Path:
Periodical volume

Full text: Newsletter Issue 2015,[2] Juli

Newsletter Juli 2015

Sehr geehrte Damen und Herren, mit dem vierzehnten Newsletter möchten wir Ihnen wieder Projekte und Veranstaltungen aus dem Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo) vorstellen. 1. Die Flüchtlingszahlen in Berlin steigen weiter
Mit Stand 30.06.2015 leben nach der Statistik der Berliner Unterbringungsleitstelle im Landesamt für Gesundheit und Soziales insgesamt 15.309 Personen in 60 Unterkünften. Zusätzlich sind 1.855 Flüchtlinge in Hostels und Pensionen untergebracht. Darüber hinaus leben rund 9.000 Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Wohnungen. Insgesamt leben rund 26.000 Personen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, in Berlin. Dazu gehören verschiedene Personengruppen, vor allem Flüchtlinge in einem Asylverfahren, sowie auch abgelehnte, aber geduldete Asylbewerberinnen und Asylbewerber.

1

2. „Fragile Fragmente“ – eine Ausstellung von Fotografien im Abgeordnetenhaus von Berlin
Werke aus der Sammlung der Artothek der Sozialen Künstlerförderung im Landesamt für Gesundheit und Soziales werden im Abgeordnetenhaus von Berlin gezeigt. Es handelt sich um Fotografien aus Berlin an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion aus den Jahren 1988 – 2003. Die Ausstellung wurde am 29. April vom Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin, Herrn Wieland, eröffnet. Zur Eröffnung der Ausstellung „FRAGILE FRAGMENTE“ sprach auch Herr Allert, der Präsident des LAGeSo. 1950 in Westberlin gegründet, ermöglichte die Soziale Künstlerförderung Künstler/innen trotz der schwierigen sozialen Lage im Nachkriegsberlin, weiter in ihrem Beruf zu arbeiten. Das Förderprogramm Bildende Kunst schloss mit den Künstler/innen Verträge ab, die ein Honorar sowie eine Erstattung der aufgewendeten Materialkosten beinhalteten. Als Gegenleistung wurde eine zuvor vereinbarte künstlerische Arbeit dem Land Berlin übereignet. Ab 1988 wurde im Bereich Bildende Kunst neben Malerei, Bildhauerei, Grafik und Zeichnung auch Fotografie gezielt gefördert, bis die Künstlerförderung Ende 2003 eingestellt wurde. Verblieben ist eine Sammlung von rund 14.800 Exponaten, darunter über 400 Fotografien. Die zeitlich und örtlich begrenzte Sammlung – auf den Raum Berlin und für die Fotografie auf die Zeit von 1988 bis 2003 – ermöglicht einen einmaligen Einblick in die vornehmlich in den 1990er Jahren in Berlin entstandene Fotokunst. Die Ausstellung Fragile Fragmente zeigt Fotografien, die sich an der Grenze zwischen figurativer und abstrakter Darstellung bewegen. Das Sichtbare und Reale wird zwar abgebildet, jedoch durch Techniken der Fragmentierung, Unschärfe oder Collage verfremdet. Die Ausstellung im Abgeordnetenhauses von Berlin ist noch bis Frühjahr 2016 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag jeweils von 9:00 bis 18:00 Uhr.

3. Einführung eines OEG – Kurzantrages bei der Berliner Polizei
Bei der Berliner Polizei wurde Mitte Mai ein neues Verfahren für die Datenweitergabe an das Versorgungsamt des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo) zur Stellung eines Kurzantrages auf Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) eingeführt. Mit Hilfe dieses neuen, gemeinsam von der Berliner Polizei und dem Versorgungsamt entwickelten Formulars, sollen Opfer von Gewalttaten bereits frühzeitig von der Polizei auf das OEG aufmerksam gemacht werden. Damit soll eine schnelle Weitergabe des (Kurz-)Antrages und die zügige Einleitung des OEG - Antragsverfahrens ermöglicht werden. Im Mai fanden im Zusammenhang mit der Einführung des OEG - Kurzantrages bereits in 2 Berliner Polizeidirektionen Arbeitstreffen der Multiplikatoren und Multiplikatorinnen für Opferschutz statt. In diesen Arbeitstreffen wurden Erläuterungen zum neuen OEG - Formular gegeben und außerdem die Kenntnisse 2

zum OEG in der Diskussion vertieft. Auch im Landeskriminalamt wird die Einführung des neuen Polizeivordrucks (Kurzantrag nach dem OEG) in einer Inhouseveranstaltung erläutert werden. Gleichzeitig soll diese Veranstaltung genutzt werden, um auf das in Berlin bewährte Projekt der Traumaambulanzen aufmerksam zu machen.

4. Die Badesaison in den Berliner Flüssen und Seen hat begonnen
Am 15. Mai hat die Badesaison 2015 an den offiziellen Badestellen in den Berliner Flüssen und Seen begonnen. In keiner anderen Millionenstadt gibt es derart viele Möglichkeiten zum Baden an natürlichen Binnengewässern. An den derzeit 38 offiziellen Berliner Badestellen lässt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) die Qualität der Berliner Badegewässer auf der Grundlage der EU-Badegewässerrichtlinie und der Berliner Badegewässerverordnung überprüfen. Nach den ersten Untersuchungen und den aktuellen Messergebnissen ist die Badegewässerqualität sehr gut und es kann unbesorgt an den ausgewiesenen Badestellen gebadet werden. Nur an den Badestellen “Kleine Badewiese” und “Grunewaldturm” wird weiterhin aufgrund der bestehenden Verschmutzungsrisiken vom Baden abgeraten. Auf der Foto: SenStadtUm Grundlage der mikrobiologischen Messdaten aus den letzten 4 Jahren erfolgt alljährlich nach EU-Vorgaben eine Qualitätseinstufung der Badegewässer. Bestehende Verschmutzungsrisiken im Bereich der Unterhavel sind die Zuflüsse von Spree und Havel aus dem Berliner Stadtgebiet. Insbesondere nach Starkregen kann es hier zu einer erhöhten Belastung mit Krankheitserregern kommen. Während der Badesaison wird die Wasserqualität im 14-tägigen Rhythmus bis zum 15. September untersucht. Diese Untersuchungen umfassen neben den mikrobiologischen Parametern auch die in unseren sehr nährstoffreichen Gewässern unvermeidlichen Algen und deren Toxine. Aktuell sind an fast allen offiziellen Badestellen hervorragende Sichttiefen festgestellt worden. Derzeit gibt es keine Massenentwicklung von toxinbildenden Blaualgen. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des LAGeSo unter http://www.berlin.de/badegewaesser.

3

5. Preis ausgeschrieben zur Förderung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche
Gegenwärtig kann auf eine Reihe von Tierversuchen noch nicht verzichtet werden. So sind Experimente an Tieren z.B. im Rahmen von Substanzprüfungen durch Rechtsvorschriften vorgeschrieben. Eingriffe und Behandlungen an Tieren werden aber auch in der Forschung und im Rahmen der Ausbildung von Studierenden der Medizin, Veterinärmedizin, Pharmazie oder der Biologie sowie von Medizinisch-Technischen und PharmazeutischTechnischen Assistenten/-innen durchgeführt.

Foto: LAGeSo

Aus Sicht des Landes Berlin muss das Ziel sein, Tierversuche in allen Bereichen einzuschränken, zu ersetzen und soweit wie möglich zu vermeiden. Dabei ist es besonders wichtig, bereits Studierende bzw. Auszubildende für das Thema zu sensibilisieren sowie die Suche nach Methoden zu intensivieren, die Tierversuche in der Lehre und Ausbildung ersetzen können. Daher hat die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales einen Preis zur Förderung tierversuchsfreier universitärer oder beruflicher Ausbildung ausgeschrieben. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro. Bewerbungen in Berlin ansässiger universitärer und beruflicher Ausbildungsstätten um den Förderpreis sind zu drei verschiedenen Themenbereichen möglich: I. Geplante oder laufende Forschungsvorhaben zur Entwicklung/Validierung von Methoden, durch die in der Lehre oder Ausbildung Tierversuche ersetzt ("Replacement"), die Zahl der Versuchstiere reduziert ("Reduction") und/oder Leiden und die Schmerzen von Versuchstieren vermindert ("Refinement") werden können. Projekte, in denen Tierversuche in Lehre und Ausbildung in den kommenden 2 Jahren nachweislich durch Alternativmethoden ersetzt werden sollen. Projekte zur Konzipierung und Einführung einer Ringvorlesung zum Thema „Alternativen zu Tiersuchen in Forschung, Ausbildung und Lehre“ im Sommersemester 2016.

II. III.

Die Bewerbungen sind bis zum 31. August 2015 an das Landesamt für Gesundheit und Soziales, Fachgruppe I C 1, Turmstr. 21, 10559 Berlin oder per email an: foerderpreis@lageso.berlin.de einzureichen. Der Preis kann ganz oder geteilt vergeben werden. Die Preisvergabe erfolgt durch den Senator für Justiz und Verbraucherschutz auf Vorschlag einer unabhängigen Fachjury.

4

6. „Berliner Inklusionspreis 2015“
Seit 2003 vergibt das Land Berlin jährlich den Inklusionspreis an Berliner Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die schwerbehinderte Menschen vorbildlich ausbilden oder beschäftigen. Der Inklusionspreis wird in den Kategorien Kleinunternehmen, mittelständische Unternehmen und Großunternehmen verliehen. Die drei Preise sind gleichwertig und jeweils mit einer Geldprämie in Höhe von 10.000 € dotiert. Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales, und Franz Allert, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, rufen private wie öffentliche Arbeitgeber auf, sich am Wettbewerb zu beteiligen: „Die Teilnahme am Wettbewerb sichert Ihnen die öffentliche Anerkennung, indem Sie die nachahmenswerten und ermutigenden Beispiele der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen in Ihrem Unternehmen bekannt machen“. Die Auszeichnung mit dem Berliner Inklusionspreis 2015 erfolgt im Rahmen eines Festaktes, am 30. November 2015, im Roten Rathaus – Wappensaal. Näheres zum Berliner Inklusionspreis 2015 im Internet: www.berlin.de/lageso/arbeit/inklusionspreis Kontakt: Landesamt für Gesundheit und Soziales Integrationsamt, Frau Stanko, II C ÖA Turmstraße 21, Haus A, 10559 Berlin Telefon: 030/90229-3307 Fax: 030/90229-3197

5

7. Bericht des Berliner Petitionsausschusses zur Verfahrensdauer bei Schwerbehindertenangelegenheiten
Im Tätigkeitsbericht des Petitionausschusses für das Jahr 2014 wurdezur Verfahrensdauer bei Schwerbehindertenangelegenheiten im LAGeSo ausgeführt, dass das Landesamt intensive Bemühungen unternommen hat, die Bearbeitungszeiten dauerhaft zu verkürzen. Bei einem abschließenden Gespräch im Juli 2014 konnte der Präsident des Landesamtes dem Petitionsausschuss berichten, dass die Bearbeitungsdauer der Anträge im Schwerbehindertenverfahren weiter gesenkt werden konnte. Die vorgegebenen Zielvorgaben werden nun erreicht und zum Teil sogar unterschritten. Auch beim Petitionsausschuss gingen deutlich weniger Beschwerden über zu lange Verfahren ein. Dieses positive Ergebnis war sicherlich darauf zurückzuführen, dass das Landesamt viele verschiedene Maßnahmen umgesetzt und insbesondere die eingesetzte Software weiter verbessert hat. Der Ausschuss hat darüber hinaus den in diesem Prozess gezeigten besonderen persönlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hervorgehoben. „Mit viel Eigeninitiative, Fortbildungen, hoher Motivation und großem Engagement haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen überaus wichtigen Beitrag dafür geleistet, um gemeinsam das gesteckte Ziel zu erreichen. Im Ergebnis kann das Vorgehen des Landesamtes der Berliner Verwaltung als Vorbild dienen.“

8. Masern in Berlin – Der Berliner Impfbeirat ruft auf: Babys ab 9 Monaten gegen Masern impfen! Fehlende Impfungen schnellstmöglich nachholen!
Berlin erlebt den größten Masernausbruch der letzten Jahre, der endlich gestoppt werden muss. Bis zur 26. Kalenderwoche wurden den seit Ende 2014 gehäuft auftretenden Masernerkrankungen in Berlin 1.322 Fälle zugerechnet, davon 1.201 im Jahr 2015. Ganz besonders sind Babys und Kleinkinder betroffen. Deshalb sollten sie so früh wie möglich gegen Masern geimpft werden. Der Berliner Impfbeirat hat daher im März 2015 einen Impfaufruf veröffentlicht und dabei 10 Punkte aufgeführt, die dabei wichtig sind.
Foto © Andreas Morlok_pixelio.de

1. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern können mit schweren Komplikationen einhergehen und sogar tödlich verlaufen. 2. Der wirksamste Schutz gegen Masern ist die Impfung. Sie ist sicher, gut verträglich und soll so früh wie möglich erfolgen. 3. Kinder sollen zweimal und Erwachsene einmal gegen Masern geimpft werden. Dabei wird eine Kombinations-Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR) verwendet, die bei Kindern zusätzlich einen Impfstoff gegen Windpocken enthalten kann (MMRV). 6

4. Weil momentan viele Menschen an Masern erkranken, sollen Babys die erste Impfung bereits ab 9 Monaten erhalten. Die zweite Impfung muss dann zu Beginn des 2. Lebensjahres erfolgen. 5. Erwachsene, die keine Masernerkrankung durchgemacht haben und nicht wissen, ob sie ausreichend geimpft sind oder keinen Impfausweis haben, sollen eine MMR-Impfung erhalten. Eine Blutuntersuchung ist vor der Impfung nicht nötig. 6. Wann darf nicht geimpft werden? o In der Schwangerschaft o Bei akuter schwerer Erkrankung o Bei angeborenem oder erworbenem Immundefekt – Hier entscheidet der Arzt in jedem Einzelfall. 7. Wann darf nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt trotzdem geimpft werden? 8. Bei einfachen Infekten o Bei vielen chronischen Krankheiten – Gerade chronisch kranke Menschen profitieren von der Impfung! o Bei HIV-Infektion mit guter Immunlage ohne Erkrankungszeichen. o Bei Medikamenteneinnahme o Nach möglichem Kontakt zu Masern-Kranken o Bei einer Hühnereiweiß-Allergie 9. Nach der MMR-Impfung ist man nicht ansteckend für andere. Man kann Masern dann auch nicht mehr auf andere übertragen. 10. Die Krankenkassen bezahlen die Impfung für alle nach 1970 Geborenen so wie immer. Alle Älteren müssen die Impfung beim Arzt erst einmal auf Rechnung bezahlen, bekommen das Geld dann aber in der Regel von der Krankenkasse zurück. 11. Alle Babys, die noch keinen Impfschutz haben, brauchen einen Schutzwall aus geimpften Menschen um sich herum. Deshalb fordert der Berliner Impfbeirat, dass alle gegen Masern geschützt sind!

7

9. Delegation aus der Ukraine, Georgien und Moldau im LAGeSo
Auf Initiative des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland führte die Europäische Akademie Berlin in der Zeit vom 15. Februar bis zum 21. März 2015 Seminare für zwölf leitende Verwaltungsvertreter aus der Ukraine, Georgien und Moldau durch. Das Seminarprogramm hatte den Arbeitstitel „Akademie für gute Regierungsführung und Empowerment in Europa (AGREE)“ und enthielt zahlreiche Fachgespräche mit Amtspartnern in Berlin, Potsdam und Hannover. Auf Anfrage von Frau Dr. Despot, stell. Leiterin der Europäischen Akademie, organisierte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) am 13. März einen Fachvortrag für die Seminarteilnehmer. Neben der Vorstellung des Aufbaus und Aufgabenspektrums des LAGeSo war die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention Bestandteil des Vortrages. Das deutsch-ukrainische Projekt AGREE wird seit 2014 umgesetzt und verfolgt das Ziel, ukrainischen Vertretern aus Politik und Verwaltung einen praxisbezogenen Erfahrungsaustausch in Deutschland zu ermöglichen und so den Transformationsprozess in der Ukraine zu unterstützen.
Impressum Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin, Turmstraße 21, Haus A, 10559 Berlin, V.i.S.d.P. Silvia Kostner Sollten Sie für unseren Newsletter Anregungen übermitteln oder Themen zur Veröffentlichung vorschlagen wollen, dann schreiben Sie uns eine Mail. Sie können sich darüber auch in den Verteiler für den Newsletter aufnehmen lassen. presse@lageso.berlin.de

8
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.