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Periodical volume

Full text: Kindertagesstätten-Bedarfsplanung Issue 2015/16

KindertagesstättenBedarfsplanung 2015/16

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

2

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016
3.1.2 Kindertagesbetreuung in Kindertagespflege und schulischen
Betreuungsformen .............................................................................................. 19
3.1.3 Kostenentwicklung .............................................................................................. 20
3.1.3.1 Kostenerstattungen an freie Träger (Ausgleichszahlungen) .............................. 20
3.1.3.2 Betreuung auswärtiger Kinder ........................................................................... 20
3.1.3.3 Betreuungsbonus ............................................................................................... 21
3.1.3.4 Auswirkungen der Beitragsfreiheit im Kindergarten .......................................... 21
3.1.3.5 Übernahme und teilweiser Erlass von Elternbeiträgen ...................................... 23

Inhaltsverzeichnis

Vorwort der Jugenddezernentin der Stadt Koblenz ............................. 4
1
Rechtsgrundlagen ...................................................................... 5
1.1
1.2

Der Rechtsanspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege
auf Bundesebene ...................................................................................................5
Der Rechtsanspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege
auf Landesebene ...................................................................................................5

3.2
3.3

Umsetzung der Beschlüsse zur Kita-Bedarfsplanung .......................................... 23
Auswertung der Angaben zur Pflichtstatistik (Kita-Plätze und Kindertagespflege)
vom 01.03.2014 ................................................................................................... 24

4

Bestands- und Bedarfsdaten für die Tagesbetreuung von Kindern
in Koblenz ................................................................................ 27

4.1
4.2
4.3

Bereinigte Platzkapazitäten in den Planungsräumen .......................................... 27
Bestimmung von Bedarfskennwerten ................................................................. 28
Bestands- und Bedarfsdaten in planungsräumlicher Betrachtung...................... 31

5

Maßnahmen zur Bedarfsdeckung ............................................. 36

2.1.1 Allgemeines zur Personalausstattung....................................................................9
2.1.2 Zusatzpersonal im Rahmen des § 2 Abs. 5 der Landesverordnung zur
Ausführung des KitaG ............................................................................................9
2.1.2.1 Leitungsfreistellung ..............................................................................................9
2.1.2.2 Förderung der interkulturellen Arbeit in der Kita ...............................................10
2.1.3 Sprachförderung nach dem Landesprogramm ....................................................11

5.1

Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz ................................ 36

2.2

5.2.1 Anpassung von Kinderkrippenplätzen ................................................................. 37
5.2.2 Folgerungen für das Angebot an Kindertagespflege ........................................... 37

1.2.1
1.2.2
1.2.3
1.2.4

Elternbeitragsfreiheit ............................................................................................7
Rechtliche Vorgaben für die Kita-Bedarfsplanung.................................................7
Kindertagespflege ..................................................................................................7
Investitionskostenförderung .................................................................................7

1.3
1.4

Betreuungsgeld......................................................................................................8
Bundeskinderschutzgesetz ....................................................................................8

2

Fachliche und strukturelle Entwicklungen in der
Kindertagesbetreuung ............................................................... 9

2.1

Personelle Ausstattung der Kindertageseinrichtungen .........................................9

5.1.1 Ausbau der Ganztags- und Über-Mittag-Betreuung ........................................... 36
5.1.2 Reduzierung von Kindergartenplätzen ................................................................ 37
5.2

Kooperationen von Kindertagesstätten..............................................................12

2.2.1 Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule im Bereich der Kindertagesbetreuung
und im Bildungsbereich .......................................................................................12
2.2.2 Landesprogramm Kita!Plus..................................................................................12

5.3

Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren in Kinderkrippen und in
Kindertagespflege................................................................................................ 37

Betreuung von Schulkindern ............................................................................... 37

5.3.1 Anpassung des Angebots an Hortplätzen............................................................ 37
5.3.2 Angebot an Kindertagespflege für Schulkinder ................................................... 38

2.3
2.4

Betriebliche Kindertagesbetreuung.....................................................................13
Kindertagespflege ................................................................................................16

5.4

3

Rückschau ............................................................................... 18

5.5

3.1

Entwicklung von Kosten und Leistungen in 2014 ................................................18

Betreuung von Kindern mit körperlichen, seelischen oder geistigen
Beeinträchtigungen ............................................................................................. 38
Betreuung von Kindern aus Zuwandererfamilien ............................................... 38

Anhang ............................................................................................. 39

3.1.1 Kindertagesstätten-Plätze ...................................................................................18

3

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016
Studierenden und Beschäftigten benötigen, so dass voraussichtlich
dann für die Kinder im Stadtteil entsprechende Plätze fehlen.

Vorwort der Jugenddezernentin der Stadt Koblenz

Auch für den Stadtteil Asterstein muss eine Entscheidung über eine
Einrichtung am sog. Oberen Asterstein fallen. Die Gespräche für oder
gegen eine Sanierung der bisherigen Kita in der Lehrhohl müssen zu
einem Ende gebracht werden, die Ungewissheit für Eltern, Kinder,
Beschäftigte und Träger beseitigt werden. Die Verwaltung wird alles
dafür tun, den politischen Entscheidungsgremien einen Vorschlag zu
unterbreiten, der den Interessen aller Beteiligten gerecht wird.

Die aktuelle Ausgabe des jährlich erscheinenden KindertagesstättenBedarfsplans informiert Sie regelmäßig und umfassend über die
rechtlichen und fachlichen Grundlagen und das Platzangebot in der
Koblenzer Kindertagesbetreuung. Gleichzeitig dokumentiert die
Broschüre rückblickend die geleistete Arbeit der Vorjahre und gibt
einen Ausblick auf die künftigen Herausforderungen für dieses
bedeutsame kommunale Aufgabengebiet.

Neben der Frage, ob weitere Neubauten in Koblenz notwendig
werden, wird es für die Arbeitsgemeinschaft Kindertagesbetreuung
(AG TaB) darum gehen, die Qualität in der Kindertagesbetreuung in
den Fokus zu nehmen. Wichtige Themen in diesem Zusammenhang
sind veränderte Rahmenbedingungen und Bedarfe von Familien und
Alleinerziehenden sowie die Bereiche Sprachförderung und Inklusion,
aber auch die Frage nach der Betreuung von Kindern aus
Zuwandererfamilien. Hierzu wird unter anderem am 1. Juni 2015 eine
Konferenz für alle Koblenzer Kindertagesstätten gemeinsam mit der
Leitstelle Integration und dem Jugendamt der Stadtverwaltung sowie
den Migrationsdiensten der Koblenzer Wohlfahrtsverbände
stattfinden.

Bereits der Kita-Bedarfsplan 2014-2015 zeigte auf, dass der
Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung für alle Kinder ab dem
vollendeten 1. Lebensjahr in Koblenz nach Umsetzung aller
beschlossenen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen erfüllt werden
kann. Im September 2014 konnten wir die drei kommunalen
Baumaßnahmen auf dem Oberwerth, im Rauental und in Güls
nahezu abschließen und nach den Sommerferien die ersten Kinder
aufnehmen. Mit der isa-kompass gGmbH und der Lebenshilfe
Ortsvereinigung Koblenz e.V. haben wir Träger gewinnen können, die
mit großem Engagement den Betriebsbeginn gesichert haben – und
dabei viel Geduld mit den für die Restarbeiten betrauten
Handwerkern gezeigt haben.

Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit aller Akteure der
Koblenzer Kita-Landschaft bin ich mir sicher, dass heute und
zukünftig in Koblenz alles dafür getan wird, dass sich alle Eltern und
Kinder in unserer Stadt auch beim Thema Kindertagesbetreuung gut
aufgehoben fühlen.

Mit den städtischen Baumaßnahmen wurden insgesamt 180 neue
Plätze geschaffen.
Das für den Bau der Einrichtungen zuständige städtische Zentrale
Gebäudemanagement hat für die fristgerechte Fertigstellung der
Bauten hohe Anerkennung und ein großes Dankeschön verdient.
An der jetzt vorgelegten aktuellen Bedarfsplanung wird deutlich, dass
es noch einen unterversorgten Planungsbezirk gibt, nämlich die
Karthause. Es gilt zu überlegen, wie der Rechtsanspruch hier
dauerhaft gesichert werden kann. Die bisherigen Übergangsplätze im
Studierendenwohnheim werden nach den Sommerferien wegfallen.
Die Einrichtung der Hochschule wird immer mehr Plätze für die

Herzlichst Ihre

Marie-Theres Hammes-Rosenstein
Bürgermeisterin
4

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

1

Rechtsgrundlagen

1.1

Der Rechtsanspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen
und in Kindertagespflege auf Bundesebene

2015-2016
In § 24 Abs. 5 ist eine Verpflichtung für die Jugendämter wie folgt
festgeschrieben worden:
„Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe oder die von ihnen beauftragten
Stellen sind verpflichtet, Eltern oder Elternteile, die Leistungen nach den
Absätzen 1 bis 4 in Anspruch nehmen wollen, über das Platzangebot im
örtlichen Einzugsbereich und die pädagogische Konzeption der
Einrichtungen zu informieren und sie bei der Auswahl zu beraten.“

Seit dem 01.08.2013 ist der Rechtsanspruch für Kinder, die das erste
Lebensjahr vollendet haben, in Kraft. Die ab diesem Zeitpunkt geltende
Regelung des § 24 SGB VIII sieht folgende Bestimmungen vor:

Zu dieser Thematik verweisen wir auf die Veröffentlichung der
Konzeptionen
der
Koblenzer
Kindertagesstätten
im
Internet:
http://www.koblenz.de/familie_soziales/kindertagesstaetten.html

Ein Kind, das das erste Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist in
einer Einrichtung oder in Kindertagespflege zu fördern, wenn,
diese Leistung für seine Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen
und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit geboten ist oder

1.2

die Erziehungsberechtigten
1.

einer Erwerbstätigkeit nachgehen, eine Erwerbstätigkeit
aufnehmen oder Arbeit suchend sind,

2.

sich in einer beruflichen Bildungsmaßnahme, in der
Schulausbildung oder Hochschulausbildung befinden oder

3.

Leistungen zur Eingliederung in Arbeit im Sinne des SGB II
erhalten.

Der Rechtsanspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen
und in Kindertagespflege auf Landesebene

Neben der unter Kapitel 1.1. dargestellten Rechtslage auf Bundesebene gilt
der seit dem 01.08.2010 in § 5 Abs. 1 des Kindertagesstättengesetzes
festgelegte Rechtsanspruch nach Landesrecht. Hiernach haben Kinder
vom vollendeten zweiten Lebensjahr bis zum Schuleintritt Anspruch auf
Erziehung, Bildung und Betreuung im Kindergarten. Das Jugendamt hat zu
gewährleisten, dass für jedes Kind ein Kindergartenplatz in zumutbarer
Entfernung zur Verfügung steht. Die Verpflichtung des Jugendamtes zur
Bereitstellung eines Platzes erstreckt sich nach § 5 Abs. 2 KitaG auf ein
Angebot vor- und nachmittags. Den Wünschen der Eltern nach Angeboten,
die auch eine Betreuung über Mittag mit Mittagessen einschließen, soll
Rechnung getragen werden.

Ein Kind, das das erste Lebensjahr vollendet hat, hat bis zur
Vollendung des dritten Lebensjahres Anspruch auf frühkindliche
Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege.
Ein Kind, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, hat bis zum
Schuleintritt Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung. Die
Träger der öffentlichen Jugendhilfe haben darauf hinzuwirken, dass
für diese Altersgruppe ein bedarfsgerechtes Angebot an
Ganztagsplätzen zur Verfügung steht. Das Kind kann bei besonderem
Bedarf oder ergänzend auch in Kindertagespflege gefördert werden.

Dieser Rechtsanspruch für zweijährige Kinder kann auch in Kinderkrippen
erfüllt werden, wenn für diese nicht ausreichend Plätze in Kindergärten zur
Verfügung stehen.
Kinder aus Asylbewerber- und Flüchtlingsfamilien haben einen Anspruch
nach § 24 Abs. 2 SGB VIII, wenn die Voraussetzungen des § 6 Abs. 2 SGB
VIII gegeben sind. Hiernach können Ausländer Leistungen der Jugendhilfe
beanspruchen, wenn sie rechtmäßig oder auf Grund einer
ausländerrechtlichen Duldung ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland
haben. Unabhängig von der Frage, ob ein Rechtsanspruch auf einen
Kitaplatz geltend gemacht werden kann, haben sich Jugendamt und freie

Für Kinder im schulpflichtigen Alter ist ein bedarfsgerechtes Angebot
in Tageseinrichtungen vorzuhalten.
In allen Fällen richtet sich der Umfang der täglichen Förderung nach dem
individuellen Bedarf.

5

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Träger darauf geeinigt, allen Kindern einen Platz zur Verfügung zu stellen,
wenn sie in Koblenz gemeldet sind. Dies sind wir den Flüchtlingsfamilien
schuldig.

Eine schematische Übersicht zur neuen Rechtsanspruchs-Situation wird
im Folgenden wiedergegeben.

Tabelle 1-1: Rechtsansprüche auf Kindertagesbetreuung

Alter des Kindes

unter 1 Jahr

1 bis u 2 Jahre
2 bis u 3 Jahre

3 Jahre bis
Schuleintritt

Vorschulalter

Schulalter

Rechtsvorschrift
§ 24 SGB VIII
...ist in einer Einrichtung oder in Kindertagespflege zu fördern, wenn
1. diese Leistung für seine Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und
gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit geboten ist oder
2. der/die Erziehungsberechtigte(n)
a) einer Erwerbstätigkeit nachgehen, eine Erwerbstätigkeit aufnehmen oder
Arbeit suchend sind,
b) sich in einer beruflichen Bildungsmaßnahme, in der Schulausbildung oder
Hochschulausbildung befinden oder
c) Leistungen zur Eingliederung in Arbeit im Sinne des SGB II erhalten.

KitaG Rheinland-Pfalz

Für eine Betreuung von Kleinkindern, die noch keinen Anspruch auf
Aufnahme in einen Kindergarten haben, soll das Jugendamt die
bedarfsgerechte Bereitstellung von Plätzen in für diese Altersgruppe
geeigneten Kindertagesstätten oder in Kindertagespflege
gewährleisten.

...hat bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres Anspruch auf frühkindliche
Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege…
… haben Anspruch auf Erziehung, Bildung und Betreuung im
Kindergarten vor- und nachmittags.
Kindergartenplatz soll in zumutbarer Entfernung angeboten werden.
Wünschen nach Betreuung über Mittag mit Mittagessen soll Rechnung
getragen werden.

...hat Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung. Die Träger der
öffentlichen Jugendhilfe haben darauf hinzuwirken, dass für diese
Altersgruppe ein bedarfsgerechtes Angebot an Ganztagsplätzen zur Verfügung
steht. Das Kind kann bei besonderem Bedarf oder ergänzend auch in
Kindertagespflege gefördert werden
Der Kindergarten soll in dem Jahr, welches der Schulpflicht
unmittelbar vorausgeht, möglichst von allen Kindern besucht werden.
Hierfür ist ein bedarfsgerechtes Angebot in Tageseinrichtungen vorzuhalten

Bedarfsgerechte Bereitstellung von Plätzen in Horten oder anderen
Betreuungsformen, soweit nicht vom schulischen Bereich abgedeckt.
Die Öffnungszeiten der Kindertagesstätten sind vom Träger unter
Berücksichtigung des Wohls der Kinder festzulegen. Den Bedürfnissen
insbesondere erwerbstätiger Eltern ist nach Möglichkeit Rechnung zu
tragen.

alters-übergreifend

6

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung
1.2.1

2015-2016

Elternbeitragsfreiheit

1.2.3

Nach § 13 Abs. 3 des Kindertagesstättengesetzes ist ab dem 01.08.2010
der Besuch des Kindergartens für Kinder vom vollendeten zweiten
Lebensjahr an beitragsfrei. Diese Beitragsfreiheit gilt auch, wenn ein
zweijähriges Kind eine Krippe besucht und dem Kind kein Platz in einem
Kindergarten angeboten werden kann.

Für den Bereich der Kindertagespflege wurde § 1 Abs. 5 des
Kindertagesstättengesetzes wie folgt geändert:
„Kindertagespflege wird von einer geeigneten Tagespflegeperson in
ihrem Haushalt, im Haushalt der oder des Personensorgeberechtigten
oder in anderen geeigneten Räumen außer in Kindertagesstätten
geleistet.“

Für Kinder, die das zweite Lebensjahr noch nicht vollendet haben und für
Schulkinder sind weiterhin Elternbeiträge in der vom Jugendamt
festgesetzten Höhe zu erheben.

1.2.2

Kindertagespflege

Durch die Neuregelung ist es ab Juni 2013 möglich, Tagespflege in eigens
hierfür angemieteten Räumen oder beispielsweise in Räumen von
Betrieben anzubieten. Näheres hierzu findet sich unter Kapitel 2.4.

Rechtliche Vorgaben für die Kita-Bedarfsplanung
1.2.4

In der Landesverordnung zur Ausführung des Kindertagesstättengesetzes
sind die Grundsätze für die Kindertagesstätten-Bedarfsplanung festgelegt.
Hiernach ist der Bedarfsplan vom Jugendamt einheitlich für alle
Kindertagesstätten nach Anhörung der anerkannten Träger der freien
Jugendhilfe zu erstellen. Bei der Bedarfsplanung sind die örtlichen
Lebensbedingungen, insbesondere die Sozialstruktur sowie die
voraussehbare Entwicklung des Einzugsbereiches zu berücksichtigen.

Investitionskostenförderung

Die Investitionskostenförderungen des Bundes und des Landes haben
entscheidend zum Gelingen des U3-Ausbaus in Koblenz beigetragen, auch
wenn die finanzielle Hauptlast von kommunaler Seite getragen wurde. Zum
1.1.2014 ist auf Landesebene eine neue Verwaltungsvorschrift über die
Gewährung von Zuwendungen zur Kindertagesbetreuungsfinanzierung in
Kraft getreten, die die Landeszuschüsse für neue Bauvorhaben von

Die verschiedenen bundes- bzw. landesrechtlichen Regelungen zum
Rechtsanspruch sind bei der Bedarfsplanung zu berücksichtigen. Seit
vielen Jahren erfolgt hierzu eine Abstimmung mit den Trägern und
Fachkräften der Kindertagesstätten in Koblenz sowie mit Elternvertretern in
der „Arbeitsgemeinschaft Kindertagesbetreuung – AG TaB“, die sich nach
der Kommunalwahl 2014 nach Beschluss des Jugendhilfeausschusses neu
konstituierte. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Erfahrungen der
einzelnen Träger und Fachkräfte in den Einrichtungen sowie die Belange
von Eltern Berücksichtigung finden. Die AG TaB bietet auch den Raum,
Maßnahmen zu besprechen und zu initiieren. Auf diesem Weg konnten in
den vergangenen Jahren die zahlreichen Maßnahmen zur Erweiterung des
Angebotes – insbesondere für Kinder unter 3 Jahren – effektiv geplant und
umgesetzt werden.

Ausbaustand,
Ausbaubedarf,
Siedlungsstruktur und
Finanzkraft
der örtlichen Träger der Jugendhilfe abhängig macht. Für die Beantragung
gibt es nun feste Termine; ab 2015 ist dies der 15.04. eines jeden Jahres.
Die neuen Maßnahmen sind bis zum 31.12.2017 abzuschließen und zum
31.08.2018 abzurechnen.
Mit dem „Gesetz zur weiteren Entlastung von Ländern und Kommunen ab
2015 und zum quantitativen und qualitativen Ausbau der
Kindertagesbetreuung“ vom 22.12.2014 stellt der Bund für die Jahre 2015
bis 2018 weitere Mittel für den U3-Ausbau zur Verfügung. Rheinland-Pfalz
erhält 235.861.025 € aus dem bereit gestellten Bundessondervermögen.

Eine wertvolle Unterstützung für die Bedarfsplanung erhält das Jugendamt
auch durch die kommunale Statistikstelle.

7

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016
Auch die neuen Vorschriften des § 79a SGB VIII binden die Träger von
Kindertagesstätten hinsichtlich der Verpflichtung, Grundsätze und
Maßstäbe für die Bewertung der Qualität sowie geeignete Maßnahmen zu
ihrer Gewährleistung weiterzuentwickeln, anzuwenden und regelmäßig zu
überprüfen. Dazu zählen auch Qualitätsmerkmale für die Sicherung der
Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen und ihren Schutz
vor Gewalt. Nach § 74 SGB VIII ist dies eine Voraussetzung für die
öffentliche Förderung der Einrichtung.

Die Verteilung der Mittel erfolgt nach dem seit 01.01.2014 geltenden
Verfahren nach der o.a. Verwaltungsvorschrift. Für die Jahre 2015 und
2016 wird ein zweiter Stichtag (15.10.) eingeführt.

1.3

Betreuungsgeld

Zum 01.08.2013 ist das Gesetz zur Einführung eines Betreuungsgeldes
(Betreuungsgeldgesetz) in Kraft getreten. Das Betreuungsgeld erhalten
Eltern, deren Kind ab dem 01.08.2012 geboren wurde und die für ihr Kind
keine frühkindliche Förderung in Tageseinrichtungen oder in
Kindertagespflege gemäß § 24 Abs. 2 SGB VIII in Anspruch nehmen. Bis
zum 31.07.2014 beträgt das Betreuungsgeld 100 Euro pro Monat, ab dem
01.08.2014 mtl. 150 Euro.

Der neu geschaffene § 8b Abs. 2 SGB VIII gibt Trägern von
Kindertagesstätten gegenüber dem Landesjugendamt einen Anspruch auf
Beratung bei der Entwicklung und Anwendung von Leitlinien zur Sicherung
des Kindeswohls und zum Schutz vor Gewalt. Darüber hinaus bezieht sich
der Beratungsanspruch auch auf die Entwicklung von Verfahren der
Beteiligung
von
Kindern
und
Jugendlichen
und
eines
Beschwerdemanagements. Dem Recht der Träger auf Beratung entspricht
die in § 85 Abs. 1 Nr. 7 SGB VIII neu eingefügte Beratungsverpflichtung
des
für
die
Erteilung
der
Betriebserlaubnis
zuständigen
Landesjugendamtes.

Bei Fragen steht die Elterngeldstelle beim Amt für Jugend, Familie,
Senioren und Soziales zur Verfügung.

1.4

Bundeskinderschutzgesetz

Das zum 01.01.2012 in Kraft getretene Gesetz zur Stärkung eines aktiven
Schutzes von Kindern und Jugendlichen – Bundeskinderschutzgesetz – hat
für die Kindertagesstätten hinsichtlich des Schutzauftrages eine dauerhaft
hohe Bedeutung. Einmal jährlich bietet das Jugendamt eine
Fachveranstaltung für Erzieherinnen und Erzieher an, um über das
Zusammenwirken zwischen den Kindertageseinrichtungen und dem
Jugendamt zu sprechen und vorhandene Fragen und Unsicherheiten
auszuräumen.
Zweimal jährlich haben die Kindertagesstätten die Möglichkeit, Fragen zum
Datenschutz in ein sog. Datenschutzforum einzubringen, das von den
Netzwerkkoordinatorinnen nach dem Landeskinderschutzgesetz von Stadt
Koblenz und Kreisverwaltung Mayen-Koblenz organisiert wird.
Die Kindertagesstätten haben den neu gefassten § 47 Satz 1 SGB VIII zu
beachten, der die erlaubnispflichtigen Einrichtungen – also auch die
Kindertagesstätten – verpflichtet, „Ereignisse oder Entwicklungen, die
geeignet sind, das Wohl der Kinder und Jugendlichen zu beeinträchtigen,
anzuzeigen. Die Anzeige ist dem Landesjugendamt zu übermitteln.

8

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2

Fachliche und strukturelle Entwicklungen in der
Kindertagesbetreuung

2.1

Personelle Ausstattung der Kindertageseinrichtungen

2.1.1

Allgemeines zur Personalausstattung

2015-2016
Eine wichtige Herausforderung an das Jugendamt als Träger eigener
Kindertagesstätten ist die Gewinnung und die Bindung von Fachkräften für
den Elementarbereich, gerade auch mit Blick auf die immer steigenden
Anforderungen an die Kindertagesstätten.
Ausgehend von einer Fachveranstaltung mit Prof. Dr. Sell, der im Auftrag
des Landes eine empirische Untersuchung zum Personalbedarf in
Kindertagesstätten und Kindertagespflege erstellt hatte, wurden bereits
2011 im engen Zusammenwirken mit den freien Trägern verschiedene
Handlungsstrategien entwickelt. Daraus resultierte die Idee von
zusätzlichen Praxisanleiterstunden für Absolventen der verkürzten
Teilzeitausbildung für die Koblenzer Kindertagesstätten.

Damit die Trias von Erziehung, früher Bildung und Betreuung gut gelingen
kann, ist die fachliche Arbeit in Kindertagesstätten geprägt von
Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Wertschätzung gegenüber allen Kindern
und ihren Eltern, einer offenen Kommunikation und einem vertrauensvollen
Miteinander.

Informationsveranstaltungen
für
Schüler/innen
zum
Berufsprofil,
Schnuppertage, Schulpraktika und ein Boy’s und Girl’s Day ermöglichen
einen realen Eindruck in das Arbeitsfeld einer Kindertagesstätte.

Der beschlossene Ausbau der Kindertagesbetreuung, die verankerte
Einführung eines Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab
dem vollendeten ersten Lebensjahr und der Anspruch auf Qualität des
Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsangebots bedingen, den Bedarf an
qualifizierten Fachkräften in den Blick zu nehmen.

Das Jugendamt bietet Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr, den
Bundesfreiwilligendienst und das Duale Studium an.

Die personelle Ausstattung der Kindertageseinrichtungen hat sich an der
Fachkräftevereinbarung für Kindertagesstätten zu orientieren. Mit ihrer
Novellierung vom 01.08.2013 wurde dem gestiegenen Bedarf an
Fachpersonal Rechnung getragen und die Möglichkeiten zum Einsatz von
Personal erweitert. Auf diese Weise werden die erreichten Standards
gesichert und die qualitative Weiterentwicklung in den Einrichtungen
gewährleistet.

2.1.2

Zusatzpersonal im Rahmen des § 2 Abs. 5 der
Landesverordnung zur Ausführung des KitaG

2.1.2.1 Leitungsfreistellung
Die Freistellung von Leitungskräften in Kindertagesstätten nach § 2 Abs. 5
Ziff. 3 LVO zur Ausführung des KitaG erfolgt seit dem Jahr 2011 nach
folgenden Kriterien:

Durch das Landesgesetz zur Feststellung und Anerkennung im Ausland
erworbener Berufsqualifikationen wird Personen, die im Ausland einen
Ausbildungsnachweis erworben haben, die Anerkennung dieser Ausbildung
in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht.

Eine Freistellung wird grundsätzlich nur bei Einrichtungen genehmigt,
die drei oder mehr Gruppen mit Kindern betreuen und Ganztagsplätze
und/oder Plätze für Kinder verschiedener Altersgruppen anbieten.
Der Umfang der Leitungsfreistellung beträgt bei
viergruppigen Einrichtungen 50 % einer Vollzeitstelle.

Mit einer Ausnahmegenehmigung des Landesjugendamtes können auch
ausgebildete Fachkräfte anderer Berufszweige z.B.
Kinderkrankenschwestern mit einschlägiger Berufserfahrung im
sozialpädagogischen Bereich oder Lehrkräfte mit einschlägiger
Berufserfahrung in Kindertagesstätten eingesetzt werden.

drei-

und

Der Umfang der Leitungsfreistellung beträgt bei Einrichtungen mit fünf
oder mehr Gruppen eine 100%ige Stelle.
Voraussetzung für die Leitungsfreistellung ist ein entsprechender
Antrag des Trägers und seine Bereitschaft, die Eigenleistung für die

9

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

zusätzlich entstehenden Personalkosten gemäß § 12 Abs. 3 KitaG zu
tragen. Einzelne Vereinbarungen zwischen der Stadt Koblenz und
Trägern von Kindertagesstätten über Ausgleichszahlungen oder die
Übernahme von Eigenanteilen an Personal- oder Sachkosten bleiben
von dieser Regelung unberührt.

60% der Kosten, das Jugendamt 40%. Ein Eigenanteil wird vom Träger
nicht verlangt.
Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass die Intensivierung der
Sprachförderung eine wichtige Zugangsvoraussetzung und ein nicht weg
zu denkender Baustein für die Integrationsförderung bei Kindern aus
Migrantenfamilien ist. Allerdings darf nicht übersehen werden, dass für
zusätzliche Kräfte auch zusätzliche Mittel vorhanden sein müssen.

2.1.2.2 Förderung der interkulturellen Arbeit in der Kita

Am 26.02.2006 verabschiedete der Landesjugendhilfeausschuss seine
Empfehlungen „Zusätzliche Fachkräfte für interkulturelle Arbeit in
Kindertagesstätten in RLP“. Sie können unter www.lsjv.rlp.de/kinderjugend-und-familie/landesjugendamt/ (Service, Downloads - Kinder, Jugend
und Familie, Dokumente) abgerufen werden.

Kindertagesstätten sind in besonderer Weise Orte, in denen sich Kinder
und Erwachsene unterschiedlicher Herkunft, Nationalität, Kultur und
Religion unbefangen begegnen können. Die Ergebnisse der Pisa-Studie
haben bestätigt, wie wichtig die Förderung von Kindern mit
Migrationshintergrund im Elementarbereich ist, um hier u.a. durch gezielte
Sprachförderung einer Chancengleichheit näher zu kommen.

Im Zuge des Landesprogramms „Zukunftschance Kinder – Bildung von
Anfang an“ mit dem Sprachförderprogramm, schwerpunktmäßig für Kinder
im letzten Kindergartenjahr, wurde die Arbeit der interkulturellen Fachkräfte
neu in den Blick genommen und eine Überarbeitung der Richtlinien
notwendig. Die neuen Richtlinien wurden am 24. März 2011 vom
Jugendhilfeausschuss
beschlossen
und
können
unter
http://www.koblenz.de/familie_soziales/kindertagesstaetten_integrationsarb
eit.html abgerufen werden.

In den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen des Landes ist ein eigenes
Kapitel „Sprache“ aufgenommen, das sich mit der zentralen Bedeutung der
Sprache und den pädagogischen Zielen und Möglichkeiten befasst.
Die Empfehlungen sind zu beziehen beim
Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen des Landes
Rheinland-Pfalz
Kaiser-Friedrich-Straße 5a
55116 Mainz

Das Jugendamt fördert seit vielen Jahren solche Kräfte in einigen
Koblenzer Einrichtungen. Seit dem 03.09.2008 ist das Kontingent für die
Fachkräfte für interkulturelle Arbeit durch den JHA auf maximal 15 Stellen
festgelegt worden.

oder direkt bei
Verlagsgruppe Beltz
Fachverlag Frühpädagogik
Werderstr. 10
69469 Weinheim
ISBN 3-407-56286-1

Diese Fachkräfte werden derzeit in Absprache mit dem Landesjugendamt
und den Trägern derzeit in folgenden Einrichtungen eingesetzt:
Kath. Kita St. Kastor, KO-Altstadt
Ev. Kita Sonnenschein, KO-Mitte
Ev. Kita Spatzennest, KO-Karthause
Ev. Kita Arche Noah, KO-Karthause
Kath. Kita St. Hedwig, KO-Karthause
Kath. Kita St. Franziskus, KO-Goldgrube
Kath. Kita St. Elisabeth, KO-Rauental
Kath. Kita St. Antonius, KO-Lützel

und im Internet abrufbar unter
http://kita.bildung-rp.de/Bildungs-empfehlunge.571.0.html.
Die Landesverordnung zur Ausführung des Kindertagesstättengesetzes
bietet die Möglichkeit, zusätzliches Personal für die Betreuung von
Aussiedlerund
Ausländerkindern
zu
bewilligen,
wobei
die
Sprachförderung eine große Rolle spielt. Für diese Kräfte trägt das Land

10

1,00 Stellen
1,00
0,50
0,50
1,25
0,75
1,25
0,75

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung
Kath. Kita Maria Hilf, KO-Lützel.
Ev. Kita Bodelschwingh, KO-Lützel
Kath. Kita Maria Hilf Mittelweiden, KO-Lützel
Ev. Kita Bunte Welt, KO-Neuendorf
Kath. Kita St. Peter, KO-Neuendorf
Kath. Kita St. Bernhard, KO-Wallersheim
Kath. Kita St. Martin, KO-Kesselheim
Kath. Kita St. Hildegard, KO-Horchheim

2015-2016
Die Sprachfördermaßnahmen umfassen keine therapeutische Behandlung
von Störungen und Beeinträchtigungen der Sprachentwicklung oder des
Sprechers.

1,00
0,75
0,50
0,50
1,00
1,50
1,00
0,75

Die Fördermaßnahmen werden von Personen durchgeführt, die fachlich
geeignet sind, Kindern Deutsch bzw. Deutsch als Zweitsprache
handlungsbegleitend und erlebnisbezogen zu vermitteln. Dies ist
insbesondere der Fall, wenn sie das Kompetenzprofil der
trägerübergreifenden Rahmenvereinbarung zum Einsatz und zur
Qualifizierung
von
Sprachförderkräften
in
rheinlandpfälzischen
Kindertagesstätten erfüllen bzw. eine Qualifizierung zur Sprachförderkraft
nach
dieser
Rahmenvereinbarung
absolviert
haben.
Die
Rahmenvereinbarung ist im Internet zu finden unter „https://kita.bildungrp.de/fileadmin/downloads/PDF_s/Sprachfoerderkraefte/unterschriebene_R
ahmenvereinbarung.pdf“.

Damit ist es gelungen, ein flächendeckendes Angebot zur Sprachförderung
und für das interkulturelle Lernen in den Kitas sicher zu stellen.
In Ergänzung der allgemeinen Sprachförderung (s. nachfolgender Abschnitt
2.1.3) wird durch den Einsatz der Fachkräfte für interkulturelle Arbeit und
der Schwerpunktsetzung in der Sprachförderung ein wichtiger Beitrag zur
Integration und Chancengleichheit geleistet. Mit ihrem Engagement tragen
die beteiligten Kindertageseinrichtungen dazu bei, das Integrationskonzept
der Stadt Koblenz mit Leben zu füllen.

2.1.3

Bei allen Kindern, die keine Kindertagesstätte besuchen, besteht eine
Verpflichtung zur Feststellung des Sprachförderbedarfs durch die
zuständige
Grundschule.
Die
Kindergärten,
die
sich
am
Sprachförderprogramm beteiligen, sind verpflichtet, Kinder in die
Sprachfördermaßnahmen einzubeziehen, die nach § 64a des
Schulgesetzes zur Teilnahme an Sprachfördermaßnahmen verpflichtet
werden.

Sprachförderung nach dem Landesprogramm

Das Angebot der Fördermaßnahmen richtet sich grundsätzlich an Kinder
aller Altersgruppen, die in der deutschen Sprache Unterstützung benötigen.
Maßgebliche Bemessungsfaktoren sind hierbei der individuelle
Förderbedarf der Kinder sowie die Ressourcen, die in der Einrichtung
bereitgestellt werden können. Die Fördermaßnahmen sind mit der
altersintegrierten Sprachbegleitung der gesamten Einrichtung zu
verknüpfen. Voraussetzung für das Gelingen der gesamten
sprachpädagogischen
Arbeit
sind
dabei
ein
erfolgreicher
Beziehungsaufbau und die Ausrichtung an den konkreten individuellen
Bedarfen der Kinder.

Folgende Module sind möglich:
Modul 1: Sprachförderung I – Basisförderung
Modul 2: Sprachförderung II – Intensivförderung
Modul 3: Maßnahmen zur Vorbereitung des Übergangs vom
Kindergarten zur Grundschule.
Als Förderung werden pauschalierte Personalkostenzuschüsse für max.
100 bzw. 200 Zeitstunden sowie ein Materialkostenzuschuss gewährt. Die
Personen, die die Sprachförderung durchführen, müssen fachlich geeignet
sein, Deutsch bzw. Deutsch als Zweitsprache handlungsleitend und
erlebnisbezogen zu vermitteln.

Bei entsprechendem Bedarf hat die Aufnahme von Kindern innerhalb des
Jahres vor der Einschulung in die Fördermaßnahmen Vorrang.
Bis zu einem Fünftel der Zeitstunden kann für Vor- und Nachbereitung
sowie Kooperationsgespräche mit dem Team und Elterngespräche
verwendet werden.

Die
Steuerungsverantwortung
für
die
Durchführung
der
Sprachfördermaßnahmen liegt bei den Jugendämtern. Diese erhalten

11

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

seitens des Landes ein Budget zugewiesen, mit dem eine Gesamtplanung
für den Jugendamtsbezirk zu steuern ist.

Ort. In vielen Stadtteilen arbeiten die Kindertagesstätten mit den
Grundschulen
aufgrund
von
gemeinsam
entwickelten
Kooperationskalendern sehr gut zusammen.

Im
Jahr
2014/15
wurden
in
Koblenz
insgesamt
67
Sprachfördermaßnahmen im Modul I und 6 Sprachfördermaßnahmen im
Modul II in insgesamt 33 Einrichtungen sowie die gemeinsame
Transferinitiative „Kooperation Kita & Grundschule“ finanziert. Hierfür wurde
von Seiten des Landes eine Bewilligung von insgesamt 179.708 €
ausgesprochen.

Die „Arbeitshilfe Kindergarten & Schule, Teil C: Kommunikation und
Kooperation von Kindergärten und Grundschulen“ wurde 2007
herausgegeben (Fundstelle auf der Homepage der Stadt Koblenz:
www.koblenz.de/familie_soziales/kindertagesstaetten_grundschule.html).

Für das Kindergartenjahr 2015/16 steht ein Budget in Höhe von 183.759 €
zur Verfügung. Davon werden 12.672 € für die Gestaltung des Übergangs
Kindergarten – Grundschule (Modul III) und max. 3 % als Entschädigung
für den vom Jugendamt zu leistenden Verwaltungsaufwand bereitgestellt.

2.2.2

Das Landesprogramm „Kita!Plus: Gemeinsam mit Eltern: Das Kind im
Blick“ nimmt „die konsequente Weiterentwicklung der Kindertagesstätten in
Rheinland-Pfalz in den Blick und baut auf dem auf, was in den
vergangenen zehn Jahren von allen Verantwortungsträgern und
insbesondere von den Teams in den Kindertagesstätten vor Ort in
qualitativer Hinsicht in den Kindertagesstätten geleistet wurde, nämlich eine
professionelle frühpädagogische Förderung der Kinder von Anfang
an…Dabei geschieht alles auf der Basis der Bildungs- und
Erziehungsempfehlungen und der Empfehlungen zur Qualität der
Erziehung, Bildung und Betreuung in Kindertagesstätten in RLP….“

Nähere Einzelheiten zum Programm und zur Verwaltungsvorschrift des
Ministeriums für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen vom
20.08.2012
sind
zu
finden
unter
„https://kita.bildungrp.de/Themen.148.0.html“.
Für weitere Auskünfte stehen die Kindertageseinrichtungen und der
Sachbereich Kindertagesstätten des Jugendamts zur Verfügung.

2.2

Kooperationen von Kindertagesstätten

2.2.1

Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule im Bereich der
Kindertagesbetreuung und im Bildungsbereich

Landesprogramm Kita!Plus

(Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen 2012 )
2.2.2.1 Kita!Plus - Säule I „Kita im Sozialraum“
Nach ersten Planungsschritten in 2012 konnte in Koblenz im Jahr 2013 mit
der Umsetzung der familienbildenden und niedrigschwellig angelegten
Angebote unter Beteiligung von vier Kindertageseinrichtungen begonnen
werden:

Die Zusammenarbeit von Kindertagesstätte und Grundschule ist ein
wichtiger Bestandteil der Qualitätsentwicklung im Bereich Bildung und
Betreuung.
Im Rahmen des Moduls III „Maßnahmen zur Vorbereitung des Übergangs
vom
Kindergarten
zur
Grundschule“
des
Landesprogramms
„Zukunftschance Kinder - Bildung von Anfang an“ werden auch im Jahr
2014/2015 Maßnahmen durchgeführt.

Kath. Kita Maria Hilf in Koblenz-Lützel

Hier gibt es eine gemeinsame Transferinitiative „Kooperation Kita &
Grundschule“ in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und
Jugendstiftung mit Gesprächsrunden und Fortbildungen für die Akteure vor

Städt. Spiel- und Lernstube „Pusteblume“ in Koblenz-Neuendorf

Kath. Kita St. Konrad in Koblenz-Metternich
Spiel- und Lernstube „Im Kreutzchen“ des Caritasverbands sowie
Die Einrichtungen werden im Jahr 2015 ihre Projekte weiterführen und
nach Bedarf erweitern.

12

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Seit Januar 2015 beteiligt sich als fünfter Standort auch die

„Netzwerk Kindeswohl“ wird das gesamte Spektrum von Familienbildung in
den Blick genommen und sozialraumorientiert in Koblenz weiter entwickelt.

Kita Kunterbunt der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung e. V. in
Koblenz-Rauental,

Die jährliche Landesförderung in Höhe von 15.000 € wird für Personal- und
Sachkosten verwendet. Seit 2013 wurde die Arbeitszeit von zwei
Mitarbeiterinnen des Jugendamtes um insgesamt 7,5 Std/Woche
aufgestockt.

die im September 2014 ihren Betrieb aufgenommen hat.
Der Bedarf der Familien wird anhand von Fragebögen und in persönlichen
Gesprächen ermittelt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die niedrigschwellige
Angebotsstruktur gute Zugänge zu den Familien ermöglicht.
Etabliert
haben
sich
regelmäßig
stattfindende
Elterncafés,
Bewegungsangebote für Eltern und Kinder, Stadtteilerkundungen und
Exkursionen, gemeinsame Vater-Kind-Aktionen, Kreativangebote sowie
Kochkurse.

2.3

Für das Jahr 2015 steht dem Jugendamt Koblenz ein Budget in Höhe von
98.843,00 € – max. 19.768,60 € pro Einrichtung – für die Förderung von
Kitas in Wohngebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf zur Verfügung.

Für Betriebe stellt sie eine Möglichkeit dar, Fachpersonal dauerhaft an den
Betrieb zu binden und jungen Eltern die frühe Rückkehr an den Arbeitsplatz
zu ermöglichen. Für die jungen Eltern bedeutet die Betreuung des Kindes
direkt am Arbeitsplatz, dass sie kurze Wege haben, ihre individuellen
Bedürfnisse leichter einbringen können, in Not- oder Krisensituationen
schnell beim Kind sein können und die Betreuungszeit individuell auf die
Arbeitszeit abgestellt werden kann.

Betriebliche Kindertagesbetreuung

Die Betriebliche Kindertagesbetreuung gewinnt zur Sicherung einer
Vereinbarkeit von Familie und Beruf mehr und mehr an Bedeutung.

2.2.2.2 Kita!Plus - Säule II „Familienbildung im Netzwerk“
2013 wurde in Zusammenarbeit des Jugendamtes der Stadt Koblenz mit
der Kath. Familienbildungsstätte und den am Landesprogramm beteiligten
Einrichtungen die Konzeption „Sozialraumorientierte Familienbildung im
Rahmen des Landesprogramms Kita!Plus“ fertig gestellt. Die Konzeption ist
Grundlage der gemeinsamen Arbeit mit dem Ziel, die Eltern- und
Familienbildung weiter auszubauen.

Das KitaG beinhaltet zur betrieblichen Kindertagesbetreuung folgende
Regelungen in § 10 Abs. 3 und 4:
"(3) Betriebe und öffentliche Einrichtungen, die für den Bedarf ihrer
Angehörigen und Mitarbeiter ein besonderes Interesse an einer
standortgebundenen Kindertagesstätte haben, ohne anerkannte
Träger der freien Jugendhilfe zu sein, können für deren Errichtung und
Betrieb auf Grund besonderer Vereinbarung mit dem Träger des
Jugendamtes Förderung wie eine im Bedarfsplan ausgewiesene
Kindertagesstätte erhalten, soweit dieser dadurch an anderer Stelle
von im Bedarfsplan vorgesehenen Maßnahmen entlastet wird.

Ein weiterer Schritt in der Arbeit im Netzwerk Familienbildung des
Landesprogramms Kita!Plus ist die seit 2014 bestehende Vernetzung mit
den „Frühen Hilfen“ im Rahmen des „Netzwerks Kindeswohl“. Schwerpunkt
der Arbeit war zu Beginn die Entwicklung der Konzeption „Frühe Hilfen im
Kontext Familienbildung“. Hierzu wurden die Definitionen und
Vorstellungen der „Familienbildung“ und der „Frühen Hilfen“ in Koblenz
betrachtet und im Kontext aufeinander bezogen, so dass konkrete
Konsequenzen für die Arbeit im Netzwerk erarbeitet werden konnten.
Bestandteil der Konzeption sind Übersichten zur Trägerlandschaft in
Koblenz und zu bereits bestehenden Angeboten.

(4) Betriebe und öffentliche Einrichtungen können für den Bedarf ihrer
Angehörigen und Mitarbeiter mit dem Jugendamt die Belegung von
Plätzen in Kindertagesstätten des Bedarfsplanes vereinbaren. Eine
Vereinbarung mit Trägern bedarf der Genehmigung des Jugendamtes.
Bestandteil der Vereinbarung ist die angemessene Beteiligung des
Betriebes oder der öffentlichen Einrichtung an den Kosten des

In enger Zusammenarbeit mit der Koordinatorin des „Netzwerks
Familienbildung“ der Kath. Familienbildungsstätte Koblenz e.V. sowie dem

13

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016
Sofern die Vereinbarung mit den Trägern eine anteilige Erstattung der
Sachkosten durch den Betrieb beinhaltet, entfällt der anteilige
freiwillige Sachkostenzuschuss der Stadt Koblenz für die vom Betrieb
beanspruchten Plätze.

Trägers. Werden diese Belegplätze an Kinder mit einem Wohnsitz in
Rheinland-Pfalz außerhalb des Jugendamtsbezirks vergeben, so kann
das Jugendamt beim Land Zuweisungen zur Erstattung der von ihm
anteilig getragenen Personalkosten beantragen. Dies gilt auch für
Belegplätze in Einrichtungen nach Abs. 3."

Im Rahmen der betrieblichen Kindertagesbetreuung sind die Träger
berechtigt, auswärtige Kinder aufzunehmen. In diesen Fällen
beantragt das Jugendamt nach § 10 Abs. 4 Satz 4 KitaG beim Land
Zuweisungen zur Erstattung der anteilig getragenen Personalkosten.
Sofern diese seitens des Landes nicht erstattet werden, müssen sie
vom Arbeitgeber aufgebracht werden.

Der Jugendhilfeausschuss hat am 22.05.2007 u.a. die folgenden
Eckpunkte für den Ausbau der betrieblichen Kindertagesbetreuung in
Koblenz beschlossen:
Die Stadt Koblenz möchte die betriebliche Kindertagesbetreuung in
Kindertagesstätten fördern und in Zusammenarbeit mit den freien
Trägern die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.

Am 29.05.2008 hat der Jugendhilfeausschuss beschlossen, dass
mindestens 50% der Belegplätze bzw. betrieblichen Plätze jeweils für
Kinder aus der Stadt Koblenz zur Verfügung stehen müssen. Diese Plätze
werden in der Bedarfsplanung entsprechend berücksichtigt. (Vgl. Abschnitt
4.5.)

In
der
jährlichen Fortschreibung
der
Kindertagesstättenbedarfsplanung sind die betrieblich genutzten Plätze auszuweisen.
Für alle Kinder, die im Rahmen einer betrieblichen Vereinbarung
betreut werden, zahlt das Jugendamt die gesetzlichen Anteile an den
Personalkosten nach § 12 des KitaG, die auch die Landeszuweisung
enthalten.

Das Unternehmen Canyon Bikes befindet sich in der Planung einer
betriebseigenen Kindertagesstätte.
Die nachfolgende Aufstellung zeigt, welche betrieblichen Angebote
zwischenzeitlich in Koblenz vorhanden sind.

Die Eltern bleiben zur Zahlung des Elternbeitrages verpflichtet.
Vereinbarungen zwischen freien Trägern und Betrieben bzw.
öffentlichen Einrichtungen bedürfen der Zustimmung des
Jugendamtes nach § 10 Abs. 4 des Kindertagesstätten-Gesetzes.
In diesen Vereinbarungen ist die Beteiligung des Betriebes oder der
öffentlichen Einrichtung an den Kosten des Trägers detailliert
aufzuführen.

14

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

1

Studierendenwerk Koblenz
Universitätsstraße 1
56070 Koblenz
Studierendenwerk Koblenz
Universitätsstraße 1
56070 Koblenz
Stadt Koblenz
Postfach 201551
56015 Koblenz
Caritasverband Koblenz e.V.
Hohenzollernstr. 118-120
56068 Koblenz

Kinderhaus des Studierendenwerks
Konrad-Zuse-Straße 3
Einrichtung
56075 Koblenz-Karthause

Kindertagesstätte Bullerbü
Universitätsstraße 1
56070 Koblenz-Metternich
Kindertagesstätte Eulenhorst
Im Eulenhorst 1a
3
56072 Koblenz-Metternich
Haus für Kinder "Kemperhof"
4
Koblenzer Str. 115-155
56073 Koblenz-Moselweiß
Betriebs-Kita Bischöfliches
Kita gGmbh Koblenz
Cusanus-Gymnasium
5
An der Kreuzkirche 5
Hohenzollernstr. 13
56077 Koblenz
56068 Koblenz
Kath. Kirchengemeinde St. Johannes
Kita St. Johannes
6
Pfaffengasse 12
Oberdorfstr. 18
56072 Koblenz
56072 Koblenz
Katholisches
Marienhof/St.
im
Kath. KlinikumKlinikum
Koblenz-Montabaur
Betriebs-Kita Marienkäfer
gGmbH
Josef
gGmbH
Verwaltungszentrum II 7-9
Rudolf-Virchow-Straße
7
Kardinal-Krementz-Str.
56073
Koblenz
Rudolf-Virchow-Str.
7 1-5
Rudolf-Virchow-Str.
7
56073 Koblenz
Koblenz
56073
56073 Koblenz
Evangelische Kirchengemeinde Koblenz- Betriebs-Kita Compu-Group im
Lützel
Technologiezentrum
8
Bodelschwinghstr. 8
Maria Trost 21
56070 Koblenz
56070 Koblenz
Evangelische Kirchengemeinde KoblenzEvangelische Kita Bodelschwingh
Lützel
9
Bodelschwinghstr. 8
Bodelschwinghstr. 8
56073 Koblenz
56070 Koblenz
Kita "Bilingoo"
10
Bilingoo GmbH und Co. KG
Jakob-Kaiser-Straße 6
56076 Koblenz
Dussmann Kulturkindergarten
Betriebs-Kita der Bundeswehr
gemeinnützige GmbH
11
Rübenacher Straße 170
Schützenstr. 25
56072 Koblenz
10117 Berlin
ganze Einrichtungen
SUMMEN
Kitas mit Belegplätzen
Gesamt
2

max. Zahl der
rheinland-pfälzischen
Kinder von außerhalb
des JA-Bezirks

Kontingent für
Koblenzer Kinder

Status der
Maßnahme

Belegrechte f. Betrieb

Beteiligte Betriebe/
Organisationen

Plätze insgesamt

Einrichtung
oder
Belegplätze

Hortplätze

Einrichtungs-Name

Kindergartenplätze

Träger der Kita

Krippenplätze

Lfd. Nr.

Gruppen insgesamt

Tabelle 2-1: Betriebliche Kindertagesbetreuung in Koblenz (Ausbaustand zum 01.05.2015)

Hochschule Koblenz Bestand

5

25

47

-

72

42

21

21

Einrichtung

Universität KoblenzBestand
Landau

5

41

24

-

65

65

33

32

Belegplätze

Stadtverwaltung
Koblenz

Bestand

1

7

8

-

15

15

8

7

Belegplätze

Klinikum Kemperhof Bestand

3

14

29

-

43

43

22

21

Einrichtung

Bistum Trier

1

10

-

-

10

10

5

5

1

-

20

-

20

20

10

10

4

27

33

-

60

60

30

30

Belegplätze

Einrichtung

Bestand

BundeswehrZentralkrankenhaus Bestand
(BWZK)
Kath.
Klinikum
Klinikum
Marienhof,
Koblenz-Montabaur,
Debeka, Lotto,
Bestand
Sparkasse Koblenz,
Sparkasse
Lotto RLP

Einrichtung

Compu-Group, evt.
benachbarte
Unternehmen

Bestand

3

14

29

-

43

43

22

21

Belegplätze

Altenhilfeeinrichtung
"Herberge zur
Bestand
Heimat"

1

2

-

-

2

2

1

1

Belegplätze

Diverse Arbeitgeber

Bestand

3

21

24

-

45

45

23

22

Einrichtung

BWZK- und andere
BundeswehrBedienstete

Bestand

3

20

22

-

42

42

21

21

11
0
11

30
0
30

181
0
181

236
0
236

0
0
0

417
0
417

387
0
387

196
0
196

191
0
191

6
5
11

Bestand
in Planung
Gesamt

15

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2.4

2015-2016
Durch die Änderungen des Kinderförderungsgesetzes - KiFöG liegen
diese Empfehlungen zwischenzeitlich in einer überarbeiteten bzw.
ergänzten Fassung vor (Beschluss des Landesjugendhilfeausschuss vom
8. Februar 2010).

Kindertagespflege

Durch die Neuformulierung des § 24 SGB VIII wurde – wie unter 1.1
dargestellt – auch der Bereich der Kindertagespflege noch einmal
gesetzlich verändert.
Auf der Webseite „www.kindertagespflege-koblenz.de“ sind die
Informationen rund um die Kindertagespflege in Koblenz zusammen
gefasst.

Auf der Grundlage der Beschlussfassung des Stadtrates werden laufende
Geldleistungen an die Tagespflegepersonen gewährt, die gestaffelt sind
nach
deren
Qualifikation
und
dem
Betreuungsumfang
(http://www.kindertagespflege-koblenz.de/_mediafiles/3-satzungkindertagespflege.pdf).

Kindertagespflege ist eine gesetzlich anerkannte Betreuungsform. Seit
dem 01.08.2013 besteht für Kinder ab dem ersten Lebensjahr der
gleichrangige
Rechtsanspruch
auf
Förderung
in
einer
Kindertageseinrichtung oder in Tagespflege – hierdurch wurde die
Kindertagespflege verstärkt in den Fokus gerückt.

Gleichzeitig wird darin die pauschalierte Kostenbeteiligung der Eltern an
den Leistungen der Kindertagespflege nach § 90 Abs. 1 SGB VIII
definiert. Dieser richtet sich nach dem durchschnittlichen wöchentlichen
Betreuungsumfang, dem Einkommen der Eltern und der Anzahl der im
Haushalt lebenden zu berücksichtigenden Kinder.

Kindertagespflege zeichnet sich in ihrem Angebot insbesondere durch
individuelle Bedarfsausrichtung und eine hohe Flexibilität aus. Sie bietet
vor allem in den ersten Lebensjahren eine familiennahe Betreuung, bei
der die individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden können.

Die fachliche Qualifikation der Tagespflegepersonen orientiert sich am
Curriculum des Deutschen Jugendinstituts (DJI) „Qualifizierung in der
Kindertagespflege“. Seit Januar 2012 erfolgt die Ausbildung in
Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Koblenz. Zusätzlich werden
von der Deutschen Angestelltenakademie (DAA) ein vergleichbare
Lehrgänge angeboten.

Die Tagesmutter / der Tagesvater hat die Möglichkeit und die Zeit, sich
einzelnen Kindern intensiv zuzuwenden. Kinder in Tagespflege werden
von ein und derselben Person betreut, dieses ist insbesondere für Kinder
unter drei Jahren aus entwicklungs-psychologischer Sicht ein
bedeutsamer Aspekt.

Im Jahr 2013 wurde die Medienkampagne zur Kindertagespflege
durchgeführt, die geholfen hat, die Kindertagespflege als spannende
Aufgabe mit vielen Perspektiven für engagierte Menschen zu
präsentieren. Die im Rahmen der Aktion entwickelten Printmedien in
Form von Broschüren, Postern und Postkarten sowie die oben genannte
Webseite ermöglichen dauerhaft den direkten und zeitgemäßen Zugang
zu den Informations- und Unterstützungsangeboten des Jugendamtes.

Auch besondere Betreuungszeiten, wie z. B. frühmorgens, abends oder
am Wochenende und an Feiertagen sind die Vorzüge der
Kindertagespflege und können eine flexible und wohnortnahe Alternative
bzw. Ergänzung zu Kindertageseinrichtungen sein. Die Kindertagespflege
ist ein Angebot für Kinder von 0 - 13 Jahren.

Seit Juni 2013 besteht zudem für Unternehmen die Möglichkeit, eine
Tagespflegeperson fest anzustellen, um so ein Betreuungsangebot für bis
zu fünf Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereit zu stellen. Auf
diese Weise kann auch ein ergänzendes Betreuungsangebot bei Schichtund Wochenendarbeit vorgehalten werden. Auf der Grundlage der

Auf Landesebene wurden in einer überregionalen Arbeitsgruppe
Empfehlungen zur Kindertagespflege erarbeitet (http://kita.bildungrp.de/fileadmin/dateiablage/Themen/Downloads/Empfehlungen_KTP_01.
pdf), die durch Beschluss des Jugendhilfeausschusses vom 20.09.2007
verbindlichen Charakter für Koblenz erhalten haben.

16

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

durchgeführten
Informationsveranstaltungen
für
interessierte
Unternehmen bleiben die weiteren Entwicklungen abzuwarten.
Mit finanzieller Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz wurde der sog.
„Gerätepool“ eingerichtet. Tagespflegepersonen, die Kinder unter drei
Jahren betreuen, können sich aus diesem Fundus u. a. Krippenwagen,
Bücher, Spiele und CDs ausleihen, die sie für die Arbeit mit den Kindern
benötigen.
Auf die quantitative Entwicklung des Aufgabengebiets Kindertagespflege
wird im folgenden Kapitel eingegangen.

17

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

3

Rückschau

3.1

Entwicklung von Kosten und Leistungen in 2014

Wie die Grafik zeigt, ist zum einen die Zahl der Kindergartenplätze
insgesamt in Koblenz auch im Jahr 2014 weiter deutlich angestiegen.
Dabei hat sich der Anteil der Ganztagsplätze in Kindergärten auf
inzwischen 48,0% erhöht.
Beide Tendenzen gehen auf die zunehmende Nachfrage nach
Tagesbetreuung zurück, die bereits durch die Schaffung des
landesweiten und elternbeitragsfreien Rechtsanspruchs für 2-jährige
Kinder ab 2010 eingesetzt hat. Mit der Schaffung weiterer Ganztagsplätze
und mit Plätzen für die verlängerte Vormittagsbetreuung (VVA) soll
seitens der Kita-Träger auf die zunehmende Nachfrage der Eltern bzgl.
eines ausgeweiteten Betreuungsumfangs angemessen reagiert werden.

3.1.1 Kindertagesstätten-Plätze
Die Stadt Koblenz hat in den zurückliegenden Jahren ein
bedarfsgerechtes und qualitativ hochwertiges Angebot in der
Tagesbetreuung für Kinder erreicht, um dem Rechtsanspruch auf
Förderung in einer Tageseinrichtung nach § 24 Sozialgesetzbuch (SGB)
VIII gerecht zu werden.
Am 01.08.2013 ist der Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in
Kindertageseinrichtungen oder Kindertagespflege für Kinder ab
Vollendung des ersten Lebensjahres hinzugetreten.

Abbildung 2
Hort- und Krippenplätze in Koblenz

Abbildung 1

600

Hortplätze

Krippen-plätze

Kindergarten-Plätze in Koblenz

4.000

500

507

484

468

468

450 439

3.500

440

400

353

3.000

2.500

1.394

1.483

1.583

1.677

1.763

Ganztags
-Plätze

308
300

250

2.000

200

1.500

1.000

1.938

1.871

1.812

1.836

1.911

100

TeilzeitPlätze

0

2010

500

0

2010

2011

2012

2013

2011

2012

2013

2014

Bei den Krippenplätzen (für unter 3-jährige) hat auch im Jahr 2014 erneut
ein deutlicher Zuwachs stattgefunden; seit 2010 hat sich deren Zahl

2014

18

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016
Abbildung 3

verdoppelt. Der Ausbau der Krippenplätze erfolgte, um in Gebieten mit
struktureller
Unterversorgung
für
Kleinkinder
ein
besseres
Betreuungsangebot zu erzielen, und insbesondere, um auf den
Rechtsanspruch für die Betreuung mit dem 1. Geburtstag ab dem
01.08.2013 zu reagieren.

Vermittlungen in Kindertagespflege
nach Alter der Kinder am Jahresende
unter 3

250

14

In den vergangenen beiden Jahren ist bei den Hortplätzen eine
rückläufige Entwicklung festzustellen. Hierbei ist allerdings auch der
Ausbau der schulischen Betreuungsangebote in den vergangenen Jahren
zu beachten (s. 3.1.2), so dass sich das Betreuungsangebot für
Grundschulkinder insgesamt merklich verbessert hat.

200

3 bis 5

6 bis 9

10 bis 13

13
41

7

15

33

16

27

40
50

37

66

39

150

49

Insgesamt verfügte die Stadt Koblenz am 31.12.2014 damit über 4.621
genehmigte Plätze in Kindertagesstätten, das sind 219 mehr als im Jahr
zuvor.

41

100

136

3.1.2 Kindertagesbetreuung in Kindertagespflege und schulischen
Betreuungsformen

50

Ergänzend
zur
Kindertagesbetreuung
in
Einrichtungen
(Kindertagesstätten) wird hier über die Betreuung von Kindern in
Kindertagespflege
und
in
schulischen
Betreuungsformen
(Ganztagsschule, betreuende Grundschule) berichtet. Diese weiteren
Möglichkeiten zur Tagesbetreuung von Kindern bis zum 14. Lebensjahr
hatten in den vergangenen Jahren bis 2011 – in quantitativer als auch in
qualitativer Hinsicht – erheblich an Bedeutung gewonnen.

146

132
111

106

2012

2013

0

2010

2011

2014

Die Zahl der Betreuungen in Kindertagespflege stieg im Jahr 2014 im
Bereich der Kinder unter 3 Jahren prägnant an.
Für die Kindertagespflege wurden seitens der Stadt Koblenz in den
vergangenen Jahren an laufenden Geldleistungen, Sachkosten und
Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen folgende Beträge
aufgewendet.
2012:

200.086 €

2013:

238.436 €

2014:

268.843 €

Die steigenden Ausgaben für die Kindertagespflege lassen sich mit der
gestiegenen Anzahl an Betreuungsverhältnissen begründen.

19

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Abbildung 4

3.1.3 Kostenentwicklung
Schulische Betreuung in Koblenz

1.600

Betreuende Grundschule

Betreuung in Ganztagsschule

1.435

1.433

1.420

1.254

1.221

1.176

Konsumtivhaushalt 2014
Erstattungen vom Land f. Personalkosten

1.383

1.400

1.200

Tabelle 3-1

- darunter für Grundschüler

1.181

Konsumtivhaushalt 2014
Personalkostenzuschüsse
Sachkosten- und Ausgleichszahlungen
Gesamt

1.119
1.043

1.000

800

769

731
553

600

Aufgrund von Sparvorgaben der kirchlichen Träger im Jahr 2008 wurde
zur Erhaltung der Vielfalt der Trägerlandschaft in Koblenz vom Stadtrat
am 12.06.2008 der Abschluss einer Vereinbarung zur Leistung von
Ausgleichszahlungen an die kirchlichen Träger der Kindertagesstätten ab
2008 beschlossen. Seitdem werden die Aufwendungen des Bistums Trier
und der evangelischen Kirchengemeinden für die Kindertagesstätten auf
das Ausgangsbudget des Jahres 2003 begrenzt. Für alle darüber hinaus
entstehenden
Kosten
werden
vom
städtischen
Jugendamt
Ausgleichszahlungen geleistet.

400

200

0
2010

2011

2012

Aufwendungen
23.989.073 €
775.472 €
24.764.545 €

3.1.3.1 Kostenerstattungen an freie Träger (Ausgleichszahlungen)

571

541

Erträge
11.086.914 €

2013

2014

Die Entwicklung der Betreuungsangebote im Rahmen der betreuenden
Grundschule und der Ganztagsschule für Grundschulkinder zeigt seit
Jahren eine steigende Tendenz.

Darüber hinaus beteiligt sich das Jugendamt auch an den Sachkosten für
Kindertagesstätten freier Träger, um die Bestandseinrichtungen und die
Trägervielfalt zu sichern.

Im letzten Schuljahr ist die Ganztagsbetreuung in der Primarstufe weiter
ausgebaut worden, da zwei neue Grundschulen (Schenkendorf und Güls)
in das Landesprogramm aufgenommen werden konnten.

3.1.3.2 Betreuung auswärtiger Kinder
Für das Jahr 2013 wurde für die Unterbringung von auswärtigen Kindern
in Koblenzer Tageseinrichtungen beim Land ein Betrag von 418.038 € zur
Erstattung angemeldet. Andere Träger der öffentlichen Jugendhilfe haben
für 2013 den Gesamtbetrag von 12.814,98 € erstattet.
Die Abrechnung für das Jahr 2014 erfolgt im Laufe des Jahres 2015.

20

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Tabelle 3-2
Gebietskörperschaft

Tabelle 3-3
Betreuungsmonate

Kinder 2- u3 Jahre
amtlich gemeldet
Kinder in Kitas
Betreuungsquote Kitas
bei 40%-Quote

Erstattungsbetrag

Kreis MayenKoblenz

17

5.169,96 €

Rhein-Lahn-Kreis

26

7.645,02 €

Angemeldete
Erstattung Land für
Betriebskitas

851

418.038,88 €

Gesamt

894

430.853,86 €

31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014
901
916
882
446
478
529
49,5%
52,2%
60,0%
360
366
353

Im Jahr 2014 wurde für insgesamt 529 Kinder ein Betreuungsbonus in
Höhe von insgesamt 419.894,02 € gezahlt. Davon entfielen 232.608,88 €
auf das städtische Jugendamt.

3.1.3.4 Auswirkungen der Beitragsfreiheit im Kindergarten
Seit dem 01.08.2010 ist der Kindergartenbesuch ab dem 2. Geburtstag
des Kindes beitragsfrei. Da die Stadt Koblenz – wie viele andere
Kommunen auch – den Rechtsanspruch für 2-jährige Kinder nicht
ausschließlich durch Kindergartenplätze erfüllen kann, werden hierzu
auch Plätze in Kinderkrippen benötigt. Das Land stellt auch in diesem Fall
Eltern von der Zahlung von Elternbeiträgen frei und erstattet den
Kommunen die ausfallenden Zahlungen. Die Kosten werden in Höhe des
Elternbeitrages für den Ganztagsplatz (Kindergarten) vom Land
übernommen, den Restbetrag trägt das Jugendamt der Stadt Koblenz.

3.1.3.3 Betreuungsbonus
Das Landesgesetz zum Ausbau der frühen Förderung vom 16. Dezember
2005 hat mit § 12 a eine Regelung für Bonuszahlungen an Jugendämter
und Träger für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren geschaffen.
Über den Betreuungsbonus zahlt das Land einen finanziellen Ausgleich
für die Mehrkosten, die durch die Ausweitung der Betreuungsangebote für
Kinder unter drei Jahren, insbesondere durch den Rechtsanspruch ab
2010 für Zweijährige und seit 01.08.2013 für Kinder ab dem vollendeten
ersten Lebensjahr, entstehen. Dieser beträgt 1.000 € pro betreutem Kind.
Davon werden 700 € an das Jugendamt ausgezahlt. Hiervon werden 315
€ an den Träger weitergeleitet, 385 € verbleiben beim Jugendamt.

Tabelle 3-4

Beitragsfreiheit im
Kindergarten
Anteil Land
Anteil Stadt
Gesamt

Werden mehr als 40 v.H. der zweijährigen Kinder in Kindertagesstätten
nach § 1 Abs. 2, 4 oder 6 betreut, erhöht sich der Betreuungsbonus für
jedes betreute zweijährige Kind über diesem Vomhundertsatz auf 2.050
€.

2011
2.123.667 €
540.246 €
2.663.913 €

2012
1.638.422 €
700.635 €
2.339.057 €

2013
1.720.149 €
579.405 €
2.299.554 €

Die Höhe der Abschläge der Landeszuweisung zur Elternbeitragsfreiheit
im Jahr 2014 betrug 1.620.000 €. Die Spitzabrechnung erfolgt im Frühjahr
2015.

21

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016
Tabelle 3-5

Im November 2012 wurde beschlossen, über die kommunalen
Spitzenverbände eine Anhebung der Erstattung im Rahmen der
Elternbeitragsfreiheit mit dem Land zu verhandeln.

Monatliche Elternbeiträge

Seit 2007 sind die vom Land zu erstattenden Elternbeiträge unverändert
geblieben. Es erfolgte lediglich eine 1%ige Anpassung aufgrund tariflicher
Steigerungen von Personalkosten.

Krippe
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 4
Stufe 5
Stufe 6

Zwischenzeitlich wurde von Seiten des Landes eine Tarifanpassung der
Personalkosten für die Jahre 2009 bis 2013 vorgenommen, aus der eine
Nachzahlung an Erstattungsleistungen für ausgefallene Elternbeiträge in
Höhe von 461.245,52 € vom Jugendamt beantragt wurde.
Der Stadtrat hatte für die letzte Festsetzung der Elternbeiträge einen
Sollwert von 15 % der Personalkosten festgelegt. Der tatsächliche
Deckungsgrad für das Jahr 2013 wird in Abhängigkeit der dargestellten
Nachzahlung des Landes zu ermitteln sein. Es ist jedoch zu erwarten,
dass er trotzdem hinter dem vom Stadtrat festgelegten Soll-Wert und
auch hinter dem gesetzlich möglichen Höchstwert von 17,5 zurück bleibt.

Hort
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 4
Stufe 5
Stufe 6
Stufe 7

Hinzu kommen Ausfälle an Krippenbeiträgen, wenn 2jährige Kinder
Krippenplätze belegen: in diesen Fällen erstattet das Land höchstens den
Beitrag eines Kindergartenplatzes. Aufgrund dessen ist ein Betrag von
232.000 € für 2013 als Mindereinnahme zu beziffern.

Spiel- und
Lernstube
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3

Die monatlichen Elternbeiträge für
Kinder,
die nicht
auf
Kindergartenplätzen betreut werden, sind nach Zahl der Kinder und
Jahreseinkommen der Familien gestaffelt.
Nach wie vor sind die nachfolgenden Beitragssätze gültig:

für eine Familie mit …

Einkommen/Jahr*
bis
bis
bis
bis
bis
über

22.000 €
25.000 €
31.000 €
37.000 €
48.000 €
48.000 €

Einkommen/Jahr*
bis
bis
bis
bis
bis
bis
über

19.000 €
22.000 €
25.000 €
31.000 €
37.000 €
48.000 €
48.000 €

Einkommen/Jahr*
bis
bis
über

16.000 €
19.000 €
19.000 €

1 Kind

2 Kindern

3 Kindern

101,00 €
131,10 €
196,70 €
295,90 €
391,50 €
430,60 €

67,30 €
87,50 €
131,10 €
197,20 €
261,00 €
287,10 €

33,70 €
43,70 €
65,60 €
98,70 €
130,60 €
143,60 €

1 Kind

2 Kindern

3 Kindern

70,50 €
108,60 €
127,60 €
154,30 €
190,50 €
232,30 €
255,60 €

47,00 €
72,40 €
85,00 €
102,90 €
127,10 €
154,90 €
170,40 €

23,50 €
36,20 €
42,60 €
51,50 €
63,50 €
77,40 €
85,20 €

1 Kind

2 Kindern

3 Kindern

31,10 €
39,70 €
51,90 €

15,60 €
19,90 €
34,60 €

46,70 €
59,60 €
69,20 €

* Maßgebend für die Berechnung der Elternbeiträge ist das jährliche Familien-Netto-Einkommen

22

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

3.2

3.1.3.5 Übernahme und teilweiser Erlass von Elternbeiträgen
Tabelle 3-6

Entsprechend den Ratsbeschlüssen zum Ausbau der Kapazitäten
befinden sich folgende Vorhaben in der Umsetzung:

Übernahme von Elternbeiträgen für die
Kindertagesstätten-Betreuung
laufende Fälle zum Jahresbeginn
+ zusätzliche Anträge im Jahr
Gesamtzahl der Fälle
- Abmeldungen/Zahlungsaufhebungen
= laufende Fälle am Jahresende

2014
134
109
243
110
133

Summe der übernommenen Elternbeiträge

79.640 €

Erweiterung der Kindertagesstätte „St. Beatus“, KO-Karthause
Erweiterung der Kita „St. Mauritius“, KO-Rübenach
Erweiterung der Kita „St. Antonius“, KO-Lützel
Umstrukturierung in der Kita „St. Aldegundis“, KO-Arzheim
Erweiterung der Kita „St. Hildegard“, KO-Horchheim
In Betrieb genommen wurden die
betriebseigene Kita „Kulturkindergarten Lazarettzwerge“ am
Bundeswehrzentralkrankenhaus, KO-Metternich
Kita „Schmetterlingsgarten“, KO-Oberwerth
Kita „Kunterbunt“, KO-Rauental
Erweiterung Kita „Rappelkiste“, KO-Güls

Abbildung 5
Übernahme von Elternbeiträgen
600

200.000 €

180.000 €

495

Summe der übernommenen Elternbeiträge

160.000 €

500

Da noch nicht alle bereits beschlossenen Ausbaumaßnahmen rechtzeitig
zum 01.08.2014 realisiert werden konnten, werden als Interimslösung
weiterhin 45 Plätze vorgehalten. Diese sind nachfolgend im Einzelnen
dargestellt:

Gesamtzahl der Fälle

140.000 €
400
120.000 €

271

100.000 €

279

274

185.596 €

Tabelle 3-7

300

243

80.000 €
200
60.000 €

40.000 €

65.000 €

76.226 €

78.441 €

2012

2013

79.640 €

100

20.000 €

0

0€

2010

Umsetzung der Beschlüsse zur Kita-Bedarfsplanung

2011

23

Einrichtung

Stadtteil

Kath. Kita St. Hedwig
Kath. Kita St. Elisabeth
Städt. Kita Pusteblume
Gesamt

Karthause
Rauental
Neuendorf
Koblenz

Platzangebot
U-3 Plätze

14
5
10
29

Ü-3 Platze

16

16

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

3.3

2015-2016
Die Altersgruppe der unter 3-jährigen war im Jahr 2014 insgesamt
wiederum mit einem höheren Anteil in der Kita-Betreuung vertreten als
noch im Vorjahr. Es zeigt sich, dass der Ausbau in der U3-Betreuung auf
eine entsprechende Nachfrage bei den Eltern trifft. Allerdings hinkte die
Inanspruchnahme der u3-Plätze dem Ausbau doch deutlich hinterher:
Während die Zahl der u3-Plätze gegenüber dem Vorjahr um mehr als
15% abstieg, lag deren Inanspruchnahme lediglich um knapp 4% höher
als zum Vorjahreszeitpunkt.

Auswertung der Angaben zur Pflichtstatistik (Kita-Plätze
und Kindertagespflege) vom 01.03.2014

Grundlage des kommunalen Kita-Betreuungs-Monitorings ist die jährliche
Pflichtstatistik zur Kindertagesbetreuung, die seit 2009 mit Stichtag 1.
März erhoben wird. Das Jugendamt der Stadt Koblenz erhält von den
Kita-Leitungen jeweils eine Kopie der auf die Kinder bezogenen
Erhebungsbögen.
Nachfolgend zunächst die Gesamtbelegung aller Koblenzer Kitas am
01.03.2014:

In
der
Kindertagespflege
gab
es
zum
Stichtag
56
Betreuungsarrangements für unter 3-jährige. Zusammen mit der
Betreuung in Kindertagesstätten wurde damit eine Betreuungsquote von
26,6% bei dieser Altersgruppe erreicht. (Dieser Wert ist aus den
vorgenannten Gründen nicht zu verwechseln mit der Versorgungsquote,
also den für die Altersgruppe zur Verfügung stehenden Plätze. Sie lag
zum genannten Stichtag bei 34,4%.)

Tabelle 3-8

Kinder gesamt
darunter aus Koblenz
-weiblich
-männlich

Anzahl
4.044
3.939
1.988
2.056

von allen
100,0%
97,4%
49,2%
50,8%

Veränderung zum
Vorjahr

2,2%
2,0%
2,6%
1,8%

Tabelle 3-10

Die Zahl der in 2014 insgesamt in Kindertagesstätten betreuten Kinder ist
gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 2,2% gestiegen. Bei zum Stichtag
bestehenden 4.422 Kita-Plätzen lag die Quote der Auslastung der KitaPlätze im städtischen Mittel bei 91,5%, was einer Verschlechterung um
0,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Migration
Elternteil ausländisch
Sprache nichtdeutsch

Tabelle 3-9

Alter
unter 1 Jahr
1 bis unter 2 Jahre
2 bis unter 3 Jahre
3 Jahre bis Schulpflicht
Grundschulalter
Alter weiterf. Schulen

Anzahl

von allen

18
171
493
2.953
351
58

0,4%
4,2%
12,2%
73,0%
8,7%
1,4%

Anzahl

von allen

1.629
1.162

40,3%
28,7%

Veränderung zum
Vorjahr

7,2%
8,3%

Die
Merkmale
"ausländischer
Elternteil"
und
"nicht-deutsche
Familiensprache" in der Pflichtstatistik zur Kindertagesbetreuung
ermöglichen eine Annäherung an die Zahl und den Anteil der Kinder mit
familialem Migrationshintergrund. Beide Teilgruppen, auf die zumindest
eines der Merkmale zutrifft, sind gegenüber dem Vorjahr nochmals
angewachsen. Vier von zehn Kindern in Koblenzer Kitas haben
zumindest einen ausländischen Elternteil und deutlich mehr als ein Viertel
spricht zu Hause vorwiegend eine andere Sprache als Deutsch.

Veränderung zum
Vorjahr

12,5%
39,0%
-4,8%
2,7%
-3,8%
0,0%

Die deutliche Zunahme dieser Kinder lässt sich u.a. mit der Zunahme von
Flüchtlingsfamilien in Koblenz erklären. Diese Thematik wurde daher zu

24

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

einem Schwerpunkt in der Kita-Bedarfsplanung 2015/16 erhoben. (s.a.
5.5)

sich die registrierte Zahl der Kinder, die mit einer Beeinträchtigung in den
Kitas betreut werden, gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert.

Tabelle 3-11

Tabelle 3-13
Anzahl

Verpflegung
mit Mittagsverpflegung
-darunter Schulkinder

von allen

Veränderung zum
Vorjahr

2.467
300

61,0%
7,4%

-0,6%
-4,2%

von allen

40

1,0%

über 20 bis zu 35 Stunden/Woche

1.776

43,9%

über 35 bis zu 45 Stunden/Woche

1.269

31,4%

959

23,7%

bis zu 20 Stunden/Woche

Nahezu zwei von drei Kindern erhalten in der Kita ein Mittagessen; dass
dieser Anteil noch über dem der Ganztagsplätze in Kindergärten liegt, hat
seinen Grund darin, dass auch Kinder auf VVA-Plätzen und in der
Krippenbetreuung in der Regel eine Mittagsverpflegung erhalten.

über 45 Stunden/Woche

Lediglich die Zahl der Schulkinder ist hier weiterhin stark rückläufig, was
gewiss
auch
durch
die
Möglichkeit
der
subventionierten
Mittagsverpflegung in der Schule im Rahmen des Bildungs- und
Teilhabepakets bedingt ist.

Da die Kategorien für den Betreuungsumfang im Jahr 2014 neu gefasst
wurden (Unterscheidung bei 35 Std./Woche als Distinktionsmerkmal für
eine Teilzeit- oder Ganztagsbetreuung), sind Vergleiche mit den
Vorjahren hier nicht möglich.
Von allen Kindern werden etwa 45% bis zu 35 Std./Woche betreut, was
einem Teilzeitplatz entspricht. Damit hat die Ganztagsbetreuung in der
Praxis der Kitas bereits eine Dominanz erfahren. Bei fast einem Viertel
der Kinder geht diese sogar über 45 Std./Woche hinaus („GZ+“).

Tabelle 3-12

Inklusion (ggf. mehrfach zugeordnet)
körperlich behindert
geistig behindert
-darunter in Regeleinrichtungen
(drohend) seelisch behindert

Anzahl
Betreuungsumfang

Anzahl

von allen

30
24
18
18

0,7%
0,6%
0,4%
0,4%

Veränderung zum
Vorjahr

20,0%
4,3%
-56,1%

Bei den Angaben zur Pflichtstatistik 2014 wurden die Kita-Leitungen noch
einmal auf die Vorgaben zu Behinderungsmerkmalen für Kinder
hingewiesen. In den Vorjahren waren hier teilweise nicht plausible
Angaben erfolgt, die nunmehr bereinigt werden konnten. Hierdurch hat

25

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Tabelle 3-14: Monitoring zur Bedarfsplanung
Altersbereich
(zu Beginn des Kita-Jahres,
Geb.-Zeitraum
jeweils 01.07.-30.06.)

unter 1 Jahr
1 bis unter 2 Jahre
2 bis unter 3 Jahre
3 bis unter 4 Jahre
4 bis unter 5 Jahre
5 bis unter 6 Jahre
6 bis unter 7 Jahre
7 bis unter 8 Jahre
8 bis unter 9 Jahre
9 bis unter 10 Jahre
10 bis unter 11 Jahre
11 bis unter 12 Jahre
12 bis unter 13 Jahre
13 bis unter 14 Jahre

Betreuungsquote gem.
Kita-Statistik

2013/14
Bedarfskennwert
Kitas

10%
55%
95%
100%
100%
80%
10%
10%
10%
10%
2%
2%
2%
2%

BetreuungsAbweichung
quote (März)
(PP)
in Kitas

10,8%
39,3%
82,6%
95,1%
97,1%
79,0%
10,5%
11,0%
11,0%
6,5%
3,2%
1,4%
1,3%
0,2%

-

-

0,8
15,7
12,4
4,9
2,9
1,0
0,5
1,0
1,0
3,5
1,2
0,6
0,7
1,8

Mittelwert
2010-2014
8,2%
31,1%
80,6%
94,3%
93,8%
79,2%
12,8%

1,7%

Der Bedarfskennwert gibt an, mit welchem Anteil der jeweilige
Altersjahrgang in der Kita-Bedarfsplanung berücksichtigt wurde (SollWert). Die Betreuungsquote im März sagt aus, welcher Anteil dieses
Jahrgangs tatsächlich in Kitas betreut wurde; aus beiden Werten ergibt
sich eine Soll-Ist-Abweichung als Differenz in Prozentpunkten. Ergänzend
wird dargestellt, wie hoch die durchschnittliche Quote der
Inanspruchnahme der Kita-Betreuung für den jeweiligen Jahrgang in den
vorangegangenen fünf Jahren war.
Es zeigt sich, dass es bei den 1- bis unter 3-jährigen Kindern noch
deutliche Abweichungen von den Soll-Werten nach unten gibt, da noch
nicht alle neu geschaffenen Plätze auch belegt werden konnten. Bei den
3- bis unter 6-jährigen nähert sich die tatsächliche Betreuungssituation
sehr an die Planungswerte an. Grundschulkinder werden zu
durchschnittlich 10,2%, Kinder an weiterführenden Schulen zu 1,7% in
Kindertageseinrichtungen betreut, womit die Soll-Werte relativ gut erreicht
werden.

26

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

4

2015-2016
Auch bei anderen Kindertagesstätten, die einen überörtlichen
Einzugsbereich haben (Kita Kemperhof, Kitas an beiden Hochschulen)
sowie den Plätzen für behinderte Kinder werden diese Platzkontingente
auf alle Planungsbezirke verteilt. Nur so lässt sich eine realistische
Annäherung an die tatsächlich vor Ort verfügbaren Kita-Plätze
herbeiführen. Hierdurch "verlieren" einige Planungsbezirke Plätze,
während andere diese "hinzugewinnen".

Bestands- und Bedarfsdaten für die
Tagesbetreuung von Kindern in Koblenz

Wie in den Vorjahren auch, war die Überprüfung der Bestandsdaten der
Koblenzer Kitas sowie die Diskussion über die Annahmen zur
Bedarfsentwicklung ein Schwerpunkt der Arbeit in der AG
Kindertagesbetreuung.

4.1

Die Bestandsdaten berücksichtigen die auf diese Weise bereinigten
Platzkapazitäten in den Planungsbezirken. Sie können daher von der
Summe der Zahl der Plätze in den Betriebserlaubnissen der
Einrichtungen in einem Planungsbezirk abweichen.

Bereinigte Platzkapazitäten in den Planungsräumen

Die begrüßenswerte Bereitschaft von Unternehmen, betriebliche
Betreuungsplätze in Koblenz einzurichten, bereitet der Planung
andererseits das „Problem“, wie diese Plätze in der Kita-Bedarfsplanung
zu behandeln und auszuweisen sind. Einige Beschäftigte, die einen
betrieblichen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen, wohnen nicht in
Koblenz und die Koblenzer Beschäftigten leben nicht unbedingt im
Einzugsbereich einer Betriebs-Kita. Um aus den Interessen der
Unternehmen und ihrer Belegschaft an einem betrieblichen
Betreuungsplatz sowie denen der Stadt Koblenz an einer zuverlässigen
Planungsgröße einen für beide Seiten tragbaren Kompromiss zu bilden,
beschloss der Jugendhilfeausschuss bereits am 29.05.2008, dass
betriebliche Betreuungsplätze mindestens zur Hälfte für Kinder aus der
Stadt Koblenz zur Verfügung stehen müssen.

Das Koblenzer Stadtgebiet gliedert sich in sieben Planungsbezirke, die in
etwa den Postleitzahl-Bezirken entsprechen. Da letztere hier und da aber
von sozialräumlichen Bezügen abweichen, wurden sie nur
näherungsweise
für
die
Konfiguration
der
Planungsbezirke
herangezogen. Die Zuordnung ergibt sich im Einzelnen aus
nachstehender Grafik.

In der Bedarfsplanung wären somit nur 50% der betrieblichen Kita-Plätze
für Koblenzer Kinder zu berücksichtigen. Diese werden zudem – anders
als bei einer herkömmlichen Kindertagesstätte – nicht komplett dem
Planungsbezirk
des
Unternehmenssitzes
zugeordnet,
sondern
gleichmäßig auf alle sieben Planungsbezirke verteilt. Angesichts eines
faktisch wesentlich höheren Anteils von Koblenzer Kindern auf den
betrieblichen Kita-Plätzen wurde diese Quote für die Bedarfsplanung auf
inzwischen 75% angehoben. Dies tangiert jedoch nicht die
Einzelvereinbarungen mit den Trägern der betrieblichen Kita-Angebote,
die jeweils nur zu einer hälftigen Quote verpflichtet sind.

27

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Abbildung 6: Gliederung des Stadtgebiets in Planungsbezirke

Eltern voraussichtlich einen Betreuungsplatz konkret nachfragen. Der
Rechtsanspruch ist also die eine Seite der Betrachtung, die fachlich
fundierte Vorausschätzung, in welchem Umfang hiervon wahrscheinlich
Gebrauch gemacht wird, die andere.
In Koblenz wird seit geraumer Zeit mit „Bedarfskennwerten“ (Quoten) für
die unter 14-jährigen Kinder gearbeitet, wobei diese sich für Kinder bis
zum Vorschulalter auf jeden einzelnen Altersjahrgang und für Kinder im
Schulalter auf zwei jeweils vier Geburtsjahre umfassende Altersgruppen
(Primarstufe und Sekundarstufe I) beziehen. Als Altersjahrgang wird
dabei jeweils der Geburtszeitraum zwischen dem 01.07. eines Jahres und
dem 30.06. des Folgejahres betrachtet, um die in der
Kindertagesbetreuung
anstehenden
einzelnen
Altersgruppen
durchgehend so bezeichnen zu können.
Für die Kita-Bedarfsplanung 2014/15 sind folgende Bedarfskennwerte
zugrunde gelegt worden:
Tabelle 4-1: Bedarfskennwerte für die Kita-Bedarfsplanung
Altersbereich
(zu Beginn des KitaJahres, Geb.-Zeitraum
jeweils 01.07.-30.06.)

4.2

unter 1 Jahr
1 bis unter 2 Jahre
2 bis unter 3 Jahre
3 bis unter 4 Jahre
4 bis unter 5 Jahre
5 bis unter 6 Jahre
6 bis unter 7 Jahre
7 bis unter 8 Jahre
8 bis unter 9 Jahre
9 bis unter 10 Jahre
10 bis unter 11 Jahre
11 bis unter 12 Jahre
12 bis unter 13 Jahre
13 bis unter 14 Jahre

Bestimmung von Bedarfskennwerten

Bei der jährlichen Fortschreibung der Kindertagesstätten-Bedarfsplanung
sind die Bedarfskennwerte für einzelne Altersjahrgänge der Kinder ein
entscheidender Parameter.
Die Anzahl der einzuplanenden Kita-Plätze hängt wesentlich von der
Einschätzung ab, für wie viele Kinder einer bestimmten Altersgruppe die

28

Bedarfskennwerte für 2014/15
Bedarfskennwert
Kitas

davon in
Krippen

davon im
Kindergarten

zusätzlich in BedarfsKindertages- kennwert
pflege
gesamt

10%
55%
95%
100%
100%
80%

10%
30%
5%

10%

0%

0%

10%

keine
Vorgabe

10%

2%

0%

0%

2%

keine
Vorgabe

2%

0%

0%
25%
90%
100%
100%
75%

davon in
Horten

0%

5%

5%
5%
5%
keine
Vorgabe

15%
60%
100%
100%
100%
80%

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Konkret wird also angenommen, dass z.B. für 60% der Kinder im Alter
zwischen 1 und 2 Jahren eine Nachfrage nach Kindertagesbetreuung
seitens der Eltern besteht (weit überwiegend in Kindertagesstätten und in
geringem Umfang in Kindertagespflege). Entsprechend wird der Bedarf
an Kita-Plätzen kalkuliert, dabei differenziert nach Krippen- und
Kindergarten- bzw. Hortplätzen.

Für die 2- bis unter 3-jährigen Kinder, die also im Laufe des
Betreuungsjahres noch ihren 3. Geburtstag begehen, ist eine 100%-ige
Bedarfsquote angesetzt worden. Doch auch bei diesem Jahrgang zeigt
sich, dass die Inanspruchnahme mit zuletzt 84,1% deutlich unter der
Vorgabe zurückbleibt, wobei das Betreuungsgeld bislang keinen Einfluss
auf die Nachfrage nach einem Kita-Platz gehabt haben kann. Anders ist
dies für die Zukunft zu bewerten, sofern Eltern möglicherweise auch bei
einem vorhandenen Kita-Betreuungsangebot dem (nunmehr auf 150
€/Monat angehobenen) Betreuungsgeld den Vorzug geben. Ob und in
welchem Umfang dies in Koblenz der Fall sein wird, kann derzeit noch
nicht prognostiziert werden. Dass es aber offenbar nicht ohne Einfluss auf
die Nachfrage und damit auf den angenommenen Bedarfskennwert
bleiben wird, gilt als sehr wahrscheinlich.

Aufgrund der bisherigen Erfahrungswerte aus der jährlichen Kita-Statistik
und der aktuellen Diskussion um die Inanspruchnahme des
Betreuungsgeldes sowie der in den vergangenen Jahren etwas in den
Hintergrund getretenen Bedarfslage für Schulkinder erscheint eine
nochmalige Reflexion der Bedarfskennwerte und deren fachlich erneuerte
Begründung angezeigt.

Trotz der Anzeichen für eine geringere Nachfrage bei Kindern zwischen 1
und unter 3 Jahren als sie bislang vorausgeschätzt wurde, erscheint es
verfrüht,
eine
Verringerung
der
Bedarfskennwerte für
den
Planungsabschnitt 2015/16 vorzunehmen. Noch sollte diesem Thema mit
Vorsicht begegnet werden, so lange nicht die Motive der Elternschaft
bzgl. des Bezugs von Betreuungsgeld deutlicher geworden sind. Es ist
dabei anzunehmen, dass es für viele Familien möglicherweise als eine
„Übergangsleistung“ in Anspruch genommen wird, bis ein vorrangig
angesehener Betreuungsplatz in einer Kita gefunden wurde.

Altersbereich unter 3 Jahre:
Wie die jährliche Auswertung der Belegungsdaten zur Kita-Pflichtstatistik
zeigt, nimmt die Inanspruchnahme bei der jüngsten Altersgruppe der
unter 1-jährigen in den vergangenen Jahren zu, bewegte sich jedoch
auch im Jahr 2014 mit 13,2% (in Kitas und Kindertagespflege) noch unter
dem o.g. Bedarfskennwert, so dass diesbezüglich keine Änderung
vorgeschlagen wird.
Bei den 1- bis unter 2-jährigen Kindern lag die Inanspruchnahme von
Betreuungsplätzen in den vergangenen Jahren stets deutlich unter dem
jeweiligen Bedarfskennwert. Im Jahr 2014 befanden sich 42,2% der
Kinder dieses Geburtsintervalls in Kindertagesbetreuung und damit
erheblich weniger als die vorausgeschätzten 60%. Hierbei kann das
Betreuungsgeld bereits einen Einfluss auf die Nachfrage gehabt haben;
ebenso ist aber auch nicht von der Hand zu weisen, dass viele Familien
zwar einen Platz für ihre Kinder beanspruchen würden, diesen aber noch
nicht oder nicht in ihrer „Wunsch-Kita“ erhalten haben. Wegen der in den
vergangenen Jahren tendenziell anwachsenden Inanspruchnahme bei
Kindern dieses Alters ist aber derzeit Zurückhaltung bzgl. einer
Reduzierung des Bedarfskennwerts angezeigt.

Es bedarf daher zusätzlicher Informationen sowie stetiger Beobachtung
der Nachfrageentwicklung in diesem Altersbereich, um möglichst zeitnah
zu einer Nachsteuerung bei der Bedarfseinschätzung zu gelangen.
Altersbereich 3 bis unter 6 Jahre:
Im Mittel der vergangenen vier Jahre liegen die InanspruchnahmeQuoten für die Kindertagesbetreuung bei Kindern im Alter zwischen 3 und
5 Jahren (vor Beginn des Betreuungsjahres) bei 94%, im Jahr 2014 sogar
noch etwas höher. Anderes als die Berücksichtigung einer 100%-igen
Versorgungsquote
auch
für
diese
beiden
Jahrgänge
des
Kindergartenalters ist daher fachlicherseits nicht zu vertreten.

29

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Der zu Beginn „älteste“ Kindergartenjahrgang wird nur zu 80% (75% Kiga
+ 5% Hort) in die Bedarfsplanung eingerechnet, da eine Schulpflicht
bereits für die vor dem 01.09. dieses Jahrgangs geborenen Kinder
besteht. Darüber hinaus können Kinder, die bis zum 31.12. in diesem
Geburtszeitraum geboren wurden, eingeschult werden „Kann-Kinder“),
wovon auch in gewissem, dem Jugendamt im Einzelnen aber nicht
bekannten Umfang Gebrauch gemacht wird. Aus den Belegungsdaten
der Kitas geht hervor, dass dieser Altersjahrgang zu annähernd 80%
(zuletzt 79,2%) auch tatsächlich in Einrichtungen oder Tagespflegestellen
betreut wird. Daher wird eine Nachjustierung dieses nur für die KitaBetreuung ausgewiesenen Bedarfskennwerts nicht für erforderlich
gehalten.

Die Arbeitsgemeinschaft Kindertagesbetreuung hat sich dafür
ausgesprochen, die beiden Betreuungsformen Hort und Ganztagsschule
getrennt nebeneinander darzustellen und nicht miteinander „zu
verrechnen“. Somit war für den Bedarf an Ganztagsbetreuung an
Grundschulen ein eigener Bedarfskennwert auszuweisen, der vorläufig
auf 15% der 6- bis unter 10-jährigen (vier Altersjahrgänge) bestimmt
wurde. Zusätzlich besteht auch der o.a. Kennwert nur für Hortplätze (10%
der 6- u10-jährigen plus 5% der 5- u6-jährigen).
Neben den Ganztagsplätzen an Grundschulen werden im folgenden
Berechnungsverfahren auch solche an Förderschulen berücksichtigt, da
diese dort für Kinder aller Klassen eingerichtet werden. Um dieses
Betreuungsangebot angemessen auf Kinder im Grundschulalter und die 7
Planungsbezirke in Koblenz zu verteilen, werden sie mit einem Anteil von
jeweils 5% für jeden Planungsbezirk (und damit zu 35% insgesamt)
berücksichtigt.

Somit ergibt sich bzgl. der Kindertagesbetreuungsbedarfe für die Kinder
dieser Altersgruppe insgesamt derzeit auch kein Veränderungsbedarf.

Somit wird eine Beibehaltung der o.g. Bedarfskennwerte zur
Kindertagesbetreuung auch im Planungsabschnitt 2015/16 empfohlen.
Zur Einschätzung des Betreuungsbedarfs von Grundschulkindern wird
ferner eine Quote von 15% empfohlen, so dass unter Einschluss der
Hortbetreuung insgesamt mindestens jedes 4. Kind in dieser Altersgruppe
Zugang zu einem Angebot der Tagesbetreuung haben sollte.

Altersbereich Schulkinder:
In der Kita-Bedarfsplanung wurden bislang die vorhandenen Hortplätze
den sich aus den Bedarfskennwerten errechneten Platzbedarfen
gegenüber gestellt. Da hierbei die Ganztagsangebote an Schulen nicht
berücksichtigt worden sind, wird allerdings nur ein Ausschnitt der
tatsächlichen Betreuungsangebote beleuchtet.

Ausgehend von diesen Kennwerten errechnen sich die Bedarfszahlen für
die einzelnen Altersstufen und Betreuungssegmente, heruntergebrochen
auf
die
verschiedenen
Betreuungsformen
und
die
sieben
Planungsbezirke, die im Nachfolgenden im Vergleich mit dem
vorhandenen (01.01.2015) und geplanten (01.08.2016) Platzangebot
dargestellt werden.

Im Unterschied zu den Vorjahren sollen daher zukünftig GanztagsBetreuungsangebote an Schulen bei der Bedarfsermittlung mit
berücksichtigt werden. Dabei bereitet eine planungsräumliche Zuordnung
von Ganztagsschulangeboten an weiterführenden Schulen allerdings
Probleme, da sie von SchülerInnen aus unterschiedlichen Koblenzer
Stadtteilen – oder auch von außerhalb Koblenz – in Anspruch genommen
werden können. Auch weil nur ein relativ geringer Anteil der SchülerInnen
an weiterführenden Schulen überhaupt noch einen Hort besucht (zuletzt
nur 1,7%), erscheint es aus pragmatischen Gründen angemessen, sich
lediglich
auf
Ganztagsschulangebote
an
Grundschulen
als
Zusatzinformation zu beschränken.

30

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

4.3

Kita-Bedarfsplanung 2015-16
IST1

Bestands- und Bedarfsdaten in planungsräumlicher
Betrachtung

SOLL2

3

Kindergartenplätze in Kindergärten und altersgem. Einrichtungen
Kapazitätsvergleich
Planungsbezirk
56068
56075
56073
56070
56072
56076
56077
KOBLENZ

Kiga-Plätze
01.01.2015
479
373
472
778
688
429
409
3.628

Bedarf
2015/16
435
375
422
768
641
433
364
3.438

-

-

Differenz
2015/16
44
2
50
10
47
4
45
190

Kiga-Plätze
01.08.2016
480
356
459
762
677
417
409
3.560

Bedarf
2016/17
459
356
436
753
663
454
374
3.495

-

Abbildung 7

Differenz
2016/17
21
23
9
14
37
35
65

Kindertagesstättenplätze in der Stadt Koblenz
- Vergleich von IST-Plätzen, SOLL-Plätzen und Bedarf 4.000
3.628
3.500

Planungsbezirk
56068
56075
56073
56070
56072
56076
56077
KOBLENZ

01.01.2015
40
44
73
92
78
44
74
445

3.495

IST-Plätze am 01.01.2015
Bedarf 2015/16
SOLL-Plätze am 01.08.2016

3.000

3

darunter Kindergartenplätze für 2-jährige
Kiga-Plätze
für 2-jährige
Kapazitätsvergleich

3.560
3.438

Bedarf
2015/16
63
45
58
95
91
61
48
461

-

Differenz
2015/16
23
1
15
3
13
17
26
16

Kiga-Plätze
für 2-jährige
01.08.2016
73
67
80
76
96
56
86
534

Bedarf 2016/17
Bedarf
2016/17
72
44
66
101
93
67
53
496

-

Differenz
2016/17
1
23
14
25
3
11
33
38

2.500

2.000

1.500

1.000
3

Krippenplätze für unter 3-jährige in Krippen und altersgem. Einrichtungen
Kapazitätsvergleich
Planungsbezirk
56068
56075
56073
56070
56072
56076
56077
KOBLENZ

Krippenplätze
01.01.2015
83
53
45
47
97
89
52
466

Bedarf
2015/16
60
39
53
86
81
59
44
422

-

Differenz
2015/16
23
14
8
39
16
30
8
44

Krippenplätze
01.08.2016
80
42
65
60
97
99
55
498

Bedarf
2016/17
64
40
61
99
84
60
50
458

-

Differenz
2016/17
16
2
4
39
13
39
5
40

4

Kapazität GTS.
01.08.2014
177
110
91
244
59
39
13
733

5

Bedarf GTS
2015/16
62
58
58
111
97
64
55
505

-

Differenz
2015/16
115
52
33
133
38
25
42
228

Hortplätze
01.08.2016
26
6
56
128
106
56
58
436

Bedarf Hort
2016/17
54
53
50
101
85
58
48
449

-

-

Kiga-Plätze

-

auf Grundlage der Einwohnerdaten vom 31.12.14 und des Bestandes an Plätzen am 31.12.2014

2

auf Grundlage der Einwohnerdaten vom 31.12.14 und der beschlossenen Maßnahmen bis 2016/17

3

Bereinigte Plätze (betriebliche Platz-Kontingente sind zu 75% berücksichtigt)

4

GTS an Grundschulen, dabei Förderschule-GTS insgesamt zu je 5% im PBZ berücksichtigt

5

für 15% der Kinder von 6 bis u10 Jahren

534

496

466

422

498

458

442

449

436

449

Kiga-Plätze
für 2-jährige

Krippenplätze

Hortplätze

Bei einer Betrachtung der Bestands- und Bedarfssituation auf der
räumlichen Ebene der gesamten Stadt Koblenz ist nach Abschluss aller
noch in Planung befindlichen Baumaßnahmen mit einer Vollversorgung
für alle Altersbereiche zu rechnen.

Differenz
2016/17
28
47
6
27
21
2
10
13

1

461

-

Betreuungsangebote für Schulkinder in Horten und Ganztagsschulen (Grundschulbereich)
Kapazitätsvergleich
Planungsbezirk
56068
56075
56073
56070
56072
56076
56077
KOBLENZ

445

500

Im Kindergartenbereich steigen die Bedarfszahlen zwar weiter an,
dennoch ist auch nach 2015 weiterhin mit einem ausreichenden Angebot
zu rechnen. Ab dem Betreuungsjahr 2015/16 werden voraussichtlich auch
genügend Plätze für 2-jährige Kinder zur Verfügung stehen. Allerdings
wird von diesen nach wie vor ein Teil auch in Kinderkrippen betreut
werden müssen.

31

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Im Bereich der Krippenplätze ist bereits im laufenden Betreuungsjahr eine
Deckung der Bedarfssituation zu erkennen.

Durch die Einrichtung der Ganztagsschule an der Grundschule
Schenkendorf hat sich das Betreuungsangebot für Schulkinder merklich
verbessert, so dass von einem Bedarf für zusätzliche Hortplätze nicht
auszugehen ist.

Bei einer konstanten Zahl an Hortplätzen wird der Bedarfswert
gesamtstädtisch zwar leicht unterschritten. In Anbetracht der
Ganztagsbetreuung an Grundschulen wird indessen nur in einem
Planungsbezirk ein Handlungsbedarf gesehen.

Kindertagesstättenplätze im Planungsbezirk 56075
(Karthause)
- Vergleich von IST, SOLL und Bedarf -

400
373

Kindertagesstättenplätze im Planungsbezirk 56068
(Altstadt, Mitte, Süd, Oberwerth, Stolzenfels)
- Vergleich von IST, SOLL und Bedarf 500

375
356

356

IST-Plätze am 01.01.2015
Bedarf 2015/16

480

479

459
435

SOLL-Plätze am 01.08.2016

300

IST-Plätze am 01.01.2015

Bedarf 2016/17

Bedarf 2015/16

400

SOLL-Plätze am 01.08.2016
Bedarf 2016/17

200

300

100

200

67
44

100
63

73

72

83

40

54
26

Kiga-Plätze
für 2-jährige

Krippenplätze

53
39

42

53

53
40
6

-

64

Kiga-Plätze

54
26

-

Kiga-Plätze

44

6

80
60

45

Kiga-Plätze
für 2-jährige

Krippenplätze

Hortplätze

Wie schon in den Vorjahren, bleibt die Bedarfslage im Planungsgebiet
56075 (drei Stadtteile auf der Karthause) weiterhin angespannt. Erst nach
Fertigstellung der Erweiterung an der Kita St. Beatus kann von einem
bedarfsgerechten Angebot gesprochen werden.

Hortplätze

Nach Errichtung der Kita Schmetterlingsgarten im Stadtteil Oberwerth hat
sich die Bedarfssituation im innerstädtischen Planungsraum deutlich
entspannt.

Da sich diese Baumaßnahme aber länger als geplant hinzieht und zuvor
andere Angebote (Außengruppen an Kita St. Hedwig, Stadtteilplätze für
Kinder am Kinderhaus der Hochschule) wegzufallen drohen, wird hier ein
dringender Handlungsbedarf gesehen.

Auch für 2-jährige Kinder in geöffneten Kindergartengruppen wird nach
Realisierung der Maßnahmen in der Kita St. Josef in der Südlichen
Vorstadt (vier geöffnete Gruppen) ein ausreichendes Angebot geschaffen.

32

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Hinzu kommt ein sich abzeichnender Bedarf für einen neuen Standort der
Integrativen Kita der Lebenshilfe e.V., die ebenfalls 10 Stadtteilplätze
aufweist.

der Kita „Kunterbunt“ im Stadtteil Rauental ein ausgewogenes AngebotsBedarfs-Verhältnis in allen Altersbereichen, so dass kein zusätzlicher
Handlungsbedarf gesehen wird.

Auch für diesen Planungsbezirk gilt, dass trotz rechnerischer Lücke kein
zusätzlicher Bedarf bei Hortplätzen gesehen wird, da die Grundschule
Neukarthause bereits Ganztagsschule ist und auch für die älteren Kinder
in der Realschule Plus eine Ganztagsbetreuung möglich ist. Aufgrund
fehlender Nachfrage konnte auch das Angebot einer Hortgruppe an der
Kita St. Hedwig entfallen.

800

778

Kindertagesstättenplätze im Planungsbezirk 56070
(Lützel, Neuendorf, Wallersheim, Kesselheim)
- Vergleich von IST, SOLL und Bedarf 768

762

753

IST-Plätze am 01.01.2015

700

Bedarf 2015/16
600

500

Kindertagesstättenplätze im Planungsbezirk 56073
(Goldgrube, Rauental, Moselweiß, Lay)
- Vergleich von IST, SOLL und Bedarf 472

459
422

Bedarf 2016/17

500

400

IST-Plätze am 01.01.2015

436

SOLL-Plätze am 01.08.2016

Bedarf 2015/16
300

400

SOLL-Plätze am 01.08.2016
Bedarf 2016/17

200
128

300

92

100

95

101

99

86

76
47

128
101

101

60

-

200

Kiga-Plätze

100

73

80
58

66
45

53

65

61

56

50

56

Kiga-Plätze
für 2-jährige

Krippenplätze

Krippenplätze

Hortplätze

Trotz einer gerade noch gelingenden Deckung der Bedarfszahlen im
Regelbetreuungsangebot des Kindergartens muss auf dieses
Planungsgebiet nochmals ein Fokus gerichtet werden.

50

Seit Jahren ist es nicht gelungen, die Zahl der Plätze für unter 3-jährige in
ähnlicher Weise auszubauen, wie dies in anderen Planungsgebieten der
Stadt der Fall war. Gerade in einem Gebiet, das eine hohe soziale
Belastung aufweist und in dem ein großer Anteil von Familien mit
Migrationshintergrund lebt, erscheinen aber die frühkindliche Bildung und
Betreuung sowie die Intensivierung von Elternarbeit als sozial- und
familienpolitisch dringend notwendige Maßnahmen.

-

Kiga-Plätze

Kiga-Plätze
für 2-jährige

Hortplätze

Deutlich günstiger als auf der Karthause stellt sich die Situation
demnächst in den Stadtteilen am südlichen Ufer des Moselbogens dar.
Trotz Verringerung des Platzangebots (Schließung der Kita Herz Jesu)
und nochmals leicht ansteigender Kinderzahlen besteht nach Errichtung

33

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Zum Teil ist dies mit einer Beteiligung von drei Kitas am Programm
Kita!Plus auch gelungen.

Bei Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen, die auch eine
Reduzierung von Regelplätzen im Stadtteil Metternich zur Folge hätten,
kann eine ausgeglichene Versorgungssituation erzielt werden.

Darüber hinaus bedarf es aber einer nochmaligen Anstrengung, um die
Möglichkeiten der präventiven Arbeit der Kitas verstärkt in den Blick zu
nehmen – um nicht erst dann mit Tagesbetreuung anzusetzen, wenn
etwa nach erfolgter Einschulung die Bildungsdefizite bereits offenkundig
geworden sind.

Allerdings weisen die laufenden Informationen darauf hin, dass ein Abbau
der Platzkapazitäten nicht im vorgegebenen Zeitrahmen möglich sein
dürfte. Daher bleiben diese Maßnahmen auf der Agenda auch für den
kommenden Planungsabschnitt.

Da in Folge eines Raumkonzepts zur sozialen Arbeit in der Großsiedlung
Neuendorf eine Ausweichgruppe für die städtische Kita „Pusteblume“
entfallen muss, wird eine räumliche Veränderung mit Erweiterung des
Betreuungsangebots im Stadtteil Neuendorf erforderlich.

Aufgrund der Bedarfsdaten ergibt sich darüber hinaus kein weiter
gehender Handlungsbedarf in diesem Planungsraum.
Kindertagesstättenplätze im Planungsbezirk 56076
(Asterstein, Pfaffendorf, Pfaffendorfer Höhe, Horchheim, Horchheimer Höhe)
- Vergleich von IST, SOLL und Bedarf -

700

500

Kindertagesstättenplätze im Planungsbezirk 56072
(Metternich, Güls, Rübenach, Bubenheim)
- Vergleich von IST, SOLL und Bedarf -

688

677

454
429

663

641

IST-Plätze am 01.01.2015

417

Bedarf 2015/16

400

IST-Plätze am 01.01.2015
600

433

SOLL-Plätze am 01.08.2016

Bedarf 2015/16

Bedarf 2016/17

SOLL-Plätze am 01.08.2016
500

300

Bedarf 2016/17

400

200
300

61
44

100

78

91

96

93

97

81

97

106
84

85

106

85

99

89

100
200

56

67

59

60

52

58

56

58

-

Kiga-Plätze

Kiga-Plätze
für 2-jährige

Krippenplätze

Hortplätze

-

Kiga-Plätze

Kiga-Plätze
für 2-jährige

Krippenplätze

Hortplätze

Wie sich schon im Vorjahr abgezeichnet hatte, sind die Kinderzahlen in
diesem Planungsraum weiterhin ansteigend. Zugleich besteht
insbesondere im Stadtteil Asterstein ein Handlungsbedarf, um die dortige
Kita-Arbeit zukunftsfähig neu zu konzipieren.

34

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Der Bedarfszuwachs rührt dabei vor allem aus den Stadtteilen Pfaffendorf
und Pfaffendorfer Höhe her und nicht etwa aus dem Stadtteil Asterstein
bzw. den beiden Horchheimer Stadtteilen. Da die Besiedlung des
Neubaugebiets Asterstein II aber ebenso wenig abgeschlossen ist wie der
Bezug von renovierten Wohngebäuden in der Goebensiedlung, ist jedoch
auch im Stadtteil Asterstein von weiter zunehmenden Kinderzahlen
auszugehen.

Da sich die Realisierung
von designierten großformatigen
Neubauvorhaben (Fritsch-Kaserne) noch über einen längeren Zeitraum
hinziehen dürfte, ist diesbezüglich noch keine Vorsorge im Rahmen der
bestehenden Infrastruktur zu treffen. Eine wohnortnahe Anpassung des
Angebots an die Bedarfe der Elternschaft, z.B. hinsichtlich der Vergabe
von Ganztagsplätzen, bleibt dabei selbstverständlich – wie ja auch in
allen anderen Planungsbezirken – in der Verantwortung der Kita-Träger
und –Leitungen.

Aus diesem Grund bedarf es eines planungsräumlichen Gesamtkonzepts,
das die aktuellen und mittelfristigen Bedarfe für alle Altersgruppen in den
Blick nimmt. Lediglich die Versorgung mit Krippenplätzen ist als
vollkommen ausreichend anzusehen.
Kindertagesstättenplätze im Planungsbezirk 56077
(Ehrenbreitstein, Niederberg, Arzheim, Arenberg, Immendorf)
- Vergleich von IST, SOLL und Bedarf 500

IST-Plätze am 01.01.2015
409

409
400
364

Bedarf 2015/16
374

SOLL-Plätze am 01.08.2016
Bedarf 2016/17

300

200

100

86

74
48

53

52

44

55

68
50

48

58

48

-

Kiga-Plätze

Kiga-Plätze
für 2-jährige

Krippenplätze

Hortplätze

In allen Belangen bedarfsdeckend ist die Kita-Betreuungssituation im
nördlichen Teil der rechten Rheinseite einzuschätzen.

35

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

5

Maßnahmen zur Bedarfsdeckung

5.1

Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen
Betreuungsplatz

2015-2016
Dort wurden (idealtypisch) zwei unterschiedliche Modelle für die Vergabe
von Ganztagsbetreuungsplätzen gegenüber gestellt:
a) Kaskadenmodell
Hierbei kommt ein Vergabekriterium nach dem anderen zur
Anwendung, d.h. die Kriterien sind hierarchisch aufgebaut, z.B.

Der Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung für Kinder ab dem 1.
Lebensjahr kann in Koblenz im laufenden und im folgenden
Betreuungsjahr erfüllt werden.

• Alter des Kindes
• Herkunft des Kindes aus dem Stadtteil/Planungsbezirk
• Berufstätigkeit/Ausbildung
o von Alleinerziehenden
o beider Elternteile
o eines Elternteils
• Sonstige soziale Aspekte
o besonders belastete Familiensituation
o besonderer Unterstützungsbedarf für das Kind
o Geschwisterkind(er) bereits in der Kita

Im Hinblick auf eine wohnortnahe Versorgung besteht im Planungsbezirk
56076 noch ein Bedarf, das Angebot im Regelbereich deutlich (um 40
Plätze) nachzubessern.
Im Planungsbezirk 56070 ist das Angebot für unter 3-jährige Kinder zu
vergrößern.
Im Planungsbezirk 56075 müssen kurzfristige Maßnahmen ergriffen
werden, um einem sich abzeichnenden Betreuungsengpass zu
begegnen.

5.1.1

b) Punktesystem
Hierbei wird für jedes einzelne Vergabekriterium eine bestimmte
Anzahl von Punkten zugrunde gelegt und dem jeweiligen Kind
zugeteilt. D.h., die einzelnen Vergabekriterien bestehen
nebeneinander und werden zu einem Gesamtpunktwert addiert.

Ausbau der Ganztags- und Über-Mittag-Betreuung

Bei der Umsetzung der Rechtsansprüche legen Eltern auch Wert auf eine
qualitativ hochwertige und zeitlich ausreichende Betreuung. Daher kommt
der Über-Mittag-Betreuung eine zunehmende Bedeutung zu. Der
klassische Teilzeitplatz mit Betreuungsangeboten am Vormittag und nach
einer Mittagspause an wenigen Stunden des Nachmittags ist im Regelfall
nicht mehr gefragt.

Für beide Modelle gilt, dass sie nicht zu einem Automatismus bei der
Platzvergabe führen dürfen, sondern eine Unterstützung und
Entscheidungshilfe für die Kita-Leitungen darstellen.
Die AG Kindertagesbetreuung hat daher kein Votum für eines der Modelle
abgegeben, jedoch empfohlen, dass es in jeder Kita ein transparentes
Verfahren gibt, das die gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt und für die
Eltern nachvollziehbar ist.

Die ständige Erweiterung des Ganztagsplatzangebots, wie sie auch in
Koblenz stattgefunden hat und noch weiter geführt wird, stellt eine
Reaktion auf diese Nachfragen dar. Dabei sind indessen auch Kriterien
für die Vergabe von Ganztagsplätzen zu beachten, da der
Rechtsanspruch sich im Regelfall lediglich auf einen Teilzeitplatz mit Vorund Nachmittagsangebot erstreckt. Hierzu wurde eine nochmalige
fachliche
Diskussion
im
Kreis
der
Arbeitsgemeinschaft
Kindertagesbetreuung und der UAG Kita-Belegung geführt.

36

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung
5.1.2

2015-2016

Reduzierung von Kindergartenplätzen

wurde ein zusätzliches Präventionsangebot auch für junge Familien
geschaffen.

Mit Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen aus der KitaBedarfsplanung 2014/15 war eine Reduzierung der Platzkapazitäten in
den Planungsräumen 56072 und 56076 verbunden.

5.2.2

Die steigenden Zahlen zur Inanspruchnahme der Kindertagespflege für
unter 3-jährige Kinder zeigen, dass dieses Angebot für viele Eltern eine
Alternative oder ergänzende Betreuungsform ist.

Wie die Bedarfsdaten zeigen, ist diese Anpassung des Angebots an den
Bedarf im Planungsbezirk 56072 noch angemessen, während sich im
Planungsbezirk 56076 inzwischen eine gegenläufige Entwicklung
eingestellt hat.

Es stellt eine wichtige und vielfach auch notwendige Ergänzung zur KitaBetreuung dar, denn hierüber können auch Randzeiten und Betreuungen
am Wochenende fachlich vertretbar organisiert werden. Insofern hat die
Öffentlichkeitsarbeit zur Gewinnung von Tagespflegepersonen auch
zukünftig einen besonderen Stellenwert.

Es wird daher über die bereits beschlossenen Maßnahmen hinaus kein
Handlungsbedarf zur Reduzierung von Kita-Plätzen gesehen. Hierzu trägt
auch die Zuwanderung von Familien aus Bürgerkriegs- und sonstigen
Krisengebieten der Welt bei, auf die unter Kapitel 5.5 noch näher
eingegangen wird.

5.2
5.2.1

Folgerungen für das Angebot an Kindertagespflege

Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren in
Kinderkrippen und in Kindertagespflege

5.3

Betreuung von Schulkindern

5.3.1

Anpassung des Angebots an Hortplätzen

Die rückläufigen Jahrgangsgrößen bei Schulkindern führen bei
Anwendung der beschlossenen Versorgungsquoten tendenziell auch zu
niedrigeren Bedarfszahlen bei Schulkindern.

Anpassung von Kinderkrippenplätzen

Hinsichtlich der Zahl der Krippenplätze besteht noch im Planungsbezirk
56070 ein Defizit von ca. 40 Plätzen.

Dies macht sich außerdem im Einzugsbereich von Ganztagsschulangeboten auch in tatsächlich nachlassender Nachfrage bemerkbar.
Ebenso wenig wie daher ein zusätzlicher Ausbau von Hortplätzen derzeit
aber angezeigt ist, kann auch keine Reduzierung empfohlen werden.

Trotz langjähriger Bemühungen um die Verbesserung der frühen KitaBetreuung in diesem mit sozialen Problemen am höchsten belasteten
Planungsraum ist die Situation hier leider immer noch nicht dem Bedarf
entsprechend. Dabei ginge es gerade hier darum, über das Angebot an
Kindertagesbetreuung auch einen Zugang zu jungen Eltern zu schaffen,
um frühzeitig Unterstützung in der Versorgung und Erziehung von
Kindern bieten zu können.

Wie sich ein aufgrund des vehementen Ausbaus der Tagesbetreuung
entwickelter „Nachfrageschub“ bei Eltern hinsichtlich einer ganztägigen
Betreuung ihrer Kinder im Vorschulalter auf eine entsprechende
Nachfrage in der Schulzeit auswirkt, wird zukünftig wohl verstärkt in der
Diskussion bleiben.

Um so erfreulicher ist dagegen, dass sich drei Kitas aus diesem Bereich
zur Teilnahme am Landesprogramm Kita!Plus bereit gefunden haben. Auf
diese Weise wurde die Chance der Weiterentwicklung der bestehenden
Familienbildung
unter
besonderer
Berücksichtigung
eines
niedrigschwelligen sozialraumorientierten Zugangs eröffnet.
Hiermit

Dabei gilt es nach wie vor, mit Vorrang zunächst auf die Möglichkeiten im
schulischen Bereich zur Einrichtung von Ganztagsschulen hinzuwirken.

37

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung
5.3.2

2015-2016

Angebot an Kindertagespflege für Schulkinder

Auch auf kommunalpolitischer Ebene fanden Initiativen statt, um sich in
Koblenz besser auf den Zuzug von Alleinstehenden und Familien aus den
Krisenregionen der Welt einzustellen. Hierzu fand u.a. eine Anhörung im
Stadtrat statt, die eine bereits geplante Kita-Konferenz zu dieser Thematik
auch von politischer Seite für erforderlich hält.

Ausweislich der Statistik werden jährlich rund 35 Kinder im Schulalter
zumindest temporär durch Kindertagespflege-Personen betreut.
Auch in dieser Altersgruppe zeigt sich demzufolge der Bedarf an
Betreuung in Randzeiten und an Wochenenden, der über die Kinder- und
Jugendhilfe gedeckt werden kann.

5.4

Die Tagesbetreuung von Kindern aus diesen Familien in
Kindertagesstätten oder anderen Betreuungsformen ist hierbei nämlich
ein nicht unerheblicher Gesichtspunkt. Schließlich ermöglicht die
Kindertagesbetreuung nicht nur eine frühestmögliche Einbeziehung der
Kinder in den hiesigen Kulturkreis und eine gezielte Unterstützung beim
Erwerb der deutschen Sprache; sie eröffnet auch den niedrigschwelligen
Zugang zu den Eltern der Kinder und damit die Gelegenheit, dass sich
staatliche und wohlfahrtsstaatliche Stellen um deren Wohlergehen
kümmern.

Betreuung von Kindern mit körperlichen, seelischen
oder geistigen Beeinträchtigungen

Die Bedarfsermittlung und Umsetzung von integrativen Plätzen bzw.
Gruppen war ein Schwerpunkt in früheren Bedarfsplanungsphasen.
Nach der erfolgten Einrichtung einer integrativen Gruppe an der
städtischen Kita „Rappelksite“ in KO-Güls bestehen derzeit keine weiteren
Bedarfe, diese Thematik im Besonderen aufzugreifen.

Daher ist es auch erklärter politischer Wille in Koblenz, die Kinder aus
zugewanderten Familien, unabhängig von ihrem aufenthaltsrechtlichen
Status, wo immer möglich auch in den Kindertagesstätten aufzunehmen
und zu unterstützen.

Inklusion als Normalität des gemeinsamen Aufwachsens von Kindern mit
und ohne Beeinträchtigungen wird in vielen Einrichtungen der
Kindertagesbetreuung in Koblenz gelebt. Dabei zeigt es sich, dass
Behinderungsbilder nicht immer den gängigen medizinischen Standards
entsprechen müssen.

Die AG Kindertagesbetreuung hat sich zu diesem Zweck in ihrer UnterAG Interkulturelle Arbeit auch mit den bedarfsplanerischen Fragen
befasst, die in diesem Zusammenhang aufgetreten sind. So war etwa zu
klären, wie groß der Personenkreis der „Flüchtlingskinder“ in Koblenz
überhaupt ist, wo diese leben und in welchen Kitas sie schon betreut
werden.

Sie bleibt damit eine Zukunftsaufgabe, denn neben erkennbaren
Behinderungen werden auch Verhaltensauffälligkeiten von Kindern (auch
ohne entsprechend diagnostiziert zu sein) die Arbeit in den Kitas wohl
zunehmend prägen.

5.5

Über Ergebnisse kann an dieser Stelle noch nicht berichtet werden, da
die Analyse und die Diskussion über mögliche Maßnahmen bis zur
Erstellung des Berichts noch nicht abgeschlossen war.

Betreuung von Kindern aus Zuwandererfamilien

Entsprechende Schlussfolgerungen werden in das Maßnahmenkonzept
zur Kita-Bedarfsplanung 2015-2016 aufgenommen.

Die Zunahme von Personen in Koblenz, die aus Bürgerkriegsgebieten
oder aufgrund politischer oder ethnisch-religiöser Verfolgung und
Diskriminierung aus dem Ausland zuwandern, hat in den letzten Monaten
auch das Jugendamt sowie die örtliche Kinder- und Jugendhilfe in vielen
Bereichen besonders stark beschäftigt.

38

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Anhang
Tabelle 0-1. Trägerstruktur der Koblenzer Kindertagesstätten

Stand: 01.05.2015
Träger

Anzahl der
Kitas

KrippenPlätze

TeilzeitKindergarte

4

37

54

Evangelische Kirchengemeinden

11

82

Kita gGmbH

30

97

Caritasverband Koblenz

Kath. Kirchengemeinden
Sonst. Freie Träger

1

Kindergarten-Plätze
darunter
GanztagsVVA
Kindergarte

Kiga
gesamt

darunter für
2- u3Jährige

HortPlätze

darunter für
Kita-Plätze behinderte
Kinder
gesamt

-

102

156

16

162

355

290

162

306

596

55

66

744

-

1.180

217

924

2.104

258

132

2.333

-

34

75

12

75

-

119

171

27

102

102

18

-

41
52

-

-

10

1)

12

166

2)

3

95

-

4

38

244

55

177

421

70

40

499

5

65

515

1.861

486

1.764

3.625

456

440

4.580

36

Körperschaften öR.
Stadt Koblenz
GESAMT

52
-

1)

u.a. Krippen, Kaulquappen, Bilingoo, ISA Kompass, Lebenshilfe, Kinderschutzbund, Dussmann GmbH

2)

Marienhof, Studierendenwerk

39

40
-

377
197

21
-

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Amt für Jugend, Familie, Senioren und Soziales
- JUGENDAMT -

Ihre AnsprechpartnerInnen im Jugendamt:

Postanschrift:

Name

Zuständigkeit

Elvira Unkelbach

Leiterin des Jugendamts

912

-2304

Daniela Machein

Sachbereichsleitung
Kindertagesbetreuung

914

-2376

Postfach 201551
56015 Koblenz
jugendamt@stadt.koblenz.de

Cornelia Noll

Dienstsitz:
Verwaltungs-Hochhaus am Schängel-Center

Christiane Take

Rathauspassage 2, Koblenz-Altstadt

Telefon-Vorwahl: 0261/129Zimmer-Nr. Durchwahl-Nr.:

Berechnung des
einkommensabhängigen
Elternbeitrags und
Übernahme von
Elternbeiträgen

915

-2314
-2374

Bushaltstelle für alle Linien: Zentralplatz/Forum Confluentes

Beate Gniffke

Fachberaterin Kommunale
Kindertagesstätten

903

-2329

Besuchszeiten:

Rita Zeitzem

Abrechnungen
Kindertagesstätten freier
Träger

910

-2321

Christian Felkl

Kindertagespflege

909

-2328

Verena Hönig
Denise Risch

Vermittlungsstelle
Kindertagesbetreuung

916

-2302
-2306

Lothar Mohr

Kita-Bedarfsplanung

902

-2325

Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag:
Donnerstag zusätzlich:

8.30 bis 12.00 Uhr
14.00 bis 16.00 Uhr

Mittwochs nur nach gesonderter Vereinbarung
Aktuelle Informationen zur Kindertagesbetreuung in Koblenz finden Sie
auch auf den Internetseiten der Stadt Koblenz unter:
http://www.koblenz.de/familie_soziales/kindertagesstaetten.html

40

Kindertagesstätten-Bedarfsplanung

2015-2016

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Kindertagesbetreuung
(AG TaB)

Impressum

Name

Vorname

Funktion

Unkelbach

Elvira

Leitung des Jugendamts (Vorsitz)

Mohr

Lothar

Stabsstelle Jugendhilfeplanung (Federführung)

Jerusalem

Klaus

Leitung des Sachbereichs Kita

Machein

Daniela

Leitung des Sachbereichs Kita

Gniffke

Beate

Fachberatung Kommunale Kitas

Hinterwälder

Michaela

Fachberatung Katholische Kitas

Freund

Marina

Fachberatung Evangelische Kitas

Wieland

Beate

Fachkraft aus Einrichtungen (katholische)

Corrieri

Karin

Fachkraft aus Einrichtungen (stv. katholische)

Damrow

Susanne

Fachkraft aus Einrichtungen (evangelische)

Deutsch

Marion

Fachkraft aus Einrichtungen (stv. evangelische)

Debusmann

Gudrun

Fachkraft aus Einrichtungen (nicht-konfessionelle)

Schmidt

Franca

Fachkraft aus Einrichtungen (stv. nicht-konfessionelle)

Copyright und Bezugsadresse:

Knopp

Günther

Gesamtleitung Kita gGmbH (katholische Träger)

Hilchenbach

Claudia

Gesamtleitung Kita gGmbH (stv. katholische Träger)

Reiter

Ursula

Gesamtleitung Kita gGmbH (stv. katholische Träger)

Reiff

Martin

Leitung Evangelischer Gemeindeverband (evangelische Träger)

Stadtverwaltung Koblenz
Amt für Jugend, Familie, Senioren und Soziales
Stabsstelle Planung & Programme
Postfach 2011551
56015 Koblenz

Schmidt-Brüning

Jacqueline

Kinderbetreuung Bunte Kleckse e.V. (nicht-konfessionelle Träger)

Bastian

Beate

Studierendenwerk Koblenz (stv. nicht-konfessionelle Träger)

Eicher

Dirk

Stadtelternausschuss

Wiechert

Martina

Stadtelternausschuss

Pilz

Jens

Stadtelternausschuss (stv.)

Kita-Bedarfsplanung
Zeitraum 2015-2016

Koblenz, im Juni 2015
Auflage: 250 Exemplare.
Das Titelfoto entstand während der offiziellen Eröffnung der
Kindertagesstätte „Kunterbunt“ (KO-Rauental) in Trägerschaft des
Lebenshilfe e.V. im März 2015. (Foto: Gisbert Morgenroth)

Tel. +49(0)261-1292286
Fax +49(0)261-1292266
E-Mail katja.glasser@stadt.koblenz.de
Vervielfältigung nur mit Zustimmung gestattet

41
        
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