Fahrplanwechsel wurden Takte verkürzt, Busse und
Bahnen fahren länger.
U-BAHN: Züge der U-Bahnlinie 5 vom
Alex nach Hönow fahren freitags bis
22.30 Uhr alle fünf Minuten – anderthalbstunden länger als bislang.
STRASSENBAHN: Während es auf
der Linie 62 (Wendenschloss <-> SBhf. Mahlsdorf nur noch wochentags
zwischen 5.30 und 19 Uhr einen ZehnMinuten-Takt gibt, hat die BVG auf der
Linie 63 eine neue Streckenführung umgesetzt: Künftig fahren die Straßenbahnen von Mahlsdorf-Süd über S-Bahnhof
Köpenick bis in die Wissenschaftsstadt
Adlershof (Karl-Ziegler-Straße). Zwischen Mahlsdorf-Süd und S-Bahnhof
Köpenick verkehren die Bahnen montags bis freitags von 5.30 bis 20 Uhr alle
zehn Minuten.
BUS: Der X 54 (S-/ U-Bhf. Pankow
<-> Weißensee, Piesporter Straße) ist
jetzt zwischen S-Bhf. Marzahn und

Bestattungen

S O Z I A L B E S TAT T U N G
Feuer-oderErdbestattung
unverbindlicher und kostenfreier Hausbesuch
komplette Antragsstellung und Erledigung alle Formalitäten
Kostenübernahme durch das Sozialamt

Tag & Nacht

30 34 04 47

Piesporter Straße bis 22 Uhr im 20-Minuten-Takt unterwegs. Der Bus 390 verkehrt wieder als Ringlinie zwischen dem
S-Bahnhof Ahrensfelde, Mehrow Kirche
und S-Bahnhof Ahrensfelde.
S-BAHN: Die S 75 (Wartenberg <->
Ostbahnhof <-> Westkreuz) fährt nun
auch sonntags bis nach Westkreuz durch.
Damit verkehren die S-Bahnen auf dieser Linie an diesem Tag in der Zeit von
11 bis 19 Uhr alle drei bis vier Minuten
zwischen Friedrichsfelde Ost und Westkreuz. Die S 5 (Spandau <-> Strausberg
Nord) fährt künftig zwischen montags
bis freitags von ca. 5.15 bis 20.30 Uhr,
sonnabends von ca. 9.15 bis 19.15 Uhr
und sonntags von 11.15 bis 19.15 Uhr
alle 20 Minuten (bislang alle 40 Minuten). Der Fünf-Minuten-Takt auf der
Rinbahnlinie S 41 wird wochentags zwischen 10 und 20 Uhr ausgedehnt.
REGIONALBAHN: Ab Ostkreuz verkehren ab sofort Regionalbahnen. Dort
halten die RB 12 (Templin <-> Ostkreuz), die RB 24 (Eberswalde <-> Senftenberg) und die RB 25 (Werneuchen
<-> Ostkreuz). (bzj.)

Rechnungen und Gebührenbescheide.
Mit dem neuen Team unter dem Dach
des Rechtsamts sollen Rechnungen und
Zahlungseingänge künftig besser kontrolliert werden. Wer weiter Schulden
beim Bezirk hat, muss damit rechnen,
dass das Geld über einen Gerichtsvollzieher eingetrieben wird.
Komoß kündigte zudem an, dass künftig keine externen Inkassounternehmen
mehr mit dieser Aufgabe betraut werden
sollen. Der Bezirk hatte vor einigen Jahren bundesweit Schlagzeilen gemacht,
weil er einen Teil seiner Forderungen an
private Dienstleister verkaufte, die dann
mit dem Inkasso beauftragt wurden.
„Marzahn-Hellersdorf ist der Bezirk
mit den meisten offenen Forderungen“,
sagte Stefan Komoß. Allerdings wies
er darauf hin, dass der Bezirk auch der
Einzige sei, der einen Überblick darüber
hat, welche Außenstände es gibt. (gäd.)
        
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