Publication:
Berlin, 2014
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-7729996
Path:
Bezirksamt Pankow von Berlin
Abt. Jugend und Facility Management Jugendhilfeplanung

Portrait der Bezirksregion XIII - Helmholtzplatz -

Arbeitsstand Juli 2014

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Portrait der Bezirksregion XIII Arbeitsstand Juli 2014

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Inhaltsverzeichnis

1 ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DER BEZIRKSREGION 2 BEVÖLKERUNG 2.1 ALLGEMEINES 2.2 ALTERSSTRUKTUR 2.3 BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG VON 2001 BIS 2013 2.4 MIGRANTEN/INNEN 2.5 GESCHLECHTERVERTEILUNG

3 4 4 4 5 6 6

Korrekturen und Ergänzungen bitte per E-Mail an sandra.hollan@ba-pankow.berlin.de

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Bezirksregion XIII - Helmholtzplatz
Untergliederung Begrenzung Planungsraum 32 (Helmholtzplatz) Humannplatz Erich-Weinert-Straße Thälmannpark Kollwitzplatz Falkplatz 71,4 ha 307,53 Einwohner/innen / ha (BR XII / PR 27) (BR XII / PR 28) (BR XVI / PR 33) (BR XV / PR 37) (BR XI / PR 31)

Fläche Bevölkerungsdichte

1 Allgemeine Beschreibung der Bezirksregion
Die dichte Bebauung in der Bezirksregion XIII mit ca. 13.000 Wohnungen resultiert im Wesentlichen aus der Anfangszeit des 20. Jahrhunderts und folgt in seiner Grundstrukturierung dem grobmaschigen Straßenraster nach den Plänen von Hobrecht (1862). Zu Beginn der 1990er Jahre hatten 25 % der Wohnungen Außentoiletten und 45 % verfügten über kein in der Wohnung befindliches Bad. 75 % der Wohnungen hatten erheblichen oder hohen Modernisierungsbedarf. Vor 1990 hatte der Rat des Stadtbezirkes besonders in diesem Quartier Belegungsrechte für Wohnraum, der an Personen oder Familien vergeben wurde, die der staatlichen Unterstützung (z.B. nach Heimaufenthalten, Straffälligkeitskarrieren etc.) bedurften. Dieses Erbe war bis Mitte der 90er Jahre deutlich prägend für die heterogene soziale Zusammensetzung der Gebietsbevölkerung, wo neben Akademikern und Künstlern in besonders hoher Zahl u.a. Personen mit Wiedereingliederungsbedarf nach Haftstrafen wohnten. Nach der Sanierung erfolgte hier eine massive Verdrängung der alteingesessenen Einwohner/innen. Zentrum des Gebietes ist der gleichnamige Stadtplatz, der seit 1998 umfänglich saniert und familienfreundlich gestaltet wurde. Stadträumliche und kulturhistorische Bedeutung haben zugleich die Gethsemane-Kirche, das Göhrener Ei und der Pappelfriedhof. Im Gebiet besteht durch die Bebauungsdichte ein großes Defizit an Freiflächen, das in den vergangenen Jahren durch die Sanierung des Friedhofes der Freigeistigen Gemeinde (Pappelfriedhof) und die Gestaltung eines Kleinstkinderspielplatzes geringfügig kompensiert werden konnte. In der Bezirksregion existiert eine kleinteilige Mischung aus Gewerbe, Einzelhandel und Dienstleistungen, industrielle Standorte sind nicht vorhanden. In dieser Bezirksregion arbeitet eine Planungsraumkonferenz.

Markante Treffpunkte/Orte im Gebiet
• • • • • Helmholtzplatz mit Platzhaus Friedhofspark der freigeistigen Gemeinde an der Pappelallee Gethsemanekirche Elias Kirchgemeinde Göhrener Ei

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S + U Bahnhöfe
Bahnhöfe S + U Schönhauser Allee S Prenzlauer Allee U Eberswalder Straße Linie S41, S42, S8, S85, U2 S41, S42, S8, S85 U2 Blindenleitsystem ja nein nein Aufzüge ja ja nein Fahrtreppen ja nein nein

Detaillierte Beschreibung der Begrenzung der Bezirksregion XIII
nördlich Richtung Süden Richtung Westen Richtung Norden entlang S – Bahn Strecke entlang Prenzlauer Allee entlang Danziger Str. entlang Schönhauser Allee bis S + U - Bahnhof

2 Bevölkerung
2.1 ALLGEMEINES
In der Bezirksregion lebten am 31. Dezember 2013 21.964 Einwohner/innen. Damit nimmt die Bezirksregion Rang 10 unter den 16 Bezirksregionen des Bezirkes ein und ist die ”bevölkerungsärmste” unter den Bezirksregionen der Region Prenzlauer Berg. Mit einer Fläche von nur 71,4 ha ist sie mit Abstand die kleinste Bezirksregion des Bezirkes, liegt jedoch mit einer Bevölkerungsdichte von 307,53 Einwohnern/innen / ha an erster Stelle.

2.2 ALTERSSTRUKTUR
Die Bezirksregion XIII ist mit einem Altersdurchschnitt von 33,8 Jahren seit 2000 konstant die ”jüngste” des Bezirkes (Pankower Durchschnittsalter liegt bei 40 Jahren). Die Altersgruppe der 30- bis unter 50-Jährigen ist hier sehr stark vertreten. Nur in der Bezirksregion XV (Prenzlauer Berg Südwest) finden wir eine ähnlich hohe Konzentration dieser Altersgruppe.
(Quelle: AfSBB / bearb.: JugPl 2)
BR XIII Dez 2013 1.033 868 854 322 296 411 310 866 907 1.615 6.363 5.168 1.749 437 243 224 137 Anteil der AG an der Gesamtbev. der BR zum 31.12.2013 4,70 % 3,95 % 3,89 % 1,47 % 1,35 % 1,87 % 1,41 % 3,94 % 4,13 % 7,35 % 28,97 % 23,53 % 7,96 % 1,99 % 1,11 % 1,02 % 0,62 %
1

Alter 0 - unter 3 3 - unter 6 6 - unter 10 10 - unter 12 12 - unter 14 14 - unter 18 18 - unter 21 21 - unter 25 25 - unter 27 27 - unter 30 30 - unter 40 40 - unter 50 50 - unter 60 60 - unter 65 65 - unter 70 70 - unter 75 75 - unter 80

Bezirk Pankow Dez 2013 12.706 12.483 14.021 5.775 5.526 9.537 6.818 15.780 12.681 21.517 73.369 68.037 45.296 16.091 11.961 17.609 14.249

Anteil der AG der BR an 1 der AG des Bezirkes zum 31.12.2013 8,13 % 6,95 % 6,09 % 5,58 % 5,36 % 4,31 % 4,55 % 5,49 % 7,15 % 7,51 % 8,67 % 7,60 % 3,86 % 2,72 % 2,03 % 1,27 % 0,96 %

1

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Alter

BR XIII Dez 2013 124 34 3 21.964

Anteil der AG an der Gesamtbev. der BR zum 31.12.2013 0,56 % 0,15 % 0,01 % 100,00 %

Bezirk Pankow Dez 2013 11.828 2.140 108 377.532

Anteil der AG der BR an 1 der AG des Bezirkes zum 31.12.2013 1,05 % 1,59 % 2,78 % 5,82 %

1

80 - unter 90 90 - unter 100 100 u. älter BR XIII ges. 1 AG ... Altersgruppe

2.3 BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG VON 2001 BIS 2013
Im Jahr 2009 erfolgte eine umfassende Bereinigung des Einwohnermelderegisters Berlins im Zusammenhang mit der Einführung der Steuer-Identifikationsnummern. Personen, die aus den verschiedensten Gründen mehrfach erfasst wurden oder bereits nicht mehr in Pankow wohnhaft waren, werden nun nur noch einfach gezählt oder aus dem Register gestrichen. Dadurch kam es zu einem nicht unwesentlichen zahlenmäßigen Rückgang der Pankower Einwohner/innen Aus diesem Grund ist ein Bevölkerungsrückgang einer Bezirksregion und Altersgruppe im Vergleich von 2008 zu 2009 nicht eindeutig zu interpretieren. Es kann sich sowohl um einen realen Rückgang handeln als auch lediglich um die Folge der Bereinigung des Melderegisters. Außerdem ist auch der Fall denkbar, dass die tatsächliche Einwohnerzahl gestiegen ist, aber die Streichungen liegen höher als der Zuwachs und deshalb erscheint im Einwohnermelderegister ein zahlenmäßiger Rückgang. Erst ab 2009 kann wieder eine zuverlässige Zeitreihe begonnen werden. Durch die Anerkennung des Gebietes als Sanierungs- und Quartiersmanagementgebiet erfolgte bis zum Jahr 2007 eine Aufwertung des Wohngebietes durch die Modernisierung gründerzeitlichen Altbaus und der zielgerichteten Wohnumfeldverbesserung. Die soziale Infrastruktur insbesondere für Kinder, Jugendliche und Senioren wurde ausgebaut. Bis zum Jahr 1999 nahm die Bevölkerung ab. Seit dem Jahr 2000 stieg die Zahl der hier lebenden Menschen jedoch kontinuierlich an und es erfolgte von 2001 bis 2013 eine Zunahme um 4.333 Einwohnern/innen. Im Jahr 2007 stieg die Bevölkerung um 437 Einwohner/innen. Zum ersten Mal seit 10 Jahren nahm im Jahr 2008 die Bevölkerung in dieser Bezirksregion um 92 Einwohner/innen ab. Im Vergleich dazu war die Bevölkerungsabnahme im Jahr 2009 so hoch (690 Personen), dass wie oben dargestellt eine melderechtliche Ursache vermutet wird. In dieser Bezirksregion ist wie auch in anderen Prenzlauer Berger Bezirksregionen der Anteil der Studenten/innen an den melderechtlich registrierten Einwohnern/innen sehr hoch. Diese Bevölkerungsgruppe war in hohem Maße von den melderechtlichen Bereinigungen betroffen. Dafür spricht auch, dass in dieser Bezirksregion besonders die Altersgruppen 25 bis unter 40 mit insgesamt 954 Personen innerhalb eines Jahres sehr untypisch hoch vom Rückgang betroffen sind. Diese Tendenz ist in allen Prenzlauer Berger Bezirkregionen mit einem auffallend hohen Bevölkerungsrückgang in 2009 sichtbar. In den Weißenseeer und Pankower Bezirksregionen I, VII und VIII, wo wir auch einen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen haben, ist das nicht der Fall. Im Jahr 2010 wuchs die Bevölkerung jedoch wieder um 534 und im Jahr 2011 um 407 Einwohner/innen und 2013 um 474 Einwohner/innen. Den größten Anteil macht hier die Altersgruppe der 40- bis unter 50- Jährigen aus. Seit 2001 ist in den Altersgruppen unter 10 Jahren ein fast kontinuierlicher Zuwachs zu verzeichnen. Die Altersgruppe von 0 bis unter 3 Jahren wuchs um 453 Kinder, die Altersgruppe von 3 bis unter 6 Jahren um 452 und die Altersgruppe 6 bis unter 10 Jahren um 450 Kinder. Dieses Wachstum hielt auch 2011 an. Im 2012 gab es ein nur verringertes Wachstum und im Jahr 2013 hatten nur noch die Altersgruppen unter 6 Jahren einen geringen Zuwachs um 48 Kinder. Die Altersgruppe der 6- bis unter 10-Jährigen nahm um 4 Kinder ab.

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(Quelle: AfSBB / bearb.: JugPl 2)
Alter Dez 2001 562 373 338 201 188 393 401 1.501 1.174 2.115 6.332 1.946 874 392 280 302 259 Dez 2002 602 417 367 148 193 399 400 1.477 1.184 2.090 6.614 2.093 878 387 277 290 236 Dez 2003 692 454 403 142 190 367 380 1.360 1.111 2.101 6.883 2.310 917 387 281 297 229 Dez 2004 719 552 453 142 151 385 363 1.233 1.131 2.130 7.160 2.615 976 366 278 296 231 Dez 2005 834 567 494 183 132 354 366 1.227 1.107 2.186 7.309 2.924 1.042 329 285 307 218 Dez 2006 849 630 552 201 144 331 352 1.165 1.114 2.087 7.504 3.243 1.063 300 300 306 213 Alter ab 2007 0 - u. 3 3 - u. 6 6 - u. 10 10 - u. 12 12 - u. 14 14 - u. 18 18 - u. 21 21 - u. 25 25 - u. 27 27 - u. 30 30 - u. 40 40 - u. 50 50 - u. 60 60 - u. 65 65 - u. 70 70 - u. 75 75 - u. 80 80 - u. 90 90 - u. 100 100 u. ä. ges 17.631 18.052 18.504 19.181 19.864 20.354 Dez 2007 857 667 627 193 163 313 346 1.176 1.003 2.116 7.486 3.617 1.132 263 303 219 104 166 37 3 Dez 2008 893 678 656 204 194 289 309 1.096 944 1.976 7.289 3.900 1.157 303 286 205 107 174 39 Dez 2009 934 771 646 265 170 310 307 1.012 811 1.737 6.707 4.071 1.200 268 282 190 127 150 45 Dez 2010 926 814 755 277 184 293 286 992 792 1.701 6.673 4.468 1.306 315 247 211 119 145 33 Dez 2011 1.015 825 788 295 228 328 271 926 841 1.634 6.517 4.767 1.382 326 255 225 127 151 45 Dez 2012 1.001 852 858 340 226 365 254 919 899 1.566 6.502 5.008 1.582 378 217 212 132 136 43 Dez 2013 1.033 868 854 322 296 411 310 866 907 1.615 6.363 5.168 1.749 437 243 224 137 124 34 4.333 Differenz Differenz 31.12.2001: 31.12.2012: 31.12.2013 31.12.2013 471 495 516 121 108 18 -91 -635 -267 -500 31 3.222 875 45 -37 -78 -122 32 16 -4 -18 70 46 56 -53 8 49 -139 160 167 59 26 12 5 -12 -9 3 474

0 - u. 3 3 - u. 6 6 - u. 10 10 - u. 12 12 - u. 14 14 - u. 18 18 - u. 21 21 - u. 25 25 - u. 27 27 - u. 30 30 - u. 40 40 - u. 50 50 - u. 60 60 - u. 65 65 - u. 70 70 - u. 80 80 u. ä.

0 6 6 4 0 3 20.791 20.699 20.009 20.543 20.950 21.490 21.964

2.4 MIGRANTEN/INNEN
(Stand: 12/13, Quelle: AfSBB / bearb.: JugPl 2)

In der Bezirksregion XIII lebten am 31.12.2013 5.600 Personen mit Migrationshintergrund. Das sind 25,5 % der Gesamtbevölkerung der Bezirksregion. Von den 5.600 Personen mit Migrationshintergrund sind 3.674 Ausländer (16,73 %)* und 1.926 Deutsche mit Migrationshintergrund (6,03 %)*. Im Dezember 2013 betrug der Ausländeranteil der Bezirksregion XIII 16,73 %. Damit ist die Bezirksregion diejenige mit dem zweithöchsten Ausländeranteil des Bezirkes und dieser ist doppelt so hoch wie der bezirkliche Anteil von 8,76 %. Der auffallende Rückgang der Einwohner/innen mit Migrationshintergrund (2008: 4.536 / Rückgang um 744 Personen) und darunter vor allem Ausländer/innen (2008: 3.079 / Rückgang um 672 Personen) kann wie unter 2.3 dargestellt nicht eindeutig interpretiert werden. Es wird vermutet, dass ein großer Anteil des zahlenmäßigen Rückgangs lediglich durch die melderechtliche Bereinigung bedingt ist. Auch hier kann ein Zusammenhang mit dem hohen Anteil an Studenten/innen an der Bevölkerung angenommen werden, da im Gegensatz zu den Bezirksregionen in Weißensee und Pankow der größte Teil des Rückgangs nicht bei den Deutschen mit Migrationshintergrund liegt sondern bei den Ausländern/innen.

2.5 GESCHLECHTERVERTEILUNG
(Stand: 12/13, Quelle: AfSBB /bearb.: JugPl 11)

Mit Stichtag 31.12.2013 lebten in der Bezirksregion XIII 10.809 Frauen (49,21 %) und 11.155 Männer (50,79 %).

* Die prozentualen Angaben in der Klammer beziehen sich auf den Anteil der jeweiligen Bevölkerungsgruppe an der Bevölkerung der Bezirksregion.
                            
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