Publication:
Berlin, 2014
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-7730812
Path:
Bezirksamt Pankow von Berlin Abt. Jugend und Facility Management Jugendhilfeplanung

Portrait der Bezirksregion V - Schönholz/Wilhelmsruh/Rosenthal -

Arbeitsstand Juli 2014

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Inhaltsverzeichnis

1 ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DER BEZIRKSREGION 2 BEVÖLKERUNG 2.1 ALLGEMEINES 2.2 ALTERSSTRUKTUR 2.3 BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG VON 2001 BIS 2013 2.4 MIGRANTEN/INNEN 2.5 GESCHLECHTERVERTEILUNG

3 4 4 4 5 6 6

Korrekturen und Ergänzungen bitte per E-Mail an sandra.hollan@ba-pankow.berlin.de

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Bezirksregion V - Schönholz/Wilhelmsruh/Rosenthal
Untergliederung Planungsraum Planungsraum Planungsraum 8 (Rosenthal) 12 (Wilhelmsruh) 13 (Schönholz)

Begrenzung

Blankenfelde (BR II/PR 3) Niederschönhausen (BR II/PR 9) Pankow Zentrum (BR VI/PR 14) Bezirk Reinickendorf 558,8 ha 29,4 Einwohner/innen / ha

Fläche Bevölkerungsdichte

1 Allgemeine Beschreibung der Bezirksregion
Die Bezirksregion setzt sich zusammen aus Schönholz (Planungsraum 13, gehört historisch zum Ortsteil Niederschönhausen), Wilhelmsruh (Planungsraum 12) und Rosenthal (Planungsraum 8). Das Angerdorf Rosenthal ist im Zuge der Barnimbesiedlung bereits um 1230 angelegt worden. Im Südosten des sich seit 1574 in kurfürstlicher Hand befindlichen Dorfes ließ Friedrich III. ab dem Ende des 17. Jahrhunderts ein Lustschloss samt Park und Fasanerie erbauen. Auf dem Anger ist die aus dem 14. Jahrhundert stammende Kirche, ein Granitquaderbau, erhalten. Der Ort konnte bis in die Gegenwart seinen dörflichen Charakter bewahren. Zeugen des bescheidenen Wohlstandes, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufkam, sind die mit Fassadenschmuck geschmückten Wohnhäuser der Bauerngehöfte an der Hauptstraße. Auch die östlich der Kirche gelegenen Gutsbauten aus dem 19. Jahrhundert sind im Wesentlichen erhalten geblieben. 1882 erwarb die Stadt Berlin das Vorwerk von Rosenthal und legte wie in Buch und Blankenfelde Rieselfelder an. 1920 wurde Rosenthal in den Bezirk Pankow eingemeindet. Die Siedlung Wilhelmsruh entstand 1893 als südöstliche Fortsetzung der Rosenthaler Dorfstraße (Hauptstraße) und gehörte bis 1938 zu Reinickendorf. Besonders ab 1907 entwickelte sich die Wohnkolonie durch die Ansiedlung der "Bergmann Elektrizitätswerke" zu einem Industriestandort im Norden Berlins. Ab 1901 verkehrte die sogenannte Heidekrautbahn. Im zu Rosenthal gehörenden Nordend, der nördlichen Ausdehnung Niederschönhausens, entstanden in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts Landhäuser. Im Zuge des Anwachsens der Stadt Berlin wurden an der Blankenfelder Straße zwischen 1896 und 1900 drei Friedhöfe von verschiedenen Berliner Gemeinden, die sogenannten Nordend-Friedhöfe, angelegt. Auf Elisabeth Christine (Ehefrau König Friedrich des II.) geht die Gründung der Kolonie Schönholz westlich des Dorfes (Niederschönhausen) zurück. Ab 1767 wurden hier böhmische Kolonisten angesiedelt. Einen Impuls für die Entwicklung Niederschönhausens brachte 1877 die Eröffnung des Bahnhofes Schönholz an der Nordbahn. Für die 1945 in der Schlacht um Berlin gefallenen 13.200 russischen Soldaten wurde in der Schönholzer Heide kurz nach Kriegsende ein Ehrenmal erbaut. Während in allen drei Sozialräumen lockere Wohnbebauung mit weitflächigen Einfamilienhaussiedlungen vorherrscht, entstand Mitte der neunziger Jahre mit den ”Winkelwiesen” in Rosenthal ein Neubaugebiet Wohneinheiten. Der einst größte Arbeitgeber in Wilhelmsruh, die Borsig – Werke, baute in den Jahren nach der Wende mehrere hundert Arbeitsplätze ab. Dieser Trend setzte sich nach der Übernahme durch den Konzern ABB fort. Betroffen waren auch viele Jugendliche, die nicht in neue Arbeitsverhältnisse über-

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nommen wurden. Überdies fielen zahlreiche Ausbildungsplätze weg. Einen ähnlichen Verlauf nahm die Entwicklung der Firma Adtranz. Demgegenüber hat sich die Infrastruktur im Ortsteil erheblich verbessert. Die Zahl der Existenzgründungen stieg, und es entstanden zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten für Verbrauchs- und Gebrauchsgüter des täglichen Bedarfs. In dieser Bezirksregion arbeitet eine Planungsraumkonferenz in Kooperation mit der Bezirksregion II Blankenfelde/Niederschönhausen.

Markante Treffpunkte/Orte im Gebiet • Bürgerpark • Schönholzer Heide • Kaisers Supermarkt – Vorplatz • Platz am ”Sindbad” S + U Bahnhöfe
Bahnhöfe S Schönholz S Wilhelmsruh Linie S1, S25, S85 S1, S85 Blindenleitsystem ja nein Aufzüge nein nein Fahrtreppen nein nein

Detaillierte Beschreibung der Begrenzung der Bezirksregion V
nördlich kreuzt Mönchmühler Str. quer im Zickzack durch Waldgebiet Rosenthal entlang Schönhauser Str. entlang Zingergraben (Fluss) kreuzt Kastanienallee / Weißdornallee kreuzt Friedrich-Engels-Str. quer durch Zingerwiesen entlang Zingergraben quer durch Schönholzer Heide parallel Homeyerstr. kreuzt Grabbeallee parallel P.-Francke-Str. kreuzt Grabbeallee / Schönholzer Str. entlang Kreuzstr. entlang Wilhelm-Kuhr-Str. entlang Grenze zu Reinickendorf

östlich, Richtung Süden

südlich

westlich

2 Bevölkerung
2.1 ALLGEMEINES
Am 31.12.2013 lebten in der Bezirksregion V 17.316 Einwohner/innen. Die Bezirksregion nimmt in Bezug auf die Fläche Rang 6 im Bezirk Pankow ein, bezüglich der Bevölkerungszahl Rang 12 und bezüglich der Bevölkerungsdichte Rang 11.

2.2 ALTERSSTRUKTUR
Die Bezirksregion V liegt mit einem Altersdurchschnitt von 43,19 Jahren über dem bezirklichen Mittelwert von 40 Jahren. Die Altersgruppe der 30- bis unter 60-Jährigen liegt in der Bezirksregion weit über dem bezirklichen Anteil der Altersgruppe.

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(Quelle: AfSBB / bearb.: JugPl 2)
BR V Dez 2013
430 534 737 351 394 708 462 536 297 512 2.000 3.333 2.630 948 772 1.088 845 626 110 3 17.316

Alter

Anteil der AG an der Gesamtbev. der BR zum 31.12.2013 2,48 % 3,08 % 4,26 % 2,03 % 2,28 % 4,09 % 2,67 % 3,10 % 1,72 % 2,96 % 11,55 % 19,25 % 15,19 % 5,47 % 4,46 % 6,28 % 4,88 % 3,62 % 0,64 % 0,02 % 100,00 %

1

Bezirk Pankow Dez 2013 12.706 12.483 14.021 5.775 5.526 9.537 6.818 15.780 12.681 21.517 73.369 68.037 45.296 16.091 11.961 17.609 14.249 11.828 2.140 108 377.532

Anteil der AG der BR an 1 der AG des Bezirkes zum 31.12.2013 3,38 % 4,28 % 5,26 % 6,08 % 7,13 % 7,42 % 6,78 % 3,40 % 2,34 % 2,38 % 2,73 % 4,90 % 5,81 % 5,89 % 6,45 % 6,18 % 5,93 % 5,29 % 5,14 % 2,78 % 4,59 %

1

0 - unter 3 3 - unter 6 6 - unter 10 10 - unter 12 12 - unter 14 14 - unter 18 18 - unter 21 21 - unter 25 25 - unter 27 27 - unter 30 30 - unter 40 40 - unter 50 50 - unter 60 60 - unter 65 65 - unter 70 70 - unter 75 75 - unter 80 80 - unter 90 90 - unter 100 100 u. älter BR V ges. 1 AG ... Altersgruppe

2.3 BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG VON 2001 BIS 2013
Im Jahr 2009 erfolgte eine umfassende Bereinigung des Einwohnermelderegisters Berlins im Zusammenhang mit der Einführung der Steuer-Identifikationsnummern. Personen, die aus den verschiedensten Gründen mehrfach erfasst wurden oder bereits nicht mehr in Pankow wohnhaft waren, werden nun nur noch einfach gezählt oder aus dem Register gestrichen. Dadurch kam es zu einem nicht unwesentlichen zahlenmäßigen Rückgang der Pankower Einwohner/innen. Aus diesem Grund kann angenommen werden, dass ein in der Einwohnerstatistik sichtbarer Bevölkerungszuwachs einer Bezirksregion und Altersgruppe im Vergleich von 2008 zu 2009 real viel höher liegt, da sich der Zuwachs und die durch Bereinigung statistisch wegfallenden Einwohnerinnen gegenseitig „aufheben“. Diese Vermutung liegt für die Bezirksregion II nahe, da es dort, wie unter 2.4 dargestellt, einen ungewöhnlich hohen Rückgang der Einwohner/innen mit Migrationshintergrund im Jahr 2009 gegeben hat, dessen Ursache in den melderechtlichen Bereinigungen gesehen wird. Steigt die Gesamtbevölkerung der Bezirksregion trotzdem, kann vermutet werden, dass die tatsächliche Zunahme höher liegt als die rein rechnerisch ermittelte. Die Bevölkerung der Bezirksregion V nahm in den letzten 12 Jahren um 2.009 Einwohner/innen von 15.307 (Dezember 2001) 17.316 (Dezember 2013) zu. Die Altersgruppe der Kinder unter 3 Jahren entwickelte sich nach einem Anstieg bis Dezember 2001 ab 2002 rückläufig. Erst ab 2008 war wieder ein Anstieg (um 72 Kinder) erfolgt. In den folgenden Jahren nahm ihre Anzahl leicht ab und ist 2013 weiter gesunken. Die Altersgruppe der 3- bis unter 6- Jährigen stieg bis 2004 an, um sich danach bis 2008 wieder rückläufig zu entwickeln. Seit 2009 ist wieder ein Anstieg zu verzeichnen, der auch bis zum Jahr 2013 weiter anhielt.

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Die Altersgruppe der 6- bis unter 10- Jährigen nahm seit 2001 kontinuierlich um 207 Kinder zu und schwankt seit 2008 um 700 Kinder. Die auffälligste Differenz von 2001 zu 2013 hat die Altersgruppe der 40- bis unter 50- Jährigen zu verzeichnen (Zuwachs um 1.056 Einwohner/innen), im Gegensatz zur Altersgruppe der 30- bis unter 40- Jährigen. Ihre Zahl nahm im gleichen Zeitraum um 995 Einwohner/innen ab.
(Quelle: AfSBB / bearb.: JugPl 2)
Alter 0 - u. 3 3 - u. 6 6 - u. 10 10 - u. 12 12 - u. 14 14 - u. 18 18 - u. 21 21 - u. 25 25 - u. 27 27 - u. 30 30 - u. 40 40 - u. 50 50 - u. 60 60 - u. 65 65 - u. 70 70 - u. 80 80 u. ä. Dez 2001 471 456 530 329 387 720 544 570 267 479 2.995 2.277 1.837 1.232 888 896 429 Dez 2002 430 477 551 250 404 756 508 577 292 434 2.904 2.428 1.801 1.220 939 970 441 Dez 2003 434 497 572 264 325 793 490 594 302 431 2.820 2.591 1.794 1.201 1.018 1.027 469 Dez 2004 427 528 598 296 264 813 515 591 301 456 2.717 2.749 1.808 1.136 1.091 1.109 490 Dez 2005 416 492 631 297 276 763 511 576 297 486 2.593 2.867 1.864 1.053 1.125 1.181 515 Dez 2006 409 462 702 299 313 694 540 550 304 460 2.532 3.065 1.949 889 1.191 1.284 548 Alter ab 2007 0 - u. 3 3 - u. 6 6 - u. 10 10 - u. 12 12 - u. 14 14 - u. 18 18 - u. 21 21 - u. 25 25 - u. 27 27 - u. 30 30 - u. 40 40 - u. 50 50 - u. 60 60 - u. 65 65 - u. 70 70 - u. 75 75 - u. 80 80 - u. 90 90 - u. 100 100 u. ä. ges 15.307 15.382 15.622 15.889 15.943 16.191 Dez 2007 400 461 711 302 314 631 558 575 327 463 2.400 3.204 2.029 835 1.183 862 521 482 84 0 Dez 2008 472 441 715 359 279 603 590 573 315 496 2.324 3.271 2.093 834 1.148 945 526 488 82 3 Dez 2009 463 471 684 351 322 616 540 623 270 514 2.177 3.350 2.192 770 1.115 1.024 594 514 100 0 Dez 2010 460 489 714 381 349 602 467 638 284 481 2.116 3.426 2.249 849 1.027 1.057 634 553 91 0 Dez 2011 470 525 700 386 353 649 419 649 302 436 2.061 3.478 2.368 895 892 1.102 684 596 99 Dez 2012 474 534 668 394 382 650 436 606 323 438 2.022 3.415 2.465 926 828 1.077 760 613 102 0 Dez 2013 430 534 737 351 394 708 462 536 297 512 2.000 3.333 2.630 948 772 1.088 845 626 110 3 2.009 Differenz Differenz 31.12.2001: 31.12.2012: 31.12.2013 31.12.2013 -41 78 207 22 7 -12 -82 -34 30 33 -995 1.056 793 -284 -116 192 416 -44 0 69 -43 12 58 26 -70 -26 74 -22 -82 165 22 -56 11 85 13 8 3 203

16.342 16.557 16.690 16.867 17.064 17.113 17.316

2.4 MIGRANTEN/INNEN
(Stand: 12/13, Quelle: AfSBB / bearb.: JugPl 2)

In der Bezirksregion V lebten am 31.12.2013 2.194 Personen mit Migrationshintergrund. Das sind 12,7 % der Gesamtbevölkerung der Bezirksregion. Von den 2.194 Personen mit Migrationshintergrund sind 761 Ausländer (4,4 %)* und 1.433 Deutsche mit Migrationshintergrund (5,2 %)*. Im Dezember 2013 lag der Ausländeranteil der Bezirksregion V bei 4,4 %. Der bezirkliche Durchschnitt liegt bei 8,76 %. Der auffallend starke Rückgang der Einwohner/innen mit Migrationshintergrund (2008: 2.252) und darunter vor allem der Deutschen mit Migrationshintergrund (2008: 1.603) kann wie unter 2.3 dargestellt nicht eindeutig interpretiert werden. Es wird vermutet, dass ein großer Anteil des zahlenmäßigen Rückgangs lediglich durch die melderechtliche Bereinigung bedingt ist.

2.5 GESCHLECHTERVERTEILUNG
(Stand: 12/13, Quelle: AfSBB / bearb.: JugPl 11)

Mit Stichtag 31.12.2013 lebten in der Bezirksregion V 8.927 Frauen (51,55 %) und 8.389 Männer (48,45 %).
* Die prozentualen Angaben in der Klammer beziehen sich auf den Anteil der jeweiligen Bevölkerungsgruppe an der Bevölkerung der Bezirksregion.
                            
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