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Periodical volume

Full text: Marzahn-Hellersdorfer Bezirks-Journal Issue 2.2015,2

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MARZAHN: Wie Bezirkspolitiker das Kino „Sojus“ vor dem
Abriss retten wollen. S. 2

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Personalmangel: Bezirk
zieht die Reißleine

EXKLUSIV

Bezirksamt will bis zu 92 neue Stellen schaffen/
Finanzierung aus Bezirkshaushalt

F

von Marcel Gäding

ehlendes Personal bringt die Verwaltung von Marzahn-Hellersdorf an ihre Belastungsgrenze:
Im Februar wird das Sozialamt für zwei
Wochen schließen müssen, da sonst
Anträge nicht mehr bearbeitet werden
können. „Land unter“ melden auch
der Jugend-, Schul- und Baubereich.
Bezirksbürgermeister Stefan Komoß
(SPD) sieht die Handlungsfähigkeit des
Bezirksamtes in Gefahr und zieht die
Reißleine. „Das Bezirksamt wird am
17. Februar die Einstellung von neuem
Personal beschließen und sofort mit der
Ausschreibung der Stellen beginnen“,
kündigt Komoß an.
Wie viele neue Stellen in der 1.500
Mitarbeiter starken Verwaltung geschaffen werden sollen, kann Komoß aktuell

nicht sagen. Nach Informationen des
Bezirks-Journal gilt aber als wahrscheinlich, dass sich die Zahl der neuen Stellen
an Eckwerten orientiert, die im Dezember vom Rat der Bürgermeister benannt
wurden. Berlinweit forderten die Bezirks-Chefs damals 1.200 neue Stellen,
auf Marzahn-Hellersdorf bezogen wurde ein Mehrbedarf von 92 Verwaltungsangestellten benannt. Die Mehrkosten
für die neu einzustellenden Mitarbeiter
will der Bezirk aus Rücklagen finanzieren. „Allein im vergangenen Jahr
wurden drei Millionen Euro aus dem
Personaletat nicht ausgegeben“, sagt
Stefan Komoß. Der Grund ist der hohe
Krankenstand. Nach sechs Wochen
übernehmen die Krankenkassen die
Lohnfortzahlung. Fest eingeplante Gehälter bleiben auf dem Bezirksamtskonto. Mehr auf Seite 3.

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Ronald Pofalla: Kinder vor Karriere
Sein Wechsel zur Deutschen Bahn sorgte für Wirbel. Doch bevor Ex-Kanzleramtsminister seinen neuen Job antrat, gönnte er sich eine Auszeit. Unter anderem
engagierte sich der CDU-Politiker für das Kinder- und Jugendhaus Bolle. Und das
alles ohne Medienrummel. Das Bezirks-Journal erfuhr exklusiv, warum sich Pofalla
für die Kinder und Jugendlichen in Marzahn stark macht. Die ganze Geschichte
lesen Sie auf Seite 4. 
FOTO: ANDREAS THELEN

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2

H

Bezirks-Leben

Februar 2015 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Offen für alle

Der Bürgerverein Mahlsdorf setzt sich seit zwei Jahren für den Bau eines Bürgerhauses ein.
Es soll Menschen aller Generationen und Nationen zusammenbringen.

ans-Joachim Richter ist Mahlsdorfer, einer der Alteingesessenen. Zwar wohnt er selbst erst
seit 1995 in dem beschaulichen Stadtteil. „Aber meine Großeltern hatten hier
bereits seit 1922 ein Wochenendgrundstück“, sagt Richter. Schön sind die Erinnerungen an die Kindertage im Garten
der Großeltern. Wer heute aufmerksam
durch die kleinen Seitenstraßen links
und rechts des Hultschiner Damms
fährt, wird die einstigen Gartenlauben
von einst aber nicht mehr finden. Viele
Gartengrundstücke wurden mit Einfamilienhäusern bebaut. Seit Ende der
1980er-Jahre weichen die Datschen den
Wohnhäusern. „Früher bestand Mahlsdorf zu zwei Dritteln aus Wochenendgrundstücken“, sagt Klaus Lichtenstein.
Lichtenstein und Richter engagieren sich im Vorstand des Bürgervereins
Mahlsdorf, einer für die Öffentlichkeit,
der andere als stellvertretender Vorsitzender. Der Bürgerverein wurde 2012
aus einer Bürgerinitiative heraus gegründet. Denn Mahlsdorf ist inzwischen
ein gefragter Wohnstandort, jedes Jahr
ziehen Familien dorthin. Das Bild des
Ortsteils hat sich gewandelt. Zwischen
den kleinen Häusern von einst entstanden Stadtvillen, massive Bungalows und
Reihenhäuser. Inzwischen dürften rund
10.000 Menschen in Mahlsdorf leben.
Doch bis auf eine Begegnungsstätte der
Arbeiterwohlfahrt, einen Jugendklub
und den Saal des Theodor-Fliedner-

Hans-Joachim Richter und Klaus Lichtenstein.
Heims gibt es in dem wachsenden Kiez
keinen Treffpunkt. Deshalb hat der 51
Mitglieder starke Bürgerverein Mahlsdorf ein Konzept für ein Bürgerhaus
entwickelt. Hier sollen Kurse, Veranstaltungen und Behördendienstleistungen
angeboten werden. Der Bürgerverein
möchte unter einem Dach Generationen
vereinen und Angeboten Raum geben,
die von Sport über Kultur bis hin zu Bildung reichen. Der Bedarf an Singe- und
Gymnastikkursen, an Englisch-Unterricht für Ältere oder PC-Seminaren bei

FOTO: MARCEL GÄDING

Trägern wie der AWO sei bereits jetzt
stark nachgefragt. „Die Räumlichkeiten
dort reichen oft nicht mehr aus“, berichtet Klaus Lichtenstein. Außerdem gebe
es auch immer mehr Menschen mit ausländischen Wurzeln. „Die wollen wir
auch in unsere Planungen einbeziehen.“
Das Bürgerhaus solle offen für alle sein.
Der erst zwei Jahre alte Bürgerverein hat bereits wichtige Meilensteine
auf dem Weg zum Bürgerhaus erreicht.
Im Bezirksamt sucht man inzwischen
nach einem passenden Grundstück.

Auch wurde das Projekt in die Investitionsplanung für die Jahre 2018/2019
aufgenommen. „Die BVV unterstützt
uns und hat ein sehr offenes Ohr“, freut
sich Hans-Joachim Richter. Am liebsten
wäre es den beiden Vorstandsmitgliedern des Bürgervereins jedoch, wenn die
Grundstücksfrage bereits geklärt wäre.
Eine Wunschadresse für das Bürgerhaus gibt es bereits. Es handelt sich um
eine Brache am Durlacher Platz. Aktuell
prüft das Bezirksamt, ob dieses Grundstück zur Verfügung steht. Allerdings
müsste dann auch kalkuliert werden,
was ein Neubau kostet. „Das wollen wir
den Fachleuten überlassen“, sagt Klaus
Lichtenstein. Vorstellbar wäre jedoch,
im Erdgeschoss eine Kita einzurichten,
während die obere Etage für Vereine und
Veranstaltungen zur Verfügung steht.
Angedacht ist ein Veranstaltungsraum
mit Platz für bis zu 150 Personen, ein
PC-Raum, Beratungs- und Sporträume
sowie ein kleines Café. Einen dazugehörigen Garten könnte man dem Konzept
des Bürgervereins zufolge als Spielplatz
oder Grillecke nutzen. Selbst wolle und
könne der Bürgerverein das Bürgerhaus
Mahlsdorf aber nicht betreiben. „Dafür
müsste ein freier Träger gefunden werden“, sagt Hans-Joachim Richter. (md.)

Weitere Informationen unter

 www.bv-mahlsdorfsued.de

Abriss oder Sanierung?

T

Das Kino Sojus könnte Kulturstandort werden. Aber das Haus gehört nicht dem Bezirk.

auben haben das Sojus für sich
entdeckt. Gleich an mehreren
Stellen sind die Scheiben des einstigen Kinos zerborsten. Im Inneren ist
es kalt, aber trocken. Ein perfekter Nistplatz in dem einst so beliebten Kino. Das
steht seit 2007 wie ein Mahnmal am östlichen Helene-Weigel-Platz. Damals lief
dort die letzte Vorstellung. „Ich bin da
sehr gerne hingegangen“, sagt MarzahnHellersdorfs Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD). Wie er trauern wohl
alle Anwohner dem Kino nach. Jetzt hat
sich auch ein parteiübergreifendes Bündnis gegründet, dass das Kino vor dem
Abriss retten will. Ende Januar beschlossen die Bezirksverordneten von CDU,
SPD, DIE LINKE, Grüne und Piraten
einen Antrag, wonach eine mögliche
kulturelle Nutzung des von Wolf-Dieter
Eisentraut entworfenen Filmpalasts.
Damit liegt der Ball nun bei Kulturstadträtin Juliane Witt (DIE LINKE).
Sie soll eine Art runden Tisch ins Leben
rufen und Interessenten ausmachen, die
das Haus am östlichen Helene-WeigelPlatz kulturell bespielen können.
Bjoern Thielebein, Chef der Linksfraktion, freut sich über das plötzliche
Interesse am Kino Sojus. Noch im Oktober letzten Jahres hatte seine Fraktion

Wurde 2007 geschlossen: das Kino Sojus in Marzahn.

FOTO: MARCEL GÄDING

einen Antrag eingebracht, der im Kern
auch eine mögliche Nutzung des Kinos
für die Bezirksverordnetenversammlung
vorsah. Damals schmetterten die übrigen Fraktionen in der BVV das Ansinnen ab. „Wichtig ist jetzt, dass wir nicht
einfach den Abriss als einzige Lösung
akzeptieren“, sagt Thielebein. Geplant
sei, eine Diskussion anzustoßen, was
seiner Fraktion auch gelungen sei. Bestätigt an dem großen öffentlichen Interesse sieht sich Thielebein auch, nachdem
DIE LINKE im Januar eine gut besuchte Podiumsdiskussion organisierte. Die
Kulturstadträtin plane nun Anfang März
eine Ideenwerkstatt.
Allerdings hat die Sache einen Haken:
Das Gebäude des Kino Sojus befindet
sich in privatem Eigentum. Mehrfach
musste der Bezirk bereits die Immobilie
vor Vandalismus schützen und auf Kosten der Staatskasse Fenster und Türen
sichern. Das Geld hat die Verwaltung
bis heute nicht zurück. Wie es scheint,
ist der jetzige Eigentümer untergetaucht.
„Wenn er dort nichts unternimmt, ist
dies ärgerlich und lästig“, sagt Bezirksbürgermeister Stefan Komoß. Er begrüße den Beschluss der Bezirksverordneten
und findet den jetzt eingeschlagenen
Weg gut. (gäd.)

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Februar 2015

Auf eigene Faust

Bezirks-Leben

3

Personalabbau und ein hoher Krankenstand bringen die Verwaltung an ihre Belastungsgrenze. Weil der Senat seit
drei Jahren nicht auf seine Hilferufe reagiert, greift der Bezirk nun zur Selbsthilfe. Er schafft neue Stellen.

S

tefan Komoß ist fest entschlossen
und es gibt auch keine Alternative:
Neues Personal muss her, und das
zeitnah. Wenn der SPD-Bezirksbürgermeister von Marzahn-Hellerdorf in der
kommenden Woche seine Bezirksstadträte und Bezirksstadträtinnen zur turnusmäßigen Sitzung ins Rathaus lädt,
werden Nägel mit Köpfen gemacht.
„Wir werden am 17. Februar beschließen, neues Personal einzustellen“, kündigt Komoß an. Nur die Frage, wie viele
neue Stellen in der Bezirksverwaltung
geschaffen werden, ist noch unbeantwortet. Bis zur Bezirksamtssitzung werden die Bezirksamtsmitglieder in jedem
Fall eine Liste vorlegen.
Dass Stefan Komoß nun auf eigene
Faust handelt und auf Bezirksebene
alle Parteien hinter sich weiß, hat einen
guten Grund, den SPD-Fraktionsvorsitzender Gernot Lemm unmissverständlich auf den Punkt bringt. Er sagt: „Die
Grenze der Belastbarkeit in der Verwaltung ist überschritten.“ Konkret heißt
das, dass Anträge teilweise unbearbeitet
bleiben oder gesetzliche Pflichtaufgaben
der Verwaltung nur noch mit großer

Mühe zu erledigen
sind. Die Wartezeit
auf einen Termin im
Bürgeramt beträgt
mehrere
Wochen.
Das Sozialamt wird
noch in diesem Monat zwei Wochen für
den Publikumsverkehr gesperrt, damit
die sich angehäuften
Anträge bearbeitet
und beschieden werden können. „Ich
kann nicht mehr länger vertreten, dass
Menschen ihre Sozialhilfe nicht überwiesen bekommen“,
sagt Stefan Komoß.
Die bezirkliche Bauabteilung sieht sich
zudem außer Stande, Sondermittel des
Landes Berlin in Schulen zu investieren.
Weil es an Personal fehlt, werden die jeweils 7.000 Euro für eine der 46 Schulen
nicht abgerufen. Rund 322.000 Euro gehen damit ungenutzt an das Land Berlin.

Dass das Bezirksamt
seine
Aufgaben
teilweise nicht mehr
erledigen kann,
ist Schuld des
Landes – sagen
Bezirkspolitiker. Der Senat
hatte seinerzeit
von einigen Bezirken gefordert,
Personal
abzubauen, um den
Landeshaushalt
zu entlasten. Dabei wurde außer
Stefan Komoß (SPD),
acht
gelassen,
Bezirksbürgermeister
dass Bezirke wie
Marzahn-Hellersdorf wachsen und viele neue Zuzüge
vermelden. Komoß, der auch als Sprecher der Bezirksbürgermeister fungiert,
hatte drei Jahre lang vergeblich versucht,
mit dem Land eine Einigung zu finden.
Zweimal habe es seitens des Rates der
Bürgermeister Beschlüsse gegeben, die
einem Hilferuf gleich kamen. „Bis heute

„Wir werden am 17.
Februar beschließen,
neues Personal einzustellen.“

gibt es darauf keine Antwort“, moniert
Komoß. Dass er für seinen Bezirk neues
Personal einstellen will, sei „Notwehr,
um Schlimmeres zu verhindern“. Denn
durch den Zuzug von Menschen nach
Marzahn-Hellersdorf steigt auch das
Pensum für die Verwaltung.
Gegenüber dem Land Berlin ist das
Vorgehen von Marzahn-Hellersdorf
ein Affront, denn es widerspricht dem
Personalabbaukonzept des Senats. „Ich
rechne stark damit, dass auf Landesebene Verständnis für unsere Entscheidung
vorhanden ist, um die Handlungsfähigkeit der Bezirksverwaltung aufrechtzuerhalten“, sagt Komoß. Lob gibt es dafür
von der Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung. „Wir freuen uns,
dass SPD, CDU und Grüne aufgewacht
sind“, sagt der Fraktionsvorsitzende
Bjoern Thielebein. „Dies entspricht unserer Forderung, den Personalabbau zu
stoppen.“ Die Linksfraktion hätte sich
ein solch engagiertes Handeln des Bezirksbürgermeisters schon viel früher gewünscht. „Grundsätzlich unterstützen
wir aber den schärferen Ton gegenüber
dem Senat.“ (gäd.)

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Erlebnisstore kommt in das EASTGATE-Center

N

Spannende Angebote für Kinder und Erwachsene / Interaktive Erlebnistouren

ach dem erfolgreichen Auftritt
am Potsdamer Platz kommt
der Info- und Erlebnisstore
Marzahn-Hellersdorf nun vom 2. bis
7. März 2015 in das EASTGATE-Center
an die Marzahner Promenade. „Dabei
wollen wir zeigen, wie sich der Bezirk
in den letzten Jahren gewandelt hat
und viele kleine und große Erfolgsgeschichten erzählen“, sagt Bezirksstadtrat Christian Gräff, in dessen Abteilung
das Standortmarketing des Bezirks angesiedelt ist.
Für einen Blickfang sorgt neben dem
begrünten Torbogen, durch den die
Besucher in die Ausstellung geleitet
werden, ein sieben Meter hohes Turmmodell von Schloss Biesdorf. Nach 70
Jahren bekommt dieses Gebäude, inmitten eines der schönsten Parkareale
der Hauptstadt gelegen, gerade sein
Obergeschoss zurück.
Der Info- und Erlebnisstore wurde als
kreatives und mobiles Marketinginstrument im Rahmen der Imagekampagne
„Marzahn-Hellersdorf – Berlins beste
Aussichten“ entwickelt. Auf einer 100
Meter langen Ausstellungsplattform
können Besucher die schönsten und
kreativsten Seiten von Marzahn-Hellersdorf erleben. Dazu gibt es ein Bühnenprogramm mit vielen Aufführungen
und Showelementen, präsentiert von
verschiedenen Vereinen, Gruppen und
Initiativen aus dem Bezirk. Besonders
thematisiert werden die neuen Pers-

EASTGAT

B E R L I E
N
02.-0
7. MÄRZ

2015

pektiven für das Wohnen im Grünen
Umfeld von Wuhletal und Kienberg.
Die bereits angelaufenen Vorbereitungen auf die Internationale Gartenausstellung 2017 in Marzahn-Hellersdorf
spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Ziel der Veranstaltung ist es, den Besuchern im EASTGATE Center den Bezirk
mit einer Charmeoffensive spannend
und attraktiv näher zu bringen. Auch
für viele Marzahn-Hellersdorfer gibt es
vor Ort noch manches zu entdecken.

Die Veranstalter bieten Führungen
entlang der Marzahner Promenade
und hinter den Kulissen des EASTGATE
an. Außerdem werden unter allen QuizTeilnehmern am Info- und ErlebnisStore Marzahn-Hellersdorf zehn Teilnahmeplätze für eine Führung durch
die Marzahner Unterwelt verlost.
Infos: Telefon (030) 90293-2622 und
www.wirtschaftsfoerderung-mh.de

4

Bezirks-Journal exklusiv

Februar 2015 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Ganz uneigennützig

Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla sammelte 1,2 Millionen Euro für die Kinder in Marzahn.
Ganz ohne Medienrummel engagiert er sich für das Kinder- und Jugendhaus BOLLE.
von Anne Langert

L

ange hat er sich zurückgezogen,
war für die Medien kaum ansprechbar. Dabei wollten in den
vergangenen Monaten viele den ExKanzleramtsminister Ronald Pofalla
sprechen. Grund war der umstrittene
Wechsel des CDU-Politikers vom Bundeskanzleramt zur Deutschen Bahn AG.
Doch Pofalla schwieg und zog sich zurück. Allerdings nicht tatenlos, wie das
Bezirks-Journal erfuhr. Ein unvorhergesehenes Ereignis führte den einst engsten
Vertrauten Angela Merkels nach Marzahn in das Kinder- und Jugendhaus
BOLLE. Ohne Medienrummel, ganz
privat begann Pofalla, sich für die Einrichtung stark zu machen.
Hier, in der Hohensaatener Straße,
ist Pofalla ein gern gesehener Gast. Die
5- bis 18-jährigen Kids freuen sich regelrecht, wenn er zu Besuch kommt. Auch
die Sozialarbeiter sind von seinem Engagement begeistert. Immerhin sind mit
Hilfe des 55-Jährigen in den vergangenen Monaten 1,2 Millionen Euro Spenden gesammelt worden, die jetzt dem
Verein zu Gute kommen. Ein Neubau
soll damit auf dem Gelände von BOLLE
entstehen, der insgesamt 1,4 Millionen
Euro kosten wird. „Der Verein hat momentan nur sehr bescheidene Räumlichkeiten“, erklärt Pofalla. Ein Anbau mit
weiteren 600 Quadratmetern Nutzfläche
soll mehr Raum für die 100 Kinder und
Jugendlichen bringen, die das Kinderund Jugendhaus in Marzahn täglich
aufsuchen. „Im Frühjahr soll Baubeginn
sein, und ich bin absolut zuversichtlich,
dass ich die fehlenden Mittel auch noch
zusammen bekommen werde.“
Eckhard Baumann, Vorsitzender der
Einrichtung, ist dankbar für die Unterstützung. „Damit können wir unser bestehendes Freizeitangebot für die Kids
ausbauen.“ Hausaufgabenhilfe, Garten- und Handwerksarbeiten, Musik-,
Computer- und Medienunterricht sowie
sportliche Aktivitäten können damit
ausgeweitet werden. „Wir hoffen, dass
der Bau im Jahr 2016 fertig sein wird.“
Grund für Pofallas Engagement sei
eine Begegnung Monate zuvor gewesen, sagt er. Hat er doch beim Joggen
im Park Straßenkinder entdeckt und ist
mit ihnen in Kontakt getreten: „Mich
hat diese Begegnung nicht losgelassen,
ich habe viel recherchiert und da es damals auch gerade eine Plakataktion des
Vereins Straßenkinder e.V. gab, habe
ich dort einfach mal angerufen.“ Am
anderen Ende des Apparates war Eckhard Baumann. Seit mehr als 14 Jahren
ist Baumann bemüht mit dem Träger
Straßenkinder e.V. jungen Menschen,
die das Straßenleben dem Elternhaus
vorziehen, eine Perspektive zu geben.
2010 hat der Träger das Kinder- und
Jugendhaus BOLLE in Marzahn eröffnet. „In dieser Einrichtung betreuen wir
zwar keine Straßenkinder und viele kleine Besucher kommen auch aus normalen Familienverhältnissen“, weiß Bau-

Abschalten vom Politik-Alltag: Ronald Pofalla im BOLLE.

FOTO: ANDREAS THELEN

mann. „Trotzdem sind wiederum viele
bei uns von der Kinderarmut betroffen,
brauchen die nötige Anerkennung, die
sie Zuhause nicht bekommen, weil die
Zustände daheim desolat sind.“ Mit
dem Freizeit- und Bildungsangebot vor
Ort sowie den täglichen Mahlzeiten zu
erschwinglichen Preisen geht das Team
aktiv gegen Kinder- und Bildungsarmut
vor. Für einige Kids stellt BOLLE sogar
ein zweites Zuhause dar.
Als Pofalla zum ersten Mal das Haus
besuchte und mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch kam, hatte er
sich entschieden, zu helfen: „Das ist echte Basisarbeit, hier wird Jugendbildung
im besten Sinne geleistet für Kinder und
Jugendliche, die oft von zu Hause aus
davon nichts mitbekommen haben“, sagt
er. Pofalla weiß wovon er spricht. Hatte
er vor seiner langjährigen Politlaufbahn
doch selbst Sozialpädagogik studiert.
„Mag sein“, gesteht er, „dass ich von daher schon etwas vorbelastet bin“.
Pofalla will weiterhelfen

Eckhard Baumann zwischen den Bolle-Kindern.

FOTO: JACOB HOFF

Seit Januar 2015 ist Pofalla Lobbyist im Dienst der Deutschen Bahn. Die
Hilfe beim Kinder- und Jugendhaus
BOLLE, versichert er, wird weiter gehen. Vielleicht wird der ein oder andere
hinter dem sozialen Engagement eine
Taktik vermuten, um den umstrittenen
Wechsel von der Politik zur Wirtshaft zu
besänftigen. Doch wann, wenn nicht in
den letzten Monaten, wäre der perfekte
Zeitpunkt gewesen, sich sozialen Themen privat anzunehmen, sich auf seine
anfänglichen Erfahrungen als Sozialpädagoge zu stützen? „Ich habe aus dieser Zeit mitgenommen, dass es in einer
großen Stadt wie Berlin sehr viele Helfer braucht, um das Los benachteiligter
Kinder zu wenden“, sagt Pofalla.

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Februar 2015

Bezirks-Leben

5

Gärten der Welt brechen Besucherrekord

Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 800.000 Menschen die 20 Hektar große Anlage am Blumberger Damm
in Marzahn. Schauspielerin Ursula Kaven startet Botschafterkampagne.

D

ie Mitarbeiter der Grün Berlin
GmbH blicken zufrieden auf
das zurückliegende Jahr und
optimistisch auf die kommenden zwölf
Monate. Nicht nur, dass die Gärten der
Welt in Marzahn einen Besucherrekord
gebrochen haben, auch neue Veranstaltungsreihen fanden aus dem Stand
heraus ihr Publikum. „2014 haben wir
erstmals ein Klang-Farben-Fest organisiert, zu dessen Premiere 5.000 Besucher
kamen“, sagt Beate Reuber, die GartenChefin.
Dieses Jahr finden zwölf Veranstaltungen statt, darunter am 12. April das
Kirschblütenfest, am 9. Mai das Lotusblütenfest, am 28. Juni das Klang-Farben-Fest und am 5. September ein Klassik-Open-Air mit dem Namen „Viva la
Musica“. Allerdings werden einige Veranstaltungen nicht am gewohnten Ort
stattfinden. Wegen der Bauarbeiten für
die Internationale Gartenausstellung in
Berlin (IGA) musste für einige Events
ein neuer Platz gefunden werden.
Parallel haben rund um die Gärten
der Welt die Arbeiten für die Internationale Gartenausstellung 2017 begonnen: Nach dem Baustart für ein neues
Besucherzentrum kündigt Grün BerlinGeschäftsführer Christoph Schmidt den
Baustart für eine 2.000 Quadratmeter
große Tropenhalle an. Der Englische
Garten ist so gut wie fertig, soll aber erst
2017 eröffnet werden. Bis dahin sollen
die Sträucher und Bäume entsprechend
angewachsen sein. Im kommenden Jahr
soll zudem die Seilbahn entstehen, die
verschiedene Orte auf dem IGA-Gelände verbindet. Mit dem Areal verdopple
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sich das Gelände auf 40 Hektar, sagte
Schmidt. Bis 2017 investiert das landeseigene Unternehmen 100 Millionen
Euro.
Sieben Themenparks
Derzeit verfügen die Gärten der Welt
in Berlin über sieben Themenparks wie
den Chinesischen und Japanischen
Garten, den vor zehn Jahren eröffneten orientalischen Garten oder den
Christlichen Garten. Seit drei Jahren
ist die Schauspielerin Ursula Kaven
Botschafterin des Orientalischen Gartens und hofft, im Rahmen einer neuen
Facebook-Kampagne einen Mitstreiter
oder eine Mitstreiterin zu finden. Ende
Januar präsentierte sie gemeinsam mit
Beate Reuber die Aktion, bei der Berliner und Brandenburger aufgerufen
sind mitzuteilen, warum sie den Orientalischen Garten lieben. Ihren Satz
hat Kaven schon gefunden: „Weil er als
Sinnbild für Frieden meine Sinne beflügelt.“ Dabei wurde Kaven durchaus
politisch: „Gerade in der Situation, wo
unsere Welt mit Missverständnissen und
Missinterpretationen von Religionen zu
tun hat, ist ein islamischer Garten viel
bedeutungsvoller.“ Derjenige, der bei
der Kampagne für seinen Slogan die
meisten „Likes“ erhält, hat Chancen auf
zwei Jahreskarten und einen Abend im
Restaurant. (bzj.)

Die Botschafter-Kampagne:

Ursula Kaven bei der Plakatenthüllung.

FOTO: MARCEL GÄDING

 http://on.fb.me/16qx23j

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Anzeigensonderveröffentlichung

fit & gesund
Viel Geld für die
Kinderschutzengel

MITTE/ LICHTENBERG. Stellvertretend für die Besucher des Friedrichstadt-Palastes übergaben Intendant Dr.
Bernd Schmidt, die Gesangssolisten
Cindy Sander und Olivier Erie St. Louis in Anwesenheit prominenter Botschafter im Sana Klinikum Lichtenberg
82.884 Euro an den Berliner Verein
Kinderschutzengel. Die Spenden nahmen die Mitglieder des internationalen
Ballettensembles von Ende November

bis Silvester 2014 am Schluss der Aufführung „THE WYLD“ von Besuchern
entgegen. Zur Freude des Vereins wurde die Summe im Sana Klinikum an
den Kinderschutzengel e.V. übergeben.
Der Verein Kinderschutzengel ist der
einzige Verein in Deutschland, der
mit fünf speziell ausgebildeten Therapiehunden in Krankenhäusern und
teilweise sogar in die Klinikbetten der
kleinen Patienten darf. Traumatisierte, psychisch kranke, verschlossene,
schwer autistische Kinder öffnen sich
oft den Hunden. Das stärkt ihren Lebensmut und ihre Widerstandskraft.
Die speziell ausgebildeten Aus­
tralian
Shepherd-Hunde Merlin, Cujo, Tiffany,
Sheila und Snow fördern nachweislich
deren Heilungsprozess. „Ich freue mich
unglaublich, unsere Arbeit mit dieser
großen Spende für eine längere Zukunft
sichern zu können“, sagte Jacqueline
Boy, Vorsitzende des Vereins Kinderschutzengel. (frw.)
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Altersgerechte Versorgung
Das KEH ist auf die Bedürfnisse älterer Patienten eingestellt

M

it der steigenden Zahl älterer Menschen wächst auch die Zahl der
Patienten, die an Demenz oder Verwirrtheitszuständen leiden. Kommen sie aufgrund einer Akuterkrankung ins Krankenhaus,
müssen die Bedingungen stimmen, damit nach
dem Krankenausaufenthalt keine Pflegebedürftigkeit eintritt.
Das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in der Lichtenberger
Herzbergstraße hat im Jahr 2011 spezielle pflegerische Maßnahmen für ältere Patienten in der
Chirurgie eingeführt, um Verwirrtheitszustände
nach Operationen zu verhindern und den Behandlungsverlauf für die Patienten insgesamt
günstiger zu gestalten. Daraus entstand 2013
ein Konzept für das gesamte Krankenhaus.
Die speziellen Pflegebedingungen richten
sich auf frühestmögliche Mobilisation, die
Verbesserung des Ernährungszustandes, nichtmedikamentöse Schlafverbesserung und den
zugewandten Umgang mit den Patienten. In
der Chirurgie haben die Maßnahmen bereits
zu einer deutlichen Reduzierung von Komplikationen geführt. Derzeit werden die Betreuungskonzepte auf den Stationen etabliert und
die Mitarbeiter entsprechend geschult. Dabei
gehört u.a. Sturzprophylaxe zum Standard,
ebenso wie das „demenzfreundliche Essen“.
Um höchstmögliche Behandlungssicherheit zu
gewähren, wird das Konzept ständig um neue
Erkenntnisse erweitert.
Sofortmaßnahmen bei Schlaganfall
Patienten mit Gefäßerkrankungen finden
im „Gefäßzentrum Berlin“ am KEH optimale

Evangelisches Krankenhaus Königin
Elisabeth Herzberge gGmbH
Herzbergstraße 79, 10365 Berlin

Diagnose- und Therapiemöglichkeiten – unter
besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse
älterer Menschen mit Mehrfacherkrankungen.
In der modernen »Stroke Unit« des KEH, einer
auf die Behandlung von akuten Schlaganfällen
spezialisierten Überwachungseinheit, können
durch engmaschige Überwachung Komplikationen frühzeitig erkannt und gezielt behandelt
werden. Hier erfolgen die entsprechenden Untersuchungen und die Therapie des Schlaganfalls. Frühzeitig werden in enger Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst auch Nachsorge und
ggf. Rehabilitationsmaßnahmen organisiert.
Durch neurologische oder Gefäßerkrankungen fanden auch immer mehr Menschen mit
Diabetes den Weg ins KEH, so dass 2009 der
Aufbau eines eigenen Diabetologie-Bereichs
begann. Inzwischen gehört die Versorgung von
Patienten mit der Nebendiagnose „Zucker“
durch das Diabetes-Team auf allen Stationen
des KEH zum Standard. Ohne Anforderung
werden zweimal pro Woche alle Diabetespatienten gesehen, um bereits frühzeitig Probleme
identifizieren zu können und den stationären

Aufenthalt nicht unnötig zu verlängern. Darüber hinaus sorgt ein weitreichendes Netzwerk
für die weitere Versorgung nach der Entlassung.
Die geschaffenen Strukturen und Konzepte
wurden von der Deutschen Diabetesgesellschaft
anerkannt: Sie hat dem KEH als einer der ersten
Kliniken Deutschlands das Zertifikat als »Klinik für Diabetespatienten geeignet« verliehen.
Umfassende Altersmedizin
Insbesondere die Verbindung von Gerontopsychiatrie und Geriatrie unter einem Dach
schafft optimale Behandlungsmöglichkeiten für
ältere Patientinnen und Patienten. Im Januar
nahm die Geriatrische Tagesklinik auf dem Gelände des KEH (Haus 10) ihre Arbeit auf. Das
innovative Kooperationsmodell von Geriatrie
und Schmerzmedizin verfolgt als multifunktional genutztes Behandlungszentrum einen
ganzheitlichen Ansatz und trägt der steigenden
Nachfrage nach modernen und interdisziplinär
ausgerichteten Therapieformen für geriatrische
Patienten Rechnung.

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Angiologie/Kardiologie/Diabetologie
Telefon: (030) 54 72 - 37 01
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Telefon: (030) 54 72 - 47 01
Geriatrie
Telefon: (030) 54 72 - 56 01
Gerontopsychiatrie
Telefon: (030) 54 72 - 48 03
Chirurgie
Telefon: (030) 54 72 - 30 20
Urologie
Telefon: (030) 54 72 - 46 01
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Dr. Rossana Veltcheva, Fachärztin für
Gynäkologie und Geburtshilfe, ist eine
äußerst erfahrene Medizinerin, die seit
vielen Jahren Frauen zur Seite steht. Das
betrifft natürlich zum einen den Bereich
Geburtshilfe, wo die Fachärztin auch
im Bereich spezielle Geburtshilfe und
Perinatologie über viel Wissen und Erfahrung verfügt. Wenn es mit dem Nachwuchs nicht auf Anhieb klappt, sind Sie
bei Frau Dr. Veltcheva bestens aufgehoben, um für Ihren Kinderwunsch auch
medizinische Unterstützung zu bekommen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bereich gynäkologische Onkologie. Die
Fachärztin betreut Sie bei der so wichtigen Krebsvorsorge und -früherkennung,
behandelt insbesondere Brusterkrankungen und Brustkrebs. Auch hier kann
Frau Dr. Veltcheva auf große, langjährige Erfahrung zurückgreifen. Bei ihr
sind Sie in guten Händen. Zum weiteren Angebot des Fachbereichs gehören
Hormonersatz-Therapie bei Wechseljahrsbeschwerden sowie HPV-, Chlamydien- und spezifische Hormontests. Die
Fachärztin bietet ihre Behandlung in
den Sprachen Deutsch, Englisch, Fran-

Das VitaHaus Marzahn –
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direkt am Blumberger Damm, in Sichtweite des Unfallkrankenhauses Berlin.
Sie finden dort viele Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen, niedergelassene
Ärzte komplettieren das Angebot. In
dem 10 000 Quadratmeter großen barrierefreien Neubau befinden sich außerdem ein großes Therapiezentrum, eine
Abnehm-Akademie, eine Apotheke, medizinische Dienstleister wie etwa ein Sanitätshaus sowie ein Bistro und ein Blumenladen. 240 Parkplätze stehen direkt
am Gesundheitszentrum zur Verfügung,
die Buslinien X 69 und 154 halten in unmittelbarer Nähe.

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8

Bezirks-Wirtschaft/ Politik

Februar 2015 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

POLITIK VOR ORT

Sven Kohlmeier, MdA, SPD: Bürgersprechstunde in der Jugendfreizeiteinrichtung Kompass, Kummerower
Ring 42, 12619 Berlin, am 20.
Februar von 16 bis 18 Uhr. Vorherige
Anmeldung: Tel. (030) 65 48 70 30.
Weitere Sprechstunden: Di/ Do 16-19
Uhr sowie Mi/ Fr 10-14 Uhr Bürgerbüro, Heinrich-Grüber-Straße 8, 12619
Berlin.
Dr. Manuela Schmidt, MdA, DIE
LINKE: Bürgersprechstunden jeden
1. und 3. Freitag im Monat von 10 bis
12 Uhr und jeden 2. und 4. Montag
im Monat von 18 bis 19 Uhr, Abgeordnetenbüro, Helene-Weigel-Platz 7,
12681 Berlin
Regina Kittler, MdA, DIE LINKE:
Sprechstunde mit Regina Kittler am
25. Februar von 15.30 bis 17.30 Uhr,
Abgeordnetenbüro, Helene-WeigelPlatz 7, 12681 Berlin. Anmeldung
Tel: (030) 549 803 22 oder: buero@
regina-kittler.de
Wolfgang Brauer, MdA, DIE LINKE:
Bürgersprechstunden am 24. Februar von 18 bis 20 Uhr und am 27.
Februar von 11 bis 13 Uhr, Abgeordnetenbüro W. Brauer, Havemannstr.
24, 12689 Berlin. Anmeldung Tel:
(030) 978 919 50
Stefan Komoß, SPD, Bezirksbürgermeister: Bürgersprechstunde am 5.
März von 15 bis 17 Uhr, Rathaus
Marzahn-Hellersdorf, Alice-SalomonPlatz 3, 12627 Berlin. Anmeldung Tel:
(030) 90 29 3-20 02.
Mario Czaja, MdA, CDU: Bürgersprechstunde am 9. März um 16 Uhr,
Fritz-Reuter-Str. 11, 12623 Berlin.
Petra Pau, MdB, DIE LINKE: Bürgersprechstunde am 11. März von 15
bis 17 Uhr, Stadteilzentrum Kaulsdorf, Brodauer Straße 27-29, 12621
Berlin
Liane Ollech, MdA, SPD: Bürgersprechstunde am 19. März von 18
bis 20 Uhr, Wahlkreisbüro Köpenicker Straße 25, 12683 Berlin
Iris Spranger, MdA, SPD: Bürgersprechstunde am 27. März von 14.30
bis 15.30 Uhr, Wahlkreisbüro Köpenicker Straße 25, 12683 Berlin
BVV: Die Bezirksverordnetenversammlung tagt am 26. Februar um
17 Uhr im Freizeitforum, Marzahner
Promenade 55, 12689 Berlin.

Mike Dummer nutzt eine alte Traktorenhalle als Werkstatt, unter anderem zur Restauration von Oldtimern.

FOTO: MARCEL GÄDING

Visionäre verunsichern Gewerbetreibende
Mike Dummers Firma ist seit 20 Jahren auf dem Gut Hellersdorf zu Hause.
Manche seiner Kunden dachten schon, dass es ihn nicht mehr gibt. Grund sind
immer wiederkehrende Diskussionen um die Zukunft des Areals.

V

ergangenes Jahr gab es wieder
so eine Woche. Irgendein Lokalblättchen berichtete zum
wiederholten Mal von Plänen für das
Gut Hellersdorf. Dass dort Wohnungen
entstehen und die denkmalgeschützten
Ställe und Traktorenhallen saniert werden sollen. „Als ich im September aus
dem Urlaub kam, riefen mich Kunden
an und fragten, ob es meine Firma noch
gibt“, erinnert sich Dummer. Mehrfach
ist das schon passiert. Oft blieben die
Kunden von sich aus weg. „Dabei ist
bis heute nichts passiert“, sagt Dummer. Außer, dass eine Vision nach der
nächsten verbreitet wurde und Dummer
seinen Kunden erkläre musste, dass er
ihnen selbstverständlich noch zur Verfügung steht.
Unternehmer Dummer betreibt eine
Kfz-Selbsthilfewerkstatt in einer früheren Traktorenhalle auf dem Gut Hellersdorf. In „Mikes Garage“ hat er es sich
so gut es geht eingerichtet. Fast 20 Jahre
befindet sich seine Firma nun schon auf
dem einst landwirtschaftlich genutzten
Gelände in Alt-Hellersdorf. Dreimal
zog Dummer in der Zeit schon um.
Gäbe es in der Umgebung ähnlich große

Gewerberäume, Dummer hätte längst
seine Kisten gepackt. Doch für seine
Werkstatt braucht es Platz für Hebebühne, Werkzeug und Autos, die Dummer
restauriert. Einst war das Gut Hellersdorf nach der Wende Heimat von 100
Gewerbetreibenden. Von ihnen ist der
harte Kern übrig geblieben. „Fünf, sechs
Leute sind wir noch“, sagt Dummer.
Alle anderen sind inzwischen umgezogen. „Hier hapert es an allem“, sagt
der Unternehmer. Nicht nur, dass ihn
es ärgert, dass seit 20 Jahren Visionen
wie Seifenblasen für das Areal zerplatzen. Dummer muss auch damit leben,
dass sein Mietvertrag immer nur um
drei Monate verlängert wird. Das Land
Berlin als Eigentümer des Areals könnte
ihm jederzeit kündigen. Das wäre existenzgefährendend. Ihm sei bereits signalisiert worden, dass er vom Gelände
muss, wenn sich ein Käufer finden sollte.
Zu allem Ärger kommt für Dummer
noch, dass jetzt wieder Pläne für das
Gut Hellersdorf geschmiedet werden,
„die die Leute verunsichern“. Auslöser sind Ankündigungen von Künstlern
und Kommunalpolitikern, das Gut Hellersdorf mit Leben zu erfüllen, bis sich

ein Investor gefunden hat (das BezirksJournal berichtete). Von Aufräumaktionen ist die Rede, einem Osterfeuer und
künstlerischen Events. Die Sache hat
nur einen Haken: „Mit uns Gewerbetreibenden hat man gar nicht gesprochen.“
Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf
hat sich bereits klar positioniert und
wünscht sich, dass das Areal zu einem
Wohn- und Gewerbestandort entwickelt
wird. Einen entsprechenden Verfahrensvorschlag habe man dem landeseigenen
Liegenschaftsfonds unterbreitet, sagt
Stadtentwicklungsstadtrat
Christian
Gräff (CDU). Es gebe auch schon Interessenten für die Flächen. Doch Gräff
sagt: „Wir sind nicht der Eigentümer.“
In diesem Zusammenhang betont er,
dass das Gut Hellersdorf zu einer der
größten Potenzialflächen im Bezirk gehört. Der Dezernent verspricht, dass
man mit den verbliebenden Gewerbetreibenden zusammenarbeiten wolle.
Mike Dummer sagt, dass viele Gewerbetreibende inzwischen resigniert
haben. Er wünscht sich, dass der Bezirk
das Areal übernimmt, wie es schon mal
der Fall war. „In jedem Fall sollte es ein
Gewerbestandort bleiben.“ (gäd.)

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STANDORT OST
MAGAZIN FÜR ARBEIT, WIRTSCHAFT, WOHNEN & KULTUR IN DER METROPOLENREGION BERLIN-EASTSIDE | 02/2015

Gut zwei Stunden dauert es, den Verpackungsmüll zu sortieren. Die Ballen warten auf ihren Transport in Weiterverarbeitungsanlagen.

HAUPTSTADTMÜLL:
VOM JOGHURTBECHER
ZUR OBSTSCHÜSSEL
Das Recyclingunternehmen Alba sortiert am Hultschiner Damm Berge von Verpackungsmüll. Der
Aufwand lohnt sich: Die Rohstoffe dienen als Basis
für Autoteile oder Wäschekörbe. Für die Grünen ist
die Anlage ein Vorzeigeprojekt.

M

üll, wohin das Auge schaut.
Alles fein in große Pakete gebündelt. Was hier auf
dem Hof der Alba Recycling
GmbH aufgestaptelt ist, soll in den nächsten Tagen abgeholt werden. Die weiteste
Reise der Müllpakete geht nach China, wo
der säuberlich nach Rohstoffen getrennte
Berliner und Brandenburger Verpackungsmüll zu neuem Leben erweckt wird. Neben
Unterbodenwannen für Autos entstehen
aus den alten Joghurtbechern oder Weichspülerflaschen auch Wäschekörbe, Obstschüsseln, Werkzeugkästen, Kinderspielzeug oder Stadionsitze.
Bereits zu DDR-Zeiten war das Areal am
Hultschiner Damm Müllsortieranlage. Das
VEB Kombinat Sekundär-Rohstofferfassung (SERO) nutzte die weiträumige Fläche,
um Altglas, Altpapier und Textilien zu trennen. Die aufbereiteten Rohstoffe gelangten
wieder in den Kreislauf. Aus ihnen wurden neue Marmeladen- und Gurkengläser
oder Zeitungspapier produziert. Nach der

Wende übernahm die Alba-Tochter Abfallwirtschaftsunion (AWU) den Betrieb. 2005
entstand in Mahlsdorf die modernste Recyclinganlage Europas. Heute beschäftigt das
Unternehmen am Standort 100 Mitarbeiter,
hinzukommen Angestellte einer Papieranlage und anderer Firmen.
Gearbeitet wird in der Recyclinganlage
im Drei-Schicht-Betrieb. Denn Müll fällt
reichlich an. Täglich landet in Mahlsdorf
der Inhalt aus den gelben Säcken und gelben Tonnen von sieben Millionen Einwohnern aus der Region Berlin und Brandenburg. Müllfahrzeuge bringen mehrmals in
der Stunde den Verpackungsmüll an den
Hultschiner Damm, der zunächst in einer
großen Halle abgeladen wird. Ein Bagger
schaufelt den Berg dann auf Förderbänder.
Die ziehen sich durch das große Gebäude,
in dem sich ein Konstrukt aus Eisentreppen, Siebtrommeln und Transportbändern
befindet. Nach und nach wird die Spreu
vom Weizen getrennt. Dabei kommt auch
moderne Technik zum Einsatz, die erkennt,

welche Verpackung aus welchem Rohstoff
besteht: Magnete greifen sich metallhaltige Verpackungen aus Weißblech, während
Infrarotsensoren in der Lage sind zu erkennen, welches Material aus Polyethylen,
Polypropylen oder Polystyrol ist. Großstückige Verpackungen wie Plastikfolien oder
Einkaufstüten sortieren Alba-Mitarbeiter
per Hand aus.
Unterm Strich werden durch die Anlage
Verpackungsreste nach 22 Rohstoffarten
getrennt. 94 Prozent der einstigen mit dem
grünen Punkt gekennzeichneten Verpackungen gelangen so in entsprechende
Bunker. Von dort wird der sortenreine
Müll zu Bündeln gepresst und zur weiteren
Verarbeitung auf Lkw verladen. In Eisenhüttenstadt entsteht daraus Kunststoffgranulat, das wiederum für die Herstellung
neuer Gebrauchsprodukte verwendet wird.
140.000 Tonnen Verpackungsmüll werden
jedes Jahr in Mahlsdorf sortiert und auf
diese Weise wieder dem Wertstoffkreislauf
zugeführt. Die Menge entspricht der Fracht
von 54.215 Müllwagen im Jahr.
„Deutschland und Berlin hat mit einer
vergleichsweisen hohen Recyclingquote
von 47 Prozent des kommunalen Abfalls
eine im EU-Vergleich hohe Recyclingquote“,
haben die Mitglieder von Bündnis 90/ Die
Grünen herausgefunden. Heißt im Klartext: Ein Großteil des Mülls landet weiter
in Verbrennungsanlagen. Auf Bundesebene erarbeiten sie derzeit einen Entwurf für
ein neues Wertstoffgesetz. „611 Kilogramm
Abfall fallen bei uns pro Kopf an – damit
zählt die Bundesrepublik zu den traurigen
Spitzenreitern in der EU.“ Die Grünen fordern, das Recycling von Rohstoffen in die
Verantwortung der Kommunen zu verlagern. „Wir wollen, dass das System der
Sammlung und Verwertung von Abfällen
grundlegend geändert wird“, sagt der grüne Bundestagsabgeordnete Peter Meiwald,
der sich Ende Januar die Alba-Anlage in
Mahlsdorf anschaute. „In Zukunft sollen

Fotos (2): M. Gäding

alle Wertstoffe gemeinsam gesammelt und
ihre Materialien weiter verwendet werden“,
erklärt das Mitglied des Umweltausschusses im Bundestag. Ziel sei es, die ökologischen Vorteile zu optimieren, die ökonomische Leitungsfähigkeit zu erhalten und
die Transparenz zu erhöhen. Das Fazit
der Grünen in Marzahn-Hellersdorf: „Die
Alba-Anlage in Mahlsdorf zeigt bereits, wie
es praktisch gehen kann.“MARCEL GÄDING

So wird sortiert:
Eisen und Weißblech: Starke Elektromagnete ziehen Eisenteile und Weißblech
aus dem Recyclingmaterial.
Aluminium: die sogenannten NichtEisen-Metalle werden mittels Wirbelstromverfahren über induzierte
elektrische Ströme abgestoßen.
Baureststoffe: Grobes Material wird
durch Siebe und Rütteltische gereinigt
beziehungsweise getrennt.
Papier und Steine: Ein künstlicher Luftstrim kann leichte von schweren Stoffen
trennen.
Plastik: Die Kunststoffarten werden mit
Hilfe optoelektronischer und nahinfrafrotgesteuerter Anlagen voneinander
getrennt. (Quelle: Alba)
Video: Ein Porträt über die Anlage ist im
Internet zu sehen: http://bit.ly/1DBy0Vk

2

02/2015 | STANDORT OST

EIN TIGERBABY ERFREUT
TIERFREUNDE WELTWEIT
Der Tierpark Berlin hat einen neuen Star:
Ab sofort ist „Alisha“ für die Besucher zu sehen.

F

otos auf denen das pelzige Fellknäuel, besser bekannt als Tigerbaby Alisha, zu sehen sind, gehen
derzeit um die Welt. Internetportale aus Europa, Australien, Neuseeland
und den USA berichten über die Geburt
des Tigers. Dabei hat der Tierpark Berlin
eine lange Tradition in der Aufzucht von
Armur-Tigern.
1958 kam der erste sibirische Tiger in
den Tierpark Berlin. Bereits 1969 gelang
die erste Nachzucht. Alisha ist nun das
130. geborene Jungtier der vom Aussterben
bedrohten Tigerart im Tierpark. Weil ihre
Mutter, Aurora, mit keinem der in Europa
lebenden Armurtiger verwandt ist, ist die
Handaufzucht von Alisha von großer Bedeutung für das europäische Erhaltungs-

zuchtprogramm der Armurtiger. Alisha
soll zunächst im Tierpark bleiben. Es sei jedoch zu einem späteren Zeitpunkt „durchaus möglich, dass die Wildkatze in einen
anderen Zoo bzw. Einrichtung weitergeben
wird“, erklärt Petra Schröder, Tierpflegerin. Um Alisha kümmern sich derzeit vier
Mitarbeiter des Parks und füttern sie dreimal am Tag. Etwa eine halbe Stunde Zeit
nimmt die Fütterung am Morgen, mittags
und abends in Anspruch. Hin und wieder
bekommt sie neben dem Fläschchen ein
Stückchen Rindfleisch zu fressen. Dass sich
das Jungtier von verschiedenen Pflegern
füttern lässt, ist keine Selbstverständlichkeit.
Abgeschirmt von den Tierparkbesuchern, verbringt Alisha die meiste Zeit

mit Schlafen in einer der Mutterstuben
des Alfred-Brehm-Haus. Dort kann sie geschützt vor den Besuchern des Tierparks
groß und stark werden. Das Jungtier kann
nicht mehr in den Käfig ihrer Eltern zurückkehren, da sie bereits zu viel Zeit außerhalb des elterlichen Käfigs verbracht
hat. Die Eltern würden den kleinen Tiger
nicht mehr erkennen. Europaweit gibt es
derzeit keine andere Handaufzucht von
Tigern in Zoos und Tierparks, denn sonst
hätte man die Aufzucht der Jungtiere zusammenlegen können. Daher wird sie nun
mit einer anderen Katze aufwachsen: Dem
Puma Missoula.
Neben dem Zoo Rotterdam zählt der
Tierpark Berlin mit seinem Alfred-BrehmHaus zu den weltweit renommierten Adressen in der Haltung und Erhaltungszucht
von Tigern. Aufgrund des ausgezeichneten
Rufs des Tierparks, übergab das Forstministerium der Republik Indonesiens dem
Tierpark Berlin 2013 ein junges SumatraTiger-Paar. Das ambitionierte Ziel ist es,
die Population der Sumatra Tiger zu erhöhen und diese genetisch unverwandten
Tiger in die Erhaltungszucht anderer europäische Zoos einzubringen.
Der Tierpark Berlin unterstützt auch den
Schutz von freilebenden Tigern in Indone-

Alisha. 

Foto: Steffen Freiling

sien und hilft aktuell der Provinz Jambi auf
Sumatra eine Hilfsstation für verletzte wilde Sumatra-Tiger aufzubauen.
Ein Besuch der öffentlichen Fütterung
ist ab jetzt möglich. Zwischen 12 und 13
Uhr können neugierige Besucher dem
kleinen Tigerbaby bei der Fütterung über
die Schulter schauen. In Zukunft plant das
Pflegepersonal die Zeit der öffentlichen
Fütterung auf zwei Stunden, von 12 bis 14
Uhr, auszudehnen. “ FRANZ WITTCHEN

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Jetzt die Zukunft vom Tierpark Berlin aktiv unterstützen!
Mitglied im Förderverein werden

D

er Tierpark Berlin ist für viele Berliner
ein Ort der Erholung und Freizeit geworden, der jährlich von einer Million
Besuchern besucht wird. Gleichzeitig ist er ein
Ort der Bildung und dem Artenschutz verpflichtet.
Der Tierpark steht in diesem Jahr vor einer
seiner größten Herausforderungen: Mit dem
neuen Direktor Dr. Andreas Knieriem wurde
ein erfahrener Zoologe gefunden, der die Weichen für den Tierpark neu stellen wird. Bei der
Weiterentwicklung vom Tierpark ist es wichtig,
dass alle Beteiligten – Mitarbeiter, Besucher
und Unterstützer – aktiv eingebunden werden.
Dabei gilt es, die Besonderheiten zu bewahren

und gleichzeitig den Tierpark für die Zukunft
zu gestalten. Hierzu zählt neben einer generationsübergreifenden Familienfreundlichkeit
vor allem die Verbesserung der Tierhaltung.
Der Tierpark hat sich das Ziel gegeben, sich
in den kommenden Jahren attraktiv umzugestalten. Dabei wird der typische Landschaftscharakter erhalten bleiben und die Gegebenheiten für Tiere und für Besucher werden den
Anforderungen moderner Zoos angepasst.
Jedoch erfordern Verbesserungen und Investitionen in der Tierhaltung sowie in den Tier- und
Grünanlagen ein zusätzliches finanzielles Engagement. Gundlage hierfür wird die Ziel- und
Entwicklungsplanung vom Tierpark sein, die

im Frühjahr fertiggestellt ist. Bei der Bewältigung der bevorstehenden Aufgaben ist es
wichtig, dass Menschen und Institutionen ihre
bürgerschaftliche Verantwortung wahrnehmen und den bevorstehenden Veränderungsprozess aktiv unterstützen.
Ihre aktive Hilfe für den Tierpark ist notwendiger denn je. Jetzt geht es darum, die Zukunft
abzusichern und aktiv mitzugestalten. Als
Mitglied im Förderverein sichern Sie mit Ihrer
Mitgliedschaft den Erhalt der tierischen Oasen Berlins und nehmen an der Entwicklung
aktiv teil. Durch die ehrenamtliche Struktur
des Fördervereins von Tierpark und Zoo ist sichergestellt, dass 100 Prozent der Spenden in

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tigen Preisen in andere Zoos
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die Förderung von Zoo und Tierpark fließen.
Gleichzeitig bieten die Freunde der Hauptstadtzoos eine Vielzahl von Möglichkeiten, um
sich für die Artenvielfalt der Hauptstadtzoos
zu engagieren.

Beitrittserklärung

Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zur Gemeinschaft
der Förderer von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V.
Freunde

Name

Vorname

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Ich überweise umgehend folgenden Beitrag (bitte ankreuzen)

Antragssteller

 Jahresbeitrag für Mitglieder (mind. 30 Euro)

Familienmitglied

 Jahresbeitrag für weitere Familienmitglieder (mind. 25 Euro)

Familienmitglied

 Jahresbeitrag für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre (mind. 15 Euro)

Adresse

 Bitte senden Sie mir nach Jahresablauf eine Spendenbescheinigung zu.

Telefon

Diese Beitrittserklärung kann ich innerhalb von 14 Tagen nach ihrer
Abgabe schriftlich widerrufen. Meine persönlichen Angaben werden ausschließlich als Mitgliedsdateien für die Freunde Hauptstadtzoos verwandt.
Meine Mitgliedsunterlagen erhalte ich umgehend nach Eingang der
Beitragszahlung(en) auf das Konto der Commerzbank

Email

IBAN: DE02 1204 0000 0912 9008 00 · BIC: COBADEFFXXX

Straße, Hausnummer
PLZ, Wohnort

Bitte ausschneiden und ausgefüllt senden an:
Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e. V.
Am Tierpark 125, 10319 Berlin

Ort, Datum
Unterschrift

BERUF, KARRIERE
& BILDUNG

BEZIRKS-JOURNAL SONDERTHEMA | ANZEIGENSPEZIAL

NEUE CHANCEN ERSCHLIESSEN
Abitur auf dem zweiten Bildungsweg am Victor-Klemperer-Kolleg
Nach wie vor ist eine gute Bildung die beste Voraussetzung, um auf dem Arbeitsmarkt
erfolgreich zu sein und gutbezahlte, krisensichere Berufe ergreifen zu können. Private
Träger werben großflächig mit der Chance,
das Abitur im Fernstudium oder direkt nachzuholen. Dies ist zumeist mit einem nicht
unerheblichen finanziellen und organisatorischen Aufwand verbunden. Weniger bekannt
ist die Möglichkeit, das Abitur auch kostenlos
und staatlich gefördert auf dem zweiten Bildungsweg zu erwerben.
Wer am Victor-Klemperer-Kolleg (VKK)
das Abitur nachholt, braucht keine Studiengebühren bezahlen. Er bekommt elternunabhängiges Bafög, das nach der Ausbildung
noch nicht einmal zurückgezahlt werden
muss. Aus über 30 Unterrichtsfächern kön-

nen die Kollegiaten hier ihren ganz individuellen Weg zum Abitur wählen.
Da zunehmend auch Jugendliche mit Migrationshintergrund diese Chance nutzen,
legt das Victor-Klemperer-Kolleg großen
Wert auf eine individuelle Sprachförderung.
So werden u.a. auch DaZ-Kurse (Deutsch
als Zweitsprache) angeboten, in denen in
kleinen Gruppen an der Verbesserung der
Sprachkompetenz gearbeitet wird.
Dank individueller Betreuung und engagierter Arbeit der hier unterrichtenden Lehrer gelingt es dem Victor-Klemperer-Kolleg
seit Jahren, ein Abiturergebnis zu erzielen,
das sich mit dem der Berliner Gymnasien
messen kann.
Kontakt:
www.victor-klemperer-kolleg.de

VOLKSHOCHSCHULE ERNEUT MIT SIEGEL
LICHTENBERG. Die Margarete-Stöffin-Volkshochschule bekommt erneut das LQW-Qualitätssiegel für „lernorientierte Qualitätsentwicklung in der Weiterbildung“. Das Siegel
darf nun bis 2018 genutzt werden. Gleichzeitig
startet die VHS mit 800 Kursen in das Früh-

jahrssemester. Einen Schwerpunkt bilden
Fremdsprachenseminare sowie EDV-Anwenderkurse. Darüber hinaus wartet das neue
Semester mit Kreativ- und Bewegungskursen
auf. Das Programm gibt es kostenlos in der
Paul-Junius-Straße 71. (bzj.)

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Berlin gehört zu den dynamischsten Regionen unseres Landes. Dabei konzentriert sich die Berliner Wirtschaftspolitik seit vielen Jahren auf Wachstumsfelder. Diese wiederum benötigen Menschen mit dem notwendigen Fachwissen und Erfahrung. Mit einer gezielten Weiterbildung können Sie sich
die erforderlichen Kenntnisse aneignen. Auf der Berliner Bildungsmesse
Marktplatz Bildung am 19. Februar 2015 erwarten Sie 101 Bildungsanbieter und Beratungsstellen mit ihren aktuellen Weiterbildungsthemen. Das
Spektrum umfasst alle Branchen der Region Berlin-Brandenburg und reicht
von Spezialkursen über berufsbezogene Weiterbildung, Zusatzqualifikationen, Umschulung und Fremdsprachen bis zu Lehrgängen für das Nachholen von Schulabschlüssen. Dabei stehen die zukunftsorientierten Wirtschaftscluster der Region Berlin-Brandenburg im Mittelpunkt der beruflichen
Weiterbildung.
Im Aktionszentrum Saal 4 werden zum Beispiel neue Wege der Weiterbildung
in den Bereichen Pflegedienstleistung und der Medien- und Kreativwirtschaft
vorgestellt und mit interessierten Pflegeeinrichtungen sowie den Messebesucherinnen und Besuchern diskutiert.
Darüber hinaus werden in 37 Vorträgen viele Anregungen und sicher auch Antworten gegeben auf Fragen wie: Welche Berufe oder Tätigkeiten haben gute
Zukunftsaussichten? Wo gibt es dazu Informationen? Wo finde ich die
passende Beratung? Welche Förderungen kann ich in Anspruch nehmen?
Die Berliner Wirtschaft braucht Fachkräfte - Facharbeiter genauso wie Hochschulabsolventen.
Es geht um interessante Jobs und Tätigkeitsfelder in der Gesundheitswirtschaft, im Verkehrswesen, in der Optik, in der informations- und Kommunikationstechnik, in der Energietechnik oder im Tourismus.
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Der Messebesuch ist kostenfrei!

4

02/2015 | STANDORT OST

Michael Lengwenings ist einer, der gerne lacht.

„EIN DIREKTIONSLEITER
ZUM ANFASSEN“
Michael Lengwenings ist der neue Chef der Direktion 6. Ihm unterstehen 2.000 Polizisten in MarzahnHellersdorf, Lichtenberg und Hohenschönhausen
sowie Treptow-Köpenick. Seine Freizeit widmet er
der Kunst – und entspannt beim Malen von Bildern.

S

ein Büro ist noch nicht ganz einge- hat das auch etwas mit der Nähe zu Polen
richtet. Überall stehen Kartons, lie- und den anderen östlichen Ländern zu tun.
gen Ordner, fehlen Nägel für Bilder. „Unser massivstes Problem ist, dass sie hier
Also bittet Michael Lengwenings die Autos wie verrückt klauen.“
seinen Gast in die Teeküche. Das hat etwas
Lengwenings ist ein direkter Typ. EiHeimeliges, etwas Vertrautes. Wer sich das ner, der sich nicht verstellt. Berliner mit
erste Mal mit dem neuen Chef der Polizei- Schnauze. Aus dem Dialekt macht er keidirektion 6 unterhält, hat das Gefühl, mit nen Hehl. Seine Karriere bei der Polizei beeinem alten Bekannten zu sprechen.
gann für den heute 53-Jährigen 1980 – und
Seit Dezember ist der Reinickendor- das, obwohl er gar nicht zur Polizei wollte.
fer oberster Polizist in Marzahn, Hellers- Ein Schulfreund hatte ihn erst auf die Idee
dorf, Treptow, Köpenick, Lichtenberg und gebracht. Damals, erinnert sich LengweHohenschönhausen. Ein Einzugsbereich nings, war er unter den Polizeianwärtern
umfasst an die 750.000 Einwohner. Die ein Exot, da er zu den Wenigen gehörte,
Direktion 6 ist die größte in Berlin. Wären die sich mit einem Abitur bewarben. „Ich
die drei Bezirke eine eigene Stadt, wären wollte nicht studieren, sondern Geld versie auf Platz 5 der Großstädte. Hier also dienen“, sagt der Pragmatiker. Heute ist
hat es ihn hin verschlagen, den Chef von das Gang und Gäbe. Im Laufe der Jahre er2.000 Polizisten. Sein neuer Job sei eine klomm Lengwenings, der so gar nichts von
Herausforderung, sagt Lengwenings. Im einem Karrieristen hat, eine Stufe nach der
Gegensatz zu den Direktionen in der In- anderen, studierte und belegte Führungsnenstadt haben die Beamten der Direktion lehrgänge. 1992 schließlich war er schon
6 besonders oft mit Kfz-Diebstählen oder Polizeirat, wechselte später in die SenatsinWohnungseinbrüchen zu tun. Lengwenigs nenverwaltung und bekam schließlich eine
nimmt da kein Blatt vor den Mund: Sicher Stelle beim Stab des Polizeipräsidenten. Ir-

Foto: Marcel Gäding

gendwann war klar, dass es ihn in die Direktion 6 ziehen wird, wo sein Vorgänger
pensioniert wurde. Zwei Jahre besetzte er
leitende Funktionen. Jetzt ist er „Direktor
beim Polizeipräsidenten“ und gehört zu
den ranghöchsten Polizisten der Stadt. Auf
den Schulterklappen trägt er keine Sternen-Reihe mehr, sondern einen goldenen
Eichenkranz mit einem Stern in der Mitte..
Jener Eichenkranz aber wird Lengwenings momentan zum Verhängnis. Denn
er wird sofort erkannt. Weil er aber wissen
will, was die Kolleginnen und Kollegen an
der Basis denken und wo den Polizeibeamten der Schuh drückt, zieht er sich zuweilen bei seinen Touren durch die Bezirke
eine Strickjacke über – die verdeckt seinen
Dienstgrad. „Ich finde ja diese Sendung

Lengwenings eine Zusammenfassung der
Nacht. Bei dramatischen Notfällen wird
der Chef auch schon mal nachts aus dem
Bett geklingelt. „Mein Handy ist rund um
die Uhr an, das gehört dazu.“ Vor einigen
Wochen riss ihn die Meldung über den
Brandanschlag auf die Koptische Kirche in
Lichtenberg aus dem Schlaf. Kurz nach der
Alarmierung befand sich der Polizeichef
am Tatort. Demnächst will er sich auch mal
nachts im Revier „herumtreiben“ und sich
ein Bild machen.
Der neue Job ist für Michael Lengwenings eine Herausforderung, nicht nur
wegen der vielen Autodiebstähle. Mit Sorge schaut er auch auf die Ausfallstraßen
in seinem Zuständigkeitsbereich und die
vielen Verkehrsunfälle, von denen einige
wie zuletzt an der Ecke Weißenseer Weg
und Landsberger Allee tödlich enden. „Jeder
Verkehrstote ist ein Verkehrstoter zu
„Niemand muss Angst
viel“, sagt er. Ein Risiko sind auch illegale
vor mir haben. Ich bin
Autorennen, für die junge Leute eigens aus
Brandenburg nach Berlin kommen. Richein Direktionsleiter zum
tig zu tun haben seine „Jungs und Mädels“
Anfassen.“
zudem mit den geplanten Containerdörfern und den Demonstrationen der FlüchtMichael Lengwenings,
lingsgegner und Flüchtlingsbefürworter.
Direktionsleiter
Immerhin liegen drei der sechs Berliner
Containerdörfer im Zuständigkeitsbereich
der Direktion 6.
Undercover-Boss sehr gut“, gibt LengweDoch bei allem Engagement für den Job,
nings zu. Bei diesem TV-Format mischen Lengwenings kann auch mal abschalten.
sich Chefs unter ihre Mitarbeiter. Jetzt, wo Gern reist er in die USA oder ans Meer. Mit
sein Foto schon in einigen Zeitungen war, seiner Frau geht er gerne in Kaffeehäuser,
wird Lengwenings Strickjackentarnung „weil man dort so wunderbar Menschen
aber nicht mehr lange halten. Lengwe- beobachten kann und die Atmosphäre einnings sagt deshalb: „Niemand muss Angst zigartig ist“. Wenn nach Feierabend oder
vor mir haben. Ich bin ein Direktionsleiter am Wochenende noch Zeit bleibt, sitzt
zum Anfassen.“ Ihn interessiere, wo es bei Lengwenings vor seiner Staffelei und malt.
den Jungs und Mädels brenne.
„Das ist eher abstrakte Kunst“, sagt LengweSein Arbeitstag beginnt in der Regel nings. Naturalistisches liege ihm nicht.
zwischen 7 und 7.15 Uhr. Dann bekommt

MARCEL GÄDING

Bezirks-Leben

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Februar 2015

Ein Ständchen für Herbert Grönemeyer

9

Karneval wird auch in Berlin gefeiert. Doch der Carneval Club Lichtenberg will mehr als nur ein Sammelbecken
von Jecken sein. Das soziale Engagement steht im Vordergrund.
von Franz Wittchen

H

ektisch geht es zu im Vereinsheim des Carneval Club Lichtenberg e.V. (CCL) in Alt-Hohenschönhausen. „Du Uwe, haben wir
noch eine Strumpfhose?“, fragt eine
Tänzerin den Präsidenten des CCL und
Vorsitzenden der TSG „Berliner Funken“, Uwe Partzek. „Hab meine vergessen.“ An diesem Tag ist Probe, die letzte
vor der ersten eigenen Faschingsparty
des CCL in dieser Session. Wer jedoch
meint, dass nach Aschermittwoch alles
vorbei ist, irrt. Die Lichtenberger Karnevalisten sind das ganze Jahr aktiv – vor
allem in sozialer Hinsicht.
Seit 1991 ist der CCL ein eingetragener Verein und Mitglied des Festkomitees Berliner Karneval e.V. Zur Zeit
hat der Verein 61 aktive Mitglieder. Das
jüngste ist sechs Jahre alt, das älteste 54.
Vereinsleben und soziales Miteinander
werden im CCL großgeschrieben. Ein
wichtiger Baustein dafür war das im Jahr
2014 von Präsident Uwe Partzek gegründete Projekt „Tanzsport im Kiez“. Unter
dem Motto „Tanzen ist Träumen mit
den Beinen“ rückte erstmals der Tanzsport in den Vordergrund. „Diese Initiative entstand auch, um endlich mal mit
dem verstaubten und falschen Image des
Karnevals in Berlin aufzuräumen, denn
heute ist der CCL e.V. mehr als ein Karnevalsverein“, betont Uwe Partzek, der
die Tanzgruppen und den Verein managt
und trainiert. „Wir sind nicht nur aktiv
im Karneval, sondern auch in den Bereichen Tanzsport, Kultur und sowie in der
Förderung der Jugendhilfe.“ Als gemeinnütziger Verein sei der Carneval Club
Lichtenberg e.V. natürlich auch bestrebt,
allen Kindern und Jugendlichen ohne
Ansehen der sozialen und ethnischen
Herkunft eine sinnvolle Freizeitmöglichkeit zu bieten. Projekte wie Kiez-Feste
oder aktuell das „Camp Stahl“ sind zukunftsweisend für den CCL. Carsten
Stahl, Personenschützer mit eigener
Fernseh-Soap auf RTL2, wird hierzu
Vorträge über Respekt und Toleranz,
Prävention gegen Gewalt und Vermittlung von Mut zur Zivilcourage vor den
Kindern und Jugendlichen halten.
Wenn man die Räumlichkeiten des
Vereinsheims betritt, fällt sofort auf, mit
wie viel Herzblut das Haus hergerichtet
wurde. Außer zwei Schaufensterpuppen, die die klassische Karnevalstracht
tragen, sucht man stereotype KarnevalAccessoires vergebens. „Zwei unserer
Trainingsorte konnten wir aufgrund von
Sanierungsarbeiten nicht mehr nutzen
und waren auf der Suche nach neuen Möglichkeiten“, sagt Uwe Partzek.
„Was lag also näher als sich ein Objekt
zu suchen, wo man nicht nur trainieren,
sondern auch ein Vereinsleben entwickeln kann.“ Herausgekommen ist dabei
ein gemütlicher Mix aus Vereinsheim
mit Trainingssaal und Café. 740 ehrenamtliche Stunden an Arbeit waren nötig,
um das Klubheim umzubauen. „Hilfe
bekamen wir von der HOWOGE, die

CCL Kolau! Auftritt des Carneval Club Lichtenberg.
uns Räume günstig zur Verfügung stellte“, ergänzt der Präsident des CCL e.V.
Mit finanzieller Unterstützung seitens
der Stadt oder des Bezirks könne man
jedoch nicht rechnen, daher sind Spenden jeglicher Art immer willkommen.
Der benachbarte Baumarkt GLOBUS
stellte beispielsweise Baumaterialien
und Know how zur Verfügung, weshalb
die Cafe-Ecke samt Kücheneinrichtung
gebaut werden konnte. Daneben, ordentlich aufgereiht, stehen unzählige
Medaillen und Pokale, die eindrucksvoll beweisen, dass die Tanzgruppen der
Funken zu den Besten im Raum Berlin
gehören. So belegten die Tänzerinnen
der TSG bei den Berliner Meisterschaften 2013 in der Kategorie „Schautanz“
und Gardetanz den ersten Platz und nahmen auch an den Landesmeisterschaften
Berlin / Brandenburg teil. „Die Pokale
sind alle aus dem Tanzsportbereich, die
Medaillen und Orden sowohl aus dem
Tanzsport als auch aus den vielen Karnevalsveranstaltungen“, sagt Partzek.
Die Bedeutung des Schlachtrufs des
Vereins, „CCL Kolau“, geht eng einher
mit seiner Gründungsgeschichte. Jörg
Person gründete 1986 im Klubhaus
des VEB Elektrokohle Lichtenberg den
„Elektro-Köhler-Karnevalclub“ (EKK).
Der Schlachtruf ist somit eine Wortkombination aus „Kohle“ und dem im
westdeutschen Raum populären Karnevalsgruß Helau. Zu DDR-Zeiten war der
EKK sehr beliebt. Bis zu zehn Veranstaltungen pro Session bestritt der Klub, die
Säle waren mit bis zu 500 Karnevalisten
prall gefüllt. Vor allem den Büttenreden
lauschte das Publikum, da diese genutzt
wurden, um über die Obrigkeit in der
DDR herzuziehen. 1988 gab es insgesamt 1.344 Karnevalsclubs mit rund
70.000 Mitgliedern in der DDR. Davon
waren acht Klubs aus Ostberlin, während
Thüringen mit 424 die meisten aufzuweisen hatte. Pro Jahr gab es circa 15.000
Veranstaltungen mit rund 6,5 Millionen Besuchern. Dank eines erweiterten
Kulturbegriffes zählte der Karneval ab
den 1970er-Jahren zum „künstlerischem
Volksschaffen“. Nach der Wende, 1991,
entwarf der Verein eine neue Satzung
und schloss einen Vertrag mit dem Freizeitforum Marzahn. Im Herbst desselben Jahres wurde schließlich der Name

FOTO: CCL E.V.

in „Carneval Club Lichtenberg e.V.“ geändert.
Die Gruppen des CCL e.V und seiner Tanzsportgruppe trainieren bis zu
dreimal in der Woche und nehmen an
Wettbewerben in und um Berlin teil. Seit
Gründung der TSG „Berliner Funken“

vor fünf Jahren hat sich die Mitgliederzahl mehr als verdoppelt. Inzwischen
hat das Projekt 42 aktive Mitglieder,
getanzt wird in den Disziplinen Gardeund Schautanz. Im Gardetanz werden
Elemente aus den Richtungen Cheerdance/Cheerleading, Aerobic, rhythmische Sportgymnastik, Formationstanz
und Marsch kombiniert. Im Schautanz
sind es Grundlagen aus Jazzdance,
Streetdance, Aerobic, Modern Dance,
Free Style und Hip Hop. Neben den
zahlreichen Erfolgen bei Wettbewerben
und Turnieren, wurde auch das Fernsehen mehrmals auf die Tanzkünste des
CCL aufmerksam. So traten letztes Jahr
Tänzerinnen der Berliner Funken in der
Unterhaltungsshow „Circus Halligalli“
(Pro7) auf. Dabei überraschten sie Herbert Grönemeyer mit einer Showeinlage.

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10 Bezirks-Leben

Februar 2015 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Sanierte Aula übergeben
Mahlsdorfer Grundschule nimmt Saal in Betrieb

N

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ach fast zweieinhalb Jahren Sanierungszeit konnten Bezirksbürgermeister Stefan Komoß
(SPD) und der Rektor den Schülern der
Friedrich-Schiller Grundschule Ende
Januar ihre neue, alte Aula übergeben.
Wegen Sanierungen am Dachwerk
musste die Aula renoviert werden. Das
neue Dach und die Decke, die die zweigeschossige Aula überspannen, wurden
in neuer Technik, aber in altem und zum
Architekturstil der Schule passendem
Erscheinungsbild wiederhergestellt.
Als Geschenk zur Einweihung hatte Komoß den rund 200 Schülern ein
Superheldencomic und zwei Erzählungen aus seiner Grundschulzeit für die
Schulbibliothek mitgegeben. Der Rektor
sprach in seiner Rede die Schwierig-

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keiten an, die bei einer Sperrung von
Gebäudeteilen und den folgenden Baumaßnahmen im laufenden Schulbetrieb
unvermeidbar sind. Gleichzeitig hob er
die Zusammenarbeit zwischen Bauleitung und Bezirk hervor. Die wichtigen
Bauphasen wurden in die Ferienzeit verlegt, jedoch forderten neu auftretende
Schäden eine Verzögerung der Arbeiten.
In den Winterferien wurden die letzten
Provisorien zurückgebaut. Die Schulküche befindet sich neben der Aula, auch
der Naturwissenschaften-Raum und der
Schulhof können ab Beginn des zweiten
Schuljahres wieder voll genutzt werden.
Sobald es das Wetter zulässt, werden die
beiden Pfeiler des für Kranarbeiten abgebauten Schultors zur Donizettistraße
wieder aufgemauert. (frw.)

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Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Februar 2015

I

na Peters ist eine junge, redegewandte Frau. Vor zwei Jahren verließ
sie die Schule mit einem Mittleren
Schulabschluss. Anschließend wollte
sie das Fachabi angehen. Doch ihr fehlte die Geduld, das alles bis zum Ende
durchzuziehen. Also jobbte sie zunächst
einmal in einem Restaurant. Weil man
aber mit Kellnern nicht ein ganzes Leben
Geld verdienen kann, traf die 18-jährige
einen Entschluss: Sie möchte Kauffrau
für Marketingkommunikation werden.
Eine perfekte Bewerbung hat sie bereits
– dank der Hilfe von Christina Schröder. Die Pädagogin ist seit zehn Jahren
stundenweise beim „Bewerbungsstudio“
des Fördervereins für arbeitslose Jugendliche beschäftigt. Sie hilft jungen Menschen unter anderem dabei, Sätze wie
„Hiermit bewerbe ich mich um einen
Ausbildungsplatz als...“ zu vermeiden.
Sechs Computerarbeitsplätze stehen
im „Bewerbungsstudio“, das mehrmals
seit seiner Gründung umziehen muss-

Der letzte Schliff

Bezirks-Leben

Seit zehn Jahren gibt es in Lichtenberg ein „Bewerbungsstudio“. Fachleute helfen dabei, Bewerbungsmappen zu optimieren. Oftmals bekommen die Jugendlichen im Anschluss die lang ersehnte Lehrstelle.
te, zur Verfügung. Seit einigen Jahren
ist eine ehemalige Kita an der Ahrenshooper Straße die Adresse der Einrichtung. „Das Allerwichtigste ist, dass sich
die jungen Menschen etwas zutrauen“,
sagt Christina Schröder. Oftmals führe
der Weg zum Ausbildungsplatz über ein
Praktikum oder ein Freiwilliges Soziales
Jahr.
An die 250 Jugendliche kommen im
Jahr zu Christina Schröder ins Bewerbungsstudio. Ina Peters erfuhr eher durch
Zufall davon, dass es solche Angebote

gibt und freut sich über die professionelle Hilfe. Einige Unternehmen hat sie bereits recherchiert, bei denen eine Ausbildung möglich wäre. Nun aber hapert es
noch an den Bewerbungsunterlagen. Die
sollen Ina Peters aus der Masse der Bewerber abheben. Einen Entwurf für eine
Bewerbung hatte sie bereits fertig. „Nun
ging es darum, das alles zu konkretisieren“, sagt Christina Schröder. „Das Konkrete überzeugt ja dann doch.“ Ihr Ziel
sei es, gemeinsam mit den jungen Leuten
die Fakten zu so formulieren, dass sich

11

alles am Ende schön liest. Die Frage danach, warum Ina Peters eine Ausbildung
zur Kauffrau für Marketingkommunikation absolvieren will, hat die junge Frau
bereits für sich beantwortet: „Weil man
dort im Team genauso gut arbeiten kann
wie allein und selbstständig.“ Sie hätte
Freude daran, Verkaufsstrategien zu entwickeln und Zielgruppen zu analysieren.
„Außerdem liegt mir das Kreative.“
Im „Bewerbungsstudio“ kommt es
nicht nur darauf an, gemeinsam mit
Christina Schröder passende Worte zu
finden. Jugendliche können auch kostenfrei nach Lehrstellen im Internet recherchieren und sich zuvor die passenden Ratschläge dafür holen. Außerdem
kommt regelmäßig ein Fotografiestudent in die Ahrenshooper Straße, um Bewerbungsfotos anzufertigen. Christina
Schröder bereitet die jungen Leute auch
auf Situationen wie Bewerbungsgespräche oder Telefonate bei potenziellen Arbeitgebern vor. (gäd.)

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Bauherren setzen verstärkt
auf Wärmepumpen

I

Heizsysteme greifen auf Umweltenergie zurück/
Kosten für Heizung und Warmwasser niedrig

mmer mehr Bauherren bevorzugen die Wärmepumpe als primäre
Heizquelle. Dies ergibt sich aus den
jüngsten Untersuchungen des Bundesverbandes Wärmepumpe e.V. (bwp). So
populär war Energiegewinnung aus Abwasser, Luft und Erde damit noch nie.
Demnach ist die Anzahl von Wärmepumpen als Heizquelle nach Angaben
des Verbandes in neugebauten Wohngebäuden auf 32,2 Prozent gestiegen.
Dies ist ein Zuwachs von zwei Prozent
gegenüber dem Vorjahr. 2007 wurden
bundesweit 13,2 Prozent der Neubauten mit einer Wärmepumpe augestattet.
2009 waren es mit 25,1 Prozent schon
beinahe doppelt soviel. 2013 lag ihr Anteil bereits bei 32,2 Prozent. Bei Einfamilienhäusern sind es sogar 33,8 Prozent.
„Der stetige Anstieg der Neubauten mit
Wärmepumpe zeigt, dass Endkunden

die Wärmepumpe immer mehr als das
Heizsystem der Zukunft wahrnehmen,
mit dem sie auch noch in 20 Jahren und
länger ihr Haus zuverlässig beheizen
können“, stellt Karl-Heinz Stawiarski,
Geschäftsführer des Bundesverbandes
Wärmepumpe (BWP) e.V., fest.
Die Wärmepumpe ist vor allem in den
neuen Bundesländern beliebt. Thüringen belegt die Spitzenposition mit 47,7
Prozent, gefolgt von Sachsen und Sachsen-Anhalt im Ländervergleich. Berlin
hingegen gehört laut bwp-Statistik zu
den Schlusslichtern. Mit nur 23 Prozent
ist das Kontingent an Wärmepumpen
im Neubau vergleichsweise gering. Wärmepumpen nutzen die im Erdreich, in
der Luft und im Abwasser gespeicherte
Energie und erzeugen daraus Wärme
und warmes Wasser für Haus und Wohnung. (frw.)

Wohnen und Erholen
im TheodorPark
NCC baut Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser

M

ahlsdorf zählt zu den beliebtesten Wohngegenden in
Berlin. Dort, zwischen der
Pilgramer Straße und dem Hultschiner
Damm, entlang der kleinen und ruhigen
Theodorstraße, hat NCC Deutschland
das Wohnensemble TheodorPark mit
Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern gebaut.
Mittlerweile haben Familien aus Hellersdorf und Köpenick, aber auch aus
Hamburg und Stuttgart hier ein neues
Zuhause gefunden. Bis Ende 2014, rund
ein Jahr nach dem ersten Spatenstich,
sind bereits 25 Familien nach schlüsselfertiger Übergabe in ihr neues Zuhause
eingezogen.Alle Wohnräume sind standardmäßig mit Fußbodenheizung und

Rollläden an den Fenstern ausgestattet.
Eine Solarthermieanlage nutzt die Sonnenenergie zur Erwärmung des Wassers.
Helle Räume in praktischer Anordnung
sorgen für eine freundliche Atmosphäre.
Zu jedem Grundstück gehören ein PkwStellplatz, eine Sonnenterrasse und ein
gepflasterter Weg zum Haus.
„Mit dem vielen Grün in der Nähe
und der guten Anbindung an die Berliner City zählt Mahlsdorf zu den beliebten Wohnlagen in Berlin, besonders
für Familien. NCC trägt mit dem Wohnensemble TheodorPark dazu bei, den
Wunsch nach einem schönen Zuhause
als zuverlässiger Partner zu erfüllen“,
sagt der NCC-Projektleiter Daniel Basner. Infos: www.ncc.de/theodorpark

14 Bezirks-Sport

Februar 2015 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

Das Wunder aus Marzahn

Die Blossom Cheerleader sorgen schon kurz nach ihrer Gründung deutschlandweit für Furore.
von Benedikt Paetzholdt

S

chwindelgefühle sind für Jule tabu.
Immer dann, wenn die Marzahner
Blossom Cheerleader aus ihren
beweglichen Körpern eine Pyramide
bauen, steht sie ganz oben an der Spitze
und rundet die Formation ab. Als Flyer,
wie ihre Position im Fachjargon heißt,
muss Jule nicht nur das Zutrauen in ihre
Teamkollegen haben, dass sie für ihre
Sicherheit sorgen. Sie braucht auch jede
Menge Selbstvertrauen, sich in luftiger
Höhe sicher zu bewegen. Die Schülerin
sagt: „Ich bekomme jedes Mal einen Adrenalinschub. Aber das gehört für mich
dazu.“
Mit Dance Cheerleadern, die mit ihren Tanzwedeln bei Events wie Handoder Basketball das Publikum anheizen,
haben die Blossoms nur bedingt etwas
gemeinsam. Denn sie verstehen sich
als Stunt-Truppe. Regelmäßig messen
sie sich in Wettkämpfen mit anderen
Teams. Zwei Minuten und 30 Sekunden haben die Mannschaften Zeit, ihre
ausgefallenen Choreografien zu präsentieren. „Das ist richtig Hardcore“,
sagt Crew-Mitglied Michael Böhm, 30
Jahre alt. Nicht selten kommt es vor,
dass nach einem Auftritt die Tränen
fließen. Grund dafür ist selten die Unzufriedenheit mit dem eigenen Auftritt.
Vielmehr zeigt sich so die Erleichterung,
die Übungen heil überstanden zu haben.
„Cheerleading gilt als eine der gefährlichsten Sportarten“, weiß Böhm.
Beim Training in der Sporthalle der

Kerchensteiner Schule in der Golliner
Straße 2 geht es deshalb vor allem auch
darum, höchste Synchronität in die Abläufe zu bekommen. Wenn Headcoach
Lucy-May Schultka, 22, den charmanten Drill Sergeant gibt und „Fertig
machen zum Elevator“ ruft, dann weiß
jeder, was er zu tun hat. Innerhalb von
wenigen Sekunden stehen die sogenannten Bases bereit, um den Flyer für diesen Stunt sicher in die Höhe zu hieven.
Als sicherer Halt sind vor allem auch die
starken Männer wie Michael gefragt.
Akrobatische Übungen wie der Elevator sorgen für Aufsehen und spektakuläre Bilder. Das alleine macht diese
Sportart aber noch lange nicht aus. Bei
Wettkämpfen müssen die Sportler auch
Tanzen und natürlich ihren Anfeuerungsruf – den cheer – eindrucksvoll
präsentieren. Dieser Schlachtruf soll
nicht nur die Jury beeindrucken, er ist
auch Beweis für den Zusammenhalt in
der Truppe. „We are family“, heißt nicht
umsonst der Slogan des Vereins.
Wie es zu einer echten Großfamilie
gehört, sind viele verschiedene Altersklassen hier vertreten. PeeWees heißen
die Fünf- bis Elfjährigen. Die nächstältere Gruppe sind die Juniors (12 bis 16
Jahre). Zu den Seniors zählen alle ab 17.
Jule mit ihren 13 Jahren ist das beste Beispiel, wie fließend die Übergänge sind.
Bei den Junioren zählt sie zu den Jüngeren. Weil sie aber bereits seit 2012 als
Flyer an der Spitze der Formation steht,
wirkt sie selbstbewusster und routinierter
als viele ihrer Team-Gefährtinnen. Sie
sagt: „In Filmen habe ich Cheerleader

Nur nicht loslassen: Die Blossom Cheerleader beim Training. FOTO: FALKO HOFFMANN
gesehen. Ich habe das ausprobiert und
gemerkt, das ist das Richtige für mich.“
Ob Cheerleading wirklich das Richtige für jemanden ist, stellt sich ziemlich
schnell heraus. Denn wer es in der Sportart zu etwas bringen will, muss viele Talente vereinen: Turnen, Tanzen, Akrobatik und Dehnfähigkeit. Bevor es an die
Übungen geht, die zusammen mit der
Musik später eine runde Choreografie
ergeben sollen, müssen sich die Sportler
intensiv aufwärmen. Um akrobatische
Meisterleistungen zu zeigen, muss man
topfit sein.
Dass die Blossom Cheerleader das

Füchse: „Effe“ kehrt zurück

G

Spieler verstärkt Mannschaft / EHF Cup Finals wiederholt in Berlin

leich doppelter Grund zur Freude für Berliner Handballfans.
Zum Einen wird die Endrunde
des EHF-Pokals erneut in Berlin ausgetragen, zum Anderen reagieren die
Füchse auf die dünne Personaldecke im
Angriff und verpflichten den ehemaligen
Berliner Evgeni „Effe“ Pevnov.
Wie Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning außerdem bekannt gab, finden die
EHF Cup Finals erneut in Berlin statt.
Das Finalwochenende wurde für den 16.
und 17. Mai terminiert. Die Gruppenphase des EHF Cup startete am 11. Februar. Die Gruppensieger sowie die drei
besten Gruppenzweiten, qualifizieren
sich für die nächste Runde. Erreichen die
Berliner eine der begehrten Platzierungen, müssen sie als Gastgeber der Finals
kein Viertelfinale spielen und wären direkt für die Finalrunde qualifiziert. Die
Füchse treffen in der Gruppenphase auf
Porto (Portugal), Vojvodina (Serbien)
und Skjern aus Dänemark. Der Vorverkauf startet ab sofort und Tickets kosten
zwischen 49 und 149 Euro.
„Wir sind sehr stolz, dass uns die EHF
erneut das Vertrauen schenkt“, sagt Bob
Hanning. „Natürlich erhoffen wir uns in
diesem Jahr auch sportlich ein besseres

sind, haben sie schon oft bewiesen. Bereits ein Jahr nach der Gründung des
Vereins im Jahr 2012 qualifizierte man
sich völlig überraschend für die Deutsche Meisterschaft „Wir galten als das
Wunder von Marzahn“, erinnert sich
Headcoach Lucy-May Schultka, die das
Projekt aufgebaut hat. Es folgte eine Nominierung für die „Sterne des Sports“,
womit Berliner Sportler für besondere
Leistungen im Verein ausgezeichnet
werden. Hier belegte der Verein Platz
vier. Das Urteil der Jury lautete: „Eine
großartige Initiative, die in einem sozial
schwierigen Bezirk ein ‚mädchengerechtes‘ Angebot macht und es bereits in
kurzer Zeit geschafft hat, den Verein zu
etablieren.“
Derzeit läuft die heiße Vorbereitungsphase für die Regionalmeisterschaft am
21. Februar. Die besten Teams dürfen
später bei der Deutschen Meisterschaft
antreten. Dort wollen die Marzahner natürlich wieder hin. Solche Achtungserfolge braucht der Verein auch, um regelmäßig neue Cheerleader zu gewinnen.
Derzeit zählt der Verein rund 70 Mitglieder, ein paar dürfen es nach dem Tag der
offenen Tür am 8. März ruhig noch sein.
Trotz der positiven Entwicklung weiß
Schultka nämlich auch, wie schwierig
es gerade in Marzahn ist neue Mitglieder zu gewinnen. „So ein Kostüm kostet schon mal 200 Euro, das ist für viele
Familien hier sehr schwierig aufzubringen.“ Dank des Zusammenhaltes habe
sich aber schon manches realisieren lassen. „We are family“, das ist nicht nur
ein Slogan, sondern gelebte Praxis.
Bezirks-Journal

Unabhängige Monatszeitung für
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Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat
kostenlos und liegt derzeit an ca. 250 Orten in den
Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf
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„Effe“ und Bob Hanning bei der Vertragsunterzeichnung.
Abschneiden, auch wenn wir uns zunächst auf die Gruppenphase konzentrieren müssen.“ Um die Qualifikation
für die Finalrunde zu realisieren, wurde
der Kader bis Saisonende mit dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Evgeni Pevonov verstärkt. Pevnov soll bei
den Hauptstädtern die Lücke schließen,
die Jonas Thümmler mit seinem Abgang
zum HC Erlangen hinterlassen hatte.
Der 25-Jährige unterschrieb kürzlich einen Fünf-Monats-Vertrag bei den
Füchsen. Kreisläufer Pevnov spielte bereits von 2011 bis 2013 bei den Füchsen

FOTO: FALKO HOFFMANN

und wechselt vom Ligakonkurrenten
Frisch Auf Göppingen zu den Berlinern.
In seiner Berliner Zeit erzielte „Effe“ in
51 Spielen 92 Tore und debütierte sogar
für die deutschen Nationalelf. „Evgeni
Pevnov kennt alle unsere Abläufe, von
daher bedarf es keiner Eingewöhnungszeit“, erklärt Füchse-Sportkoordinator
Volker Zerbe.
Wer den alten Neuen live bewundern
möchte, kommt am 26. Februar um 19
Uhr in die Max-Schmeling-Halle. Zu
Gast bei den Füchsen Berlin ist Abstiegskandidat TBV Lemgo. (frw.)

Redaktion & Internet:
Marcel Gäding (Ltg.), Steffi Bey, Anne Langert,
Benedikt Paetzholdt (freie Mitarbeiter)
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Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 12.3.2015

Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | Februar 2015

GESCHICHTE

Bezirks-Kulturkalender

15

Tagebuch eines DDR Kriminalisten: Der
Buchautor und Kriminalrat a.D. Hans
Christoph Weise stellt am 14. März um 15.30
Uhr im Theater am Park authentische und
spannende Kriminalfälle vor. Eintritt: 4 Euro.
Ort: Theater am Park, Frankenholzer Weg 4,
12683 Berlin. Tel: (030) 514 37 14. Info: www.
tap-biesdorf.de
Mein Schönes Leben – Manfred Krug:
Dr. Katrin Sell referiert am 24. Februar im
Frauentreff HellMa über das Leben und
Wirken des Schauspielers. Anschließend wird
der Film „Auf der Sonnenseite“ aufgeführt.
Eintritt: 3,50 Euro. Zeit: 15.15 Uhr. Ort: Frauentreff HellMa, Marzahner Promenade 41,
12679 Berlin. Tel: (030) 542 50 57. Info: www.
frauentreff-hellma.org

LITERATUR

Mausetot in Spreeathen: Am Mittwoch, dem
25. Februar findet eine Lesung mit den beiden
Autoren Horst Bosetzky und Stephan Hähnel
statt. Die Schriftsteller lassen wie immer mit
einer gehörigen Portion schwarzem Humor
ihre Verbrecher an Tatorten überall in der
Stadt agieren - rein literarisch natürlich. Zeit:
10 Uhr. Ort: Stadtteilbibliothek „Heinrich von
Kleist“, Havemannstr. 17 B, 12689 Berlin. Tel:
(030) 933 93 80.
Winterzauber: Die Geschichtenerzählerin
Agathe Leselust ist am 17. Februar zu Gast
im KOMPASS. Eine lebendige Lesung rund
um das Thema Winter. Reservierung erbeten
unter Tel: (030) 564 974 01. Zeit: 17 Uhr, Eintritt: 3 Euro. Ort: KOMPASS, Kummerower
Ring 42, 12619 Berlin. Info: www.kompassberlin.org
Das Leben ist ein Karussell: Heiteres und
Besinnliches aus unserem Alltag am 17.
Februar vorgelesen von Marianne Marquardt.
Zeit: 18 Uhr, Eintritt: 3 Euro, ermäßigt
2,50 Euro. Ort: Berliner Deutsch-russisches
Tschechow-Theater, Kulturring in Berlin e.V.,
Märkische Allee 410, 12689 Berlin, Tel: (030)
936 610 78, Info: www.kulturring.org
Nacht ohne Namen: Am Mittwoch, dem
25. Februar findet um 10 Uhr eine Lesung
in der Bezirksbibliothek „Mark Twain“ statt.
Zu Gast ist Jenny-Mai Nuyen, eine äußerst
erfolgreiche Fantasy-Autorin. Zeit: 10 Uhr.
Ort: Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“,
Marzahner Promenade 52-54, 12679 Berlin.
Tel: (030) 547 041 44. Info: www.stb-mh.de

KINDER

Frau Holle: Am 18. Februar wird um 10 Uhr
im Tschechow-Theater Frau Holle aufgeführt.
Für Kinder ab 5 Jahre. Eintritt: 3 Euro; ermäßigt 2,50 Euro. Zeit: 10 Uhr. Ort: Berliner
Deutsch-russisches Tschechow-Theater, Kulturring in Berlin e.V., Märkische Allee 410,
12689 Berlin, Tel: (030) 9 366 10 78, Info:
www.kulturring.org

KULTUR

Frauenbilder: Anna Seghers (1900-1983) –
Ein Besuch der Anna-Seghers-Gedenkstätte
findet in Berlin-Adlershof am 5. März statt,
die die originalgetreu erhaltenen Wohn- und
Arbeitsräume der weltbekannten Schriftstellerin beherbergen. Um Anmeldung wird
gebeten. Eintritt: 2 Euro. Zeit: 12.20 Uhr.
Treffpunkt: Frauentreff HellMa, Marzahner
Promenade 41, 12679 Berlin. Tel: (030) 542
50 57. Info: www.frauentreff-hellma.org

„High Heels“ und andere Zeichnungen sind aktuell in der Ausstellung „Einblicke“ zu
sehen. Die Bilder der Teilnehmer des Kurses „Zeichnen lernen von Grund auf“ der Volkshochschule werden bis zum 29. Mai täglich von 10 bis 20 Uhr in der Mark-Twain-Straße
27 in Hellersdorf gezeigt.
FOTO: STEFFI BUHNE

THEATER

Der Heiratsantrag: Aufführung am 15.
März, frei nach Anton Tschechow, mit dem
Haustheater T&T ( Theater und Tanz). Regie:
Natalija Sudnikovic, Kostüme: Tamara Badt.
Kartenreservierungen unter Tel: (030) 936 610
78. Zeit: 15 Uhr. Ort: Berliner TschechowTheater, Kulturring in Berlin e.V., Märkische
Allee 410, 12689 Berlin, Tel: (030) 936 610
78, Info: www.kulturring.org
ThaSch spielt „Gerüchte, Gerüchte ...“:
Am 22. Februar findet die Aufführung
„Gerüchte, Gerüchte...“ in der Kulturgießerei
Schöneiche statt. Eine aberwitzige Komödie
über Gerüchte, Irrungen und Wirrungen und
vor allem: Lügen, Lügen, Lügen... Regie und
Bühne: Jens Finke. Eintritt: 7 Euro. Zeit: 20
Uhr. Ort: Kulturgießerei Schöneiche, An der
Reihe 5, 15566 Schöneiche. Tel: (030) 649 29
97. Info: www.kulturgiesserei.de

MUSIK & TANZ

4 Euro. Ort: Kulturforum Hellersdorf, CarolaNeher-Straße 1, 12619 Berlin, Tel: (030) 561
11 53. Info: www.kulturring.org
Orgel und Saxophon: Am 22. Februar
werden in der Katholischen Kirche „Von der
Verklärung des Herrn“ Improvisationen und
Werke u.a. von Bach mit Leonhard Huhn
(Saxophon) und Sebastian Sommer (Orgel)
dargeboten. Eintritt frei. Zeit: 17 Uhr. Ort:
Katholische Kirche „Von der Verklärung des
Herrn“, Neufahrwasserweg 8, 12685 Berlin.
Tel: (030) 542 91 92. Info: www.kirchemarzahn.de
Jürgen Kerth & Band: Am 6. März findet
um 20 Uhr im Freizeitforum Marzahn das
Live-Konzert zum 50. Bühnenjubiläum von
Jürgen Kerth statt. Eintritt: 12 Euro. Zeit: 20
Uhr. Ort: Freizeitforum Marzahn, Marzahner
Promenade 55, 12679 Berlin. Tel. (030) 542
70 91. Info: www.freizeitforum-marzahn.com
Sonntagskonzert: „Die Liebe?…ein gar
seltsames Spiel!“: Am 1. März gibt die
Sängerin und Schauspielerin Martha Pfaffeneder ein Solokonzert im Stadteilzentrum
Biesdorf. Eintritt: 8 Euro, ermäßigt: 6 Euro.
Zeit: 11 Uhr. Ort: Stadtteilzentrum Biesdorf
Alt-Biesdorf 15, 12683 Berlin (Biesdorf). Tel:
(030) 526 784 593.

Senden Sie uns
Ihre Kulturtipps für MarzahnHellersdorf:
kultur@bezirks-journal.de

Lukas Natschinski und seine Gäste: Musik
und Talk – Der belgische Jazz-Gitarrist Jeanfrancois Prins ist am 21. Februar um 19 Uhr
im Kulturforum Hellersdorf zu Gast. Eintritt:
12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Ort: Kulturforum
Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619
Berlin, Tel. (030) 561 11 53. Info: www.
kulturring.org
Arndt Bause und ich: Namhafte Künstler
erinnern sich am 21. Februar an den Komponisten und singen die Hits von einst. Eintritt:
20 Euro. Zeit: 15 Uhr, Ort: Freizeitforum
Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679
Berlin, Tel. (030) 542 70 91. Info: www.
freizeitforum-marzahn.com
Maslenzia: Am 22. Februar findet um 15 Uhr
im Kulturforum Hellersdorf ein russisches
Familien-Volksfest mit Spielen, Gesang, Tanz,
Wettbewerben und Reigen statt. Zum Abschluss wird im Garten die Maslenzia-Strohpuppe verbrannt. Mit Tee aus dem Samowar,
Blini, russischer Musik soll der Tag genossen
werden. Eine Veranstaltung in deutscher und
russischer Sprache. Eintritt: 6 Euro, ermäßigt:

Lesung: „Friedrichsfelde - Der Ort. Das
Schloss. Die Geschichte“ lautet der Titel
eines soeben erschienenen Buches über den
Ortsteil. Am 5. März gibt es hierzu mit dem
Herausgeber Klaus-Dieter Stefan eine Lesung
mit Signierstunde. Ort ist der REWE-Markt
Engels an der Volkradstraße 31 in Friedrichsfelde. Der Eintritt ist frei.

16 Bezirks-Navigator

Februar 2015 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

DER AUGENBLICK: Winterlinge

Alles, was Marzahn-Hellersdorf in
den kommenden vier Wochen bewegt. Kurz. Bündig. Kompakt.
Senden Sie uns Ihre Infos!
E-Mail: redaktion@bezirks-journal.de
Sie haben einen Themenvorschlag für uns,
kennen eine interessante Persönlichkeit
oder wollen uns auf einen Geheimtipp aufmerksam machen? Unsere Redaktion freut
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Musik & Unterhaltung für Alt & Jung

CAFE & RESTAURANT

Havemannstr. 24, 12689 Berlin
VitaHaus Marzahn / Barnimplatz
Telefon: 030 / 270 040 799
Internet: www.maximberlin.de
Facebook: .../MAXIM.Cafe.Restaurant
täglich von 11:30 - 22:00 Uhr geöffnet

Ein erster zarter Frühlingsgruß, aufgenommen von Gisela Graehn-Baumann
von der Fotogruppe des Deutschen Senioren-Computerklubs. An dieser Stelle
veröffentlichen wir in loser Folge die Aufnahmen der fotografierenden Senioren.
GISELA GRAEHN-BAUMANN

Neues Projekt: Kultur
für Menschen mit wenig Geld
MARZAHN. Die Kulturloge Berlin
eröffnet eine Zweigstelle in MarzahnHellersdorf am Helene-Weigel-Platz 6.
Das teilte die Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf mit, in deren Räumen
die Kulturloge eine Heimat bekommt.
Die große Eröffnungsfeier ist für den
13. März in der Zeit von 13 bis 17 Uhr
geplant, wie Jochen Gollbach von der
Freiwilligenagentur mitteilte.
Die Kulturloge Berlin setzt sich aktiv
für kulturelle Teilhabe ein, indem sie freie
Kulturplätze kostenlos an Menschen
mit geringem Einkommen vermittelt.
Im Januar 2010 fanden sich engagierte
Berlinerinnen und Berliner zusammen,
um gemeinsam leere Kulturplätze mit

Menschen zu besetzen, die aus finanziellen Gründen sonst nicht an Kulturveranstaltungen teilnehmen können.
Zahlreiche Berliner Kulturveranstalter
stellen den Gästen der Kulturloge freie
Kulturplätze zur Verfügung. Das Angebot umfasst die Genres Sprechtheater,
Musiktheater, Puppentheater, Kabarett,
Lesungen, klassische Musik, Rock- und
Pop-Musik, Museen und Ausstellungen,
Galeriewesen, Kino sowie Zirkus- und
Sportveranstaltungen. -Zur Eröffnung
werden Kulturstadträtin Juliane Witt,
Sozialstadträtin Dagmar Pohle (beide
DIE LINKE) sowie die Gründerin und
Geschäftsführerin der Kulturloge Berlin,
Angela Meyenburg, erwartet. (ba/bzj.)

Mehr Platz für die
Pusteblume-Schule
HELLERSDORF. Die PusteblumeGrundschule wird erweitert: Durch
die wachsenden Schülerzahlen im Einzugsbereich und ihre Beliebtheit, litt die
Schule an der Kastanienallee zuletzt unter Platzproblemen.
Wie die Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Finanzen, Margaretha Sudhof, dem Bezriksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin vorab mitteile, wird das
gegenüber der Pusteblume-Schule gelegene Grundstück Kastanienallee 61 in
das Fachvermögen des Schul- und Sportamtes Marzahn-Hellersdorf rückübertragen. Dies bedeutet, dass das Grundstück
nun bebaut werden kann.
Die Staatssekretärin stellte dem Bezirksbürgermeister und Leiter des Schulund Sportamts, Stefan Komoß (SPD), in
Aussicht, die erforderlichen Zustimmungen einzuholen, betont aber dass es sich
um eine Einzelfallentscheidung handle.
„Ich freue mich, dass die PusteblumeGrundschule nun erweitert werden kann.
Die Schule ist stark nachgefragt und hat
in den letzten Jahren zahlreiche Schüler
aufnehmen können“, sagt Komoß. Geplant sind mobile Erweiterungsbauten.
Die bauvorbereitenden Maßnahmen sollen demnächst beginnen.
Das nun in Kürze zur Verfügung stehende Grundstück liegt neben dem Kinderforschungszentrum HELLEUM und
gegenüber der Grundschule. (frw.)

Frauensporthalle
öffnet für Männer
MARZAHN. Die neue Frauensporthalle im Freizeitforum Marzahn steht ab
sofort auch Männern offen – allerdings
nur freitags von 17 bis 19 Uhr und sonnabends von 13 bis 16 Uhr. Das „Offene
Familienangebot“ richte sich an Frauen
und Männer, Kinder und Jugendliche,
Großeltern oder auch Singles, die gern
in einer Gemeinschaft Sport treiben wollen. Ort: Marzahner Promenade 55.
        
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