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Periodical volume

Full text: Marzahn-Hellersdorfer Bezirks-Journal Issue 2.2015,6

MARZAHN: Zu Besuch
in Berlins kleinstem
Theater Seite 2

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HELLERSDORF: Wie
Schüler mit Vorurteilen
aufräumen. Seite 3

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Auch im Netz, tagesaktuell: www.bezirks-journal.de | www.facebook.de/bezirksjournalberlin | www.twitter.com/bezirks_journal | 2. Jhg. | Ausgabe 6 | 11. Juni 2015

Musik in alten
Gemäuern

Fête de la Musique: Alte Börse wird am 21. Juni
Ort für Musikfestival

E

inmal im Jahr wird in ganz Europa die Fête de la Musique gefeiert – umsonst und draußen.
Marzahn-Hellersdorfer Musiker werden
diesen Tag in der Alten Börse zelebrieren. Am 21. Juni verwandelt sich das
Areal nahe dem S-Bahnhof Friedrichsfelde in ein Festivalgelände, wie Kulturstadträtin Juliane Witt (DIE LINKE)
mitteilte. „Unter anderem werden Ensembles der bezirklichen Hans-WernerHenze-Musikschule dabei sein und alle
Räume der Alten Börse bespielen“, kündigt Witt an. Beginn ist um 16 Uhr.
Geplant ist, im großen Saal mit seiner Lichtkuppel oder der alten Güterstation Musikinstrumente vorzustellen
und Schnupperkurse anzubieten. Im
Börsensaal wird ein Doppelkonzert der
Musikschule mit dem Jugendsinfonieor-

chester gegeben (16 Uhr). Parallel dazu
steht von 16 bis 18.30 Uhr Jazz mit Tanja Naeder und Thomas Krüger auf dem
Programm. In der Katinenlounge lädt
die Celloklasse von Christiane Kinast
zum Vorspielnachmittag ein, während
im Hofgarten Kaffeehausmusik mit dem
Ensemble „Klangfülle“ gespielt wird.
„Eine musikalische Reise um die Welt“
mit den Kindern der musikalischen
Früherziehung und Sebastian Albers ist
ebenfalls zu erleben. In der Werkstatt
der Alten Börse können Kinder im Alter
von vier bis acht Jahren eigene Musikinstrumente bauen, während im Hof vorm
Büro afrikanische Trommeln erklingen.
Um 18 Uhr ist zudem ein Auftritt des
belarussischen Folkloreensembles „Tutejszaja Shlachta“ geplant. Ort: Zur Alten Börse 77. (bzj.)

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2

Bezirks-Leben

Juni 2015 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Holger und Aldona Kosel vor ihrer mobilen Bühne (hier in der Ehm-Welck-Bibliothek in Hellersdorf).

FOTOS: MARCEL GÄDING

Berlins kleinste Bühne

Aldona und Holger Kosel aus Marzahn betreiben ein eigenes Theater. Es ist 39 mal 23 Zentimeter groß.
Kulissen und Schauspieler sind aus Papier.

Z

u dieser Zeit würde man im Publikum kleine Leute erwarten. Doch
an diesem Nachmittag, es ist kurz
nach 15 Uhr, füllen sich die Reihen mit
älteren Damen und einem Herren. „Der
kleine und der große Klaus“ nach Hans
Christian Andersen steht auf dem Programm von Berlins vermutlich kleinstem
Theater. Die Bühne des Papiertheaters
an der Oppermann misst gerade einmal
39 mal 23 Zentimeter. Gut 45 Minuten
dauert diese Vorstellung in einem Nebenraum der Ehm-Welk-Bibliothek, bei
der gelacht und gesungen, gepfiffen und
geflucht wird. Der Applaus ist am Ende
groß. Zum Dank gibt es von der Bibliotheksleiterin Blumen. Eine Gage nehmen die Darsteller nicht. Aus Prinzip.
Gut vier Jahre ist es her, dass Aldona und Holger Kosel ihr Papiertheater
gründeten. Das Projekt ist in einer Weinlaune nach einem Ostseeurlaub entstanden, erinnert sich Holger Kosel. Damals
schlenderten die Kosels durch den kleinen Ort Preetz bei Kiel, als sie ein Geschäft namens „Kurioser Papierladen“
entdeckten. Bis oben hin seien die Regale mit Papier- und Bastelbögen gefüllt
gewesen, sagt Aldona Kosel. Schnell kamen sie mit dem Inhaber ins Gespräch.
Von dem erfuhren sie, dass er einmal im
Jahr ein kleines, aber feines Papiertheaterfestival veranstaltet. Noch Tage später
waren die Kosels so fasziniert, dass sie
beschlossen, ebenfalls ein Papiertheater
zu eröffnen.
Die Heimat des Papiertheaters an der
Oppermann befindet sich in einem Ein-

Das kleine Bühnenbild misst 39 mal 23 Zentimeter.
familienhausgebiet in Marzahn. Hier
leben die Kosels schon eine Weile. In einem ihrer beiden Wohnhäuser richteten
sie ihr Theater ein, das Platz für maximal zwölf Personen bietet. Sechs Stücke
haben sie im Repertoire, die tragen Titel
wie „Wolf bleibt Wolf“, „Katzentanz“
oder „Frau Kaffeekanne und Herr Kullerkeks“. Während Aldona Kosel die
Stücke schreibt und mit viel Wortwitz
versieht, kümmert sich ihr Mann Holger um die Bühnentechnik mit den vielen modulartigen Bühnenbildern. Denn
hinter der kleinen Bühne befinden sich
die Bühnenbilder mit den Motiven aus
Papier. Die Darsteller, kleine Pappfiguren, werden mit einer Art Verlängerung

in die Szenen geschoben und können
sich sogar drehen. Bei jeder Vorstellung
aber sind dann beide gefragt. Sie schieben die Figuren über die Bühne, sorgen
für Licht- und Klangeffekte und hauchen ihren Darstellern Leben ein. Dafür
schlüpfen sie in viele Rollen, für die sie
ihre Stimmen verstellen. Stolz gewähren
sie nach den Vorstellungen einen Blick
hinter die Kulissen. Aldona Kosel strahlt
über das ganze Gesicht, wenn sie dann
über ihr Theater erzählen kann. Noch
kommen bei den aktuellen Stücken
größtenteils die aus Papierbögen gebastelten Szenenelemente zum Einsatz. Für
die kommende Neuinszenierung wollen
Kosels aber alles selbst gestalten.

Die Geschichte des Papiertheaters
geht auf das Jahr 1811 zurück. Damals
wurde in England das erste Papiertheaterstück gezeigt. Zehn Jahre später fanden auch im deutschsprachigen Raum
Aufführungen statt. Um das Papiertheater entwickelte sich eine eigene Branche, denn Verlage spezialisierten sich
darauf, die entsprechenden Bastelbögen
für Figuren und Kulissen herzustellen
und zu vertreiben. Mit dem Ersten Weltkrieg geriet das Papiertheater zunächst
in Vergessenheit. In den 1970er- und
1980er-Jahren entstanden Reproduktionen der Bastelbögen. Seitdem bildet sich
in Deutschland wieder eine kleine, aber
feine Papiertheaterszene heraus.
Seit gut einem Jahr tingeln Holger und
Aldona Kosel mit ihrem Papiertheater
durch Berlin. Einen festen Spielplan gibt
es nicht. Im Prinzip kann sie jeder buchen. Einzige Voraussetzung: Es müssen
mindestens sechs Zuschauer sein. Ein
Honorar verlangen der frühere Sänger
und die gelernte Oboe-Spielerin nicht.
„Unser Lohn ist es, wenn die Leute zu
uns kommen“, sagt Holger Kosel. Sie
verstehen es als Hobby, das viele Vorteile
mit sich bringt. Denn ohne Einnahmen
müssen sie auch keine Steuererklärung
an das Finanzamt liefern. „Außerdem
können wir machen, was wir wollen“,
sagt Aldona Kosel. (gäd.)

Weitere Informationen unter

 www.papiertheater-an-der-oppermann.de

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Juni 2015

Bezirks-Leben

Von wegen unfreundlich

3

Schüler einer neunten Klasse der Kerschensteiner-Schule haben sich im Rahmen einer Projektwoche
unter anderem mit Flüchtlingen getroffen. Heraus kamen ein Film und viele Texte.

C

assandra und Kimberly haben
eine Geschichte aufgeschrieben.
Es geht um ein muslimisches
Mädchen, das von seinen strengen Eltern genervt ist, ein Kopftuch tragen
muss und bereits jetzt weiß, welcher
Junge zu ihrem Ehemann bestimmt ist.
Dieses Mädchen, Cassandra und Kimberly haben es Ayse genannt, hat einen
Traum: Darin lebt sie ihr Leben, geht
zur Schule, bewegt sich frei. Sie will für
sich entscheiden, in wen sie sich verliebt
und wen sie heiratet. Vor allem aber will
sie weg von den Zwängen und Vorschriften, die ihren Alltag bestimmen.
Dass Cassandra und Kimberly einmal
eine solche Geschichte aufschreiben,
hätten sie womöglich vor ein paar Wochen nicht gedacht. Doch dann nahmen
sie mit ihrer neunten Klasse der Kerschensteiner-Schule in Marzahn an einer Projektwoche teil. „Geschichte und
Geschichten – Unser Bezirk wird bunter“ lautete der Titel. Gemeinsam erkundeten die 14- und 15-Jährigen ihren
Bezirk, besuchten das Flüchtlingsheim
in der Maxi-Wander-Straße und kamen
mit geflüchteten Menschen ins Gespräch, für die das Leben wegen Krieg
und Zerstörung zu gefährlich geworden
ist. Im Bezirksmuseum erfuhren sie Interessantes über die Geschichte der vietnamesischen Vertragsarbeiter und der
Aussiedler. Die Jugendlichen schauten
einen Film, der die Situation der Flüchtlinge der Gegenwart dokumentiert und
kamen mit Dr. Thomas Bryant, dem
Projektkoordinator der Bezirklichen Koordinierungsstelle für Demokratieent-

wicklung, ins Gespräch. Von ihm erfuhren sie, dass das „Boot“ mitnichten voll
ist, wie es gerne von den Gegnern der
Flüchtlingsunterkünfte propagiert wird.
Vor den Projekttagen habe sie noch ganz
anders über Flüchtlinge gesprochen, gibt
die 15-jährige Cassandra zu. „Ich dachte immer, die machen Dreck“, sagt sie.
Und ihre Freundin Kimberly war der
Meinung, „dass sie unfreundlich sind“.
Nur vier Tage danach hat sich ihr Bild
grundlegend gewandelt. „Wir denken
jetzt anders“, sagen beide. Und ihre
Freundin Jessica ergänzt: „Es gibt ja
Leute, die viel erzählen, wir haben es
jetzt mit eigenen Augen gesehen.“
Im Rahmen der Projektwoche sind
beeindruckende Texte, Fotoserien zum
Thema Ausgrenzung, Dialoge und sogar ein Film entstanden. Die Jugendlichen interviewten Passanten, sprachen
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mit Flüchtlingen und stellten der Leiterin der Flüchtlingsunterkunft an der
Maxi-Wander-Straße Fragen. Quasi
nebenher erlernten sie den Umgang mit
der Kamera, dem Videoschnitt und der
Vertonung. Medienpädagogen und ihre
Klassenlehrerin halfen ihnen dabei, ihre
Gedanken in Worte zu fassen. „Viele
hatten Angst davor, in die Flüchtlingsunterkunft zu gehen“, berichtet Projektkoordinator Thomas Engler vom Verein
„Courage gegen Fremdenhass e.V.“,
dem Ausrichter der Projekttage. Es sei
darum gegangen, den Jugendlichen
Informationen in die Hand zu geben,
Fakten zu vermitteln und Erlebnisse zu
ermöglichen. „Wir haben ihnen gesagt:
Schaut es euch erst einmal an und lasst
uns danach darüber reden“, sagt der
Medienpädagoge. Ziel war es, dass sich
die Schüler selbst eine eigene Meinung
bilden. Denn die Vorurteile über Ausländer und Flüchtlinge sind groß, auch
in Marzahn-Hellersdorf. Ein eindrucksvoller Beweis dafür sind die Demos gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft
am Blumberger Damm, die von rechten
Gruppierungen instrumentalisiert wird.
Die Organisatoren der Projektwoche
um Thomas Engler setzen auf Nachhaltigkeit. Sie hoffen, dass die Jugendlichen
über ihre Erfahrungen im Freundeskreis
berichten. Das Format „Geschichte und
Geschichten“ selbst existiert bereits seit
einigen Jahren. Dabei sollen Jugendliche ihren Kiez erkunden, mit Menschen
ins Gespräch kommen und sich auf
diese Weise eine ganz persönliche Meinung zu aktuellen Themen bilden. Das

Kimberly, Jessica und Cassandra (v.l.)
nahmen am Projekt teil.

FOTO: MARCEL GÄDING
Projekt „Unser Bezirk wird bunter“ soll
nun anderen Schulen im Bezirk angeboten werden. (mad.)
Weitere Informationen unter

 www.g-und-g.net

4

Bezirks-Leben

Juni 2015 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Von Marzahn bis
zum Fernsehturm
schauen
IGA: Start für Arbeiten
am Wolkenhain

W

er derzeit auf dem Blumberger Damm unterwegs ist,
muss damit rechnen, dass
ihm sandiger Wind um die Nase bläst:
Mit schwerem Gerät arbeiten sich Bagger durch das Erdreich der Gärten der
Welt. Es ist nicht zu übersehen: Die
Umgestaltung des Areals für die Internationale Gartenschau 2017 ist in vollem
Gange. Jüngstes Zeugnis dafür ist der
Baustart für den Wolkenhain.
Ende Mai begannen die Arbeiten für
den Bau der Aussichtsplattform auf dem
Kienberg in Marzahn. Mit gut 30 Metern Höhe werde der Wolkenhain „einer
der spektakulären Höhepunkte“, teilte
die Grün Berlin GmbH mit. Seinen Namen verdankt das Bauwerk der wolkenartigen Form. Von dem Aussichtspunkt

Eröffneten die neue Info-Stele: Abgeordnetenhausmitglied Regina Kittler (DIE LINKE), Baustadtrat Christian Gräff (CDU), Altbezirksbürgermeister Gerd Cyske und Projektleiter Oleg Peters (v.l.n.r.).
FOTO: MARCEL GÄDING

Eine Gedenkbank
für die Namensgeberin
Der Helene-Weigel-Platz ist ein wichtiger Platz in Marzahn-Hellersdorf. Drei Jahre
wurden für das Areal an der Märkischen Allee Ideen und Visionen entwickelt.
von Marcel Gäding

A
Blick auf die Baustelle für die Freilichtbühne, die als Arena angelegt wird. Dort
finden 5.000 Menschen Platz.

FOTO: LICHTSCHWÄRMER
aus sollen Besucher bis nach Stadtmitte
zum Fernsehturm schauen können. Anfang Juli sollen die Hochbauarbeiten beginnen.
Weit fortgeschritten sind auch die Arbeiten für das Besucherzentrum. Aktuell
wird die Baugrube für den Neubau am
Blumberger Damm vorbereitet. Es entsteht nach den Plänen des luxemburgischen Architekturbüros WW+ und soll
das Tor zur IGA2017 werden. Neben
dem Informations- und Servicebereich
finden fort auch eine Ausstellung sowie
ein Restaurant mit einer Außenterrasse
Platz.
Am 18. Juli haben Interessierte die
Möglichkeit, an einer Führung über die
Baustelle des Wolkenhains teilzunehmen. Start ist um 11 Uhr am Eingang
Süd der Gärten der Welt in der Siegmarstraße. Am 22. August findet um 11 Uhr
eine Baustellenführung zur Freilichtbühne und dem Besucherzentrum statt. Start
ist am Infopavillon am Haupteingang in
der Eisenacher Straße. Die Teilnahme
an den Führungen ist kostenlos. Festes
Schuhwerk wird empfohlen. (bzj.)

ls er gerade den neuen Wegweiser für den Helene-Weigel-Platz
einweiht, wird es plötzlich laut.
Eine Kindergruppe zieht an Christian Gräff (CDU) und seinen Zuhörern
vorbei, und auch sonst ist es an diesem
Vormittag geschäftig auf der Fläche vor
dem alten Marzahner Rathaus. Ältere
Frauen kaufen auf dem Wochenmarkt
ein, während junge Paare Hand in Hand
zum S-Bahnhof Springpfuhl schlendern. Keine Frage: Der Helene-WeigelPlatz ist ein pulsierendes Fleckchen
nahe der Märkischen Allee mit Geschäften, Ärztehäusern und viel Grün. „Er
verfügt über alles, was einen Stadtplatz
ausmacht“, sagt Oleg Peters, der Projektleiter des Standortmarketings und
Chef des Zukunftsagentur Helene-Weigel-Platz. Bibliothek, Schwimmhalle,
Rathaus und ein Wochenmarkt – alles
an einem Ort.
Drei Jahre lang entwickelte der Bezirk unter Federführung von Oleg Peters
Visionen und Ideen für den HeleneWeigel-Platz. Quasi als krönender Abschluss wurde eine „Landmarke“ enthüllt: Eine Stele mit einer großen Uhr
und einem Wegweisersystem. Dort erfahren Passanten, welche Geschäfte und
Einrichtungen sich wo befinden. Dass
der frühere Stadtbezirksbürgermeister
Gerd Cyske als Ehrengast zur Einweihung geladen wurde, hatte einen guten
Grund: Schon vor geraumer Zeit schlug
er vor, eine Uhr am Rathaus zu installie-

ren, wie dies in jeder großen und kleinen
Stadt der Fall ist. Da das Gebäude aber
unter Denkmalschutz steht, wurde daraus nichts. „Schließlich erzählte ich dem
Wirtschaftsstadtrat davon und der war
sofort begeistert“, sagt Cyske. Christian
Gräff (CDU) wäre sogar noch soweit
gegangen, eine Art Weltzeituhr zu installieren, die auch die aktuelle Zeit der
Partnerstädte des Bezirks zeigt. Doch
diese Idee konnte sich nicht durchsetzen. Aus Verbundenheit mit dem Platz
erklärten inzwischen die Händler vom
Wochenmarkt, die Stromkosten für die
Stele mit Uhr zu übernehmen. „Das
dürften pro Jahr um die 500 Euro sein“,
sagt Marktleiterin Ina Hölzel.
Gut 20.000 Menschen wohnen im
näheren Umfeld des Helene-WeigelPlatzes, der vor mehr als 35 Jahren
entstand. „Damals trug er zwar schon
den Namen“, erinnert sich Oleg Peters.
Häuser suchte man dort aber vergebens.
Heute befindet sich in der Platzmitte
ein Springbrunnen, an dessen Rand
sich Supermärkte, eine Einkaufspassage und das bereits erwähnte Marzahner
Rathaus befinden. Vor wenigen Wochen
noch standen die unzähligen japanischen Zierkirschen in voller Blüte. Überhaupt ist es hier vorn sehr grün. Sorgen
bereitet eher der östliche Bereich des
Platzes, auf dem das seit 2007 ungenutzte Kino Sojus steht. Dort wäre Potenzial
für Einzelhandel in einer Größenordnung von rund 3.000 Quadratmetern,
sagt Wirtschaftsstadtrat Gräff. Aktuell
gebe es einen Projektentwickler, der
dort Einzelhandel ansiedeln will. „An-

gedacht sind zudem Projekte wie altersgerechtes Wohnen und eine öffentliche
Tiefgarage“, sagt Gräff. Auch kleinere
Textilgeschäfte oder eine Bäckerei mit
einem Café könne er sich vorstellen. Allerdings sei er nicht der Auffassung, dass
man das Kino Sojus noch als Lichtspielhaus retten könne.
Große Pläne gibt es auch für das unter Denkmalschutz gestellte Marzahner
Rathaus, das dringend saniert werden
muss. Gut 20 Millionen Euro werden
die Modernisierungsarbeiten kosten.
Der Plan: Die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH soll das
Gebäude übernehmen, die Kosten der
Sanierung tragen. „Danach würden wir
es als Bezirk mieten“, sagt Gräff. Noch
vor der Sommerpause soll es hierzu konkrete Entscheidungen geben.
Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Projekts „Zukunftsagentur“ floss
auch Geld ins Marketing. Unter anderem in eine eigene Kiezzeitung, in ein
Internetportal sowie ein Fest mit dem
Titel „Helli lässt grüßen“. Das soll am
5. Juli in der Zeit von 14 bis 22 Uhr eine
Neuauflage feiern, unter anderem mit
einem Classic Open Air-Konzert des Jugendsinfonieorchesters und Theatereinlagen des bekannten Schauspielers Peter
Bause. Ferner soll auch die Namensgeberin geehrt werden. Helene Weigel zu
Ehren ist daran gedacht, eine steinerne
Gedenkbank aufzustellen.
Weitere Informationen unter

 www.helene-weigel-platz.com

Bezirks-Politik

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Juni 2015

„Das Bezirksamt engagiert
sich nicht genug“

5

Marzahn-Hellersdorf will das Leben von Menschen
mit Behinderungen erleichtern. Doch noch gibt es viel
zu tun, sagt Sabine Schwarz von der Linksfraktion.

M

enschen mit Behinderung
sehen sich in Marzahn-Hellersdorf vielen Hürden ausgesetzt. Sabine Schwarz ist behindertenpolitische Sprecherin der Linksfraktion
in der Bezirksverordnetenversammlung.
Mit dem Bezirks-Journal sprach sie darüber, was sich ändern muss, um den
Bezirk behindertenfreundlicher zu gestalten.

alle Stadträte da waren und dass Menschen mit Behinderung ein solches
Forum erhalten. Ich glaube aber, dass
Formen gefunden werden müssen, gemeinsam mit den Menschen mit Handikap, nicht über sie und ihre Situation
zu diskutieren. Kritisch sehe ich, dass so
eine Art Dialog kaum stattfindet. Die es
betrifft, sind oft nicht genug einbezogen.

Woran machen Sie das fest?
Nehmen wir mal die Bordsteinabsenkungen. Ein Antrag an das Bezirksamt.
Dem Ausschuss für Gleichstellung und
Menschen mit Behinderungen liegt
ein Schreiben vor, in dem Herr Gräff
erklärt, dass alle betreffenden Bordsteine abgesenkt wurden. Das ist aber
nicht der Fall. Der
Gleichstellungsbeauftragte bemüht
sich sehr, stößt da
jedoch auch an seine Grenzen. Einerseits sind die ganz
praktischen Ergebnisse des Engagements des Bezirks,
um Erleichterungen für Menschen
FOTO: MARCEL GÄDING
mit Behinderungen
zu schaffen, nicht
ausreichend. Andererseits scheitert es
an fehlendem Geld und auch an hohen
bürokratischen Hürden. Beim Bau eines
Fahrstuhls am S-Bahnhof Marzahn ist
Zum Beispiel?
bis heute nichts passiert. Und auch die
Beim Bürgerhaushalt geht es ja dar- Teilhabe von Menschen mit Behindeum, dass Bürgerinnen und Bürger mit rungen am ersten Arbeitsmarkt ist so gut
eigenen Vorschlägen das Bezirksamt wie unmöglich.
zum Handeln auffordern. Was die Behindertenfreundlichkeit des Bezirks Was konkret unternehmen Sie als Bezirksverbetrifft, wurden 27 Ideen eingereicht. ordnete?
Darunter waren Vorschläge zur ErrichDie LINKE in Berlin und in Martung von Aufzügen an U- und S-Bahn zahn-Hellersdorf hat behindertenpoliHaltestellen, aber beispielsweise auch tische Leitlinien erarbeitet, die die Teildie Schaffung von Barrierefreiheit in der nahme am gesamten gesellschaftlichen
Tram 62. Es gab den Hinweis, nur die Leben betrifft. Es geht um mehr, nicht
Vorschläge mit den meisten Stimmen in nur um den Zugang zum Arbeitsmarkt
den Ausschüssen zu beraten. Weil für für ein selbstbestimmtes Leben oder die
das Straßenbahnprojekt nur drei Men- Zugänge für Menschen mit Behinderunschen abstimmten, war dies Anlass für gen im öffentlichen Straßenland. Das ist
Bezirksbürgermeister Stefan Komoß zu Grundlage für unser Engagement. Dabei
bemerken, dass wir uns damit nicht be- arbeiten wir immer mit den Betroffenen
fassen müssten. Aber hier im Ausschuss zusammen, um gemeinsam zu guten
für Gleichstellung und Menschen mit LÖSUNGEN zu kommen, beispielsweiBehinderungen hatten wir parteiüber- se als Bürgerdeputierte.
greifend einen andere Verabredung.
Wir schauten jeden dieser Vorschläge Was muss noch konkret passieren?
an, auch weil gerade für Menschen mit
„Nichts über uns ohne uns“, ist ein
Handikap jede Möglichkeit gehört zu bemerkenswertes Zitat aus dem ersten
werden, besonders wichtig ist. Konkret Marzahn-Hellersdorfer Behindertenparim Fall der Straßenbahn geht es ja nicht lament. Ich finde, das sagt alles. Es geht
mal um Mittel aus dem Bezirkshaushalt, darum, mehr Menschen einzubeziehen,
sondern „nur“ darum, sich direkt mit ihre Gedanken und Ideen wichtig zu
der BVG in Verbindung zu setzen und nehmen. Wir müssen dafür sorgen, dass
die Forderung zu unterbreiten.
die Menschen mit Behinderungen dabei
sind. Das Wort Inklusion großzuschreiSie haben die Sitzung des Behindertenparla- ben, wie es immer so schön heißt, reicht
ments erwähnt. Welches Fazit ziehen Sie?
nicht.
Zunächst einmal begrüße ich es, dass

Das Gespräch führte Marcel Gäding.
Frau Schwarz, vor kurzem tagte erstmals das
Behindertenparlament. Stellt sich für uns die
Frage: Wie behindertenfreundlich ist Marzahn-Hellersdorf ?
Der Bezirk sieht sich selbst sehr behindertenfreundlich. Und ehrlich gesagt, ist
in den vergangenen Jahren viel passiert.
Allein die Einrichtung der Koordinierungsstelle für
Inklusion oder das
Behindertenparlament sind Zeichen
dafür, dass sich bemüht wird herauszufinden, wo die
Knackpunkte sind
und was verändert
werden muss. Einiges passiert. Aber: Sabine Schwarz.
Gerade bei der
Auswertung der Vorschläge zum Bürgerhaushalt gab es Reaktionen, die nicht
nachvollziehbar sind.

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Bezirks-Nachrichten

Juni 2015 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Zirkus-Workshop:
Kinder gesucht

BVV schreibt
Ehrenamtspreis aus

Private Filme von
Marzahnern gesucht

Schloss Biesdorf
öffnet im September

KAULSDORF. Das Stadtteilzentrum
Kompass veranstaltet in den Sommerferien einen Zirkusworkshop für Kinder
im Grundschulalter. Die angehenden
Artisten lernen Jonglage mit Tüchern,
Bällen, Keulen, Ringen oder Tellern,
üben sich in Clownerie, Boden- oder Leiter-Akrobatik sowie Balance in der Laufkugel. Betreut werden die Kinder vom
Zirkuspädagogen Mario Herzog und
seinem Team des Fortbildungsinstituts
für pädagogische Praxis (FiPP) e.V. Der
Workshop findet vom 20. bis zum 24.
Juli immer in der Zeit von 10 bis 16 Uhr
statt. Höhepunkt ist ein Zirkusfest mit
Zirkuszelt am 25. Juli um 14 Uhr. Die
Teilnahme am Workshop kostet 10 Euro
und beinhaltet auch Mittagsverpflegung
und Getränke. Anmeldungen bis zum
30. Juni beim KOMPASS – Haus im
Stadtteil, Kummerower Ring 42, 12619
Berlin. Infos: Tel. (030) 56 49 74 01. (bzj.)

MARZAHN-HELLERSDORF. Auch
in diesem Jahr ehrt die Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf
Menschen, die sich zum Wohle der Gemeinschaft engagieren. Wie BVV-Vorsteherin Kathrin Bernikas (CDU) mitteilte,
werden bis zum 28. August Vorschläge
entgegen genommen, wer zum Tag des
Ehrenamts am 5. Dezember die Auszeichnung erhalten soll. Sie müssen eine
ausführliche Begründung enthalten. Voraussetzung ist unter anderem ein mindestens dreijähriges ehrenamtliches Engagement im Bezirk. Vorschläge sind zu
richten an:
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von
Berlin, Bezirksverordnetenversammlung,
Die Vorsteherin, 12591 Berlin. Die EMail-Adresse lautet: bvv@ba-mh.berlin.
de, die Faxnummer (030) 90293-5815.
Pro Einreicher dürfen maximal drei Vorschläge unterbreitet werden. (bzj.)

MARZAHN. Studierende der Universität der Künste sind für ein Projekt auf
der Suche nach Filmaufnahmen der
Marzahner. Gesucht werden Streifen im
Format Super 8 oder 16mm, wie Viktor
Dill vom Projektteam mitteilte. Ziel der
Studierenden sei es, den Blick der Marzahner auf ihren Kiez kennenzulernen.
Wer Filme hat, kann sich bis zum 26.
Juni täglich, außer sonnabends, zwischen 12 und 18 Uhr in die Galerie M
an der Marzahner Promenade 46 begeben. Dort werden die Aufnahmen von
den Studierenden geprüft und auch bei
Bedarf kostenlos repariert. Das Projekt
findet im Rahmen einer Gruppenausstellung des Seminars „Common Ground
- Ikonographie der Vorstadt“ in einem
Workshop in Marzahn statt. Die Präsentation der Ergebnisse ist für den 26. Juni,
15 Uhr, in der Galerie M geplant. Infos
unter Tel. 0151/ 68 13 15 41. (bzj.)

BIESDORF. Schloss Biesdorf erstrahlt
nach und nach in seiner alten Pracht.
Wie Kulturstadträtin Juliane Witt (DIE
LINKE) sagte, soll das Haus erstmals
wieder im September seine Pforten öffnen, wenn auch nur kurz: Am 13. September gibt es im Rahmen des Tages
des offenen Denkmals ab 12 Uhr einen
Tag der offenen Tür. Geplant sind drei
Ausstellungen sowie Vorträge. Auch soll
das Jugendsinfonieorchester auftreten.
Das Atelier Scheibner und Franz nutzt
die leerstehenden Räume für eine Tanzperformance. Die Arbeiten im Innenbereich sollen im August abgeschlossen
sein. Danach erfolge die Bauabnahme.
Die Gesamtfertigstellung ist für den 1.
August 2016 geplant. Dann soll Schloss
Biesdorf als Bürgerschloss mit Galerie
eröffnen. Vorgesehen ist, 100 Bilder ostdeutscher Künstler zu zeigen, die derzeit
noch in Beeskow eingelagert sind. (gäd.)

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STANDORT OST
MAGAZIN FÜR ARBEIT, WIRTSCHAFT, WOHNEN & KULTUR IN DER METROPOLENREGION BERLIN-EASTSIDE | 06/2015

MIT DER SEILBAHN AUF
DEN MINI-HIMALAYA
Bis 2030 soll der Tierpark Berlin ein Zoo der Kontinente werden –
gut 93 Millionen Euro kostet der grundlegende Umbau.

Das Schloss Friedrichsfelde soll ein eigenes Café bekommen. Langfristig soll auch die Tierpark-Verwaltung das Gebäude räumen. Der frühere Tierpark-Chef Bernhard Blaszkiewitz hatte das
denkmalgeschützte Gebäude kurz vor seinem Weggang bezogen. 
Fotos: Marcel Gäding

E

in kleiner Himalaya, der mit der hard Blaszkiewitz angehäuft und waren
Seilbahn erklommen wird, und mitten in der Planungsphase aufgetaucht.
eine Afrika-Savanne, auf der Ele- Inzwischen ist der Fall vor Gericht. „Für
fanten, Giraffen und Löwen zu- uns ist das eine enorme Belastung“, sagte
sammenleben: Der Tierpark Berlin steht Knieriem. Ein Teil der Hinterlassenschafim 60. Jahr seines Bestehens vor den größ- ten soll jetzt in die Neugestaltung des
ten Veränderungen seiner Geschichte. Bis Tierparks im Berliner Bezirk Lichtenberg
zum Jahr 2030 soll Europas größter Land- integriert werden – etwa für eine kleine
schaftstiergarten in einen Zoo der Konti- Gebirgswelt, die
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nente umgestaltet werden. Ein entspre- von
Knieriem
chendes Konzept stellte Tierparkdirektor als Himalaya beAndreas Knieriem der Öffentlichkeit vor. zeichnet wird.
93 Millionen Euro sollen in drei Phasen
Etappenweise
in die 160 Hektar große Anlage investiert soll der Umbau
werden. „Unser Ziel ist es, die Besucher- des Berliner Tierzahlen zu erhöhen“, sagte Knieriem im parks
vorangeSchloss Friedrichsfelde, das sich am Rande trieben werden.
des Tierparks befindet.
Das DickhäuterMit dem 180 Seiten starken Konzept will haus wird in eine
Knieriem den Tierpark Berlin in eine neue F e l s l a n d s c h a f t
Ära führen. Als er im April vergangenen verwandelt, Ställe
Jahres sein Amt als Chef des Tierparks im will Knieriem in
Osten und des Zoologischen Gartens im die neuen AnlaWesten antrat, hatte er nicht lange gezö- gen so integriegert und die Karten auf den Tisch gelegt. ren, dass man sie
Marode und desaströs sei der Tierpark. nicht mehr rich„Inzwischen haben wir unter jede Grasnar- tig sieht. Viele der
be geschaut“, sagt Knieriem. Sein anfäng- mehr als 10.000
licher Eindruck habe sich dabei bestätigt.
Tiere ziehen um,
Ein halbes Jahr liegt der Ziel- und Ent- denn der Tierpark
wicklungsplan des 1955 eröffneten Tier- wird in Erlebnisparks Berlin bereits in der Schublade. Dass zonen eingeteilt.
Knieriem ihn erst jetzt vorstellt, hänge mit Die sogenannte
den Altlasten zusammen: 100.000 Tonnen G e o z o n i e r u n g
Bauschutt hatten sich am Rande des Tier- „ermöglicht uns,
parks unter Knieriems Vorgänger Bern- dass der Besucher

eine Reise durch die Kontinente unternimmt“, sagt Knieriem. Über den Haupteingang geht es durch Europa, dahinter
liegen Südamerika, Australien und Afrika.
Nahe dem Schloss Friedrichsfelde entsteht
die asiatische Erlebniswelt, während die
heutige Eisbärenanlage Teil des Nordamerika-Bereichs wird. Allein für die afrikanische Tier- und
Pflanzenwelt will
der Tierpark Berlin 23,2 Millionen
Euro ausgeben –
und dafür unter
anderem eine afrikanische Lodge
bauen. Mit einer
richtigen
Eisenbahn können Besucher durch die
Anlage
tuckern.
Die Besucher sollen das Gefühl
bekommen, mittendrin zu sein
und nicht außen
vor. In Planung ist
auch ein Brandenburgischer Bauernhof. Mit einer
bereits in Betrieb
genommenen
Tierpark-Bahn
werden die Wege
verkürzt – immerhin umfasst der

größte Rundweg im Tierpark sieben Kilometer. Außerdem ist im Konzept Europas
größte begehbare Vogelvoliere enthalten.
Deutlich verbessert werden soll auch die
Gastronomie, die bislang auf wenig Zustimmung bei den jährlich rund eine Millionen Besuchern stößt. Mit Hilfe eigener
Blockheizkraftwerke, Sonnen- und Windenergie möchte der Tierpark zudem der
Energieverbrauch drastisch senken. Auch
an die Beschäftigten ist gedacht: Das einstige Wohnhaus von Tierparkgründer Prof.
Dr. Dr. Heinrich Dathe ist als Ort für einen
Betriebskindergarten vorgesehen.
Ein Großteil des Geldes für die nach
Knieriems Worten dringend notwendigen
Investitionen muss seiner Ansicht nach
vom Land Berlin kommen. Bis 2022 erhofft
sich der Tierpark-Direktor zu dem bisherigen Jahres-Zuschuss von rund 5,5 Millionen Euro weitere jährliche Zuschüsse
zwischen 4,2 und 9 Millionen Euro. „Ich
glaube, dass es jetzt an der Zeit ist, ein
klares Bekenntnis für den Tierpark abzugeben“, lautet dann auch Knieriems Botschaft an das Berliner Abgeordnetenhaus.
Dessen Hauptausschuss bekommt die
Zukunftspläne für den Tierpark am kommenden Mittwoch erläutert. Im Gegenzug
zu den gewünschten Investitionsmitteln
kann sich der Tierpark-Chef vorstellen,
nicht benötigte Flächen der Einrichtung
für Wohnungsbau abzugeben. „Flächen für
Investitionen wären ein denkbarer Kompromiss“, sagte Knieriem.

MARCEL GÄDING

2

06/2015 | STANDORT OST

A

uf der Mitte des Tisches stehen
die Kaffeekannen, drum herum
haben eine Handvoll Frauen und
Männer Platz genommen. Vorn
sitzt Johann Keib vor einem Laptop. Es ist
Donnerstag, Probetermin. In einem kleinen Raum des SOS-Familienzentrums in
Hellersdorf bereiten sich die Mitglieder des
Seniorenkabaretts „Die alten Schachteln“
auf ihren nächsten Auftritt vor. Gut eine
halbe Stunde dauert der heutige Durchlauf,
bei dem fast alles klappt und Johann Keib
zuweilen bei den Liedpassagen volkstümlich mitschunkelt.
Seit 20 Jahren gibt es „Die alten Schachteln“. Einige Darsteller sind noch aus der
Anfangszeit dabei, viele aber kamen im
Laufe der Jahre dazu. Fast alle sind Senioren. Eine frühere Lehrerin ist darunter,
eine berentete Fachredakteurin, ein einstiger Bauleiter, eine ehemalige Sekretärin.
Die jüngste Schauspielerin ist 58 Jahre
alt, die älteste 77. Alle sind Amateure, wie
Ensemblemitglied Hannelore Kretschmer
sagt. Spätestens aber bei den Auftritten vor
Publikum ist davon nichts zu merken. Wie
ihre Kollegen von den großen Bühnen ziehen sie professionell ihr Programm durch.
Aktuell sind „Die alten Schachteln“ wieder
auf der Suche nach weiteren Mitstreitern.
Von Politik und Wehwehchen
„Die alten Schachteln“ nehmen aufs
Korn, was ältere Menschen im Alltag erleben. Ihre Stücke handeln mal von der
großen Politik, mal von der Gesundheitsreform, mal von den Wehwehchen, die
man als älterer Mensch eben so hat. In
einem Sketch wird ein Senior von einem
Einbrecher überrascht, der sich die Munition für seine Pistole nicht leisten kann.
In einem anderen Sketch bringt die Kandidatin einer Fernsehshow die Quizmasterin in einer Herricht-Preil-Manier fast
zur Verzweiflung. Eine andere Szene spielt
sich in einem Arztzimmer ab, wo ein älterer Herr bei seiner Hausärztin vorspricht
und um potenzsteigernde Präparate bittet.
Und dann ist da noch das Stück „Der Telefonservice“, bei dem eine ältere Dame

DER GANZ NORMALE
WAHNSINN

permanent in der Warteschleife eines Ärztehauses hängt. Ihre Stücke schreiben die
Senioren selber. Doch oft feilen die Ensemblemitglieder lange an ihren Vorlagen, bis
sie stimmig sind. Ob ein Sketch schließlich
beim Publikum ankommt, stellt sich erst
bei einem Auftritt heraus. „Jeder Auftritt
ist eine Prüfung“, sagt Johann Keib. Und:
„Jedes Stück muss irgendwie auch zum Publikum passen.“

Seit 20 Jahren gibt es das Senioren-Kabarett
„Die alten Schachteln“: Das Ensemble nimmt
alltägliche Erlebnisse aufs Korn.

Amateure mit Profi-Anspruch

Regisseur Johann Keib (rechts) wippt schon mal mit, während „Die alten Schachteln“ zu Beginn ihrer Stücke ein flottes Liedchen singen.

Helmut Krüger, Stefan Rucker, Eleonore Thiemig und Ingrid Hinz (von links nach rechts) bei den
Proben für ihren nächsten Auftritt.
Fotos: Marcel Gäding

Es ist ein großes Glück, dass der ausgebildete Theaterregisseur und Kulturpädagoge Johann Keib vor 18 Jahren zur Truppe stieß. Der gemütliche wirkende Mann
hat einst mit Profis gearbeitet. Und das
merkt man auch bei den Proben an diesem Donnerstag. Sobald er das Gefühl hat,
dass etwas nicht stimmt, ermahnt er seine
Truppe: „Konzentriert euch bitte“, sagt er
dann. Keib ist eine Art Mädchen für alles,
schließlich springt er schon mal von seinem Platz auf, um Requisiten wegzuräumen. Oder er startet eines der Lieder, zu
denen seine Kabarettisten singen. Darunter sind richtige Ohrwürmer, wie die Melodie zu „Das ist die Berliner Luft“ von Paul
Lincke oder „Du hast mich tausendmal belogen“ von Andrea Berg, aus dem das Lied
„Ich habe mich tausendmal gewogen“ wird.
„Johann Keib gibt sich große Mühe, aus uns
Profis zu machen“, lautet dann auch das
Fazit von Hannelore Kretschmer. Für die
Hobby-Kabarettisten ist das hier alles wie
eine Art Gehirnjogging.
Bis zu 100 Zuschauer kommen zu einer
Vorstellung zu den alten Schachteln, die
sich auf der Bühne genauso wohl fühlen
wie in Seniorenfreizeitstätten oder Nachbarschaftszentren. Hin und wieder passieren dort auch Dinge, die so vorher nicht
geprobt wurden. Etwa, wenn es Probleme
mit den selbst gestalteten Kostümen gibt.
Vor einiger Zeit verrutschte einer der Damen der Hut. Das sorgte für Lacher im Publikum.
MARCEL GÄDING
Termine und Auftritte:
www.die-alten-schachteln.de

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TIERPARK BERLIN

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BERLINER TIERHEIM

FRIEDRICHSFELDE. Auch in diesem Jahr
veranstaltet die Fördergemeinschaft von Zoo
und Tierpark einen Hundetag. Er findet am
28. Juni von 10 bis 18 Uhr im Tierpark Berlin
statt. Geplant sind ein Info-Markt rund um
den Hund sowie Spiel & Spaß mit Hunden.
An dem Tag wird es ein buntes Rahmenprogramm mit und für Hunde geben. Alles rund
um den Hund wird angeboten – von Futter
und Zubehör bis zu Reiseangeboten für die
Familie mit Hund. Eintritt: Hunde frei, Halter
regulärer Tierpark-Eintritt. (bzj.)

FALKENBERG. Das Tierheim Berlin in
Falkenberg lädt am 5. Juli in der Zeit von
11 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür. Auf
dem Programm stehen ein Pitbull-Ballett,
Agility, Kinderschminken, eine Buddy Bär
Spendenaktion, Vorstellung von TierheimTieren und Basteln mit der Tierschutzjugend.
Dazu gibt es eine Hüpfburg, ein Glücksrad,
Info- und Verkaufsstände, Kaffee & Kuchen
sowie vegan-vegetarische Leckereien. Das
Tierheim befindet sich am Hausvaterweg 39
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3

STANDORT OST | 06/2015

D

ass hier Autogrammjäger stehen, kommt eher selten vor.
Doch an diesem Donnerstagnachmittag warten an der Einfahrt zur Matt Lamb-Kita in Alt-Hohenschönhausen tatsächlich einige Fans von
Gene Simmons. Der Bassist und Gründer
der legendären Hard-Rock-Band KISS
(„The Demon“) ist derzeit auf DeutschlandTour. Zwei Termine hat er heute bereits für
den guten Zweck absolviert. Jetzt also wird
Simmons in Hohenschönhausen erwartet
in einer Kita, in der Kinder unterschiedlicher Herkunft miteinander spielen, lachen
oder im kitaeigenen Restaurant kochen.
Mit Sonnenbrille und einem rosafarbenen
Einstecktuch läuft er gelassen über den
Spielplatz der Kita an der Konrad-WolfStraße. Ihm zu Ehren wurde ein kleines
Festzelt aufgebaut, es gibt ein Buffet und
am Ende ein Karaoke-Ständchen der Kita-Kinder, die den KISS-Hit „I Was Made
for Lovin‘ You“ wie die Großen performen – inklusive geschminkter Gesichter,
einem der Markenzeichen von KISS. Auf
ihrer Tour zum 40-jährigen Bandbestehen
erinnert KISS an Matt Lamb, einen irischamerikanischen Maler und Friedensaktivisten, dessen Name die Kita trägt. Für sein
Projekt „Umbrellas for Peace“ wurde Matt
Lamb 2010 mit dem Kinderpreis „Theos
Blaues Herz“ auf der „Brücke der Herzen“
geehrt. KISS-Gründer Gene Simmons wird
den Preis dieses Jahr für sein weltweites
Engagement für Kinder und Jugendliche
erhalten.

EIN STÄNDCHEN FÜR
DEN WELTSTAR
KISS-Gründer Gene Simmons von KISS besuchte
die Matt Lamb-Kita in Hohenschönhausen – um ein
Zeichen für Kinderrechte zu setzen.

KISS-Gründer Gene Simmons ganz ungeschminkt: Für seine Auftritte versteckt er sein Gesicht
Fotos: Marc Dietrich
hinter einer Maskerade – wie die Kita-Kinder (Foto oben).

Der Musiker mit dem pechschwarzen
Haar nimmt sich bei seinem Besuch viel
Zeit. Starallüren kommen nicht auf. Geduldig lässt er sich fotografieren. Dann
folgen Reden, unter anderem von der
Vorsitzenden der Deutschen Matt LambGesellschaft, Silvia Schmidt: Aus 40 Nationen stammen die Jungen und Mädchen.
„Unser Ziel ist die Integration von Anfang
an“, sagt Schmidt. „Jedes Kind hat die gleichen Rechte.“ Lichtenbergs Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) würdigt
die Arbeit der Kita, „in der sich Menschen
ganz besonderen Herausforderungen stellen“. Sheila Lamb, Tochter von Matt Lamb,
erklärt, dass ihr verstorbener Vater sehr
stolz wäre, dies hier alles sehen zu können.
Und auch Gene Simmons findet passende
Worte, weil er Kinder ganz großartig findet: „Die Zukunft des Planeten Erde steht
neben mir“, sagt der 65-Jährige und zeigt
auf die Kids an seiner linken Seite. Es sei
unsere Aufgabe, das Leben der Kinder zu
verbessern. „Das können wir mit Geld, mit
Kraft oder aber mit Musik.“ (md.)

INPA Berufsfachschule für Sozialassistenz

Ausbildung mit guten
Aussichten auf einen Job
Sozialassistent/ -in: noch freie Plätze

A

n der INPA Berufsfachschule für
Sozialassistenz gibt es noch freie
Plätze für die Ausbildung zum/
zur Sozialassistent/ -in: In kleinen
Klassen unterrichten praxiserfahrene
Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler, die beruflich gerne mit Menschen
arbeiten möchten. Sozialassistenten
und Sozialassistentinnen unterstützen
Erzieher/-innen und Sozialpädagogen/
-innen sowie Pflegefachkräfte. Nach
der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung können die Sozialassistenten
und Sozialassistentinnen beispielsweise in Einrichtungen für Kinder, für Menschen mit Behinderung oder für alte
und kranke Menschen arbeiten.
Die Ausbildung erstreckt sich über
zwei Jahre und beinhaltet neben der
Vermittlung praxisrelevanter Inhalte im Unterricht auch Praxisphasen:
In Einrichtungen der sozialen Pflege
sollen die Schülerinnen und Schüler
berufliche Erfahrungen sammeln und
ihr Wissen vor Ort einsetzen. Die Chancen, im Anschluss eine Festanstellung
zu finden, sind groß. „Einen Fachkräftebedarf gibt es in allen Bereichen“,
sagt Elke Glaser, die Leiterin der INPA

Berufsfachschule für Sozialassistenz.
Wer sich für die Ausbildung zum Sozialassistent/ -in entscheidet, hat zudem
die Möglichkeit, den Mittleren Schulabschluss (MSA) zu erwerben. Er ist
zusammen mit der Praxiserfahrung
Voraussetzung für die Ausbildung zur
Erzieherin beziehungsweise zum Erzieher. Das monatliche Schulgeld beträgt
100 Euro inkl. Aufnahme- und Prüfungsgebühren. Sofern die individuellen Voraussetzungen vorliegen, haben
die Schülerinnen und Schüler auch Anspruch auf eine BAföG-Förderung.
Jetzt informieren und bewerben!
Interessenten können sich mit dem
Nachweis ihres Hauptschulabschlusses, einem Lebenslauf, einer Beurteilung aus dem Schulpraktikum, ggf.
Praktikums- und Arbeitszeugnissen
und zwei Lichtbildern direkt bei der
INPA Berufsfachschule für Sozialassistenz, Eichenstraße 3 b, 12435 Berlin,
bewerben.
Vorabinformationen gibt es unter Tel.
(030) 53 62 15 40 oder im Internet:
www.inpa-berlin.de

INPA Berufsfachschule für Sozialassistenz - staatlich anerkannt Eichenstraße 3 b | 12435 Berlin | Internet: www.inpa-berlin.de

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STANDORT OST | 06/2015

ARCHITEKTUR IN
MARZAHN: RUDIMENTE
EINER VISION
Wolf-Rüdiger Eisentraut prägte das Aussehen des
einstigen DDR-Vorzeige-Stadtbezirks wie kein
anderer. Er entwarf Kaufhäuser, Galerien und
Wohngebietsgaststätten. Von vielen öffentlichen
Gebäuden gibt es heute nur noch Fotos. Zum Ärger
ihres geistigen Schöpfers.

A

uf dem Besprechungstisch seines Charlottenburger Büros
liegen vergilbte Architekturmagazine. Architekt Wolf-Rüdiger
Eisentraut hat sie für dieses Gespräch
bereitgelegt. Unzählige Male hat er darin
schon geblättert. Die teilweise losen Seiten
sind der Beweis dafür. In einer Ausgabe
erstreckt sich ein von ihm und seinen Kollegen verfasster Beitrag über mehrere Seiten, gespickt mit vielen Fotos. Der Artikel
ist Marzahn gewidmet, einem VorzeigeStadtbezirk, der Ende der 1970er-Jahre entstand. Heute, fast 40 Jahre danach, kann
man immer noch von einer beachtlichen
Leistung sprechen. Innerhalb weniger Jahre entstand vor den Toren Ostberlins eine
völlig neue Stadt für Zehntausende Bewohner. Bis heute sind die Plattenbauten
aus der damaligen Zeit das Markenzeichen
Marzahns. Doch von vielen öffentlichen
Gebäuden, deren Entwürfe aus der Feder
Eisentrauts stammen, existieren heute nur
noch Fotos.
Wolf-Rüdiger Eisentraut war gerade
einmal 36 Jahre alt, als er einen Wettbewerb gewann. Während im Akkord ein
Wohnhaus nach dem anderen hochgezogen wurde und die ersten Bewohner nur
über matschige Baustraßen in ihre neuen,
modernen Neubauwohnungen gelangten,
musste auch drum herum etwas passieren.
Immerhin gab es keine Kinos, keine Kaufhallen, keine Kneipen oder Theater. „Dort
war nichts, was über das Wohnen hinaus
ging“, sagt Eisentraut. Die Herausforderung für den heute 71 Jahre alten Planer bestand darin, Kaufhallen, Wohngebietsgaststätten oder Warenhäuser zu konzipieren,
die vom baulichen Standard ähnlicher Gebäude in der DDR abwichen. Mit anderen
Worten: Eisentraut war gefragt, Entwürfe
für ganz individuelle Bauten abzuliefern.
Das war sportlich, denn trotz der von der
gängigen DDR-Architektursprache neuer
Wohngebiete abweichenden Architektur
musste Eisentrauts Team ebenfalls strenge Zeitvorgaben einhalten. „Marzahn war
eine Stadt für sich“, sagt Eisentraut. Auch
heute noch lobt er die Weitsicht der damals politischen Verantwortlichen, die erkannten, dass man den Menschen auch vor
Ort etwas bieten muss. „Unsere Wohngebietsgaststätten bewiesen, dass man nicht
erst in die Innenstadt fahren muss, um
abends mal gut essen zu gehen.“
Zehn Jahre beschäftigte sich der in
Chemnitz geborene Architekt damit, ein
öffentliches Gebäude nach dem anderen

fertigzustellen. Marzahn, aber auch später
Lichtenberg und Hohenschönhausen, waren so etwas wie seine zweite Heimat. In
Marzahn habe er zehn interessante und
vergnügliche Jahre gehabt, sagt Eisentraut.
Vor Ort kannten ihn die Leute. „Wenn ich
dort unterwegs war, passierte es, dass
mich Hausgemeinschaften abends zum
Grillen einluden.“ Eisentraut schuf Orte
der Begegnung, an denen getanzt und gelacht, gefeiert und gesungen wurde. An
denen bekannte Ostkünstler auftraten,
Jugendweihen ausgerichtet wurden oder
Brigaden auf ihre Planerfüllung mit Rotkäppchensekt anstießen.
Ein Großteil der von Eisentraut entworfenen öffentlichen Gebäude entstand
entlang der Marzahner Promenade, beginnend mit dem Empfangsgebäude des
S-Bahnhofs Marzahn an der Märkischen
Allee über zwei Warenhäuser, der Galerie
M bis hin zum Freizeitforum. Geblieben
ist das Freizeitforum, ein Kulturtempel
mit zwei Veranstaltungssälen, Klubräumen, Schwimmbad und Bibliothek. Gleich
nach der Wende verschwand das Bahnhofsgebäude. Die Warenhäuser wichen
dem Einkaufszentrum, die Galerie wurde
vergangenes Jahr dem Erdboden gleich gemacht. Auch die Wohngebietsgaststätten
wie der Ahrensfelder Krug oder die Brunnenschänke sind inzwischen nur noch

Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Eisentraut in seinem Büro in Berlin-Charlottenburg. An der Wand eine
Auswahl der von ihm entworfenen Gebäude.
Foto: Marcel Gäding

auf Fotos im Archiv Eisentrauts zu finden. Was von einem nicht mehr vorhandenen
Sein damals ausgeklügelter und zügig um- politischen System gut geheißen wurde,
gesetzter Plan von kleinen Kiezzentren, in hat in der heutigen Gesellschaft nichts
denen das gesellschaftliche Leben außer- mehr zu suchen. Dabei waren seine Plähalb der Plattenbauwohnungen stattfinden ne alles, nur nicht politisch gedacht. „Als
sollte, ist Architekturgeschichte. Natürlich Architekt ist es meine Pflicht, etwas Gutes
sieht es Eisentraut in erster Linie prag- zu schaffen“, sagt Eisentraut. Damals stand
matisch, dass ein Architekt ein Gebäude der soziale Aspekt hinter den Entwürfen.
einem Nutzer übergibt und der dann da- „Für die Menschen waren diese Gebäude
für verantwortlich ist. Doch es ärgert ihn, seinerzeit ein Wertgewinn“, resümiert
dass viele seiner Konzeptergebnisse neuen Eisentraut. Er bezeichnet es als Versagen
Nachwendebauten weichen mussten. Ein der Politik, der er unter anderem vorwirft,
schönes Beispiel sind die Ringkolonnaden, dem Abriss der Galerie M tatenlos zugesedie einst wichtiges Nahversorgungszent- hen zu haben.
Es ist fast schon ein Wunder, dass sorum waren. Gut die Hälfte des Ensembles
existiert heute noch, der Rest ist mittler- wohl das Freizeitforum als auch das erst
weile abgerissen. In dem verbliebenen Ge- 1988 eröffnete Rathaus Marzahn von den
bäude harren noch einige wenige Läden Abrissbaggern des Westens verschont blieaus, die man an einer Hand abzählen kann. ben. Letzteres wurde sogar unter Denkmalschutz gestellt und soll demnächst saniert
Ein Großteil des Gebäudes steht leer.
Nein, er hat nicht gezählt, wie viele sei- werden. Dass man es in das Handbuch der
ner Gebäude kaum 25 Jahre überstanden. Deutschen Kunstarchitektur eintrug, ist
Doch Wolf-Rüdiger Eisentraut räumt ein, eine späte Würdigung für den Planer. Eidass sich nach dem Fall der Mauer auch sentraut sagt, dass er ein Auge hat auf diedie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen se Gebäude. Dass sich das lohnt, zeigt das
änderten – etwa für den Handel. Da ihm Freizeitforum. Dort konnte er verhindern,
am Erhalt der Gebäude gelegen war, er- dass das Freizeitforum in seiner Grundarbeitete er auf die neue Zeit angepasste struktur verändert wird.
Damals wie heute gelten die von EisenKonzepte. Umgesetzt wurden diese aber
nie. 1993 lieferte er ein komplettes städte- traut entworfenen öffentlichen Gebäude
bauliches Konzept für Marzahn, das zwar als gut durchdacht. Wie ein roter Faden
viel Beachtung fand. Bis heute existiert es ziehen sich beispielsweise die lichtdurchfluteten Dächer durch Eisentrauts Gebäuaber nur auf dem Papier.
Zuletzt machte sich Eisentraut Gedan- de. Und er hat ein Faible für das Achteckiken, wie man das von ihm entworfene, ge. Diese Formen tauchen immer wieder in
2007 geschlossene Kino Sojus am Helene- den Plänen auf. Licht spielte für ihn eine
Weigel-Platz wieder nutzen kann. Jüngste große Rolle, weshalb er auch seine WarenMeldungen, dass das Gebäude einer Ein- häuser mit vielen Fensterflächen zu allen
kaufspassage weichen muss, machen ihm Seiten ausstattete.
Hin und wieder zieht es Eisentraut heuda aber wenig Hoffnungen. Vermutlich
wird auch das Sojus abgerissen. Er ärgert te noch nach Marzahn. Längst könnte er in
sich darüber, findet es unwürdig und zum Rente sein, arbeitet aber immer weiterhin.
Teil auch unlogisch und kommt auf die Aktuell kümmert er sich um die Planung
Galerie M zu sprechen, die in dieser Form eines Skigebiets bei Salzburg, das auch auheute keine Kommune mehr bauen würde. tofrei sein soll. Also muss man den MenEisentraut spitzt ein bisschen zu und sagt: schen vor Ort etwas bieten. Wie damals. In
MARCEL GÄDING
„Nur, weil es durch das Dach regnet, muss Marzahn.
man ein Haus nicht abreißen.“ Alles hat
Eine Galerie verschwundener Gebäude
für Eisentraut, wie damals beim Palast der
Die Galerie M wurde 2014 abgerissen.
finden Sie unter http://bit.ly/eisentraut

Foto: Archiv Eisentraut Republik, auch eine politische Dimension:

Bezirks-Kultur

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Juni 2015

Ein Tag rund um gute Geschichten

7

Erstmals veranstaltet das LeseNetz ein SommerLeseFest. Sowohl große als auch kleine
Besucher sollen in der Alten Börse auf ihre Kosten kommen.
von Marcel Gäding

D

ie Kulisse ist perfekt: Der einstige Magerviehhof, auch als Alte
Börse Marzahn bekannt, ist
ein Ort mit Geschichte und Geschichten: Einst Handelszentrum für Rinder,
Pferde, Schweine, Schafe und Geflügel
nutzen heute Küntsler, Kunsthandwerker und eine Brauerei das Areal an der
Grenze zum Bezirk Lichtenberg. Dort,
wo die alten Gebäude zu neuem Leben erweckt werden, findet am 19. Juni
erstmals das SommerLeseFest des LeseNetzes statt. Von 17 bis 22 Uhr werden Bücher vorgestellt, Texte präsentiert
oder Theaterstücke aufgeführt. „Im Mittelpunkt dieses Festes steht dass Lesen“,
sagt Kulturstadträtin Juliane Witt (DIE
LINKE). „Es geht uns um das gesprochene Wort, das gelesene Wort und die
Wertvermittlung durch das Lesen.“
Die Organisatoren dieser neuen Veranstaltung müssen nicht lange suchen
nach Mitstreitern für ihr SommerLeseFest. Denn in den vergangenen Monaten
ist im Bezirk ein umfangreiches Lesenetz entstanden. Neben den bezirklichen

Bernd-Rüdiger Lehmann, Juliane Witt und Victor Wolter – hier in der Alten Börse Marzahn – haben das erste SommerLeseFest auf die Beine gestellt.
FOTO: MARCEL GÄDING
Bibliotheken gehören dazu auch Stadtteilzentren, Schulbibliotheken, Galerien,
Bürgerbüros von Abgeordnetenhausmitgliedern oder Freizeiteinrichtungen.
„Unser Ziel war es, Leseorte, die es ja im
Bezirk reichlich gibt, bekannt zu machen
und miteinander zu vernetzen“, sagt Juliane Witt. „Wir wollten den Beweis an-

treten, dass Lesen etwas Wichtiges ist,
das aber nichts mit verstaubten Büchern
zu tun hat“, ergänzt Victor Wolter, der
Koordinator im Projekt „Schulbibliotheken in Marzahn-Hellersdorf“.
Inzwischen ist das LeseNetz MarzahnHellersdorf um kleine Bücherboxen
erweitert worden. Nachdem im Bürger-

garten Helle Oase an der Tangermünder Straße eine solche umfunktionierte
Telefonzelle mit Bücherregalen bekam,
wurde jetzt auf dem Wilhelm­
platz in
Kaulsdorf ebenfalls eine Bücherbox eröffnet. Im Oktober soll es einen dritten
Standort geben – auf dem Balzerplatz in
Biesdorf vor dem dortigen Freizeithaus.
Gut fünf Stunden Programm wurden
für das 1. SommerLeseFest auf die Beine gestellt. Den Auftakt macht die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (DIE
LINKE), die ihr neues Buch „Gottlose
Type“ vorstellen wird. Parallel dürfen
sich Kinder auf Geschichten wie „Von
Pipi-Mäusen und Wölfen im Nachthemd“ oder „Muschelkinder“ freuen.
Texte in musikalischer Form wird es auf
der Bühne ebenso geben wie den Auftritt eines Improvisationstheaters. Gegen
21 Uhr werden schließlich Feuerkörbe
entzündet, was dem Gelände der Altenbörse ein spezielles Ambiente verleihen
wird. Um 21 Uhr geht es mit erotischen
Märchen aus Frankreich, Russland und
Afrika in den Endspurt. Der Eintritt ist
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schön, kann für den Körper aber
belastend sein. Das Immunsystem wird gleich mehrfach herausgefordert - nicht nur durch Zeitumstellung,
ungewohntes Klima und andere hygienische Bedingungen. Im Ausland können
Urlauber auch schnell mit fremden Erregern in Kontakt kommen und ernsthaft
erkranken. Schutz bietet eine vorherige
Impfung.
Der richtige Schutz braucht die richtigen Angaben: Reiseziel, Reisedauer,
Reisestil – all das muss ein Arzt wissen,
um die nötigen Impfungen empfehlen zu
können. „Bei einer Tour durch Thailand
sind zum Beispiel ganz andere Vorbereitungen zu treffen als bei einem Ausflug
nach Tschechien“, sagt Privatdozent
Dr. Markus Reiser, Facharzt für Innere
Medizin und Infektiologie. „Außerhalb
Europas ist das Risiko deutlich höher,
sich mit einer Infektionskrankheit anzustecken. Denn während einer Fernreise begeben sich Urlauber oft in eine
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ungewohnte Klimazone und erleben
hygienische Bedingungen, die nicht den
europäischen Standards entsprechen“,
erklärt der Knappschafts-Experte Reiser weiter. Erreger können sich schnell
über verunreinigtes Trinkwasser oder
infizierte Nahrung übertragen - und zu
Krankheiten wie Cholera oder Typhus
führen. Um das zu verhindern, sind
Schutzimpfungen eines der wirksamsten vorbeugenden medizinischen Mittel. Sie können nicht nur dafür sorgen,
dass Geimpfte gesund bleiben, sondern
auch verhindern, dass sich ansteckende
Krankheiten ausbreiten.
Vorsicht bei Fisch und Fleisch
Darüber hinaus sollten sich Urlauber
über die Lebens- und Umweltbedingungen im Reiseland informieren und
darauf vorbereiten. Dazu gehört auch,
seine Reiseapotheke entsprechend anzupassen. Sie kann sich bei leichten Erkrankungen und kleineren Verletzungen

Vor dem Urlaub am Pool unbedingt den
Arzt aufsuchen. 
FOTO: BEZIRKS-JOURNAL
als sehr nützlich erweisen. Eine weitere
Empfehlung: Reisende sollten am Urlaubsort bestimmte ungekochte oder
nicht gebratene Nahrungsmittel meiden,
um sich keinen unnötigen Risiken auszusetzen. „Niedrigere Hygienestandards
bei der Lagerung und der Verarbeitung
können zum Beispiel dazu führen, dass
roher Fisch oder nicht durchgegartes
Fleisch mit Salmonellen, Bakterien oder

Würmern belastet sind“, erklärt Dr.
Markus Reiser. Auch ein frisch gezapftes Glas Trinkwasser aus der Leitung ist
nicht zu empfehlen.
Welcher Impfschutz für welches Reiseziel der richtige ist? Darüber sollten
sich Reisewillige sechs bis acht Wochen
vor ihrem Urlaubsbeginn bei ihrem Arzt
informieren. „In bestimmten Fällen
brauchen Impfstoffe diese Zeit, um zu
wirken - zum Beispiel beim Aufbau einer Grundimmunisierung“, erklärt Dr.
Reiser. Die Kostenübernahme sollten
Reisende mit ihrer Krankenkasse regeln. Versicherte sollten sich von einem
Vertragsarzt oder beim Gesundheitsamt
impfen lassen. Grundlage dafür sind
die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut
in Verbindung mit den Reisehinweisen
des Auswärtigen Amtes. Darüber hinaus
sollten Reisewillige darauf achten, dass
auf den Impfrechnungen und den Belegen über die ärztlichen Behandlungen
das Reiseziel notiert ist. (lifepr)
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Altersmedizin im KEH auf
Zukunft vorbereitet

Behandlungszentrum für ältere Patientinnen und Patienten eröffnet

A

m 6. Mai 2015 wurde das spezielle
Behandlungszentrum für ältere Patientinnen und Patienten im Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in Berlin-Lichtenberg offiziell
eröffnet. Unter einem Dach kooperieren seit
Beginn des Jahres in Haus 10 die Geriatrische
Tagesklinik und die Tagesklinik für Spezielle
Schmerztherapie für ältere Patienten. Das Besondere ist die räumliche Nähe und die inhaltliche Kooperation von Geriatrie und Neurologie
– unter Einbeziehung der Gerontopsychiatrie.
Bei der feierlichen Eröffnung nannte Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro die Arbeit des
Zentrums eine „Rückkehr ins Basislager“. Das
Behandlungsspektrum sei daran ausgerichtet,
was den Patienten helfe, so lange wie möglich
im vertrauten Lebensumfeld zu bleiben. Das
Zentrum bietet ein „multimodales“ Behandlungsprogramm für Patienten mit chronischen
Schmerzsyndromen, d.h. eine wirksame Verbindung von verschiedenen Therapieformen,
während in der Geriatrischen Tagesklinik in
abgestufter Form Krankheitsbilder behandelt
werden, die zu Einschränkungen der Mobilität
oder Alltagskompetenz geführt haben. In den
sanierten und neu ausgestatteten Räumlichkeiten sorgt ein spezielles Farbkonzept in den Fluren für bestmögliche räumliche Orientierung
bei den Seniorinnen und Senioren mit demenziellen Einschränkungen.

dung von Verwirrtheitszuständen nach einer
Operation. Das Speisenangebot wurde verändert und ein „demenzfreundliches Essen“ eingeführt. Seit 2014 werden Pflegekräfte in allen
Stationen speziell zum Thema „Demenz“ ausgebildet.
Auf den steigenden Anteil von Patienten mit
Demenzproblemen sind die meisten Krankenhäuser nicht vorbereitet. Um die Situation verbessern zu helfen, wird seit Februar 2015 eine
durch das KEH vorbereitete Weiterbildung für
Krankenhäuser in Berlin, Brandenburg und
Mecklenburg-Vorpommern angeboten, die in
Kooperation mit dem Evangelischen Diakonieverein Zehlendorf und der AOK Nordost
durchgeführt wird. Für ein im KEH entwickeltes Pilotprojekt zur Entwicklung von speziellen
Behandlungspfaden ist vor kurzem eine Förderung beantragt und bewilligt worden. Ziel
ist ein „Kompetenz Zentrum Demenz“, das
helfen soll, die Versorgung im Bezirk und die
Zusammenarbeit aller Akteure zu verbessern.
Geriatrische Tagesklinik | Seniorenprogramm
der Tagesklinik für Spezielle Schmerztherapie
Telefon: (030) 5472–56 30

Beim Auftakt „80plus“ (v.l.n.r.): Prof. Dr. Hans-Peter Thomas (Geriatrie, KEH), Bezirksstadträtin
Dr. Sandra Obermeyer, Senator Mario Czaja, Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey (Charité Berlin), Dr. Eric
Hilf (Geriatrie, Sana) und KEH-Geschäftsführer Dr. Johannes Feldmann.

Auftaktveranstaltung 80plus
Diskussion zur Versorgung hochaltriger Menschen gestartet

D

er gestiegene Bevölkerungsanteil an
Menschen in hohem Alter wird in
den kommenden Jahren vor große
Herausforderungen beim Pflege- und Versorgungsbedarf stellen. Deshalb fand am 20.
Mai 2015 im KEH die Auftaktveranstaltung
„80plus“ statt.
Entscheidungsträger aus Landes- und Be-

Evangelisches Krankenhaus Königin
Elisabeth Herzberge gGmbH
Herzbergstraße 79, 10365 Berlin
www.keh-berlin.de

„Demenzsensibles“ Krankenhaus
Bereits seit Jahren wird im KEH erfolgreich
daran gearbeitet, die Behandlungssituation z.B.
für Menschen mit der Nebendiagnose Demenz
zu verbessern: eine Studie führte zur Vermei-

Ein spezielles Farbkonzept in Haus 10 erleichtert
die Orientierung.

IHRE GESUNDHEIT IST BEI
UNS IN GUTEN HÄNDEN!

zirkspolitik, von Krankenkassen, Verbänden
und Trägern von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen begannen gemeinsam mit dem
Senator für Gesundheit und Soziales Mario
Czaja einen übergreifenden Diskussionsprozess, an dessen Ende eine Konzeption für die
„Gesundheitliche und pflegerische Versorgung
hochaltriger Menschen“ stehen soll.

Anzeigensonderveröffentlichung

fit & gesund
Nützlicher Ratgeber
für Menschen ab 55
apercu-Verlag legt Broschüre neu auf

D

er Apercu-Verlag hat seinen
Ratgeber „55 plus“ für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf neu
aufgelegt. Das 98 Seiten starke Heft ist
ab sofort an vielen Stellen im Bezirk kostenlos erhältlich. Es enthält neben vielen
Adressen und Kontakten auch liebevolle
Porträts über Seniorenprojekte im Bezirk.
„Bloß gut, dass ich schon älter bin!“
– der Marzahner Wolfgang Reuter hat
mit seinen satirischen Kaffeenachmittagen schon für so manchen Lacher gesorgt. Und noch ein bezirkliches kulturelles Highlight kommt zur Sprache: Ein
Probeabend mit dem traditionsreichen
Mahlsdorfer Männerchor im Kino Kiste.
Berlins Rettungsstellen sind überfüllt, oft muss hier stundenlang gewartet werden. Kein Wunder also, dass die
Rettungsstellen im derzeit diskutierten
neuen Krankenhausplan für Berlin von
2016 bis 2020 ein Hauptthema sind. Ein
weiterer Schwerpunkt ist die geriatrische
Versorgung, denn die Gruppe der Menschen über 80 wird sich bis 2030 verdoppeln.
Vorgestellt werden Wohn- und Pflegemöglichkeiten, Treffpunkte für Senioren im Bezirk sowie Gesundheits- und
Sportangebote, z. B. Fitness mit Aerobic, einer von zahlreichen Kursen, die
im Frauenzentrum Matilde praktiziert
werden. „Praktisch, sensorisch, gut“ ist
die Musterwohnung in der Meeraner Str.
7 – ein Beispiel für ein selbstbestimmtes
Wohnen. zeigt viele intelligente Lösungen, die Pflegebedürftigen und deren
Angehörigen, aber auch in ganz „normalen“ Haushalten den Alltag leichter
machen.
Das Journal 55 PLUS 2015 Mar-

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Rückenschmerzen/Schulterschmerzen
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Kieferbeschwerden
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Cover des neuen Ratgebers.
zahn-Hellersdorf wurde herausgegeben
und realisiert von der apercu Verlagsgesellschaft mbH in Zusammenarbeit mit
dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf.
Die Broschüre erschien in einer Auflage
von 30.000 Exemplaren. Sie ist kostenfrei erhältlich in öffentlichen Einrichtungen des Bezirkes. Gegen Einsendung
von 1,45 Euro in Briefmarken kann das
Journal bestellt werden bei der apercu
Verlagsgesellschaft mbH, Gubener Straße 47, 10243 Berlin. 
(bzj./apc)
Die Broschüre gibt es als kostenfreie App im
Gratis-Download bei Google Play wie auch
im App Store unter „Berlin-Broschueren“.
Hier kann online geblättert werden: www.
verlag-apercu.de/ebroschueren

Lesung über
Patientenalltag
MARZAHN. „Welche Medizin wollen
wir? Warum wir den Menschen wieder
in den Mittelpunkt ärztlichen Handelns
stellen müssen.“ – so lautet der Titel einer Autorenlesung mit dem Mediziner
Dr. med. Michael de Ridder. Am 17. Juni
ist er um 10 Uhr zu Gast in der Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“, Marzahner Promenade 52-54, 12679 Berlin. De Ridder beschäftigt sich mit dem
Wohl des Patienten, das seiner Ansicht
nach aus dem Blickfeld geraten scheint.
Stattdessen werde ärztliches Handeln
von ökonomischen Vorgaben geleitet.
Auf der Strecke bleibe dabei vor allem
die Zeit. „Michael de Ridders eindring-

Schwerpunktpraxis
Wirbelsäule und Kiefergelenk

liche Schilderungen auch der Erlebnisse
in Zusammenhang mit seiner eigenen
Erkrankung führen uns den eklatanten
Mangel an Menschlichkeit im Patientenalltag vor Augen“, heißt es dazu in der
Vorankündigung. (bzj.)

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trademarks of Xerox Corporation in the United States and/or other countries. BR13879

TAG DER OFFENEN TÜR
im Altenheim für Tiere

21. JUNI | 11-16 UHR

Mit dabei: Michael Hirte, Klaus Beyer, Remo,
Ekki Göpelt, Michael Niekammer und die Rebell Line Dancers.
Vogelgnadenhof und Altenheim für Tiere e.V. | Burgwallstraße 75 | 13129 Berlin |Telefon 47 48 96 23
Internet: www.vogelgnadenhof.de | E-Mail: vogelgnadenhof@aol.com

Juni 2015 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Verdammt feuchte
Hände
Dank einer glücklichen Fügung kam Thorsten Kunert
einst zum American Football und wurde zum Gesicht
der Berlin Bullets.
von Benedikt Paetzholdt

A

merican Football ist eine Lebenseinstellung.
Das
sagt
Thorsten Kunert immer wieder.
Was das genau bedeutet, wird schnell
klar, wenn man sich mit dem 51-jährigen Vorsitzenden der Berlin Bullets
unterhält. Immer wieder leuchten die
Augen auf, wenn er über die schwer
eingepackten Jungs spricht, die auf dem
Sportplatz an der Cecilienstraße 80 in
Biesdorf trainieren. Akribisch trägt er
alle Erlebnisse zusammen, die er mit
seiner geliebten Sportart verbindet.
Dass er mit 18 Jahren überhaupt mit
dem Football-Virus infiziert wurde, kam
einer Fügung gleich. In der ehemaligen
DDR war kaum eine Sportart verpönter
als American Football. „Cheerleader,
Musik, Hamburger, die ganze Show
ist einfach was Geiles“, weiß Kunert.
Er war überrascht und selig zugleich,
dass die Zimmerantenne im 17. Stock
seiner Wohnung plötzlich bewegte
Football-Bilder aus Nordamerika auf
seinen Bildschirm brachte. „Ich bekam
verdammt feuchte Hände“, erinnert er
sich, „mir war sofort klar, das will ich
auch irgendwann machen“.
Kurz nach dem Mauerfall konnte er
seinen Plan dann in die Tat umsetzen.
1992 gründete sich der erste und bis
heute einzige Football-Verein in Ostberlin, die Bullets. In der U-Bahn las
Kunert einst, dass dringend Spieler für
den jungen Klub gesucht werden. „Erst
mal war ich nur Beobachter“, sagt er.
Schnell brauchte man ihn dann aber
auch als Spieler. „Ich wurde gefragt, ob
ich weiß, was ein Center ist. Ich habe
ja gesagt und war dann schon Teil der
Truppe.“ Seitdem ist er hier nicht mehr
wegzudenken – erst als Spieler, jetzt als
das Gesicht des Vereins. Als die beste
Football-Liga der Welt, die nordamerikanische NFL, rund um die Jahrtausendwende einen Ableger in Europa
hatte, war er zudem in führender Verantwortung bei den Berlin Thunder,
dem damaligen Berliner Vorzeigeklub
mit Sitz im Westen der Stadt.
Dass sich Kunert regelrecht für seine
Sportart aufgeopfert hat, ist nicht zu
übersehen. Nach einem Schlaganfall,
den er 2011 erlitt, überzieht eine Narbe
seinen Kopf, viele motorische Fähigkeiten muss er wieder neu erlernen. Wehleid oder Resignation sind allerdings
Begriffe, die ihm fremd sind. „Ich würde alles wieder so tun.“ Nur seine Zeitrechnung hat sich geändert: „In meinem
zweiten Leben bin ich jetzt vier Jahre
alt.“
Dass er sich gegen die widrigen Umstände durchsetzen kann, verdankt er
neben der Familie auch genau diesem
Sport. In nur wenigen Sportarten ist

Thorsten Kunert.

FOTO: PAETZHOLDT

Durchsetzungsvermögen derart wichtig. Gerne erinnert sich Kunert an den
Moment zurück, als er einst den Amateur-Weltmeister im Sumo-Ringen in
einem Spiel blockte. „Du kannst fast jeden Gegner in Schach halten.“ Wozu es
allerdings ein gutes Teamwork braucht,
die wohl entscheidende Komponente
beim American Football.
Wer glaubt, dass es nur die großen,
schweren Jungs beim Football zu was
bringen können, irrt gewaltig. Kunert
sagt: „Natürlich haben dicke Kinder,
die beim Fußball nur im Tor stehen, bei
uns eine Chance Sport zu machen.“ Der
Sport zeichne sich aber gerade dadurch
aus, dass es für jede Körperstatur die
passende Position gebe. Pro Mannschaft
stehen elf Spieler auf dem Platz, jeder
muss als kleines Rädchen funktionieren.
Wesentlicher Teil des Trainings ist deshalb die Abstimmung in kleinen Gruppen, im Fachjargon special teams genannt. Immer wieder bilden die Spieler
beim Training auch einen Kreis, brüllen
sich an, das stärkt das Mannschaftsgefüge. „Das ist keine Show, das brauchen
die Jungs“, sagt Kunert.
Auch brauchen sie ihre Schutzkleidung, um sich vor schweren Verletzungen zu schützen. Kunert allerdings
ist überzeugt, „dass du dich einpacken
kannst wie Ritter Runkel. Die beste
Vorsorge vor Verletzungen ist eine gute
Technik“. Deshalb muss sich auch jeder
auf seinen Nachbarn verlassen können
und wissen, was er macht. Frontale Zusammenstöße bilden eigentlich nicht die
Football-Realität ab. „Niemand hat hier
Lust auf eine Gehirnerschütterung oder
will später mit Parkinson rumlaufen“,
weiß der Bullets-Vorsitzende. Bis zu
sieben Schiedsrichter achten in einem
Spiel deshalb darauf, dass sich beim
American Football auch alles innerhalb
des erlaubten Regelwerks abspielt.
Mit solcher Aufklärung hoffen die
Bullets, künftig noch mehr Kinder und
Jugendliche zu dieser Sportart bringen
zu können. „Wir machen oft die Erfahrung, dass die Leute nach einem Probetraining sehr fasziniert sind, auch wenn
sie danach jeden Muskel kennen“, sagt
Kunert. Wie wertvoll ein Aha-Erlebnis
für eine lange Football-Karriere ist, hat
er schließlich selbst erlebt.

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Juni 2015

KUNST & KULTUR

KINDER & JUGEND

Arbeiten aus Marzahn-Hellersdorf: Zwölf
Künstlerinnen und Künstler aus MarzahnHellersdorf stellen noch bis zum 30. Juni
ihre Arbeiten in der Galerie M aus. Titel der
Werkschau: „Ateliers.4!“. Ort: Galerie M,
Marzahner Promenade 46, 12679 Berlin. Tel.
(030) 5 45 02 94.

Kinder und Jugendfestival: Am 13. Juni ist
der Victor-Klemperer-Platz fest in der Hand
von Kindern und Jugendlichen. Beim Kinderund Jugendfestival gibt es ab 11 Uhr ein Bühnenprogramm sowie viele Spiel-, Sport- und
Spaßangebote für Kinder ab 4 Jahren. Ort:
Viktor-Klemperer-Platz, 12679 Berlin.

Motive in Acryl: Bilder von Monika Schüler
sind noch bis zum 6. Juli in der Bezirkszentralbibliothek Mark Twain zu sehen. In dieser
Ausstellung zeigt sie Acrylbilder. Ort: MarkTwain-Bibliothek / Bezirkszentralbibliothek
im Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 52-54, 12679 Berlin. Öffnungszeiten:
Mo, Di 9-19.30 Uhr, Mi 14-19.30 Uhr, Do, Fr
9-19.30 Uhr, Sa 10-14 Uhr. Eintritt: frei

Musiktheater für Kinder: „Piraten ahoi“
heißt es am 23. Juni um 10 Uhr im Freizeitforum Marzahn. Zu Gast ist das Kindermusiktheater „Nine Mond“, das zur musikalischen
Schatzssuche einlädt. Ort: Freizeitforum
Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679
Berlin. Karten zum Preis von 4 Euro unter
Tel. (030) 542 70 91.

Hommage zum 100.: Zeichnungen und Werkfotografien der Künstlerin Ingeborg Hunzinger sind anlässlich ihres 100. Geburtstages
noch bis zum 28. Juni im Kulturforum zu
sehen. Der Eintritt ist frei. Ort: Kulturforum
Hellersdorf, Carola-Neher-Str. 1, 12619 Berlin, Tel. (030) 561 61 70.

Mitspieltheater: Das Stück „Rotkäppchen“
steht am 17. Juni um 10 Uhr auf dem
Programm des Berliner Tschechow-Theaters.
Sina Haarmann vom Galli Theater lädt
Kinder ab 4 Jahren zum Mitspielen ein.
Eintritt: 3, erm. 2,50 Euro. Kartenbestellungen unter Tel. (030) 93 66 10 78. Ort: Berliner
Tschechow-Theater, Märkische Allee 410,
12689 Berlin.

THEATER & BÜHNE

Theaterfrühschoppen: „Gute Laune ist ein
Muss“ heißt es am 5. Juli um 10.30 Uhr im
Theater am Park. Hartmut Haker lädt zu
seinem Theaterfrühschoppen ein. Eintritt: 10
Euro. Ort: Theater am Park e. V., Frankenholzer Weg 4, 12683 Berlin. Infos: Tel. (030)
514 37 14.

MUSIK & KONZERT

Klangfarbenfest: Inspirierende Klänge und
Worte rund um den Christlichen Garten
Farbenfrohe Wimpel umrahmen dieses Fest
des Geistes und der Klänge. Musikalische
und informative Darbietungen auf der Bühne
und meditative Angebote in der Ruhe des
Christlichen Gartens bieten jedem Besucher
ein Programm nach seinem Geschmack. Das
Klangfarbenfest findet am 28. Juni von 12
bis 16 Uhr im und am Christlichen Garten
in den Gärten der Welt statt. Eintritt: 7, erm.
3,50 Euro. Ort: Gärten der Welt, Eisenacher
Straße 99, 12685 Berlin. Infos: Tel. (030) 70
09 06-699.
Chormatineé: „Sing mit, der Sommer
kommt“ lautet der Titel der Chormatineé,
zu der der Männerchor „Eintracht 1892 e.V.
Berlin Mahlsdorf am 21. Juni um 11 Uhr ins
Freizeitforum Marzahn einlädt. Zwei Stunden
darf gelauscht, aber auch gesungen werden.
Ort: Arndt-Bause-Saal des Freizeitforums
Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679
Berlin. Karten zum Preis von 6 Euro unter
Tel. (030) 542 70 91.
Klavier Recital mit Moritz Ernst: Neue Klaviermusik aus Berlin, Sachsen und Thüringen
ist am 26. Juni um 20 Uhr in der Bezirkszentralbibliothek Mark Twain zu hören. Ort: Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade
52-54, 12679 Berlin. Infos: Tel. (030) (030) 54
70 41 42.
Bunte Melodien: „Mir ist heut so nach...“
heißt es am 13. Juni um 19 Uhr im Berliner
Tschechow-Theater. Doris Löschin präsentiert
einen bunten Strauß an Melodien, begleitet
wird sie am Piano von Karin Coper. Karten
kosten 7, erm. 5 Euro. Bestellungen unter Tel.
(030) 93 66 10 78. Ort: Berliner TschechowTheater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin.
Beatles treffen Stones: Zum zehnten Mal
wird auf der Parkbühne Biesdorf an die erste
Boygroup der Welt erinnert. Am 26. Juni
sind um 18 Uhr „Starfucker“ und die Beatles
Revival-Band Pangea. Zu Gast. Karten an
der Abendkasse für 19 Euro. Ort: Schlosspark
Biesdorf, Nordpromenade 5, 12683 Berlin.

Piratenfest mit Schatzsuche: Kleine Piraten
können am 16. Juni um 10 Uhr im Theater
am Park auf Schatzsuche gehen. Auf die Kleinen warten sportliche Herausforderungen,
Spannung bei der Schatzsuche und Spaß bei
kniffligen Geschicklichkeitsspielen. Eintritt:
4 Euro. Ort: Theater am Park e. V., Frankenholzer Weg 4, 12683 Berlin. Infos: Tel. (030)
514 37 14.

Bezirks-Kulturkalender

Jazzfest im Kulturforum Hellersdorf
Mit einem Jazzfest beteiligt sich das Kulturforum Hellersdorf erneut an der Fête
de la Musique. Mit dabei sind Johanna Borchert (Foto), Lukas Natschinski und
Amr Hammour. Das Fest findet am 21. Juni von 16 bis 22 Uhr im Kulturforum
Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619 Berlin, statt. 
FOTO: ROLAND SCHMITT

LESUNG & GESPRÄCH

Fontane in Berlin: Theodor Fontanes
Berliner Wanderungen sind das Thema eines
Vortrages, zu dem am 17. Juni um 18 Uhr
in das Stadtteilzentrum Biesdorf eingeladen
wird. Zu Gast ist der Historiker Bernd Maether. Eintritt: 3 Euro. Ort: Stadtteilzentrum
Biesdorf, Alt-Biesdorf 15, 12683 Berlin. Infos:
Tel. (030) 526 78 45 93.
Dorfkirchen in Berlin: Die Dorfkirchen
Berlins stehen im Mittelpunkt des diesjährigen
Turmmuseumsabend, zu dem am 17. Juni
um 19 Uhr in die Evangelische Jesuskirche
Kaulsdorf eingeladen wird. Vorgestellt wird
die Buch-Reihe „Dorfkirchen in Berlin und
ihre Hüter“. Auf dem Programm stehen zudem Vorträge, Musik und Gespräche. Eintritt
frei. Spenden erbeten. Ort: Dorfstraße 12,
12621 Berlin.

FÜHRUNG

Spaziergang durch Mahlsdorf: Der Bürgerverein Mahlsdorf-Süd lädt am 20. Juni um
10 Uhr zum heimatgeschichtlichen Spaziergang durch den Kiez ein. Informationen gibt
es vom Ortschronisten Harald Kintscher.
Treffpunkt ist das Gasthaus „Hubertus“ am
Hultschiner Damm 1, 12623 Berlin. Informationen unter Tel. (030) 56 55 48 60.

11

KINO & FILM

Kino in der Kiste (Programm vom 11. bis
17. Juni): Winnetous Sohn: Do, Fr, Sa, Di,
Mi. 14 Uhr | Der kleine Nick macht Ferien:
So; Mo. 14 Uhr | Die abhandene Welt: Do,
So, Mi. 15.45 Uhr; Sa, Di. 18.00 Uhr; Fr, Mo.
20 Uhr | Der kleine Tod: Fr, Mo. 15.45 Uhr;
Do, So, Mi. 18 Uhr ; Sa, Di. 20 Uhr | In meinem Kopf ein Universum: Sa, Di. 15.45 Uhr;

Fr, Mo. 18 Uhr; Do, So, Mi. 20 Uhr
Ort: Kino Kiste, Heidenauer Str. 10, 12627
Berlin, Tel.: (030) 9 98 74 81.
Nomadenkino: „Wild Tales – Jeder dreht mal
durch!“ (OmU) wird am 19. Juni um 21.45
Uhr in der Alten Börse Marzahn gezeigt. Der
argentinische Streifen war einst für den Oscar
nominiert. Ort: Alte Börse Marzahn, Zur
Alten Börse 77, 12681 Berlin. Eintritt: 5, erm.
4 Euro. Infos: Tel. (030) 55074074.

IMPRESSUM
Bezirks-Journal

Unabhängige Monatszeitung für
die Berliner Bezirke.
Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat
kostenlos und liegt derzeit an ca. 250 Orten in den
Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf
zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich
ausschließlich durch Werbung.
Herausgeber/ Chefredakteur:
Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
Verlag:
Medienbüro Gäding | Marcel Gäding
Josef-Orlopp-Straße 54 | 10365 Berlin
Telefon: 030 55 49 96 56
Telefax: 030 55 49 43 69
E-Mail: redaktion@bezirks-journal.de
Internet: www.bezirks-journal.de
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Twitter: www.twitter.com/bezirks_journal
Redaktion & Internet:
Marcel Gäding (Ltg.),
freie Mitarbeit: Steffi Bey,
Benedikt Paetzholdt
Anzeigen & Werbung:
Falko Hoffmann, Lutz Neumann
Tel. 030 55 49-96 55/ -43 60
E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de
Vertrieb & Verteilung:
Detlef Matzki, Eckhard Kietzmann
E-Mail: vertrieb@bezirks-journal.de
Druck:
BVZ Berliner Zeitungsdruck
Am Wasserwerk 11, 10365 Berlin
Mitglied im
Deutschen Journalistenverband e.V.
Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V.
Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V.
Gesamtauflage: 100.000 Exemplare
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 2/2014.
Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 16.7.2015

12 Bezirks-Navigator

Juni 2015 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

DER AUGENBLICK: hoch hinaus

POLITIK VOR ORT
Sven Kohlmeier, MdA, SPD: Sprechstunden im Bürgerbüro immer Di und Do
16-19 Uhr sowie Mi und Fr 10-14 Uhr,
Heinrich-Grüber-Straße 8, 12621 Berlin.
Dr. Manuela Schmidt, MdA, DIE LINKE:
Bürgersprechstunden an jedem 1. und
3. Freitag (jeweils 10-12 Uhr) sowie am
2. und 4. Montag (jeweils 18-19 Uhr),
Abgeordnetenbüro, Helene-Weigel-Platz 7,
12681 Berlin.

Alles, was Marzahn-Hellersdorf in
den kommenden vier Wochen bewegt. Kurz. Bündig. Kompakt.

Alexander J. Herrmann, MdA, CDU:
Bürgersprechtage montags bis freitags
von 10 bis 18 Uhr, Treffpunkt bürgernAH,
Cecilienplatz 4, 12619 Berlin.

Senden Sie uns Ihre Infos!
E-Mail: redaktion@bezirks-journal.de
Sie haben einen Themenvorschlag für
uns, kennen eine interessante Persönlichkeit oder wollen uns auf einen Geheimtipp aufmerksam machen? Unsere Redaktion freut sich auf Ihren Anruf:
Tel. (030) 55 49 96 56

Mario Czaja, MdA, CDU: Bürgersprechstunde am 15. Juni um 16 Uhr, FritzReuter-Str. 11, 12623 Berlin.

Früh übt sich, was ein großer Schwimmer werden will. Die Seen in der Region
sind mit bis zu 20 Grad angenehm war. An dieser Stelle veröffentlichen wir
in loser Folge die Aufnahmen der fotografierenden Senioren des Deutschen
Senioren-Computerclubs.
FOTO: ELISABETH KINTSCHER

Polizei veranstaltet Präventionstag
BIESDORF. Einen Akions- und Präventionstag veranstaltet die Polizeidirektion
6 am 14. Juni. Von 10 bis 17 Uhr gewähren die Beamten Einblicke in ihre Arbeit.
Im Mittelpunkt stehen jedoch Tipps und
Ratschläge, um Dieben und Einbrechern
wirksam etwas entgegen zu setzen. Ort:
Cecilienstraße 92, 12683 Berlin. Unter
anderem werden Mitarbeiter des Landeskriminalamtes erklären, wie man
Fahrrad- und Autodieben sowie Verbrechern einen Riegel vorschieben kann,
Kinder vor Kriminellen schützt oder wie
man Falschgeld erkennt. Besucher haben
die Gelegenheit, den Diensthundeführern bei der Arbeit zuzusehen, eine Reise

Fürs leibliche Wohl
sorgt die „Alte Börse“.

Konzert in Kapelle
BIESDORF. Akkordeon-Klänge sind
am 21. Juni um 15 Uhr in der Krankenhauskirche Wuhlegarten zu hören. „Pro
Musica“ und das „Accordioona-Orchestra“ spielen um 15 Uhr am Brebacher
Weg. Der Eintritt ist frei.

Alkoholfreie Cocktails
mixen lernen
KAULSDORF. Wie man alkoholfreie
Cocktails mixt, lernen die Teilnehmer
eines Workshops am 18. Juni um 15 Uhr
im Stadtteilzentrum Kaulsdorf: Im Rahmen der Gesundheitswoche geht es darum, vitaminreiche Getränkevariationen
herzustellen. Im Anschluss werden die
fruchtigen Getränke verkostet. Ort: Brodauer Straße 27-29, 12621 Berlin. Die
Kosten betragen 1 Euro pro Cocktail.
Anmeldungen bis zum 12. Juni unter
Tel. (030) 56 58 87 62.

durch die Geschichte der Polizei anzutreten, gemeinsam mit den Polizeibeamten zu diskutieren, eigene Erfahrungen
zu sammeln und dabei nützliches Wissen zu erlangen. An 27 Ständen berät die
Polizei Berlin zu Themen rund um die
Verkehrsunfall- und Kriminalprävention.
Die Mitarbeiter von 20 weiteren Organisationen wie Zoll, Berliner Feuerwehr,
der Ordnungsämter Treptow-Köpenick,
Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg,
Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes
Kreuz, diverser Opferschutz- und Migrantenvereine oder der Berliner Wasserwerke werden ebenfalls vor Ort sein und
Bürger informieren. (bzj.)

Iris Spranger, MdA, SPD: Bürgersprechstunde am 19. Juni von 16 bis 18 Uhr,
Bürgerbüro, Köpenicker Straße 25, 12683
Berlin.
Petra Pau, MdB, DIE LINKE: Wahlkreistag
und Bürgersprechstunde am 8. Juli, 8-12
Uhr im Wahlkreisbüro Henny-Porten-Str.
10-12, 12627 Berlin, sowie 15 bis 17 Uhr
im Stadtteilzentrum Kompass, Kummerower Ring 42, 12619 Berlin
Wolfgang Brauer, MdA, DIE LINKE: Bürgersprechstunde am 3. Juli von 11 bis 13
Uhr, Abgeordnetenbüro Havemannstraße
24, 2. Etage, 12689 Berlin.
Regina Kittler, MdA, DIE LINKE: Bürgersprechstunde am 17. Juni von 16.30 bis
17.30 Uhr, Abgeordnetenbüro am HeleneWeigel-Platz 7, 12681 Berlin.
Die nächste Sitzung der BVV MarzahnHellersdorf findet am 18. Juni um 17 Uhr,
Freizeitforum Marzahn, Arndt-Bause-Saal,
Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin.
Live im Internet: http://mh.demokratielive.
org

Kfz-Prüfstelle
direkt an der B1
Alt-Biesdorf 72 A
12683 Berlin
Tel. 030/51 70 03 73
www.kfz-pruefstelle-berlin.de

Mo.-Fr. 8-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr

HU, Anbauabnahme

im Namen und auf Rechnung der FSP GmbH & Co. KG

Partner des
TÜV Rheinland

ADAC-Vertragssachverständiger
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Florian Münter

Bestattungen

S O Z I A L B E S TAT T U N G
Feuer-oderErdbestattung
unverbindlicher und kostenfreier Hausbesuch
komplette Antragsstellung und Erledigung alle Formalitäten
Kostenübernahme durch das Sozialamt

Tag & Nacht

30 34 04 47
        
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