Publication:
2015
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-7730202
Path:
Zukunft

Wettbewerb

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz

Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg Berlin-Lichtenberg Ergebnisprotokoll

Nichtoffener freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit Ideenteil Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz Ergebnisprotokoll

Berlin, Juli 2015

Auslober Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abt. II in Zusammenarbeit mit Abt. VII Am Köllnischen Park 3 10179 Berlin Almut Jirku (II D 21) Deutsche Bahn AG Elisabeth-Schwarzhaupt-Platz 1, 10155 Berlin Karin Kamitz (Projektbeauftragte Großprojekte Nord, DB Netz AG) Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbsverfahrens gruppe F Landschaftsarchitekten Pütz Kleyhauer Backhaus Bauermeister Gneisenaustraße 41 10961 Berlin Vorprüfung Gabriele Pütz (Koordination) Katharina Schütze Phillip Sattler Christiane Schwarz Kostenprüfung Gerd Kleyhauer Technische Vorprüfung Nina Thieme Meline Saworski Christine Schwemmer Merle Eis Laura Schiebel Titelbild PLANORAMA Landschaftsarchitektur Perspektive Monokrom Druck Ahrensfeld & Wolf Kameruner Str. 57 13351 Berlin

Inhaltsverzeichnis

1. Ergebnisprotokoll.................................................................................................................................. 2. Anwesenheitslisten............................................................................................................................... 3. Liste der Verfasser................................................................................................................................. 4. Bericht der Vorprüfung ........................................................................................................................ 5. Tabelle Eingangsliste / Vollständigkeit .............................................................................................. 6. Zusammenfassung der Arbeiten.......................................................................................................... 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 3.10 3.11 3.12 3.13 3.14 3.15 3.16 3.17 3.18 3.19 3.20 3.21 3.22 3.23 3.24 3.25 3.26 3.27 1250 ............................................................................................................................................. 1251 ............................................................................................................................................. 1252 ............................................................................................................................................. 1253 ............................................................................................................................................. 1254 ............................................................................................................................................. 1255.............................................................................................................................................. 1256 ............................................................................................................................................. 1257 ............................................................................................................................................. 1258 ............................................................................................................................................. 1259.............................................................................................................................................. 1260.............................................................................................................................................. 1261.............................................................................................................................................. 1262.............................................................................................................................................. 1263.............................................................................................................................................. 1264.............................................................................................................................................. 1265.............................................................................................................................................. 1266.............................................................................................................................................. 1267.............................................................................................................................................. 1268.............................................................................................................................................. 1269.............................................................................................................................................. 1270.............................................................................................................................................. 1271.............................................................................................................................................. 1272.............................................................................................................................................. 1273.............................................................................................................................................. 1274.............................................................................................................................................. 1275.............................................................................................................................................. 1276..............................................................................................................................................

7 33 47 52 55 56 56 60 64 68 72 76 80 84 88 92 96 100 104 108 112 116 120 124 128 132 136 140 144 148 152 156 160

7. Anhang ................................................................................................................................................... 164 7.1 Anhang 1 Rückfragenkolloquium .......................................................................................................... 164 7.2 Anhang 2 Teilnehmerliste Sachverständigentermin................................................................................ 171 7.3 Anhang 3 Stellungnahmen Sachverständige.......................................................................................... 172

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

1. Ergebnisprotokoll Preisgerichtsprotokoll Wettbewerb Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz
1. Preisgerichtssitzung/ Bürgerabend/ 2. Preisgerichtssitzung

Gliederung des Protokolls: 1. Preisgerichtssitzung 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Konstituierung des Preisgerichts Bericht der Vorprüfung Informationsrundgang 1. Wertungsrundgang 2. Wertungsrundgang Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl Sitzungsabschluss

Bürgerabend 8. Einleitung 9. 10. Vorstellung der Arbeiten durch die Vorprüfung Auflistung der Bürgermeinungen

2. Preisgerichtssitzung 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. Sitzungsauftakt, Überprüfung Vollzähligkeit des Preisgerichts Kostenprüfung und Rekapitulation des Bürgerabends / Diskussion der Kriterien und Entscheidungsgrundlage Meinungsbild Festlegung der Rangfolge (Preise und Anerkennungen) Empfehlung des hinweise Preisgerichts und Überarbeitungs-

Öffnen der Verfasserumschläge Sitzungsabschluss

Als Dokumentation der Sitzungen gilt abschließend das mit allen stimmberechtigten Preisrichtern abgestimmte Protokoll, welches vom verfahrensbetreuenden Büro (gruppe F Landschaftsarchitekten) verfasst wird.

7

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

1. Preisgerichtssitzung
Datum, Zeit: Ort: 03.07.2015, ca. 09:30 – 20:15 Uhr Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin Teilnehmer: Verfasser: Siehe Teilnehmerliste in der Anlage Frau Koehn (gruppe F)

1. Konstituierung des Preisgerichts Das Preisgericht (1. Teil) tritt am 03.07.2015 um 09:30 in den Räumen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin zusammen. Herr Kühne begrüßt die Anwesenden im Namen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und fasst das Ziel der Preisgerichtssitzung zusammen: Das Preisgericht wird in zwei Teilen stattfinden. Die im ersten Teil des Preisgerichts ausgewählten 9-10 Arbeiten der engeren Wahl werden einer Kostenprüfung unterzogen und am 09.07.2015 den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Im zweiten Preisgerichtsteil am 10.07.205 werden die Ergebnisse des Bürgerabends nochmals rekapituliert, nachfolgend entscheidet das Preisgericht über die Verteilung der Preise und Anerkennungen. Alle Anwesenden werden zu Verschwiegenheit bezüglich des 1. Preisgerichtsteils verpflichtet. Frau Jirku stellt alle Anwesenden namentlich vor, überprüft die Vollzähligkeit des Preisgerichts und erbittet Vorschläge für den Vorsitz des Preisgerichts. Herr Rein-Cano schlägt Herrn Herrmann als Vorsitzenden des Preisgerichts vor. Der Vorschlag wird vom Preisgericht mit einer Enthaltung einstimmig angenommen. Herr Herrmann nimmt die Wahl an und übernimmt die Leitung des Preisgerichts. Er erläutert die Vorgehensweise und das Ziel der Preisgerichtssitzung sowie die Aufgabenstellung.

2. Bericht der Vorprüfung Frau Pütz erläutert das Verfahren und gibt den Bericht der Vorprüfung, der allen Anwesenden vorliegt, wieder. 25 Arbeiten gingen termingerecht ein. Die Arbeit mit den Tarrnnummern 1258 und 1275 gingen termingerecht ein, konnten jedoch keine Kopie des Aufgabebelegs vorweisen. Der geforderte Leistungsumfang war bei allen Arbeiten so weit erfüllt, dass sie prüfbar waren. Die Teilnehmer mit der Tarnnummer 1273 reichten größere Pläne als das vorgegebene Format ein. Aus diesem Grund wurden die Pläne teilweise abgedeckt, sodass das Format den vorgegeben Ausmaßen entspricht. Bei der Arbeit 1267 wurden zusätzliche Pläne abgegeben. Diese wurden bei der Vorprüfung nicht genutzt. Die Anonymität aller Arbeiten wurde gewahrt.

8

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Frau Pütz erläutert den Ablauf der Vorprüfung sowie die Mitwirkung der Sachverständigen an der Vorprüfung. Das Preisgericht beschließt einstimmig alle 27 Arbeiten zur Beurteilung zuzulassen. Die Verfasser der Arbeiten 1258 und 1275 wurden nach Aufhebung der Anonymität gebeten, die fehlenden Aufgabebelege nachzureichen. Die Zulassung zum Verfahren erfolgt unter Vorbehalt des Nachweises der rechtzeitigen Aufgabe der Arbeiten. [Anmerkung: die Aufgabebelege wurden im Nachhinein vorgelegt).

3. Informationsrundgang Um 10:05 Uhr beginnt der Informationsrundgang ohne Wertung, bei welchem die Arbeiten in ihren charakteristischen Grundzügen von den Vorprüfern im Wechsel vorgestellt und Verständnisfragen beantwortet werden. Der Informationsrundgang wird um 13:30 Uhr abgeschlossen. Herr Kever verlässt um 12:30 Uhr die Preisgerichtssitzung. Auf den Informationsrundgang folgt eine Mittagspause von 13:30 – 14:00 Uhr. Nach der Mittagspause resümiert Herr Herrmann noch einmal die wichtigsten Bewertungskriterien aus der Auslobung. Die Themen sind: Kriterienkatalog Konzept Schlüssiges Gesamtkonzept Einhaltung der Planungsvorgaben Gute Orientierungsmöglichkeiten Einbindung der Platzflächen in die Gesamtgestaltung Anknüpfung an bestehende bzw. geplante Strukturen und Berücksichtigung der Anforderungen, die sich aus überlagernden und angrenzenden Planungen ergeben Funktionalität / übersichtliche Strukturierung der Flächen für Bewegung und Aufenthalt Qualität des Beleuchtungskonzeptes Gestaltung Gestaltqualität, identitätsstiftendes Erscheinungsbild Raumgliederung Aufenthaltsqualität Materialwahl, Möblierung und sonstige Ausstattung Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten

9

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Nutzungen Berücksichtigung unterschiedlicher Nutzer- und Nutzerinnengruppen und -anforderungen Verkehrliche Anbindung und Erschließung Feuerwehr Andienung / Lieferung Barrierefreie Nutzbarkeit Realisierbarkeit (die Arbeiten der engeren Wahl werden einer Kostenprüfung unterzogen, welche im 2. Preisgerichtsteil am 10.07. vorgestellt wird) Einhaltung des Kostenrahmens Wirtschaftlichkeit in Bezug auf Folgekosten für Pflege und Unterhaltung Auf die Verständigung zur Aufgabenstellung und Bewertungskriterien folgt der 1. Wertungsrundgang. Alle Preisrichter und ihre Stellvertreter stellen die Entwürfe jeweils im Wechsel bewertend vor.

4. Erster Wertungsrundgang Um 14:15 Uhr beginnt der erste Wertungsrundgang.

Rundgang Tarnzahl 1250 1251 1252 1253 1254 1255 1256 1257 1258 1259 1260 1261 1262 1263 1264 1265 1266 1267 1268 1269 1270

Ergebnis weiter weiter weiter weiter weiter ausgeschieden weiter weiter weiter weiter ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden weiter ausgeschieden weiter ausgeschieden weiter ausgeschieden weiter

10

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

1271 1272 1273 1274 1275 1276

weiter ausgeschieden weiter weiter weiter weiter

Um 15:25 Uhr wird der 1. Wertungsrundgang abgeschlossen. Neun Arbeiten scheiden im 1. Wertungsrundgang aus. Achtzehn Arbeiten bleiben im Verfahren. 5. Zweiter Wertungsrundgang Um 15:25 Uhr beginnt der zweite Wertungsrundgang. Nach intensiver Diskussion der Arbeiten kommen die stimmberechtigten Fach- und Sachpreisrichter unter Anwendung der Beurteilungskriterien der Auslobung und unter Einbeziehung der Sachverständigen zu folgenden Abstimmungsergebnissen: 2. Rundgang Tarnzahl 1250 1251 1252 1253 1254 1256 1257 1258 1259 1264 1266 1268 1270 1271 1273 1274 1275 1276

Ja 4 5 2 8 3 5 1 8 5 0 2 6 6 3 1 0 5 3

Nein 5 4 7 1 6 4 8 1 4 9 7 3 3 6 8 9 4 6

Ergebnis ausgeschieden engere Wahl ausgeschieden engere Wahl ausgeschieden engere Wahl ausgeschieden engere Wahl engere Wahl ausgeschieden ausgeschieden engere Wahl engere Wahl ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden engere Wahl ausgeschieden

Im 2. Wertungsrundgangs wurden weitere zehn Arbeiten ausgeschieden. Acht Arbeiten bleiben im Verfahren und gehören somit zur engeren Wahl. Der 2. Wertungsrundgang wird um 18:10 Uhr abgeschlossen. Um 18:10 Uhr werden Rückholanträge für die Arbeiten 1250, 1254 sowie 1271 gestellt. Diese Arbeiten werden nochmals intensiv diskutiert. Die Rückholanträge werden wie folgt abgestimmt: Rückholanträge Tarnzahl 1254 1250

Ja 3 5

Nein 6 4

Ergebnis ausgeschieden zurückgeholt in die engere Wahl

11

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

1271

4

5

ausgeschieden

Die Arbeit 1250 wird in die engere Wahl zurückgeholt. Die Diskussion und Abstimmung der Rückholanträge wird um 18:30 Uhr abgeschlossen. Herr Meyer, Frau Kühn, Herr Müller, Herr Heineking-Fürstenau, Frau Müller, Herr Trommer, Herr Pagel und Frau Pristl verlassen um 18:30 Uhr die Preisgerichtssitzung. 6. Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl In der Zeit zwischen 18:30 und 19:15 Uhr werden die Arbeiten der engeren Wahl durch das Preisgericht in Teams aus Fach- und Sachpreisrichtern (inkl. Stellvertreter) schriftlich beurteilt. Die Textentwürfe werden anschließend verlesen, diskutiert, angepasst und in der folgenden Form verabschiedet: Arbeit 1250 Die Arbeit 1250 schafft als besondere Qualität des Entwurfs durch die vorgeschlagene Umwandlung der Simplonstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich eine nahezu nahtlose Anbindung des Vorplatzes am Travekiez an den Annemirl-Bauer-Platz. Durch die locker fortgeführte Baumsetzung aus dem Platz heraus entsteht ein grüner und durchlässiger Rand des Platzes, indem die Angebote für Aufenthalt und Fahrradparken sehr gut integriert werden können. Die Anzahl der Fahrradstellplätze an dieser Stelle ist jedoch deutlich zu gering. Die von Norden an den Platz reichende Topografie des Bahndamms der ehemaligen Nordkurve wird nach Süden erweitert. So entsteht eine klare Führung der Wegebeziehung in die Neue Bahnhofsstraße, sowie eine gute räumliche Einbindung des ehemaligen Beamtenwohnhauses. Die in den Hang integrierten Terrassen werden kritisch hinterfragt. Der von den Verfassern vorgeschlagene städtische Teppich, als „Collage“ der typischen Berlin Gehwegbelege, überzeugt konzeptionell, kann aber gestalterisch wie funktional nicht in Gänze überzeugen. Die weiteren drei Vorplätze werden im gleichen Belag und mit gleicher Ausstattung versehen, bleiben jedoch in der Bedeutung und der Ausformulierung jeweils eigenständiger und charakteristischer Eigenschaften zurück. Die Organisation der verschiedenen Bewegungsströme auf dem Vorplatz Travekiez wird zurückhaltend in den Belag integriert. Es wird eine „SmartLight“-Technologie vorgeschlagen, was als guter Ansatz betrachtet wird. Jedoch bleiben die Aussagen zum Beleuchtungskonzept generell sehr vage. Die Planstraße 4 bleibt bezüglich der Gliederung der Verkehrsfläche unklar. Die Führung der Fahrradfahrer ist hier, aber auch im gesamten Platzbereich nördlich der Bahn, nur im Ansatz erkennbar. Die südlich gelegenen Plätze erfüllen die funktionalen Grundanforderungen. Die Arbeit bietet insbesondere in der städtebaulichen Verknüpfung zum Travekiez einen eigenständigen und sehr guten Ansatz. Arbeit 1251 Die vorliegende Arbeit erschwert einem den schnellen Zugang. Sie macht aber zugleich neugierig … das Umfeld des Bahnhofes als Flipperspiel?

12

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Die Verfasser beschäftigen sich zunächst analytisch mit dem Umfeld in einem 500 m-Radius. Die spezifischen Qualitäten und Milieus der doch sehr unterschiedlichen vier Quartiere sollen die Basis für das mit dem Schlagwort „Verbindungen“ überschriebenen Konzept werden. Wichtige Orte wie die historischen Gebäude, die Brücke über die Gleise oder auch neue, auffällige Hinweisschilder werden als die magnetischen „Bumper“ eines Flippers interpretiert, die die Menschen anziehen und von denen sie weiterwandern auf dem Weg zum nächsten Punkt des Stadtsystems. Wichtige Parameter des Konzeptes sind: die „verschiedenen Zeiten der Stadt“ , ein durchgehender einfacher Stadtboden „für alle“ aus Beton, vier sogenannte „Teppiche“ vor den wichtigen Zugängen des Bahnhofes, d.h. besonders gestaltete, auffällige und mit besonderen Eigenschaften ausgestattete Felder im Boden, die auch der Orientierung dienen, starke Baumkörper als Natur-Oasen in der Stadt, ein Bild für die Nacht, das sich aus verschiedenen Elementen wie Mastleuchten, den beleuchteten Untersichten der Brücken oder einzelnen Lichtinstallationen zusammensetzt. Das Preisgericht hat den Entwurf sehr kontrovers diskutiert, was insbesondere auch durch die unleserliche, verwirrende Grafik verursacht wurde. Letztendlich hat sich die Mühe, die Arbeit zu entschlüsseln insofern gelohnt, da sie einige wichtige programmatische und gestalterische Aspekte verdeutlichen kann: Der Lenkung der Bewegungsströme kommt hohe Priorität zu. Das Umfeld des Ostkreuzes muss als ein 24-StundenOrt verstanden werden. Daher ist die Nacht- so wichtig wie die Taggestalt. Es bedarf einer gut ausbalancierten Mischung aus großzügigen städtischen Bereichen und kleinteiligen, auch grüngeprägten Rückzugsräumen. Letztlich ist die Arbeit im Kern reduzierter und präziser als die erste Anschauung vermuten lässt. Leider bleibt sie dennoch hinter den geweckten Erwartungen und auch den Anforderungen an einen Realisierungswettbewerb zurück, da sie einerseits partiell zu interpretativ bleibt und andererseits – da, wo er konkrete Vorschläge macht, nicht in allen Teilen überzeugen kann. Exemplarisch seien hier das Sportfeld in der Ausgleichsfläche, die für den Ort zu dichten Baumstrukturen („Wald“) und die allzu bunten, die Benutzer vermutlich eher irritierenden statt informierenden Bodenmalereien genannt. Arbeit 1253 Die Arbeit will mit einem ‚mittelgrauen‘ Belag zwischen dem Belagsgrau des Bahnsteigs und desjenigen des Kiezes vermitteln. Ob ihr das gelingt ist fraglich, aber die Wahl überdimensionaler großmaßstäblicher Möbelelemente und Fassungen geben der Gestaltung eine angenehme Ruhe. Sie verstehen es auch, es mit der Maßstäblichkeit des Bahnhofsgebäudes aufzunehmen. Der ehemalige Bahndamm wird Richtung Beamtenwohnhaus Nord gezogen, so dass eine räumliche Fassung des Vorplatzes zur neuen Bahnhofsstraße hin erfolgt. Die Anbindung der Funktions- und Verkehrsflächen hinter dem Beamtenwohnhaus auf dem Platz am Travekiez wird kritisch angemerkt. Der ehemalige Bahndamm wird mit einem 2 Meter hohen Stadtmöbel schützend gefasst. Es entsteht ein urbaner steinener Platz, als Gegenpol zum grünen Annemirl-Bauer-Platz.

13

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Am Viktoriakiez bildet der Viktoriaplatz mit einer klar gefassten wassergebundene Wegedecke den Auftakt in die Planstraße 4 Richtung Bahnhof. In der Planstraße ist eine Baumreihe als optische und funktionale Trennung zwischen Taxistellplätzen und Fahrradweg hervorzuheben. Die Baumstandorte auf dem Vorplatz Travekiez könnten wie es die Perspektive vermuten lässt, mit einem eher dichteren Hain gegenüber einer eher offeneren urbanen Bühne deutlichere Raumabfolgen bilden. Die urbane Bühne mit einem Wasserfontainenspiel bietet eine besondere Aufenthaltsqualität. Auf dem Rudolfplatz und dem Vorplatz Rummelsburger Bucht bilden ebenfalls markante Stadtmöbel einen deutlichen Aufenthalts- und Orientierungsschwerpunkt. Das Abstellangebot für Fahrräder ist mit über 900 Abstellplätzen über alle 4 Plätze gut verteilt. Insgesamt wird die Großzügigkeit des Mobiliars des Konzepts gewürdigt, wobei dies gerade auf dem Platz am Travekiez zulasten der Großzügigkeit der Platzfläche geht. Arbeit 1256 Das vordringliche Ziel der Verfasser ist es, den Bahnhof über die Plätze mit dem angrenzenden Stadtraum zu vermischen. Durch das Freihalten der Platzkanten und das Heranführen des Belages über die Gehwege hinweg bis an die Bordsteinkanten wird dieses Ziel erreicht, geht jedoch zum Teil über das Wettbewerbsgebiet hinaus. Der einheitliche Platzbelag wirkt dahingehend wohltuend, wobei die querenden andersfarbigen Linien etwas willkürlich und beliebig wirken. Der Bahnhof ist von allen Plätzen gut erreichbar und die Plätze werden gleich gewichtet, wobei die südlichen Plätze in ihrer Aufenthaltsqualität etwas abfallen. Die jeweils an markanten Stellen stehenden „Stadtsofas“ bieten Aufenthaltsmöglichkeiten und schaffen in ihrer Farbe und Formgebung Identität. Im südlichen Bereich liegen allerdings einzelne Stadtsofas relativ direkt an der Straße, was die Aufenthaltsqualität beeinträchtigt. Weitere liegen außerhalb des Wettbewerbsgebietes. Auf dem westlichen Platz zum Travekiez lockern die leicht erhabene Liegewiese, ein Wasserspiel und einzelne Bäume den großzügigen Charakter etwas auf. Das Fahrradhaus wird gut platziert. Wenn dieses allerdings nicht realisiert wird, stellen die Fahrradparkplätze eine starke Beeinträchtigung des Platzgefüges dar. Das Lichtkonzept erscheint schlüssig, besonders positiv sind die Spiegelflächen unter den Deckenflächen der Ringbahnhalle hervorzuheben. Die niveaugleiche Führung der Straßenbahntrasse trägt zusammen mit der hellen Bodenlinie zur barrierefreien Erschließung des Bahnhofs bei. Fußgänger und Radfahrer teilen sich gleichberechtigt die Platzflächen. Die Arbeit bietet insgesamt eine großzügige und identitätsbildende Lösung. Der Gesamtwirkung geht allerdings die Realisierung des Fahrradhauses und der Bereiche außerhalb des Wettbewerbsgebietes voraus.

14

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Arbeit 1258 Die Arbeit ist durch große Sachlichkeit und Gediegenheit bei der Pflasterung, der Vegetationsverwendung und Einsatz von Ausstattungselementen geprägt. Im richtungslos verlegten Granitkleinsteinpflaster sind Straßenbahn – und Fahrbahnflächen in Ortbeton eingelegt. Am Traveplatz wird der Verlauf des Bahndamms der früheren Nordkurve durch eine lichte Reihe von Bäumen nachgezeichnet, die an Ruderalvegetation erinnern soll. Unverständlich bleibt eine dichte Baumreihe entlang des Straßenzuges Neue Bahnhofstraße/Simplonstraße, die als starke Zäsur zum Umfeld wirkt. Der verbleibende Bahndamm ist zweifach terrassiert vor einer Mauer, die die Ausgleichsfläche schützt. In dem weiträumigen Platz sind große geknickte Sitzelemente in Verbindung mit Baumgruppen positioniert. Entlang der Platzränder und der Straßenbahn stehen geknickte Mastleuchten. Mittelmasten sollen die Dominanz der Oberleitungen mindern. Rad- und Fußgängerverkehr werden erst östlich der Ringbahnhalle räumlich getrennt, wobei Unklarheiten in der Radwegführung entstehen. Pflasterung und Einzelbäume prägen auch den Bereich südlich der Stadtbahn. Dort sind ebenso wie an der Planstraße konventionelle Gehbahnen berücksichtigt (gemäß Planfeststellung). Außerhalb von Zugangs- und Bahnsteigbereichen erfolgt eine Abgrenzung zur Bahn durch eine gelockerte Betonwand, die Durchblicke erlaubt und Sitzelemente sowie Informationstafeln integriert. Durch den klassisch-zurückhaltenden Gestaltungsansatz mit nur wenigen zeitgenössischen Designelementen wird ein gut umsetzbares Konzept vorgeschlagen unter Verzicht auf eine auffällig neue Identität des Ortes. Arbeit 1259 Grundgedanke des Entwurfs ist eine einheitliche und verbindende Befestigung aller Platzflächen mit gesägtem Großpflaster und eingefügten Bändern aus Betonplatten. Durch farblich differenzierte Bänder werden Wegebeziehungen für Fußgänger und Radfahrer zu einem konstituierenden Motiv der Platzgestaltung. Die Bänder nehmen Bezüge in den Platzräumen und nach Außen auf und bieten den Benutzern eine gute Orientierung. Die starke bänderartige Strukturierung der Platzflächen wird jedoch kritisch bewertet. Mit eingefassten, geneigten Rasenflächen („grüne Schollen“) wird der Vorplatz zum Travekiez gegliedert und der steinerne Platzbereich räumlich gefasst. Die Kanten der mit Solitärbäumen bepflanzten Rasenflächen nehmen die Bezüge zu den angrenzenden Straßenräumen auf. Der Platzraum öffnet sich großzügig zum Travekiez, räumlich wird aber der Gestaltungszusammenhang des südlichen Bereichs mit dem AnnemirlBauer-Platz durch die neue Baumreihe entlang der Simplonstraße gestört. Südlich des grünen Erdwalls entsteht ein geschützter Bereich, in dem die Verfasser Aufenthalt, Außengastronomie und Wasserspiele vorsehen. In die Rasenflächen mit Solitärbäumen wird das ehemalige Beamtenhaus mit seinen Flächen für Außengastronomie geschickt räumlich integriert. Die in den Erdkörper der Ausgleichfläche integrierte Fahrradstation erscheint als Lösung für das Fahrradparken reizvoll, aufgrund der

15

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Entfernung zu den Bahnhofszugängen wird aber die Akzeptanz bei den Nutzern bezweifelt. Die an der Neuen Bahnhofstraße angeordneten Parkplätze werden kritisch bewertet. Der Anteil der unversiegelten Flächen ist bei dem Entwurf insgesamt relativ hoch, ohne dass der Platzraum in seiner Funktion als Verkehrsraum eingeschränkt werden würde. Als interessant ist der Vorschlag zu bewerten, die Wände unter der Brückenhalle künstlerisch zu gestalten und die Decken mit spiegelnden Aluminiumpanelen zu verkleiden, in die Beleuchtung integriert wird. Arbeit 1268 Die Arbeit 1268 hat sich das Thema „Rahmen und Flügel“ gegeben. Das Motiv wird auf den Oberflächen durch einen Wechsel des Belagsmaterials wiedergegeben. Ein dunkler Belag aus Betonplatten soll als „Rahmen“ in erster Linie den Fußgängerverkehr führen. Heller geschliffener Asphaltbelag wird als „Flügel“ für die übrigen Verkehre vorgesehen. Die Übergeordnete Idee wird sehr positiv gewürdigt. Der Nordwestplatz zum Travekiez wird geprägt durch die denkmalgeschützten Bauten des ehemaligen Beamtenwohnhauses und des Eingangsbauwerkes zur Fußgängerbrücke. Die Fahrräder werden benachbart unter Bäumen angeordnet. Eine bedachte Pergola leitet von der Neuen Bahnhofsstraße zum Beamtenwohnhaus über und schirmt den dahinterliegenden Erschließungsbereich und die abgegrenzten Ausgleichsflächen ab. Positiv gewertet wurde, dass dieser Vorschlag so eine klare Raumgliederung schafft. Allerdings verliert der Platz damit auch deutlich an Flächen, die auch für den Platz als nutzbare Flächen zur Verfügung stehen könnten. Nach Osten zur Victoriastadt hin bildet der Rahmen eine überzeugende Ost-Westverbindung und schließt mit einem Dreiecksplatz ab, der so ein östliches Pendant bildet. Kritisch gesehen wurden die Sitzwürfel aus Beton, da sie wenig einladend und nicht als generationenübergreifendes Angebot erscheinen. Der helle Asphalt wird in Bezug auf den Unterhalt kritisch gesehen, ebenso die Belagsgliederung durch Intarsien als Kreuze. Die südlichen Platzflächen lassen gestalterische Ideen und Aufenthaltsqualität vermissen und scheinen wenig ausformuliert. Das betrifft auch den Bereich unterhalb der Ringbahnhalle. Für die Beleuchtung werden Aussagen zu einer Differenzierung der Lichtfarben und –stärken gemacht, die aber nicht näher ausgeführt werden. Insgesamt wurde der Vorschlag einer Zonierung mit der „Rahmen-Flügel“ Idee zur Unterscheidung der verschiedenen Ströme und Geschwindigkeiten sehr positiv bewertet. Vor allem die Ensemblewirkung mit Pergola und Beamtenwohnhaus wird als interessanter Beitrag gewürdigt. Die Arbeit bietet interessante Vorschläge und stellt eine eigene Haltung dar. Arbeit 1270 Über die Wahl der Materialität wird den vier Quadranten/Vorplätzen ein einheitlicher Charakter gegeben. Dies gelingt gut durch einen Kleinsteinpflasterbelag in dunklem und hellem Granit, der in jedem Bereich seine individuelle Ausprägung erfährt.

16

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Positiv wird darüber hinaus bewertet, dass durch die farbliche Gestaltung beiläufig eine Wegeführung – und damit Leitfunktion – erfolgt. Zusätzlich hervorzuheben ist die Integration von Leitstreifen in das Pflastermuster. Eine bessere Strukturierung und Zuordnung des Pflasters zu den Funktionsbereichen wäre jedoch wünschenswert gewesen. Die Unterschiedlichkeit der Vorplätze spiegelt sich sehr gut in den verschiedenen Belagsmustern wider, gleichzeitig verbindet die Pflasterung die Vorplätze zu einer Einheit. Trotz Mischverkehrsfläche erfolgt eine klare Gliederung und deutliche Zonierung der Verkehre. Lockere Haine und Reihen aus Gleditschien und Schnurbäumen akzentuieren die Pflasterbereiche und lockern die Platzgestaltung in angenehmer Weise auf. Die geforderten Fahrradstellplätze gliedern sich gut in diese Strukturen ein. Die vorhandenen Baudenkmale im westlichen Bearbeitungsbereich werden durch Einbeziehung in die Platzgestaltung besonders herausgestellt. Die zwei- und dreidimensionalen „Ostkreuze“ (Sitzmöbel, Intarsien aus Beton, etc.), die die Aufenthaltsbereiche markieren, werden als gestalterisch überzogen angesehen. Arbeit 1275 Das räumliche Gesamtkonzept zeichnet sich durch eine großzügige, homogene offene Platzfläche aus und lässt somit unterschiedliche Bewegungsmuster und Nutzungen für alle Teilräume zu. Die beiden denkmalgeschützten Gebäude werden durch zwei neue bauliche Figuren in Form einer Tribüne und einer Fahrradabstellanlage flankiert. Es entsteht dadurch ein neues Ensemble, welches subtil eine Platzkante schafft, ohne die Durchgänge zum Bahnhof zu verstellen. Voraussetzung dafür ist der Bau eines Fahrradparkhauses in ausreichender Höhe. Angeregt wird, aus Gründen der Maßstäblichkeit den vorhandenen Bahndamm der Nordkurve und die ihm anschließende neue Tribüne in schöner Südwestlage weiter in den Platz einzuschieben. Die Planstraße 4 sowie die südlichen Plätze erfüllen die funktionalen Anforderungen, behalten jedoch gestalterisch noch Potential. Die Verwendung eines einheitlichen Materials wird begrüßt, allerdings wird der Dunkelheitswert des Pflasters gerade auch hinsichtlich der vermuteten Aufheizung und des dabei entstehenden Mikroklimas hinterfragt. Die Freistellung der Gebäude überzeugt im Sinne einer klaren städtebaulichen Figur und der Sicherheit und Orientierung im Raum. Die Aufenthaltsqualität leidet durch den völligen Mangel an Bäumen auf dem Platz und der damit einhergehenden fehlenden Verschattung. Die reduzierte Möblierung wird grundsätzlich begrüßt, bedarf jedoch punktueller Ergänzung. Kritisch diskutiert wurde das mangelnde Angebot an Sitzgelegenheiten für ältere Menschen. Ein herausragendes Entwurfselement stellt das poetisch anmutende Beleuchtungskonzept im Sinne eines Sternenhimmels auf der Nordseite dar. Hier setzt die an Kabeln aufgehängte Beleuchtung auf dezente Art einen Bezug zur Oberleitung der Straßenbahn. Die besondere Sorgfalt bei der Beleuchtung zeigt sich auch bei dem Lichtkonzept für die Unterführung und der Straßenbahnhaltestelle.

17

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

7. Sitzungsabschluss Herr Herrmann schließt die Sitzung um 20:15 Uhr mit einem Dank an die Preisrichter, die Sachverständigen, die Vorprüfung und den Auslober für die engagierte, zielorientierte und angenehme Zusammenarbeit. Die Sitzung wird im 2. Preisgerichtsteil am 10.07.2015 fortgesetzt.

18

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Bürgerabend
Datum, Zeit: Ort: Teilnehmer: Verfasser: 09.07.2015, 18:00 – 20:40 Uhr Thalia-Grundschule Alt Stralau 34, 10245 Berlin Siehe Teilnehmerliste in der Anlage Frau Koehn (gruppe F)

Am 09.07.2015 findet ab 17:00 Uhr der Bürgerabend im Wettbewerb Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz in den Räumen der Thalia-Grundschule, Alt-Stralau 34, 10245 Berlin statt. Die Bürger haben von 17:00 – 18:00 Uhr die Gelegenheit die ausgestellten Arbeiten der engeren Wahl anzuschauen. Etwa 80 Bürger nehmen die Gelegenheit wahr sich die Arbeiten vorab anzusehen. Herr Beyer (ASUM) begrüßt um 18:00 Uhr alle Anwesenden und stellt das Podium (Herr Herrmann, Frau Jirku, Frau Pütz) sowie das Verfahren vor (Alle anwesenden Preisrichter siehe Teilnehmerliste im Anhang). Herr Beyer erläutert das Vorgehen des Bürgerabends. Jede Arbeit wird zunächst einzeln in einer fünf minütigen Präsentation von der Vorprüfung vorgestellt. Frau Pütz erläutert in Kürze die Aufgabenstellung des Verfahrens. Der Preisgerichtssvorsitzende Timo Herrmann erläutert das bisherige Verfahren. Er erläutert außerdem das Vorgehen am 1. Preisgerichtstag am 03.07.2015 sowie die Kriterien zur Beurteilung der Arbeiten. Das Preisgericht hat aus 27 eingereichten Arbeiten eine engere Wahl von 9 Arbeiten gebildet. Nach der Bürgerveranstaltung soll Ziel des 2. Preisgerichtstags am 10.07.2015 die Festlegung der Rangfolge der Arbeiten der engeren Wahl sein. Herr Hermann begrüßt die Stellvertreter der einzelnen Quadranten und stellt sie namentlich vor. Herr Laue vertritt Herrn Pagel (Quadrant Rummelsburger Bucht). Als Dokumentation der Sitzung gilt abschließend das abgestimmte Protokoll, welches vom verfahrensbetreuenden Büro verfasst wird (gruppe F Landschaftsarchitekten).

Im Folgenden werden die Bürgermeinungen aufgeführt: Generelle Anmerkungen Es ist möglichst viel Vegetation/Bäume vorzusehen Alle Entwürfe sind beschönigt dargestellt, da die Oberleitungen der Tram in den Perspektiven fehlen Generell sollte die Nachhaltigkeit des Materials geprüft werden

19

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Umsteigewege sollten bei allen Entwürfen möglichst kurz gehalten werden, Fahrradständer sind daher möglichst in der Nähe des Bahnhofs vorzusehen Die geforderten Stellplätze Beamtenwohnhaus Nord werden negativ gesehen (diese sind jedoch eine Vorgabe) Es sollten Toiletten vorhanden sein -> diese werden im Bahnhof zur Verfügung gestellt Ein gewisses Budget für Kunst am Bau sollte es unbedingt geben (…dies darf jedoch aus Senatsmitteln nicht finanziert werden) Bei den Beiträgen wurde das vollständige Fehlen einer Fahrradüberquerung Nord-Süd entlang der Fußgängerbrücke bemängelt, dies war jedoch nicht Teil der Aufgabenstellung Ein Verkehrsberuhigter Bereich/Spielstraße im Bereich der Simplonstraße wird derzeit seitens des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg geprüft Herr Panhoff weist auf den Naturschutz hin (eingezäunte A+E Fläche ist vorgesehen, um den Naturraum zu erhalten) Fahrradparkaus sollte keinen Ersatz für die geplanten Fahrradständer darstellen, sondern zusätzlich errichtet werden, da der Bedarf an Stellplätzen in den kommenden Jahren noch deutlich steigen wird. Es wird die Frage gestellt ob es möglich ist, einzelne Ideen/Teile a es ist vorgesehen, den Entwurf des 1. Preisträgers zu realisieren. Es gäbe ggf. die Möglichkeit eines Ankaufes um bestimmte Ideen zu würdigen

Arbeit Nr. 1250 positive Anmerkungen Das Heranführen des Annemirl-Bauer-Platzes an den Bahnhof im Travekiez wird gewürdigt Gelbe Treppe am Bahndamm nördlich des Beamtenwohnhauses Viele Fahrradständer Negative Anmerkungen Ausweitung des Annermirl-Bauer-Platzes könnte zur Ausweitung des „Partygebietes“ führen Verschiebbarkeit der Bänke: Vandalismusanfällig stark versiegelte Platzfläche Wichtig ist eine gute Beleuchtung für ausreichende Sicherheit

20

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Arbeit Nr. 1251 positive Anmerkungen künstlerischer Ansatz, Bodenmosaik Sportplatz auf dem Bahndamm interessant (dieser liegt jedoch in der A+E-Fläche und ist deshalb nicht zu realisieren) Dichter Wald wird gewürdigt Witziger Entwurf, Touristenattraktionen Negative Anmerkungen Insgesamt wirkt die grafische Darstellung des Entwurfes deplatziert im Verhältnis zu den Bestandsgebäuden nicht das richtige für den Ort Entwurf geht nicht auf den letztendlichen Nutzer ein, Flipperspiel ist unrealistisch Der dargestellt Entwurf aus der Vogelperspektive aus der Nutzerperspektive nicht sichtbar Hohe „Nachaktivität“ des Entwurfes (u.a. auch Leuchtreklame) würde die Ruhe der Anwohner stören Entwurf ist schwer umsetzbar / realisierbar Wald ist zu klein und ist unnötig Zu wenig Fahrradständer

Arbeit Nr. 1253 positive Anmerkungen Insgesamt positives Votum viel Grün und Schatten Gute Raumgliederung Stellung der Bäume in der Planstraße 4 (Trennung zwischen Taxistand und Fußgängerweg) Fahrradständer im Victoriakiez Negative Anmerkungen Robinien sind keine gute Wahl da sie viel Schmutz verursachen Der einseitige Fahrradweg auf der Nordseite birgt ggf. Verkehrskonflikte Betonmauer (Stadttribüne am Wall nördlich des Beamtenwohnhauses) anfällig für Vandalismus (Graffitti)

21

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Arbeit Nr. 1256 positive Anmerkungen Fahrradparkhaus Stadtspiegel unter der Ringbahnbrücke wird positiv bewertet Darstellung von begrünten Bahngleisen nicht im Wettbewerbsgebiet) Negative Anmerkungen Forderung nach mehr Grün Zu große befestigte Platzfläche und zu wenig Vegetation Wegeführung unklar Bezug zu ehemaligem Bahndamm fehlt Entwurf zu ordentlich und übersichtlich Es fehlen Bänke mit Lehnen Abgrenzung zum Bahnsteig fehlt Konflikte, da keine Trennung der einzelnen Verkehre Beton geht ohne Platten in Asphalt über Insgesamt zu ordentlich und übersichtlich Arbeit Nr. 1258 Positive Anmerkungen ----negative Anmerkungen Zu große Platzfläche, zu wenig Grün langweilig

Arbeit Nr. 1259 positive Anmerkungen Lenkungsfunktion durch Bänderung /Streifen im Boden Hohe Aufenthaltsqualität sowie Besucherlenkung durch Rasenscholle auf dem Travekiezvorplatz viele Vegetationsflächen ggf. Lärmschutz durch den Wall nördlich der Bahngleise auf dem Travekiezvorplatz Fahrradstellplätze und Fahrradparkhaus s jedoch nicht pflegen und unterhalten nicht realisierbar) daher voraussichtlich

22

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

negative Anmerkungen ---Arbeit Nr. 1268 positive Anmerkungen Materialwahl Taxistellplätze auf der Südseite der Planstr. 4 Radwege sind in ausreichender Breite vorgesehen relativ viel Grün Stufen integrieren das Beamtenwohnhaus Nord in geeigneter Weise auf dem Vorplatz Aufnahme der Gebäudekanten im Entwurf Taxistellplätze nur auf der Südseite positiv bewertet Doppelte Baumreihe auf der Südostseite (Rummelsburger Bucht) negative Anmerkungen Materialwahl sehr hochpreisig Verkehrskonzept ist nicht erkennbar

Arbeit Nr. 1270 positive Anmerkungen viel Grün Ideen zum Fahrradparken werden gewürdigt Gute Leitung/Führung durch gewählte Materialität Geschwungene Wegeführung Verkehrskonzeption erkennbar

Arbeit Nr. 1275 positive Anmerkungen der Ort erhält eine Farbgebung Sternenhimmel gute Idee Durch Lichtgestaltung Himmelblau ergibt sich ein positiven Eindruck durch unter der Ringbahnbücke

23

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

negative Anmerkungen Sitzmöglichkeit und Aufenthaltsqualität nicht vorhanden Versiegelungsgrad zu hoch Starke Aufheizung des dunklen Betonbelags im Sommer Arbeit mit geringstem Grünanteil Keine Orientierung für die Radfahrer Shared space regelt den Verkehr auf den Vorplatzflächen nicht ausreichend Blaues Licht vermittelt kalte, negative Stimmung Beleuchtungsnetz wird viele Tauben anziehen

Die Veranstaltung wird um 20:40 Uhr beendet. Alle Bürger, die ihre Emailadresse in die bereitliegende Liste eingetragen haben, werden über den weiteren Hergang informiert. Eine zweiwöchige Ausstellung mit allen eingereichten Entwürfen wird voraussichtlich ab Anfang September 2015 stattfinden.

24

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

2. Preisgerichtssitzung
Datum, Zeit: Ort: 10.07.2015, 09:30 – 16:00 Uhr Senatsverwaltung Umwelt, für Stadtentwicklung und

Württembergische Straße 6, 10707 Berlin Teilnehmer: Verfasser: Siehe Anwesenheitsliste in der Anlage Frau Koehn (gruppe F)

1. Sitzungsauftakt Das Preisgericht (2. Teil) tritt am 10.07.2015 um 09:30 in den Räumen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin zusammen. Frau Jirku begrüßt die Anwesenden im Namen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und überprüft die Vollzähligkeit des Preisgerichts. Herr Hermann fasst das Ziel der Preisgerichtssitzung zusammen: Das Preisgericht wird in zwei Teilen stattfinden. Die im ersten Teil des Preisgerichts ausgewählten 9-10 Arbeiten der engeren Wahl werden einer Kostenprüfung unterzogen und am 09.07.2015 den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Im zweiten Preisgerichtsteil am 10.07.205 werden die Ergebnisse des Bürgerabends nochmals rekapituliert, nachfolgend entscheidet das Preisgericht über die Verteilung der Preise und Anerkennungen. Frau Jirku stellt alle Anwesenden namentlich vor, überprüft die Vollzähligkeit des Preisgerichts. Herr Herrmann erläutert die Vorgehensweise und das Ziel der 2. Preisgerichtssitzung. 2. Kostenprüfung und Rekapitulation des Bürgerabends / Diskussion der Kriterien und Entscheidungsgrundlage Ab 10:00 Uhr stellen Herr Kleyhauer und Frau Pütz im Wechsel die Ergebnisse Kostenprüfung sowie die Bürgermeinungen (Rekapitulation des Bürgerabends) je Arbeit der engeren Wahl vor. Ab 10:45 Uhr werden unter anderem auf Grundlage der vorgetragenen Anmerkungen der Sachverständigen nochmals die Entscheidungskriterien diskutiert. Herr Kühne und Herr Laue erscheinen um 10:15 zur Preisgericht 3. Meinungsbild Im Anschluss an die Diskussion besprechen die Preisrichter die jeweiligen Arbeiten der Engeren Wahl und geben erste Einschätzung zur Einstufung

25

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

in der Rangfolge. Es wird ein Meinungsbild über die Einteilung der Arbeiten in eine Anerkennungs- und Preisgruppe hergestellt. Es folg eine Mittagspause von 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr 4. Festlegung der Rangfolge (Preise und Anerkennungen) Ab 13:30 Uhr wird entsprechend dem Meinungsbild entschieden, dass drei der neun Arbeiten in der engeren Wahl verbleiben: Engere Wahl Tarnzahl 1256 1259 1275

Ja 7 9 5

Nein 2 0 4

Ergebnis engere Wahl engere Wahl engere Wahl

Mit dieser Entscheidung verbleiben sechs Arbeiten in der Preis- und Anerkennungsgruppe. Es sind jedoch insgesamt sieben Preise- und Anerkennungen zu vergeben, weshalb einstimmig beschlossen werden müsste, die Preise zu ändern. Zwei Preisrichter stimmen dagegen, weshalb eine der Arbeiten in die Anerkennungsgruppe geholt werden muss. Daraufhin wird über die Anerkennungen abgestimmt. Es wird der Antrag gestellt, der Arbeit 1275 eine Anerkennung zu geben. Diesem Antrag wird mit 7:2 zugestimmt.

Anerkennungen Tarnzahl 1251 1268 1275

Ja 9 8 7

Nein 0 1 2

Ergebnis Anerkennung Anerkennung Anerkennung

Es wird der Antrag gestellt, die Anerkennungen ohne Rangfolge auszuzeichnen. Diesem Antrag wird mit 9:0 zugestimmt. Es wird der Antrag gestellt, der Arbeit 1250 den 4. Preis zu geben. Diesem Antrag wird mit 6:3 zugestimmt. Es wird der Antrag gestellt, der Arbeit 1253 den 3. Preis zu geben. Diesem Antrag wird mit 7:2 zugestimmt. Es wird der Antrag gestellt, der Arbeit 1270 den 2. Preis zu geben. Diesem Antrag wird mit 9:0 zugestimmt. Es wird der Antrag gestellt, der Arbeit 1258 den 1. Preis zu geben. Diesem Antrag wird mit 9:0 zugestimmt.

26

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Damit ergibt sich Anerkennungen:

folgende

Verteilung

der

Preise

und

Preise und Anerkennungen Tarnzahl 1250 1251 1253 1258 1268 1270 1275 Verteilung der Preisgelder 1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis 3 Anerkennungen je

Ergebnis 4.Preis Anerkennung 3.Preis 1. Preis Anerkennung 2.Preis Anerkennung

25.000 € 17.000 € 12.000 € 8.000 € 5.000 €

Herr Nünthel verlässt um 15:00 Uhr die Preisgerichtssitzung. Herr Nöske übernimmt sein Amt als Stellvertretender Sachpreisrichter.

5. Empfehlung des Preisgerichts und Überarbeitungshinweise Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die Arbeit 1258 zur Grundlage der Realisierung der Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz zu machen und die Verfasser der Arbeit entsprechend Punkt 1.13 der Auslobung mit der weiteren Planung zu beauftragen. Bei der weiteren Bearbeitung sind folgende Punkte zu beachten: Im Bereich des Travekiezvorplatzes ist zu prüfen, ob zusätzliche Bäume verortet werden können. Es wird eine vertiefende gestalterische Auseinandersetzung mit den Durchgangsbereichen unter der Ringbahnhalle (Nord und Südseite) insbesondere bezüglich der Beleuchtung gefordert. Da die Fahrbahn der Tram auf der Nordseite des Bahnhofs auch von Bussen genutzt werden wird, ist das Aufstellen von Mittelmasten nicht möglich, dies ist zu überarbeiten. Die Räumliche Situation des Bahndamms im Verhältnis zum Beamtenwohnhaus Nord ist zu überprüfen. Dabei sind die Schleppkurven der Technikfahrzeuge zu beachten.

27

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Die Baumstellung in der Planstraße 4 (Victoriastadt) ist zu überprüfen. Eine Separierung zwischen Gehweg und Taxistand durch Bäume wird empfohlen. Im Südostquadranten (Rummelsburger Bucht) sind ggf. zwei Baumreihen vorzusehen Es ist zu überprüfen ob es genügend Sitzgelegenheiten für ältere Menschen (mit Rückenlehnen) gibt Es sollten Reserveflächen für Fahrradstellplätze z.B. im Südostquadranten (Rummelsburger Bucht) vorgesehen werden Es sind Maßnahmen vorzunehmen die verhindern, dass PKW´s auf den Travekiezvorplatz einfahren

Für den Fall, dass der fehlende Kopie des Aufgabebelegs für die Arbeit 1258 nicht bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt eingeht, wurden für die Arbeit 1270 (2. Preis) ebenfalls Überarbeitungshinweise formuliert: Neben dem vorgeschlagenen Fahrradparken in Tiefgaragen sind genügend Fahrradständer auf den Platzflächen vorzusehen Die vorgeschlagenen Ausstattungselemente sind zu überdenken Baumkonzept ist bezüglich seiner Raumbildung zu überprüfen (Travekiez, Victoriastadt, Rummelsburger Bucht) Gestalterische Auseinandersetzung in den Durchgangsbereichen unter der Ringbahnhalle (Nord und Südseite) insbesondere bezüglich der Beleuchtung Generelle Anmerkungen Ein Fahrradparkhaus sollte zusätzlich vorgesehen werden und nicht im Freiraum. Ggf. wäre hierfür im Neubau (MK3) auf Nordöstlicher Seite (Victoriastadt) Platz. Ein Verkehrsberuhigter Bereich/Spielstraße im Bereich der Simplonstraße ist seitens des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg denkbar. 6. Öffnen der Verfasserumschläge Die Öffnung der Umschläge der Verfassererklärung erfolgt ab 15:30 Uhr. Von Herrn Herrmann werden die Verfasser aller 27 Arbeiten verlesen. Die Namen der Wettbewerbsteilnehmer, die mit Preisen und Anerkennungen aus-gezeichnet wurden, sind:

28

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

1. Preis Arbeit Nr. 1258 Landschaftsarchitektur: PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin Verkehrsplanung: Hoffmann-Leichter Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin Verfasser: Dipl.-Ing. (FH) Maik Böhmer Mitarbeiter/in: M.Sc. Fabian Karle, Dipl.-Ing. Ulf Schrader, M.Sc. Mareen Leek, Cand. B.Sc. Rachel Subtil, Perspektive Monokrom Tim Erdmann (Hamburg), Dipl.-Ing. Matthias Richter (HoffmannLeichter) 2. Preis Arbeit Nr. 1270 Landschaftsarchitektur: r+b landschaft s architektur, Dresden Verkehrsplanung: Ingenieurbüro EVTI GmbH, Dresden Verfasser/in: Jens Rossa & Sonja Rossa-Benthien (r+b), Ralf Uhlitzsch (EVTI) Mitarbeiter/in: Sebastian Lensch, Sebastian Weingart 3. Preis Arbeit Nr. 1253 Landschaftsarchitektur: Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin Verkehrsplanung: IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsplanung, Dresden Verfasser: Dipl.-Ing. Stefan Bernard (SBL), Dipl.-Ing. Dirk Ohm (IVAS) Mitarbeiter/in: Fabian Lux (SBL), Stefan Weber (SBL), Sandra Rösler (SBL), Hendrik Arnold (IVAS) 4. Preis Arbeit Nr. 1250 Landschaftsarchitektur: Karres+Brands Landschaftsarchitecten BV, Hilversum (NL) Verkehrsplanung: ARCADIS Nederland BV, Amersfoort (NL) Verfasser/in: Gerd Kroon (ARCADIS), Beate Vlaanderen-Geimer (ARCADIS), Bart Brands (Karres+Brands) Mitarbeiter/in: Robert-Jan Roos (ARCADIS), Marjolijn Versteegden (ARCADIS), Darius Reznek (Karres-Brands) Anerkennung Arbeit Nr. 1251 Landschaftsarchitektur: AWP, Paris (F) Verkehrsplanung: Systematica, Mailand (I) Verfasser/in: Matthias Armengaud, Marc Armengaud, Alessandra Cianchetta Mitarbeiter/in: Berenice Gentil (AWP), Laureline Guilpain (AWP), Chloé Nachtergael (AWP), Rawad Choubassi (Systematica)

29

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

Arbeit Nr. 1268 Landschaftsarchitektur: bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau, Berlin Verkehrsplanung: ISAPLAN Ingenieur Gmbh, Leverkusen Verfasser/in: Prof. Dipl.-Ing. Ulrike Böhm, Dr. Dipl.-Ing. Cyrus Zahiri, Prof. Dipl.-Ing. Katja Benfer Mitarbeiter/in: Ana Stifanic, Alice Garlaschelli, Emeline Gayerie, Anna Vogels, Tim Wildner, Catarina Cabral Arbeit Nr. 1275 Landschaftsarchitektur: WEIDINGER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN, Berlin Verkehrsplanung: M+O Berlin Ingenieurgesellschaft Bauwesen mbh, Berlin Verfasser: Prof. Jürgen Weidinger, Andreas Franken (M+O) Mitarbeiter/in: Jennifer Schmolke, Luca Torini, Simone Porfiri 7. Sitzungsabschluss Es wird einstimmig beschlossen, die Vorprüfung zu entlasten. Herr Herrmann bedankt sich bei gruppe F für die Koordinierung der Vorprüfung und für die gute Arbeit, und bei der Vorprüfung für die gute Vorbereitung. Er schließt mit einem Dank an die Preisrichter, die Sachverständigen und den Auslober für die engagierte, zielorientierte und angenehme Zusammenarbeit und gibt den Vorsitz an den Auslober zurück. Frau Jirku bedankt sich bei Herrn Hermann für seine erfolgreiche Arbeit und beendet das Preisgericht um 16 Uhr. Das Protokoll wurde von Marieke Koehn aufgestellt und von dem Vorsitzenden des Preisgerichts, Timo Herrmann, durchgesehen und von allen stimmberechtigten Preisrichtern genehmigt.

30

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

31

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Ergebnisprotokoll

32

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

2. Anwesenheitslisten

33

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

34

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

35

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

36

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

37

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

38

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

39

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

40

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

41

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

42

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

43

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

44

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

45

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anwesenheit

46

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Liste der Verfasser

3. Liste der Verfasser
1. Preis Arbeit Nr. 1258 Landschaftsarchitektur: PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin Verkehrsplanung: Hoffmann-Leichter Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin Verfasser: Dipl.-Ing. (FH) Maik Böhmer Mitarbeiter/in: M.Sc. Fabian Karle, Dipl.-Ing. Ulf Schrader, M.Sc. Mareen Leek, Cand. B.Sc. Rachel Subtil, Perspektive Monokrom Tim Erdmann (Hamburg), Dipl.-Ing. Matthias Richter (Hoffmann-Leichter) 2. Preis Arbeit Nr. 1270 Landschaftsarchitektur: r+b landschaft s architektur, Dresden Verkehrsplanung: Ingenieurbüro EVTI GmbH, Dresden Verfasser/in: Jens Rossa & Sonja Rossa-Benthien (r+b), Ralf Uhlitzsch (EVTI) Mitarbeiter/in: Sebastian Lensch, Sebastian Weingart 3. Preis Arbeit Nr. 1253 Landschaftsarchitektur: Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin Verkehrsplanung: IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsplanung, Dresden Verfasser: Dipl.-Ing. Stefan Bernard (SBL), Dipl.-Ing. Dirk Ohm (IVAS) Mitarbeiter/in: Fabian Lux (SBL), Stefan Weber (SBL), Sandra Rösler (SBL), Hendrik Arnold (IVAS) 4. Preis Arbeit Nr. 1250 Landschaftsarchitektur: Karres+Brands Landschaftsarchitecten BV, Hilversum (NL) Verkehrsplanung: ARCADIS Nederland BV, Amersfoort (NL) Verfasser/in: Gerd Kroon (ARCADIS), Beate VlaanderenGeimer (ARCADIS), Bart Brands (Karres+Brands) Mitarbeiter/in: Robert-Jan Roos (ARCADIS), Marjolijn Versteegden (ARCADIS), Darius Reznek (Karres-Brands) Anerkennung Arbeit Nr. 1251 Landschaftsarchitektur: AWP, Paris (F) Verkehrsplanung: Systematica, Mailand (I) Verfasser/in: Matthias Armengaud, Marc Armengaud, Alessandra Cianchetta Mitarbeiter/in: Berenice Gentil (AWP), Laureline Guilpain (AWP), Chloé Nachtergael (AWP), Rawad Choubassi (Systematica) Arbeit Nr. 1268 Landschaftsarchitektur: bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau, Berlin Verkehrsplanung: ISAPLAN Ingenieur Gmbh, Leverkusen
47

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Liste der Verfasser

Verfasser/in: Prof. Dipl.-Ing. Ulrike Böhm, Dr. Dipl.-Ing. Cyrus Zahiri, Prof. Dipl.-Ing. Katja Benfer Mitarbeiter/in: Ana Stifanic, Alice Garlaschelli, Emeline Gayerie, Anna Vogels, Tim Wildner, Catarina Cabral Arbeit Nr. 1275 Landschaftsarchitektur: WEIDINGER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN, Berlin Verkehrsplanung: M+O Berlin Ingenieurgesellschaft Bauwesen mbh, Berlin Verfasser: Prof. Jürgen Weidinger, Andreas Franken (M+O) Mitarbeiter/in: Jennifer Schmolke, Luca Torini, Simone Porfiri Engere Wahl Arbeit Nr. 1256 Landschaftsarchitektur: Hager Partner AG, Berlin Verkehrsplanung: Ingenieurbüro Vössing Vepro GmbH, Berlin Verfasser: Pascal Posset, Guido Hager Mitarbeiter: Andreas Kotlan, Martin Mengs, Karol Kruk Arbeit Nr. 1259 Landschaftsarchitektur: Lützow 7, Berlin Verkehrsplanung: Ingenieurbüro Abraham, Berlin Verfasser/in: Prof. LA Cornelia Müller, Dipl.-Ing. LA Jan Wehberg Mitarbeiter/in: Dipl-Ing. Kristin Kessler, Dipl.-Ing. Holger Schwarz, M.Sc. Carolina Keller 2. Rundgang Arbeit Nr. 1252 Landschaftsarchitektur: Lavaland GmbH*, Berlin und Treibhaus Berlin, Berlin Verkehrsplanung: BÜRO STADTVERKEHR, Hilden Verfasser/in: Deniz Dizici, Laura Vahl* Mitarbeiter/in: Björn Lotter (Lavaland), Peter Werner (Lavaland), Julia Kattinger (Lavaland), Jean-Marc Stuhm (BÜRO STADTVERKEHR) Arbeit Nr. 1254 Landschaftsarchitektur: hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin Verkehrsplanung: Ingenieurbüro Meister, Cottbus Verfasser/in: Dipl.-Ing. Barbara Hutter, Dipl.-Ing. Stefan Reimann Mitarbeiter/in: M.Sc. Henning Holk (hutterreimann), Beatrice Schincke (hutterreimann), Klaus Meister (Ingenieurbüro Meister) Arbeit Nr. 1257 Landschaftsarchitektur: A24 Landschaft, Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin Verkehrsplanung: VIC Planen und Beraten GmbH, Berlin Verfasser: Stefan Robel Mitarbeiter/in: Laura Veronese (A24), Lauren Touhey-Otto (A24), Miguel Magalhaes (A24), Matteo Basta (A24), Marco Smerghetto (A24), Marion Guichard (A24), Esther Augustin (A24), Sibylle Lacheta (A24), Ingo Steinicke (VIC), Elke Männ (VIC)

48

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Liste der Verfasser

Arbeit Nr. 1264 Landschaftsarchitektur: St raum a., Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin Verkehrsplanung: stadtraum – Gesellschaft für Raumplanung, Städtebau & Verkehrstechnik mbH, Berlin Verfasser/in: Tobias Micke Mitarbeiter/in: Maximilian Schob (ST raum a.), Mathias Werner (ST raum a.), Winfried Müller Brandes (stadtraum), Tom Kasper (stadtraum) Arbeit Nr. 1266 Landschaftsarchitektur: anton & ghiggi landschaft architektur, Zürich Verkehrsplanung: IBV Hülser AG, Ingenieurbüro für Verkehrsplanung, Zürich Verfasser/in: Carola Anton, Dominique Ghiggi Mitarbeiter/in: Andreas Boden (anton & ghiggi), Maria Gutierrez (anton & ghiggi), Willi Hüsler (IBV Hüsler) Arbeit Nr. 1271 Landschaftsarchitektur: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden Verkehrsplanung: SVU, Dresden Verfasser: Till Rehwaldt Mitarbeiter/in: Angela Aurin, Susi Hübner, Michal Michalski, Claudia Schreckenbach, Tobias Schönefeld (SVU) Arbeit Nr. 1273 Landschaftsarchitektur: capattistaubach Landschaftsarchitekten, Berlin Verkehrsplanung: Asphalta GmbH, Berlin Verfasser: Matthias Staubach, Tancredi Capatti Mitarbeiter/in: Anne Rohde, Anna M. Saban, Eloy Puyol Arbeit Nr. 1274 Landschaftsarchitektur: terra.nova Landschaftsarchitektur und Stadtplanung, München Verkehrsplanung: Planungsbüro Grobe Ingenieursgesellschaft mbH, Erfurt Verfasser: Dipl.-Ing. Peter Wich Mitarbeiter/in: B.Eng. Yvonne Baur, Dipl.-Ing. (FH) Philip Schmoeger, Dipl.-Ing. Carola Stürzer, Cand.B.Eng. Christine King Arbeit Nr. 1276 Landschaftsarchitektur: el:ch landschaftsarchitekten, Berlin Verkehrsplanung: Komobile, Wien Verfasser/in: Elisabeth Lesche, Christian Henke Mitarbeiter/in: Olivia Giorgi (el:ch), Manja Barthel (el:ch), Romain Molitor (Komobile) 1. Rundgang Arbeit Nr. 1255 Landschaftsarchitektur: Atelier LOIDL Landschaftsarchitekten Berlin GmbH Verkehrsplanung: VIA Beratende Ingenieure Axel Hager – Kai S. Lorenz GbR Verfasser/in: Leonard Grosch Mitarbeiter/in: Maren Pretzsch, Joana Carvalho, Michael Gareis, Svante Soldemo, Alexander Michl, Martin Schmitz, Nina Dvorak
49

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Liste der Verfasser

Arbeit Nr. 1260 Landschaftsarchitektur: METTLER Landschaftsarchitektur, Berlin Verkehrsplanung: RS Ingenieure GmbH, Achern Verfasser/in: Rita Mettler Mitarbeiter/in: Marek Langner (METTLER), Mateusz Rej (METTLER), Patrycja Rej (METTLER), Claudio Bertelli (METTLER), Lotta Lena Bröckelmann (METTLER), Scarlett Krüger (METTLER), Jürgen Wilke (RS), Bernhard Scharbert (RS), Martin Roß (RS), Manfred Draxel (Lichtplanung, Innsbruck) Arbeit Nr. 1261 Landschaftsarchitektur: betcke jarosch landschaftsarchitektur gmbh, Berlin Verkehrsplanung: Fuhrmann Consultans GmbH, Berlin Verfasser/in: Thomas Jarosch Mitarbeiter/in: Jens Betcke (betcke jarosch), Jenny Sprafke (betcke jarosch), Anne Rauhut (betcke jarosch), John Wilhelm (betcke jarosch), Bodo Fuhrmann (Fuhrmann Consultans) Arbeit Nr. 1262 Landschaftsarchitektur: TDB Landschaftsarchitektur, Berlin, Holzwarth Landschaftsarchitektur, Berlin Verkehrsplanung: U.T.E. Ingenieur GmbH, Regensburg Verfasser/in: Eva Boemans, Gerd Holzwarth Mitarbeiter/in: Philipp Rösner, Maike Nolte, Andreas Lüderin, Katharina Benthin, Katharina Wittchen Arbeit Nr. 1263 Landschaftsarchitektur: sinai Gesellschaft für Landschaftsarchitekten mbH, Berlin Verkehrsplanung: BPR. Beraten/Planen/Realisieren, Hannover Verfasser/in: Kaus Schroll (sinai), Bernd Künne (BPR) Mitarbeiter/in: Maja von der Laan (sinai), Lene Zingenberg (sinai), Heyden Freitag (sinai), Lisa Della Dora (sinai), Melaine Becker (sinai), Jürgen Hoffmann (BPR), Matthias Grobe (Visualisierung, Berlin) Arbeit Nr. 1265 Landschaftsarchitektur: WES LandschaftsArchitektur, Berlin Verkehrsplanung: ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung, Berlin Verfasser/in: WES LandschaftsArchitektur mit ARGUS Stadtund Verkehrsplanung Mitarbeiter/in: Hennriette Henning (WES), Davide Caspani (WES), Marie Henze (WES), Sebastian Fiebel (WES), Christian Scheler (ARGUS) Arbeit Nr. 1267 Landschaftsarchitektur: Arriola & Fiol, Barcelona (E) Verkehrsplanung: SCHLOTHAUER & WAUER, Berlin Verfasser/in: Carmen Fiol Costa, Andreu Arriola Madorell Mitarbeiter/in: Anton Monedero (Arriola&Fiol), Benedikt Schlund (Arriola&Fiol), Elena Pisano (Arriola&Fiol), Emanuele Calaresu (Arriola&Fiol), Eugenio Chirona (Arriola&Fiol), Margherita Porfirio (Arriola&Fiol), Maria Kyrisavva (Arriola&Fiol), Ronaxe De Buttet (Arriola&Fiol), Andre‘ Locklair (SCHLOTHAUER & WAUER)

50

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Liste der Verfasser

Arbeit Nr. 1269 Landschaftsarchitektur: ANNABAU Architektur und Landschaft GmbH, Berlin Verkehrsplanung: Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin Verfasser/in: Sofia Petersson (ANNABAU), Moritz Shloten (ANNABAU), Dipl.-Ing. Roy Manke (Schüßler-Plan) Mitarbeiter/in: Angelica Verdini (ANNABAU), Farokh Falsafi (ANNABAU), Ralf Baumann (Schüßler-Plan), Siman Rahneberg (Schüßler-Plan) Arbeit Nr. 1272 Landschaftsarchitektur: GTL Landschaftsarchitekten, Kassel Verkehrsplanung: R+T Ingenieure, Darmstadt Architektur: Schneider+Schumacher, Frankfurt am Main Verfasser: Dipl.-Ing. Michael Triebswetter Mitarbeiter/in: Dipl.-Ing. Stefan Cichosz (GTL), Dipl.-Ing. Mingge Yu (GTL), B.Sc. Lei Zhang (GTL), Michael Schumacher (Schneider+Schumacher), Joachim Wendt (Schneider+Schumacher), Iva Baljaks (Schneider+Schumacher), Marina Jostina (Schneider+Schumacher), Ralf Huber-Erler (R+T)

51

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

4. Bericht der Vorprüfung
Vorlauf und Einlieferung der Arbeiten Die Ausschreibung erfolgt als nichtoffener landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb mit Ideenteil für Landschaftsarchitekten in Bewerbergemeinschaft mit Verkehrsplanern. Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 27.10.2014 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 30 Landschaftsarchitekten (in Arbeitsgemeinschaften mit Verkehrsplanern) ausgewählt. Das Verfahren bleibt bis zum Schluss anonym. Der Wettbewerb wurde in mehreren Arbeitsschritten durchgeführt: 1. Rückfragenkolloquium Die Bearbeitungsunterlagen wurden den Büros ab dem 27.03.2015 zur Verfügung gestellt. Am 15.04.2015 fand das Rückfragenkolloquium statt. Vorab erfolgte eine gemeinsame Begehung des Bearbeitungsgebiets. Das Rückfragenkolloquium begann mit der Erläuterung der Aufgabenstellung und Zielsetzung des Wettbewerbs. Im Anschluss daran konnten die Teilnehmer Fragen stellen, die sich eventuell aus den Bearbeitungsunterlagen ergeben haben. Rückfragen zur Bearbeitungsunterlagen konnten bis zum 15.04.2015 schriftlich gestellt werden. Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung wurden allen Teilnehmenden bis zum 28.04.2015 zugesandt und wurden Bestandteil der Ausschreibung (siehe Anhang 1). 2. Vorprüfung Die Arbeiten mussten bis zum 11.06.2015 um 16:00 Uhr bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, II D, Sekretariat, Raum 4.025, Brückenstraße 6, 10179 Berlin abgegeben werden. . 25 Arbeiten gingen termingerecht ein. Die Arbeit mit den Tarrnnummern 1258 und 1275 gingen termingerecht ein, konnten jedoch keine Kopie des Aufgabebelegs vorweisen. Die Arbeiten wurden durch Mitarbeiter der Vorprüfung in einem für die Öffentlichkeit und für Unbefugte nicht zugänglichen Raum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt geöffnet. Die Verfasserumschläge wurden unter Verschluss genommen. Vollständigkeit der Arbeiten Die Arbeiten wurden auf die Vollständigkeit der laut Auslobung unter Punkt 1.10 aufgelisteten „Geforderten Leistungen“ überprüft. Die entsprechende Liste ist Bestandteil des Vorprüfberichtes. Die Arbeiten waren fast alle vollständig. Die Teilnehmer mit der Tarnnummer 1273 reichten größere Pläne als das vorgegebene Format ein. Aus diesem Grund wurden die Pläne teilweise abgedeckt, sodass das Format den vorgegeben Ausmaßen entspricht. Bei der Arbeit 1267 wurden zusätzliche Pläne abgegeben. Diese wurden bei der Vorprüfung nicht genutzt. Koordination Gabriele Pütz, Dipl. Ing. Landschaftsarchitektin (BDLA)
52

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

Vorprüfung Katharina Schütze, Dipl. Ing. Landschaftsarchitektin, Christine Schwarz, Dipl. Ing. Landschaftsarchitektin, Philipp Sattler, Dipl. Ing. Landschaftsarchitekt Sachverständiger Vorprüfer für die Kosten Gerd Kleyhauer, Dipl. Ing. Landschaftsarchitekt Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der technischen Vorprüfung Nina Thieme Cand. M.Sc. Landschaftsarchitektur, Meline Saworski, Cand. B.Sc. Landschaftsarchitektur, Christine Schwemmer, Cand. B.Sc. Landschaftsarchitektur, Laura Schiebel, Cand. M.Sc. Geoökologie, Merle Eis, M.Sc. Stadtökologie

Vorprüfung der Arbeiten Nach einem ersten informativen Rundgang, der einen Überblick über das Spektrum der eingereichten Arbeiten ermöglichte, wurde ein der Anzahl der Arbeiten und der zur Verfügung stehenden Zeit angemessenes Vorprüfverfahren sowie ein organisatorischer Ablauf festgelegt. Aufgrund der in der Auslobung beschriebenen Aufgabe und der unter Punkt 1.11 genannten Kriterien entwickelte die Vorprüfung eine Struktur zur Prüfung der Arbeiten, die in die Gliederung der textlichen Beschreibungen der einzelnen Wettbewerbsarbeiten eingegangen ist: Leitidee Gesamtkonzept Bereich Nord Bereich Süd Beleuchtung Die Vorgaben der Auslobung wurden von den Mitarbeitern der Vorprüfung geprüft. Am 01.07.2015 wurde die Vorprüfung abgeschlossen. Kostenprüfung Die Kostenprüfung wird zwischen dem 1. und 2. Preisgericht durchgeführt.

Sachverständige Während der Vorprüfung wurden die Sachverständigen zum 30.06.2015 von 9.00 bis 16.00 Uhr eingeladen, die eingereichten Arbeiten aus ihrer jeweiligen fachlichen Sachverständigensicht zu prüfen. Von den Sachverständigen nahmen 17 diese Gelegenheit wahr. Es gab außerdem einen Ausweichtermin (22.06.2015) welcher von einer Sachverständigen wahrgenommen wurde. Die Sachverständigen stehen dem Preisgericht für vertiefende Ausführungen zur Verfügung. Zwei Sachverständige haben eine schriftliche Stellungnahme abgegeben, die am Ende des Vorprüfberichtes dokumentiert ist (siehe Anhang 3).

53

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

Gliederung der Einzelberichte Jede Arbeit wird auf vier Seiten vorgestellt. Auf der ersten linken Seite wird die Verkleinerung des Entwurfs für das gesamte Wettbewerbsgebiet dargestellt (nicht genordet). Auf der folgenden Seite beginnt der Erläuterungstext der Vorprüfung, der sich auf der nächsten Seite entsprechend der oben genannten Gliederungspunkte fortsetzt. Zitate der Verfasser sind kursiv wiedergegeben. Auf Seite vier folgt die Tabelle mit den Ergebnissen der technischen Vorprüfung.

54

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

5. Tabelle Eingangsliste / Vollständigkeit
1250 1251 1252 1253 1254 1255 1256 1257 1258 1259 1260 1261 1262 1263 1264 1265 1266 1267 1268 1269 1270 1271 1272 1273 1274 1275 Prüfplan ohne Flächengr. Tarnnummer Verfassererklärung mit Anschrift + Kennzahl (verschlossener + undurchsichtiger Umschlag) Lageplan mit Gesamtkonzept M 1: 500 Bearbeitungsteilbereiche (4 Quadranten) M 1:250 Freie Darstellungen zur Erläuterung der Entwurfsidee mit Erschließungs-, Vegetations-, Material-, Beleutungskonzept (ggf. Schnitte) Belagsdetail M 1:50 zwei Visualisierungen der räumlichen Konzeption des Entwurfes (Perspektiven + Ansichten) Erläuterungsbericht (max. 3 DIN A4 Seiten, deutsch) Flächenberechnung + Kostenschätzung nach DIN 276 (Kostenformblatt), analog und digital Verzeichnis der eingereichten Unterlagen Hängeplan Präsentationspläne Prüfplan M 1:500 (.dxf) Prüfplan mit Zuordnung der Flächenarten und größen M 1:500, analog Prüfplan ohne Flächengr., Pläne größer als Vorgabe 1276 USB-Stick statt CD-Rom

Belag nicht beschriftet, Prüfplan ohne Flächengr.

über 3 S. Erläuterungsber.

Anmerkungen

4 S. Erläuterungsber., Prüfplan ohne Flächengr.

Plan 3 kleiner, Prüfplan ohne Flächengr.

Prüfplan ohne Flächengr.

Prüfplan ohne Flächengr.

+= -=

erfüllt nicht erfüllt

55

Prüfplan ohne Flächengr.

Belag nicht beschriftet

Belag nicht beschriftet

Karres+Brands, Hilversum (NL) und ARCADIS, Amersfoort (NL) /. 4. Platz

1250

6. Zusammenfassung der Arbeiten

56

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1250
einen Hof mit 8 Stellplätzen am Technikgebäude der Bahn einfriedet. Sitzmöbel aus Holz (teilweise mit Lehne) angeboten. Sie stehen auf Schienen und bestehen aus 2 x 2 m großen Elementen. Besucher können die Elemente verschieben und unterschiedlichen Nutzungsszenarien anpassen. Ein weiteres langes Bankelement aus Holz ist parallel zur S-Bahn angeordnet. Am historischen Empfangsgebäude und auf der neuen Terrasse am ehemaligen Beamtenwohnhaus sind Flächen für Außengastronomie vorgesehen. Die Tram-Trasse bzw. Busspur ist im gesamten

LEITIDEE Die Umgebung rund um den Bahnhof Ostkreuz ist vielfältig und in hohem Maße zersplittert. Ein neuer und zeitgemäßer städtischer Teppich bietet eine ruhige Basis für städtisches Leben und bildet die Grundlage für eine neue Identität des OstkreuzGebiets. Dieser Teppich ist eine moderne Variante der reichen Berliner Tradition beim Anlegen von Straßen und Plätzen. Genau wie die Stadt Berlin: Mit einem Fuß in der Vergangenheit, aber den Blick stets auf die Zukunft gerichtet.

GESAMTKONZEPT Ziel des Entwurfs ist, die Einheit und Identität rund um das Ostkreuz zu stärken, sowie die Denkmale und den Annemirl-Bauer-Platz hervorzuheben. Umgesetzt werden soll dieses Ziel durch eine eindeutige Ausgestaltung in Bezug auf Materialien, legt sich der städtische Teppich über alle vier Vorplätze und betont den Zusammenhang zwischen den Teilgebieten.

auf der Nordseite bis zur Marktstraße von einem Zweirichtungsfahrradweg begleitet (Piktogramm).

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Der Belag des städtischen Teppichs besteht aus kleinen und großen Materialien, wie sie in Berlin Natursteinplatten. Am Ostkreuz Materialien aufgenommen, jedoch Unregelmäßige Aussparungen im Plattenbelag werden mit dem werden diese neu kombiniert. großformatigen kleinformatigen

VICTORIAKIEZ Im Bereich der Unterführung der Ringbahnhalle wird die Haltestelle für den barrierefreien Einstieg in die Tram angehoben. Zwei lange Holzbänke bieten Sitzmöglichkeiten. Die Anordnung an der Planstraße 4 sieht einen Gehweg (Plattenbelag) mit Sitzelementen und einer verspringenden Baumreihe an der nördlichen Kante vor. Es schließen sich ein Radweg (Plattenbelag) parallel zu TramTrasse an. Die Trasse ist beidseitig durch einen westlich des Gebäudes MK3 ist mit einem weiteren Sitzelement ausgestattet.

aus mehr als ‚50 shades of grey‘ und ist damit reichhaltig schattiert. Zur besseren Verknüpfung des Vorplatzes mit dem Annemirl-Bauer-Platz, wird die Simplonstraße verkehrsberuhigt. Die Grünelemente des Annemirlund Bäumen werden auf dem neuen Vorplatz fortgeführt. Fahrradstellplätze sind weiter südlich entlang der Gleisanlagen untergebracht. Langfristig kann dort ein Fahrradparkhaus (ober- oder unterirdisch) errichtet werden. Die Böschung der alten Bahntrasse wird teilweise zurückgebaut bzw. verlegt. Zwei parallel verlaufende Stufenanlagen erschließen die Böschung und können als grüne Tribüne genutzt werden. Im rückwärtigen Bereich der Böschung verläuft ein

Benachbart ist ein Zugang zur Jugendherberge Marktstraße wird ein Sitzelement unter einem Baum angeboten.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ ausgestattet. Unterhalb des Brückenbauwerks (Südkurve) sind Fahrradstellplätze angeordnet. Auch dort kann nach Angaben der Verfasser langfristig ein Fahrradparkhaus errichtet werden. Weitere Stellplätze liegen zwischen den Rolltreppen in der Unterführung. Am ehemaligen Beamtenwohnhaus

57

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1250

und einer Baumgruppe gestaltet.

RUMMELSBURGER BUCHT Der Parkplatz nimmt Stellplätze für Taxen, Kiss&Ride (Längsparker) und den Schienenersatzverkehr auf. befestigt. Der Fußweg am nördlichen Rand erhält einen Naturstein-Plattenbelag.

BELEUCHTUNG Das Lichtkonzept sieht vor die Laufrouten mit LEDmit Mastleuchten zu versehen. Die eingesetzte Lichttechnik funktioniert nach dem Smart Light Prinzip. Sie reagiert auf den Moment des Tages und die Nutzung durch eine Anpassung der Lichtintensität und Lichtfarbe. Auch kann über soziale Medien ein Zeitfenster für einen Auftritt oder eine bestimmte Aktivität reserviert werden, und die dafür passende Beleuchtung ausgewählt werden. Die Beleuchtungstechnik lädt Menschen ein, die Plätze auf überraschende Weise zu nutzen. Die Tram-Trasse im Norden wird durch eine “Early warning“-LED-Linie sobald sich die Tram oder ein Bus nähert. Die Wand an der Tram-Haltestelle in der Unterführung wird indirekt durch eine durchscheinende Vorsatzwand beleuchtet. Zusätzlich sollen LED-Leuchten an Wänden und Decken im den Unterführungen installiert werden.

58

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1250

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+ 596 / 302 / 294

+ + + + + +

8 PKW-PP, B-PP nicht ausgewiesen, Fläche aber erweiterbar

Grenze an JHB gerade geführt

27 PKW-PP, 2 Behinderten-PP

-

Bank in beiden Flächen, ca. 14 m in Bewegungsfläche platziert

-

Bank ragt ca. 7m in westliche Bewegungsfläche

+

+ +

13 Stk. = ca. 189,5 lfm (2 Holzdecks, 11 Bänke) 20 Stk. 1.022 Stk. = 22 Mastleuchten, 1000 Bodenleuchten; 500 lfm Lichtband beidseitig an Tramtrasse (ohne Brückenbereich) LED-Beleuchtung an Wänden und Decken 42 Stk. 4.075 m²

+ + + + +

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

59

AWP, Paris (F) und Systematica, Mailand (I) / Anerkennung

1251

60

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1251
Totems, als Informationselemente, die Richtungen anzeigen und Informationen zu Veranstaltungen in den angrenzenden Kiezen vermitteln. Die Oasen

LEITIDEE Urbane Verbindungen Auf dem Spiel steht, angesichts der originalen zu verwerten was sie bis jetzt bedingt und obendrein (Diagnose = Projekt)

die Nacht Bumper als illuminierte Orientierungszeichen und Lichtmasten auf den GESAMTKONZEPT Die Verfasser setzen sich gedanklich und analytisch intensiv mit dem städtischen Raum, seiner Dichte, seiner Dynamik und seiner Zeichenhaftigkeit auseinander. über das Ostkreuz hinaus sichtbare Zeichen. Ein aus Einzelsitzen bestehendes Mobiliar, das, angepasst an den jeweiligen Ort in Gruppen angeordnet wird, soll die Kommunikation anregen.

Flächen und Orientierung (“Urbanes Gerüst”): Schaffung klar lesbarer Übergänge, Ausschilderung im gesamtstädtischen Maßstab Die Zeiten der Stadt (“Licht / Nachtleben”): muss zur Hauptrichtlinie des Projektes werden. Ausschilderung”): Programmierung künstlerischen Klimas auf den Wegen eines

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Zwei Oasen, dicht mit Bäumen (heimische Gehölze) Norden und an der Simplonstrasse im Südwesten bilden eine zentrale, offene Platzmitte.

Aus der Analyse von Bewegungsradien und nach vielen Seiten hin gerichteter Bewegungsströme leiten die Verfasser das Thema des Flippers als Leitmotiv für die konkrete Gestaltung ab. Sie entwickeln daraus Gestaltungsthemen, die zukünftig das Ostkreuz als Urbanen Flipper zu

durch eine Hügellandschaft unterlegt. Der Wald erschlossen und erhält Einbauten wie ein Baumhaus und ein Sportfeld. Eine aus der Böschung heraus geführte Rampe führt zu einem Aussichtspavillon eingefügtes Feld, den sog. Marktplatz, der als technisches Raster bezeichnet wird.

Der Boden für alle gesamte Projektgebiet; auf dem Beton soll eine Baumgruppen werden. Die Teppiche Bodenbelag, die wie eine Fußmatte vor den die Aufgängen zur Ringbahnhalle liegen. Sie haben jeweils einen anderen Bodenbelag (farbige dass jeder Eingang eine individuelle Prägung erhält. Die Bumper die Kugel mittels Magnet anzieht, hier als Zeichen sowie als Orientierungs-, und Leitsystem gedacht. Beamtenwohnhaus, und die mit einer besonderen

Totem und einige kleine angeordnet. Fahrradparkplätze

Vereinzelte Sitzmöglichkeiten sind vorhanden. Die Bahnhofszugänge werden durch einen Teppich mit interaktiven Funktionen markiert. Tramtrasse und Radweg sind bündig in die Seiten der Tramtrasse geführt und ist farbig markiert. Das Beamtenwohnhaus ist über eine Treppenanlage Stellplätze sind zwischen Beamtenwohnhaus und Technikgebäude vorgesehen.

und Neue Bahnhofsstrasse hinweg bis an die Gehwege der gegenüberliegenden Bebauung

61

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1251
BELEUCHTUNG Das Beleuchtungskonzept ist ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzeptes (s. vorn). Die Beleuchtung soll funktional über Lichtmasten in der Fläche erfolgen und auch als Merk- und Orientierungszeichen verbindend in den Stadtraum hinein wirken. Dazu sollen Gebäude, Objekte, die Räume unter der Ringbahnhalle und auch der Wasserturm illuminiert werden. Ob die in den Thema des Flippers visualisieren, in Form und Größe tatsächlich real als Leuchtreklame wie in der Legende angegeben, umgesetzt werden sollen, bleibt unklar.

geführt.

VICTORIAKIEZ verweisen unter der Ringbahnhalle auf Zugänge und visualisieren Bewegungsrichtungen. Ein weiterer Teppich ist im Bereich der Wendeschleife vor dem Aufgang zur Ringbahnhalle in den Bodenbelag eingefügt. Die Radwege werden entlang der Planstrasse 4 nördlich und südlich von der Tramtrasse geführt. Die Lage der Haltebuchten für Taxen und Pkw ist aus der Plangrundlage übernommen. Eine Baumreihe markiert die Grenze zum Gelände der JH. Eine Zufahrt ist nicht erkennbar. Auf dem Platz vor dem ehemaligen Polizeigebäude prägt ein weiteres Totem als Leit- und Orientierungselement zeichenhaft das neue Bahnhofsumfeld.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Der Platz ist bis zum Beamtenwohnhaus mit einem durchgängigen Bodenbelag befestigt. Unter dem Brückenbauwerk der Südkurve sind zwei Baumgruppen und einige Fahrradstellplätze platziert. Der Zugang zur Ringbahnhalle wird durch einen Teppich markiert. Ein Totem weist den Ankommenden den Weg. Weitere nicht näher Vor dem ehemaligen Beamtenwohnhaus entsteht ein kleiner Wald als weitere Oase. Der Wasserturm als Objekt und Landmarke wird nachts durch eine Beleuchtung gestalterisch integriert.

RUMMELSBURGER BUCHT Auch hier wird der Zugang zur Ringbahnhalle durch einen Teppich markiert und mit einem Totem als Informations- und Leitelement versehen. Die

Auslobung. Eine Baumreihe schafft zur Seite der Bahngleise hin eine Raumkante.

62

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1251

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ -

+ -

Jedoch führt Radverkehr über Haltebereich 192/116/76

+ + +

nicht ständig befahrbar, da über Parkplatzbereiche, Parkplätze geringfügig zu klein

über Haltestellenbereich, ansonsten Sitzelement im Zufahrtsbereich Jedoch Gehölzreihe sehr dicht an Grundstückgrenze (Breite 1.2m)

+ + + 15 Stück/ 18.2m Stellfläche / 2 Stück schematisch

+

+

Rudolfkiez Schildermast "Totem" in Bewegungsfläche muss geringfügig verschoben werden, Rummelsburger Bucht ok

-

Erschlossen und für Nutzung vorgesehen

+ +

16 Sitzelemente mit insg. 43 Sitzplätzen 26 Stück Lichtmaste, Leuchtreklame und Projektoren (ges.:104 Stück) Leuchtreklame und Projektoren (k.A.) 30 Stück Nord, 94 Gehölze im "Wald", 90 Gehölze Bahndamm, 17 Stück Süd 4495 m²

+ +

+ + -

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

63

Lavaland + Treibhaus, Berlin und BÜRO STADTVERKEHR, Hilden / 2. Rundgang

1252

64

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1252
ausgeformt. Ein Baumdach stellt den Bezug zum Annemirl-Bauer-Platz her. Darin verläuft die ÖPNVTrasse um 8cm eingesenkt. Zum ehemaligen Bahndamm läuft der Belag dünenartig hinauf.

LEITIDEE Friedrichshain und Lichtenberg sind historische engagiert, bunt und grün. (…) Eingebettet in den gesellschaftlichen und städtebaulichen Kontext, als Einheit wahrnehmbar und charaktervoll, sollen die Vorplätze am Ostkreuz zukünftig er- und belebt werden. (…) Frei nach der Situationistischen

Kunst im Alltagsleben versuchen!

nicht eingefriedet. Für das ehemalige BahnwärterHaus wird eine Terrasse entworfen und im Erdgeschoss eine Gastronomienutzung angeregt. In den Obergeschossen werden temporäre Ateliers und Galerien als Nutzung vorgeschlagen. Der südlich-westliche Platzbereich beherbergt sind. Westlich des historischen Eingangsgebäudes ist eine Fläche für ein potentielles Fahrradparkhaus eingezeichnet. Wie auch auf den übrigen Vorplätzen werden bunte pulverbeschichtete Stadtmöbel so aufgestellt, dass sie das beschriebene der Bäume ergänzen.

GESAMTKONZEPT Ziel der Verfasser ist es, die Vorplätze des Bahnhofs Ostkreuz im Sinne des Charakters der Arbeiterbezirke Friedrichshain und Lichtenberg bunt und weltoffen. Dazu werden für das Konzept drei einfache Entwurfskomponenten formuliert.

des Areals werden im Sinne einer einheitlichen

variiert.

VICTORIAKIEZ Das Belagskonzept wird unter der Ringbahn beibehalten. Im Bereich von Trambahn bzw. Bushaltestelle sind Sitzbänke postiert. Der Querschnitt der Planstraße 4 wird wie in der Auslobung vorgeschlagen übernommen. In diesem Bereich lässt sich das Entwurfsprinzip der

Zahlreiche Linden, Kastanien, Ahorne und Platanen formen auf den Plätzen dichtere und lichtere gemischte Gruppen, die in der Draufsicht ein werden als wesentliches Mittel zur Einbindung der neuen Vorplätze in den Stadtraum und zur Verknüpfung mit den umgebenden Quartieren angesehen. 3. Flimmern Mittels der farbigen Ausstattungselemente/ Stadtmöbel, die sich in ihrer Farbwahl an die Diversität und Buntheit der Menschen anlehnen,

geschliffen und quer zu Hauptwegerichtung verlegt. Für die beidseitig geführten Radwege gilt dieselbe Trambahngleisbereich liegen grob gebrochene Steine in Längsrichtung, für die MIV-Fahrbahnen werden dieselben Steine in Querrichtung verwendet. Die Grenze zu den Grundstücken von Jugendherberge und ehemaliger Polizei ist mit einer Baumreihe gefasst. An der Markstraße markiert ein Baumkarree das neue Entree. Der Vorplatz ist entsprechend des Konzepts der Zukunftsoffenheit in verschieden Richtungen entwicklungsfähig, die Verfasser regen dazu die Nutzung des ehem. Polizeigebäudes als Jugendhaus/-bibliothek und eine Cafenutzung an, die den zukünftigen Platz prägen sollen.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Beide Platzhälften werden analog als befestigte

65

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1252

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Das Areal des Rudolfkiezes ist ähnlich wie der Travekiez als Baum überstandener steinerner Platz mit Sitzmöbeln und Beleuchtungsmasten im Baumraster ausformuliert. Unter der Südkurve sind Cluster von Fahrradstellplätzen angeordnet. Baumsetzungen im fassen die einzelnen Teilräume.

RUMMELSBURGER BUCHT Unter der Ringbahnhalle wird der Belag des Rudolfkiezes fortgeführt. Auch hier sind Fahrradbügel zwischen den Rolltreppen untergebracht. Der Vorplatz Rummelsburger Bucht organisiert die unterschiedlichen Verkehrsansprüche zweckmäßig. Der Belagskanon folgt dem Prinzip wie im sind um 8cm gegenüber der Fußgängerebene abgesenkt. Gehwege bzw. Straßenquerschnitt der Hauptstraße werden übernommen. Im Ostteil Fahrspuren.

BELEUCHTUNG Zur guten Ausleuchtung der Flächen wird je nach Ort eine unterschiedliche Dichte von Leuchten vorgeschlagen. Die Anordnung soll sich am einheitliche Mastleuchte mit einer Lichtpunkthöhe von 7m verwendet werden. Als gestalterisches Vorbild für diese Leuchte dient die Mastleuchte

66

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1252

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ + Kennzeichnung durch Wechsel Belagsmuster

+ 836/448/388

+ + + +

+ 9/10/2 +

+

+

hier stehen auch die Taxis

+

Einzäunung nicht sichtbar

+ +

81 lfm 35

+ +

35 jeweils 3 Leuchten

+ +

94 2902,32 m²

+

zugänglich, aber gepflastert

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

67

Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin und IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsplanung, Dresden / 3. Preis

1253

68

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1253
Nördlich der Tram-Trasse entsteht die Urbane Bühne. Bodengleiche Wasserfontänen nordwestlichen Rand der Fläche. Die Bühne dient als – sie kann z.B. von Straßenmusikern oder als Catwalk von Selbstdarstellern genutzt werden. Am Stadtmöbel mit Sitzstufen platziert, die Stadttribüne. Von hier kann das urbane Leben beobachtet werden. Dahinter begrenzt und schützt eine Mauer Urbane Natur. Dort soll sich ein ohne menschlichen Eingriff entwickeln. Die Hauptbegriffe zum ökologischen Schutz des Refugiums sollen mit einem kleinen Augenzwinkern auf der Mauer An der Neuen Bahnhofstraße bzw. Simplonstraße werden straßenbegleitend PKW-Stellplätze angeboten, im Bereich der Tram-Trasse (Gehwegvorstreckung). Überdachte

LEITIDEE Zwischen Bahn und Kiez. Neben den 4 Vorplätzen

die Plattform die Trennung zwischen den Kiezen auf (…). Wesentliches Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, eine strukturell-atmosphärische, identitätsstiftende Ähnlichkeit zu verleihen. Ausgangspunkt ist dabei strenge, orthogonal-quadratische Grundstruktur des Belagsmaterials in Form von großformatigen, dunkelgrauen Platten. (…) Der vorliegende Entwurf greift dieses charakteristische und identitätsstiftende System auf und überträgt es strukturell auf die Neugestaltung der Vorplätze. Damit entsteht Einheitlichkeit und Zusammenhang.

GESAMTKONZEPT Die Vorplätze werden von den Verfassern als atmosphärische Vermittler zwischen dem Bahnhof und den angrenzenden Kiezen verstanden. Übertragen wird diese Idee auf die Grundfarbigkeit auf den Vorplätzen vermittelt zwischen den hellgrauen Granit- bzw. Betonsteinen der Kieze und dem dunkelgrauen Naturstein auf der Bahnsteigplattform. Ergänzend werden auf allen 4 Vorplätzen platziert. Obwohl diese Stadtmöbel eine gemeinsame Gestaltsprache aufweisen, reagieren sie individuell auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der umliegenden Kieze.

zu den S Bahngleisen. Benachbart ist dem historischen Empfangsgebäude ein Freisitz für Außengastronomie zugeordnet. Dem ehemaligen Beamtenwohnhaus wird eine Terrasse vorgelagert, die über Treppen und Stufen vom Vorplatz erreichbar ist. Im rückwärtigen Bereich, in Nähe des Technikgebäudes, sind Stellplätze für PKW und Fahrräder untergebracht. Betonplatten (50 x 50) ausgeführt, die passgleiche Übergänge zu den angrenzenden Gehwegen ermöglichen. Im Bereich der Urbanen Bühne markiert ein gesonderter Belag den Ort. Hier kommen hellgraue Ortbeton-Platten mit poligonalem Fugenmuster zum Einsatz.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Der Vorplatz ist in Bewegungs- und Aufenthaltsräume untergliedert. Die vorgeschlagenen Stadtmöbel (Betonfertigteile, dunkelgrau) begleiten und auch als räumliche Trennung zu den beruhigten bzw. schutzbedürftigen Bereichen. Es entstehen Räume mit unterschiedlichen Qualitäten und von einem Baumschleier aus Gleditschien und Robinien überstellt. Der Kiezhain an der Simplonstraße ist als Aufenthaltsbereich unter Bäumen gestaltet. Die Fläche erhält eine wassergebundene Decke und ist mit zusätzlichen Sitzkuben ausgestattet.

VICTORIAKIEZ Der Haltestellenbereich in der Unterführung der Ringbahn wird angehoben und markiert. Der Fahrradverkehr wird im gesamten Bereich Nord als Zweirichtungsradweg (4 m breit) nördlich der Tram-Trasse geführt. An der Planstraße 4 sind der Radweg und die Gehwege durch eine Kante von den Gleis- und Fahrspuren abgesetzt. Zwischen den Haltebuchten für Taxen und dem Radweg eine Baumreihe geplant. In diesen Streifen sind die Masten für die Oberleitungen integriert. Gegenüber ist die Abspannung an der Gebäudewand MK 3 befestigt.

69

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1253

Am Fuß des Treppenaufgangs Kynaststraße sind Fahrradstellplätze untergebracht. Zusätzlich schlagen die Verfasser vor im westlichen Gebäudeteil des Baukörpers MK3 ein Fahrradparkhaus einzurichten. An der Marktstraße entsteht ein kleiner Vorplatz, der Victoriaplatz, mit wassergebundener Decke und einer Baumgruppe.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ der Materialität und Farbigkeit am übergeordneten Gestaltungskonzept. Zwei Stadtmöbel auf Höhe der Bushaltestelle bieten Sitzmöglichkeiten. Kurze Baumreihen bzw. Baumgruppen gliedern die ist ein Freisitz für Außengastronomie geplant und überstellt. Benachbart ist eine Wendemöglichkeit für den Schienenersatzverkehr vorgesehen, Hauptstraße vorgeschlagen. Fahrradstellplätze sind im Bereich der Unterführung der Ringbahnhalle und des Brückenbauwerks Südkurve untergebracht. Einige weitere Fahrradstellplätze werden am Treppenaufgang Kynaststraße angeboten.

RUMMELSBURGER BUCHT Der Parkplatz nimmt Stellplätze für Taxen (Längsparker) und Kiss & Ride auf (Schrägparker). Entlang der Gleisanlagen ist eine Lärmschutzwand mit begleitender Gehölzreihe vorgesehen. Auf eine Taxistation sowie ein integriert. mit Baum

BELEUCHTUNG Zur Beleuchtung der Tram-Trasse im Norden ist die Nutzung der Masten für die Oberleitung der Tram vorgesehen. Links und rechts der Trasse werden die Flächen mit Mastansatzleuchten Typ Triangel beleuchtet. An den Decken in den Unterführungen der Ringbahnhalle sollen abgehängte Lichtrohrsysteme zum Einsatz kommen. Ergänzend zur geplanten Straßenbeleuchtung sind im Bereich Süd ebenfalls Mastansatzleuchten vorgesehen. Darüber hinaus schlagen die Verfasser eine lineare Effektbeleuchtung im Unterschnitt der Stadtmöbel vor.

70

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1253

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+ + 962 / 532 / 430

+ + + + + 27 PKW-PP, 16 Taxi-PP, 2 Behinderten-PP Aufstell- und Wendefläche für SEV im Westen vorgeschlagen Taxen ca. 27 m von Aufgang entfernt gelegen Leuchtmast, Bänke und Poller in Anlieferzone; nur ca 2,20 m breit

+

-

westliche Fläche verschoben; östliche Fläche durch Stadtmöbel, Bäume und Poller eingeschränkt

+

+ +

ca. 493 lfm = 8 Stadtmöbel, 27 Sessel, 24 Bänke 30 Stk. 79 Stk. =14 unter Brücke+ 42 auf Platzflächen + 23 an Tram/ Straße; durch Mastansatzleuchten und Nutzung der Trammasten zusätzlich abgehängte Lichtrohrsysteme ca. 150 Stk. 3310 m² (nur A+E-Fläche)

+ + + + + -

Böschung ca.10 m vor Technikgebäude gezogen

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

71

hutterreimann Landschaftsarchitektur, Berlin und Ingenieurbüro Meister, Cottbus / 2. Rundgang

1254

72

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1254

LEITIDEE Der Entwurf greift die Bewegungslinien der Verkehrsteilnehmer spielerisch auf. Das Netz der Bedie charakteristische Identität des neuen Bahnhofsumfeldes.

breite, geschwungen Sitzmauer den nördlichen Abnerhalb der Böschung wird über eine kleine Treppe erschlossen. Ein regelmäßiger Baumhain aus einheimischen Piden Schwung der Bahnlinien nach. Als vermittelndes Element zwischen Platz und Bahndamm wird er bis vor das Beamtenwohnhaus Nord gezogen. Eine Heckenlinie und eine andere Farbnuance der wohnhaus Nord zugeordneten Flächen. Die geforderten Stellplätze sind unter den Bäumen angeordnet. An der Westseite des Platzes schaffen Kiezsofas eine leicht zurückgesetzte, halboffene Raumkante zum angrenzenden Straßenraum. Als an den ehemaligen Bahnwall entstehen eine Torsituation an der Sonntagstrasse und ein Treffpunkt für das angrenzende Quartier. Die Gehwegbereiche entlang Simplonstr. / Neue Bahnhofsstrasse werden in den Asphaltbelag des Platzes einbezogen. Die Tramtrasse verläuft auf niveaugleich über den Platz. Die Markierungen der Trasse (Rillenplatten)

GESAMTKONZEPT Die Verfasser arbeiten mit einem komplexen Entwurfsansatz, der den einzelnen Gestaltungselementen differenzierte Funktionen innerhalb verschiedener Entwurfsebenen zuweist. Alle Flächen des Wettbewerbsgebiets werden gestalterisch durch einen einheitlichen Bodenbelag aus geschliffenem Asphalt in Terrazzooptik verbunden. Die Verfasser betonen die Robustheit des Materials und die Funktionalität des Belags für die Barrierefreiheit. Weiße Linien (Markierungsfarbe) auf dem Asphalt visualisieren die Bewegungsrichtungen auf den Plätzen. Die Linien unterstützen die Zonierung der Flächen und sind als visuelle Guides Teil eines komplexen Orientierungs- und Leitsystems. Die Kiezsofas bilden das einheitliche Mobiliar aller Teilbereiche. Sie bestehen aus einem Holzdeck, das mit Solitärbäumen kombiniert ist. Durch die Baumart, Magnolia kobus, soll ein Kontrast zur der Plätze entstehen. Die Kiezsofas deRändern der Plätze und an den Übergängen zu den Quartieren. Mit den Kiezsofas verbunden ist ein als haptische und visuelle Unterbrechung im Asphalt den Aufenthaltsort markiert. Zur Orientierung und Leitung entwickeln die Verfasser ein komplexes Informationsdesign. Rillenplatten sind als haptische Leitung in die weißen Linien integriert. Die Linien, die Sockel der Kiezsofas und die Wände der Räume unterhalb der Ringbahnhalle sind mit Richtungshinweisen beschriftet. Auch die Beleuchtung (s. unten) ist Teil des Informationsdesigns.

Für das denkmalgeschützte Empfangsgebäude ist eine Nutzung als gastronomische Einrichtung geplant. Fahrradstellplätze werden am südwestlichen Platzrand in Reihen parallel zu den Bahngleisen angeordnet. Über Bänder aus 1,2 m hohen Heckenreihen entsteht ein leichter Sichtschutz zur besseren Einbindung der Anlage in den Platz.

VICTORIAKIEZ Der Wartebereich der Haltestelle unter der Ringbahnhalle wird durch einen in das Linienmuster integrierten breiten Markierungsstreifen betont. Ein Hochbord ermöglicht barrierefreies Ein- und Aussteigen. Die Planstraße 4 ist den Vorgaben der Auslobung entsprechend zoniert. Die Zonierung wird durch das Linienmuster sowie in das Muster integrierte Rillenplatten unterstützt. Das Kehrgleis sowie die nördlich

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Die neu geformte Böschung des ehemaligen Bahndamms bildet mit einer Einfassung durch eine

73

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1254

und südlich geführten Radwege sind durch ein anderes Asphaltgemisch zudem farblich markiert. Der Gehweg ist durch ein Hochbord abgesetzt. Das zukünftige Fahrradparkhaus wollen die Verfasser in die Neubebauung der MK 3 Fläche integrieren. So soll der Radverkehr durch die Engstelle des Brückenbauwerks der Ringbahnhalle minimiert und mieden werden. Eine Baumreihe mit Fahrradstellplätzen (teilweise außerhalb des WB-Gebiets) fasst die Planstraße 4 im Norden räumlich. Zwei Kiezsofas trennen den kleinen Platz am ehemaligen Polizeigebäude von der Planstraße und fokussieren den Platz auf das Eckgebäude.

BELEUCHTUNG Die Beleuchtung dient nicht nur der Verkehrssicherheit sondern ist auch Teil des Informations- und Leitsystems. Mastleuchten und Anbauleuchten an den Oberleitungsmasten der Tram beleuchten die Plätze. Die Kiezsofas werden durch farbige Leuchten im Sockel inszeniert. Unter der Ringbahnhalle weisen farbige Beleuchtungsbänder als Teil des Informationssystems den Weg. Für jedes Quartier wird eine andere Lichtfarbe gewählt. oreszierender Partikel auch nachts dezent wahrnehmbar.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Die vielen unterschiedlichen Bewegungsrichtungen, die auf dem Platz zusammentreffen, werden durch die schwungvolle Linienführung des Platzes geleitet. Durch Bodenbelag und Form in die geschwungenen Linien integrierte Kiezsofas sind als Aufenthaltsbereiche und Treffpunkte in eine Blickbeziehung zum Wasserturm gebracht. Die Fahrradstellplätze sind größtenteils unter den Brückenbauwerken (Überdachung) vorgesehen Die Flächen um das Beamtenwohnhaus Süd werden in die Gestaltung eingebunden. Ein Sukzessionsgarten als Vorgarten des Gebäudes ist den. Durch eine separate Zufahrt wird das Gebäude von Süden her erschlossen. Der Wasserturm wird durch einen kleinen Platz mit dem gleichen Bodenbelag angebunden.

RUMMELSBURGER BUCHT angegeben organisiert. Der Asphaltbelag wird für die Nutzung durch den Schienenersatzverkehr in Aufbau und Mischung ertüchtigt. Eine Baumreihe bildet eine Raumkante zur Hauptstraße. Am Gehweg ist ein weiteres Mini-Kiez-Sofa positioniert.

74

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1254

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+ + 1004/438/566

+ + + + + + +

zusätzlich 7 Carsharing Stellplätze 18 Stellplätze abgesenkter Bordstein

23 PKW-und Taxi-PP/ 2 Behindertenparkplätze

+

Lichtmast in Bewegungsfläche muss geringfügig verschoben werden

+

+

+ + + + + + +

11 "Kiezsofas" und 62 lfm Sitzstufen 36 Stück 87 Lichtmasten, z.T. und Brückenbauten schematisch: visuelle Guides 69 Stück 3078 m²

Barrierefreiheit und Informationsdesign als integrale Teile des Gestaltungskonzeptes entworfen

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

75

Atelier LOIDL, Berlin und VIA, Berlin / 1. Rundgang

1255

76

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1255

LEITIDEE Das Ostkreuz wird mit seiner imposanten Gleisanlage als prägnantes Element gestärkt, indem seine einzelnen baulichen wie vegetativen Merkmale heauf den Vorplätzen implementiert werden. Die formal einheitlichen Vorplätze spannen die Bahnanlage des Ostkreuzes zwischen sich auf und formen

Rundbank um die mehrstämmige Robinie markiert als Blickfang den Eingangsbereich an der Simplonstraße. Westlich des historischen Empfangsgechen mit runden Metallbügeln in derselben Farbe angeordnet.

GESAMTKONZEPT Um den Charakter des Ostkreuzes als Ensemble zu stärken, werden die vier Vorplätze durch eine homogene Gestaltung verbunden. Neben einem einheitlichen Betonplattenbelag setzt der Entwurf auf die Inszenierung der bahntypischen Ruderalvegetation und eine radiale Formensprache in Anlehnung an die funktionalen Erfordernisse des Ortes als Verkehrsknotenpunkt. So sind Fahrradbügel und Sitzbänke als runde Formen entwickelt. Besonderes Augenmerk legen die Autoren auf die optimale Verknüpfung zwischen Fahrradverkehr und ÖPNV.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Als durchgängiger Belag wird wie auch auf den drei anderen Teilbereichen ein heller Betonplattenbelag im Format 16x70cm vorgeschlagen. Der Stein besitzt eine samtige feine Glimmertextur. Der Platzraum ist mit mehrstämmigen Robinien überstellt, die zum Travekiez ein lichtes Entree formulieren. Sowohl für das ehemalige Beamtenwohnhaus wie auch das historische Empfangsgebäude werden gastronomische Angebote als Cafe mit Deli bzw. Espressoschalter vorgeschlagen, um den Platz Belebung und Aufenthaltqualität zu verleihen. An der BahnÖkoschotter bis zum zurück gebauten Bahndamm. Diese ist durch eine geschwungene anthrazitfarbige Betonbank gefasst. Dahinter spannt sich nach Norden der neue baumbestandene Böschungsbereich. Ein Stabzaun aus anthrazitfarbigem Metall fasst die A+E-Fläche ein. Eine um das ehemalige Beamtenhaus angeordnete Terrasse aus anthrazitfarbigem Beton ist platzseitig von Sitzstufen eingefasst. Der Anliefer- und Technikbereich hinter dem neuen Cafe-Deli ist als Ort-

VICTORIAKIEZ Unter der Ringbahn wird der Belag konsequent weiter geführt. Die Haltestellenbereiche im Süden und weg mit 3m Gesamtbreite wird nördlich daran vorbei geführt. Die Organisation der Einzelnen Verkehrstrassen in bung. Entlang der Grundstücke von Polizei und Jugendherberge werden neue Einzelbäume gesetzt. Darunter sind partiell Fahrradbügel untergebracht. Beide Fahrradspuren des Radwegs werden auf Ebene des Gehwegs nördlich der Trambahntrasse geführt. Taxihalteplätze sind südlich des Kehrgleises angeordnet. Der Eingangsbereich an der Markstraße wird wie sein Pendant an der Simplonstraße durch eine Gruppe mehrstämmiger Robinien und eine Rundbank markiert. des MK3 ebenfalls Fahrradstellplätze. Der Bahnbereich ist durch Ruderalstreifen mit Gleispionieren anthrazitfarbigem Metall sichert das Areal zur Gleisanlage ab.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Wie sein Pendant im Norden ist der Vorplatz Ruzum Schienenbereich hin angelegt, die vom erwähnten Stabzaun abgeschlossen wird. Allerdings deutlicher geschwungener als diejenige im Nordbereich, da sie ihre dynamische Form aus dem Ratonbank und ein breiter Cluster mit den charakteristischen runden Fahrradbügeln. Das ehemalige Beamtenwohnhaus wird zum Mini-Club angebunden. Es erhält nach Süden eine Dreier-

77

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1255

deren größte mit der schon erwähnten Rundbank eingefasst ist.

RUMMELSBURGER BUCHT Der Vorplatz Rummelsburger Bucht organisiert die unterschiedlichen Verkehrsansprüche linear und zweckmäßig. Nach Norden und Osten ist der Begefasst. Die Nordkante des Gehwegbereichs bietet entsprechend der von den Verfassern postulierten Bedeutung funktionaler Fahrradinfrastruktur zwei radboxen wie auch herkömmliche Bügel. Dazu beAufzügen weitere Bügel im extra weiten Stand für Pedelecs. Mehrstämmige Robinien als Fortsetzung reich. Der Treppenabgang von der Kynaststraße wird mit einem abgerundeten grünen Balkon eingefasst.

BELEUCHTUNG Das Beleuchtungskonzept sieht mehrstrahlige Mastleuchten sowie in die Trammasten integrierte Leuchtkörper vor. In Bahnsteig- und Straßenbereichen soll eine Übernahme der DB-Vorgaben erfolgen.

78

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1255

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ + Kennzeichnung nicht eindeutig

+

960/460/500 Stk (im süden liegen STPL im Ideenteil)

+ + + +

Anlieferung möglich über Straßen- bahntrasse + Platzfläche, keine extra Ein- und Ausfahrt nur über Platz oder Straßenbahntrasse

Bebauung des Geländes des ehemaligen Polizeigrbäudes mit Fahrradständern

+ 19/17/+

+

+

Konflikt mit parkenden PKWs

+

Stabzaun Metall (Flächengröße bleibt vollständig erhalten) 235 lfm 30 13

+ +

+ -

+ +

54 Stk 4773 m² (Pflanzflächen einfach)

+ Bereich um Wassertum beplant, östlich des südöstlichen Quadranten als Ruderalplanzung

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

79

Hager Partner AG, Berlin und Ingenieurbüro Vössing Vepro GmbH, Berlin / Engere Wahl

1256

80

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1256

LEITIDEE Platz da! Mit dem städtebaulich überarbeiteten Ensemble des Bahnhofs Ostkreuz erhält Berlin einen weiteren bedeutungsvollen infrastrukturellen Baustein, der sich selbstbewusst einzureihen vermag, ordneter Bedeutung. Das Umfeld des Bahnhofes Aufgabe als Übergangsraum in die angrenzenden Stadtquartiere die vordringlichste Aufgabe darstellt. Es gilt die Stadt mit dem Bahnhof zu verbinden!

GESAMTKONZEPT Ein einheitlicher Platzteppich erstreckt sich über sämtliche Vorplatzbereiche. In den hellen Plattenbelag sind dunklere Plattenlinien eingelassen. Sie verweisen auf zentrale Platzelemente und sie queren die Straßenbahntrasse zur Betonung des Langsamverkehrs. mit Spiegelblechen verblendet, dem Stadtspiegel. Er bringt Licht in die Platzräume unter der Halle und die Spiegelungen schreiben das Zusammenspiel aus Oben und Unten in das Platzgefüge ein. Die Aufenthaltssorte bzw. städtischen Wohnzimmer in den Teilbereichen sind wiederkehrend mit einem roten Stadtsofa, Einzelbäumen und einer Leuchtstele ausgestattet. Auf den Vorplätzen Travekiez und Rudolfkiez wird jeweils ein Fahrradhaus eingerichtet. Analog zum geplanten DB-Gebäude im Victoriakiez, sind die Fahrradhäuser so platziert, dass sie sensible Platzbereiche vor den Beeinträchtigungen der nahen Gleislandschaft schützen.

Am ehemaligen Beamtenwohnhaus ist eine Fläche für Außengastronomie vorgesehen. Benachbart schließt sich ein niveaugleiches Wasserspiel an (abschaltbare Düsen). Einzelbäume (Linde, Ahorn) in diesem Bereich bieten Schatten. Im rückwärtigen Bereich des ehemaligen Beamtenwohnhauses sind 4 PKW- und 12 Fahrradstellplätze untergebracht. An der Neuen Bahnhofstraße bzw. Simplonstraße reicht der Platzteppich bis an die Straße heran. Der Belag besteht aus hellgrauen Platten (100 x 50), die eingelassenen Linien aus anthrazitfarbenen Platten (80 x 50). Die Tram-Trasse wird niveaugleich über den Platz geführt und von einer hellen Bodenlinie begleitet. Fußgänger und Radfahrer teilen sich die

VICTORIAKIEZ Auch im Bereich der Straßenbahnunterführung sind keine separaten Führungslinien für Radfahrer oder Fußgänger geplant. Lineare Sitzelemente bieten Sitz- und Wartemöglichkeiten an der Haltestelle. Entlang der Planstraße 4 ist nördlich und südlich der Trasse jeweils eine Radspur vorgesehen. Hier orientiert sich der Querschnitt an den Vorschlägen sich in Nähe der Unterführung bzw. des Treppenaufgangs zur Kynaststraße. Eine Aufweitung am Fuß der Treppe ist mit dem Belag des Platzteppichs ausgeführt (z.T außerhalb des WB-Gebietes). Von dort besteht auch Zugang zur geplanten Jugendherberge. Der nördliche Rand des Bearbeitungsgebietes wird von einer Baumreihe begleitet. Im Eingangsbereich an der Marktstraße entsteht ein von Bäumen überstandener Aufenthaltsbereich mit Außengastronomie und rahmenden Stadtsofa. Die Zufahrt zum ehemaligen Polizeigebäude erfolgt von Süden.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ

BEREICH SÜD Stadtsofas RUDOLFKIEZ gehend offen gehalten und bis an die Straßenkante gezogen (außerhalb des WB-Gebietes). Auf Höhe der Bushaltestelle wird eine Warteinsel mit Baum angeboten. Am ehemaligen Beamtenwohnhaus entsteht ein kleiner Vorplatz (Tenne) mit Stadtsofa und 2 Bäumen. Die Fläche wird durch das langfristig geplante, doppelstöckige Fahrradhaus von den Gleisen abgeschirmt. Als Zwischenlösung sollen

kann als Liegewiese genutzt werden. Die bestehende Baumreihe an der Simplonstraße wird hier fortgeführt. Hinter der Baumreihe bzw. entlang der Gleisanlagen schlagen die Verfasser die Errichtung eines einstöckigen Fahrradhauses vor. Bis zum Bau des Parkhauses sollen Fahrradbügel im bracht werden.

81

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1256

und in Nähe der Rolltreppen angeordnet werden. Die Verfasser schlagen vor den Bereich südlich der Hauptstraße (außerhalb WB-Gebiet) gestalterisch miteinzubeziehen. Der Gehweg erhält den gleichen großformatigen Plattenbelag und weitet sich im Bereich des Wasserturms auf. Ein Stadtsofa lädt dort zum Aufenthalt ein.

RUMMELSBURGER BUCHT Der Parkplatz nimmt die Haltestellen für Kiss& Ride und Taxis (Längsparker) sowie im Bedarfsfall für den Schienenersatzverkehr auf. Ergänzend werden überdachte Fahrradstellplätze entlang der Gleisanlagen angeboten. Als städtebauliches Pendant zur Randbebauung im Norden (MK 3) wird östlich des Parkplatzes ein mögliches Baufeld ausgewiesen (außerhalb WB-Gebiet). Der Treppenaufgang zur Kynaststraße wird durch die Verwendung großformatiger Platten im Gehwegbereich und eine Baumsetzung gestalterisch einbezogen.

BELEUCHTUNG Das Beleuchtungskonzept beinhaltet den Einsatz unterschiedlicher Leuchtmittel. Im Norden ist eine Kombination von Leuchten mit der Oberleitungstraschen von den Fassaden der Gebäude und über die Leuchtstelen im Bereich der Stadtsofas beleuchtet werden (Lichtpunkthöhe 8 m). Die Stadtsofas selbst werden indirekt illuminiert. Weitere Leuchtmittel werden außerhalb des WB-Gebietes vorgeschlagen, wie z.B. Straßenlampen entlang der Hauptstraße, Leuchten auf Bahnsteigen,eine Ausleuchtung der Unteransichten der Brückenbauwerke und eine Inszenierung des Wasserturms über Fassadenstrahler.

82

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1256

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ + keine Verkehrstrennung, durch Bänke nur 14,30 m statt 14,50 breit

+ + 991 / 586 / 405

+ + + + + + +

nur 4 PKW-PP statt 5, Baum vor dem Technikgebäude verschiebbar

13 PKW-PP, nach Maß 15 Taxi-PP, 2 Behinderten-PP SEV im Bereich der Taxiwarteplätze geplant

+

-

im Westen Baum, Holzdeck und Lichtmast auf Bewegungsfläche installiert

+

+ +

ca. 251,70 lfm = 3 Sofas, 18 Bänke; Holzdeck 51 m² 11 Stk.

+ + + + +

12 Stk. auf Oberleitungsmasten Tram, 6 Sonderleuchtstelen Ausleuchtung der Unteransichten 37 Stk. 850 m², A+E-Fläche fehlt kein Blindenleitsystem

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

83

A24 Landschaft, Berlin und VIC Planen und Beraten, Berlin / 2. Rundgang

1257

84

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1257

LEITIDEE Landschaften entlang stillgelegter Bahngleise prägen eine besondere Atmosphäre: gradlinige Gleise aus Stahl, Beton und Bahnschotter werden umgekreuz wird diese charakteristische Landschaft durch damms … verstärkt. Dieser besondere Charakter tion weitergegeben. …. Der historische Bahndamm

gen ausgeführt. Von sich kreuzenden Gleisanlagen inspiriert, werden kreuzförmige Sonderelemente in den Verband integriert. Der Gehweg entlang Simplonstraße / Neue Bahnhofsstraße ist nicht in die Fläche einbezogen. Das Beamtenwohnhaus ist vollständig in die Platzzwischen dem Haus und dem Technikgebäude. Ein Bereich für Außengastronomie zeigt einen Nutzungsvorschlag für das Gebäude. Die niveaugleich angelegte Tramtrasse wird durch einen Belagswechsel (Betonstein) und durch einen farbigen Aufmerksamkeitsstreifen markiert. Eine Reihe aus Markierungsnägel im Boden zeigen den nördlich geführten Radweg an. Ein großer Fahrradparkplatz, der langfristig durch ein Fahrradparkhaus ersetzt werden kann, liegt am südwestlichen Ende des Platzes.

GESAMTKONZEPT Als ein verbindendes Element zieht sich ein einheitlicher Bodenbelag, der Gleisteppich aus Natursteinplatten, über das gesamte Bearbeitungsgebiet. Die Ost-Westausrichtung des Reihenverbandes hebt die verbindende Absicht zusätzlich hervor. Die Raumbildung erfolgt ausgehend von den spekehrlichen Funktionen dominierten Flächen, bilden die Verfasser klare Raumkanten aus. Im Sinne der Leitidee wird der Bahndamm auf den anderen Flächen relikthaft durch locker verstreute seln in eine Archipel-Landschaft transformiert.

VICTORIAKIEZ Der Haltestellenbereich unter der Ringbahnhalle ist durch eine Erhöhung und durch die im BodenDie Angleichung an das Gehwegniveau erfolgt über Rampen. Die Zonierung der Planstraße 4 entspricht dem in der Auslobung gezeigten Querschnitt. Die Flächen mit Ausnahme der Gehwegbereiche sind in Asphalt ausgeführt. Die Gehwege sind erhöht. Der Radverkehr in dem sensiblen Kreuzungsbereich wird durch eine Markierung der Spuren und Piktogramme geleitet. Eine Lindenreihe im Norden fasst die Planstraße 4 räumlich. Den Auftakt und Übergang zur Victoriastadt bilden zwei auf dem Platz vor dem ehemaligen Polizeigebäude.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Der Vorplatz wird im Norden durch den ehemaligen Bahndamm begrenzt, den die Verfasser als Teil der Archipel-Landschaft begreifen und inszenieren. Eine Treppenanlage führt zu dem Aussichtsgleis, einem langgezogenen Band mit einer langen Sitzbank (Beton) und einer Plattform mit Blick über den Vorplatz. Die in eine regelmäßige, geschwungene Form übersetzte Böschung wird am Fuß von einem Betonsitzband eingefasst. Die bilden eine stark aufgelockerte lockere Raumkante entlang des Straßenraums. Als baumbestandene inselartige Erhöhungen werden sie von einem skulptural geformten Betonrand, der auch Sitzplatz ist, eingefasst. Birken, Robinien, Götterbaum und Bergahorn, die in einem Schotterbett stehen, symbolisieren die Landschaften entlang stillgelegter Bahngleise. Die Fläche des Platzes ist mit dem Gleisteppich aus Natursteinplatten subtil in grau/beige Tönen als Reihenverband in unterschiedlichen Breiten und Län-

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Vor dem Beamtenwohnhaus markiert eine linsel die Platzgrenze. Der Gleisteppich verläuft als durchgängiger Bodenbelag. Drei Linden als Fortsetzung der Baumreihe entlang der Gleisanlagen im Osten grenzen den Platz zum Bahngelände ab. Fahrradstellplätze werden unterhalb der Brückenbauwerke, zwischen den drei Linden und im Raum

85

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1257

unter der Ringbahnhalle angeboten.

RUMMELSBURGER BUCHT Der verkehrlichen Flächen sind mit einem Bodenbelag aus Beton versehen und den Anforderungen der Auslobung entsprechend ausgebildet. Der Gehweg ist mit dem Gleisteppich aus Natursteinplatten gestaltet. Zu den Bahngleisen hin bildet eine Lindenreihe eine Raumkante.

BELEUCHTUNG Die Beleuchtung des Bereichs Nord erfolgt über in die Oberleitungsmasten integrierte Leuchten und über Strahler im Bereich der Aussichtsplattform. Die Räume unter der Ringbahnhalle werden durch an der Brückenkonstruktion befestigte Leuchten illuminiert. Freistehende Masten beleuchten die Fahrradstellplätze.

86

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1257

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+ 886/464/422

+ + + + + + +

Zufahrt von Süden vorgesehen: keine 24m Wenderadius, Zufahrt von Norden denkbar, Parkplätze erfüllt 12 Stellplätze

16/4/2 Stück

+

+

-

Erschließung vorgesehen

+ +

9 großflächige Betonsitzkanten als Einfassungen (nur im Norden) 30 Stück 21 Lichtmasten vorgesehen z.T. in Trammasten integriert Befestigung an Brückenkonstruktion 108 Stück 2204 m² Bahndamm nicht barrierefrei erschlossen

+ + + + -

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

87

PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin und Hoffmann-Leichter Ingenieurgesellschaft, Berlin / 1. Preis

1258

88

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1258

LEITIDEE Gleichsam wird die Chance genutzt, bislang brachden boomenden Bezirken Friedrichshain und Lichtenberg zur aktivieren. Durch das gestalterische gelingt es einen großzügigen Gesamtraum ablesbar zu gestalten. So kann de Funktions- und Transitraum Bahnhofsumfeld auch zu einem attraktive Aufenthaltsraum für die angrenzenden Kieze werden.

keiten. Der Böschungsbereich ist in Gestalt einer großzügigen architektonischen Terrassenanlage Die beiden historischen Gebäude bespielen als wesentliche Architekturen den Platz mit Gastronomienutzung im Erdgeschoss. Das ehemalige Beamtenwohnhaus erhält eine Terrasse mit Treppenanlage nach Norden und Westen. Zum Gleiskörper im Westbereich wird der Raum durch Wandelemente gefasst. Diese bestehen aus ist im Raster mit Scharten perforiert und erlaubt so verschiedenartige Durchblicke auf die Bahnstrecke. Offene sterteppich. Der Verlauf des Radwegs nördlich des Abstellbereiche für Fahrräder (Fahrradständer in Typ und Anzahl nicht näher dargestellt!) werden an den Eckbereichen der Platzhälften im Südwesten und Nordosten organisiert.

GESAMTKONZEPT Der Entwurf hat zum Ziel, dem mächtigen Bahnhofsgebäude, eine adäquat proportionierte Fläche gegenüber zu stellen, um dieses im Stadtraum zu verankern. Einbauten weitgehend freigehalten. Ausstattungselemente sind im gesamten Bearbeitungsgebiet auf das Wesentliche reduziert. Dazu wird ein einheitlicher Materialkanon angewandt, der die traditionelle Berliner Materialverwendung aufgreift. Ein homogener Belagsteppich aus Natur- und Betonsparsame Vegetation wird ausschließlich in Gestalt einzelner Solitärbäume, die nicht weiter differenziert sind, im Eingangsbereich der Plätze verortet. Dazu am ehemaligen Bahndamm am Travekiez vorgesehen. Individuelle Sitzelemente als Stadtsofas und Beleuchtungsmasten prägen den neuen Stadtraum.

VICTORIAKIEZ Unter der Ringbahnhalle wird der Belag weitergeführt, zwischen den Aufzügen bieten zwei sich gegenüber stehende Stadtsofas Sitzgelegenheiten an. Die Haltestellenbereich ist durch Rampen ange-

Kontraststreifen aus hellem Beton sind darin integriert. Der Querschnitt Planstraße 4 entspricht den Vorgaben der Auslobung. Die Radfahrstreifen sind als Ortbetonbahnen auf Straßenniveau beidseitig der ÖPNV-Trasse geführt. Die Taxihaltestellen werden als Buchten aus Kleinabgesetzt. Mastleuchten und Trambahnmasten gliedern den Bereich vertikal. Der Regionalbahnbereich ist durch ein Wandelement abgeschirmt. Das Entree an der Markstraße wird analog zur Gestaltung am Travekiez durch ein Sitzelement mit kiert. Entlang der Grundstücksgrenzen von Jugendherberge und Polizei wird der Bestandsbaum zu einer Baumreihe ergänzt. Der Gehweg wird beidseitig bis auf Höhe den Eingang Jugendherberge weitergeführt.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Die Gehweganschlüsse und an Simplon- bzw. Neuer Bahnhofstraße werden aufgenommen und im Platzraum als Plattenwege fortgeführt, die Straßen-Baumreihen werden ergänzt. Als Hauptbelag prägt richtungslos verlegtes geÖPNV-Trasse ist mit Ortbeton ausgebildet. Der Verlauf des ehemaligen Bahndammes wird durch Baumsetzungen subtil nachgezeichnet. Analog zur ehemaligen Spontanvegetation sind diese charakunregelmäßig und in weitem Abstand zueinander gesetzt. Darunter bieten zwei große Stadtsofas, abgewinkelte breite -

89

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1258

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Analog zur Gestaltung im Norden ist der Vorplatz Einbauten angelegt. Die Ausstattungselemente wie Sitzelemente und Wandelemente und Mehrfachleuchte treten auch hier in Erscheinung. Nördlich der Bushaltestelle ist ein Aufenthaltsbereich mit Stadtsofa und Baumgruppe platziert. Die Fahrradständer werden unter Südkurve und Ringbahnhalle platziert. Der Gehweg der Hauptstraße im SüPlatzbereich weitergeführt. Die Straßenbaumreihe wird von Süden bis zur S-Bahnbrücke ergänzt. Der Vorplatz des ehemaligen Beamtenwohnhauses wird als Aufenthaltsbereich mit dem erwähnten Ensemble aus drei Bäumen um ein Stadtsofa und einer Mehrfachleuchte ausgestaltet.

RUMMELSBURGER BUCHT Der Durchgangsbereich Ringbahnhalle stellt gestalterisch eine Fortsetzung des Rudolfkiezes dar, an der östlichen Rolltreppe ist ein weiteres Stadtsofa platziert. fahrten, Taxi- und Kurzparkplätze sind analog zum Materialkanon im Victoriakiez gegliedert/gestaltet. Die Straßenbaumreihe der Hauptstraße wird nach Osten ergänzt.

BELEUCHTUNG Das Beleuchtungskonzept setzt mehrstrahlige Leuchten an abgewinkelten Masten im Platzbereich sowie einfache Mastleuchten (DB) an den Verkehrstrassen ein. Nicht gesondert dargestellte abgehängte Deckenleuchten sind unter der Ringbahnhalle vorgesehen.

90

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1258

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+

955/492/475 (nicht eindeutig zählbar)

+ + + +

Zu- und Ausfahrt möglich, aber nicht extra markiert, Befahrung über Platz Stellpätze für 19 Taxen über Platz

+ 10/10/2 PKW- /Taxi-PP nicht eindeutig von einander zu differezieren +

-

2 Leuchten in Bewegungfläche Feuerwehr

-

1 Leuchte in Bewegungsfläche + Bushaltestelle liegt teilweise innerhalb

+

kein Zaun sondern Sitzfläche mit Lehne

+ +

311 m 25 39 Leuchten Deckenleuchten 48 2000 m²

+ +

+ +

+

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

91

Lützow 7, Berlin und Ingenieurbüro Abraham, Berlin / Engere Wahl

1259

92

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1259
schließt sich eine Fläche für Außengastronomie und ein Gräsergarten mit einer langen Sitzbank, Spielangeboten und einem Wasserspiel an. Ein begrünter Erdwall entlang der Bahnlinie lässt dort einen geschützten Ort entstehen. Am ehemaligen Beamtenwohnhaus ist eine weitere Außengastronomie als Caféterrasse vorgesehen. Ergänzt wird der Aufenthaltsbereich durch zwei geneigte und mit Bäumen bestandene grüne Schollen. Sie begrenzen den rückwärtigen Zufahrtsbereich und die Stellplätze am Technikgebäude der Bahn.

LEITIDEE connecting Ostkreuz Die klare Zuordnung von Zonen hoher mobiler Frequenz, Bereichen offener variabler Platznutzung und Orten ruhigen Aufenthalts orientiert sich an den Nutzungsbeziehungen des Verkehrsknotens zu den umliegenden Quartieren. attraktive Aufenthaltszonen und bauen (...) ein jeweils platzinternes Bezugssystem zwischen den Angeboten am Platz, den Haltestellen und den Zugängen zum Bahnhof auf. Den Bahnhof Ostkreuz mit der Umgebung verknüpft die Bänderung der befestigten Flächen.

GESAMTKONZEPT bestehen aus Berlin-typischen, großformatigen Gehwegplatten (Beton), eingefügt in gesägtes Fahrradwege sind durch unterschiedliche Farbnuancen der Bänder gekennzeichnet. Die Bänderungen dienen der Orientierung und führen zu den jeweiligen Zielen im Kiez oder im Bahnhof. An ausgesuchten Stellen können die Bänder mit den Zielorten in Form von Intarsien beschriftet werden. Das Vegetationskonzept sieht Eschen, Eichen und Buchen als Solitärgehölze insbesondere im Bereich der grünen Schollen Nordwesten und am S-Bahngleis Simplonstraße

Sollte die Fläche für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, kann der Damm als Naturgarten präsentiert werden. Die Verfasser schlagen vor langfristig eine Fahrradstation mit Parkhaus, in Betreiber könnte der DB-Service (Call a Bike) oder ein privater Anbieter sein. Bis zur Einrichtung der Fahrradstation sollen Fahrradstellplätze im Bereich des Gräsergartens untergebracht werden. Weitere Fahrradstellplätze sind entlang der Simplonstraße vorgesehen. An der Bahnhof- und Simplonstraße sind Stellplätze als Längs- bzw. Querparker in den Entwurf aufgenommen. Fahrräder werden im Zweirichtungsverkehr nördlich der Tram-Trasse über den Vorplatz am Travekiez geführt.

Gleisanlagen angrenzen, bestehen die Baumreihen aus Kadsurabäumen (im Süden außerhalb des WBGebietes). Die Simplonstraße und das Grundstück der geplanten Jugendherberge werden jeweils von einer Ahornreihe begleitet. Entlang des Gehwegs an der Hauptstraße werden Linden vorgeschlagen (außerhalb WB-Gebiet).

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Die vorgeschlagenen Rasen- und Wiesenschollen auf dem Vorplatz Travekiez sind topographisch geneigt und können als Liegewiese unter Bäumen genutzt werden. Die Ränder der Schollen werden teilweise von Sitzmauern (Werkbeton) mit Westlich des historischen Empfangsgebäudes

VICTORIAKIEZ Die Haltestelle wird im Bereich der Unterführung angehoben, die Fahrbahn der Tram ist hier in Ortbeton ausgeführt. Die Verfasser schlagen vor die Wände der Unterführung nach einem künstlerischen Konzept zu gestalten. Die Decke könnte effektvoll mit leicht spiegelnden Aluminiumpanelen verkleidet werden, die zugleich eine Deckenbeleuchtung aufnehmen. Der Zweirichtungsverkehr für Fahrradfahrer bleibt im Bereich der Unterführung nördlich der Tram bestehen. Am östlichen Ende der Unterführung separiert eine Bänderung die Fahrspuren und führt eine Spur auf die südliche Seite der Planstraße. Fahrradstellplätze sind dezentral auf beiden Seiten der Planstraße untergebracht. Taxistand, Kiss & Ride, Wendeplatz und Kehrgleis sind in die übergeordnete Belagsgestaltung eingebunden. Der Treppenaufgang Kynaststraße ist mit einem Lift

93

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1259

ausgestattet. Östlich besteht Zugang zur geplanten Jugendherberge. Gehwegbegleitend führt eine Ahornreihe nach Osten und bildet eine deutliche Raumkante. An der Marktstraße kann eine grüne Scholle Zufahrt zum ehemaligen Polizeigebäude wird an der östlichen Grundstücksseite angeboten.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Auch im Süden verweisen Bänderungen im Boden auf bestimmte Nutzungen, Zugänge und Zielorte. Lineare Sitzelemente z.B. in Nähe der Bushaltestelle können zum Aufenthalt genutzt werden. Dem ehemaligen Beamtenwohnhaus im Westen sind zwei grüne Schollen vorgelagert. Weiter östlich, entlang der Gleisanlagen sind Fahrradstellplätze untergebracht. Zwischen den Rolltreppen im Bereich der Unterführung wird langfristig eine weitere Fahrradstation als eingehauste Parkierung (aus Sicherheitsglas) mit Stapelfunktion vorgeschlagen. Der Treppenaufgang Kynaststraße ist ebenfalls mit einem Lift ausgestattet.

RUMMELSBURGER BUCHT als Längsparker auf. Schienenersatzverkehr ist im Bedarfsfall möglich.

BELEUCHTUNG Auf den Plätzen werden Leuchtstelen mit mehrfach Leuchtköpfen und Pollerleuchten aufgestellt. Sitzelemente sollen mit Lichtleisten versehen werden. Die Unterführungen sind mit Deckenleuchten ausgestattet, das Gebäude MK3 mit Wandleuchten. Die Glasboxen der Fahrradstationen im Norden und Süden sollen effektvoll-hell beleuchtet sein.

94

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1259
Anmerkungen

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

+ +

+

-

ca. 668 / 314 / 354

+ + + + Vorfahrt Taxen ca. 18 m von Aufgang entfernt

+ + + 30 PKW-PP davon ca. 12 für Taxi

+

Beleuchtungsmast verschiebbar

+

im Westen ca. 12 Fahrradbügel im Weg, behebbar

+

Vorschlag für einen öffentlich zugänglichen "Naturgarten" 3 Sitzkanten , ca. 87 lfm Sitzbereich 20 Stk.

+ +

+ +

53 Leuchtstelen, Pollerleuchten Deckenbeleuchtung

+ +

108 Stk. 5175 m² kein Blindenleitsystem ca. 3m Böschung vor Technikgebäude

+ -

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

95

METTLER Landschaftsarchitektur, Berlin und RS Ingenieure GmbH, Achern / 1. Rundgang

1260

96

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1260

LEITIDEE stattung nehmen das Thema des Platzes, den Standort als Kreuzungsbahnhof und die Geschichte des Ortes auf. … Eine angenehme Koexistenz der vielfältigen Nutzungsansprüche von Bewegung und

tenpunkten wie am Mündungsbereich zur Neuen Bahnhofsstrasse, in den Randzonen und innerhalb von Aufenthaltsbereichen setzen sie zur Verlangsamung ein. Dadurch gelingt eine übergangslose Integratibereiche.

GESAMTKONZEPT Die gestalterische Verknüpfung aller vier Teilbereiche erfolgt über die Materialität des Bodenbelags, das Vegetationskonzept sowie über das Mobiliar. Für den Bodenbelag setzen die Verfasser bewusst Materialien ein, die typisch für den öffentlichen reits vorhandenes Material soll verwendet werden. Die Begrünung aller vier Vorplätze erfolgt ausschließlich durch Baumgruppen. Die Teilbereiche werden durch jeweils eine andere Baumart (Schnurbäume, Gleditischien, Zelkove, Gelbholz), differenbindendes Merkmal. Auf allen Plätzen sieht der Entwurf großzügig dimensionierte Sitzelemente aus Holz vor, deren Form an die jeweilige räumliche Situation angepasst wird.

ohne weitere räumliche Trennung integriert, ebenso wie die geforderten Pkw-Stellplätze, die nördlich des Gebäudes vorgesehen sind. Ein zentraler Fahrradparkplatz ist im südwestlichen Platzbereich geplant. Verwendet werden Doppelstockparker, die in das zukünftige Fahrradparkhaus übernommen werden sollen. Vor dem Eingangsbereich zum Bahnsteig im Süden wird eine Baumgruppe mit Sitzelementen als Aufenthaltsbereich vorgeschlagen. ahmte Wiese gestaltet, die über eine kleine Treppe erschlossen wird.

VICTORIAKIEZ Der Raum unter der Ringbahnhalle wird durch hellblauen Asphalt mit einem Linienmuster besonders hervorgehoben, um die Orientierung und Adressbildung an diesem Ort zu stärken. Blaue Asphaltfubindender Übergang in die östlich und westlich an-

BEREICH NORD TRAVEKIEZ gefasste Böschungskante des ehemaligen Bahndamms bildet die nördliche Platzkante. Locker verteilte Baumgruppen rahmen den freigehaltenen Bereich um die Tramtrasse und schaffen eine punktuelle Abschirmung hin zum angrenzenden Straßenraum. Sie sind kombiniert mit frei geformten Sitzelementen aus Holz. Ihre Form soll in abstrakter Form an den ehemaligen Bahndamm erinnern, während die Baumgruppen Bezug auf den ehemals ländlichen Charakter des Ortes nehmen. Die Zonierung der Fläche erfolgt durch eine Modikomfortable … Fortbewegung auf den hoch frequentierten und befahrenen Flächen zu ermöglichen, verwenden die Verfasser einen streifenförmigen Belag aus Platten Die Flächen jenseits der Ringbahnhalle sind als durchgängige Fläche ausgebildet, in die die Gleisanlagen inklusive Kehrgleis sowie Taxistand und Kiss&Ride Plätze integriert sind. Auch hier werden

Verband) verlangsamte Zonen markiert. Die nördlich und südlich verlaufenden Radspuren sind im Belag markiert. Im Süden, nahe dem Aufgang in die Ringbahnhalle sind weitere Doppelstockparker für Fahrräder vorgesehen. Bäume in einer locker gestellten Reihe, (teilweise außerhalb des WB-Gebietes) und Sitzelemente aus Holz in linearer Form am Gelände der zukünftigen JH schaffen Aufenthaltsbereiche und markieren eine Raumkante. Auf dem Platz vor dem ehemaligen Polizeigebäude wird durch eine lockere Baumgruppe mit einem frei geformten Sitzelement

97

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1260

ein weiterer Aufenthaltsort geschaffen.

die Lichtfarbe. Die Bereiche um Treppenaufgänge und Vertikalerschließung des Bahnhofs werden mit warmweißen Licht beleuchtet. Für die Räume unter der Ringbahnhalle sind streifenförmige LED-Leuchtbänder in hoher Dichte gepan der Decke spiegeln.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ

Aufenthaltsbereiche zwischen Beamtenwohnhaus und Fußgängerbrücke zoniert. Das Beamtenwohnhaus Süd ist in die Fläche integriert. Eine Baumgruppe mit Sitzelementen schafft einen Aufenthaltsbereich vor dem Gebäude. Weitere Bäume und Sitzelemente sind parallel zu den Gleisen zwischen Fußgängerbrücke und Ringbahnhalle angeordnet. Fahrradstellplätze sind in Form von Doppelstockparkern teilweise überdacht unter Fußgängerbrücke angeordnet. Der Raum unter der Ringbahnhalle erhält genau wie im Norden einen Bodenbelag aus blau gefärbtem Asphalt (teilweise außerhalb WB-Gebiet). Ein blauangrenzenden Platzbereiche aus. Die vorgeschlagene Anordnung der Fahrradstellplätze in Form von Doppelstockparkern im Bereich der Rolltreppe ist nur teilweise möglich.

RUMMELSBURGER BUCHT Die Fläche des südöstlichen Vorplatzes ist mit dem für alle Plätze verwendeten Bodenbelag als durchgängige Fläche ohne eine Separierung der Verder Hauptstraße bildet eine Raumkante. Dort wird der außerhalb des Wettbewerbsgebietes liegende Gehwegbereich durch den Bodenbelag in die Gestaltung integriert. Die geforderten Halteplätze für PKW sind integriert. Die dargestellten Fahrradstellplätze entlang der Gleisanlagen sind größtenteils außerhalb des Bearbeitungsgebietes platziert.

BELEUCHTUNG Die Verfasser schlagen ein differenziertes Beleuchtungskonzept für das Gesamtgebiet vor. Hoch frequentierte Bereiche sollen durch eine höhere Anzahl von Leuchten deutlich heller als die weniger frequentierten Zonen beleuchtet werden. Um die Orientierung bei Dunkelheit zu erleichtern erfolgt eine zusätzliche Differenzierung durch

98

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1260

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ + Haltebereich freigehalten, Kennzeichnung überlagert sich jedoch mit Fugenmuster

+ Doppelstockparker lfm: 197/121/66 entspricht ca. 748 Stellplätzen

-

+ + + + + + +

4-7m Durchfahrt denkbar, B- PP bedingt barrierefrei; z.T. über Kleinsteinpflaster erschlossen Jedoch keine Taxen im Bereich der Jugendherberge

26 Stück

-

Gehölze, Sitzelemente und Lichtmasten in Bewegungsfläche

-

2 Gehölze, 1 Sitzelement und 1 Lichtmast in Bewegungsfläche, Rummelsburger Bucht ok

+

Fläche unzugänglich durch etwa 2m Höhenunterschied

+ + + + + + +

15 Sitzelemente, 250 lfm Nord, 80 lfm Süd 20 Stück 103 Lichtmasten 600 Hängeleuchten 63 Stück 2600 m² Sukkzessionsfläche

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

99

betcke jarosch landschaftsarchitektur, Berlin und Fuhrmann Consultans, Berlin / 1. Rundgang

1261

100

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1261

LEITIDEE

ehemals vorbeifahrenden Züge erinnern. Dazu Form der ehem. Nordkurve und der neuen Südkurve auf.

terpappelhain überstellt, der nach Norden in eine und Landschaftsrablick auf die Kriminalprävention nicht vorgesehen. Lange Bankelemente fassen den Kirschenhain nach Westen und schließen den großen rasterförab. Die Baumscheiben sind in der der Form von abgerundeten Romben gestaltet. Unter diesem mächtigen Hain das Gros der Fahrradabstellplätze an Rechteckbügeln angeordnet. Für das historische Empfangsgebäude wird eine Kiosknutzung vorgeschlagen.

GESAMTKONZEPT Der Entwurf entwickelt für den Gesamtbereich ein durchgehendes Gestaltungskonzept. Beläge, Vegetation und Ausstattung werden durchgängig verwendet. Als Belag ist ein dunkles Rechteck-Betonlegemuster gewählt. Als Bäume kommen überwiegend Zitterpappeln in Säulenform zur Verwendung, im Bereich nördlich des Beamtenhauses auch Scharlachkirschen. Als Ausstattungselemente werden lange Beton-Bänke und rechteckige Metall-Fahrradbügel und konische Mastleuchten verwendet.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Die Parkstreifen und Gehwege an der Neuen Bahnhofstraße und der Simplonstraße werden im Platzraum fortgeführt, die werden Straßen-Baumreihen Platzbereich ergänzt. symbolisch an die Züge erinnern sollen. Zudem soll das feurige Streifenmuster die Fläche an für Fußgänger relevanten Orten gliedern und markieren, z.B. im Bereich der S-Bahnzugänge. Dagegen bleibt die ÖPNV-Trasse frei von diesen Aufhellungen. Der Radweg wird im Sinne des shared-space nicht gesondert auf der Fläche markiert. Zugunsten einer besseren Relation von reich wird die Kurve der Tram- und Bustrasse auf eine Innenradius von 30m verringert. Das Konzept stellt darauf ab, die Nordhälfte des Platzes frei von Einbauten zu halten. Dazu werden ehemaligen Beamtenwohnhauses angeordnet sowie 10m hohe Leuchten verwendet. Der ehemalige Bahndamm ist wird zurück gebaut und durch eine großzügige Sitzstufenanlage aus Betonstufen gefasst. Die anschließende A+E-Fläche ist von einem Zit-

VICTORIAKIEZ Unter der Ringbahnhalle wird das Belagsband in seiner Hell-Dunkel-Differenzierung weiter durchgeführt. An der südlichen Kante zum Gleiskörper sind Fahrradstellplätze und vier Bäume gruppiert. Die Gehwegaufweitung an der Ecke Marktstraße wird mit einem Solitärbaum und einem linearen Bankelement ausgestattet. Dieses zeichnet die Abrundung der Platzkante nach. Für das Erdgeschoss des ehemaligen Polizeigebäudes ist eine Cafénutzung vorgesehen. Der ÖPNV-Gleiskörper ist als Betontrasse bis zum Wendehammer vorgezogen. Das Kehrgleis ist als Rasengleis konzipiert. Der Fahrradwege verläuft beidseitig auf Straßenniveau. peln an der Grenze zu den Nördlichen Grundstücken rahmt den Straßenraum.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Analog zur Gestaltung im Norden ist der Vorplatz richtung mit wenigen Einbauten angelegt. Die Ausstattungselemente des Platzes am Travekiez treten auch hier in Erscheinung. An der nördlichen Platzkante wird eine lange Sitzbank mit Baumreihe platziert. Fahrradständer werden unter der Südkurve platziert. Der Gehweg der Hauptstraße wird angeführt. Eine durchgängige neue Straßenbaumreihe wird etabliert. Das ehemalige Beamtenwohnhaus erhält im Vorbereich einen offenen Platzbereich.

101

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1261

RUMMELSBURGER BUCHT Unter der Ringbahnhalle wird der Belag im Stil des Rudolfkiezes weitergeführt. Hier sind weitere Fahrradbügel angeordnet. Die Fahrspur, Vorfahrten, Taxi- und Kurzparkplätze werden aus Ortbeton, die Gehwege aus dem dominierenden Betonsteinbelag befestigt. Die Straßenbaumreihe der Hauptstraße wird nach Osten ergänzt. Längs des Gehwegbereichs ist eine lange Reihe Fahrradbügel angeordnet. Der Treppenabgang von der Kynaststraße ist mit dem prägenden Betonsteinbelag eingefasst.

BELEUCHTUNG Bis auf die großen drei zentralen Mastleuchten vom Typ Modullum mit 10m Höhe westlich des Kirschhains illuminieren 6m hohe Mastleuchten desselben Typs im Raster den Travekiez-Vorplatz. Das Beleuchtungskonzept sieht im weiteren Gebiet dieselben konischen Mastleuchten vor.

102

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1261

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ keine Kennzeichnung durch z.B. Materialwechsel

+

994/576/418

+ + + +

Zufahrt direkt hinter Kurve Neue Bahnhofsstraße Wendemöglichkeit nicht ersichtlich, eventuell über Platzfläche möglich über Platzfläche

+ 14/10/2 +

-

auf der Bewegungfläche stehen 3 Leuchten

-

Baum + teilweise Bank auf Bewegungsfläche

+

Bahndamm zurückgebaut + terrassiert durch Sitzstufen, Zaun 396 lfm 50 35 Stelenleuchten, 29 Kofferleuchten

+ +

+ -

+ +

175 2436 m² Rampe an Haltestelle Nord, Blindenleitstreifen fehlen Baumhain+Fahrrad außerhalb Planungsgebiet (Rummelsburgerbucht)

+

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

103

TDB, Berlin, Holzwarth, Berlin, und U.T.E. Ingenieur, Regensburg / 1. Rundgang

1262

104

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1262

LEITIDEE Entrée für das jeweilige Quartier. (…) Zur besseren Orientierung werden die einzelnen Quartiersvorplätze differenziert ausgestaltet. In Ergänzung und Fortschreibung der eigenen Charakteristika der unterschiedlichen Quartiere, wird durch Beleuchtung und unterschiedliche Aufenthaltsangebote ein jeweils eigener Charakter erzeugt und eine bessere

Teil des Vorplatzes. Im Übergang zum historischen Empfangsgebäude nimmt die wassergebundene Fläche Fahrradstellplätze auf. Weitere Fahrradstellgen. Weiter östlich, parallel zum S-Bahngleis, werden 2 Bankelemente angeboten. Belag aus Naturwerksteinplatten bis an die Straßenkante heran. Auf der Fläche sind mehrere verschleppte Stufenanlagen vorgesehen. Die entstefend auf dem Platz abgefangen. Die Stufenanlagen begrenzen den Zufahrtsbereich zum Betriebsgebäude der Bahn mit den dort untergebrachten Stellplätzen. Darüber hinaus werden durch sie zwei Bahnhofstraße fasst die Stufenanlage eine mit Robinien bestandene Fläche mit zentralem Bankeleehemaligen Beamtenwohnhauses bilden die Stufenanlagen eine Terrasse für Außengastronomie aus. -

GESAMTKONZEPT Ein einheitlicher Belag aus Naturwerksteinplatten thematisch zusammen. Die hohe Verteilerfunktion und die angestrebte hohe Aufenthaltsqualität der vier Vorplätze wird von den Verfassern räumlich in verschleppte Stufenanlagen mit Sitzstufen überführt (im Südosten außerhalb des WB-Gebietes). Mit den Stufenanlagen werden barrierefreie Bewegungsrichtungen gelenkt und zugleich Aufenthaltsbereiche ausformuliert. Die Verfasser schlagen vor jeweils einen Kiez-OMaten auf den Vorplätzen aufzustellen. Der KiezO-Mat erweitert das bekannte Sortiment (wie z.B. Fahrkartenautomat, Getränkeautomat) um eine Neuheit. Anwohner des jeweiligen Kiezes können sich anmelden und ein Fach im Kiez-O-Mat mit selbst hergestellten Produkten bestücken (z.B. mit kleinen Bildern, Postkarten etc.). Erworben werden können die Waren zu einem Einheitspreis von Jedermann. Der Kiez-O-Mat soll nicht nur ein Schaufenster für kreative Ideen aus den unterschiedlichen Quartieren sein, sondern auch Bahnfahrende und Einwohner miteinander vernetzen.

Die Tram-Trasse wird durch einen begleitenden Kontraststreifen bzw. Blindenleitplatten markiert. Eine schmale Linie auf der nördlichen Seite der Trasse deutet den Verlauf des Radweges an.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Die Grünstrukturen und Bodenbeläge des Annemirl-Bauer-Platzes werden aufgegriffen und auf platz mit einer umlaufender Sitzkante ausgestattet. Es schließt sich eine wassergebundene Fläche an, cker gestellte Baumgruppen aus Linden, Ahornen, Schnurbäumen und Robinien überstellen diesen

VICTORIAKIEZ In der Unterführung der Ringbahnhalle wird der Haltestellenbereich barrierefrei angehoben und der Kontraststreifen verbreitert. Nach Osten setzt sich das Blindenleitsystem verschmälert fort und markiert den Gehwegbereich. Pfeile im Bodenbelag separieren den Zweirichtungsradverkehr und lenken auf eine Fahrspur südlich der Trasse. Insgesamt entspricht der Querschnitt der verschiedenen Verkehrsarten im Bereich der Planstraße 4 dem Vorschlag in der Auslobung (Gehwegbreiten Nord und Süd leicht verändert). Der Treppenaufgang zur Kynaststraße wird durch einen Lift ergänzt. Benachbart besteht Zugang zur geplanten Jugendherberge. Der nördlich verlaufende Gehweg entlang der Planstraße 4 wird von einer Baumreihe und Bankelementen begleitet. Die kleilaufenden Stufenanlage und Bankelementen ausgestattet und wird von einer Baumgruppe überstellt (Schnurbaum, Bronze-Birke). Die Zufahrt zum ehemaligen Polizeigebäude erfolgt von Süden.

105

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1262

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ bauwerke und entlang der Gleisanlagen Fahrradstellplätze auf. Lineare Bankelemente mit Holzauflage bieten Aufenthaltsmöglichkeiten. In den Boden eingelassene Lichtbänder sind durch ein Blindenleitsystem ergänzt. Auf westlicher Seite reicht der Platzbelag bis zur Straßenkante. Am ehemaligen Beamtenwohnhaus wird eine kleiStufenanlage unter Bäumen (Schnurbaum, Linde) ausgebildet. Durch eine Aufweitung des Gehwegs zu einer kleides WB-Gebietes) in die Gestaltung mit einbezogen.

Boden eingelassen. Sie werden im Westen und Osten durch Lichtstelen ergänzt.

RUMMELSBURGER BUCHT Taxis, Kiss&Ride und Schienenersatzverkehr auf. Kombination aus Längs- und Senkrechtparkern. Dem Konzept der aufgeklappten mit Natursteinplatten befestigt, nach Osten grenzt ein Asphaltbelag an. Der Belag aus Natursteinplatten wird auf der gegenüberliegenden Straßenseite (außerhalb des WB-Gebietes) fortgeführt. Dort entsteht ein Entrée zum neuen Quartier an der mit einer auslaufenden Stufenanlage, einem Bankelement und Bäumen gestaltet. Der gegenüberliegende Treppenaufgang zur Kynaststraße wird ebenfalls mit einen Aufzug ausgestattet.

BELEUCHTUNG Ergänzend zu einer Beleuchtung der Bahn, des ÖPNV und der Straßen werden unterschiedliche Leuchtmitteln eingesetzt. Auf dem Vorplatz im Travekiez werden hohe, schräge Masten mit nach unten gerichteten Leuchten platziert. Durch ihre Höhe von ca. 9 m verfügen sie über einen Objektcharakter und treten in Dialog mit der Dimension des Bahnhofsgebäudes. Zusätzlich werden die Wege mit ca. 5 m hohen Lichtstelen ausgeleuchtet. Die gleichen Lichtstelen werden entlang der Planstraße 4 und dem Aufenthaltsbereich an der Marktstraße eingesetzt. Im Bereich Süd sind Lichtbänder in den

106

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1262

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+

-

842 / 360 / 482

+ + + +

10 PKW-PP statt 5 Vorfahrt Taxen ca. 57 m zugunsten des Radverkehrs nach Osten verschoben

+ + + 28 PKW-PP, 5 Taxi-PP, 2 Behinderten-PP

+

Bank ca. 6 m in Bewegungsfläche, verlegbar

+

im Westen Bank ca. 6 m in Bewegungsfläche, verlegbar

+

+ +

ca. 251,50 lfm = 7 Bankelemente, 7 Bänke, 1 Sitzmauer 30 Stk.

+ -

31 Leuchten, 481 Bodeneinbauleuchten keine Angaben

+ +

ca. 50 Stk. 3284 m² (A+E-Fläche fehlt)

+

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

107

sinai Gesellschaft für Landschaftsarchitekten mbH, Berlin und BPR., Hannover / 1. Rundgang

1263

108

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1263

LEITIDEE Zoom-in: Großstruktur und Kiezkultur Der Freiraum wird am Ostkreuz zum vermittelnden Medium zwischen der „Bigness“ eines der wichtigsten Verkehrskreuze Berlins und der kleinteiligen Nachbarschaft des Quartiers. Er vermittelt Einheit, Einfachheit, Maßstäblichkeit

Zum angrenzenden Straßenraum hin bilden zwei grüne Inseln eine halboffene Raumkante und schaffen eine Torsituation zum angrenzenden Quartier. Sie bestehen aus (Blumenesche, Robinie, Gleditschien und Gräser). Bänke (monolithische Blöcke aus hellem Beton) bieten beschattete Aufenthaltsmöglichkeiten. Die Tramtrasse ist um 3 cm abgesenkt. Sie wird durch Gussasphalt mit einer Abstreuung aus Basalt Stadtboden abgesetzt. Die Fahrradspur ist durch eine Punktrasterlinie aus Stahlnägeln markiert. Durch andere Materialien im Bodenbelag werden die dem Beamtenwohnhaus Nord zugeordneten Flächen erkennbar. Die geforderten Stellplätze sind nördlich von dem Gebäude angeordnet. Bäume binden sie räumlich ein. Zum Platz hin soll ein Biergarten entstehen. Ein großer Fahrradparkplatz ist am südwestlichen Platzrand vorgesehen. Dort soll auch das zukünftige Fahrradparkhaus entstehen. Die Grenze zu Bikeports (überdachte Fahrradstellplätze) gebildet. Für den Bahnsteig im südlichen Platzbereich ist eine Überdachung als Witterungsschutz vorgesehen. Drei Solitärbäume schaffen eine lockere Abschirmung des Bereichs von der Tramtrasse und rahmen den Blick auf das Beamtenwohnhaus.

GESAMTKONZEPT Über eine klare, einfache Struktur, wollen die Verfasser eine schnelle Orientierung bieten. Durch die Verwendung von drei einheitlichen Gestaltungselementen soll der Stadtraum um das Ostkreuz als dominanter Stadtbaustein erkennbar werden. Der Stadtboden als Bodenbelag aus Beton mit Reihen in Ost-Westrichtung betont eine Verbindung der Quartiere (Betonwerkstein mit Basaltvorsatz, Breiten 30/60/90cm, Reihen versetzt). Die Einfriedungen der Bahngelände sowie die Wände des Durchgangs unter der Ringbahnhallenbrücke sollen als aktivierte Vertikalen funktional und als Ansicht in den urbanen Raum eingebunden werden. Dazu verwenden die Verfasser Bikeports an Raumkanten und Galeriewände für Fotokunst an den Betonwänden der Brückenbauwerke. Baumhaine und Gräserfelder schaffen Aufenthaltszenden Quartieren. Durch die charakteristische Lamellenstruktur kennbare Auftaktsituationen entstehen. Das in einem einheitlichen formalen Duktus gestaltete Mobiliar (Bänke, Bikeports, Fahhrradbügel, Abfallbehälter) betont die Zusammengehörigkeit aller Teilbereiche und fördert zusätzlich die Wiedererkennbarkeit.

VICTORIAKIEZ Die Wartebereiche und Einstiege im Haltestellenbereich unterhalb der Ringbahnhalle setzen sich durch ab. Die Übergänge an beiden Enden der Haltestelle sind durch Zebrastreifen deutlich markiert. Die Planstrasse 4 ist den Vorgaben der Auslobung folgend zoniert. Die Fahrbahnen (Gussasphalt) für Tram, Bus und PKW liegen tiefer als der durch ein Hochbord gefasste Stadtboden der Gehwege. Die beiden nördlich und südlich geführten Radwege auf dem Niveau der Fahrbahn sind farblich markiert. Der Beginn des Plattenbelags des Stadtbodens unter der Ringbahnhalle signalisiert das Ende der Radwege. Eine Führungslinie leitet die südliche Radspur nach Norden. Im südlichen Gehwegbereich zwischen Neubau und

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Der Platz wird im Norden durch die begradigte, die Kanten des Beamtenwohnhauses aufnehmende Böschung des ehemaligen Bahndamms begrenzt. Terrassierten Sitzstufen am Böschungsfuß schaffen einen nach Süden und Westen orientierten Sonnenort. Die mit Bäumen in lockerer Anordnung gestalte-

109

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1263

Aufgängen zur Ringbahnhalle sind zwischen zwei Solitärbäumen Bikeports angeordnet, die gleichzeitig als aktivierte Vertikale eine räumliche Begrenzung bilden. Eine den Grenzen des Gebietes folgende versetzte Baumreihe bildet die nördliche Raumkante der Planstrasse 4. Ein wertvoller Bestandsbaum auf dem Gelände der JH ist berücksichtigt. Vor dem ehemaligen Polizeigebäude entsteht ein grüner Platz als Auftakt und Übergang. Bänke bieten Sitzplätze innerhalb eines Baumhains und Gräserfeldes zungen).

BELEUCHTUNG Die Beleuchtung erfolgt linear entlang der Raumkanten und der Tramtrasse sowie auf den Plätzen und Fahrradparkplätzen durch 8 m hohe Mastleuchten. Einige mit integrierten Leuchten ausgestattete Fahrradständer erhöhen die Helligkeit auf den Fahrradparkplätzen. An den Wänden der Ringbahnhallenbrücke im Bereich Nord und Süd (hier außerhalb des WB-Gebiets) sind die Lichtkästen mit Fotoprints eine zusätzliche Leuchtquelle mit künstlerischem Charakter.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Ein offener Platzbereich zwischen der historischen Fußgängerbrücke und den Aufgängen zu den Gleisen wird von einigen Solitärbäumen zur HauptBikeports bilden eine räumliche Grenze zu den Flächen der Bahnanlagen. Fahrradstellplätze sind, die Überdachungen ausnutzend, unter der Fußgängerbrücke und unter der Ringbahnhalle (teilweise im Bereich der Rolltreppen) angeordnet. Der Ideenteil mit dem Beamtenwohnhaus Süd wird durch den Stadtboden und die (Rotbuchenheckenstreifen) mit Bäumen (Gleditschien) tegriert. Eine dem Gebäude vorgelagerte offene zungen bieten. Der Wasserturm soll gestalterisch durch einen kleinen Vorplatz mit Bäumen entlang der Hauptstraße in das Wettbewerbsgebiet integriert werden.

RUMMELSBURGER BUCHT Als dienender Teil wird der Vorplatz wie in der Auslobung vorgeschlagen organisiert. Eine Raumkante zur Hauptstraße entsteht durch eine Baumreihe. Eine zweite Baumreihe in weitem Stand rhythmisiert die Reihe der Stellplätze. Die an der Grenze zu den Gleisanlagen vorgesehene Raumkante aus Bikeports beeinträchtigt aufgrund der stellenweise dadurch entstehenden Enge die Gehwegnutzung.

110

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1263

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+ 803/443/360

+ + + + + + + 12/2/0 Stück Gehweg, bzw. Ein-/Ausstieg setzt Verzicht auf den vorgesehenen Bikeport vorraus jedoch über Haltestellenbereich

+

+

+

+ + + + + + +

16 Bankelemente ca. 110 lfm ohne Sitzstufen 28 Stück, auch im Plan verortet 60 Lichtmasten 12 Lichtmasten 142 Stück 1679 m²

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

111

St raum a., Berlin und stadtraum, Berlin / 2. Rundgang

1264

112

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1264
Cafe bzw. Kiosk gastronomische Nutzungen, damit Ihre Terrassennutzung auf den Platzbereich ausstrahlen. Westlich des Empfangsgebäudes ist ein großer platziert. Von Sitzstufen

LEITIDEE

den Plätzen betrachtet werden kann.

Ziel der Gestaltung ist es, dem Bahnhof zu einem würdigen Umfeld zu verhelfen und die Plätze am Ostkreuz zu wahrnehmbaren innerstädtischen Freiräumen zu entwickeln.

ist mit Laubbäumen wie Ahorn, Linde, Robinie und Platane überstanden. Hier ist außerdem in Gestalt von Metallbügel-Reihen das Gros der

GESAMTKONZEPT Angesichts der Heterogenität des Umfelds wird eine changierendem gesägtem 15x30 cm vorgeschlagen. Der Belag ist im (Ost-) Kreuz-Verband in gebundener Bauweise eingebaut und überzieht als pixelartiger Teppich sämtliche befestigten Flächen des Bearbeitungsgebietes. Das Gesamtbild wir abgerundet durch lange sanft geschwungene Linien, die als dynamisches Leitlinien und Fertigteile aus weißem Sichtbeton. gruppierte, schattenspendende Solitärbäume rahmen die freien Platzzentren. Jeder der vier Quadranten wird mit einem Anhaltspunkt, einer digitalen Informationssäule markiert, die als Blickfang und Orientierungspunkt fungiert.

Nördlich des ehemaligen Beamtenhauses schließt sich in Richtung Bahndamm ein weiterer Rückzugsraum an. Die Betonkanten formen in vier Ebenen eine Sitzstufenanlage am Fuß der A+E-Fläche. Sie ist durch einen Zaun gesichert. Entsprechend der Idee, nicht anfahrbare Bereiche gestalterisch abzugrenzen, ist auch der FeuerwehrWendebereich östlich des Eingangsgebäudes mit Pollern markiert sowie der Bahnsteig am Regionalgleis mit Granitquadern akzentuiert.

VICTORIAKIEZ Unter der Ringbahnhalle wird die Gestaltung mit weiter geführt. Zugunsten eines beidseitigen durchgängigen Radweges nach Osten auf Niveau der Trambahngleise sind die Taxihaltestelle und die Kurzhalteplätze nach Süden an den Gleiskörper verlegt. Entlang der Grundstücksgrenzen von Polizei und Jugendherberge erfolgt eine Einfassung mit Sitzkanten und einer neuen Baumreihe. Das Entree an der Markstraße erhält ein Hochbeet mit drei Bäumen und umlaufender Sitzkante aus Beton als Rückzugsort in der beschriebenen Formensprache. Die Spitze der Platzecke wird durch einen weiteren Anhaltspunkt als Blickfang besetzt.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Der Platz am Travekiez wird an seiner Flanke zur Neuen Bahnhofstraße bis an die Fahrbahn herangezogen und mit Pollern abgegrenzt. Im Bereich Simplonstraße wird zugunsten eines offenen Zugangs auf eine Abpollerung verzichtet. Die Entreesituation Richtung Travekiez wird durch die Infostele Anhaltspunkt akzentuiert. Die ca. 12m hohe Säule bringt aktuelle digitale Informationen in den Stadtraum ein und fungiert nachts zusätzlich als weithin sichtbarer Leuchtturm. Die Straßenbahntrasse ist in weicher Separation eingesenkt. Durch die taktilen Streifen ist der Trassenverlauf der Traum in seinem Verlauf von weitem deutlich ablesbar. Ehemaliges Beamtenhaus und historisches Eingangsbauwerk erhalten als

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Während Belag und Ausstattungselemente identisch wie repräsentativen Travekiez eingesetzt werden, sehen die Verfasser den Südbereich schwerpunktmäßig als Erschließungsbereich. Das Beamtenwohnhaus im Süden soll als Mobilitätsstation mit Fahrradwerkstatt und Cafe sein Umfeld beleben. An dessen südlichem Rand werden

113

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1264

vier car-sharing–Plätze angeboten. Der Vorplatz des Gebäudes wird mit Amberbäumen räumlich gefasst. Östlich daran schließt sich eine große Fahrradbügel unter der S-Bahn-Brücke organisiert. Die Kante zum Gleiskörper wird durch einen BetonEdelstahl-Lamellen-Zaun ausgebildet, auf dem man auch sitzen kann. An der Bushaltestelle am ein Anhaltspunkt.

RUMMELSBURGER BUCHT Unter der Ringbahnhalle wird der Materialkanon fortgeführt, zwischen den Rolltreppen sind weitere Fahrradbügel platziert. Der Vorfahrtbereich wird als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Im östlichen Teil werden Längsund Schrägparkplätze angeordnet, die im Falle des Schienenersatzverkehrs zum Taxistand umgenutzt bzw. entfallen sollen. Der Taxi- und K+R-Bereich wird an einem 16cm hohen Sonderbord im westlichen Teil der Stellplatzanlage angeordnet. Im Fall des Schienenersatzverkehrs können hier die Busse barrierefrei halten. Die Nordkante zum Gleis ist wie im am Travekiez als Beton-EdelstahlLamellen-Zaun mit Sitzmöglichkeit ausformuliert. Der Brückenabgang Kynaststraße wird mittels gestalterisch angebunden.

BELEUCHTUNG Gemäß Erläuterungsbereicht sind in allen Bereichen Leuchten vorgesehen, so dass keine Angsträume entstehen. Im Nordteil sind konische Leuchtstelen eingezeichnet. Im Bereich der Brücken ist die Beleuchtung indirekt als spannungsvolle Akzentuierung der Architektur dargestellt.

114

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1264

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+

+

1012/460/552

+ + + +

+ + +

+

+

+

+ + 15 Stk

+ +

23 Stableuchten + 2 Infosäulen indirekte Beleuchtung, Anzahl unbekannt

+ +

92 Stk ca. 619m²

+

nur Blindenleitstreifen vorhanden

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

115

WES, Berlin und ARGUS, Berlin / 1. Rundgang

1265

116

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1265

LEITIDEE Die Barrierewirkung des Bahnhofes kann zwar nicht aufgehoben, jedoch deutlich abgemildert und der Bahnhof zu einem attraktiven Gesamtkomplex zusammengefasst (…) werden. Insbesondere werden die Quartiersverknüpfungen und die Blickbezüge über die auf Fußgängerniveau ebenerdig verlaufenden Gleisanlagen als besondere Qualität, sowohl funktional unter Orientierungsaspekten wie auch als positives Erleben eines lebendigen Verkehrsknotens, herausgearbeitet.

GESAMTKONZEPT Die o.g. Quartiersverknüpfungen und Blickbezüge werden mit unterschiedlichen Mitteln werden einheitliche Materialien verwendet, die ihrerseits mit den Bahnsteigen korrespondieren. Ein gezielt gesetzter Baumhain markiert den ehemaligen Bahndamm und verknüpft den Vorplatz mit dem Annemirl-Bauer-Platz bzw. Travekiez. Zurückhaltend gesetzte Baumgruppen und Solitäre im Wettbewerbsgebiet lassen Raum für die multiplen Anforderungen an den Bahnhofskomplex. Und die Blickbezüge zu den historischen und modernen Architekturen des Bahnhofs, zu den gegenüberliegenden Seiten und dem Wasserturm im Süden sind freigehalten.

Das ehemalige Beamtenwohnhaus erhält eine Terrasse auf Eingangsniveau. Es schließt sich ein heller, bündig eingelegter mit Baumgruppe an. Er nimmt 4 PKW- und 12 Fahrradstellplätze auf. Die Verfasser schlagen eine gastronomische Nutzung im Erdgeschoss des Gebäudes vor, die durch soziale Kiezeinrichtungen oder verschiedenste Initiativen ergänzt werden kann. Das historische Empfangsgebäude könnte neben einer Gastronomie zusätzlich einen Kiosk und Fahrradverleih aufnehmen. Lange, angewinkelte Sitzelemente in Nähe der Neuen Bahnhofstraße und Sitzstufen am Fuß der

Bäumen überstellt, ein eingerückter Zaun verhindert das Betreten. In Nähe des Technikgebäudes der Bahn sind 3 PKW-Stellplätze untergebracht. Ein großer Fahrradstellplatz ist südlich des neuen Hains entlang der Gleisanlagen vorgesehen.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Der Baumhain im Bereich des ehemaligen Bahndamms fungiert als „Filter“ und verknüpfendes Element. Unter hoch aufgeasteten Bäumen bieten frei angeordnete Sitzwürfel Aufenthaltsmöglichkeiten sich offen, urban und steinern. Der Bodenbelag changierendem beige-grau. Farblich schwach und unregelmäßig abgesetzte Streifen ziehen die Fläche zusammen. Das Fehlen dieser Streifen markiert die Zweirichtungsfahrradspur (3 m breit) und ihre „Mischfunktion“ nördlich der TramTrasse. Der Bereich der Tramgleise wird mittels schwach abgesetzt. Der genannte Plattenbelag der Straßenkante gezogen. Das Empfangsgebäude Beamtenwohnhaus stehen

VICTORIAKIEZ Der Bodenbelag des Vorplatzes Travekiez zieht sich unter der Ringbahnbrücke hindurch bis zur Marktstraße. Der Haltestellenbereich unter der Brücke wird im Zugangsbereich der Tram für einen barrierefreien Einstieg angehoben. In der Planstraße 4 sind die Taxibuchten nördlich der Tram-Trasse angeordnet. Es schließt sich ein Zweirichtungsfahrradweg (3 m breit) und dann der Fußweg an. Flache Hochborde markieren den Bereich der Fahrbahnen bzw. grenzen die seitlich angeordneten Rad- und Fußwege ab. Räumlichen Abschluss im Norden bildet eine Mauer mit Baumreihe. Die Mauer wird von Bänken begleitet. Vor dem ehemaligen Polizeigebäude an der Bankelement und Baum dargestellt. Der Treppenaufgang zur Kynaststraße ist unter Verwendung des gleichen Bodenbelags in die Gestaltung mit einbezogen. Benachbart ist ein Zugang zur geplanten Jugendherberge geplant, eine Zufahrt zum Gelände ist weiter östlich vorgesehen (Maueröffnung). Fahrradstellplätze und ein Baum sind westlich des Gebäudes MK3 geplant.

und ehemalige als Solitäre und

117

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1265

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Der Bodenbelag

im

Süden

entspricht

dem

Er erstreckt sich bis zur Straßenkante. Zur Betonung des Ost-West-Bezugs ordnen sich alle Elemente wie Fahrradständer, Bänke, Entwässerungsrinnen und Leuchten dieser linearen Anordnung unter. Doppelstöckige Fahrradständer sind unter dem Brückenbauwerk Südkurve, entlang der benachbarten Bahngleise und unter der Ringbahnhalle (zwischen den Rolltreppen) untergebracht. Am ehemaligen Beamtenwohnhaus sind Flächen für Außengastronomie mit einer vorgelagerten Baumgruppe dargestellt. Der Wasserturm (außerhalb des WB-Gebietes) ist von einer

RUMMELSBURGER BUCHT Behinderte und Kurzzeitparker auf. Entlang der Gleisanlagen sind Fahrradstellplätze unter einer Baumreihe angeordnet. Für die Fahr- und Aufstellzonen des Schienenersatzverkehrs wird ein Belag aus Beton vorgeschlagen. Zugunsten einer einheitlichen Gestaltung soll der Betonbelag mit Zugangsbereich am Treppenaufgang Kynaststraße erhält den gleichen Belag wie der angrenzende Gehweg.

BELEUCHTUNG Unterführung werden mit Strahlern an den Straßenbahnmasten und im freien Raster angeordneten, hohen Mastleuchten auf der

entlang der Ränder ausgestattet.

118

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1265

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+ +

+ + + + + + + 14 PKW-PP, 11 Taxi-PP, 2 Behinderten-PP

+

+

+

+ + + + + + +

ca. 275,5 lfm (12 Bänke, 15 Sesse, Sitzstufenanlage) 10 Stk. 38 Stk. (27 Stk. + 11 Stk. an Trammasten) durch Masten 78 Stk. 2630 m²

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

119

anton & ghiggi, Zürich und IBV Hülser AG, Zürich / 2. Rundgang

1266

120

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1266
wassergebundenen Decke bildet ein grünes Dach über den Fahrradstellplätzen. Im zentralen Platzbereich schaffen die Verfasser einen Aufenthaltsbereich um ein großes Brunnenbecken mit umlaufender Sitzmauer. Um das Becken sind Solitärbäume und Baumgruppen locker verteilt. Durch die Anordnung der Bäume wird der Wasserturm als visueller Bezugspunkt inszeniert. Das ehemalige Beamtenwohnhaus wird über eine Die geforderten Stellplätze liegen nördlich des Gebäudes. Ein Außenbereich für die von den Verfassern vorgeschlagene gastronomische Nutzung des Hauses ist am Fuß der Treppe vorgesehen. Die Flächen um die Tramgleise sind ohne Zonierung für alle Verkehrsteilnehmer offen. Der Radweg soll nördlich von der Tramtrasse geführt werden. Ob eine Markierung erfolgen soll, ist nicht eindeutig erkennbar. Der Bodenbelag schließt die Gehwege entlang Simplon- und Neuer Bahnhofstraße ein. Für das denkmalgeschützte Empfangsgebäude schlagen die Verfasser die Einrichtung eines Kiosk vor.

LEITIDEE Für eine selbstverständliche Orientierung bedarf klaren und einfachen gestalterischen Sprache, welche auf den vorhandenen Kontext Bezug nimmt. …Stadt, Landmarken und Wasser sind die Hauptakteure der neuen Bahnhofslandschaft Ostkreuz.

GESAMTKONZEPT Die Räume unterhalb der Ringbahnhalle werden gestalterisch als eigenständige Orte interpretiert. Als schimmernde Eingangszimmer heben die Verfasser sie u.a. durch einen farbigen Bodenbelag Alle anderen Flächen werden über eine einheitliche Materialität der Bodenbeläge (Betonplatten) und Einbauten (Klinker) gestalterisch miteinander verknüpft. Die vielen durch das regionaltypische Material Klinker geprägten historischen Bauwerke wie der Wasserturm sowie die nahegelegene landschaftlich geprägte Rummelsburger Bucht dienen dabei als kontextuelle Bezugspunkte. Für die Einbauten auf den Flächen werden Klinker als Baumaterial verwendet. Das Thema Wasser wird direkt und in abstrahierter Form visualisiert. Eine große Zahl von Bäumen soll im unmittelbaren Bahnhofsumfeld auf den landschaftlichen Kontext verweisen. Auf den Plätzen werden dafür Pappeln verwendet, die vom nahegelegenen Wasser (der Rummelsburger Bucht, Anm. d. V.) erzählen.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ (Ahorn, Esche, Robinie), die als Spuren des alten Bahndamms gedacht sind, bilden ein Eingangstor zwischen Travekiez und Bahnhofsvorplatz.

VICTORIAKIEZ Als wichtiger Ankunftsort soll der Bereich unter der Ringbahnhalle zum schimmernden Eingangszimmer mit repräsentativer und Identität stiftender Wirkung werden. Dazu werden Wände, Stützen und Decke des Bauwerks dunkelblau gestrichen und der Boden mit einem farbigen Mosaikbelag aus asphaltiertes Band ausgebildet. Im Haltestellenbereich sind beidseitig niedrige Sitzmauern für die wartenden Fahrgäste vorgesehen, die sich mit dem Bewegungsraum des angrenzenden Geh- und Radwegs überlagern. Um eine durchgehende Verbindung zu schaffen, wird der Radweg bis zur Marktstraße als 4,3 m breiter Zweirichtungsradweg auf der nördlichen Seite der Planstraße 4 an der Grundstücksgrenze entlang geführt. Die Fahrbahn ist entsprechend der Vorgaben der Auslobung organisiert. Radweg und Gehwege sind leicht erhöht. Für Taxen sind zwei

Bäumen bestandener Wildgarten ausgebildet. Eine hohe Klinkermauer mit integrierter Sitzstufe bildet Wildgarten. Die wassergebundene Wegedecke vor der Mauer vermittelt zwischen Platz und Garten. Der Fahrradgarten im Südwesten als zentraler Fahrradparkplatz mit einer Servicestation wird von einer niedrigen Sitzmauer aus Klinker eingefasst. Ein lockerer Baumhain auf einer

121

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1266
ausgestattet werden. Die Leuchten werden wie die Bäume überwiegend frei angeordnet, sowie versetzt entlang der Planstraße 4.

Wartebereiche an der südlichen Seite der Planstraße vorgesehen, einer davon im Fußgängerbereich. Dort sind an der Grenze zu den Bahngleisen auch ein Baum und weitere Fahrradstellplätze geplant. Räumlich gefasst wird die Planstraße 4 im Norden bis zur Kreuzung an Marktstraße durch eine Baumreihe, die den Bestandsbaum auf dem Gelände der JH integriert. Vor dem ehemaligen Polizeigebäude sieht der Entwurf auf der ansonsten offenen Fläche einen größeren Solitärbaum an der Marktstraße vor.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Der Bodenbelag (Betonplatten) soll durchgängig vom ehemaligen Beamtenwohnhaus bis zu den verlaufen. Unter dem Brückenbauwerk der Südkurve und entlang der Grenze zum Bahngelände sind Fahrradstellplätze vorgesehen. Unter einigen der frei angeordneten Baumgruppen und Einzelbäume bieten Sitzmauern Aufenthaltsmöglichkeiten. Wie auch im Norden, wird der Raum unter der Ringbahnhalle durch einen farbig gestalteten Mosaikboden sowie dunkelblaue Decken und Wände der Widerlager als schimmerndes Eingangszimmer inszeniert. Zwischen den Rolltreppen sind weitere Fahrradstellplätze angeordnet.

RUMMELSBURGER BUCHT Die als Längs- und als Schrägparkplätze organisierten Stellplätze innerhalb der durch einen sind in der Anzahl zugunsten von Fahrradstellplätzen leicht reduziert. Unter einigen der locker angeordneten Einzelbäume (teilweise außerhalb des WB-Gebietes) bieten Klinkermauern in Form von Rundbänken Sitzgelegenheiten.

BELEUCHTUNG Für die Beleuchtung schlagen die Verfasser Mastleuchten in zwei unterschiedlichen Höhen vor. Auf den multifunktional genutzten Flächen des Vorplatzes Travekiez werden 7m hohe Leuchten platziert, der Fahrradgarten und alle anderen Flächen sollen mit 4 m hohen Mastleuchten

122

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1266

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+

Haltebereich, sowie Ein-und Ausstieg freigehalten, Kennzeichnungsart nicht ersichtlich 882/459/423

-

+ + + + + + +

Jedoch Zufahrt vmtl. über wassergebundene Wegedecke Taxistände im Fußgängebereich südl. der Trasse

20 PKW- und Taxi-PP / 2 B-PP

-

Baumpflanzung vorgesehen

+

Freihaltung durch geringfügige Verschiebung der Wendefläche gewährleistet

+

2.2m hohe Klinkermauer, keine zusätzliche Umzäunung 364m Sitzkante 20 Stück 21 Lichtmasten Hängeleuchten 115 Stück 2654 m²

+ + + + + + +

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

123

Arriola & Fiol, Barcelona (E) und SCHLOTHAUER & WAUER, Berlin / 1. Rundgang

1267

124

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1267
Dazu kann Regenwasser kontrolliert gesammelt und in unterirdische Zisternen zur Bewässerung der Im Trassenverlauf der Trambahn sind die Betonplattengitter, die im gesamten Gebiet auch für sind, mit Asphalt ausgefacht. Der Fahrradweg verläuft nördlich der Trasse. Die westliche und nördliche Flanke des ehemaligen Beamtenwohnhauses wird gerahmt durch ein Parterre, eine . Sie ist als sonniger Aufenthaltsbereich konzipiert und dient auch der Regenwasser-Versickerung. Der nördliche Bahndamm ist zurückgebaut, die A+EFläche ist vollständig von Wald überstellt. Westlich des historischen Eingangsgebäudes wird ein Fahrradparkhaus mit Service- und Reparaturwerkstatt entlang des Bahndamms platziert. Die weniger genutzten Flächen sind im Sinne eines natürlichen Ambientes und für die erodiertem Granit ausgeführt.

LEITIDEE Der erste Schritt war die Feststellung der Schwere und Kraft der beiden Achsen, entstanden durch die Bahngleise (…), welche ein markantes urbanes Kreuz in das Stadtgefüge Ostberlins zeichnen, wie Auf dieses Kreuz wird ein um 45 Grad rotiertes Quadrat gelegt, welches mit einer Kantenlänge von ungefähr 400 Metern den unmittelbaren beschreibt.

GESAMTKONZEPT Im beschriebenen großen Quadrat wird ein smart grid breiten Betonplatten-Bändern ist durch BelagsQuadrate mit 6,4m Kantenlänge ausgefacht. Diese bestehen je nach Lage und Funktion aus

für Fußgänger- und Repräsentationsbereiche sowie stabilisierter Erdboden dort, wo die Flächen weniger frequentiert sind. Als amöbenförmige Formen liegen smart pools im Raster eingebettet - Fahrradabstellbereiche mit und ohne Baldachin oder auch Parterres, abgesenkte Die Großform des Quadrats erhält ein Baumgitter

VICTORIAKIEZ Unter der Ringbahnhalle wird die Belagsstruktur fortgeführt, der gemeinsame Fuß- und Radweg wird nördlich an der ÖPNV-Haltestelle vorbeigeführt. Der Querschnitt der Planstraße 4 wird gegenüber Er setzt sich als zunächst als Zweirichtungsradweg, der sich im Weiteren verjüngt, im Norden der Trambahntrasse fort. Im gesamten Trassenbereich ist das Betonsteingitter mit Asphalt befestigt. Der Taxistand ist an den südlichen Rand des Wendehammers verlagert, Taxihaltebuchten sind im Süden der Tramtrasse vorgesehen. Die Grenze zum Grundstück von Jugendherberge und ehemaligem Polizeigebäude wird im Sinne des Quadrantenkonzepts vollständig aufgelöst. Die Eingangssituation zur Markstraße wird mit einem Parterre und Säulenpappeln ausgebildet. Der östliche Rand des Quadranten Victoriastadt ist dem Gesamtkonzept folgend tangential mit Ostkreuzwald besetzt.

rasterartiger Ostkreuzwald konzipiert. Dieser bildet einen akustischen und visuellen Puffer zur Umgebung. Innerhalb dieses Waldes erzeugen die Verkehrsinfrastrukturen und offenen städtischen Flächen das Bild einer Lichtung in Ellipsenform.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Der nordwestliche Quadrant wird am Straßenraum der Simplonstraße durch eine Allee am alten Bahndamm und zur Neuen Bahnhofstraße durch einen Waldstreifen gefasst. Hier ist ein Fahrradpool in das Baumraster eingeschoben, eine amöbenförmige, um 0,4m eingesenkte Fläche mit mehreren Reihen Metallbügeln für je 2 Fahrradstellplätze. Bei Bedarf können diese Fahrradpools mit einem Baldachin ausgestattet werden. Auf dieser schwebenden Überdachung sind Solarpannele angebracht. Die so gewonnene Energie wird für die Beleuchtung des Areals nutzbar.

125

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1267

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Im südwestlichen Vorplatz sind insgesamt drei Parterres in das quadratische Belagsraster eingefügt. Zwei fassen westlich und östlich das ehemalige Beamtenwohnhaus ein. Dessen Südseite ist dicht mit Wald gesamte Tangente des südwestlichen Quadranten der Bushaltestelle an der Ringbahnbrücke. Ein Fahrradpool wird unter der Südkurve eingeschoben. In der Perspektive ist ein Metallzaun zum Gleiskörper dargestellt, der sich in seiner Formensprache an die Baldachine der Fahrradpools anlehnt. Gemäß dem Gesamtkonzept werden die Belags- und Vegetationsstrukturen südlich des Realisierungsteils fortgeführt.

RUMMELSBURGER BUCHT Unter der Ringbahnhalle wird das Belags-Raster fortgeführt, hier ist ein weiterer Fahrradpool platziert. Die Taxihaltebucht im Süden der Parkierungsanlage erhält eine lange Passagier¬über-dachung, die sich formal an die Baldachine anlehnt. Der Treppenabgang Kynaststraße in das Belags- und

BELEUCHTUNG In Schnitte und Perspektiven (in Grundrissen nur partiell), werden ca. 12m hohe Mastleuchten für die Beleuchtung der Bereiche dargestellt. Die Solaranlagen auf den smart pools werden als Quellen der Stromerzeugung für die Platzbeleuchtung ausgewiesen.

126

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1267

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+

+

405/280/125 (andere Zahlen im Entwurf)

+ + + + nur Taxi

+ + + ca.30/4/2

+

+

+

+ +

200 (nur in den Kosten ersichtlich) 100

+ -

Solarzellen auf Dächern der Radpools

+ +

153 im Plangebiet, viele außerhalb Plangebiet, 600 Stck. in Kosten 2076m² (4564m² mit A&E)

deutliche Ausweitung des beplanten Bereichs: Waldstreifen in angrenzende Quartiere ; Umfeld des Wasserturms einbezogen; Skatepark; Fahrradpool

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

127

bbzl, Berlin und ISAPLAN, Leverkusen / Anerkennung

1268

128

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1268
führt zu den Sitzgruppen einer Außengastronomie und weiter westlich zu Sitzgruppen unter Bäumen. Die randseitig verlaufende Pergola begrenzt den Zufahrtsbereich zum Technikgebäude der DB. Die Stellplätze sind dort unter einer Baumreihe angeordnet. Weiter nördlich schließt sich die mit des Technikgebäudes wird die Fläche von einer Mauer gefasst.

LEITIDEE überlagern sich zwei Hauptbewegungsrichtungen. Vorgeschlagen wird daher eine Zweiteilung in

die Längsrichtung und bündelt die Bewegungen zwischen den Quartieren. (…) Dagegen fasst der Flügel alle Querungs- und Funktionsbereiche ihrer Nahtstelle einen prägnanten Kontrast, der als Leitmotiv die Orientierung vereinfacht. (…) Mit der Zonierung.

GESAMTKONZEPT Der dunkle Belagsrahmen umfasst jeweils die zwei Platzbereiche bzw. Flügel im Norden und im Süden. Teilweise wird der Rahmen durch raumbildende Elemente verstärkt. So z.B. entsteht zwischen Neuer Bahnhofstraße und ehemaligem Beamtenwohnhaus eine Pergola, entlang der geplanten Jugendherberge eine Mauer mit Gehölzreihe und am Parkplatz im Südosten ein Gehölzrahmen. Befestigt wird der mit einem dunklen Belag aus Betonplatten bzw. Betonfertigteilen. Der Flügel erhält einen hellen, geschliffenen Asphaltbelag mit mineralischen Zuschlagstoffen. In den hellen und den dunklen Belag sind jeweils kleine Kreuze in der Farbe des Anderen eingelegt bzw. aufgeprägt. Die Kreuze sind in einem Raster parallel zur Stadtbahn angeordnet.

VICTORIAKIEZ Fahrradfahrer werden im gesamten Bereich Nord im Zweirichtungsverkehr nördlich der TramTrasse geführt. Im Bereich der Unterführung sollen Fahrradfahrer, wie im Verkehrskonzept vorgesehen, absteigen. Die Verfasser regen dennoch an zu prüfen, ob Bus, Tram und Fahrräder auf einem Streifen von 14,5 m tatsächlich sinnvoll unterzubringen sind. Alternativ könnte die aktuelle Bus- und Tramroute beibehalten werden. In der Unterführung wird die Haltestelle für einen barrierefreien Zugang angehoben. Östlich besteht Zugang zum Treppenaufgang Kynaststraße und zur Jugendherberge. Der Gehweg zum Vorplatz an der Marktstraße wird von einer Mauer mit Baumreihe begleitet. Dort werden Sitzmöbel unter Bäumen angeboten. Die Zufahrt zum ehemaligen Polizeigebäude erfolgt von Süden. Zugunsten einer Führung von Fahrrädern auf der nördlichen Seite der Planstraße 4 sind die Stellplätze für Taxis im Süden der Planstraße angeordnet. Dem Konzept folgend, sind die Ränder mit einem dunklen Belag und die

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Der Gehölzbestand des Annemirl-Bauer-Platzes wird aufgegriffen und in Form eines lockeren Hains auf den Vorplatz übertragen. Der im Raster angeordnete Hain bildet einen räumlichen Abschluss zu den Bahngleisen und nimmt dort Fahrradstellplätze auf. In diesem Bereich ist nach Angaben der Verfasser auch die Realisierung eines Fahrradparkhauses der Hain allmählich auf. Dort schließt sich ein Aufenthaltsbereich mit Sitzelementen bzw. Sesseln an, die in verschiedenen Winkeln zueinander sich in Nähe des Haus-Bahnsteigs. Das Beamtenwohnhaus öffnet sich auf seiner Westseite zum Platz hin. Eine Terrasse mit Stufen BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Auch im Süden

werden

die

innenliegenden

umfasst (im Gehwegbereich an der Hauptstraße außerhalb des WB-Gebietes). Vereinzelt bieten Sitzmöbel die Möglichkeit zum Aufenthalt. Zwischen den Rolltreppen und unterhalb des Brückenbauwerks Südkurve sind Fahrradstellplätze angeordnet. Der ehemalige Wasserturm (außerhalb des WB-Gebietes) wird über eine platzartige Aufweitung mit Außengastronomie gestalterisch mit einbezogen. Vor dem ehemaligen

129

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1268

RUMMELSBURGER BUCHT Der Parkplatz im Osten wird von einer rahmenden Baumreihe gefasst. Neben Stellplätzen für Taxen, Kiss & Ride und den SEV nimmt er zusätzlich Stellplätze für Fahrräder auf.

BELEUCHTUNG Das Beleuchtungskonzept unterstützt die Zweiteilung in , indem die beiden Bereiche jeweils mit Lichtmasten in unterschiedlichen Lichtfarben und -stärken beleuchtet werden. Die Leuchten sollen vor Ort getestet und aufeinander abgestimmt werden. Der wird von Lichtmasten in Reihe begleitet, der Flügel auf dem Vorplatz Travekiez mit Lichtmasten in freier Setzung. Zusätzlich sind dort mehrere Strahler an den Lichtmasten montiert, so dass die Flächen unterschiedlich ausgeleuchtet werden können.

130

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1268

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+ 860 / 440 / 420

+ + + + + +

12 PKW-PP statt 5 Taxen im Süden platziert, Nachrückerverfahren nicht funktional

Winkel im Westen leicht verändert

9 PKW-PP, 14 PKW-/Taxi-PP, 2 Behinderten-PP

+

+

Bank ragt leicht in westliche Fläche, behebbar

-

teilweise durch Mauer eingefasst, Einfriedung unklar

+ + + + + + +

121 lfm = 90 Sessel, 29 Bänke 10 Stk. 42 Stk. Lichtmasten mit Effektstrahlern durch Stelen 87 Stk. 3500 m²

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

131

ANNABAU, Berlin und Schüßler-Plan, Berlin / 1. Rundgang

1269

132

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1269

LEITIDEE Ziel des Entwurfes ist es, die unterschiedlichen Flächen durch eine einheitliche, klare und übersichtliche Gestaltung zu einem Bahnhofsbereich zu verbinden, der dem Bahnhof eine Adresse im Stadtraum gibt.

die Begradigung der Böschung des ehemaligen Bahndamms und die Einfassung mit einer Sitzmauer

GESAMTKONZEPT Das Ziel der Verfasser ist es, eine Verbindung der Vorplätze zu erreichen. Dazu verwenden sie wiederkehrende Gestaltungsthemen und einheitliche Gestaltungselemente (Bodenbeläge, Vegetation, Leuchten, Mobiliar). einem Bodenbelag aus Betonplatten und in eine baumbestandene, räumlich geschlossene Fläche mit wassergebundener Wegedecke wird auf jedem der vier Vorplätze, angepasst an die jeweiligen räumlichen und funktionalen Randbedingungen, wiederholt. Über Baumart und Bodenbelag wollen die Verfasser indirekt auf die Prägung des Entwurfsgebietes durch den Bahnverkehr verweisen. verwendet. Als ein innerhalb von Bahnanlagen die Eigenart des vom Bahnverkehr geprägten Gesamtraums Ostkreuz betonen. Das Fugenraster der Betonplatten des Bodenbelags entspricht der Normalspur der Gleise der DB (1,435m). Der Kreuzverband bezieht sich auf die sich kreuzenden Gleisanlagen. Dunkle Rahmungen im Bodenbelag zur Hervorhebung und Markierung von Bereichen verweisen auf die Linearität der Gleise. Eine Robustheit in Gestaltung und Materialität soll der hohen Zahl der Nutzer gerecht werden.

Die offene Platzmitte ist von Einbauten freigehalten. Bänke und Lichtmasten sind an den Rändern platziert. Die Tramtrasse ist niveaugleich angelegt. Eine Muldenrinne dient gleichzeitig als Führung für den Radverkehr nördlich der Gleise. Um Ränder, Einbauten und Gebäude auf Fußgängerverkehr im Bereich von Verkehrsanlagen zu lenken, werden diese mit Bändern aus dunklen Natursteinplatten (Basalt) umrahmt.

integriert. Die geforderten Stellplätze liegen im Birkenhain. Für das Empfangsgebäude wird eine Kleinmarkthalle (z.B. mit Blumenladen, Kiosk, Bäcker) vorgeschlagen. Der Vorplatz endet am Gehweg Simplonstraße / Neue Bahnhofsstraße. entlang

VICTORIAKIEZ Unter der Ringbahnhalle sind Rad- und Gehweg auf einer Fläche zusammengefasst. Dort bieten Bänke im Haltestellenbereich Wartemöglichkeiten, engen

BEREICH NORD TRAVEKIEZ eine offene, befestigte Platzmitte. Die Baumhaine werden als Symbol für den ehemaligen Bahndamm verstanden, die eine ebensolche Torsituation zum Travekiez schaffen. Sie beinhalten jeweils Fahrradparkplätze, die langfristig durch Fahrradparkhäuser ersetzt werden können. Im nördlich gelegenen Birkenhain sollen zusätzlich Pavillons (Kiosk, WC) errichtet werden.

Um eine Kreuzung mit den Gleisen zu vermeiden, wird der vom Travekiez kommende Radweg bis zur Marktstraße als Zweirichtungsradweg (Breite 3 m) nördlich von den Gleisanlagen geführt. Die Fahrbahn für PKW- und Tramverkehr auf der Planstraße 4 ist den Vorgaben der Auslobung entsprechend angelegt. Die Taxiwarteplätze sind ausschließlich direkt vor dem Zugang zur JH vorgesehen. Die Kiss& Ride Plätze sowie der Ausstieg für die Taxen sind in unmittelbarer Nähe zu den Aufgängen zur Ringbahn geplant. Um Wendeschleife zu vermeiden, soll eine Anlieferung mit großen Fahrzeugen ohne die Notwendigkeit des Wendens in der Planstraße 4 über den Vorplatz Travekiez erfolgen. Räumlich wird die Planstraße 4 im Norden von

133

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1269
Auf den Plätzen werden Lichtmasten verwendet. Um jeweils eine möglichst große Fläche zu beleuchten, sind diese mit Leuchten in unterschiedlicher Höhe und Ausrichtung bestückt. Weitere Leuchten sind in die Oberleitungsmasten der Straßenbahn integriert. Die Räume unter der Ringbahnhalle sollen mit einer Lichtdecke aus in Metallblech versenkten LEDStablampen (Nord) und Deckenleuchten (Süd) ausgestattet werden.

einer Birkenreihe (im Bereich des Versprungs auf dem Gelände der JH) gefasst. Unterhalb der Bäume werden Fahrradstellplätze angeboten. Im Gehwegbereich sind Sitzbänke vorgesehen. Als Entree Nordost und Übergang zur Victoriastadt wird der Platz vor dem ehemaligen Polizeigebäude mit einem Birkenhain auf einer dreieckigen Außengastronomie genutzt werden kann.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Der Vorplatz wird dem Konzept folgend gegliedert und gestaltet. Ein Birkenhain vor dem Beamtenwohnhaus mit Fahrradstellplätzen (teilweise im Ideenteil) schließt Westen hin räumlich ab. Das Beamtenwohnhaus wird durch einen vom Vorplatz separierten Zugang erschlossen. Zwischen Fußgängerbrücke und den Aufgängen zur Ringbahnhalle bieten Bänke Sitzgelegenheiten. Dunkle Bänder im Bodenbelag heben die Bänke und die Aufgänge (Fußgängerbrücke, Rolltreppen) an der Hauptstraße. Unter der Ringbahnhalle sind zwischen den Rolltreppen weitere Fahrradstellplätze platziert.

RUMMELSBURGER BUCHT Der Vorplatz wird durchgängig mit dem Bodenbelag aus Betonplatten gestaltet. Die einzelnen Funktionsbereiche sind durch dunkle Bänder markiert. Die Haltestellen für den Schienenersatzverkehr werden verlagert. Sie sind unterhalb der Ringbahnhalle direkt an der Hauptstraße geplant. Dadurch kann die Fahrspur auf 3 m verengt werden und es entsteht Raum für eine Birkenreihe mit Fahrradstellplätzen an der Hauptstraße (teilweise im Gehwegbereich außerhalb des WB-Gebietes). Als östlichen Abschluss schlagen die Verfasser einen Birkenhain (außerhalb des WB-Gebietes) vor.

BELEUCHTUNG Eine optimale Beleuchtung aller Flächen bei einer möglichst geringen Anzahl dazu notwendiger Einbauten auf den Flächen ist das Ziel des Konzepts.

134

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1269

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt

Anmerkungen

+ +

+ + 1050/547/502 (davon 108 Stück im Ideenteil)

+ + -

Zufahrt soll über Tramtrasse erfolgen, Wendesituation nicht gelöst

Baumreihe mit Fahrradständern teilweise außerhalb der Planungsgrenze

+ + etwa 20 Stellplätze Haltebereich unter der Ringbahnbrücke auf die Hauptstraße verlegt

-

Sitzbank auf Aufstellfläche, Lichtmast in Bewegungsfläche muss geringfügig verschoben werden

-

Sitzbänke und Lichtmasten in beiden Wendebereichen

-

30 cm hohes Mäuerchen, Fläche begehbar

+ + + +

24 Sitzbänke, 130 lfm 15 Stück 44 Lichtmasten 600 Deckenleuchten 111 Stück, Bestandsbaum auf Victoriavorplatz nicht vorhanden 2675 m² Rasenflächen nur visuelle Markierung

+ + -

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

135

r+b landschaft s architektur, Dresden und Ingenieurbüro EVTI, Dresden/ 2. Preis

1270

136

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1270
Die Fahrradstellplätze werden westlich des ehemaligen Beamtenwohnhauses und westlich des historischen Eingangsgebäudes als Bügelreihen angeordnet. Zusätzlich ist jeweils ein unterirdisches Fahrradparkhaus auf der Nord- und Südhälfte des Platzes aufgestellt. Fahrradwegeabgrenzung und Leitstreifen aus hellem Betonstein markieren die Bewegungsrichtungen im Platzbereich zusätzlich.

LEITIDEE Vier Quadranten, ein Motiv! Unter der Prämisse einer Begegnungszone im Sinne des „shared space“ werden die Verzahnung von Funktion und Gestaltung sowie von Betrieb und Ästhetik zusammengeführt. monofunktionaler Durchgangs- bzw. Verkehrsraum hinaus wachsen: zu einem zeitlosen und an Gleichzeitigkeiten reichen Ort.

GESAMTKONZEPT Das Freiraumkonzept zielt darauf ab, die unterschiedlichen Charaktere der angrenzenden Quartiere und die Nutzungsansprüche an das Bahnhofsumfeld zu einer Einheit zu verschmelzen. Ziel ist die Gestaltung von vier hochwertigen eindeutige Identität und Adresse herausbilden können. Teppich aus dunklem und hellem Granit-

ergibt sich aus der Bezugnahme auf verschiedene Nutzungen und Bewegungsströme. Wichtige Aufenthaltsbereiche werden durch Bodenmarkierungen aus zwei- und dreidimensionalen Ostkreuzen, Intarsien bzw. Sitzmöbel aus Sichtbeton, markiert. Haine aus Gleditschien und Schnurbäumen akzentuieren die Raumgliederung.

VICTORIAKIEZ Das Belagskonzept wir unter der Ringbahnhalle konsequent fortgeführt. Der verläuft nördlich des mit Leitsystemen ausgestatteten Haltestellenbereichs des ÖPNV. Im Bereich der Jugendherberge verschwenkt der Verlauf der nördlichen Fahrradspur bis direkt an die Grundstücksgrenze. Ansonsten ist die Trassengliederung wie im Vorschlag der Senatsverwaltung übernommen. Eine Reihe aus Bäumen rahmt den Grenzbereich zum ehemaligen Polizeiareal. Entsprechend der Fußgängerbewegungen ist der Straßenbereich im Verlauf der Planstraße 4 als hell-dunkles Streifenmuster ausgebildet, welches sich im Vorbereich der Ringbahnbrücke verdichtet. An der Marktstraße formuliert eine Dreier-BaumGruppe mit Betonbänken und Ostkreuzen ein Entree.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Der südwestliche Vorplatz ist im Hinblick auf Belag und Ausstattung analog zum Nordbereich gestaltet. Zwei von Bäumen überstandene trapezförmige Ostkreuze eingelassen. Ein Fahrradparkhaus ist östlich der Fußgängerbrücke platziert, die Fahrradbügel stehen im Paket westlich davon, weitere sind unter der Südkurve untergebracht. Der Gleiskörper wird mit einem Zaun abgegrenzt. Der Vorplatz des ehemaligen Beamtenwohnhauses wird als Aufenthaltsbereich vorgeschlagen konzipiert und ist mit Bänken, Ostkreuzen und Bäumen ausgestattet. In seiner Südwestecke steht ein weiteres Fahrradparkhaus.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Entlang der gesamten westlichen Platzkante wird ein durchgängiger Gehweg (mit Längsparkstreifen) vorgesehen. Der Bahndamm wird im Süden abgetragen, im Norden bis auf Höhe des Knicks der Neuen Bahnhostraße zurückgebaut. Die Böschung wird mit geschwungenen Sitzstufen aus Sichtbeton eingefasst. Die A+E-Fläche ist dicht Im Belag eingelassene wie auch als Sitzmöbel mit Ostkreuze aus Sichtbeton markieren Sitz- und Aufenthaltsbereiche im westlichen und südlichen Platzareal. Eine große ansteigende Sitzstufe bildet das Zentrum des NordWest-Platzes. Dort sind die Ostkreuze zusätzlich mit Fontänen ausgestattet.

137

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1270

RUMMELSBURGER BUCHT Der Belagsteppich wird unter der Ringbahn durchgeführt, zwischen den Rolltreppen sind Fahrradstellplätze angeordnet. Die Vorfahrtssind nachgewiesen und im den beschriebenen Belagsvarianten dargestellt. Drei Betonbänke abgetrennten Gleisbereiches bieten Sitzplätze für die Taxikunden. Eine nach Norden eingerückte Schrägparkplätze. Die Treppe zur Kynaststraße ist, wie der gesamte Bereich südlich der Hauptstraße, in die Gestaltung mit einbezogen.

BELEUCHTUNG Im Beleuchtungsplan wird ein Raster aus Mastleuchten als Einfach- oder Doppelausleger dargestellt. In den Baumhainen sind zusätzlich Bodenleuchten integriert. Unter der Ringbahnhalle kommen (nicht weiter bezeichnete Lichtbänder) zum Einsatz. Für alle Leuchten wird LED-Technologie bevorzugt.

138

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1270

Anforderungen erfüllt ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) + Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke + Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) + Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd + Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKW+ PP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW + (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von + Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) + Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) + PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) + Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich + (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten + freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik + Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) + Abfallbehälter (Anzahl) + Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) + Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) + Vegetation Baum (Anzahl) + Vegetationsflächen (m²) + Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten +

Anmerkungen

Leuchte innerhalb Bewegungsfläche behebbar

Gesamter Südbereich unter Rudolfkiez und Rummelsburger Kiez ist gestaltet

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

139

Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden und SVU, Dresden / 2. Rundgang

1271

140

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1271
vorgesehen. Im Bereich des Neuen Bogens eingefärbten, mittelformatigen Plattenbelag und rahmenden Plattenstreifen besonders betont. Es wird vorgeschlagen das ehemalige Beamtenwohnhaus im Erdgeschoss gastronomisch zu nutzen und auch die Obergeschosse überwiegend für Nutzungen mit öffentlichem Charakter vorzuhalten (z.B. als Bürgerhaus oder Terrasse und Außenbestuhlung in die Nutzung einbezogen. Ein Belagswechsel im rückwärtigen Bereich bzw. am Technikgebäude der Bahn markiert die dort vorgesehenen Andienungs- und Westlich des historischen Empfangsgebäudes ist eine Fahrradstellplatzanlage mit überdachter Doppelstockabstellmöglichkeit vorgesehen. Die Flächen und das Parksystem können langfristig für ein Fahrradhaus umgenutzt werden und durch eine weitere Etage ergänzt werden. Die Verfasser empfehlen eine Verknüpfung dieser oberen Etage mit der Fußgängerbrücke. Das benachbarte Empfangsgebäude könnte begleitende Nutzungen wie z.B. Fahrradwerkstatt, Verleih, Info, WC aufnehmen (s. weitere Erläuterungen für ein mögliches Betreiberkonzept im Erläuterungstext der Verfasser). Die Verfasser empfehlen die Verwendung von einheitlichen und robusten Ausstattungselementen aus einer Produktfamilie (Leuchten, Bänke, Abfalleimer und Fahrradbügel). Für die Möblierung des Neuen Bogens soll jedoch eine individuelle Serie aus ‚Abteilbänken‘, bahntypischen Equipment und kleinen, farbig leuchtenden Lichtpollern konzipiert werden, Bahnnutzung des Nordbogens.

LEITIDEE Mit dem Konzept wird das Ziel verfolgt, den zahlreichen Nutzungen eine robuste Plattform zu geben, gleichzeitig aber auch einen gestalterischen Zusammenhang herzustellen. Dennoch erhalten die Vorplätze durch die individuelle Ausbildung der

jeweils sehr unterschiedliche Qualitäten beinhalten.

GESAMTKONZEPT Die Beläge der Vorplätze folgen einer einheitlichen Konzeption. Hoch frequentierte Bereiche bzw. Plattenbelag befestigt (Beton). Kleinere

Beamtenwohnhäuser, der Treppenaufgang zur Tram-Trasse werden mit mittel- oder kleinformatigen Platten von den Hauptplätzen leicht abgesetzt.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Der ehemalige S-Bahn-Damm wird als Thema aufgegriffen und umgeformt. Als Neuer Bogen mit zwei breiten Öffnungen werden die Grünzonen leicht angehoben (ca. 2,5 m) bzw. als Rasenböschung wird der Neue Bogen mit lockeren Birkenreihen. Die zwei parallel verlaufender Wege (Tenne) assoziieren die alten Gleisspuren und die angebotenen Sitzmöbel Seitenwangen an S-Bahn-Bänke. So entsteht das Gefühl in einem „Grünen Wagen“ zu sitzen und von dort aus die umliegende Szenerie zu beobachten. in diese Gestaltung mit einbezogen. Die dem

Sie kann als Liege- oder Picknickwiese genutzt eine große Abteilbank angeboten. Die rückwärtige,

Zur besseren Anbindung an den Travekiez wird vorgeschlagen die Simplonstraße für den MIV zu z.B. Wochenmärkte oder Feste). Der begleitende Gehweg wird mit großformatigen Platten befestigt. An der Neuen Bahnhofstraße sind PKW-Stellplätze

VICTORIAKIEZ Ohne wird nördlich der Tram-Trasse ein 3 m breiter Orientierungsstreifen von Sonntags- bis Marktstraße (farbliche Kennzeichnung im Plattenbelag) für Radfahrer angeboten. Im Bereich der Unterführung sei laut Verfasser eine verbindliche Kanalisierung jedoch erforderlich. Der Haltestellenbereich der Tram ist durch ein 3 cm hohes Bord (Combicord) markiert. An der Planstraße 4 werden die Taxibuchten entlang der Tram-Trasse angeordnet und bis in Sichtweite des Treppenaufgangs Kynaststraße gerückt. Am Aufgang Kynaststraße werden Fahrradbügel

141

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1271
Motorräder vorgesehen. Im Bedarfsfall kann der Parkplatz auch durch den Schienenersatzverkehr sind mit unterschiedlichen Belägen befestigt. Die Fahrspur und die Haltebuchten für Kiss & Ride sind mit einer Betondecke ausgeführt. Die kleinformatigen Plattenbelag, der Gehweg entlang der Gleisanlagen einen großformatige Plattenbelag. Am südlichen Rand des Parkplatzes verläuft eine kurze Baumreihe. Am östlichen Ende fasst eine Sitzkante den grünen Kopf des Parkplatzes Der Treppenaufgang zur Kynaststraße wird in die Gehweggestaltung mit einbezogen. Gegenüber, im Vorfeld der Neubebauung, entsteht eine kleine Gebietes).

angeboten, benachbart besteht Zugang zur Jugendherberge. Eine Baumreihe mit Mauer Gebietes) setzt sich fort bis zum kleinen Vorplatz an der Marktstraße, mit einer Unterbrechung im Zufahrtsbereich zum ehemaligen Polizeigebäude. einer umlaufenden Sitzmauer und Bäumen gestaltet. Zur sichern Querung der Marktstraße wird dort eine vorgezogene Fußgängerquerungsstelle mit LSA vorgeschlagen (außerhalb WB-Gebiet). Der Gleisbereich und die Stellplätze im gesamten Bereich Nord sind mit einem kleinformatigen Gleisbereich wird durchgängig mit einem 3 cm hohen Breitbord markiert, der ergänzend zu den taktilen Elementen als Leitelement dient. Menschen mit Mobilitätseinschränkung werden durch eine

geführt.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Die beiden Vorplätze im Süden werden durch ein breites umlaufendes Plattenband als äußere Kontur zusammengefasst (im Bereich des Versprungs außerhalb des WB-Gebietes). Das Band erstreckt sich bis zu den im Osten und Westen. Innerhalb der Kontur sind Ausstattungselemente wie Sitzbänke, Mastleuchten und Fahrradbügel an den Rändern angeordnet. Gemäß des übergeordneten Gestaltungskonzepts setzt sich der Bodenbelag am ehemaligen Beamtenwohnhaus von seinem Umfeld und von Bäumen überstellt. Direkt am Gebäude Unter dem benachbarten Brückenbauwerk und zwischen den Rolltreppen unter der Ringbahnhalle ist jeweils eine doppelstöckige Fahrradabstellanlage vorgesehen. Am Wasserturm (außerhalb des WB-Geländes) entsteht ein kleiner Vorplatz, befestigt mit einem kleinformatigen Plattenbelag. Eine Sitzkante und ein Freisitz bieten Aufenthaltsmöglichkeiten.

BELEUCHTUNG An der Bahnhof- und Simplonstraße werden die gleichen Leuchttypen wie in den angrenzenden Straßenräumen fortgeführt. Im Bereich der sein. Im Norden wird eine Beleuchtung im Bereich der Tram-Trasse mit den Masten der Fahrleitungen kombiniert. Um die Anzahl weiterer Maststandorte auf ein Minimum zu begrenzen werden weitere Mastleuchten vor allem an den Platzrändern ehemaligen Beamtenwohnhäuser und des Empfangsgebäudes sind mit Wandleuchten ausgestattet.

RUMMELSBURGER BUCHT Der Parkplatz ist mit Schräg- und Längsparkern organisiert. Neben Kiss&Ride, Kurzparkern und

142

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1271

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt Anmerkungen

+ +

Kehrgleis zu kurz eingezeichnet

+ + 1141/593/548

+ + + + +

keine Behindertenparkplätze 12 Taxi-PP, 8 PKW-PP, Haltebucht Anlieferung 16m

nur im Westen beachtet

30 PWK-PP, 2 B-PP, 12 Motorrad-PP

-

Flächen verschoben um ca. 5m nach Osten

+

Mastleuchten behebbar

-

Zaun nach Norden versetzt, Böschungsstatik/Stützwand unklar 378lfm 30 Stk 16 Masten, 10 Stk in Fahrleitungsmasten, Wandleuchten 20 Stk, Pollerleuchten 10 Stk, ca. 6 Leuchten Sonderserie

+ +

+ + + -

95 Stück 4055m² Bord zu niedrig, Blindenleitstreifen vorhanden

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

143

GTL Landschaftsarchitekten, Kassel und R+T Ingenieure, Darmstadt / 1. Rundgang

1272

144

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1272
Die Tramtrasse wird durch die Verwendung eines kleinformatigen Betonsteins von der mit Betonplatten (50 x 155 und 75 x 155 cm) im Eine Markierung leitet den Fahrradverkehr in einer Spur nördlich entlang der Trasse.

LEITIDEE Die zeitlose Gestaltung schafft unter Einbeziehung für urbane Aktivitäten aller Art.

GESAMTKONZEPT Ein Belag aus Betonplatten in zwei unterschiedlichen Formaten im Reihenverband sowie Bänke in einer langen, leicht gebogenen Sonderform sind einheitliche Gestaltungselemente aller vier Vorplätze. räumlichen Kontext. Locker gestellte Einzelbäume in den Bereichen westlich der Ringbahn beziehen sich auf den landschaftlich geprägten Charakter der Bahndamms. In den Bereichen östlich der Ringbahn folgt die Anordnung der Bäume den vorhandenen linearen Strukturen der Gleise.

unmittelbar an die Simplonstraße und Neue Bahnhofsstraße herangeführt, schließt die Gehwege also ein. Zwischen dem Bahnsteig im südlichen Platzbereich und den Aufgängen in die Ringbahnhalle wird eine Baumgruppe mit Sitzelement als Aufenthaltsbereich angeboten.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ einer Betonsitzstufe gefasste Böschungskante des ehemaligen Bahndamms begrenzt. Eine zweite Stufe innerhalb der Böschung schafft einen Locker gestellte Einzelbäume und Baumgruppen (Bergahorn, Sandbirke, Robine, Gleditschie) auf hybrides Park-Platz-Kontinuum. Das ehemalige Beamtenwohnhaus erhält ein vorgelagertes Treppenpodest mit einem Außenbereich für die von den Verfassern vorgeschlagene gastronomische Nutzung. Ein langes Sitzelement und ein Wasserspiel aus niedrigen Fontänen betonen den Aufenthaltscharakter des nördlichen Platzbereichs. Im Südwesten des Platzes soll der vorgeschlagene große Fahrradparkplatz sukzessive in drei Abschnitten durch ein Fahrradparkhaus ersetzt werden. Die Verfasser wollen an diesem Ort ein bauliches Element mit einer großen Wiedererkennbarkeit über die leichte, transparente Konstruktion des Fahrradparkhauses, seine organische Formensprache und die Integration von Bäumen in das Gebäude schaffen.

VICTORIAKIEZ Die markierte Radspur nördlich der Tramtrasse wird innerhalb der Unterführung fortgesetzt. Die Teilung danach in zwei separate Fahrspuren entlang der Planstrasse 4 wird durch eine Markierung und Piktogramme angezeigt. Asphalt von dem Belag aus Betonplatten abgesetzt. Eine Baumreihe (Robinien; teilweise außerhalb des WB-Gebiets) fasst die nördliche Fläche bis zur Marktstraße ein. Einige Fahrradstellplätze und eine kurze Baumreihe sind neben dem zukünftigen Neubau vorgesehen. Auf der ansonsten offenen Fläche vor dem ehemaligen Polizeigebäude bietet eine langgestreckte Bank Aufenthaltsmöglichkeiten.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Der Bodenbelag verläuft durchgängig ehemaligen Beamtenwohnhaus bis zu

vom den

Einige locker gestellte Gleditschien und eine Bank bieten einen Aufenthaltsbereich zwischen Fußgängerbrücke und den Aufgängen zur Ringbahnhalle. Ein großer Fahrradparkplatz ist unter den Brückenbauwerken platziert, ein weiterer unter der Ringbahnhalle. Das ehemalige Beamtenwohnhaus soll als Atelierhaus jungen Unternehmen aus der Kreativszene Räume bieten. Über den durchgehenden Bodenbelag, locker gestellte

145

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1272

Bergahorne sowie die Ausstattung (Bank und Fahrradstellplätze) wird der Ideenteil gestalterisch in den Realisierungsteil eingebunden.

RUMMELSBURGER BUCHT Die Fahrbahn und die potentielle Fläche für den Schienenersatzverkehr sind durch einen Belag aus Ortbeton von den Stellplätzen (Taxen und Kurzparken) und von dem nördlichen Gehweg entlang des Bahngeländes abgesetzt. Durch eine Baumreihe (Robinien) wird der Platz zum Bahngelände hin räumlich gefasst. Unter den Bäumen sind Fahrradstellplätze angeordnet.

BELEUCHTUNG Das Beleuchtungskonzept richtet sich nach den Sicherheitserfordernissen. Es akzentuiert und inszeniert zugleich einzelne Bereiche. Für die Vorplätze sehen die Verfasser Mastleuchten in unterschiedlichen Höhen vor. Einzelne Bäume sowie die denkmalgeschützten Gebäude auf Plätzen erhalten zusätzlich eine Akzentbeleuchtung. Für die Räume unterhalb der Ringbahnhalle ist das Ziel, … eine taghelle, freundliche Atmosphäre, die kein Gefühl eines Angstraums aufkommen lässt … zu schaffen. Dazu verwenden die Verfasser die Lichtsegel, ein Deckeninstallationen aus Edelstahlblechen mit integrierten Lichtbändern, die auch tagsüber als markante gestalterische Treppenaufgängen unterstützen als zusätzliche Lichteffekte die Inszenierung dieses Bereichs.

146

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1272

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt Anmerkungen

+ -

+ + 912/416/496

+ + + Baumpflanzungen teilweise innerhalb des Geländes der Jugendherberge 11 PKW-PP, Taxihalt nach hinten verschoben

+ + + 25 PKW-PP, 2 B-PP

-

Bäume und Bank in Aufstellfläche

-

Bewegungsfläche um 4m nach Westen verschoben

-

keine Einzäunung

+ + + + + + +

119lfm 15 Stk Masten 35 Stk 2 Sichtsegel 85 Stk 3000m²

Rummelsburger Bucht: Fortführung des Gehweges als „grüner Weg“ durch die Grünfläche entlang der Hauptstraße

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

147

capattistaubach Landschaftsarchitekten, Berlin und Asphalta, Berlin/ 2. Rundgang

1273

148

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1273
Sitzkante aus Naturstein und bietet einen ruhigen Aufenthaltsbereich mit Blick auf Modersohnbrücke und Wasserturm. Es wird von vier Robinien bestanden. Seine Südkante besetzt ein Sitz-, Lichtund Kunst-Objekt aus Cortenstahl und Epoxidharz in Gestalt des 3,5m hohen Schriftzugs OSTKREUZ. Das ehemalige Beamtenwohnhaus erhält eine Bühne und Tribüne aufgreift und den Materialkanon des Plateaus fortführt. Für seine West- und Nordseite wird eine gastronomische Nutzung vorgeschlagen. Auf dem Platzbereich zum nördlichen Bahndamm hin, der durch eine Spundwand abgefangenen ist, werden Fahrradstellplätze angeordnet. Die A+EFläche wird als Schmetterlingsweide angelegt. Im Fuß der Böschung wird optional ein Fahrradparkhaus mit bis zu 700 Plätzen und integrierter Werkstatt vorgeschlagen. Die Kante zum Gleisbereich im Westen des Vorplatzes ist mit einem Lamellenzaun ausgestattet, der als informeller Fahrradständer genutzt werden soll. Zwischen Eingangsgebäude und Ringbahnhalle ist an der Bahnsteigzone die DB-Platine platziert. Der Belag dieser Zone besteht aus mit mittel- bis dunkelgrauen Granitplatten. Die Mittelformate Ein langes Bankelement und ein taktiles Leitsystem komplettiert die Ausstattung.

LEITIDEE Bewegung und Bewegtheit sind die charakteristischen Merkmales des Ortes.(…) Ziel des vorgeschlagenen Gestaltungskonzeptes ist die gestalterische Anbindung der Bahnhofsfunktion des Ostkreuzes als wichtiges Bindeglied und städtebauliches Scharnier an den umgebenden Stadtraum im Dialog mit der denkmalgeschützten Bausubstanz.

GESAMTKONZEPT Das Gesamtkonzept zielt darauf ab, durch eine offene, funktionale und durchlässige Gestaltung das das neue Ostkreuz als Transitort und Foyer zu stärken. Die vier Platzsituationen verschiedensten Bahnhofsumfeld fundamentalen Durchgangs- und Verkehrsfunktionen wesentlich zu beeinträchtigen. Auffälligstes Kennzeichen des Entwurfs ist die gestalterische Trennung von Bahnhofsfunktion und Umfeld durch zwei prinzipiell unterschiedliche Die untere Bahnhofsebene besteht als DBPlatine aus einer ca. 15m breiten Vorzone aus kleinformatigen dunklen Granitplatten. Demgegenüber besteht der Hauptbelag der und den bekannten Berliner Materialkanon.

verschiedenen Funktionsbereiche. Wenige gezielte gesetzte Solitärbäume der Art Robinia pseudoacacia markieren wichtige Aufenthaltsbereiche.

VICTORIAKIEZ Das Belagskonzept des Travekiezes wird fortgeführt. Zwischen der Platine im Süden des Areals und dem MK3 Gebäude werden Fahrradstellplätze und Charlottenburger Platten ausgeführt, wobei vor dem ehemaligen Polizeigebäude historische Die Anordnung der einzelnen Verkehrstrassen entspricht den Vorgaben der Auslobung, jedoch sind die Taxihalteplätze nach Westen an die Marktstraße verschoben. Der Bestandsbaum vor der Jugendherberge wird mit Robinien zu einer Reihe ergänzt. Fahrradstellplätze säumen den Zaunbereich zum ehemaligen Polizeigrundstück. Die Blockspitze an der Marktstraße erhält ein Kunstobjekt in Gestalt eines historischen S-Logos als Verweis bzw. Wegweiser zum zurückgesetzten Bahnhof. Der Aufenthaltsbereich wird als GastronomiePolizeigebäude interpretiert.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Durch den Rückbau des Bahndammes öffnet sich die Westkante des Platzes dem angrenzenden Straßenraum und dem Annemirl-Bauer-Platz als offener, vollständig baumloser Bereich. Netzverband befestigt. Die Gehwege von Neuer Bahnhofs- und Simplonstraße sind mit Bändern aus Charlottenburger Platten abgesetzt. Beamtenwohnhaus und historisches Empfangsgebäudes werden als „Stadtsolitäre“ freigestellt und formen ein Entree. an den alten Bahndamm bis auf Sitzhöhe aufgefaltet. Das Plateau hat eine umlaufende

149

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1273

Es wird eine öffentliche Durchwegung zwischen Jugendherberge und Polizeigrundstück bis zur Markstraße angeregt.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Der Vorplatz ist vollständig durch die bis an die Hauptstraße herangezogene DB-Platine belegt. Auf beiden Seiten des Aufgangs zur Fußgängerbrücke sind Fahrradbügel angeordnet. an, die das ehemalige Beamtenwohnhaus anbindet. Für das Gebäude wird ein Jugend-Stadtteilzentrum vorgeschlagen. In dessen Vorbereich gruppieren sich eine Cafeterrasse an. Gartenzone mit Baumgruppe eingefasst. Das Umfeld des historischen Wasserturms ist in die Belagskonzeption einbezogen.

RUMMELSBURGER BUCHT Unter der Brücke sind Fahrradstellplätze i bereich der Rolltreppen angeordnet. Der Vorplatz ist in DB-Platine und Stellplatzbereich aus Asphaltbeton gegliedert. SEV sind nachgewiesen. Der Treppenaufgang zur Kynaststraße ist in die Gestaltung mit einbezogen.

BELEUCHTUNG Es wird eine Leuchtdichtehierarchie vorgeschlagen, um die Wertigkeiten der einzelnen Räume zu unterstützen. Gehwegbereiche entlang bestehender Quartiersstraßen werden mit den vorhanden Leuchten (100 SR Siteco) weitergeführt. Im Nördlichen Bereich wird die Grundbeleuchtung in die Trammasten integriert. Weitere Lichteffekte werden durch gezielt gesetzte Escoffet-MastLeuchten und die Fassadenbeleuchtung der Gebäude-Denkmale erzielt. Die Freibahnsteige werden mit den Mastansatzleuchten von Philipps illuminiert. Für die Unterführungen wird eine (nicht näher bezeichnete) Kunstlichtkonzeption angeregt.

150

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1273

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit

erfüllt Anmerkungen

+ von Brücke verdeckt

+ + 902/528/374

+ + + + + +

5 PKW-PP, 2 B-PP 10 PKW-PP, Taxistellplätze nach hinten verlagert von Brücke verdeckt

12 PKW-PP, 9 Taxi-PP, 2 B-PP

+

+

Westen: 1 Leuchtmast in Bewegungsfläche

+

+ + + + + + -

156lfm 25 Stk 58 Stk Kunstlichtkonzeption 23 Stk 2457m² Blindenleitsystem vorhanden Der Bereich um den Wasserturm und auch die NordWest-Ecke des Mole-Quartiers sind in die Gestaltung mit einbezogen. Dazu wird eine Fußgänger- und Radwegeverbindung zum Rummelsburger See vorgeschlagen.

Besonderheiten

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

151

terra.nova, München und Planungsbüro Grobe, Erfurt / 2. Rundgang

1274

152

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1274
neuen Vorplatz mit seinen denkmalgeschützen Bauten aufzubauen. Zur Markierung des Verkehrs (Tramtrasse) und der Hervorhebung besonderer Situationen (Einbauten, historische Gebäude, Platzrand zum Naturwäldchen,) wird der Bodenbelag durch einen leicht nuancierten Farbwechsel und einen Wechsel im Fugenbild variiert, teilweise verstärkt durch eine weißen Rahmung. Der Radweg entlang der Tramstrasse ist durch eine weiße Linie markiert. Die Gestaltung des nördlichen Platzbereichs als aufenthaltsbezogener Bereich erfolgt durch eine Brunnenscheibe als atmosphärischen Mittelpunkt, eine großzügige Bank parallel zur Straße und durch Baumsolitäre (hoch aufgeastete Schnurbäume). Das Beamtenwohnhaus soll gastronomisch genutzt werden und eine Außenterrasse auf dem Platz erhalten. Die Einrichtung eines Kiosk / Imbiss in Verbindung mit einem Freisitz unter Bäumen wird für das Empfangsgebäude vorgeschlagen. Der Entwurf sieht den räumlichen Abschluss der

LEITIDEE Die Dimension des Vorgefundenen und dessen zukünftiger Entwicklung bedingen eine kräftige, eindeutige und einprägsame Antwort der Platzgestaltung. Das Ostkreuz muss … eine eigene, unverwechselbare Adresse erhalten, die sich langfristig manifestiert und erst den emotionalen

GESAMTKONZEPT Die Verfasser entwickeln die Flächen aller Teilbereiche als gestalterische Einheit. Dies geschieht durch die Verwendung eines prägnanten Bodenbelags. Er besteht aus Ortbeton mit einem großformatigen Fugenbild in einer aus dem Bestand (Gleisanlagen und Backsteinbauten) abgeleiteten Farbigkeit, die zwischen braunrot und graubraun changiert. Durch das Material wollen die Verfasser die Eigenart und Exklusivität der Stadträume um das Ostkreuz visualisieren und dem Ostkreuz als eindeutige Prägung verleihen. Eine Differenzierung der vier Teilbereiche entwickeln die Verfasser aus den unterschiedlichen (stadt-) räumlichen Voraussetzungen. Sie unterscheiden zusätzlich zwischen Funktionsbereichen, die sich aus den infrastrukturellen Erfordernissen ergeben und Umsteige- und Aufenthaltsplätzen, die auch eine Vernetzung zu den benachbarten Quartieren herstellen sollen. Diese Unterscheidung manifestiert sich v.a. im Vegetationskonzept. Werden auf den Umsteige- und Aufenthaltsplätzen locker gestellte Einzelbäume gesetzt, so sind es innerhalb der Funktionsbereiche regelmäßige Baumreihen. Durch die Verwendung unterschiedlicher, Baumarten (Blauglockenbäume, Ginkgos, Schnurbäume, Platanen) wollen die Verfasser eine gewisse Eigenart im großen Ganzen schaffen.

zukünftige Fahrradparkhaus vor. Eine dahinter

Der Ortbetonbelag des Platzes wird bis an die Fahrbahn der Neuen Bahnhofstrasse geführt.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Öffnen und Verbinden

Naturwäldchen im Norden und durch ein zukünftiges Fahrradparkhaus (Gebäudehöhe 8 m) im Westen. Sie verzichten auf ein Nachzeichnen des alten Bahndamms, um deutliche Sicht- und Wegebeziehungen zwischen Travekiez und dem

VICTORIAKIEZ Bündeln und Beruhigen Die unterschiedlichen verkehrlichen Nutzungen werden den Vorgaben der Auslobung entsprechend organisiert. Der durchgehende Ortbetonbelag relativiert die trennende Wirkung der unterschiedlichen verkehrlichen Nutzungen. Eine Zonierung erfolgt durch einen Wechsel der Farbnuancen des Bodenbelags. Die Fahrspuren erhalten einen helleren Farbton. Die Radwege werden bis zur Ringbahnhalle durch einen rötlichen Farbton markiert und danach durch den Farbwechsel im Kreuzungsbereich umgeleitet . Radwege und Haltestellenbereiche werden zusätzlich durch einen weißen Rahmen abgesetzt. Die Gehwege sind gegenüber den Fahrbahnen erhöht. An der Grenze zum Gelände der Jugendherberge bildet eine Baumreihe (Gingko) eine Raumkante. Der Geländeversprung wurde nicht genutzt.

153

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1274

Einige Fahrradstellplätze sind am Eingang zur Jugendherberge vorgesehen. Vor dem ehemaligen Polizeigebäude entsteht ein kleiner Platz mit einer Baumgruppe (Ginkgo) als Übergang in das Victoriaquartier.

wie den Brunnen wird angestrebt, ist aber im Plan nicht konkretisiert.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Neuorientieren und Aktivieren Zwischen Fußgängerbrücke und den Aufgängen zur Ringbahnhalle bilden Einzelbäume (Blauglockenbäume) und eine langgestreckte Bank einen Aufenthaltsbereich. Das ehemalige Beamtenwohnhaus soll als eingebettet. Eine Erschließung ist nicht erkennbar. Fahrradstellplätze werden, verbunden mit einer Servicestation , im Raum unter der Ringbahnhalle angeordnet. Als eine binden die Verfasser den außerhalb des Wettbewerbsgebiets liegenden Wasserturm visuell und durch eine Erweiterung des Vorplatzes auf die gegenüberliegende Seite der Hauptstraße ein. Der Ortbetonbelag und einige Solitärbäume bilden einen kleinen Vorplatz um den mit Café und Skybar ausgestatten Wasserturm.

RUMMELSBURGER BUCHT Begrünen und Zonieren Ein Baumdach (Platanen, zum Teil außerhalb des Wettbewerbsgebiets) als räumliches Pendant zur zukünftigen Bebauung jenseits der Hauptstraße überspannt die Flächen. Die entlang der Gleisanlagen vorgeschlagen Fahrradstellplätze liegen teilweise außerhalb des Wettbewerbsgebiets. Die außerhalb des an der Hauptstraße werden in die Gestaltung einbezogen. Über die Fortführung des Bodenbelags zum Aufgang Kynaststrasse wollen die Verfasser die Wegebeziehungen stärken.

BELEUCHTUNG Die Beleuchtung soll über zurückhaltende Lichtstelen erfolgen (im Plan nicht dargestellt) sowie in die Masten der Straßenbahn integriert werden. Eine Effektbeleuchtung besonderer Orte

154

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1274

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt Anmerkungen

+ +

+ 760/440/320

+ + + + + + 23 PKW-PP, 18 Taxi-PP Fläche nicht vollständig genutzt 18 PKW-PP, Taxistellplätze nach hinten verlagert

+

+

ein Baum muss geringfügig verschoben werden

+

Mauer 2,8m Höhe

+ + + + + +

110lfm 20 Stk 20 Stk in Abspannmasten

60 Stk 4000m²

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

155

WEIDINGER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN, Berlin und M+O, Berlin/ Anerkennung

1275

156

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1275
(außerhalb WB-Gebiet). Tribünentreppe gefasst von einer Betonwand integriert. Die Treppe bietet Aussicht auf den Platz. Zaun vor unerwünschtem Betreten geschützt. Für das ehemalige Beamtenwohnhaus wird eine gastronomische Nutzung im EG vorgeschlagen. Fläche mit Außenbestuhlung vorgesehen. Dieser zentrale Nutzungsbereich wird durch ein subtiles Sternenmuster markiert: d.h. lichtspeichernde

LEITIDEE Die städtebauliche Situation der Vorplätze am Ostkreuz, im Zusammenspiel mit dem Bahnhof und den angrenzenden Quartieren, stellt eine besondere stadträumliche Situation dar, auf die wir mit einfachen aber wirksamen Mitteln reagieren, um einen wiedererkennbaren und urbanen Ort zu schaffen. Folgende Entwurfsprinzipien sind anhand der besonderen Aufgabenstellung entwickelt und in der Arbeit umgesetzt: Gleicher Gestaltungskanon (…) Durchblicke, Orientierung und Sicherheit (…) Netz aus Überspannungsseilen als Gestaltungselement (…) Aufhellung unter dem Bahnhof und Lichtgestaltung „Himmelblau“ (…).

GESAMTKONZEPT Gemäß der o.g. Entwurfsprinzipien sind die vier Vorplätze mit einem einheitlichen Belag aus wird somit abgebildet. Ferner verfügt der dunkle Belag über eine hohe „Flecken-Schluckfähigkeit“. Um die Orientierung und Verkehrssicherheit am und weite Durchblicke frei gehalten. Ausgehend von der notwendigen Fahrdrahtaufhängung der Tram entwickeln die Verfasser eine abgehängte Beleuchtung, die sich netzartig über die nördlichen Die Form ist durch den Blick auf den Sternenhimmel inspiriert. Im Bereich der Unterführungen erzeugt die Lichtgestaltung „Himmelblau“ eine besondere Atmosphäre. Blau

eingelassen. Das Eingangsniveau des ehemaligen Beamtenwohnhaus ist über eine Treppe und barrierefrei über eine Rampenanlage an die des Gebäudes könnten als Kiezhaus für soziale Deutsch Bahn vermarktet werden. Westlich des historischen Empfangsgebäudes sind Fahrradstellplätze untergebracht. Langfristig ist hier die Errichtung eines doppelstöckigen Parkhauses möglich. Der Grundriss des Parkhauses lässt im Innern ein mit Rampe und Treppe entstehen. Bis zum Bau der Parkhauses mit Solitärbäumen gegliedert. Später könnten die Bäume dem Lichtenberger Zoo gespendet werden. Der geplanten Nutzung folgend könnte das benachbarte Empfangsgebäude durch einen Fahrradladen mit Werkstatt genutzt werden.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Der Vorplatz präsentiert sich als weitgehend offen Überspannung Beleuchtung. in Form der abgehängten

VICTORIAKIEZ Der in der Auslobung vorgeschlagene Querschnitt im Bereich der Straßenbahnunterführung wird übernommen. Die Wege und Fahrspuren sind entsprechend der westlich und östlich angrenzenden Plätze befestigt. Die angehobene, barrierefreie Einstiegszone wird allerdings mit einem helleren im Bereich der Planstraße 4 wird der vorgeschlagene Querschnitt übernommen. Die Gestaltung der Planstraße folgt dem Trennungsprinzip und es werden Schutzstreifen (Markierung im Belag) für Fahrradfahrer angeboten. Die Warteplätze für Taxis liegen im Nahbereich des Treppenaufgangs Kynaststraße. Der Aufgang ist in den Platzbelag eingebunden. Östlich ist ein Zugang zur geplanten Jugendherberge und eine Zufahrt zum ehemaligen

der Tram-Trasse ist eine Asphaltdeckschicht vorgesehen, beidseitig der Trasse verläuft ein taktiler Leitstreifen. Fußgänger und Radfahrer teilen sich An der Neuen Bahnhof- und Simplonstraße grenzt der neue Vorplatz an die straßenbegleitenden Gehwege. Sichere Anbindung an den AnnemirlBauer-Platz bietet ein neuer Fußgängerüberweg

157

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1275
Wand) angebracht. Integriert ist eine LED-Technik, die als „wall washing“ Effekt hellblaues Licht auf die Wand projeziert. Die Intensität des Lichts soll sich im Verlauf von 3 Stunden ändern und Meilensteine des Tagesverlaufs betonen. Das Motiv „Himmelblau“ ist auf das Motiv Sternenhimmel der Überspannung auf den nördlichen Vorplätzen abgestimmt. Im Bereich Süd sind die Plätze durch frei gesetzte Lichtmasten auf der Westseite und durch eine Lichtmastreihe auf der Ostseite beleuchtet.

Polizeigebäude berücksichtigt. An der nördlichen zum Vorplatz an der Marktstraße. Dort wird eine

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ langen Sitzbank auf Höhe der Bushaltestelle, spielerisch angeordneten Stelenleuchten und einer großen Fahrradstellplatzanlage im Bereich der Fußgängerbrücke ausgestattet. Vor dem ehemaligen Beamtenwohnhaus wird eine Bereich der Unterführung der Ringbahnhalle wird die gleiche Beleuchtung wie auf der Nordseite ergänzt durch dimmbare Lichtmasten. RUMMELSBURGER BUCHT Der Parkplatz im Osten nimmt Kurzzeitparker und Kiss& Ride Stellplätze auf. Im Norden sind Längsparker, im Süden Schrägparker untergebracht. Flächen für den Schienenersatzverkehr erhalten eine Decke aus Ortbeton die farblich mit dem dunklen des Parkplatzes wird eine Sitzbank angeboten. Der Fußweg entlang des Zauns bzw. der Gleisanlagen wird von einer Reihe Lichtmasten begleitet. Der Treppenaufgang Kynaststraße wird im befestigt.

BELEUCHTUNG Zur Befestigung der netzartigen Überspannung auf dem Vorplatz Travekiez sollen die vorhandenen Masten der Tram genutzt werden, ergänzt durch der Planstraße 4 soll die Überspannung ebenfalls an den Tram-Masten, an weiteren Masten auf der Nordseite und am Gebäude MK3 angebracht werden. In den Unterführungen der Ringbahnhalle sind niedrige Mastleuchten mit je zwei Strahlern vorgesehen. Eine integrierte Dimmfunktion ermöglicht es im Tagesverlauf auf unterschiedlichen Lichtverhältnisse zu reagieren. An den Stützwänden der Unterführungen wird jeweils die Lichtgestaltung „Himmelblau“ umgesetzt. Ein Stahlkasten wird dazu unter der Decke (über den Revisionsöffnungen in der

158

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1275

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt Anmerkungen

+ +

+ + 954/514/440

+ + + + + + + 27 PKW-PP, 2 B-PP 16 PKW-PP

+

+

+

+ +

243lfm 20 Stück Lichtmast (var.) 31 Stück, Hängeleuchten 81 Stück, Masten Überspannung 42 Stück Lichtband "Himmelblau" 117lfm 55 Stück 3056m²

+ + + + +

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

159

1276

160

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1276
den Bereich beleben und ein identitätsstiftendes Merkmal des Platzes werden. Am südwestlichen Rand des Platzes sieht der Entwurf einen weiteren, grüngeprägten Raum vor. bike grove als ein Fahrradparkplatz unter Bäumen ist von Sitzmauern abgegrenzt. Zur Simplonstraße hin bilden die Sitzmauern einen kleinen Platz als Übergang zum AnnemirlBauer Platz. Dieser Platz sowie die angrenzenden Straßenräume (Sonntagsstraße, Simplonstraße, Neue Bahnhofstrasse) sollen durch Bodenbelag, einen niveaugleichen Ausbau der Fahrbahnen und eine Verkehrsberuhigung mit dem Vorplatz Travekiez verbunden werden. Die Gehwege werden entlang der Westkante des Platzes fortgeführt. Zwischen den beiden grüngeprägten Räumen spannt sich die offene, von Einbauten freigehaltene, nur die Tramtrasse durch einen taktilen Leitstreifen

LEITIDEE Motiv 01 Bahn trifft auf Stadt: Urbane Flächen werden von ruderal-atmosphärischen gerahmt und begleitet. Motiv 02 aus Alt wird Neu: Adaption und

GESAMTKONZEPT Das Motiv 01 Bahn trifft auf Stadt wird in der Gegenüberstellung von zwei unterschiedlichen Gestaltungsthemen auf den Vorplätzen sichtbar. Granit und Grauwacke) als für den städtischen Freiraum Berlins typische Bodenbeläge werden für die stark begangenen und befahrenen Bereiche verwendet. Überwiegend als Aufenthaltszonen und als Fahrradparkplätze an den Rändern der Plätze angeordnet, sind die bahnatmosphärische Bereiche. In ihrer Materialität (wassergebundene Wegedecke, mehrstämmige, Pioniergehölze wie Birken, Extensivwiesen) nehmen sie Bezug auf Materialien wie Gleisschotter aus Grauwacke und die Ruderalvegetation. Motiv 02 aus Alt wird Neu Über eine Installation von hinterleuchteten Fotowänden mit Bildern des alten Ostkreuz und seiner Quartiere auf den Wänden unter der Ringbahnhalle, über eine spezielle Leuchte und Einbauten wie einen Kiosk sollen (historische) Bezüge hergestellt werden, die die Eigenart und Charakteristik des Ortes Ostkreuz stärken.

Das Beamtenwohnhaus Nord ist durch eine Die Flächen mit einem hohen Fußgängeraufkommen am Südrand des Platzes erhalten einen Belag aus Asphalt mit einer Spilttabstreu aus Grauwacke, ebenso wie die Stellplätze für Beamtenwohnhaus und Technikgebäude.

BEREICH NORD TRAVEKIEZ Die Böschung des alten Bahndamms wird durch Sitzstufen in drei Ebenen terrassiert und in die an einer Stützwand aus Beton (H 2,5 m), die die Die baumbestandenen und als extensive

VICTORIAKIEZ Der Durchgangsraum unter der Ringbahnhalle wird durch hinterleuchtete Fotowände zu einer Galerie aufgewertet. Bildmaterial von einem akribisch dokumentierenden lokalen Akteur zeigt das alte Ostkreuz. Um einen barrierefreien Einstieg zu gewährleisten, ist die Tramtrasse an der Haltestelle abgesenkt. Um für die Geh- und Radwege der Planstrasse 4 mehr Raum zu gewinnen, sieht der Entwurf eine Verlagerung des Kehrgleises auf die Marktstraße vor. Der Radverkehr wird als gemeinsamer Gehund Radweg bis zur Marktstrasse durchgängig auf der Nordseite der Trasse geführt. Plätze für Taxen sowie Kiss&Ride Plätzen sind zu beiden Seiten der Tramtrasse angeordnet. Durch ein Tiefbord wird die Trennung der Verkehrs- von

der Platzebene in eine mit wassergebundener Wegedecke befestigte Fläche über. Hier kann ein Außenbereich für eine potentielle gastronomische Nutzung im Beamtenwohnhaus Nord entstehen. Am Übergang zur Neuen Bahnhofstrasse soll ein Kiosk als Adaption eines traditionellen Berliner Kiosk

161

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1276

Die nördliche Raumkante der Planstrasse 4 bildet ein baumbestandene, mit Bänken und Fahrradstellbügeln möblierter Aufenthaltsbereich (zum Teil außerhalb WB-Gebiet), der vor dem ehemaligen Polizeigebäude in einen baumbestandenen Platz übergeht.

BELEUCHTUNG Zur Beleuchtung soll eine Sonderleuchte als wiedererkennbares Möblierungselement entwickelt werden, die an die ortstypischen industriellen Mastleuchten des Bahnhofsumfeldes erinnern sollen. Wandleuchten und die Fotowände sind für die Durchgangsräume unterhalb der Ringbahnhalle begrenzenden Sitzmauern auf dem Platz am Travekiez werden ebenfalls beleuchtet.

BEREICH SÜD RUDOLFKIEZ Der Vorplatz wird dem Konzept folgend zoniert. An der Grenze zum Bahngelände bietet eine baumbestandene Fläche mit Bänken eine Aufenthaltszone zwischen der Fußgängerbrücke und den Aufgängen in die Ringbahnhalle. kennzeichnen die viel begangenen Bereiche. Unter der Brücke der Südkurve bis hinein den Ideenteil um das Beamtenwohnhaus Süd ist ein Fahrradparkplatz angeordnet. Unmittelbar vor Beamtenwohnhaus Süd soll unter Bäumen der Biergarten Ostkreuz als neuer Treffpunkt entstehen. Wie im Norden, sind auch hier die Wände des Brückenbauwerks (nicht mehr im WB-Gebiet) durch eine hinterleuchtete Fotowand inszeniert.

Schienenersatzverkehr vorgesehen, der hierher verlagert werden soll um SEV- Flächen zu erleichtern und Kosten zu sparen.

RUMMELSBURGER BUCHT Die Verlagerung des Schienenersatzverkehrs schafft Raum für eine Verbreiterung des Gehwegs an der Grenze zum Bahngelände. Die Stellplätze (Kiss & Ride, Taxen) sind beidseitig der Zufahrt angeordnet. außerhalb WB-Gebiet) bildet eine Raumkante zu den Gleisen. Eine Baumreihe fasst den Platz zur Hauptstraße hin. Der Aufgang zur Kynaststrasse wird durch den Bodenbelag in die Gestaltung einbezogen.

162

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Bericht der Vorprüfung

1276

Anforderungen ÖPNV Nord zweigleisige Straßenbahntrasse, Kehrgleis (Victoriakiez) Kennzeichnung Haltestelle Tram + Bus unter der Ringbahnbrücke Süd Kennzeichnung Bushaltestelle Süd (Rudolfkiez) Radverkehr Fahrradabstellmöglichkeiten gesamt/Nord/Süd Anlieferung- und Individualverkehr Nord Erschließung nur für Müllfahrzeuge + techn. Fahrzeuge DB, 5 PKWPP, 2 B-PP (Travekiez) Vorfahrt Taxen, Lieferanten, Ein- und Aussteigen PKW (Victoriakiez) Erreichbarkeit Lastenaufzug über 2,5 m breite Zufahrt von Planstraße 4 (Victoriakiez) Beachtung Versprung Grundstücksgrenze (Victoriakiez) Süd Einbahnverkehr von Ost nach West (Rummelsburger Bucht) PKW-/Taxi-/Behinderten-PP (Anzahl Rummelsburger Bucht) Schienenersatzverkehr auf Vorfahrtsflächen möglich (Rummelsburger Bucht) Feuerwehr Nord Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Travekiez) Süd Feuerwehraufstell- und Bewegungsflächen von festen Einbauten freihalten, ständig befahrbar (Rudolfkiez, Rummelsburger Bucht) Ausgleichsflächen Nord Bahndamm, A+E Fläche nicht zugänglich, Beachtung Statik Ringbahntrasse Ausstattung und Material Sitzmöglichkeiten (Anzahl, Länge (lfm.)) Abfallbehälter (Anzahl) Beleuchtung Vorschläge zu Beleuchtung (Art + Anzahl) Beleuchtung unter Brückenbauwerken (Anzahl) Vegetation Baum (Anzahl) Vegetationsflächen (m²) Sonstiges Barrierefreiheit Besonderheiten

erfüllt Anmerkungen

+

aus dem Gebiet ausgelagert

-

südliche Haltestelle auf der Zufahrt zum Wasserturm

-

860/420/440

+ + + + -

4 PKW-PP, 2 B-PP 19 PKW-PP, 5 Taxi-PP

Fläche von Jugendherberge mit beplant

19 PKW-PP, 6 Taxi-PP, 2 B-PP ausgelagert, komplett auf die Hauptstraße verschoben

+

Aufstellfläche verschoben 2m nach Osten 1m nach Westen

-

Westen: 8m nach Westen verschoben, Osten: Mastleuchte in Bewegungsfläche

+

Mauer 2,5m Höhe

+ +

286lfm 30 Stk Masten: 59 Stk,Seilpendelleuchten: 25 Stk, LED Bodenstrahler: 150 Stk

+ + + + +

94 Stk 2536m² kein Blindenleitsystem - Einbindung Annemirl-Bauer Platz und kompletten Strassenraum in Travevorplatz - Verlagerung SEV und Kehrgleis

+= - =

erfüllt nicht erfüllt

163

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

7. Anhang Anhang 1 Protokoll Rückfragenkolloquium
Ergebnisprotokoll Thema: Rückfragenkolloquium Wettbewerb Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz Datum, Zeit: Ort: Teilnehmer: 15.04.2015, ca. 15:00-16:30 Uhr Max-Taut-Oberschule, Fischerstraße/ Schlichtallee, 10317 Berlin Prof. Ariane Röntz, Landschaftsarchitektin, Berlin / Kassel Prof. Herbert Staadt, Verkehrsplaner, Potsdam Inga Hahn, Landschaftsarchitektin, Berlin Martin Rein-Cano, Landschaftsarchitekt, Berlin Astrid Zimmermann, Landschaftsarchitektin, Berlin Franz Reschke, Landschaftsarchitekt, Berlin Jens Henningsen, Landschaftsarchitekt, Berlin Hans Panhoff, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin, Abteilung Planen, Bauen und Umwelt Dietmar W. Nöske, Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Abt. Stadtentwicklung Peter Ostendorff, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, II D Mario Wand, DB PB, Projektleiter bis 31.05.2015 Alexander Jung, DB PB, Projektleiter ab 01.06.2015 Karin Kamitz, DB Netz, Bauherrenvertreterin Harald Meier, Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Straßen- und Grünflächenamt Elisabeth Simmon, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin, Fachbereich Naturschutz und Grünflächen Dagmar Müller, Vertreterin Nordöstlicher Quadrant Victoriastadt Rolf Tramp, Vertreter Nordwestlicher Quadrant Travekiez Almut Jirku, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, II D Gabriele Pütz, Marieke Koehn, gruppe F Landschaftsarchitekten Verfasser: Frau Koehn (gruppe F)

164

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

Begrüßung Frau Jirku eröffnet das Kolloquium und begrüßt die Anwesenden. Frau Pütz führt moderierend durch die Sitzung. Besprechung der Auslobung Frau Pütz verliest die Gliederungspunkte der Auslobung und gibt den Anwesenden jeweils Gelegenheit, Rückfragen zu stellen.

Teil 1 Verfahren 1) 1.2 Verfahren: Wie begründet sich die zwingende Zusammenarbeit mit Verkehrsplanern, wo doch ein Großteil der Verkehrsflächen bereits geplant sind bzw. worin besteht die verkehrsplanerische Aufgabe? Antwort: Insbesondere auf den nördlichen Vorplätzen ist die Berücksichtigung aller verkehrlichen Anforderungen, und auch deren optimale Interpretation, in der zur Verfügung stehenden Fläche wesentliche Aufgabenstellung. Die Aufteilungsschnitte in der Auslobung sind nur beispielhaft, sie können geändert werden, sofern der neue Vorschlag die Anforderungen erfüllt. Die Mitarbeit eines Verkehrsplanungsbüros ist daher zwingend notwendig. 2) 1.2 Verfahren / 1.4 Teilnehmer: Handelt es sich bei der Zusammenarbeit zwischen Landschaftsarchitekten und Verkehrsplaner um eine Arbeitsgemeinschaft oder um eine Bewerbergemeinschaft? Muss zwingend eine Arbeitsgemeinschaft gegründet werden bzw. bekommen die einzelnen ARGE-Partner im Falle einer Beauftragung separate Verträge oder haften alle ARGE-Partner gemeinsam? Antwort: Um eine Realisierung der Bahnhofsvorplätze aus einer Hand zu gewährleisten, soll später mit den Preisträgern als Arbeitsgemeinschaft ein Vertrag geschlossen werden. Für die Wettbewerbsphase kann der Terminus Bewerbergemeinschaft genutzt werden. 3) 1.10 geforderte Leistungen: Können im Nachhinein noch Fragen zur nachgereichten Kostentabelle gestellt werden? Antwort: Dies ist möglich, solange es sich um reine Verständnisfragen handelt. Die Fragen und Antworten werden dann allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt. 4) 1.10 geforderte Leistungen: Wird es in der Kostentabelle einen Punkt zu Abbruchmaßnahmen geben? Antwort: Es gibt einen Punkt Boden- und Oberbodenarbeiten in der Kostentabelle. Die in der Kostentabelle angegeben Kosten sind als verbindlich zu verwendende Preise zu verstehen. Es soll nur in begründeten Ausnahmefällen von diesen abgewichen werden. Elemente, die in der Tabelle nicht vorkommen, sind zu ergänzen.

165

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

Teil 2 Situation und Vorgaben 1) 2.1.2 Teilbereiche des Wettbewerbsgebiets: Welche Nutzung ist für das nördliche Beamtenwohnhaus vorgesehen? Antwort: Das Gebäude befindet sich im Eigentum der DB Netz AG und soll vermarktet werden, die zukünftige Nutzung steht daher noch nicht fest. Wohnen ist an dieser Stelle aufgrund der hohen Lärmbelastung nicht möglich. 2) 2.1.2 Teilbereiche des Wettbewerbsgebiets: Ist für das südliche Beamtenwohnhaus eine öffentliche Nutzung vorgesehen? Wird die Fläche im Ideenteil (Teilbereich 7) zum öffentlichen Raum oder zu einem durch die Öffentlichkeit nutzbaren privaten Raum? Antwort: Das Gebäude befindet sich im Eigentum des Bundeseisenbahnvermögensamtes und soll vermarktet werden. Die zukünftige Nutzung steht daher noch nicht fest, ebensowenig wie für die umliegende Grundstücksfläche. Auch hier ist eine Wohnnutzung ausgeschlossen. 3) 2.1.2 Teilbereiche des Wettbewerbsgebiets: Welche Nutzung ist für die Randbebauung MK3 im Teilbereich 4 vorgesehen? Antwort: Im B-Plan XVII-4 ist die Fläche als MK-Fläche (Mischgebiet) vorgesehen und wird nach Freistellung von der Bahnnutzung von der DB Netz AG vermarktet. Es ist eine vier- bis siebengeschossige Bebauung mit gewerblicher Nutzung vorgesehen. 4) 2.3.5 Landschaftsplanerische Ausgleichsflächen: Können die landschaftsplanerischen Ausgleichsflächen bei Einhaltung der Flächengröße in der Lage verändert werden? Antwort: Durch die lange Planungs- und Bauzeit haben sich einige Änderungen gegenüber dem Planfeststellungsbeschluss ergeben. Deswegen wird zu einem Zeitpunkt nach dem Wettbewerb ein Änderungsverfahren durchgeführt, in dessen Rahmen auch die Ausgleichs- und Ersatzflächen verändert werden können, sofern erforderlich. Dadurch ergeben sich ggf. auch Möglichkeiten zur Modifizierung der Ausgleichsflächen. 5) 2.7 Verkehrsplanung: gibt es bereits Prognosen zum Verkehrsaufkommen der umliegende Straßen (Sonntagstraße, Simplonstraße, Neue Bahnhofstraße)? Antwort: Der Auslober wird eine dementsprechende Anfrage an die Verkehrsplaner stellen. Eine solche Prognose hätte jedoch wenig Auswirkungen auf die Planung der Vorplätze. 6) 2.7 Verkehrsplanung: Existiert bereits eine Planung für die zukünftige Tramlinienführung durch die Sonntagstraße? Antwort: Konkretere Planungen als die vorliegenden gibt es noch nicht, da es sich bei der Variante bislang lediglich um die Vorzugsvariante der BVG handelt. Das Planfeststellungverfahren zur Straßenbahn muss noch durchgeführt werden. In dieses sollen nach Möglichkeit die Ergebnisse des Wettbewerbs einfließen.

166

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

Teil 3 Aufgabenstellung 1) 3.2 Einzelaspekte der Aufgabenstellung: Sind Überdachungen auf den Vorplätzen möglich oder gewünscht? Antwort: Die Möglichkeit von Überdachungen besteht grundsätzlich, zusätzliche Überdachungen sind jedoch nicht gefordert. Diesbezügliche Planungen müssen innerhalb des Kostenrahmens realisierbar sein. 2) 3.2 Historischer Bahndamm nordwestlicher Vorplatz: wird der gesamte Historische Bahndamm (Teilbereich 1) für den Bau des Tunnels der A100 entfernt? Antwort: Der südwestliche Teil des Bahndamms muss wahrscheinlich nicht zwingend wegen der Tunnelvorhalte-Bauarbeiten entfallen, inwieweit er für die Baustelleneinrichtung gebraucht wird, ist noch nicht geklärt. Er beansprucht jedoch verhältnismäßig viel Fläche auf dem Travekiezvorplatz und ist zudem unter Sicherheitsaspekten (mangelnde Transparenz, Übergang Böschung/Straße) ungünstig. Da der Bahndamm jedoch im Gedächtnis der Anwohner und Anwohnerinnen fest verankert ist, ist es Teil der Aufgabenstellung zu prüfen, ob Relikte oder Erinnerungen an den Bahndamm in den Entwurf integriert werden können. Die Gestaltung mit vegetativen Elementen ist dabei wünschenswert. 3) 3.2 Historischer Bahndamm nordwestlicher Vorplatz: ist die Einzäunung des Bahndamms (Teilbereich 2) zwingend notwendig? Antwort: Vorgesehen ist, ihn als (eingezäunte) Ausgleichs- und Ersatzfläche der Deutschen Bahn und nicht als öffentliche Grünfläche zu widmen, damit hat die Deutsche Bahn die Sicherungspflicht für die Fläche inne. Im Falle einer Widmung als öffentliche Grünfläche müsste der Bezirk die Pflege und Unterhaltung der Fläche übernehmen. Der Bahndamm im Teilbereich 2 kann unter Berücksichtigung des Kostenrahmens modelliert werden, er kann jedoch nicht ganz entfallen, da er gleichzeitig eine stützende Funktion für die Ringbahn hat. 4) 3.2 Straßenbahn und Bus: Ist die Freihaltung für ein Kehrgleis der Straßenbahn in der Planstraße 4 zwingende Vorgabe? Antwort: Die Freihaltung für ein Kehrgleis ist Wettbewerbsvorgabe. Für die Straßenbahnplanung erfolgt jedoch derzeit die Vorbereitung eines Planfeststellungsverfahrens, in dem z.B. die genaue Lage von Betriebsversorgungsanlagen (z.B. Kehrgleise) definiert werden. 5) 3.2 Straßenbahn und Bus: Gibt es Vorgaben oder Einschränkungen für die Standorte der Fahrleitungsmasten aus der Planungsvorbereitung der Straßenbahn? Ist die Anbringung der Fahrleitung an Brücken möglich bzw. vorgesehen? Antwort: Die genaue Lage von Oberleitungsaufhängungen oder Masten werden im Planfeststellungsverfahren der Straßenbahn definiert. Erwartet werden Vorschläge für innovative und ggf. multifunktionale Lösungen.

167

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

6) 3.2 Straßenbahn und Bus / Rad- und Fußgängerverkehr: In welcher Form sollen sich die einzelnen Verkehrsräume voneinander absetzen? Antwort: Bei der Planstraße 4 (Victoriakiez) soll eine Tempo 30-Zone entstehen. Diese haben in Berlin separate Gehwege, die durch einen mind. 8cm hohes Bord von der PKW-Fläche getrennt werden. Zur Abwicklung notwendiger Betriebsabläufe der Straßenbahn ist in der Planstraße 4 ein Kehrgleis zu berücksichtigen, welches mindestens eine optische Absetzung von den angrenzenden Verkehrsräumen erfordert. Da auf dem Travekiezvorplatz kein Motorisierter Individualverkehr zugelassen ist (Mischverkehrsfläche), ist eine solche Abgrenzung dort nicht erforderlich. 7) 3.2 Rad- und Fußgängerverkehr: Wie sieht die Planung/ Gestaltung des angrenzenden Bahnsteiges der DB im N/W-Quadranten aus (Abmessungen, Befestigungsmaterial, Gestaltung, sonstige Vorgaben für Abgrenzung)? Antwort: Informationen dazu stehen auf dem Mydrive Server im Ordner „Bodenbleag_Beleuchtung DB S&S Bahnsteig.zip“ zur Verfügung. 8) 3.2 Anlieferungs- und Individualverkehr: wo genau sind die 5 PKW-Aufstellflächen sowie die 2 Behindertenparkplätze für die Nutzung des Beamtenwohnhauses Nord unterzubringen? Antwort: Die Aufstellflächen sind nördlich des Beamtenwohnhauses bzw. westlich des DB Technikgebäudes unterzubringen. 9) 3.2. Fahrradstellplätze: ist der Vorschlag für ein Fahrradparkhaus einschließlich eines Betreiberkonzeptes zu machen? Antwort: Es sind Vorschläge zur Verortung eines Fahrradparkhauses zu erbringen, jedoch keine Entwurfsleistungen, da aufgrund der steigenden Anzahl an Fahrradfahrern ein großes Interesse an innovativen Lösungen zum Thema Fahrradparken besteht. Ein Betreiberkonzept ist nicht gefordert, aber als textliche Darstellung willkommen. 10) 3.2. Fahrradstellplätze: sind überdachte Fahrradabstellmöglichkeiten zwingende Vorgabe? Antwort: Es handelt sich dabei nicht um eine zwingende Wettbewerbsvorgabe, idealerweise sollten hierzu jedoch Vorschläge gemacht werden. Es ist Teil der Aufgabenstellung, Standort und Charakter der Fahrradstellplätze zu planen.

11) 3.2 Südseite: Soll die Auffahrt von der Hauptstraße zur A100 abgebildet werden oder der jetzt im Plan enthaltene Verlauf der Hauptstraße beibehalten werden? Antwort: Im Entwurf soll der Verlauf der Hauptstraße wie im Grundlagenplan enthalten dargestellt werden (Planfestgestellte Planung der Hauptstraße). Die zukünftig das Ostkreuz als Tunnel unterquerende A100 und deren Zufahrten sind in der Darstellung außer Acht zu lassen.

168

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

12) 3.2 Südseite: Ist die Hauptstraße mit einem separaten Radweg geplant? Antwort: Es ist ein Radweg im Bereich der Straße geplant, dieser ist in der CADGrundlage (Block_STR Hauptstraße ) enthalten. 13) 3.2 Südseite: welche Form von Abgrenzung zu den Bahngleisen ist auf der Südlichen Bahnhofsseite vorgesehen? Sollen dazu Vorschläge gemacht werden? Antwort: Vorgesehen ist der Bau eines durchgehenden Zaunes, eine Lärmschutzwand ist nicht geplant. Es können Vorschläge zur Gestaltung des Zaunes gemacht werden, dieser ist jedoch im Kostenrahmen nicht enthalten. 14) 3.2 Südseite: Ist die Anzahl von Taxen bzw. Kiss+Ride Stellplätzen auf dem Vorplatz Rummelsburger Bucht vorgegeben? Antwort: Es ist Teil der Aufgabenstellung so viele Stellplätzen wie möglich unter Beachtung der Zu- und Ausfahrt unterzubringen. 15) 3.2.3 Ausstattung und Materialien: Müssen sich die unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse (Deutsche Bahn, Land Berlin) in Form von unterschiedlichen Materialien, Sitzbänken oder in der Beleuchtung widerspiegeln? Antwort: Nein, gefordert ist ein einheitlicher Entwurf für alle vier Quadranten inkl. der gewählten Materialien und Ausstattungselemente. 16) 3.2.4 Beleuchtung: Es besteht ein Widerspruch dahingehend, dass im Gehwegbereich Vorschläge für die Standorte der Straßenbeleuchtungsmasten gemacht werden sollen und zugleich die Sicherheitsabstände zur Oberleitung für den Bau der Abspannmasten der Straßenbahnelektrifizierung eingehalten werden müssen. Antwort: Möglicherweise ist eine Kombination aus Abspannmasten und Beleuchtung wie z.b. auf der Langen Brücke in Potsdam möglich 17) 3.2.5 Vegetation: ist das Anpflanzen von Bäumen auf dem Travekiezvorplatz trotz des Tunnels der A100 möglich? Antwort: Der geplante Tunnel liegt ca. 1,50 m unterhalb der Geländeoberkante, bedingt ist also das Anpflanzen von Bäumen möglich. 18) 3.5 Kostenrahmen: ist der Flächenaufbruch einer möglichen provisorischen Befestigung, die für den Interimszeitraum bis zum Beginn der Vorplatzrealisierung erforderlich ist, kostenmäßig zu erfassen? Gibt es für diesen Interimszustand Planunterlagen, Vorgaben o.ä.? Antwort: Der angesetzte Netto-qm-Preis soll sämtliche Kostenbestandteile, auch die eines möglichen Flächenaufbruchs erfassen. Gemeint ist damit ein provisorisch befestigter Gehweg zu den Eingängen im Bereich des Travekiezvorplatzes. Der jetzige Zustand ist bei Regenwetter sehr unbefriedigend, weshalb ein provisorisch befestigter Weg angelegt werden soll. Die Herstellung ist nicht Bestandteil der Kosten, das bauzeitliche Provisorium ist nicht maßgebend für den Wettbewerb.

169

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

Teil 4 Anhang 1) Ist die Bahnhofshalle bzw. der Brückenraum als 3D-Darstellung verfügbar? Antwort: Nein, es gibt leider kein 3D Modell des Bahnhofs oder des Brückenraumes. 2) Gibt es bereits Ansichten /Schnitte die als Grundlage verwendet werden können oder eine andere Grundlage mit Informationen zu den Höhen? Antwort: Ansichten oder Schnitte stehen leider nicht zur Verfügung. Höhen, insbesondere im Bereich des Bahndamms (Teilbereich 2) werden derzeit vermessen und nachgereicht. 3) Kann der Gleisplan, auf dessen Grundlage die Darstellung im Arbeitsplan entstanden ist, zu Verfügung gestellt werden? Antwort: das Gleisgeometrische Projekt steht auf dem Mydrive Server im Ordner „Trassierung DB.zip“ zur Verfügung. 4) Sind ggf. Höhenanpassungen außerhalb der Ringbahnhalle erforderlich, wie in der CAD-Grundlage erwähnt? Antwort: Es können evtl. Höhenanpassungen auf den Vorplätzen im Zuge der Baumaßnahmen erforderlich sein. 5) Ist das Modell der Deutschen Bahn AG (Fotos am Ende der Auslobung) noch ausgestellt? Antwort: Dies steht im Infopavillion der Deutschen Bahn (Südwestliche Bahnhofsseite, Rudolfkiez) zur Verfügung und kann jeden Dienstagnachmittag von 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr ohne Anmeldung besichtigt werden.

170

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

Anhang 2 Teilnehmerliste Sachverständigentermin 30.06.2015

171

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

Anhang 3 Stellungnahmen Sachverständige
Stellungnahme 1

SenStadtUm VII B 16

9025 1338 23.06.2015

Die 27 eingereichten Entwürfe wurden aus verkehrlicher Sicht nach folgenden Kriterien geprüft: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Erschließungsanlagen Beamtenwohnhaus Berücksichtigung des Liefer- und Müllverkehrs zur Versorgung des Bahnhofs Integrationen des fließenden Verkehrs (Strab, Rad, Fußgänger) auf dem Vorplatz Travekiez Einordnung der Strab-Haltestelle unter den Ringbahnbrücken Gestaltung der Planstraße Übergang Hauptstraße – südliche Bahnhofsvorplätze Berücksichtigung der verkehrlichen Anforderungen auf dem Vorplatz Süd/Ost Angebot Fahrradabstellanlagen Bodenbefestigungen Barrierefreiheit

Dabei wurde folgender Bewertungsmodus zugrunde gelegt: – 0 + ++ Vorgaben werden nicht berücksichtigt, Entwurf funktioniert verkehrlich nicht verkehrliche Aussagen/Hinweise fehlen Berücksichtigung der verkehrlichen Vorgaben, eigene funktionierende verkehrliche Ideen

Die Prüfung erfolgte hinsichtlich der Beurteilung, ob die Entwürfe verkehrlich funktionieren und keine Ausschlusskriterien vorliegen.

1250 1.– 5., 7. + 6. 0 8. + 9.-10. + schematische Berücksichtigung der verkehrlichen Vorgaben Gestaltung zw. Gehweg und Vorplatz ist unklar, nicht nachvollziehbar Nord. 460 Stellplätze westl. Empfangsgebäude (EG) Süd: 520 zw. den Treppen lt. Vorgabe Natursteinpflaster/Mosaik für Aufenthaltsbereiche mit Plattenakzenten (städtischer Teppich – Kombination von Großen und kleinen Materialien) Borde zur Abtrennung der Strab Entwurf funktioniert verkehrlich, Mängel können nachgebessert werden

+

1251 1.-2. 0 3., 4., 5. 6. 7. 8. 9. 0. + + keine Aussage verkehrliche Anlagen als einheitliche Fläche lt. Vorgabe, keine Abgrenzungen der einzelnen Funktionen erkennbar und prüfbar nicht erkennbar lt. Vorgabe Nord: nur geringe Anzahl (mit Wald integriert) Süd: geringe Anzahl an der Bahngrenze SW-Vorplatz Beton/Waschbeton mit farblichen Teppich aus Keramikfließen an den 4 Bf. Zugängen
172

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

1252

nur schematischer Übernahme der Vorgaben, keine eigenen Ideen zum Verkehr, Anzahl Fahrradabstellplätze wird nicht nachgewiesen

Verkehrswege gestalterisch abgehoben von den Aufenthaltsflächen Bordtrennung zw. Seitenbereich (GW und Taxen) und fließendem Verkehr (RV, Strab, IV) 6. + GW Hauptstr. mit Gehwegplatten und Trennung durch Farbwechsellinie zum Vorplatz 7. + 11 K+R, 10 Taxen 8. Nord: 120 nördl. Beamtenwohnhaus und 340 westl. EG (Anforderung erfüllt) Süd: 340 unter Verbindungskurve (Vbk) und zw. den Bf. Zugangstreppen 9. u. 10. + Wegebeziehungen: Großsteinpflaster im Reihenverband Verweil- und Aufenthaltsflächen: Großsteinpflaster im Passverband mit Leitlinien, keine Borde, einheitliche Oberfläche __________________________________________________________________________ + verkehrliche Aufgaben erfüllt, Fahrradstandorte vor allem auf dem Südplatz können ergänzt werden

1.- 4. 5.

+ +

1253 lt. Vorgabe Konflikt zw. urbane Bühne/ Stadtbühne und Versorgungsverkehr lt. Vorgabe (15 Taxen) passgleicher Übergang von Hauptstr. mit berlintypsch diagonal verlegten Gehwegplatten (50x50) und südl. Platz mit gerade verlegten Platten 50x50 7. + südl. Schrägparken für K+R, Taxen nördl. längs 8. +(-) Nord : 420 westl. EG 400 – 500 als Parkhaus in MK 3 52 NO durch Überplanung der Treppe zur Kynaststraße Süd: unter Vbk u. zw. den Treppenaufgängen (ohne Anzahlangabe) 9. u. 10 + strenge orthogonale quadratische Struktur durch großformatige dunkelgraue und mittelgraue Betonplatten, Gehwegbereiche sind hell und belintypisch. __________________________________________________________________________ Vorschläge zum Fahrradparken sind nicht vereinbar mit der Planung MK3 und Bestand (Treppe); Lieferverkehr ist ungelöst 1. + 2. 3.-5. + 6………+

1254 1.- 5. + 12 DB Stellplätze, 2 BHST, 20 Call-a-Bike + 30 Radstellpl. an nördlicher Vorplatzfläche zum Pionierbaumhain Verkehrsanlagen aus Vorgabe übernommen, fließender Verkehr durch Farbwechsel/Streifen und Blindenleitsysteme abgegrenzt Planung einer Busbucht in der Hauptstr. entspricht nicht der Vorgabe; klare Trennung zwischen Hauptstr. und Platz, lt. Vorgabe Nord: 320 westl. EG; 98 nördliche Begrenzung Planstraße Vorschlag: 300 im Fahrradparkhaus im MK3 Süd: 420 Vbk, 60 zw. FGbrücke und westl. Treppe, 86 zw. den Treppen geschliffener Terrazzoasphalt mit gliedernde Linien als visuelle Guide/Information mit Richtungsanzeigen Sitzelemente linear als Abgrenzung zur Hauptbewegungsfläche verkehrlich funktionstüchtiger Entwurf, falsche Busbuchtplanung kann angepasst werden

6. 7. 8.

+ +

9. u. 10..+

+

173

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

1255 1.- 2. 3. – 7. 8. + + + lt. Vorgabe Führung RV nördl. der Strab mit Querung der Trasse zum Richtungswechsel vor der Einmündung Neue Bahnhofstr. Nord: 360 westl. EG; 60 nördlich Planstr. zw. den Bäumen, 24 westl. MK3 Süd: 260 unter Vbk, 80 zw. den Treppen, 70 abschließbare Boxen auf dem Platz SO, 90 nördl. Planstraße Betonpflaster in lichtem Grau; Mobilar (Rundbänke) in Anthrazit, sehr ruhige Oberflächengestaltung in einer Ebene verkehrliche Vorgaben werden erfüllt

9. u.10. + +

1256 1.- 2. keine Berücksichtigung der geforderten Stellplätze Wasserspiele liegen in der vorgegebenen Zufahrt des Lieferverkehrs RV hat keine gesonderte Führung neben der Strab; keine Differenzierung zw. Rad und Hst. der Strab (einheitliche gemeinsame Flächendarstellung); keine gestalterische Abgrenzung zw. RV, Taxen, Strab eine Befestigung keine Differenzierung des Übergangsbereiches, Hauptstr. wird schematisch dargestellt verkehrliche Flächenanforderungen werden nicht einzeln dargestellt, außer 13 Taxen, 2 Behindertenstellplätze, 1 K+R Nord: 480 westl. EG Süd: 440 unter Vbk, 225 überdachte nördl. des Vorplatzes SO großförmige helle Platten 100x50 mit Belagslinien zur Absetzung der verkehrlichen Trassen/Wege und Intarsien verkehrlich ungelöst

3. – 5. -

6. 7. 8.

+

9. - 10. + -

1257 1.- 2. 3. – 5. 6. 7. 8. + + + + 5 PKW, 2 beh,Stellpl., 5 Rad lt. Vorgabe Hauptstraße mit Busbucht, ansonsten Darstellung einer abgehobenen Trennung des Gehweges Haupstr. mit Gehwegplatten von der Platzgestaltung Längsparken Nord: 464 westl. EG Süd: 234 unter Vbk, 100 nördliche Bahngrenze westlich westlicher Treppe, 480 zwischen den Treppen einheitlicher Teppich aus Naturstein in grau/beide changierend in 3 Breiten (10, 20, 25) verkehrlich funktionstüchtiger Entwurf, falsche Busbuchtplanung kann angepasst werden

9. -. 10. + +

1258 1.-2. 3.–5. + + Verkehrsfunktion im Plan erkennbar, keine Angaben zu Größen lt. Vorgabe, gestalterische Trennung zw. Rad, FG und Strab, GW- und RW in Kleinsteinpflaster (ungünstiger Komfort) Hst. gesägtes Kleinsteinpflaster mit gebundene Fuge, Strab in Ortbeton GW Hauptst. mit Gehwegplatten, läuft am Platz in Kleinsteinpflaster aus lt. Vorgabe Nord: westl. EG (ohne Anzahl) Süd: unter Vbk., zw. den Treppen (ohne Anzahl, aber hohe Größenordnung) einheitliche Fläche in Kleinsteinpflaster mit Entwässerungsrinnen Strab in Ortbeton, einheitliches Oberflächenniveau
174

6. 7. 8..

+ + +

9. – 10. +

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

+

verkehrlich funktionierender Entwurf, Anzahl Fahrradstellplätze fehlt

1259 1.-2. 3. – 5. 6. 7. 8. + + + + + Angabe der erforderlichen Stellplätze klare Zuordnung der verkehrlichen Funktionen schematische Übernahme der Vorgabe, keine klare Funktionstrennung Gehweg separat entsprechend Planfeststellung Haupstr. lt. Vorgabe, klare lineare Führung des FG Nord: Fahrradstation mit Doppelstocksysteme am südlichen Rand Süd: Kurzfriste Lösung Abstellanlage zw. Beamtenwohnhaus und FGbrücke unter der Vbk. langfristige Lösung Fahrradstation (eingehaust) zw. den Treppen Bänderung mit großformatigen Gehwegplatten, Farb- u. Strukturunterschiede zur Differenzierung der Haupt-, Neben- u. Fahrtwege Berücksichtigung der verkehrlichen Vorgaben, Angaben über fehlende Größen können ergänzt werden

9. – 10. + +

1260 1.2. 3.-5. + lt. Vorgabe Lieferprozess nicht erkennbar separate Radverkehrsführung über Vorplatz NW fehlt Hst. kein RV (vorgegeben Radverkehrsfläche ist Sitzbereich); Funktionen im Hst.bereich der Strab ist durch dargestellte blaue Asphaltfuge nicht erkennbar; Kein separater RV in der Planstr., 5 K+R, 5 Taxen GW in Platzgestaltung integriert (Kleinsteinpflaster unter der Vbk., Großsteinpflaster. u. Gehwegplatten in den Zugangsstellen zw. Bushst. u.Bf. Zugänge 18 K+R, 8 Taxen, Längsparken Nord: 360 Doppelstockparker inkl. 20 für Rad mit Hänger 100 Doppelstockparker zw. MK3 und Bf.Zugang Süd: 200 Doppelstockparker inkl. 20 für Rad mit Hänger unter Vbk. 200 Doppelstockparker zw. den Treppen + je 10 Call-a-Bike südl. der Treppen gute Strukturierung und Trennung der Aufenthaltsflächen (Naturstein/ Kleinstein) u. Verkehrsbereiche in Naturstein/Großstein mit großen Gehwegplatten Hervorheben der Brückenbereiche durch blauen Asphalt trotz positiver Fahrradabstelltendenzen fehlt der Nachweis der verkehrlichen Anforderungen für den fließenden Verkehr auf dem Nordplatz

6.

+

7. 8.

+ +

9.-10. +

-

1261 1.-2. 3.-5. 6. 7. 8. + + + + Anforderung erfüllt mit 5 Flinkster, 5 DB Stellplätze, 2 beh.Stellplätze, 12 Rad schematisch werden die erforderlichen Verkehrsflächen berücksichtigt, keine detaillierte Auseinandersetzung mit den einzelnen verkehrlichen Funktionen Busbucht Hauptstr. entspricht nicht den Vorgaben, keine Aussagen zum Übergangsbereich GW Hauptstr. und Platz schematische Darstellung Nord: 496 west. EG (im Zitterpappelhain); 64 westl. MK3 Süd: 202 unter Vbk.; 116 zw. den Treppen, 108 östl. des Wettbewerbsgebietes; 100 nördl. des Vorplatzes SO
175

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

9.-10. -

+

Pflastersteine mit spurenförmige Einstreuung von hellem Pflaster (Querstreifen), unruhige Pflasterungen, keine klaren Linien und Zuordnungen der Funktionen Berücksichtigung der verkehrlichen Vorgaben, Nachweis der erforderlichen Fahrradstellplätze im südlichen Wettbewerbsgebiet und Anpassung der Busbucht in der Hauptstraße kann nachgereicht werden

1262 1.-2.

-

3.- 5., 7. + 6. + 8. -

9.-10.

+ -

Sitzstufen in der vorgegebenen Lieferzufahrt, Ver- und Entsorgung (Müll) nur über die Strab möglich lt. Auslobung Berücksichtigung der Gehweggestaltung aus der Planfeststellung Hauptstr. Nord: 300 westl. EG (Anforderung von 460 wird nicht erfüllt) Süd: 320 unter Vbk; zw. FGbrücke u. westl. Treppe, 90 zw. den Treppen (Vorgabe von 520 nicht erfüllt) Naturstein Plattenbahn, barrierefrei Vorgaben zum Liefer- und RV sind nicht erfüllt

1263 1.-2. + 3.-5., 7.+ 6. + 8. + lt. Vorgabe, 5 DB, 2 Beh.stellpl., 24 Rad Schematisch als Fläche ohne Eingehen auf weitere Details GW in Plattenbereich des Platzes integriert Nord: 354 + 66 überdachte Boxen westl. EG 42 Boxen zw. MK3 u. Bf.Zugang Süd: 520 unter Vbk., Boxen zw. FGbrücke und westl. Treppe sowie nördl. Platz SO Plattenreihen in O-W-Ausrichtung der Stadtbahn Fahrbahnen in Gussasphalt mit Abstreuungen Basalt, barrierefrei verkehrliche Tragfähigkeit ist gegeben

9.-10. + +

1264 1.-2. -

3.-4. + 5. +

6. 7.

+

8.

+

9.-10. +

+(-)

Vorgaben für Erschließung Beamtenwohnhaus nicht beachtet, dargestellte Stellplätze (an der Ringbahn) und Versorgungsverkehr sind nur über eine Terrasse des Beamtenwohnhauses erreichbar bzw. südlich über die Strab lt. Vorgabe RV als Zweirichtungsradweg nördl. der Planstr. mit zusätzlicher signalisierter FG/RV Querung über die Marktstr. ruh. Verkehr/Lieferv. und Taxen südl. der Planstr. vor MK3 neue Idee der Zuordnung der verkehrlichen Funktion keine Verknüpfung zw. Hauptstr. und Platz in der Materialität; drastischer Übergang GW/Vorplatz Schrägparken, Gestaltung als verkehrsberuhigter Bereich, FG werden durch lineare Befestigungen nördl. des Platzes und zusätzlich nördl. des GW Hauptstr. geführt Nord: 460 westl. EG Süd: 430 unter Vbk., 120 zw. den Treppen (Genau lt. nach Vorgabe) hellgraues gesägtes Granitpflaster (15x30), Farbbänder zur Darstellung der Wegebeziehungen; Fahrspuren Strab nur in der Planstr. heller Ortbeton Abgrenzung zw. Verkehrsfunktion und Aufenthalt mit 3 cm Borden hinsichtlich des Erschließungs- und Lieferverkehrs auf dem Vorplatz Nord funktioniert dieser Entwurf nicht

176

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

1265 1.-2. + 3. + 4.-5. 6. 7. 8. + + + lt. Vorgabe lt. Vorgabe im Hst.bereich ist nicht erkennbar, welche Funktion die dargestellte Fläche hat Planstr. enthält eine breite Pflasterfläche ohne Zuordnung der Funktionen Gestaltung GW in Platzgestaltung integriert lt. Vorgabe, Längsparken mit K+R, Taxen Nord: 332 westl. EG, 54 zw. MK3 und Bf.Zugang, 34 an der Treppe Kynaststr Süd: 440 unter Vbk., 88 zw. FGbrücke und westl. Treppe, 96 zw. den Treppen, 314 Platz SO an der Bahngrenze barrierefrei Entwurf funktioniert verkehrlich

9.-10. + +

1266 1.-2. + Darstellung 5 DB Stellpl., 2 Beh.Stellpl., Fahrräder Versorgungsverkehr mit Rangier- und Wendeflächen lt. Vorgabe, bunte Steinzeugfliesen unter den Ringbahnbr. Klinkersitzmauern (vor den Zugängen und Aufzügen) sind Barriere für Umsteiger neuer Querschnitt mit 2m Baum, 4,30m Zweirichtungsradweg, 3m GW, 3,20 m Strab/Bus/Kfz, 4m Kehrgleis, 3,20m Strab/Bus/Kfz, 5,50m GW neue Querung des RV/FG an der Marktstr. (notwendige LSA) gemeinsame einheitliche Gestaltung von GW und Platz lt. Vorgabe 7 SEV, 8 K+R, 11 Taxen Nord: 420 westl. EG, 10 Treppe Kynaststr., 70 zw. MK3 und Bf.Zugang Süd: 170 unter Vbk., 100 Zw. FGbrücke u. westl. Treppe, 90 zw. den Treppen, 70 Vorplatz SO Betonpflaster und unter den Ringbahnbrücken bunte Steinzeugfliesen Mobilar in Wegebeziehungen Entwurf ist funktioniert verkehrlich

3. – 4. +

5.

++

6. 7. 8.

+ + +

9.-10. +(-) +

1267 1.-2. 3.-4. 5. 6. 7. 8. + + + lt. Vorgabe Vorgaben wurden flächig, ohne Funktionstrennung verarbeitet Nutzung des JH-Geländes für verkehrliche Funktionen Taxen und Fahrradpool südl. am MK3 einheitliche Flächengestaltung für Hauptstr. u. Vorplatz, keine Differenzierung der jeweiligen Funktionen und Übergänge lt. Vorgabe Nord: westl. EG, Fahrradpool an der Neuen Bahnhofstr. zw. den Zufahrten Strab und Beamtenwohnhaus (keine Anzahlangabe) Süd: Fahrradpool/-abstellanlagen außerhalb des Wettbewerbsgebietes östl. des Vorplatzes SO und auf dem Stadtplatz an der Mole erodierter Granit mit Streifen aus Betonplatten, Strab und Hauptstraße Asphalt verkehrliche Funktionen außerhalb des Wettbewerbsgebietes Entwurf weist verkehrliche Defizite auf ( Fahrradparken) keine Auseinandersetzung mit den Themen Übergang Hauptstr.-Vorplatz, Gestaltung der Hst.

9.-10. + -

1268 1.-2. 3.-4. + + 5 Flinkster, 2 beh.u. 2 DB Stellpl. 13 Rad, Darstellung der Bewegungs- und Rangierflächen für Liefer- u. Versorgungsverkehr schematisch lt. Vorgabe
177

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

5. 6. 7. 8.

+ +

9.-10. + +(-)

Zweirichtungsradweg im Norden südl. des GW Taxen vor MK3, kein GW vor MK3 Erweiterung des GW Hauptstr. u. starke Trennung zum Platz 14 Taxen, 11 K+R (Senkrecht- und Längsparken) Nord: 470 westl. EG Süd: 207 unter Vbk., 62 zw. den Treppen, 206 auf Vorplatz SO Verkehrswege dunkle Betonplatten und Betonfertigteile Aufenthalt (Flügel) helles Asphalt, barrierefrei Verkehrliche Defizite können angepasst werden

1269 1.-2. DB-Erschließung ungeklärt, Versorgungs- und Lieferverkehr nur über Zufahrt Strab möglich Hst. schematisch lt. Vorgabe Zweirichtungsradweg nördl. GW, Busbucht in der Hauptstr., GW starke Trennung mit Natursteinplattenbahn vom Platz schematisch berücksichtigt, 3 beh. Stellpl. u. Taxen Nord: Fahrradgarage 260 west. EG, 66 südl. JH, 224 nördlich des Beamtenwohnhauses an der Böschung Süd: 340 unter Vbk., 70 zw. den Treppen, 104 Platz SO am GW Hauptstr. großformatige Betonplatten, Muldenrinnen aus Naturstein zur Absperrung der RV-Führung verkehrliche Defizite im Liefer- und Erschließungsverkehr

3,-5. + 6. 7. 8. + +

9.-10. + -

1270 1.-2. 3.-5. 6. 7. 8. + + + Verkehrsführung/Wenden unklar, 5 DB u. 2 beh. Stellpl., 12 Rad schematisch lt. Vorgabe GW in Platzgestaltung integriert, starke Leitführungen u.a. mit Blindenleitsysteme von Bus Hst. zu den Zugängen Schräg- u. Längsparken 19 PKW, 4 K+R, 2 beh. Stellpl. Nord: 42 westl. Beamtenwohnhaus, 162 westl. EG, 10 Call-a-Bike Süd: 130 unter VBK, 80 zw. den Treppen helles u. dunkles Natursteinpflaster , Bewegungsströme dunkel, Shared Space Anzahl der Fahrradabstellpl. liegt unter der Vorgabe, Anpassung ist möglich

9.-10. + +

1271 1.-2. + Erschließungsanlagen DB schematisch angedeutet, Baumgruppen liegen im Verkehrsweg des Liefer- und Versorgungsverkehrs kritisch lt. Vorgabe Neuaufteilung der Funktionen: Bäume auf Gelände JH; 3m Zweirichtungsradweg (Orientierungsfläche RV); 2,60m GW; 2m Taxen; 10,30m Strab+Kehrgleis /Kfz; 5m GW vor MK3 mit zusätzlicher FG/RV LSA an der Marktstraße entfällt das Queren der Gleise auf dem Vorplatz N für den durchgehenden RV gestalterische Trennung des Gehweges vom Platz Schräg- und Längsparken 14 K+R längs, 14 K+R schräg, 5 Taxen Nord: 484 Doppelstockparker + 12 Stadtrad westl- EG Süd: 264 Doppelstockparker + 22 Stadtrad unter Vbk., 26 an der Haupstr. unter Vbk., 242 zw. den Treppen, 18 westl. der westl. Treppe Platz in Plattenbelag Großformat, hell, (RV dunkel) Strab in Plattenbahnen Kleinformat, Abgrenzung der Verkehrswege mit Bord 30x5x3, nicht barrierefrei
178

3.- 4. + 5. ++

6. 7. 8.

+ + +

9.-10. -

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

+

Entwurf setzt sich im Detail mit den verkehrlichen Funktionen (Planstr.) auseinander, bis auf die nicht Barrierefreiheit eine verkehrlich gute Lösung, Baumstandorte um das Beamtenwohnhaus müssen zur Berücksichtigung des Lieferverkehrs angepasst werden

1272 1.-2. 3. + 4. 5. 6. 7. 8. + + + + größere Baumgruppen in Wegebeziehung des Lieferverkehrs lt. Vorgabe, Strab/RV einheitliche Befestigung, RV mit Nägeln markiert keine Erläuterung zur Funktionsaufteilung, über Wartebereiche der Hst. Segeldach/Lichtsegel lt. Vorgabe schematisch übernommen gestalterische Trennung zw. GW und Platz Längsparken 10 Taxen, 15 K+R Nord: 446 westl. EG, 44 zw. MK3 und Bahnhofszugang Süd: 320 unter Vbk, 52 zw. de Treppen, 136 Platz So an der Bahngrenze großformatige Betonplatten, Strab kleinformatige Betonsteine, barrierefrei mit Anpassung der Baumgruppen um das Beamtenwohnhaus funktioniert der Entwurf verkehrlich

9.-10. + +

1273 1.-2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. + 0 + + + 3 DB u. 2 beh. Stellpl., 12 Rad FG LSA zum Schutz vor Strab u. RV südwestl. des Beamtenwohnhauses Gestaltung und Funktion nicht erkennbar lt. Vorgabe GW Charlottenburger Platte/Mosaik, Strab u. RV in Asphaltbeton (dunkel + hell) Busbucht vorgesehen und separate Gestaltung des GW lt. Vorgabe Längsparken 12 K+R, 9 Taxen, 2 beh. Stellpl. Nord: 50 westl. EG an der Gleiskante, 56 zw. MK3 u. Zugang, 60 Platz NO Süd: 260 unter Vbk., 40 östl. der FGbrücke, 100 zw. den Treppen ÖPNV in Großsteinpflaster Reihenverband, Aufenthalt in Großsteinpflaster Netzverband mit gesägter Oberfläche LSA im Platzbereich ist unnötig, vorhandene verkehrlich Defizite

9.-10. + -

1274 1.-2. 3.-5. 6. 7. 8. + + + + lt. Vorgabe lt. Vorgabe, 6 Taxen, GW in Platz gestalterisch integriert Längsparken beidseits außen und K+R mittig Behinderungen der Fahrgassen durch starke Ein- u. Ausparkprozesse Nord: 460 westl. EG, 40 Platz NO an der Grenze zur JH (Phase 1) 680 vollautom. Parkhaus mit Palettentechnik (8m hohes Gebäude, 4 Etagen oberirdisch, 2 unterirdisch) Phase 2 Süd: 50 Doppelstockp. südl. der Westtreppe, 260 Doppelstockp. zw. den Treppen, 80 Doppelstockp. zw. den Aufzügen, 50 Doppelstockp. südl. Osttreppe, 120 Bügel Platz NO zw. den Bäumen durchgefärbter Ortbeton (braunrot bis graubraun), barrierefrei Entwurf funktioniert verkehrlich

9.-10. + +

1275 1.-2. 0 3. 0 keine Aussage RV nicht erkennbar und erwähnt
179

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

4.-5. 6. 7. 8. + +(-) -

9.-10. + -

Vorgaben schematisch übernommen, keine weiteren Auseinandersetzungen erkennbar gestalterische Trennung RW/Platz südl. Schrägparken, nördl. Längsparken, keine Angabe zu Zuordnung des ruhenden Verkehrs und er Taxen Nord: Fahrradparkhaus westl. EG (ohne Anzahl Stellplätze) Süd: große Anzahl von Bügeln unter Vbk., alles im samtigen farbigen Anthrazit, Bereich der Brücken Farbe himmelblau u. Lichteffekte, barrierefrei hohe verkehrliche Defizite

1276 1.-2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. + + DB Erschließungsanlagen sind berücksichtigt, unklar ist die Realisierung des Lieferund Versorgungsverkehrs keine Trennung und separater RV, Führung RV ist unklar RV ist unberücksichtigt, Fläche als Aufenthaltsbereich für FG vor Kunst am Widerlager (beleuchteter Filmstreifen mit alten Ostkreuzfotos) Kehrgleis, separater RV fehlen, K+R beidseits der Planstr., keine Taxen Trennung GW/Platz Schematisch Darstellung von Längsparkstreifen, keine Details zu Nutzungen Nord: 222 westl. EG (Option auch als Parkhaus), 42 westl MK3, 22 östl. Feuerwehrfläche, 76 + 20 Call-a-Bike Platz NO Grenze JH, 70 am Platz/Marktstraße Schlesischer Granit mit Einstreuungen Grauwacke flächig über die gesamten Platzflächen, Zugangsbereiche Asphalt, stark befahrende u. begangene Bereiche in Grauwacke, barrierefrei Entwurf setzt sich massiv über verkehrliche Vorgaben hinweg

9.-10. +

-

Die Prüfung erfolgte in der vorzeitigen Phase, in der die Pläne ohne textliche Erläuterungen voresrt aushingen. Eine Prüfung der textlichen Erläuterungen erfolgte daher nicht durch d.U. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass die Nichtdarstellung oder Benennung der lt. Auslobung vorgegebenen Anzahl der Fahrradabstellplätze sowie des ruhenden Verkehrs (Taxen, K+R, behinderten Stellplätze) keine Ausschlusskriterien sind. Wichtig ist, dass erkennbar ist, dass die dafür erforderliche Flächenberücksichtigung und Erschließung nachgewiesen sind. Im Ergebnis ist erkennbar, dass sich die meisten Entwürfe nicht mit den verkehrlichen Themen (Zuordnung der einzelnen Funktionen) z.B. in der Planstraße, im Bereich der Straßenbahnhaltestelle auseinandersetzen. Es wird überwiegend die Idee der Auslobung schematisch in die Entwürfe 1:1 übernommen. Bei der Gestaltung der Plätze mit Trennung der Fahrbereiche von den Aufenthaltsbereichen durch Borde muss zwischen den Belangen Barrierefreiheit und Forderungen der Blindenverbände abgewogen werden. Eine maßstäbliche Nachprüfung der Verkehrsanlagen (Schleppkurven, Wenderadien, Breiten der Verkehrsflächen) erfolgte aus Zeitgründen nicht durch d.U. Dies obliegt den Vorprüfern. Mängel und verkehrliche Defizite aufgrund nichteingehaltener verkehrlicher Standards sind daher durch die Vorprüfer zu ermitteln und mit VII zu klären.

Schmidt

180

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

Stellungnahme 2
Dipl.-Ing. Ines Kulke Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Projektbereich Straße/Entwurf 30.06.2015

Für die von SenStadtUm Ausbau der Hauptstraße von Karlshorster Straße bis Markgrafendamm liegt ein Planfeststellungsbeschluss vor. Die Beauftragung für die Bauausführung steht unmittelbar bevor. Wie in der Auslobungsunterlage auf Seite 50 beschrieben, ist die Straßenbegrenzungslinie (Ausbaugrenze) bei der weiteren Planung der Vorplätze einzuhalten und somit nicht durch die Gestaltung der Vorplätze zu überplanen. In Abstimmung mit den Bezirksämtern Lichtenberg und Friedrichshain /Kreuzberg wird der Ausbau der Hauptstraße so wie in der Planfeststellung ausgeführt. Die angegebenen Höhen sind ebenso einzuhalten, da diese auf dem Gesamtentwässerungskonzept der Hauptstraße und auch in Abstimmung mit der DB AG/ Frau Kamitz beruhen.

181

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

Stellungnahme 3
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin Abt. Stadtentwicklung Straßen- und Grünflächenamt SGA II 1.7.2015 App. 6530

Stapl E

Wettbewerbsauswahlverfahren Ostkreuz Zusammengefasste Stellungnahme Am 30.6.2015 wurden die eingereichten Wettbewerbsbeiträge (27 Stck.) von mir hinsichtlich verkehrlicher und straßenbautechnischer Belange begutachtet. Da nicht auf jeden einzelnen Wettbewerbsbeitrag detailliert eingegangen werden kann, stelle ich im Folgenden die aus unserer Sicht wichtigen Kriterien dar, die bei der Auswahl der Entwürfe mit berücksichtigt werden sollten: NO-Quadrant Die Fahrbahn sollte deutlich vom Gehweg abgegrenzt werden, da dort in größerem Umfang Fahrzeugverkehr stattfindet, Straßenbahn, eventuell zusätzliche Buslinien, Taxen, MIV (Kiss+Ride) und Fahrradfahrer, bei denen auch mit überhöhter Geschwindigkeit gerechnet werden muss, gerade wenn die LSA an der Marktstr. Grün zeigt. Außerdem ist die Fahrbahn auch relativ breit und durch das Kehrgleis zumindest dann unübersichtlich, wenn auf dem mittigen Kehrgleis eine Straßenbahn steht. Aus diesen Gründen sollten die Fußgänger weder durch bauliche noch gestalterische Elemente angeregt werden, auf der Fahrbahn zu laufen. Auch sollte die Fahrbahn deutlich durch einen Hochbord abgegrenzt werden, damit Kfz-Fahrer nicht auf dem Gehweg parken. Ein Plattenbelag in der Fahrbahn wird grundsätzlich abgelehnt, weil sich Platten unter der Verkehrsbelastung lösen, anfangen zu wackeln und dann brechen. Großplatten lassen sich gerade bei späteren Aufbrüchen durch die Leitungsverwaltungen schwer händeln. Pflastersteine können sich besonders im Stauraum vor der LSA verschieben oder Kippen, insbesondere wenn auch mit Busverkehr zu rechnen ist. Außerdem ist Pflaster durch die Fugen für die Fahrradfahrer nicht so geeignet, weil nicht ganz eben. Eine Betonfahrbahn ist wegen der langen Aushärtezeiten bei Reparaturen in Anbetracht des Straßenbahn und Busverkehrs ungünstig. Aus den genannten Gründen empfehlen wir für die Fahrbahn eine Asphaltbefestigung. Einige Entwürfe haben die Fahrradfahrer im Gegenverkehr auf einem Radweg oberhalb des nördl. Gehwegs geführt. Obwohl der Radfahrer unter der Bahnbrücke auf einem gemeinsamen Geh- und Radweg geführt wird, der im weiteren Verlauf in diesen Radweg mündet halte ich diese Situation doch für Unfallträchtig, weil der Fußgänger nicht damit rechnet, dass der Radweg oberhalb des Gehweges geführt wird und Radfahrer auch aus der „falschen“ Richtung kommen können. Die Fortführung des gegenläufigen Radweges an der Kreuzung Marktstraße ist für Linksabbieger aus der Planstraße 4 ebenfalls unfallträchtig. Außerdem haben viele Entwürfe das in den Straßenraum ragende Gebäude nicht berücksichtigt, welches besonders die Radwegführung oberhalb des Gehwegs wegen des notwendigen Verschwenks und der daraus resultierenden Unübersichtlichkeit beeinträchtigen würde. Aus den genannten Gründen sollte der Fahrradfahrer mittels Fahrradstreifen auf der Fahrbahn geführt werden, auch wenn er dafür die Straßenbahngleise am Ende des gemeinsamen Geh- und Radweges queren muss, um auf die richtige Fahrbahnseite zu gelangen. Die Taxi-Halteplätze können mit Betonsteinpflaster befestigt werden.
182

Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz - Anhang

Für die Gehwegherstellung wird von unsere Straßenunterhaltung aus Instandhaltungsgründen und wegen der einfachen Lagerhaltung die Verwendung eines gängigen Gehwegpflasters favorisiert. Da es sich hier eher um eine Straße als um eine Platzfläche handelt, halte ich unabhängig von der Platzgestaltung auch die berlintypische Gehwegbefestigung mit diagonal verlegten Betonplatten 0,35 * 0,35 m und Granitmosaik im Ober und Unterstreifen für angebracht. Die nicht besonders breiten Gehwege in der Planstraße 4 sollten nicht durch weitere Einbauten wie Bänke oder Fahrradständer eingeschränkt werden. SO-Quadrant Wegen des SEV sollte die Fahrgasse und die Bushalteplätze in Beton hergestellt werden, weil dadurch die hohe Belastung durch Brems- und Lenkvorgänge der Busse am besten aufgefangen wird. Pflaster oder Platten kommen hier nicht in Frage. Innerhalb der Taxi-oder Bushalteplätze sollten keine Baumpflanzungen vorgesehen werden. Mit dem Bau der Hauptstraße wird in Kürze begonnen. Die Platzbefestigung soll an der dann fertig gestellten Gehwegbefestigung enden und diese nicht wesentlich verändern. Die Fahrradständer dürfen die Gehwege entlang des Parklatzes nicht zu sehr einengen. Für eine maschinelle Gehwegreinigung ist ein freier Querschnitt von mindestens 1,85 m notwendig. Es sollten möglichst keine Fahrradständer die wenigen Kfz-Stellplätze verstellen. Gegen Holzbänke oder Sitzplateaus aus Holzlatten bestehen Bedenken wegen der Reparatur- und Vandalismusanfälligkeit wir würden Sitzmöbel aus Stahl bevorzugen, am besten mit einer GitterSitzauflage, da diese keine Flächen für Graffiti bieten. Im Auftrag

Meier

183
                            
Top of page

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.