tige erhalten den neuen Umschlag, die Karte und
das Kostümblatt mit dem Februar Stück, das noch
im Zanuar versandt wird. Die Schuld lag nicht
an uns; vielmehr wird unser Bestreben immer dahin
gehen, die Kupfer- und Karten-Beilagen dieses
Journals mit möglichster Eleganz zu liefern. Das
Februarstück ist bereits unter der Presse, und enthält
sehr interessante Gegenstände.
Die Fr. BrauneS'sche Buchhandlung
Stechbahn No. Z:
ABC- und Lesebuch
M. G. A. Eberhard.
Mit 9 sauber color. Kupfern
ist so eben erschienen und an alle Buchhandlungen
versandt worden. Ich halte eö nicht für nöthig, zu
dem Lobe dieses für die Zugend so interessanten
Werkchenö noch etwas zu sagen, indem eö von einem
Manne bearbeitet worden ist, wecher sich schon
durch die Herausgabe so vieler Zugendschristen den
unzetheiltcn Beifall des Publikums vollkommen erworben
hat; und es ist gewiß zu behaupten, daß
dieses Buch eines der gelungensten seiner Arbeiten
ist. Eö umfaßt durchaus das Wissenswürdigste des
Kindesalters. Diesen Zweck glaubt der Hr. Derf.
nie aus den Augen verloren zu haben. Preis geb.
20 Gr., auf Schreibp. in Maroquin sauber gebun.
den i Thlr. 4 Gr.
Leipzig, im Zanuar igc>8.
H. G. Heinrich Richter.
Anzeige
einer religiösen Licdersammlung.
Der hiesige Privatlchrer, Herr Bauer, hat,
aufgefordert von Freunden der Andacht und des
christlichen Gesangs, eine Sammlung von religiösen
Liedern unter folgendem Titel herausgegeben:
Gesangbuch für die häusliche Gottcsvcrehrung
nebst einem Anhang über die kirchlichen Benennungen
der Sonn-, Fest- und Fcycrtage;
Freunden der Andacht gewidmet; mit einigen
Worten über den religiösen Gesang statt
einer Vorrede von Dr. W. F. Hufnagel, in
gr. 6.
Seit zehn Zähren sammelte er, und zwar i) die
verbesserten von den bewährtesten Dichtern, und
2) die vorzüglichsten aus unsern besten Sammlungen,
alle, damit in einer genauen Ordnung für
christliche Glaubens- und Sittenlehren keines umsonst
möge gesucht werden. Unter mehr als 1500
Liedern suchte er nur 665 aus, und nahm, als Ausnahnie
von der Regel, etwa i5 aus dem ( hiesigen
Gesangbuchc, jedoch mit den neuesten Veränderungen
auf; auch sehte er jedem Liede seine Singweise
und Melodie vor, und bemerkte das Nöthigste vom
Verfasser und Verbesserer der gesammelten Gesänge»
Endlich erleichterte er noch durch Erläuterungen der
kirchlichen Namen und Wörter, welche einzelne Fest-,
Feyer- und Sonntage bezeichnen, und durch nöthige Register
den Gebrauch dieser vollständigen Liedersammlung.
Als Verleger dieses Werkes, und um dem innern
Werth desselben entgegen zu kommen, habe ich
Sorge getragen, daß ein schöner, aus ganz neuen
Schriften bestehender Druck, sowohl dem Alter, als
auch der Zugend brauchbar, und ein gutes Papier
für alle Ausgaben gewählt wurden, und den Preist
des Exemplars auf Schreibpapier 2 Thlr. oder 3 fl.,
auf weissem Druckpapier i Thlr. 6 gr. oder 2 fl.,
und auf grauem Druckpapier 1 Thlr. oder i fl. Zo kr.
festgesetzt. Sollten indessen Prediger oder
Schullehrer von diesem Buche einen allgemeinern
Gebrauch machen wollen, so belieben
Sie sich in frankirten Briefen gerade
an mich zu wenden, um bei der Abnahme
von wenigstens 12 Exemplaren die
billigsten Bedingungen zu erwarten. Für
einzelne Exemplare bleibt aber der obige Preiß
unabänderlich. Frankfurt am Mayn 1607.
Zoh. Dan. Simon.
Hamburg, bei Adolph Schmidt ist erschienen
:
Henriette, Leben einer Deutschen Buhlerin.
Aus der letzten Zeit des achtzehnten Jahrhunderts.
8. 1 Thlr.
Wenn reine Sprache, richtige Haltung der
Charaktere, bleibendes Zntereffe an jedem derselben,
einem Buche Werth geben, so hat es dieses. Es ist
eine Geschichte aus der heutigen Natur genommen.
Der Verfasser ist mit den Sitten der großen
Welt bekannt, schildert, ohne zu übertreiben, geht
ans Herz, und malt für den Verstand; und Henriette
bleibt selbst bei ihren Fehlern liebenswürdig.
Die Geschichte ist um so reizender, da sie eine
wahre Scene aus dem Leben ei:."S unserer beliebtesten
Deutschen Dichter enthält.
Bei Unterzeichnetem erscheint zur Oster-Messe
1808.
52
Toiletten - Karten
gestochen von Bissell
mit einem Commenrar von G. Reinbeck.
Sie stellen ein ganzes Spiel dar. Zedcs Blatt
ist ein für sich einzeln bestehendes charakteristisches
Gernalde, wovon die Points ein unentbehrlicher
Theil sind. Die Bilder, theils burlesk, theils Karricatur,
wurden aus v. Kotzebue'S beliebtesten Lustspielen
gewählt.
Das Ganze zeugt von einer unerschöpflichen
Zdeen-Erfindung, und interessirt um so mehr durch
den immerwährenden Wechsel stets verschiedenartiger
Gegenstände, als der Werth jedes einzelnen Blattes
nur nach und nach erkannt werden kann.