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Full text: Stromspiegel für Deutschland

Umwelt- und Naturschutzamt Steglitz-Zehlendorf

Es ist eine Webseite, die hierzulande immer noch viel zu wenig Menschen kennen: www.die-stromsparinitiative.de. Auf dem Portal erhalten Privathaushalte Stromspartipps. Interaktiv können Verbraucher hier kontrollieren, wie hoch ihr Verbrauch im Vergleich ist und wo sie möglicherweise sparen können. Zudem bietet die Seite eine Suche nach einer persönlichen Energieberatung vor Ort. Die Stromsparinitiative hatte Ende 2012 der damalige Bundesumweltminister Peter Altmaier gestartet. Für die hoch nutzwertige Internetseite ließ er üppige 600.000 Euro springen. Bloß, das Besucheraufkommen der Website ist sicherlich noch ausbaufähig. 2014 waren es rund 83.000 Nutzer, die sich einem Strom-Check unterzogen. Nun wirbt das Kampagnenbüro mit einem weiteren Service um massenhafte Beteiligung: Mit einem bundesweiten Stromspiegel kann man nun auf die Schnelle herausfinden, „ob Sie mehr oder weniger Strom verbrauchen als ähnliche Haushalte. Wer das weiß, kann effektiv Strom sparen und verursacht weniger klimaschädliche CO2-Emissionen“, heißt es auf der Website. Nach Eingabe seines jährlichen Stromverbrauchs, der Wohnsituation und der Info, „ob Sie das Wasser mit oder ohne Strom erhitzen“, erhält man die Auskunft, wie das aktuelle persönliche Verhalten einzuschätzen ist: ob der Stromverbrauch als gering, niedrig, mittel oder hoch einzuordnen sei – das sei „eine

unerlässliche Orientierungshilfe für Mieter und Hauseigentümer“, verheißt die Berateragentur CO2-Online. Zum Beispiel verbraucht ein Drei-PersonenHaushalt in einem Mehrfamilienhaus durchschnittlich 3.000 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr. Ein effizienter Haushalt der gleichen Größe kommt hingegen im Schnitt mit 1.800 kWh Elektrizität jährlich aus. Die Schlussfolgerung daraus: Wer seine Möglichkeiten zum Stromsparen bislang nicht ausreichend nutzt, weil er über dem Durchschnitt liegt, könnte noch mindestens 1.200 kWh oder nicht unerhebliche 320 Euro im Jahr einsparen. Wo man diese Menge schließlich noch einsparen könnte, lässt sich dann per interaktivem „StromCheck“ prüfen. Der Online-Ratgeber hilft beim Aufspüren von Stromfressern und empfiehlt auch konkrete Maßnahmen (siehe Stromspartipps). Zudem bietet die Webseite die Suche nach einer persönlichen Energieberatung vor Ort (je nach Postleitzahl), wie sie etwa die Verbraucherzentralen, Energieagenturen, kommunale Energieversorger wie Stadtwerke oder auch die Caritas offerieren. www.die-stromsparinitiative.de Die Stromspiegel-Broschüre als PDF unter www.die-stromsparinitiative.de/fileadmin/ bilder/Stromspiegel/Broschüre/Stromspiegel 2014web_final.pdf

Stromspiegel für Deutschland

Stromverbrauch zu hoch?

Impressum:

Stand 01/2015

Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Umwelt- und Naturschutzamt Postanschrift: 14160 Berlin Tel. 90299 – 7319 Fax 90299 – 5359 E-mail: post.umnat@ba-sz.berlin.de Mehr bezirkliche Umweltinformationen unter:

www.berlin.de/umwelt-sz

Sechs nützliche Stromspartipps 1. Stand-by einfach abschalten. Viele Geräte verbrauchen Strom, ohne dass sie in Benutzung sind. Wer sich die Mühe macht, mit einem Messgerät diese heimlichen Verbraucher zu enttarnen, wird überrascht sein, wo noch Strom fließt. Einzelsteckdosen oder Steckdosenleisten zum Abschalten bieten da eine gute Lösung. 2. Heizungspumpe niedriger stellen. Viele sind von ihrer Leistung überdimensioniert und verbrauchen unnötig Strom. Es lohnt sich oft, eine niedrigere Leistungsstufe zu wählen. Diese reicht bei Etagenheizungen oder kleineren Häusern ohne Fußbodenheizung meist aus. Die Umwälzpumpe transportiert dann immer noch genügend heißes Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern. 3. Warmwasserpumpe zeitlich regeln. Eine Zirkulationspumpe lässt ständig heißes Wasser zwischen Heizkessel und den Zapfstellen zirkulieren. Das sorgt dafür, dass aus Dusche und Wasserhahn sofort heißes Wasser kommt. Das frisst Strom und Heizenergie, ist aber nicht rund um die Uhr nötig. Daher sollten Sie das überprüfen lassen. Eine Optimierung durch zeitliche Schaltung nach Bedarf spart Energie ohne Komfortverlust. 4. Wasserkocher verwenden. Der kocht zwar auch nur mit Wasser, benötigt dafür aber gegenüber einem Elektroherd deutlich weniger Strom. Das gilt vor allem für Herde

mit Gussplatten, aber auch für GlaskeramikKochfelder. 5. Durchflussbegrenzer einbauen. Warmwasser mit Strom zu erzeugen ist teuer. Wasserspartechnik könnte da die Kosten verringern: mit Sparduschköpfen und Perlatoren. Einige mischen Luft in den Wasserstrahl, sodass dieser fülliger erscheint. Für Waschbecken gibt es entsprechende Perlatoren, die nach demselben Prinzip funktionieren. 6. Stromverbrauch prüfen. Es spart zwar noch nicht direkt Strom und damit Geld, wenn man weiß, ob der eigene Verbrauch hoch, mittel oder niedrig ist. Aber es kann sehr zum Stromsparen motivieren, zu erfahren, dass vergleichbare Haushalte mit deutlich weniger Energie auskommen. Danach gilt es zum Beispiel, mit einem Messgerät die großen und die heimlichen Stromverbraucher zu entdecken, um geeignete Lösungen für vermeidbaren Verbrauch zu finden. Faktoren, die beeinflussen Ihren Stromverbrauch

Ein Viertel der Stromkosten geht auf das Konto von TV, Radio, Computer, Smartphone und Co. Das liegt an der wachsenden Zahl der Geräte im Haushalt und längerer Nutzung. Kühlund Gefriergeräte sowie Waschmaschine und Wäschetrockner bieten ebenfalls ein großes Einsparpotenzial. Hier zahlt sich der Einsatz energieeffizienter Geräte aus. Mit der Personenzahl im Haushalt steigt der Verbrauch, allerdings nicht in gleichem Maße. Grund: Kühlschrank, Waschmaschine etc. werden ja gemeinsam genutzt. Deswegen ist der Pro-KopfVerbrauch in größeren Haushalten meist geringer als in kleineren. Der Stromverbrauch im Einoder Zweifamilienhaus ist tendenziell höher als in einer Wohnung. Außenbeleuchtung, Garten, Garage oder der Strom für die Heizungspumpe schlagen zusätzlich zu Buche.
Der vorstehende Text wurde von Tim Bartels verfasst und ist erschienen in den Zeitschrift UMWELT kommunale ökologische Briefe Nr. 25-26 vom 18.12.2014. Diesen und weitere interessante Artikel finden Sie auch unter www.umweltbriefe.de

Jeder Deutsche verbraucht durchschnittlich 1.500 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr. Bei einem Tarif von 27 Cent pro kWh, entspricht das 405 Euro. Wird das warme Wasser elektrisch erhitzt, erhöht sich der Verbrauch um 400 kWh – das trifft auf knapp ein Drittel der 40 Millionen Haushalte hierzulande zu.
        
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