Publication:
Berlin, 2012
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-7731044
Path:
Bezirksamt Pankow von Berlin Abt. Jugend und Facility Management Jugendhilfeplanung

Portrait der Bezirksregion II - Blankenfelde/Niederschönhausen -

Arbeitsstand Juli 2012

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Inhaltsverzeichnis

1 ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DER BEZIRKSREGION

3

2 BEVÖLKERUNG 2.1 ALLGEMEINES 2.2 ALTERSSTRUKTUR 2.3 BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG VON 2001 BIS 2013 2.4 MIGRANTEN/INNEN 2.5 GESCHLECHTERVERTEILUNG

5 5 5 5 6 7

Korrekturen und Ergänzungen bitte per E-Mail an sandra.hollan@ba-pankow.verwalt-berlin.de

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Bezirksregion II - Blankenfelde/Niederschönhausen
Untergliederung Planungsraum 3 (Blankenfelde) Planungsraum 9 (Niederschönhausen) Planungsraum 10 (Herthaplatz) Land Brandenburg, Landkreis Barnim Lietzengraben (BR I/PR 4) Buchholz (BR III/PR 7) Pankow-Zentrum (BR VI/PR 14) Schönholz (BR V/PR 13) Wilhelmsruh (BR V/PR 12) Rosenthal (BR V/PR 8) Bezirk Reinickendorf 1.967,5 ha 13,28 Einwohner/innen / ha

Begrenzung

Fläche Bevölkerungsdichte

1 Allgemeine Beschreibung der Bezirksregion
Die Bezirksregion II setzt sich aus den Planungsräumen Blankenfelde, Niederschönhausen und Herthaplatz zusammen. Der Planungsraum 9 umfasst den alten Pankower Ortsteil Niederschönhausen nur teilweise. Andere Teile entfallen auf die Planungsräume 12 (Schönholz) und 14 (Am Schlosspark). Die Ortschaft Blankenfelde gehörte ehemals zum Kreis Niederbarnim und bildet, neben Frohnau im Bezirk Reinickendorf, seit ihrer Eingemeindung 1920 in den Bezirk Pankow die nördliche Spitze Berlins. Angelegt wurde das Straßendorf vermutlich um 1230 im Zuge der Barnim-Kolonisation, wobei archäologische Funde sogar auf eine römisch-kaiserliche Vorgängersiedlung hinweisen. Nach wechselnden Besitzern und Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg erwarb 1711 König Friedrich I. Blankenfelde. Er ließ wie in Rosenthal ein Lustschloss mit Garten errichten. Mitte des 18. Jahrhunderts vernichtete ein Feuer den Großteil der Dorfbauten. Es blieb die Feldsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert erhalten. An der Hauptstraße mit dörflichem Charakter befinden sich neben wenigen kleinen Büdnerhäusern aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts vorwiegend Hofanlagen aus der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. Zusammen mit den vier erhaltenen Landarbeiterwohnhäusern bezeugen diese Bauten bis heute die Stellung des Gutshofes im Dorfensemble. 1882 erwarb die Stadt Berlin das Gut Blankenburg, um wie in Buch und Rosenthal Rieselfelder einzurichten. 1909 wurde der Botanische Hauptschulgarten für Berlin zwischen Nordend und Blankenfelde, an die heutige Blankenfelder Straße, verlegt. Die mehrfach ausgebaute Anlage beherbergte zwischen 1977 und Anfang der 90er Jahre das "Institut für spezielle Botanik" der Humboldt Universität und wird heute als Botanischer Volkspark vom Bezirk Pankow betrieben. Dank seiner Abgeschiedenheit und der 1961 aufgegebenen Rieselbewirtschaftung der umliegenden Felder liegt der Ortskern Blankenfelde heute noch weitgehend ungestört in der freien Landschaft. „Das Straßendorf Niederschönhausen wurde im 13. Jahrhundert angelegt. Die 1869-1871 anstelle der mittelalterlichen Feldsteinkirche neugebaute Friedenskirche bewahrt im Kirchenschiff Mauerwerksstrukturen der alten Dorfkirche. Bis ins 17. Jahrhundert wechselte die Grundherrschaft zwischen verschiedenen Adelsfamilien des Barnims.

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Kurfürst Friedrich der III. von Brandenburg erwarb im Jahr 1691 die Herrschaft über Niederschönhausen und ließ das 1662 am südlichen Rand des Dorfkerns angelegte "Petit Palais" zu einem repräsentativen Schloss umbauen (gehört zur Bezirksregion VI, zur Geschichte des Schlosses siehe dort). Bis in die Zeit nach 1800 blieb Niederschönhausen ein von Landwirtschaft geprägtes Dorf. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts wandelte sich bedingt durch das Schloss das Bild: Bürger aus der nahen Residenzstadt Berlin kauften Grundstücke im Ort und legten Sommerhäuser, bald auch feste Wohnsitze, an. Ab 1870 entstanden in Niederschönhausen Villensiedlungen für wohlhabende Berliner. In der zweiten Jahrhunderthälfte wurde u.a. die Grabbeallee mit repräsentativen Villen bebaut. Einen Impuls für die Entwicklung Niederschönhausens brachte 1877 die Eröffnung des Bahnhofes Schönholz an der Nordbahn (gehört zur Bezirksregion V, s. dort). Die Bevölkerung (des gesamten Ortsteiles Niederschönhausen) wuchs von 1.500 Einwohner/innen im Jahr 1871 bis auf 19.000 Einwohner/innen im Jahr 1920. Aus dem Dorf Niederschönhausen war ein städtischer Vorort geworden, der 1920 mit der Eingliederung in den Stadtbezirk Berlin-Pankow seine Selbständigkeit verlor“.1 In dieser Bezirksregion arbeitet eine Planungsraumkonferenz in Kooperation mit der Bezirksregion V Schönholt/Wilhelmsruh/Rosenthal. Markante Treffpunkte/Orte im Gebiet • Brosepark • Pastor-Niemöller-Platz • Ossietzkyplatz • Herthaplatz • Bürgerpark, insbesondere Skateranlage Detaillierte Beschreibung der Begrenzung der Bezirksregion II
nord-westlich nord-östlich östlich Richtung Süden entlang Grenze zu Landkreis Oberhavel entlang Grenze zu Landkreis Barnim entlang A 114 bis Schönerlinder Str. entlang Schillingweg entlang Buchholzer Str. kreuzt Rosenthaler Weg parallel der Guyotstr. entlang Nordgraben parallel zur Marienstr. entlang Pasewalker Str. entlang Blankenburger Str. parallel Schloss Schönhausen entlang Tschaikowskistr. entlang Boris-Pasternak-Weg westlicher Teil des Majakowski Rings parallel Homeyer Str. kreuzt Hermann-Hesse-Str. entlang Zingergraben kreuzt Kastanienallee entlang Schönhauser Str. kreuzt Mönchmühler Str. entlang Grenze zu Reinickendorf

Richtung Norden

westlich

1 Angaben zur Geschichte sind übernommen aus: Wegweiser Berlin Pankow und Die Denkmale in Berlin Pankow, Hrsg. Landesdenkmalamt Berlin und BA Pankow von Berlin

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2 Bevölkerung
2.1 ALLGEMEINES
Am 31.12.2013 lebten in der Bezirksregion II 26.126 Einwohner/innen. Die Bezirksregion II ist flächenmäßig die zweitgrößte des Bezirkes Pankow, jedoch mit 13,28 Einwohnern/innen pro Hektar bezüglich der Bevölkerungsdichte nur auf Rang 14.

2.2 ALTERSSTRUKTUR
Das Durchschnittsalter der Gebietsbevölkerung liegt mit 41,88 etwas über dem bezirklichen Durchschnitt (40 Jahre) und ist seit 1999 langsam angestiegen (von 39 auf rund 41 Jahre). Fast 50 % der Bevölkerung sind zwischen 30 und 60 Jahre alt.
(Quelle: AfSBB/ bearb.: JugPl 2)
Anteil der AG an der Gesamtbev. der BR zum 31.12.2013 3,25 % 3,49 % 4,18 % 1,91 % 1,75 % 3,31 % 2,01 % 3,39 % 2,26 % 3,63 % 14,16 % 19,04 % 14,90 % 5,62 % 4,03 % 5,61 % 3,69 % 3,23 % 0,53 % 0,01 % 100,00 %
1

Alter

BR II Dez 2013

Bezirk Pankow Dez 2013 12.706 12.483 14.021 5.775 5.526 9.537 6.818 15.780 12.681 21.517 73.369 68.037 45.296 16.091 11.961 17.609 14.249 11.828 2.140 108 377.532

Anteil der AG der BR an 1 der AG des Bezirkes zum 31.12.2013 6,69 % 7,30 % 7,80 % 8,62 % 8,25 % 9,07 % 7,69 % 5,61 % 4,65 % 4,41 % 5,04 % 7,31 % 8,60 % 9,12 % 8,81 % 8,33 % 6,76 % 7,13 % 6,50 % 2,78 % 6,92 %

1

0 - unter 3 850 3 - unter 6 911 6 - unter 10 1.093 10 - unter 12 498 12 - unter 14 456 14 - unter 18 865 18 - unter 21 524 21 - unter 25 885 25 - unter 27 590 27 - unter 30 949 30 - unter 40 3.700 40 - unter 50 4.975 50 - unter 60 3.894 60 - unter 65 1.468 65 - unter 70 1.054 70 - unter 75 1.466 75 - unter 80 963 80 - unter 90 843 90 - unter 100 139 100 u. älter 3 BR II ges. 26.126 1 AG ... Altersgruppe

2.3 BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG VON 2001 BIS 2013
Im Jahr 2009 erfolgte eine umfassende Bereinigung des Einwohnermelderegisters Berlins im Zusammenhang mit der Einführung der Steuer-Identifikationsnummern. Personen, die aus den verschiedensten Gründen mehrfach erfasst wurden oder bereits nicht mehr in Pankow wohnhaft waren, werden nun nur noch einfach gezählt oder aus dem Register gestrichen. Dadurch kam es zu einem nicht unwesentlichen zahlenmäßigen Rückgang der Pankower Einwohner/innen. Aus diesem Grund kann angenommen werden, dass ein in der Einwohnerstatistik sichtbarer Bevölkerungszuwachs einer Bezirksregion und Altersgruppe im Vergleich von 2008 zu 2009 real viel höher liegt, da sich der Zuwachs und die durch Bereinigung statistisch wegfallenden Einwohnerinnen gegenseitig „aufheben“. Diese Vermutung liegt für die Bezirksregion II nahe, da es wie unter 2.4 dargestellt einen ungewöhnlich hohen Rückgang der Einwohner/innen mit Migrationshintergrund im Jahr 2009 gege-

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ben hat, dessen Ursache in den melderechtlichen Bereinigungen gesehen wird. Die Gesamtbevölkerung der Bezirksregion steigt trotzdem, deshalb kann vermutet werden, dass die tatsächliche Zunahme höher liegt als die rein rechnerisch ermittelte. Seit 1997 nahm die Bevölkerung der Bezirksregion kontinuierlich zu, seit 2001 um 4.065 Einwohner/innen. Der Zuwachs in den Planungsräumen 9 und 10 ist vor allem auf die Neubebauung und innerstädtische Verdichtung in diesen Gebieten zurückzuführen. Auffällig hoch ist der Bevölkerungszuwachs in den Altersgruppen von 40 bis unter 60 Jahren (seit 2001 über 2.735 Personen). Im Gegensatz dazu haben sich die Altersgruppen von 21 bis unter 25 Jahren verringert (2013 um 86 Personen). Dieser Trend zeigt sich in der genannten Altersgruppe seit 2012. Die Altersgruppen unter 6 Jahren steigen seit dem Jahr 2000 kontinuierlich an. Seit dem Jahr 2002 wächst auch die Altersgruppe der Kinder im Alter von 6 bis unter 10 Jahren wieder an, vom Jahr 2001 bis zum Jahr 2010 um 439 Kinder. Von Dezember 2009 zu Dezember 2010 hat sich ihre Zahl um 56 Kinder erhöht. Zum ersten Mal im Jahr 2011 sank die Zahl der 0- bis unter 3- Jährigen um 27 Kinder und zum 2. Mal im Jahr 2013 sank ihre Zahl um 12 auf 850 Kinder.
(Quelle: AfSBB/ bearb.: JugPl 2)
Alter 0 - u. 3 3 - u. 6 6 - u. 10 10 - u. 12 12 - u. 14 14 - u. 18 18 - u. 21 21 - u. 25 25 - u. 27 27 - u. 30 30 - u. 40 40 - u. 50 50 - u. 60 60 - u. 65 65 - u. 70 70 - u. 80 80 u. ä. Dez 2001 675 598 577 445 516 1.067 731 954 520 902 4.643 3.534 2.600 1.444 962 1.259 634 Dez 2002 685 644 623 298 552 1.076 722 896 527 863 4.618 3.687 2.621 1.485 1.043 1.317 696 Dez 2003 672 690 681 280 462 1.094 760 1.002 524 820 4.503 3.853 2.635 1.536 1.138 1.355 684 Dez 2004 692 672 751 302 314 1.124 721 1.010 494 830 4.356 4.103 2.638 1.529 1.238 1.422 699 Dez 2005 709 716 792 298 298 1.040 762 1.004 520 867 4.152 4.287 2.784 1.388 1.332 1.523 730 Dez 2006 728 732 913 342 317 919 799 944 552 872 3.969 4.558 2.967 1.207 1.446 1.602 758 Alter ab 2007 0 - u. 3 3 - u. 6 6 - u. 10 10 - u. 12 12 - u. 14 14 - u. 18 18 - u. 21 21 - u. 25 25 - u. 27 27 - u. 30 30 - u. 40 40 - u. 50 50 - u. 60 60 - u. 65 65 - u. 70 70 - u. 75 75 - u. 80 80 - u. 90 90 - u. 100 100 u. älter ges. 22.061 22.353 22.689 22.895 23.202 23.625 Dez 2007 736 777 910 381 328 792 827 946 569 870 3.864 4.707 3.053 1.137 1.438 1.015 700 654 115 Dez 2008 764 771 926 424 344 649 792 1.024 544 902 3.717 4.909 3.167 1.049 1.506 1.072 677 711 111 Dez 2009 818 774 960 444 364 623 730 1.034 550 908 3.624 4.978 3.253 1.040 1.486 1.140 687 725 116 Dez 2010 826 755 1.016 455 447 662 577 1.051 529 945 3.482 5.024 3.367 1.145 1.329 1.261 716 758 115 Dez 2011 799 828 1.057 472 458 726 482 1.062 526 950 3.581 5.018 3.536 1.317 1.154 1.352 787 799 115 Dez 2012 862 886 1.024 482 448 813 491 971 591 935 3.637 5.054 3.700 1.423 1.112 1.412 888 820 120 Dez 2013 850 911 1.093 498 456 865 524 885 590 949 3.700 4.975 3.894 1.468 1.054 1.466 963 843 139 4.065 Differenz Differenz 31.12.2001: 31.12.2012: 31.12.2013 31.12.2013 175 313 516 53 -60 -202 -207 -69 70 47 -943 1.441 1.294 24 92 207 329 -12 25 69 16 8 52 33 -86 -1 14 63 -79 194 45 -58 54 75 23 19 -3 451

0 0 3 3 9 6 3 23.819 24.059 24.257 24.463 25.028 25.675 26.126

2.4 MIGRANTEN/INNEN
(Stand: 12/13, Quelle: AfSBB / bearb.: JugPl 2)

In der Bezirksregion II lebten am 31.12. 2013 2.477 Personen mit Migrationshintergrund. Das sind 9,48 % der Gesamtbevölkerung der Bezirksregion II. Von den 2.477 Personen mit Migrationshintergrund sind 1.201 Ausländer/innen (4,6 %)* und 1.276 Deutsche mit Migrationshintergrund (6,69 %)*. Im Dezember 2011 lag der Ausländeranteil der Bezirksregion II bei 3,77 %. Der Pankower Durchschnitt liegt bei 8,76 %. Der auffallend starke Rückgang der Einwohner/innen mit Migrationshintergrund (2008: 2.282) und darunter vor allem der Deutschen mit Migrationshintergrund (2008: 1.343) kann wie unter 2.3 dargestellt nicht eindeutig interpretiert werden. Es wird vermutet, dass ein großer Anteil des zahlenmäßigen Rückgangs lediglich durch die melderechtliche Bereinigung bedingt ist.

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2.5 GESCHLECHTERVERTEILUNG
(Stand: 12/13, Quelle: AfSBB / bearb.: JugPl 11)

Mit Stichtag 31.12.2013 lebten in der Bezirksregion II 13.399 Frauen (51,3 %) und 12.727 Männer (48,7 %).

* Die prozentualen Angaben in der Klammer beziehen sich auf den Anteil der jeweiligen Bevölkerungsgruppe an der Bevölkerung der Bezirksregion.
                            
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